Nr. 38 | April 2020
Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.
Oben angekommen. Dominik Sauerteig ist Coburgs neues Stadtoberhaupt. Das Interview auf Seite 24.
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AUSGABE 38 / APRIL 2020
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INHALT
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EDITORIAL. STADTGESPRÄCHE. Dieses Mal als Tagebücher Vater und Tochter. KULTURTIPPS. Nur ganz wenig dieses Mal. BUCHEMPFEHLUNG. Auf sie mit Gebrüll. IN EIGENER SACHE. Alles anders. MONACO FRANKE. Überall gleich langweilig. AUF EIN WORT. Coburg 2025. DAS LETZTE. Krisensprüche.
GABI ARNOLD RAINER BRABEC MICHAEL SELZER
COBURG MAL VIRTUELL. 16 Ein anderer Stadtrundgang. DER NEUE.
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WOLFRAM HEGEN
WIE SEHE ICH DIE WELT? 28 Sonderthema Perspektive.
SCHADT, SELTMANN UND SIMON
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STEPHANIE FRÖBA
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WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF
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GABI ARNOLD VAL THOERMER
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GABI ARNOLD VAL THOERMER
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HEIDI SCHULZ-SCHEIDT VAL THOERMER HEIKO PROBST
COBURGER | DAS MAGAZIN
KRISENZEITEN. Ruin oder Chance?
WOLFRAM HEGEN VAL THOERMER
WOLFRAM HEGEN YVES ALLOINDE
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Dominik Sauerteig im Interview.
WAS VON CORONA ÜBRIGBLIEB. Blicke zurück aus der Zukunft sperspektive.
DER TRAUM VOM FLIEGEN. Olaf Pilz und die Perspektive von oben.
MACHER. Rainer Landwehr, Dietze & Schell.
UNTERHALTSAM. TIEFGRÜNDIG. KREATIV. Die Welt der Peggy Hoff mann.
COBURGS BESTE. Heunec und Leuwico.
REISEN INS COBURGER L AND. 66 Die Kultouren mal anders. HIER FIELEN … 70 … Bomben. GALERIE. 82 Verlorene Plätze.
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Lost Places in Szene gesetzt. Fotos des Lautertalers Heiko Probst in der Galerie ab Seite 82.
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EDITORIAL
EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Menschen, große und kleine, dicke und dünne, laute und leise, alte und junge, männliche, weibliche, diverse, dicht und gedrängt in einem Pferch, aneinanderreibend in Lifestyle eingepackt, plexiglasdurchdringend heißgestrahlt, dem weißen Licht entgegendampfend, dutzende Odems wabernd sich vermischend. Ein Husten. Ein Niesen. Ein Räuspern. Und dann ein Satz aus der amöbenhaft im Takt der in den Berg gerammten Stützen nach vorne, hinten, links und rechts rollenden schwitzenden Masse, mit einem aus heutiger Sicht Übelkeit erzeugenden leichten Sinn so einfach mal leichthin dahingesagt: „Ist das eine verpestete Luft hier drin.“ Es war der letzte Tag der Faschingswoche in einer Gondel in Tirol. Vom Traumziel zur No-Go-Area. Die Luft ist verpestet. Nicht nur in Tirol. Ich habe oft überlegt, wie sähe der erste COBURGER nach einer Katastrophe aus. Nach einem Anschlag, einem monströsen Unglück, einem Erdbeben. Ein schwarzes Titelbild? „Je suis Coburg“? Ein Sonderheft? Trauernd, mitleidend, fassungslos sich ergebend? Trotzig, mutig, hoffnungsvoll sich gebend? Es war ein zynischer Flirt mit dem Armageddon, ein Spiel mit dem Schauder. Narzissmus. Ekelhaft. Und jetzt? Wie geht der COBURGER mit Corona um? Lässt er sich mitreißen von einer noch nie dagewesenen Allgegenwart eines Themas? Oder wendet er sich dem Alltäglichen zu? „Wo das Ende des Vertrauten droht, werden Gewohnheiten wichtiger. Wir stellen Normalität aktiv her“, schreibt die Soziologin Teresa Koloma Beck in ihrem Essay „Krise als Alltag“ in der Süddeutschen Zeitung. So finden Sie in diesem COBURGER vieles, was sie gewohnt sind: Portraits von Coburgern und Coburgerinnen wie dem Macher Rainer Landwehr oder der Kulturschaffenden Peggy Hoffmann. Die Galerie mit Fotografien des Lautertalers Heiko Probst, der sich schon vor Corona seinem Lieblingsthema „Lost Places“ zugewandt hat ganz ohne Koketterie mit dem Untergang. „Hier wohnte“ mit der Geschichte und Bildern eines frischsanierten Gebäudes in der Coburger Goethestraße, ein Interview mit dem neuen Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, unser Sonderthema „Perspektiven“ mit ganz besonderen Sichtweisen auf Coburg, Coburgs Beste mit von uns ausgezeichneten Unternehmen aus der Region. Aber natürlich prägen Corona und die Folgen auch diesen COBURGER Ausgabe 38: Keine klassischen Stadtgespräche, Klatsch und Tratsch verlieren in solchen Zeiten ihren Wert. Kein Hofbericht, weil sich ja keiner treffen darf. Kaum ein Kulturtipp, weil ja nichts stattfindet. Dafür Bilder von Frauen und Männern, die zurzeit ihre Frau und ihren Mann stehen. Die Kultouren dieses Mal mit Reisetipps aus dem Coburger Land. Oder den fränkischen Bayern Monaco Franke aus München mit seinem genialen Spruch „Wenn alle daheim hocken, isses überall gleich langweilig.“ So, jetzt sind Sie dran. P.S. Danke an alle Kunden, die uns auch in dieser Zeit die Treue halten. „In guten wie in schlechten Zeiten“, so hat es einer formuliert. Wir werden das nicht vergessen. P.P.S. Sauerteig vor Meyer und Apfel. So das Ergebnis unserer zweiten repräsentativen Umfrage vor der Wahl zum Oberbürgermeister, zeigten die Vergleiche bei möglichen Stichwahlen. Und so ist es auch gekommen. Bei unserer ersten Umfrage lag Apfel noch vorne, hat aber im Wahlkampf Stimmen verloren. Auch das zeigte die Umfrage. Wer sich bei uns entschuldigen möchte für manchmal auch öffentlich geäußerte Unterstellungen bezüglich der Absichten oder der Seriosität der Umfrage: Gerne, wir sind nicht nachtragend. (Umfrageergebnisse auf www.coburger-magazin.de)
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INHALT
16 COBURG VIRTUELL Ein anderer Stadtrundgang.
12 KRISENZEITEN Ruin oder Chance?
24 DER NEUE 66 REISEN INS COBURGER LAND Dominik Sauerteig im Interview.
Kultouren mal anders.
Neu & exklusiv: DIE ERSTE KRYOSAUNA IN COBURG #nextlevelvitadrom
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AUF DER BÜHNE Peggy Hoffmann
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28 SONDERTHEMA Perspektive
vitadrom.de COBURGER | DAS MAGAZIN
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STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH...
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STADTGESPRÄCH
Wolfram, Samstag, der 21. März 2020 Gestern war Frühlingsanfang. Keine explodierende Freude. Eher stille Bedrücktheit. Ausgangsbeschränkungen. Das zwangsweise Vertrauen in diejenigen, denen wir unseren Staat in dieser Zeit anvertraut haben. Kaum erträglich, aber wohl notwendig. „Bin doch nicht gefährdet, sterben eh nur die Alten“, hatte ein Bekannter noch geäußert. Dass es so schnell geht, dass von jetzt auf gleich alles anders ist, dass kaum Zeit zum Nachdenken bleibt, das kenne ich nicht, das raubt mir den Atem. Ein stiller Spaziergang. Eine leise Stadt. Und keine Polizei. Ruhig. Ganz ruhig. Im Büro das Wochenende nutzen, um Ordnung im Kopf zu schaffen, einen Plan für die nächsten Wochen aufzustellen, so etwas wie eine Strategie zu entwickeln, eine Struktur, die einem Halt gibt in dieser Krise. Beruflich, existenziell, finanziell, menschlich. Ein Videotreffen, Gespräche wie sonst auch, wir lachen, es tut gut, Freunde zu haben.
d– sportl an ss, macht spa f it & gesund
Emilia, Freitag, 27. März 2020 Noch fühlt es sich an, als hätten wir einfach nur Ferien. Jeder Morgen fühlt sich an wie ein ruhiger Sonntag, jeder Abend wie ein Freitagabend, an dem man sich auf die nächsten zwei freien Tage freut. Und trotzdem merkt man die Anspannung, die in der Luft liegt. Die Besorgnis vor allem um die wirtschaftliche Lage kommt auch bei Schülern an. Dabei müssen wir uns eigentlich auf eine ganz andere Sache konzentrieren: Disziplin. Wer in dieser Zeit unkonzentriert oder gar nicht seine Aufgaben macht, die von den Lehrern geschickt werden, wird die Konsequenzen wohl bald merken.
Wolfram, Samstag, 28. März 2020 Ich ertappe mich dabei, dass ich nach dem Kreuzen mit anderen Spaziergängern die Luft anhalte und dann langsam ausströmen lasse. Kein Kondensstreifen am Himmel. An der Tankstelle fragt jemand, ob Autowaschen zurzeit möglich ist. Alles ist anders. Ungeduld Tag für Tag. Was muss ich tun, wie kann ich helfen, wie geht es weiter im Beruf, im Leben? Immer wieder mal eine kurze Panik. Was passiert mit uns? Haben wir das alles im Griff? Kommen jetzt Massenverelendung, soziale Unruhen? Verlieren wir die Kontrolle? Ist der schönste Teil des Lebens vorbei? Oder lasse ich mich von der Allgegenwart des Themas und dem täglichen Zählen von Infizierten und Toten und den Bildern aus der ganzen Welt zu sehr „anstecken“? Wahrscheinlich. Also ruhig bleiben, die Chancen sehen, den Partner, die Kinder, die Freunde. Was es alles gibt. Was alles plötzlich geht. Was alles möglich ist, wenn man muss. Skype, Klickmeeting, Zoom. Alle sind kreativ, finden Lösungen, helfen sich. Toll.
Emilia, Sonntag, 29. März 2020
fitness gesundheit sport bowling 68 015 TELEFON: 09561/ COBURG .DE DAN W W W. SP OR TL
Langsam merke ich, wie ungewohnt die Situation doch für alle ist. In jedem Gesicht, in das ich schaue, liegt Besorgnis. Ich wache jeden Morgen auf und freue mich zum einen auf die vielen Dinge, die ich mit meiner freien Zeit anstellen kann, bin aber zum anderen unmotiviert und komme auch manchmal nur selten auf die Beine. Ich denke mein Motto in dieser Zeit lautet „am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen bleiben“, weswegen es für mich wichtig ist, meinem Tag Struktur zu verleihen, beispielsweise durch To-do-Listen, die durch festen Überblick beim strukturierten Arbeiten helfen.
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STADTGESPRÄCH
Wolfram, Montag, 30. März 2020 Ich fühle mich wie bei Orwells 1984: „Wir stehen zusammen aber bleiben uns fern“ oder „Gemeinsam gegen das Virus“ oder „Danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ – Durchsagen in den Supermärkten. Ein gesellschaftliches Ziel, von oben vorgegeben und von so gut wie allen mitgelebt, diktiert meine Minuten, Stunden, Tage und Wochen, einer Staatsideologie gleich, der sich alle unterwerfen. Eine Krise fördert das Gute und das Schlechte zu Tage. Das Gute sind die vielen kleinen Symbole des gegenseitigen Achtens, ein Danke, wo früher keines war, ein Telefonat, das man nie gerne geführt hat, ein Mitbringsel, für das oft keine Zeit war. Aber es sind eben auch gute Zeiten für Denunzianten, die im Gefühl, das richtige zu tun, andere anschwärzen. Es ist kein weiter Weg zur Hexenverbrennung, denke ich mir. Komische Gedanken.
Emilia, Sonntag, 05. April 2020 Der Drang, sich mit Freunden zu treffen, wird für alle immer größer. Das Wetter ist schön, weswegen die Lust auf ein großes Picknick mit dem ganzen Freundeskreis steigt. Aber das geht nicht. Bei solchen Gedanken sollte man sich einfach mal die Zahl der Verstorbenen, Erkrankten, Trauernden, hart Arbeitenden und Existenzfürchtenden vors Gesicht führen, da ist ganz schnell wieder vom Picknick abgesehen.
Wolfram, Montag, 06. April 2020
„Ein großes Dankeschön von Bodystreet Coburg Heiligkreuz!“
Ich blicke mehr und mehr nach vorne. Was bleibt hängen, was lernen wir, was machen wir anders? Ich fürchte, dass die Gegenreaktion wie so oft heftiger ausfällt als notwendig. Ja, die mehr-monatige Daseinsvorsorge für so einen Notfall wie eine Pandemie muss ganzheitlicher möglich sein, ohne weltweite Abhängigkeiten. Aber nein, deswegen bitte nicht mit Verstaatlichung und Isolation flirten. Ja, Hygiene wird wichtiger, Händewaschen, Desinfizieren, aber bitte nicht übertreiben, sonst werden die Kinder von heute für die Zukunft überhaupt keine Widerstandskräfte aufbauen. Ja, ein Staat muss im Fall des Falles schnell und stark sein und mit einer Stimme sprechen, aber nein, bitte nicht den Föderalismus über Bord werfen, der Eigenverantwortung stärkt, den Wettbewerb der Regionen, den Wettbewerb um die besten Ideen und der ein gutes Bollwerk ist gegen zentralistische Allmachtsphantasien. Ja, das Gesundheitssystem darf nicht kaputtgespart werden, aber bitte kein Rückfall in den von mir so empfundenen kommunalen Krankenhausmuff der 1970-er Jahre. Ja, wir haben gelernt, dass Freiheiten eingeschränkt werden können und müssen, wenn die die Würde des Menschen in Gefahr ist. Aber nein: Finger weg von unseren Grundrechten. Wachsam sein.
Emilia, Mittwoch, 08. April 2020 Die richtigen Ferien verlaufen natürlich entspannter. Man bekommt keine Aufgaben zugeschickt, das Wetter ist schön und man kann auch einfach mal faul sein. Natürlich mache ich mir Gedanken um die Situation um mich herum und lache auch über die Menschen, die sich so unverantwortlich verhalten, als wären nicht schon mehr als 90.000 Menschen an Corona gestorben. Die Hoffnung auf gute Nachrichten ist im Moment wohl immer präsent, wobei man gerade leider trotzdem eher mit schlechten rechnen muss.
Bodystreet Coburg Heiligkreuz Bahnhofstrasse 14 96450 Coburg Tel.: 09561 / 973 44 66 www.bodystreet.com
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... wird fortgeschrieben!
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STADT IM BILD
In der Not: Das Pflegeteam der COVID-19-Station im Klinikum Coburg Stellvertretend für alle im Gesundheitswesen, die ganz nah dran sind an der Pandemie, mit allen Risiken für die eigene Gesundheit: Die neueingerichtete COVID-19-Station, bestehend aus dem Pflegeteam der bisherigen Isolationsstationen, verstärkt durch Personal der internistischen Intermediate Care und von Ärzten der Inneren Medizin.
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Lebensmittel-Einzelhandel als kritische Infrastruktur. Hamsterkäufe, Mindestabstand und Markierungen. Mehr zu dem Thema auf Seite 62.
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WIE WIRKT SICH DIE CORONA-PANDEMIE AUF DIE VERSCHIEDENEN BRANCHEN AUS? ZERSTÖRT DIE KRISE EXISTENZEN? ODER GEHEN GASTRONOMEN, HÄNDLER UND SELBSTSTÄNDIGE MUTIG IN DIE ZUKUNFT? DER COBURGER HAT SICH UMGEHÖRT.
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KRISENZEITEN
Der Jahreswechsel liegt noch nicht lange zurück. Wir haben uns zugeprostet und ein gesundes, neues Jahr gewünscht. Nur wenige Wochen später wütet ein neues Virus mit dem Namen SARS-CoV-2 weltweit und stellt unser aller Leben komplett auf den Kopf. Plötzlich herrscht der Katastrophenfall, es gelten Ausgangsbeschränkungen, Geschäfte müssen schließen, das öffentliche und kulturelle Leben steht fast still.
Jetzt ist Frühling, die Temperaturen steigen, die Sonne strahlt vom Himmel: Eigentlich beginnt für Christine Grempel, Wirtin der Schäferstuben, die Biergartensaison. Doch das Kleinod in Ahorn ist wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Damit fällt nicht nur das Tagesgeschäft weg, auch Familienfeiern und feste Termine sind ersatzlos gestrichen. „Die ersten Wochen hat es vor Stornierungen nur so gehagelt,“ berichtet die Wirtin. Auf Abhol- oder Lieferservice kann sie nicht umstellen, denn dazu sind Speisen nicht geeignet und es wäre zu viel Aufwand. Zu den finanziellen Einbußen kommt die Verantwortung für Mitarbeiter, außerdem fallen laufende Kosten an oder verderbliche Ware muss dennoch verarbeitet werden. „Natürlich bedroht die Krise mittelfristig unsere Existenz,“ sagt Grempel. Finanzielle Hilfen von Bund und Land gibt es zwar, aber die helfen Gastronomen nur über eine kurze Durststrecke hinweg. „Jetzt kommt es darauf an, wie lange die Gaststätten geschlossen bleiben müssen,“ sagt Grempel. Von drastischen Auswirkungen berichtet auch Ngan Nguyen vom Restaurant Michido am Albertsplatz in Coburg. „Die aktuellen Einnahmen decken bei Weitem nicht die laufenden Kosten, denn auch wir müssen unsere Verpflichtungen erfüllen,“ sagt sie. Zwar gäbe es Stundungsmöglichkeiten, die hätten aber nur einen aufschiebenden und keinen aufhebenden Charakter, erklärt sie ihre Situation. Für den To-Go-Service muss Nguyen Personal bereithalten, obwohl das Restaurant nur noch eingeschränkt geöffnet ist. Ihre fest angestellten Kräfte arbeiten soweit es geht bereits in Kurzarbeit. „Alle Aushilfskräfte wurden bis auf Weiteres freigestellt und verdienen entsprechend nichts,“ bedauert Nguyen. Dennoch flammt ein Funken Optimismus auf: Sollte der Shut-Down nicht länger als bis Ende April andauern, dann könnte das Michido mit einem blauen Auge davonkommen. „Im Moment hilft das To go-Geschäft, um nicht den Mut zu verlieren und das Personal ein wenig zu beschäftigen.“
RETTE DEINEN LIEBLINGSLADEN „Je länger die Ladenschließungen andauern, desto existenzbedrohender wird die Lage für uns und unsere 13 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, sagt auch Martin Vögele, Geschäftsführer der Buchhandlung Riemann. Die Türen des Coburger Traditionsgeschäftes sind verschlossen, aber Bücher können telefonisch oder per E-Mail bestellt und portofrei geliefert werden. „Wir verfügen zum Glück über einen hervorragenden Online-Shop und liefern schneller als die meisten großen Online-Händler,“ so Vögele und fügt hinzu: „Wir sind überwältigt von der großen Solidarität unserer Kunden. Die Bestellungen in unserem Online-Shop haben sich signifikant erhöht und auch per Telefon sowie per E-Mail erhalten wir viele Bestellungen.“ In der Krise gibt es neue Ideen, zum Beispiel eine neue Seite www.rette-deinen-lieblingsladen.de, auf der auch die Buchhandlung Riemann vertreten ist. Hier können die Kunden Gutscheine für verschiedene Coburger Geschäfte und Gaststätten erwerben und helfen somit den Innenstadtakteuren, Liquiditätsengpässe zu überwinden.
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RUIN ODER CHANCE
IN DER BOOM-PHASE KALT ERWISCHT
ch noch „Ich hoffe, dass das hoffentlich au wieder in lange nachwirkt und nicht jeder Chance seinen Trott gerät. Wir haben die mmen gestärkt aus dieser Situation zu ko en.“ und ich hoffe, wir werden sie nutz Christine Grempel
Wirtin Schäferstuben in Ahorn
Die Agentur Streckenbach gehörte zu den ersten in der Branche, die von dem „Shut-Down“ betroffen waren und das mit voller Wucht, sagt Geschäftsführer Oliver Schneider. „Die Welt von Kunst-, Kultur- und Entertainment steht still. Es hat uns und alle Kollegen und Kolleginnen kalt erwischt.“ Ironischerweise seien „aus der totalen Boom-Phase“ Events aller Art durchweg abgesagt worden. Dennoch lässt Schneider den Kopf nicht hängen. „Wir sind flexibel und wir werden es schaffen, da wieder rauszukommen, wir ziehen alle Register.“ Und er hofft, dass nach „Corona“ die Kleinkunst zügig öffnen darf. „Damit wäre uns schon geholfen.“ Auch das Studio von Nadja Kücker, Yogalehrerin, Inhaberin und Leiterin der „Yogate Akademie“, bleibt leer: Yogastunden, Kurse oder Lehrgänge sind abgesagt und damit fallen die Einnahmen weg. „Außerdem fehlt mir persönlich der Kontakt mit den Yogis auf der Matte, das Unterrichten, die von Glück erfüllten Menschen, die nach einer Yogastunde das Studio wieder verlassen,“ sagt sie.
