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70. Jahrgang|Anno 2019|Nr. 4
Kirche am Urlaubsort Chiesa nel luogo di vacanza
MITEINANDER
INSIEME
p. 13
p. 17
Inhalt
p. 19
p. 21
Indice
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PFARRERSWORT Kirche im Urlaub?
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SALUTO DEL PASTORE Chiesa in vacanza?
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KIRCHE AM URLAUBSORT Glauben überall er-leben Sanremo,Tourismus und Religion Ein Ort der Begegnung mit Gott Auftanken für den Alltag Orte der Urlaubsseelesorge in Italien
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CHIESA NEL LUOGO DI VACANZA Vivere la fede ovunque Sanremo, turismo e religione Un luogo d’incontro con Dio Ricaricare le batterie Luoghi per la pastorale turistica in Italia
DER THEOLOGE ANTWORTET
IL TEOLOGO RISPONDE
16 Gott dienen auch durch Nichtstun 17 18 19 20 21
ZEUGNISSE Urlaubseelesorge in Arco Heiratstourismus Eine Woche Kultur auf Capri Als Kurprediger in Capri Meine Ferienlektüre
16 Servire Dio anche non facendo niente 17 18 19 20 21
AUS DER ELKI
24 Convegno LEKKJ ad Arad - Presa di posizione “Incontrare Dio
Festgottesdienst in Sulden - “Die Hoffnung ist der Traum der Wachen” - Prädikantenfortbildung - Kirchentag 2019
nello straniero..” - Culto celebrativo a Solda - “La speranza è il sogno di chi è sveglio” - Corso di aggiornamento per i predicatori laici Kirchentag 2019
BUCHTIPP
DA LEGGERE
30 Das Evangelium des Markion
30 Il Vangelo di Marcione
70 JAHRE ELKI Der “Kirchenmeister” von Capri
Miteinander ist das Organ der «Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien»
TESTIMONIANZE Pastorale turistica ad Arco Sposarsi in Italia Una settimana di cultura a Capri Un predicatore per i luoghi di cura a Capri Il mio libro in vacanza DALLA CELI
24 LEKKJ Tagung in Arad - Statement “Gott im Fremden begegnen...” -
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70 ANNI CELI Il “maestro di Chiesa” di Capri
Herausgeber • Editore: Konsistorium/Concistoro (Cordelia Vitiello)
Redaktion • Redazione: Pfarrer/Pastore Friedemann Glaser (Theologe/teologo), Caroline von der Tann, Roberto Tresoldi, Margherita Groeben, Dekanat/decanato (Layout), Cecilia Bazzini (Graphik/grafica)
Insieme è l’organo della «Chiesa Evangelica Luterana in Italia»
Verantwortliche Direktorin • Direttrice responsabile: Christiane Schröder-Werth
E-mail: miteinander@chiesaluterana.it / insieme@chiesaluterana.it
mit Geschäftssitz im Dekanat in Rom • con sede legale a Roma nel Decanato
Chefredakteurin • Capo redattrice: Christiane Groeben
Druck • Stampa: A. Weger, Bressanone – Brixen
Via Aurelia Antica, 391 - 00165 Roma Tel. 06 66 03 01 04 - Fax 06 66 01 79 93 E-Mail: decanato@chiesaluterana.it
Auflage • Tiratura: 2.600 - n. 4 2019 Autor. Trib. Bolzano 26/11/1968, n° 39/49 Spenden für die Zeitschrift • Offerte per la rivista: «ELKI / CELI – Miteinander / Insieme» c/c bancario in Italia: Banca Prossima IBAN IT 96 A 03359 01600 100000061391 BIC: BCITITMX - Verwendungszweck/causale: Miteinander/Insieme.
Pfarrerswort | Saluto del Pastore 3
Kirche im Urlaub?
„W
enn nicht jetzt, wann dann.“ So möchte ich mal etwas flapsig mit einem Zitat aus einem Song der Kölner Band Höhner darauf antworten. Und die Geschichte dieses Liedes selbst spiegelt auch einen wichtigen Moment der Antwort auf die Frage nach Kirche im Urlaub wider. 2007 ist das Lied veröffentlicht worden, ohne dass es, soweit ich es überblicke, einen großen Bekanntheitsgrad erreichte. Doch dann war Handball-Weltmeisterschaft, dieser Song wurde textlich verändert und war seitdem in aller Munde. Es kommt auf den Augenblick, den richtigen Zeitpunkt an! Und Zeit – davon haben wir im Urlaub viel. Ist der Alltag oft von Terminen, Hetze und vielen wichtigen oder scheinbar wichtigen Dingen bestimmt, so treten diese im Urlaub in den Hintergrund. Der Schreibtisch ist abgearbeitet, die Aufträge sind erledigt – und jetzt ist Zeit für anderes. Die Zeit ist da, und der Kopf wird frei. Nicht gleich von Anfang an, aber Tag für Tag mehr. Und da tauchen Fragen in einem auf, kommen Sehnsüchte an die Oberfläche und auf einmal betreten Menschen eine Kirche, die es daheim kaum machen würden. Und die Atmosphäre eines solchen Raumes kann plötzlich zu wirken beginnen. Statt Sonne und Hitze oft plötzlich Kühle und Halbschatten, statt geschäftigem Treiben auf den Gassen plötzlich Stille und der Schritt verlangsamt sich. Hier will mir keiner etwas verkaufen. Nein, das Angebot der Kirche ist umsonst. „Mensch, hier kannst du zu dir kommen und zu mir,“ höre ich die alten Gemäuer raunen. Und noch ein Zweites fällt mir ein: Im Urlaub sind wir meist woanders und nicht zu Hause. Hier kennt uns keiner. Hier sieht niemand aus meiner vertrauten Umgebung, dass ich eine Schwelle in die Kirche hinein übertrete. Hier wundert sich niemand, wenn ich auf einmal das Angebot eines Gottesdienstes, eines geistlichen Konzertes oder einer anderen Veranstaltung wahrnehme. Im Urlaub muss ich nicht erklären, warum ich auf einmal da bin und sonst eher nicht. Am anderen Ort kann ich einen vorsichtigen ersten Schritt machen, ohne dass ich beobachtet werde – und hoffentlich werde ich dort freundlich empfangen und stelle hinterher fest: Das tat mir und meiner Seele gut! Im Urlaub ist die Kirche nicht in Urlaub. Es ist Zeit und unbeobachtete Gelegenheit, einen Schritt über die Schwelle zu machen. Mögen wir dabei gute Erfahrungen machen und etwas mitnehmen für unseren Alltag. Pfarrer Carsten Gerdes, Ispra-Varese
Chiesa in vacanza?
„S
e non ora, quando?”, vorrei rispondere così in maniera scanzonata con una citazione da una canzone di una band di Colonia, gli Höhner. La storia stessa della canzone riflette anche un momento importante della risposta alla domanda sulla Chiesa in vacanza. La canzone è uscita nel 2007 senza aver ottenuto un gran successo, che io sappia. Ma poi c’è stato il campionato di palla a mano, il testo della canzone è stato cambiato e da allora hanno iniziato a cantarla tutti. Dipende dal momento, il momento giusto! Di tempo ne abbiamo molto durante le vacanze. Mentre la vita quotidiana è piena di impegni, frenesia e molte cose importanti o cose apparentemente importanti, durante le vacanze queste passano in secondo piano. La scrivania è vuota, gli incarichi sono stati espletati e ora c’è tempo per altre cose. Abbiamo il tempo e la testa è di nuovo libera. Non proprio dal primo giorno, ma ogni giorno di più. Allora sorgono delle domande in noi, vengono alla superficie delle nostalgie e tutto ad un tratto persone che a casa difficilmente lo farebbero entrano in una chiesa. L’atmosfera di un tale spazio può improvvisamente iniziare a fare effetto. Al posto del sole e dell’afa spesso qui troviamo improvvisamente refrigerio e penombra, al posto del gran movimento nei vicoli troviamo improvvisamente la pace e il nostro passo rallenta. Qui nessuno vuole vendermi qualcosa. No, l’offerta della Chiesa è gratuita. “Qui puoi ritrovarmi e ritrovare te stesso”. Sento che mi sussurrano le vecchie mura. Mi viene in mente anche una seconda cosa: in vacanza di solito siamo da un’altra parte e non a casa. Nessuno ci conosce. Qui nessuno della mia cerchia abituale vede che sto varcando la soglia di una chiesa. Nessuno si stupisce se improvvisamente accolgo l’offerta di un culto, di un concerto di musica sacra o di altre manifestazioni. In vacanza non devo spiegare il perché improvvisamente ci sono quando normalmente non ci sono. In un altro luogo posso fare un cauto primo passo senza essere osservato, sperando anche di essere accolto amichevolmente e più tardi constato: ha fatto bene a me e alla mia anima! In vacanza la Chiesa non è in vacanza. C’è il tempo e l’occasione di fare un passo oltre la soglia senza essere visti. Speriamo di fare belle esperienze e portare a casa qualcosa per la nostra vita quotidiana. Pastore Carsten Gerdes, Ispra-Varese Traduzione: MariaClara Palazzini-Finetti
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Kirche am Urlaubsort | Chiesa nel luogo di vacanza
Glauben überall er-leben Vivere la fede ovunque
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Es gibt einen semantischen Unterschied zwischen Urlaub und Reisen Esiste una differenza semantica fra le vacanze e il viaggiare
s gibt einen semantischen Unterschied zwischen Urlaub und Reisen. Urlaub heißt vor allem NichtArbeiten, sich ausruhen, Zuhause, am Meer, am See oder auf dem Berg. Der Ort ist hier nur ein Mittel. Reisen hingegen heißt, sich ganz bewusst einlassen auf die Begegnung mit neuen Kulturen. Neuen Landschaften. Neuen Sitten und Lebensgewohnheiten und je nachdem, wo die Reise hingeht, auch auf andere Religionen. Wir leben, zumindest in unserem westlichen Kulturkreis eine Zeit, die bestimmt ist von Notwendigkeiten, von Hektik, von chronischem Zeitmangel. Stress ist das Wort im Munde aller, das diese Befindlichkeit wohl am besten ausdrückt. Wobei auch Stress nicht gleich Stress ist, jeder lebt das auf seine ganz persönliche Weise. Viele Dinge, die uns am Herzen liegen, bleiben im frenetischen Alltag zwangsläufig auf der Strecke. Urlaub und/oder Reise sind Augenblicke, in denen wir diese Dimension wieder aktivieren können, in denen wir Zeit haben (oder haben sollten), um diese Dimension zu nähren. Mit Worten und Bildern, mit Sinneseindrücken. Die Urlaubsseelsorge ist ein immer wichtigerer Teil der pastoralen Tätigkeit. Für viele Zeitgenossen sind gerade die wenigen Tage oder Wochen, in denen es gelingt, Distanz vom Alltag zu nehmen, ungemein wertvoll, um die Dimension des Glaubens, der persönlichen Begegnung mit Religion, mit Gott wieder zu leben und wieder zu be-leben. In vielen touristischen Orten gibt es deshalb Angebote, die sich ganz spezifisch an Urlauber richten. Auch für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien ist die Urlaubsseelsorge ein wichtiges Kapitel. Vor allem in Ferienregionen wie Südtirol oder dem Gardasee, die bevorzugt von deutschstämmigen bzw. Touristen aus nordischen Ländern besucht werden, die evangelisch geprägt sind. Diese Menschen in den wenigen freien Tagen, die sie zur Verfügung haben, sinnerfüllend anzusprechen, ist eine Aufgabe, die Sensibilität und Einfühlungsvermögen erfordert. Immer mehr Menschen
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siste una differenza semantica fra le vacanze e il viaggiare. Le vacanze significano soprattutto non lavorare, riposarsi a casa, al mare, al lago o in montagna. Il luogo qui è solo un mezzo. Viaggiare invece significa essere consapevolmente disposti a incontrare nuove culture. Nuovi paesaggi. Nuovi usi e costumi e a seconda di dove ci conduce il viaggio, anche altre religioni. Viviamo in un tempo che, per lo meno nella nostra sfera culturale occidentale, è caratterizzato dalle necessità, dalla frenesia, dalla costante mancanza di tempo. Stress è la parola sulla bocca di tutti che rappresenta al meglio questo stato d’animo. Anche se non tutti gli stress sono uguali perché ognuno di noi lo vive in maniera estremamente personale. Molte cose che ci stanno a cuore rimangono inevitabilmente perse per strada nella nostra vita quotidiana frenetica. Le vacanze e/o il viaggio sono momenti in cui possiamo riattivare questa dimensione, in cui abbiamo il tempo (o dovremmo averne), per nutrire questa dimensione. Con parole e immagini, con sensazioni. La pastorale turistica è una parte sempre più importante dell’attività pastorale. Per molti dei nostri contemporanei proprio i pochi giorni o settimane in cui riescono a prendere le distanze dalla vita quotidiana sono estremamente preziosi per poter rivivere e rianimare la dimensione della fede, dell’incontro personale con la religione e con Dio. In molti luoghi turistici ci sono pertanto delle offerte indirizzate specificatamente a chi è in vacanza. Anche per la Chiesa Evangelica Luterana in Italia la pastorale turistica è un capitolo importante. Soprattutto in regioni turistiche come l’Alto Adige o il Lago di Garda, che vengono visitate prevalentemente da turisti di origine tedesca o provenienti da paesi nordici, per lo più di religione evangelica. Riuscire a coinvolgere in maniera sensata queste persone nei pochi giorni liberi che hanno a disposizione, è un compito che necessi-
Kirche am Urlaubsort | Chiesa nel luogo di vacanza
nehmen sich nur in diesen Tagen Zeit, um sich auch um ihre „Seelenangelegenheiten“ zu kümmern, sprich ihre Spiritualität zu leben. Wenn man in weiter entfernte Länder und in andere Kulturkreise reist, ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Wohl aber ermöglicht die Begegnung mit andersgläubigen Menschen, mit den Orten, wo sie ihre Spiritualität und ihren Glauben leben, einen ganz eigenen Zugang, zu dem was Glauben ist. Die Begegnung mit Andersgläubigen, das Kennenlernen eines anderen Glaubens, eröffnet neue Blickwinkel auf unser eigenes Credo und auf unsere ganz persönlichen (Glaubens)Bedürfnisse und unser Glaubensleben. Dies gilt in besonderem Maße natürlich für Erfahrungen im Rahmen der Religionen, die ihre Wurzeln im Alten Testament haben, die Religionen des Buches: Judentum, Christentum und Islam. Kirchen, Kathedralen, Tempel, Moscheen, Koranschulen, Synagogen sind oft auch Teil kunsthistorischer Besichtigungen. Auch Agnostiker und Atheisten, sind empfänglich für die Spiritualität, die diesen Gebäuden innewohnt. Ich persönlich habe viele Reisen nach Marokko unternommen. Trekkings, das heißt Reisen mit dem Rucksack durch wilde, unbewohnte Gebiete des Atlas-Hochgebirges. Zwölf Tage im engen Kontakt mit unserem Führer Lachsen, einem Hadschi, das heißt einem Muslim, der nach Mekka gepilgert ist, und mit den Maultiertreibern. Berber. Menschen, die sehr stolz sind auf ihre Kultur, darauf, dass ihre Sprache und ihre Schrift zu den ältesten der Menschheit gehört und die tiefgläubige Mohammedaner sind. Gläubig auf eine sehr unauffällige Art und Weise. Ein Trekking, das zum zweithöchsten Berg von Marokko führt, dem Ighil M´Goun, 4.074 m hoch. Es ist Sommer. Auch in dieser Höhe ist es heiß. Unser Führer und die Maultiertreiber sind im Ramadam. Kein Essen, vor allem aber kein Wasser von Sonnenaufgang bis zum -untergang. Für uns, eine Gruppe von vier Italienern und drei Franzosen wäre das unvorstellbar. Kein Wasser unter der heißen Sonne Afrikas. Sie legen wie wir 20 bis 25 km und um die tausend Höhenmeter am Tag zurück. Ohne zu trinken. Aber niemand beklagt sich. Ab und zu entfernt sich einer mit einem kleinen Eimerchen und einem Tuch über der Schulter unauffällig von der Gruppe, um nach
ta sensibilità e capacità di immedesimazione. Sempre più persone si prendono il tempo solo in questi giorni per occuparsi anche delle “questioni legate alla loro anima”, vale a dire per vivere la loro spiritualità. Quando viaggiamo in paesi lontani e in altre culture, non ci è data questa opportunità. Tuttavia l’incontro con le persone che hanno una fede diversa, con i luoghi in cui vivono la loro spiritualità e la loro fede ci permette di avere un approccio molto personale a ciò che è la fede. L’incontro con persone di fede diversa, conoscere un’altra fede apre nuove visuali sul nostro proprio credo e sulle nostre necessità (di fede) estremamente personali nella nostra vita religiosa. Questo vale naturalmente soprattutto per esperienze nell’ambito delle religioni che hanno le loro radici nell’Antico Testamento, le religioni del Libro: l’ebraismo, il cristianesimo e l’Islam. Chiese, cattedrali, templi, moschee, scuole coraniche, sinagoghe sono spesso anche parte delle nostre visite storico-artistiche. Anche gli agnostici e gli atei sono ricettivi alla spiritualità che è insita in questi edifici. Io personalmente ho fatto molti viaggi in Marocco. Trekking, cioè viaggi con lo zaino attraverso zone selvagge e inabitate della catena montuosa dell’Atlante. Dodici giorni in stretto contatto con la nostra guida Lachsen, un hajji, cioè un musulmano che è stato in pellegrinaggio alla Mecca, e i mulattieri. Berberi. Persone che sono molto orgogliose della loro cultura, del fatto che la loro lingua e la loro scrittura appartengano alle più antiche dell’umanità e che sono musulmani profondamente credenti. Credenti in un modo molto discreto. Un trekking che ci porta sulla seconda montagna più alta del Marocco, l’Ighil M´Goun, alto 4.074 m. È estate. Anche a quest’altezza fa caldo. La nostra guida e i mulattieri osservano il Ramadan. Niente cibo, ma soprattutto niente acqua dal sorgere del sole al tramonto. Per noi, un gruppo di quattro italiani e tre francesi sarebbe impensabile. Senz’acqua sotto il sole cocente africano. Come noi camminano dai 20 ai 25 km al giorno e a un’altezza di migliaia di metri. Senza bere. Ma nessuno si lamenta. Di quando in quando qualcuno si allontana in maniera discreta dal gruppo con un piccolo secchio e un panno sopra le spalle per ritornare dopo aver pregato un quarto d’ora e ricongiungersi al gruppo sempre discreta-
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Das Kennenlernen eines anderen Glaubens eröffnet neue Blickwinkel auf unser eigenes Credo Conoscere un’altra fede apre nuove visuali sul nostro proprio credo
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Kirche am Urlaubsort | Chiesa nel luogo di vacanza
Auch die Besichtigung einer Kirche kann zum Gottesdienst werden
Anche la visita di una chiesa può diventare un culto
Fig. 1: Addis Abeba. Menschen halten inne, um der Stimme des Popen aus der Kirche hinter den Bäumen zuzuhören/Le persone si fermano per ascoltare la voce del pope che proviene dalla chiesa nascosta dietro gli alberi Fig. 2: Kloster auf Amorgos, um 1080 ca. 300 m über dem Meer in den Fels gebaut Monastero ad Amorgos, costruito intorno al 1080 a circa 300 m nella roccia Fig. 3: Fenster im Freiburger Münster Finestre nella cattedrale di Friburgo
