EVANGELISCH-LUTHERISCHE GEMEINDE SIZILIEN
Comunità Evangelica Luterana DI SICILIA
GEMEINDEBRIEF Ausgabe 3-2017 Ausgabe 4/2016
Mai - Juni - Juli Juni-Juli-August-September
WICHTIGE ADRESSEN
Pfarramt / Gemeindezentrum Pastor Andreas Latz Via Etnea 59 95030 TREMESTIERI ETNEO / CT Tel/Fax 095 – 213230, Cell. 340 – 1214292
Via Grotte Bianche 7 95129 CATANIA email:sicilia@chiesaluterana.it
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Kolosser, 4,6 2
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Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.
MONATSSPRUCH Mai 2017
Inhalt Vorangestellt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Geistliches Wort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Blicke zurück . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Fotos Ostergottesdienst in Taormina. . . . . . . . . 8 Studierende öffnen Flüchtlingsrestaurant . . . . . . 10 Fotos Konzert von Domenico Gioffré. . . . . . . . . 12 Fotos Essen am Gründonnerstag. . . . . . . . . . . . . 13 Fotos Besuch aus Nürnberg am Ostermontag. . 14 Besuch bei der Gemeinde Regione Calabria. . . . 16 Fotos Lesereise mit Roberto Tresoldi. . . . . . . . . 18 Fotos Vortrag von Pfarrer Latz an der Oberstufe des Gymnasiums G.B. Impallomeni. . 19 Homosexualität. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Käthe Kollwitz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Termine · Informationen · Tanti auguri!. . . . . 24 Nachruf zu Margot Sapuppo . . . . . . . . . . . . . . 31
Als ich nach Sizilien kam von Monica Brenner (22) . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Ritiro Spirituale della Diaconia a Firenze. . . . 34
Kurz & Bündig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Nachgestellt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Buchvorstellung: Die langen Tage von Castellamare . . . . . . . . . . . 38 3
Vo r a n g e s t e l l t Mit großen Schritten gehen wir auf den Sommer zu. Ein Höhepunkt ist sicherlich unser Sizilientag am 14.5. in Acireale mit Konfirmationen von drei Jugendlichen. Das Lutherjahr oder das Jahr zur 500jährigen Feier der Reformation hat unsere Gemeinde mit viel Schwung erreicht, es gibt eine Fülle von Vorträgen, Anfragen und Einladungen, kürzlich konnte ich an einem Gymnasium in Milazzo vor 150 Oberstufenschülern über die Biografie und Theologie Martin Luthers sprechen. Zum Abschluss sang der Schulchor „Eine feste Burg ist unser Gott“ auf deutsch. Das ging unter die Haut. Die theologische Fakultät mit dem Priesterseminar San Paolo in Catania eröffnet nach der Sommerpause ein akademisches Jahr zu Martin Luther. In Ragusa konnte im Bischofspalast vor 120 Gästen auf hohem Niveau über den katholisch-lutherischen Dialog diskutiert werden. Eine Delegation von acht jungen Studierenden der WH-Universität aus Vallendar kam nach Catania, um einen Business-Plan zu entwerfen zur Eröffnung eines Restaurants für afrikanische Flüchtlinge (s. Artikel und Fotos). Allen Engagierten herzlichen Dank, so kann und soll es weitergehen. Viel Freude beim Lesen unseres neuen Gemeindebriefs, wie immer verbunden mit einem herzlichen Dank an Claudio Fugenzi, 4
Ihr Andreas Latz
G e i s t l i c h e s Wo r t Liebe Leserin, lieber Leser,
gemacht hatte, fuhr mich eines Morgens in Gegenwart anderer Studentinder Apostel Paulus rät: Eure Rede nen heftig an und schrie, es sei Geld sei allezeit freundlich und mit Salz aus ihrer Handtasche verschwunden, gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr ich solle es ihr auf der Stelle zurückeinem jeden antworten geben, sonst melde sie sollt. mich der InternatsleiteMan kann sehr viel richtirin. Mir war klar, dass ges sagen. Aber mit aller ich hier nicht mit einem Richtigkeit redet man oft versöhnlichen Lächeln genug an der Wahrheit reagieren konnte. Ich vorbei. Also: Da hat ein versetzte ihr eine brutaKollege etwas verbockt. le Ohrfeige und feuerte Gut gemeint, aber falsch eine Salve von Schimpfgemacht. Wir können wörtern im Dialekt auf ihm das natürlich deutlich sie ab...Dem Mädchen sagen. Und dann wird aus Rom verschlug es er sich wehren, er wird die Sprache, sie betupfte alle möglichen Gründe sich die Nase, aus der für das Versagen finden, Blut tropfte, eine ihrer nicht zuletzt uns, die wir Freundinnen begleitete falsch beraten haben oder sie in den Waschraum. ihm nicht geholfen haben usw. Wir Wenige Stunden später kamen die wissen alle, wie leidenschaftlich man beiden zu mir, und die, die mich sich verteidigen kann, wenn man bezichtigt hatte, eine Diebin zu sein, weiß, dass man Unrecht hat. Hier entschuldigte sich bei mir, sie habe ihr auf Sizilien geht das Sprichwort um, Geld wiedergefunden. Ich umarmte dass Unrecht immer zu Recht versie und sagte, ich hielte ihre Entschulwandelt wird. Dazu eine Geschichte digung für sehr anständig, und das aus der neapolitanischen Familiensa- dachte ich wirklich. Ich war so aufgega von Elena Ferrante: wachsen im Rione von Neapel, dass „Das Mädchen aus Rom, das sich über ich mich nie im Leben, auch nicht, meinen neapolitanischen Akzent lustig wenn ich im Unrecht gewesen wäre, 5
entschuldigt hätte.“ (Elena Ferrante, die Geschichte eines neuen Namens, S. 439f) Wer freundlich ist, der macht das anders. Der macht sich den anderen zum Freund und sucht gemeinsam einen Ausweg aus der verfahrenen Lage. Das ist ja auch sachgemäß. Wenn die Kuh auf dem Eis ist, hilft es niemandem, lange zu erörtern, wer schuld daran ist, dass sie dort hin kam. Dann muss man gemeinsam sehen, wie sie wieder runter kommt. Und wenn man das dann in einträchtiger Gemeinsamkeit geschafft hat, dann kann man auch in Ruhe darüber reden, wie man so etwas in Zukunft vermeidet. Freundlich und mit Salz gewürzt, so dass die Worte auch anderen schmecken und sie unsere Rede gerne aufnehmen, weil es ihnen gut tut - so, meint der Apostel, kann es uns immer wieder gelingen etwas von der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, in der Welt sichtbar und erlebbar zu machen. Wo wir im Gespräch mit Gott bleiben, dort erfahren wir durch seine hilfreichen Antworten ja immer wieder, wie er es macht. Es mag schon sein, dass er uns klar macht: Also, mein Lieber, meine Liebe, hättest du eher auf mich gehört, wär’ dir das nicht passiert. Aber lassen wir das - jetzt 6
