an
dw e r k s b ä c k e ie er
H
10 | Oktober 2026 | 5,30 € | 7,85 CHF
n
EIN
ZEIT FÜR GUTES BROT
F
AC
H&
ECHT
GARTEN IM HERBST Mit etwas Unordnung Schutz für Wildtiere schaffen
WALD & WEITBLICK
4 194125 405300
10
Auf dem Lebküchlerweg rund um Todtmoos wandern
Magazin fürs Dreiländereck
INHALT
Nr 10
10 Titelthema Lust auf …
06–07
Unser täglich Brot: Bäcker handwerk in der REGIO 14 – 18 D‘Krauß Beck, Müllheim
Die Dinkelei, Freiburg-Kappel 15
Impressionen Kürbiszeit
08–09
Erkunden & Erleben Genusstour auf dem Lebküchlerweg rund um Todtmoos 10–13
Inhaltsverzeichnis
Anzeigen
15
Kaisers Gute Backstube, Ehrenkirchen
16
Bäckerei Schwehr, Endingen
16
Bäckerei Pfeifle, Freiburg
17
Bäckerei Stoll, Bernau
18
Till & Brot, Freiburg
18
14 Ortsporträt: Freiamt Goldener Herbst am Fuße des Schwarzwalds: wandern, genießen, staunen 20–21
Natur & Umwelt Ringelnattern: lautlos, scheu und anpassungsfähig 22–23
Foto: © iStock.com/Plateresca
04
Lust auf REGIO | 10.2026
05
24
l A Haus & Garten Unordnung erwünscht: Warum tierische Wintergäste Rückzugsorte brauchen 24–27
e b n r a F e l d
s t b es r e H es Kalender
Schlemmen & Sürpfeln
Kolumnen 13, 23, 27
Wo Kräuter die Küche inspirieren: Hotel Schwarzwald-Resort Rößle in Todtmoos 30 –33
Kunst & Kultur
Volle Kürbiskraft voraus: abwechslungsreiche Rezepte für gemütliche Herbsttage 34 –37
Heimat, Migration & Mobilität: 30 Museen in der REGIO erzählen vom Unterwegssein 28–29
34
Merkles Küchenliebling: Cesar Salad
37
Ausstellungen, Messen, Märkte, Theater, Kino und Konzerte: Termine in der REGIO 38 – 45
Horche se mol! Warum Freiburgs neuer Münsterbaumeister Moritz Richter Baugerüste am Münster für ein gutes Zeichen hält 46
Inhaltsverzeichnis
30
I
uelle Lie ivid bl nd
stücke gs in
Lust auf REGIO | 10.2026
LUST AUF…
06 Herbst auf dem Herd Wenn der Kürbis Saison hat, darf er auch beim Kochen die Hauptrolle spielen. Der Kürbis-Bräter von Le Creuset bringt dafür die passende Bühne mit: Gefertigt aus Gusseisen, verteilt er die Wärme gleichmäßig und hält sie lange – praktisch für Schmorgerichte, Suppen, Aufläufe oder einen ganzen Kürbis im Ofen. Der Edelstahlknopf am Deckel und die charakteristische Kürbisform machen den Topf zum Hingucker und wecken bereits auf dem Herd Lust auf Herbst. Und weil Gusseisen die Wärme besonders lange speichert, bleibt das Gericht auch beim Servieren schön heiß. Gesehen bei Schafferer Kaiser-Joseph-Straße 236, Freiburg Preis: 349 Euro Foto: © Le Creuset
Lust auf …
Herbstzauber für Zuhause Wenn draußen die Blätter rascheln und die Tage kürzer werden, darf es drinnen ruhig ein bisschen gemütlicher werden. Das HÖSTAGILLE Dekoset bringt mit Papier-Kürbissen herbstliche Stimmung ins Zuhause. Die dekorativen Objekte lassen sich auf Sideboard, Ess tisch, Fensterbank oder Regal platzieren und passen mit ihrer skandinavischen Optik gut zu einer natürlichen Herbstdeko. Besonders schön wirken sie in Kombination mit Kerzen,
getrockneten Zweigen oder anderen Deko-Elementen. Nach der Saison lassen sich die Papierkürbisse platzsparend verstauen und im nächsten Herbst wieder hervorholen. So lässt sich die Wohnung mit wenigen Handgriffen saisonal dekorieren – ganz ohne Schnitzmesser und Kürbisschale. Gesehen im Online-Shop ikea.de Preis: 9,90 Euro Foto: © Ikea
Lust auf REGIO | 10.2026
Auf den Geschmack gebracht Eine Prise Würze, und aus einem einfachen Ofengemüse wird ein aromatisches Herbstgericht: Das Kürbis Topping kombiniert ausgewählte Gewürze zu einer warmen, harmonischen Mischung. Besonders gut passt sie zu Kürbissuppe, Ofenkürbis und Gemüse aus dem Backofen. Auch Süßkartoffeln, Karotten und cremige Dips bekommen mit einem Topping eine feines Aroma. Einfach darüberstreuen, abschmecken und fertig ist eine unkomplizierte Würze für herbstliche Gerichte. Gesehen im Online-Shop pylones.com Preis: 5,90 Euro Foto: © Potluck
si b r Kü ! t i e Z
07
Herbstliche Aromen, frisch gemahlen Feine Gewürze geben vielen Herbstgerichten den besonderen Dreh. Mit der ROMMELSBACHER Gewürz- und Kaffeemühle lassen sich Pfeffer, Kürbiskerne, Zimt oder Muskat im Handumdrehen frisch mahlen. Je nach Mahldauer bestimmt man selbst, wie fein das Ergebnis wird. Zwei separate Edelstahlbehälter mit unterschiedlichen Messern machen die Mühle vielseitig einsetzbar – auch für Kaffee, Nüsse, Zucker oder Pesto. Gesehen bei Mediamarkt, Bettackerstraße 1, Freiburg oder im Online-Shop mediamarkt.de Preis: 38 Euro Foto: © Rommelsbacher
Kleine Kürbisse, großer Genuss können direkt aus dem Ofen auf den Tisch gestellt werden und eignen sich ebenso für andere kleine Ofengerichte. So verbinden sie praktisches Kochen mit herbstlicher Tischdekoration. Gesehen im Online-Shop lecreuset.de Preis: 52 Euro Foto: © Le Creuset
Lust auf …
Kürbis landet längst nicht nur als Suppe auf dem Tisch. In den kleinen Steinzeugförmchen lassen sich Kürbisgratin, Crumble, Desserts oder kleine Beilagen portionsweise zubereiten und servieren. Durch ihre Kürbisform passen sie besonders gut zur herbstlichen Tafel. Das robuste Steinzeug ist hitzebeständig und pflegeleicht. Die Förmchen
Lust auf REGIO | 10.2026
10
LEBKUCHEN, WALD UND WEITBLICK
lder Genie
Ein Schw ar
Erkunden & Erleben
Kindern können auf dem Lebküchlerweg einiges entdecken – denn der Spürnasen-Pfad mit geschnitzten Waldbewohnern, die Geschichten über ihr Leben im Wald erzählen, begleitet den Rundweg ein gutes Stück.
Erst mal Lebkuchen Für unsere Wanderung haben wir einen sonnigen, mäßig warmen Herbsttag erwischt. Am Busbahn-
s
naturnahen Pfaden und schmalen Wegen, durch Schluchten, Wälder und Wiesen. Der „Lebküchlerweg“ führt durch ein Natura 2000Schutzgebiet und das FFH-Gebiet „Weidfelder bei Gersbach und an der Wehra“. Bergfichtenwälder, naturnahe Bäche und besonnte Felsformationen aus silikatischem Gestein bieten dort Lebensraum für Tiere, Flechten und Moose. Auf trockenem Borstgrasrasen wachsen Pflanzen wie Arnika, Heidelbeere, Blutwurz und Hunds-Veilchen. Auch Familien mit (trittsicheren)
oo
Der Genießerpfad auf den Höhen rings um Todtmoos ist ideal für Menschen, die Abwechslung lieben und die unberührte Natur entdecken wollen. Zudem bietet der „Lebküchlerweg“ eine Vielzahl an Natur- und Kulturdenkmalen. Nicht umsonst wurde der Rundweg mit dem Wandersiegel „Premium- Wanderweg im Mittelgebirge“ ausgezeichnet und vom Deutschen Wanderinstitut in die Sammlung der 653 Premium-Wanderwege in Europa aufgenommen. Fast die Hälfte des Weges verläuft auf
m
Text: Marianne Ambs
d bei Tod t
Auf dem „Lebküchlerweg“ geht Wanderern das Herz auf: Der rund 13 Kilometer lange Rundweg führt an rauschenden Gebirgsbächen entlang, über federnde Waldpfade, aussichtsreiche Höhen und sogar zu einem Wasserfall. Wer sich genug Zeit für die vielen Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten nehmen will, sollte einen ganzen Tag einplanen.
ß pfa er
ä zw
Der Lebküchlerweg rund um Todtmoos führt durch enge Schluchten, Wiesen und Bergwälder. Herbstlich gefärbt in diese eine echte Augenweide.
hof in Todtmoos angekommen, machen wir zunächst einen Abstecher zur Café Konditorei Bock staller und packen ein paar Todtmooser Lebkuchen als Proviant in den Rucksack. Fein-würzig, leicht gesüßt und lange haltbar, war der Lebkuchen schon im 18. Jahrhundert das „Pilgerbrot“ der Wallfahrer in Todtmoos. Nach ihm werden die Todtmooser „Lebküchler“ genannt, und auch der Wanderweg trägt seinen Namen.
