Skip to main content

CKW-Blitz 240

Page 1

BLITZ

DAS MITARBEITENDEN-MAGAZIN DER CKW-GRUPPE

240 | März 2019

DIE GENERATION Z IST DA

GEMEINSAM DIE ZUKUNFT GESTALTEN


INHALT

16

MEIN ARBEITSPLATZ Joel Richard: «Als ‹Digital Native›»

ist für mich der Umgang mit elektronischen Mitteln selbstverständlich»

14

SCHWERPUNKT Die Generation Z ist da.

18

So ticken Y und Z

VOLL MOTIVIERT Veronika Emmenegger und

Fabian Blum sprechen über ihre Generation und deren Einstellung

14

FACE TO FACE Lukas Gisler und Röbi Keller

18

EMPLOYER BRANDING Mitarbeitende vertreten die

Arbeitgebermarke

Das Mitarbeitenden-Magazin der CKW-Gruppe Impressum Redaktionsteam Robert Keller (Redaktionsleitung), Nadia auf der Maur, Susanne Eicher, Othmar Bertolosi, hellermeier Luzern Redaktionsadresse Robert Keller CKW, Postfach, 6002 Luzern robert.keller@ckw.ch Telefon 041 249 53 60

Kontakt CKW Robert Keller robert.keller@ckw.ch Telefon 041 249 53 60 Kontakt EWA Othmar Bertolosi othmar.bertolosi@ewa.ch Telefon 041 875 08 07 Kontakt EWS Nadia Auf der Maur nadia.aufdermaur@ews.ch Telefon 041 818 33 11 Kontakt SEM Susanne Eicher susanne.eicher@steiner-energie.ch Telefon 041 499 91 02

Auf dem Titelbild Veronika Emmenegger und Fabian Blum im Interview Gestaltung www.hellermeier.ch 6002 Luzern Druck beagdruck 6006 Luzern

Nächster Redaktionsschluss 17.10.2019 Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.


ALTERSGEMISCHTE TEAMS SIND STARK 1680 Mitarbeitende sind für die CKW-Gruppe tätig, darunter 319 Lernende. Das sind vier Generationen, vereint in einem Unternehmen. In dieser Ausgabe unseres MitarbeitendenMagazins stehen die verschiedenen Altersgruppen bei der CKW-Gruppe im Mittelpunkt. Vieles ist über ihre unterschiedlichen Werte geschrieben worden. Wir haben uns gefragt: Was ist Klischee, was trifft zu? Und vor allem: Welche Konsequenzen ziehen wir als CKW-Gruppe daraus? Die altersübergreifende Mitarbeitenden-Befragung im Januar hat wertvolle Erkenntnisse über eure Bedürfnisse, eure Einstellung und Motivation am Arbeitsplatz geliefert. So viel sei hier verraten: Die Unterschiede zwischen den Generationen – von den Lernenden am Anfang ihrer Berufslaufbahn bis zu den Babyboomern, die zum Teil bereits vor der Pensionierung stehen – sind kleiner als erwartet. Die gemeinsamen Werte bilden eine tragfähige Basis. Darauf aufbauend hat die CKWGruppe ihr Profil als attraktive, wettbewerbsfähige und zukunftsgerichtete Arbeitgeberin gestärkt. Die Kernbotschaft lautet: «Gemeinsam sind wir stark.» Auf den folgenden Seiten erfährst du, wie die CKW-Gruppe die künftige Mitarbeitenden-Generation für sich gewinnen will. Weiter berichten Mitarbeitende, wie sie die Zusammenarbeit in altersgemischten Teams erleben. Generationengemischte Teams prägen und bereichern unseren Arbeitsalltag. Die «Jungen» lernen von den «Alten» und umgekehrt. Die Verknüpfung der verschiedenen Kompetenzen eröffnet neue Perspektiven – für uns alle. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen.

Othmar Bertolosi Redaktionsmitglied

« GEMEINSAM DIE ZUKUNFT GESTALTEN.»


4

Schwerpunkt

« Durch das HochschulabsolventenProgramm von CKW erhalte ich einen optimalen Einstieg ins Berufsleben und profitiere vom Erfahrungsschatz meiner Arbeitskollegen.» Michael Geiger, Junior SCADA Engineer


Schwerpunkt

5

SO TICKEN Y UND Z Die Generation Z ist da. Sie unterscheidet sich deutlich von der vorherigen Generation Y. Vor allem in ihrer Einstellung zur Arbeit. Das fordert uns als CKW. Wir wollten wissen, was unseren Mitarbeitenden wichtig ist. Unabhängig vom Alter.

Der Beruf dient der Selbstverwirklichung. Fitnesskurse am Nachmittag gelten als ganz normal. Rund um die neuen Generationen geistern viele Klischees durch Büros und Werkstätten. Unbestreitbar ist jedoch, dass die neuen Generationen anders ticken als ihre Vorgänger, die Babyboomer und die Generation X. Wer zwischen 1980 und 2000 geboren wurde, gehört zur Generation Y. Auch «Millennials» genannt, zu Deutsch etwa «Jahrtausender». Aber das Y ist treffender. Im Englischen wird Y als «why» ausgesprochen, also «warum». Die Generation Y ist auf Sinnsuche, bei der Arbeit und in der Freizeit. Was immer die Y-ler tun, muss sinnstiftend sein. Gleichzeitig suchen sie ein hohes Mass an sozialer Sicherheit und sind technikaffin. Es ist die erste Generation, die in einem Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation ins Erwachsenenleben getreten ist. Glück vor Geld Eine neue Studie zeigt, dass die Generation Y eine zuversichtliche und einsatzfähige Generation ist. Sie ist bereit, lange und hart zu arbeiten. Die Millennials suchen Entwicklungsmöglichkeiten, aber auch Anerkennung. Sie zeigen eine hohe Lernbereitschaft und arbeiten gerne in Teams. Sie wollen Freiräume im Job, sind gleichzeitig aber bereit, Überstunden zu machen. Das sollte Arbeitgeber optimistisch stimmen. Wobei: Die Generation Y ordnet dem Beruf nicht mehr alles unter. Die Freude an der Arbeit ist den knapp 20- bis Ende 30-Jährigen wichtiger als Status und Prestige. Glück vor Geld. Generation Z ist «always on» Noch konsequenter ist die nachfolgende Generation, die zwischen 1995 und 2010 geboren ist. Die Generation Z lernte zoomen und swypen auf dem Smartphone