bringen wir die Sache auf die Reihe. Vergessen wir das, was du verbockt hast - machen wir uns lieber gemeinsam ans Werk, allen Menschen durch Worte und Taten deutlich zu machen: ich, euer Schöpfer mag sie. Auf dieser Grundlage können wir auch in der Gemeinde so miteinander umgehen, dass es allen miteinander Freude macht. Eine salzige Rede ist reinigend, desinfizierend, sie ist aber auch gewürzt mit Wahrhaftigkeit und ganz sicher nicht fade. Für mich bedeutet es, im von Gott gegebenen richtigen Moment darüber ins Gespräch zu kommen, was im Leben und im Sterben wirklich zählt. Wo die Beziehung zum Mitmenschen freundschaftlich eingebettet ist, findet solche salzige Wahrheit offene Türen. Allerdings, das mag ich gerne in Bezug auf unsere sizilianisierte Gemeinde anmerken, nicht immer gelingt es auf einer emotionsfreien Sachebene ein friedvolles Gespräch zu führen. Vielleicht sind zu viele Verletzungen im Laufe der Jahrzehnte voraus gegangen. Man kann das Griechische noch ein wenig anders übersetzen als Luther es tat, dann wird noch klarer, was der Autor dieses neutestamentlichen Briefes meint: „Eure Rede sei allezeit voller Anmut und Anreiz, aber auch mit Salz gewürzt“. Und das stimmt ja: Nur, wenn wir uns
auf unseren Gesprächspartner oder unsere Gesprächspartnerin einstellen, von ihm, von ihr her und auf ihn oder sie hin zu argumentieren versuchen, werden wir gehört werden. Wenn wir Menschen brüskieren und alles um die Ohren schlagen, warum wir glauben und wie wir glauben – sie werden es nicht hören, ganz gewiss nicht. Aber Anmut; Empathie, ist natürlich nicht alles. Wer einer, die nicht glaubt, aus Gründen der bloßen Empathie die Antwort auf die Frage „Warum glaubst Du diesen Unsinn eigentlich?“ verschweigt, der nimmt letztlich seine Gesprächspartnerin nicht ernst oder hat einfach unendlich viel Angst. „Eure Rede sei mit Salz gewürzt“: Wir sollen schon mit Empathie sprechen, aber eben auch so, dass wir präzise und ehrlich reden, nicht fade und falsch. Soweit, so gut. Der Autor des Kolosserbriefs spricht wie ein moderner Kommunikationsberater, der uns helfen will, besser über den christlichen Glauben zu kommunizieren. Wir sollen mit Empathie reden, aber doch nicht blass und farblos, offen, ehrlich, aber auch mutig – und wir sollen die Zeit nutzen, solche Kommunikationsformen einzuüben in unseren Gemeinden, auf Kirchentagen und wo auch immer. Natürlich ist es fahrlässig, wenn wir
ohne Empathie und ohne Würze herumstottern oder durch die Gegend reden, wenn wir nach unserem Glauben gefragt werden. Wir sollen uns gefälligst darauf vorbereiten. Aber ob unser Gegenüber aufmerksam aufnimmt, was wir sagen oder sich ärgerlich, amüsiert oder wie auch immer abwendet – das ist nun wirklich nicht in unserer Hand. Da können wir nur darum bitten. Darum bitten, „dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können“. Martin Luther hat einmal das schöne Bild gebraucht, dass Gottes Wort wie ein fahrender Platzregen kommt, einige trifft und dann auch wieder geht: „Denn das sollt ihr wissen“, sagte der Reformator in einer Predigt des Jahres 1524 zu seiner Gemeinde, „Gottes Wort und Gnade ist ein fahrender Platzregen, der nicht wieder dahin kommt, wo er einmal gewesen ist ... Drum greift zu und haltet fest, wer greifen und halten kann! Faule Hände müssen ein böses Jahr haben" (WA 15, 32). Das ist überraschend aktiv formuliert für einen Theologen, der allein auf Gottes Gnade setzte. Aber so steht das ja auch im Kolosserbrief: Wir sollen mit unserer Hände Arbeit etwas tun bei der Kommunikation des Evangeliums.
Sehr herzlich, Ihr Andreas Latz
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Blicke zurĂźck
O s t e r g o t t e s d i e n s t i n Ta o r m i n a m i t R e v e r e n d J o h n B e n n e t t u n d Pa s t o r A n d r e a s L a t z am Psalmsonntag
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Blicke zurück
Studierende öffnen Flüchtlingsrestaurant!
Vom 31. März bis zum 3. April haben wir besonderen Besuch aus Deutschland bekommen. Acht Studenten von der WHU - Otto Beisheim Business School of Management in Vallendar machten sich auf den Weg nach Catania, um einen Plan zur Integration der westafrikanischen Flüchtlinge aus unserer Wohngemeinschaft zu schmieden. Für viele Geflüchtete ist ein Meilenstein geschafft, wenn sie das italienische Land betreten. Sie haben dann ihre oft mehrjährige Flucht aus dem Heimatland abgeschlossen. Ziemlich schnell allerdings tun sich neue Probleme auf. Besonders schwierig ist es, in der neuen Umgebung integriert zu werden und Arbeit zu finden. Als Evangelisch-Lutherische Gemeinde helfen wir bereits einigen wenigen geflüchteten jungen Män10
nern ihre Existenz zu sichern. Seit Januar 2017 leben nun Flüchtlinge in der betreuten Wohngemeinschaft in Catania. Viele der Flüchtlinge haben Schwierigkeiten eine Arbeit zu finden. Einige arbeiten bereits in der Gastronomie und sind als Tellerwäscher oder Küchenhelfer tätig. Die Idee der Studenten aus Deutschland baut darauf auf. Sie planen mit der Universitätsinitiative „Enactus“ ein Restaurant zu eröffnen, wo die motivierten jungen Afrikaner arbeiten und lernen können. Das soll ihnen eine bessere Lebensperspektive bieten und helfen, Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam mit den Flüchtlingen haben Moritz, Hannah, Darleen, Isabel, Isabelle, Tom, Anna und Leon erste Ideen entwickelt und haben
bereits mit der Planung begonnen. Sie wünschen sich, einen selbstständig organisierten Betrieb mit sizilianischer Leitung und Spezialitäten aus aller Welt in Catania zu eröffnen. Das Ziel, die sozialen Probleme mit ökonomischer Aktivität zu bekämpfen, möchten die acht Studenten mittels Spendern aus verschiedensten Gebieten erreichen. Während ihres Aufenthaltes in Catania lernten die Studierenden die Flüchtlinge der Wohngemeinschaft kennen, trafen den potentiellen lokalen Partner Oxfam und besichtigten ein Flüchtlings-Rettungsboot, um die gesamte Situation besser einschätzen zu können. Außerdem besuchten sie gemeinsam ähnlich aufgebaute Restaurantstrukturen und durften schon einmal in den Genuss des gekochten Essens von den Flüchtlingen und Monika Moser kommen. Das Wochenende war ein voller Erfolg, sowohl die Studenten, als auch die Flüchtlinge diskutierten viel. Wir alle sind gespannt, wie es in der Zukunft weitergehen wird, danken der Gastfreundschaft der ev.-luth. Kirchengemeinde, freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen weiterhin gutes Gelingen!
