Nr. 21 | Juni 2017
Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.
Zum Mitnehmen
Alles vom Weber® Elektro- und Gas- bis zum Holzkohle-Grill bei uns vor Ort. Testen, Beraten lassen und genießen.
Fröschbrunn 12 • 96317 Kronach www.hagebaumarkt-kronach.de 2
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Ran an den Grill – begrüße den Sommer!
„Nur gutes Fleisch kommt auf den Grill“ ab Seite 56
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
3
INHALT
AUSGABE 21 JUNI 2017 8 10 12 102 103 108 111 112 113 114
PETER SMALDENBRAND
SEBASTIAN BUFF
14
DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH DER HOFBERICHT BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE
PSYCHOTERROR Wenn Stalker das Leben zur Hölle machen
GROSSER BAHNHOF FÜR LUTHER 20 Eröffnung der Landesausstellung PRÜGELKNABE STEINWEG
WOLFRAM HEGEN
28
WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF
SONDERTHEMA DIGITALISIERUNG 34 Interviews, Fakten, Stories
WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN RÜGER WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF BENEDIKT DELLERT
PETER SMALDENBRAND
50
Vielfalt statt Einfalt
WIE DAS LEBEN SO SPIELT Andreas-Leopold Schadt – ein Drehbuch
MACHER – DIE NEUE REIHE IM COBURGER 54 Dieses Mal: Jörg Wagner NUR GUTES FLEISCH KOMMT AUF DEN ROST 56 Die Grillsaison hat begonnen SMALL UND SMART 66 Wohnen in Zukunft
WOLFRAM HEGEN ALEXANDER MRAZEK
70
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT SEBASTIAN BUFF
74
BENEDIKT DELLERT
78
FRANK SCHULZ
104
JAUCHZET FROHLOCKET Coburg singt mit einer Stimme
HIER WOHNTEN … … früher Flüchtlinge
COBURGER SOMMER 2017 Der beliebte Eventguide
AUS DEM PORTFOLIO In Gedenken an Frank Schulz
TITEL-ILLUSTRATION. „Typisch Coburg“ Foto: Sebastian Buff
4
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
LASCO entwickelt, konstruiert & produziert: In Otto- und Dieselmotoren nimmt die thermische und mechanische Belastung der Kolben mit der Leistung massiv zu. Zusätzlich sollen diese Schlüsselkomponenten durch reduziertes Gewicht und minimierte Reibleistung zur Steigerung von Antriebseffizienz und Reduzierung des Treibstoffverbrauchs beitragen. Aluminiumkolben, die so hohe Anforderungen erfüllen, werden präzisionsgeschmiedet – auf hydraulischen Pressen von LASCO.
Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen Hydraulische Pressen für die Massiv- und Blechumformung sowie die Pulvermetallurgie Spindelpressen Querkeil- und Reckwalzen Stauchanlagen Sondermaschinen
LASCO — aus der Region in die Welt!
Automatisierungen
Erfolg durch
Kreativität. www.lms-coburg.de
AUSGABE 21 / JUNI 2017
URGER | DAS M G A Z0I N 5 Hahnweg 139 96450 CoburgC O - Bwww.lasco.com – ATel. 95 61/6 42-0
INHALT
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
Er hat sich Zeit gelassen, der Sommer 2017. Kälte, Frost, Regen, tagelang, wochenlang, bis weit in den Mai. Nur selten hat der Frühling sein Können aufscheinen lassen. Wie sehnte man sich nach ein bisschen Wärme, nach Sonne für die blassen Wangen, nach Frühlingsgefühlen. Jetzt ist er da, und schnell werden wir wieder klagen, wie heiß es doch ist, wie schwül - der Mensch vergisst schnell. Schade, wir fühlten uns vermutlich alle besser, wenn wir öfter mal dran dächten, wie schlecht es uns schon einmal ging. Alles ist ja relativ. Zwei, die jetzt „oben“ sind, die aber nicht vergessen, wo sie herkommen und dass einem das Leben auch anders mitspielen kann, haben wir im Magazin: Andreas Leopold Schadt, der das Kapitel Schauspielerei schon zuschlagen wollte, als plötzlich das Telefon klingelte und er jetzt als Tatortkommissar ermitteln darf, oder unseren „Macher“ in dieser Ausgabe, Jörg Wagner, der viele Jahre gekämpft hat und jetzt einen der erfolgreichsten E-Center ganz Deutschlands betreibt. Aber wir denken auch an die, die gekämpft, aber verloren haben, und leider allzu schnell in Vergessenheit geraten. Der Coburger Fotograf Frank Schulz zum Beispiel, der vor ziemlich genau fünf Jahren viel zu jung starb. Seinen Bildern widmen wir unsere Galerie in diesem Magazin. Und wir gedenken auch unserer Kollegin Daniela Greschke, die uns leider im April für immer verlassen hat. Aber, und auch das ist eben auch menschlich und auch gut so, die Erde dreht sich weiter, und das in immer schnellerem Tempo – gefühlt zumindest. Ein Grund ist die Digitalisierung, die unser ganzes Arbeits- und Privatleben umkrempelt. In unserem Sonderthema zeigen wir Beispiele aus der Region, wie die Digitalisierung, wie Roboter, wie Automatisierung unser Leben verändern. Zum Glück gibt es aber Konstanten, wie den COBURGER SOMMER, unsere Sonderseiten über die wichtigsten Veranstaltungen im Sommer 2017. Nun ist er ja endlich da. So, jetzt sind Sie dran.
34 SONDERTHEMA DIGITALISIERUNG Interviews, Fakten, Stories
66 SMALL UND SMART Der Trend zum Minihaus
56 BORN TO GRILL
Nur gutes Fleisch kommt auf den Rost
6
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
INHALT
14 PSYCHOTERROR
Wenn Stalker das Leben zur Hรถlle machen
Design macht Eindruck -
Filmproduktionen von iTVCoburg.
28 PRร GELKNABE STEINWEG Spiel nicht mit den Schmuddelkindern
70 SING DICH FIT Chor macht gesund
AUSGABE 21 / JUNI 2017
www.itv-coburg.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
7
DREIGESTIRN
DREIGESTIRN Es ist wieder Sommer, Sommer in der Stadt. In Coburg ist das alljährlich gleichbedeutend mit einem wahren Marathon an Open-Air und anderen Veranstaltungen, den nur guttrainierte Eventhusiasten auf sich nehmen sollten. Einen kleinen Überblick mit den Highlights gibt es in unserem Sonderteil „COBURGER
SOMMER“ ab Seite 78. Aber es laden darüber hinaus auch ein paar Geheimtipps ein, die nicht alltäg- bzw. alljährlich sind. Wir haben wie immer drei von ihnen zusammengestellt, und auch wie immer - rein subjektiv.
SEIT CRANACH BIS CHARLIE HEBDO
VISIONEN DER FREIHEIT UND TOLERANZ
Wann Wo Wie: Ab Samstag, den 17. Juni 2017 16 Uhr (Eröffnung) bis zum 20. August 2017 im Kunstverein Coburg.
Dazu hat man bundesweit einen Wettbewerb ausgeschrieben. Ausgehend von Luthers Auffassung über die unabhängig von Obrigkeit existierende Freiheit des Einzelnen mit der damit verbundenen Toleranz und Güte Andersdenkenden gegenüber konnten Kunstschaffende frei gestaltete Motive einreichen. Die Aufgabe: Sich bildhaft mit der Thematik der Freiheit und der Toleranz auseinandersetzen. Die eingereichten Werke sind dann von einer Jury begutachtet worden. Drei Hauptpreise werden im Rahmen der Ausstellungeröffnung vergeben. Für die Besucher der Ausstellung, insbesondere für Gruppen und Schulklassen sind didaktische Aufbereitungen durch themenbegleitende Tafeln oder Erkundungsblätter zur Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Druckgraphik vorgesehen. Zudem sollen auch die Geschichte der Begriffe „Toleranz“ und „Freiheit“ näher erläutert werden.
AUFS MAUL GESCHAUT
FRÄNKISCHE SONGS UND DEM LUTHER SEINE BIBEL
Und nochmal Luther „ganz annersch“ als wie sonst: Der fränkische Songpoet Wolfgang Buck und der Schauspieler Stefan Kügler stellen zum Reformationsjubiläum ein fränkisch-freches Programm vor. Und wo? Natürlich in der Morizkirche, wo der Revoluzzer höchstselbst predigte. Wolfgang Bucks Lieder und Stefan Kügels Schauspielkunst sind bekannt für ihren Galgenhumor, ihre in Franken sonst unbekannte Zärtlichkeit und ihre sensible Grobmotorik. Luthers bildhafte Sprache, die sich mit eigenwilligen Ausdrücken und poetischen Bildern ins Gedächtnis einprägt, steht in diesem Programm Seite an Seite mit einfühlsamen und energiegeladenen Mundartsongs des fränkischen Musikers. In dem Wunsch, sich so lebensnah wie möglich auszudrücken, finden die beiden Programmbestandteile ihren Konsens: „Dem Volk aufs Maul schauen“ – die Dinge in Alltagssprache auf den Punkt bringen. Die Kombination von Wolfgang Bucks Songs und Stefan Kügels Texten lässt Kontraste und neue Sichtweisen zu und ist voll augenzwinkernder Kumpaneien und Momenten tiefster Menschlichkeit.
8
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
Wann Wo Wie: Samstag, 29. Juli 2017 um 20:00 Uhr Morizkirche, Karten für 16 Euro bei der Buchhandlung Riemann oder für 19 Euro an der Abendkasse.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Quelle: www.wolfgang-buck.de
Quelle: Kunstverein Coburg e.V.
Luther ist im Reformationsjahr in Coburg nicht nur durch die Landesausstellung allgegenwärtig. Auch andere Institutionen wenden sich dem Reformator und seinen Wirkungen bis heute zu. So auch der Kunstverein Coburg. Dort nämlich widmet man im Rahmen einer Themenausstellung der Macht der Druckgraphik.
DREIGESTIRN -Anzeige-
USA MEETS COBURG
TIPPS DER ANDEREN ART
STEVEN SANTORO & BAND
Freunde von Musik auf Weltklasseniveau kommen mal wieder in der Herrngasse auf ihre Kosten. Immer wieder gelingt es den Veranstaltern, Künstler in die Vestestadt zu locken, die nicht so leicht zu haben sind und die zumeist wundervolle Abende garantieren. So wie wieder Ende Juni. Als umwerfend bezeichnet ihn die New Yorker Fachpresse: Ob als Side Man von Sting oder in eigenen Kompositionen: Steven Santoros Songs sind eine perfekte Verschmelzung von zeitgenössischem Vocal Jazz mit den unverkennbaren Einflüssen von R&B und Popmusik. Seine leidenschaftliche Stimme enthält mehr als nur den Hauch der jazzigen Seite eines Stevie Wonder. Im Laufe seiner Karriere arbeitete der erfolgreiche Sänger und Produzent mit zahlreichen Jazzgrößen zusammen, unter anderem mit Nathan East, Mitchell Forman und Carlos Vega. 2009 holte ihn Sting für ein Projekt nach Europa. Und in diesem Jahr kommt er mit seiner Band aus hochkarätigen New Yorker Musikern für wenige Konzerte nach Deutschland und präsentiert sein neues Album. Darunter auch nach Coburg.
28.05.2017 UM 15 UHR WALDBÜHNE HELDRITT
„DAS EICH“
„Jetzt Eicht`s“– das neue Bühnenprogramm mit dem besonderen Blick auf den täglichen Wahnsinn mit dem entspannten Franken. Im Rahmen des Heldritter Kabarettsommers.
Wann Wo Wie: Donnerstag, 29. Juni 2017 um 20:00 Uhr, Leise am Markt in der Herrngasse, Karten für 25 Euro unter www.leise-am-markt.de oder unter 09561/ 90856.
Quelle:www.stevensantoro.com
16.06.2017 UM 20 UHR WALDBÜHNE HELDRITT
SEBASTIAN REICH
„Amanda packt aus“ – der fränkische Kabarett-Star und Bauchredner begeistert die Massen im Rahmen des Heldritter Kabarettsommers.
Wenn Sie sich von unserer Auswahl nicht angesprochen oder Sie sich mit drei Veranstaltungen in knapp zwei Monaten bei weitem nicht ausgelastet fühlen, wofür wir natürlich vollstes Verständnis haben, dann gibt es in diesem Magazin noch viel viel mehr ab Seite 78 oder unter folgenden Seiten hunderte weiterer Events: ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶
www.coburg.de/veranstaltungen www.landestheater-coburg.de www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender www.leise-am-markt.de www.gocoburg.de/veranstaltungen www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen u.v.m.
Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit.
12.10.2017 UM 19:30 UHR IN DER MORIZKIRCHE IN COBURG
VIVA VOCE: „EIN STÜCK DES WEGES“ (A CAPPELLA)
Das Reformationsjubiläum mal anders. VIVA VOCE nimmt das Reformationsjubiläum 2017 zum Anlass, das erfolgreiche Kirchenprogramm „Neue Songs in alten Mauern“ komplett zu überarbeiten und neu zu konzipieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Begegnung von Mensch, Raum und Musik. Die Spielorte in diesem besonderen Jahr sind weiterhin Kirchen wie auch historische Denkmäler, die seit jeher mit spirituellen Erfahrungen verknüpft sind und durch eine besondere Akustik bestechen, so wie eben die Morizkirche in Coburg, in der Luther selbst predigte. Sie wird zum „Klang-Raum“, der für die sorgfältig ausgewählten Musikstücke den entsprechenden Rahmen darstellt. Der gesamte Raum wird musikalisch zum Leben erweckt, die individuelle Akustik entfaltet ihre ganz eigene Wirkung. Karten zu den Events gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder online unter www.eventim.de, www.reservix.de oder www.okticket.de Veranstalter www.agentur-streckenbach.de / Tel.: 09562-7844025
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
9
STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH... GLAUBENS SACHE
PROPHET IM EIGENEN LAND
Coburgs feinste Nase ist nicht mehr Präsident der Sommelier-Union Deutschlands. Bernd Glauben, der Inhaber vom Hotel Goldene Traube, ist nach 21 Jahren an der Spitze der Vereinigung nicht mehr angetreten. Es sei irgendwann einmal Zeit aufzuhören, sagte er. Und er kann auf erfolgreiche zwei Jahrzehnte an der Spitze des Vereins der Weinkenner zurückblicken: Übernommen hat er die SommelierUnion mit 150 Mitgliedern, jetzt sind es über 1000. Viele Projekte wie eine Sommelier Nationalmannschaft oder eine Sommelier Trophy hat er eingeführt. Auch sein Nachfolger Peer F. Holm weiß um die große Leistung Glaubens für die deutschen Sommeliers. Dass der Verein heute so gut dastehe, sei Bernds Verdienst, lobte er den Wahl-Coburger.
Marcus Geuss, besser bekannt als Marcelini, das künstlerische und in ganz Deutschland angesehene Multitalent aus Zauberer, Bauchredner und Alleinunterhalter, hat nach zehn Jahren ein neues Programm aufgelegt. „Friede Freude Hundekuchen“ ist bei der Premiere in St. Augustin in Coburg frenetisch gefeiert worden. Ein großes Lob bekam er dafür witzigerweise weniger aus Coburg, sondern vor allem von der Forchheimer Ausgabe des Fränkischen Tag, der bei der Vorpremiere in Forchheim vor Ort war. Geuss habe gegenüber Sascha Grammel (der Popstar unter den deutschen Bauchrednern) den großen Vorteil, dass er auch noch zaubern und singen könne. Das mache das Programm abwechslungsreicher und unterhaltsamer als das von Grammel, lobt man. Wer sich selbst davon überzeugen möchte: Ausschnitte aus seinem Programm hat iTVCoburg zusammengestellt für den Kanal von Marcus Geuss auf youtube. Und auf itv-coburg.de gibt es zudem ein ausführliches Portrait von Geuss.
BÖSES BRÖTCHEN Großeinsatz kürzlich bei Edeka Wagner auf der Lauterer Höhe: Die Rauchmelder hatten Alarm geschlagen, Polizei und Feuerwehr rückten an, Personal und Kunden mussten den Markt verlassen. Alles verlief ruhig und geordnet, es gab keine Panik. Feuerwehrleute begaben sich dann mit Atemschutzmasken auf die Suche nach der Ursache. Das Ermittlungsergebnis: Ein Brötchen war schuld. Es hatte sich im hinteren Bereich eines Ofens festgeklemmt und war verkohlt.
10
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
STADTGESPRÄCH MAN SPRICHT NICHT DEUTSCH Das Coburger Unternehmen Brose prüft derzeit die Realisierung einer internationalen Schule in Bamberg. Wie es in einem internen Fragebogen an die Mitarbeiter heißt, solle eine internationale Schule mit Englisch als Unterrichtssprache das vielfältige Angebot von Brose im sozialen und familiären Bereich ab Herbst 2018 ergänzen. Geplant sei, die Schule mittels eines Trägers in Bamberg zu etablieren. Weitere Unternehmen in der Region hätten ebenfalls ihre Unterstützung angeboten. Zunächst solle es einen Kindergarten und erste Grundschulklassen geben. Eine Erweiterung sei für die kommenden Jahre vorgesehen. Da es sich um eine private Einrichtung handele, sei der Besuch kostenpflichtig. Man richte sich mit dem Angebot an ausländische
Mitarbeiter, die länger als ein Jahr in Franken tätig sein werden und ihre Familien mitbringen wollen. Zusätzlich spreche man Mitarbeiter aus Franken an, die für ihre Kinder ein internationales Schulkonzept wählen möchten. Auch in Coburg hatte es vor knapp zehn Jahren schon einmal eine Initiative für eine internationale Schule gegeben: Eine Unternehmerin, eine Grundschullehrerin und eine Erzieherin hatten sich sehr dafür eingesetzt und einen Förderverein auf den Weg gebracht. Geplant war die internationale Schule für die Vestestadt im ehemaligen EscoraGebäude in der Rosenauer Straße. Heute ist dort allerdings der ESCO-Park mit zahlreichen Ärzten und Büros untergebracht.
AUCH DAS NOCH Für das Traumspiel des FC Bayern im August ist ein zweiter Verkaufstermin angesetzt worden. Nach dem ersten Termin waren noch Tickets übrig. 2017 stirbt eine Tradition, die 67. Auflage der Bamberger Sandkerwa Ende August fällt aus. Tipp von uns für alle Bamberger: Ende August findet dafür in Coburg der Open-air-Sommer auf dem Schlossplatz statt. Oder der Klössmarkt Anfang September. Und im nächsten Jahr in Bamberg auch wieder die Sandkerwa.
Ein pflichtbewusster Bürokrat hätte fast eine Attraktion der diesjährigen Designtage verhindert: Die Besichtigung des seltenen Panoramawagens eines alten TEE-Zuges. Es könnten beim Besteigen des Zuges Kinder vom Bahnsteig aufs Gleisbett fallen, so seine Befürchtung. Daher stand ein Schild „Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder“ vor dem Wagon. Der war zufällig dennoch offen – und gutbesucht. Auf eigene Gefahr.
Familie Hütter
Uns Dreien macht das Training hier bei Bodystreet sehr viel Spaß. Wir mögen das effektive Training sowie den familiären Umgang. Durch dieses
intensive
Training
haben
wir unsere Ziele schnell realisieren können. Das Bodystreet Team unterstützt uns auch weiterhin, um unser Ziel dauerhaft zu halten.
Bodystreet Coburg Heiligkreuz Bahnhofstrasse 14 96450 Coburg Tel.: 09561 / 973 44 66 www.bodystreet.com
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
11
DER HOFBERICHT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF WWW.SEBASTIAN-BUFF.DE
HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem
Hofbericht. Dieses Mal vom Charityturnier von Nanna und Stephan Klein. Über 100 Golfer kamen dazu auf den Golfplatz des Golfclub Coburg nach Tambach – und spendeten fleißig: Am Ende konnten die Veranstalter der Leukämie-Forschung am Uniklinikum Würzburg und der José Carreras Leukämie Stiftung über 15.000 Euro übergeben. Nanna Klein war im Jahr 2008 selbst an Leukämie erkrankt.
Nanna Klein
Golf-Club Präsident Dr. Andreas Höllein
Peter Götz
12
von links: Matthias Schunk, Fabian Schunk, Ann-Katrin Lutz, Hans-Joachim Bock
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
DER HOFBERICHT
Dr. Dietrich Opdenhoff, Karin Opdenhoff, Günther Heinze, Kerstin Heinze, Golf-Pro Graham J. Glasgow
Alexandra Luther, Helmut Luther, Dr. Brigitte Willecke, Dr. Robert Willecke
Brigitte und Wolfgang Friedrich
Fabian Schunk
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Nathalie Armann
Dr. Gerolf Bergenthal, Gunter Reimund
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
13
VON PETER SMALDENBRAND
PSYCHO
TERROR
Wenn Stalker das Leben zur Hölle machen.
Es fängt harmlos an. Nur ein Telefonat, ein Brief, ein scheinbar zufälliges Treffen. Es hört aber nicht mehr auf. Es geht Cweiter. Mehr Telefonate, mehr Briefe, mehr scheinbar zufällige Treffen. Der Jäger hat Lunte gerochen. 14 O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
15
PSYCHOTERROR
EIN MARTYRIUM MIT TÖDLICHEM ENDE Sie lernt ihn in Braunschweig kennen, vor zehn Jahren, 2007, ihren netten Kollegen Roland. Die junge Architektin mag ihn, sonst hätte sie sich wohl nicht auf ihn eingelassen. Die beiden werden ein Paar. Allerdings nicht lange. Nur knapp 12 Monate. Dann wird es ihr zu viel, sie will keinen Kontakt mehr, sucht Abstand, großen Abstand, zieht in den Süden Bayerns, ganz weit weg, nach Wolfratshausen. Er folgt ihr. Sie wechselt ihren Wohnsitz, geht nach München, er bleibt ihr auf den Fersen, verfolgt sie, klingelt nachts, ruft an, radelt ihr hinterher, ist oft in ihrer Nähe. Sie schützt sich so gut wie eben möglich, geht am besten nicht mehr alleine auf die Straße, informiert die anderen Hausbewohner über die Situation, bittet sie darum, die Haustüre immer verschlossen zu halten. Sie spricht mit der Polizei, die wiederum mit ihm, sie führt ein Tagebuch, geht vor Gericht, ihm wird der Kontakt untersagt, er aber verfolgt sie weiter, mehr als vorher, es fliegen sogar Steine, sie zeigt ihn wieder und wieder an. Kurz darauf ist sie tot, erstochen vor ihrer Wohnung, kurz vor dem Prozess gegen ihren Peiniger, der sich vor Gericht wegen Nachstellung und Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz verantworten sollte. Sie ist tot, obwohl sie alles richtiggemacht hat: Ein klares Ende der Beziehung, räumliche Trennung, Ruhe bewahren, dann Polizei und Justiz. Doch niemand kann sie retten. Es war ein Fall, der im letzten Jahr für Schlagzeilen sorgte, auch weil der nette Kollege Roland monatelang untertauchte, weil Aktenzeichen XY nach ihm suchte, weil er erst nach Monaten in Spanien gefasst wurde. Und es ist auch kein typischer Fall, aber er zeigt, wie weiht Stalker gehen können.
FAST ALLE BETROFFENEN SIND FRAUEN Rein statistisch nämlich sind die Stalkingfälle von gut 29000 im Jahr 2008 auf nur noch knapp 19000 im letzten Jahr zurückgegangen. Dabei allerdings handelt es sich nur um die polizeilich gemeldeten Fälle von Stalking. Zu einer Anklage kommt es allerdings in nicht einmal 5% der Fälle, die Verurteilungen sind schon fast an einer Hand abzuzählen. Zum Vergleich: Bei einem Delikt im Straßenverkehr ist die Wahrscheinlichkeit 15-mal höher, bestraft zu werden. Die Dunkelziffer freilich dürfte um ein Vielfaches höher sein, Schätzungen von Hilfsorganisationen gehen von bis zu 800 000 Betroffenen aus. Mehr als jeder Zehnte wird einmal im Laufe seines Lebens Opfer von Stalking oder Belästigung, um die 90% davon sind Frauen. Frauen werden fast ausschließlich von Männern gestalkt, und auch Männer sogar noch fast zur Hälfte von ihren männlichen Artgenossen. In der Regel kennen sich Täter und Opfer gut, waren ein Liebespaar, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Kunden oder Patienten. Wenn aus diesen normalen persönlichen und geschäftlichen Beziehungen dann Ablehnung oder Hass wird, wenn Rachegelüste dazukommen, gekränkte Eitelkeiten, ist es zum Stalking nicht mehr weit – und das dauert dann laut Statistik im Durchschnitt über 2 Jahre.
16
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
WENN STALKER DAS LEBEN ZUR HÖLLE MACHEN
Psychischer und physischer Stress wie nach dem Überleben eines Flugzeugabsturzes
§
Der sogenannte Nachstellungsparagraph im Strafgesetzbuch Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einer anderen Person in einer Weise unbefugt nachstellt, die geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen, indem er beharrlich die räumliche Nähe dieser Person aufsucht, unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstiges Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu dieser Person herzustellen versucht, unter missbräuchlicher Verwendung von personenbezogenen Daten dieser Person
• Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für sie aufgibt oder
• Dritte veranlasst, Kontakt mit ihr aufzunehmen, oder diese Person mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit ihrer selbst, eines ihrer Angehörigen oder einer anderen ihr nahestehenden Person bedroht oder
AUSGABE 21 / JUNI 2017
eine andere vergleichbare Handlung vornimmt. C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
17
PSYCHOTERROR
DIE GESUNDHEIT LEIDET Dabei greifen Stalker zu fast allem, was man sich vorstellen kann: vom exzessiven Zusenden von Blumen und Phallus-Symbolen einer Seniorin an einen Pfarrer, wie über 15 Jahre lang im Sauerland geschehen, über das falsche Facebook-Profil, mit dem der Berliner PiratenAbgeordnete Gerwald Claus-Brunner einen Bekannten verfolgte, den er am Ende tötete und sich selbst auch umbrachte, bis hin zum Telefonterror und üblen Beleidigungen über soziale Netzwerke wie in einem Fall im letzten Jahr, bei dem der Stalker seine Ex am Ende durch Schwefelsäure im Gesicht völlig entstellte. Wenn es zu solchen Straftaten am Ende einer persönlichen Hetzjagd kommt, geht das weit über den sogenannten Nachstellungsparagrafen hinaus. Körperverletzung oder Gewaltanwendung kommen immerhin in jedem fünften Fall vor, ist das Ergebnis einer Analyse der Technischen Universität Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring. Stalken aber passiert schon davor, es ist im Wortsinn das Jagen, das Hetzen, wofür das englisch „to stalk“ ja auch steht. Und es ist weitaus schwerer nachzuweisen und zu verfolgen. Weil es so unscheinbar daherkommt, so alltäglich zunächst: Es sind die vermeintlichen Kleinigkeiten, die einem das Leben zur Hölle machen: Kleine Verleumdungen, ab und zu mal anrufen, „zufällig“ auf der Straße treffen, Liebesbriefe schicken, und natürlich „Stalking 4.0“ in den sozialen Medien. Dort spielt sich mittlerweile ein Großteil ab. Kleine Belästigungen, Nachstellen, dieses Sich-Verfolgt-Fühlen gehen den Opfern auf Dauer an die Nieren. Die gesundheitlichen Folgen können gravierend sein: Angst, Schmerzen, Schreckhaftigkeit, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Depressionen bis hin zu traumaähnlichen Zuständen. Laut zweier Forscher aus den Niederlanden können Stalkingopfer demselben psychischen und physischen Stress ausgesetzt sein wie die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes. Und je instabiler und empfindlicher ein Opfer ist, desto schneller und desto schwerer können diese Folgen ausfallen.
EIN SPIELFELD FÜR NARZISSTEN Für die Täter ist genau das der Ansporn. Oft handelt es sich um Narzissten, die ihr gekränktes Selbstbild durch die Erniedrigung und Verletzung des Anderen wieder aufpolieren wollen. Aber auch der entgegengesetzte Fall ist möglich: Die Opfer sind Narzissten, sie spielen ihre Macht gegenüber dem Anderen aus, den sie manipulieren, kontrollieren möchten, der keine Chance bekommen soll, sich von ihnen zu lösen und so zum Stalker wird. Ein besonders perfides Spiel, bei dem beide Opfer und Täter zugleich sind. Und nicht selten liegen beim Stalking in der Tat psychische Erkrankungen vor. Eine Klinik für notorische Stalker wie in anderen Ländern aber gibt es in Deutschland noch nicht. Immerhin aber ein neues Gesetz, das den Nachstellungsparagrafen 238 aus dem Jahr 2007 verschärft hat. Bisher nämlich mussten Opfer erst ihr Leben komplett ändern, in eine andere Stadt umziehen, den Job wechseln, um damit den Beweis zu erbringen, wie sehr sie sich verfolgt fühlen. Ab sofort reicht es, wenn die Gestaltung des alltäglichen Lebens durch den Stalker schwerwiegend beeinträchtigt wird, um eine Verurteilung zu ermöglichen. Ob und wie sich dieses neue Gesetz in der Realität beweist, wird sich zeigen müssen.
„To stalk“(englisch): Jagen, Hetzen, Pirschen, Nachstellen, Belästigen 18
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
WENN STALKER DAS LEBEN ZUR HÖLLE MACHEN
Gesponserter Beitrag
AM BESTEN RUHE BEWAHREN Eine Trennung, eine unerwiderte Liebe, sich verletzt fühlen. Situationen, die jeder kennt, aber nicht jeder aushält, nicht loslassen kann. Man fühlt sich als Opfer, verlassen, gedemütigt. Schnell wird man dann zum Täter, beobachtet, lauert auf, ruft an, fragt nach, immer und immer wieder. Um zu retten, was nicht mehr zu retten
ist, um der eigenen Wut Luft zu machen. Doch damit ist eine Grenze überschritten, man wird zum Stalker, und damit zum Fall für die Justiz. Informationen von Karoline Hartwig, die bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg auf Familienrecht spezialisiert ist.
