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Tauchgänge von Jeru Kabbal- zeitlose Wegweiser zum Wesentlichen

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Inhalt Editorial 1 Vorwort 5 Wegweiser zur Freiheit 9 Die Schatzkarte 35 Zur wahren Quelle Deiner WĂźnsche 61 Die Kunst des Manifestierens 81 Klarheit in Liebe, Sex und Beziehung 111 Erleuchtung 135 Der Autor 153 Dank 157 The ClarityProject Informationen 159


Wegweiser zur Freiheit Erwache aus der Hypnose Deiner Erinnerungen!

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ch möchte heute morgen über die Natur von Erinnerungen sprechen, wie sie funktionieren und was sie für eine Rolle in unserem Leben spielen. Ich bin sicher, dass Ihr alle ein Gefühl dafür habt, was das Gedächtnis sein könnte und ich bin sicher, dass Ihr richtig liegt. Aber wir müssen da ein bisschen tiefer gehen. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass man von allem was man erlebt, so etwas wie eine Fotografie macht. Man weiß noch nicht mal genau, wann dieser Prozess beginnt. Bei manchen geht es definitiv schon im Mutterleib los, bei anderen erst, wenn die Geburt beginnt. Wenn Du eine Erfahrung machst, zeichnest Du sie auf. Es ist wie beim Fotografieren. Manche Fotos sind eher traumatisch, Angst auslösend und andere eher nichtssagend und wenig interessant. Aber alles wird aufgenommen. Während Du so durchs Leben gehst und alles, was Du erlebst aufnimmst, schaffst Du eine stattliche Sammlung von Eindrücken. Es ist fast wie Dein eige10


nes Museum mit Abertausenden, vielleicht Millionen von Fotografien. Es wird natürlich einige Fotos geben, die interessanter sind als andere. Es ist wichtig sich vor Augen zu führen, dass das Unterbewusstsein den Unterschied zwischen diesen Fotos und dem wirklichen Leben nicht wahrnimmt. Das bedeutet, dass das Unterbewusstsein die alten Erfahrungen auf den Fotos wieder und wieder erlebt. Die Fotos werden sogar zu einem Video zusammengesetzt. Die ganze Zeit laufen dann verschiedene Szenen Deines Heimkinos ab. Es ist wie in den modernen Kinos von heute die zehn Leinwände haben. Wenn Du willst, kannst Du eine Komödie, eine Tragödie, eine Liebesgeschichte oder was auch immer anschauen. Dasselbe geht in Deinem Kopf ab, nur das da noch viel mehr Leinwände sind. Wenn jemand zu Dir sagt: »Ich mag es nicht, wie Du das gemacht hast«, dann kommt Film Nr. 28 hoch, jemand sagt: »Dein Haar schaut gut aus«, dann läuft Film Nr. 45 ab. Diese Filme laufen ständig. Und man darf nicht vergessen, dass das Unterbewusste an sie glaubt. Es ist auch wichtig zu wissen, dass eine sehr vertraute Beziehung zwischen dem Unterbewusstsein und den Filmen besteht. Für das Unterbewusstsein fühlen sich diese Filme echter an, als das wirkliche Leben. Das heißt, dass wir uns ständig, wieder und wieder, mit den gleichen Dingen herumschlagen und uns fast nie mit dem eigentlichen Leben befassen. 11


Wir projizieren diese Filme auf das Leben und denken, wir würden das Leben erfahren Aber in Wirklichkeit erfahren wir immer noch den Film. Daher kommt es auch, dass wir ziemlich berechenbar sind. Es ist daher nicht zu erwarten, dass man sich ändert. Denn man ändert sich nicht, solange diese Filme laufen und man daran glaubt, sie seien real. Es ist erstaunlich, dass das nicht viel zu langweilig wird, weil diese Filme so berechenbar und monoton sind. Doch wir akzeptieren das und denken das sei das Leben, weil unser Unterbewusstsein die Filme für die Realität hält. Wenn Du an Transformation Interesse hast, ist dies eines der wichtigsten Dinge die es zu begreifen gilt. Du musst Dich von Deinen Filmen befreien. Als erstes musst Du sie überhaupt bemerken. Du musst bemerken, dass sie dein Film sind und nicht das Leben. Dann wirst Du lernen, wie man aus dem Film heraus kommt, wie man das Unterbewusstsein davon überzeugt, dass der Film keine Bedeutung mehr hat. Die erste große Aufgabe ist es zu begreifen, wie mächtig das Unterbewusstsein ist. Es ist so mächtig, weil es von sich glaubt, real zu sein. Die Lage ist folgende: Die meisten von uns überlassen ihr Leben völlig dem Unterbewusstsein. Wir erlauben dem Unterbewusstsein uns zu erzählen, wovor wir Angst haben, was wir mögen, was wir können 12


