Praktika +++ FSJ +++ A uslandsjahr
r e t r a t Jobs +++
+ + + g n u ild b s Au
m u i d Stu
Foto // Š istockphoto.com
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Was ist ein Testimonial? Ein Magazin wie das f79 herzustellen kostet viel Geld. Es müssen Redakteure und Grafiker bezahlt werden, die
DAS
fü r FrSCHÜLERM ei bu rg AG un d Re AZIN gi on
Jobstarter
Wo ein Wille, da Zukunft Eure Karrierechancen sind groß - auch bei Rückschlägen
die Schülerredaktion betreuen und anleiten, deren Texte redigieren und das
„Du kannst alles schaffen“, sagt Rapper
f79 layouten. Am Ende muss alles
Cossu im Promi-Interview dieser Ausgabe.
zusammengestellt, gedruckt und verteilt
Er selbst ist der Beweis. Einst wurde er
werden. Wenn da keiner etwas dazuge-
auf die Hauptschule geschickt, dann hat er
ben würde, müsste das Schülermagazin
Abi gemacht, jetzt studiert er. Das zeigt:
sehr teuer verkauft werden. Für viele
Lasst euch nicht entmutigen – weder
Jugendliche wäre es dann zu teuer.
privat, noch bei der Jobwahl.
Daher suchen wir immer Firmen und Einrichtungen, die das Projekt toll finden
Auch Jonas Benz ist der Beweis, dass vieles
und uns finanziell unterstützen. Sie
möglich ist. Der 19-Jährige macht eine Lehre
erhalten dafür ein Logo, werden nament-
als Koch – und das, obwohl er nur einen Arm
lich genannt oder können sich ein Redak-
hat. Im Gasthaus Krone in Staufen ist er
tionsmodul wünschen.
trotzdem genommen worden. Die Küche wurde
Und wie funktioniert das? Schüler
Foto // Tanja Bruckert
dafür ein klein wenig umgerüstet – und schon
aus der Redaktion oder unser eigenes
kann er problemlos arbeiten. Sein Chef ist
„Für fast jeden Jugendlichen können wir eine
Redaktionsteam besuchen ein Unterneh-
hochzufrieden.
passende Unterstützung anbieten.“
men und befragen die Azubis nach ihren
Jonas kann damit seinen Traumberuf lernen.
Sich zu informieren ist das A und O auf dem
Aus- und Weiterbildungswegen. Hierbei
Auch ihr habt diese Möglichkeit, selbst wenn es
Weg zum Traumjob. Auf den nächsten Seiten
entstehen Texte im Rahmen der Beufs-
auf den ersten Blick nicht danach aussieht. „Bei
erzählen junge Menschen, wie es ihnen im Job,
orientierung für Schüler. Solche Texte
Bewerbern, die zunächst nicht überzeugen,
Studium, bei der Ausbildung oder im Praktikum
sind als „Testimonials“ gekennzeichnet.
lohnt sich oft ein zweiter Blick“, sagt Christian
ergeht. Vielleicht ist ja euer Weg auch dabei.
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Ramm, Leiter der Agentur für Arbeit Freiburg.
Till Neumann t Anzeige
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DAS
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Jung, fleißig, erfolgreich Rebecca Boschert leitet mit 24 Jahren eine LIDL-Filiale Mit Fleiß und Erfolg zum Ziel – mit der Einstellung hat es Rebecca Boschert aus Offenburg weit gebracht: Die 24-Jährige ist Leiterin der LIDL-Filiale in Kehl-Goldscheuer. Text & Foto // Till Neumann
Mit einem freundlichen Lächeln läuft die
Seit September ist Rebecca Boschert die
Offenburgerin durch die Gänge ihrer Filiale in
Nummer eins der Filiale in Kehl-Goldscheuer.
