Ausgabe April 13. Jahrgang / #118
Ausgabe 04- 0 5/16 2,50 Euro
Was da wieder los ist: Termine & Partys 16.04. – 15.05.16
Ab
28. April im Kino
mit
T h em en h ef t
PROTEST IM PUFF
Karriere & Campus
Das geplante Prostituiertenschutzgesetz ist in Freiburg heftig umstritten
Verzofft
Keine Einigung im Kammerstreit
Verflixt
Ein Roboter in der Redaktion
Verärgert
ArTik-Träume vorerst geplatzt
CHILLI EDITORIAL
Enormes Aufregungspotenzial 12 Jahre chilli für Freiburg
Foto: © tln
Da war noch alles gut: Am 31. April ist das Artik am Siegesdenkmal ausgezogen. Die Bombe platzte kurz danach.
Liebe Leserin & lieber Leser, Die Medien sollen doch nicht immer alles hochsterilisieren, hatte Bruno Labbadia einst gefordert. Genau. Man soll, wenn bei der Aktionärsversammlung bei Mercedes mal ein paar Würstchen fehlen, nicht gleich vom Wurst-Gate schreiben. Und was bringt es, wenn mal kurz die Brust von Janet Jackson beim Super Bowl zu sehen ist, gleich von Nipplegate zu sprechen? Nun könnte man fast meinen, Freiburg habe in den vergangenen Tagen sein ArTik-Gate erlebt. Das enorme Aufregungspotenzial erschließt sich dabei nicht jedem. Was ist passiert? Das Rathaus hat bei dem geplanten ArTik-Umzug ins ehemalige ADAC-Gebäude angesichts der Umbaukosten von 900.000 Euro für eine fünfjährige Mietzeit die Reißleine gezogen. Inklusive Miete und Personal im Amt lägen die Jahreskosten fürs Rathaus bei 225.000 Euro, so die Rechnung der Stadtspitze. Eine verstehbare, wenn nicht gar zwingende Entscheidung also. Was muss das Rathaus lernen? Erst rechnen, dann reden. Toni Polster hatte seine Lebenseinstellung mal so formuliert: „Für mich gibt es nur entweder-oder. Also entweder voll oder ganz!“ So kompromisslos läuft bisher die Dauerfehde zwischen der Hand-
werkskammer Freiburg und ihrem geschassten Hauptgeschäftsführer Johannes Burger. Demnächst soll die Voll-und-ganz-Linie der Streithähne mal einer Vereinbarung weichen. Oder auch nicht. Denn ganz nach Paul Gascoigne: „Ich mache nie Voraussagen und werde das auch niemals tun.“ 20 Jahre Freiburger. Also Pilsner. Der Braumeister von damals ist heute 82 und erklärte dem Journalisten, dass ein neues Bier gar nicht so einfach ist. Er werde oft gefragt, was denn das beste Bier sei. Und antworte stets: Das Freibier. Das dürfte Max Merkel gut reinlaufen: „Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war’s mir wurscht. Da hab i g’sagt: Sauft’s weiter.“ Und bevor Lothar Matthäus nun noch sagen könnte, dass er jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken darf, wünschen wir anregende Lektüre. Ach, im April 2004 erblickte übrigens das erste chilli das Licht der Öffentlichkeit. Ein Dutzend Jahre sind es also nun schon. „Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt“, rechnete Marcel Reif mal vor. Wir nehmen auch das nicht so ernst. Bleiben Sie, bleibt uns gewogen.
Herzlichst, Ihr Lars Bargmann, Chefredakteur & die chillisten
April 2016 CHILLI 3
SZENE Obdachlose
»Das ist totaler Quatsch« Rathaus verbannt Obdachlose aus Innenstadt und will neue Unterkünfte schaffen
Vertrieben: Björn Gondesen an seinem Stammplatz in der Kajo. Jetzt hat er einen neuen Schlafplatz. Auch Frank Wickborn (unten mit Hut) geht es so.
