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gemeindebrief-oktoberfeb19

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EvangelischLutherische Gemeinde Rom

Gemeindebrief Oktober 2019 - Februar 2020


Inhalt Meditation

Seite 3-4

Gemeindeleben Gruß des Gemeindepräsidenten Aus dem Gemeindeleben Adventsbasar Zum Gedächtnis Vorstellung Freiwillige Frauenkreis

5-7 8-13/18 28-29 14-15 16-17 37

Gottesdienste Termine

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Veranstaltungen Vortrag François Boespflug Gebetswoche Weltgebetstag Totengedenken im November Buß- und Bettag

19 20 21 30-31 31

Ökumene Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre

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Seite 12

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Seite 18

Horizonte des Glaubens Buße, Beichte und Bekenntnis der Schuld

Kinder und Jugend Kinderseite KiGo-Termine Informationen

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Meditation

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Hiob 19,25 Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ Viele von uns kennen diesen Vers aus dem Messias-Oratorium von Georg Friedrich Händel. Dort hat der Komponist die Worte aus dem Buch Hiobs in Bezug zur Auferstehung Jesu gestellt. Der biblische Vers steht wie ein Scharnier genau an der Stelle, wo aus der Auferstehung Jesu Konsequenzen für die Hoffnung der Gläubigen gezogen werden. Die zarte Arie folgt direkt dem triumphalen „Halleluja“, dem wohl bekanntesten Chor Händels überhaupt. Die Anordnung der Bibeltexte in Händels Messias ist genial. Wer ist nach dem musikalischen Feuerwerk über die Auferstehung Jesu emotional nicht vorbereitet, die Hoffnung, dass dieser „Erlöser lebt“, irgendwie auf sein Schicksal zu beziehen? Allein, im ursprünglichen Kontext im Alten Testament gehen diesem Vers nicht Glanz und Gloria der Auferstehung Jesu voraus, sondern die harten Verlusterfahrungen Hiobs. Dieser kranke Mann fühlt sich entehrt, ausgebrannt und verlassen. Er sieht sein Leben dahinschwinden. Und dann folgt dieser Satz: Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Das „Aber“ am Beginn ist wichtig. Denn es zeigt den Gegensatz zu unserer Lebenserfahrung auf. Die Herrnhuter Losung für November 2019 hat (im Unterschied zu Händel) bewusst das Wort „Aber“ mit zum Vers genommen. Und das passt in unsere Novemberstimmung. Ich hoffe, niemand von uns muss so harte Schicksalsschläge erleiden wie Hiob, aber in Teilen kennen das manche unter uns, und an der Natur im Spätherbst sehen wir das: Alles Lebendige ist hinfällig. Die Tage werden kürzer und das Licht zieht sich zurück. Die Bäume verlieren ihr Laub und Tiere ziehen sich zurück. Wieder ist ein Jahr vergangen. Was habe ich erreicht? Lange Nächte legen sich – auch im übertragenen Sinn – über viele Menschen. Genau das ist die Stunde für das „Aber“ des alten Hiob! Die Welt wird dunkler, meine Tage weniger, meine Energie schwächer – aber das ist nicht alles! Es gibt ein Licht, das sich nicht auslöschen lässt, es gibt ein Leben, das noch ganz vor mir liegt, es gibt einen Sinn, der sich nicht auflöst. Trotz aller Endlichkeit, die ich erlebe und die ich in der Welt sehe, weiß ich, dass es einen gibt, der nicht endlich ist. Dass es 3


Meditation einen gibt, dessen Licht einmal hell strahlen wird, wenn alle anderen Lichter ausgegangen sind. Und an dem kann ich mich festhalten. Dass gerade Hiob sich zu diesem ewigen Erlöser bekennt, ist bemerkenswert. Und genau das macht diesen Vers so kostbar – in Händels Messias und unabhängig davon. Hiobs unerschütterlicher Glaube kann auch uns an unseren dunklen Novembertagen anregen, dieses „Aber“ zu sprechen: Ich sehe wenig Licht, aber bei dir ist es hell. Ich habe wenig Kraft, aber du kannst sie mir geben. Ich habe viele Sorgen um diese Welt, aber du hast sie in der Hand. Es ist zum Davonlaufen, aber du lässt mich durchhalten. Christlicher Glaube ist so etwas wie ein trotziges „Aber“ angesichts von realer Finsternis und Verzweiflung. Deshalb nennen wir den Termin unseres Totengedächtnisses auch „Ewigkeitssonntag“. Und deshalb schauen wir in der dunkelsten Zeit des Jahres auch auf dieses winzige Licht in Bethlehem. Es war klein und wurde von den meisten übersehen. Aber es gab bis heute Milliarden von Menschen unendlich viel Kraft. Denn es ist richtig: Dieser Erlöser lebt! Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Herbst- und Winterzeit, Ihr und euer Pfarrer Michael Jonas

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Gemeindeleben

Grußwort des Präsidenten Die Rettung der Schöpfung als christliche Pflicht und Freude