Kehl-Goldscheuer. Sind alle Regale gefüllt? Ist
Von der steilen Karriere hätte sie 2010 wohl
das Obst frisch? Finden sich die Kunden
nicht mal zu träumen gewagt. Damals hatte sie
zurecht? Schon spricht ein Kunde sie an.
gerade eine Ausbildung als Gärtnerin abge-
Rebecca Boschert hört aufmerksam zu,
schlossen. Doch der Einzelhandel sagte ihr
antwortet, bringt ihn zum gesuchten Produkt.
mehr zu. Sie bewarb sich bei mehreren
Boschert macht ihren Job gerne. Sie
Discountern – LIDL sagte als erster zu. „Ein
spürt aber auch mit ihren 24 Jahren, was die
Glücksgriff“, jubelt Ausbildungsleiter Christian
Führungsposition mit sich bringt: „Es fühlt sich gut
Ehrhardt, der mit am Tisch sitzt.
an. Ich habe aber auch viel Verantwortung zu
Drei Jahre dauerte die Ausbildung. Drei
tragen.“ Das merkt man ihr kaum an. Bei einer
Mal machte Boschert dabei beim bundeswei-
Tasse Kaffee erzählt sie im Personalraum des
ten Lebensmittelhandel-Wissenswettbewerb
Discounters von ihrer Arbeit: „Die Aufgaben sind
„Grips und Co.“ mit – drei Mal war sie beste
sehr vielfältig, das mag ich.“ Bestellungen
LIDL-Teilnehmerin aus Südbaden. Doch die
aufgeben, morgens die Ware einräumen, die
Auszubildende glänzte nicht nur mit Fachwis-
Mitarbeiter anleiten, auch mal die Kasse
sen. „Sie war einfach immer top“, schwärmt
machen, wenn Not am Mann ist.
Ehrhardt. Das erkannten auch die Kollegen.
20 Mitarbeiter umfasst ihr Team. Nur
Nach der Abschlussprüfung im Juni 2013
ein Kollege ist jünger als die sportliche
wurde Boschert Erstverkäuferin in Kehl-Sund-
Chefin mit den schwarzen Haaren und der
heim. „Die rechte Hand vom Filialleiter“, nennt
knallgrünen Uhr am Handgelenk. Mit fehlendem Respekt hat sie aber
sie die Rolle. Im Spätsommer 2014 kam dann der
nicht zu kämpfen: „Bis jetzt hat
Anruf des Chefs. Das Angebot, Filialleiterin
sich noch keiner quergestellt
zu werden, hat sie umgehauen. „Ich war erst
wegen meines Alters“, erzählt Boschert. Das liegt sicher auch an ihrem Durchsetzungs-
mal platt“, erinnert sich Boschert. Nach kurzem Überlegen sagte sie zu – und hat es bis heute nicht bereut. „Ich finde es hier wunderbar – und kann mir vorstellen, das sehr lange zu
vermögen: „Ich
machen.“ Zumal sie als Chefin nicht immer als
gebe klare Anwei-
Erste kommen und als Letzte gehen muss. So
sungen, und das schätzen meine Mitarbeiter an mir!“
kann sie weiter ihren Hobbys Fußball und Tennis nachgehen. Am wichtigsten ist ihr bei der Arbeit das Team. „Wenn einer nicht mitzieht, kann schnell die ganze Mannschaft nicht mehr funktionieren.“ Deswegen versucht sie, ihre Mitarbeiter zu motivieren, aufzumuntern und auch mal ein Kompliment zu machen. Im Zweifelsfall kann sie sich mit erfahrenen Leitern der Nachbarfilialen austauschen. Darauf kommt Boschert gerne zurück. Erst gestern hat sie mit einem Kollegen telefoniert, um sich Tipps zu holen. INFOS Im Netz // www.lidl.de/ausbildung
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Studium · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
Nach dem Abi? Dual studieren! Noch sind Studienplätze für das Wintersemester an der DHBW Lörrach frei
Foto // DHBW Lörrach / Juri Junkov