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Fotos: © Till Neumann
as Rathaus hat im Februar durchgegriffen: Obdachlose dürfen nicht mehr in der Innenstadt schlafen. Das Verbot gibt es seit 1999, es umzusetzen ist neu. Die Obdachlosen werden zur Notunterkunft Oase geschickt – die ist jedoch überlaufen und wenig beliebt. Die Stadt steht unter Druck und will handeln. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach sagt dem chilli, dass das Rathaus 2017 eine weitere Unterkunft bauen will. In Karlsruhe oder Stuttgart wird das Übernachten in der Innenstadt indes einfach akzeptiert. Eingewickelt in eine braune Decke sitzt Björn Gondesen in der Kajo. Der 44-Jährige isst ein Brötchen, seine Hündin Nala liegt neben ihm. Seit drei Jahren ist der Betonpfeiler vor dem Esprit Store ihr Stammplatz – Tag und Nacht. Sie fühlen sich hier wohl und sicher. Von den Passanten gibt es ein paar Groschen, die vorbeifahrende Polizei bietet Sicherheit. Gondesen hat Ende Februar das Schreiben von der Polizei überreicht bekommen, das dem chilli vorliegt. „Wir fordern Sie hiermit auf, sofort Ihr Lager aufzulösen und sich mit Ihren Habseligkeiten von dort zu entfernen“, steht dort. Mit
Verweis auf Artikel 12 der Polizeiverordnung zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und gegen umweltschädliches Verhalten in der Stadt Freiburg. Der Grund für das Schreiben: „Uns liegen mehrfach Beschwerden von Anwohnern und Passanten über die sich ausbreitenden Lager und das Nächtigen in der Innenstadt vor“ – steht auf dem Zettel. „Ich war entsetzt“, sagt Gondesen. Er habe nie Probleme mit Anwohnern oder Händlern gehabt. Der Pfeiler ist sein Zuhause. Mit einem Modegeschäft nebenan hat er beste Kontakte. Man kennt und hilft sich, wird dort bestätigt. Das Hauptproblem ist für Gondesen die „Bettlermafia“. Immer mehr Gruppen aus Osteuropa kämen in die Stadt. „Sie machen Müll und Lärm, sprechen Leute an, verlangen Toilettengeld, obwohl sie es nicht dürfen“, sagt Gondesen. „Uns deswegen zu vertreiben, ist totaler Quatsch“, findet der besonnene Mann. Seinen Schlafplatz hat er dennoch geräumt. Er und die anderen Verbannten wurden an die Oase verwiesen, die städtische Notunterkunft und Beratungsstelle für Obdachlose an der Haslacher Straße. Für Gondesen keine
MEINE SORGEN The party never ends
Der Sommer steht vor der Tür. Mir wird das beim Blick in den Briefkasten klar: Darin ein Brief in Rosa mit blauen Blümchen. Es ist die erste, doch es wird nicht die letzte Hochzeitseinladung für diesen Sommer bleiben. Mit Anfang 20 besteht ein Sommerwochenende aus langen Tagen am See, Grillpartys und viel kaltem Bier. Mit Anfang 30 aus festlicher Garderobe, Rührungstränen und Sektempfängen an hussenbezogenen Stehtischen. Und so eine Hochzeit will 14 CHILLI April 2016
nicht nur einmal gefeiert werden: Verlobungsfeier, Junggesellenabschied, Polterabend, Probeessen, standesamtliche Trauung, kirchliche Zeremonie – eine moderne Vermählung erstreckt sich über Monate, wenn nicht sogar Jahre. Und jedes dieser Events muss unvergesslich werden. Den Junggesellenabschied in der Kneipe um die Ecke feiern? Kommt gar nicht in Frage. Freunde überlegen gerade ernsthaft, mit einem Junggesellen für eine Nacht nach Bangkok
zu fliegen. Zwanzig Stunden Flugzeit für das zweifelhafte Vergnügen einer PingPong-Show – na klar, das lohnt sich. Irgendwann wird jedoch auch die Hochzeitsphase rum sein. Wenn alle heiratswilligen Freunde unter der Haube sind, werden die Tage am See wieder Einzug halten – dachte ich bis vor Kurzem. Dann habe ich erfahren, dass jetzt auch Scheidungen gefeiert werden. Sicherlich mit Gütertrennungsparty, Sorgerechtsfeier, Junggesellenbegrüßung ... tbr
SZENE Kolumnen
IN & OUT
Manchmal ist der Job als Trendcheckerin gar nicht so einfach. Da heißt es in der neuen Kriminalitätsstatistik, die Schwarzfahrten haben in Freiburg enorm zugenommen. Aha, Schwarzfahren ist IN. Doch ein Anruf bei der VAG zeigt: Es gibt gar nicht mehr Schwarzfahrer, es werden nur mehr angezeigt. Ist sich anzeigen lassen also IN? Oder doch eher OUT, weil richtig teuer? chilli-Trendcheckerin Tanja Bruckert zeigt, welche Trends wirklich taugen.
IN
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Unnützes Verschenken
Foto: © iStock.com/ Ron Sumners(sumnersgraphicsinc)
Tausch- und Verschenkbörsen boomen: Allein die facebook-Gruppe „Verschenk’s Freiburg“ hat knapp 13.500 Mitglieder. Hier kommt alles an den Mann. An den Mann kommen möchte die Müllheimerin, die bei Ebay diese Anzeige geschaltet hat, eher nicht. Im Gegenteil: „Verschenke meinen Ex bei Ebay“ lautet der Titel der Anzeige. In der Beschreibung wird deutlich, welch ein Prachtexemplar einen erwartet: „Er, 55 Jahre alt. Stillos, untreu, faul, Spaßbremse, kein Humor, schlechter Liebhaber.“ Was sich nach einem Top-Angebot anhört, hat allerdings einen Nachteil: Rücknahme ausgeschlossen.