einer Viertelstunde nach verrichtetem Gebet ebenso dezent wieder zur Gruppe zu stoßen. Am Abend, wenn das Zeltlager aufgebaut ist und die Sonne untergegangen ist, feiern und essen wir gemeinsam. Es hat mich immer sehr beeindruckt zu sehen, wie die religiöse Praxis im Islam so selbstverständlich in den Alltag integriert ist. In Jerusalem erlebe ich das dreifach. Die orthodoxen Juden an der Gebetsmauer. Der Ruf des Muezzin, während gleichzeitig die Kirchenglocken läuten. Nirgendwo anders habe ich diese drei Religionen so nah und als Familie und gleichzeitig so entfernt erlebt. Szenenwechsel: Eine Hauptverkehrsstraße in Addis Abeba. An der Straßenecke eine etwa zwei Meter hohe Mauer, hinter der ein Park und eine Kirchenkuppel auszumachen sind. Eine der orthodoxen Kirchen der Hauptstadt von Äthiopien, ein Land, in dem Christen (40% Äthiopisch-Orthodoxe, ca. 18% Protestanten und weniger als 1% Katholiken) und Muslime (ca. 35%) friedlich zusammen leben. Religionsangehörigkeit ist in dem Vielvölkerstaat das geringste Problem, wie zahlreiche interkonfessionelle Eheschließungen zeigen. Aber zurück zur Mauer. Durch den Verkehrslärm dringt die Ansage des Popen, die per Lautsprecher bis auf die Straße übertragen wird. Viele Menschen halten hier ein, ohne durch das Tor zu treten, verweilen eine Zeitlang, und küssen schließlich die Mauer bevor sie weiterziehen. Gottesdienst. Auch die Besichtigung einer Kirche kann zum Gottesdienst werden. Die Ehrfurcht vor dem Glauben der Menschen, die vor Jahrhunderten Kunstwerke schufen, die wir heute noch bewundern dürfen: die Kathedrale von Straßburg, der Dom von Mailand, San Zeno in Verona, der Kölner Dom. Das Spiel von Licht und Schatten, in dem die damaligen Menschen die Allgegenwart Gottes ausmachten. Aber auch der Besuch der Medersa Ben Youssef in Marrakech, im 16. Jahrhundert die größte Hochschule für Theologie der islamischen Welt, mit ihren prachtvollen Mosaiken, den Wasserbecken im Innenhof und den vielen kleinen Zellen, in die sich die Schüler zurückzogen, um über die Suren des Propheten zu meditieren, erfüllt mich mit Ehrfurcht. An einem solchen Ort meditieren, die Bibel und philosophische Schriften lesen zu können… Nicole Dominique Steiner
mente. La sera, dopo che è stato piantato l’accampamento ed è tramontato il sole, festeggiamo e mangiamo insieme. Mi ha sempre molto impressionato vedere come la pratica religiosa in Islam sia integrata naturalmente nella vita quotidiana. A Gerusalemme ho una triplice esperienza. Gli ebrei ortodossi al muro del pianto. Il richiamo del muezzin, mentre allo stesso tempo suonano le campane delle chiese. In nessun altro posto ho sentito queste tre religioni così vicine, come una famiglia e allo stesso tempo così lontane. Cambio di scena: una strada principale ad Addis Abeba. All’angolo della strada c’è un muro alto all’incirca due metri, dietro il quale si scorgono un parco e la cupola di una chiesa. È una delle chiese ortodosse della capitale dell’Etiopia, un Paese in cui i cristiani (40% etiopici ortodossi, circa 18% protestanti e meno di 1% cattolici) e musulmani (circa 35%) convivono pacificamente. L’appartenenza a una religione nello Stato multietnico è il problema minore, come dimostrano numerosi matrimoni interconfessionali. Ma ritorniamo al muro. Superando il rumore del traffico l’annuncio del pope che viene trasmesso via altoparlante raggiunge la strada. Molte persone si fermano, senza oltrepassare la porta, si trattengono per un periodo di tempo e baciano infine il muro prima di andare via. Questo è un culto. Anche la visita di una chiesa può diventare un culto. Il profondo rispetto nei confronti della fede delle persone, che secoli fa hanno costruito dei capolavori che possiamo ammirare ancora oggi come la cattedrale di Strasburgo, il Duomo di Milano, San Zeno a Verona, il Duomo di Colonia. Il gioco di luci e ombre, in cui le persone di allora scorgevano l’onnipresenza di Dio. Ma anche la visita della Madrasa di Ben Youssef a Marrakech, la più grande scuola di teologia del mondo islamico nel XVI secolo con i suoi splendidi mosaici, il bacino d’acqua nel cortile interno e le numerose piccole celle in cui gli allievi si ritiravano per meditare sulle sure del profeta, mi hanno riempito di profondo rispetto. Poter meditare, leggere la Bibbia e scritti filosofici in un luogo simile…
Nicole Dominique Steiner Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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San Remo, Tourismus und Religion in Ligurien
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anremo ist für das Musikfestival, das Spielkasino und als beliebter Ferienort bekannt. Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt wegen ihrem Klima, Meer, Natur und dem Zitronenanbau als kleine, südliche Hauptstadt der damaligen großen Kaiserreiche betrachtet. Gekrönte Häupter, Adlige und Bürgerliche aus Frankreich, Russland, England und Deutschland verbrachten hier ihre Sommerfrische und zahlreiche Menschen aus den verschiedensten Ländern und Religionen waren im Fremdenverkehr tätig. Auf das Ende der Kaiserzeit folgte auch das der ligurischen Kleinstadt, die - stolz auf ihre Tradition - auch weiterhin versuchte, einen internationalen Tourismus der Oberschicht anzulocken. Der Schriftsteller Italo Calvino, der die Waldenserschule in San Remo besucht hat, beschreibt den Ort so: „Ich bin in einer kleinen Stadt aufgewachsen, die sich in den Jahren meiner Kindheit ziemlich vom Rest Italiens unterschied. Damals wurde San Remo noch von betagten Engländern, russischen Großherzogen, exzentrischen und weltoffenen Menschen bewohnt“ (Italo Calvino, Romanzi e racconti, Bd. 1, I meridiani, Arnoldo Mondadori, 2001). In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tourismus in San Remo allerdings stark verändert: Heute ist die Stadt eher für ihr Tourismusangebot und für Showveranstaltungen bekannt als für ihre glorreiche Vergangenheit. Für die aber, die sich für die Denkmäler, archäologische Ausgrabungsstätten, Pinakotheken und Bibliotheken, städtische Villen und Gärten, Küste und Altstadt, Kirchen und Kultstätten interessieren, bietet San
Sanremo,turismo e religione in Liguria
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anremo è una cittadina nota a tutti per il Festival della Canzone, per il suo Casinò e per essere un apprezzato centro di villeggiatura. Per le sue caratteristiche climatiche, per il mare, la natura, le coltivazioni (all'epoca la cittadina era famosa per i limoni), nel XIX secolo e nei primi anni del XX essa venne considerata come la piccola capitale meridionale dei grandi imperi dell'epoca. Qui venivano a villeggiare teste coronate, nobili e borghesi francesi, russi, inglesi, tedeschi e qui lavoravano nel turismo molte persone di ogni provenienza e religione. Al tramonto di quell'epoca imperiale seguì anche quello della cittadina ligure, per quanto, orgogliosa della propria tradizione, cercasse ancora di attrarre un turismo altolocato e internazionale. Così la descrive lo scrittore Italo Calvino, che aveva studiato alla scuola valdese della cittadina: “Sono cresciuto in una cittadina che era piuttosto diversa dal resto dell'Italia, ai tempi in cui ero bambino: San Remo, a quel tempo ancora popolata di vecchi inglesi, granduchi russi, gente eccentrica e cosmopolita”
Fig. 1: Ein Konzert in der evangelisch-lutherischen Kirche in San Remo Un concerto nella chiesa luterana di San Remo Fig. 2: Die evangelischluterische Kirche in Sanremo La chiesa luterana di San Remo
8 Kirche am Urlaubsort | Chiesa nel luogo di vacanza
Damals wurde San Remo noch von betagten Engländern, russischen Großherzogen, exzentrischen und weltoffenen Menschen bewohnt Sanremo, a quel tempo ancora popolata di vecchi inglesi, granduchi russi, gente eccentrica e cosmopolita
Remo immer noch einiges im Bereich Kultur und Spiritualität. Glauben und Tourismus sind hier eng miteinander verknüpft. In der Tat fallen dem Besucher als erstes die Kirchen anderer christlicher Konfessionen auf: die orthodoxen Kirchen (heute eine russische und eine rumänische), die Waldenserkirche, die lutherische Kirche, einige ehemals anglikanische, heute römisch-katholische Kirchen, Kirchen der Pfingstbewegung und a.m. Errichtet wurden diese Kirchen zu einer Zeit, als es aus zwei verschiedenen Gründen in San Remo viele Zugezogene gab. Einerseits die finanziell gut gestellten Touristen (Adlige, reiche Bürgerliche) und andererseits das ausländische Personal, das vor allem in Hotels und in den Häusern der Adligen im Dienstleistungsbereich arbeitete. Und so kam es dazu, dass einige wohlhabende Touristen die spirituellen Bedürfnisse von Menschen mit so unterschiedlichem sozialem Hintergrund befriedigen wollten. Die aus England stammende Lady Kay Shuttleworth, die Deutschland liebte, stand der deutschen evangelischen Gemeinde in San Remo sehr nahe. In den 60er Jahren des 19. Jh. hatte sie sich die prächtige Villa Ponente (heute Villa Quisisana) bauen lassen. Und weil sie eine ausgeprägte Sensibilität für Spiritualität besaß und deutsches Personal hatte, setzte sie sich dafür ein, dass ab 1870 regelmäßig Gottesdienste in ihrer Villa und später in einer kleinen katholischen Kirche gefeiert wurden. Dank einer Spendenaktion (an der sich auch Kaiser Wilhelm I. mit 3.000 Lire beteiligte) wurde 1882 die heutige Kirche errichtet. Heute besuchen zahlreiche (deutsche und italienische) Gemeindemitglieder, die in San Remo leben, sowie viele (hauptsächlich deutsche) Touristen die evangelisch-lutherische Gemeinde. Letztere nehmen an bestimmten Tagen des Jahres an Gottesdiensten und Gemeindeleben teil. Und hier ein weiteres Beispiel für Tourismus und Spiritualität: Einer anderen großen Förderin, der Deutschen Laura Heye (1830-1906), die aus gesundheitlichen Gründen nach San Remo gekommen war, sind die Errichtung der Waldenserkirche und des Waldenserhauses mit Schulräumen, der Pfarrwohnung und Räumlichkeiten für Jugendaktivitäten zu verdanken. Mit der beachtlichen Hinterlassenschaft dieser Frau, die von den Einwohnern der Stadt „Schwester Laura“ genannt wurde, konnte 1903 das Grundstück erworben werden, auf dem einige Jahre
(Italo Calvino, Romanzi e racconti, volume primo, I meridiani, Arnoldo Mondadori, 2001). In questi ultimi decenni si è assistito a un cambiamento significativo del turismo sanremese: oggi, Sanremo è più nota per la sua offerta turistica e come città di spettacolo, che per i suoi gloriosi trascorsi. Ma per chi vuole leggere la città nei suoi monumenti, negli scavi archeologici, nelle pinacoteche e biblioteche, ville e giardini, coste e viuzze della città vecchia, chiese e luoghi di culto, Sanremo può offrire ancora molto nel campo della cultura e della spiritualità. Qui è molto forte il rapporto tra fede e turismo e, in effetti, la prima cosa che colpisce il visitatore sono proprio le chiese di confessioni cristiane diverse da quella cattolica: chiese ortodosse (oggi una russa e una romena), la chiesa valdese, la chiesa luterana, alcune chiese un tempo anglicane, oggi passate al culto cattolico, luoghi di culto pentecostali ed altro ancora. Queste chiese erano state edificate quando la presenza di non sanremaschi era duplice: da una parte i turisti di elevate disponibilità economiche (nobili, ricchi borghesi); dall'altra la presenza di personale straniero, impiegato soprattutto negli alberghi, nelle case dei nobili, nei servizi. Questo portò alcuni turisti facoltosi a voler soddisfare le esigenze spirituali di persone di una così varia provenienza sociale. L'inglese Lady Kay Shuttleworth, grande amante della Germania, era molto vicina alla comunità evangelica tedesca di Sanremo. Negli anni '60 del XIX secolo si era fatta costruire una splendida villa, Villa Ponente (oggi Villa Quisisana) e, poiché era molto sensibile alla tematica spirituale e aveva anche personale tedesco, s'impegnò perché venissero tenuti, a partire dal 1870, culti regolari all'interno della propria abitazione. In seguito ottenne l'uso di una chiesetta cattolica; infine, grazie a una sottoscrizione (alla quale partecipò anche il Kaiser Guglielmo I con una donazione di 3000 lire), venne edificata, nel 1882, la chiesa attuale. Oggi la comunità luterana è forte sia di membri di chiesa (tedeschi e italiani) che vivono a Sanremo, sia di turisti, soprattutto tedeschi, che partecipano in determinati periodi ai culti e alla vita organizzata della comunità. Un altro esempio di turismo e spiritualità: a un'altra importante benefattrice, la tedesca Carolina Laura Heye (1830-1906), giunta a Sanremo per motivi di salute, si deve l'edificazione della chiesa e della casa valdese (con aule
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später, am 22. November 1907, der Waldensertempel eingeweiht wurde. Der erste Gottesdienst wurde am darauffolgenden Sonntag vom Pfarrer Teofilo Gay gehalten, der aus den Waldensertälern angereist war. Die Waldensergemeinde war von Francesco Aprosio gegründet worden, einem unermüdlichen ehemals katholischen Priester aus dem nahen Vallecrosia, der zum Waldenserglauben übergetreten war und mehrfach angeklagt und verurteilt wurde. Hier ist ein Zeugnis aus dem Jahr 1872:„Auch die kleine Versammlung der Brüder und Schwestern in San Remo besteht weiter, die in diesem Winter von dem unermüdlichen Verkünder der Wahrheit Jesu geleitet wurde, von Herrn Francesco Aprosio, einem ehemaligen Priester“ (Roberto Nisbet, La comunità e l'istituto di Vallecrosia, Società di Studi Valdesi, Torrepellice, 1978, S. 9). Von allen Kirchen in San Remo fasziniert die orthodoxe Kirche Christo Salvatore die Besucher vielleicht am meisten. Sie wurde auf Wunsch der Kaiserin Maria Fjodorowna, der Witwe Alexander III. und Mutter Nikolai II., errichtet und der Heiligen Märtyrin Katharina und dem Heiligen Wundertäter Seraphim von Sarow gewidmet. Ende des 19. Jh. war San Remo zu einer kleinen russischen Kolonie mit eigenen Bibliotheken, Bäckern, Apotheken und Geschäften geworden. Ab 1874 hielt sich die Zarin Marija Alexsandrowna, Ehefrau Alexander II., aus gesundheitlichen Gründen in Sanremo auf. Sie wurde von bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Kultur (z.B. von Tolstoi) und großen Familien wie den Demidows, Olsufews, Seremetews begleitet, für die die ligurische Kleinstadt fast zu einer zweiten Heimat geworden war. Die Beziehung zu den örtlichen Behörden war ausgezeichnet, so dass sogar die Strandpromenade nach der Kaiserin benannt wurde: Lungomare Imperatrice. Dank der beeindruckenden Zahl russischer Touristen und der Unterstützung, die die Ortsgemeinde aus Russland erhält, ist die russisch-orthodoxe Gemeinde nach Jahren des Verfalls wieder aufgeblüht. Vielleicht ist es noch zu früh dafür, aber es ist San Remo zu wünschen, zumindest teilweise wieder zu einem weltoffenen Ort zu werden, der auch der Spiritualität gegenüber offen ist, so wie er es Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war. Roberto Tresoldi Übersetzung: Kerstin Gros
scolastiche, la residenza del pastore e locali dedicati alle attività giovanili). Grazie al notevole lascito della donna, chiamata dai sanremaschi e dai sanremesi “sorella Laura”, fu possibile acquistare nel 1903 il terreno su cui sarebbe stato inaugurato il tempio valdese, il 22 novembre del 1907. Il primo culto fu celebrato la domenica successiva dal pastore Teofilo Gay, giunto dalle valli valdesi. La comunità valdese era nata per opera di un indefesso exsacerdote cattolico, convertitosi al valdismo, Francesco Aprosio, attivo nella vicina Vallecrosia, che fu più volte processato e condannato. Ecco una testimonianza risalente al 1872: “Continua pure la piccola adunanza di fratelli e sorelle a San Remo, alla quale questo inverno presiedeva l'indefesso banditore della verità di Cristo, il signor Francesco Aprosio, ex prete” (Roberto Nisbet, La comunità e l'istituto di Vallecrosia, Società di Studi Valdesi, Torrepellice, 1978, p. 9). Di tutte le chiese presenti a Sanremo quella che, forse, affascina di più i visitatori, è la chiesa ortodossa di Cristo Salvatore. Costruita su desiderio dell'Imperatrice Madre Maria Feodorovna, vedova di Alessandro III e madre di Nicola II, fu consacrata a santa Caterina Martire e al santo taumaturgo Serafino di Sarov. Alla fine dell'800 Sanremo era diventata una piccola colonia russa, con biblioteche, fornai, farmacie, negozi sorti per soddisfare le esigenze della nutrita comunità russa cittadina. A partire dal 1874 vi soggiornò a più riprese la zarina Maria Aleksandrovna, moglie dello zar Alessandro II, in un primo momento per motivi di salute; era accompagnata da personaggi illustri della politica e della cultura (per esempio Tolstoj) e da famiglie importanti, come i Demidov, Olsufev Seremetev, che avevano trovato nella cittadina quasi una seconda patria. I rapporti con l'amministrazione locale erano ottimi, tant'è vero che il lungomare è stato chiamato, in suo onore, Lungomare Imperatrice. Dopo anni di declino, la comunità russo-ortodossa di Sanremo è tornata a rifiorire, sia per la presenza di un numero impressionante di turisti russi, sia per il sostegno che la Russia dà alla comunità locale. Forse è presto per dirlo, ma ci auguriamo che Sanremo possa tornare a vivere, almeno in piccola parte, quel ruolo di località cosmopolita, aperta al mondo e alla spiritualità, che le è stato proprio tra fine Ottocento e inizi del Novecento.