Georg Büchner oder Max Frisch, Analytische Geometrie oder Stochastik – mit solchen Themen haben sich im März die badenwürttembergischen Abiturienten auseinandergesetzt. Im Juni stehen als letzte Hürde die mündlichen Prüfungen an. Und dann? Nach dem Abitur entscheiden sich immer mehr junge Menschen für ein duales Studium; viele davon an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Lörrach. Vieles spricht für das duale Studienkonzept – nicht nur der Drei-Monats-Rhythmus zwischen Theorie- und Praxisphase. Die Studenten schließen an der DHBW ihr Studium nach drei Jahren mit dem Bachelor ab. Bis dahin haben sie schon anderthalb Jahre Berufserfahrung im Unternehmen gesammelt. Dort übernehmen sie Verantwortung und setzen ihr theoretisches Wissen in der Praxis um. Die Studenten erhalten während der gesamten Studienzeit eine monatliche Vergütung durch ihr Unternehmen. Sie sind somit früh finanziell unabhängig und können sich auf das Studium konzentrieren. Das Bachelor-Studium an der DHBW bereitet optimal auf das Berufsleben vor – das zeigt die einzigartige Übernahmequote: Im Durchschnitt haben mehr als 80 Prozent der Absolventen schon vor Ende ihres Studiums einen festen Arbeitsvertrag. Kurzentschlossene können sich auch jetzt noch um begehrte Ausbildungsplätze bei Partnerunternehmen bewerben. Der Bedarf ist groß – deswegen bieten viele Unternehmen zum Wintersemester 2015 noch duale Studienplätze in Bachelorstudiengängen der Fakultäten Wirtschaft und Technik an. INFOS Partnerunternehmen mit freien Studienplätzen sind verfügbar auf www.dhbw-loerrach.de/ausbildungspartner DHBW Lörrach // www.dhbw-loerrach.de // www.facebook.com/dhbwloerrach
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DAS
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Kreativ in den Sommer Linda Tröndle macht ein Praktikum bei der VAG
Die 24-jährige Studentin Linda Trödle entwirft für die VAG-Sommerlinie ein Bilder-Quiz. Foto // Till Neumann
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Testimonial · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
DAS
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Jobstarter
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Ideen entwickeln und umsetzen, das ist ihr Ding. Deshalb macht die Studentin Linda Tröndle ein Praktikum bei der Freiburger Verkehrs AG. Im Marketing plant die 24-Jährige ein Projekt, das der Stadt den Sommer versüßen soll. Profi-Fotografin ist Linda Tröndle nicht. Dennoch ist die Spiegelreflexkamera derzeit eines ihrer wichtigsten Werkzeuge. Die Studentin zieht damit durch Freiburg und lichtet Orte ab, die im August für ein großes Ratespiel dienen sollen: die VAG-Sommerlinie. Von März bis August ist Tröndle im Marketing der VAG tätig. Die Organisation der Sommerlinie ist ihre Hauptaufgabe. Sie hat das Konzept entwickelt und kümmert sich jetzt um die Ausarbeitung. Dabei arbeitet sie auch mit einer Agentur zusammen, die in die Sommerlinie mit eingebunden ist. „Eine gute Idee zu entwickeln ist gar nicht so einfach“, sagt die braunblonde gebürtige Freiburgerin. Zu Beginn hat sie sich deshalb erst mal durch die Unterlagen der vergangenen Jahre gewühlt. 2014 gab es einen Fotowettbewerb zum Motto „Wie bunt ist dein Sommer?“. Dieses Jahr macht Tröndle die Bilder selbst – die Teilnehmer müssen sie Orten auf dem VAGLiniennetzplan zuordnen. Dafür fotografiert die Bachelor-Absolventin Uhren, Brunnen, Figuren und Mosaiksteine auf Straßen. Allein 20 Zifferblätter an Kirchen, Hauswänden oder in Straßen hat sie in den vergangenen Wochen abgelichtet. Nur ein paar davon sind für das Sommerlinienquiz übriggeblieben. „Die Auswahl ist schwierig. Die Lösung darf nicht zu leicht sein, aber auch nicht zu schwer“, sagt Tröndle. Zudem will sie alle Stadtteile berücksichtigen. Mit der Aktion möchte Tröndle die Freiburger herausfordern: „Man ist hier ja schon ein bisschen stolz“, sagt sie. Beim Quiz könne jeder Freiburger beweisen, wie gut er die Stadt wirklich kennt. Die Straßenbahn soll dabei helfen, unbekannte Viertel zu erkunden. Die besten Teilnehmer werden mit