BLITZ
DAS MITARBEITENDEN-MAGAZIN DER CKW-GRUPPE
245 | April 2021
DURCH WACHSTUM FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET
INHALT
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MIT NEUEM AUFTRITT IN DIE ENERGIEZUKUNFT
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2021 feiert EWS ihr 125-jähriges Bestehen. Mit ihrem aufgefrischten Markenauftritt ist sie bereit, ein neues Kapitel ihrer Unternehmens geschichte zu schreiben.
SCHWERPUNKT Wachstum schafft Perspektiven
B IO-LABEL UND FAIRTRADE KURBELN WACHSTUM AN Lebensmittel aus nachhaltiger Produktion liegen im Trend. Wir haben Gerhard Marty, Geschäftsführer Reismühle Brunnen/ Nutrex, gefragt, was die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit für ein Unternehmen bedeutet.
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«ES IST WICHTIG, DASS MAN DIE MITARBEITENDEN ZU BETEILIGTEN MACHT» Linus Gähwiler, neuer Leiter Gebäudetechnik bei CKW, erläutert die neue Wachstumsstrategie.
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«IM NOTFALL GREIFE ICH AUCH ZUM KOCHLÖFFEL» Pius Niederer, Bauleiter Hochspannungsleitungen, berichtet über die besonderen Herausforderungen in seiner Arbeit auf Grossbaustellen.
Das Mitarbeitenden-Magazin der CKW-Gruppe Impressum Redaktionsteam Robert Keller (Redaktionsleitung), Nadia Auf der Maur, Monika Pellegrini, Othmar Bertolosi, Marcel Schmid, hellermeier Luzern Redaktionsadresse Robert Keller CKW, Postfach, 6002 Luzern robert.keller@ckw.ch 041 249 53 60
Kontakt CKW Robert Keller robert.keller@ckw.ch 041 249 53 60 Kontakt EWA-energieUri Othmar Bertolosi othmar.bertolosi@ewa.ch 041 875 08 07 Kontakt EWS Nadia Auf der Maur nadia.aufdermaur@ews.ch 041 818 33 11 Kontakt SEM Monika Pellegrini monika.pellegrini@steiner-energie.ch 041 499 91 02
Auf dem Titelbild CKW Fabio Giddey, Stv. Leiter Ressort Solartechnik Ost EWA-energieUri Markus Arnold und Mario Fischer EWS Jubiläum 125 Jahre EWS
Gestaltung www.hellermeier.ch 6002 Luzern Druck beagdruck 6006 Luzern Nächster Redaktionsschluss 29. Juni 2021 Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.
KLIMASCHUTZ ERÖFFNET WACHSTUMSCHANCEN Mit der einsetzenden Stromnutzung vor über 100 Jahren entstanden viele Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU). Sie bauten Produktions- und Verteilungsanlagen und erschlossen der Allgemeinheit den Zugang zu dieser neuen Energieart. Auch die CKW-Gruppengesellschaften wurden damals von visionären Pionieren gegründet und können mittlerweile auf 125 Jahre Geschäftstätigkeit zurückblicken. Die Geschichte zeigt, dass die Zeiten immer wieder turbulent waren und den Verantwortlichen einiges abverlangten. Ihr starkes Wachstum verdankten die EVU der rasch steigenden Nachfrage nach Elektrizität. Durch die Ergänzung des Kerngeschäfts mit profitablen elek trizitätsnahen Dienstleistungen in der Gebäudetechnik, im Infrastrukturbau und im Kommunikations- und Datengeschäft erreichte die CKW-Gruppe eine überdurchschnittlich gute finanzielle Robustheit. Diese bietet heute eine komfortable Ausgangslage für die Entwicklung neuer Geschäftsaktivitäten. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 und des Klimaschutzes wollen wir zukunftstaugliche Energielösungen bereitstellen. Die stark wachsende Elektromobilität, der Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen, der Ausbau der dezentralen Stromerzeugung und die höheren Ansprüche an die Energieeffizienz bieten uns gute Chancen für ein anhaltendes profitables Wachstum. Um im Markt weiterhin erfolgreich zu bestehen, müssen wir unsere Kompetenzen und unser Wissen laufend erweitern. Wir wollen die Erfolgsgeschichte von CKW und ihren Gruppen gesellschaften weiterschreiben. Dafür brauchen wir Mut zum unternehmerischen Risiko und die Kompetenz und Begeisterung von euch Mitarbeitenden. Ich freue mich auf weitere spannende Zeiten.
Peter Suter Vorsitzender der Geschäftsleitung EWS
« WIR WOLLEN ZUKUNFTSTAUGLICHE ENERGIE LÖSUNGEN BEREIT STELLEN.»
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Schwerpunkt
«Die Positionierung als exklusiver Vertriebsarm in der Schweiz für den Axpo Konzern eröffnet neue Opportunitäten in wichtigen Wachstumsmärkten und schafft Arbeitsplätze.» Martin Schwab, CEO von CKW
Schwerpunkt
WACHSTUM SCHAFFT PERSPEKTIVEN CKW will weiterwachsen und sich so für die Zukunft rüsten. Im Fokus steht die Gebäudetechnik und da insbesondere der Bereich Solartechnik.
Die Konzernstrategie gibt den Weg vor: Axpo will wachsen und hat sich hohe Ziele gesetzt. International liegt der Fokus auf dem Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sowie im Bereich Origination (langfristige Lieferverträge aus erneuerbaren Energien). In der Schweiz will Axpo eine führende Rolle in der Gestaltung der Energiewende einnehmen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die CKW-Gruppe. Das bekräftigte Axpo Chef Christoph Brand kürzlich in einer internen Kaderveranstaltung: «Die Schweiz ist unsere Basis und bleibt ein wesentlicher Markt für uns. Unsere Tochtergesellschaft CKW ist ein wichtiger Player bei erneuerbaren Energien und Energiedienstleistungen.» Konkret wird die CKW-Gruppe innerhalb des Axpo Konzerns die exklusive und schweizweite Anbieterin von Photovoltaik, dezentralen Wärmelösungen, Smart Energy und E-Mobilität. CKW übernimmt in der Axpo Gruppe exklusiv den Vertrieb an Haushaltskunden und den Grossteil der Firmenkunden. Bei Grösstkunden wird eine engere Kooperation zwischen Axpo und CKW angestrebt. Erfolgreiches CKW-Geschäftsmodell auf die Deutschschweiz ausweiten In einem ersten Schritt geht es darum, das Solarbusiness auf die ganze Schweiz auszurollen. «Wir überlegen uns konkret, welche Standorte für uns strategisch optimal sind», sagt Martin Schwab. Im Fokus liegen an die Zentralschweiz angrenzende Regionen.
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Schwerpunkt
«Mittelfristig ist es unser Ziel, dass wir in der ganzen Deutschschweiz Solaranlagen installieren – in allen Grössen. Aber nicht nur Solaranlagen, auch weitere Smart-Energy-Bereiche wie z.B. Elektromobilität oder Wärme wollen wir vermehrt in der ganzen Deutschschweiz aufbauen.» Damit wird CKW künftig auch für grosse, gesamtschweizerisch tätige Auftraggeber interessant, die mit einem einzigen Partner zusammenarbeiten wollen. Dass es dabei nicht nur beim Solargeschäft bleibt, liegt auf der Hand. Das sehr erfolgreiche Geschäftsmodell mit den schon heute über 40 Standorten in der Zentral schweiz soll ausgeweitet werden durch einzelne zusätzliche Standorte in der Deutschschweiz. «So können wir unsere weiteren technischen Dienstleistungen anbieten. Nebst dem klassischen Elektroinstallationsgeschäft denke ich da an den Bereich Technics mit IT & Communi cations sowie Security mit Brandschutz, Einbruchschutz und Videoüberwachung. Grosses Potenzial sehe ich weiter im Smart-Energy-Business, beispielsweise mit intelligenten Ladelösungen, Abrechnungsdienst leistungen und digitalen Geschäftsmodellen wie dem Beratungsportal Energieheld. Speziell bei grossen Wohnarealen haben wir eine hohe Marktnachfrage nach Gesamtlösungen, die die Komplexität beim Bauherrn oder Immobilienentwickler reduzieren, die sich jedoch aus Nachhaltigkeitsauflagen für ihn ergeben. Zudem gibt es Überlegungen, weitere Showrooms, wie es sie in Volketswil und Zollikofen gibt, aufzubauen», blickt Martin Schwab in die Zukunft.
