Das Schulblatt

MEIN STANDPUNKT Es wird Rankings geben
AUS EIGENER TASCHE
Lehrer:innen finanzieren Unterrichtsmittel
AUS DER PRAXIS
5-Punkte-Plan zur Optimierung der IKMPLUS Die

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MEIN STANDPUNKT Es wird Rankings geben
AUS EIGENER TASCHE
Lehrer:innen finanzieren Unterrichtsmittel
AUS DER PRAXIS
5-Punkte-Plan zur Optimierung der IKMPLUS Die










Ab 17. August 2026 – exklusiver Zugang zu Angeboten und Service, eigens für Lehrkräfte entwickelt. Ihr -Webshop!
























HR Werner Schlögelhofer Redaktionsleitung
„Panta rhei“, ein Aphorismus, der auf den Philosophen Heraklit von Ephesos (ca. 535 – 475 v. Chr.) zurückgeht, bedeutet „Alles fließt“ im Sinne von „Alles ist im Fluss“ und meint damit die ständige Weiterentwicklung. Gerne wird auch das Zitat „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ verwendet. Auch unsere Schule entwickelt sich ständig weiter. Wenn wir von einem medienwirksam verkündeten riesigem Kultur- und Systemwandel in der Bildung hören, dann lässt das nichts Gutes erwarten, sondern eher eine Bedrohung qualitativer Entwicklungsarbeit. Was wir brauchen ist eine schrittweise ständige Qualitätsentwicklung, keine Revolution mit der Kraft des Zerstörenden, sondern eine evolutionäre Weiterentwicklung. Und genau für diese zielgerichtete Weiterentwicklung steht das Schulqualitätsmanagement. Schulrankings sind hier kontraproduktiv.
Was Lehrkräfte davon haben, die Sprache der Künstlichen Intelligenz sprechen
4 Mein Standpunkt
Es wird Rankings geben
7 C im CLV
Reisen und Zuversicht
9 Künstliche Intelligenz
Die Sprache der KI
14Privatinvestitionen
Unterrichtsmittel aus eigener
Tasche
17 Auf ein Wort
Drei verlässliche Partner
18 Obfrau am Wort
Starkes Zeichen der Geschlossenheit
19Gewerkschaft
19. Bundestag der GÖD-APS
22Zentralausschuss
Wunsch und Wirklichkeit
zu lernen, davon handelt unser pädagogischer Fachartikel, für den wir die Vortragende und Vermittlerin rund um KI im Schul- und Berufsalltag, Andreea Negru, gewinnen konnten. „Es geht dabei nicht darum, das richtige KI-Tool zu lernen. Es geht darum, eine Sprache und eine Haltung zu lernen, die mit jeder neuen Tool-Generation funktionieren.“ (Ist eine ihrer Kernaussagen.) In sechs praktischen Beispielen aus realer Workshoppraxis zeigt sie, wie Pädagog:innen im Schulalltag mit KI Zeit sparen können. Im kommenden Schuljahr wird Andreea Negru in den CLV-Bezirken OÖ-weit unterwegs sein.
Zum Schluss bleibt mir noch, Ihnen allen viel Freude beim Lesen unserer neuen Ausgabe zu wünschen. Genießen Sie die bevorstehenden Ferien. Nutzen Sie nach einem anstrengenden Schuljahr die Zeit zum Entspannen und Kraft tanken, um im Herbst wieder mit der nötigen Energie starten zu können.
31GÖD-Berufsschulen
Vorsitz kehrt zurück
35IKMPLUS
Aus der Praxis
37 Im Gespräch
VR Anna Gruber, MA MEd
41 Spots On VS Ebensee
IMPRESSUM: Medieninhaber und Herausgeber: Christlicher Lehrerverein für Oberösterreich (CLV), Stifterstraße 23, 4020 Linz; E-Mail: office@clv-ooe.at; Schriftleiter und verantwortlicher Redakteur: HR Werner Schlögelhofer; Redaktion: Michael Andexlinger, David Hiegelsberger, Dr. Bernd Langensteiner, Birgit Loidl, Mag. Wolfgang Schwarz, Sabine Strack MA, Prof. Dr. Albin Waid, Michael Weber; Redaktionssekretariat und Anzeigenleitung: Bernhard Trauner (0732/776867 od. office@clv.at); Erscheinungsort: Linz, Verlagspostamt 4020 Linz, P.b.b.; Offenlegung lt.§ 25 Mediengesetz: Die grundlegende Richtung des „Schulblattes“ ergibt sich aus den Satzungen des Christlichen Lehrervereins.

Paul Kimberger CLV-Landesobmann
Bildungsminister Christoph Wiederkehr will ab Herbst sensible Leistungsdaten aller Schulen in Österreich veröffentlichen und kündigt wieder einmal medienwirksam einen „riesigen Kulturund Systemwandel“ in der Bildung an. Die Begründung mit dem Informationsfreiheitsgesetz erscheint dabei mehr als fragwürdig.
„R und 5.500 Standorte werden erstmals vergleichbar, allerdings ohne klassische Ranglisten: Stattdessen sollen Schulen fair innerhalb ähnlicher sozialer Rahmenbedingungen eingeordnet werden. Ziel sei mehr Transparenz für Eltern und ein Anstoß für bessere Schulentwicklung“, berichtet Bernhard Gaul in seinem KURIER-Artikel „Daten ja, Ranking nein: Wiederkehr wird SchulBildungsdaten veröffentlichen“ vom 14. April 2026 aus der Pressekonferenz mit Christoph Wiederkehr.

So etwas kann man nicht erfinden! Unser Bildungsminister möchte also keine Rankings unserer Schulen* haben und veröffentlicht daher nun ihre standortspezifischen Daten? Es ist schon irritierend zu beobachten, wie eine weitere neoliberale Idee nach einem mittlerweile bekannten Muster bildungspolitisch umgesetzt werden soll: nicht zu Ende gedacht, in ihren Auswirkungen potenziell schädlich und ohne wirkliche Einbindung der Betroffenen. Erneut geht es den handelnden Personen im Bildungsministerium offensichtlich mehr um ihre mediale Selbstdarstellung als um nachhaltige Bildungsqualität für unsere Kinder und Jugendlichen.
Völlig unklar ist auch, welche bildungspolitischen Konsequenzen aus einem öffentlichen schulischen Datenvergleich gezogen werden sollen. Internationale Erfahrungen haben jedenfalls gezeigt, wie negativ die Auswirkungen sein können, insbesondere für jene Standorte, die die größten pädagogischen und sozialen Herausforderungen zu bewältigen haben. Dass diese Form der Trans-
* Nach der überraschenden Veröffentlichung der „400 Chancenbonus+ Schulen“ auf der Homepage des Bildungsministeriums war selbstverständlich wenig später schon in Kleinformaten von den 400 schlechtesten Schulen Österreichs zu lesen.
„Die Qualität unserer Schulen auf das rein Messbare herunterzubrechen, zeugt schon von einem sehr eingeengten Bildungszugang“.
(Paul
Kimberger
im Ö1-Mittagsjournal am 14. April 2026)
parenz also automatisch zu besseren Bildungsergebnissen führen wird, kann evidenzbasiert als Märchen bezeichnet werden. Es besteht vielmehr die Gefahr, dass „teaching for the test“ eine umfassende Menschenbildung in unseren Schulen noch weiter zurückdrängen wird.
Zudem steht Christoph Wiederkehrs Ankündung auch klar im Widerspruch zu eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine im Jahr 2016 im Auftrag des Bildungsministeriums beauftragte Studie zu externer Schulevaluation und Schulrankings der Universität Klagenfurt kommt auf Seite 25 zu einem eindeutigen Schluss: „ Um sicherzustellen, dass externe Schulevaluationen und ihre
Es gibt fast keinen Weg mehr vorbei an globalen IT-Konzernen. Diesem Einfluss können sich auch unsere Schulen nicht entziehen, denn Programme kauft man heute nicht mehr, man mietet sie – und zahlt oft genug auch mit heiklen Daten dafür. Datenschutz und digitale Souveränität sind also inzwischen vom lästigen Zustimmungsklick am Bildschirm zu einem veritablen Problem angewachsen. Dafür sorgen auch Interventionen der US-Regierung, als beispielsweise im Mai 2025 das E-Mail-Konto eines Chefanklägers am internationalen Strafgerichtshof in Den Haag blockiert wurde. Nun hat sich Dänemark als erstes europäisches Land dafür entschieden, auf marktbeherrschende US-Software zu verzichten
Veröffentlichung das Schulsystem verbessern und stärken und unerwünschte Nebenwirkungen nicht die Oberhand gewinnen, ist von einer Veröffentlichung von Schulrankings auf Basis von Schülertestergebnissen abzuraten.“
Mir persönlich gefiele ein ganz anderer „riesiger Kultur- und Systemwandel“ wesentlich besser, der zur ministeriellen Eigenvermarktung allerdings weit weniger geeignet ist. Statt den Druck immer weiter zu erhöhen, wären größeres Vertrauen in unsere Pädagog:innen, partnerschaftliche Einbindung der Betroffenen, ausreichende Finanzierung aller schulischen Bereiche, stärkere Unterstützung und echte schulische Autonomie sowie eine
und stattdessen Open-Source-Alternativen zu nutzen. Aber auch in anderen europäischen Ländern wird die digitale Datenhoheit ein immer größeres Thema.
Der CLOUD-Act
So hat Privatim, die Vereinigung der Schweizer Datenschutzbeauftragten, Ende letzten Jahres eine Resolution zu internationalen Cloud-Lösungen verabschiedet – mit der klaren Botschaft, dass öffentliche Einrichtungen bei der Nutzung von US-Diensten wie Microsoft 365, Google oder Amazon äußerst vorsichtig sein sollten. Grund dafür ist der sogenannte „CLOUD Act“, der US-Behörden Zugriff auf Daten erlaubt, selbst wenn diese in anderen Ländern gespeichert
Sommerwünsche
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien schöne und erholsame Sommerferien! Bleiben Sie bitte gesund und genießen Sie mit Ihren Lieben nach diesem anstrengenden Schuljahr eine angenehme Zeit der Muße und Entspannung!
kluge, evidenzbasierte Steuerung von „3 bis 19“ vielversprechender.
Ihr Paul Kimberger

Reaktionen bitte an: paul.kimberger@bildung-ooe.gv.at
Besuchen Sie auch die Webseite des Christlichen Lehrervereins für Oberösterreich unter www.clv.at •
sind. Im Falle von Microsoft 365 besteht die Gefahr eines unrechtmäßigen Datenzugriffs, da Microsoft die Daten zwar verschlüsselt, jedoch aber selbst einen Schlüssel besitzt, der den Zugriff ermöglichst. Durch diesen „CLOUD Act“ können USamerikanische Behörden dann die Herausgabe von sensiblen Daten verlangen, ohne dass beispielsweise betroffene Schulen darüber informiert werden. Auch Österreich sollte hier dringend gegensteuern und auf alternative Infrastruktur setzen, um die Abhängigkeit von globalen Monopolen zu reduzieren. Das bedeutet konkret, auf Dienste zu setzen, die unter europäischem Recht stehen und den Schutz unserer Privatsphäre garantieren.
2 Bundesregierungen
(ÖVP-Grüne, ÖVP-SPÖ-NEOS)
2 GÖD-Vorsitzende
3 Bildungsminister (Heinz Faßmann, Martin Polaschek, Christoph Wiederkehr)
1 Nationalratswahl
(Norbert Schnedl, Eckehard Quin) 1 Regierungsprogramm „Jetzt das Richtige tun“
1 Bundespersonalvertretungswahl
russischer Angriffskrieg in der Ukraine
1 Besoldungsreform
Flucht und Migration
Lock-Downs Masken-Pflicht Home-Schooling
5 Gehaltsabschlüsse
Inflation
Infektionszahlen
Corona-Virus
Distance-Learning Schichtbetrieb Testpflicht
Covid-19-Schulverordnungen
82 % Impfquote bei Pädagog:innen
Contact-Tracing Pressekonferenzen
4-Punkte-Plan für einen sicheren Schulstart 10.000 Abmeldungen zum häuslichen Unterricht
Ende der PCR-Testpflicht
Erhöhung der Familienleistungen
Quereinstieg Digitalisierung Personalmangel
Inklusion
Impfpflicht
Semesterferien mit Ersatzunterricht
erste schulische Entlastungsmaßnahmen
Wegfall der Corona-Maßnahmen
Erhöhung des Fahrtkostenzuschusses
80 Millionen Euro für Mehrdienstleistungen
Initiative „Klasse JOB“
Gewalt an Schulen
Unterstützungspersonal
Familienzeitbonus
Verkürzung der Lehrer:innenausbildung
künstliche Intelligenz
Sonderschulen Kinderschutzkonzept
zahllose „Bildungsexpert:innen“
Limitierung der schulischen Dienstbesprechungen
Ressourcen in der Sprachförderung
Kopftuchverbot
PISA-Ergebnisse und Ableitungen
Abgeltung von Deutschförderklassen in der Volksschule
TALIS-Studie
2,7 %-Quote in der Sonderpädagogik
Lehrpersonal und Demografie
Debatte um schulische Nikolofeiern Debatte zum politischen Islam
Abschaffung der kalten Progression
6 statt 4 Jahre Volksschule pädagogisch-administrative Zeitressourcen
Forderung nach mehr Autonomie bei KEL und edL Reduktion der schulischen Rundschreiben um 81 %
Freiraum Schule
Diskusssion zur Bedeutung der Sozialpartnerschaft
Budgetkonsolidierung
KI-Reglementierung
80 Jahre GÖD Junge GÖD
verpflichtende Sommerschule schulisches Handyverbot
Plan Z
Suspendierungsbegleitung Perspektivengespräche
School-Shooting mit der Diskussion „Was tun nach Graz?“ enorme Belastung durch Verwaltung und Bürokratie
Diskussion um ein Social-Media-Verbot
400 Schulen bei Chancenbonus+ Schulrechtspakete und Dienstrechtsnovellen
Betreuung chronisch kranker Kinder
Orientierungsklassen Schulcluster
mittleres Management
Ergebnisse der Volksschulkompetenzen
Lese-Diskussion Informationsfreiheitsgesetz
Veröffentlichung standortspezifischer Schuldaten
Schulungskurse Schulbesuche
neue Gehaltszettel
GÖD-Bundeskonferenzen gewerkschaftliche Resolutionen
Großdemonstration
Dienststellenversammlungen
Berechnungen zu Pension GÖD-Radio und Podcast
gewerkschaftlicher Rechtsschutz
Sprechtage GÖD-Jahrbücher
Stellungnahmen
Gehalt und Kinderbetreuungsgeld
soziale Netzwerke
APS-Magazine
Medienarbeit
... und noch vieles andere, das uns beschäftigt hat.
Dipl.-Päd. Doris Schwaiger BEd Fachinspektorin für katholische Religion an APS
Vor Kurzem hörte ich in einem Podcast, bei dem die interviewte Schauspielerin um einen Tipp für die Hörer:innen gebeten wurde, folgende Antwort: „Fahren Sie nach Rumänien.“ Warum ausgerechnet Rumänien? Sie meinte, so eine Reise bringe einen komplett weg von allem. Sie schätze die Konfrontation mit einem bei uns immer noch nicht recht bekannten Land, das völlig anders tickt. Dort stehe die Zeit still, es bringe einen weg von den eigenen groß gewordenen Problemen, man komme auf den Boden. Teilweise ohne Handyempfang. Dieses Weg-sein von allem… Das wäre so heilsam, meinte sie.
Sich einlassen
Ein interessanter und reizvoller Gedanke. Reisen Sie allein? Oder lieber zu zweit oder in einer Gruppe? Wohin zieht es Sie? So ganz tief drin? Was ist Ihr unbekanntes Land? Vielleicht wäre Rumänien im Moment genau richtig. Ich möchte diesen Gedanken des Sich-einlassens auf Ungewohntes gerne weiterführen, am Ende eines Schuljahres, das den Lehrkräften viel abverlangt hat und die Schulleitungen Einsatz und Energie gekostet hat. Wo über Suspendierungen und Deutschförderklassen diskutiert wird, wo Lösungen für dringende Probleme gesucht wurden, wo Schule als Spiegel unserer Gesellschaft reagieren muss und es auch tut. Wo tägliche Herausforderung unversehens in Überforderung kippen kann, Menschen an ihre Grenzen kommen und ins Burnout rutschen. Was hilft also in Zeiten und Situationen, wo wir zwar noch funktionieren, aber bereits merken, dass „es“ zuviel ist?
Neue Perspektive Zuversicht und Hoffnung – beides große Hebel zur Stärkung unserer Resilienz. Den Blickwechsel wagen, bewusstes Heruntersteigen vom eigenen Standpunkt und eine neue Perspektive einnehmen. Das kann unglaublich heilsam sein. Es setzt aber auch eine gewisse Fähigkeit zur
„Im Anfängergeist leben heißt nicht, dass ich alles selbst neu erlernen muss. Der Anfängergeist ist eine Haltung, die man einüben kann."
Selbstreflexion voraus. Die gute Nachricht: Die kann man üben und lernen! Aus der Hirnforschung ist das zigfach belegt. David Steindl-Rast, der weltbekannte bald 100-jährige österreichisch-US-amerikanische Benediktinermönch, sagt: „Jeden Morgen wird die Welt neu geboren und bringt uns eine Zeit voller neuer Gelegenheiten. Auch wenn die Schwierigkeiten dieselben sind wie gestern, so können wir sie doch ganz neu anpacken. Diese erfrischende Haltung, Dinge immer wieder neu zu betrachten, nennen buddhistische Mönche „Anfängergeist“.
Neuanfang
Diesen Anfängergeist kennen wir schon aus der Bibel und jahrhundertealten Traditionen unserer christ-