und was wir nicht können. Wir erlauben ihm, uns zu sagen, wie die Welt aussieht und wie wir in dieser Welt aussehen und dergleichen. Wir müssen unser Leben wieder vom Unterbewusstsein zurück erobern, denn diese Filme haben keine Bedeutung. Sie können manchmal nützlich sein, aber eigentlich haben sie keine Bedeutung mehr, denn die meisten dieser Filme stammen aus der Zeit unserer Geburt und Kindheit. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir keine Neugeborenen mehr sind. Wir sind keine Kinder mehr. Entscheidungen, die wir damals trafen, haben ihre Bedeutung verloren, weil wir keine hilflosen Babys mehr sind. Die meisten unserer Strategien und Programme basieren auf dieser Angst des Kindes Wir werden das später eingehender betrachten. Momentan möchte ich, dass Ihr Euch klarmacht, dass Eure Vorstellung davon, wer Ihr seid aus Eurem Gedächtnis kommt. Eure Vorstellungen, was Leben ist, kommt aus der Erinnerung. Es kommt nicht aus Eurer direkten Erfahrung. Du begrenzt Dich durch die Erinnerungen, Du hältst Dich zurück wegen der Erinnerungen und nicht etwa, weil Dir heute Beschränkungen auferlegt werden. Dies ist eine der ersten Fragen, die wir stellen sollten: »Fühle ich mich, so wie ich mich gerade fühle 13


aufgrund einer Erinnerung oder aufgrund eines realen Tatbestandes?« Wenn Du Dich aufgrund der Wirklichkeit so fühlst, ist Deine Reaktion gerechtfertigt. Dann sollst Du etwas Entsprechendes zur Abhilfe tun, falls das erforderlich ist. Erinnerungen haben keine Realität Sie erscheinen real für das Unterbewusstsein, aber sie sind eine künstliche Realität, ebenso wie jeder Kino Film. Du weißt, dass Du im Kino nur eine flache Oberfläche mit Lichtflackern vorfinden würdest, wenn Du bei einem Film mit viel Handlung die Leinwand genauer untersuchen würdest. Da gibt es gar keine Menschen. Was Du siehst, ist nicht wirklich da. Selbst wenn Du im Kino sitzen würdest und echte Tränen weintest, würde das noch lange nicht beweisen, dass etwas Wirkliches dort auf der Leinwand passiert. Also, begehe nicht diesen Fehler. Ich sage das, weil ich immer wieder Leute genau in diese Falle laufen sehe. Sie sagen: »Gut, ich fühle das, also muss es auch real sein.« Das, was Du fühlst ist Wirklichkeit, aber die Ursache davon nicht. Das ist der große Unterschied. Du wirst Dich immer mehr befreien, wenn Du Dich von Erinnerungen befreist. Das ist das Geheimnis. Solange Du immer noch durch die Augen Deines Gedächtnis schaust, bleibst Du ein Opfer Deiner Erinnerun14


gen. Da führt kein Weg daran vorbei. Ich will damit nicht andeuten, dass das Gedächtnis nutzlos ist. Das muss in den Zusammenhang gesetzt werden. Wenn Du einen Kalender an der Wand hängen hast, auf dem Mai steht, weißt Du auch, dass das Stück Papier nicht der Mai ist, sondern lediglich ein Papier an der Wand, das Dir helfen soll, in einer besser organisierten Weise zu denken. Aber es ist nicht der Mai. Nur ein Stück Papier. Es ist eine Art Gedächtnis, wenn man so will. Auf diese Art können wir auch das Gedächtnis benutzen. Es ist Tatsache, dass wir ohne ein Gedächtnis verloren wären. Wir sprechen unsere Sprache mit Hilfe des Gedächtnisses, es gibt keinen Grund, das aufzugeben. Du fährst Auto mit Hilfe des Gedächtnisses, es gibt keinen Grund, das nicht zu tun. Aber stell das Gedächtnis in unseren Zusammenhang. Sieh ein, dass Deine Erinnerungen von so etwas wie einem Computer kommen und dass einige der Erinnerungen nützlich und hilfreich sein können und andere sehr schädlich. Du solltest in der Lage sein, den Unterschied zu erkennen. Wie ich schon sagte, haben wir unser Leben dem Unterbewusstsein überlassen, was so viel heißt, dass wir unser Leben diesem Computer überlassen. Wenn wir uns transformieren wollen, wenn wir wirklich frei sein wollen, müssen wir uns von diesem Computer befreien und anfangen, den Computer zu nutzen, anstatt uns von ihm benutzen zu lassen. So einfach ist das. 15


Momentan reicht es, sich all dieser selbstgemachten Fotos bewusst zu sein. Du hast sie so wie eine Serie von Heimvideos zusammengestellt. Jetzt schaut sich das Unterbewusstsein all diese Bilder an und reagiert auf sie. Wenn jemand Hallo zu Dir sagt geht ein bestimmter Film los, und Du tust automatisch das, was Dein Unterbewusstsein Dir vorgibt. Du agierst schüchtern oder fröhlich. Was immer es ist, es ist alles vorhersagbar, völlig berechenbar. Wenn Du Element A, B und C kennst, hast Du genug Elemente, um absolut und total berechenbar zu sein und das bist Du die meiste Zeit. Nicht etwa, dass Du das gut findest, aber es ist so. Du fühlst Dich damit wohl, weil Du es so gewohnt bist. Dieses bequeme Gefühl der Gewohnheit ist eines der größten Probleme bei der Transformation. Wir kennen den Film, wir wissen damit umzugehen, wir wissen etwas damit anzufangen, wir haben es bequem damit. Sogar wenn wir ihn hassen, fühlen wir uns noch bequem damit. So tendieren wir dazu, uns weiter vom Film dominieren zu lassen. Eines der ersten Dinge, die Du tun solltest, ist das Unterbewusstsein von dem Prozess, den ich hier erwähnt habe, zu überzeugen. Davon, dass Du von Ereignissen Fotos machst, dass diese aber nicht das Ereignis selbst sind. Stell Dir vor, dies ist ein kleiner Fotoapparat und ich knipse Robert. In dem Moment, wo es Klick macht, gibt es ein eingefrorenes Bild auf dem Film, das sich 16


