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Lust auf Regio

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ZUKUNFT

WO DER SOMMER LEBT

Kultur, Events, Abenteuer und Erlebnisse vor der Haustür VOGESEN-HIGHLIGHTS

Wanderung durch Wald & Moor zwischen Felsen und Bergseen

INHALT

Titelthema

Gemeinsam gärtnern 14–17

Bodenständige Visionen: GartenCoop Freiburg 15 Die Hüter der Vielfalt: Samengarten Eichstetten 16

Lust auf … 06–07

Impressionen

Luft-Akrobaten 08–09

Erkunden & Erleben

Vogesen-Vielfalt: Rundwanderung durch Wälder und Hochmoor, mit Bergseen und Fernblicken 10–13

Wo Karotten und Kontakte wachsen: „Gemeinsam Gärtnere“ in Gottenheim 17

Kultur & Freizeit

Ob Sonne oder Sommerregen: Freibäder, Badeseen, Konzerte und Museen – die schönsten Freizeittipps für die REGIO 18–25 Sommer in der KEIDEL Therme Freiburg: Attraktive Angebote, Events & Specials 26–27

Haus & Garten

Rot im Sommergarten: Feurige Blüten, rote Laubblätter und leuchtende Akzente 28–31 Kolumnen 13, 15, 31

Regionale Betriebe

Die Metzgerei Reichenbach in Glottertal setzt auf Regionalität & höchste Qualität 32–33

Som m erlaune

Schlemmen & Sürpfeln

Tradition trifft frische Ideen: Landgasthaus „Zum Hecht“ in Bahlingen 34–37

Mit Freude am Genuss: Lieblingsrezepte von Alexander Herrmann 38–41

Merkles Küchenliebling: Spargelsalat mit Kräutercreme 41

Kalender

Ausstellungen, Märkte & Konzerte: Termine in der REGIO

Horche se mol!

Wie Filmemacher Marcus Hafner die Leidenschaft für Brot ins Bild gebracht hat 50

Individuelle Lieblingsstü

LUST AUF …

Sommerfeeling zum Einsinken

Der Outdoor-Sitzsack ist gemacht für entspannte Stunden draußen – auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten. Die Form ist bequem, der Look schlicht und modern. Der wetterfeste Bezug hält Sonne, leichte Regenschauer und den Outdoor-Alltag gut aus. Wasser perlt ab, das Material lässt sich unkompliziert reinigen und die Farben bleiben auch bei häufiger Nutzung lange erhalten.Der Sitzsack ist in fünf Farbvarianten erhältlich. Mit dem passenden Fußteil wird daraus ein Lieblingsplatz, der sich fast nach Urlaub anfühlt – mitten im eigenen Garten.

Gesehen im Online-Shop obi.de

Preis: ab 124 Euro

Foto: © Magma Heimtex

In geselliger Runde

Ob Gartenparty, Grillabend oder Sommerfest – das Bowlegefäß wird schnell zum stilvollen Mittelpunkt geselliger Runden. Mit seinem großzügigen Volumen von 4,5 Litern eignet es sich perfekt für fruchtige Bowlen, hausgemachte Limonaden, Eistee oder erfrischende Sommerdrinks. Mit einer Schöpfkelle lassen sich Getränke unkompliziert in sechs Bechern servieren, das sorgt für eine entspannte, einladende Atmosphäre.

Das klare Borosilikatglas verleiht dem Ensemble eine leichte, elegante Optik und setzt Getränke dekorativ in Szene – ideal als sommerliches Accessoire auf Garten- oder Terrassentischen.

Gesehen bei Schafferer Kaiser-Joseph-Str. 236, Freiburg Preis: ab 49,95 Euro Foto: © hagengrote.de

Licht

für lange Sommerabende

Dieses Papierlaternen-Set bringt Farbe und Leichtigkeit in den Raum oder auf die Terrasse. Der lockere Mix aus drei unterschiedlichen Formen – rund, oval und gewellt – sorgt für Abwechslung. Mit der rosa Kordel sind die Laternen schnell aufgehängt, zum Beispiel über dem Esstisch, auf dem Balkon oder zwischen Bäumen im Garten. Das sorgt für eine gemütliche Atmosphäre, die gut zu langen Essen, kleinen Feiern oder einfach einem ruhigen Sommerabend passt.

Gesehen im Online-Shop etsy.de

Preis: ab 40 Euro

Foto: © etsy

Lauschige Garte n party

Spritzige Genussmomente

Spritz-Cocktails stehen für bunte Drinks und gelassene Momente mit Freunden. Im Buch bekommt der Klassiker Aperol Spritz neue Twists, etwa mit Cidre und Zimt. Dazu kommen Varianten wie Lillet-Erdbeer für Sommerabende oder Amaretto-Pflaume für kühlere Tage. Auch alkoholfrei geht’s kreativ, z. B. mit Ananas-IngwerLimette. Chin-chin!

Mitmachen und gewinnen!

Feuerzauber

Wenn die Sonne untergeht, wird diese Design-Feuerschale zum Mittelpunkt langer Abende im Freien. Schwarzer Stahl, klare Linien und der gewölbte Boden verleihen der massiven Feuerschale eine fast skulpturale Optik. Mit 60 Zentimetern Durchmesser bietet die Schale genug Platz für ein ordentliches Feuer und wird schnell zum Treffpunkt draußen – ob für Gespräche, ein Getränk am Abend oder einfach wegen des angenehmen Lichts und der Wärme.

Gesehen bei Finnwerk, Adelhauser Str. 19, Freiburg oder im Online-Shop finnwerk.de

Preis: 84,90 Euro

Foto: © Finnwerk GmbH

Lust auf REGIO verlost 2 Bücher „Spritz – Cocktails mit und ohne Alkohol“.

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Spritz“ bis zum 30. Juni senden an: redaktion@lust-auf-regio.de Anschrift nicht vergessen!

Foto: © Thorbecke Verlag

VOGESEN PUR

Rundwanderung amGazon d u gniaF

Der Wind streicht leicht durch das hohe Gras, während Käfer über die Wiese schwirren. Kein Stimmengewirr, keine Hektik – nur das leise Summen der Natur und der weite Blick über die Vogesen bis hinüber zum Schwarzwald. Die Beine ausgestreckt im Gras, daneben eine kleine Brotzeit. Auf dieser Rundtour am Gazon du Faing scheint der Alltag für einen Moment ganz weit weg.

Text & Fotos: Stephan Petersen

Die Wanderung beginnt an der Auberge du Gazon du Faing direkt an der Vogesenkammstraße Route des Crêtes. Wer früh aufbricht, erlebt die Vogesen von ihrer stillsten Seite. Über den Höhen liegt dann oft noch eine fast feierliche Ruhe, nur unterbrochen vom Wind und den ersten Vogelstimmen des Tages. Neben der Auberge führt ein schmaler Pfad hinauf in die offene Hochlandschaft. Die ersten Meter sind felsig, doch der kurze Anstieg ist schnell geschafft. Schon bald öffnet sich die Landschaft.

Zwischen Heideflächen, niedrigen Sträuchern und Granitblöcken schweift der Blick weit über die Berge. Tief unten schimmert der Lac du Forlet, eingerahmt von dunklen Wäldern. Darüber erheben sich die sanften Kuppen der Vogesen, während sich in der Ferne bereits der Schwarzwald abzeichnet. Die Landschaft wirkt weit und karg. Es sind kleine Details, die den Abschnitt besonders machen: schmale Pfade, die sich über die Hochfläche ziehen, vom Wind geformte Sträucher und einzelne Felsblöcke, die wie zufällig verstreut in der Landschaft liegen.

Schließlich hat man die Wahl zwischen dem direkten Weg über den Ringelbuhlkopf oder einem kleinen Abstecher über den Sentier panoramique. Letzterer lohnt sich unbedingt, denn dort erreicht man jene stille Wiese mit dem schönen Panoramablick, auf der der Alltag meilenweit entfernt zu sein scheint.

Die abwechslungsreiche Wanderung verbindet Hochflächen, Wälder, Felsen und Bergseen – und bietet Weitblicke über die Vogesen bis zum Schwarzwald.

Mit dem folgenden Abstieg verändert sich die Stimmung. Schritt für Schritt taucht der Weg in dichteren Wald ein. Unter dem Blätterdach der Buchen fällt das Licht nur in einzelnen hellgrünen Flecken auf den Boden, während daneben dunkle Fichten und Tannen aufragen. Moosbewachsene Baumstümpfe und verdrehte Wurzeln wirken beinahe wie Fabelwesen. Der Wald präsentiert sich hier wild und ursprünglich, nur Vogelrufe und das leise Rauschen der Äste im Wind begleiten den Weg. Am Ende des Abstiegs liegt der Lac Vert dunkel und still im Wald und spiegelt Wolken, Bäume und das frische Grün der Buchen an seinen Ufern. Bevor der nächste Anstieg beginnt, lohnt es sich, einen Moment zu verweilen: auf das sich im Wind leicht kräuselnde Wasser zu schauen, die ziehenden Wolken zu beobachten und die besondere Ruhe dieses Ortes in sich aufzunehmen.