lichen Kirche. In der Taufe will uns Gott einen Neuanfang schenken. Jeden Morgen können wir Gott loben und danken, dass uns das Leben geschenkt ist. Der pfingstliche Geist Gottes belebt, erneuert, gibt dringend benötigte Kraft. Der Geist der Weisheit, des Rates, der Einsicht, der Erkenntnis, der Stärke, der Geist der Gottesfurcht und der Frömmigkeit hilft uns immer wieder, scheinbar unlösbare Situationen auszuhalten. Und einen Weg zu entdecken, der uns wieder hin zum Leben führt. Jesus von Nazareth war einer, der die Menschen in ihrem tiefsten Sein berührte und zur eigenen Lebendigkeit zurückführte. Was können wir selbst tun, um das zu erfahren? Berührbar, anrührbar bleiben. Nicht abgebrüht sein, nicht „kalt und immer kälter“ werden, erkennen, was not-wendend ist. Sich entscheiden – für das Gute. Abschiede durchleben. Das zeigt uns Jesus immer und immer wieder. Und eins war ihm dabei besonders wichtig: das „Fürchtet euch nicht!“. Wir dürfen uns das schenken lassen. Im Anfängergeist leben heißt nicht, dass ich alles selbst neu erlernen muss. Der Anfängergeist ist eine Haltung, die man einüben kann. Er macht Verkrustetes und Eingefahrenes weich, lässt uns wieder lebendig werden. Daraus kann Zuversicht wachsen, dass etwas anders oder wieder gut werden kann. Dann sind wir hoffnungsvolle Menschen, die in dieser Grundhaltung leben und warten können. In diesem Bewusstsein treten Sie vielleicht auch ihre nächste Urlaubsreise an: Sich überraschen und beschenken lassen, wenig erwarten, neugierig bleiben und sich dadurch lebendig wissen.

Wir sind die Schwimmflügel, die ihr braucht. Wir stehen für Bildung, Unterstützung und Vielfalt.


Was Lehrkräfte davon haben, und warum
Prompting 2026 mehr ist als »zwei Sätze«
94
Prozent der 11- bis 17-jährigen Österreicher:innen nutzen laut aktueller ISPAStudie KI-Chatbots. 90 Prozent davon ChatGPT. Drei Viertel verwenden KI bereits für schulische Zwecke. Die Realität ist also längst im Klassenzimmer angekommen. Spannend ist nicht mehr die Frage, OB Schule damit umgehen muss. Spannend ist, WIE. Und welche Möglichkeiten sich für Lehrkräfte dabei auftun, von denen viele noch gar nichts wissen.
Wenn ich an Schulen über KI spreche, höre ich zwei Sätze immer wieder. »Ich komm da einfach nicht mehr mit.« Und: »Soll das doch jemand anders machen, das ist mir alles zu schnelllebig.« Beides ist verständlich. Und doch verschenkt beides genau die Möglichkeiten, die im Berufsall-
„Wir haben Generationen von Kindern beigebracht, Antworten zu finden. Jetzt ist die Generation dran, der wir beibringen, die richtigen Fragen zu stellen. Und das beginnt bei uns selbst."
Andreea Negru
tag von Lehrer:innen jetzt schon helfen würden. Vorausgesetzt, man lässt sich auf eines ein: eine neue Sprache zu lernen.
Diese neue Sprache heißt nicht »Programmierung« oder »Datenwissenschaft«. Sie ist einfacher und gleichzeitig schwerer. Es ist die Kunst, einer Maschine die richtigen Fragen zu stellen, damit sie etwas Sinnvolles tut. Wer das beherrscht, hat Werkzeuge zur Verfügung, die vor drei Jahren teuren Verlagsredaktionen vorbehalten waren. Differenzierte Arbeitsblätter in Minuten. Übersetzungen in dreißig Sprachen, falls eine neue Schülerin aus der Ukraine in die Klasse kommt. Quizfragen in jeder Schwierigkeitsstufe. Stundenkonzepte, an denen mitgedacht wird, statt nur Vorlagen zu kopieren.

Andreea Negru Vortragende und Vermittlerin rund um KI im Schulund Berufsalltag
Wo Lehrkräfte stehen, und wo die Schüler:innen schon sind
In meinen Workshops zeigt sich ein Bild, das das mediale »Lehrer sind abgehängt« deutlich widerlegt. Viele Kolleg:innen probieren längst privat herum, bei der Urlaubsplanung, beim Formulieren schwieriger E-Mails, beim Vorbereiten der nächsten Familienfeier. Was fehlt, ist meist nicht die Bereitschaft. Es ist das pädagogische Übersetzen. Wie wird aus »ein bisschen damit gespielt« ein verlässlicher Baustein im Unterrichtsalltag? Und wie spricht man im Lehrerzimmer offen darüber, ohne dass es sich gleich wieder nach Überforderung anfühlt?
Genau das ist meist der eigentliche Stolperstein, nicht die Technik. Die gute Nachricht: Der Sprung von »nie ernsthaft probiert« zu »produktiv im Alltag eingesetzt« ist viel kürzer, als ihn die meisten erwarten. Zwei bis drei Stunden konzentrierter Praxis genügen oft, um aus einer unsicheren Probiererin eine selbstbewusste Anwenderin zu machen.
Schnelllebigkeit gehört zum Job
Eine kurze Wahrheit vorab, damit niemand enttäuscht wird: Diese Technologie verändert sich schneller, als die meisten mitkommen. Was ich heute über ein einzelnes Tool sage, kann in drei
Monaten überholt sein. Das ist keine Ausrede für Nicht-Tun. Es ist aber der Hinweis, dass es nicht darum geht, das »richtige« Tool zu lernen. Es geht darum, eine Sprache und eine Haltung zu lernen, die mit jeder neuen Tool-Generation funktionieren.
Prompting bleibt das Werkzeug, das den Unterschied macht. Auch wenn die Maschinen 2026 deutlich besser geworden sind darin, zwischen den Zeilen zu lesen. Eine unpräzise Anweisung liefert heute oft schon erstaunlich Brauchbares. Wer aber wirklich Zeit sparen will, geht einen Schritt weiter: zu Techniken wie Iterieren statt Verwerfen, Few-Shot-Prompting, Reverse Engineering oder dem Aufbau kleiner eigener Workflows, die jeden Donnerstagabend zwei Stunden Vorbereitungszeit sparen. Genau dort liegt der Skill, der nicht mit dem nächsten Tool veraltet.
Sechs Stellen, an denen KI wirklich entlastet
In den Workshops zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Es sind nicht die spektakulären, sondern die ganz alltäglichen Anwendungen, bei denen Lehrer:innen am meisten Zeit gewinnen. Sechs davon, alle aus realer Workshop-Praxis. Jeweils mit einem Mini-Prompt nach der ROSI-Formel (Rolle, Objektiv, Stil, Information) zum Mitnehmen.

„Drei Viertel der 11- bis 17-jährigen Österreicher:innen verwenden KI bereits für schulische Zwecke."
Andreea Negru
• Differenzierung: Drei Niveaustufen zu einem Lesetext brauchen mit einem guten Prompt drei bis fünf Minuten. Statt fünfundvierzig.
ROSI-Prompt: Du bist Deutsch-Lehrer:in 7. Klasse. Erstelle aus [Text] drei Versionen für leicht, mittel und schwer. Je 80 bis 120 Wörter, gleicher Inhalt.
• Übersetzungen: Mehrsprachige Aufgabenstellungen sind kein Wochenend-Projekt mehr, sondern eine Sache von Sekunden.
ROSI-Prompt: Du bist zweisprachige Lehrkraft. Übersetze [Arbeitsauftrag] ins Ukrainische in einfacher Schulsprache, mit kurzem Glossar für Fachbegriffe.
• Materialerstellung: Lückentexte, Quiz, Wortlisten, Mini-Texte. Auf Knopfdruck, in mehreren Varianten, mit Lösungen.
ROSI-Prompt: Du bist Geografie-Lehrer:in Unterstufe. Erstelle zehn Lückentext-Sätze zum Thema »Alpen«, altersgerecht, mit Lösungsschlüssel am Ende.
• Recherche-Übersichten: Schnelle Erstorientierung zu einem neuen Thema, mit der ehrlichen Verpflichtung der Lehrkraft, die Fakten am Ende noch einmal zu prüfen.
ROSI-Prompt: Du bist Sachbuch-Redakteur:in. Fasse [Thema] auf einer Seite für Sek II zusammen. Sachlich, mit drei seriösen Quellen und offenen Fragen am Schluss.
• Elterngespräch-Vorbereitung: Eine schwierige Botschaft in drei Tonlagen vorformuliert, bevor die Entscheidung fällt, welche tatsächlich ankommt.
ROSI-Prompt: Du bist erfahrener Klassenvorständ. Formuliere die Botschaft [Sachverhalt] an besorgte Eltern in drei Tonlagen: sachlich, einfühlsam, klar. Je 80 Wörter.
• Reflexion & Sparring: Die eigene Stundenplanung kritisch durchgehen lassen. KI ist ein erstaunlich präziser pädagogischer Sparringspartner.
ROSI-Prompt: Du bist kritische:r Fachdidaktiker:in. Gehe meine Stundenplanung Punkt für Punkt durch, finde drei Schwachstellen und schlage konkrete Verbesserungen vor.
Was bleibt
Was sich nicht ändert, ist die Beziehung zur Klasse. Das einzelne Kind. Der Moment, in dem eine Lehrkraft eine Stimmung im Raum auffängt. KI kann viel Vorbereitungsarbeit abnehmen, aber sie kann nicht spüren, wann jemand Trost statt Lob braucht. Genau dort liegt der Beruf. Und er wird durch KI nicht kleiner, sondern sichtbarer.
»Wir haben Generationen beigebracht, Antworten zu finden. Jetzt ist die Generation dran, der wir beibringen, die richtigen Fragen zu stellen.« Das beginnt bei den Lehrer:innen selbst, und es lohnt sich. Nicht nur für das nächste Schuljahr, sondern für alle, die danach kommen. •
→ Bildung = Hochrisiko-Bereich.
KI-Systeme, die Lernstände bewerten oder Noten vorschlagen, unterliegen besonders strengen Regeln.
Heißt konkret: Eine KI darf eine Schularbeit vorkorrigieren. Die Note vergibt die Lehrkraft, mit eigener Begründung.
→ Mensch hat das letzte Wort.
Eine KI darf in der Schule niemals allein über ein Kind entscheiden.
Heißt konkret: Bei Wiederholung, Aufstieg oder Übertritt ist die KI maximal Hilfsmittel zur Aufbereitung der Datenlage. Nie die letzte Instanz.
→ Transparenz-Pflicht.
Wer KI-generierte Inhalte einsetzt, soll das benennen können.
Heißt konkret: Wer ein KI-erstelltes Arbeitsblatt austeilt, sollte das im Kollegium und gegenüber Schüler:innen nicht verheimlichen.
WAS DARF MAN AUF GAR KEINEN FALL?
X Emotionserkennung im Klassenzimme r (auch wenn ein Tool damit wirbt, die Aufmerksamkeit der Klasse zu messen).
X Social Scorin g (kein KI-Punktekonto über das Verhalten von Schüler:innen).
X Schüler:innen-Daten in öffentliche KI-Dienste eingeben. Klarnamen, Adressen, Diagnosen, Familienverhältnisse haben in ChatGPT, Gemini oder Copilot nichts verloren, solange kein DSGVO-konformer Rahmen vorliegt.
Andreea Negru ist Vortragende und Vermittlerin rund um KI im Schul- und Berufsalltag. Im kommenden Schuljahr ist sie mit den CLV-Bezirken in ganz Oberösterreich unterwegs..
X Vollautomatische Notengebung ohne Lehrkraft-Review. Auch nicht bei Multiple-Choice-Tests, wenn daraus echte Zeugnisnoten werden.
590 07.09.2026 9:00 – 10:45 Uhr
591 07.09.2026 11:00 – 12:45 Uhr
592 07.09.2026 14:00 – 15:45 Uhr
593 07.09.2026 16:00 – 16:45 Uhr
Mit Herbst und Pranger sportlich & gesund ins neue Schuljahr (9:00 – 10:45 Uhr)
Mit Herbst und Pranger sportlich & gesund ins neue Schuljahr (11:00 – 12:45 Uhr)
Mit Herbst und Pranger sportlich & gesund ins neue Schuljahr (14:00 – 15:45 Uhr)
Mit Herbst und Pranger sportlich & gesund ins neue Schuljahr (16:00 – 17:45 Uhr)
594 02.10.2026 Crimetime Altstadt – Auf den Spuren realer Verbrechen in Linz
595 07.10.2026 Bridgekurs für Anfänger
596 10.10.2026 e*SA für Junglehrer:innen und Klassenvorstände
597 16.10.2026 Von feinen Damen und starken Frauen
598 06.11.2026 KI in der Schulorganisation – effizient und innovativ nutzen
599 20.11.2026 Backen im Atelier „Brot und Gebäck“
600 15.01.2027 KI in der Schulorganisation – effizient und innovativ nutzen
601 22. bis 23.01.2027 Schul- und Dienstrecht für Pflichtschullehrer:innen und Schulleiter:innen
602 22. bis 23.01.2027Langlaufen für Genießer:innen
603 30.01.2027 Erste-Hilfe-Kurs
604 26. bis 27.02.2027Schwierige Gespräche erfolgreich meistern
605 12.03.2027 Brioche flechten für Ostern (Osternesterl, Herzen, Osterhasen)
606 09.04.2027 Mythen & Symbole – Die verborgenen Botschaften von Linz
607 10.04.2027 KI im Klassenzimmer – Digitale Assistenten für einen smarten Schulalltag
608 10.04.2027 Workshop iPhone: Fotografie und Videos erstellen mit dem iPhone
609 10.04.2027 Lifestyle & Ernährung – Bedeutung für den Alltag
610 16.04.2027 Klassische, internationale Cocktails
611 16. bis 17.04.2027 Die Schule als „Tatort“ – Prävention und Strategien im Umgang mit Gewalt
612 17.04.2027 KI in der Schule – Intensivkurs aufbauend auf Bezirksseminare
613 24.04.2027 Mural Harbor – Graffitis – Hafencity mit dem Segway
614 04. bis 05.06.2027 Erlebnis-MTB-Touren im Oberen Mühlviertel – Grenzgebiet (A/D/CZ)
615 25. bis 26.06.2027Aus der Praxis: Tipps für neue Leiter:innen