OUT
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Sicheres Stadtleben
Freiburg liegt auf Platz 1 – der kriminellsten Städte Baden-Württembergs. Besonders schlimm ist es in der Altstadt: 7202 Mal musste sich die Polizei 2015 einschalten. Zum Vergleich: In Waltershofen gab es gerade einmal 42 Straftaten, in Horben 10. Also schnell aufs Land ziehen, weil da nichts passiert? Aber das ist es nun mal: Da passiert nichts. Nie. Gähn. Also doch lieber hoffen, dass die neue Landesregierung ein Einsehen hat und die Polizei aufstockt. Denn da schiebt so manch Beamter seine 500 bis 700 Überstunden vor sich her. Und auch das ist OUT. Foto: © Lutz Stallknecht/pixelio.de
Option: „Ich war mal da. Die haben mir alles geklaut, das ist total scheiße. In die Oase will keiner freiwillig.“ Deren Leiter Claudius Heidemann kann die Kritik verstehen: „Die Oase ist ein Sammelbecken für schwierige Fälle.“ Gegen Diebstahl gebe es Spinde und Schließfächer. Wer erwischt wird, bekomme tagsüber Hausverbot. Die 2012 eröffnete Fachstelle bietet vielfältige Unterstützung und 45 Schlafplätze, die quasi durchgehend belegt sind, wie Heidemann berichtet. Das zeige, dass das Angebot gut ist. Abweisen dürfe er niemanden. Monat für Monat gebe es etwa 40 Neuaufnahmen. „Wir haben sehr große Erfolge mit unserem Konzept“, sagt Heidemann. Gondesen geht lieber in die Pflasterstub der Caritas. In die Anlaufstelle in der Herrenstraße kommen täglich etwa 100 Menschen, berichtet Leiter Willibert Bongartz. Von 7 bis 12 Uhr können Obdachlose dort frühstücken, telefonieren, werden versorgt und beraten. „Freiburg ist ein gutes Pflaster für Obdachlose“, sagt Bongartz. Es gebe viele Hilfssysteme und Anteilnahme, aber das Wohnproblem sei groß. Das Übernachtungsverbot habe viele überrascht. „Wenn man jemanden des Platzes verweist, sollte man Alternativen anbieten.“ An einem der Tische sitzt Frank Wickborn. Er hat kürzlich noch unter der Leo-Wohleb-Brücke geschlafen. „Da haben sie uns verjagt“, sagt der 48-Jährige. Die Polizei habe Schlafsäcke, Schuhe und Matratzen mitgenommen. Er versteht nicht, warum. Auch Wickborn geht nicht gerne in die Oase. Er schläft lieber in der Herrenstraße, das werde geduldet. So macht es mittlerweile auch Björn Gondesen. Auch Lokalpolitiker sind wegen des Verbots in Aufruhr. Irene Vogel, Stadträtin der Unabhängigen Listen, ärgert sich über das Vorgehen. Die Grünen bitten um eine Stellungnahme des Rathauses. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach verteidigt gegenüber dem chilli das Durchgreifen. Die Übernachtungen in der Innenstadt hätten Ende 2015 stark zugenommen. Da habe man ein Zeichen setzen wollen. Alle paar Meter sei man damals über einen Schlafsack gestolpert. Unter den rund 60 Obdachlosen in der Innenstadt seien auch viele Osteuropäer. Von Kirchbach findet es in Ordnung, in der Stadt zu übernachten, aber nicht unbedingt im Kernbereich. Die Stadtspitze sei sich einig, 2017 eine weitere Obdachlosenunterkunft zu bauen, so von Kirchbach. Entscheiden müsse der Gemeinderat. Erst im Dezember hatte die Stadttochter Freiburger Stadtbau GmbH ein neues Gebäude für 32 Menschen ohne Dach überm Kopf fertiggestellt. Andernorts wird das Übernachtungsverbot nicht angewendet. „Stuttgart verbannt niemanden aus der Innenstadt“, heißt es auf chilli-Anfrage aus dem Stuttgarter Rathaus. „Die Übernachtung von Obdachlosen in der Innenstadt stellt für Karlsruhe kein Problem dar“, heißt es aus Nordbaden. Das könnte auch in Freiburg wieder so werden. Wenn sich die Übernachtungen in vernünftigem Ausmaß abspielen, könnten sie in der Innenstadt geduldet werden, sagt von Kirchbach. Björn Gondesen ist das mittlerweile egal. Er will nicht mehr in der Kajo übernachten. Komme was wolle. Till Neumann
April 2016 CHILLI 15
wirtschaft Advertorial
Foto: © Sea Cloud Cruises
Foto: © Reisebüro Stiefvater
Foto: © Four Season Hotels
»Es geht um das Gänsehautfeeling« Familie Stiefvater eröffnet exklusive Reise-Lounge in Freiburg