Zwischen dunklen Fichten und bemoosten Felsen

Kurz darauf erreicht man das Chalet Erichson. Mit Holzterrasse, Sitzplätzen und einem kleinen Pavillon wäre es eigentlich der perfekte Ort für eine Pause, derzeit ist die Hütte jedoch wegen Bauarbeiten geschlossen. Danach taucht der Weg erneut tief in den Wald ein. Ein stiller, wurzeliger Pfad schlängelt sich zwischen dunklen Fichten und bemoosten

SÄEN VERBINDET

Gärtnern in Gemeinsch

Alte Gemüsesorten bewahren, gemeinschaftlich gärtnern und regionale Landwirtschaft neu denken: Der Gottenheimer Gemeinschaftsgarten, der Kaiserstühler Samengarten und die Freiburger Gartencoop zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie Menschen gemeinsam Verantwortung für Ernährung, Artenvielfalt und nachhaltigen Anbau übernehmen. Wir stellen drei Projekte in der REGIO vor, die mit viel Engagement regionale Kulturpflanzen erhalten und lebendige Gemeinschaft schaffen.

Texte: Marianne Ambs und Erika Weisser

Auf Freiland und im unbeheizten Folientunnel: Die GartenCoop erzeugt ihr Gemüse gemeinsam und ökologisch.

Alemannisches vonStefan P fl mua

BODENSTÄNDIGE VISIONENGartenCoop

Solawi: Solidarische Landwirtschaft

Das Prinzip ist einfach: Erzeuger und Verbraucher schließen sich zusammen und wirtschaften dadurch kostengünstig, ökologisch, regional und selbstbestimmt. Sie arbeiten unabhängig von Marktmechanismen und ohne den Druck, sich auf wenige marktfähige Sorten spezialisieren zu müssen.

Die GartenCoop Freiburg ist ein solches Projekt. Mehr als 300 Haushalte gehören zu dieser 2009 gegründeten Genossenschaft, deren Mitarbeitende auf rund zehn Hektar gepachteter Freiland-Ackerfläche in Tunsel etwa 70 verschiedene Gemüsekulturen sowie Kartoffeln und Getreide anbauen. Natürlich nach ökologischen Richtlinien, mit viel Handarbeit und wenig Maschineneinsatz. Und natürlich nur mit samenfesten und oft fast vergessenen Sorten wie Palmkohl, Vulkanspargel oder der Horngurke Kiwano.

Gegen eine einmalige Einlage und einen selbst festgelegten monatlichen Beitrag erhalten die Mitglieder der Kooperative wöchentlich eine Gemüsekiste mit allem, was gerade reif und frisch ist. Und was sie sich teilweise mit erarbeitet haben: An fünf halben Wochentagen und nach verbindlichen Einsatzplänen packen sie mehrmals im

WO GOHT’S NAA?

Jahr mit an und helfen dem fest angestellten Gärtnerteam beim Jäten, Ernten und Packen der Kisten. Diese werden von der gemieteten Hofstelle mit einem Transporter zum zentralen Umschlagplatz in Freiburg und von dort per Fahrradanhänger zu knapp 20 Verteilpunkten gebracht.

Nun haben die rund 850 Gemüse-Genossen die Gelegenheit, in Schallstadt-Mengen ihren eigenen Hof zu kaufen. Er liegt näher an der Stadt, hat ähnlich große Anbauflächen wie das jetzige Pachtland und verfügt, da er schon seit Jahren nach DemeterRichtlinien arbeitet, bereits über ökologisch wertvollen, dauerhaft fruchtbaren Boden, den es zu erhalten gilt. Ihre Vision: ein lebendiger Solawi-Hof, der Raum bietet für gemeinsames Lernen sowie solidarische und zukunftsfähige Landwirtschaft. Ein Ort, an dem regionale Ernährungssysteme neu gedacht werden und das Land vor Spekulation geschützt wird.

DIE GARTENCOOP FREIBURG

Jeder kann sich beteiligen www.gartencoop.org

Der Mundart-Autor aus Schallstadt über Reden, Schwatzen, Tändeln und Handeln

S ändret sich alles un enneweg oder grad selleweg bliibt alles bim Gliiche. Kriege un Krise fresse sich wittersch, nit bloß über Länder weg, sondern üwer alli Kontinente. Un allewiil widder zerbombdi Öltanks, Fabrike, sogar Entsalzungsanlage, un endlos Wohnhieser, Wohnhieser, Wohnhieser. Tausendi Familie mit Kind un Kegel uff de Flucht. Doodi un Verletzti, zerstörti Krankehiiser. Un was isch mit denne, wo zruckbliibe ohni Kind, Mann, Frau, Mutter, Vatter? Un wer baut alles Zerstörte widder uff? „Wo’s Händ brucht, do hilft Schwätze nit“ sagt ä Sprichwort. Nit ämol Troscht kammer herschwätze. Bsunders selbscht ernannte Heilsbringer derf mr nix glaube. Die verspreche schnell Wunder, versage aber au schnell un finde denno schneller ä Ussred als ä Muus ä Loch. Gschperrti Schiffsroute, verminti Böde. Ä Krieg als „kleiner Ausflug“ bezeichne isch au kei Hilf im Machtgerangel. „Die Welt aus den Fugen“, so d Balkeüberschrift inere Zittig. Un gnau des macht alles immer meh für immer meh Mensche ball unbezahlbar. Au für Länder, Regierunge, Städt, Gemeinde, Familie. Erschreckendi Geldsumme für Waffe un, un, un. Erschreckendi Schulde für d Zukunft. Gschpaltini Gsellschafte, greizti, verunsicherti Bürger rundum. Endlosi Debatte un halbi Lösunge ändre do dran nix. Au kei KI.

Aber alles Klage un Jomere hilft nit wittersch. Mir alli mien stark bliebe für d nächschte Generatione. Also vorwärts gucke, standhaft bliebe un‘ s Beschtmöglige druss mache.

KOLUMNE

REGIONALES SAATGUT FÜR ALLE Kaiserstühler Garten

Zu Besuch bei den Sortenrettern

Jeden Abend, wenn es das Wetter zulässt, machen zwei Frauen aus Eichstetten einen Spaziergang Richtung Reben. Nicht weit hinter den letzten Häusern erreichen sie einen kleinen Sitzplatz, reden, genießen die Ruhe und schauen fleißigen Gärtnerinnen und Gärtnern bei der Arbeit zu. Der Platz ist Teil des Kaiserstühler Samengartens, der vor 25 Jahren von engagierten Menschen angelegt wurde, um die Kulturpflanzenvielfalt der Region zu erhalten. Auch nach 25 Jahren wird der Samengarten, getragen von der Stiftung Kaiserstühler Garten, fast ausschließlich von Ehrenamtlichen gepflegt. Zur Unterstützung wurde vor 20 Jahren der Förderverein Samengarten gegründet. Mit Führungen und weiteren Veranstaltungen wird dieses Jahr das 25-jährige Bestehen des Samengartens gefeiert. Der Garten am Altweg ist das ganze Jahr für Interessierte zugänglich und ein Ausflugsziel für Menschen aus der Region und ganz Europa.

Die derzeit etwa 15 Ehrenamtlichen säen, ziehen Setzlinge, pflanzen, gießen und pflegen den Garten unter der Regie von Jinan ElHakim, angestellte Gärtnerin und Vorständin der Stiftung. Am Montagvormittag sind die Helferinnen und Helfer bei der Arbeit sowie bei Bedarf an anderen Tagen in der Woche. Durch den regelmäßigen

Die „Eichstetter Gälriebli“: eine Sorte mit Geschichte

Anbau und mehrfache individuelle Selektion entstehen robuste, an regionale Gegebenheiten angepasste Land- und Hofsorten. Die Sorten aus dem Samengarten liefern keine Höchsterträge, sind jedoch ertragssicherer und können nachgebaut werden.