INTERESSANTE MÖGLICHKEITEN Kücker hat reagiert, die Yoga Online Portale beobachtet und dabei festgestellt, dass es für Kinder fast keine Angebote gibt. Daraufhin hat sie zwei Yogavideos online gestellt. „Die Resonanz war großartig, ich habe so viele Bilder und Videos zugesendet bekommen. Sogar die Erwachsenen haben die Kinderyogavideos mitgemacht,“ freut sie sich. Deshalb folgten Yogavideos für Erwachsene, entstanden sind zehn Videos unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsstufe, die kostenfrei auf youtube gestellt wurden, außerdem laufen zwei- bis dreimal wöchentlich Live-Videos über Instagram. „Diese besondere Zeit, die alle vor neue Herausforderungen stellt, bietet auch andere interessante Möglichkeiten“, sagt sie und fügt hinzu: „Trotzdem kann ich es kaum erwarten, die Türe meines Yogastudios wieder aufzuschließen und alle auf der Matte in echt zu erleben.“ Unser Fazit: Trotz aller Tragik sehen viele in der Krise auch eine Chance und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Die Wirtin der Schäferstuben Christine Grempel sagt: „Ich würde mir wünschen, dass dieser Zusammenhalt, die Toleranz und die Achtung jedes Einzelnen weiter in unserer Gesellschaft erhalten bleiben. Jeder von uns hat im Moment sein Päckchen zu tragen, aber die Gewissheit, dass man nicht alleine ist, sondern dass es vielen so geht und wir alle wieder neu durchstarten müssen, können und wollen, macht es für mich persönlich leichter. Die Erfahrung, dass eben nicht alles selbstverständlich ist, wird uns hoffentlich prägen und etwas mehr Dankbarkeit zu Tage fördern.“ Ob die Wünsche der Wirtin zumindest ein bisschen in Erfüllung gehen, wird sich zum Jahreswechsel zeigen. Dann werden wir uns wieder zuprosten und uns mehr denn jemals zuvor ein gesundes, neues Jahr wünschen.
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Gesponserter Beitrag
FRAGEN ÜBER FRAGEN
Corona und das Recht Corona ist nicht nur ein Virus, das innerhalb kürzester Zeit zur ge-
Normalität abhandengekommen. Das wirft Fragen auf, vor allem
sundheitlichen Bedrohung wurde, sondern dessen gesellschaft-
auch viele juristische Fragen, die in den nächsten Wochen und
liche und wirtschaftliche Folgen vieles wegspülen, was bis dahin
Monaten abgearbeitet werden. Einer, der seit einigen Wochen
selbstverständlich erschien: Den Arbeitsplatz, die persönliche
tagtäglich damit befasst ist, ist Lutz Lindner von der Rechtsan-
Bewegungsfreiheit, den routinierten Familienalltag. Nie in der
waltskanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg. Wir haben uns mit ihm
Geschichte der Bundesrepublik ist innerhalb so kurzer Zeit so viel
unterhalten.
COBURGER: Herr Lindner, Schulen und vor allem auch Kindergärten hatten ab Mitte März zu, Familien mussten sich weitestgehend selbst kümmern, viele konnten deswegen nicht zur Arbeit. Wie verhält sich das rechtlich? Lutz Lindner: Im Falle einer Schließung der Kindergärten oder Schulen, um die Verbreitung ansteckende Krankheiten zu verhindern, hat der Arbeitnehmer zunächst die Pflicht, sich selbst um die Kinderbetreuung zu kümmern. Wenn das Kind in einem Alter ist, in dem es noch nicht den ganzen Tag zu Hause gelassen werden kann und eine Betreuungsperson nicht zur Verfügung steht und der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer keinen Homeoffice-Arbeitsplatz einrichten kann, ist der Arbeitnehmer berechtigt, zu Hause zu bleiben, muss aber den Arbeitgeber rechtzeitig informieren. Ob er für diesen Zeitraum Vergütung erhält, hängt von den Regelungen in einem Tarifvertrag oder dem einzelnen Arbeitsvertrag ab. Nach § 616 BGB behält der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf Vergütung, wenn er für verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden gehindert ist, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Unklar ist die Länge des Zeitraums. Das Bundesarbeitsministerium hat in einer Presseerklärung drei Tage genannt, eine überwiegende Meinung aus der Zeit vor Corona sieht einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Tagen als nicht erheblich, es gibt auch andere Meinungen, die einen längeren Zeitraum noch als nicht erheblich ansehen. Zwischenzeitlich hat aber auch die Politik reagiert. Demnach haben im Falle der Schließung von Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Schulen erwerbstätige Sorgeberechtigten von Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und die Sorgeberechtigten in diesem Zeitraum die Kinder selbst betreuen müssen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen könAUSGABE 38 / APRIL 2020
nen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, einen Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs. 1a IfSG (Infektionsschutzgesetz). COBURGER: Wie ist das, wenn man als Arbeitnehmer in Quarantäne musste oder muss. Bekommt man dann weiterhin sein Geld? Lutz Lindner: Ordnet eine Behörde an, den Betrieb einzuschränken oder zu schließen, muss der Arbeitgeber die Vergütung grundsätzlich weiterzahlen. Der Arbeitgeber hat das Betriebsrisiko. Eine Ausnahme, aber bisher noch nicht bzgl. Pandemie entschieden, ist der Fall, wenn das das Unternehmen wirtschaftlich so schwer getroffen wird, dass seine Existenz bei Fortzahlung der vollen Löhne gefährdet ist. Dann trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko nicht. Ist ein Mitarbeiter durch die Infektion mit dem Corona-Virus arbeitsunfähig erkrankt, gelten die normalen Regeln über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Und sind Mitarbeiter aufgrund behördlicher Maßnahmen gemäß Infektionsschutzgesetz daran gehindert, zu arbeiten, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Vergütungsfortzahlung und der Arbeitgeber bei Vorliegen der Voraussetzung einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Staat. COBURGER: Viele Unternehmen haben Umsatzeinbrüche, haben weniger oder gar nichts zu tun. Um solche Zeiten zu überbrücken, gibt es in Deutschland das Kurzarbeitergeld. Was ist dabei zu beachten? Lutz Lindner: Also zum einen hat die Bundesregierung in der aktuellen Corona-Krise die Regelungen etwas gelockert. Es reicht demnach schon, wenn 10% der Arbeitnehmer von Arbeitsausfall betroffen sind. Ob es beantragt wird, ist dann eine Entscheidung des Arbeitgebers. Das Arbeitsamt prüft dann, ob alles gemacht worden ist, um Kurzarbeit abzuwenden. Zum Beispiel müssen erst einmal alle Überstunden abgebaut, der Resturlaub muss genommen werden. Erst dann kann Kurzarbeitergeld ab dem Zeitpunkt der Beantragung ausbezahlt werden, ein Teil des Gehalts
wird dann von der Bundesregierung für Arbeit übernommen. Wieviel letztlich netto bei den betroffenen Arbeitnehmern ankommt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Kurzarbeit kann aber nur dann eingeführt werden, wenn dies in einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einer einzelvertraglichen Vereinbarung enthalten ist. COBURGER: Viele Bürger hatten ja auch schon Reisen gebucht für dieses Jahr. Wie ist das mit den Reiserücktrittsversicherungen? Lutz Lindner: Krankheiten, die von der WHO als Pandemie klassifiziert sind, fallen nicht unter den Versicherungsschutz. Covid-19 wurde am 11.03.2020 als Pandemie eingestuft. Erkrankungen an COVID-19, die seit diesem Zeitpunkt festgestellt werden, sind kein versicherter Rücktrittsgrund mehr. Die Reiserücktrittsversicherung zahlt auch nicht bei Reisewarnungen und Einreiseverboten. Eine kostenfreie Stornierung einer unmittelbar anstehenden Reise durch den Kunden ist immer möglich, wenn die Reise und Durchführung durch außergewöhnliche Umstände erheblich beeinträchtigt ist. Ein Einreiseverbot wäre ein außergewöhnlicher Umstand, eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ein starkes Indiz für einen außergewöhnlichen Umstand. Der Kunde hat in diesem Falle Anspruch auf Rückerstattung des Reisepreises, der Kunde muss keinen Gutschein akzeptieren. Die Bundesregierung erwägt allerdings die Einführung von Gutscheinen zum Schutz der Reiseveranstalter vor Insolvenzen. Stehen Reisen noch nicht unmittelbar bevor, empfiehlt es sich, die Weiterentwicklung abzuwarten, ob die Reisewarnung bzw. die außergewöhnlichen Umstände dann noch bestehen. Ist nämlich unklar, ob die außergewöhnlichen Umstände später noch bestehen, kann der Reisende jetzt noch nicht kostenfrei stornieren. Lutz Lindner ist in der Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler unter anderen Fachanwalt für Arbeitsrecht. COBURGER | DAS MAGAZIN
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„Eigentlich war das Projekt sowieso in diesem Jahr geplant – allerdings ein wenig später. Aufgrund der momentanen Situation haben wir uns aber entschlossen, das Ganze bereits jetzt umzusetzen.“ Horst Graf, Betriebsleiter von Coburg Marketing
STADTRUNDGANG „CORONA-STYLE“ Zusammen mit der Coburger Werbeagentur contactdesign hatte Michael Selzer, Abteilungsleiter Stadtmarketing, bereits im Jubiläumsjahr anlässlich der 200. Geburtstage von Prinz Albert und Queen Victoria Panorama-Touren durch Coburger Museen anfertigen lassen. Auf interaktiven Stelen, die mit einem Touch-Monitor ausgestattet sind, werben 360 Grad Aufnahmen der Schlösser Ehrenburg, Callenberg und Rosenau noch immer in den englischen Museen für Coburg, während man vor Ort in Coburg durch den Kensington-Palace, Osborne-House und das Victoria and Albert Museum wandeln kann. „Die grundlegende Idee war nun, die Panoramen, die wir letztes Jahr haben machen lassen, mit einigen anderen Sehenswürdigkeiten zu ergänzen und so quasi einen virtuellen Stadtrundgang zu erschaffen. Zum einen natürlich, um im World-Wide-Web Werbung für unsere Vestestadt zu machen, zum anderen werden wir damit aber auch die interaktiven Stelen neu bestücken und sie danach in unseren Partnerstädten aufstellen“, erklärt Michael Selzer das Vorhaben. „Wir haben bereits Zusagen aus Oudenaarde, Gais und von der Isle of Wight und freuen uns schon darauf, wenn wir, nachdem die Reisbeschränkungen wieder aufgehoben wurden, die Stelen dort installieren können“, so Selzer weiter.
16 Bilder: Contactdesign C O B U R G E–RRainer | D A Brabec S M A G A Z I N
Coburg Marketing bietet digitalen Spaziergang durch die Stadt an.
Ganz unabhängig von allen Einschränkungen, die derzeit aufgrund der Corona-Pandemie gelten, können Interessierte aber schon jetzt bequem von zu Hause aus Coburg besuchen. „Der Marktplatz, die Morizkirche, das Landestheater, der Schlossplatz, die Ehrenburg, aber auch die Veste, das Naturkundemuseum und der Albertsplatz warten darauf, virtuell entdeckt zu werden. Das macht hoffentlich viel Lust darauf, uns zu besuchen, sobald das wieder möglich ist. Aber auch für Coburgerinnen und Coburger ist das natürlich eine schöne Gelegenheit, unabhängig von Wetter und Situation einen digitalen Blick in unsere Sehenswürdigkeiten zu werfen“, so Horst Graf. „Man kann aber nicht nur auf Laptop, Tablet oder Smartphone durch die Stadt spazieren, mit Hilfe der eingebetteten Videos können die Besucher auch heuer einen Rückblick beispielsweise auf das Samba-Festival, das Schlossplatzfest oder den Weihnachtsmarkt werfen“, ergänzt Selzer abschließend.
Die Panorama-Tour ist auf der Homepage www.coburgmarketing.de direkt über die Startseite zu finden.
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Foto Advertorial
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INTERVIEW
Er ist 33 Jahre jung, er ist Sozialdemokrat, er ist Jurist, er ist Coburger. Ein Blick zurück in die jüngere Coburger Geschichte zeigt: Keine schlechten Voraussetzungen, um die Geschicke der Stadt für viele Jahre zu leiten. Anfang Mai tritt er die Nachfolge von Norbert Tessmer an.
DER NEUE Dominik Sauerteig im Interview
COBURGER: Herr Sauerteig, sie werden keine Schonfrist haben. Keine hundert Tage wie üblich, keinen Welpenschutz. Die Zeit ist viel zu ernst. Fühlen sie sich mit Anfang 30 der Mammutaufgabe gewachsen, die auf sie zukommt? Dominik Sauerteig: Corona hat weite Teile der Stichwahl geprägt. Der Wähler hat dabei mit einer deutlichen Mehrheit entschieden, dass ich Coburg durch diese Zeit auch führen soll. Von daher gibt’s für mich im Moment keinen Zweifel daran, dass ich mit meiner ruhigen gelassenen Art auch der richtige bin, in dieser schwierigen Zeit Coburg zu führen. COBURGER: Einen Beweis ihrer Durchsetzungsfähigkeit können sie gleich am Anfang erbringen. Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten zukunftsfähige Koalitionen zu schmieden. Die eine ist eine Kombi mit den Grünen und PRO Coburg. Das andere ist eine GroKo mit der CSU, Junge Coburger und anderen konservativen Kräften. Was wäre ihnen persönlich lieber? Dominik Sauerteig: Es geht nicht darum, dass ich meinen Kopf durchsetze. Es geht darum, dass wir eine zukunftsfähige Lösung für die Stadt Coburg finden. Es geht darum, dass wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit für die nächsten sechs Jahre konstruieren. Wir führen Gespräche mit allen Gruppierungen. Wir sind dabei, gemeinsam ein Paket zu schnüren. Da sind wir aber noch nicht so weit um zu sagen, wo die Reise lang geht. Da geht’s zum einen drum, wie man Inhalte miteinander verknüpft. Es geht aber auch darum, dass viele Gruppierungen Ansprüche anmelden, was hauptberufliche Posten angeht. Das muss man in ein Konstrukt bringen, dass wir Coburg zukunftsfähig führen können. COBURGER: Es geht ja auch darum, wer in ihrer Fraktion jetzt das sagen hat. Das ist ja nun ihr Vorgänger, Alt-OB Norbert Tessmer als Fraktionsvorsitzender der SPD. Der war oft im Wahlkampf mit der CSU auf Bildern zu sehen. Der hat auch ältere Kollegen in der Fraktion, die haben auch die Mehrheit gegenüber den Jungen. Das sieht schon nach einer GroKo aus.
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Dominik Sauerteig: Wir haben bewusst im Wahlkampf darauf gesetzt, dass wir eine Mischung zwischen Jung und Alt auf der Liste platzieren. Ich glaube, wir haben das durchaus auch wie keine andere Gruppierung in den Stadtrat rübergebracht. Wir haben da schon mit Can Aydin, mit meinem Bruder Stefan Sauerteig und mit Ramona Brehm durchaus junge ambitionierte Köpfe mit in der Fraktion. Von daher arbeiten wir als Fraktion gemeinsam, ziehen an einem Strang. Ich würde nicht davon sprechen, dass die Älteren da die Mehrheit haben, weil wir seit Monaten gezeigt haben, dass wir als Coburger SPD gemeinsam agieren. Das hat am Ende auch dazu geführt, dass wir ein gutes Stadtratsergebnis geholt haben, wenn man sieht, dass man uns vor Monaten gesagt hat, wir haben keine Chance. Wir waren am Ende die Partei, die das stärkste Stadtratsergebnis geholt hat. Wir haben dann auch bei der Stichwahl, bei mir, bei der Oberbürgermeisterwahl, auch sehr deutlich gewonnen. Von daher gibt es auch keinen Dissens bei uns in der Fraktion zwischen den Altersgruppen. COBURGER: Ihnen wäre es aber schon recht, wenn sie die SPD-Fraktion hinter sich hätten? Oder würden sie zur Not auch ein Streit mit der SPD-Fraktion nicht aus dem Weg gehen? Dominik Sauerteig: Ich habe die SPD-Fraktion hinter mir, von daher stellt sich die Frage nicht. COBURGER: Die Aufgabe ist riesig, es sind insgesamt 11 Parteien oder Gruppierungen im Stadtrat, so viele wie nie. Sie haben viele neue Gesichter, die geführt werden wollen. Viele, mit allem Respekt, schlachterprobte Rösser, die ihrerseits auch Führungsansprüche haben. Das erfordert viele Gespräche. Der Haushalt muss sicherlich überdacht werden. Das erfordert Gespräche. Corona vor der Brust – mit den Folgen – da ist schnelles Handeln erforderlich. Die Zukunftsthemen Mobilität, Digitalisierung, Klimawandel, etc. Da gibt es wahnsinnig viel zu tun. Womit fangen sie an?
