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Deutsch report

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SCHUTZHÜTTE B1 RIFUGIO

REPORT 2018/2019

Projekt schutzhütte b1 rifugio

PREPARED AND PRESENTED BY SCHUTZHÜTTE B1 RIFUGIO


inhalt SCHUTZHÜTTE B1 rifugio ABOUT SCHUTZHÜTTE B1 RIFUGIO SCHUTZHÜTTE B1 RIFUGIO WER SIND WIR

ZIELE RECHTE BEDÜRFNISSE

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ABOUT THE PEOPLE DIE MENSCHEN, DIE SPRUREN HINTERLASSEN HABEN LÄNDER - AUFGENOMMENE PERSONEN AUS DEN LEBEN, EINES MENSCHEN

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ZUSÄTZLICHE DIENSTE

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BEGLEITUNG UNTERSTÜTZUNG

TÄTIGKEITEN

WOHNUNGS- UND ARBEITSSUCHE SPRACHUNTERRICHT UND STUDIENUNTERSTÜTZUNG AKTIVITÄTEN IM BEREICH ARBEIT STUNDEN DER FREIWILLIGEN AKTIVITÄTEN IM BEREICH SENSIBILISIERUNG

NETZWERK NETZWERKEN UM BESTMÖGLICH ZU UNTERSTÜTZEN

HERAUSFORDERUNGEN FÜR ASYLBEWERBER*INNEN UND FLÜCHTLINGE

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SCHLUSSWORT

128 PERSONEN FÜR INSGESAMT 3587 NÄCHT

FINANZIERUNG DU MACHTST ES MÖGLICH

DANKESCHÖN EIN BESONDERES DANKESCHÖN

SONSTIGES

PRESSE | UELLEN ZUM LESEN | IMPRESSUM ABKÜRZUNGEN ANHANG

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2 2 2 2

MENSCHLICHKEIT KENNT KEINE GRENZEN


About SCHUTZHÜTTE B1 rifugio

A LITTLE BIT ABOUT WHO WE ARE

Die Bürger*innenbewegung Binario1 | Bahngleis1 ist eine Gruppe von Menschen, die im Frühjahr 2015 angesichts der Notsituation am Bahnhof Bozen nicht einfach tatenlos zusehen konnte, sondern spontan schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen auf der Flucht in einer Notlage organisiert hat. Diese „Freiwilligen der Zivilgesellschaft“ sind Bürger*innen aus ganz Südtirol, die nicht über einen Verein organisiert waren, sondern aus Eigeninitiative und in Eigenverantwortung handeln und sich auf unterschiedliche Art und Weise einbringen. Diese spontane Gruppe hat sich auch außerhalb des Bahnhofes für Menschen auf der Flucht aktiviert und setzt sich für eine inklusive, offene Gesellschaft ein. Sie versucht mit Projekten und Handlungen die in Südtirol untergebrachten Asylbewerber*innen in ihrem neuen Alltag zu unterstützen und macht sich gleichzeitig für die Achtung der Rechte der Aslywerber*innen stark. Zäunen, Grenzen und Quoten stellt sich Binario1 | Bahngleis1 mit Solidarität und Menschlichkeit in den Weg.

Durch die bisherige Vorgangsweise im Aufnahmeverfahren haben nicht alle Asylwerber*innen Zugang zu den Aufnahmestrukturen, wie von den nationalen und europäischen Rechtsvorschriften vorgesehen wäre. Durch Anwendung der jüngsten Landesbestimmungen blieben auch besonders Schutzbedürftige auf der Straße. Durch das Engagement von Freiwilligen fanden sie zum Teil vorübergehend in der evangelischen Kirche oder/und bei Privatpersonen Zuflucht.

Das Projekt Schutzhütte B1 Rifugio soll ein konkretes Beispiel einer sozialen Antwort sein und gleichzeitig die systematischen lokalen Mängel im Umgang mit Schutzsuchenden aufzeigen.

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Die Schutzhütte B1 Rifugio entsteht - als Ort der Gastfreundlichkeit aber auch als Verein. Die Idee der Schutzhütte B1 Rifugio entsteht nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis persönlicher Erfahrungen und Beobachtungen sowie Eindrücken aus der Netzwerkarbeit mit anderen Freiwilligen und Organisationen, die vor Ort aktiv sind. In den Jahren, in denen wir uns für geflüchtete Menschen auf der Straße bzw. am Bahnhof eingesetzt haben, konnten wir den lokalen Bedarf unter Berücksichtigung der geografischen Besonderheiten Südtirols als Grenzregion zu ermitteln. Unter anderem zeigte sich, dass 2014 und 2015 viele Asylsuchende (Anhang i) die Provinz Bozen selbstständig und autonom erreichten (Anhang ii). Diese Menschen kamen somit nicht über die direkt vom Regierungskommissariat, also staatlich zugeteilte Flüchtlingsquote, sondern erreichten Südtirol eigenständig (Balkan Route, Nordeuropa, ect.) und wurden deshalb aus dem Aufnahmesystem ausgeschlossen (Anhang iii). Viele der Personen, die auf der Straße leben, haben einen Asylantrag in Bozen gestellt und stehen auf der sogenannten „Warteliste“ für einen Platz in einer Aufnahmestruktur. Diese Personen hätten und haben jedoch Anrecht auf einen Platz in einem Aufnahmezentrum. Dieses Recht ist gesetzlich festgelegt und fußt auf der europäischen Richtlinie (2013/33/UE), die mit dem Gesetzesdekret 142/2015 in italienisches Recht umgewandelt wurde. Das italienische Gesetz und die europäischen Richtlinien unterscheiden nicht zwischen "Quoten" (in quota) und "außer Quoten“ (fuori quota) Asylsuchende. Nachdem sie in Italien Asyl beantragt haben, haben alle, ohne Unterschied, das Recht aufgenommen zu werden, unabhängig davon, wie sie nach Italien gekommen sind (zu Wasser, zu Lande).

Trotzdem wurde einer Reihe von Asylweber*innen dieses Recht verwehrt und sie waren gezwungen, entweder bei Freiwilligen unterzukommen oder viel häufiger für die gesamte Dauer des Asylverfahrens, das im Durchschnitt 2 bis 3 Jahre dauert (Anhang iv), 'unter den Brücken' der Stadt zu leben. Mehrere der betroffenen Personen waren sogar besonders schutzbedürftig. Die Situation hat sich vor allem seit Oktober 2016 (Anhang v) zusehends verschlechtert und erreichte ihren traurigen Höhepunkt mit dem tragischen Tod des kleinen Adan (Anhang vi).

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Da es für uns inakzeptabel war, dass schutzbedürftige Asylwerber*innen auf der Straße waren, während sie darauf warteten, dass sich die Mühlen der Bürokratie in Bewegung setzen und ihnen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt würde, haben wir beschlossen, diesen Menschen für kurze Zeit unsere Gastfreundschaft anzubieten. Unsere Gastfreundschaft war eine Übergangslösung, um das Grundrecht der Asylsuchenden auf ein Dach über den Kopf zu schützen. Keinesfalls wollen wir die Institutionen zu ersetzen oder von ihrer Verpflichtung sich darum zu kümmern, befreien. Unser Ziel ist es immer, den zuständigen Behörden prekäre Situationen aufzuzeigen, im Vertrauen, dass sie institutionelle Antworten finden, die die geltenden Vorschriften und die Würde der Menschen respektiert.

WANN WIRD DIE SCHUTZHÜTTE B1 RIFUGIO AKTIV Schutzhütte B1 Rifugio richtet sich vor allem an besonders schutzbedürftige Personen auf der Flucht. Gemäß Legislativdekret 142/2015 gehören dazu Erwachsene mit Beeinträchtigung, ältere Menschen, unbegleitete Minderjährige, schwangere Frauen, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, Opfer von Menschenhandel, Menschen mit schweren Krankheiten oder psychische Störungen; Personen, die nachweislich Folter, Vergewaltigung oder andere Formen psychologischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben und Opfer von Genitalverstümmelungen. Weitere Personengruppen denen wir uns zuwenden möchten, die im Legislativdekret Nr. 142/2015 nicht erwähnt werden, aber angesichts ihrer prekären sozialen Situation durch die Obdachlosigkeit verstärkt Risiken ausgesetzt und vulnerabel sind, sind: alleinstehende Frauen und Familien mit kleineren Kindern. Es gibt Menschen, die zu den oben genannten Kategorien gehören, aber kein Dach über dem Kopf haben und ohne das Lebensnotwendige auskommen müssen, obwohl das Gesetz für sie einen besonderen Schutz und ein vorrangiges Einschreiten vorsieht. Die Schutzhütte B1 Rifugio möchte auf diese Situationen hinweisen und kurzfristige Unterstützungsmaßnahmen anbieten. Wir haben deshalb schutzbedürftige Asylwerber*innen (Anhang vii) und alleinstehende Frauen bei uns untergebracht. Die Asylsuchenden durften 3 Tage (bzw. 5 Tage wenn die Person unmittelbar vor dem Wochenende zu uns kam) in unserem Haus bleiben.