15 Jahre bis zur Anerkennung

Nach monatelanger Arbeit sieht die Ernte im Samengarten ganz anders aus als in einem gewöhnlichen Gemüsegarten. Nicht reife, wohlschmeckende Früchte, sondern das Saatgut von rund 1200 verschiedenen Kulturpflanzen, darunter etwa 40 Tomatensorten, sind für die Helferinnen und Helfer der Lohn ihrer Mühe. Das Saatgut wird gesammelt, sortiert und in Tütchen verpackt, um auf Saatgutmärkten in Freiburg, Emmendingen und March von den Ehrenamtlichen an Gärtnerinnen und Gärtner weitergegeben zu werden. Saatgut aus dem Samengarten kann zudem gegen eine Aufwandsentschädigung direkt bei den Sortenrettern bestellt werden. Neben regionalen Kulturpflanzensorten finden sich auch exotische Pflanzen und fast vergessene Sorten im Samengarten wie Haferwurz, Gemüseklette, Finger-Hirse oder Augen-Bohne.

Zum 25-jährigen Jubiläum hat das Team des Samengartens sich selbst und den Gärtnern in Eichstetten und in der Region ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht: Im vergangenen Jahr wurden drei Eichstetter Karottensorten beim Bundessortenamt angemeldet, die nun offiziell als „Eichstetter Gälriebli“ in einer Mischung aus gelben, orangeroten und violetten Karotten angebaut und vermarktet werden können. Die Anmeldung ist das Ergebnis intensiver und mühsamer Arbeit: Die Züchtung der drei GälriebliSorten hat fast 15 Jahre gedauert.

FÜHRUNGEN IM JUBILÄUMSJAHR:

14. Juni, 18 Uhr: Führung im Samengarten, Start in das Jubiläumsjahr

3. Juli, 18–19.30 Uhr: Familienführung zum Thema Gemüseanbau im Kaiserstuhl

17. Juli, 21 Uhr: Fledermausabend auf der Streuobstwiese

2. August, 11 Uhr & 13 Uhr: Führungen im Samengarten zum Schwerpunkt „Tomaten“

20. September, 14 Uhr: Führung über die Streuobstwiese

4. Oktober, 15 Uhr: Familiennachmittag zum Erntedank www.kaiserstuehler-garten.de

Etwa 1200 verschiedene Pflanzen werden im Samengarten kultiviert.

Geselligkeit ist nach getaner Arbeit Trumpf.

GEMINSAM

Jeder bepflanzt sein eigenes Beet

Manon Bultmann steht im Gemeinschaftsgarten in Gottenheim. Nicht weit entfernt schaut ihr Mann Simon nach den Pflänzchen, die er kürzlich im Familienbeet des Dorfgartens gepflanzt hat. Unter den schattigen Bäumen spielen derweil die dreijährigen Zwillinge. Anfang des Jahres hat sich die Familie den Gemeinschaftsgärtnern angeschlossen. Besonders schätzt die Familie den Kontakt zu den anderen Gärtnern. Die Gruppe ist bunt gemischt. „Das gefällt uns.“

So wie Familie Bultmann geht es den meisten Mitgliedern der Gruppe „Gemeinsam Gärtnere“. Entstanden ist die Gartengruppe aus der Klimaschutzgruppe in Gottenheim. Mit Unterstützung der Gemeinde wurde 2024 ein Grundstück hergerichtet, ein Grillplatz, ein kleiner Spielplatz und eine Kompost-Toilette gebaut sowie Gemüsebeete angelegt. Außerdem wurde ein Pizza-Ofen angeschafft, der bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen und Festen in der

Gartenanlage zum Einsatz kommt. 2025 konnte zum ersten Mal geerntet werden.

Miteinander arbeiten

& feiern

Anfang des Jahres hat sich die Gartengruppe entschlossen, als Untergruppe beim Bürgerverein Gottenheim anzudocken und Oliver Schlese zum Gruppensprecher gewählt, er löst Anton Schlatter ab. Aktuell sind 26 Erwachsene und zehn Kinder dabei. Im April wurden 14 Beete bepflanzt, acht sind noch frei.

Und was ist das Besondere am gemeinsamen Gärtnern? „Wir helfen uns gegenseitig, feiern zusammen – aber in seinem Beet kann jeder machen, was er will“, erklärt Anton Schlatter. Für Manon Bultmann bedeutet das: spontan in den Garten fahren, die Kinder an die frische Luft bringen und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

GEMEINSAM GÄRTNERE

gottenheim.de/Gemeinsam/Gaertnere

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FÜR ENTDECKER

Unterwegs inder REG

Die REGIO macht Freizeit zum Erlebnis: mit Abenteuern, Kultur und besonderen Momenten für jeden Sommertag. Wenn die Temperaturen steigen, warten spannende Entdeckungen unter freiem Himmel: Ein Outdoor-Rätsel verbindet Spannung und Geschichte, nach der Abkühlung am See oder im Freibad klingt der Abend entspannt mit Livemusik aus. Und wenn das Wetter mal nicht mitspielt, laden inspirierende Ausstellungen ins Museum.

Texte: Marianne Ambs & Erika Weisser

Museumsbergwerk

Westernflair und Naturidylle

Die Silver Lake City im Europa-Park verbindet naturnahes Übernachten mit Westernflair und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Zwischen See, Naturschutzgebiet und Westernstadt entspinnt sich ein ganzjähriges Urlaubserlebnis für Familien, Gruppen und Outdoor-Fans. Hier knistert das Lagerfeuer, der Duft von Barbecue liegt in der Luft, und originalgetreu gestaltete Holzfassaden im Westernstil prägen das Bild. In der Silver Lake City wird jede Nacht zum kleinen Abenteuer. Ob im Tipizelt, im Planwagen oder in einer urigen Blockhütte – für Paare, Familien und Gruppen bis zu 16 Personen gibt es viele Möglichkeiten, stimmungsvolle Momente mit Westernatmosphäre zu erleben. Auch Campingfreunde finden in

der Silver Lake City beste Bedingungen. Auf Zeltplätzen ist Übernachten unter freiem Himmel möglich, darüber hinaus gibt es Caravan-Stellplätze mit Wasserund Stromanschluss für unterschiedliche Fahrzeuggrößen.

Kulinarischer Mittelpunkt der Westernstadt ist die „Diner Station“ (Foto u.r.), die wie ein historischer Bahnhof gestaltet ist. In der „Wild Horse Bar“ klingt der Tag in SaloonAtmosphäre bei frisch gezapftem Bier oder einem leckeren Cocktail aus. Texas Burger, Steaks und Spare Ribs stehen auf der Speisekarte im Silver Lake Saloon. Ab Juni wächst die Silver Lake City weiter: Die Riverside Western Lodge ergänzt

das Übernachtungsangebot um 119 Zimmer. Ein neues Shopping Areal, der Hot Dog-Stand „Grandpa Will’s Hot Dogs” und die Eisdiele „Cold Rush Western Ice Creams” ergänzen das Angebot. Ein neuer YULLBE GO-Standort bringt modernste Virtual-Reality-Technologie in die Westernstadt. Zudem ist die Silver Lake Brewery mit einer jährlichen Produktion von rund 30.000 Litern Bier eine Neuheit.

ERLEBNIS-RESORT EUROPA-PARK RUST

Täglich von 9–18 Uhr geöffnet Silver Lake City durchgehend geöffnet europapark.de

Gruseln und Wein im

Museumsbergwerk

Das Museums-Bergwerk Schauinsland bietet kleinen und großen Bergleuten verschiedene maßgeschneiderte Führungen. Auch Krimiwanderungen mit Gruselfaktor wurden ins Angebot aufgenommen. Die Indoorvariante findet vor allem im Bergwerk statt, die Outdoor-Wanderung auf dem Schauinsland mit Abschluss im Bergwerk punktet mit zauberhaften Ausblicken in die Umgebung und spannender Geschichte. Das neueste Projekt des Betreiberteams ist eine Weinwanderung im Bergwerk. Dabei stellt ein Winzer seine Weine vor, während ein Bergmann Lust auf Bergbau weckt. „Wein im Stein“ ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib für Vereine und Firmen. Am 21. Juni bietet sich auch für Einzelpersonen die Gelegenheit, an dieser Tour teilzunehmen.

MUSEUMSBERGWEK SCHAUINSLAND

Reservierung mit Vorauskasse:

Di.–Sa. 10.30–17 Uhr bei Juwelier

Steiber in Freiburg oder Tel.: 07 61 / 2 64 68 schauinsland.de

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SOMMER, SONNE, ENTSPANNUNG

In der Keidel Therme in Freiburg erwartet Gäste diesen Sommer eine besondere Auszeit mit attraktiven Angeboten, Events und erfrischenden Specials. Ob Hitzefrei-Rabatt, Sommer-Wertkarte oder stimmungsvolle Veranstaltungen – hier wird der Sommer zum Kurzurlaub direkt vor der Haustür.

Wenn die Temperaturen steigen, wird die Keidel Therme zum idealen Rückzugsort für alle, die den Sommer entspannt genießen möchten.

