Skip to main content

Coburger - Das Magazin #24

Page 1

Nr. 24 | Dezember 2017

Magazin fĂźr Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


Stelldichein der Prominenz beim Bundespresseball 2017 im Hotel Adlon in Berlin - und der COBURGER war dabei. Die ganze Geschichte auf Seite 54. 2

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

3


INHALT

AUSGABE 24 DEZEMBER 2017

8 10 12 90 91 98 100 104 105 106

PETER SMALDENBRANDT

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN WOLFRAM HEGEN AXEL STRAUBINGER VERSCHIEDENE AUTOREN HEINRICH BEDFORD-STROHM JONAS BEDFORD-STROHM

LEBENSRISIKO UNFALL Die Gefahr lauert überal

DER COBURGER WEIHNACHTSMARKT 20 Stimmungsvolle Zeit 28

DER UNGLEICHE K AMPF Versuch einer Waffengleichheit für das Landestheater

WORÜBER WIR UNS AUFREGEN 36 Das war 2017 im Coburger Land 42

SONDERTHEMA SINN Positionen und Geschichten von Menschen und Unternehmen

SINN IM GL AUBEN 44 Auszüge aus einem Buch PROMINENTE KÖPFE

WOLFRAM HEGEN

54

WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

MACHER 58 Dieses Mal: Christof Pilarzyk

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT SEBASTIAN BUFF

4

14

DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH DER HOFBERICHT BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE

HIER WOHNTE … 62 … die vornehmen Leut

BENEDIKT DELLERT

74

SEBASTIAN KOLM

92

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Das Coburger Studio Freese beim Bundespresseball

GENUSS UND SHOPPING Tipps, Ideen und neue Läden in Coburg

AUS DEM PORTFOLIO Coburg schläft

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


20 COBURGER WEIHNACHTSMARKT Bilder von Sebastian Buff

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

5


EDITORIAL

EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Atemlos durch den Herbst, atemlos durch die Nacht. Immerzu Dunkelheit, immerzu Hektik. Jahresendfieber! Jahresabschlüsse! Jahresplanung! Budgetplanung! Rückblicke! Ausblicke! Weihnachtsfeiern! (Am Ende noch mit diesem überflüssigen Wichteln, bei dem man eh immer nur Nippes auspacken darf, den man seinem ärgsten Feind nicht wünscht, wer kam eigentlich auf diese Idee? Man sollte ihn unter allen Wichtelgeschenken begraben (Sorry, das war unsachlich)). Und überhaupt diese vielen Geschenke! Und dann noch der ganze Alkohol! Und die ganzen Plätzchen, und der viele Stollen! Besinnlichkeit? Besinnungslosigkeit! Wo bleibt denn da der Sinn? Und was ist das überhaupt: Sinn? Das wollten wir wissen, in unserem Sonderthema in diesem JahresübergangsCOBURGER 2017/2018. Wir haben dazu nachdenkenswerte Auszüge aus einem Buch des ehemaligen Coburgers und jetzigen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, zusammengetragen, das er gemeinsam mit seinem Sohn Jonas verfasst hat, wir haben Coburger Frauen über ihre Sicht zum Sinn des Lebens befragt. Warum Frauen? Weil sie sich mit der Sinnsuche zwischen Familie und Beruf oftmals mehr aufreiben, weil sie erdverbundener sind als wir (als ich) Mann (Frauen, das wissen irgendwie alle, sind die eigentliche Krone der Schöpfung). Wir haben mit Roberto Bauer einen Coburger in Lichtenfels besucht, der sich sinnvoll sozial engagiert, wir stellen Frank Sperschneider vor, der Menschen auf dem Weg zu ihrem Sinn helfen kann, auch, weil er seinen eigenen sinnvollen Weg schon gefunden hat. Und natürlich erzählen wir wieder viele Geschichten von vielen Menschen aus der Region, die uns beeindrucken, die selbst eine Story haben. Wie Torsten Freese, der uns mit zum Bundespresseball genommen hat, weil er dort der Prominenz die Haare schön gemacht hat, bei sozusagen Deutschlands „Opernball“. Oder unser „MACHER“ in diesem Magazin, Christof Pilarzyk. Was er – neben dem Sambafestival – alles „gemacht“ hat, Respekt … oder auch Sebastian Kolm mit seinen so leeren, aber gerade dadurch so wahnsinnig aussagekräftigen Fotos über das schlafende Coburg. Außerdem kostet das Landestheater zwar Geld – es verdient aber mehr. Auch das im Magazin. So, jetzt sind Sie dran. P.S. Da fällt uns ein: Wir feiern jetzt im Dezember mit der 24. Ausgabe unser 5jähriges Jubiläum. Falsch: 5jähriges Bestehen, Jubiläen gibt’s ja erst ab 25 (in diesem Zusammenhang alles Gute Radio EINS zum 25., in diesem Magazin mehr Bilder zur großen Feier übrigens im Hofbericht). Und es gibt uns (genau wie das Radio, oder auch wie iTVCoburg) seit über einem Jahr kostenfrei. Das geht nur, weil uns Werbekunden als Medium nutzen. Und nur, wenn Sie die Werbekunden nutzen - oder zumindest wertschätzen und auch Ihren Geschichten Aufmerksamkeit zuwenden. OK ;-)? Sind wir im Geschäft ;-)? Danke an alle Unterstützer des COBURGER, ob Leser oder Werbekunden. Ohne Euch gäbe es uns nicht. P.P.S. Schöne Weihnachten P.P.P.S Frohes neues Jahr

6

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


INHALT

28 DER UNGLEICHE KAMPF

Versuch einer Waffengleichheit für das Landestheater

Sinn 60 INVEST IN DIE REGION 42 SONDERTHEMA SINN Medical School REGIOMED

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Positionen und Geschichten

36 DAS WAR 2017

Worüber wir uns aufregen

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN Winterzeit in Coburg – die geht nicht etwa mit dem Weihnachtsmarkt zu Ende, nein, dann geht’s erst richtig los. Im Landestheater (mehr dazu wie immer im COBURGER), in der HUK-Coburg arena beim Hand- und Basketball, im Kongresshaus und in vielen kleinen und großen Locations in der Region bei einer großen Menge an hochkarätigen Veranstaltungen. Bis dann Mitte Februar auf dem Coburger Marktplatz, in Seßlach und anderen

karnevalistischen Hochburgen der Fasching den Winter vertreibt– mal abwarten, ob das funktioniert. Was aber ist im Winter außergewöhnlich, einmalig, kurzum – einen Besuch ganz besonders wert? Wir vom COBURGER haben gemäß dieser Prämisse wieder drei Veranstaltungen ausgewählt. Und wie immer wieder rein subjektiv – geht ja nicht anders. Wir wünschen viel Spaß.

NICHT VON DIESER WELT

LACHEN UND HELFEN

Mit unglaublicher Leichtigkeit zieht er das Publikum in seinen Bann und berührt mit unerklärlichen und vor allem unfassbar mentalen Experimenten und visuellen Effekten. Die Symbiose aus Logik, Intuition und unbemerkter Beeinflussung lässt eine Bühnenshow entstehen, die über das Herkömmliche hinausgeht und lange im Gedächtnis bleibt: Danny Ocean.

Spaß haben – und einen guten Zweck unterstützen. Dafür steht im Januar bereits zum 6. Mal die Coburger Comedy Gala. Alle Erlöse der Veranstaltung nämlich kommen auch in diesem Jahr dem Service Club Round Table 151 Coburg zu Gute, der damit bedürftige Kinder und Familien unterstützt (ein Beispiel war im letzten COBURGER der kleine Luis aus Altenkunstadt).

Würden Sie zum Beispiel glauben, dass man durch reines Gedankenlesen den Geburtstag eines Gastes herausfinden oder unmögliche Vorhersagen treffen kann? Halten Sie es für möglich, dass man Metall nur mithilfe mentaler Fähigkeiten zum Schmelzen bringt? Oder dass zwei Menschen, die mehrere Meter voneinander entfernt stehen, nicht nur gedanklich, sondern sogar physisch miteinander verbunden werden? Danny Ocean steht für eine zweite Wirklichkeit, die durch Naturgesetze nicht erklärbar scheint - eine Mischung aus erlesenen mentalen Effekten, psychologischer Finesse und moderner Zauberkunst. Schon während seines Architekturstudiums beschäftigte sich der Magier und Mentalist mit Verhaltens- und Denkmustern seiner Mitmenschen und schulte sein Auge für den richtigen Moment. Mit Charme und Witz machte er sein Hobby vor mittlerweile über zehn Jahren zum Beruf. Im Rahmen internationaler TV-Auftritte fasziniert er heute ein Millionenpublikum.

Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter wieder ein Feuerwerk der witzigen Abendunterhaltung zusammengestellt: Ausgewählte Comedians, die sich sonst am liebsten in TV und Radio tummeln, reisen für den guten Zweck eigens nach Coburg. Mit dabei sind Daphne De Luxe, die nicht nur den Besuchern der Prunksitzung der Narrhalla im letzten Jahr in lebhafter Erinnerung sein dürfte, der mit 20 Kabarettpreisen ausgezeichnete Frank Fischer, der „spießige“ HansHermann Thielke aus Norddeutschland und Multikulti-Humor aus Frankfurt mit Costa Meronianakis. Außerdem darf natürlich Marcelini nicht fehlen – samt Hund versteht sich. Das Allerbeste aber: Alle Einnahmen an diesem Abend fließen in die Projekte des Service-Club! Ohne einen Cent Abzug. Präsentiert wird die Comedy-Gala 2018 zum ersten Mal vom COBURGER. Also noch schnell Restkarten besorgen.

EINE MAGISCHE NACHT

DIE 6. COBURGER COMEDY GALA

6 . C O B U R G E R

Präsentier t von

Wann Wo Wie: Donnerstag 28. Dezember 2017 um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten. Karten ab 29,00 Euro unter www.eventim.de.

COS TA MERONIANAKIS

DAPHNE DELUXE

mult ikultureller Humor aus Frankfur t

die Enter tainer in mit Leib und Seele

MODER AT ION

MARCELINI & OSKAR

F R A N K HANS-HERMANN FISCHER THIELKE ausgezeichnet mit 20 Kabaret tpreisen

Spießiger Humor aus Norddeut schland

Wann Wo Wie: Freitag, 5. Januar 2018 20 Uhr Kongresshaus F R E I T A GRosengarten. Karten ab 19 Euro unter www.coburger-comedy-gala.de oder beim Coburger Tageblatt in EINL ASS AB 19.00 UHR KONGRESSHAUS ROSENGARTEN BEGINN UM 20.00 UHR der Hindenburgstraße.

05.01.2018

K A R T E N V O R V E R K A U F A B D E M 0 4 .10. B E I M C O B U R G E R TA G E B L AT T. K A R T E N B E R E I T S A B 19, – E U R E R H Ä LT L I C H – K E I N E V O R V E R K A U F S G E B Ü H R E N!

8

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Bild: www.coburger-comedy-gala.de

Bild: www.danny-ocean.de

E I N E B E N E F I Z V E R A N S T A L T U N G V O N R O U N D TA B L E 1 51 C O B U R G


DREIGESTIRN -Anzeige-

TIPPS DER ANDEREN ART 04.JANUAR 2018

MÜNCHNER HOFBRÄU COBURG EINLASS 18 UHR

Bild:www.adambaldych.com

STEFAN DANZIGER TEUFEL NOCH EINS

ADAM BALDYCH GEIGT COBURG EINEN

„Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz“, schrieb die FAZ nach dem umjubelten Auftritt des erst 26-jährigen polnischen Jazzgeigers Adam Bałdych beim Jazzfest Berlin 2011. Spätestens seit der „ECHO Jazz“ Auszeichnung 2013 gehört er zu den wenigen großen Virtuosen der Violine im Jazz. Und jetzt kommt er nach Coburg. Niemand interpretiert die Violine so vielfältig wie Adam Bałdych. „Mal packt er zu wie ein Rockmusiker, mal malt er lyrisch wie Claude Debussy. Mal schwebt er melancholisch durch die osteuropäische Volksmusik und landet wieder sicher auf dem Groove des Jazz“ schreibt die Kritik. Und er ist bei seinen musikalischen Ausflügen nicht alleine. Im Duo mit dem gefragten norwegischen Jazzpianisten, Komponisten und Bandleader Helge Lien changieren beide zwischen den Genres, zwischen kompositorischer Perfektion und improvisatorischer Spontaneität, und entführen ihr Publikum auf eine atemberaubende Reise. Wann Wo Wie: Donnerstag, 25. Januar 2018 Leise am Markt Herrngasse. Tickets für 25 Euro unter www.leise-am-markt.de.

Weitere Angebote für Freunde der Hochkultur, Lachsüchtige, Eventfanatiker, Partywütige, Mitgröler, Applausklatscher, einsame Herzen und Passivsportler: ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶

www.coburg.de/veranstaltungen www.landestheater-coburg.de www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender www.leise-am-markt.de www.gocoburg.de/veranstaltungen www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen www.agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen www.konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur www.vsbamberg.de/events.cfm

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Und denken Sie dran: Fasching kommt auch noch.

VERDAMMT, ICH WILL DOCH … ZU MATTHIAS REIM … ? Noch eine Geschenkidee für Weihnachten für alle Fans von Matthias Reim? Dann haben wir noch was. Reim gastiert nämlich am 1. September 2018 auf der Naturbühne in SteinbachLangenbach. Tickets unter www.semmel.de. Oder hier 2 Tickets gewinnen: Wir verlosen 2x2 Karten für das Konzert am 1. September 2018. Einfach bis 23.12.2017 Mail an hegen@ coburger-magazin.de schreiben. Unter allen Mails verlosen wir die 2 x 2 Tickets. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

im Rahmen von Coburg lacht: Geboren in der DDR, wollten er und seine Familie in die BRD fliehen. Doch leider sind sie falsch abgebogen und in der Sowjetunion gelandet. Nach der Wende schaffte er es endlich in den Westen und landete in Berlin Wedding. Auf den Straßen Berlins erlernte er seinen Stil und die entdeckte seine Gabe, Menschen stundenlang mit Geschichte vollzubrabbeln. Seine Comedy beleuchtet charmant Geschichte und die Geschichten dahinter, kulturelle Widersprüche und Absurditäten des Alltags. www.coburg-lacht.de

1.JUNI 2018

WALDBÜHNE HELDRITT IM RAHMEN DES HELDRITTER KABARETTSOMMERS

HANS KLAFFL

„40 Jahre Ferien“. Hans Klaffl, (Musik-) Lehrer aus Leidenschaft, geht in seinem kabarettistischen Soloprogramm über Lehrer, Schüler und Eltern den weitverbreiteten Klischees über die Zunft der Pädagogen auf den Grund. Dass diese Einblicke in eine pädagogische Subkultur längst überfällig waren, erkennt man am nicht nachlassenden Interesse, das Lehrer, Eltern und Schüler dieser selbstironischen Abrechnung entgegenbringen. www.agentur-streckenbach.de/heldritter-kabarettsommer

08.JUNI 2018 | 20 UHR

WALDBÜHNE HELDRITT IM RAHMEN DES HELDRITTER KABARETTSOMMERS

BEMBERS

„Best of: Mit Alles und Schaf “. Wahnsinn! – Bembers feiert nicht nur sein 30 jähriges Frisurenjubiläum, sondern auch 5 Jahre Bembers live auf den Bühnen der Republik. Das schwarze Schaf der deutschen ComedySzene präsentiert die Perlen aus seinen letzten drei Soloprogrammen und auch diverse unveröffentlichte Geschichten, die ihm eigentlich seine Mutter verboten hatte zu erzählen. Willkommen in der Bembers Welt. Bizarre Perspektiven gemischt mit derbem Humor machen aus scheinbar alltäglichen Situationen seine Echtleben-Komik. Brachial und weit unter der Gürtellinie, aber zwischen den Zeilen immer mit einem Augenzwinkern und extrem authentisch wie ein bunter Strauß H-Milch. Ja - „Mit Alles und Schaf!”. Karten zu den Events gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder online unter www.eventim.de, www.reservix.de oder www.okticket.de Veranstalter www.agentur-streckenbach.de / Tel.: 09562-7844025

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... BESONDERE EHRE 1

BESONDERE EHRE 2

Eine ganz besondere Ehre wurde dem Coburger Max Beyersdorf vor wenigen Tagen in Innsbruck zuteil. Im Rahmen des 10-ten „life award barrierefrei“ durfte er als Laudator beim life award barrierefrei für seinen Freund Flo Sitzmann vor großem Publikum auftreten. Der life award barrierefrei geht an Menschen mit besonderen Schicksalen, die dennoch Ihr Leben vorbildlich meistern. In der Kategorie Life Award Special wurde Sitzmann ausgezeichnet für sein übergreifendes gesellschaftliches Engagement als Autor, Moderator, Sportler und vor allem als Mutmacher. Florian Sitzmann hatte 1992 im Alter von 15 Jahren bei einem schweren Motorradunfall beide Beine verloren, zwei Jahre in Krankenhäusern verbracht, sich 50 Operationen unterziehen und zwei Jahre Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch nehmen müssen. Im Jahr 2000 begann er verschiedene Behinderten-Sportarten auszuüben. Seit 2002 ist er erfolgreicher Handbiker mit mehreren Titeln als Deutscher Meister, einer WM-Silbermedaille und einer Teilnahme bei den Paralympics 2004 in Athen. Als Höhepunkt seiner Karriere sieht er seine Teilnahme an dem 560 Kilometer langen StyrkeprøvenRennen im Jahr 2006, das er nach 30 Stunden und 30 Minuten nonstop abschloss. Sein Handbike-Rekord auf dieser Strecke ist bis heute ungebrochen. Flo Sitzmann und Max Beyersdorf verbindet seit 12 Jahren eine ganz besondere Freundschaft. Die beiden sind unter anderen schon zusammen den New York Marathon gelaufen.

Großartige Gelegenheit für fast 1000 Schüler der 10. bis 12. Klassen der fünf Gymnasien in Coburg Stadt und Land: Am 18. Januar kommt der international renommierte Redner und Coach Prof. Dr. Manfred Winterheller zu einem Vortrag ins Kongresshaus Rosengarten. Seinen Ursprung hat Prof. Dr. Manfred Winterheller in der klassischen Betriebswirtschaftslehre und Steuerberatung. Sein Buch über die kurzfristige Unternehmensplanung ist ein Standardwerk und Pflichtlektüre an vielen Universitäten. Für seine Beiträge zur Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre wurde er als Honorarprofessor der Alpen-Adria Universität Klagenfurt und als Gastprofessor an der Donau Universität Krems geehrt. Im Jahre 1988 gründete er die WINTERHELLER software GmbH und entwickelte die mehrfach ausgezeichnete Planungs- und Budgetierungssoftware Professional Planner. Dr. Winterheller wurde 2003 von der Europäischen Kommission mit der Great Place to Work Auszeichnung geehrt — als bester Arbeitgeber Österreichs und einer der 10 besten Arbeitgeber Europas. Seine Vorträge werden seit vielen Jahren weltweit nachgefragt – vom internationalen Stahlkonzern über den zur lokal tätigen Verein bis hin Vorträgen für Schüler, so wie jetzt in Coburg, zustande gekommen auf Vermittlung vom Rotary Club Coburg rund um Thomas Bittorf und Max Beyersdorf.

10

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


STADTGESPRÄCH BESONDERE EHRE 3 Der Coburger Medienpreis 2018 verspricht ein ganz besonderes Ereignis zu werden: Angekündigt hat sich als Moderator des Abends kein Geringerer als Tagesschausprecher Jan Hofer. Zudem findet die Verleihung des Coburger Medienpreises am Donnerstag, den 14. Juni in diesem Jahr in der HUK-Coburg auf der Bertelsdorfer Höhe statt. Das Coburger Versicherungsunternehmen ist damit erstmals Partner des Veranstalters, des Medienclub

Coburg. Auch die Kulmbacher Akademie für Neue Medien ist erstmals mit im Boot. Weitere Informationen über das Showprogramm des Abends, das Bewerbungsverfahren und die ausgelobten Preisgelder gibt es in den nächsten Wochen. Jan Hofer soll, so wurde schon bekannt, auch für eine Diskussionsrunde im Vorfeld der Preisverleihung zur Verfügung stehen. Der Coburger Medienpreis wird im Jahr 2018 bereits zum siebten Mal verliehen.

Spitzensport in Coburg Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena: 1 REGION. 1 ZIEL. H GEME1NSAM C.

UND DANN NOCH WAS DUMMES

AUCH DAS NOCH

Ein ganz besonderes Fundstück ist unserer Redaktion ins Auge gefallen: Der Begriff „Dummer August“, mit dem man gerne andere Personen lächerlich macht, hat eine Coburger Vorgeschichte: Der frühere Coburger Oberbürgermeister und Bundesjustizminister Wolfgang Stammberger nämlich war es, der den Begriff auf den Weg gebracht hat. Demnach habe er besonders Repräsentationsaufgaben gerne delegiert, weil er sein Amt nicht als „Grüß-Gott-August“ verstehen wolle. Daraus hat sich im Laufe der Zeit der Begriff „dummer August“ entwickelt, so eine Theorie.

Mangelwirtschaft: Coburg hat nach dem Weggang von Jörg Hormann vorübergehend keinen Citymanager. Ein paar Monate also wird der Handel also wohl auf einen städtischen Ansprechpartner verzichten müssen.

HSC COBURG HA

ND

BALL SEIT 20

00

Und die Medien im Übrigen auch: Coburg hat aktuell keinen offiziellen Pressesprecher. Die Stelle ist ausgeschrieben und auf zwei Jahre befristet.

HSC 2000 Coburg vs. HSG Nordhorn-Lingen

09. Dezember 2017 Anwurf: 19:30 Uhr HSC 2000 Coburg vs. Bergischer HC

22. Dezember 2017 Anwurf: 20:00 Uhr HSC 2000 Coburg vs. Vfl Lübeck-Schwartau

26. Dezember 2017 Anwurf: 17:00 Uhr

w w w.hsc20 0 0.de AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

11


DER HOFBERICHT

FOTOS: CHRISTIAN GUBERT WWW.GUBERT.DE

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn

wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Feier zum 25jährigen Jubiläum von Radio EINS, dem Lokalsender für Coburg, Kronach und Lichtenfels, am 28. November 2017 im Kongresshaus Rosengarten in Coburg.

Tim Pechauf und Tina Heinz (beide R1)

Thomas Auer (R1), Rico Böhme (R1), Rainer Engelhardt (Sparkasse), Mischa Salzmann (R1)

Bürgermeistertrio Thomas Nowak, Birgit Weber und Norbert Tessmer

Julia Otte und Michael Geyer

12

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Julia Bach (R1) und Martin Mittag (Bürgermeister Seßlach)

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DER HOFBERICHT

OB Norbert Tessmer und Thomas Apfel (R1)

Wolfgang Friedrich und Beate Münch-Friedrich

Stolz auf 25 Jahre: Das Radio EINS-Team

Irene Reinhardt und Karlheinz Kipke (VR-Bank)

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Lisa Roppelt und Constantin Hirsch (R1)

Ralph Bilek (R1) und Petra Bilek

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

13


LEBENSRISIKO UNFALL

14

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DIE GEFAHR LAUERT ÜBERALL

VON WOLFRAM HEGEN

LEBENSRISIKO

UNFALL Die Gefahr lauert überall Wir wissen, dass es sie gibt, wir haben selbst darunter gelitten, kannten Menschen, die durch sie ums Leben kamen, kennen Menschen, die sich dabei verletzt haben. Und doch hoffen wir immer, dass wir verschont werden. Dabei sterben jedes Jahr in Deutschland um die 25 000 Menschen bei Unfällen, fast zehn Millionen werden verletzt. Die meisten Unfälle ereignen sich dabei nicht auf der Straße, sondern im Privatleben.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

15


LEBENSRISIKO UNFALL

Er passiert von einer Minute auf die andere, plötzlich, ohne Vorwarnung. Keine Reaktion kann ihn verhindern. Und oft ist nach ihm nichts mehr, wie es einmal war: ein Unfall. So wie in diesem Jahr in Coburg, als an einem Haus ein Balkon abbrach und einen 55jährigen Bauarbeiter unter sich begrub. Jede Hilfe kam für den Mann zu spät. Ein Arbeitsunfall mit tragischen Folgen. Oder der furchtbare Sturz eines 22jährigen Fahrradfahrers ebenfalls in diesem Jahr. Der junge Mann hatte auf einem Gefälle in Coburg die Kontrolle über das Rad verloren, fuhr gegen den Bordstein und knallte mit dem Kopf an eine Mauer. Auch er konnte nicht mehr gerettet werden. Zum Glück gehen die meisten Unfälle nicht so schlimm aus wie diese zwei aktuellen Beispiele, meistens bleibt es bei Sachschäden, verbeulten Fahrzeugen, zerbrochenen Gläsern. Oft genug aber gibt es auch mehr oder weniger schlimme Verletzungen, Brüche, Bänderrisse, Schnitte oder auch Brandwunden. Wie bei dem Fall eines Mädchens, das sich beim Baden an einem heißen Sommertag an einer Metallrampe beide Füße verbrannt hatte und im Krankenhaus behandelt wurde. Ein Fall, der kürzlich vor dem Landgericht Coburg verhandelt wurde. Die für den Badesee zuständige Gemeinde aus dem Landkreis Coburg wurde zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. Die Beispiele zeigen: Unfälle ereignen sich in allen Lebensbereichen. Überall passieren die „plötzlichen, zeitlich und örtlich bestimmbaren und von außen einwirkenden Ereignisse, bei den eine Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird“, wie es in nüchternem Definitionsdeutsch heißt. Unfallursache ist demnach meistens ein Mensch, der falsch handelt, eine Situation falsch interpretiert, versagt und damit sich in Gefahr bringt, oft genug aber eben auch völlig Unbeteiligte.

Das Risiko lauert daheim Wenn man von Unfall spricht, denkt man häufig zuallererst an einen Verkehrsunfall. Ein Crash auf der Straße findet den Weg in die Schlagzeilen, in die Zeitungen, in Radio und Fernsehen, ins Netz. Und Jahr für Jahr weit über 3000 Tote bei Verkehrsunfällen in Deutschland sind eine große Zahl, viele Tausend Einzelfälle mit ihrer ganzen Trauer, ihren Schmerzen, oft nicht mehr begreifbarer Tragik wie bei dem Unfall auf einer Übungsfahrt der Coburger Feuerwehr in diesem Jahr, als ein junger Mann sein Leben verlor. Doch weit mehr Menschen verlieren ihr Leben bei Unfällen im Haushalt oder der Freizeit. Zwar gibt es keine einheitliche Statistik für Deutschland, doch insgesamt sterben zuhause, bei der Hausarbeit, beim Heimwerken, im Garten, beim Sport, beim Baden, Radeln, Wandern, im Urlaub um die 20 000 Menschen jährlich. Etwa sechsmal so viele wie im Straßenverkehr. Doch weil es sich ums Private handelt, weil sich die Unfälle meist fernab der Öffentlichkeit ereignen, spielen sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle, wird das Risiko unterschätzt. Zu den vielen Toten kommen noch etwa 7 Millionen Verletzte, jedes Jahr. Im Straßenverkehr sind es (nur) etwa 400 000. Im Privatleben lauert das Unfallrisiko bei etwa der Hälfte aller Fälle vor allem beim Sport oder bei Bewegungen wie Gehen oder Fahrradfahren. Jeder dritte Sportunfall ereignet sich beim Fußball, gefolgt von Skiunfällen. Zuhause, in den eigenen vier Wänden, geht von Treppen oder Leitern die größte Gefahr aus. Aber auch beim Heimwerken, der Hausarbeit, im Garten, beim Kochen oder Spielen passieren zahlreiche Unfälle. Und die Zahlen steigen Jahr für Jahr. Eine Ursache nach Expertenmeinung ist das steigende Durchschnittalter der Deutschen. Ältere Menschen sind mehr gefährdet, vor allem das Sturzrisiko ist erhöht - 4 von 5 verunglückten Personen in der eigenen Wohnung sind älter als 75 Jahre.