NACHGEFRAGT BEI CEO MARTIN SCHWAB Axpo und CKW verfolgen eine klare Wachstumsstrategie. Warum ist Wachstum für uns so wichtig? Für eine sichere Profitabilität und ein langfristiges Überleben einer Firma braucht es Wachstum. Ich freue mich auf die Umsetzung dieser Strategie, Wachstum schafft Perspektiven und interessante Arbeitsplätze. Bislang war CKW insbesondere im Kanton Luzern tätig, nun öffnet man den Fokus über die Zentral schweiz hinaus … Im Kanton Luzern sind wir bereits mit einem sehr breiten Angebot und einem dichten Netz an Standorten aktiv. Dadurch ist ein Wachstum oder eine weitere Diversifizierung im Versorgungsgebiet eingeschränkt, insbesondere auch weil wir schon relativ stark diversifiziert sind. Im geografischen Wachstum auf die
gesamte Deutschschweiz sehe ich mit Blick auf die vollständige Strommarktliberalisierung viele Vorteile: Bei CKW wird man dann schweizweit nicht nur Strom beziehen können, sondern ein ganzes Paket an Dienstleistungen rund um Energie. Ich bin überzeugt, dass dies mittelfristig ein differenzierender Faktor sein wird. Wir wollen zu einem gesamtschweizerischen Player werden bei Stromangeboten, Smart Energy und Gebäudetechnik. Mit dieser Strategie sind wir nicht allein, auch andere Energieversorger wachsen und kaufen zum Teil schweizweit Firmen. Im Unterschied zu einem grossen Mitbewerber verfolgen wir eine klare Onebrand-Strategie. Wir wollen unter dem Namen CKW wachsen und bekannt werden.
GL-Kolumne
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KOMMENTAR
WACHSTUM IST EINSTELLUNGS SACHE Profitables Wachstum stand schon immer im Fokus der Gebäudetechnik. Mit dem Fünf-Punkte-Plan wollen wir dieses Ziel für die Zukunft sichern. Unsere Strategie beinhaltet: «Kundennähe und lokale Verankerung, engagierte und qualifizierte Mitarbeitende, alles aus einer Hand, Wissen an der richtigen Stelle sowie unternehmerische und lernende Organisation.» Eine Frage der Einstellung Reichen unsere Kompetenz und Erfahrung für diesen Wachstumskurs aus? Aus meiner Sicht braucht es mehr. Für mich ist Wachstum auch Einstellungssache. Vielleicht kennt ihr den provokanten Spruch «Zufriedenheit ist des Wachstums Tod»? Wenn wir (selbst-)zufrieden sind, wollen wir die aktuelle Situation bewahren. Wir sehen keinen Grund, etwas zu verändern. Wir treten auf der Stelle. So gut sich Zufriedenheit auch anfühlen mag, sie behindert das Wachstum. Die CKW-Showrooms in Volketswil und Zollikofen haben sich gut etabliert und tragen zum Umsatz bei. Weitere Standorte sind denkbar.
In Bezug auf die Positionierung am Markt ist das wesentlich effizienter und wirkungsvoller. Wenn wir eine Firma kaufen, wechselt ihr Name nach einer Übergangsfrist zu CKW. Die Deutschschweiz steht im Vordergrund, wie sieht es mit den Märkten in der Westschweiz und im Tessin aus? Ich schliesse ein Wachstum in diesen Regionen für die Zukunft nicht aus. Vorerst hat es in der Deutschschweiz für uns aber noch genügend weisse Flecken. Und wer schon mal in der Westschweiz und im Tessin tätig war, weiss, wie schwierig es als Deutschschweizer Unternehmen ist, in diesen Sprachregionen erfolgreich zu sein. Partnermodelle werden da wohl sinnvoller sein. Interview Marcel Schmid, CKW
Nur wer wagt, gewinnt Die Gebäudetechnik ist in den vergangenen Jahren bereits stark gewachsen. Trotzdem setzen wir uns neue Ziele: Zum einen werden wir den Bereich Elektro mit Zukäufen geografisch ausdehnen. Zum anderen werden wir mit der Fokus-Initiative «Solarpush» unsere Solartechnik-Aktivitäten sehr stark ausbauen. Dies geschieht durch organisches Wachstum im Versorgungsgebiet und vor allem durch anorganisches Wachstum in der gesamten Deutschschweiz. Damit wird CKW massgeblich an der Reduktion des CO₂-Ausstosses mitarbeiten. Wer wagt, kann unter Umständen verlieren. Wer nicht wagt, verliert immer. In diesem Sinne wünsche ich uns allen den Mut, Neues zu wagen. Daniel Zbinden, Geschäftsbereichsleiter Technics CKW
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Interview
BIO-LABEL UND FAIRTRADE KURBELN WACHSTUM AN Lebensmittel aus nachhaltiger Produktion liegen im Trend. Die Reismühle Brunnen/Nutrex verkauft europaweit mehr als die Hälfte des fair und ökologisch produzierten Reises. Was es für ein Unternehmen bedeutet, auf die Karte Nachhaltigkeit zu setzen, haben wir Geschäftsführer Gerhard Marty gefragt.
Wo sehen Sie Wachstumspotenzial für Ihr Unternehmen? Die Reismühle Brunnen/Nutrex ist als Division der Coop-Genossenschaft wie jedes andere Unternehmen wirtschaftlich orientiert. Unser Wachstum basiert auf der Nachhaltigkeit unserer Bio- und FairtradeProdukte. Wir sind heute die Nummer 1 in Europa, unser Marktanteil am nachhaltig produzierten Reis beträgt 53 Prozent. Seit drei Jahren sind wir sehr erfolgreich unterwegs. Das hat uns besonders bei der grösseren Abdeckung des Marktes weitergeholfen. Unsere Absatzmarkt-Strategie sieht vor, gleich wie bis anhin weiterzufahren. Wir exportieren weiterhin Reis (Anteil 28 Prozent) nach Europa und möchten neue Märkte im nördlichen Europa erschliessen. England könnte einen interessanten Markt bieten, aufgrund der Bevölkerungsstruktur (viele indischstämmige Menschen) und des Preisniveaus. Seit 2018 gehen wir zudem mit dem Essigproduzenten Nutrex einen gemeinsamen Weg; mit einem Markt anteil von 66 Prozent sind wir der grösste Essig produzent der Schweiz. Das Nutrex-Werk wird 2022 von Busswil nach Brunnen verlegt, sodass am Standort Brunnen die Synergien optimal genutzt werden können. 2015 produzierte Nutrex 5,5 Mio. Liter Essig und heute sind wir knapp unter 10 Mio. Litern. Ob wir weiterhin mehr produzieren können oder ob es eher zu einer Stagnation kommen wird, werden die nächsten Monate zeigen.
Welche Kernkompetenzen brauchen Sie für Ihren Betrieb? Unsere Kernkompetenz beginnt bei der Beschaffung. Die Reismühle Brunnen hat keine Händler vor Ort, wir kaufen den Reis selbst ein. Die ganze Abwicklung vom Einkauf über die Produktion bis zur Auslieferung findet bei uns statt und erfordert eine hohe Fachkompetenz. Unsere Mitarbeitenden in der Beschaffung müssen mit den Bestimmungen in den unterschied lichen Ländern vertraut sein. Spezifische Weiterbildungen im Bereich Zollabkommen oder im Qualitäts management sind bei uns ein Muss. Wir legen grossen Wert darauf, dass unsere Mitarbeitenden mit Herzblut dabei sind. Natürlich benötigen sie auch die richtigen Ausbildungen, aber schlussendlich zählen die Freude und Motivation, mit der sie ihre Arbeit erledigen. Bei nachhaltig produzierten Produkten gilt dies ganz besonders. Dank des Ideenreichtums unseres Teams konnten wir bis anhin alle ein bis zwei Jahre neue Produkte auf den Markt bringen. Gibt es Geschäftsfelder, die Sie in Zukunft ausbauen möchten? Der Schweizer Markt bietet uns sicher noch Potenzial, besonders beim Reis. Interessant für uns ist auch das nördliche Europa. Fairtrade hat dort einen höheren Stellenwert, da viele Menschen aus Ländern mit Reisanbau stammen. Zudem ist das Preisniveau für Reis teilweise sogar ein wenig höher als in der Schweiz. Beim Essig können wir dank unserer Schweizer Produkte noch ausbauen, z.B. mit einem BündnerRöteli-Essig. So geniesst ein Bündner vielleicht lieber ein heimisches Produkt und verzichtet auf den Aceto Balsamico aus Italien.
