ChatGPT, Gemini, Copilot und Claude
KI MAGAZIN
Schritt für Schritt
Anleitungen
KIAgenten
ChatGPT, Claude und Co. als dein persönlicher Assistent!











KI ZUM MITNEHMEN

Lukas
Wenzel-Horner Chefredakteur
Vor einem Jahr war Künstliche Intelligenz für viele noch ein Versprechen, über das man gerne sprach. Heute ist sie ein Werkzeug. Sie schreibt mit, plant mit, sucht mit und erledigt inzwischen sogar ganze Aufgaben selbstständig. Genau darum geht es in dieser Ausgabe: nicht um den nächsten Hype, sondern um das, was im Alltag wirklich Zeit, Nerven und manchmal auch Geld spart.
Zuerst zeigen wir, wie du ChatGPT, Claude und Copilot bedienst, am Computer wie am Handy. Danach folgt die große Prompt-Bibliothek mit über hundert kopierfertigen Vorlagen für jeden Lebensbereich, dazu der Vergleich der bekanntesten Assistenten und ein Kapitel darüber, welche Daten du der KI besser nicht verrätst.
Besonders viel bewegt sich derzeit bei zwei Themen. Die neuen KI-Agenten erledigen Aufgaben nicht mehr nur auf dem Papier, sondern recherchieren eine Reise oder bereiten einen Einkauf vor. Und die Bild-KI verwandelt ein paar Worte in echte Hingucker, vom eigenen Comic bis zur Sammelfigur. Wir zeigen dir, was heute schon funktioniert und wo die Grenzen liegen.
Dazu kommt jede Menge für den ganz normalen Tag: gesünder leben, Familie und Lernen, Geld sparen und Kochen mit KI. Besonders am Herzen liegt uns ein Kapitel, das gerade jetzt zählt: wie du KI-Betrug, Deepfakes und Fake News zuverlässig erkennst. Und zum Schluss werfen wir einen nüchternen Blick darauf, wohin die Reise geht, bis hin zu den ersten Robotern für zu Hause.
Wir erklären, was möglich ist, und überlassen jedem selbst die Entscheidung, wie viel KI er zulassen möchte. Alle Beispiele sind so gehalten, dass du sie ohne Vorwissen sofort ausprobieren kannst, ganz gleich, welchen Dienst du gerade nutzt.
Viel Freude beim Entdecken und Anwenden!

INHALT

Europa hat Regeln für KI aufgestellt. Wir zeigen dir ohne Juristendeutsch, was das im Alltag für dich bedeutet und welche Rechte du hast. 14
RUBRIKEN
162 Impressum
START
6 News aus der KI-Welt
10 Entwicklung der KI
12 KI einfach erklärt
14 Der EU AI Act im Alltag
GRUNDLAGEN
18 So nutzt du KI: die ersten Schritte
20 Wie nutze ich ChatGPT?
24 Wie nutze ich Claude?
28 Wie nutze ich Copilot?
32 Prompten für Einsteiger: das 5-Faktor-Modell
36 Die große Prompt-Bibliothek
64 ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude? Der große Vergleich
72 Datenschutz:
Was du der KI verraten darfst
AGENTEN
76 KI-Agenten: Die KI, die für dich handelt
82 Reise planen und buchen lassen mit KI
Das große Thema des Jahres: Assistenten, die nicht nur antworten, sondern handeln. Was heute schon geht, wo die Grenzen liegen und wie du die Kontrolle behältst.
86 Einkaufen & Vergleichen per KI-Agent
TOOLS
90 Apples neue Intelligenz: iPhone, iPad & Mac
94 Smarter mit Gemini auf Android
KREATIVITÄT
98 Staunen auf Knopfdruck
ALLTAG
130 Gesund & fit mit KI
134 KI für Familie, Schule & Lernen
138 KI-Betrug, Deepfakes & Fake-News erkennen
144 Geld sparen mit KI: die besten Tricks kompakt
150 KI in der Küche: Rezepte, Reste & Wochenplan
ZUKUNFT
154 Wohin geht die Reise? KI in den nächsten Jahren
GLOSSAR
156 KI-Fachbegriffe einfach erklärt
STAUNEN AUF KNOPFDRUCK:
Aus Worten werden Meisterwerke. Im großen Kreativteil erklären wir, wie Bild-KI funktioniert. Dazu gibt es fünfzig angesagte Looks zum Nachmachen – vom Ghibli-Porträt bis zur eigenen Sammelfigur.





Ein nüchterner Blick auf die nächsten Jahre: Agenten, KI direkt am Gerät und die ersten Roboter für zu Hause.
BRANDNEU AUS DER KI-WELT
Text: Lukas Wenzel-Horner
Selten hat sich eine Technologie so schnell verändert wie diese. Neue Modelle, neue Funktionen, neue Pannen: Wir haben die wichtigsten Meldungen der letzten Monate zusammengetragen, kompakt und ohne Fachchinesisch.

EINE MILLIARDE FRAGT MIT
3 STATT 1 GOOGLES KI-SUCHE ERREICHT GEWALTIGE REICHWEITE
OPENAI STAFFELT SEINE NEUE MODELLGENERATION
Statt eines einzelnen Spitzenmodells setzt OpenAI bei der jüngsten ChatGPT-Generation Berichten zufolge auf mehrere Varianten nebeneinander: eine besonders leistungsstarke, eine sparsame und eine auf Tempo getrimmte. Für Nutzer bedeutet das vor allem mehr Auswahl bei Geschwindigkeit, Kosten und Qualität.
Auf seiner Entwicklerkonferenz meldete Google, dass der KI-Modus der Suche inzwischen von über einer Milliarde Menschen pro Monat genutzt wird. Gleichzeitig bekam die Gemini-App neue Funktionen, darunter eine tägliche Kurzübersicht und einen persönlichen Assistenten, der kleine Aufgaben übernimmt. Die Suche, wie wir sie kannten, verändert sich gerade grundlegend.

VORHANG ZU FÜR SORA
OPENAI STELLT SEINE VIDEO-KI EIN
Überraschend hat OpenAI seine bekannte Video-KI Sora abgeschaltet. Das Feld der Clip-Generatoren ist damit aber keineswegs leer: Google, Kling und Runway liefern sich ein Kopf-an-KopfRennen um die beste Qualität zum kleinsten Preis.