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Während der Zeit in der Schutzhütte B1 Rifugio haben die Menschen die Möglichkeit sich auszuruhen und die notwendigen Gespräche mit den Institutionen zu führen, die über ihre Unterbringung entscheiden. Zusätzlich zu dieser kurzen Unterbringung, haben wir noch eine zweite Art der Gastfreundschaft angeboten: die sogenannte „Dritte Aufnahme“ (terza accoglienza) (Anhang ix). In diesem Projekt der Dritten Aufnahme, für 4/5 der insgesamt 23 Plätze im Haus, haben wir Personen mit internationalem Schutzstatuts und die deshalb die Aufnahmestrukturen verlassen mussten, für maximal drei Monate bei uns aufgenommen und bei der Arbeits- und Unterkunftssuche unterstützt. Da wir stets auf die Notwendigkeiten der Geflüchteten die in der Provinz Bozen sind eingehen, hat sich kurz nach der Eröffnung ein weiterer Bedarf herauskristallisiert: Erkrankte Menschen, die in der Notschlafstelle (emergenza freddo), eine Schlafstätten die während des Tages nicht zugänglich sind, untergebracht sind und ein Zertifikat des STPAmbulatoriums haben (STP: Stranieri Temporaneamente Presenti sul territorio = Ambulanz für Ausländer, die noch nicht die notwendigen Voraussetzungen für den Zugang zum nationalen Gesundheitssystem erfüllen). Das heißt bei Krankheiten, die nicht schwerwiegend sind, aber dennoch eine Genesungszeit brauchen (z.B. Grippe, verschiedene Infektionen etc.), beherbergten wir die Menschen für die im ärztlichen Attest vorgesehene Zeit. Daraus entstand eine beispielhafte Zusammenarbeit mit den freiwilligen Ärzten und dem STP-Ambulatorium. Die Ärzte stellten sich zur Verfügung innerhalb von 24 Stunden nach der Aufnahme der Personen in der Schutzhütte B1 Rifugio vorbeizukommen und die Menschen vor Ort zu untersuchen. Während die Bedürftigen bei uns sind (zwischen 5 und 7 Tage), informieren wir die Verantwortlichen der "emergenza freddo" (Kältenothilfe), damit sie ihren Platz dort nicht verlieren. So können die Rekonvaleszenten nach Ablauf der von den Ärzten vorgeschriebenen Genesungszeit in die Notunterkünfte zurückkehren. Das Haus wurde am 8. Januar 2018 eröffnet und wie geplant am 15. März 2019 die Unterbringung geschlossen. GENESUNGSZEIT 13%

TERZA ACCOGLIENZA 18%

EMERGENZA 69%

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ziele Unser vorrangiges Ziel war und ist immer noch, der Schutz der Rechte der Personen, die internationalen Schutz beantragen oder diesen bereits erhalten haben. Eines dieser Rechte, für das wir uns einsetzen, ist das Recht, nicht im Freien schlafen zu müssen. Da wir, wie bereits erwähnt, nicht den Bedürfnissen aller Personen, mögen sie auch alle legitim sein, gerecht werden konnten, haben wir beschlossen schutzbedürftige Personen zu beherbergen. Dazu zählen für uns auch alleinstehende Frauen, welche im Gesetz leider nicht berücksichtigt werden. Das Recht auf Aufnahme der Personen, die internationalen Schutz beantragen, ist im Gesetzesdekret Nr. 142 von 2015 vorgesehen, das auf der europäischen Richtlinie 2013/33/EU gründet (Anhang xii). Dieses Gesetzesdekret sieht vor, dass die Aufnahmemaßnahmen „von dem Moment an anzuwenden sind, in dem sich der Wille internationalen Schutz zu beantragen manifestiert“ (Art.1, Absatz 2), d.h. es ist gar nicht nötig, dass der Antrag auf internationalen Schutz bereits eingereicht oder formalisiert wurde. Für die Flüchtlinge, d.h. für Personen, die bereits einen internationalen Status erhalten haben, sieht das italienische Gesetz eine Gleichbehandlung mit den italienischen Staatsbürger*innen vor. „Die Flüchtlinge haben das Recht auf gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Wohnungen und Vermittlungsdiensten von Sozialeinrichtungen, die möglicherweise von jeder Region oder Gemeinde zur Verfügung gestellt werden sollen, um den Zugang zu Wohnraummieten zu erleichtern und die Errichtung, Wiederherstellung, den Kauf und die Vermietung der Erstwohnung zu erleichtern“ (Artikel 29 Absatz 3 der Gesetzesverordnung 251/2007). Ein weiteres Ziel war es eine Bedarfsanalyse in unserem Gebiet durchzuführen. Nachdem die Menschen ohne offizieller Unterkunft aber in einem „informellen“ Aufnahmesystem, das heißt bei Freiwilligen und Bekannten, untergebracht wurden, war es schwierig eine Schätzung des Bedarfs vorzunehmen. Ebenso kompliziert war es, die notwendigen Meldungen an die verantwortlichen Institutionen zu machen, damit diese für eine angemessene Aufnahme sorgten. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden ein 14-monatiges Pilotprojekt zu starten, um den Bedarf mit Hilfe einer "Transiteinrichtung“, in der diese Personen untergebracht bzw. als Gäste aufgenommen wurden, dokumentieren zu können. Unsere Hoffnung war es, dass am Ende unseres Projektes unsere Aufgabe, im Hinblick auf die Bedürfnisse, die in diesen 14 Monaten hervorgegangen sind, von den zuständigen Institutionen (wie z.B. Gemeinde und Provinz) übernommen wird. In den 14 Monaten unseres Bestehens haben wir 128 Personen für insgesamt 3587 Nächte beherbergt. Diese Daten sprechen für sich: In unserer Stadt hätten Menschen, die bei uns um Asyl angesucht haben für 3587 Nächte auf der Straße schlafen müssen. [F1]In der ital. Version steht nur xii…es fehlt (appendix xii)

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ABOUT THE PEOPLE DIESE MENSCHEN HABEN SPUREN IM HAUS UND IN UNSEREN HERZEN HINTERLASSEN WIR HABEN 128 MENSCHEN FÜR INSGESAMT 3587 NÄCHTE GASTFREUNDSCHAFT GEWÄHRT

30 ALLEINSTEHENDE FRAUEN, DAVON 4 IN DER „DRITTEN AUFNAHME“ UND 26 NOTFÄLLE

44 MÄNNER, DAVON 11 ZUR GENESUNG LAUT ÄRZTLICHEM ZEUGNIS, 12 IN DER „DRITTEN AUFNAHME“ UND 21 NOTFÄLLE

6 FAMILIEN 11 PAARE

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WIR HABEN MENSCHEN AUS 21 LÄNDERN BEHERBERGT

MAROKKO

ARMENIEN GEORGIEN TÜRKEI SYRIEN AFGHANISTAN TUNESIEN IRAK PALÄSTINA IRAN

PAKISTAN

MALI NIGER GUINEA

GAMBIA

JEMEN

NIGERIA

GUINEA-BISSAU SOMALIA

ELFENBEINKÜSTE

SRI LANKA

„DRITTE AUFNAHME“ FRAUEN 3.9% MÄNNER MIT ÄRZTLICHEM ATTEST 11.8%

„DRITTE AUFNAHME“ MÄNNER 11.8%

AUFGENOMMENE PERSONEN

FAMILIEN 17.6%

NOTFALL ALLEINSTEHENDE FRAUEN 30.4%

NOTFALL MÄNNER 22.5%

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AUS DEM LEBEN EINES MENSCHEN, DEN WIR KENNENGELERNT HABEN Februar 2017. Bozen. Park gegenüber vom Bahnhof. Eine junge Frau ist in der Stadt unterwegs, sie schreibt an ihrer Diplomarbeit und ist hier hergekommen, weil sie sich für die Dynamiken in Grenznähe interessiert. Sie lernt die Treffpunkte (2 Mense) und den Park (gegenüber dem Bahnhof) kennen und langsam erkennt sie auch die Personen wieder, die sich hier aufhalten.n Seit einigen Tagen fällt ihr A. auf. Es ist Februar (2017) und recht kalt. A. unterscheidet sich von den üblichen Parkbesuchern. Er hält sich immer abseits auf, sitzt alleine mit verlorenem Blick da. S., die Freiwillige, nähert sich und kommt mit A. ins Gespräch. A. ist im Dezember 2017 mit einem der Boote nach Italien gelangt. Allein hat er sich nach der Landung auf den Weg in den Norden gemacht. Er wollte nach Deutschland. Am Brenner wird er zurück geschickt und strandet, wie viele andere, in Bozen, da er nicht weiß, wo er sonst hin soll. Seine rechte Hand schmerzt sehr. Mit Hilfe der Freiwilligen kommt er zum Ambulatorium STP. Die Ärzte des Ambulatoriums informieren uns über die Situation und wir beschließen A. für einige Tage bei uns aufzunehmen. Er spricht nicht italienisch, geht gekrümmt und ist sehr still. Es ist schwierig zu sagen, ob das aus Schüchternheit passiert - er wirkt eher verängstigt.