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DOMINIK SAUERTEIG
Wenn es nach mir persönlich geht, dann glaube ich, dass wir über einen städtischen Neubau eines Kongresswesens im Moment nicht nachdenken sollten. – Sauerteig über noch vor einem halben Jahr diskutierte Pläne
Dominik Sauerteig: Wir müssen zunächst ein arbeitsfähiges Gerüst schaffen, Fakten sammeln. Es ist momentan viel die Rede davon, dass wir Haushaltsprobleme bekommen werden. Das ist alles so ein bisschen Glaskugellesen. Wir wissen das alles noch gar nicht. Wir führen natürlich in dieser Zeit auch Gespräche mit den großen und kleinen Coburger Unternehmen. Ob dann die Krise so stark auf Coburg zuschlägt, weiß im Moment keiner. Von daher finde ich, ist es momentan fehl am Platz über aktionistische Dinge nachzudenken, also welches Projekt muss man sofort streichen. Ich glaube, wir müssen da einfach jetzt besonnen und ruhig die Fakten sammeln. Dann als Politik gemeinsam mit der Stadtgesellschaft schauen, wo wir Prioritäten setzen. Natürlich ist es so, dass der Klimaschutz ein Thema ist, das man relativ schnell auch in der Stadt Coburg deutlich angehen muss. Ich bin auch sehr dankbar, dass auch vom Bund die Ansagen kamen, wenn nach der Krise ein großes Konjunkturprogramm kommt, dass das auch ganz klar Wert auf den Klimaschutz legen wird. COBURGER: Auf der anderen Seite haben sie auch im Wahlkampf gesagt, wir brauchen jetzt schnellstens eine Task-Force, vielleicht über die Wifög, um möglicherweise auch Darlehen auszugeben von der Kommune, um Zwischenfinanzierungen zu ermöglichen, viele kleine Betriebe haben nicht viel Zeit. Da ist es Spitz auf Knopf. Man will nicht, dass viele insolvent gehen, sonst wäre die Stadt sicher nicht mehr so lebenswert. Wird da was passieren? Dominik Sauerteig: Wir müssen da ein bisschen differenzieren. Ich habe, anders als mein Mitbewerber, nie gesagt, dass die Stadt Coburg selbst Zahlungen an die Unternehmen ausschütten soll, weil ich immer gewusst habe, dass das rechtlich nicht durchsetzbar ist. Wir machen als Stadt Coburg die Dinge, die man als Kommune umsetzen darf. Wir stunden beispielsweise Forderungen. Wir sind in der Lage, dass wir Rechnungen vorfällig begleichen. Wir machen da als Stadt Coburg das, was wir tun dürfen. Da können sich die Unternehmen auch gewiss sein, dass wir die Möglichkeiten ausschöpfen, die wir als Kommune haben. Da hat jeder von uns ein großes Interesse daran, dass wir nach der Krise eine lebendige Stadt haben. COBURGER: Gehen wir mal von der Arbeitgeberseite – von den Betrieben – zu den Arbeitnehmern. Sie kommen aus einer Arbeiterfamilie. Sind auch in ihrem erlernten Beruf als Rechtsanwalt hauptsächlich auf Arbeitnehmerseite tätig. Engagieren sich bei Hartz und herzlich für das Sozialkaufhaus. Wie
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werden die normalen Menschen in der Stadt von den Folgen von Corona getroffen? Wie ist ihr Eindruck? Wie kann man denen helfen? Dominik Sauerteig: Ich würde nicht sagen, dass ich aus der Arbeitnehmerschiene komme, ich komm mitten aus dem Leben. Ich war im Wahlkampf und auch danach per WhatsApp, Instagram, Telefon ansprechbar. Natürlich kommen da auch besorgte Nachrichten. Da sind Schicksale dabei, die einen hart mitnehmen, weil es für viele Familien im Moment schwierig ist, wenn man in die Kurzarbeit geht, wenn man da plötzlich ein paar hundert Euro im Monat weniger zur Verfügung hat. Dann hängt da vielleicht die Immobilienfinanzierung dran. Letzten Endes geht es darum, dass wir für die Menschen in Coburg auch was bewegen können. Da ist es so, dass ich die Möglichkeiten nutze, die ich habe. Dass ich auf Programme, die laufen, hinweise. Dass ich die Informationen, die ich habe, weitergebe. Auch auf direktem Draht. Das ist, glaube ich, sehr sehr wichtig, dass da nicht bei zig Stellen angerannt werden muss. Dass man einfach, wenn man Informationen hat, diese direkt weitergibt. Dafür stehe ich auch weiterhin zu Verfügung. Das ist mein Stil. Ich will ansprechbar sein für die Bürgerinnen und Bürger. Das zählt auch nach der Wahl. Damit die Bürgerinnen und Bürger eine attraktive Stadt haben, die auch Arbeitsplätze zu Verfügung stellen kann, die nicht von der Kurzarbeit geprägt sind, damit es eine attraktive Stadt ist. COBURGER: Sie haben es kurz angedeutet, sie wollen keinen Katalog aufstellen, was man erst einmal bleiben lässt, Güterbahnhofgelände, Kühlhalle, Pakethalle, das Globe, also Landestheater generell und natürlich Kongresswesen. Da gibt es ja eine ganze Menge Projekte, um nur einige zu nennen. Wo würden sie jetzt sagen, das schieben wir erstmal auf? Dominik Sauerteig: Das hat jetzt kein Sinn drüber zu reden. Wir sammeln zuerst die Fakten, wie stellt sich die finanzielle Lage dar. Das weiß im Moment niemand wirklich. Natürlich sind da Projekte dabei, die kann man nicht mehr stoppen. Die sind schon so weit, dass da die Ausschreibungen soweit gelaufen sind, dass die Unternehmen auch vor der Tür sind und anfangen wollen. Es gibt natürlich Projekte, die noch nicht so weit fortgeschritten sind, wo man sagen muss, die wird man sicherlich erst einmal hinten anstellen. Wenn es nach mir persönlich geht, dann glaube ich, dass wir über einen städtischen Neubau eines Kongresswesens im Moment mal nicht nachdenken sollten. Das ist ein Projekt, dass noch gar nicht so weit gedacht ist, dass wir da
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INTERVIEW ansatzweise wissen, wo die Reise lang geht. Wir sollten uns auf die Projekte konzentrieren, die wir jetzt angeschoben haben, die wichtig sind. Auch für die Stadt Coburg. Wir sollten am Güterbahnhof weiter voran gehen, weil da Zukunft geschrieben wird. Da wäre es, denke ich, nicht sinnvoll, wenn wir jetzt Zukunftsprojekte anhalten. COBURGER: Sie haben es gerade schon angedeutet, sie sind auch Initiator des Bürgerbegehrens „Rettet den Rosengarten“. Da war die Konfrontationslinie ganz klar gezogen – bildhaft – gegen den Coburger Süden. Gab es schon Gespräche mit Herrn Stoschek? Gabs schon ein Anruf nach der Wahl? Waren sie schon dort? War er bei ihnen? Dominik Sauerteig: Es gab noch keinen Kontakt nach der Wahl. Ich glaube, Herr Stoschek hat momentan mit der Firma auch wahnsinnige Schwierigkeiten. Dass man da in der Automobilbranche den Laden zusammenhält. Von daher soll er sich erst einmal auf diese Dinge konzentrieren. Es wird sicher auch in Zukunft Zeit sein, sich auszutauschen. Wir haben das auch im Rahmen des Bürgerbegehrens persönlich miteinander im guten Stil gemacht. Das war nie konfrontativ. Wir haben die Argumente ausgetauscht. Den Stil biete ich auch allen Coburger Unternehmen an, dass wir gemeinsam über die wichtigen Dinge diskutieren und am Ende eine Entscheidung treffen. Natürlich sind da nicht immer alle Standpunkte auch deckungsgleich, aber das gehört zur Demokratie dazu, dass man unterschiedliche Meinungen miteinander austauscht. COBURGER: Der Klinikverbund Regiomed bewältigt derzeit eine riesige Aufgabe. Man kann gar nicht genug Hochachtung haben vor dem, was da dort geleistet wird. Man sieht jetzt, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitswesen ist. Dabei muss jetzt REGIOMED ohnehin mit viel Geld geholfen werden, ein großer Schuldenberg aus der Vergangenheit, den man zu begleichen hat. Wie wollen sie REGIOMED mit dieser Basis für die Zukunft aufstellen?
Dominik Sauerteig: Man muss zunächst einmal sagen, dass alle Menschen, gerade im Gesundheitswesen, aber auch in den Einkaufsläden, im Moment einen wahnsinnigen Job für die Gesellschaft tun. Meinen ganz großen Respekt davor, dass da auch mit großem Risiko die Menschen ihrem Job nachgehen. Wer jetzt nicht erkennt, dass die Zeit des Sparens im Gesundheitswesen vorbei ist, der hats nicht begriffen. Meine ganz klare Vorstellung, wir müssen dringend ran an den Neubau des Klinikums. Wir müssen dringend dran, dass wir die Wertschätzung, die die Pflegenden jetzt erfahren, dass wir die auch in der Zeit nach Corona weiter haben. Das ist ein Ansatz, den ich im Wahlkampf immer betont habe, die Solidarität, die die Gesellschaft jetzt in den schwierigen Zeiten lebt, die muss bitte auch nach Corona noch weiterleben. Dies wäre ein riesiger Mehrwert für unsere Gesellschaft. COBURGER: In der Tat steckt ja auch in jeder Krise eine Chance. Jetzt ist diese Krise da, damit auch die Chance, Strukturen aufzubrechen, den Wandel vorwärts zu treiben. Wo sehen sie Coburg in sechs Jahren, sollten sie dann wieder antreten? Dominik Sauerteig: Ich habe im Wahlkampf immer gesagt, dass ich mir eine Stadt vorstelle, die sozial ist, die im ökologischen weiter voran geht, die aber auch wirtschaftlich dynamisch ist und auf alle Generationen setzt. Das ist mein Stil, den ich die letzten Monate immer vertreten habe, den werde ich auch die nächsten sechs Jahre vertreten. Das wir einfach im Konsens mit allen Generationen für alle Generationen Coburg weiterentwickeln. Damit wir in einer liebens- und lebenswerten Stadt weiterleben. Die Startvoraussetzungen sind hier einfach gigantisch. Ich lebe hier wahnsinnig gerne und ich glaube, dass machen die 41.000 Einwohner, die hier leben, auch sehr gerne. Das wollen wir auch, dass das weiterhin so ist. Die Fragen stellte Wolfram Hegen. Das Interview gibt es auch als Video: www.itv-coburg.de/der-neue-2020
Wer jetzt nicht erkennt, dass die Zeit des Sparens im Gesundheitswesen vorbei ist, der hats nicht begriffen. – Sauerteig über die Zukunft von Regiomed
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FAKTEN SIND FAKTEN
Alternative Fakten sind keine andere Perspektive. Fake Nachrichten sind keine andere Perspektive. Alternative Fakten sind keine Meinung. Fake Nachrichten sind keine Meinung. Sie sind einfach nur … falsch. Fakten sind Fakten. Ein Selbstversuch: Halten Sie den ausgestreckten Zeigefinger etwa zehn Zentimeter vor Ihre Augen. Schließen Sie jetzt einmal das linke Auge und merken sich das Bild. Und jetzt schließen Sie einmal das rechte Auge und merken sich das Bild. Was sehen Sie? Einmal eher die Innenseite ihres Fingers, einmal mehr die Außenseite Ihres Fingers. Finger bleibt Finger. Nur die Sichtweise verändert sich, der Blickwinkel. Die Perspektive, aus der man die Welt sieht. Sie eröffnet uns neue Erkenntnisse, neue Einblicke, neue Zusammenhänge. Sie erweitert unseren Horizont.
Viel Freude auf unseren folgenden Seiten zur Horizonterweiterung.
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SONDERTHEMA PERSPEKTIVE
„Perspektive – wie sehe ich die Welt?“ wollte der COBURGER von drei Coburger Personen des öffentlichen Lebens wissen. Und zwar nicht aus heutiger Sicht aus die Zukunft, sondern aus dem Jahr 2025 rückblickend auf das Hier und Jetzt in Coburg. Drei Sichtweisen, drei ganz unterschiedliche Perspektiven.
Andreas Leopold Schadt
Der schwere Blick zurück ... … auf eine Zeit, in der fast die komplette Gesellschaft weltweit stillstand. Alles lief auf Anschlag, pulsierte, überall brodelte es, plötzlich fuhren fast alle Gewerke auf ihr Minimum. Einzelhandel und Gastronomie waren wochenlang geschlossen. Theater und Kinos wurden für Publikumsverkehr verboten. Kaum zu glauben, dass es nun geschafft ist, vorbei ist es aber leider noch lange nicht. In relativ kurzer Zeit hatten die Geschäfte peu à peu wieder geöffnet. Soziale Kontakte waren wieder möglich, allerdings noch lange mit Einschränkungen. Größere gesellschaftliche Ereignisse konnten erst ein Jahr später wieder aufgenommen werden. Vor allem Kunst, Kultur, Gastronomie und Sport hatten lange darunter zu leiden. Harte Zeiten für viele. Und doch hat sich die Menschheit auf wesentliche Dinge reduziert. Es wird viel umweltbewusster gehandelt. Inlandsflüge sind auf ein Minimum reduziert, da vor allem geschäftlich mittlerweile viel mehr über Telefonkonferenzen und Videotelefonie verhandelt wird.
Foto: Franzi Sp
indler
Geschrieben von Andreas Leopold Schadt, Schaupieler
Doch das Umdenken von höher, weiter, schneller auf eine Verlangsamung und ein bewusster-werden hat nur in Teilen funktioniert. Die Menschen sind nicht in der Lage, die Kontrolle aus der Hand zu geben. Es macht ihnen Angst, nicht zu wissen was kommt. Es fällt ihnen schwer, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie von der Natur aus vorgegeben werden.
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DREI SICHTWEISEN
Christian Seltmann
Ich war damals 10 Jahre alt … … Ich war in der 4. Auf der Pesta. Wir hatten Schule zu Hause. Die Lehrerin war zu Hause und wir auch und wir haben jeden Tag ganz viele Hausaufgaben gemacht. Am Anfang war das schwer, weil wir sonst immer in der Klasse gelernt haben. Aber es ging! Ich bin morgens aufgestanden, habe meine Freundin angerufen und wir haben gequatscht. Genau wie in der Schule auch. Und dann haben wir losgelegt. Bis mittags. Zwischendurch habe ich mal Papa oder Mama was gefragt. Aber eigentlich habe ich das alles alleine hingekriegt. Das hat mir später irre geholfen. Ich kann mich super konzentrieren. Für Stunden alleine zu sein, Berge von Stoff büffeln. Kein Problem. Außerdem hat Papa gesagt: „Jetzt ist Corona, jetzt dürfen wir nicht raus. Vielleicht ist irgendwann was anderes und das Internet ist mal wochenlang auch weg. Dann können wir nix bei Wiki nachgucken. Kein Netflix gucken. Nehmen wir Bücher.“ Also haben wir im Atlas nachgeguckt, ich habe für Erdkunde Leute angerufen. Dadurch habe ich gelernt, wie man Sachen erfährt. Und wir haben gelesen, und gekocht, und gesungen, gebastelt. Alles sowas. Außerdem haben wir jeden Tag Sport gemacht. Mit meinem kleinen Bruder. Im Hofgarten. Rückblick eines Kindes. Beobachtet, recherchiert und zusammengefasst von Christian Seltmann, Kinderbuchautor und Singer-Songwriter aus Coburg
Und ich hab mit Oma und Opa telefoniert. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, dass wir miteinander reden. Und ich habe sie vermisst. Ich habe gemerkt, wie sehr ich alle Leute vermisse. Vorher war das alles selbstverständlich: Die Schule, die Klasse, die Freundinnen, Oma und Opa. Nach Corona nicht. Da wusste ich, was mir wichtig ist. Wir haben einfach zusammengehalten und gearbeitet. Und auch wenn es später mal schwer wurde. Ich wusste immer: Du hast Corona überstanden, dann überstehst du das auch. Corona hat mich stark gemacht.
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DREI SICHTWEISEN
Sig Simon
Es ist jetzt … … Frühjahr 2025. Und fast schon wieder zu warm. Wir sitzen in einem Café am Marktplatz. Eine Touristengruppe aus Norddeutschland lässt sich vom Albert aus die Coburger Erker erklären. Die Stadt ist leiser geworden, nicht stiller. Sie brummt nicht mehr, sie summt. Auch wir haben gelernt, mit dem Virus zu leben. Manches, das uns in den Wahlkampfzeiten Anfang 2020 noch existenziell wichtig erschien, ist schon fast in Vergessenheit geraten, z.B. dieses Wiehiessesnoch hinter dem Güterbahnhof oder die 4-spurige Einfahrtschneise. Dafür wächst die Healthy World mit ihrem hochmodernen Quarantänedorf auf dem ehemaligen BGS-Gelände jetzt schneller als erwartet. Am Theater wird gebaut. Nicht nur High-End, auch grundsolide. Einige Coburger Baubetriebe und andere haben so „dank“ der Einschränkungen der beliebigen Freizügigkeit auch wieder vor Ort in Lohn und Brot gefunden. Und sie zeigen, was sie draufhaben. Das Happy-Distance-Freilufttheater im Veilchental hat regen Zulauf. Mit dem Freibad ist es wie überall, aber das kam nach dem siebten Dürrejahr in Folge für niemanden unerwartet. Ein kleines Wunder: Fast alle Bäume im Horst-Jürgen-Schunk-Park (unter dem früheren Bismarckturm) haben überlebt und bei wolkigem Wetter trifft man dort bisweilen sogar seinen Gründer mit der Kamera. „Haben wir noch mal Glück gehabt?“ fragt dein Blick. Und dann sagst du: „Ich riech fei die Bratwürscht bis hierher.“ Ein grüßendes Murmeltier läuft genau jetzt durch den unteren Bildrand und in der Spit macht jemand so was wie Musik. Geschrieben von Sig Simon, selbständiger Coach
Testen Sie Ihre Perspektive. Begeben Sie sich gedanklich ins Jahr 2025 und blicken Sie zurück? Was sehen Sie?
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Gesponserter Beitrag
FINANZEN
Viele von uns können das Thema Corona nicht mehr hören. Zur Abmilderung der persönlichen finanziellen Einbußen schüttet der Staat aufgebaute Liquiditätsreserven durch umfangreiche Programme aktuell in vollen Zügen wieder aus. Gerade in den letzten zwei Wochen wurden über die bekannten Soforthilfen und Darlehensprogramme nochmals erhebliche finanzielle und steuerliche Vergünstigungen und Möglichkeiten geschaffen, über die der COBURGER mit RA/StB Thomas Bittorf von tb.legal gesprochen hat.
Löwenstraße 27 | 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal
Finanzielle Vergünstigungen in Zeiten von Corona
COBURGER: Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Maßnahmen? Thomas Bittorf: Für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler gewährt der Bund einmalig Zuschüsse für drei Monate zu Betriebskosten, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro, bei bis zu 10 Beschäftigten erhalten sie maximal 15.000 Euro bis hin zu 50.000 Euro bei bis zu 250 Beschäftigten. Es gibt weiterhin umfangreiche Maßnahmen zum Kurzarbeitergeld und der Kf W für Kreditgewährungen. Ab 20. April 2020 können auch Landwirtschaftsbetriebe mit Primärproduktion und wirtschaftlich tätige gGmbHs (z. B. Bildungseinrichtungen, Vereinscafés, Jugendzentren, Pflegeeinrichtungen, Frauenhäuser) mit mehr als 10 Beschäftigten Soforthilfe erhalten. Wichtig: Eine Antragseingabe vor dem 20. April 2020 führt systembedingt zur Ablehnung. Nahezu sämtliche Steuervorauszahlungen können schließlich bei entsprechendem Antrag zinslos bis 31.12.2020 gestundet werden, was erhebliche Liquiditätsräume verschafft. Von Vollstreckungen soll bei Betroffenheit durch Corona abgesehen werden, Säumniszuschläge sollen erlassen werden.
raum vom 1. April bis 30. Juni 2020 eingeschränkt. Die Pflicht des Mieters oder Pächters zur fristgerechten Zahlung bleibt aber auch in dieser Zeit grundsätzlich bestehen. Es entstehen zudem Verzugszinsen von aktuell ca. 4 %. Zahlungsrückstände aus dem Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 berechtigen nur für die Dauer von 2 Jahren nicht zur Kündigung. Erst wenn der Mieter oder Pächter die Zahlungsrückstände auch nach dem 30. Juni 2022 noch nicht beglichen hat, kann ihm wieder gekündigt werden. Ansprüche aus Darlehen von Verbrauchern, z.B. auch für die Abzahlung des eigenen Hauses, werden vom 01.04.2020 zunächst bis zum 30.06.2020 gestundet, falls wegen Einnahmeausfällen aufgrund Corona eine Zahlung nicht oder nur teilweise möglich ist. Erfasst sind jegliche Rückzahlungs-, Zins- oder Tilgungsleistungen. Zinsen fallen hierbei nicht an, eine Kündigung wegen der nicht vollständigen Zahlungen ist ausgeschlossen. Kommt es im Anschluss zu keiner Einigung mit der Bank wegen der Nachzahlungen, verlängert sich der Darlehensvertrag automatisch um den Zeitraum der Stundung, d.h. die Beiträge werden am Ende der Vertragslaufzeit nachbezahlt.
COBURGER: Ist der Antrag auf eine Soforthilfe gefahrlos möglich? COBURGER: Sie sprachen anfangs noch von neuerlichen Regelungen? Thomas Bittorf: Die Anträge können zwar nur noch online gestellt werden. Man muss jedoch versichern, dass es dem Unternehmen in 2019 gut ging und wegen Corona ein Liquiditätsengpass vorliegt. Das heißt, dass die Einnahmen ab dem 09.03.2020 aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen. Private und sonstige, auch betriebliche liquide Mittel müssen nicht mehr zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Entscheidend ist die Prognose im Zeitpunkt der Antragstellung. Diese kann sich im Nachhinein natürlich anders herausstellen. Wichtig zur Absicherung ist deshalb die Dokumentation der Umstände, die zum Antrag führten. Bei Falschangaben ist eine strafrechtliche Verfolgung im Nachgang möglich. COBURGER: Kann die Zahlung von Mieten und Darlehen ausgesetzt werden? Thomas Bittorf: Das Recht der Vermieter, Miet- und Pachtverhältnisse wegen Corona-bedingten Zahlungsrückständen zu kündigen, wird für den Zeit-
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Thomas Bittorf: Genau. Unter anderem können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten nun einmalig in 2020 Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Corona-betroffene KMU können schließlich einen Antrag auf Förderung betriebswirtschaftlicher Beratungen stellen. Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 % (!), maximal 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten. Es handelt sich um eine Erweiterung des bestehenden Förderprogramms mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“. Es lohnt sich also gerade jetzt, Beratung in Anspruch zu nehmen. COBURGER: Haben Sie vielen Dank für das Gespräch!