Babyboomer

1955–1969 Generation

1965–1980 Generation

1980–2000 Generation

1995–2010 Quelle: www.absolventa.de


6

Schwerpunkt

– fast zeitgleich mit dem Sprechen. Die Bedienung eines Touchscreens ist Teil ihrer DNA. Die Generation Z ist komplett mit mobiler Kommunikation aufgewachsen. Die Jugendlichen laufen mit traumwandlerischer Sicherheit und ihren Daumen auf dem Smartphone über Fussgängerstreifen, um nichts auf Snapchat oder Instagram zu verpassen. Sie setzen sich gerne selber in Szene und hoffen auf digitale Bestätigung. Rund um die Uhr. Daher auch Generation «always on» oder Generation Smartphone genannt. Diese Generation ist stark auf sich selbst bezogen und hat ein enormes Anspruchsdenken und hohe Erwartungen. Zu hohe, naiv hohe Erwartungen, wie gewisse Fachleute sagen. Alles, nur nicht Hamsterrad Die Generation Z steht an der Schwelle zwischen Ausbildung und Berufswelt und stellt Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Arbeit ist für die «always on» Mittel zum Zweck. Arbeit nach Hause nehmen ist für sie unvorstellbar. Sie wünschen sich geregelte Arbeitszeiten. Denn das Privatleben hat höchste Priorität. Hat das mit Faulheit zu tun? Oder ist es nicht eher der Wunsch nach klaren Grenzen? Zudem ist die Loyalität zum Arbeitgeber deutlich geringer als bei den Vorgänger­ generationen. Und vor allem: Für die Generation Z muss Arbeit zur Persönlichkeit passen. Das macht diese Generation flexibler und entscheidungsfreudiger. Sie will sich im Beruf kreativ ausleben und nicht im Hamsterrad einem Karriereziel hinterher hetzen. Das sagen unsere Mitarbeitenden Wir als CKW wollten wissen, welche Einstellung unsere Mitarbeitenden haben. Welche Werte sind ihnen wichtig? Was motiviert sie am Arbeitsplatz? Was erwarten sie von einem Arbeitgeber? Um differenzierte Antworten zu erhalten, haben wir mit CKW-Mitarbeitenden jeden Alters persönliche Gespräche geführt. Die Befragung diente dazu, die Mitarbeitenden und ihre Bedürfnisse besser kennenzulernen und zu verstehen. Danach haben wir den Fokus auf die jüngeren Generationen gelegt, um zu sehen, ob sie wirklich so ticken, wie sie von den Medien beschrieben und in Studien dargestellt werden. Erste Erkenntnis: Die Unterschiede zwischen den Generationen – von den Lernenden der Generation Z bis zu den Babyboomern – sind kleiner als erwartet. Zweite Erkenntnis: Unsere Mitarbeitenden der Generationen Y und Z sind in vielen Bereichen typische Vertreterinnen und Vertreter ihrer Generationen. Sie sind zuverlässig und engagiert, interessiert und loyal, ebenso ehrlich und bodenständig. Wertschätzung ist ihnen genauso wichtig wie flexible Arbeitszeiten. CKW-Mitarbeitende sind Teamplayer, schätzen Freiräume und Entwicklungsmöglichkeiten.

Michael in der Begegnungszone Rathausen

Kompass für Kommunikation Das Ergebnis der Befragung diente dazu, ein Profil für uns als CKW abzuleiten. Es galt zu klären, was uns als Arbeitgeberin gegenüber den Mitbewerbern auszeichnet. Das Ergebnis dieses Prozesses wurde in der Employer Value Proposition (EVP) zusammengefasst. Rund um die Kernbotschaft «Gemeinsam die Zukunft gestalten» wurden Werte, Nutzen, Differenzierung und Tonalität von CKW als Arbeitgeberin definiert. Die EVP ist eine Art Kompass. Sie gibt die Richtung für die interne und externe Kommunikation vor. Wie das konkret aussehen kann, zeigt die Kampagne, die Mitte Januar lanciert worden ist. Auf Plakaten, in Inseraten und online motivieren unsere Mitarbeitenden für eine Ausbildung oder einen Stellenwechsel zu CKW. Klar, authentisch, sympathisch. Ein Nutzen wie «Entwicklung» kommt darin zum Ausdruck, aber auch eine Differenzierung wie «Flexible Arbeitszeiten», sprich Work-Life-


Schwerpunkt

7

KOMMENTAR

POTENZIELLEN MITARBEITENDEN DEN PULS FÜHLEN Eine attraktive Arbeitgeberin zu sein, zahlt sich aus. Es führt zu mehr qua­­­­li­fi­zierten Bewerbungen, was die Chan­­­­­­­ce erhöht, gute Fachkräfte zu finden. Bleibt nur die Frage: Was muss ein Unternehmen bieten, um für aktuelle und po­tenzielle Mitarbeitende interessant zu sein? Ist es ein guter Lohn, ein fortschrittliches Arbeitszeitmodell oder ein angenehmes Arbeitsklima?