Lust auf REGIO | 10.2026
Anzeigen
11
Wir erreichen den Schwimmbadweg und den Parkplatz des Todtmooser Freibads „Aqua-Treff“. Hier beginnt der ausgeschilderte Rundweg und eine Infotafel macht Lust auf die Sehenswürdigkeiten entlang des Weges. Markiert ist der Rundweg mit dem Logo der Schwarzwald-Tourismus GmbH, dem Schwarzwälder Bollenhut, der die gelben, roten und blauen Rauten der Wegemarkierung des Schwarzwaldvereins ergänzt. Vom Parkplatz am Schwimmbad geht es zunächst am Rüttebächle entlang Richtung Höfle. Schon nach wenigen hundert Metern plätschert der Sägebach durch die mit hohen Bäumen beschattete Rabenschlucht. Über Holzbrücken führt der Weg auf einem kleinen Waldweg bergauf. Am oberen Ende der Schlucht geht es scharf nach links und dann weiter hinauf zum Schwarzen Felsen. Der Felsen fällt steil nach unten ab und eröffnet einen weiten Blick ins Tal. Ein
Erkunden & Erleben
Fotos: © www.wanderservice.com · Matthias Schopp; mam
Immer dem Bollenhut nach
Bä
erh
andwerk
i
de
Mehl, Wasser, Salz, ein Triebmittel und ganz viel Zeit. Was daraus entsteht, ist mehr als Brot: Es ist Handwerk, Erfahrung und ein Stück gelebte Kultur. Seit Jahrhunderten wissen Bäcker, wie Teig atmet, Krusten knistern und Aromen entstehen. Heute verbinden Handwerksbäckereien in der REGIO dieses Wissen mit Neugier, Mut und Urgetreide. Das Ergebnis? Brot mit Charakter. r REGIO
Titelthema
ck
n
UNSER TÄGLICH BROT
Lust auf REGIO | 10.2026
14
Texte: Marianne Ambs & Erika Weisser
Foto: © iStock.com/AzmanL
Die Dinkelei
Nach der Lehre zog es Stephan Krauß zunächst in die Fremde, in die Schweiz, auf die Kanarischen Inseln, nach Frankreich und Portugal. Dann war es Zeit für seinen Traum: die eigene Bäckerei. Unterstützt von seinen Eltern unterzog er die Räume in Müllheim einer Renovierung. Anfang 2023 konnte es losgehen – mit einem überschaubaren Sortiment und einem neuen Namen. Jeden Tag wird frisch gebacken, die Teiglinge dürfen zuvor in einem Gärschrank lange ruhen. Als Basis für die Brote dient ein selbst gemachter Sauerteig aus Waldstaudenroggen-
vollkornmehl, einer alten Roggenart mit hohem Ballaststoff- und Nährstoffgehalt. Am Vormittag, wenn im Schau ofen gebacken wird, strömt der Duft von Kornbeißer und Nussbrot, Scharwaie und Pane durum durch den Laden. Ein Klassiker beim „Krauß Beck“ ist das reine Roggenbrot. „Die Kruste ist schön dunkelbraun und der Geschmack mild-säuerlich und aromatisch“, schwärmt Stephan Krauß. Doch nicht jeden Tag gibt es jedes Brot: Welches im Regal liegt, können Kundinnen und Kunden im Brotback-Plan auf der Homepage
Gutes Brot braucht Zeit zum Reifen Handwerklich hergestellte Brote, Kuchen und Patisserie, gebacken ohne künstliche Zusatzstoffe und Backhilfen, sind „heutzutage selten und unglaublich lecker“ findet Dagmar Ringe. In ihrer kleinen „Dinkelei“ verarbeitet sie ausschließlich traditionelle Urdinkel-Mehle aus der Stadtmühle Geisingen. „Der feine Geschmack und die bessere Bekömmlichkeit haben mich von diesem Urgetreide überzeugt“, sagt die Dinkelbäckerin, die eigentlich aus einer ganz anderen beruflichen Ecke kommt. Denn zum Brotbacken kam Dagmar Ringe durch eine schicksalhafte Fügung. „Ich komme aus der Werbung und dem Eventmanagement. Im Frühsommer 2018 ereilte mich
erfahren. Baguette, Ur-Roggenbrot und das Bauernbrot Basler Art gibt es täglich. An den anderen Tagen kommen Spezialitäten wie Markgräfler Weißbrot, Emmerbrot oder Saftkruste dazu. Nur montags muss zu Hause das Brot vom Sonntag aufgebacken werden, denn am ersten Tag der Woche bleibt die Bäckerei geschlossen.
Lust auf REGIO | 10.2026
Während Kunden in der Schlange stehen, wird im Schauofen fleißig gebacken. „Wir wollten zeigen, wie unser ursprüngliches Brot entsteht“, erzählt Bäckermeister Stephan Krauß. Vor drei Jahren ist er zurückgekehrt zu seinen Wurzeln, in die Familienbäckerei seiner Eltern.
Foto: © Krauß Beck
D’Krauß Beck
Weitgereister Brotkünstler
15
D’ KRAUSS BECK Werderstr. 43, 79379 Müllheim Öffnungszeiten: Di.–Fr. 6–17.30 Uhr, Sa. 6–14 Uhr, So. 7.30–10.30 Uhr, Mo. Ruhetag krauss-beck.de
der dringliche Ruf nach Hilfe aus einer kleinen Dinkelbäckerei in Freiburg, dem ich, warum auch immer, tatsächlich folgte.“ Bis Ende 2019 unterstützte sie die Dinkelbäckerei – und das Backen ließ sie nicht mehr los. In Kappel wird mit viel Sorgfalt gebacken, und regionale Zutaten spielen dabei eine große Rolle. „Produziert wird nur, was am selben Tag verkauft wird“, so Dagmar Ringe. Ein Großteil ihrer Triebmittel sind Natursauerteige aus eigener Herstellung. Beim Brot arbeitet Dagmar Ringe mit verschiedenen Vorteigen sowie Altbrot für den besseren Geschmack. Entscheidend aber ist die lange Teigführung: „Meine Teige reifen ein bis mehrere Tage. Dadurch werden die Brote für den Organismus verträglicher, können mehr Aroma entfalten und bleiben deutlich länger frisch.“
Moosmattenstr. 5, 79117 Freiburg Öffnungszeiten: Do. & So. 14–18 Uhr Verkaufsstände: Bauernmarkt Littenweiler, Sa. 8–13 Uhr; Restaurant Bruggaa, Oberried; Jennys Cafésita Freiburg diedinkelei.de
Titelthema
Foto: © iStock.com/Vima
DIE DINEKELEI
Bäckerei Schwehr
Rund 1700 Tonnen Mehl und Getreide, 700.000 Eier, 70 Tonnen Butter und 35 Tonnen Rapsöl werden jedes Jahr bei „Kaisers Gute Backstube“ verarbeitet. Aus dem 1948 gegründeten Familienbetrieb ist ein Unternehmen mit einer 4000 Quadratmeter großen Produktionsstätte in Ehrenkirchen geworden. Ernst Kaiser übernahm 1948 von seinem Lehrherrn das Stammhaus in Wolfenweiler und begründete die Familientradition; 1979 übernahmen Wolfgang und Waltraud Kaiser die Bäckerei, 2007 stieg Tochter Birgit Kaiser ein, die mit Gottfried Faller heute die Bäckerei leitet. 2009 zog das wachsende Unternehmen in die neue Produktionsstätte mit Bäckerei und Restaurant in Ehrenkirchen um. Brot, Brötchen und Gebäck werden in 44 Filialen von Lörrach bis Emmendingen verkauft.
Titelthema
BÄCKEREI MIT CAFÉ & RESTAURANT „DERKAISER“ Gewerbestraße 2 79238 Ehrenkirchen Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 6–18.30 Uhr, Sa. 6.30–18 Uhr, So. 7.30–18 Uhr kaisers-backstube.de
Fotos: © ewei
Das geht nicht ohne moderne Technik, die Tradition bleibt dennoch nicht auf der Strecke. Viel Handarbeit, bewährte Familienrezepte und natürliche Rohstoffe stehen bei „Kaisers“ für hohe Qualität. Wolfgang Kaiser war in den 80er Jahren ein Pionier für Bio-Brot; bis heute sind 40 Prozent der Kaiser-Brote „Bio“. Das Biogetreide liefert die Dachswanger Mühle in Umkirch. Für die Vollkornprodukte wird es täglich frisch in den eigenen Getreidemühlen gemahlen.
Das Brot zum Abendmahl Hier steht der Chef persönlich an der Verkaufstheke. Und an diesem Samstag sind die Regale in seinem Bäckerladen in der historischen Altstadt von Endingen schon um 9 Uhr halbleer gekauft. Bäckermeister und Brotsommelier Matthias Schwehr freut sich über die Nachfrage: Wenn er um 12.30 Uhr das Geschäft schließt, soll nichts übrig sein; Brot wegwerfen kommt für ihn nicht in Frage. Vor 20 Jahren hat Schwehr den Betrieb von seinen Eltern übernommen, damit ist die seit 1898 bestehende Bäckerei bereits in vierter Generation in Familienhand. Er macht alles allein: Nachts steht er in der Backstube, produziert 60 verschiedene Brot- und Kleingebäcksorten wie etwa die traditionellen Gipfeli oder die Endinger Stollewecke, die es „woanders nicht mehr gibt“. Um sechs Uhr öffnet er, bestückt die Regale und die Theke und bedient die Kundschaft, die „selten vor acht Uhr“ kommt. Manchmal macht er den Laden auch früher zu: Sobald nichts mehr da ist, schließt er. Dann kümmert er sich um Buchhaltung, Bestellungen und sonstige Tätigkeiten, die für eine Betriebsführung unerlässlich sind. Und um die Familie.