Interview
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Prüfen Sie Partnerschaften oder die Übernahme von Firmen? Ein weiterer Firmenaufkauf ist zurzeit kein Thema. Wir haben nur wenige Mitbewerber. Neben Nutrex gibt es noch zwei grössere Essighersteller. Beim Reis produziert nebst uns nur noch die Migros ihren eigenen Reis, alle anderen haben damit aufgehört. Es gibt kleinere Betriebe, die wir mit unserem Essig beliefern und die damit ihre eigenen Mixturen machen und als «Hof-Essig» verkaufen. Oder ein Start-upUnternehmen, das ein Reis-Bier produziert. Für uns sind das keine lukrativen Geschäfte, aber wir unterstützen solche Ideen mit unseren Produkten. Die Kunden sind dank Internet und Social Media gut informiert. Wie erfüllen Sie die Kunden bedürfnisse? Die Wünsche werden immer ausgefallener. Die Kunden informieren sich im Internet über Produkte und erwarten, dass sie diese auch in der Schweiz kaufen können. Wir machen uns im Voraus schlau, welche Wünsche auftauchen könnten. Wir besuchen Messen und forschen im Internet. Vielfach melden uns unsere direkten Kunden ihre Bedürfnisse. Zum Beispiel macht Coop eine Marktforschung oder eine Umfrage und bemerkt, dass die 1-kg-Reispackungen für viele Kunden zu gross sind und sie lieber mehrere Reissorten in kleineren Mengen beziehen würden. Das Gleiche gilt für den Essig. Wir profitieren hier enorm von den Forschungsdaten von Coop. Zudem ist es wichtig, sich international mit den Kunden auszutauschen. Gibt es neue Produkte und was macht sie besonders? Deshalb trifft man mich auf Reisen oder privat oft in Geschäften an. Ich will sehen, welche Produkte beim Kunden gefragt sind. Wirklich wichtig ist, dass man immer einen Schritt vorausdenkt. Sie stellen Essig her und verarbeiten Reis: Wie kommen Ihre Mitarbeitenden zu ihrem Fachwissen? Wir bilden unser Personal laufend weiter und stützen das Wissen auf mehrere Leute ab. Heute arbeitet man nicht mehr jahrzehntelang am selben Ort; deshalb ist es enorm wichtig, das vorhandene Knowhow zu teilen. Bei der Reisproduktion ist es besonders schwierig, da es keine spezifische Ausbildung gibt. Also muss man sich die Kompetenzen auf eine andere Weise aneignen: Man fragt den Vorgänger oder man schaut bei Mitbewerbern im Ausland oder in der Schweiz vorbei. Wir pflegen untereinander gute Beziehungen und schätzen das gemeinsame Fachsimpeln. Interview Nadia Auf der Maur, EWS
Gerhard Marty, 1974 in Brunnen geboren, lernte Sanitärinstallateur und bildete sich zum Brunnenmeister weiter. Er engagierte sich im Seerettungsdienst und als Kommandant und Brandschutzinspektor in der Feuer wehr. Seine Leidenschaft gilt der Familie, der Fasnacht und der Reismühle Brunnen/ Nutrex, wo er 2004 als Produktionsleiter eintrat. 2017 wurde er zum Geschäftsführer ernannt. Im gleichen Jahr erlangte er den Master in Betriebsökonomie.
Die Reismühle Brunnen wurde 1956 gegründet und ist seit 2004 eine Division von Coop. 25 Mitarbeitende produzieren jährlich über 12 000 Tonnen Reis, mehr als die Hälfte aus nachhaltigem Anbau. Das Angebot umfasst über 60 Reissorten für Detail- und Grosshandel, Gastronomie und Industrie. Nutrex ist der führende Essiganbieter in der Schweiz. 15 Mitarbeitende produzieren jährlich gegen 10 Mio. Liter Essig, davon 1,5 Mio. Liter in Bio-Qualität.
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« kurz & knackig »
MOBILE FLEET MANAGEMENT FEST IN URNER HAND Die Betreuung der Mobile-Abos in einem Unternehmen ist aufwendig und fehleranfällig, unabhängig von der Zahl der Mitarbeitenden. Sehr viele KMU, aber auch nationale Grossunternehmen setzen daher auf die Dienstleistungen der ComDataNet AG (CDN), der Tochter gesellschaft von EWA-energieUri.
Hauptvorteil des Fleet-Managements der CDN ist neben der fehlerfreien und papierlosen Handhabung eine deutliche Effizienzsteigerung. Ganz einfach per Mausklick schalten, mutieren, suspendieren und kündigen Mobile-Fleet-Manager die CDN Mobile-Abos. So ist der Überblick über Geräte, Abos und Optionen innerhalb des Unternehmens stets gewährleistet. Neben der optimalen Übersichtlichkeit werden durch das Mobile Fleet Management von CDN auch die internen Ressourcen entlastet, die Unterstützung bei individuellen Problemen sichergestellt und Support sowie Weiterentwicklung des Online-Tools MSM von Sunrise oder Xadoo vorangetrieben. Mit dem persönlichen Login https://msm.sunrise.ch/ axpo oder www.xadoo.ch/cdn gelangen Benutzerinnen und Benutzer von Mobile-Abos einfach zum integrierten Onlineshop. Dort können sie bequem von zu Hause aus das Lieblings-Mobiletelefon zu Vorzugskonditionen samt dem passenden Abo bestellen. Die Registrierung lohnt sich. Vom sehr attraktiven Angebot können auch weitere Familienangehörige profitieren.
V.l.n.r.: Ken Arnold, Ursi Gamma, Roland Gehrig, Melanie Schuler und Philipp Sicher
Fleet-Management per Mausklick.
Abläufe und Prozess als Herausforderung Fünf Mitarbeitende von CDN betreuen momentan über 20’000 geschäftliche und auch private Abos von Swisscom und Sunrise, davon die über 7’000 Sunrise-Abos der Mitarbeitenden von Axpo. Zusätzlich nutzen über 100 KMU-Kunden mit Mobile Fleet Management die Dienstleistungen von CDN. Eine besondere Herausforderung für CDN war der Wechsel von Swisscom zu Sunrise in der Axpo Gruppe. Der Umstellungsprozess nahm rund anderthalb Jahre in Anspruch. Die grösste Herausforderung bestand darin, die einzelnen Abläufe und Prozesse genau abzubilden. Dies gelang auch dank der sehr guten Unterstützung der involvierten Mitarbeitenden bei CKW und Axpo. Shanice Toggenburger, CDN
« kurz & knackig »
Das neue Wohnquartier Winterberg in Altdorf.
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Installation der Wärme-/Kälte-Anlage im Winterberg in Altdorf.