Stalking als Waffe
Meistens, erzählt sie aus ihrem Berufsalltag, geht es beim Stalking um Freundschaften, die kaputtgegangen sind, um Ehepartner, fast immer um persönlichen Geschichten also, um Menschen, die sich einmal kannten, liebten und jetzt das Ende nicht verkraften können. Stalking findet fast nie unter Unbekannten statt. Die meisten Fälle passieren im ersten Trennungsjahr, wenn noch viele Emotionen einen klaren Blick verstellen. „Frauen und Männer nehmen sich da übrigens nicht viel.“ Oder es geht ums liebe Geld, um ein Erbe, das aus einer Familie einen verfeindeten Haufen macht. Aber auch um Neid oder Missgunst im Betrieb, im Büro. Schnell entstehen Feindschaften. Stalking und Mobbing sind dann nicht selten die Waffen, mit denen gekämpft wird. Ob privat oder im Beruf: Bei ihren Fällen tun sich „alle Abgründe menschlicher Beziehungen auf “, so Hartwig: Rache, Eifersucht, Hass.
Der Feind im Netz
Dabei gibt es ganz unterschiedliche Methoden, um den Gegenüber fertigzumachen. „Vom ganz subtilen dauerhaften Anstarren über anonyme Briefe bis hin zu in Gedichten verpackte Drohanrufe“. Auch das vor dem Haus mit dem Auto Auflauern gebe es noch, erzählt sie, aber auch von richtig gefährlichen Aktionen weiß sie zu berichten, wie dem versuchten Abdrängen des Ex-Partners von der Straße. Der Großteil aber finde zunehmend in den sozialen Medien statt, auf Facebook vor allem. Problem: Viele Fälle seien schwer greif- und nachweisbar. Manchmal fühlen sich vermeintliche Opfer auch nur angestarrt. Oftmals verfolge die Polizei Beschwerden daher nur bei wirklich eindeutigen Vorgängen, „nur dass jemand den anderen anguckt, reicht da noch lange nicht aus.“
Kontaktverbote
Wenn der Verdacht auf Stalking vorliegt, gibt es eine Reihe an Möglichkeiten. Die Polizei kann Platzverweise aussprechen. Doch zahlreiche Fälle landen vor Gericht und die Streithähne dann auch. Richter nämlich wollen meistens mit Täter und Opfer reden, um sich ein Bild machen zu können. Als Opfer sollte man die Taten dann gut belegen können, Stalking-Tagebücher vorlegen, Beweismittel, Briefe, Zeugen. Das Gericht kann dann über die Unterlassung gewisser Kontaktaufnahmen entscheiden, wie nah man sich einer Person nähern darf zum Beispiel, ob man noch Emails schreiben oder anrufen darf. Meistens sind solche Anordnungen auf sechs Monate beschränkt. Und wenn man sich nicht daran hält, drohen weitere Maßnahmen wie Zwangsgeld oder Zwangshaft. „Das kommt aber so gut wie nicht vor.“ Und in den seltensten Fällen, so Hartwig, komme der §238 des Strafgesetzbuchs zum Greifen, der „Nachstellung“ unter Strafe stellt. Vorher nämlich greifen bei schwierigeren Fällen schon andere Paragrafen, wie versuchte Körperverletzung, Beleidung oder üble Nachrede.
Ruhe bewahren
Doch am besten lässt man es gar nicht so weit kommen, so der Tipp von Karoline Hartwig, Aus ihrer Erfahrung weiß sie, dass es gegen Stalking nämlich vor allem eine Methode gibt: Nicht reagieren, „auch wenn das manchmal sehr schwer ist.“ Nach einigen Wochen, so weiß sie, hören Stalker in der Regel auf und geben Ruhe. Wenn natürlich Bedrohungen oder Beleidigungen vorlägen oder gar körperliche Übergriffe, dann sofort zur Polizei oder zum Anwalt. „Oft wirkt auch schon ein anwaltliches Schreiben, damit jemand aufhört.“
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Karoline Hartwig ist Fachanwältin für Familienrecht in der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg. In ihren Bereich fallen die Fachgebiete Scheidungs-, Umgangs- und Sorge-, Betreuungsund Vorsorge- und das Allgemeine Zivilrecht.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
19
ERÖFFNUNG DER LANDESAUSSTELLUNG FOTOS: SEBASTIAN BUFF
20
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
21
22
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
23
24
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
25
26
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
27
28
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
VON WOLFRAM HEGEN
86 Delikte an 52 Wochenenden und geschätzten 100 000 Besuchern im Jahr 2016 in einem Bereich von etwa 300 Metern mit etwa 20 Kneipen, Clubs und Lokalen zwischen 0 und 6 Uhr früh. Eigentlich sagen die Zahlen alles. Aber eigentlich geht es eben nicht um diese Zahlen, es geht auch nicht um Sicherheit, nicht um die Anwohner, nicht um die Polizei, eigentlich nämlich geht es nur um das Eine: Warum wird auf den Steinweg alle Jahre wieder eingeprügelt? Kann es sein, dass man das ungeliebte Kind eigentlich am liebsten loshätte? Ein Verdacht von Wolfram Hegen.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
29
PAWLOW Gefährlich wird es immer dann, wenn die Lösung schon um die Ecke kommt und freundlich aber bestimmt „Hallo“ sagt, obwohl das Problem noch gar nicht zu Ende gesprochen hat. Noch gefährlicher, wenn die Lösung eines Problems ganz einfach klingt, verständlich für jedermann ist, hübsch verpackt, und man gerne sofort „Ja, Du hast absolut Recht“ zu ihm sagen möchte. „Videoüberwachung“ ist so eine einfache Lösung. „Du, schau mal“, sagt die Lösung, „wenn sich jemand beobachtet fühlt, reißt er sich zusammen, oder?“ Klingt logisch, ist es aber nicht. Ein Mensch im Rausch und Rage denkt nicht mehr, schon gar nicht an Kamera. Ein Zweiter sucht sogar bewusst die öffentliche Wirkung seiner Tat. Ein Dritter zieht sich eine Kapuze über den Kopf. Ein Video also dient nicht zur Abschreckung. Nur zur
30
Aufklärung. Die Aufklärungsquote aber liegt dank der guten Polizeiarbeit ohnehin so hoch wie nie. Warum also Videoüberwachung? „Du, schau mal“, sagt die andere Lösung, „wenn wir einfach früher zumachen, passiert auch weniger“. Klingt logisch, ist es aber auch nicht. Aber lassen wir doch erst einmal das vermeintliche Problem zu Wort kommen.
MACHTVAKUUM Zwischen 80 und 90 Delikte pro Jahr im Steinweg an allen Wochenenden 2016 nachts zwischen 0 und 6 Uhr zusammen, nun ja, würde man als neutraler Beobachter sagen, bei geschätzten 100 000 Menschen pro Jahr im Steinweg sind das 0,08 Prozent Zwischenfälle. Bei allem ehrlichen Bedauern um jeden einzelnen Zwischenfall: Sind wir uns einig, dass das überschaubar klingt? Dennoch fordert die Polizei ein
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
früheres Ende des Nachtlebens, damit der Steinweg wieder sicher wird. Seit der Sperrzeitverkürzung 2005 nämlich seien die Deliktzahlen gestiegen. Umkehrschluss der Polizei also: Kommando zurück. Die Ordnungshüter vertreten damit handfeste und nachvollziehbare Eigeninteressen: Sie haben zu wenig Personal. Da würde es helfen, wenn der Tag schon um 3 Uhr früh endet und nicht erst um 5 oder 6. Aber bei allem Verständnis - es kann nicht sein, dass die Polizei Stadtentwicklung macht. Die Polizei hat die Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen. Die aber wird mehr und mehr der Security vor Ort überlassen. Deren Macht aber ist beschränkt. Die Polizei dagegen kann im Steinweg Präsenz zeigen. Das schreckt ab. Die Polizei kann im Steinweg Personen kontrollieren. Das schreckt ab. Sie also kann einen guten Teil zur Lösung des vermeintlichen Problems beitragen. An der Ursache aber kann sie nichts ändern: viele Menschen auf engem Raum mit viel Alkohol. Jetzt
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Der Steinweg im Februar 2013. Foto: Frank Wunderatsch.
mal ehrlich, liebe Väter und Großväter: Wie war das früher in den rauchgeschwängerten Wirtshäusern, auf den Schützen- und Volksfesten, in den Clubs und Diskotheken der Umgebung. Egal um welche Uhrzeit. War da immer alles friedlich? Also. Wer aber wären eigentlich die Verlierer der vermeintlichen Lösung eines angeblichen Problems?
HORROR Seit der Sperrzeitverkürzung auf 5 bis 6 Uhr früh im Jahr 2005 tobt die Party mehr und mehr in der Innenstadt, vor allem eben im Steinweg. Dort sind viele der Clubs und Bars. Dorthin geht man heute, die großen Diskotheken auf dem Land sind nicht mehr zeitgemäß, viele haben geschlossen, seit sie nicht mehr die einzige Alternative fürs Partyvolk sind. Dorthin aber sind früher junge Menschen in ihren
Golfs, Kadetts, Polos und 3ern hingefahren, weil ihnen das Leben in der Stadt zu öde war. Für nicht wenige endeten diese Fahrten am Baum. Discounfälle waren traurige Tagesordnung. Horrorszenarien für die Betroffenen, die Familien, die Einsatzkräfte. Die Zahl der nächtlichen Unfälle mit zwei, drei, vier und mehr getöteten oder ihr Leben lang verstümmelten jungen Menschen und traumatisierten Eltern aber hat sich drastisch reduziert. Auch wegen einer anderen Feierkultur hin zum Leben in der Stadt. Das ist eine wundervolle Nachricht. Wer heute also nach längeren Sperrzeiten ruft, riskiert das Leben von einigen Mädchen und Jungen aus der kommenden Generation. Wo nämlich sollten hier diejenigen hin, die länger feiern möchten? Nach Erlangen zum Beispiel. Die Stadt wird zwar oft von Befürwortern längerer Sperrzeiten als positives Beispiel angeführt, weil der Innenstadtkern dort um 2 Uhr die Pforten schließt. Erlangen verfügt aber in der Stadt über eine
Vielzahl an Clubs, die mehrmals wöchentlich bis früh um 5 Uhr offen haben. Da muss man dann eben hinfahren, mitten in der Nacht, mit ein paar Freunden im Auto…
KNIESCHUSS Am ärmsten dran sind in dieser Diskussion die Anwohner im Steinweg. Sie können eigentlich nur verlieren. Aktuell leiden sie vor allem am Wochenende an Lärm bis in die frühen Morgenstunden, verschmutzten Hauseingängen, Bierflaschen auf dem Pflaster und dem Gefühl der Unsicherheit (doch auch hier bei allem Verständnis: Wer nach 2005 und gerade in den letzten Jahren in den Steinweg gezogen ist, wusste schon, auf was er sich einlässt). Klar, dass viele einfach mal wieder ruhig schlafen möchten, sich nach mehr Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit sehnen.
Das Räumkommando rollt. Clubs werden schließen, teure Wohnungen werden entstehen, ein Stadtviertel wird verschnöselt.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
31
Und klar, dass man einer einfachen Lösung gerne zustimmt und es befürwortet, wenn die Kneipen und Clubs schon um 3 oder sogar um 2 Uhr dichtmachen. Dann wird es angenehmer zum Wohnen, Leben und Schlafen im Steinweg, weil dann vielleicht auch der eine oder andere Club zumacht. Dann öffnet vielleicht auch das eine oder andere gepflegte Straßencafé seine Türen und schließt sie um 18 Uhr wieder. Dann ziehen vielleicht auch mehr anständige gutangezogene und wohlerzogene Mieter ins Viertel, die früh um 6 Uhr ins Büro müssen und nicht erst von der Party nach Hause kommen. Dann aber werden manche Anwohner von heute nicht mehr im Steinweg wohnen, weil sie ihn sich dann nicht mehr leisten können oder wollen. Dann werden auch weniger Gastronomen im Steinweg ihr Geld verdienen, sie werden auch kein Personal mehr beschäftigen können. Die sogenannte Gentrifizierung ist ja nichts Neues. Auch in Coburg. Und das Räumkommando rollt.
32
SCHMUDDELKINDER Der Steinweg und vor allem seine Umgebung nämlich sind die übriggebliebenen Schmuddelkinder in der Stadt. Sanierungsbedarf, ältere Bausubstanz, Brachen, Leerstand. Das passt nicht mehr Coburg, das sich hübsch herausgeputzt hat in den letzten Jahren. Zuletzt die Ketschenvorstadt. In den nächsten Jahren also wird das Sanierungsgebiet VII umgepflügt. Zweistellige Millionenbeträge sollen in das Viertel fließen. Dann werden auch zeitgemäße Anlagen entstehen wie altersgerechtes Wohnen, barrierefrei, ruhig, ein bisschen Grün drum herum. Ein schönes ruhiges hübsches Viertel soll entstehen. Eine Partymeile passt nicht in ein solches Konzept. Und so prügelt man in schöner Regelmäßigkeit auf den Steinweg ein, verbreitet Angst-und-Schrecken,
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
spricht auch mal von „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“. Das ist billiger Populismus, aber nichts Neues in der politischen Kultur der Stadt: Mit schnell zusammengezimmerten Zahlen über mögliche Baukosten hat man schon das GlobeTheater als mögliche Ausweichspielstätte für das Landestheater beerdigt. Jetzt hat das Konzept den Deutschen Holzbaupreis gewonnen. Was also hätte man da für ein Schmuckstück haben können, das weit über die Grenzen Coburgs hinaus Strahlkraft gehabt hätte? Was hätte das Globe langfristig (hätte man es mal durchgerechnet) für Geld einspielen können, hätte man es doch auch nach der Sanierung des Landestheaters als einmaliger Konzert-, Partyund Veranstaltungsraum nutzen können. Für Jung und Alt gleichermaßen. Und jetzt dasselbe Spiel: Wieder müssen Zahlen herhalten, dieses Mal um eine angeblich ausufernde Sicherheitslage zu belegen. Wenn die Sperrzeiten aber verlängert werden, dann
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Der Steinweg im Februar 2013. Foto: Frank Wunderatsch.
ändert sich eben nicht nur die Sicherheitslage, es ändert sich das ganze Viertel: Clubs werden schließen, teure Wohnungen werden entstehen, ein Stadtviertel wird verschnöselt. Mit dem heutigen Steinweg wird es dann nicht mehr vergleichbar sein. Viele werden sagen, Gottseidank. Andere, schade drum, Coburg wird zur Puppenstube.
POTEMKIN Mehr ältere Menschen, mehr Eigentum, höherer Lebensstandard, das heißt auch mehr Bedarf an Sicherheit, am Bewahren des Geschafften, am Erhalten, an Sauberkeit, Ordnung und Ruhe. Das ist der normale Lauf der Dinge. Aber Junge und Junggebliebene, Andersdenkende, Anderslebende bleiben in dieser Welt mehr und mehr auf der Strecke. Weil es immer weniger von ihnen gibt, und
weil eine nur schicke, saubere, ordentliche, teure, schöne Stadt, eine nicht mehr vielfältige, sondern im wahrsten Sinne des Wortes einfältige Stadt auch keine jungen Menschen mehr anzieht. Junge Menschen nämlich wollen im besten Fall die zu Tode zitierte „gefühlte Großstadt“ aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept von Prof. Ackers aus dem Jahr 2008. Zu einer gefühlten Großstadt gehören Reibungspunkte, gehören Gegensätze. Die würde man opfern. Wer erleben will, wie selbst eine um ein vielfaches größere Metropole zur Provinz verkommt, dem sei ein Blick in die Bayerische Landeshauptstadt empfohlen und ein Artikel in der SZ vom Mai unter der Überschrift „Mia san mia? Nein, blöd san mia“. In diesem stellt ein gebürtiger Münchner, der 25 Jahre seines Lebens auch dort verbracht hat, seiner Heimat ein vernichtendes Urteil aus: „München ist eine Theaterkulisse auf den Schultern von sechs DAX-Konzernen. Die Schleuser hierher nennen sich
Headhunter. Sie haben eine Karriere- und Schlafstadt geschaffen, in die unentwegt Menschen kommen, um Geld zu verdienen und am Wochenende wandern zu gehen.“ Ja, eine Stadt lebt von gutgehenden Unternehmen, die Steuern in die Stadtkasse spülen. Ja, das ermöglicht Wohlstand, Infrastruktur, einen gehobenen Lebensstandard. Aber zu einer echten Stadt gehört eben auch das junge, laute, bunte, manchmal dreckige, unangepasste Leben wie die Majo auf die Pommes. Das ist Vielfalt statt Einfalt. Und noch hat Coburg seine Schmuddelkinder. Man sollte aufhören, auf sie einzuprügeln. Eine Replik zu diesem Leitartikel mit dem Titel „Last Exit Steinweg“ von Falk Zimmermann finden Sie in diesem COBURGER in der Rubrik „Auf ein Wort“ auf Seite 113.
Zu einer echten Stadt gehört auch das junge, laute, bunte, manchmal dreckige, unangepasste Leben wie die Majo auf die Pommes.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
33
VON WOLFRAM HEGEN
Schon wieder ReVolution? Schwerpunktthema Digitalisierung 34
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Ein fiktiver Dialog Was sagst Du? Es ist schon wieder Revolution? Ja freilich. Noch nicht bemerkt? Du bist doch schon mittendrin. Wieso? Na Smartphone, Google, Amazon und so. Naja, schon, irgendwie. Aber Revolution? Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Warum übertrieben? Naja, ist doch schon praktisch alles. Und macht Spaß. Und ist bequem. Eine Revolution ist ja eher nicht so „smart“, eher unruhig, unsicher, blutig, oder? Ja eben. Wieso ja eben? Na guck Dich doch mal um. Ja, mag sein, aber das hat doch nichts miteinander zu tun. Weißt Du das? Nein, wissen nicht, aber ich denk es mir halt. Hast Du damit ein Problem? Nein, das ist halt Deine Meinung - aber das ist ja auch typisch für eine Revolution. Was, das mit meiner Meinung? Was soll das denn jetzt schon wieder? Na bei einer Revolution weiß auch keiner, ob das Leben danach besser oder schlechter ist. Nur eines ist sicher: Es ist anders als vorher, oder? Hm, vielleicht hast Du Recht. Also schau mal: Da sind doch auf der einen Seite die Revoluzzer. Wo? Na im Silicon Valley. Die mit den Heilsversprechen. Mehr Gerechtigkeit, Bildung für alle, Wohlstand, Umweltschutz und so. Ach so, ok, ja. Und auf der anderen Seite? Da sind die Reaktionäre. Und wer soll das sein? Na das sind die aus der alten Welt. Alte Industrien und so, die herrschende Elite halt, die mit den Weltuntergangsprophezeiungen. Weniger Jobs, Überwachung, Umweltzerstörung. Und die beiden prallen jetzt aufeinander, oder? Ja genau: Google baut Autos, wir kaufen online ein, andere teilen nur noch, und Bargeld gibt’s auch bald keines mehr. Und was machst Du jetzt? Na weil ich Optimist bin, habe ich positive Beispiele und Meinungen gesammelt, wie die Revolution ausgeht. Alles aus der Region hier, wie die Revolution hier gestaltet, genutzt wird. Du hast Dich mit Revoluzzern unterhalten? Sozusagen, wobei die und wir ja alle eher Mitläufer sind. Wieso das denn? Na, wir können ja nicht mehr zurück, was geht, wird auch gemacht, war schon immer so, oder? Stimmt. Und wer auf der Seite der Reaktionäre steht, für den haben wir auch ein paar weiterführende Links zusammengetragen. Alles das, Geschichten, Infografiken, Interviews zum Sonderthema Digitalisierung auf den nächsten 16 Seiten.
« Die Fabrik der Zukunft wird zwei Angestellte haben, einen Menschen und einen Hund. Der Mensch ist dazu da, den Hund zu füttern. Der Hund, um den Menschen davon abzuhalten, die Geräte anzufassen. » Warren G. Bennis Präsident der Universität Cincinnati
AUSGABE 20 / APRIL 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
35
Aufbruch in die neue Welt Digitalisierung im Maschinenbau
36
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Gesponserter Beitrag
VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: SEBASTIAN BUFF
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
37
Man mag sie belächelt haben, die vielen Spieler, die scheinbar ziellos durch die Gegend irren, auf der Jagd nach virtuellen Zielen, nach Pokemons. Sie aber sind die spielerischen Vorreiter einer neuen Zeit, die auch handfesten Maschinenbauern Möglichkeiten eröffnet: Die augmented reality, die erweiterte Realität also kommt nämlich immer mehr an in unserer Lebenswirklichkeit, das zeigt ein Blick zur LASCO Umformtechnik GmbH.
Wie im Science-Fiction Robert Bätz sieht aus wie ein Superstar aus einem Science-Fiction-Film der 1990er Jahre. Auf dem Kopf trägt er eine Brille, eine moderne Skibrille fast, unten ohne Rand, der Blick auf die Augen ist kaum möglich, man fühlt sich von zwei Sensoren und Kameras gescannt, wenn er sich in unsere Richtung wendet, und auch der fest breite Ring zur Fixierung am Kopf steckt, so ahnt man, voller Technik. Die Hololens von Microsoft ist eine sogenannte Mixed-Reality-Brille. Sie lässt virtuelle zwei- und dreidimensionale Objekte mit der realen Sicht verschmelzen. Mittels verschiedener Sensoren erfasst die Hololens dazu ihre Umgebung dreidimensional.
Eine virtuelle Schaltzentrale Wenn sich Robert Bätz also auf der großen LASCO-Maschine bewegt, befindet er sich in einer anderen Welt, die ihm die Brille vorgaukelt, seine Hände greifen manchmal ins Nichts, aber nur für den Beobachter. Mit seinen Handbewegungen, seinen Gesten, mit der Bewegung seines Kopfes nämlich manövriert er sich durch seine neue Welt. Natürlich machen Techniker das nicht zum Spaß, sondern zu einem speziellen Zweck: Mit Hilfe der Hololens lassen sich Maschinen warten und reparieren. Weltweit. Die Anweisungen dazu kommen aus der virtuellen Schaltzentrale von LASCO. Dort sitzen Mitarbeiter vor Bildschirmen, auf denen dieselbe erweiterte Realität flimmert.
38
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Gesponserter Beitrag
Scheu war groß
Zeit und Geld sparen
Neue Möglichkeiten, die auch die Mitarbeiter faszinieren. Datenbrillen, virtuelle Realitäten, „das trifft den Zeitgeist“, weiß Geschäftsführer Lothar Bauersachs zu erzählen, der sich noch daran erinnert, wie schwer es früher war, per Videokonferenzen Fernwartung zu betreiben. Leider sei das damals nämlich wenig angenommen worden. „Die Scheu war groß, mit einer Kamera auf dem Kopf und Kehlkopfmikrofon durch ein Werk zu laufen.“ Doch das habe sich komplett verändert. „Es gibt da heute kaum mehr Berührungsängste.“
Die neuen Datenbrillen jetzt eröffnen aber auch in Sachen Service noch einmal eine völlig neue Welt. Sie sind in der Lage, eine Unmenge an Informationen in Echt-Zeit zu verrechnen und vor Ort zu einer neuen Welt zusammenzubauen. Und das über Tausende von Kilometern. Als ob der Mann vor Ort und die Fachleute in der virtuellen Schaltzentrale nebeneinander vor der Maschine stehen. Das ist wirklich direkte Kommunikation auf Onlinebasis mit Zugriff auf die Maschinensteuerungen, eine Fülle an verfügbaren und notwendigen Daten und mit Audio- und Videokommunikation. Auf diese Weise sparen beiden Seiten Zeit und Geld. „Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung, immer schnellerer Internetverbindungen, schneller Verarbeitung riesiger Datenmengen, das alles sehen wir bei LASCO als große Chance, mit dieser Technologie unsere weltweit tätigen Servicetechniker zu unterstützen und unseren Kunden den schnellstmöglichen Support bieten zu können“, so Bauersachs.
Die alte Welt Das ist eine gute Botschaft für LASCO. Die Maschinen des Coburger Unternehmens nämlich stehen überall auf der Welt. Und bei aller hohen Verfügbarkeit und Betriebssicherheit kommen auch immer wieder einmal Störungen vor, müssen Wartungen durchgeführt werden. Dann möchte LASCO seinen Kunden schnell und kompetent beiseite stehen, um einen möglichen Fehler sofort beheben zu können. Viel Expertenwissen ist dazu notwendig. Früher aber mussten sich Servicetechniker vor Ort auf sich alleine gestellt auf Fehlersuche begeben. Seit 1998 bot man dann klassische Fernwartungslösungen an, um weltweit auf Steuerungssysteme der Maschinen zugreifen zu können.
„Es gibt da heute kaum mehr Berührungsängste.“
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
39
VON WOLFRAM HEGEN
Smartes Stromnetz Digitalisierung ermöglicht Energiewende – das Beispiel SÜC
40
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
SCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG
Die Energiewende: Der Weg von Kohle, Gas und Atom hin zu Wind- und Sonnenkraft ist ein schwieriger Weg für Deutschland. Voller Unwägbarkeiten, steilen Anstiegen und tiefen Abgründen. Einen Wegweiser gibt es nicht: Noch nie hat sich eine moderne Industrienation vorgenommen, sich so radikal neu zu erfinden. Doch mittlerweile ist das Land auf dem Weg, ein
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Zurück ausgeschlossen. Dabei gibt es einen ganz entscheidenden Wegbegleiter: die Digitalisierung. Ohne ihre Möglichkeiten wäre die Energiewende nicht möglich. Letztlich nämlich passiert sie vor Ort, auch hier in Coburg, wo die SÜC sich der Herausforderung seit Jahren stellt. Und am smart grid der Zukunft mitbaut.
Gesponserter Beitrag
Früher, erzählt der SÜC-Hauptabteilungsleiter Elektrizität Dietmar Benkert, war die Welt einfach: Auf der einen Seite waren da nur einige wenige Kraftwerke, betrieben vor allem mit Kohle oder atomar, auf der anderen Seite die Verbraucher, Firmen und private Haushalte. Der Bedarf an Strom war gut planbar, je nach Jahr, Monat, Woche, Tag und Uhrzeit, je nach Branchen. Dann hat man parallel dazu die Kraftwerke gesteuert, die Produktion von Strom je nach Anforderung eben rauf- oder runtergefahren. Mit Kohle oder Atomstrom zum einen kein Problem, außerdem „ging ja alles nur in eine Richtung“, erzählt Benkert, „vom Erzeuger zum Verbraucher.“
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
41
SCHON WIEDER REVOLUTION?
Ferraris ist out In dieser einfachen Welt war er das Maß aller Dinge, der gute alte Ferraris-Zähler, benannt nach dem italienischen Elektrotechnik-Ingenieur und Wissenschaftler Galileo Ferraris. Dieses elektromechanische Messgerät für elektrische Energie ist millionenfach auf der ganzen Welt verbaut worden. Es ist leicht zu erkennen am sogenannten Ferraris-Läufer, jener horizontalen Scheibe, die dem Hausbesitzer Umdrehung für Umdrehung den Stromverbrauch anzeigt. Letztlich aber macht der Ferraris-Zähler aber eben wirklich nur das Eine: Zählen. Der einzige Wert, den er liefert, ist der Verbrauch seit der Installation oder seit dem letzten Ablesen. Keine weiteren Daten, keine Tages-, Wochen- oder Jahresspitzen.
Starr aber sicher In dieser einfachen Welt, erinnert sich Dietmar Benkert auch, habe man Studenten in die 800 Trafostationen im Netz der SÜC gesetzt, die 14 Stunden am Tag viertelstündlich die Zählerstände aufgeschrieben hätten, „handschriftlich“. Diese Daten habe man dann zurück in Coburg in den Computer eingetippt - „die Anfänge der Digitalisierung“ - und so endlich nach einigen Wochen einen Überblick über die Verbräuche zu unterschiedlichen Zeiten bekommen und daraus entsprechende Schlüsse
42
ziehen können, wann eben, zu welchen Jahres-, Monats-, Wochen-, und Tageszeiten mehr Strom gebraucht wird und wann eben weniger. Das war die alte Welt der Stromversorgung: ein starres aber sicheres System aus wenigen Bausteinen.
Es wird eine Kunst Die Welt von morgen wird anders aussehen: Schon jetzt gibt es allein im Netz der SÜC zweieinhalb Tausend Kraftwerke mehr als in der alten Welt. Sie benötigen auch keine Kohle oder atomare Brennstäbe, sie produzieren Strom aus Sonne und Wind. Man kann sie auch nicht nach Bedarf an- und abschalten: Sie produzieren Strom, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, und nicht, wenn Industrie oder Privathaushalte gerade Strom brauchen. Und es sind nicht nur Kraftwerksbetreiber, die Strom liefern, sondern auch die Verbraucher von früher sind zu Erzeugern geworden: Viele Hausbesitzer mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach speisen ihren Strom ins Netz ein. Es ist also so gut wie alles ganz anders als es einmal war. „Die Kunst wird es in Zukunft sein, diese Energie so zu steuern und zu verschieben, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist“ so Dietmar Benkert. Es geht darum, die Stromversorgung der Zukunft beherrschbar zu machen, regeln zu können. Um das aber überhaupt zu ermöglichen, um dieses smart grid, dieses intelligente Netz bauen zu können, benötigt man Daten, viele Daten.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
Zeit bis 2032 Die wiederum werden aus dem Netz kommen. Durch Sensoren zum Beispiel, die Daten aus jeder Trafostation über schnelle Verbindungen in Echtzeit an die Leitstelle liefern. Die Netzleitstelle ist seit wenigen Monaten dafür gerüstet, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden jetzt Schritt für Schritt die 800 Trafostationen im SÜC-Netz umgebaut, ein Viertel von ihnen ist schon angebunden. Und dazu kommen intelligente Messsysteme für alle Privathaushalte. Diese smart meter erfassen den Strombedarf viertelstündlich und sollen für ein smart grid die Daten ebenso direkt zur Leitstelle übermitteln. Der Bundestag hat dazu das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet. Im Herbst letzten Jahres beschloss das Parlament, spätestens bis zum Jahr 2032 die alten Ferrariszähler durch elektronische Zähler zu ersetzen.
