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numero1_2018

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69. Jahrgang|Anno 2018|Nr. 1 AllmAnroysA, norwegen / norvegiA - Foto: BärBel nAeve

rivista bimensile - Poste italiane sPA - spedizione in abbonamento postale -70% ne Bolzano - taxe perçue

Orte der Spiritualität Luoghi di spiritualità

MITEINANDER

INSIEME


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Indice

Inhalt 3

PFARRERSWORT Quellen sprudeln nicht unterm Schreibtisch

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SALUTO DEL PASTORE Le fonti non sgorgano da sotto la scrivania

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ORTE DER SPIRITUALITÄT Nicht christliche Orte der Spiritualität Spiritualität und Natur: Luther und Thoreau In hoc signo vinces Orte des Zusammenlebens der Völker Orte, die zum Dialog werden

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LUOGHI DI SPIRITUALITÀ Luoghi spirituali non cristiani Spiritualità e natura: Lutero e Thoreau In hoc signo vinces Luoghi di convivenza tra popoli Luoghi che diventano dialogo

DER THEOLOGE ANTWORTET

IL TEOLOGO RISPONDE

16 Gott wohnt, wo man ihn einlässt 17 18 19 20 21 22

16 Dio abita dove lo facciamo entrare

ZEUGNISSE Auf dem norwegischen Pilgerweg Taizé Der Weg in die innere Stille Sich versöhnen lassen mit sich selbst Gleich um die Ecke… Hier darf ich sein, die ich bin

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AUS DER ELKI

DALLA CELI

23 Vakanzvertretung in Ispra-Varese 24 Ich lerne, was ich lebe

23 Pastora ad interim a Ispra-Varese 24 Imparo ciò che vivo

TREFFEN

INCONTRI

25 Synode 2018 26 Gemeindeakademie 27 ELKI Reise 2018

25 Sinodo 2018 26 Accademia delle comunità 27 Viaggio CELI 2018

EVENTS

EVENTI

28 Ökumenischer Dialog in Assisi

28 Dialogo ecumenico ad Assisi

BUCHTIPP

DA LEGGERE

29 Die Bibel der Reformation 31

29 La Bibbia della Riforma

POST SCRPTUM Die vergessenen Kirchen Miteinander ist das Organ der «Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien»

TESTIMONIANZE Il cammino di pellegrinaggio norvegese Taizé Il cammino verso il silenzio interiore Riconciliarsi con se stessi Proprio dietro l‘angolo Qui posso essere quella che sono

31 Via Aurelia Antica, 391 - 00165 Roma Tel. 06 66 03 01 04 - Fax 06 66 01 79 93 E-Mail: decanato@chiesaluterana.it Herausgeber • Editore: Konsistorium/Concistoro (Cordelia Vitiello)

Insieme è l’organo della «Chiesa Evangelica Luterana in Italia»

Verantwortlicher Direktor • Direttore responsabile: Paolo Poggioli

mit Geschäftssitz im Dekanat in Rom • con sede legale a Roma nel Decanato

Chefredakteurin • Capo redattrice: Christiane Groeben

POST SCRIPTUM Le chiese dimenticate

Redaktion • Redazione: Pfarrer/Pastore Friedemann Glaser (Theologe/teologo), BMP Comunicazione (Pietro Barrile, Michela Mantegazza, Francesco Petrella), Caroline von der Tann, Roberto Tresoldi, Margherita Groeben, Dekanat/decanato (Layout), Cecilia Bazzini (Graphik/grafica) E-mail: miteinander@chiesaluterana.it / insieme@chiesaluterana.it

Druck • Stampa: A. Weger, Bressanone – Brixen Auflage • Tiratura: 2.600 - n. 1 2018 Autor. Trib. Bolzano 26/11/1968, n° 39/49 Spenden für die Zeitschrift • Offerte per la rivista: «ELKI / CELI – Miteinander / Insieme» c/c bancario in Italia: Banca Prossima IBAN IT 96 A 03359 01600 100000061391 BIC: BCITITMX - Verwendungszweck/causale: Miteinander/Insieme.


Pfarrerswort | Saluto del Pastore 3

Quellen sprudeln nicht unterm Schreibtisch

Le fonti non sgorgano da sotto la scrivania

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iebe Leserinnen und Leser, schön, wenn man einen hat. Ich meine jetzt nicht den guten Freund, mit dem man über alles reden kann und der immer Zeit hat, wenn man ihn braucht. Wenn ich nur einfach selbst zur Ruhe kommen, die Gedanken sortieren, zur eigenen Lebensquelle zurückgehen will – dann ist es gut, einen zu haben, einen Ort der Spiritualität. Bei mir ist es wirklich ein Gehen. Große Geschichten, weitreichende Entscheidungen, Zwischenmenschliches, das nicht einfach glatt durchläuft, sich vielleicht eher verhakt hat – dafür ist mir der Schreibtischstuhl zu wenig. Er kann‘s einfach nicht. Zur inneren Einkehr, zum Gebet im stillen Kämmerlein breche ich lieber auf. In den Bergen hat sich mir schon manches klug durchgeschüttelt. Zum Glück wachsen sie hinterm Pfarrhaus in Bozen in den Himmel. In Burghausen, dem Ort meiner vorherigen Pfarrstelle, waren es mein Kajak und der Inn, die mich in die Einsamkeit getragen haben – und im Gleichmaß des Paddelns begann dann das Gespräch, ganz von alleine. Jesus hat es irgendwie kombiniert, fuhr über den See und ging auf einen Berg, um Zwiesprache mit seinem Vater zu halten. Oder ging in die Wüste. Gehen, immer Gehen. Auch in die Kirche gehen, ob nun allein, oder mit anderen am Sonntag Morgen. Verlässliche Zufluchtsorte. Wer erinnert sich nicht an Gotteshäuser, die ihrem Namen zur Ehre gereichten? In denen sich wie von selbst die Oberfläche strukturierte und das Göttliche darunter tastbar wurde. Es brannte kein Dornbusch, nur eine Kerze. Ich nehme die Bibel zur Hand, tauche in einen Psalm ein, höre einem Propheten zu, lasse mich von einem Gleichnis entschlüsseln oder finde meine Gemeinde in einer paulinischen wieder. Ganz hinten aufgeschlagen, stoße ich dann noch auf einen Satz, mit dem ich mir das ganze Jahr lang den Gaumen befeuchten lassen will. Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Die Jahreslosung 2018 aus Offenbarung 21,6.

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are lettrici e cari lettori, è bello averne uno. Non sto pensando a un caro amico, con cui si può parlare di tutto e che ha sempre del tempo da dedicarti quando ne hai bisogno. Quando si vuole semplicemente trovare un momento di pace, riordinare i pensieri, ritornare alla propria fonte di vita, allora è bene avere un proprio luogo della spiritualità. Per quanto mi riguarda devo camminare. Le grandi storie, le decisioni, i rapporti interpersonali che non scorrono lisci, che piuttosto si sono incrinati: per tutto questo la sedia della scrivania non basta. Non può essere sufficiente. Per un raccoglimento interiore, per pregare dentro di me preferisco muovermi. Andando in montagna sono riuscito a dare un bello scossone dentro di me. Per fortuna le montagne svettano verso il cielo proprio dietro alla casa pastorale di Bolzano. A Burghausen, il luogo della mia sede pastorale precedente, erano il mio kayak e il fiume Inn che mi permettevano di isolarmi e il mio dialogo interiore andava di pari passo con il ritmo dei remi. Gesù c’è riuscito in qualche modo a combinare tutto questo, andava per mare e scalava le montagne per dialogare con suo padre. Oppure andava nel deserto. Andare, andare sempre. Andare anche in chiesa, da soli oppure insieme agli altri la domenica mattina. Luoghi di rifugio su cui si può fare affidamento. Chi non si ricorda delle case di Dio che hanno eretto in suo onore? In cui la superficie si è strutturata come da sola e sotto la quale il divino diventava avvertibile. Non bruciava nessun roveto, solo un candela. Prendo la Bibbia in mano, mi immergo in un salmo, ascolto un profeta, mi chiarisco attraverso una parabola, ritrovo la mia comunità in una comunità paolina. Aprendo la Bibbia alle ultime pagine mi imbatto in una frase che mi terrà compagnia per tutto l’anno. Dio dice: a chi ha sete io darò gratuitamente della fonte dell’acqua della vita. Il versetto dell’anno 2018 tratto dall’Apocalisse 21,6.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Wege in das neue Jahr und zu Ihren ganz persönlichen Orten der Spiritualität – vielleicht treffen wir uns dabei sogar.

Vi auguro cammini benedetti per l’anno nuovo che vi conducano nei vostri luoghi personali della spiritualità, in cui forse potremo anche incontrarci.

Pfarrer Michael Jäger, Bozen

Pastore Michael Jäger, Bolzano Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


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Orte der Spiritualität | Luoghi di spiritualità

Eine imaginäre Reise um die Welt Nicht christliche spirituelle Orte

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enn man von religiösen Stätten spricht, fallen einem symbolträchtige Orte der Christenheit ein: der Heilige Berg Athos der Orthodoxen, das Eremo delle Carceri in Assisi der Katholiken oder etwa die Wartburg der Protestanten. Wir hingegen begeben uns auf eine imaginäre Weltreise zu einigen spirituellen Stätten, die für Nichtchristen von Bedeutung sind. Die erste Zwischenlandung führt uns auf das Rila-Gebirge in Bulgarien: eine Gebirgskette mit sieben Bergseen. Hier feiern auf über 2000 Metern die Anhänger der Universellen Weißen Bruderschaft (eine internationale, religiöse Gruppe, die getreu den Lehren ihres Gründers Peter Deunov lebt) jedes Jahr am 19. August das spirituelle Neujahr. Dabei tanzen Tausende die Paneurhythmie, einen heiligen Tanz, der die Menschen durch eine starke mystische Spannung mit den Kräften des Universums in Verbindung bringt. Die nächste Etappe ist die Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul. Dank ihrer vielen blauen Fliesen wird dies Meisterwerk der islamischen Architektur auch Blaue Moschee genannt. Sie hat sechs Minarette, nur eins weniger als die Hauptmoschee in Mekka. Wände, Säulen und Bögen im Innenraum sind mit abertausenden glänzenden Fliesen verkleidet, auf denen sich das durch knapp 300 kleine Fenster eindringende Tageslicht widerspiegelt: eine faszinierende Gebetsstätte der Muslime. Dritte Station ist die Klagemauer in Jerusalem. An den Überresten eines antiken Tempels beten Juden und Nichtjuden und stecken Zettel mit Wünschen und Gebeten in die Ritzen und Spalten der Mauer. Trotz der dramatischen Konflikte in dieser Region bleibt sie ein Symbol der Einheit der Religionen. Unser nächstes Reiseziel ist der Berg Kailash in Tibet, der mit seinen 6.714 Metern zweifellos der berühmteste der Himalaja Gipfel ist. Von Buddhisten und Hindus wird er verehrt, weil er für sie der Thron des Gottes Shiva ist; von den Jainas, die durch seine Besteigung das Karma beseitigen wollen; und von den Bönpa, den Anhängern des

Immaginando un viaggio intorno al mondo Luoghi spirituali non cristiani Die Klagemauer… ein Symbol der Einheit der Religionen il Muro del Pianto… un simbolo di unione delle fedi

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arlando di luoghi religiosi, spesso vengono in mente siti-simbolo della Cristianità: il Monte Athos per gli ortodossi, l’Eremo delle Carceri di Assisi per i cattolici o il Castello di Wartburg per i protestanti. Noi, invece, andremo alla scoperta di alcuni significativi luoghi spirituali per chi cristiano non è, “viaggiando” intorno al mondo. Primo scalo in Bulgaria, sul Rila, la catena montuosa dei Sette Laghi: a oltre 2.000 metri, il 19 agosto di ogni anno, i membri della Fratellanza di Luce – gruppo religioso internazionale che segue gli insegnamenti del maestro Peter Deunov – vi celebrano l’inizio dell’anno spirituale. E ballano, in migliaia, la Paneuritmia, danza sacra che metterebbe l’uomo in relazione con le forze dell’universo grazie a una forte tensione mistica. Ci trasferiamo a Istanbul: la Sultan Ahmet Camii - la Moschea Blu per il turchese della struttura - è un capolavoro di architettura islamica. Con sei minareti è superata solo dalla Ka’ba, alla Mecca, che ne ha sette. Pareti, colonne e archi interni sono ricoperti da migliaia di maioliche risplendenti grazie alla luce di quasi 300 finestrelle: suggestivo luogo di preghiera per i musulmani. Terza tappa a Gerusalemme per il Muro del Pianto. È ciò che resta dell’antico tempio dove sosta per pregare, o per lasciare un pensiero nelle sue fessure, chi è di fede ebraica e non solo. E, nonostante i drammatici conflitti della regione, resta un simbolo di unione delle fedi. Ripartiamo alla volta del Tibet. Il Monte Kailash, con i suoi 6.714 metri, è di certo la più famosa delle cime himala-


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Bön, der ältesten Religion Tibets, die durch animistische Glaubensvorstellungen geprägt ist. Die Pilger dieser vier Religionen besteigen ihren heiligen Berg auf der Suche nach Erleuchtung, erklimmen aus Respekt jedoch nie den Gipfel. Im nahen Indien steht in Bodhgaya der Mahabodhi-Tempel, eine der vier heiligen Stätten des Buddhismus. Er wurde direkt neben einer großen Pappelfeige, dem BodhiBaum (Baum der Erleuchtung), errichtet. In seinem Schatten meditierte Siddhartha nach jahrelanger asketischer Pilgerschaft 49 Tage bis zu seiner Erleuchtung. Seitdem ist er als der Große Buddha bekannt. Weiter geht es zum Adam‘s Peak in Sri Lanka, einer Pilgerstätte für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen. Auf seinem Gipfel steht ein Kloster, in dem sich ein riesiger Fußabdruck befindet. Die Buddhisten verehren ihn als den Fußabdruck des Buddha, die Hindus als den von Shiva und die Muslime und Christen als den von Adam. Das nächste Reiseziel ist der Itsukushima-Schrein in Japan. Dieser Shintō-Schrein ist ein Pfahlbauwerk, das nur per Boot (bei Ebbe auch zu Fuß) zugänglich ist. Ein herrliches Tor vor dem Tempel, das Torii, scheint bei Flut auf dem Wasser zu schweben. Zur Bewahrung der Reinheit dieses Ortes sind auch heute noch weder Geburten noch Sterbende im Umfeld des Schreins gestattet. Schwangere Frauen und Kranke im Endstadium werden von der Insel entfernt; Bestattungen sind verboten. Von Asien nach Ozeanien. Der Ayers Rock ist ein Felsmassiv im Inneren Australiens. Es ist der Heilige Berg Uluru (Mutter Erde) der Aborigines. Heute noch finden hier traditionelle Zeremonien statt. Für die australischen Ureinwohner lebt in diesem Felsmassiv der Geist, der das Leben erzeugt. In den umliegenden Höhlen gibt es zahlreiche Felszeichnungen, die von einer Energiequelle „berichten“, die von den Aborigines Tjukurpa genannt wird. Über den Pazifischen Ozean kommen wir nach Sedona in Arizona (USA). Die tiefroten Felsformationen dieser Gegend sind für nordamerikanische Indianer, wie die Apache, ein magischer Ort, in dem sich mystische „Energiewirbel“ bilden. Ein uralter Glauben, den wir auch auf Felsmalereien dargestellt finden, auf denen die amerikanischen Ureinwohner die Energie der Großen Mutter feiern. Seit vielen Jahren ist diese Gegend das Zentrum der

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Abb. 1 –Der PaneurhythmieTanz im Rila-Gebirge in Bulgarien | Fig 1 – La danza della Paneuritmia sul Rila in Bulgaria Abb.2 - Uluru-Ayers Rock in Australien | Fig 2 - Uluru-Ayers Rock in Australia Abb. 3 - Torii, Eingangstor des schintoistischen ItsukushimaSchreins in Japan | Fig 3 - Torii, il portale del tempio shintoista di Itsukushima in Giappone

yane. Ed è molto venerata: dai buddisti e dagli hindu, che lo considerano il trono di Shiva; dai giainisti che mirano all’eliminazione del karman mediante l’ascesi; infine, dai bon-po, seguaci del bön, la più antica religione del Tibet, un complesso di credenze animistiche. E, anche se i pellegrini di tutte e quattro le fedi salgono sul monte in cerca di illuminazione, in segno di rispetto non ne scaleranno mai la vetta. Nella vicina India c’è Bodh Gaya, la città con il tempio di Mahabodhi eretto nei pressi di un grande albero di Pipal, noto come Albero della Bodhi (cioè del risveglio): alla sua ombra, Siddharta - dopo anni di pellegrinaggio ascetico - rimase seduto per 49 giorni di meditazione fino all’illuminazione che lo fece diventare il Grande Buddha. È ora 1 uno dei quattro luoghi sacri per i buddhisti. Proseguendo in Sri Lanka, troviamo il Monte Sri Pada, detto anche Picco di Adamo, che è meta di pellegrinaggio per buddhisti, induisti, cristiani e musulmani. Nel monastero in vetta c’è un’enorme impronta di piede: i buddisti l’associano al Buddha in persona, gli induisti a Shiva, cristiani e musulmani ad Adamo. Continuiamo verso est. In Giappone il tempio Itsukushima è un santuario Shintoista, costruito su palafitte, raggiungibile in barca (o a piedi con le basse maree) e famoso per il suo meraviglioso portale, il torii, che s’innalza dallo specchio di mare di fronte al tempio. Ora accessibile via traghetto, ancora oggi - per mantenere rigorosamente la purezza del luogo - non sono permesse nascite o morti nella zona del santuario, le donne incinte e i malati ter-