DER COACH AM HANDGELENK
KI WERTET SCHLAF, STRESS UND TRAINING AUS
Mehrere Hersteller bringen KI-Gesundheitscoaches direkt in ihre Fitness-Apps. Die Programme werten Daten zu Bewegung, Schlaf und Belastung aus und geben darauf abgestimmte Empfehlungen. Praktisch, aber kein Ersatz für ärztlichen Rat.







DIE KI, DIE SELBST KLICKT
ASSISTENTEN ERLEDIGEN GANZE AUFGABEN
Der größte Sprung des Jahres sind Agenten: KI-Assistenten, die im Hintergrund eine Webseite öffnen, Felder ausfüllen und mehrere Schritte hintereinander abarbeiten können, etwa um eine Reise zu planen oder einen Einkauf vorzubereiten. Was heute geht und wo Vorsicht angebracht ist, gehört zu den großen Themen dieses Jahres.

9 SEKUNDEN, DANN WEG
WENN EIN AGENT ZU VIELE RECHTE BEKOMMT
Ein viel diskutierter Fall aus der Entwicklerpraxis: Bei einem Start-up löschte ein zu weit berechtigter KI-Agent in wenigen Sekunden wichtige Datenbanken, weil er einen Fehler eigenmächtig beheben wollte. Die Lehre ist einfach. Gib einer KI nur so viel Zugriff, wie sie wirklich braucht, und behalte wichtige Schritte


ERFUNDENE URTEILE VOR GERICHT
ANWÄLTE VERTRAUEN DER KI ZU BLIND
In einem US-Verfahren reichten Anwälte gleich beider Seiten Schriftsätze ein, in denen die KI Gerichtsurteile schlicht erfunden hatte. Die Richterin stoppte das Verfahren und verhängte Sanktionen. Der Fall zeigt mustergültig, warum man Fakten aus einer KI immer gegenprüfen sollte.
WINDOWS BRINGT FUNKTIONEN AUFS GERÄT
Microsoft baut zunehmend KI-Funktionen direkt in Windows ein, die ohne Cloud auf dem eigenen Rechner laufen sollen. Der Vorteil: Die Daten bleiben lokal. Dieser Trend zur KI direkt am Gerät betrifft auch Smartphones und nimmt spürbar Fahrt auf.

VON DER IDEE ZUM ALLTAG
EINE KURZE GESCHICHTE DER KI, VOM BEGRIFF BIS INS SMARTPHONE.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Künstliche Intelligenz wirkt wie eine Erfindung der letzten Jahre. Tatsächlich reicht die Idee siebzig Jahre zurück. Wer den Weg dorthin kennt, versteht besser, was die heutige KI wirklich ist: kein Wunder, sondern das Ergebnis vieler kleiner und einiger großer Schritte.
Ein Begriff wird geboren
Mitte der 1950er-Jahre prägte der amerikanische Informatiker John McCarthy den Begriff „Artificial Intelligence“, zu Deutsch künstliche Intelligenz. Er lud im folgenden Sommer eine kleine Gruppe von Forschern zu einer Tagung am Dartmouth College ein. Die Idee dahinter war kühn: Maschinen sollten Aufgaben übernehmen, die bis dahin als typisch menschlich galten, etwa Sprache verstehen, Probleme lösen oder lernen. Die Begeisterung war groß, die Erwartungen waren es ebenso. Doch die Träume waren der Technik der damaligen Zeit weit voraus.
Frühe Programme und lange Geduld
In den folgenden Jahrzehnten entstanden erste Programme, die nach festen Regeln arbeiteten. Sie konnten Schach spielen oder einfache Gespräche nachahmen, blieben aber starr. Alles, was nicht ausdrücklich einprogrammiert war, überforderte sie. Mehrfach folgte auf eine Welle der Hoffnung eine Phase der Ernüchterung, in der Geldgeber das Interesse verloren. Fachleute sprechen rückblickend von einem KIWinter. Die Grundidee überlebte trotzdem, getragen von einer kleinen, hartnäckigen Forschergemeinde.
Netze nach dem Vorbild des Gehirns
Parallel reifte ein anderer Ansatz heran: das neuronale Netz. Statt jede Regel von Hand vorzugeben, sollte ein System aus
vielen einfachen Recheneinheiten selbst aus Beispielen lernen, locker inspiriert vom menschlichen Gehirn. Lange blieb diese Idee Theorie, weil Rechner zu langsam und Datenmengen zu klein waren. Man kann es sich vorstellen wie ein Rezept, das erst funktioniert, wenn endlich die passende Küche zur Verfügung steht.
Der Sprung durch Deep Learning
Diese Küche entstand um das Jahr 2012. Leistungsstarke Grafikchips und riesige Datenmengen aus dem Internet trafen auf verbesserte Lernverfahren. Plötzlich erkannten Programme Katzen auf Fotos zuverlässiger als je zuvor. Dieser Ansatz wurde unter dem Namen Deep Learning bekannt, weil die Netze nun aus vielen Schichten bestanden. Was vorher mühsam von Hand programmiert wurde, lernten die Systeme jetzt selbst aus Millionen Beispielen.
Sprachmodelle erreichen den Alltag
Der vorerst letzte große Sprung gelang mit den großen Sprachmodellen. Sie wurden mit gewaltigen Textmengen trainiert und lernten dabei, Sprache erstaunlich flüssig nachzubilden. Ende 2022 machte ein frei zugänglicher Chatbot diese Technik für alle erlebbar. Auf einmal konnte jeder am eigenen Bildschirm ausprobieren, was zuvor in Laboren steckte. Heute steckt KI in Suchmaschinen, in Übersetzungen, in der Foto-App des Smartphones und in vielen Büroprogrammen, oft so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht mehr bemerken.