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SONDERTHEMA PERSPEKTIVE
„Wenn ich im Flugzeug sitze, geht es mir gut. Sehr gut. Ich genieße die Freiheit und Leichtigkeit dort oben. Die Zeit, mich mit dem Element Luft zu arrangieren. Den Anblick atemberaubender Wolkengebilde und außergewöhnlicher Blickwinkel in immer anderen Lichtstimmungen. Einfach fantastisch!“ Es ist genau dieser besondere Zustand dort oben in der Luft, den Olaf Pilz liebt und der ihn antreibt. Der Traum vom Fliegen ist vor acht Jahren beim Vereinsfest vom Flugplatz Steinrücken erwacht und hat ihn seither nicht mehr losgelassen: „Das Abstand-Bekommen vom Alltag ist ein ganz anderes als beim Joggen oder Schwimmen. Das Fliegen erfordert höchste Konzentration. Ich bin komplett fixiert auf diese eine Aufgabe, sicher zu lenken. Ich genieße diese Eigenverantwortung. Und mich fasziniert es, mit dem Quer-, Höhen- oder Seitenruder auf Thermik und jede Böe, die das Ultraleichtflugzeug beeinflusst, Antwort zu geben. Da denke ich an nichts anderes mehr. Ich schalte im Kopf komplett ab. Und bin im wahrsten Sinne des Wortes über den Dingen.“ Der 60-jährige Ofenbauer aus Dörfles-Esbach schöpft viel Kraft aus der Fliegerei. Deshalb möchte er seinen Vereinskollegen, die ihm das ermöglicht und beigebracht haben, etwas zurückgeben. Er will sich für den Verein Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft Coburg e. V. aktiv einbringen und das Interesse fürs Fliegen in Coburg fördern. So hat er sich dem Thema Öffentlichkeitsarbeit verschrieben, pflegt den Kontakt mit der Presse, aber auch mit ansässigen Firmen und anderen Vereinen. „Ich habe mir überlegt, was könnte man machen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und gleichzeitig ein Gemeinschaftsgefühl zu wecken,“ erzählt Olaf Pilz. „Da ich schon immer gern fotografiert habe und gerade das Filmen für mich entdeckt hatte, entstand die Idee: Ich könnte doch Filme machen! Einfach nur Luftbilder drehen, die Coburg von oben zeigen, war mir aber zu langweilig. Ich wollte was Spannendes schaffen – mit Überraschungen und
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Momenten, in denen sich jeder Coburger wiederfindet. So habe ich ein Konzept erstellt, mir Handlungsstränge überlegt, Protagonisten organisiert und einfach losgelegt…“ Mittlerweile laufen auf YouTube vier Folgen der Serie „Aussichtsreich über Coburg“ und begeistern mit mehreren 1.000en Klicks ein beachtliches Publikum. Die Filme bieten neue Perspektiven, die nicht jeder Coburger tagtäglich hat. Olaf Pilz teilt sie mit anderen: „Willkommen in 9.100 Fuß. Die gestrige Kaltfront, die Oberfranken überquert hat, beschert uns heute typisches Rückseitenwetter … Die Außentemperatur hier oben beträgt acht Grad Celsius. Bei 130 Stundenkilometern und offener Tür doch ganz schön frisch … Um die westlichen Teile Coburgs zu erkunden, fliegen wir seit der letzten Wolkenkante im Sinkflug … Überm Mitzthal arbeiten wir uns zum Einstieg der
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SONDERTHEMA PERSPEKTIVE Etappe. Mal schauen, was wir heute so entdecken. So – Linkskurve... Hier steigen wir ein. Die Gleisanlagen des Güterbahnhofs in Wüstenahorn und die B4 kreuzen wir bei der OMV-Tankstelle, überfliegen das Wohngebiet im Bereich der Samuel-Schmidt-Straße, Richard-Wagner-Weg Richtung Karl-Türk-Straße. Der Blick führt uns über die Schrebergärten bis zum Wolfgangsee. Dort entsteht gerade das Wüstenahorner Bürgerhaus. Im Bereich des Ölberges dominiert gebäudetechnisch das Alten- und Pflegeheim Sankt Josef der Caritas. Und kurz danach zieht der Kirchturm der Johanneskirche unsere Blicke auf sich . … Dieses Geschrei kommt übrigens aus der Turnhalle der Melchior-Frack-Schule. Was da los ist? Da schauen wir doch mal rein...“ In der Halle fighten gerade die Karate-Kids der SV Hut Coburg und geben sich – so scheint es für den Nicht-Kenner – hitzige Gefechte. Nach dem Aufwärmen werden die Grundtechniken trainiert – im Kampf der ein oder andere zu Fall gebracht. Hiji – Wan – Te... Solche Abstecher zu Spots auf der Erde werden im Film noch einige gemacht: Als nächstes zur Realschule und zur Hochschule, dann in die Festung, wo Martin Luther gerade die Bibel übersetzt und handschriftlich zu Papier bringt, während die Druckerei DCT schon fünf Jahrhunderte weiter ist und viel moderner zu Werke geht ... Und bepackt voller Witz und Charme führt in jeder YouTube-Folge die Reise mit der Tecnam P92 Ultraleicht-Flugmaschine zu anderen Stadtteilen Coburgs, bis am Ende das Film-Puzzle komplett ist. „Die Filmreihe soll die Vestestadt als Einheit aus Initiatoren, Machern, Institutionen, Unternehmern, Gestaltern und Ehrenamtlern darstellen und eine Identifikationsfläche für alle bieten. Dabei will ich Coburgs Menschen locker, lässig und ein bisschen
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hemdsärmelig skizzieren,“ erklärt Olaf Pilz seine Intentionen: „Freude an gelebter Gemeinschaft zeigen – da sind Menschen, die sich für andere engagieren: Das im Laufe der Zeit zum reizvollen Ziel geworden.“ In die Umsetzung investiert der leidenschaftliche UL-Pilot über 20 Stunden Mühe pro Film. Die meiste Zeit kosten Akquise und Erklären – Dreh und Schnitt laufen meistens wie geschmiert. Durch die Recherchen im Projekt hat der 60-jährige in den letzten fünf Jahren selbst intensiven Einblick in die verschiedensten „Schatzkisten“ des Coburger Lebens und Ehrenamtes bekommen und es dadurch noch mehr schätzen gelernt. „Das alles zu sehen, macht einfach Laune!“ Es ist ein ganz besonderer Gemeinschaftssinn, den Olaf Pilz lebt. Eine respektvolle Perspektive von oben und doch mitten aus dem Leben. Eine Sichtweise, die gerade in diesen Zeiten wieder mehr Bedeutung erlangt.
Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft Coburg e. V. Flugplatz Steinrücken FAG Ultraleichtflug und Motorflug 41 aktive Mitglieder 2 Fluglehrer 5 Vereins-Flugzeuge Vorstand: Stefan Probst Zweiter Vorstand: Karl-Friedrich Fiene www.fag-coburg.de
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ZAHLEN & FAKTEN
Sonderthema Perspektive Perspektiven in der
Psychologie
Die psychodynamische Perspektive nimmt an, dass starke innere Kräfte das Verhalten treiben und motivieren. Die behavioristische Perspektive nimmt an, dass Umweltstimuli die verschiedenen Verhaltensweisen hervorrufen. Die humanistische Perspektive nimmt an, dass der Mensch in seiner Verhaltensentfaltung frei von inneren und äußeren Zwängen ist. Die kognitive Perspektive nimmt an, dass sowohl externe als auch interne Reize die verschiedenen Verhaltensweisen hervorrufen.
Zahlen & Fakten
Die biologische Perspektive nimmt an, dass die Ursachen für das Verhalten in der Funktionsweise der Gene, des Gehirns, des Nervensystems und des endokrinen Systems zu finden sind. Die evolutionäre Perspektive nimmt an, dass die Ursachen für die verschiedenen Verhaltensweisen die kognitiven und körperlichen Fähigkeiten sind, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben, um den spezifischeren Anpassungserfordernissen gerecht zu werden.
8 beliebte Perspektiven beim Fotografieren
Die kulturvergleichende Perspektive nimmt an, dass die Ursachen und Konsequenzen von Verhalten auch durch die unterschiedlichen Kulturen bedingt sind, in denen die Menschen leben.
Unterschiedliche Normalperspektive
Froschperspektive
Vogelperspektive
Kreativperspektive
Beispiel Kriminalität:
Sichtweisen
2018 sank die Gesamtzahl der erfassten bearbeiteten Straftaten laut polizeilicher Kriminalstatistik um
3,6%.
Gleichzeitig nahmen Bürger keine Verringerung der Kriminalität war, sondern einen Gleichstand, manchmal sogar eine Steigerung*. Panorama / Totale
Halbtotale
Nahperspektive
Makroperspektive
Beides ist richtig. Ergebnis Deutsches Viktimisierungsurvey, einer repräsentativen Umfrage unter der Deutschen Bevölkerung.
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Perspektive in
140 Wörtern
Perspektive (von lateinisch perspicere‚ hindurchsehen, hindurchblicken) bezeichnet die räumlichen, insbesondere linearen Verhältnisse von Objekten im Raum: das Abstandsverhältnis von Objekten im Raum in Bezug auf den Standort des Betrachters. Damit ist die Perspektive stets an den Ort des Betrachters gebunden und kann nur durch Veränderung der Orte der Objekte und des Betrachters im Raum verändert werden. Diese Feststellung ist dahingehend wichtig, dass eine andere Perspektive nicht durch bloße Veränderung des Betrachtungsausschnitts ohne Ortswechsel (z. B. durch Verwendung eines ZoomObjektivs in der Fotografie) herbeigeführt werden kann. Perspektivismus und Perspektivität bezeichnen philosophische Lehren, die besagen, dass die Wirklichkeit von Standpunkt und Eigenschaften des betrachtenden Individuums abhängig ist. Das menschliche Denken, Erkennen und Handeln ist endlich, da es vielfältigen Einschränkungen unterliegt, die aus den Bedingungen von Zeit und Raum, individuellen Veranlagungen, Umgebung und Situation resultieren; beispielsweise kultureller oder gesellschaftlicher Natur sind (siehe Erkenntnistheorie).
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COBURGER | DAS MAGAZIN
Geistiger
Rollentausch
Ilan Yaniv und Shoham Choshen-Hillel, zwei israelische Psychologen von der Hebräischen Universität Jerusalem fanden heraus: Menschen treffen tatsächlich bessere Entscheidungen, wenn sie sich in die Lage eines anderen hineinversetzen. „When guessing what another person would say is better than giving your own opinion: Using perspective-taking to improve advice-taking,“ so der Name der Studie.
Effekt
Mona-Lisa-
Oft fühlt man sich von einem Porträt wie der «Mona Lisa» von Leonardo Da Vinci regelrecht aus jeder Perspektive beobachtet. Das als Mona-Lisa-Effekt bekannte Phänomen gibt es wirklich, aber nur, wenn der Blick in eine bestimmte Richtung geht. Das Gefühl angeschaut zu werden, hat man dann, wenn die Porträtierten geradeaus oder mit einem Winkel von maximal fünf Grad aus dem Bild heraus schauen. Auf die «Mona Lisa» trifft der Effekt überraschenderweise aber gar nicht zu. Die Dame schaut zu weit nach rechts. AUSGABE 38 / APRIL 2020
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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Rainer Landwehr, gebürtiger Bad Mergentheimer, Geschäftsführer der Coburger Maschinenfabrik Dietze & Schell mit weltweit 360 Mitarbeitern an sechs Standorten, außerdem Vorstand der Wirtschaftsjunioren und ehrenamtlicher Richter.
Sind Sie ein Macher? Ja, das wird zumindest von anderen so behauptet.
Führungsposition, bevor ich mit 34 Jahren Geschäftsführer bei einem Bruchsaler Sondermaschinenbauer wurde. Ich bin eben mit Leib und Seele Maschinenbauer und seit 2013 bin ich Geschäftsführer bei Dietze & Schell.
Warum? Ist die Region ein guter Standort für Macher? Mein Motto lautet: „Nicht reden, sondern machen“ oder wie wir in meiner Heimat sagen: „Ned schwätze, mache“. Ich nehme gerne Einfluss, wenn ich überzeugt bin, Dinge gut oder besser machen zu können. Ich gestalte gerne und versuche meine Mitmenschen von meinen Ideen zu überzeugen, dabei übernehme ich gerne Verantwortung, beruflich wie privat. Was macht das Machen aus? Zum einen stelle ich mich gerne neuen Themen, neuen Umgebungen und neuen Herausforderungen. Zum anderen frage ich so lange, bis ich genug Informationen für eine Entscheidung habe. Das kann schon einmal nerven, aber ich versuche zuerst alle Seiten eines Sachverhalts aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen. Aufgeben gibt es nicht: Wenn etwas angeblich nicht geht, ist das für mich ein ganz besonderer Ansporn. Ich bin streng und konsequent und genau deswegen berechenbar und verlässlich, ich denke, das beschreibt mich ganz gut – beruflich und auch privat. Wie ging es los mit dem Machen? Ich habe von meinen Eltern schon früh die Einstellung vermittelt bekommen, dass man hält, was man verspricht, und dass man für sein Tun und die Ergebnisse immer selbst verantwortlich ist. Von frühester Jugend an habe ich mich nie davor gescheut, Verantwortung zu übernehmen. Mit 24 Jahren war ich jüngster Abteilungsleiter bei einem großen Maschinenbauer, danach wechselte ich in ein internationales Beratungsunternehmen, auch dort in eine
Absolut. Ich bin beruflich viel unterwegs und sehe viele Regionen und verschiedene Länder, daher kann mir ein ganz gutes Urteil erlauben. Wir leben seit 7 Jahren in Coburg, die Region ist definitiv ein Standort zum Machen. Wir fühlen uns als Familie sehr wohl, wir sind gut integriert, es gibt viele offene Menschen, so dass wir in kurzer Zeit viele Freundschaften schließen konnten. Die Region bietet alles für Leute, die beruflich vorankommen wollen, auch in Sachen Freizeit, Kultur und Landschaft. Das fällt uns als „Neigschmeckte“ von außen ganz besonders auf, leider wird das unserer Meinung nach von den Coburgern oft gar nicht so gewürdigt. Wir haben als Unternehmer und Unternehmen in Coburg ein ideales Umfeld, insbesondere die kurzen Wege zu Entscheidungsträgern in der Stadt und Wirtschaftsförderung erleichtern das Machen. Da werden auch durchaus schnell und unbürokratisch Entscheidungen getroffen. Was muss gemacht werden, um die Corona-Krise auch wirtschaftlich zu überstehen? Wir müssen zunächst konsequent versuchen, Corona einzudämmen. Wir benötigen dazu bei Allen das Verständnis für das vorübergehende Einschränken von Grundrechten, wenngleich der Stillstand nicht zu lange dauern darf. Einem Großteil der Wirtschaft helfen die Erleichterungen bei der Kurzarbeiterregelung. Nach der Krise muss man aber sehen, wem wie zu helfen ist. Zum aktuellen Stand gibt es kein Patentrezept. Aber wir werden auch das überstehen – Unternehmen, Stadt und die Bürger gemeinsam.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
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Unterhaltsam. Tiefgründig. Kreativ.
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IM PORTRÄT Von Gabi Arnold Fotos: Val Thoermer
DIE WELT DER PEGGY HOFFMANN
WENN PEGGY HOFFMANN AUF DER BÜHNE STEHT, REIST SIE ALS WASCHFRAU SUSE IN MITTELALTERLICHE ZEITEN. IN DER REALITÄT MUSS SICH DIE KÜNSTLERIN AKTUELL MIT DER CORONA-KRISE AUSEINANDERSETZEN. AN IDEEN FEHLT ES IHR NICHT.
Es ist Anfang März, als wir uns mit Peggy Hoffmann im Theater am Hexenturm treffen. Covid-19 hat Deutschland erreicht. Aber: Wie drastisch die Auswirkung sein werden, ahnt zu diesem Zeitpunkt keiner. Wenige Tage nach dem Treffen ruft Bayern den Katastrophenfall aus. Das öffentliche und kulturelle Leben steht seitdem still, besonders Kleinunternehmer und darstellende Künstler trifft die Situation hart. Hoffmann, künstlerische Leiterin des Theaters am Hexenturm, hat darauf reagiert. „Für die Kulturtreibenden rund um das Theater am Hexenturm ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt die Wahl-Coburgerin. Hoffmann hat dem Theater am Hexenturm neues Leben eingehaucht. „Es ist die einzige private Kleinkunstbühne in Coburg“, sagt sie. Dort in den alten Mauern reist sie zum Beispiel als Waschfrau Suse in das 16. Jahrhundert und tratscht und klatscht über das Leben von Coburgs Berühmtheiten der damaligen Zeit. Aber das ist nur ein Teil des Programms, das Coburgs Kulturlandschaft bereichert. Hier geben sich regelmäßig um die zehn Künstler -Liedermacher, Pianisten, Geschichtenerzähler – ein Stell-Dich-ein. „Es macht ja keinen Sinn, wenn ich hier alleine auftrete“, sagt Hoffmann. Ab und zu wird die Künstlerin gefragt, warum sie außergerechnet an diesem Ort spiele, an dem im Mittelalter Frauen grausam misshandelt wurden. „Gerade in einem meiner Theaterstücke setze ich mich mit diesem Thema auseinander und bringe gerne die Wahrheit ans Licht aus Achtung vor dem, was hier in alten Zeiten geschah“, antwortet sie dann. Und genau dadurch werde der Ort gewürdigt und respektiert. Ältere kulturinteressierte Coburger würden sich noch daran erinnern, dass sich hier in den Jahren von 1976 bis 1986 schon einmal die Studiobühne des Coburger Landestheaters befand, berichtet Hoffmann. Überhaupt sei Coburg bedingt durch das Landestheater reich an Kultur und habe schon historisch begründet einen hohen Anspruch an Kultur, schwärmt die Künstlerin. Aber das ist nicht das Einzige, was der Hanseatin an der Vestestadt gefällt. „Coburg ist die beste Entscheidung, die ich in den vergangenen Jahrzehnten getroffen habe“, sagt sie. Die Stadt sei ein fantastisches Kleinod, das Groß- und Kleinstadtstruktur vereint und Künstlern einen Raum biete.
„Coburg ist die beste Entscheidung, die ich in den vergangenen Jahrzehnten getroffen habe. Die Stadt ist ein fantastisches Kleinod, das Groß- und Kleinstadtstruktur vereint und Künstlern einen Raum bietet.“
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PEGGY HOFFMANN Dabei begann Hoffmanns Laufbahn ganz anders: In Hamburg aufgewachsen, folgt sie dem Rat ihres Vaters und lernt „was Ordentliches“. Als Financial Analyst behauptet sie sich in einer von Männern dominierten Branche. Irgendwann – sie ist um die 30 Jahre alt – fasst sie einen Entschluss und orientiert sich komplett neu. „Ich habe das gemacht, was ich bin und was meine Berufung ist,“ sagt sie. Sie lernt bei einem Bamberger Puppenspieler die Feinheiten des Schattentheaters, reist nach Marseille, wo sie sich im Objekttheater bei Christian Carrignon weiterbildet. Sie lässt sich von der Figurenspielerin Margit Gysin inspirieren, besucht mehrmals im Jahr Altmeister Keith Johnson, den Erfinder des Improvisationstheaters, und findet schließlich in Coburg ihre Heimat. Hoffmann setzt sich bundesweit für die Wiederbelebung des freien Erzählens ein, sie ist Schauspielerin und Erzählkünstlerin zugleich, erschafft mit Coburgs Kronjuwelen die Waschfrau Suse und findet im Theater am Hexenturm ihr künstlerisches Domizil. Und das mit großem Erfolg, weit über die Grenzen Coburgs hinaus ist die Kleinkunstbühne bekannt. „Wir werden bundesweit auf Online-Portalen angefragt und gebucht“, freut sie sich. Gut 70 Leute finden in dem kleinen Theater Platz, auch spontan darf man zu den Vorstellungen kommen, dann werden Stühle dazu gestellt.
„Das Besondere ist, dass das Team alles daransetzt, solange den Kalender zu füllen, bis die Türen des Theaters am Hexenturm wieder geöffnet werden dürfen.“
Jetzt, da das Corona-Virus tobt, bleiben die Stühle im Theater am Hexenturm leer. Hoffmann hat auf die veränderte Situation regiert, denn Hände in den Schoss legen und abwarten, das gibt es bei ihr nicht. So wird seit dem internationalen Theatertag, der Ende März stattfand, auf der Website des Theaters am Hexenturm täglich im Veranstaltungskalender ein Download mit einem Kulturschmankerl aus dem Bereich Musik, Theater, Erzählkunst oder Theater-Coaching veröffentlicht. Diese haben immer das Setting eines professionellen Auftritts als Ersatz für die
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IM PORTRÄT nicht stattgefundenen Termine. Täglich wird von 17 Uhr bis 17.30 Uhr live aus dem leeren Theater am Hexenturm über Facebook gestreamt. Weitere Minuten-Beiträge werden auch über Instagram gestreut. Bei Gefallen könne der Zuschauer zuhause dem Theater online per paypal einen kleinen Geldbetrag zukommen lassen. Und damit hat sie bereits die ersten Erfolge: „Völlig fremde zufriedene Menschen überweisen auf einmal 2, 5 oder 10 Euro für das Erlebte – das ist einfach toll“, freut sich Peggy Hoffmann. Und, sollte sich der eine oder andere trauen, bereits für Herbst/Winter eine Gruppenveranstaltung zu planen, freue das natürlich die Theatermacher vom Hexenturm außerordentlich, betont die Künstlerin. Wer über kein Internet verfügt, könne sich eine CD von den Künstlern Andreas Wolff, Philipp Hermann oder Peggy Hoffmann portofrei nach Hause schicken lassen. „Das Besondere ist, dass das Team alles daransetzt, solange den Kalender zu füllen, bis die Türen des Theaters am Hexenturm wieder geöffnet werden dürfen“, so Hoffmann. Die Veranstaltungen sind vorerst bis 23. April abgesagt. Alle bislang gekauften Tickets gelten als Gutscheine für zukünftige Auftritte im Theater am Hexenturm. Die Kulturschaffenden rund um das Theater am Hexenturm bitten alle Coburger, ihnen gewogen zu bleiben und die angenehmen Stunden dort nicht zu vergessen. Denn davon lebt die Kultur und die Kunst. Das Theater-Telefon ist täglich unter 09561 3517911 zu erreichen. www.theater-am-hexenturm.de
Die Mundwerkerin im Überblick: Jahrgang 1966, Hamburger Deern Vater Hamburger Seemann Aufgewachsen mit unendlich vielen Geschichten: (Lügen-)Geschichten von der Seefahrt (so genau weiß man das nicht) und (Guts-)Geschichten aus der Kindheit der Großmutter aus Ostpreußen Eine der ersten Mädchen auf einem renommierten Jungengymnasium ( Johanneum) Abschluss Fremdsprachenkorrespondentin staatliche Fremdsprachenschule, Hamburg Sehr früh, sehr schnell Karriere gemacht: Von der Chefsekretärin für Finanzen, zum Assistant Financial Controller bis hin zum Financial Analyst (Hamburg/ München/London) Gesundheitlicher Zwangsstopp in München mit knapp 30 Jahren; Rückbesinnung auf Talente 1997: Umzug von München nach Bamberg 1998: Figurentheaterausbildung in Bochum Erzählausbildung in Liestal bei Basel 2005: Eurotrainerin-Ausbildung zur Erweiterung der Hanseatisch-Fränkischen Völkerverständigung 2009: Umzug von Bamberg nach Coburg zuerst aus praktikablen Gründen, dann aus Liebe zu dieser Stadt 2015: LTTA-Artist-Abschluss der Royal Conservatory of Arts, Canada und LTTA Deutschland www.ltta.de Mutter von zwei tollen Kindern Geboren 1990 und 2006 Die Erzählkünstlerin setzt sich seit vielen Jahren bundesweit für die Wiederbelebung des freien Erzählens in der Gesellschaft ein, ist im Presseausschuss des Verbands für Erzählerinnen und Erzähler VEE e. V., und ist 1. Vorstand des regionalen Unternehmerinnen-Netzwerks Elan-Coburg
Kontakt Peggy Hoffmann Theater am Hexenturm Ernstplatz 12 96450 Coburg Telefon: 09561 3517911 E-Mail: theater-am-hexenturm@gmx.de Internet: www.theater-am-hexenturm.de
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Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete: Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung. Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich, verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind – und das jetzt schon seit über einem Jahr …
CoburgsBeste Und auf sie wird es ankommen, gerade jetzt!