Die Gesundheit unserer einstmals so wundervollen Erde befindet sich in einem äußerst kritischen Zustand; das sehen nicht nur Klimaforscher und Naturwissenschaftler verschiedener Spezialgebiete. Inzwischen ist diese Tatsache ins Bewusstsein vieler Menschen eingedrungen, aber besonders eindrucksvoll sind die mutigen schon weltweit angekommenen Aktivitäten junger Menschen unter der Anführung der erst 16-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die bereits viele Politiker überzeugt haben, endlich effektive Maßnahmen zur hoffentlich noch möglichen Genesung der Erde zu ergreifen. In dieser Situation sind besonders wir als Christen aufgerufen, uns der großen Verantwortung für das Wohlergehen der Erde bewusst zu werden und uns unermüdlich und mutig für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen, denn die Erde wurde uns (im Schöpfungsprozess) geschenkt, damit wir mit allen bereits auf ihr existierenden Pflanzen und Tieren in Harmonie und Glück leben können. Bereits Kaiser Hadrian hat in seinen Schriften zur Verantwortung für die Schönheit der Schöpfung („Responsabilità delle bellezze del creato“) aufgerufen und das Glück beschrieben, in Frieden mit der Schöpfung zu leben.

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Gemeindeleben Dass sich unsere Gemeinde speziell dieser Verantwortung bewusst ist, findet seinen Ausdruck schon in der Profilbeschreibung als Gemeinde mit der Verpflichtung zur Begegnung, zur Barmherzigkeit und zur Bewahrung der Schöpfung. In diesem Sinne sollte jeder Einzelne von uns entscheiden, wo und in welcher Form er persönlich und durch Überzeugung möglichst vieler anderer eingreifen kann in den Rettungsprozess der göttlichen Schöpfung vor der drohenden Verwüstung und fortschreitenden Zerstörung. Auch als Gemeinde wollen wir hierbei eine beispielhafte Rolle übernehmen mit zwei maßgeblichen Projekten, zu deren Unterstützung ich Sie bereits jetzt ermutigen möchte: 1. Wir haben erste Untersuchungen mit Lösungsvorschlägen zur Energieeinsparung in unserem Kirchengebäude durch Verbesserung der Fenster-Isolierung und Revision der Heizungsanlage eingeleitet, die schnellstmöglich umgesetzt werden sollen. 2. Wir wollen uns einer der bereits bestehenden Bepflanzungsaktionen in neugeschaffenen Begrünungszonen anschließen, weil die so gepflanzten Bäume enorme Mengen der giftigen Kohlendioxydgase aufnehmen können und sie durch ihre Aktivität der Photosynthese in für jedes Leben unerlässlichen Sauerstoff umwandeln. Wir folgen dabei einer Idee des Präsidenten von Slow Food, Carlo Petrini, des Direktors des International Laboratory for Planet Neurobiology, Stefano Mancuso, und des Bischofs von Rieti, Domenico Pompilli, die mit ihrem Projekt vorschlagen, für jeden Bürger einen Baum zu pflanzen: Das bedeutet für Italien die Menge von 60 Millionen neuer Bäume. Diese wundervolle Idee zur Erhaltung des Lebens auf unserer Erde hat bereits Martin Luther zum Ausdruck gebracht mit seiner liebevollen Aussage: „Und wüsste ich, dass 6


Gemeindeleben morgen die Welt unterginge, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ In diesem Sinne können wir durch ein gemeinschaftliches verantwortungsvolles Verhalten die derzeit apokalyptischen Untergangsprophezeiungen möglicherweise doch noch umwandeln in eine hoffnungsvolle Zukunft. Und vergessen wir nicht: Es ist eine christliche Pflicht, aber vor allem auch eine unendliche Freude und ein Glück, sich an der Rettung der Schöpfung zu beteiligen.

Ihr Wolfram Thomas, Präsident des Gemeindevorstandes

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Gemeindeleben

Gemeindefreizeit in Umbrien Der Aufenthalt im bezaubernd geschützten und vom Grünen der Valle del Carpina umgebenen Hotel Candeleto bei Pietralunga ist eine Möglichkeit gewesen, um sich besser kennenzulernen und zur selben Zeit, um Erfahrungen und tägliche Rhythmen mit Selbstbewusstsein zu teilen. Zehn Tage, um durch tägliche Spaziergänge in den harzduftenden Wälder die Natur richtig zu genießen. Hier, mit dem Vogelgesang als Hintergrund, wurden mehrstimmige Kanons gesungen sowie Hölderlins und Goethes Gedichte vorgelesen, und der Sonntag wurde durch gemeinsame GebetsAugenblicke und Bibel- und Losungslesungen intensiv gefeiert. Der zweite Teil des Tages wurde meistens mit gemütlichem Gespräch am Rande des freien Schwimmbades, sowie auch beim erholsamen Schwimmen verbracht - bis zur unverzichtbaren Teestunde. Die geplanten Ausflüge dienten dem Einkaufen, wie z. B. auf dem Wochenmarkt am Freitag in Pietralunga und am nächsten Tag die dortige Fiera dell'artigianato, sowie besondere kulturelle Ziele wie Sansepolcro und Monterchi. Leitmotiv des Besuches der zwei Orte der alta Val Tiberina war die Kunst Piero della Francescas. In Sansepolcro wurden die vier Werke Pieros, die im dortigen Stadtmuseum ausgestellt sind, besichtigt: und zwar der polittico della Misericordia, die Auferstehung, S. Ludovico di Tolosa und S. Giuliano l'Ospitaliero, ohne aber die schönen Terracotta-Arbeiten der Brüder Della Robbia zu vergessen. In Monterchi schließlich wurde die berühmte „Madonna del Parto“, die in einem vor kurzer Zeit extra für sie eingerichteten Museum ausgestellt ist, bewundert. Zehn Tage, um vor der höllischen Hitze der Stadt zu fliehen, um sich mit vielfältigen Meinungen auseinanderzusetzen und sich zu treffen: Immer mit Spaß, Lust und Vergnügen, sich besser kennenzulernen. Anneliese, Doris, Edvige, Erika, Ingeborg, Magdalena, Silvana, Susanne