hier gehts direkt zur Seminaranmeldung
Die Erfolgsgeschichte einer exklusiven Seminarreihe des CLV Oberösterreich
„Was ist, wenn da etwas passiert?“
Diese belastenden Gedanken treiben Pädagog:innen unermüdlich durch den Schulalltag und führen nicht selten zu erheblichen psychischen Belastungen bei der Berufsausübung.
Was bedeutet aber „rechtssicheres Arbeiten“ in der pädagogischen Welt?
Die Erwartungshaltung ist klar. Die Gesellschaft möge zur Kenntnis nehmen, dass Lehrer:innen hochmotiviert und mit außergewöhnlich hohem persönlichem Engagement die Bildungswelt am Laufen halten und keine Zeit für ständiges Hinterfragen und Rechtfertigen haben.
Doch der Wandel der Zeit hat auch die Schule erreicht. Immer häufiger werden die schulischen Abläufe kritisch hinterfragt und gehen nicht selten mit Vorwürfen einher.
Nun gilt es zu akzeptieren, dass Vorwürfe eine standardisierte rechtsstaatliche Prüfung erfordern und sich die mit dem Vorwurf konfrontierte Person es sich nicht aussuchen kann, in welcher Art und Weise und vor allem mit welcher Intensität und Akribie diese Vorwurfsprüfungen erfolgen.
Pädagog:innen, welche in ihrer beruflichen Karriere bereits mit Vorwürfen konfrontiert wurden, beschreiben nahezu gleichlautend, „..., wenn sie gewusst hätten, was da auf sie zukommt, sie alles anders gemacht hätten...“.
Und hier setzt das angebotene Rechtssicherheitstraining des CLV mit dem Topreferenten Rudolf Pföhs an:
• Verständnis zu der Entstehung von Vorwürfen (Hintergründe/ Motivation)
• Sensibilisierung bei der Erkennung von Vorwürfen
• Akzeptanz der unvermeidbaren Prüfungsabläufe nach Vorwürfen
• Aneignung einer strategischen Kernkompetenz bei Rechtsprüfungsverfahren
Das Thema der persönlich notwendigen Rechtssicherheit wird in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften offensichtlich eine eher untergeordnete Bedeutung beigemessen und führt letztendlich zu großer Verunsicherung im Alltag – auch und insbesondere beim persönlich notwendigen Krisenmanagement.
Bei diesem angebotenen Rechtssicherheitstraining werden anhand von praktischen Beispielen rechtlich abgehandelte Ereignisse aufgearbeitet und notwendiges spezifisches Fachwissen vermittelt.
Der gelebte Begriff der Verantwortung bei der pädagogischen Berufsausübung wird aufgeschnürt und der moralische und rechtliche Verantwortungsbereich tiefgehend erörtert.
Im rechtlichen Verantwortungsbereich werden straf-, dienst- und zivilrechtliche Verfahrensschritte notwendigerweise getrennt betrachtet und die jeweils handelnden Personen bzw. Institutionen erläutert. Ein tiefer Einblick in die jeweiligen Verfahrensabläufe, mitsamt den möglichen Instanzenzügen, ergibt letztlich Klarheit und Sicherheit. Die Erkenntnis, sich in professionelle Hände zu begeben und nicht der erworbenen „Fernsehkompetenz“ zu verfallen, stellt eine weitere wichtige zentrale Botschaft des Seminars dar. Zudem werden die negativen Folgen eines fehlenden Rechtsschutzes verständlich erklärt und die Vorteile der bestehenden Amtshaftung aufgezeigt.
Rudolf Pföhs

Ein weiterer Schwerpunkt des Rechtssicherheitstrainings beinhaltet das Verständnis von Rechten und Pflichten im Rahmen der Aufsichtspflicht.
„... darf ich Handys abnehmen?“
„... darf ich in Schultaschen nachsehen?“
„... muss ich bei Raufereien unter Schülern eingreifen?“
„... was mache ich bei Straftaten?“
„... was habe ich zu tun, wenn ein Schüler wegläuft?“
„... wie weit geht meine Verantwortung und Haftung?“
Diese und viele Fragen mehr beschäftigen Pädagog:innen bei ihrer täglichen Berufsausübung und werden ebenfalls praxisbezogen aufgearbeitet.
Zusammenfassend vermittelt das Seminar einerseits die Betrachtung der täglichen Verantwortungs- und Haftungsfrage im Kontext von Prüfungsverfahren und andererseits das Verständnis einer rechtskonformen Anwendung und Umsetzung der gesetzlichen Befugnisse im Klassenzimmer.
Die Seminare „Rechtssicherheit“ für den CLV Oberösterreich werden seit über 15 Jahren angeboten. Sechs bis acht Seminare jährlich erfreuen sich in den Bezirken ungebrochenen Zuspruchs und untermauern den notwendigen Bedarf dieser exklusiven Vortragsreihe. •
Rudolf Pföhs ist allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, internationale Referenten- und Lehrtätigkeit, Lehrbeauftragter an den Pädagogischen Hochschulen Österreichs und Landesakademien, Referent beim VertretungsNetz, der Fachstelle für Gewaltprävention und zahlreichen sozialen Einrichtungen, sowie bei verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen, Chefinspektor im Bundesministerium für Inneres, operativer Dienst bei der Antiterroreinheit Einsatzkommando COBRA, Ermittlungsbeamter der Einsatzgruppe zur Bekämpfung des Terrorismus.
Erstaunliches förderte jüngst eine Studie der Linzer JKU in Kooperation mit dem ÖBV mit an mehr als 2.000 Lehrkräften zutage: Österreichs Lehrerschaft finanziert einen Teil der unterrichtlichen Voraussetzungen selbst – und greift dabei z. T. tief in die eigene Tasche.
Daten zur Studie
Die Untersuchung kam Ende 2025 über eine Onlinebefragung der UNI Linz (Studienleiter Univ. Prof. Chr. Helm) zustande, wobei – um einer statistischen Repräsentativität nahezukommen – die erhobenen Daten gewichtet wurden. Dies unter Verwendung amtlicher Statistiken für die Variablen Alter, Geschlecht, Schultyp und Bundesland. Die so entstandenen Gewichte wurden „getrimmt“, damit Merkmalskombinationen die Befunde nicht zu stark beeinflussen.
Nur die wenigsten Befragten gaben –nach Schultypen geordnet – an, keine privaten Gelder für unterrichtliche Zwecke auszugeben: Im VS Bereich waren es 0%, mit anderen Worten ist es offenbar dort üblich und selbstverständlich, privat zu investieren, um die finanziellen Rahmenbedingungen des Unterrichts sicherzustellen!
Mag. Wolfgang Schwarz stv. Redaktionsleiter, ehem. Institutsleiter PH/OÖ
Wo investiert wird (Auswertung offener Antworten)
• Klassenzimmer und Einrichtung
Möbel, Spiele, Dekoration, Bücher, Montessori Material, Geschenke
• Unterrichts- und Verbrauchsmaterial
Kopiervorlagen, Kopierpapier, Druckerpatronen, Mappen, Stifte, Arbeitshefte
• Digitale Infrastruktur und Kommunikation
Handy- und Computernutzung, Drucker, WLAN – Internet zur Unterrichtsplanung
• Schulveranstaltungen
Parkgebühren, Eintritte, div. Kosten bei Sprachreisen (AHS)
• Fachliteratur bzw. Weiterbildung
Abo für U-Materialien, Lernspiele, Bastelmaterial
• Arbeitszimmer
Strom, Heizung, Büromöbel, Raumkosten

• Klassenvorstandsarbeit Genannt wurde eine Vielzahl an Anlässen, zu denen Lehrpersonen privat beisteuern, begonnen von Adventkalender und -kranz, Ostern, Geburtstage von Schüler:innen sowie div. Bastelmaterial.
Die Größenordnungen 1 € bis 200 € Über verschiedene Schultypen gerechnet zeigte sich, dass der größte Teil der Lehrkräfte jährlich zwischen 1 € und 200€ ausgibt. Besonders hoch war dieser Anteil an Mittelschulen und AHS mit jeweils rund 42 %, gefolgt von BMHS (40 %) und Berufsschulen (39 %). Auch an Volksschulen (36 %) sowie Sonderschulen (30 %) bildete diese Kategorie den häufigsten Ausgabenbereich.
201 € bis 400 € Ein weiterer bedeutender Anteil der Wie viel von Ihrem privaten Geld geben Sie aktuell pro Jahr für berufliche Dinge aus?
Lernmaterialien (Arbeitshefte, Kopiervorlagen)
Digitale Endgeräte
Material zur Schularbeitsvorbereitung/Lernstandserhebung
Gigitale Tools (zB KI, Lern-Apps,...)
Schulbücher
Ja Nein
Lehrkräfte gab zwischen 201 € und 400 € pro Jahr aus. Diese Kategorie umfasste je nach Schultyp 8% bis 2 2%. Besonders hohe Anteile fanden sich hier an Mittelschulen (22 %) und Sonderschulen (21 %).
401 € bis 600 €
Immerhin wurde – abhängig von Schultyp – auch diese Ausgabenkategorie von den Befragten genannt und zeigte einen Range zwischen 14 % bis 26 %.
Die Unterschiede nach Schultypen – die Top 3 Naturgemäß zeigt sich das private Investment z.T. stark abhängig vom Schultyp, wobei o.a. Mittelwerte verdeutlichen, dass jede Ausgaben-Kategorie für jede Schultype von Bedeutung ist.
A) Lernmaterialien – „strukturelles Phänomen“
Hier sind es besonders die Lehrkräfte an VS, die in die eigene Tasche greifen: 91 % der Befragten gaben an, privates Geld für Lernmaterialien auszugeben! Auch an Sonderschulen war der Anteil mit 78% sowie an Mittelschulen mit 76 % sehr hoch. An Berufsschulen investieren 71 %, an AHS 70% und an BMHS immerhin
noch 63 %.
Fazit der Studienautoren:
„Insgesamt verdeutlichte die Analyse, dass private Ausgaben für Lernmaterialien ein strukturelles Phänomen im Lehrberuf darzustellen scheinen“
B) Digitale Endgeräte
72 % der Lehrpersonen an BMHS gaben an, entsprechende Ausgaben zu tätigen. An Berufsschulen waren es 62 %, an Volksschulen 59%, an Mittelschulen 55 %, an Sonderschulen 44 %.
Fazit der Studienautoren:
„Insgesamt lässt sich feststellen, dass digitale Endgeräte für viele Lehrkräfte einen Bereich darzustellen scheinen, in dem private Ausgaben üblich sind.“
C) Materialien zur Schularbeitsvorbereitung / Lernstandserhebung
Die Unterschiede zwischen den Schultypen zeigten sich in dieser Kategorie weniger ausgeprägt. Lehrpersonal an VS gab immerhin zu 52% an, in diesem Bereich privat investieren zu müssen. In den übrigen Schultypen lag der Anteil an Lehrkräften mit privaten Ausgaben unter 50%, BMHS und AHS zu 42% bzw. 41 %, Sonderschulen zu 38 % und Berufsschulen zu 35 %.
Fazit der Studienautoren:
„Zusammenfassend zeigte die Analyse, ... dass hier, je nach Schultyp, rund ein Drittel bis über die Hälfte der Lehrkräfte privates Geld einsetzte.“
Österreichs Lehrer:innen finanzieren also einen nicht unwesentlichen Teil des Unterrichts selbst – und greifen für ihre Schüler:innen dabei teils tief in die eigene Tasche. Das wirft grundsätzliche Fragen auf. Wenn Lehrkräfte nämlich zentrale Unterrichtsmittel selbst bezahlen müssen, verschiebt sich die Verantwortung zunehmend vom Staat auf Einzelpersonen. Das bleibt nicht ohne Folgen, weil dadurch die Chancengerechtigkeit immer mehr unter Druck gerät. Eine erste Erleichterung wäre die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit sämtlicher „Privatinvestitionen“, die logische Konsequenz aber eine 100 %ige Finanzierung durch den Dienstgeber.
Paul Kimberger



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Michael Weber CLV-Generalsekretär
Der Christliche Lehrerverein Oberösterreich (CLV OÖ) steht seit vielen Jahrzehnten für eine verantwortungsvolle und werteorientierte Vertretung aller Pädagog:innen. Gerade in einer Zeit, in der der Bildungsbereich vor immer größeren Herausforderungen steht, zeigt sich deutlich, wie unverzichtbar ein starkes und vertrauensvolles Zusammenspiel zwischen CLV, Personalvertretung und Gewerkschaft ist.
Pädagogische Herausforderungen, gesellschaftliche Veränderungen, zunehmende Verwaltungsaufgaben und steigende Erwartungen verlangen nicht nur hohen persönlichen Einsatz, sondern auch starke Partner an der Seite unserer Lehrer:innen.
Die CLV-Personalvertretung
Unsere CLV-Personalvertreter:innen sind dabei die unmittelbaren Ansprechpartner vor Ort. Sie kennen die täglichen Herausforderungen an den Schulen, hören zu, unterstützen, beraten und setzen sich mit großem Engagement für faire Arbeitsbedingungen und gute Lösungen ein.
Die Gewerkschaft wiederum verleiht diesen Anliegen auf Landesund Bundesebene das notwendige Gewicht. Sie sorgt dafür, dass die Interessen der öffentlich Bediensteten in Verhandlungen mit Nachdruck vertreten werden und setzt sich konsequent für Verbesserungen bei Gehalt, Arbeitsbedingungen, so-
zialer Absicherung und beruflicher Zukunft ein. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig eine starke Interessenvertretung ist, die geschlossen auftritt und mit einer gemeinsamen Stimme spricht.
„Der CLV verbindet Menschen, schafft Zusammenhalt und fördert ein Miteinander, das weit über dienstliche Fragen hinausgeht.“

Lehrperson, sondern den gesamten Bildungsbereich in Oberösterreich.
Der CLV OÖ versteht sich in diesem Zusammenhang als starke Gemeinschaft, die auf christlich-sozialen Werten, gegenseitigem Respekt und Solidarität aufbaut. Der CLV verbindet Menschen, schafft Zusammenhalt und fördert ein Miteinander, das weit über dienstliche Fragen hinausgeht. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Personalvertretung und der Gewerkschaft entsteht eine kraftvolle Partnerschaft, die den Lehrer:innen Sicherheit, Unterstützung und Orientierung bietet. Dieses Netzwerk stärkt nicht nur die einzelne
Dialog – Vertrauen –Engagement Ich bin davon überzeugt, dass ein respektvoller Dialog, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsames Engagement Grundlagen für erfolgreiche Interessensvertretung sind. Nur wenn Personalvertretung, Gewerkschaft und der CLV OÖ Hand in Hand arbeiten, können Anliegen wirksam vertreten und notwendige Verbesserungen erreicht werden. Die enge Zusammenarbeit hat sich über Jahrzehnte bewährt und wird auch in Zukunft unverzichtbar sein. Denn Geschlossenheit bedeutet Stärke – und Stärke ist entscheidend, wenn es darum geht, die Interessen der Pädagog:innen nachhaltig zu sichern und die Zukunft unserer Schulen aktiv mitzugestalten. Mein besonderer Dank gilt daher allen Funktionär:innen im CLV, der Personalvertretung sowie der Gewerkschaft, die mit großem Einsatz, Verantwortungsbewusstsein und persönlichem Engagement täglich für die Anliegen der Lehrer:innen eintreten. Miteinander werden wir im CLV weiterhin Schule und Bildung mit voller Kraft gestalten. Für die bevorstehenden Sommerferien wünsche ich euch eine erholsame Zeit und freue mich auf ein Wiedersehen bei der CLV-Summernight 2026. •
Die jüngsten Gewerkschaftstage der Pflichtschul- und Berufsschullehrer:innen im Mai 2026 waren für uns als Christlicher Lehrerverein ein beeindruckender Erfolg. Es erfüllt mich als Landesobfrau mit großem Stolz, dass der CLV nun die Bundesvorsitzenden in beiden entscheidenden gewerkschaftlichen Vertretungen stellt. Die überwältigenden Wahlergebnisse sind nicht nur eine Bestätigung für die großartige Arbeit der Vergangenheit, sondern auch ein unmissverständlicher Auftrag für die Zukunft. Paul Kimberger mit sensationellen 99,17 % im Amt bestätigt.
Am 5. und 6. Mai 2026 kam der 19. Ordentliche Bundestag der Gewerkschaft Pflichtschullehrer:innen (APS) in Wien zusammen. Unsere Bundesvertretung 10 ist mit fast 50.000 Mitgliedern das mit Abstand stärkste Fundament innerhalb der GÖD.
Dass unser bewährter Bundesvorsitzender Paul Kimberger mit einem nahezu einstimmigen Ergebnis von 99,17 Prozent wiedergewählt wurde, ist ein eindrucksvoller Vertrauensbeweis. Die 120 Delegierten aus ganz Österreich haben damit ein klares Signal der Geschlossenheit gesendet.