WAS DENKT DIE KI?
WIE EINE TEXTKI FUNKTIONIERT, WARUM SIE SICH
IRRT UND WO IHRE GRENZEN LIEGEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Eine Text-KI antwortet so flüssig, dass man leicht glaubt, sie wisse Bescheid. Doch das täuscht. Wer versteht, was im Hintergrund passiert, nutzt sie klüger und fällt nicht auf ihre Schwächen herein.
Sie rät das nächste Wort
Im Kern macht eine Text-KI nur eines: Sie sagt voraus, welches Wort als Nächstes am wahrscheinlichsten passt. Wort für Wort baut sie so ganze Sätze. Trainiert wurde sie mit riesigen Textmengen, an denen sie gelernt hat, welche Wörter typischerweise aufeinanderfolgen. Man kann es sich vorstellen wie eine besonders gut trainierte Autovervollständigung, die nicht nur
den nächsten Buchstaben errät, sondern den nächsten klugen Satz.
Kein menschliches Wissen, sondern Muster
Daraus folgt etwas Wichtiges: Die KI versteht den Inhalt nicht so, wie ein Mensch ihn versteht. Sie hat kein Bewusstsein, keine Absicht und keine geprüfte Wahrheit in sich gespeichert. Sie kennt nur Muster aus Sprache. Wenn eine Antwort richtig ist, dann weil die wahrscheinlichste Wortfolge zufällig auch die zutreffende war. Oft ist das der Fall, aber eben nicht immer.
Warum sie halluziniert
Genau hier entsteht das, was Fachleute Halluzination nennen. Die KI erfindet manchmal Fakten, Namen oder Quellen, die es gar nicht gibt. Sie tut das nicht aus Bosheit, sondern weil sie auch dann eine plausibel klingende Wortfolge bildet, wenn ihr das nötige Wissen fehlt. Das Tückische:
Falsche Antworten klingen genauso überzeugend wie richtige. Ein selbstbewusster Ton ist kein Beweis für Korrektheit.
Wo die Grenzen liegen
Daraus ergeben sich klare Grenzen. Bei aktuellen Ereignissen, exakten Zahlen, Gesetzen, medizinischen oder rechtlichen Fragen kann eine Text-KI irren. Auch bei einfacher Rechnerei oder bei sehr speziellen Fachthemen ist Vorsicht angebracht. Sehr stark ist sie dagegen beim Formulieren, Zusammenfassen, Umschreiben und Ideen sammeln. Dort, wo es um Sprache statt um geprüfte Fakten geht, spielt sie ihre Stärke aus.
So holst du das Beste heraus
Du kannst die KI ruhig bitten, ihre Antwort einzuordnen oder zu begründen. Das macht Lücken sichtbar.
Prompt: „Erkläre mir [Thema] in einfachen Worten und nenne, bei welchen Punkten ich nachprüfen sollte.“
Und wenn dir eine Antwort zu glatt erscheint, frag einfach nach.
Prompt: „Bist du dir bei dieser Aussage sicher? Worauf stützt sie sich?“

GUT ZU WISSEN
Sieh die Text-KI als Werkzeug, nicht als letzte Instanz. Sie ist ein hervorragender erster Entwurf und ein guter Sparringspartner. Wichtige Fakten, Zahlen und Namen prüfst du aber immer selbst nach, am besten über eine verlässliche Quelle. So nutzt du die Stärke der KI, ohne ihren Schwächen aufzusitzen.


KI MIT KLAREN REGELN
WAS DER EUROPÄISCHE AI ACT FÜR ALLE NUTZER IM ALLTAG BEDEUTET.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Die EU hat eines der weltweit ersten umfassenden Regelwerke für künstliche Intelligenz beschlossen. Was nach trockenem Juristendeutsch klingt, betrifft dich im Alltag durchaus: bei Chatbots, bei künstlich erzeugten Bildern und bei deinen Rechten als Verbraucher. Hier liest du verständlich, worum es geht.
Ein Gesetz für eine neue Technik
Der AI Act, auf Deutsch KI-Verordnung, ist ein Gesetz der Europäischen Union. Es soll dafür sorgen, dass künstliche Intelligenz sicher, transpa-
rent und nachvollziehbar eingesetzt wird. Der Grundgedanke ist einfach: Je größer das Risiko einer Anwendung für Menschen, desto strenger die Regeln. Harmlose Anwendungen bleiben weitgehend frei, riskante werden streng kontrolliert, und einige werden ganz verboten. Fachleute nennen das einen risikobasierten Ansatz.
Diese Anwendungen sind verboten
Am strengsten geht das Gesetz mit Anwendungen um, die als untragbares Risiko gelten. Solche Systeme sind in der EU verboten. Dazu zählt etwa das sogenannte
Social Scoring, bei dem Menschen anhand ihres Verhaltens umfassend bewertet und eingestuft werden. Verboten ist auch KI, die Menschen unterschwellig manipuliert, oder Systeme, die am Arbeitsplatz die Gefühle von Beschäftigten auslesen sollen, von eng begrenzten medizinischen Ausnahmen abgesehen. Für dich heißt das: Solche Praktiken sollst du in Europa gar nicht erst antreffen.
Künstliche Inhalte müssen erkennbar sein
Für den Alltag besonders wichtig ist die Kennzeichnungspflicht. Wer mit künstli-

cher Intelligenz Bilder, Töne oder Videos erzeugt, muss diese als künstlich erkennbar machen. Das gilt vor allem für sogenannte Deepfakes, also täuschend echte, aber erfundene Aufnahmen. Auch Texte, die zur Information der Öffentlichkeit veröffentlicht werden, fallen darunter. Ziel ist, dass du erkennen kannst, ob ein Inhalt von einem Menschen oder einer Maschine stammt.
Du sollst wissen, wann du mit einer KI sprichst
Eng damit verbunden ist die Transparenzpflicht. Sprichst du mit einem Chatbot, etwa im Kundenservice, muss in der Regel klar erkennbar sein, dass dir ein KI-System antwortet. Diese Offenlegung soll Vertrauen schützen und verhindern, dass du getäuscht wirst. So kannst du selbst entscheiden, wie sehr du dich auf eine Auskunft verlässt und wann du lieber einen Menschen sprechen möchtest.
Deine Rechte als Verbraucher
Aus diesen Pflichten ergeben sich konkrete Rechte für dich. Du darfst erfahren, ob du es mit einer KI zu tun hast. Du darfst erwarten, dass künstlich erzeugte Inhalte gekennzeichnet sind. Und du sollst dich darauf verlassen können, dass die gefährlichsten Anwendungen schlicht verboten bleiben. Verstöße können von Behörden geahndet werden, das Gesetz sieht spürbare Bußgelder vor. Du musst also nicht selbst zum Experten werden: Den Rahmen setzt der Gesetzgeber, die Aufsicht übernehmen dafür zuständige Stellen.
Schrittweise in Kraft
Der AI Act gilt nicht auf einen Schlag, sondern gestaffelt. Die Verbote besonders riskanter Anwendungen gelten bereits seit Februar 2025. Die Regeln für die großen, universell einsetzbaren KI-Modelle folgten im August 2025. Die für Nutzer wichtigen Transparenz- und Kennzeichnungspflichten greifen ab August 2026. Strengere Vorgaben für Hochrisiko-Anwendungen, etwa KI in Medizinprodukten, kommen bis 2027 hinzu. So bekommen Unternehmen Zeit, sich anzupassen.
Augenmaß statt Aufregung
Wichtig zur Einordnung: Der AI Act verbietet nicht die KI, die du täglich nutzt. Chatbots, Übersetzer oder Bildgeneratoren bleiben erlaubt. Das Gesetz zieht Grenzen für die wenigen gefährlichen Fälle und schafft Klarheit für alle anderen. Kritiker warnen, die Regeln könnten Innovation bremsen, Befürworter sehen einen wichtigen Schutz für Bürger. Beide Sichtweisen haben Argumente. Für dich als Nutzer überwiegt zunächst ein praktischer Gewinn: mehr Durchblick darüber, womit du es zu tun hast.
GUT ZU WISSEN
Der AI Act macht KI nicht komplizierter, sondern berechenbarer. Drei Dinge solltest du dir merken: Künstlich erzeugte Inhalte müssen gekennzeichnet sein, du hast ein Recht zu wissen, ob eine Maschine mit dir spricht, und die gefährlichsten Anwendungen sind in Europa verboten. Den Rest regelt das Gesetz im Hintergrund.