ERNEUERBARE WÄRME FÜR DEN WINTERBERG Bei modernen Überbauungen sind erneuerbare Energien, Energie effizienz und möglichst tiefe CO₂-Emissionen wichtige Themen. Mit integrierten Gesamtenergielösungen strebt EWA-energieUri die möglichst CO₂-freie Energieversorgung von Gebäuden an. Für das Ziel CO₂-Freiheit beschäftigt sich EWA-energie Uri schon seit einiger Zeit mit Wärme und Kälte. «Wärme und Kälte haben einen hohen Anteil am Energieverbrauch eines Gebäudes», erklärt Ruedi Cathry, Leiter Elektrogebäudetechnik. «In vielen Gebäuden sind noch Systeme im Einsatz, die fossile Energieträger wie Heizöl nutzen. Moderne Heiz- und Kühlsysteme basieren auf erneuerbarer Energie. Umweltfreundliche Wärmepumpen sind deshalb fester Bestandteil unserer integrierten Gesamtene rgielösungen.» Die neue Überbauung im Winterberg in Altdorf zeigt, wie so etwas funktioniert: «Das fängt bei der Stromproduktion an», erklärt Thom Young, Leiter SmartHome. «Wir haben drei Photovoltaik anlagen auf den Gebäuden gebaut.» Der Strom aus den PV-Anlagen wird auch für zwei Grundwasser-Wärmepumpen genutzt. «Sie sorgen für erneuerbare Wärme/
Kälte sowie für die Warmwasseraufbereitung und sind die ideale Kombination mit der Photovoltaik», ist Mario Fischer, Projektleiter SmartEnergy, überzeugt. «Denn die PV-Anlagen produzieren Strom, der nicht vollumfänglich zum Wohnen verbraucht wird. Also treibt man mit dem überschüssigen Strom sinnvollerweise Wärme pumpen an – oder nutzt ihn für die E-Mobilität.» So wird es im Winterberg gemacht: 10 Elektroauto-Ladestationen hat EWA-energieUri in der Tiefgarage installiert. «Diese Stationen sind teilweise öffentlich», erklärt Markus Arnold, Teamleiter SmartEnergy. Dank eines automatischen Abrechnungssystems mit intelligentem Lastmanagement übernehmen wir die Verrechnung ohne Aufwand für die Eigentümerinnen und Eigentümer.» Othmar Bertolosi, EWA-energieUri
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« kurz & knackig »
Oliver Agner, Elektroinstallateur, organisiert die Arbeiten auf der Baustelle: von der Abklärung über die Bestellungen bis hin zur Ausführung.
Das neue Gewerbegebäude im Bau.
KOMPETENZZENTRUM MIT WACHSTUMSPOTENZIAL Im April ist es so weit: Das neue Gewerbegebäude von EWS ist bezugsbereit und der Geschäftsbereich Gebäudetechnik erhält eine hochmoderne Infrastruktur. Mit dem Bezug des neuen Gewerbegebäudes schliesst EWS den Ausbau ihres Hauptsitzes in Ibach ab. «Wir haben in den letzten sechs Jahren ein veritables Kompetenzzentrum für Energie und Energiedienstleistungen auf dem Diesel-Areal aufgebaut», sagt EWS-Chef Peter Suter. Die Gebäudetechnik ist für EWS ein strategisch wichtiger Geschäftsbereich. Insbesondere das Geschäftsfeld Schaltanlagenbau zeigt ein beeindruckendes und anhaltendes Wachstum. Ebenfalls stark positioniert hat sich die Gebäudeautomation im Wachstumsmarkt Smart Energy Home.
Im Neubau ist auch die Geschäftsstelle Schwyz untergebracht. Den Mitarbeitenden steht hier ein modernes und logistisch auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Arbeitsumfeld zur Verfügung. Der grosszügig angelegte 6-Millionen-Bau bietet EWS Raum für weiteres Wachstum. Zwei Stockwerke werden vorläufig fremdvermietet. Marcel Betschart, EWS
Hast du gewusst?
HAST DU GEWUSST?
WAS KANN ICH GEGEN DAS TRACKING TUN?
Die Seite mit spannenden Informationen. In dieser Ausgabe zur Frage: Welche Spuren hinterlasse ich im Netz und wie kann ich mich vor Tracking schützen?
On-Demand-Zugriffe und Updates, die wir über unsere Mobiltelefone und intelligente Geräte aus führen, gehören zu unserem Alltag. Wir interagieren ständig mit dieser Technologie – und werden im gleichen Mass von ihr verfolgt. Täglich sind wir im Netz und liefern werbetreibenden Unternehmen unsere persönlichen Daten. Wie viel gibst du von dir preis?
Dein Smartphone kann dich nachverfolgen. Es weiss, wo du dich im Internet bewegst. Online-Tracker greifen auf diese Informationen zu und erstellen deinen digitalen Fingerabdruck. Jede weitere Interaktion im Netz trägt dazu bei, deinen Finger abdruck noch präziser zu machen und dich noch engmaschiger zu verfolgen.
Das sind nicht nur die grossen Namen wie Facebook, Google, Apple, Amazon und Microsoft. Auf Top-Websites können bis zu 1000 Tracker versteckt sein. Einige Unternehmen verfügen über mehr als
3000 Informationen über dich, die bis zu 99 Prozent präzise sein können.
Tracking ist heimtückisch, denn manche Apps und intelligenten Geräte müssen deine Daten und Gewohnheiten nachverfolgen, um ordnungsgemäss zu funktionieren. Glücklicherweise kannst du deine personenbezogenen Daten unter Kontrolle halten.
Ad-Blocker verwenden
Zusammengestellt von Nadia Auf der Maur, EWS, und Röbi Keller, CKW
WER STECKT HINTER DEM TRACKING?
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Ad-Blocker helfen zwar nicht gegen Tracking-Versuche, aber sie blockieren Werbeanzeigen und ersparen es dir, pausenlos Werbebanner anzuschauen.
Virtuelles privates Netzwerk (VPN) verwenden Ein VPN kann deine Verbindung verschlüsseln und deinen Standort verbergen. Das ist nützlich, wenn du im öffentlichen WLAN sicher surfen möchtest.
Cookies von Zeit zu Zeit löschen Cookies sind das Hauptinstrument, mit dem Unternehmen und Websites dich online verfolgen. Sie lauern überall. Glücklicherweise kannst du sie recht einfach loswerden, unabhängig davon, welches Gerät du nutzt oder welchen Browser du bevorzugst.
App-Einstellungen Eine unerfreuliche Tatsache: Apps sammeln Daten über dich, weil du ihnen die Berechtigung dazu erteilt hast. Mach dir keine Vorwürfe – wer liest denn schon die Nutzungsbedingungen? Glücklicherweise kannst du in den Einstellungen vieler Apps und Dienste (z.B. Google) das Tracking deiner Daten unterbinden oder zumindest beschränken. Oder du kannst entsprechende Berechtigungen (über die Einstellungen deines Telefons) widerrufen, damit nicht auf dein Mikrofon, deine Kamera, Standortdaten oder sonstige Informationen zugegriffen wird.
Wie steht es mit deinem digitalen Fingerabdruck? Wir empfehlen dir, deine Apps und Geräte von Zeit zu Zeit zu überprüfen und allenfalls den Zugriff zu beschränken.
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Interview
«ES IST WICHTIG, DASS MAN DIE MITARBEITENDEN ZU BETEILIGTEN MACHT» Seit Februar führt Linus Gähwiler die Gebäudetechnik bei CKW. Unter seiner Regie wird der umsatzstarke Geschäftsbereich auf die neue Wachstumsstrategie ausgerichtet. Im Interview mit «blitz» sagt der erfahrene CKW-Mitarbeiter, dass er seine neue berufliche Herausforderung mit viel Respekt, Offenheit und Freude angehen wird.
Wie hast du die ersten Wochen in deiner neuen Funktion erlebt? Sehr positiv. Ich durfte viel Offenheit seitens der Mitarbeitenden und Kollegen erleben und habe spannende Gespräche geführt. Ich spüre viel Energie und Bereitschaft, gemeinsam die Gebäudetechnik von CKW weiterzuentwickeln und nach innen und aussen klar zu positionieren. Man hat mich wohlwollend empfangen, es sind aber auch Erwartungen an mich adressiert worden, die es zu erfüllen gilt. Konntest du trotz Corona bereits erste Geschäftsstellen und Kunden besuchen? Nach meinem Antritt im Februar habe ich mich auf das Kennenlernen meiner Geschäftsbereichskollegen und der Abteilungsleiter konzentriert. Seit März besuche ich Kunden und Geschäftsstellen. Mein Ziel ist es, alle Geschäftsstellen bis Ende Jahr besucht zu haben. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, persönlich vor Ort die Mitarbeitenden kennenzulernen. Den Bereichs- und Abteilungsleitern konnte ich aufzeigen, welches Netzwerk ich mitbringe. Darauf aufbauend haben wir gemeinsam die Kundenbesuche priorisiert und so habe ich angefangen, die ersten wichtigen Kunden wie Architekten, Planer, Generalunternehmer und Partner persönlich kennenzulernen.