Glauben und Tourismus sind hier eng miteinander verknüpft Qui è molto forte il rapporto tra fede e turismo
Fig. 3: Die russisch-orthodoxe Kirche Cristo Salvatore in San Remo La chiesa ortodossa russa di Cristo Salvatore a Sanremo
Die Hütte Il rifugio Synonym für einen Ort der Begegnung mit Gott
Sinonimo di un luogo d’incontro con Dio
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uando si trascorrono le vacanze in un altro paese, è facile che non si trovi un culto evangelicoluterano da nessuna parte. Ma anche al di là del culto ci sono svariate possibilità di confrontarsi con la propria fede e ampliare il proprio orizzonte. Una possibilità è la lettura di libri che si occupano di temi spirituali. Un best-seller da molti anni è Il rifugio di William Paul Young. L’autore canadese, non uno scrittore professionista, bensì dilettante, conduceva una vita difficile tirando avanti con lavori occasionali, da impiegato d’ufficio a portiere di notte. William Paul Young è cresciuto come figlio di missionari in Papa Nuova Guinea, ha cambiato spesso scuola, è stato vittima di abuso sessuale e ha fondato molto presto una propria famiglia. La sua questione di fondo era: come può un Dio onnipotente tollerare così tanta sofferenza nella vita? Il suo libro Il rifugio è nato come una storia in cui elabora le sue esperienze di sofferenza e abusi scritta per i suoi sei figli per avvicinarli alla fede cristiana e alle contraddizioni della vita. Il rifugio diventa quindi la metafora di un luogo in cui si può incontrare Dio. Il racconto per i suoi bambini diventa un libro pubblicato attraverso l’autoedizione che nel mondo è stato venduto 22 milioni di volte. Questa è la storia de Il rifugio: Allen Mackenzie, in breve Mack, va in vacanza con tre dei suoi figli in un campeggio sul lago. Trascorrono insieme delle magnifiche giornate colme di gratitudine e preghiere in una natura così bella da togliere il respiro. Mentre vanno in canoa avviene
erien in einem anderen Land – da kann es leicht mal sein, dass weit und breit kein evangelisch-lutherischer Gottesdienst zu finden ist. Doch auch außerhalb des Gottesdienstes gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich einmal anders mit seinem Glauben auseinanderzusetzen und den Horizont zu erweitern. Eine Möglichkeit ist die Lektüre von Büchern, die sich mit spirituellen Themen beschäftigen. Ein Bestseller seit vielen Jahren ist Die Hütte von William Paul Young. Der kanadische Autor, kein professioneller Schriftsteller, sondern Hobbyschreiber, schlug sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs als Büroangestellter und Nachtportier durch ein schwieriges Leben. William Paul Young wuchs als Sohn von Missionaren in Papua Nuova Guinea auf, wechselte häufig die Schulen, wurde Opfer von sexuellem Missbrauch und gründete bereits früh eine eigene Familie. Seine Kernfrage war: wie kann ein allmächtiger Gott so viel Leid im Leben zulassen? Sein Buch Die Hütte entstand als Geschichte, in der er seine eigenen Erfahrungen von Leid und Missbrauch aufarbeitet und die er für seine sechs Kinder aufschrieb, um ihnen den christlichen Glauben und die Widersprüche des Lebens näher zu bringen. Die Hütte wird dabei zur Metapher für einen Ort, an dem man Gott treffen kann. Aus der Erzählung für seine Kinder wird ein Buch im Eigenverlag, das sich auf der Welt 22 Millionen Mal verkauft. Und das ist die Geschichte von Die Hütte: Allen Mackenzie, kurz Mack, fährt mit drei seiner Kinder zum Camping
Q Wie kann ein allmächtiger Gott so viel Leid im Leben zulassen? Come può un Dio onnipotente tollerare così tanta sofferenza nella vita?
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an einen See. Gemeinsam erleben sie wunderbare Tage voller Dankbarkeit und Gebete in atemberaubend schöner Natur. Beim Kanupaddeln passiert ein Unfall, knapp überleben zwei seiner Kinder. Doch als sie wieder zum Campingplatz zurückkehren, ist die kleinste Tochter Missy verschwunden. Sie war beim Malen an einem Bilderbuch zurückgeblieben. Ein Augenzeuge hat einen grünen Jeep gesehen, der ein kleines Mädchen in einem roten Kleid mitnahm, möglicherweise gewaltsam. Am Malbuch finden sie eine Haarspange mit einem Marienkäfer. Die Polizei kennt das Indiz: es ist ein Zeichen, welches ein gesuchter Serienkindermörder hinterlässt. Mack bricht zusammen. Eine umfassende Fahndung beginnt. Die Polizei kann den grünen Jeep in der Nähe einer Hütte finden. In der Hütte wird das rote Kleid von dem kleinen Mädchen Missy gefunden, zerrissen und blutgetränkt. Jetzt ist klar: Missy ist Opfer von einem schrecklichen Gewaltverbrechen geworden. Vier Jahre später. Mack ist von dem Verlust seiner kleinen Tochter schwer gezeichnet. An einem kalten Wintertag findet er in seinem Briefkasten einen Brief, in welchem ihn „Papa“ einlädt, sich nächstes Wochenende mit ihm bei der Hütte zu treffen. Wer ist der Autor dieses seltsamen Briefes? Hin und hergerissen macht Mack sich heimlich auf die Reise. Er hat nichts zu verlieren. An der Hütte, dem früheren Tatort angekommen, bricht er verzweifelt zusammen. Voller Wut schlägt er alles kurz und klein und verlässt den Ort, um nach Hause zurückzukehren. Doch plötzlich weht ein warmer Wind auf, das Eis schmilzt und mit einem Schlag wird es Frühling. Er dreht sich um und anstelle einer heruntergekommenen Hütte steht jetzt ein hübsches Blockhaus da. Eine Afroamerikanerin öffnet ihm, herzlich dröhnend lachend, die dunkelhäutige Frau ist „Papa“, dann kommt ein jüdischer Handwerker, tatkräftig und zupackend hinzu, Jesus, daraufhin die Asiatin Soraya fein und lebhaft: sie sind Gott Vater, Sohn und der Heilige Geist. Hier beginnt der wesentliche Teil des Buches. Mack verbringt ein Wochenende in der Hütte, dem Ort seines Grauens, der durch die Gegenwart des dreifaltigen Gottes auf wundersame Weise in ein blühendes Paradies verwandelt ist. In langen Gesprächen mit Papa, Jesus und Soraya besprechen sie all seine Konflikte, Ängste und Bedenken bezüglich Gottes Wirken in der Welt. Warum lässt Gott Leid
Dann kommt ein jüdischer Handwerker, tatkräftig und zupackend hinzu, Jesus Poi arriva un artigiano ebreo, energico e dinamico, Gesù
un incidente e due dei suoi figli sopravvivono per miracolo. Ma quando ritornano al campeggio è scomparsa la figlia più piccola Missy. Era rimasta a disegnare un libro illustrato. Un testimone oculare ha visto una jeep verde che ha preso con sé in maniera presumibilmente violenta una bambina con un vestitino rosso. Vicino al libro illustrato trovano un fermaglio per capelli con un maggiolino. La polizia conosce l’indizio: è il segnale che lascia un serial killer di bambini ricercato. Mack crolla. Inizia una vasta ricerca. La polizia trova la jeep verde vicino a un rifugio. Nel rifugio viene ritrovato il vestitino rosso della piccola Missy, strappato e imbevuto di sangue. Ora è chiaro: Missy è stata vittima di un terribile delitto. Quattro anni dopo. Mack è profondamente segnato dalla perdita della sua figlia più piccola. In una fredda giornata invernale trova una lettera nella sua cassetta delle lettere, in cui “Papa” lo invita a incontrarlo il week-end successivo nel rifugio. Chi è l’autore di questa strana lettera? Tutto preso da questa lettera Mack si mette in viaggio di nascosto. Non ha niente da perdere. Quando arriva al rifugio, il luogo del delitto, crolla disperato. Colmo di rabbia fa tutto a pezzi e si allontana dal luogo per ritornare a casa. Ma improvvisamente soffia un vento caldo, il ghiaccio si scioglie e tutto d’un colpo diventa primavera. Si volta e al posto del rifugio distrutto c’è una bella casetta. Un’afroamericana gli apre la porta con una risata fragorosa e cordiale, la donna dalla pelle scura è “Papa”, poi arriva un artigiano ebreo, energico e dinamico, Gesù, e l’asiatica Soraya, aggraziata e vivace: sono Dio Padre, Figlio e Spirito Santo. Qui inizia la parte essenziale del libro. Mack passa un week-end nel rifugio, il luogo dell’orrore, che attraverso la presenza del Dio trino è stato trasformato in maniera miracolosa in un fiorente paradiso. Parlando con Papa, Gesù e Soraya analizzano tutti i suoi conflitti, le sue paure e i suoi dubbi sull’operato di Dio nel mondo. Perché Dio tollera la sofferenza? Perché non punisce i cattivi? Perché non interviene nel destino del mondo se è onnipotente? Il suo cuore è colmo di amarezza e dolore. Inizia a intuire che Dio lascia accadere la sofferenza per lasciare all’uomo il libero arbitrio. Non interviene negli avvenimenti, per rispetto del libero arbitrio, nella piena consapevolezza che possano nascere anche del male e del-
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zu? Warum straft er nicht die Bösen? Warum greift er nicht in das Schicksal der Welt ein, wenn er doch allmächtig ist? Sein Herz ist voller Verbitterung und Schmerz. Dabei beginnt er zu erahnen, dass Gott Leid geschehen lässt, um den Menschen ihren freien Willen zu lassen. Er greift nicht in das Geschehen ein, aus Respekt vor ihrer freien Willensentscheidung, mit dem vollen Bewusstsein, dass daraus auch Böses und Tragödien entstehen können. Es gibt das Böse, Gott will es nicht, aber auch wenn er es zulässt, entsteht daraus immer auch etwas Gutes. Gott muss niemanden bestrafen, denn die Sünde trägt ihre eigene Strafe in sich, sie verzehrt von innen heraus. Im Zentrum steht das Vertrauen in das Wirken von Gott. Der Sündenfall nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein. Kern des Sündenfalls ist, dass der Mensch nicht Gott vertraut in dem, was er als für den Menschen gut entscheidet. Indem er von dem „Apfel der Erkenntnis“ isst, meint der Mensch, Gott gleich selber entscheiden zu können. In das Zentrum seines Lebens stellt der Mensch fortan oft materiellen Besitz, gesellschaftliche Anerkennung und Karriere. Der Sündenfall ist Ausdruck dafür, dass der Mensch das Vertrauen in den Weg und die vorausschauende Weisheit Gottes verloren hat. Ein ganzes Leben lang verbringen wir unbewusst damit, über andere zu richten, auch wenn wir es bewusst vielleicht gar nicht wollen. Mack wird dazu aufgefordert, über Gott zu richten. Voller Wut bricht es aus ihm heraus. Warum hat er Missy nicht gerettet. Doch als es Mack gelingt, die Wunden aus seiner eigenen Kindheit zu heilen, gelingt es ihm auch, Gott wieder Vertrauen zu schenken, dem Mörder zu vergeben und über die Vergebung des Mörders, sich selber zu heilen. Als Mack von dem Wochenende zurückkehrt, hat er einen schweren Autounfall. Tagelang liegt er im Koma. Als er endlich aufwacht, erfährt er von seiner Familie, dass der Unfall sich Freitagabend ereignet hat und nicht am Sonntag. Nach irdischer Zeitrechnung hat er das Wochenende also gar nicht mit Gott in der Hütte verbringen können. Doch in seinem wirklichen Leben hat sich darauf soviel geändert, dass es vielleicht doch stattgefunden hat? Ein wunderbares Buch, stellenweise etwas kitschig amerikanisch im Stil, aber mit großen wichtigen Gedanken angereichert, das den Leser auf eine lohnende spirituelle Reise in den Ferien begleiten kann.