nicht mehr verändern wird. Wenn das eine Polaroidkamera wäre, hätte ich das Foto in wenigen Minuten. Ich könnte das Foto in Plastik einschweißen und es wird wahrscheinlich tausend Jahre halten. Das Bild würde sich kein bisschen verändern. Das Foto wird starr bleiben. Zwischenzeitlich wird Robert aber durch alle möglichen Prozesse gehen. Ich habe jedoch hier immer noch sein Bild. Man meint, dass das Bild dasselbe sei, wie die abfotografierte Person, aber das stimmt nicht. Dieses Bild ist nicht Robert, es ist ein Stück Papier. Es ist nicht Robert, es war nie Robert und es wird niemals Robert sein. Es ist etwas total Getrenntes von dem, was ich fotografiert habe oder von dem Subjekt, das Robert ist. Verstehst Du das? Es ist ein wichtiger Punkt. Erinnerung ist niemals das, was passiert ist. Du weißt noch nicht einmal, ob das Gedächtnis akkurat ist. Erinnerung ist etwas Getrenntes von dem, was passiert ist. Wenn Du eine Erinnerung loslässt, lässt Du nur ein Dokument gehen. Die Erfahrung des Fotografierens endete in dem Moment des Klicks der Kamera. Eine Minute später ist Robert eine andere Person. Sein Herz hat eine gewisse Anzahl von Schlägen gemacht, er hat ein paar Mal geatmet, seine Körperzellen haben sich verändert, seine Verdauung hat weitergearbeitet, alle möglichen Dinge sind passiert. 17


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2 Wie Schatzkarte

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Die Schatzkarte Deine Wünsche erfüllen sich nicht, indem Du hinter ihnen her rennst.

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eute morgen möchte ich mit euch eine andere Sichtweise teilen, mit der man das Leben anschauen kann. Das wird nichts völlig Neues für euch sein, aber vielleicht eine neue Art alte Dinge zu betrachten. Diese neue Betrachtungsweise nenne ich Die Schatzkarte. Ich bin sicher, dass ihr alle wisst, was eine Schatzkarte ist. Wenn ihr Robinson Crusoe oder irgend eine andere Piratengeschichte gelesen habt, wisst ihr, dass Schatzkarten von Piraten gezeichnet werden, um den Weg zu einem versteckten Schatz zu weisen. Natürlich sind Schatzkarten immer von Abenteuern, Gefahren und Enttäuschungen begleitet. Selbstverständlich gibt es das Versprechen, dass Du die Schatztruhe finden kannst. Wir mögen fragen: »Was ist so furchtbar Wichtiges in der Schatztruhe?« In den Piratengeschichten ist es natürlich Gold, kostbare Juwelen, ein Vermögen, das Dir ermöglicht, all das zu tun, was Du schon immer tun wolltest, weil 36


Du nun soviel Geld hast. Aber in Deiner ganz persönlichen Schatzkiste, die Du versuchst zu finden, ist etwas eingeschlossen, was wir als Glücklichsein, Zufriedenheit, Kraft, Schönheit und Kreativität bezeichnen, all die Dinge die Du brauchst, um erfüllt zu sein. Die Schatzkarte wurde in deiner frühsten Kindheit gezeichnet Du hast also diese Vorstellung von Deinem Schatz. Damit meine ich nicht Deine Traumfrau (lacht), sondern Deine innere Schatztruhe. Die erste Vorstellung von dem was in Deiner Schatztruhe ist, bekamst Du als Kind. Du bekamst diese Idee von dem Schatz zunächst, um Dein Leben zur vollen Erfüllung zu bringen, um glücklich zu sein. Dann maltest Du Dir selbst eine Schatzkarte mit dem Weg, wie Du dorthin gelangen würdest. In einer einfachen Piraten-Schatzkarte, gehst Du vom alten Eichenbaum dreißig Schritte nach Westen, drehst Dich dann bei Sonnenaufgang zur aufgehenden Sonne, und läufst zehn Schritte geradeaus und gräbst dort ein Loch. Ganz ähnlich hast Du Deine persönliche Schatzkarte angefertigt, die jedoch noch viel komplizierter ist. Aber im Grunde sind alle Vorstellungen, wie Du den Schatz finden könntest darauf vorhanden: Ich muss dies tun und das tun. Selbst die Gefahren hast Du mit eingeplant: hier ein Drachen, 37


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