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f79 – Jobstarter

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Was ist ein Testimonial?

Ein Magazin wie das f79 herzustellen kostet viel Geld. Es müssen Redakteure und Grafiker bezahlt werden, die die Schülerredaktion betreuen und anleiten, deren Texte redigieren und das f79 layouten. Am Ende muss alles zusammengestellt, gedruckt und verteilt werden. Wenn da keiner etwas dazugeben würde, müsste das Schülermagazin sehr teuer verkauft werden. Für viele Jugendliche wäre es dann zu teuer. Daher suchen wir immer Firmen und Einrichtungen, die das Projekt toll finden und uns finanziell unterstützen. Diese Unterstützer nennt man Kooperationspartner. So eine Partnerschaft beruht immer auf Gegenseitigkeit. f79 bekommt Geld und der Partner erhält dafür ein Logo, eine namentliche Nennung als Unterstützer oder er kann sich ein Redaktionsmodul wünschen. Letzteres nennen wir ein „Testimonial“. Und wie funktioniert das? Schüler aus der Redaktion oder unser eigenes Redaktionsteam besuchen ein Unternehmen und befragen die Azubis nach ihren Aus­ und Weiterbildungswegen. Hierbei entstehen Texte im Rahmen der Berufsorientierung für Schüler. Solche Texte sind als Testimonials gekennzeichnet. f79

Unser Jobstarter ist in Zusammenarbeit mit dem „Jugend & Beruf“-Extra der Badischen Zeitung erstellt worden.

Tschüss Deutschland?

Jugendstudie zeigt große Sorgen

41 Prozent überlegen, auszuwandern.

Die Welt wird von Krisen erschüttert.

Preise steigen, Konflikte rücken näher. Wie geht es jungen Menschen damit? Das hat die „Jugendstudie 2026“ unter die Lupe genommen.

Junge Menschen fühlen sich unter Druck. Berufliche Perspektiven wanken, das kann man der Studie entnehmen. Mehr als 2000 Menschen von 14 bis 29 Jahren wurden dafür Anfang 2026 befragt. „Die Ergebnisse zeigen auf dramatische Weise, wie sehr die Belastungen den jungen Menschen zusetzen“, betont Studienleiter Simon Schnetzer.

29 Prozent der Befragten geben an, psychologische Unterstützung zu benötigen. Doch die Studie zeigt auch: Die große

Mehrheit ist bereit, zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Doch wo genau?

41 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, auszuwandern. Nur 31 Prozent wollen bleiben. Der Rest ist unentschlossen. Die größten Sorgen der Jugend: Krieg in Europa und Nahost (62 %), Inflation (53 %) und teurer Wohnraum (50 %).

Bildungsforscherin Nina Kolleck von der Uni Potsdam hat die Studie begleitet. Sie betont bei zdheute.de: „Wenn wir die Anliegen nicht ernst nehmen, riskieren wir, angesichts des Fachkräftemangels, wichtige Potenziale zu verlieren.“ Es lohnt sich also umso mehr, den richtigen Weg einzuschlagen. Tipps und Tricks dazu gibt’s auf den folgenden Seiten. Till Neumann

Foto // pixabay.com

Neues Leben aufgebaut

Wie eine Polin, eine Iranerin und ein Madagasse den Integrationspreis gewonnen haben

Integration bringt Zukunft, Remigration gefährdet den Standort Deutschland: Sara Dzida, Zahra Azadi und Rakingamanambinaskara sitzen in einem Konferenzraum der Freiburger Volksbank. Sie haben den von der Bank ausgelobten Integrationsförderpreis der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK) gewonnen. Und arbeiten weiter an ihrer Zukunft in der Wahlheimat.

Wenn Sara Dzida erzählt, ist schwer zu glauben, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Und sie kann sogar beides: Hochdeutsch und Badisch. Vor zwölf Jahren war sie aus Polen gekommen. Ihr Vater, der Deutschland schon als Arbeiter bei der Spargel­ und Erdbeerernte kannte, wollte sein Heimatland verlassen. Über eine Leihfirma bekam er einen Job im südbadischen Neuenburg. So wurde die Familie, zu der sechs Kinder zählen, in Südbaden sesshaft. Die Tochter startete bei der Drogerie Müller an der Freiburger Kajo ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Am Ende stand auf der Urkunde die Note 1,4. Dann sattelte sie die Handelsfachwirtin drauf, bestand die Ausbildereignungsprüfung, hat sich zur Betriebswirtin weitergebildet und leitet heute in einer Drogerie Müller­ Filiale in Emmendingen schon die Abteilung für Parfümerie.

