Nr. 37 | Februar 2020
Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.
100 Jahre ist es fast her, … … als die Coburger Bevölkerung sich gegen den Anschluss des nach dem Ende des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha entstandenen Freistaats Coburg an den Freistaat Thüringen entscheidet. Ein Staatsvertrag mit Bayern regelt, dass viele Institutionen in Coburg verbleiben, wie auch die heutige Landesbibliothek, die auf das Jahr 1547 zurückgeht. Ein Kleinod in Fotografien von Val Thoermer mit Texten von Gabi Arnold ab Seite 18.
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AUSGABE 37 / FEBRUAR 2020
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INHALT
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6 8 10 72 81 88 89 90
EDITORIAL. Die Krone der Schöpfung. STADTGESPRÄCHE. Mittagsstund hat Geld im Mund. HOFBERICHT. Neujahr. Erfolg. KULTURTIPPS. So wird’s was mit dem „Winter“. IN EIGENER SACHE. Planung ist das halbe Leben. MONACO FRANKE. In München gibt’s von vorn aufs Maul. AUF EIN WORT. Historische Wende? DAS LETZTE. Gute Vorsätze.
GABI ARNOLD VAL THOERMER GABI ARNOLD
GROSSARTIGES KLEINOD. 18 Die Landesbibliothek in Fotos. SOLL ICH? ODER SOLL ICH NICHT?
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GABI ARNOLD
MACH DOCH MAL. 30 Interview mit Laura Winterling, ehemalige Astronautentrainerin.
WOLFRAM HEGEN
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GABI ARNOLD
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WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF
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WOLFRAM HEGEN
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WOLFRAM HEGEN
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JESSICA KNAUB
COBURGER | DAS MAGAZIN
DAS LANGE WARTEN. Organspende aus Blickwinkeln.
GABI ARNOLD
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT VAL THOERMER
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Sonderthema Entscheidung.
ALLES AUF ANFANG. Ergebnisse der repräsentativen Telefonumfrage vor den Kommunalwahlen.
DIE KANDIDATEN. Coburg wählt.
MACHERIN. Nadja Kücker, Yoga-Gründerin.
BREXITUS. Nick Barton und der Tod einer Hoff nung.
WINTERLICHES VENEDIG. Aus der Reihe „Kultouren“.
HIER WOHNT … 66 … ein Feinschmecker. GALERIE. 82 Authentische Menschenmomente.
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Authentische, menschliche Bilder von den besonderen Momenten des Lebens. Die Galerie mit Fotografien von Jessica Knaub ab Seite 82.
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EDITORIAL
EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Wenn man zusammensitzt an einem feuchtfröhlichen Abend, werden für das große Buch der weinseligen Philosophie neue Kapitel geschrieben: Wäre der Mensch die Krone der Schöpfung, würde er nicht in Jogginghosen einkaufen (Gelächter), er würde keine Bockwurst essen (Gelächter, bekannte Namen fallen), er wäre nicht Fan des FC Bayern (Gelächter mischt sich mit Protest), er würde nicht so viel Alkohol trinken (lautes Gelächter, allgemeines Zuprosten). Pause. Wäre der Mensch die Krone der Schöpfung, er würde bei Wahlen seinen Henkern keine einzige Stimme geben, er würde keine Tiere töten und essen, er würde auf sich achten, er würde auf die anderen achten, er würde keinen Müll machen (Kein Gelächter, letzte Steakhappen werden hastig verzehrt, der Aschenbecher in den Müll gekippt). Nein, die Krone der Schöpfung wäre klug, gütig und bescheiden, sie würde leuchten über allen Kreaturen. Sie wäre die Vollendung. Der Mensch aber ist unvollendet, rational halt nur begabt, mehr nicht. (Blicke in die Runde und auf das Weinglas in der eigenen Hand bestätigen das Gesagte). Ende des Kapitels. Ende des Abends. Gegenmeinungen? Vielleicht gibt es die in unserem Sonderthema „Was soll ich tun? Sonderthema Entscheidungen.“ Entscheidungen nämlich setzen rationales Abwägen voraus. Oder doch nicht? Sind auch Entscheidungen letztlich gefühlsgesteuert? Dazu einige Geschichten im Magazin. Vielleicht geben aber auch die Kommunalwahlen eine Antwort auf diese Frage. Ein erstes Stimmungsbild zwei Monate vor den Wahlen finden Sie in diesem COBURGER. Eine repräsentative Telefonumfrage. Außerdem Kurzportraits alles Coburger OB-Kandidaten und -Kandidatinnen. Als rationale Entscheidungshilfe. Und auch über das Sonderthema hinaus finden sich in diesem COBURGER einige Geschichten rund um das Thema Entscheidungen. Soll ich meine Organe im Fall des Falles spenden? Soll ich mich selbstständig machen? Warum sind die Briten raus? Zum Entspannen, Staunen, Lesen und Freuen haben wir aber natürlich auch genug Platz: Für tolle Bilder und eine klasse Geschichte aus der Spitalgasse 1, für authentische Menschenbilder von Jessica Knaub, für jahrhundertealte Lektüren in der Landesbibliothek und für einen Besuch im winterlichen Venedig. So, jetzt sind Sie dran. P.S. Die nächste Ausgabe im COBURGER 38 im April mit dem großen Interview mit dem neuen Stadtoberhaupt von Coburg. Wenn es mit uns reden mag. P.P.S. Wissen Sie noch vom letzten Mal? Fleisch ist der neue Alkohol.
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INHALT
35 ALLES AUF ANFANG
Umfrage zu den Kommunalwahlen 2020
Erleben auch Sie die neue Art Haare zu schneiden!
28 SOLL ICH … ODER NICHT? Sonderthema Entscheidung
14 DAS LANGE WARTEN Organspende
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GROSSARTIGES KLEINOD Die Landesbibliothek in Fotos
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46 BREXITUS Nick Barton
52 EISZEIT
Neue Kryosauna im VitaDROM
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STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH... MITTAGSSTUND HAT GELD IM MUND Bescherung ist in Bayern nicht nur vor Weihnachten, sondern auch immer wieder mal dazwischen, gerne auch vor Wahlen: So gab es aus der „CSU-Fraktionsreserve“ großzügige Geldgeschenke für zahlreiche Institutionen in der Region. Schon die „Fraktionsreserve“ an sich ist ein bizarres Instrument bayerischer Haushaltspolitik: Finanz- und Fachministerien überlassen den Regierungsfraktionen immer einen gewissen „Rest“ aus dem Doppelhaushalt. Dieses millionenschwere Trinkgeld dürfen die Regenten dann an ihre Untertanen verteilen. Besonders bizarr scheint es aber, wenn das Geld dann an Institutionen geht, die es gar nicht gibt: So wollte die CSU-Landtagsfraktion das Designforum der Hochschule Coburg mit 300 000 Euro beglücken, wie der Coburger Landtagsabgeordnete Martin Mittag in einer Pressemitteilung mitteilte: Es gibt aber kein Designforum der Hochschule Coburg. Nur ein Coburger Designforum Oberfranken, ein Verein. Oder eben die Hochschule Coburg. Unwissenheit? Ein Irrtum? Überblick verloren? Es geht ja immerhin um 300 000 Euro. Die Verwirrung war schnell aufgeklärt: Das Geld bekommt die Hochschule. Für die Fakultät Design. Na also.
BUSCHFEUERWERK
OLI ALLEIN ZU HAUS
Michael C. Busch brilliert dagegen vor allem als Tausendsassa. Ob im Fasching, bei der Grünen Woche und oder an der Seite seiner Puppenkönigin. Ach ja, nebenbei ist er auch noch Landtagsabgeordneter und möchte in den Coburger Stadtrat.
Die neue Coburger Faschingsprinzessin Antje König, Antje I., fühlt sich in ihrer Rolle auch über offizielle Auftritte hinaus mehr als wohl: So wurde sie nach ihrem Auftritt beim Büttenabend „Franken Helau“ der Faschingsgesellschaft Steinwiesen noch im Coburger Nachtleben gesehen. Bis in die frühen Morgenstunden feierte sie im Steinweg. Im offiziellen Prinzessinnen-Kleid … aber ohne ihren Prinz Oli Schneider, Oli I. Der musste dem langen Büttenabend der ausdauernden Frankenwäldler Tribut zollen.
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STADT IM BILD
Trauriges Dasein: Das stillgelegte Bahnbetriebswerk in Coburg. Seit den 1980er Jahren dem Verfall preisgegeben.
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DER HOFBERICHT
FOTOS: VAL THOERMER YVES ALLOIND
HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen,
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zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal zum einen vom Neujahrsempfang der Stadt Coburg im Landestheater auf diesen zwei Seiten und vom Besuch der Reihe „Erfolg durch Design“ im neuen Zuhause der Werbeagentur MARKATUS im Goebel-Gelände in Rödental auf den nächsten beiden Seiten.
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DER HOFBERICHT
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DER HOFBERICHT
Stefanie Schmidt
Mein Name ist Ste��, ich komme aus Coburg und bin seit Oktober 2019 bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz neue Personaltrainerin. Mir gefällt es sehr, gemeinsam an den Zielen unserer Mitglieder zu arbeiten und sie zu motivieren. Als Willkommensgeschenk lade ich Euch ein, gemeinsam mit mir ein Probetraining bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz zu erleben. Unter dem Stichwort „Ste��“ bieten wir ein kostenloses Probetraining bis zum 29.02.2020. Ich freue mich auf Euch!
Bodystreet Coburg Heiligkreuz Bahnhofstrasse 14 96450 Coburg Tel.: 09561 / 973 44 66 www.bodystreet.com
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DER HOFBERICHT
Wir setzen auf Spezialisierung. Bei uns finden Sie Fachanwälte für die Rechtsgebiete Familienrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Versicherungsrecht, Erbrecht, Medizinrecht, Bau- und Architektenrecht, Verwaltungsrecht sowie Miet- und Wohnungseigentumsrecht.
Kasernenstraße 14 D-96450 Coburg
09561/80110
Wolfgang Hörnlein Dr. Wolfgang Hacker Julia Gremmelmaier Dr. Thomas Kunze (ADAC-Vertragsanwalt)
Maren Feyler Lutz Lindner Heidi Schüler Karoline Rink Eva Grabolus
Frank Sitte Dr. Eike Bittorf (RA i. R.) Jürgen Hopf Nadine Werner
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Von Gabi Arnold
n e t r a W e g n a l s a D
Das neue Gesetz zur Organspende wird emotional diskutiert. Der COBURGER nähert sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln an. 14
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ORGANSPENDE
Der Anruf kommt nachts um zwei Uhr … … am Apparat eine Oberärztin der Uniklinik Erlangen. Sie überbringt die lang ersehnte Nachricht. Michael Klett kann transplantiert werden. Sieben Jahre lang hat der Coburger auf eine Spenderniere gewartet. Sieben Jahre lang muss er dreimal in der Woche zur Blutwäsche, immer für vier Stunden. Sieben Jahre lang macht er keinen Urlaub, hält strengste Diät und ist in seiner Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt.
Kletts Krankheitsgeschichte beginnt im Jahr 1996. Plötzlich bemerkt der damals 32-jährige geschwollene Beine. Zunächst tippen die Ärzte auf einen Infekt und behandeln mit Antibiotika. Später stellt sich heraus: Klett leidet an einem nephrotischen Syndrom, einer Autoimmunerkrankung, bei der gesunde Organe vom eigenen Immunsystem bekämpft werden. „Damals habe ich nicht geahnt, dass das in der Dialyse enden wird“, sagt er. Zunächst wird er mit Tabletten behandelt, es folgt eine jahrelange Bauchfelldialyse, die Klett dreimal am Tag selber durchführt. Als beide Nieren komplett versagen, muss der Betriebswirt zur Dialyse; montags, mittwochs und freitags geht er von 19 bis 23 Uhr ins Klinikum zur Blutwäsche. Mit dem Beginn der Dialyse kommt er auf die Warteliste für ein Spenderorgan. Er wartet sieben Jahre. „Wenn man bedenkt, dass in Deutschland über 9000 Menschen auf ein Spenderorgan warten, dann ist das neue Gesetz umso trauriger“, sagt Klett nachdenklich. Der Bundestag hat im Januar die sogenannte „Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei Organspende“ beschlossen. Das heißt, jeder Bürger ab 16 Jahre wird alle zwei Jahre an die Organspende erinnert. Die Krankenkassen schicken Informationsmaterial und einen Organspendeausweis. Angeregt hatte die Debatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Sein Gesetzentwurf sah vor, dass jeder nach seinem Tod automatisch Organspender wird, es sei denn, er hat zu Lebzeiten widersprochen.
Vertane Chance Der transplantationsbeauftragte Arzt am REGIOMED Klinikum Coburg ist Dr. med. Torsten Müller. Er ist Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin und leitender Oberarzt im Bereich Anästhesie. „Mit dem neuen Gesetz wurde eine große Chance für ein klein wenig mehr Menschlichkeit vertan“, bedauert der Mediziner. Es sei die bequeme Lösung, die so schwach ausgefallen sei, dass sich die Frage stelle, ob sie überhaupt etwas bewirken könne. Die Widerspruchsregelung hätte, mit all ihren Schwächen, zumindest eine aktive Entscheidung verlangt, meint Dr. Müller. „Trotzdem hätte jeder frei entscheiden können, ob er oder sie nach dem Tod Organe spenden möchte“, sagt der Arzt. Aber in dem Fall Widerspruchregelung hätte man sich aktiv gegen etwas entscheiden
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müssen. „So bleibt alles beim Alten und viele schieben die Frage vor sich her, weil man damit natürlich auch auf unangenehme Weise an die eigene Endlichkeit erinnert wird,“ so Dr. Müller. Pfarrer Detlev Juranek betreut die Kirchengemeinde Katharina von Bora – Coburg; er besitzt einen Organspendeausweis und steht „voll dahinter.“ Sein christlicher Glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben setze nicht voraus, dass er körperlich unversehrt begraben werden müsse, sagt der Geistliche. „Vielmehr finde ich den Gedanken tröstlich, dass meine Organe nach meinem Tod jemandem nützen, der dringlich darauf wartet“, sagt der Pfarrer und fügt hinzu: „Mit meinem Mann habe ich aber besprochen, dass er – sollte es zu schwer sein – einzelne Organe von der Spende ausnehmen kann.“ Die Entscheidung des Bundestages begrüßt Pfarrer Juranek. „Ich bin dankbar, dass sich der Bundestag so entschieden hat. So sehr ich den Bedarf von Spenderorganen und die Not derer sehe, die auf eine Transplantation warten: Ich bin der Meinung, eine Spende – sei es bekundet durch einen Spenderausweis oder durch die Entscheidung der Angehörigen – sollte freiwillig bleiben.“ Pfarrer Juranek versteht natürlich die Sicht derer, die oft lange Zeit und verzweifelt auf ein Spenderorgan warten. „Wer im Familien- oder Freundeskreis miterlebt habe, wie quälend die Wartezeit sein kann, versteht, dass es dringend notwendig ist, mehr Menschen zur Organspende zu bewegen“, sagt er. Deshalb sollte alles getan werden, damit sich Menschen für eine Organspende entscheiden, betont Pfarrer Juranek. „Vor allem ist dazu viel Aufklärungsarbeit notwendig und positive Beispiele, wie das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der seiner schwerkranken Frau eine Niere gespendet hat.“ Auf der anderen Seite sieht Juranek auch die Familien derer, die für eine Organspende in Frage kommen. Und oft, meint Juranek, seien es eben jüngere Menschen, die durch einen Unfall aus dem Leben gerissen werden. „Die Familien brauchen Zeit, um das Geschehene zu verarbeiten.“ Hinzu komme: Die Angehörigen würden zwar das Wort „hirntot“ hören, aber sie würden sehen, wie – durch Maschinen – ihr Angehöriger scheinbar „atmet“. „Wo der Kopf vielleicht schon ansatzweise versteht, braucht das Herz Zeit hinterher zu kommen.“ Die Würde
des Menschen ende nicht mit dem Sterben, auch nicht mit dem Tod, sagt der Pfarrer. Zum würdevollen Sterben gehöre, dass die Fragen und Bedenken der Angehörigen gehört und beantwortet werden, und dass ihnen die Zeit gegeben werde, eine Entscheidung zu treffen und auch ein „Nein“ akzeptiert werde. In seiner Zeit als Klinikseelsorger in den USA hat Juranek erlebt, dass eine Familie nach dem Suizid ihres 15-jährigen Sohnes mit der Frage nach der Organspende zunächst völlig überfordert gewesen sei. Durch die Geduld der Ärzte und dem Beistand des Seelsorgers hätten sie sich zunächst tastend und schließlich sehr beherzt dazu entschlossen, Organe zu spenden, damit der Tod ihres Sohnes „irgendeinen Sinn habe“, berichtet Pfarrer Juranek. „Vor der Organentnahme haben wir ein kleines Abschiedsritual gefeiert.“
Streng vorgegebener Algorithmus Dr. Müller kann die Ängste gut nachvollziehen. „Eine oft geäußerte Befürchtung ist, dass dem Spender Organe entnommen werden, obwohl noch eine Chance auf ein Weiterleben bestünde“, sagt er. Dazu müsse man ganz klar festhalten, dass eine postmortale Organspende immer nach dem Tod des Patienten durchgeführt wird. Wie der Arzt erklärt, läuft das Verfahren nach einem streng vorgegebenen Algorithmus ab: Liegt ein Patient auf einer Intensivstation, von dem die Ärzte vermuten, dass seine Gehirnfunktionen unwiederbringlich erloschen sind, müssen zwei Fachärzte, die in der Versorgung von Patienten mit schweren Hirnschäden große Erfahrung haben, in mehreren Untersuchungsgängen den Ausfall aller Gehirnfunktionen nachweisen. Diese beiden Ärzte, von denen mindestens einer auch Neurologe oder Neurochirurg sein muss, dürfen mit der weiteren Organspende nichts mehr zu tun haben, um einem möglichen Interessenskonflikt aus dem Weg zu gehen. Ist der irreversible Hirnfunktionsausfall nach medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien bewiesen, ist dieser Zeitpunkt auch der Zeitpunkt, zu dem der Patient verstorben ist. Die Körperfunktionen werden zu diesem Zeitpunkt alleine durch medizinische Geräte aufrechterhalten und durch Medikamente in der Balance gehalten. Hat sich der Patient zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden, ist dies der Zeitpunkt, zu dem – nach einigen Vor-
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ORGANSPENDE untersuchungen – die Organe, die für eine Spende in Frage kommen, an Eurotransplant gemeldet werden. Eurotransplant wiederum versucht, möglichst passende Organempfänger in der Datenbank ausfindig zu machen, die entsprechenden Transplantationszentren zu erreichen und die Organe zu vermitteln. Ist für die Organe ein geeigneter Empfänger gefunden, erfolgt die eigentliche Organentnahmeoperation. Diese Operation findet laut Dr. Müller in einer ruhigen und würdevollen Atmosphäre statt. „Jeder, der an einer solchen Operation schon einmal beteiligt war, wird bestätigen können, dass alle Anwesenden sich bewusst sind, welch großes Geschenk
der Verstorbene anderen Menschen macht“, betont der Arzt. Zum Ende der Operation werden die Operationswunden des Verstorbenen nach allen Regeln der ärztlichen Kunst wieder verschlossen. Viele Angehörige hätten Angst, dass ein würdevolles Abschiednehmen von „ihrem“ Verstorbenen nicht möglich ist, weiß der Arzt. Das Gegenteil sei der Fall: „Sowohl vor, wie auch nach der Entnahmeoperation haben die Angehörigen ausreichend Zeit, sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden, und werden in dieser schwierigen Zeit sowohl vom Klinikpersonal, wie auch von den Koordinatoren der DSO*, nicht alleine gelassen. Befürchtungen kann man im direkten Gespräch am besten aus dem Weg räumen“, betont Dr. Müller.