Eingebettet in den idyllischen Mooswald bietet das Mineral-Thermalbad eine wohltuende Kombination aus Erholung, Natur und besonderen Sommerhighlights.

Ein zentrales Angebot ist die Sommer-Wertkarte, die vom 1. Juni bis 31. August 2026 erhältlich ist. Sie ermöglicht es Gästen, ihr Guthaben individuell aufzuladen, flexibel vor Ort einzusetzen und dabei von exklusiven Rabatten auf ausgewählte Anwendungen und Angebote zu profitieren.

Ob Massagen, Wellnessanwendungen oder kulinarische Genüsse – mit der Wertkarte wird der Thermenbesuch noch attraktiver.

Für eine spontane Auszeit sorgt die neue Hitzefrei-Aktion: Steigt die Außentemperatur an der Therme auf 30 Grad oder mehr, erhalten

Besucher·innen 30 Prozent Rabatt auf den regulären Thermeneintritt. Während draußen die Hitze flimmert, laden die weitläufige Liegefläche im Schatten sowie Kneippanlage und Barfußpfad dazu ein, Körper und Geist zu erfrischen. Die ruhige Lage mitten im Grünen macht die Auszeit dabei besonders erholsam –ganz ohne Freibadlärm.

Sommerliche Genussmomente in der Keidel Therme: Beim großen Sommerfest sorgen Cocktails, Teeproben und eine Bierverkostung für entspannte Wohlfühlatmosphäre.

Weitere Informationen und aktuelle Angebote: www.keideltherme.de

KEIDEL Mineral-Thermalbad

An den Heilquellen 4 79111 Freiburg

Lieblingsplätze

Der Außenbereich wurde für die Sommermonate noch komfortabler gestaltet: XXL-Sitzsäcke können für einen Tag gemietet werden und bieten maximale Flexibilität beim Entspannen. Ob allein mit einem Buch, im Gespräch mit Freunden oder im Schatten der Bäume – der persönliche Lieblingsplatz lässt sich flexibel wählen.

Neben den dauerhaften Angeboten sorgen zwei besondere Events für sommerliche Höhepunkte. Zur Sommersonnenwende am 20. Juni lädt die Therme dazu ein, den längsten Tag des Jahres bewusst zu erleben. Zwischen 14 und 20 Uhr erwarten die Gäste stimmungsvolle Feuerschalen, Live-Musik der Jazz & Rock Schulen Freiburg, thematisch abgestimmte Saunaaufgüsse sowie kreative Stationen, an denen individuelle Peelings und weiteres hergestellt werden kann.

Ein weiteres Highlight ist das große Sommerfest am 8. August. Von 14 bis 20 Uhr verwandelt sich die Thermenlandschaft in eine lebendige Wohlfühloase mit Live-DJ, sommerlichen Cocktails und Grillspezialitäten. Ergänzt wird das Programm durch eine Liegestuhl-Area mit Bierverkostung der Ganter Brauerei Freiburg, einen Marktplatz mit ausgewählten Produktproben – darunter Teeproben von TeeGschwendner Freiburg –sowie verschiedenen Anwendungen und interaktiven Highlights wie einem Glücksrad. Auch in der Saunalandschaft sorgen besondere Erlebnisaufgüsse für noch mehr Vielfalt. So entsteht ein vielfältiges Angebot, das sowohl aktive Erholung als auch ruhige Genussmomente ermöglicht.

Die Keidel Therme zeigt damit, wie vielseitig Sommer in Freiburg sein kann: entspannt, genussvoll und wohltuend kühl. Ob für ein paar Stunden oder einen ganzen Tag – hier findet jeder seine persönliche Sommerauszeit.

JETZT WIRD’S FEURIG

Der Rosenbogen im Garten entfaltet mit entsprechenden Accessoires seine lebendige rote Blütenpracht.

Rot im Sommergart e n

Nachdem uns im Frühjahr gelbe Blüten von Narzissen, Tulpen und Primeln sowie die wohl unvermeidlichen Forsythien fröhlich gestimmt haben, kann es farblich im Garten jetzt, mit steigenden Temperaturen, noch etwas temperamentvoller und leidenschaftlicher sein.

Rot ist eine Farbe, die niemanden kalt lässt.

Text & Fotos: Frank von Berger

Die Fernwirkung von Rot ist einfach phänomenal und wärmt schon beim Anblick die Seele. Deshalb sollte Rot im Garten auf keinen Fall fehlen. Im Juni sind rote Rosen natürlich die Stars im Blumengarten. Klassiker wie die rot blühenden Tee-Hybriden ‚Ingrid Bergman‘ und ‚Duftzauber‘ oder Kletterrosen wie ‚Super Excelsa‘ erfreuen sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Erst seit 2007 im Handel und fast noch ein Gehemtipp ist die nach Waldbeeren duftende Englische Rose ‚Munstead Wood‘. Diese öfter blühende Sorte des Züchters David Austin hat samtig-bordeauxrote, gefüllte Blüten und wirkt zurückhaltend elegant. Viele andere rote Rosensorten blühen dagegen in leuchtenden, fröhlichen Rottönen. Je näher die Blütenfarbe an Erdbeerrot ist, desto wärmer ist die Farbwirkung im Beet.

Besonders schön wirken rot blühende Rosen begleitet von kleinen weißen Blüten, denn jede Königin braucht bekanntlich ihren Hofstaat. Geeignete Pflanzpartner für rot blühende Rosen sind beispielsweise Schleierkraut (Gypsophila paniculata), Mutterkraut (Tanacetum parthenium) und Prachtkerze (Gaura lindheimeri, syn. Oenothera lindheimeri). Begleitstauden wirken wie ein

Weichzeichner im Beet und bringen die leuchtenden Blütenfarben der Rosen noch besser zur Geltung.

Die ganze Vielfalt aufregender Rottöne

Mit Beginn des Sommers und der Hauptblütezeit im Garten fällt die Auswahl roter Blütenpflanzen nicht schwer, denn viele Stauden und Sommerblumen geizen jetzt nicht mit ihren Reizen. Einjährige wie Edellieschen (ImpatiensNeuguinea-Gruppe), einjähriges

Eisenkraut (Verbena-Hybriden) oder die im Volksmund Geranien genannten Pelargonium-zonaleHybriden gibt es in vielen aufregenden Rottönen im Handel. Etwas gedeckter fallen die Rottöne bei Zinnien aus. Ein echter Knaller im Sommerblumenbeet ist auf alle Fälle der Pracht-Salbei (Salvia splendens), dessen flammend rote Blütenkerzen eine tolle Fernwirkung haben. Jetzt im Frühsommer buhlen auch viele Ziergehölze mit roten Blüten um Aufmerksamkeit. Nicht zu übersehen sind zurzeit die prächtigen Blütenbüschel der Rhododendron- und Azaleen- Arten. Etwas dezenter fällt die

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Farbspiele in Rot: Die samtigbordeauxroten Blüten der ,Munstead Wood‘-Rose (u.) sind von schlichter Eleganz. Später im Jahr entfalten kaktusblütige Dahlien (r.) in hellerem Rot ihre warme Farbwirkung im Beet.

Im Frühsommer zeigen sich die blassrosa Blüten der Blasenspiere (u.r.) und bilden einen schönen Kontrast zum blutroten Laub. Knallige Akzente können Zinnien im Sommerbeet setzen.

Blütenpracht bei Weigelien aus, deren Sorten meist in gedeckten, dunkelroten Tönen blühen. Noch etwas verhaltener wirkt das Rot bei den Japanischen Spiersträuchern (Spiraea japonica), deren Blütendolden farblich je nach Sorte zwischen Karminrot und Purpurrosa changieren.

Im Trend: Beete in Sonnenfarben

Wirklich rotversessenen Gartenfans seien sogenannte Hot Borders (Heiße Rabatten) ans Herz gelegt, die vor allem bei den britischen Gartenfans schon länger beliebt sind. In solchen Beeten versammeln sich all jene Pflanzen, die in Rot-, Orange- und Gelbtönen blühen. Dieser Überschwang an Leidenschaft ist so überzeugend, dass gute Laune garantiert ist. Eine Kombination von Stauden wie roten Fackellilien (Kniphofia), Indianernesseln (Monarda), Taglilien (Hemerocallis) und – als gelber Sonnenstrahl – die fröhlichen Blütenkörbchen des Sonnenhuts (Rudbeckia fulgida) sind echte Muntermacher im Ziergarten. Stauden wie Brennende Liebe (Silene chalcedonica) und Flammenblumen (Phlox), die das Feuer schon im Namen tragen, verbreiten mit ihrer roten Blütenpracht einfach gute Laune. Wenn der Sommer an Fahrt aufnimmt, kommen die intensiven roten Blütenfarben der Dahlien ins Spiel. Sorten wie die kaktusblütige ‚Vulkan‘, die Ball-Dahlie ‚Red Balloon‘ und die purpurlaubige, ungefüllt blühende Dahlie ‚Bishop of Llandaff‘ sorgen den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost ständig für Nachschub fürs feuri ge Blütenspektakel. Rot blühende Sorten des Westindischen Blumen rohrs (Canna indica-Hybriden) wie ‚The President‘ können den tem peramentvollen Dahlien blüten übrigens ohne Weiteres Paroli bieten. Sowohl Dahlien als auch das Blumenrohr sind nicht frostharte Knollenpflanzen, die sowohl im Beet als

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auch in Kübeln eine gute Figur machen. Wer die Knollen im Herbst ausbuddelt und frostfrei überwintert, kann sich im nächsten Jahr wieder an dem Blütenfeuerwerk erfreuen.