Balance. Das sind Faktoren, die nicht allen Generationen gleich wichtig sind. Aber wer sie sucht, der findet sie bei CKW. Was kommt nach Y und Z? Und wer folgt auf die Generation Z? Darüber streiten sich die Fachleute. Vielleicht folgt die Generation A wie Alpha oder S wie Share, wo das Teilen wichtiger ist als das Besitzen. Oder es geht weiter mit Zahlen. Die Generation 0, die ausgeglichener, bodenständiger und selbstbewusster ist als ihre Vorgänger. Welche Generation letztlich folgt, hängt nicht zuletzt von den Eltern und Vorgesetzten der Generationen X, Y und Z ab. Redaktionsteam, CKW

Um dies zu erfahren, sind wir regelmässig in direktem Austausch mit potenziellen Mitarbeitenden – und ganz besonders mit der jungen Generation. Zum Beispiel seit Jahren an der ZEBI, der zentralen Bildungsplattform für Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen. Letztes Jahr unterstützten wir zudem die Innerschweizer Nachwuchsschwingertage. Beides Anlässe, die uns die Gelegenheit bieten, viele junge Leute – potenzielle Lernende – zu treffen. Um mit jungen Studierenden in Kontakt zu kommen, kooperieren wir eng mit den Hochschulen zusammen. Sei es, dass wir Forschungs­ projekte unterstützen, CKW-Mitarbeitende in den Vorlesungen dozieren oder Studenten ihre wissenschaftlichen Arbeiten bei uns schreiben. Ebenfalls präsent sind wir jeweils an den Absolventenmessen der Hochschulen. All diese Plattformen nutzen wir, um CKW als attraktive Arbeitgeberin zu präsentieren und junge Menschen für CKW zu gewinnen. Der direkte Austausch hilft uns dabei, die Wünsche und Erwartungen dieser potenziellen Mitarbeitenden zu erfahren und so Arbeitsbedingungen zu gestalten, die der jungen Generation entsprechen. Marion Glanzmann, CKW


8

Interview

VOLL MOTIVIERT Junge gelten als bequem und fordernd. Jein, sagen Veronika Emmenegger (30) und Fabian Blum (23). Aber mit ihrer Einstellung zum Job grenzen sie sich deutlich ab von der Generation Z, auch Generation Smartphone genannt, zu der die Jahrgänge ab 1995 gehören.

Wie viel Zeit verbringt ihr täglich am Smartphone? Fabian: Unter der Woche weniger als zwei Stunden, am Wochenende etwas mehr. Vor allem um zu kommunizieren und auf YouTube Videos anzuschauen. Veronika: Bei mir ist es täglich rund eine Stunde. Auch primär für die Kommunikation via WhatsApp oder um die News auf «20 Minuten» zu lesen. Über eure Generation wird viel geschrieben. Wie erlebt ihr sie? Veronika: Es gibt Unterschiede. Meine Generation erlebe ich aber deutlich anders als die Jungen, die heute in der Lehre sind. Bei ihnen hat die Freizeit eine höhere Priorität als die Arbeit. Fabian: Ich stelle fest, dass viele Junge nicht mehr anpacken wollen oder die Arbeit einfach liegen lassen, statt sie zu beenden, wenn es mal später wird. Sie wollen um Punkt 17 Uhr nach Hause. Veronika: Für mich ist es selbstverständlich, eine Arbeit zu beenden, auch wenn es mal länger dauert. In meiner Funktion als Projektleiterin Elektro will ich unseren Geschäftsstellen Hand bieten. Fabian: Diese Bereitschaft habe ich auch, aber im Rollstuhl ist das weniger möglich. Wenn ich zu lange am Stück im Rollstuhl arbeite, treten Schmerzen auf. Eurer Generation sind Dinge wie Entwicklungsmöglichkeiten oder flexible Arbeitszeiten wichtig. Gilt das auch für euch persönlich? Veronika: Ja, sehr sogar. Ich kann mich beispielsweise frei einteilen, was ich sehr schätze. Fabian: Das ist auch bei mir so, vor allem bezüglich Sport. Man kommt mir sehr entgegen, sodass ich beispielsweise nach einem Wettkampf einen Tag später zur Arbeit kommen kann. Und was seid ihr bereit dafür zu geben? Fabian: Ich lege mich ins Zeug und gebe mein Bestes. Im Rahmen meiner Möglichkeiten arbeite ich auch mal länger oder lasse eine Pause aus.

Veronika: Das gilt auch für mich. Ich will die Arbeit zur vollen Zufriedenheit erfüllen und schaue dabei nicht immer auf die Uhr. Erfüllt CKW eure Erwartungen an einen modernen Arbeitgeber? Fabian: Ja. Ich finde CKW eine sehr gute Arbeit­ geberin. Veronika: Eine grossartige Arbeitgeberin. Wir kommen in den Genuss von vielen Leistungen. Vom Bonus über bezahlte Weiterbildung bis zur Pensionskasse. Fabian: Das zeigte sich auch nach meinem Unfall. Man kam auf mich zu und sagte mir, ich solle bleiben. Das war nicht selbstverständlich, denn es bedingte eine Umschulung und war mit Aufwand verbunden. Viele junge Erwachsene wollen einen Beruf, der zu ihrer Persönlichkeit passt. Wie ist das bei euch? Veronika: Bei mir war das so. Ich wuchs auf einem Bauernhof auf und interessierte mich schon immer für technische Berufe. Fabian: Bei mir auch. Ich lernte Elektroinstallateur, weil ich ein Bewegungstyp bin und verstehen wollte, wie Strom funktioniert. Darauf kann ich jetzt als Planer aufbauen. Veronika: Ich glaube, dass alle einen Beruf wollen, der zu ihnen passt, unabhängig davon, welcher Generation sie angehören. Wobei die Jungen teilweise das Gefühl haben, die ganze Welt warte auf sie. Veronika, du arbeitest in einem traditionellen Männerberuf. Wie ist das für dich? Veronika: In der Lehre war es speziell. Auf der Baustelle herrschte ein anderer Umgangston, wenn ich anwesend war. Alle waren positiv eingestellt und unterstützten mich. Aber gerade die ältere Generation konnte nicht verstehen, weshalb ich als Frau diesen Job freiwillig gewählt habe.