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Als besonders heilig betrachtet wurden die Cenotes, unterirdische Kalksteinlöcher in Yukatan

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New-Age-Spiritualität: Auf dem Gipfel des Monolithen Bell Rock setzen sich die Anhänger dieser Bewegung der angeblich regenerierenden Kraft der Energiewirbel aus. Die nächste Etappe liegt in Mexiko: Hier verehrten die Maya den Gott des Regens Chaac und das Wasser. Als besonders heilig betrachtet wurden die Cenotes, unterirdische Kalksteinlöcher in Yukatan, in denen sich klares Süßwasser ansammelt. Der bedeutendste davon, Sagrado, befindet sich in der archäologischen Stätte Chichén Itza, die reich an Fundstücken ist: goldene Glocken, Masken, Kelche, Ringe und Gegenstände aus Jade neben Skeletten. Hier brachten die Maya den Göttern Opfer. Mit einem großen “Sprung” sind wir in Santiago de Chile, wo das Bahai Haus der Anbetung von Südamerika steht, der weltweit achte und letzte von den Bahai errichtete Tempel, der gemäß den Lehren ihres Gründers Bahāʾullāh dem Lobpreis Gottes, der Meditation und dem Gebet gewidmet ist. Ein von der Natur umgebenes architektonisches Schmuckstück mit einer stattlichen, facettierten Kuppel. Unabhängig von Glauben, Geschlecht, Ethnie oder Nationalität steht er allen offen, die beten, meditieren oder heilige Schriften (auch anderer Religionen) lesen möchten. Mit unserer Vorstellungskraft sind wir über 100.000 km über Kontinente und Ozeane gereist. Was uns bleibt, ist der Eindruck, dass es die große Vielfalt an Orten, Völkern, Religionen und Kulturen ist, die den wahren Reichtum unseres Planeten darstellt. BMP Comunicazione Übersetzung: Kerstin Gros

Nello Yucatan erano considerati sacri i cenote, cioè le cavità carsiche sotterranee

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Abb. 4 – Die roten Felsen in der Wüste von Sedona in Arizona (USA) | Fig 4 - Le rocce rosse del deserto di Sedona in Arizona (USA) Abb. 5 – Blick auf den Berg Kailash in Tibet | Fig 5 - Vista sul Monte Kailash in Tibet

minali vengono allontanati dall’isola e le sepolture sono vietate. Dall’Asia all’Oceania. Ayers Rock è un massiccio roccioso dell’entroterra australiano: un luogo sacro, Uluru, cioè Madre Terra, per gli aborigeni. Vi si svolgono ancora cerimonie e riti: da sempre le tribù pensano che nel massiccio risieda lo spirito che genera la vita e, nelle grotte della zona, numerosi sono i graffiti che “narrano” di una fonte di energia chiamata Tiukurpa. Attraverso il Pacifico, giungiamo nel deserto di Sedona in Arizona (USA). Caratterizzato da montagne di un rosso intenso è, per i nativi americani quali gli Apaches, una terra magica che sprigiona “vortici” d’energia mistica. Una convinzione antichissima testimoniata, anche qui, da incisioni rupestri e dipinti sacri che celebrano l’energia della Grande Madre. Da anni, questa zona è divenuta il centro della spiritualità New Age: in tanti - in cima al monolite Bell Rock e nella posizione del loto - s’abbandonano alla presunta forza rigenerante dei vortici d’energia. Ci spostiamo in Messico: qui gli antichi Maya veneravano Chac, il dio della pioggia, e l’acqua. In particolare, consideravano sacre i cenote, cioè le cavità carsiche sotterranee, ricolme di acque cristalline e diffuse nella penisola dello Yucatan. Il più importante è il Cenote Sagrado nei pressi del sito archeologico di Chichen Itza e ricco di reperti: campanelli d’oro, maschere, coppe, anelli e pezzi di giada vicino a resti umani. Si presume che vi si svolgessero sacrifici. Un lungo “balzo” ci porta fino a Santiago del Cile dove sorge la Casa dell’Adorazione: ottavo e ultimo dei Templi costruiti dai Bahá’í nel mondo, è – secondo le indicazioni del loro fondatore Bahá’u’lláh – dedicato all’elevazione delle lodi a Dio, alla meditazione e alla preghiera. Architettonicamente, sembra un gioiello, dalla cupola imponente e sfaccettata, immerso nella natura. È aperto a tutti, indipendentemente da credo, sesso, etnia o nazionalità, per pregare, meditare o leggere testi sacri anche di altre fedi. Grazie all’immaginazione, abbiamo “percorso” oltre 100.000 km via terra, mare e cielo. Ci resta la sensazione: è proprio la grande diversità di luoghi, popoli, fedi e culture ad essere la vera ricchezza del nostro pianeta. BMP Comunicazione


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Spiritualität in der Natur Martin Luthers und Henry Thoreaus Erfahrungen

Spiritualita ` a contatto con la natura L’esperienza di Martin Lutero e di Henry Thoreau

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ei einer Konferenz in einem alten Kloster in Norditalien hatte ich kürzlich Gelegenheit, über Orte zu sprechen, von denen angenommen wird, dass sie der Meditation, dem Gebet und der Reflexion förderlich sind. Unberührte Orte in der Natur oder Ortschaften, die durch Besonderheiten ihrer Bodenbeschaffenheit oder der Natur geprägt sind, und die Menschen dazu veranlasst haben, dort Tempel oder Klöster zu errichten, oder auch ganz einfach nur Aussichtspunkte. Natur und Spiritualität: Gibt es da eine Verbindung? Ist die Natur, die durch Gerüche, Formen und Farben Gefühle und Fantasien in uns hervorruft, vielleicht auch eine Quelle der Ablenkung für die nach Gott suchende Seele? Eine Antwort darauf zu finden, ist nicht einfach. Für manche wird durch die Beobachtung der Natur das Fassen von klaren Gedanken und ihre erfolgreiche Vermittlung an andere möglich. Anderen wiederum ermöglicht ein Leben in der Natur die Wiederentdeckung von unverhofften spirituellen, ethischen und moralischen Quellen. Ein interessantes Beispiel bietet uns Martin Luther, der sich in einem seiner seltenen Ruhemomente mit dem Verhalten der Vögel und ihrem Flug beschäftigte. Seine Beobachtungen führten ihn zu scharfsinnigen Betrachtungen über zwischenmenschliches Miteinander. Die Natur lieferte Luther, der einige Äsop-Fabeln übersetzt hatte, für die Erbauung der christlichen Gesellschaft eine Reihe nützlicher Beispiele für moralisch vorbildliche Verhaltensweisen. Die Natur wurde so ein Kaleidoskop von Bildern, die für religiöse Zwecke verwendet wurden. Vergeblich sucht man jedoch bei Luther nach einer modernen, romantischen Einstellung gegenüber der Schönheit der Natur: Es werden noch viele Jahre verge-

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Henry David Thoreau, 1854. Zeichnung von Samuel W. Rowse | Henry David Thoreau, 1854. Disegno di Samuel W. Rowse

i recente, nel corso di una conferenza tenuta in un antico monastero dell’Italia settentrionale, ho avuto modo di parlare di quelli che vengono normalmente considerati luoghi capaci di favorire la meditazione, la preghiera e la riflessione. Ambienti naturali del tutto incontaminati, oppure località caratterizzate da particolarità del terreno e della natura che hanno spinto l’uomo a costruire templi, monasteri o, più semplicemente, dei belvedere e degli spiazzi dove sostare e ammirare il panorama. Natura e spiritualità: possiamo considerarlo un connubio possibile? Forse l’ambiente naturale, con tutte le sensazioni che suscita e le fantasie che provoca (causate da odori, forme, colori) potrebbe essere fonte di distrazione per l’anima in cerca del contatto con Dio? La risposta non è semplice. Per alcuni spiriti illuminati l’osservazione della natura consente di far maggior chiarezza nel pensiero e di aiutare ad esporlo ad altri con maggior successo, per altri, una vita immersa nella natura può far riscoprire insperate risorse spirituali, etiche, morali. Un esempio interessante è offerto da Martin Lutero che, in uno dei rari momenti di riposo che si concesse, passò del tempo a studiare il volo ed il comportamento degli uccelli, ricavandone argute considerazioni su come vanno le cose tra gli esseri umani. In effetti Lutero, che aveva tradotto alcune favole di Esopo, ricavava dal suo rapporto con la natura una serie di utili esempi di comportamenti morali significativi per l’edificazione della società cristiana. La natura diventava allora un caleidoscopio di immagini da utilizzare nella lotta religiosa. Inutile cercare in Lutero un atteggiamento moder-


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hen, bevor sich ein neues Literaturgenre entwickelt, eine Literatur, die liebliche Gegenden und Landschaften aus einer rein ästhetischen Sichtweise beschreibt. Luther dient die Natur der Veranschaulichung seiner theologischen Argumentationen. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die menschliche Perspektive der Natur. Auf ein einfaches Repertoire an richtigen oder falschen Verhaltensweisen, die von der Natur suggeriert und in Fabeln, in denen Tiere menschliche Eigenschaften besitzen, dargestellt wurden, oder als Beispiel für den Zorn und die Güte Gottes, folgt eine persönlichere und der Innerlichkeit gewidmete Betrachtungsweise der Natur, die eine besondere Faszination auf die Seele und die Spiritualität der Menschen ausübt. Die Natur wird als eine Dimension der Seele erlebt, in der Gefühle und Leidenschaften eine Entsprechung in der Umwelt finden. Es entsteht eine Art Resonanz zwischen Umwelt und leidender Seele, die unter bestimmten Bedingungen durch die ganze Natur Kraft, Hilfe und Unterstützung erhält. Bis schließlich eine neue Perspektive der Natur entsteht, die solche Ansichten scheinbar übernimmt, in Wirklichkeit aber auch schon über sie hinausgeht. 1854 erschien in den Vereinigten Staaten das auf seine Art revolutionäre Werk Walden oder Leben in den Wäldern, dessen Autor, der Philosoph und Schriftsteller Henry David Thoreau für seine äußerst kritische Einstellung gegenüber der damaligen Gesellschaft bekannt ist. Thoreau lehnte sich gegen das Modell einer Gesellschaft auf, die die Menschen zutiefst entartet, indem sie sie daran hindert, zu denken, zu fühlen und zu leben. Thoreau war der Meinung, dass kalte, rationale, auf Produktion und Konsum gestützte Modelle der menschlichen Existenz in der so genannten Zivilgesellschaft es der menschlichen Seele verwehren, Raum und Zeit für einen Dialog mit der Natur und mit sich selbst zu finden und das Gleichgewicht zwischen Geist und Materie wiederherzustellen. „Leider ist der Mensch nicht (mehr) in der Lage, Geist und Materie in Einklang zu bringen. Nur im Kontakt mit der Natur kann er einen Anschein von Einheit erleben und lernen, diese zu reproduzieren“, schreibt Wu Ming 2 in seinem Vorwort der 2005 veröffentlichten italienischen Ausgabe. Für Thoreau muss jeder Mensch sich von den Fesseln ei-

Luther dient die Natur der Veranschaulichung seiner theologischen Argumentationen

Quando la natura interviene, in Lutero, è per venire in aiuto alle sue argomentazioni teologiche

Henry D. Thoreau, Walden; or, Life in the Woods, Boston, 1854

no, ‘romantico’, nei confronti della bellezza naturale: ci vorranno ancora molti anni prima che si sviluppi un nuovo genere letterario, la letteratura descrittiva di luoghi e paesaggi ameni con finalità puramente estetiche o illustrative. Quando la natura interviene, in Lutero, è per venire in aiuto alle sue argomentazioni teologiche. Col passare dei secoli assistiamo ad una trasformazione della visione umana della natura: da semplice repertorio di comportamenti corretti o sbagliati suggeriti dalla natura e tradotti nelle favole, dove gli animali si sostituiscono agli esseri umani, o come esempio della collera o della bontà divina, si giunge ad una riflessione sempre più personale ed interiore sul mondo naturale, che esercita una sua particolare suggestione sull’animo e sulla spiritualità della gente. La natura è vissuta come una dimensione dell’anima, dove i sentimenti, le passioni, trovano una loro corrispondenza nel mondo circostante. Si crea come una risonanza tra l’ambiente circostante e l’anima sofferente che può, in determinate condizioni, ricevere forza, aiuto e sostegno da tutta la natura. Giungiamo, infine, ad una nuova visione della natura, che sembra abbracciare simili considerazioni, ma che, in realtà, in parte le supera. Nel 1854 fu scritta negli Stati Uniti un’opera a suo modo rivoluzionaria: Walden ovvero Vita nei boschi. Ne era autore un filosofo e scrittore, Henry David Thoreau, noto per il suo forte spirito critico nei confronti della società del tempo. Ciò che Thoreau contestava era il modello di una società che snaturava profondamente le persone, impedendo loro di pensare, sentire, vivere. Secondo l’autore, gli schemi razionali e freddi dell’esistenza umana all’interno della vita cosiddetta civile, basata sulla produzione e sul consumo, impediscono all’anima umana di trovare lo spazio ed il tempo necessari per dialogare con la natura e con se stessi. Anche per ritrovare l’equilibrio tra spirito e materia. “Purtroppo, l’uomo non è (più) capace di conciliare spirito e materia. Solo nel contatto con la Natura può sperimentare una parvenza di unità e imparare, così, a riprodurla”, scrive Wu Ming 2 nella sua interessante prefazione all’edizione italiana dell’opera pubblicata nel 2005. Per Thoreau, ogni essere umano deve liberarsi da questa esistenza in catene e trovare una dimensione in cui poter vivere libero e secondo ritmi completamente di-


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nes solchen Daseins befreien und eine Dimension finden, in der er frei und nach einem ganz eigenen Rhythmus leben kann. Dazu muss er inmitten der Natur leben, wo er zu sich selbst findet, sich mit den eigenen Grundbedürfnissen auseinandersetzt, in sich hineinblickt und herausfindet, wer er ist, was er ist und welches Lebensziel er hat. Thoreau hatte ähnliche Themen schon in dem kurz nach dem Tod des Bruders verfassten Tagebuch behandelt, das 1842 mit dem Titel Eine Woche auf den Flüssen Concord und Merrimack erschien. Nachdem er zwei Jahre in der Natur gelebt hatte, war er von der Richtigkeit seines Ansatzes überzeugt. Vom 4. Juli 1845 bis zum 6. September 1847 unterzog er sich weit entfernt von den Annehmlichkeiten der Zivilisation einem absolut ‚natürlichen‘ Lebensexperiment. Er war überzeugt, dass, „erst wenn wir die Welt verloren haben, wir anfangen, uns selbst zu finden.“ Seine Suche nach dem Wesentlichen wendet sich gegen alles Überflüssige. Es ist eine Suche nach der Freiheit der eigenen Person, der eigenen Seele, auch gegen die Obrigkeit, wenn diese den Menschen zum reinen Untertan herabwürdigt: „Der Großteil der Menschen dient dem Staat auf diese Weise: Nicht vorwiegend als Menschen sondern als Maschinen, mit ihren Körpern,“ schreibt Thoreau in seinem Werk Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat. Und weiter: „Die einzige Verpflichtung, die zu befolgen ich auch ein Recht habe, ist jederzeit das zu tun, was ich für recht halte.“ Darin unterstreicht er die Überlegenheit des Gewissens über den Zwang von Gesetzen, Sitten und Bräuchen, die einer utilitaristischen Vision des Staates entspringen, gegen die er sich auflehnt. Eine derart überlegene ethische und moralische Vision wäre Grund für die Suche nach dem Kontakt zur Natur, um nach ihrem Rhythmus, ihrer Zeit und ihren Jahreszeiten leben zu können, gleichzeitig aber auch die Folge der Ergebnisse einer solchen Erfahrung: Um zu sein, wie man wirklich ist, muss man sich von allem entledigen, sich auf das Wesentliche reduzieren, sich selbst wiederentdecken, um dann zu beginnen, die eigene freie Existenz auf neuen Prinzipien aufzubauen, und sich dabei von einem Leben in der Natur inspirieren lassen. Roberto Tresoldi, Mailand Übersetzung: Kerstin Gros

Henry David Thoreau, 1856. Foto Benjamin D. Maxham

Um zu sein, wie man wirklich ist, muss man sich... auf das Wesentliche reduzieren