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Luxusreisen sind in der Touristik-Branche derzeit der am schnellsten wachsende Markt. In den vergangenen fünf Jahren, so eine Studie von World Travel Monitors von IPK International, die im Auftrag der ITB Berlin durchgeführt wurde, wuchs das Geschäft um 48 Prozent und damit doppelt so hoch wie das aller anderen Auslandsreisen. „Luxus kann auch ein romantisches Dinner unterm Sternenhimmel mitten in der Wüste sein, die Begegnung mit einem Berggorilla oder als Erster frühmorgens in Machu Picchu zu sein. Jeder definiert Luxus auf eigene Weise, und das ist auch Denn in den lichtdurchfluteten gut so.“ Es gehe ihm eben imhohen Räumen der modernisiermer darum, seinen Kunden den ten Villa werden Träume wahr. besonderen Kick, individuelle Wenn dieser Mann über Reisen Highlights, das außergewöhnspricht, merkt man ihm sofort an, liche Gänsehautfeeling zu verdass er immer nach einzigartischaffen. „Momente, für die wir gen Momenten strebt. Um Highauf der Welt sind und die uns lights. Urlaub von der Stange ist ein Leben lang positiv begleiten in der extravaganten Lounge in werden.“ Besonders wichtig: Freiburg nicht buchbar. „Uns geht Das Team hält auch während es hier um das individuelle Erlebder Reisen Kontakt zu den Kunnis, das unsere Kunden nicht wieDas Stiefvater-Team: Das Außergewöhnliche auf höchstem den, kümmert sich um Visa, der vergessen werden.“ Niveau. Foto: © Reisebüro Stiefvater Reservierungen, Transfers und Wenn jemand zum Championsist für Notfälle 24 Stunden erreichbar. Nicht mit einer großen Gruppe, sondern league-Finale und anschließend mit Es gebe nur eine Einschränkung: „Die allein, mit eigenem Guide und eigenem seiner Lieblingsmannschaft noch beim Reisen müssen ethisch vertretbar sein, Fahrer. „Wir hatten kürzlich einem FotoBankett sitzen möchte? „Dann machen Jagdausflüge zum Beispiel sind bei grafen vor Ort in Südafrika noch einen wir das möglich.“ Wenn ein Kunde mit uns nicht buchbar.“ Jeep gekauft, damit er völlig unabhänFreunden zehn Tage an einem abgeDie Beratung zur Traumreise gibt es gig von anderen seine Aufnahmen malegenen norwegischen Fjord zum Anzu individuellen Terminen in der exkluchen konnte. Dies ist nur mit besten geln will? „Dann buchen wir einen Prisiven Lounge in der Burgunderstraße Kontakten und jahrelanger Erfahrung vatjet, organisieren einen Guide und oder wenn gewünscht auch beim Kunmöglich. Darum sind wir sehr froh und gerne auch einen Koch dazu.“ Wenn den zu Hause. Wer das Außergewöhnstolz, dass wir mit unserem Projektleijemand zum Mond möchte? „Dann liche sucht und dies auf höchstem Niter Uwe Benteler eine wahre Koryphäe versuchen wir selbstverständlich, auch veau erleben möchte, ist bei – Stiefvater auf diesem Gebiet für CIRCLE OF DISdiesen Traum zu erfüllen.“ Stiefvater CIRCLE OF DISCOVERY – genau richtig. COVERY gewinnen konnten.“ ist um keine Antwort verlegen, die as 1972 gegründete Reisebüro Stiefvater betreibt bisher drei Wohlfühlreisebüros, zwei in Weil am Rhein und eines in Lörrach. Anfang des Jahres wurde nun eine exklusive Reise-Lounge unter dem Namen CIRCLE OF DISCOVERY in Freiburg eröffnet. Im begehrten Stadtteil Herdern an der Burgunderstraße empfängt Geschäftsführer Aron Stiefvater mit seinem fünfköpfigen Team die Gäste vom CIRCLE OF DISCOVERY persönlich mit Kaffee, Champagner und selbstverständlich bester Urlaubs-Laune.
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Leidenschaft zu seinem Beruf ist dem sympathischen Unternehmer anzumerken. Aktuell ist ein Pärchen unterwegs auf einer Weltreise. Drei Monate lang. Für über 80.000 Euro pro Person. Was genau die beiden machen? „Diskretion ist für uns selbstverständlich“, lächelt Stiefvater, der mit seinem Team ständig auf der Suche nach neuen Hotspots ist. Aktuell kooperiert man mit der lebenden Unternehmerlegende Richard Branson. Es geht um exklusive Lodges in Afrika. Safari auf höchstem Niveau.
