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Coburger - Das Magazin #41

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Nr. 41 | Oktober 2020

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.


Foto: Val Thoermer

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AUSGABE 41 / OKTOBER 2020


Als junge Wilde ... …im Blitzlichtgewinner, jetzt der am Abend des Lebens in der Herbstsonne: Alternde Turnierpferde auf dem Gnadenhof im Itzgrund. Mehr im Sonderthema „Würde - Was bin ich wert?“ auf Seite 38.

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INHALT

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EDITORIAL. STADTGESPRÄCHE. Geld aus Washington. HOFBERICHT. Hallo aus der Halle. KULTURTIPPS. Klein aber fein. IN EIGENER SACHE. Abos zu Weihnachten. IMPRESSUM. Die waren es. MONACO FRANKE. Neuer Wiesnwirt statt Präsident? AUF EIN WORT. Nicht zu vergessen. DAS LETZTE. Tipps für Rechthaber.

GABI ARNOLD GABI ARNOLD VAL THOERMER

GRENZGÄNGER. 18 Fotostrecke zur Deutschen Einheit. KRISENSICHER.

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WOLFRAM HEGEN

SONDERTHEMA WÜRDE – WAS BIN ICH WERT? 32 Ein zartes Pfl änzchen.

WOLFRAM HEGEN

RASSISMUS MACHT RASSEN. 34 Interview mit Prof. Dr. Uwe Hoßfeld zur Jenaer Erklärung.

GABI ARNOLD VAL THOERMER

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WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

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LISA OBERMÜLLER, MELANIE KREMPEL, NINA RENTH

58

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT VAL THOERMER ANNA DELLER-YEE

COBURGER | DAS MAGAZIN

UND PLÖTZLICH BIST DU AUSGELÖSCHT. Wenn Eltern ihren Kindern entfremdet werden.

WOLFRAM HEGEN

STEPHANIE FRÖBA

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Interview mit HUK-Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann.

WENN DAS RAMPENLICHT VERGLÜHT. Ein Gnadenhof für Pferde.

MACHER. Dieses Mal Alexander Schmidtke.

COBURGS BESTE. Die Geiss AG.

DER COBURGER AUF REISEN. 78 Im Gesäuse. HIER WOHNTE … 82 … ein Flugpionier. GALERIE. 106 Bilder voller Mystik.

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Sichere Fahrt. Entspannte Augen. Bei jedem Licht und Wetter. Nebel hängt über der Straße, Regen fällt auf die Windschutzscheibe, die Sonne steht tief, es wird früh dunkel … Bei diesen Bedingungen ist Autofahren eine Herausforderung für die Augen. Dabei ist es für die Fahrsicherheit besonders wichtig, vorausschauend zu fahren, die anderen Fahrzeuge im Blick zu behalten und rechtzeitig bremsen zu können. Mit ZEISS DriveSafe Brillengläsern speziell für Autofahrer sind Sie auch im Herbst und Winter entspannt unterwegs. Wechseln Sie jetzt zu DriveSafe: Denn je mehr Sie sehen und je früher Sie Hindernisse oder Gefahren erkennen,

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EDITORIAL

EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Verwirrt verirrt taubstumm durch die Nacht, Blicke ohne Ziel, bilderlose Stille, mentale Strukturen verbogen von der Kraft widerstrebender Kräfte, wie Gedanken nach ihrem Inhalt oder ein deutscher Satz nach seinem Subjekt oder eine Welt nach ihrem Kompass suchend, der in diesen in vielerlei Hinsicht unruhigen (in Wirklichkeit aber im historischen Kontext sehr luxuriösen) Zeiten „abhandengekommen ist“, wie ein Freund in einer geselligen Runde seine aktuelle intellektuelle Verfassung beschrieb und damit auch meine (und nicht nur meine, zeigte ein Blick in die Runde) Gedanken entschlüsselte, tröstlich immerhin, weil einzelne Seelen verbindend. Wir sind eben Individuen. Aber wir sind eben auch ein „animal sociale“, ein soziales Wesen (ok, nicht alle, aber viele … Anmerkung des Autors), da muss es sein – wenn wir uns als geringsten gemeinsamen Nenner darauf einigen können, dass wir uns nicht die Köpfe einschlagen möchten – sich auf ein paar Standards zu einigen, einen minimalen Konsens, eine Sprache zum Beispiel, die eindeutig ist aber irgendwie auch vereinfachend und damit ungenau sein muss, um überhaupt miteinander kommunizieren zu können, ein paar Regeln, wie man miteinander umgeht, nicht zu viele, aber auch nicht zu wenig, um Ordnung zu schaffen, die ja jeder irgendwie will. Höchste Zeit also in diesen Zeiten über unser höchstes Gut zu sprechen, die Würde, die im Inneren liegende Einmaligkeit jedes einzelnen aller Menschen. Ein zartes Pflänzchen, erst im 20. Jahrhundert gesetzt, entsprechend empfindsam, wie wir in unserem Sonderthema „Würde – was bin ich wert?“ aufarbeiten, zum Beispiel in einem langen Gespräch mit einem Sonneberger Professor in Diensten der Universität Jena, der erst im letzten Jahr als Unterzeichner der „Jenaer Erklärung“ für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt hat, weil diese den Begriff „Rasse“ endgültig als bloße Erfindung entlarvt. Wir wenden uns aber auch der Frage zu, ob „Würde“ nicht auch für Tiere gilt und haben die eindeutige Antwort dafür im Itzgrund bekommen. Würde ist vielschichtig: Sie kann sich auch in unserem Äußeren ausdrücken, in der Form, wie wir zusammenarbeiten, oder natürlich, wie wir am Ende sterben. Alles das erzählen wir. Natürlich stellen wir in dieser 41. Ausgabe des COBURGER auch wieder viele Menschen aus der Region vor, die in der Öffentlichkeit stehen, wie den Chef des Klinikverbundes Regiomed in unserer Rubrik „Macher“, wie den HUK-Chef in einem langen Interview über die Situation im Pandemie-Jahr 2020, oder wie die neuen Schlossherren auf Schloss Hohenstein mit ihrem österreichisch-fränkischen und erfrischen „leichten“ Konzept für das altehrwürdige Schlosshotel. Aber auch Menschen, die (noch) weniger im Rampenlicht stehen, wie Anna Deller-Yee, die in Coburg zur Schule gegangen ist, mit ihren kraftvollen, mystischen Gemälden in unserer Galerie, oder einige „Grenzgänger“, die wir 30 Jahre nach der Deutschen Einheit am ehemaligen Grenzstreifen fotografiert und uns mit ihnen unterhalten haben. So, jetzt sind Sie dran. P.S. Verschenken Sie doch zu Weihnachten den COBURGER als Abo. Das macht Freude, ist wahnsinnig praktisch und noch dazu … sehr hygienisch. Er kommt nämlich 6× jährlich nach Hause. Mehr Informationen im Heft.

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INHALT

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SONDERTHEMA WÜRDE Was bin ich wert?

106 GALERIE

Anna Deller-Yee

AUSGABE 41 / OKTOBER 2020

28 INTERVIEW HUK-COBURG

18 GRENZ GESCHICHTEN Fotostrecke

14 PLÖTZLICH AUSGELÖSCHT 54 NEUE SCHLOSSHERREN Das Parental Alienation Syndrom

Romantik-Hotel Schloss Hohenstein

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ABO Nr. 29 | Oktober 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Nr. 31 | Februar 2019

Nr. 32 | April 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen

Zum Mitnehmen

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Nr. 30 | Dezember 2018 & Januar 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Zum Mitnehmen

Nr. 28 | August 2018

Nr. 33 | Juni 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Über

70%

den der Befragten finden v“ COBURGER „informati und „unterhaltsam“.

Zum Mitnehmen

Ergebnis einer repräsentativen Universität Telefonumfrage der 2019 Bamberg im Januar in Coburg.

Nr. 34 | August 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Nr. 37 | Februar 2020

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Nr. 40 | August 2020

Nr. 35 | Oktober 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Nr. 38 | April 2020

Nr. 36 | Dezember 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Nr. 39 | Juni 2020

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

Nr. 41 | Oktober 2020

Der nächste Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.

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Coburger kommt direkt zu Ihnen nach Hause!

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STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... SCHÖNE ÜBERRASCHUNG Der lange Arm von Donald Trump reicht bis nach Coburg. In seine oberfränkische Heimat nämlich kehrte ein junger Mann nach einem Auslandsaufenthalt in den USA zurück. Kaum angekommen, staunte er nicht schlecht. Im Briefkasten war Post aus den Vereinigten Staaten, eine schöne Überraschung: Ein Scheck der USA in der Höhe von 1200 Dollar. Ausgestellt auf den jungen Mann aus Coburg, unterzeichnet von Donald Trump, gedacht als Hilfe gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Und kein Einzelfall: Auf Grund einer Datenpanne erhielten auch andere Reisende das unerwartete Geldgeschenk, obwohl sie keine US-Amerikaner sind. Vor allem aus Österreich wurden zahlreiche Fälle bekannt.

SCHÖNES VORBILD Wenig Freunde machte sich Hans-Herbert Hartan von der CSU, immerhin 2. Bürgermeister und damit zweithöchster Repräsentant der Stadt Coburg bei der Stadtratssitzung im September: Bei der Abstimmung über einen symbolischen Brief an die Bundes- und Landesregierung, Coburg erkläre sich zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria bereit, enthielt er sich. Coburg sei dafür gar nicht zuständig, sagte Hartan und stimmte nicht mit ab. Das sieht die Gemeindeordnung zwar nicht vor, das störte den 2. Bürgermeister aber wenig. Er habe inhaltlich auch kein Problem mit dem Brief, betonte der CSU-Politiker, äußerte aber dennoch Kritik, weil es ja noch andere Lager auf der Welt gebe, in denen es schlimmer zugehe. Für seinen Redebeitrag immerhin erntete er zustimmendes Klopfen vom Stadtrat der Af D, der als einziger – ganz offiziell – gegen den Brief stimmte.

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HOFBERICHT

FOTOS: VAL THOERMER

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Zur Zeit eher sehr kleine Partys. Wir vom

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COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom ersten Heimspiel des HSC 2000 Coburg in der HandballBundesliga gegen Leipzig. Coronabedingt vor nur 1000 Zuschauern. Immerhin.

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HOFBERICHT

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Von Gabi Arnold

Eltern-Kind-Entfremdung Parental Alienation Syndrom / PAS


ELTERN-KIND-ENTFREMDUNG

Und plötzlich bist du ausgelöscht! W E N N E LT E R N A U S D E M L E B E N IHRER KINDER VERSCHWINDEN

Zu Beginn war es die große Liebe, Schmetterlinge schwirrten im Bauch umher und man versprach sich die ewige Treue. Ein Jahr, nachdem Harald* und Sabine sich Hals über Kopf verlieben, heiraten sie. Wieder ein Jahr später wird Tochter Julia geboren und zwei Jahre danach folgt Sohn Benedikt. Das Glück scheint perfekt. Doch fortan dreht sich das Leben um die beiden Kinder, besonders Sabine geht in ihrer Mutterrolle auf. Harald fühlt sich in der Ehe allein und beginnt eine Affäre mit einer Kollegin. Schließlich verlässt er seine Frau und zieht zu seiner neuen Liebe. Harald ahnt nicht, dass er mit der Trennung seine Kinder kaum noch sehen wird. Nach der Scheidung bekommen beide Eltern das Sorgerecht und anfangs besuchen Julia und Benedikt ihren Vater noch regelmäßig. Doch Sabine leidet unter der Situation, sie hat Angst, die Kinder an die neue Familie ihres Ex-Mannes zu verlieren. Systematisch hält sie die Kinder vom Vater fern, erfindet Ausreden und manipuliert die Kinder, bis sie nicht mehr zum Vater möchten. Fälle wie diese passieren immer wieder. Nach einer Studie des Deutschen Jugendinstituts haben in Deutschland 17 Prozent der Trennungskinder keinen Kontakt mehr zum anderen Elternteil und 25 Prozent nur selten. Wenn ein Elternteil die Kinder gegen den Partner instrumentalisiert, spricht man vom Parental Alienation Syndrom (PAS). PAS wurde erstmals in den 1980er Jahren von Richard Gardner beschrieben, einem amerikanischen Kinder- und Jugendpsychiater. PAS ist abzugrenzen von Fällen, bei denen ein Kontaktabbruch zu einem Elternteil angebracht ist oder dieser sogar sein muss. Das ist zum Beispiel bei Gewalt oder sexuellem Missbrauch der Fall. „PAS entwickelt sich nur dann, wenn ein Kind – bewusst oder unbewusst – vom betreuenden Elternteil in einen starken Loyalitätskonflikt getrieben, der Umgang mit dem anderen Elternteil massiv erschwert wird und das Kind durch seinen Wunsch, den Kontakt zu behalten, Schuldgefühle entwickelt.“ (Ärzteblatt.de)

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PARENTAL ALIENATION SYNDROM

etroffene Väter haben sich im Verein „Väteraufbruch für Kinder e.V.“ B zusammengeschlossen. Der Verein verfolgt das Ziel, das Aufwachsen von Kindern mit beiden Elternteilen, nach Scheidung und Trennung, zu verbessern. Literaturempfehlung: Wilfrid von Boch- Galhau: Parental Alienation und Parental Alienation Syndrome/Disorder: Eine ernst zu nehmende Form von psychischer Kindesmisshandlung - mit Fallbeispielen (Deutsch) Taschenbuch

Parental Alienation Syndrom / PAS Das „Parental Alienation Syndrom“ ist eine spezielle Form der Eltern-KindEntfremdung und tritt vorwiegend während Scheidungskonflikten oder bei getrenntlebenden Eltern auf. Dabei lehnt das Kind scheinbar völlig irrational den Kontakt zum zuvor geliebten und kompetenten Elternteil ab. Opfer des PAS sind die Kinder und der entfremdete Elternteil. (gesund-vital.de)

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ELTERN-KIND-ENTFREMDUNG Die Geschichte von Sabine und Harald ist ein klassisches Beispiel. Menschen verlieben sich, ziehen zusammen, vielleicht heiraten sie, mit den Kindern kehrt der Alltag ein, manchmal zerbrechen Träume. Bei einer Trennung sind immer auch Trauer, Enttäuschung und oft auch Wut im Spiel. Jetzt geht es darum, den Streit eben nicht auf den schmalen Schultern der Kinder auszutragen. Nach einer Studie des Bundesfamilien-Ministeriums leben 84 Prozent der Kinder in Deutschland nach Trennung bei der Mutter. Das heißt auch, dass von PAS überwiegend Männer betroffen sind. Im sozialen Netzwerk Facebook tauschen sich Betroffene aus. Ein Blick in die Community „Entfremdung Eltern Kind – PAS = Psychische Gewalt“ zeigt, wie belastend die Situation ist. Betroffene Väter, die aus dem Leben der Kinder verbannt werden, fühlen sich wie ausgelöscht. Im Februar 2020 thematisierte der ARD-Film „Weil du mir gehörst“ die ElternKind-Entfremdung. Der Film erzählt, wie die kleine Anni mit Lügen und Intrigen vom Vater ferngehalten wird und ihn schließlich nicht mehr besuchen möchte, obwohl die Liebe zum Vater ein Jahr zuvor noch völlig unbeschwert war. Im anschließenden Talk gehen Experten in die Tiefe und zeigen auf, wie schwer­ wiegend die Folgen für alle Betroffenen, aber besonders für die Kin­der sein kön­n­en. Der Psychologe Stefan Rücker findet drastische Worte: Eltern-Kind-Entfremdung sei ein Verbrechen an der seelischen Entwicklung von Schutzbefohlen, sagt er in der Talkrunde. „Die Folgen reichen von Traumatisierungen bis zu Störungen im Sozialverhalten, Depressionen, Angsterkrankungen.“ Dabei sei schon die Trennung der Eltern für die Kinder belastend genug, schreibt das Magazin „Ratgeber Kind Familie“. Indem ein Elternteil dazu beitrage, den anderen Elternteil zu hassen und nie wieder sehen zu wollen, werde die Situation für die Kinder noch schlimmer. Amelie* hat das erlebt: Als sich ihre Eltern vor 14 Jahren trennen, entfacht sich ein verbitterter Kampf um das Sorgerecht. Der 25-jährigen Philosophie-Studentin fällt es nicht leicht über ihren Vater zu reden. „Ich kenne ihn nicht wirklich“, sagt sie nachdenklich. Als die Eltern nach jahrelangen Streitigkeiten endgültig einen Schlussstrich unter die Ehe ziehen, möchte der Vater das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter. „Er hat ständig nur noch schlecht über meine Mutter geredet. Ich war mit der Situation komplett überfordert“, denkt sie zurück. Amelie belastet die Situation so stark, dass sie schlecht schläft, von Alpträumen geweckt wird und sich kaum noch auf den Unterricht konzentrieren kann. „Ich habe mich so hilflos und alleine gefühlt“, erinnert sie sich. Amelies Vater erreicht mit seinen Versuchen, seine Tochter auf seine Seite zu ziehen, das Gegenteil. „Je mehr er über meine Mutter geschimpft hat, umso mehr habe ich mich von ihm abgewandt“, sagt sie. Bei einem Gerichtstermin habe ihr Vater versucht, der Mutter Inkompetenz in der Erziehung anzudichten, sagt Amelie. Nach der Scheidung zieht Amelie zu der Mutter; die Besuche beim Vater werden zu einer reinen Pflichtaufgabe und immer seltener. „Es ging ihm nicht gut, einmal hat er geweint. Ich habe gedacht, das sei meine Schuld,“ sagt sie. Amelie fühlt sich bei ihrem Vater nicht wohl, da er nicht mit den Vorwürfen gegen die Mutter aufhört. „Ich sehe ihn heute etwa zweimal im Jahr beim Geburtstag meiner Oma. Er hat jetzt eine neue Familie“, sagt sie. Die Beziehung zum Vater könne man als zerrüttet bezeichnen, sagt die 25-Jährige und fügt hinzu: „Es ist belastend, wenn der Vater immer fremder wird.“ Mittlerweile hat Amelie eine Therapie gemacht, um die Situation aufzuarbeiten. „Es kehrt immer wieder zurück, dann wache ich nachts auf und habe Angst“, sagt sie. So unterschiedlich die Geschichten von Eltern-Kind-Entfremdung sind, eines haben alle gemeinsam: Es gibt nur Verlierer!

*alle Namen von der Redaktion geändert

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GRENZ 18

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Zum Tag der Deutschen Einheit

Mit der Grenze zu leben, war Normalitat. Der Nebel hat sich eben aufgelöst an diesem Freitagmorgen. An der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Neustadt bei Coburg blitzen die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume. Einst säumten hier Betonpfosten und Stacheldraht den Weg, dahinter sah man vom Westen blickend Minenfelder und die Grenzpatrouillen, die mit Hunden entlang der Grenze auf und ab liefen. Heute, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, sind die Spuren des Eisernen Vorhangs noch immer sichtbar, auf diesem Weg, der zum ehemaligen Ausflugslokal „Zur Bergmühle“ im Neustadter Stadtteil Ebersdorf führt. Am einstigen Todesstreifen erstreckt sich das Naturschutzprojekt, das „Grüne Band“. Hin und wieder warnt ein Hinweisschild Spaziergänger vor Minen in diesem Areal. Menschenleer und verlassen wirkt dieser Ort morgens um 9 Uhr, doch dann begegnen uns doch Menschen und erzählen uns von ihren (Grenz-)Erfahrungen.

Von Gabi Arnold | Fotos: Val Thoermer

GESCHICHTEN AUSGABE 41 / OKTOBER 2020

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In Sonneberg ... … im Stadtteil Oberlind sind Horst und Karin Räder zu Hause. Oberlind lag ebenfalls im ehemaligen Sperrgebiet der DDR. „Da brauchte man einen Passierschein, um das Sperrgebiet zu betreten. Das war ja furchtbar“, erinnert sich Karin Räder. Die landwirtschaftlichen Flächen habe man nicht – wie eigentlich üblich – nach der Witterung, sondern den Vorgaben des Staates bestellen müssen, ergänzt ihr Mann. „Dann gab es Ernteverluste“, erinnert sich der 81-Jährige. Er habe den Zweiten Weltkrieg noch erlebt, die Schließung der Grenze und die Wiedervereinigung. „Wir haben immer gehofft, dass die Grenze eines Tages wieder aufgeht, aber geglaubt haben wir nicht mehr daran.“ Mit der Öffnung kam die Reisefreiheit und die Räders verbringen seitdem ihren Urlaub auf der Alm. Ihre Spaziergänge führen auf dem Muppberg und dort hängen übrigens Vogelhäuschen, die Horst Räder in Oberlind gefertigt hat. „Das ist mein Hobby“, sagt er, und gemeinsam mit seiner Frau setzt er seinen Weg fort, entlang der innerdeutschen Grenze, dort wo früher Betonpfosten und Stacheldraht den Westen und den Osten trennten, hinter dem Zaun Minenfelder waren und Grenzpatrouillen auf und ab liefen.

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Darf ich mal fragen ... … was ihr hier macht“, ruft uns Martin Knauer neugierig entgegen. Knauer ist der ehemalige und damit auch letzte Wirt der Bergmühle. Der 52-Jährige ist direkt an der Grenze und mit der Grenze aufgewachsen. Wir erzählen, dass wir uns mit Menschen über die Zeit, als Deutschland noch getrennt war, unterhalten wollen. Knauer antwortet: „Ich sage das einmal so, es war Normalität. Hier haben sich Fuchs und Hase gute Nacht gesagt, wir haben hier sehr ruhig gelebt.“ Als Kind habe er heimlich von seinem Fenster aus immer nach drüben in die DDR geschaut und die „Vopos“ beobachtet. Mit der Ruhe sei es nach Grenzöffnung erst einmal vorbei gewesen, vor allem für die Menschen, die direkt an der Grenze gelebt haben. Das Gasthaus „Zur Bergmühle“ habe er schweren Herzens von 16 Jahren schließen müssen. „Ich war alleine und konnte es nicht weiterführen“, sagt er.

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Peter und Marie Neumann ... … wollen an diesem Oktobermorgen Pilze auf dem Muppberg sammeln. Zur DDR-Zeiten konnten sie von Heubisch aus, einem Ortsteil der Gemeinde Föritztal im südthüringischen Sonneberg, nur in den Westen auf das erhabene Waldstück blicken. „Wir haben direkt an der Grenze gewohnt und gesehen, wenn die Busse an der Bergmühle hielten“, erinnert sich Peter Neumann. Die Neumanns lebten in einem der damaligen Sperrgebiet der DDR. Im Mai 1952 hatte die Führung der DDR ihr Land mit einem fünf Kilometer breiten Sperrgebiet entlang der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland abgeriegelt. Im Sperrgebiet verlief an der Grenze ein 500 Meter breiter Schutzstreifen und unmittelbar davor ein zehn Meter breiter Kontrollstreifen. „Unser zwei Kinder wussten, dass sie da nicht weiterlaufen dürfen.“ An das Leben im Sperrgebiet hatten sich die Neumanns gewöhnt. Aber: „Als die Grenze aufging, war das Gefühl unbeschreiblich“, sagen sie und machen sich auf zum Pilze suchen, in den Wald, den sie früher nur von „drüben“ gesehen haben.

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Es radelt eine Frau ... ... in Begleitung ihres Hundes vorbei und hält an. Christine Bonas ist in Neustadt bei Coburg groß geworden. „Wir sind hier als Kinder mit unseren Eltern zur Bergmühle gelaufen. Auch heute bin ich hier noch unterwegs mit meinem Hund“, sagt sie. In der Bergmühle habe es den besten Käsekuchen, die besten Schinkenund Käsebrote gegeben, erinnert sie sich. Die Grenze sei normal gewesen, man habe es ja nicht anders gekannt. „Einmal haben wir hier Ball gespielt und der Ball ist nach drüben gefallen“, sagt sie und blickt in die ehemalige DDR. Auf ein Zurückwerfen vonseiten der DDR-Grenzpolizei haben die Kinder damals vergeblich gewartet. „Die Grenzer haben nicht reagiert, weil sie ja keinerlei Kontakt zum Westen aufnehmen durften.“

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INTERVIEW E I N B E S U C H B E I C O B U R G S G R Ö S S T E M A R B E I T G E B E R I M PA N D E M I E - J A H R 2 0 2 0

KRISENSICHER Sie beschäftigt über 10 000 Arbeitnehmer. Es gibt nicht wenige Menschen in Deutschland, die Coburg nur wegen ihr kennen. Und sie ist mit ihren hohen Gewerbesteuerzahlungen so etwas wie eine Lebensversicherung für die Stadt: Die HUK-COBURG, Deutschlands größter KFZ-Versicherer, aber auch mit anderen Versicherungen für Privatkunden erfolgreich. Ein Interview von iTVCoburg und dem COBURGER mit Klaus-Jürgen Heitmann, dem Vorstandssprecher der HUK-COBURG über Corona, Digitalisierung, neue Konkurrenten und über Coburg. COBURGER: Als im März klar wurde, da kommt mit der Corona-Pandemie etwas auf uns alle zu, was keiner auf dem Schirm gehabt hat, wie unruhig haben Sie da geschlafen?