Leon Blindell und Luise Groscurth 11
Blicke zurück
Konzert von Domenico Gioffré in der Kapelle des Bischofs in Messina zum G e d e n k e n d e s To d e s v o n A d o l f o S c h u l z e am 4.4.2017
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Blicke zurĂźck
Lamm- und vegetarisches Essen mit Liturgie zum GrĂźndonnerstag am 13. April 2017
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Blicke zurĂźck
B e s u c h d e r R e i s e g r u p p e B a u e r- M a r k s a u s NĂźrnberg am Ostermontag
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Blicke zurück Besuch bei den Gemeindemitgliedern Regione Calabria 25/26. März 2017
Dank der Fahrwilligkeit von Pastor Latz besuchte er auch in diesem Jahr seine „Fahrgemeinde“ anstelle „Pfarrgemeinde“ im Gebiet Kalabrien - Capo Vaticano/Tropea. Er hatte sich gut darauf vorbereitet und entsprechend etliche Damen aus Sizilien animiert und mitgebracht. Auch Frau Erika Spadaro aus Catania war wieder mit Herrn Pastor angereist. Besonders erfreut waren darüber die Familien Gloria Zagami/Micelli und Schirmer Wilhelm und Renate. So konnten wir einmal in fröhlicher Runde bei mir gemeinsam Mittagessen und wir fanden diesmal auch ein 16
wenig Zeit, den Gàsten einen Teil der Altstadt von Tropea zu zeigen. Am Abend genossen wir dann wiederum eine Pizza in einer in der Nàhe gelegenen Pizzeria. Da sich auch die Kinder von Gloria dazu gesellten waren wir nunmehr 14 Personen. Diese Vorstunden zum sonntäglichen Gottesdienst bereiten uns allen viel Freude. Es ergab sich, dass wir auch diesmal warmes und sonniges Wetter hatten und somit Herr Pastor Latz wieder im Freien in der „Villa Mantineo“ den festlichen Gottesdienst gestalten konnte. Die
schönen Gesänge wurden liebenswerterweise von Frau Frieda Bicker und Herrn Tommaso mit Piano und Gitarre begleitet. Nach dem Gottesdienst luden Gloria und Vittorio zum Mittagessen in ihrem Haus ein, was immer ein gelungener und runder Abschluss ist. Erwähnen möchte ich noch, dass auch diesmal die Unterbringung der angereisten Gäste im Agrotourismus von Gloria und Vittorio untergebracht wurden. Frau Frieda Bicker würde gerne mit ihrem Chor aus Reggio Calabria anreisen und im Herbst einen entsprechenden Gottesdienst mit ihm untermalen. Gedacht ist an ein Wochenende Ende Oktober 2017. Wir “Festlanditaliener“ freuen uns über viele Gäste!!!
Renate Schirmer, Tropea
Apostelgeschichte 5,29
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Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
MONATSSPRUCH Juni 2017 17
Blicke zurĂźck
L e s e r e i s e m i t R o b e r t o Tr e s o l d i a u s M a i l a n d vom 30.3.-1.4.2017 zu Heinz Schillings Biografie zu Martin Luther
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Blicke zurĂźck
Vo r t r a g v o n P f a r r e r L a t z an der Oberstufe des Gymnasiums G.B. Impallomeni in Milazzo am 5.4.2017, der Schulchor sang "Ein feste Burg ist unser Gott" in Deutsch
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Homosexualität Liebe Gemeindemitglieder, wie Ihr wisst, kümmere ich mich in unserer Gemeinde um das Thema Homosexualität und ich wollte Euch mal wieder ein bisschen erzählen, was so passiert ist und passieren wird. Wie jedes Jahr organisieren wir hier in Palermo die “veglia per il superamento della omofobia e transfobia“. Dieses Jahr findet sie am 17. Mai statt, wie Ihr auch auf der anderen Seite sehen könnt. Das Komitee der “veglia“ Palermo wurde gefragt sie dann auch in Trapani zu wiederholen, der Termin steht noch nicht fest. In Catania und Licata werden, wie ich weiß, auch eine “veglia“ organisiert, die Termine werden dann bekannt gegeben. Zu diesem Thema wird höchstwahrscheinlich eine Radiosendung vom Radio Beckwith Evangelica über verschiedene “veglie“ in ganz Italien gesendet werden. Für Palermo sollen Peter Ciaccio, Waldenser Pfarrer in Palermo, und ich interviewt werden. “Ali d‘aquila“ (Lgbt in der katolischen Kirche) und “Agedo“ (Eltern von LGBT) mit der Hilfe von “Libero“ machen in den Schulen Treffen mit Jugendlichen, um über ihre Erfahrungen mit diesem Thema zu reden. Alle drei Gruppen sind 18 20
aktive Mitglieder des Komitees. Das Komitees der “veglia“ Palermo ist auch dabei, eine Konferenz über das Thema “gender“ zu organisieren. Außerdem wird das Europäische Forum christlicher Lesben-, Schwulen-, Bi- und Transgendergruppen seine Jahreskonferenz 2018 in Italien abhalten und ich bin in der nationalen Arbeitsgruppe, die dieses Treffen organisiert. Sie wird vom 9. bis 13. Mai 2018 in Albano Laziale stattfinden. Bei der Konferenz werden sich circa 160 Personen aus 35 Ländern begegnen, um zusammen, wie auf einem Kirchentag zu arbeiten, beten, singen, sich kennenzulernen und voneinander zu lernen. Dieses Jahr treffen sich die Mitglieder des Forums in Danzig und einige Personen aus Italien sind dabei, wie schon seit einigen Jahren. Vom 7. bis 9. April habe ich an der Konferenz des Vereines “cammini di speranza“ (Associazione italiana cristiani LGBT) teilgenommen, vorher sollte eine Sitzung der Arbeitsgruppe stattfinden, die aber von dem Besuch wichtiger Persönlichkeiten unterbrochen wurde. Der Bischof von Albano Laziale Marcello Semeraro (auch Presidente della Commissione episcopale per la dottrina della fede) und Don Paolo Gentili
(Direttore dell’Ufficio nazionale per la Pastorale della famiglia della Conferenza episcopale italiana) haben uns besucht und mit uns gesprochen. Dies war eine große Neuigkeit, besonders für unsere katholischen Freunde, da wir bis jetzt noch nie die Möglichkeit hatten, mit so wichtigen Persönlichkeiten der
katholischen Kirchen zu kommunizieren. Hoffentlich wird dieses in der Zukunft Früchte tragen. Wie Ihr seht passiert viel. Hoffentlich kann ich Euch bald Neues erzählen.