Foto: © Kaisers Gute Backstube
Kaisers gute Backstube
Lust auf REGIO | 10.2026
16
Pionier für Bio-Brot
In seiner „wahrscheinlich kleinsten Bäckerei Deutschlands“ probiert Matthias Schwehr immer wieder neue Rezepturen aus; er arbeitet mit eigenem Sauerteig und Urgetreide wie Einkorn, Emmer, Waldstaudenroggen, Urdinkel, Khorasan und Urgerste, aber auch
mit Hanf, Nüssen und Traubenkern- oder Kichererbsenmehl und Soja. Daraus entsteht dann etwa das Hanfbrot, das „nur im Geschmack berauschend“ sei – oder die herbstliche Winzerkruste oder die Protein-Kruste. Diese Brote, sagt er, seien „viel bekömmlicher als die, die nur aus hochgezüchtetem Weizen bestehen“. Wobei er auch Weizen verwendet. Allerdings nur als geprüftes Bio-Mehl, das er aus der Dachswanger Mühle in Umkirch bezieht. Vier Kornsorten – Weizen, Roggen, Dinkel und Gerste – kommen etwa im Alemannen-Spitz zusammen, einem Brot, das „früher wie heute nicht aus der alemannischen Backstube wegzudenken ist“. Eine Besonderheit ist das Brot Christi, das Schwehr als Abschluss projekt seines Brotsommelier-Kur ses kreierte: Mit viel historischer Recherche und entsprechenden Mehlen hat er ein Brot komponiert, das womöglich dem beim letzten Abendmahl geteilten nahekommt. Er backt es nur in der Osterzeit – oder auf Bestellung. D’SCHWEHREBECK Dielenmarktstr. 3 79346 Endingen a. K. Öffnungszeiten: Di.–Sa. 6–12.30 Uhr baeckereischwehr.de
Fast 50 verschiedene Brotsorten hat Matthias Schwehr im Angebot, alle mit Bio-Mehl gebacken.
Lust auf REGIO | 10.2026 äckere iP
ifle fe
GUTES BROT, FEINES GEBÄCK
ksb
120 Jahre
er
F
urger Hand
w
ib re
17
Wie aus einer kleinen Haslacher Bäckerei ein Freiburger Bäckerliebling wurde: eine Freiburger Geschichte über fünf Generationen, eine klare Haltung und die Leidenschaft für Natursauerteig und echtes Handwerk.
Mit dem Aufschwung der 1950erund 1960er-Jahre hielt eine neue Genusskultur Einzug: Torten, Hefe zöpfe, süßes Gebäck und Spezialitäten aus anderen Regionen bereicherten das Sortiment. Die dritte Generation schlug ein weiteres Kapitel auf: Franz und Elisabeth Pfeifle bauten das Filialnetz aus – und brachten den Haslacher Traditionsbäcker damit ins Herz von Freiburg. Als Wolfgang Pfeifle 1997 den Familienbetrieb in vierter Generation übernahm, läutete er eine Wende ein mit der Devise: Nicht immer mehr, sondern immer besser. Er konzentrierte das Sortiment
auf die Stärken der Bäckerei – ehrliches Brot, Weckle und Feingebäck. In der Backstube setzte er auf handwerkliche Herstellung, ausgefeilte Teigverfahren, beste Zutaten und vor allem eines: Zeit. Selbst geführte Natursauerteige und Vor teige, weiche Teige und lange Reifezeiten sorgen für Aromenvielfalt, Bekömmlichkeit und unverwechselbaren Geschmack. Zeit gehört bei Pfeifle bis heute zu den wertvollsten Zutaten. Das gilt für die Freiburger Brot-Klassiker aus naturreinem Weizen, Roggen, Dinkel oder Einkorn der regionalen Marke KraichgauKorn ebenso wie für das Feingebäck. Eine Spezialität sind süße Sauerteige mit milden, fast blumigen Aromen. Süße Stücke werden von Hand ausgerollt, geformt, gefüllt und veredelt. Auch Frucht-, Nuss- und Mohnfüllungen entstehen in der eigenen Backstube. Zur Pfeifle-Philosophie gehören neben Qualität ebenso die Wertschätzung für die Mitarbeiter und ein verantwortungsvolles Wirt-
schaften. Statt Wachstum um jeden Preis setzt das Familienunternehmen auf ein begrenztes Freiburger Filialnetz, nachhaltige Investitionen und unternehmerisches Handeln mit Augenmaß. So hat sich in 120 Jahren vieles verändert – der Anspruch nicht. Qualität vor Menge, Bodenständigkeit und die Verbundenheit mit den Menschen prägen Pfeifle seit vier Generationen. Und mit Bäckermeister Leon Pfeifle gestaltet die fünfte Generation bereits aktiv mit. Für die Zukunft gilt: Bewährtes erhalten, Neues ausprobieren und guten Dingen die Zeit geben, die sie brauchen.
Zwei Generationen, eine Haltung: Wolfgang und Leon Pfeifle heute (o.) und ein Blick ins Archiv (u.) mit Anton Pfeifle (li.) und Mitarbeiter – aus der zweiten Bäckergeneration.
www.baeckerei-pfeifle.de
Titelthema
Fotos: © Bäckerei Wolfgang Pfeifle GmbH & Co. KG
1906 begann die Geschichte der Bäckerei Pfeifle in Haslach – mit handwerklicher Herstellung von Brot und einem öffentlichen Back ofen für das Dorf. Die ersten Jahrzehnte waren geprägt von Krisen und zwei Weltkriegen: Nach dem frühen Tod des Gründers Franz- Josef Pfeifle führte seine Frau Karoline den Betrieb weiter. Selbst nach einem Bombeneinschlag 1944 wurde weitergebacken – denn die Menschen brauchten Brot.
De rE
Ortsporträt
ngsort F re i
im Herbs t
Anzeigen
olu rh
t am
NAH AM HIMMEL
Lust auf REGIO | 10.2026
20
Das Herbstlaub raschelt unter den Füßen, der Nebel verhüllt die Wiesen. Wenn der Herbst Einzug hält, ist Freiamt besonders schön. Jetzt ist die beste Zeit, um das Juwel am Fuße des Schwarzwalds zu erkunden. Text: Marianne Ambs
„Ein Dörflein nahe am Himmel“ nannte der Dichter Johann Peter Hebel die malerische Landschaft von Freiamt. Die fünf Ortsteile Ottoschwanden, Mußbach, Reichenbach, Keppenbach und Brettental bilden heute den staatlich anerkannten Erholungsort im Naturpark Südschwarzwald, dazu kommen kleine Siedlungen und
Einzelgehöfte. Die vielfältige Landschaft erstreckt sich auf mehr als 5000 Hektar Fläche, fast die Hälfte ist von Wäldern bedeckt.
freitags auf dem Bauernmarkt angeboten werden. Die badische Küche zeigt sich in den Freiämter Gasthäusern in großer Vielfalt.
Die günstige Lage schenkt den Freiämtern ein mildes Klima und eine Naturlandschaft zum Staunen. Landwirte und Obstbauern produzieren hochwertige Produkte, die
Wer im Herbst die Landschaft rund um Freiamt entdecken will, dem sei der Panorama-Wanderweg ans Herz gelegt. Der 10 Kilometer lange Rundweg schenkt dem Wanderer Fernblicke Richtung Schwarzwald und Vogesen, und wer Glück hat, kann bei klarer Herbstluft sogar die Höhen des Jura in der Ferne ausmachen. Für Familien, aber auch für Menschen mit Handicap, ist der Walderlebnis- und Waldsportpfad Rollberg ein lohnendes Ziel, denn die Wege sind mit Kinderwagen und begleitetem Rollstuhl zum größten Teil begehbar. Im Herbst, wenn die Wälder sich verfärben, entfaltet die Natur entlang des Walderlebnispfades ihre besondere Schönheit. Der gut ausgebaute Pfad – ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Freiamt, des Forstamts Emmendingen und des Natur-
Herbststimmung rund um Freiamt: die Klosterkapelle Tennenbach und die malerische Landschaft.
parks Südschwarzwald – startet in der Ortsmitte von Ottoschwanden und verläuft etwa 2,5 Kilometer auf Wald- und Naturwegen. An 19 Stationen entdecken Wanderer auf spielerische Weise das Ökosystem des Waldes. 2020 wurde der Walderlebnispfad durch einen Achtsamkeitspfad und eine Waldbaden-Station ergänzt. Für sportliche Wanderer lohnt sich eine Schleife auf den 4,5 Kilometer langen Waldsportpfad, auf dem Ausdauer, Kraft und Koordination trainiert werden können.