VERANSTALTUNGSKALENDER
Freiburger Akkordeon Orchester
Termine
mit Michèl Godard & Murat Coskun ˛
Partys
am Mittwoch 4. Mai 2016 im Schlossbergsaal SWR-Studio Freiburg
Foto: © Freiburger Akkordeon Orchester
16. 4.– 15. 5.
VERANSTALTUNGSKALENDER Edelsteintage Offenburg
Eure Mütter
Ausstellungen
E delsteine, Schmuck, Mineralien, Fossilien & Heilsteine, 16.-17.4. Halle 1, Messe Offenburg ★ 11 Uhr Info: www.balance-offenburg.de
it dem Programm m ‚Bloß nicht menstruieren jetzt!‘ Neue Tonhalle, Villingen-Schwenningen ★ 20 Uhr Info: www.karoevents.de
Schule von Freiburg
Circus Montana
Caveman
enschen, Tiere, Attraktionen, 15.4.-24.4. M Messegelände, Freiburg ★ 15 Uhr Info: www.messe.freiburg.de
u sammeln, ich jagen! D Bürgerhaus, Zähringen ★ 20 Uhr Info: www.koko.de
Europa tanzt
SWR3 Comedy 2016
E uropäische Volkstänze erleben Freilichtbühne Italien im Europa-Park, Rust ★ 17 Uhr Info: www.europapark.de
L ive mit Andreas Müller Konzerthaus, Freiburg ★ 20 Uhr Info: www.konzerthaus.freiburg.de
ranco Sai, Preto Fica B Kommunales Kino, Freiburg ★ 21.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
ord auf dem M Psychologen-Kongress
Who the Fuck is Masud Akbarzadeh
Music
Kindisch-ernste Stand-Up-Impro-Comedy Saal im E-Werk, Freiburg ★ 20 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de
Samstag
16.4.2016
erke von Peter Zimmermann, 19.3.-19.6. W Museum für Neue Kunst, Freiburg Info: www.freiburg.de/museen
My Heart‘s in my Hand I nstallation von Phil Collins Universitätsbibliothek, Freiburg Info: www.theater.freiburg.de
Events 118. Südbadische Gebrauchtwagen-Verkaufsschau Die besten Gebrauchten aus der Region Messe, Freiburg ★ 10–18 Uhr Info: www.messe.freiburg.de
inner-Krimi mit dem Theater Freistil D Schlossberg-Restaurant Dattler, Freiburg ★ 19 Uhr Info: www.freistil-theater.de
34. Immobilienmarkt
Musikalisch-poetisches Kabarett
eubau- & Gebrauchtimmobilien N Burghof, Lörrach ★ 11–17 Uhr Info: www.burghof.com
inner im Dunkeln mit den Mordsdamen D Gasthaus Zähringer Burg, Freiburg ★ 19 Uhr Info: www.mordsdamen.de
Münster, Tore, Stadtlegenden
Volksbegehren
CineLatino
Freiburg-Kompakt Am Predigertor, Freiburg ★ 11 Uhr Info: www.historix-tours.de
abarett mit Jürgen Becker K Vorderhaus, Freiburg ★ 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
urden of Peace B Kommunales Kino, Freiburg ★ 17.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
24 CHILLI April 2016
Drei Viertel ohne Takt ighlights des Wiener Kabaretts H Die Schönen – Musiktheater im E-Werk, Freiburg ★ 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Kino
ie Olsenbande & D die Hand des Königs Filmstudio Würchwitz Kino Rheinflimmern, Rheinfelden ★ 17.30 Uhr Info: www.rheinfelden-baden.de
CineLatino avajazo – Messerstich N Kommunales Kino, Freiburg ★ 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
CineLatino
ECM-Festival
it dabei: Manfred Sicher, m Marcin Wasilewski Trio u.a. Forum Merzhausen, Dorfstr. 3 ★ 14 Uhr Info: www.artisse.de
Wolfgang Rihm
ojca Erdmann & Pablo Rus Broseta M Festspielhaus, Baden-Baden ★ 19 Uhr Info: www.festspielhaus.de
Die Hammerklaviersonate eltklassik am Klavier W mit Ilya Rashkovskiy Augustinum, Freiburg ★ 19.30 Uhr Info: www.augustinum-freiburg.de
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Konzeptuelle Kunst
High-Heel-Kratzer erlaubt Das frisch umgebaute Museum für Neue Kunst zeigt Peter Zimmermanns gröSStes Werk
I
von Tanja Bruckert
m Freiburger Museum für Neue Kunst darf die Kunst mit Füßen getreten werden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der gebürtige Freiburger Peter Zimmermann hat hier sein bisher größtes Gemälde geschaffen – und zwar auf dem Boden. 1400 Liter Farbe sind auf die 425 Quadratmeter der fünf Ausstellungsräume geflossen. Ergänzt wird das Bodengemälde von zwölf Ölbildern, die sich in dem farbig glänzenden Boden spiegeln. Es ist die erste Sonderausstellung des frisch renovierten Museums.