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Gemeindeleben

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Gemeindeleben

Festa del Creato am 28. September

Zusammen mit den Waldensern, Baptisten und Methodisten unserem in wir feierten Pfarrgarten einen Gottesdienst in italienischer Sprache zum Thema Schöpfung und deren Bewahrung. Die Gemeinden formulierten jeweils ihre Ziele symbolisch auf ein Blatt für ihren Beitrag, das Gemeindeleben umweltbewusster und achtsam in Bezug auf die Natur als Geschenk Gottes zu gestalten. Buffet anschließenden Am konnten einzelne Aspekte in anregenden Gesprächen weiter vertieft werden.

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Gemeindeleben

Rome Half Marathon Via Pacis La Corsa della Pace Am 22. September 2019 fand zum dritten Mal der “Rome Half Marathon Via Pacis” (21 km) und “Run for Peace” (5 km) statt. Seit dem ersten Friedenslauf im Jahr 2017 hat sich die Teilnehmerzahl jedes Jahr gesteigert. Über 7000 Teilnehmer haben sich eingeschrieben. Auch die Kirchengemeinde Rom konnte 11 Teilnehmer zum 5 kmFriedenslauf gewinnen. Das Ziel ist, durch den Sport Frieden und Dialog unter den verschiedenen Religionen zu fördern. Durch die gute und dynamische Zusammenarbeit im Organisationskomitee ist dies gut gelungen. Auch unsere Kirchengemeinde ist von Beginn an im Organisationskomitee vertreten. Ursula Kirchmayer wirkte als Gemeindemitglied am Tag des Laufes tatkräftig bei Organisation und Ausführung mit. Der Parcours ist einer der faszinierendsten durch die die Ewige Stadt. Start und Ankunft am Vatikan in der Via della Conciliazione und vorbei an der Synagoge, Große Moschee, Waldenser Kirche, Othodoxe Kirche San Teodoro, einschließlich der wichtigen Orte aus dem Antiken Rom, wie Circo Massimo, Arco di Costantino, Via dei Fori Imperiali, Colosseo, Piazza Venezia, Ara Pacis und Castel Sant'Angelo. Trotz ströhmenden Regens fanden sich Tausende am Start ein. Die Medaillen für die Teilnehmer wurden von der Indischen Botschaft gespendet mit einem Zitat von Mahatma Gandhi „Kraft kommt nicht von körperlichen Fähigkeiten, sie entspringt einem unbeugsamen Willen“. Jeder Teilnehmer des Organisations-Komitees durfte auch eine Medaille zusammen mit einer AnerkennungsUrkunde entgegennehmen. Diese liegt im Gemeindebüro aus. Gertrud Wiedmer 11


Gemeindeleben

Chorworkshop zum Erntedankfest mit Igor Zeller am 05./06. Oktober

Am Erntedankwochenende kam Igor Zeller aus Hamburg zu Besuch, um mit unserer Gemeinde zusammen zu singen und musizieren. Dieses Mal probten wir “From a distance” von Julie Gold, sowie verschiedene Gemeindelieder in deutscher und italienischer Sprache. Am Samstag wurde gemeinsam bei Sonnenschein, netten Gesprächen und leckerer Pasta im Pfarrgarten zu Mittag gegessen. Die Ergebnisse des Chorworkshops konnten wir dann in dem wunderschönen Erntedankgottesdienst am Sonntag hören. Beim anschließenden traditionellen Suppenessen, bei dem von mehreren Gemeindemitgliedern köstliche Suppen beigesteuert wurden, traf sich die Gemeinde noch einmal im Gemeindesaal.

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Gemeindeleben


Gemeindeleben

Anke de Bernardinis zum Gedächtnis (28.4.1942-14.6.2019) Anke de Bernardinis: groß und lebendig, Deutschrömerin, in unserer Gemeinde, in der Deutschen Schule, im Kreis ihrer Freundinnen verwurzelt. Ein kirchliches Engagement hätte man bei dieser Dame vielleicht nicht gleich erwartet. Aber wie stark war dies Engagement, wie persönlich ihre Beziehung etwa zu Texten Bonhoeffers! Lange Jahre hindurch fanden wir uns gemeinsam im Gemeindevorstand wieder. Natürlich war sie die Bau-Referentin: alles wurde sachgemäß und ordentlich repariert; für Kirche, Wohnungen, Blitzableiter, für den Basar-Flohmarkt war ihre Kompetenz unverzichtbar. Ihr unermüdlicher Einsatz machte die Gemeinde-Wohnung (Via Adige) wieder verfügbar; den mühsamen Glockenturm-Umbau nach dem Unfall stand sie bis zum guten Ende durch. Selbst immer wieder zu schwierigen Lebens-Entscheidungen gezwungen, war Anke von den Nöten der Immigranten in Rom tief berührt. Also engagierte sie sich auch im Servizio Migranti der Federazione delle Chiese Evangeliche (FCEI) und der ELKI, ging mit den Neuankommenden auf die wichtigsten Ämter, sorgte dafür, dass ein Medikamenten-Fundus für Mittellose gebildet wurde. Schließlich erfand sie unser Projekt “Orsacchiotto”, damit junge Immigrantinnen für ihre kleinen Kinder Windeln, Kinderkleidung und ein wenig Spielzeug (und vor allem: ein wenig persönliche Zuwendung) bekämen!