Anke Williger, Palermo
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Vo r 1 5 0 J a h r e n w u r d e Käthe Kollwitz geboren Am beklemmendsten sind ihre Kindergesichter: Als hohlwangige Elendsmasken, versteinert vor Angst, verzerrt in Schmerz und Hunger, starren sie aus riesengroßen, entsetzten Augen in eine Welt, in der es keinen Trost gibt, keine Märchen und Blumen, keine menschliche Wärme und vor allem keine Zukunftsperspektive. Verlöschende Greisengesichter, kaum geboren und schon am Lebensabgrund, grauenvolle Physiognomien, vor denen die bürgerlichen Volkserzieher mit ihren Idealen von Leistung und Kultur hätten verstummen müssen – hätten sie nur genau hingesehen. Doch die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz galt als „Rinnsteinkünstlerin“ – verliebt in die schmutzigen Seiten des Lebens. Aber was die vor 150 Jahren, am 8. Juli 1867 in Königsberg 22
geborene Pazifistin und Antifaschistin hinterlassen hat, stellt keine Politpropaganda zu durchsichtigen Zwecken dar. Es ist erschütternde, beschämende Realität, tausendfach beobachtet in der Kassenarztpraxis ihres Mannes in einem Berliner Armenviertel. Was sich hier im Alltag der Großstadt an „stillen und lauten“ Tragödien vollziehe, bemerkte sie einmal, könne man nicht oft genug schildern. Ihr Vater hatte Jura studiert, fand mit seinen liberalen Ansichten keine Anstellung beim preußischen Staat und wurde Maurermeister, ihre Mutter war die Tochter eines Predigers. Käthes künstlerischer Weg führte sie von literarisch und historisch motivierten Themen (Bauernkrieg, Weberaufstand, das Gretchen in Goethes „Faust“) zur Wiedergabe unmittelbarer Erfahrungen mit der Not. Heute ist längst klar, dass sie sich nicht als sozialdemokratische Agitatorin oder kommunistische Elendsprophetin abtun lässt.
Eine Bronze-Pietà von 1937 oder ihr für das Familiengrab in BerlinFriedrichsfelde geschaffenes Relief „Ruht im Frieden seiner Hände“ lassen ihre christlichen Wurzeln erkennen. Für ihren berühmten Zyklus „Ein Weberaufstand“ hat Kollwitz ein (nicht ausgeführtes) Schlussbild entworfen, das im Stil eines mittelalterlichen Flügelaltars einen liegenden männlichen Leichnam mit Herzwunde und Dornenkrone zeigt und zu beiden Seiten Frauengestalten, die an mächtige Balken gefesselt sind. Ihr Text dazu: „Aus vielen Wunden blutest du, o Volk.“ Dass die Armen und Geschundenen
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das Gesicht des leidenden „Gottesknechts“ beziehungsweise das Antlitz Christi tragen, hat die jüdische Theologie immer schon gewusst und die christliche Befreiungstheologie im 20. Jahrhundert neu entdeckt. Käthe Kollwitz starb am 22. April 1945, wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in Moritzburg bei Dresden.
Christian Feldmann (Siehe dazu auch die Vorträge von Pfr. Latz und Luise Groscurth in den Gemeindegruppen)
Ich bete darum, dass Eure Liebe
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immer noch reicher werde an
Erkenntnis und aller Erfahrung.
Philipper, 1,9
MONATSSPRUCH Juli 2017 23
Te r m i n e · N e u i g k e i t e n · A d r e s s e n
Catania 3.05. Mi 4.05. Do
20:00
5.05. Fr
10.00
6./7.05. Sa/ So 7.05. So
17:00
10.05. Mi 11.05. Do
17:00 10:00
12.05. Fr
19.00
14.05. So 17.05. Mi 18.05. Do 21.5. So
11.00
22.-28.5.
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23.05. Di 25.05. Do
10:00
Essen für die afrikanischen Flüchtlinge kein offener Treff wegen Kirchenvorstandssitzung Begegnung mit Reisegruppe Allerdissen und anschließendem Imbiss Übernachtungswochenende Konfirmanden im Gemeindezentrum Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden im Gemeindezentrum Konfirmandenunterricht offener Treff und Pfarrsprechstunde mit Pfarrer Latz Cercolo Ecumenico in der Chiesa Battista: Pace e la guistizia Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale mit Konfirmation Veglia contro l’omofobia (s.dazu Artikel von Anke Williger) kein offener Treff Gottesdienst mit Reisegruppe Seiler und anschließendem Austausch und Imbiss Deutscher Evangelischer Kirchentag in Berlin und Wittenberg Operntreff offener Treff mit Buchvorstellung
Catania 1.-4.06. Do-So 7.06. Mi
19.30h
8.06. Do 10.06. Sa 15.06. Do 16.6. Fr
19.00
22.06. Do
10:00
29.06. Do 2.07. So
17:00
6.07. Do 23.07. So
10:00
Catania
Nachtrag
10.5. Mi
20.00h
24.5. Mi
20.00h
8.6. Do
20.00h
21.6. Mi
20.00h
5.7. Mi
20.00h
19.7. Mi
20.00h
Gemeindereise nach Mailand – kein offener Treff Filmabend im Gemeindezentrum bei Brot, Wein und Käse. Film: Der Butler, die wahre Geschichte von Cecil Gaines, 30 Jahre im Dienst der mächtigsten Männer der Welt offener Treff und Pfarrsprechstunde mit Pfarrer Latz Kirchenvorstandssitzung kein offener Treff Cercolo ecumenico bei St. Egidio, Pace e accoglienza offener Treff und Pfarrsprechstunde mit Pfarrer Latz kein offener Treff Gottesdienst im Gemeindezentrum mit Abendmahl offener Treff Verabschiedung von Volontärin Luise im Gottesdienst (Ort und Zeit erfragen) gemeinsames Essen mit unseren Flüchtlingen aus Afrika gemeinsames Essen mit unseren Flüchtlingen aus Afrika gemeinsames Essen mit unseren Flüchtlingen aus Afrika gemeinsames Essen mit unseren Flüchtlingen aus Afrika gemeinsames Essen mit unseren Flüchtlingen aus Afrika gemeinsames Essen mit unseren Flüchtlingen aus Afrika