Wie gehst du die Herausforderungen und Chancen bei der Gebäudetechnik an? Der Fachkräftemangel ist ein wichtiges Thema, das wir angehen müssen – und natürlich ist die Digitalisierung eine grosse Herausforderung. Ich will keine grosse Digitalisierungsinitiative starten, sondern zuerst klären, wo es Digitalisierungspotenzial bei den Prozessen gibt, z.B. im Projekt «order to cash». Erst wenn die Prozesse verstanden werden, kristallisiert sich heraus, wo optimiert werden kann. Es gibt auch schon bestehende Initiativen aus dem Geschäfts bereich heraus, die ich so schnell wie möglich konsolidieren möchte. Daraus können einzelne für die Linie verkraftbare Digitalisierungspakete umgesetzt werden. Eine grosse Aufgabe wird sein, die Organisation in diesem Veränderungsprozess abzuholen und einzubinden.
Interview
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Linus Gähwiler Leiter Gebäudetechnik CKW • 46-jährig, verheiratet • Wohnhaft in Luzern • Gelernter Elektrozeichner, Elektroingenieur HTL, Nach diplomstudium NDS in Energie • Seit 2006 in verschiedenen Funktionen bei CKW tätig, vorher Partner bei einem Ingenieurbüro für Elektroplanung, Gesamthaustechnik und Bauherrenvertretung in Luzern • Mitglied der MaskenliebhaberGesellschaft Luzern • Mitglied des Lions Clubs Luzern • Bekennender «Schönwettergolfer» und Curling als Winter-Hobby Linus Gähwiler auf dem Dach des CKW-Standortes Reussbühl.
Du sprichst es an: Mit der Digitalisierung ist immer ein Kulturwandel verbunden. Wie treibst du diesen voran? Ich will transparent und offen mit den Mitarbeitenden besprechen, wo wir stehen und wohin die Reise gehen wird. In Zukunft wird die einzige Konstante die Ver änderung sein. Es ist wichtig, dass man die Mitarbeitenden zu Beteiligten macht. Die Digitalisierung bietet die Chance, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und Routinetätigkeiten zu eliminieren. Wir müssen effizienter werden, den Kunden besser bedienen und den Arbeitsplatz attraktiver machen. Diese Transformation wird gelingen, wenn wir die Mitarbeitenden frühzeitig einbe ziehen und über Erfolgsgeschichten wie zum Beispiel den Smart-Meter-Rollout berichten können. Die Gebäudetechnik ist hier der Dienstleister. Der Prozess der Zählerinstallation wurde digitalisiert und die Kollegen zeigen jetzt, wie gut sie damit umgehen können.
Die Gebäudetechnik ist stark gewachsen. Was sind die Ziele für die nächsten Jahre? Es ist eine grosse Chance, dass wir innerhalb der CKW bzw. der Axpo Gruppe eingebettet sind und so eine Wachstumsstrategie verfolgen können. Die Gebäudetechnik wird im Bereich Elektro natürlich weiter wachsen und wir werden uns mit Akquisiti onen von kleineren Elektroinstallationsunterneh mungen weiter gezielt verstärken. Der grosse Schub erfolgt aus dem Solarpush. In diesem Bereich wollen wir in der Deutschschweiz stark wachsen. Der Solarpush beinhaltet nicht nur PV-Anlagen, sondern auch den ganzen Smart-Energy-Bereich. Unser Ziel ist es, in der Deutschschweiz bei PV bis 2024/25 einen Marktanteil von mindestens 5 Prozent zu erreichen, was ungefähr einer Verfünffachung der aktuell installierten Leistung entspricht. Diese Strategie ist auch eine grosse Herausforderung. Wir müssen uns fragen, wo wir die Aufbauorganisation anpassen, damit wir mit dem Wachstum Schritt halten können.
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Interview
« Unser Ziel ist es, in der Deutschschweiz bei PV bis 2024/25 einen Marktanteil von mindestens 5 Prozent zu erreichen.» Linus Gähwiler, CKW
Jetzt ist es an der Zeit zu prüfen, ob wir richtig aufgestellt sind und wo Anpassungen zwingend nötig werden. Wir müssen das Wachstum ohne Qualitätseinbussen in der bestehenden Organisation bewältigen können. Profitables Wachstum stand schon immer im Fokus der Gebäudetechnik. Dazu habt ihr früher einen Fünf-Punkte-Plan ausgearbeitet. Was beinhaltet dieser? Der Fünf-Punkte-Plan beinhaltet «Kundennähe und lokale Verankerung, engagierte und qualifizierte Mitarbeitende, alles aus einer Hand, Wissen an der richtigen Stelle sowie unternehmerische und lernende Organisation». Die fünf Punkte gehen alle in die richtige Richtung. Ich will zusammen mit dem Oberen Kader und Kader diese aber laufend prüfen. Aktuell spricht nichts dafür, dass dieser Plan kurz- oder mittelfristig nicht stimmen sollte. Cross-Selling ist für die Gebäudetechnik ein entscheidender Erfolgsfaktor. Was versteht man darunter und weshalb ist dieses so wichtig? Cross-Selling ist so wichtig, weil die Gebäudetechnik ein umfassendes Dienstleistungs-Portfolio anbietet und mit verschiedensten Dienstleistungen zu Kunden aufträgen kommt.
Unsere Kunden müssen erfahren, welche Dienstleistungen CKW anbietet, welch breites Fachwissen wir besitzen und welcher Nutzen für sie daraus entsteht. Cross-Selling wird für die gesamte CKW immer wichtiger. Alle Mitarbeitenden von CKW sollen unser Dienstleistungs-Portfolio kennen. Dieses endet eben nicht bei der Wärmepumpe. Es gibt noch weitere Angebote, zum Beispiel bei der Sportplatzbeleuchtung oder bei der Abrechnung von ZEVs im Geschäftsbereich Energie. Wir haben noch grosses Potenzial, wenn wir Cross-Selling über CKW branded fördern und leben. Was wünschst du dir für die Zukunft? Der gemeinsame Erfolg von CKW ist mir sehr wichtig: geschäftsübergreifend zusammenarbeiten und Erfolge feiern. Unseren Fokus und unsere Energie für den Kunden einsetzen und weniger in interne Schnitt stellenthematiken investieren, das ist mir ein grosses persönliches Anliegen. Und selbstverständlich wünsche ich uns allen gute Gesundheit und dass wir bald wieder gemeinsam zusammenstehen können, damit ich endlich alle Mitarbeitenden bei Wurst und Bier persönlich kennenlernen darf. Interview Röbi Keller, CKW
Face to Face
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CKW -LEUTE FACE TO FACE Simon Kempf, Leiter SmartEnergy und Leittechnik, EWA-energieUri Serge Kamer, Fachverantwortlicher Schaltanlagen, CKW
SIMON KEMPF
SERGE KAMER Welche Herausforderungen stellen sich dir bei der Arbeit?
Im Bereich SmartEnergy ist die Entwicklung der Produkte und des Markts sehr dynamisch. Auch in der Leittechnik gibt es viele technische Neuerungen. Dieser stetige Know-how-Transfer ist äusserst spannend, macht mir Spass und fordert mich täglich.
Die Sicherheit der Mitarbeiter ist ein Kern punkt meiner Aufgaben. Diese in unserem Arbeitsbereich Hochspannung zu garantieren, bedarf vorgängiger Abklärung. Ich kann dabei auf das Know-how meiner Arbeitskollegen und die Unterstützung der Netzleitstelle zurückgreifen.
Was fällt dir in einem Satz zu deinem aktuellen Projekt ein? Ich bin jeden Tag gespannt, welche neuen Projektanfragen zu uns kommen, und ich freue mich auf die innovativen Lösungen, die wir im Team für die Kunden ausarbeiten.
Dass nun endlich alle Hürden genommen sind und wir bald mit dem Umbau der US Vitznau starten können.
Was ist dein Lieblingshobby? Ich bin ein begeisterter Skifahrer und versuche, jede freie Minute in der Natur zu verbringen und den Schnee zu geniessen. Mit der Familie mache ich sehr gerne die Pisten unsicher, freue mich auf Powderdays mit Kollegen oder eine Skitour in den Urner Bergen.
Je nach Wetter bin ich mehrmals pro Woche auf dem Motorrad unterwegs. Ich freue mich, dass die Temperaturen wieder steigen und kein Salz mehr auf der Strasse ist. Zudem bin ich gerne in der Natur unterwegs. Jetzt, da es wieder wärmer wird, bin ich am Wochenende jeweils in den Bergen anzutreffen.