Zahlen & Fakten COBURGER: Herr Dr. Müller, wie ist die Situation in Coburg? Wie viele Menschen warten auf ein Organ?
Dr. Müller: Dies lässt sich aus Sicht des Klinikarztes nur sehr schwer beantworten. Patienten, die auf eine Organspende angewiesen sind, sind in der Regel zur Betreuung in spezialisierten Zentren, die über die Expertise verfügen, das entsprechende Organ auch transplantieren zu können. Von dort werden die Patienten dann an Eurotransplant gemeldet, wo die entsprechenden Wartelisten geführt werden. Diese Kliniken benachrichtigen die Patienten dann auch selbst, um im Bedarfsfall das Organ rasch dem Empfänger zuführen zu können. Das REGIOMED Klinikum Coburg transplantiert selbst keine Organe, daher können wir die Frage, wie viele Patienten in Coburg aktuell auf ein Spenderorgan warten, nicht beantworten. COBURGER: Wie viele Menschen wurden transplantiert? Lässt sich das in einem Zeitraum ausdrücken? Dr. Müller: Die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO), die im Übrigen die Organspende in Deutschland koordiniert, hat sehr genaue Statistiken darüber, wie viele Organe pro Jahr in Deutschland – und auch aufgeschlüsselt nach den sogenannten Organspenderegionen – transplantiert werden. So wurden im Jahr 2018 (die Zahlen aus dem Jahr 2019 liegen aktuell noch nicht vor) zum Beispiel insgesamt 3959 Organe in ganz Deutschland transplantiert. Diese Zahl beinhaltet dabei aber auch die sogenannten Lebendspenden – also Organe, die von lebenden Spendern entnommen wurden, das heißt in erster Linie Nierenspenden oder auch Leberteilspenden. COBURGER: Welche Organe werden am häufigsten benötigt? Dr. Müller: Am häufigsten werden Nieren benötigt, gefolgt von Leber, Herz und Lunge. COBURGER: Welche Organe werden am häufigsten gespendet bzw. wo sind die Spender zurückhaltend? Dr. Müller: Am häufigsten werden Nieren gespendet und auch transplantiert. Das liegt zum einen am Bedarf: Nieren sind auch mit Abstand das Organ, welches am häufigsten benötigt wird. Zum anderen können nicht bei jedem Spender auch alle Organe entnommen werden. Häufig aus medizinischen Gründen, das heißt, dass manche Organe durch den Krankheitsverlauf oder Vorerkrankungen so geschädigt sind, dass das Risiko für den Empfänger zu hoch wäre. Und tatsächlich ist es auch so, dass zum Beispiel auf dem Organspendeausweis Organe von der Spende ausgeschlossen werden können. Häufig betrifft so ein Ausschluss
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Michael Klett weiß über seine Spenderin nicht viel, nur, dass es sich um die Niere einer 64-jährigen Frau handelt, die an einem Hirnschlag verstorben ist. Von der Operation bekommt er nichts mit, nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt wird er entlassen. Die neue Niere springt an und arbeitet zunächst gut. Über zwei Jahre ist das her. Doch in der Zwischenzeit haben sich seine Werte wieder so stark verschlechtert, dass er wieder kurz vor der Dialyse steht. „Im Moment wird es beobachtet“, sagt er. Sollte es wieder zur Dialyse kommen, kommt der 55-jährige erneut auf die Warteliste… DSO = Deutsche Stiftung für Organtransplantation
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Fragen an Dr. med. Torsten Müller Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin und leitender Oberarzt im Bereich Anästhesie eine Gewebespende von Hornhautgewebe am Auge oder auch das Herz. Da ist sicher auch sehr viel Mystik im Spiel, das Herz wird ja doch immer noch sehr emotionalisiert und je nach Weltanschauung auch als Sitz von Seele und Gefühlen gesehen. COBURGER: Wie hoch ist die Erfolgsrate? Wie oft können / konnten Leben gerettet werden? Dr. Müller: Auch das lässt sich pauschal sehr schwer beantworten. Vieles hängt maßgeblich von der Gesundheit und Konstitution des Organempfängers ab. Weil das transplantierte Organ für den Empfänger ja ein fremdes Gewebe darstellt, reagiert das körpereigene Abwehrsystem und greift das Organ als Fremdkörper an. Mit modernen Medikamenten kann das Immunsystem aber recht wirkungsvoll unterdrückt werden, so dass die Erfolgsaussichten relativ hoch sind. Nach einer Nierentransplantation sind die Aussichten besonders gut: Ein Jahr nach Transplantation arbeiten noch 85 von 100 transplantierten Nieren, nach fünf Jahren immerhin noch 75. Aber auch nach Herztransplantationen sind die Aussichten wesentlich besser geworden. Hier arbeiten nach einem Jahr noch 75 von 100 Herzen, nach fünf Jahren noch 65. Geht man zurück an die Anfänge der Transplantationschirurgie, die noch gar nicht so lange zurückliegen, sind das unglaubliche Unterschiede. Im Jahr 1967 überlebte der erste Herztransplantierte Patient mit seinem neuen Herzen ganze 18 Tage. Die Frage, wie viele Leben gerettet werden, möchte ich gerne etwas anders beantworten. Im Jahr 2018 wurden 499 Patienten in Deutschland neu auf die Warteliste für ein Spenderherz aufgenommen. Im gleichen Jahr wurden 494 Patienten von der Liste genommen. Der größere Teil, nämlich 318, erfreulicherweise, weil sie ein Organ transplantiert bekommen haben. Aber leider auch 82 Patienten, für die die Wartezeit auf ein rettendes Spenderorgan zu lange gewesen ist und die unglücklicherweise verstorben sind. COBURGER: Steht die Organspende nicht im Widerspruch zur Palliativmedizin? Dr. Müller: Eine Organspende steht nicht unbedingt im Widerspruch zu Palliativmedizin und würdevollem Sterben. Zum einen ist es so, dass eine Organspende nur bei sehr speziellen Krankheitsbildern, nämlich einer Hirnschädigung zum Beispiel durch Unfall, Schlaganfall oder in Folge eines Herz-Kreislaufstillstandes, in Frage kommt. Zum anderen ist es auch so, dass man, wenn man den Wunsch hat, Organe zu spenden, die eigene Patientenverfügung dahingehend anpassen kann, dass man sich in dieser speziellen Situation mit intensivtherapeutischen Maßnahmen ausnahmsweise einverstanden erklärt.
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HÖRNLEIN & FEYLER Organe spenden nach Recht und Gesetz
Viele n e t f i r h c s Vor
Wer ein Organ spenden will, muss dem grundsätzlich zu Lebzeiten zustimmen. Diese Regelung gilt in Deutschland auch weiterhin, nachdem der Bundestag im Januar die sogenannte Widerspruchslösung abgelehnt hat. Ein oder mehrere Organe im Todesfall zu spenden, bleibt also eine bewusste Entscheidung. Informationen zur aktuellen Gesetzeslage von Dr. Wolfgang Hacker, Fachanwalt für Medizinrecht bei der Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg.
Wer im Todesfall bereit ist seine Organe zu spenden, hat dazu mehrere Möglichkeiten: Am sichersten sei es, einen unterschriebenen Organspendeausweis bei sich zu tragen und sich im – hoffentlich bald verfügbaren – Onlineregister des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information als Spender eintragen zu lassen, so Dr. Hacker. Bis diese Eintragung in das Register möglich ist, reicht aber auch der Organspendeausweis. Im Falle eines Falles empfiehlt es sich dennoch, dass von den Ärzten noch einmal bei nahen Verwandten nachgefragt wird, ob eine Organspende noch dem Willen eines Verstorbenen entsprach. Wenn von deren Seite einer Spende widersprochen wird, kann im Einzelfall eine Organspende nicht möglich sein. Auch ohne Ausweis oder Eintrag ist eine Organspende möglich. Regelmäßig fragen Ärzte bei nahen Angehörigen von verstorbenen Patienten an, die als potentielle Spender in Frage kommen, ob eine Organspende trotzdem der mutmaßliche Wille des Verstorbenen gewesen ist, ob er sich in dieser Richtung eindeutig geäußert hat, welche Wertvorstellungen er hatte, ob er sozial eingestellt war. Denn wenn er zu Lebzeiten einer Organspende positiv gegenüber stand, ist diese auch in den Fällen möglich, in denen kein Organspendeausweis vorliegt. „Todesspender können übrigens auch Kinder oder Jugendliche sein, wenn bei ihnen schon eine
sogenannte Einsichtsfähigkeit in ihr Tun gegeben war und sie sich selbst entschieden hatten, Organe zu spenden“, so Dr. Hacker. Die Transplantation selbst unterliegt strengsten Vorschriften. „Es ist ja eine Urangst, dass der Tod eines Menschen vielleicht fälschlich festgestellt wird, obwohl der Mensch noch eine Überlebenschance gehabt hätte. Entscheidend ist also die Antwort auf die Frage: Wann ist jemand tot?“ Daher müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander in vorgeschriebenen Verfahren den Hirntod eines Menschen feststellen und ihn damit für tot erklären. „Erst dann dürfen Organe entnommen werden.“ Außerdem dürfen nur zugelassene Krankenhäuser mit einem für die Transplantation beauftragten unabhängigen Arzt Transplantationen vornehmen. Dieser Arzt darf auch nicht der spätere Operateur sein, um Interessenskonflikte wie wirtschaftliche Zwänge zu vermeiden. Neben der Organspende als Verstorbener gibt es aber auch die Möglichkeit der Lebendspende, die vor allem bei Nieren durchgeführt wird. „Das ist auch gesetzlich sehr streng geregelt, um Geschäftemacherei zu vermeiden.“ So darf nur nahen Angehörigen gespendet werden. Außerdem muss die Spende freiwillig erfolgen und Spender müssen volljährig sein.
Dr. Wolfgang Hacker ist Fachanwalt für Medizinrecht, Master in Health and Medical Management und Vertrauensanwalt des Medizinrechts-Beratungsnetzes. Mehr Informationen bei der Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler, Kasernenstraße 14 in Coburg, Telefon 09561/ 80110. www.hoernlein-feyler.de
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Schatzkammer Landesbibliothek Ein paar Treppen geht es hinauf in die herzoglichen Räume von Schloss Ehrenburg zur Landesbibliothek Fotos: Val Thoermer
Reproduktion der Fotos nur mit Zustimmung der Landesbibliothek
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90 Prozent der Bücher lagern unter Verschluss
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In Pergament gebundene alte Schriften
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Prächtig erstrahlt der Silbersaal der Landesbibliothek
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Seltene Werke im Bestand
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Bedeutende Werke – für die Öffentlichkeit nicht zugänglich – lagern im Magazin
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WAS MUSS ICH TUN?
SOLL ICH oder SOLL ICH NICHT? SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
„Wähle einen Beruf, den du liebst, und Du brauchst keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Konfuzius
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SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG „Um klar zu sehen, reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ Antoine de Saint-Exupéry
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agen? r f e b l e k a Ein Or rufen? n a V T o r Ast
ssen? a l n e g e l arten Oder die K
Es nützt nichts! Letztendlich müssen wir unsere Entscheidungen selbst treffen. Wir tun das jeden Tag, in den kleinen Dingen: Kaffee oder Tee zum Frühstück? Welches Outfit ist passend? Zuhause bleiben oder ausgehen? Wir fällen diese alltäglichen Entscheidungen meist unbewusst, intensiver denken wir über die großen Fragen nach, etwa ob wir nach der Schule ein Studium oder eine Berufsausbildung beginnen, uns für Kinder oder Karriere entscheiden, oder den Spagat wagen, Familie und Beruf unter einem Hut zu bringen. Überhaupt, macht uns unsere Arbeit noch Freude oder bleiben wir aus Gewohnheit, weil der Job krisensicher und gut bezahlt ist? Oder sollten wir uns endlich für das entscheiden, was wir immer schon tun wollten, auch wenn weniger Geld im Portemonnaie ist? Auch im Privaten stehen wir manchmal vor Entscheidungen, Datingportale präsentieren zudem scheinbar eine Fülle an vermeintlichen Traumpartnern. Ob die Wahl letztendlich richtig war, zeigt sich oft erst im Nachhinein. Ob im Privatleben oder im Job – es gibt im Leben nicht nur den einen Weg, sondern immer Nebenstraßen und Abzweigungen. Wir haben die Wahl. Manchmal kann der Weg natürlich auch in die Irre führen oder in einer Sackgasse enden. Das gehört zum Leben dazu. Aber immerhin: Entscheidungen münden wiederum in Erfahrungen für kommende Entscheidungen. PS: Am 15. März dürfen Sie entscheiden! Coburg und andere Gemeinden wählen neue Stadtoberhäupter und neue Stadt-, Gemeinde- oder Kreisräte.
hl! a W e i d n Sie habe AUSGABE 37 / FEBRUAR 2020
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IM GESPRÄCH SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
w e i v r e t n I
MACH DOCH MAL L AU R A WINTE R L ING
… hat für sich die richtige Entscheidung getroffen: Die 39-jährige war von 2008 bis 2016 als Astronauten-Instruktorin tätig. Sie hat Raumfahrern wie Sunita Williams oder Alexander Gerst auf ihre Mission auf der Raumstation ISS vorbereitet. Inzwischen ist die gebürtige Fränkin selbstständig und bringt ihr Wissen aus dem „ALL-Tag“ in ihre Vorträge ein. Der COBURGER hat sie im Kongresshaus Rosengarten getroffen, wo sie über 800 Schülerinnen, Schüler und Auszubildende inspirierte und motivierte.
COBURGER: Mal in Klischees gefragt, Raumfahrt ist doch eher ein Thema für Jungs. Wie kamen Sie dazu? Laura Winterling: Ich hatte keine Vorbilder, also diese typischen „role models“, die gab es nicht. Ich fand es einfach supercool, dass es Menschen gibt, die sich einen Anzug anziehen, einen Helm aufsetzen und mit Raketen ins All fliegen. Das war das i-Tüpfelchen von allen Abenteuern, die man so machen konnte. Das wollte ich auch machen. COBURGER: Heute bringen Sie Ihr Wissen in Ihre Vorträge ein. Was können wir von der Raumfahrt lernen, wenn es um Entscheidungen geht? Winterling: Das Thema bemannte Raumfahrt in Verbindung mit Entscheidungsfindung ist so mannigfaltig, dass man Tage darüber sinnieren könnte. Wenn es um Astronauten auf Missionen im Weltall geht, dann geht es immer um Menschen. Und wenn Menschen zusammenarbeiten müssen, dann müssen sie sich erst einmal selber verstehen. Sie müssen herausfinden, für was sie gut geeignet sind und wo ihre Schwächen und Stärken liegen. Das heißt, man muss sich erst einmal mit sich selber auseinandersetzen, um irgendwann mal eine Entscheidung zu treffen.
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LAURA WINTERLING COBURGER: Wie haben Sie ihr Ziel erreicht? War Ihr Weg immer geradlinig? Winterling: Natürlich war auch mein Weg nicht geradlinig, wie bei keinem wahrscheinlich. Rückblickend gibt es eine Reihe an Dominosteinen, die irgendwann angefangen haben, umzufallen. Anscheinend standen die alle schon in Reih’ und Glied. Von daher könnte man denken, es war eine Reihe, ein Plan, völlig geradlinig und es musste so kommen. Aber: Es musste ja erst einmal der erste Stein umfallen und dann musste der Stein genügend Schwung haben, um den zweiten mitzureißen. COBURGER: Wie sah das aus? Winterling: Das kam etappenweise: Ich gehe nach meinem Abi nach Florida und schaue mir Space Shuttle Stars an, dann fange ich an Physik zu studieren. Und: achso, die Raumfahrt kommt immer wieder vor, egal was ich gerne mache, es hat damit zu tun. Als ich dann im Astronautenzentrum in Köln stand, habe ich gewusst: Da möchte ich hin. Es waren ja immer Erkenntnisse, die so ganz langsam wie in Zeitlupe gefallen sind und da gab es natürlich auch viele ups und downs.
„Wenn es um Astronauten auf Missionen im Weltall geht, dann geht es immer um Menschen. Und wenn Menschen zusammenarbeiten müssen, dann müssen sie sich erst einmal selber verstehen. Sie müssen herausfinden, für was sie gut geeignet sind und wo ihre Schwächen und Stärken liegen. Das heißt, man muss sich erst einmal mit sich selber auseinandersetzen, um irgendwann mal eine Entscheidung zu treffen.“
COBURGER: Welchen Rat haben Sie, wenn es darum geht, Träume zu realisieren, auch wenn sie ungewöhnlich sind? Winterling: Wie jemand seinen Traum verwirklichen kann, das kann ich nicht sagen, weil es etwas sein könnte, von dem ich keine Ahnung habe. Ich kann aber zwei Dinge raten: Zum einen, dass man clevere Entscheidungen fällt. Also, macht das in der Lebenssituation, in der man ist, wirklich Sinn, oder ist es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoller? Falls es nicht geht, sollte man einen Plan B haben. Man sollte sich nicht auf eine Sache versteifen und am Ende alles verlieren: Aber ich würde auch dazu anhalten, zu ermutigen zu sagen: Das ist eine superverrückte Idee, ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Mach doch mal!