Absolute Sicherheit gibt es nicht

In Haushalt oder Freizeit verunglückten sechsmal mehr Menschen tödlich als auf der Straße.

16

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Jeder kann allerdings dazu beitragen, das Risiko für Unfälle zu verringern. So beobachten Fachleute, dass Zeitdruck eine häufige Ursache ist. Wenn möglich, sollte die Hausarbeit, das Waschen, Bügeln, Putzen, Kochen daher so eingeplant werden, dass kein Stress aufkommt, keine Hektik, und die eigene Sicherheit dadurch vernachlässigt wird. Und weil es sich bei den meisten Haushaltsunfällen um Stürze handelt, sollten alle Steighilfen, Leitern und Stühle stabil und sicher genug sein, um nicht umzukippen, zusammenzuklappen, wegzurutschen oder zusammenzubrechen, wenn man gerade auf ihnen steht. Eine mit Nippes, Blumentöpfen, Spielzeug oder anderen Kleinkram vollgestellte Treppe kann ebenso zur tödlichen Gefahr werden. Also weg mit allem Unrat, der sich dort gerne ansammelt. Auch defekte Elektrogeräte gehören nicht in den Haushalt, sondern zur Reparatur zum Fachmann. Ein Stromschlag kann lebensgefährlich sein. Selbstverständlich gilt auch heute: Messer, Schere, Feuer, Licht, sind für kleine Kinder nicht, und Erwachsene sollten ebenso behutsam und vorsichtig mit allem umgehen, was scharfkantig ist, was kocht, heiß ist, was Strom führt. Als Fußgänger im Straßenverkehr wiederum sollte man sich gerade im Herbst und Winter so anziehen, dass man von Autofahrern rechtzeitig erkannt werden kann, und Schuhe mit rutschfesten Sohlen tragen. Dann hat man schon viel für die eigene Sicherheit getan. Das Lebensrisiko Unfall aber wird man immer tragen müssen.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


UNFALL – UND JETZT?

Gesponserter Beitrag

UNFALL

UND JETZT? Zur falschen Zeit am falschen Ort, Pech gehabt oder ganz einfach selbst schuld – ein Unfall im Straßenverkehr ist schnell passiert. Manchmal bleibt es bei einem Kratzer im Lack, manchmal bei verbeultem Blech, manchmal haben Fahrzeuge nur noch Schrottwert und im schlimmsten Fall sind Menschen verletzt oder gar getötet worden. Doch wie kommt man nach einem Unfall eigentlich zu seinem Recht? Informationen dazu von Rechtsanwalt Wolfgang Hörnlein, der bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg unter anderem auf Verkehrsrecht spezialisiert ist. Schon vor einem möglichen Crash sollte man als Autofahrer Vorsorge treffen: So sei eine Verkehrsrechtsschutzversicherung auf jeden Fall zu empfehlen, sagt Wolfgang Hörnlein. Wenn sie nicht ohnehin in einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung enthalten ist, sei sie als Zusatzversicherung günstig und „im Straßenverkehr eigentlich essentiell“. Aus vielen Fällen weiß Hörnlein, dass gerade bei Verletzungen nach einem Unfall oft wesentlich höhere Ansprüche durchgesetzt werden können, wenn man nicht auf das erste Angebot der gegnerischen Versicherung eingehen muss, sondern sich anwaltlich beraten lassen kann, was ohnehin grundsätzlich zu empfehlen ist. So habe eine von einem Auto angefahrene und dabei schwerverletzte Fußgängerin von der Versicherung eine sechsstellige Summe als Schmerzensgeld und für sonstige Schäden erhalten, nachdem ein Fachanwalt eingeschaltet worden war. Die Versicherung hatte eine Zahlung davor noch verweigert. Begründung: Die ältere Dame habe die Straße nicht auf einem Zebrastreifen überquert. Bei einem anderen Fall ohne Personenschaden war ein Mercedes ins Schleudern geraten und schwer beschädigt worden. Bei voller Fahrt waren zwei Reifen geplatzt, die erst unmittelbar zuvor in einer Fachwerkstatt gewechselt worden waren. Ein Reifensachverständiger sollte helfen, die Schuldfrage zu klären. Dazu war allerdings ein nicht unerheblicher Vorschuss fällig, den die Verkehrsrechtsschutzversicherung übernahm. Am Ende stellte der Gutachter fest, dass die Reifen falsch aufgezogen worden waren. Der Unfallfahrer bekam daraufhin seinen Schaden voll ersetzt.

Wichtig sei es auf jeden Fall, so Hörnlein, einen spezialisierten Anwalt zu beauftragen, der vertiefte Kenntnis und Erfahrung bei der Abwicklung von Verkehrs- und Personenschäden hat. Er erinnert sich an das Beispiel eines jungen Mannes, der nach einem Verkehrsunfall ein neues Hüftgelenk bekommen habe. Erst Jahre später stellte Rechtsanwalt Hörnlein anlässlich einer Beauftragung im Bereich des Medizinrechts fest, dass damals durch den früher beauftragten Rechtsanwalt der sogenannte „Haushaltsführungsschaden“ in Folge der Unfallverletzung nicht geltend gemacht worden war. Am Ende kam der junge Mann dann auf diese Weise noch zu einer Entschädigung in Höhe einer hohen fünfstelligen Summe. „Das zeigt, dass vor allem bei einem Personenschaden fachanwaltliche Hilfe unabdingbar ist.“ Und einen besonderen Tipp hat Wolfgang Hörnlein noch für den kommenden Winter: Wenn man auf glatter Straße, bei Schnee oder Eis an den Baum oder in den Graben fährt und sich dabei ohne gegnerische Beteiligung verletzt, geht man in der Regel leer aus. Eine günstige - aber kaum bekannte - Fahrerschutzversicherung übernimmt in solchen Fällen Schmerzensgeld, Pflege- oder Haushaltsführungskosten, sozusagen als Fahrer-Kasko-Versicherung.

Wolfgang Hörnlein ist Gründer und Sozius der Kanzlei Hörnlein & Feyler und unter anderem Fachanwalt für Verkehrsrecht.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

17


Advertorial

ORTHO SPORT

GESUNDHEIT KENNT KEINE KOMPROMISSE ortho sport, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin in Coburg Wenn die Handballer des HSC Coburg auf Punktejagd gehen, sind sie mit dabei, kümmern sich um Blessuren, Schmerzen, Verletzungen: die Fachärzte von ortho sport. Auch Fußballvereine aus der Region bauen auf das medizinische Team von ortho sport, und selbst für Golfer oder Taucher verfügt die Praxis über nachgewiesenes Know-how. Doch nicht nur für Hochleistungs- und Freizeitsportler, sondern weit über den Sport hinaus hat sich ortho sport seit der Praxisgründung im Jahr 1998 bis heute zu einem Zentrum für orthopädische Fachkompetenz in Coburg und Kronach entwickelt, von einem Team mit vier Angestellten zu einer hochkompetenten Mannschaft mit ca. 50 Mitarbeitern. Gerade in Coburg hat ortho sport dabei stark expandiert: In der Vestestadt verfügt man seit zwei Jahren über ein ambulantes OP-Zentrum mit Schwerpunkt für arthroskopische Gelenk- und Unfallchirurgie, sowie Hand- und Fußchirurgie, sowie über eine Privatambulanz mit offener Kernspintomographie (in TBAG). Die Praxis erstreckt sich an ihren Standorten auf insgesamt 800 Quadratmetern.

Personal weiter verstärkt Zudem ergänzen seit kurzem zwei weitere Fachärztinnen das Coburger Team: Die Gründerin und Leiterin des Kronacher Praxisstandortes, Dr. med Brigitta Bär-Rothhaupt, bringt ihre langjährige Erfahrung als Fachärztin für Orthopädie jetzt auch in Coburg ein, vor allem im Rahmen von Fachsprechstunden für Schulter-, Knie- und Hüftgelenkerkrankungen, einer Kindersprechstunde und eigener Privatambulanz. Zum anderen bekommt orthosport in der Vestestadt tatkräftige Unterstützung von Dr. Linda Mergner, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit mehrjähriger Klinik- und Praxiserfahrung in der Abteilung für Unfallchirurgie des Klinikums Hof und im Zentrum für Orthopädie und Neurochirurgie Hof. Mit der Fußchirurgie bringt sie einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt ein, konkret wird das operative Spektrum beispielsweise um Korrekturoperationen am Vorfuß erweitert. „Fehlstellungen der Zehen sind entgegen der häufigen Meinung nicht nur ein kosmetisches Problem, sie können die Lebensqualität erheblich einschränken und einen hohen Leidensdruck und starke Schmerzen verursachen“, so Dr. Mergner.

Innovative Terminplanung Auch in Sachen Terminvergabe geht ortho sport moderne patientenfreundliche Wege: Ein durchdachtes Sprechstundenkonzept minimiert Wartezeiten für Termine und stellt sicher, dass Beschwerdebilder effizient und bedürfnisnah durch das Fachärzteteam behandelt werden. Dieses innovative Konzept ermöglicht Termine in verschiedenen Kategorien: Akuttermine stehen Patienten mit plötzlich auftretenden Schmerzen zur Verfügung, die nicht auf einen regulären Termin warten können. Dazu muss online ein kurzer Erfassungsbogen ausgefüllt werden. Das Team sichtet diese Informationen zeitnah und unterbreitet dann einen kurzfristigen Terminvorschlag. Patienten mit akuten Folgen aus Arbeits-, Sportund Privatunfällen ermöglicht das moderne Terminvergabekonzept außerdem den Besuch der Unfallsprechstunde in den Praxisräumen in der Ketschengasse 22-24 in Coburg. Selbstverständlich können Termine für die Privatambulanz, Fachsprechstunden oder OP-Termine telefonisch vereinbart werden. Gesundheit kennt keine Kompromisse. Und ortho sport ist im Fall des Falles die richtige Adresse.

18

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

v.l.n.r. Dr. Linda Mergner und Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


ORTHOPÄDEN COBURG

Das bietet ortho sport Orthopädie Unfallchirurgie Sportmedizin Digitale Röntgendiagnostik Ultraschalluntersuchungen einschließlich

Vorsorgeuntersuchungen von Säuglingshüften Versorgung von Arbeits- und

Schulunfällen (D-Ärzte) Ambulantes OP-Zentrum mit Schwerpunkt

arthroskopischer Gelenkchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie Offene Kernspintomografie (MRT)(in TBAG) Blättchenreiches Plasma (PRP/ACP) Chirotherapie Muskelfunktionsdiagnostik (EMG) Tauchtauglichkeitsuntersuchung Akupunktur Invasive Orthopädische Schmerztherapie Hyaluronsäurebehandlung Extrakorporale Stoßwellentherapie Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)

Terminvergabe bei ortho sport

Ihr Ärzteteam von ortho sport:

Dr. Dirk Rothhaupt Dr. Lutz Schweißinger Thomas Wagner Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt Dr. Gerolf Bergenthal Anke Schrecker Dr. Linda Mergner

coburg zentrum | op-zentrum Ketschengasse 22 – 24 96450 Coburg

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

stadthaus Ketschengasse 25 96450 Coburg

kronach zentrum Rosenau 9a 96317 Kronach

Zentrale: 09561-23340 Privatambulanz: Terminvergabe für privat versicherte Patienten unter 09561 733 48-11 Fachsprechstunde: Terminvergabe für spezifische Beschwerden und Fragestellungen unter 09561 733 48-12 OP–Anmeldung: Terminvergabe zur OP-Planung unter 09561 733 48-13 Kassenambulanz: Terminvergabe beim Wunscharzt für gesetzlich versicherte Patienten unter 09561 733 48-14 Akuttermin: Terminvergabe für Patienten mit einem akuten Schmerzgeschehen. Zunächst online Erfassungsbogen ausfüllen. Terminvergabe erfolgt kurzfristig. Unfallsprechstunde: Für die Versorgung von Folgen aus Arbeits-,Sport- und Privatunfällen, die maximal 72 Stunden zurückliegen.

Einfach online Termin vereinbaren: www.orthopaeden-coburg.de/terminvereinbarung

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

19


COBURGER WEIHNACHTSMARKT Bilder von Sebastian Buff

20

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

21


22

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

23


24

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

25


26

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

27


Aber wie? Ganz einfach: Es gibt andere Städte mit gleichen Problemen. Leipzig zum Beispiel. Gut, die Stadt ist viel größer, hat 540 000 Einwohner, hat Schauspiel, Oper, junges Theater, aber auch dort schlugen sich vor ein paar Jahren Kulturbefürworter und Gegner um die Frage, wieviel Kultur sich die Stadt leisten wolle. Ein Beratungsunternehmen schaltete sich ein. Fusionen oder die Schließung von Häusern wurde diskutiert. Die Befürworter betonten immerzu die immaterielle Bedeutung von Kultur. Wie in Coburg. Eine Entscheidung musste her. Eine Entscheidung auf der Basis von Fakten. Also gab die Stadt Leipzig bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig eine Studie in Auftrag zur „Umwegrentabilität der kulturellen Eigenbetriebe der Stadt Leipzig.“ Umwegrentabilität, das meint nichts anderes, als dass der indirekte Nutzen einer kulturellen Einrichtung für eine Region (=Umwegrendite) diese insgesamt rentabel macht – und zwar im wirtschaftlichen Sinn.

28

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Also nahm man zum Beispiel das Schauspiel Leipzig betriebswirtschaftlich unter die Lupe. Das Haus hatte 2016 110.000 Besucher, es liegt damit in einer ähnlichen Größenordnung wie Coburg, das Defizit liegt allerdings um die 15 Millionen Euro, geschultert alleine von der Stadt Leipzig, die außerdem noch 45 Millionen für die Oper ausgibt und 3,5 Millionen für das Theater der jungen Welt. Das Ergebnis der Studie: Alle drei Häuser erwirtschaften dennoch für die Region mehr Geld als sie an Zuschüssen erhalten. Sowohl in optimistischen als auch in pessimistischen Szenarien. Diese Studie haben wir mit Coburger Zahlen gefüllt. Wir haben dabei einige Faktoren der Leipziger Studie, die zugunsten einer noch besseren Umwegrentabilität wirken, weggelassen, weil diese, das räumen auch die Macher der Leipziger Studie ein, aufgrund zahlreicher Annahmen und Hypothesen nur einen Schätzcharakter aufweisen kann und eine Aufstellung daher angreifbar macht.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


In der einen Ecke: Die Kritik am Landestheater Coburg. Bestens vorbereitet, handfeste Argumente, schwarz auf weiß: An die sieben Millionen Euro jährlich zahlt die Stadt drauf. Dazu bald Millionen für eine Ausweichspielstätte. Ob acht, zehn oder zwölf - die Stadt wird ein Viertel davon zu tragen haben. Dazu die Sanierung des Landestheaters. Werden es 60, 80, oder 100 Millionen? Auch hier ein Viertel. Was für eine Waffe, um den anderen schwindlig zu prügeln, von Sparwut besessen, bereit für populistische Tiefschläge: höhere Kitagebühren, Buslinien in Gefahr, kein Geld für den Sport auf der einen Seite, auf der anderen Millionen für eine kleine Kulturelite? Schnell kocht die Stimmung im weiten Rund. Und in der anderen Ecke? Das Landestheater Coburg. Seine Waffen: Kultur und Bildung. Das ist nett. Das ist lieb. Das ist schön. Das ist wichtig. Aber in einem Boxring? Wenn einer bereit ist, zuzuschlagen? Dann muss auch der andere aufrüsten. Der Versuch einer Waffengleichheit von Wolfram Hegen.

Wir gehen von den uns genannten 11.100.000 Euro Personalkosten für 270 Mitarbeiter aus, werten aber nur den Anteil der Kosten für die 240 Mitarbeiter in Stadt und Landkreis Coburg. Wir gehen davon aus, dass an jedem Mitarbeiter statistisch 1,5 Familienmitglieder hängen, also er selbst und ein halber. Wir gehen von den uns vom Landestheater genannten Mieten und Energiekosten etc. in Höhe von 570.000 Euro aus, von Kosten in Höhe von 500.000 für Verkehrskadetten, Fotografen, Druckereien, Anzeigen, Reinigung, Statisten etc. Die 1.300.000 Euro Kosten für Gastkünstler, Urlaubsvertretungen etc. sind nicht berücksichtigt, obwohl auch davon ein Teil der Hotellerie, Gastronomie, dem Einzelhandel zu Gute kommt. Wir gehen davon aus, dass etwa die uns vom Landestheater genannten 120.000 Menschen jährlich Vorstellungen besuchen, leider, das wäre eine Anregung für die Zukunft, gibt es keine Aufstellung darüber, woher diese

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Gäste kommen, bekannt aber ist, dass viele Bamberger, Lichtenfelser und Südthüringer den Weg nach Coburg finden. Auf dieser Basis also wollen wir Waffengleichstand herstellen, indem sich im Boxring den vielen Millionen Zuschüssen aus der Coburger Stadtkasse an das Landestheater Coburg nicht mehr nur weiche Faktoren wie Bildung und Kultur entgegenstellen, sondern Cash: Erlöse, Umsätze, Wertschöpfung.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

29


DER UNGLEICHE KAMPF Kosten für die Stadt Coburg für das Landestheater Coburg 2016

Umsätze in Stadt und Landkreis Coburg durch das Landestheater Coburg

6.900.00 0 Eu

ro

7.636.068 Euro

Gewinn für die Region Coburg Stadt und Land durch das Landestheater: 736.068 Euro …und so setzen sich die Zahlen zusammen: Besucher Landestheater jährlich

120000

Auswärtige Besucher (nicht Stadt und Landkreis Coburg, Lichtenfels, Kronach, Bamberg, Südthüringen) geschätzt

20000

Anteil an diesen auswärtigen Besuchern nur durch das Landestheater

25%

Anteil dieser 25% auswärtigen Besucher mit Übernachtung

85%

Ausgaben der Übernachtungsgäste pro Tag (Basis: DWIF, 2012 Frankentourismus)

111 €

Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste durchschnittlich

2 Tage

Ausgaben Tagesbesucher (Basis: DWIF, 2012 Frankentourismus) Also zusätzliche Einnahmen für Coburg Stadt und Land durch diese Übernachtungsgäste Also zusätzliche Einnahmen für Coburg Stadt und Land durch diese Tagesbesucher Gesamteinnahmen durch zusätzliche Besucher durch Landestheater für Coburg Stadt und Land abzgl. 14,2% MwSt. (Durchschnittssatz gemäß DWIF) Löhne und Gehälter der 240 Mitarbeiter mit Wohnsitz Coburg Stadt und Land Also zusätzliche Einnahmen in Coburg Stadt und Land durch Ausgaben der Mitarbeiter aus ihrem Nettoeinkommen (abzgl. Lohnsteuern/ Sozialabgaben/ Mehrwertsteueranteil) Gemeindeanteil Einkommens- und Mehrwertsteuer (240 Mitarbeiter x 1,5 Personen/Haushalt = 360 Einwohner x 659 Euro/Person gemäß Haushalt Coburg)

30 € 943.500 € 22.500 € 828.828 € 9.880.000 € 5.500.000 € 237.240 €

Also zusätzliche Einnahmen in Stadt und Landkreis Coburg durch Mitarbeiter Landestheater

5.737.240 €

Einnahmen in der Region durch Ausgaben des Landestheaters für Lieferungen und Leistungen

1.070.000 €

Gesamteinnahmen in Stadt und Landkreis Coburg durch Landestheater

7.636.068 €

Kosten für das Landestheater (Zuschuss der Stadt Coburg)

6.900.000 €

Gewinn für die Region Coburg Stadt und Land durch das Landestheater

+ 736.068 €

Angelehnt an eine Studie zur Umwegrentabilität der kulturellen Eigenbetriebe der Stadt Leipzig der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig aus dem Jahr 2014. Zahlen aus 2016, soweit vorliegend, ansonsten jüngste erhältliche Zahlen. Auf typische Faktoren der Umwegrentabilität wie einen Multiplikator zu „induzierten Ausgaben“ oder einen sogenannten „Tourismusmultiplikator“ der Leipziger Studie ist auf Grund zweifelhafter Vergleichbarkeit der Standorte und ihres starken Schätzcharakters verzichtet worden: Die bei unserer Aufstellung sogenannten „Umsätze“ durch das Landestheater wären sonst weit höher ausgefallen. Der durch Landestheater-Mitarbeiter erbrachte Anteil „kleinerer“ Steuerarten wie Grundsteuer B oder Hundesteuer zum Haushalt der Stadt Coburg ist ebenso nicht berücksichtigt. Auch der Anteil an Gewerbesteuereinnahmen (immerhin mit um die 50 bis 60 Millionen Euro größter Einnahmenblock der Stadt Coburg) durch Ausgaben in Coburger Betrieben, die gewerbesteuerpflichtig sind, ist nicht berücksichtigt. Insgesamt ist der Versuch einer Gesamtbilanz also sehr konservativ angesetzt.

30

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


LANDESTHEATER COBURG

Fazit: Das Landestheater Coburg erwirtschaftet nach dieser Aufstellung für die Region Coburg mehr Geld, als es kostet. Doch darum geht es nicht alleine. Die Aufstellung nämlich ist sicherlich angreifbar, bei allen unseren Versuchen, vorsichtig mit Zahlen zu agieren. Sie ist populärwissenschaftlich. Vielleicht bleibt am Ende nur eine schwarze Null stehen. Vielleicht kann man auch kritisieren, dass die Verluste die Stadt Coburg trägt, die Umsätze ihr aber nur zu einem kleinen Teil über Steuern, Abgaben und Gebühren wieder zu Gute kommen, der große Teil aber der Privatwirtschaft, dem Handel, Dienstleistern, Energieversorgern, Hotels, Gaststätten. Und zwar nicht nur in der Stadt, sondern auch im Landkreis, der sich an den Kosten nicht beteiligen muss. In Wirklichkeit aber geht um ein Umdenken. Es geht darum, ein Theater nicht nur an seinen Kosten auf der einen, und seinem Bildungs- und Kulturauftrag auf der anderen Seite zu messen, sondern es auch als Wertschöpfungseinrichtung für die Region zu begreifen, und zwar finanzieller Art. Vielleicht würde es helfen, nicht mehr von Kultursubvention zu reden, sondern von Wirtschaftsförderung. Genau um diesen Perspektivenwechsel geht es. Coburg wäre dumm, vom Landestheater mehr Sparwillen zu verlangen als er bei einer vernünftigen Haushaltsführung ohnehin selbstverständlich sein muss. Coburg wäre dumm, das Landestheater in Frage zu stellen, weil ja auch noch über 5.000.000 Euro jährlich vom Freistaat Bayern nach Coburg fließen. Und für Ersatzspielstätte und Sanierung vorsichtig geschätzt noch einmal etwa 40.000.000 Euro. Das sind Finanzspritzen, um die andere Coburg beneiden. Dazu der nicht monetarisierbare Wert als Standortfaktor für die großen und kleinen Unternehmen vor Ort, für die Attraktivität der Stadt, für ihre Urbanität, ihr Lebensgefühl. Dazu der nichtbezahlbare Werbewert für Coburg als attraktive Kleinstadt durch die überregionale Berichterstattung über das Landestheater. Das Landestheater ist wertvoll. Sehr wertvoll. Und nicht nur für Kultur und Bildung. Das sowieso. Das ist sein eigentlicher Auftrag. Alle, die es gut mit Coburg meinen, sollten sich für ihr Landestheater stark machen. Alle. Ohne Wenn. Ohne Aber.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

31


Am Anfang des Jahres hieß es die Werbetrommel schlagen: „Coburg feiert Luther“ titelte der COBURGER im Februar 2017 und warf einen Blick auf die vielen geplanten Veranstaltungen 2017: die Landesausstellung, eine Sonderausstellung im Naturkundemuseum, das Chorfest, nicht zuletzt der Kirchenkreis-Kirchentag und viele mehr. Coburg spielte eine große Rolle im Jubiläumsjahr – wegen seiner besonderen geopolitischen Lage: Die Stadt befand sich an der südlichen Grenze des Kurfürstentums Sachsen, dessen Zentrum damals Wittenberg war. 1530 zog Kurfürst Johann (der Beständige) mit großem Gefolge nach Augsburg, um dort auf dem Reichstag für die Reformation einzustehen. Martin Luther ließ er für fast sechs Monate in Coburg und damit innerhalb des für ihn sicheren kursächsischen Machtbereichs zurück. Als Luther den Festungsberg zu Fuß hinaufging, fasst er seinen ersten Eindruck in diese Worte: "Es ist ein überaus reizender und für Studien geeigneter Ort.“ Hier verfasste er zahlreiche Bekenntnis- und Streitschriften und widmete sich Übersetzungsarbeiten. Er schrieb mehr als 120 Briefe in 172 Tagen an seine Freunde in Augsburg und auch an seine Familie in Wittenberg. Viele bekannte Schriften sind hier entstanden wie der „Sendbrief vom Dolmetschen“, Beiträge zur Vereinheitlichung der deutschen Schriftsprache, die zum Teil bis heute Gültigkeit besitzen.

32

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

COBURG FEIERT LUTHER

Ein Jahr im Zeichen Luthers Eine Bilanz ganz ohne Zahlen

Das Reformationsjubiläum ist Geschichte. Was bleibt, ist die Erinnerung an viele Veranstaltungen, an weit über 200 000 Gäste und vor allem an viele Geschichten, die in diesem Jahr in Coburg geschrieben wurden. Der COBURGER hat sie in jeder Ausgabe erzählt, Werbung gemacht für das Lutherjahr – mit Unterstützung des Stadtmarketing Coburg. Geschichten mit Nachhaltigkeit für die Bayerische Lutherstadt. Ein Rückblick.