Farbakzente mit Laubblättern

Rot ist nicht nur eine beliebte und auffällige Blütenfarbe – auch Laubblätter können feurig rot leuchten oder in braunroten bis purpurfarbenen Tönen schöne Akzente setzen. Rot- und purpurlaubige Pflanzen bringen, wenn sie sparsam und gezielt eingesetzt werden, Farbe und Tiefe ins Beet. Besonders beliebt sind die relativ neuen Zuchtsorten des Purpurglöckchens (Heuchera-Hybriden), die ihr hübsches rosa-, orange- bis braunrotes Laub ganzjährig zur Schau stellen. Dass die Blüten der Blattschmuckstauden dabei eher unscheinbar sind, spielt dann eigentlich kaum noch eine Rolle. Als Staudenbegleiter oder auch solitär in Pflanzgefäßen sind Purpurglöckchen stets ein Blickfang. Auch von zahlreichen Ziersträuchern gibt es schöne rotlaubige Sorten, so etwa von Weigelien, Blasenspiere (Physocarpus) oder Holunder.

Von Letzterem beeindruckt besonders die Sorte ‚Black Lace‘ mit geschlitzten, beständig tiefroten Blättern und rosafarbenen, duftenden Blütendolden, aus denen sich im Sommer schwarz glänzende Beeren entwickeln. Ganzjährig rotes Laub zeigen zudem viele Sorten des Fächer- Ahorns (Acer palmatum). Die in Habitus und Blattform recht variable Art eignet sich wegen ihres filigranen Aufbaus und dem eher strauchförmigen, schwachen Wuchs vor allem gut für kleinere Gärten und gedeiht auch in größeren Pflanzgefäßen, etwa auf Balkon oder Terrasse, problemlos.

Noch

mehr Power

für Rot im Garten

Wenn Sie die rote Farbe im Garten noch stärker zur Geltung bringen möchten, können Sie mit Accessoires nachlegen: Rot lackierte Gartenmöbel und Spaliere, rote Pflanzkübel, Rosenkugeln oder ein schwedenrot gestrichenes Gartenhaus setzen entsprechende Akzente. Vergessen Sie bei aller Liebe zu Rot nicht, ein paar Lichttupfer in Form weißer, rosafarbener, gelber oder hellblauer Blüten einzustreuen, dann wirkt die rote Blütenpracht noch lebendiger!

Pflanzenwissen

KOLUMNE

WEISSE BLÜTEN UND SCHWARZE FRÜCHTE

Kräuterpädagogin Monika Wurft über den heilsamen Schwarzen Holunder

„Vor dem Holunder zieh den Hut herunter!“ – mit diesem alten Spruch bringt der Volksmund seine Hochachtung vor dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) zum Ausdruck.

Im Wonnemonat Mai startet er mit seinen weißen Blütentellern in die Saison. Diese wohlduftenden Blüten werden als Tee bei Erkältungskrankheiten geschätzt oder ergeben – zu Sirup verarbeitet – mit Sekt oder Wasser verdünnt ein erfrischendes Getränk.

Ab August sind die schwarzen Holunderbeeren erntereif. Ihr Saft, durch Kochen gewonnen, kommt als schweißtreibendes Hausmittel bei Fieber und zur Stärkung des Immunsystems zum Einsatz. Wichtig: Holunderbeeren dürfen nicht roh verzehrt werden, sonst drohen Übelkeit und Durchfall.

Der schnellwüchsige Holunder ist an seinen sparrig wachsenden Ästen und der warzigen Rinde gut zu erkennen. Ein Hollerbusch wird zwischen acht und zehn Meter hoch und ist eine Augenweide für jeden Garten.

Da sich das Mark aus seinen Ästen leicht herausdrücken lässt, können Flöten, Windorgeln und kleine Vasen daraus gebastelt werden.

MIT HERZ FÜR RINDER

Unter Landwirten heißt es: „Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe.“ Wer aber bewusst eine solche Vielfalt an Rassen und Arten von Rindern an den unterschiedlichsten Standorten hält wie Ulrich Reichenbach, der weiß, was die Tiere brauchen, um gesund aufzuwachsen – und wie aus ihnen schließlich ein erstklassiges Steak entsteht.

Text: Reinhold Wagner

Der Inhaber der Metzgerei Reichenbach in Glottertal ist zugleich Landwirt, Züchter, Metzger und Unternehmer. Für ihn sind seine Rinder weit mehr als bloße Fleischlieferanten für die eigene Metzgerei. Sie sind Landschaftspfleger und -gestalter zugleich. So grasen Reichenbachs Herden aus Vorder- und Hinterwälder Rindern bevorzugt auf den Berg- und Hangweiden des Schwarzwalds – im Glottertal und seinen Seitentälern

bis hin nach Freiburg. Sie sind hier genauso beheimatet wie die Metzgerei selbst. Vom Frühjahr bis in den Herbst genießen die Tiere ihr Leben unter freiem Himmel, fressen auf extensiv bewirtschafteten Wiesen frisches Gras und aromatische Kräuter. Im Winter erhalten sie ausgesuchtes Grünfutter und genfreies Ackerfutter.

So bleibt die gesamte Wertschöpfung in der Region. Und ganz nebenbei sorgt die Heimatverbundenheit des Tierhalters für den Erhalt selten gewordener und schützenswerter heimischer Rassen wie etwa des Hinterwälder Rinds. Darüber hinaus hält Ulrich Reichenbach begehrte Fleischlieferanten wie Black Angus und Limousin, außerdem Galloways sowie Kreuzungen alter, robuster Rassen. Selbst Liebhaber-Rassen wie Wasserbüffel gehören dazu: Sie streifen durch die Feuchtwiesen des

Gut versteckt im natürlichen Habitat: Wasserbüffel im Naturschutzgebiet Rieselfeld

Freiburger Naturschutzgebiets Rieselfeld und tragen dort aktiv zur Offenhaltung der Landschaft bei. Mit seiner eigenen Zucht von Schwarzwald-Wagyus befindet sich Reichenbach aktuell noch in der Versuchsphase.

Grundsätzlich aber gilt für alle Rinderarten der Metzgerei Reichenbach: Es handelt sich um robuste und genügsame Fleischrassen, die hervorragend an die regionalen Gegebenheiten angepasst sind und sich dadurch optimal entwickeln können. Die Tiere können sich frei und ausgiebig an der frischen Luft bewegen.

So entsteht zart marmoriertes Fleisch mit geringem Wassergehalt und grilltauglichem Fettanteil. Ulrich Reichenbachs Motto lautet, wie er selbst gerne betont: „Black Forest Beef statt Argentinisches Steak, weil es besser ist.“

Transparenz und höchste Qualität

Bei dieser Form der Rinderhaltung im geschlossenen System kann – im Gegensatz zum Argentinischen Rindfleisch – komplett auf den Einsatz von Antibiotika und Wachstumsförderer verzichtet werden.

Auch danach bleibt alles in einer Hand: von der hauseigenen Schlachtung über die Verarbeitung

Ab sofort im Handel oder online bestellbar unter freiburggehtaus.de

im modernen Schlacht-, Zerlegeund Produktionsbetrieb im Glottertal bis hin zum Direktverkauf. Dieser geschlossene Kreislauf im Radius von rund 60 Kilometern garantiert den Kundinnen und Kunden Transparenz und höchste Qualität. Gleichzeitig profitieren Klima und Umwelt von kurzen Transportwegen und reduziertem Verpackungsaufwand. Ergänzt wird das nachhaltige Konzept durch neueste Stromerzeugungs-, Klima- und Kühltechnik. Ulrich Reichenbach betont stolz: „Wir transportieren alles mit dem ersten Elektro-Kühlfahrzeug Deutschlands.“

METZGEREI REICHENBACH

In den Engematten 9 79286 Glottertal Tel.: 0 76 84/2 40 metzgerei-reichenbach.de

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GENUSS TRIFFT TRADITION

1996 hat Ralf Gut mit seiner Frau Claudia das Landgasthaus „Zum Hecht“ in Bahlingen von seinen Eltern übernommen.