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Taormina 3.05. Mi 14.05. So 1.-4.06. Do-So 11.06. So 16. 06. Fr 29.06. Do
17:00
Cinema in Taormina Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale mit Konfirmation Gemeindereise nach Mailand
11:00
Gottesdienst mit der anglikanischen Gemeinde Gottesdienst mit Pfarrer Gebhardt Gauss, Uhrzeit erfragen ökumenischer Gottesdienst mit Padre Sostene in Altavilla bei Giarre Verabschiedung von Volontärin Luise und Gottesdienst (Ort und Zeit erfragen)
19.00
23.07. So Messina 14.05. So 21.05. So 1.-4.06. Do-So 18.06. So 16.07. So 23.07. So
16:30
16:30 16:30
Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale, Konfirmation Gottesdienst Gemeindereise nach Mailand Gottesdienst mit Abendmahl Gottesdienst Verabschiedung von Volontärin Luise und Gottesdienst (Ort und Zeit erfragen)
Selinunte 14.05. So 19.05. Fr 1.-4.06. Do-So 23.07. So 26
18:00
Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale, Konfirmation Gemeindenachmittag: Vortrag zu Käthe Kollwitz und ihr Lebenswerk Gemeindereise nach Mailand Verabschiedung von Volontärin Luise und Gottesdienst (Ort und Zeit erfragen)
Comiso Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale, Konfirmation Operntreff Gemeindereise nach Mailand
14.05. So 23.05. 1.-4.06. Do-So 10.06. Sa 15.06. Do 23.07. So
Kirchenvorstandssitzung in Palermo Vortrag zu Käthe Kollwitz und ihr Lebenswerk Verabschiedung von Volontärin Luise und Gottesdienst (Ort und Zeit erfragen)
Siracusa 16h
1.-4.06. Do-So 13.06 Di
Vortrag zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale, Konfirmation Gemeindereise nach Mailand
16h
17.06. Sa
10:00
Vortrag zum 125. Geburtstag von Martin Niemöller Vortrag in der Casa Damme zur Biografie und Theologie von Martin Luther und anschließendem Mittagessen Vortrag und Sommerfest und Verabschiedung von Luise Groscurth
9.05. Di 14.05. So
18.7. Di
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Palermo
Gemeindetreff: Residence Cleotta, Apartment 612, 6. Etage, Via Caduti senza Croce, Gottesdienste in Chiesa Valdese, neben dem Politiama
14.05. So 20.05. Sa 1.-4.06. Do-So 10.06. Sa 10.06. Sa
17:00
10.06. Sa 15.07. Sa 23.07. So
16.30h (!) 17:00
15.00h
Sizilientag im Kloster San Biaggio bei Acireale, Konfirmation Gottesdienst Gemeindereise nach Mailand Kirchenvorstandssitzung in Palermo Gespräch mit der Gemeindegruppe Palermo in der Waldenserkirch Gottesdienst mit Abendmahl Gottesdienst Verabschiedung von Volontärin Luise und Gottesdienst (Ort und Zeit erfragen)
Pfarrhaus Tremestieri-Etneo
28
6.6. Di
17-19h
25.7. Di
17-19h
Vortrag zu Martin Niemöller, seiner Biografie und Theologie Vortrag zu Käthe Kollwitz und ihr Lebenswerk
Kirchenvorstand Name
Wohnort
Telefon
Funktion
Edith Beyeler Melanie Cobisi Hera Mendolia Monika Moser
Terrasini PA Comiso RG Taormina ME Aci Trezza CT
3311665918 0932-879172 0942-625138 3470508227
Ersatzsynodale Ersatzsynodale
Margit Müller
Sommatino CL
0922-872186
Annemarie Platania Gisela Salomon Renate Zwick Rosi Dipper-Schmidt
Belpasso CT
095-7912265
Scoglitti RG Partinico PA Dtschl.
0932-871005 3293156630
Schatzmeisterin u. Synodale Vorsitzende u. Synodale
Schriftführerin Gastmitglied
AnsprechpartnerInnen für regelmäßig stattfindenden Gruppen und Initiativen sind: Catania Comiso: Messina Siracusa Taormina Palermo Bibliothek Frauennetzwerk Partnerschaft Sinzh. Sozialberatung Gemeindebrief
Monika Moser Melanie Cobisi Ute Barbera Roswitha Jemulo Hera Mendolia Sandra Donath Brigitte Rao Renate Zwick-Rubino Christiane Bader
095-277602 0932-879172 090- 389815 0931-756045 0942-625138 091-6840204 095-7255195 3293156630 0932-825211
Renate Zwick-Rubino Claudio Fugenzi
3293156630 cfugenzi@kabelmail.de 29
Ta n t i a u g u r i ! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag u n d G o t t e s S e g e n a u f a l l e n We g e n !
Geburtstag
Name
04.05. 05.05.
Edith Beyeler Marion Veronika Dietrich Hildegard Heymanns Elisabeth Metzdorf Anna Maria Montanini Ursula Schwarz Sidonia von Borcke Melanie Tschurl Cobisi Eva Castrignanò Manuela von Ponickau Karin Vopel Margit Müller Petra Saupe Giovanni Toscano Lydia Morreale Gisela Renger Erika Weihmüller Helga Müller
11.05. 17.05. 24.05. 25.05. 02.06. 04.06. 10.06. 11.06. 18.06. 21.06. 22.06. 24.06. 24.06. 25.06. 28.06. 30.06. 30
Ital. Name
Telefon 334-3547145 0942-59075 333-3263440
Magnano
Lüty
Russo Minacapelli
Sesto Cozzo Turiaco
0942-36910 347-9529626 091-6850968 338-8658236 335-1528339 349-8947620 320-9326831 091-6255368 339-2808883 327-8385264 347-3002645 339-3640221 0932-868416 0942-28023 090-671780
Geburtstag
Name
01.07. 04.07. 05.07. 07.07. 23.07. 27.07.
Jutta Mott Eva Kitzberger Giovanni Cobisi Andreas Latz Marlene Over Annemarie Herbrechtsmeier Brigitte Schön
31.07.