Foto: © tbr
Peter Zimmermann zeigt in Freiburg sein größtes Werk
fluss digitaler Medien auf die Malerei „Peter Zimmermann bringt die Malezeigen. rei an Grenzen“, schwärmt Direktorin Seine Gemälde mit den abstrakten, Christine Litz, „denn dort ist Platz für Unerwartetes und Unerprobtes.“ 21 fließenden Formen waren etwa schon im Tage lang hat der konzeptuelle Maler im Centre George Pompidou in Paris oder geschlossenen Museum Epoxidharz an- im Museum of Modern Art in New York gerührt und in sieben Schichten auf dem zu sehen. In seiner Heimatstadt ist es Boden aufgetragen – so behutsam, dass hingegen seine erste institutionelle Ausdie darunterliegenden Schichten noch stellung. Sie repräsentiere einen der durchschimmern und ein faszinierendes Schwerpunkte des Museums, so Litz: Farbspiel ergeben. „Der große Reiz für Kunst, die regional entstanden, aber inmich war, mit diesen Dimensionen zu- ternational bedeutsam ist. „Peter Zimmermann. Schule von Freirechtzukommen“, sagt Zimmermann. Für das Freiburger Museum habe er burg“ ist die erste Sonderausstellung erstmals direkt vor Ort ein Bodengemäl- nach dem viereinhalbmonatigen Umbau. Sie darf nun in ganz neuem Licht erde angefertigt. Für den Wahl-Kölner trifft hier seine strahlen, denn Boden und Ölgemälde künstlerische Vergangenheit auf die Ge- werden nun von einer 430.000 Euro teugenwart. Gemälde aus Kunstharz fertigt er beAuf 425 Quadratmeter sind 1400 Liter reits seit den Achtzigern, mit Ölbildern beschäftigt Epoxidharz geflossen er sich hingegen erst seit drei Jahren. Seine Vorgehensweise ist ren LED-Lichtanlage beschienen. Litz aber dieselbe geblieben: Er verfremdet lässt den Zeigefinger über ein Tablet Fotos und Bilder aus seinem Arbeitsalltag wandern und schon sind die eben noch mit digitalen Filtern und überträgt sie strahlend weißen Flächen in ein mattes anschließend auf Leinwand. Mit seiner Gelb getaucht: Ist-Zustand vor dem Um„Post-Internet-Art“ will er so den Ein- bau. „Das ist der Grund, warum wir 54 chilli Cultur.zeit april 2016
kapitelkopf
Kultur Notizen SolidarEnergie vergibt Preise
Künstler wie Zimmermann nicht schon früher angefragt haben“, erklärt die Direktorin. Sie und ihr Team haben zusammen mit Kunstgeschichtsstudenten der Uni Freiburg den Umbau genutzt, um die ständige Sammlung neu zu konzipieren: Die klassische Moderne von August Macke bis Otto Dix wird nun etwa in der Atmosphäre eines Studienzimmers präsentiert, und schwarze, leere Rahmen an den Wänden erinnern an die Beschlagnahmungen der Reichskunstkammer 1937. Ein Bild von der Wand zu nehmen ist eben keine Kunst. Doch wie deinstalliert man ein mehr als 400 Quadratmeter großes Bodengemälde? Auf jeden Fall nicht in einem Stück. Das Gemälde geht zwar nach drei Monaten zurück an den Künstler – allerdings nur in kleinen Teilen. Inklusive aller High-Heel-Kratzer und Turnschuh-Streifen. Denn die sind bei Zimmermanns Bodengemälde nicht nur erlaubt, sondern als „eine Art Patina“ sogar gewollt.
Der mit 3000 Euro – und dem nicht weniger interessanten, lebenslangen Nießbrauch an einem Rebstock des Weingutes Schwarzer Adler – dotierte Preis des Vereins Solidar Energie geht in diesem Jahr an die Schauspielerin und Theaterleiterin Petra Gack sowie den Musiker Mike Schweizer. Zudem werden elf weitere kulturelle und soziale Projekte mit rund 10.000 Euro gefördert. Seit der Gründung 2011 hat der Verein schon mehr als 90.000 Euro vergeben. Er betreibt Solaranlagen, die von den Elektrizitätswerken Schönau installiert wurden. Die Erlöse stockt die Volksbank Freiburg durch eine gleich hohe Spende auf.