Worauf freust du dich im Sommer? Ich freue mich sehr darauf, mit meinen Kindern auf dem Stand-up-PaddleBoard die Ufer des Urnersees abzusuchen, um geheime Piratenhöhlen zu entdecken …
Wenn die Wassertemperaturen wieder steigen und ich auf das Stand-up-PaddleBoard oder schwimmen gehen kann. Ausserdem freue ich mich, wenn die Pässe geöffnet werden und ich eine Motorrad ausfahrt unternehmen kann.
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Jubiläum
MIT NEUEM AUFTRITT IN DIE ENERGIE ZUKUNFT 2021 feiert EWS ihr 125-jähriges Bestehen. Die stolze Jubilarin ist nach wie vor dynamisch unterwegs: Mit ihrem aufgefrischten Markenauftritt und dem neuen Gewerbegebäude am Hauptsitz in Ibach ist sie bereit, ein neues Kapitel ihrer Unternehmensgeschichte zu schreiben. Der erste Programmpunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten, die Generalversammlung am 25. Januar, fand coronabedingt schriftlich und ohne Publikum statt. Doch das heimtückische Virus konnte nicht verhindern, dass EWS wenige Tage später ihr neues Erscheinungsbild der Öffentlichkeit präsentierte. Am Hauptsitz und an den Geschäftsstellen prangte das neue Logo, das Team Rot wurde frisch eingekleidet, die Fahrzeuge und Bautafeln umbeschriftet. Selbst im Home-Office konnte man sich über den neuen EWS-Auftritt auf dem Laufenden halten: Auf der komplett neu gestalteten Website stellt ein Videoclip das neue Corporate Design vor. Kurz und einprägsam Nach wie vor setzt EWS auf die Farbe Rot in ihrem Erscheinungsbild. Charakteristisch für den neuen Auftritt ist der «Play Button», der als unverkennbares Merkmal vielseitig eingesetzt werden kann. Eine Anpassung gibt es beim Firmennamen: Das Unternehmen nennt sich
neu «EWS AG»; auf die bisherige Bezeichnung «Elek trizitätswerk Schwyz AG» wird künftig verzichtet. Der aufgefrischte Markenauftritt steht für die Verbundenheit mit der Region wie auch für die Ambition von EWS, die kompetenteste Partnerin für Energie, Mobilität, Daten und Gebäudetechnik zu sein. «Wir sind bereit. Team Rot.» Der neue Auftritt rückt die Mitarbeitenden noch stärker ins Zentrum. Die Botschaft «Wir sind bereit. Team Rot» ist fortan fest mit dem Unternehmensnamen verbunden. Im Kundengespräch oder auf der Baustelle stellen die 139 Mitarbeitenden unter Beweis, dass «Team Rot» kein Marketing-Gag, sondern eine gemeinsame Haltung ist, die EWS ausmacht. Team Rot bedeutet Begeisterung und Fachkompetenz für die Kundenwünsche, Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Verbundenheit mit der Region. Der neue Imagefilm bringt diesen Teamspirit visuell auf den Punkt.
Jubiläum
«Team Rot bedeutet Begeisterung und Fachkompetenz für die Kundenwünsche, Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Verbundenheit mit der Region.»
EWS setzt nach wie vor auf die Farbe Rot.
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Jubiläum
Am 23. Juli 1897 ging das Kraftwerk Wernisberg in Betrieb.
Die erste Schaltanlage in der Zentrale Wernisberg.
Schwyzer Innovationskraft Ihre Gründung am 31. Juli 1896 verdankt EWS dem Pioniergeist von drei Schwyzer Persönlichkeiten, die das Potenzial der Wasserkraft zur Stromproduktion erkannten und die Konzession für ein Kraftwerk an der Muota erhielten. In der Folgezeit begann EWS mit dem Bau ihres flächendeckenden Stromnetzes und elektrifizierte den Schwyzer Talkessel. Heute richtet EWS ihren Fokus auf eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieproduktion und Energienutzung. Nach wie vor bildet die Stromversorgung das Kerngeschäft. Seit Anfang war EWS auch als Elektroinstallationsfirma tätig und etablierte sich in den letzten Jahrzehnten als gefragtes Fachunternehmen für die Stromversorgung und die Leittechnik in Infrastrukturbauten. Vom «Stromer» zum Smart-Energy-Berater Mit der Entwicklung intelligenter Technologien gewinnt die Gebäudetechnik immer mehr an Bedeutung. Das Team Rot bietet heute die gesamte Smart-EnergyProduktpalette an. Im April ziehen die Mitarbeitenden dieses Fachbereichs ins neue Gewerbegebäude auf dem EWS-Areal in Ibach. Hier können Sie auf eine hochmoderne Infrastruktur zurückgreifen. «Wir werden die Chancen der Digitalisierung und der neuen Technologien optimal nutzen», erklärt EWS-Chef Peter Suter mit Blick auf die Zukunft und ergänzt: «EWS hat in den letzten fünf Jahren ein veritables Kompetenzzentrum für Energie und Energiedienstleistungen auf dem DieselAreal aufgebaut.» Rollende Planung der Jubiläumsfeierlichkeiten Soweit es die Corona-Situation zulässt, wird EWS das 125-Jahr-Jubiläum mit ihren Kunden, Mitarbeitenden und der Bevölkerung im Versorgungsgebiet feiern. Geplant ist unter anderem ein Tag der offenen Tür. Wir halten euch auf ews.ch/news auf dem Laufenden.
Mit dem APE-Jubiläumsfahrzeug wird das Team Rot diverse Veranstaltungen besuchen.
Nadia Auf der Maur, EWS
Mehr zum neuen Markenauftritt Imagefilm «Wir sind bereit. Team Rot.».
Das neue Erscheinungsbild von EWS.
Reise mit uns durch die EWSGeschichte.
« kurz & knackig »
DIE STIMME UNSERER LERNENDEN WIE ERLEBT IHR DIE CORONA-ZEIT IN EURER BERUFSLEHRE? «Auch wenn es für mich am Anfang meiner Lehre unvor stellbar war, kann ich alle Arbeiten problemlos von zu Hause aus erledigen. Durch den wegfallenden Arbeitsweg spare ich täglich einiges an Zeit ein. So konnte ich während des zweiten Lockdowns im Winter auch noch etwas Tageslicht nach Feierabend geniessen.»
«Die meiste Zeit bin ich im Home-Office. Wie viele andere auch vermisse ich den direkten Kontakt mit Kolleginnen/ Kollegen und Mitarbeitenden. Dafür schätze ich sehr, dass wir als Familie zusammen zu Mittag essen können.» Nadja Habermacher, Lernende Kauffrau, CKW
Massimo Odermatt, Lernender Informatiker, CKW
«Zum Glück darf ich während der Corona-Zeit meine Arbeit trotzdem im Büro erledigen. Es ist jedoch schade, dass wegen Corona nicht alle Mitarbeitenden im Büro sind und ich nicht von allen profi tieren kann.»
«Die Corona-Zeit ist speziell. Ich sehe meine Mitlernenden auf einmal so gut wie nicht mehr. Dadurch fehlt auch der Austausch untereinander.» Nicola Strebel, Lernender Fachmann Betriebsunterhalt, CKW
Melanie Schaufelberger, Lernende Automatikerin, CKW
«Für mich ist die Arbeit im Home-Office eine neue Erfahrung. Das selbstständige Arbeiten und die Ruhe werden durch die Anrufe via Teams aufgelockert.» Leandra Stocker, Lernende Kauffrau, CKW
«Die Corona-Zeit ist recht entspannt und locker, da die meisten Freizeitaktivitäten wegfallen. Zum Teil wurden auch die Tests in der Schule reduziert oder sie fielen ganz aus.» Lea Geisseler, Lernende Mediamatikerin, CKW
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Mein Arbeitsplatz
Pius Niederer an seinem Arbeitsplatz in Reussbühl.
«IM NOTFALL GREIFE ICH AUCH ZUM KOCHLÖFFEL» Der Grossleitungsbau von CKW leistete zwischen Weihnachten und Neujahr einen geplanten Sondereinsatz, welchen Pius Niederer, Bauleiter Grossleitungsbau, plante. Im Rahmen der Hochwasserschutzarbeiten im Bereich der Swiss Steel in Littau musste ein Betonmast demontiert und durch einen Stahlmast ersetzt werden. Die Arbeiten konnten nur während der Betriebsschliessung von Swiss Steel aus geführt werden.