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Gemeindeleben

Hinter all diesem Einsatz für andere stand aber nicht nur ihre quasi preußische Verantwortung, sondern eine Prägung: ihr starker unbefragter evangelischer Glaube. Ich sah staunend, welch ein Fundament Glaube sein kann. Und in ihrer Begegnung mit Papst Franziskus in unserer Kirche sahen wir es alle. Nach dem schmerzlichen, frühen Tode ihres ersten Mannes wurde ihr (und ihren Söhnen und Enkeln) später in der Ehe mit Enrico de Bernardinis noch einmal Freude und persönliches Glück zuteil. Doch dann ließ ein Krebsleiden die willensstarke Frau schmal und kraftlos werden. Bis zuletzt hat sie dagegen mit Würde und Stil angekämpft. Und wir alle, Vorstand wie Gemeinde, spürten bei ihrem Tode (und auch beim Trauergottesdienst): sie fehlt uns sehr! In ihrem kurzen Lebensabriß, “Ricordi di una vita travagliata”, schrieb sie: “Il Signore mi ha dato la forza di sopportare, di sopravvivere e di uscirne a testa alta, dopo aver fatto tutto il mio dovere”. So behalten wir alle sie dankbar im Gedächtnis. Doris Esch Wolfram Thomas, Präsident Michael Jonas, Pfarrer

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Gemeindeleben

Vorstellung des neuen Freiwilligen

Anton Tobias Ihle So wie jetzt, so wie jetzt, können wir alles wagen, denn wir leben jetzt. Diese Zeilen aus einem aktuellen deutschen Hit lassen sich gewissermaßen als Überschrift meines vor mir liegenden Jahres bezeichnen. Geboren in Mainz und aufgewachsen in einer fünfköpfigen Familie mit zwei Geschwistern (einem Zwillingsbruder und einem zwei Jahre jüngeren Bruder) in Worms am Rhein hegte ich bereits früh den Wunsch, nach meinem Abitur ein Jahr im Ausland zu verbringen und eine neue Kultur, deren Sprache, Orte und vor allem Menschen kennenzulernen und zu erleben. Mit der Christusgemeinde in Rom als meinem künftigen Arbeits- und Lebensraum bin ich überaus glücklich. Als evangelisch konfirmierter Christ, der zudem in der katholischen Gemeinde als Messdiener und Organist aktiv ist, darf ich Ökumene bereits zuhause im Kleinen leben. Dies will und werde ich nun auch in der ewigen Stadt, Caput Mundi, im größeren Rahmen fortsetzen und freue mich sehr auf die Arbeit in der Gemeinde und, noch viel mehr noch, mit den Gemeindemitgliedern und Menschen, die sich dieser verbunden fühlen.

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Gemeindeleben

Vorstellung der neuen Freiwilligen

Hannah Lohmann Hallo, ich bin Hannah, Gebürtige Leipzigerin, aber wohne jetzt schon 15 meiner 18 Jahre in Dresden. Dort spiele ich Geige im Orchester oder musiziere mit Freunden, spiele Handball im Verein, bin in meiner Kirchengemeinde in der Kinder und Jugendarbeit aktiv und unternehme etwas mit meinen Freunden und meiner Familie. Schon seit mehreren Jahren ist es mein Wunsch nach meinem Abitur ins Ausland zu gehen, um nach 12 Jahren Schule jetzt nun mit Menschen zusammen zu sein und zu arbeiten, eine neue Kultur und Sprache kennenzulernen , um ein Jahr für andere da zu sein und neue Perspektiven auf das Leben zu gewinnen. Bis Dezember werde ich hier in der Gemeinde Vollzeit aktiv sein und danach in der Flüchtlingshilfe des Servizio Migranti der FCEI, sowie in der Gemeinde tätig sein. Ich freue mich sehr auf das vor mir liegende Jahr, mit vielen Begegnungen und Erlebnissen und bin sehr dankbar die Chance zu haben, hier in Rom ein Jahr verbringen zu dürfen!

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Gemeindeleben

DANKE Durch Ihre großzügigen Spenden am Erntedankgottesdienst konnten wir für unser Poveri-Frühstück besondere Lebensmittel einkaufen und verteilen. Vielen herzlichen Dank !