über 90 Prozent unserer Mitarbeiter Remote-tätig, bis auf wenige, die wir hier für den Betrieb unserer Gebäude brauchen. Und diesen Zustand haben wir dann bis etwa Juni aufrechterhalten. Nachdem dann die Infektionszahlen deutlich rückläufig waren, eröffneten wir die Möglichkeit zurückzukehren, aber in einer sicherheitsorientierten Organisation. Das heißt Zweierbüros immer nur mit einem Mitarbeiter belegt und auch Einhalten von Abstandsregeln. Seit Anfang Juli haben wir eine 50/50 Regelung. Im zweiwöchigen Rhythmus kommen die Mitarbeiter rein. Also bis auf die Risikogruppen sollen dann wirklich die 50 Prozent, die quasi Dienst haben, auch wieder vor Ort arbeiten. Damit ermöglichen wir wieder soziale Kontakte, die ja in vielerlei Hinsicht wichtig sind. COBURGER: Ein wichtiges Thema in so einer Phase ist natürlich, dass man digital gut aufgestellt ist. Gab es eine Digitalisierungsschub in der HUK in diesem halben Jahr?

Klaus-Jürgen Heitmann: Wir haben uns sehr frühzeitig mit dem Thema beschäftigt und haben in der Konsequenz dann unseren internen Krisenfall ausgerufen. Glücklicherweise waren wir gut vorbereitet. Wir proben so etwas. Wir wissen zwar nicht, was wir an Krise managen werden müssen in der Zukunft, aber wir machen so etwas abstrakt vorher und haben dafür entsprechende Strukturen, auch Mitarbeiter abgestellt, die dann dieses ganze Thema auch händeln. Und das hat bisher sehr, sehr gut geklappt, wir sind auch bisher sehr gut durchgekommen, so dass ich, was das Thema angeht, bisher ganz gut schlafen konnte. COBURGER: Wie hat man denn reagiert? Und was hat sich geändert seit damals? Klaus-Jürgen Heitmann: Das dauert natürlich eine Zeit, bis man die Tragweite wirklich absehen kann. Aber nachdem wir die sich rasant erhöhenden Infektionszahlen gesehen haben, haben wir natürlich gesagt, als erstes geht es um die Sicherheit für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben dann innerhalb von sehr, sehr kurzer Zeit die Möglichkeit geschaffen, alle Mitarbeiter, die wir ins Homeoffice schicken konnten, tatsächlich auch ins Homeoffice zu schicken. Und das waren dann weit über 90 Prozent. Das war ein technologischer Kraftakt. Natürlich hatten wir dieses Szenario in der Tat nicht in der Schublade. Das haben wir aber sehr schnell geschafft. Ende März waren tatsächlich

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HUK-COBURG Klaus-Jürgen Heitmann: Ja, das glaube ich, kann man eindeutig bejahen. Wir haben die interne Organisation Remote- oder Homeoffice-fähig gemacht. Das Geschäft ist in den Phasen des harten Lockdown spürbar zum Erliegen gekommen. Aber spätestens Juli/ August wurde das zum Teil nachgeholt und das ganz, ganz besonders über digitale Kanäle. Das heißt, unsere HUK24 entwickelt sich außerordentlich erfolgreich mit sehr, sehr hohen Steigerungsraten. Da sieht man schon einen deutlichen Swing zu den digitalen Kanälen. Aber auch unsere stationären, unsere anderen Kanäle entwickeln sich sehr gut. Das heißt, wir sind aktuell, und das hätten wir nicht erwartet, sogar mittlerweile auf Vorjahresniveau oder sogar leicht drüber. Und das letzte Jahr war ja ein Rekordjahr für uns. COBURGER: Sie haben es ja gesagt: bis Juni/ Juli gab es nicht so viel zu tun. Ist ja auch klar: es waren wenig Autos auf der Straße. Es gab weniger Unfälle. Das heißt, man hatte weniger zu tun und man musste auch nicht so viel Geld für Schäden ausgeben, oder? Klaus-Jürgen Heitmann: Ja, das haben wir gemerkt. In den Phasen Ende März, April und Mai haben wir einen signifikanten Rückgang gerade bei den Autoschäden bemerkt, auch bei einigen anderen Sparten, aber vor allen Dingen beim Auto. Aber wir haben dann relativ frühzeitig gesagt, dass, wenn am Ende des Jahres signifikant etwas durch Corona übrigbleibt, wir das dann in der Autoversicherung z. B. auch an die Kunden zurückgeben. Danach sieht es im Moment aus, dass wir dieses Versprechen erfüllen

werden können und unseren Kunden tatsächlich auch Beiträge zurückerstatten können. Allerdings müssen wir die Entwicklungen bis Jahresende abwarten. COBURGER: Was sagen Ihre Branchenfreunde von anderen Versicherern dazu? Klaus-Jürgen Heitmann: Das war in der Tat, ich will das mal so sagen, gemischt. Natürlich haben wir als reiner Privatkunden-Versicherer durchaus die glückliche Situation, dass viele Dinge, die in der Corona-Pandemie auch Versicherer treffen können, für uns kein Thema sind: Versicherungen für Betriebsschließungen oder Veranstaltungsversicherungen. Das haben wir alles nicht. Und so ist nun mal unser Selbstverständnis – wir sind ja ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, deswegen war das auch keine lange Diskussion –, dass wir daran die Kunden teilhaben lassen werden. Aber es hat – ich will das mal so sagen – mir sicherlich in der Branche nicht immer nur neue Freunde eingebracht. COBURGER: Wir haben uns vor drei Jahren schon einmal unterhalten. Da haben wir gesprochen über die große Innovationskraft der HUK-COBURG, über das Online-Geschäft, Werkstattbindungen, die Autowelt, den Telematik-Tarif. Aber wenn man jetzt so zurückblickt, dann kommt das einem schon wieder vor wie eine alte Welt. Jetzt drängen neue Konkurrenten in die Versicherungsbranche aus Auto-Industrie oder auch IT-Unternehmen. Was bedeutet das jetzt für die HUK? Oder anders gefragt: Ist die HUK in zehn Jahren noch ein Versicherungsunternehmen? Klaus-Jürgen Heitmann: Ja, das ist sie auf jeden Fall. Das bleiben wir im Kern ganz bestimmt, und hoffentlich auch in der Stärke wie heute. Aber wir wollen, und das haben wir ja auch angekündigt, dann mehr sein. Wir wollen dann nicht nur Versicherer sein. Wir wollen quasi für unsere Kunden Assistent in den relevanten Lebensbereichen werden. Und ein sehr relevanter Lebensbereich ist der Lebensbereich Mobilität, aber auch Gesundheit oder Wohnen und Zuhause. Deswegen arbeiten wir für unsere Kunden an weiteren Angeboten, zum Beispiel, was das Handeln mit Autos angeht oder eben auch Serviceangebote für Autos. Wir sind da dabei, haben auch viele Erfahrungen gemacht, haben auch viele Ansätze, die wir vielleicht vor drei Jahren verfolgt haben, auf dem Weg korrigiert. Sie sprachen ja auch die Telematik an. Der Bestand ist mittlerweile kräftig gewachsen. Wir haben fast 300 000 Kunden. Wenn Sie sehen, welche rasante Entwicklung der Börsenkurs von Tesla genommen hat, dann bildet das sicherlich einen Teil dieser Logik ab, nämlich dass man morgen Kunden nicht nur, sag ich mal, mit schön anzuschauenden Karossen bedient, sondern mit Daten-basierten Dienstleistungen rund um Mobilität. All das ist in meinen Augen die Begründung für diese Entwicklung, gerade bei Tesla. Deswegen wird darüber auch gerade viel diskutiert. Ich bin froh, dass wir uns entschieden haben, da mit so viel Kraft zu investieren. Wir dürfen dabei natürlich nicht den Fehler machen, unser Kerngeschäft zu vernachlässigen. Das muss das bleiben, was es ist –

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INTERVIEW

„Aber nachdem wir die sich rasant erhöhenden Infektionszahlen gesehen haben, haben wir natürlich gesagt, als erstes geht es um die Sicherheit für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben dann innerhalb von sehr, sehr kurzer Zeit die Möglichkeit geschaffen, alle Mitarbeiter, die wir ins Homeoffice schicken konnten, tatsächlich auch ins Homeoffice zu schicken. Und das waren dann weit über 90 Prozent.“

gut und günstig. Im Ergebnis arbeiten wir heute an mehr Dingen als früher, weil wir den Fokus breiter stellen. COBURGER: Neue Konkurrenten, Digitalisierung, Nullzinspolitik, Corona. Eine Herausforderung jagt die nächste. Das heißt, Sie müssen natürlich schnell reagieren und handeln. Dazu benötigt man die besten Leute. Um die gibt es einen großen Kampf, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Hat man am Standort Coburg gute Chancen, die besten zu kriegen? Klaus-Jürgen Heitmann: Wir haben gerade in den letzten Jahren intensiv daran gearbeitet, auch unsere Marke nicht nur für Endkunden als Versicherungspartner, sondern auch als Arbeitgeber zu schärfen. Und das ist gut gelungen. Das heißt, wir haben aktuell im Regelfall keine wirklich großen Probleme, die richtigen Leute zu finden. Bei bestimmten Fach-Profilen ist das durchaus mal anspruchsvoll – viele Leute kennen Coburg noch nicht aus eigener Erfahrung. Wir haben aber eine Situation, dass, wenn man Coburg und die HUKCOBURG kennenlernt, die Leute dann sagen „Ach, hier gefällt es mir, hier ist es schön.“ Aber natürlich, da hilft jetzt kein Vertun: Wir sind so ein bisschen fernab der großen Metropolen und es gibt halt viele Leute, die, wenn wir mit ihnen ins Gespräch kommen, sagen, „ich war noch nie in Coburg, ich kenne es nicht.“ Dann sagen wir: „Kommen Sie mal hierher, wir zeigen Ihnen das mal.“ Und dann ist das meistens dann auch ganz angenehm. COBURGER: Die HUK-COBURG zahlt ja auch viel Gewerbesteuer, ist größter Arbeitgeber. Wie oft haben Sie sich denn schon mit dem neuen Oberbürgermeister Dominic Sauerteig getroffen? Klaus-Jürgen Heitmann: Wir haben uns natürlich schon gesehen und ich kann nur sagen, er hat auch selbst das Gespräch mit uns gesucht. Das fand ich sehr, sehr positiv. COBURGER: Wie hoch ist denn der Anteil der HUK-COBURG an der Gewerbesteuer der Stadt? 50%? 70%? Klaus-Jürgen Heitmann: Es ist ein wirklich sehr beträchtlicher Teil. Es ist mehr als die Hälfte in den letzten Jahren. Aber wir gehen davon aus, dass die Stadt sehr gut und sehr genau weiß, was sie mit den Steuereinnahmen zu tun hat. Die Stadt ist in einer

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vorteilhaften Situation aufgrund der Steuerkraft auch der HUK-COBURG, aber auch vieler anderer guter Unternehmen, die hier dazu beitragen. Und wir sehen das ja: Coburg ist wirklich eine gepflegte Stadt. Wir haben viel Infrastruktur, das ist aber zugleich die Herausforderung, dass das so bleibt. Und das formulieren wir dann auch, dass wir einfach die Erwartung haben, dass – bei allen Schwierigkeiten, so etwas heute umzusetzen – die Innenstadt und Handel attraktiv bleiben. Auch das gastronomische Angebot muss auf dem jetzigen Niveau bleiben. Denn das ist das, was wir neben der Attraktivität des Jobs und des guten Wohnumfeldes unseren Bewerbens perspektivisch aufzeigen. Das ist bisher sehr gut gelungen. Coburg ist sehr, sehr lebenswert, das kann ich aus tiefer Überzeugung sagen. Aber wir müssen weiter daran arbeiten. Es gibt viele Aufgaben, die brauchen auch Geld. COBURGER: Aber es gibt natürlich Szenarien, die sagen, es wird eng in den nächsten Jahren aufgrund der aktuellen Situation. Sehen Sie vor diesem Hintergrund die Ausgaben-Mentalität mit vielen größeren Maßnahmen der Stadt Coburg auch mit Sorge? Klaus-Jürgen Heitmann: Also da habe ich den Eindruck, dass die Stadt sich dessen sehr bewusst ist. Bei dem einen oder anderen fragt man sich natürlich „Muss das sein?“ Aber das ist auch die Verantwortung der Stadt, damit umzugehen. Es gibt einige Großprojekte, die jetzt anstehen. Eines von den Großprojekten haben wir ja selber mit auf den Weg gebracht. Ich freue mich sehr, dass das gelungen ist. Aber auch das ist die Verantwortung der Stadt. Da mischen wir uns in diesem Sinne auch nicht ein. COBURGER: Sie haben es gerade angesprochen, das eine Großprojekt, das Sie gemeinsam mit zwei anderen großen Unternehmen entscheidend nach vorne gebracht haben, ist das Globe, die Interimsspielstätte für die Zeit des Umbaus des Landestheaters Coburg. Wie sehr freuen Sie sich darauf? Klaus-Jürgen Heitmann: Die Motivation war, dass das Globe nicht nur ein Ersatzbau sein soll, sondern ein vielleicht neues Wahrzeichen mit neuer Strahlkraft für Coburg und daran glaube ich auch fest. Ich bin den beiden Unternehemerkollegen der anderen zwei Unternehmen, die sich ebenfalls finanziell beteiligt haben, dankbar. Ich bin sehr froh, dass wir das geschafft haben. Herr Stoscheck

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HUK-COBURG und Frau Vlantoussi-Kaeser haben sich beide sehr stark engagiert. Der Spatenstich erfolgt bald und ich freue mich auch, wenn wir dann eine ansprechende Gestaltung des gesamten Geländes bekommen. Uns dreien liegt ebenfalls am Herzen, dass wir dort ein neues Vorzeigegebiet von Coburg bekommen, um die langfristige Attraktivität vor allen Dingen für junge Leute zu erhalten. Das war eine sehr starke Motivation. Das Gute ist, ich glaube, Coburg kann sich das auch leisten, und das ist schön. COBURGER: Zur Attraktivität der Stadt gehört auch, gerade wenn sie junge Leute ansprechen, dass man fahrradfreundlicher wird. Man arbeitet daran auch. Haben Sie als Deutschlands größter KFZ-Versicherer damit aber nicht auch ein kleines Problem, dass man das Auto, ich will nicht sagen verteufelt, aber ein bisschen herausdrängen möchte? Klaus-Jürgen Heitmann: Ich glaube, das ist eine Entwicklung, die sich zunächst einmal vor allen Dingen in den großen Metropolen vollzieht, die man allerdings auch deutlich beobachten kann. Und negativ finde ich das natürlich nicht. Insgesamt finde ich das gesellschaftlich sehr erstrebenswert, wenn wir einen Mobilitätswandel hinbekommen – und wenn Fahrräder dort eine große Rolle spielen, sehr gern. Natürlich müssen wir uns das hier in einer Verantwortung bei der HUK-COBURG aber sehr genau anschauen, was das bedeutet. Das Thema ist der Wandel hin zu anderen Mobilitätsformen. Da ist auch eine veränderte technologische Ausstattung von Autos, Stichwort autonomes Fahren, und damit weniger Unfälle. Das sind alles Aspekte, die müssen wir genau verstehen, um zu wissen, was das für die HUK bedeutet. Und das ist letztendlich auch der Grund, weswegen wir sagen, dass wir glauben, dass Mobilität sich sehr deutlich im Wandel befindet und deswegen müssen wir die HUK auch breiter aufstellen. COBURGER: Fahren Sie auch selbst mal mit dem Fahrrad zur Arbeit?

Klaus-Jürgen Heitmann: Ja, jetzt muss ich mich allerdings outen. Zur Arbeit fallweise schon mal, aber wir haben gerade in der Corona-Zeit die ganze Familie mit Fahrrädern ausgestattet mit E-Motoren. Das macht mir wahnsinnig Spaß. Den Kids macht es unheimlich Spaß. Wir haben den Hofgarten für uns entdeckt, den ich vorher nicht so genau kannte. Wunderschön. Und ich wünschte mir, dass ich noch mehr Zeit hätte, Fahrrad zu fahren. COBURGER: Die HUK-COBURG ist Hauptsponsor des HSC 2000 Coburg, der in diesem Jahr wieder erste Liga spielt. In diesen Tagen geht die neue Saison los. Was erwarten Sie denn? Klaus-Jürgen Heitmann: Spannende Frage. Zum einen wünsche ich den Jungs jetzt viel, viel Glück. Und natürlich ist die Herausforderung, die Klasse zu halten. Wenn das gelingt, freuen wir uns alle. Das deutsche Oberhaus des Handballs, das wird ja gemeinhin gesagt, das ist die härteste Liga der Welt. Also wenn wir dort schaffen dabeizubleiben, wäre das ein großer Erfolg. Ich freue mich einfach auf viele spannende Spiele, hoffentlich irgendwann auch wieder mit normalen Zuschauern-Kulissen. Das ist es ja, was Coburg so attraktiv macht, dass wir hier solche Sportevents haben. Und ich drücke jetzt einfach die Daumen. COBURGER: Herzlichen Dank.

Das Interview führte Wolfram Hegen Ende September in der HUK-COBURG geführt. Für die Veröffentlichung im COBURGER wurde es redaktionell bearbeitet und gekürzt. Das komplette Interview auf www.itv-coburg.de

„Aber wir gehen davon aus, dass die Stadt sehr gut und sehr genau weiß, was sie mit den Steuereinnahmen zu tun hat. Die Stadt ist in einer vorteilhaften Situation aufgrund der Steuerkraft auch der HUK-COBURG, aber auch vieler anderer guter Unternehmen, die hier dazu beitragen. Und wir sehen das ja auch: Coburg ist eine gepflegte Stadt. Wir haben viel Infrastruktur, das ist aber auch die Herausforderung, dass das so bleibt.“

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Von Wolfram Hegen


SONDERTHEMA WÜRDE

Sie ist eine junge Pflanze … Sie wächst aus dem blutgetränkten Boden der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Erst 1948 formuliert Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So hielt die Würde Einzug in zahlreiche Verfassungen wie in Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Sie ist Fundament der Verfassung und ihr höchstes Streben zugleich. „Wirdi“ ist sprachgeschichtlich sehr nah verwandt mit dem Begriff „Wert“. Früher aber wurde Würde nur einzelnen Personen zugestanden, auf Grund ihres Standes, ihrer gesellschaftlichen Rolle, ihrer Position, ihres Ansehens. Heute liegt die Würde im Inneren jedes einzelnen, unabhängig von Alter, Aussehen, Nationalität, Bildung, Einkommen, Position. Das zumindest garantiert die Verfassung. Junge Pflanzen nämlich sind empfindlich gegen äußere Einflüsse, natürliche Feinde, die in ihnen ein köstliches Mahl sehen, sind verletzlich, Wind und Wetter ausgesetzt, mit zartem Wurzelwerk nur schwach im Boden verankert, aus dem sie einst gewachsen sind. Sie müssen gegossen, gestützt und geschützt werden, sie benötigen Raum und Licht, um zu wachsen zu einem starken Baum, der Schutz bietet und allen Widrigkeiten trotzt.

WAS BIN ICH WERT

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INTERVIEW PROF. DR. UWE HOSSFELD

MUSS DAS GRUNDGESETZ GEÄNDERT WERDEN?

Die Erfindung eines Begriffs RASSISMUS MACHT RASSEN.

Die

sogenannte

„Jenaer

Friedrich-Schiller-Universität

Erklärung“ Jena

der

erklärte

2019 den Begriff der Rasse für obsolet: Für die Einteilung des Menschen in Rassen gibt es keine biologische Grundlage. Damit sorgten die Jenaer für welt­weit­es Auf­sehen und Re­aktion­en. Der COBURGER hat sich dazu mit Prof. Dr. Uwe Hoßfeld unterhalten, der an der Jenaer Erklärung beteiligt war. Hoßfeld kommt aus Sonneberg und forscht und lehrt seit vielen Jahren am Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort beschäftigte er sich auch viel mit dem Jenaer Professor Ernst Haeckel. Haeckel war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit seiner Klassifizierung von Menschenarten einer der Wegbereiter des Rassismus.

COBURGER: „Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung“ heißt es in der Jenaer Erklärung des Instituts für Zoologie und Evolutionsforschung, an der Sie 2019 beteiligt waren. Es gibt also biologisch keinen Hinweis auf so etwas wie menschliche Rassen? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Wir gehen heute davon aus, dass es keine biologische Grundlage für einen Rassebegriff mehr gibt. Der Rassebegriff ist nichts anderes als ein gedankliches Konstrukt und entbehrt jeder Realität, weshalb wir den Rassebegriff grundsätzlich ablehnen und uns – als Autoren der „Jenaer Erklärung“ – dafür einsetzen, diesen Begriff nicht mehr im Zusammenhang mit Wissenschaft zu benutzen. Die Genforschung hat mit Analysen an altem Skelettmaterial gezeigt, dass zwischen menschlichen „Gruppen“ im Laufe der Zeit ein immerwährender Genaustausch stattgefunden hat. Im menschlichen Erbgut gibt es 3,2 Milliarden Basenpaare – aber bei keinem einzigen Basenpaar gibt es einen einzigen fixierten Unterschied, der zum Beispiel Afrikaner von Nicht-Afrikanern trennt. Es gibt also nicht nur kein einziges Gen, das solche „rassischen“ Unterschiede begründet, sondern noch nicht einmal ein einziges Basenpaar. Damit ist jede Kategorisierung hinfällig. Gruppen, Völker oder Rassen sind beim Menschen nicht existent. COBURGER: Es gibt also zwar viele äußerliche Unterschiede zwischen den Menschen, aber keine unterschiedlichen Gene? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Läuft man durch eine Stadt, bemerkt man unweigerlich, wie vielfältig das Erscheinungsbild der Menschen ist: dick oder dünn, groß oder klein, tätowiert und gepierct oder nicht, behaart oder unbehaart. Einige haben auch eine blasse weiße Hautfarbe, andere hingegen sind dunkel oder hellbraun. Auch die Haarfarbe, der Haartyp, die Lippen, Nase, Ohren und Augen oder die Gesichts- und Schädelform variieren. Zum Teil haben wir uns an diese Unterschiede gewöhnt und benutzen sie, um bekannte, verwandte Menschen wieder zu erkennen. Unterschiedlichkeit ist keine Illusion – die Menschen stellen körperlich eine der variantenreichsten Spezies auf der Erde dar. Dabei ist es scheinbar leicht, zwischen Menschen aus verschiedenen Teilen der Erde Unterschiede am äußeren Erscheinungsbild zu erkennen. Die zugrundeliegenden genetischen Variationen selbst sind aber viel weniger ausgeprägt. Die Wahrnehmung von äußeren Unterschieden kann uns also irrtümlicherweise dazu verleiten, von diesen auf die Herkunft und damit einhergehenden genetischen Unterschieden zu schließen.

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SONDERTHEMA WÜRDE COBURGER: Wie erklären sich unterschiedliche Hautfarben in unterschiedlichen Regionen der Welt?

©A. Günther, FSU Jena

Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Dass man Menschen nach Hautfarbe klassifiziert, macht wenig Sinn, denn stark pigmentierte Menschen gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch in Asien, Australien und Amerika. Nur in Europa gibt es diese scheinbar nicht. Allerdings haben genetische Analysen gezeigt, dass dies vor wenigen Jahrtausenden noch ganz anders war. Die europäischen Ureinwohner, die bis vor 5000 Jahren noch in Mitteleuropa als Jäger und Sammler lebten, besaßen noch nicht die Gene, die heutigen Europäern ihre Hellhäutigkeit verleihen. Diese kamen vor 7000 Jahren erstmals mit den frühen Ackerbauern aus Anatolien nach Europa. Zuvor waren Europäer stärker pigmentiert. Sie haben ihre Pigmentierung erst in den letzten 5000 Jahren wahrscheinlich als direkte Folge der Sesshafthaftigkeit und Ausbreitung des Ackerbaus verloren. Wurde der Vitamin-D-Bedarf bei Jägern und Sammlern hauptsächlich über Fisch und Fleisch gedeckt, so entstand in der Ernährung der frühen Ackerbauern ein Mangel, der durch zunehmendes „Ausbleichen“ kompensiert werden musste. Vitamin D kann der Körper durch UV-Strahlen des Sonnenlichtes bilden. Umso schwächer die Pigmentierung, umso mehr UV-Licht dringt durch die Haut. Die frühen Ackerbauern aus Anatolien mussten also ihre Pigmentierung allmählich verlieren, um sich im dunklen Winter Mittel- und Nordeuropas dauerhaft auszubreiten. Folglich sind die Menschen Skandinaviens am wenigsten pigmentiert. Der Norden Europas ist mit Abstand der nördlichste Punkt auf der Welt, an dem Ackerbau betrieben werden kann. Durch den Golfstrom gibt es dort wesentlich mildere Winter als auf dem gleichen Breitengrad in Sibirien, Alaska oder Kanada, wo in diesen Breiten Permafrost herrscht und die Ureinwohner dieser Regionen meist auch stärker pigmentiert sind, beispielsweise die Inuit, die ihren Vitamin-D-Bedarf durch ihre Nahrung wie Fisch und Fleisch decken.