Infos in Echtzeit Dann hat man als Energieversorger genug Informationen sowohl über die Menge an verfügbarem Strom als auch über den aktuellen Strombedarf und das in Echtzeit. Auf dieser Basis kann die SÜC den Stromverkehr regeln. Wäre zu viel Strom im Netz, wird der an die nächsthöhere Stelle, an das Bayernwerk übertragen, wenn dort auch kein Platz mehr im Netz ist, muss heruntergeregelt werden:
AUSGABE 21 / JUNI 2017
SCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG der Zufluss von Energie durch eine Solaranlage zum Beispiel wird gestoppt. Sollte einem Besitzer einer Solaranlage dadurch finanzieller Schaden entstehen, weil eine Einspeisevergütung ausbleibt, müsste ihm diese ersetzt werden. „Bayernweit ist das schon einmal passiert, hier aber noch nicht“, sagt Dietmar Benkert. Außerdem betrifft das auch nur größere Anlagen, die von der SÜC ansteuerbar sind.
Gesponserter Beitrag
zu viel Strom im Netz ist, wird vollautomatisiert die Waschmaschine angesteuert, das Elektrofahrzeug kann aufgetankt, der Warmwasserspeicher geladen werden, und das zu einem günstigen Preis und bequem. Noch ist dieses smarte Stromnetz Zukunftsmusik, die SÜC aber ist auf dem Weg, und die Digitalisierung macht es möglich.
Zukunftsmusik Angst verbreitet allerdings eher ein anderes Szenario: Dass zu wenig Energie da ist, weil bei schlechtem Wetter auch noch der Wind ausbleibt, die Industrie dadurch ihre Maschinen nicht betreiben kann, im Privathaushalt der Fernseher ausbleiben muss. Dann müssten laut Gesetz diskriminierungsfrei Abnehmer abgeschaltet werden – mit 18 Minuten Vorwarnzeit. Doch die letzte sogenannte „Dunkelflaute“ (keine oder kaum Sonne/ kein Wind) im Winter hatte keine Folgen, beruhigt Benkert, der ohnehin vor allem auf die positiven Möglichkeit von smart metering und smart grid verweist: Langfristig können Verbraucher durch die neuen Technologien Energie und damit Geld sparen, Experten gehen von etwa fünf bis zehn Prozent aus, das macht für eine vierköpfige Familie nach aktuellem Stand bis zu 100 Euro im Jahr. In einem smart grid nämlich könnten über eine Steuerbox Elektrogeräte zentral angesteuert werden: wenn z.B. durch viel Sonne und einen heranziehenden Sturm
AUSGABE 21 / JUNI 2017
In der einfachen Welt, erinnert sich Dietmar Benkert auch, habe man Studenten in die 800 Trafostationen im Netz der SÜC gesetzt, die 14 Stunden am Tag viertelstündlich die Zählerstände aufgeschrieben hätten, „handschriftlich“.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
43
Gesponserter Beitrag
SCHON WIEDER REVOLUTION?
Digitalisierung in der Werbebranche Die digitale Revolution rüttelt an den bestehenden Modellen der Wertschöpfung. Auch in der Werbung. Reklame war gestern, Zeitung, Radio und TV haben schon lange Konkurrenz bekommen – das Netz, soziale Medien, neue Technologien, neue Kanäle zum Kunden. Der Leser, Nutzer, Zuschauer und Hörer von früher ist in dieser interaktiven Welt vom Empfänger zum Sender geworden. Die vielen Daten über sein Verhalten ermöglichen zielgruppenspezifische Werbung wie nie zuvor. Die Argumente klingen verlockend: günstigere Preise, hohe Leistung, mehr Transparenz. Doch mehr Möglichkeiten sorgen auch für mehr Komplexität und damit mehr Verunsicherung – das ist eine große Chance, aber auch eine Herausforderung zugleich für Werbeagenturen, sagt Björn Hieber, Geschäftsführer der Agentur markatus aus Coburg und Berlin.
COBURGER: Wie hat sich die Anforderung an Werbeagenturen in den letzten Jahren verändert? Hieber: Bis vor wenigen Jahren ging es ja für Agenturen in erster Linie darum, sich im Auftrag ihrer Kunden um den kreativen Input zu kümmern, die Werbemittel entsprechend zu gestalten, die Mediaplanung zu organisieren, also in welchen Werbekanälen wann welche Werbung platziert wird, und als Hauptagentur den Werbeetat dementsprechend zu steuern. Man war also klassischer Dienstleister in enger Absprache mit der Marketing- oder Werbeabteilung des Auftraggebers. Das hat sich gewandelt. Heute sind Agenturen wesentlich näher dran am Unternehmen, nicht mehr nur als Dienstleister, sondern als Berater. Die Digitalisierung und ihre marketingrelevanten Möglichkeiten greifen viel tiefer in Unternehmensprozesse ein als früher die Gestaltung und Steuerung klassischer Werbung. Vor diesem Hintergrund begleitet man als Agentur Unternehmensveränderungen sehr intensiv. Letztlich geht es darum, effizient Marketing zu betreiben. Da wird viel in Frage gestellt, da werden Strukturen auch mal aufgebrochen. Als Agentur muss man also auch heute noch kreativ sein und gut planen und organisieren können, dazu aber eben auch strategisch denken. COBURGER: Sind Strategien aber nicht eigentlich die Aufgabe vom Unternehmen selbst? Hieber: Letzten Endes schon, nur das Unternehmen selbst kennt ja seine Branche, seine Markt, seine Kunden. Doch wie es seine Zielgruppe erreicht oder überhaupt erst erschließt, über welche Kanäle das am besten funktioniert, da hat sich eben in den letzten Jahren sehr viel getan, und das noch in einer sehr hohen Geschwindigkeit. Da kann man als Unternehmen sehr leicht den Überblick verlieren, was überhaupt relevant ist. Und es macht ja häufig keinen Sinn, eine Vielzahl an externen Dienstleistern und Agenturen zusammenzubringen, um sich selbst erst einmal den Überblick zu verschaffen. Dann ist der Zug schon längst weitergefahren. Hier setzen mehr denn je Agenturen an, entschleunigen Marketingprozesse für ihre Auftraggeber, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Um das aber leisten zu können, setzen sich Agenturen mehr als früher intensiv mit dem Unternehmen auseinander, wollen es gut kennen. Nur daraus entstehen dann vertrauensvolle verbindliche langfristig erfolgreiche Beziehungen zwischen Unternehmen und Agenturen. COBURGER: Und wie müssen sich Agenturen intern aufstellen? Ich kann da nur von uns sprechen: Es gibt vor allem drei Kompetenzen, die wir als Agentur aufbauen und pflegen: Zum einen arbeiten wir an unseren analytischen Fähigkeiten. Da gibt es viele technische und intellektuelle Tools, über die wir mittlerweile verfügen. Zum zweiten sind wir fit in Sachen OnlineMarketing, um den Kunden umfassend beraten zu können. Das betrifft sowohl die Erstellung von Inhalten als auch umfassende Kenntnisse der Marketing- und Onlinewelt im Netz. Zum dritten verschieben sich die Schwerpunkte unserer Arbeit vom kreativen Feld hin zur Technik. Es gibt ganz einfach mittlerweile eine große Anzahl an Werkzeugen, die auf der Basis der Digitalisierung und der entsprechenden großen Datenmengen hervorragende Dienste für unsere Kunden leisten können.
markatus | markantes marketing Coburg und Berlin, www.markatus.de
44
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Gesponserter Beitrag
SCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG
GoCoburg – Deine Innenstadt im Netz Von einer digitalen Idee zur smarten Einkaufstour
Im Februar 2016 ging so das Projekt GoCoburg an den Start. GoCoburg ist eine Plattform, die im Internet sichtbar macht, was es in der Coburger Innenstadt zu kaufen und zu entdecken gibt. „Mit Desktop-PC und Laptop oder unterwegs mit Tablet und Smartphone können die User entdecken, was Coburger Händler, Dienstleister und Gastronomen zu bieten haben“ berichtet Initiator und Betreiber Andreas Kücker. Um möglichst viele Onlinenutzer zu erreichen, gibt es GoCoburg als Webseite, auf Facebook, Instagram, bei Pinterest und Twitter, als Newsletter und als Whats-App-News. Diese Formate werden nicht nur durch eine aktive Suche im Netz gefunden, sondern werden den Konsumenten dort aktiv präsentiert, wo sie sich in ihren sozialen Netzwerken bewegen. Ziel ist also nicht, die Innenstadt vollkommen zu digitalisieren und den Handel nur noch im Internet zu ermöglichen, sondern die Attraktivität der Innenstadt zu zeigen und Menschen mit emotionalen Geschichten wieder in die Stadt zu locken. Zusätzliche Serviceangebote sollen die Anreise, den Aufenthalt und das Innenstadterlebnis verschönern und erleichtern. Wie aber funktioniert dieses „Geschichten-Erzählen“ (Story-Telling) und welche Serviceangebote bieten einen Mehrwert für die Besucher? – Anstatt tägliche Sonderangebote auf den verschiedenen Kanälen zu streuen, nutzen die Coburger Betriebe die Plattform, um kleine Geschichten zu erzählen. Hierbei geht um die Inhaber/innen selbst, einen Vorteil direkt im Laden einzukaufen, eine erhaltene Service-Auszeichnung oder ein trendiges Sortiment passend zur Jahreszeit. Auch Veranstaltungen, Neueröffnungen oder gesamtstädtische Aktionen wie Produkte zur bayerischen Landesausstellung werden auf der Plattform dargestellt. Als Service können Nutzer auf der Seite erfahren, wo man am besten parkt, wo sich die Fahrradstellplätze befinden, wie man am schnellsten zum nächsten Briefkasten kommt oder sich der nächste Bankautomat befindet. Auch Spielplätze, Still- und Wickelpunkte und die nächste Toilette sind hier zu finden; wie das Wetter in den nächsten Tagen aussieht und man trocken in das nächste Geschäft kommt, ist ebenfalls abrufbar. „Hier haben wir Rückmeldungen und Kundenwünsche aus dem Handel berücksichtigt und das System weiterentwickelt “, so Citymanager Jörg Hormann, „viele Anregungen erhielten wir direkt an der Ladentheke.“
©Tourismus und Stadtmarketing/Citymanagement Coburg
Vor zwei Jahren wurde in einem Büro mitten in der Coburger Innenstadt aus einer fehlenden Information eine Idee geboren. Dem Herzens-Coburger und Inhaber der Agentur klickfeuer GmbH, Andreas Kücker, fiel auf, dass viele Coburger sich analog und digital über die Innenstadt unterhielten, und dabei viele Fragen zum Angebot an Händlern, Dienstleistern und Gastronomen auftauchten. Er startete eine Facebookseite, um regelmäßig über Neueröffnungen oder Einkaufstipps zu berichten. Aus der positiven Resonanz heraus wurde die Idee einer Onlineplattform geboren, die eine Übersicht über alle Handelsbetriebe der Coburger Innenstadt bietet. Auf Grund der guten Vernetzung Coburger Akteure im Bereich der Digitalisierung waren die Partner für ein solches Projekt schnell gefunden. „In Coburg hat man frühzeitig erkannt, dass der Aufbau einer digitalen Infrastruktur für Unternehmen, Händler und Verwaltung von großer Bedeutung ist“, so Karin Engelhardt, Leiterin der Stabsstelle E-Government, die bereits im Jahr 2001 eingerichtet wurde. Gemeinsam haben die Partner klickfeuer GmbH, E-Government der Stadt, Wirtschaftsförderung Coburg und Citymanagement eine erste Webseite entworfen. Während der erfolgreichen Bewerbung um die „Digitale Einkaufsstadt Bayerns“ des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie wurden Ziele und Details ausgearbeitet.
mit über 35.000 Besucher auf der Internetseite, die lange Aufenthaltszeit auf der Seite und den Gefällt-mir-Angaben mit 4.560 Likes auf Facebook nach 15 Monaten nachzählen, vielmehr sind es die Rückmeldungen aus dem Handel, die den Nutzen bescheinigen. Eine Besucherin aus Jena gab an, auf eine Boutique in einer Nebenstraße über GoCoburg aufmerksam geworden zu sein. Eine Buchhandlung verkaufte um Weihnachten 2016 mehr Bücher-Abonnements an Kunden aus dem Landkreis als je zuvor in einem Monat und ein Sanitätshaus hat nach einem Post auf Facebook schnell keine BLACKROLLS mehr auf Lager.
Entdecken Sie selbst, was unsere Innenstadt für Sie zu bieten hat: www.gocoburg.de.
Dass die Coburger Innenstadt vieles zu bieten hat und die Plattform bei den Kunden ankommt, lässt sich inzwischen nicht mehr nur an den reinen Klickzahlen
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
45
Gesponserter Beitrag
SCHON WIEDER REVOLUTION?
Wirtschaft 4.0 Sie stellt Geschäftsmodelle auf den Kopf, automatisiert, standardisiert, revolutioniert: Die Digitalisierung sorgt für große Umbrüche für Industrie, Handel, Dienstleister. Wer sich der Herausforderung nicht stellt, wird von der Unternehmenslandkarte verschwinden. Wir haben uns dazu mit Friedrich Herdan unterhalten, dem Präsidenten der IHK zu Coburg.
Wie ist der Stand der Digitalisierung in der Region Coburg aus Ihrer Sicht? Friedrich Herdan: Das Interesse am Thema Digitalisierung ist am Hochtechnologie-Standort Coburg sehr hoch. Und die Bereitschaft, dabei in Netzwerken zusammenzuarbeiten, ist stärker ausgeprägt als in anderen Regionen. Aktuelles Beispiel: Vor wenigen Tagen hat sich mit dem Verein „Zukunft.Coburg.Digital e.V.“ ein starkes Netzwerk mit derzeit 27 Unternehmen gegründet. Der Wirtschaftsraum Coburg beheimatet viele Unternehmen, die als Innovatoren und Marktführer Schrittmacher sind und die Chancen der Digitalisierung nicht nur erkannt haben, sondern auch nutzen. Diese hohe Dynamik ist sicher ein Grund dafür, dass unsere Unternehmen bei der Digitalisierung deutlich weiter sind als in Deutschland insgesamt. Das belegt unsere Potenzialstudie im Verbund mit den nordbayerischen IHKs. Was muss der lokale Handel tun, um im Wettbewerb mit Amazon & Co zu bestehen? Friedrich Herdan: Bei den Coburger Einzelhändlern ist längst angekommen und auch etabliert, dass es nie um die Frage geht: Stationärer oder OnlineHandel? Ziel ist, beides sinnvoll zu verknüpfen. Der Coburger Einzelhandel setzt zunehmend auf neue technische Verkaufsmöglichkeiten. Fast jeder Branchenvertreter ist in elektronischen Verzeichnissen vertreten, die Hälfte hat eine eigene Homepage, jeder siebte betreibt Online-Handel. Immer wichtiger werden mobile Endgeräte, alle Online-Anwendungen müssen deshalb im „responsive design“ angelegt sein. Im Rahmen der Initiative „Digitale Einkaufstadt“ erarbeitet ein Expertengremium mit den Coburger Einzelhändlern digitale Strategien und maßgeschneiderte Lösungen. Im Portal „GoCoburg“ sind Händler, Dienstleister und Gastronomen der Innenstadt mit Anschrift, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Lageplan aufgelistet. Außerdem gibt es Fotos, Beiträge zu Neuigkeiten und Angeboten sowie Infos zu besonderen Veranstaltungen. Also der lokale Handel tut eine ganze Menge.
46
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
Die USA mit ihren zahlreichen Angeboten vor allem aus Silicon Valley sind in der Digitalisierung Vorreiter. Hat Deutschland die Entwicklung verschlafen? Friedrich Herdan: In der öffentlichen Aufmerksamkeit wird gerade bekannten Hightech-Konzernen wie Apple, Google, Facebook und Amazon besondere Technologiekompetenz zugerechnet. Und in ihren jeweiligen Märkten haben die Großen aus dem Silicon Valley unbestritten eine führende Rolle. Tatsache ist aber auch, dass gerade unsere Automotive- und Maschinenbauunternehmen traditionell zu den Vorreitern in der Nutzung moderner Technologien gehören. Und vergessen wir eines nicht: Die wirtschaftliche Entwicklung im Silicon Valley gründet darauf, dass sich um die IT-Industrie herum Wissenschaft, Forschung, Universitäten, Venture Capital und schließlich Start-ups angesiedelt haben, die neue Ideen und Produkte entwickelten. Ähnliches ist in Coburg am ehemaligen Güterbahnhof mit dem Band der Wissenschaft und Forschung geplant. Sind Unternehmen und damit Arbeitsplätze in der Region durch Digitalisierung gefährdet? Friedrich Herdan: Durch die digitale Interaktion zwischen Mensch, Maschine, Produktion und Dienstleistung über die Nutzung neuer Informationstechnologien kommen etablierte Geschäftsmodelle unter Anpassungsdruck. Die Wirtschaft 4.0 stellt also neue Anforderungen an Knowhow und Fähigkeiten der Mitarbeiter. Dadurch werden sich bestehende Jobs verändern oder wegfallen, aber es werden auch neue entstehen. Laut einer Studie im Auftrag des Maschinenbauverbandes VDMA halten sich wegfallende und neu entstehende Arbeitsplätze in etwa die Waage.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Arbeitnehmer Deutschland: "Ich glaube nicht, dass mein Job in den nächsten fünf bis zehn Jahren automatisiert wird."
Arbeitnehmer Deutschland: "Ich fühle mich für die Digitalisierung gut gerüstet."
73 %
70 %
Anteil der Men schen in Europa, die g lauben dass Roboter ih , nen die Arbeit weg nehmen werden:
Menge der Daten, die ein OberklasseFahrzeug während einer Stunde Fahrt erzeugt (in Gigabyte):
Rechenleistung eines OberklasseFahrzeugs (in Heimcomputern):
70%
2,5 Pro Digitalisierung: Anteil der Deutschen, die folgende Begriffe erklären können: Cloud
47 %
LTE
39 %
Steuerung des Straßenverkehrs:
79 %
Digitale Stimmabgabe bei Bundestagswahlen:
61 %
Contra Digitalisierung
Elektronische Gesundheitsdienste
27 %
Intelligenter Stromzähler
20 %
Shared Economy
12 %
E-Government
11 %
Internet der Dinge
10 %
E-Health
9 %
Big Data
8 %
Virtueller Sex:
… stimmten mit JA ab.
28 % 15 %
Männer
Kontrolle von Gesundheit und Fitness:
Frauen
17 %
Neutral: chung Videoüberwa Ja 6% 42 % Nein | 4 de Selbstfahren Autos 6% Ja 42 % Nein | 4
Smart Meter
6 %
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
47
SCHON WIEDER REVOLUTION?
Service
Das Sonderthema Digitalisierung. Je nach Sichtweise sorgt es für Begeisterung oder Befürchtung, für Zustimmung oder Ablehnung, für Freude oder Angst. Wie immer liegt die Wahrheit vermutlich in der Mitte. Um sich
dieser neben unseren Geschichten im COBURGER noch weiter zu nähern und sich eine eigene Meinung bilden zu können, haben wir hier die Links zu ein paar zusätzlichen Veröffentlichungen.
Zugang zu zahlreichen Infografiken, Publikationen und Informationen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digitalisierung.html
Über die Risiken der Digitalisierung für Arbeitnehmer hat sich die Hans-Böckler-Stiftung Gedanken gemacht: www.boeckler.de/pdf/p_mbf_report_2016_24.pdf
Zahlreiche Berichte, Hintergründe, Kritik hat Brand EINS im Sonderthema „Digitalisierung“ zusammengetragen: www.brandeins.de/archiv/2016/digitalisierung/
Wie sich Städte in Zukunft durch die Digitalisierung ändern können, ist Thema eines Artikels in der FAZ: www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzkonferenz-dld/ digitalkonferenz-wie-staedte-intelligenter-werden-14666722. html
Über die Chancen der Digitalisierung äußert sich Wissenschaftler Hans-Jörg Bullinger in einem Interview des manager magazins: www.manager-magazin.de/ unternehmen/artikel/hans-joerg-bullinger-ueber-chancender-digitalisierung-a-1118356.html
Zum Spannungsfeld von Digitalisierung, Datenschutz und Demokratie ist in der ZEIT eine Geschichte erschienen: www.zeit.de/2017/18/digitalisierung-politik-bedrohungdemokratie-industrie-4-0-datenschutz
Viel Spaß beim Lesen
www.hoernlein-feyler.de
Wir setzen auf Spezialisierung. Wolfgang Hörnlein
Volker Albrecht
Dr. Thomas Kunze
Fachanwalt Medizinrecht Fachanwalt Versicherungsrecht Fachanwalt Verkehrsrecht
Fachanwalt Sozialrecht Fachanwalt Strafrecht
Fachanwalt Verkehrsrecht ADAC-Vertragsanwalt
Frank Sitte
Dr. Wolfgang Hacker
Fachanwalt Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt Medizinrecht
Maren Feyler Kasernenstraße 14 • 96450 Coburg
T. 09561/ 80110 www. hoernlein-feyler.de 48
Fachanwältin Familienrecht Fachanwältin Erbrecht Mediatorin (univ.) Zert. Testamentsvollstreckerin
Eva Grabolus
Lutz Lindner
Fachanwalt Arbeitsrecht Fachanwältin Familienrecht Fachanwalt Verkehrsrecht
Heidi Schüler
Julia Gremmelmaier
Karoline Hartwig
Fachanwältin Verwaltungsrecht
Rechtsanwältin
Fachanwältin Familienrecht
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
Diese Kanzlei ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert für anwaltliches Dienstleistungsund Kanzleimanagement.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
AUSBILDUNG
Einmalig in Coburg und Umgebung
Ein neuer Weg zum Traumberuf Ausbildung zur/zum Altenpfleger/in in Teilzeit Bea Pfeuffer, Lena Gerstenlauer, Michela Jahn, Melanie Vogt, Sabine Weikard und Nadja Reuß. Fünf Frauen, die mitten im Leben stehen, Familie haben, arbeiten, gefordert sind. Und dennoch auch noch nebenbei eine Ausbildung machen – zur Altenpflegerin. Möglich macht das die Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD). Diese bietet im Privaten Beruflichen Schulzentrum in der Parkstraße in Coburg die Ausbildung zur/zum Altenpfleger/in an – und zwar in Teilzeit, einmalig in Coburg und Umgebung. Die fünf Frauen gehören dem ersten Jahrgang an, der zurzeit seinen Abschluss macht. Drei schriftliche, drei mündliche Prüfungen noch, dann sind sie geschafft, vier Jahre Teilzeitausbildung. Die neue Schulordnung macht es möglich. So soll der große Bedarf an Pflegekräften zukünftig gedeckt werden können. Mit Erfolg: „Wir hätten die Ausbildung sonst nie machen können“, bestätigen alle fünf einhellig. Das Arbeitsamt zahlt etwas dazu oder der Trägerbetrieb, damit man auch in den vier Jahren über die Runden kommt. Die Ausbildung nämlich hat es in sich: Fünf Stunden Theorie in den Räumlichkeiten in der Parkstraße oder Praxis in einer Altenhilfeeinrichtung in der Region jeden Tag, also 25 Stunden in der Woche. Nach den vier Jahren wissen und können die examinierten Altenpflegerinnen dann aber auch alles, was man für die Pflege alter Menschen braucht. Von weitreichenden medizinischen Kenntnissen und Fertigkeiten, um die anvertrauten Menschen kompetent betreuen und Behandlungen gemäß Arztbrief im Heim fortführen zu können, über Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung bis hin zu Rechtsfragen. Früher war Pflegerin ein dienender Beruf, heute ist er zunehmend auch akademischer Natur, ist „interessanter, anspruchsvoller, vielseitiger
Altenpfleger/in Teilzeitausbildung • Vier Jahre staatlich anerkannte duale Ausbildung • 2100 Stunden Theorie in Schule • 2500 Stunden Praxis in Einrichtungen der Altenpflege
geworden“, erzählen sie, die sich keinen schöneren Beruf vorstellen können. „Das ist ein Traumberuf, er macht Spaß, ist abwechslungsreich, man bekommt viel Anerkennung, Bestätigung.“ Und man hat hervorragende Berufsaussichten: „13 Bewerbungen, 19 Zusagen“ scherzen sie, alle konnten sich schon vor ihrem Abschluss den Job aussuchen, der es später sein soll, „da hat man dann auch ganz gute Verhandlungsmöglichkeiten“, die meisten werden in Altenheimen oder ambulant in Sozialstationen arbeiten. In der Zukunft ist dann auch ein beruflicher Auf- oder Umstieg möglich, in die Heimleitung zum Beispiel, ins Hygienemanagement oder in andere medizinische Einrichtungen wie die Palliativpflege. Aber eines ist ganz wichtig: Man sollte offen sein, gerne mit Menschen arbeiten, empathisch sein, das sei die wichtigste Voraussetzung, um später als gute(r) Pfleger/in zu arbeiten und Freude an dem Beruf zu haben. „Also am besten vorher schon einmal ein Praktikum machen“, so ihr Tipp, damit man weiß, ob Altenpflegerin das Richtige für einen sein könnte.
Weitere Informationen: Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD) Privates Berufliches Schulzentrum Coburg Parkstraße 49 | 96450 Coburg
• Ausbildungsbeginn jährlich im September • Privates Berufliches Schulzentrum der GGSD in Coburg
09561/ 8191-0 www.ggsd.de/coburg
• Förderung durch Agentur für Arbeit möglich AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
49
50
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
ANDREAS LEOPOLD SCHADT FOTOS: SEBASTIAN RÜGER
WIE DAS LEBEN SO SPIELT Andreas Leopold Schadt: ein Drehbuch Vor drei Jahren noch hatte er sich von der Schauspielerei verabschiedet, hatte ein Lebenskapitel zugeschlagen, dessen Dramaturgie ihm nicht mehr taugte, das kein Zeug zum Bestseller hatte. Doch dann klingelte das Telefon. Jetzt spielt er den Kommissar Sebastian Fleischer im Frankentatort, den Rainer Sturm bei „Dahoam ist Dahoam“ und ist bald in weiteren Rollen im Fernsehen zu sehen: Andreas Leopold Schadt. Der gebürtige Hofer lebt seit einigen Jahren in Lautertal bei Coburg. Hier das Konzept für sein Drehbuch. Autor Wolfram Hegen.
Hauptrolle Andreas Leopold Schadt. Franke. Rein altersmäßig ein Enddreißiger, der aber am Anfang steht. Am Anfang einer Karriere, die eigentlich schon beendet war, obwohl sie nie so richtig begonnen hatte. Ein Leben im Aufbruch. Grund genug für eine leicht euphorisierte Grundstimmung, die ob des gepflegten Hofer Slangs nonchalant rüberkommt. Schadt bewegt sich auf einem spannenden Grat zwischen klugen philosophischen Lebenseinsichten und bodenständiger Derbheit, der fränkische Zungenschlag macht aus seinen Monologen eine nahezu kabarettwürdige Selbstanalyse, wenn er über sich redet, existenzielle Nöte, Brüche im Lebenslauf, jetzt das neue Selbstwertgefühl. Dabei wirkt er so in sich ruhend, so gelassen vor sich hin plaudernd, dass man ehrlich erstaunt ist, dass er sich bis vor wenigen Jahren so gar nicht selbst annehmen konnte, dass dieses Gefühl ihm aber nicht der neue berufliche Erfolg, sondern zuallererst seine Freundin vermittelt hat, die ihn so annahm wie er ist. Und die ihn mitnahm nach Coburg.