Preisen belohnt. Hauptgewinn könnte ein Abend im Partywagen der VAG werden. Linda Tröndle hat in ihrem Praktikum weitere spannende Aufgaben: So hat sie für die Schauinslandbahn mit Pappe ein BrunnenModell entworfen. Denn die Damentoilette der Bergstation soll vergrößert und eventuell mit einem Steinbrunnen ausgestattet werden. Auch im Erlebniswagen der VAG war sie im Einsatz. Bei den dortigen monatlichen Events konnte sie fotografieren und mithelfen, die Gäste zu betreuen. Vor dem Praktikum hat Tröndle an der Uni Freiburg einen Bachelor in VWL gemacht. Die Welt der Zahlen ist aber nicht das, was ihr beruflich vorschwebt. Für den Master will sie lieber in den Bereich Marketing gehen. Dazu hatte sie auch im Studium ein Seminar. „Das Spannende am Marketing ist, dass man dabei sehr kreativ sein kann“, sagt sie. Auch die psychologische Komponente gefällt ihr. Bevor sie mit dem Master beginnt, sammelt sie nun bei der VAG Berufserfahrung. Tröndle hat sich in ganz Deutschland beworben. Gerne würde sie in eine größere Stadt gehen. Freiburg wird sie wohl definitiv verlassen. Denn hier gibt es keine passenden Studienangebote. Und ein Ortswechsel reizt sie. Den Sommer wird Tröndle aber noch in der Stadt verbringen – auch um zu sehen, wie gut die Freiburger ihr Quiz lösen können.
Till Neumann
INFOS Die VAG bietet regelmäßig Praktika für Schüler oder Studenten an. Infos gibt‘s auf www.vag-freiburg.de/die-vag/karriere-ausbildung/praktika.html Die Sommerlinie 2015 startet in den Sommerferien.
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DAS
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Auf einmal vor der Kamera Volksbank-Azubis arbeiten an Filmreihe für ihren Blog
Eigentlich sind es angehende Finanz-
„So, jetzt schmeißt euch alle mal ins Gras“,
nicht, aber lustig“, sagt Carolin Asimus. „Ohne das
experten. Sie stehen am Schalter, beraten
haben Lena Fakler und Axel Schröder den zwölf
Textblatt ging aber nix mehr“, erinnert sich Sandra
Kunden, lernen Finanzmodelle kennen.
Azubis kürzlich in Konstanz gesagt. Und
Löffler und lacht. Bei der Projektwoche haben sie
Doch Azubis der Freiburger Volksbank
schwupps lagen alle in der kalten Wiese – und
einen Einführungsclip gedreht, in dem das Projekt
stehen derzeit vor der Kamera statt vor
lachten herzhaft. Bei der Ausbildungs-Projektwo-
vorgestellt wird. Alle konnten sich dabei als
dem Kunden. Und müssen da auch mal
che am Bodensee Anfang April haben die zwölf
Moderator testen. Jetzt arbeiten sie in Zweiergrup-
Auszubildenden ihr Filmprojekt geplant. Sie
pen an den Konzepten für die weiteren Videoclips.
arbeiten dafür mit den Freiburger Filmemachern
Bis Juli muss alles sitzen, dann ist Drehwoche. Die
Fakler und Schröder von „Blendkultur“ zusam-
Teams liegen gut in der Zeit: „Das Konzept ist
men. Die beiden haben den angehenden
schon fast fertig“, sagt Joshua Lindinger, der einen
Finanzexperten gezeigt, wie man sich vor der
Beitrag über Genossenschaftsbanken macht.
Kamera präsentiert – unter anderem auch mit der
Veröffentlicht werden die Ergebnisse nach den
Übung, sich ins Gras fallen zu lassen.
Sommerferien.
seltsame Dinge tun. Text // Till Neumann Fotos // Claudia Wasmer
Auf der Dachterrasse der Volksbank-Zen-
Claudia Wasmer, stellvertretende
trale am Freiburger Hauptbahnhof erzählen die
Unternehmenssprecherin der Volksbank,
Azubis und Filmemacher nun bei strahlendem
betreut den Blog und damit auch die Filmgrup-
Sonnenschein von ihrem Filmprojekt: Zehn Clips
pe. Ihr ist wichtig, dass die Auszubildenden
sollen es werden. „Jeweils nur 60 bis 90
lernen, komplizierte Inhalte einfach darzustellen.