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Veranstaltungen

Vortrag mit François Boespflug Sonntag, 9. Februar 2020, nach dem Sonntagsgottesdienst 11.15 Uhr Gemeindesaal

Das Kreuz in der Kunst. Ein globales Thema

Der französische Religionsgeschichtlicher François Boespflug ist Professor emeritus der Universität Straßburg und international anerkannter Verfasser zahlreicher Werke zur Bildwelt des Christentums. Sein Vortrag (auf Deutsch) über das Kreuz Christi bei uns in Rom, der sich auf sein jüngstes Buch „La Cruxifixion dans l’art – un sujet planètaire“ gründet, ist eine wundere Inspiration für uns im Blick auf die Passionszeit. Herzliche Einladung!

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Veranstaltungen

Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020 Das Motto für 2020 wurde von Christen auf der Insel Malta vorbereitet. Es lautet: „Ci trattarono con rara umanità" (Act 28,2) Sie erwiesen uns große Freundlichkeit.“ und erinnert an den biblischen Bericht vom Schiffbuch des Apostels Paulus vor Malta (Act 27f) Am 19. Januar 2020 eröffnen wir bei uns die Gebetswoche für die Einheit der Christen.

Um 19 Uhr findet die gemeinsame Vesper des Collegium Germanicum et Hungaricum, von Santa Maria dell’Anima, des Centro Melantone und der lutherischen Gemeinde in unserer Christuskirche statt. Alle weiteren Gottesdiensttermine werden zeitnah bekanntgegeben!

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Veranstaltungen

Weltgebetstag 2020 Der Weltgebetstag, der 2020 von Frauen aus Zimbabwe vorbereitet wird, findet am 6. März 2020 statt. Er steht unter dem Titel "Alzati - Prendi il tuo lettucio e camina. / Steh auf, nimm dein Bett und geh!“

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Gottesdienste

Gottesdienste und Musik in der Christuskirche 27. Oktober Reformationsfest

10.00 Uhr Festgottesdienst mit Bach-Kantate „Gott, der Herr ist Sonn und Schild“

Msgr. Bischof Josef Clemens Pfr. Dr. Michael Jonas

03. November 20. So. n. Trinitatis

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Prof. Dr. Jens Schröter

10. November Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

16.30 Uhr

Culto in italiano

Pfr. Dr. Michael Jonas Predigt: Prof. Dr. Markschies Präd.in Anna Belli

17. November Vorletzter Sonntag

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Tom Siller

20. November Buß- und Bettag

19.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

24. November Ewigkeitssonntag

10.00 Uhr Predigtgottesdienst mit Chor und Totengedenken

Pfr. Dr. Michael Jonas

01. Dezember 1. Advent

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

08. Dezember 2. Advent

10.00 Uhr Predigtgottesdienst mit Chor und anschließendem Adventsliedersingen

Pfr. Dr. Michael Jonas

16.30 Uhr Culto con Santa Cena

Pfr. Dr. Michael Jonas

15. Dezember 3. Advent

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Tom Siller

22. Dezember 4. Advent

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

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Gottesdienste

24. Dezember Heiligabend

15.30 Uhr Familiengottesdienst 17.00 Uhr Christvesper 23.00 Uhr Christnacht (italienisch)

Pfr. Dr. Michael Jonas

25. Dezember Christfest

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst mit solistischer Musik

Pfr. Dr. Michael Jonas

29. Dezember 1. So. n. dem Christfest

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

31. Dezember Altjahresabend

18.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

05. Januar 2. So. n. dem Christfest

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

06. Januar Epiphanias

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

12. Januar 1. So. n. Epiphanias

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas Predigt: Prof. Dr. Jens Schrรถter Pfr. Dr. Michael Jonas Pfr. Dr. Michael Jonas Pfr. Dr. Michael Jonas

16.30 Uhr Culto con Santa Cena 19. Januar 2. So. n. Epiphanias

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst 19.00 Uhr ร kumenische Vesper

26. Januar 3. So. n. Epiphanias

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

02. Februar Lichtmess Darstellung des Herrn

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

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Gottesdienste 09. Februar Septuagesimae

10.00 Uhr Predigtgottesdienst 16.30 Uhr Culto con Santa Cena

Pfr. Dr. Michael Jonas Pfr. Dr. Michael Jonas

16. Februar Sexagesimae

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

23. Februar Estomihi

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

01. März Invocavit

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas

08. März Reminiszere

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

Pfr. Dr. Michael Jonas Pfr. Dr. Michael Jonas Pfr. Dr. Michael Jonas

16.30 Uhr Culto con Santa Cena 15. März Oculi

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

22. März Laetare

10.00 Uhr Predigtgottesdienst

29. März Judica

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst anschließend Gemeindeversammlung

05. April Palmsonntag

10.00 Uhr Familiengottesdienst

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Präd.in Anna Belli

Pfr. Dr. Michael Jonas Predigt: Dr. Markus Schmidt Pfr. Dr. Michael Jonas

Pfr. Dr. Michael Jonas


Gemeindeleben

Auf den Spuren des Protestantismus Gemeindereise nach Berlin und Wittenberg Freitag, 04. Juni, bis Montag, 08. Juni 2020 Auf dem Programm stehen neben den Hauptsehenswßrdigkeiten Berlins der Besuch des Gottesdienstes im Dom und eine Begegnung mit der Domgemeinde, sowie eine Tagestour nach Wittenberg zu den Wirkungsstätten Luthers. Bei Interesse bitte im Pfarramt melden!