Per poter essere se stessi occorre... ridursi all’essenziale

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versi da quelli abituali. Per farlo occorre andare a vivere in mezzo alla natura, così da poter ritrovare se stessi, confrontarsi con le nostre esigenze primarie, guardarsi dentro e capire chi siamo, cosa siamo, a cosa tendiamo. Già in passato Thoreau aveva affrontato temi simili, per esempio nel diario scritto poco dopo la morte del fratello, avvenuta nel 1842, intitolato Una settimana sui fiumi Concord e Merrimack. Ma è l’esperienza diretta da lui vissuta per circa due anni in piena natura a convincerlo della correttezza del suo approccio. Dal 4 luglio 1845 fino al 6 settembre del 1847 egli si sottopone ad un esperimento di vita assolutamente ‘naturale’, lontano da qualsiasi agio della civiltà, convinto che “solo quando abbiamo perduto il mondo cominciamo a trovare noi stessi”. La sua è la ricerca dell’essenzialità, contro tutto ciò che è superfluo. La ricerca della libertà, sia della propria persona, sia della propria anima, anche contro l’autorità, quando questa rende l’uomo un semplice suddito: “La massa degli uomini serve lo Stato in questo modo, non come uomini, bensì come automi, con il solo corpo”, scrive l’autore in una delle sue opere più lucide e corrosive, Disobbedienza civile. E ancora: “Il solo obbligo che ho di arrogarmi è quello di fare sempre e comunque quello che ritengo giusto”. In questo, egli sottolinea il primato della coscienza sull’imposizione di leggi, usi e costumi frutto di quella visione utilitaristica dello Stato alla quale si opponeva. Una tale superiore visione etica e morale sarebbe, al tempo stesso, motivo della ricerca del contatto con la natura, della possibilità di vivere secondo i suoi ritmi, i suoi tempi, le sue stagioni ma, anche, conseguenza dei risultati di una simile esperienza: per poter essere se stessi occorre spogliarsi di tutto e ridursi all’essenziale, ritrovare ciò che siamo veramente, per poi ricominciare a costruire la propria libera esistenza su nuovi principi, ispirati da una vita a contatto diretto con quella stessa natura. Roberto Tresoldi, Milano


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Orte der Spiritualität | Luoghi di spiritualità

Das älteste Taufbecken des Okzidents La piu ` antica fonte battesimale dell’Occidente

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dysseus segelte auf seinen legendären Irrfahrten an der Küste von Neapel vorbei, er widerstand dem betörenden Gesang der von den Sirenusen (Li Galli) kam und kämpfte auf Nisida gegen Polyphem. Der christliche Apostel Paulus hielt sich für etwa eine Woche in Pozzuoli auf und reiste von dort weiter zu seiner Verurteilung nach Rom. Die Verwebung von legendärem, geistig-mythischem mit faktischem ist im Umfeld des Vesuvs einzigartig. Ein Ort, der Spiritualität atmet, die gleich im nächsten Moment wieder von alltäglicher Banalität und Plattheit zunichte gemacht wird. Spiritualität, gemeint als Geistigkeit, als eine intuitiv mythische Verbindung in eine andere Dimension. Banalität, gemeint als Vulgarität, Fernsehen und chinesisches Plastik. Schon die frühen Christen haben in Neapel bleibende Spuren hinterlassen. Über mehrere tausend Quadratmeter erstrecken sich unter der Stadt verschiedene Katakomben, deren Ursprung bis auf das 2. Jahrhundert zurückgeht. Sie wurden zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, als die sterblichen Überreste des Märtyrers San Gennaro nach seiner Enthauptung in Pozzuoli im Jahre 305 nach Neapel kamen. Der Märtyrer hatte Pech gehabt. Nur wenige Jahre später und er hätte ein langes, dann aber wohl auch ruhmloses Leben führen können. Denn kurz vor der Schlacht an der Milvischen Brücke war Kaiser Konstantin I. im Traum Christus mit einem leuchtenden Kreuz erschienen und sagte ihm: „ in hoc signo vinces“ – „ unter diesem Zeichen wirst Du siegen“. Daraufhin habe der Kaiser seinen Soldaten befohlen, das Christusmonogramm als Feldzeichen zu verwenden. Der Kaiser siegte und ab dem darauffolgenden Jahr 313 galt mit der Mailänder Vereinbarung im Römischen Reich Religionsfreiheit.

In hoc signo vinces Mosaiken aus dem 4. Jahrhundert in der Kuppel der Taufkapelle San Giovanni in Fonte, Neapel | Mosaici del IV secolo nella cupola del Battistero di San Giovanni in Fonte, Napoli

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lisse nel corso delle sue leggendarie peregrinazioni navigò lungo le coste di Napoli, resistette al seducente canto che proveniva da Sirenussai (Li Galli) e lottò contro Polifemo sull’isola di Nisida. L’apostolo cristiano Paolo si trattenne circa una settimana a Pozzuoli e da lì proseguì il suo viaggio verso la sua condanna a Roma. L’intreccio fra il leggendario, il mistico-spirituale e il reale è unico nella zona circostante il Vesuvio. È un luogo in cui si respira spiritualità, che un momento dopo viene distrutta dalla quotidiana banalità e piattezza. La spiritualità intesa come un collegamento intuitivo mitico con un’altra dimensione. Banalità intesa come volgarità, televisione e plastica cinese. Già i primi cristiani hanno lasciato le loro tracce a Napoli. Sotto la città per più di svariate migliaia di metri quadri si estendono varie catacombe, le cui origini risalgono fino al II secolo. Divennero un importante luogo di pellegrinaggio quando nell’anno 305 arrivarono a Napoli i resti mortali del martire San Gennaro dopo la sua decapitazione a Pozzuoli. Il martire aveva avuto sfortuna. Perché solo pochi anni dopo avrebbe potuto condurre una lunga vita, anche se forse ingloriosa. Infatti poco prima della battaglia di Ponte Milvio all’Imperatore Costantino I era apparso in sogno Cristo con una croce luminosa che gli diceva: “in hoc signo vinces” – “con questo segno vince-


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Das Christusmonogramm findet sich in einem Mosaik von betörender Schönheit, tiefblau wie die Seele, in der ältesten Kirche Neapels wieder, welche ebenfalls von Kaiser Konstantin I. in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts errichtet wurde und heute Basilika di Santa Restituta heißt. Nach dem ersten Konzil der Kirchengeschichte in Nicäa im Jahre 325 startete Kaiser Konstantin ein Kirchenbauprogramm, denn er sah im Christentum den geistig-religiösen Oberbau, der das Römische Reich zusammenhalten konnte. Ein paar Jahrzehnte später wurde neben der Basilika das Battistero di S. Giovanni in Fonte errichtet. Der Komplex Santa Restituta – S. Giovanni in Fonte ist heute als eine Art überdimensionierte Seitenkapelle dem Dom von Neapel angegliedert. Heute ist S. Giovanni in Fonte das älteste erhaltene Taufbecken der westlichen Christenheit überhaupt. In den Boden der viereckigen Kapelle, gekrönt von einer Kuppel, die von einem oktogonalen Tambour getragen wird, ist ein großes rundes Becken eingelassen. Hier stand der erwachsene Täufling mit den Füssen im Wasser, während der Bischof, gewöhnlich zu Ostern oder Pfingsten, ihm das Taufwasser über den Kopf goss. Das Taufbecken wurde dabei von einem sogenannten „velarium“ verhüllt und Diakone des gleichen Geschlechts assistierten dem Täufling. Nach dem Verlassen des Taufbeckens wurden dem Getauften weiße Taufkleider angelegt. Danach verlieh ihm der Bischof durch Handauflegen den Heiligen Geist und bestätigte die Taufe. In der Basilika konnte er jetzt erstmalig an der ganzen Messe und der Eucharistie teilnehmen. Über dem Taufbecken befinden sich außerordentlich reiche und kunstvolle Mosaiken, welche den neu Getauften in eine mystische und heilige Welt einführten. Der Reichtum der dargestellten Mosaiken versinnbildlichte den seelischen Reichtum, welcher den Getauften jetzt in Christus erwartete. Im Zentrum der Kuppel, gehalten von der Hand Gottes, inmitten eines blauen Sternenhimmels mit achteckigen Sternen – die Zahl Acht steht als Symbol für Unendlichkeit und Ewigkeit – prangt das Christusmonogramm. Es besteht aus den beiden in Kreuzform übereinander geschriebenen griechischen Buchstaben X und P und wird auch Konstantinisches Kreuz genannt. Die griechischen Buchstaben XP sind im Griechischen die Anfangsbuchstaben des Wortes Χριστός = „Christus“. Nach

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Die Taufkapelle San Giovanni in Fonte, Neapel | Battistero di San Giovanni in Fonte, Napoli

Der Reichtum der Mosaiken versinnbildlichte den seelischen Reichtum, welcher den Getauften in Christus erwartete

La ricchezza dei mosaici simboleggiava la ricchezza spirituale che ora aspettava il battezzato in Cristo

rai”. In seguito a questo sogno l’imperatore aveva ordinato ai suoi soldati di utilizzare il monogramma di Cristo come vessillo militare. L’imperatore vinse e l’anno successivo, nel 313, l’editto di Milano sancì la libertà di culto nell’Impero Romano. Il monogramma di Cristo si trova in un mosaico di una bellezza incantevole, blu notte come l’anima, nella chiesa più antica di Napoli, eretta anch’essa dall’imperatore Costantino I nella prima metà del IV secolo e che oggi si chiama Basilica di Santa Restituta. Dopo il primo Concilio della storia della Chiesa a Nicea nell’anno 325 l’imperatore Costantino avviò un programma edilizio ecclesiastico perché vedeva nel cristianesimo la sovrastruttura religiosa e spirituale che poteva tenere insieme l’Impero romano. Qualche decennio più tardi accanto alla Basilica venne eretto il Battistero di S. Giovanni in Fonte. Il complesso Santa Restituta – S. Giovanni in Fonte è oggi una specie di cappella laterale sovradimensionata annessa al Duomo di Napoli. Oggi S. Giovanni in Fonte è la più antica fonte battesimale della cristianità occidentale giunta ai giorni nostri. Nel pavimento della cappella quadrangolare, coronata dalla cupola, sostenuta da un tamburo ottagonale, è inserito un grande bacino rotondo. Qui si trovava il battezzando adulto con i piedi nell’acqua mentre il vescovo, solitamente per Pasqua o Pentecoste, gli versava l’acqua battesimale sul capo. La fonte battesimale veniva avvolta da un cosiddetto “velarium” e il battezzando veniva assistito da diaconi del suo stesso sesso. Dopo aver lasciato la fonte battesimale il battezzato veniva vestito con vestiti battesimali bianchi. Dopodiché il vescovo attraverso l’imposizione delle mani gli trasferiva il dono dello Spirito Santo e confermava


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Orte der Spiritualität | Luoghi di spiritualità Der Markuslöwe | Il leone di San Marco

dem Kreuz und dem Fisch ist es das am häufigsten verwendete Christussymbol. Später wurde das Symbol auch lateinisch als Pax Christi Zeichen interpretiert, welches ausdrückt, dass Christus Frieden gibt und die Christen nach Frieden streben sollen. Neben dem Christogramm stehen die Buchstaben Alpha und Omega, die ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets. Sie symbolisieren den allumfassenden Gott und haben ihren Ursprung in der Offenbarung des Johannes, wo Christus als „das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ bezeichnet wird. In den vier Ecknischen der Taufkappelle zeigen prachtvolle Mosaiken die Evangelisten mit ihren geflügelten Symbolen, die auf eine altorientalische Vorstellung von den vier Hütern der Weltecken und Trägern des Himmelsgewölbes zurückgehen. Die Symbole der Evangelisten, Mensch, Löwe, Stier und Adler, finden sich in mehreren Bibeltexten wieder, vor allem beim Propheten Ezechiel und in der Offenbarung des Johannes. „Und in der Mitte, rings um den Thron, waren vier Lebewesen voller Augen, vorn und hinten. Das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite einem Stier, das dritte sah aus wie ein Mensch, das vierte glich einem fliegenden Adler“ (Offb 4,6-7). Auch der gute Hirte, eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Motive für Jesus ist in der Kapelle S. Giovanni in Fonte mehrfach dargestellt. So unterstrich die reiche Symbolik der Darstellung die spirituelle Dimension der Taufkapelle und unterrichtete gleichzeitig die Gläubigen in den Grundlagen der christlichen Religion. Caroline von der Tann, Neapel

Die reiche Symbolik unterrichtete die Gläubigen in den Grundlagen der christlichen Religion

La ricca simbologia insegnava ai fedeli le basi della religione cristiana

il battesimo. Ora poteva partecipare per la prima volta all’intera messa e all’Eucaristia. Sopra la fonte battesimale si trovano mosaici estremamente ricchi e artistici, che introducevano i nuovi battezzati in un mondo mistico e sacro. La ricchezza dei mosaici rappresentati simboleggiava la ricchezza spirituale che ora aspettava il battezzato in Cristo. Al centro della cupola, tenuto dalla mano di Dio, nel mezzo di un cielo blu stellato con stelle ottangolari – il numero otto è il simbolo dell’infinito e dell’eternità – campeggia il monogramma di Cristo. È composto dalle lettere greche X e P sovrapposte in forma di croce e viene chiamato anche la croce di Costantino. Le lettere greche XP sono le lettere iniziali della parola Χριστός = „Cristo“. Dopo la croce e il pesce è il simbolo cristiano maggiormente utilizzato. Più tardi il simbolo venne interpretato anche in latino come Pax Christi, il Cristo che dà la pace e i cristiani che devono ambire alla pace. Accanto al monogramma di Cristo ci sono le lettere alfa e omega, la prima e l’ultima lettera dell’alfabeto greco. Simbolizzano il Dio onnicomprensivo e hanno la loro origine nell’Apocalisse di Giovanni, dove Cristo viene definito “l’alfa e l’omega, il primo e l’ultimo, l’inizio e la fine”. Nelle quattro nicchie d’angolo del battistero si trovano gli splendidi mosaici degli evangelisti con i loro simboli alati, che risalgono all’immagine dell’antico Oriente dei quattro custodi degli angoli del mondo che sostengono la volta celeste. I simboli degli Evangelisti, l’uomo, il leone, il toro e l’aquila, si trovano in molti testi biblici, soprattutto nel profeta Ezechiele e nell’Apocalisse di Giovanni. “In mezzo al trono e intorno al trono vi erano quattro esseri viventi pieni d’occhi davanti e di dietro. Il primo vivente era simile a un leone, il secondo essere vivente aveva l’aspetto di un toro, il terzo vivente aveva l’aspetto d’uomo, il quarto vivente era simile a un’aquila mentre vola” (Apocalisse 4,6-7). Anche il buon pastore, uno dei simboli più antichi e più diffusi di Gesù è rappresentato più volte nella cappella di S. Giovanni in Fonte. In questo modo la ricca simbologia della rappresentazione sottolineava la dimensione spirituale del battistero e insegnava allo stesso tempo ai fedeli le basi della religione cristiana. Caroline von der Tann, Napoli Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


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Ein Ort der Begegnung und des Zusammenlebens der Völker Die Wallfahrtskirche Santa Rosalia in Palermo

Luogo di incontro e convivenza tra popoli Il santuario di Santa Rosalia a Palermo

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n Palermo gehört die Schutzheilige Santa Rosalia zum Alltag. Die Verehrung der Katholiken und Katholikinnen von Palermo für ihre “Santuzza” – wie sie liebevoll genannt wird – stammt daher, dass ihr die Befreiung von der Pest im Jahr 1624 zugeschrieben wurde, und zwar fast fünf Jahrhunderte nach ihrem Tod, als ihre sterblichen Überreste in einer Grotte auf dem Hausberg von Palermo, dem Monte Pellegrino, entdeckt wurden. Die Höhle mit den Überresten der Heiligen, auf der die Wallfahrtskirche errichtet wurde, ist schon seit Jahrhunderten eine vielbesuchte Pilgerstätte. Seit fast 20 Jahren ist dieser Ort auch zugewanderten Palermitanern ans Herz gewachsen: den Migranten aus Sri Lanka. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Tamilen, die größte tamilische Gemeinschaft in Italien. Tamilen und Singhalesen sind vor einem blutigen Bürgerkrieg in ihrer Heimat nach Sizilien geflüchtet. In Palermo leben sie friedlich zusammen. Beide Gruppen nehmen seit einiger Zeit am traditionellen Ritus der “acchianata” („Aufstieg“ im lokalen Dialekt) zur Wallfahrtskirche teil. Das mag überraschen, da die Tamilen überwiegend Hindus sind, während die Singhalesen zum Großteil Buddhisten und im kleineren Maße Christen sind. In traditioneller Kleidung besteigen die Tamilen zu Fuß den Monte Pellegrino und rutschen in einer von gegenseitiger Achtung getragenen Atmosphäre die letzte Treppe, Seite an Seite mit den palermitanischen Katholiken, auf den Knien empor. Giuseppe Burgio erklärt in seinem Buch Tra Ganesh e S. Rosalia. La comunità dei tamil a Palermo (Ganesh und die

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Gläubige aus Sri Lanka in der Grotte der Heiligen | Devoti dello Sri Lanka all’interno della grotta della Santuzza Die Wallfahrtskriche Santa Rosalia in Palermo | Il Santuario di Santa Rosalia, Palermo Foto: p Sergio Natoli