Sekunden lang, dann Klappe“, sagt die
Joshua Lindinger findet das total wichtig: „In der
Auszubildende Carolin Asimus. Alle lachen.
Schule lernen wir viel Fachjargon. Für den Blog
Mit den Videos wollen sie Außenstehenden
und die Videos stellen wir uns immer wieder die
einen Einblick in die Volksbank geben. Unter
Frage: Wie kann ich etwas so sagen, dass es
anderem wird ein Bewerbungsgespräch
jeder versteht?“ „Hier schreiben und sprechen
nachgestellt, ein Tag in der Bank im Zeitraffer
wir eher locker und ohne Fachbegriffe“, ergänzt
dargestellt und es gibt Tipps zum richtigen
Sandra Löffler. Das helfe auch bei Kundenge-
Business-Dress.
sprächen.
Den Azubiblog gibt es schon seit circa 1,5
Den Lerneffekt sieht auch Ausbildungs-
Jahren. Die jungen Autoren schreiben dort
leiterin Sabine Leuthner: „Das Team muss sich
regelmäßig über ihren Beruf und geben zukünf-
auf etwas Neues einlassen. Das ist auch für den
tigen Auszubildenden Ratschläge. „Jetzt wollen
Bankjob wichtig.“ Auch die Zusammenarbeit mit
wir etwas Neues machen. Heute braucht es
der Filmcrew ist für sie eine gute Sache. „Wir
Videos und Bildergeschichten“, sagt Rebecca
haben ein gemeinsames Ziel. Das bringt uns
Schiehle. „Die Idee war da. Dann ging alles total
voran.“
schnell“, ergänzt Joshua Lindinger. In Konstanz standen sie zum ersten Mal vor der Kamera – und fühlten sich dabei sogar wohl. „Schlimm ist es
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INFOS Im Netz // www.voba-azubiblog.de
Berufskolleg · · · · · · · · · · · · · · · · · ·
Workshop für visuelle Gestaltung Akademie für Kommunikation lädt Schulabgänger ein Du hast deinen Schulabschluss und interessierst dich für Mediengestaltung und Produktdesign? Dann solltest du dir Samstag, 4. Juli, freihalten. Die Akademie für Kommunikation lädt da zum Info-Workshop ein.
Foto // Akademie für Kommunikation
Erfahrene Dozenten stellen den Workshop-Teilnehmern kleine Aufgaben aus den Bereichen Zeichnen/Illustration, Werbefotografie und digitale Mediengestaltung. Zudem gibt es viele Infos zu Beruf und Ausbildung. Der dreijährige Bildungsgang Grafik-Design vermittelt alles, was für die kreativ-gestalterische Arbeit in Werbeagentur, Verlag oder Marketing wichtig ist: Grafik-Design, Freies Zeichnen, Schriftgrafik, Typografie, Fotodesign, Medientechnik und Werbelehre. Zur Ausbildung erhält jeder Schüler ein Macbook. Im fachlichen Bereich endet die Ausbildung mit einer Abschlussprüfung zum „Staatlich geprüften Grafik-Designer“. Die bestandene Zusatzprüfung berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule. Wer seine Stärken in kreativer Formgestaltung und einer etwas handwerklicher orientierten Designausbildung sieht, für den könnte das zweijährige Berufskolleg für Produktdesign das Richtige sein. Neben der Anwendung klassischer Grafiksoftware und der Umsetzung der Entwürfe in einem 3D-Programm, lernen die Schüler Techniken zur Erstellung von Modellen ihrer Designentwürfe. Dazu steht ihnen eine moderne Werkstatt inklusive 3D-Drucker zur Verfügung. Jugendliche können sich hier noch für das Schuljahr 2015/16 bewerben. INFOS Was // Workshop am Samstag, 4. Juli 2015 Dauer // 10 bis 14 Uhr Ort // Akademie für Kommunikation Freiburg (Kaiser-Joseph-Straße 168) Anmeldung // www.akademie-bw.de // 0 76 1 / 1 56 48 03 - 0