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Kinder und Jugend

Wir treffen uns in der Regel einmal im Monat, sonntags um 10.00 Uhr in der Kirche. Nach dem ersten Lied ziehen die Kinder zum Kindergottesdienst in den Gemeindesaal. Alle Kinder sind herzlich eingeladen! Wir singen, beten, spielen zusammen. Das KiGo-Team bereitet ein Thema oder eine Geschichte vor, um die es geht. Lasst Euch Ăźberraschen!

Al

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K

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Sind Herzl

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Eingeladen!

An folgenden Adventssonntagen finden die Proben fĂźr das Krippenspiel an Heiligabend statt: 1. Advent 2. Advent 4. Advent

Kontakt: Simone RĂśhm simone.roehm@gmx.de 27


Gemeindeleben

ADVENTS BASAR

FREITAG 29 November 2019 Adventskranzverkauf Evangelische Kirche Via Sicilia 70 ab 8.30 Uhr

Samstag 30 November 2019

GroĂ&#x;er Basar der Evangelisch-lutherischen Gemeinde Via Toscana 7 11.00 – 16.30 Uhr

Evangelisch-lutherische gemeinde rom

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Gemeindeleben

Unser Basar im Überblick Mi, 23.10.

16.30 Uhr Basarvorbesprechung

21.11.-28.11.

Binden der Adventskränze

Fr 29.11.

Adventskranzverkauf Ab 08.30 Uhr Christuskirche

Sa 30.11.

Ab 11.00 Uhr Gemeindebasar

Mi 11.12.

Dankeschön-Kaffee

So, liebe Gemeinde, wie jedes Jahr steht nun bald der Adventsbasar vor der Tür, dieses Jahr ist es am 30.11.2019 wieder soweit. Wir freuen uns schon sehr auf alle Menschen, die Lust und Zeit haben, den Basar dieses Jahr wieder mitzugestalten und sich in die Basarvorbereitungen einbringen, sowohl am Basartag, als auch in der Vorbereitungszeit davor. Dafür brauchen wir möglichst viele Leute, die sich mit ihren verschiedenen Talenten, Fähigkeiten und Begabungen beteiligen. Es sind also auch Verwandte, Freunde, Kollegen und Bekannte, ob groß oder klein, alt oder jung, herzlich zum Mitmachen eingeladen. Wie jedes Jahr brauchen wir auch wieder Leute, die Torten und Kuchen backen, Kartoffelsalat machen, Schönes für den Flohmarkt mitbringen oder Tombola-Preise beisteuern. Die Einnahmen des Basars sind wie immer für Bedürftige und Sozialprojekte unserer Gemeinde bestimmt. Wir freuen uns schon sehr auf die gemeinsame Vorbereitungs- und Basarzeit !

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Veranstaltungen

Totengedenken im November Am Samstag, 16. November 2019, treffen wir uns um 10 Uhr wieder zum gemeinsamen Friedhofbesuch auf dem Cimitero Acattolico bei der Cestius-Pyramide. Neben einer allgemeinen Einf체hrung in die Geschichte des Friedhofs steht der Besuch von Gr채bern unserer verstorbenen Gemeindemitglieder und ein kurze gemeinsame Andacht im Gedenken an alle unsere Verstorbenen.

Am 17. November 2019, dem Volkstrauertag, gedenken wir an den verschiedenen Kriegsgr채berst채tten auch in Italien der Gefallenen der Kriege.

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Veranstaltungen Am Ewigkeitssonntag, 24. November 2019, feiern wir in der Christuskirche einen feierlichen Gottesdienst mit dem Gedenken an unsere Verstorbenen. Der Kirchenchor wird Teile des Deutschen Requiems von Johannes Brahms aufführen. Wer wünscht, dass wir Namen Verstorbener aus seinem persönlichen Umfeld in unser Gebet aufnehmen, darf sich gerne zuvor im Pfarrbüro melden.

Abendgottesdienst zum Buß-und Bettag, 20. November 2019 Auch dieses Jahr ergeht wieder herzliche Einladung zum Gottesdienst mit Beichte und dem Hl. Abendmahl in der Christuskirche um 19:00 Uhr.

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Ökumene

20 Jahre Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre Es war am 31. Oktober 1999, als in Augsburg feierlich von dem Lutherischem Weltbund und dem Römisch-katholischem Einheitsrat ein Dokument unterzeichnet wurde, das im Blick auf die Gnadenlehre der beiden Konfessionen gemeinsame Grundwahrheiten feststellte. Dort heißt es unter anderem: „Wir bekennen gemeinsam, dass der Mensch im Blick auf sein Heil völlig auf die rettende Gnade Gottes angewiesen ist. Die Freiheit, die er gegenüber den Menschen und den Dingen der Welt besitzt, ist keine Freiheit auf sein Heil hin. Das heißt, als Sünder steht er unter dem Gericht Gottes und ist unfähig, sich von sich aus Gott um Rettung zuzuwenden. Rechtfertigung geschieht allein aus Gnade.“