Im Frühjahr dann begann an ebenjener Stelle, auf der Veste Coburg, die große Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“. Und der COBURGER widmete ihr viele Seiten – in Bildern und im Text. Es gab ja auch viel zu entdecken und zu erfahren während des halben Jahres der Ausstellung: Sie zeigte das damalige Leben auf dem Land, in der Stadt, in den Klöstern und den Ritterburgen, kostbare und ungewöhnliche Originale, Kunstwerke von Dürer, Cranach und vielen anderen Meistern. Eindrucksvolle Inszenierungen und moderne Ausstellungstechnik halfen bei der Antwort auf die Fragen: Was trieb die Menschen in bewegten Zeiten um? Wurde die Welt wirklich durch die Ideen und Schriften Martin Luthers verändert? Und was hat das mit uns heute zu tun? Auch Coburgs evangelische Kirche Sankt Moriz, auf deren Kanzel Luther mehrfach persönlich predigte, präsentierte zur Landesausstellung eine Ausstellung. Coburg war dabei als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden, weil die Stadt als zentrales Nadelöhr wichtiger Schauplatz der Reformation gewesen ist. Diese Bedeutung würdigte auch eine besondere Livesendung: 90 Minuten "Auf geht’s" des Bayerischen Fernsehens. Coburg stand im Mittelpunkt des medialen Interesses. Und die TV-Kameras liefen auch Anfang Juli beim Sängerfest des Fränkischen Sängerbundes, als viele Tausend Stimmen die gesamte Coburger Innenstadt zum Klingen brachten und dem Musikfreund Luther damit eine besondere Ehre erwiesen. Die Vestestadt

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

war als Veranstaltungsort genau die richtige Wahl: Hier gründete sich der Deutsche Sängerbund 1862. Er war lange Zeit der weltgrößte Laienchorverband, bevor er 2005 mit dem Deutschen Allgemeinen Sängerbund zum Deutschen Chorverband fusionierte. Heute zählt Jens-Uwe Peter, der Vorsitzende der Sängergruppe Fränkische Krone im Fränkischen Sängerbund, alleine 23 Chöre in Coburg Stadt und Land, die Mitglied im Fränkischen Sängerbund sind. Dazu kommen ungezählte weitere Kinder-, Schul- und Erwachsenenchöre. Und viele von ihnen waren dabei beim Chorfest in Coburg. Über 100 Chöre reisten insgesamt an, über 3000 Sänger, freute sich Günter Freitag, Vorsitzender vom Sängerkreis Coburg Kronach Lichtenfels, der leider völlig unerwartet kurz nach dieser stimmungsvollen Veranstaltung verstarb. Im Lutherjahr stand mit Unterstützung des Stadtmarketings auch ein ganz besonderer Wanderweg im Mittelpunkt des Interesses: Eine aktive Werbemaßnahme für die Landesausstellung führte Radio EINS-Moderator Thomas Apfel und Michael Böhm vom Stadtmarketing Coburg nämlich auf den Weg – den Lutherweg. Er verbindet Bundesländer und die Menschen, die ihn bewandern, mit den Stätten der Reformation: der Lutherweg – ein Pfad, der Pilger, Wanderer und Besucher animieren soll, sich auf den Spuren von Martin Luther und der Reformation zu bewegen oder einfach herrliche Landschaften und kulturelle Räume zu genießen. Der

Lutherweg - ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchen, Tourismusverbänden und Kommunen. Und letztlich schaute man im Reformationsjahr Luther natürlich auch mal ordentlich aufs Maul. Das wiederum übernahm mit Unterstützung des Stadtmarketing die mehrfach ausgezeichnete Schülerzeitung des Gymnasiums Casimirianum, die Casiopeia, in einer Sonderausgabe. Die war für die Redaktion wirklich etwas Besonderes, auch für die beiden Chefredakteure, obwohl die jetzt schon vier Jahre im fleißigen Casiopeia-Team dabei sind. Die Bedeutung Luthers auch für die deutsche Sprache ist dem Team nämlich erst während der Recherche klar geworden. „Welche Begriffe heutzutage auf Luther zurückgehen, ohne dass man sich dessen bewusst ist, ist schon erstaunlich“, so Chefredakteurin Vanessa Wagner. Die Sonderausgabe bot zudem wieder viel Gelegenheit, „besser zu werden“, sagt ihr Kollege Leon Eberhardt, „das ist unser Ziel, aktuelle Strömungen aufzugreifen, neue Darstellungsformen zu finden, uns weiterzuentwickeln.“ Genauso eben, wie Luther gewirkt hat, wie er die Welt verändert hat, genauso eben, wie auch das Lutherjahr Coburg verändert hat, wie es viele Menschen begeistert, zum Mitmachen animiert, zum Nachdenken gebracht hat. Es war ein gutes Jahr für Coburg.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

33


IHK COBURG

Ein gutes Jahr für „made in Coburg“ IHK zu Coburg zieht positive Bilanz

Freude über den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken (von links:) 3. Bürgermeister Thomas Nowak, Stadt Coburg, Michael Busch, Landrat des Landkreises Coburg, Friedrich Herdan, Präsident der IHK zu Coburg, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, Integrationsstaatssekretär Johannes Hintersberger, MdL, Merouane Qsiyer, Ausbildungsakquisiteur für Flüchtlinge der IHK zu Coburg, Siegmar Schnabel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg.

Positiv hervorzuheben ist das vorbildliche Ausbildungsengagement der Coburger Wirtschaft. Zum Ausbildungsstart im September 2017 haben 734 Schulabgänger eine duale Berufsausbildung in Betrieben in Stadt und Landkreis Coburg aufgenommen. Damit nahm die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im IHKBezirk Coburg trotz rückläufiger Schulabgänger nochmals leicht zu. „Erneut heben wir uns im Trend positiv ab, denn bayernweit sind Neueintragungen rückläufig“, resümiert Friedrich Herdan. Bei aller Freude über die positive Jahresbilanz bleiben aber doch Felder mit dringendem Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit der exportstarken Coburger Unternehmen abzusichern bzw. weiter auszubauen. Dazu zählt IHK-Präsident Herdan beispielsweise den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – Luft, Straße, Schiene – sowie Stärkung von Aus- und Weiterbildung zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Die Verkehrsanbindung der Coburger Wirtschaftsregion wurde im zu Ende gehenden Jahr wesentlich erweitert: Ab 10. Dezember 2017 erhält Coburg immerhin sechs ICE-Systemhalte statt des ursprünglich angekündigten ICE-Halts in Tagesrandlagen. Morgens, nachmittags und abends können Fahrgäste dann an unserem Bahnhof in den ICE in/aus Richtung Berlin oder München ein-/

34

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

aussteigen. Das ist ein Teilerfolg, aber kein Ergebnis, das der wirtschaftlichen Bedeutung der Region Nordwest-Oberfranken und Südthüringen und den Bedürfnissen von 1,4 Millionen Einwohnern gerecht wird. Um den ICE-Anschluss am Bahnhof Coburg nachhaltig zu sichern, ist es wichtig, dass das ICE-Angebot möglichst intensiv angenommen wird. Erfreulich, wenn man den benötigten Planungszeitraum unberücksichtigt lässt, ist die Entwicklung bei der Staatsstraße 2205, eine der wichtigsten Verkehrsachsen unserer Region, mit grenzüberschreitender Bedeutung. Für die Strecke zwischen Coburg-Bertelsdorf und Wiesenfeld besteht nun endlich Baurecht – nach über 20 Jahren. Zur künftigen Luftverkehrsanbindung Coburgs ist eine abschließende Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Wie die von der Bayerischen Staatsregierung vorgeschlagene Kombilösung – Ertüchtigung der bestehenden Flugplätze in Coburg und Bamberg für den Instrumentenflugverkehr (IFR) – sich für die Coburger Wirtschaft auswirkt, wird sich im Zeitablauf herauskristallisieren. IHK-Präsident Herdan betont: „Uneingeschränkter, planbarer und nachhaltig gesicherter IFR-Flugverkehr ist insbesondere für unsere exportorientierten Coburger Unternehmen ein wesentlicher Standortfaktor.“ Einhergehend mit der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Stadt und Landkreis Coburg ist die

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


MADE IN COBURG

Advertorial

2017 war für Produkte und Dienstleistungen „made in Coburg“ ein gutes Jahr. „Die positive Entwicklung der Coburger Wirtschaft gründet vor allem auf kräftigem Binnenkonsum und gestiegenen Investitionsvorhaben unserer Unternehmen“, erläutert der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Coburg, Friedrich Herdan. Die Betriebe schätzen die aktuelle Geschäftslage überwiegend als gut ein, der IHK-Konjunkturklima-Indikator, der sowohl die Lage der Unternehmen als auch die Geschäftserwartungen abbildet, überschreitet seit vier Jahren seinen langfristigen Durchschnittswert erheblich.

Der zwischen IHK zu Coburg und Klinikverbund Regiomed geschlossene Kooperationsvertrag eröffnet neue Möglichkeiten und Bereiche der Fachkräftesicherung (im Bild von links): Regiomed-Hauptgeschäftsführer Joachim Bovelet, Regiomed-Akademie-Leiterin Dr. Dorothea Thieme, IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel, IHK-Präsident Friedrich Herdan und die Leiterin des Bereichs Weiterbildung der IHK zu Coburg, Doris Köhler.

Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern gestiegen. Die IHK zu Coburg als Vertreter der gewerblichen Wirtschaft hat deshalb sowohl die duale Berufs- und Weiterbildung voll im Fokus als auch verschiedenste Projekte auf den Weg gebracht, um durch Erschließung bislang ungenutzter Potenziale dem partiell bereits vorhandenen Fachkräftemangel zu begegnen. Mit dem bundesweit einmaligen Kombimodell „1+3“ setzt die IHK zu Coburg auf ein Kombimodell zur Integration junger Flüchtlinge, indem Spracherwerb, berufliche Ausbildung im Unternehmen, Theorie in der Berufsschule und selbst bestimmtes Leben durch eigenes Einkommen zusammenwirken und sich ergänzen. Nach durchweg positiven Erfahrungen ist bereits die zweite „1+3“-Fachklasse des vierjährigen Ausbildungsmodells an der Staatlichen Berufsschule I Coburg gestartet. Das überregionale Interesse von Unternehmen und Wirtschaftskammern an diesem Kombimodell ist bereits groß. Erst kürzlich wurde das Pilotprojekt mit dem Integrationspreis der Regierung von Oberfranken ausgezeichnet. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz dankte in ihrer Laudatio für das erfolgreiche Engagement in Coburg. IHK-Präsident Friedrich Herdan, auf den das „1+3“-Konzept zurückgeht, bewertet die Würdigung als Verdienst vieler Beteiligter: das Bayerische Kultus-, Wirtschafts- und Sozialministerium, die Agentur für Arbeit, die Berufsschule I Coburg sowie die beteiligten Unternehmen, Brose Fahrzeugteile,

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Dietze & Schell Maschinenfabrik, Federnfabrik Dietz, Reichenbacher Hamuel, Lasco Umformtechnik, Martin Metallverarbeitung, Schumacher Packaging und Valeo Klimasysteme. Herdan: „Die Coburger Wirtschaft übernimmt in vorbildlicher Weise Verantwortung und ich appelliere an unsere Betriebe, weiter am Erfolg von ,1+3‘ mitzuwirken.“ Neue Möglichkeiten und Bereiche der Fachkräftesicherung eröffnet der zwischen IHK zu Coburg und Klinikverbund Regiomed geschlossene Kooperationsvertrag. Bei den für Regiomed neben der fachspezifischen Ausbildung zunehmend wichtigen Bildungsthemen, wie Betriebswirtschaft, Organisation, Führung und Digitalisierung, hat die IHK zu Coburg umfassendes Know-how aufgebaut. Die ersten Seminare starten im Frühjahr 2018, damit ist die Industrie- und Handelskammer zu Coburg innerhalb der Kammerorganisation Vorreiter in der Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Gesundheitswesen. „Auch unser Kompetenzzentrum für Maschinen-, Anlagenbau und Automotive hat sich gut etabliert, in diesem Jahr wurde die Nachwuchsarbeit in Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien nochmals intensiviert“, erklärt IHK-Präsident Friedrich Herdan. Bei Infoveranstaltungen, Firmenbesuchen und Workshops wurden den Schülern die vielfältigen Karrierewege dieser starken Branche vermittelt.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

35


AUFREGER 2018

UNS IR W R E B Ü WOR

! N E G E R F AU 17 im Das war 20 Drei . d n a L r e g r u Cob il wir e W . n e il e z d Lie sauer sind.

36

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


WAS UNS WIRKLICH AUFGEREGT HAT

„Über den Wolken muss die Dummheit wohl grenzenlos sein“ Diese Geschichte taugt für Schilda, spielt aber im Coburger Land: Seit 2002 macht sich die Region Gedanken um die Zukunft des Verkehrslandeplatzes Coburg-Brandensteinsebene, 2007 überprüft eine Raumordnung die möglichen neuen Flugplatzstandorte Bieberbach, Gossenberg und Neida, wirtschaftliche, umwelttechnische, kulturelle und soziale Gesichtspunkte. 2008 wird nach einem Gutachten Meeder-Neida als Vorzugsstandort festgelegt. 2010 beginnt die Planfeststellung. 2014 wird der Planfeststellungsantrag eingereicht. Es werden Fachleute beschäftigt, Arbeitsgemeinschaften gegründet, Projektgesellschaften notariell eingetragen, Kreis- und Stadträte beschäftigt, Verwaltungsangestellte, Ministerien, es wird ein Bürgerentscheid durchgeführt, mehrere Podiumsdiskussionen veranstaltet, es werden Schilder aufgestellt, Prospekte,

Flyer und Flugblätter gedruckt, Webseiten programmiert, Kampagnen geplant. Es werden geheime Treffen vereinbart, Sitzungen, Besprechungen. Es werden Fakten gesammelt, Stellungnahmen, Meinungen. Es wird behauptet, gelogen und gehetzt. Es werden viele Jahre Arbeit investiert, viele Millionen Euro Steuer- und privates Geld ausgegeben, viele Milliarden Nerven bis an ihren Grenzen belastet – alles umsonst: Nach 15 Jahren Suche nach einem neuen Flugplatz für die Region Coburg kommt im Herbst 2017 der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und teilt lapidar mit, dass man jetzt dann doch eine andere Lösung bevorzuge, quasi eine Arbeitsaufteilung der bestehenden Flugplätze in Coburg und Bamberg. Das soll es jetzt gewesen sein? Könnten wir uns wahnsinnig drüber aufregen.

„Dieser Steinweg wird kein leichter sein“

Alle paar Jahre schafft es der Coburger Steinweg auf die politische Tagesordnung. So auch 2017. Das innerstädtische Schmuddelkind sei ein gefährliches Pflaster, machen polizeiliche Statistiken Glauben. Das ruft die Parteien auf den Plan. Die Kneipen früher zumachen, Sperrzeit also verlängern, fordern die einen. Damit endlich Ruhe ist. Mehr Videoüberwachung im Steinweg, damit Abschreckung, fordern die anderen. Damit endlich Ruhe ist. Doch die Statistiken fallen bald in sich zusammen. Klar ist das persönliche Risiko in einem Kneipenviertel höher als andernorts in der Stadt, wo niemand unterwegs ist, klar ist das Risiko in den Morgenstunden höher, wenn dann schon mehr Alkohol geflossen ist, klar ist aber auch: Der Steinweg ist nicht das lebensgefährliche Pflaster, zu dem ihn die öffentliche Diskussion in regelmäßigen Abständen macht. 86 Delikte an 52

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Wochenenden bei geschätzten 100 000 Besuchern im Jahr 2016 - solche Zahlen taugen schon bald nicht mehr zur Panikmache, sondern ermöglichen eher einen klaren Blick auf die wahren Hintergründe: eine unterbesetzte und deswegen überforderte Polizei auf der einen Seite, eine Politik auf der anderen, die das Sanierungsgebiet Steinweg langfristig aufhübschen möchte. Ein „Schmuddelkind“ wie der Steinweg mit Kneipenlärm bis in die frühen Morgenstunden passt nicht in so ein einfältiges Weltbild. Coburg aber täte gut daran, Vielfalt zuzulassen. Also bitte nicht mehr auf den Steinweg einprügeln. Sonst verkommt die Stadt zur langweiligen Puppenstube. Darüber würden wir uns aufregen. Und sicher sind wir damit nicht alleine.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

37


WAS UNS WIRKLICH AUFGEREGT HAT

„Mit 6 Millionen Euro da fing das Beben an“ Dieser Aufreger beginnt schon im Dezember 2016, den Monat der Ursünde der aktuellen Diskussion ums Landestheater. Damals klopften sich eifrige Stadträte stolz auf ihre Schultern, zum Wohle der Stadt die Kosten für eine Interimsspielstätte für die Zeit der Sanierung des Landestheaters auf 6 Millionen Euro beschränkt zu haben. Aber wie sagt der Volksmund schon: Wir sind hier nicht bei Wünsch-Dir-was, sondern bei So-ist-Es. Und so ist er eben, der Markt: Keiner wollte den Coburgern für sechs Millionen Euro eine Ersatzspielstätte bauen, im Laufe dieses Jahres wurde deutlich, sie wird teurer werden, viel teurer. Das hat dann auch der Stadtrat eingesehen und die Entscheidung vom letzten Jahr revidiert. Doch der blanke Aktionismus in der Vorweihnachtszeit 2016 hat noch mehr Schaden angerichtet: Der mittlerweile preisgekrönte Entwurf eines hölzernen Globe Theaters war damals zerknüllt im Papierkorb gelandet - zu teuer. Heute bedauern das nicht nur einige Stadträte. Sie hatten sich von der Sparpolitik blenden lassen, nur noch Kosten im Blick. Mit derart verengtem Gesichtsfeld sieht man dann die Ränder nicht mehr, kann nicht mehr erkennen, was ein Globe Theater für Coburg hätte sein können: Eine Investition, keine Kosten. Jetzt dürfte es zu spät sein, befürchten wir. Der Papierkorb ist schon auf der Müllkippe. Das regt uns wirklich auf.

38

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Das nächste Jahr wird heiß, sehr heiß Weitere Infos unter

www.aquaria-coburg.de AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

39


VORSCHAU

2018 KOMMT …

Gut, zunächst einmal ärgern wir uns rückblickend gleich am 1. Januar. Dann bezahlen wir nämlich seit 50 Jahren auf jedes Produkt die Mehrwertsteuer an Vater Staat. Damals lag sie übrigens noch bei 10, der ermäßigte Satz bei fünf Prozent. Und im Übrigen gab es den Vorläufer, die bedeutungsgleiche Umsatzsteuer, schon viel länger, nämlich schon seit 1918. Damals betrug sie …. 0,5%. Ein Jubiläum feiert gleich zu Jahresanfang auch die Verkehrssünderkartei. Sie wird am 1. Januar 60 Jahre jung. Im Januar wird sich wohl auch erst die nächste bundesdeutsche Regierung finden. Nach Jamaika-Aus und SPD-Geziere ziehen sich mögliche Koalitionsverhandlungen sicher bis ins neue Jahr. Oder es gibt doch noch Neuwahlen. Oder Angela merkelt an Minderheitskrücken vor sich hin. Und wenn zu ie wir schon bei der großen Politik sind: Ob d t s s lä , gerne hin ht Bilanz, h es in Bayern bald södert noch nicht, das ic s n a , zie zt m en l – da set Revue passieren d e entscheidet sich im Herbst. Dann muss n s h ta c s e r e w v in age Jahres aximal e sch en 365 T n m d jeder bei den Landtagswahlen seine e n r e M e h d r e o e g t D Ende n. frustrier en begeistert. io t Stimme abgeben. a u it S lt ahlweise n e

n, s ist w tuelle Erreichte it der ak t. Aber mit dem nzufriedenheit m r sein. Stimm r, sse rU lich wa mer be neig t zu es wirk m eine im ie ja w nte ch. Und in nur u Es kön eben au es sich ja ohneh t ist: Es war r te h c schle Weil ie delt. Fak ir nicht. hme han vielleicht. Und w a fn u wissen w ta n e s n r e m e n o d n n M ö e k ,a subjektiv t besser als heute ht. Aber planen heute ic ch ich sen wir n n wir au euen. früher n wird, wis men. Das könne n f fr e u g a r r o a td es m neh vielleich t kann unser s twas vor n e u s n n e U . wir könn Vielleich resthemen . Und wir l etwas. a m f Jah machen n o h sblick au ch sc u o A d t r e is h s Da sönlic rein per llung leisten. kleiner te ei Hilfes 2018 dab

40

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Wie es sein kann, wenn irgendwann in der Zukunft einmal das runderneuerte Coburger Landestheater eingeweiht wird, kann man sich im April in Bayreuth, gar nicht weit weg, anschauen: Dort wird das Markgräfliche Opernhaus, UNESCO Weltkulturerbe, wiedereröffnet. Sechs Jahre hat die Sanierung in Anspruch genommen.

Vorher aber ist es Zeit für sportliche Höhepunkte des Jahres: Im Februar finden in Südkorea die Olympischen Winterspiele statt. Zu sehen gibt es sie erstmals vor allem bei Eurosport, ganz normal im TV oder auch Netz. Der Sender zeigt alle Wettbewerbe, über 900 Stunden live, 4000 Stunden Programm insgesamt. Aber auch die Öffentlich-Rechtlichen haben sich nach hartem Poker noch Rechte gesichert. Bei BR & Co kann man sich also ebenso die Augen wundsehen. Dank der Zeitverschiebung übrigens ab 1 Uhr morgens. Ein paar Monate später, ab Mitte Juni, dreht sich von Russland aus die ganze Erde nicht mehr um die Sonne, sondern um das runde Leder: FußballWeltmeisterschaft, das größte Sportereignis der Welt, auch ohne Top-Teams wie Italien oder Holland, die sich nicht qualifizieren konnten. Die deutsche Mannschaft betritt die russischen Rasenballsportplätze als Titelverteidiger und damit quasi automatisch als Mitfavorit auf den Titel. Ob der Jogi es wieder hinbekommt, wissen wir Mitte Juli. Dann ist Endspiel. Selbst wenn es sich danach wegen Misserfolgs ausgelöwt haben sollte, wird die Welt nicht untergehen, auch wenn es in der Nacht vom 27. Juli unerwartet fast den Anschein haben könnte. Dann nämlich wird es stockdunkel – eine totale Mondfinsternis kündigt sich an. Gegen Ende des Jahres heißt es dann schon wieder einen Ausblick auf 2019 wagen: Dann nämlich, im August, jährt sich der Geburtstag des Coburger Prinzen Albert zum 200. Mal. Irgendwann Ende 2018 muss er also gezeugt worden sein. Details allerdings sind nicht bekannt.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


2018 KOMMT …

… AUCH IN COBURG 13. Juli

Beginn Internationales Sambafestival | Innenstadt

19. Juli

Beginn Schlossplatzfest | Schlossplatz

Gaudiwurm durch die Coburger Innenstadt

27. Juli

Beginn Coburger Vogelschießen | Anger

18. März

Verkaufsoffener Sonntag

27. Juli

Beginn Tambacher Sommer | Schloss Tambach

20. April

Beginn Frühlingsfest auf dem Anger

17. August

Kelly Family | Schlossplatz Coburg

5. Mai

Sparkassen-NightRun in der Innenstadt

18. August

James Blunt | Schlossplatz Coburg

18.Mai

Beginn Coburger Convent

19. August Revolverheld | Schlossplatz Coburg

22.Mai

Marktfest Coburger Convent

22. August a-ha | Schlossplatz Coburg

25. Mai

Beginn Weinfest (geplant) Marktplatz

31. August

Beginn Coburger Klößmarkt | Marktplatz

29. Mai

Auftakt Coburger Designtage | Güterbahnhofsgelände

8. September

Coburger Museumsnacht | Innenstadt

9. Juni

Flohmarkt | Innenstadt

29. September Tag der offenen Türe | SÜC

14. Juni

Coburger Medienpreis

7. Oktober

Verkaufsoffener Sonntag

23. Juni

Beginn Kinder- und Jugendfestival YouCo Jugendzentrum Coje

3. November

Neue Presse Kneipennacht

4. November

Verkaufsoffener Sonntag

30. Juni

Klassik Open-air | Rosengarten

30. November Beginn Coburger Weihnachtsmarkt

5. Januar

Coburger Comedy Gala, zum ersten Mal präsentiert vom COBURGER

11. Februar

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

41


SONDERTHEMA SINN

Sonderthema

Sinn 42

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


POSITIONEN UND GESCHICHTEN

Positionen & Geschichten von Menschen und Unternehmen

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

43


SONDERTHEMA SINN

Sinn im Glauben ÜBER GLAUBEN Jonas: Wer es glaubt, wird selig. Stimmt das? Heinrich: Nicht wie in einem Kochrezept jedenfalls, wo man nur ein paar Zutaten zusammenmischt nach dem Motto: Ein bisschen Lukasevangelium, ein bisschen Paulusbrief, ein bisschen Altes Testament, dann ordentlich schütteln, und es kommt das Glück heraus. So funktioniert`s nicht! Aber ich bin in der Tat der Meinung, dass man anhand von vielen Einzelaspekten zeigen kann, dass Glaube ein erfülltes Leben ermöglicht. Jonas: Kann man im Umkehrschluss genauso sagen: Wer nicht glaubt, wird auch nicht selig? Heinrich: Nein, ich glaube, das kann man nicht im Umkehrschluss so sagen. Ich würde theologisch sagen: Gott hat viele Möglichkeiten, den Menschen ein erfülltes Leben zu schenken. Aber gleichzeitig sage ich, dass der Weg, den ich kenne und der sich für mich bewährt hat, der Weg über den christlichen Glauben ist. Man kann die Kraft dieses Weges anhand von Erkenntnissen der Glücksforscher sehr schön zeigen.

ÜBER WEIHNACHTEN Jonas: (…) Wie kommt es, dass Jesus, der Messias, in irgendeiner Absteige statt in einem Palast geboren wird? Warum Krippe und nicht Himmelbett? Heinrich: Die Geschichte von der Geburt Jesus ist für mich eine der faszinierendsten des christlichen Glaubens. Wir haben es hier mit jemandem zu tun, der als Sohn Gottes bezeichnet wird, als Verkörperung Gottes, als fleischgewordener Gott auf Erden. Und dieser sichtbar gewordene Gott ist einer, der unter ähnlichen Umständen geboren wird. Das passt überhaupt nicht zu den Gottesbildern, die Menschen sonst gerne haben, nämlich die vom erhabenen mächtigen prunkvollen Gott. Christen sind herausgefordert zu glauben, dass der christliche Gott ein mächtiger Gott ist, dass er aber seine Macht eben gerade nicht in der Herrschaft im herkömmlichen Sinne zeigt, sondern darin, dass er ganz bei den Schwachen, bei den Armen, ganz im Dreck sozusagen ist. Das stellt viele Gottesbilder in Frage, die Menschen sich zurechtlegen. Deswegen muss man sagen, dass die Weihnachtsgeschichte völlig unabhängig davon, wie die genauen historischen Umstände waren, so aufgeschrieben wurde, weil sie etwas Zentrales über Jesus und Gott sagt. Gott wendet sich den Armen zu und lässt die frohe Botschaft ausgerechnet von den Hirten weitertragen. Wir wüssten - das legen die Texte nahe - von der frohen Botschaft heute vielleicht nicht, wenn nicht einfache Menschen sie weitergetragen hätten. Und dass die Engel in der Geschichte zu den Hirten sagen: „Fürchtet euch nicht, denn es ist euch eine große Freude widerfahren“, ist kein Zufall. Die Schutzlosigkeit des Kindes und die Tatsache, dass dieses nicht auf einem Thron geboren wird, sondern in einer Krippe, ist eine bewusste kraftvolle Aussage über den Gott, an den die Christen glauben.