KEINEN KONTAKT ZUR FAMILIE

Schwerer hatte – und hat – es aktuell Zahra Azadi. Als die gebürtige Iranerin mit dem Journalisten spricht, dauert der Krieg in Nahost neun Tage. Ihre ganze Familie lebt im Iran. „Ich habe seit einer Woche keinen Kontakt mehr“, sagt sie mit brüchiger Stimme. Das Mullah­ Regime hatte zuvor schon Zehntausende protestierende Bürger getötet. „Wir dürfen nicht mal sagen, dass wir keine Muslime sind, viele sind es nicht, aber auf dem Papier sind alle Muslime.“ Sie hofft, dass der Krieg mit dem Sturz des Regimes endet „und wir irgendwann selber unsere Regierung wählen können“.

Als sie vor einigen Jahren im Gespräch mit ihren Eltern den Wunsch äußerte, aus dem Iran wegzugehen, haben Vater und Mutter ihr keine Steine in den Weg gelegt.

Foto
Jens Hupperich, Rakingamanambinaskara, Joelle Sitraka, Sara Dzida, DM-Ausbildungsleiterin Esther Köpel, Zahra Azadi, Thomas Lehmann (v.l.).

„Im Iran ist eine Diktatur, wirtschaftlich ging es immer schlechter. Meine Eltern haben gesagt, es ist meine Entscheidung.“ Azadi heiratete, kam 2020 nach Deutschland, absolvierte – nachdem sie schon Telekommunikations ­ Ingenieurwesen studiert hatte – beim Medizintechnik­ und Strahlenmessungs ­ Experten PTW Freiburg GmbH ihre Ausbildung als Elektronikerin für Geräte und Systeme. Arbeitete erst in der Leiterplattenmontage, dann prüfte und testete sie die fertigen Apparaturen. 2024 schloss sie ihre Ausbildung ab und bekam den Förderpreis. Das Preisgeld investierte sie in eine Weiterbildung zur Fachkraft für Löttechnik.

AUS MADAGASKAR NACH FREIBURG

Ihr Ausbildungsleiter Thomas Lehmann ist „sehr froh darüber“, dass sich Azadi – als eine der ganz wenigen Frauen – für diese Ausbildung beworben hat, welche Leistungen sie dann erbracht hat und dass sie im Unternehmen geblieben ist.

Das hat auch Rakingamanambinaskara getan. Der 32­Jährige kommt aus Madagaskar und hat nur diesen einen Namen, in der Kurzform „Skara“. Skara ist seit vier Jahren in Deutschland. Seine heutige Frau Goelle Sitraka kam schon 2014 als Au ­ pair hierher. Er hatte in Kamerun seinen Master in Internationalem Handel und Management gemacht, kam dann nach Deutschland, absolvierte einen Deutschkurs und startete seine Ausbildung bei der Tria Technologies GmbH in Eschbach als Lagerist.

Im vergangenen Jahr schaffte er seinen Abschluss und erhielt ebenfalls den Förderpreis. „Mit dem Preis konnte ich meine Weiterbildung finanzieren. Mein Plan ist, dass ich in diesem Jahr einen speziellen Deutschkurs im Beruf Logistik mache und nächstes Jahr eine Weiterbildung zum Logistiksteuerer.“ Aktuell arbeitet Skara als Staplerfahrer. Seine Frau, die beiden haben schon ein Töchterchen, arbeitet mittlerweile bei der Caritas in der Pflege. Auch der Pflegebereich kommt ohne Migration und Integration nicht aus.

Im Berufsleben sind die drei Preisträger Paradebeispiele für gelungene Integration. Aber Integration bedeutet mehr als das. Dzida hatte es auch im Privaten am einfachsten. „Wir hatten da, wo wir wohnten, Nachbarskinder im gleichen Alter. So sind wir direkt zusammengekommen und haben uns direkt verstanden.“ Während andere Teenager ihre Mittagspause machten, büffelte sie weiter Deutsch. Ihre Eltern legten aber auch Wert darauf, dass sie mit polnischen Mädchen und Jungen in Kontakt kam.