Der Inhalt des Dokuments, sein Zustandekommen und auch seine praktischen Konsequenzen für die Ökumene sind von Anfang an diskutiert und kritisiert worden. Gewiss kann man den Text auch angreifen. Was man aber nach 20 Jahren anerkennen muss, ist die integrative Wirkung dieses Dokuments. 2006 trat die Evangelisch-methodistische Kirche dem Dokument bei, ab 2016 die Anglikanische Gemeinschaft, 2017 die Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen. 32


Ökumene Dieses Jahr fand in Notre Dame, Indiana (USA), eine Konferenz der großen Konfessionsfamilien statt, die festhielt: „In einer gebrochenen, geteilten und zerstrittenen Welt trafen wir uns als Repräsentanten der Anglikanischen, Katholischen, Lutherischen, Methodistischen und Reformierten Weltgemeinschaften […], weil wir uns herausgefordert sehen, die Botschaft von Gottes befreiender Gnade und der Hoffnung für die Welt deutlich zu machen. Wir sind überzeugt, dass die Kraft des Evangeliums Jesu Christi uns und die Welt verändern kann, und wir verpflichten uns, noch wirkungvoller gemeinsam die Erlösung zu bezeugen, die uns in Christus geschenkt ist (Römer 1,16).“ Der Römisch-katholische Rat zur Förderung der Einheit der Christen feiert zum 20. Jubiläum der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre einen Gottesdienst in der Kirche S. Anselmo auf dem Aventin. Er findet am 22. November 2019 um 18 Uhr statt. Dazu sind gerade auch die Lutheraner in Rom eingeladen, die seit 1832 die alten Worte vom Lateran-Baptisterium auf Ihrer Taufschale finden: Die in Christus wiedergeboren werden, trennt nichts mehr: Eins sind sie in einer Taufe, einem Geist, einem Glauben.

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Horizonte des Glaubens

Buße, Beichte, Bekenntnis der Schuld „Bei uns muss man nicht beichten.“ – So antworten viele evangelische Christen, wenn man sie nach dem Unterschied zum katholischen Glauben fragt. Und bei dieser Antwort schwingt manchmal auch etwas Erleichterung und Freiheitsgefühl mit. Wer aber denkt, in der Konfession, die auf Martin Luthers Erkenntnisse zurückgeht, spiele Buße und Beichte keine Rolle, irrt sich. Richtig ist, dass die Einzelbeichte in der evangelischen Kirche nicht verpflichtend ist und auch nicht den Rang eines Sakraments hat. Richtig ist aber auch, dass die Buße in der Entwicklung und Lehre Martin Luthers eine große Rolle spielt. Gerade an der spätmittelalterlichen Beichtpraxis und Frömmigkeit entzündete sich Luthers Protest. Ihm war das Beichten dabei nicht – modern gedacht – zu streng, sondern zu oberflächlich und zu mechanisch. Er wünschte sich eine Vertiefung. „Wenn unser Herr und Meister Jesus Christus spricht ‚Tut Buße‘ usw., hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.“; so lautet die erste seiner berühmten 95 Thesen von 1517. Buße sollte für ihn nicht mit einem Ritual und Bußleistungen (bei denen der Ablass ins Spiel kommt) abgegolten sein, sondern eine lebenslange Haltung der Umkehr. Damit war die Tendenz gegeben, die später im Protestantismus vorherrschend wurde: Buße wird ein reines Thema des eigenen Gewissens: Wie ich mit meiner Schuld umgehe, das mache ich mit (Gott und) mir selbst aus. Was daran gefährlich ist – und was Luther bestimmt nicht wollte – ist der fehlende Kommunikationsprozess und die fehlende Vergebungszusage in der Absolution. Es ist wichtig, dass man Schuld nicht nur bedenkt, sondern auch ausspricht, dass man sie nicht nur mit sich „rumschleppt“, sondern sie auch „los wird“. Die Einzelbeichte ist in der evangelischen Kirche keinesfalls abgeschafft, sondern möglich, von Luther oder Bonhoeffer hochgeschätzt und empfohlen. Luther schrieb 1528 „Ich halte viel von der heimlichen Beichte, weil dort Gottes Wort und Absolution zur Vergebung der Sünden heimlich und einem jeden besonders zugesprochen wird.“ Die Einzelbeichte wird auch bei uns, wie ich das als Pfarrer erlebe, immer wieder gesucht. Und dabei ist es wichtig, dass man Fehler nicht nur analysiert, sondern gemäß der Zusage und 34


Horizonte des Glaubens in der Kraft Jesu Christi auch von ihnen losspricht – so wie das im römisch-katholischen Bußsakrament passiert. Verbreiteter als die Einzelbeichte ist im evangelischen Glaubensleben aber die allgemeine Beichte im Abendmahls-Gottesdienst. Hier wird in einem gemeinsamen liturgischen Akt um Gottes Vergebung gebeten, und eine Stille lässt Zeit, Persönliches vorzubringen. Die Vergebungszusage zusammen mit dem Empfang der Kommunion sind dann die hör- und spürbare Versicherung der Gnade Gottes. Ich habe in unserer Gemeinde in Rom gerade den spannenden Prozess erlebt, dass Mitglieder und Kirchenvorstand in Diskussionen und Sitzungen viel Zeit und Energie dafür aufbringen, dem Sündenbekenntnis im Gottesdienst die angemessene Form und Position zu geben (den Friedensgruß eingeschlossen). Hier konnte ich entdecken, dass den Gläubigen dieses Thema durchaus am Herzen liegt. Evangelisch wie katholisch: Wir müssen es in unserer Verkündigung zeigen und leben, dass es bei Buße und Beichte – egal in welcher Form – nicht darum geht, Menschen auf ihre Sünden und Fehler festzulegen, sie niederzumachen oder klein zu halten. Dass dieses Bild bei vielen Menschen vorherrscht, dazu haben wir selbst in den vergangenen Jahrhunderten beigetragen. Umso wichtiger ist es heute zu zeigen: Buße und Beichte sind da, um von Belastendem frei zu werden, um ins Reine zu kommen, um Perspektiven für die Zukunft zu bekommen.