Lust auf REGIO | 10.2026
Anzeigen
21
Zurück in die Geschichte geht es bei einem Besuch der Burgruine Keppenbach. Die freigelegten Überreste sind nach einem kurzen Fußmarsch vom Sägplatz in Freiamt aus zu erreichen. Zum Ritter von Keppenbach ernannten die Zähringer Herzöge einen tüchtigen Untertanen und befahlen ihm, zum Schutz der Silbererzgruben eine Burg zu bauen. Nachdem 1218 der letzte Zähringer Herzog gestorben war, versuchten die Keppenbacher die geringen Silbererträge durch Raubzüge aufzubessern. Um die Raubritter zu schwächen, ließen die Freiburger Herren die Burg im Jahr 1396 zerstören. Nach einem Wiederaufbau wenige Jahre später wurde die Burg 1525 im Bauernkrieg endgültig zur Ruine. Die Fundamente der Burg sind aber heute noch gut zu erkennen. Der Ausflug zur Burgruine wird zudem durch eine schöne Aussicht ins Tal belohnt.
Oktoberfest, 10. Oktober, 18 Uhr, am Festplatz Mußbach
Tipps
Ursulas Garten, 11. Oktober, 12–18 Uhr Niedertal 8, Freiamt Herbstkonzert der Musikvereine Harmonie und Freundschaft Freiamt 7. November, 19 Uhr, Kurhaus Freiamt Freiämter Bauernmarkt Freihof 11, Ottoschwanden, freitags Okt.: 15–18 Uhr, Nov.: bis 17 Uhr
Ortsporträt
Fotos: © Sebastian Wehrle
Lohnender Ausflug zur Burgruine Keppenbach
Lust auf REGIO | 10.2026
22
Die Ringe ln te r at
ZWISCHEN WASSER & WIESE Sie ist ungiftig, scheu und erstaunlich anpassungsfähig: Die Ringelnatter gehört zu den heimlichen Erscheinungen unserer Landschaft. Lautlos gleitet sie durchs Ufergras, verschwindet im Schilf und sonnt sich im nächsten Moment auf einem Stein. Die Schlange lebt dort, wo sich Feuchtigkeit und Wärme begegnen: an Bächen, Seen und in stillen Feuchtgebieten.
Natur & Umwelt
Text & Fotos: Birgit Maier
Die Ringelnatter ist in Mitteleuropa weit verbreitet und kommt auch in der REGIO regelmäßig vor. Die große und kräftige Natter mit runden Pupillen ist meist tagaktiv, im Sommer nicht selten auch nachtaktiv. Die Männchen erreichen eine Länge von 60 bis 80 Zentimeter, Weibchen werden mit 80 bis 120 Zentimeter deutlich größer. Charakteristisch ist der schwarz-gelbe Halbmondfleck im Nacken. Die Grundfärbung reicht von Grau- und Olivtönen bis Schwarz und ist häufig mit
schwarzen Punkten und Flecken durchsetzt.
schattigen Rückzugsorten. Auch naturnahe Gärten oder Waldränder werden besiedelt, wenn die Bedingungen stimmen.
Meister der Täuschung
Die Nahrung besteht vor allem aus Amphibien wie Fröschen und Molchen, daneben auch aus Fischen, gelegentlich aus Eidechsen oder kleinen Säugetieren. Trotz ihres eher harmlosen Wesens hat die Ringelnatter wirkungsvolle Schutzstrategien entwickelt: Kommt ein Feind in ihre Nähe, zeigen die Tiere oft
Als ausgesprochene Wassernatter hält sie sich bevorzugt in der Nähe von langsam fließenden Gewässern, Seen, Mooren und Feuchtwiesen auf. Entscheidend ist dabei die Kombination aus Wasserzugang und sonnigen wie
Die Barren-Ringelnatter (Natrix helvetica) hat sich nach der letzten Eiszeit vermutlich von Südfrankreich aus nach Mitteleuropa ausgebreitet. Charakteristisch sind die schwarzen Balken (Barren) an den Körperseiten, die sie von der „normalen“ Ringelnatter (Natrix natrix) unterscheiden. Die Ringelnatter zeigt damit eindrucksvoll, dass selbst scheinbar gut erforschte Tierarten noch Überraschungen bereithalten.
Spätestens im Oktober ziehen sich die friedlichen Ringelnattern in ihre Winterquartiere zurück. Oft teilen sich viele Tiere einen Platz an Waldrändern oder in warmen Komposthaufen.
LU
Lust auf REGIO | 10.2026
MNE
DO HILFT KEI WEGDUCKE
23
Der Mundart-Autor aus Schallstadt über ein verbales Fettnäpfchen Bim Bsuech ame abbrennte Waldgebiet in Ditschland isch unser Kanzler vun de Bevölkerung längscht nit vun allene begeischtert empfange wore. S het au Buhrufe gen. Er sei eben „weg“ gewesen un deshalb jetzt erst „da“, het de Kanzler erklärt. Die Erklärung isch vielene nit bekumme, un s war jo nit die erscht. Aber jetz war si halt in de Welt: „weg“ und „da“. Jo, jo, des mit em „weg“ un „do“ isch nit ohni. Un s isch unbestritte richtig: Wenn i weg bin, kann i nit do si. S eind isch zwiifelsfrei s Gegeteil vum andere. Gege die Logik het gwiss keiner vun de Anwesende ebbs ghet, aber als Entschuldigung war s ene z wenig. Aber gsagt is gsagt, un wie hätt s de Kanzler widder könne zrucknemme? Do isch em ebe widder ebbis russgrutscht, frisch vun de Leber weg, wie me sagt. Was machsch, wenn de in so ne verbales Fettnäpfli dabbsch? Was de gsagt hesch, weht kei Wind meh weg. Do hilft kei Wegducke un au kei Wegschwätze, kei Wegklicke, Wegzappe, was drusse isch, isch drusse, s hilft au kei Wegschliiche. Aber wegstecke kammer des. Un dass des vieli könne, wisse mr jo. Aber ehrlig: Poiltik isch eifach ä knochehärter Job, aber ebe nit eifach.
Natur & Umwelt
Lange Zeit wurde die Ringelnatter vor allem nach äußeren Merkmalen wie Musterung oder Färbung untersucht und auf dieser Grundlage Unterarten definiert. Erst genetische Untersuchungen brachten ein genaueres Bild. Zwischen äußerem Erscheinungsbild und tatsächlicher Verwandtschaft gab es teils deutliche Unterschiede. Dass sich die genetischen Linien der „normalen“ Ringelnatter und der Barren-Ringelnatter nur sehr selten vermischen, spricht dafür, dass die Barren-Ringelnatter eine eigene Art ist und keine Unterart.
O
nisches von an
Foto: Till Neumann
Ale
Seit 2017 hat Deutschland eine neue Schlangenart bekommen: Die Barren-Ringelnatter gilt seither nicht mehr als Unterart, sondern als eigene Art. Damit ist die Zahl der heimischen Schlangenarten auf sieben gestiegen: Ringelnatter, Barren-Ringelnatter, Würfelnatter, Äskulapnatter, Schlingnatter, Kreuzotter und Aspisviper.
m
K
Nach der Winterruhe, die sie gut geschützt in Mäuselöchern, Steinspalten oder Komposthaufen verbringen, erwachen die Schlangen im März oder Anfang April aus ihrer Kältestarre. Die Paarungszeit beginnt im Frühjahr etwa Mitte April. Männchen werden von den Duftstoffen der Weibchen, sogenannten Sexualpheromonen, angelockt, und sie treffen sich an geeigneten Plätzen zur Fortpflanzung. Nach der Paarung werden die trächtigen Weibchen zunehmend ruhiger und verbringen mehr Zeit an geschützten, sonnigen Plätzen. Die Eiablage erfolgt meist im Juli in wärmebegünstigten Bereichen wie Mist-, Kompostoder Schilfhaufen sowie vermodernden Baumstümpfen. Nach etwa sechs bis zehn Wochen schlüpfen die Jungschlangen und sind sofort auf sich allein gestellt. Im Herbst ziehen sich die Ringelnattern wieder in ihre Winterquartiere zurück.
Sieben statt sechs Schlangenarten
n Pflaum efa St
einen „Totstellreflex“: Ihr Körper erschlafft und sie lassen die Zunge heraushängen. Ein erstaunlich überzeugender Trick gegen viele Fressfeinde.
Lust auf REGIO | 10.2026
24
WINTERGÄSTE IM GARTEN Haus & Garten
Es wird Herbst. Nach diesem heißen und trockenen Sommer freuen wir uns auf mildere Temperaturen, sonnige Tage und die ersten kühlen Nächte. Für viele Wildtiere beginnt jetzt die Suche nach einem geschützten Plätzchen für den Winter. Wer seinen Garten nicht allzu gründlich aufräumt, kann ihnen dabei helfen – und zugleich dafür sorgen, dass sich Nützlinge und Schädlinge auf natürliche Weise die Waage halten. Text & Fotos: Frank von Berger
t
G u t es t u n
W ar
„faule“ Gär
r ne
um
Lust auf REGIO | 10.2026
25
Wer anfallendes Schnittgut im Herbst nicht sofort entsorgt, bietet Igeln, Kröten und Blindschleichen einen Rückzug für die kalte Jahreszeit.