Palermo, la devozione alla Patrona, Santa Rosalia, è parte della quotidianità. Il culto dei cattolici palermitani per la “Santuzza” – come è affettuosamente chiamata – nasce dall’averle attribuito il ruolo di liberatrice dalla peste del 1624, quasi cinque secoli dopo la sua morte, in concomitanza del rinvenimento delle sue spoglie in una grotta del Monte Pellegrino che domina la città: la grotta in cui ora i resti riposano e su cui è sorto il Santuario, da secoli meta di pellegrinaggi. Da quasi due decenni, però, questo luogo è caro anche a molti palermitani d’adozione: parliamo dei migranti originari dello Sri Lanka. Soprattutto quelli di etnia tamil che costituiscono la più grande comunità d’Italia. Tamil e singalesi si sono rifugiati in Sicilia per sottrarsi alla sanguinosa guerra civile che li contrapponeva in patria. In città convivono pacificamente ed entrambi i gruppi sono ormai protagonisti consueti del rito della “acchianata” (in


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Heilige Rosalia. Die tamilische Gemeinschaft in Palermo), dass in tamilischen Wohnungen und Läden in Palermo nicht selten kleine Altäre stehen, „auf denen Ganesh, eine elefantenköpfig abgebildete hinduistische Gottheit, neben (…) einem Bildnis der Heiligen Rosalia (…), die mit Rosenkranz und einem Totenkopf in der Hand liegend abgebildet ist, zu sehen ist.“ Und weiter, dass die Tamilen den Katholizismus und Hinduismus „als etwas Unterschiedliches, aber nicht Gegensätzliches, als nicht vollkommen Getrenntes betrachten, wir es dabei aber auch nicht mit einem Synkretismus zu tun haben.“ Viele Tamilen, die hauptsächlich als Haushaltshilfen arbeiten, haben den Sonntag als Ruhetag übernommen, um am Pilgerzug zur Grotte der Hl. Rosalia teilnehmen zu können. Diese Höhle ist zum heiligen Ort der Hindus geworden, und zwar mit einer ganz bestimmten Begründung, – so der Wissenschaftler – die typisch für den Hinduismus ist: „Gott ist Einer, hat aber viele Erscheinungsbilder: Eins davon ist Santa Rosalia.“ Sogar auf der Webseite der Wallfahrtskirche wird über die Bedeutung der Stätte für die in Palermo lebenden Tamilen berichtet und betont, dass sie sie mit der heiligen Stadt Kataragama in Sri Lanka vergleichen. Und der Kaplan der Sri Lanker in der Erzdiözese von Palermo, Pater Vimal Rajan, sagte kürzlich in einem Interview in Meridionews: „…alle nehmen an der Prozession und dem Aufstieg zur Wallfahrtskirche teil, Katholiken und Hindus… Das Aufsteigen auf den Berg, um dort zu beten und dann wieder abzusteigen, stellt eine Art direkte Verbindung auch mit unseren Traditionen dar.“ Der Wallfahrtsort befindet sich nämlich auf einer Anhöhe, so wie die Tempel und Kirchen in Sri Lanka. Der katholische Missionar Sergio Natoli erläutert den tiefen Wert des gemeinsamen Wallfahrtsortes der Santuzza für verschiedene Religionen: „Dass Immigranten einen katholischen Wallfahrtsort als Ziel ihrer Verehrung gewählt haben, ist ein positives Zeichen auf dem Schachbrett des Zusammenlebens verschiedener Völker in einem Gebiet. Die Wallfahrtskirche der Heiligen Rosalia ist ein existenzieller Rundtisch des interreligiösen Dialogs, ein prophetischer Ort, der allen helfen kann, Friedenshelfer zu sein.“ Um die Welt von der Pest der kleinen und großen Kriege zu befreien. BMP Comunicazione Übersetzung: Kerstin Gros

Gläubige aus Sri Lanka nähern sich auf Knien der Wallfahrtskirche | Devoti dello Sri Lanka completano l’acchianata al Santuario Foto: p Sergio Natoli

dialetto locale, la “salita”) al Santuario. È però sorprendente come i tamil siano in stragrande maggioranza induisti, al contrario dei singalesi generalmente buddisti e, in misura minore, cristiani. In abiti tradizionali, i tamil compiono l’ascesa a piedi in cima al Monte, fino all’ultima scalinata da percorrere in ginocchio, fianco a fianco con i cattolici palermitani nel massimo rispetto reciproco. Giuseppe Burgio - nel suo breve saggio Tra Ganesh e S. Rosalia. La comunità dei tamil a Palermo - spiega che non è raro ammirare, in case e negozi tamil in città, piccoli altari “dove l’immagine di Ganesh, il dio hindu con la faccia di elefante, sta accanto (…) all’immagine di Santa Rosalia (…) sdraiata con la sua corona di rose e con un teschio in mano”. E aggiunge come, per i tamil, essere cattolici o hindu sono “sentite come cose diverse ma non in opposizione, non totalmente separate, ma neppure siamo di fronte ad un sincretismo”. Molti tamil – che lavorano principalmente come domestici – hanno scelto il riposo domenicale proprio per effettuare il pellegrinaggio alla Grotta, ormai eletta a luogo spirituale hindu con una motivazione - continua lo studioso - tipicamente induista:“Dio è uno ma ha molti aspetti: uno di questi è Santa Rosalia”. Persino sul sito web del Santuario si testimonia l’importanza del luogo per i tamil palermitani sottolineando come lo equiparino a Kataragama, la città sacra in Sri Lanka. E il cappellano degli srilankesi della Arcidiocesi di Palermo, padre Vimal Rajan, in un’intervista a Meridionews di mesi fa, raccontava: “…tutti prendiamo parte alla processione e alla salita fino al santuario, sia cattolici sia induisti… salire sino a lì per pregare e poi ridiscendere nuovamente rappresenta una sorta di filo diretto anche con le nostre tradizioni”, essendo il Santuario in altura come lo sono templi e chiese in Sri Lanka. È però Sergio Natoli, missionario cattolico, a spiegare al meglio il valore profondo della comunanza del luogo della Santuzza tra fedi differenti:“che degli immigrati abbiano assunto come meta della loro devozione un santuario cattolico è un segno positivo nello scacchiere della convivenza di popoli diversi presenti nel medesimo territorio. Il santuario di S. Rosalia è una tavola rotonda esistenziale di dialogo interreligioso, un luogo profetico che può aiutare tutti ad essere operatori di pace”. Per liberare il mondo dalla peste di piccole e grandi guerre. BMP Comunicazione


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Orte, die zum Dialog werden

Luoghi che diventano dialogo

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iaLuoghi – Orte, die zum Dialog werden: Ein von der Katakombe iaLuoghi – i luoghi che diventano dialogo: un progetto delle cavon San Gennaro, der Fakultät für Architektur und der lutherischen tacombe di San Gennaro, della facoltà di architettura e della coGemeinde Neapel initiiertes Projekt. Am Anfang dieser unglaublichen munità luterana di Napoli. All’inizio di questa storia incredibile, poco Geschichte standen vor etwa einem Jahr die Überlegungen, wie man più di un anno fa, ci stavano i pensieri su come trasformare una cava einen Tuffsteinbruch vor der Katakombe in einen Ort des Dialogs verdi tufo antistante le catacombe in un luogo di dialogo. wandeln könnte. Ein Raum existiert nicht für sich allein, er muss von Una stanza non esiste per se stessa, ma va vissuta dal soggetto che enjemandem gelebt werden, der in ihn eintritt, ihn durchquert und wietra, passa e esce. Essa diventa un luogo di transito, e la qualità del luoder verlässt. So wird er zu einem Durchgangsort und die Qualität des go decide se il transito è piacevole o meno, veloce o lento. Nel nostro Ortes bestimmt, ob der Durchgang angenehm ist oder nicht, rasch oder caso specifico questa cava, adiacente alle catacombe di San Gennaro, langsam verläuft. Der Steinbruch gegenüber der Katakombe von San nel Rione Sanità di Napoli e destinata a diventare il nuovo ingresso ufGennaro im Stadtviertel Sanità soll der neue, offizielle ficiale alle catacombe, è un luogo di transito in più di un Eingang der Katakombe werden. Also ein Durchgangssenso. Il visitatore viene dal suo mondo, spesso frenetiort in mehrfachem Sinne. Vom Licht in die Finsternis. Von co e molto vivo, per immergersi in un mondo storicader Gegenwart in die Vergangenheit. Vom Leben zum Tod. mente molto antico e più che altro morto. Dalla luce alle Diese Durchgangshöhle soll auch die Möglichkeit bieten, tenebre. Dal presente al passato. Dalla vita alla morte. das gedanklich erneut miteinander zu verbinden, was Ma queste non sono antipodi, luce e tenebre, vita e morheute häufig lieber getrennt wird: Leben und Tod. Wie te vanno piuttosto pensate insieme. schon der Psalmist sagte: „Wir sind mitten im Leben steQuindi questa cava di transito deve anche permettere di hend umgeben vom Tod.“ Und weiter: „Lehre uns beri-pensare insieme quello che oggi spesso si tenta di didenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug wervidere: vita e morte. Come diceva già il salmista: “Nel bel den.“ Der Tod darf nicht als Schrecken verstanden wermezzo della vita sono circondato dalla morte”. E anche: den, den man fürchten muss, sondern als fester Be“Facci ricordare che dobbiamo morire per diventare sagstandteil des Lebens. Die heutige Gesellschaft erkrankt gi”. La morte non va vista come uno spavento di cui aveimmer mehr – auch durch ihren Versuch, Tod und Krankre timore, ma come parte integrante della vita. La società heit auszugrenzen. Beide sollten jedoch einen Platz in undi oggi si ammala sempre di più anche perché tenta di serem Leben haben. Kaum ein Raum eignet sich da besemarginare la morte e la malattia che invece dovrebbero ser als dieser Steinbruch als Übergang zum Eingangsavere uno spazio all’interno della vita. Quale luogo mibereich der Katakombe, der Welt der Toten. Er steht am gliore per viverlo che questa cava come entrata nello spaAnfang einer außergewöhnlichen Reise in die Vergan- Katakombe von San Gennaro, Neapel: zio delle catacombe, all’inizio di un viaggio straordinagenheit, die den Kontakt mit der Gegenwart beibehält obere Ebene, Übergangsort vor dem rio nel passato che tocca ancora il nostro presente, che Eingang in die Katakombe | und die – angefangen beim Leben der jungen Menschen Catacombe di San Gennaro, Napoli: modifica il nostro presente iniziando dai giovani di dieses Stadtviertels – unsere Gegenwart verändert. Die livello superiore e passaggio d’ingresso questo quartiere. Grazie al loro coinvolgimento in tanaktive Beteiligung der jungen Menschen an solchen Inite iniziative sono portati a ripensare la vita, la bellezza, tiativen bringt sie dazu, das Leben, die Schönheit, die besondere Kultur la cultura proprio in questo luogo delle radici comuni e di una spiritualità dieses Ortes der gemeinsamen Wurzeln und einer geteilten Spirituacondivisa – un luogo dove molto prima degli scismi della Chiesa i crilität neu zu überdenken. Ein Ort, an dem lange vor den Spaltungen der stiani si radunavano intorno ai loro defunti per lodare Dio. Kirche Christen sich um ihre Toten versammelten, um Gott zu loben. Kirsten Thiele, Napoli Kirsten Thiele, Neapel Übersetzung: Kerstin Gros


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Der Theologe antwortet | Il teologo risponde

Gott wohnt, wo man ihn einlässt Dio abita dove lo facciamo entrare

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ilt ein Gebet in der Kirche mehr als eines zuhause?“, hat mich ein Konfirmand gefragt. Ich habe ihm geantwortet: „Du kannst beten, wo Du willst. Gott hört Dich an jedem Ort!“ Hinter diesem kurzen Gespräch über das Gebet steckt eine interessante Anfrage: Gibt es für uns evangelische Christen ebenso wie in der katholischen oder orthodoxen Kirche „heilige Räume“? Spirituelle Orte, an denen uns Gott besonders nahe ist? Martin Luther hat die Trennung zwischen weltlich und geistlich, zwischen heilig und profan, zwischen Klerikern und Laien aufgehoben. Kein geweihter Ort, keine religiöse Praxis, kein geistlicher Stand ist an sich heilig. Viel mehr erhebt Gott Anspruch auf unser ganzes Leben und heiligt es gerade dadurch in allen Bereichen. Wir sind deshalb im Petersdom zu Rom nicht näher bei Gott als im eigenen Zuhause, eine Wallfahrt ist nicht verdienstvoller als die liebevolle Erziehung der eigenen Kinder, eine Krankenschwester übt einen ebenso „heiligen“ Beruf aus wie ein Erzbischof. Und so kann auch jeder Ort zu einem heiligen Ort werden, wenn ich dort in Beziehung mit Gott komme: Für Jakob auf der Flucht vor dem betrogenen Esau werden ein paar unscheinbare Steine zum Ort einer nächtlichen Gottesbegegnung (1. Mose 28). Martin Luther entdeckt im Turm des Wittenberger Augustinerklosters die befreiende Gnade für sein Leben, als er dort über die Gerechtigkeit Gottes (Römer 1,17) nachdenkt. Und für Dietrich Bonhoeffer ist es die trostlose Gefängniszelle, in der er 1944 zur heilvollen Einsicht kommt: „Dein bin ich, o Gott!“ Evangelisch verstanden entscheidet sich die Heiligkeit eines Ortes also nicht an überlieferten Traditionen oder historischen Ansprüchen. Das hat dann auch politische Konsequenzen: Wir müssen keine „Heiligen Kriege“ darum führen. Schon Jesus löst im Gespräch mit der samaritanischen Frau die falsche Alternative, ob Gott nun auf dem Garizim oder in Jerusalem richtig verehrt werde, mit dem Hinweis auf (Johannes 4,24): „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Friedemann Glaser

“U

na preghiera fatta in chiesa vale più di una preghiera fatta a casa?”, mi ha chiesto un confermando. Gli ho risposto: “Puoi pregare dove vuoi. Dio ti ascolta in ogni luogo!” Dietro a questo breve dialogo sulla preghiera si cela una domanda interessante: esistono per noi cristiani evangelici dei luoghi sacri come per la Chiesa cattolica o ortodossa? Luoghi spirituali in cui Dio ci risulta particolarmente vicino? Martin Lutero ha annullato la divisione fra terreno e spirituale, fra sacro e profano, fra ecclesiastici e laici. Nessun luogo consacrato, nessuna pratica religiosa, nessuno stato ecclesiastico è di per sé sacro. Dio piuttosto rivendica il diritto sulla nostra intera vita e la santifica proprio in questo modo in tutti i campi. Per questo a San Pietro a Roma non siamo più vicini a Dio rispetto a casa nostra, un pellegrinaggio non è più meritorio dell’educazione amorevole dei nostri figli, un’infermiera esercita un mestiere ugualmente “sacro” come quello di un arcivescovo. In questo modo ogni luogo può diventare un luogo sacro, se entro in relazione con Dio: per Giacobbe in fuga dal fratello Isaia ingannato, un paio di pietre insignificanti diventano il luogo dell’incontro notturno con Dio (Genesi 28). Martin Lutero scopre nella torre del Convento agostiniano di Wittenberg la grazia liberatoria per la sua vita, riflettendo sulla giustizia di Dio (Romani 1,17). Per Dietrich Bonhoeffer si tratta della desolante cella carceraria, in cui nel 1944 giunge alla convinzione salvifica: “Tuo sono, o Dio!” Dal punto di vista evangelico la sacralità di un luogo non dipende quindi da tradizioni tramandate o da rivendicazioni storiche. Ciò comporta delle conseguenze politiche: non dobbiamo condurre delle “guerre sante” per questo. Già Gesù parlando con la donna samaritana dell’alternativa sbagliata, se Dio venisse venerato in maniera corretta sul monte Garizim o a Gerusalemme le risponde dicendole (Giovanni 4,24): “Dio è spirito e quelli che lo adorano devono adorarlo in spirito e verità”. Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