Volles Haus! Über 800 junge Menschen kamen
zur Neuauflage von „Boost the Youth“, einer Reihe des Rotary-Club Coburg für Schülerinnen, Schüler und Azubi aus der Region. Dieses Mal mit Laura Winterling, ehemalige Astronautentrainerin, Physikerin und heute Unternehmerin. Möglich wurde dieser besondere Vormittag im Kongresshaus Rosengarten dank Thomas Bittorf und Max Beyersdorf, dem Präsidenten des Rotary-Club Christian Gottfried sowie den Sponsoren: Brose Fahrzeugteile Otto Hauch HUK-COBURG PRODINGER Verpackung REGIOMED-KLINIKEN SCHWINDT CAD/CAM-Technologie SensAction AG SÜC
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LAURA WINTERLING COBURGER: Was kann man selber tun, um zum Ziel zu kommen? Winterling: Man muss sich selber einbringen, angefangen von dem Willen, dem Durchhaltevermögen, der eigenen Motivation. Und man muss Rückschläge, kleine wie große, wegstecken können und weiter machen. Es ist dabei völlig okay, auch mal zuhause im Bett zu heulen, man muss nur am nächsten Tag aufstehen und sagen „okay“, jetzt geht es wieder los. COBURGER: Oft gibt es ja die Meinung, dass man etwas einfach nicht kann, zum Beispiel Mathematik… Winterling: Per se, dass jemand schlecht ist in Mathe oder Physik, das glaube ich erst einmal nicht. Ich habe mit sehr viel Lust und Leidenschaft Schüler jahrelang in Mathe und Physik unterrichtet und selbst die, die notenmäßig als schlecht eingestuft waren, die konnten Mathe und Physik. Denen wurde nur keine Zeit gegeben, es zu verstehen, und das ist eine Problematik, die aus unserem Schulsystem herkommt. Jedermann kann Mathe, man kann auch Physik, man muss sich nur auch die Zeit geben, es zu verstehen. So ist da meine Herangehensweise. Also wir haben alle ein Hirn, das funktioniert. Ich bin das beste Beispiel, dass jeder Physik studieren kann. Ich bin nicht gekommen mit der besten Voraussetzung, ich musste mir alles irgendwie aneignen durch viel Lernen. Man muss halt sich nur trauen, da gehört auch ein bisschen Sturheit dazu.
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COBURGER: Haben Sie alle Ziele erreicht? Winterling: Es wäre dramatisch, wenn ich alle Ziele erreicht hätte. Mein neustes Baby ist meine Firma und die ist jetzt vier Jahre alt. Es gibt viele neue Projekte, zum Beispiel, dass ich jetzt reden darf bei Konzernen und diese Verbindung zwischen Raumfahrt und Business aufzeigen kann. Das ist eine Sache, die macht mir sehr viel Spaß, aber dabei soll es nicht bleiben. Raumfahrt ist eine Liebe, aber ich habe noch andere Dinge, um die ich mich sorge und wo ich gerne Veränderungen sehen möchte in der Welt. Ziele gibt es ganz viele und ich wünsche jedem mindestens einen Traum und ein Ziel. Die Fragen stellte Gabi Arnold
Das ist eine superverrückte Idee, ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Mach doch mal!
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Advertorial
IM GESPRÄCH
w e i v r e t In
ENTSCHEIDENDES GEFÜHL M AX BE YE R S DO R F
Gute Entscheidungen brauchen Zeit, müssen gründlich überdacht und mit einer klaren Haltung kommuniziert werden. Ob im Privat- oder im Geschäftsleben. Vor allem aber muss man bei ihnen ein gutes Gefühl haben, sagt Max Beyersdorf, Geschäftsführer der Otto Hauch Bauunternehmung.
COBURGER: Wie treffen Sie Entscheidungen? Max Beyersdorf: Früher habe ich gedacht, wenn ich auf der Basis von Zahlen, Daten und Fakten entscheide, also rein rational, liege ich richtig. Das ist heute ganz anders. Sozusagen „gefühlte“ Entscheidungen sind auf lange Sicht die besseren, die tragfähigeren. Die wichtigste Frage ist doch, will ich mit dem Menschen, mit dem ich zusammensitze, etwas zu tun haben? Meinen es andere ehrlich mit einem? Ist eine gemeinsame private oder geschäftliche Zukunft möglich, etwas Nachhaltiges? Wenn das gegeben ist, wird man auch einen gemeinsamen Weg finden. In dem Moment, in dem ich kapiert habe, dass nur Großzügigkeit im Umgang miteinander, dass nur gegenseitiges Vertrauen zu Erfolg führt, sind andere Faktoren zurückgetreten. COBURGER: Es gibt ja große Weichenstellungen, Lebensentscheidungen. Wie gehen Sie an diese heran? Max Beyersdorf: Will ich mit einem Menschen mein Leben verbringen? Will ich eine Familie gründen? Will ich die Firma übernehmen? Das sind alles Entscheidungen, die über Jahre vorher entstanden sind, die eine lange Basis haben, die gefühlt werden. Bei mir was es beruflich zum Beispiel so, dass ich mit der Firma ja aufgewachsen bin. Schon als Kind war ich ab und zu auf der Baustelle oder im Betrieb unterwegs, später habe ich oft mitgeholfen. Den Familienbetrieb zu übernehmen, war also letztlich keine Entscheidung,
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sondern die logische Konsequenz. Was ich damit sagen will: Entscheidungen sind nie isoliert zu betrachten, es gibt immer ein menschliches, ein soziales Umfeld, in dem sie wachsen. Auch bei den vielen kleinen täglichen Entscheidungen binde ich immer mein Umfeld mit ein. Letztlich müssen ja alle mit einer Entscheidung leben können und diese am besten auch mittragen. COBURGER: Wie gehen Sie mit Fehlentscheidungen um? Max Beyersdorf: Fehlentscheidungen habe ich früher als negativ eingestuft, heute weiß ich: Es gibt keine Fehlentscheidungen. Eine Entscheidung trifft man ja immer auf der Basis der jeweiligen Erkenntnislage nach bestem Wissen und Gewissen. Und wenn eine neue Erkenntnislage vorliegt, wenn sich also etwas verändert hat, muss man eben neu entscheiden oder eine alte Entscheidung korrigieren. Dazu gehört Mut. Die einzige wirkliche Fehlentscheidung ist die Nichtentscheidung.
Die Bauunternehmung Otto Hauch
Ein Familienbetrieb in vierter Generation mit Bauprojekten in ganz Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von historischer Bausubstanz. Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com
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Gesponserter Beitrag
SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
KLAGE
Interview
SOLL ICH KLAGEN ODER NICHT? T H O MAS B IT TO R F Einige von uns waren vielleicht schon mal in der Situation: Ein erträglicher Streit mit dem Nachbarn, der Arbeitgeber hat einem gekündigt, das Auto hat einen höheren Schadstoffausstoß als angegeben oder die Versicherung zahlt nicht. Man will sich eigentlich nicht streiten, aber irgendwann schaukelt es sich so hoch, dass man sich fragt, ob man sich alles bieten lassen muss. Der COBURGER sprach mit Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Bittorf von tb.legal, was bei der Entscheidung über eine Klageerhebung zu beachten ist.
COBURGER: Standen Sie selbst schon einmal vor der Entscheidung, ob Sie persönlich eine Klage erheben? Thomas Bittorf: Nein, bislang zum Glück nicht, obwohl ich einmal kurz davor war. Aber als Anwalt ist man nahezu täglich mit dieser Frage konfrontiert. COBURGER: Was sind die relevanten Kriterien, die man bei einer Klage berücksichtigen muss? Thomas Bittorf: Zum einen geht es natürlich um die Erfolgsaussichten einer Klage. Ist es wahrscheinlich, dass ein neutraler Dritter wie das Gericht die Angelegenheit genauso beurteilt wie der Mandant selbst? Man muss sich also in die Rolle eines objektiven Richters hineinversetzen, dem der Sachverhalt präsentiert wird, der sich aber genauso die Argumente der anderen Seite anhört und bewertet. Weiterhin ist das Kostenrisiko zu berücksichtigen. Der Mandant will in der Regel wissen, welche Kosten auf ihn zukommen. Wenn er gewinnt, muss zwar der Gegner die Kosten tragen. Wenn er jedoch verliert, trägt er alle Kosten, auch die des gegnerischen Anwalts. Bei einem Verglich wird gequotelt. Man darf auch die Kosten der 2. Instanz nicht außer Acht lassen, die der Gegner bei einem verlorenen Prozess erster Instanz beschreiten kann. Schließlich darf man die Dauer eines solchen Verfahrens und die damit verbundene psychische Belastung nicht unterschätzen. Gerade letzteres ist ein wesentlicher Faktor, wenn immer wieder Post vom Anwalt oder Gericht kommt. COBURGER: Was ist entscheidend oder was raten Sie gewöhnlich? Thomas Bittorf: Das ist immer eine Einzelfallentscheidung. Bei Privatpersonen ist v.a. das Kostenrisiko ein sehr entscheidender Faktor. Wenn man eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, die in dem konkreten Fall eine Deckungszusage für die Übernahme der Kosten erklärt, ist das sehr hilfreich. Zudem prüft sie vorher unabhängig vom Rechtsanwalt, ob die Sache gewisse Erfolgsaussichten hat. Wenn keine Rechtsschutzversicherung besteht, wie dies meist im Geschäftsverkehr der Fall ist, besteht ein erhöhter Aufklärungsbedarf über die Kosten. Die Frage ist stets, ob eine Klage als letztes Mittel wirklich erforderlich ist COBURGER: Das heißt, Sie raten auch ab und zu von einer Klage ab? Thomas Bittorf: Natürlich. Wenn absehbar ist, dass voraussichtlich unter Abwägung der Beweislage am Ende ein erhebliches Risiko verbleibt, gehört es zu den Pflichten eines sorgfältigen Rechtsanwalts, gegebenenfalls auch von einer Klage abzuraten.
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Man sollte wirklich vorher alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, um ohne die Anrufung des Gerichts zu einer Lösung zu kommen. Denn auch bei einer Klage machen die Richterinnen und Richter erst einmal nichts anderes. Sie fragen gleich zu Beginn der Verhandlung nach, ob nicht eine gütliche Lösung zwischen den Parteien möglich ist, das Gesetz sieht dies so vor. Natürlich entscheidet das Gericht am Ende auch durch Urteil, wenn keine Einigung möglich ist. Aber es gibt meistens auch noch eine zweite Instanz, die die Beweis- und Rechtslage manchmal auch abweichend beurteilen kann. Das primäre Ziel – auch bei Gericht – ist stets die Herstellung des Rechtsfriedens. Dieser lässt sich in vielen Fällen durch einen Vergleich am besten verwirklichen. Und wenn die Einigung beiden Seiten „wehtut“, ist es ein guter Vergleich, wie Richterinnen und Richter gerne sagen. COBURGER: Gibt es Sachen, bei denen eine Klage notwendig oder unausweichlich ist? Thomas Bittorf: Dies gibt es natürlich. Zu einer Einigung gehören immer zwei Parteien, und wenn eine Seite, aus welchen Gründen auch immer, nicht will, muss eben das Gericht entscheiden. Im Arbeitsrecht ist zum Beispiel nach einer Kündigung die Erhebung einer Kündigungsschutzklage der Regelfall, oft auch, um eine Sperrzeit zu vermeiden. Im Familienrecht kommt man meist ohne das Gericht nicht aus. Bei Scheidung sowieso, aber auch, wenn es z.B. um Unterhalt und Zugewinn geht. Das gleiche gilt bei Unfällen jeder Art, wenn es man Schadensersatz oder Schmerzendgeld heben möchte und die Versicherungen dies aber leider oft anders sehen. COBURGER: Was raten Sie unseren Lesern, wenn Sie einen Rechtsanwalt oder eine Rechtanwältin aufsuchen? Thomas Bittorf: Es muss ein Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant aufgebaut werden. Der Mandant muss ehrlich und offen sein, damit der Anwalt ihn richtig beraten kann. Je offener die Kommunikation, umso besser. Rechtsanwälte sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet, so dass sich der Mandant hierum nicht zu sorgen braucht. Dann kann man zusammen den sichersten und auch effektivsten Weg wählen – im Idealfall, ohne eine Klage bei Gericht erheben zu müssen, die immer „ultima ratio“ sein sollte. COBURGER: Haben Sie vielen Dank für das Gespräch!
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COBURG WÄHLT SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
Umfrage
ALLES AUF ANFANG D I E G RO SSE U M F R AGE VO R DE N KO MMU NA LWA HLEN Vor den Kommunalwahlen in Coburg am 15. März ist nur eines sicher: Nichts wird sein wie vorher. Nach dem Rückzug von Oberbürgermeister Norbert Tessmer bewerben sich gleich neun neue Kandidaten um das höchste Amt der Vestestadt. Politikprofis genauso wie Neulinge. Das neue Stadtoberhaupt wird einen 40-köpfigen Stadtrat führen, der keine klaren Mehrheiten haben wird. Eine spannende Wahl, richtungsweisend für die nächsten Jahre.
Doch wie ist die Stimmung wenige Wochen vor der Wahl? Die große Umfrage in Coburg – 306 Telefoninterviews, durchgeführt vom Bamberger Centrum für Empirische Studien der Universität Bamberg im Auftrag des COBURGER vom 13. bis zum 24. Januar. Ein repräsentatives Meinungsbild. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger.
Kennen Sie folgende Personen, die sich für das Amt des Coburger Oberbürgermeisters bewerben?
84,8 %
Thomas Apfel / PRO Coburg
71,3 % 70,5 % 68,5 % 67,9 % 62,6 %
Dominik Sauerteig / SPD Christian Müller / CSB Christian Meyer / CSU Martina Benzel-Weyh / Coburger Liste Rene Hähnlein / Linke
45,5 %
Ina Sinterhauf / Grüne
37,1 % 33,9 %
Norbert Denninger / Die Partei (Tritt nicht an) Michael Zimmermann / FDP
16,9 %
Michael Partes / ÖDP
Halten Sie die Personen für fähig, das Amt des Coburger Oberbürgermeisters auszufüllen?
37,7 % 34,2 % 32,7 % 27,4 %
Thomas Apfel / PRO Coburg Christian Meyer / CSU Christian Müller / CSB Dominik Sauerteig / SPD Martina Benzel-Weyh / Coburger Liste Ina Sinterhauf / Grüne Rene Hähnlein / Linke Michael Zimmermann / FDP Norbert Denninger / Die Partei (Tritt nicht an) Michael Partes / ÖDP
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13,9 % 13,1 % 7,7 % 5,7 % 2,4 % 1,1 % C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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UMFRAGE
Wem würden Sie Ihre Stimme geben, wenn am nächsten Sonntag die Wahl des Coburger Oberbürgermeisters stattfinden würde?
28,8 % 21,8 % 18,2 % 15,9 % 11,2 %
Thomas Apfel / PRO Coburg Christian Meyer / CSU Dominik Sauerteig / SPD Ina Sinterhauf / Grüne Christian Müller / CSB
4,1 %
Übrige Kandidaten Basis Gesamt ohne keine Angabe: 168 Befragte
Wie sicher ist es, dass Sie Ihre Stimme bei der Oberbürgermeisterwahl dieser Person geben werden?
37,4 %
sehr sicher
50,4 %
sicher
9,2 % 3,0 %
weniger sicher unsicher
Was ist für Sie bei Ihrer Wahlentscheidung für das Oberbürgermeisteramt wichtiger ...
58,7 %
die Persönlichkeit des/der Kandidat/in die Parteizugehörigkeit des/der Kandidaten/in
7,2 %
Persönlichkeit und Parteizugehörigkeit gleichermaßen
34,1 %
Welchen Kandidaten würden Sie bei einer Stichwahl wählen?
51,9 %
Thomas Apfel / PRO Coburg
Christian Meyer / CSU
48,1 %
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 206 Befragte
45,7 %
Dominik Sauerteig / SPD
54,3 %
Thomas Apfel / PRO Coburg
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 201 Befragte
54,7 %
Christian Meyer / CSU
Dominik Sauerteig / SPD
45,3 %
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 199 Befragte
37,6 %
Ina Sinterhauf / Grüne
62,4 %
Christian Meyer / CSU
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 202 Befragte
57,1 %
Christian Müller / CSB
Ina Sinterhauf / Grüne
42,9 %
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 196 Befragte
einung Unsere M Politikneuling Thomas Apfel profitiert von seiner Bekanntheit. Die Coburger kennen ihn seit vielen Jahren. Und weil Persönlichkeit die wichtigste Rolle bei der Wahlentscheidung spielt, hat er zum Zeitpunkt der Umfrage im Januar einen Vorsprung gegenüber den anderen Kandidaten. Der Wahlkampf aber hat erst im Januar begonnen, eine Chance zum Aufholen. Entscheiden wird dann eine Stichwahl. Wer gewinnt die Unentschlossenen und Nichtwähler? Wer bringt sie an die Wahlurne? Wer holt bei einer Stichwahl die Stimmen der anderen Kandidaten? Wer gewinnt Persönlichkeit? Es bleibt spannend.
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KOMMUNALWAHLEN SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
Umfrage
WIE STEHEN DIE PARTEIEN DA? D I E G RO SSE U M F R AGE VO R DE N KO MMU NA LWA HLEN Wenn am nächsten Sonntag die Kommunalwahl in Coburg stattfinden würde, welcher Partei würden Sie dann Ihre Stimme geben?
28,1 % 26,1 % 21,7 %
GRÜNE CSU SPD PRO Coburg CSB FDP Andere
7,4 % 5,4 % 4,9 % 6,4 %
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 203 Befragte
Welche Partei würde Sie wählen, wenn am nächstem Sonntag Bundestagswahlen stattfänden?