Die ersten drei Tage verschanzt er sich in seinem Zimmer. Wenn ich zu ihm ins Zimmer gehe und ihm eine Tasse Tee anbiete, sitzt er immer mit dem Rücken zur Wand und schweigt. Es vergeht fast ein Monat bis A. anfängt zu reagieren. Sein Kiefer blutet. Er erzählt uns, dass ihm in den Straflagern in Libyen immer wieder mit dem Gewehrkolben in den Mund geschlagen wurde. Auch die Hand weist mehrere Brüche durch die erlittenen Folter auf. Nach einigen Tagen erzählt er uns, dass es ihm schwerfällt zu essen. Im Krankenhaus diagnostiziert man verschiedene Pathologien. Er erzählt, dass er von Zuhause fliehen musste, da ihn der Vater seiner Freundin, ein Mitglied des Militärs, töten wollte. Auf seiner Flucht wurde einer seiner Brüder von Soldaten erschossen, als er versuchte ihm den Weg zu zeigen. Daraufhin hat er seine Mutter und seinen kleinen Bruder auf die Flucht mitgenommen. Durch die Wüste. Bis nach Libyen schlagen sie sich gemeinsam durch, dort werden sie in getrennt. Frauen und Kinde in ein Gefängnis. Die Männer in ein anderes. Er hat nichts mehr von seiner Mutter und seinem Bruder gehört. Aber er kennt die Schikanen gut, die die Menschen in Libyen erdulden müssen. Er weiß, was den Frauen passiert. Er kann nicht schlafen. A. ist in keinem Aufnahmezentrum untergekommen, obwohl er in einem Schlauchboot nach Italien gekommen ist. Er hat nicht gewartet bis etwas passiert, sondern ist allein losgezogen. Nachdem er den Asylantrag stellen konnte (Prozedur die 1 bis 14 Tage dauert), hat er deshalb hier nur Anrecht auf einen Platz im Notschlafstelle. Wir beschließen für A. eine Ausnahme zu machen und ihn so lange bei uns unter zu bringen, bis er in einem Zentrum aufgenommen wird, wie es sein Recht ist. In der Zwischenzeit versuchen wir alles zu tun, damit es ihm besser geht. Der Verbleib in der Schutzhütte B1 Rifugio wird über die 5 Tage hinaus verlängert.

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Wir kontaktieren eine Spezialisten, einen Ethnopsychiater, der versteht wie dringend er Hilfe braucht und ihn F ORTSETZUNG DER GESCHICHTE VON A.T. behandelt. So beginnt der Begleitprozess für A. Er macht eine dermatologische Visite, bei der die schweren Folgen der Folter festgestellt werden. Es dürfte nicht leicht gewesen sein, sich vor einem Unbekannten auszuziehen und sich fotografieren zu lassen. Aber zum Glück ist der zuständige Arzt kompetenten und einfühlsamen. Langsam fängt A. an besser zu schlafen. Er besucht von Beginn an den von Freiwilligen angebotenen Italienischkurs und lernt mit Enthusiasmus. Wie so oft, entsteht ein Vertrauens- und Freundschaftsverhältnis. Manchmal lächelt er. Wenn er lächelt, sehen wir ein anderes Gesicht, als ob das Lächeln den Menschen, der er einmal war, der er sein könnte, wieder erweckt. Wir begleiten ihn zur Asylantragstellung in die Quästur. Es ist nicht leicht sich bei den verschiedenen angebotenen lokalen Diensten zurechtzufinden, da können wir helfen. Er wird von einer Mitarbeiterin der Flüchtlingsberatung professionell begleitet. Mit ihrer Hilfe bereitet er seine Geschichte vor, die er für den Asylantrag abgeben muss. Es ist anstrengend und schmerzlich das furchtbare Vergangene wieder hervorzurufen. Wir melden seinen Fall den Sozialarbeiter*innen des SIS. Es finden mehrere Gespräche mit der Sozialarbeiter*in statt, die seinen Fall dem Regierungskommissariat meldet, damit er in eine Aufnahmestruktur kommt. Sieben lange Monate vergehen, in denen A. außer der Rechtsberatung von der Flüchtlingsberatung, keine andere Unterstützung erhalten hätte, wenn er nicht per Zufall einer Freiwilligen aufgefallen wäre. In all den acht Monaten seit er das ersehnte Europa erreicht hat, hat er nie eine finanzielle Unterstützung erhalten. Endlich, am 6. Oktober, neun Monate nach seiner Ankunft in Bozen wird er in einem Aufnahmezentrum des Landes aufgenommen.

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zusätzliche dienste WARUM IST ES WICHTIG, DASS WIR MENSCHEN ZU DEN VERSCHIEDENEN DIENSTEN BZW. INSTITUTIONEN BEGLEITEN: DAMIT SIE GEHÖRT WERDEN DAMIT SIE AUF AUGENHÖHE UNTERSTÜTZT WERDEN HILFE ZUR SELBSTHILFE

BEGLEITUNG ZUR EINWANDERUNGSBEHÖRDE DER QUÄSTUR BOZEN EINREICHUNG EINES ANTRAGS AUF INTERNATIONALEN SCHUTZ INFORMATIONEN ÜBER DAS VERFAHREN ZUR BEANTRAGUNG DES INTERNATIONALEN SCHUTZES TERMINE FÜR DIE ERLEDIGUNG DER AKTEN VEREINBAREN

BEGLEITUNG ZUR DIENSTSTELLE FÜR SOZIALE INTEGRATION (DSI) UND ZU DEN SOZIALASSISTENT*INNEN

BEGLEITUNG ZUR FLÜCHTLINGSBERATUNG

UNTERSTÜTZUNG ZUR ERREICHUNG DER SELBSTSTÄNDIGKEIT HILFE BEI DER ARBEITSSUCHE: LEBENSLAUF ERSTELLEN, REGISTRIERUNG BEI ARBEITSVERMITTLUNGSAGENTUREN, VORBEREITUNGSKURSE UND EMPOWERMENT (FIT2WORK) UNTERSTÜTZUNG BEI DER UNTERKUNFTSSUCHE: AUFBAU EINES NETZWERK, VERMITTLUNG ZWISCHEN VERMIETER*IN UND SUCHENDEN UNTERSTÜTZUNG BEIM MELDEAMT / WOHNSITZERKLÄRUNG INFOS ZUR BESSEREN ORIENTIERUNG UND KENNENLERNEN DER STADT BOZEN UND UMGEBUNG ANMELDUNG SCHULE / KURSE / AUSBILDUNG HAUSAUFGABENHILFE SPRACHKURSE (DEUTSCH UND ITALIENISCH)

BEGLEITUNG ZU ANDEREN DIENSTEN BEGLEIT- UND VERMITTLUNGSDIENST IM KRANKENHAUS VORBEREITUNG DES ANTRAGS AUF INTERNATIONALEN SCHUTZ UND VORBEREITUNG DER ANHÖRUNG VOR DER TERRITORIALKOMMISSION BEGLEIT- UND VERMITTLUNGSDIENST BEI ANWÄLT*INNEN KONTAKTE UND UNTERSTÜTZUNG MIT DIENSTEN WIE HANDS UND MIGRANTES GESPRÄCHE | AUSTAUSCH MIT DER STRAFANSTALT KONTAKT UND UNTERSTÜTZUNG IM ZENTRUM FÜR PSYCHISCHE GESUNDHEIT (BOZEN) ORGANISATION, VORBEREITUNG DER NOTWENDIGEN UNTERLAGEN UND KOLLOQUIUM BEI DER ZUR BEWERBUNG FÜR EIN PRAKTIKUM BEIM AMT FÜR BERUFLICHE WEITERBILDUNG

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TÄTIGKEITEN

FÜR UNS WAR ES IMMER SCHON WICHTIG, DEN MENSCHEN NICHT NUR EIN DACH ÜBER DEM KOPF ANZUBIETEN, SONDERN ETWAS MEHR ZU TUN UND DIE MENSCHEN „DRAUSSEN“ AN DEN ALLTAGSPROBLEMEN UNSERER GÄSTE, DIE WIR FÜR EINE ZEIT BEGLEITEN DURFTEN, TEILHABEN ZU LASSEN.