Zeugnisse | Testimonianze

Auf dem norwegischen Pilgerweg

Il cammino di pellegrinaggio norvegese

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er pilgert, will was loswerden.“ Volksweisheiten wie diese hahi cammina, vuole liberarsi da qualcosa”. Detti popolari come ben mich motiviert, den Olavsweg in Norwegen zu gehen und questo mi hanno spinto a percorrere il cammino di Sant’Olaf Vera aus Aachen geht mit. Wir treffen uns in Oslo; 12 kg Gepäck auf den in Norvegia. Vera di Aquisgrana viene con me. Ci troviamo a Oslo; parSchultern, nicht messbare Lasten auf der Seele – so gehen wir los, getiamo con 12 kg di bagaglio sulle spalle e carichi non misurabili sulredet wird wenig denn: Der Weg ist das Ziel und der beschäftig uns sehr, l’anima, parliamo poco perché il cammino è la meta ed è questo che weil wir die Wegzeichen, das Nidaros-Kreuz mit dem Vierpass-Knoten, ci tiene molto occupate, dato che spesso non troviamo la segnaletica, so oft nicht finden. Auch das Wetter ist uns nicht hold, es regnet. Jede la croce di Nidaros con il nodo a quadrifoglio. Anche il tempo non è dalnoch so schlichte Herberge, die wir erreichen, erfüllt uns mit Dankbarkeit, la nostra parte, piove. Ogni ostello che raggiungiamo, per quanto moein kleiner Sonnenstrahl macht uns fröhlich, barfuß auf nassem desto sia, ci riempie di gratitudine; un piccolo raggio di sole, cammiMoor oder abgeschliffenen glatten Steinen zu genare a piedi nudi nella brughiera bagnata o sulle hen, macht glücklich. pietre piatte levigate, ci rende felici. Wir nähern uns der Hochebene auf dem Dovre-Fjell: Ci avviciniamo all’altopiano del Dovre-Fjell: davanti Allmanroysa, ein alter Thingplatz, markiert mit eia noi c’è Allmanroysa, un vecchio luogo di assemnem riesigen Steinhaufen, liegt vor uns. Pilger leblee, indicato da un enorme cumulo di pietre. I pelgen hier als Symbol für das, was sie belastet, einen legrini lasciano una pietra come simbolo di ciò che Stein ab. Meiner ist weiß, herzförmig mit einer li opprime. La mia è bianca, a forma di cuore con dunklen Bruchlinie in der Mitte. Veras Stein bleibt una linea di frattura nera nel mezzo. La pietra di ihr Geheimnis. Wir sind ganz allein. Rucksack ab, Vera rimane il suo segreto. Siamo completamenStöcke beiseite, Stein aus dem Rucksack. Noch 50 te sole. Ci siamo tolte lo zaino, abbiamo messo da m bis zum Steinhaufen. Wie viele Tränen, Seufzer, parte i bastoncini, tirato fuori la pietra dallo zaino. Gebete haben diese Steine schon vernommen? Ich Mancano ancora 50 m fino al cumulo di pietre. Di fühle mich umgeben von Scharen von Menschen, quanti sospiri, lacrime e preghiere sono già state Allmanroysa, ein alter Thingplatz auf dem die Schweres, Leidvolles, Krankheiten, Schmerzen, testimoni queste pietre? Mi sento attorniata da Dovre-Fjell in Norwegen | Allmanroysa, un vecchio Gewalt und Unrecht hier abgelegt haben. Ich bin schiere di persone che qui hanno deposto carichi, luogo delle assemblee sul Dovre-Fjell in Norvegia ganz allein und doch mit allen vereint. Ein Wind sofferenze, malattie, dolori, violenza e ingiustizia. Foto: Bärbel Naeve kommt auf, eine weiße, kalte Sonne wirft ihr Licht Sono completamente sola e ciononostante mi auf all das aufgetürmte Leid. Jetzt erst fühle ich die Tränen in meinem sento di far parte di un tutt’uno. Si alza il vento e un sole bianco e fredGesicht. Vera kommt mir entgegen, auch mit feuchten Augen. Wie selbstdo diffonde la sua luce su tutta la sofferenza accatastata. Solo ora senverständlich gehen wir gemeinsam hin und legen unsere Steine ab, wortto le lacrime sul mio viso. Vera mi viene incontro anche lei con gli oclos. Der 23. Psalm liegt mir auf den Lippen, leise sag ich ihn vor mich hin, chi umidi. Così con grande naturalezza andiamo insieme verso il cuVera stimmt ein. Eine lange Umarmung und schweigend machen wir mulo e lasciamo le nostre pietre, in silenzio. Mi viene in mente il saluns wieder auf den Weg. Noch ein Blick zurück lässt uns fühlen, wie gut mo 23, lo dico piano fra me e me, Vera mi segue. Dopo un lungo abbraccio es war, hier gewesen zu sein. Wir gehen eine Weile Hand in Hand. ci rimettiamo silenziose in cammino. Ancora uno sguardo indietro ci 320 km in 14 Tagen. Wir haben es geschafft und es war gut. Nicht laufa sentire quanto ci abbia fatto bene essere state qui. Camminiamo ter Jubel, sondern eine stille Umarmung beschreibt das Glück, das wir mano nella mano per un tratto. 320 km in 14 giorni. Ce l’abbiamo fatempfinden. ta ed è stato bello. Non sono grida di giubilo ma un abbraccio silenzioso Bärbel Naeve, Kiel che descrive la felicità che proviamo. Bärbel Naeve, Kiel Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


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Taizé - Pilgerschaft des Vertrauens auf der Erde

Taizé - pellegrinaggio di fiducia sulla terra

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aizé ist ein kleiner Ort in der französischen Region Burgund. Hier aizé è un piccolo villaggio della Borgogna francese. Qui nel 1940 ließ sich Roger Schutz, ein junger reformierter Pfarrer aus der si stabilì Roger Schutz, giovane pastore riformato proveniente dalSchweiz nieder und gründete eine ökumenische Bruderschaft, die sich la Svizzera, che fonda una comunità monastica operante per l’unifür die Einheit der Kirche einsetzt. 1949 legte er zusammen mit sechs tà della Chiesa. Nel 1949, con altri sei fratelli, si impegna per tutta l’esiweiteren Brüdern ein Ordensgelübde ab: Sie versprachen ihr ganzes Lestenza nella vita in comune, nel celibato e in una grande semplicità ben in Gemeinschaft, Zölibat und Armut zu leben. Nach und nach schlosdi vita. Poco alla volta qualche altro giovane venne ad unirsi ai prisen sich weitere junge Menschen an: Katholiken und Mitglieder vermi fratelli, cattolici e di diverse origini evangeliche, provenienti da olschiedener evangelischer Kirchen aus über 25 Ländern. Schon durch ihre tre venticinque nazioni. Con la sua stessa esistenza, la comunità vuoExistenz ist die Gemeinschaft ein konkretes Zeichen der Versöhnung le essere un segno concreto di riconciliazione tra cristiani divisi e tra unter gespaltenen Christen und geteilten Völkern. Heute gehören knapp popoli separati. Attualmente i fratelli sono un centinaio. Alcuni di loro hundert Brüder der Taizé-Gemeinschaft an. vivono in piccole comunità sparse nel Einige von ihnen leben in kleinen Gemondo, vicino ai più poveri. meinschaften über die Welt verteilt unter Sin dall’inizio dei giovani vennero a fare den Ärmsten. Von Anfang an besuchten visita alla comunità e ancora oggi, daljunge Menschen die Gemeinschaft. Auch l’inizio della primavera alla fine dell’auheute noch kommen von Frühlingsbeginn tunno, ogni settimana, da diversi contibis Herbstende jede Woche zahlreiche junnenti arrivano sulla collina di Taizé. A ge Gäste aus aller Welt auf den Hügel von loro viene proposta una settimana di Taizé, um an einer Woche des Gebets und preghiera e di riflessione in varie forme. Insichgehens teilzunehmen. Sie teilen Condividono, in condizioni di vita molto nicht nur die schlichte Unterbringung semplice, i loro problemi e le loro espesondern vor allem ihre Probleme und ihre rienze con altri giovani di tutti gli orizzonti. Hoffnungen mit anderen jungen MenAttualmente anche numerose famiglie Der Glockenturm von Taizé | Il campanile di Taizé schen aus verschiedenen Kulturkreisen. Zur passano una settimana a Taizé durante Foto: Christian Pulfrich Zeit kommen im Sommer auch zahlreiche Fal’estate e a loro sono dedicati incontri spemilien eine Woche nach Taizé, um an für sie cifici. Tre volte al giorno la preghiera comune organisierten Treffen teilzunehmen. Dreimal täglich versammeln sich riunisce tutti quelli che sono sulla collina nella stessa lode a Dio, atalle zum gemeinsamen Gebet und loben Gott. Die Liturgie ist äußerst traverso una liturgia estremamente spoglia basata sulla parola di Dio, schlicht und basiert auf dem Wort Gottes, dem Gesang und der Stille. il canto e il silenzio. Eine Woche in Taizé ermöglicht, die im Gebet und in der persönlichen Una settimana a Taizé permette di cogliere i legami fra un’esperienza Meditation erlebte Gemeinschaft mit Gott und die gelebte Gemeinschaft di comunione con Dio, nella preghiera e nella riflessione personale, und Solidarität mit allen Völkern zu verbinden. Von einer „inneren Pile l’esperienza di comunione e di solidarietà fra i popoli. Da un “pelgerschaft“ zu der „Pilgerschaft des Vertrauens auf der Erde“. Das ist keilegrinaggio interiore” al “pellegrinaggio di fiducia sulla terra” che non ne Bewegung im Umfeld der Gemeinschaft, sondern eine Aufforderung, è un movimento intorno alla comunità ma l’invito a divenire consich konkret und jeder bei sich zu Hause, für den Frieden, die Versöhcretamente, ciascuno a casa propria, promotori di pace, portatori di nung der Kirchen und das Vertrauen auf der Erde einzusetzen. riconciliazione nella Chiesa e di fiducia sulla terra. Sandra Cois, Cagliari Übersetzung: Kerstin Gros

Sandra Cois, Cagliari


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Der Weg in die innere Stille

Il cammino verso il silenzio interiore

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as sind Orte der Spiritualität? Eine Definition dafür habe ich nicht, he cosa sono i luoghi della spiritualità? Non ho una definizione ma ich kann nur im biografischen Rückblick feststellen, dass der Aufguardandomi indietro posso soltanto constatare che il soggiorno enthalt an bestimmten Orten den Verlauf meines Lebens beeinflusst in determinati luoghi ha influenzato il corso della mia vita. In questi hat. An diesen Orten konnte ich Abstand finden vom Alltag, etwas dort luoghi ho potuto prendere le distanze dalla vita quotidiana, qualcohat meine Seele angesprochen, nicht nur meine Gefühle oder meinen sa ha parlato alla mia anima, non solo ai miei sentimenti o alla mia menVerstand, und ich hatte Raum, mich neu zu orientieren. Diese Orte habe te lasciandomi lo spazio per orientarmi nuovamente. Ho visitato più ich in bestimmten Abschnitten meines Lebens mehrmals aufgesucht, volte questi luoghi in determinati periodi della mia vita e persino l’anwobei sowohl der Hinweg als auch der Rückweg oft eine wichtige Roldata e il ritorno hanno spesso svolto un ruolo importante. le gespielt haben. Uno di questi luoghi è stato Taizé, dove mi si sono aperte delle vie su Einer dieser Orte war Taizé, dort haben sich für mich Wege eröffnet, wie come poter vivere la mia fede. Più tardi il Georgenfelder Hochmoor nei ich meinen Glauben leben könnte. Später war das Monti Metalliferi è stato un luogo in cui ho potuto Georgenfelder Hochmoor im Erzgebirge ein Ort, prendere le distanze dalla quotidianità e ho potuto an dem ich Abstand vom Alltag finden und meinen riflettere sul mio cammino. Per dieci anni ho diretWeg überdenken konnte. to la Casa del silenzio della Chiesa regionale evanZehn Jahre lang habe ich das Haus der Stille der Ev.gelica luterana della Sassonia a Grumbach. Per me Luth. Landeskirche Sachsens in Grumbach geleitet. è stato innanzitutto un luogo di lavoro ma poi la capFür mich war das zunächst ein Arbeitsplatz, aber pella è diventata un luogo in cui il mio lavoro e la mia dann wurde die Kapelle im Haus für mich ein Ort, an spiritualità potevano confluire insieme. Lo stesso vale dem meine Arbeit und meine Spiritualität zusamper il labirinto di pietre costruito nel giardino nelDas Labyrinth aus Feldsteinen im Haus menfließen konnten. Dasselbe gilt für das Labyrinth l’ambito di un seminario. aus Feldsteinen, das im Rahmen eines Seminars im der Stille in Grumbach | Il labirinto di pietre Gran parte dei partecipanti di tutti gli incontri di una nella Casa del silenzio Garten angelegt wurde. o più giornate veniva più o meno regolarmente in a Grumbach Ein großer Teil der Teilnehmenden an den ein- oder questa casa. Per molti di loro Grumbach era ed è simehrtägigen Angeboten kam mehr oder weniger regelmäßig ins Haus. curamente un luogo di spiritualità. A questo contribuiscono non solo Für viele von ihnen war – und ist – Grumbach sicherlich ein Ort der Spila cappella e il labirinto e l’organizzazione della Casa e la sua posizioritualität. Dazu tragen nicht nur die Kapelle und das Labyrinth bei und ne ai margini del paese con la possibilità di camminare per i campi senauch nicht nur die Gestaltung des Hauses und seine Lage am Rande za incontrare molte persone. Il mio “programma” spirituale era moldes Dorfes mit der Möglichkeit, über die Felder zu wandern, ohne dato semplice: al centro c’era il silenzio. Nella maggior parte degli evenbei vielen Menschen zu begegnen. Mein spirituelles „Programm“ war ti era stato stabilito il silenzio, senza radio, né televisione, né internet sehr einfach: Im Zentrum stand die Stille. Bei den meisten Angeboten e possibilmente senza telefono. I corsi dovevano facilitare in modo molwurde Schweigen vereinbart, es gab kein Radio, kein Fernsehen und kein teplice il cammino dal silenzio esteriore a quello interiore. Gli stimoInternet und möglichst auch kein Telefon. Die Kurse sollten auf vielfältige li provenienti dalla Bibbia possono venire recepiti in maniera molto imWeise den Weg von der äußeren in eine innere Stille erleichtern. Bibmediata proprio in questo cammino verso il silenzio. lische Impulse können gerade auf diesem Weg in die Stille sehr unUn tale “programma” spirituale non è necessariamente legato a un mittelbar aufgenommen werden. Solch ein spirituelles „Programm“ ist luogo determinato, ma un tale luogo può essere molto d’aiuto per nicht unbedingt an einen bestimmten Ort gebunden, aber ein solcher la pratica. Ort kann für die Praxis sehr hilfreich sein. Decano Heiner Bludau, pastore a Torino Dekan Heiner Bludau, Pfarrer in Turin Traduzione MariaClara Palazzini Finetti


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Sich versöhnen lassen mit sich selbst

Riconciliarsi con se stessi

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ein Name ist Bruder Axel, ich bin seit 15 Jahren Mönch der Klosl mio nome è fratello Axel, sono monaco da 15 anni nel Monastetergemeinschaft Camaldoli, einem Ort, an dem seit über tausend ro di Camaldoli, un luogo in cui da più di mille anni più volte al giorJahren mehrmals am Tag gebetet, meditiert, Liturgie gefeiert wird; ein no si è pregato, meditato, celebrata la liturgia; è un luogo di forza spiOrt der spirituellen Kraft. Manchmal habe ich das Gefühl, als ob der Ort rituale. A volte ho la sensazione che il luogo stesso abbia assorbito selbst das in sich aufgesogen hätte, so dass die Stille bei Sonnenaufin sé il silenzio che al sorgere del sole diventa quasi tangibile. Poi c’è gang nahezu greifbar wird. Und dann ist da auch noch die gelebte Traanche la tradizione vissuta, in cui si esprime in maniera diversa ognudition, die sich in jedem von uns 25 Mönchen in unterschiedlicher Weino di noi 25 monaci, l’offerta per gli ospiti di passare delle giornate se ausdrückt, das Angebot an die Gäste, hier Einkehrtage zu verbrindi raccoglimento per partecipare ad aggiornamenti, corsi, giornate gen, an Fortbildungen, Kursen, Exerzitientagen teilzunehmen und viedi esercitazioni e molto altro. les mehr. Camaldoli si caratterizza fra le congregazioni benedettine per il fatCamaldoli zeichnet sich unter den benediktito che al monaco viene data la possibilità di nischen Kongregationen dadurch aus, dass condividere sia la vita insieme agli altri, che es dem Mönch sowohl das Leben in der Gequella di ritirarsi nel grande isolamento delmeinschaft mit anderen, als auch die Mögl’eremitaggio, in cui personalmente ho tralichkeit des Rückzuges in die größere Abgescorso i primi due e gli ultimi sei anni della schiedenheit der Einsiedelei bietet, in der ich mia vita monastica. Penso che la solitudine, die ersten zwei und die letzten sechs Jahre meil’essere ripiegati su se stessi, la cella, come vienes Mönchslebens verbracht habe. Ich denke, ne chiamata nella letteratura monastica, sia die Einsamkeit, das Auf-sich-geworfen-sein, die il vero e proprio ‚locale di lavoro‘ dei monaci Zelle, wie das in der monastischen Literatur gee questo si riferisca anche all’esperienza del nannt wird, ist der eigentliche ‚Arbeitsraum‘ der silenzio in cui sembra manifestarsi più chiaMönche, und das bezieht sich sowohl auf die ramente la nostra motivazione divina così Erfahrung der Stille, in der unser göttlicher come al confronto interiore che comporta il Bruder Axel, Einsiedlermönch im Benediktinerkloster Camaldoli | Fratello Axel, Monaco eremita nel Monastero Grund deutlicher hervorzutreten scheint, als ritirarsi nel silenzio. Si apre uno spazio in cui benedettino di Camaldoli auch auf die innere Auseinandersetzung, die non si possono proiettare sull’altro l’inquiedas Sich-in-die-Stille-zurückziehen mit sich tudine interiore, la lacerazione interiore, le bringt. Es eröffnet sich ein Raum, in dem man die innere Unruhe, die paure, tutti i movimenti interiori che ostacolano l’esperienza del siinnere Zerrissenheit, die Ängste, all die inneren Bewegungen, die einen lenzio, ma si constata che tutto succede dentro noi stessi. Questa conam Erlebnis der Stille hindern, nicht auf den Anderen projizieren kann, sapevolezza è il punto di partenza per il lavoro interiore, per il risondern feststellt, dass das ja alles in einem selbst stattfindet. Dieses conciliarsi o meglio per lasciarsi riconciliare con se stessi, il diventaBewusstsein ist der Ausgangspunkt für die innere Arbeit, für das Sichre tutt’uno, aspetto che svolge un ruolo importante anche nello yoga Aussöhnen oder, besser, das Sich-versöhnen-lassen mit sich selbst, das e nella pratica di meditazione dell’Estremo Oriente; questi sono due Eins-werden, das ja auch im Yoga und in der fernöstlichen Meditatielementi che mi accompagnano ormai da più di 20 anni e che secondo onspraxis eine zentrale Rolle spielt – zwei Elemente die mich nun seit la mia esperienza si legano in maniera armonica e senza difficoltà mehr als 20 Jahren begleiten und die sich in meiner Erfahrung sehr haralla prassi della vita monastica cristiana. monisch und reibungslos mit der Praxis des christlichen Mönchslebens verbinden. Fratello Axel, Bruder Axel, Monaco benedettino nel Monastero di Camaldoli (AR) Benediktinermönch im Kloster Camaldoli (AR) Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


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Gleich um die Ecke...