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INTERVIEW PROF. DR. UWE HOSSFELD

„Dass man Menschen nach Hautfarbe klassifiziert, macht wenig Sinn, denn stark pigmentierte Menschen gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch in Asien, Australien und Amerika. Nur in Europa gibt es diese scheinbar nicht. Allerdings haben genetische Analysen gezeigt, dass dies vor wenigen Jahrtausenden noch ganz anders war.“ COBURGER: Wie entstand der Begriff der Rasse? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Die genaue Herkunft des Wortes „Rasse“ ist bis heute unklar. Im 17. Jahrhundert war es der Franzose François Bernier, der die Bezeichnung erstmals zur Klassifikation von Menschen verwendete. Der Ursprung der eigentlichen anthropologischen Rassenkunde liegt dann im 18. Jahrhundert, als mit Carl von Linné die Klassifikation der natürlichen Ordnung ihren Anfang nahm. Es folgten die vier Rassen von Immanuel Kant, dann legte Johann F. Blumenbach seine Rassengliederung vor, die u.a. auf Hauttönungen beruhte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es dann ein Zoologe aus Jena, Ernst Haeckel, der in seinen Stammbäumen und Übersichten zwölf Menschenarten, nicht Menschenrassen klassifizierte. COBURGER: Wie waren die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft zu Ihrer Jenaer Erklärung? Gab es Anfeindungen, auch persönlicher Art? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Die Rezeption der „Jenaer Erklärung“ löste ein großes sowohl nationales als auch internationales Echo in Funk und Fernsehen, den Printmedien und sozialen Netzwerken aus: Bis zum Oktober 2019 waren schon über 75 Meldungen in sämtlichen großen Medien zu finden, bei Facebook kamen wir schnell auf über 3000 Zugriffe, bei Twitter schnell auf über 10 000. Der nächste Hype war dann im Frühjahr 2020 zu verzeichnen, als die Grünen eine Abschaffung des Begriffes aus dem Grundgesetz forderten und Bundesinstitute sowie wissenschaftliche Gesellschaften den Inhalten der Erklärung folgten. Parallel dazu gab es an Anfeindungen und Beleidigungen – wie eigentlich zu erwarten war – das ganze Spektrum. „Ist Hoßfeld ein Jude?“ oder „Geh zurück nach Afrika zu den Negern, wenn Du von dort kommst …“ waren bei mir noch das Harmloseste. Es ist „ideologisch“ eben schwer zu akzeptieren, dass unsere Vorfahren bis vor kurzem (6-8000 Jahre) alle einmal dunkelhäutig gewesen und zum Beispiel aus Afrika oder Anatolien eingewandert sind. COBURGER: Jetzt sichert das Grundgesetz jedem unabhängig unter anderen von seiner Rasse die unantastbare Würde zu. Muss das Grundgesetz überarbeitet werden? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Aus meiner Sicht ja. Es sollte im Grundgesetz des 21. Jahrhunderts nicht eine Begrifflichkeit stehen, die es real nicht gibt. Mir ist aber auch bewusst, dass eine bloße Streichung des Wortes „Rasse“ aus dem Gesetzestext Rassismus, Intoleranz oder Angst vor dem Fremden nicht verhindert. Es ist aber ein erster Schritt und schafft hoffentlich ein Bewusstsein, dass solche problembehafteten Wörter nicht mehr benutzt werden sollten. Dabei geht es aber eben nicht nur um die sprachpolitische Korrektheit, einen Begriff durch einen anderen zu ersetzen, es geht um eine generelle Korrektur im Denken aufgrund neuer wissenschaftlicher Befunde: Die Anwendung des Begriffes „Rasse“ auf den Menschen ist nicht korrekt. Man spricht heute in der Regel von Menschengruppen und Populationen, nutzt also diese wertfreien Wörter. COBURGER: Sie haben es angesprochen: selbst wenn der Begriff der Rasse obsolet ist, ist das ja nicht das Ende des Rassismus. Liegt nicht schon in der Abgrenzung vom Anderen, vom Fremden, nach einem „Wir“ und „Die“ immer die Gefahr der Überhöhung, Ausgrenzung, Verfolgung Anderer? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Der Haupttenor der Jenaer Erklärung ist, Rassismus macht Rassen, nicht Rassen führen zu Rassismus. Die Idee der Existenz von Menschenrassen war und ist von Anfang an mit einer Bewertung dieser vermeintlichen Rassen verknüpft, ja die Vorstellung der unterschiedlichen

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SONDERTHEMA WÜRDE Wertigkeit von Menschengruppen ging der vermeintlich wissenschaftlichen Beschäftigung voraus. Die vorrangig biologische Begründung von Menschengruppen als Rassen – etwa aufgrund der Hautfarbe, Haarstruktur, Augen- oder Schädelform – hat zur Verfolgung, Versklavung und Ermordung von Abermillionen von Menschen geführt. Ein Kennzeichen heutiger Formen des Rassismus ist die Vermeidung des Begriffes „Rasse“ gerade in rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Milieus. Rassistisches Denken wird mit Begriffen wie Selektion, Reinhaltung oder Ethnopluralismus aufrechterhalten. Bei dem Begriff des Ethnopluralismus handelt es sich aber um nichts weiter als um eine Neuformulierung der Ideen der Apartheid. Auch die Kennzeichnung „des Afrikaners“ als vermeintliche Bedrohung Europas und die Zuordnung bestimmter (biologischer) Eigenschaften stehen in direkter Tradition des abscheulichsten Rassismus vergangener Zeiten. Sorgen wir also dafür, dass nie wieder mit scheinbar biologischen Begründungen Menschen diskriminiert werden und erinnern wir uns und andere daran, dass es der Rassismus ist, der Rassen geschaffen und sich die Zoologie und Anthropologie ja auch unrühmlich an vermeintlich biologischen Begründungen beteiligt hat. Der Nichtgebrauch des Begriffes Rasse sollte heute und zukünftig zur wissenschaftlichen Redlichkeit gehören. COBURGER: Sind die je nach Gesellschaft heutigen sozialen Schichten, Klassengesellschaften, Kasten oder ähnliche „Ordnungen“ nicht auch Rassismus, nur mit anderen Bezeichnungen? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Es zeigt sich bis heute in den aktuellen Diskussionen, dass anscheinend ein merkwürdiges Bedürfnis vorhanden ist, das Konzept der Menschenrassen zu retten, da äußere Unterschiede und genetische Differenzierung doch nun „offensichtlich“ seien. Statisches, typologisches Denken scheint dem Menschen eigen zu sein. Typologie zeichnet sich aber nun gerade durch das Fehlen von Übergängen und von statischen Eigenschaften aus und widerspricht allen Befunden zur Diversität des Menschen. Oder es wird behauptet, bei Tieren spricht man doch auch immer noch von Rassen, also gelte dies auch für den Menschen. Die meisten Hunderassen aber, die wir heute kennen, gibt es erst seit 150 Jahren oder jünger. Ohne das ständige Eingreifen des Menschen durch Zucht würde es gar keine entsprechenden Hunderassen geben. Die meisten Hunderassen wurden von Menschen durch Inzuchtverpaarung gezüchtet, um bestimmte Eigenschaften zu erzeugen. Sie sind auf eine etwas „andere Art und Weise“ auch Konstrukte des menschlichen Geistes. COBURGER: Ganz aktuell ist der Rassismus ja wieder aktueller denn je, bis hinein in staatliche Strukturen. Überrascht Sie das? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Eigentlich nicht. Die politische Großwetterlage zeigt derzeit weltweit, dass ein aufgeklärter, mündiger Bürger Ereignisse viel besser einschätzen und bewerten kann, wenn er dafür auch ausreichend wissenschaftliche Argumente an die Hand bekommt und in Sachfragen geschult ist. Hier sehe ich vor allem auch den Wissenschaftler in der Verantwortung, denn oftmals ist, wie hier am Beispiel der Verwendung des Begriffes Rasse auf den Menschen, die Anwendung nichts anderes als biologisches Nichtwissen. Oder man nutzt geradezu absichtlich falsches biologisches Wissen, um andere Menschen zum Beispiel aufgrund ihrer Hautfarbe oder von anderen Dingen zu diskriminieren. Es gibt alle möglichen Formen von Diskriminierung. Und die Biologie darf niemals mehr eine Grundlage für solche Diskriminierungen sein. COBURGER: Halten Sie eine rassismusfreie Gesellschaft für möglich? Prof. Dr. Uwe Hoßfeld: Diese Vorstellung wäre schön, davon sind wir aber nach wie vor sicherlich noch weit entfernt. Davon träumte auch schon der Haeckel-Schüler Oscar Hertwig in seinen letzten Werken „Zur Abwehr des ethischen, des sozialen, des politischen Darwinismus“ 1918 und „Der Staat als Organismus“1922, wo er sich explizit gegen den zunehmenden Sozialdarwinismus in der Gesellschaft wandte. Später lebten Martin L. King, Mahatma Gandhi oder Nelson Mandela diesen Traum. Die Fragen stellte Wolfram Hegen

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SONDERTHEMA WÜRDE Von Gabi Arnold Fotos: Val Thoermer

Wenn das Rampenlicht verglüht EIN GNADENHOF FÜR PFERDE Haben Tiere eine Würde? Nina Hopf muss bei dieser Frage nicht lange überlegen. „Aber ja, natürlich“, sagt die 25-jährige Schottensteinerin. Nina Hopf hat eine Leidenschaft für Pferde. Aber nicht nur das: Sie hat den „Itzgrundhof“ aus der Taufe gehoben. Dabei handelt es sich um einen Altersruhesitz für Wallache. Die Pferde, die dort stehen, sind zum größten Teil ehemalige Sportpferde, die in die Jahre gekommen sind und nicht mehr gebraucht werden. Der COBURGER war zu Besuch.

Ein leichter Wind weht an diesem Spätsommertag, die Abendsonne steht tief am Himmel und taucht die Koppel in ein goldenes Licht. Abseits, von der Straße nicht einsehbar, stehen unter anderem Graf Gustav, Tornado, Latino, Joey und Banita auf einer Weide am Waldrand. Man muss genau hinschauen, um zu erkennen, dass es sich bei den edlen Tieren um Senioren handelt. Nina Hopf nimmt Pferde auf, die ausrangiert sind, und schlimmstenfalls im Schlachthof gelandet wären. Die Tiere kommen aus ganz Deutschland in den Gnadenhof. Es sind hauptsächlich ehemalige Sportpferde, die dort ihren Endplatz finden. „Die Pferde dürfen sich hier ausruhen, sie werden versorgt und verwöhnt“, sagt die 25-Jährige und tätschelt dabei Latino liebevoll das Fell. Der Rheinländerwallach ist 21 Jahre alt und wurde im Jahr 2016 wegen eines Gelenkschadens im Gnadenhof aufgenommen. Latinos bester Freund ist ein 17 Jahre alter Mischlingswallach namens Joey. Als Joey ebenfalls im Jahr 2016 zu der Herde kam, galt er als austherapiert; er leidet unter einer Ataxie, neurologischen Ausfallerscheinungen, die zu unkontrollierten Bewegungen, einem wankenden Gang oder Gleichgewichtsstörungen bei Pferden führen. In seinem neuen Domizil fühlt sich das weiß-braun-gefleckte Pferd sichtlich wohl, neugierig beschnuppert es die Besucher und versucht in die Taschen zu blicken. Überhaupt begegnen die Pferde den Menschen offen und neugierig, sie haben Vertrauen. Sir Banita, der als zweiter Schützling in den Gnadenhof eingezogen ist, ist der Chef der Herde. 15 Jahre ist der polnische Warmblutwallach alt, verspielt, temperamentvoll und ausgesprochen lieb, sagt Nina. „Jedes Tier hat seine Geschichte, ich könnte viel erzählen.“ Viele ihrer Tiere sind ehemalige Turnierpferde, die früher im Rampenlicht standen, Prämien und Medaillen holten, bis sie nicht mehr

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„Die Pferde kommen kraftlos an, erholen sich, schöpfen Vertrauen und haben wieder Feuer in den Augen. Das ist einfach schön.“

die Leistung bringen konnten, krank und alt wurden. Leider sei der Reitsport zunehmend am Profit orientiert und auf das Wohl der Tiere werde oft keine Rücksicht genommen, sagt die Pferdeliebhaberin. „Ich meine, man sollte das Grundprinzip im Reitsport überdenken, mehr auf die Würde des Tieres achten“, so Nina. Es sei erschreckend, wie viele Pferde mit kaputten Beinen ankommen.

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SONDERTHEMA WÜRDE

Vor acht Jahren, Nina ist 17 Jahre alt und absolviert eine Ausbildung als Tierarzthelferin im Großheirather Gemeindeteil Rossach, fängt alles an. „Da habe ich heimlich, ohne Wissen meiner Eltern, ein Pferd vor dem Schlachter gerettet“, erinnert sich Nina. Allerdings ist das Pferd so krank, dass der Tierarzt es nicht mehr retten kann und es schließlich eingeschläfert werden muss. „Ich war noch Azubi und hatte eine Tierarztrechnung von 1000 Euro.“ Das Geld zahlt sie in Raten ab und nimmt sich vor, nie wieder ein altes oder krankes Pferd aufzunehmen. „Ich wollte nach dieser Enttäuschung ein junges und gesundes Pferd.“ Doch es kommt anders. Nina trifft auf Tornado und es ist Liebe auf den ersten Blick. „Er stand in seiner Box und hat so traurig geschaut, das hat mein Herz erweicht.“ Tornado, heute 23 Jahre alt, war ein Traber, der sein Leben auf der Rennbahn verbracht hatte. Da Pferde soziale Wesen sind, braucht Tornado einen Freund und so kommt Banita ins Spiel. „Irgendwie hat mich der Ehrgeiz gepackt, noch mehr Pferden zu helfen“, sagt sie. Eigentlich sollte bei zehn Pferden Schluss sein, aktuell stehen 14 Pferde verteilt auf zwei Koppeln im Itzgrund.

„Jedes Lebewesen hat eine Würde und sollte auch seinem Wesen nach entsprechend leben können.“

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GNADENHOF FÜR PFERDE

„Die Pferde kommen kraftlos an, erholen sich, schöpfen Vertrauen und haben wieder Feuer in den Augen und das ist einfach schön“, erklärt Nina ihre Motivation. Im Itzgrundhof dürfen die Wallache in einer Herde leben, so wie es ihrer Natur entspricht, bis an das Lebensende. Nina erzählt von Rusty, der 30 Jahre alt wurde und seinen Lebensabend auf dem Gnadenhof verbrachte. „Rusty hat sein Leben gefeiert bis zuletzt.“ Als die Kräfte des Tieres endgültig nachlassen, darf es in der Gesellschaft der anderen Pferde sterben, und zwar in Würde. „Wir haben Rusty liegen lassen, damit die Herde Abschied nehmen konnte“, sagt die 25-Jährige. Rustys bester Freund Figo habe tagelang getrauert und nichts mehr gefressen. Pferde seien sehr soziale Wesen, als Herdentiere bräuchten sie Gesellschaft für artgerechte Haltung und ein würdevolles Leben, sagt Nina. Sabine Salewsky, die auf dem Hof mithilft, pflichtet ihr bei. „Jedes Lebewesen hat eine Würde und sollte auch seinem Wesen nach entsprechend leben können.“ Im Itzgrund stehen die Pferde in der warmen Jahreszeit verteilt auf zwei Weiden, einen Unterstand finden sie im angrenzenden Wald. Der Unterhalt verschlingt eine Menge Geld, der Itzgrundhof wird rein privat betrieben, Spenden sind deshalb willkommen, auch Patenschaften für Tiere können übernommen werden. Vor allem aber sucht Nina Hopf nach Unterstellmöglichkeiten, also Stallungen, für ihre Pferde im Winter. „Ich will mehr Pferden die Chance auf ein besseres Leben geben“, sagt sie. Der Gnadenhof ist für die Tierarzthelferin weit mehr als ein Hobby, er ist ihre Leidenschaft. Liebe und Vertrauen seien der Dank für ihr Engagement. Unterdessen kommt Latino und schmiegt seine Schnauze sanft an seine Besitzerin.

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New Work

WIE SICH UNTERNEHMEN MIT NEUEN ARBEITSWEISEN

FÜR DIE ZUKUNFT RÜSTEN

„New Work“ beschreibt als Sammelbegriff alle in die Zukunft gerichteten und sinnstiftenden Arbeitsweisen, die Arbeitnehmern ein Höchstmaß an Freiheit und Arbeitgebern eine bessere Bindung zum eigenen Team garantieren. Der Grund, warum sich Unternehmen überhaupt mit diesem Thema beschäftigen, liegt tief in der wirtschaftlichen und arbeitskulturellen Entwicklung begründet, die vor allem in den letzten Jahren rasant vorangeschritten ist: Hochinnovative Technologien, Digitalisierung, Globalisierung und die gravierende Veränderung der industriellen Produktion haben zum einen dazu geführt, dass bestimmte Berufe überflüssig werden, zum anderen wächst bei Arbeitnehmern der Wunsch nach Sinnstiftung (Neudeutsch: Purpose) und persönlicher Entfaltung. So landen Unternehmen mit ihren Mitarbeitern irgendwann bei der Frage: Warum machen wir eigentlich das, was wir machen, und welchen Beitrag leisten wir damit?

Alte Arbeitswelt vs. New Work Das Prinzip der neuen Arbeitswelt geht auf den Philosophen Prof. Dr. ­Frithjof Bergmann zurück, der bereits in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erste Thesen zu einem bevorstehenden Wandel innerhalb der arbeitenden Masse aufstellte. „New Work“ ist also nichts Neues – dennoch zieht es in 2020 weitere Kreise als noch vor 20 Jahren. Konservative Arbeitsmodelle für Arbeitsort, Arbeitszeit und Aufgabe schwinden deutlich: Heute wird vermehrt aus dem Homeoffice heraus gearbeitet, unabhängig von festgeschriebenen Zeiten, die zu erledigenden Aufgaben wechseln und fordern Flexibilität seitens derer, die sie ausführen. Die Konsequenz: Der klassische „Nine-to-five-Job“ verliert an Bedeutung, ebenso strikte Hierarchien, Strukturen und Planungen. Dadurch eröffnet sich ein Umfeld, das von flexiblem und projektbasiertem Arbeiten geprägt ist, den zwanglosen und transparenten Austausch von Informationen fördert, die Innovationskraft des Unternehmens stärkt und ein starkes Band zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer spannt. Zeitgleich fördert es aber auch Herausforderungen zutage, die nur mit Engagement, Durchhaltevermögen und einem ausgeprägten Teamgeist aller Beteiligten zu bewerkstelligen sind: Wo Innovationen Einzug erhalten, da gibt es Wandel, und damit auch Unruhe. Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen Job und Freizeit, und die Selbstverantwortung des Einzelnen steigt aufgrund immer flacher werdender (oder sogar wegfallender) Hierarchiegefüge und Führungsstrukturen.

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NEW WORK

Neue Arbeitswelten und damit verbundene Veränderungen Eine neue Arbeitswelt im Unternehmen zu schaffen ist eine Frage der Haltung, aber auch ein andauernder Prozess, der immer wieder aufs Neue hinterfragt und gepflegt werden will. Es geht um ein modernes Verständnis von Führung, welche mehr von Wertschätzung als von strikten Ansagen geprägt ist. Es geht darüber hinaus um das Wahrnehmen von Mitarbeiterinteressen und um das Entdecken und Fördern individueller Talente, damit der Unternehmenserfolg – der immer nur als Team geschaffen werden kann – nachhaltig und langfristig ist. Wird New Work wirklich gelebt, entsteht ein Umfeld, das Mitarbeitern gute Gefühle vermittelt, Raum für Kreativität, Erholung und Gesundheit schafft, und die Sinnfrage („Warum gehe ich morgens eigentlich zur Arbeit?“) beantwortet.

NEW WORK ARBEITGEBERSIEGEL für höchste Arbeitsstandards Die NEW WORK SE (vormals XING SE) hat mit der renommierten Handelshochschule Leipzig (HHL) Bewertungskriterien sowie ein dazugehöriges Siegel entwickelt, das dieses Jahr zum ersten Mal an Unternehmen vergeben wurde, die die organisatorischen, technischen und kulturellen Voraussetzung für ein New-Work-Arbeitsumfeld erfüllen. Berücksichtigt werden beim Qualifizierungsprozess die individuelle Weiterentwicklung, Transparenz und Wertschätzung, Führungsverhalten und Organisation sowie die Haltung im Unternehmen. In die Analyse fließen sowohl die Perspektive des Arbeitgebers (anhand eines Fragebogens) sowie die Perspektive der Arbeitnehmer anhand einer Datenerhebung ein. „Das NEW WORK ARBEITGEBERSIEGEL belohnt Unternehmen für ihre unterschiedlichen Ansätze, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der sich Menschen selbst verwirklichen und ihre Potenziale entfalten können. Es soll das geleistete Engagement von Unternehmen würdigen und sie dabei unterstützen, dieses auch zu zeigen“, so Kristina von Domarus, Director Partnerships bei der NEW WORK SE.

Agentur Markatus aus Rödental mit dem NEW WORK ARBEITGEBERSIEGEL ausgezeichnet Die auf Marketing, Strategie und digitale Lösungen spezialisierte Agentur Markatus mit Sitz in Rödental wurde im August 2020 mit dem NEW WORK ARBEITGEBERSIEGEL ausgezeichnet. In den Büroräumen auf dem geschichtsträchtigen Areal der ehemaligen Goebel-Fabrik wird New Work wirklich gelebt: ein modernes Bürokonzept, neueste Technologien, Angebote für Entspannung, zum gemeinsamen Essen und kreativen Arbeiten. Björn Hieber, Geschäftsführer von Markatus, ist stolz auf sein Unternehmen und seine Mitarbeiter: „Die Arbeitswelt befindet sich in einem strukturellen Wandel – ein mitarbeiterorientiertes Arbeitsumfeld ist eine positive Art, dieser Veränderung zu begegnen. Das Siegel ist deshalb nicht nur eine Auszeichnung für uns als Team, sondern auch ein positives Signal an potenzielle Bewerber.“

Weitere Informationen unter www.markatus.de

„Kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen gibt unseren Mitarbeitern Raum zur Entfaltung.“ Björn Hieber

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Advertorial

Immer der richtige Stil: Mode von ROBERTO BAUER.


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Den eigenen Stil finden INTERVIEW MIT ROBERTO BAUER

Kleider machen Leute, heißt ein geflügeltes Wort, zurückgehend auf eine Novelle aus dem 19. Jahrhundert, in der es ein armer Schneidergeselle dank seiner guten Kleidung am Ende zu wirklichem Ansehen und Wohlstand bringt. War die Kleidung also früher Ausdruck eines gesellschaftlichen Status, der Würde einer Person, so hat sie seither, vor allem seit Mitte der 20. Jahrhunderts, einen Bedeutungswandel erfahren: Heute ist Kleidung Ausdruck der eigenen Individualität. Einer, der viele Kunden aus der Region und aus ganz Deutschland in diesem Sinn begleitet und bekleidet, ist Roberto Bauer. Wir haben uns mit ihm über Kleidung als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit unterhalten.

COBURGER: Kleider machen Leute, heißt es landläufig. Ist das heute immer noch so, wenn Kleidung doch weniger Ausdruck der gesellschaftlichen Position als vielmehr der eigenen Individualität ist? Roberto Bauer: 90% des Körpers sind mit Kleidung bedeckt. Die Kleidung bestimmt damit zu weiten Teilen den Gesamteindruck eines Menschen. Kleidung ist also nonverbale Sprache, mit der man sein Ich zum Ausdruck bringt. Es gibt Studien, die bestätigen, dass für den Erfolg eines Vortragenden der äußere Eindruck auf die Zuhörer wichtiger ist als das, was er sagt. Mode ist damit zwar nicht das Wichtigste an einem Menschen. Aber sie ist sehr wichtig, um sein eigenes Ich, seine Persönlichkeit auszudrücken. Und damit machen Kleider auch heute Leute, wenn auch in einem anderen Sinn. COBURGER: Darf dann heute jeder alles tragen? Roberto Bauer: Früher hat man mit Kleidung signalisiert, zu welchem Stand man gehört. Das heißt, früher gab es eigentlich nur eine Mode mit einfachen Regeln

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und wenig Variationsmöglichkeiten. Das ist heute ganz anders, heute gibt es viele Moden, mit der jeder seine Individualität ausdrücken kann. Wichtig ist aber vor allem der Stil. Moden nämlich sind vergänglich, Stil aber nie. Und jeder hat seinen eigenen individuellen Stil. Bei diesem geht es immer um Glaubwürdigkeit. Der Stil muss zu einem passen, man muss sich in seiner Kleidung wohlfühlen, dann strahlt man auch Selbstsicherheit aus. COBURGER: Wie findet man denn seinen eigenen Stil? Roberto Bauer: Das ist unsere Aufgabe seit nun 35 Jahren, Kunden auf diesem Weg zu begleiten. Dazu beschäftigen wir uns natürlich sehr intensiv mit unseren Kunden, wir interessieren uns für sie, für ihre Persönlichkeit, lassen uns auf sie ein. Erst dann können wir Vorschläge machen, welcher Stil für sie geeignet sein könnte. Oft sind auf diese Weise langjährige Beziehungen entstanden. Am Ende ist es immer entscheidend, sich in seiner Kleidung wohlzufühlen und damit glaubwürdig zu sein.