Azadi kam mitten in der Corona ­ Krise, in der man sich kaum treffen durfte. Zum Glück hat die Schwester ihres Mannes drei Kinder, die Online ­ Kurse hatten. „Durch die Kinder habe ich es viel weiter geschafft. Das war echt gut mit den Kindern. Und bei der Arbeit habe ich auch viel Deutsch gelernt.“ Nur wenn einige ihre Lehrer manchmal mit badischem Akzent gesprochen haben, hatte sie zuweilen ein Fragezeichen im Gesicht – wer nicht im Badischen gebürtig ist, braucht kein Perser zu sein, um das nachempfinden zu können. Private Kontakte hat sie natürlich zu ihren Landsleuten, aber beim Tanzkurs etwa auch zu südamerikanischen und italienischen Menschen.

Skara hat seine privaten Kontakte über ein Basketballteam beim USC Freiburg geknüpft. Er spielt leidenschaftlich gern: „Dort fühle ich mich sehr

gut.“ Mit seiner Frau spricht er madagassisch, aber die Tochter, sie besucht eine Kita, sage immer alles auf Deutsch. Alle drei leben gerne in Freiburg, vor allem, weil die Menschen so offen und nett seien. Aber auch, weil die Natur in der Region vieles zu bieten habe. Bei der Volksbank ist Jens Hupperich als Personalchef für das Engagement verantwortlich. Vor zehn Jahren, erzählt er, habe mal eine Volksbank­ Azubine den Sparkassen ­ Förderpreis gewonnen. Bei der Preisverleihung habe der damalige IHK­ Präsident Steffen Auer ihn gefragt, ob seine Bank nicht auch einen Preis stiften möchte.

„IMMER WIEDER GÄNSEHAUT“

Hupperich brauchte nicht lange zu überlegen. Es wurde ein Integrationspreis. „Migration ist für unser Land etwas Gutes, Bereicherndes. Wir haben bei all den Verleihungen so viele unglaublich tolle Geschichten gehört, da kriegt man immer wieder Gänsehaut.“ Allerdings stellt die Volksbank ein paar Bedingungen. Die Preisträger in spe dürfen nicht in Deutschland oder im deutschsprachigen Ausland geboren worden sein, auch die Eltern müssen einen Migrationshintergrund haben, eine Ausbildung muss erfolgreich geschafft sein, die Bewerber müssen angeben, was sie mit den 2500 Euro Preisgeld machen wollen. Und ob sie bei ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben wollen. „Auch der Betrieb und die Ausbildungsleiter sollen mit dem Preis belohnt werden“, sagt Hupperich. Er selber habe übrigens auch einen Migrationshintergrund. Er kommt aus Köln.

Lars Bargmann

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„Geduld
Jedidia

und Gefühl“

macht eine Pflege-Ausbildung bei der BDH-Klinik Elzach

Von Westafrika nach Südbaden – für seinen Traumberuf. Jedidia Houngo (22) aus Togo macht seit Oktober die einjährige Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegehelfender an der BDH-Klinik Elzach. Eine TV-Serie inspirierte ihn –schon jetzt plant er längerfristig.

Als Kind schaute Jedidia die Serie „The Good Doctor“. Er war so fasziniert, dass sein Traumberuf feststand: Er will Chirurg werden. Am liebsten in Deutschland wegen der „vielen Möglichkeiten“, wie er sagt. Der 22­Jährige landete 2024 in Elzach. Nur wenige Kilometer entfernt von seiner Tante, die in Breisach lebt. Sie empfahl ihm die BDH ­ Klinik, er bewarb sich als FSJ ­ler. In Elzach bekam er eine Zusage und konnte so zehn Monate ins Gesundheitswesen reinschnuppern. Dort half er bei der Versorgung von Patient*innen mit neurologischen Problemen. Und merkte: Sprachlich ist es eine Challenge, aber die Arbeit liegt ihm und das Team nimmt ihn herzlich auf.

Seit Oktober macht er nun die einjährige Ausbildung zum Gesundheits­ und Krankenpflegehelfer an den BDH ­ Kliniken Elzach und Waldkirch. Die Aufgaben sind vielfältig: „Ich kann Vital­Werte messen: Blutdruck, Puls, Sauerstoff, Atemfrequenz, Temperatur, manchmal auch Blutzucker.“ Außerdem hilft er beim Anziehen, der Körperpflege und der Dokumentation.