SO NUTZT DU KI: DIE ERSTEN SCHRITTE
KEINE TECHNIKKENNTNISSE NÖTIG.
DU TIPPST EINE FRAGE EIN UND BEKOMMST EINE ANTWORT.
SO EINFACH BEGINNT ES.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Eine KI wie ChatGPT funktioniert wie ein Chat mit einer sehr belesenen Person. Du schreibst in normalen Worten, was du wissen oder erledigt haben willst, und bekommst Sekunden später eine Antwort. Du musst nichts auswendig lernen und kannst auch nichts kaputtmachen.
App oder Internetseite?
Du hast zwei Wege. Am Computer öffnest du einfach die Internetseite des Anbieters im Browser. Am Handy oder Tablet lädst du die kostenlose App aus dem App Store am iPhone oder dem Play Store bei Android. Beide funktionieren fast gleich, du kannst jederzeit wechseln.
Ein Konto anlegen
Beim ersten Mal legst du ein kostenloses Konto an, meist mit deiner E-Mail-Adresse oder mit einem bestehenden Google- oder Apple-Konto. Danach bist du angemeldet und kannst sofort loslegen. Viele große Anbieter bieten eine kostenlose Grundnutzung an.
So stellst du deine erste Frage
Unten siehst du ein Eingabefeld. Dort tippst du deine Frage in ganzen Sätzen hinein, so wie du sie einem Menschen stellen würdest, und drückst auf den Pfeil zum Absenden. Je genauer du beschreibst, was du willst, desto besser die Antwort. Wenn etwas nicht passt, schreib einfach zurück, was anders sein soll. Du darfst beliebig oft nachfragen.
Lieber sprechen als tippen?
Viele große KI-Apps haben inzwischen einen Sprachmodus. Du tippst auf das MikrofonSymbol und sprichst deine Frage einfach aus, die KI antwortet auf Wunsch sogar laut. Das ist gerade dann praktisch, wenn das Tippen am Handy mühsam ist.
GUT ZU WISSEN
Die Grundnutzung ist kostenlos, ein Bezahl-Abo ist für den Anfang nicht nötig. Gib keine sensiblen Daten wie Passwörter, Kontonummern oder Gesundheitsbefunde ein, und betrachte Antworten zu wichtigen Themen als Vorschlag, den du noch einmal prüfst.
Prompt: „Erkläre mir in einfachen Worten, was eine KI ist und wofür ich sie im Alltag nutzen kann.“


WIE NUTZE ICH CHATGPT?
DER BEKANNTESTE KI-ASSISTENT, SCHRITT FÜR SCHRITT ERKLÄRT. VOM ANMELDEN BIS ZUM GESPRÄCH PER STIMME.
Text: Lukas Wenzel-Horner
ChatGPT von der Firma OpenAI ist der wohl bekannteste KI-Assistent und ein guter Allrounder für Fragen, Texte, Ideen und Erklärungen. So kommst du hinein und findest dich zurecht.
Anmelden und loslegen
Öffne im Browser die Seite chatgpt.com oder lade die App von OpenAI. Melde dich mit deiner E-Mail-Adresse oder deinem Google- beziehungsweise Apple-Konto an. Achte darauf, die echte App von OpenAI zu wählen, denn es gibt viele Nachahmer. Die kostenlose Version reicht für viele Alltags-
aufgaben aus. Ein Bezahl-Abo bringt vor allem mehr Nutzungsmenge und die neuesten Funktionen, ist für den Einstieg aber nicht nötig.
Die Bedienoberfläche
Das Wichtigste ist das große Eingabefeld 1 unten am Bildschirm. Dort tippst du deine Nachricht hinein und schickst sie mit dem Pfeil ab. Die Antwort erscheint darüber, wie in einem Chatverlauf 2 .
Direkt neben dem Eingabefeld findest du ein Plus-Symbol oder eine Büroklammer 3 Damit hängst du ein Foto oder eine Datei an,


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1

zum Beispiel den Brief, den du verstehen willst, oder das Bild, zu dem du eine Frage hast. Ein Mikrofon-Symbol 4 startet die Spracheingabe.
Am Rand, am Computer links und am Handy über ein Menü-Symbol, liegt der Verlauf 5 : eine Liste all deiner bisherigen Unterhaltungen. Tippst du eine an, kannst du dort weiterschreiben. Für ein neues Thema
startest du mit der Schaltfläche für eine neue Unterhaltung einfach von vorne 6 . ChatGPT ist besonders stark beim Schreiben und Umformulieren, beim Erklären komplizierter Dinge und beim Sammeln von Ideen. Oben kannst du je nach Konto zwischen verschiedenen Modellvarianten wählen, für den Anfang lässt du einfach die Voreinstellung stehen.
Die App am Smartphone
Lade die offizielle App aus dem App Store oder Play Store und melde dich mit deinem Konto an. Die Bedienung ist dieselbe wie am Computer, nur fürs Handy angepasst. Praktisch: Über das Kamera-Symbol fotografierst du etwas direkt ab, zum Beispiel eine Speisekarte, einen Beipackzettel oder ein Formular, und fragst die KI dazu.