36,6 % 33,8 %
Grüne CSU
16,9 %
SPD FDP Die Linke AFD Sonstige
6,1 % 1,9 % 1,9 % 2,8 %
Basis Gesamt ohne keine Angabe: 305 Befragte
einung Unsere M Kommunalwahlen sind viel komplizierter als eine Sonntagsfrage es auszudrücken vermag, weil sich mit den richtigen Persönlichkeiten auf einer Liste Stimmen fangen lassen. Daher können nur ansatzweise Rückschlüsse auf die Sitzverteilung im Stadtrat zulassen. Dennoch bestätigt sich die bundesweite Stimmung auch in Coburg.
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WIR BIETEN GRÜNE LÖSUNGEN FÜR COBURG 1
2
3
4
Melanie Becker
Michael Dorant
Leonie Schauer
Kevin Klüglein
aus Rögen
aus Neershof
aus dem Heimatring
aus der Kasernenstraße
aus der Lauterburgstraße
Kommunikationsdesigner
Hochschulangestellte aus Cortendorf
IL WE R HIE R I W EN LEB
8
Fachinformatiker
9
10
Theresa Scholz
Dr. Florian von Deimling
Jule Köhn
Stephan Engels
aus der Innenstadt
vom Eckardtsberg
aus dem Heimatring
aus Creidlitz
Psychologin
12
11
Grafikdesignerin
Kinder- und Jugendarzt
13
Studentin
14
Werbetexter
15
16
Ujvesa Pronaj
Prof. Dr. Wolfram Haupt
Maria Aufschläger
Matthias Loßmann
Anni Karl-Heinz Schuhmann-Demetz Lipp
aus der Kasernenstraße
aus der Innenstadt
vom Judenberg
aus Coburg-Nord
von der Hut
Klimaschutzmanagerin
Hochschulprofessor
17
Physiotherapeutin
18
Rechtsanwalt
19
Erzieherin
20
ev. Pfarrer i. R.
vom Max-Böhme-Ring
22
21
Stephanie Beck
Bernd Fischer
Siegrid Ott-Beterke
Michael Eckstein
Walburga Zips
Bernward Flenner
aus dem Hahnweg
aus der Innenstadt
aus Pilgramsroth
aus der Seidmannsdorfer Str.
aus dem Heckenweg
aus der Innenstadt
Frühpädagogin
Jurist i. R.
Sonderschulrektorin i. R.
24
23
Historiker
25
Sonderschullehrerin
26
Architekt
27
28
Regina Frank
Michael Forkel
Martina Wiedermann
Bernd Leuthäusser
Isolde Stefan Heilgenthal-Habel Rau
aus dem Zinkenwehr
vom Festungsberg
von der Hut
aus Pilgramsroth
aus dem Heckenweg
Konstrukteur i. R.
Heilpraktikerin
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Dipl. Sozialpädagogin
30
selbst. Berater
31
Lehrerin
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selbst. Handelsfachwirt vom Judenberg
34
33
Angela Köhn
Dietrich Pax
Dorothea Weiß
Günter Rödel
Dr. Andrea Carstensen
Dr. Bernhard Melchior
aus dem Heimatring
aus Callenberg
aus Rögen
aus Ketschendorf
von der Hut
aus der Innenstadt
Bibliothekarin
selbst. Gärtner
Innenarchitektin
36
35
Elektroingenieur i. R.
37
Fremdsprachentrainer
Heilpraktikerin
38
39
40
Ute Pridöhl
Oliver Priesner
Ursula Neubauer
Christian Barb
Ruth Schulz
Stefan Schwuchow
vom Marschberg
aus der Innenstadt
aus der Innenstadt
aus dem Kalenderweg
aus der Rosenauer Straße
aus der Innenstadt
Projektmanagerin
Ingenieur
Mediengestalterin
Versicherungswirt
Sie haben 40 Stimmen Verteilen Sie bis zu jeweils 3 Stimmen auf die Personen Ihres Vertrauens und kreuzen Sie die Liste 2 – BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN an, um keine Stimme zu verschenken.
Mehr Informationen finden Sie unter: www.gruene-coburg.de Anzeige
Ballettpädagogin i. R.
WAHLVORSCHLAG
LISTE 2
Sozialbetriebswirt V.i.S.d.P.: Michael Dorant, Steintor 1, 96450 Coburg
Studentin
7
Ina Sinterhauf
6
Wolfgang Weiß Förster
Unsere OB-Kandidatin
5
VORSTELLUNG SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
EIN NEUES STADTOBERHAUPT
.. . d r i w t h c Gesu
Es geht um einen Job im Dienst der Menschen vor Ort, denen man täglich begegnet, mit deren Wünschen, Sorgen, Forderungen, Ängste man täglich konfrontiert ist. Auf der Straße, im Büro, in den sozialen Medien. Ein Job, bei dem man Position beziehen muss, Haltung zeigen, Orientierung geben, gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Verunsicherung
spürbar ist. Ein Job, bei dem man zunehmend Anfeindungen, Schmähungen, Drohungen ausgesetzt ist. Jeder und jede Einzelne der neun Kandidatinnen und Kandidaten verdient höchsten Respekt, dass er oder sie diese Herausforderungen annehmen möchte. Die Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge.
Thomas Apfel Pro Coburg … ist 47 Jahre alt und im Coburger Stadtteil Neuses aufgewachsen, er ist verheiratet und hat eine Tochter. Beim Coburger Lokalsender Radio EINS war er Redaktions- und Studioleiter. Er engagiert sich beim DAV Sektion Coburg, im Kirchenvorstand der Katharina von Bora und als Kinderbeauftragter der Stadt Coburg. Apfel ist der Meinung, dass Coburg in vielen Bereichen deutlich mehr kann, als es die Stadtpolitik der letzten Jahre gezeigt hat. Als Herausforderungen nennt er die Generalsanierung des Landestheaters und die momentane Situation beim Regiomed Klinikverbund. Den innerstädtischen Verkehr will er neu denken, die Rahmenbedingungen für die Firmen weiter verbessern und die Bildungsstätten unterstützen. Wohnen soll bezahlbar bleiben und das ehrenamtliche Engagement gefördert werden.
Martina Benzel-Weyh Coburger Liste … ist 45 Jahre alt und gebürtige Bayreutherin. Sie lebt seit dem Jahr 2002 in Coburg und unterrichtet seit mehr als 15 Jahren an der Heiligkreuz-Mittelschule Coburg, seit ein paar Jahren ist sie auch Konrektorin. Benzel-Weyh ist verheiratet und hat einen Sohn, zwei „Bonus“- Töchter (Patchwork-Familie) und einen Hund. Politisch aktiv ist Benzel-Weyh seit dem Jahr 2007 und seit 2014 im Coburger Stadtrat. Benzel-Weyh trat bereits bei den Kommunalwahlen im Jahr 2014 als Oberbürgerkandidaten der Grünen an. Jetzt kommt sie zum zweiten Mal mit eigener Liste. Benzel-Weyh tritt ihren Worten zufolge für eine unabhängige, transparente Stadtpolitik mit Bürgerbeteiligung, eine menschenwürdige und umweltfreundliche Politik, ein Miteinander anstelle von Einzelinteressen und eine zukunftsorientierte Stadtpolitik ein.
René Hähnlein Die Linke … ist 48 Jahre, lebt in einer Beziehung und hat zwei Kinder. Der gelernte Industriekaufmann wohnt seit mehr als 30 Jahren in Coburg. Hähnlein ist Mitglied der Gewerkschaft verdi, seit 2014 Stadtrat und seit 2015 Fraktionsvorsitzender der SBC-Fraktion im Stadtrat. Er ist seit 2018 Patientenfürsprecher am REGIOMED Klinikum Coburg. Hähnlein steht unter anderen für den Ausbau des ÖPNV und des Radnetzes und für mehr bezahlbaren Wohnraum. Er ist gegen den Ausbau der Bundesstraße 4 bei Weichengereuth und für den Erhalt des Rosengartens und des Palmenhauses. Das Klinikum gehört seiner Meinung nach in die öffentliche Hand und nicht privatisiert. Hähnlein möchte kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, städtische Aufträge nur an Unternehmen vergeben, die Mindestlohn zahlen und Bürokratie abbauen durch ein digitales Rathaus.
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Christian Meyer CSU … ist 51 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Der gebürtige Coburger hat in seiner Heimatstadt sein Abitur gemacht und an der Hochschule Betriebswirtschaft studiert. Mit seiner Frau Heike und seinen drei Kindern Lina, Greta und Toni lebt er gerne in der „wunderschönen Stadt“. Im Jahr 2002 wurde er in den Stadtrat gewählt und konnte dort politische Erfahrung sammeln. Seit 2013 ist er Geschäftsführer der Wohnbau Stadt Coburg und der Stadtentwicklungsgesellschaft. Er arbeitet also schon seit ein paar Jahren an der Vision, die Stadt noch schöner und lebenswerter zu machen, wie zum Beispiel in der Ketschenvorstadt. Privat ist er gerne sportlich unterwegs – egal ob selbst aktiv oder als Zuschauer, vor allem natürlich bei den starken Coburger Vereinen.
Christian Müller CSB … ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 15 und 12 Jahren. Er ist selbständiger Rechtsanwalt in Coburg seit 1996, Mitglied des Coburger Stadtrates seit 2002, und seit 2007 Vorsitzender der Fraktion der Christlich-Sozialen Bürger. Für die Jugend möchte er neue Chancen eröffnen und für Senioren Unterstützung im Alltag bieten. Für alle Bürger möchte er die Entscheidungswege der Stadtpolitik durchsichtig machen. Eine Verstärkung der Gesundheitsversorgung, eine wirtschaftlich blühende Stadt, und Coburg als Kulturstadt sind weitere Punkte auf seiner Agenda, sowie die Sicherung der Arbeitsplätze, eine Stärkung des Einzelhandels in der Innenstadt und die Schaffung von Wohnraum für alle Generationen zu erschwinglichen Preisen.
Michael Partes ÖDP … 49 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder, hat eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann in Coburg absolviert und ist seit 2002 Lehrer in Coburg. Partes ist der Meinung, dass schnell gehandelt werden müsse: Am 15. März sei Klimawahl, auch in Coburg, sagt er. Laut Wissenschaftlern sei es die nächste Dekade die letzte Chance, das Ruder herumzureißen. Deshalb: Global denken, regional handeln, 100 Prozent erneuerbare Energien, regionales Einkaufen, rauf aufs Rad und Verbesserung der Attraktivität des ÖPNV, also mindestens 15-Minuten-Taktung. Also nicht nur freitags handeln, sondern every day for Future! Partes: „Wir können direkte Demokratie“.
Dominik Sauerteig SPD … ist 33 Jahre alt und als dritter von fünf Brüdern in Coburg aufgewachsen. Er ist Rechtsanwalt, Gewerkschaftsjurist in leitender Funktion und seit sechs Jahren im Stadtrat aktiv. Sauerteig ist Mitinitiator des Bürgerbegehrens „Rettet den Rosengarten“, er ist unter anderem Vorsitzender des Vereins Hartz und Herzlich. Sauerteig möchte seiner Heimatstadt neue Impulse geben und diese zur Stadt der Chancen machen. Dazu möchte er in einen Dialog mit allen Generationen treten. Er tritt für ein soziales und ökologisches Coburg ein, basierend auf einem Fundament der wirtschaftlichen Dynamik, und will dabei insbesondere auch die Bedürfnisse der Stadtteile stärker berücksichtigen.
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Sehr erreicht. schonviel vielmehr erreicht. Noch viel noch sehr viel vor. vor.
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Dominik Sauerteig
zum Oberbürgermeister für Coburg Platz
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Eine persönliche Anmerkung: Als Bürger zur Wahl zu gehen, ist immer auch eine Form des Respekts vor Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen möchten.
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Wem die Bürger die Herausforderungen der Zukunft am ehesten zutrauen, entscheiden sie am 15. März und bei einer eventuellen Stichwahl am 29. März.
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… ist Neurochirurg in eigener Praxis in Coburg mit Teilanstellung im Klinikum Lichtenfels. Er ist verheiratet und hat drei Kinder und ist seit 2019 Kreisvorsitzender der FDP Coburg-Stadt. Unter anderem plädiert er für ein Kongresshotel, kostenfreie Kitas, den Erhalt des Steinweges als Ausgehviertel sowie kostenlose Bustickets für alle Schüler, Studenten und Auszubildende und den Bau einer Jugendherberge. Er fordert eine barrierefreie Innenstadt und öffentliche Toiletten. Zimmermann bekennt sich zum Landestheater und Globe, er steht für den Verbleib der Kliniken in kommunaler Trägerschaft, aber mit Verbesserung der Aufsichtsstrukturen. Bei der Versorgung mit Haus- und Fachärzten soll seitens der Stadt enger mit der Selbstverwaltung der Ärzte zusammengearbeitet werden.
> Unsere Vision: Coburg – Stadt der Chancen!
Dr. Michael Zimmermann FDP
www.spd-stadtratsliste.de
… Jahrgang 1976, hat in Dresden Architektur studiert. Sie ist seit dem Jahr 2002 an der Hochschule Coburg in der Nachwuchsförderung im MINT-Bereich tätig. Sinterhauf ist außerdem Systemische Beraterin und Systemische Therapeutin, sie begleitet und berät Menschen in schwierigen Situationen. Sinterhauf ist seit 2011 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen und seit 2012 Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes Coburg-Stadt. Sie hat bereits im Jahr 2014 für den Coburger Stadtrat kandidiert, im Jahr 2018 war sie Direktkandidatin für die bayerische Landtagswahl im Stimmkreis Coburg. Sie sieht den Klimaschutz als eine globale Aufgabe, aber auch als eine lokale Verantwortung. Coburg klimaneutral machen – das ist eines der Ziele, für die sie antritt. Dabei möchte sie soziale Belange nicht aus den Augen verlieren.
www.stadtderchancen.co
Ina Sinterhauf Bündnis 90 / Die Grünen
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DIE KANDIDATEN
COBURGER | DAS MAGAZIN
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THOMAS APFEL OBERBÜRGERMEISTER FÜR COBURG www.pro-coburg.de Anzeige
SONDERTHEMA ENTSCHEIDUNG
ENTSCHEIDUNG
GRUPPENENTSCHEIDUNG
kten Zahlen und Fa
Männer verhalten sich in Gruppen risikobereiter als allein, Frauengruppen lassen Chancen ungenutzt. Je gemischter Teams also sind, desto besser die Entscheidungen.
12 DINGE ÜBER ENTSCHEIDUNG
KURZ UND KNAPP Unter Entscheidung versteht man die Wahl einer Handlung aus mindestens zwei vorhandenen potenziellen Handlungsalternativen unter Beachtung der übergeordneten Ziele. Der Mensch trifft bis zu
FINANZIELLE ENTSCHEIDUNG
9,8 %
6,7 %
Ich
Partner/-in
Wer hat in Ihrer Partnerschaft oder Ehe das letzte Wort, wenn wichtige finanzielle Entscheidungen getroffen werden?
Beide gleich
BEDEUTUNG GEFÜHLE Wie wichtig finden Sie es, sich bei seinen Entscheidungen auch von seinen Gefühlen leiten zu lassen? 34 %
15 %
1%
1 %
Im Dunklen treffen wir rationalere Entscheidungen Mit voller Blase treffen wir bessere Entscheidungen Stress führt zu riskanteren Entscheidungen Wir entscheiden uns meist für die erste Option Die Mehrheit entscheidet sich für Bekanntes Wer sich nicht entscheiden kann, braucht eine Alternative Gut Gelaunte entscheiden großzügiger Schlecht Gelaunte sehen klarer Ärger macht Entscheidungen rationaler Wer besser entscheiden will, sollte aufstehen Hohe Boni führen zu besseren Entscheidungen Ausgeschlafene wählen klüger
GROSSE FEHLENTSCHEIDUNGEN DER WELTGESCHICHTE
Entscheidungen am Tag.
83,5 %
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.
Die Trojaner holen ein hölzernes Pferd in ihre Stadt. Alexander der Große will keinen Erben. Kolumbus verrechnet sich beim Erdumfang. Die Holländer entdecken Australien und gehen wieder. Ein russischer Zar tritt Alaska zum Spottpreis an die USA ab. Hindenburg ernennt den Falschen zum Kanzler.
BEWUSST UNBEWUSST Bei Entscheidungsprozessen ist bereits ca. 300 Millisekunden vor der Reaktion im Denkhirn der entsprechende Impuls im Limbischen System (Gefühlszentrum) messbar. 100 % aller Entscheidungen werden zuerst im Limbischen System (Unterbewusstsein / Gefühlszentrum) gefällt und erst danach mit dem Neocortex (Bewusstsein) begründet. „Wir haben uns bereits entschieden, bevor wir es in unserem Denkhirn merken!“ Volker Lange, Neuropsychologe
ZITAT
33 %
13 %
„Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun!“
4 %
unwichtig AUSGABE 37 / FEBRUAR 2020
Dr. Wolfgang Prinz, Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München
außerordentlich wichtig
Quellen: Statista, Wikipedia
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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.
MACHERIN
Dieses Mal: Nadja Kücker. Sie hat Yoga in Coburg etabliert, hat alleine in der Region über 100 Yogalehrer und -lehrerinnen ausgebildet, ist mit ihrem Fachwissen darüber hinaus in ganz Deutschland und Österreich gefragt und veranstaltet jetzt ihren ersten Yogakongress.
Sind Sie eine Macherin? Ja, ich bin eine Macherin. Meine Passion ist Yoga. Stark und gelassen zugleich. Warum? Weil ich mich dafür einsetze, dass es Menschen gut geht, dass sie für ihren Wunsch nach Entspannung und Körpergesundheit einen Platz finden, an dem sie so sein können, wie sie sind. Was macht das Machen aus? Man muss mutig, ehrenhaft und beharrlich sein, Weitblick haben und sich von seiner Intuition leiten lassen. Wenn Du etwas intuitiv machst, dann funktioniert ein Weg auch. Letztendlich bin ich eine friedvolle Kriegerin, die sich für andere einsetzt und dabei auch ihren eigenen Weg geht, auch wenn sich Widerstände zeigen. Ich bin immer von Moment zu Moment gegangen, das ist ja auch das, was Yoga ausmacht. Der Glaube daran, dass das, was ich gerade mache, das Richtige ist, hat mich immer bestärkt. Wie ging es los mit dem Machen? Ich habe früher Aerobic unterrichtet. Bei einer Fortbildung bin ich das erste Mal mit Yoga in Berührung gekommen, mit dem sogenannten intensiven Yoga. Das hat in mir mein eigenes Licht noch mehr entzündet und ich habe begeistert angefangen es in Coburg zu unterrichten. Durch ein spontanes Gespräch und einen Zufall habe ich dann 2008 meine ersten Yogaräume
am Theaterplatz eröffnet. Mein Mann war zuerst skeptisch, hat mich aber ideell zu jeder Zeit unterstützt und so bin ich neben meiner wundervollen Aufgabe als Mutter zweier Söhne Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit hineingewachsen. Ich habe immer daran geglaubt, dass es funktioniert. Und das tut es: Mehr Kursangebote, mehr Mitarbeiter, mehr Kunden, neue Räume. Heute ist Yoga in unserer Gesellschaft angekommen, es ist ungeheuer vielfältig, von körperlich sehr anstrengenden fast wilden Formen bis hin zu einfachen, ruhigen, entspannenden. Ziel ist ja immer, dass es zu Stress, Burnout oder ähnlichen Zivilisationserkrankungen gar nicht erst kommt. Ich persönlich hatte auch einen schweren gesundheitlichen Rückschlag 2017. Damals hat mir Yoga sehr dabei geholfen, das zu überstehen.