Birgit Maringer CLV-Landesobfrau

Inhaltlich haben wir ein starkes Forderungspaket geschnürt. Wir als CLV stehen vollkommen hinter den beschlossenen Anträgen:
• Massive Entlastung: Eine rasche Verbesserung der Situation an den Pflichtschulen und ein echter Abbau der überbordenden Bürokratie – unter anderem durch die gesetzlich verankerte, flächendeckende Umsetzung von pädagogisch-administrativem Unterstützungspersonal.
• Mensch vor Technik: Ein klares Bekenntnis zur echten Menschenbildung. Pädagogik muss auch im Zeitalter von KI immer vor Technik und Technologie kommen.
• Ausbildung & Praxis: Eine praxisnähere Reform der Lehrer:innenausbildung sowie die dringend notwendige Wiedereinführung des Sonderschullehramtes.
• Ressourcen: Die Forderung nach einer Doppelbesetzung in den Volksschulen sowie mehr Unterstützung im Bereich Umweltund Ressourcenschonung.
Erika Merta führt ab sofort die Bundesvertretung der Berufsschulen
Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ tagten kurz darauf die Berufsschullehrer:innen in St. Pölten. Auch hier durften wir als CLV-Familie jubeln: Erika Merta wurde mit
← 99,17% Zustimmung: eindrucksvoller Vertrauensbeweis und Lohn für jahrzehntelangen Einsatz
hervorragenden 93,22 Prozent zur neuen Bundesvorsitzenden der Berufsschulen gewählt.
Gemeinsam mit den 60 Delegierten wurde ein klares, strategisches Arbeitsprogramm für die neue Funktionsperiode definiert. Die eingebrachten Anträge spiegeln genau die Kernanliegen wider, für die wir uns im CLV seit jeher stark machen:
• Die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsplatzgestaltung .
• Ein starker Fokus auf die Lehrer:innengesundheit und Sicherheit an den Schulen.
• Zukunftsorientierte Konzepte für die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Berufsschulwesen.
Starke Sozialpartnerschaft für unsere Pädagog:innen Besonders gefreut hat uns, dass unser GÖD-Vorsitzender Mag. Dr. Eckehard Quin bei beiden Bundestagen als Ehrengast anwesend war. Er gratulierte den neu gewählten Bundesleitungen herzlich und betonte die enorme Bedeutung unserer lösungsorientierten, sozialpartnerschaftlichen Arbeit.
Mein Fazit als Landesobfrau: Dass der CLV nun beide Spitzenpositionen stellt, zeigt unsere Kraft und das Vertrauen, das unsere Gesinnungsgemeinschaft im österreichischen Bildungswesen genießt. Mit Paul Kimberger und Erika Merta an der Spitze sind die Pflichtschul- und Berufsschullehrer:innen bestens für die kommenden Herausforderungen gerüstet.
•
5. – 6. Mai 2026, Wien
Erstellung eines Arbeitsprogrammes für die nächsten fünf Jahre anlässlich des 19. Bundestages der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer:innen Österreich:
Gefordert wird unter anderem eine rasche Verbesserung der schulischen Situation von Pädagog:innen an Pflichtschulen, eine deutliche Entlastung von Verwaltung und Bürokratie, damit verbunden eine dem Gesetz entsprechende Umsetzung des flächendeckenden Einsatzes von pädagogisch-administrativem Unterstützungspersonal, ein Bekenntnis zur Menschenbildung
Petra Praschesaits Vorsitzende-Stellvertreterin der GÖD OÖ
mit dem Hinweis, dass Pädagogik auch vor Technik und Technologie (KI) kommen muss, eine Reform der Lehrer:innenausbildung mit mehr Praxisbezug, die Wiedereinführung

des Sonderschullehramtes, eine Doppelbesetzung in der Volksschule und nicht zuletzt mehr Unterstützung im Bereich der Umwelt- und Ressourcenschonung. •
Folgende, bei der Delegiertenversammlung des CLV Oberösterreich 2025 beschlossenen Anträge, wurden in das Arbeitsprogramm der Bundesleitung aufgenommen:
→ Errichtung eines Zeitguthabenkontos bzw. Bezahlung der geleisteten Überstunden für Diversitätsmanager:innen (Dienstrecht für Landeslehrer:innen)
→ Vereinfachung der Handhabung für Reiserechnung online und Aktualisierung der Handhabung
→ iKMplus
- Entfall der Testdurchführung in der 4. bzw. 8. Schulstufe
- Vereinfachung des Systems mit Zielsetzung der Verringerung des Zeitaufwandes
→ Möglichkeit in der 4. Klasse Mittelschule eine Betragensnote auszustellen, um den Schüler:innen vor dem Übertritt eine verbindliche Rückmeldung zum Verhalten zu geben – nicht nur für die Jugendlichen selbst, sondern auch als verlässliche Information für weiterführende Schulen bzw. Firmen am weiteren Bildungs- und Berufsweg.
→ Erweiterung des § 13 Abs. 3 Schulunterrichtsgesetz, dass ein Ausschluss von einer mehrtägigen Schulveranstaltung (z. B. Wienwoche) auch bei anhaltend störendem und dokumentiert regelwidrigem Verhalten möglich ist, ohne dass eine unmittelbare Gefährdung
vorliegen muss, sofern die Klassenkonferenz dies mit Beschluss festlegt.
→ Bereitstellung der Budgetmittel für die Betreuung, Wartung und Erneuerung der EDV-Endgeräte (auch Lehrergeräte der Geräteinitiative) und Bereitstellung von Ressourcen für Netzwerkinfrastruktur und Schutzsoftware
→ Bereitstellung der Ressourcen für die Beibehaltung des Team-Teachings auch in kleinen Klassen mit 14 oder weniger Schüler:innen
→ Deutliche Aufstockung sowie eine langfristige Sicherstellung der Schulassistenzstunden
→ mehr Investitionen in Schule und Bildung
→ mehr voll ausgebildete Pädagog:innen
→ mehr Gesundheit durch Arbeitsmedizin und Arbeitsinspektorat
→ mehr echte Autonomie und Nachhaltigkeit für unsere Schulen
Streiflichter aus dem 19. Bundestag der Pflichtschullehrer:innenGewerkschaftÖsterreich
5. – 6. Mai 2026, Wien
„
1. Demokratie und internationale Ordnung stehen unter Druck
„ „ „ „
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, autoritäre Tendenzen, das Agieren des US-Präsidenten und die Erosion internationaler Regeln gefährden Demokratie, Frieden und das Prinzip solidarischer Zusammenarbeit zwischen Staaten.
2. Populismus und politische Radikalisierung leben von Angst und Ohnmacht
Rechtspopulistische Kräfte gewinnen an Einfluss, indem sie Angst vor Abstieg und Kontrollverlust nutzen. Sie stellen demokratische Institutionen, Medien, Wissenschaft und Gewerkschaften infrage und fördern gesellschaftliche Spaltung.

3. Gewerkschaften und Sozialpartnerschaft sind zentrale Stützen der Demokratie
Gewerkschaften sind keine überholten Institutionen, sondern demokratische Organisationen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten, soziale Stabilität schaffen und Konflikte durch Dialog und Ausgleich lösen helfen.
4. Bildung und Lehrkräfte sind entscheidend für die Zukunft der Republik
Lehrer:innen prägen Generationen langfristig und stärken demokratische Werte. Deshalb braucht Bildung echte Unterstützung und Investitionen – denn eine Gesellschaft, die bei Bildung spart, gefährdet ihre eigene Zukunft.
5. Demokratie braucht Engagement, Solidarität und starke Institutionen
Demokratie funktioniert nicht von selbst. Sie braucht aktive Mitgestaltung, organisierte Interessenvertretung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gewerkschaften sind ein Bollwerk gegen Autoritarismus und Partnerinnen der Republik.
← GÖD-Vors.
Dr. Eckehard Quin
↓ 120 Delegierte erstellten einen umfangreichen Forderungskatalog

Die Behauptung ist für mich schlicht unzulässig, die so genannte »Allgemeinheit« würde auf der einen Seite und die Gewerkschaften auf der anderen Seite stehen. Die das behaupten, wollen nur Polarisierung und Spaltung, nichts anderes.
Ganz im Gegenteil war und ist gerade die überparteiliche Gewerkschaftsbewegung immer ein staatstragendes Element der Zweiten Republik, seit jeher ein unverzichtbarer Faktor zum Wohl der Menschen Österreichs, ein wichtiger Bestandteil unserer modernen Demokratie und ein gerade in diesen unsicheren Zeiten ein dringend notwendiges soziales Gewissen für unser Land. Wobei ein moderner Staat, der seinen Gewerkschaften keinen Handlungsspielraum zubilligt, eines von beiden nicht mehr ist: entweder nicht modern oder keine Demokratie!
„ „
In Erinnerung an den friedlichen Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor mehr als 35 Jahren ist zweifellos festzuhalten: Dieser friedliche Umsturz totalitärer kommunistischer Regime wurde vor allem von der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc getragen. Die gewerkschaftliche „Waffen“ sind das Argument und der Dialog. Wo ernsthafte Gespräche stattfinden, ist das Risiko einer gewaltsamen Auseinandersetzung gering. Das ist die große Stärke von Gewerkschaften.
Vieles ist aber sozial- und arbeitsrechtlich scheinbar eine Selbstverständlichkeit geworden. Und genau diese Selbstverständlichkeit verleitet manche zur Meinung und zur Frage, ob man denn heute noch eine Standesvertretung braucht. Das ist ungefähr so schlüssig, wie zu behaupten, es brauche keine Kraftwerke mehr, weil der Strom ohnehin aus der Steckdose kommt. Was wären die Konsequenzen dieses fatalen Irrtums? Jeder verhandelt seine dienstrechtlichen Bestimmungen mit dem Dienstgeber selbst, oder auch nicht. Jeder verhandelt seine Gehaltserhöhung selbst, oder auch nicht. Jeder klagt bei Rechtswidrigkeiten
seinen Arbeitgeber selbst, oder auch nicht. Jeder verhandelt seine Regelungen im Fall eines Krankenstandes selbst, oder auch nicht. Jeder wehrt sich gegen eine seit Jahren immer wieder in Diskussion stehende Erhöhung der Arbeitszeit selbst oder auch nicht.
Die Messung von Bildungsqualität ist entsprechend schwierig, komplex und wiederum abhängig von der Perspektive. Vor allem messbare Parameter sind, mit allen daraus resultierenden negativen schulischen Konsequenzen, immer wichtiger geworden und erheben ernsthaft den Anspruch, Qualität und Defizite schulischer Bildung (inter)national objektiv zu vergleichen. Dazu konzipierte Testverfahren wie PISA oder individuelle Kompetenzmessungen wie iKMPLUS in der 3., 4., 7. und 8. Schulstufe liefern standardisiert zwar riesige Datenmengen, erfassen aber wichtige Aspekte wie Kreativität, Empathie oder kritisches Denken nicht.

↑ GÖD-APS-Vors. LO Paul Kimberger
Im Rahmen des Bundestags der Gewerkschaft Pflichtschullehrer:innen, der mit fast 50.000 Mitgliedern mit Abstand größten Vertretung Berufstätiger in der GÖD, wurde der Vorsitzende Paul Kimberger mit eindrucksvollen 99,17 Prozent wiedergewählt.
Wir gratulieren unserem Landesobmann zu diesem beeindruckenden Ergebnis!
Unsere Schulen sollten also in die Lage versetzt werden, sich möglichst autonom und flexibel gesellschaftspolitischen Veränderungen (mehr oder weniger zeitgeistig) anpassen zu können. Um das zu erreichen, muss der Fokus aber vor allem auf unsere Lehrer:innen und Schulleiter:innen gerichtet sein, die unter vielfach sehr schwierigen Rahmenbedingungen tagtäglich großartige Arbeit für unsere Kinder und Jugendlichen und damit für unsere gesamte Gesellschaft leisten. Sie brauchen wieder ausreichend Zeit für ihre pädagogischen Aufgaben und Vertrauen statt Gängelung und Bevormundung.