Es gibt das Böse, Gott will es nicht, aber auch wenn er es zulässt, entsteht daraus immer auch etwas Gutes
Il male esiste, Dio non lo vuole, ma anche se lo tollera, ne viene sempre anche qualcosa di buono
Fig. 1: Die Peter-WiechenthalerHütte über dem Tal von Saalfelden (Österreich) Il rifugio Peter-Wiechenthaler sopra la valle di Saalfelden (Austria) Fig. 2: W. Paul Young, Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott. Allegria, Berlin, 2009 W. Paul Young, Il rifugio. BUR Biblioteca Universale Rizzoli, Milano, 2007 Fig. 3: Gottes Wege sind oftmals rätselhaft. Le vie del Signore sono spesso imperscrutabili
le tragedie. Il male esiste, Dio non lo vuole, ma anche se lo tollera, ne viene sempre anche qualcosa di buono. Dio non deve punire nessuno, perché il peccato porta in sé la propria punizione, che logora dall’interno. Al centro c’è la fiducia nell’operato di Dio. Il peccato originale svolge un ruolo importante. Il nucleo del peccato originale è che l’uomo non ha fiducia in Dio e in quello che decide per il bene dell’uomo. Mangiando dal “pomo della conoscenza” l’uomo pensa di poter decidere da solo come Dio. Al centro della sua vita l’uomo da allora pone spesso il possesso materiale, il riconoscimento sociale e la carriera. Il peccato originale è l’espressione che l’uomo ha perso la fiducia nella via e nella saggezza divina preveggente. Passiamo tutta una vita a giudicare gli altri inconsciamente anche se consciamente forse non lo vogliamo. Mack viene esortato a giudicare Dio. Tutta la sua rabbia esplode. Perché non ha salvato Missy? Ma quando Mack riesce a guarire le ferite della propria infanzia, riesce anche ad avere di nuovo fiducia in Dio, perdonare l’assassino e attraverso questo perdono a guarire se stesso. Quando Mack torna dal week-end ha un grave incidente stradale. Rimane giorni in coma. Quando finalmente si risveglia viene a sapere dalla sua famiglia che l’incidente è avvenuto venerdì e non domenica. Secondo il calendario terrestre quindi non ha potuto passare il week-end con Dio nel rifugio. Ma nella sua vita reale dopo sono cambiate così tante cose che forse è avvenuto veramente? Un libro meraviglioso, a volte con uno stile un po’ kitsch americano, ma ricco di pensieri molto importanti, che può accompagnare il lettore in un proficuo viaggio spirituale durante le vacanze. Caroline von der Tann Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Auftanken für den Alltag… Ricaricare le batterie per affrontare la vita quotidiana…
Deutschsprachige Gemeinden und die Urlaubsseelsorge in Italien
Comunità di lingua tedesca e pastorale turistica in Italia
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ignor Pastore, posso partecipare al culto oggi? Non sono di qui, sono in vacanza, ma ho notato che da voi si parla tedesco!” Do il benvenuto alla signora che si accorge molto presto di non essere l’unica ospite della nostra comunità. Oltre alla comunità evangelica di Merano in Italia ce ne sono altre 13 in cui viene ancora parlato anche il tedesco. Nel profondo sud la comunità siciliana è lieta di accogliere dei visitatori tedeschi. Nell’estremo nord dell’Italia, a Merano, è usuale che i vacanzieri partecipino al culto la domenica. Verona, Firenze, Napoli, Milano e Roma… sono solo alcune delle città in cui la comunicazione si svolge in tedesco o in entrambe le lingue. Molti dei tanti turisti che vengono regolarmente in Alto Adige per camminare, partecipano con regolarità anche ai culti. Solo il 20% dei partecipanti appartiene alla comunità in loco, gli altri sono turisti. La comunità di Merano propone svariate offerte per stranieri e locali durante e al di fuori della stagione turistica. Numerosi concerti, il cinema estivo nel giardino pastorale, le escursioni e le
err Pfarrer, darf ich mich heute mal in Ihren Gottesdienst setzen? Ich bin nicht von hier, ich bin im Urlaub, aber ich habe gemerkt, dass bei Ihnen deutsch gesprochen wird!“ Die Frau wird willkommen geheißen. Und sie merkt sehr schnell, sie ist nicht der einzige Gast hier in der Gemeinde. Neben der Evangelischen Gemeinde in Meran gibt es noch 13 weitere in Italien, in denen auch noch deutsch gesprochen wird. Ganz im Süden freut sich die sizilianische Gemeinde auf deutsche Besucher. Ganz im Norden Italiens in Meran ist es üblich, dass die Urlauber am Sonntag zum Gottesdienst kommen. Verona, Florenz, Neapel, Mailand und Rom… sind nur einige Städte, in denen deutsch bzw. zweisprachig kommuniziert wird. Da sehr viele Urlauber oft zum Wandern in Südtirol sind, sieht man sie auch regelmäßig zu den Gottesdiensten. Von den zahlreichen Besuchern gehören nur 20% der eigenen Gemeinde vor Ort an, die anderen sind Touristen. Die Meraner Gemeinde hat vielfältige Angebote in und außerhalb der Urlaubersaison. Konzerte, Sommer-
Von den zahlreichen Besuchern gehören nur 20% der eigenen Gemeinde vor Ort an, die anderen sind Touristen
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nachtskino im Pfarrgarten, Ausflüge und Gemeindewanderungen, Gemeindeabende und Feste gehören mittlerweile zum festen Bestandteil der Begegnung von Gästen und Einheimischen. Neben den festen Gemeinden in Italien gibt es noch zahlreiche Urlaubsseelsorgestellen, die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der ELKI betreut werden. Zu Meran gehören die Trinitatiskirche in Arco am Gardasee und die höchstgelegene evangelische Kapelle Europas in Sulden am Reschenpass. Hier und an zehn weiteren Orten Norditaliens sowie auf der Insel Ischia im Golf von Neapel unterstützen jedes Jahr rund 30 Urlauberseelsorger aus Deutschland die Pfarrer und Pfarrerinnen vor Ort mit ihren Gottesdienstangeboten und Gemeindeveranstaltungen. In den meisten Einsatzstellen gibt es auch Gemeindegruppen, die haben dann auch genaue Wünsche und Vorstellungen an ihren Urlaubsseelsorger. An anderen Stellen gibt es nur Touristen (z. B. in Sulden), da sind die Urlaubsseelsorger auf sich allein gestellt und haben es dann sogar mit Gästen aus verschiedenen Nationalitäten zu tun (Schweiz, Holland, Österreich, Deutschland). Es ist da nicht immer leicht, allen Erwartungen gerecht zu werden. Die einen möchten traditionelle liturgische Gottesdienste, andere wünschen sich kurze Andachten. Die einen sind auf Angebote für Familien orientiert, andere wünschen mehr musikalische Angebote. In vielen Einsatzorten werden Gemeindewanderungen angeboten. Wieder andere lieben thematische Abende, Kinoangebote usw. Die große Chance ist es, dass wir durch die verschiedenen Seelsorger auch viele verschiedene Angebote machen können. Wichtig ist für viele Urlauber in den Seelsorgern einen guten Gesprächspartner zu finden. Oft ist es die Zeit des Urlaubs, in der man die Seele baumeln und zur Ruhe kommen lässt. Da gilt es manchmal auch einiges aufzuarbeiten, sich von der Seele zu reden und den Glaubenskompass neu auszurichten. So war es übrigens auch bei der Urlauberin, die nach dem Gottesdienst bei einem Glas Wein mit dem Pfarrer ins Gespräch kam. „Im Alltag überdecken die täglichen Aufgaben und Sorgen unsere Glaubenskraftquelle. Da ist es gut, sie immer wieder freizulegen und neu aufzutanken!” Pfarrer Martin Krautwurst in Meran, Beauftragter für die Urlaubsseelsorge in Italien
Solo il 20% dei partecipanti appartiene alla comunità in loco, gli altri sono turisti
Fig. 1: Hochzeit 2017 in Torre de Marco am Gardasee Matrimonio nel 2017 a Torre de Marco sul Lago di Garda
Fig. 2: Gottesdienst in der Christuskirche. Rund 80% der Gottesdienstbesucher sind Urlauber / Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Culto nella Christuskirche. Circa l’80% dei partecipanti al culto sono vacanzieri/turisti tedeschi, austriaci e svizzeri
passeggiate organizzate dalla comunità, le serate e le feste della comunità sono ormai parte integrante degli incontri fra gli ospiti e i locali a Merano. Accanto alle comunità esistenti in Italia ci sono numerosi luoghi in cui si svolge la pastorale turistica di cui si occupano la Chiesa Evangelica in Germania (EKD) e la CELI. Di Merano fanno parte la chiesa della Trinità ad Arco sul Lago di Garda e la cappella evangelica più in alto d’Europa, a Solda al passo di Resia. Qui come in dieci altri luoghi dell’Italia settentrionale così come nell’isola d’Ischia ogni anno circa 30 pastori vengono inviati dalla Germania a sostegno dei pastori e delle pastore in loco per i culti e le manifestazioni organizzate dalle comunità. Nella maggior parte dei luoghi dove si svolge la pastorale turistica ci sono anche gruppi di comunità che hanno idee e desideri precisi per quanto riguarda la pastorale turistica. In altri luoghi ci sono solo turisti (ad es. a Solda), per cui i pastori possono contare solo su loro stessi e hanno a che fare persino con ospiti di diverse nazionalità (Svizzera, Olanda, Austria, Germania). Non è sempre facile soddisfare tutte le aspettative. Gli uni vogliono culti liturgici tradizionali, mentre gli altri preferiscono funzioni brevi. Gli uni vogliono offerte per famiglie mentre gli altri auspicano maggiori offerte musicali. In molti luoghi vengono proposte delle passeggiate per poter entrare in contatto con gli altri. Ad alcuni piacciono le serate tematiche, il cinema ecc.. La grande opportunità è che grazie alla diversità dei pastori che si occupano della pastorale turistica possiamo proporre anche offerte molto diverse. È importante che i turisti trovino nel pastore un buon interlocutore. Spesso è durante il periodo delle vacanze che si lascia la mente libera da ogni pensiero e si può trovare un momento di pace. A volte bisogna anche elaborare qualcosa, levarsi il peso che si ha nel cuore e riorientare la bussola della fede. È accaduto così anche per la turista che dopo il culto davanti a un bicchiere di vino chiacchierava con il pastore. “Nella quotidianità gli impegni e le preoccupazioni di ogni giorno coprono la fonte della forza della nostra fede. Pertanto è sempre un bene scoprirla di continuo e ricaricare le batterie!” Pastore Martin Krautwurst a Merano responsabile della pastorale turistica in Italia Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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DERZEIT BIETEN EKD UND ELKI FÜR FOLGENDE ORTE URLAUBSSEELSORGE AN: ATTUALMENTE LA EKD E LA CELI OFFRONO UN SERVIZIO DI PASTORALE TURISTICA NEI SEGUENTI LUOGHI: ORT UND ZEITRAUM LOCALITÀ E PERIODO
GOTTESDIENST CULTO
KONTAKT CONTATTI
ARCO (Südtirol)
Jeden Sonntag 10.45 Uhr, Trinitatiskirche Romstrasse/Viale Roma in Arco Zentrum Weitere Veranstaltungen unter: www.ev-gemeinde-meran.it Ogni domenica ore 10:45, Chiesa della Trinità, Viale Roma ad Arco centro Ulteriori iniziative su: www.ev-gemeinde-meran.it
Pfarramt Meran Ufficio pastorale Merano merano@chiesaluterana.it Tel.: 0039-329 1432800
Sonntags 10.00 Uhr, Kirche San Severo, an der Hauptstraße (Gardesana orientale), linker Hand in Richtung Garda Domenica ore 10:00, Chiesa di San Severo, nella strada principale (Gardesana orientale), sulla sinistra direzione Garda
Pfarramt Verona-Gardone Ufficio pastorale Verona-Gardone verona@chiesaluterana.it Tel.: 0039-340 8197864
Erhardskirche, Erhardsgasse 1A. Brixen / Ursulinenkirche, Bruneck Chiesa di san Erardo, Erhardsgasse 1A. Bressanone / chiesa delle Orsoline, Brunico
Pfarramt Bozen Ufficio pastorale Bolzano bolzano@chiesaluterana.it Tel.: 0039-338 3501212
Palmsonntag bis Reformationstag
ARCO (Alto Adige) dalla domenica delle Palme fino alla giornata della Riforma
BARDOLINO (Gardasee) Juni-September
BARDOLINO (Lago di Garda) giugno-settembre
BRIXEN/BRUNECK (Südtirol) Weihnachten, Ostern, Juli-September
BRESSANONE/BRUNICO (Alto Adige) Natale, Pasqua, luglio-settembre
CAVALLINO-TREPORTI CAMPINGPLATZ
Pfarramt Venedig Ufficio pastorale Venezia venezia@chiesaluterana.it Tel.: 0039-391-7739206
Mai bis September
CAMPEGGIO CAVALLINO-TREPORTI da maggio a settembre
GARDONE RIVIERA (Gardasee) Ostern bis Erntedank
GARDONE RIVIERA (Lago di Garda) da Pasqua fino alla festa di ringraziamento per il raccolto
ISCHIA Ostern bis Juni; September bis Oktober
ISCHIA da Pasqua fino a giugno; da settembre fino a ottobre
LAZISE (Gardasee) Mitte Mai bis Ende September
LAZISE (Lago di Garda) da metà maggio fino a fine settembre
SULDEN (Südtirol) SOLDA (Alto Adige)
Gottesdienst: sonntags 11.00 Uhr in der evangelischen Kirche, Via Vettoriale 4/A, 25083 Gardone Riviera (BS) Culto domenica ore 11:00, chiesa evangelica di Via Vettoriale 4/A, 25083 Gardone Riviera (BS)
Pfarramt Verona-Gardone Ufficio pastorale Verona-Gardone verona@chiesaluterana.it Tel.: 0039-340 8197864
Chiesa di San Gaetano, Piazza San Gaetano, 80075 Forio (NA) • sonntags 17.00 Uhr Chiesa di San Gaetano, Piazza San Gaetano, 80075 Forio (NA) • domenica ore 17:00
Pfarramt Neapel Ufficio pastorale Napoli napoli@chiesaluterana.it Tel.: 0039-348 7765612
Sonntags 10.00 Uhr im Gemeindesaal links neben der Kirche Santi Zenone e Martino (Via Chiesa 2) Domenica ore 10:00 nella sala della comunità a sinistra della chiesa dei Santi Zenone e Martino (Via Chiesa 2)
Pfarramt Verona-Gardone Ufficio pastorale Verona-Gardone verona@chiesaluterana.it Tel.: 0039-340 8197864
Evangelische Kapelle, Hauptstrasse, 39029 Sulden Weitere Veranstaltungen unter: www.ev-gemeinde-meran.it Cappella evangelica a Solda, Hauptstrasse, 39029 Solda Ulteriori iniziative su: www.ev-gemeinde-meran.it
Pfarramt Meran Ufficio pastorale Merano merano@chiesaluterana.it Tel.: 0039-329 1432800
BEAUFTRAGTER DER URLAUBSSEELSORGE ELKI/EKD RESPONSABILE DELLA PASTORALE TURISTICA CELI/EKD
KONTAKT EKD CONTATTO EKD
PASTORE MARTIN KRAUTWURST (Pfarramt Meran | Ufficio pastorale Merano)
SIMONE SCHNEIDER
Sekretariat | Segreteria: 0039-0473 492395 — Pfarramt | Ufficio pastorale: 0039-0473 492397/8 pastore@ev-gemeinde-meran.it — Tel.: 0039-329 1432800
Tel.: 0049-511.2796-133 urlaubsseelesorge@ekd.de www.ekd.de/Urlaubsseelsorge
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Der Theologe antwortet | Il teologo risponde
Xxxxxxxxx „Man dient Gott auch durch Nichtstun“ (Luther) “Serviamo Dio anche non facendo niente” (Lutero)
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önnen Protestanten überhaupt einmal abschalten?“, fragte mich augenzwinkernd ein katholischer Kollege. Das Körnchen Wahrheit an diesem Klischee ist, dass die Reformation soziologisch oft als Anfang der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gesehen wird. Kurz: Während in den evangelisch geprägten Ländern die Arbeit im Vordergrund steht, wissen Katholiken eher darum, das Leben zu genießen. Martin Luther hat die Trennung zwischen den „geistlichen“ und „weltlichen“ Ständen aufgehoben. „Beruf“ kommt für ihn von „Berufung“. Das war revolutionär in seiner Zeit, denn es bedeutet, dass die Arbeit eines Handwerkers oder einer Mutter nicht weniger gottgefällig ist als etwa die Tagzeitengebete der Mönche. Zudem sind wir Christen nach Luther zur Arbeit für das Wohl des Gemeinwesens befreit, weil wir nicht durch unsere Werke die Seligkeit verdienen, sondern allein durch den Glauben gerecht vor Gott werden. Diese reformatorischen Grundeinsichten haben zum hohen Arbeitsethos beigetragen, der den Protestantismus prägt. Aber Martin Luther kannte genauso das menschliche Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung. Im Großen Katechismus etwa erklärt er das Feiertagsgebot damit, dass gerade die hart arbeitenden Bauern, Knechte und Mägde einen freien Tag in der Woche lebensnotwendig brauchen, um wieder zu Kräften zu kommen. Und an Philipp Melanchthon, der ein Vorbild an Fleiß und Arbeitsdisziplin war, kann er schreiben: „Ich sitze hier und trinke mein gutes Wittenbergisch Bier und das Reich Gottes kommt von ganz alleine.“ Urlaub, Freizeit, Muße – das ist nicht Faulheit. Sondern darin drückt sich auch aus, dass wir mit unserem Tun die Welt nicht retten können und müssen. Das dürfen wir getrost Christus überlassen. Und einfach einmal SEIN – als Mensch zusammen mit der Familie oder mit Freunden. Ohne Terminkalender, to-do-Listen und ständiger Rufbereitschaft am Handy. Spielend kommen wir oft zu tieferen Erkenntnissen als im durchgetakteten Arbeitsalltag. Vielleicht bedeutet Erlösung ja, zum spielenden Menschen („Homo ludens“) zu werden. So, wie Friedrich Schiller schreibt: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedemann Glaser
“M
a i protestanti riescono a staccare la spina qualche volta?”, mi ha chiesto strizzando l’occhio un collega cattolico. Il briciolo di verità di questo cliché è che la Riforma dal punto di vista sociologico viene interpretata spesso come l’inizio dell’ordine economico capitalistico. In breve: mentre nei Paesi a prevalenza evangelica il lavoro è al primo posto, i cattolici invece sanno godersi di più la vita. Martin Lutero ha sospeso la divisione fra l’ordine “ecclesiastico” e quello “secolare”. “Professione” (Beruf) per lui deriva da “vocazione” (Berufung). Questo era rivoluzionario durante la sua epoca, perché significava che il lavoro di un artigiano o di una madre non era meno grato a Dio delle ore canoniche dei monaci. Inoltre noi cristiani, secondo Lutero, siamo liberati per lavorare per il bene comune, perché non ci guadagniamo la beatitudine attraverso le nostre opere, ma soltanto attraverso la nostra fede diventiamo giusti davanti agli occhi di Dio. Queste convinzioni fondamentali della Riforma hanno contribuito alla forte etica del lavoro che caratterizza il protestantesimo. Ma Lutero conosceva anche la necessità umana di riposarsi e rilassarsi. Nel Grande Catechismo spiega il comandamento di santificare le feste asserendo che per le persone che lavorano duramente come i contadini, i garzoni e le domestiche è d’importanza vitale avere un giorno di ferie alla settimana per poter riprendere le forze. A Filippo Melantone, che era un modello di diligenza e disciplina del lavoro, può scrivere: “Sto qui seduto a bere la mia buona birra di Wittenberg e il Regno di Dio arriva da solo”. Le ferie, il tempo libero, l’ozio non sono sinonimo di pigrizia. Sono invece l’espressione del fatto che con le nostre azioni non possiamo e non dobbiamo salvare il mondo. Questo compito possiamo tranquillamente lasciarlo a Cristo. Per una volta possiamo semplicemente ESSERE come persona insieme alla famiglia o agli amici. Senza agenda, elenchi di cose da fare e reperibilità continua al cellulare. Giocando giungiamo spesso a conoscenze più profonde che durante la nostra vita quotidiana lavorativa completamente piena di impegni. Forse la redenzione significa diventare un uomo che gioca (“Homo ludens”). Così come scrive Friedrich Schiller: “L'uomo gioca solo quando è un uomo nel pieno senso della parola, ed è completamente uomo solo quando gioca”. Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Urlaubsseelsorge in Arco
Pastorale turistica ad Arco
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m Frühjahr 2019 kommen wir, meine Frau Ingrid und ich, aus Jena ella primavera del 2019 mia moglie Ingrid e io siamo venuti da Jena in Thüringen nach Arco im Trentino. Seit 120 Jahren gibt es hier die in Turingia ad Arco in Trentino. Da 120 anni qui esiste l’imponenimposante evangelische Trinitatiskirche mit ihrem bunten Ziegeldach, te chiesa evangelica della Trinità con il suo colorato tetto di tegole, cirumgeben von Hotels am Fuß des mächtigen Burgberges. Sie gehört zur condata da hotel ai piedi dell’imponente montagna della fortezza. Fa Evangelisch-Lutherischen Gemeinde von Meran. Unser Blick gilt zunächst parte della comunità evangelica luterana di Merano. Il nostro interesder kleinen evangelischen Gemeinde, die sich sonntags zum Gottesse si è rivolto inizialmente alla piccola comunità evangelica che si incontra dienst in deutscher Sprache trifft. Anschließend ist Kirchenkaffee la domenica per il culto in lingua tedesca. Successivamente prendiamo und bald kommen wir miteinander ins Gespräch, ebenso bei den Geil caffè insieme in chiesa e presto incominciamo a parlare come accameindewanderungen. Das sind für uns und alle Neuen wichtige de anche durante le camminate organizzate dalla comunità. Questi sono Treffpunkte. per noi e per tutti i nuovi degli importanti momenti d’incontro. Einige aus der Gemeinde leben schon lange in Italien. Da ist die KünstAlcuni membri della comunità vivono in Italia già da molti anni. C’è la lerfamilie, die hoch über dem See ein uraltes Haus bewohnt. Oder der famiglia dell’artista che vive in alto sopra il lago in una casa vecchissiJournalist, der sich für bessere Radwege um den See einsetzt. Die ehema. O il giornalista che si impegna per migliorare le ciclabili lungo il lago. maligen Pfarrersleute leben im Nachbarort und ein BauinGli ex pastori vivono nel paese vicino e un ingegnere edigenieur mit seiner Frau kümmert sich um alles, was für die le insieme a sua moglie si occupa di tutto ciò che è imVeranstaltungen der Gemeinde wichtig ist. portante per le manifestazioni della comunità. Zu Ostern oder zu einem der Konzerte ist die Kirche stets bis A Pasqua o quando ci sono dei concerti la chiesa è sempre auf den letzten Platz mit Einheimischen und Urlaubern bepiena fino all’ultimo posto sia di locali che di turisti. La chiesetzt. Die Kirche steht an der Straße und ist täglich geöffnet. sa si trova sulla strada ed è aperta tutti i giorni. Molti viViele Besucher bewundern die klare Schlichtheit des Raumes. sitatori ammirano la chiara sobrietà dello spazio. DivenSie werden nachdenklich, wenn sie zu Jesus aufschauen, der tano riflessivi, guardano in alto verso Gesù, una scultura Joachim und/e Ingrid Schröter lebensgroß in Holz geschnitzt über dem Altar hängt. Alle reain legno a grandezza naturale, che pende sull’altare. Tutgieren auf einen freundlichen Gruß. Dann ergibt oft ein Wort ti reagiscono a un saluto amichevole. Poi spesso una padas andere. Sie sind überrascht, auf ihrer Italienreise eine deutsche Kirrola tira l’altra. Sono sorpresi di trovare una chiesa tedesca nel loro viagche zu finden. Einige haben auch zu Hause Kontakt mit der Kirche, angio in Italia. Alcuni a casa hanno contatti con la Chiesa, altri non più da dere schon länger nicht. Jetzt ist es, als ob sie einen alten Freund oder tempo. Ora è come se ritrovassero un vecchio amico o un luogo famieinen vertrauten Ort wieder finden. Manche sprechen von der Rolle, die liare. Alcuni parlano del ruolo che hanno assunto attualmente: c’è la nonsie zurzeit einnehmen: Da ist die Großmutter, die das Enkelkind betreut, na che si occupa del nipotino, perché i genitori lavorano nell’hotel. C’è weil ihre Kinder im Hotel arbeiten. Da ist die junge ukrainische Kranla giovane infermiera ucraina che lavora da poco qui nell’ospedale e cerkenschwester, die seit kurzem hier im Krankenhaus tätig ist und nach ca una comunità cristiana. Alcuni anziani hanno difficoltà a decidere christlicher Gemeinschaft sucht. Mancher Ältere trägt schwer an der se passare l’ultima fase della loro vita in Germania o in Italia. Poi ci sono Frage, ob er seinen Lebensabend in Deutschland oder Italien gestalten gli sportivi, gli scalatori o i velisti. Parliamo dell’entusiasmo sportivo, ma soll. Und dann sind da die Sportler, Bergsteiger oder Segler. Wir spreanche di alcuni pericoli. A un certo punto del discorso ci risulta chiaro chen von sportlicher Begeisterung, aber auch von mancher Gefahr. Irche in montagna e sul lago siamo tutti nelle mani di Dio. Nel suo giargendwann im Gespräch wird uns klar: Am Berg und auf dem See sind dino di ulivi troviamo un entusiasta dell’Europa. Vuole parlare delle rawir alle in Gottes Hand. In seinem Olivengarten treffen wir den dici cristiane dell’Europa. A volte il piccolo frate prega nella nostra chieEuropa-Begeisterten. Er sucht das Gespräch über die christlichen sa. Ci scambiamo poche parole, ma con il nostro saluto e il nostro sguarWurzeln Europas. Und manchmal betet der kleine Ordensmann in undo sentiamo di lavorare entrambi per persone che hanno bisogno delserer Kirche. Wir sprechen nur wenig. Aber mit unserem Gruß und Blick la nostra preghiera. verstehen wir uns gemeinsam als Arbeiter für Menschen, die unser GePastore emerito Joachim Schröter, Jena bet brauchen. Pfarrer i. R. Joachim Schröter, Jena Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Heiraten in Italien – warum?