Neben- aber eigentlich auch Hauptrolle Da war er noch kein Kommissar, da kannte ihn noch kaum einer, da war er ein Mitdreißiger, der sein erstes Leben als Schauspieler hinwerfen, der psychotherapeutischer Heilpraktiker werden wollte. Einer auf der Suche eben, auch nach etwas Halt, nach einem Ruhepol, nach einer Frau fürs Leben. Und weil „ich frustriert war“, das Mädels kennenlernen von früher in der Disko nicht mehr funktionierte, meldet er sich auf einer Dating-Plattform an. Er bekommt Kontakt zu einer Coburgerin, man schreibt sich, man telefoniert zum ersten Mal, man trifft sich „in der Mitte natürlich, in Kronach“, man hat sich mehr zu sagen, man mag sich, man zieht nach Lautertal, bekommt eine gemeinsame Tochter. „Meine Freundin hat großen Anteil daran, wie ich mich entwickelt habe“, sagt Schadt heute. Er hat mehr Vertrauen in sich, in das Leben, „wenn eine Tür zugeht, geht woanders eine auf.“ Er hat gelernt, Nein zu sagen, wenn er etwas nicht schafft, sich es sich nicht zutraut, sich ausgenutzt fühlt. Seine Freundin, seine kleine Familie, seine neue Heimat sind seine Konstanten im Leben. „Ich bin sehr gerne hier, in Coburg, meine Familie ist mein Lebensmittelpunkt, und ich hoffe, dass das so bleibt.“
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
51
ANDREAS LEOPOLD SCHADT
Exposition Ein bisschen Stabilität im Leben, das ihn bisher ganz schön hin und hergeworfen hat. Hof oder besser Konradsreuth bei Hof waren schon länger kein Zuhause mehr, „weil es mein Leben von früher dort ja nicht mehr gibt“. Sein berufliches Leben führte ihn an die Schauspielschule nach München, „wo man mir meine naive fränkische Spiellaune erst einmal ausgetrieben hat.“ Das hat er bis heute nicht so richtig verwunden. „Warum muss man jemanden erst brechen, um ihn dann wieder aufzubauen?“ In den nächsten Jahren denkt er oft an die Worte seiner Großeltern, die ihm doch gesagt hatten, er solle „was Sicheres, was Solides machen.“ Aber das hat er verpasst. Er hat keinen Plan B, um gut existieren zu können. „Ich habe ja nichts Richtiges gelernt.“ Denn er steht zwar bald auf Bühnen in Erlangen, Braunschweig, Bremen, in Muhr, Basel, Bruchsal, Heidelberg, aber „Bühnentechniker verdienen ja mehr als Schauspieler“, also muss er sich immer wieder durchschlagen, „ich habe fast alles gemacht, was man sich vorstellen kann“: Kulissenschieber, Pflasterer, Caterer in der Allianz-Arena. Seine damalige Freundin wird schwanger, er zum ersten Mal Vater. Er arbeitet rund um die Uhr, ist kaputt, erschöpft, und es reicht trotzdem nicht. „Das mit der Schauspielerei wird nichts mehr“, denkt er. Und denkt um: Er beginnt eine Ausbildung zum psychotherapeutischen Heilpraktiker mit Schwerpunkt Drama- und Theatertherapie in Berlin. Doch die Ausbildung wird er nicht beenden, er probiert zwar die Prüfung zum Heilpraktiker 2015, es reicht aber ganz knapp nicht. Das hat einen Grund.
Wendepunkt 2014 nämlich klingelt das Telefon. Er ist gerade mit seinem Sohn in Hof, die staatliche Schauspielagentur ruft an. Es geht um ein Casting für den Tatort. Ok, sagt er, er werde vorbeikommen. Er macht sich keine großen Hoffnungen, zu oft schon ist er enttäuscht worden. Anfang Juli 2014 aber unterbricht er sein Blockseminar in Berlin, fährt nach Coburg und von dort weiter nach Nürnberg. Casting, das heißt meistens kurzer Auftritt, etwas anspielen, fertig. Doch dieses Mal ist alles anders. Eine halbe Stunde steht Schadt auf der Bühne. Regisseur Max Färberböck, eine echte Nummer im deutschen Filmgeschäft, mehrfacher Preisträger, ist begeistert von Schadt. „Ja. Großartig. Ich will Dich haben, aber ich kann es Dir noch nicht versprechen.“ Die Tage danach schwankt Schadt zwischen Euphorie und Verunsicherung. Eine Woche wartet er auf den Rückruf. Dann klingelt es, aber das Telefon ist lautlos. Auf der Mailbox die Bitte um Rückruf. Er ruft zurück, es ist besetzt. Dann kommt er endlich durch. „Ja, also wir würden Ihnen gerne die Rolle des Sebastian Fleischer anbieten, das Drehbuch schicken, sie lesen es sich durch und sagen dann, ob sie das machen wollen.“ Schadt sagt sofort zu, noch am Telefon. Ohne das Drehbuch vorher zu lesen. „Ich habe immer gesagt, ich bin Schauspieler, ich bin Franke, wenn ein Filmangebot kommt, dann mache ich das, und dann noch der Tatort, da hätte ich jede Rolle angenommen.“ Es ist aber nicht jede Rolle, es ist eine Hauptrolle. Wenige Wochen später ist Drehbeginn. „Erst dann habe ich das wirklich alles geglaubt.“ Mittlerweile sind drei Franken-Tatorte ausgestrahlt worden.
Auflösung Der Tatort ist das, was früher Wetten-Dass war. Am Montag wird darüber geredet. „Der Hype am Anfang war natürlich sehr groß“, sagt Schadt, ständig habe er Interviews gegeben, bei jedem war er aufgeregter als bei einem Auftritt auf der Bühne. Das hat sich gelegt. Aber der Hype hat ihm neue Türen geöffnet, er hat mittlerweile eine private Agentur, die ihn vermittelt, er hat eine Rolle in der BR-Soap „Dahoam is Dahoam“, dreht aktuell in Bayrischzell eine Reihe für den Kinderkanal. Schadt ist innerhalb von drei Jahren zum Promi geworden, wird auf der Straße, beim Einkaufen, im Restaurant von Fans angesprochen. „Das ist schon schön, weil man den Menschen damit ja etwas gibt, wenn die sich freuen, wenn sie einen sehen und kurz mit einem quatschen können. Ich habe da keine Berührungsängste.“
52
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
WIE DAS LEBEN SO SPIELT
Zweite Handlung Immer noch aber bezeichnet Schadt die Schauspielerei nicht als seinen Hauptberuf, obwohl sie mittlerweile mehr und mehr Zeit beansprucht. Denn auch wenn er seine Ausbildung zum Heilpraktiker nicht beendet hat, so hat der doch einen Ausbilderschein erworben und darf auch als psychologischer Berater arbeiten. Das tut er auch - seit 2016 immer wieder für einen Bildungsträger im Auftrag vom Jobcenter mit jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren, die Hartz IV beziehen, schwierige Ausgangslagen haben, Drogen, Gefängnis, Gewalt, zerrüttete familiäre Verhältnisse. Mit seinen Aktivierungskursen sollen diese wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Hof und Sonneberg sind die bisherigen Stationen seiner Kurse. Nicht immer mit Erfolg, aber doch mit positiven Erlebnissen, mit jungen Menschen, die nach den Kursen wieder Arbeit gefunden haben, mit denen er teilweise auch danach noch Kontakt hat. Es ist die Abwechslung zwischen großer Filmwelt und dem ganz normalen oft bitteren Leben, die ihn interessiert. „Als Schauspieler stehe ich immer im Fokus. Mit den Kursen versuche ich andere in den Fokus zu bringen. Das macht mir schon Freude.“ Schadt ist angekommen, im Film, in Coburg, im Leben.
Abspann „Wenn es am Theater mehr Geld gäbe, würde ich auch gerne mehr Theater spielen.“ „Macbeth wäre meine Lieblingsrolle am Theater, den will ich noch machen, ich finde, das ist ein geiler Typ.“ „Warum ich gerne Schauspieler bin? Weil man Menschen zum Nachdenken oder zum Lachen bringen kann.“
„Ich habe eine zwanghafte Sucht: Schallplatten sammeln. 700 bis 800 habe ich, vor allem Metal und Hardcore.“ „Ich muss sagen, ich hatte früher mit Coburg nie was zu tun. Mein einziger Bezug waren Bekannte meiner Großeltern aus Coburg, die uns häufiger besucht haben und die in meiner Erinnerung immer nur gesagt haben „Ach Goddala, ach Goddala““.
Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein absichtlich. AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
53
54
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine - Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Jörg Wagner, Inhaber vom EDEKA - Frischecenter Wagner aus Coburg. Sein Einzelhandel auf der Lauterer Höhe gilt als einer der besten Deutschlands. Das belegen zehn nationale Auszeichnungen.
Sind Sie ein Macher?
Wie ist die aktuelle Situation?
Ja, ich denke schon. Warum fühlen Sie sich als Macher? Macher zeichnen sich meiner Meinung nach vor allem dadurch aus, dass sie in der Praxis erfolgreich sind. Man muss Vordenker sein, man muss sich Sachen trauen, no risk, no fun. Es kann auch sein, dass man mal einen Schritt zurückgehen muss, damit man wieder zwei Schritte nach vorne gehen kann. Wichtig ist, dass man sich traut, dass man auch mal herumspinnt, dass man kreative Ideen entwickelt und die dann natürlich auch mit einem starken Team umsetzen kann. Das macht uns Spaß, das begeistert die Kunden, und das ist letztlich unser Ziel. Wir wollen mehr bieten als ein Standardmarkt, als ein Discounter. Wie hat sich das Unternehmen entwickelt? Wir hatten in unserem Familienunternehmen nicht immer nur goldene Zeiten, wir haben lange gekämpft. Anfangen hat es mit einem kleinen Tante-EmmaLaden meiner Eltern in der Eisenacher Straße in Coburg, später waren wir 20 Jahre lange im Demo am Heimatring. Ich bin da letztlich reingewachsen, und natürlich gab es immer verschiedene Tendenzen, macht man den Job, macht man ihn nicht. Im Endeffekt habe ich mich dann für den Weg entschieden, habe studiert und 1995 den Laden von meinen Eltern übernommen. Seither bin ich selbständig. Irgendwann aber muss man dann den eigenen Weg gehen. Das war 2007 der Fall, da habe ich den Markt in Rödental übernommen und 2010 den in Coburg. Ab dann konnten wir richtig Vollgas geben und unser Können unter Beweis stellen.
Wir haben über hundert Mitarbeiter, die Standorte Lauterer Höhe und der Markt in Rödental erwirtschaften über 20 Millionen Euro Umsatz im Jahr und wir haben mittlerweile ein bundesweites Standing mit vielen Auszeichnungen. Dieser ganze Erfolg beruht auf einem erfolgreichen Team, auf guten Leistungsträgern, auf Leuten, die mit Herz dabei sind, mit Leidenschaft, mit Ehrgeiz. Wir wollen immer besser werden, aber das schafft man natürlich nur mit einer guten Mannschaft und einer starken Familie im Hintergrund. Was werden Sie in Zukunft noch machen? Wir haben die bestehenden Möglichkeiten auf der Lauterer Höhe von der Fläche her nahezu ausgeschöpft. Jetzt gilt es unseren Erfolg zu festigen. Es ist ja nicht jede Auszeichnung selbstverständlich, ganz und gar nicht, jede muss Jahr für Jahr neu erarbeitet werden, da steckt richtig Power dahinter. Das Niveau also zu halten ist schon eine Herausforderung an sich. Aber ich bin auch jederzeit für neue Herausforderungen zu haben - für neue Objekte, für größere Flächen. Dass wir das können, haben wir unter Beweis gestellt. Ist Coburg ein guter Standort zum Machen? Also ich bin gerne hier, bin hier aufgewachsen, habe hier die Schule besucht, habe mit kurzen Unterbrechungen immer in Coburg gelebt. Also man kann es hier gut aushalten. Und die Zusammenarbeit mit der Stadt ist auch sehr gut. Nur eines würde ich mir wünschen: Die Außenbezirke, in diesem Fall also die Lauterer Höhe, gehören eben auch zur Stadt. Da würde ich mir noch eine bessere Wahrnehmung wünschen, eine bessere Zusammenarbeit der Innenstadt und der Lauterer Höhe. Wir alle sind Coburg.
2010 übernimmt Jörg Wagner von Edeka den E-Center auf der Lauterer Höhe mit 38 Mitarbeitern, mittlerweile beschäftigt er 110 Mitarbeiter. Die Firmengruppe inkl. des Marktes in Rödental hatte 2016 23 Millionen Euro Umsatz.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
55
56
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Von Benedikt Dellert
NUR GUTES FLEISCH KOMMT AUF DEN ROST, KLAR?!
GRILLEN IST IN. WÄHREND DER KAMPF UM DEN BESTEN, GRÖSSTEN UND TEUERSTEN GRILL SCHON LANGE AUSGEBROCHEN IST, WIRD ÜBER DAS FLEISCH WENIGER GEREDET. DABEI KOMMT ES BEIM GRILLEN VOR ALLEM SEINE QUALITÄT AN.
Schon beim Einkauf beginnt der Grillabend, schon dann entscheidet sich, ob der Abend auch erfolgreich wird. Bei der Fleischauswahl sollte man nämlich gleich auf mehrere Faktoren achten. Qualitativ hochwertiges Fleisch erkennt man zum Beispiel an einer feinen Fettmarmorierung. Die mageren Jahre dagegen sind endgültig vorbei, als möglichst fettarmes Fleisch noch beliebt war. Darauf stellt sich auch die Fleischindustrie ein: Schweine und Rinder mit mehr Fett in der Muskulatur sind aktuell viel gefragter. Das eingelagerte Fett schmilzt sozusagen bei der Zubereitung. Das macht das Fleisch zart, saftig und sorgt für einen tollen Geschmack. Und auch klar: Je höher der Preis, umso mehr Qualität und Exklusivität bekommt man am Ende. Wer 100 Gramm Grillfleisch im Angebot für 89 Cent kauft, dem muss auch klar sein das, dass er dafür keine Qualität bekommen kann.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
57
BORN TO GRILL
DARAUF KOMMT ES AN Qualitativ hochwertiges Fleisch ist saftig, zart und hat feine Fasern. Am einfachsten lässt es sich an der Farbe erkennen. Schweinefleisch sollte rosa bis hellrot sein, gutes Rindfleisch hell bis mittelrot, Wildfleisch dunkelrot bis bräunlich. Hochwertiges Fleisch ist fest und gibt auf Fingerdruck leicht nach. Es riecht in rohem Zustand angenehm frisch und hat eine leicht glänzende Oberfläche. Wenn man dies beachtet, steht einem Grillabend mit leckerem Fleisch nichts entgegen. Dabei ist in diesem Jahr neben der hohen Fleischqualität vor allem der Mut zu Neuem absolut im Trend.
TROCKEN GEREIFTE KÖSTLICHKEITEN Dry Aged – das bedeutet soviel wie trocken gereift. Das Fleisch wird meist um die vier Wochen lang kühl und trocken gelagert. Durch den Reifeprozess verliert das Fleisch das Wasser, bekommt einen besonderen fast nussigen Beigeschmack und wird extrem zart. Die Trockenreifung des Fleisches hat besonders in den USA eine lange Tradition und ist das älteste Verfahren der Fleischreifung. Die Dry Aged Steaks haben aber auch ihren Preis, 35 € pro Kilogramm und mehr kostet das gereifte Fleisch.
58
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
FLANK STEAK UND CO. Rumpsteak, Nackensteak und Entrecote sind für die meisten gängigen Begriffe. Doch bei Flank Steak, Chuck Roll oder Brisket weiß so gut wie keiner mehr, welches Teil vom Rind er gerade vor sich auf dem Teller liegen hat. Meist stammen die Begriffe der Steak Cuts aus anderen Ländern, die mit der Zeit auch in Deutschland Verwendung finden. Für den Durchblick ins Sachen Steak Cuts muss man schon Experte sein.
DER ZART SCHMELZENDE LUXUS Wer die absolute Dekadenz auf dem Grill will, der muss zum Wagyu greifen. Das japanische Rind ist das teuerste Hausrind der Welt. Das Fleisch ist so wertvoll, weil selten und teuer in der Produktion. Anders als das übliche Rindfleisch ist es stark marmoriert, also durchzogen von vielen kleinen Fettadern. Die schmelzen beim Grillen dahin und geben dem Steak den unvergleichlichen Geschmack. Ein Kilo des edlen Fleisches kostet gern einmal mehrere hundert Euro. Der Kühlschrank wird so zu Schatztruhe.
AUSGABE 20 / APRIL 2017
NUR GUTES FLEISCH KOMMT AUF DEN ROST, KLAR?!
SPANISCHES EDELSCHWEIN Das Fleisch des Ibérico Schweines ist mit herkömmlichem Schweinefleisch kaum noch zu vergleichen. Der Geschmack ist besonders intensiv, was vor allem durch das intramuskuläre Fett kommt, die es saftig und zart machen. Die spanischen Bauern nutzen wie seit Jahrhunderten die Eichenwälder für eine natürliche Aufzucht und Eichelmast der robusten, schwarzen Schweine. Weltruhm erlangte besonders der luftgetrocknete Schinken vom Ibérico. Inzwischen wurde aber auch die einzigartige Qualität des Fleisches dieser freilaufenden Rasse entdeckt. Das hat natürlich seinen Preis: Ibérico ist um ein vielfaches teurer als das normale Hausschwein.
GRILLEN WIE OBELIX Schon Obelix war wie verrückt nach gegrilltem Wild und verdrückte Dutzende von Wildschweinen. Dunkelrot, fettarm und hoch aromatisch – Wildfleisch grillen ist die wohl zarteste Versuchung der Grillsaison. Das Leben in der Natur führt dazu, dass das Wild keinen Kontakt zu irgendwelchen Hormonen, Chemie oder Medikamenten hat. Waidgerecht erlegt, verliert das Fleisch auch nicht durch Stress an Qualität. Und diesen Unterschied schmeckt man. Gerade, weil Wildfleisch so fettarm ist, ist es empfindlicher als andere Fleischarten und deshalb für den Grill-Anfänger nicht unbedingt geeignet. Die Preise für Wildfleisch sind recht unterschiedlich, am besten man fragt einfach beim nächsten Jäger nach.
EXOTEN AUF DEM ROST Wer vom normalen Grillgut gelangweilt ist der kann auch einmal zum exotischen Fleisch greifen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit Krokodil? Wer noch keinerlei Erfahrung mit exotischem Fleisch gemacht hat, für den ist Krokodil als Einstieg genau das Richtige. Geschmacklich ist das helle Fleisch eher dezent und erinnert an einen Mix aus Geflügel und Fisch. Dagegen ist Zebra, mit seinem kräftigen Geschmack, mehr etwas für den fortgeschrittene Exoten-Griller. Weitere außergewöhnliche Exoten für den Grill sind Lama, Elch, Strauß, Känguru oder Bison.
Lassen Sie sich die SpezialitätenLand der Genussregion Coburger auf der Zunge zergehen… Produzenten-Netzweenrkzahlreiche Informa-
Der Einkaufsführer gibt Ihn einen Überblick über tionen und verschafft Ihnen ional erzeug ter Lebens das vielfältige Angebot reg und Landkreis. und Genussmittel aus Stadt
rkte Bauern- & Wochenmä Woche für
d sind Die Märkte im Coburger Lan . Denn sie laden nkt ffpu Tre ter ieb bel Woche ein dern sie sind son , ein nicht nur zum Einkaufen auch kommunikativer Ort!
Reginoale Spezialitäten
zialitäten entdecken, Regionale Produkte und Spe rn aus Gastronomie tne auf der Karte unserer Par und Beherbergung.
Geschenkkörbe
zialitäten gibt es Die leckeren Coburger Spe verschiedenen in e örb nkk auch als Gesche kt – Größen – fix und fertig verpac von 10 bis 75 EUR
Coburg Stadt und Land aktiv GmbH Lauterer Straße 60 96450 Coburg Telefon +49 9561 514-412 eMail: mail@region-coburg.de
Mehr Infos unter: www.genussregion-coburg.de
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
59
BORN TO GRILL
FÜR DAS PERFEKTE STEAK AUF DEM GRILL
5
1 Der Grill muss heiß sein bevor man das Fleisch auf den Rost legt.
Richtigen Abstand des Rostes zum Feuer wählen.
2
6
Steaks vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben, sonst drücken Fleischsaft und Eiweiß nach außen und trocknen das Fleisch aus.
Das Steak nicht zu oft wenden.
7
3
Wenden mit der Grillzange nicht mit der Gabel.
Fleisch vor dem Grillen etwas einölen, damit das Fleisch nicht am Rost hängen bleibt.
8 Garpunkt per Drucktest oder mit einem Thermometer bestimmen.
4
9
Würzen erst nach dem Grillen. Die Gewürze können so nicht verbrennen und das Fleisch entfaltet sein volles Aroma.
Das Steak nach dem Grillen ein paar Minuten ruhen lassen. _TR_SushiAndWine_240x142_to_go_rz.qxp__TR_SushiAndWine_240x142_2go 31.03.17 15:25 Seite 1
… jetzt auch to go !
Die SuShi&Wine Bar im Restaurant Victoria Grill R o m a n t i k h o t e l G o l d e n e Tr a u b e 60 C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
|
Te l e f o n : 0 9 5 6 1 - 8 7 6 0
|
w w w. g o l d e n e t r a u b e . c o m
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
NUR GUTES FLEISCH KOMMT AUF DEN ROST, KLAR?!
en auf der La ut e
uf e
Eink a
ö he
!
Temperatur scharf anbraten, dann kommt das volle Fleischaroma des Dry aged Beefs am besten zur Geltung. Vor allem das Fett ist eine Offenbarung, weil es durch die Hitze karamellisiert.
leb er
rH re
Wenn es um gutes Fleisch in großer Auswahl geht, gibt es in Coburg vor allem eine Adresse: den EDEKA-Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe. Der Special Tipp von dort für perfektes Grillvergnügen: Dry aged Beef, feinstes marmoniertes Rindfleisch, das ausschließlich trocken am Knochen reift, vom T-Bone-Steak bis zum Rumpsteak, das ist Stück für Stück eine pure Freude für den Gaumen. Einfach bei hoher
n
GOURMET FLEISCH
Am besten beraten und begeistern lassen von den Dry aged Beef – Experten Lutz Pommer, Thomas Heinisch und Uli Landgraf.
Spanisches Duroc Lachs Das Fleisch dieser Rasse zeichnet sich vor allem durch seine feine Fettmarmorierung aus – ein absolutes Qualitätsmerkmal. Schweinefleisch, wie es die Meisten wahrscheinlich noch nie genießen durften. Die großen, rotborstigen und robusten Schweine der alten Duroc-Rasse werden weitgehend freilaufend gehalten und setzen so ein wunderbar fein marmoriertes Fleisch an, das
Irisches Rind Entrecôte und Irisches Tomahawk Steak
mit seinem leicht nussigen Aroma weltweit einen Spitzenruf bei Sterneköchen und Gourmets genießt. Diese exklusive Spezialität ist auf dem deutschen Markt eine absolute Seltenheit.
Rind Entrecôte
Tomahawk Steak
Herausragende Qualität: geprüft und zertifiziert von der Aufzucht bis auf den Teller. Die irische Insel eignet sich perfekt zur Zucht von Rindern. Das milde und feuchte Klima hält die weitläufigen Weiden ganzjährig saftig grün und bietet den Tieren
dadurch die besten Voraussetzungen, um ihr unter Genießern hochangesehenens Fleisch anzusetzen.
Tiroler Kaiserkalb Lachs Geschmack und Qualität auf höchstem Niveau, dank umsichtiger Aufzucht. Fleisch vom Tiroler Kaiserkalb besticht durch seinen besonders geringen Fettanteil und sein hochwertiges Eiweißprofil. Dadurch ist es sehr gut bekömmlich und eignet sich hervorragend für ernährungsbewusste Fleischliebhaber. Die Kälber
wachsen in der naturbelassenen Tiroler Bergwelt auf, trinken Milch bei ihrer Mutter, statt Ersatzfutter zu bekommen, und entwickeln so ein sehr helles und äußerst zarter, feinfaseriges Fleisch mit einem milden Aroma.
American Beef Entrecôte Das US-Beef wird unter Einhaltung aller europäischen Richtlininen produziert. Die traditionsreichen Zuchtbetriebe der USA lassen die Rinder ganzjährig auf den weitläufigen Weiden der amerikanischen Prärie grasen. Dort fressen die Tiere ausschließlich natürliches Futter, das ihrem
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Fleisch eine dezente süßliche Note, eine starke Marmorierung und eine saftige Zartheit verleiht, die man von deutschem Rindfleisch so kaum kennt.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
61
Der Victoria Grill Steaks & Seafood
Im Victoria Grill – Steaks & Seafood ist man streng, sehr streng. Denn bei der Qualität seiner Produkte versteht Inhaber Bernd Glauben keinen Spaß.
So kauft man nach strengen Kriterien ein: ausgewähltes Beef wie Rib Eye, Roastbeef, T-Bone, Filet-und Flanksteak kommt aus den USA, Irland und Pommern. „Wir prüfen jedes Stück, das zu uns geliefert wird.“ Und das heißt nicht nur Sichtkontrolle. Von jeder Lieferung wird ein Stück angebraten, die Fachleute in der mehrfach ausgezeichneten Küche unterziehen das Fleisch einem Geschmackstest, prüfen die Konsistenz. Vor allem auf das Fleisch aus den USA schwört Bernd Glauben. Die Qualität ist sehr hoch und vor allem sehr stabil. Schon die überprüfbare und protokollierte Nahrung und Aufzucht der Tiere unterliegt höchsten Anforderungen wie zum Beispiel viel Auslauf, und auch die Reifung und Lagerung des Fleisches sind gleichbleibend auf einem hohen Niveau. Er selbst empfiehlt dabei eine Lagerung von knapp an die 30 Tage. „So halten wir es zumindest bei uns im Restaurant.“ Dann schmecke das Fleisch intensiv, „kernig“, aber eben nicht zu stark.
62
„Sehr lange abgehangenes Fleisch hat schon einen sehr intensiven Fleischgeschmack, das wäre den meisten Gästen zu viel.“ Die meisten seiner Kunden bevorzugen ein zartes Filetsteak, möglichst nicht zu blutig, weiß er aus jahrzehntelanger Erfahrung. Beim Steak zieht er persönlich dagegen ein Flankstück vor, ein Teilstück vom Bauchlappen unterhalb des Rinderfilets. In Amerika ist das der Renner, hat durch den höheren Fettanteil einen sehr leckeren Geschmack, in Deutschland aber ist dieses Bavette noch nicht so angekommen. „Wer das mal probieren möchte, bei uns ist das natürlich immer möglich.“ Neben dem richtigen Fleisch kommt es auf die fachmännische Zubereitung an. Im Victoria Grill schwört man auf einen Gasgrill mit Kohle. Dadurch wird die Wärme besser verteilt. Zuerst das Steak scharf anbraten und dann lange bei niedriger Temperatur auf dem Gitterrost ruhen lassen, damit es abtropft und nicht im eigenen Saft schmort.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 20 / APRIL 2017
Advertorial
BARBARA GLAUBEN-WOY & BERND GLAUBEN Inhaber, Geschäftsleitung
Am Ende nochmal kurz braten, fertig. Die Profis in der Küche vom Victoria Grill haben genug Erfahrung und Wissen, damit am Ende aus dem guten Fleisch auch das perfekte Steak wird. Und je besser das Steak, desto weniger Gewürze braucht es. Im Victoria Grill würzt man in Regel mit ein bisschen Meersalz und Pfeffer. „Ein gutes Stück Fleisch muss sich eigentlich vom Geschmack her selbst tragen“, sagt Bernd Glauben. Dazu empfiehlt der langjährige Vorsitzende der Sommelier-Union für das Grillen im Sommer eher einen Weiß-, als einen Rotwein: am besten aus dem Barrique, durch das Holz nämlich entstehen Gerbstoffe, dann hat man einen schönen kräftigen Wein, das passt gut zum Fleisch. Oder ein Craftbeer, auch das ist intensiv genug, um es mit einem guten Steak aufzunehmen.
VICTORIA GRILL STEAKS & SEEFOOD Das Restaurant Victoria Grill des Romantik Hotels Goldene Traube ist ein wahres Filetstück. Wenn Fleisch die Hauptrolle spielt, versteht man dort darunter: beste Qualität von Weiderindern aus natürlicher Aufzucht, luftgetrocknete Fleischreifung im Klimahaus und perfekte Zubereitung. Und wenn es lieber Fisch sein soll: Auch die Seafood-Köstlichkeiten bieten Hochgenuss, ob Gambas, Hummer oder Thunfisch. „Meer-Frische“ gibt es zudem mit handgefertigten Sushis.
Reservierungen unter 09561/ 876-200 oder an info@goldenetraube.com
(Buchung erst nach Bestätigung verbindlich).
AUSGABE 20 / APRIL 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
63
Rekordtorsch체tze, Nationalspieler, Identifikationsfigur: Florian "Flo" Billek vom HSC 2000 Coburg. Aber auch er konnte im ersten Bundesliga-Jahr den Abstieg leider nicht verhindern. N채chstes Jahr aber greifen die Sch체tzlinge von Jan Gorr in der 2. Handball-Bundesliga wieder an. Ziel: Aufstieg. Der COBURGER dr체ckt die Daumen.