Interview

9

Veronika und Fabian im Gespräch mit dem Redaktionsteam

Fabian, wie meisterst du den Arbeitsalltag mit deiner Beeinträchtigung? Fabian: Am Anfang war es schwierig, weil ich als angehender Planer fast keine Bewegung mehr hatte. Ich bin froh um den Sport, bei dem ich Energie loswerden kann. Die Schmerzen aufgrund von Druckstellen sind von Tag zu Tag verschieden und auch vom Wetter abhängig. Welche Ziele und Visionen habt ihr? Fabian: Ich habe in diesem Jahr zwei Ziele. Einer­­seits will ich die Weiterbildung erfolgreich abschliessen und in den Beruf starten, am liebsten bei CKW. Andererseits habe ich ein sportliches Ziel: die Teilnahme an der Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft im November in Dubai. Veronika: Ich habe bereits viele Ausbildungen absolviert und möchte laufend Neues lernen. Zurzeit schätze ich es aber, dass ich in keiner Weiterbildung bin. Für den Moment heisst mein Ziel daher: Bei CKW bleiben, bei der es mir sehr gut gefällt. Was wünscht ihr euch von der Generation Z? Veronika: Etwas mehr Realitätssinn. Viele sind sich nicht bewusst, wer den Lohn letztlich bezahlt, nämlich die Kunden. Fabian: Sie sollten es schätzen und dankbar sein, wenn sie eine Stelle und einen guten Arbeitgeber haben. Das ist nicht selbstverständlich. Das Interview führte Manuel Huber

Veronika Emmenegger ist eidg. dipl. Elektroinstallateurin. Nach ihrer Lehre als Elektromonteurin machte sie die Handelsschule und Weiterbildungen zur Elektro-Sicherheitsberaterin und ElektroProjekt­lei­terin. Ihre Freizeit prägen Familie, Freunde, Trachtentanz und Jassabende. Mit Jahrgang 1989 gehört Veronika zur Generation Y.

Fabian Blum absolviert eine Weiterbildung zum Elektroplaner, die er voraussichtlich im Sommer abschliessen wird. 2014 hatte er einen Unfall im Kunstturnen und ist seither an den Rollstuhl gebunden. Seine Leidenschaften sind der Rollstuhlsport und Fischen. Fabian hat Jahrgang 1995 und ist damit im Übergangsbereich der Gene­rationen Y und Z geboren.


10

CKW-Lifestyle

LIFESTYLE

BABYBOOMER SIND KARRIEREORIENTIERT

Treffen die gängigen Genera­-­ tionenklischees auch auf die CKWMit­arbeitenden zu? Dieser Frage wollten wir in einer kleinen Umfrage auf den Grund gehen. 223 CKW-Mitarbeitende haben im Januar daran teilgenommen. Die interessantesten Ergebnisse haben wir für euch zusammengestellt.

Das Werte-Klischee: Nicht bestätigt Die Generation Z bewertet den beruflichen Erfolg höher als die Babyboomer. Dies lässt sich damit erklären, dass die nach 1995 Geborenen, im Gegensatz zu den Babyboomern, noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Die Baby­boomer bei CKW hingegen werden den Bü­ro­stuhl wohl schon bald durch einen Platz bei den Wanderfreunden ersetzen. Die Work-LifeBalance gewichten die Babyboomer im Vergleich zu den anderen Generationen am tiefsten – Arbeitstiere sind sie also allemal. Trotzdem gehören Freizeit und soziale Kontakte bei allen Generationen zu den wichtigsten Themen.

Zusammengestellt von Bettina Putzi und Eva Schär

GENERATIONEN Y UND Z SHOPPEN GERNE ONLINE Das Shopping-Klischee: Bestätigt Tatsächlich kaufen die jüngeren Genera­tionen bei CKW gerne online ein. Nur etwa 60 Prozent der Generation Z geben an, überhaupt noch ins Einkaufszentrum zu gehen. Die Babyboomer kaufen im Gegensatz dazu alle noch offline ein. Einen Trend sieht man zudem bezüglich der Geräte­nutzung beim Online-Shopping. Die Online-Shopper unter den Babyboomern bevor­zugen alle den Computer, die Genera­­tion Z kauft auch gerne auf dem Handy ein. Am meisten Tablet-Shopping macht die Generation X – ob sich da wohl das abnehmende Sehvermögen bemerkbar macht?

Wo kaufst du in der Regel Kleider / Accessoires /  Gadgets / Zubehör usw. ein? 100% 80% 60% 40% 20% 0% Online global  BabyBoomer (n=16)

Online kontinental  Gen X (n=93)

Online national  Gen Y (n=92)

Ich gehe ins Einkaufszentrum, in die Stadt o.ä.  Gen Z (n=22)

DIE JUGEND ENTDECKT DIE WELT Das Ferien-Klischee: Bestätigt Bei den älteren Generationen ist neben europäischen Ländern auch die Schweiz ein beliebtes Reiseziel. Die Generationen Y und Z bevorzugen, ihre Ferien in Europa und auf anderen Kontinenten zu verbringen. So geben Personen der Generation Y auch an, den grössten Anteil ihres Lohns für Ferien aus­zugeben. Die Generation Z darf wohl noch vom Portemonnaie der Eltern profitieren, denn sie geben anteilsmässig wenig Lohn für Ferien aus.