ChatGPT merkt sich auf Wunsch Dinge über dich, etwa deinen Namen oder Vorlieben, damit Antworten persönlicher werden. Diese Erinnerung kannst du in den Einstellungen jederzeit ansehen und löschen.
Sprechen statt tippen

Tippe auf das Mikrofon- oder Sprach-Symbol und sprich deine Frage ganz normal aus. Die KI hört zu und antwortet auf Wunsch auch laut. Das ist ideal, wenn du die Hände nicht frei hast oder das Tippen mühsam findest.
ChatGPT hat einen sehr natürlichen Sprachmodus. Tippe auf das Sprach-Symbol unten rechts, dann unterhältst du dich fast wie mit einem Menschen, inklusive Rückfragen.
Häufige Fragen von Einsteigern
Kostet das etwas? Die Grundnutzung ist kostenlos. Kann ich etwas kaputtmachen? Technisch kannst du beim Ausprobieren kaum etwas kaputtmachen. Gib aber keine vertraulichen Daten ein und prüfe wichtige Antworten. Was passiert mit meinen Eingaben? Gib nichts Vertrauliches ein, dann bist du auf der sicheren Seite. Und wenn eine Antwort falsch wirkt? Frag nach oder bitte um eine zweite Einschätzung, denn auch eine KI irrt sich manchmal.

DREI BEISPIELE ZUM
AUSPROBIEREN
Prompt: „Schreibe mir eine freundliche Geburtstagsnachricht für meine Enkelin, die zwölf wird und gerne reitet.“

Prompt: „Erstelle mir einen einfachen Wochenplan fürs Abendessen für zwei Personen mit einer Einkaufsliste dazu.“

Prompt: „Ich habe einen Brief von der Behörde bekommen und verstehe ihn nicht. Ich fotografiere ihn ab. Erkläre mir in einfachen Worten, was ich tun muss.“


WIE NUTZE ICH CLAUDE?
DER ASSISTENT VON ANTHROPIC GILT
ALS BESONDERS SORGFÄLTIG BEIM SCHREIBEN UND BEIM UMGANG MIT LANGEN TEXTEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Claude von der Firma Anthropic ist ein freundlicher, sehr sprachgewandter KI-Assistent. Viele schätzen ihn für ausführliche, gut formulierte Texte und für die Arbeit mit längeren Dokumenten. So legst du los.
Anmelden und loslegen
Öffne im Browser die Seite claude.ai oder lade die offizielle Claude-App. Melde dich mit deiner E-Mail-Adresse oder einem Google-Konto an. Auch hier gilt: nimm die offizielle App von Anthropic. Claude bietet eine kostenlose Version, die für die meisten
einfachen Alltagsaufgaben genügt. Wer viel und intensiv arbeitet, kann später ein Abo dazunehmen, muss aber nicht.
Die Bedienoberfläche
Das Wichtigste ist das große Eingabefeld 1 unten am Bildschirm. Dort tippst du deine Nachricht hinein und schickst sie mit dem Pfeil ab. Die Antwort erscheint darüber, wie in einem Chatverlauf 2 .
Direkt neben dem Eingabefeld findest du ein Plus-Symbol oder eine Büroklammer 3 Damit hängst du ein Foto oder eine Datei an, zum Beispiel den Brief, den du verstehen


willst, oder das Bild, zu dem du eine Frage hast. Ein Mikrofon-Symbol 4 startet die Spracheingabe.
Am Rand, am Computer links und am Handy über ein Menü-Symbol, liegt der Verlauf 5 : eine Liste all deiner bisherigen Unterhaltungen. Tippst du eine an, kannst du dort weiterschreiben. Für ein neues Thema startest du mit der Schalt-
Claude ist besonders gut darin, lange Texte zu lesen und zusammenzufassen, sauber zu formulieren und geduldig Schritt für Schritt zu erklären. Über die ProjekteFunktion 7 kannst du zusammengehörige Unterhaltungen und Dokumente an einem Ort sammeln. 1 3 4 5 6 7 2
fläche für eine neue Unterhaltung 6 einfach von vorne.
Die App am Smartphone
Lade die offizielle App aus dem App Store oder Play Store und melde dich mit deinem Konto an. Die Bedienung ist dieselbe wie am Computer, nur fürs Handy angepasst. Praktisch: Über das Kamera-Symbol fotografierst du etwas direkt ab, zum Beispiel eine Speisekarte, einen Beipackzettel oder ein Formular, und fragst die KI dazu.

Lade über die Büroklammer ganze Dokumente hoch, zum Beispiel einen Vertrag oder eine lange PDF, und lass sie dir verständlich zusammenfassen. Das ist eine der größten Stärken von Claude.
Sprechen statt tippen
Tippe auf das Mikrofon- oder Sprach-Symbol und sprich deine Frage ganz normal aus. Die KI hört zu und antwortet auf Wunsch auch laut. Das ist ideal, wenn du die Hände nicht frei hast oder das Tippen mühsam findest.

In der Handy-App kannst du Claude auch per Sprache nutzen. Tippe auf das Mikrofon und sprich deine Frage, die Antwort liest du dann in Ruhe nach.
Häufige Fragen von Einsteigern
Kostet das etwas? Die Grundnutzung ist kostenlos. Kann ich etwas kaputtmachen? Nein, du kannst nichts beschädigen, probier ruhig herum. Was passiert mit meinen Eingaben? Gib nichts Vertrauliches ein, dann bist du auf der sicheren Seite. Und wenn eine Antwort falsch wirkt? Frag nach oder bitte um eine zweite Einschätzung, denn auch eine KI irrt sich manchmal.

