Skip to main content

EWS Blitz 249

Page 1

BLITZ

DAS MITARBEITENDEN-MAGAZIN DER CKW-GRUPPE

249 | August 2022

ZUSAMMEN DIE ZUKUNFT GESTALTEN


INHALT

18

IM EINSATZ FÜR DIE URNER WASSERKRAFT

4

Heinz Niederberger berichtet von seinem Arbeitsplatz auf der Baustelle des Kraftwerks Palanggenbach.

SCHWERPUNKT Gemeinsam mutig sein

8

IE ERSTE WAHL FÜR DEKARD BONISIERUNG Unsere Strategie 2030 liefert den Plan, wie wir dies in den kommenden Jahren angehen.

12

MIT POSITIVER ENERGIE FÜR CKW BEGEISTERN Ursula Zimmermann gibt Einblick in den schwierigen Prozess, CKW auch künftig als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren.

23

DIE GRÖSSTE ESSIGFABRIK DER SCHWEIZ IST IN BRUNNEN Die Komplexität der Automation verlangt einen zuverlässigen Elektropartner. EWS erhielt den Zuschlag für die Elektroinstallationsarbeiten Werksanbau.

Das Mitarbeitenden-Magazin der CKW-Gruppe Impressum Redaktionsteam Robert Keller (Redaktionsleitung), Nadia Auf der Maur, Monika Pellegrini, Ronny Arnold, Marcel Schmid, Désirée Seuret, hellermeier Luzern Redaktionsadresse Robert Keller CKW, Postfach, 6002 Luzern robert.keller@ckw.ch 041 249 53 60

Kontakt CKW Robert Keller robert.keller@ckw.ch 041 249 53 60 Kontakt EWA-energieUri Ronny Arnold ronny.arnold@energieuri.ch 041 875 08 75 Kontakt EWS Nadia Auf der Maur nadia.aufdermaur@ews.ch 041 818 33 11 Kontakt SEM Monika Pellegrini monika.pellegrini@steiner-energie.ch 041 499 90 86

Auf dem Titelbild CKW Mike Jossi und Florian Jurt an der CKW-Sommerparty (Bild: Lea Geisseler) EWA-energieUri Das neue Mitarbeitendenfoto der EWA-energieUri-Gruppe EWS Grillteam EWS-Feier­ abendhock

Gestaltung www.hellermeier.ch 6002 Luzern Druck beagdruck 6006 Luzern Nächster Redaktionsschluss 14. Oktober 2022 Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.


ZUSAMMEN DIE ZUKUNFT GESTALTEN CKW wächst – effizient und exzellent. Die Unternehmens­ strategie gibt die Richtung vor. Doch wie schaffen wir ein Wachstum in den Zukunftsmärkten? Wie werden wir effizienter in der Leistungserbringung und exzellenter in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden? Die Antwort ist einfach: Es braucht uns Mitarbeitende und eine gute Arbeitsatmosphäre. Oder anders gesagt: Wir brauchen eine starke und verbindende Unternehmenskultur. Die Kraft der Gemeinschaft wird entscheidend dazu beitragen, unsere Strategieziele zu erreichen. Unbestritten hat CKW eine grossartige Arbeitskultur. Sie ist geprägt von Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Leidenschaft für die Aufgaben und Engagement. Eigenschaften, die wir anerkennen und nicht verändern möchten. Wir können aber noch mehr! Ähnlich wie wir Mitarbeitende ständig dazulernen und uns auf neue Situation einstellen, entwickelt sich auch unsere Unternehmenskultur weiter. Es kommt auf unsere Einstellung an: Warten wir ab und lassen die Veränderung geschehen? Oder gestalten wir aktiv mit und nehmen Einfluss? Für unseren gemeinsamen Erfolg kommt für mich nur Zweites in Frage. Wenn wir noch stärker unsere Kolleginnen und Kollegen in den Mittelpunkt stellen, direkt kommunizieren und respekt­voll miteinander umgehen. Wenn wir für unsere Handlungen einstehen und Verantwortung übernehmen. Wenn wir uns vor Augen führen, ob unsere Tätigkeit einen Mehrwert bringt. Wenn wir Neues ausprobieren und im Team an Lösungen arbeiten. Dann sind wir auf dem richtigen Weg. So lasst uns mutig in die Zukunft schauen und gemeinsam am Erfolg von CKW arbeiten.

Barbara Belser Leiterin Human Resources CKW

« WIR BRAUCHEN EINE STARKE UND VERBINDENDE UNTERNEHMENSKULTUR.»


4

Schwerpunkt

GEMEINSAM MUTIG SEIN Unsere Unternehmenskultur, wie wir als CKW sind und zusammenarbeiten, bildet die Basis für den Unternehmenserfolg. Im Rahmen der Kulturentwicklung und anhand der vier Leadership Prinzipien definieren wir gemeinsam, welche Verhaltensweisen uns besonders wichtig sind, auf welchen Stärken wir aufbauen und wie wir uns gemeinsam weiterentwickeln wollen. «Als Unternehmen kann man nur erfolgreich sein, wenn man eine gute Unternehmenskultur hat und einen wertschätzenden Umgang miteinander pflegt», sagt unser CEO Martin Schwab. «Unternehmenskultur sind wir alle gemeinsam und alle sind für unsere Kultur mitverantwortlich.» Im ersten Halbjahr hat sich die Geschäftsleitung zusammen mit Mitarbeitenden aus allen CKWBereichen (inklusive Sicuro Central und Steiner Energie) in Workshops intensiv darüber ausgetauscht, welche Werte und Verhaltensweisen unsere Zusammenarbeit künftig prägen sollen und wie wir die Leadership Prinzipien in unserem Arbeitsalltag leben wollen. Der bereichsübergreifende Austausch wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt, wie etwa Mirjam Imbach, Projekt- und Managementsupport GBT, erzählt: «Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter, unabhängig von Funktion oder Hierarchiestufe, konnte sich einbringen und man hat sich gegenseitig aufmerksam zugehört.» Auch kritische Themen wurden offen angesprochen. Zum Beispiel wünschen sich die Mitarbeitenden mehr Sichtbarkeit der Geschäftsleitung. «Wir nehmen uns die konstruktiven Gespräche zu Herzen», bestätigt Geschäftsleitungsmitglied Linus Gähwiler, Leiter GB Gebäudetechnik. Die GL hat sich vorgenommen, die unterschiedlichen Standorte künftig öfter zu besuchen, zuzuhören und so die Anliegen der Mitarbeitenden zu erfahren.

Wie geht es weiter mit der Kulturentwicklung? Eine Kultur kann nicht bestimmt werden – sie entsteht und wird von allen Mitarbeitenden geprägt. Deshalb gilt es, auf den Stärken aufzubauen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln. «Wir können stolz darauf sein, dass wir als CKW eine starke Unternehmenskultur und eine starke Marke haben», sagt Martin Schwab. Als Themen mit Entwicklungspotenzial genannt wurden in den Workshops etwa «mutiger sein», «Verantwortung übernehmen» oder «über Fehler und Irrtümer sprechen, um davon zu lernen» sowie das «Silodenken». Die Geschäftsleitung ist sich bewusst, dass diese Themen Zeit und den entsprechenden Rahmen benötigen. Als Hausaufgabe nimmt Martin Schwab mit: «Wir müssen konkretisieren, wie wir unsere Leadership Prinzipien in unserem Arbeitsalltag integrieren können, und die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, um eine mutige und unternehmerische Kultur des Ausprobierens zu fördern.» Nach dem Sommer sollen die ersten Massnahmen lanciert werden. Betreffend «Silodenken» sagt Martin Schwab klar: «Dem Kunden ist es egal, wie wir organisiert sind; für ihn gibt es nur eine CKW.» Deshalb sei es auch essenziell, dass wir unsere Werte und Kultur gemeinsam gegen innen und aussen leben können. «Wir sind alle gemeinsam CKW – und alle sind eingeladen, CKW mitzuprägen.» Claudia Goddeng und Désirée Seuret, CKW


Schwerpunkt

5

KOMMENTAR

«WIR SIND AKTIV DARAN, UNSERE ZUKUNFT ZU GESTALTEN»

Unsere Leadership Prinzipien Diese vier Grundsätze prägen unsere Zusammenarbeit: • • • •

Be a Leader – Sei ein Leader Make it happen– Mach es möglich Create the Future – Gestalte die Zukunft Care about People – Stell den Menschen in den Mittelpunkt

Die vier Prinzipien richten sich nicht nur an Führungskräfte. Wir alle können in unserem Bereich ein «Leader» sein, indem wir uns täglich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit einsetzen und uns gemeinsam weiterentwickeln wollen.