Mein Arbeitsplatz
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Team Schillig, mit CKW-Monteuren verstärkt, bei der Arbeit in schwindelerregender Höhe.
A-Mast musste dem Hochwasserschutz weichen.
Meist ist eine solche Grossbaustelle für alle sichtbar. Welche Vorleistungen es braucht, bleibt aber oft verborgen. Deshalb beleuchten wir hier die Arbeit des zuständigen Bauleiters Pius Niederer und lassen ihn zu Wort kommen: «Neben der Bauleitung ist meine Hauptaufgabe, Hochspannungsleitungen im Besitz von CKW, aber auch für Dritte instand zu halten. Ich teile mir die Aufgaben mit Daniel Weber, dem zweiten Bauleiter. In unserem Büro in Reussbühl fallen die vielen Ordner und Pläne auf. Wir haben viele Prozesse digitalisiert, aber für die Vorbereitungen und die Arbeit auf der Baustelle ist nach wie vor das Papier ein absolutes Muss. So auch für die Grossbaustelle in Littau. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz an der Kleinen Emme musste auf dem Grundstück der Swiss Steel ein Hochspannungsmast versetzt werden. CKW erhielt den Auftrag vom Kanton Luzern. Meine Aufgabe war es, den Bauplatz und die erforderlichen Arbeitsschritte vorzubereiten und mit Swiss Steel zu koordinieren. Anschliessend konnte die Termin- und Einsatzplanung mit den Fremdunternehmern und dem Teamleiter Grossleitungsbau vorgenommen werden. Nachdem die Tiefbauarbeiten unter der Leitung von Matthias Christen
abgeschlossen waren, starteten wir mit den Vorbereitungsarbeiten. Der Stahlrohrmast wurde in Elementbauweise angeliefert und durch unsere Monteure so weit möglich zusammengebaut. Pneukran und Maschinen wurden platziert und die Beleuchtung eingerichtet. Sämtliche Vorbereitungen mussten vor Weihnachten abgeschlossen sein, sodass am 27. Dezember 2020 die eigentlichen Arbeiten beginnen konnten. Meine Aufgabe war es jetzt, die eingerichtete Baustelle freizugeben und Ruedi Schillig, Leiter GrosssleitungsbauEquipe, zu übergeben. Ab jetzt war ich nur noch als Springer bei Notfällen auf der Baustelle. Bauleiter mit vielseitigen Talenten Aufgrund der coronabedingten Schliessung der Restaurants vor Weihnachten war die Verpflegung der Mitarbeitenden eine spezielle Herausforderung. Es musste kurzerhand eine andere Lösung her. Am ersten Tag schlüpfte ich in die Rolle des Kochs und bereitete in Reussbühl eine währschafte Suppe mit Wienerli zu. An den anderen Tagen sprang die Bäckerei Vogel in Emmen ein und brachte die warme Mahlzeit nach Reussbühl. So konnten sich alle Mitarbeitenden an einem warmen Ort, geschützt vor Kälte und Schneefall, verpflegen.
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Mein Arbeitsplatz
DREI FRAGEN AN PIUS NIEDERER Pius, was fordert dich bei deinen Projekten am meisten heraus? Dass auf der Baustelle alles reibungslos klappt und keine Unfälle mit Material- und Personenschäden geschehen. Die Sicherheit der Mitarbeitenden hat höchste Priorität. Die grösste Herausforderung besteht darin, an alles zu denken und auch kleinsten Details die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. In der aktuellen Situation gilt es, die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten und entsprechende zeitliche Reserven vorzusehen. Auch das Wetter spielt eine wichtige Rolle. Unser Ziel ist es, garan tieren zu können, dass das Netz zu 99 Prozent Wind und Wetter standhält. Was fasziniert dich an deiner Arbeit? Mich hat das Zusammenspiel von Natur und Technik schon immer beeindruckt. Beim Erstellen einer Hochspannungsleitung spielen diese Kräfte eine wichtige Rolle. Ich bin stolz, zum Kerngeschäft von CKW, der Versorgung der Kunden mit elektrischer Energie, einen wichtigen Teil beizutragen. Bauleiter zu sein, ist eine vielseitige, interessante und anspruchsvolle Arbeit. Den Kontakt zu meinen Mitarbeitenden und den kollegialen Zusammenhalt nach Feierabend möchte ich nicht mehr missen. Wie trägst du zum profitablen Wachstum von CKW bei? Mit meinen gut geführten Baustellen und den richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir halten die zeitlichen Vorgaben ein, deshalb entstehen keine Zusatzkosten. Interview Röbi Keller, CKW
Pius Niederer ist 56 Jahre alt und seit 2015 bei CKW als Bauleiter Hochspannungs leitungen tätig. Er ist gelernter Netzelektriker mit Berufsprüfung und hat sich zum Instandhaltungsfachmann weitergebildet.
Geplanter Sondereinsatz in den Weihnachtsferien Die Grossleitungsbau-Equipe erhielt Verstärkung durch freiwillige Leitungsbaumonteure von CKW und Mitarbeitende von Fremdfirmen. Arbeitsbeginn war am Sonntagmorgen, 27. Dezember 2020. «Die Baustelle war hervorragend vorbereitet, wir konnten die Arbeiten schnell und effizient vorantreiben», berichtet Gruppenleiter Ruedi Schillig. Im Einsatz standen spezielle Grossmaschinen, die von externen Firmen inklusive Personal zur Verfügung gestellt wurden. Alle Beteiligten arbeiteten professionell Hand in Hand. Trotz Schneefall und Minus temperaturen herrschte gute Stimmung auf der Baustelle. Wie nach Schaltprogramm geplant, wurden die Leitungen am 31. Dezember um 15 Uhr wieder in Betrieb genommen. Swiss Steel konnte ihren Betrieb nach den Feiertagen ohne Probleme wiederaufnehmen.
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EINE ERFOLGSGESCHICHTE MIT FORTSETZUNG Die zwei jüngsten Kraftwerksprojekte von EWA-energieUri sorgen weiterhin für positive Schlagzeilen. Das Kraftwerk Erstfeldertal ist in Betrieb, beim Kraftwerk Palanggenbach in Seedorf gehen die Bauarbeiten zügig voran. Die Ausbaustrategie in der Wasserkraft ist eine Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung. Am 19. November 2020 ging Maschine 3 des neuen Kraftwerks Erstfeldertal erstmals in Betrieb. «In zweieinhalb Jahren vom ersten Bewilligungsschritt bis zur Inbetriebnahme – diese kurze Zeitspanne ist bei einem Kraftwerk dieser Grössenordnung einmalig», freut sich Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA-energieUri. «In zehn Monaten haben wir alle Bewilligungen erreicht. In 20 Monaten haben wir die Zentrale und die Wasserfassung gebaut und rund einen Kilometer Fels für Stollen ausgebrochen.» KW Palanggenbach geht im Frühling 2023 in Betrieb Rund zehn Kilometer nördlich von Erstfeld wird in Seedorf mit Hochdruck am jüngsten Wasserkraftprojekt KW Palanggenbach gearbeitet. Ein halbes Jahr nach dem Spatenstich ist der Stollen für die Druckleitung bereits auf mehr als der Hälfte der gesamten Länge ausgebrochen. Auch die Kraftwerkszentrale im Bodenwald wächst rasch in die Höhe.
Ausbau der Wasserkraft als Treiber für profitables Wachstum «Wir haben insgesamt 134 Millionen Franken investiert und elf neue Kraftwerke in den letzten Jahren in Betrieb genommen, eines ist in Bau», führt Werner Jauch aus. «Unsere Ausbaustrategie Wasserkraft mit einem Zubau von 117 Gigawattstunden zahlt sich aus. Sie führte in verschiedenen Bereichen zu profitablem Wachstum: Wir erreichten im vergangenen Geschäftsjahr mit über 300 Gigawattstunden einen neuen Produktionsrekord. Weiter konnten wir in den letzten Jahren neue Arbeitsplätze in Betrieb und Unterhalt der Kraftwerke schaffen. Unser Know-how in der Wasserkraft bieten wir Kundinnen und Kunden in der ganzen Schweiz als Dienstleistungen an. Mit Erfolg, die Nachfrage in diesem Bereich steigt stetig. Und schliesslich zahlt sich unser profitables Wachstum in der Wasserkraft auch für die Volkswirtschaft des Kantons Uri in Form von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen und nicht zuletzt für die Umwelt aus. Mit unseren Kraftwerken sparen wir 400’000 Tonnen CO₂ gegenüber Kohlekraftwerken ein.» Othmar Bertolosi, EWA-energieUri
Stollen für die Druckleitung beim KW Palanggenbach.