Bei der Arbeit merkt Jedidia immer wieder: „Für diese Ausbildung braucht man Gefühl und Geduld.“ Menschen ein Ohr zu schenken, für andere da zu sein, auch mal mit deren Launen klarzukommen, wenn es ihnen schlecht geht – das ist wichtig. Jedidia kann sagen: „Mir macht das viel Spaß.“ Und auch hier erlebt er die Kolleginnen und Kollegen als herzlich und hilfsbereit.

Geduld hat Jedidia schon vor der Ausbildung bewiesen: Nach dem Abitur wollte er direkt nach Deutschland. Doch die Botschaft in Togo brauchte zwei Jahre für sein Visum. Also studierte er Biologie, bis die Zusage kam. Die Hochschulerfahrung hilft

Mit Leidenschaft dabei: Jedidia Houngo

ihm heute beim Schulunterricht. „Vieles hat mit Biologie zu tun“, erklärt Jedidia. Er spricht fast fließend Deutsch.

Seinen Sprachnachteil gleicht er mit Extra­ Motivation aus: im Unterricht viel mitschreiben, zu Hause überarbeiten, weitermachen. Kürzlich lobte eine Ausbilderin seine großen Fortschritte. „Ein schöner Moment“, sagt Jedidia. Er ist aufgeweckt und zugewandt. Dass er morgens um 4 Uhr rausmuss, um hier um 5.55 Uhr einsatzbereit zu sein, merkt man ihm nicht an. Die Schulblöcke ab 7 Uhr sind dagegen schon Tage zum Ausschlafen. Zum Ausgleich spielt er Vollbeyball im Verein.

Jedidia hat Abschlussprüfungen im Sommer. Also kann er schon weiterplanen: Er

will eine Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) machen. An der BDH ­ Klinik geht das nicht. Doch am liebsten würde er hierbleiben. In Deutschland. Und an der BDH ­ Klinik.

AUSBILDUNG

Die staatlich anerkannte Ausbildung zur Gesundheits­ und Krankenpflegehilfe startet im Oktober. Azubis bekommen 1677 Euro brutto monatlich, haben mindestens 30 Tage Urlaub und profitieren von Benefits wie Hansefit oder Jobrad.

Mehr auf: www.bdh-jobs.de

Foto // Till Neumann

Technik neu denken

Der Studiengang Sustainable Systems Engineering in Freiburg

Klimawandel, Energiewende, nachhaltige Produktion – viele der großen Fragen unserer Zeit haben eine starke technische Dimension. Ingenieurinnen und Ingenieure spielen daher eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Lösungen. Genau hier setzt der Bachelorstudiengang Sustainable Systems Engineering (B.Sc.) an, der an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg (INATECH) angeboten wird.

Foto // iStock.com/Peach_iStock

Der Studiengang verfolgt ein klares Ziel: technische Kompetenz mit Nachhaltigkeitsdenken zu verbinden. Studierende sollen lernen, innovative Technologien zu entwickeln und gleichzeitig deren ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen zu berücksichtigen. Damit reagiert die Universität auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften, die nachhaltige Technologien gestalten können.

SOLIDE GRUNDLAGEN DER

INGENIEURWISSENSCHAFTEN

Zu Beginn des Studiums erwerben die Studierenden eine klassische ingenieurwissenschaftliche Basis. Mathematik, Physik und Informatik gehören ebenso zum Curriculum

wie Grundlagen der Elektrotechnik, Materialwissenschaften und Systemtechnik. Diese Inhalte bilden das Fundament für das weitere Studium.

Darauf aufbauend rücken zunehmend nachhaltigkeitsbezogene Themen in den Mittelpunkt. Dazu gehören etwa erneuerbare Energiesysteme, nachhaltige Produktionsprozesse, Ressourceneffizienz oder Lebenszyklusanalysen technischer Produkte. Studierende lernen dabei, wie technische Systeme so gestaltet werden können, dass sie langfristig umweltverträglich und effizient sind.