Ital. Name Digiacomo
Telefon 329-5656360 0932-731136 0932-879172 340-1214292 340-6168395 091-514703 339-4962945
Nachruf zu Margot Sapuppo In der Nacht am Mittwoch, den 8. Februar zu Donnerstag, dem 9. Februar durfte Margot Sapuppo trotz wochenlangem Leiden unter dem Beisein ihrer beiden Söhne Christian und Marco friedlich einschlafen. Sie wurde 83 Jahre alt. Dieses Mal konnte unser Pastor Andreas Latz, trotz seiner Termine, die er anderorts (glücklicherweise auf Sizilien) auf seinem Terminkalender stehen hatte, stornieren und die Sterbende begleiten. Er wurde, wie gut, dieses Mal rechtzeitig benachrichtigt. So fand auch der Trauergottesdienst unter seiner Regie und zur Zufriedenheit der beiden Söhne am 11. Februar in
Acireale in der kleinen Kirche Santa Maria Suffragio um 11 Uhr statt. Unter der Trauergemeinde befanden sich außer den Verwandten in einer stattlichen Anzahl Kollegen und Kolleginnen von Reiseleitern aus den verschiedensten Assoziationen zusammen mit ihrem Sprecher Ernesto Fichiera aus Messina. In seinem Nachruf erinnerte er ganz besonders an die stets kämpferische Kollegin, die sich als eine der ersten Pioniere für eine staatliche Anerkennung dieser Berufsgruppe einsetzte. Ich lernte Margot über den Tourismus kennen. Beide arbeiteten wir als Fremdenführer in Sizilien. Ansässige Reisebüros oder auch 31
über private Anfragen setzte man uns als Begleitpersonal (heute Corriere) auf Bussen und in den jeweiligen Ausflugsorten als Stadtführer ein. Endlich, nach einer langen Warte- und Studienzeit war es dann soweit. Wir erhielten nach einem Staatsexamen unser Reiseleiterdiplom. Immer wieder begegneten wir uns während der Mittagszeit in den jeweiligen Lokalen, in denen wir gemeinsam mit unseren Gruppen zu Mittag aßen. So auch, wenn wir bei unseren jährlichen Gemeindeausflügen (Sizilientagen) trafen. Wir hatten uns stets Vieles zu erzählen. Dabei erfuhr ich einiges über ihr Leben und hörte ihr jedesmal fasziniert zu. „Ich stamme aus Thüringen und bin in Arnstadt zu Hause“, erzählte sie mir einmal und ich spürte, dass sie sehr stolz darauf war. „Nun, weißt Du nicht, dass in meinem Arnstadt Johannes Sebastian Bach 1703 Organist war?“ Später habe ich erfahren, dass sie Musik über alles liebte, auch aus anderen Gründen, wie sich herausstellte. „Ich war früher, als ich noch jung war, Balletttänzerin und habe interessante Menschen kennengelernt, besonders in der Zeit, als ich einen Film in Italien mit weltberühmten Schauspielern gedreht habe. Ja, ja, das war einmal!“ „Sage mir nicht, dass Du jetzt 32
unzufrieden bist! Hattest Du doch deinen Mann hier kennengelernt! Du hast zwei prachtvolle Söhne und deine Enkelkinder! Ist das nichts?“ „Gott bewahre, ich liebe meine beiden Söhne und die Enkelkinder über alles. Ohne sie könnte ich mir mein Leben gar nicht vorstellen. Nur schade, dass mein Mann so früh gestorben ist. Irgendwann einmal berichtete sie mir von ihrer kranken Mutter, die sie zu sich nach Sizilien geholt und bis zu ihrem Tode pflegte. Und sie fügte hinzu: „Ich hoffe, dass auch ich einmal das Glück haben werde, von dem Pastor unserer Gemeinde, wie meine Mutter damals, bestattet zu werden.“ Margot ist sich stets treu geblieben. Wie es in einem Sprichwort so heißt: Eine Frau mit einer „rauhen Schale und einem weichen Kern“. Mit ihrer Disziplin und ihrer unwiderruflichen Strenge hatte sie es hier auf Sizilien nicht immer leicht. Kurz – sie gehörte in die Reihe der Alpha-Menschen. Stets an der Spitze, wird sie allen Kollegen und Kolleginnen und den Menschen, die sie kannten, in Erinnerung bleiben.
Eva Sangrigoli, Giardini-Naxos (P.S.: Herzlichen Dank an die Freiwillige Luise Groscurth für die begleitende stimmungsvolle Kirchenmusik während der Beerdigung.)
Als ich nach Sizilien kam Um ganz ehrlich zu sein, war ich als Rucksacktouristin schon als 16-jährige das erste Mal auf Sizilien, aber wie wir ja wissen, im Urlaub ist ja alles so schön……das Meer, die Sonne, die Kaktusfeigen, das wunderbare Essen, die Leute (damals war ich in Cefalù und auf den Äolischen Inseln), aber trotzdem, “nicht mein Land”, dachte ich bei mir. 1986 habe ich mein Abitur abgelegt und mich dann ins Studentenleben gestürzt, eigene Wohnung, cooler Job in der italienischen Touristenbranche (ich bin zweisprachig aufgewachsen, aber das ist eine andere Geschichte), meine Schwester zog zu mir, auf der technischen Uni Wien inskripiert (hochdeutsch: immatrikuliert) und der “Sturm und Drangzeit“ stand nichts mehr im Wege. Eines Abends, unterwegs mit meiner Schwester, lernte ich in einer typisch Wiener Innenstadtdisco einen jungen Italiener kennen, der dann nach langem hin und her, (wie ich schon sagte, war Sizilien nicht mein Land), am 3. August 1991, in einer kleinen österreichischen Marktgemeinde mein Ehemann wurde. Hochzeits-
(22) von Monica Brenner reise……ab nach Sizilien. Mit einem 80er Jahre vierkantigem Volvo, vollbepackt mit Hochzeitsgeschenken und natürlich auch meinen “sieben Zwetschgen”, und noch Schwägerin und Cousine im Schlepptau, machten wir uns auf in unser neues Zuhause. Bei ca. 40 Grad kamen wir in Paternò bei Catania unterhalb des Ätnas an, wo ich das erste Mal unsere Wohnung und unsere neuen Möbel betrachtete, “hmm…. vielleicht hätte ich mich doch um die Auswahl selber kümmern sollen, aber was macht’s, das bekomm ich schon hin”, dachte ich mir damals. Außerdem war ich in meiner Jugend eine begabte Leichtathletin und begeisterte Sportlerin sowieso, somit hatte ich in meiner Umgebung eine absolute NULL, was eine Kontinuität meiner leidenschaftlichen Aktivität zufolge hätte. So dachte ich:”joggen kann man doch überall, selbst in New York“, ja vielleicht in New York, aber nicht in Paternò. Nach wenigen Metern, unzähligen “Ciao Bionda !” – Rufen und der Lunge voller Abgasen, kehrte ich in mein neues zu Hause zurück, beschloss meinem 33
jungen Ehemann tatkräftig bei seiner Arbeit in einem Vivaio (Baumschule) zu unterstützen und für unsere Zukunft zu arbeiten. Gesagt, getan und somit gab ich meinem Heinweh keinen Grund mehr , über mich zu herrschen . Ich hatte meinem Leben einen Sinn gegeben, mit dem einzigem Gedanken, eine Familie zu gründen. Im Juni 1992 wurde mein Sohn Daniele geboren, 1996 meine Tochter Giorgia und 2002 unser Jüngster Raffaele, ausserdem eröffnete ich 2001 gemeinsam mit meinem Mann ein Reisebüro in Paternò, und ich fühlte
mich wirklich integriert. Heute gibt es kein Heimweh mehr, außer vielleicht umgekehrt. Ich bin gerne auf Sizilien, ich würde vieles missen, vor allem den Fisch, das Gemüse, der Geruch im Frühjahr…… und mein Traum heute? Die Stellung hier auf dieser Insel zu halten, um meinen Kindern, die nun großteils in Wien leben, die Möglichkeit zu geben, hin und wieder zuhause zu landen. Erstens, da sie hier aufgewachsen sind, und zweitens, sagen wir es ehrlich, …..daheim ist, wo “Mamma “ ist .