Was treibt Sie an? Wenn Leute nach einer Yogastunde eine ganz besondere Stimmung haben. Wenn Du merkst, dass es den Leuten gut geht. Wenn man merkt, dass Yoga eine Möglichkeit ist, wieder auf die Beine zu kommen. Ich bin immer dankbar für jeden, der kommt, für jedes Gespräch, für jedes Vertrauen, das mir geschenkt wird. Für mich ist immer Yoga, in jedem Moment, ich lebe Yoga. Ist die Region ein guter Standort für Macher? Ja, ich finde, dass die Coburger offen sind. Die Menschen sind neugierig, probieren viel aus. Das ist eine gute Basis, um gemeinsam etwas daraus zu machen. Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
NICK BARTON Von Wolfram Hegen Fotos: Val Thoermer
BREXITUS Nick Barton und der Tod einer Hoffnung
Am 31. Januar hat er auf Facebook seinen ganz persönlichen Abgesang auf seine Heimat veröffentlicht, „ex tremely depressed“, mit einer Gitarre im Arm, ein Glas Wein vor sich stehend, aus dem er kurz nippt, als ob er das, was er gleich spielt vor laufender Kamera, nicht ertragen könnte: Nick Barton, Liverpooler, Engländer und Europäer aus tiefstem Herzen, seit vielen Jahren in Coburg lebend, weit weg von der Heimat, die sich nicht mehr wie seine anfühlt, spielt „The Winner takes it all“ von ABBA, resigniert, weil Johnson und Komplizen, „the bastards“, sich das Land, in dem er geboren ist, „genommen haben“ mit ihrem Brexit.
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AUSGABE 37 / FEBRUAR 2020
Oktober, vor der Ehrenburg in Coburg: Nick Barton hofft noch auf gute Nachrichten aus seiner Heimat England.
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NICK BARTON
Wenige Wochen vorher treffen wir Nick Barton, im Oktober 2019. Wir wollen eine Geschichte machen über einen Engländer, der in Coburg lebt, über seine Beobachtungen, seine Gefühle. Wir wollen die Geschichte veröffentlichen noch vor einem möglichen Brexit Ende Oktober. Doch in London tobt der Kampf um den Austritt, wir verschieben den Veröffentlichungstermin auf Dezember. Als wir in Druck gehen, ist immer noch nicht klar, was passieren wird. Also verschieben wir die Geschichte auf Februar. Jetzt wissen wir es: Britannien ist raus. Aber als wir uns treffen, hofft Barton noch auf einen Verbleib des Königreichs in Europa, träumt nachts oft davon, dass der Brexit gestoppt wird, wie er uns erzählt. Er glaubt daran, dass der Brexit nicht passiert, dass die Queen sich einmischt, „sie hätte die Möglichkeit gehabt, ihn zu stoppen, hat sich aber bisher nie geäußert.“ Er denkt noch, dass die Opposition sich mobilisiert, dass sie an die Macht kommt, es vielleicht ein neues Referendum gibt. „Die beste Alternative wäre, in der EU zu bleiben, sich zu entschuldigen“, sagt er. Er denkt, hofft, glaubt immer noch an ein gutes Ende, weil er sich den schlimmsten Fall nicht vorstellen will, dass der Brexit kommt, dass die Geschäfte einbrechen, dass jahrelange Verhandlungen anstehen, dass vielleicht 20 bis 30 Jahre verloren sind. „Ich habe Angst“, sagt er, dessen Familie in England liberal-demokratisch denkt, lebt und arbeitet. Geschäftsleute, die vom Handel zwischen Ländern leben. „Alle sind entsetzt, über das, was da passiert.“ Die Familie schämt sich für ihr Land. Sie alle fühlen und leben wie Europäer, lieben die offenen Grenzen, ein gemeinsames Europa, reisen gerne. Barton selbst hat Angst um seine eigene Zukunft. „Für mich könnte das theoretisch ja die Abschiebung bedeuten, weil ich als nicht EU-Bürger in Deutschland so etwas wie ein Migrant wäre, obwohl ich hier verheiratet war und ein Kind habe.“ Er fühlt sich nicht mehr sicher, keiner garantiert ihm Rechte, es gibt keine Garantien, nur Mutmaßungen, er fühlt sich „wie eine Verhandlungsmasse“, sagt er bitter. Und er ist voller Wut gegen Boris Johnson, diesen „Opportunisten“, der „wie gedruckt lügt“, der „nur hetzt“, „nur sein Ego kennt“, „ein Typ wie Trump“. Solche Leute, sagt Barton im Oktober, „kann man doch nicht wählen, die sind unanständig.“ Die Kriminalität gegen Ausländer sei wieder stark angestiegen, beobachtet er, „dank Boris Johnson“, der sich die „latente Ausländerfeindlichkeit, die latente EU-Feindlichkeit“ in Teilen der Bevölkerung zunutze gemacht habe. „Die Konservativen haben die EU instrumentalisiert, haben ihr die Schuld in die Schuhe geschoben für die Probleme im Land.“ Gleichzeitig habe man sich ausgeruht auf alten Weltmachtgefühlen, die man immer wieder geschürt habe, „den Nationalismus lernt man schon in der Schule.“ Und er hat Wut auf James Cameron, der die Nationalisten mit dem Referendum befrieden wollte und ihnen so erst den Weg bereitet hat. „Man muss sich schämen, dass der noch frei herumläuft“. Er habe immer gegen den Brexit gekämpft, sagt er, hat sich immer eingesetzt für Europa, immer seine Meinung gesagt. „Ich war früher in Blackpool, da haben sie mit EU-Gelder ein riesiges Hochwasserschutzprojekt umgesetzt, trotzdem haben die für den Brexit gestimmt“, erzählt er, „in Liverpool haben sie mit viel EU-Mitteln große Teile der Stadt saniert, haben sie zur Kulturhauptstadt 2008 gemacht“. Nick Barton liebt seine Heimat, aber er versteht viele Engländer nicht mehr. „Ich bin trotzdem froh, dass ich Engländer bin, aber ich bin eben auch froh, dass ich in Deutschland wohnen darf … “, fasst er seine Gefühlswelt zusammen und fügt am Ende noch an: „ …noch“.
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BREXIT
Kurzportrait Nick Barton Geboren in Liverpool, seine Eltern ziehen mit dem Zweijährigen nach Nordrhein-Westfalen, elf Jahre leben sie dort. Mit 13 kommt er zurück nach England, nach Blackpool, Deutschland aber fehlt ihm. Er will Sprachen studieren, „Hauptsache Deutsch“, das tut er auch, studiert in Liverpool Germanistik, ein Auslandsaufhalt in Deutschland ist vorgeschrieben. Er bewirbt sich in Bayern und kommt so das erste Mal 1986 nach Coburg. „Um Gottes willen, wo schicken die mich hin“, ist sein erster Gedanke, aber er verliebt sich sofort in Coburg, in die „bildhübsche Kleinstadt“, „alle waren supernett“, er feiert viel mit seinen Coburger Freunden und Kollegen, und er unterrichtet am Alexandrinum und am Casimirianum als Fremdsprachenassistent Schüler. 1988 nach dem Studium ist er wieder in England, träumt jetzt von einer Karriere als Musiker, gibt die Bemühungen aber 1991 auf. Er zieht wieder nach Coburg, macht sich später mit Sprachkursen selbständig und gibt heute neben seinem Beruf bei einem Unternehmen in der Region Unterricht für Geschäfts- und Privatleute und organisiert und begleitet Sprach- und Kulturreisen auf die Insel. Liverpool liebt er noch immer, vor allem die Reds, den FC Liverpool, und wenn irgendwie möglich, nutzt er eine der Dauerkarten, die seine Familie besitzt und so schnell auch nicht mehr hergibt. In Coburg sieht man ihn oft, wenn er ein bisschen seinen alten Traum lebt: In der Fußgängerzone mit seiner Gitarre.
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AUSZEICHNUNG
AUSZEICHNUNG FÜR VON POLL IMMOBILIEN COBURG Coburger Maklerbüro mit Siegel BELLEVUE BEST PROPERTY AGENTS 2020 gewürdigt
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Advertorial
VON POLL IMMOBILIEN COBURG VON POLL IMMOBILIEN in Coburg wurde durch das Immobilienmagazin BELLEVUE als BEST PROPERTY AGENT 2020 ausgezeichnet. Eine sechsköpfige Jury aus namhaften Profis der Immobilienwirtschaft und Redakteuren hatte dazu die Leistungen des Hauses unter die Lupe genommen und für ausgezeichnet
befunden. Besonders geachtet wurde auf Seriosität, Marktkenntnis, Fachwissen, attraktive Angebote, gute Beratung und die Servicequalität. Das unabhängige Gremium prüft jedes Jahr neu, welche Unternehmen die Bewertungskriterien erfüllen und das renommierte Siegel verdienen.
Alexander Petrich, Inhaber des VON POLL IMMOBILIEN Shops in Coburg, freut sich über die Auszeichnung: „Nachdem wir bereits 2017 als einer der besten Immobilienmakler in Coburg mit dem Qualitätssiegel der Tageszeitung „Die Welt“ ausgezeichnet wurden, wollten wir dieses Niveau auf jeden Fall halten. Wir sind stolz darauf, dass unsere Arbeit auf diese Weise gewürdigt wird. Das Siegel bedeutet eine wunderbare Anerkennung für unseren stetigen Einsatz und das große Engagement unseres Teams. Es ist schön, dass wir mit unseren Dienstleistungen wieder überzeugen konnten. Wir sind Immobilienvermittler aus Leidenschaft und konnten wieder mit unserer kompetenten Beratung, langjährigen Erfahrung, Verlässlichkeit und Bestleistung punkten. Das spüren auch unsere Kunden. Unser Ziel wird es auch in Zukunft sein, sie stets erfolgreich bis zum Vertragsabschluss zu begleiten und Käufer sowie Verkäufer zufrieden und glücklich zu sehen.“ Von POLL Immobilien vermittelt Häuser und Eigentumswohnungen in beliebten Lagen von Coburg, Lichtenfels, Bad Staffelstein und Kronach.
VON POLL IMMOBILIEN Coburg Alexander Petrich Geschäftsstelleninhaber Judengasse 18 D-96450 Coburg Telefon: +49 (0)9561 - 79 53 83 0 Mobil: +49 (0)172-995 60 43 E-Mail:coburg@von-poll.com www.von-poll.com/coburg
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EISZEIT IM VITADROM
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Die neue Kryosauna ergänzt das Fitness angebot um zahlreiche Positiveffekte
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Advertorial
EISZEIT IM VITADROM Wer Mitglied im Coburger VitaDROM ist, kann sich sicher sein, dass er ein Trainingsprogramm findet, das perfekt ins eigene Leben passt. Wenig Zeit, keine Motivation und das ein oder andere körperliche Wehwehchen? – das Trainer- und Serviceteam rund um die Inhaberfamilie Fink hat auf alles eine überzeugende Antwort. Sie verstehen es als ihre Aufgabe, Menschen für einen vitalen Lebensstil zu begeistern. „Das perfekte Training“, so bringt es Uwe Fink auf den Punkt, „ist einfach, machbar, effizient und sicher.“ Deswegen wurde das Trainingsangebot in den 30 Jahren seit Gründung des Fitnessstudios immer wieder nach neuesten wissenschaftlich fundierten Trainingsmethoden erweitert. Konventionelles Krafttraining, eGymZirkel, eGym-Vision-Area, Power Plate, fle-xx, EMS, AthleticZONE, WomanZONE und Kurse – die Möglichkeiten für Fitnesssport sind vielfältig im VitaDROM. Und zum Entspannen nach dem Training gibt es einen großzügigen Wellnessbereich. Brandneu, heiß empfohlen, aber überhaupt nicht schweißtreibend ist der Kryosauna-Bereich. Hier wird den Mitgliedern und auch externen Kunden seit Ende Januar mit bis zu minus 195 Grad Celsius kräftig „eingeheizt“. Denn die extreme Kälte hat zahlreiche positive Effekte auf den Körper. Sie wirkt regenerie-
Die Kunden im VitaDROM sind mit ihrem Fitnessstudio mehr als happy. Viele schätzen besonders das eGym-Vision-Training und seine Besonderheiten. Aber auch die erste Nutzerin der neuen Kryosauna kann von positiven Erlebnissen berichten...
rend, zellerneuernd und entzündungshemmend. Im Sport führt ein regelmäßiges Kältebad zu geringerer Verletzungsanfälligkeit und Leistungssteigerung. Die Kältetherapie lindert außerdem nachweislich chronische Rheumaerkrankungen und Multiple Sklerose und stärkt allgemein das Immunsystem. Auch in Sachen Beauty kann die Kälte einiges: Sie wirkt verjüngend, verringert Cellulites und verbessert das Hautbild deutlich. „In drei Minuten Kältebad verbrennt man außerdem bis zu 700 Kalorien“, ergänzt Matheo Fink und erklärt: „Mit der Kryosauna bedienen wir nochmal ganz andere Bedürfnisse – sowohl für Mitglieder als auch für Nichtmitglieder. Kosmetisch bewirkt die regelmäßige Kältebehandlung kleine Wunder. Medizinisch hat sie sie sich längst als erfolgreich erwiesen und wird vielseitig eingesetzt. Aber letztendlich schließen wir auch für den Leistungsport eine Lücke. Im weiten Umkreis Coburg ist das die einzige Kryosauna. Und ich und wir alle sind gespannt, welche Erfahrungen unsere Kunden machen und wie unsere „Eiszeit“ hier im VitaDROM angenommen wird.“
Mehr Infos www.eiszeit-coburg.de www.vitadrom.de
Susanne Schweizer-Fischer Zahnmedizinische Fachangestellte aus Kürengrund, Coburg Mitglied seit 23 Jahren „Ich trainiere seit mehreren Jahren regelmäßig im Vitadrom und Besuche Kurse wie Yoga und Indoor-Cycling und trainiere an Geräten allgemeine Fitness und Ausdauertraining. Da in meinem Beruf mein Rücken in sitzender Tätigkeit sehr strapaziert wird, ist das Fitnesstraining, speziell der eGym-Zirkel, der optimale Ausgleich und sehr gut für mein allgemeines Wohlbefinden. 2010 habe ich mit dem Lauftraining zu einem Marathon begonnen und hatte nach vielen gelaufenen Kilometern immer wieder einmal Verletzungen, die mich zurückgeworfen haben. Ich denke, das lag einfach an der Regeneration. Von der neuen Kryosauna erhoffe ich mir, nach langen Läufen besser zu regenerieren. Und insgesamt erwarte ich von der Kältebehandlung, dass ich fitter werde und meine Haut schöner und fester wird. Meine erste Anwendung in der Kryosauna dauerte zwei Minuten und war sehr angenehm und gar nicht so kalt wie erwartet. Unter Anweisung des Trainers habe ich mich sicher gefühlt und habe die Kälte genossen. An den Beinen hatte ich ein etwas stärkeres Gefühl der Kälte, aber keineswegs unangenehm. Jetzt fühle ich eine wohlige Wärme und bin sehr entspannt. Meine Haut fühlt sich toll an und ich bin voller Energie.“
Überzeugung „Vitness“ Das VitaDROM steht für „Fitness mit V“: Ein neues, zeitgemäßes Verständnis von Fitness als Weg zu einer besseren Lebensqualität – unabhängig von Alter und Geschlecht, individuell, effektiv und unterstützt durch innovative Geräte und wissenschaftlich fundierte Trainingsmethoden.
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CONNECT
KRISEN ALS CHANCEN JA – ESKALATION NEIN DER COBURGER im Gespräch mit dem Coaching-Team von Anne Tränkner, Monika Liebermann, Sabine Schmidt-Braunersreuther.
COBURGER: Krisen und Stress-Situationen sind oft mit Konflikten verbunden. Ist eine Eskalation von Konflikten vermeidbar? Anne Tränkner: „Ja, Konflikte und Krisen wird es immer geben und sie sind wichtig und notwendig für Klärungsprozesse und Entwicklungen.“ Monika Liebermann: „Eine Eskalation ist in der Regel vermeidbar, wenn alle Beteiligten emotional und doch sachlich bleiben. Gefühle sollen erkannt, ausgesprochen und die Beweggründe und Ursachen geklärt werden, um dann mit klaren Regeln auf der Sachebene weiter zu arbeiten. Wenn die Emotionen geklärt sind, kann es auf der Sachebene wieder produktiv weitergehen. Emotionen auszusprechen ist ein entlastendes konstruktives Element innerhalb der Rhetorik – und kein Zeichen der Schwäche, wie oft gedacht.“ COBURGER: Wann eskaliert es?
COBURGER: Wie kann man eine solche Erweiterung erreichen? Schmidt-Braunersreuther: „Konflikte gehen oft auf unterschiedliche Werte und Wertvorstellungen zurück, gegenseitige Erwartungen werden nicht klar ausgesprochen. Hier liegt auch das Lösungspotential: Wenn Werte als Ressource erkannt werden und in gegenseitiger Offenheit und Ehrlichkeit gegenseitig die Erwartungen abgeglichen werden, wird aus der Krise eine Chance zum besseren Miteinander. Solche Prozesse werden moderiert z.B. über einen Perspektivund Positionswechsel oder auch durch ein Training für konkrete und wertschätzende Kommunikation.“ COBURGER: Wie kann hier eine gute Abgrenzung erreicht werden? Schmidt-Braunersreuther: „Wichtig ist zu erkennen, wann ich in Stress-Situationen die Sachebene verlasse und Emotionen das Gespräch bestimmen.