Die bildungspolitischen Vorschläge von Bildungsminister Christoph Wiederkehr stoßen zunehmend auf Skepsis – und das aus gutem Grund. Während sie auf den ersten Blick nach pragmatischen Reformen klingen, offenbaren sie bei näherer Betrachtung erhebliche Schwächen in Konzept und Umsetzung.
Chancenbonus-Programm Schon ab dem nächsten Schuljahr sollen in Österreich 400 Brennpunktschulen mehr Personal bekommen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Schulen mit größeren Herausforderungen stärker zu unterstützen. Schulen sollen zusätzliches Personal aus unterschiedlichen Fachbereichen (zum Beispiel Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Sozialpädagogik, Schulpsychologie, Theaterpädagogik, Psychotherapie sowie Förderung in den Bereichen Legasthenie und Dyskalkulie) erhalten.
Problematisch ist jedoch die Art der Umsetzung: Wenn allein für Wien mehr als die Hälfte der Schulen eingeplant sind, kann der Verdacht entstehen, dass diese Maßnahmen hauptsächlich zur Befriedung der Bedürfnisse in der Bundeshauptstadt dienen.
„Mittleres Management“ Die Idee dahinter ist, Schulleitungen zu entlasten und organisatorische Abläufe effizienter zu gestalten. Das Konzept sieht vor, dass Lehrkräfte bestimmte organisatorische oder pädagogische Aufgaben (wie etwa die Organisation schulischer Veranstaltungen) übernehmen und im Gegenzug ihre Unterrichtsverpflichtung reduzieren können. An allen allgemeinbildenden Pflichtschulen stehen künftig zusätzliche, nach Schulgrö-
Dietmar Stütz Vorsitzender des Zentralausschusses für APS
ßen gestaffelte, Zeitressourcen für Lehrpersonen bereit. Eine jahrelang herrschende Ungleichbehandlung zwischen Pflichtschulen und höheren Schulen wird dadurch beseitigt! Die Ressourcen werden anhand der Klassen- und Schulgröße gestaffelt vergeben. Für das Schuljahr 2026/27 gilt: Für große Schulen mit 15 Klassen stehen 13 Wochenstunden, ab 16 Klassen 14 Wochenstunden und ab 17 Klassen 15 Wochenstunden zur Verfügung. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll das „mittlere Management“ auch für Schulen mit weniger Klassen eingeführt werden. Damit bleibt zu hoffen, dass nicht wieder nur die Zentralräume mit Ressourcen belohnt werden!
Die Schulleitung hat in einem Organisationsplan festzulegen, wie die für das „Mittlere Management“ zur Verfügung gestellten Ressourcen einzusetzen sind, welche Landeslehrpersonen mit der Funktion zu betrauen und welche Verwaltungs- und Managementaufgaben an diese zu übertragen sind. Die Erstellung dieses Planes darf aber keineswegs wieder zu einem weiteren Bürokratiemonster werden.
Sechs Jahre Volksschule –eine pädagogische Errungenschaft?
Ein derzeit heftig diskutierter Vorschlag ist die Verlängerung der Volksschule auf sechs Jahre. Der Minister argumentiert, dass dadurch mehr Zeit für individuelle Förderung gewonnen werde und soziale Unterschiede besser ausge-

glichen werden könnten. Doch diese Hoffnung erscheint zumindest optimistisch. Eine längere gemeinsame Schulzeit löst nicht automatisch strukturelle Probleme wie ungleiche Startbedingungen oder fehlende Ressourcen. Ohne massive Investitionen in Personal, Förderprogramme und Infrastruktur droht die Reform, lediglich eine Verlängerung teilweise bestehender Defizite zu werden. Zudem könnte die spätere Trennung der Bildungswege leistungsstarke Schüler:innen bremsen, während die Unterstützung schwächerer Schüler:innen weiterhin nur mit hohem Aufwand möglich ist. Abgesehen davon ist die Finanzierung der dann nötigen Mittel keinesfalls gesichert. Die Schulerhalter in den Kommunen für die finanziellen Zusatzkosten aufkommen zu lassen, ist aufgrund der herrschenden angespannten Finanzsituation in den Gemeinden und Städten grob fahrlässig und kann nur als realitätsfremder Wunsch angesehen werden! •
Schließlich darf ich Ihnen noch viel Energie für die letzten Tage dieses Unterrichtsjahres wünschen. Nützen Sie die Ferien für ein Innehalten. Tanken Sie Kraft und sehen Sie mit Stolz auf Ihre geleistete Arbeit zurück!
Informationen aus Personalvertretung und Gewerkschaft
Eine gute Pensionsvorsorge ruht auf verschiedenen Säulen:
a) Staatliche Pensionsvorsorge (ASVG, APG, PG 1965)
b) Betriebliche Pensionsvorsorge (Bundespensionskasse)
c) Individuelle Pensionsvorsorge
Die Bundespensionskasse AG (BPK) ist eine betriebliche Pensionskasse im Alleineigentum des Bundes, die 1999 gegründet wurde. Sie ist unter anderem für Landes(vertrags)lehrpersonen zuständig. Mit dem Pensionskassenmodell wurde eine Zusatzpension geschaffen, mit dem Ziel, das Pensionskapital der Begünstigten bestmöglich zu veranlagen.
Nach insgesamt einem ununterbrochenen Dienstjahr (= Wartefrist auf Einbeziehung) ab Beginn des Dienstverhältnisses beginnt der
Unsere Kraft: kommt aus dem Miteinander.
Dietmar Stütz, Vorsitzender im ZA Lehrerpersonalvertretung
Tel.: 0732/718888-101 dietmar.stuetz@bildung-ooe.gv.at
Dienstgeber die Beitragsleistung an die BPK. Die Monate Juli und August gelten bei Lehrerinnen und Lehrern nicht als Unterbrechung.
Der Dienstgeber leistet aktuell einen monatlichen Beitrag in der Höhe von 0,75 % der Bemessungsgrundlage an die BPK. Die Bemessungsgrundlage entspricht in etwa jenen Teilen des Monatsbezuges samt Sonderzahlungen, für die Beiträge an die staatliche Pensionsvorsorge geleistet werden.
Die BPK zahlt grundsätzlich immer eine laufende Zusatzpension aus.
Allfällige Einmalauszahlung
Eine Einmalauszahlung (Pensionsabfindung oder Abfindung eines unverfallbaren Anspruchs) erfolgt seitens der BPK, wenn der Wert des

Anspruchs auf Zusatzpension (aus Beiträgen des Dienstgebers, Eigenbeiträgen inkl. staatlichen Prämien und aus Übertragungen insgesamt) die gesetzlich festgelegte Wertgrenze von 16.500 EUR (Stand 2026) nicht übersteigt. Wird diese Grenze überschritten, ist eine Einmalauszahlung gesetzlich unzulässig.
Es besteht auch die Möglichkeit, durch freiwillige Eigenbeiträge eine höhere Zusatzpension mit staatlicher Prämienförderung zu erhalten.
Nähere Auskünfte erhalten Sie diesbezüglich unter: https://bundespensionskasse.at
Die Jahresinformation für das Jahr 2025 bekommen Sie über das Portal der BPK.
Michael Weber, Vors.-Stellvertreter im ZA Lehrerpersonalvertretung
Generalsekretär des CLV OÖ Tel.: 0732/718888-108 michael.weber@bildung-ooe.gv.at

Quellen: §§ 30 und 31 LDG, § 5a VBG und §§ 17, 51 und 57 SchUG
Die Dienstpflichten der Lehrpersonen können in allgemeine Dienstpflichten und besondere, mit dem Lehramt verbundene Dienstpflich-
ten, eingeteilt werden. Allgemeine Dienstpflichten (diese haben alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu erfüllen)
sind insbesondere die treue und gewissenhafte Wahrnehmung aller dienstlichen Aufgaben, die Befolgung der Weisungen der Vorgesetzten sowie die Einhaltung der Amtsverschwiegenheit .
Besondere Dienstpflichten sind mit dem Lehramt verbunden und sowohl im Dienstrecht als auch im Schulunterrichtsgesetz festgelegt. Sie betreffen insbesondere die Erteilung des regelmäßigen Unterrichtes im Rahmen der Lehrverpflichtung und die Erfüllung aller mit der lehramtlichen Stellung zusammenhängenden sonstigen Obliegenheiten.
Dienstpflichten gegenüber Vorgesetzten und Befolgung von Weisungen
Lehrpersonen sind verpflichtet, ihre Vorgesetzten (dies sind insbesondere Schulleitungen) zu unterstützen
und die ihnen erteilten Weisungen zu befolgen. Die Befolgung einer Weisung darf abgelehnt werden, wenn diese von einem unzuständigen Organ erteilt wurde oder die Befolgung der Weisung gegen strafrechtliche Vorschriften verstoßen würde.
Halten Lehrpersonen eine Weisung aus anderen Gründen (z.B. wegen eines vermuteten Verstoßes gegen das Schulunterrichtsgesetz) für rechtswidrig, haben sie diese Bedenken der/dem Vorgesetzten mitzuteilen. Vorgesetzte haben, sofern sie auf der Weisung beharren, diese schriftlich zu erteilen (andernfalls gilt die Weisung als zurückgezogen).
Lehramtliche Pflichten
Lehrpersonen sind zur Erteilung regelmäßigen Unterrichtes (Unterrichtsverpflichtung bzw. Lehrverpflichtung) sowie zur Erfüllung der sonstigen aus ihrer lehramtlichen Stellung sich ergebenden Obliegenheiten verpflichtet und haben die vorgeschriebene Unterrichtszeit einzuhalten.
Dienstpflichtverletzung
Eine Dienstpflichtverletzung sollte, wenn möglich, schul- bzw. bezirksintern bereinigt werden. Dienstpflichtverletzungen müssen schriftlich gemeldet werden (Dienstweg).
(1) Der Leistungsfeststellung zum Zweck der Leistungsbeurteilung dienen:
a) die Feststellung der Mitarbeit der Schüler im Unterricht,
b) besondere mündliche Leistungsfeststellungen (mündliche Prüfungen* und Übungen),
c) besondere schriftliche Leistungsfeststellungen (Schularbeiten, schriftliche Überprüfungen (Tests, Diktate),
d) besondere praktische Leistungsfeststellungen,
e) besondere graphische Leistungsfeststellungen.
(2) Die Einbeziehung praktischer und graphischer Arbeitsformen, zB die Arbeit am Computer oder projektorientierte Arbeit in mündliche und schriftliche Leistungsfeststellungen ist zulässig. Bei praktischen Leistungsfeststellungen ist die Einbeziehung mündlicher, schriftlicher,
Karl Wagner
Personalvertreter im ZA Tel.: 0732/718888-106 karl.wagner@bildung-ooe.gv.at
praktischer und graphischer Arbeitsformen zulässig.
(3) Die schriftliche Leistungsfeststellung (siehe 1c) dürfen nie für sich allein oder gemeinsam die alleinige Grundlage einer Semester- bzw. Jahresbeurteilung sein.
(4) Unbeschadet der Bestimmungen des § 5 Abs. 2 (Wunschprüfung) sind zum Zweck der Leistungsbeurteilung über die Leistungsfeststellungen auf Grund der Mitarbeit der Schüler im Unterricht und über die lehrplanmäßig vorgeschriebenen Schularbeiten hinaus nur so viele mündliche und schriftliche Leistungsfeststellungen vorzusehen, wie für eine sichere Leistungsbeurteilung für ein Semester oder für eine Schulstufe unbedingt notwendig sind.
(5) Unter Beachtung der Bestimmung des Abs. 4 sind die in Abs. 1 genann-

ten Formen der Leistungsfeststellung als gleichwertig anzusehen. Es sind jedoch Anzahl, stofflicher Umfang und Schwierigkeitsgrad der einzelnen Leistungsfeststellungen mit zu berücksichtigen.
Mündliche Prüfungen sind unzulässig (* § 5 Abs. 11 LBVO) a) in der Volksschule in der 1. bis 4. Schulstufe in allen Unterrichtsgegenständen, b) in der Mittelschule in Bildnerischer Erziehung, Geometrischem Zeichnen, Bewegung und Sport, Werkerziehung (Technisches Werken, Textiles Werken), Maschinschreiben und Kurzschrift, c) in der Polytechnischen Schule in Bewegung und Sport, Technischem Zeichnen, Werkerziehung, Stenotypie, Maschinschreiben und Kurzschrift.
Berufstitel sind Auszeichnungen für besondere Leistungen. Sie werden vom Bundespräsidenten an Personen verliehen, die sich in langjähriger Ausübung ihres Berufes Verdienste um die Republik Österreich erworben haben. In der Regel werden diese Titel durch die zuständige Bundesministerin/den zuständigen Bundesminister übergeben.
Hofrat/Hofrätin (HR) für den/die Leiter:in des Pädagogischen Dienstes, Rektor:innen an Pädagogischen Hochschulen, Direktor:innen von höheren Schulen,...
Alois Prinzensteiner
Personalvertreter im ZA
Tel.: 0732/718888-105 alois.prinzensteiner@bildung-ooe.gv.at
Regierungsrat/Regierungsrätin (RR) für Schulqualitätsmanager:innen, Abteilungsleiter:innen, Fachinspektor:innen, Vizerektor:innen an Pädagogischen Hochschulen
Oberschulrat/Oberschulrätin (OSR) Voraussetzungen:
• eine mind. 6-jährige Funktionsdauer als Schulleiter/in
• eine mind. 26-jährige Dienstzeit
• ausgezeichnete Dienstbeurteilung
Schulrat/Schulrätin (SR) Voraussetzungen:
1. Aufgaben der Lehrerkonferenzen (1) Inhalt
- zur Erfüllung der ihnen durch die Rechtsvorschriften übertragenen Aufgaben
- zur Beratung gemeinsamer Fragen des Unterrichts
- zur Evaluation oder zur Beratung der beruflichen Fortbildung
- Konferenz/Tagesordnungspunkt kann von einem Drittel der Lehrer:innen verlangt werden (2) Klassenkonferenzen – mehrerer Klassen können gemeinsam abgehalten werden – Stimmrecht nur für jene Lehrer:innen, die diese Klasse unterrichten

• eine mind. 26-jährige Dienstzeit
• ausgezeichnete Dienstbeurteilung
Sonstige Bestimmungen:
• Zwischen Verleihungen von Auszeichnungen des Bundes muss ein Zeitraum von 5 Jahren liegen.
• Landeslehrerinnen führen diesen Berufstitel in weiblicher Form.
• Soweit Vertragslehrer:innen für die Verleihung eines Berufstitels in Frage kommen, sind voranstehende Richtlinien sinngemäß anzuwenden.
Birgit Maringer, Vors.-Stv. im ZA Lehrerpersonalvertretung Landesobfrau des CLV OÖ Tel.: 0732/718888-109 birgit.maringer@bildung-ooe.gv.at

2. Mitglieder
Lehrer:innen des Schulclusters = Schulclusterkonferenz; Lehrer:innen der Schule = Schulkonferenz; Lehrer:innen einer Klasse = Klassenkonferenz; Stimmrecht kommt nur jenen Mitgliedern zu, die den/die Schüler:in im betreffenden Schuljahr zumindest vier Wochen unterrichtet haben.
3. Vorsitz
- Schulkonferenz → Schulleitung
- Klassenkonferenz → Klassenvorstand
- Lehrerkonferenzen für einen Gegenstand → Schulleitung oder eine von ihr beauftragte Lehrperson
4. Beschlüsse
- Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder - unbedingte Mehrheit der abgegebenen Stimmen - bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden
- Stimmenthaltung nur bei Befangenheit möglich
5. Protokoll
- Schriftliche Aufzeichnung ist über den Verlauf zu führen - Protokollführer:in vom/von der Vorsitzenden zu bestellen – z.B. abwechselnd alle Lehrer:innen - Fertigung durch den/die Vorsitzende:n und den/die Protokollführer:in
Die „Notenkonferenz“ hat am Mittwoch, Donnerstag oder Freitag in der vorletzten Schulwoche stattzufinden.
Schulveranstaltungen:
(Stand 1. Juli 2026)
Exkursionen, Projekttage und berufspraktische Tage
Mehr als 5 bis 8 Stunden
EUR 10,00
Mehr als 8 bis 12 Stunden
EUR 20,00
Wandertage und Sporttage
Mehr als 5 bis 8 Stunden
EUR 12,75
Michael Andexlinger Personalvertreter im ZA
Tel.: 0732/718888-107 michael.andexlinger@bildung-ooe.gv.at
Dazu können verrechnet werden:
• Tatsächliche Fahrtauslagen (Originalbelege)
• Nächtigungskosten Falls kein tatsächlicher Aufwand entstanden ist (Freiplatz), besteht kein Anspruch. Ein Beleg über Nächtigungskosten ist der Reiserechnung anzuschließen.