DREI BEISPIELE ZUM
AUSPROBIEREN
Prompt: „Hilf mir, eine höfliche BeschwerdeE-Mail an meinen Stromanbieter zu schreiben. Hier sind die Eckdaten: [Details].“

Prompt: „Erkläre mir ein Thema, das ich nicht verstehe, in drei Stufen: zuerst ganz einfach, dann etwas genauer, dann mit einem Beispiel.“

Prompt: „Ich lade dir einen langen Vertrag hoch. Fasse mir die wichtigsten Punkte in einfacher Sprache zusammen und sag mir, worauf ich achten soll.“


WIE NUTZE ICH COPILOT?
MICROSOFTS ASSISTENT STECKT
DIREKT IN WINDOWS UND IN DEN
OFFICE-PROGRAMMEN, DIE VIELE OHNEHIN TÄGLICH NUTZEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Copilot von Microsoft ist praktisch, weil er oft schon da ist: in Windows, im Browser Edge und in Programmen wie Word, Excel und Outlook. So findest du dich zurecht.
Anmelden und loslegen
Am einfachsten öffnest du die Seite copilot.microsoft.com oder die Microsoft-Copilot-App. Unter Windows 11 findest du Copilot zusätzlich direkt in der Taskleiste oder über eine eigene Taste auf neueren Tastaturen. Melde dich kostenlos mit einem MicrosoftKonto an.
Die Grundnutzung ist gratis. Wer Copilot direkt in den Office-Programmen einsetzen will, braucht je nach Funktion ein passendes Microsoft-365-Abo, für den Einstieg über App und Internetseite ist das aber nicht nötig.
Die Bedienoberfläche
Das Wichtigste ist das große Eingabefeld unten am Bildschirm 1 . Dort tippst du deine Nachricht hinein und schickst sie mit dem Pfeil ab. Die Antwort erscheint darüber, wie in einem Chatverlauf 2
Direkt neben dem Eingabefeld findest du ein Plus-Symbol oder eine Büroklammer 3



Damit hängst du ein Foto oder eine Datei an, zum Beispiel den Brief, den du verstehen willst, oder das Bild, zu dem du eine Frage hast. Ein Mikrofon-Symbol 4 startet die Spracheingabe.
Am Rand, am Computer links und am Handy über ein Menü-Symbol, liegt der Verlauf 5 : eine Liste all deiner bisherigen Unterhaltungen. Tippst du eine an, kannst du
Copilot ist stark, wenn es um MicrosoftProgramme geht: Texte in Word entwerfen, Tabellen in Excel auswerten, Mails in Outlook zusammenfassen. Er kann außerdem im Internet suchen und auf Wunsch Bilder erzeugen. 1 3 4 5 6 2
dort weiterschreiben. Für ein neues Thema startest du mit der Schaltfläche für eine neue Unterhaltung 6 einfach von vorne.
Die App am Smartphone
Lade die offizielle App aus dem App Store oder Play Store und melde dich mit deinem Konto an. Die Bedienung ist dieselbe wie am Computer, nur fürs Handy angepasst. Praktisch: Über das Kamera-Symbol fotografierst du etwas direkt ab, zum Beispiel eine Speisekarte, einen Beipackzettel oder ein Formular, und fragst die KI dazu.

In der App fotografierst du etwas mit der Kamera und stellst eine Frage dazu. Praktisch ist auch die Verbindung zu Windows: Copilot kann dir bei Einstellungen am PC helfen, wenn du nicht weiterweißt.
Sprechen statt tippen
Tippe auf das Mikrofon- oder Sprach-Symbol und sprich deine Frage ganz normal aus. Die KI hört zu und antwortet auf Wunsch auch laut. Das ist ideal, wenn du die Hände nicht frei hast oder das Tippen mühsam findest.

Tippe auf das Mikrofon und sprich mit Copilot. Auf dem PC kannst du so sogar nach Hilfe zu Windows-Einstellungen fragen, ohne dich durch Menüs zu klicken.
Häufige Fragen von Einsteigern
Kostet das etwas? Die Grundnutzung ist kostenlos. Kann ich etwas kaputtmachen? Technisch kannst du beim Ausprobieren kaum etwas kaputtmachen. Gib aber keine vertraulichen Daten ein und prüfe wichtige Antworten. Was passiert mit meinen Eingaben? Gib nichts Vertrauliches ein, dann bist du auf der sicheren Seite. Und wenn eine Antwort falsch wirkt? Frag nach oder bitte um eine zweite Einschätzung, denn auch eine KI irrt sich manchmal.

DREI BEISPIELE ZUM
AUSPROBIEREN
Prompt: „Fasse mir diese lange E-Mail in drei kurzen Stichpunkten zusammen und schlag eine höfliche Antwort vor.“

Prompt: „Erstelle mir den Entwurf für einen kurzen Brief an meine Hausverwaltung wegen einer kaputten Heizung.“

Prompt: „Ich habe eine Tabelle mit meinen Ausgaben. Rechne mir die Summe pro Monat aus und zeig mir, wo ich am meisten ausgebe.“

DAS 5-FAKTORMODELL
SO VERSTEHT DIE KI MIT FÜNF
EINFACHEN
BAUSTEINEN, WAS DU WIRKLICH WILLST.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Schreib mir einen Text über XY. Das funktioniert, liefert aber oft etwas Vages, Steifes oder Langweiliges. Wer hingegen gezielt steuert, holt deutlich mehr heraus. Der Schlüssel ist kein Geheimtrick, sondern ein klarer Aufbau, den du dir mit fünf Faktoren leicht merkst.
Ein Prompt ist ein Briefing
Stell dir vor, du gibst einer guten Texterin einen Auftrag. Je mehr nützlichen Kontext sie bekommt, desto besser trifft sie deinen Wunsch. Genauso ist es bei der KI. Sie liest keine Gedanken, sie reagiert nur auf das, was wirklich dasteht. Ein guter Prompt ist deshalb kein Zufallsprodukt, sondern eine klare Anweisung. Die fünf Faktoren Rolle, Ziel, Thema, Stil und Format helfen dir, an alles Wichtige zu denken.
Faktor 1: Rolle
Zuerst gibst du der KI eine Perspektive. Soll sie wie eine Marketingtexterin, eine Lehrerin oder eine Reiseberaterin antworten? Die Rolle stimmt Tonfall und Blickwinkel passend ein.
Prompt: „Du bist [Rolle, z. B. Marketingtexter für Start-ups].“
Faktor 2: Ziel
Dann sagst du, was überhaupt entstehen soll. Eine E-Mail, eine Zusammenfassung, eine Liste, ein Rezept? Ohne klares Ziel rät die KI, und das Ergebnis wird beliebig.
Prompt: „Schreibe mir [Ziel, z. B. eine kurze Produktbeschreibung].“
Faktor 3: Thema
Jetzt legst du den Inhalt fest. Worum geht es genau? Je konkreter du wirst, desto treffsicherer die Antwort.
Prompt: „zum Thema [Thema, z. B. ein ergonomisches Home-Office-Kissen].“
Faktor 4: Stil
Mit dem Stil steuerst du Sprachebene und Tonfall. Locker oder förmlich, sachlich oder begeisternd? So passt das Ergebnis zu deinem Anlass.
Prompt: „Ton: [Stil, z. B. locker, motivierend, modern].“
Faktor 5: Format
Zuletzt gibst du den Rahmen vor: Länge, Form, Aufbau. Damit bekommst du ein Ergebnis, das du direkt verwenden kannst.
Prompt: „Format: [z. B. max. 80 Wörter, mit Call-to-Action].“
Alles zusammen
Setzt du die fünf Faktoren zusammen, entsteht ein klarer Auftrag. Du musst nicht jeden Punkt nennen, aber je mehr du lieferst, desto besser. Hier eine fertige Vorlage zum Kopieren und Anpassen.
Prompt: „Du bist [Rolle]. Schreibe [Ziel] zum Thema [Thema]. Ton: [Stil]. Format: [Länge/Aufbau/Besonderheiten].
Ein konkretes Beispiel zeigt, wie das im Alltag aussieht.
Prompt: „Du bist Social-Media-Managerin. Verfasse einen kurzen, motivierenden Instagram-Post zum Thema mehr Zeit für dich. Ton: freundlich, positiv. Format: max. 400 Zeichen, mit Emoji und Hashtag.“