Kunstkommission kompromisslos Nach jahrelangem Hickhack hat eine Kunstkommission nun entschieden, dass das Martinstor kein neues Bildnis des Heiligen Martin bekommt. Das bislang letzte Bild schmückte das Stadttor bis 1968, dann bröckelte der Putz und mit ihm das aufgemalte Bild. Es hatte viele Ideen und Entwürfe gegeben, letztlich kam es zu keinem Kompromiss.
Zukunft weiter offen
Info Peter Zimmermann. Schule von Freiburg bis 19. Juni im Museum für Neue Kunst Öffnungszeiten: Di.– So. 10 bis 17 Uhr www.freiburg.de/museen Fotos: Bernhard Strauss, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Ob das Freiburger Filmfest im kommenden Jahr wieder über die Leinwände flackert, ist weiter völlig offen. Nachdem die Macher Michael Wiedemann, Ludwig Ammann und Michael Isele Ende Februar völlig überraschend hingeworfen hatten (wir berichteten), gab es eine große Solidaritätswelle. Die FWTM sicherte mehr Unterstützung zu, Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach schaltete sich ein, Stadtrat Atai Keller wollte sich dafür einsetzen, dass das Fest vom Rathaus mehr gefördert wird. Am 25. April trifft sich von Kirchbach mit den Kinomachern.
Preise und Gaben
Die Freiburger Malerin Helga Marten ist für ihr Gesamtwerk mit der Ehrengabe des Reinhold-Schneider-Preises ausgezeichnet worden und erhält 3000 Euro. Ihre aktuelle Ausstellung „Räume“ ist noch bis zum 1. Mai im Evangelischen Gemeindehaus Kenzingen zu sehen. Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis gewann die in Freiburg lebende Künstlerin Susi Juvan. Andreas von Ow erhält das mit ebenfalls 3000 Euro dotierte Stipendium. bar april 2016 chilli Cultur.zeit 55
kino
Asche zu Asche ? BärbeiSSige Gestalten in einem turbulenten Rail-&-Fly-Movie von Erika Weisser
Ich bin tot, macht was draus! Belgien/Frankreich 2015 Regie: Guillaume & Stéphane Malandrin Mit: Bouli Lanners u.a. Verleih: Camino Laufzeit: 96 Minuten Start: 28.4.2016
A
ls das Mikrofon des Leadsängers der in die Jahre gekommenen Rockband „Grand Ours“ den Geist aufgibt, ahnt niemand, dass auch dessen letztes Stündlein bald schlägt. Laut, krachend und mit anarchischer Energie bestreiten die bärtigen Barden das Kellerkonzert im Brüsseler Banlieu-Milieu; Sänger Jipé hat Mühe, ohne Verstärker gegen die kreischenden Instrumente der E-Gitarristen Yvan und Wim und die lärmende Fangemeinde anzusingen und sie zu übertönen. Hinterher ist seine Stimme ruiniert. Er kann gerade noch krächzen, dass sein Hals sich anfühle, als stecke ein Messer darin. Ob der anschließende ausgiebige Bierkonsum in der benachbarten Kneipe Linderung bringt, erfahren wir nicht. Jipé sagt nicht mehr viel, dafür trinkt er umso mehr. Denn das bisher nur mäßig erfolgreiche Quartett aus drei zotteligen Altrockern und einem smarten Jungschlagzeuger hat allen Grund zu feiern: In ein paar Tagen soll es endlich zum ersten Mal raus aus Belgien und auf große USA-Tournee gehen; der Flug nach Los Angeles ist schon gebucht. Doch dazu kommt es nicht mehr – zumindest für Jipé, dessen plötzliches Ableben Teil einer aberwitzigen, in ihrer wilden Logik umwerfend komischen Kausalkette ist, in der sich die
Fotos: © Camino Film
60 chilli Cultur.zeit April 2016
abgründigsten Turbulenzen aneinanderreihen. Und diese wirbeln die in tiefer Bestürzung hinterbliebenen Bandkollegen bald gehörig durcheinander. Die größte Turbulenz erleben Yvan, Wim, Altschlagzeuger Pierre und Jipés bis dahin unbekannter Liebhaber Danny im Flieger, der die Kumpels samt der kurzerhand von einer Urne in einen Plastikeimer umgefüllten Asche des Verstorbenen nach Los Angeles bringen soll. Die Maschine stürzt nämlich beinahe ab – verursacht durch die Spätfolgen des am Vorabend der Reise erfolgten Verzehrs des ziemlich vergammelten, noch von Jipé persönlich zubereiteten Chili con Carne. Zwar schafft der Pilot gerade noch eine Notlandung, doch die chaotischen Trauernden schlagen in Kanada auf. Und von dort will sie kein Weg mehr in die Staaten führen: Nach einer schier endlosen Zugfahrt landen sie total bekifft und völlig zerstritten in einer Inuit-Siedlung im äußersten Norden Kanadas – im Gebiet großer Bären und eines heiligen Flusses, dessen Ufer die ideale Stätte für die feierliche Bestattung von Jipés Asche darstellt. Doch auch dazu kommt es nicht, trotz der Versöhnung, die die alte Männerfreundschaft neu besiegelt. Ein witziges, rasantes und schräges Rail-&-Fly-Movie, dessen bärbeißige Gestalten über alle Stränge schlagen – und für ein derart abgedrehtes Vergnügen sorgen, dass wir gerne über allzu übertriebene Zoten hinwegsehen.