44

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


POSITIONEN UND GESCHICHTEN

Hunderttausende Kirchenaustritte in den letzten Jahren, Zweifel an der Institution Kirche, stattdessen eine zunehmende Popularität von Rationalismus und Atheismus: Glauben an einen Gott war schon einmal attraktiver als heutzutage hierzulande. Und ob wer glaubt, wirklich selig wird, darüber haben sich der heutige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, lange Jahre Pfarrer an der Coburger Morizkirche, und sein Sohn Jonas unterhalten, der heute in Heidelberg evangelische Theologie studiert. Das komplette Gespräch gibt es in einem Buch, das 2013 erschienen ist. Hier einige Auszüge zum Sinn im Glauben.

ÜBER DAS LEID Heinrich: Jeder, der schon mal erlebt hat, wie dicht menschliche Beziehungen werden, wenn Menschen sich im Leid gegenseitig bestehen, der weiß ganz genau, dass auch solche Zeiten zum Lebensglück beitragen können – wenn man einen ganzen Lebensbogen in den Blick nimmt. Menschen, die schwere Zeiten durchgemacht haben, wachsen und verändern sich durch diese schweren Zeiten. Immer wieder bin ich in der Seelsorge alten Menschen begegnet, die ihr Leben so gedeutet haben, dass auch die schweren Zeiten Führung und Begleitung durch Gott sind. Jonas: Kann das nicht zynisch wirken? Wie erklärt man das Leuten, die dauerhaftem Leid ausgesetzt sind durch Umstände, die sie selbst gar nicht beeinflussen können? Heinrich: Ich würde nicht versuchen, eine „Erklärung“ zu finden. Das wäre falsch. Es gibt tatsächlich Situationen des Leidens, in denen gibt es nichts zu erklären. Es gibt Erfahrungen von Sinnlosigkeit, in denen jeder Versuch, einem betroffenen Menschen einen Sinn vermitteln zu wollen, fast grausam ist. Schließlich erlebt dieser Mensch gerade einfach Sinnlosigkeit. Und was ein solcher Mensch braucht, ist jemand, der diese Sinnlosigkeit mit ihm zusammen aushält. Genau das ist aus meiner Sicht die Chance des christlichen Glaubens. Christen glauben schließlich an einen Gott, dessen menschliche Erscheinung in Jesus Christus am Kreuz geschrien hat „Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen?“ Es ist ein ungeheuerliches Phänomen der Religionsgeschichte, dass einer, der so schreit und die absolute Abgründigkeit des Leidens erlebt, als Sohn Gottes bezeichnet wird. Das ist für mich ein Grund, warum ich der festen Überzeugung bin, dass es vielleicht keine andere Perspektive des Lebens überhaupt gibt, die so stark fähig ist, genau solche Situationen der Sinnlosigkeit und der Verzweiflung aufzunehmen, indem sie sie einfach aushält, anstatt sie wegzuerklären.

ÜBER DEN TOD Jonas: Ich finde es eine interessante Idee, dass der Tod Teil der Lebensbejahung ist. Das Leben wäre ohne den Tod nicht so kostbar. Das Leben verläuft nicht im Unendlichen, sondern spannt eine Art Lebensbogen, der endlich ist. Heinrich: Ich glaube schon, dass es so etwas wie einen Lebensbogen gibt und es irgendwann auch Zeit ist, zu sterben. Sehr alte Menschen bringen auch immer wieder zum Ausdruck, dass es jetzt reicht und es jetzt genug ist. Sie haben vielleicht ein langes erfülltes Leben gehabt und dann das Gefühl, dass es irgendwann an der Zeit ist. Über Abraham heißt es in der Bibel: „Er starb alt und lebenssatt.“ Ich finde das einen schönen Ausdruck. Er beschreibt einen Tod, der am Ende eines erfüllten Lebens steht und - für mich jedenfalls - keinen Schrecken hat. Insofern gehört der Tod in der Tat zu einem gelingenden Leben dazu. Ich kann schon gut nachvollziehen, was hinter dem alten Kinofilm-Titel „Hunde, Wollt ihr ewig Leben?“ steht. Der Versuch, sich selbst unsterblich zu machen, ist nichts Attraktives.

Auszüge aus dem Buch „Wer`s glaubt, wird selig“ von Heinrich und Jonas Bedford-Strohm, erschienen im KREUZ VERLAG in der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2013. www.kreuz-verlag.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

45


46

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Sinnvolles erreichen

Gesponserter Beitrag

Er ist Coburger. Er ist Lichtenfelser. Er ist eine Institution in Sachen Männermode. Er ist aktiv. Am liebsten engagiert er sich für die Region, für andere Menschen. „Sinnvolle Dinge tun“, das ist sein Ansporn. Ein Interview mit Roberto Bauer.

Herr Bauer, Sie werben für ihre Heimat, für den Handel, für die Städte, sie haben außerdem schon zahlreiche Benefizkonzerte veranstaltet und vieles mehr. Was treibt Sie an? Es ist die Faszination und die Begeisterung, Neues zu schaffen, also events auf die Beine zu stellen, bei denen sich Menschen treffen und hoffentlich glückliche Momente gemeinsam erleben dürfen. Natürlich geht es auch darum, unsere Stadt und die gesamte Region in ein anderes Licht zu setzen. Den Menschen zu zeigen, warum es sich lohnt, nach Lichtenfels zu kommen. Die Stadt ist im Aufbruch. Da entsteht gerade viel Neues. Sie sind ja beruflich sehr erfolgreich. Würden Sie mir aber zustimmen, dass Ihr Engagement, dieses mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, und damit ja auch das Helfen, dass das befriedigender ist als beruflicher Erfolg, dass es dem Leben mehr Sinn gibt? Der Begriff „Sinn“ trifft es nicht so ganz, ich würde lieber sagen es macht das Leben noch „sinnvoller“. Beides ist wichtig, das eine, also der Beruf, so wie das andere, das gesellschaftliche Engagement. Sinnvolle Dinge zu tun heißt für mich bereit sein für Neues, denn die Zukunft ist eine permanente Evolution, heißt, Dinge tun zu dürfen, die Spaß machen und damit Gutes zu erreichen, Menschen zu helfen. Der Mensch steht nicht nur in meinem Beruf, sondern in meinem Leben immer im Mittelpunkt. Im Sommer hatten Sie die koreanische Pianistin Younee in Lichtenfels für ein Benefizkonzert zu Gast. Was war das für ein Abend auch für Sie persönlich? Es war ein glückliches Erlebnis, vormittags hat es noch geregnet, dann schien von 16 Uhr bis Mitternacht die Sonne, am Marktplatz hatten wir ein blütenweißes Ambiente geschaffen und weit über 1000 Besucher sind gekommen. Alle haben die Musik einer außergewöhnlich herausragenden Pianistin genossen, die ohne Noten gespielt hat, eher nach Emotion. Die Menschen haben den Abend mit standing ovations gefeiert. Ich finde diese Momente mit meinen Stiftungsräten zu erleben war Glück. Wem kommen die Erlöse der Benefizkonzerte zugute? Man muss unterscheiden. Da gibt es die Veranstaltungen der Stiftung Lichtenfels, das sind fünf Stiftungsräte. Alle anderen Veranstaltungen macht die Firma Roberto Bauer alleine. Mit der Stiftung wollen wir ohne bürokratischen Aufwand sofort reagieren. Wir helfen in der Umwelt, Alten- und Jugendhilfe, in Sachen Bildung oder Kultur. Ziel ist einfach mehr Lebensqualität für Lichenfels. Meine persönlichen Events gingen meistens an die Aktion Helfen mit Spaß. Diese unterstützt Menschen in Lichtenfels, denen es nicht so gut geht. Das Rote Kreuz verwaltet letztlich die Gelder und entscheidet, wohin das Geld fließt.

Roberto Bauer ist Inhaber von Roberto Bauer Herrenmoden im Stadttor in Lichtenfels, einem der führenden Fachgeschäfte für Herrenmode mit Kunden weit über die Region hinaus seit über 30 Jahren, das er mit seiner Tochter Sara Bauer-Oertel leitet. Darüber hinaus engagiert er sich im Einzelhandel, in der Aktionsgemeinschaft Treffpunkt Lichtenfels, der Stiftung Unser Lichtenfels - und er veranstaltet selbst und gemeinsam mit vielen Partnern aus der Region regelmäßig Benefizkonzerte, zuletzt im Sommer ein großes Open-air mit der koreanischen Pianistin Younee vor weit über 1000 Besuchern in der Lichtenfelser Innenstadt.

Was ist denn für die nächste Zeit, für nächstes Jahr geplant? Also wie gesagt, wir sind immer offen für Neues. Mit der Stiftung haben wir aktuell 2 Veranstaltungen geplant. Und dann planen wir mit meiner Firma Roberto Bauer eine Premiere, etwas, das es noch nicht gegeben hat. Wenn alles klappt, werde ich auch darüber sprechen. Vorher wird nichts verraten.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

47


48

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

Leben mit QualitAt

Frank Sperschneider Personaltrainer Es gibt Lebens-, es gibt Berufswege, deren Konsequenz man erst in einem Rückblick, einer ersten persönlichen Bilanz, aus einer gewissen Distanz heraus erkennt, wenn einzelne Schritte hintereinander gesetzt einen Weg erschaffen haben, der Ziel zugleich ist. Viele kleine in der Erinnerung schon

verblassende

Entscheidungen

fügen sich dann zusammen und ergeben plötzlich einen Sinn. So verhält es sich wohl

bei

Frank

Sperschneider,

den

immer Getriebenen, der „immer aus dem Bauchgefühl heraus“ entscheidet, früher Werkzeugmacher, dann Fitnessrevoluzzer und heute Personaltrainer in Coburg.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

49


SONDERTHEMA SINN

So einer wie Frank Sperschneider fängt nicht mit Fuß- oder Handball an, sondern mit Judo, damals, im zarten Alter von fünf Jahren. Freilich findet auch er den Weg zu den üblichen Sportarten, das aber reicht ihm nicht, es folgen Reiten, Schwimmen, Leichtathletik. Sperschneider ist immer auf der Suche nach Bewegung, nach Spiel, nach Sport, Wettbewerb. Doch auch an dem fast 2 Meter großen Modellathleten geht die Belastung nicht spurlos vorüber: Auf Sport aber verzichten, das kommt für ihn nicht in Frage, nur – Gesünder muss er sein, nicht nur spaßbetont. Also geht der junge Mann ins Fitnessstudio, um Muskeln aufzubauen. Aus dem Vorsatz, mehr für die Gesundheit zu tun, wird eine „verrückte Zeit in einer verrückten Szene“. „Strongman“ heißen die Wettbewerbe der Kraftsportler, die etwas archaisch-männliches an sich haben, maximale Last für Muskeln, Bänder, Gelenke, aber gesund? Sperschneider beendet den Irrweg, erwirbt die Fitnesstrainer B-Lizenz, und so wird „Stück für Stück die Idee zum Beruf.“ Noch nämlich ist der Sport Freizeit. Tagsüber arbeitet er im elterlichen Betrieb für Furnier- und Sperrholz in Mengersgereuth-Hämmern, als Werkzeugmacher hatte er gelernt, was harte Arbeit ist, wollte sich aber auch dort immer neu erfinden, ging in die Produktion, wurde Abteilungsleiter. Heute unterstützt er das Unternehmen sporadisch, ist Gesellschafter. Seit 2001 aber strukturiert vor allem sein früheres Hobby seinen Tagesablauf. Zunächst arbeitet er als selbständiger Fitnesstrainer in „parallel in bis zu fünf Studios gleichzeitig“. Dann lernt er 2010 ein neuartiges Training kennen, das EMS, ein Ganzkörpertraining mit niedrigem Reizstrom, das aus der Physiotherapie kommt, hocheffizient. Bodystreet heißt der Anbieter, Sperschneider überzeugt das Franchiseunternehmen vom Standort Coburg – und setzt sich durch. Eigentlich nämlich ist die Geschäftsidee Großstädten vorbehalten. Doch Sperschneider spürt etwas: Mit Bodystreet kann er einer breiten Bevölkerung qualitativ hochwertiges Personaltraining zugängig machen. In Coburg gab es das bis dahin in der öffentlichen Wahrnehmung nicht. In der Tat reagieren die Coburger skeptisch, es gebe genug Fitnessstudios, hört er, und vor allem das Training quasi „im Schaufenster mitten in der Stadt“ gehe gar nicht. Heute ist Bodystreet weltweit die Nummer 1 mit über 250 Studios. Und auch in Coburg hat sich seit 2011 die innovative Trainingsmethode mit ihrem 20-Minuten-Training einmal die Woche etabliert. Das Bauchgefühl hat ihm Recht gegeben. Sperschneider aber denkt schon ein Jahr nach der Eröffnung schon wieder weiter. Eine Coaching-Ausbildung führt ihn auf den Kilimandscharo, mit knapp 6000 Metern das höchste Bergmassiv Afrikas. Im November 2012 steht er ganz oben. Er hatte seine Grenzen austesten wollen, und das hat er, durch fünf Klimazonen von tropisch bis arktisch. „Das war für mich privat, beruflich, gesellschaftlich lebensverändernd“, sagt er heute, „ich kann das nur jedem empfehlen.“ Für ihn ist der Aufstieg auf den Berg gleichzeitig der Einstieg ins Coaching, weil dort eine Frage am Anfang steht, eine in seinem Leben zentrale Frage, die viele seiner Schritte, seiner Entscheidungen unbewusst gesteuert hat: „Was treibt mich wirklich an?“ Heute weiß er es. Als Personaltrainer arbeitet er heute mit seinen Kunden an der Antwort auf diese Frage, immer ganz individuell, an ihren Bedürfnissen, ihren Wünschen orientiert. Es gibt so viele Lebenswege, wie es Menschen gibt. Sperschneider möchte seinen Kunden das Rüstzeug mit auf ihren Weg geben, damit sie diesen gehen können - nachhaltig. „Jeder sollte verstehen, warum er etwas tut, jeder sollte sich seiner selbst bewusst sein.“ Er versteht Personaltraining ganzheitlich, als Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele, einem übergeordneten Ziel folgend: der eigenen Gesundheit. „Jeder muss doch mit seinen Ressourcen und mit seinem Körper bis zum Schluss auskommen. Die Frage ist nur, auf welcher Ebene. Ich bin der Meinung, das Leben sollte auf allen Ebenen eine gute Qualität haben. Wir können nicht ändern, dass wir älter werden, aber wir können dafür sorgen, Spaß dabei zu haben.“

50

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

51


Was ist fur Sie Sinn?

Gesponserter Beitrag

Statements von Mitarbeiterinnen des Coburger Unternehmens Otto Hauch GmbH & Co. KG

Sinn-volle Gesprächsrunde am Morgen im Büro: (v.l.n.r.): Andrea Jugenheimer, Madeleine Wagner, Isabell Popp, Yonca Ön-Barth, Miriam Hanloh,

Andrea Jugenheimer, seit 1997 im Unternehmen: „Mein Job ist mein Lebensinhalt. Auch wenn der Wecker um 5 Uhr klingelt – es warten Aufgaben, die ich erledigen möchte, und die mir Freude machen. Ich mache den Job gerne, er gibt meinem Leben Sinn, weil wir wie eine große Familie sind. Wir haben Freude und Spaß. Wenn man mit Frust ins Büro gehen würde, hätte das alles keinen Sinn. Es ist klar, solange im Leben Kinder da sind, wenn man eine Familie gründet, ist der Sinn auf diese Kinder fixiert, das verschiebt sich im Laufe des Lebens.“ Madeleine Wagner, seit 2016 im Unternehmen, lernt Bürokauffrau: „Ich war früher Hotelfachfrau, mein Mann arbeitet im Dreischichtbetrieb, wir haben einen Sohn, deswegen habe ich etwas Neues mit familienfreundlichen Arbeitszeiten gesucht, einen Arbeitgeber, bei dem ich den Job und Zeit für die Familie unter einen Hut bringen kann, das gibt mir Sinn.“ Isabell Popp, seit 2003 im Unternehmen, Bürokauffrau, bald in Elternzeit: „Meinen Lebenssinn sehe ich zum einen bei meiner Familie, also meinem Mann und bald auch einem Baby, das schon unterwegs ist, und das den Sinn sicherlich erweitert. Aber ich sehe meinen Sinn gleichwertig auch hier im Job. Wir haben uns hier etwas erarbeitet, ich bin ein Teil davon, und das will ich auch fortführen, nur Hausfrau und Mutter wäre mir zu wenig. Ich will gefordert werden, will über den Tellerrand schauen.“

52

Yonca Ön-Barth, seit 1997 mit Unterbrechungen im Unternehmen, aktuell in Elternzeit: „Vor meinen drei Kindern gab es für mich nur Arbeit Arbeit Arbeit, ich habe das auch sehr gerne gemacht, ich habe mich im Job verwirklicht. Das hat sich dann schon gewandelt, aktuell empfinde ich Sinn in der Familie, aber immer mit dem Bewusstsein, dass das sich wieder verschieben wird: Ich möchte natürlich wieder zurück und beides, Familie und Beruf, parallel laufen lassen. Auch weil man sonst den Anschluss verliert im Job. Dieses Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gerade für uns Frauen schon extrem wichtig, damit man ein erfülltes, ein sinnvolles Leben hat.“ Miriam Hanloh, seit 2017 im Unternehmen: „Ein großer Sinn besteht für mich darin, authentisch zu sein. Ich konnte mich lange im Beruf entfalten, damals in Karlsruhe, da war ich authentisch. Dann habe ich zwei Kinder bekommen, der Focus hat sich verschoben. Ich wollte nicht die Mutter sein, die ihre Kinder irgendwo parkt, also habe ich drei Jahre Auszeit genommen, da war ich auch authentisch. Jetzt habe ich mir die Frage gestellt, wie geht es für mich beruflich wieder weiter, weil nur Kochen geht einem irgendwann auf den Keks. Ich wollte auch wieder mit Freude und Leidenschaft meinem Beruf nachgehen. Deswegen bin ich mit meiner Familie zurück nach Coburg hier ins Familienunternehmen. Hier suche ich meine berufliche Rolle und möchte dabei meine Kinder nicht aus den Augen verlieren. Um Beruf und Familie zu vereinbaren, bietet das Unternehmen meines Vaters wunderbare Möglichkeiten.“

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Madeleine Wagner

Andrea Jugenheimer

Isabell Popp

Yonca Ön-Barth

Miriam Hanloh

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


42

Welchen Sinn hat unser Leben? Privates Glück

Unser Leben in Zahlen

Dass ich glücklich bin, viel Freude habe.

1 Jahr, 7 Monate

en.

Das Leben genieß

66 %

putzen wir

12 Jahre

unterhalten wir uns

1 Jahr

8 Jahre

gehen wir ins Kino, Theater oder Konzert

53 %

46 %

arbeiten wir

5 Jahre

9 Monate

essen wir

waschen und bügeln wir

24 %

Viel Geld haben.

sitzen wir vorm Fernseher

16 Monate

55 %

isten. Im Leben etwas le

Ein Haus besitzen.

12 Jahre

treiben wir Sport

gt ist. meine Familie versor

Die Welt sehen.

24 Jahre, 4 Monate schlafen wir

67 %

Dass

Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst – und damit verbringen wir es. [laut P.M. 2014]

9 Monate

2,5 Jahre

spielen wir mit den eigenen Kindern

13 %

verbringen wir im Auto

6 Monate

1 Jahr, 10 Monate

sitzen wir auf der Toilette

gehen für Schul- und Weiterbildung drauf

Beziehung zur Gesellschaft

2 Wochen beten wir

Dass ich beliebt bin.

52 %

haffen. e Gesellschaft zu sc thelfen, eine besser

Mi

en für

Mich mit allen Kräft

Anderen zu helfen.

40 %

einzusetzen. eine bestimmte Idee

21 %

Ethische Verpflichtungen st Dass ich vor mir selb bestehen kann.

56 %

sen mir sagt. Tun, was mein Gewis tt von mir erwartet.

Tun, was Go

www

47 % 17 %

22 %

„Sinn des Lebens“: 10.900.000 Einträge bei google „Sinn“: 96.700.000 Einträge bei google, der erste ist die Sinn Spezialuhren GmbH aus Frankfurt Was meinen Sie – sollte man das Leben als Aufgabe betrachten oder es einfach genießen?

3 Monate

4 Monate

spielen wir am Computer

verbringen wir auf Vereinssitzungen und ebensoviel Zeit in Kneipen oder beim Arzt

„Unsinn“: 5.510.000 Einträge bei google

EU-Länder mit den meisten Depressiven

„Sinnlos“: 5.670.000 Einträge bei google

Island

14,8 % 31 %

Das Leben als Aufgabe sehen

21 %

unentschieden

48 %

Portugal Irland

12,1 %

Finnland

10,6 %

11,9 %

Luxemburg

9,5%

Schweden

10,5 %

Das Leben genießen

Deutschland

Lettland

9,1%

8,9%

9,6%

Slowenien

8,8% Quellen: Statista, Interbrand

Umfrage Allensbacher Institut (2002)

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Großbritannien

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

53


54

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

STUDIO FREESE BEIM BUNDESPRESSEBALL

Das Coburger Studio Freese beim Bundespresseball in Berlin

Das Hotel Adlon in Berlin. Direkt am

Brandenburger

November

2017.

Gesellschaftlicher

Tor.

Ende

Bundespresseball. Höhepunkt

des

Jahres. Über 2000 Gäste aus Medien, Politik, Wirtschaft und Kultur mit dem Bundespräsidenten an der Spitze. Ein Stelldichein der Prominenz. Ein Schaulaufen auf dem roten Teppich, der hier schwarz ist. Die Herren im Smoking. Die Damen im langen Abendkleid - perfekt frisiert. Auch dank

zweiter

Coburger:

Torsten

Freese und seine Mitarbeiterin Jasmin Dietzel vom Coburger Studio Freese sind die beiden Hairstylisten in der Beauty Lounge. Eine besondere Ehre, ein besonderer Tag, eine aufregende Nacht in der Hauptstadt. Und eine Auszeichnung, jetzt, kurz vor dem zehnten Geburtstag des Studio Freese.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Prominenz auf dem roten Teppich

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

55


PROMINENTE KÖPFE

Vor ein paar Monaten klingelt bei Torsten Freese in Coburg das Telefon. Am Apparat ist Mirjam Gran aus Graz in Österreich. Ihr Unternehmen gran.cosmetic hat den Auftrag Torsten Freese über den bekommen, sich im Namen des Moment der Anfrage Kosmetikherstellers diego dalla palma beim Bundespresseball um das Styling von Gästen zu kümmern. Mirjam kennt Torsten Freese, sie schätzt ihn und sein Team als hochprofessionell, also ruft sie ihn an und fragt ihn, ob er das Hairstyling übernehmen kann. „Ich habe erst einmal den Hörer fallen lassen“, sagt Freese heute, „dann habe ich zugesagt, das war sozusagen das emotionale Ja …, dann habe ich nochmal nachgedacht … und dann kam das rationale Ja“. Torsten Freese weiß: so eine Chance, in so einer Atmosphäre sein Können zu zeigen, „da kann man eigentlich nicht nein sagen“.

„Ich habe erst einmal den Hörer fallen lassen“

Ein paar Monate später, Freitag, 23. November 2017, 11:30 Uhr. Hotel Adlon. Einchecken. Höchste Sicherheitsstufe, das Bundeskriminalamt hat schon im Vorfeld alle Namen des achtköpfigen Beautyteams und der vier Begleiter gecheckt, der Veranstalter Passfotos angefordert. Jetzt werden die Ausweise ausgehändigt, ohne die in den nächsten Stunden nichts geht. Ein rotes Plastikkärtchen mit Foto, Namen, Geburtsdatum, Firma. Ein Band zum Umhängen mit der Aufschrift Bundespresseball. Zeit bleibt noch für ein Foto an der Sponsorenwand auf dem roten Teppich, der hier schwarz ist. Dann geht es in Richtung Rückseite des Hotels Adlon, ein Name, der untrennbar mit dem Kaiserreich, mit prächtigen Zeiten, aber eben auch mit Krieg und Zerstörung verbunden ist. Heute trägt das Hotel nur noch den altehrwürdigen Namen, die alten Steine sind längst geschliffen. Die geradezu mystische Aura aber begleitet das Team auf den Weg in Richtung Beautylounge, auch wenn die Vorbereitungen auf den Ballabend aus dem Haus eine Baustelle machen. Kisten, Paletten. Bühnenelemente. Soundcheck. Technik. Eisschränke. Blumenarrangements. Die Beauty-Lounge, das sind sechs Arbeitsplätze mit Spiegel, eine Miniküche, ein Minilager. Es bleiben knapp zwei Stunden für das Team, sich hier einzurichten. Zwei Plätze für die beiden Coburger Hairstylisten, vier für die Make-Up-Stylisten

56

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Robin und Karina aus Graz, Nora aus Berlin und Gianluca aus Nizza. Mirjam koordiniert, Corinna organisiert, Tobias, der Ehemann von Torsten, packt mit an, und Johannes, der Mann von Jasmin, kümmert sich um den acht Monate alten Sohn. Torsten Freese sortiert Sprays, Scheren, Bürsten, Kämme, Lockenstäbe, Glätteisen, Hochstecknadeln. Jasmin und er bauen ein System auf, „mit dem man später schnell arbeiten kann“. Alles in Griffweite, alles hat seinen Platz. Das Licht ist nicht optimal, sie sind angespannt, nervös, trotz aller Vorbereitung, trotz des Trainings, aber sie freuen sich auf einen ganz besonderen Abend ihrer Karriere als Stylisten. Der Anspruch ist hoch, „das Ambiente, der Event an sich, das spezielle Licht, und vor allem müssen die Frisuren natürlich den jeweiligen Typ Mensch unterstützen, er soll sich wohlfühlen, soll auf dem roten Teppich ein gutes Bild abgeben.“ Wer unter seine Schere kommt, weiß Freese zu diesem Zeitpunkt nicht. Zwar gibt eine Liste einen schnellen Takt vor, wer sich für welche Zeit angekündigt hat, wer Make-up wünscht, wer Frisur, wer beides, wer nur ein Fresh-up. Doch wer zu wem kommt, klärt sich erst kurzfristig. Für Torsten Freese spielt das letztlich auch keine Rolle. Er werde es halten wie immer in seinem Job, wie in seinem Coburger Salon, sagt er. Er werde auf seine Kunden zugehen, sich höflich vorstellen und dann die Frage stellen „Was wünschen Sie sich denn von mir?“ Freese ist gut vorbereitet, auch auf aktuelle Trends aus Modezeitschriften oder der Gala. Vor den großen Fenstern der Beautylounge, dünne Vorhänge schirmen allzu neugierige Blicke von Passanten ab, nehmen Polizeibusse Stellung, Hundestaffeln streifen um das Gebäude, niemand darf mehr ohne Ausweis in das Hotel Adlon, Sicherheit ist allgegenwärtig. 14:30 Uhr. An die 20 Damen stehen bis 18:30 Uhr auf der Liste. Vertreterinnen des Veranstalters, Unternehmerfrauen, Regisseurinnen, Gattinnen von Tatort-Kommissaren, bekannte deutsche Schauspielerinnen - Schönheit im Viertelstundentakt. Alle sechs Plätze sind immer belegt. Für die Kunden gibt es ein Glas Wasser, gerne auch ein Gläschen Champagner. Tobias kümmert sich um die Begrüßung und den Empfang der Gäste, nimmt Mäntel und Jacken ab, füllt die Gläser, Corinna verteilt Werbegeschenke des Sponsors, sorgt für Ordnung und gute Laune, Mirjam hat alles im Blick, achtet auf die Liste, hakt ab, wer dran war. Ihr Team funktioniert, „sich immer gegenseitig zu helfen“, sei wichtig, sagt sie, die Laune ist gut. Der Stolz auch: „Bundespresseball in Deutschland ist wie der Opernball in Österreich.“ Jetzt ist auch Torsten in seinem Element, die Anspannung fällt ab. „Wenn man einmal dabei ist und seinen Job liebt, wird man nicht müde, das ist das pure Adrenalin.“ Stundenlang macht er „einen Kopf nach

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


STUDIO FREESE BEIM BUNDESPRESSEBALL

dem anderen“, wie man in der Branche sagt, immer freundlich, immer korrekt, immer professionell, und immer offen für ein Gespräch. Er erfährt viel von seinen prominenten Kundinnen, „Namen möchte ich natürlich nicht nennen“, er lernt Damen kennen, die aus der eigenen Heimat sind und jetzt in Berlin leben, und er wird nicht müde, selbst zu erzählen, von Coburg, dass die kleine Stadt auch eine Reise wert ist, wegen des Theaters, der Schlösser, des Ambientes – ein echter Botschafter. Es ist 19 Uhr. Der Showdown auf dem Teppich im Eingangsbereich des Adlon ist abgeklungen, der Bundespräsident lädt zum Galadiner mit über 300 Gästen. Der Abend für Torsten Freese, Jasmin Dietzel, Robin, Karina, Nora, Corinna, Mirjam und Gianluca aber ist noch lange nicht vorbei. Die Beautylounge steht auf dem offiziellen Programm, viele Damen und im Laufe des Abends auch mehr und mehr Herren suchen und finden den Weg zum Team rund um Torsten Freese, lassen sich verwöhnen, wünschen sich ein Fresh-up für Gesicht und Haare. Am Ende hat er alleine an die 40 Köpfe gemacht, es ist nach Mitternacht, als sich die Türen zum Beautybereich schließen. Das Team ist erschöpft, Gianluca „destroyed“, aber alle sind glücklich, sie haben einen harten, erfolgreichen Tag und eine halbe Nacht hinter sich, die für einige noch nicht zu Ende ist: Smoking und Abendkleid hängen in der Miniküche. Die offizielle Einladung zum Bundespresseball nimmt man gerne an und mischt sich unter die Prominenz.