64
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
gesponserter Beitrag
Very Important – VIP-TICKETS und die Steuer Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Bittorf von tb legal VIP-Tickets sind beliebt und begehrt. Sie verschaffen besonderen Zugang zu besonderen Events. Wer seine Kunden oder Mitarbeiter zu einem Event einlädt, zeigt Respekt und Anerkennung. Wer eingeladen wird, freut sich auf ein tolles Ereignis, ein Buffet, gute Gespräche. VIP-Tickets haben ihren Wert. Und auch das Finanzamt interessiert sich dafür. Was ist steuerlich bei VIP-Tickets zu beachten? Unterstützt man finanziell einen Verein oder eine Sportveranstaltung, erhält der Sponsor neben der Werbung auf Trikots, Banden oder in Programmheften oft auch Eintrittskarten für VIP-Logen, um Geschäftsfreunde oder Arbeitnehmer einzuladen und während der Veranstaltung bewirten zu lassen. Wird dem Sponsor vom Veranstalter ein Gesamtpaket in Rechnung gestellt, das verschiedene Einzelmaßnahmen beinhaltet, müssen diese für steuerliche Zwecke jeweils einzeln betrachtet und bewertet werden. Sind die Kosten des Sponsors als Betriebsausgaben abzugsfähig? Ja, unter zwei Voraussetzungen: Es muss zum einen gewährleistet sein, dass die privaten Interessen oder Hobbys des Unternehmers nicht im Vordergrund stehen und die Aufwendungen generell angemessen sind. Zum anderen dürfen nur potenzielle Geschäftspartner oder deren Angestellte und/oder eigene Arbeitnehmer eingeladen werden. Besucht der Unternehmer die Veranstaltungen mit Freunden und Bekannten, sind die Aufwendungen für diese VIP-Maßnahmen als Kosten der privaten Lebensführung steuerlich irrelevant. Besteht der Abzug in voller Höhe? Für den Werbungsanteil ja, bei der Bewirtung und den Eintrittskarten in Form von Geschenken muss man differenzieren. Soweit der Preis für die einzelnen Leistungen nicht gesondert ausgewiesen ist, können die Aufwendungen für das Gesamtarrangement nach der Finanzverwaltung bei betrieblicher Veranlassung wie folgt aufgeteilt werden: 40 % für Werbung, je 30% für Bewirtung und Geschenke. Der auf die Bewirtung entfallende Anteil ist dann zu 70 % abzugsfähig, die Eintrittskarten als Geschenke sind bei Geschäftsfreunden abziehbar, wenn sie insgesamt pro Jahr und Eingeladenen 35 Euro nicht übersteigen. Bei Arbeitnehmern ist der Fiskus aber großzügiger. Muss der Eingeladene auch etwas beachten? Die Einladung ist grundsätzlich als Einnahme zu versteuern. Die Versteuerung beim Empfänger kann nur vermieden werden, indem der einladende Unternehmer die ertragsteuerlichen Folgen der Zuwendung mit abgeltender Wirkung übernimmt und seinen Gast über die Versteuerung informiert. Diese Möglichkeit, Sachzuwendungen nach § 37b Abs. 1 EStG pauschal zu versteuern, besteht für sämtliche Sachzuwendungen, unabhängig davon, ob der Zuwendende die Aufwendungen als Betriebsausg aben abziehen darf. Klingt kompliziert…. Der Fiskus ist leider immer dabei und bei den Regelungen besteht im Detail ein hohes Haftungsrisiko. Deshalb sollte man vorher seinen Steuerberater zu Rate ziehen.
AUSGABE 20 / APRIL 2017
Foto: Henning Rosenbusch
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
65
UND AUF DIE GRÖSSE KOMMT'S DOCH AN …
ch
ie fd
do
au
t's an
Un d
mm
ko
Gr ö
ße
VON PETER SMALDENBRAND
… DER TREND ZUM MINIHAUS
66
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
DER TREND ZUM MINIHAUS
Schneller, höher, weiter, mehr, größer: Die Zeiten des ungebremsten Wachstums um jeden Preis sind zwar nicht vorbei, das Zeug zum Statussymbol hat der aufgebockte SUV für die alleinerziehende Mutter mit Kind oder das 8-ZimmerHaus für das Rentnerpärchen nicht mehr. Schlank, mobil, leicht und frei möchte der Mensch von heute das Leben genießen, unnötiger Ballast bremst da nur unnötig. Das ist die philosophische Seite des Trends zum Minihaus. Es gibt aber auch einen ganz pragmatischen: Die Preise für Grundstücke und Häuser in Deutschland ziehen auch in Coburg in den letzten Jahren deutlich an. Viele Bauherren sind daher auf der Suche nach Alternativen zum klassischen Hausbau. Minihäuser sind bereits eine etablierte Alternative geworden. Wer sich für das minimalistische Wohnen auf weniger als 50 Quadratmetern interessiert, sollte aber ein paar Dinge wissen.
Kein Holland Als Geburtsstunde des Minihauses gilt nicht etwa die Erfindung des Wohnwagens und als Geburtsland – um Klischees gleich mal vorzubeugen – auch nicht etwa die Niederlande. Nein, es war die britische in den USA lebende Architektin Sarah Susanka, die 1997 das Buch „The Not So Big House A Blueprint For the Way We Really Live“ veröffentlichte als Gegenprogramm zur Gigantomanie und Materialverschwendung überdimensionierter Häuser und Wohnungen. Die Bewegung bekam in den Folgejahren ordentlich Schub, unter anderem auch durch die Folgen der Finanzkrise 2008, und schwappt in den letzten Jahren auch mehr und mehr nach Deutschland. Den Befürwortern geht es um Design, Nachhaltigkeit, Kostenersparnis und Mobilität.
Kleine Flächen effizient nutzen: Wird ein Mikrohaus intelligent eingerichtet, finden darin viele Annehmlichkeiten auf wenig Quadratmetern Platz. AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
67
UND AUF DIE GRÖSSE KOMMT'S DOCH AN …
Kein Klimbim Einen Wohn-/Schlafraum mit Küchenzeile und ein separates Badezimmer - mehr braucht es tatsächlich nicht für ein komplettes Minihaus. Ein schöner Nebeneffekt: Bei wenig Wohnfläche muss man auch wenig putzen. Will der Bauherr sich die Möglichkeit zur späteren Erweiterung offen lassen, ist das in der Regel problemlos machbar. Mittels Durchbruch kann bei manchen Anbietern ein weiteres Hausmodul angebaut werden, ebenso ist eine Aufstockung nach oben denkbar.
Keine Energie Auch wenn die geringe Wohnfläche es nicht vermuten lässt, so werden kleine Häuser ebenfalls energieeffizient gebaut. Die Kombination von hochdämmenden Außenwänden und Fenstern mit einer nachhaltigen Anlagentechnik ermöglichen eine ganzjährige Nutzung mit nur geringen Betriebskosten: Eine Luft-Luft-Wärmepumpe etwa, eine Fußbodenheizung oder eine Solaranlage sind auch für Minihäuser möglich, ganz nach Budget und Wunsch des Bauherren. Ein weiterer Vorteil ist das angenehme Wohnklima in den Holzhäusern. Durch die Verwendung von natürlichen und unbehandelten Materialien fühlen sich sogar Allergiker in einem Minihaus wohl.
Innen minimalistisch, außen trotzdem eine großzügige Terrasse: Auch so kann der Trend zum Downsizing ausgelebt werden.
68
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
DER TREND ZUM MINIHAUS
Kein Büro? Ein Minihaus ist nicht nur für Privatpersonen interessant. Es funktioniert beispielsweise auch als Alternative zum Hotel für Firmen, die ihre Geschäftspartner von außerhalb einladen wollen oder als Heim auf Zeit für Springerkräfte wie Monteure oder Fachkräfte auf einer Baustelle. Wer auf 25 Quadratmetern neben Schlafplatz, Küche und Bad noch ein vollständiges Büro einrichten will, sollte über eine Hochbettalternative mit darunter stehendem Schreibtisch nachdenken.
Keine Heimat Ein weiterer Vorteil der Minihäuser ist, dass sie mit ihren Besitzern umziehen können. Da sie bereits als komplette Einheit auf die Baustelle geliefert werden, kann man sie genauso auch nach einiger Zeit zu einem anderen Ort bewegen. Die kleinen Häuser passen samt Möbeln auf einen speziellen Tieflader. Der klassische Umzugswagen hat damit ausgedient. Das ist praktisch für Berufsnomaden, oder für Menschen, die sich mit dem Minimalismus so wohl fühlen, dass sie auch am neuen Wohnort an dieser Lebensform festhalten wollen.
Klein, kleiner, Minihaus: Mit so einem kleinen Heim verzichtet man auf allen unnötigen Ballast.
Quelle: djd
„Ihre Sporbrille muss Ihnen all das ermöglichen, was Ihr Sport für Sie bedeutet – Spaß, Motivation und Erfolge! Jede Sportart verlangt ihre spezifische Ausrüstung.“
„Meine Empfehlung für Ihre Sicherheit: Polarisierende Gläser. Der beste Schutz gegen Blendung bei tiefstehender Sonne, auch in Ihrer Sehstärke.“
Markus Palm
Achim Meyer
Sportbrillen-Experte in Coburg
Sportbrillen-Experte in Rödental
Coburg · Mohrenstr. 31 · 0 95 61 / 98 49 Rödental · Bürgerplatz 8 · 0 95 63 / 26 26 Bad Rodach · Markt 10 · 0 95 64 / 14 82 (Hörgeräteservice bei Meister Optik)
www.optikmueller24.de · facebook.com/optikmueller24
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
69
VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: ALEXANDER MRAZEK
70
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Besonderes Treffen: Mitglieder von vier Coburger Chรถren auf dem Schlossplatz. Sie treten gemeinsam auf beim Erรถffnungskonzert des Chorfests Coburg am 8. Juli.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
71
arbeit + freizeit
leben willkommen
in coburg www.coburg.de / leben
72
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Wenn in diesem Juli beim Chorfest Coburg tausende Stimmen erklingen, ist das in allererster Linie Musik in den Ohren. Für viele darüber hinaus Balsam für die Seele. Und für die Chorsänger selbst ist das vielstimmige Gesangserlebnis vor allem auch wahnsinnig gesund.
ES WIRD AUCH MAL GERATSCHT Wenn man mit Vertretern Coburger Chöre spricht, ist das Urteil eindeutig: Singen macht glücklich – gerade im Chor. „Es hebt die Seele an. Wenn ich singe, schwebe ich weg“, sagt Pit Maser von „ZiemlichbesteStimmen“, ein Projektchor, der für den Kulturaustausch der Städte Coburg und Salzburg 2013/2014 aus der Taufe gehoben wurde und seither regelmäßig für ausgewählte Konzerte wiederauflebt. Auch Antoinetta Bafas, Chorleiterin des Chores „Unerhört“ spricht davon, dass am Singen alles „wahnsinnig toll ist, für die Seele, für den Kopf, für die Gemeinschaft, für den Körper“. Seit zehn Jahren pflegt ihr Chor das gemeinsame Hobby und ist in
dieser Zeit zu einem Liebling der Coburger gereift. Moritz Metzner, der Leiter vom Hochschulchor „Die Klangfänger“, spricht sogar von „Sport“, Singen im Chor mache Spaß, seit gut für die Gehirnzellen, ein guter Ausgleich, so Metzner, der mit seinem Chor in diesem Jahr ein Programm rund um die Elemente einstudiert hat. Und Stefanie Berg, Chorleiterin vom Frauenchor „Vocalensemble Coburg“, der vor 20 Jahren gegründet wurde, bringt noch einen weiteren Aspekt mit ins Spiel: „Wir sind nicht nur Sängerinnen, sondern ein Großteil ist auch befreundet. Dadurch treffen wir uns nicht nur zum Singen, sondern wir ratschen auch ganz viel miteinander.“
ES TANZEN DIE HORMONE Vier Coburger Chöre, viermal Begeisterung für das gemeinsame Singen. Aber lässt sich die positive Wirkung für Körper, Geist und Seele auch wissenschaftlich bestätigen? Zumindest gibt es einige Studien, die darauf hindeuten. Einer, der sich viel mit den positiven Wirkungen des Singens beschäftigt hat, ist Gunter Kreutz, seit 2008 Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sein Fazit: „Singen mobilisiert den Körper, wirkt aktivierend und beruhigend, und es verbindet Menschen jenseits von Worten oder Verpflichtungen.“ Diese Verbindung lässt sich am Bindungshormon Oxytocin belegen. Das bringt nicht nur Paare zusammen und sorgt für lange stabile Beziehungen, es wird auch bei Sängerinnen und Sängern ausgeschüttet. Das aber ist nicht die einzige biologisch messbare Reaktion: Nach einer Chorprobe steigt der Immunglobulin A-Pegel an und sorgt für gesunde Atemwege, das Stresshormon Cortisol geht zurück, Herzrhythmus, Nervensystem
und Muskelbewegungen der Sängerinnen und Sänger synchronisieren sich. Für eine amerikanische Studie sind die Gesundheitsdaten eines Chores mit Menschen ab 70 mit denen einer Vergleichsgruppe abgeglichen worden. Das Ergebnis war eindeutig: Wer im Chor singt, greift seltener zu Tabletten, ist weniger beim Arzt und stürzt weniger. Mittlerweile werden die gesundheitsfördernden Aspekte des Chorsingens kaum mehr bestritten. Antidepressiv, teambildend, stressabbauend, spirituell: Neben den biologisch oder hormonell nachweisbaren Effekten haben Studien an die 20 subjektiv und objektiv wohltuende Wirkungen des Singens zusammengetragen. Auf dieser Basis hat sich auch das Netzwerk „Singende Krankenhäuser“ gebildet, das die „heilsame Kraft des Singens“ im Gesundheitswesen einsetzt. In Bayern aktuell an drei Kliniken, beispielsweise am Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck.
UND JETZT COBURG Wenn man so möchte, lebt Coburg also wahnsinnig gesund. Immerhin hat die Vestestadt eine lange Tradition als Chorstadt. Hier gründete sich der Deutsche Sängerbund 1862 in Coburg. Er war lange Zeit der weltgrößte Laienchorverband, bevor er 2005 mit dem Deutschen Allgemeinen Sängerbund zum Deutschen Chorverband fusionierte. Heute zählt Jens-Uwe Peter, der Vorsitzende der Sängergruppe Fränkische Krone im Fränkischen Sängerbund, alleine 23 Chöre in Coburg Stadt und Land, die Mitglied im Fränkischen Sängerbund sind. Dazu kommen ungezählte weitere Kinder-, Schul- und
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Erwachsenenchöre. Und viele von ihnen werden dabei sein beim Chorfest Coburg im Juli. Über 100 Chöre werden anreisen, sagt Günter Freitag, Vorsitzender vom Sängerkreis Coburg Kronach Lichtenfels. 60 Busse haben sich für den Sonntag, 9. Juli angemeldet mit insgesamt 3000 Mitwirkenden zum Bundessingen an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt und dem Höhepunkt um 17 Uhr in der Morizkirche. Und bereits am Samstag treten vier herausragende Coburger Chöre im Kongresshaus Rosengarten zum Eröffnungskonzert an. Erst jeder für sich, und dann alle zusammen.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
73
74
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
HIER WOHNTEN …
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: SEBASTIAN BUFF
HIER WOHNTEN… … FRÜHER FLÜCHTLINGE Man schreibt das Jahr 1857, als der Magistrat der Stadt Coburg erkannte, dass nicht mehr nur ausschließlich Jungen aus wohlhabenden Familien in den Genuss von Bildung kommen dürfen. Die schulische Ausbildung von Mädchen hatte zu Mitte des 19. Jahrhunderts keinen großen Stellenwert. Zu aufrechten Christenmenschen sollten sie erzogen werden, die einem den Haushalt führen und Kinder großziehen können. So das Ideal. Immer wieder mussten die Mädchen in Nach zähem Suchen fand der damalige Bürgermeister Oberländer am Schweinemarkt beim Zinkenwehr ein passendes Grundstück. Die vorhandenen Ställe wurden kurzerhand abgerissen. Auf den Einwand der Schulkommission, die Schule läge zu weit außerhalb des Stadtkerns, wurde nicht näher eingegangen. Und auch die Anmerkung, dass die Kommission bezüglich des offenen Pausengeländes Bedenken hat, dass hier tatsächlich „fromme, der Bürgerschaft zur Ehre gereichende“ Kinder erzogen werden könnten, wurde verworfen. Der Bau der ersten Mädchenschule in Coburg konnte beginnen. Stadtbaumeister Julius Martinet oblag die Bauleitung. Zuvor hatte der Herzog höchstpersönlich noch in die Fassadengestaltung eingegriffen. Er fand nämlich, dass am Albertsplatz „einem Gebäude im altteutschen Baustil unbedingt und entschieden der Vorzug zu geben sei“. Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit konnte das Schulgebäude im August 1862 feierlich eingeweiht werden. Die Bauzeit hatte sich immer wieder verlängert, weil die Kosten in die Höhe schnellten. Aufgrund der vorherrschenden Bauwütigkeit dieser Jahre wurde zum einen das Material knapp. Auf der anderen Seite war der Baugrund wegen vielfältiger Aufschüttungen und dem sumpfigen Untergrund nicht so stabil wie gedacht. Im Eröffnungsjahr registrierte die Schulchronik 617 Mädchen, neun Lehrer und einen Rektor, dessen Wohnung sich im 2.Stock befand. Bemerkenswert. So blieb es, bis im Jahr 1903 aus der einstigen Mädchenschule eine Freischule mit einer Mädchenund einer Knabenabteilung wurde. Die zunehmende Bevölkerungszahl machte dies notwendig. Im Jahre
AUSGABE 21 / JUNI 2017
anderen Räumen als der Ratsschule unterrichtet werden. Es war schlicht kein Platz für sie. Selbst der Befehl von Herzog Ernst II, die Schülerinnen in der Spitalschule zu unterrichten, konnte nicht problemlos umgesetzt werden. Das Gebäude platzte aus allen Nähten. Die Lehrer unterrichteten schon in Schichten. Eine Klasse am Vormittag, eine am Nachmittag. Und die Schülerzahlen stiegen weiter. Ein Neubau musste also her. Die Lutherschule am Albertsplatz.
1936 führte die Lutherschule acht Mädchen und acht Knabenklassen. Natürlich strengstens getrennt, wie es damals noch üblich war. Die Jahrgänge waren so stark, dass sogar Klassen in die Zinkenwehrschule ausgelagert werden mussten. Diese entstand durch den Ausbau einer Scheune, die deswegen von den Coburgern „Stadelschule“ genannt wurde. In den letzten Kriegsjahren litt das gesamte Schulwesen der Stadt unter den Bombeangriffen. Immer wieder musste der Unterricht wegen Fliegeralarms beendet werden. Am 3.April 1945 schloss die Lutherschule ihre Pforten, genauso wie alle anderen Schulen der Stadt. Niemand ahnte damals, dass das Gebäude auf Jahre hin seiner eigentlichen Bestimmung entfremdet werden sollte. Denn in den Jahren nach Kriegsende hatten die Menschen plötzlich ganz andere Sorgen. Die vielen Flüchtlinge, die aus den Ostgebieten geflohen waren, mussten untergebracht werden. So wurde die Lutherschule aufgrund der Raumnot in diesen Jahren als Massenquartier für Flüchtlinge gebraucht. Alles, was aus Holz und Pappe war, wurde verheizt. Das gesamte Inventar der Schule ging buchstäblich in Flammen auf: Bänke, Schränke, Landkarten und alle Lehrmittel wurden zum Heizen zweckentfremdet. Wie trostlos muss es auf den Fluren und in den Klassenzimmer gewesen sein, als alles Inventar aus der Not heraus vernichtet war. Erst im September 1947 konnte in einigen Räumen der Lutherschule der Unterricht wieder aufgenommen werden. Natürlich mit spärlichster Ausstattung und eilends herbei geschafftem Mobiliar. Die Kinder werden trotzdem glücklich gewesen sein. Ein bisschen Normalität in den grauen Nachkriegsjahren
voller Entbehrungen. Im Gegensatz dazu hat sich das äußere Erscheinungsbild der Schule in all den Jahren kaum verändert. Lediglich der alte Schulhof – heute der belebte Albertsplatz – wurde Ende der fünfziger Jahre zum Parkplatz umfunktioniert. Dafür entstand ein neuer Hof in Richtung Ernstplatz zusammen mit einem neuen Ausgang, der bis heute die Schüler in Richtung wohlverdiente Pause führt. 1973 hatte die Lutherschule als Volksschule ausdient, denn zu dieser Zeit entstand auf der Hut die Melchior-FranckSchule. Danach zogen für einige Jahre Klassen des Gymnasiums Albertinum an den Albertsplatz 1. Bis heute hat sich diese historische Verbindung erhalten, denn seit zwei Jahren benutzt das Albertinum einen Klassenraum in der Lutherschule für eine 9. Klasse. Und die Schüler verstehen sich gut – in und außerhalb des Schulgebäudes. Trotz des Altersunterschiedes von bis zu zehn Jahren sieht man 9.Klässer einträchtig Tischtennis spielen mit den Grundschülern. Den historischen und den pädagogischen Wert des klassizistischen Gebäudes am nunmehr neu gestalteten Albertsplatz erkannte der Magistrat der Stadt Ende der achtziger Jahre ein zweites Mal. Mit einer Generalsanierung wurde die Lutherschule auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Damals griffen noch die Fördermittel der Zonenrandförderung. Und so konnte rechtzeitig zum Schuljahr 1988/89 ein modernes Schulgebäude im historischen Ambiente eingeweiht werden. Auch wenn sie in die Jahre gekommen ist, die alte Dame Lutherschule. Bis heute gehen Kinder, Eltern und Lehrer gerne in dieses Gebäude. Die Lutherschule ist bis heute besonders geblieben. Innen und außen.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
75
HIER WOHNTEN …
76
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
… FRÜHER FLÜCHTLINGE
Unser Unternehmen Engel & Völkers ist ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen zur Vermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Yachten und Flugzeugen im Premium-Segment. Unser einzigartiges, ständig wachsendes Netzwerk und unsere starke Marke ermöglichen uns den Zugang zu einem exklusiven Kundenkreis. Im Rahmen der Expansion suchen wir zur Verstärkung des Teams auf freiberuflicher Basis einen
Immobilienberater (m/w) in Coburg
Ihre Aufgaben » » » »
Akquisition und Verkauf von Immobilien Bewertung und Präsentation von Objekten Professionelle und permanente Kundenbetreuung Umsetzung von Vertriebs- und Marketingaktivitäten
Ihr Profil » » » »
Nachweislich mehrjährige Vertriebserfahrung Hohes Engagement und eine selbständige Arbeitsweise Sicherer Umgang mit MS-Office Sehr gute kommunikative Fähigkeiten und eine ausgeprägte Teamfähigkeit » Gute Umgangsformen sowie ein sicheres, freundliches und professionelles Auftreten » Gute regionale Vernetzung, Ortskenntnisse
Unser Angebot Wir bieten Ihnen eine verantwortungsvolle und interessante Aufgabe in einem wachsenden internationalen Markenunternehmen. Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung ausschließlich über unser Online-Bewerbungsformular unter www.engelvoelkers.de, Rubrik: Karriere/ Jobs
Kontakt EV Oberfranken Immobilien e.K. Ketschengasse 41 - 96450 Coburg Telefon +49-(0) 9561-7952400 www.engelvoelkers.com/coburg
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
77
DER BELIEBTE EVENT-GUIDE
VON BENEDIKT DELLERT
Vor der Tür wartet der Sommer. Die wohl beliebteste Jahreszeit. Warum das so ist, ist eigentlich klar, denn keine andere Jahreszeit bietet mehr. Das zeigt unser COBURGER SOMMER. Ein Eventguide, eine Orientierungshilfe für die Monate Juni bis September. Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer mit tollem Wetter und noch tolleren Veranstaltungen.
MAGISCHE MITTSOMMERNACHT.
Bachnacht am 24. Juni 2017 um 20 Uhr in der Morizkirche
Klassik Open Air am 1. Juli 2017 um 20:30 Uhr im Rosengarten
Ein lauer Sommerabend in der Morizkirche – die BACHNACHT verspricht, ein besonderes Ereignis zu werden. Ein tiefer Einblick in die musikalische Vielfalt des Komponisten Johann Sebastian Bach bietet sich im Juni in der Morizkirche. Die Kantorei St. Moriz, verschiedene Solisten und das Barockorchester Frankfurt bereiten unter der Leitung von Peter Stenglein ein Musikprogramm vor, das begeistern wird. Mit “Pauken und Trompeten” wird der Abend um 20 Uhr eröffnet. Außerdem stehen Kantaten für Chor, Solisten und Orchester auf dem Programm. Es folgen Orgel- und Klaviermusik, dazu Kammermusik in unterschiedlicher Besetzung – und das gleichzeitig in der Morizkirche und in der Aula des Gymnasiums Casimirianum, als “Wandelkonzert”. Zum krönenden Abschluss, kurz vor Mitternacht, erklingt die berühmte Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur. Zwischendurch gibt es Erfrischungen in der Pausenhalle des Gymnasiums Casimirianum.
Mittsommernacht in Coburg: Das Klassik Open Air beim Picknick im Coburger Rosengarten ist ein Volksfest für Musikliebhaber. In diesem Jahr steht das Klassik Open Air unter dem Motto „Mittsommernacht“. Glaubt man den Schweden, ist die Natur in der Mittsommernacht magisch. Elfen tanzen und Trolle verstecken sich hinter den Bäumen. Die Mittsommernacht ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Werke von Jean Sibelius, Edvard Grieg und Hugo Alfvén und weitere Darbietungen werden die Zuhörer in den Bann der klassischen Musik ziehen. Die musikalische Leitung obliegt wie auch in den Vorjahren dem Generalmusikdirektor des Coburger Landestheaters Roland Kluttig. Selbst Menschen, die normalerweise keine Fans der klassischen Musik sind, können hier ungezwungen und bei freiem Eintritt in die klassische Musik abtauchen und diese lieben lernen. Das war auch schon in Vergangenheit so. Es kamen Neugierige und sie blieben – und im nächsten Jahr brachten sie ihre Freunde mit. Zum einen ist es die musikalische Qualität des Philharmonischen Orchesters des Landestheaters Coburg, die Musikliebhaber lockt. Hinzu kommen das tolle Ambiente des Coburger Rosengarten und letztendlich die zwanglose Picknickatmosphäre, die das Klassik-Open-Air zu einer Veranstaltung mit Kultcharakter machen.
Foto: Stadtmarketing Coburg
Foto: Stadtmarketing Coburg
BACH VON ACHT BIS MITTERNACHT.
78
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
MIT UNTERSTÜTZUNG DES STADTMARKETING COBURG
SINGEN MACHT GLÜCKLICH. 23. Bundessingen des Fränkischen Sängerbundes vom 7. bis 9. Juli in Coburg Der Fränkische Sängerbund FSB lädt seine Mitgliedsvereine alle 2 Jahre zu einem Familienfest ein. Und in diesem Jahr steigt dieses Chorfest in Coburg. Die Festlichkeiten starten am Freitag, den 7. Juli mit der Überreichung der CARUSO-Zertifikate und einem Genuss für Ohren und Gaumen unter dem Motto „Gesang und Genuss“. Zu einem Menu werden im Restaurant Rosengarten musikalische Leckerbissen serviert. Einen Tag später werden verschiedene Führungen durch die Stadt und durch historische Gebäude angeboten. Außerdem findet das Chorkonzert „Eintritt frei“ mit ausgewählten Chören aus dem Sängerkreis Coburg-Kronach-Lichtenfels statt. Am Sonntag zeigen Chöre aller Gattungen aus dem Bereich des Fränkischen Sängerbundes sowie alle Auswahlchöre, dass Singen Spaß macht. Höhepunkt wird das Mitsingkonzert am Sonntag in der Morizkirche mit Robert Schumanns „Der Rose Pilgerfahrt“, einem Märchen nach einer Dichtung von Moritz Horn. Erwartet werden zum Chorfest 3000 Sänger und viele Tausend Besucher. Weiter Infos gibt es im Internet unter www.fsb-online.de.
Foto: Alexander Mrazek
Coburgs Badela
ndscha ft: ein ta
uchen , Sp
n e ß e i n e aß haben, g
Rosenauer Straße 32, 96450 Coburg Tel. 09561 749-1640, www.aquaria-coburg.de AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
79
DER BELIEBTE EVENT-GUIDE
SAMBA, CAPOEIRA, CAIPI. Sambafestival vom 14. bis 16.Juli / Coburg Heiße Rhythmen, nackte Haut und kühle Cocktails. Vom 14. bis 16. Juli findet das mittlerweile 26. Internationale Sambafestival in Coburg statt. 200.000 Besucher lassen sich jedes Jahr in einen Bann aus heißen brasilianischen Rhythmen, Akrobatik und farbenprächtigen Darbietungen ziehen. Dafür verantwortlich zeigen sich die mehr als 100 Samba-Gruppen, die sich aus aller Herrgottsländer nach Coburg bewegen. Dort feiern sie das größte Sambafestival außerhalb von Rio de Janeiro.
Erstmals in diesem Jahr wird es ein komplettes Taschen- und Rucksackverbot geben. Die Veranstalter haben eine moderne Schließfach-Box angemietet, die den Besuchern neben der sicheren Aufbewahrung weitere Vorteile, wie die Ladung von Smartphones, ermöglicht. Der Eintritt für das dreitägige Samba-Spektakel kostet im Vorverkauf bis Ende Juni 22,- Euro. Während des Festivals gibt es auch Tagestickets. Weitere Infos unter www.samba-festival.de
Fotos:Sebastian Buff
Neben den zahlreichen Tänzern und Tänzerinnen reicht sich auch die High Society des Karneval aus Rio in Coburg die Klinke. "Corte do Carnaval", die gesamte erste Reihe des weltberühmten Karneval vom Zuckerhut wird in Coburg sein, freut sich Booking-Managerin Nini Beyersdorf: "Das alle vier an diesem Wochenende Zeit finden, nach Europa zu reisen ist eine große Ehre für uns".
Eine Autogrammstunde mit DSDS-Jurorin und You-Tube-Star Shirin David ist zudem für den Samba-Freitag in den Räumen der VR-Bank am Theaterplatz geplant.