Dann kann es helfen, sich ins Bewusstsein zu holen, dass sowohl ich als auch mein Gegenüber für die eigenen Inhalte und das eigene Verhalten selbst verantwortlich sind – kurz gesagt: ‚Lass jedem Seins‘.“ COBURGER: … und das geht? Monika Liebermann: „Ja. Wir bieten an dieser Stelle gern das Modell der Stresstreppe mit Lösungsangeboten, die individuell entwickelt werden, an. Jeder kann für sich entscheiden, welche Methode ihm hilft, zu lernen Stress-Situationen im ‚Anfangsstadium‘ zu erkennen, zu unterbrechen und so eine Eskalation zu vermeiden oder deeskalierend wirken zu können.“ „Humor ist übrigens auch ein effektives Mittel der Deeskalation und entschärft manche brenzlige Situation mit einem befreienden Lachen.“, so Anne Tränkner abschließend.
Monika Liebermann: „Es eskaliert dann, wenn unterschiedliche Werte aufeinandertreffen und die Bereitschaft fehlt, die Unterschiede als Ressource zu sehen. Oft mangelt es daran, die Sichtweise des anderen anzuerkennen und die Perspektive zu weiten.“ COBURGER: Was können Führungskräfte und Teams im Vorfeld dafür tun? Anne Tränkner: „Führungskräfte und Teams können mit der Entwicklung einer Streit- und Fehlerkultur und mit klaren Kommunikationsregeln, Explosionen vermeiden. Dazu ist es wichtig, zeitnah Dinge anzusprechen und zu klären. Oft wird geschwiegen, Ärgernisse werden heruntergeschluckt. Irgendwann läuft das Fass dann über und es eskaliert, für Dritte dann oft schwer nachvollziehbar und unverhältnismäßig. Ärgert sich ein Mitarbeiter immer wieder über eine aus seiner Sicht verspätete oder fehlende Information, ist es hilfreich, offen und ruhig anzusprechen, dass er sich beispielsweise einen direkten Anruf wünscht um dann Aufgaben fristgerecht erledigen zu können. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es dann einfach reicht und der Mitarbeiter quasi explodiert und das Miteinander oft grundsätzlich in Frage gestellt wird.“
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Schnelles Internet für die Region. Verfügbarkeitsabfrage unter www.dacor.de
Kontakt Shop Coburg Schillerplatz 1 96450 Coburg
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Öffnungszeiten Telefon: (09561) 97621-0 E-Mail: vertrieb@dacor.de web: www.dacor.de
Mo - Do: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr Fr: 8:30 Uhr - 14:00 Uhr C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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REISEN
Kultouren D E R C O B U R G E R AU F R E I S E N
VENEDIG
VON WOLFRAM HEGEN Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus oder dem Flugzeug in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGER-Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.
WINTERLICHES VENEDIG
REISEN
Unsere Kultour führt uns dieses Mal in Richtung Süden. Nicht zum Badeurlaub, auch nicht im Frühling oder Herbst, sondern mitten im Winter, aber auch nicht zum Skifahren, sondern auf kulturelle Gipfel, dann, wenn sich in dieser Stadt der kleinere Teil der jährlich geschätzten 20 bis 30 Millionen Touristen tummelt, also wenigstens ein wenig Bewegungsspielraum gegeben ist: Es geht nach Venedig, und zwar mit ein paar Freunden ganz bequem mit dem Zug von Coburg über München und den Brenner mitten ins Herz dieser märchenhaften, aber doch so wirklichen Stadt, deren Charme gerade in diesem morbiden Zustand liegt und auf deren „harten Rücken“ wir eine Ferienwohnung beziehen, im südlichen Stadtteil Dorsoduro nämlich. Entstanden ist sie auf felsigem Untergrund, was auch nicht schützt vor den Wassermassen, die heftige Unwetter und das Meer noch wenige Tage zuvor in die Stadt gepresst haben wie jeden Winter, der Stadt Jahr für Jahr mehr an ihre Substanz gehend, ein Hochwasser, das sich aber bis zu unserem Eintreffen bis auf ein paar Pfützen verzogen hat und strahlendem Sonnenschein Platz macht, der dieses stadtgewordene Kunstwerk in warmes schlieriges Licht taucht. Der ideale Rahmen für einen kultivierten Abenteuerurlaub der einmaligen Sorte.
ARTE So viel Kunst auf so wenig Platz. Zu wenig Platz, alles zu beschreiben. Zu wenig Zeit, alles zu sehen. Zu wenig Geist, alles zu begreifen. Vier Tage reichen nicht für all die Museen, Kirchen, Galerien. Als die Handels- und Seemacht des Mittelalters bis hinein in die frühe Neuzeit war Geld da, dazu viele Einflüsse aus aller Herren Länder und eine weltoffene Gesellschaft: Die ideale Mixtur für eine jahrhundertealte Kunstszene, die ihre Bedeutung ganz im Unterschied zur früheren wirtschaftlichen und politischen Macht Venedigs in die Gegenwart hinüberretten konnte … nicht umsonst gastiert in Venedig alle zwei Jahre die bedeutendste
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VENEDIG
TRIUMPH COBURG
3R DIE NEUE ROCKET UND ROCKET 3 GT Kunstausstellung der Welt. Was aber in vier Tagen anschauen? Wir entscheiden uns für zwei Klassiker: die Galeria dell`Academia gleich bei uns um die Ecke mit ihrer weltweit größten Sammlung venezianischer Malerei. Und ihr modernes Gegenstück nur ein paar Meter weiter, die Peggy Guggenheim Collection moderner Kunst.
0 GT DIE NEUE TIGER 90 LLY UND TIGER 90 0 R A
Neustadter Str. 25 96450 Coburg Telefon: 09561 63778 E-Mail: info@motorrad-reinhardt.de www.motorrad-reinhardt.de
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VENEDIG
INCIDENTE Wenn man eine Stadt vor allem zu Fuß erkundet, spult man nicht nur viele Kilometer ab und stellt dabei fest, dass einem die tägliche Bewegung einen etwas üppigeren Genuss der venezianischen Küche in den vielen oft in Nebengassen versteckten hervorragenden Restaurants ermöglicht, was man auf jeden Fall tun sollte (Die besten Tipps bekommt man dabei von Einheimischen, die in der Regel auch nach Einbruch der Dunkelheit und nach Abzug Zehntausender Tagesgäste in den Gassen unterwegs sind), vor allem führt einen Bruder Zufall auch in Ecken, Gassen und an Plätze, die nicht in den Baedeker oder Marco Polo-Reiseführern dieser Welt stehen: Man stößt auf einsam vor sich hinbröckelnde Paläste, verirrt sich in Labyrinthen aus Brücken, Hinterhöfen, Gässchen, um doch plötzlich im gleißenden winterlichen Licht einer Piazza zu landen mit einer der vielen prächtigen Kirchen, die fast immer einen Besuch wert sind. Man entdeckt die kleinen Läden von Kunsthandwerkern, stärkt sich mit Kaffee im Stehen, der abseits der großen Touristentummelplätze auch nicht mehr kostet als er kosten sollte. Einfach mal treiben lassen. Und wenn die Sonne scheint, gibt es viele windgeschützte Plätzchen zum aufwärmen und Aperol schlürfen.
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REISEN
SESTIERE Jedes der sechs Viertel, der „sestiere“ Venedigs, hat seine Besonderheiten. Alleine im fußläufig erreichbaren Zentrum gastiert man auf diese Weise innerhalb weniger Stunden in verschiedenen Welten. Im Stadtteil Santa Croce befindet sich der Hafen von Venedig, ein unübersichtliches Gewirr aus Anlegestellen für Fähren, Fracht- und Kreuzfahrtschiffe. Im Ortsteil Castello das Arsenal, Schiffswerft, Zeughaus und Flottenbasis der damaligen Republik Venedig. Das Ghetto wiederum ist eine Insel im Norden Venedigs im Stadtteil Cannaregio. Es garantierte der jüdischen Bevölkerung früher immer Schutz. Heute wohnen dort nur noch wenige Juden, an die Vernichtung durch die Deutschen erinnern Reliefs. Und der Name „Ghetto“ erlangte auch als eigenständiger Begriff über Venedig hinaus traurige Bekanntheit. So hat jedes Viertel seine Geschichte zu erzählen, das bekannteste natürlich San Marco mit dem Markusplatz.
AQUA Das allgegenwärtige Wasser macht Venedig erst so legendär. Das Meer vor der Türe, die Kanäle, die Gondeln, die Wassertaxis und vor allem die Wasserbusse, die oft vollbesetzt Tag und Nacht eine Unzahl an Haltestellen in ganz Venedig und darüber hinaus ansteuern und damit die venezianischte und günstigste Art der Fortbewegung sind. Sind die Füße vom vielen Laufen müde, kann man sich so auch einfach stundenlang über das Wasser schaukeln lassen, immer eine prächtige Kulisse vor Augen oder immer ein besonderes Ziel im Visier. Den Lido zum Beispiel oder Murano. Am besten also ein Tages- oder Mehrtagesticket holen und einfach drauflosschippern. Mini-Kreuzfahrten für Jedermann und Jedefrau. Aber warm anziehen, auch in Venedig ist es im Winter kalt. Vor allem auf dem Schiff.
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HERRENMODE IN LICHTENFELS
FASZINATION HERRENMODE – ES GEHT UM BEGEHRLICHKEIT, KOMPETENZ UND QUALITÄT.
„Heute spricht man von Nachhaltigkeit. Wir hatten schon immer Respekt vor Manufakturen, bei denen Qualität eine große Rolle spielt.“ – Roberto Bauer über Scabal –
Roberto Bauer Herrenmode steht für Begehrlichkeit, Kompetenz und Qualität: Neben führenden Marken ist das Fachgeschäft seit fast drei Jahrzehnten auch Partner von Scabal, einem der namhaftesten Maßschneider der Welt. In seiner achtzigjährigen Geschichte ist Scabal vom bescheidenen belgischen Tuchhändler zu einem Vorreiter der Textilbranche herangewachsen. Das Unternehmen baut auf einem einzigen Grundsatz auf: Die anspruchsvollsten Gentlemen der Welt mit stilvoller, ihnen auf den Leib geschneiderter Maßkleidung beglücken. Mittlerweile ist Scabal eine europäische Erfolgsgeschichte. Der Hauptsitz befindet sich in Brüssel, die Weberei in Yorkshire, Fertigungsstätten in Italien und Deutschland. Scabal zu wählen, heißt, sich für Stilberatung aus erster Hand und einen reichen Schatz an schneiderischem Können zu entscheiden. In der Region exklusiv bei Roberto Bauer Herrenmode in Lichtenfels.
Bamberger Straße 2 96215 Lichtenfels
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HIER WOHNT …
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: VAL THOERMER
HIER WOHNT…
… EIN FEINSCHMECKER Einst war sie lediglich eine breite Gasse. Bestandteil der Handelsstraße von Leipzig nach Nürnberg. Dennoch erkannte der Magistrat die Bedeutung der Spitalgasse wohl schon im Mittelalter. Denn diese Hauptverkehrsader war bereits im 14. Jahrhundert gepf lastert. Zu einer Zeit, als man auf den meisten anderen Straßen noch knöcheltief im Morast versank, wenn man nur über den Marktplatz wollte. Keinen besseren Platz konnte man sich als Geschäftsmann also wünschen, als an genau dieser Stelle seine Waren anzubieten. In dem Haus mit der Nummer 1.
Geschäfte wurden in dem frisch renovierten Bürgerhaus immer gemacht. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wohnte, lebte und arbeitete man hier im Herzen der Stadt bereits auf 3 Stockwerken. Die Liste der Händler ist lang. Musikalien und Instrumente wurden hier gehandelt, aber auch Schuhe, Stahlwaren, Knöpfe und Kurzwaren, Gemälde und Teppiche. Bis heute wohnt der letzte Geschäftsmann eines inhabergeführten Ladens noch hier im 1. Stock. Klaus Schaper erinnert sich an den leuchtenden Sarottimohren, der die Fassade seines Delikatessengeschäfts zierte. Sein Vater Walter erhielt von der bekannten Schokoladenfabrik in Hattersheim persönlich die Erlaubnis, den dunkelhäutigen Werbebotschafter über seinem Schaufenster anzubringen. Der Coup gelang – über viele Jahrzehnte war der Schokoladenträger ein Wahrzeichen am Markt. Wo heute hell erleuchtete Schaufenster zum Kauf gewöhnlicher Dinge des Alltags einladen, quollen die Regale in den Wirtschaftswunderjahren über von exotischen Leckereien. Tigerfleisch in Dosen, Schildkrötensuppe, Froschschenkel, Seidenraupen und geröstete Ameisen. Der Großhändler aus Hamburg machte es möglich, dass auch die Coburger in den Genuss besonderer Spezialitäten aus der ganzen Welt kamen. Genuss? Die meisten dieser Produkte würden im Zuge des Artenschutzes heutzutage wohl kaum noch genug Anhänger finden. Bei Schapers gab es aber auch vegetarische Kost. Im Herbst dekorierte der Chef höchstpersönlich das Schaufenster wie eine Metzgerei. Für das Schlachtfest hingen dann Würste, Schinken und sogar Schweine am Haken der Auslage. Allerdings ganz aus Lübecker Marzipan. Bis zu 300 Kilogramm wurden da im Oktober stückchenweise an den Mann oder die Frau gebracht. Bemerkenswert. „Die Zeiten waren andere,“ wie sich Klaus Schaper erinnert. In den 70er und 80er Jahren war es üblich, seinen Mitarbeitern zu Weihnachten Geschenkkörbe zu überreichen. Ein großer Möbelfabrikant bestellte im November hunderte dieser Präsentkörbe. Das Ehepaar Schaper war wochenlang mit der Planung und Fertigstellung beschäftigt.
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Nicht alle Geschäftsleute in der Spitalgasse 1 hatten hier in der Vergangenheit eine glückliche Zeit. In den 1930er Jahren musste der jüdische Händler Siegfried Braun, Inhaber des Schuhgeschäftes „Stern und Co“, mit ansehen, wie sein Geschäft am Markt zunehmend boykottiert wurde. Zeugenberichten zufolge wurde Braun im März 1933 in der Coburger Prügelstube schwer misshandelt. In der Reichspogromnacht zerstörten die Nazis jüdische Geschäfte in der Innenstadt und verboten den Inhabern, ihren Geschäften nachzugehen. Siegfried Braun blieb nichts anderes übrig, als sein Geschäft aufzulösen. Er flüchtete 1942 Hals über Kopf aus seiner Heimat. Mit unbekanntem Ziel. Ein Stolperstein vor seinem ehemaligen Geschäft erinnert an ihn. In die Zukunft schaut der 85-jährige ehemalige Feinkosthändler optimistisch. Mit den Wahl-Coburgern Günter und Karin Vogl ist neues Leben in das altehrwürdige Gebäude gezogen. Im 2. Stockwerk hat sich das Ehepaar mit viel Liebe zum Detail eine zeitgenössische Wohnung geschaffen. Mit den liebevoll arrangierten Antiquitäten und einer Reihe von Bildern aus dem früheren Laden „Bilder Bätz“ fühlt man sich hier mit Aussicht auf Coburgs gute Stube ins vergangene Jahrhundert versetzt. Und im Erdgeschoss tut sich auch einiges. Hier entsteht ein großes, modernes Ladengeschäft. Wer demnächst einzieht, verrät Klaus Schaper nicht. Aber er freut sich, dass hier bald wieder ein Geschäft seine Pforten öffnet. Denn in der Spitalgasse 1 wurde immer verkauft, verdient und verhandelt.
Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2020 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.
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… EIN FEINSCHMECKER
Coburgs Bade- und Saunalandschaft: eintauchen, Spaß haben, genießen
Rosenauer Str. 32 96450 Coburg www.aquaria-coburg.de
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… EIN FEINSCHMECKER
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KULTURTIPPS
KULTUR Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und alles, was Freude macht.
THEATER
DIE PRINZESSIN AUF DEM KÜRBIS – KINDEROPER
DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK
„Prinzessin gesucht! Erbsenprinzessin, nein danke!“ steht auf einem Schild an der Burgmauer. Nachdem der Prinz bei der Hochzeit des Nachbarprinzen die berühmte Prinzessin auf der Erbse kennengelernt hat, steht für ihn fest: So eine zickige und zimperliche Prinzessin kommt ihm auf keinen Fall ins Schloss! Nach dem großen Erfolg des sinfonischen Märchens „Alice im Wunderland“ laden Roland Fister und der vielfach preisgekrönte Autor Heinz Janisch erneut ein zu einer humorvollspielerischen Reise in die Märchenwelt. Inszenieren wird die junge Regisseurin Ilaria Lanzino, die bereits mit ihrer fantasievollen „Wunderland“-Produktion in der letzten Saison Groß und Klein verzauberte.
Mit „Hello Kitty“ beginnen die Tagebucheinträge der 13-jährigen Anne Frank, die sich über zwei Jahre lang mit ihrer jüdischen Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus vor den Nationalsozialisten versteckt hielt. 1944, kurz vor Kriegsende, wird ihr Versteck verraten und die Familie deportiert – einzig Annes Vater Otto überlebt und veröffentlicht auf Annes Wunsch ihre Aufzeichnungen. Beeindruckt von diesem „bleibend aktuellen, philosophischen und zutiefst ethischen Werk“ schafft der russische Komponist Grigori Frid (1915-2012) aus 21 Episoden des Tagebuchs eine tief berührende musikalisch-lyrische Monooper. Im Zentrum stehen Anne und ihre Gedankenwelt: Die Beziehung zu ihren Eltern, ihr Witz und ihre Neugierde, ihr Lebenswille, aber auch ihre Verzweiflung und Angst, entdeckt zu werden.