Mehr Vielfalt – weniger Pestizide Generell gilt: je größer die Vielfalt an Pflanzen und Tieren im Garten, desto eher pendelt sich
ein natürliches Gleichgewicht ein. Im Idealfall kann dann sogar gänzlich auf Pestizide verzichtet werden. Jeder weiß, dass Igel fleißige Insektenfresser sind und sich auch gern mal eine fette Schnecke schnappen. Eidechsen, Blindschleichen und Erdkröten ernähren sich ebenfalls von Insekten und kleinen Schnecken. Und Singvögel wie Rotkehlchen, Meisen oder Zaunkönige sind stets auf der Jagd nach lästigen Fliegen und Mücken. Die vielen kleineren Helfer im Garten dagegen fallen meist nicht besonders auf und werden oft übersehen. Dabei sind Lauf-, Raub- und Marien käfer, Schweb- und Florfliegen sowie Raubwanzen und Schlupf wespen ebenso nützlich bei der Dezimierung von Blattläusen und anderen Schädlingen. Und obwohl Spinnen nicht gerade zu den größten Sympathieträgern im Tierreich zählen, braucht die
Natur sie, damit Insekten sich nicht explosionsartig vermehren.
Tiere brauchen Unordung Damit sich ein natürliches Gleichgewicht im Garten einstellt und auch auf Dauer erhalten bleibt, benötigen die Kleintiere und ihre Überwinterungsformen, etwa Larven und Puppen, geschützte Rückzugsräume für die kalte Jahreszeit. Die gibt es aber nur, wenn der Garten im Herbst nicht besenrein aufgeräumt wird. Mit anderen Worten: Tiere lieben „faule“ Gärtner! Holz- und Steinhaufen, Rindenritzen, Mauerspalten, Mäuse- oder Erdlöcher sowie Baumhöhlen sind natürliche Rückzugsräume für
Haus & Garten
Was im Haus der Frühjahrsputz, das ist im Herbst für viele Gartenbesitzer das große Aufräumen in der Botanik. Stauden und Einjährige werden bodeneben abgeschnitten, Gehölze eingekürzt, welke Blätter zusammengekehrt und in die Biotonne gestopft. Danach sieht der Garten bis zum neuen Austrieb im Frühjahr sauber und ordentlich aus. Aber zu viel Ehrgeiz beim Großreinemachen ist keine wirklich gute Idee. Denn etwas Unordnung im Garten sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis von Nützlingen und Schädlingen.
Lust auf REGIO | 10.2026
26
Die leuchtend roten Früchte des Gewöhnlichen Schneeballs sind im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel.
Tiere im Garten. Attrakim Internet oder in gedruckten » nützliche tive Winterquartiere können aber Ratgebern. auch aktiv von Menschen geschaffen werden. Insektenhotels gibt es fix und fertig im Gartenfachhandel zu kaufen. Viele der handelsüblichen Exemplare haben jedoch eher eine Alibi-Funktion. Besser ist es, sich genau zu informieren und praxistaugliche Modelle zu kaufen oder sie selbst zu bauen. Anleitungen dafür gibt’s reichlich
Preiswerter und bequemer ist allerdings etwas Gelassenheit beim Gärtnern – und manchmal sogar einfach das Nichtstun. Letzteres hilft vielen nützlichen Kleintieren tatsächlich oft wirklich gut über die Wintermonate. So kann Falllaub einfach auf den Beeten verbleiben oder unter Sträucher
und Hecken gekehrt werden. Unter dem welken Laub bleibt es feucht und es wird dort nicht so kalt – ideal etwa für Laufkäfer, Asseln und Spinnen. Im Frühjahr ist das Laub dann weitgehend verrottet und kann in den Boden eingearbeitet werden oder an Ort und Stelle verbleiben. Ein nicht zu verachtender Nebeneffekt: Der Boden wird dabei mit Humus angereichert.
Anzeige
Haus & Garten
Überwinterungsorte für Insekten und Spinnen Auch die Fruchtstände von Stauden und Einjährigen, etwa Fetthenne (Sedum), Astern, Brandkraut (Phlomis) oder Sonnenblumenarten, dürfen über den Winter stehen bleiben. Sie dienen Vögeln wie Stieglitzen und anderen Finken als Nahrung. Die hohlen Staudenstängel sind zudem begehrte Überwinterungsorte für Insekten und Spinnen. Aber nur, wenn die welken Stiele nicht schon im Herbst abgeschnitten und entsorgt werden. Mit Raureif überzuckert oder einem Schnee-
Futter für die Wintergäste Wo es keine natürlichen Steinhaufen als Winterversteck gibt, können einfache Trockenmauern, die ohne Mörtel errichtet werden,
Viele der vorgestellten Maßnahmen sind also ganz einfach und dennoch effektiv. Wer Laub liegen lässt, Studenstängel stehen lässt, Totholz und Schnittgut in einer Gartenecke duldet und fruchtende Gehölze nicht zu früh aberntet, tut viel für die heimische Tierwelt. Und ganz nebenbei kann sich mit der Zeit ein natürliches Gleichgewicht im Garten einstellen, in dem nützliche Gartenbewohner ihren festen Platz haben.
Lust auf REGIO | 10.2026
O
LU
MNE
27
SCHWARZBLAUE HERBSTFRUCHT Kräuterpädagogin Monika Wurft über die Schlehe Herbstzeit ist Wildfrüchtezeit und die Ernte der Schlehen steht an. Der drei bis sechs Meter hohe Strauch ist an seiner schwarzen Rinde und seinen spitzen Dornen gut zu erkennen. Die Schlehe (Prunus spinosa) gehört zu den Rosengewächsen und ist mit Hagebutte und Weißdorn verwandt. Ab März, vor dem Blattaustrieb, taucht sie mit ihren duftenden Blüten ganze Gebüschsäume in ein weißes Blütenmeer. Jetzt im Herbst sind ihre runden, schwarzblauen, etwa einen Zentimeter großen Früchte erntereif. Wer Schlehen direkt vom Strauch nascht, weiß: Nach den ersten Frösten sind sie viel weicher und schmecken süßer. Vollbepackt mit Fruchtsäuren, Gerbstoffen, Bitterstoffen und Vitamin C stärken sie die körpereigenen Abwehrkräfte und lassen sich zu Saft, Mus, Schnaps oder Likör verarbeiten. Für einen Schlehenlikör setzt man 300 Gramm Früchte mit einem Liter Schnaps, 200 Gramm braunem Zucker und einer halben Zimtstange an. Geduld ist angesagt, denn frühestens nach drei Monaten sollte man das erste Schlückchen genießen.
Haus & Garten
Im Herbst anfallendes Schnittgut von Gehölzen kann den Winter über aufgeschichtet bis ins Frühjahr liegen bleiben und bietet damit einen Rückzugsort für Igel, Kröten und Blindschleichen. Das Entsorgen hat Zeit bis zum Beginn der nächsten Gartensaison. Ähnlich nützlich sind dauerhaft in einer Gartenecke verbleibende Totholzhaufen, die langsam vor sich hinrotten dürfen. Hier finden Moose, Pilze, nützliche Mikroorganismen und Kleinlebewesen eine Heimat.
en ss
häubchen als „Topping“ sind die verblühten Relikte des Sommers übrigens auch eine schöne Gartendekoration. Außerdem erinnern sie daran, wo genau eine Staude im Beet schlummert, sodass sie bei Arbeiten im Garten nicht versehentlich Opfer eines beherzten Spatenstichs wird.
Auch für Nahrung lässt sich im Herbst sorgen. Die Früchte von Ziergehölzen wie Schneeball, Pfaffenhütchen, Eberesche, Efeu, Weißdorn oder Wildrosen werden im Lauf des Winters von Vögeln gern „abgeerntet“. Die gefiederten Freunde können zusätzlich durch Futterstellen angelockt werden. Handelsübliche Futtermischungen aus Sämereien wie Sonnenblumenkernen, Hanf und Hirse sollten dabei unbedingt durch fettreiche Nahrung wie Meisenknödel und Erdnüsse ergänzt werden. Schrumpeläpfel werden übrigens auch gern angenommen. Das Gleiche gilt für Nistkästen, in die sich während der Wintermonate Zaunkönige, Meisen, Insekten und manchmal sogar Siebenschläfer oder andere Bilche für die Winterruhe zurückziehen. Diese menschengemachten Herbergen sollten deshalb erst im Frühjahr gereinigt werden, um die Tiere während der kalten Jahreszeit nicht zu stören.
Pflanzenw i
K
ein dekorativer Ersatz sein. Hier finden Kröten, Eidechsen, Käfer, Spinnen und Insekten attraktive, kühl-feuchte, aber weitgehend frostfreie Winterquartiere. Fast ebenso anziehend für diese Tiere sind zu Stapeln aufgeschichtete alte Dachziegel.
Foto: © Monika Wurft
Meisen und Zaunkönige nutzen trockene Nist kästen im Winter als Schlafplatz, um kalte Nächte gut zu überstehen.