Sommer Open Air Die
Sonne scheint für alle Die
live 2017 26.08.2017 Steinbach-Langenbach scheint für alle Sommer Open Air Naturbühne www.eventim.de •
80
03681 / 79 24 13
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
26.08.2017 Steinbach-Langenbach Naturbühne
live 2017 AUSGABE 21 / JUNI 2017
MIT UNTERSTÜTZUNG DES STADTMARKETING COBURG
LECKERBISSEN EN MASSE. Coburger Schlossplatzfest vom 20. bis 24. Juli 2017 immer abends, am 23. Juli auch tagsüber Es ist die größte Gourmetparty Nordbayern. Klirrende Weingläser, kulinarische Leckerbissen und dazu ein Showprogramm, das keine Langeweile aufkommen lässt - dafür steht das Schlossplatzfest. Zwanglos und ungebunden über den wunderschönen Schlossplatz schlendern und dabei kunstvolle Klänge und Darbietungen bestaunen. Dank dem Motto „Umsonst & Draußen“ kann das beim Coburger Schlossplatzfest jeder, ob er nun zum Schlemmen kommt oder einfach nur, um sich die Show auf der Bühne anzuschauen. Wo kann man sonst in einem so prächtigen Ambiente zum Nulltarif ein abwechslungsreiches Show- und Musikprogramm verfolgen und dazu leckere Speisen zu sich nehmen. Das Fest der Sinne trägt seinen Namen also wirklich völlig zu Recht. Regionale Leckereien, mediterrane Köstlichkeiten, Speisen mit Einflüssen aus verschiedensten Ländern, ob nah ob fern, die Liste ist schier endlos. Somit sollte auch jeder etwas für seinen Geschmack finden. Dann wird das Fest zum echten fünftägigen Leckerbissen. Weiter Informationen gibt es unter www.schlossplatzfest-coburg.de
Foto:Sebastian Buff
MITTELALTER ERLEBEN. „Un Paso honroso – Ein ehrenvoller Gang“ ab 9. August mehrmals auf der Veste Coburg wohl weltbesten historischen Akteure. Sie präsentieren die Reit- und Kampfkunst ästhetisch und in höchster Vollendung. Die Gruppe um Arne Koets ist dabei die einzige, die den turniermäßigen Kampf zu Pferd authentisch führt. Erstmals zu Gast in Coburg ist die international bekannte Gruppe Contrada Monticelli. Sie beherrscht virtuos die mittelalterliche Kunst des Fahnenschwenkens.
Fotos: Touristinfo Coburg
Ritter auf der Veste Coburg? Das ist schon lange her. In diesem Sommer kehren sie zurück auf die Veste, die mutigen Ritter, mit ihren edlen Pferden und Kämpfen in einem Wettstreit um Ruhm und Ehre. Unter dem Motto „Un Paso honroso – Ein ehrenvoller Gang“ bietet die Veste Coburg eine grandiose Kulisse für Living History-Vorführungen, die den Besucher in eine spannende, romantische und farbenfrohe Vergangenheit entführen. Darsteller sind die derzeit
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
81
Foto: Henning Rosenbusch
DER BELIEBTE EVENT-GUIDE
KEIN BRATEN OHNE RUTSCHER. 12. Coburger Klößmarkt vom 1. bis 3. September 2017 auf dem Marktplatz Er ist der Star des Sonntagsessens, der Coburger „Rutscher“. Er hat es so weit gebracht, das ihm zu Ehren in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal ein Fest gefeiert wird: der Coburger Klößmarkt. Drei Tage „Rutscher“ – Coburger was willst du mehr? Im vergangen Jahr rutschten stündlich bis zu 1000 Klöße über die Teller in die Mägen des Publikums. Das sucht auch immer mehr von außerhalb den Coburger Klößmarkt auf und feiert mit den Coburgern die Spezialität aus rohen und gekochten Kartoffeln. Natürlich wird der Kloßmarkt wie jedes Jahr auch
musikalisch umrahmt. Volks- und Blasmusik, Oldies, Rock und Pop, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der Star des Festes bleibt aber der Kloß und alles was aus seinem Ursprung, der Kartoffel, typisch für unsere Region ist. Jazz-Liebhaber sollten sich besonders den Sonntagvormittag fett im Kalender markieren, denn ab 11 Uhr findet der Jazz Frühschoppen statt. Neben dem Coburger „Rutscher“ darf übrigens auch das zweite Grundnahrungsmittel der Coburger nicht fehlen: die original Coburger Bratwurst. Da kann man doch nur noch „nen Guten“ wünschen.
LUTHER, LIEDER, LÄSTERMÄULER. Coburger Museumsnacht am 9. September 2017 ab 18 Uhr in der Innenstadt Die Museumsnacht hat sich zu einem der Highlights entwickelt. Mit jährlich weit über 10.000 Besuchern zählt die „Nacht der Kontraste“ zu den beliebtesten Kulturveranstaltungen Coburgs. Nacht der Kontraste, Museumsnacht oder einfach Coburgs schönste Nacht – die Veranstaltung geht in diesem Jahr in ihr 13. Jahr. Das Konzept, Kultur in einen Event zu packen, und damit noch mehr Besucher an historische Schauplätze und in die Museen zu locken, ging voll auf. Natürlich hat man das Motto „Luther, Lieder, Lästermäuler“ an das Reformationsjahr angelegt. Die Nacht der Kontraste wird den Reformator Martin Luther dabei gewohnt unbekümmert und unkonventionell interpretieren. Viel Theater um Luther machen die Lästermäuler: Martin Luther als Blogger (Sebastian Schnoy, Casimirianum), als Reformator im 21. Jahrhundert (Wolfgang Bayer, Marstall) oder im Straßentheater „Das wahre Leben des Junker Jörg“ (Die Hysteriker, Rathaus). Bei der Museumsnacht macht es die einzigartige Mischung aus Kultur, Installationen und Illuminationen, gepaart mit einem hochkarätigen musikalischen Angebot: Von schmissigen Rhythm´n´Blues der Münchner Band Hundling (Veste) über Soul und Jazz von Sarah Kaiser (St. Augustin) bis zum A-Cappella-Pop von den Medlz (Brose), es wurde auch in diesem Jahr wieder ein facettenreiches Musikprogramm auf die Beine gestellt. Weitere Infos findet man auf der Homepage www.museumsnacht-coburg.de.
82
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
D I E G R Ö S S T E PA R T Y N O R D B AY E R N S
SCHLOSS
PLATZ
FEST Bild: © Val Thoermer
20. – 24. JULI 2017 W W W. S C H L O S S P L AT Z F E S T- C O B U R G . D E
DA S FESTIVAL DER SINNE | UMSONST & DR AUSSEN! AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
83
DER BELIEBTE EVENT-GUIDE
ROLLENDE KÜCHEN. Foodtruck-Festival am 16. und 17. September auf dem Schlossplatz
Foto: Shutterstock
Vom feurigen Burrito und saftigen Burger bis hin zum exotischen Gericht: Das FoodtruckFestival wird der Gaumenschmaus im Coburger Spätsommer. Beim Foodtruck-Festival treffen sich auf dem Coburger Schlossplatz um die 20 Foodtrucks. Dabei beschränkt sich ein Foodtruck jeweils auf wenige, dafür aber hochwertige Gerichte. Ein zu umfangreiches Angebot passt nicht in den Truck, die Qualität würde leiden. Jeder Truck hat seine Speisen als besonderen Service auch in einer kleinen Probiergröße zu einem Spezialpreis mit an Bord. Man kann also an vielen Trucks erst einmal testen und probieren. Und wenn der Hunger dann noch nicht gestillt ist, noch die eine oder andere große Portion nachordern. Neben einem Biergarten kommt auch die ganze Familie samt Kids auf ihre Kosten. Für die Kleinen gibt es Kinderschminken, eine Hüpfburg, eine Malecke und vieles mehr. Bestes Entertainment also. Weiter Infos unter www.foodtruck-festivals.de
ZURÜCKIN DIEVERGANGENHEIT. Fantasie Mittelaltermarkt 30.09. – 3.10. | Hofgarten Coburg
Fotos: Touristinfo Coburg
Eine Reise durch die Zeit zurück ins Mittelalter. Im zauberhaften Ambiente des Hofgartens kann man ab dem 30. September die fantastische Seite des Mittelalters erleben. Egal ob stöbernd, mitmachend, den mittelalterlichen Klängen lauschend oder einfach nur über den Markt schlendernd, der Mittelaltermarkt ist ein Spektakel für Jedermann. Zum einen gibt es ein reichhaltiges Mitmachangebot: Wer zum Beispiel schon immer einmal alte Handwerkskünste wie das Kettenhemdenflechten oder Lederpunzieren ausprobieren wollte, ist hier genau richtig. Daneben gibt es auch viele rustikale Köstlichkeiten, fantastische Fabelwesen, die die Besucher verzaubern, und Musik aus der längst vergangenen Zeit. Für die kleinen Ritter und Burgfräulein steht ein vielseitiges Programm im Kinderland bereit. Und auch am Abend warten viele Highlights auf die Besucher. Von der Showbühne schallen die Klänge bekannter Mittelalterbands, und der Coburger Verein Mittelalter und Fantasy e.V. verwandelt den Mittelaltermarkt mit Feuershows in ein beeindruckendes Flammenmeer.
84
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
MIT UNTERSTÜTZUNG DES STADTMARKETING COBURG
DABEI SEIN. Kirchenkreis Kirchentag am 31.10. ganztätig rund um und in der Morizkirche
LANDESTHEATER
COBURG
Das Motto des Kirchenkreis-Kirchentags lautet: „Evangelium feiern“. Am Reformationstag also feiert man rund um die Morizkirche also nicht die Reformation oder Martin Luther als Person, sondern seinen Lebensinhalt und sein Wirken bis heute. Der Tag wird bewusst als ökumenisches Fest gestaltet. Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg predigt im Festgottesdienst am Vormittag, der anglikanische Bischof Dr. Martin Warner aus Chichester im Abendmahlsgottesdienst am Abend. Die zwei ökumenischen Gottesdienste in der St. Morizkirche bilden die geistlichen Säulen des Tages. Die Besucher erwartet dazu ein abwechslungsreiches Programm. Die Highlights des Tages sind ein reichhaltiges Kinderprogramm, eines für Jugendliche, eines mit viel Musik und dazu ein Politischer Frühschoppen unter anderem mit Heimatminister Dr. Markus Söder von der CSU und Markus Rinderspacher von der SPD. Weitere Informationen zum Kirchentag gibt es im Internet unter www.kirchenkreiskirchentag.de.
ZWEI�SCHAURIG -SCHÖNE�OPERN� AN�EINEM�ABEND
THE�RAVEN Kammeroper von Toshio Hosokawa
LA�VOIX�HUMAINE Monooper von Francis Poulenc
Donnerstag, 22. Juni 2017, 19.30 Mi�woch, 28. Juni 2017, 19.30
FOTO��ANDREA�KREMPER
Foto: Sebastian Buff
L AN D E STH EATE R�CO B U RG Schlossplatz 6, 96450 Coburg Theaterkasse Di. bis Fr. 10.00 –17.00 Uhr, Sa. 10.00 –12.00 Uhr Telefon 09561 · 89 89 89 www.landestheater-coburg.de
AUSGABE 21 / JUNI 2017
LTC_TheRaven_COBURGER_RZ.indd 1
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
85
19.05.17 09:35
Advertorial
COBURGER SOMMER 2017
FESTIVALS UND LICHTGESTALTEN TIPPS VOM VERANSTALTUNGSSERVICE BAMBERG
POP ART MUSIC FESTIVAL
OLAF SCHUBERT
4. NOVEMBER I 19.30 UHR BROSE ARENA BAMBERG
25. NOVEMBER I 20.00 UHR I KONGRESSHAUS ROSENGARTEN
Sie glitzern unermüdlich... Das Pop Art Music Festival ist eine Huldigung an die Pop-Musik-Juwelen der 80er und 90er Jahre, eine Hommage an großartiges Songwriting und an Lieder, die bis heute weltbekannt sind. Dieses Festival ist als eine Art Jukebox zu verstehen: Es ist für jeden etwas dabei. Das Fundament des Festivals bildet die Band von Rick Parfitt Junior. Er ist der Sohn der 2016 verstorbenen Status-Quo-Legende Rick Parfitt und hat hochkarätige UK-Musiker um sich versammelt. Sie liefern den Sound der 80er für Bonnie Tyler, Nik Kershaw und alle anderen Künstler des Abends.
Er ist Musiker, Poet, Weltbürger, Kosmopolit, Steuermann und Freidenker – die Rede ist von Olaf Schubert. „Sexy Forever“ heißt sein neues Programm und mit diesem Titel offenbart er neue Wege zu gehen. Der bewusst englischsprachig gewählte Titel zeigt: Nach den großen Erfolgen in Teutonien schielt Olaf jetzt endlich auch den amerikanischen Markt, zumindest den rumänischen. Womöglich etabliert er im neuen Programm sogar Elemente der Show - Ballett, Feuerwerk, wer weiß? Olaf wäre aber nicht Schubert, wenn er seine eigenen Statements nicht selbstkritisch hinterfragen würde. Kann überhaupt jemand "Sexy Forever" sein? Außer ihm selbst natürlich? Dieses großartige Erlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen.
HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER
SÖHNE MANNHEIMS
ANDREAS BOURANI
MARIUS MÜLLER-WESTERNHAGEN
FREITAG, 25. AUGUST 2017
SAMSTAG, 26. AUGUST 2017
SONNTAG, 27. AUGUST 2017
Die Söhne Mannheims haben für ihre MannHeim zu Dir Open-Airs 2017 nur die angesagtesten Freiluftbühnen des Landes ausgewählt – darunter auch den Schlossplatz Coburg. 1995 gegründet, haben sich die Söhne Mannheims mit bisher fünf Studio-Alben, zahlreichen Hits und mit ausverkauften Tourneen seit über 20 Jahren zur absoluten Kultband entwickelt. Das ist nicht zuletzt dem unvergleichlichen Live-Feeling zu verdanken, das die Band und ihre Fans stets vom ersten bis zum letzten Beat verbindet.
Nach zwei Studio- und einem Livealbum, SingleHits wie der Überhymne ‚Auf Uns’ und zahlreichen Auszeichnungen ist Andreas Bourani in der Liga der großen deutschen Singer-/ Songwriter angekommen. Zu Recht – denn mit seiner herausragenden Stimme versetzt er Fans und Kritiker gleichermaßen in Verzückung. Zusammen mit viel Humor, einer perfekt eingespielten Band und einer grandiosen Lichtshow wird jedes Konzert von Andreas Bourani zu einem Erlebnis.
Ein weiterer Hochkaräter der deutschen Musikszene ist für den HUK-COBURG open-air-Sommer bestätigt: Altrocker und singende Legende Marius Müller-Westernhagen wird mit seiner MTV Unplugged Tour vor der traumhaften Kulisse der Ehrenburg in Coburg zu sehen sein.
86
Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
DIE COBURGER MUSEMSNACHT 2017
Luther, Lieder, Lästermäuler … … und Lichtkunst mit „Geist“! Die „Nacht der Kontraste“ erfindet sich immer wieder neu, wird von Martin Rohm in diesem Jahr als umfassendes Kunst-Festival inszeniert, inspiriert vom Reformator Martin Luther. Zu den schon gewohnten hochkarätigen Konzerten, Ausstellungen und Illuminationen an nunmehr 22 Schauplätzen gesellen sich am 9. September bisher nicht vertretene Genres wie Tanz und Theater, bildende Kunst, Comedy und Kabarett. Zudem wird ein weltbekannter Lichtkünstler den vorderen Burghof der Veste in ein besonderes Licht setzen: Philipp Geist hat sein Kommen zugesagt. Und das alles für die Besucher, wie Organisator Martin Rohm sagt, „zum Preis einer Kinokarte“. Dass man 2017 an Martin Luther nicht vorbeikommen würde, ahnte Martin Rohm seit Jahren. Das Motto „Luther, Lieder, Lästermäuler“ ist Programm. Die Musik („die beste Gottesgabe – und dem Satan sehr verhasst“) liebte Luther so sehr, dass er selbst Hymnen, Psalmlieder und Evergreens wie “Ein feste Burg ist unser Gott” komponierte. Das Wort verehrte er so, dass es sein Gesamtwerk auf 120 Bände bringt und er allein ein Viertel seiner zeitgenössischen Literatur verfasste. Vor allem fragte sich Martin Rohm bei der Lektüre von Luther-Biografien, LutherKoch- und Luther-Liederbüchern aber: „Hat der Reformator uns heute noch etwas zu sagen? Und hallen seine Worte und Töne ins 21. Jahrhundert nach?“ Antwort darauf geben die Künstler der Museumsnacht – sehr unterschiedlich, manchmal unkonventionell, aber immer unterhaltsam. „Die Besucher werden in diesem Jahr fasziniert davon sein, wo und wie sehr Luther noch bis heute nachwirkt.“
Highlights: Internationaler Lichtkünstler: Philipp Geist Luther als Blogger: Comedy mit Sebastian Schnoy Neue Schaupläzte: Marstall und Markthalle Weltmusik: Von Argentinien bis Hennebergisch Mach’s nochmal Martin: Reformator-Comeback mit Wolfgang Bayer Hysterie im Rathaussaal: Kölner Straßentheater Und für den Hunger ganz speziell: „Futtern wie bei Luthern“
Auf einen Blick: Event: Termin: Motto: Schauplätze: Veranstaltungen: Highlights: Homepage: Tickets: Busse:
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Nacht der Kontraste/13. Coburger Museumsnacht Samstag, 09.09.2017 (18-01 Uhr) Luther, Lieder, Lästermäuler 22 historische und besondere Orte Konzerte, Ausstellungen, Tanz, Theater, Lichtkunst, Kabarett und Comedy Park Stickney (New York), www.museumsnacht-coburg.de 9 € (Abendkasse), 7 € Vorverkauf, 6 € ermäßigt, Kinder bis 14 frei Freie Fahrt mit Museumsnacht-Ticket zu allen Schauplätzen
Alle Informationen unter www.museumsnacht-coburg.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
87
DER BELIEBTE EVENT-GUIDE
Eine Auswahl an Veranstaltungen in Coburg vom 10. Juni bis Ende Oktober
9. und 10. Juni
ab 17. Juni 16 Uhr
24. Juni 20 Uhr
30. Juni bis 2. Juli
2. Juli 9 Uhr
7. Juli bis 9. Juli
20. Juli bis 24. Juli
22. Juli 20:30 Uhr
88
Round Table Open-Air-Kino Pulp Fiction / Luther Wo: Innenhof Ehrenburg Kosten: ab 9 Euro
Seit Cranach bis Charlie Hebdo Ausstellung mit Druckgraphiken Wo: Kunstverein Coburg Kosten: Frei
Bachnacht Bach von acht bis Mitternacht Wo: Morizkirche Kosten: 20 Euro
Airshow Coburg Über den Wolken Wo: Flugplatz Brandensteinsebene Kosten: Fr. frei | Sa. 8 Euro | Sa/So 15 €
36. VR-Bank-Lauf Rund um die Veste Coburg Wo: TV 1848 Coburg Kosten: Vorher anmelden
Chorfest Coburg 2017 Tausende Stimmen in der Stadt Wo: Diverse Orte Kosten: divers
Schlossplatzfest Schlemmen, Tanzen, Treffen Wo: Schlossplatz Kosten: Nix
Seiler und Speer Tour 2017 Wo: Schloss Tambach Kosten: 40 Euro
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
17. Juni ab 10 Uhr
24. Juni ab 18 Uhr & 25. Juni
29. Juni 20 Uhr
01. Juli 19 Uhr
ab So, 2. Juli an vielen Tagen um 20 Uhr
14. Juli bis 16. Juli
21. Juli 20:30 Uhr
23. Juli 19:30 Uhr
5. Coburger Mopstreffen Tierischer Spaß Wo: Freitreppe Kino Utopolis Kosten: Frei
Flohmarkt Größter Trödelmarkt weit und breit Wo: Innenstadt Kosten: Frei
Steven Santoro & Band Die neue Stimme aus den USA Wo: Leise am Markt Kosten: 25 Euro
Klassik open air Picknick Genuss für alle Sinne Wo: Rosengarten Kosten: Nix
Festival für Schultheater Schüler zum Thema Freiheit Wo: Reithalle Kosten: 6 Euro
26. Internationales Samba-Festival Brasilianische Lebensfreude Wo: Innenstadt | VVK 22 Euro (bis Ende Juni) Fr. 19 Euro, Sa. 22 Euro, So. 13 Euro
Willy Astor & Freunde Sounds of Islands Tour 2017 Wo: Schloss Tambach Kosten: 37,8 Euro
Schmidtbauer und Kälberer Wally Warning Wo: Schloss Tambach Kosten: 36,90 Euro
AUSGABE 21 / JUNI 2017
MIT UNTERSTÜTZUNG DES STADTMARKETING COBURG
28. Juli bis 6. August
29. Juli 20:30 Uhr
05. August 20:30 Uhr
9. bis 13. August, nicht am 11 August je 17 Uhr 19. August ab 8 Uhr 20. August ab 10 Uhr
26. August 19:30 Uhr
1. bis 3. September
16. und 17. September ab 12 Uhr
31. Oktober ganztägig
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Coburger Vogelschießen Es rummelt in der Vestestadt Wo: Ketschenanger Kosten: Kein Eintritt
Michael Patrick Kelly Open Air Tour 2017 Wo: Schloss Tambach Kosten: 39 Euro
Lass Brass Banda Jubiläumstour der Kultband Wo: Schloss Tambach Kosten: 40,50 Euro
Mittelalterfest Die Vergangenheit lebt Wo: Veste Coburg Kosten: nicht bekannt
Seßlacher Altstadtfest Einzigartiger Geheimtipp Wo: Altstadt Seßlach Kosten: Nix
Andreas Bourani Die Welt von oben Tour 2017 Wo: Altstadt Seßlach Kosten: 51,95 Euro
Klößmarkt Alles rund ums Nationalgericht Wo: Marktplatz Kosten: Nix
FoodTruck Festival Imbiss kann auch kulinarisch Wo: Schlossplatz Kosten: Nix
Kirchenkreis Kirchentag Das Reformationsjahr geht zu Ende Wo: Rund um die Morizkirche Kosten: Nix
28. Juli 20:30 Uhr
04. August 20:30 Uhr
ab 9. August elfmal bis 20. August
11. bis 13. August
25. August 20:00 Uhr
27. August 20:00 Uhr
9. September ab 18 Uhr
02. Oktober abends
Erste Allgemeine Verunsicherung Live 2017 Wo: Schloss Tambach Ausverkauft!
Haindling 35 Jahre Bühnenjubiläum Wo: Schloss Tambach Kosten: 45,50 Euro
Coburger Sommeroperette The Blues Brothers in Prison! Wo: Waldbühne Heldritt Kosten: ab 22 Euro
Genusstage Coburg Land Regionale Spezialitäten Wo: Gleußen Kosten: Nix
Söhne Mannheims Mannheim zu Dir Open Air 2017 Wo: Schlossplatz Kosten: 57 Euro
Westernhagen MTV Unplugged Tour Wo: Schlossplatz Kosten: ab 71,50 Euro
Museumsnacht Luther, Lieder, Lästermäuler Wo: Innenstadt Kosten: VVK 7, Abendkasse 9 Euro
OktOPAfest Blasmusik und Lederhosen Wo: Schlossplatz Kosten: nicht bekannt
Viel mehr Veranstaltungen in und um Coburg, im Landestheater Coburg, im Rahmen des Reformationsjahres oder auch sportliche Highlights unter www.coburg.de/veranstaltungen
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
89
Lohgraben
gla
ß
Stein weg
Lohgraben
G emüsem ark t
Steinweg
ür
Allee
Gra fen gas se ße
mM ars tall
Leopo
kert stra
Rüc
An Ob ere
Untere Re alsch ulst raß e
rg Glo ck en be
Glockenberg
e
ass
Hohe Straße
Bamberger Str.
e
Uf er st ra ß
Rosengarten
Parkhaus/-PLatz
Zu Fuß zum Markt
Plätze
Preis Stunde
NachtPreis
PH Mauer
2 Minuten
436
1€
2€
PH Zinkenwehr
7 Minuten
469
1€
2€
PH Post
8 Minuten
432
1,90 €
2€
TG Albertsplatz
4 Minuten
176
1,20 €
2€
PPlatz Anger
9 Minuten
510
1€
2,50 €
PPlatz Aquaria
25 Minuten
400
1€
2,50 €
Innenstadt Parkuhr
bis 15 Minuten
1€
keiner
Busse fahren we Uhr, samstags vo fahrschein je nac Informationen z
Allee
nga sse
Sa lzm ar kt
Gra fe
Strom-Zapfsäule für E-Bikes Albertsplatz oder Telefon 09561 – 749 - 1423
e
traß
Leo
mM ar s tall
po ld
str a
ße
Neue Freunde, Adressen im Sommer 2017
Park
Leopo
kerts
Reithalle
traße lds
Hin ter
M. Kirc hgä ßle in
Ste ing ass e
Grabungsmuseum
Kirchh of
Morizkirche
Ste
nla
ge
Neu gass e
Kirc hho f
Kir ch ga ss e
Ob er
Untere Re alsch ulst raß e
rg
Gl oc
e An la g
e Ob er
g nber
se engas Ketsch
Gloc kenb
erg
Gl oc
tra
ße
rinenstr
Rosengarten
eS
Alexand
er C OBB U R G E R | D A S M A G A Z I N Kongresshaus Rosengarten
int or
ke nb e
rg
h Ho
Platz liner
e Glock
Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Coburg
ße tra ens drin Alexan
ße irstramit freundlicher Casim
Ketschentor
Ste
freundlich unterstützt von
Haus Contakt ev. Kirche ße tra ns rie Ma
rg lvato re Sa Unte
Glockenberg
ass
e
se gas Kuh
Ketschengasse
O bere Salvatorgasse
Casimirstraße
e traß uls lsch Rea ere Ob
Tickets in der Buchhandlung Riemann, beim Coburger Tageblatt und auf www.klanggrenzen.de ke nb e
Untere Anlage
int or
eA
Pfa rrga sse
Albertsplatz
Queckbrunngasse
Kets che nga sse
rg
ß
Kl ei ne The aterg asse
Sp ita lga sse
Hofgarten
Ehrenburg
Rüc
Ro sen ga sse
Gl oc ke nb e
gla ür
be re rB
Jo ha nn isg as se
Spitalgasse
er ga ss e
M au er Näg leins gass e
Schlossplatz
Hohe Straße
aß
g
ße
eb
nber
tra
st r
Gloc ke
eS
W
into r
2. InterdIszIplInäres kammermusIkfestIval Coburg 26. JunI – 13. JulI 2017
Rathaus
Roseng asse
Ste
a
nb ur g
e traß huls alsc re Re O be
h Ho
Kongresshaus Rosengarten
rinenstr
Angerturnhalle
g nber
ne Berli e
PP Anger
Alexand
Schütz enstr aß
tz r Pla
ke Gloc
ße tra ens drin Alexan
e hengass Ketsc
M au er
into r
Haus Contakt ev. Kirche ße tra ns rie Ma
ße estra Goeth
Festungsstraße
z
Stein gass e
Angerturnhalle
Ahorner Straße
Neue
Park traße lds
t pla
Gr oß e Jo ha nn isg ass e
Puppenmuseum
90
Jo ha nn isg as se
ge
asse Kuhg
e
Ketschengasse
r eh
ge
Landestheater
ter ea Th
Stadtbus Umsteigen
Kleine Johann isga sse
Leise am Markt
Ahorner Straße
Ahorner Straß e
e
Ob
Herrngasse
Albertsplatz
Ste
An la
nw
rg lvato re Sa Unte
ße irstra Casim
str aß
Bürglaß
O
Marktplatz
PP Anger
Klin
asse
e
ke
O bere Salvatorgasse
Ketschentor
old
Morizkirche
Untere Anlag e
m
Kleine Mauer
Jud eng ass e
tzenst raße
e ng Kli ere Ob
Steintor
Judentor
tz Albertspla
ge Klin ere Ob
PP Gemüsemarkt
ere Ob
Leo p
Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind die regulären Bushaltestellen. www.coburgmobil.de/ast/
Georgenstr aße
Kle ine Mauer
Mauer
Gemeindezentrum St. Augustin
Oberer
M oh Georgenstraße re ns tr aß e
M üh lga ss e
Allee
Oberer Bürglaß
ra ße
Badergasse
re ns t
Stei ng
Grabungsmuseum
Kirchh of
Pfar rgas se
Schillerplatz
Kino Utopolis
Unterer Bürglaß
Badergasse
Reithalle Ehrenburg
Ob er
Goethestraß
Zin
Mühldam
Güterbahnhof
M oh
Strom-Zap Albertsplatz
lag e
Neug asse
Casimirstraße
ben gra Loh
M. Kirc hgäß lein
Kir ch ga ss e
Kirc hhof
Ro sen ga sse Roseng asse
Rathaus
Kets chen gass e
m
atz Albertspl
Innenstadt
Queckbrunngasse
latz stp Ern
Bö hm sgäs slei n
Puppenmuseum Steing asse
Albertsplatz ehr enw Zink
PH Zinkenwehr
latz illerp Sch
Lo hg ra be n
PPlatz Aqu Hofgarten
Albertsplatz
ehr
ke rüc nb ke ße an tra Fr ofs th ch la h Sc
PPlatz Ang
Schlossplatz
Sa lzm ar kt
Leise am Markt
Am
Vikt oria bru nn en
Marktplatz
se
TG Alberts
Festungsstraße
Herrngasse
Jud eng ass e
e M
tz ge rga s
PH Zinken
Landestheater
Kle in e
G ro ße Joh an nis gass e
Judentor
st ra ße
PH Mauer
ge
PH Post
be re rB
Stadtbus Umsteigen
Kleine Johann isga sse
Thea terg asse
ss e
z Ernstplat
Mühldam
Sally-Ehrlich-Straße
ng a
Klin
Bürglaß
O
M au er
de
Kle ine Jud en ga sse
raße
Vik to ria
Zinkenw
Ju
ss e
Kleine Mauer
Sp ita lga sse
PH Mauer
Me tzg erg as se
Viktoriast
en ga
G emüsem ark t
Steinweg
M au er
Mauer
Nägl eins gass e
sse rga be
M au er
We
Jud
Spitalgasse
er ga ss e W
Judengasse
Steintor
latz terp ea Th
lkm Wa
Floßs tegstraße
PP Gemüsemarkt
ere Ob
Ob
Georgenstra ße
Kle ine Mauer
eb
üh lga sse
ße
M üh lg as se
a str au ss
Lo
M üh lga ss e
Gemeindezentrum St. Augustin
Oberer
M oh Georgenstraße re ns tr aß e
Lö w
en st ra
ße
M üh lga ss e
Parkhaus
ge Klin
ra ße
Badergasse
re ns t
inge re Kl O be
Unterer Bürglaß
Badergasse
M oh
Kino Utopolis
Hin ter
aß st r
Hin
en rab Lohg
ere Ob
ra ße
Allee
M oh re ns tra ße
Lo hg ra be n
de nb ur g
Seifartshofstraße
M oh re ns t
Oberer Bürglaß
raße Kanalst
bahnhof
Stein weg
COBURGER SOMMER 2017
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
„SCHÖN, DASS SIE HIER SIND“ Thomas Bittorf – Legal Project Manager Rechtsanwalt und Steuerberater. Für Thomas Bittorf aber ist diese Doppelberufung Passion. Vom neuen Standort seiner Kanzlei in der Löwenstraße in Coburg aus berät er kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen zu juristischen und steuerlichen Fragestellungen. Er ist „Legal Project Manager“.