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Jobstarter
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High Five für das Handwerk Zwölf Junghandwerker wollen mit Nachfolgern abklatschen
Give me Five: Zwölf Junghandwerker schließen ihre Ausbildung ab und
Tamer Yildirim
suchen Nachfolger. Sie rufen Jugendliche in Videos auf, in ihre und
Karosseriebauer
andere Fußstapfen zu treten. Gemeinsam mit dem Handwerk gestalten sie die Aktion „Abklatschen! Hol Dir meinen Job“. Wer könnte besser für eine Ausbildung im Handwerk werben als Auszubildende im Handwerk? Frei nach diesem Motto suchen zwölf Junghandwerker Nachfolger für ihre Ausbildungsplätze. Sie möchten ihre Leidenschaft weitergeben, Nachfolger mit einem High Five abklatschen und so neuen Auszubildenden den Staffelstab in die Hand geben. Die Aktion des Handwerks mit den zwölf Protagonisten ist am 15. April auf www.handwerk.de gestartet. Sie heißt „Abklatschen! Hol Dir meinen Job.“ Ein Zimmerer, ein Gerüstbauer, eine Mechatronikerin für Kältetechnik, ein Karosseriebauer, eine Bootsbauerin, eine Technische Modellbauerin, ein Maßschneider, ein Fleischer, eine Bäckerin, eine Friseurin, eine Orthopädie-Schuhmacherin und ein Orgel- und Harmoniumbauer stehen im Mittelpunkt. Sie zeigen die Bandbreite des Handwerks: von traditionell Kristina Tangermann Bootsbauerin
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bis modern, von kreativ bis technisch.
Ausbildung · · · · · · · · · · · · · · · · ·
Florian Kaiser ist einer der zwölf. Er will Jugendliche motivieren, als Auszubildende im Zimmererhandwerk in seine Fußstapfen zu treten. Knifflige Konstruktionen entwickeln, präzise Winkel ausmessen, hobeln, dass die Späne fliegen, und in der Freizeit Geräteturnen: Florian Kaiser liebt die Vielseitigkeit. Durch seine Ausbildung weiß der 21-Jährige, dass man vieles mit den eigenen Händen
Florian Kaiser Zimmerer
erreichen kann: „Man übernimmt schnell Verantwortung und schafft Dinge, auf die man wirklich stolz sein kann.“
Auch Marina Lugmeier sucht Nachwuchs für ihr Handwerk – sie ist Technische Modellbauerin. Sie baut Formen und Modelle, mit deren Hilfe komplizierte Teile, etwa für Motoren und Maschinen, hergestellt werden. „Als Technischer Modellbauer arbeitet man für die Zukunft. Ob Auto, Handy oder Fernsehreceiver – Modellbau ist eigentlich alles, was zwischen der kreativen Idee und dem Produkt passiert“, erklärt die 20-Jährige. Zwölf Protagonisten, zwölf Geschichten, zwölf leidenschaftliche Videos. Die Junghandwerker zeigen auf sympathische Weise, was für ihre Berufe wichtig ist und wie der Job ihr Leben prägt. Die Videos sind auf www.handwerk.de/ holdirmeinenjob, der FacebookSeite des Handwerks und auf YouTube zu sehen. Wer in die Fußstapfen von Florian Kaiser, Marina Lugmeier oder einem der anderen Handwerker treten will, lädt seine Bewerbungsunterlagen auf www.handwerk.de/holdirmeinenjob hoch. Tipps
Marina Lugmeier
rund um die Bewerbung, etwa welche Unterlagen
Modellbauerin
nicht fehlen dürfen und wie ein Anschreiben aussieht, finden Bewerber ebenfalls auf www.handwerk.de. Rund 150.000 Ausbildungsplätze in 130 Handwerksberufen werden jedes Jahr im Handwerk angeboten. Wer sich für freie Stellen beispielsweise in der Region interessiert, wird im Lehrstellen-Radar auf www.handwerk.de/lehrstellen-radar fündig. Interessierte können sich direkt bei den Betrieben bewerben. Denn am Ende der Aktion „Abklatschen! Hol Dir meinen Job“ sollen nicht nur die zwölf Ausbildungsplätze der Protagonisten besetzt sein, sondern viele weitere Lehrstellen in Fotos // Antonina Gern