Lust auf REGIO | 10.2026
28
Ausstellu ng
Text: Erika Weisser
Kunst & Kultur
Anzeige
schen M eini u rrh
In diesem und dem kommenden Jahr widmen sich 30 Museen am Oberrhein dem Thema Mobilität, Migration und Heimat. „Zuhause – unterwegs / Ici et ailleurs“ lautet der Titel der Ausstellungsreihe, die bis Ende 2027 zeitversetzt in den beteiligten Häusern die vielen Teilaspekte des Unterwegsseins beleuchtet.
e in 30 o be eih sr
en se
KOMMEN UND GEHEN
Die ersten Ausstellungen sind eröffnet: Im Dreiländermuseum Lörrach (DLM) etwa wird unter dem Motto „Was Menschen bewegt“ bis April 2027 daran erinnert, dass Mobilität und Migration seit jeher zu den Konstanten der Menschheitsgeschichte gehören. Thematisiert werden die ganz unterschiedlichen – und selten freiwilligen – Gründe für den Aufbruch, ebenso wie das oft nicht einfache Ankommen an unbekannten Orten. In der Ausstellung gibt es indes noch Lücken: Diese, sagt DLM-Leiter Jan Merk, können und sollen durch Gegenstände oder Erinnerungen aus der Bevölkerung gefüllt werden. Auch das Museum zur Weiler Textilgeschichte in Weil am Rhein hat seine Türen schon geöffnet; hier offenbaren sich teils kuriose Koffer-Miniaturwelten voller Erinnerungen
und Sehnsüchte – zwischen Verortung und Mobilität. Noch im Oktober (15.10.) kommt das zweite Weiler Museum dazu: Im Museum am Lindenplatz gibt es Einblicke in die Festund Feiertraditionen, die Wandel und Zugehörigkeit spiegeln – und sich gerade in grenznahen Gebieten durch regen Austausch stets erneuern.
ZUHAUSE – UNTERWEGS / ICI ET AILLEURS
Info
30 Ausstellungen in 3 Ländern. Themenreihe des Netzwerks Museen am Oberrhein. Herbst 2026 bis Frühjahr 2028 www.netzwerk-museen.de
Lust auf REGIO | 10.2026
Facetten des Unterwegsseins: Schifferkinder erzählen vom Heimweh, Koffer von Erinnerungen und Sehnsüchten.
Anzeigen
29
Auch das Antikenmuseum in Basel ist schon bald mit von der Partie: Am 18. Oktober beginnt die Ausstellung „Auf und davon! Menschen seit Jahrtausenden unterwegs“. Nach Auskunft von Museumsleiter Esaù Dozio könne man dort Multikulturalität damals und heute vergleichen – und „spannende Ansätze für das Verständnis gegenwärtiger Gesellschaften finden“. Eine Woche darauf beginnt im Basler Hafenmuseum eine Ausstellung über Menschen, die unterwegs zu Hause sind: die Binnenschiffer und ihre Familien. Auch an anderen Orten, darunter in der Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg, im Markgräfler Museum in Müllheim oder im Musikautomaten-Museum im Schloss Bruchsal, haben die Ausstellungen der Reihe schon begonnen. Im Laufe des kommenden Jahres werden dann alle Häuser, die in diesem in Europa einzigartigen trinationalen und grenzüberschreitenden Museums-Netzwerk mitwirken, ebenfalls ihre Blickwinkel auf das Thema präsentieren.
Kunst & Kultur
Fotos: © Markgräfler Museum Müllheim, Antikenmuseum Basel, ewei
Ein einzigartiges europäisches Netzwerk
Lust auf REGIO | 10.2026
ERFINDERISCHE KR ÄUTERKÜCHE
Text: Marianne Ambs
rick
Das Hotel Schwarzwald-Resort Rößle im kleinen Weiler Strick ist so vielseitig aufgestellt, wie die Familie Maier Ideen hat. Seit 1670 ist das Rößle in Familienhand: Vor knapp zwei Jahren haben Alexander und Narnia Maier die Leitung des Hauses übernommen. Die Küche ist das Reich von Alexander Maier. Sein Faible ist die kreative Kräuterküche.
R Todtmoo s-
Schlemmen & Sürpfeln
ld-Resort
St
wa rz
le öß
Hotel Schw a
30
Bei allen Zugeständnissen an die Wünsche der Gäste – „ohne ein Schnitzel geht es nicht“ – bleibt der Küchenchef seinem Konzept treu: Im „Rößle“ pflegt er eine naturnahe Schwarzwaldküche mit vorwiegend regionalen Zutaten. Keine Kompromisse macht er bei der Auswahl der Produkte: Maier schwärmt vom Gemüse und Obst aus dem nahen Markgräflerland, von der Qualität der Hinterwälder Rinder. „Jede Woche bekomme ich ein Weiderind vom Schätzlehof“, so Maier. Felix Schätzles Rinder stehen in traditioneller Schwarzwälder Weidehaltung von Anfang Mai bis zum ersten Schnee auf den Weiden rund um Präg. Schätzle hat den Hof von seinen Eltern übernommen und führt den Betrieb nach neuesten Tierwohlstandards.
31
Das Beste von der Bergsteigerkuh Bei der Verwertung des Tieres vom Kopf bis zum Fuß ist Alexander Maier erfinderisch. Die besten Stücke der „Bergsteigerkuh“ kommen zum Beispiel als geschmorte Roulade auf den Tisch oder als Zweierlei vom Rind, Filet und Bäckchen, mit grünen Bohnen und Pommes Dauphine. Aus den Vorder- und Hinterläufen macht Maier „Osso Bucco“, die Innereien werden zu Leberknödeln verarbeitet oder kommen in ein feines Gulasch. Wildgerichte wie Rehrippchen oder Rehschulter aus heimischer Jagd, Schwarzwaldforellen und ein Bachsaibling stehen auf der Speisekarte – neben vegetarischen Gerichten, die den fleischlosen Genuss zum Vergnügen machen. „Bei uns gibt es bewusst keine Käsespätzle“, so Maier. Dafür aber eine gegrillte Aubergine mit Hummus auf Rosinen-Paprika-Couscous mit Limetten-Schmand oder Pfifferlinge in Rahm mit Semmelknödeln, Heidelbeerragout und Brennnesseln. Der Tomaten-Frühlingslauch- Flammkuchen ist wegen seiner Beliebtheit zum Dauerbrenner geworden. Die Kräuterküche von Alexander Maier entfaltet sich auch bei einer Kartoffel-Gundermann-
suppe mit Senfhaube oder bei Kartoffel-Löwenzahn-Nocken. „Unsere Gerichte verkörpern unsere Philosophie, wir haben auf der Karte nur Gerichte, hinter denen wir stehen“, erklärt der Küchenchef die vegetarische Vielfalt.
Von der Pferdewechselstation zum Hotel-Resort Narnia und Alexander Maier sind zudem Naturpark-Wirte im Naturpark Südschwarzwald und auch deshalb mit der Landschaft, ihrer Kultur und Tradition eng verbunden. Wie schon die Generationen der Familie zuvor, die seit 1670 in Strick Gäste bewirteten. Der kleine Ortsteil von Todtmoos heißt so, weil in früherer Zeit die Pferdegespanne von Ochsen mit einem Strick die steile Straße
Schlemmen & Sürpfeln
„Ich hatte das Glück bei Douce Steiner zu lernen“, erzählt der Hausherr in der gemütlichen Sitz ecke der Gaststube. Die Küche des mit zwei Michelin-Sternen dekorierten „Hirschen“ in Sulzburg habe ihn geprägt. Nach seiner Ausbildung kehrte Maier in den elterlichen Betrieb zurück. Die Finessen der gehobenen Küche wollte er sich auch dort bewahren. Ebenso die Kräuterküche von Steiners Ehemann Udo Weiler. Dieser hatte ihn während der Ausbildung auf Streifzüge in die Natur mitgenommen, um Wildkräuter zu sammeln.
Lust auf REGIO | 10.2026
Fotos: © Hotel Schwarzwald-Resort Rößle
Alexander Maier am Herd: Die kreative Kräuterküche ist seine Passion. Aber auch Schnitzel und Spätzle stehen auf der Karte
Fotos: © Hotel Schwarzwald-Resort Rößle
Lust auf REGIO | 10.2026
32
Mit Fondue-Abenden wird der Eventbereich belebt. Besonders stolz ist das Team (u.) um Alexander Maier (2.v.l.) auf die Vielfalt am Frühstücksbuffet (r.).