UNTERSTÜTZUNG BEI DER WOHNUNGS- UND ARBEITSSUCHE Einige unserer Freiwilligen haben die Aufgabe der Arbeits- und Wohnungssuche übernommen. Der Dienst wurde zu fixen Zeiten, zwei Stunden wöchentlich pro Ehrenamtlichen angeboten. Gäste und ehemalige Gäste des Projektes Schutzhütte B1 Rifugio hatten Zugang zu folgenden Dienstleistungen: Verfassen des Lebenslaufes Erstellung eines Vorstellungsbriefes Eintragung bei den Arbeitsvermittlungsagenturen Eintragung im Arbeitsmediationsbüro des Landes Vorbereitung und Übung eines Vorstellungsgespräches Informationen und Hilfestellung bei der Wohnungssuche

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SPRACHUNTERRICHT UND STUDIENUNTERSTÜTZUNG

Kommunikation ist von besonderer Bedeutung und Sprache ist ein unverzichtbarer Schritt zur Inklusion. Asylwerber*innen müssen oft selbst ihre einen Sprachkurs suchen und viele können die Kosten dafür nicht tragen. In der Schutzhütte B1 Rifugio haben wir einige Angebote vorbereitet und verschiedene Sprachkurse organisiert. Unser Ziel ist es, möglichst schnell auf Italienisch und Deutsch zu kommunizieren, um grundlegende Sprachkenntnisse zu vermitteln die Inklusionsprozesse erleichtern. Da die Vorkenntnisse unterschiedlich sind und auch der Bedürfnisse der Teilnehmer*innen, bieten die freiwilligen Lehrer*innen Sprachunterricht in verschiedenen Niveaus an. Wir konnten zufrieden feststellen, dass der Lernerfolg weitgehend mit den gesetzten Zielen überein stimmt. Hier wird nicht nut gelernt, die Beziehungen zwischen den in das Projekt involvierten Personen ist auch sehr gut. Neben dieser Hauptaktivität gibt es jetzt auch Nachhilfekurse. Personen, die eine Schule oder eine Ausbildung besuchen und Nachhilfe benötigen, werden beim Lernen unterstützt.

ITALIENISCH

DEUTSCH

STUDIENUNTERSTÜTZUNG

0

100

200

300

400

STUNDENVERTEILUNG DER SPRACHKURSE UND STUDIENUNTERSTÜTZUNG

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WORK

JOB FAIR- FAIR JOB In Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverband Südtirol haben wir einen Tag des "Job Speed-Dating" organisiert. Unser Ziel war es eine Begegnungsmoment für Unternehmen und Asylwerber*innen bzw. Personen mit einem (internationalen) Schutzstatus, zu schaffen. Das Treffen fand am 28. November 2018 in Form eines „Speed-Dating“ statt. Acht große Unternehmen aus Südtirol und 45 Personen nahmen daran teil. Es gaben insgesamt 130 Interviews, von denen die Unternehmen sagten, sie seien sehr zufrieden und baten, diese Erfahrung in Zukunft wiederholen zu können.

Für die Teilnahme am Job Fair haben wir uns mit den Bewerber*innen in Verbindung gesetzt und mit ihnen jeweils Vorgespräche geführt. In diesen Interviews haben wir das Interessengebiet und den Bereich mit der größten Erfahrung evaluiert um ein gezieltes „matching“ mit den Anfragen der Unternehmen vornehmen zu können. Wir halten es für unerlässlich, solche Momente in einem Gebiet zu schaffen, in dem es zwar keinen Mangel an Arbeit gibt, aber Mangel an Begegnung, die auf der Professionalität der Personen basieren.

CONFLICT KITCHEN WORK (in Zusammenarbeit mit blufink)

2. Tisch der Unternehmen: Hier referierten zwei Personen aus der Wirtschaft, die Am 03. Oktober 2018, von 18:30 bis 21:30 Uhr, Arbeitserfahrungen mit haben wir in Zusammenarbeit mit blufink Asylwerber*innen/Migranten*innen einen Workshop zum Thema "ARBEIT" hatten. organisiert. 3. Tisch der Autonomen Provinz Ziel war es, Unternehmer*innen und Bozen und Förderungen: Interessenten zu informieren und Referent*innen waren zwei Erfahrungen auszutauschen, zu reflektieren Mitarbeitende des Landes - Amt des und Synergien zu schaffen. Europäischen Sozialfonds Der Workshop wurde an vier 4. Tisch der Asylwerber*innen: unterschiedlichen Arbeitstischen organisiert: Referent*innen waren ein junger Mann, der 2014 allein nach Italien 1. Tisch mit rechtlichen Thematiken: kam und eine junge Frau, die vor 20 Referenten waren ein in dem Thema Jahren mit ihrer Familie nach Italien spezialisierter Anwalt und eine migrierte. Gewerkschafterin;

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FIT2WORK

Übersicht der Arbeitsangebote im Land Maßnahmen für eine erfolgreiche Arbeitssuche Vorbereitung und Simulation von Vorstellungsgesprächen Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer*innen Endauswertung

Fit2Work ist ein Fortbildungsprogramm zur Arbeitssuche, eine wertvolle Hilfe entworfen von vier unserer Freiwilligen. Das Konzept besteht aus einem Kurs mit abendlichen Treffen, die an 4 aufeinanderfolgenden Donnerstagen stattgefunden haben: Verfassen des Lebenslaufes und des Motivationsschreibens Erkennen der individuellen Ressourcen

Es wurden zwei Kursreihen abgehalten, um so vielen Personen wie möglich vertiefte Kenntnisse in diesem Bereich vermitteln zu können. 16 Teilnehmer haben den Kurs abgeschlossen und einen Anwesenheitsnachweis erhalten.

STUNDEN DER FREIWILLIGEN DAS PROJEKT WURDE MIT UNZÄHLIGEN STUNDEN FREIWILLIGER ARBEIT REALISIERT.

ANDERES 6.3%

TEAMSITZUNG 5.3%

SPRACHKURSE 21.3%

IM ZEITRAUM VON 08.01.2019 UND DEM 15.03.2019 WURDEN ÜBER 4.000 FREIWILLIGENSTUNDEN GELEISTET.

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BEREITSCHAFT IM HAUS 63.9%


SENSIBILISIERUNG

MINI BOLZANO Um zu sensibilisieren, haben wir eine Besichtigung unserer Struktur durch MINI BOLZANO organisiert.

Aus der Pressemitteilung vom März 2018 von „Casa Gioco VKE BZ2 - SpielHaus VKE BZ22: "Am 23.3.2018 besuchten wir die Hütte Rifugio/Schutzhütte des Vereins Binario 1 mit der Mitarbeiterin der „Casa Gioco VKE BZ 1“, Elena Pugno, und mit dem Stadtrat von Mini Bozen - Die Kinderstadt und die Mütter der „Casa Gioco VKE BZ 2“. Zusammen mit den Vertretern des Vereins Binario 1 haben wir über die Art der Unterstützung nachgedacht, die sowohl die VKE-Spielhäuser in Bozen, als auch die Kindestadt der Schutzhütte anbieten könnten sowie versucht die Bedürfnisse derselben zu ergründen."

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PROJEKT GARTENARBEIT

Das Gebäude in der Via Carducci, in dem sich die Schutzhütte B1 Rifugio befindet, blieb jahrelang unbewohnt. Sowohl „das Grün“ neben dem Haupteingang als auch der schöne Innengarten befanden sich in einem Zustand offensichtlicher Verlassenheit. Die Landesberufschule von Leifers " Scuola professionale provinciale per la frutti-viticoltura ed il giardinaggio" reagierte sofort auf die Bitte um Beratung bei der Wiederherstellung. Der Lehrer Emanuele Grandis und seine Schüler haben den Garten neugestaltet. Der Garten, als grüne Oase, ist zu einem wichtigen Treffpunkt geworden und die Gäste haben diesen Ort in vollen Zügen genossen. Wie wurde das Projekt durchgeführt? Hier ist ein kurzer Bericht von Herrn Grandis: "Die Pflege des Gartens neben der Schutzhütte erfolgte zwischen dem Herbst 2017 und dem Frühjahr 2018. Die Arbeit der Schüler der II. und III. Klasse der Schule bestand darin, den Garten von Unkraut zu reinigen, das sich im Laufe der Jahre entwickelt hatte. Das größte Problem, da es sich um einen Innengarten handelt, war die Entsorgung von Pflanzenabfällen, da es keinen direkten Zugang nach außen auf die Strasse gab. Glücklicherweise konnten wir mit einem Bioshredder die Materialmasse deutlich reduzieren und gemahlen unterheben, wodurch der Boden mit einer großen Menge an organischer Substanz versorgt wurde. Schließlich haben wir den Boden aufgerichtet und geebnet, um es für die Aussaat und das Pflanzen von Gemüse, dass von Gästen des Hauses gemacht wurde, vorzubereiten.

Leider haben die nicht sehr gute Lage und der hohe Schatten durch die Nachbargebäude und die hohen Bäume, eine nicht optimale Gemüseproduktion ermöglicht.