Typische Anfängerfehler
Drei Stolpersteine begegnen Einsteigern besonders oft. Erstens: zu kurze, vage Anweisungen, die der KI kaum Orientierung geben. Zweitens: die Erwartung, die KI denke schon mit und fülle Lücken richtig aus. Sie tut das nicht, sie rät. Drittens: unnötig komplizierte Sprache. Verschachtelte Sätze und Fachbegriffe machen einen Prompt nicht besser. Klar und einfach funktioniert fast immer am zuverlässigsten.
Nachfragen statt neu anfangen
Der wichtigste Tipp zum Schluss: Ein Prompt ist ein Dialog, kein einmaliger Schuss. Bist du mit dem ersten Ergebnis nicht zufrieden, fang nicht von vorne an. Meist genügt eine gezielte Nachschärfung. Die KI passt ihre Antwort dem neuen Auftrag erstaunlich zuverlässig an.
Prompt: „Mach den Text kürzer und konkreter und schreibe ihn für [Zielgruppe].“

Prompt: „Gib mir drei Varianten in unterschiedlichem Ton.“



DIE GROSSE PROMPT-BIBLIOTHEK
ÜBER 100 KOPIERFERTIGE PROMPTS
FÜR JEDEN LEBENSBEREICH UND JEDE ALLTAGSSITUATION.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Eine künstliche Intelligenz ist immer nur so gut wie die Anweisung, die du ihr gibst. Auf den nächsten Seiten findest du eine große Sammlung fertiger Prompts, sortiert nach Lebensbereichen. Such dir das Thema, das gerade zu deiner Situation passt, kopiere den Prompt, fülle die Platzhalter aus und schick ihn ab.
So benutzt du diese Bibliothek
Überall, wo eckige Klammern [so] stehen, setzt du deine eigenen Angaben ein. Die Prompts funktionieren in allen gängigen KI-Assistenten, egal ob ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude, und auch in den kostenlosen Versionen. Wenn eine Antwort noch nicht ganz passt, schreib einfach zurück, was du dir anders wünschst. Probier ruhig herum, bis das Ergebnis sitzt.

SCHREIBEN & KOMMUNIKATION
Briefe, Mails und Nachrichten, die ankommen.
Vom höflichen Antwortschreiben über die knifflige Beschwerde bis zur Glückwunschkarte: Hier findest du Prompts für alles, was du im Alltag formulieren musst. Oft scheitert es dabei gar nicht am Inhalt, sondern am richtigen Ton und den passenden Worten, und genau da
nimmt dir die KI die größte Hürde ab. Beschreibe kurz, worum es geht, an wen die Nachricht gerichtet ist und wie sie wirken soll, freundlich, sachlich oder bestimmt. Wenn der erste Entwurf noch nicht sitzt, lässt du ihn einfach kürzer, wärmer oder direkter umschreiben, bis er wirklich passt.
E-Mail freundlich beantworten
Prompt: „Schreibe eine höfliche und klare Antwort auf folgende E-Mail. Ich möchte [zusagen / absagen / um mehr Zeit bitten]. Der Ton soll freundlich, aber bestimmt sein. Halte dich kurz. Hier ist die E-Mail: [Text einfügen].“
Knifflige E-Mail beantworten
Prompt: „Ich habe diese E-Mail bekommen: [Text]. Hilf mir, professionell und freundlich zu antworten. Mein Standpunkt ist: [Stichworte].“
Beschwerde formulieren
Prompt: „Formuliere ein sachliches Beschwerdeschreiben an [Firma / Behörde]. Es geht um [Problem kurz beschreiben]. Ich wünsche mir als Lösung [Wunsch]. Bleibe höflich und bestimmt, ohne beleidigend zu werden.“


Glückwunschkarte
schreiben
Prompt: „Schreibe einen herzlichen Glückwunschtext zum [Anlass, z. B. 70. Geburtstag] für [Name / Beziehung, z. B. meine Tante]. Der Text soll [lustig / besinnlich / kurz] sein und diese persönliche Note haben: [Detail einfügen].“
Kurze Rede oder Trinkspruch
Prompt: „Hilf mir bei einer kurzen Rede zum Anlass [z. B. Hochzeit, runder Geburtstag]. Sie soll etwa [Anzahl] Minuten dauern, persönlich und warmherzig klingen und folgende Punkte enthalten: [Stichworte].“
Beileid und Kondolenz
Prompt: „Hilf mir, ein paar einfühlsame Worte des Beileids für [Beziehung, z. B. eine Nachbarin] zu finden, die [wen] verloren hat. Der Text soll schlicht, aufrichtig und nicht kitschig sein, höchstens ein paar Sätze.“
Text verständlicher machen
Prompt: „Überarbeite den folgenden Text, damit er klarer und leichter verständlich wird. Behalte meine Aussage bei, aber vereinfache komplizierte Sätze. Hier der Text: [Text einfügen].“
Nachricht an Freunde
Prompt: „Formuliere eine kurze, herzliche Nachricht an [Person], um [Anlass, z. B. mich für die Einladung zu bedanken / abzusagen]. Der Ton soll locker und persönlich sein, wie unter guten Bekannten.“
WhatsApp-Nachricht formulieren
Prompt: „Hilf mir, eine kurze WhatsApp-Nachricht zu schreiben. Ich möchte [Anliegen] mitteilen, der Ton soll [locker / herzlich / förmlich] sein.“