Konrad Scheffler Orgelbauer
zahlreichen Handwerksbetrieben. f79 INFOS Im Netz // www.handwerk.de/holdirmeinenjob, www.facebook.com/handwerk
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Jobstarter · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Testimonial
Die Kunst, das Gesetz zu lesen Adrian Keller macht ein duales Studium mit Praxisteil beim Zoll
Hausdurchsuchungen, Büroarbeit und
Eine weitere Herausforderung zu Beginn
Gesetzeskunde: An Abwechslung fehlt es
des dualen Studiums ist Jura. „Das ist eine
Adrian Keller nicht. Im August 2012 hat er
Sprache für sich“, sagt Adrian. Sie zu lernen,
als Beamter im gehobenen Zolldienst das
zu lesen oder selbst Texte zu formulieren, sei
damit verbundene duale Studium in Münster
nicht leicht. Ein Grund, warum ein gewöhn-
begonnen. Nach dem Abitur und einem Jahr
licher Tag an der Fachhochschule (FH) nicht
bei der Bundeswehr stand eine Beamtenlauf-
um 13 Uhr endet. „Man sollte täglich zwei
bahn für ihn fest. „Nur wo? Ob beim Zoll, bei
Stunden investieren, um nachzuarbeiten oder
der Bundeswehr oder der Polizei, das wusste
sich für den nächsten Tag vorzubereiten“, sagt
ich noch nicht,“ sagt Adrian.
Adrian. „Die Umstellung nach dem Abitur in
Auf der Webseite des Zolls informierte er sich – was er dort las, gefiel ihm. Jetzt studiert er in Münster. Dort ist die einzige Fachhoch-
Sachen Lernen war schon hart.“ 600 Kilometer trennen Meßkirch und Münster. Dass Adrian sich trotz der Entfernung zur Heimat so wohl fühlt, hat viele
schule für den gehobenen Zolldienst in ganz Deutschland. Das
Gründe: die FH, die Kollegen
dreijährige duale Studium
und das zur Hochschule
ist in vier Studien- und
gehörende Wohnheim. Die
drei Praxisabschnitte
gemeinsame Unterkunft
eingeteilt. „Da ist für
ist für ihn ein Vorteil:
jeden etwas dabei“,
„Dadurch ist der
schwärmt Adrian.
Kontakt zu den anderen sehr gut.“
Besonders die
Während des
Praktika machen Bin ich Praktiker? Oder doch eher Theoretiker? Diese Fragen muss sich der 23-jährige Adrian Keller aus Meßkirch nicht stellen. Sein duales Studium beim Zoll bietet beides. Text // Stella Krause Foto // Zoll
Studiums war Adrian
dem sportinteressierten
schon in Frankfurt, Freiburg
Studenten Spaß. Die
und Stuttgart. Wie es nach
Aufgaben sind vielfältig:
seinem Studium weitergeht, ist
Durchsuchungen, Kontrollen und Zollarbeit am Flughafen. Gerade die
offen. Wünsche hat er geäußert. Jetzt
Arbeit am Flughafen sei interessant. „Hier
konzentriert er sich aber erst mal auf den
muss man ein Gespür entwickeln, wen man
Studienabschluss: Im Juni sind schriftliche und
von den vielen Anreisenden aus aller Welt
mündliche Abschlussprüfungen. Dann steht für
kontrolliert und wen nicht“, berichtet Adrian.
Adrian Keller eine dreijährige Probezeit an.
Respekt vor brenzligen Situationen beim Zoll
Danach möchte er als Beamter auf Lebenszeit
hat er nicht. „Klar, dass die Leute nicht erfreut
beim Zoll bleiben. Am liebsten würde er bei
sind, wenn man mit fünf bis sechs Leuten und
einer der Ermittlungsgruppen arbeiten.
einem Hund vor ihrer Haustür steht“, erklärt er.