COBURGS BESTE ist des neue LABEL des COBURGER – seit Ende 2018. COBURGS BESTE steht als LABEL für die besten Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen. 46
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COBURGS BESTE Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:
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Innovation Tradition Ausbildung Engagement
In Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung. Diese Unternehmen bekommen die Chance, sich im COBURGER als COBURGS BESTE zu präsentieren. In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER mit einem Team bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten den Wesenskern dieser Unternehmen heraus. Im Mittelpunkt steht dabei die Antwort auf die Frage, was das Unternehmen treibt, wo es sich in der Zukunft sieht, welche Innovationen, welche Visionen es tragen. Am Ende steht eine individuelle Unternehmenspräsentation auf vier Seiten, optisch, inhaltlich, emotional aufbereitet.
Das waren bisher COBURGS BESTE seit Dezember 2018:
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Und auch 2020 gibt es COBURGS BESTE. Das sind COBURGS BESTE in diesem Magazin:
Mehr Informationen? Dann schreiben Sie uns. Kontakt: Melanie Krempel | mk@markatus.de
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HEUNEC GMBH & CO.KG
Es steckt viel dahinter Erfahrung, Durchhaltevermögen, Teamgeist und vor allem ein hohes Maß an Verantwortungs - und Umweltbewusstsein machen Heunecs Plüschtiere zu weit mehr als einem Kuschelerlebnis. Im sogenannten Kuschelshop des in Neustadt ansässigen Unternehmens begegnet man guten Bekannten: Bibi Blocksberg, Biene Maya oder Kapitän Blaubär sitzen im Regal. Daneben stehen große Tiere, wie zum Beispiel ein rosaroter Flamingo, allesamt kuschelweich und sehr hochwertig. Genau das liegt dem Unternehmen auch am Herzen: „Unser Ziel ist die Herstellung qualitativ hochwertiger Plüschspielwaren zu einem Preis, den sich jeder leisten kann“, erklärt Prokuristin Josephine Dransfeld. Das Sortiment kann sich sehen lassen: Mit mehr als 800 Produkten deckt Heunec ein großes Spektrum der Plüschspielwaren ab. Im Lager stapeln sich Kartons mit unglaublichen zwei Millionen Plüschtieren, die zum Versand bereitstehen. Die Abnehmer sind sowohl Unternehmen also auch Privatkunden. „Eine Mindestbestellmenge ist nicht erforderlich, auch Einzelaufträge werden angenommen“, erklärt Dransfeld. Überhaupt orientiert sich das Unternehmen an den Wünschen seiner Kunden und fertigt auch außergewöhnliche Objekte an. Dabei legt Heunec großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Das Unternehmen bezieht Strom aus Wasserkraft, trennt und vermeidet Müll oder verwendet FSC zertifiziertes Holz aus verantwortungsvollem Anbau. Aus dem Hause Heunec stammt zum Beispiel „Gustav“, ein Maskottchen, das nach einem sogenannten Cradle to Cradle Konzept entstanden ist. Das bedeutet: Alle Materialen können wiederverwendet werden. Alle diese Maßnahmen führten dazu, dass Heunec mehrfach zertifiziert ist. Auch arbeitet Heunec ausschließlich mit Fabriken zusammen, die BSCI- oder ICTI- zertifiziert sind. BSCI ist eine gemeinsame europäische Plattform für Einzelhändler, Industrie und Impor-
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teure zur Überwachung und Verbesserung von sozialen Standards in den Lieferländern für Konsumgüter. Die Initiative basiert auf den Arbeitsstandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und weiteren wichtigen internationalen Bestimmungen wie der UN-Menschenrechts-Charta, sowie auf nationalen Rechtsvorschriften. So sind alle Heunec Produktionsstätten beim ICTI CARE- Prozess angemeldet und haben den Überprüfungsprozess erfolgreich durchlaufen. „Wir achten auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter, denn wir wollen unsere Plüschprodukte fair produzieren,“ betont Dransfeld. Aus der Taufe gehoben hat das Unternehmen Hugo Heubach im Jahr 1891 im thüringischen Sonneberg, anfangs mit der Produktion von Christbaumschmuck und Spielzeug. Im Jahr 1952 gründeten Werner Fehn und seine Frau Hannelore das Unternehmen in Neustadt bei Coburg neu und kombinierten den Firmennamen aus den ersten drei Buchstaben des Firmengründers und dem neuen Firmensitz. Ab 1970 produzierte Heunec die Plüschtiere selbst und rekrutierte Heimarbeiter. Aktuell beschäft igt Heunec in Neustadt 30 Mitarbeiter in Produktion, Lager, Versand und Verwaltung. Josephine Dransfeld, die Enkelin des Firmengründers Werner Fehn, steht heute gemeinsam mit Ihren Eltern an der Spitze des Unternehmens, sie baut auf die jahrelange Familientradition sowie die Erfahrung, das Knowhow und den Teamgeist ihrer Mitarbeiter. Bei einer Führung durch Verkaufsräume, Lager und Produktion wird klar, hier stimmt die Atmosphäre, die Mitarbeiter fühlen sich wohl, gearbeitet wird zu geregelten Zeiten ohne Schichtbetrieb. „Wir sind ein Familienunternehmen und pflegen ein familiäres Klima“, so Dransfeld.
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UMWELTM
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ISO 9001
NAGEMENT
QUALITÄTSMA
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COBURGS BESTE
heunec ganz individuell SONDERANFERTIGUNG Das Unternehmen orientiert sich an den Wünschen und Anforderungen seiner Kunden. So werden für Sonderanfertigungen je nach Auflage und Anforderung verschiedene Produktionswege genutzt. Kleine Auflagen werden in Handarbeit in der eigenen Werkstatt im Stammhaus Neustadt gefertigt, größere Mengen werden in den Fabriken in Asien produziert.
INDIVIDUELLE SETS Ob im Geschäftsbereich, privat oder für den Verein: Heunec fertigt auch individualisierte Maskottchen für jeden Anlass an.
EIGENES DESIGN Neben den Klassikern entwerfen extern e Produktdesigner etwa 100 neue Artikel im Jahr.
ZERTIFIZIERUNGEN DRUCK-UND STICKSERVICE Im Stammhaus in Neustadt bei Coburg werden besondere Geschenkideen realisiert, zum ruck Beispiel im digitalen Transferd rten eue oder mit der computergest net eig ck Stickmaschine. Der Dru r, sich für T-Shirts und Halstüche kt ruc bed die in kleinen Auflagen werden können.
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Heunec zeigt, dass auch ein kleines Unternehmen umweltbewusst wirtschaften kann: Eine Reihe von Maßnahmen wie Strom aus Wasserkraft, Recycling oder die Verwendung von Holz aus verantwortungsvollen Anbau haben dazu geführt, dass Heunec seit 2014 neben der ISO 9001 auch die Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 erreicht haben, ein Zeichen des verantwortungsbewussten Umgangs mit den natürlichen Ressourcen nach außen.
HEUNEC GMBH & CO.KG
„Bio muss nicht teuer sein!“ Öko / GOTS Produkte sind eine Linie von Heunec, zum Beispiel für Schmusetücher, Greiflinge oder Plüschtiere für die Kleinsten. Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien.
„No Drama Lama“ … heißt ein Plüschtier, das eine Auszubildende entworfen hat. Das Besondere: Hasiba ist im Jahr 2015 aus Afghanistan geflohen und absolviert seit dem Jahr eine Ausbildung zur Spielzeuggestalterin bei Heunec. Das Lama wurde in der kleinen Kuschelmanufaktur in Neustadt hergestellt und ist ein handgefertigtes Einzelstück „Made in Germany“.
Hier stimmt das Klima!
DAS HABE ICH SELBST ENTWORFEN
Arbeiten in einem familiären Team und noch dazu in einem Umfeld ohne Schichtarbeit- bei der Firma Heunec ist das möglich, zum Beispiel in der eigenen Näherei am Standort Neustadt. Hier entstehen individuelle Produkte nach den Wünschen der Kunden. Heunec bildet auch in interessanten Berufen aus, zum Beispiel Spielzeuggestalterin, Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau. Bei Interesse schicken Sie ihre Unterlagen bitte an info@heunec.de . Das Team freut sich über ihre Bewerbung.
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LEUWICO GMBH
Es gibt Schreibtische und es gibt Leuwico. Premium Büromöbel aus Wiesenfeld. Vom Holztisch zum HighTech-Tischsystem. LEUWICO ist Pionier und einer der Marktführer im Bereich manuell verstellbarer Tischsysteme, Spezialanfertigungen und Nischenlösungen. Das Unternehmen in Wiesenfeld bietet sowohl Gesamtlösungen zur Ausstattung großer Büroflächen, als auch individuelle Einzelstücke für jedermann an. Ein Exemplar aus den Anfängen der Firmengründung steht noch in den Ausstellungsräumen von LEUWICO, ein Arbeitstisch aus Holz gefertigt. Das Anschauungsstück zeigt: Clevere Lösungen standen von Beginn an im Fokus des im Jahr 1923 gegründeten Unternehmens. Das erste höhenverstellbare Modell wurde im Jahr 1949 entwickelt. In den 1970er- und 1980er Jahren hat das Unternehmen vorausschauend agiert und auf den Einzug der Computer in die Arbeitswelt reagiert; der Computer Aided Design (CAD) – Arbeitsplatz wurde zum Geschäftsschwerpunkt. Früher wie heute stand der Gesundheitsaspekt im Vordergrund der Unternehmensphilosophie. Mit den höhenverstellbaren Schreibtischen entfällt langes Sitzen vor dem Bildschirm. Die Tischsysteme aus dem Hause LEUWICO lassen sich beliebig und schnell in der Höhe variieren, zum Stehtisch verstellen und schonen so den Rücken.
Ganzheitliche Lösungen LEUWICO ist Premiumhersteller für ergonomische Arbeitsplätze und produziert seit beinahe 100 Jahren hochwertige Schreibtische und Büromöbel. Aber nicht nur: Das Unternehmen bietet ganzheitliche Lösungen an, dazu gehört zum Beispiel ein ausgefeiltes Raum- und Lichtkonzept, das die Akustik einbindet und individuell nach den Bedürfnissen des Kunden gestaltet werden kann.
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Egal ob ein Kunde einen Kinderschreibtisch sucht oder eine Agentur ihre Büroräume neu ausstatten möchte, Vertriebsleiter Matthias Müllner berät jeden Kunden gerne. Neben Standardprodukten entwickeln Konstrukteure in der hauseigenen Planungsabteilung gemeinsam mit den Abnehmern Unikate in Form, Material und Farbe. LEUWICO beliefert 240 Fachhändler in Deutschland und in den angrenzenden EU-Ländern sowie Direktkunden in der Region. Am Standort Wiesenfeld verfügt LEUWICO zudem über einen hauseigenen Werksverkauf und eine große Ausstellung.
Vivonio-Gruppe LEUWICO gehört seit dem Jahr 2016 zur VivonioGruppe und ist damit nach STAUD, MAJA, Noteborn, fm Büromöbel Franz Meyer GmbH & Co. KG und KA Interiør die siebte Tochter im Portfolio. Die Produkte des Coburger Unternehmens ergänzen die Angebotspalette der Vivonio-Gruppe perfekt. Gegründet wurde die Vivonio-Gruppe im Jahre 2012, mit Ihren Tochterunternehmen und den insgesamt 1.800 Mitarbeitern erwirtschaftet Vivonio einen Gruppenumsatz von fast 400 Millionen Euro im Jahr.
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Einzellösungen Die Einrichtung eines Kinderzimmers oder eines privaten Büros: Bei LEUWICO findet jeder die passende Lösung. Spezialisten gehen auch auf ungewöhnliche Wünsche ein, ob Möbel in Betonoptik oder aus Naturmaterialien, wie Bambus – nahezu alles ist möglich.
Gesamtlösungen Das Unternehmen bietet Gesamtlösungen für große Büroflächen an, formschön in Design und Ergonomie. Als Spezialisten für Bildschirmarbeitsplatzsysteme ist LEUWICO die Adresse, wenn es um Sonderlösungen geht, wie zum Beispiel für Theken, Leitstellen und medizinische Arbeitsplätze.
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COBURGS BESTE
Made in Germany
Schnell & Manuell
Bei LEUWICO findet man noch die echte Qualitätsarbeit Made in Germany. Hier wird vieles noch in Handarbeit hergestellt und montiert. Made in Germany, das steht vor allem für Qualität. Ein firmeneigenes System sichert die Qualität in der Produktion. Der Eigenfertigungsanteil liegt bei 90 Prozent. Und bevor die Möbel das Haus verlassen, unterliegen alle Produkte einer strengen Qualitätskontrolle.
Das Markenzeichen des Unternehmens ist die manuelle Höhenverstellung. Einfach, intuitiv und schnell kann die Höhe des Tisches variiert und so ein gesundes, rückenschonendes Arbeiten ermöglicht werden. Die manuelle Höhenverstellung ist eine Eigenentwicklung des Hauses LEUWICO und braucht keinen Stromanschluss! Die Position des Schreibtisches ist somit unabhängig von Raum und Steckdose. Daneben werden selbstverständlich auch motorische Verstellmöglichkeiten angeboten.
Fair & Regional
Betrieblicher Ausbau
Das Unternehmen punktet durch den persönlichen Kontakt zum Kunden und regionaler Verbundenheit. So investiert das Unternehmen weiter in den Standort Wiesenfeld, baut diesen aus und arbeitet mit Partnern und Zulieferern aus der Region zusammen. Und LEUWICO ist fair zu seinen Mitarbeitern. Keine Akkordarbeit, keine kräftezehrenden Schichten.
Mit der neuen Kantenanleimmaschine Performance. edge mit Winkelzuführung und automatischer Rückführung von IMA reagiert LEUWICO auf aktuelle und zukünftige Anforderungen im Bereich der Holzfertigung. Der Kantenanleimer beherrscht alle Aspekte der Kantenbearbeitung. Weitere Investitionen sind geplant: Der Vertrieb wird gerade komplett umgebaut und neue, hochmoderne Büros werden geschaffen.
Nachhaltigkeit
Ihr Arbeitgeber?
Auf Verbundmaterialen wird komplett verzichtet und Verpackungsmaterial bestmöglich reduziert. So werden die Produkte ohne Verpackungen – nur in Decken gehüllt – ausgeliefert. Weitere Beispiele sind u. a. der Einsatz von Echtholzfurnieren, dies spart Holz im Gegensatz zum Massivholzmöbel sowie der Einsatz von recyclebarem Metall. Die Verwendung von Bambus; das schnell nachwachsende Gras ist ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit. Darüber hinaus besitzt Bambus eine Härte, die höher ist als bei einheimischen Holzarten – dadurch entstehen sehr edle widerstandsfähige Oberflächen, die leicht zu reinigen sind.
Die Firma LEUWICO wächst ständig und bildet in den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung aus. Weiterhin sucht das Unternehmen ständig qualifizierte Mitarbeiter für die Produktion und den Vertrieb.
Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte wie folgt: +49 (0) 95 66 88 0 info@leuwico.de Weitere Informationen erhalten Sie auch über: www.leuwico.com | |
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Auf einer Fläche von 33.000 Quadratmetern entstehen in vier Fertigungsbereichen die Möbel aus dem Hause LEUWICO. Angefangen von der Metall- und Blechverarbeitung bis hin zur Montage und schließlich der Qualitätskontrolle. Dank der hohen Fertigungstiefe und der hauseigenen Planungsabteilung entstehen in der Büromöbelmanufaktur LEUWICO noch echte Unikate.
LEUWICO GMBH
Design gepaart mit Funktionalität und Qualität
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METALL-/ BLECHBEARBEITUNG
HOLZBEARBEITUNG
OBERFLÄCHENBEARBEITUNG METALL
MONTAGE
LADEHALLE
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MENSCH UND ARBEIT
Wer ist connect und was macht das Unternehmen? Der COBURGER im Gespräch mit der connect Neustadt GmbH & Co. KG Die connect hat in den vergangenen 21 Jahren mehr als 7000 Mitarbeiter von Unternehmen qualifiziert und mehr als 5000 Menschen in Arbeit gebracht. Als Bildungs- und Beratungsunternehmen konzipiert connect Angebote für Unternehmen und Fachkräfte zur Qualifizierung. Für ausgewählte Projekte werden dazu auch Förderungen von Bund und Ländern genutzt. Bis heute hat die connect so über mehr als 8 Mio. € für die Verbindung von Mensch und Arbeit in die Region geholt. connect leistet passgenaue nachhaltige Vermittlungsarbeit für Fachkräfte und Unternehmen. connect-Assessmentcenter unterstützen gezielte Personalentwicklung und richtige Personalauswahl, bedarfsgerechte Qualifizierungen und Trainings für Führungskräfte und Mitarbeiter mit Praxistransfer in den Arbeitsalltag. Dafür arbeitet die connect eng mit Unternehmen, aber auch mit Kommunen, Agenturen für Arbeit und Jobcentern im Raum Oberfranken und Südthüringen zusammen. connect sichert Beschäftigung durch die Unterstützung von notwendigen Entwicklungen auf Mitarbeiter-, Team- und Unternehmensebene, hilft arbeitssuchenden Menschen und baut Brücken zu deren Integration in neuen Beschäftigungen. connect ist auch als Transfergesellschaft bekannt, wie kam es dazu? Mit dem Strukturwandel Anfang der 2000er Jahre wurden in mehreren Branchen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert und Entlassungswellen rollten durch die Region. Auf der anderen Seite wuchsen Unternehmen oder siedelten sich neu an. Hier reagierte connect und nahm die Arbeit als nachhaltig agierende Transfergesellschaft auf. Die connect ist vor Ort, wenn Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren – professionell und sehr verbindlich kümmert sich connect um die Betroffenen wie um die Unternehmen. Alle Beteiligten wollen in diesen Prozessen abgeholt und mitgenommen werden – und das auf Augenhöhe und mit Respekt, Wertschätzung und Würdigung ihrer bisherigen Leistungen.