Der Wunsch nach einer besseren Zukunft ist so alt wie die Menschheit selbst. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, die sich uns heute stellen, ist diese Aussage umso zutreffender. Wie sieht die Zukunft aus, wohin steuern wir? Diese Frage kann niemand mit 100-prozentiger Sicherheit beantworten. CKW hat die Gewissheit, dass künftig alle Themen rund um die Dekarbonisierung eine zentrale Rolle spielen werden und wir über Mitarbeitende, die das nötige Know-how für nachhaltige Lösungen haben, verfügen. CKW Gebäudetechnik befindet sich aktuell in einem grossen Wachstumsprozess. Wir sind aktiv daran, unsere Zukunft zu gestalten, indem wir unsere Geschäftsfelder weiterentwickeln. Schwerpunkte sind die Angebotsabdeckung für die gesamte Deutschschweiz mit PV-, Wärme- und Elektromobilitätslösungen, die Digi­talisierung unserer Businessprozesse sowie orga­ nisches und anorganisches Wachstum. Diese Schwerpunkte und der akute Fachkräftemangel in unserer Branche werden uns reichlich herausfordern. Aber es sind die anspruchsvollen Zeiten, die eine Organisation weiterbringen. Nur ausserhalb der sogenannten Komfortzone können wir über uns selbst hinauswachsen. Diese spannende Ausgangslage, gepaart mit unseren grossen Ambitionen, ist ausgesprochen motivierend. Es stimmt mich sehr zuversichtlich zu wissen, dass unsere hervorragenden Mitarbeitenden aktiv mithelfen werden, gemeinsam die Zukunft von CKW zu gestalten.

Erfahre im Insider mehr über unsere Kulturentwicklung und die vier Leadership Prinzipien.

In diesem Sinne freue ich mich auf die Zukunft und fordere euch auf, aus der Komfortzone auszubrechen. Wir nehmen euch gerne mit auf die spannende, anspruchsvolle Reise. Thomas Gisler, Geschäftsbereichsleiter Elektro, CKW Gebäudetechnik


6

HR

MIT OKR GEMEINSAM ZIELE SETZEN UND ERREICHEN Mutig sein und sich mit klaren Zielen weiterentwickeln. Hierbei unterstützt OKR: eine agile Arbeitsmethode für Zielvereinbarungen. OKR ist ein fortlaufender Prozess, der hilft, in einer zunehmend komplexen Arbeitswelt einen klaren Fokus zu setzen. Quartalsweise werden in Teamsitzungen die konkreten Ziele (Objectives) für die kommenden drei Monate gemeinsam festgelegt. Zudem definieren die Teams Schlüsselresultate (Key Results), anhand derer sie die Zielerreichung regelmässig überprüfen und messen können. Am Ende des Quartals werden im Team der Prozess sowie die Resultate reflektiert. Die Erkenntnisse fliessen fortlaufend in die Planung und Definition von OKR für das nächste Quartal ein.

Warum ist OKR für CKW eine sinnvolle Methode? – Wir fördern die Zusammenarbeit und Transparenz. OKR wird durch einen partizipativen Zielsetzungsprozess in den Teams entwickelt, um gemeinsam den richtigen Fokus zu setzen. – Mit der CKW-Strategie 2030 haben wir uns ehr­ geizige Ziele gesetzt. OKR hilft uns, unsere strate­ gischen Ziele zu erreichen sowie quartalsweise den Fortschritt zu verfolgen und zu bewerten. – Wir fördern Neugierde, Experimentierfreude, Innovation, Mut und Entschlossenheit. OKR unterstützt diese Verhaltensweise durch das Setzen von Prioritäten im Team und durch das Definieren von ambitiösen Zielen. Durch das regelmässige Zurückblicken und Verbessern wird das kontinuierliche Lernen gefördert.

OKR steht als Abkürzung für die englischen Begriffe Objectives (Ziele) und Key Results (Schlüsselresultate) Einführung OKR Die GL und zwei Pilotgruppen arbeiten seit Oktober 2021 mit dem neuen Prozess. Für das folgende Geschäftsjahr kommen die Führungsteams der nächsten Hierarchiestufe dazu. Wir vergrössern also per Oktober 2022 den Kreis der Beteiligten, sammeln weitere Erfahrung, lernen dazu und werden im April 2023 stufenweise weitere Teams in den Roll-Out einbeziehen. Teams, die vor­her Interesse an dieser neuen Methode haben, können sich jederzeit unter okr@axpo.com anmelden.

MbO-Prozess wird nicht weitergeführt Der individuelle Zielvereinbarungs­pro­ zess (MbO) wird per Ende September nicht mehr weitergeführt. Es werden weiterhin Feedback- und Ent­wick­lungs­ gespräche geführt. Weitere Informationen dazu folgen.

Erfahre im Insider mehr zu OKR oder absolviere das spezifische E-Learning.


HR

Martin Schwab, CEO CKW, ist von OKR überzeugt. Martin, welche Vorteile bringt OKR für CKW? OKR hilft uns, einen klaren Fokus zu setzen und transparent zu definieren, worauf wir im kommenden Quartal hinarbeiten. Alle Teams, die OKR anwenden, haben via OKR-Tool Zugriff auf die Ziele der anderen Teams. Beispielsweise können also die konkreten Ziele der Geschäftsleitung für die nächsten drei Monate eingesehen werden. Durch diese Transparenz wird es einfacher, sich untereinander abzustimmen, Synergien zu nutzen und noch enger zusammenzuarbeiten. Wie wendet die Geschäftsleitung OKR an? Bei der Festlegung von OKR fragen wir uns: Welches sind für das kommende Quartal die wichtigsten Ziele (Objectives) und was ist eine sinnvolle, messbare Ziel­erreichung (Key Results)? Wir setzen uns ambitionierte Ziele, das passt zu unserer Wachstumsstrategie. Als Ziel haben wir uns zum Beispiel «Wir erreichen unsere Wachs­ tumsziele» gesetzt. Ein messbares Schlüsselresultat ist dann: «Bau von 5 560 kWp-Solar­anlagen bei CKW bis Ende des Quartals».

7

Fallen mit der Abschaffung der MbOs die individuellen Mitarbeitenden-Gespräche weg? Nein, die Mitarbeitenden-Gespräche sind sehr wichtig und finden nach wie vor statt. OKR ersetzt den MbO-Zielvorgabeprozess nicht eins zu eins. Mit OKR wechseln wir von Individualzielen hin zu gemeinsamen Zielen. Die Mitarbeitenden-Gespräche werden in einer anderen Form weiter stattfinden und der Fokus wird dort auf Feedback und Entwicklung gesetzt. Weitere Informationen dazu folgen.

Pascal Kirchhofer, Leiter Energie­ management CKW, wendet zusammen mit seinem Team OKR bereits an. Pascal, warum hast du dich mit deinem Team für die Pilotphase gemeldet? Wir möchten im Team proaktiv neue Wege gehen und wir wollten uns mit dem Prozess, dem Vorgehen und dem Tool vertraut machen.

Die CKW-Geschäftsleitung und erste Teams wenden OKR an. Wie geht es weiter? Ab Oktober werden die GL-Mitglieder mit ihren direkt unterstellten Führungsteams in die OKRMethode ein­steigen. So können wir weitere Erfahrungen sammeln und anschliessend prüfen, in welchen Bereichen eine Einführung als Nächstes sinnvoll ist. Wichtig ist, dass wir OKR nur da ein­ setzen, wo es den Teams einen Mehrwert bietet. So ist es vermutlich wenig zielführend, OKR für alle Bereiche oder Geschäftsstellen auszurollen. Weitere interessierte Teams können sich aber jederzeit anmelden.

* Mehr zu OKR-Coachs erfährst du im Insider.

Inwieweit geht mit der Anwendung von OKR ein Kulturwandel einher? Wir wollen bei CKW mutiger werden, Neues aus­ probieren – und es ist auch in Ordnung, wenn etwas einmal nicht auf Anhieb klappt. OKR funktioniert als fortlaufender Prozess genau in diesem Sinne. Die Methode fördert, dass wir gemeinsam stärker in den Austausch gehen, Dinge ausprobieren, aus Fehlern lernen und zusammen besser werden.

Wie lautet dein Fazit? Wir haben uns am Anfang zu viel vorgenommen. Nach dem ersten Run haben wir uns nur noch auf ein Ziel und drei Schlüsselresultate beschränkt. In einer ersten Phase geht es darum, sich mit dem Prozess, dem Vorgehen, dem Tool und den entsprechenden Rahmenbedingungen vertraut zu machen.

Wie sind eure ersten Erfahrungen? Zu Beginn braucht man mehr Zeit und die notwendige Disziplin. Zwei Mitarbeitende haben sich zu sogenannten OKR-Coachs* ausbilden lassen. Dies hilft uns in diesem neuen Prozess.