Beworben hat er sich in Ulm, Lindau und
„Da können Beteiligte schon mal aus der Haut
Aalen. Dort will er das Team der Finanzkontrolle
fahren. Aber ich wusste, worauf ich mich
Schwarzarbeit (FKS) verstärken.
einlasse.“ Die erste große Hürde hat Adrian nach
Ausbildung im gehobenen Zolldienst
überwunden. Die absolvierte Zwischenprüfung
Ausbildungsdauer // 3 Jahre
ist der Türöffner für die drei folgenden Studienabschnitte: „Nur wer die Zwischenprüfung übersteht, kann weiterstudieren“, erzählt Adrian.
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INFOS
einem sechsmonatigen Grundstudium
Studienstandort // Münster Praxisphase // 3 Praktika Gehalt (Anwärterbezüge) // 1158,38 Euro Im Netz // www.zoll.de
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DAS
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Jobstarter
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· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Praktikum
Eigene Eindrücke sammeln Praktika eröffnen erste Einsichten in die Berufswelt
Illustration // Karin Mihm / BZ
Zwei Wochen Berufsluft schnuppern –
Welche Betriebe und Arbeitgeber gibt es in
irgendwann ab der achten Klasse steht
der erreichbaren Nähe? Was spricht einen davon
das erste Praktikum an. Und das ist weit
an? Grundlage für die Auswahl sind die eigenen
mehr als nur eine willkommene Abwechs-
Interessen und Fähigkeiten: Was kann ich gut?
lung zum Schulalltag. Mit der richtigen
Was macht mir Spaß? Wo sehe ich mich?
Betriebswahl können Jugendliche erste berufliche Weichen stellen.
Das Internetportal „Wegweiser Beruf“ bietet jede Menge Informationen und Videos zu einzelnen Berufen und verschafft Jugendlichen
Raum für Träume bietet die Planung des ersten
einen Überblick über die Ausbildungsmöglich-
Praktikums genug: Jungs prahlen mit einer
keiten.
Bewerbung beim Porsche-Händler, Mädchen
Unter vielen Berufsbezeichnungen können
schwärmen von Schminkwochen bei der
sich die Jugendlichen gar nichts vorstellen. Was
Kosmetikerin. Doch solche Praktika helfen bei
ist ein Stuckateur? Was leistet eine Chemie-
der Berufswahlfrage nicht unbedingt.
laborantin? Was macht ein Medientechnologe?
Mit einem Praktikum sammeln Jugendliche
Berufe kennenlernen und erste Kontakte zu
erste Eindrücke von der Berufswelt: Viele
Arbeitgebern knüpfen, können Schüler auch auf
Jugendliche haben allerdings von ihrem
Gewerbeschauen oder bei Tagen der offenen
vermeintlichen Traumjob Bilder im Kopf, die nicht
Tür, wie sie viele Betriebe regelmäßig anbieten.
immer der Realität entsprechen.
Doch auch wenn die Praktikumswahl kein Erfolg
In einem Praktikum können Schüler unter
war, ist die gesammelte Erfahrung nicht
echten Bedingungen sehen, was der Beruf
vergebens: Dann weiß man wenigstens, was
erfordert. Und zwar im Positiven wie auch im
man nicht werden möchte.
Negativen: Manche Schüler merkten schon im
Ein besonders positiver Nebeneffekt des
ersten Praktikum, dass ihr Traumjob eigentlich
Praktikums ist, dass viele Schüler die Schule
doch nicht ihr Ding ist, andere sind hellauf
danach mit ganz anderen Augen sehen. Vor
begeistert und bestärkt in ihrer Idee.
allem durch praktische Tätigkeiten wie zum
Doch was tun, wenn man noch gar nicht
Beispiel im Handwerk werden die Schüler sich
weiß, was man werden will? Fachleute der
ihrer Stärken bewusst und merkten, dass auch
Berufsorientierung raten Schülern, sich durch
sie eine ganze Menge können. Das kann richtig
Freunde oder Verwandte inspirieren zu lassen.
motivieren, auch in der Schule noch mal mehr
Hilfreich kann auch ein Besuch bei der Berufs-
Einsatz zu zeigen.
beratung sein.
tmn/BZ