Abgeltung Vertragslehrpersonen (pD-Schema): EUR 54,90
Belohnung für Leitung von mehrtägigen Schulveranstaltungen Erlass des LSR f. OÖ. vom 12. 11. 2008: EUR 185,00 Abgeltung pD-Schema: EUR 270,10 Eingabe jeweils in e*SA
• Dauer: mindestens 4 Tage
Ganztägig und zusammengelegte Tage (über 8 Stunden)
Grundsätzlich gilt für alle Schulveranstaltungen:
EUR 26,25
Projektwochen (Wien-Aktion, Musikwochen, Ökologiewochen, Abschlusslehrfahrten, ...) und Berufspraktische Wochen pro Tag
Wintersportwochen pro Tag
Sommersportwochen pro Tag
EUR 28,80
EUR 36,30
EUR 31,50
Die Freistellung kann ab dem auf die Geburt des Kindes folgenden Tag bis zum Ende des Beschäftigungsverbotes der Mutter in Anspruch genommen werden, sie beträgt bis zu 31 Tage.
Eine Meldung der geplanten Inanspruchnahme ist eine Woche vor Beginn (Öffentlicher Dienst) bzw. 3 Monate vor dem errechneten Geburtstermin (Privatwirtschaft) notwendig. Dabei besteht ein Rechtsanspruch, wenn Vater, Mutter und Kind im gemeinsamen Haushalt leben.
Keine Abgeltung von: Kinokarten, Eintrittsgebühren für Sportveranstaltungen, Eintrittsgebühren für Popkonzerte – außer es wird in besonderen Fällen ein inhaltlicher Zusammenhang mit der Art der Schulveranstaltung nachgewiesen.
Betreuerzulage für alle Lehrer:innen für die Teilnahme an einer mindestens 2-tägigen Schulveranstaltung mit Nächtigung pro Tag: EUR 49,30
• Ausnahme: „Linz-Aktion“ (3 Tage) bzw. Schulveranstaltung mit S-Klassen
Frist für Rechnungslegung: Die Frist für die Abgabe der Reiserechnung beträgt sechs Monate, beginnend mit dem Monat, in dem die Schulveranstaltung endet. Eine Fristerstreckung darüber hinaus ist ausgeschlossen.
David Hiegelsberger
Personalvertreter im ZA, CLV-Junglehrervertreter Tel.: 0732/718888-104 david.hiegelsberger@bildung-ooe.gv.at
Trotz der Einstellung der Bezüge kommt es zu einer vollen Anrechnung für die Vorrückung, auch die Kranken- und Pensionsversicherung bleiben aufrecht.

Der Familienzeitbonus in Verbindung mit dem Papamonat ist eine Geldleistung der ÖGK für erwerbstätige Väter unmittelbar nach der Geburt eines Kindes, um sich in dieser Zeit ausschließlich der Familie widmen zu können. Auch Adoptiv- oder Dauerpflegeväter sowie gleichgeschlechtliche Partner:innen können die Leistung beziehen.
Der Bonus steht für 28 – 31 Tage zu und beträgt 54,87 EUR täglich.
Gut gemeint oder brandgefährlich? Die Ankündigung des Bildungsministers, die IKMPLUS -Daten zu veröffentlichen, sorgt für Unruhe. Begleitet wird das Ganze von den üblichen politischen Beruhigungspillen: Ein „Schul-Ranking“ wolle man natürlich keineswegs erstellen. Vielmehr gehe es darum, „Vertrauen zu schaffen“. Bei vielen Pädagog:innen und Schulleitungen bleibt dennoch ein ungutes Bauchgefühl: Wird hier echte Hilfe auf den Weg gebracht –oder nur eine Mängelliste ohne Konsequenzen erstellt?
Es gibt genügend Beispiele, wo eine Veröffentlichung ähnlicher Daten genau zu solchen Rankings geführt hat. Ist das Fass erstmal geöffnet, entsteht auch ein riesiger Interpretationsspielraum. Wem diese Form der Transparenz tatsächlich helfen könnte, außer externen Personen, die es vielleicht ohnehin nicht gut mit Schule, Schulleiter:innen und Lehrkräften meinen, bleibt offen. Die Idee, dass sich Eltern dann die Schule für ihre Kinder quer durch die Länder aussuchen können, ist ohnehin realitätsfremd.
David Hiegelsberger CLV-Landesjunglehrer:innenvertreter
Das Schuljahr 2025/26 biegt in seine Zielgerade ein. Bei allen Widrigkeiten und Zumutungen seitens der Dienstgeber gibt es aber auch Anlass zu Optimismus und vor allem Dankbarkeit.
99,17 Prozent lautet das überfraktionelle Ergebnis der Wiederwahl unseres Bundesvorsitzenden der APS-Lehrergewerkschaft Paul Kimberger. Das entspricht 119 JA- zu 1 NEIN-Stimme.
45 Teilnehmer:innen aus allen Teilen Oberösterreichs trafen sich bei der CLV-Tagung der Junglehrer:innen. Für Zukunft in unserem Verein ist gesorgt!
79 CLV-Veranstaltungen wurden im Schuljahr 2025/26 über Homepage, Aussendungen und soziale Kanäle beworben und durchgeführt. Das entspricht etwa einer Veranstaltung alle 4,5 Tage.

12 KI-Fortbildungstermine warten auf euch im Schuljahr 2026/27 in Form einer Roadshow zum Thema „Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer“ mit Andreea Negru (siehe Artikel Seite 9). Natürlich auch in deiner Region!
Unzählige geleistete Stunden in den Klassen, in Sprechstunden, am Telefon, vorm PC, in e*SA, im ISO. Web, bei der Reisekostenabrechnung, in Konferenzen, bei Korrekturen, bei Vorbereitungen, bei Konflikten. Für die Kinder, ihre Eltern, mit hohem persönlichem Einsatz.
1 Jahresabschlussevent: ALSAS 2026, 11. Juli in der Sandburg Linz. Ich freue mich, euch alle dort begrüßen zu dürfen! → amsand.clv.at
DANKE, einen reibungslosen Endspurt und einen erholsamen Sommer! •

HS-Prof. Mag. Dr. Jörg Spenger, BEd Vorsitzender des Zentralausschusses für Pädagogische Hochschulen

n der aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung der Lehrer:innenbildung möchte ich als Bundesobmann des team-ph-fcg kurz Stellung nehmen.
Bildungsminister Wiederkehr möchte die PHs und die universitären Lehramtsbereiche organisatorisch zu einer gemeinsamen „School of Education“ zusammenzuführen. Die Universitäten möchten gar die ganze Lehrer:innenbildung übernehmen.
Die PH-Rektor:innen fordern u.a., dass die Lehrenden an dieser künftigen Institution keine öffentlich Bediensteten mehr sein sollen, sondern privatrechtlich angestellt.
Der Praxisbezug muss erhalten bleiben und sogar ausgebaut werden All diese Pläne lehnt das teamph entschieden ab. Denn das würde den Praxisbezug in der Lehrerbildung massiv reduzieren. An den PHs sind ja sehr viele Lehrende beschäftigt, die langjährige schulische Erfahrung aufweisen und auch wertvolle Praxisanregungen geben können. Diesen Praktiker:innen, die ja öffentlich Bedienstete sind, würde dann der Karriereweg in die Lehrer:innenbildung de facto verunmöglicht werden. Zudem verfügen PHs über ein engmaschiges Netz an höchst professionellen Praxis- und Besuchsschulen.
Viele Serviceleistungen für unser Schulsystem, wie etwa eine bedarfsorientierte Fort- und Weiterbildung, Schul- und Unterrichtsentwicklung oder aber auch eine professionelle Schulentwicklungsberatung sind von den Universitä -
ten nicht leistbar. Für das team-ph haben nur die PHs zudem die entsprechende Expertise, die Ausbildung von Volkschullehrkräften oder in der Berufspädagogik qualitätsvoll zu bewerkstelligen.
Die Lehrer:innenbildung muss als Bundeseinrichtung weiterhin eine res publica bleiben, schon aus demokratiepolitischen Gründen. Sie stellt sozusagen eine „kritische geistige Infrastruktur“ dar, die nicht privatisiert werden darf.
„Bildungsminister Wiederkehr möchte die PHs und die universitären Lehramtsbereiche organisatorisch zu einer gemeinsamen „School of Education“ zusammenführen.“
Das team-ph fordert, dass die PHs in Zukunft die gesamte Lehrer:innenausbildung für die 6-15 Jährigen abdecken, da diese Bereiche hohe pädagogisch-didaktische Expertise verlangen, wie sie an den PHs vorhanden ist. Ein Schwerpunkt sollte dabei u.a. auf den Klassenführungskompetenzen liegen. Die Universitäten mit ihrer starken Wissenschaftsund Forschungsorientierung würden sich hier auf die fachliche Ausbildung für die Sekundarstufe 2 konzentrie-
ren können. Dabei würden die Stärken beider Institutionen bestmöglich genutzt werden.
JA zur Fächerbindung und Ausbildung für Sonderpädagogik – NEIN zu weiteren Quereinstiegsmodellen
Sehr wichtig wäre es, zumindest für die Sekundarstufe 1, wieder eine entsprechende Fächerbindung zu schaffen, um einen bedarfsgerechten Einsatz, speziell in den Mittelschulen, gewährleisten zu können.
Und: Die Implementierung einer eigenständigen Lehramtsausbildung für Sonderpädagogik ist wieder dringend notwendig, um den großen Bedarf an Spezialist:innen in diesem Bereich abdecken zu können, und zwar für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, aber auch für (besonders) Begabte.
Das team-ph sieht auch Quereinstiegsmodelle sehr kritisch: Diese sollten nur im begründeten Fall die Ausnahme auf der Sekundarstufe 2 sein, für den Bereich der Primarstufe und auch die Sekundarstufe 1 wird dieses Konzept aus pädagogischen Gründen entschieden abgelehnt. Quereinstiegsmodelle werten außerdem die traditionellen, vollwertigen Lehramtsstudien ab und unterminieren das verantwortungsvolle Berufsbild von Lehrkräften.
Die sehr praxisorientierten PHs und ihre Praxisschulen müssen als Einrichtungen sui generis jedenfalls erhalten bleiben und gestärkt werden.
Sektion Religionslehrer:innen
Behütet unterwegs mit dem Reisesegen
Ferienzeit ist Reisezeit! Ob Italien, Finnland oder der Garten vor Ort – viele von uns brechen in diesen Wochen neugierig auf, um neue Eindrücke zu sammeln und Kraft und Energie zu tanken.
Ursprung des Reisesegens:
Die Wurzeln hat der Reisesegen in den Geschichten des Aufbruchs im Alten Testament. Es wird von Nomadenfamilien erzählt, die mit den Herden auf der Suche nach fruchtbarem Land unterwegs waren. Beispielsweise verlassen Abraham und seine Frau Sara ihre Heimat, ohne ein Ziel im Auge zu


Gerlinde Meindl
Vorsitzende der Sektion
Religionslehrer:innen im CLV
haben. Gott sagte zu Abraham: „Verlass deine Heimat und geh in das Land, das ich dir zeigen will. Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ Segen bedeutet beides: Selbst von Gott getragen zu sein und auf dem Weg anderen Menschen Gutes zu tun. Vor allem in früheren Zeiten hatten die Menschen auf Reisen das Bedürfnis nach Schutz und Begleitung, denn es gab weder Jugendherbergen, Hotels noch sichere Verkehrsverbindungen. Reisen war sehr gefährlich! Diebe konnten einen überfallen oder wilde Tiere – man war auf die Gastfreundschaft der Einheimischen angewie-



sen. Wer schon im Orient unterwegs war, ist vielleicht schon einmal in den Genuss einer herzlichen Begegnung und Aufnahme gekommen. Heute möchte jeder unfallfrei am Urlaubsort ankommen und dort eine sogenannte sorgenfreie Zeit erleben. Mit Gott unterwegs sein heißt allerdings nicht, dass alles „glatt geht“. Reisesegen bedeutet deshalb: Gott ist an deiner Seite – egal was passiert!
Gehe mit Gottes Segen.
Gott halte schützend die Hand über dir, bewahre deine Gesundheit und dein Leben und öffne die Augen und Ohren für die Wunder der Welt.
Gott schenke dir Zeit, zu verweilen, wo es deiner Seele bekommt.
Gott schenke dir Muße, zu schauen, was deinen Augen wohltut.
Gott schenke dir Brücken, wo der Weg zu enden scheint und Menschen, die dir in Frieden Herberge gewähren.
Gott segne, die dich begleiten und dir begegnen.
Gott halte Streit und Übles von dir. Gott mache dein Herz froh, deinen Blick weit und deine Füße stark.
Gott bewahre dich und uns und schenke uns ein glückliches Wiedersehen!
(nach Gerhard Engelsberger)
Für die bevorstehenden Ferien wünsche ich Ihnen im Namen der Sektion Religionslehrer:innen im CLV Gottes Segen auf allen Wegen! •
← Die Kinder der VS Vöcklamarkt wünschen allen Lehrer:innen schöne Ferien!
(6. Sep. – 15. Nov. 2025)
Zehnwöchiger Einsatz an der IES Fernado III in Martos (Spanien)
m Rahmen von Erasmus+ verbrachte ich mein 10-wöchiges LehrgangsSabbatical als österreichischer Berufsschullehrer (Berufsschule Steyr 1) an unserer spanischen Partnerschule, der IES Fernando III in Martos, Andalusien.
Von Anfang September bis Mitte November 2025 arbeitete ich intensiv mit den spanischen Kolleg:innen in den Bereichen Kunststofftechnik, Metalltechnik und 3D-Design zusammen.
Gleich zu Beginn unterstützte ich das Lehrer:innenteam beim Einrichten der Werkstätten, dem Ausrichten und Reparieren gebrauchter Maschinen, sowie der Inbetriebnahme eines neu eingetroffenen Extruders, den die Schule von einer Firma gebraucht gekaufte hatte.
Große Eigeninitiative
Dabei zeigte sich deutlich, wie sehr spanische Lehrkräfte ihre Werkstätten eigenständig organisieren müssen – oft mit improvisierten Lösungen und großer Eigeninitiative, um so im Unterricht den Schüler:innen das Bestmögliche anzubieten!
Ab der zweiten Woche unterrichtete ich in mehreren Klassen der „Formación“ (Berufsausbildung) im


Theorie- und Praxisunterricht – natürlich auf Spanisch.
Die Themen reichten von Polymerisation und Kunststofferkennung über Extrusions- und Spritzgusstechnik bis hin zur Werkstoffprüfung. Besonders positiv erlebte ich die hohe Motivation vieler Schüler:innen, sowie die enge, kollegiale Zusammenarbeit im spanischen Lehrer- und Führungsteam der Schule.
Ein Schwerpunkt des Aufenthalts war ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprojekt: Schüler:innen sammelten PET-Verschlusskappen, reinigten und mahlten diese, mischten sie mit Neumaterial und stellten daraus Regranulat sowie neue Produkte wie Becher oder Profile her. Zudem wurden die hergestellten Produkte auch in 3D eingescannt und dann auch mittels 3D – Druckverfahren produziert, um die Unterschiede der Produktionsverfahren sichtbar zu machen.
Den Höhepunkt fand dieses Projekt in meiner letzten Woche an der IES Fernando III, wo spanische und österreichische Lehrlin-
← Unterstützung bei der Inbetriebnahme des neuen Extruders
ge gemeinsam für einige Tage daran arbeiteten: Meine Kollegin Beatrix van Duyvenbode war nämlich im Rahmen einer Erasmus-Gruppenmobilität mit sieben ausgesuchten Schüler:innen der Berufsschule Steyr 1 für eine Woche nach Martos gekommen. (weiteres Erasmus+ Projekt).
Wertvolle Einblicke
Neben dem Unterricht bot der Aufenthalt wertvolle Einblicke in das spanische Bildungssystem, kulturelle Unterschiede im Schulalltag und neue technische Zugänge – etwa in 3DDesignprogrammen. Auch wurden Pläne für ein gemeinsames spanischbayrisch-österreichisches KunststoffSymposium gesponnen.
Mein Fazit: Die Zusammenarbeit war mehr als ausgezeichnet und ich fühlte mich von Beginn an von allen Personen der Schule sehr familiär aufgenommen. Wir konnten vieles voneinander lernen und viele Ideen für künftige Projekte entwickeln. Und eines ist sicher: Ich komme bald wieder, weil mein Spanisch ist noch nicht ganz „perfecto“. •
Hasta luego Alexander Aberl
Beim 19. ordentlichen Bundestag der GÖD-Bundesvertretung Berufsschule in St. Pölten wurden wichtige Weichen für die Zukunft des österreichischen Berufsschulwesens gestellt. 60 Delegierte aus allen Bundesländern kamen zu den zweitägigen Beratungen zusammen, um zentrale dienst- und besoldungsrechtliche Themen zu diskutieren und die Schwerpunkte der gewerkschaftlichen Arbeit für die kommenden Jahre festzulegen.
Neue Bundesvorsitzende
Ein besonderer Höhepunkt des Bundestages waren die Wahlen der neuen Bundesleitung. Dabei wurde Erika Merta aus Oberösterreich mit beeindruckenden 93,22 Prozent der Stimmen zur neuen Vorsitzenden der Bundesvertretung Berufsschule gewählt . Das klare Wahlergebnis ist ein starkes Zeichen für Geschlossenheit, Vertrauen und die breite Unterstützung der neuen Bundesführung.
Vorsitz wieder in OÖ
Für Oberösterreich bedeutet die Wahl von Erika Merta eine besondere Auszeichnung: Nach einer Pause liegt der Vorsitz der GÖD-Bundesvertretung Berufsschule nun wieder in oberösterreichischen Händen Damit übernimmt Oberösterreich erneut eine zentrale Rolle in der
Vertretung der rund 4.000 Berufsschullehrer:innen Österreichs.
Zahlreiche Anträge Inhaltlich standen beim Bundestag zahlreiche Anträge aus allen Bundesländern auf der Tagesordnung. Sie behandelten unter anderem die Themen Arbeitsbedingungen, Lehrer:innengesundheit, Sicherheit am Arbeitsplatz sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung im Berufsschulwesen. Zusammengefasst in einem Leitantrag wurden sie von den Delegierten einstimmig beschlossen. Dieser Leitantrag bildet die Grundlage für die zukünftige Arbeit der Bundesleitung und wird in die weiteren Beratungen der GÖD eingebracht.