Nach der gemachten Erfahrung würde ich in Zukunft von den Anbau von Garten- und Obstpflanzen abraten, und Zierpflanzen wie Hortensien und säureliebenden Pflanzen im Allgemeinen empfehlen.“ Ein großes Dankeschön auch an Monika, die im vergangenen Frühjahr mehrere Gäste des Hauses in die Gartenarbeit einbezogen und angelernt hat. Von der gesamten Schutzhütte B1 Rifugio ein herzliches Dankeschön, diesen wertvollen Ort so toll hergerichtet zu haben!

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SCHULPROJEKT

Das uns zur Verfügung gestellte Haus war schon einige Jahre unbewohnt. Zur Umgestaltung in ein wohnliches Ambiente wurde die "Landesberufsschule für Industrie und Handwerk" einbezogen. Zwei Lehrpersonen arbeiteten hierzu ein Projekt aus. Schüler und Schülerinnen aus zwei Klassen besichtigten die Schutzhütte B1 Rifugio als zwei fiktive „Malerunternehmen“. Während des Lokalaugenscheins nahmen sie die Maße des Eingangsbereichs und des Büros, erkundigten sich nach unseren Wünschen und Vorstellungen und unterbreiteten zwei gelungene Angebote, die zur Auswahl standen. Sie haben den Eingang und das Büro der Schutzhütte B1 Rifugio verschönert und auch eine Weltkarte nach Peter erstellt, welche die tatsächliche Größe der Kontinente zeigt. Während ihres Aufenthaltes in der Schutzhütte B1 Rifugio wurde den Schüler*innen unser Projekt und die Situation der Asylsuchenden in unserer Provinz und in Italien erläutert. Nach Fertigstellung der Arbeiten besuchte uns der Rest der Klasse. Es war wirklich schön zu sehen, dass es dieselben Schüler*innen waren, die ihren Mitschüler*innen sowohl die geleistete Arbeit als auch das Projekt der Schutzhütte B1 Rifugio erklärten. Ein herzliches DANKESCHÖN für die wunderbare Arbeit!

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72-STUNDEN-PROJEKT OHNE KOMPROMISSE

72 Stunden, um etwas Gutes zu leisten und ein konkretes Projekt mit einer Gruppe junger Menschen zu realisieren. Bis an die eigenen Grenzen gehen, neue Dinge ausprobieren, neue Menschen treffen und sich engagieren, um Vorurteile und Ängste abzubauen und neue Freunde zu gewinnen: Die zu lösenden Aufgaben sind bis wenige Minuten vor Beginn geheim, eine Herausforderung für jeden einzelnen. Mit einem konstanten Einsatz von genau 72 Stunden wird versucht, das Leben von Menschen zu verbessern, die oft am Rande der Gesellschaft leben: Obdachlose, Flüchtlinge.... Die Gruppe "Die Sportlichen", bestehend aus vier Mädchen aus Brixen, begleiteten uns für 72 Stunden in der Schutzhütte B1 Rifugio: „Während des Projekts konnten wir uns eine Vorstellung vom Leben eines Flüchtlings machen. Wir hatten das Glück, Kamel aus Palästina und Karam aus Syrien kennenzulernen. Dank ihrer Geschichten konnten wir nachvollziehen, wie schwierig es sein muss, das eigene Land zu verlassen und alles zu verlieren. Es war ein wirklich unvergessliches Erlebnis und wir danken allen für die uns gebotene Gelegenheit.“ Dank euch Mädchen!!!!! Es war uns eine große Freude!

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NETZWERK IN DIESEM BEREICH TÄTIG ZU SEIN, BEDEUTET AUCH ZU NETZWERKEN, SO DASS DIE PERSONEN BESTMÖGLICH UNTERSTÜTZT WERDEN

ALI Accoglienza Legalità Integrazione Aufnahme Legalität Integration Antenne Migranti Anwälte Arbeitsamt Aufnahmezentrum Lemayer (Volontarius) Berufsbildung der Provinz Bozen (deutsche und ital. Amt) Bozen Accoglie (Netzwerk verschiedener Organisationen) Bozen Solidale (Freiwilligenverein) Dienststelle für soziale Integration (DSI) Evangelische Kirche Flüchtlingsberatung – Caritas Bozen Freinademetz (Caritas Bozen) Gea (Kontaktstelle gegen Gewalt an Frauen) Hands - Onlus (Kompetenzzentrum für Abhängigkeitserkrankungen von Alkohol, Medikamenten und pathologischem Glücksspiel)

Infopoint – Volontarius Kolping Haus Migrantes – Caritas Bozen Mobile Ambulanz Odòs (Dienst der Caritas für Häftlinge bzw. ehem. Häftlinge) OIM (Organizzazione Internazionale per le Migrazioni) SOS Bozen (Freiwilligenverein) Sozialberatung – Caritas STP Ambulatorium (im Krankenhaus Bozen) UNHCR Unternehmerverband Vinzenzverein - San Vincenzo Volontarius- River Equipe Zentrum für psychische Gesundheit ...alle Privatpersonen

die Organisationen und Personen wurden alphabetisch gereit, wir hoffen, dass wir niemanden vergessen haben

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Tägliche herausforderungen für Asylbewerber*INNEN und Flüchtlinge 1. Zugang zur Quästur & Antrag auf internationalen Schutz: Die Personen müssen sich vor dem Gebäude bei der Einwanderungsbehörde anstellen. Wenn Menschen nicht in den staatlichen Aufnahmeeinrichtungen untergebracht sind, können die Wartezeiten sehr lang sein. Sie sind immer die letzten in der Schlange und werden oft weggeschickt. Wenn sie es geschafft haben, die Büros zu betreten, stellen sie fest, dass die Wartezeit für den Zugang zum Verfahren zur Beantragung des internationalen Schutzes bis zu zwei Monate betragen kann. 2. Zugang zu den Aufnahmeeinrichtungen: Wie im Falle von A. werden die Namen der Personen die autonom zu uns kommen, auf eine Warteliste gesetzt, um Zugang Aufnahmeeinrichtungen zu bekommen. Die unmittelbare Aufnahme erfolgt nur für direkt vom Staat verwaltete Ankünfte. Die Warteliste für Asylwerber*innen wird vom Regierungskommissariat im Einvernehmen mit der Autonomen Provinz Bozen, die die Plätze vergibt, verwaltet. Es gibt Asylsuchende, die für die gesamte Dauer des Verfahrens (auch länger als zwei Jahre) nicht aufgenommen wurden. 3. Zugang zu den Notschlafplätzen: Für den Zugang zu Notschlafplätzen benötigt man ein Ausweisdokument: für Antragsteller*innen auf internationalen Schutz ist das einzige Dokument oft jenes, das ihnen zum Zeitpunkt der Formalisierung des Antrags auf Schutz ausgestellt wurde. Wie im ersten Punkt gesehen, kommt es oft vor, dass man sogar Monate warten muss, um dieses Dokument zu erhalten. Sobald man das Dokument von der Quästur erhält, müssen sich die Personen einer medizinischen Untersuchung unterziehen einschließlich einem Thorax-Röntgen, womit die Eignung für das Leben in der Gemeinschaft festgestellt wird. Abgesehen von der Gültigkeit dieses Tests und den Kosten für die Gemeinde möchten wir darauf hinweisen, dass die Wartezeit, auch wenn sie kurz sein mögen, dazu führt, dass den Menschen für dies Zeit auch der Zugang zu den Notschlafplätzen verwehrt ist.

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4. Zugang zu den Toiletten: Die Notschlafplätze der Stadt sind von 20:00 bis 8:00 Uhr für Männer und von 18:30 bis 8:30 Uhr für Frauen geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten sind die Menschen gezwungen, auf der Straße zu bleiben. Sie haben keinen Zugang zu Toiletten, es gibt in Bozen keine öffentliche Toiletten. 6. Meldeamtliche Registrierung: Das Gesetz 132/2018 (bekannt als "Salvini Dekret" 113/2018) sieht in Artikel 13, 1-bis vor: „Die Aufenthaltsgenehmigung gemäß Absatz 1 stellt keinen Titel für die Eintragung in das Melderegister gemäß Präsidialdekret Nr. 223 vom 30. Mai 1989 und Artikel, 6 Absatz 7 des Gesetzesdekretes Nr. 286 vom 25. Juli 1998, dar.“ Die Nichteintragung ins Melderegister führt zu einer Reihe von Problematiken im Zusammenhang mit dem Zugang zum Gesundheitswesen, zu verschiedenen öffentlichen Dienstleistungen wie z.B. das Amt für Arbeitsmediation, die Eröffnung eines Bankkontos, dem Zugang zu Nebendienstleistungen, wie die Schuleinschreibung oder in den Mensen. Das Gericht von Florenz erkennt stattdessen mit dem Urteil vom 18. März 2019 an, dass die Nichteintragung die Rechte der Person ernsthaft schädigt. (https://www.asgi.it/wpcontent/uploads/2019/03/2019_tribunale_F I_residenza_Asilo.pdf6.MSNA) 6. Sprachkurse: Wie bereits erwähnt, haben Asylwerber*innen und Migrant*innen aufgrund der langen Wartelisten keinen leichten Zugang zu den in der Provinz angebotenen Sprachkursen. 7. Unterkunft: Eine der größten Schwierigkeiten, die in unserem Gebiet auftreten, ist die Suche nach einer Unterkunft. Diese Schwierigkeit ist für Ausländer*innen sicherlich noch größer. Wir haben gesehen, dass selbst für Menschen im Besitz eines regulären Arbeitsvertrags, ihre Herkunft oft zu einem Hindernis bei der Wohnungssuche wird. Wir halten es für sehr wichtig, kontinuierlich an Sensibilisierung und Vermittlung zu arbeiten.