Was kannst du neuen Teams auf den Weg mitgeben? Einfach mal starten und sich nicht zu viele Gedanken machen. Es muss zu Beginn nicht alles perfekt sein. Zuerst macht man sich mit der Methode vertraut, verliert «Ängste» und stellt fest, dass es dem Team hilft, sich zu fokussieren.

Barbara Belser, CKW, und Christiane Wetzel, Axpo


8

CKW Strategie 2030

DIE ERSTE WAHL FÜR DEKARBONISIERUNG Wir wollen unsere Kunden bei der Energiewende als erste Ansprechpartnerin unterstützen. Unsere Strategie 2030 liefert den Plan, wie wir dies in den kommenden Jahren angehen. Unterschiedliche Projekte sind bereits in Umsetzung und jeder Bereich leistet einen wichtigen Beitrag zum Gesamterfolg von CKW.

Wie man bei der Schweiz automatisch an Schokolade denkt, sollen unsere Kunden bei Energie- und Dekarbonisierungsfragen künftig direkt an CKW denken.

«Unsere Ziele für die kommenden Jahre sind ambitioniert», sind sich Martin Schwab und die Geschäftsleitung bewusst. «Wir sind aber auch überzeugt, dass wir die richtigen Mitarbeitenden haben, ausbilden und finden werden, um unsere Ambitionen zu erreichen», sagt unser CEO. Wichtig sei das Bewusstsein, dass man nicht von heute auf morgen und auch nicht als Einzelkämpferin zur Nummer 1 werde. Deshalb hat unsere Strategie 2030 die kommenden acht Jahre im Fokus. «Die Strategieumsetzung ist nicht als Sprint, sondern als Langstreckenlauf zu betrachten», erklärt Martin Schwab. «Wir werden sicher mal Durststrecken zusammen erleben, aber auch immer wieder Etappenziele feiern können.» Désirée Seuret, CKW

Weitere Informationen zu unserer Strategie 2030 findest du im Insider unter dem Top-Link «Strategie 2030»


CKW Strategie 2030

9

«Damit wir den Ansprüchen unserer Kunden an digitale Services gerecht werden und gleichzeitig unsere Prozesseffizienz steigern können, müssen wir unsere IT-Architektur gegen innen und aussen zukunftsfähig gestalten.» Michael Sieber, CFO

«Unser grösster Wert bei CKW sind die Mitarbeitenden. Es braucht jeden Einzelnen von uns für die Strategieumsetzung. Zusammen leisten wir täglich unseren Beitrag zur Energiewende.» Linus Gähwiler, Leiter GB Gebäudetechnik

Projekt «Octopus» Den Prozess von der Strommessung bis zur Rechnung an den Kunden den Meter-toCustomer (M2C) Prozess effizient und günstig zu gestalten, ist ein stetes Bestreben von CKW. Das Projekt «Octopus» unterstützt dieses Vorhaben mit dem Upgrade von SAP IS-U auf die neuste Version. Ziel ist, ab 1. Oktober 2023 den Abrechnungsprozess mit dem neuen SAP S / 4HANA Utilities optimal zu unterstützen. Mehr Infos im Insider-Wiki

Prüfung Firmenzukäufe GBT Bis 2030 wollen wir mit unserem Angebot in der ganzen Deutschschweiz präsent sein mit Fokus auf PV & Speicher, Wärme und E-Mobilität. Deshalb wachsen wir organisch, aber auch anorganisch mit gezielten Firmenzukäufen. Das heisst, wir kaufen nicht möglichst viel, sondern bewusst zu – eine Firma muss unser Geschäft optimal ergänzen, finanziell solid sein und zu unserer Kultur passen.

«Nur mit einem sicheren, zukunftsfähigen und stabilen Netz kann die Energiewende hin zu erneuerbarer Energie und E-Mobilität gelingen– wir machen dies auch mit der steigenden Netzlast möglich.» Urs Meyer, Leiter GB Netze

«Wir treiben den Wandel von CKW zur Dekar­ bonisierungspartnerin nicht nur mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien voran, sondern auch indem wir den Kunden mit digitalen Services ein einfacheres und besseres Verständnis für ihren Energieverbrauch ermöglichen.» Thomas Reithofer, Leiter GB Energie

OT Security Center Um die Steuerungs- und Überwachungs­ systeme (die sogenannte Operational Technology OT) der CKW-Gruppe vor Cyberangriffen zu schützen, bauen wir bis anfangs 2023 ein OT Security Center auf. Mit dem Security Center schaffen wir die Basis, um unsere Security-Prozesse (nach ISO/NIST-Standard) weiter zu stärken und zertifizieren zu lassen.

CO₂-Rechner Seit Juni 2022 bieten wir als erstes Schweizer EVU einen eigenen CO₂-Rechner an. Mit diesem können KMUs online einfach und kostenlos ihren CO₂-Fussabdruck berechnen und erhalten konkrete Tipps, wie sie ihre Emissionen reduzieren können. Wir konnten bereits Nutzer aus der ganzen Schweiz verzeichnen. Mehr erfahren: ckw.ch/co2-rechner


10

Interview

DIGITALISIERUNG – FLUCH UND SEGEN ZUGLEICH Die Liste der Herausforderungen, die in naher Zukunft auf die Luzerner Polizei und CKW zukommen, ist lang, der Handlungsbedarf ist enorm. Das anhaltende Bevölke­ rungs­wachstum zum Beispiel ist mit einer Zunahme des Strassenverkehrs verbunden und ver­langt entsprechende Massnahmen wie die Sicher­stellung der Stromversorgung für Signalan­lagen und Beleuchtung seitens CKW sowie die sichtbare präventive Präsenz der Uniformpolizei. Die Luzerner Polizei muss mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln das ganze Kantonsgebiet abdecken und der Bevölkerung rund um die Uhr zu Hilfe eilen können. Damit sie diesen äusserst anspruchs­vollen Auftrag auch in Zukunft erfolgreich erfüllen kann, überprüft sie ihre Strategie periodisch, schlägt Anpassungen vor und beantragt falls nötig zusätzliche Re­ssourcen. Adi Achermann, Sie sind als Kommandant der Luzerner Polizei für rund 850 Mitarbeitende ver­antwortlich. Der Respekt der Bevölkerung gegenüber Polizistinnen und Polizisten nimmt stetig ab. Was setzen Sie diesem Trend entgegen? Der Respekt gegenüber den handelnden Polizistinnen und Polizisten hat in den letzten Jahren tatsächlich stetig abgenommen, die Hemmschwelle ist auf ein sehr tiefes Niveau gesunken. Unsere Mit­­ar­beitenden werden angefasst, bespuckt und beleidigt. Solche Vorfälle sind für die Betroffenen einschneidend und belastend. Um dem Trend entgegenzu­wirken, bringen wir Beleidigungen und Drohungen gegen Polizistinnen und Polizisten konsequent zur Anzeige. Wir schulen unser Personal im Umgang mit schwierigen Kunden. Wir wollen unserem Gegenüber in jeder Situation korrekt begegnen. Was sind die grössten Herausforderungen, die auf die Luzerner Polizei zukommen? Das Bevölkerungswachstum im Kanton Luzern, die zunehmende Urbanisierung und dadurch auch Ano­ny­ misierung sowie die hohe Ereignisdichte. Mit einer hohen Präsenz im öffentlichen Raum wollen wir rechtsfreie Räume und mögliche Delikte schon im Ansatz verhindern. Dazu braucht es aber mehr Polizistinnen und Polizisten. Genügend Personal zu fin­den, ist eine weitere Herausforderung. Wir müssen den Polizei­ beruf attraktiver machen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen und flexible Arbeitszeitmodelle einführen. Das heute dichte Netz von Polizeiposten im Kanton Luzern ist aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäss. Wir müssen flexibler und mobiler werden, um schneller eingreifen zu können. Weniger, aber grössere Polizeiposten sowie ein zent-

rales Sicherheitszentrum in Rothenburg mit einer neuen, interkantonal agierenden Einsatz­leitzentrale und einem leistungsfähigen Stützpunkt der Verkehrspolizei werden helfen, diese Ziele zu erreichen. Eine weitere grosse Herausforderung besteht darin, die nötigen Bauten realisieren zu können. In welchen Bereichen arbeiten Sie mit CKW zusammen? CKW ist für uns eine wichtige Partnerin bei der Strom­versorgung. Wir sind auf ein gut funktionie­ rendes Stromnetz angewiesen. Stellen Sie sich vor, unsere Einsatzleitzentrale wäre von einem Strom­ ausfall betroffen und es könnten keine Notrufe ent­gegengenommen oder bearbeitet werden! Berührungspunkte haben wir auch im Kantonalen Füh­r­ungsstab, wo sowohl die Polizei als auch CKW mitarbeiten.