Mit der Wahl von Erika Merta und der Neuausrichtung der Bundesvertretung wurde ein klares Signal gesetzt: Die Interessen der Berufsschullehrer:innen sollen weiterhin mit Nachdruck vertreten und die Herausforderungen des Bildungsbereichs gemeinsam gestaltet werden. Für Oberösterreich ist die Rückkehr an die Spitze der Bundesvertretung dabei ein besonderer Erfolg und ein sichtbares Zeichen der starken Verankerung des Bundeslandes im österreichischen Berufsschulwesen. •

Zur Frühjahrstagung trafen sich die Bezirksvertreter am 19. Mai 2026 dieses Mal in der Barockstadt Schärding. Zu Beginn informierten die beiden Landesobleute unserer Sektion, Marianne Leithgöb und Walter Wernhart aus der Sektion, was vor allem die vielen Aktivitäten in den Bezirken betraf. Es ist erstaunlich, welch verschiedene und interessante Veranstaltungen dabei angeboten werden. Dafür gilt allen Verantwortlichen ein großes Danke, sind doch diese Aktivitäten ein ganz wichtiges Bindeglied unserer Mitglieder zum CLV.
Am 28. und 29. April 2026 wurde in Wien der 19. Bundestag der Bundesvertretung Pensionist:innen in der GÖD abgehalten, an der auch Marianne Leithgöb und Walter Wernhart sowie die Landesvorsitzende Barbara Weber teilgenommen haben. Vor allem ging es dabei auch um wichtige Anliegen unserer Altersgruppe, die in folgenden Anträgen einstimmig beschlossen worden sind:
• KI und Digitalisierung: dadurch darf es zu keiner Diskriminierung kommen
• Bargeld nicht abschaffen
Walter Wernhart Vorsitzender der Sektion Pensionist:innen im CLV
• Absicherung der Pflege – Ausbildung und faire Entlohnung der Pflegekräfte
• Keine Einbeziehung 13. u. 14. Pensionsbezug in die Pflegefinanzierung
• Abschaffung des Pensionssicherungsbeitrages
• Lebensleistung anerkennen –Sicherung der Pensionen
• Sicherung der Kaufkraft & gerechte Pensionsanpassung
„Pension ist eine gesellschaftliche Verpflichtung. Wir haben den Generationenvertrag in beide Richtungen erfüllt, dem Nachwuchs und der alten Generation gegenüber! Wir erwarten, dass auch die Folgegenerationen den Generationsvertrag erfüllen. Ein Pensionist:innen-Bashing hat hier nichts verloren! Hier geht es um den Respekt zwischen den einzelnen Generationen. Die Refinanzierung der Pensionszahlungen erfolgt größtenteils durch Lohnsteuer und Konsum, dieser Aspekt darf nicht vergessen werden“, so die Stellungnahme dazu von Walter Wernhart.


BM Wiederkehr bereitet mehr Problemfelder als zukunftsorientierte Lösungen Auch bei dieser Tagung konnte wieder CLV-Landesobmann Paul Kimberger begrüßt werden, dem zur grandiosen Wiederwahl als Bundesvorsitzender der Pflichtschullehrer:innengewerkschaft (99,17 %) gratuliert wurde. In seinem Referat ging er zunächst auf die bildungspolitischen Problemfelder ein. Insbesondere die Vorstellungen von BM Wiederkehr, wie z. Bsp. die Umsetzung der Sommerschule, des Kopftuchverbotes, der Wunsch nach 6 Jahren Volksschule und die relativ kurze Ausbildung der Quereinsteiger:innen sind noch sehr unausgegoren und überhaupt nicht im Detail mit der Gewerkschaft ausverhandelt. Die immer wiederkehrenden Ankündigungen des Bildungsministers bereiten mehr Problemfelder als zukunftsorientierte Lösungen.
Pflege und Betreuung – ein Thema, das uns alle angeht Ein weiteres Fachreferat widmete sich dem Themenbereich der Pflege und Betreuung.
Als Referent dafür konnte Herr Oliver Weichselbaumer vom Hilfswerk OÖ gewonnen werden. Vor allem ging er auf die zahlreichen Angebote ein, die für die eigene Pflege oder für Angehörige in Anspruch genommen werden können. Besonders wichtig für die Teilnehmer:innen an dieser Tagung waren nicht nur die Informationen, sondern auch die Hinweise, an welche Stellen sich Betroffene im Bedarfsfall wenden können. Diesbezüglich können auch unsere Bezirksvertreter gerne Hinweise weitergeben.


↑ Spannend und informativ wie immer: Paul Kimberger referiert über die derzeitige Bildungspolitik

↑ Wichtige Hinweise zur Pflege und Betreuung vermittelte Oliver Weichselbaumer vom Hilfswerk OÖ
Was geschieht eigentlich mit unserem Müll in OÖ
Am Ende der Tagung berichtete der Vorsitzende des Landesabfallverbandes Bgm. Roland Wohlmuth über die Müllentsorgung, vor allem über die Müllverwertung in Oberösterreich. Herr Wohlmuth war über viele Jahre hindurch auch Vorsitzender der Personalvertretung im Bezirk Schärding. Er gab viele Einblicke, wie und wo in OÖ Müll gut verwertet wird, Voraussetzung dafür ist jedoch eine verlässliche Mülltrennung in Betrieben und in Haushalten.
Man war beeindruckt, wie umfangreich, aber auch differenziert Müll verwertet werden kann.
← Bürgermeister Roland Wohlmuth informierte über die Müllentsorgung und -verwertung in OÖ
↓ Marianne Leithgöb und Walter Wernhart gratulieren Paul Kimberger zur Wiederwahl als Bundesvorsitzender und zum Geburtstag

Schärding – die Begegnung mit einer Barockstadt Nach dem Mittagessen stand eine Stadtführung unter dem Motto „Schärding entdecken“ am Programm. Als Stadtführer engagierte sich hervorragend Reg. Rat. und ehem. Vizebürgermeister Helmut Kumpfmüller. Mit seinen interessanten und profunden Erklärungen begeisterte er die Teilnehmer:innen. Der Stadtrundgang führte von der Silberzeile über die ehemalige Festung zum Wassertor und schließlich zur Pfarrkirche. Überall gab es Wissenswertes zur Geschichte, zu den Bauten und zum Leben in dieser schönen Barockstadt zu erfahren. •

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Bezugnehmend auf den Artikel „iKMPlus – Erfahrungen aus der Wirklichkeit“ (Das Schulblatt, Nov 2025) hat sich ein engagiertes Lehrer:innen-Team der MS Timelkam die Mühe gemacht, einen übersichtlichen 5-Punkte-Plan zur Optimierung und praktikableren Durchführung der iKMPlus zu erarbeiten. Ein herzliches Dankeschön gilt den engagierten Autor:innen für ihre wertvolle Arbeit, die praxisnahen Gedanken und die Bereitschaft, ihre Erfahrungen mit der Schulgemeinschaft zu teilen:
iKM Plus – 5-Punkte-Plan zur Optimierung und praktikableren Durchführung
Schüler:innen, die aufgrund ihrer Jahresleistung mit der Zeugnisnote „Sehr gut“ beurteilt werden, schneiden bei den iKMPlus-Testungen durchschnittlich bis ungenügend ab. KURZ GESAGT: Selbst leistungsstarke Kinder wissen nicht, was von ihnen konkret verlangt wird, aufgrund unnötig verkomplizierter Fragestellungen.
1
Lösungsansatz: Aufgabenstellungen sollten sich am Lehrplan und an den Schulbüchern orientieren.
2 3 4
Schüler:innen mit nichtdeutscher Muttersprache, Lese-Rechtschreib-Schwäche, oder anderen Einschränkungen mussten bisher an der Testung teilnehmen. KURZ GESAGT: Kinder mit jeglicher Art der Einschränkung, verfälschen das Ergebnis. Überdies führt sich folglich jede individuelle Hilfestellung (Zusatz- oder Fördermaterial), ad absurdum, da es meistens einer vielschichtigen Lösung in mehreren Kompetenzen bedürfe.
Lösungsansatz: Aufgabenstellungen sollten für Kinder mit jeglicher Form der Einschränkung anders verfasst werden, wenn sie teilnehmen sollen.
Das Ziel der Testung sollte laut Angaben sein, dass die Lehrpersonen die Schüler:innen besser unterstützen können. Die bereitgestellten Materialien sind aber inhaltlich nicht an dem orientiert, was in den Schulen lt. Lehrplan und Buch verlangt ist. KURZ GESAGT: Förderung und Individualisierung kann nur über einen längeren Zeitraum passieren. Dieser Prozess kann nicht von einem Tool ersetzt werden, das an einem Tag einige wenige Kompetenzen abfragt.
Lösungsansatz: Aufgabenstellungen sollten an der Lebenswelt der Kinder orientiert sein und Materialien, die zur Verfügung gestellt werden, müssen an den Lehrplan und die Schulbücher angeglichen sein.
Individuelle Förderung schwächerer Schüler:innen erfordert langfristige, gezielte Unterstützung durch Lehrkräfte mit klaren Förderplänen. Die iKMPlus-Testung kann dies nicht ausreichend leisten, da passende individualisierte Materialien fehlen. KURZ GESAGT: Lernschwache Schüler:innen brauchen durchgehend individuelle Förderung vom ersten bis zum letzten Schultag.
Lösungsansatz: Bildungstests müssen ebenso individuell gestaltet sein wie die Lernenden selbst, um aussagekräftige Ergebnisse zu liefern.
5
Die Ergebnisse der iKMPLUS sind für viele Lehrkräfte in der Praxis zweitrangig und werden meist nur als „befriedigend“ bewertet. Laut der gedruckten Studie im CLV-Schulblatt (B. Janny: Leistungen beurteilen, Kompetenzen entwickeln; in: SchVw aktuell, Österreich 2/25, S. 58ff.) fehlt der Bezug zu Lehrplan und Schulbuch, wodurch eine sinnvolle Integration in den Unterricht kaum möglich ist. KURZ GESAGT: Materialien und Testung sind für den Unterricht nicht ausreichend praktikabel und verursachen zusätzlichen Aufwand.
Lösungsansatz: Bereitstellung praxisnaher Lernmaterialien (digital und analog) mit Übungen, methodischen Vorschlägen sowie Förderung von KI-, Cloud- und Kollaborationskompetenzen.
Abschließender Wunsch
Statt nur über Lehrkräfte zu sprechen, sollten wir stärker mit ihnen die Zukunft der Bildung gestalten. Angesichts rascher gesellschaftlicher Veränderungen braucht es auch in der Schule einen klaren Richtungswechsel.
Ziel muss sein: Schule aktiv gestalten, Kinder auf die Gesellschaft vorbereiten und neue Systeme vermitteln.
Eine österreichweit einheitliche, digitale Lern- und Testplattform wäre dafür wünschenswert. iKMPlus könnte dies mit Anpassungen leisten – vorausgesetzt, Individualität wird tatsächlich umgesetzt. Das ist momentan leider nicht der Fall. •









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Anna Gruber, MA MEd ist seit 1. Oktober 2024 neue Vizerektorin für Lehre, Digitalisierung und Praxisschulen der PH Oberösterreich. Im Gespräch mit Sabine Strack und Werner Schlögelhofer spricht sie über ihre Erfahrungen, ihre Motivation sowie ihr Rollenverständnis. Die Verbindung von Fachwissen mit pädagogischer Kompetenz und Persönlichkeitsentwicklung sind für sie für gute Lehrer:innenbildung zentral. Flexibilität, vor allem aber Reflexionsfähigkeit und Kooperation sieht sie als Basis für die Bewältigung einer sich ständig ändernden Schule und Gesellschaft.
Liebe Anna, du bist Vizerektorin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Wie würdest du deine Rolle in wenigen Worten beschreiben?
Ich sehe meine Rolle vor allem darin, die Weiterentwicklung der Hochschule aktiv mitzugestalten und zukunftsorientierte Impulse zu setzen. Gleichzeitig geht es darum, gute Bedingungen für Lehre, Studium und Forschung zu schaffen, damit sich sowohl Studierende als
auch Lehrende bestmöglich entfalten können.
Du warst selbst Volksschullehrerin. Wie hat dich diese Erfahrung geprägt?
Diese Erfahrung ist bis heute mein wichtigster Bezugspunkt. Im Klassenzimmer wird sehr schnell sichtbar, was funktioniert – und was nicht. Ich musste täglich Entscheidungen treffen, spontan reagieren und gleichzeitig den Überblick be-
halten. Genau dieses Spannungsfeld zwischen pädagogischem Anspruch und gelebter Praxis hat meinen Blick auf Bildung nachhaltig geprägt und beeinflusst auch heute noch viele meiner Entscheidungen.
Du hast auch im Ausland unterrichtet. Was hast du dort erlebt, das deinen Blick auf Schule nachhaltig verändert hat?
Die Erfahrungen im Ausland haben meinen Horizont enorm erweitert. Ich habe gesehen, wie unterschiedlich Bildungssysteme aufgebaut sind und wie verschieden Unterricht gestaltet werden kann. Gleichzeitig habe ich gelernt, meine eigene Praxis kritisch zu reflektieren und neue Ideen mitzunehmen. Diese Offenheit ist heute wichtiger denn je.
Gab es einen Moment im Klassenzimmer, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es sind oft die kleinen Momente, die bleiben – wenn ein Kind plötzlich etwas versteht oder über sich hinauswächst. Besonders berührend ist es, wenn Vertrauen entsteht. Ich habe immer wieder erlebt, dass ich nicht nur Wissen vermittle, sondern auch eine wichtige Bezugsperson bin. Das hat meine Sicht auf den Beruf nachhaltig geprägt.
Was hat dich ursprünglich dazu bewogen, in den Bildungsbereich zu gehen?
Mich hat schon früh fasziniert, wie sehr Bildung Lebenswege beeinflussen kann. Lehrkräfte begleiten junge Menschen in entscheidenden Phasen ihres Lebens. Diese Verantwortung und die Möglichkeit, etwas
„Mich hat schon früh fasziniert, wie sehr Bildung Lebenswege beeinflussen kann.“
Anna Gruber
Positives zu bewirken, haben mich immer motiviert.
Wo siehst du aktuell den größten Veränderungsbedarf in der Lehrer:innenbildung?
Ein zentraler Punkt ist die noch stärkere Verknüpfung von Theorie und Praxis. Unsere Studierenden

sollen sich im Klassenzimmer sicher fühlen und gleichzeitig ein fundiertes pädagogisches und didaktisches Wissen mitbringen. Darüber hinaus spielen Themen wie Inklusion, Diversität und digitale Kompetenzen eine große Rolle.
An der PH Oberösterreich studieren nicht nur angehende Lehrkräfte, sondern auch viele Menschen in der Fort- und Weiterbildung. Welche Bedeutung hat lebenslanges Lernen für dich?
Eine sehr große. Bildung endet nicht mit einem Abschluss. Gerade im Lehrberuf ist es entscheidend, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neue gesellschaftliche Anforderungen machen es notwendig, immer am Ball zu bleiben. Deshalb verstehen wir die PH Oberösterreich als Ort des lebenslangen Lernens.
Lernst du selbst auch heute noch bewusst weiter?
Ja, das ist mir sehr wichtig. Ich versuche, offen für neue Perspektiven zu bleiben – durch Austausch, durch Lesen oder durch internationale Kontakte. Diese Haltung ist für mich zentral, gerade in einer leitenden Funktion.
Welche Rolle spielt Auslandserfahrung in der Lehrer:innenbildung? Auslandserfahrungen erweitern den Blick enorm. Ich habe selbst erlebt, wie bereichernd es ist, andere
„Gerade im Lehrberuf ist es entscheidend, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
Anna Gruber