„Namen möchte ich natürlich nicht nennen“ Torsten Freese und die Prominenz auf seinem Stuhl

Jasmin Dietzel, Tobias Freese, Torsten Freese,

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

57


58

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Christof Pilarzyk, Mitbegründer des Sambafestivals, Gründer des Bierlands Oberfranken, Aufbau der Brauerei Grosch, erfolgreicher Hotelier und Gastronom.

Sind Sie ein Macher? Ja. Bin ich. Warum fühlen Sie sich als Macher? Neues zu entwickeln und dabei Bewährtes weiterzuentwickeln, das ist für mich Machen. Neues war zum Beispiel das Sambafestival vor 27 Jahren. Das haben wir damals im Team zu Dritt aus der Taufe gehoben und bis heute zu Europas größtem Sambafestival entwickelt. Neues waren die Idee und der Aufbau der Organisation Bierland Oberfranken. Neu ist auch die Brauerei. Am Anfang hatten wir zwei Biere, mittlerweile sind es 12, und Sondersude zu speziellen Ereignissen kommen noch dazu. Neu ist die Alm in Rödental, die wir übernommen haben, der Biergarten in der Domäne, neu ist meine Position als Geschäftsführer der privaten Braugasthöfe von Italien bis nach Dänemark. Neu ist auch die Zusammenarbeit mit dem „Oktopafest“. Wir sind ins Gespräch gekommen, jetzt sind wir ein Teil dieser Riesengaudi. Bewährtes dagegen ist die Gastronomie, „Der Grosch“, der Standort in Rödental, das Interieur, die fränkische Küche. Das alles gibt es schon seit über 590 Jahren. Aber auch „Der Grosch“ musste fit gemacht werden für die Zukunft. So wie er heute dasteht, hat er nichts mehr mit dem Grosch von vor 20 Jahren zu tun. Die Hülle ist noch da, aber neu ist das Hotel, neu ist die Art und Weise, wie wir seither Gastronomie leben. Wenn man so will, ist mein Macherleben also zweigeteilt: Samba ist das eine, und das Gastronomieleben das andere.

Worauf sind Sie besonders stolz? Alles, was ich mache, ist für mich gleichwertig. Das alles zu schaffen, alles so gut wie möglich, darauf bin ich stolz. Der Grosch war damals in einer schwierigen Situation. Jetzt gehören wir ganz vorne mit dazu, was gute gehobene fränkische Küche angeht, wir gehören zu den fünf Prozent der größten Gastronomiebetriebe in Bayern. Das Sambafest funktioniert, die Brauerei, das Hotel. Das alles macht mich schon stolz. Und privat bin ich natürlich auf meine Kinder sehr stolz. Wie sehr muss man an seine Grenzen gehen, um etwas zu erreichen? Ich mache immer alles mit 100 Prozent. Mehr geht auch nicht. Aber, das habe ich auch gemerkt, immerzu an seine Grenzen zu gehen, ist auf Dauer nicht gesund. Auch Macher brauchen Pausen, und die muss man sich auch zugestehen. Wenn ich etwas gelernt habe, ist es Loslassen, wenn mal was nicht klappt. Ist Coburg ein guter Standort zum Machen? Wenn es kein Standort zum Machen wäre, gäbe es hier nicht so viele Veranstaltungen. Coburg ist ein Topstandort zum Machen. Natürlich gibt es auch viele Sachen, die nicht so laufen, trotzdem haben wir insgesamt ganz viele tolle Entwicklungen vorzuweisen. Manchmal muss man die Macher einfach auch machen lassen.

Was treibt sie an? Es ist die pure Lebensneugier. Ich bin immerzu am Suchen. Und es muss mir auch Spaß machen, ich muss da überall mit Herzblut dabei sein, sonst könnte ich nichts machen, sonst hätte ich keine Energie, sonst wäre ich kein Macher. Außerdem muss man immer ein Team um sich haben und man braucht unbedingt ein gut funktionierendes Netzwerk. Das alles habe ich. Und vor allem habe ich mit meiner Frau eine ganz wichtige bodenständige Konstante an meiner Seite. Ohne sie würde ich das alles nicht schaffen.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

59


EIN INVEST IN DIE REGION Medical School REGIOMED gGmbH sucht weitere Unterstützer Die Fakten erschrecken: Immer weniger niedergelassene Ärzte in der Region, Durchschnittsalter der Hausärzte bei 59 Jahren, Praxen mit bis zu 3000 Kassenpatienten im Quartal, Menschen, die keinen Hausarzt mehr finden, Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, Sprachbarrieren durch fremdsprachige Ärzte. Der Personalmangel – wohl in kaum einer anderen Branche ist er so zu spüren wie im Gesundheitswesen. Und in keiner tut er mehr weh – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ursache: Aus den Universitäten kommt zu wenig Nachwuchs. Fünf Bewerber konkurrieren um einen Studienplatz, andere scheitern schon am Numerus Clausus. Dem steuert der Gesundheitsverbund REGIOMED, zu dem auch das Klinikum Coburg gehört, entgegen, indem er in Kooperation mit der staatlichen Universität Split eine eigene Medical School gegründet hat und seit Oktober 2016 Ärzte ausbildet – in dieser Form einmalig. Und jeder kann diese Initiative unterstützen.

60

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Advertorial

MEDICAL SCHOOL REGIOMED Für REGIOMED und die ganze Region ist die Idee existenziell, damit es in Zukunft wieder genug Ärzte gibt. Zum einen nämlich wird der zweite Teil des sechsjährigen Studiums an den Kliniken von REGIOMED absolviert, die angehenden Ärzte werden dadurch an die Region gebunden, zum anderen vergibt REGIOMED an ausgewählte Studenten Stipendien in Höhe der Studiengebühren der Universität Split, die mit einer sechsjährigen Bindungsverpflichtung an die Region nach dem Studienabschluss einhergehen. Die Chancen stehen gut, dass solche Ärzte in der Region sesshaft bleiben. Das nämlich ist die eigentliche Idee der Medical School, das ist der eigentliche Profit für Coburg Stadt und Land, Lichtenfels, Hildburghausen und Sonneberg: die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Region. Und jedes Unternehmen, jede Organisation, jede Person kann darin inves­ tieren. Als Tochter des kommunalen REGIOMED-Verbundes sucht die als gemeinnützig anerkannte Medical School Partner aus Wirtschaft und Gesell­ schaft. Möglichkeiten der Unterstützung gibt es viele: So können Partner ein Stipendium für einen Studenten übernehmen, also die Studiengebühren der Universität Split in Höhe von 9000 Euro im Jahr. Auch Spenden sind erwünscht, ob nun an die Medical School allgemein oder zweckgebunden z.B. für den Aufbau der Infrastruktur (Bibliothek, Unterrichtsräume, Labore), der technischen Ausstattung (EDV-Bedarf, E-Learning, Videoübertragungssysteme nach Split) sowie der medizinischen Lehre und Didaktik (Skills Lab, Online-Literatur, Statistik-Support). Möglich ist auch das Sponsoring von Veranstaltungen wie der Summer School oder den Einführungstagen. Mit Patenschaften oder Spenden an die Medical School leisten alle Partner einen Dienst an der Allgemeinheit. 2019 nämlich kommen die ersten Studenten nach drei Jahren Studium der Humanmedizin an der international anerkannten Universität Split in die Region zurück, 30 Studienplätze werden seit Oktober 2016 jährlich vergeben, aktuell beginnt der zweite Jahrgang. Es sind junge Menschen, die nicht unbedingt ein Einser-Zeugnis vorweisen müssen, wohl aber Persönlichkeit, praktische Fähigkeiten, Interesse an der Arbeit mit Menschen, Empathie für die Patienten. Das alles wird in einem aufwändigen Auswahlverfahren getestet. Die

ersten Prüfungsergebnisse aus Split belegen, dass man damit auf dem richtigen Weg ist. Im Oktober 2018 startet der dritte Jahrgang nach Split – 2021 studieren erstmals 90 Nachwuchsärzte parallel in Coburg und der Region. Und viele von ihnen werden nach ihrem Abschluss in der Region Coburg, Lichtenfels, Hildburghausen und Sonneberg bleiben.

Erstsemester während der Einführungstage auf Kloster Banz - viele kommen aus der Region

SIE MÖCHTEN SPENDEN? Beste Ärzte – von uns für uns. Stärken Sie die medizinische Versorgung in der Region mit einer Spende an die Medical School REGIOMED gGmbH. Weitere Informationen unter: www.medicalschool-regiomed.com oder telefonisch unter 09561/97332231 Spendenkonto: DE86 7835 0000 0040 7889 60, BYLADEM1COB

Das Studium an der Medical School. Im Interview berichtet Riccardo Schmidt, 27, geboren und aufgewachsen in Neuhaus am Rennweg, seit Oktober 2017 Student der Humanmedizin an der Medical School REGIOMED bzw. der University of Split School of Medicine, von seinen Erfahrungen. Wie sehen Deine Zukunftspläne aus? Drei Jahre verbringen wir jetzt hier in Kroatien und kehren dann für den überwiegend klinischen Teil der Ausbildung an die REGIOMED Kliniken zurück nach Deutschland. Nach dann insgesamt sechs Jahren Studium und erfolgreicher Approbation beginnt die Zeit der Facharztausbildung. Diese wird in den meisten Fällen etwa weiterer sechs Jahre bedürfen. Ich interessiere mich ausgesprochen für die Notfallmedizin und hoffe in diesem Zweig der gesundheitlichen Versorgung schon bald meinen Teil leisten zu dürfen.

Riccardo beim Ausspannen nach der Uni am Meer

Wie sind deine ersten Erfahrungen mit der Ausbildung? So ein Studium ist harte Arbeit. Vor allem wenn man es nicht nur fern der Heimat, sondern auch noch in einer fremden Sprache absolviert. Dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht im Geringsten, bin motivierter und fokussierter als je zu vor und behalte meine Ziele fest vor Augen. Wie ist die Stimmung unter den Studierenden in Split? Wir kommen als Team von ca. 60 Studenten wirklich außerordentlich gut miteinander klar. Schon nach wenigen Tagen entwickelten sich Freundschaften, Wohngemeinschaften und Lerngruppen. Gemeinsame Ausflüge finden statt, man treibt zusammen Sport und hilft sich gegenseitig wo man nur kann.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Was sagst du zu der Chance, die dir die Medical School REGIOMED bietet? Hättest du ohne diese Möglichkeit überhaupt Arzt werden können? Optionen wie diese sind überaus rar und gewinnen durch die komplizierten und sehr unpersönlichen Auswahlverfahren der deutschen Universitäten immer mehr an Wert und Zuspruch. Das auf NC-, bzw. Wartesemestern basierende Auswahlverfahren ist mit Sicherheit weder zeitgemäß noch auf wirklich relevante Schlüsselkompetenzen der Bewerber ausgerichtet, was die hohen Abbruchs- und Durchfallquoten wohl deutlich belegen. Ein 1,0 Abitur ist eben noch kein Garant dafür, auch wirklich für ein Medizinstudium und die anschließende Tätigkeit prädestiniert zu sein. Ich hätte vermutlich noch einige Jahre auf einen deutschen Studienplatz warten müssen, wäre ich bei meinen Recherchen nicht auf das Programm der Medical School REGIOMED gestoßen, welches mich sofort neugierig gemacht hat. Für mich ist das Angebot auch deshalb von besonderem Interesse, da ich mich nach wie vor sehr mit meiner Heimat verbunden fühle und so nicht nur Arzt werden, sondern auch noch in der eigenen Region als solcher tätig werden kann.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

61


62

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


HIER WOHNTEN …

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: SEBASTIAN BUFF

HIER WOHNTEN… … DIE VORNEHMEN LEUT Eine vornehme Straße ist sie einst gewesen. Vielleicht die vornehmste überhaupt in der Vestestadt mit all ihren feinen Ladengeschäften und herzoglichen Hoflieferanten. Gar ein Boulevard hätte sie sein können, die Mohrenstraße. Wäre da nicht dieser seltsame Knick in ihrem Verlauf nach der Itzbrücke Richtung Westen.

Manch Zugereister mag sich das schon gefragt haben, warum diese aus- und einladende, kerzengerade Hauptstraße mitten in der Innenstadt nach der Itz plötzlich ihre Richtung ändert. Würde sie geradeaus weiter führen, wie es von den Stadtentwicklern in der Mitte des 19. Jahrhunderts geplant war, führte sie direkt auf den Bahnhof zu. Sie wäre somit tatsächlich ein prachtvoller Gehweg vom Bahnhof bis in die Innenstadt geworden. Im Zuge der Stadtentwicklung wurde sie 1860 angelegt, um die Spitalgasse mit dem Bahnhof zu verbinden. Anfangs war die nach der Coburger Wappenfigur benannte Straße eine Wohnstraße des gehobenen Mittelstandes. Rentiers, wohlhabende Witwen, Geschäftsleute ließen sich hier nieder. Lediglich fünf Ladengeschäfte gab es am Ende des 19. Jahrhunderts. Den 1893 ausgeführten Bau des dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses mit der Hausnummer 31 mit Mansarddach leitete Maurermeister Martin Renner. Auftraggeber war der Hofkonditor Albert Axthelm. Die dreigeteilte Fassade greift, wie viele Häuser in Coburg, die Formensprache des manieristischen Historismus auf, was sich in der Verwendung genuteter Pilaster verdeutlicht. Den Mittelteil der Fassade bildet ein flacher Risalit, in dem die Fenster zu Dreiergruppen zusammengefasst und von Sturzgesimsen überfangen sind. Auch die seitlichen Fenster tragen solche Sturzgesimse, die mit denen des Mittelteils eine betonte Bänderung bilden. Das mittlere Fenster im ersten Obergeschoss wird zusätzlich durch einen Segmentbogen mit Kartusche hervorgehoben. Das Zwerchhaus mit Mansardwalmdach greift die Gliederung der mittleren Fassade vereinfacht auf (Wikipedia). Das bekannteste Haus der Mohrenstraße aber ist zugleich das am längsten vor Ort existierende das Café und die Konditorei Schubart. 1891 vom Eisfelder Konditor Carl Schubart gegründet, stieg das Unternehmen schnell zum Hoflieferanten auf, was das herzogliche Wappen über dem Wappen bis heute zeigt. Weiter oben in der Hausnummer 25 zog im Jahre 1894 Clara Blümig mit ihrem Wäschegeschäft ein. Auch diese feine Adresse avancierte mit feiner Wäsche und erlesener Herrenkonfektion zum Hoflieferanten.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Der Coburger Mohr gab der Straße einst ja ihren Namen. Eine Zeit lang hatte er als Namensgeber der Straße sozusagen abgedankt und erhielt einen anderen, wenig schmeichelhaften Namen. Nach Hitlers Machtübernahme ersetzten die Stadtobersten nach 500 Jahren zuerst den Mohren in ihrem Stadtwappen durch Schwert und Hakenkreuz. Danach wurde aus der Mohrenstraße kurzerhand die Straße der SA. Vom Coburger Mohr existiert aber auch eine unterhaltsame Anekdote. Seit den fünfziger Jahren führte der Coburger Möbelhändler Rudolf Jacob einen kraushaarigen Mohren in seinem Firmenschild. Bis zum Jahre 1967 ohne Beanstandung. Dann kam die Stadtverwaltung unter ihrem damaligen Oberbürgermeister Dr. Langer auf die Idee, nach einer Erlaubnis zur Führung des Stadtwappens zu fragen. Vielleicht war die Stadtführung ja nur auf der Suche nach neuen Einnahmequellen – der Bau des Kongresshauses und des neuen Wohngebietes Demo verschlangen in den sechziger Jahre große Summen. Der für seinen rauen Umgangston bekannte Bürgermeister klagte nämlich auf Unterlassung. Der Möbelhändler sollte den Mohren nicht mehr als Firmenlogo führen dürfen. Oder eine Genehmigung nach entsprechender Zahlung einer Gebühr beantragen. Doch die Stadt verlor in erster Instanz. Denn das Gericht entschied, dass der den Mohrenkopf umgebende Kreis des Logos nicht als Wappenschild angesehen werden kann und somit nicht verwechslungsfähig sei. Die Mohrenstraße jedenfalls darf ganz ungescholten weiterhin so heißen und beherbergt im 21. Jahrhundert Coburger Bürger die hier wohnen, Ladengeschäfte, Bäckereien, Optiker, Läden für Telekommunikation, Kaufhäuser und Fast food Restaurants und ist somit ein Beweis dafür, dass wichtige Straßen sich ihrer Benutzung anpassen können und damit mitten durch das Leben ihrer Bewohner führen.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

63


HIER WOHNTEN …

64

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


… DIE VORNEHMEN LEUT

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

SÜC Energie und H2O GmbH energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555 www.suec.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

65


66

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Damit jeder zu seinem

RECHT

kommen kann.

Die Spezialisten der Fachanwaltskanzlei Hรถrnlein & Feyler

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

67


Advertorial

DAMIT JEDER ZU SEINEM RECHT KOMMEN KANN

Die beiden Gründer der Kanzlei: Wolfgang Hörnlein und Maren Feyler

Rund 5500 Bundesgesetze mit über 100000 einzelnen Vorschriften gibt es in Deutschland – wohlgemerkt ohne die Regelwerke der Bundesländer. Und auch die dazu ergangenen Gerichtsurteile und Rechtsmeinungen gewinnen permanent an Umfang. Da leuchtet es schnell ein, dass das alt hergebrachte Bild vom Rechtsanwalt quasi als „Fachmann auf allen Gebieten“ überholt ist. Die große Coburger Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler geht deshalb einen anderen, inzwischen erprobten Weg und setzt auf Spezialisierung. Mit dem Anspruch, in allen wesentlichen Rechtsgebieten eine erste Adresse zu sein, haben die Kanzleigründer Wolfgang Hörnlein und Maren Feyler ein Team von Fachleuten aufgebaut. Zehn Kolleginnen und Kollegen teilen sich die juristische Arbeit – mit dem Unterschied, dass jeder nur Fälle aus den Rechtsgebieten bearbeitet, in denen er sich am besten auskennt. Daneben werden natürlich auch alle anderen Rechtsgebiete juristisch abgedeckt.

68

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Durch diese Spezialisierung kann das Team von Hörnlein & Feyler unterschiedliche Rechtsgebiete auf unterschiedliche Schultern verteilen und so genauer auf Details schauen – kleinste juristische Details, die oft genug den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. In den jeweiligen Spezialgebieten bilden sich die Anwälte permanent fort. Dies wird zum Beispiel verbürgt in Fachanwaltstiteln, die nur durch mehrfach unter Beweis gestellte Detailkenntnisse sowie große Praxiserfahrung erworben werden können. Das garantiert eine Betreuung auf dem aktuellen Stand der höchstrichterlichen und regionalen Rechtsprechung. Dabei ist nicht immer ein Prozess der beste Weg zur Lösung eines Problems. In der Tat lohnt es sich häufig, einen Konflikt durch außergerichtliche Streitschlichtung zu vermeiden. Auch dabei steht Hörnlein & Feyer aktiv zur Seite, zumal Rechtsanwältin Feyler über eine universitäre Ausbildung zur Mediatorin verfügt. Einen besonderen Service der Kanzlei bildet die sogenannte WebAkte - eine neue Dimension in der Rechtsberatung. Diese ermöglicht den Zugriff auf alle Fallakten – per Internet. 24 Stunden am Tag kann sich auf diese Weise ein Mandant schnell, weltweit, ohne zusätzliche Software und sicher wie im Safe, einen Überblick verschaffen. Die persönlichen Zugangsdaten erhält ein Mandant direkt von der Kanzlei. Darüber hinaus schützt ein umfangreiches Sicherheitspaket die Daten vor unberechtigten Zugriffen. Sie lagern sicher auf einem zertifizierten Hochsicherheitsserver.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


HÖRNLEIN & FEYLER

DIE ANWÄLTE DER RECHTSANWALTSKANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER Wolfgang Hörnlein

Diese Kanzlei ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert für

Fachanwalt für Medizinrecht Fachanwalt für Versicherungsrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht

anwaltliches Dienstleistungsund Kanzleimanagement.

Für die Qualität unseres anwaltlichen Dienstleistungs- und Kanzleimanagements sind wir nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Das Begutachtungsunternehmen DEKRA bescheinigt uns insbesondere eine straffe Organisation aller Abläufe in der Kanzlei, die eine reibungslose Zusammenarbeit untereinander und mit Mandanten sicherstellt. Das Qualitätssiegel haben wir u. a. für Kundenorientierung, Lenkung von Dokumenten, Verantwortung der Leitung und Ressourcenmanagement erhalten.

Maren Feyler

Fachanwältin für Familienrecht Fachanwältin für Erbrecht Mediatorin (univ.)

Frank Sitte

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Lutz Lindner

Fachanwalt für Arbeitsrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht

Dr. Wolfgang Hacker

Fachanwalt für Medizinrecht Vertrauensanwalt des Medizinrechts-Beratungsnetzes Master in Health and Medical Management

Heidi Schüler

Fachanwältin für Verwaltungsrecht Seit der Kanzleigründung 1994 findet man den Bürokomplex in der Kasernenstraße 14 in Coburg – verkehrsgünstig nahe des Thüringer Kreuzes gelegen und umringt von zahlreichen, kostenlosen Parkmöglichkeiten. In den großzügig geschnittenen Räumen des Geschäftshauses aus der Gründerzeit arbeiten derzeit elf Rechtsanwälte sowie rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hand in Hand mit modernster Technik auf zwei Etagen und über 700 Quadratmetern Grundfläche.

Volker Albrecht

Fachanwalt für Sozialrecht Fachanwalt für Strafrecht

Dr. Thomas Kunze

Fachanwalt für Verkehrsrecht ADAC Vertragsanwalt

Karoline Hartwig

Fachanwältin für Familienrecht Die Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler ist Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Um möglichst gut planen zu können, bitte Termine vorher telefonisch vereinbaren.