Proprio dietro l’angolo...

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ahrscheinlich könnte jede und jeder spirituelle Orte nennen, die robabilmente ognuno di noi potrebbe nominare dei luoghi spiridurch ihre besonders dichte Atmosphäre so etwas wie einen «spituali che grazie alla loro atmosfera particolare hanno qualcosa come rituellen touch» haben. Zweifellos sind solche Orte wichtig, weil sich un «tocco spirituale». Senza dubbio tali luoghi sono importanti permit ihnen einmalige Erinnerungen verbinden: Der erste Besuch in Taiché sono collegati a ricordi unici: la prima visita a Taizé o un tramonzé oder ein Sonnenuntergang auf Elba. Doch sind diese einmaligen Orte to all’isola d‘Elba. Ma questi luoghi unici solo per questo sono luoghi deshalb schon Orte der Spiritualität? Müssten Orte «echter» Spiritualität della spiritualità? Ma i luoghi di «vera» spiritualità non dovrebbero esnicht mehr noch sein als Stimmung und Erinnerung? sere qualcosa di più di un’atmosfera e un ricordo? Krumm gewachsen mit herrlich dicken Ästen stand im Garten meiner Nel giardino di mia nonna c’era un albero di mele cresciuto storto e con Grossmutter ein Apfelbaum. Auf ihm verbrachte ich Stunden, manchdegli splendidi grandi rami. Vi trascorrevo ore, a volte intere giornate. mal ganze Tage. Von hier oben sah die Welt, sah meine Welt ganz anDa lassù il mondo, il mio mondo, aveva un aspetto del tutto diverso. ders aus. Und nicht selten sass ich mit meinem Cousin Spesso stavo seduto lassù per ore con mio cugino fastundenlang dort oben und wir besprachen unsere Zucendo progetti per il nostro futuro. kunftspläne. In questo ricordo d’infanzia si trovano le peculiarità dei In dieser Kindheitserinnerung stecken für mich die luoghi spirituali, che sono poco appariscenti. I luoghi spiMerkmale spiritueller Orte, die recht unscheinbar sind. rituali sono per me i luoghi che ricerchiamo continuaSpirituelle Orte sind für mich Orte, die wir immer wiemente. Luoghi in cui ci rechiamo con le sensazioni più der aufsuchen. Orte, an die wir die unterschiedlichsten diverse: dolore e rabbia, delusione e vuoto, il nostro esStimmungen tragen: Trauer und Wut, Enttäuschung sere innamorati e felici. La spiritualità non è una cosa und Leere, Verliebtsein und Freude. Spiritualität ist keimomentanea. Non è un’esplosione di sentimenti né ne Sache des Augenblicks. Sie ist kein Gefühlsanfall und un’agitazione di sentimenti. La spiritualità è di lungo keine Gefühlswallung. Spiritualität hat einen langen respiro, nasce e si sviluppa lentamente. Questo è un Atem, sie entsteht und entwickelt sich langsam. Das ist aspetto che è stato per me molto importante nel deein Aspekt, der mir bei der Beschreibung meiner Spiscrivere la mia spiritualità in Spiritualità minimalista. ritualität in Leben mit leichtem Gepäck. Eine minimaLa fede e le religioni (Claudiana, Torino 2016). Per questo listische Spiritualität (Echter Verlag, Würzburg, 2018) bela spiritualità ha bisogno di luoghi che ritornano. Luosonders wichtig war. Deshalb braucht Spiritualität ghi in cui possiamo tornare, per gettare uno sguardo wiederkehrende Orte. Orte, an die wir zurückkehren kön- Uwe Habenicht, bis 2017 Pferrer in Ispra- nuovo su noi stessi. Nei luoghi spirituali giungiamo semVarese | Uwe Habenicht, fino al 2017 nen, um einen anderen Blick auf uns selbst zu werfen. pre davanti a Dio con l’intera storia che ci rappresenta. pastore a Ispra-Varese An spirituellen Orten bringen wir uns immer wieder vor Perciò luoghi facilmente raggiungibili nella nostra vita Gott mit der ganzen Geschichte, die uns ausmacht. Daquotidiana sono così importanti per la spiritualità: una rum sind vom Alltag aus erreichbare Orte in der Nähe panchina in giardino, la cappella vicina, la montagna dafür eine tragfähige Spiritualität so wichtig: Eine Bank vanti alla nostra porta di casa. Dio ci si avvicina nel quoim Garten, die nahegelegene Kapelle, der Berg vor untidiano. Nel qui e ora conduciamo la nostra vita. serer Haustür. Gott kommt uns im Alltag nah. Im Hier Per questo un monaco ha consigliato a un altro monaco: und Jetzt führen wir unser Leben. vai nella tua cella e la tua cella ti insegnerà tutto. Deshalb riet ein Mönch einem anderen Mönch: Geh in deine Zelle und deine Zelle wird dich alles lehren. Uwe Habenicht, pastore a St. Gallen Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti Uwe Habenicht, Pfarrer in St. Gallen


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Hier darf ich sein, die ich bin

Qui posso essere quella che sono

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esuch in der Genezareth-Kirche in Neukölln! Eine Schulklasse hat ella Chiesa di Genezaret a Neukölln! Si è prenotata una classe sich angemeldet, ca. 20 pubertierende Jugendliche, der überscolastica, circa 20 ragazzi in età puberale, per la maggior parwiegende Teil muslimisch. Ich erkläre, was es mit Altar, Pult und Taufte mussulmani. Spiego loro qual è il significato dell’altare, del pulstein auf sich hat, wir sprechen über die Kunstwerke im Raum und pito e della fonte battesimale, parliamo delle opere nella chiesa e scoentdecken dabei Gemeinsamkeiten in Bibel und Koran. Ob es an der priamo cosa hanno in comune la Bibbia e il Corano. Non so se diAtmosphäre des Raums lag, den im Halbkreis angeordneten Bänken, pendeva dall’atmosfera del luogo, dai banchi ordinati in semicerchio, dem Licht, das durch die Fenster fließt, dass sich die Jugendlichen andalla luce che proveniva dalla finestra, ma i ragazzi si sono comportati ders benahmen als erwartet (um nicht zu sagen: befürchtet)? Sie hain maniera diversa da quanto mi aspettassi (per non dire: temessi)? ben mir zugehört und sich auf das Gespräch eingelassen. So war der Mi hanno ascoltato ed erano pronti al dialogo. In questo modo abBoden bereitet für den Abstieg in die Krypta, dem heimlichen geistbiamo preparato il terreno per la discesa nella cripta, il centro spilichen Zentrum des Gebäudeensembles. Hinter rituale del complesso edilizio. Dietro all’altare dem Altar führen zwei Treppen in die Tiefe. Die due rampe di scale conducono in profondità. Le bunten Fenster werden von hinten beleuchtet. colorate finestre vengono illuminate da dietro. In der Mitte ein schlichter Altar aus 12 SandNel mezzo si trova un semplice altare composteinplatten aus einem Steinbruch nahe dem sto da 12 lastre di arenaria provenienti da una See Genezareth, darauf ein modernes Kruzifix. cava vicino al lago di Genezaret, su cui è appeso Ich bitte die Jugendlichen, schweigend die Stuun crocefisso moderno. fen hinab zu gehen, jede*r für sich, und dabei, Prego i ragazzi di scendere le scale in silenzio, bildlich gesprochen, in die Tiefe der eigenen Seeognuno/a per se, e di scendere metaforicale hinabzusteigen. Das klappt mehr oder wemente nella profondità della propria anima. niger gut. Aber wenn es, unten angekommen, Questo funziona più o meno bene. Ma quanDie Krypta der Genezareth-Kirche um die Frage geht, was es denn da zu entdecken do arrivati in basso si tratta della questione di gäbe, in einem drin, da, wo Gott-sei-Dank kei- in Berlin-Neukölln | La cripta della Chiesa di Genezaret cosa ci sia da scoprire dentro di noi, là dove per a Berlino-Neukölln ner von außen hingucken kann, dann hatte ich fortuna nessuno può guardare da fuori ho avuimmer wieder den Eindruck, dass diese groß gewordenen Kinder geto sempre l’impressione che questi bambini cresciuti avessero capito nau verstanden haben, was ich meinte. Gefühle wie Angst, Neid, Hass, molto bene cosa intendessi. Sentimenti come la paura, l’invidia, l’odio, Gemeinheit, Überlegenheit... alles, was man gern verdrängt und auf la malvagità, la superiorità… tutto quello che reprimiamo volentiekeinen Fall zugibt. “Hier darf das alles sein. Gott können wir zeigen, ri e che non ammettiamo in nessun caso. “Qui tutto questo è possiwie es in uns aussieht. Schon das ist eine große Erleichterung. Aber bile. Possiamo mostrare a Dio cosa c’è dentro di noi. Già questo è un es kommt noch besser: Gott wird uns nicht verurteilen für unsere Fehgrande sollievo. Ma ancora meglio: Dio non ci condannerà per i noler. Wir glauben, dass Jesus am Kreuz getragen hat, was uns von Gott stri errori. Crediamo che Gesù abbia portato alla croce ciò che ci setrennt. Wir können es ihm zu Füßen legen, immer wieder.” para da Dio. Possiamo sempre deporlo ai suoi piedi”. Ich weiß natürlich nicht, was die Jugendlichen von diesem Besuch mitNon so naturalmente cosa hanno portato a casa i ragazzi da questa genommen haben. Wir wissen ja nie, wenn wir Samen ausstreuen, visita. Quando spargiamo dei semi non sappiamo mai se attecchiranno. ob sie aufgehen. Aber für mich waren es wunderbare Momente an Ma per me sono stati momenti meravigliosi in questo luogo. Ho cadiesem Ort. Ich habe etwas verstanden. Und ich habe die jungen Leupito qualcosa. E mi sono trovata molto bene con questi ragazzi. te gern gehabt. Pastora Elisabeth Kruse, Genova Pfarrerin Elisabeth Kruse, Genua Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


Aus der ELKI | Dalla CELI

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Eine etwas außergewöhnliche Frau... Una donna un po’ particolare... rau Sperber, warum sind Sie nach Ispra-Varese gekommen? Eigentlich weil es nicht nur die Pfarrerin Sperber gibt, die viele Jahre an der Friedenskirche in Bayreuth gearbeitet hat und sich im Moment um alle Belange der evangelischen ökumenischen Gemeinde von Ispra-Varese kümmert, sondern auch die "dottoressa Jutta", wie mich meine italienischen Freunde nennen, wenn sie höflich sein wollen. (Für "Sperber" braucht man bereits einen Deutschkurs...) Diese Dottoressa Jutta kennt Italien und viele interessante Italiener zwischen Mailand, Turin, Rom und Palermo seit ungefähr zwanzig Jahren und hat, unter anderem, im Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog geforscht. Für die Dottoressa Jutta war es leicht, für ein Jahr das Land zu wechseln, für die Pfarrerin Sperber ist es relativ leicht, zwischen Gemeinde und Universität zu wechseln. Die Gemeinde suchte einen Pfarrer und ich suchte, wie es in einem auch akademischen Lebenslauf öfter vorkommt, eine Arbeit. So wurde im Mai der Handel abgeschlossen. Und wie sind Ihre ersten Eindrücke? Ich habe den Eindruck, dass in diesen drei Monaten aus einer Vernunftehe fast eine Liebesheirat geworden ist, von beiden Seiten. Mir geht es sehr gut hier mit Blick auf den Lago Maggiore und den Monte Rosa und ich habe den Eindruck, dass das auch der Gemeinde und der Europaschule, an der ich drei Tage die Woche unterrichte, so geht. Der Umstand, dass ich im Oktober ins kalte Wasser geworfen wurde, hat sehr geholfen. Das Reformationsjubiläum musste organisiert werden, der Martinsumzug und das Martinsfest kamen, nachdem die hiesige katholische deutschsprachige Gemeinde quasi in Auflösung begriffen ist, zu uns und gleich darauf war der Adventsmarkt, für den nicht nur Adventskränze von unserer Tanne gebraucht werden, sondern auch deutsche Würste und Biere – vom Arbeitsalltag und Einladungen wie der ins Erzbischöfliche Priesterseminar zur Predigt über Luthers Magnificat-Auslegung ganz abgesehen. Über Langeweile kann ich mich nicht beklagen...

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Dr. Jutta Sperber, Vakanzvertretung in Ispra-Varese Dr. Jutta Sperber, pastora ad interim a Ispra-Varese

entile pastora Sperber, perché è venuta a Ispra-Varese? Perché non c’è solo la Pastora Sperber che per molti anni ha lavorato alla chiesa della Pace di Bayreuth ed al momento si occupa di tutti i bisogni della Comunità Evangelica Ecumenica di Ispra-Varese come noi ci chiamiamo - ma c’è anche la dottoressa Jutta, come mi chiamano i miei amici italiani se vogliono essere cortesi (per “Sperber” ci vuole un corso di tedesco...). Questa dottoressa Jutta conosce l’Italia e molti italiani interessanti, tra Milano, Torino, Roma e Palermo, da quasi due decenni, avendo, tra altre cose, fatto delle ricerche al Pontificio Consiglio per il Dialogo Interreligioso. Per la dottoressa Jutta era facile cambiare Paese per un anno, per la pastora Sperber è abbastanza facile cambiare mestiere tra comunità e università. Del resto, la comunità cercava un pastore ed io, come accade spesso in una vita anche accademica, cercavo un lavoro. E così la cosa è andata in porto a maggio, ed allora tutti (anche la EKD – Chiesa evangelica in Germania) erano molto soddisfatti! E come sono le sue prime impressioni? Ho l’impressione che in questi tre mesi da qualcosa di freddo e ragionato da entrambe le parti, sia sorto quasi un amore reciproco. Mi trovo molto bene qui, con vista sul Lago Maggiore e sul Monte Rosa, ed ho l’impressione che questo riguardi anche la comunità e la Scuola Europea in cui do delle lezioni tre giorni alla settimana. Il fatto che sono dovuta andare medias in res a inizio ottobre aiutava molto: c’era il grande giubileo della Riforma ancora da organizzare, con la comunità cattolica tedesca di qui quasi in dissoluzione, dovevamo sistemare il corteo e la festa di San Martino e quasi subito dopo c’era il nostro grande mercatino di Avvento per cui si voleva, oltre le famose corone d’Avvento fatte coi nostri abeti (due anche da me), anche le salsicce e le birre tedesche; per non parlare della vita lavorativa di ogni giorno o di inviti come quello al Seminario Arcivescovile per predicare sul Magnificat come visto da Lutero. Non riesco ad annoiarmi...