hochgezogen wurden. Die Geschichte des „Rößle“ beginnt vor mehr als 300 Jahren mit einem Gasthof und einer Pferdewechselstation an der alten Passstraße zum Hochkopf und weiter ins Wiesental. Als Thomas Maier mit seiner Frau Astrid 1993 die Leitung des Rößle übernahm, begann eine neue Zeitrechnung. Die Eltern von Alexander Maier machten aus dem ländlich geprägten Schwarzwald-
o InfHOTEL SCHWARZWALDSchlemmen & Sürpfeln
RESORT RÖSSLE Familie Maier Kapellenweg 2 79682 Todtmoos-Strick Tel.: 07674/90 66 - 0 Öffnungszeiten: Täglich geöffnet Frühstücksbuffet 7–11 Uhr Tageskarte 12–20 Uhr, Kaffee und hausgemachte Kuchen 11–20 Uhr Abendkarte 17–20 Uhr Hotel-Roessle.de
gasthof ein Hotel- und Wellness- Resort mit Gästen aus aller Welt. Ein Schwimmbad, Saunen und Wellnessräume wurden entwickelt. Die Corona-Zeit wurde genutzt, um ein Schwarzwalddorf mit aus eigenem Holz gefertigten Chalets zu bauen. 2023 wurde das Gästehaus, der „Gutshof“, um einen großzügigen Eingangsbereich mit Bücherwand und Lesesesseln sowie um einen Aufzug erweitert. Fast das gesamte Hotel-Resort ist nun barrierefrei erschlossen. Alexander und Narnia Maier führen seit Anfang 2025 in 10. Generation die Tradition fort und wollen das Rößle-Ensemble mit neuen Ideen weiterentwickeln. Deshalb bietet das Vier-Sterne-Wellnesshotel auch Tagungsräume, Selbstbedienungsbars, ein ökologisches Holzhaus mit Cocktailautomat und einen gemütlichen Pavillon für romantische Stunden zu zweit. Neu ist auch der Event-Bereich, den die Maiers mit verschiedenen
Formaten beleben wollen. Nach einer Bilderausstellung wird hier ab November ein Pop-up-Restaurant für genussvolle Fondueabende einziehen. Um die Saison von Obst und Gemüse zu verlängern, ist das Küchenteam um Alexander Maier kreativ. Marmelade, Mus, Apfelschorle und Pfirsicheistee aus eigener Herstellung werden nicht nur zum Frühstück oder zum Essen im
Lust auf REGIO | 10.2026
ZEPT DES RE M ATS ON
te
lR
ößle
33 Wildravioli, Preiselbeeren & karamellisierter Klee Für die Kleeblüten 150 g Kleeblüten 30 g Zucker
Wintervorrat auf dem Dachboden
Butter, Weißwein Für die Wildravioli
Besonders stolz sind die Maiers auf ihr Frühstücksbuffet, das auch externen Gästen offensteht. „Mit zwölf verschiedenen Sorten selbst gemachter Marmelade.“ Das Eis im Rößle ist hausgemacht und „wir können das ganze Jahr über Heiße Himbeeren mit Vanilleeis oder Blaubeerkuchen servieren“, freuen sich Alexander und Narnia Maier über die intensive Vorratshaltung, mit der sie die Frische regionaler Produkte auch in den Herbst- und Wintermonaten bewahren. Auch die Kräuter, die im Frühling und Sommer rund ums Haus wachsen, hängen für die Winterküche zum Trocknen auf dem Dachboden.
400 g Rehfleisch (Gulasch aus der Keule) 50 g Putenfleisch etwas Preiselbeermarmelade Salz, Pfeffer, Wacholder 150 ml Sahne, gut gekühlt Butter zum Braten, etwas Salbei Für den Nudelteig 300 g Mehl 405 100 g Hartweizengrieß 5 g Salz 4 Eier Für die Preiselbeer-Coulis 400 g Preiselbeermarmelade 100 ml Brühe
Fotos: © 2022 Tietge GmbH
100 ml Rotwein
Dies Rezept beginnt mitten auf der Wiese! Hier kann man bis in den Herbst hinein violette und weiße Kleeblüten finden. Davon 150 Gramm sammeln und waschen. In eine Pfanne mit Zucker geben und mit etwas Butter und Weißwein ablöschen.
Für die Wildravioli das Reh- und Putenfleisch in Stücke schneiden, dann in einer vorgekühlten Moulinette oder mit einem Mixer fein zerkleinern. Ein Löffel Preiselbeermarmelade, Salz, Pfeffer und etwas Wacholder dazugeben. Weitermixen und vorsichtig aber zügig die gut gekühlte Sahne zur Mischung geben. Das richtige Tempo ist hier entscheidend: Braucht man zu lange, wird die Masse warm und die Zutaten scheiden sich voneinander ab. Für den Nudelteig die Zutaten in einer Küchenmaschine vermengen. Mit etwas Wasser oder Mehl die Konsistenz anpassen. Der Teig sollte fest und etwas dehnbar sein. Dünn ausrollen und mit einem Dressiersack die gut durchgekühlte Füllung in einzelnen Tupfen à 20 g auf die Teigfläche spritzen. Anschließend eine weitere Teigfläche gleicher Größe ausrollen, die untere mit etwas Wasser bestreichen und die andere darauflegen. Obere Teigplatte andrücken und (wichtig!) überschüssige Luft herausdrücken. Gleichgroße Ravioli ausstechen oder ausschneiden. Die Ravioli 5 Minuten in Salzwasser kochen und in einer Pfanne mit erwärmter Butter und Salbei durchschwenken. Die Preiselbeermarmelade mit Brühe und Rotwein mixen, so dass eine sirupartige Konsistenz entsteht. Die Ravioli in einen vorgewärmten, tiefen Teller geben, mit Kleeblüten und der Coulis dekorieren.
Schlemmen & Sürpfeln
Ho
Restaurant serviert. Die Produkte, für die Maier überschüssiges Obst von seinen Lieferanten aus dem Markgräflerland verwertet, können im Shop des „Rößle“ gekauft und mit nach Hause genommen werden. Nach alter Tradition werden Marmeladen aus Beeren, Früchten und Obst eingekocht, Kirschen und Pfirsiche werden eingelegt, Äpfel und Quitten zu Gelee verkocht.
Lust auf REGIO | 10.2026
VOLLE KÜRBISKR AFT
Schlemmen & Sürpfeln
34
Kürbis kann mehr als Suppe! Ob knusprig aus dem Ofen, püriert und verknödelt oder süß vernascht: Foodbloggerin Saskia van Deelen präsentiert die ganze Vielseitigkeit der bunten Panzerbeeren und zeigt, wie abwechslungsreich Kürbis schmecken kann. Rezepte: Saskia van Deelen Fotos: Saskia van Deelen © 2025 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern
Lust auf REGIO | 10.2026
bisliebe Kür
35
Gerösteter Kürbis mit Orangen-Joghurt-Sauce und pikantem Chili-Pinienkern-Topping
Für den Kürbis 1 kg Hokkaidokürbis 1 Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl Salz, frisch gemahlener Pfeffer Für die Orangen-Joghurt-Sauce Saft einer halben Orange 1 EL Zitronensaft, 60 ml Olivenöl 3 EL Sesampaste 250 g griechischer Joghurt 1 Knoblauchzehe Salz, frisch gemahlener Pfeffer Für das Topping 60 g Pinienkerne 5 EL Olivenöl, 2 TL Chiliflocken
Den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Enden vom Kürbis abschneiden, diesen waschen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe abziehen und klein würfeln. Die Kürbiswürfel in einer Schüssel mit Knoblauch,
Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und ca. 25–30 Minuten backen. In der Zwischenzeit für die Oran gen-Joghurt-Sauce den Orangen- und den Zitronensaft mit dem Olivenöl, der Sesampaste und dem Joghurt verrühren. Die Knoblauchzehe abziehen, pressen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls die Sauce zu dickflüssig ist, mit kaltem Wasser verrühren. Für das Topping die Pinienkerne kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Das Olivenöl zugießen, die Chiliflocken hineingeben und kurz erhitzen. Den Kürbis mit der OrangenJoghurt-Sauce und den Pinienkernen servieren. Dazu passt frisch gebackenes Brot oder ein kleiner gemischter Salat.
ippAls Beilage ist diese Portion Tauch für 4 Personen ausreichend. Statt Pinienkernen können auch Mandelsplitter geröstet werden.
Schlemmen & Sürpfeln
Für 4 Personen Zubereitung: ca. 40 Minuten
Lust auf REGIO | 10.2026
36
Kürbis-Knödel mit Lauchgemüse in Senfbutter und gebratenen Kräutersaitlingen Für 12 Knödel Zubereitung: 50 Minuten Für die Kürbisknödel 500 g Kürbis, z. B. Muskatkürbis oder Hokkaido 500 g Weißbrot oder Knödelbrot 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe 2 EL Butter, 250 ml Milch 5 Eier (Größe M) 1 TL edelsüßes Paprikapulver 1 EL gehackte Kürbiskerne 6 EL gehackte Petersilie Salz, frisch gemahlener Pfeffer 1 Prise Muskatnuss Für das Lauchgemüse
Schlemmen & Sürpfeln
1 kg Lauch, 100 g weiche Butter 2 EL Senf, 1 TL Bio-Zitronenabrieb Salz, frisch gemahlener Pfeffer 500 g Kräutersaitlinge 1 EL Olivenöl, geriebener Parmesan
Den Kürbis schälen, halbieren, entkernen, in Würfel schneiden und
mit Wasser bedeckt ca. 15 Minuten weich kochen. Anschließend abkühlen lassen und pürieren. Das Weißbrot in kleine Würfel (ca. 5 mm) schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe abziehen, fein hacken und in der Butter glasig dünsten. Die Milch aufkochen und etwas abkühlen lassen. Die Eier verquirlen und mit Zwiebeln, Knoblauch, Milch, Paprikapulver, Kürbiskernen, Kürbispüree und Petersilie mischen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Masse zu 12 gleich großen Knödeln formen. Die Knödel in siedendem Salzwasser ca. 20 Minuten garen. In der Zwischenzeit den Lauch putzen, in Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen. 20 g Butter in einem Topf erhitzen und die Lauchringe darin ca. 5 Minuten schmoren. 80 g weiche Butter mit dem Senf und dem Zitronenabrieb mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Senfbutter zum Lauch geben und mischen. Die Kräutersaitlinge putzen, halbieren und scharf in Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Lauchgemüse mit den gebratenen Pilzen auf Teller verteilen und mit den Kürbis-Knödeln und etwas Parmesan servieren.
p Mit gehackter Petersilie Tipund Kürbiskernen garniert ser vieren. Dazu passt beispielsweise ein gemischter Salat mit KürbiskernölDressing
eitere w & e s Die
Rezepte:
Kürbisliebe von Saskia van Deelen Verlag: Thorbecke, 2025 152 Seiten, gebunden Preis: 28 Euro
150 g Kürbis, z. B. Hokkaido, Celebration oder Sweet Mama 1 EL Butter, 2 EL brauner Zucker 200 ml Sahne, 70 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 1 Prise Salz, 3 Eigelb (Größe M) 2 Eier (Größe M) 50 g gemahlene Mandeln
Die Sahne mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz, den Eigelben und den Eiern in einer Schüssel verrühren. Die gemahlenen Mandeln und das Mehl gut untermischen und die Masse in eine Auflaufform gießen. Die Apfel-Kürbis-Mischung auf der Masse verteilen. Die Auflaufform in die Mitte des Backofens schieben und ca. 30–35 Minuten backen.