Eva Grabolus

Fachanwältin für Familienrecht Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Kasernenstraße 14 D-96450 Coburg Tel: (09561) 80 11 0 Fax: (09561) 80 11 20 info(at)hoernlein-feyler.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Julia Gremmelmaier Strafrecht Ordnungswidrigkeitenrecht Bankrecht

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

69


WIEDER MEHR INTERNATIONALITÄT AUF SCHLOSSPLATZ

70

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


WOLFGANG HEYDER ÜBER EVENTS, BASKET- UND HANDBALL Seine

Firma,

der

Veranstaltungsservice

Bamberg, steht für viele große Events in der Region wie die Open-Airs auf dem Schlossplatz oder jetzt auch die Lieder auf Banz, dazu zahlreiche kleine und große Konzerte und andere Veranstaltungen in der Region, er steht für Basketball in Bamberg, jetzt in Thüringen bei den Oettinger Rockets, und er steht auch für ein Übergangsphase während seiner Zeit beim HSC 2000 Coburg: Wolfgang Heyder. Wir haben uns mit ihm über sein Geschäft, Events, und über Coburg unterhalten.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

71


INTERVIEW

WIEDER MEHR INTERNATIONALITÄT AUF SCHLOSSPLATZ

WOLFGANG HEYDER ÜBER EVENTS, BASKET- UND HANDBALL Herr Heyder, wenn Sie zurückblicken auf das Jahr 2017, auf den Standort Coburg, was war Ihr persönliches Highlight in Sachen Veranstaltungen? Ganz klar, und ohne Wenn und Aber, war das Marius Müller Westernhagen, von dem ich seit vielen Jahren großer Fan bin und der in Coburg auf dem Schlossplatz im August ein absolutes Gänsehaut-Konzert abgeliefert hat. Viele Veranstaltungen, viele Events konkurrieren gerade auch in Coburg und der gesamten Region um Zuschauer, die Konzerte auf dem Schlossplatz, in Tambach, auf Kloster Banz, im Innenhof von Schloss Eyrichshof. Gibt das der Markt überhaupt noch her? Alle diese Locations haben ein einmaliges Flair, das von den Menschen, ob Fans oder nicht, geliebt wird, da zieht der Künstler, aber eben auch die Umgebung. So waren alle diese Reihen auch wirtschaftlich erfolgreich. Und nach dem Start des Vorverkaufs deutet alles darauf hin, dass das auch 2018 wieder so sein wird. 2018 jetzt beim HUK-Coburg-open-air-Sommer kommen auch wieder internationale Stars wie James Blunt, das war ja in den letzten Jahren eher weniger der Fall, da waren fast nur deutsche Interpreten zu Gast. Erfolgt hier wieder ein Umdenken? Ich muss sagen, dass das auch uns überrascht hat: Plötzlich stehen auch internationale Stars im August zur Verfügung. So rocken 2018 drei internationale Acts den Schlossplatz. Auf welche Events können sich denn die Coburger 2018 hier in der Region noch freuen? Ein Highlight werden natürlich wieder die Lieder auf Banz in Bad Staffelstein werden. Letztes Jahr sind wir ja mit diesem Mammutprojekt gestartet und haben monatelang geplant und vorbereitet. Es hat

72

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

sich dann aber auch gelohnt. Auf der Klosterwiese bei Banz herrscht bei diesem Liedermacherfestival einfach eine tolle Atmosphäre. Und wir sind natürlich froh, dass wir für dieses Projekt wieder die ganz Großen aus der Szene dabei haben. Das gleiche gilt auch für das Open Air in Eyrichshof. Aber auch in den Hallen haben wir große Sachen vor: Kraftklub oder das Schlagerfest mit Florian Silbereisen in der Brose Arena, und Eckard von Hirschhausen haben wir in den großen Häusern in Nürnberg und Suhl. Persönlich freue ich mich, dass wir im Februar Tom Astor im Kulturboden in Hirschaid haben und natürlich auf unsere neue Theaterreihe im Kulturboden. Noch was persönliches: Neben den Veranstaltungen, das weiß man ja, sind Sie vor allem auch ein erfolgreicher Sportmanager. Wie läuft es aus Ihrer Sicht aktuell bei den Oettinger Rockets in Erfurt/Gotha und wie bewerten sie die aktuelle Entwicklung beim HSC 2000 Coburg? Nach dem überraschenden fast sensationellen Aufstieg in kurzer Zeit, sind wir jetzt zu Beginn dieser Saison ziemlich gebeutelt worden. Gestartet mit einem Konzept, junge deutsche Spieler zu entwickeln, hatten wir zum Saisonstart sechs bis sieben schwer verletzte Spieler, vieles was wir uns vorgenommen hatten, war nicht mehr umzusetzen. Wir stecken aber nicht den Kopf in den Sand und kämpfen weiter. Eine kalte Dusche war vor einigen Wochen die Ankündigung von Oettinger am Saisonende auszusteigen, was mit einem Erbstreit zweier Familienteile zusammenhängt. Und zum HSC: Es war klar, dass es nach dem Abstieg nicht einfach wird, sofort in die Erfolgspur zurückzukommen, aber es ist ja noch alles offen, was den zweiten Platz betrifft. Enttäuschend ist aus meiner Sicht die Zuschauerresonanz. Hier ist es nicht gelungen, die gesamte Region aus Südthüringen, Ostoberfranken und Bamberg zu mobilisieren.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

WIEDER VIEL VOR KLEINER AUSBLICK AUF 2018

DAS GROSSE CHINESISCHE NEUJAHRSKONZERT 2018

JAMES BLUNT: THE AFTERLOVE

02. FEBRUAR 2018 | 20 UHR KONZERTHALLE IN BAMBERG

18. AUGUST 2018 | 20 UHR SCHLOSSPLATZ COBURG

In 2018 wird das Große Chinesische Neujahrskonzert das dritte Jahrzehnt seines Bestehens einläuten. Nach einer grandiosen Jubiläumstournee in 2017, die vier verschiedene traditionelle Orchester in vier Tourneen für 27 Konzerte in 13 verschiedenen Ländern schickte, steht nun die 21.Tournee in ihren Startlöchern, um im kommenden Jahr das chinesische Sternzeichen des Hundes zu feiern. Dabei macht einer der erfolgreichsten unkonventionellen Konzertformate der Welt Station in Bamberg.

Sein Durchbruch gelang ihm im Jahr 2005 mit dem Megahit „You’re Beautiful“ und dem dazugehörigen Album „Back To Bedlam“, welches in seiner Heimat zur meistverkauften Platte der Nuller-Jahre wurde, auf Platz 17 der bestverkauften Platten der vergangenen 60 Jahre landete, weltweit rund 80 Platinauszeichnungen erhielt und, das sollte man keinesfalls vergessen, seinerzeit auch von der kritischen Presse sehr gut aufgenommen wurde. Seither macht Blunt, was er will: Genau die Musik, die ihm gefällt. Und seinen Fans gefällt die sowieso.

„LIEDER AUF BANZ“ 2018: EIN ABEND MIT FREUNDEN 6. UND 7. JULI 2018 KLOSTERWIESE BANZ, BAD STAFFELSTEIN

REVOLVERHELD 19. AUGUST 2018 | 20 UHR SCHLOSSPLATZ COBURG Revolverheld begann ihre Karriere mit zahlreichen kleinen Konzerten in den Jahren 2002-2004. Mehrere 100.000 Alben haben sie bisher verkauft, die Republik hoch und runter beschallt. Mittlerweile sind sie über ein Jahrzehnt ein Team. Es gibt wahrscheinlich nicht viele Bands dieser Generation mit diesem Grad an Öffentlichkeit, die so lange zusammenarbeiten. So lange füreinander da sind, sich gegenseitig unterstützen und beschlossen haben, gemeinsam daran zu wachsen.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Nach dem gelungenen Auftakt der „Lieder auf Banz“ 2017 geht es nahtlos weiter. In Fortführung der langjährigen Tradition auf der Klosterwiese wird auch 2018 wieder am ersten Juli-Wochenende, also am 6. und 7. Juli, ein Liedermacherfestival stattfinden. Bereits jetzt steht ein erlesenes Programm voller bekannter und herausragender Künstler fest. Allen voran wird wie schon im letzten Jahr Konstantin Wecker als Headliner auf der Bühne stehen. Außerdem mit dabei: der wohl erfolgreichste Musikexport Österreichs, Rainhard Fendrich, sowie Bodo Wartke, Pippo Pollina und Andreas Kümmert. Zudem mit Anna Depenbusch und Michael Fitz zwei weitere erstklassige Liedermacher- Mit ihrer Moderation haben die fünf Sänger von VIVA VOCE bei den vergangenen „Liedern“ für eine sensationelle Stimmung gesorgt. Auch 2018 darf das A-Capella-Quintett nicht fehlen! Gewohnt charmant und musikalisch herausragend werden die Gastgeber das Publikum durch den Abend führen.

Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

73


GENUSS & SHOPPING

Julian Temperley the man behind our Burrow Hill English Crafted

Maßlos mäßiges Leben?

Photo ©Somerset Brandy Company

Cider Perry Brandy & Likör

74

BEST ENGLISH CIDER, PERRY CIDERBRANDY UND LIKÖR

Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80, Telefon 09561-83234 . Öffnungszeiten: Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr (Winterpause 1. Januar bis 1.März) Webshop ganzjährig: www.ciderhof.de

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Das Zitat "Wir dürfen niemals vergessen: Unsere vornehmste Aufgabe ist es zu leben" des französischen Philosophen Michel de Montaigne klingt, als komme es aus der heutigen Zeit. Zumindest liegt bis heute eine bedrückende Wahrheit darin. Denn das Leben zu leben, es zu genießen, das scheint ausgerechnet in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft immer schwieriger, wenn gar unmöglich zu werden. Der Genuss bleibt bei unserer heutigen Hektik, dem Stress und dem ständigen Drang nach Erreichbarkeit auf der Strecke – und mit ihm oft genug sogar der Sinn für die kleinen Freuden am Leben. Heutzutage stellen sich die Leute eher die Frage, wie man möglichst lange lebt anstatt zu fragen, wofür wir leben. Wir mäßigen uns maßlos und verlernen den Genuss. Hier also ein paar Tipps zum Genießen und neue Shoppingund Gastroangebote in Coburg. AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


TIPPS & IDEEN SÜSSES GEGEN DIE TRISTESSE Waffeln vom Weihnachtsmarkt, Lauensteiner Pralinen, Coburger Schmätzchen oder wie die anderen „Glücklichmacher“ auch heißen – im Winter haben sie Hauptsaison. Doch macht uns der süße Genuss auch wirklich glücklich? Ja. Die Kombination aus Kohlenhydraten, Zucker und Fett lässt unseren Serotoninspiegel am schnellsten ansteigen und dieser ist bekanntermaßen für unser Glücksgefühl verantwortlich. Also ruhig mal dem schlechten Gewissen trotzen. Im Frühjahr gibt es ja wieder genug Zeit für Sport.

EINFACH MAL ENTSPANNEN Genuss geht aber nicht nur durch den Magen, sondern auch durch Entspannen. Was gibt es schöneres, als an einem kalten Wintertag, im warmen Wasser, die Seele baumeln zu lassen? In der Umgebung gibt es mehrere tolle Thermalbäder in Bad Staffelstein, Bad Rodach oder auch Bad Steben. Wer Coburg nicht verlassen will, geht einfach ins Aquaria und die dortige Sauna und wer nicht mal vor die Haustüre will, der lässt sich einfach die Wanne volllaufen und entspannt zuhause, auch wenn dort das Wasser nicht so schön dampft wie in den warmen Außenbecken der Bäder.

We Coburg und seine schönen Immobilien. Aus allen Epochen – zu jeder Jahreszeit. Engel & Völkers Coburg • Ketschengasse 41 • 96450 Coburg • Tel 09561-795 24 00 • www.engelvoelkers.de/coburg

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

75


GENUSS & SHOPPING EIN GUTES BUCH AM KAMIN Das Buch ist in – aber war es jemals wirklich out? Ein Buch enthält nicht nur Buchstaben und eine Story, sondern auch meistens eine Lehre. Mit jedem gelesenen Buch nimmt man etwas mit. Die Literatur prägt uns und erweitert unseren Horizont, sie eröffnet neue Welten und lässt uns entspannen. Zum absoluten Genuss fehlt jetzt nur noch ein flackender Kamin und ein gutes Glas Wein oder auch Tee. Wem die Buchstaben dann doch zu viel sind, der greift zum Podcast oder Hörbuch und entspannt beim Zuhören.

NEUES ZUM SHOPPEN & SCHLEMMEN IN COBURG 2017 Eine Auswahl an Neueröffnungen in Coburg im Jahr 2017. 18.11.2017 | Neueröffnung am Markt: Engbers Herrenmode 9.9.2017 | Neueröffnung der Markthalle in Coburg am Albertsplatz mit Bäckerei, frischen regionalen Produkten, Mode, Sushi, italienischem Eis, Destillerieprodukten. 12.08.2017 | In der Mohrenstraße, schräg gegenüber dem Kaufhof Galerie ist KAIDO ins Backsteinhaus eingezogen, Asiaspezialitäten vom Feinsten 29.06.2017 | Für Sie geöffnet: DEPOT am Marktplatz mit vielen Einrichtungs-, Deko- und Geschenkideen! Viel Spaß beim Stöbern! 07.06.2017: Thai Siam mit original thailändischer Küche hat am Gemüsemarkt eröffnet! 12.01.2017 | Endlich ist es soweit, im Januar hat Christine Fischer mit Ihrem Team ihre offizielle Neueröffnung von Optik Busch im Steinweg gefeiert. 09.01.2017 | Meistens liegen Schätze ja etwas versteckt und auch der neue Laden in der Mohrenstrasse 32 will entdeckt werden: das Deko Home`s.

Quelle: www.gocoburg.de

Coburg · Mohrenstr. 31 0 95 61 / 98 49 Rödental · Bürgerplatz 8 0 95 63 / 26 26 Bad Rodach · Markt 10 0 95 64 / 14 82 (Hörgeräteservice bei Meister Optik)

www.optikmueller24.de

„Das Beste kommt zum Schluss: 20 % Nachlass auf die Fassung – bis 31.12.2017“

Nachlass nicht kombinierbar mit anderen Aktionen. Keine Barauszahlung möglich. Nachlass nur auf lagernde Fassungen bis zum 31.12.2017

76

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

RICHTIG SCHENKEN WILL ÜBERLEGT SEIN Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Bittorf | www.tb.legal

Eine Schachtel Pralinen, ein schöner Kalender, Theaterkarten oder eine gute Flasche Wein zu Weihnachten - kleine Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaft, sie zeigen zugleich die Wertschätzung gegenüber dem Kunden oder dem Mitarbeiter. Was Sie hierbei steuerlich beachten müssen, hat uns Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas Bittorf von www.tb.legal auf Nachfrage erläutert. Bis zu welchem Wert dürfen Geschäftsfreunde und Kunden zu Weihnachten beschenkt werden? Kundengeschenke sind bis zu einer Freigrenze von 35 € je Kunde und Jahr als Betriebsausgaben abzugsfähig. Ist der Zuwendende zum Vorsteuerabzug berechtigt, sind die 35 € ein Nettobetrag, d.h. das Geschenk darf maximal 41,65 € kosten. Ist kein Vorsteuerabzug möglich, wie z.B. bei Ärzten, sind die 35 € ein Bruttobetrag. In keinem Fall darf die Zuwendung auch nur um 1 Cent höher sein, sonst besteht ein Abzugsverbot beim Schenker. Muss der Beschenkte das Geschenk als Einnahme versteuern? Eine steuerpflichtige Einnahme beim Geschäftspartner wird in der Regel vorliegen, wenn nämlich für die Zuwendung ein objektiv sachlicher wirtschaftlicher und tatsächlicher Zusammenhang mit dem Betrieb besteht. Eine Steuerfreiheit besteht nur für sog. Streuwerbeartikel, unter die alle Zuwendungen mit Anschaffungskosten von maximal 10 € fallen. Wenn ein Vorsteuerabzug des Schenkers besteht, darf das Geschenk also maximal 11,90 € brutto kosten, ansonsten nur 10 € brutto. Kann der Schenker für den Beschenkten die Versteuerung übernehmen? Das ist möglich, wenn er die Pauschalversteuerung von 30 % zuzüglich Kirchensteuer und Soli nach § 37 b EStG beim Finanzamt beantragt. Dies funktioniert nur, wenn alle Geschenke innerhalb eines Jahres, egal an wen und in welcher Höhe, vom Schenker gleich behandelt und in derselben Weise pauschal versteuert werden. Dann bleibt die Sachzuwendung beim Empfänger außer Ansatz. Die Pauschalversteuerung muss der Schenker dem Beschenkten aber schriftlich mitteilen. Zudem ist die Übernahme der pauschalen Steuer selbst ein weiteres Geschenk, das dazu führen könnte, dass die 35 € Grenze überschritten wird und dadurch der Betriebsausgabenabzug beim Schenker verloren ginge. In diesem Fall würde das Geschenk im Ergebnis mit über 60 % Steuern belastet und sehr teuer werden. Die Finanzverwaltung ist bislang noch großzügiger als der Bundesfinanzhof und stellt bei der 35 € Grenze nur auf die Höhe des eigentlichen Geschenks ab und bezieht die Pauschalsteuer nicht als weiteres Geschenk mit ein. Geht es auch einfacher ? Man könnte dem Beschenkten den Wert des Geschenks mitteilen und der Beschenkte versteuert es als Betriebseinnahme, was aber oft aus verständlichen Gründen nicht gewollt ist. Manchmal ist schlicht besser, das Geschenk dann doch privat zu kaufen oder kleinere, absetzbare Geschenke von bis zu 10 € zu machen, die in keinem Fall versteuert werden müssen. Hintergrund ist, dass der Staat das Spesenunwesen bekämpfen will und übertriebenen Repräsentationsaufwand nicht auf die Allgemeinheit umlegen will. Sieht es bei Mitarbeitern besser aus? Und was darf ich meinen Mitarbeitern zuwenden? Eindeutig! Mitarbeitern kann der Arbeitgeber u.a. jeden Monat Geschenke und Sachzuwendungen, z.B. Tankgutscheine, bis zu einem Betrag von maximal 44 € brutto zukommen lassen, ohne dass eine Lohnsteuer oder Sozialversicherungspflicht besteht. Daneben können Mitarbeitern aus einem besonderen persönlichen Anlass Gelegenheitsgeschenke von maximal 60 € steuer- und sozialversicherungsfrei zugewendet werden, ggf. auch mehrfach im Jahr. Bei Geschenken mit größeren Wert kann man zudem die oben genannte Pauschalierungsmöglichkeit anwenden. Wichtig zu beachten ist, dass kein Bargeld zugewendet werden darf, auch nicht teilweise, d.h. dass beispielweise Restbeträge von Gutscheinen nicht ausbezahlt werden dürfen.

125 Jahre

H O F L I E F E R A N T, B AY E R I S C H E LEBKUCHEN- UND F E I NGE BÄCK M A N U FA K T U R ROSENGASSE 6 – 8 96 450 COBU RG T E L E F O N: 0 9 5 61 / 8 0 4 8 0 T E L E FA X : 0 9 5 61 / 8 0 4 8 8 0 E-M AIL: INFO@FEY LER .COM I N T E R N E T: W W W. F E Y L E R - L E B K U C H E N . D E

NACH Ü BE R L I E F E RT E N FA M I L I E N-R E Z E P T U R E N I N L I E BE VOL L E R H A N DA R BE I T

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

M I T ER L E SE N E N ZU TAT E N GEFERT IGT C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

77


Advertorial

Am Coburger Markt und im Netz – die perfekte Kombination. Nicht ohne Grund lieben die Coburger „ihre“ Stadt: Sie bietet eine Vielzahl von Wohn-, Arbeitsund Einkaufsmöglichkeiten, schöne Grünanlagen sowie ein reichhaltiges Angebot an kulturellen Attraktionen und Freizeit-Aktivitäten. Mit einem Wort: Lebensqualität. Erlebbar wird diese Lebensqualität zum Beispiel bei einem samstäglichen Stadtbesuch: Man trifft sich auf dem Markt beim Kauf regionaler Produkte, genießt anschließend die „Musik zur Marktzeit“ in der Morizkirche, bevor man weitere Erledigungen tätigt, zum Essen geht oder sich auf einen Espresso oder ein Glas Wein trifft. Abends rundet ein Besuch des Landestheaters den schönen „Stadt-Tag“ ab.

DIE BUCHHANDLUNG RIEMANN

Doch diese Vielfalt ist in Gefahr: der Strukturwandel im Einzelhandel macht vielen Händlern zu schaffen – der Online-Handel bedroht sie zunehmend in ihrer Existenz. Die Folgen: Ein sich veränderndes Stadtbild, weniger Einkaufsmöglichkeiten, sinkende Gewerbesteuereinnahmen der Stadt und somit weniger Mittel für freiwillige Leistungen im sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich. Dabei gibt es gute Alternativen zum Kauf beim „steuerminimierenden“ OnlineGiganten: Viele Coburger Händler haben erkannt, dass ein wichtiger Schlüssel für die Zukunft des stationären Einzelhandels in der Verbindung von OnlineAktivitäten und dem Ladengeschäft vor Ort liegt. Sie präsentieren Ihr Angebot Online (z.B. auf dem Internet-Schaufenster www.GoCoburg.de) oder betreiben einen eigenen Online-Shop, der das Geld in der Stadt lässt.

Seit 20 Jahren online Eine Vorreiterin in Sachen „Digitalisierung“ ist die Buchhandlung RIEMANN am Markt. Seit 20 (!) Jahren bietet die Buchhandlung neben Büchern und eBooks auch Hörbücher, Filme, Musik, Kalender und Spiele im eigenen Online-Shop an mit derzeit über 1 Mio. lieferbaren Artikeln. Den in diesem Jahr komplett überarbeiteten Shop erreichen Sie über www.riemann.de. Mit diesem Angebot muss sich die Traditionsbuchhandlung keineswegs hinter der vermeintlich übermächtigen Online-Konkurrenz verstecken. Ganz im Gegenteil - in Punkto Liefergeschwindigkeit ist RIEMANN unschlagbar: Bis 16.40 Uhr im Shop bestellte Artikel können am nächsten Tag bereits ab kurz nach 9 Uhr im Laden abgeholt werden (telefonischer Annahmeschluss für Lieferungen am Folgetag: 17.30 Uhr). Selbstverständlich wird die Bestellung auch portofrei direkt nach Hause gesandt.

Bücher online kaufen – das geht bei Riemann schneller: Bis 16.40 Uhr im onlineshop www.riemann.de bestellte Artikel können am nächsten Tag bereits ab kurz nach 9 Uhr im Laden abgeholt werden. Selbstverständlich wird die Bestellung auch portofrei direkt nach Hause gesandt.

78

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AM COBURGER MARKT UND IM NETZ

Mit dem Bücherabo kommt jeden Monat eine Neuerscheinung direkt nach Hause. Die perfekte Geschenkidee für Leseratten.

Ein paar Kunden-Statements:

Geschenkidee Bücherabo Eine besondere Erfolgsgeschichte im Rahmen der Online-Aktivitäten der Buchhandlung ist das RIEMANN-Bücherabo. Das Bücherabo ist die ganz besondere Geschenkidee für alle, die gerne lesen: Mit dem Bücherabo kommt Monat für Monat eine individuell nach Lesegeschmack ausgewählte und als Geschenk verpackte Neuerscheinung per Post nach Hause. Ob Krimi-Fan, SchmökerFreund, Literatur-Liebhaber, ob Groß oder Klein – für jeden ist das Richtige dabei. Die seit 2014 bestehende Internetseite zum Bücherabo (www.buecherabo.de) hat diesen zuvor rein lokalen Service aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und zu einem Paradebeispiel dafür gemacht, wie lokale Beratungskompetenz erfolgreich ins Internet verlängert werden kann. Wurden die Bücher früher fast ausschließlich in der Region ausgeliefert, erfreut sich das Bücherabo inzwischen großer Beliebtheit und hat Fans nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Überraschend ist diese Entwicklung nicht – wird doch beim Bücherabo konsequent ein Service online vermarktet, den sonst niemand im Netz anbieten kann: die Beratungskompetenz der Coburger Buchhandlung. Auch die Internetseite des Bücherabos präsentiert sich seit wenigen Tagen nach kompletter Überarbeitung neu. Die Abo-Auswahl ist nun deutlich detaillierter und kundenfreundlicher. Außerdem wurde die Seite für die Verwendung auf mobilen Endgeräten optimiert und um gefragte Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal ergänzt.

„Ich habe das Abo zum Geburtstag geschenkt bekommen und durfte 1 Jahr lang die ausgewählten Bücher lesen. Ich habe mich jeden Monat darauf gefreut und war begeistert über die Auswahl. Mein Geschmack wurde immer getroffen.“ Elke A.

„Habe das Abo letztes Jahr meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt- die Freude war jeden Monat riesig- und das diesjährige Geschenk war somit schnell gefunden - Abo wird verlängert!!! VIELEN DANK IHNEN!!!“ Kristina J.

„Ich habe mir letztes Jahr das Bücherabo selber zu Weihnachten geschenkt und muss sagen, dass ich einfach nur begeistert war über die Bücher, die ausgesucht wurden. Jeden Monat habe ich gespannt gewartet, welches Buch jetzt in meinem Briefkasten wandert. Deswegen habe ich auch für nächstes Jahr wieder ein Abo bestellt um die Freude weiterhin aufrecht zu erhalten.“ Julia W.

„Vielen Dank, dass Sie mir ein Jahr lang jeden Monat die Freizeit mit einem Buch versüßt haben. Die Auswahl hat mir sehr gut gefallen, es war abwechslungsreich und kurzweilig. Ich werde sofort ein Abo für das nächste Jahr abschließen, denn darauf möchte ich nicht mehr verzichten. Man merkt einfach, dass die Wahl mit viel Liebe und Bedacht getroffen wurde! Vielen, vielen Dank dafür!“ Johanna H."