SYSTEMISCH DENKEN, NACHHALTIG HANDELN

Ein besonderes Merkmal des Studiengangs ist sein systemischer Ansatz. Technische

Lösungen werden nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Kontext größerer Zusammenhänge analysiert. Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Auswirkungen hat eine Technologie auf Umwelt und Gesellschaft? Und wie lassen sich komplexe Systeme so planen, dass sie langfristig nachhaltig funktionieren?

Methoden des Systems Engineering helfen dabei, solche komplexen Fragestellungen zu strukturieren und innovative Lösungen zu entwickeln.

PRAXISNAH STUDIEREN

Neben der Theorie spielt auch die Praxis eine wichtige Rolle. Laborübungen, Projektarbeiten und interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen es den Studierenden, ihr Wissen anzuwenden und eigene Ideen umzusetzen. Der Standort Freiburg bietet dafür besonders gute Voraussetzungen: Die Region gilt als wichtiger Forschungs ­ und Innovationsstandort für Umwelt­ und Nachhaltigkeitsthemen.

PERSPEKTIVEN FÜR DIE ZUKUNFT

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs verfügen über ein breites Kompetenzprofil. Sie können nachhaltige technische Systeme entwickeln, komplexe Projekte koordinieren und technologische Innovationen verantwortungsvoll gestalten. Berufliche Möglichkeiten ergeben sich unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, Umwelttechnik, nachhaltige Produktion oder Forschung.

Mit dem Studiengang Sustainable Systems Engineering setzt die Albert­ Ludwigs­ Universität Freiburg ein klares Zeichen: Die Technologien der Zukunft müssen nicht nur leistungsfähig sein – sie müssen auch nachhaltig gedacht werden.

Moser

STUDIENGANG IM ÜBERBLICK

Studiengang: Sustainable Systems Engineering (B.Sc.)

Fakultät: Technische Fakultät der Universität Freiburg (INATECH)

Studienbeginn: Wintersemester

Regelstudienzeit: 6 Semester

Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)

Unterrichtssprache: überwiegend Englisch

Inhalte:

• Grundlagen der Ingenieurwissenschaften (Mathematik, Physik, Informatik)

• Elektrotechnik und Materialwissenschaften

• Systems Engineering

• Erneuerbare Energiesysteme

• Nachhaltige Technologien und Ressourceneffizienz

• Lebenszyklusanalysen und Umweltbewertung

Berufsperspektiven:

Absolventinnen und Absolventen arbeiten beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltige Produktion, Umwelttechnik, Beratung oder Forschung. Auch ein weiterführendes Masterstudium im Bereich nachhaltiger Ingenieurwissenschaften ist möglich.

Gut beraten – Jobporträt Einzelhandel

Jérôme Bleile zeigt, welche Chancen die Ausbildung heute bietet

Von wegen nur an der Kasse stehen – wie abwechslungs- und perspektivenreich der Beruf der Einzelhandelskaufleute tatsächlich ist, zeigt das regionale Jobporträt.

Sie sind nah am Kunden, beraten und verkaufen, bestellen, nehmen an und verräumen – kurz: Sie organisieren den gesamten Warenfluss und helfen letztlich dabei, dass zu Hause der Tisch gedeckt ist. „Man sollte Spaß an Lebensmitteln und Spaß daran haben, mit Menschen zu arbeiten, Bereitschaft zum Arbeiten im Team mitbringen und die Motivation, Neues zu lernen“, fasst Jérôme Bleile die wichtigsten Voraussetzungen für die dreijährige, duale Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann zusammen.

WEG IN DEN BERUF

Zwar zählt der Einzelhandelskaufmann beziehungsweise die Einzelhandelskauffrau schon seit Jahren zu den beliebtesten Top Ten der Ausbildungen in Deutschland, aber dennoch hat der 22­Jährige nicht den direkten Weg in die Ausbildung gewählt. Er hat zwar schon direkt nach dem Abi im Einzelhandel gejobbt, aber zuerst ein Physikstudium

begonnen. Das jedoch brach er nach eineinhalb Semestern ab.