Elektromobilität: Luzerner Polizei übernimmt Vorbildfunktion.


Interview

Kürzlich installierte CKW in Emmenbrücke Stromtankstellen für Ihre Einsatzfahrzeuge. Setzen Sie in Zukunft auf Elektromobilität? Der Kanton Luzern setzt in seiner Klimaschutz­politik unter anderem auf effizientere Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, um die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Luzerner Polizei will hier ihre Vorbildfunktion ebenfalls wahr­nehmen. Wo es aus betrieblicher Sicht sinnvoll ist, werden wir in Zukunft Fahrzeuge mit alternativen Antrieben beschaffen. Welche Erfahrungen haben Sie als Auftraggeber und Kunde von CKW gemacht? Wir erleben die Mitarbeitenden von CKW als sehr freundlich und kundenorientiert. Polizeiarbeit und Energieversorgung sind von öffentlichem Interesse. Wie soll Ihr Polizeikorps wahrgenommen werden? Wir sind ein Teil des gesellschaftlichen Lebens und pflegen einen korrekten Umgang und einen aktiven Dialog mit der Bevölkerung. Wir leisten der Bevöl­kerung Hilfe in Not. CKW und die Luzerner Polizei beschäftigen mehrere hundert Mitarbeitende. Was macht die Luzerner Polizei als Arbeitgeberin attraktiv? Der Polizeiberuf zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt aus. Für eine Polizistin und einen Polizisten eröffnen sich mit dem grossen Aufgabenbereich und den verschiedensten Abteilungen, Sonder­ gruppen usw. unzählige Möglichkeiten. Je nach Interesse und Eignung kann dies ein Dienst in der Uniform, in Zivil, in einem spezialisierten Aufgaben­ bereich und/oder einer Führungsaufgabe sein.

« CKW ist für uns eine wichtige Partnerin bei der Stromversorgung. Wir sind auf ein gut funktionierendes Stromnetz angewiesen. » Adi Achermann, Kommandant Luzerner Polizei

Schnell – kompetent – hilfsbereit Die Luzerner Polizei ist mit ihren rund 850 Mitarbeitenden rund um die Uhr für die Bevöl­ kerung im Kanton Luzern unterwegs. Sie tut dies in starker Vernetzung mit der Bevölkerung und den Institutionen. Die Mitarbeitenden leisten als bürgerfreundliche Polizis­tinnen und Polizisten einen Beitrag dazu, dass sich die Luzerner Bevölkerung sicher fühlen kann.

11

Adi Achermann (Jg. 1964) studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bern und erwarb das Luzerner Anwalts­patent. Danach arbeitete er als Gerichtsschreiber am Luzerner Obergericht, später als Unter­­suchungs­­­richter für organisierte Krimina­lität. Seit 2014 ist er Kommandant der Luzerner Polizei. Adi Achermann lebt in Rothen­burg, ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. In der Freizeit ist er häufig mit dem Hund beim Spazieren anzutreffen.

Die internen Weiter­entwicklungsmöglichkeiten machen uns als Arbeit­geberin attraktiv, nebst der sinnhaften Tätigkeit im Dienst der Bevölkerung. Der Fachkräftemangel ist ein Dauerthema bei CKW. Wie sprechen Sie potenzielle Mitarbeitende an? Die Attraktivität des Polizeiberufs hat in den letzten Jahren gelitten. Bei der Rekrutierung neuer Mitar­ beitender stellen wir die Vorzüge unseres Berufs in den Vordergrund. Wir versuchen dies auch mit einer neuen Kampagne, die noch zielgerichteter junge Menschen ansprechen soll. Unsere sehr gute Unternehmenskultur hilft uns bei der Ansprache neuer potenzieller Mitarbeitender. Unsere Mitar­bei­ tenden empfehlen die Luzerner Polizei als Arbeit­ge­ berin weiter – das ist ein wesentlicher Trumpf. Im Zuge des technologischen Fortschritts wandeln sich die Berufsbilder in der Energie­ branche ständig. Wie ist das beim Polizeiberuf? Die Digitalisierung macht auch vor der Polizei nicht halt. Sie ist Fluch und Segen zugleich. Dank der Digitalisierung können Arbeitsabläufe vereinfacht werden, unsere Mitarbeitenden können z. B. bei Kontrollen direkt mit ihrem Handy Personalien veri­­­fizieren. Oder die Aufgabe einer Online-Anzeige erspart den Bürgerinnen und Bürgern den Gang auf einen Polizeiposten und erleichtert uns die Weiter­verarbeitung. Auf der anderen Seite ist gerade auch die Schulung neuer digitaler Angebote für unsere Mitarbeitenden herausfordernd. Interview: Röbi Keller, CKW


12

HR

Im Werbespot «Werde Solarprofi» treten CKW-Mitarbeitende in Aktion. Mehr unter: ckw.ch/solarprofis

MIT POSITIVER ENERGIE FÜR CKW BEGEISTERN CKW hat sich als attraktive Arbeitgeberin positioniert. Unsere Strategie 2030 verfolgt einen ehrgeizigen Wachstumskurs und bietet Mitarbeitenden viel­fäl­tige und herausfordernde Aufgaben in verschiedenen Geschäfts­feldern. Trotzdem ist die Suche nach geeigneten Fachkräften enorm schwierig.

Verschiedene Massnahmen versuchen, die personellen Lücken bei CKW zu schliessen. So hat HR im Juni 2022 ein neues Rekrutierungstool eingeführt. Damit wollen wir die Durchlässigkeit innerhalb des Konzerns fördern und allen Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, sich innerhalb von CKW weiterzuentwickeln. Ebenfalls haben wir die Positionierung der Arbeitgebermarke CKW am Markt forciert. Ursula Zimmermann, Head Talent Attraction & Acquisition CKW, erlebt den Fachkräftemangel hautnah. Im Gespräch mit «Blitz» schildert sie, wie sie und ihr Team CKW als Arbeitgeberin sichtbar und begehrenswert machen.


HR

Ursula Zimmermann, Head Talent Attraction & Acquisiton

«Der interne Stellenmarkt ist äusserst attraktiv.» Was unternimmt CKW gegen den Fachkräftemangel? Wir können den Fachkräftemangel nicht beseitigen. Es ist eine Tatsache, dass in verschiedenen, für uns relevanten Berufsfeldern nicht genügend Fachkräfte am Markt vorhanden sind. Die Frage ist also viel mehr: Wie gelingt es uns, Fachkräfte für CKW zu begeistern? Gibt es ein Rezept dafür? Das wäre schön. Wir haben das Talent-AcquisitionTeam (T&A-Team) weiter ausgebaut, um die wachsenden Herausforderungen bewältigen zu können. Es ist viel aufwendiger geworden, zukünftige Mitarbeitende zu identifizieren. Inserate zu schalten und Bewerbungen einzusammeln, reicht bei Weitem nicht mehr aus. Dank der Anbindung an die Axpo arbeiten wir eng mit dem T & A-Team der Axpo zusammen. Dieses unterstützt uns vor allem bei administrativen Tätigkeiten, was uns mehr Zeit für die wichtigen Recruiting-Aktivitäten lässt. Wir professionalisieren unsere Präsenz in den Social Media. Wir arbeiten an einer starken Arbeitgebermarke. Wir treiben die Digitalisierung voran. Dadurch werden wir effektiver und schneller. Wie hebt sich CKW als attraktive Arbeitgeberin unter den anderen Mitbewerbern hervor? Kreativität und Innovation sind gefragt! Es muss uns gelingen, mit positiver Energie nach aussen zu wirken und Menschen für uns und unsere Projekte zu begeistern. Auf dem Weg zum Wunscharbeitgeber unterstützt uns natürlich die Präsentation der Arbeitgebermarke. In Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und Marketing wurden tolle Videos und Formate für verschiedenen Medienträger entwickelt. Wir müssen eine Beziehung zu den potenziellen Bewerbern und Kandidatinnen aufbauen. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen im Umgang mit CKW spüren, dass wir mit Engagement und Freude unsere Aufgaben angehen. Wie wichtig ist das Zusammenspiel innerhalb von CKW? Die genannten Massnahmen sind die Basis für erfolgreiches Wachstum. Aber es braucht mehr. Gerade im Bereich M&A (Mergers & Acquisitions resp. Unterneh-