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

79


Advertorial

GENUSSREICH …

Frisches, Feines, Besonderes, Regionales

Ab sofort im „Genussreich“ in der Markthalle Coburg Wohl an kaum einem anderen Ort in Coburg wie in der neuen Markthalle am Albertsplatz kommen so viele Geschichten unserer vielen kleinen regionalen Anbieter zusammen, die alle für leckere, genussvolle und nachhaltige Produkte stehen. Gestartet im Spätsommer, übernahm die Genussregion Coburger Land dort zum November den großen Marktstand gleich im Eingangsbereich rechts mit vielen frischen, feinen, besonderen und regionalen Angeboten. Und die ersten Wochen haben Mut gemacht, sagt Regionalmanager Stefan Hinterleitner: „Unser Team im Genussreich bekommt viel positives Feedback, dass wir sowohl unser Frischangebot wie auch die regionalen Spezialitäten und feinen Besonderheiten kontinuierlich weiter ausbauen. Das bestärkt uns, diesen Weg konsequent weiter auszubauen.“

80

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Die Auslagen am Stand „Genussreich“ jedenfalls sind gut gefüllt mit duftenden, farbigen, vielseitigen, geschmackvollen Angeboten aus der Region und darüber hinaus. Wer also das Besondere genießen möchte und dabei noch etwas für Nachhaltigkeit und Ökologie tun will, der kann hier guten Gewissens einkaufen. Und mehr und mehr Coburger tun das auch, sagen die Verkäuferinnen Daniela, Jasmin und Sabine, die auch so etwas wie Geschichtenerzählerinnen sind. Denn schließlich haben viele Produkte ihre ganze eigene kleine Story. Und fast immer hat sie mit der Region Coburg zu tun. Wie die Salami der Jöchners aus Seßlach-Gemünda. Die Familie steht für artgerechte Aufzucht und Mast von Schweinen, setzt bereits seit 1992 auf Direktvermarktung, hat einen eigenen Hofladen gebaut und vor fünf Jahren ihr Sortiment um ein reichhaltiges Angebot an Bio-Produkten erweitert. Oder auch Schreiners Hofladen aus Meeder-Wiesenfeld, der sich auch seit vielen Jahren der artgerechten Haltung von Schweinen verschrieben hat genauso wie bei seinen 15 Mastbullen. Klar, dass die vielseitigen Wurstspezialitäten der Schreiners besonders schmackhaft sind. Auch der Angushof Schauer aus Ebern steht für so eine Geschichte von Weiderindern, die den ganzen Sommer über draußen sind. Ergänzt werden die Angebote dieser Direktvermarkter aus der Region in der Markthalle von einem Traditionsbetrieb aus Neustadt bei Coburg: Die Fleischerei Luther steht seit vielen Jahrzehnten für handwerkliche Meisterqualität. Die beliebten Würstchen, Rauchpeitschen, Wiener oder Rohpolnische aus der

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


… IN DER MARKTHALLE COBURG

Fotos: Sebastian Buff

Produktion der Fleischerei Luther gibt es ab sofort also auch in der Markthalle. Auch ein anderer großer Hersteller aus der Region darf nicht fehlen: die Milchwerke Oberfranken-West mit ihren zahlreichen Käsespezialitäten aus dem Coburger Land. Wer sich lieber fischhaltig ernährt, kann sich dagegen auf die Saiblinge, Forellen oder Lachsforellen der Fischzucht Seidmannsdorf freuen. Als einzige ihrer Art in Coburg Stadt und Land zieht man dort die Fische noch selbst groß. Auch die frischen Eier am Stand der Genussregion Coburger Land sind das Ergebnis kleiner Erfolgsgeschichten: Sie kommen vom Biohof Wölfert aus dem Meererer Ortsteil Ahlstadt, der auch Eier-Nudeln verkauft, von der ökologischen Legehennenhaltung der Wefa aus Seßlach, oder vom Hessenhof aus Großwalbur, der auch Nudeln, Gemüse, Öle und Eierlikör aus eigener Produktion anbietet. Jetzt fehlen eigentlich nur noch - zum Zubereiten der Speisen - leckere einheimische Öle, dann ist das Coburger Genusskochbuch mit Produkten aus der Region fast perfekt, und in der Tat gibt es auch die: Der Maschinenring CoburgKronach-Lichtenfels nämlich hat 2001 die Firma Mara gegründet, um Raps aus der Region zu verarbeiten und zu vermarkten. So gibt es heute auch in der Markthalle das appetitliche kaltgepresste Rapsöl von Mara. Und auch vom Emmer oder den schwarzen Linsen von den „Langen Bergen“ oder dem Mehl aus der Carl Mühle, den vielen Schnäpsen, Likören und Destillaten aus regionalen Brennereien sowie den Brotspezialitäten vom Gärtnerhof Callenberg oder der Meisterbäckerei Motschmann aus Neustadt könnte man ein Geschichte erzählen. Oder live in der Markthalle am Albertsplatz erzählt bekommen …

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Und wer lieber nicht frisch kocht, kein Problem: Aus Sülzfeld nämlich kommen Fertiggerichte aus nachhaltiger Landwirtschaft. Das Besondere: Es gibt sie im schicken Weck-Glas. Ihr Name „Sülzfelder Genuss“. Die Markthalle also erzählt schöne Geschichten. Die auch noch gut schmecken und nachhaltig sind. Und so schaut auch Regionalmanager Stefan Hinterleitner positiv in die Zukunft und hat schon neue Ideen: Ab Januar soll es täglich einen traditionellen fränkischen Mittagstisch geben – frisch zubereitet vom künftigen Pächter des Sportheims der Coburger Turnerschaft, Gerd Hartmann und seiner Frau. Und mit gemütlichen Afterwork-Events macht die Markthalle ebenfalls positiv von sich reden: „Wir hören unseren Kunden gut zu und versuchen möglichst viele Wünsche zu erfüllen“, dankt Hinterleitner einem „wirklich tollen Team, das mutig und engagiert diesen neuen Weg erst ermöglicht.“ Genussreich in der Markthalle Coburg Geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und Samstags von 8 bis 17 Uhr.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

81


DER AUTOFAHRER WIRD ZUM AUTONUTZER Während es vor nicht allzu langer Zeit noch besonders die PS-Euphorie war, bei der sich die Autobauer Jahr für Jahr übertrumpften, zählen heute andere Werte, die mit Autos in Verbindung gebracht werden. Kein „tiefer, stärker, schneller“ mehr - heute zählen „sparsamer, intuitiver und ökologischer“. Der Automarkt hat sich in den vergangen Jahren gewandelt, und das nicht nur allein auf Grund des Abgasskandals. Der Mensch möchte ein Auto, das ihn vernetzt, ihn versteht und ihm hilft, und dabei noch sparsam dort hinbringt, wo er denn hin möchte. Diese Faktoren werden auch in 2018 für einen Großteil die wichtigsten Kaufargumente sein.

Rückblick 2017

Ausblick auf 2018

Mit über 150 Neuerscheinungen bot das Auto-Jahr 2017 so viele Verlockungen wie schon lange nicht mehr. Das Modellfeuerwerk der Hersteller deckte jeden Kundenwunsch ab – vom Kleinwagen über den riesigen SUV und die Luxus-Limousine bis zum Supersportler. Der „Renner“ in 2017 waren aber wohl die SUVs, von denen mittlerweile fast jeder Autobauer zumindest ein Modell im Showroom stehen hat.

2018 rollen wieder jede Menge Highlights zu den Autohändlern. Der Trend für das kommende Jahr und wohl auch die Jahre danach heißt: Digitalisierung der Autos. Mit Hilfe intelligenter Systeme soll das Fahrzeug immer mehr selbständige Entscheidungen treffen können. Zusätzlich soll es Smart Mobility Services Verfügung stellen. Diese bieten die Möglichkeit, ein Hotelzimmer oder Flüge per Touchscreen zu buchen, künstliche Intelligenz übernimmt das Kommando, und das Auto fungiert „nur“ noch als Hardware für digitale Dienste. Dass dies ein Trend ist, der zuerst in die Luxusklassen der PremiumHersteller einzieht, scheint klar. Aber auch klar ist, dass früher oder später wohl jedes Auto über ein gewisses Maß an Intelligenz verfügen wird.

DER NEUE CITROËN C3 SO EINMALIG WIE DU

AUTO-GROSCH Tel.: 0 95 61 / 6 08 16 www.grosch-coburg.de C O B U R G

AUTOHAUS HERBERT GROSCH COBURG Rodacher Straße 56/58 96450 Coburg

Verbrauchs- und Emissionswerte: Neuer CITROËN C3 PureTech 68 Live (50 KW): kombiniert 4,7 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 108 g/km.Werte nach vorgeschriebenem Messverfahren in der gegenwärtig geltenden Fassung.

82

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Advertorial

DER NEUE VW T-ROC

ÜBERZEUGT. VON ANFANG AN.

Fotos: Sebastian Buff

Manchmal offenbart sich ein starker Charakter sofort. Beim neuen T-Roc reicht dafür ein Blick. Jetzt beim Autohaus Ernst in der Neustadter Straße in Coburg DAS DESIGN Der neue T-Roc erregt Aufsehen. Ein herausstechendes Gestaltungselement ist die auffällige C-Säule: Eine Glanzleiste in Chrom betont die coupehafte, lang gezogene Dachlinie des Fahrzeugs. Die Front mit Nebelscheinwerfern und dem auffälligen LED-Tagfahrlicht in Ring-Optik strotzt vor Selbstbewusstsein. Beim neuen T-Roc Style kann jeder darüber hinaus selbst dafür sorgen, dass noch ein paar Blicke hinzukommen, je nachdem für welche Farbe man sich beim Dach, bei A-Säule und Außenspiegelkappen entscheidet.

DER INNENRAUM Hinter dem Steuer des neuen T-Roc Sport wird schnell klar: Für seinen starken Auftritt gibt es gute Gründe. Mit Ambientebeleuchtung, roten Ziernähten und edlen Chromapplikationen zeigt er sich von seiner sportlich-eleganten Seite. Zudem überzeugt er mit einem großzügigen Raumangebot sowie zahlreichen optionalen Connectivity-Funktionen und Assistenzsystemen. Hier kann man seinem Drang nach Mitbestimmung freien Lauf lassen und dafür sorgen, dass der neue T-Roc Style nur einem folgt: dem persönlichen Geschmack.

Telefonschnittstelle „Comfort“ ermöglicht das ganz bequeme Handyladen unterwegs. Und das kraftvolle Soundsystem „beats“ begeistert selbst anspruchsvollste Ohren.

FAHRERASSISTENZSYSTEME Selbstbewusstes Auftreten wird einfacher, wenn man um seine Stärken weiß. Der neue T-Roc bringt dank seiner innovativen Assistenten einige davon mit. Optionale Assistenten wie zum Beispiel 4MOTION Active Control, der Stauassistent, der proaktive Insassenschutz oder das Umfeldbeobachtungssystem machen jede Fahrt angenehmer. Und den souveränen Auftritt perfekt.

MOTOR & PREIS Der T-Roc kommt als Benziner oder Diesel. Beim Benziner kommen ein 6-Gang 115 PS TSI Motor und ein DSG 7-Gang 190 PS Motor mit 4Motion zum Einsatz. Der Diesel leistet 150 PS und kommt auch mit 4Motion und dem 7-Gang DSG Getriebe. Der T-Roc ist in der Grundversion schon für 20.390 EUR zu haben

MULTIMEDIA Multimedia, das begeistert. Mit dem optionalen Active Info Display und Navigationssystem „Discover Media“ kommen man nicht nur gut, sondern auch gut unterhalten ans Ziel. Die innovative

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

83


Das Update für Ihre Vorstellungskraft.

Der neue Audi A8. Sein Design ist geprägt von Eleganz und Dynamik – und einer weitläufigen Linienführung, die den innovativen Charakter des Audi A8 unterstreicht. Dieser zeichnet sich aus durch neueste Technologien wie die Touch-Displays mit BlackPanel-Optik und haptischem Feedback oder die vorausschauende Navigation.

Jetzt bei uns erleben.

Gelder & Sorg GmbH & Co. KG, Ohmstraße 4, 97437 Haßfurt, Tel.: 0 95 21 / 92 20-0, info-hassberge@gelderundsorg.de, www.audi-hassfurt.de Gelder & Sorg Coburg GmbH, Neustadter Str. 26, 96450 Coburg, Tel.: 0 95 61 / 8 68-0, info-coburg@gelderundsorg.de, www.audi-coburg.de

84

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Turbinenschaufeln geschmiedet auf

LASCO-Spindelpressen

Präzision und Formgenauigkeit von Verdichterschaufeln sind entscheidend für die Leistungsfähigkeit von Strahltriebwerken. Das Schmieden der komplexen Geometrie aerodynamisch geformter Schaufelblätter ist eine produktionstechnische Spitzenleistung. Auf LASCO-Spindelpressen mit Direktantrieb werden Turbinenkomponenten unterschiedlicher Werkstoffe mit höchster Genauigkeit und Wirtschaftlichkeit hergestellt.

LASCO entwickelt, konstruiert & produziert: Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen Hydraulische Pressen für die Massiv- und Blechumformung sowie die Pulvermetallurgie Spindelpressen Querkeil- und Reckwalzen Stauchanlagen

Erfolg durch

Kreativität.

Sondermaschinen

lasco.com

Hahnweg 139www.lms-coburg.de - 96450 Coburg - Tel. 0 95 61/6 42-0

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Automatisierungen

Hahnweg 139 96450 Coburg www.lasco.com 0 A95 C O B U R G E R–| Tel. DAS M G A61/6 Z I N 42-0 85


Kalt erwischt? Nicht mit uns.

Hausmeisterservice Herr GmbH 86

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Dienstleistungen rund um Haus, Hof und Garten für Privat und Gewerbe

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Tel. 0 95 61 / 42 09 53 | info@herr-gmbh.eu www.herr-gmbh.eu C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

87


GESUNDHEITSTIPPS

WINTER? NA UND! G E S U N D H E I T S T I P P S

1

Ihr Team

Das Team von Bodystreet Coburg-

BEWEGEN

Wir bewegen uns zu wenig. Der Durchschnittsdeutsche sitzt 7,5 Stunden pro Tag, Büroarbeiter sogar 11 Stunden. Dabei ist Bewegung extrem wichtig - auch um Husten, Schnupfen und Co. vorzubeugen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt mindestens 30 Minuten Aktivität täglich, um den Körper, die Atemwege und die Abwehrkräfte fit zu halten. Geeignet sind zügiges Gehen, Walken oder Radfahren, außerdem Yoga, Tanzen, alle Arten von Fitnesstraining und Tätigkeiten wie Gartenarbeit. Durch die gleichmäßige Belastung werden der Kreislauf und die Durchblutung angeregt. Der Körper schüttet Glückshormone aus; Stress wird abgebaut, die Stimmung steigt. Mäßiges Training aktiviert zudem Makrophagen und natürliche Killerzellen, das Immunsystem wird effektiv unterstützt. Und nicht zuletzt ist körperliche Aktivität gut für die Atemwege. PD Dr. med. Kai-Michael Beeh, ärztlicher Leiter des insaf Instituts für Atemwegsforschung in Wiesbaden, sagt dazu: „Auch unsere Lunge braucht Training.“ Es sorge für eine Belüftung der Bereiche der Lunge, die bei flacher Atmung kaum genutzt werden. „Durch Inaktivität drohen langfristig Funktionsstörungen der Lunge. Es kann zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien kommen und Reinigungsmechanismen werden gestört“, erklärt der Experte. Auf Dauer würden so Infektionen und Erkältungen begünstigt.

Heiligkreuz bedankt sich bei seinen Kunden und Freunden für ein tolles erfolgreiches Jahr 2017 ! Gerne begleiten wir Ihre sportlichen Ziele auch im neuen Jahr.

Bodystreet Coburg Heiligkreuz Bahnhofstrasse 14 96450 Coburg Tel.: 09561 / 973 44 66 www.bodystreet.com

88

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

2

ERNÄHRUNG

Endlich mal ein Winter ohne Taschentuch-Abo und Stunden im vollen Wartezimmer? Das könnte klappen, denn unser Immunsystem lässt sich auf viele Arten fit machen für die kalte Jahreszeit. Die Ernährung spielt dabei die Hauptrolle. So kann ein cleverer Speiseplan für den Winter ergänzt werden: Äpfel, Birnen, Trauben, Nüsse in den Mixer, mit Orangensaft püriert - ein vitaminreicher Smoothie, nicht nur zum Start in den Tag. Ein Spritzer Sonnenblumenöl sorgt dafür, dass auch die fettlöslichen Vitamine A und E vom Körper gut aufgenommen werden. Und die Devise muss im Winter auch heißen: „Wasser, marsch“. So richtig durstig ist man bei kühlen Temperaturen zwar selten. Trotzdem sollte jetzt eine Flasche Wasser am Tag mehr geleert werden. Denn trockene Heizungsluft macht die Schleimhäute im Nasenrachenraum durchlässiger für Viren und Bakterien. Saftschorlen und Kräutertee sind ebenfalls gute Flüssigkeitsquellen. Extratipp: Nasensprays auf Meerwasserbasis halten die Schleimhäute zusätzlich feucht. Und natürlich gilt auch „basisch essen“: Ein übersäuertes Gewebe, das vor allem durch tierische Lebensmittel, Zucker oder Weißmehl entsteht, kann die Nährstoffversorgung der einzelnen Zellen blockieren. Eine überwiegend pflanzliche, also basische Kost kann hier gegensteuern und die Abwehrkräfte stärken.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


WINTER? NA UND!

3

MAGNESIUM

Wer sich regelmäßig und sportlich bewegt, muss damit rechnen, dass akute Überlastungen der Muskulatur zu Beschwerden wie Muskelkater oder Krämpfen führen können. Die häufigste Ursache für Muskelkrämpfe im Sport sei ein Magnesiumdefizit, das durch den erhöhten Bedarf des Mineralstoffs entsteht, erklärt die ehemalige Duathlon-Nationaltrainerin Mollnhauer. Neben vermehrtem Schwitzen tragen ein beschleunigter Stoffwechsel, eine gesteigerte Ausscheidung über die Nieren sowie eine erhöhte Muskelaktivität zu Magnesiumverlusten beim Sport bei. Dann wäre es mit dem so gesunden Sport erst einmal vorbei. Also sollten es vor allem Untrainierte deshalb langsam angehen lassen. Und während und nach der Belastung sollte man auf eine ausreichende Flüssigkeits-, Mineral- und Nährstoffversorgung achten. Magnesiumreiche Lebensmittel wie etwa Vollkornprodukte, Nüsse und Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt sind daher das mindeste, was man für den eigenen Körper tun muss. Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie eine Massage oder ein entspannendes, warmes Bad könnten nach Belastungsende helfen, den Muskelkater zu umgehen.

4

Perfektes Training, das in Ihr Leben passt

ARGININ

Rund 150.000 Kilometer Blutgefäße versorgen den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Mehr als 1.400-mal am Tag zirkuliert das Blut durch den Organismus. Damit spielt das Gefäßsystem eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit - was sich im Negativen auch daran zeigt, dass Herz-KreislaufErkrankungen in Deutschland nach wie vor die Todesursache Nummer eins sind. Umso wichtiger ist es, für eine gute Durchblutung zu sorgen und Gefäßrisiken zu vermeiden. Hierbei spielen bestimmte Nährstoffe, wie etwa der gefäßerweiternde Eiweißbaustein Arginin und die Vitamine der B-Gruppe eine wichtige Rolle. Wie diese Rolle aussieht und welche Funktionen die Nährstoffe genau erfüllen, wurde kürzlich in einer im „European Journal of Nutrition“ veröffentlichten klinischen Studie untersucht. Darin betrachteten die Forscher den Einfluss von Arginin und B-Vitaminen auf wichtige Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System genauer. Die Studienergebnisse bestätigen, dass eine gezielte Nahrungsoptimierung mit Arginin und B-Vitaminen Herz und Kreislauf schützen kann, indem sie Durchblutungsstörungen sowie frühe Stadien von Arteriosklerose und Bluthochdruck messbar reduziert. Quelle: djd

Perfektes Training dauert nicht länger als 30 Minuten! So werden Sie mit wenig Zeitaufwand richtig fit und haben weiterhin genug Zeit für die Dinge, die Sie nicht missen möchten.

Jetzt informieren: vitadrom.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

89


Gesponserter Beitrag

HÅKAN NESSER – „DER FALL KALLMANN“

Buchempfehlung Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN: „Der Fall Kallmann“ von Håkan Nesser ist genau der richtige Roman für lange Sofastunden. Dabei ist er weniger Kriminalroman als vielmehr literarisches Sittengemälde einer schwedischen Kleinstadt. Bei einem tragischen Bootsunfall stirbt die Frau von Leon Berger, einem Lehrer aus Stockholm. Seine Tochter wird seither vermisst. Dieses Unglück veranlasst Berger, Stockholm zu verlassen und eine freie Stelle in einer fernen Kleinstadt anzunehmen, wo er die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Schwedischlehrers Eugen Kallmann antritt. Kallmann war – obschon ein Einzelgänger und gelegentlich etwas sonderbar – bei seinen Schülern sehr beliebt und im Kollegium hoch angesehen. Doch niemand stand ihm wirklich nahe. Die Polizei ermittelt einen Unfall als Todesursache, doch die Umstände seines Todes muten vielen in der Gemeinde suspekt an. Beim Ausräumen von Kallmanns Schreibtisch im Lehrerzimmer stößt Leon Berger auf dessen Tagebücher. Deren Inhalt ist verwirrend, Wahrheit und Fiktion scheinen vermischt zu sein. War Kallmann möglicherweise einem Mordfall auf der Spur? Gemeinsam mit seiner Kollegin Ludmilla und dem Mathematiklehrer Igor, beginnt Berger nachzuforschen. DEUTSCHE ERSTAUSGABE Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 576 Seiten: ISBN: 978-3-442-75728-2 20,00 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-20817-2 15,99 Euro Hörbuch: ISBN: 978-3-844-52831-2 19,99 Euro

Zu dritt rätseln sie über den irritierenden Inhalt der Tagebücher: Hat Kallmann tatsächlich als Elfjähriger seine Mutter ermordet, weil sie seinen Vater betrogen hatte? Konnte er wirklich in den Augen anderer Menschen erkennen, ob diese schon einmal gemordet haben? Und welche Rolle spielt die Familie der fünfzehnjährigen Schülerin Andrea, die irgendwie der Angelpunkt der ganzen Angelegenheit zu sein scheint? Hängen die antisemitischen und rassistischen Vorfälle in der Schule irgendwie mit Kallmanns Nachforschungen und seinem Tod zusammen? Aus verschiedenen Erzählperspektiven setzt Håkan Nesser die verschiedenen Puzzleteile zu einem ergreifenden Finale zusammen. „Der Fall Kallmann“ ist ein vielschichtiger und tief gehender Gesellschaftsroman, der ein überraschendes Bild eines liberalen Landes im Umbruch zeichnet. Ein großartiger Lesegenuss!

Wie lebt es sich im Schatten eines Mordes? Wer war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben?

Håkan Nesser Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.

Wirklich nur ein Unglücksfall, wie die Polizei behauptet? Sein Nachfolger im Schwedischunterricht, Leon Berger, hegt Zweifel, dass sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Denn dieser behauptete, er würde die Gabe besitzen, in den Augen anderer Menschen erkennen zu können, ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines Lebens einem nie entdeckten und nie gesühnten Verbrechen auf der Spur gewesen zu sein.

90

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

© Lotte Fernvall

Leon Berger will den Fall Kallmann lösen - seine privaten Ermittlungen setzen etwas in Gang, das schließlich die ganze Kleinstadt erschüttert.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


VORSCHAU

Foto: www.wikipedia.de Mike aus dem Bayerwald

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER

DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER TRAGISCHE OPERETTE

FURIOSER MONOLOG

DAS LAND DES LÄCHELNS

AM BODEN

Operette von Franz Lehár

Schauspiel von George Brant

A

DARUM GEHT ES

Lisa, die verwöhnte Tochter des Grafen Lichtenfels, verliebt sich bei einem Fest im Hause ihres Vaters in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Seine verhaltene Leidenschaft, verbunden mit der exotischen Aura seines Auftretens, beeindruckt sie sehr. Prinz Sou-Chong erwidert ihre Gefühle, und entgegen den Warnungen ihres Vaters folgt sie ihrer Liebe nach China. In China jedoch wird das verliebte Paar bald auf den Boden der gesellschaftlichen Wirklichkeit zurückgeworfen. Die Unvereinbarkeit ihrer Charaktere wird ihnen mehr und mehr bewusst. Lisas früherer Verehrer, Graf Gustav von Pottenstein (genannt Gustl), der ihr nach China nachgereist ist, spendet ihr Trost. Sou-Chong wird von seinem sittenstrengen Onkel aufgefordert, wie ein alter Brauch es verlangt, vier MandschuMädchen zu heiraten. Als er dieser Tradition folgt, stürzt er Lisa in tiefe Verzweiflung. Diese plant daraufhin, getrieben von der Sehnsucht nach ihrem früheren Leben, gemeinsam mit Gustl die Flucht aus dem Palast. Sou-Chong durchkreuzt ihren Plan, doch er erkennt, dass er Lisa nicht halten kann, und lässt sie mit einem traurigen Lächeln ziehen. B

WO UND WANN SPIELT ES

A

Eine Kampfpilotin, wird Mutter. Ihr Traum vom Fliegen, ihre Sehnsucht nach Entgrenzung durch Tempo und Maschine, fällt zu Boden. Und siehe da, das Militär ist fürsorglich. Das Kind war zwar nicht geplant, eine biologische Befehlsverweigerung, aber – eine Mutter in eine F-16 setzen und Bomben werfen lassen, nein. Und so versetzen sie die Pilotin. An einen sehr unwirklichen Ort, in die Wüste nahe Las Vegas, dieser künstlichen Glitzermetropole des Glücksspiels. 8.000 km weg vom Krieg in Afghanistan sitzt die junge Frau fortan an einem Computersystem, das eine Drohne steuert. Selbst ferngesteuert von Leuten im Kopfhörer, die schuldig sprechen, ehe sie per Joystick tötet. Tagsüber im Krieg, abends Frau und Mutter. Der böse alte Krieg mit den Panzern und Granaten, wie sauber erscheint dagegen dieser virtuelle Krieg, diese elegante Vervollkommnung der modernen westlichen Strategien, die gar kein Land mehr erobern, sondern nur noch überfliegen wollen, Luftangriffe führen, unberührt vom Staub und Dreck und Blut da unten. An unsichtbare Drohnen, schnell, präzise, chirurgisch, wie tödliche Insekten, die aus dem Nichts zuschlagen, klebt doch kein Blut? B

Die romantische Operette spielt in drei Akten. Der Text stammt von Ludwig Herzer und Fritz LöhnerBeda nach einer Vorlage von Victor Léon. Zunächst hieß das Bühnenstück „Die gelbe Jacke“. Das Stück spielt in Wien und Peking im Jahre 1912. Die Uraufführung des Stückes in seiner ersten Fassung unter dem Titel Die gelbe Jacke fand am 9. Februar 1923 in Wien statt; unter dem Titel Land des Lächelns wurde es erstmals am 10. Oktober 1929 im Berliner Metropol-Theater aufgeführt. C

WAS ERWARTET MICH

Im Land des Lächelns gelingt es Franz Lehár, musikalisch die zwei unterschiedlichen Welten, die aufeinanderprallen, zu schildern: Die Fülle wienerisch gefärbter Melodien steht in packendem Kontrast zur fernöstlichen Seele. Der Komponist verarbeitete folkloristisches Kolorit mit rhythmischem Schwung und schuf überzeugende Charaktere. Sein melodischer Einfallsreichtum verband Gefühl und Drama, Humor und Sinnlichkeit. D

WANN

DARUM GEHT ES

WO UND WANN SPIELT ES

AM BODEN erlangte nach der Uraufführung 2013 rasch nationalen und internationalen Erfolg und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter The Smith Prize und der Scotsman Fringe First Award. Am Düsseldorfer Schauspielhaus wurde es im Mai 2015 zum ersten Mal in deutscher Sprache aufgeführt. C

WAS ERWARTET MICH

AM BODEN erzählt die Geschichte einer F-16Kampfpilotin, deren ungewollte Schwangerschaft ihre Karriere in der Luft beendet. Sie kämpft sich durch surreale 12-Stunden-Schichten weitab vom Schlachtfeld, jagt tagsüber Terroristen und ist abends Frau und Mutter. Ein furioser, hochaktueller Monolog über die bizarren Auswüchse virtueller Kampftechniken. D

WANN

AM BODEN wird im Dezember am 7. und 9. Dezember in der Reithalle aufgeführt. Im Januar spielt das Schauspiel am 6. und 7. Januar. Weiter geht es dann in Februar.