Monica Brenner , 50 Jahre
Ritiro Spirituale della Diaconia a Firenze!
Von 31.03. bis 02.04.2017 fand in Florenz eine Tagung in der Foresteria Valdese “Emily Gould” statt. Gleich 34
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Wer sein Brot mit einem Hungernden teilt, und er wird satt, das Licht des Tages erleuchtet Dich
nach der Ankunft wurde der Abend mit einem Lied “..il vento soffia forte” eröffnet. Nach dem
Kennenlernen der einzelnen Vertreter der verschiedenen Gemeinden haben wir über unsere Diakonie-Projekte gesprochen. Der Dekan Heiner A.Bludau hat die Willkommensansprache gehalten. Somit wurde die Tagung von der Diakonieleiterin Daniela Barbuscia eröffnet. Am Sonnabend nach der Meditation des Dekans wurde dann gearbeitet: « Die Kirche ist die Kirche aller, sonst ist sie nicht die Kirche von Christus ». Dazu gab es ein Intervent von der Pastora der Gemeinde Triest: Luther-Diakonie-Bibel. Dann kam das Hauptthema der Zusammenkunft überhaupt “Emigration und Diakonie”. So war ich an der Reihe, über unser Projekt “Granello di Senape” zu berichten. Es wurde sehr positiv von allen Teilnehmern angenommen. Aber es wurde mit Bedauern festgestellt, dass es bei ihnen in den Gemeinden nicht möglich ist, sprich: « keine Helfer, Platzmangel u.s.w. » Laut der Verantwortlichen für 8xMille werden die Beiträge auch immer weniger. Wer keine sozialen Projekte manifestieren kann, bekommt kein 8xMille. Diakonie heisst Christ sein und helfen. Nicht nötigen zu helfen, bleibt eine freie Entscheidung ohne materielle Gratifikation, ohne moralische Pflicht. Helfen heisst auch, wie ein Fluss, der allein dahin fliesst. Die
Pastorin von Triest machte es anhand kleiner schwarzer, leuchtende Steine beispielhaft, die durch Bewegung leuchten. Wir sollen leuchten. Sieht man Diakonie nur mit weiblichen Augen? Männer haben es schwerer? Die Frau in der Rollenverteilung; ist sie die Untertanin des Mannes: Gebärende, Liebhaberin, Beschützerin? Der Mann ist ein freier Untertan, Freiwilliger? Nicht Rollen aussuchen, sonden dasein, geben. Frauen sind nicht nur Zuschauerinnen der Gesellschaft. Die Indifferenz ist das Gegenteil von allem, sie stumpft ab. Dazu hat der Vizedekan aus Verona-Gardone eine Meditation gehalten. Zum Schluss wurden noch Ratschläge für die Diakonie ausgetauscht, über neue oder bestehende Projekte. Der Abend endete mit einem Stadtrundgang, geführt von einer sehr kompetenten Professorin. Am Sonntagmorgen nach der gemeinsamen Messe, gestaltet vom Dekan und dem Pfarrerehepaar aus Florenz, umrandet von einem wunderbaren Chor, hiess es dann, den Heimweg antreten. Der Dekan hat mir beim Abschied seinen Segen für unser Projekt gegeben und wünscht viel Kraft für unsere Arbeit.
Annemarie Kranz-Platania 35
KURZ und BÜNDIG: • Palermo Der Kirchenvorstand hat in seiner letzten Sitzung über die Notwendigkeit, sich mit der Gemeindegruppe Palermo zu treffen, beraten. Dazu ist eine KV-Sitzung am 10.6. in Palermo vorgesehen. Dieser Termin wird jedoch noch in der kommenden Mai-Sitzung bestätigt werden müssen. Geplant ist das Treffen mit der Gemeindegruppe Palermo für 15.00 Uhr in der Sakristei der Waldenserkirche, noch vor dem Gottesdienst um 16.30h(!!!). Die palermitanischen Gemeindeglieder mögen sich doch bitte diesen Termin schon einmal vormerken und zu gegebener Zeit noch einmal von den Kirchenvorständlerinnen Edith Beyeler oder Renate Zwick bestätigen lassen.
wenn Sie besucht werden wollen, Pfarrer Andreas Latz kommt gerne zu Ihnen nach Hause, einfach unter 3401214292 anrufen.
• Kollekten aus Passion und
Ostern Durch den Besuch einer Reisegruppe aus Nürnberg mit Pfarrer Bauer-Marks und der Feier einer Andacht im Gemeindezentrum und einer hinterlassenen Kollekte von 263,- und den Kollekten aus der Kar- und Osterwoche sind insgesamt 432,30 € für unsere Gemeinde zusammengekommen, allen Gebenden sehr herzlichen Dank.
• Der offene Treff am Donners-
tagvormittag in Catania findet ab Mai nur noch zwei Mal im Monat statt, davon einmal im Monat mit einer Buchvorstellung in der Zeit von 10.00 •Neubau-Villa in S.Giov.Galermo, bis 12.00h. Da das Interesse immer mehr nachgelassen hat am offenen Catania, 4 Zimmer, Zentralheizung , Treff, der ja so oder so keinen inhaltli2 Auto-Stellplätze, zu vermieten, 650 €, Fam.Nierling, Tel 095 42 26 05, chen Schwerpunkt hatte, sondern nur in Verbindung mit den Markteinkäufen cell.338 1521706 zu einer Tasse Tee oder Kaffee genutzt wurde und zum Verweilen einlud und angesichts der vielfältigen anderen • Möbliertes Haus in Catania, Aufgaben der Gemeinde, schien dieser Zone Cibali, 3 1/2 Zimmer, KlimaSchritt nur logisch. anlage, zu vermieten: 500 €, Fam. Nierling, Tel. 095 42 26 05, cell. 338 1521706. Wir versuchen unsere Geburts-
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• Eigentlich unnötig zu sagen, aber 36
tagsliste immer aktuell zu halten, das gelingt nicht immer, Frau Stüdemann
aus Capo d’Orlando hatte am Konfirmanden am 7. Mai um 19. Januar Geburtstag, von Herzen 17h im Gemeindezentrum, Grotte segensreiche Glückwünsche Bianche. nachträglich, möge es im nächsten Jahr fristgerecht gelingen zu gratulieren☺
• Das Pfarrhaus in Tremestieri-
Etneo hat wieder geöffnet zu zwei Vorträgen, sehr herzliche Einladung bei Kaffee und Kuchen und anschließendem Austausch, auf hoffentlich entspannte WohlfühlStunden. Und zwar am Dienstag, den 6. Juni und Dienstag, den 25. Juli, jeweils von 17-19h ☺.