„Weil mir aber die Arbeit im Einzelhandel so viel Spaß gemacht hat, wurde mir das Abiturientenprogramm vorgestellt: Das beinhaltet eine verkürzte, zweijährige Ausbildung mit angehängtem Handelsfachwirt“, erzählt Jérôme. Am Ende dieses Weges steht ein Bachelorabschluss, das Programm selbst dauert drei Jahre. Übrigens können auch Azubis, die das Ausbildungsziel in kürzerer Zeit erreichen, die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen. Aktuell arbeitet Jérôme im Hieber’s Frische Center Breisach und wird im September seinen Handelsfachwirt in der Tasche haben. Im Breisacher Markt bildet Hieber insgesamt sechs Auszubildende aus. „Außerdem haben wir noch zwei Auszubildende aus Indien im Rahmen eines unternehmensweiten Programms. Dabei kommen junge Menschen aus Indien zu uns und machen eine Ausbildung zum Bäckerei­ oder Metzgereifachverkäufer“, so Ausbilder Stiven Fix.

Foto // Anita Fertl
Liebt das Arbeiten mit Menschen und mit Lebensmitteln: Jérôme

VORAUSSETZUNGEN & AUSBILDUNG

Für ihn zählt als Voraussetzung für den Job vor allem Sozialkompetenz: „Man sollte auf Menschen zugehen können, offen sein und nicht mit Scheuklappen durch die Gegend laufen“, sagt Fix und schmunzelt. Auch das selbstständige Arbeiten sei wichtig. Üblich ist ein Realschulabschluss. „Aber wir versuchen, so gut wie möglich jedem eine Chance zu geben, denn die Praxis ist noch mal was anderes als die schulische Theorie.“

In der Ausbildung durchlaufen die Kaufleute jede Abteilung, vom Trockensortiment und der Getränkeabteilung über die Frischebereiche wie Obst und Gemüse, den Backstand bis hin zu den Metzgerei­, Wurst­, Käse ­ und Fisch­ Frischetheken. „Dazu kommen neben der Kasse die Prozesse hinter den Kulissen wie Lagerarbeit, Warenannahme, Lieferscheine buchen und das gesamte Rechnungswesen“, erklärt Jérôme.

In der Schule werden parallel und vertiefend zu den Abläufen im Betrieb im ersten Jahr die Bereiche Verkaufsgespräche, Kassenführung, Warenpräsentation und Verkaufsförderung unterrichtet, im zweiten Jahr kommen Warenbeschaffung und ­annahme sowie Preiskalkulation dazu.

Im dritten Jahr steht der Fokus darauf, Marketingkonzepte zu entwickeln und den Personaleinsatz zu planen. Und: „In jeder Abteilung betreut die Abteilungsleitung und gibt ihr Wissen weiter, man wächst Schritt für Schritt in alles hinein. Ziel ist, nach drei Jahren einen Bereich gefunden zu haben, der besonders viel Spaß macht, in dem man sich spezialisieren und weiterlernen möchte“, erklärt Jérôme die Abläufe.

SCHATTEN- UND SONNENSEITEN

Mit dem Schichtbetrieb und gegebenenfalls Samstagsarbeit hat Jérôme sich arrangiert: „Das lässt sich gut managen“, sagt er. Und auch wenn der Umgang mit schwierigen Kunden auf der Negativseite zu verbuchen ist, so überwiegt doch das Positive: „Es macht Spaß, wenn man den Kunden eine Freude bereiten kann, das macht einen selber auch glücklich“, sagt Jérôme und gerät ins Schwärmen vom Miteinander im Team, den Aufgaben, die auch das Präsentieren neuer Produkte und Saisonaufbauten umfassen. „Das mag ich am Einzelhandel: Kein Tag ist wie der andere, es ist abwechslungsreich.“

KARRIEREOPTIONEN

Auch nach der Ausbildung seien die Möglichkeiten vielfältig, so Ausbilder Fix: „Wie man bei mir sieht, kann man in jungen Jahren schon viel erreichen. Ich habe in der Realschule in Mathe nicht geglänzt und mir wurde trotzdem eine Chance gegeben.“ Bei Hieber seien die Karrieremöglichkeiten breit gefächert, reichten bis zur Marktleitung. „Mit Engagement kann man sich hocharbeiten“, ist der stellvertretende Marktleiter überzeugt. Dem stimmt auch der künftige Handelsfachwirt Jérôme zu. „Wenn man Bock hat, was zu bewegen und anzupacken, dann kriegt man die Chance.“ Jérôme selbst war dank Vorkenntnissen und Engagement schon nach dem ersten Ausbildungsjahr Schichtleiter. Er hat nach seiner mit Bestnoten abgeschlossenen Ausbildung einen Förderpreis erhalten und will sich damit seinen Betriebswirt finanzieren. Und irgendwann den eigenen Markt aufmachen? Jérôme lacht. „Ich bin noch jung und am Anfang meiner Karriere. Von so großen Schritten kann ich im Moment nur träumen.“