Wenn man Ihren Werdegang betrachtet, könnte man sagen, Ihr Herz schlägt für Paragrafen wie Zahlen gleichermaßen. Stimmt das? Thomas Bittorf: Das stimmt. Nach meiner Zulassung als Rechtsanwalt 1999 habe ich 2001 meine Steuerberaterprüfung abgelegt. Wenn Sie, wie ich damals, im Bereich internationales Steuerrecht tätig sein wollen, sind Sie mit einer Doppelausbildung optimal qualifiziert. Das hat mich gereizt. Zu Beginn meiner Laufbahn war ich für ein mittelstandorientiertes Wirtschaftsprüfungsunternehmen und ein internationales Bankhaus tätig. Mit dem Ziel, in einer eigenen Kanzlei tätig zu werden, habe ich dann die Fachanwaltsausbildungen für Steuerrecht und später im Familienund Versicherungsrecht absolviert. Der Gedanke dabei war immer, die bestmöglichen Bedingungen für die Beratung meiner Mandanten zu schaffen. Was verbindet Ihre beiden Kernkompetenzen als Anwalt und Steuerberater? Die Lösungsorientierung für meine Mandanten, sei es bei einem Vertrag, in einem Gerichtsprozess oder bei einer Betriebsprüfung. Man muss die Alternativen für den Mandanten zu Ende denken. Das gibt ihm Sicherheit und macht mir Freude! Fortsetzung auf der nächsten Seite …
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
91
THOMAS BITTORF | RECHT & STEUERN Sie haben Ihre neue Kanzlei letzten Sommer eröffnet. Wo liegen Ihre Schwerpunkte?
Das klingt nach einer großen Passion für Ihren Beruf. Wie setzen Sie diesen Anspruch in der Praxis um?
TB: Ich habe mich auf die Beratung von Privatpersonen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert, die keine eigene Rechts- oder Steuerabteilung haben. Von der Finanzbuchhaltung über die Abschlusserstellung und Steuererklärung bis zur juristischen Beratung mit Gerichtsvertretung und Vertragsgestaltung decken wir nahezu das gesamte Leistungsspektrum einer Anwalts- und Steuerberatungskanzlei ab. Unsere Fachgebiete sind im Schwerpunkt Steuerrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Baurecht sowie das Steuerstrafrecht. Und da ich auch auf Englisch und Spanisch verhandele und sehr eng mit einer spanischen Partnerkanzlei in Madrid und Málaga zusammenarbeite, betreue ich auch einige internationale Mandate.
TB: Das fängt schon mit der Erreichbarkeit an. Generell erhalten meine Mandanten meine Handynummer, um mich jederzeit direkt kontaktieren zu können. Häufig vereinbare ich feste Stundenkontingente, zu denen ich ins Haus komme, und arbeite mit juristischen Datenbanken, die meinen Mandanten einen Vorsprung bei der Bearbeitungszeit und Transparenz in der aktuellen Rechtsprechung gewähren. Praktisch setze ich den Anspruch um, indem ich das „Juristen-Deutsch“ konkret und klar „übersetze“. Bei komplexen Sachverhalten arbeite ich mit einem langjährigen Netzwerk von
„Schön, dass Sie hier sind“, steht an der Wand Ihres Empfangs zu lesen. Ist die gute Partnerschaft mit dem Mandanten Ihr Leitmotto?
Spezialisten und Berufskollegen zusammen – das können Wirtschaftsprüfer, Patentanwälte oder Experten anderer Fachrichtungen sein. Für mich ist gute Beratung eine Frage von Motivation, Präzision und Ausdauer. Damit erhalten meine Mandanten den Mehrwert, den sie zur Lösung ihres konkreten Problems benötigen.
Der Satz ist absolut ernst gemeint, ich möchte, dass meine Mandanten sich bei mir gut aufgehoben fühlen. Mein Leitmotto lautet: Ich kann keinen Erfolg versprechen, aber ich gebe alles dafür. Qualifizierte Beratung und eine partnerschaftliche Begleitung sind dafür entscheidend. Ich verstehe mich weniger als klassischer Rechtsanwalt, sondern mehr als ein „Legal Project Manager“. Mein Anspruch ist, den bestmöglichen und effizientesten Weg für meine Mandanten zu finden. Das beinhaltet klare Kommunikation, inhaltliche Transparenz und zeitnahe Bearbeitung durch mich persönlich. Ich bin folglich nicht nur Experte für alle rechtlichen und steuerlichen Fragen, ich bin der Partner, der leidenschaftlich und sorgfältig dafür arbeitet, die gemeinsam festgelegten Ziele zu erreichen.
92
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
„ICH VERSPRECHE KEINEN ERFOLG – ABER ICH GEBE ALLES DAFÜR.“
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
Thomas Bittorf steht in jeder Ausgabe des COBURGER ab sofort auch als Fachmann in Sachen Finanzen und Steuern zur Verfügung. In unserer neuen Rubrik „Steuermann“, in dieser Ausgabe auf Seite 65 zum Thema „VIP-Tickets richtig versteuern“.
Thomas Bittorf … ist Steuerberater und Rechtsanwalt, er absolvierte Fachanwaltsausbildungen für Steuerrecht, Versicherungsrecht und Familienrecht und verfügt über umfangreiche Prozesserfahrung im Zusammenhang mit der Betreuung komplexer Rechtsfälle. Er vertritt Sie in den Verhandlungssprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Neben seiner Kanzleitätigkeit ist er als Aufsichtsrat der Wohnbau Coburg GmbH und Stadtentwicklung GmbH sowie als Vorstandsmitglied der Coburger Landesstiftung tätig.
Fachbereich Recht
Löwenstraße 27 | 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal
Fachbereich Steuern
Arbeits- und Gesellschschaftsrecht Vertrags- und Versicherungsrecht Baurecht Insolvenzrecht Prozessvertretung sozial- und steuerrechtliche Fragen im Rahmen von Betriebsprüfungen
professionelle Finanz- und Lohnbuchhaltung zeitnahes Erstellen von Zwischen und Jahresabschlüssen
Erstellung sämtlicher Steuererklärungen: Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Erbschaftssteuer steueroptimierte Investitionsberatung
Steuerstrafverteidigung
Beratung im internationalen Steuerrecht
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
93
RESET Das BABOR Kosmetikinstitut in Coburg Höchste Behandlungsqualität für Gesicht, Körper und Seele
Perfekt trainiert in 30 Minuten!
Maximaler Effekt durch innovativste Trainingsmethoden wie eGym Premium, fle-xx, ems und Power-Plate im ersten Fitnessclub Deutschlands, der ISO 9001 zertifiziert ist.
Sie ist ehrlich, direkt und kompetent: Kristina Adolf weiß, wovon sie spricht, wenn man mit ihr über Kosmetik redet. Sie macht keine großen Versprechungen, sie fragt, erläutert, erklärt, bevor sie mit einer Behandlung beginnt, wohlüberlegt, auf der Basis einer fundierten Ausbildung und langjähriger Erfahrung. „Haut, Gesicht, Körper und Seele sind so ein komplexes Zusammenspiel, man sollte sich Zeit dafür nehmen und auf Qualität achten“, empfiehlt sie ihren weiblichen und mehr und mehr auch männlichen Kund(inn)en, die ihr BABOR-Kosmetikinstitut in der Großen Johannisgasse 1 aufsuchen. Kristina Adolf ist gelernte Kosmetikerin und Wellness-Fachkraft. Ihr Leitspruch: „Wir halten, was wir versprechen“ basiert auf ihrer langjährigen Ausbildung an einer Fachschule, auf zahlreichen Zusatzqualifikationen und auf jahrelanger Berufserfahrung - nicht umsonst ist sie als BABOR Kosmetikinstitut autorisiert, als einziges in Coburg Stadt und Land. Ihr geht es um die natürliche Ästhetik ihrer Kunden. Dazu bedient sie sich der hohen Qualität der weltweit führenden BABOR Produkte. Diese sorgen nicht nur für ein jugendlich-frisches Aussehen und - durch verschiedene Massagetechniken - für ein gutes Körpergefühl, sondern helfen vor allem auch bei anspruchsvoller Haut. Als Fachinstitut für medizinische Kosmetik kann Kristina Adolf beispielsweise bei Aknenarben, Neurodermitis oder Couperose eine große Hilfe sein. Anti-Aging Behandlungen lassen auch starke Mimikfalten oder Raucherhaut wieder jung und frisch aussehen. BABOR hat dazu eine klare Behandlungsmethode entwickelt und als weltweiten Standard definiert. Das Einhalten und Zelebrieren der BABOR Methode lässt jede Behandlung nicht nur zu einem besonderen Erlebnis für den Gast werden, sondern ist auch Grundvoraussetzung zur Erzielung optimaler Effekte auf der Haut. Das nämlich ist das Ziel von Kristina Adolf: Ehrliche medizinisch hochwertige Kosmetik für ein gutes Gefühl ihrer Kunden und Kundinnen.
Der BABOR Behandlungsablauf 1 Reinigung
Jetzt informieren: vitadrom.de
2
Professionelle Hautberatung
3
Hautaktivierung & BABOR Vitalitäts-Check
4
BABOR Kompressentechnik
5
BABOR FLUID FP Auftragetechnik
6
BABOR Massage
7 Maske 8 Abschlusspflege
94
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
Behandlungen (eine Auswahl) Microdermabrasion
Der sanfte Weg zu sichtbar glatter Haus
Ultraschall
Soforteffekt mit Langzeitwirkung
Doctor Babor Behandlungen
Präzisionskosmetik zur Lösung spezifischer Hautprobleme » Purity Cellular - Behandlung bei akuten Unreinheiten & stressbedingten Hautproblemen » Neuro Sensitive Cellular Für extrem trockene/ sehr empfindliche Haut und Neurodermitis. » Ultimate Face Lifting Effektive Kosmetik Behandlung als Alternative zur Unterspritzung mit Collagen und Hyaluron! » Detoxifying Vitamin Für jede belastete Haut, bei Couperose und umweltbedingter Hautalterung. » Skin Renewal Fruchtsäure Behandlung für einen ebenmäßigen Teint.
DeLuxe Anti Aging Behandlungen Weniger Falten und mehr Schönheit
» HSR Lifting-Treatment Innovative Anti-Falten Behandlung » Reversive-Treatment Morgen schöner als gestern » Sea Creation-Treatment Luxus, der unter die Haut geht
Außerdem
Maniküre, Pediküre, Massagen, Peeling, Make-Up, Augen und Wimpern, Depilation
Mehr Infos unter:
Öffnungszeiten:
www.reset-coburg.de 09561/ 512 91 81 reset - face, body & mind Kristina Adolf
Dienstag: 9:00 - 17:00 Uhr Mittwoch: 9:00 - 17:00 Uhr Donnerstag: 9:00 - 17:00 Uhr Freitag: 9:00 - 17:00 Uhr Samstag: 9:00 - 13:00 Uhr
Große Johannisgasse 1 96450 Coburg
Weitere Termine nach Vereinbarung.
Kristina Adolf von reset, dem BABOR Kosmetikinstitut.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
95
ENGEL & VÖLKERS
Immobilienunternehmen Engel & Völkers neu in Coburg „Coburg ist uns ans Herz gewachsen, sowohl beruflich als auch privat“ sagen Sonja und Dieter Haimann, die im März die Engel & Völkers Wohnimmobilienlizenz für Coburg, Kulmbach, Lichtenfels und Sonneberg erworben haben. Und die beiden wissen, wovon sie reden: Sie waren sechs Jahre auf dem oberfränkischen Immobilienmarkt als Immobilienberater von den Engel & Völkers von den Standorten Bamberg und Erlangen aus tätig, haben von dort aus den Coburger Immobilienmarkt beobachtet und analysiert. Sie haben sich dabei nicht nur in die Region verliebt, sondern u.a. bereits 2014 eine historische Coburger Klinkervilla an einen neuen Eigentümer vermittelt. Auch zahlreiche andere Gebäude und ihre Menschen haben sie schon kennengelernt, die ersten Vermittlungsaufträge laufen: „Coburg und die gesamte Region haben eine solche Vielfalt
96
beide begeistert von ihrem Lizenzgebiet. Deshalb haben sie sich mit ihrem Immobilienshop im unverwechselbaren Ambiente von Engel & Völkers auch mittendrin in der historischen Innenstadt Coburgs niedergelassen, in unmittelbarer Nähe zum Albertsplatz, in der Ketschengasse 41.
an historischen, aber auch modernen Häusern und Wohnungen, wie wir sie von anderen Standorten in solch ausgeprägter Form nicht kennen“ sind
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
Sonja und Dieter Haimann suchen für ihre neue Herausforderung in der Vestestadt dabei nicht nur weitere interessante Objekte zur Vermittlung, sondern auch gutes Personal zur Verstärkung ihres Coburger Teams. „Unser Gebiet geht ja von Ebensfeld bis Sonneberg, von Bad Rodach bis Kulmbach. Alle guten Immobilienberater und Quereinsteiger in diesem Raum können sich angesprochen fühlen.“ Also dann: Willkommen in Coburg und der gesamten Region.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
NEU IN COBURG
Willkommen in Coburg: Das traditionsreiche und angesehene Immobilienunternehmen Engel & Völkers eröffnet in diesen Tagen ein neues Büro in Coburg. Und die beiden Menschen dahinter freuen sich auf die neue Aufgabe.
Engel & Völkers – Erfahrung seit 40 Jahren Engel & Völkers steht für Tradition und hohe Dienstleistungsqualität in Sachen Immobilien. Seit 40 Jahren ist das Unternehmen in der Vermittlung hochwertiger und besonderer Immobilien tätig. Engel & Völkers ist mittlerweile an 700 Standorten in 34 Ländern auf vier Kontinenten mit 9000 Mitarbeitern vertreten – damit ist Engel & Völkers ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen für private und institutionelle Kunden. Auf diese Erfahrung, auf diese Größe kann man bauen, Engel & Völkers steht für absolute Professionalität. Die Dienstleistungspalette umfasst die Beratung, die Vermietung, den Verkauf oder auch Bewertungen rund um Immobilien. Dieses Know-How ist ab sofort auch für die Region rund um Coburg verfügbar. Zusammen mit den benachbarten Engel & Völkers Büros in Bamberg und Bayreuth deckt das Unternehmen damit die Region Oberfranken nahezu lückenlos ab und arbeitet darüber hinaus mit Partnern in der Metropolregion Nürnberg zusammen.
Foto: Sebastian Buff
Engel & Völkers Sonja und Dieter Haimann EV Oberfranken Immobilien e.K. Ketschengasse 41 96450 Coburg www.engelvoelkers.com
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
97
Gesponserter Beitrag
DIE WIEDERGEBURT EINER LEGENDE
DER ABARTH 124 SPIDER Eine auffällig sportlich foliierte Karosserie, ein knackiges Sechsganggetriebe mit kurzen Schaltwegen, eine extrem direkte Lenkung, ein stramm abgestimmtes Fahrwerk, ein tiefröhrender Auspuff und eine Sitzposition, die tiefer liegt als bei Ferrari - fertig ist die Neuauflage einer Legende, für den es gar nicht genug Kurven geben kann. Die Geschichte von Abarth begann 1949. Mit der Sucht nach Geschwindigkeit und Sieg. Seitdem verkörpert die Marke die Gier, speziell kleine Autos durch Veredelung immer schneller und leistungsstärker zu machen.
Autohaus Reinhardt KG Eichhofweg 9 96450 Coburg-Scheuerfeld
Telefon 09561 / 300 13 www.reinhardt-autohaus.de
Der Abarth 124 Spider basiert auf dem Fiat 124 Spider, kommt aber mit sportlicheren Schürzen, 17-Zoll Felgen und dem typisch aggressiven AbarthDekor. Auch unter der Motorhaube steckt beim Abarth mehr. Der 1,4 Liter Turbo bringt es auf 170 PS, das reicht für immerhin 230 km/h Spitze. Auch in Sachen Assistenten befindet sich an Bord des ABARTH alles, was ein Roadster braucht und diese Helferlein kann der erfahrene Pilot auf Wunsch komplett ausschalten. Serienmäßig gibt es den Abarth 124 unter anderem mit einer manuell einstellbaren Klimaanlage, MP3-Player und Cruise Control. Auf Wunsch gibt es optional ein modernes Infotainment-System mit SiebenzollDisplay, Satellitennavigation, Bluetooth, Rückfahrkamera und einiges mehr. Die Preise für den Abarth 124 Spider starten bei 40.000 Euro.
98
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
WIR LÖSEN IHR
TRANSPORTPROBLEM
Foto: Alexander Mrazek
Das Autohaus Ernst jetzt mit dem neuen Crafter und dem besonderen Service Plus – als einziges Autohaus in Coburg Stadt und Land Da ist er - der neue Crafter. Schon die erste Version im Jahr 2006 hat ja Maßstäbe gesetzt. Die Neuauflage 2017 aber erhielt schon vor der Markteinführung im März den offiziellen Titel „Van of the year“. Kaum ein Nutzfahrzeug nämlich vereint auf so gute Weise Funktionalität und Komfort -der neue Crafter ist ein Packesel mit der Ausstattung eines Rennpferdes. Erhältlich ist er beim einzigen offiziellen Nutzfahrzeug-Händler in Coburg Stadt und Land: dem VW-Autohaus Ernst. Dort bietet man zudem als einer von 300 Partnern in Deutschland den besonderen Service Plus für Nutzfahrzeuge an. Einmalig in der Region. Der neue Crafter: Er stammt eigentlich nicht von den Ingenieuren von Volkswagen, sondern von den Kunden aller Branchen, von den Menschen, die sich tagtäglich bei ihrer Arbeit auf ihr Nutzfahrzeug verlassen müssen. Ihre ganz verschiedenen Bedürfnisse und Anregungen sind unmittelbar in die Entwicklungsarbeit eingeflossen: „Für Kurzstrecken brauche ich einen robusten Motor“, „Ein niedrige Ladekante für leichteres Be- und Entladen“, „Ein Flottenmanagement mit dem ich den gesamten Fuhrpark im Blick habe“, „Alle wichtigen Schnittstellen für meinen Vor-Ort-Service“, „Ein Allradantrieb der zupackt wie ich“, „In meinen Laderaum muss eine ganze Werkstatt passen“. Auf Basis vieler solcher Wünsche aus vielen verschiedenen Jobs ist ein komplett neues Fahrzeug entstanden, praktisch, wirtschaftlich und innovativ und schon jetzt der Beste seiner Klasse, mit hohen Anforderungen an den Fahrerarbeitsplatz, die Beladbarkeit, die Antriebe, die Wirtschaftlichkeit, die Vernetzung, die Stadttauglichkeit und an die Ladungssicherung. Und das schon ab knapp 34000 Euro. Inklusive Mehrwertsteuer!
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Service Plus von VW – speziell für Gewerbekunden Einmalig in der Region im Autohaus Ernst Umfassendes Angebot an Serviceleistungen und Spezialisten, speziell auf die besonderen Anforderungen an Volkswagen Nutzfahrzeuge zugeschnitten Ersatzfahrzeug während der Reparatur oder Wartung
Pannenservice rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche
Erweiterte Öffnungszeiten im Betrieb, speziell für Gewerbekunden
Wartungs- und Reparaturarbeiten für branchenspezifische Auf- und Umbauten Abhol- und Bringservice bei Reparatur und Wartung Express-Service bei schnellen Reparaturen
Mobile Werkstatt für kleineren Reparaturen und Wartungen vor Ort.
Autohaus Willy Ernst GmbH Neustadter Straße | Coburg www.ernst-auto.de
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
99
Geniessen Sie mit uns den Sommer
Freiheit, die inspiriert. Faszination auf den ersten Blick. Entdecken Sie die Cabriolets von Audi. Mit dem Audi A3 Cabriolet*, dem neuen Audi A5 Cabriolet* und dem Audi TT Roadster* steht Ihnen die Welt offen. Steigen Sie ein! Ein Audi A3 Leasingangebot: z. B. Audi A3 Cabriolet 1.4 TFSI, 6-Gang**. Brillantschwarz Grau, Klimaanlage, Glanzpaket, Bluetooth Schnittstelle, Geschwindigkeitsbegrenzungsanlage, MMI Radio plus u.v.m.
€ 199,–
monatliche Leasingrate
Leistung: Sonderzahlung: Nettodarlehensbetrag (Anschaffungspreis): inkl. Überführungskosten und zzgl. Zulassungskosten Sollzinssatz (gebunden) p.a.: Effektiver Jahreszins: Jährliche Fahrleistung: Vertragslaufzeit: Gesamtbetrag:
85 kW (116 PS) € 3.999,– € 27.765,03 1,22 % 1,22 % 10.000 km 36 Monate € 11.163,–
Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig für die wir als ungebundener Vermittler gemeinsam mit dem Kunden die für den Abschluss des Leasingvertrags nötigen Vertragsunterlagen zusammenstellen. Bonität vorausgesetzt. * Kraftstoffverbrauch l/100 km: kombiniert 6,9 – 4,2; CO2-Emissionen g/km: kombiniert 158 – 110. ** Kraftstoffverbrauch l/100 km: innerorts 6,9; außerorts 4,4; kombiniert 5,3; CO2-Emissionen g/km: kombiniert 120; Effizienzklasse B. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berücksichtigt. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes.
Jetzt bestellen und durchstarten.
Gelder & Sorg Coburg GmbH, Neustadter Str. 26, 96450 Coburg, Tel.: 0 95 61 / 8 68-80 02, info-coburg@gelderundsorg.de, www.audi-coburg.de
100
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Advertorial
TRADITION
Foto: Alexander Mrazek
OFFEN FÜR DIE WELT VON MORGEN Aus bescheidenen Anfängen folgt die Vision der GELDER & SORG Unternehmensgruppe Man muss weit zurückblicken, sehr weit, im Jahr 1929 nämlich liegen die Wurzeln der heutigen Unternehmensgruppe. Und sie waren sehr bescheiden: Damals repariert Rudolf Gelder Motorräder und Kraftfahrzeuge. Er mietet dazu eine Garage an. Der Anfang ist gemacht. Doch schon bald droht das Ende - der zweite Weltkrieg zwingt Gelder zur Schließung der Werkstatt. 1945 aber kann er weitermachen. Und mit dem Wirtschaftswunder geht es auch mit seiner jungen Firma aufwärts: 1950 schließt er mit VW einen Werkstattvertrag ab, wenige Jahre später wird daraus ein Händlervertrag. Audi folgt einige Zeit später. Lohn für jahrzehntelang gute Arbeit. Es ist auch die Zeit, in der Oswald Hart in das Unternehmen eintritt, der Vater des heutigen Geschäftsführers Rainer Hart. Und in den 80er Jahren folgt auch Norbert Sorg in das Unternehmen. Die beiden bringen den Betrieb in den letzten 3 Jahrzehnten gemeinsam nach vorne. Führen das fort, was Rudolf Gelder 1929 ganz klein angefangen hat, sie entwickeln sich zur Firmengruppe. Die beiden fusionieren verschiedene Standorte zur Gelder & Sorg GmbH & Co. KG, kaufen weitere Betriebe zu und bauen jüngst das Volkswagen- und AudiZentrum König in Coburg um zur Gelder & Sorg GmbH Coburg mit drei Marken: Audi, VW und Skoda. Alles unter einem Dach. Auch die Werkstatt und der Servicebereich sind am neuen Vorzeigestandort in Coburg untergebracht. Zwei Visionäre Unternehmer, denen es in ihrer Zeit gelungen ist, alle Betriebe kontinuierlich zu erweitern. Zwei Unternehmer, die an zehn Standorten in Oberund Unterfranken über 550 Menschen beschäftigten. Und zwei Unternehmer, die nicht vergessen, wo das Unternehmen herkommt: Sie führen sich ihrer Heimat verpflichtet, engagieren sich im Breiten- und Spitzensport, fördern einzelne soziale Projekte.
– Meilensteine aus fast 90 Jahren 1929
Anmietung einer Garage zur Reparatur von Motorrädern und Kfz von Rudolf Gelder
1939
Schließung der Werkstatt wegen Zweitem Weltkrieg
1945
Wiedereröffnung der Werkstatt
1950
Volkswagen Werkstattvertrag
1975
Audi Händlervertrag
1985
Einstieg von Norbert Sorg als Geschäftsführer im Autohaus Sorg
1990
Eintritt der Söhne Rainer und Rudolf als Gesellschafter
1999
Fusion der Autohäuser Gelder in Hassfurt und Sorg in Ebern in die Gelder & Sorg GmbH & Co. KG
2013
Kauf des Volkswagen- und Audi Zentrums König in Coburg
2015/ 2016
Neubau und Neueröffnung in Coburg Neueröffnung des ŠKODA Betriebes und Neubau der Werkstatt in Coburg
Das Autohaus Gelder & Sorg Coburg GmbH gehört zu den 1000 besten Autohändler Deutschlands. Das bestätigt eine umfassende Studie von Auto BILD und der Statista GmbH.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
101
Gesponserter Beitrag
SOPHIE HÉNAFF – KOMMANDO ABSTELLGLEIS
Buchempfehlung Ulrike Radecker, Buchhandlung RIEMANN: Die Idee ist bestechend: Polizeibeamte, die so unbrauchbar wie unkündbar sind, werden in eine eigens gegründete Abteilung gesteckt, die keinen klaren Auftrag hat. Dort sollen sie ein Alibidasein fristen und die Zeit bis zur Rente absitzen. Damit alle anderen Polizisten durch die Desperados nicht gestört werden, wird die neue Brigade - getrennt vom Rest der Pariser Polizei - in desolaten Räumlichkeiten untergebracht und obendrein mit einer Ausrüstung ausgestattet, die jeder Beschreibung spottet. Der Dienstwagen verfügt weder über Funk noch Sirene, und selbst die Kugelschreiber schreiben nicht… Danach werden dieser Truppe schräger Vögel noch alte, ungelöste Fälle zugeschustert, und schon passen auch wieder die Aufklärungsquoten der „normalen“ Abteilungen. Was aus Sicht der neuen Führungsriege des Hauptkommissariats ein genialer Schachzug ist, entpuppt sich alsbald als äußerst unangenehmer Stachel im Fleisch. Denn die Oberen haben die Rechnung ohne Anne Capestan, die Chefin der neuen Abteilung gemacht. Die einst erfolgreiche, leidenschaftliche Polizistin hat in einem Fall von Kindesentführung überreagiert und bekommt deshalb, nach ihrer Suspendierung vom Dienst, die Leitung der Brigade übertragen. Sie steht gar nicht auf „ruhige Kugel“ und Abstellgleis, dafür ist sie zu jung, zu impulsiv und zu rebellisch. Zudem entsteht in Ihrem Team eine ungeahnte Dynamik: Die teils zu Unrecht in Ungnade gefallenen spüren, welche Chance ihnen die neue Situation bietet. DEUTSCHE ERSTAUSGABE Paperback, 352 Seiten: ISBN: 978-3-570-58561-0 14,99 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-18062-1 11,99 Euro
Mit unorthodoxen Methoden machen sich also Anne und ihr neues Team an die Aufklärung zweier Mordfälle und wirbeln damit jede Menge Staub auf. „Kommando Abstellgleis“ ist ein erfrischender, spannender Krimi, den zu lesen einfach Spaß macht. Mit das Schönste: Es ist der erste Band einer Reihe, und ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der im Herbst erscheint.
Ein Revier schräger Vögel
Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen - wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst - zum Schrecken der neuen Chefs - auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen ...
© Jean-Luc Bertini
Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden.
Sophie Hénaff Sophie Hénaff, geboren 1972, ist Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Ihre humoristische Kolumne in der französischen Cosmopolitan hat eine riesige Fangemeinde. „Kommando Abstellgleis“ ist ihr Krimidebüt, der Auftakt einer Serie um Kommissarin Anne Capestan. Das Buch erhielt fünf Krimipreise, war in Frankreich ein Bestseller und wurde in zahlreiche Länder verkauft.
Ein origineller, schwungvoller, intelligenter Krimi – zum Schießen komisch!