Wo verbringst du vorwiegend deine Ferien? 50% 40% 30% 20% 10% 0% In der Schweiz  BabyBoomer (n=16)

Im nahen Ausland

in Europa (exkl. nahes Ausland)

Auf anderen Kontinenten

Gen X (n=93)

Gen Y (n=92)

Gen Z (n=22)


« kurz & knackig »

11

DOPPELMÜTZEN Nirgendwo werden die Unterschiede zwischen jüngerer und älterer Generation wohl deutlicher sichtbar als bei der Kleidung. Zumindest in der Freizeit. Denn die Berufskleidung macht in der Regel alle gleich, unabhängig von persönlichen Vorlieben, Marken oder Ähnlichem. Das führt aber auch dazu, dass gewisse Stücke der Berufskleidung mehr oder weniger gerne getragen werden. Besonders bei den Mützen scheiden sich die Geister. Und statt der offiziellen Mütze ist ein buntes Vielerlei von Farben, Formen und Marken anzutreffen. Mitreden bei der Auswahl EWA hat deshalb vor zwei Jahren bei der Neubeschaffung der Wollmützen die jüngeren Mitarbeitenden befragt, welches Modell sie gerne tragen würden. Die neue Mütze wurde daraufhin in zwei Typen beschafft. Und beide Typen sind seither im Einsatz, das Vielerlei ist verschwunden. Das gleiche Vorgehen wurde jetzt auch beim Ersatz der Dächlikappen gewählt. Wieder wurden zwei Typen produziert. «Die neuen Kappen passen», erklärt Rico Zwyer, der fast nie ohne Kopfbedeckung anzutreffen ist. «Die ziehe ich auch in der Freizeit an.» Othmar Bertolosi, EWA

Keine Frage des Alters, die neuen Mützen von EWA

NÄHER MACHT ATTRAKTIVER bild sind sehr gut: «Unser Ziel ist es, jährlich künftig fünf bis zehn Montageelektriker/innen auszubilden», erklärt Marco Grepper, Leiter SmartHome bei EWA und Ausbildner beim Berufs- und Weiterbildungszentrum (bwz) Uri.

Unter den Elektroinstallations-Lehrlingen in Uri sind neu auch fünf Montagelektriker

EWA gehört zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben in Uri. Und EWA beteiligt sich auch aktiv, wenn es um die Gestaltung von Ausbildungsprogrammen geht. Beispielsweise im neuen Berufsbild «Montageelektriker/in EFZ». Die Zukunftsaussichten in diesem Berufs-

Neues Angebot wird genutzt Die Ausbildung zum Montageelektriker erfolgte bisher zum Teil in Uri, zum Teil auswärts. Mit Beginn des neuen Schuljahres im August 2018 hat sich das geändert. Im August haben fünf Montageelektriker in Uri ihre Ausbildung gestartet. Sie sind die Ersten dieser Berufsrichtung, die ihre Ausbildung komplett im Kanton Uri absolvieren können. Möglich wurde das durch die Zu­sammenarbeit von EWA und weiteren Lehrbetrieben, dem Kurszentrum Elektro-Berufe Uri und dem Berufs- und Weiterbildungszentrum (bwz) Uri. «Das ist sehr erfreulich. Das Bildungsangebot bei den Elektroberufen in Uri wird damit breiter und spricht entsprechend auch mehr und andere Leute an. Hoffentlich in Zukunft vermehrt auch junge Frauen.» Othmar Bertolosi, EWA


12

« kurz & knackig »

JOEL LÄSST SICH NICHT BREMSEN Joel Späni ist lernender Kaufmann, Profil E, bei EWS. Eigentlich hätte den Autofan eine Lehre als AutomobilMechatroniker interessiert. Doch der 18-Jährige lebt mit einer Beeinträchtigung seines Sehvermögens, was diesem Berufswunsch im Weg stand. «Mit der Lehre zum Kaufmann verfüge ich über eine gute Grundausbildung», beschreibt er die Vorzüge seiner Berufswahl. «Später kann ich mich immer noch für eine Zweitausbildung entscheiden.» Der Lernende im 2. Lehrjahr schätzt die Unterstützung, die er durch das TEAM ROT erfährt: « Ich erhalte die notwendigen Hilfsmittel, um meine Aufgaben trotz Handicap ungehindert ausüben zu können.» An seinem Berufsalltag mag er vor allem die Abwechslung: «Ich schätze es sehr, dass ich in allen Geschäftsbereichen arbeiten darf. Dadurch lerne ich die Zusammenhänge innerhalb des Unternehmens besser kennen.» Neue Perspektiven dank Augen-OP Optimistisch blickt Joel in die Zukunft: « Mit dem Abschluss als Kaufmann stehen mir viele Türen offen. Gerne würde ich weitere Berufserfahrungen in der Energiebranche sammeln, z.B. in einer technischen Zweit­ ausbildung als Telematiker oder Netzelektriker. » In welche Richtung es gehen wird, hängt von der Augen-

­­­­ operation ab, der er sich mit 20 Jahren unterziehen wird. Die Chancen stehen gut, dass sich dadurch sein Sehvermögen um ein Vielfaches verbessern wird. Der grösste Wunsch des leidenschaftlichen Autofans ist es, die Fahrprüfung machen zu können: «Das Autofahren würde mir viel Freiheit schenken.» Nadia auf der Maur, EWS

Joel hat seine Berufswahl bis heute nicht bereut.