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Horizonte des Glaubens Einer meiner prägenden theologischen Lehrer hat einmal über die Sünden gesagt: „Was wir falsch gemacht haben, ist auch mit der Beichte nicht einfach ‚weg‘; aber es wird von Christus übernommen und von ihm getragen. Wir können es seine Sorge sein lassen. In diesem Sinne möchte ich auch verstehen, was wir im Zentrum unserer Gottesdienste singen: Agnus Dei, qui tollis peccata mundi – Lamm Gottes, du übernimmst die Sünden der Welt – auch meine, immer wieder. In dieser Beziehung bekomme ich Kraft für meine nächsten Schritte.

Pfarrer Dr. Michael Jonas

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Gemeindeleben

Frauenkreis Jeden Mittwoch trifft sich der Frauenkreis zu einer offenen Runde mit Gesprächen und interessanten Themen im Gemeindesaal oder Pfarrgarten. Dazu sind Sie alle herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Beginn 16.30 Uhr (und 16.00 Uhr in der Winterzeit)

Wir werden uns mit folgenden Themen beschäftigen: 16. Oktober:

Wie entstand die jiddische Sprache? (Wiebke von Levetzow)

23. Oktober:

Basar-Besprechung

30. Oktober:

Jiddische Wörter und Redewendungen in der deutschen Alltagssprache (Wiebke von Levetzow)

13. November:

Heilige Jahre (Tom Siller)

20. November:

19 Uhr Gottesdienst zum Buß- und Bettag

4. Dezember:

Nikolaus (Tom Siller)

11. Dezember:

Danke-Kaffee im Advent

18. Dezember:

Paul Gerhardts Weihnachtslieder

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Informationen

Nachbarschaften Casal Palocco Rom-Süd

Die Nachbarschaft trifft sich jeden ersten Montag im Monat. Die Nachbarschaft trifft sich jeden zweiten Montag im Monat.

Rom-Nord-West

Die Nachbarschaft trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat. Kontakt über das Gemeindebüro (Tel.: 06.4817519)

Gruppo Italiano

Die Italienische Gruppe trifft sich einmal im Monat.

Amtshandlungen Taufen

29.09.2019 Mohammadreza Ostadian 20.10.2019 Isabella Lily Blofeld 20.10.2019 Sophia Emily Blofeld

Trauungen

28.06.2019 Iwona Chraścina & Francesco Quagliozzi

Trauerfeier 17.06.2019 Anke de Bernardinis 18.06.2019 Elvira Andrea Wagner 26.08.2019 Thomas Wagner 13.09.2019 Giorgio Rossi 30.09.2019 Randi Østby 38


Informationen

Bankverbindungen Deutsche Bank Pforzheim Banca Popolare di Novara

DE18 666 700 060 090059700 BIC: DEUT DE SM 666 IT55 X 05034 03255 0000 0000 2750 BIC: BAPPIT 21AI9

Impressum Herausgeber Gemeindevorstand der EvangelischLutherischen Gemeinde Rom Redaktion und Layout Pfr. Dr. Michael Jonas Freiwillige Hannah Lohmann und Anton Ihle Mitarbeiter M. Schulz, H. Lohmann, A. Ihle Erscheinungsweise viermal im Jahr Auflage 400 Exemplare Druckerei www.gemeindebrief-in-farbe.de

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Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Rom Unser Gemeindevorstand Pfarramt Via Toscana 7, 00187 Roma Telefon: 06.4817519 E-Mail: roma@chiesaluterana.it

Astrid Agostini astrid.agostini@gmail.com Maria Alberti vamama2000@yahoo.it

Anna Belli Öffnungszeiten Büro anna_belli2001@yahoo.it Montag bis Freitag 9:00 bis 13:00 Uhr Pfarrer Dr. Michael Jonas Sekretärin Marion Schulz Freiwillige Hannah Lohmann Anton Ihle

Ursula Kirchmayer ursula.kirchmayer@gmail.com Anna Claudia Teramo anna-c-t@libero.it Prof. Dr. Wolfram Thomas, Vorsitzender w.thomas@as-group.it Dr. Johannes Timpe johannes.timpe@gmail.com Gertrud Wiedmer gertrud.wiedmer@email.it

Telefonischer Kontakt zu den Vorstandsmitgliedern ist über das Pfarrbüro möglich.

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Wir sind Mitglied der Ev.-Luth. Kirche in Italien (ELKI)


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