Wann? Premiere am 20.02.2020 | 11Uhr; weitere Vorstellungen bis April Wo? Landestheater Coburg / Großes Haus Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de
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Wann? Vorstellungen bis zum 08.03.2020 Wo? Landestheater Coburg / Reithalle Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de
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KULTURTIPPS
KONZERT
KABARETT
KAMMERKONZERT – DAS ENDE DER ZEIT
MÄC HÄRDER
Die Reihe der Kammerkonzerte des Philharmonischen Orchesters Coburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Coburg und dem Kooperationspartner KLANGGRENZEN wird mit weiteren fünf Konzerten fortgesetzt. Hierbei präsentieren sich die Orchestermusiker in kleinen Besetzungen mit eigens kreierten Programmen in einem intimen und publikumsnahen Rahmen. Die künstlerische Leitung des Festivals KLANGGRENZEN unterstützt das Landestheater in der programmatischen und organisatorischen Gestaltung der Reihe.
Junge Menschen brauchen ihr Tablet, Alte ihre Tabletten. Stadtbewohner lesen „Landluft“ und Geländewagen fahren in Innenstädten herum. Verbringen Sie einen entspannten Abend mit Mäc Härder, der fränkischen Frohnatur und dem Wohltäter des treffenden Wortspiels. Sein neues Programm „Wir haben nicht gegoogelt, wir haben überlegt!“ kann Spuren von Tiefsinn enthalten. Auch diesmal erfüllt er sein Motto: „Was der Arzt ist für die Kranken, das ist Mäc Härder für die Franken.“
Wo? Rathaussaal Wann? 08.03.2020 | 11 – 13 Uhr Weitere Informationen: Karten an der Kasse und im Online-Shop des Landestheaters Coburg erworben werden.
Wann? 7.03.2020 | 20 Uhr Wo? Domäne Sonnefeld Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de
KONGRESSHAUS-HIGHLIGHTS Unsere Veranstaltungen im Herbst 21.02. 01.03. 05.03. 08.03. 13.03. 14.03. 14.03. 21.03. 22.03. 27.03.
Unsere Veranstaltungen im Herbst 29.03. Thorsten Bär – „DER BÄR IST LOS!“
Martin Frank - Es kommt wie's kommt 10. Coburger Schultütenparty Mario Basler - „Basler ballert“ 13. Coburger Gesundheitstag SUPER ABBA - A TRIBUTE TO ABBA Figurentheater „Mascha und der Bär“ Abschlussball Tanzschule Weinberg Özcan Cosar – Organisierte Comedy Musical Moments – Best of Musicals Jan und Henry – Die große Bühnenshow
12.04.
Konzert Jugendsymphonie-Orchester Oberfranken 16.04. Philharmoniekonzert – junge dt.-franz.ungarische Philharmonie 20.04. Sinfoniekonzert mit William Youn – Mostly Mozart 24. und IHK-Berufsbildungsmesse 2020 – 25.04. Fit für den Beruf
Weitere www.coburg-kongress.de WeitereInformationen Informationen unter: unter: www.coburg-kongress.de
Berliner Platz 1 96450 Coburg Tel.: 09561 89-830 Fax: 09561 89-8384 info@kongress.coburg.de www.coburg-kongress.de Berliner Platz 1 96450 Coburg Tel.: 09561 89-830 Fax: 09561 89-8384 info@kongress.coburg.de www.coburg-kongress.de
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KULTURTIPPS
MUSIKALISCH
KEIMZEIT Das neue Werk ist keine Neuerfindung der Band und soll es auch gar nicht sein. „Das Schloss“ schließt sich eher organisch an die letzten Werke der Gruppe an. Was sich geändert hat, ist der Gesamt-Sound. Denn Keimzeit haben diesmal mit Moses Schneider zusammengearbeitet, der u.a. auch schon für Tocotronic und die Beatsteaks an den Reglern saß. Die Basics wurden in einem Studio im Flughafen Tempelhof in nur vier Tagen live aufgenommen. Dazu kamen noch zwei Tage für Overdubs, das war es Wann? 03.04.2020 | 20 Uhr auch schon. Klingt als wären Keimzeit in die Wo? Domäne Sonnefeld 60er zeitgereist, um das Wesentliche in ihrer Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de Musik zu suchen und schließlich zu finden.
VIOLIN IMPRESSIONEN
Neu & exklusiv: DIE ERSTE KRYOSAUNA IN COBURG #nextlevelvitadrom
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Die Schwestern Magdalena und Mariella Haubs können sowohl als Duo als auch solistisch auf unzählige internationale Erfolge zurückblicken. Die 24-jährige Mariella Haubs erhielt ihren ersten Violinunterricht im amerikanischen Boston. Nach der Rückkehr nach München wurde sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater in München in der Klasse von Prof. Ingolf Turban aufgenommen. Jedoch zog es die junge Geigerin wieder in die USA, wo sie an der renommierten Juilliard School in New York u. a. bei Itzhak Perlman studierte. Zu den jüngsten Erfolgen der vielseitigen Pianistin Magdalena Haubs, seit 2010 Stipendiatin der „Deutschen Stiftung Musikleben“, zählt der 1. Preis beim Harald-GenzmerInterpretationswettbewerb 2018. In Coburg sind beide Künstlerinnen unter anderem mit Ludwig van Beethovens „Kreutzer-sonate“ und der Violinsonate von Richard Strauss zu hören. Wann? 30.03.2020 | 20 Uhr Wo? Foyer HUK Coburg Weitere Infos: Verein e.V. Coburg
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KULTURTIPPS
Mein erstes Mal im Kongresshaus Rosengarten? „Der Kinderfasching 2016. Dort waren schon unsere Eltern, als sie klein waren.“ Karla und Marlene
ADJIRI ODAMETEY & BAND Adjiri Odametey zählt zu den beeindruckendsten Vertretern afrikanischer Musik. Markenzeichen des SingerSongwriters ist seine warme, erdige Stimme. Der Multi-Instrumentalist beherrscht exotisch klingende Instrumente wie die Daumenklaviere Mbira und Kalimba, die Kora – eine afrikanische Harfe – oder Wann? 23.04.2020 | 20 Uhr das riesige Balafon, ein Xylophon mit Kürbissen als Wo? Leise am Markt Resonanzkörper. Konzerte mit Adjiri Odametey Weitere Informationen: Kartenreservierung: sind ein unvergessliches Erlebnis für Auge und Ohr. telefonisch unter 09561/90856 oder über das Liebhaber ruhiger Songs kommen ebenso auf ihre Online-Formular www.leise-am-markt.de Kosten wie Percussion-Fans.
DER BESONDERE TIPP
Im Kunstverein Coburg stellen momentan zwei Künstler Werke völlig unterschiedlicher Stilrichtungen aus, beide Präsentationen sind hochinteressant. Außerdem lädt das neue Café zum Verweilen ein.
WO WIR SIND – PETER STAUDER, BONN
TO BE CONTINUED – CHRISTA FILSER, AMBACH
Die Arbeiten zeigen die vorhandenen und gewesenen Herrschaftsverhältnisse als Raum, als Räumlichkeit, als Örtlichkeit, als Ort. Die Ausstellung bietet in Aufbau und Reihung der Bilder einen dementsprechenden Überblick und zugleich eine historische Ordnung in fünf Deutungen: Der archaische Ort · Territorium · Landschaft als Modell · Die Stadt · Vom Sprechen der Dinge.
In Filsers künstlerischer Tätigkeit spiegelt sich ihre Suche nach Klang, Komplexität, Differenzierung und Herausforderung wider. Erkenntnislehre, Erfahrung, Intuition und die Kreativität in einem sich ständigen fortsetzenden und wandelnden Prozess finden Eingang in Gestaltung und Ausdruck ihrer Kunst. Ausgehend von einem Muster beziehungsweise einer geometrischen Form entstanden die Serien „Harlekin“ und „Districts“. Acrylfarbe und Papier treten in Aktion und Reaktion miteinander und tragen ihren Teil an der Entstehung der Oberflächenstruktur bei.
Wann? Noch bis 23.02.2020 Wo? Kunstverein Coburg, Park 4 a, Coburg Weitere Informationen: www.kunstverein-coburg.de
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Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.
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KULTURTIPPS
HEIMSPIELE DES VORSCHAU SOMMER 2020 HSC 2000 COBURG HSC COBURG HA
ND
BALL SEIT 20
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HSC 2000 COBURG – TV 05/07 HÜTTENBERG Samstag, 22.02.2020 | Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 COBURG – TSV BAYER DORMAGEN Freitag, 06.03.2020 | Anwurf: 20:00 Uhr
HSC 2000 COBURG – HC ELBFLORENZ 2006 Samstag, 21.03.2020 | Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 COBURG – SG BBM BIETIGHEIM Freitag, 03.04.2020 | Anwurf: 20:00 Uhr
AVANTASIA
in der
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Vor über 20 Jahren entschloss sich der damals noch relativ unbekannte Fuldaer Musiker Tobias Sammet zum Sprung ins kalte Wasser, um sich den Traum eines Soloprojektes zu erfüllen, in dessen Rahmen er mit den Helden seiner Jugend eine etwas andere Rockoper schaffen wollte. Acht Studioalben, fünf Welttourneen, unzählige Arena Shows und Kollaborationen mit Legenden wie Alice Cooper, Klaus Meine & Rudolf Schenker (Scorpions), Jorn Lande und vielen mehr sprechen für sich. Zum 20jährigen Jubiläum ist es an der Zeit, die Reise vom Wann? 21.08.2020 | 19.30 Uhr Debutalbum „The Metal Opera“ bis zum aktuellen Nummer-EinsWo? Schlossplatz Coburg Album „Moonglow“ im Rahmen von besonderen History-Shows passieren zu lassen.
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d– sportl an ss, macht spa f it & gesund
SARAH CONNOR Vier Jahre nach der Veröffentlichung von „Muttersprache“ meldete sich Sarah Connor mit „Vincent“, der ersten Single ihres neuen Werks „HERZ KRAFT WERKE“ zurück aus der kreativen Schaffensphase. Ihre Sommertour 2020 ist ein Dankeschön an ihre Fans.
Wann? 20.08.2020 | 20 Uhr WO? Schlossplatz Coburg
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GREGOR MEYLE Gregor Meyle war bereits in den letzten Jahren mehrfach Gast in Tambach. Nach wie vor bleibt es spannend rund um den Mann mit Gitarre, Brille und Hut. Die Sommerkonzerte mit großen Teilen der „Sing meinen Song-Band“ und einigen weiteren Champions-League-Musikern Wann? 24.07.2020 | 20 Uhr haben seit vielen Jahren Tradition. Der Sommer 2020 bringt Wo? Schloss Tambach außerdem wieder viel neue Musik – zum Beispiel live eine Vorschau auf das Album, das im Herbst erscheinen wird.
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KULTURTIPPS
BUCHEMPFEHLUNG MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN Erleben Sie die Bestseller-Autorin Melanie Raabe am 26. März live bei RIEMANN! Als Kinder waren Nina, Tim, David und Henri im Dorf unzertrennlich. Sie hielten zusammen, standen für einander ein und meisterten so manche Mutprobe. Eines Sommers – den die vier nie mehr vergessen sollten – verschwindet plötzlich Gloria, Tims große Schwester. Trotz wochenlanger Suche findet sich keine Spur von ihr. Die vier Freunde verdächtigen einen Mann namens Wolff, etwas mit Glorias Verschwinden zu tun zu haben. Wolff, groß, stark und angsteinflößend, scheint seit einiger Zeit im Dorf dubiose Geschäfte zu machen. Nach Überzeugung der Kinder war er am Tag von Glorias Verschwinden im Ort. Sie beschließen, auf eigene Faust zu ermitteln, und überschreiten dabei eine gefährliche Grenze … 20 Jahre später: Nina, David und Henri erhalten gleichlautende Briefe, verfasst von Tim vor dessen plötzlichem Tod. Tim ist überzeugt, den letzten Mosaikstein im immer noch ungeklärten Vermisstenfall seiner Schwester Gloria gefunden zu haben. Außerdem legt er dar, wie er den Täter zu überführen gedenkt, und bittet die Freunde dabei um Unterstützung.
eBook: ISBN: 978-3-641-21303-9 12,99 Euro Hörbuch Download (ungekürzt), Laufzeit 9h 54min ISBN: 978-3-8445-3725-3 21,95 Euro Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit 8h 57min ISBN: 978-3-8445-3724-6 11,95 Euro Hörbuch MP3-CD (gekürzt), Laufzeit 8h 57min ISBN: 978-3-8445-3707-9 16,00 Euro
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Melanie Raabe ist berühmt für Ihre psychologisch raffiniert komponierten Thriller, die unter die Haut gehen. Sie kennt die Ängste ihrer Leser*innen und spielt mit ihnen. Als „Meisterin der Duelle und der doppelten Böden“ erzählt Melanie Raabe die unheimliche und mysteriöse Geschichte auf die ihr eigene Weise, indem Sie immer wieder mit den Erwartungen der Leser*innen spielt und diese ein ums andere Mal täuscht. Freuen Sie sich also auf die spannende Lesung mit der sympathischen Bestseller-Autorin bei uns in Coburg!
INHALTSANGABE „DIE WÄLDER“
VITA MELANIE RAABE
„Von Beginn an liegt eine besondere Atmosphäre über dem Roman – unheimlich und mysteriös …“
… wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien „Die Falle“, 2016 folgte „Die Wahrheit“, 2018 dann „Der Schatten“. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, „Raabe & Kampf “. Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln.
Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte ...
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©Christian Faustus
Klappenbroschur, 432 Seiten: ISBN: 978-3-442-75753-4 16,00 Euro
Gegen Davids dringenden Rat entscheidet sich Nina, Tims Plan alleine in die Tat umzusetzen. Wie von Tim beschrieben, wartet am Hauptbahnhof ein Mann, der sie ins Dorf ihrer Kindheit mitnehmen soll. Nina steigt ein und es beginnt eine dramatische Fahrt in ihre Vergangenheit …
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DAS WIRD LUSTIG
KULTURTIPPS Comedy, Kabarett, Musik. Die Agentur Streckenbach hat auch für dieses Jahr wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Ein paar Tipps hier. Mehr Ideen, Informationen und Tickets gibt es unter www.agentur-streckenbach.de.
CONSTANZE LINDNER | MISS VERSTÄNDNIS
FRANK FISCHER | MESCHUGGE
12.03.2020 | 20 Uhr | Coburg St. Augustin
02.04.2020 | 20 Uhr | Coburg Münchner Hofbräu
Diese Frau hat viel durchgemacht. Vor allem Nächte. Und in diesen dunklen Stunden hat sie aufgeschrieben, was in ihrem Leben falsch verstanden wurde und werden wird. Sie ist zu dem Schluss gekommen: Alles. Vom ersten Schrei bis zum letzten Witz, nichts kommt so an, wie es gemeint war. Die Beschimpfungen im Sandkasten, die Schwüre der ersten großen Liebe, die Fummeleien der zweiten bis elften, das gepunktete Kleid bei der Verlobung und sogar die derben Späße bei Beerdigungen... alles gerät in falsche Hälse und schlägt dann auf die Mägen. Und dann nicht mal drei Richtige im Lotto. Wohin so ein Schatz an vollkommen falsch verstandenen Erfahrungen führen kann, zeigt uns Constanze Lindner in ihrem neuen Programm.
me|schug|ge (hebr.-jidd.) ugs. für verrückt. Das steht zumindest im Duden. Falls Sie sich jetzt fragen, wer oder was denn verrückt ist – kleiner Tipp: Schalten Sie mal die Nachrichten ein. Oder fahren Sie mit dem Zug, laufen Sie durch die Fußgängerzone, den Supermarkt oder setzen Sie sich ins Café. Denn egal ob Trump, Putin oder die Frau vor Ihnen an der Kasse – ständig hat man den Eindruck, von Menschen umgeben zu sein, bei denen im Kopf nicht alles ganz rund läuft. Frank Fischer hat sie alle beobachtet. Stellt sich abschließend nur noch die Frage: Wenn so viele Menschen um uns verrückt sind, sind wir dann die einzig Normalen? Oder sind wir am Ende vielleicht selbst meschugge?
VIVA VOCE | OPEN-AIR SPEZIAL
OLAF SCHUBERT & SEINE FREUNDE | ZEIT FÜR REBELLEN
11.06.2020 | 20 Uhr | Bad Rodach Waldbühne Heldritt
09.07.2020 | 20 Uhr | Bad Rodach Waldbühne Heldritt
Selten ist die Stimmung im Tourbus so vorfreudig wie bei den Fahrten nach Oberfranken: Die A-cappella-Helden von VIVA VOCE lieben die Waldbühne Heldritt und ihr treues Publikum. Deshalb haben sie sich für das Konzert etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die einmalige Sondershow „VIVA VOCE – Open Air Spezial!“ Neben den größten Hits aus ihren herausragenden A-cappella-Shows haben die fünf Sänger auch ein paar spezielle musikalische Geschenke im Gepäck. Denn im Herbst 2020 feiert die brandneue Show „Glücksbringer“ Premiere – und auf der Waldbühne wird vielleicht der ein oder andere Song davon zu hören sein! Bekanntes, Geliebtes und Neues, gewürzt mit einer rasanten Show und viel Humor – die perfekte Mischung für einen A-cappella-Abend der Extraklasse.
Dass Olaf Schubert national wie international zu den ganz Großen gehört. Nun...: Das gilt als unumstößlich. Schließlich hat er nicht nur die Wende im Osten eingeleitet, sondern auch alle anderen Umwälzungen der Welt live im TV verfolgt. Doch jetzt, jetzt ist Schuberts Zeit wirklich gekommen: die Zeit der Rebellen! Rebell war Schubert freilich schon immer. Niemals schwamm er mit dem Strom! Aber auch nicht dagegen. Ein Schubert schwimmt neben dem Strom. Auf dem Trockenen, denn dort kann er laufen. Er ist eben vor allem ein sanfter Rebell. Und einer mit Augenmaß obendrein. Einer, der nicht vorsätzlich unter die Gürtellinie geht, sondern dort zu Hause ist. Schließlich gehören auch diese Körperregionen für einen aufgeklärten jungen Mann seines Alters mittlerweile zum Alltag. Wie kaum ein Zweiter versteht sich Olaf zudem darauf, die Sorgen und Nöte der Frauen ernst zu nehmen. Und so verwundert es kaum, dass die überwältigende Mehrheit seiner zahlreichen weiblichen Fans mittlerweile Frauen sind. Dennoch bleibt Olaf bescheiden: Während andere Künstler schier explodieren und Feuerwerk auf Feuerwerk abfackeln, begnügt sich Schubert damit, einfach so zu verpuffen. Sich mit Madonna oder Justin Biber zu vergleichen hält er deshalb noch für verfrüht.