SÄULEN DER PHILOSOPHIE … von Roberto Bauer Herrenmoden sind Kompetenz, Qualität, Kreativität und Innovation. In Zeiten großer Veränderungen zählen vor allem Verlässlichkeit und Qualität. Als Familienunternehmen leben Roberto Bauer und sein Team diese Werte seit 35 Jahren. ROB steht für hochwertige Verarbeitung und viel Liebe zum Detail, für handwerkliches Können und nachhaltige Materialien. Daraus entstehen begehrenswerte Produkte. Lieblingsteile.

Bamberger Straße 2 96215 Lichtenfels Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00 Uhr – 19.00 Uhr Samstag: 10.00 Uhr – 15.00 Uhr oder nach Vereinbarung Kontakt: Telefon 09571 42 55 info@robertobauer.de www.robertobauer.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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Die Welt ein bisschen besser machen

Thomas Bittorf, Luitgard und Heribert Trunk, Max Beyersdorf, Ralf Faass

GOVERNOR BEGEISTERT VON PROJEKTEN DES COBURGER ROTARY CLUBS An die 3000 Coburger Schüler bei drei Vorträgen im Kongresshaus Rosengarten, hunderte Teilnehmer bei einer Fahrradtour von Coburg nach Gotha zugunsten an Parkinson erkrankter Menschen oder auch ganz aktuell die Unterstützung des innovativen Wohnprojekts „Neues Wohnen Coburg“ für Menschen mit Behinderung: Der Governor im Distrikt 1950 von Rotary International, Heribert Trunk, zuständig für 68 Rotary Clubs von Thüringen bis nach Franken, zeigte sich bei seinem Besuch des Rotary Club Coburg mehr als angetan. „Rotarys höchster Zweck ist Dienst an der Allgemeinheit, nie war er wichtiger als heute“. Dieses Zitat des Rotary-Gründers Paul Harris aus dem Jahre 1917 sei aktueller denn je. „Daher bin ich sehr stolz darauf, dass wie hier in Coburg so viel geleistet wird.“

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Davon konnte er sich live überzeugen. Der heimliche Star bei seinem Besuch beim aktuellen Präsidenten des Rotary Clubs Coburg, Max Beyersdorf, Geschäftsführer der Otto Hauch Bauunternehmung, war nämlich kein Unternehmer, kein Politiker, keiner, der im Rampenlicht steht, sondern Paula Bergner. Paula sitzt im Rollstuhl, ist körperlich und geistig behindert und hat Pflegegrad 5, die höchste Pflegestufe. Paula aber lebt nicht in einem Pflegeheim, sondern zuhause bei ihren Eltern. „Nur so können wir dafür sorgen, dass sie am Leben teilnehmen kann“, erzählte ihr Vater Michael Bergner. „Kinder wie Paula haben Energie, die wollen etwas in ihrem Leben machen, das muss man ihnen ermöglichen.“ Stadtbesuche, Eisessen, HSC-Besuche, Fahrradfahren, Schwimmbad – die Bergners machen alles möglich, 7 Tage lang 24 Stunden täglich. Sein größter Wunsch: Dass sie würdevoll betreut wird, auch wenn seine Frau und er das nicht mehr leisten können, weil ihre Kräfte nachlassen – oder weil sie irgendwann mal nicht mehr

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Advertorial

ROTARY CLUB da sind. Damit sind die Bergners nicht alleine. „Wir kennen Eltern Mitte 80, da ist der behinderte Sohn Ende 50.“ Also haben die Bergners gemeinsam mit anderen Eltern den Verein „Neues Wohnen Coburg“ gegründet. „Wir wollen eine Wohnform für Behinderte schaffen, in denen es nicht nur um „satt und sauber“ geht, sondern um Teilhabe.“ Die Eltern des Vereines haben alle eines gemeinsam, sie haben ein behindertes Kind und ein ganz besonderes Wohnprojekt vor Augen. 24 Einzelapartments mit eigenem Bad und Küchenzeile, aufgeteilt in vier Wohngruppen mit je sechs Bewohnern im Rahmen des ambulant betreuten Wohnens für Menschen mit Behinderung. Bis Ende 2021 sollen sie auf der Bertelsdorfer Höhe in Coburg entstehen. Doch weil die öffentlichen Fördermöglichkeiten sich oft im rein notwendigen erschöpfen, freut man sich jetzt über die Unterstützung durch den Rotary Club Coburg. „Wir sind froh, weil dadurch Menschen am Rand der Gesellschaft in besonderer Weise unterstützt werden können, um ihnen Teilhabe am Leben zu ermöglichen.“ Genau um solche Themen gehe es den Rotariern, so Heribert Trunk, selbst Vater von fünf Kindern. „Wir wollen Halt geben, helfen, Gutes tun, direkt vor Ort“, es sei „urrotarisch“, wenn Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen sich zusammentun, um etwas zu leisten, was der Staat nicht leisten kann. „Wir wollen die Welt jeden Tag ein bisschen bessermachen.“ Dazu gehöre auch das Programm „Boost the Youth“ der Coburger Rotarier. Den Initiatoren Thomas Bittorf und Max Beyersdorf geht es dabei um junge Menschen aus Coburg, um Schüler, die auf der Schwelle stehen vom Jugendlichen zum Erwachsenen, Schüler im Alter von 16, 17 Jahren. „Wir wollen die Jugendlichen voranbringen, ihnen etwas an die Hand geben, was ihnen für ihren weiteren Lebensweg einen Schub geben kann“, so Thomas Bittorf

rückblickend auf drei Vorträge, die im Kongresshaus Rosengarten stattgefunden haben – Vorträge mit international renommierten Gästen rund um das Thema Persönlichkeitsentwicklung. Erster Gast vor vollem Haus war der ManagementTrainer Manfred Winterheller. Man müsse hart an seinen Träumen arbeiten, dann könne man vieles erreichen, so der Gastredner, der damit vielen Schülern einen wertvollen Impuls gab, wie zahlreiche persönliche Gespräche von ihm mit Schülern in den Vortragspausen zeigten. Im zweiten Jahr verblüffte Gedächtnistrainer Markus Hofmann mit den unglaublichen Fähigkeiten des eigenen Geistes. Am Ende des 4-stündigen Vortrags waren die Schüler in der Lage, 200 Begriffe in der richtigen Reihenfolge zu nennen. Eine Methodik, die für den weiteren Lebensweg neue Möglichkeiten eröffnet. Und im Jahr 2019 begeisterte die junge frühere Astronautentrainerin und jetzige Motivationstrainerin Laura Winterling das junge Publikum. Immer an sich arbeiten, besser werden, immer nach vorne denken, so ihre Philosophie. Für nächstes Jahr plant der Rotary-Club Coburg den Besuch von Philipp Maderthaner, kündigte Thomas Bittorf an. Er gilt als der Mann, der Sebastian Kurz zum österreichischen Kanzler gemacht hat. Aus der Politik hat er sich mittlerweile verabschiedet, heute führt er zwei Unternehmen, darunter ein Kampagnenbüro, hat zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. „Auch er wird darüber reden, wie man als Mensch seinen eigenen Weg finden und dadurch das Beste für die Gesellschaft tun kann“, so Bittorf. Das ist genau der Ansatz der Rotarier, bedankte sich Heribert Trunk bei den Coburgern, allen voran Präsident Max Beyersdorf, für ihre Engagement: “Wenn es Rotary nicht gäbe, müsste eine genau solche Initiativgemeinschaft erfunden werden. Wir wollen damit der Gesellschaft einfach etwas zurückgeben.“

Paula Bergner und ihr Vater Michael Bergner (1. und 2. von links) vom Projekt „Neues Wohnen Coburg“ zu Gast bei den Rotariern AUSGABE 41 / OKTOBER 2020

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Stunden des BESTATTUNGSINSTITUT M. BREHM

… sind mit Trauer und Schmerz verbunden. Hilfe finden die Hinterbliebenen im Bestattungsinstitut M. Brehm in Coburg. Das Institut ist das einzige im Stadt- und Landkreis Coburg mit einer privat geführten Trauerhalle, Kaffeezimmern, Verabschiedungsräumen und einer Ausstellung mit einer großen Auswahl an Särgen und Urnen.

„Es freut mich, wenn die Angehörigen bei allem Schmerz mit einem Lächeln gehen.“ Jochen Gleißner, geprüfter Bestatter

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Im Bestattungsinstitut M. Brehm werden alle Angelegenheiten rund um den Trauerfall und die Bestattung aus einer Hand abgewickelt. Dazu gehören u. a. die Erledigung aller notwendigen Formalitäten mit Ämtern und Behörden, die Organisation der Trauerfeier wie beispielsweise Terminvereinbarungen mit Pfarr- und Friedhofsämtern, Bestellung des Blumenschmucks, Gestaltung von Trauerdrucken sowie die musikalische Ausgestaltung.

Im „Haus des Abschieds“ kann die Zeremonie individuell gestaltet werden – und das liegt Inhaber Jochen Gleißner am Herzen. „Eine Trauerfeier ist etwas sehr Persönliches. Wir möchten den Menschen in dieser besonderen Lage helfen, sie unterstützen und ihnen einen Abschied von ihren Lieben nach ihren Wünschen ermöglichen“, sagt Jochen Gleißner. Ganz gleich ob die Abschiedsrede von einem Pfarrer, einem Trauerredner oder einem Familienangehörigen gehalten werden soll – alle Wünsche werden berücksichtigt. Beispielsweise können Erinnerungen an den Verstorbenen über eine Power-Point-Präsentation laufen, die Dekorationen auf das Leben des Verstorbenen abgestimmt werden, Solisten spielen oder Chöre singen, oder das Lieblingslied wird von CD abgespielt – auch bei der musikalischen Ausgestaltung bleiben keine Wünsche offen. Im Anschluss steht

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ABSCHIED

Abschieds den Trauergästen auf Wunsch ein Kaffeeraum zur Verfügung, so kann der Abschied in Ruhe und ohne Zeitdruck ausklingen.

Das Bestattungsinstitut M. Brehm bietet auf Wunsch der Angehörigen auch ein besonderes Andenken an den Verstorbenen an. So kann von einem Fingerabdruck ein Schmuckstück aus Silber oder Weißgold angefertigt werden, um die Erinnerung an den geliebten Menschen wachzuhalten. Wenn Sie bereits zu Lebzeiten alles rund um ihren eigenen Abschied planen möchten, gibt es im Bestattungsinstitut M. Brehm die Möglichkeit in einer Bestattungsvorsorge alle Rahmenbedingungen festzuhalten. Dies entlastet Ihre Angehörigen und sie haben den Kopf frei, für das was wirklich wichtig ist und ohnehin alle Gedanken überlagert: die Trauer.

Jochen Gleißner … … geprüfter Bestatter, 36 Jahre alt, aus Untersiemau/Scherneck. Er ist Vater zweier Kinder im Alter von sechs und drei Jahren. Das Bestattungs­ institut M. Brehm hat er, nach lang­ jähriger Mitarbeit im Institut, im Jahr 2018 vom Firmengründer Manfred Brehm übernommen und führt es nun gemeinsam mit seiner Frau Stefanie in dessen Sinne weiter. Im Jahr 2012 suchte Manfred Brehm nach geeigneten Räumen für das „Haus des Abschieds“ und fand diese am Vorderen Floßanger 13 in Coburg.

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Trauerfall:

Kontakt:

Sollte ein Trauerfall eintreten, dann ist das Bestattungsinstitut M. Brehm rund um die Uhr für Sie erreichbar.

Bestattungsinstitut M. Brehm Vorderer Floßanger 13, 96450 Coburg | Telefon: 09561 – 20 04 10 Heldburger Straße 16, 96476 Bad Rodach | Telefon: 09564 – 80 91 11 Bahnhofstraße 20, 96484 Meeder | Telefon: 09566 – 80 81 36 www.bestattung-brehm.de

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Bestattungstradition seit fast 50 Jahren. Es ist egal, zu welchem Zeitpunkt man einen Menschen verliert, es ist immer zu früh und es tut immer weh. Wir sind für Sie da, wenn Sie unsere Hilfe brauchen. persönlich - begleitend - einzigartig

______________________________________________________ Nutzen Sie auch den Vorteil einer kostenfreien Bestattungsvorsorge. Fordern Sie ganz unverbindlich unser Infomaterial an oder vereinbaren einen Beratungstermin. Mit einer Bestattungsvorsorge entlasten Sie Ihre Angehörigen und legen Ihre eigenen Wünsche fest.

Telefon 09563/6107

Kronacher Str. 10, 96472 Rödental - E-Mail: bestattungsinstitut-mayer@web.de

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ZAHLEN & FAKTEN Würdelos: Auszüge aus dem Amnesty International Report 2018 2017 wurden laut der Organisation Frontline Defenders weltweit 312 Menschen getötet, die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzten. 2017 lebten etwa 2,6 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan in mehr als 70 Ländern. Etwa 95 Prozent von ihnen hielten sich in den beiden Nachbarländern Iran und Pakistan auf.

Zahlen & Fakten Anzahl der anhängigen Verfahren am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach beklagten Ländern Russland

13600

In der Demokratischen Republik Kongo flüchtete 2017 rund eine halbe Million Menschen vor der Gewalt von bewaffneten Gruppen und der Regierung in die Nachbarländer, rund 4,5 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben. Mehr als drei Millionen Menschen aus dem Irak waren 2017 innerhalb des Landes auf der Flucht und suchten in Lagern für Binnenvertriebene oder informellen Siedlungen Schutz. In Kolumbien wurden laut Angaben des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte im Laufe des Jahres 2017 mindestens 105 Menschenrechtsverteidiger getötet. Mehr als 640.000 Menschen flohen im Jahr 2017 aus dem Südsudan. Damit stieg die Zahl südsudanesischer Flüchtlinge auf mehr als zwei Millionen Menschen. In der Türkei sitzen mehr als 100 Journalisten in Haft, mehr als 180 Medienhäuser wurden seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 geschlossen. 2017 wurden in acht US-Bundesstaaten insgesamt 23 Männer hingerichtet und insgesamt mindestens 39 Todesurteile verhängt. Ende 2017 waren in den USA etwa 2.800 Personen zum Tode verurteilt.

9900

Türkei

Befürwortung der Todesstrafe in Deutschland in Prozent

9150

Ukraine 8100

Rumänien 3300

Italien

Bosnien und Herzegowina

1650

Armenien

1600

53%

50% 40% 30%

2000

Aserbaidschan

60%

Für die Todesstrafe Gegen die Todesstrafe

20%

23%

10%

Polen

1300

Serbien

1250

Quelle: Instituts für Demoskopie Allensbach

Würde in 167 Wörtern

Übrige 37 Staaten

Würde (lateinisch dignitas) bezeichnet zumeist einen moralischen oder allgemein in einer Werthierarchie hohen Rang bzw. eine Vorrangstellung von Personen, die Achtung gebietet. Traditionell wird Würde Institutionen ebenso wie Personen zugesprochen, auch Funktionen (Ämter) oder ein bestimmter sozialer Status oder Stand konnten Träger gewisser Würde sein. Dem Grad der Würde entsprechen dabei verschieden abgestufte Erwartungen an das Verhalten der Träger der Würde sowie an den Respekt, der ihnen entgegenzubringen sei.

8050

Inwieweit stimmen Sie folgenden Aussagen zum Grundgesetz zu oder nicht zu? Stimme voll und ganz zu

Stimme eher nicht zu

Stimme eher zu

Stimme gar nicht zu

53% 41%

33%

38%

37% 24%

6%

8%

2%

Das Grundgesetz ist eine der größten Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland

Vom Jahr 1950 bis zum Jahr 2000

4%

Das Grundgesetz hat sich in den letzten 70 Jahren im Hinblick auf den Schutz der Grundrechte bewährt

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20%

12%

Ich mache mir sorgen, dass verfassungsfeindliche Kräfte in Deutschland eines Tages die Oberhand gewinnen können

Mit dem Begriff der Menschenwürde wird diese Vorstellung ausgeweitet und an eine besondere Bestimmung des Daseins geknüpft, die jeden Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheiden soll. In jüngerer Literatur wird auch von einer Würde von Tieren oder der Natur gesprochen, die der Menschenwürde gleichgestellt sein oder diese sogar mit umfassen soll. Im modernen Gebrauch wird die auf Intrinsischen Eigenschaften beruhende Würde als „innere Ehre“ von der (äußeren) Ehre unterschieden. Von der Vorstellung der Würde selbst ist ihre Anerkennung in Form von Prestige zu unterscheiden. Die Verleihung oder Zuschreibung von Würde als Tätigkeit, wird als Würdigen oder Würdigung bezeichnet. C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Alexander Schmidtke, Hauptgeschäftsführer des REGIOMED Klinikverbundes mit circa 5.500 Mitarbeitern in Oberfranken und Südthüringen. Von der Thieme Verlagsgruppe wurde er zum Manager des Jahres 2018 gekürt. Seit über 20 Jahren ist Schmidtke in leitender Position in kommunalen Gesundheitseinrichtungen tätig.

Sind Sie ein Macher? Ich denke, das kann man durchaus behaupten, da ich persönlich mit meinem Führungsstil eine positive Zukunft gestalten möchte. Warum? Verantwortung zu übernehmen, Dinge in die Hand nehmen, auch mal kontrovers zu diskutieren und darauf Entscheidungen zu treffen: Diese Aspekte prägen meine Arbeit seit jeher. Und genau jetzt, in dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage bei REGIOMED sowie der Coronakrise, will und muss ich hier überzeugende Arbeit leisten, um mit dem Gesundheitsverbund wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Man darf beim „Machen“ aber nie die menschlichen Charakterzüge vergessen, die mir mit zunehmender Berufserfahrung und Reife immer wichtiger geworden sind – das sind Eigenschaften wie Zuhören, Wertschätzung, Ängste und Sorgen ernst nehmen, Sinnstiftung und Meinungen der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse integrieren. Trotzdem bleibt, dass man als Hauptgeschäftsführer die zentrale Aufgabe besitzt, den REGIOMED Konzern zukunftsfähig zu machen. Hierzu gehören leider auch oftmals harte und unpopuläre Entscheidungen. Ich habe aber gelernt meine Rolle als Mensch, Familienvater und Manager strikt zu trennen – ansonsten könnte man den Job nicht ausführen. Was macht das Machen aus? Mein Wechsel zu REGIOMED spiegelt das ganz gut wieder: Ich war zuvor lange Zeit als Vorstandsvorsitzender am Klinikum in Augsburg tätig, das wir sogar in eine Universitätsklinik umstrukturiert haben. Ich habe aber spürbar den Drang dazu entwickelt, eine neue Herausforderung in meiner Heimatregion anzugehen. Dass diese natürlich so immens sein würde, hatte ich zum Zeitpunkt meines Wechsels so nicht erwartet. Da „Machen“ nur im Team funktioniert, haben wir das Vertrauen des politischen Umfelds unseres kommunalen Verbundes zunächst schnellstmöglich zurückgewinnen müssen. Durch viele

gemeinsame Gespräche und darauffolgende Taten im Unternehmen gehen wir derzeit in die richtige Richtung. Das „Machen“ wird aber nicht stoppen! Jedoch nochmals: REGIOMED ist keine One-Man-Show – das können wir nur gemeinsam mit allen Beteiligten schaffen. Wie ging es los mit dem Machen? Mein beruflicher Werdegang startete ursprünglich in der Pflege. Ich hatte gut sieben Jahre lang bis 1998 die Betriebsleitung und die Leitung des Pflegedienstes im Bezirksklinikum Obermain inne. Mein Studium der Wirtschaftswissenschaften startete ich zeitgleich 1997 und wechselte zudem als Direktor und Vorstand in das Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg. Im Jahr 2003 übernahm ich am St. Vinzenz Krankenhaus in Fulda die Geschäftsführung und blieb dort gut sieben Jahre. Danach agierte ich fast zehn Jahre als Vorstandsvorsitzender im Universitätsklinikum Augsburg, ehe ich im Juni 2019 als Hauptgeschäftsführer von REGIOMED ernannt wurde. Fast 30 Jahre führe und gestalte ich nun also in Top-Management-Positionen im Gesundheitswesen und gehe genauso engagiert in die kommenden Jahre. Ist die Region ein guter Standort für Macher? Die Frage kann ich nur bejahen. Die gesamte Region Oberfranken zusammen mit Südthüringen birgt tolle Möglichkeiten zur Entwicklung und zum Machen – sei es beruflich oder auch privat in der Freizeit. Durch die gute Infrastruktur sind wir in der Lage, Wege schnell zurückzulegen. Auch die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu Großstädten erschwinglich. Und zudem haben wir vor der Haustüre die landschaftliche Umgebung, um zur Ruhe zu kommen und einen Ausgleich zu finden. Des Weiteren ist das kulturelle Angebot breit aufgestellt, sodass die Region und das Oberzentrum Coburg auch bundesweit um Arbeitskräfte werben können. Meiner Meinung nach sind alle Perspektiven gegeben, um von einer „Macher“-Region zu sprechen.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

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SCHLOSS HOHENSTEIN

Die Leichtigkeit des Seins

Von Wolfram Hegen Fotos Val Thoermer

FRÄNKISCH-ÖSTERREICHISCHER CHARME AUF SCHLOSS HOHENSTEIN

Handwerker räumen und malern, ein Spaziergänger spitzt in den Innenhof, in der Küche klappert es, der siebenmonatige Ferdinand ist müde und wird von der helfenden Verwandtschaft ins Bett gebracht: Leben kehrt wieder ein in den alten Gemäuern von Schloss Hohenstein, und mittendrin nehmen Andreas und Alexandra Rehberger an einem improvisierten Tisch Platz für unser Gespräch Mitte September, wenige Wochen vor der Wiedereröffnung vom Restaurant und Hotel auf Schloss Hohenstein, das die beiden übernommen haben. Quirlig, unkompliziert und so gar nicht abgehoben, wie man es von einem Schlossherren und seiner Schlossdame auf derart altehrwürdigem Terrain mit ihren eindrucksvollen kulinarischen Vorgeschichten erwarten könnte, zeigen sich die beiden Österreicher, das ist wohl die gewisse sympathische „Leichtigkeit“, die sie ausstrahlen wollen, ein Teil ihrer Philosophie für das neue alte Schlosshotel Hohenstein.

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Beide lieben das Landleben, beide kommen aus Oberösterreich, beide gehen schon in jungen Jahren in die Gastronomie, lange bevor sie sich kennenlernen. Andreas Rehberger, der schon die „Küche mit viel Herz“ seiner Mama liebt und deswegen Koch werden möchte, steht schon von jungen Jahren an in führenden Küchen Europas: Er steigt kulinarisch ein bei Starkoch Heinz Winkler, wechselt dann ins Elsass zu Jean-Georges Klein und hat sich zuletzt zum Küchenchef bei Sternekoch Paco Peréz im Berliner Luxushotel SO/Berlin Das Stue hochgearbeitet, drei Köche, drei Lehrmeister, drei Vorbilder, wie er sagt. Auch Alexandras Lebensweg führt durch halb Europa. Die Restaurantfachfrau und Sommeliere arbeitet in Wien, St. Moritz, Spanien. Sie managed ein Restaurant von Paco Perenz in Berlin und wechselt dann vor fünf Jahren in den Weinhandel. Die auf höchstem Niveau ausgebildete Sommeliere hat auf ihrem Weg Winzer und Weingüter in ganz Europa kennengelernt. „Sie weiß einfach, was schmeckt“, sagen Kollegen. Österreichische Weine, fränkische, spanische, französische, aber auch Geheimtipps aus Ungarn, Bulgarien oder Slowenien. „Auf Schloss Hohenstein wird es nur Wein geben, die wir kennen und selbst gerne trinken.“ Und natürlich fränkisches Bier. Irgendwann kreuzen sich in einem Restaurant bei Wien die Lebenswege der Beiden, irgendwann entsteht der Wunsch, in die Selbständigkeit zu wechseln, „das ist jetzt der richtige Schritt, haben wir gespürt.“ Zwei Jahre suchen sie nach besonderen Objekten, nach Häusern mit Charme und Geschichte, irgendwo auf dem Land, auch wegen ihres Sohnes, den sie lieber in einer grünen Idylle als in Berliner Häuserschluchten aufwachsen sehen wollen. Sie bekommen viele Angebote, ihr guter Ruf hat sich längst in der Branche herumgesprochen. Dann hören sie, dass auch das Schlosshotel Hohenstein in Ahorn bei Coburg neue Pächter sucht, „wir haben auf google maps erst einmal geschaut, wo das überhaupt ist“, lacht sie.