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SCHLUSSWORT

INNERHALB DER 14 MONATE UNSERER TÄTIGKEIT, HABEN WIR 128 PERSONEN FÜR INSGESAMT 3587 NÄCHTE BEHERBERGT. DIE ZAHLEN SPRECHEN FÜR SICH: IN UNSERER STADT HÄTTE EIN*E ASYLBEWERBER*IN FÜR 3587 NÄCHTE AUF DER STRASSE SCHLAFEN MÜSSEN.

Es war nie unsere Absicht mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Was wir gemacht haben, war, dort aktiv zu werden, wo es sonst niemand tat. Wir haben uns immer für die Rechte eingesetzt und sie respektiert. Rechte, die unveräußerlich und für alle gleich sind. Wir wünschten unsere Arbeit wäre nicht notwendig, das heißt, dass es keine Notwendigkeit für Freiwillige gäbe, um administrative Engpässe aufzufangen. Die Zivilgesellschaft Bozens hat sich als stark, unterstützend organisiert und großzügig erwiesen. Sie hat gezeigt, dass große Taten vollbracht werden können, wie z.B. die Aufnahme von hilfsbedürftigen Menschen für 3587 Nächte ohne öffentliche Finanzierung. Tage und Nächte in der Kälte zu verbringen verursacht eine Reihe von Problematiken und negative Konsequenzen für die Betroffenen, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes. Allem voran schadet das Leben auf der Straße der Würde der Menschen, die nach Monaten und Jahren der Reise immer noch ziellos herumirren. Unsere Freiwilligen aus dem medizinischen Bereich berichten von beunruhigenden Daten über gesundheitlichen Folgen der Obdachlosigkeit. Ein Beispiel von vielen: Es gab Menschen, die wegen Verstopfung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie keinen Zugang zu Toiletten / Hygienediensten hatten. Der fehlende oder unzureichende Zugang zu Toiletten / Hygienedienste (wie Duschen, Waschmaschinen ect.) hat erhebliche Folgen, die wir nicht ignorieren können. Wir haben ebenfalls festgestellt, dass einige spezialisierte Dienste für Asylbewerber*innen schwer zugänglich sind. Asylbewerber*innen und/oder Migranten*innnen haben nur schwer Zugang zu psychologischen und anderen persönlichen Dienstleistungen. Wir waren immer schon der Ansicht, dass Migrationsbewegungen / Migrationsströme nicht unter dem Gesichtspunkt eines Notfalls betrachtet und gesteuert werden können und sollten. Wir baten die Behörden stets, Projekte zu strukturieren, die den Bedürfnissen der ankommenden Menschen entsprechen und gleichzeitig ihre Rechte respektieren, wie sie im Völkerrecht und in unserer Verfassung verankert sind. Wir sind der Meinung, dass die Netzwerkarbeit sehr wichtig ist, deshalb haben wir zusammen mit anderen Freiwilligenvereinigungen wiederholt um eine Koordinierung der verschiedenen Akteur*innen gebeten, die in diesem Bereich tätig sind. Wir glauben, dass die Rolle von Freiwilligen von grundlegender Bedeutung ist, und gleichzeitig halten wir es für wichtig, dass der Freiwilligendienst nicht zur Deckung der Mängel des Systems eingesetzt wird. Wir halten es für wesentlich, human und eine Verpflichtung unserer Gesellschaft, dass niemand auf der Straße leben muss.

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SCHLUSSWORT

INNERHALB DER 14 MONATE UNSERER TÄTIGKEIT, HABEN WIR 128 PERSONEN FÜR INSGESAMT 3587 NÄCHTE BEHERBERGT. DIE ZAHLEN SPRECHEN FÜR SICH: IN UNSERER STADT HÄTTE EIN*E ASYLBEWERBER*IN FÜR 3587 NÄCHTE AUF DER STRASSE SCHLAFEN MÜSSEN.

Wir halten es auch für wichtig, den Asylbewerber*innen die Instrumente an die Hand zu geben, die sie brauchen, um ihr neues Leben in unserem Land angehen zu können. Eine der Schwächen, die wir beobachtet haben, ist die der Zusammenarbeit und Anerkennung zwischen dem formalen und dem informellen Netzwerk. Unserer Meinung nach könnte das verbessert werden, indem das gegenseitigen Wissens gestärkt und gegenseitig ausgetauscht wird. Machen wir auf das gemeinsame Ziel aufmerksam und definieren wir zusammen Schritt für Schritt Protokolle, die Rollen und Verantwortlichkeiten klären. Ein weiterer verbesserungswürdiger Punkt wäre die Beziehung zu den Medien. Die Medien sollten auch in Ausbildungs- und Sensibilisierungsprogramme einbezogen werden, damit eine echte und fruchtbare Zusammenarbeit zustande kommt. Abschließend möchten wir die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung einer genauen kurz-, mittel- und langfristigen Planung lenken. Zeit des Ausnahmezustand ist schon lange vorbei. Mit Augenmerk auf eine gute Planung können Probleme wie bei der dritte Aufnahme und der Unterkunftsuche vermeiden werden.

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finanzierung DU MACHST ES MÖGLICH

Das Projekt finanziert sich aus Spenden und sonstigen Zuwendungen. Bisher sind wir ohne Unterstützung von Stadt oder Land ausgekommen. Aus finanzieller Sicht ist das Projekt Schutzhütte B1 Rifugio durch zwei grosse Unterstützer ermöglicht worden: OberAlp mit seinem Besitzer Heiner Oberrauch hat das Haus zur Verfügung gestellt und bei den Haltungkosten unterstützt. Die Evanglische Kirche in Deutschland unterstützt das Projekt mit einem limitieren Fond bis zu 50% der Ausgaben. Ohne die vielen Spenden unzähliger Privater die direkt oder bei Veranstaltungen zum Thema Migration, aber auch bei Hochzeiten oder Konzerten die Schutzhütte B1 Rifugio bedacht haben, wären wir nicht soweit gekommen. Darüber hinaus möchten wir uns auch bei der Stiftung Sparkasse, der Vereinigung Rete Radiè Resch (Comunità San Francesco Saverio di Trento) und der Evangelisch Lutherischen Kirche und deren Gemeinden in Italien herzlich bedanken. Bis März 2019 stehen Erträge von 76.000 Euro, Ausgaben von 76.000 Euro gegenüber. Die Ausgaben bestehen aus Personalkosten (eine Hauptamtliche, eine Teilzeitkraft, zwei Nachtwächter) (60.000 Euro), und der Haltung des Hauses (14.000 Euro), der Rest verteilt sich auf Administration und sonstige Kosten. Kalkulatorische Kosten für Miete, Freiwilligenstunden und Sachspenden sind nicht inkludiert. Ohne die vielen Sachspenden - Ausstattung der Zimmer, Bettwäsche, Putzmittel, Tee und vieles mehr - wäre es nicht möglich gewesen das Projekt umzusetzen. Jeder finanzielle Beitrag ist dabei wichtig und wird von uns sinnvoll eingesetzt: IBAN IT 55 O 08081 11601 000301015923 – BIC: RZSBIT21103 Leider ist es aufgrund verschiedener bürokratischen Schwierigkeiten noch nicht möglich Spenden an uns von der Steuererklärung abzuschreiben.

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EIN BESONDERS DANKESCHÖN ES GIBT VIELE MENSCHEN, DIE IHRE ZEIT, FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG ZUR VERFÜGUNG STELLTEN ODER UNS EINE MORALISCHE STÜTZE WAREN, BEI EINIGEN MÖCHTEN WIR UNS PERSÖNLICH BEDANKEN (IN ALPHABETISCHER REIHENFOLGE):

Alessio Alexander Annamaria Elisabeth Elsa Emanuele Federica Federica Florian Giorgio Gregor Heiner Inge Ingrid Jürgen Klaus Lucia Ludwig Manfred

Manuel Martina Marzia Max Monika Patrizia Priska Raimund Robert Serena Stefan Stephanie Thomas Thomas Uli

Ein besonderer Danke geht an zwei außergewöhnliche Frauen: GRESA, die uns immer eine Inspiration war und uns bei der Projektentwicklung maßgeblich unterstützt hat und MIRA, die den Mut hatte sich auf dieses Abenteuer mit uns einzulassen. Ohne die beiden wäre das Projekt Schutzhütte B1 Rifugio nicht dasselbe.