Die Vorstellungen im Dezember finden am 5., 7., 14., 17., 20. und 22. statt. Im neuen Jahr geht es dann am 10., 12. und 21. Januar weiter. AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

91


92

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


GALERIE – SEBASTIAN KOLM

G A L E R I E BILDER VON SEBASTIAN KOLM Eine kurze, begrenzte Zeit an jedem Morgen, häufig als Morgendämmerung bezeichnet, birgt jeden Tag nahezu magische Momente. Sebastian Kolm hat sie eingefangen. Der heutige Architekturfotograf studierte Innenarchitektur an der Hochschule Coburg. Bereits im Studium beschäftigte er sich nicht nur planerisch mit Raumstimmungen, Atmosphären und Raumqualitäten, sondern war schon immer daran interessiert, diese auch zu versieren und fotografisch festzuhalten. Nach Anstellungen bei Architektenbüros in München und Grub am Forst widmet er sich seit 2016 hauptberuflich der Architekturfotografie in Auftragsarbeiten als auch in freien Arbeiten. www.sebastiankolm.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

93


GALERIE – SEBASTIAN KOLM

94

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


COBURG SCHLÄFT

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

95


GALERIE – SEBASTIAN KOLM

96

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


COBURG SCHLÄFT

www.hoernlein-feyler.de

Wir setzen auf Spezialisierung. Wolfgang Hörnlein

Volker Albrecht

Dr. Thomas Kunze

Fachanwalt Medizinrecht Fachanwalt Versicherungsrecht Fachanwalt Verkehrsrecht

Fachanwalt Sozialrecht Fachanwalt Strafrecht

Fachanwalt Verkehrsrecht ADAC-Vertragsanwalt

Frank Sitte

Dr. Wolfgang Hacker

Fachanwalt Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Fachanwalt Medizinrecht

Maren Feyler Kasernenstraße 14 • 96450 Coburg

T. 09561/ 80110 www. hoernlein-feyler.de AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Fachanwältin Familienrecht Fachanwältin Erbrecht Mediatorin (univ.) Zert. Testamentsvollstreckerin

Eva Grabolus

Lutz Lindner

Fachanwalt Arbeitsrecht Fachanwältin Familienrecht Fachanwalt Verkehrsrecht

Heidi Schüler

Julia Gremmelmaier

Karoline Hartwig

Fachanwältin Verwaltungsrecht

Rechtsanwältin

Fachanwältin Familienrecht

Diese Kanzlei ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert für anwaltliches Dienstleistungsund Kanzleimanagement.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

97


SCHATZSUCHE 2017 DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON

BILDERRÄTSEL & SIEBEN ZAHLEN Sie war schwer dieses Mal, unsere Schatzsuche im Oktober, sehr schwer. Und trotzdem haben ein paar wenige den richtigen Schlüssel zum Schatz zugemailt. Also hat das Los entschieden: Die Gutscheine vom Romantik Hotel Goldene Traube, vom Frischecenter Wagner, von INTERSPORT WOHLLEBEN, von der ThermeNatur Bad Rodach und der Agentur Streckenbach GbR sowie 400 Euro in bar gingen dieses Mal an Paul Schmidtfall. Die richtige Antwort und damit der richtige Schlüssel zum Schatz lautete diesmal sinngemäß: „An diesem Datum wurde Coburg erstmal urkundlich als Stadt bezeichnet.“ Und das war der Weg zum Schatz:

98

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

ZUNÄCHST HABEN WIR EUCH SIEBEN BILDERRÄTSEL AUFGEGEBEN Welcher österreichische Weltcuport wird in einem Gebäude eines Coburgers verwaltet? Antwort: Schladming. (Das Schladminger Rathaus wurde 1884 von August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha als Jagdschloss erbaut) Lichterloh verschwand sein Vorbild vor gut 400 Jahren? Antwort: Globe Theater. (Das Globe Theater wurde – und wir von manchen immer noch - als mögliche Ausweichspielstätte für das Landestheater Coburg diskutiert. Das Vorbild ist das Globe Theatre, das vor allem durch Aufführungen von William Shakespeares berühmt wurde. Es brannte 1613 ab.) Wo klebt man gerne sich? Antwort: Ketschendorf. (Der Fussballverein SV Ketschendorf ist der erste Verein in der Region, der ein eigenes Sammelalbum ähnlich der berühmten Panini-Alben sein eigen nennt, in das Bilder der Mitglieder eingeklebt werden können.) Wer bewegt sich sozusagen in der Umlaufbahn des Erfinders der musikalischen Katzentoilette? Antwort: Hanft. (Torsten Hanft von Radio EINS ist befreundet mit Katzenklo-Komponist Helge Schneider. Er gehört wie es in einem Stadtgespräch im COBURGER 23 vom Oktober hieß, „zum Helge-Kosmos“.)

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION In welchem Gebäude konnte man sich in diesem Jahr auf die Spuren dieses verstorbenen Wahlcoburgers begeben? Antwort: Kunstverein. (Im Coburger Kunstverein fand 2017 eine Ausstellung zum Leben und Werk von Friedrich Rückert statt, des berühmten Orientalisten, der in Schweinfurt geboren wurde und in Coburg lebte, unter anderem auch gerne in einem Häuschen oberhalb des Goldbergsees.)

5

Wer verbaut denn den Blick darauf? Nimm das erste Wort vom Namen… Antwort: Projekt. (Die Bauträgergesellschaft Projekt Bauart Invest realisiert zurzeit einen Neubau an der Leopoldstraße. Daher sieht man den Kunstverein von der Leopoldstraße aus fast nicht mehr.)

Welcher Coburger „Sprecher“ fährt gerne Ski? Antwort: Heitmann. (KlausJürgen Heitmann ist Vorstandssprecher bei der HUK-Coburg, des Hauptsponsors der HSC 2000 Coburg. Ursprünglich kommt er aus der KFZ-Versicherung. Dass er gerne Ski fährt, erzählte er in einem Interview bei iTVCoburg.)

6

Wie heißt nochmal das Adjektiv im bekannten Slogan des Unternehmens? Antwort: Günstig. (Der bekannte Slogan der HUK-Coburg ist „Aus Tradition günstig“. Günstig ist das Adjektiv.)

7

Dieser Architekt versuchte sich auch als ..., wie aus seinem Nachlass hervorgeht. Als was versuchte er sich? Antwort: Maler. (Adolf Schuster konnte nicht nur zeichnen, sondern versuchte sich auch als Maler, wie aus seinem Nachlass hervorgeht.)

Wer hat sich das denn ausgedacht? Antwort: Schuster. (Der königlich belgische Architekt Adolf Schuster entwickelte das Haus Ernststraße 2 als Spekulationsobjekt. Später war hier die amerikanische Botschaft untergebracht.)

JETZT HATTET IHR SIEBEN LÖSUNGSWORTE. Dann haben wir noch eine Hilfe gegeben: Die erste Lösung hat 10 Buchstaben, die zweite zwei Worte, die dritte 12 Buchstaben, die vierte 5, die fünfte 11, die sechste 8 und die siebte 8.

Zu jeder dieser Lösungen gab es in chronologischer Reihenfolge jetzt noch je eine Frage in unserem Kreuzworträtsel:

1

Welcher Coburger fuhr hier 2017 auf Platz 25? Antwort: Stoschek. (Bei der Rallye Planai Classic, die in Schladming endet, fuhr Michael Stoschek mit seinem Porsche auf Platz 25)

2

Wo wurde diese Idee in diesem Jahr geehrt? Antwort: Hannover. (Der Entwurf des Globe Theaters Coburg wurde mit dem Deutschen Holzbaupreis 2017 ausgezeichnet, der in Hannover verliehen wurde.)

3

Was kann man mit dem entscheidenden Teil der ersten Silbe tun, was man dort sicherlich nicht tun kann, weshalb die Herkunft unklar ist? Antwort: Segeln. (Eine „Ketsch“, Teil der ersten Silbe, ist ein Segelboot, mit dem man „segeln“ kann.)

Jetzt hattet Ihr sieben Buchstaben ohne Sinn. Jeder Buchstabe stand für eine Zahl, G stand für die 1 … Mehr haben wir nicht verraten. Klar, dass „H“ stand dann für 2, das „J“ für 4, das „K“ für 5 und das „M“ für 7. Am Ende hattet Ihr 7 Zahlen. Diese Zahlen ergaben in der richtigen Reihenfolge ein Datum: Den 24.5.1217. Wir wollten wissen, welche wichtige Rolle dieses Datum für Coburg spielte. Die Antwort war der Schlüssel zum Schatz: Coburgs erste urkundliche Erwähnung als Stadt (nicht zu verwechseln mit der ersten Erwähnung 1056).

Wir hoffen, es hat Euch Spaß gemacht. Danke für das Mitspielen.

DIE NÄCHSTE SCHATZSUCHE Schon jetzt rot markieren:

4

Wie hieße der Name ohne t und wäre dann berauschend? Antwort: Hanf. (Das Wort Hanf bekommt man, wenn man das t von Hanft weglässt.)

vom 9. bis zum 17. Dezember

nsteig

Urlaubsregion Coburg.Ren

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

99


IN EIGENER SACHE

IN EIGENER SACHE COMEDY GALA PRÄSENTIERT VON COBURGER Sie gehört mittlerweile fest dazu in Coburg – die Comedy Gala zugunsten der Projekte des ServiceClubs Round Table 151 Coburg, der mit seiner ehrenamt­ lichen und unbürokratischen Arbeit besonders bedürftigen Kindern und ihren Familien hilft. Und der COBURGER hat die besondere Ehre, die nächste Comedy-Gala am 5. Januar 2018 im Kongresshaus Rosengarten präsentieren zu dürfen. Alle Besucher erwartet ein äußerst unterhaltsamer Comedy-Abend mit preisgekrönten Kabarettisten und Stand-up-Comedians aus der ganzen Republik, darunter dem bekannten TV-Komiker Hans-Hermann Thielke, dem vielfach ausgezeichneten Kabarettisten Frank Fischer, dem Frankfurter Rapper und Comicer Costas Meronianakis und natürlich den Coburger Lokalmathadoren des gepflegten Humors, Marcelini & Oskar. Der große Saal wird sicherlich wieder bis auf den letzten Platz gefüllt sein, darunter auch zahlreiche PREMIUM-PARTNER des COBURGER, die wir als Dankeschön für dieses Jahr Zusammenarbeit eingeladen haben. Wer auch noch dabei sein möchte: Unter www.coburger-comedygala.de gibt es Informationen und Resttickets. Oder auch beim Medienpartner Coburger Tageblatt. 6 . C O B U R G E R

P r ä s ent ier t von

E I N E B E N E F I Z V E R A N S TA LT U N G VON ROUND TABLE 151 COBURG

DAPHNE DELUXE

mult ikult urel l er Humor au s Fr ank f ur t

die Ent er t ainer in mit L eib und S e el e

NE

U T EN Z W NG E CK 5 E 1 N

1

N D TA B L

ST

ROU

BE

NEFIZ-VERA

F RE I TAG

AL

CO

LA

BURG

TUNG

!

CHEN F ÜR E I

C O S TA MERONIANAKIS

EINL ASS AB 19.00 UHR BEGINN UM 20.00 UHR

K ARTEN IM VORVERK AUF AB 19,– EUR ERHÄLTL ICH BEIM COBURGER TAGEBL AT T KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!

MO D E R AT IO N

MARCELINI & OSKAR

F R A N K HANS -HERMANN F ISCHER THIELKE au sge zeichne t mit 20 K abare t t preis en

spie ßiger Humor au s Norddeut schl and

05.01.2018 KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

E INE BENEF I Z-VER ANS TALT UNG ZUGUNS TEN DE S VERE IN DER F REUNDE VON ROUND TABLE COBURG E.V.

Me dienpar t ner

W W W . C O B U R G E R - C O M E D Y - G A L A . inFranken.de D E inFranken.de

100

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende, das erste Jahr des COBURGER unter der Flagge der Marketingagentur markatus. Dieser Schritt hat den COBURGER nach vorne gebracht.

Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und andere Coburger: Macht Euren Kindern, Enkeln, Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine besondere Freude – verschenkt zu Weihnachten ein Jahresabo für den COBURGER im Wert von 30 Euro für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt: Schenken nämlich macht zum einen glücklich, außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg kommt ab sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder anderen nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen Gutschein von der „Heimatliebe“ im Wert von 10 Euro. Also am besten gleich reinklicken auf www. coburger-magazin.de/abo. So sichert Ihr Euch den Gutschein und macht anderen eine Freude. So kommt Coburg zu allen Coburgern, auch wenn die nicht mehr in Coburg leben. Ein echt heimatverbundene Geschenkidee.

Doch nicht nur das Magazin hat sich in dieser Zeit verändert, sondern auch der der Internetauftritt unter www.coburger-magazin.de. Die Webseite besticht durch Ihr schlichtes Design, eine übersichtliche Strukturierung der Inhalte und die barrierefreie Nutzung. Und damit das auch so bleibt, kümmert sich Lisa Obermüller mit großer Sorgfalt um die Einpflege der aktuellen Artikel, sobald eine neue Ausgabe des Coburgers erschienen ist. Unterstützt wird sie hierbei mit Rat und Tat von Theresa Heeb, die außerdem dafür sorgt, dass die Online-Beiträge „Die Schatzsuche – Das Rätsel für die Region“ termingerecht veröffentlich werden. Somit bilden die beiden ein Mini-Online-Team für den Coburger und freuen sich, auf diese Weise am Erfolg des Magazins mitarbeiten zu können.

HotelentdeckerWochenende Coburg.Rennsteig

Das COBURGER Online-Team: Lisa Obermüller und Theresa Heeb

Heimat

Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg, viele Coburger, die das Jahr über nicht in ihrer Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland, Europa oder auf einem anderen Kontinent leben und arbeiten. Ab sofort aber kommt Coburg auch zu Ihnen, das ganze Jahr lang, sechsmal, durch den neuen Aboservice für „Exil-Coburger“.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

13. – 14.01.2018

WIEDER EINMAL HALLO IM TEAM

in der

UND GLEICHZEITIG GUTSCHEIN SICHERN

Zu Gast

NEUE BEIM COBURGER

Entdecken Sie Ihre Heimat aus einer neuen Perspektive bei einer Übernachtung mit Frühstück und Drei-Gänge-Menü in einem der teilnehmenden Hotels sowie einer Entdeckertour mit Blick hinter die Kulissen der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig! Mehr Information unter www.zu-gast-in-der-heimat.de

COBURGER-ABO ALS GESCHENK

Die Region Coburg.Rennsteig neu erleben

99,-€

Für 2 Personen ab

IN EIGENER SACHE

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

101


IMPRESSUM

IN EIGENER SACHE

COBURGER – Das Magazin Ausgabe 24 / Dezember 2017 Vierter Jahrgang Auflage 3500 Stück www.coburger-magazin.de

BESONDERE KUNDEN DES COBURGER

Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de

Im Jahr 2017 waren viele Unternehmen und Organisationen PREMIUMPARTNER des COBURGER. Dafür jetzt noch einmal im Namen des ganzen Teams ein dickes DANKESCHÖN an:

Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de

PREMIUM PARTNER

Agentur Streckenbach Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Gelder & Sorg Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Engel & Völkers IHK zu Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Landestheater Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller Romantik Hotel Goldene Traube Sparkasse Coburg – Lichtenfels Tourismus & Stadtmarketing/ Citymanagement Coburg SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom VR-Bank Coburg Die zahlreichen PREMIUM-PARTNERSCHAFTEN haben uns Planungs­ sicherheit gegeben und uns persönlich und inhaltlich viel Freude bereitet. Herzlichen Dank dafür. Natürlich auch an die vielen anderen Geschäftskunden, die den COBURGER für ihre Werbebotschaften, Informationen und Geschichten genutzt haben. Sie alle machen es möglich, dass der COBURGER in Coburg Stadt und Land kostenfrei verteilt werden kann. Und so freuen wir uns auf 2018 und wieder auf viele PREMIUMPARTNERSCHAFTEN. Diese beinhaltet viele Vorteile. So sind beispielsweise in unseren Werbepaketen mehrseitige Advertorials inklusive. Und neu in 2018: Alternativ zum Print-Advertorial bietet Ihnen der COBURGER einen 2-4-minütigen Filmbeitrag im Rahmen von „COBURGER-TV“, der in ganzer Länge auf iTVCoburg zu sehen und als Audio-Podcast auf unserer Webseite coburger-magazin.de zu hören sein wird.

Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Heidi Schulz-Scheidt Benedikt Dellert Wolfram Porr Peter Smaldenbrandt Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Yves Alloinde Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Titel-Illustration: „Coburger Weihnachtsdorf “ Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.

Mehr Informationen dazu unter www.coburger-magazin.de/premium-partner. Für Ihre Fragen, Ihre PREMIUM-PARTNERSCHAFT oder Kampagnenideen stehen wir Ihnen gerne jederzeit unter 0171/6905284 zur Verfügung. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.

102

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


2.000

– 7 1 0 2 r h a J m i n e d n u K e u e n ! s u a n e u a r t r so sieht Ve

! r ü f a d e k Dan les Internet für die

bH – Schnel Ihre süc//dacor Gm

Region.

Werden auch Sie unser Kunde - für unsere Produkte

Verfügbarkeitsabfrage für ihre Adresse: www.dacor.de AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Telefon: (09561) 97621-0 E-Mail: info@dacor.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N 103

Schillerplatz 1 96450 Coburg


MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE Und schon wieder ist ein Jahr um. Leut‘, die Zeit rennt wie a Freibiergesicht, wenn der Gerch a Rund’n schmeißt! Kaum hat der Monaco seinen Lindt-Hasen z’sammg’fressn, gibt’s auch schon wieder die Nikoläuse! Und die quälende Frage steht im Raum: Was schenk‘ ich dieses Jahr? Bevor es ans Schenken geht, muss freilich erstmal geschaut werden, was der Geldbeutel eigentlich so hergibt. Das ist ja heutzutage gar nicht mehr so einfach in der Adventszeit! Früher gab’s in vielen Firmen noch ein „Weihnachtsgeld“ – die Älteren werden sich erinnern. Dieses ist inzwischen aber praktisch nur noch Beamten und einer privilegierten Minderheit vorbehalten. Bei den meisten „normalen“ Arbeitnehmern wird das sogenannte 13. Monatsgehalt schon lange nicht mehr ausbezahlt. Da ist dann im Dezember schon mal Ebbe im Portemonnaie, zumal ja der Januar vor der Tür steht, in dem alle Jahresbeiträge, Versicherungen etc. weggehen. Die von der ganz schnellen Sorte, die im Herbst vielleicht gar schon den nächsten Sommerurlaub mit „Frühbucherrabatt“ bezahlt haben, werden jetzt ganz schön fluchen. So viel ist klar. Wer clever ist, kann ja die Flugtickets oder den Hotelprospekt unter den Christbaum legen. Aber simma ehrlich: Des wär bleed! Also doch – Obacht: Klischee! - a scheens Kettla oder Ringla und an warmen Schal für die Fraa, die neue Playstation und das aktuelle Glubb-Heimtrikot für den Sohnemann und weiße Schlittschuhe und die Barbie für die Tochter! Damit das mit den Ausgaben so halbwegs im Rahmen bleibt, baut der selbstlose Familienvater vor, indem er ankündigt, selbst keine Geschenke zu erwarten: „A boar Plätzla und a Halbe Bier zur Bescherung, hinterher Wörschdla mit Kartoffelsalod und a weng a Besinnlichkeit – mehr brauchd’s doch an Heiligabend ned. Und wenn die Kinner was Selbstgebastelt’s ham und drei Weihnachtslieder vorspielen, is doch alles prima! Wos will ma nuch mehr?!“

ned auszudenken, wenn … ach, der Monaco will lieber ned drüber nochdenk‘n! Und was wünscht man den Münchnern? Viel Gelassenheit beim Gedanken an den künftigen fränkischen Ministerpräsidenten zum Beispiel (die brauchen’s wirklich, vielleicht sogar Tapferkeit!) und damit verbunden viel Kraft, diesen Machtverlust irgendwie zu verarbeiten und zu kompensieren. Als unmittelbar Betroffener des Münchner „Kotzhäufchen-Slaloms“ Ende September/Anfang Oktober mag man vielen Bewohnern der Landeshauptstadt zudem zwei schöne freie Wochen zur Wiesnzeit wünschen – am liebsten natürlich da, wo die Wörschd und das Bier eh viel besser schmecken …! Aber wieder zurück zu den noch fehlenden Geschenken. Den Großteil der buckligen Verwandtschaft kann man ja zum Glück mit Weihnachtskarten abspeisen. Übrigens ganz gerne mit einem Foto, auf dem sich die ganze Familie inklusive Hund eine Nikolausmütze aufgesetzt hat! Subber Idee! Na ja, und für die Schwiegereltern, die Schwägerin und die Patenkinder fällt uns schon auch noch was ein. „Soch amoll, der sauren Wein, den wir vom Gerch g’schenkt kriechd ham, kennt’n ma den ned Deiner Mutter eipacken?“ Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Ach ja, Kinner - Weihnachten. Gschmeidiger wär’s aber halt schon, man hätt a weng a Geld! Aber is‘ halt ned. Der Lottogewinn will sich einfach nicht einstellen. Bis sich da eine Lösung findet, kann man ja aber schon mal überlegen, was man so wünscht! Wünsche, das ist der Vorteil, kosten erstmal gar nichts und können ganz schön was her machen! Was zu Weihnachten und zum Jahreswechsel immer geht: „Xundheit“! Gerne mit dem Zusatz: „Des is eh des Wichtigste.“ Wer wollte das schon ernsthaft bestreiten? Ansonsten freuen sich Menschen immer darüber, wenn man ihnen Glück und Erfolg wünscht. Auch „mehr Zeit für die Familie, Freunde oder das Hobby“ liegt als guter Wunsch total im Trend. Zeit schenken ist zwar schwierig, Zeit wünschen aber ein Leichtes! Der Monaco hat sich auch schon ein paar Sonderwünsche für dieses Jahr ausgedacht. Allen Oberfranken wünscht er a guude Portion Geduld und Nachsehen mit den Münchnern und Oberbayern, wenn die mal wieder ihr selbstherrliches „mia san mia“ zur Schau tragen und den großen Maxe spielen. Sie können halt nicht anders. Speziell den Menschen in der Nähe von Aufseß in der Fränkischen Schweiz (und allen Freunden des hiesigen Gerstensaftes) wünscht er freilich auch noch, dass sie dort das Problem mit dem Wasser endlich in den Griff kriegen. Gleich zweimal mussten die Bewohner dort in letzter Zeit wegen Keimen ihr Trinkwasser tagelang abkochen. Und das Schlimmste: Die örtlichen Brauereien mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Gott sei Dank waren genügend Reserven im Tank. Goar

104

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUF EIN WORT

In jedem COBURGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.

Farbkasten Also. Was bleibt denn nun? Von diesem Jahr? Ein Ticket nach Jamaika, nicht eingelöst? Weil die schwarz-gelb-grüne Reisegesellschaft eigentlich nicht wirklich denselben Urlaub machen wollte? Eine gelbe Partei, die jetzt gelindnert wird, das neue Wort für ausgegrenzt, weil sie gesagt hat, was andere dadurch nicht sagen mussten? Eine verpasste Chance für eine ökologisch-liberale-konservativeultrakonservative Truppe, die Deutschland erneuern hätte können? Oder eher der von vorneherein zum Scheitern verurteilte Versuch einer ökologisch-liberalen-konservativen-ultrakonservativen-von-bevorstehenden-Landtagswahlen-bedrängten Balkongesellschaft, Verantwortung zu übernehmen, die sie nie vorhatte zu übernehmen, eine bunte Mischung, die mit einer Erneuerung Deutschlands ohnehin überfordert gewesen wäre, weil sie der berühmten Quadratur des Kreises gleichgekommen wäre, die bekanntermaßen unmöglich ist? Eine Wahl, die – welch Überraschung – eine neue Farbe ins den politischen Malkasten gebracht hat, die zur Mischung für andere – noch – zum Glück - nicht taugt? Die Erkenntnis, dass man lieber das enggeschnittene unifarbene Parteihemd anzieht als die zu weite knallbunte Staatshose? Oder eher, dass den Großteil der Bevölkerung die politische Farbenlehre mittlerweile mehr langweilt als jeder Malunterricht in der Grund-, Haupt- oder Realschule oder im Gymnasium? Weil sie mehr dem politischen Kalkül, dem Selbsterhaltungstrieb von Parteien und Politikern dient als dem Kunden, dem Wählern? Weil sie genau dadurch eher dem „Volk“ die Zeichenschüler in den Unterricht treibt, denen ein weißes Blatt und ein schwarzer Bleistift ohnehin genügt, um ihre Sicht der Welt zu malen. Bleibt also einfach, dass ein großer Teil der Bevölkerung, nach eigener Ansicht gebildet, aufgeklärt, offen, modern, urban, global, weiterhin alles dafür tut, den kleineren Teil der Bevölkerung, nach eigener Ansicht weniger gebildet, verschlossen, ländlich, abgehängt, im einer gefährlichen Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit noch weiter abhängt, damit aber noch größer macht und damit das Risiko einer schwarz- oder im schlimmsten Fall braun-weißen Farbenlehre samt gesellschaftlicher Teilung damit noch weiter heraufbeschwört, anstatt sich einfach mal zuzuhören? Hoffen wir auf 2018.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

105


Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 18. Februar 2018 Anzeigenschluss ist der 04. Februar 2018.

JAHRESWECHSEL-WITZE SIND HIER DAS LETZTE Meint ein Mann zu einem anderen auf einer Silvesterparty: „Also ganz im Vertrauen, die Blondine dort drüben ist meine Frau und die Brünette meine Geliebte!“ Der andere: „Bei mir verhält es sich genau umgekehrt!“ „Hey, die Silvesterraketen, die ich bei dir gekauft habe, funktionieren alle nicht!“ „Komisch, dabei hab' ich sie alle vorher noch mal getestet.“

106

Es ist Mitternacht und nur noch wenige sind in der Bar an der Theke. Da geht die Tür auf und ein Mann schwankt herein und bestellt ein Glas Sekt. Nachdem er es erhält ruft er: „Prosit Neujahr !“ Fragt ihn der Wirt: „Was soll denn das jetzt? – Wir haben Ostern!“ Der Mann wird bleich, schaut den Wirt mit verkaterten Augen an und stammelt: „Ostern? Oh Gott – das gibt Ärger. So lange war ich nie auf Tour!“

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

Beim Silvesteressen tropft ihm Tomatensoße auf sein weißes Hemd und er meint: „Oje, jetzt sehe ich ja aus wie ein Schwein!“ Sie erwidert: „Stimmt und eingesaut hast du dich auch noch!“ Lieber zwischen Weihnachten und Silvester arbeiten als zwischen Silvester und Weihnachten. An alle Ende September Geborenen: Eurer Vater hat an Silvester nicht nur Raketen abgeschossen. AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

Helfen, wo Helfer gebraucht werden Weihnachten – das Fest der Geschenke. Auch Unternehmen geben in der Regel viel Geld dafür aus, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern eine kleine Anerkennung zu schenken. Zeichen der Wertschätzung, guter Brauch. Dennoch hat sich GELDER & SORG in diesem Jahr anders entschieden. Das Unternehmen mit Niederlassungen unter anderem auch in Coburg verzichtet dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke. Stattdessen möchte man mit der Erfüllung von Herzenswünschen Kindern und Bedürftigen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und hat dafür einen hohen vierstelligen Betrag zur Verfügung gestellt. Und alle Partner, Kunden und Lieferanten konnten ein Teil dieses ganz besonderen Weihnachtsaktion sein: Gelder & Sorg hat alle aufgefordert, soziale Projekte oder Organisationen zu empfehlen, die Hilfe dringend nötig haben. Und viele Vorschläge sind eingegangen, viele Herzenswünsche können erfüllt werden, über die später ausführlich berichtet wird.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

Denn ob Kunde, Mitarbeiter, Lieferant, Hersteller oder das gesellschaftliche Umfeld: GELDER & SORG möchte, dass sich alle aufgehoben fühlen. Dieses partnerschaftliche Miteinander ist auch die Basis der familiären und sozialen Unternehmenskultur von GELDER & SORG. Hinzu kommt das Bewusstsein der eigenen regionalen Verantwortung im Bereich Ausbildung, Kultur und Sport.

In diesem Sinn wünschen alle Mitarbeiter von GELDER & SORG frohe Weihnachten.

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

107


Frohes

Vest 108

wünscht iTVCoburg

C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Coburger - Das Magazin #24 by Coburger - Das Magazin - Issuu