13

menszukäufe) ist die Integration der Mitarbeitenden der Schlüssel zum Erfolg. Auch ist es wichtig zu sehen, was für eine grossartige Chance die Verän­ derung bei CKW für die Mitarbeitenden darstellt. Die interne Bewegung in neue Funktionen und Bereiche stellt eine grossartige Wachstumsmöglichkeit für Mitarbeitende dar. Der interne Stellenmarkt ist äusserst attraktiv und offen für Interessierte aus allen Bereichen des Unternehmens. Was können wir als Mitarbeitende beitragen? Keiner kennt den Markt im persönlichen Fachbereich besser als unsere Berufsleute – darum ist Mitarbeiterwerbung so enorm wichtig! Mit attraktiven Mitarbeiterprämien belohnen wir diese Aktivitäten. Wir alle sind CKW-Botschafter/innen. Unsere Begeisterung für CKW ist die beste Werbung. Wir haben beispielsweise Hintergrund-Banner zur Gestaltung der persönlichen LinkedIn-Profile erstellt und im Brand-Portal abgelegt. So können Mitarbeitende ihre Zugehörigkeit zu CKW zeigen und auch durch Posts und Weiterleiten unserer Inserate die Sichtbarkeit von CKW erhöhen. Interview: Röbi Keller, CKW

Du möchtest dich weiterentwickeln ? Der interne Stellenmarkt im Insider ist offen für alle Interessierten. Für CKW auf der Suche nach Solar- und anderen Profis: Das T&A-Team – hinten v. l.: Ana, Patricia, Rebecca, vorne v. l.: Ursula und Mathias

Im Kalenderjahr 2021 haben wir … – 4 000 Bewerbungen verarbeitet – 142 neue Mitarbeitende rekrutiert – 36 Stellen intern besetzt


14

« kurz & knackig »

«WIR MÜSSEN UNS MEHR DENN JE TRANSFORMIEREN» Das Qualitätsmanagement der CKW Gebäudetechnik arbeitet seit 1999 mit dem EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management). Für den Erhalt der EFQM-Anerkennung muss sich ein Unternehmen alle drei Jahre neu qualifizieren.

Alex Hüsler, Leiter strategische Projekte und Qualität

Zurzeit laufen die Vorbereitungen zur Rezertifizierung bei der CKW Gebäudetechnik. Alex Hüsler erklärt uns das Modell und verrät, wie weit die Arbeiten zur Rezertifizierung vorangekommen sind. Alex, kannst du das EFQM-Modell kurz und einfach erklären? Das EFQM-Modell ist eine QualitätsmanagementMethode und ein Handlungsrahmen. Dieser unterstützt Unternehmen, künftige Herausforde­rungen zu erkennen, und hilft, Lösungen zu finden. Was bringt uns diese QualitätsmanagementMethode? Das Modell verfolgt eine ganzheitliche Perspektive. Die Führungskräfte können mit der EFQM-Methodik komplexe Fragestellungen bearbeiten.

Wie unterstützt EFQM die Umsetzung der neuen CKW-Strategie? Das Modell hilft uns, Mission, Vision und Strategie miteinander zu verknüpfen und nachhaltigen Nutzen für die wichtigsten Interessengruppen zu schaffen. Zudem gibt uns das Modell eine gute Orientierung, um uns für die Zukunft fit zu machen. Schliesslich müssen wir uns als Orga­nisation mehr denn je transformieren. Treiber hierzu sind der technologische Fortschritt, der kulturelle Wandel und die Dekarbo­ nisierung. Wer arbeitet in deinem Team mit? Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team mit Vertreterinnen und Vertretern der Gebäudetechnik und der verschiedenen CKW-Fachbereiche (Nach­ haltigkeitsmanagement, HR, Berufsbildung, Finanzen, Arbeitssicherheit sowie Marketing & Kommunikation). Sind wir gut im Zeitplan? Wir sind im Zeitplan, doch es müssen noch einige Arbeiten bis zum Assessment im November erledigt werden. Das grösste Arbeitspaket ist das Verfassen der 80-seitigen Bewerbungsschrift, die den Assessoren bis im September zugestellt werden muss.


« kurz & knackig »

Qualitätsmanagement der CKW Gebäudetechnik steht vor Rezertifizierung 2022 August

September

Oktober

November

Dezember

Laufende Projekte & Vorhaben

Bewerbungsdokument verfassen

Abgabe Bewerbung (mind. 2 Monate vorher)

Vorbereitung Assessment

Selbstbewertung

Interviewtraining Externes Assessment (23.–25.11. 2022)

¨

Welche Rolle spielt unser Nachhaltigkeits­ management bei der Rezertifizierung? Dem EFQM-Modell liegt ein «Ecosystem-Denken» zugrunde, dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit der Wertschöpfung wird also eine zentrale Bedeutung beigemessen. Unser Nachhaltigkeitsmanagement wird bekanntlich für alle Organisationseinheiten der Marke CKW sehr professionell betrieben. Davon profitiert die Gebäudetechnik in der bevor­stehenden Rezertifizierung ganz besonders. Merken wir Mitarbeitenden etwas von EFQM? Die Wirkung eines integrierten Managementsystems wie EFQM wird von den Mitarbeitenden indirekt wahrgenommen, zum Beispiel, dass die Gebäudetechnik die aktuellen Herausforderungen antizipiert und sich im Sinne einer lernenden Organisation weiter­entwickelt. Röbi Keller, CKW

RECOGNISED BY EFQM 2022

Das QualitätsmanagementSystem der European Foun­ dation for Quality Management (EFQM) gibt es seit mehr als 30 Jahren. Es wird von international erfolgreichen Unternehmen wie BMW angewendet.

15


16

Betriebliche Sicherheit

ACHTSAMKEIT MACHT SICHER Im Geschäftshalbjahr 2021/22 ereigneten sich innerhalb der CKW-Gruppe so wenige Berufsun­fälle wie nie zuvor. Die Gründe dafür sind nicht nur auf Glück zurückzuführen, sondern auf die (geschulte) Achtsamkeit von uns Mitarbeitenden. Die einmalig tiefen Unfallzahlen bezeugen, dass die Sicherheitskultur von allen Mitarbeitenden der CKWGruppe gelebt wird. Um Unfällen vorzubeugen, arbeiten wir sicherheitsgerichtet, gehen keine Kompromisse bezüglich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein und stoppen bei drohender Gefahr den Arbeitsprozess. Weiter sind eine gut funktionierende Zusammenarbeit vor allem in den handwerklichen Berufen sowie die Achtsamkeit bei der Arbeitsausführung zentral. Die Grundpfeiler unserer starken Sicherheitskultur bilden die wiederkehrende Aus- und Weiterbildung, der permanente Dialog sowie der Einbezug der jeweiligen Sicherheitsbeauftragten (SiBe) bei Gefahrenermittlung, Definition von Schutzmassnahmen oder Ereignis­a b­ klärungen. Suva-Erlebnisparcours bei CKW Um das hohe Sicherheitsniveau an unserem Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten, braucht es weiterhin den persönlichen Beitrag von uns allen. Unsere Risikoeinschätzung basiert im Wesentlichen auf Wahrnehmung, Erfahrung und Einstellung. Dadurch können wir unser Verhalten am Arbeitsplatz wie auch im privaten Umfeld positiv beeinflussen. Um uns für Gefahren noch besser

Der Suva-Stolperparcours bestand aus sieben Stationen, die typische Situationen mit einem hohen Stolper- und Sturzpotenzial simulieren.

zu sensibilisieren, gastierte im April 2022 die Suva mit ihrem Erlebnisparcours in Rathausen. Rund 300 Mitar­ beitende – davon 120 Lernende – besuchten den Parcours, der einen positiven Eindruck hinterliess. 91 Prozent der Lernenden bewerteten den Erlebnisparcours als gut bis sehr gut. Suva-Stolperparcours bei EWS Im Mai führte EWS zusammen mit der Suva einen Stol­ per­parcours durch. Alle Mitarbeitenden hatten die Gelegenheit, daran teilzunehmen. Dank dieser Präven­ tionsmassnahme konnten die Unfallzahlen bei EWS auf einem sehr tiefen Niveau gehalten werden. Daniel Schweizer, CKW


Personalverband CKW

Ausgelassene Stimmung zu toller Musik an der CKW-Sommerparty.

HEISSE CKWSOMMERPARTY Rund 600 Mitarbeitende folgten der CKW-Einladung zur Sommerparty auf der Insel Rathausen. Schon ab 16.30 Uhr verwandelte sich das Gelände in eine Festmeile. Der Duft von Currywurst, Poulet, orientalischen Kräutern, mexikanischen Tortillas und Crêpes lag in der Luft. Wir verweilten an den Streetfood-Ständen und bedienten uns ganz nach unseren kulinarischen Vorlieben. Genügend Getränke standen ebenfalls zu unserer Verfügung. Wir hatten viele Gelegenheiten, uns mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und auch mal über Privates zu sprechen. Ab 20 Uhr spielte die CoverBand auf und bot uns musikalische Unterhaltung. So manch ein Bein begann zu wippen. Viele klatschten den Rhythmus der Musik und sangen ausgelassen mit. Das Fest dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Nach der langen, pandemiebedingten Pause haben wir das Zusammensein ausgiebig gefeiert. Es war ein bestens organisiertes, gelungenes Fest. Ganz herzlichen Dank dem ganzen Team des Personalverbandes CKW für die Organisation. Röbi Keller, CKW

17


18

Mein Arbeitsplatz

IM EINSATZ FÜR DIE URNER WASSERKRAFT Heinz Niederberger ist Projektleiter des neuen Kraftwerks Palanggenbach in Seedorf UR. Mehrmals pro Woche arbeitet er auf der Baustelle im Bodenwald beim Palanggenbach. «Blitz» begleitet Heinz zu seinem temporären Arbeitsplatz und erfährt Spannendes über das jüngste Partnerwerk von EWA-energieUri.