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Fachkräftemangel, Unternehmensentwicklung – Wie kommt connect da ins Spiel? connect kommt als Arbeitsmarktinstrument mit seinem Experten- und Beratungsteam dann ins Spiel, wenn Herausforderungen am Arbeitsmarkt anstehen, wenn es in Unternehmen kriselt oder Neues etabliert wird und in der Praxis mit konkreten Maßnahmen gemeinsam mit allen Beteiligten gehandelt werden muss. Das connect Team ist gefragt, wenn Unternehmen Fachkräfte suchen oder wenn Führungskräfte in ihre Rolle finden sollen. Es ist wichtig genau hinzuschauen und zu handeln, wenn Unternehmen, Teams und Mitarbeiter sich neu aufstellen müssen, um Veränderungen gut zu bewältigen und Krisen als Chancen für Entwicklungen zu nutzen. Beispiel dafür ist die ständig fortschreitende Digitalisierung, die die Bereitschaft für Lern- und Veränderungsprozesse erfordert. Führungskräfte brauchen hier Klarheit und die Fähigkeit ihre Mitarbeiter dafür zu gewinnen. Das connect Team ist schnell und kompetent am Start, wenn Situationen und Entwicklungen es erfordern. Was ist der gemeinsame Nenner der connect Aktivitäten? Alle Themen wie z.B. Fachkräftevermittlung und -sicherung, lebensphasenorientierte Personalentwicklung oder psychische Gefährdungsbeurteilung folgen
unserer Vision – Wir verbinden Mensch und Arbeit. Das geht nur mit den Menschen, mit Klarheit und Transparenz in der Sache und Wertschätzung, Kooperation und Fairness im Miteinander. Was sind aktuelle connect Themen? Ein neuer aktueller Schwerpunkt ist das Thema der Mediation, die in sehr vielfältigen Bezügen und auf allen Ebenen immer wichtiger wird. Konflikte und Veränderungen gehören zum Alltag und sind wichtig für Entwicklungen. Die Welt steht nun mal nicht still und das ist auch gut so. Schaffen wir es in Krisen und Konflikten zu kooperieren, gibt es Lösungen anstatt Eskalation. Schaffen es alle Beteiligten, die Perspektive der anderen einzunehmen, das große Ganze in den Blick zu nehmen, dann sind sie offen für die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse. Auf diese Weise erweitert sich der Pool für denkbare Lösungen erheblich. Ängste weichen einem kooperativen Miteinander. Auch dafür steht connect mit ihren Angeboten: Einzel- und Teamcoachings, Mediationsprozesse, Arbeitsbewältigungstools, psychische Gefährdungsbeurteilungen mit einer WINWIN Handlungsmatrix. Die Gleichung: Gesunde motivierte Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg der Unternehmen bei. Und das zahlt sich aus: Für die Region, für die Unternehmen und nicht zuletzt für den einzelnen Menschen.
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Automatisierungen COBURGER | DAS MAGAZIN
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Advertorial
CONNECT NEUSTADT
DER DIENSTLEISTER FÜR UNTERNEHMENS- UND PERSONALENTWICKLUNG CONNECT NEUSTADT IM PORTRÄT.
Innovation suchen – für Veränderung gewappnet sein. connect Neustadt gibt es jetzt seit 1997. Ihre Vision ist: Wir verbinden Mensch und Arbeit. Der Coburger hat die Geschäftsführung befragt, wofür connect Neustadt steht? Georg Hofmann: „Wir verbinden Mensch und Arbeit. Wir sind für Unternehmer und Führungskräfte genauso da, wie für Teams und einzelne Mitarbeiter. Wir sorgen dafür, dass die Menschen für diese Herausforderungen gewappnet sind. Besonders in Krisenzeiten ist es wichtig, die Ängste und Sorgen aller Beteiligten ernst zu nehmen und Wege aufzuzeigen. Unser Team steht dafür.“
René Leibold: „Als Unternehmer macht es mir große Freude, gleichzeitig Unternehmen und Mitarbeitern mit Mehrwert zur Seite zu stehen. Ohne die connect Neustadt sähe der Arbeitsmarkt der Region heute anders aus. Das connect-Neustadt-Team hat das Wichtigste am Arbeitmarkt immer im Blick: Den Menschen am Arbeitsplatz. So machen wir die Arbeit besser und die Unternehmen leistungsfähiger. Wir tun das nicht allein, sondern im Konzert mit Partnern aus der Unternehmerschaft, der Arbeitnehmerschaft und Institutionen wie der Agentur für Arbeit. Zusammen können wir Dinge, die allein nicht möglich sind.“
connect Neustadt ist der Spezialist für nachhaltige Transferdienstleistungen, Fachkräftevermittlung und Berufscoaching Das zertifizierte Transferunternehmen connect.QBV. GmbH steht für fairen Umgang mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern. In Unternehmen, wo ein Personalabbau wegen struktureller Veränderungen, Schließung von Bereichen oder Insolvenz unvermeidbar ist, unterstützt connect Neustadt alle Beteiligten sicher und verantwortungsvoll dabei, Lösungen für den Trennungsprozess zu erarbeiten und umzusetzen. „Dabei beraten wir professionell und auf Augenhöhe. Eine faire, wertschätzende und offene Verhandlungsstruktur ist uns sehr wichtig, denn es geht sowohl um die Zukunft von Menschen und ihren Familien als auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen.“ erklärt Anne Tränkner, Bereichsleiterin mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich. „Wir nehmen die Menschen ernst und unterstützen Sie dabei, die Situation zu verarbeiten und nach vorne zu schauen. Durch praxisnahe und bedarfsgerechte Qualifizierungen
bauen wir Brücken in nachhaltige neue Beschäftigungsverhältnisse. Damit sichern wir auch qualifiziertes Fachwissen für die Region und darüber hinaus.“ Das connect Neustadt Vermittlungscoaching in Verbindung mit dem seit über 20 Jahren gewachsenen regionalen und überregionalen Netzwerk sind die Erfolgsfaktoren für die überdurchschnittlichen und nachhaltigen Vermittlungen in Beschäftigungsverhältnisse. „Auch in unseren Projekten zur Fachkräfte-Sicherung und in unserem Berufscoaching für Arbeitssuchende geht es um Hilfe zur Selbsthilfe, um die Ermutigung, selbstbestimmt und eigenverantwortlich Lösungen zu erarbeiten. connect Neustadt bietet professionelle Unterstützung, Reflektionsraum und fachlichen Input. Der Erfolg bestätigt diese Vorgehensweise“, so connect-Trainerin und Coach Monika Liebermann.
Feedbacks
von Teilnehmern und Mitarbeitern der connect.QBV.GmbH „Es war keine einfache Zeit, die Unterstützung der connect Neustadt Leute hat mir sehr geholfen.“
„…Für mich ist alles optimal gelaufen und es gibt nichts zu kritisieren. Ich kann nur dazu raten, in die Transfer beizutreten. Allerdings sollte man auch seine Chance nutzen!“
„Ich danke Ihnen nochmals ganz herzlich für das Aufspannen eines Sprungtuches welches mich in dieser schwierigen Phase sicher aufgefangen hat!“
„Beim Unterschreiben war ich skeptisch, das änderte sich schon beim ersten Training und ich freute mich auf die nächsten Termine. In offener freundlicher und unbürokratischer Weise wurde ich professionell bei meinem beruflichen Plänen unterstützt.“
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CONNECT NEUSTADT
Gesunde motivierte Mitarbeiter – erfolgreiche Unternehmen Die connect Neustadt GmbH & Co. KG führt in zahlreichen Firmen Befragungen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung in Form eines eigens weiterentwickelten „Arbeitsbewältigungscoachings“ durch. Dieses ab-c®-Konzept der Arbeitsfähigkeit geht auf finnische Untersuchungen und Arbeitsmarktprogramme zurück, die in den 1980er-Jahren aufgelegt wurden. Auch in der konzeptionellen Weiterentwicklung wird deutlich, wie zentral die Wichtigkeit zur Erhaltung und Förderung der Arbeitsbewältigungsfähigkeit der Mitarbeiter im Unternehmen ist und auch in Zukunft sein wird. Unter Einbeziehung der Lebensphasen im beruflichen Kontext stehen die Handlungsfelder Gesundheit, Qualifikation beziehungsweise Kompetenz, Unternehmenskultur, Führung und Motivation, Arbeitsgestaltung (Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsplatzgestaltung) sowie Vereinbarkeit von Beruf und Privatem im Mittelpunkt der Befragung. „Ziel ist es,“ erklärt connect-Trainerin und Arbeitsbewältigungscoach Sabine Schmidt-Braunersreuther, „gesunde und motivierte Mitarbeiter an Bord zu haben sowie klare Strukturen und Prozesse im Unternehmen. Im Alltag muss auf vielfältige Ressourcen zugegriffen werden können, auch wenn es mal schwierig wird. Durch die Einbeziehung der Sichtweisen und des Erfahrungswissens der Mitarbeiter werden zukunftsfähige Lösungen entwickelt. In der Praxis heißt das, dass wir die Befragungsergebnisse in einem Auswertungs-Workshop mit den Führungskräften reflektieren und geeignete Maßnahmen daraus ableiten. Das können beispielsweise Einzelqualifizierungen oder Coachings sein, Workshops zur persönlichen oder zur Team-Entwicklung, zu Struktur oder Entwicklungsperspektiven im Unternehmen.“
Haus der Arbeitsfähigkeit Arbeit / Arbeitsumgebung / Arbeitsbedingung Führung / Motivation / Werte / Einstellungen Entwicklungsmöglichkeiten / Kompetenz Gesundheit / Leistungsfähigkeit
Die psychische Gefährdungsbeurteilung ist nach § 5 ArbSchG eine gesetzliche Pflicht für alle Unternehmen /Arbeitgeber.
Erfahrungsbericht Die Personalverantwortliche Manuela Schink in der Firma Schink Blechverarbeitung aus Bad Rodach berichtet von ihren positiven Erfahrungen...
„Wir haben den Workshop der psychischen Gefährdungsbeurteilung genutzt, um mit dem Neustadter Beratungsunternehmen connect genauer hinzuschauen. Wir sind als erfolgreiches Familienunternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen. Das war in unseren Prozessen und Strukturen spürbar. Unsere Mitarbeiter sind uns sehr wichtig, und so haben wir die Arbeitsbewältigungscoaches von connect Neustadt beauftragt, unsere Arbeitnehmer als Experten ihrer eigenen Arbeitsplätze zu befragen. Das Ergebnis waren ehrliche Antworten und gute Ideen. Im Auswertungs-Workshop wurden emotional und fair praktische Lösungen erarbeitet. Bis heute wirkt sich die Einführung von Gruppensprechern für die Bereiche Laser, Schweißen, Biegen positiv aus. Unser Gesundheitsmanagement wurde erweitert, die Kommunikation den Strukturen angepasst. Aktuell schauen wir wieder, was es braucht, um als Unternehmen mit unserer Mannschaft auch in turbulenten Zeiten weiterhin erfolgreich zu sein. Der externe, neutrale Blick von connect Neustadt als Personalentwicklungs- und Beratungsunternehmen ist da eine wertvolle Ressource für uns und unsere Mitarbeiter. Gemeinsam bringen Coaching, Mediation und Moderation uns da weiter, wo wir im Tagesgeschäft an Grenzen stoßen.“
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MENSCH UND ARBEIT
Unternehmens- und Personalentwicklung ist Kernaufgabe Für connect Neustadt ist die kontinuierliche Personal-, Führungskräfte- und Teamentwicklung ein Muss für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. „Die Arbeitswelt ändert sich rasant schnell,“ so Coach und Bereichsleiterin Anne Tränkner. „In den letzten Wochen haben wir erfahren, wie eine Pandemie uns vor völlig neue Herausforderungen stellt. Wir stellen grundsätzlich immer die Frage: Wie gut sind Unternehmen gerüstet, um mit sich ständig wandelnden Herausforderungen erfolgreich umzugehen? Und wir wollen erreichen, dass Unternehmen mit ihren Teams und Mitarbeitern in „normalen“ Zeiten lernen, wie wichtig Motivation, gute Kommunikation und klare Strukturen sind, um in „unruhigen“ Zeiten mit Zielklarheit und Umsetzungsbereitschaft hohe Einzel- und Teamleistungen abrufen zu können. So bieten Krisen schließlich die Chance, in kurzer Zeit viel zu lernen und einen Schritt nach vorn zu gehen: Im Miteinander und in der Entwicklung. Gelingt es zu kooperieren, gewinnen alle Seiten. Das gelingt mit Reflexions- und Praxisworkshops, Moderationen von Arbeitsgruppen, Einzel- und Gruppencoachings oder in Mediationsansätzen.“
Feedback
Geschäftsführerin und Kurdirektorin der Therme Natur Bad Rodach Stine Michel gibt positives Feedback zum Praxis-Workshop Kommunikation: „In Bad Rodach sind die Schulungen super eingeschlagen. Meine Kollegen fragen, ob der Workshop noch einmal mit einem anderen Teil der Mitarbeiter stattfinden könnte. Eine offene und verbindliche Kommunikation ist für uns besonders wichtig. Wenn wir gut arbeiten, fühlen sich unsere Gäste wohl bei uns.“
Ute Seidler – Personalleiterin der SCHWINDT CAD/CAM-Technologie GmbH, fasst ihre Erfahrungen zusammen: „Der Blick von außen auf unsere Firma durch die Fachkompetenz von connect ermöglicht uns, immer wieder neue Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei ist es für uns maßgeblich, dass in der lang jährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit die Neutralität gewahrt ist und gleichzeitig ein professioneller innovativer Außenblick auf unsere Personalentwicklung da ist. In einer sehr persönlichen und dynamischen Zusammenarbeit entwickeln wir so kontinuierlich unsere Mitarbeiter und Unternehmensstrukturen weiter – und das ist sehr erfolgreich.“
Frank Rebhan, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der connect Neustadt GmbH & Co. KG über den Wert der connect Neustadt: „Wir haben mit der connect Neustadt einen Motor am Arbeitsmarkt, der Menschen in Arbeit bringt und Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels wirkungsvoll hilft. Mit ihren Projekten hat die connect Neustadt schon Millionen an Mitteln aus der EU, dem Bund und dem Freistaat in die Region geholt. Ich weiß, dass wir um die connect Neustadt bayernweit stark beneidet werden – und das seit mehr als 20 Jahren.“
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Er gehรถrt zur sogenannten kritischen Infrastruktur: Der Lebensmittel-Einzelhandel. Er muss liefern, auch und gerade in der Krise. Das stellt das Personal vor besondere Herausforderungen. Von einem Tag auf den anderen. Das Beispiel Frischecenter Wagner in der Corona-Krise.
Foto: Val Thoermer
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C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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Advertorial
INTERVIEW
DAS KANNST DU NICHT PLANEN Jörg Wagner vom Frischecenter Wagner im Gespräch
COBURGER: Wann haben Sie gemerkt, „da kommt was auf uns zu?“ Jörg Wagner: Also mal vorneweg: Alles, was in den letzten Wochen passiert ist, war für mich eigentlich unvorstellbar. Ich war im Februar bei einem Vortrag der Wirtschaftsjunioren, da war Corona noch weit weg. Dass es leichte Einschränkungen gibt, damit hat man gerechnet, mehr aber nicht. „Bitte keine Panik“, war die Meinung. Aber in den ersten beiden Märzwochen hat sich die Situation immer mehr zugespitzt. Die Unsicherheit bei unseren Kunden ist immer mehr gewachsen. Da musst du irgendwie darauf reagieren, es gibt ja für so etwas keine Pläne. COBURGER: Es kam zu ersten Hamsterkäufen, wie war bei Ihnen die Situation? Jörg Wagner: Wir haben ja die glückliche Lage, dass wir dreimal in der Woche beliefert werden. Dennoch hatten wir nach 14 Tagen Lieferengpässe. Wir hatten einen Kunden, der hat für 550 Euro eingekauft. Wir haben dann Höchstabgabemengen eingeführt, an die haben sich fast alle auch gehalten. Es ging um Solidarität von allen für alle. COBURGER: Am 16. März wurde der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen, am 20. März die Ausgangsbeschränkungen bekannt gegeben. Was hat das für Sie und Ihre Mitarbeiter bedeutet? Jörg Wagner: Der Lebensmittel-Einzelhandel wurde im Rahmen dieser Maßnahmen als kritische Infrastruktur eingestuft. Das hat erst einmal gutgetan, weil daraus ja auch eine Wertschätzung hervorgeht, dass man in so einer Krise besonders wichtig ist. Für uns war das mit wahnsinnig viel Mehraufwand verbunden: Oft bis Mitternacht die Regale auffüllen, Spätschichten, Nachschichten, mit Lieferanten zusätzliche Lieferungen aushandeln, weil da viele unserer Kunden panikartig eingekauft haben: Desinfektionsmittel waren schon lange weg, dann Konserven, Mehl, Reis, Nudeln, Toilettenpapier. Hefe war auch so ein Artikel, der plötzlich heißbegehrt war, wir haben dann über Bäckereien Bäckerhefe organisiert, z.B. alleine für Ostern 110 Kilogramm nachbestellt. COBURGER: Gab es einen Moment, wo Sie gedacht haben, dem Lebensmittelhandel gehen die Waren aus? Jörg Wagner: Nein. Da kommt uns in Deutschland das zugute, was europaweit einmalig ist: Wir haben die größte Dichte an Lebensmittelmärkten, das ist natürlich gerade in solchen Krisen für die Versorgung Gold wert. Da sind wir in Deutschland hervorragend aufgestellt, das dürfen wir nicht zerreden.
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COBURGER: Wie war das mit den gesundheitlichen Risiken für Ihre Mitarbeiter und für Ihre Kunden? Wie haben Sie das geregelt? Jörg Wagner: Also ganz am Anfang gab es erst einmal noch keine Masken. Keine offizielle Stelle konnte uns anfänglich weiterhelfen. Dann haben wir über das Landratsamt Masken für 10 Euro das Stück erhalten. Ich habe dann für meine Mitarbeiter noch über einen Bekannten Masken organisiert für unsere über 100 Mitarbeiter. Das war ja für alle Neuland, vereinzelt gab es Ängste oder Bedenken, dann aber haben alle mitgezogen, weil wir an die Vernunft appelliert haben. Insgesamt aber fand ich es bedrückend, dass alle nur vom Gesundheitswesen und der Pflege gesprochen haben, die natürlich sehr gefährdet sind, aber wir haben auch viele Tausend Kontakte jeden Tag, und eigentlich hat man uns im Regen stehen lassen. COBURGER: Und welche Maßnahmen gab es noch? Jörg Wagner: Ein Desinfektionsmodul im Eingangsbereich, Plexiglasscheiben an den Kassen, obwohl es ja kein Plexiglas gab, die Baumärkte hatten schon zu, wir haben das auch über unser Netzwerk privat organisiert. Wir haben uns um eine Security gekümmert, damit der Laden nicht zu voll wird, jetzt lösen wir das über eine Beschränkung der Einkaufswägen auf 110 Stück. Das sind dann etwa fünf Kunden pro 100 Quadratmeter Einkaufsfläche. Wir fordern die Kunden auf, den Mindestabstand einzuhalten über unsere Monitore und Durchsagen und Plakate, wir haben Markierungen auf den Boden geklebt und Barrieren gebaut. Und das alles innerhalb von ein paar Tagen. COBURGER: Und jetzt? Jörg Wagner: Wir haben viel Anerkennung bekommen, viele nette Worte an der Kasse, viele Emails, sogar Dankeschön-Pakete. Das hat sehr gutgetan. Aber es kommt jetzt auch darauf an, was wir daraus lernen. Wenn wir denken, das läuft danach schon wieder, dann wird sich nichts ändern. Ich habe zum Beispiel die Befürchtung, dass der Lebensmittel-Einzelhandel nach der Krise nicht mehr wertgeschätzt wird als vorher. Es wäre wünschenswert, dass unsere Verbände sich für ihre ganze Branche einsetzen. Warum nicht pauschal eine 10%ige Lohnsteigerung? Wir sind kritische Infrastruktur, dann sollte man die Mitarbeiter auch so bezahlen. Dann bekommen Lebensmittel halt auch mal den Preis, den sie wert sind. Warum heben wir nicht die 450 Euro Grenze pauschal auf 600 Euro an, wo ist das Problem? Das würde uns helfen in Sachen Flexibilität und vielen, die sich nebenbei etwas dazuverdienen, bleibt mehr übrig. Jetzt war so viel möglich, was vorher unmöglich war, es geht also, wenn man will. Die Fragen stellte Wolfram Hegen. COBURGER | DAS MAGAZIN
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BÄTZOLDT OHG
Cool. Praktisch. Günstig.
Rollend in
BÄTZOLDT oHG in Coburg mit weiterer Abteilung Schnell mal in die Stadt? Parkplatz kein Problem? Open-air-Feeling inklusive? Dann sind die Roller von Kymco eine coole und günstige Alternative zum Zweitwagen. Oder auch ein Quad – ideal vor allem für alle, die beruflich zum Beispiel als Hausmeisterservice oder für Garten und Wald eine flexible Lösung suchen. Beides gibt es jetzt bei BÄTZOLDT in Coburg. Die BÄTZOLDT oHG in der Neustadter Straße ist ab sofort der neue Kymco Händler in Coburg. 64
COBURGER | DAS MAGAZIN
Zur KFZ-Werkstatt und der Abteilung Gartentechnik (Stihlvertragshändler mit angeschlossener Werkstatt für Gartengeräte) kommt der Vertrieb und die Reparatur von Kymco Rollern und Quads dazu. Der Umbau des Ausstellungsraumes ist voll im Gang, die ersten Roller und Quads sind eingetroffen und können besichtigt werden. „Wir wollen mit der Erweiterung unseres Produktportfolios unseren Kunden noch mehr Service, noch mehr Unterstützung bieten“, so Erik Bätzoldt, der Geschäftsführer des Coburger Traditionsunternehmens. „Oft steht ja der Gedanke im Raum, sich ein zweites Auto anzuschaffen. Das aber erhöht die finanzielle Belastung stark. Warum also nicht einen Roller kaufen? Bei kurzen Wegen in der Stadt oder beim Weg zur Schule spart man sich die Parkplatzsuche. Und die Anschaffungskosten sowie der Unterhalt sind nicht so hoch wie bei einem PKW.“
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Advertorial
ROLLEND IN DEN SOMMER
den Sommer
Das Unternehmen Familiengeführt in der dritten Generation, bestehend aus einer freien KFZ-Werkstatt (Meisterhaft) sowie Abteilung Gartentechnik.