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SCHLOSS HOHENSTEIN

„Die Menschen sollen mit und bei uns eine gute Zeit haben, sich wohlfühlen bei gutem Essen und Trinken in einer lockeren entspannten Atmosphäre.“

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NEUER CHARME Sie machen sich auf den Weg nach Coburg, in Richtung Süden, „das war uns eh ganz sympathisch, weil wir da auch näher an unserer Heimat sind“ und stehen dann vor Schloss Hohenstein. „Das hat uns gleich gefallen“, sagen beide, auch die ganze Region, grün, gepflegt, hügelige Kulturlandschaften, dazu Coburg, eine gepflegte, schöne Kleinstadt, „schnuckelig“, aber eben auch mit einer guten Infrastruktur, mit vielen großen Unternehmen, mit Touristen, die die Region besuchen, wichtig, um sich hier als gehobene Gastronomie eine eigene Existenz aufzubauen. „Alles in allem eine tolle Gegend“.

Im Sommer ziehen sie aus der Metropole an der Spree in die ländliche Idylle des Coburger Landes, „wir kommen vom Land, haben oft auf dem Land gelebt, jetzt sind wir wieder auf dem Land“, freuen sich auf die Zukunft und kommen schnell in Kontakt. Viele Einheimische gehen im Schlossgarten spazieren, „freuen sich, dass sich hier auf Schloss Hohenstein wieder etwas tut.“ Der siebenmonatige Leopold geht in Ahorn in den Kindergarten, die Rehbergers wohnen im Pförtnerhaus direkt neben Schloss Hohenstein. „Wir fühlen uns wohl.“ Sich auf die neue Heimat einzulassen, ist für die beiden Teil ihrer unternehmerischen Philosophie. „Wir leben und arbeiten jetzt nicht nur hier, sondern sind natürlich auch Teil der lokalen Wertschöpfungskette“, sagen sie. Schon vor der Eröffnung sind es wann immer es geht heimische Handwerker, die Schloss, Restaurant und Hotel umgestalten, und auch für den laufenden Betrieb „orientieren wir uns möglichst auch an den Produkten aus der Region.“ Nicht nur sich selbst im Blick haben, sondern auch das Umfeld, ist ihnen eine Herzensangelegenheit. „Die Menschen sollen mit und bei uns eine gute Zeit haben, sich wohlfühlen bei gutem Essen und Trinken in einer lockeren entspannten Atmosphäre.“ Ein volles Haus mit glücklichen Gästen und Mitarbeitern und davon gut leben können, das ist ihr Wunsch für die Zeit auf Schloss Hohenstein. „Der Sinn unseres Tuns ist der zufriedene Kunde“, kein Stern, „wenn wir einen daraus machen, gerne, entscheidend ist das aber nicht.“ Ein Gewinn wird das Angebot für die Region und weit darüber hinaus ohnehin sein. Andreas Rehberger liebt die spanische und österreichische Küche, die „so viel mehr ist als Wiener Schnitzel oder Kaiserschmarrn“. Italienische Einflüsse, ein wenig Ungarn, die Küche der Habsburger Doppelmonarchie verbindet Einflüsse aus ganz Mittel- und Osteuropa. Dazu verspricht Rehberger viele Einflüsse und frische Produkte aus der Region. Tafelspitz, Szegediner Gulasch und einen besonderen Pastagang, „Fleckerl mit Speck und Kraut“ wird es auf der wechselnden saisonal angepassten Karte also genauso geben wie Lachsforelle und Wild aus der Region. Oder, wie sie die Mischung nennen: fränkisch-österreichisch charmant.

ROMANTIK HOTEL SCHLOSS HOHENSTEIN Schlafen, Tagen, Genießen: Im Schlosshotel verbringen Sie Ihre Zeit auf bewusst hohem, aber nicht abgehobenem Niveau. Im Restaurant finden Sie handverlesene Produkte, exzellente Speisen und ausgesuchte Weine. Für den kleinen und großen Anlass bietet das Schloss die passende Umrahmung. Persönlich, auf Sie zugeschnitten und immer herzlich.

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Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete: Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung. Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich, verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind …

CoburgsBeste COBURGS BESTE ist des LABEL des COBURGER für die besten Unternehmen seit Ende 2018. COBURGS BESTE nennen sich heute schon viele Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen. 58

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COBURGS BESTE Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:

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Innovation Tradition Ausbildung Engagement

Diese Unternehmen bekommen vom COBURGER die Chance, sich als COBURGS BESTE zu präsentieren. Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung. In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER den Wesenskern dieser Unternehmen heraus. Danach entwirft das COBURGER-Team – bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten – eine ganz individuelle vierseitige Präsentation: Was treibt das Unternehmen, wo sieht es sich in Zukunft, welche Visionen tragen es.

Das waren bisher

CoburgsBeste seit Dezember 2018:

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Und auch in diesem COBURGER trägt wieder ein Unternehmen mehr den Titel COBURGS BESTE:

Hat Ihr Unternehmen auch das Label „COBURGS BESTE“ verdient? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Melanie Krempel | mk@markatus.de und Anke Feuer | feuer@coburger-magazin.de

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CoburgsBeste

GEISS AG

WISSEN WER

DAHINTER STECKT

AUS EINER KLEINEN STADT IN DIE GROSSE WELT Flugzeugsitze, Luftpolsterschuhe, Designerkühlschränke oder Leichtschalenkoffer – all diese Produkte haben eines gemeinsam: sie enthalten Komponenten, die auf Maschinen gefertigt werden, die in der GEISS AG konstruiert und gebaut werden. Was viele nicht wissen: Das in Seßlach ansässige ­Unternehmen beliefert Firmen weltweit. „Im Kunststoffsektor sind wir international bekannt“, sagt Klaus-­Peter Welsch, Vorstand der GEISS AG. „Unsere klassischen Stärken sind Innovationskraft, Flexibilität, Spitzenqualität und -technik, konsequente Kundenorientierung und absolute Zuverlässigkeit, all dies steht an oberster Stelle.“ Mit diesem fundierten Knowhow ist die GEISS AG bestens gerüstet, Lösungswege für die vielfältigen Kundenwünsche zu finden. „Der Kunde hat einen Traum und wir unterstützen ihn bei der Realisierung“, so Welsch.

„One step ahead“ „One step ahead – einen Schritt voraus, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft“. Diesen ­Leitsatz

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erfüllt das Unternehmen zu 100 Prozent. Die GEISS AG stellt Serienmaschinen der Losgröße 1 auf der Basis eines parametrischen Prinzips her. Damit können die Maschinen einfach den jeweiligen Bedürfnissen der Kunden angepasst werden. Dadurch entspricht die technische Ausstattung jeder GEISS-Maschine bis ins Detail neuester Technologie. Und alle Maschinen sind so konzipiert und kons­truiert, dass sie auch für die Zukunft den Ansprüchen der Kunden und deren Produkte entsprechen. Die ausschließlich in Seßlach gefertigten Maschinen werden über ein weltweites Netz an Vertretungen vertrieben. Jede Maschine wird vor Auslieferung gemeinsam mit dem Kunden in Seßlach abgenommen und getestet. „Damit wird sichergestellt, dass der Kunde das bekommt, was er bestellt hat.“ So entstehen bis zu 100 Maschinen im Jahr in Seßlach, jede einzelne ­Maschine ist ein Unikat.

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CoburgsBeste

COBURGS BESTE

HOHE ÜBERNAHMEQUOTE Den Nachwuchs bildet das Familienunternehmen in den Berufen Feinwerkmechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Büromanagement selbst aus. Die Auszubildenden arbeiten in einem modernen und innovativen Unternehmen mit einer hohen Übernahmequote, entsprechenden Aufstiegsmöglichkeiten und familiärem Klima. „Wir begegnen uns auf Augenhöhe, unsere Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen“, so Welsch. Auch das ist besonders: Bei der GEISS AG werden die Auszubildenden nach einer fundierten Grundausbildung, entsprechend dem Gewerk, frühzeitig in verantwortungsvolle Aufgaben mit eingebunden. Wer von den Auszubildenden Lust auf mehr hat, kann sich nach seiner Lehre als Monteur oder Techniker weiterbilden lassen. „Wir sind auf allen Kontinenten unterwegs und müssen unsere Maschinen aufstellen und warten, was liegt da näher als auf das im Haus GEISS erlangte KNOW HOW zurückzugreifen“.

WIR BILDEN AUS Mechatroniker/in

Weitere infos unter www.geiss-ttt.com/karriere

Zum Inhalt einer fundierten Ausbildung gehört das Erlernen von: » theoretischen und praktischen Grundlagen » Anwendung innovativer Technologien » Montage, Programmierung und Inbetriebnahme der Thermoformmaschinen und CNC-Nachbearbeitungsanlagen im Werk » Montage und Wartung der Thermoformmaschinen und CNC-Nachbearbeitungsanlagen beim Kunden

Elektroniker/in für Betriebstechnik

Interessiert? Dann melde dich bei uns! GEISS AG Industriestraße 2 96145 Seßlach +49 (9569) 92 21 0 mail@geiss-ttt.com

Zum Inhalt einer fundierten Ausbildung gehört das Erlernen von: » theoretischen und praktischen Grundlagen » Anwendung innovativer Technologien » Bestücken und Verdrahten der Schaltschränke und komplexen Maschinen nach Schaltplänen

Feinwerkmechaniker/in Zum Inhalt einer fundierten Ausbildung gehört das Erlernen von: » » » » »

theoretischen und praktischen Grundlagen Anwendung innovativer Technologien Fertigung von Teilen im modernen Maschinenpark Montage von Baugruppen Montage und Fertigstellung mechanischer Baugruppen für Thermoformmaschinen und CNC-Nachbearbeitungsanlagen

Kaufmann/-frau für Büromanagement Zum Inhalt einer fundierten Ausbildung gehört das Erlernen von: » » » »

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theoretischen und praktischen Grundlagen Abwicklung von Kundenaufträgen für Maschinen Personalwesen Abwicklung von Serviceeinsätzen für unsere Thermoformmaschinen und CNC-Nachbearbeitungsanlagen

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GEISS AG

FAMILIENUNTERNEHMEN MIT LANGJÄHRIGER ERFAHRUNG Die Firma GEISS blickt auf eine über 70jährige Erfahrung im Bau von Werkzeugen und kunststoffverarbeitenden Maschinen sowie deren Nachbearbeitung am Weltmarkt zurück. Als führender Hersteller im Bereich der Vakuumformtechnologie investiert das Unternehmen stetig in neue Techniken, Technologien und energetische Konzepte. Georg Geiß hat die Firma im Jahr 1948 in Seßlach gegründet und beschäftigte sich zunächst mit dem Formen und Modellbau. Bereits 1957 wurde das Potenzial des neuen Werkstoffs Kunststoff erkannt und die erste Thermoformmaschine entwickelt und gebaut. Seitdem bietet die GEISS AG als weltweit einziger Spezialist Komplettlösungen für die Kunststoffverarbeitung unter einem Dach an. 1970 übernahm Sohn Manfred das Unternehmen als technischer Leiter. Er führte es gemeinsam mit seiner Frau Klara Geiß als kaufmännische Leiterin und seinem Vater Georg Geiß als Geschäftsführer fort. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs stetig, so dass im Jahr 1999 ein neues Werk in Betrieb genommen, moderne Strukturen aufgebaut und Arbeitsabläufe optimiert wurden. Im Jahr 2003 wurde die Firma in eine AG umgewandelt, 2008, 2013, 2014 und 2016 entstanden weitere neue Hallen mit modernsten Maschinen. Im Jahr 2015 erfolgte ein Meilenstein: Die GEISS AG brachte die neue Baureihe der Thermoformmaschine T10 auf den Markt! Mit dieser hochtechnologischen Innovation in der thermischen Kunststoffverarbeitung ist es den Kunden seither möglich, noch präziser, effizienter, energiesparender und schneller ihrerseits Kundenwünsche zu erfüllen.

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Für die Zukunft der Region Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist der richtige Partner, wenn Familienunternehmen einen Nachfolger suchen.

Christoph Haas und Frank Sindel haben in vielen gemeinsamen Gesprächen die Übergabe des Sanitätshaus Haas an die nächste Generation vorbereitet.

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UNTERNEHMENSNACHFOLGE

Fotos Tobias Zwiener

Schätzungen besagen, dass alleine im Zeitraum von 2018 bis 2022 in Deutschland 150 000 Unternehmen mit über zwei Millionen Mitarbeitern zur Übernahme anstehen oder anstanden - viele davon auch in der Region Coburg. Die Hälfte dieser Unternehmen bleibt in Familienhand, andere werden von Mitarbeitern oder Externen übernommen. Immer öfter jedoch findet sich niemand, der die Nachfolge antritt.

Dabei handelt es sich oft um gutgehende Traditionsunternehmen, mit deren Übernahme man die Chance hat, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels begleitet die Beteiligten von Anfang an, sie informiert, berät – und hat auf diese Weise schon oft dazu beigetragen, dass alteingesessene Firmen doch eine Zukunft haben. Damit bleiben Arbeitsplätze, Wertschöpfung und vielfältige regionale Angebote erhalten. Monika Schmidt kann wieder fast normal laufen, Fahrrad fahren oder joggen - obwohl sie sich 2013 wegen einer Krebserkrankung das linke Bein amputieren lassen musste. Seither trägt sie eine Prothese, seit Oktober 2017 eine der neuesten Generation. „Ich kann jetzt wirklich fast alles machen“, erzählt sie glücklich beim Spaziergang über den Coburger Albertsplatz. Die Mutter von drei Kindern trägt das linke Hosenbein kurz, sie geht offen mit ihrer Behinderung um, „ich möchte das nicht verstecken, möchte von der Öffentlichkeit so akzeptiert werden“, auch weil sie die Selbsthilfegruppe Arm- und Beinamputierte Coburg leitet und in dieser Funktion Vorbild sein möchte. Dass ihr ein fast normales Leben wieder möglich ist, hat sie auch Christoph Haas zu verdanken. Der Diplom-Orthopädietechnikermeister hat das traditionsreiche Coburger Sanitätshaus Haas übernommen: ein Familienunternehmen in jetzt dritter Generation. Neben Kompressionsstrümpfen, Bandagen, Einlagen und einer großen Auswahl an Produkten rund um das Thema Gesundheit ist das Sanitätshaus Haas heute auch auf dem Weg vom reinen Handwerksbetrieb zur „Orthopädie 4.0“, wie Haas stolz erzählt. Zehn Jahre war der junge Coburger in München angestellt. Dort hat er viel gelernt - vor allem eben auch in Sachen Beinprothetik. Dieses Wissen bringt er jetzt ins Familienunternehmen ein und sorgt so für einen „technologischen Sprung“. „Ich wollte immer gerne zurück in die Heimat, selbstständig sein, obwohl ich in München gute Angebote hatte“, sagt er. Dass er sich für die Übernahme entschieden hat, lag zum einen am etablierten, traditionell gewachsenen Betrieb, der einen guten Ruf hat, feste Kunden und ein gutes Team. Aber vor allem auch an der Begleitung durch die Hausbank - die Sparkasse Coburg Lichtenfels. Seit 2014 ist das regionale Kreditinstitut Geschäftspartner des Sanitätshaus Haas. In zahlreichen Gesprächen mit seinem persönlichen Berater, Frank Sindel, hat er sich über seine Pläne und Ziele ausgetauscht. Dabei ging es auch ums Geld, das benö-

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UNTERNEHMENSNACHFOLGE

Monika Schmidt und Heiko Scholz. Er hat sein Bein infolge von Komplikationen nach einem Herzinfarkt verloren, sie durch eine Krebserkrankung. Dank Beinprothesen des Sanitätshaus Haas kÜnnen sie dennoch fast normal am Leben teilnehmen, ob im Beruf oder in der Freizeit.

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SPARKASSE COBURG - LICHTENFELS tigt wird, um das Unternehmen weiterzuentwickeln, um zu modernisieren und zu investieren. Haas möchte mit einer Neuausrichtung seine Vision „Orthopädie 4.0“ Wirklichkeit werden lassen. Für Frank Sindel und das Team der Firmenkundenberatung der Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist die Nähe zu ihren Kunden die Basis für ein gutes Miteinander. Sie sind nah dran an den Unternehmen, die sie beraten. Sie kennen die Sorgen und Ängste, die junge Menschen wie Christoph Haas beschäftigen, wenn sie vor der Entscheidung stehen, einen Betrieb zu übernehmen. Denn das bedeutet vor allem, Verantwortung zu übernehmen – für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Kunden. Gleichzeitig sind langfristige finanzielle Verpflichtungen damit verbunden, die zusätzlich für Ungewissheit sorgen. „Hier versuchen wir, die Angst so gut wie möglich zu nehmen, indem wir vernünftige Finanzierungsvorschläge anbieten und die zusammen mit dem Kunden auch wirklich eingehend besprechen.“ Vertrauen und Ehrlichkeit sind dabei ganz wichtig. „Wir sagen dann schon auch, wenn etwas nicht geht.“

Die Leistungen der Sparkasse Coburg - Lichtenfels ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

Beratung und Betreuung beim Unternehmenskauf oder zum Nachfolgekonzept Unterstützung bei der Erstellung eines Businessplans Hilfestellung bei der rechtlichen Vorbereitung Moderation und Begleitung bei Verhandlungen Akquisitions- und Nachfolgefinanzierung Vermögensanlage und Altersvorsorge

Die S-Unternehmensplattform ✓ Unternehmen deutschlandweit kaufen und verkaufen ✓ Für den breiten Mittelstand und alle Branchen ✓ Kostenfreie Einstellungen eines Suchprofils

Auch wenn sich keine familiäre Lösung zur Übernahme ergibt, kann die Sparkasse Coburg - Lichtenfels unterstützen – mit der S-Unternehmensplattform. Sindel erklärt, wie das funktioniert. „Über diesen Marktplatz für Unternehmen können interessierte Käufer und Verkäufer zusammengeführt werden. Die Vorteile für beide liegen auf der Hand: der Verkäufer kann über diese Plattform kostenfrei auf seinen Betrieb aufmerksam machen. Auch Investoren, die nicht aus der Region Coburg kommen, erfahren so von Unternehmen, die einen Nachfolger suchen.“ Letztlich profitieren so nicht nur der Unternehmer und dessen Nachfolger von den Angeboten der Sparkasse Coburg - Lichtenfels, sondern vor allem die Menschen in der Region – so wie Monika Schmidt. Sie hat mit dem Sanitätshaus Haas auch in Zukunft ein Unternehmen vor Ort, auf das sie sich verlassen kann. Ein Stück Lebensqualität für sie persönlich, für Coburg und die gesamte Region.

Vorteile ✓ A lle Unternehmensdaten und Informationen werden strikt anonymisiert und streng vertraulich behandelt ✓ Aktive Suchprozesse und die langjährige Erfahrung der Sparkasse versprechen hohe Erfolgschancen bei der Vermittlung ✓ Nutzung der exzellenten Marktdurchdringung der Sparkassen

„Aber wir versuchen dann auch dahingehend, die Angst ein bisschen zu nehmen, indem wir vernünftige Finanzierungsvorschläge anbieten und die zusammen mit dem Kunden auch wirklich eingehend besprechen.“ Frank Sindel, Firmenkundenberater der Sparkasse Coburg - Lichtenfels

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Christoph Haas, Geschäftsführer des Sanitätshaus Haas: Der gelernte DiplomOrthopädietechnikermeister führt das Coburger Familienunternehmen in dritter Generation.

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FINANZTIPP

Steuern vermeiden

Bei der Nachfolgeplanung spielen häufig auch steuerliche Überlegungen eine wichtige Rolle. Bei einer Schenkung oder Erbschaft kann durch verschiedene Begünstigungen sowohl im Privat- als auch im Betriebsvermögen eine steueroptimierte Übertragung erreicht werden. Welche Grundsätze bei der schenkungs- und erbschaftsteuerlichen Nachfolgeplanung zu beachten sind, hat der COBURGER hat mit RA/StB Thomas Bittorf von tb.legal besprochen.

COBURGER: Herr Bittorf, Sie beraten ja auch in Themen der Nachfolgefolgeplanung. Worauf ist grundsätzlich zu achten? Thomas Bittorf: Die Nachfolgeplanung ist sehr komplex, gerade im unternehmerischen Bereich. Im Vordergrund steht zunächst einmal, das Unternehmen so aufzustellen, um den Fortbestand bestmöglich zu sichern und eine geeignete Nachfolge zu finden. Die finanzielle Absicherung des Überlassers wird in der Regel gewünscht sein sowie unter Umständen noch Mitspracherechte. Die Ansprüche von Kindern, die nicht ins Unternehmen eintreten wollen oder sollen, müssen berücksichtigt werden. Dabei sind neben den Interessen der Beteiligten auch die gesellschaftsrechtlichen, erbrechtlichen und steuerlichen Fragestellungen zu lösen und aufeinander abzustimmen, was sehr spannend, aber auch aufwendig ist. Man kann in der Kürze hier nur raten, als Übergeber sich bei Zeiten Gedanken zu machen und frühzeitig mit der Planung zu beginnen. Insgesamt, vor allem im privaten Bereich, steht die wiederholte Nutzung der verschiedenen Steuerfreibeträge im Vordergrund, um möglichst wenig, im Idealfall keine Steuern an den Staat zahlen zu müssen. COBURGER: Was meinen Sie mit der wiederholten Nutzung von Freibeträgen? Thomas Bittorf: Ehegatten haben bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer einen Freibetrag von 500.000 €, Kinder von jeweils 400.000 € gegenüber jedem Elternteil und Enkelkinder gegenüber jedem Großelternteil 200.000 €. Die Freibeträge können alle 10 Jahre wieder neu genutzt werden, um größere Vermögen steuerfrei auf die nächsten Generationen zu übertragen. COBURGER: Wenn man allerdings alles frühzeitig überträgt, und die Kinder es verschleudern, ist das auch nicht optimal, oder? Thomas Bittorf: Man kann sich dagegen vertraglich recht gut absichern, indem man sich z. B. bei einem Wohnhaus ein dingliches, unentgeltliches Wohnrecht auf Lebenszeit vertraglich einräumen lässt. Damit wird der Beschenkte trotz seiner Eigentümerstellung das Haus am Markt nicht veräußern können, weil es für Erwerber nicht attraktiv ist. Man kann sich auch den Nießbrauch vorbehalten, sodass dem Übertragenden (und nicht dem Beschenkten) nach wie vor die Erträge, z. B. aus einer Mietwohnung zustehen. Letztlich gibt es auch gesetzliche Rückforderungsrechte oder man sorgt durch vertragliche Vereinbarungen vor. Solche oft lebenslangen Nutzungsrechte mindern zudem in der Regel den Wert der übertragenen Immobilie und sind somit auch steuerlich attraktiv.

Versicherungssumme an die Frau aus, die dann erbschaftssteuerpflichtig ist, vorbehaltlich des oben genannten Freibetrags. Die Steuerpflicht kann man dadurch vermeiden, indem im vorliegenden Fall die Frau als Versicherungsnehmerin die Versicherung auf das Leben des Manns als versicherte Person abschließt. Tritt das Risiko ein - der Mann stirbt – erhält die Frau als Versicherungsnehmerin nur die Auszahlung ihres eigenen vertraglichen Anspruchs, so dass von vornherein keine Steuerpflicht entsteht. Wenn beide Partner als jeweiliger Versicherungsnehmer eine Lebensversicherung auf den Tod des anderen abschließen, spricht man von einer Überkreuzversicherung, deren Auszahlungen im Todesfall weder der Erbschaftssteuer noch der Einkommensteuer unterliegen. Dies empfiehlt sich vor allem bei unverheirateten Paaren, da diese nur einen erbschaftsteuerlichen Freibetrag von 20.000 € haben. Zu beachten ist, dass die Gewinne bei Auszahlung kapitalbildender Lebensversicherungen der Einkommensbesteuerung unterliegen, es sei denn es handelt sich um Altverträge vor 2005 oder die Auszahlung erfolgt eben nur im Todesfall. COBURGER: Ein rechtzeitiges Testament ist sinnvoll, oder? Thomas Bittorf: Auf jeden Fall, es dient ja der Umsetzung des Willen des Erblassers, und so können Streitigkeiten vermieden werden. Das früher übliche Berliner Testament, bei dem sich die Ehegatten wechselseitig zum Alleinerben einsetzen und die Kinder erst nach dem Tode beider erben, ist bei größeren Vermögen aus steuerlicher Sicht nicht zu empfehlen, da es zu zwei steuerpflichtigen Erwerben desselben Vermögens kommen kann und es die vorhandenen Steuerfreibeträge der Kinder nicht ausnutzt. Es müssen zudem auch Pflichtteilsansprüche der Kinder ausbezahlt werden, was nicht immer gewollt oder vorhergesehen wird. Das deutsche Erbrecht ist im Grunde sehr flexibel, was die Wünsche des Übertragenden und die Nachlassgestaltung anbelangt. Man sollte hier rechtzeitig den fachlichen Rat eines Notars und/oder Rechtsanwalt und Steuerberaters heranzuziehen. Coburger: Haben Sie vielen Dank für das Gespräch!