«Wir sind im Zeitplan und auf Kurs», kann Heinz Nieder­ berger an diesem Montag Ende Mai sichtlich zufrieden bekannt geben. Doch er ist sich bewusst: «Bei so einem grossen Projekt lauert bis zum Schluss Unvorhersehbares. Es braucht weiterhin die akribische Arbeit aller Beteiligten, damit wir pünktlich Anfang 2023 mit der Stromproduktion aus erneuerbarer Urner Wasserkraft starten können.» Der aktuelle Stand der Arbeiten sieht gut aus: Der Bau der Wasserfassung im herausfordernden Gebirge ist soeben abgeschlossen und der Palanggenbach erfolgreich in sein neues Bachbett umgeleitet worden. Kein einfaches Unterfangen, denn die Wasserfassung befindet sich auf 866 m ü.M. und ist nur durch den neu gebauten 1,3 Kilometer langen Druckleitungsstollen erreichbar. Grosse Expertise im Kraftwerksbau Wenn Heinz Niederberger dies bei der Kraftwerkszentrale rund 355 Höhenmeter tiefer im Bodenwald erklärt, klingt das noch wenig spektakulär. Erst bei der Fahrt hinauf durch die steile Strasse im dunklen Stollen werden die Dimensionen dieses Bauprojekts so richtig bewusst. «Unsere Wasserkraftwerke funktionieren im Betrieb

Der Projektleiter im Austausch mit Stefan Arnold, Fachspezialist Betrieb Kraftwerke.


Mein Arbeitsplatz

zwar alle nach dem gleichen Prinzip. Jedes Bauprojekt ist aber eine komplett neue Herausforderung, da die Geologie vor Ort die Planung und Umsetzung beeinflusst.» Beim KW Palanggenbach sind weitere Schwierigkeiten dazugekommen, wie Heinz Niederberger ergänzt: «Die aktuellen Lieferkettenprobleme fordern uns zusätzlich, beispielsweise die weltweiten Lieferengpässe von Material wie Baustahl.» Doch hier kommt eine Stärke von EWA-energieUri ins Spiel: «Durch den Bau von zwölf Wasserkraftwerken in den letzten zwölf Jahren und unsere schweizweit gefragten Kraftwerksdienstleistungen verfügen wir über ein grosses Know-how im Haus. Davon können wir auch beim KW Palanggenbach profitieren.» Koordination mit über 50 Firmen Das KW Palanggenbach ist ein Partnerwerk, an dem die Aventron AG (60 %), EWA-energieUri und die Korporation Uri (je 15 %) sowie die Gemeinde Seedorf (10 %) beteiligt sind. In den Bau sind rund 50 verschiedene Firmen involviert. «Die Koordination der verschiedenen Arbeiten ist eine Herausforderung. Aktuell werden die letzten Meter der Druckleitung erdverlegt und parallel das Turbinengehäuse versetzt», erklärt Heinz Niederberger. «Meine Aufgabe als Projektleiter ist es, jederzeit den Überblick zu haben, zu koordinieren und, wo nötig, auch mal kleinere Probleme zu lösen.» Damit dies optimal gelingt, ist ein regelmässiger Baustellenbesuch entscheidend. «Hier vor Ort bin ich Ansprechpartner für die verschiedenen Beteiligten und kann gleichzeitig auch die Bauarbeiten kontinuierlich überprüfen.» Und was macht ein Projektleiter, wenn das Kraftwerk zum ersten Mal Strom produziert? «Dann freut er sich natürlich sehr, schaut aber schon, was noch weiter optimiert werden kann», antwortet Heinz Niederberger mit einem Augenzwinkern. Ronny Arnold, EWA-energieUri

Heinz Niederberger bei einer Besprechung vor Ort.

Das KW Palanggenbach Kraftwerktyp: Laufwasserkraftwerk Druckleitung: 1 678 m Bruttogefälle: 356 m Durchmesser Druckleitung: 800 mm Leistung: 3 MW Jahresproduktion: 11,5 GWh (Strom für rund 2 500 Haushalte) – Investition: ca. 21 Mio. CHF – – – – – –

19


20

« kurz & knackig »

GRILLPROFIS AM WERK Immer wieder werden im Team Rot neue Leidenschaften und Talente entdeckt. Seit Dezember 2020 tüfteln Marcello Mazza, Bruno von Rickenbach und Daniel Suter an ihrem selbst entwickelten Pulled-Pork-«RevolverSmoker». Die drei EWS-Mitarbeiter sind Grilleure aus Leidenschaft und verfolgen grosse Ambitionen: Mit ihrem mobilen Grill möchten sie zukünftig ihre Gäste mit Pulled Pork, Spareribs und Chämibraten verköstigen. So wie auch Mitte Juni 2022 auf dem Diesel-Areal: Gemeinsam mit dem EWS-Personalverband organisierten sie für 60 Team-Rot-Mitglieder einen gemütlichen Grillabend. Nebst dem leckeren Pulled Pork, das während 18 Stunden im «Revolver» vor sich hin räucherte und im Anschluss mit Hamburgerbrötchen und Pommes serviert wurde, hat das Team Rot an diesem herrlichen Sommerabend vor allem das Beisammensein genossen. Um ihr Wissen rund um die Kunst des Fleischgarens weiter ausbauen zu können, lassen sich die BBQ-Spezialisten in Zukunft gerne auf weitere Grillabenteuer ein. Bei Interesse kann der Grill auch gemietet werden (inkl. fachmännischer Beratung). Nadia Auf der Maur, EWS

Dank der Kochkünste des Grillteams gab es an diesem Abend nur strahlende Gesichter.


« kurz & knackig »

21

Sportliches Team Rot: Die Stimmung am Luzerner Stadtlauf war nicht nur für die Läuferinnen und Läufer einzigartig.

EIN LAUF, DER VERBINDET «Gemeinsam stark. Team Rot» – getreu diesem Slogan hatte sich der EWS-Personalverband Anfang Jahr ein neues Ziel gesetzt: Egal, wie ambitioniert die Mitarbeitenden bis anhin für das Laufen trainiert hatten, den Zieleinlauf am Luzerner Stadtlauf wollte man gemeinsam im Team erreichen. Ende April war es endlich so weit: 29 Läuferinnen und Läufer im Team-Rot-Trikot standen nach einem kurzen Warm-up an der Startlinie bereit. Pünktlich zum Start verzog sich der Regen und die Sonne kam zum Vorschein. Unsere Fangemeinde hatte sich entlang der 3,2 Kilometer langen Laufstrecke durch die Luzerner Altstadt aufgestellt und feuerte uns lautstark an.

Nach dem erfolgreichen Zieleinlauf durften ein kühles Bier und eine Bratwurst nicht fehlen, um gemeinsam anzustossen und zu feiern. Das vielseitige Rahmenprogramm rund um den Stadtlauf trug dazu bei, dass der Ausklang des gemeinsamen Tages so gut wie perfekt war. Unser Team hat die 3,2 Kilometer lange Laufstrecke mit dem tollen 15. Schlussgang gemeistert. Nebst dem Glücksgefühl gab es als Belohnung: GänsehautFeeling (beim Startschuss), Teamgeist, Sportlichkeit, zufriedene Gesichter. Mehr kann man sich von einem Teamevent fast nicht erhoffen. Svenja Schelbert, EWS


22

« kurz & knackig »

Eingangsbereich des neuen Brand-Stores in Brunnen

VICTORINOX SETZT AUF DAS KNOW-HOW VON EWS Eine vergrösserte Verkaufsfläche, ein brandneues Design­konzept und ein neuartiges Shoppingerlebnis: So präsentiert sich der frisch renovierte Brand-Store von Victorinox in Brunnen – der erste weltweit, der im neuen Design erstrahlt. Beim Bau und der Umsetzung des innovativen Stores war auch das Wissen von EWS gefragt. Aus einer 1884 gegründeten Messerschmiede hat sich Victorinox zur globalen Marke mit über 500 000 Verkaufsstellen auf der ganzen Welt entwickelt. Noch heute befindet sich das Traditionsunternehmen im Besitz der Gründerfamilie Elsener. Im wiedereröffneten Victorinox-Store in Brunnen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein völlig neues Einkaufserlebnis. Auf 184 Quadratmetern präsentiert sich die Victorinox-Welt in ihrer ganzen Vielfalt: von Neuheiten bis zu Highlights aus den Bereichen Reisegepäck, Uhren, Taschenmesser, Haushaltsmesser und Parfüm. EWS baut an der neuen Victorinox-Welt mit Für die Gebäudetechnik des Stores war das Team Rot von EWS verantwortlich. Während zwölf Wochen waren vier Mitarbeiter von uns vor Ort. Die Umbauarbeiten reichten von den Rohbauinstallationen und der Montage der Elektroinstallationen über das Beleuchtungssystem, die Alarmanlage und KNX-Gebäudesteuerung bis hin zur Musiksteuerung.