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SONSTIGES

EINE AUSWAHL VON ARTIKELN, DIE ÜBER UNS ERSCHIENEN SIND Comune-info: Binario 1. Refugees Welcome

ff Das Suedtiroler Wochenmagazin: Gut mit Wut https://www.ffbz.com/kultur-leben/leben/2018-51/gut-mit-wut.html Salto.bz: Conflict kitchen WORK Il giornale di strada Zebra: Coming home https://issuu.com/oewbrixen/docs/zebra_43_kl/1?ff Alto Adige: Migranti, chiude la casa di via Carducci | 5. http://www.altoadige.it/foto/locale/migranti-chiude-la-casa-di-viacarducci-1.1927513

DA QUELLEN | ZUM LESEN LUNGO LA ROTTA DEL BRENNERO | Rapporto di monitoraggio sulla situazione dei migranti a Bolzano e al Brennero 2017 (Fondazione Alexander Langer | Antenne migranti | ASGI) Vulnerabilità | Corriere della migrazione (www.corrieredellemigrazioni.it) Diritti fondamentali, soggetti vulnerabili: tappe e obiettivi di un articolato “cammino” interno Roma, 24 gennaio 2014 | http://www.questionegiustizia.it/doc/conti_diritti_fondamentali_sog getti_deboli.pdf DECRETO LEGISLATIVO 18 agosto 2015, n. 142: http://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2015/09/15/15G00158/sg Decreto Salvini su sicurezza e immigrazione: il testo coordinato in Gazzetta Decreto Legge, 04/10/2018 n° 113, G.U. 03/12/2018 | https://www.altalex.com/documents/leggi/2018/09/25/decretosalvini-sicurezza-e-immigrazione weforum.org: 10 ways countries can help refugees integrate Along the Brenner route | Il nuovo rapporto sulla situazione dei migranti, frutto di una collaborazione di Antenne Migranti e Fondazione Alexander Langer con un progetto di ricerca di GCEurope, GCHumanRights e Deusto. | https://antennemigranti.it/along-the-brenner-route-report/

Zum Vertiefen

IMPRESSUM Text: Schutzhütte B1 Rifugio Foto: Ludwig Thalheim - Gregor Khuen-Belasi - Schutzhütte B1 Rifugio - VKE -OEW Italienische Version Report Schutzhütte B1 rifugio

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ANHANG i Asylwerber*innen, wer sie sind und was die Gesetzgebung zum Thema vorsieht (http://www.asgi.it/wpcontent/uploads/2014/04/1_013_scheda_rifugiato_asgidocumenti.pdf) Der Antrag auf Anerkennung des internationalen Schutzstatuses wird gemäß Gesetzesdekret 25/2008 Art. 6 ff, Gesetzesdekret 159/08 und Gesetzesdekret 251/2007 Art. 3 ff zum Zeitpunkt der Einreise bei der Grenzpolizei oder in der zuständigen Quästur am Aufenthaltsort des Antragstellers eingebracht. Es gibt keine verbindliche Frist für die Einreichung, eine verspätete Antragstellung kann somit deshalb nicht abgelehnt werden. Bei Abgabe des Antrags unterweist die Polizeibüro die Bewerber in das zu durchlaufende Verfahren, erstellt ein Aussageprotokoll und leitet den Vorgang zur Bestimmung des Staates ein, der gemäß der Dublin-Verordnung für die Prüfung des Asylantrags zuständig ist. Der Antragsteller auf Zuerkennung eines internationalen Schutzstatus darf sich im Hoheitsgebiet des Staates aufhalten, bis die Entscheidung der Kommission feststeht und der Präfekt kann einen Wohnort oder ein Gebiet bestimmen, wo die Antragsteller verweilen können. Der Asylbewerber ist verpflichtet, alle für den Antrag relevanten Unterlagen vorzulegen, einschließlich des Reisepasses, der Angaben zur Begründung seines Antrags auf internationalen Schutz, alle erforderlichen Daten zu seiner Person, einschließlich Angaben zu seinem Alter, seiner sozialen Umstände, Identität, Staatsangehörigkeit, eine Auflistung der Länder und Orte, in denen er sich aufgehalten hat, samt Nennung bereits gestellter Asylanträge. Der Bewerber für die Anerkennung eines internationalen Schutzstatus ist verpflichtet, persönlich bei der zuständigen Territorialkommission zur Antragsbearbeitung zu erscheinen. Jene Asylsuchende, die keine Unterkunft benötigen oder kein Haftgrund vorliegt, erhalten für die Antragstellung umgehend eine drei- bis sechsmonatige Aufenthaltsgenehmigung, die befristet ist, bis der Status des Antragstellers in Italien geklärt ist. Die Aufenthaltserlaubnis für einen Antrag auf internationalen Schutz kann bis zur endgültigen Anerkennung des Verfahrens verlängert werden und schließt eine Abschiebung in diesem Zeitraum aus. Sowohl bei der erstmaligen Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis, als auch bei der Verlängerung, muss der Antrag (stempelsteuerfrei) immer bei der örtlich zuständigen Quästur eingereicht werden. Wird die Entscheidung über den Antrag auf internationalen Schutz nicht innerhalb von 6 Monaten nach Einreichung des Antrags getroffen und kann die Verspätung nicht dem Antragsteller zugerechnet werden, verlängert sich die Aufenthaltserlaubnis um 6 Monate und ermöglicht der Person bis zum Abschluss des Verfahrens einer Arbeit nachzugehen. Der Aufenthaltstitel während des Verfahrens um Erhalt eines internationalen Schutzstatus kann nicht in andere Bewilligungen umgewandelt werden und schließt eine Familienzusammenführung aus. Der Asylsuchende, der nicht in einem CARA oder in einem CIE unterkommt, kann um eine Unterbringung in einem SPRAR - Schutzprogramm für Asylbewerber und Flüchtlinge ansuchen. Wenn es innerhalb des SPRAR-Systems keine Plätze gibt oder wie im Fall der Autonomen Provinz, keine SPRAR-Einrichtungen vorhanden sind, werden Betroffene dem CAS (Außerordentliche Aufnahmezentren) zugewiesen. http://www1.interno.gov.it/mininterno/export/sites/default/it/assets/files/16/0728_vademecum_richiedenti_asilo.pdf https://www.unhcr.it/wp-content/uploads/2016/01/GUIDA_PRATICA_richiedenti_asilo.pdf ii Autonome Ankunft und Ankünfte, die vom Staat verwaltet werden: unter den staatlich verwalteten Ankünften versteht man, die offiziellen Ankünfte die direkt vom Regierungskommissariat verwaltet werden. Es ist das Kommissariat, das in enger Zusammenarbeit mit der Provinz als lokale Verwaltung die Personen auf das Staatsgebiet verteilt. Unter autonomen Ankünften versteht man, die Personen, die unabhängig vom Regierungskommissariat ins Land kommen. https://www.meltingpot.org/IMG/pdf/doc01397420160418112101_1_.pdf iii Das Aufnahmesystem in Italien und in der Autonomen Provinz Bozen (https://www.lenius.it/sistema-diaccoglienza-dei-migranti-in-italia/) https://www.pressreader.com/ https://www.comune.bolzano.it/UploadDocs/21198_RELAZIONE_REFERENTE_per_CONSIGLIO_pdf.pdf