Landgasthaus ZumHecht

In diesem Jahr feiern sie das 30-jährige Jubiläum als Gastgeber. Das Wirtepaar ist stolz auf die Tradition des Hauses, die sieben Generationen zurückreicht –und auf ihren ältesten Sohn Loris. Dieser hat sich gerade dazu entschlossen, bei seinem Vater das Kochen zu lernen. Damit bringt er frischen Wind in das historische Gemäuer. Genau wie seine Eltern vor 30 Jahren.

Text: Marianne Ambs

Ralf Gut erinnert sich noch gut daran, wie er vor drei Jahrzehnten alles umkrempeln wollte – und einsehen musste, dass am Kaiserstuhl die Uhren anders ticken. Nach Lehr- und Wanderjahren in Fine-DiningHäusern war er 1990 aus Köln ins Kaiserstuhldorf Bahlingen zurückgekehrt. Eine geplante Station in einem Restaurant in Schottland musste er wegen der schweren Erkrankung seines Vaters absagen. Als er 1996 Claudia heiratete, übernahm das Paar den „Hecht“. Die Metzgerei, die über Generationen Teil des Familienbetriebs war, wurde aufgegeben.

Die Küche seines Vaters im „Hecht“ empfand der junge Chef damals als angestaubt, nicht mehr zeitgemäß. Ralf Gut wollte es anders machen, moderner, internationaler. „Anfangs hatten wir sogar Hummer auf der Karte“, erinnert sich Claudia Gut. Die Resonanz am Kaiserstuhl auf die moderne Küche war verhalten. Das Paar erkannte, dass sie die Vorlieben der Stammgäste ernst nehmen mussten. Ohne die Klassiker ging es nicht. „Deshalb haben wir bis heute unsere Hechtklößchen auf der Karte, genauso wie Leberle und im Herbst Bahlinger Dunkelli“, sagt Ralf Gut.

Dass die Gastgeber im Hecht viel von Heimat und Tradition halten, ist bei dieser Geschichte kein Wunder: Das Landgasthaus „Zum Hecht“ ist ein jahrhundertealter Gasthof mit Fachwerk und historischer Bausubstanz. Nach dem 30-jährigen Krieg

kam Jacob Boos aus Obereggenen im Markgräflerland nach Bahlingen, heiratete die Witwe Anna Gerberin und begründete die Bahlinger Boos-Dynastie. Sein Nachfahre Josef Boos kaufte um 1830 ein Anwesen in der Hauptstraße und verlegte die Konzession des seit 1814 in Bahlingen nachgewiesenen „Wirtshauses zum Hecht“ dorthin. Gustav Boos übergab 1942 das Gasthaus an seine Tochter Hedwig, die mit Karl August Gut verheiratet war. Damit änderte sich der Familienname im „Hecht“ von Boos zu Gut. Ralf Gut gehört heute zur zwölften Generation der Familie seit Jacob Boos; als Gastgeber im „Hecht“ steht mit Sohn Loris inzwischen die achte Generation der Familie Gut in den Startlöchern.

Fachwerkhaus mit Geschichte

Eigentlich wollte Ralf Gut Metzger werden. Nach einem Praktikum in einer Großschlachterei schwenkte er um. Seine Kochausbildung hat er im Gasthaus Rotes Kreuz in Hugstetten gemacht, danach arbeitete er in der Luisenhöhe in Horben und im Schwarzen Adler in Oberbergen. 1987 zog es den Bahlinger ins mondäne Kölner Hotel Regent. Dort lernte er seine spätere Ehefrau Claudia kennen, die sich zur Hotelfachfrau ausbilden ließ.

Ralf und Loris Gut (v. l.) stehen seit kurzem gemeinsam am Herd und erfinden die Küche im „Hecht“ neu. Im Sommer ist der Kastaniengarten ein beliebter Hotspot für die Gäste des Restaurants.

Bei aller Heimatverbundenheit: Die Art zu kochen hat sich im Hecht in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert. Wie die meisten Restaurants am Kaiserstuhl hat sich Ralf Gut von überlade„saisonal“, heute in aller Munde, setzt er konsequent um: „Was am Kaiserstuhl und in der Region Saison hat, das kommt bei mir auf den Tisch.“ Im Mai und Juni sind das natürlich Spargel und Erdbeeren, Ende Juni beginnt im Hecht die Pfifferling-Saison, im Sommer werden im lauschigen Kastaniengarten knackige Salate und leichte Speisen serviert.

Hauptstraße 59

79353 Bahlingen am Kaiserstuhl

Tel.: 0 76 63 / 16 33

Öffnungszeiten: Do., Fr., Sa., Mo. & Di. 17–21 Uhr; So. & Feiertag 11.30–13.45 Uhr & 17–20 Uhr

zum-hecht.de

Delikatesse aus der Bauernküche

„Der Herbst ist eine meiner Lieblingsjahreszeiten“, so Ralf Gut. Da kommt das traditionelle „Bahlinger Dunkelli“ in die Schüssel, ein Kaiserstühler Traditionsgericht, das früher an Schlachttagen gekocht wurde. Das Rezept hat Gut von der ehemaligen Bahlinger Rebstock-Wirtin bekommen, nachdem der Rebstock geschlossen worden war. Eigentlich ein einfaches Bauerngericht, bei dem weniger beliebte Stücke vom Schwein verarbeitet werden, ist das „Dunkelli“ für

Liebhaber eine Delikatesse. „Die Zubereitung dauert Stunden. Zuerst wird Mehl eingebrannt, dann die Teile vom Schwein – Bauch, Ripple, ein Stück vom Bug – einzeln angebraten“, erklärt Ralf Gut. Dann darf das Fleisch im Topf drei bis vier Stunden schmoren. Mit Rotwein wird abgelöscht, das eingebrannte Mehl zum Abbinden der Soße verwendet. Am Ende kommt Schweineblut dazu. Traditionell gehören in das „Dunkelli“ auch Herz und Stücke vom Schweineschwänzchen. Für alle, die das nicht mögen, kocht Ralf Gut das Gericht auch ohne. Im Hecht wird das bei Stammgästen beliebte Gericht mit Pellkartoffeln oder Nudeln serviert.

Die Söhne des Wirtepaars, Loris und Johannes, konnten sich frei entfalten, wurden nicht gedrängt, das Restaurant zu übernehmen. „Ich bin im Restaurant aufgewachsen, interessiere mich seit meiner Jugend fürs Kochen“, erzählt Loris Gut. Trotzdem entschied er sich zunächst für eine Ausbildung in der Altenpflege. Jetzt, mit 23 Jahren, ist er umgeschwenkt. „Der

Hecht, das ist Familie und Tradition, eine Chance, mich zu verwirklichen, meine Ideen umzusetzen“, sagt Loris Gut. Seine Eltern bleiben gelassen, sind offen für die neuen Ideen des Sohnes. Seine Vorschläge werden diskutiert und wenn möglich umgesetzt. „Wenn Loris ein moderneres Gericht kochen will, schreiben wir das auf unser Board“, erklärt Claudia Gut. Auch vegetarische und vegane Gerichte stehen nun auf der Karte, das Curry mit Kichererbsen ist inzwischen ein Lieblingsessen von Ralf Gut. Zudem nutzt der 23Jährige die sozialen Medien, um jüngere Gäste anzusprechen und für das Restaurant zu begeistern. Im vergangenen Jahr wurde im Kastaniengarten eine gemütliche Lounge eingerichtet – eine Idee des Sohnes, die großen Anklang fand. „Dort können unsere Gäste entspannt einen Aperol trinken oder ein Sommerschorle“, sagt Ralf Gut. „Viele bleiben dann noch zum Essen.“

Neue Ideen – jüngere Gäste

Ob Loris die Traditionsgerichte in zehn Jahren noch kochen wird? Vielleicht, meint seine Mutter Claudia Gut. Und falls nicht, sei das auch in Ordnung. Dass der älteste Sohn nun Gefallen am Familienbetrieb gefunden habe, sei eine große Freude. „Wenn Loris dabeibleibt, können wir in den nächsten fünf Jahren in aller Ruhe die Nachfolge vorbereiten“, sagt Ralf Gut, der gerade 60 geworden ist und sich noch „topfit“ fühlt. Die Hoffnung ist groß, dass es auch in der achten Generation der Familie Gut im Landgasthaus „Zum Hecht“ weitergeht.