102
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
VORSCHAU
Foto: www.wikipedia.de Mike aus dem Bayerwald
THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER
DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER GROSSER OPERNABEND
EIN BEITRAG DES LANDESTHEATERS COBURG ZUM LUTHERJAHR
DIE HOCHZEIT DES FIGARO
WALLENSTEIN
Komische Oper von Wolfgang Amadeus Mozart In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dramen-Trilogie von Friedrich Schiller an einem Schauspielabend
A
DARUM GEHT ES
Der Anfang des Stücks spielt im Schloss des Grafen Almaviva. Die Hochzeit von Figaro und Susanne, welche die Kammerzofe der Gräfin ist, naht. Der untreue Graf hat auch ein Auge auf die junge Braut geworfen. Er beruft sich auf das alte Recht als Graf die erste Nacht mit Susanna verbringen zu dürfen, doch beide Frauen verabreden sich um ihn hinters Licht zu führen. Der Graf will seine Frau mit der jungen Susanna betrügen. Auch Figaro soll bestraft werden, da er nicht an die Treue von Susanna glaubt. Susanna lässt sich natürlich nicht auf den Grafen ein. Am Ende ist der Graf der Dumme. Er muss seinen Fehler eingestehen. Alle versöhnen sich und feiern an diesem tollen Tag ein rauschendes Fest.
B
WO UND WANN SPIELT ES
Die Oper ist die Fortsetzung von Beaumarchais’ Theaterstück Le Barbier de Séville (Der Barbier von Sevilla) von 1775. „Le nozze die Figaro“ wurde von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert und basiert auf der Dichtung von Lorenzo da Ponte, nach dem Stück La folle journeé, ou Le marriage de Figaro aus dem Jahre 1784. Die Uraufführung der Oper fand am 1. Mai 1786 im Burgtheater in Wien statt.
C
WAS ERWARTET MICH
Ein liebestoller Graf trifft auf eine reizende Zofe: Figaros Hochzeit. Die Handlung ist zwar kompliziert, aber sehr interessant, weil sich die Gefühle der Hauptpersonen in der Musik widerspiegeln. Die Hochzeit des Figaro wird trotz der verwickelten Handlung im Allgemeinen als die gelungenste und unproblematischste der großen Opern Mozarts angesehen.
D
WANN
Die Premiere der Oper findet am 3. Juni statt. Weitere Vorstellung gibt es am 8., 11. und 23. Juni. Im Juli geht es dann weiter mit der Oper. Gespielt wird am 2., 5. und 11. Juli. Die Vorstellung am 2. Juli findet als Gastspiel im Stadttheater Fürth statt. Die vorerst letzten Vorstellungen sind für den 7. und den 14. Juni terminiert.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
A
DARUM GEHT ES
Wallensteins Lager: „Wallensteins Lager“ ist die Einleitung der Trilogie und wesentlich kürzer als die beiden anderen Teile. Während sich die Haupthandlung unter den höheren Rängen der Truppe und Adeligen abspielt, spiegelt „Wallensteins Lager“ die Stimmung des einfachen Volkes wider, vor allem der Soldaten im Lager Wallensteins. Die Soldaten sind begeistert von ihrem Oberbefehlshaber, der es anscheinend geschafft hat, Söldner aus ganz verschiedenen Gegenden in seiner Armee zu vereinen. Sie loben, dass er ihnen außerhalb des Kampfes viele Freiheiten lasse und sich beim Kaiser für die Armee einsetze. Die Soldaten erfahren, dass der Kaiser einen Teil der Armee den Spaniern, unterstellen wolle. Sie beschließen, Max Piccolomini, einen Truppenführer, zu bitten, sich bei Wallenstein dafür einzusetzen, dem Wunsch des Kaisers nicht zu folgen. Die Piccolomini: Mit dem zweiten Teil beginnt die Haupthandlung der Trilogie. Die Perspektive wechselt von den einfachen Soldaten zu den Führern der Truppe des Fürsten Wallenstein. Größtenteils sind sie begeisterte Anhänger des Fürsten und schätzen ihn sogar mehr als den höher gestellten Kaiser. Wallenstein liegt mit dem Kaiser im Konflikt, da er wiederholt dessen Befehlen nicht gefolgt ist. Wohl um ihn zu schwächen, befiehlt ihm der Kaiser, einen Teil seines riesigen Heeres abzutreten. Insgeheim führt er Verhandlungen mit den Gegnern des Kaisers, den Schweden, um den Kaiser zum Frieden zu zwingen. Er möchte sich die Möglichkeit offenhalten, sich mit den Schweden gegen seinen eigenen Kaiser zu verbünden. Dazu wird er auch von seinen engsten Vertrauten gedrängt. Diese wollen ihn zum Treuebruch gegenüber dem Kaiser bewegen. Was Wallenstein nicht weiß: Einer seiner Vertrauten, Octavio Piccolomini, der auch Wallensteins Pläne kennt, ist weiterhin kaisertreu geblieben und spioniert für diesen. Die Lage spitzt sich zu, da Octavios Sohn Max und Wallensteins Tochter Thekla sich ineinander verlieben. Max ist ein begeisterter Anhänger Wallensteins und wird von ihm sehr fürsorglich behandelt. Er glaubt dem Vater nicht, dass Wallenstein den Verrat tatsächlich begehen will.
Verhandlungen mit den Schweden von kaisertreuen Soldaten abgefangen wurde. Also hat sein Kaiser nun womöglich Beweise dafür, dass Wallenstein überlegt hat, sich mit den offiziellen Feinden gegen ihn zu verbünden, vielleicht sogar, um ihn zu stürzen. Nach einigen Zweifeln und durch starkes Zureden entschließt sich Wallenstein, offiziell ein Bündnis mit den Schweden zu schließen. Aber Octavio Piccolomini, geheimer Beauftragter des Kaisers, schafft es, fast alle wichtigen Führer aus Wallensteins Armee zur Abkehr von Wallenstein zu bewegen. Das Drama endet mit einem letzten Dialog zwischen Octavio und seiner Hauptgegenspielerin, der Gräfin Terzky, die sich zuvor vergiftet hatte und nun stirbt. Octavio erhält am Ende die Botschaft, er sei zum Dank für seine Treue vom Kaiser in den Fürstenstand erhoben worden.
B
WO UND WANN SPIELT ES
Die Uraufführungen fanden 1798–1799 am Weimarer Hoftheater (heute Deutsches Nationaltheater Weimar) unter der Theaterleitung von Johann Wolfgang von Goethe statt. Das Werk spielt im Dreißigjährigen Krieg in der böhmischen Stadt Pilsen. Zum Schluss wechselt der Schauplatz nach Eger, da Wallenstein dorthin flieht. Hier wurde er am 25. Februar 1634 ermordet.
C
WAS ERWARTET MICH
Schiller behandelt in seiner Trilogie den Niedergang des berühmten Feldherrn Wallenstein, wobei er sich frei an den realen historischen Ereignissen orientiert. Wallenstein scheitert auf dem Gipfel, als erfolgreicher Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee, als er beginnt, sich gegen seinen Kaiser aufzulehnen.
D
WANN
Wallenstein startet am 11.Juni mit der Matinee. Premiere ist am 24.Juni. Weitere Aufführungen finden am 29.Juni und am 7. und 12. Juli statt.
Wallensteins Tod: Im letzten Teil bricht der Konflikt aus, der im zweiten Teil vorbereitet wurde, und führt zu einem tragischen Ende: Wallenstein erfährt, dass sein Unterhändler für die geheimen
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
103
104
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUS DEM PORTFOLIO
G A L E R I E
I M
G E D E N K E N
A N
FRANK SCHULZ „Das Leben ist schön“ war sein Motto, obwohl ihm kein langes Leben vergönnt war. Vor gut fünf Jahren starb der Coburger Fotograf Frank Schulz im Alter von gerade mal 46 Jahren an einer schweren Krankheit. Geblieben sind seine Fotografien. Er hatte ihn, den Blick für den richtigen Moment, das Gefühl für den Menschen gegenüber, für das Besondere und doch so Alltägliche. Eine kleine Auswahl seiner Fotos, die in der Neuen Presse, überregionalen Zeitungen und Zeitschriften und anderen Publikationen veröffentlich worden sind - oder die er eben auch ganz einfach so gemacht hat – weil er einfach leidenschaftlich gerne fotografierte. AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
105
AUS DEM PORTFOLIO
106
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
IM GEDENKEN AN FRANK SCHULZ
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
107
108
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
SCHATZSUCHE 2017 DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON
FSB NICHT FCB DIE ZWEITE AUSGABE DER SCHATZSUCHE LEGT FALSCHE FÄHRTE Dieses Mal hat es geklappt – der Schlüssel zum Schatz ist gefunden worden. Dabei haben wir eine falsche Fährte gelegt, auf die sich viele Mitspieler auch begeben haben. Das hat uns natürlich diebisch gefreut. Wir hoffen, Ihr könnt uns das verzeihen. Andere aber haben eben auch uns gegenüber ein gesundes Misstrauen, so wie Svenja Nitsch aus Grub am Forst, die uns die richtige Antwort „FSB“ zugemailt und bei der Verlosung dann noch
das Glück auf ihrer Seite hatte. Sie freut sich über Gutscheine unserer Partner Sporthaus Wohlleben, der Goldenen Traube, der ThermeNatur Bad Rodach und der Agentur Streckenbach im Wert von 1200 Euro und über 800 Euro in bar. Herzlichen Glückwunsch. Bei der nächsten Schatzsuche im Juni gibt es jetzt wieder Gutscheine und Bargeld im Gesamtwert von 1000 Euro zu gewinnen. Wir freuen uns wieder auf zahlreiche Mitknobler.
HIER DIE FRAGEN UND ANTWORTEN AUS DEM KREUZWORTRÄTSEL: 1
Antwort: Brückner (Die Theaterfamilie war entscheidend an der Ur-aufführung des Parsifal in Bayreuth beteiligt. Der Parsifal ist dieses Jahr mal wieder – nach 80 Jahren – auf dem Spielplan des Landestheaters.)
Bei dieser zweiten Ausgabe haben wir am Anfang einen Film gezeigt (hier nochmal der Link: www.itv-coburg.de/preise-im-wert-von-2000-euro). Mit seiner Hilfe konntet ihr sieben Fragen beantworten, jeden Tage eine, und mit den Lösungsworten am Ende einen Satz vervollständigen, bei dem acht Worte fehlten.
Bei einer Frage in dieser Woche ging es um ein "nahezu einmaliges Ereignis für Coburg" in diesem Jahr. Allerdings gab es das in Coburg schon einmal vor längerer Zeit. Und auch das allererste Mal - nicht in Coburg - spielte eine Coburger Familie eine wichtige Rolle. Wie hieß sie mit Nachnamen?
2
Ein Heinz spielte ja bei der Suche nach einem Lösungswort dieser Woche auch eine wichtige Rolle. Welchem Hobby widmete er sich später unter anderem?
Antwort: Fahrradfahren (Heinz ist Heinz Ruppenstein, Spieler des früheren Vf B Coburg, der beim Karlsruher SC in den 50er und 60er Jahren Karriere machte. Später spielte er gerne Tennis und fuhr gerne Fahrrad.) Wir wollten zur Beantwortung einer Frage in dieser Woche die Höhe 3 wissen, auf der ein Foto gemacht worden ist. Wie heißen die aktuellen "Chefs" von dem Gebäude? Nennt uns den Nachnamen.
Das achte Wort galt es zu finden. Es war der Schlüssel zum Schatz. Und wir haben Euch sogar noch geholfen: Es handle sich um eine Abkürzung mit drei Buchstaben, davon ein F und ein B. Damit haben sich viele von Euch auf die falsche Fährte FCB schicken lassen, der ja im August in Coburg gastiert, und auch mit FCB hätte man den Satz ja sinnvoll ergänzen können. Doch die wirklich richtige Lösung gab es nur mit Hilfe unseres Kreuzworträtsels.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
Antwort: Schranz. (So heißt die Familie, die Pächter der Coburger Hütte ist. Ein Bild von ihr ist im COBURGER aus dem Herbst letzten Jahres auf der Seite 22 zu sehen.)
Die drei Lösungsbuchstaben eingegeben, ergibt eben FSB. Und auch unser Satz lässt sich so eben sinnvoll ergänzen: 2017 findet in Coburg ein Event statt, das in seiner Art ziemlich einmalig ist und das an einem Sonntag viele Tausende zusammenführt, von denen viele Mitglied sind beim FSB.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
109
SCHATZSUCHE 2017
UND WARUM FSB?
UND WIE GEHT’S?
FSB steht als Abkürzung für den Fränkischen Sängerbund, der zu seinem in seiner Art einmaligen Bundessingen an einem Sonntag im Juli 2017 in Coburg viele Tausend Menschen erwartet und viele davon sind Mitglieder im FSB (siehe auch die Geschichte dazu in diesem Magazin).
Sie wollen uns beweisen, dass Sie doch schlauer sind als wir? Dass Sie unsere Rätsel der Region lösen? Und vielleicht wollen Sie sogar jeweils Gutscheine und Bargeld im Wert 1000 Euro gewinnen?
Und hier noch die Antworten der 7 Fragen während der Woche, die mit Hilfe unseres Films zu beantworten waren. (Alle Fragen dazu findet Ihr auf www.coburger-magazin.de/schatzsuche):
1
Frage 1: Sonntag. An diesem Tag trifft man sich meistens in der Morizkirche. Und Moriz schreibt man in diesem Fall ohne „t“. Die Morizkirche war auch im Film zu sehen.
2
Frage 2: 2017. Das ist die Summe von 1917, der Meereshöhe der Coburger Hütte, und 100. Die Coburger Hütte war auf Seite 22 eines alten COBURGERS. Der wiederum lag im Schaufenster der Buchhandlung Riemann, die im Film im Hintergrund zu sehen war.
3
Frage 3: Event. Ein solcher nämlich ist der Parsifal, der in diesem Jahr mehrfach in Coburg stattfindet. Das erste Mal vor über 80 Jahren, da aber hätte man wohl von Ereignis gesprochen, nicht von Event. Das Landestheater wiederum war die „historische Stätte“, die wir im Film angesprochen und gezeigt haben.
4
Frage 4: Mitglied. Das waren die beiden Fußballer Willy Reitgaßl und Heinz Ruppenstein beim Vf B Coburg, der damals auf der Wiese an der Wiesenstraße spielte, die wir im Film betreten haben. Dort sorgten sie in den 1950er Jahren für Furore und durften deshalb beim Karlsruher SC ihre Karriere fortsetzen.
5
Frage 5: Coburg. Im Film sitzen wir zu den Füßen des Prinz-AlbertDenkmals auf dem Marktplatz und blicken in die verschiedensten Richtungen.
6
7
Frage 6: Tausende. Im Hintergrund ist einmal eine Brücke zu sehen. Sie führte bis 1967 über den Hahnfluss. Damals wurde er verrohrt, die Brücke „überflüssig“. Das war vor 50 Jahren. Davon die zweite Ziffer ist die „0“, die noch zweimal dahinter ergibt „000“, eine 1 davor, ergibt „1000“, das als Wort ist „Tausend“, mit einem „e“ dahinter wird das zu „Tausende“.
Dann schauen Sie rein: Immer am ersten Tag der Schatzsuche auf www.itvcoburg.de, www.coburger-magazin.de, unter facebook.com/itvcoburg oder facebook.com/coburgermagazin. Dann heben Sie sich den COBURGER immer gut auf! Den brauchen Sie! Dann schauen Sie sich die Filme auf itv-coburg.de gut an! Alles das werden Sie benötigen – vielleicht. Sie müssen querdenken, recherchieren, kombinieren. Stellen Sie am besten ein Team zusammen, um uns zu besiegen. Sieben Tage, sieben Fragen, eine Lösung.
WEITERE TERMINE SCHATZSUCHE 2017: Schon jetzt rot markieren: 17. bis 26. Juni 12. bis 21. August 14. bis 23.Oktober 9. bis 18. Dezember
Frage 7: Einmalig. Wir hatten eine einmalige Brücke, unter der kein Hahnfluss mehr fließt, den einmaligen Erfolg zweier Coburger Fußballer, den einmaligen Parsifal im Landestheater, die einmalige Coburger Hütte, die einmalige Schreibweise des Coburg „Moriz“, die zu unseren Antworten führten.
nnsteig
Urlaubsregion Coburg.Re
110
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 21 / Juni 2017 Vierter Jahrgang Auflage 3500 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Heidi Schulz-Scheidt Benedikt Dellert Wolfram Porr Peter Smaldenbrand Falk Zimmermann Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Alexander Mrazek Henning Rosenbusch Sebastian Rüger Frank Schulz Frank Wunderatsch Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Titel-Illustration: „Typisch Coburg“ Foto Sebastian Buff Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land
IN EIGENER SACHE PREMIUM PARTNER … EIN „WIN-WIN“ PRÄDIKAT Auch in dieser Ausgabe wieder herzlichen Dank bei unseren PREMIUM-Partnern. Unternehmen und Organisationen aus der Region, die uns über das ganze Jahr begleiten. Für dieses Vertrauen bedanken wir uns und begrüßen wieder zwei Neue im Club. Wenn auch Sie mit Ihrem Unternehmen PREMIUMPartner werden möchten, informieren Sie sich doch über Ihre Vorteile unter: www.coburger-magazin.de/ premium-partner, oder rufen Sie uns an. Agentur Streckenbach Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Gelder & Sorg (neu) Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Engel & Völkers IHK zu Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Landestheater Coburg LASCO Umformtechnik Optik Müller Romantik Hotel Goldene Traube Sparkasse Coburg – Lichtenfels Tourismus & Stadtmarketing/ Citymanagement Coburg SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal (neu) Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom VR-Bank Coburg
ABSCHIED NEHMEN TRAUER UM DANIELA GRESCHKE Leider hat uns eine Kollegin für immer verlassen: Daniela Greschke. Sie hat vor allem in den drei ersten Jahren des COBURGER oft als Autorin für uns gearbeitet. Immer mit dem gewissen anderen Blick auf die Dinge, der Geschichten so besonders macht. Wir werden sie nicht vergessen. Danke Dani.
COBURGER GEWINNT MEDIENTEAM BEIM BUSINESS-CUP Wenn man am Ende nichts gewinnt, sagt man ja gerne als Rechtfertigung: Dabeisein ist alles. Das gemeinsame Medienteam vom COBURGER und von iTVCOBURG aber hat etwas gewonnen beim RETENCON-Business-Cup des HSC 2000 Coburg: einen großen Fresskorb nämlich. Diesen gab es für die jeweils Letzten der drei Gruppen. Und wir haben unser Ziel erreicht, ohne eventuelle Finalrunden schon um 15 Uhr fertig zu sein, damit wir uns dann in die Anfang Mai ja eher spärlich auftretende Sonne setzen konnten. Unsere Bilanz: Sonnenbrand, Fresskorb, ein Sieg, zwei Unentschieden, fünf Niederlagen, keine Verletzungen und vor allem: Einen rundum gelungen Tag mit vielen anderen Teams aus der Region. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.
Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
111
MONACO FRANKE
DER MONACO FRANKE Nein. An Selbstbewusstsein mangelt es den Münchnern ganz sicher nicht. So können sie sich nicht damit begnügen, ihre Stadt einfach als „Metropole“ zu bezeichnen. Es muss die „Weltstadt mit Herz“ sein (und da muss man schon sämtliche Augen zudrücken, um die ganz spezielle oberbayerische „Freundlichkeit“ als herzlich durchgehen zu lassen). Manchmal, wenn’s gerade gut passt und man das „südländisches Flair“ besonders hervorheben will, wird daraus auch schon mal die nördlichste Stadt Italiens. Nun ja. Auf jeden Fall superlativiert sich der Münchner nur so durch das deutsche Vokabular, wenn er seine Stadt beschreibt. Seinen Ausdruck findet dieses Selbstwertgefühl in dem Motto „Mia san mia“, was frei übersetzt so viel heißt wie: „Was wir machen, wie wir’s machen und wo wir das tun, ist toll, toll, toll und über jeden Zweifel erhaben. Wenn du des annersch siehst, dann is uns des aa worschd, dann bleibst halt wos’d bist!“
sagten, allerdings arg überstrapazierten „Mia san mia“ abbügeln: „Bassd dir ned? Dann bist kaaner von uns!“. Aber so geballt? Das hat Wucht.
tärer werdenden Stadt ausmacht, die sich eigentlich nur noch erfolgreiche Yuppies, Doppelgutverdiener oder Berufserben leisten können.
Das eigentlich Schlimmste ist aber noch nicht mal der Text selbst. Es sind die Reaktionen darauf. Denn Scharniggs Worte fanden und finden breite Zustimmung - gerade unter Münchnern. Der „Nestbeschmutzer“ wird im Netz regelrecht gefeiert. Triest und Kopenhagen also spannender als München? Die nächtlichen Flaniermeilen rund um Oper und Theater so frequentiert wie die Fußgängerzone, sorry, die Hauptstraße von Dörfles-Esbach? Die Bars und Restaurants so international und mondän wie der Lederhosengrantler mit Tirolerhut? Starker Tobak! Da fragt man sich schon, was eigentlich die Anziehungskraft dieser stetig wachsenden, immer teurer und eli-
Aber sind wir ehrlich! München übt schon auch auf uns Franken einen gewissen Reiz aus. Ein Wiesnbesuch, gerne auch mal in Tracht – „heeeeey Baby, uuh, aah!“, des is scho wos! Ein Wochenendtrip in die Landeshauptstadt, verbunden mit einem Konzert- oder Musicalbesuch? Na kloar. Hod sich fei nuch immer g’lohnt! Und für einen Besuch in der Allianz Arena („aamoll will ich do nei, oba ned grod wenn die Sechz’ger spielen!“) zahlt man für einen Platz im Oberrang bei ebay schon mal das Fünffache dessen, was das Ticket für so einen Platz wirklich wert ist – ein Platz, auf dem man ohne Fernglas noch schlechter sieht als auf Omas Mini-Röhrenfernseher.
Und jetzt das. Der Schriftsteller und Autor Max Scharnigg rechnet in einem Text mit dem Titel „Grant. Oder: Keine Stadt, nirgends“, der in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, mal so richtig ab mit „seiner“ Stadt München, in der er geboren wurde und in der insgesamt 25 Jahre gelebt hat. Eine „ziemlich breit gestreute Schrotladung in den breiten Arsch der Tante“ nennt er seine Zeilen selbst, und das trifft’s ziemlich gut. Wie fast alles, was er da so zu Papier gebracht hat. Kern seiner Polemik: München geht Wesentliches ab, was andere Metropolen – egal wo auf der Welt – ausmacht: nämlich Lebendigkeit, Internationalität, ein „historischer Pulsschlag“. Stattdessen sei München zu einer „Karriereund Schlafstadt“ verkommen, die einer „Theaterkulisse auf den Schultern von sechs DAX-Konzernen“ gleiche. Mei Lieber, do hat er zug’langt! In dieser Verdichtung ist Scharniggs Text wohl einmalig. Einzelne Argumente, die ja für sich genommen auch nicht ganz neu sind, konnte man zuvor ganz locker mit dem be© Bart Roozendal
112
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
AUSGABE 21 / JUNI 2017
AUF EIN WORT
Wer das dann doch nicht bezahlen will, der wartet halt auf das „Traumspiel“. Da trifft zwar nur eine Coburger Bayern-Fanclub-Elf auf die C-Auswahl des Rekordmeisters („sorry, Franck und Arjen zwickt’s leider in den Adduktoren“). Aber worschd! Hauptsach‘ dabei! Ja. Selbst dieser von einem nicht ganz gesetzestreuen Präsidenten geführte Verein aus Obergiesing (!) übt doch eine gewisse Faszination aus, die bis nach Franken und sogar noch weiter reicht. Aber zurück zu Max Scharnigg. Seine Abrechnung, so präzise und zutreffend sie auch sein mag, wird nichts ändern. Es werden weiter fröhlich München-Magazine und –Sonderhefte erscheinen, Reiseführer oder kleine Biacherl mit vermeintlichen Geheimtipps, die das Leben in der Olympiastadt preisen. Die Touristen werden weiter in Massen in die – da haben wir‘s wieder – nördlichste Stadt Italiens strömen, um sich im Englischen Garten an den Chinesischen Turm zu setzen, das „abgefuckte Glockenspiel“ (Scharnigg) am Marienplatz zu sehen oder das Oktoberfest zu besuchen – immer im festen Glauben, endlich mal in einer „richtigen Großstadt“, der „Weltstadt mit Herz“ unterwegs zu sein. Schätzla, schau wie iech schau!
Last Exit Steinweg Eine Replik zum Leitartikel "Prügelknabe Steinweg" auf Seite 28 Von Falk Zimmermann Es ist wie so oft bei öffentlichen Debatten. Sie werden über etwas oder jemanden geführt, statt mit denen zu reden, die betroffen sind oder waren. Und so arbeitet sich eine Stadt im Falle des Steinwegs phantomartig an einem Problem ab, ohne den Kern je erfahren zu haben. Der Autor dieser Zeilen kennt die Meile als einstiger Anwohner, über Jahre hinweg. Die guten Momente ebenso wie die üblen. Die guten: beispielsweise die Barfilmtage als Event der Steinweg-Wirte – selbstorganisierte Kultur und Riesenspaß gleichermaßen. Die schlechten: die ungezählt schlaflosen Nächte, wenn der Suff die Szene bestimmt und die Rausch-Randale die Zeile zwischen „Spit“ und „Utopolis“ in Geiselhaft nimmt. Statistiken sind da natürlich wenig hilfreich. Wollte man beispielsweise die Zahl der gelungenen Veranstaltungen gegen die der polizeilich registrierten Exzesse aufrechnen – welche Aussagekraft hätte das? Auch Buzzwording ist kein Mittel der Wahl. So ist neuerdings von „Gentrifizierung“ die Rede, weil das Viertel – so die Befürchtung – saubersaniert werden könnte und die heutigen Bewohner ihre Heimat verlieren werden. Aber umgekehrt fand diese Gentrifizierung über Jahre bereits statt. Weil man nicht mehr da leben konnte, wo man wollte. Weil das Leben litt – besonders an den Wochenenden. Was also tun? Wie sich dem Schmuddelkind Steinweg nähern? Das wohlstandsverwahrloste Viertel sucht nach seiner Identität. Ist es wirklich der biersatte Beleg dafür, dass Coburg „gefühlte Großstadt“ ist – und muss unbedingt so bewahrt werden? Oder gehört endlich die Balance zur Ketschenvorstadt wiederhergestellt, die so familientauglich und biedermeierig wiederbelebt wurde? Schwarzweiß hilft nicht. Coburg ist weder großstädtisch elektrisierend – aber auch nicht kleinstädtisch tumb. Coburg war schon immer ein Ort des Kompromisses. Schon der Historie wegen. Also bleibt nur der Weg zum Ausgleich im Falle Steinweg. Gespräche können helfen. Mit den Wirten, mit den Anwohnern. Es braucht Investitionen dort, Aufwertung, mehr Regeln. Aber auch ein wenig vom „Leben und leben lassen“. Keinesfalls aber ein Weiterso. Vielleicht lohnt ein Blick in andere Lebenswert-Städte, die von Struktur und Lebensqualität vergleichbarer wären. Regensburg vielleicht. Intakte Innenstadt, entspanntes Nachtleben, dennoch nicht dröge, irgendwie italienisch. Da könnte Coburg was lernen – für den Last Exit Steinweg. In jedem COBURGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.
Für den COBURGER von Wolfram Porr
AUSGABE 21 / JUNI 2017
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
113
Coburger | Das Magazin erscheint wieder Anfang August 2017 Anzeigenschluss ist der 14.07.2017
Das arme Würstchen … © Joseph Farris
RELIGION IST AUCH WITZIG Luther selbst hat gesagt „Wenn Gott keinen Spaß verstünde, möchte ich nicht im Himmel sein!“ Was ist der Name Gottes? Ernst Groß. In der Bibel steht: „Wer mich mit Ernst anruft, wird erhört werden. Denn mein Name ist Groß.“
114
Der Papst geht zum ersten Mal in die Sauna. Er ist begeistert. Danach meint er zu einem seiner Kardinäle: „Das gefällt mir, da mache ich morgen wieder.“ Der Kardinal wird rot: „Das geht nicht, heiliger Vater, morgen ist hier gemischte Sauna.“ Der Papst winkt ab: „Ach, die paar Protestanten stören mich nicht.“ Welchen Beruf hat Jesus gehabt? Student natürlich – bis dreißig daheim gewohnt und wenn er was getan hat, war's ein Wunder.
C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
Der alternde Millionär fragt den Pfarrer: „Habe ich einen Platz im Himmel sicher, wenn ich der Kirche 25000 Euro schenke?“ Der überlegt nicht lange: „Gottes Wege sind unergründlich, aber ein Versuch wäre es wert.“ Treffen sich zwei katholische Priester: „Wir werden das wohl nicht mehr erleben, dass wir mal heiraten können…“ „Nein“, sagt der andere, „aber unsere Kinder…“
AUSGABE 21 / JUNI 2017
t n n a p ts n e e i s n e Blei b
MIT UNSEREN BUSINESS-LÖSUNGEN ALLES AUS EINER HAND
IHRE DATEN IN UNSEREM RECHENZENTRUM
IHRE TELEFONIE ÜBER UNSERE TELEFONANLAGEN
IHRE GESCHWINDIGKEIT ÜBER UNSER GLASFASERNETZ
schafft Sicherheit
schafft Zeit & Geld
schafft Vorteile im Wettbewerb
AUSGABE 21 / JUNI 2017
SÜC//DACOR - TEIL DES SÜC-KONZERNS KONTAKT: E-Mail:technik@dacor.de | TELEFON: 09561 / 97 621C O- 0B U R G E R | D A S M A G A Z I N
115
Verstehen ist einfach. Wenn man einen Finanzpartner hat, der die Region und ihre Menschen kennt. Sprechen Sie mit uns.
sparkasse-co-lif.de
S Sparkasse Coburg - Lichtenfels