Ausbildungs-

Azubis geben Tipps zum Berufseinstieg

Folge 41: Engagement

Name // Loreen Bolz Alter // 20 Jahre Beruf // Ausbildung zur Bankkauffrau mit Zusatzqualifikation „Privates Vermögensmanagement“ Betrieb // Volksbank Freiburg

Loreen ist Auszubildende bei der Volksbank Freiburg. Neben ihrer Ausbildung ist sie auch auf dem Instagram­Profil des Unternehmens aktiv und engagiert sich im jungen Kundenbeirat. Warum es sich lohnt, dort mitzumischen, erzählt sie im Azubi­ABC.

„Der junge Kundenbeirat besteht aus jungen Erwachsenen, die sich zwei­ bis dreimal im Jahr mit Vertreter*innen der Bank treffen. Dort bringen sie ihre Ideen ein, wie die Volksbank attraktiver für junge Leute werden kann. Es geht also um echte Mitbestimmung. Es ist spannend, direkt mitzuerleben, wie unsere Vorschläge aufgenommen werden. Mitmachen ist unkompliziert: Junge Erwachsene brauchen ein Konto bei der Volksbank Freiburg und können dem Kundenbeirat beitreten. Anschließend werden sie zu Treffen eingeladen.

Neben dem Austausch kommt auch das Miteinander nicht zu kurz. Oft diskutieren wir über Themen wie Geldanlage oder digitale Angebote. Es ist wichtig, dass junge Menschen mitreden – nur so kann sich die Bank weiterentwickeln und relevant bleiben. Zum Beispiel konnten wir bei der ersten Sitzung des Kundenbeirats unsere Meinung zu den Beratungsräumen äußern, Verbesserungsvorschläge einbringen und sagen, wie wir uns dort wohlfühlen würden. Ohne junge Stimmen würde die Bank vielleicht an den Bedürfnissen der nächsten Generation vorbeiplanen, etwa bei digitalen Services oder nachhaltigen Projekten.

Mein Highlight beim Kundenbeirat war der Austausch beim gemeinsamen Essen, weil man sich dadurch viel besser kennenlernen konnte. Wir haben die anderen Mitglieder näher kennengelernt und mehr über ihre Hintergründe und ihren Alltag erfahren. Durch mein Engagement habe ich gelernt, wie wichtig es ist, seine eigene Meinung zu äußern und aktiv mitzugestalten. Viele Dinge versteht man erst richtig, wenn man selbst dabei ist und mitreden kann.

Mein Tipp an euch: Traut euch, euch einzubringen – egal ob in der Bank oder woanders. Man sammelt wertvolle Erfahrungen, lernt neue Leute kennen und kann wirklich etwas bewegen.“ f79

Foto // privat

Schwächen-Falle im Bewerbungsgespräch

Wer gut vorbereitet ist, kann mit einer ehrlichen Antwort überzeugen

Die Frage nach den eigenen Schwächen gehört zu den Klassikern im Vorstellungsgespräch. Viele Bewerber fühlen sich dabei unwohl, doch eine gute Antwort kann einen positiven Eindruck hinterlassen. Wer vorbereitet ist, zeigt Selbstreflexion und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten.

Karriereexperten raten davon ab, die Frage zu umgehen oder gar nicht zu beantworten. Das könne schnell desinteressiert oder arrogant wirken. Gefragt seien stattdessen Ehrlichkeit und eine realistische Selbsteinschätzung.

DIESE FEHLER SOLLTEN VERMIEDEN WERDEN

Zu den größten Stolperfallen gehören sogenannte „versteckte Stärken“. Aussagen wie Perfektionismus oder Ungeduld gelten mittlerweile als Standardantworten und wirken oft wenig glaubwürdig. Sie vermitteln eher den Eindruck, dass die Antwort aus dem Internet übernommen wurde, statt auf echter Selbstreflexion zu beruhen.