Sposarsi in Italia, perché?
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atürlich stellt sich die Frage: Warum heiraten deutsche Paare so aturalmente si pone la domanda: perché le coppie tedesche si spogerne im Ausland, in diesem Fall Italien? Ein roter Faden sind ganz sano così volentieri all’estero, in questo caso in Italia? Una costante besondere Erlebnisse, die Pare mit einem bestimmten Ort verbinden: è che si tratta di esperienze molto particolari che legano le coppie a un Der gemeinsame Urlaub in dem Ort, an dem so viele schöne Erinneposto determinato: la vacanza trascorsa insieme in un luogo dove sono rungen haften. Der Heiratsantrag an dem besonderen Strand oder sostati creati così tanti bei ricordi. La proposta di matrimonio in una spiaggar unter Wasser. Eine tiefe und emotionelle Beziehung also an einen gia speciale o persino sott’acqua. Un rapporto profondo ed emotivo con Urlaubsort. So entsteht der Wunsch: hier würden wir gerne auch heiun luogo di vacanza. Così nasce il desiderio: è esattamente qui che vorraten! Denn der Hochzeitstag ist ja genau der Tag, an dem besondere remmo sposarci! Perché il giorno del matrimonio è proprio il giorno Erinnerungen kreiert werden, die dem Paar auch in Krisenzeiten in Erin cui vengono creati ricordi particolari, a cui la coppia può attingere innerung gerufen werden – deshalb sind Fotos so wichtig – und helanche in tempi di crisi - per questo le foto sono importanti, e aiutano fen, wieder neu anzufangen. a ricominciare. Dann ist da der Wunsch, diesen besonderen Tag fernab vom Alltag zu Poi c’è il desiderio di celebrare questa giornata speciale lontano dalla feiern. Man ist dann gleich in den Flitterwochen, die Hochzeit ist ein quotidianità. Ci si ritrova subito in luna di miele e il matrimonio ne fa Teil davon. Häufig ist es auch eine Flucht vor parte. Spesso è anche una specie di fuga dal grande dem großen Hochzeitstrubel, den man zu trambusto del matrimonio che si sarebbe dovuto orHause hätte veranstalten müssen: Zwei Faganizzare a casa: riunire quel giorno due famiglie che milien, die sich oft nicht wirklich verstehen spesso non si capiscono veramente e non si conoscono, und gar nicht kennen, an dem Tag zusammen fare attenzione a chi mandare l’invito, dovendo aczu bringen, mit Bedacht die Einladungen contentare tutti. In questo modo la programmazioauszusprechen, es also jedem Recht machen ne diventa lavoro e stress e la coppia stessa non riezu müssen. So artet schon die Planung in Arsce sempre a godersi la giornata, perché deve essebeit und Stress aus, das Paar selber kann den re onnipresente e deve evitare contrasti. Proprio Tag nicht immer genießen, da sie omnipräsent questi sono i problemi che mi hanno elencato molsein und Streitigkeiten verhindern müssen. te coppie che mi hanno fatto la richiesta, motivando Hochzeit von Fania und Stefan am Strand von Santa Genau diese Probleme haben mir viele Paain tal modo il desiderio di celebrare il loro matrimoTeresa di Gallura, Sardinien, 2009 re bei ihrer Anfrage erzählt und damit den Matrimonio di Fania e Stefan sulla spiaggia di Santa nio lontano da tutto ciò, solo in due o con pochi amiTeresa di Gallura, Sardegna, 2009 Wunsch begründet, fernab von all dem, nur ci. Senza dover rendere conto a nessuno. Naturalzu zweit oder mit wenigen Freunden den mente al ritorno si devono giustificare, ma intanto la Hochzeitstag so zu begehen. Ohne Rücksicht nehmen zu müssen. Nagiornata è appartenuta solo a loro. türlich müssen sie sich nach der Rückkehr dafür rechtfertigen, aber der Poi ci sono le coppie che si sposano per la seconda volta, che hanno già Tag selber gehört ihnen. avuto una grande festa con le famiglie e gli amici. Vogliono celebrare Und dann die Paare, die zum zweiten Mal heiraten, eine große Feier mit il proprio amore nel luogo a cui sono legati da ricordi comuni, solo fra Familien und Freunden schon hatten. Sie möchten also ihre Liebe feidi loro e con la benedizione di Dio. Un’esperienza meravigliosa, anche ern an dem Ort, mit dem sie gemeinsame Erinnerungen verbinden, nur per la pastora … unter sich und unter Gottes Segen. Eine wunderbare Erfahrung, auch La situazione più inaspettata è stata quella di Melanie e Ergün, con la für die Pastorin… loro bambina, che dopo la benedizione si sono presi per mano e lei in Das Unerwartetste waren Melanie und Ergün, mit ihrer kleinen Tochvestito da sposa e lui in completo si sono buttati in mare. Questo era ter, die sich nach dem Segen an die Hand nahmen und in Brautkleid il loro desiderio più grande, mi hanno raccontato dopo, ma le loro faund Anzug hinein ins Meer liefen. Das war ihr sehnlichster Wunsch, ermiglie in Germania non glielo avrebbero mai permesso. zählten sie mir hinterher – aber ihre Familien in Deutschland hätten Kirsten Thiele, Pastora a Napoli das nie erlaubt. Kirsten Thiele, Pfarrerin in Neapel Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Eine kulturelle Sommerwoche in der Kirche auf Capri
Una settimana estiva culturale nella chiesa di Capri
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ei meinem ersten Besuch auf Capri war ich sofort verzaubert von a prima volta che ho visitato Capri sono rimasta subito incantata der Kirche und ihrer traumhaften Umgebung. Beim Blick in das Gäsdalla chiesa e dall’ambiente da sogno che la circonda. Dando un’octebuch konnte ich sehen, dass täglich viele Touristen den Weg in die Kirchiata al libro degli ospiti ho notato che la chiesa viene visitata ogni che finden. Ich las viele dankende, begeisterte Grüße von Menschen, die giorno da molti turisti. Ho letto molti commenti entusiasti di ringrasich darüber freuten, eine evangelische Kirche auf ziamento da parte di persone che erano liete di Capri gefunden zu haben oder einfach einen kuraver trovato una chiesa evangelica a Capri o zen Moment für Stille und Gebet. Die Bedeutung semplicemente un posto dove poter godere di un der offenen Kirche wurde mir dort wieder vor Aubreve momento di silenzio e preghiera. Mi è rigen geführt. Zugleich stellte ich mir vor, wie es sultata evidente l’importanza di una chiesa aperwäre, wenn die Kirche nicht nur offen wäre, sonta. Allo stesso tempo mi sono immaginata come dern man sie in der Sommerzeit auch beleben sarebbe se la chiesa non fosse soltanto aperta, ma würde. Aus diesem Gedanken ist die Idee erse durante il periodo estivo si potesse anche aniwachsen vom 2. bis 8. September die Kirche mit mare. Da questo pensiero è nata l’idea di rendeLeben zu füllen. An sieben Tagen sollen täglich rere la chiesa più vitale dal 2 all’8 settembre. Per setligiöse und kulturelle Angebote gemacht werden, te giorni ci saranno ogni giorno delle proposte redie den Kirchenraum beleben und den Menligiose e culturali che animeranno lo spazio ecschen Raum zum Nachsinnen und Verweilen erclesiastico e forniranno spazio alle persone per riöffnen: Konzerte, Andachten zur Mittags- und flettere e trattenersi: concerti, funzioni mattutiAbendzeit, Möglichkeiten zur Interaktion, zum Gene e serali, possibilità di interazione, preghiera, bet, zum Austausch, Lesungen, usw. Eine besonscambio, letture, ecc. Un aiuto speciale e consigli dere Hilfe und Ratgeberin bei der Planung ist mir per la programmazione mi sono stati forniti da Cordelia Vitiello als Verantwortliche der GeCordelia Vitiello, come responsabile della Comumeinde Neapel für die Kirche auf Capri und als nità di Napoli per la chiesa di Capri e come conoKennerin der Insel. Mit ihr zusammen werde ich scitrice dell’isola. Insieme a lei stilerò un prodas detaillierte Programm planen. gramma dettagliato. Von der ersten Idee zur Planung sind mir folgenDalla prima idea fino alla programmazione sono de Gesichtspunkte wichtig geworden: Meine risultati importanti i seguenti punti: la mia supgrundsätzliche Annahme ist, dass Menschen im posizione fondamentale è che le persone in vaUrlaub oft offener für Angebote sind, die sie zucanza siano più aperte alle proposte che a casa forhause vielleicht nicht wahrnehmen würden. Dazu se non coglierebbero. Inoltre a mio avviso lontakommt meines Erachtens, dass sich fern von geno dai contesti abituali cresce la richiesta di prowohnten Kontexten die Nachfrage nach indiviposte di significati individuali. Come sappiamo le duellen Sinnangeboten verstärkt. Wie man weiß, persone oggigiorno attribuiscono maggiore imhaben heutzutage für viele Menschen punktuel- Fig. 1 portanza a dei contatti sporadici con la Chiesa riEinladung zu der kulturellen Sommerwoche im le Berührungen mit der Kirche eine stärkere Bespetto a una partecipazione continua. Allo stesSeptember 2019 auf Capri deutung als kontinuierliche Partizipation. Gleich- L’ invito alla settimana estiva culturale a settembre so tempo sembra esserci un grande interesse per 2019 a Capri zeitig scheint es ein großes Interesse für Spirila spiritualità, e una grande apertura per nuove tualität, eine große Offenheit für neue Formen und Fig. 2 forme e proposte temporanee. Pertanto penso che Die Kapelle der Gemeinde Neapel in der via Tragara in temporäre Angebote zu geben. Deshalb glaube ich, Capri | La cappella della comunità di Napoli in via in tempi di religiosità fluida la presenza della Chiedass in Zeiten von fluider Religiosität die Präsenz Tragara a Capri sa nel luogo di vacanza sia veramente predesti-
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der Kirche am Urlaubsort geradezu prädestiniert ist, weil sie aus den kirchlichen Logiken von Mitgliedschaft und Kontinuität aussteigt. Eine experimentelle Woche in der Kirche auf Capri, sehe ich deshalb grundsätzlich nicht im Gegenüber zu einem regulären Gemeindeleben, sondern vielmehr als den Inbegriff eines religiösen Zugangs, den viele Menschen in ihrem Alltag ohnehin praktizieren. Schließlich gibt es für mich noch einen Grund für das Sommerprojekt auf Capri. Die Kirche auf Capri hat eine Geschichte mit der Insel und ihren Bewohnern, welche die Kirche als kulturellen Schatz wahrnehmen, den es zu bewahren gilt. Viele Anwohner wünschen sich, dass die Kirche belebt wird und haben dazu auch eigene Ideen. Diese gilt es aufzunehmen und auch den Anwohnern die Sommertage so zu versüßen. Pfarrerin Elisa Schneider im Sondervikariat in Neapel
nata, perché esula dalle logiche ecclesiastiche dell’appartenenza e della continuità. Pertanto non penso che una settimana sperimentale nella chiesa a Capri sia in contrapposizione alla vita regolare della comunità, ma piuttosto sia sinonimo dell’approccio religioso che molte persone praticano comunque nella loro vita quotidiana. Infine per me c’è un altro motivo per il progetto estivo a Capri. La chiesa a Capri ha una storia legata all’isola e ai suoi abitanti, che percepiscono la chiesa come un tesoro culturale che deve essere conservato. Molti abitanti auspicano che la chiesa venga animata e hanno delle loro idee a riguardo. Bisogna accoglierle rendendo più gradevoli così anche le giornate estive degli abitanti. Pastora Elisa Schneider, in vicariato speciale a Napoli Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
Die Tür zu einem ernsten Wort tat sich selten auf
La porta per una conversazione seria si apriva raramente
Als Kurprediger in Capri Noch bevor es auf Capri eine evangelische Kirche gab, fanden dort gelegentlich bereits Gottesdienste für deutsche Kur- und Dauergäste statt. Abgehalten wurden sie vom deutschen Pfarrer in Neapel oder von Geistlichen, die ihren Urlaub auf der Insel verbrachten. Im Frühjahr 1896 war dies Pfarrer Walther Trittelvitz aus Rügen, der im Quisisana logierte und dort sonntags im Lesesaal predigte. 40 Jahre später erinnert er sich: Die ganze Woche hatte der Kurprediger Gelegenheit, auf seinen Ausflügen durch die Insel deutsche Landsleute kennenzulernen. Er traf sie in der Blauen Grotte und auf dem Monte Solaro. Er schaute mit ihnen von der Villa des Tiberius nach Amalfi hinüber und sah vom westlichen Vorgebirge aus die In-
sel Ischia gegen den goldenen Abendhimmel sich erheben. Wo er auch stand, grüßte der Vesuv mit seiner Rauchfahne herüber. […] Ueberall machte sich der Wanderer an die deutschen Volksgenossen heran. Zu fröhlicher Plauderei fand er sie alle bereit, aber die Tür zu einem ernsten Wort über das Himmelreich tat sich selten auf. Unter den Kurgästen befanden sich auch solche, die nicht nur zur Erholung von ihrer Arbeit reisten, sondern wirklich leidend waren. Der Kurprediger besuchte sie, wenn er von ihnen erfuhr. Aber auch hier gelang es nicht oft, über den gewöhnlichen Gesprächsstoff hinauszukommen. (Aus D. Richter, Das Gotteshaus an der via Tragara. Capri 2000, S. 91-92) Hotel Quisisana, Capri, gegründet 1861 L’albergo Quisisana, Capri, fondato nel 1861
Un predicatore per i luoghi di cura a Capri Ancora prima che a Capri ci fosse una chiesa evangelica, si celebravano già saltuariamente culti per i tedeschi ospiti temporanei dei centri di cura od ospiti permanenti. Venivano tenuti dal pastore tedesco di Napoli o da ecclesiastici che trascorrevano le loro vacanze sull’isola. Nella primavera del 1896 se ne occupava il pastore Walther Trittelvitz di Rügen, che alloggiava al Quisisana e predicava la domenica nella sala di lettura. 40 anni più tardi ricorda: Per l’intera settimana il predicatore aveva l’opportunità di conoscere dei compatrioti tedeschi durante le sue escursioni sul-
l’isola. Li incontrava nella Grotta azzurra e sul Monte Solaro. Osservava con loro Amalfi dalla Villa di Tiberio e dal promontorio occidentale vedeva l’isola di Ischia che si stagliava contro il cielo dorato del tramonto. In qualsiasi posto si trovasse, il Vesuvio lo salutava con il suo pennacchio di fumo […] L’escursionista avvicinava ovunque i compatrioti tedeschi. Tutti erano disposti a fare due chiacchiere piacevoli ma aprivano raramente la porta per intavolare un discorso serio sul Regno di Dio. Fra gli ospiti dei centri di cura c’erano anche alcuni che non erano venuti solo per riposarsi dal lavoro, ma che erano veramente sofferenti. Il predicatore li visitava, quando era a conoscenza della loro presenza. Ma anche in questo caso non riusciva spesso ad andare oltre i soliti argomenti di discussione. (Da D. Richter, Das Gotteshaus an der via Tragara. Capri 2000, pp. 91-92) Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Mein Buch im Urlaub Il mio libro in vacanza
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Die Seele baumeln lassen Prendersi una pausa
4 ULRIKE MERKEL, Turin
4 ULRIKE MERKEL, Torino
Ich lese in den Ferien viele Artikel aus alten Ausgaben der ZEIT, da ich nach Deutschland fahre und sie mir dort sammeln lasse. Viel bleibt aktuell und interessant. Und zum Entspannen: Petra Durst-Benning: Solang die Welt noch schläft. Wenn ich an einem anderen Ort bin, suche ich dort gerne eine Gemeinde bzw. einen Gottesdienst, da ich endlich mal etwas mehr Zeit hab und da es meist neue Anregungen gibt.