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iv Dauer des Asylantragsverfahrens: Die Dauer des Asylantragsverfahrens hängt von mehreren Faktoren ab und ist völlig unabhängig vom Willen des Antragstellers. Der Asylwerber stellt den Antrag im Polizeipräsidium, das die Unterlagen an die zuständige Territorialkommission (in unserem Fall jene von Verona) weiterleitet. Die Territorialkommission (TK) sammelt die Anfragen und organisiert die Anhörungen je nach Verfügbarkeit der interkulturellen Mediatoren. Nach der Anhörung sendet die TK die Entscheidung an die Quästur, die die Aufgabe hat, den Asylwerber zu benachrichtigen. v Circolare Critelli: https://www.salto.bz/sites/default/files/atoms/files/accoglienza_vulnerabili_3_10_2016.pdf vi Fall Adan: https://www.meltingpot.org/Bolzano-La-morte-di-Adan-minore-curdo-iracheno-lasciatoin.html#.XGFTSqBCfIU https://www.huffingtonpost.it/giuseppe-musmarra/il-piccolo-adan-ucciso-a-bolzano-dal-rispetto-delleregole_a_23238170/ xi Schutzbedürftige Personen: Im Kontext der Zwangsmigration definiert die europäische Gesetzgebung im Kapitel IV der Aufnahmerichtlinie - 2003 / 9 / CE – ausdrücklich, welche Personen als „Menschen mit besonderen Bedürfnissen" gelten, insbesondere im Art. 17 bezüglich Minderjähriger, unbegleitete Minderjähriger, Menschen mit Beeinträchtigung, Senioren, Schwangerer, Alleinerziehender mit Kindern sowie Personen, die unter Folter, Vergewaltigung oder anderen Formen körperlicher, geistiger oder sexueller Gewalt gelitten haben. „In Folge der im Jahr 2008 und 2011 vorgelegten Vorschläge zur Neufassung, wurde am 26. Juni 2013 die überarbeitete Richtlinie 2013/33 / EU des Europäischen Parlaments und des Europarates mit den Aufnahmeregeln für Asylsuchende veröffentlicht ". Kapitel IV Art. 21 enthält folgende Definition in Bezug auf schutzbedürftige Kategorien, wonach „die Mitgliedstaaten die besondere Situation schutzbedürftiger Personen wie Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, behinderte, ältere Menschen, schwangere Frauen, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, Opfer von Menschenhandel, Menschen mit schweren Krankheiten oder psychischen Störungen sowie Menschen, die unter Folter, Vergewaltigung oder anderen schweren Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt leiden, wie Opfer weiblicher Genitalverstümmelung berücksichtigen. Es ist klar und in der Folge kursiv dargestellt, dass weitere spezifische, potentielle Gefährdungsquellen in Frage kommen." xii Durchgeführte Aufnahmegespräche https://www.aziendasociale.bz.it/it/Servizio_Integrazione_Sociale_SIS_ : gli assistenti sociali xiii Nach Anerkennung eines Schutzstatus müssen die Asylsuchenden die Struktur zu verlassen. Im Falle von politischem Asyl und subsidiärem Schutz haben sie dafür 6 Monate Zeit, im Falle der Zuerkennung des humanitären Schutzes 30 Tage. xiv Schlafsaal oder Notunterkunft: Einrichtungen, die von der Gemeinde und dem Betrieb für Sozialdienste zugewiesen und vom Verein Volontarius verwaltet werden: zusätzlich zum Gebäude in der Schlachthofstraße 19 mit 50 Betten wurde am 30.11.18 das Gebäude in der Comini Straße 16 mit einer Kapazität von 95 Betten eröffnet. Der Schlafsaal ist von 20:00 bis 08:00 Uhr zugänglich. xv „Rückschau“ oder „Lebensgeschichte“ xvi Der Asylwerber muss bei Antragstellung in der Polizeidirektion erklären, dass er über unzureichende finanzielle Mittel verfügt. Dies wird der zuständigen Präfektur weitergeleitet, die nach Überprüfung der Sachlage, die Verfügbarkeit von Unterkünften innerhalb des Schutzsystems für Asylwerber und Flüchtlinge (SPRAR) verifiziert. Bei Vollbelegung wird der Asylwerber vorläufig in einem staatlichen Erstaufnahmezentrum untergebracht. Durch Engpässe bei kurzfristig erhöhtem Aufkommen von Anträgen und Platzmangel, besteht die Möglichkeit in außerordentliche staatliche Aufnahmezentren (CAS) auszuweichen. Die Aufnahme in diesen temporären Strukturen muss den grundlegenden Bedürfnissen der Asylwerber entsprechen und ist zeitlich begrenzt, bis die Aufnahme in Regierungszentren oder in einem SPRAR-Projekt möglich ist.

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ABKÜRZUNGEN 1. STP Ambulatorien STP / ENI. Diese Ambulanzen bieten Gesundheitsdienste für Bürger, die keinen Zugang zum NHS haben und im Besitz der STP- (Temporarily Present Foreigners) oder ENI-Karten (für EU-Bürger) sind (STPAmbulanz für Ausländer, Krankenhaus Lorenz Böhler, Lorenz Böhlerstr. 5, 39100 Bozen) 2. CIE: Erkennungsdienst- und Ausweisungszentren, die 1998 durch das Einwanderungsgesetz Turco-Napoletano (Art. 12 des Gesetzes 40/1998) begründet wurden. Die Zentren für vorübergehenden Aufenthalt, die damals durch das Bossi Fini-Gesetz (L 189/2002) CIE (Identifizierungs- und Ausweisungszentren) genannt wurden und schließlich durch das Minniti-Orlando-Gesetz (L 46/2017) in C.P.R. (Aufenthaltszentren für Rückkehr) umbenannt wurden, sind Haftanstalten, in denen ausländische Bürger ohne reguläre Aufenthaltserlaubnis eingesperrt werden. 3. SPRAR: Das Schutzsystem für Asylwerber und Flüchtlinge (SPRAR) entsteht aus dem Netz der lokalen Behörden, die zur Durchführung von Aufnahmeprojekten zur Integration im Rahmen der verfügbaren Ressourcen Zugang zum Nationalen Fonds für Asylpolitik und -dienstleistungen haben. https://www.sprar.it/ Das SPRAR-Netzwerk ist gesetzlich nur Minderjährige und Flüchtlinge vorbehalten (http://www.normattiva.it/urires/N2Ls?urn:nir:stato:decreto.legge:2018-10-04;113!vig=). Für Asylbewerber*innen kann nur CARA (Aufnahmezentren für Asylbewerber) untergebracht werden. Die Sicherheitsverordnung sieht daher vor, dass das Schutzsystem für Asylbewerber und Flüchtlinge durch das Schutzsystem für Inhaber des internationalen Schutzes und unbegleitete ausländische Minderjährige (SIPROIMI) ersetzt wird. Asylbewerber werden daher ausgeschlossen, und das weit verbreitete Aufnahmesystem ist ausschließlich für Personen mit internationalem Schutz bestimmt. Asylsuchende bleiben bis zum Ende des laufenden, schon finanzierten Projekte in der Aufnahmeeinrichtung und werden nach Inkrafttreten des Dekrets nur noch in der Cara (Aufnahmezentren für Asylsuchende) aufgenommen. Das SPRAR-System ist nicht gewinnorientiert, und alle Ausgaben müssen begründet und dem Ministerium gemeldet werden. Das CAS-System hingegen arbeitet an der maximalen Kostenreduktion und nicht an der Bewertung der Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Der Tagessatz von 35 Euro pro Person geht nun mit Verabschiedung des Dekrets auf 19 Euro pro Tag über und beeinträchtigt damit erheblich die Möglichkeit guter Projekte. Notwendige Dienstleistungen, darunter auch Sprachkurse und andere Aktivitäten wie psychologische Unterstützung, werden eingespart. 4.CARA: Centri di accoglienza per richiedenti asilo (Aufnahmezentrum für Asylbewerber*innen) 5.CAS: Centri di Accoglienza Straordinaria (Ausserordentliche Aufnahmezentren) 6.SIS: Servizio di Integrazione Sociale (Dienststelle für soziale Integration - DSI) Wie viele Aufnahmezentren gibt es in unserer Provinz? Wer arbeitet dort? Wie viele Leute sind dort untergebracht? In der Provinz gibt es 29 CAS-Strukturen: Bozen, Meran, St. Ulrich, Eppan, Riffian, Villnoess, Innichen, Leifers, Schlanders, Auer, Klausen, Lana, Barbian, Welschnofen, Brixen, Kastelruth, Vintl, Bruneck, Pfistch, Prissian, Ritten und Mals. In diesen CAS Strukturen arbeiten etwa 165 Sozialarbeiter. Die verschiedenen Strukturen werden verwaltet von: Caritas Diözese Bozen Brixen, Volontarius mit River Equipe und Rotkreuz. Die SPRAR-Strukturen werden direkt von den Gemeinden und den Bezirksgemeinschaften verwaltet. Es wurden ca. 200 Plätze geschaffen. Hier dürfen derzeit auch Menschen, die unter humanitärem Schutz stehen untergebracht werden, wenn sie vor dem Inkrafttreten der Verordnung 113/2018 aufgenommen wurden. In TRENTINO SUEDTIROL gibt es insgesamt 9 Projekte (davon 7 in Südtirol) Sprar/SIPROIMI, in denen insgesamt 392 Personen aufgenommen sind, davon 37 unbegleitete Minderjährige. (https://www.sprar.it/progettiterritoriali-3) https://www.sprar.it/progettiterritoriali?_sft_region=trentino-alto-adige&_sft_provincia=bolzano

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DANKE VON HERZEN AN ALLE

SCHUTZHÜTTE B1 RIFUGIO schutzb1rifugio@gmail.com | +39 375 616 0432 IBAN IT 55 O 08081 11601 00030101592 BIC: RZSBIT21103


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