Persönliches Taschenmesser kreieren Das neue Designkonzept stellt die Geschichte von Victorinox in den Mittelpunkt. Deren Produkte sind weltweit in mehr als 120 Ländern erhältlich. In Shop-inShops und mehr als 50 eigenen Retail-Stores wird die Victorinox-Markenwelt erfahren. In Brunnen wird es erstmals eine grosse Personalisierungsstation geben, wo man seinem Taschenmesser, Haushaltsmesser, Reisegepäck oder seiner Uhr einen persönlichen Touch verleihen und ganz besondere Geschenke kreieren kann. Ein weiteres Highlight ist die Taschenmessermontage: Auf Anmeldung können die Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Taschenmesser zusammenbauen. Nadia Auf der Maur, EWS


« kurz & knackig »

23

DIE GRÖSSTE ESSIGFABRIK DER SCHWEIZ IST IN BRUNNEN Die Reismühle Nutrex konnte im Dezember 2021 ihr neues Essigwerk in Brunnen in Betrieb nehmen. EWS hatte den Zuschlag für die Elektroinstallationsarbeiten im Werksanbau erhalten. Seit Jahren pflegt EWS mit dem Schwyzer Unternehmen eine gute Kundenbeziehung. Für die Firma Reismühle Nutrex ist es sehr wichtig, einen zuverlässigen Elektropartner zu haben, der den Gesamtbereich von der Planung über die Umsetzung bis zum Service übernimmt. Die Komplexität durch die Auto­mation mit vier Roboteranlagen und insgesamt zwei automatischen Produktions- und zwölf Abfülllinien erfordert ein breites Wissen und einen schnellen Service, 24 Stunden am Tag. Essig und Reis in Bio-Qualität Die Reismühle Nutrex ist schweizweit führend in der Reisveredelung und in der Herstellung von Essig. Sie ist ein Unternehmen der Coop-Gruppe und zählt zu den innovativsten Betrieben ihrer Branche. Über 10 Millionen Liter Essig sowie 13 000 Tonnen Reis werden jährlich in Brunnen produziert. Das Angebot umfasst 50 Essigsorten mit einem grossen Anteil in Bio- und Fairtrade-Qualität sowie über 70 Reisvariationen. Mehr als die Hälfte der gesamten Reisproduktion stammt aus nachhaltigem Bio- und Fairtrade-Anbau. Ungewohnter Arbeitsplatz Die Reismühle ist ein Betrieb der Coop-Genossenschaft, sie beauftragte EWS mit der Planung und Ausführung der Elektroinstallationen im neuen Werksanbau. Dazu zählte auch eine neue Trafostation. Unsere Spezialisten erstellten und montierten neue Elektroverteilungen und bauten bestehende um. Für die Fermentation und das

Die Essig-Abfüllstrassen bei der Nutrex in Brunnen laufen seit Dezember 2021 auf Hochtouren.

Tanklager erschlossen wir 88 Fühler an den Chromstahltanks und installierten für die moderne Produktion das IT- und WLAN-Netz. Weiter mussten sechs Fermenter, fünf Abfüllstrassen und die Palettierung verkabelt und angeschlossen werden. Wir montierten insgesamt 1 500 Meter Kabeltrassen. Für das Team Rot ein abwechslungsreicher Auftrag, der aber auch seine Tücken hatte: «Eine grosse Herausforderung waren die Montagehöhen und die Platzverhältnisse in den Fahrwegen zwischen den Tanks. Auch gab es viele Schnittstellen zu den verschiedenen Gewerken, die wir laufend vor Ort koordiniert haben», beschreibt Projektleiter Ruedi Märchy den Arbeitseinsatz. Karin Auf der Maur, EWS


24

Nachhaltigkeit

UMWELTFREUNDLICHER WASSER- UND KAFFEEGENUSS Nachhaltigkeit ist für CKW ein wichtiges Anliegen. So hat das Nachhaltigkeitsmanagement in Zusammenarbeit mit dem Facility Management und dem Genusswerk-Team überlegt, wie CKW die Zwischenverpflegung nachhaltiger gestalten kann. Wir stellen euch zwei Ergebnisse vor. Frischwasserstationen statt Wasserspender Im August und September werden an den Standorten Reussbühl und Rathausen alle Wasserspender entfernt. An deren Stelle werden bei den Etagenküchen und Begegnungszonen neu Frischwasserstationen installiert. Dort könnt ihr gefiltertes Frisch- und Sprudelwasser beziehen – je nach Belieben gekühlt oder ungekühlt. Die hohen Kosten für den Betrieb der Wasserspender und die CO₂- Emissionen für den Wasser­transport fallen dadurch weg. Wasserflaschen und Wassergläser ersetzen die Einwegbecher, was zur Abfallreduktion bei CKW beiträgt. CKW-Trinkflasche Wenn du noch keine CKW-Trink­ flasche hast, kannst du über diesen QR-Code eine bestellen. Weitere Infos im Insider. bit.ly/3buNHug

Biologischer Kaffee aus der Tasse Die bisherigen Kaffeeautomaten in Rathausen und Reussbühl werden durch moderne Kaffeemaschinen der Firma Thermoplan ersetzt. Die Kaffeeautomaten der neusten Generation werden auf der ganzen Welt eingesetzt, so zum Beispiel auch bei Starbucks. Neu werden biologische Kaffeesorten angeboten sowie Frischmilch anstelle des Pulvers verwendet. Die Pappbecher für Kaffee werden nur noch beschränkt angeboten. So müssen wir auch in Zukunft nicht auf «Coffee to go» verzichten. Als Alternative zu den Pappbechern gibt es Kaffeetassen in den Kaffee-Ecken. Röbi Keller, CKW

Nachhaltigkeit beim Wassertrinken

Wenn du möglichst nachhaltig Wasser kon­sumieren möchtest, wählst du das un­gekühlte Trinkwasser aus der neuen Frischwasserstation oder das Wasser direkt aus der Leitung. Es stehen genügend Gläser zu deiner Verfügung oder du nutzt deine persönliche CKW-Trinkflasche, um das Wasser an den Arbeitsplatz zu nehmen. Deinen Gästen kannst du ebenfalls ein Wasserglas oder eine PET-Flasche Knutwiler Wasser aus dem Snackautomaten anbieten – recyceln bitte nicht vergessen.

Nachhaltigkeit beim Kaffeekonsum

Wenn du möglichst nachhaltig Kaffee konsumieren möchtest, solltest du darauf achten, Kaffee aus fairem Handel und aus biologischem Anbau zu verwenden. Hast du gewusst, dass die Milch oder das «Rähmli» einen Grossteil des ökologischen Fussabdrucks ausmachen? Tierische Produkte belasten die Umwelt oft mehr als pflanz­liche. Deshalb kann auch mal die Milch wegbleiben. Der Kaffeebecher aus Pappe macht zwar einen kleineren Anteil des ökologischen Fussabdrucks aus, die Papp­becher läppern sich jedoch ganz schön zusammen: Rund 1,3 Tonnen Abfall fällt bei CKW allein durch Einwegbecher aus Pappe an.


Stimme der Lernenden

25

Die CKW-Gruppe leistet einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel, indem sie Lernende in verschiedenen Berufs­gruppen ausbildet. Welche Kriterien waren für dich entscheidend, eine Berufs­ ausbildung bei der CKW-Gruppe zu absolvieren? Wie erlebst du deine Lehrzeit?

«Die grossartige Atmosphäre im Team und die spannenden Arbeiten waren die Hauptgründe, mich bei EWS zu bewerben. Auch jetzt während meiner Lehrzeit ist die Arbeit sehr abwechslungsreich und der Teamgedanke steht stets im Mittelpunkt.»