COBURGER: Thema Lebensversicherungen: Welche Empfehlungen geben Sie hier unseren Lesern? Thomas Bittorf: Gerade im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung werden oft Lebensoder Risikolebensversicherungen abgeschlossen, um im Todesfalle die Familie oder den Partner gegen die finanziellen Lasten abzusichern. Hatte der Mann z. B. als Versicherungsnehmer und zugleich versicherte Person die Lebensversicherung abgeschlossen, zahlt die Versicherung bei seinem Tod die

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HAUSHALTS– HILFE

Informationen zum Haushaltsführungsschaden von der Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Mit „Das bisschen Haushalt macht sich von allein“ widmet sich ein bekannter Schlager aus dem Jahr 1977 einem ganz besonderen Lebensbereich. Die Sängerin Johanna von Koczian ruft mit diesem Lied ins Gedächtnis, dass Arbeiten im Haushalt keinesfalls unbedeutend sind. Auch heute sind Hausarbeiten körperlich anstrengend und zeitintensiv. Zwar werden die Arbeiten in der heutigen Zeit häufig auf mehrere Schultern verteilt. Dennoch stellt ein Ausfall der haushaltsführenden Person auch heute noch ein Ehepaar oder eine Familie vor unerwartete Probleme und Belastungen. In manchen Fällen liegt dabei ein sogenannter „Haushaltsführungsschaden“ vor, den man sich ersetzen lassen kann, weiß Dr. Wolfgang Hacker von der Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler.

COBURGER: Wann liegt denn ein Haushaltsführungsschaden vor? Dr. Wolfgang Hacker: Beeinträchtigungen bei den Hausarbeiten zeigen sich meistens unmittelbar im alltäglichen Familienleben: z.B. beim Kochen, beim Putzen oder bei der Gartenarbeit. Auch bei allem technischen Fortschritt gilt: Selbst eine Spülmaschine muss ein- und ausgeräumt, die Wäsche aufgehängt oder gebügelt und der Wocheneinkauf getätigt und eingeräumt werden. Dies erfordert körperliche Kraft und Zeit. Opfer von Unfällen oder Behandlungsfehlern aber sind häufig nicht mehr in der Lage, zeitweise oder sogar dauerhaft in der gewohnten Weise die von ihnen üblicherweise übernommenen Hausarbeiten zu erledigen. In diesen Fällen erleidet der Verletzte einen sogenannten Haushaltsführungsschaden. COBURGER: Ab wann hat man denn dann ein Anrecht auf Schadensersatz? Dr. Wolfgang Hacker: Wer seine Arbeiten nicht mehr selbst verrichten kann, muss sich der Hilfe von Freunden, Bekannten oder gar von professionellen Haushaltshilfen bedienen. Gerade bei langfristigem Ausfall kann dies recht schnell recht teuer werden. Dem Geschädigten entsteht durch diesen wirtschaftlichen Aufwand ein Schaden. Dieser ist vom Verursacher des Schadens zu ersetzen. Aber auch dann, wenn z.B. Familienangehörige oder Nachbarn aus Verbundenheit zum Opfer den Ausfall der Haushaltsleistung unentgeltlich übernehmen, sieht das deutsche Schadensersatzrecht eine finanzielle Entschädigung vor. Der Geschädigte kann diese Schadensposition geltend machen unabhängig davon, ob tatsächlich Zahlungen erfolgt sind. Insbesondere bei schweren Verletzungen übersteigt der auf diese Weise entstandene Haushaltsführungsschaden häufig sogar die Höhe des Schmerzensgeldes. COBURGER: Und wie hoch ist der Schadensersatz für den Haushaltsführungsschaden? Dr. Wolfgang Hacker: Wie viel Ersatzleistung vom Schädiger zu zahlen ist, ist von vielen Faktoren abhängig. Neben der umfassenden Ermittlung der individuellen Umstände bei der geschädigten Person und der Auswertung statistischer Tabellen spielt die Erfahrung im Umgang der Haftpflichtversicherer mit dieser Schadensposition eine wichtige Rolle. Dr. Wolfgang Hacker ist Fachanwalt für Medizinrecht, tätig bei Arzthaftung, Schadensersatz, Schmerzensgeld und im Versicherungsrecht.

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9 Jahre

EMS-Training mit der größten Kompetenz und Erfahrung. Über 300 Mal weltweit. Und seit neun Jahren in Coburg. Übrigens: Wer auf Dauer sein Immunsystem stärken will, ist bei Bodystreet Coburg genau richtig.

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KOMPETENZ UND ERFAHRUNG

Die Bodystreet-Methode

Bodystreet hat den Zeitgeist erkannt – und bietet eine zeitgemäße und -sparende Lösung, seiner Wunschfigur näher zu kommen. Das Geheimnis der Bodystreet Methode Elektromuskelstimulation (EMS) ist, dass aktive Übungen mit elektrischen Reizen kombiniert werden: Während der Sportler die Muskulatur anspannt, werden gleichzeitig die körpereigenen Reize gezielt von außen verstärkt. Das passiert über Elektroden, die großflächig an den Körper des Trainierenden angebracht werden. Die zusätzliche Stimulation der Muskeln erhöht die willkürliche Kontraktion. Die EMS-Methode folgt dem Prinzip der synchronen Aktivierung: Mit geringem Zeitaufwand wird ein Ganzkörpertraining ermöglicht, denn mehrere Muskelgruppen werden gleichzeitig angesprochen und gekräftigt. Ein optimales Programm für unsere schnelllebige Welt, in der der Faktor Zeit immer kostbarer wird. Und das bei nur 20 Minuten Training pro Woche. Immer an einem eigenen EMS-Gerät, immer mit intensiver Personal Coach-Betreuung durch kompetente Fachkräfte. Ideal für alle, die wenig Zeit, aber hohe Fitness- und Trainingsansprüche haben.

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9 JAHRE

Die Bodystreet-Kunden Das EMS-Training ist für jedermann geeignet. Voraussetzung ist nur das Mindestalter von 18 Jahren. Ob jung, ob in bestem Alter, ob Mann oder Frau, ob Spitzensportler oder Sporteinsteiger: Bei Bodystreet fühlt sich jeder wohl: 80% der Kunden empfehlen Bodystreet weiter.

„Wir trainieren seit Eröffnung hier bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz Seite an Seite. Seit 9 Jahren werden wir hier bestens betreut und motiviert. Wir freuen uns jede Woche auf das innovative Training und die super Trainer. Die Betreuung ist sehr persönlich und wir fühlen uns hier einfach sehr wohl. Wir kommen jede Woche gerne wieder.“ – Ingrid Vorgel und Astrid Greiner

„Bodystreet ist ohne Frage das Trainingshighlight dieser Tage. In Twenty Minutes kann mans schaffen, dass sich schlaffe Muskeln straffen. Das Team ist toll und familiär, drum geh ich wöchentlich hierher!“ – Dr. Andreas Höllein

„Ich fühle mich bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz sehr wohl. Jeder Trainer geht auf meine mentale und körperliche Verfassung beim Training ein. Die persönliche Betreuung wird hier gelebt. Ich empfehle Bodystreet Coburg Heiligkreuz immer wieder gerne weiter.“– Carolin Becker

„Für uns bietet das Training bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz den perfekten Ausgleich zu einem harten Arbeitstag. Durch den persönlichen Trainer wird man bestens betreut und kann gezielt auf die eigenen Belange eingehen und die Intensität des Trainings nach Tagesform abstimmen. In kurzer Zeit haben sich unsere Muskulatur und Körperhaltung verbessert. Vielen Dank an das gesamte Team von Bodystreet Coburg Heiligkreuz.“ – Erik und Natalie Bätzoldt

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„Seit 9 Jahren trainiere ich jetzt bei Bodystreet. Und es macht mir immer noch einen riesigen Spaß. Mir gefällt hier alles: die nette Atmosphäre, die kompetenten Trainer, die kurze Trainingszeit. Mein Erfolg sind starke Muskeln und vor allem ein aufrechter Gang. Das trägt bei uns älteren Menschen viel zu einem positiven Erscheinungsbild bei.“ – Elisabeth Sippel

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BODYSTREET COBURG

Die Bodystreet-Verantwortung

Das Unternehmen Bodystreet und das Coburger Team arbeiten immer an Verbesserungen und neuen Angeboten für die Kunden. So hat man auch schnell auf die besonderen Herausforderungen durch Corona reagiert und das eigene seit neun Jahren existierende Hygienezertifikat entsprechend erweitert. So trainieren immer nur maximal zwei Personen mit einem Trainer. Außerdem bietet das Studio ein hochintensiv Plasma Luftentkeimungsgerät an, das die Luft von Keimen, Viren und Krankheitserregern möglichst reinigt. So kann der Kunde immer mit einem guten Gefühl in gereinigter Luft trainieren. Darüber hinaus bietet Bodystreet exklusive und eigenentwickelte Aminodrinks an, die wichtige Mineralstoffe und Proteine enthalten, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden – eine optimale Unterstützung des Trainings und für die Regeneration. Außerdem in drei Geschmacksrichtungen: Kakao, Vanille oder Sauerkirsch. Auch das Preismodell ist innovativ: Nach einer kostenlosen Beratung und einem unverbindlichen Probetraining haben Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Tarifen.

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BODYSTREET COBURG

Das Bodystreet Team Coburg

Bereits im Jahr 2011 hat das Bodystreet-Studio in Coburg eröffnet. Damit verfügt das Team mittlerweile über neun Jahre Erfahrung im EMSTraining. Neben Gründer Frank Sperschneider und seiner Ehefrau Tanja sind Mo Mokhtar, Isabel Oppel, Lukas Heilingloh und Steffi Schmidt die Ansprechpartner für die Kunden vor Ort. Alle Trainer sind ausgebildete Bodystreet Instructors und sorgen für ein effektives, persönliches und zielorientiertes Training vor Ort. Kundennähe, Individualität und Kundenzufriedenheit sind die oberste Priorität des Teams. Das ist auch das Erfolgsgeheimnis von Bodystreet Coburg Heiligkreuz.

Jetzt Termin vereinbaren! Bodystreet Coburg Heiligkreuz Bahnhofstraße 14 96450 Coburg

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09561/ 9734466 www.bodystreet.com

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WEIHNACHTS-WUNDER-WELT

In der Alten Weihnachtsfabrik werden (Weihnachts-)Träume wahr

Mit der Weihnachtszeit beginnt die schönste Zeit des Jahres: Es duftet nach Gewürzen und Plätzchen, die Wohnungen werden festlich geschmückt. Besonders schönen Christbaumschmuck und das passende Zubehör gibt es in der Alten Weihnachtsfabrik der Inge‘s Christmas Decor GmbH in Neustadt bei Coburg.

Es glitzert, strahlt und funkelt in allen Ecken und Winkeln des 800 Quadratmeter großen Verkaufsraums. Alljährlich entwickeln eigene Designer Themenwelten für unterschiedliche Ansprüche. In diesem Jahr stehen zwei besondere Trends im Fokus: In rot-grünen Farben, mit Rehen, Zapfen und Waldbeeren kommt das Waldthema ins Haus. Im Gegenzug dazu ist opulenter, dunkler Weihnachtsschmuck angesagt, mondän und luxuriös wie in den französischen Cafés der 1920er Jahre. Ein Bummel durch den Verkaufsraum lässt (Weihnachts-)träume wahr werden: In den Regalen glänzen Kugeln, Christbaumschmuck in allen Farbnuancen und Dekors, und dazu thematisch abgestimmtes Zubehör. Eine Spezialität sind zum Beispiel mundgeblasene Vögel, die farbig schillern und mit echten Federn geschmückt sind oder die liebevoll gearbeiteten Künstlerfiguren. Das Unternehmen hat sich zu einem der führenden Spezialisten für Weihnachtsschmuck, mit langer Familientradtion, entwickelt. Die besondere Handwerkskunst aus der INGE-GLAS® MANUFAKTUR erkennen Sie am Sternkrönchen® – es steht seit 1987 für echtes Meisterhandwerk und Qualität, mundgeblasen und handbemalt in Neustadt bei Coburg. Zusätzlich gibt es die günstigere MAGIC by Inge-Kollektion, die mit trendigen Farben und Designs überzeugt.

Geschenke und Weihnachtsmuseum Das Sortiment reicht von hochwertigen Süßigkeiten, edlen Ölen, Likören, Vasen, Gläsern bis zu Geschenken exklusiv für den Herren. „Unser Ziel ist es, den Besuch zu einem Erlebnis zu machen“, so Marie Müller-Blech (Marketingabteilung der Inge‘s Christmas Decor GmbH). So kann man den Einkauf mit einem Besuch im historischen Weihnachtsmuseum verbinden und dort die Spuren der alten Weihnachtstradition verfolgen. Alljährlich im September öffnet die Alte Weihnachtsfabrik von Inges Christmas Decor ihre Türen. In diesem besonderen Jahr 2020 hat das Unternehmen die Öffnungszeiten erweitert. Ab dem 12.11. bis Weihnachten darf donnerstags jeweils von 17 bis 20 Uhr ein Blick in das Glasbläserhandwerk geworfen werden. Während der Geschäftszeiten ist das Weihnachts-Café geöffnet, das zum Verweilen einlädt. Die Alte Weihnachtsfabrik der Inge‘s Christmas Decor GmbH lässt (Weihnachts-) träume wahr werden.

Öffnungszeiten • Montag bis Samstag von 9:30 bis 18 Uhr • Sonntag (bis 20.12.) von 13 bis 18 Uhr • Heiligabend und Silvester von 9:30 bis 12:30 Uhr • Weihnachts-Schnäppchenmarkt im Zelt: Samstags vom 24.10. bis 19.12., von 9:30 bis 18.00 Uhr • INGE-GLAS® MANUFAKTUR – ABEND: Donnerstags vom 12.11. bis 17.12., von 17 bis 20 Uhr • Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen

Kontakt Die Alte Weihnachtsfabrik mit Historischem Weihnachtsmuseum Sternenweg 2 | 96465 Neustadt bei Coburg AUSGABE 41 / OKTOBER 2020

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REISEN

VON STEPHANIE FRÖBA

Kultouren D E R C O B U R G E R AU F R E I S E N

Unsere Kultour führt uns wieder Mal in die Berge. In eine hierzulande eher unbekannte Gebirgsregion zwischen den Flüssen Enns und Salza mitten in Österreich. Auf uns wartet die sogenannte Universität der Bergsteiger: Das Gesäuse oder - wie die Einheimischen in der Steiermark liebevoll sagen – „es Gsäus“. Meine Berliner Freundin Nina und ich sind bereit für sieben Tage Hüttenwandern mit Start und Ziel in Admont. Hinten im Kofferraum unseres Wagens liegen zwei gepackte 30-Liter-Rucksäcke für unser Abenteuer. Vorne auf dem Beifahrersitz breitet Nina unsere Tourenkarte aus, auf der sechs Hüttenziele markiert sind: Mödlinger Hütte, Hesshütte, Buchsteinhaus, Haindlkarhütte, Admonter Haus und die Grabneralm. Beim nochmaligen Durchgehen der

Tagesrouten schwingt ein bisschen Respekt mit – denn täglich rund 1000 Höhenmeter nach oben und dasselbe wieder runter sind für den Wanderneuling Nina nicht ohne. Aber die Vorfreude überwiegt. Als wir nämlich während unserer Reiseplanungen mit dem ziemlich unkonkreten Ziel „Raus in die Natur“ganz zufällig auf das Gesäuse gestoßen sind, haben wir auf den Seiten des Tourismuszentrums Admont gelesen, dass „es Gsäus“ süchtig macht. Und schon waren wir infiziert. Jetzt verlassen wir die Autobahn und sind gleich da. Bereit für die Sucht – bereit, in dieses wunderbare Bergpanorama einzutauschen und es zu entdecken. Noch eine Nacht schlafen... „Berge, wir kommen!“.


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IM GESÄUS


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Vom ersten Tag an sind wir begeistert von dem, was der Nationalpark Gesäuse zu bieten hat. Das saftige Grün der Wiesen, klares Wasser und die in der Abendsonne glitzernden Felswände... ganz zu Schweigen von den urgemütlichen Hütten am Berg. Als wir nach einem anstrengenden und von Regenschauern geprägten Tag an der Heßhütte auf 1691 Meter Höhe ankommen, haben wir viel Gesellschaft. Eine Gruppe von ca. 30 Bergpolizisten hat sich zum Übungswochenende einquattiert. Ein lustiger Abend und reichlich Ablenkung von den müden Beinen ist gebongt. Wir werden nach unseren weiteren Vorhaben gefragt und dann leider ziemlich verunsichert. Der geplante Weg über die Sulzkaralm runter und wieder rauf zum Buchsteinhaus sei – auch mit der Option Gebirgstaxi im Tal – viel zu weit für einen Tag. Einer empfiehlt uns, den Weg zurück nach Johnsbach zu wandern, ein anderer, den Wasserfallweg zu gehen. „Viel zu anspruchsvoll!“, sagen die nächsten: „Da steht ihr ganz plötzlich am Rand vor einem 200 Meter tiefen Abgund und müsst da runter.“ Ihr seid in einer guten Konstitution und schafft das“, sagt der andere. Und wir glauben es ihm. Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg und durchwandern die ersten Kilometer den Erbensanger Boden. Dann wird es Ernst. Die Rampe ist da: Ab jetzt geht es eine Stunde über Leitern und Felsen nach unten. Mit Blick zur Felswand, nehmen wir konzentriert Stiege für Stiege – und Stufe für Stufe, die Hand immer am Drahtseil. Und dann sehen wir unsere Belohnung: Den Wasserfall, der sich spielerisch-wild über den mächtigen Felsen ins Tal hinabwirft! Den Wasserfallweg zu nehmen lohnt sich definitiv – ist aber nur für Geübte oder unängstliche Konditionsstarke zu empfehlen.

BUCHSTEINHAUS Auf das Buchsteinhaus freuen uns wir uns ganz besonders. Auf dem Weg zum Großen Buchstein und der St. Gallener Spitze gelegen, sind uns dort auf einer Höhe von 1571 Meternein atemberaubender Blick und eine köstliche Küche versprochen. Das ist unsere Motivation für die 984 Höhenmeter, die wir vom Bahnhof Gstatterboden noch zurücklegen müssen. Nach eineinhalb Stunden Aufstieg sind nur noch die Serpentinen mit 20 Kehren durch den Wald zu meistern, bis wir da sind. Durchgeschwitzt und gut ausgelaugt kommen wir oben an.Wir werden umarmt von einem Glücksgefühl. Und wir wissen beide: Es ist das Highlight der Tour! Nach der ersten Johinnisbeerschorle erfahren wir von Hüttenwirt Tschischi, wo unsere Betten sind und, ...dass wir wegen Wasserknappheit hier oben nicht duschen können. „Puuh“, Nina und ich schauen uns leicht verzweifelt an, „– ausgerechnet heute, wo es über 30 Grad hatte.“ Aber nach einer kleinen Katzenwäsche mit Waschlappen und Seife sind wir okay damit und genießen das Panorama der Hochtorgruppe und der Admonter Reichensteingruppe. Wir bestellen Linsencurry, Pilzpasta und Salat mit heimischem Kürbiskernöl und sind fassungslos, wie gut das Essen schmeckt. Helmut Tschitschiko alias Tschitschi hat in Wien das Kochen gelernt und – so erzählt er uns – ist nach vielen Jahren aus der

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GESÄUSE taffen Gastronomiebranche ausgestiegen. Hier im Buchsteinhaus genießt er trotz Stresszeiten die Ruhe der Berge, kocht nur mit frischen regionalen Produkten und kreiiert seine Gerichte frei Schnauze tradionell-experimentierfreudig. Es schmeckt wirklich fantastisch! Und es macht wahnsinnig Spaß Tschitschis Geschichten zuzuhören, von seinen geheimen RelaxOrten am Buchstein, seiner großen Leidenschaft Skifahren oder seiner Liebe zur Dunkelheit zu erfahren. Umgekehrt hört er mit Interesse zu, was uns hierher verschlagen hat und uns bewegt. Wir werden ihn nie vergessen: Nicht die Würze seines Essens und schon gar nicht diesen besonderen Typen Tschitschi! Ein Besuch am Buchsteinhaus ist in jedem Fall ein Gesäuse-Muss und einfach „voi schee.“

DIE WILDE ENNS Nachdem uns Tschitschi darauf vorbereitet hat, dass wir wahrscheinlich auch auf den nächsten Hütten nicht duschen können werden, steht unser Plan fest: Wir müssen ins Wasser. Und wir nutzen die erste Gelegenheit, die sich uns bietet. Auf der Fußgängerbrücke gegenüber des Bahnhofs sehen wir einen Einstieg in die mintgrün leuchtende Enns. Wir legen die Rucksäcke ab, werfen alles von uns und stürzen uns ins eisigkalte Flusswasser. Endlich Erfrischung, Abtauchen – wieder und wieder... Wir sind euphorisch, ja, nahezu süchtig... Das Gesäuse hat uns längst! Im Wasser sehen wir aber auch die Strömung und, dass hier natürlich auch Vorsicht geboten ist. Ein Ranger, der vorbeikommt weist uns freundlich auf eine nahegelegene offizielle Badestelle hin. Dort sei der Ennszugang ungefährlicher und weniger einsehbar, gibt er uns als Tipp, während über die Brücke vom Bahnhof gerade eine Wandertruppe spaziert und zu uns rüber schaut. Wer im Gesäuse Baden will, sollte sich vorher nach geeigneten Orten erkundigen. Denn viele Gewässer und Wasserbereiche stehen unter Schutz. Aber wenn man rein darf, ist es ein Naturerlebnis pur!

V E R PA S S T E K U LT U R Wir haben in einer Woche Gesäuse und Leben aus dem Rucksack traumhafte Natur kennengelernt: Beeindruckende Ausblicke, abwechslungsreiche Wege und einen der schönsten Sonnenaufgänge ever. Die Einheimischen haben uns viel über die Region und Natur erzählt, haben uns Tipps gegeben und uns auf unterschiedlichste Weise in spannende Gespräche verwickelt. Wir sind glücklich über jedes Detail. Doch wir haben einen Teil des Gesäuses verpasst. Denn auch kulturell ist hier vieles geboten. In Admont steht zum Beispiel die größte Stiftsbibliothek der Welt. Dank der 70.000 antiquaren Bücher, dem edlen Marmorboden und dem barocken Ambiente wird der Besuch im Admonter Klosterstift zu etwas Besonderem. Außerdem ist das große Benediktinerkloster auch Aufenthaltsort, für all diejenigen, die eine Weile Auszeit und Besinnung suchen. Infos und Tipps gibt’s direkt beim Stift Admont oder über die Seite www.gesaeuse.at. Für Nina und mich steht nach der Reise durchs Gesäuse fest, dass wir irgendwann hierher zurückkommen. Man wird hier nicht fertig – es ist eine Sucht!

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HIER WOHNTE …

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: VAL THOERMER

HIER WOHNTE…

… EIN FLUGPIONIER Als Fabrikanten und Visionär hätte der vierspurige Ausbau des Weichengereuth dem Bürger Hans H. Leh wahrscheinlich gefallen. Soll er doch die Zukunftsfähigkeit von Coburg als Industriestandort sichern. Als Anwohner der Villa mit der Nummer 14 wäre ihm diese einschneidende städtebauliche Maßnahme aber sicher ein Dorn im Auge gewesen. Schließlich zog man sich hier außerhalb der Stadtmauern zurück, um seine Ruhe zu haben.