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Aus der ELKI | Dalla CELI

“Ich lerne, was ich lebe”

“Imparo cio ` che vivo”

Ein Projekt in der “Gesù di Nazareth“Schule der ELKI in Torre del Greco

Un progetto presso la scuola della CELI “Gesù di Nazareth” a Torre del Greco

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ieses Projekt soll zur Achtung des anderen als Person erziehen. Dal progetto mira a educare al rispetto dell’altro in quanto persona bei werden den Kindern mithilfe der Zeichentrickfigur „Bull“ in kinde, col linguaggio dei bambini, mediante “Bull” un personaggio anigerechter Sprache Fragen zu Themen wie Integration, Ungerechtigkeiten mato, poniamo ai bambini delle domande su tematiche quali l’inund korrekter Lebensstil gestellt. Die Schulkinder reagieren mit Intetegrazione, le ingiustizie, il corretto stile di vita. I bambini stanno riresse und geben tiefgründige Antworten… und beteiligen sich aktiv, denn spondendo con interesse e con profondità di pensiero... e stanno pares ist ihnen bewusst, dass bestimmte Thematiken die Grundtecipando in modo diretto, consapevoli che determinate lage ihres körperlichen und geistigen Wachstums darstellen. tematiche sono alla base della loro crescita psicofisica. Le Die Lehrerinnen sind äußerst kooperativ: Die Kinder wurden insegnanti sono molto collaborative. Infatti, prima del novor dem ersten Treffen schon auf die Themen vorbereitet, die stro incontro, i bambini sono già stati preparati sull’arsie dann mit Überlegungen, Zeichnungen und Bastelarbeiten gomento che sarà trattato; ciò al fine di stimolarli ad apvertiefen und reflektieren. Sie werden ermuntert, der „Stille profondire e a riflettere in modo pratico con pensieri, dieine Stimme“ zu geben, indem sie ihre Meinung aufschreisegni, manufatti... Sono spronati a dare “Voce al silenzio” ben und die Zettel in zwei Boxen einwerfen: eine für die „Getramite dei messaggi che sono inseriti in due scatole: una meinheiten“ und eine für die „guten Taten“. Auf diedelle “prepotenze” e una delle “buone azioni”. In se Weise sollen sie ermutigt werden, ihre Gefühle questo modo sono incoraggiati a esprimere le loro auszudrücken, bei Unrecht oder Übergriffen ihre emozioni, a parlare dinanzi a una ingiustizia o preStimme zu erheben oder großherziges und solidapotenza oppure a valorizzare azioni generose e sorisches Verhalten wertzuschätzen. Als das Thema lidali. Registro il pensiero di una bambina che Bullying und Cyberbullying sowie die Notwendigquando abbiamo affrontato il tema del bullikeit von Empathie behandelt wurde, meinte ein smo e del cyberbullismo e della necessità di emMädchen:„Wir dürfen beim Spielen niemanden auspatia, ha tenuto a dire che “Non bisogna escludere schließen; wenn mir sowas passieren würde, wäre un compagno quando giochiamo: se lo facessero Bull, die Box für die gute Taten und die für die ich sehr gekränkt!“ a me ci rimarrei troppo male!”. Gemeinheiten |Bull, la cassetta delle buone azioni Sono previsti due incontri con bambini, famiglie, Geplant sind zwei Treffen mit den Kindern, Familie la cassetta delle prepotenze. en, Lehrerinnen und Gästen. Eingeladen wurden ein insegnanti e ospiti come un magistrato speciaJugendrichter und ein Vertreter der polizia postale (in Italien für die Belizzato in ambito minorile, un esponente della polizia postale e un kämpfung der Cyberkriminalität zuständige Polizeieinheit). Ein weiteres altro incontro con famiglie, insegnanti e una psicologa/mediatrice Treffen involviert Familien, Lehrerinnen und eine auf die Unterstützung familiare specializzata nel sostegno alla genitorialità. der Elternschaft spezialisierte Familienpsychologin/Mediatorin. È un progetto che si sta realizzando in un territorio particolare che Es handelt sich um ein Projekt, das in einem bestimmt nicht einfachen sta raccogliendo il sostegno entusiasta delle insegnanti e, visto il coinGebiet, aber mit der begeisterten Unterstützung der Lehrerinnen durchvolgimento attivo dei bambini, sta ampiamente raggiungendo i rigeführt wird und das dank der aktiven Beteiligung der Kinder die gesultati che ci eravamo prefissi in origine. setzten Ziele zu erreichen verspricht. La CELI sostiene e crede in questo progetto educativo… Formazione Die ELKI fördert und glaubt an dieses Erziehungsprojekt. Bildung und e prevenzione sono cardini imprescindibili di una società civile atPrävention sind Eckpfeiler einer wachen und weitsichtigen Zivilgetenta e lungimirante. sellschaft. Daniela Barbuscia, Diakonie-Verantwortliche der ELKI Übersetzung: Kerstin Gros Daniela Barbuscia, Responsabile Diaconia della CELI


Einberufung der SYNODE 2018 Convocazione del SINODO 2018

Liebe Synodale der ELKI, Hiermit berufe ich die 3. Sitzung der XXII. Synode der ELKI ein.

Cari sinodali della CELI, Con la presente convoco la 3a Seduta del XXII Sinodo della Chiesa Evangelica Luterana in Italia.

Sie wird vom 28. April bis zum 1. Mai 2018 in Rom stattfinden, und zwar im Centro Congressi di VILLA AURELIA, Via Leone XIII 459, (www.villaaureliaroma.com/de), wo wir auch beherbergt und verköstigt werden.

Essa avrà luogo a Roma dal 28 aprile al 1 maggio 2018 presso il Centro Congressi di VILLA AURELIA in Via Leone XIII, 459, dove pure alloggeremo (www.villaaureliaroma.com).

Die Synode beginnt am Samstag, 28. April um 15 Uhr und endet am Dienstag, 1. Mai um 13 Uhr. Neben der Besinnung auf das Reformationsjahr 2017 und den vielfältigen Tätigkeiten, Beschlüssen und Perspektiven der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien wird diese Sitzung auch von der anstehenden Wahl des Dekans und des Vizedekans der ELKI geprägt sein. Die betreffenden Unterlagen werden Ihnen rechtzeitig aus dem Dekanat zugehen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge. Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Neues Jahr! Meran, den 2. Januar 2018

Il Sinodo inizierà sabato 28 aprile alle ore 15 e terminerà martedì 1 maggio alle ore 13. Oltre a fare il punto sulla situazione dopo l'anno del Cinquecentenario della Riforma e sulle varie attività, mozioni e prospettive della Chiesa Evangelica Luterana in Italia, l'elezione del Decano e del Vicedecano darà a questa seduta una valenza particolare. Informazioni e documenti vi saranno spediti in tempo utile dal Decanato. In attesa dei vostri preziosi contributi, Vi auguro cordialmente un 2018 di pace! Merano, il 2 gennaio 2018

Georg Schedereit Synodalpräsident | Presidente del Sinodo presidente.sinodo@chiesaluterana.it

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INCONTRI / TREFFEN

Treffen | Incontri


Treffen | Incontri

INCONTRI / TREFFEN

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Das Kloster Camaldoli im Nationalpark Casentino | Il Monastero di Camaldoli (AR) nel Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi

GOTTES NÄHE SPÜREN SENTIRE LA VICINANZA DI DIO WO/DOVE: Comunità

Monastica di Camaldoli, Località Camaldoli, 14, 52014 Camaldoli (AR), +39 0575 556013, www.camaldoli.it WANN/QUANDO:

Osterdienstag, 3. April 2018, 19 Uhr bis Sonntag, 8. April 2018, 14.30 Uhr / Martedì di Pasqua, 3 aprile 2018 dalle ore 19 fino all’8 aprile 2018 alle ore 14.30 KOSTEN/COSTI: Vollpension im Doppelzimmer für Personen über 30 Jahre 300,00 €, für Personen unter 30 Jahren 200,00 €, für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren 150,00 €, Kleinkinder bis 3 Jahre sind frei. Einzelzimmer nur begrenzt verfügbar. Kinderbetreuung möglich. Gemeinsamer Bus-Transfer vom Bahnhof Arezzo nach Camaldoli und zurück wird bei Bedarf

organisiert. Die Fahrtkosten sind selbst zu tragen. Die ELKI bezuschusst die Gemeindeakademie mit OPM-Mitteln. / Pensione completa in camera doppia per adulti sopra i 30 anni 300,00 €, per adulti sotto i 30 anni 200,00 €, per bambini e ragazzi fino a 14 anni 150,00 €, i bambini fino a 3 anni non pagano. Poche camere singole disponibili. Babysitteraggio possibile. Su richiesta viene organizzato un transfer collettivo con il bus dalla stazione di Arezzo a Camaldoli e ritorno. Le spese di viaggio sono a proprio carico. La CELI sovvenziona l’Accademia delle comunità con mezzi OPM. INFORMATION UND ANMELDUNG / INFORMAZIONI E ISCRIZIONI: Für

Informationen wenden

Sie sich bitte an das Pfarrehepaar Franziska Müller und Friedemann Glaser, Florenz (firenze@chiesaluterana.it / Tel.: 055-234 2775), die in Kooperation mit Bruder Axel Bayer, Camaldoli, die Gemeindeakademie organisieren. Anmeldungen bitte bis zum 21.03.2018 an das Pfarramt Florenz Via de’ Bardi 20, 50125 Firenze oder per Mail an: firenze@chiesaluterana.it. Anmeldeformulare mit weiteren Informationen finden Sie auf der ELKIHomepage (www.chiesaluterana.it) und auf Anfrage vom Pfarramt Florenz. / Per informazioni rivolgetevi alla coppia di Pastori Franziska Müller e Friedemann Glaser, Firenze (firenze@chiesaluterana.it / Tel.: 055-234 2775), che organizzano l’Accademia delle comunità in collaborazione con il fratello Axel Bayer di Camaldoli. Le iscrizioni vanno fatte entro il 21.03.2018

all’ufficio pastorale di Firenze Via de’ Bardi 20, 50125 Firenze o via mail a: firenze@chiesaluterana.it. Trovate i moduli per le iscrizioni con ulteriori informazioni nella homepage della CELI (www.chiesaluterana.it) e su richiesta all’ufficio pastorale di Firenze. In Fortführung der Tradition, sich innerhalb der ELKI an einem schönen Ort zu treffen, um miteinander Zeit zu teilen und sich in ein Thema zu vertiefen, laden wir herzlich zur Gemeindeakademie ein. Im Kloster von Camaldoli wollen wir uns von der besonderen Atmosphäre des Ortes und der Begegnung mit den Mönchen inspirieren lassen. Miteinander werden wir erproben, wie wir ‚Gottes Nähe spüren‘ können. Im Vertrauen darauf, dass Gott sich in unserem Leben finden lässt, wollen wir unsere Lebensgeschichten anschauen, miteinander über spirituelle Erfahrungen und unsere Glaubenspraxis ins Gespräch kommen, an Gebetszeiten des Klosters teilnehmen und uns von


Treffen | Incontri

Bruder Axel Bayer in die Zen-Meditation einführen lassen. Die Wanderwege rund ums Kloster laden ein zu Spaziergängen, die Stille des Ortes bietet die Chance, zur Ruhe zu kommen. Herzlich willkommen sind alle, die sich eine Auszeit gönnen wollen, für die Begegnung mit sich selbst, mit anderen und mit Gott.

del monastero e farci introdurre dal fratello Axel Bayer nella meditazione zen. I sentieri intorno al monastero invitano a fare delle passeggiate, il silenzio del luogo offre la possibilità di trovare un momento di pace. Sono benvenuti tutti quelli che vogliono prendersi del tempo per l’incontro con se stessi, con gli altri e con Dio. Traduzione: MariaClara

Perpetuando la tradizione di trovarsi in un bel luogo all’interno della CELI per trascorrere insieme del tempo e approfondire un tema, vi invitiamo cordialmente all’Accademia delle comunità. Nel Monastero di Camaldoli ci vogliamo fare ispirare dall’atmosfera particolare del luogo e dall’incontro con i monaci. Sperimenteremo insieme come poter ‘sentire la vicinanza di Dio’. Confidando che possiamo trovare Dio nella nostra vita, vogliamo ascoltare le storie delle nostre vite, parlare insieme delle nostre esperienze spirituali e pratiche religiose, partecipare ai momenti di preghiera

Palazzini Finetti

Elbphilharmonie, Hamburg | La Filarmonica di Amburgo. Foto: Robert Katzki Lübeck | Lubecca Hamburg, die Fontaine | Amburgo, la fontana

völlig ausgearbeitet ist, kann die Teilnahmegebühr noch variieren. / 550 € (singola); 450 € (doppia). Poiché non è ancora stato completamente definito il programma dei concerti, la quota potrebbe subire variazioni. INFORMATION UND ANMELDUNG / INFORMAZIONI E ISCRIZIONI:

NICHT NUR BACH: MUSIKALISCHE REISE IN NORDDEUTSCHLAND BACH, MA NON SOLO: VIAGGIO MUSICALE NELLA GERMANIA DEL NORD WO/DOVE: Hamburg,

Lüneburg, Lübeck / Amburgo, Lüneburg, Lubecca WANN/QUANDO: 24.-30. Juni/giugno 2018 KOSTEN/COSTI: EZ 550 €; DZ 450 €. Da das KonzertProgramm noch nicht

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Anmeldeformular, Reisebeschreibung und Teilnahmebedingungen finden Sie auf der ELKI Homepage / Modulo d’iscrizione, programma e condizioni di partecipazione saranno pubblicati sul sito della CELI: www.chiesaluterana.it Tel. 06 66 03 01 04, decanato@chiesaluterana.it Die ELKI bietet eine Reise in italienischer Sprache nach Norddeutschland an. Francesca Conti und Pfr.

Andreas Latz werden die Reiseleitung übernehmen. Von Sonntag, 24.06., bis Samstag, 30.06., wollen wir uns auf die Spuren protestantischer Komponisten in Norddeutschland begeben. Wir beginnen in Hamburg mit einer Führung durch die Stadt und ihre Kirchen und dem Besuch von Konzerten. Weiter geht es über die Backsteinarchitektur Lüneburgs auf den Spuren von Dietrich Buxtehude nach Lübeck. Herzliche Einladung an alle! Wir freuen uns auf Sie.

La CELI organizza quest’anno un viaggio in lingua italiana nel Nord della Germania. Francesca Conti e il past. Andreas Latz sono pronti a prendere la guida del viaggio. Da domenica 24 giugno a sabato 30 giugno seguiremo le orme di compositori protestanti nella Germania del Nord. Cominceremo ad Amburgo con una visita guidata della città, di alcune chiese e l’ascolto di concerti. Si prosegue poi con l’architettura in mattoni del gotico a Lüneburg e sulle orme di Dietrich Buxtehude a Lubecca. Un cordiale invito a tutti! Saremo lieti di conoscervi.


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Events | Eventi

„Im Namen Dessen, der uns alle versöhnt“

“Nel nome di Colui che ci riconcilia tutti”

Ein Schritt weiter im ökumenischen Dialog

Un passo avanti nel dialogo ecumenico

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om 20.-22. November hatte das nationale al 20 al 22 novembre l’Ufficio nazionale per Büro für Ökumene und Dialog der italiel’ecumenismo e il dialogo interreligioso delnischen Bischofskonferenz (Unedi) zusammen la Conferenza episcopale italiana (Unedi) inmit dem Bund evangelischer Kirchen in Italien sieme alla Federazione delle Chiese evangeliche (FCEI) und einigen der in Italien präsenten orin Italia (FCEI) e alcune delle Chiese ortodosse thodoxen Kirchen zu dem Thema „Im Namen presenti in Italia hanno invitato ad un incontro Dessen, der uns alle versöhnt in einem Leib“ ad Assisi sul tema “Nel nome di Colui che ci rinach Assisi eingeladen. Gekommen waren 230 concilia tutti in un solo corpo”. Sono arrivati 230 Teilnehmer aus ganz Italien, die Überzahl (195) partecipanti dall’Italia intera, la maggioranza wieder aus der römisch-katholischen Kirche, Pro(195) come sempre proveniente dalla Chiesa catGruppenfoto in der oberen Basilika, Assisi, testanten waren wir dreissig, orthodoxen Glautolica romana, mentre noi protestanti eravamo November 2017 | Foto di gruppo nella basilica superiore, bens fünf. in trenta e i rappresentanti della fede ortodosAssisi, novembre 2017 / Foto: fra Umberto Panipucci In den Vorträgen ging es u.a. um die Pluralität sa cinque. der notwendigen Reformen heute, um Bibel und Tradition, VerkündiLe relazioni vertevano sulla pluralità delle riforme necessarie oggi, sulgung heute. Themenvorgabe für die Gruppenarbeit am zweiten Morla Bibbia e la tradizione, sull’annuncio oggi. Il tema assegnato per il lagen war der Dialog zwischen Kirche und Kultur. Die sieben Gruppen, voro di gruppo della seconda mattinata è stato il dialogo fra la Chiegleichmäßig besetzt von Mitgliedern der drei Konfessionen, fanden insa e la cultura. I sette gruppi, in cui erano equamente distribuiti i rapteressant unterschiedliche Antworten. Das reichte von Hinterfragung presentanti delle tre confessioni, hanno trovato diverse risposte inteder Fragen (Was versteht man eigentlich unter „Kultur“?), über Selbstressanti. Si è passati dall’analizzare determinate questioni (cosa indarstellung von Geleistetem und Problemdefinition (Desinteresse tendiamo veramente con “cultura”?), a esporre quanto è stato prodotto der Öffentlichkeit an Glaubensdingen, Jugend, ethische Fragen) bis hin e a definire i problemi (disinteresse dell’opinione pubblica per le quezur Aufgabenbeschreibung wie etwa Anwaltschaft für die Benachteistioni religiose, la gioventù, le questioni etiche) fino alla descrizione ligten und die Suche nach dem Dialog mit der Welt, ohne sich den Werdei compiti quali l’assistenza legale per le persone svantaggiate e l’esten der Welt anzupassen. sere in dialogo con il mondo, senza appiattirsi sui valori del mondo. Solchen Arbeitsgruppen sollte mehr Zeit gegeben werden. Sie sind ein Si dovrebbe dedicare un tempo maggiore a tali gruppi di lavoro. Sono Ort der Begegnung, an dem der Dialog der kirchleitenden Ebenen, Räte un luogo di incontro in cui il dialogo fra la conduzione della Chiesa, i und Ausschüsse runtergebrochen werden kann auf die, die in ihrer Kirconsigli e i comitati può essere portato al livello di coloro che vivono che leben und arbeiten, jedoch wenig von dem andern Christen neben e lavorano nella loro Chiesa ma sanno ancora poco dell’altro cristiano sich wissen. Ich habe da kaum Neugier oder Wahrnehmung gespürt. vicino a loro. Non ho avvertito curiosità o interesse. Commovente è staBewegend war das ökumenische Abendgebet in der oberen Basilika, ta la preghiera ecumenica della sera nella basilica superiore, quando als die drei Zelebranten (römisch-katholisch, evangelisch und orthodox) i tre rappresentanti si sono fatti l’un l’altro la croce sulla fronte per risich gegenseitig mit Wasser das Zeichen des Kreuzes auf die Stirn gacordare il battesimo, il sacramento che ci unisce tutti. Il risultato delben in Erinnerung an die Taufe, das Sakrament, das uns alle vereinigt. l’incontro è stata la convinzione che il tempo sia finalmente maturo Ergebnis der Tagung ist die Überzeugung, die Zeit sei reif, endlich auch anche in Italia per dare al dialogo ecumenico una struttura più conin Italien dem Ökumenischen Dialog eine festere Struktur zu geben. Ancreta. Questo verrà concretizzato all’inizio del 2018. fang 2018 soll das in konkrete Form gegossen werden. Christiane Groeben, Napoli Christiane Groeben, Neapel Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti


Die Bibel der Reformation La Bibbia della Riforma TITEL/TITOLO: Bibbia della Riforma - Il Nuovo

Testamento. Nuova traduzione dal testo greco [Bibel der Reformation - Das Neue Testament. Neue Übersetzung aus dem Griechischen] HERAUSGEBER/EDITORE: Società Biblica Britannica e Forestiera - Società Biblica in Italia SEITEN/PAGINE: 600 JAHR/ANNO: 2017 ISBN: 9788823726802

Das Erscheinen einer neuen Bibelübersetzung ist immer ein Ereignis von besonderer Bedeutung für alle, die sich für die Heilige Schrift interessieren. Insbesondere für die, die gewohnt sind, diese Texte intensiv zu lesen und in der Liturgie und beim Gebet zu verwenden. Der enorme Wert dieser neu vorliegenden Bibelausgabe in italienischer Sprache darf nicht mit Stillschweigen übergangen werden. Es handelt sich hierbei um die Bibel der Reformation, die ab 2017 von der Bibelgesellschaft in Italien und der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft herausgegeben wird. Bis heute waren wir alle gewohnt, die biblischen Texte in einer der bearbeiteten Ausgaben der bekannten Übersetzung von Giovanni Diodati zu lesen, die erstmals 1607 gedruckt und seitdem mehrfach überarbeitet wurde, um sie den für alle Sprachen typischen Veränderungen anzupassen. Obwohl alle Ausgaben dieser Bibelübersetzung, darunter auch die 2006 erschienene „Nuova Riveduta“, ein Bezugspunkt für uns alle waren (und weiter sein werden), dürfen wir nicht vergessen, dass wir es

da mit einer Übersetzung zu tun haben, die – obgleich meisterhaft – nun schon 400 Jahre alt ist. Die neue Übersetzung, die dem Stand der jüngsten Bibelstudien entspricht und von den Originaltexten ausgeht, befriedigt ein Bedürfnis, das schon von Vielen zum Ausdruck gebracht wurde. Dank eines weitreichenden Projektes, das von mehreren protestantischen Kirchen in Italien und der Beteiligung der zwei oben erwähnten Bibelgesellschaften unterstützt wird, beginnt dieser Wunsch nun Wirklichkeit zu werden. Es handelt sich dabei um eine beeindruckende Arbeit, die 2013 mit der Herausgabe des Neuen Testaments begonnen hat, und deren Abschluss für 2023 geplant ist. Der erste Teil – das Neue Testament – erscheint kleinformatig mit kartoniertem und illustriertem Einband und hat 600 Seiten. Als griechischer Ausgangstext wurde die jüngste kritische Ausgabe von UBS verwendet: The Greek New Testament, 5 ed., Stuttgart 2014. Die Zeitschrift La Parola (Oktober 2017) beschreibt das Vorgehen des Verlagkomitess, das aus Mitgliedern der evan-

gelischen Kirchen in Italien besteht, die Experten der griechischen und der italienischen Sprache sind, folgendermaßen: „Die Bücher des Neuen Testaments wurden in Gruppen unterteilt einzelnen Übersetzern für eine erste Übersetzung anvertraut. Dann wurde der Text an einen anderen Übersetzer weitergereicht (…), der ihn sorgfältig überarbeitete. Das Ergebnis wurde dem Komitee vorgelegt, von dem es in gemeinsamer Sitzung diskutiert und verbessert wurde (…). Die Übersetzung wurde daraufhin an einen externen Prüfer weitergeleitet, einen Spezialisten für diesen Text oder eine Gruppe von Texten, und wurde schließlich dem Stilexperten vorgelegt. Zum Schluss wurde die so bearbeitete Übersetzung dem ersten Übersetzer zur Überprüfung der letzten Anmerkungen unterbreitet.“ Die neue Bibel der Reformation eignet sich aufgrund ihres Formats, der optimalen Lesbarkeit der Drucktypen und vor allem aufgrund ihres klaren, lebhaften und dem heutigen Stand angepassten Sprachstils ideal für eine persönliche sowie liturgische Verwendung. Diese neue Ausgabe soll zum einen die Aufmerksamkeit aller auf die Grundlage des Protestantismus lenken, d.h. auf die Heilige Schrift, da wir sie nun in einer uns vertrauten Sprache lesen und reflektieren können, zum anderen soll sie zur Verbreitung der Bibelkenntnis unter denen, die sie noch kaum kennen, beitragen. Mit dem Erwerb von mehreren Exemplaren, – für uns, für Verwandte, Bekannte und Freunde – sollten wir alle diese Initiative unterstützen. Roberto Tresoldi Übersetzung: Kerstin Gros

/ DA LEGGERE BUCHTIPP

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DA LEGGERE / BUCHTIPP

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La comparsa di una nuova traduzione dei testi biblici è sempre un evento di particolare importanza per tutti coloro che sono interessati alle Scritture, in particolare per coloro che, quei testi, sono abituati a leggere in modo intensivo e ad utilizzare nella liturgia e nella preghiera. Non si può pertanto passare sotto silenzio l'enorme valore di questa particolare edizione in lingua italiana della Bibbia, La Bibbia della Riforma, pubblicata a partire dal 2017 dalla Società Biblica in Italia e dalla Società Biblica Britannica e Forestiera. Fino ad oggi tutti noi eravamo abituati a leggere i testi biblici in uno degli adattamenti della famosa traduzione di Giovanni Diodati, stampata nel 1607 e poi svariate volte rivista per essere adattata ai cambiamenti tipici di ogni lingua, inclusa la nostra. Anche se le varie edizioni dell'opera, tra cui la più recente Nuova Riveduta 2006, sono state (e continuano ad essere) un punto

di riferimento imprescindibile per tutti noi, non dobbiamo dimenticare che abbiamo a che fare con una traduzione che, pur essendo magistrale, ha ormai 400 anni. Poter disporre di una nuova traduzione in lingua italiana corrente, aggiornata agli studi più recenti in ambito biblico, condotta sui testi originali, era ormai esigenza espressa da molte persone. Oggi, grazie ad un progetto di grande respiro, sorretto da diverse Chiese protestanti in Italia e dall'intervento delle due società sopra menzionate, questo desiderio ha cominciato a trasformarsi in realtà. Inutile sottolineare come si tratti di un lavoro impressionante: iniziatosi nel 2013 con la traduzione del Nuovo Testamento, se ne prevede la conclusione nel 2023, dopo dieci anni. La prima parte dell'opera, il Nuovo Testamento, è stata pubblicata in edizione di piccolo formato, con una copertina cartonata illustrata, e

conta 600 pagine. Come testo base greco è stata utilizzata l’edizione critica più recente pubblicata dalle UBS, The Greek New Testament, 5 ed., Stuttgart 2014. Ecco come la rivista La Parola (ottobre 2017) presenta l'attività del comitato editoriale, composto da membri delle chiese evangeliche italiane, esperti conoscitori della lingua greca e della lingua italiana: “I libri del NT divisi in gruppi sono stati affidati a ogni traduttore per una prima traduzione. Il testo passava quindi a un altro traduttore (...) che lo revisionava accuratamente. Il risultato veniva portato in Comitato dove era discusso ed emendato nella seduta generale (…) La traduzione passava quindi a un revisore esterno al Comitato, specialista di quel testo o di un gruppo di testi e infine veniva sottoposta allo stilista. Il tutto tornava quindi al traduttore originario che vagliava le ultime osservazioni”. La nuova Bibbia della Riforma si presta ottimamente sia ad un uso personale, sia ad un uso liturgico, per il formato, per l'ottima leggibilità dei caratteri e, soprattutto, per l'utilizzo di una lingua chiara, aggiornata, viva. Riportare l'attenzione di tutti noi sul fondamento stesso del Protestantesimo, la Scrittura, invitandoci a leggerla e a meditarla in una lingua a noi vicina, e contribuire alla diffusione della sua conoscenza tra coloro che ancora poco la conoscono, sono due degli obbiettivi più importanti di questa nuova edizione. L'invito è quello di sostenere l'iniziativa acquistandone copie per noi, i nostri familiari, gli amici ed i conoscenti. Roberto Tresoldi


Post Scriptum | Post Scriptum

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Ein verlorenes Kulturgut

Un patrimonio culturale disperso

Die vergessenen Kirchen

Le chiese dimenticate

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n Neapel, so schrieb im 17. Jh. ein anonymer Besucher aus Spanien, Napoli, scriveva un anonimo visitatore spagnolo nel '600, ci gibt es mehr Kirchen als in Rom. Und er hatte Recht. Aber scheinbar sono più chiese che a Roma. Aveva ragione: in ogni angolo della ist es Neapel nie bewusst geworden, dass sie an all diesen für Gläubicittà, nel corso dei secoli, è stata eretta una piccola cappella, una chiege heiligen und für Nichtgläubige spannenden Orten Kulturgüter besa, un monastero. Ma pare che Napoli non abbia mai capito d'avere un sitzt. Ein kulturelles Erbe, das Mobiliar, hölzerne Chorgestühle, Gemälpatrimonio in quei luoghi, sacri per i credenti, emozionanti per i non de (häufig von bekannten Malern) und Skulpturen von Künstlern und credenti. Un patrimonio fatto di arredi, cori lignei, tele spesso d'autoLaien umfasst. re, sculture create da mani d'artista o da mani "poverelle”. Heute gibt es allein im historischen Stadtkern von Neapel laut AngaAttualmente nel solo centro storico di Napoli sono censite 203 chiese, ben der neapolitanischen Kurie 203 Kirchen. Lediglich 79 davon werden il conto l'ha fatto la Curia di Napoli. Solo 79 vengono oggi utilizzate per heute für religiöse Zwecke genutzt, 49 wurden le cerimonie religiose. Altre 49 sono state train Garagen, Geschäfte und Warenlager versformate in autorimesse, negozi, depositi, le rewandelt, die restlichen 75 befinden sich in eistanti 75 sono in stato di totale abbandono. nem völlig verwahrlosten Zustand. Keine dieNessuna di queste chiese, secondo i dati diser Kirchen wurde offiziell entweiht: Sie gerieten sponibili, è stata ufficialmente sconsacrata: im Laufe der Zeit einfach in „Vergessenheit“ und sono state semplicemente "dimenticate" con wurden schließlich aus dem Leben der Geil passare del tempo e alla fine cancellate dalmeinde, die sie einst besuchte, gelöscht. la vita della comunità religiosa che un tempo Ich hatte die Ehre und die Verzweiflung, in 30 le frequentava. dieser verwaisten Kirchen eingelassen zu werHo avuto l'onore, e la disperazione, di entrare den. Der Anblick war entsetzlich. Ich habe anin trenta di queste chiese abbandonate. Mi Die Kirche Santa Maria ad Agnone (Neapel), Detail des tike Altäre aus wertvollem Marmor gesehen, die sono scontrato con scene raccapriccianti. Ho vikläglichen Zustands im Inneren der Kirche. auseinandergebaut und weggetragen wor- Foto: Archiv „Il Mattino“ | Chiesa di Santa Maria ad Agnone sto antichi altari di marmo pregiato smonta(Napoli), particolare dell’interno ridotto in macerie. den waren, Gemälde aus dem 17. Jh, die von den ti e portati via e tele seicentesche strappate dalFoto: Archivio de “Il Mattino” Wänden gerissen und auf dem Boden im Vole pareti e lasciate a marcire nel guano. Sono gelmist zurückgelassen worden waren. Mit eigenen Augen musste ich stato testimone dell'orrore del sacrilegio alle antiche sepolture, aperdas Sakrileg einiger von Grabräubern geöffneten Gräber sehen, aus dete per rubare i gioielli che nei tempi antichi venivano lasciati sul cornen der Schmuck gestohlen worden war, den man früher den Verstorpo dei defunti. Nella chiesa di San Giuseppe a Pontecorvo ho scoperbenen mitgegeben hatte. In der Kirche San Giuseppe a Pontecorvo habe to finanche due piccole bare bianche dov'erano sepolti neonati, deich sogar zwei von Grabräubern verwüstete Kindersärge entdeckt. Wir vastate per rubare. Abbiamo cercato di ricomporre le piccole ossa e abhaben die kleinen Knochen so gut wie möglich wieder zusammengebiamo chiesto a un gruppo di cantori, i Damadakà, di intonare una ansetzt und den Damadakà-Chor gebeten, die kleinen Kinder mit einem tica ninna nanna napoletana per far tornare quei bimbi al loro sonalten neapolitanischen Wiegenlied wieder in den ewigen Schlaf zu sinno eterno in tranquillità. gen. Nie vergessen werde ich aber vor allem eine sich vom Kreuz gelöste Ma la scena che non dimenticherò mai è quella di una statua di CriChristusstatue, die mit leidendem Gesicht im Dreck lag. Neapel hat in sto scivolata giù dalla croce con il volto sofferente in mezzo al letame. der Vergangenheit Kirchen gebaut, Altäre aufgestellt und Statuen erNapoli nell'antichità ha costruito chiese, elevato altari, costruito starichtet und hat dann zugelassen, dass sie vergessen wurden und heutue per poi abbandonarle e lasciare che oggi finissero in mezzo ai rite im Abfall gelandet sind. Da frage ich mich immer wieder: “Warum?”. fiuti. Continuo a domandarmi "Perché?". Paolo Barbuto, Journalist, “Il Mattino”, Neapel Übersetzung: Kerstin Gros Paolo Barbuto, giornalista de “Il Mattino”, Napoli


CELI|ELKI Chiesa Evangelica Luterana in Italia | Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien www.chiesaluterana.it - decanato@chiesaluterana.it Facebook:www.facebook.com/ChiesaEvangelicaLuteranaInItalia Ufficio stampa CELI|Pressebüro der ELKI BMP Comunicazione team.celi@bmpcomunicazione.it Radio Culto evangelico | Evangelische Andacht (in italiano / in Italienisch) Raiuno la domenica mattina alle 9.05 | Sonntag Morgen um 9.05 Per riascoltare le trasmissioni | Zum Wiederabhören: www.fedevangelica.it/servizi/ssrtvo31.asp TV | Fernsehen Protestantesimo (in italiano / in Italienisch) RAI TV Raidue, due volte al mese domenica e lunedì notte all’ 1.00 ca. con repliche il lunedì seguente alle ore 7:30 | Zweimal im Monat Sonntag und Montag Nacht um 1:00 Uhr circa mit Wiederholung am darauffolgenden Montag um 7:30 www.protestantesimo.rai.it.

APPUNTAMENTI 2018 | TERMINE 2018 03.-04.02.2018 Firenze Seminario teologico: La preghiera Theologisches Seminar: Das Gebet napoli@chiesaluterana.it 02.03.2018 Giornata mondiale di preghiera | Weltgebetstag 03.-08.04.2018 Monastero di Camaldoli (Parco naturale Casentino) Accademia delle Comunità: Sentire la vicinanza di Dio Gemeindeakademie: Gottes Nähe spüren Iscrizione entro il 21 marzo | Anmeldung bis 21. März firenze@chiesaluterana.it 28.04.-01.05.2018 Roma Sinodo della CELI | Synode der ELKI www.chiesaluterana.it

Innenansicht der Kirche der Gemeinde Ispra-Varese Interno della chiesa delle Comunità di Ispra-Varese Foto: Kathrin Freienstein

24.-30.06.2018 Germania Viaggio musicale nella Germania del Nord | Musikalische Reise in Norddeutschland www.chiesaluterana.it


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