Rezept desMonat s

Hechtklößchen nach Art des Hauses

Für 4 Personen

500 g Hechtfilet, küchenfertig

400 ml Schlagsahne

1 Eiweiß

Salz, Muskat, weißer Pfeffer

1 Stange Lauch

2 Möhren

500 ml Fischfond

Den Fisch abbrausen, trocken tupfen, würfeln und im Gefrierfach etwa 10 Minuten anfrieren lassen. Zusammen mit ca. 200 ml Sahne, dem Eiweiß und etwas Salz im Mixer portionsweise und zügig fein pürieren. Die restliche Sahne unterziehen, bis eine glänzende, gut formbare Farce ent-

standen ist. Mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen.

Den Lauch waschen, putzen und in 5–6 cm lange, dünne Streifen schneiden. Die Möhren schälen und ebenso in Streifen schneiden. Beides mit dem Fischfond aufkochen lassen.

Mit einem Esslöffel Nocken von der Farce abstechen und in den Fond gleiten lassen. Etwa 10 Minuten nur noch gar ziehen, nicht mehr kochen lassen.

Mit einem Schaumlöffel aus dem Sud heben und mit dem Gemüse servieren.

Dazu nach Belieben den abgeschmeckten Fond oder Krebsrahmsoße reichen und im Nudelnest servieren.

MIT FREUDE AM GENUSS

Ich lieb´s Sein wunderbar gerolltes „R“ und seine Leidenschaft für echten Genuss sind die Markenzeichen von Alexander Herrmann. Der fränkische Sterne- und TV-Koch verbindet Bodenständigkeit mit kreativen Kicks – und macht mit seinen Rezepten einfach Lust aufs Nachkochen.

Rezepte: Alexander Herrmann und Monika Schuster Fotos: DK-Verlag, Sandra Eckhardt

Rote-Bete-Knödel / Kümmelbutter / Meerrettich

Für 2 Personen

Zubereitungszeit: 35 Minuten

Für die Knödel

100 g Rote Bete, gegart, geschält und in grobe Stücke geschnitten

100 ml Rote-Bete-Saft, 3 Bio-Eier (L)

Salz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle frisch geriebene Muskatnuss

20 g Butter, 60 g Zwiebel, geschält und in feine Würfel geschnitten

200 g Knödelbrot

Für die Kümmelbutter

40 g Butter, 80 g Rote Bete, gegart, geschält und in kleine Würfel geschnitten

50 ml Rote-Bete-Saft

Salz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle

2 gute Prisen Kümmel, ganz oder gemahlen

Zum Anrichten

einige frische Dillspitzen, grob zerzupft ein kleines Stück Meerrettich, geschält und gerieben

Für die Knödel Rote Bete mit Saft und Eiern in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit 2 guten Prisen Salz, etwas Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten glasig andünsten. Dann vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen.

Das Knödelbrot und die gedünsteten Zwiebeln in eine Schüssel geben, mit dem vorbereiteten Rote-Bete-Gemisch begießen, locker durchrühren und 10 Minuten quellen lassen. Die Knödelmasse nochmals mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken. Die Masse mit angefeuchteten Händen in acht gleich große Knödel (à etwa 70 g) formen.

Reichlich Wasser in einen großen Topf geben, gut salzen und zum Kochen bringen. Die Rote-Bete-Knödel einlegen und aufkochen lassen. Sobald die Knödel an der Oberfläche schwimmen, die Temperatur reduzieren und die Knödel bei schwacher Hitze etwa 20 Minuten ziehen lassen.

Kurz vor Ende der Garzeit für die Kümmelbutter die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, Rote-Bete-Würfel und -saft dazugeben und kurz durchschwenken, mit 2 Prisen Salz, etwas Pfeffer und dem Kümmel würzen. Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten darin schwenken.

Die Rote-Bete-Knödel auf vorgewärmten Tellern mit der Kümmelbutter anrichten. Mit Dill und frisch geriebenem Meerrettich garnieren und servieren.

Forelle / Mandelbutter / Rahmspinat

Für 2 Personen

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Für den Rahmspinat

2 EL Butter

1 Schalotte, geschält, halbiert, in feine Würfel geschnitten, 100 g Sahne

300 g junger Blattspinat, geputzt, gewaschen, im Sieb gut abgetropft

Salz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle frisch geriebene Muskatnuss

Für die Forelle

1 kleine Zitrone

4 Forellenfilets mit Haut, küchenfertig (300 g), doppelgriffiges Mehl

Salz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle

20 g Buchweizen- oder Weizenmehl

2 EL Rapsöl, 1–2 EL Butter

40 g Mandelblättchen etwas frisch geriebenen Meerrettich

Für den Spinat die Butter in einem Topf nussig aufschäumen lassen, Schalottenwürfel einstreuen und darin 2 Minuten glasig dünsten. Die Sahne dazugießen, zum Kochen bringen, den Spinat dazugeben, mit 2 Prisen Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und 3–4 Minuten sämig einkochen lassen.

Inzwischen für den Fisch von der Zitrone die Schale mit einem Messer so abschneiden, dass auch die weiße Haut entfernt ist. Die Zitrone dann in nicht zu dünne Scheiben schneiden.

Die Forellenfilets auf der »Fleischseite« mit Salz und Pfeffer würzen, die Hautseite mit Mehl bestäuben, das Mehl etwas andrücken, den Rest abklopfen.

Das Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Forellenfilets mit der Hautseite hineinlegen, 3 Minuten darin goldbraun braten, dann wenden. Butter, Mandeln und Zitronenscheiben dazugeben und gut durchschwenken. Die Pfanne vom Herd ziehen und den Fisch noch 1–2 Minuten darin ziehen lassen.

Die Forellenfilets mit Rahmspinat und Zitronenscheiben anrichten und mit der Mandelbutter beträufeln. Als Topping noch etwas frischen Meerrettich darüberreiben, fertig! Als Beilage eignen sich kleine Pellkartoffeln oder Kartoffelrösti.

Diese & weitere

Rezepte:

Ich lieb´s von Alexander Herrmann Verlag: DK Verlag, 2025 256 Seiten, gebunden Preis: 29,95 Euro

Tipp

Fischfilets mit Haut niemals zu heiß braten. Die Haut bietet einen natürlichen Schutz für das zarte Filet. Bei zu starker Hitze treten an den Rändern weiße Flöckchen (geronnenes Eiweiß) aus. Deshalb das Fischfilet nur kurz anbraten und dann in der Resthitze in der Pfanne ziehen lassen.

Quarksoufflé / Caipirinha-Himbeeren /

Für 2 Personen

Zubereitungszeit: 35 Minuten

Für die Quarkmasse

1 Bio-Ei (L)

40 g Puderzucker + Puderzucker zum Bestäuben, Salz

125 g Magerquark

10 g Speisestärke

Mark von 1/4 Vanilleschote

1 Msp. abgeriebene Schale von 1 Bio-Limette

weiche Butter zum Bestreichen der Formen

Zucker zum Ausstreuen der Formen

Für die Caipirinha-Himbeeren

125 g frische Himbeeren, verlesen

1 TL brauner Zucker

2 EL Wodka, Cachaça oder Himbeergeist (nach Belieben) abgeriebene Schale und Saft von 1/4 Bio-Limette

4 Blätter frische Minze und zwei Spitzen zum Anrichten, Blätter in feine Streifen geschnitten

Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Das Ei trennen, Eiweiß mit Puderzucker und 1 Prise Salz in einer fett-

KÜCHENLIEBLING Rezeptevon SternekochTh

Spargelsalat mit Kräutercreme & Radiesle

Für den Spargelsalat

400 g weißer Spargel, geschält 170 ml Limettensaft

3 Passionsfrüchte, ausgekratzt

Limette

freien Schüssel mit dem Handrührgerät cremig – d. h. nicht zu fest –aufschlagen.

Quark mit Eigelb, Stärke, Vanillemark und Limettenschale glatt rühren, dann das cremig gerührte Eiweiß unterheben.

Die Formen /Tassen mit Butter einpinseln, je 1 EL Zucker auf den Boden der Formen streuen und so lange drehen und wenden, bis das ganze Förmchen bis zum Rand gut gezuckert ist. Übrigen Zucker ausklopfen.

Nun die Quarkmasse gleichmäßig – die Formen sollten 3/4 voll sein –in die Formen füllen, mehrmals auf die Arbeitsfläche aufstoßen, damit sich Luftbläschen lösen können. Die Formen in den vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene auf das Ofengitter stellen und die Soufflés etwa 25 Minuten goldbraun backen.