Raffaele Spampinato, 14 Jahre
• Film in Catania am 7. Juni um 19.30 bei Wein, Brot und Käse: Der Butler • Konfirmationen
Der Kirchenvorstand und die Gemeinde freuen sich sehr nach langjähriger Pause über die Konfirmation von drei Jugendlichen im Rahmen des Sizilientages am 14. Mai 2017. Die Konfirmanden werden seit einem Jahr alle zwei Wochen am Mittwochnachmittag von Luise Groscurth und Pfarrer Latz unterrichtet und am Übernachtungswochenende vom 6.-7. Mai in der Grotte auf die Konfirmation vorbereitet. Herzliche Einladung zum Vorstellungsgottesdienst der
Timea Tiralosi, 14 Jahre
Tobia Tiralosi, 12 Jahre
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Nachgestellt D i e l a n g e n Ta g e v o n C a s t e l l a m a r e Catherine Banner
Amedeo Esposito hat seine Ausbildung zum Arzt beendet. Seine Suche nach einer Anstellung bringt ihn nach Castellamare, eine kleine (fiktive) Insel in der Nähe von Sizilien, gegenüber von Siracusa liegend. Ein kleines, vom Rest der Welt abgeschnittenes und ziemlich autarkes Eiland mit vielen skurrilen und bodenständigen Charakteren, eigenen Sitten und Gebräuchen, sowie einer eigenen Heiligen und einem Conte, der die Zügel der Insel anfangs noch fest in den Händen hält, liefert viel Erzählstoff. Amedeo, als Waise aufgewachsen und als einzigem Menschen lediglich seinem Ziehvater, ebenfalls ein Arzt, verbunden, findet in dem Ort Castellamare ein Zuhause, wie er es sich immer gewünscht hat. Er heiratet Pina, die Dorflehrerin, mit der er vier Kinder bekommt. „Die Insel war ein Krümel zwischen den Seiten im Atlas seines Pflegevaters, südöstlich von Sizilien gelegen. Weiter hätte Amedeo sich nicht von Florenz entfernen können, ohne Afrika zu erreichen.“ Zu einem Skandal kommt es, als 38
Buchvorstellung in der gleichen Nacht ein eheliches und ein uneheliches Kind von Amedeo zur Welt kommen. Da der Conte d´Isantu sowohl gehörnter Ehemann als auch Bürgermeister und Herrscher über die Insel ist, wird Amedeo als Arzt entlassen. Um sein Zuhause, die Insel Castellamare, nicht zu verlieren und seine Familie ernähren zu können, übernimmt Amedeo das frühere Café der Insel, das Haus am Rande der Nacht, das von nun an der Mittelpunkt von Amedeos Familie und der Gemeinde Castellamare werden wird. Amedeo wird eine der das Gemeinschaftsleben bestimmende Person im Ort. Die Feindschaft zwischen den Familien Esposito und d´Isantu, die sich auf den Ehebruch-Skandal begründet, wird die Leben der nächsten vier Generationen auf der Insel wesentlich mitbestimmen. „Frauen trugen Fisch auf großen Platten über den Köpfen, Wein schwappte in Gläsern, die Misstöne von Gitarren und Akkordeons erhoben sich in die Dunkelheit.“
Castellamare ist ein Mikrokosmos – wenig beeinflusst vom Leben außerhalb. Politische Strömungen wie der Faschismus vor und während oder der Kommunismus nach dem Krieg werden zu zeitlich begrenzten „Zwischenfällen“, die die Machtund Gesellschaftsstrukturen auf der Insel nicht wesentlich beeinflussen. Nach dem Krieg erlebt die Insel einen Aufschwung, den Menschen auf der Insel geht es zusehends besser und die bis dahin herrschenden feudalistischen Verhältnisse lockern sich. Der Fortschritt erreicht die Insel: Strom, Tourismus, der erste Fernseher, ein Computer halten nach und nach Einzug auf Castellamare. Die Nachkommen der Insel entwickeln eine Sehnsucht auf die Welt außerhalb der Insel… Begleitend, als Stilmittel, aber möglicherweise auch als Quellenangabe der Herkunftsgeschichte der Menschen auf den Sizilianischen Inseln, macht die Autorin Catherine Banner ihren Helden Amedeo zu einem Sammler der Volksmärchen und folkloristischen Geschichten, die er auf seinem Weg nach und während seines Lebens auf Castellamare hört. Catherine Banner, in England aufgewachsen und in Cambridge Literatur studiert, verheiratet in Italien und in Turin lebend, ist eine
spannende Familiensaga über mehrere Generationen gelungen. Sie stellt die Erlebnisse der Menschen auf der Insel Castellamare vor den geschichtlichen Zusammenhängen der vergangenen 150 Jahre, der technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des ländlichen Siziliens nachvollziehbar dar. Dabei verwendet sie eine Sprache, in der die Farben der Insel, die Düfte der Bougainvillea und die Gefühle der Menschen zu spüren sind. Castellamare macht neugierig, reisefiebrig, entdeckerfreudig und lässt träumerisch werden über ein da und dort so noch existierendes Sizilien. Unbedingt lesenswert, in der Bibliothek ab sofort auszuleihen, im Buchhandel für 18,-€ zu erwerben.
Andreas Latz
Impressum Redaktionskreis: Monika Moser, Pastor Andreas Latz, Luise Groscurth Layout: Claudio Fugenzi Redaktionsschluss Ausgabe 4 2017 August / September / Oktober 15.7.2017 Beiträge an: sicilia@chiesaluterana.it Tel. Pfarramt Tremestieri Pastor Latz: 095 – 213230; cell. 340 121 4292
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8xMille
alla Chiesa Luterana Un grazie di cuore a tutti i contribuenti che negli ultimi anni hanno destinato l’8xMille alla CELI che ha potuto realizzare, grazie a queste risorse, tante iniziative che rendiconta in modo trasparente. Nel 2017 la Chiesa Evangelica Luterana in Italia festeggia il 500° anniversario dell’affissione delle 95 tesi di Martin Lutero a Wittenberg. La Riforma luterana è stata un evento importante per le Chiese, ma anche perché ha cambiato il corso della storia mondiale determinando importanti trasformazioni sociali. La CELI quest’anno si dedicherà alla diffusione del pensiero luterano in Italia, non solo con manifestazioni di vario genere, ma anche attraverso importanti opere sociali. Tra le tante iniziative spicca l’aiuto delle comunità alle zone colpite dal terremoto. Non dimentichiamo inoltre i progetti nell’ambito della sanità, assistenza ai migranti, scuola, ecumenismo e dialogo interreligioso. Una chiesa che vive il messaggio biblico oggi!