Am Fuße des Marschbergs mit unverbaubarem Vesteblick ließ sich der Fabrikant vom Puppen und Spielwaren hier 1925 einen großen Park anlegen. Alteingesessenen Coburgern bis heute bekannt als Lehsgarten. Allen Vielfahrern bekannt als das blaue Haus, an dessen Einfahrt zwei Hirsche in Bronze liegen. Aber hoppla, bei genauerem Hinsehen entdeckt der langsam fahrende Autofahrer eine Kuriosität. Die Hirsche tragen gar keine Geweihe. Ungewöhnlich. Welcher Villenbesitzer lässt sein Refugium von zwei verletzten Tieren bewachen? Die Auskunft eines Nachbarn birgt die Antwort. Zu Kriegsende bezogen die Amerikaner das Gebäude und schlugen den stattlichen Waldtieren – wahrscheinlich in jugendlichem Übermut oder einfach in alkoholisiertem Zustand – kurzerhand die Geweihkronen ab. Jahrzehnte später fand besagter Nachbar bei der Gartenarbeit ein bronzenes Indiz für diese Tat, ein Hirschohr, und überreichte es mitsamt der dazu gehörenden Geschichte Max Greiner, dem neuen Besitzer der frisch renovierten Villa. Bemerkenswert. Inmitten eines großen Parks mit steiler, aber herrschaftlicher Auffahrt rund um das Gebäude herum liegt die Villa, die sich 1867 der Geheime Kriegsrat Weidinger aus Berlin hat bauen lassen. Gerne setzten sich pensionierte Offiziere, Kaufleute und Rentiers zu dieser Zeit vor den Toren der Stadt zur Ruhe und ließen sich kleinere und größere Villen bauen. Die ehemalige Garnisonsstadt Coburg bot viel Abwechslung für ihre Größe. Hier an den Hängen des Itztals konnte man seinen Lebensabend in angenehmer Weise verbringen. Coburg war Anfang des 20. Jahrhunderts eine Kleinstadt mit etwa 20 000 Einwohnern, aber einem regen gesellschaftlichen Leben, einem bekannten Theater, einer modernen Eisenbahnanbindung und einer Fürstenfamilie, die ein bisschen Glanz und Glamour brachte. Wenn Kommerzienrat Hans H.Leh nicht gerade in seiner Fabrik in der Lossaustraße an neuen Spielzeugideen bastelte, die er dann bis nach England, Kanada und in die USA lieferte, widmete er sich seiner zweiten Leidenschaft, der Fliegerei. Die Jahre zwischen den beiden Weltkriegen war eigentlich die große Zeit der Segelfliegerei. Den Traum vom lautlosen Gleiten zwischen Himmel und Erde hatten viele Deutsche. Ein Grund für den Aufschwung, den dieser Sport erfuhr, dürfte ein sehr pragmatischer gewesen sein. Denn

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der Versailler Vertrag von 1919 schrieb ein allgemeines Verbot für Motorflugzeuge fest. Erst 1922 wurde das alliierte Flugverbot aufgehoben und mit dem Ende der Inflation kam der Aufschwung der Motorfliegerei. Hans Leh zögerte nicht lange und gründete 1923 die Ortsgruppe Coburg im „Oberfränkischen Verein für Luftfahrt“. Dann ging es Schlag auf Schlag. Schon 1924 schaffte es der umtriebige Unternehmer, dass eine neue Flugzeughalle auf der Brandensteinsebene gebaut wurde. Gemeinsam mit seinem Vater gründete er das erste private Flugunternehmen, die „Luftverkehr Coburg“. Dafür wurden zwei einmotorige Maschinen vom Typ Dietrich angeschafft. In der Folgezeit starteten auf dem Plateau hinter der Veste Reklame-, Überland-, Kunst- und Passagierflüge. Klingt wie die goldene Zeit der Motorfliegerei in Coburg. Aber es gab auch schwarze Tage in der Vereinsgeschichte, denn was die Menschen an der Fliegerei faszinierte war nicht das Flugzeug als Verkehrsmittel, sondern als Sportgerät. Und das konnte lebensgefährlich sein. Erna Kröhl machte sich als Luftakrobatin und Fallschirmspringerin einen Namen. Sie zahlte für ihre Leidenschaft für die Fliegerei, wie ihr Mann Georg, der für den Luftverkehr Coburg als Pilot in die Lüfte stieg, mit dem Tode. Ein Gedenkstein auf der Brandensteinsebene gedenkt der beiden Coburger. Seit diesem Jahr nun erstrahlt die blaue Villa im Lehsgarten in neuem Glanz. Hochwertig renoviert empfangen die 3 Wohnungen Mieter und deren Gäste. Den Spagat zwischen behutsamer Renovierung eines Baudenkmals auf der einen und designorientierter Modernisierung auf der anderen Seite ist dem neuen Eigentümer gut gelungen. Das hätte auch dem Flugpionier Hans H.Leh gefallen. Lebte dieser als Spielwaren herstellender Technikbegeisterter doch auch immer zwischen Tradition und Moderne.

Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind. Der COBURGER stellt sie vor: 2020 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.

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HIER WOHNTE …

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… EIN FLUGPIONIER

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BUCHHANDLUNG RIEMANN

(Lese-) Freude schenken! … mit dem Bücherabo der Buchhandlung RIEMANN

Mit kaum einem anderen Geschenk können Sie einer Leserin oder einem Leser eine größere Freude bereiten als mit einem schönen Buch. Da verwundert es kaum, dass Bücher zu den beliebtesten Geschenken zählen. Ein Buch ist also immer eine hervorragende Wahl, die sowohl die beschenkte als auch die schenkende Person glücklich macht. Mit dem Bücherabo der Coburger Buchhandlung RIEMANN können Sie dieses Glücksgefühl noch steigern, denn Sie schenken damit nicht nur ein einzelnes Buch, sondern Monat für Monat (Lese-)Vergnügen! Die beschenkte Person freut sich über bis zu 12 Bücher, verteilt auf ein ganzes Jahr. Dabei wird jedes Buch von den RIEMANN-Expertinnen sorgfältig nach dem jeweiligen Lesegeschmack ausgewählt, jedes Mal hübsch als Geschenk verpackt und per Post zugestellt. Egal zu welchem Anlass, ob zu Weihnachten oder Ostern, zur Konfirmation oder Kommunion, zum Geburtstag, zum Jubiläum, zum Kolleg*innen-Abschied oder zum Ruhestand: Das Bücherabo ist DAS perfekte Geschenk für Leser*innen.

Das sagen Schenkende und Beschenkte über das Bücherabo:

ich letztes Jahr meiner „Das Bücherabo hatte geschenkt und sie hat Mutter zu Weihnachten eine Verlängerung gesich für dieses Jahr bereits hl hat jedes Mal gewünscht. Die Bücherauswa roffen. Besonders toll nau Ihren Geschmack get liebevolle Verpackung.“ fanden wir beide auch die Laura P.

„Ich kann Ihnen ein durchw eg positives Feedback geben! Das Bücherabo hat sehr große Freude bereitet und das ein ganzes Jahr lang. Die Bücher waren immer schön ver packt und auch die Bücherauswahl hat sehr beg eistert. Die Genres, die ausgewählt werden kon nten, haben in jedem Buch zugetroffen und wu rden perfekt berücksichtigt. Ich würde das Büche rabo jederzeit wieder verschenken.“ Lena Z.

„Das Bücherabo ist spitze ! Meine Frau freut sich regelmäßig auf und über das Geschenkpaket im Briefkasten. Ich als Zw eitverwerter übrigens auch. Ihren Mitarbeiter innen gehört ein dickes Dankeschön für die gelung ene Titelauswahl. [...] Natürlich wird der Abo-G utschein 2019 wieder unter den Weihnachtsgesch enken zu finden sein. Ich hoffe, dass Sie entspr echende Nachfrage haben und nicht Opfer des obe rflächlichen und ungeduldigen Zeitgeistes we rden, wenn dieser mal wieder hipp sein möchte und dafür gewonnene Errungenschaften fahrlä ssig opfert.“ Achim R.

2019 ein tolles Weih„Das Bücherabo war h selbst. Ich habe nachtsgeschenk – für mic das Päckchen gefreut, mich jeden Monat über wieder gelesen, irgendbekannte Autoren mal neu entdeckt und einiwie Vergessene wieder h meist positiv überges Unbekannte hat mic e Auswahl, Danke!“ rascht. War eine toll Elke H.

„Das Bücherabo war ein Geschenk für meine Eltern und kam sehr gut an. Meine Eltern haben so auch Bücher gelesen, auf die sie wahrscheinlich so gar nicht aufmerks am geworden wären. Die Bücher werden wir in der Familie auch austauschen. Wirklich ein toll es Geschenk und sehr zu empfehlen.“ Anne H.

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n Sohn kam so gut an, „Das Bücherabo für meine er Verlängerung gefragt dass er schon nach ein n von der Buchauswahl hat. Er war sehr angeta on weitere Bände von und hat deswegen auch sch i K. Ka Abo Büchern bestellt ...“

„Das Geschenk ist super angekommen, war alle zwei Monate DIE News beim Telefonieren mit meiner Mama.“ Jochen B.

er funktioniert! Meine „Das Bücherabo hat sup als Geschenk war, war Mutter, für die das Abo cher begeistert und hatvon der Auswahl der Bü ! Vielen Dank für den te viel Freude beim Lesen! D. tollen Service.“ Susanne

Weitere Informationen zum Bücherabo, der ganz besonderen Geschenkidee der Buchhandlung RIEMANN erhalten Sie in der Buchhandlung am Coburger Markt sowie unter www.buecherabo.de Bitte beachten Sie auch das Gutschein-Heft in dieser Ausgabe des COBURGER.

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KULTURTIPPS

KULTUR

Wichtiger Hinweis r diese

Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und alles, was Freude macht.

, dass fü Beachten Sie bitte raussichtlich HygiVeranstaltungen vo en, die beachtet eg enekonzepte vorli g e die Einschränkun werden müssen wi s da , m ku bli hl an Pu der maximalen Za asken, Tragen von Schutzm Tipps le Al … , ln Abstandsrege tem unter coronabeding Vorbehalt.

THEATER

BEZAHLT WIRD NICHT!

SOCIAL DIS-DANCING

Farce von Dario Fo ins Deutsche übertragen von O. Chotjewitz

Dreiteiliger Ballettabend von Wubkje Kuindersma, Tara Yipp und Marc McClain | Mit Musik von Roland Pfister, Johann Sebastian Bach, Philipp Glass

Verwechselungen, Situationskomik und ein subversiver Humor machen das Schauspiel zu einer bissigen Komödie. Gerade in Zeiten, in denen die soziale Schere immer weiter auseinanderklafft und die Covid-19-Pandemie Italien besonders hart getroffen hat, gewinnt das Stück an Aktualität. „Bezahlt wird nicht!“, rufen die Mailänder Frauen, die die Nase voll haben von unbezahlbaren Preisen. Eine von ihnen, Antonia, schleppt Waren aus dem geplünderten Supermarkt nachhause, ohne diese zu bezahlen und versteckt diese vor ihrem Ehemann. Das Spiel mündet in einem perfekten Chaos. Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus Wann? Premiere am 11. Oktober 2020, um 18 Uhr Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

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Das Thema passt genau in die jetzige Zeit der Kontaktbeschränkungen. Umarmungen und Berührungen fehlen, dafür leben Familien auf engstem Raum zusammen. Wie fühlt sich die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz an? Drei Choreografen beleuchten diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven.

Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus Wann? Premiere am 30. Oktober 2020, um 19.30 Uhr Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

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KULTURTIPPS DER KLEINE LORD Familienstück zur Weihnachtszeit Die Klassiker „Der kleine Lord“ wurde im Jahr 1886 geschrieben und im Jahr 1980 verfilmt. Der freie Regisseur Holger Seitz holt das Stück auf die Bühne des Landestheaters. In ärmlichen Verhältnissen in New York lebend, erfährt Cedric von seinem adligen Großvater, dem Earl of Dorincourt. Nach dem Willen des Großvaters soll Cedric nach England übersiedeln. Von heute auf morgen wird Cedric aus seinem Lebensumfeld gerissen, hinein in das vornehme Leben des Adels. Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus Wann? Premiere am 14. Oktober, um 15 Uhr Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Wir sind weiter für Sie da! Zuverlässig, schnell, lösungsorientiert. Zu Ihrem und unserem Schutz bitten wir Sie zunächst um Vereinbarung von Telefonterminen. Auch per E-Mail erreichen Sie uns einfach und schnell. Und später bleiben Sie mit unserem prämierten WebakteService sowieso immer auf dem Laufenden, ohne einen Fuß vor die Tür setzen zu müssen. Bleiben Sie gesund! Ihre Fachanwälte der Anwaltskanzlei Hörnlein und Feyler.

Kasernenstraße 14 D-96450 Coburg

( 09561/80110

Wolfgang Hörnlein Dr. Wolfgang Hacker Julia Gremmelmaier Dr. Thomas Kunze (ADAC-Vertragsanwalt)

Maren Feyler Lutz Lindner Heidi Schüler Karoline Rink Eva Grabolus

Frank Sitte Dr. Eike Bittorf (RA i. R.) Jürgen Hopf Nadine Werner

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Traditionell.

Modern.

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Unser Restaurant bietet Gästen fränkische Gemütlichkeit und Coburger Gastlichkeit in historischem Ambiente. Traditionelle Gerichte wie Braten mit Coburger Klößen, Bratwürste und fränkische Brotzeiten werden aus frischen Zutaten hergestellt, die von heimischen Lieferanten bezogen werden. Schon 1508 wurden hier – im ältesten Haus Coburgs – Gäste mit Speisen und Getränken bewirtet. Das Team des Goldenen Kreuz knüpft an die hundertjährige Tradition an und serviert Ihnen traditionelle Speisen und hauseigenen Kreuztrunk. Das “Goldene Kreuz” zählt zu einem der 40 schönsten Gasthäuser Deutschlands.

Goldenes Kreuz

Unsere Öffnungszeiten Montag bis Sonntag von 11 – 14 Uhr Montag bis Samstag von 1730 – 2200 Uhr

Herrngasse 1 96450 Coburg

Wir bitten um Reservierung.

Telefon: +49 (0)9561 513407 Fax: +49 (0)9561 513408 E-Mail: info@goldenes-kreuz-coburg.de

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KULTURTIPPS

VORTRÄGE DER HISTORISCHEN GESELLSCHAFT DIE REIHE „100 JAHRE COBURGER LAND = BAYERNLAND“ WIRD FORTGESETZT „Wohin gehen wir?“ titelte das Coburger Tageblatt im Sommer 1919. Es war die Frage, die die Coburgerinnen und Coburger in den Jahren zwischen 1918 und 1920 umtrieb. Seit der Abdankung von Herzog Carl Eduard und der Trennung von Gotha war klar, dass Coburg allein nicht überlebensfähig war. Man musste sich an einen größeren Staat anschließen. Aber an welchen? Thüringen im Norden, Bayern im Süden, oder eine ganz andere Lösung? Die Gründe, warum sich die Coburgerinnen und Coburger für Bayern entschieden, waren nicht nur vielfältig, sie waren auch eingebettet in die allgemeine staatliche Neugestaltung des Deutschen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg, und sie wirken bis heute nach: Der damals ausgehandelte Staatsvertrag prägt das Stadtbild und das Kulturleben Coburgs bis in die Gegenwart. Die Vortragsreihe will sich diesen Ereignissen von verschiedenen Richtungen her annähern. Die besonderen Umstände der coburgisch-bayerischen Verhandlungen sollen genauso in den Blick genommen werden, wie der deutschlandpolitische Kontext; so sollen neue Erkenntnisse zu den Verhandlungen präsentiert und die Frage gestellt werden, wie die damaligen Ereignisse bis heute nachwirken.

27. Oktober Franken oder Thüringen? Die Volksbefragung von 1919 und die Vereinigung mit Bayern 1920 in der Coburger Erinnerungskultur. Der Vortrag von Professor Martin Ott vom Institut für fränkische Landesgeschichte in Thurnau, fragt nach den

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mentalitätsgeschichtlichen Hintergründen sowie nach den Folgen der Coburger Volksabstimmung von 1919. Welche Rolle spielte die Zugehörigkeit zu Franken oder Thüringen in der Abstimmung? Wie wurde die Abstimmung in der Folgezeit bewertet?

24. November Landtag und Staatsregierung in Bamberg 1919. Die Verhandlungen über die Bamberger Verfassung. Dieser Vortrag von Horst Gehringer aus dem Stadtarchiv Bamberg blickt in die Stadt an der Regnitz. Dorthin waren Landtag und die bayerische Staatsregierung während der Unruhen in München im Frühjahr 1919 ausgewichen. Wo in Bamberg schlugen Landtag und Regierung ihr Quartier auf, wie entwickelte sich das Verhältnis zur Stadt und warum fiel die Wahl überhaupt auf Bamberg? Diesen Fragen wird der Vortrag nachgehen. Die beiden Vorträge der Historischen Gesellschaft Coburg e. V. in Zusammenarbeit mit der VHS Coburg Stadt und Land, dem Staatsarchiv Coburg und Coburg Marketing finden im großen Saal des Kongresshaus Rosengarten statt. Der Eintritt ist frei. Beginn ist jeweils um 18 Uhr – Einlass bereits eine Stunde früher. Die Plätze sind begrenzt und werden in der Reihenfolge der Ankunft vergeben, eine Vorab-Reservierung ist nicht möglich. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuell gültigen Corona-Vorschriften bei der Registrierung der Besucher am Eingang zu Wartezeiten kommen kann.

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KULTURTIPPS

MUSIKALISCHES

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METALLICA SYMPHONIC TRIBUTE Das internationale Klassik-Rock-Spektakel ist wieder in Deutschland. Vor 20 Jahren spielte die Rockband Metallica ihr einziges S&M-Europakonzert. Symphony and Metallica ertönten live weltweit nur viermal. In Berlin erklang im November 1999 „Nothing Else Matters“ mit Orchester. Im letzten November, also exakt 20 Jahre später, würdigte eine der weltweit besten Metallica-Tribute Bands „Scream Inc.“ mit dem Orion-Orchester diese in die Musikgeschichte eingegangene Live-Show. Tausende Fans in Berlin, Augsburg, Stuttgart, Leipzig und Fürth waren restlos begeistert. Wo? Kongresshaus Rosengarten Wann? 18. November, um 20 Uhr Weitere Informationen unter: www.eventim.de.

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2. SINFONIEKONZERT „LICHTBLICKE“ Musikalische Leitung Johannes Braun Zur Aufführung kommen Werke von Charles Ives ( central park in the dark), Ludwig van Beethoven (Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus“, op 43), Jörg Widmann ( Con brio. Konzertouvertüre für Orchester), Ludwig van Beethoven (Sinfonie Nr. 7 A-Dur, op.92) Coburger Straße 7 (Gebäude 2), 96472 Rödental T 0 95 61 97 345 - 00, info@markatus.de www.markatus.de

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Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus Wann? 17. Oktober 2020, um 20 Uhr 18. Oktober 2020, um 18 Uhr und um 18 Uhr Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

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KULTURTIPPS

enedig in Coburg

VITTORIO ZECCHIN Glas für Cappellin und Venini

2. KAMMERKONZERT IN KOOPERATION MIT STADT COBURG UND KLANGGRENZEN E.V. Mit Werken von Ludwig van Beethoven und Sergej Prokofjew. Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus Wann? 15. November 2020, um 11 Uhr Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

A GLEZELE VAYN Unter dem Namen verbirgt sich musikalischer Entdeckergeist und schräger Humor. An diesem Abend treffen ungarische Schärfe, jiddische Melancholie und Allgäuer Bergkäse aufeinander. Die Musik stammt aus den Ländern des Balkans, den jiddischen Schteteln Osteuropas und den Alpen. Die Besucher erwartet eine vergnügliche Mischung aus Tradition und Eigenwilligkeit. Wo: Morizkirche Wann: 15. November, um 19.30 Uhr Weitere Informationen: Cultur im Contakt, Kirchengemeinde St. Moriz

15.5.2020 − 10.1.2021 Kunstsammlungen der Veste Coburg Kunstsammlungen-Coburg.de

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KULTURTIPPS

100 % von hier

KONGRESSHAUS-HIGHLIGHTS Unsere Veranstaltungen im Herbst 09.11. 18.11. 14.12. 05.01. 06.01. 11.01. 22.01. 29.01. 05.02. 06.02. 08.02.

Unsere Veranstaltungen imGHerbst 10.02. Harry

Beethoven Pur – Musikfreunde Coburg Metallica Symphonic Tribute Beethoven Finale – Musikfreunde Coburg Comedy Gala Neujahrskonzert Konzert Musikfreunde Coburg Bodo Wartke TBC Schneewittchen – das Musical Maxi Gstettenbauer Prazak Quartett

03.03. 04.03. 05.03. 13.03. 15.03. 19.03. 21.03. 25.03. 26.03. 30.03.

Sandsation Daphne de Luxe Falco – Das Musical Pink Floyd Reloaded Konzert Musikfreunde Coburg Addnfahrer Die Feisten Super ABBA – a Tribute to ABBA Yesterday – a tribute to the Beatles Bibi-Musical Hexen Hexen überall

Weitere www.coburg-kongress.de WeitereInformationen Informationen unter: unter: www.coburg-kongress.de

Berliner Platz 1  96450 Coburg  Tel.: 09561 89-830  Fax: 09561 89-8384  info@kongress.coburg.de  www.coburg-kongress.de Berliner Platz 1  96450 Coburg  Tel.: 09561 89-830  Fax: 09561 89-8384  info@kongress.coburg.de  www.coburg-kongress.de

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KULTURTIPPS

d– sportl an ss, macht spa f it & gesund

BADEMEISTER SCHALUPPKE Von aufmüpfigen Jugendlichen bis hin zu Bremsenplagen im Freibad reicht der Erfahrungsschatz des ComedyBademeisters, den er seinem Publikum – inklusive besonderer Tanzeinlagen – an diesem Abend darbietet. Wo? Kunstverein Coburg, Park 4a, Zugang über die Leopoldstraße Wann? 29. Oktober, um 19.30 Uhr Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de

fitness gesundheit sport 68 015 TELEFON: 09561/ COBURG .DE DW W W. SP OR TL AN

SUZAN BAKER UND DENNIS LÜDDICKE Das Singer-Songwriter-Duo präsentiert deutsche und internationale Weihnachtslieder. Zudem erzählen die beiden von ihren ganz persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, bei denen der Glaube an Gott und Jesus Christus eine zentrale Rolle spielt. Wo? Kunstverein Coburg, Park 4a, Zugang über die Leopoldstraße Wann? 13. November, um 19.30 Uhr Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de

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KULTURTIPPS

Genusstage CO BURGER LAND

REGIONALES BIER- & SPEZIALITÄTENFEST TO GO

mit Musik-Stream am 24.10.

PRINZESSIN UND REBELL Was macht denn die Anna von Schandmaul eigentlich? Diese Frage beantwortet das Debütalbum der Formation „Prinzessin & Rebell“ auf überzeugende Weise. Die Weltklassemusikerin Anna Katharina Kränzlein hat sich dafür mit Florian Kirner alias Prinz Chaos zusammengetan, der als Konstantin- Wecker-Schüler, Liedermacher, Schlossbesitzer und politischer Aktivist ebenfalls kein Unbekannter ist. Wann? 06. November, um 19:30 Uhr Wo? Kunstverein Coburg, Park 4a, Zugang über die Leopoldstraße Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de

24.10. – 1.11. ALLE AKTIONEN UNTER: WWW.GENUSSREGION-COBURG.DE

DAS EICH Kinder, wie die Zeit vergeht! Fast zwölf Jahre steht Das Eich nun auf der Bühne, fünf abendfüllende Showprogramme hat der “Entspannte Franke” in dieser Zeit gebastelt. Immer mit komplett neuen Liedern, Geschichten und Parodien. Da hat sich allerhand angesammelt und so manche Klassiker sind entstanden, die leider aus Zeitgründen seit Jahren in der Schublade verschwunden sind. Damit ist jetzt Schluss! Bevor 2021 das komplett neue sechste Bühnenprogramm Premiere feiert, gibt es – sozusagen als “Zwischenprogramm” - noch einmal eine bunte Mischung aus allen fünf Programmen. “Äußerst Eich-haltig!” ist aber kein vorgefertigtes “Best of ”, sondern jeden Abend ein bisschen anders!

S Sparkasse Coburg - Lichtenfels

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Wann? 27. November, um 19:30 Uhr Wo? Kunstverein Coburg, Park 4a, Zugang über die Leopoldstraße Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de

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KULTURTIPPS

Erleben auch Sie die neue Art Haare zu schneiden! JULES VERNES ABENTEUER Der mehrfache Preisträger des Deutschen Rock-Pop Preises Udo Langer, bringt seit Jahren seine CD-Projekte mit seiner Band KLANGFEDER oder solo erfolgreich auf die Bühne. Jules Vernes Abenteuer ist sein neuestes Projekt, in dem er bekannte Werke des Science-Fiction Autors zu einer ganz neuen Geschichte verbunden hat. Drei Schüler haben auf ihrer Weltreise 30 Jahre nach Schulabschluss ein magisches Buch von Jules Verne dabei, das sie zu Entdeckern werden lässt. Wann? 05. Dezember, um 19:30 Uhr Wo? Kunstverein Coburg, Park 4a, Zugang über die Leopoldstraße Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de

Calligraphy Cut Spezialisten in Coburg! Der Calligraphy Cut bietet Ihnen neue Dimensionen und mehr Volumen für Ihr Haar gepaart mit einem unglaublichen Frisurenergebnis. Das bedeutet für Sie: weniger Spliss, mehr Volumen und ein leichter und lockerer Fall P.S. Gratulation übrigens an unsere Kollegin Bianca Baumann zu ihrer bestandenen Calligraphy Cut Goldstar Ausbildung

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin! CHRISTMAS-JAZZ Für einen beschwingten Abend in der Vorweihnachtszeit nehme man musikalische Klassiker von früher und heute, Melodien der Kindheit und amerikanische Evergreens zu gleichen Teilen, mische sie mit einigen Neuinterpretationen, gebe ein paar handverlesene Leckerbissen der Literatur und köstliche Anekdoten zum Advent dazu und stimme das Ganze fein ab mit einer (un-) gehörigen Portion Jazz. Alles zusammen wird dann mit viel Gesang . Wann? 12. Dezember, um 19:30 Uhr Wo? Kunstverein Coburg, Park 4a, Zugang über die Leopoldstraße Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de

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KULTURTIPPS

Coburgs Kulturszene im Netz COltur. So heißt der gemeinsame Auftritt der Coburger Kulturszene im Netz. Das nicht-kommerzielle Projekt entstand durch die Folgen der Corona-Pandemie für Künstlerinnen und Künstler: Keine Auftrittsmöglichkeiten, keine Zuschauer und dadurch existenzielle Probleme für Künstlerinnen und Künstler. Gleichzeitig fehlte ein gemeinsames Sprachrohr, das zeigt, wie wichtig eine breitgefächerte bunte Kulturwirtschaft für die Attraktivität von Stadt und Landkreis Coburg ist. Hier setzt das Projekt „COltur“ an. Es präsentiert in Videos und Interviews verschiedenste Kulturschaffende aus Stadt und Landkreis Coburg. Es liefert Informationen und Kontakte. Es ist ein Aufruf, heimische Kulturschaffende zu unterstützen, zur nächsten Firmenfeier, zur Hochzeit, zu einem Jubiläum zu buchen, auf ihre Konzerte oder

CHOR UNERHÖRT

Veranstaltungen zu gehen, ihre Musik, Bücher oder Bilder zu kaufen. Und COltur soll wachsen: Künstler, Musiker, Zauberer oder andere Kulturschaffende aus der Region können sich bewerben um einen Platz auf COltur.de: Einfach mailen an stadtmarketing@ coburg.de. Die Teilnahme, die Produktion der Videos und die Werbung auf COltur.de ist kostenfrei. Ein Projekt wie COltur wäre ohne viele Partner nicht möglich: Initiator war Coburg Marketing. Gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Coburg, iTVCoburg, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg und mit Unterstützung des Landratsamtes, der SÜC, der Sparkasse Coburg – Lichtenfels und der Werbeagentur markatus ist es gelungen, das Projekt auf die Beine zu stellen.