Auch Schwächen, die für die angestrebte Stelle problematisch wären, sollten nicht genannt werden. Wer sich auf eine Position mit viel Teamarbeit bewirbt, sollte beispielsweise nicht mangelnde Teamfähigkeit als Schwäche anführen. Außerdem gilt: Im Vorstellungsgespräch müssen nicht alle persönlichen Schwächen offengelegt werden. Ein oder zwei Beispiele reichen aus, um Ehrlichkeit zu zeigen.

MIT VORBEREITUNG PUNKTEN

Vor allem Berufseinsteigern fällt es oft schwer, passende Schwächen zu benennen. Dann können Beispiele aus Schule oder Privatleben helfen, etwa anfängliche Zurückhaltung in größeren Gruppen oder eine manchmal zu direkte Art. Diese Eigenschaften lassen sich meist gut erklären, ohne die Eignung für den Job infrage zu stellen.

SCHWÄCHEN KONSTRUKTIV DARSTELLEN

Wichtig ist, die genannte Schwäche nicht einfach stehen zu lassen. Dafür empfiehlt sich eine einfache Drei­ Schritt­ Methode:

1. Eine ehrliche Schwäche nennen, die für die Stelle nicht entscheidend ist.

2. Erklären, wie daran gearbeitet wird.

3. Aufzeigen, welche Fortschritte bereits erzielt wurden.

Wer anfangs schüchtern ist, kann erklären, dass die Unsicherheit schnell nachlässt. Wer manchmal zu direkt kommuniziert, kann zeigen, wie daran gearbeitet wird.

Entscheidend ist die Glaubwürdigkeit: Authentische Antworten und der Wille zur Weiterentwicklung kommen meist besser an als einstudierte Floskeln

BZ/Elena Hartmann (dpa)

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Foto // magnific.com

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Abitur an der Paula Fürst Schule

An der dreijährigen Oberstufe zur allgemeinen Hochschulreife / Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11

Die dreijährige Oberstufe der Gemeinschaftsschule in Freiburg führt Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Schullaufbahnen zur allgemeinen Hochschulreife.

Aufgenommen werden:

• Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss, 10. Klasse der Real­ oder Gemeinschaftsschule

• Schülerinnen und Schüler mit Versetzungszeugnis in Klasse 10 (G8) oder Klasse 11 (G8 und G9)

• Quereinsteigerinnen und ­einsteiger aus der Oberstufe anderer G8­ und G9­Gymnasien

• Schülerinnen und Schüler von freien Schulen und Waldorfschulen

• Wiedereinsteigerinnen und ­einsteiger nach einer Schulunterbrechung

Die Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die dreijährige Oberstufe. Daher werden in der

Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11 die Unterrichtsinhalte und Methoden gezielt vertieft und wiederholt. So findet eine optimale Vorbereitung auf die Anforderungen in der Kursstufe statt.

Die Kurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden in Klasse 11 geteilt und in Lerngruppen von maximal 15 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Als weitere Besonderheit wird in Mathematik wöchentlich eine zusätzliche Stunde (Mathe­Plus) angeboten, um Grundlagen aufzuarbeiten und Gelerntes zu vertiefen.

In der Kursstufe kommen Leistungskurse und Basisfächer bereits für Lerngruppen ab fünf Teilnehmenden zustande, was individuelle Förderung und Beratung ermöglicht.

Schülerinnen und Schüler, die besonderen Förderbedarf in den Fächern Mathematik, Deutsch oder Englisch haben, können ein individuelles Nachhilfeangebot von Studierenden an der Paula Fürst Schule wahrnehmen.

Neben dem Erlernen von schulischen Inhalten werden die Persönlichkeitsbildung sowie die Teamfähigkeit und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen gefördert. Ein Team aus einer Sozialpädagogin und einem Sozialpädagogen unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei persönlichen Belangen, Leistungskrisen oder Konflikten.

Die Paula Fürst Schule ist Lern­ und Lebensraum. Die Jugendlichen können Computerräume, iPads, zwei Schülerküchen und verschiedene Aufenthalts­ und Arbeitsbereiche nutzen.

Anmeldungen und Beratungstermine für die Gymnasiale Oberstufe der Paula Fürst Schule, Basler Straße 61, 1. OG, sind jederzeit möglich. Weitere Infos: Tel.: 0761 / 888 57 05 0 E­Mail: info@paula­fuerst­schule.de

https://paula-fuerst-schule.de

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