Die KFZ-Werkstatt Geleitet von Erik Bätzoldt mit vier Mitarbeitern. Sie bietet alle Leistungen einer Vertragswerkstatt: Vom Einlagern der Reifen über die Durchführung der Hauptuntersuchung bis hin zu sämtlichen Reparaturarbeiten.
Die Abteilung Gartentechnik Geleitet von Rainer Bätzoldt mit drei Mitarbeitern. Sie bietet als Stihlvertragshändler den Verkauf, die Beratung sowie die Reparatur der Stihlprodukte, den Einbau von Mährobotern, den Verkauf und Reparatur von Sabomähern als auch die Beratung und den Verkauf von John Deere und ISEKI Produkten. Seit neuestem ist der Stihl Markenshop in den Verkaufsraum integriert, der erste im Raum Coburg. Und für Kunden, die im Bereich Hausmeisterservice und Gartenbau unterwegs sind, bietet ein Quad eine flexible Lösung zum Auto. Übrigens: Für all diejenigen, die sich schon öfters Gedanken über die Anschaffung eines Rollers gemacht haben, aber nicht den entsprechenden Führerschein hatten, gibt es seit Ende letzten Jahres eine Neuerung. Man kann sich in den bestehenden Führerschein die Fahrerlaubnis B196 eintragen lassen – ohne zusätzliche Prüfung. Es erfordert nur eine gewisse Anzahl an Theorie- und Praxisstunden, und bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt werden. Weitere Informationen gibt es bei den Führerscheinstellen oder eine Fahrschule.
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Die Zukunft Schon der Markenshop wurde eingerichtet und betreut durch Natalie Riedel, zukünftig Bätzoldt. Sie wird ab 1. August gemeinsam mit Rainer Bätzoldt die Abteilung Gartentechnik führen und den Verkauf der Kymco Produkte unterstützen. Durch diesen Schritt ist die Weiterführung der Abteilung nach den Vorstellungen des Gründers Rainer Bätzoldt gesichert. Er kann wie geplant in ein bis zwei Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.
Roller bis 125 ccm jetzt auch mit Fahrerlaubnisklasse B möglich! Voraussetzung: Mindestens 25 Jahre alt Seit mindestens 5 Jahren im Besitz Klasse B Theoretische und praktische Schulung COBURGER | DAS MAGAZIN (mindesten 13,5 Zeitstunden)
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REISEN
Kultouren D E R C O B U R G E R AU F R E I S E N
COBURGER LAND
VON WOLFRAM HEGEN Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus oder dem Flugzeug in ein paar Stunden erreichbar sind (Anm. der Redaktion: „Dieses Mal in ein paar Minuten“). Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGER-Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen. Die Kultouren – dieses Mal ganz anders als sonst.
EINBLICKE INS COBURGER LAND
KULTOUREN Unsere Kultouren führt uns dieses Mal nicht an die wilde dänische Nordseeküste, nicht an den bezaubernden Lago die Molveno in den Brenta-Dolomiten, nicht in den Wiener Wald mit einem Abstecher in die pulsierende Donaumetropole, nein, sie führen uns dieses Mal in besondere Ecken des Coburger Landes. Das Fernweh hätte uns zu dieser Jahreszeit schon gepackt, übermütig wie die Pferde, wenn sie der Hafer sticht, kleinmütig aber haben wir alle Reisepläne dem Corona-Virus geopfert. Nur zuhause sitzen, mit feuchten Augen Fotoalben durchblättern, hochglänzenden Erinnerungen nachhängen oder im Bestfall Kultouren für „danach“ vorbereiten, widerspricht aber unserem Naturell. Stattdessen machen wir uns auf die Suche nach dem Großen im Kleinen, nach Zielen im Coburger Land, die nicht in jedem Prospekt stehen, aber – eigentlich schon lange – einen Besuch wert sind, ob als Wanderziel, mit dem Fahrrad, oder dann eben doch mit dem Auto.
WEITBLICK Zu aller erst wollen wir Überblick gewinnen über das Coburger Land. Und ausnahmsweise mal nicht von der Veste Coburg aus. Sondern vom Prinzregenturm auf dem Muppberg, dem Wahrzeichen der Puppenstadt Neustadt bei Coburg. Schon die Wanderung auf den Muppberg ist lohnenswert, durch ausgedehnte kühlende Mischwälder geht es eine gute Dreiviertelstunde hinauf auf den 516 Meter hohen sogenannten Zeugenberg, der sich im Laufe der Jahrmillionen eine Alleinstellung im Neustadter Talkessel erarbeitet hat und über der Stadt thront wie ein mächtiger Solitär, wie eine Insel im Meer. Am Ziel benötigen wir noch Muskelkraft für 138 Stufen, die einen hinaufschrauben auf die ausgedehnte Plattform des Prinzregententurms, 1905 errichtet zur Erinnerung an die Regierungszeit des Erbprinzen Ernst zu Hohenlohe-Langenburg. Der damalige Coburger Herzog Carl-Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha war zum Regieren noch zu jung, also musste der Erbprinz ran. Die Geschichte des Turmes aber verblasst im Angesicht des Ausblicks. Der Thüringer Wald bis in Richtung Frankenwald. Das Fichtelgebirge, die Rhön und natürlich das Coburger Land – Franken und Thüringen liegen uns zu Füßen.
RÜCKBLICK Unser nächster Ausflug führt uns mit dem Fahrrad in gut einer Stunde ins nördliche Lautertal an die ehemalige Grenze zwischen der damaligen BRD und der DDR. Dort steht noch ein Stück der alten Grenzmauer, einer Grenze, die in diesem Jahr seit 30 Jahren Geschichte ist. „Die Grenzmauer bei Görsdorf war in den 1980er Jahren erbaut worden und diente als Sichtblende Richtung Westen. Neben dem 5-km-Grenzgebiet, dem Grenzsignalzaun, Schutzstreifen und der tatsächlichen Staatsgrenze der ehemaligen DDR waren die sogenannten Grenzmauern eines der letzten Sperrelemente Richtung Westen. Heute ist das Mauerfragment Teil des Naturschutzgebietes „Görsdorfer Heide“ sowie Kulturdenkmal und Kleintierhotel in einem. In Verbindung mit der ausgeprägten Ginsterheide soll es besonders Kleintieren und Schmetterlingen Schutz und Lebensraum bieten.“ (Schautafel vor Ort). Denkmal, Arten- und Naturschutz in einem, ein ganz besonderes Mahnmal. Und nicht nur deswegen, sondern auch wegen der Anfahrt auf dem Rad einen Besuch wert.
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COBURGER LAND
RÜCKBLICK 2 Unser nächstes Ziel führt uns nicht nur am weitesten weg von Coburg, sondern auch am weitesten zurück in die Vergangenheit. Unzählig ist die Zahl an Burgen, Schlössern und deren Ruinen im Coburger Land, doch einige liegen so abseits der Hauptverkehrswege, dass sie leicht vergessen werden. Dabei freuen auch sie sich über einen würdigenden Blick auf ihre Mauern. So wie das Schloss Heilgersdorf, dem wir mit dem Auto einen Besuch abstatten, etwa 20 Minuten Fahrt von Coburg entfernt im Gemeindegebiet von Seßlach liegend, im südwestlichen Zipfel des Coburger Landes. Das Schloss geht zurück auf eine Burganlage aus dem 14. Jahrhundert. Heute steht dort ein barocker Neubau vom Anfang des 18. Jahrhunderts, der nur ein knappes Jahrhundert den Herren von Lichtenstein als Wohnort diente, seither aber verschiedenen Zwecken: als Quartier für französische Kriegsgefangene, als Forstamt, Schule und Flüchtlingslager. Entsprechend ist es vor allem das äußere barocke Erscheinungsbild mit vielen kleinen Details, das unsere Blicke auf sich zieht.
SCHNELL MAL IN DIE STADT?
WUNDERBLICK Unser letztes Ausflugsziel führt uns mittenrein in die Welt der Hobbits, nach Mittelerde … nicht wirklich, aber so unwirklich erscheint die Sinterkaskade in Weißenbrunn vorm Wald, einem Stadtteil von Rödental bei Coburg. Einfach hinfahren oder -laufen, z.B. vom nahen Froschgrundsee aus, ein bisschen nach Gehör laufen, wenn es plätschert und rauscht, ist man schon nah dran, ausgeschildert sind die kleinen Wasserfälle zudem, und dann stehenbleiben, hinsetzen, staunen. Nur vier von vielen Ideen für Ihre ganz persönliche Entdeckungsreise ins Coburger Land. Die Region ist natürlich mehr als nur diese Ausflüge wert. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.
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PARKPLATZ? – KEIN PROBLEM! OPEN-AIR-FEELING INKLUSIVE! Dann sind die Roller von Kymco eine coole und günstige Alternative zum Zweitwagen. Oder auch ein Quad – ideal vor allem für alle, die beruflich zum Beispiel als Hausmeisterservice oder für Garten und Wald eine flexible Lösung suchen. Beides gibt es jetzt bei BÄTZOLDT in Coburg. Die BÄTZOLDT oHG in der Neustadter Straße ist ab sofort der neue Kymco Händler in Coburg.
UND DAS NÄCHSTE MAL
Wer weiß … vielleicht darf uns dann auch wieder das Fernweh packen, wenn
nicht, auch kein Problem, wir haben gelernt, dass man nicht weit weg muss.
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BÄTZOLDT oHG Neustadter-Str. 10-12 | 96450 Coburg Tel.: 09561 5529-0 | Fax.:09561 5529-10 Mail: info@baetzoldt.com | www.baetzoldt.com
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HIER FIELEN …
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: VAL THOERMER
HIER FIELEN…
… BOMBEN Die Panzer rollten schon durch den westlichen und nördlichen Landkreis. Das pfeifende Geräusch, bevor Granaten einschlugen, war schon zu hören. Und immer wieder die Sirenen, die vor Tieff liegern warnten. Dann mussten schnell verängstigte Kinder gepackt und Zuf lucht gesucht werden in den Luftschutzkellern. In klaren Nächten sahen die Coburger sogar das Flakfeuer über Bamberg. Die Front rückte immer näher im Frühjahr 1945. Am 8.April trafen die Granaten viele Gebäude in der Innenstadt. Auch das Haus in der Goethestraße 11.
Amerikanische Kampfverbände kamen an diesem Tag aus Richtung der Langen Berge und hatten ein leichtes Spiel. Die deutsche Luftwaffe war in Auflösung begriffen und so hatte die US Airforce die Lufthoheit über der Stadt. Brandbomben entzündeten an diesem Frühlingssonntag an 18 verschiedenen Stellen Feuer. Und während die Brände viele Wohnhäuser zerstörten, hatte die Feuerwehr vor Ort Schwierigkeiten, zu den Bränden vorzudringen. Nicht nur, weil die eigenen Panzersperren im Weg standen, sondern weil es auch Tage danach immer wieder zu Artilleriebeschuss der Stadt und der Veste kam. Eines der bekanntesten Gebäude, das in diesen letzten Kriegstagen in Coburg zerstört wurde, war das Gesellschaftshaus am Ernstplatz 4 in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Häusern in der Goethestraße. Man kann davon ausgehen, dass die amerikanischen Aufklärer gezielt die Parteizentrale der NSDAP ausgesucht haben. War es doch ein weithin sichtbares Zeichen der ehemaligen Machthaber. Allerdings unfreiwillig. Denn unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Franz Schwede wurde das Haus am Viktoriabrunnen zwangsenteignet und damit für Propagandazwecke missbraucht. Gebaut hatten es sich die Coburger Ende des 19. Jahrhunderts nämlich selbst. Im Bürgertum wuchs damals der Wunsch nach einem Veranstaltungsort für Konzerte und Bälle. Etliche Jahre musste gesammelt werden, bis ein Betrag von 150 000 Goldmark – heute in etwa 1,4 Millionen Euro – zusammen war. Zur Gründung kam ein Aktienverein, kurz „Der Verein“ genannt, dessen Ziel es war, das Gesellschaftshaus zu planen und zu betreiben. Es entstand eine Gaststätte im Erdgeschoss, Räume zur Vermietung und im 1. Stock zwei große Säle mit eigener Bühne und Sitzplätzen für 450 Personen. Eine bemerkenswerte Initiative. Wie groß muss die Enttäuschung im Jahre 1934 gewesen sein, als der „Verein“ das Gebäude am Ernstplatz an die Adolf-Hitler-Haus-Genossenschaft für 60 000 Goldmark verkaufen musste. In den großen Sälen fanden daraufhin nur noch parteipolitische Veranstaltungen statt. „Sieg Heil“ anstelle „Wochenend‘ und Sonnenschein“. Kurz vor dem Bombenangriff fand im März 1945 ein letztes Mal die Vereidigung von Hitler-Jungen statt. Die amerikanischen Bomben jedenfalls zerstörten das Gesellschaftshaus. Es brannte innen vollständig aus und musste 10 Jahre später komplett abgerissen werden.
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Mit den Befreiern kam dann etwas, was wir Bürger aus der letzten Zeit kennen und wir heute, im Jahre 2020, nie für möglich gehalten hätten: Ausgangssperren. Nur stundenweise war es nach Kriegsende den Coburgern erlaubt, das Haus zu verlassen. Auch der Strom und das Wasser wurde nur stundenweise angestellt. Eine Sirene kündigte 15 Minuten vor der Ausgangssperre an, dass man sich unverzüglich nach Hause zu begeben hatte. Auch wenn die Kriegsschäden in Coburg im Vergleich zu anderen bayerischen Städten sehr gering waren: 44 Häuser in der Stadt wurden komplett zerstört, 112 schwer, und über 300 Häuser wurden nur leicht beschädigt. Die Goethestraße 11 traf es auf der Vorderseite. Beschädigt wurde der schmuckvolle Giebel des Zwerchhauses. Auch der steinerne Balkon mit Balustrade und Rundbögen wurde ein Opfer des Bombenangriffs. Nur notdürftig konnten die Eigentümer nach Kriegsende das Gebäude wieder instand setzen. Der Balkon wich einem Kastenerker, der so gar nicht zu dem neugotischen Eckhaus passte. Umso schöner, dass die neuen Eigentümer Edith und Rainer Landwehr das Gebäude nun aus seinem Dornröschenschlaf erweckt haben. Viele Sandsteinarbeiten waren nötig und auch der neue Balkon passt nun wieder zu seinem historischen Vorbild. Da trifft es sich gut, dass unterm Dach eine WG aus Studenten eingezogen ist, die diese aufwändigen Arbeiten zu schätzen weiß. Die Bewohner studieren allesamt Architektur und fühlen sich sehr wohl in diesem steinernen Denkmal aus dem Jahre 1861.
Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2020 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.
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info@hoernlein-feyler.de www.hoernlein-feyler.de AUSGABE 38 / APRIL 2020
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…BOMBEN
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KULTURTIPPS
Mein erstes Mal im Kongresshaus Rosengarten? „War vor über 60 Jahren. Seither genieße ich die besondere Atmosphäre.“
KULTUR
chluss waren folBis zum Anzeigens gt. ngen nicht abgesa gende Veranstaltu en nn kö ge eitigen La Aufgr und der derz n, ste lei ehr gewähr wir leider nicht m tungen auch statttal ns ra dass alle Ve issern Sie sich in finden. Bitte vergew mal direkt beim jedem Fall noch ein ter. jeweiligen Veranstal
Ingrid Scholz
Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und alles, was Freude macht.
COBURGER ORGELNACHT Faszination Orgel – Die Orgel wird auch als die Königin der Musikinstrumente bezeichnet. Bei der Coburger Orgelnacht erklingt sie in ihrer ganzen Breite. Die Besucher können vier Konzerte zu je 30 Minuten genießen, sich zwischendurch bewirten lassen und austauschen. Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.
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Wo? Morizkirche Wann? 09. Mai 2020 | 19 bis 23 Uhr
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TROMBONE UNIT HANNOVER – „BRASS IMPRESSIONS”
ERIK KONIETZKO & FRIENDS – LIEDERMACHERABEND
Mit ihren kreativen und vielfältigen Programmen, die klassische und zeitgenössische Musik, Originalwerke und Bearbeitungen auf raffinierte Weise kombinieren, ist die Trombone Unit Hannover im internationalen Konzertbetrieb aktiv. Mit Authentizität und Hingabe, hohem künstlerischen Ausdruck und professioneller Arbeit rücken die acht Ensemblemitglieder ihr faszinierendes Instrument sicht- und hörbar ins Licht der Öffentlichkeit. So erklingen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Prokofieff und Tilman Susato neu.
Ein Liedermacherabend mit Melodien und Texten über das Leben. Die unzähligen Facetten, die das Leben zeigt, werden an diesem Abend beleuchtet. Es erklingen eigene Kompositionen, die durch Klavier und Gitarre unterstützt werden. Zusätzlich wird Erik Konietzko durch die Flötistin Lena Schmid begleitet.
Wo? Foyer HUK Coburg, Willi-Hussong-Straße 2 in Coburg Wann? 18. Mai 2020 | 20 Uhr
Wo? Theater am Hexenturm Wann? 9. Mai und 27. Juni | jeweils von 19 bis 21 Uhr Weitere Informationen: www.theater-am-hexenturm.de
In guten Händen den Himmel erobern.
PPL - IFR EIR und CB-IR
ICAO Sprachleveltest Englisch 4 und 5 Erst- und Verlängerungsprüfung mit Vorbereitung in der ASCO Sprachenschule
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www.flugschule-coburg.de EDQC • EDQH • EDQK • LOWZ Telefon: +49 172 842 95 33 • E-Mail: hallo@flugschule-coburg.de AUSGABE 38 / APRIL 2020
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IRINA TITOVA – QUEEN OF SAND In 80 Bildern um die Welt. Es ist atemberaubend, in welcher Geschwindigkeit und mit welcher anmutigen Leichtigkeit die „Sandkönigin“ Irina Titova Bilder entstehen und wieder vergehen lässt, um gleich darauf Neues zu erschaffen. Es hat eine hypnotisierende Wirkung, Irina dabei zuzuschauen, wie filigran der Sand durch ihre Hände rieselt und sich auf magische Art und Weise zu wahrhaftigen Kunstwerken zusammenfügt. Wo? Kongresshaus Rosengarten Wann? 08. Mai | 20 Uhr
32. COBURGER DESIGNTAGE Der historische Güterbahnhof in Coburg ist erneut Location für die Coburger Designtage, die ein hochfrequentiertes Forum für kreatives und nachhaltiges Design darstellen. Junge Künstler präsentieren ihr Schaffen und Unternehmer zeigen ihre innovativen Produkte. Dieses Mal steht zum ersten Mal vermehrt das Handwerk im Fokus der Ausstellung.
Wo? Güterbahnhof Wann? 19. bis 24. Mai 2020 Weitere Informationen: www.coburger-designtage.de
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KULTURTIPPS SAMBA IN COBURG – eine Tradition muss Pause machen. Wir freuen uns auf 2021.