Für die karamellisierten Kürbiskerne 2 EL Wasser in eine kleine Pfanne geben und auf mittlerer Für die karamellisierten Kürbiskerne Stufe erhitzen. Den Zucker, den Vanillezucker und das Pumpkin- 2 EL Zucker, 1 TL Vanillezucker Spice-Gewürz unterrühren und 1/2 TL Pumpkin-Spice-Gewürz zum Kochen bringen. Die Kürbis kerne zugeben und gleichmäßig 50 g Kürbiskerne mit der Zuckermasse verrühren, bis der Zucker an ihnen haften Den Backofen auf 190 Grad bleibt. Dabei durchgehend mit Ober-/Unterhitze vorheizen. einem Holzkochlöffel rühren. Die karamellisierten Kürbiskerne auf Die Äpfel schälen und die Kern- ein Stück Backpapier geben, abgehäuse mit einem Ausstecher he- kühlen und trocknen lassen. rausstechen. Die Äpfel in Scheiben schneiden und mit 1 Spritzer ZiDas Clafoutis aus dem Ofen tronensaft mischen. Den Kürbis nehmen, etwas abkühlen lassen waschen, halbieren, entkernen und mit den karamellisierten und in kleine Würfel schneiden. Kürbiskernen bestreut servieren. 20 g Mehl
LIE
BLING
• • • • • • • • • • • • • • • •
Caesar Salad Für 2 Personen Für den Salat 1 großer Römersalat 50 g Parmesan, frisch gerieben
37
100 g Croûtons (selbst gemacht oder gekauft) Für das Dressing 1 Eigelb (oder: 2 EL Mayonnaise) 1 Knoblauchzehe, fein gehackt 1 TL Dijon-Senf 2 Sardellenfilets, fein gehackt 1 EL Zitronensaft 1 TL Worcestersauce 50 ml Olivenöl 20 g Parmesan, frisch gerieben Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Den Römersalat waschen, gut trocknen und in mundgerechte Stücke zupfen. Für das Dressing Eigelb, Knoblauch, Senf, Sardellen, Zitronensaft und Worcestersauce verrühren. Das Olivenöl langsam unter ständigem Rühren einfließen lassen, bis das Dressing cremig wird. Den Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat mit dem Dressing vermengen. Mit Croûtons und Parme san bestreuen und sofort servieren.
Schlemmen & Sürpfeln
1 Spritzer Zitronensaft
EN
Foto: © hemmicom; Merkle
3 säuerliche Äpfel, z. B. Himbeer äpfel
CH
Für das Clafoutis
Die Butter in einer Pfanne erhitzen, den braunen Zucker zugeben und schmelzen lassen. Die Kürbiswürfel darin ca. 8 Minuten braten. Die Apfelscheiben zugeben und kurz mitdünsten.
Lust auf REGIO | 10.2026
KÜ
Für 4 Personen Zubereitung: ca. 35 Minuten
e
Reze
omas Merk Th l
pt e
n S t er n e k o c
h
Kürbis-Apfel-Clafoutis mit karamellisierten Pumpkin-Spice-Kürbiskernen
vo
Lust auf REGIO | 10.2026
38 Musical HEUTE ABEND: LOLA BLAU SO., 4. OKTOBER 19 UHR
Th ea
ter Base
l
Foto: © Lucia Hunziker
KALENDER R E B O OKT
Ausstellungen
MUSEUM DER KULTUREN BASEL
ie-dye T Gefaltet, genäht, gefärbt Basel, bis 23.1.27 www.mkb.ch
MUSEUM TOMI UNGERER
tire-d’aile À Anna Sommer im Dialog mit den Sammlungen Straßburg, bis 28.2.27 de.musees.strasbourg.eu
Kalender
SCHWARZWALD CITY
inn-Stationen S Interaktive Exponate zur Wahrnehmung Freiburg, bis 10.10. www.schwarzwald-city.de
MUSEUM.BL
ix it! F Vom Glück des Reparierens Liestal, bis 3.1.27 www.museum.bl.ch
MUSÉE UNTERLINDEN onversation(s) C Mittelalterliche Meisterwerke & Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst im Dialog Colmar, bis 7.12. www.musee-unterlinden.com
MUSEUM TINGUELY wischenraum / HindurchZ zuschaun Multimediale Installationen von Zilla Leutenegger Basel, bis 7.3.27. www.tinguely.ch
KERAMIKMUSEUM STAUFEN
MUSEUM NATUR UND MENSCH
MAMCS
oll unfair! V Künstlerische Positionen von Marcello Martinez-Vega & Dewi Candraningrum Freiburg, bis 3.1.27 www.museen.freiburg.de
J ugendstil international Keramische Kunst ohne Grenzen Staufen, bis 28.11.27 www.landesmuseum.de
er wilde Zustand D Tiere in den Sammlungen des Mamcs & des Zoologischen Museums Straßburg, bis 3.1.27 www.musees.strasbourg.eu
STIFTUNG FÜR KONKRETE KUNST
etween Stripes B Großformatige Holzarbeiten von Helga Weihs Freiburg, bis 8.11. www.stiftung-konkrete-kunst.de
MUSEUM ART.PLUS na Passeggiata Italiana U Künstlerischer Spaziergang durch Italien Donaueschingen, bis 7.3.27 www.museum-art-plus.com
VITRA SCHAUDEPOT erner Panton V Form, Farbe, Raum Weil am Rhein, bis 9.5.27 www.design-museum.de
eddy T Von Legende bis Lifestyle Basel, bis 31.1.27 spielzeug-welten-museum-basel.ch
AUGUSTINERMUSEUM
ukunfts(t)räume Z Museum im Wandel Freiburg, bis 21.2.27 www.museen.freiburg.de
DREILÄNDERMUSEUM
uhause – unterwegs Z Was Menschen bewegt Lörrach, bis 18.4.27 www.dreilaendermuseum.eu
Kabarett/Comedy DONNERSTAG, 1.10.2026 rne Semsrott: „GegenA macht“ Aktivistische Satire Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de
FREITAG, 2.10.2026 olkmar Staub V „Ausbaden“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de
SAMSTAG, 3.10.2026
VITRA DESIGN MUSEUM
elge Thun H „Zick Zack zum Zenit“ Theater Kumedi, Riegel, 20 Uhr www.kumedi.de
FORUM WÜRTH
atthias Deutschmann M „Propaganda à la carte“ Vorderhaus, Freiburg, 19 Uhr www.vorderhaus.de
eoffrey Bawa G Architektur für die Sinne Weil am Rhein, bis 28.2.27 www.design-museum.de
inschnitt | Ausdruck E Hap Grieshaber Arlesheim, bis 2.5.27 www.kunst.wuerth-ag.ch
ARCHÄOL. MUSEUM COLOMBISCHLÖSSLE
rchäo-Labor. A Neues aus der Wissenschaft Freiburg, 8.10. bis 27.6.27 www.museen.freiburg.de
HISTORISCHES MUSEUM BASEL
tomkraft A Deine Entscheidung Basel, 15.10. bis 4.7.27 www.hmb.ch
Lust auf REGIO | 10.2026
Anzeigen
SPIELZEUG WELTEN MUSEUM
39
SONNTAG, 4.10.2026
FREITAG, 9.10.2026 illy Astor W „Reimart & Lachkunde“ Martinskirche, Müllheim, 20 Uhr, auch am 10.10. im Kultur- & Bürgerhaus Delcanto in Denzlingen www.karoevents.de
SAMSTAG, 10.10.2026 erdar Karibik S „Mein Dschungel“ Messe, Offenburg, 20 Uhr www.messe-offenburg.de
DONNERSTAG, 15.10.2026 ie Sprache der Farbe D 150 Jahre Andé Evard (1876–1972) Riegel, 17.10. bis 18.4.27 www.kunsthallemessmer.eu
MARKGRÄFLER MUSEUM
emeinschaft – Glaube – Gewalt G Der Nationalismus in Müllheim Müllheim, 18.10. bis 30.5.27 www.markgraefler-museum.de
ANTIKENMUSEUM BASEL
uf & davon! A Mensch seit Jahrtausenden unterwegs Basel, 18.10. bis 18.4.27 www.antikenmuseumbasel.ch
rank Sauer F „Sauer machts Lustig“ Theater im Teufelhof, Arlesheim, 20.15 Uhr, auch am 16.10. www.theater-teufelhof.ch
FREITAG, 16.10.2026 löZinger B „Das Ziel ist im Weg“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de S AMSTAG, 17.10.2026 Anne Folger „Spielversprechend“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de
Kalender
KUNSTHALLE MESSMER
Dies war eine Leseprobe der Oktober-Ausgabe 2026.
SIE HABEN LUST AUF MEHR? Das komplette Heft ist ab dem 2. Oktober im Handel.
REGIO