BAND TAKTLOS

BAND PUBSODY

Videos, Interviews, Informationen, Kontakte und viele weitere Künstler auf

www.coltur.de MUSIk-COMEDY MARCEL WAGNER

SCHAUSPIEL PEGGY HOFFMANN

Vielen Dank an unsere Partner

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Neu in Coburg!

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Eine der ersten Veranstaltungen im Kongresshaus Rosengarten nach der coronabedingten Pause: Der Themenabend „Wie Coburger Unternehmen ihre Firmen durch die Corona Krise führen“ der Wirtschaftsjunioren zu Coburg. Unter anderem auf dem Podium: Björn Schumacher, CEO Schumacher Packaging Gruppe.

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KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

LEBEN KEHRT ZURÜCK VERANSTALTUNGEN IM KONGRESSHAUS DANK HYGIENE­KONZEPT WIEDER GEFRAGT Nach langer Zeit des Wartens, fanden in den letzten Wochen bereits wieder einige öffentliche Veranstaltungen, wenn auch unter veränderten Umständen, im Kongresshaus Rosengarten statt. Weitere sind schon geplant. Auch für Firmenveranstaltungen wie Vorträge oder Seminare ist das Kongresshaus wieder geöffnet. „Die Sicherheit bei der Durchführung von Veranstaltungen hat in unserem Haus ja schon immer höchste Priorität. Die aktuelle Situation hat erfordert, über die bereits bestehenden Regelungen hinaus, weitere Maßnahmen zu ergreifen“, so Sandra Schweigert, seit kurzen bei Coburg Marketing zuständig für das Kongresshaus Rosengarten. „Der Schutz und das Wohlbefinden unserer Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht dabei immer im Vordergrund.“ Die ersten Erfahrungen mit Veranstaltungen sind überaus positiv. Das kulturelle Leben ist damit ins Kongresshaus Rosengarten zurückgekehrt. Mehr Informationen zu neue Veranstaltungen, Verlegungen und Neuigkeiten unter www.coburg-kongress.de

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Folgende Regelungen gelten bis auf weiteres für Besuche im Kongresshaus: • Im gesamten Gebäude gilt es einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. • Gäste und Besucher müssen bis zur Einnahme ihres Platzes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Am Platz darf der Schutz abgenommen werden. • Namen und Kontaktdaten werden erfasst und dokumentiert. • Gäste und Besucher mit Kontakten zu COVID-19-Erkrankten oder entsprechenden Krankheitssymptomen ist der Zutritt verwehrt. • Veranstaltungen bis maximal 200 Besuchern dürfen stattfinden, dies ist im Kongresshaus im Festsaal inkl. Empore möglich. Da die maximale Personenzahl auch vom jeweiligen Raum und der Bestuhlung abhängig ist, sind bei den Seminarräumen z.B. für den Kleinen Saal maximal 37 Personen zugelassen. • Den Gästen wird am Eingang und in den Toiletten umfangreiches Hygiene- und Desinfektionsmaterial zur Verfügung gestellt. Während der Anwesenheit von Besuchern werden Türklinken, Geländer, Griffe etc. regelmäßig desinfiziert. • Es gibt eine Besucherlenkung mit Ein- und Ausgang für bestimmte Bereiche. • Die Lüftungsanlagen sind permanent eingeschaltet, so dass der Außenluftanteil bei über 70% liegt.

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Advertorial

KULTURTIPPS

BUCHEMPFEHLUNG MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN Als sich Stefan Beheim, der Vorstandsvorsitzende der FischerEuroBinary AG, das Leben nimmt, arbeitet sein Unternehmen an einem hochbrisanten und äußerst umstrittenen Projekt: Das Unternehmen entwickelt im Auftrag der Europäischen Union ein System namens Alyattes, das den Zahlungsverkehr zwischen Banken von den Amerikanern unabhängiger machen soll. Das neue Verfahren soll das bislang verwendete SWIFT-Netzwerk ablösen, das seit den Enthüllungen Edward Snowdens in der Kritik steht. Snowden hatte herausgefunden, dass SWIFT und somit globale Finanztransaktionen von der NSA ausgespäht wurden. Das gesamte Projekt steht jedoch auf der Kippe und es ist zu befürchten, dass der zuständige EU-Kommissar die Weiterentwicklung stoppt. Im Team der Entwickler ist der ungarische Crack Tamás Varta sowie eine junge und überaus begabte Französin. Ihr Job ist, die bereits entwickelten Software-Komponenten auf Sicherheitslücken zu testen. Die beiden entdecken, dass offensichtlich ein Teil des Programms nicht getestet werden soll und vermuten, dass absichtlich eine Sicherheitslücke eingebaut wurde. Diese Erkenntnis bringt die IT-Spezialisten in ernste Gefahr. Um Gewissheit zu erlangen, hackt Varta das Handy des Chef-Entwicklers. Eine Entscheidung, die ihn zum Untertauchen zwingt. Hardcover mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0723-7 20,00 Euro

Auf ihn angesetzt ist unter anderen die ehemalige Elite-Soldatin Anna-Lena Herbst. Ihr Auftrag: Varta finden und eliminieren. Rasch spürt sie ihn in Bratislava auf. Als sie jedoch feststellt, dass offensichtlich nicht nur ihr Auftraggeber Varta ausschalten will, wird sie misstrauisch und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen.

eBook: ISBN: 978-3-641-25663-0 15,99 Euro

In der Folge flüchten Herbst und Varta durch halb Europa. Es beginnt eine furiose und unglaublich spannende Achterbahn der Gefühle: Schaffen es die beiden, lebend aus der Sache herauszukommen? Gelingt es Varta, den Skandal um Alyattes aufzudecken, bevor es zu spät ist? Die Schlinge zieht sich immer mehr zu. Mit „Die Mächtigen“ ist Lucas Fassnacht ein ungemein packender, actionreicher und harter Thriller mit vielen unerwarteten Wendungen gelungen, der mich sofort in seinen Bann zog. Wie beispielsweise Anna-Lena Herbst in Mission-Impossible-Manier mehrfach schier ausweglose Situationen meistert, ist einfach großartig.

INHALTSANGABE

LUCAS FASSNACHT

In einer Welt, in der alles vernetzt ist, wird der Kampf um die Macht ein gefährliches Spiel.

… wurde 1988 in Dieburg geboren. Heute lebt er in Nürnberg, nachdem er in Erlangen Altgriechisch, Germanistik und Linguistik studiert hat. Neben seiner Arbeit als Autor gibt Fassnacht Workshops für Kreatives Schreiben. Er veranstaltet regelmäßig Literatur-Shows in Nürnberg und Erlangen. Von März bis November 2015 leitete er eine Poetry-Slam-Werkstatt mit Mittelschülerinnen und -schülern der Nürnberger Südstadt, welche mit der Kamera begleitet wurde. Der entstandene Dokumentarfilm „Südstadthelden“ feierte Anfang Oktober 2019 Premiere im Rahmen des Internationalen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte. „Die Mächtigen“ ist sein zweiter Thriller.

Im Zenit seiner Macht stürzt sich einer der bedeutendsten Konzernchefs des Landes in den Tod. An seine Stelle tritt Fridolin von Wolfenweiler, und dieser hat eine kühne Vision: die Entwicklung einer Software, die den kompletten Zahlungsverkehr Europas abwickeln soll – schnell, transparent, sicher. Um die Sicherheit der Software zu überprüfen, wird der berüchtigte IT-Spezialist Tamás Varta angeheuert. Varta entdeckt mysteriöse Fehler im Code. Und ahnt, dass ihn die Entdeckung das Leben kosten kann. Zu Recht. Als er untertaucht, wird die ehemalige Kampfschwimmerin Anna-Lena Herbst auf ihn angesetzt. Doch dann tritt ein weiterer Killer auf den Plan – Herbst und Varta geraten in ein Spiel der Mächtigen, in dem es keine Regeln gibt.

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©Frank Hanewacker – Sedan Sieben

Das erschreckend realitätsnahe Szenario des Buches macht es zusätzlich sehr lesenswert. Ich hoffe, dass uns Ähnliches im echten Leben erspart bleibt …


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 4! / Oktober 2020 Sechster Jahrgang Auflage 3750 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Coburger Straße 7 96472 Rödental Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Redaktion / Autoren dieser Ausgabe: Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Gabi Arnold Stephie Fröba Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Tobias Zwiener Titelbild: „Vestekürbis“

IN EIGENER SACHE ÜBERRASCHUNG 1

PREMIUM PARTNER 2020

Neu im COBURGER, in dieser Ausgabe zum ersten Mal als Beilage mit dabei: Das COBURGER Couponheft mit vielen Coupons Coburger Händler und Dienstleister. Vergünstigungen, Rabatte, kleine Aufmerksamkeiten … mit den Coupons aus dem COBURGER Couponheft wird der Einkaufsbummel gerade im vorweihnachtlichen Coburg noch schöner.

Gerade in solchen Zeiten ist es unbezahlbar, wenn man zuverlässige Partner an seiner Seite hat. Das gilt im Privaten wie im Beruflichen. Daher baut der COBURGER schon seit vielen Jahren auf PREMIUM-PARTNERSCHAFTEN. Unternehmen, Handwerksbetriebe, Händler, Dienstleister, Organisationen aus der Region, die mit dem COBURGER eng verbunden sind, sind PREMIUM-PARTNER. Der COBURGER hat dadurch Planungssicherheit und bedankt sich dafür mit Sonderkonditionen.

RABATT BEIM EINKAUF

2020 ... SCHWIERIGES JAHR

Einfach Coupons heraustrennen, in das jeweilige Geschäft gehen, shoppen gehen, Coupon einlösen. Das freut die Coburger, und das unterstützt den Coburger Handel, gerade im schwierigen Jahr 2020.

Projektleitung Coburgs Beste: Melanie Krempel Layout / Illustrationen: Axel Straubinger Lisa Obermüller

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Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de

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Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2020

Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.

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Sie möchten ihren Verwandten oder Freunden, die nicht in Coburg leben, ein Stück Coburg in die Ferne schicken? Sie suchen ein besonderes Weihnachtsgeschenk? Dann verschenken Sie doch ein Abo. Sechs Ausgaben COBURGER für 30 Euro inkl. Versand. Am besten gleich reinklicken: www.coburger-magazin.de/abo

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Ciderhof Coburg Coburg Stadt und Land aktiv Dr. Radu & Partner Engel & Völkers Friseur Julia Göring Intercoiffure Goldenes Kreuz HSC 2000 Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Kunstsammlungen der Veste Coburg Lasco Umformtechnik Motorrad Reinhardt Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Stadtbild Coburg e.V. SÜC süc//dacor Teppichhaus Bartel Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing/Citymanagement Coburg Vitadrom Von Poll Immobilien

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GALERIE

GALERIE A N N A

D E L L E R - Y E E

Die halb deutsche, halb amerikanische Künstlerin mit Wurzeln in Japan und China wuchs unter anderem in Coburg auf. Während der Schulzeit in Coburg entdeckte sie die Liebe zur Musik und künstlerischen Gestaltung und wurde besonders durch die Künstlerin Isolde Russ durch wöchentlichen Kunst- und Zeichenunterricht geprägt. Von 2014 bis 2018 studierte sie am London College of Fashion Modedesign und schloss als Jahrgangsbeste ihr Bachelorstudium ab. Währenddessen sammelte sie in zahlreichen renommierten Designhäusern wie Alexander McQueen und A.F. Vandevorst Arbeitserfahrung. Von März bis September 2019 arbeitete sie bei Hugo Boss bei Stuttgart in Menswear Design. Im selben Jahr gewann sie den Bayerischen Sparkassen Debütanten-Preis und stellte zum ersten Mal ihre Arbeiten im Kunstverein Coburg öffentlich zur Schau. Derzeit studiert sie Menswear Design auf Masterlevel am weltrenommierten Royal College of Art in London. Sie arbeitet seit 2018 neben Arbeit und ihrem Studium als freischaffende Modedesignerin und Künstlerin zwischen Berlin, London, und Coburg. In ihren Arbeiten spielt die junge Künstlerin mit existenziellen Themen wie dem menschlichen Körper, Raum und Zeit und deren Einfluss auf Verhaltensmuster, Sinnesnatur, Regeln und Normen in einer Gesellschaft. Mit ihren Werken stellt die Künstlerin die Beziehung der Menschheit zu Wahrheit, Authentizität und Formen der körperlichen Berührung in Frage. Die unverkennbar dunkle und mysteriöse Natur und Stärke der Arbeiten lassen den Betrachter in tiefere Bereiche seines Bewusstseins eintauchen und fordern ihn heraus, seine geliebten Gewohnheiten hinter sich zu lassen. www.aakdy.com/about

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ANNA DELLER-YEE

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ANNA DELLER-YEE

Gute Geschichten. Gute Bilder. Gut erzählt. Imagefilme. Werbespots. Eventmovies. Erklärfilme.

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MONACO FRANKE Für den COBURGER von Wolfram Porr

DER MONACO FRANKE sche Leerstände. Jobs fallen weg. Das Geld, das an solchen Standorten für Investitionen in die Hand genommen wurde, wäre verbrannt. Noch gibt es kein fertiges Konzept für den US-Truppenabzug und auch keinen Zeitplan. Viele hoffen aber genau jetzt auf einen politischen Wechsel, damit das Schlimmste vielleicht doch noch verhindert wird. Doch selbst wenn Trump abgewählt werden sollte, könnte der drohende Teilabzug der US-Soldaten weiterhin eine Hängepartie bleiben.

Dem Franken an sich wird ja eine gewisse Bierruhe nachgesagt. Angesichts des täglichen Wahnsinns, der uns umgibt, kann man da ja nur sagen: Gott sei Dank! Denn man stelle sich vor, jeder würde bei all dem Irrsinn dieser Welt, jedem potenziellen Aufreger, lautstark lospoltern wie so a narrischer Uhu! Was da an Kraftausdrücken und Schimpftiraden in die Luft geblasen würde, gängert‘ auf ka Kuhhaut! A jeder hätt‘ n an gschwollnen Hals, an hochroten Schädel und’s Maul offen. A aanzichs Kuddlmuddl wär des und goar ned gut für’n Blutdrugg! Dann doch lieber nach dem Motto leben: „Was soll ich mich aufreeng, ich kann’s ja eh ned ändern. Also halt‘ ich die Gosch‘n“! Stimmt ja auch oft genug! Klappt halt nur leider nicht immer! Dafür gibt’s einfach zu viele Irre. Nicht genug, dass wir hier bei uns ein paar Themen und Figuren haben, die einen zur Weißglut treiben können. Da wären ja auch noch Putin und Erdogan, Lukaschenko und Orban und nicht zu vergessen der durchgeknallte Semmelblonde aus dem Weißen Haus. Ja, was ist denn mit dem los?!? Ein „Staatsmann“, der sich wie ein Halbstarker geriert und sich seit Jahren mit Halbund Unwahrheiten durch die Weltpolitik zwitschert, während er andere gleichzeitig der Lüge bezichtigt („Fake-News“!). Keine Rede ohne Attacken und persönliche Angriffe auf alles und jeden – und das beschränkt der GröPaZ (der größte Präsident aller Zeiten) längst nicht auf politische Gegner. Deutschland, obwohl enger Verbündeter, ist längst zu einer Art Lieblingsfeind Trumps geworden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel („Angela, you got to pay, Angela!“ ) hat das zu spüren bekommen. Der SPD-Politiker Ralf Stegner hat’s vorher gewusst. Eine Woche vor den US-Wahlen 2016 twitterte er: „Donald Trump ist ein ungehobelter, umgebildeter, sexistischer und peinlich auftretender Proll. (In Franken würde man sagen: „großmäuliggs Rindviech, gscherts!“, d. Red.) So ein Mann darf nicht US-Präsident werden!“ Wurde er aber. Im November schauen wir nun wieder gespannt in die USA. Denn bevor uns hier in Deutschland mal wieder ein sogenanntes Superwahljahr ereilt, werden die Amerikaner an die Wahlurne gerufen. Zwischen Demokraten und Trumps Grand Old Party, den Republikanern, ist darüber ein offener Streit entbrannt. Hinter der jüngsten Briefwahl-Offensive der bösen, linken „Dems“,

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die den blassen, ausstrahlungslosen Greis Joe Biden ins Rennen schicken, vermutet Trump nämlich eine große Verschwörung – genauer gesagt die „GröVaZ“ – die größte Verschwörung aller Zeiten (darunter macht er’s nicht). Eine groß angelegte, vorsätzliche Wahlmanipulation, die seine Abwahl zum Ziel habe. Aber Trump wäre nicht Trump, hätte er nicht immer eine passende Antwort parat: So hat er seine Anhänger dazu aufgerufen, genau zu überprüfen, ob ihre Stimme auch wirklich gezählt wird, sollten sie Briefwahl machen. Sicherheitshalber mögen sie einfach zusätzlich noch ins Wahllokal gehen und ihre Stimme (dann ein zweites Mal) für ihn abgeben. Aufforderung zum Wahlbetrug? Ist ihm doch egal. Wenn die Worschd so dick wie’s Brot ist, dann is worschd wie digg‘s Brot is! Am 4. November wissen wir, ob die Weltgemeinschaft diesen selbstherrlichen Pfau noch weitere vier Jahre erdulden muss. Immerhin hat Trumps Politik durchaus auch Auswirkungen auf Bayern. Der Abzug der US-Soldaten aus Deutschland wird auch hier böse Folgen für einige Städte und Gemeinden haben. 12.000 GIs sollen nach dem Willen Trumps ins gelobte Heimatland zurückkehren. Zurückbleiben werden ländliche Regionen, die bisher von den „Amis“ lebten und nun vor dem Nichts stehen. Es drohen giganti-

So weit sind wir aber noch lange nicht. Erstens: Trump kämpft um eine zweite Amtszeit. Mehrfach hat er außerdem angedeutet, bei einer Wahlniederlage nicht unbedingt freiwillig das Feld zu räumen. Trumps „Logik“ dahinter ist klar: Nur bei einem Wahlsieg des GOAT („Greatest of all time“) kann die Wahl korrekt abgelaufen sein. Bei einer Niederlage muss Manipulation im Spiel gewesen sein. Jedem „normalen“ Menschen würde ein Psychiater spätestens hier eine narzisstische, wenn nicht sogar maligne (also bösartige) narzisstische Störung attestieren. In einem schon 2018 veröffentlichten Buch kommen 27 Psychiater und Psychologen zu dem Schluss, dass Trump gemeingefährlich und für sein hohes Amt unfähig ist. Klar ist mal: Würde sich ein US-Präsident im Fall seiner Abwahl gegen einen friedlichen Machtwechsel stemmen, so wäre das ein beispielloser Vorgang. Schwer vorstellbar, was passieren würde, sollte Trump sich wirklich weigern, das Weiße Haus zu verlassen. Müsste er dann mit Polizeigewalt aus dem Präsidentensitz getragen werden? Und was würde dann aus ihm? Nun, sollte der Hobbygolfer und Fan seichter Sitcoms Amerika den Rücken kehren, vielleicht hätten ja wir in Deutschland Verwendung für ihn. Sprecher der Reichsbürger wäre eine Möglichkeit. Oder SPD-Kanzlerkandidat, falls Olaf Scholz noch über seine Cum-Ex- und Wirecard-Verwicklungen stolpern sollte. „Make SPD great again“ wäre doch ein passender Slogan?! Oder Wiesnwirt in München! Das „Bräurosl“-Zelt sucht für 2021 noch einen Nachfolger. Wie wär’s also mit dem „Trump Tower“ auf dem Oktoberfest? Das könnte nur eine Erfolgsgeschichte werden, sorry: die „GröEaZ“, die größte Erfolgsgeschichte ever. Natürlich. Mindestens! Schätzla, schau wie iech schau! AUSGABE 41 / OKTOBER 2020


AUF EIN WORT

In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.

NICHT ZU VERGESSEN Von Rainer Maier und Oliver Heß Trotz oder gerade wegen der Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte (und bringt), haben wir alle – jeder einzelne, die Gesellschaft und sogar die gesamte Weltbevölkerung – gemeinsame Erfahrungen gemacht, die viele und auch uns zum Nachdenken angeregt haben: Welche Erfahrungen sollten wir in Erinnerung behalten? Was haben wir für die Zukunft gelernt? Wie wollen wir leben? Auf dass wir nicht vergessen, dass wir ein soziales und auf Gemeinschaft angelegtes Wesen sind. Auf dass wir nicht vergessen, die kleinen Dinge des Lebens auch weiterhin zu schätzen: Hefe, Nudeln, Klopapier. Auf dass wir nicht vergessen, wie wichtig uns der Zauber der menschlichen Begegnung ist. Auf dass wir nicht vergessen, wie unglaublich gut der erste Cappuccino in einem Café nach Zeiten wochenlanger Schließung schmeckte. Auf dass wir nicht vergessen, dass Freiheit und Autorität keine Gegensatzpaare sind, sondern demokratische Normen unsere Freiheit absichern. Auf dass wir nicht vergessen, dass Händeschütteln und Umarmungen doch eigentlich recht nette und erhaltenswerte Gesten waren. Auf dass wir nicht vergessen, die Entwertung des egoistischen Strebens. Auf dass wir nicht vergessen, dass wir unserer Jugend nicht mehr sagen können, es sei kein Geld da, wenn uns eine Gefahr wie der Klimawandel droht. Auf dass wir nicht vergessen, wie blau ein Himmel ohne Kondensstreifen sein kann. Auf dass wir nicht vergessen, dass wir unser eigenes Verhalten steuern können. Auf dass wir nicht vergessen, dass wir leibliche Wesen sind, die ihre Körperlichkeit brauchen. Auf dass wir nicht vergessen, was wir alles nicht vermisst haben und vielleicht auch in Zukunft nicht vermissen werden.

AUSGABE 40 / AUGUST 2020

COBURGER | DAS MAGAZIN

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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 8. Dezember 2020 Anzeigenschluss ist der 20. November 2020.

Tipps für Rechthaber sind dieses Mal … das Letzte Zitate aus der eristischen Dialektik - Die Kunst, Recht zu behalten – ein paar wenige von fast 40 sogenannten „Kunstgriffen“ frei nach Arthur Schopenhauer

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ie Behauptung des Gegners über ihre natürliche Grenze hinausführen, sie möglichst allgemein deuten, sie übertreiben. Weil je allgemeiner eine Behauptung wird, desto mehr Angriffen wird sie gegenüberstehen.

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en Gegner zum Zorn reizen: Denn im Zorn ist er außer Stand richtig zu urteilen und seinen Vorteil wahrzunehmen.

B

ei einer Behauptung des Gegners müssen wir versuchen ob sie nicht irgendwie, notfalls auch nur scheinbar, im Widerspruch steht mit irgendetwas, das er früher gesagt oder zugegeben hat oder das irgendwie in Zusammenhang mit ihm steht.

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C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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an erzwingt aus dem Satz des Gegners durch falsche Folgerungen und Verdrehung der Begriffe Sätze, die nicht seiner Meinung entsprechen, sogar absurd oder gefährlich sind. Wenn so etwas möglich ist, gilt sein Satz schon als widerlegt.

M

erkt man, dass man geschlagen wird, fängt man mit einem Male von etwas ganz anderem an, als gehörte es zur Sache und wäre ein Argument gegen den Gegner.

W

enn man merkt, dass der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend und grob.

AUSGABE 41 / OKTOBER 2020


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Grafik-Design: ursula-noack.de

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Initiative und Organisation: COBURG MARKETING Sponsored AUSGABE 41 /by:OKTOBER 2020

Infos unter www.coburg.de/abendspaziergang Die Tickets zu 8,- € pro Person gibt es ab 1.10., 29.10. und 19.11. in der Touristinformation, HerrngasseC 4O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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