TÖPFER- UND HANDWERKERMARKT Traditionell am Pfingstwochenende verwandelt sich die Alte Schäferei in Ahorn in einen Handwerkermarkt. Vor allem Keramikwaren und Kunsthandwerk aus professioneller Werkstatt werden angeboten. Ein buntes Markttreiben lädt zum Bummeln, Verweilen und Kaufen ein. Wo? Gerätemuseum Alte Schäferei in Ahorn Wann? 31. Mai bis 1. Juni 2020
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Foto: Sebastian Buff
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BUCHEMPFEHLUNG MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“ Talmud Hasnain Kazim ist Deutscher. Das man ihm das nicht unbedingt ansieht sowie die Tatsache, dass er im Ranking typisch deutscher Namen keinen der vorderen Plätze belegt, führt dazu, dass er regelmäßig von einigen Menschen negatives Feedback erhält, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Das dürfte daran liegen, dass Kazim als kritischer Journalist tätig ist und nicht jedem gefällt, was er schreibt. Das ist legitim und hätte früher wohl zu dem einen oder anderen Leserbrief geführt. Heute ist das jedoch anders: die Anonymität des Internets, gepaart mit einer Rechtsprechung, die den „richtigen“ Umgang mit Hetze im Netz noch zu suchen scheint, führt dazu, dass Kazims E-Mail-Postfach täglich wegen hasserfüllter Wutmails überquillt. Da der wortgewandte Kazim den engagierten und mit guten Argumenten geführten Disput schätzt, beantwortet er viele dieser E-Mails. Das tut er meist mit großem Sprachwitz, mit Ironie und Humor. Viele dieser E-Mail-Dialoge hat er in seinem 2018 erschienenen Buch „Post von Karlheinz – Wütende Mails von richtigen Deutschen“ veröffentlicht. Auch in seinem neuen Buch „Auf sie mit Gebrüll - … und mit guten Argumenten“ macht Kazim Lust darauf, sich zu streiten, sich in den Wettstreit um die besseren Argumente, die besseren Ideen und besseren Lösung zu begeben – allerdings nicht um jeden Preis! Klappenbroschur, 208 Seiten: ISBN: 978-3-328-10493-3 13,00 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-25315-8 9,99 Euro
Einerseits fordert er auf, Haltung zu zeigen, in den Dialog zu treten und für die eigene Meinung einzustehen. Übrigens nicht erst dann, wenn wir verbal angegriffen werden, sondern immer, wenn wir unsere Werte, unsere offene und freie Gesellschaft in Gefahr sehen. Sich hier passiv zu verhalten ist gefährlich, denn oft wird schon Schweigen als Zustimmung missdeutet. Er rät also dazu, sich gut zu informieren, dem Diskussionspartner gut zuzuhören, einander mit Respekt zu begegnen. Andererseits zeigt er auch deutlich auf, wo es besser ist, einen Streit abzubrechen, sich dem Dialog zu verweigern: Demokratie- und Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Hass sind eben keine Meinungen, sondern gegebenenfalls Gegenstände strafrechtlicher Verfolgung. „Auf sie mit Gebrüll“ ist ein kluges, manchmal, trotz des ernsten Themas, auch erheiterndes Buch, das Denkanstöße gibt und sicherer macht im Umgang mit all jenen, die Spaltung, Niedertracht und Verrohung vorantreiben.
HASNAIN KAZIM
INHALTSANGABE
… wurde 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg geboren. Er wuchs im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, und in Karatschi in Pakistan auf, schlug eine Laufbahn als Marineoffizier ein und studierte bei der Bundeswehr Politikwissenschaften. Er liebt Grünkohl und Curry, aber nicht zusammen. Das journalistische Handwerk lernte er im Schwäbischen, bei der »Heilbronner Stimme«, schrieb unter anderem für das dpa-Südasienbüro in Delhi und von 2004 bis 2019 für den SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE, die meiste Zeit davon als Auslandskorrespondent in Islamabad, Istanbul und Wien. Für seine Arbeit wurde er mit diversen Preisen ausgezeichnet, darunter dem »CNN Journalist Award«. Er lebt als freier Autor nach wie vor in der österreichischen Hauptstadt und hat mehrere Bücher veröffentlich, darunter »Grünkohl und Curry«, »Plötzlich Pakistan« und »Krisenstaat Türkei«. Das Taschenbuch »Post von Karlheinz« (2018), das seine Dialoge mit wütenden Lesern versammelt, stand viele Wochen auf der Bestsellerliste.
Lernen vom Profi: Hasnain Kazim zeigt, wie man Paroli bietet Man muss sich wirklich nicht alles sagen lassen! Mit seinem neuen Buch macht Bestsellerautor Hasnain Kazim Lust darauf, sich mal wieder richtig zu fetzen. Viele begeisterte Leser von »Post von Karlheinz« wissen, wie unterhaltsam und gewinnbringend die heftigen Auseinandersetzungen sein können, die Kazim ständig führt, nun gibt er auf vielfachen Wunsch konkrete Tipps fürs richtige Streiten. Dabei darf es gerne laut, hart und lustig zugehen: Hauptsache, man hat die richtigen Argumente parat, um dumpfem Hass und platten Parolen Einhalt zu gebieten. Eine dringend benötigte Anleitung für all die Diskussionen, denen wir sonst lieber aus dem Weg gehen – und verdammt unterhaltsam noch dazu.
©Peter Rigaud
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IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 38 / April 2020 Sechster Jahrgang Auflage 3750 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Coburger Straße 7 96472 Rödental Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de
IN EIGENER SACHE ALLES ANDERS
HOME OFFICE, SOCIAL DISTANCING UND KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN
Dieser COBURGER ist anders als alle anderen. Nie hat ein Thema dieses Magazin in den fast acht Jahren seines Bestehens so dominiert wie die Corona-Krise diese 38. Ausgabe. Nicht nur den Inhalt, sondern auch den Entstehungsprozess. Redaktion, Anzeigenvertrieb, Produktion, Vertrieb mussten sich anders organisieren. Alle haben fast ausschließlich von zu Hause gearbeitet, Interviews per Videokonferenz oder telefonisch geführt, das Layout nicht nebeneinander am Schreibtisch, sondern über den Teamviewer verbunden durchgesprochen, Telefonate ersetzten das persönliche Kundengespräch. Nur die Fotos sind noch live entstanden, vor Ort, bei unseren Kunden oder den vielen Coburgerinnen und Coburgern, die wir für dieses Heft portraitiert haben. Immer haben wir dabei Abstand gehalten, immer versucht, unseren Anspruch einer inhaltlich und optisch hochwertigen Magazinberichterstattung mit den Regelungen der Ausgangsbeschränkungen in Einklang zu bringen. Danke bei allen, die trotz der schwierigen Phase mitgemacht und uns vertraut haben. Und wir hoffen darauf, dass wir bald wieder einfach ganz normal arbeiten dürfen.
Haben Sie auch Interesse?
PREMIUM PA RT NE R
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IN GUTEN WIE IN SCHLECHTEN ZEITEN
Unsere PREMIUM-PARTNER lassen uns auch in der aktuellen Phase nicht im Stich. Und wir sie auch nicht. Mancher musste auf Grund der vorgeschriebenen Schließungen oder Veranstaltungsabsagen seine Werbungen auf spätere Ausgaben umbuchen. Viele sind trotz schwieriger Zeiten auch in diesem Magazin mit dabei. Keiner hat uns aus Anlass der Corona-Krise den Rücken gekehrt. Dafür schon einmal herzlichen Dank. In einem späteren Magazin in diesem Jahr werden wir unsere PREMIUM-KUNDEN daher noch einmal besonders würdigen. Infos unter www.coburger-magazin.de/premium-partner. Agentur Streckenbach Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Ciderhof Coburg Coburg Stadt und Land aktiv Coburger Teppichhaus Bartel connect Neustadt GmbH & Co.KG Dr. Radu & Partner Nürnberg NEU Engel & Völkers Frischecenter Wagner Friseur Julia Göring Intercoiffure HSC 2000 Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Kunstsammlungen der Veste Coburg Lasco Umformtechnik Motorrad Reinhardt Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Stadtbild Coburg SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien
Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Redaktion / Autoren dieser Ausgabe: Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Gabi Arnold Stephanie Fröba Michael Selzer Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Yves Alloinde Rainer Brabec Titelbild: „Samstags in der Fussgängerzone“ Projektleitung Coburgs Beste: Melanie Krempel Layout / Illustrationen: Axel Straubinger Lisa Obermüller Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen hegen@coburger-magazin.de Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2019 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.
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GALERIE
GALERIE H E I K O
P R O B S T
Die große Leidenschaft von Heiko Probst sind Lost Places. Das sind Orte die der Öffentlichkeit meist verborgen bleiben. Orte für die er lange Recherche betreiben muss, und unzählige Kilometer auf sich nimmt. 2014 fand der gelernte Mechaniker zur Fotografie, welche schon bald zu einem festen Bestandteil seines täglichen Lebens wurde. „Am alten Coburger Lokschuppen begann damals mein Interesse an maroden Gemäuern“ erinnert er sich. Unzählige Gebäude besuchte er seither in ganz Europa und darüber hinaus. „Mich begeistert die alte Architektur, hier spiele ich gerne mit Linien, der Blickführung und der Symmetrie um ansprechende Bilder zu gestalten.“ Heiko Probst ist 35 Jahre alt und wohnt in Lautertal. Alleine oder mit seiner Frau nimmt er lange Reisen auf sich, immer auf der Suche nach besonderen Motiven. Diverse Werke wurden in den letzten Jahren in der Fachpresse publiziert. Auch gab er bereits Ausstellungen und gewann mit seinen Aufnahmen diverse Preise. Unter anderem stellte er den Sieger der Coburger Stadt und Kreismeisterschaft der Fotografie 2018.
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HEIKO PROBST
Gute Geschichten. Gute Bilder. Gut erzählt. Imagefilme. Werbespots. Eventmovies. Erklärfilme.
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HEIKO PROBST
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MONACO FRANKE
DER MONACO FRANKE Bibliothek hier, sondern a Zeitungsladen! Lesen kenna’s daheim“), im Kaufhaus („Konn i eana häifen? Gäi, dass Sie da nix anfassen!“) oder im Café („bittschön, Ihr Capucchino. Oba wenn fei aaner kimmt und aa an Kuch’n wui, miassen’s fei da aufsteh‘, gäi?!“). Und umgekehrt? Sollen die Münchner ruhig denken, dass das bescheidene Leben in der Kleinstadt oder auf dem Land schon vor Corona vielerorts so ruhig war, dass die Leute kaum einen Unterschied bemerkten. Moralisch und charakterlich waren die Franken nämlich wieder mal klar im Vorteil. Der typische Franke ruht in sich, freut sich, wenn er „sei heilige Ruh‘ hat und kann auch gut mal ohne seinen Stammtisch, die wöchentliche Schafkopfrunde und den liebgewonnenen Ratsch beim Bäcker oder auf dem Wochenmarkt aushalten.
Gab’s bei Ihnen früher in der Schule auch diese Poesiealben? Hatten meistens die Mädchen. Das waren dann so kleine, meist rosafarbene Büchla, die sie ihren Freundinnen und Klassenkameraden, manchmal auch Lehrern mitgegeben haben, damit die was Schönes, Erbauliches oder auch einfach nur was Nettes reinschreiben sollten. Meistens waren das dann so harmlose Sprüche wie: „Mach es wie die Sonnenuhr, zähl‘ die heiteren Stunden nur!“ oder gut gemeinte Ratschläge und Lebensweisen wie: „Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer“. Ganz ehrlich? Do wird dem Monaco fei ganz weh ums Herz, gell! Gerade in schweren, düsteren Zeiten ist doch ein passender Aphorismus oder ein schöner Kalenderspruch was Feines. Des hat sowas Tröstendes und behütend Müdderliches, finden Sie net? Wie ich drauf komm‘? Seit uns diese “Coronakrise” in Atem hält, hat Zuspruch jeder Art Hochkonjunktur. Man könnte fast meinen, jeder hat jeden jetzt erst so richtig lieb. Jetzt, da man niemanden mehr in den Arm nehmen, ja sich nicht mal mehr mit ihm oder ihr auf einen Kaffee treffen darf, ist der Wunsch besonders ausgeprägt, seinem Gegenüber zu sagen, wie sehr - oder fränkisch: „arrch“ - man ihn gern hat. Ein Herzchen hier, ein Umarmer-Smiley da – das Netz und vor allem die Social-Media-Kanäle sind voll von solchen Liebes- und Sympathiebekundungen. Und selbst wen man nicht mag, bedenkt man momentan mit einem wohlgemeinten „Bleiben’s g’sund“ oder „passen’s auf sich auf, gell!“ Auf einmal gründen sich Hilfsprojekte, im Stadtteil bieten junge Bärschla den Senioren, die sie zuvor nur für dadderige olde Leit gehalten und sie ned amoll ignoriert haben, Einkaufsdienste und Haushaltshilfe an, Geschäftsleute werden zu Dienstleistern und Vermieter zu Wohltätern. Vor ein paar Wochen wäre das noch undenkbar gewesen. Noch unglaublichere Dinge passieren in der Politik! Noch nicht so erstaunlich ist, dass man dieser Tage nichts, aber auch gar nichts von der Af D hört. Denn auch noch die Coronaepidemie auf Angela Merkel zu schieben, wäre dann wohl doch zu durchsichtig. Und Konzepte hat diese Gruppierung bei wichtigen Fragen ohnehin keine – noch nie gehabt. Dafür arbeiten gerade Politiker über fast alle Parteigrenzen hinweg Hand in Hand an Problemlösungen und der Bereit-
stellung von Milliardenhilfen, selbst tausendprozentige Neoliberale stellen die Gesundheit von Menschen plötzlich über wirtschaftliche Interessen, und Markus Söder entpuppt sich tatsächlich als umsichtiger, entschlussfreudiger Krisenmanager. Ob Sie’s glaub’m oder ned: Der Monaco hod sogar erstmols an Facebook-Post von unserm Ministerbräsidändn geliked. „A Hund isser scho“, wie ma‘ so schee sochd. Des hatt’s echt noch nie geh’m! Ja, und sonst so? Ausgangsbeschränkung und Kontaktsperre hatten jeden von uns im Griff. Dafür war endlich mal Zeit für Dinge, die sonst immer auf der Strecke bleiben: im Garten arbeiten, lesen, mit alten Bekannten telefonieren. Ja, telefonieren! Manch einer hatte ja schon vergessen, dass man das mit diesem Smartphone auch kann! Und hey, es dudd goar ned weh! Was das Wischkästla leider nicht ersetzen oder kompensieren kann, sind die direkten zwischenmenschlichen Kontakte. Und was man nach so kurzer Zeit nicht alles vermisste! Die sprichwörtlich freundliche Herzlichkeit der Münchner Verkäuferinnen und Bedienungen zum Beispiel ging dem Monaco regelrecht ab – ob nun im Zeitungskiosk („Sie, des is koa
Was der Monaco hier wie da vermisst, ist das Ausgehen: Keine Wirtschaft und kein Biergarten hat offen, es gibt keine Konzerte, kein Theater, kein Kino, kein Kabarett – als geselliger Mensch und Kulturfreund bist verradzd und die Zeit kann lang werden. Selbst eine Millionenstadt wie München erscheint ohne das ansonsten ja kaum zu überblickende Angebot plötzlich kaum weniger provinziell als Schweinfurt oder Forchheim – ohne diesen Städten zu nahe treten zu wollen! Eine Erkenntnis dieser Tage ist deshalb: Wenn alle daheim hocken, isses überall gleich langweilig. Mit dem Unterschied, dass in München die Mieten trotzdem noch doppelt und dreifach so hoch sind! Glücklich deshalb, wer in seiner Schulzeit ein Poesiealbum hatte, es aus dem Dachboden holen und ein bisschen darin schmökern, sich ablenken und aufmuntern lassen kann! Vielleicht steht ja sogar ein Spruch drin, der in Krisenzeiten wie diesen wirklich weiterhilft?! „Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören“ wäre so einer. Und wer kein solches Album hatte, dem hilft ja vielleicht ein Kalenderspruch. So wie diesen englischen, den der Monaco gefunden und ganz leicht abgewandelt hat: “Coffee keeps me busy until it‘s time for mei Seidla“? Ich find‘, der machert sich gut in jedem Poesiealbum! Schätzla, schau wie iech schau! Für den COBURGER von Wolfram Porr
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AUF EIN WORT
In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.
COBURG 2025: LASS UNS MUT HABEN! Von Ercole Erculei Ein paar Zeilen über meine Sichtweise von Coburg im Jahr 2025 entwerfen: Als mich die Anfrage vom COBURGER erreichte, befand ich mich in einer sehr widersprüchlichen Gefühlslage. Einerseits die Freude über die Geburt meiner Tochter, andererseits die Sorgen für mein Heimatland Italien, zum einen die Begeisterung für die Mitgestaltung der Hochschul- und Innovationspolitik in Coburg und in der umliegenden Region, zum anderen die Befürchtungen über die wirtschaftliche und politische Zukunft Europas. Und wenn man dann noch eine Leseratte ist, wird die Verwirrung noch größer. Prognosen, Voraussagen, Tagebücher aus der Zukunft häufen sich aktuell in der Medienlandschaft, egal ob sie von seriösen Trendanalysten oder Internetgurus, von Zukunftsforschern oder paranoiden Verschwörungstheoretikern stammen. Jeder kann sich in diesem Ozean an Daten, Analysen, Dystopien, Utopien, Wunschlisten, Angstbeschwörungen einfach das heraussuchen, was man für die Bestätigung und Befestigung der eigenen Vorurteile braucht. Ein wahres Spiel mit dem Teufel bzw. mit der Unvernunft: Cherry Picking, Confirmation Bias, Wishful Thinking und viele weitere Denkfehler. Das wird kein gutes Ende haben. Neuer Versuch. Ich habe mich auf einer Metaebene gefragt, weswegen wir Visionen und Zukunftsbilder brauchen. …, tja, weil wir Sich-Nach-Vorne-Werfende Wesen sind. Das ist unsere Essenz, das ist die unermüdliche Arbeit unseres Freiheitsvermögens, das sich immer weiter nach vorne projiziert und sich in die Zukunft „entwirft“. Frag einfach jemanden, was er gerade tut: Er wird etwas Zukünftiges beschreiben, das aber die richtungsgebende Instanz, der Sinn und der Grund seines Gerade-Jetzt-Gemachten ist. Also, mit anderen Worten: Zukunftsbilder brauchen wir, um eine Welt als strukturiertes Ganzes von Handlungsoptionen zu haben, in der wir agieren können. Sie sind Motivationsanker und Leitplanken der alltäglichen Willensbestimmungen bzw. Entscheidungen. Deswegen sind sie so wichtig. Dann werde ich von diesem existentialistischen Gedankengang abgelenkt: die Nachrichten über die dramatische Lage in Großbritannien und Spanien. Zunächst kommen persönliche Erinnerungen wieder hoch, dann erreicht das Denken im freien Lauf … die Spanische „Unbesiegbare“ Armada, die doch zu besiegen war! Einfach durch Agilität, Beweglichkeit und die Schnelligkeit der kleineren und moderneren Schiffen Englands. AUSGABE 38 / APRIL 2020
Und jetzt habe ich es! Da sehe ich mein Zukunftsbild für Coburg 2025! Ein Standort, der sich in den Fluten und globalen Stürmen unserer Epoche als agiles, schnelles, wendiges und rasch anpassungsfähiges Schiff behauptet und sie zu eigenen Gunsten nutzt. Gemeint sind die Herausforderungen des demographischen und sozialen Wandelns, des Durchbruches der digitalen Technologien, der Umwälzungen für die Etablierung von zirkulären Wirtschaftsmodellen, der radikalen Erosion traditioneller Formen der Wissenseignung, -vermittlung und -sicherung und gleichzeitig des exponentiell steigenden Bedarfs an science-led-Entscheidungen. Genau die Fragestellungen, die die Corona-Krise in ihrer Dringlichkeit schonungslos enthüllt hat. Meine Vision ist ein Schiff, auf dessen Flagge das Wort Mut zu lesen ist, Mut zum Mitmachen, Experimentieren, Testen, Skalieren. Coburg, aber auch Kronach, Lichtenfels…: eine Laborregion für skalierbare Innovationsmodelle, bezüglich der Frage nach einem gesunden Mix zwischen Virtualität und physischer Präsenz auf der Arbeit, in der Bildung, im Privatleben, oder bezüglich der Frage nach der krisenfesten Erstellung von Produkten und Dienstleistungen der Grundversorgung, oder in der Wende aus den traditionellen Fertigungsmethoden mit langen Lieferketten und Transportwegen in Richtung der dezentralen Fertigung direkt beim Nutzer oder in regionalen Ankern durch additive Fertigungsverfahren, oder in der Definition von Community-Building-Initiativen, oder in der Forcierung des Wissenschaftsdialogs auch zur Stärkung einer aufgeklärten, pluralistischen und demokratischen Gesellschaft. Zu oft fehlt es – auch in großen politischen und gesellschaftlichen Diskussion- und Entscheidungsprozessen – an konkreten Ideen und erfolgreich getesteten Lösungsmodellen. Unser Schiff kann das. Lass uns in die Richtung navigieren. Lass uns Mut haben! Ercole Erculei, Dr. des., gebürtiger Italiener, seit vielen Jahren in Deutschland tätig, Philosoph, Referent für Hochschulentwicklung an der Hochschule Coburg
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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 23. Juni 2020 Anzeigenschluss ist der 5. Juni 2020.
Zitate über Krisen sind dieses Mal … das Letzte „Der heißeste Platz der Hölle ist für jene bestimmt, die in Zeiten der Krise neutral bleiben.“ Dante Alighieri
„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Max Frisch
„Auch Umwege erweitern unseren Horizont.“ Ernst Ferstl
„Die Krise kommt, die Krise geht, die Welt ganz einfach fortbesteht.“ Wolfgang J. Reus
„Bedeutende Erfolge sind auch die Ergebnisse überwundener Krisen.“ Hans Arndt
„In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt: Es geht weiter.“ Robert Frost
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ Oscar Wilde
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Schnelles Internet für die Region. Krisensicher. Verfügbarkeitsabfrage unter www.dacor.de
Kontakt Shop Coburg Schillerplatz 1 96450 Coburg
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Öffnungszeiten Telefon: (09561) 97621-0 E-Mail: vertrieb@dacor.de web: www.dacor.de
Mo - Do: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr Fr: 8:30 Uhr - 14:00 Uhr C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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