Inzwischen die Himbeeren in eine Schüssel geben und mit braunem Zucker, Wodka, Limettenschale und -saft verrühren, dann mit einer Gabel grob zerdrücken und mit der Minze mischen. Bis zum Servieren durchziehen lassen.

Die fertigen Quarksoufflés (Vorsicht, heiß!) aus dem Ofen nehmen, mit Puderzucker bestäuben und am besten gleich in der Form, mit den Himbeeren und frischer Minze garniert, servieren.

1 Stange Zitronengras, klein geschnitten, 1 rote Chilischote, in Scheiben geschnitten

1 Knoblauchzehe, fein geschnitten

50 g brauner Zucker, Salz

100 ml Olivenöl

Spargel in kochendem Salzwasser 30 Sekunden blanchieren, herausnehmen und in Scheiben schneiden. Limettensaft, Passionsfruchtfleisch, Zitronengras, Knoblauch, Chili mischen und kurz mit dem Stabmixer mixen. Die Mischung durch ein Sieb passieren, mit Zucker und Salz abschmecken. Das Olivenöl unterrühren. Den geschnittenen Spargel mit der Marinade vermengen und zwei Stunden ziehen lassen.

Für die Kräutercreme 150 Gramm Schmand mit Saft und Abrieb einer Zitrone verrühren, kräftig mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Zwei Esslöffel fein geschnittene Kräuter zugeben.

Den marinierten Spargelsalat auf Tellern mit etwas Kräutercreme anrichten. Mit in feine Scheiben geschnittenen Radiesle, Granatapfelkernen, Macadamianüssen, Gartenkresse und frischen Kräutern garnieren.

BODO WARTKE „IN GUTER BEGLEITUNG“ DIENSTAG, 30. JUNI 20 UHRTOLLHAUS, Karlsruhe Klavierkabarett

KALENDERJuni

Ausstellungen

KLOSTER MUSEUM

Vom Himmel im Atelier

Eva Rosenstiel St. Märgen, bis 15.11. www.kloster-museum.de

HISTORISCHES MUSEUM BASEL

Schatzfunde

Versteckt, verschollen, entdeckt Basel, bis 28.6. www.hmb.ch

MUSEUM FÜR NEUE

KUNST

Spielfeld. Sport & Kunst

Sport als Massenphänomen Freiburg, bis 11.10. www.museen.freiburg.de

CARTOONMUSEUM

José Muñoz

Broken Voices Basel, bis 21.6. www.cartoonmuseum.ch

MUSEUM NATUR UND MENSCH

Voll unfair!

Künstlerische Positionen von Marcello Martinez-Vega & Dewi Candraningrum Freiburg, bis 3.1.27 www.museen.freiburg.de

STADTMUSEUM LAHR

500 Jahre Schützen

Geschichte des Schützenwesens Lahr, bis 20.9. www.stadtmuseum.lahr.de

MUSEUM ART.PLUS

Una Passeggiata Italiana Künstlerischer Spaziergang durch Italien Donaueschingen, bis 7.3.27 www.museum-art-plus.com

DREILÄNDERMUSEUM

Legal – Illegal

Graffiti, Street Art & Murals im Dreiland Lörrach, bis 12.7. www.dreilaendermuseum.eu

KUNSTMUSEUM BASEL

The First Homosexuals Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939 Basel, bis 2.8. www.kunstmuseumbasel.ch

VITRA DESIGN MUSEUM Hella Jongerius Whispering Things

Weil am Rhein, bis 6.9. www.design-museum.de

DOKUMENTATIONSZENTRUM NS

Ende der Zeitzeugenschaft? Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt Freiburg, bis 13.9. www.museen.freiburg.de

SPIELZEUG WELTEN MUSEUM

Teddy

Von Legende bis Lifestyle Basel, bis 31.1.27

spielzeug-welten-museum-basel.ch

Foto: © Sven A. Hagaloni

KUNSTHALLE MESSMER

Hermann Hesse

Bereit zum Aufbruch Riegel, bis 11.10. www.kunsthallemessmer.de

FONDATION BEYELER

Pierre Huyghe

Exklusiv für die Fondation Beyeler Basel/Riehen, bis 13.9. www.fondationbeyeler.ch

AUGUSTINERMUSEUM

Zukunfts(t)räume

Museum im Wandel Freiburg, bis 21.2.27 www.museen.freiburg.de

VITRA SCHAUDEPOT

Verner Panton

Form, Farbe, Raum Weil am Rhein, bis 9.5.27 www.design-museum.de

MUSÉE TOMI UNGERER

Hier spricht dein Echo-cho-cho Der Spirit von F’murrr mit Anmerkungen von Camille Potte Straßburg, bis 31.8. www.musees.strasbourg.eu

FORUM WÜRTH

Einschnitt | Ausdruck Hap Grieshaber Arlesheim, bis 2.5.27 www.kunst.wuerth-ag.ch

MUSEUM TINGUELY

Labouring Bodies

Beziehungen zwischen Körper & Technologie aus feministischer Perspektive

Basel, 10.6. bis 8.11. www.tinguely.ch

KUNSTHALLE BASEL

Shuang Li – Alliance

Wie digitale Technologien Beziehungen, Körper & Begehren prägen

Basel, 12.6 bis 13.9. www.kunsthallebasel.ch

KLOSTER MUSEUM

Die Breisgauer Fünfer Heffner, Schuster, Reiss, Zorn & Dischler

St. Märgen, 14.6. bis 17.1.27 www.kloster-museum.de

Kabarett/Comedy

FREITAG, 5.6.2026

Serdar Karibik

„Mein Dschungel“ Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.hoc.events

SAMSTAG, 13.6.2026

Hg Butzko

„Der will nicht nur spielen“

Kulturkneipe im Nellie, Lörrach, 20 Uhr

www.nellie-nashorn.de

SONNTAG, 21.6.2026

Ingrid Kühne

„Ja, aber ohne mich!“ Kultur- & Bürgerhaus Delcanto, Denzlingen, 18 Uhr www.karoevents.de

Theater Basel: Sirenen

7. 6., 19 Uhr & 10. 6., 20 Uhr

Kleine Bühne, Theater Basel www.theater-basel.ch

WARNENDE GESÄNGE

Spanische Nacht

Di., 9. Juni, 20 Uhr Münsterplatz, Freiburg muensterplatzkonzerte-freiburg.de

MÜNSTERPLATZKONZERT

Musical

FREITAG, 5.6.2026

Yentl

Musikalische Erzählung E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 6.6. www.dieschoenen.com

SAMSTAG, 6.6.2026

Sommer Musical

Mit Karolin Myschkin Musikpavillon, Bad Krozingen, 17 Uhr www.bad-krozingen.info

SONNTAG, 7.6.2026

Gypsy

A musical fable Opéra Straßburg, 17 Uhr, auch am 8. & 10.–12.6. & am 21. & 23.6. in La Filature, Mulhouse  www.operanationaldurhin.eu

Nur noch zwei Mal in dieser Spielzeit ist die Produktion „Sirenen“ zu sehen. Das Theaterstück ist für Menschen ab 16 Jahren geeignet und absolut zu empfehlen. Manuela Infante entwirft eine moderne Odyssee: Ein europäischer Ingenieur beobachtet in der Atacama-Salzwüste ungewöhnliche Vorkommnisse, die seine Wahrnehmung verunsichern. In einer vielstimmigen Klanglandschaft erscheint die Wüste als geisterhafter Raum. Mit Humor und scharfem Blick beleuchtet das Stück die Widersprüche eines „grünen Kolonialismus“, bei dem der Süden die Kosten trägt, während der Globale Norden profitiert.

Beschwingt, feurig, voller Leidenschaft ist der Auftakt der Münsterplatzkonzerte in diesem Jahr. Bei der „Spanischen Nacht“ unter freiem Himmel werden Gaëlle Arquez, André de Ridder und das Philharmonische Orchester das Albert-Konzert mit Sicherheit zu einem intensiven Höhepunkt des Festivalsommers machen. Die Musikerinnen und Musiker erwecken mitreißende Welten zum Leben: Die unsterblich feurige Dramatik von Georges Bizets Oper „Carmen“ und die hypnotische Wucht von Maurice Ravels „Bolero“ bringen die spanische Seele zum Klingen.

Oper/Operette

MONTAG, 1.6.2026

Premiere: The Bat Bomb! Hochexplosive Operette über die ungewöhnlichste Waffe aller Zeiten Theater Freiburg, 21 Uhr, auch am 5. & 26.6. www.theater.freiburg.de

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Foto: © Julien Benhamou
Foto: © Lucia Hunziker

Dies war eine Leseprobe der Juni-Ausgabe 2026.

SIE HABEN LUST AUF MEHR?

Das komplette Heft ist ab dem 29. Mai im Handel erhältlich.

R EGIO

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