FAMILIE MAL ANDERS

Debora im Arbeitsalltag

In einer Welt, geprägt von Individualismus, kann es sehr einsam werden. Mein Familienmodell ist zwar sehr traditionell aufgebaut – eine Person arbeitet, die andere

passt auf die Kinder auf –, doch sorgt es immer wieder für Aufsehen. Denn nicht der Mann geht zur Arbeit, sondern die Frau. Nicht die Frau macht den Haushalt, sondern der Mann. In unserem Fall ist es das einzige sinnvolle Modell. Während ich liebend gerne mit meinen Kindern spiele, lasse ich den Haushalt ebenso gerne links liegen. Mein gesamtes Organisationstalent und Durchhaltevermögen geht beim Kochen und Putzen verloren. Am Ende gibt es dann Teigwaren mit Ratatouille, auch Eintopf genannt. Mein Mann hingegen koordiniert und managt den Haushalt und den sich immer ändernden Stundenplan der Kinder wie ein echter CEO. Unser Arrangement hat noch weitere praktische Vorteile: Mein Mann ist einiges grösser als ich, was sich beim Einräumen von Schränken als nützlich erweist. So wächst der Bereich, in dem man Alltagsgegenstände verstauen kann, proportional zur Armlänge. So sind auch die obersten Tablare im Küchenschrank für ihn problemlos erreichbar. Verschlägt es mich einmal in die Küche, lasse ich mir diese Sachen einfach herunter­ reichen. Das ist gesund für die Beziehung. Debora Baumgartner, Jahrgang 1990, Generation Y


Hast du gewusst?

13

HAST DU GEWUSST? Die Seite mit spannenden Informationen. In dieser Ausgabe zum Thema Berufsbildung CKW. Zusammengestellt von Pirmin Spichtig und Thomas Jeker, CKW

Für den Lehrstart 2019 sind noch zahlreiche Lehrstellen als Elektroinstallateur/in, Montageelektriker/in und Netzelektriker/in bei CKW offen. Jede Vermittlung ist herzlich willkommen und wird mit 500 Franken belohnt.

Der Lehrabschluss 2018 ist aus Sicht von CKW äusserst erfolgreich ausgefallen. Wir haben folgende «Zentral­ schweizer Rekorde» erzielt: • Von den Top 13 sind 6 Lernende von CKW • Von den Top 3 sind alle 3 Lernenden von der CKW Conex AG • Von den 8 Ehrenmeldungen sind 5 Lernende von der CKW Conex AG • Zudem hat 1 Lernender von CKW ebenfalls eine Ehrenmeldung erhalten

CKW hat im letzten Jahr 75 Prozent der Lehrabgänger/innen weiterbeschäftigt.

14

Lehrberufe

Die CKW-Gruppe bietet aktuell 14 Lehrberufe an: Elektroinstallateur/in EFZ Montageelektriker/in EFZ Netzelektriker/in EFZ (Energie) Kauffrau/-mann EFZ Telematiker/in EFZ Informatiker/in EFZ (System­technik und Applikationsentwicklung)

Mediamatiker/in EFZ Automatiker/in EFZ Fachfrau/-mann Betriebsunterhalt EFZ (Hausdienst) ICT-Fachfrau/-mann EFZ Elektroplaner/in EFZ Logistiker/in EFZ (Lager) Automatikmonteur/in EFZ Detailhandelsfachfrau/-mann EFZ


14

Face to Face

CKW-LEUTE FACE TO FACE Röbi Keller, Communication Manager, CKW Lukas Gisler, Elektroinstallateur, EWS

RÖBI KELLER

LUKAS GISLER Welches Erlebnis während deiner Ausbildung wirst du niemals vergessen?

Das Praktikum bei den Netzelektrikern während meiner Elektrozeichner-Lehre. Als ich das erste Mal die Steigeisen anbinden und an einem Holzmast hochklettern sollte, musste ich zuerst meine Höhen­angst überwinden.

Ich erinnere mich gerne an unsere Geschäftsstellenund Personalverbandsausflüge. Die gemeinsamen Stunden im TEAM ROT sind jedes Mal einzigartig. Unvergesslich geblieben ist auch der zweitägige PV-Ausflug in den Schwarzwald, als EWS wie eine Grossfamilie gemeinsam verreiste.

Wenn du dein eigener Chef wärst, was würdest du verändern? Vermehrt auf meine eigenen Bedürfnisse achten und versuchen, Termine möglichst selbst zu steuern. Gezielt und mit einer gewissen Gelassenheit zu arbeiten, ist eine Lebensweisheit, die ich bewusst umsetze.

Ich würde mir ein Allrad-Budenfahrzeug gönnen, damit ich, vor allem im Winter, ohne Mühe in mein doch eher abgelegenes Zuhause auf 1’030 m ü.M. gelangen könnte.

Wie würde dein Traumberuf aussehen? Mein Hobby «Kochen» als Hüttenwart zum Beruf machen und für das leibliche Wohl der Besucher sorgen.

Mein Traumberuf würde sich rund um die Fasnacht drehen. Ich wäre «GwändliIdeensucher», würde die Fasnachtsmottos bestimmen und Fasnachtsreime erfinden.

Mit wessen Beruf möchtest du nicht tauschen und warum nicht? Mit einem Bergbau-Mineur. Vor seiner Arbeit im Innern eines Berges, verbunden mit den körperlichen Anstrengungen, den Gefahren von Steinschlägen und Wassereinbrüchen, habe ich grossen Respekt.

Eisenleger! Der Job ist körperlich sehr anstrengend und ich möchte keinen Schnurrbart tragen.