Die Kommune
Foto: © Prokino
Dänemark 2016 Regie: Thomas Vinterberg Mit: Trine Dyrholm, Fares Fares u.a. Verleih: Prokino Laufzeit: 111 Minuten Start: 21.4.2016
Frauen
Foto: © Camino Filmverleih
Deutschland 2015 Regie: Nikolai Müllerschön Mit: Heiner Lauterbach, Blerim Destani u.a. Verleih: Camino Laufzeit: 90 Minuten Start: 5.5.2016
Schrotten!
Foto: © Port Au Prince Pictures
Deutschland 2015 Regie: Max Zähle Mit: Lukas Gregorowicz, Frederick Lau u.a. Verleih: Port au Prince Pictures Laufzeit: 96 Minuten Start: 5.5.2016
Alternativ im Nobelviertel
Drei Männer im Auto
Cleveres Ganovenstück
(ewei). Der erfolgreiche ArchitekturDozent und Familienvater Erik entschließt sich, in der frisch geerbten Villa in einem Kopenhagener Nobelviertel eine Kommune aufzumachen. Freilich tut er dies seiner Lebensgefährtin Anna zuliebe, die ihn mit sanftem Druck von der alternativen Lebensform „überzeugt“ – schließlich locken unerwartete Mieteinnahmen. Und Tochter Freja ist begeistert, als immer mehr alte Freunde, neue Bekannte und vor allem Kinder in das gutbürgerliche Haus einziehen. Für die kunterbunte Wohngemeinschaft beginnt ein fröhlich-entspanntes Leben mit regelmäßigen Partys, Essenstreffs und Hausversammlungen. Ein Leben, in dem alles zu stimmen scheint – bis auf die Bierkasse. Doch dann verliebt sich Erik in die Studentin Emma … Ein Filmvergnügen über das Dilemma von Bedürfnissen und Idealen, mit einem spielstarken Ensemble. Für die Rolle der Anna erhielt Trine Dyrholm den Silbernen Bären als beste Darstellerin.
(ewei). Da sind wohl drei Männer zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder vielleicht doch nicht? Jedenfalls kommen durch Verwechslungen, Missverständnisse und Ausbruchsversuche drei Kerle zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten – und deren jeweiliges Frauenbild ansonsten möglicherweise nie in Frage gestellt worden wäre. Der steinreiche, in Scheidung lebende Industrielle K. O. Schott wird zu seiner Fahrt zu einem dringenden Termin vom falschen Chauffeur abgeholt und auf die falsche Route gebracht. Noch ehe sie die Verwechslung bemerken, gesellt sich der Mazedonier Liz Tucha zu ihnen: In höchster Not auf der Flucht vor der Verwandtschaft der Braut, mit der er zwangsverheiratet werden sollte, kidnappt er die Limousine und zwingt den Fahrer und eingefleischten Frauenverachter Rüdiger Kneppke in eine ganz andere Richtung. Die Reise endet auf einer Klippe, in einem Versteck im Wald. Und mit neuen Einsichten.
(ewei). Die verfeindeten Brüder Mirko und Letscho Talhammer erben nach dem Tod des Vaters den abgewirtschafteten familiären Schrottplatz. Mirko, der längst ausgestiegen ist, will ihn verkaufen, doch Letscho hängt mit ganzem Herzen daran und will ihn unbedingt behalten – und vor dem Zugriff des fiesen Nachbarn und Konkurrenten Kercher retten. Seit sein Betrieb zu einem städtisch gesponserten Recycling-Unternehmen avancierte, will er expandieren und glaubt nun, den Talhammers endlich auch noch das letzte Wasser abgraben zu können. Irrtum: Letscho und Mirko raufen sich zusammen und verwirklichen den letzten waghalsigen Plan ihres Vaters – ein Himmelfahrtskommando, das nur durch eine kleine Unachtsamkeit am Ende misslingt. Doch die Brüder sind nicht mehr zu stoppen. Eine schlichte Story, von einem spielfreudigen Ensemble in flottem Tempo als wunderbar cleveres Ganovenstück mit vergnüglichen Wendungen inszeniert.
Dies war eine Leseprobe der April-Ausgabe 2016.
Sie haben lust auf mehr? Das komplette Heft ist unter abo@chilli-online.de oder im Handel erh채ltlich.