Systeme kennenzulernen und die eigene Praxis zu hinterfragen. Diese Offenheit hilft auch im Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer.
Versuchst du, solche Erfahrungen auch deinen Studierenden zu ermöglichen?
Ja, wir fördern internationale Mobilität gezielt – etwa durch Austauschprogramme oder Kooperationen mit Partnerhochschulen. Solche Erfahrungen prägen oft nachhaltig.
Was bedeutet „gute Lehrer:innenbildung“ für dich persönlich?
Sie verbindet Fachwissen, pädagogische Kompetenz und Persönlichkeitsentwicklung. Es geht nicht nur um Inhalte, sondern auch um Haltung – besonders im Umgang mit Vielfalt.
Schule und Gesellschaft verändern sich ständig. Wie bereitest du Studierende darauf vor?
Wir geben ihnen Werkzeuge mit, um flexibel zu bleiben. Reflexionsfähigkeit ist dabei zentral. Wer das eigene Handeln hinterfragen kann,
„Es geht nicht nur um Inhalte, sondern auch um Haltung – besonders im Umgang mit Vielfalt.“
Anna Gruber
wird auch mit neuen Herausforderungen gut umgehen.
Worauf sind viele angehende Lehrkräfte aus deiner Sicht noch zu wenig vorbereitet?
Oft wird unterschätzt, wie komplex der Schulalltag ist – gerade im Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Erwartungen. Gleichzeitig ist es wichtig, früh zu lernen, auf sich selbst zu achten, um langfristig gesund zu bleiben.
Welche Rolle spielt Zusammenarbeit im Bildungsbereich?
Eine sehr große. Gute Bildung entsteht im Team – zwischen Lehrkräften, mit der Schulleitung und mit Eltern. Diese Haltung fördern wir bereits in der Ausbildung.
Wie schaffst du persönlich einen Ausgleich?
Mir ist es wichtig, bewusst Zeiten der Ruhe einzuplanen – etwa in der Natur oder im Kreis von Familie und Freunden. Das hilft mir, Energie zu tanken.
Und was macht den Beruf trotz aller Herausforderungen besonders?
Die unmittelbare Wirkung. Ich habe immer wieder erlebt, wie Kinder wachsen und ihren Weg finden. Das ist sehr erfüllend.
Zum Abschluss: Welche Eigenschaft sollten Lehrkräfte unbedingt mitbringen?
Neugier. Wer neugierig bleibt, entwickelt sich weiter – und genau das ist in diesem Beruf entscheidend. •





























































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↑ Stärkung der Klassengemeinschaft
Die Volksschule Ebensee ist mehr als nur ein Ort des Lernens – sie ist ein Lebensraum, in dem Kreativität und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Inmitten der malerischen Marktgemeinde Ebensee bietet die Schule einen sicheren Rahmen, in dem jedes Kind nach seinen individuellen Stärken gefördert wird.

„Schule und Lernen brauchen vor allem ein wertschätzendes Miteinander.“
Elke Kendler-Bartl, BEd
Mit Herz und Weitblick seitens der Schulleitung wird ein klares Ziel verfolgt: Kommunikation fördern, Mut machen und Hilfestellungen geben.
Für die Leiterin ist die Führung der Schule mit der Vision verbunden, einen Platz für Vielfalt zu schaffen, an dem sich sowohl Schüler:innen als auch Lehrer:innen wohlfühlen und gemeinsam wachsen können.
← Palmbuschen binden 3.Klasse

Elke Kendler-Bartl, BEd
Schulleiterin der VS Ebensee.

Unser Leitbild: Werte, die uns leiten
Das Schulleben der VS Ebensee basiert auf klaren Grundpfeilern:
• Respekt & Höflichkeit: Ein rücksichtsvoller Umgang untereinander ist die Basis für ein positives Lernklima.
• Eigenverantwortung: Pünktlichkeit und die sorgsame Pflege der eigenen Schulsachen gehören zum Alltag.
• Transparenz: Eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule, unterstützt durch moderne Kommunikationsmittel wie die „Hallo App“.
Die VS Ebensee ist stolz auf ihre durchgängige Struktur, die den Kindern einen sanften Einstieg und eine solide Vorbereitung auf weiterführende Schulen ermöglicht.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern wird großgeschrieben. Ob an Elternsprechtagen oder über das Mitteilungsheft – der Austausch über den Lernerfolg und das Wohlbefinden der Kinder ist ein zentrales Element der pädagogischen Arbeit.
Hinter dem Erfolg der Schule steht ein engagiertes Lehrer:innenteam. Das Kollegium besteht aus erfahrenen Pädagog:innen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern als Begleiter:innen der kindlichen Entwicklung fungieren.



Aktivitäten & Highlights
Schulleben jenseits der Schulbank
Lernen findet an der VS Ebensee nicht nur im Klassenzimmer statt. Zahlreiche Aktivitäten bereichern das Schuljahr: Die Schitage am Feuerkogel sind ein Fixpunkt im Winter. Hier erleben die Kinder Gemeinschaft im Schnee.
Die Highlights des Jahres
1. Helfi-Wettbewerb: Hier beweisen die Schüler:innen ihr Wissen in Erster Hilfe und zeigen soziales Engagement.
2. Projekttage in Lassing: Die 4. Klassen krönen ihre Volksschulzeit oft mit spannenden Projekttagen, die den Zusammenhalt stärken.
3. Fasching: Ein bunter Höhepunkt, bei dem die ganze Schule Kopf steht und die Kreativität bei den Kostümen keine Grenzen kennt.
4. Weihnachtswerkstatt: Jahrgangsübergreifend wurde eine Weihnachtswerkstatt veranstaltet und die Kinder durften sich kreativ austoben.
5. Vorlesetag: Zum Oberösterreichischen Vorlesetag wurde heuer eine Märchenwerkstatt


ins Leben gerufen. Die Kinder durften sich stufenübergreifend ein beliebiges Märchen aussuchen. Dort wurde dazu viel vorgelesen, selber gelesen und etwas Kreatives dazu gestaltet.
Prävention & Zukunft
Die Schule geht mit der Zeit: Workshops zur Prävention von Cybermobbing und Projekte wie „Blick und Klick“ (Verkehrserziehung) zeigen, dass die VS Ebensee ihre Schüler:innen ganzheitlich auf die Herausforderungen der modernen Welt vorbereitet.
Kulturvermittlung und Brauchtum werden bei uns großgeschrieben: Besuche des Nikolaus, das gemeinsame Singen mit der Schützenmusi oder Projekte wie die „Märchenstunde“ , Palmbuschen binden, Faschingsmasken herstellen, pflegen das regionale Brauchtum. Auch Exkursionen zum Zeitgeschichte Museum oder zu den Salinen vermitteln den Kindern die spannende Geschichte von Ebensee als Salinenort.
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Unsere Klassenmodelle im Fokus
Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine eigenen Talente mit. Die VS Ebensee trägt dieser Individualität durch spezialisierte Klassenformen Rechnung.
Die Integrationsklasse: Gemeinsam wachsen In unseren Integrationsklassen (I-Klassen) wird das Miteinander von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gelebt.
• Team-Teaching: Hier arbeiten Volksschullehrer:innen eng mit Sonderschullehrer:innen zusammen. Das ermöglicht eine intensive Betreuung in Kleingruppen.
• Soziales Lernen: Das Verständnis füreinander und die gegenseitige Unterstützung stehen im Zentrum. Kinder lernen von Anfang an, dass „Anderssein“ normal ist.
• Differenzierung: Der Unterricht wird so aufbereitet, dass jedes Kind – egal auf welchem Leistungsniveau – Erfolgserlebnisse hat.
Die Vorschulklasse: Der sanfte Start
Die Vorschule ist die ideale „Brücke“ zwischen Kindergarten und Schule. Sie richtet sich an Kinder, die schulpflichtig, aber noch nicht ganz schulreif sind.
• Druckfreies Lernen: Ohne Notendruck werden Basiskompetenzen wie Grob- und Feinmotorik, Sprache und logisches Denken gefestigt.
• Spielerischer Ernst: Der strukturierte Vormittag bereitet die Kinder optimal auf die 1. Klasse vor, während genug Raum für Bewegung und Spiel bleibt.

↑ Stärkung der Klassengemeinschaft

• Individuelle Förderung: Durch die oft kleineren Gruppengrößen kann die Lehrerin ganz gezielt auf die Entwicklungsschritte jedes Kindes eingehen. • Autorin:

Es freut uns, dass wir Ihnen für das Schuljahr 2026/27 für die tägliche Planungs- und Organisationsarbeit wieder Kalender zur Verfügung stellen können. Unsere Kalender sollen dazu beitragen, dass Sie Ihre Zeit optimal planen und nutzen können.
Ab Ende Juni verfügbar!










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Der Sprung ins kalte Wasser –immer cool mit dem richtigen Partner.



Paul Kimberger Erika Merta
zum Bundesvorsitzenden der GÖD-APS mit 99,17 % wiedergewählt.




zur neuen Bundesvorsitzenden der GÖD-BPS mit 93,22 % gewählt.
Wir gratulieren!










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Oberschulrat – Oberschulrätin
OSR VD Siegfried Hauser MA, VS Wartberg
OSR Dir an MS Dipl.-Päd. Johannes Peter Indra, MS Rohrbach-Berg
OSR Dir an MS Anna Maria Lettner, MS Naarn
Schulrat – Schulrätin
SR VOL Ingrid Angleitner, VS Haag
SR LMS Sabine Birklbauer, MS Helfenberg
SR BL Dip.-Päd. Ing. Markus Edthalter BEd, BS Wels 1
SR VL Denise Eisner BEd, VS Pinsdorf
SR BL Dipl.-Päd. Alfred Grasberger BEd, BS Altmünster
SR OLMS Angela Hinterberger, MS Waizenkirchen
SR VOL Bettina Ingelsberger, VS Rutzenmoos
SR VOL Karin Kogler, VS Engerwitzdorf-Mittertreffling
SR ROL Christian Kondler BEd MA, MS Windischgarsten
SR BL Dipl.-Päd. Barbara Labmayer, BS Altmünster
SR BL Dipl.-Päd. Brigitte Lindinger BEd, BS Altmünster
SR VOL Barbara Lindtner, VS Kefermarkt
SR OLMS Thomas Moser, MS Sarleinsbach
SR BL Ing. Friedrich Platzer BA BEd MA, BL Wels 1
SR OLMS Susanne Schausberger, MS Ternberg
SR BL Dipl.-Päd. Daniela Stadlmayr BEd, BS Altmünster
SR BOL Christian Wojak BEd, BS Linz 9
SR VOL Daniela Wöß BEd, VS Engerwitzdorf-Schweinbach
OSR VD i.R. Hilde Daxner, 4853 Steinbach am Attersee
ROL i.R. Karl Kobler, 4152 Sarleinsbach
OSR HD i.R. Franz Hintersteininger, 4284 Tragwein
SR VHL i.R. Rosa Hinterreiter, 4294 St. Leonhard
SR OLMS i.R. Eva Maria Nöbauer, 4081 Hartkirchen
LMS i.R. Angelika Merta, 4060 Leonding
VHL i.R. Wilhelmine Ecker, 4910 Ried
SR VOL i.R. Maria Diensthuber, 4030 Linz
SR LfWE i.R. Sr. Serafina, Anna Hager, 4840 Vöcklabruck
RL i.R. Martha Heigelmayer, 4202 Hellmonsödt
HOL i.R. Peter Kögler, 4820 Kreutern
SR VD i.R. Elfriede Länglacher, 4653 Eberstalzell
HOL i.R. Adolf Pühringer, 4020 Linz
ROL i.R. Sr. Domitia, Maria Humer, 4840 Vöcklabruck
SR HOL i.R. Helmut Ahrer, 4443 Maria Neustift
SR HOL i.R. Heinrich Schlarp, 5231 Schalchen
OSR VD i.R. Elisabeth Pühringer, 4040 Linz
SPHL i.R. Regina Thalmann, 4240 Freistadt
SR HD i.R. Maria Rokitansky, 4600 Wels
OSR VD i.R. Gertrude Kudla, 4143 Neustift/M.
SR VOL i.R. Eva Prüller, 4470 Enns (Bad Mitterndorf)
OSR VD i.R. Kons. Alois Böhm, 4262 Leopoldschlag
OSR HD i.R. Hubert Haslehner, 4722 Peuerbach
VOL i.R. Helmut Lehner, 4775 Taufkirchen an der Pram



Anmeldung bis 10.07.26
24. - 30. Oktober 2026


Herbstferien
Griechenland mit Wolfgang Baumgartner
Details: Claudia Luckeneder, luckeneder@moser.at



Semesterferien
14. - 20. Februar 2027



Osterferien
20. - 25. März 2027


Madeira (Blumeninsel) mitPetra Praschesaits
Details: Elke Suarez, suarez@moser.at



Barcelona - Katalonien mit Alois Prinzensteiner
Details: Carmen Dienstl, dienstl@moser.at


Osterferien
20. - 25. März 2027



24. - 29. April 2027


Andalusien mit Wolfgang Baumgartner
Details: Carmen Dienstl, dienstl@moser.at


Aquitanien (Bordeaux - Bilbao) mit Eugen Brandstetter
Details: Elke Suarez, suarez@moser.at


24. April - 1. Mai 2027


Anfang Juni 2027



Radreise Provence mit Johanna Müller
Details: j.mueller@eduhi.at


Bulgarien (Kultur und Wandern) mit Johanna Müller
Details: j.mueller@eduhi.at

Anfang/Mitte Oktober 2027
Sommerferien

Ende Juli/Anfang August 2027




Große Chinareise mit Alois Prinzensteiner
Details: Simone Katzensteiner, katzensteiner@moser.at



Ägypten (Kairo, Pyramiden, Nil, Neues Museum) mit Walter Wernhart
Details: w.wernhart@eduhi.at

Herbstferien

Oktober 2027



Wüstenerlebnis Tunesien mit Alois Prinzensteiner
Details: Carina Aigenbauer, c.aigenbauer@moser.at
Österreichische Post AG – SM 02Z033370 S Christlicher Lehrerverein für Oberösterreich, Stifterstraße 23, 4020 Linz


Sandburg Linz
11. Juli 2026 - 15 00 Uhr
amsand.clv.at
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CLV
für die großartige Bildungs- und Erziehungsarbeit, die an unseren Schulen geleistet wurde und wünscht allen Lehrer:innen und Schulleiter:innen einen schönen Sommer und erholsame Ferien.