Das KW Erstfeldertal ging in Rekordzeit in Betrieb.
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Lifestyle
LIFESTYLE Wie kann jede und jeder zum profitablen Wachstum beitragen? Innerhalb der CKW-Gruppe zeigen etliche Beispiele, dass Weitsicht und Zusammenarbeit über die Geschäftsbereiche hinaus zu einem profitablen Wachstum führen. Drei davon stellen wir hier kurz vor. Zusammengestellt von Bettina Putzi und Ueli Bärtschi, CKW
BELEUCHTUNG FÜR DEN SPORT Um eine optimale Anlage für den FC Meggen zu erstellen, fand eine grossartige Zusammenarbeit zwischen der Gebäudetechnik Geschäftsstelle Meggen und der Abteilung Öffentliche Beleuchtung des Geschäfts bereichs Netze statt. Die Abteilung Öffent liche Beleuchtung konnte mit ihrem Fachwissen die optimale Beleuchtung und Steuerung planen. Die Anpassung der Steuerung und den Anschluss der Masten übernahmen die Fachleute der Gebäudetechnik Geschäftsstelle Meggen.
SMART-METERROLLOUT Indem wir den Smart-Meter-Rollout in kurzer Zeit und in unkomplizierter Zusammenarbeit zwischen Netz und Gebäudetechnik umsetzen, können wir unser Know-how anderen Energieversorgern profitabel anbieten. Dabei berücksichtigen wir die Energieeffizienz der Smart Meter, das Recycling der alten Zähler und des Verpackungsmaterials, kurze und optimierte Anfahrtswege sowie selbstverständlich die Kundenbedürfnisse.
SOLAR CONTRACTING FÜR SCHOKOLADEN HERSTELLUNG Auf dem Dach von Aeschbach Chocolatier in Root hat CKW eine Photovoltaikanlage im Solar Contracting realisiert. Dieses Produkt ist ein Paradebeispiel für die Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche Gebäudetechnik und Energie. So verkauft der Vertrieb das Contracting, die Solartechnik installiert und die Produktion betreibt die Anlage auf eigenes Risiko. Im Gegen zug bezieht Aeschbach Chocolatier den Solarstrom günstiger vom eigenen Dach und spart dadurch bei den Stromkosten. Am Ende der Laufzeit kann Aeschbach Chocolatier die Anlage kostenlos übernehmen, den Rückbau verlangen oder den Vertrag mit CKW verlängern.
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HUG AG VERDREIFACHT PRODUKTIONSFLÄCHE Wer kennt sie nicht? Willisauer-Ringli, Nuss-Stängeli oder Weihnachtsguetzli – die süssen Verführungen des Schweizer Biscuit-Herstellers HUG. Jetzt baut die HUG AG die Produktion am Firmensitz Malters massiv aus. Steiner Energie ist gemeinsam mit CKW an den Arbeiten auf der Grossbaustelle beteiligt.
Dreimal grössere Infrastruktur in Malters Die langjährige Partnerschaft zwischen der HUG AG und der Steiner Energie AG kommt auch bei diesem Grossprojekt erfolgreich zum Tragen. Zwar bietet die Steiner Energie AG zahlreiche Dienstleistungen von der Energielieferung bis zur Gebäudetechnik aus einer Hand. Aber ein Projekt dieser Grössenordnung ist allein nicht zu stemmen. Der guten Zusammenarbeit innerhalb der Gruppengesellschaften ist es zu verdanken, dass wir diese Aufträge trotzdem realisieren können. Die Gebäudetechnik (Elektro-ARGE Hug) und Netzdienstleistungen von CKW bereichern das Projekt mit viel Know-how und Ressourcen. Die optimale Koordination der Planung und Umsetzung ermöglicht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Monika Pellegrini, SEM
Daniel Frey war als Montage-Elektriker in der Elektro-ARGE an den Gebäudeinstallationen beteiligt. Die Tätigkeit auf der Grossbau stelle war für den Mitarbeiter von Steiner Energie eine gute Erfahrung: «Die Arbeit in der ARGE Hug AG war abwechslungsreich und interessant. Ich konnte von der ARGE profitieren und erhielt einen neuen Blick winkel auf den baulichen Ablauf in der Industrie. Wir waren ein eingespieltes Team und konnten jede Aufgabe erfolgreich bewältigen.»
Bild: HUG AG
Seit über 140 Jahren verwöhnt das Malterser Familienunternehmen Jung und Alt mit hochwertigen Backwaren. Im Jahr 2008 übernahm die HUG AG die BiscuitFabrik Wernli in Trimbach und erweiterte ihr Sortiment dadurch mit schokoladehaltigen Gebäcken. Jetzt löst HUG den Standort Trimbach auf und verschiebt die Produktion nach Malters. Hier wird die bestehende In frastruktur auf das Dreifache ausgebaut. 2021 werden die ersten Teile der Fabrikation von Trimbach nach Malters verschoben und 120 neue Arbeitsplätze geschaffen.
HUG AG Die HUG AG ist ein Schweizer Familienbetrieb: Sie ist mit ihren Standorten Malters, Willisau und Trimbach (bis 2021) im Herzen der Schweiz zu Hause. Das Unternehmen wird gemeinsam von der vierten Generation (Verwaltungsratspräsident Werner Hug und Co-CEO Andreas Hug) und der fünften Generation (Co-CEO Anna Hug und Geschäftsleitungsmitglied Fabian Hug) geführt. Zusammen wollen sie die Marken der «HUG Familie» weiter stärken. www.regiocam.ch/lifecams/hug.jpg www.hug-luzern.ch
MEIN SCHLUSSPUNKT Das letzte Wort haben unsere Mitarbeitenden, diesmal zur Frage: «Was trägst du zum profitablen Wachstum des Unternehmens bei?»
Philipp Sigrist, CKW
Monika von Moos, CKW
Martina Sarli, EWS
«Mein Team realisiert Projekte für Hoch- und Mittelspannungslagen. Mit unseren Erfahrungen, dem professionellen Auftritt und viel Herzblut bringen wir CKWKnow-how zu anderen EVU und zu Industriekunden. Wir freuen uns, wenn das Anlagenportfolio des Kunden und unsere Geschäfts beziehungen wachsen.»
«In meiner Drehscheibenfunktion unterstütze ich die Kollegen bei ihren operativen Tätigkeiten und trage damit zum guten Teamgeist bei. Mit der Koordination zur Beschaffung der geeigneten Arbeits- und Schutzbekleidung kann ich eine Unterstützung zur Sicherheit leisten.»
«Bei Rekrutierungen zählt für mich nicht nur Fachwissen, sondern auch Charakter, Werte und Teamspirit des Bewerbers. Ich versuche, mit einer hohen Dienstleistungsbereitschaft unsere Führungskräfte zu entlasten und eine kompetente Ansprechperson für das Team Rot zu sein.»
Kilian Huwyler, EWA-energieUri
Stefan Meyer, EWA-energieUri
Sina Portmann, SEM
«Wir haben mit unserem Schaltanlagenbau als erstes Schweizer Unternehmen das Qualitätslabel «vsa-certified. swiss» erreicht. Die Zertifizierung war aufwendig, hat sich aber gelohnt. Das Label unterstützt uns im Markt und damit auch in unserem Wachstum.»
«Ich akquiriere SmartEnergy-Projekte und präsentiere Gesamtenergie lösungen. Unsere Kunden erhalten einen Mehrwert, wir besetzen neue Geschäfts felder. Im Innovations management entwickeln wir neue Geschäftsmodelle für Energiedienstleister.»
«Ich begeistere unsere Kunden durch effiziente Lösungen. Gleichzeitig fördere ich mit meiner fröhlichen, offenen Art die Kommunikation und trage damit wirkungsvoll zum positiven Image der Steiner Energie bei.»