«Die Werte des Arbeitgebers mussten mit den meinen vereinbar sein. Ich bin schon fast fertig mit der Lehre. Die Aus­bildung bei CKW erlebte ich als sehr lehrreich. Ich habe Ein­blicke in verschiedene Abteilungen erhalten und spannende Leute kennengelernt.»

Jannis Lüönd, Lernender Elektroinstallateur, EWS

Florian Felder, Lernender Informatiker, CKW

«Bei der Auswahl des Lehr­ betriebs war entscheidend, ein hilfsbereites, humorvolles Team um mich zu haben und ab­wechs­­­lungsreiche Aufgaben in verschiedenen Abteilungen zu erhalten. Ich stehe vor dem letzten Lehrjahr und habe schon viele tolle Momente erlebt.»

«Der Umgang im Team war für mich sehr entscheidend. Dank des guten Arbeitsklimas habe ich Freude und Spass an meiner Arbeit, sodass ich jeden Tag Vollgas geben kann.» Luan Krosa, Lernender Elektroplaner, EWA-energieUri

Thilo Schmalt, Lernender Kaufmann, CKW

«Ich habe mich für eine Lehre bei SEM entschieden, weil ich hier auch von den anderen Lernenden profitiere. Ein gutes Team ist auch wichtig. Bei schulischen Fragen nimmt man sich Zeit für mich. Ich erledige schon anspruchsvolle Aufgaben und lerne jeden Tag dazu.»

«Ich habe mich für eine Lehre bei EWS entschlossen, da mich die Arbeit an sich sehr anspricht und das Arbeitsklima klasse ist. Die vielen positiven Erfahrungen in meiner Lehrzeit haben mich weitergebracht; ich werde sie im Berufsleben gut gebrauchen können.»

Janis Vogel, Lernender Elektroinstallateur, SEM

Jonas Schweizer, Lernender Automatiker, EWS


26

Hast du gewusst?

WUSSTEST DU, DASS …

Die Seite mit spannenden Informationen. In dieser Ausgabe zum Thema: Kunden-Insights. Zusammengestellt von Angela Steffen, CKW

Je besser wir unsere Kundinnen und Kunden verstehen, umso mehr können wir auch zu ihrer Zufriedenheit beitragen. Ein mangelndes Verständnis für die Be­­ dürfnisse und Ansichten unserer Zielgruppen stellt die grösste Hürde für ein erfolgreiches Kundenerlebnis dar. Zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit, für die Produkteentwicklung oder zur Optimierung von Marketingmassnahmen führen wir bei CKW deshalb verschiedene Marktforschungsstudien, Kunden­ befragungen und Datenanalysen durch. Ein paar dieser Erkenntnisse – sogenannte Kunden-Insights – haben wir hier zusammengestellt.

… nur 22 % unserer Monopol-Kunden wissen, dass wir nachhaltige Energie­versorgung anbieten ?

Sichere Stromversorgung Engagement für Nachhaltigkeit Strom aus Erneuerbaren

… die Top-3-Kriterien für EVU-Kunden sind ?

Das Magazin von

spannend

… 98 %

CKW 1/2022

der befragten Personen im Kanton Luzern die Marke CKW kennen?

Sonnenstahl

mens er Familienunterneh CEO des Rothenburg gie vom Dach. Raphael Stocker, jetzt Sonnenener für die Produktion Stocker Stahl, nutzt

… 3 von 4 Kunden CKW sicher oder eher weiterempfehlen würden ?

… das Kundenmagazin «Meine Energie» der wichtigste Info-Kanal für unser Versorgungsgebiet ist? 41 % der Befragten schauen jede Ausgabe an.


« kurz & knackig »

27

SIEGERTRIO DES WETTBEWERBS «JA ZU MORGEN» In der letzten Ausgabe des Mitarbeitenden-Magazins «Blitz» haben wir den Wettbewerb «Ja zu morgen» lanciert. Hier stellen wir euch die Gewinnerin und die beiden Gewinner vor, die uns mit ihren Beiträgen zu «Ja zu morgen» überzeugt haben. Ich sage «Ja zu morgen», indem ich sehr vieles auf den Secondhand-Onlineplattformen Tutti und Ricardo kaufe und verkaufe. Mittlerweile bin ich seit fast fünf Jahren auf Tutti aktiv, also seit meinem 14. Altersjahr, und habe schon über 220 Inserate ver­öffentlicht. Ich kaufe eigentlich nur noch Sachen im Laden oder in Onlineshops, wenn diese nicht auf Tutti oder Ricardo erhältlich sind. Das schont die Umwelt und auch mein Portemonnaie. Ich habe auch schon einige Kolleginnen und Kollegen angesteckt. Ich darf den «dritten Geburtstag» in meiner Assistenzfunktion feiern. Zudem startete im Juni unsere «Bike to work»-Challenge bei CKW. Mit einem sehr sportlichen und be­reichs­übergreifenden Team bin ich dabei. Was hat das miteinander zu tun? Die Bewegung (es muss ja nicht immer Sport sein) hilft mir sehr, im AssistenzAlltag zu bestehen; in unserer CKW-Laufgruppe kann man sich gut vernetzen, und wenn ich meinen Arbeitsweg für Bewegung an der frischen Luft nutzen kann, umso besser. Seline Gründler, Assistentin GB Energie

Ich habe mir eine Hektare Wald zugelegt und 350 neue Zukunfts­bäume, welche warmes und trockenes Klima aushalten, gesetzt. Thomas Knüsel, Fachspezialist Energiewelt CKW

Florian Felder, Lernender Informatiker


MEIN SCHLUSSPUNKT Das letzte Wort haben unsere Mitarbeitenden, diesmal zur Frage: «Angenommen, du musst deinen Stromverbrauch drastisch reduzieren – wo beginnst du mit den Einsparungen?»

Mirjam Biaggi, EWA-energieUri

Yanick Bucheli, SEM

Dario de Biasi, EWS

«Mein grösstes Einspar­ potenzial sehe ich beim Kochen. Das Wasser vorab im Wasserkocher zu erhitzen, ist viel energie­ effizienter. Zudem sollte möglichst mit einem Deckel auf der Pfanne gekocht werden.»

«Um meinen eigenen Stromverbrauch drastisch zu senken, würde ich meine Wäsche bei 20 oder 30 Grad waschen und den Backofen nicht mehr vorheizen.»

«Luxus und Komfort stark einschränken und elektrische Energie nur dort einsetzen, wo sie im Alltag unverzichtbar ist. Ich würde den Gebrauch stromfressender Haushaltsgeräte auf ein Minimum reduzieren und den Warmwasserkonsum senken.»

Armin Schuler, EWA-energieUri

Irma Wiegenbröcker, CKW

Silvan Niederer, EWS

«Ich achte bereits seit Längerem auf einen möglichst geringen Stromverbrauch. Beispielsweise verzichte ich auf die Klima­tisierung der Räume und achte beim Kauf von Geräten auf deren Energie­ effizienz.»

«Auf den Gefrierschrank verzichten, das Fächli im Kühlschrank reicht mir. Sparen könnte ich auch beim Waschen, die Waschmaschine läuft oft nur halbvoll. Die Steckdosenleiste immer ausschalten, das senkt zugleich das Risiko eines Kurzschlusses.»

«In der kälteren Jahreszeit würde ich einen Pullover tragen, um die Stromkosten der Heizung massiv zu senken. Da Kochen viel Energie benötigt, würde ich bis am Nachmittag schlafen und das Zmittag ausfallen lassen.»


ALTER HUT ODER KOMMUNI­KATIVE CHANCE ? Entspricht das Mitarbeitenden-Magazin «Blitz» deinen Erwartungen? Wie können wir deinen Lesenutzen erhöhen? Mit deiner Teilnahme an der Umfrage hilfst du uns, die Qualität und Form dieses gruppenweiten Kommunika­tionsmediums zu verbessern. Danke für deine Rückmel­dungen.

Unser Mitarbeitenden-Magazin «Blitz» dient der ganzen CKW-Gruppe als Informationsmedium und bietet Ein­blicke in alle verschiedenen Gesellschaften und Unternehmens­ bereiche. So verbindet der «Blitz» und schafft Nähe zu den Kolleginnen und Kollegen aller Standorte. Wir versenden den «Blitz» per E-Mail sowie auf Wunsch per Post nach Hause. So können auch unsere Familien und Freunde sowie unsere Pensio­nierten unser Mitarbeitenden-Magazin lesen. Deine Meinung ist uns wichtig Wir freuen uns auf deine ehrliche Rückmeldung. Die Ergebnisse der Mitarbeitenden-Umfrage präsentieren wir dir in der nächsten Ausgabe, dem «Blitz»-Jubiläumsheft.

Herzlichen Dank für dein Mitwirken! Das Redanktionsteam

Hier gehts zur Umfrage:


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
EWS Blitz 249 by CKW AG - Issuu