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KULTURTIPPS
ROCK-LEGENDEN UND GROSSE KLEINKUNST
Auszüge aus dem Programm des Veranstaltungsservice Bamberg im Frühjahr 2020.
ROCK MEETS CLASSIC – DIE ROCKSHOW DES JAHRES
THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW – TOUR 2020
11.03.20 | 20 Uhr | Brose Arena Bamberg
20.03. 20 | 20 Uhr | Brose Arena Bamberg
Freuen Sie sich mit dem Rock meets Classic Ensemble auf den Superact ALICE COOPER. Der Schock-Rocker, der längst zur Kultfigur mit Legendenstatus avanciert ist, wird der Headliner der RmC-Tour 2020. Welche Songs ALICE COOPER aufführt, soll heute natürlich noch nicht verraten werden. Fest steht: „Alice wollte nach den umjubelten Gastspielen 2014 unbedingt noch einmal bei uns auf der Bühne stehen“, erklärt Mat Sinner, der Musikalische Leiter von RmC. Mr. Cooper bringt 2020 seinen Gitarristen Tommy Henriksen mit, der ihm auch bei den Hollywood Vampires, Coopers Bandprojekt mit Schauspieler Johnny Depp, zur Seite steht.Neben Alice Cooper, dürfen sich die Rock meets Classic Fans jetzt schon auf Joyce „Baby Jean“ Kennedy“, die Leadsängerin der FunkRock-Soul Band Mother´s Finest freuen, auf Robert Hart, der aktuelle Sänger der Manfred Mann´s Earth Band und ehemaliger Shouter der legendären Bad Company und auf die die britischen Rock-Legenden THUNDER.
THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW ist die weltweit bekannteste und erfolgreichste Pink Floyd Tribute-Band. Es ist bereits die zwölfte Produktion, mit der die Australier die Pink-Floyd-Fans hierzulande begeistern – und sie steht unter dem verheißungsvollen Motto „All That You Love“. Über die Jahre ist THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW längst zu einer musikalischen Institution geworden, die Maßstäbe setzt. Kein Wunder, lautete das Credo der Australier doch von Anfang an: So nah am Original wie nur möglich. Dass sie ihr Handwerk perfekt beherrschen, hat THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW bereits einem Millionenpublikum bewiesen und selbst kritischste Fans überzeugt. In Kombination mit einer aufwändigen Licht- und Lasershow und passenden Animationen, die die Musik visuell untermalen, wird der Auftritt von THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW zu einem einmaligen Konzerterlebnis.
ÖZCAN COSAR COSAR NOSTRA – ORGANISIERTE COMEDY
IRINA TITOVA QUEEN OF SAND – IN 80 BILDERN UM DIE WELT
21.03.20 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg 22.03.20 | 19 Uhr | Konzerthalle Bamberg
08.05.20 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg 13.11.20 | 20 Uhr | Kulturboden Hallstadt
Die neue Show von Özcan Cosar bildet die Quadratur des Kreises: Es ist sein viertes Programm mit dem Ziel die gesamte Menschheit zum Lachen zu bringen. Özcan Cosar bringt auf die Bühne, was er in seiner interkulturellen Welt erlebt, erfahren und zu hören bekommen hat. Und als Mehrfachbegabter macht er das auf seine ganz eigene, höchst lebendige Art: mit Beobachtungsgabe und Humor, mit Schauspiel und Tanz, mit Gesang und Gitarrenspiel, mit Spontanität und Kreativität. Er kommt als Schlitzohr und Situationskomiker daher und erzählt so detail- und pointenreich, dass es einem das Zwerchfell permanent zupft. Eine lustige Reise durch die Menschheitsgeschichte.
In ihrer Show reist die „Queen of Sand“ gemeinsam mit den Zuschauern frei nach Jules Verne „In 80 Bildern um die Welt“. Auf dieser aufregenden Reise rund um den Globus erleben die Protagonisten aus Sand viele Abenteuer, besuchen Wahrzeichen und bestaunen Weltwunder. Eine untergeleuchtete Glasplatte, eine große Leinwand und Sand – das ist alles, was die junge Künstlerin benötigt, um ihren Figuren Leben einzuhauchen und bewegende Geschichten zu erzählen, die jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Für den besonderen Rahmen werden Irinas sagenhafte Sandbilder von der Erzählstimme des gefragten Synchronsprechers Joachim Kerzel begleitet. Eine außergewöhnliche Sandmalerei-Show der „Queen of Sand“ Irina Titova, die ihr Publikum auf eine spannende Weltreise mitnimmt, daran erinnert, die Magie des Augenblicks zu genießen und jedem ein Lächeln entlockt.
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. 80
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AUSGABE 37 / FEBRUAR 2020
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IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 37 / Februar 2020 Achter Jahrgang Auflage 3750 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Coburger Straße 7 96472 Rödental Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de
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… UND WAS WIR UNS VORNEHMEN Ja, wir haben uns wieder vorgenommen für das Jahr 2020. Der COBURGER soll und wird, so Gott will, auch im letzten Jahr des Jahrzehnts sechsmal erscheinen. Alle zwei Monate, beginnend mit dem Februar. Jeweils gedruckt an über 200 Verteilstellen in Stadt und Landkreis Coburg (coburger-magazin. de/verteilstellen) und online natürlich auch (coburger-magazin.de). Jede Geschichte einzeln – und das ganze Heft als Blätterbuch. Und auch 2020 gilt: Wer ganz sicher sein will, sein COBURGER-Exemplar in den Händen halten zu dürfen, kann sich das zweimonatliche Magazinvergnügen auch als Abo sichern. Dann kommt der COBURGER nach Hause, auch ein schönes Geschenk für alle Exil-Coburger übrigens: coburger-magazin.de/abo. Wir denken, es lohnt sich, wir haben schon jetzt viele Themen für das Jahr zusammengetragen. Dafür haben wir uns übrigens eigens gleich Anfang Januar in großer Runde zusammengesetzt. Was dabei herausgekommen ist? Das erste Ergebnis 2020 halten Sie in den Händen. Wir freuen uns, wenn es Ihnen gefällt.
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Haben Sie auch Interesse?
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Viele begleiten uns schon einige Jahre, einige sind im letzten neu dazugekommen, und manch einer ist seit Anfang dieses Jahres fest mit im COBURGER Boot: Unsere PREMIUM-PARTNER. Sie begleiten uns regelmäßig in den Magazinen. Dafür bedanken uns wir mit der einen oder anderen schönen Geschichte mehr. Danke . Weitere PREMIUM PARTNER sind herzlich Willkommen. Infos unter www.coburger-magazin.de/premium-partner Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Agentur Streckenbach NEU Autohaus Willy Ernst Automobile Weberpals Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Ciderhof Coburg Coburg Stadt und Land aktiv Coburger Teppichhaus Bartel Connect Telezentrum Dr. Radu & Partner Nürnberg Engel & Völkers Frischecenter Wagner Friseur Julia Göring Intercoiffure HSC 2000 Coburg IHK zu Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Kunstsammlungen der Veste Coburg Lasco Umformtechnik Motorrad Reinhardt Optik Müller RB Fitalia ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Stadtbild Coburg SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien
Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Redaktion / Autoren dieser Ausgabe: Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Gabi Arnold Stephanie Fröba Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Yves Alloinde Titelbild: „Rathaus“ Projektleitung Coburgs Beste: Melanie Krempel Layout / Illustrationen: Axel Straubinger Lisa Obermüller Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen hegen@coburger-magazin.de Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2020 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.
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Jessica Knaubs Leidenschaft sind authentische Bilder, sie fängt die kleinen und großen Momente ihrer Kunden ein, hauptsächlich bei Tageslicht. „Für mich geht Emotion über Perfektion, daher stört es mich nicht, wenn ein Rockzipfel nicht perfekt sitzt, denn der ist absolut unwichtig,“ sagt sie. Neben Hochzeitsreportagen fotografiert Knaub auch Paare, Babybäuche, Familien und Neugeborene. Bei ihrer Arbeit setzt sie konsequent ihren eigenen Stil um: freundlich, authentisch, natürlich, emotional, echt. Aber nicht (technisch) perfekt. Jessica Knaub ist 32 alt und wohnt in Coburg, sie ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn. Sie arbeitet seit dem Jahr 2013 als selbstständige Porträt- und Hochzeitsfotografin – noch unter ihrem Mädchennamen Jessica Braun. www.jessicabraunphotography.de
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Gute Geschichten. Gute Bilder. Gut erzählt. Imagefilme. Werbespots. Eventmovies. Erklärfilme.
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MONACO FRANKE
DER MONACO FRANKE Zwei Dinge fallen einem auf, wenn man derzeit in München unterwegs ist: An jeder Ecke hängen Wahlplakate, was jetzt angesichts der anstehenden Kommunalwahlen in jeder anderen bayerischen Stadt genauso sein dürfte. Und immer mehr Menschen tragen einen Mundschutz. Nutzt zwar nichts gegen den Coronavirus, jedenfalls sagen das Ärzte und führende Virologen. Ausverkauft sind die Dinger trotzdem so gut wie überall. Der Monaco hat deshalb eine ganz eigene Theorie: Könnte es nicht sein, dass Mund- und Atemschutzmasken in Wirklichkeit eine politische Botschaft transportieren sollen? Nach dem Motto: „Wer nix ko und nix zu soong‘ hat, der soll bitte einfach amoll sei Babbm hald’n!“ Ach ja, das hätt‘ scho was, würden sich wirklich alle Haubmtaucher und siebmgscheide Politiker diesen Wunsch zu Herzen nehmen, sich nicht mehr in Talkshows setzen, ihre Mitbürger nicht mit halbgaren, kaum zu Ende gedachten Vorschlägen behelligen und keine Denkverbote (zum Beispiel für ADAC-Mitglieder) mehr aussprechen. Sondern wenn sie bei völliger Ahnungslosigkeit stattdessen einfach mal schweigen würden: Gell, des wär herrlich! Da wär’s fei glei recht still im Land! In Wahlkampfzeiten wird das aber wohl ein kühner Traum bleiben. Von Menschen, die sich für ein politisches Amt zur Wahl stellen, ist ein Schweigegelübde sicher nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Momentan inszeniert sich jeder, der auf irgendeiner Kandidatenliste steht, so gut er es eben kann: Insbesondere die Oberbürgermeisterkandidaten wollen und müssen ja gerade zu jedem noch so kleinen Randproblem Stellung beziehen und sich zu allem äußern, was auch nur am Rande etwas mit ihrer Stadt zu tun hat. Wenn man halt nur genau wüsste, was den lieben Mitbürgern auf der Seele brennt, gell? Und deshalb reicht es eben nicht, dass die Spitzenkandidaten nur zu den vermeintlich großen Themen Stellung beziehen. Sie müssen sich am besten um jeden Mitbürger einzeln kümmern, Verständnis heucheln. Und so unterstützen sie eben ganz plötzlich auch mal die Ziele der Kaninchenzüchter oder der Freunde zur Förderung von Cobuicher Klößküchen in Oudenaarde-West.
co, wenn er das für seine Leser nicht in die Tat umgesetzt hätte! „Herrschaft, im Fernseh‘n löfft‘ Fußball, und ich muss mich mit dene Hasenzüchter abgeh’m“, war noch einer der harmloseren Gedanken, die er da gelesen hat. „Worauf hob ich mich’n do eig’lossn? Is mir doch wurschd, wenn nachts um halba Zwölfa kaa Bus mehr nach Scheuerfeld fährt! Müsster halt lauf ’n, Ihr Doldis. Is eh gsünder!“, war schon schärfer und wurde nur noch getoppt von: „Dieser Dräggs-Fasching! Hoffentlich merkt kaaner, dass ich die ganzen Bütten-Kaschper mit ihre Babbnasn dodaal lächerlich find. Na ja, wenigstens gibt’s Alkohol und Krapfen!“ Wer welchen Gedanken hatte, das bleibt natürlich geheim, versteht sich. Aus Datenschutzgründen! Beliebt würde sich bei den Wählern damit keiner machen. Dafür verschenkt man besser Partei-Kugelschreiber, schüttelt Hände oder verteilt Äpfel auf dem Marktplatz. Dabei stimmt der berühmte Satz von Orson Welles allem Anschein nach ohnehin nicht mehr, der mal gesagt hat: „Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat“ (siehe auch unsere Zitate in „Das Letzte“ in diesem COBURGER). Alter, und wie das ein Maßstab ist! Man siehe nur in die USA oder nach Großbritannien! In Coburg könnte so etwas freilich nicht passieren. Die neun OB-Kandidaten versuchen vor allem mit Kompetenz zu punkten. Und mit Heimatverbundenheit. Aber kann man sich so vom politischen Gegner
abgrenzen? Eher nicht, weshalb sich alle großartig klingende Wahlkampfslogans ausgedacht haben: Es konkurrieren „Stadt der Chancen (SPD), „Coburg kann mehr“ (Pro Coburg) oder auch einfach „Meyer macht’s“ (CSU), andere versprechen „grüne Lösungen für Coburg“. Fast alle sind daher auch in den sozialen Netzwerken präsent. Facebook, Instagram, Twitter & Co. sind ja heutzutage sooo wichtig, denn nur hier erreicht man auch die jungen Leute. Die ganze Wahrheit ist, dass die Jungen – also nicht die 30bis 40-Jährigen, sondern die ganz Jungen – längst auf anderen Plattformen unterwegs sind, deren Namen die Kandidaten mutmaßlich noch nicht mal kennen und die auch dem Monaco gerade entfallen sind. Aber das nur am Rande. Ganz schlecht kommt jedenfalls rüber, wenn einer die beleidigte Leberwurschd gibt und sich in der Öffentlichkeit als Jammerlabbn zeigt. Auch in der Vestestadt tobt hinter den Kulissen so ein quängeliger Kleinkrieg. Da wurde zum Boykott einer Podiumsdiskussion aufgerufen, Druck auf die Presse und die Veranstalter ausgeübt, Parteilichkeit unterstellt und gehetzt, letztlich weil man eine repräsentative Meinungsumfrage anzweifelte. „Manipulation!?“ „Das Ende der Demokratie!?“ Watergate“ in Coburg?!“ Wohl eher schlechte Verlierer der Umfrage. Da lobt sich der Monaco doch wieder die Münchner. Da gibt’s solche Diskussionen zwar auch, aufs Maul gibt’s aber wenigstens direkt und von vorn. Schätzla, schau wie iech schau!
Gerne möchte man da den Meyers, Sauerteigs, Apfels, Sinterhaufs und wie sie alle heißen ja mal in die Köpfe gucken und nachsehen, was da drin wirklich vor sich geht! Aber der Monaco wäre nicht der Mona-
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AUF EIN WORT
In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.
COBURG WÄHLT! Von Gabi Arnold
Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer geht und gleich neun Kandidaten, sieben Männer und zwei Frauen, trauen sich seine Nachfolge zu. Der Wahlkampf ist eröff net! Inhalte und Ziele sind wichtig, aber bei Kommunalwahlen spielt vor allem die Persönlichkeit der Kandidaten eine Rolle. Klar, bürgernah sollten sie sein, authentisch und sympathisch wirken, ein bisschen Humor schadet auch nicht. Als Norbert Tessmer vor sechs Jahren die Nachfolge von Norbert Kastner antrat, war er den Bürgern bestens bekannt. Er war jahrzehntelang Stadtrat, später auch 3. und 2. Bürgermeister. Tessmer war ständig präsent, bei Festen und Versammlungen, als Gratulant im Namen der Stadt Coburg bei privaten Jubelfeiern. Die Coburger wussten, wem sie ihre Stimme geben. Unbekannte Bewerber dürften es auch bei den Kommunalwahlen 2020 sehr viel schwerer haben, sich in der kurzen Wahlkampfphase das Vertrauen der Wähler zu erarbeiten. Egal, wer den Chefsessel im Coburger Rathaus erobert, er oder sie sollte vor allem auch Führungsqualitäten und sehr gute Nerven haben. Denn bei der Anzahl an Grüppchen, Wählergemeinschaften und Gruppierungen dürfte es in Zukunft noch schwerer werden, Entscheidungen zu fassen.
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Norbert Tessmer sprach in einem Interview vom August vergangenen Jahres von einer Zerfaserung im Stadtrat und davon, dass der Zusammenhalt innerhalb der Fraktionen schwinde. Weshalb aber versucht man nicht, für gemeinsame Ziele ein Rezept zu finden, sondern kocht lieber eigene Süppchen? Schließlich sollte es doch um das Wohl der Stadt und ihrer Bürger gehen und nicht um Eitelkeiten und persönliche Befindlichkeiten. Bevor die Coburger ihre Kreuzchen bei der Stadtratsliste setzen, lohnt sich ein Blick zurück. In den vergangenen Jahren gab es wichtige Entscheidungen zu treffen. Wie haben die Mandatsträger bei umstrittenen Themen abgestimmt? Haben Sie ihre Meinung vertreten oder waren sie stumm? Waren sie bei entscheidenden Abstimmungen überhaupt anwesend oder entschuldigt – letzteres aus wichtigen Gründen, versteht sich. Bei der Anzahl an Bewerbern um das Amt des Oberbürgermeisters ist in Coburg mit einer Stichwahl zu rechnen. Da haben es die Neustadter einfacher, dort fordert der Rechtsanwalt Wolfgang Rebhan (CSU) Amtsinhaber Frank Rebhan (SPD) heraus. Ob Neustadt, Coburg oder die Wahlen im Landkreis - es wird spannend wie selten zuvor! Ob es eine historische Wende in Coburg gibt – entscheiden die Bürger.
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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 15. April 2020 Anzeigenschluss ist der 31. März 2020.
Zitate zur Wahl sind dieses Mal … das Letzte „Wahlen alleine machen noch keine Demokratie.“ Barack Obama
„Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ Otto von Bismarck
„Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat.“ Orson Welles
„Demokratie heißt, die Wahl zu haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt zu sein.“ Jeannine Luczak, Literaturwissenschaftlerin
„Wer dem Wähler immer nur hinterherläuft, sieht ihn auch immer nur von hinten.“ Jean-Claude Juncker
„Es ist besser, eine Wahl zu verlieren als seine Seele.“ Michel Noir, französischer Politiker
„Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos, und leicht zu entfernen.“ Loriot
„Der schlimmste Weg, den man wählen kann, ist der, keinen zu wählen.“ Unbekannt
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