Durante le ferie leggo molti articoli di vecchie edizioni della ZEIT, dato che vado in Germania e me li faccio mettere da parte. Tanti articoli restano attuali e interessanti. Per rilassarmi leggerò: Petra Durst-Benning: Solang die Welt noch schläft [Fintanto che il mondo dorme]. Se mi trovo in un altro posto visito volentieri la comunità e partecipo ai culti, perché ho finalmente più tempo libero e questo mi dà spesso nuovi stimoli.
4 CAROLINE VON DER TANN, Neapel
4 CAROLINE VON DER TANN, Napoli
Buono, pulito e giusto von Carlo Petrini, tascabile. Carlo Petrini, der Gründer von Slow Food, beschreibt in Buono, pulito e giusto [Gut, sauber und gerecht] das ganze Ausmaß der katastrophalen Fehlentwicklungen in der globalisierten Landwirtschaft mit allen Folgen für die Umwelt, Gesellschaft und unsere Gesundheit. Spannend, informativ und gleichzeitig sehr unterhaltsam geschrieben. Gerade heutzutage ein Muß für jedermann, der verstehen will, was auf dem Acker und in der Ernährung schief läuft.
Buono, pulito e giusto di Carlo Petrini, tascabile. Carlo Petrini, il fondatore dello Slow Food, nel suo libro Buono, pulito e giusto descrive l’intera entità degli sviluppi catastrofici dell’agricoltura globalizzata con tutte le conseguenze per l’ambiente, la società e la nostra salute. È scritto in maniera appassionante, informativa e allo stesso tempo molto piacevole. Proprio oggigiorno un must per tutti coloro che vogliono capire cosa stia andando storto nei campi e nell’alimentazione.
4 JUTTA SPERBER, Catania / Günzburg
Non esistono ancora dei piani concreti per le ferie nella mia vita movimentata, ma la speranza di poter stare seduta rilassata in salotto con gli amici a leggere. Per questo caso, ammetto non proprio senza secondi fini di servizio, ho scelto Creduli e credenti di Marco Ventura. L’autore insegna fra l’altro Diritto delle religioni e Diritto canonico all’Università di Siena e in questo libro di ben 230 pagine si occupa del rapporto fra Stato e religione in Italia e di come questo influenzi la fede. Ci ho già dato un’occhiatina: il tema è affascinante quanto il titolo è carino.
Feste Pläne für die Ferienzeit gibt es bei meinem bewegten Leben noch nicht, aber die Hoffnung, mal mit Freunden entspannt im Wohnzimmer sitzen zu können und zu lesen. Für diesen Fall habe ich mir, zugegebenermaßen nicht ganz ohne dienstliche Hintergedanken, Creduli e credenti [Gläubige und Leichtgläubige] von Marco Ventura vorgenommen. Der Autor lehrt unter anderem an der Universität Siena Diritto delle religioni und Diritto canonico und nimmt sich in dem Buch von gut 230 Seiten das Verhältnis von Staat und Religion in Italien vor und was das mit dem Glauben macht. Ein bisschen hineingespitzt habe ich schon: Das Thema ist so spannend wie der Titel flott ist.
4 Kirsten Thiele, Neapel Zurzeit lese ich Leonardo – Genio senza pace [Leonardo –
4 JUTTA SPERBER, Catania / Günzburg
4 KIRSTEN THIELE, Napoli Attualmente leggo: Leonardo – Genio senza pace di Antonio Forcellino. Un libro sulla vita di Leonardo da Vinci, che si svolge nel ‘500 a Firenze, Milano e in Italia in generale, e mi permette di immergermi in quell’epoca e capire questo personaggio.
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Genie ohne Frieden] von Antonio Forcellino. Ein Buch über das Leben von Leonardo da Vinci und allgemein über das 16. Jahrhundert in Florenz, Mailand und Italien, das es mir ermöglicht, in diese Epoche einzutauchen und mehr über ihren Universalkünstler zu erfahren.
4 JOHANNES DE FALLOIS, Mailand Hier ein Auszug aus meiner geplanten Sommerlektüre: Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann; John Green, Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken; Edit Kiraly und Olivia Spiridon (Hrsg.), Der Fluß - eine Donau-Anthologie der anderen Art. Alles Empfehlungen meiner Buchhändlerin des Vertrauens. Bislang 0,0 % Fehlerquote.
4 CHRISTINE STAZIO-FEINDT, Neapel Für mich sind die Bücher, die ich lese, immer an Menschen gebunden: die in mir Fragen aufwerfen, die mich von einer Idee begeistern, die mir ein Buch empfehlen, die mir das Gefühl geben, an einer Sache Teil zu haben. Also sind meine Sommerbücher: Giulia Campece, Farida (ich wollte schon immer mal etwas über syrische Flüchtlinge lesen und fand diese Verquickung von Realität und Fiktion, die die Autorin uns vorgestellt hat, ansprechend); Francesco Villano, Buddhismo, Hinduismo Islam. Der Autor ist ein Orientalist, der sich in Neapel und Umgebung um Integration kümmert, sich also von ganz oben - von wissenschaftlich-historischer Warte und von ganz unten - die konkreten, in Neapel gestrandeten, von der Gesellschaft unbeachteten Menschen - an das Problem annähert.
4 JENS FERSTL, Meran Ich nehme meinen aktuellen Roman mit (aktuell: Hades von Candice Fox, danach ist der dritte Teil der Millennium Trilogie von Stieg Larson dran; alles Weihnachtsgeschenke). Aber in den Ferien lese ich mit Vorliebe eine italienische Tageszeitung, in aller Ruhe, über die Tage hinweg besondere Vorkommnisse verfolgend. In den Ferien passiert natürlich politisch gesehen nicht so viel, aber man hat die Zeit, sich mit den aktuellen Themen zu befassen und eben diese Zeit habe ich im normalen Tagesablauf nicht. Daneben möchte ich noch anmerken, dass für mich Kirche im Urlaub wichtig ist: ich besuche gerne den Gottesdienst, soweit einer vor Ort angeboten wird. Meine Ge-
4 JOHANNES DE FALLOIS, Milano Ecco un estratto delle mie letture estive previste: Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann [Ciò che si riesce a vedere da qui]; John Green, Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (Tartarughe all’infinito); Edit Kiraly e Olivia Spiridon (curatrici), Der Fluß - eine Donau-Anthologie der anderen Art [Il fiume – il Danubio. Un’ antologia di un altro tipo]. Tutti raccomandati dalla mia libraia di fiducia. Finora si è sbagliata allo 0,0 %.
4 CHRISTINE STAZIO-FEINDT, Napoli I libri che leggo sono sempre legati alle persone che fanno sorgere in me delle domande, che mi entusiasmano per un’idea, che mi consigliano un libro, che mi trasmettono la sensazione di partecipare a qualcosa. Quindi i miei libri per l’estate sono: Giulia Campece, Farida (ho sempre voluto leggere qualcosa sui rifugiati siriani e ho trovato allettante questo intreccio fra realtà e finzione che ci presenta l’autrice); Francesco Villano, Buddhismo, Hinduismo, Islam. L’autore è un orientalista che si occupa di integrazione a Napoli e dintorni, si avvicina quindi al problema da molto in alto, dal punto di vista storico-scientifico e in basso, dalle persone concrete che sono state spiaggiate a Napoli e vengono ignorate dalla società.
4 JENS FERSTL, Merano Porto con me il romanzo che sto leggendo attualmente Hades [l’Ade] di Candice Fox, poi la terza parte della trilogia Millennium di Stieg Larson; tutti regali di Natale. Ma durante le ferie preferisco leggere un quotidiano italiano, con tutta calma, seguendo nel corso dei giorni vicende particolari. Durante le ferie a livello politico non succede molto, ma si ha il tempo di occuparsi dei temi attuali e proprio questo tempo nella mia vita quotidiana non ce l’ho. Inoltre vorrei anche far notare che per me la Chiesa in vacanza è importante; partecipo volentieri ai culti, se vengono celebrati nel posto dove mi trovo. La mia comunità in realtà non mi è mai mancata durante le vacanze, forse dipende dal fatto che a volte trovo che la vita di comunità sia anche impegnativa.
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meinde hat mir eigentlich im Urlaub nie gefehlt - vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich das Gemeindeleben gelegentlich auch als anstrengend empfinde.
4 MICHAEL JONAS, Rom Ich lese im Urlaub: Ralf Frisch, Atheismus adieu, München 2018. Der Autor liefert in erfrischendem Stil gute Argumente dafür, warum es auch heute sinnvoll ist, an Gott zu glauben. Wer heute als Christ rückständig oder naiv eingeschätzt wird, findet hier gute Nahrung für seine Haltung.
4 RICCARDO BACHRACH, Neapel Ich werde Das Herz der Königin von Elizabeth Chadwick lesen, den zweiten Band des biographischen Romans/der romanzierten Biographie über Eleonore von Aquitanien, der ersten Frau Ludwig VII. von Frankreich und in zweiter Ehe von Heinrich II. von England. Sie war die Mutter von Richard Löwenherz, in einer Zeit, in der das Reich der Plantagenet von Schottland bis zum Mittelmeer reichte. - Dann werde ich den zweiten Teil von Die Alzheimer Lüge von Dr. med. Michael Nehls zu Ende lesen. Ein Buch mit dem Untertitel „Die Wahrheit über eine vermeidbare Krankheit“. Wenn man ein gewisses Alter erreicht, ist es gewiss hilfreich, sich über ein mögliches Zukunftsszenario zu informieren. - Und dann Frauen der Reformation von Roland H. Bainton, Band 1. Mich interessieren die italienischen Frauengestalten Giulia Gonzaga, Caterina Cybo, Vittoria Colonna, Isabella Bresegna, Renata di Francia und Olimpia Morato. - Zwischendurch werde ich häppchenweise noch die Aeneis von Virgil einschieben, und zwar die Übersetzung in italienischen elfsilbigen Versen und mit Kommentaren von Stefano Bonfanti, der mein Latein- und Italienischlehrer am Gymnasium war.
4 CARSTEN GERDES, Ispra-Varese Ich werde Lazarus von Lars Kepler mitnehmen, weil ich bisher alle Bücher von ihm gelesen habe und mich die Schilderungen des so abgrundtief Bösen in seinen Romanen fasziniert. Daneben erinnert mich die Hauptfigur seiner Romane, der Kommissar Joona Linna, in seiner Genialität und Verletzlichkeit an einen "Helden" meiner Jugend: die Comicfigur Spiderman. Übersetzung: Kerstin Gros
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4 MICHAEL JONAS, Roma In vacanza leggerò: Ralf Frisch, Atheismus adieu, [Ateismo addio] Monaco 2018. L’autore fornisce buoni argomenti con uno stile fresco sul perché oggi sia sensato credere in Dio. Chi oggi come cristiano viene considerato retrogrado o ingenuo trova qui pane per i suoi denti per giustificare la sua posizione.
4 RICCARDO BACHRACH, Napoli Leggerò di Elizabeth Chadwick, La corona d’inverno, che è il secondo volume del romanzo biografico o biografia romanzata di Eleonora di Aquitania, moglie prima di Luigi VII di Francia poi di Enrico II d’Inghilterra, madre di Riccardo Cuor di Leone, all’epoca in cui il regno dei Plantageneti si estendeva con turbolenze varie, dalla Scozia al Mediterraneo. Finirò di leggere la seconda metà di Die Alzheimer Lüge del Dr. med. Michael Nehls, sottotitolo “La verità su una malattia evitabile”. Arrivati ad una certa età è utile documentarsi su un possibile futuro. Poi c’è Donne della Riforma di Roland H. Bainton – I volume. Mi interessano le figure in Italia di Giulia Gonzaga, Caterina Cybo, Vittoria Colonna, Isabella Bresegna, Renata di Francia e Olimpia Morato. Fra un libro e l’altro inserirò, ma a rate, l’Eneide di Virgilio, nella traduzione in endecasillabi sciolti e con i commenti di Stefano Bonfanti che è stato il mio professore di latino e italiano al Liceo.