GL-Kolumne

LERNENDE SIND UNSERE FACHKRÄFTE VON MORGEN Ein Viertel unserer Mitarbeitenden sind Lernende. Unsere Ausbildner/innen kümmern sich um die Entwicklung der jungen Berufsleute und begleiten sie auf ihrem Weg zum Fähigkeitszeugnis. Die Lernenden übernehmen rasch eigene Aufgaben und tragen so zur Wertschöpfung des Unternehmens bei. Jugendliche sind heute sehr selbstbewusst. Wie in der eigenen Familie versuchen sie auch im beruflichen Umfeld, sich zu positionieren. Mir gefällt diese Haltung, selbst wenn sich dadurch der Betreuungsaufwand manchmal vergrössert. Betriebe im handwerklich-technischen Bereich haben es heute schwer, geeignete Lernende zu finden. Es ist unsere Aufgabe, junge Leute zu überzeugen, dass es «cool» ist, eine Ausbildung bei EWS zu machen. Das setzt voraus, dass man uns kennt. Die Lancierung des Begriffs TEAM ROT hat mit zum Ziel, EWS bei angehenden Lernenden bekannt zu machen und diese für eine Ausbildung bei uns zu motivieren. Bereits Schnupperlehrlinge betreuen wir umfassend. Wenn Eignung und Talent vorhanden sind, bemühen wir uns aktiv um einen Lehrvertrag. Denn eines ist klar: Die Anstellung ausgelernter Fachleute ist schwierig, wir müssen unseren Berufsnachwuchs selbst ausbilden. Ich freue mich jeweils besonders mit den Jugendlichen, wenn sie ihre Berufslehre erfolgreich abgeschlossen haben – und ich ermuntere sie, bald eine Weiterbildung ins Auge zu fassen. Sie können sich dabei an vielen Kolleginnen und Kollegen im TEAM ROT orientieren, die – ausgehend von einer Berufslehre – heute bedeutende Funktionen bei EWS ausüben. Peter Suter, Vorsitzender der Geschäfts­leitung EWS

Mehr erfahren : ews.ch/lernende TEAM ROT im Einsatz für die Kunden

Peter Suter Vorsitzender der Geschäfts­leitung EWS

15


16

Mein Arbeitsplatz

Absprache bei Arbeitsbeginn

UMGANG MIT ELEKTRONISCHEN MITTELN IST SELBSTVERSTÄNDLICH

Beim Betreten der Büros der Abteilung Handel in Rathausen fallen die Arbeitsplätze mit den vielen Bildschirmen auf. Dahinter sitzen oder stehen CKW-Mitarbeitende mit beson­deren Kenntnissen. Einer davon ist Joel Richard. Dein Arbeitsplatz gleicht dem bei einer Bank oder der Börse. Funktioniert der Stromhandel ähnlich wie die Börse? Joel: Es gibt tatsächlich viele Ähnlichkeiten mit dem Handel mit Aktien. Die Preise gehen hoch und runter und man muss immer sehr viele Faktoren im Auge behalten, um abzuschätzen, wie sich die Preise entwickeln. CKW hat viele Kraftwerke. Brauchen wir überhaupt ein Handelsgeschäft? Wir produzieren eher zu viel Strom und nicht immer zum jeweiligen Zeitpunkt, wenn unsere Kunden diesen tatsächlich brauchen. Deshalb verkaufen wir den überflüssigen Strom am Markt oder decken uns ein, wenn unsere Kraftwerke zu wenig produzieren. Zudem macht es oft mehr Sinn, den Strom möglichst günstig am Markt zu beschaffen, als in unseren eigenen Kraftwerken teuer zu produzieren. Was fasziniert dich an deiner Arbeit? Wenn ich morgens mein Büro betrete, weiss ich nicht, was mich heute erwartet. Beim Stromhandel gibt

es viele Einflussfaktoren, die zu beachten sind. Ein Zyklon in Australien hat ebenso Auswirkungen auf die Schweizer Strompreise wie ein Ausfall einer Stromleitung an der Schweizer Grenze oder eine Dürreperiode in Zentralchina. Damit ich alle diese Informationen im Auge behalten kann, stehen so viele Bildschirme an meinem Arbeitsplatz. Manchmal sind die Tage ruhig, und dann, von einem Moment zum anderen, muss es plötzlich schnell gehen. Dies funktioniert nur in einem Team, das einen offenen, ehrlichen und direkten Umgang miteinander pflegt. Du gehörst selbst zur sogenannten Generation Y. Entsprichst du diesem Schema? Ja, das denke ich schon. Als «Digital Native» ist für mich der Umgang mit elektronischen Mitteln selbstverständlich. Mir ist es zudem wichtig, mit den richtigen Menschen zusammenzuarbeiten. Mit nicht authentischen Personen oder solchen, die sich selbst zu wichtig nehmen, kann ich nicht viel anfangen. Zudem definiere ich mich nicht über Statussymbole oder die Anzahl Likes auf meinem Instagram-Profil.


Mein Arbeitsplatz

Bildschirme prägen den Arbeitsplatz von Joel

Wie siehst du deine Zukunft bei CKW? Im Moment haben wir wirklich ein tolles Team beim Handel und ich möchte mit diesen Kollegen noch eine Weile zusammenarbeiten, viel lernen und gemeinsam immer besser werden. Was danach passiert, weiss ich noch nicht. In unserer schnell­ lebigen Zeit möchte ich keine allzu langfristigen Pläne schmieden. Bist du mit deiner Arbeitgeberin CKW zufrieden? Was müsste sich verändern? Manchmal vermisse ich ein bisschen die Selbstkritik. Kleine Erfolge werden oft überproportional aufgebauscht und Fehlschläge totgeschwiegen. Hier darf man ruhig ehrlicher hinstehen und auch offen über Dinge reden, welche nicht so gut gelaufen sind. Und natürlich haben wir ein Standortproblem, was wahrscheinlich viele potenzielle Kollegen aus der Gene­ration Y abschreckt, die nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren oder keinen langen Arbeitsweg mit dem ÖV auf sich nehmen wollen. Robert Keller, CKW; Fotos: Marcel Schmid, CKW Fachgespräch unter Kollegen

17


18

« kurz & knackig »

«Bei CKW erhalte ich Einblick in alle Bereiche des Marketings, von LiveKommunikation über Themenplanung bis hin zu Community Building und Marketingautomation. Als vollwertiges Team­mit­glied kann ich meine Ideen einbringen und umsetzen. Ich schätze das Arbeitsklima.» Samira Zengaffinen, Junior Projektmanager Marketing