4 CARSTEN GERDES, Ispra-Varese Porterò con me Lazarus di Lars Kepler, perché finora ho letto tutti i suoi libri e le descrizioni del male viscerale nei suoi romanzi mi affascinano. Inoltre il protagonista dei suoi romanzi, il commissario Joona Linna, nella sua genialità e vulnerabilità mi ricorda un “eroe” della mia gioventù: l’Uomo ragno, il personaggio dei fumetti. Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Aus der ELKI | Dalla CELI
Fremden begegnen LEKKJ Jahrestagung
Incontrare ciò che è estraneo Incontro annuale della LEKKJ
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om 23. bis 28. Mai 2019 fand in Arad (Rumänien) die Jahrestagung al 23 al 28 maggio 2019 si è svolto ad Arad (Romania) l’incontro ander Lutherischen Europäischen Kommission für Kirche und Junuale della Commissione Europea Luterana per la Chiesa e dentum (LEKKJ) statt. Der Ort, die Geschichte Rumäniens und die bel'Ebraismo (LEKKJ). Il luogo, la storia della Romania e i temi trattati sono handelten Themen waren ein eindrückliches Zeugnis für den Umgang stati una testimonianza impressionante di come ci si confronta con mit dem Fremden bzw. wie Herrschaftssysteme Feindliches und Unl’estraneo e con ciò che i sistemi di potere descrivono come estraneo gewolltes als fremd beschreiben, um ihre Verfolgung und Ausrottung e non voluto per legittimare le loro persecuzioni e i loro stermini. La fizu legitimieren. Die biblische Gestalt Ruth stand am Beginn der Argura biblica di Rut è stata posta all’inizio dei lavori. Rut, la moabita, la beitstage. Ruth, die Moabiterin, die Fremde, integriert in Betlehem die straniera, integra a Betlemme gli stranieri e l’estraneo in sé. Naomi e Fremden und die Fremde in sich. Naomi und Ruth sind klug, zeigen eiRut sono sagge, indicano una via per poter confrontarsi con lo straniero nen Weg auf, wie man mit Fremdem umgehen kann und sind von Gott e vengono scelte da Dio per essere inserite nell’albero genealogico del erwählt, Glieder in der Ahnenreihe des Messias zu Messia. La genealogia del Messia dimostra che il Messein. Die Messias-Genealogien zeigen, dass der Messisia non discende solo dal ‚proprio ‘, ma dal parecchio as nicht nur dem ‚Eigenen‘ entstammt, sondern mehrestraneo e dall’estraneo. fach Fremdem und Fremden entwächst. Interessanti sono state le relazioni sulla storia della ChieInteressant waren die Berichte zur Geschichte der Lusa Luterana e dell’ebraismo in Romania. Come in altri therischen Kirche und zum Judentum in Rumänien. Wie Paesi i cristiani hanno lottato anche in questa parte in anderen Ländern, haben die Christen auch in diesem d’Europa, soprattutto a partire dal XVI secolo, per la loro Teil Europas, vor allem ab dem 16. Jahrhundert, um Freilibertà e indipendenza e hanno fondato chiese proteheit und Eigenständigkeit gekämpft und protestantistanti, che sono ancora oggi parte integrante della vita sche Kirchen gegründet, die nach wie vor ein bedeucristiana in Romania. Le tracce dell’olocausto in quetender Bestandteil des christlichen Lebens Rumäniens sta regione è stato ciò che mi ha colpito più in prosind. Die Spuren des Holocaust in dieser Region ge- Vergabe LEKKJ Preis 2019. Von links: fondità. Ascoltare le relazioni sulle persecuzioni degli hörten zu dem, was mich am tiefsten betroffen mach- Frau Dr. Leonore Leppin-Eppel, Pfarrer ebrei e visitare la sinagoga e le istituzioni culturali ebraiRoland Werneck, Dr. Andreas Wöhle, te. Die Berichte von der Verfolgung der Juden zu hören che, immaginare quanta tradizione e cultura ebraica LEKKJ Vorsitzender und durch den Besuch der Synagogen und kulturellen era presente una volta e confrontarla con ciò che è riEinrichtungen des Judentums zu sehen, was einmal an Assegnazione del premio LEKKJ 2019. Da masto adesso colpisce e mette tristezza. sinistra: dr. Leonore Leppin-Eppel, pastore jüdischer Tradition und Kultur dagewesen sein mag und Nell’ambito dell’incontro il pastore austriaco luterano Roland Werneck, dr. Andreas Wöhle, mit dem zu vergleichen, was jetzt noch da und übrig ist, Roland Werneck di Wels (Austria superiore) è stato inpresidente della LEKKJ macht traurig und betroffen. signito del premio LEKKJ 2019. La dr. Leonore LeppinIm Rahmen der Tagung wurde der Österreichische Lutherische Pfarrer Eppel (comunità ebraica di Vienna) durante la sua laudatio lo ha deRoland Werneck aus Wels (Oberösterreich) mit dem LEKKJ Preis 2019 ausfinito un “silenzioso che muove molto”. Dal 2001 al 2013 Werneck è stagezeichnet. Als einen „Stillen, der viel bewegt", hat Frau Dr. Leonore Lepto il responsabile della sua Chiesa per il dialogo ebraico-cristiano. Ha pin-Eppel (jüdische Gemeinde Wien) ihn bei Ihrer Laudatio bezeichnet. la fama di essere un "rivoluzionario tranquillo" e una guida concreta Von 2001 bis 2013 war Werneck der Beauftragte seiner Kirche für den e diplomatica, così la dr. Leppin-Eppel. Al termine dell’incontro i parchristlich-jüdischen Dialog. Er hat den Ruf eines "ruhigen Revoltierers" tecipanti all’incontro annuale della LEKKJ ad Arad hanno resa pubbliund eines nüchternen, diplomatischen Steuerers, so Frau Leppin-Epca una presa di posizione sul tema “Incontrare Dio nell’estraneo” (vedi pel. Am Ende der Tagung haben die Teilnehmer an der LEKKJ Jahresriquadro nel testo). tagung in Arad ein Statement unter dem Thema „Gott im Fremden bePastore dr. Georg Reider, Venezia gegnen“ verfasst (siehe Textkasten). Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti Pfarrer Dr. Georg Reider, Venedig
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LUTHERISCHE EUROPÄISCHE KOMMISSION KIRCHE UND JUDENTUM (LEKKJ) - LUTHERAN EUROPEAN COMMISSION ON THE CHURCH AND THE JEWISH PEOPLE in Verbindung mit dem Lutherischen Weltbund
LA COMMISSIONE EUROPEA LUTERANA PER LA CHIESA E L’EBRAISMO (LEKKJ) - LUTHERAN EUROPEAN COMMISSION ON THE CHURCH AND THE JEWISH PEOPLE in collegamento con la Federazione Luterana mondiale
„Gott im Fremden begegnen …“ Statement zum Abschluss der Jahrestagung 2019 der LEKKJ
“Incontrare Dio nello straniero …” Presa di posizione a conclusione dell’incontro annuale del 2019 della LEKKJ
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ie Fälle gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nehmen zu. Deshalb ruft die Lutherische Europäische Kommission für Kirche und Judentum (LEKKJ) auf, sich an Erlebnisse des eigenen Fremdseins zu erinnern und sich der Fremden anzunehmen. Gott selbst ist fremd in der Welt und kann uns im Fremden begegnen.Während in den Ländern der Europäischen Union die Wahlen zum Europäischen Parlament stattfinden, sind in Arad (Rumänien) Vertreterinnen und Vertreter von lutherischen Kirchen aus Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Rumänien, Ungarn und Deutschland zusammen gekommen, um sich mit ihren jüdischen Dialogpartnerinnen und Dialogpartnern über Fremdheit und Fremde in biblischer und persönlicher Erfahrungsperspektive auszutauschen.„Jede(r) hat schon einmal erlebt, wie es ist, fremd zu sein. Die eigene Erfahrung ist vielleicht das stärkste Motiv dafür, sich zu bemühen, Menschen offen zu begegnen – auch dann, wenn sie uns erst einmal fremd sind. Das ist eine wichtige Erkenntnis,“ fasst der Vorsitzende der Kommission, Präsident Dr. Andreas Wöhle (NL), zusammen. In ihren Gesprächen hat die LEKKJ sich auch mit der Aufforderung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an alle Religionsgemeinschaften befasst, sich kritisch mit der gegen Israel gerichteten Kampagne „Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS)“ auseinanderzusetzen. Die LEKKJ will sich verstärkt diesem Thema widmen. Statt antiisraelischer Kampagnen sucht sie die Verständigungsbemühungen zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern. Dr. Andreas H. Wöhle, Vorsitzender LEKKJ
casi di ostilità focalizzata su un gruppo aumentano; per questo la Commissione Europea Luterana per la Chiesa e l'Ebraismo (LEKKJ) vuole ricordarsi delle esperienze del proprio essere straniero e vuole occuparsi degli stranieri. Dio stesso è estraneo al mondo e può incontrarci in ciò che è estraneo. Mentre nei Paesi dell’Unione europea si svolgono le elezioni del Parlamento europeo, ad Arad (Romania) si sono riuniti i rappresentanti delle Chiese luterane di Italia, Paesi Bassi, Austria, Polonia, Romania, Ungheria e Germania, per scambiarsi con i loro interlocutori ebrei le loro esperienze sull’essere straniero e l’estraneità da una prospettiva biblica e personale. “Ognuno(a) di noi ha sperimentato già una volta cosa significhi essere uno straniero. La propria esperienza è forse la motivazione più forte per sforzarsi di accogliere in maniera aperta le persone, anche se all’inizio ci sono estranee. Questa è una ammissione importante”, ha riassunto il presidente della Commissione, il dr. Andreas Wöhle (NL). Nei suoi colloqui la LEKKJ si è occupata anche della “sollecitazione del Consiglio tedesco di coordinamento delle società per la collaborazione cristiano-ebraica” a tutte le comunità religiose a confrontarsi in maniera critica con la campagna condotta contro Israele “Boicottaggio, disinvestimenti e sanzioni (BDS)”. La LEKKJ vuole intensificare la sua attenzione su questo tema. Invece di portare avanti delle campagne antiisraeliane cerca di promuovere gli sforzi per giungere a un accordo fra israeliani e palestinesi. Dr. Andreas H. Wöhle, presidente LEKKJ Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
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Festgottesdienst in Sulden
Culto celebrativo a Solda
it einem bewegenden Gottesdienst feierte die Gemeinde Meran mit ihren Gästen den Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Evang. Kapelle in Sulden. Schon von der Ferne strahlt das neue Holzschindeldach und begrüßt Einheimische und Gäste. In seiner Predigt über das große Gastmahl ging Pfarrer Martin Krautwurst auf die schwierigen Anfänge der Kapelle ein, betonte aber zugleich mit dem Blick in die Zukunft, dass die Kapelle ein Ort der Begegnung, des Gebetes und der Einkehr für alle sein soll. So würde er es begrüßen, wenn Konzerte, Lesungen oder auch Filmabende für die Suldner und ihre Gäste hier künftig angeboten werden. Mit vier Urlauberseelsorgern aus Deutschland möchte die Gemeinde die geistlichen Angebote vor Ort weiter ausbauen. „Gott will, dass wir Menschen stärker seine Einladung annehmen, dass wir den Glauben als eine Kraftquelle für uns entdecken, dass wir Orte wie diesen für uns zur Ruhe, zur Besinnung, zur Einkehr und zum Gebet nutzen…!“ so Pfarrer Krautwurst. „Alle Sünder sind hier willkommen!”, zitierte er den Text in seinem Amtszimmer und unterstrich dabei, dass uns alle trotz unterschiedlicher Konfessionen viel mehr verbindet als das, was uns trennt. Im Anschluss an den Gottesdienst hatte Kurator Hartmut Steiner Ender zum Empfang ins Hotel Cevedale geladen. „Momente wie diese gilt es zu feiern, Dank allen Helfern und Sponsoren, die zum Gelingen beigetragen haben, ein besonderes Dankeschön gilt dem Architekten Gapp, der ‘nicht umsonst’ aber unentgeltlich die Planungsarbeiten übernommen hatte!“ mk
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a comunità di Merano ha festeggiato, insieme ai suoi ospiti con un culto commovente, la conclusione dei lavori di restauro della cappella evangelica di Solda. Già da lontano risplende il nuovo tetto in scandole di legno e saluta i locali e gli ospiti. Nella sua predica sul grande banchetto il pastore Martin Krautwurst ha ricordato i difficili inizi della cappella, ma allo stesso tempo con lo sguardo rivolto al futuro ha sottolineato che la cappella deve essere un luogo d’incontro, di preghiera e di raccoglimento per tutti. Pertanto sarebbe lieto se qui in futuro si potessero offrire concerti, letture e anche serate cinematografiche per gli abitanti di Solda e i loro ospiti. Avendo quattro pastori inviati dalla Germania per la pastorale turistica la comunità vorrebbe continuare ad ampliare le offerte in loco. “Dio vuole che noi uomini accettiamo il suo invito a scoprire la fede come una nostra fonte di forza e a utilizzare luoghi come questo per il riposo, il raccoglimento, la riflessione e la preghiera!”, così il pastore Krautwurst. “Tutti i peccatori sono i benvenuti!”, cita il testo nel suo ufficio e sottolinea che nonostante le diverse confessioni è molto più quello che ci unisce che quello che ci divide. Dopo il culto il curatore Hartmut Steiner Ender ci ha invitato a un ricevimento nell’Hotel Cevedale. “Momenti come questi vanno festeggiati, ringrazio tutte le persone che ci hanno aiutato e gli sponsor, che hanno contribuito al successo, e un ringraziamento particolare va all’architetto Gapp, che ha assunto la direzione dei lavori ‘non per niente’ ma a titolo gratuito!” mk Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
Zahlreich kamen die Gäste aus nah und fern, die evangelische Gemeinde Meran mietete sogar einen Reisebus für die vielen Interessenten... Gli ospiti sono venuti numerosi da vicino e da lontano, la comunità evangelica di Merano ha affittato persino un pullman per i molti interessati...
Der Kirchenchor der Christuskirche gestaltete gemeinsam mit Leonhard Kinzel (Piano) und Ulrike Krautwurst (Flöte) den Festgottesdienst Il coro della Christuskirche ha organizzato il culto celebrativo insieme a Leonhard Kinzel (piano) e Ulrike Krautwurst (flauto)
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“Die Hoffnung ist der Traum der Wachen”
“La speranza è il sogno di chi è sveglio”
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eit 1996 veranstaltet die lutherische Gemeinde in Neapel zwei Kona Comunità luterana di Napoli promuove dal 1996 due rassegne zertreihen, einen Literaturwettbewerb und einen Wettbewerb für di concerti, un Concorso letterario e uno di Composizione. QueKompositionen. Letzterer findet seit 3 Jahren unter Mitwirkung der itast’ultimo, da tre anni, ha coinvolto le Orchestre Giovanili Italiane adelienischen Jugendorchester statt, die am 1975 von dem Venezolaner José renti al progetto “El sistema” fondato nel 1975 dal venezuelano José AnAntonio Abreu gegründeten Projekt „El sistema“ teilnehmen. tonio Abreu. 2017 kam das Orchester aus Avezzano und die Preisverleihung fand im Nel 2017 l’Orchestra era quella di Avezzano e la premiazione è avvenuta Castello Orsini statt, 2018 war es das Orchester aus Reggio Calabria, das nel Castello Orsini, nel 2018 l’Orchestra è stata quella di Reggio Calaam Abschlussabend im Castello Aragonese spielte. Um mit der diesbria e la finale si è svolta nel Castello Aragonese. Nell’attuale XIX edijährigen 19. Ausgabe Neapel zu feiern, haben zione abbiamo voluto celebrare Napoli wir das Sinfonieorchester der Quartieri Spascegliendo l’Orchestra Sinfonica dei gnoli eingeladen. Zum ersten Mal war der VerQuartieri Spagnoli. La manifestazione ha, anstaltungsort der Scarlatti-Saal des hiesigen per la prima volta, avuto luogo nella Sala Konservatoriums San Pietro a Majella. Die Jury Scarlatti del Conservatorio San Pietro a wurde von Carmine Santaniello, dem DirekMajella. La Giuria presieduta dal direttor des Konservatoriums von Neapel, geleitet tore del Conservatorio di Napoli Carmiund Jurymitglieder waren Paola De Simone ne Santaniello e formata da Paola De Si(Musikwissenschaftlerin), Patrizio Marrone mone (musicologa), Patrizio Marrone e und Vincenzo Palermo (Komponisten) sowie Vincenzo Palermo (compositori) e dal dider Orchesterdirigent Giuseppe Mallozzi, der rettore dell’orchestra Giuseppe Mallozdie wertvolle Auszeichnung der aus Neapel zi ha assegnato il prezioso riconoscistammenden Komponistin Monica Scibelli für mento al brano “La speranza è il sogno ihre Komposition „Die Hoffnung ist der Traum di chi è sveglio” della compositrice naDie Preisverleihung des Kompositionswettbewerbs der Wachen“ verliehen hat. poletana Monica Scibelli. La premiazione del concorso di composizione Marco del Vaglio schreibt in seiner Rezension Marco del Vaglio chiude la sua recensioin “Critica Classica”: ne su “Critica Classica” così: “Die meisterhafte Interpretation des Schauspielers Corrado Oddi hat “La magistrale interpretazione dell’attore Corrado Oddi ha trasmesso den Zuschauern im Saal eine Vielzahl an besonders schwer in Musik agli spettatori presenti la miriade di emozioni, particolarmente ardue auszudrückende Emotionen vermittelt, die in der Erzählung ‚Das Lied da trasporre in musica, contenute nel racconto ‘La canzone di Jin Ye’ scritvon Jin Ye‘ von Daniela Raimondi enthalten sind, dem Text, von dem sich to da Daniela Raimondi, testo ispiratore del Concorso. Da questo pundie Teilnehmer des Wettbewerbs haben inspirieren lassen. Und der Preisto di vista, va dato atto alla vincitrice Monica Scibelli, di aver saputo tragewinnerin Monica Scibelli ist anzuerkennen, dass es ihr voll und ganz sferire nella sua partitura buona parte delle atmosfere legate alla pagelungen ist, einen Großteil der mit Worten ausgedrückten Atmosphäre rola scritta, così come la prova dell’Orchestra dei Quartieri Spagnoli è in ihrer Partitur wiederzugeben. Auch die Aufführung des Orchesters apparsa decisamente all’altezza del compito. In conclusione un evender Quartieri Spagnoli entsprach eindeutig dem hohen Niveau der Verto di elevato spessore, che conferma la validità delle iniziative della Coanstaltung, die die Qualität der Initiativen der Lutherischen Gemeinmunità luterana di Napoli, rappresentata istituzionalmente per l’ocde in Neapel und die hervorragende Arbeit der künstlerischen Leiterin casione dal presidente Riccardo Bachrach, e la bontà delle scelte del diLuciana Renzetti wieder einmal bezeugt. Die Gemeinde Neapel wurrettore artistico Luciana Renzetti”. de bei dieser Gelegenheit von ihrem Präsidenten Riccardo Bacharach Luciana Renzetti vertreten.“ Luciana Renzetti Übersetzung: Kerstin Gros
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Verstorbene begleiten und Hinterbliebene trösten
Accompagnare i defunti, consolare i parenti
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m Fortbildungskurs für Prädikanten zum Thema „Beerdigung“, der ita e morte, dolore e speranza sono stati estesamente trattati duvom 28. bis 30. Juni in Florenz stattgefunden hat, wurde ausführlich rante il corso di aggiornamento per i predicatori, incentrato su "Il auf die Aspekte Leben und Tod, Trauer und Hoffnung eingegangen. Ziel funerale", che si è svolto a Firenze dal 28 al 30 giugno. Il corso è stato dieser Fortbildung war, die Laienprediger in die Lage zu versetzen, bei organizzato affinché i predicatori, se necessario, possano essere d'aiuBedarf die Pfarrer bei Beerdigungen unterstützen zu können. Pfarrer to ai pastori nel celebrare i funerali. Il Past. Friedemann Glaser e la Past. Friedemann Glaser und Pfarrerin Franziska Müller leiteten den LehrFranziska Müller hanno guidato i cinque predicatori introducendoli a gang, in dem fünf Prädikanten mit dieser komplexen, facettenreichen questo compito della Chiesa, complesso, sfaccettato e molto sensibiund äußerst heiklen Aufgabe der Kirche vertraut gemacht wurden. le. Hauptthema waren die Trauerphasen, wobei auch persönliche ErfahAnzitutto, sono state affrontate le fasi del lutto, anche rimeditando sulrungen in Bezug auf die Trauerverarbeitung miteinbezogen wurden. le esperienze personali in materia di rielaborazione del lutto. Sono poi Aber auch praktische Aspekte wurden besprochen: welche Fragen stellt stati trattati gli aspetti pratici: quali domande porre per avere idea di man am besten, um sich eine Vorstellung davon zu machen, was che cosa dire e anche, a volte, che man sagen und was man manchmal auch besser nicht sagen cosa non dire. sollte. È stata trattata la liturgia, con le sue Ein weiterer Punkt war die Liturgie in ihren Grundformen und forme basilari e con le sue possibili vamöglichen Varianten. Den Wünschen der Hinterbliebenen wurrianti. E un capitolo a parte è stato dede ein separates Kapitel gewidmet. Praktischer Fall Nr. 1: Es besteht dicato ai desideri dei parenti. Caso prader Wunsch, dass jemand ein Kissen mit den Orden des/der Vertico n. 1: si richiede di far precedere la storbenen dem Sarg voranträgt; ist das möglich? Die Antwort laubara da un cuscino con le decoraziotet nein, das Kissen mit den Auszeichnungen (oder anderen Symni del defunto; si può? Risposta: no; il bolen der Erinnerung) wird in die Kirche gebracht und hinter dem cuscino con le decorazioni (o altri seSarg positioniert. Praktischer Fall Nr. 2: Kann man das Trikot des Von links/Da sinistra: Anna Belli, Annette Hagels- gni che servono ai vivi per ricordare chi Bludau, Ernesto Masucci, Gudrun Martini, römischen Fußballklubs auf den Sarg legen? Die Antwort lautet era il defunto) arrivano in chiesa e venFranziska Müller, Friedemann Glaser, Gisela ja, und das gilt auch für Trikots anderer Mannschaften. gono posti dietro la bara. Caso pratiSalomon. Florenz/Firenze, 2019 Auch die Traueransprache und ihre Eigenheiten wurden einco n. 2: si può mettere la maglia della gehend analysiert. Um über das Verhältnis zwischen Leben und Tod, Gott Roma sulla bara? Risposta: sì, e anche quella di altre squadre. und dem menschlichen Schicksal im Allgemeinen zu reflektieren, wurAnche la predica da tenere ad un funerale e le sue specificità sono stade der Film „Die Hütte“ gezeigt. Darin begegnet ein Vater in einer Nahte analizzate ampiamente. Per riflettere sui rapporti tra vita, morte, Dio, toderfahrung der Dreifaltigkeit und der göttlichen Weisheit. Dabei verdestino umano in modo globale, durante i due giorni è stata usata la arbeitet er den Schmerz um den Verlust seiner von einem Kinderproiezione del film "Il capanno" (Die Hütte), in cui un padre, in schänder entführten und getöteten 5-jährigen Tochter. un'esperienza di pre-morte, incontra la Trinità e la Sapienza divina e, Für den Lehrgang wurde der Gemeindesaal der Gemeinde Florenz gein questo confronto, rielabora il dolore per la perdita della figlioletta nutzt, in dem nicht nur gelernt, sondern auch die Mahlzeiten eingedi 5 anni, rapita e uccisa da un pedofilo. nommen wurden, die Frau Patrizia Müller, die Volontärin und das PfarrIl corso si è svolto nella Sala della Comunità di Firenze, dove si è stuehepaar zubereitet hatten. Am Sonntag nahmen die Prädikanten am diato e dove si sono anche consumati i pasti, preparati dalla signora Gottesdienst teil. Die Predigt hielt Pfarrerin Franziska Müller. Nach dem Patrizia Müller, dalla volontaria e dalla coppia pastorale. Domenica matGottesdienst bot sich noch die Gelegenheit zu einer Begegnung mit Getina i predicatori hanno partecipato al culto domenicale, in cui ha premeindemitgliedern. dicato la Past. Franziska Müller e, dopo, hanno potuto incontrare memÜbersetzung: Kerstin Gros bri della comunità. Anna Belli, Roma
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Der ELKI-Stand auf dem Kirchentag
Lo stand della CELI al Kirchentag
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ou brought the sun to my space”, ob das nun lupenreines Englisch ist, kann ich nicht beurteilen, aber so steht es im Gästebuch unseres ELKI-Standes vom 37. Kirchentag in Dortmund. Untergebracht waren wir in Halle 8, im Bereich “Gelebte Ökumene”, in guter Nachbarschaft mit Kirchen u.a. aus Osteuropa, Frankreich und Großbritannien und direkt gegenüber dem EKD-Stand für die Auslandsarbeit. Von weitem durch weiß – rot – grüne Luftballons erkennbar, stieg beim Näherkommen so manchem/r müden Kirchentagsbesucher/in anheimelnder Kaffeeduft in die Nase und auch in diesem Jahr erfreute sich unser fair gehandelter Bio-Espresso größter Wertschätzung. Da wurde schon mal von Stand zu Stand getauscht, einen Becher schwarzen Muntermacher gegen Moosbeeren aus Lettland oder eine französische Thermotasse aus dem Bestand der letzten Generalsynode. Man kam ins Gespräch, erkundigte sich, was in der jeweiligen Kirche so ansteht und lud sich ein. Begeisternd oder anteilnehmend verwickelte das Standteam die Vorbeigehenden in lockere Gespräche und verteilte Infomaterial. Als Blickfang wirkten die mitgebrachten Zitronatszitronen, Cedri, die auch als Antwort im bereitliegenden ELKI-Preisrätsel wieder auftauchten. Zur Belohnung erhielten die Teilnehmer/innen einen Kugelschreiber aus Recyclingmaterial mit unserem Kirchennamen. An einem Vormittag sorgte der Posaunenchor aus Neuburg/Ingolstadt unter der Leitung von Bernd Kordetzky für richtig gute Stimmung. Genügend Gründe sprachen also dafür, einen Moment am Stand zu verweilen. Bestimmte Personengruppen kamen zusätzlich gezielt, ehemalige Pfarrer/innen und Urlaubsseelsorger, treue Freiwillige, an Pfarrstellen Interessierte, potenzielle Melanchthonstudent/inn/en, kurzum, die Nachrichtenbörse brummte. Für ihre Einsatzbereitschaft wurden die Diensttuenden doppelt belohnt: mit einem freien Tag für den eigenen Kirchentagsbesuch und einer gemütlichen Einladung zum Abendessen ins Restaurant Pfefferkorn, weil zwei Frauen der “Standcrew” am selben Tag den gleichen runden Geburtstag feierten. Die Gelassenheit gegenüber den Menschenmassen und die gute Teamzusammenarbeit waren der umsichtigen Organisation des verantwortlichen Pfarrers Urs Michalke zu verdanken. Tatkräftige Hände halfen beim Auf- und Abbau mit. Grazie mille, auch den ehemaligen Melantonini! Gisela Salomon, Scoglitti
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ou brought the sun to my space”, se sia un inglese ineccepibile non posso valutarlo, ma è scritto così nel libro degli ospiti del nostro stand della CELI del 37° Kirchentag a Dortmund. Eravamo sistemati nel padiglione 8, nella sezione “Ecumene vissuta”, in buon vicinato con altre Chiese fra cui quelle dell’Europa dell’est, della Francia e della Gran Bretagna, direttamente di fronte allo stand della EKD per il lavoro con l’estero. Eravamo riconoscibili da lontano dai palloncini bianchi, rossi e verdi, e man mano che qualche visitatore/visitatrice stanco/a del Kirchentag si avvicinava gli/le giungeva il piacevole profumo di caffè. Anche quest’anno il nostro espresso bio del commercio equo è stato molto apprezzato. Ci si scambiavano cose da stand a stand, un bicchiere del nostro stimolante caffè con gli ossicocchi della Lettonia o con una tazza termica francese rimasta dall’ultimo Sinodo generale. Si chiacchierava, ci si informava su quello che succede nelle altre Chiese e ci si invitava reciprocamente. La squadra dello stand coinvolgeva in maniera entusiasmante e partecipativa i passanti in discorsi poco impegnativi e distribuiva materiale informativo. Da richiamo servivano i cedri che ci eravamo portati dietro e che ritornavano anche nell’indovinello a premi della CELI. Come ricompensa, i partecipanti hanno ricevuto una penna biro di materiale riciclato con il nome della nostra Chiesa. Una mattina il coro di tromboni di Neuburg/Ingolstadt diretto da Bernd Kordetzky ha creato un’atmosfera molto piacevole. C’erano motivi sufficienti quindi per trattenersi un momento al nostro stand. Inoltre c’erano determinati gruppi di persone che venivano apposta al nostro stand, ex pastori e pastore, chi si occupa di pastorale turistica, volontari fedeli, persone interessate a sedi pastorali, potenziali studenti e studentesse del Centro Melantone, in breve sono state fornite tantissime informazioni. Per la loro disponibilità i volontari sono stati doppiamente premiati: con una giornata libera per visitare anche loro il Kirchentag e con un piacevole invito a cena nel ristorante Pfefferkorn, perché due donne della “squadra dello stand” festeggiavano entrambe nello stesso giorno lo stesso compleanno a cifra tonda. La rilassatezza nei confronti della massa di gente e il buon lavoro di squadra sono da ascrivere all’attenta organizzazione del pastore responsabile Urs Michalke. Grazie mille, anche agli ex Melantonini! Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti
DA LEGGERE BUCHTIPP
30 Buchtipp | Da leggere
Das Evangelium des Markion Il Vangelo di Marcione TITEL/TITOLO: Il Vangelo di Marcione
[Das Evangelium des Markion] HERAUSGEBER/CURATORI:
Claudio Gianotti, Andrea Nicolotti VERLAG/EDITORE:
Nuova Universale Einaudi (Torino) SEITEN/PAGINE: CXVIII + 360 pp. JAHR/ANNO: 2019 ISBN: 9788806231415
Der Kanon der christlichen Schriften ist Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. noch unvollständig. Das erste Dokument, das den Kanon so darstellt, wie wir ihn kennen, stammt in der Tat aus dem Jahr 367. Dabei handelt es sich um einen Brief von Athanasius von Alexandria, der darin die für kanonisch erachteten Schriften auflistet. Um 150 n. Chr. kommt Markion aus Pontus nach Rom und wird Mitglied der römischen Gemeinde. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Debatte über die Bestimmung der kanonischen Bücher. Da er wegen seinen Meinungen der Ketzerei bezichtigt wird, muss er Rom jedoch schon nach kurzer Zeit verlassen. Er radikalisiert Paulus Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium, mit der Identität Jesu verwirft er die des Gottes des Alten Testaments. Er lässt nur die
Briefe des Paulus und eine Version des Lukas-Evangeliums gelten. Sein Werk wird von seinen Zeitgenossen und von späteren Autoren angegriffen. Das von ihm geschriebene Evangelium ist verloren gegangen. Erhalten sind nur die in den Texten seiner Kritiker enthaltenen Zitate. Die Herausgeber des Buches bieten eine Rekonstruktion seines Evangeliums, für das diese Zitate sowie Mutmaßungen, die auf dem Lukas-Evangelium basieren, verwendet werden. Da kommen viele Fragen auf: Baut Markions Werk tatsächlich auf dem Lukas-Evangelium auf? Und wenn ja, auf welcher Version? Der Text des Evangeliums enthält sowohl in der griechischen als auch in der italienischen Fassung zahlreiche Fußnoten; die Einleitung macht die Positionen des Häresiarchs verständlicher (der Gott Jesu ist kein furchteinflößender Richter, sondern ein barmherziger Gott der Liebe, der ohne Gegenleistung das Heil schenkt). Das Buch eignet sich sowohl für Fachleute als auch für ein breiteres Publikum, das sich für die Geschichte des Frühchristentums interessiert. Übersetzung: Kerstin Gros
A metà del II secolo d.C. il canone delle scritture cristiane è ancora incompleto. In effetti, il primo documento che attesta il canone come lo conosciamo risale solo all'anno 367 ed è una lettera, scritta da Atanasio d'Alessandria, che elenca gli scritti ritenuti canonici. Intorno al 150 d.C. Marcione, proveniente dal Ponto, giunge a Roma, diventa membro della comunità romana e dà un contributo importante al dibattito sulla definizione dei libri canonici. Tuttavia, dopo poco deve allontanarsi da Roma, perché le sue posizioni sono ritenute eretiche: egli estremizza la distinzione di Paolo tra legge e vangelo, nega l'identità del Dio dell'Antico Testamento con quello di Gesù, considera valide solo le lettere di Paolo e una versione del vangelo di Luca. La sua opera viene attaccata dai contemporanei e dagli autori di epoca successiva. Il vangelo da lui scritto è andato perduto, conservato solo nelle citazioni riportate nei testi dei detrattori. I curatori del libro propongono una ricostruzione del suo vangelo che utilizza queste citazioni, integrate da congetture basate sul vangelo di Luca. Tante le domande: era veramente Luca alla base dell'opera di Marcione? Quale redazione del suo vangelo? Il testo del vangelo, in due lingue, greco e italiano, è ricco di note; l'introduzione aiuta a capire le posizioni dell'eresiarca (il Dio di Gesù non è un giudice terribile, ma un Dio d'amore, misericordioso, che dona gratuitamente la salvezza). Adatto sia agli specialisti, sia a un pubblico più vasto, interessato alla storia del primo cristianesimo. Roberto Tresoldi
70 Jahre ELKI | 70 anni CELI
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Eugen Behle - „Kirchenmeister“ von Capri Eugen Behle – “maestro di Chiesa” di Capri
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Christiane Groeben
as Osterfest brachte mal wieder ein volle Kirche: 86 Menschen, meist Touristen, da von der Ortsgemeinde nur ganze 5 an Ostern dachten!“, hält der Kirchenälteste Behle 1955 im Protokollbuch der Deutschen Evangelischen Kirche in Capri fest. Die Kurgemeinde Capri zählte zu jener Zeit etwa 30 Mitglieder. Die Klage über ihre geringe Teilnahme an den Gottesdiensten bleibt konstanter Refrain. Je weiter eine Kirche vom verantwortlichen Pfarramt entfernt ist, desto mehr ist der Pfarrstelleninhaber auf Bezugspersonen vor Ort angewiesen, auf jemanden, der sich um das Gebäude kümmert, die Gottesdienste vorbereitet, Kontakte pflegt und manchmal auch als Auskunftsbüro fungiert. Wenn es dort zudem noch eine feste Gemeindegruppe gibt, dehnt sich der Aufgabenkreis schnell aus. Diese Erfahrung prägte das Leben von Eugen Behle, Mitglied des Kirchenvorstandes von Capri sowie einer der Unterzeichner der Gründungsurkunde der ELKI. Behle hatte 1926 an der Piazzetta eine Buchhandlung eröffnet. Von Anfang an fühlte er sich der deutschen Gemeindegruppe zugehörig und wurde schon bald Kontaktperson für die jeweiligen Pastoren, die zu Gottesdiensten und Kasualien nach Capri kamen. Behle pflegte den Kirchgarten, verteilte Einladungen und Plakate – in vier Sprachen –, bereitete den Gottesdienst vor, empfing Reisegruppen, rechnete die Kollekten ab und fungierte auch mal als Trauzeuge. Nach dem Krieg verantwortete er auch die Verteilung von Lebensmitteln und LWB Flüchtlingshilfe. Manchmal trieb ihn die Not der Situation zu Eigeninitiativen. So etwa der Tod des Kunstmalers Otto Sohn-Rethel am 7. Juni 1949. „Er ist einer jener Deutschen, die fast ihr ganzes Leben einsiedlerisch und misanthropisch hier zugebracht haben und trotz evangelischer Taufe in kirchlicher Indifferenz ihrem Buddha huldigten,“ berichtet er. „Der Ordnung halber“ ging Behle dennoch hin, hörte jedoch, ein Pfarrer käme nicht in Betracht. Worauf er sich „in Ruhe und Ordnung zurückzog.“ Am 16. Juni 1949 starb Pina (Mathilde) Franke-Talamona, 56 Jahre alt, jüdischer Abstammung, so nahm man an, evangelisch getauft, behauptete ihr Mann, der Capreser Architekt Carlo Talamona. Behle sorgte dafür, dass Frau Pina durch den Neapler Waldenserpfarrer Oreste Peyronel evangelisch bestattet wurde. 1952 muss Behle die Insel verlassen, begleitet die Gottesdienste auf Capri aber von Neapel aus weiter. 1967 stirbt.er in Verona.
(Traduzione: MariaClara Palazzini Finetti)
“L
a Pasqua ha nuovamente riempito la chiesa: 86 persone, per lo più turisti, dato che solo 5 della comunità in loco hanno pensato alla Pasqua!”, registra nel 1955 l’anziano della Chiesa, il signor Behle, nel libro dei verbali della Chiesa tedesca evangelica a Capri. La comunità di Capri contava a quell’epoca circa 30 membri. La lamentela sulla loro scarsa partecipazione ai culti rimane un ritornello costante. Tanto più lontana è una Chiesa dall’ufficio pastorale responsabile, tanto più il titolare della sede pastorale dipende da persone di riferimento in loco, da qualcuno che si occupi dell’edificio, che prepari i culti, curi i contatti e a volte funga anche da ufficio informazioni. Quando inoltre esiste anche una comunità fissa, la sfera di attività si espande velocemente. Quest’esperienza ha caratterizzato la vita di Eugen Behle, membro del Consiglio di Chiesa di Capri così come uno dei firmatari dell’atto costitutivo della CELI. Behle nel 1926 aveva aperto una libreria nella Piazzetta. Fin dall’inizio sentiva di appartenere al gruppo della comunità tedesca e divenne ben presto la persona di riferimento per i vari pastori che si succedettero per i culti e i riti occasionali. Behle si occupava del giardino della chiesa, distribuiva inviti e manifesti, in quattro lingue, preparava i culti, accoglieva gruppi di turisti, raccoglieva le collette e a volte fungeva anche da testimone di nozze. Dopo la guerra era responsabile anche della distribuzione dei beni alimentari e dell’aiuto ai rifugiati della FLM. A volte una situazione di emergenza lo induceva a prendere proprie iniziative. Così ad esempio quando morì il pittore Otto Sohn-Rethel il 7 giugno 1949. “È uno di quei tedeschi che hanno passato qui quasi tutta la loro vita in maniera solitaria e misantropa e che, nonostante il battesimo evangelico, nella totale indifferenza religiosa si consacrano invece al proprio Budda”, riferisce. “Per amore dell’ordine” tuttavia Behle ci andò, ma gli dissero che un pastore era fuori discussione. Per cui si “ritirò in pace e in ordine”. Il 16 giugno 1949 morì Pina (Mathilde) Franke-Talamona, 56 anni, si presumeva di origine ebrea, battezzata evangelica, affermava suo marito, l’architetto caprese Carlo Talamona. Behle si preoccupò che la signora Pina avesse un funerale evangelico celebrato dal pastore valdese di Napoli Oreste Peyronel. Nel 1952 Behle dovette lasciare l’isola, continuò tuttavia a seguire da Napoli i culti a Capri. Morì a Verona nel 1967.
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„Überall weht Gottes Hauch“ [Max von Schenkendorf (1783-1817), Die Muttersprache] Ex libris von Eugen Behle mit einer Synthese seines Lebens mit deutscher Tanne, dem Kreuz als Mitte seines Lebens und italienischer Palme auf einer Insel. Capri 1930. Archiv Giovanni Schettino
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“Ovunque soffia l’alito divino” [Max von Schenkendorf (1783-1817), Die Muttersprache (la madrelingua)] Ex libris di Eugen Behle con una sintesi della sua vita: un abete tedesco, la croce come centro della sua vita e una palma italiana su un’isola. Capri 1930. Archivio Giovanni Schettino
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Eugen Behle, 1947