MITARBEITENDE VERTRETEN DIE ARBEITGEBERMARKE Wir bieten ein breites Spektrum von Dienstleistungen aus einer Hand. Dahinter stehen unsere zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen, die sich täglich für zufriedene Kunden einsetzen. Mit einer Kampagne soll auf die Diversität der Auf­ ­gaben, die innovative Energie- und Gebäudetechnikbranche und auf die zahlreichen Vorteile, die wir als CKW bieten, aufmerksam gemacht werden. Mitarbeitende als Botschafter «Wir haben uns aus verschiedenen Gründen entschieden, die Bilder mit unseren Mitarbeitenden zu machen. Einerseits können wir so sicher sein, dass die Bilder nur von uns verwendet werden, anderseits sind unsere Mitarbeitenden die ehrlichsten Botschafter», sagt Marion Glanzmann, Specialist Acquisition and Employer Brand. «Obwohl niemand ein geübtes Model war, hat das Foto­ shooting sehr gut funktioniert. Alle waren motiviert.»

Enge Zusammenarbeit Eine grosse Herausforderung war der enge Zeitplan. «Da wir fast alles intern umgesetzt haben, war eine enge Koordination im Projektteam und mit den verschiedenen Abteilungen enorm wichtig», so Josef Schumacher, Sr. Manager Communication and Campaign. Die Kampagne umfasst Plakate, Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln, Inserate in lokalen Zeitungen, Facebook- und Instagram-Werbung sowie Online-Banner. «Ich hoffe, wir können in Zukunft weitere solche Kampagnen umsetzen und die neue Marke CKW stärken.» Debora Baumgartner, CKW


« kurz & knackig »

«Als Stellvertreter des Geschäftsstellenleiters habe ich sehr unterschiedliche Aufgaben: kleinere Projekte planen und umsetzen, Baustellen betreuen oder im Service mitarbeiten. Dank der Weiterbildung zum technischen Kaufmann bleibe ich am Ball und kann weitere grössere Projekte übernehmen.»

«Hier erlerne ich das Handwerk des Elektroinstallateurs von Grund auf. Meine Arbeits­kollegen können mir mit ihrer Erfahrung viel auf den Weg mitgeben. Aktuell habe ich die Chance, am Projekt ‹Egli-Mühlen AG› in Nebikon mitzuarbeiten. Teil von solch grossen Projekten zu sein, macht Spass und bereichert meine Ausbildung.»

Matthias Emmenegger, Stv. Leiter Geschäftsstelle Wolhusen

Manuel Huber, Lernender Elektroinstallateur

«Dank der grossen Anzahl von ElektroinstallateurLernenden habe ich die Möglichkeit, mir ein umfang­reiches Know-how anzueignen. Neben meinen täglichen Tätigkeiten auf Baustellen hatte ich zudem die Chance, Teil des 360-GradLernenden-Videos zu sein. Dieses Projekt war eine abwechslungsreiche und tolle Er­fahrung, da verschiedene Lernende aus den unterschiedlichen Abteilungen zusammenarbeiteten.»

«Eine Lehre bei CKW empfehle ich oft weiter. Hier sehe ich in die verschiedensten Abteilungen, von Finanzen über Human Resources bis zum Kundenkontakt-Center, und lerne meinen Beruf von unterschiedlichen Seiten kennen. Mit anderen Lernenden habe ich regelmässig Kontakt, obwohl wir nicht in derselben Abteilung arbeiten.»

Michelle Bachmann, Lernende Elektroinstallateurin

Lea Martina Kohler, Lernende Kauffrau

19


MEIN SCHLUSSPUNKT Das letzte Wort haben unsere Mitarbeitenden, diesmal zu folgendem Thema: Es ist das Jahr 2025. Was ist in deinem Leben bisher passiert?

Köbi Gisler, EWS

Andreas Schneider, CKW

Jonas Bissig, EWA

Ich blicke auf ein erfülltes Arbeitsleben zurück. Ich bin gesund und dankbar, dass ich meine Pension und meine Hobbys rundum geniessen kann.

Meine drei Töchter sind erfolgreich im Berufsleben unterwegs und haben Spass an ihrer Arbeit. Die vollständige Marktöffnung ist seit zwei Jahren Realität und zusammen mit meinem Team konnten wir als Brückenbauer mithelfen, CKW als schweizweit führenden Solutionsprovider zu etablieren.

Wenn ich nach einem Arbeitstag nach Hause komme, kann ich bereits im Lift meine Kaffeemaschine einschalten. In der Nacht stolpere ich manchmal über Spielzeug.

Remo Lang, EWS

Anian Amrhein, EWA

Melina Schaufelberger, CKW

Ich habe die Elektroinstallateur-Lehre abgeschlossen und arbeite auf diesem Beruf. Ich bin 23 Jahre alt und überlege mir, eine Weiterbildung zu machen. Ich erkunde kinderlos und unverheiratet mein Leben. Meine Berufslehre wird mir den richtigen Weg zeigen.

Im Jahr 2025 habe ich schon 15-mal beim traditionellen Halt im EWA am «Friäkonzert» der Katzenmusikgesellschaft Altdorf mit Kaffee und Nussgipfel «Energie getankt».

Im Jahr 2025 werde ich meine Lehre als Automatikerin erfolgreich abgeschlossen haben. Nach meiner Lehre werde ich ein oder zwei Jahre gearbeitet haben, um Geld für eine grössere Reise anzusparen. Reisen werde ich in ein fernes Land, wie Kanada oder Australien. Ausserdem werde ich bis im Jahr 2025 von zu Hause ausgezogen sein und eine WG gegründet haben.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
CKW-Blitz 240 by CKW AG - Issuu