Text kürzen oder verlängern
Prompt: „Mach den folgenden Text [kürzer / ausführlicher], ohne den Sinn zu verändern. Ziel: etwa [Anzahl] Wörter. Hier der Text: [Text einfügen].“
Lange Nachricht zusammenfassen
Prompt: „Fasse diese E-Mail in drei Sätzen zusammen und sage mir, ob und was ich antworten oder tun muss: [Text einfügen].“
Höflich absagen
Prompt: „Formuliere eine freundliche Absage für [Anlass / Einladung]. Ich kann nicht, weil [Grund], möchte aber niemanden vor den Kopf stoßen.“


Kritik sachlich äußern
Prompt: „Ich möchte [Person, z. B. einem Kollegen] sachlich Rückmeldung geben zu [Thema]. Formuliere es freundlich, konkret und ohne Vorwurf.“
Heikles Thema ansprechen
Prompt: „Hilf mir, ein heikles Thema gegenüber [Person] anzusprechen. Es geht um [Sachverhalt]. Formuliere es so, dass es respektvoll bleibt und nicht als Vorwurf ankommt.“

Schwieriges Gespräch vorbereiten
Prompt: „Ich muss mit [Person] ein schwieriges Gespräch über [Thema] führen. Hilf mir, meine wichtigsten Punkte zu ordnen und sachlich zu bleiben.“
Persönliche Worte finden
Prompt: „Hilf mir, ein paar persönliche Worte zu [Anlass, z. B. einem runden Geburtstag] zu finden. Die Person ist mir [Beziehung]. Es soll herzlich und ehrlich klingen.“

BERUF, BÜRO & BEWERBUNG
Souverän durch Arbeitstag und Bewerbung.
Ob Geschäfts-Mail, Besprechungsprotokoll, Präsentation oder Bewerbungsanschreiben: Im Job frisst vieles davon Zeit, ohne dass es wirklich schwer wäre. Diese Prompts nehmen dir genau diese Routinearbeit ab und sorgen dafür, dass deine Ergebnisse struktu-
riert und professionell wirken. Gerade bei der Bewerbung hilft die KI, deine Stärken klar auf den Punkt zu bringen und den passenden Ton zu treffen. Gib ihr die wichtigsten Eckdaten und dein Ziel vor, dann liefert sie eine solide Vorlage, die du nur noch persönlich anpassen musst.

Professionelle Geschäfts-E-Mail
Prompt: „Schreibe eine professionelle E-Mail an [Empfänger / Abteilung]. Anlass: [Thema]. Ziel: [was soll passieren]. Ton: sachlich und freundlich. Fasse dich kurz und nenne am Ende einen klaren nächsten Schritt.“
Meeting-Notizen ordnen
Prompt: „Erstelle aus meinen Notizen ein übersichtliches Besprechungsprotokoll mit den Abschnitten Teilnehmer, Themen, Beschlüsse und offene Aufgaben mit Zuständigkeit. Hier sind die Notizen: [Stichworte einfügen].“
Präsentation gliedern
Prompt: „Entwirf eine Gliederung für eine Präsentation zum Thema [Thema] vor [Zielgruppe]. Sie soll etwa [Anzahl] Folien umfassen. Nenne pro Folie einen Titel und zwei bis drei Stichpunkte.“
Dokument zusammenfassen
Prompt: „Fasse den folgenden Text in [Anzahl] Stichpunkten zusammen und hebe die wichtigsten Entscheidungen und Todos hervor. Hier der Text: [Text einfügen].“
Freundliche Erinnerung
Prompt: „Formuliere eine freundliche Erinnerung an [Person / Firma], weil [Grund, z. B. eine Antwort / Zahlung noch aussteht]. Höflich, aber bestimmt, und mit der Bitte um Rückmeldung bis [Datum].“
Aufgaben priorisieren
Prompt: „Hier ist meine To-do-Liste für [Zeitraum]: [Liste einfügen]. Ordne die Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit und schlage vor, womit ich anfangen sollte und warum.“
Statement formulieren
Prompt: „Formuliere ein sachliches Statement zum Thema [Thema] aus Sicht von [Rolle / Firma]. Es soll [Anzahl] Sätze lang sein, neutral klingen und keine Schuldzuweisungen enthalten.“
Telefonnotiz zu Aufgaben
Prompt: „Aus diesem Telefongespräch habe ich notiert: [Notizen]. Erstelle daraus eine klare Liste mit konkreten nächsten Schritten.“
Bewerbungsanschreiben
Prompt: „Schreibe ein Bewerbungsanschreiben für die Stelle als [Position] bei [Firma]. Über mich: [Berufserfahrung, Stärken, Ausbildung]. Aus der Anzeige ist wichtig: [Anforderungen einfügen]. Der Ton soll selbstbewusst, aber nicht übertrieben sein.“

Anschreiben verbessern
Prompt: „Hier ist mein Anschreiben für die Stelle als [Beruf]: [Text]. Gib mir konkrete Verbesserungsvorschläge, ohne zu übertreiben oder Dinge zu erfinden.“
Lebenslauf strukturieren
Prompt: „Bring meine beruflichen Stationen in eine klare, übersichtliche Lebenslauf-Struktur. Hier meine Angaben in Stichworten: [Stationen, Jahre, Aufgaben]. Formuliere die Tätigkeiten knapp und aussagekräftig.“
Vorstellungsgespräch vorbereiten
Prompt: „Ich habe bald ein Vorstellungsgespräch als [Position]. Stelle mir [Anzahl] typische Fragen, die dabei drankommen könnten, und gib mir zu jeder Frage einen Tipp, worauf ich bei der Antwort achten sollte.“

Bewerbungsgespräch üben
Prompt: „Spiele eine Personalverantwortliche und führe mit mir ein kurzes Übungsgespräch für die Stelle [Position]. Stelle mir eine Frage nach der anderen, warte auf meine Antwort und gib mir danach eine kurze Rückmeldung.“
Frage nach Schwächen
Prompt: „Hilf mir, die Frage nach meinen Schwächen im Bewerbungsgespräch ehrlich, aber geschickt zu beantworten. Eine echte Schwäche von mir ist [Schwäche]. Zeig mir, wie ich daraus eine glaubwürdige Antwort mache.“


Profil für Netzwerke
Prompt: „Formuliere einen kurzen, ansprechenden Profiltext über mich für ein berufliches Netzwerk. Über mich: [Beruf, Erfahrung, Schwerpunkte]. Etwa [Anzahl] Sätze, modern und sympathisch.“
Nachfrage zur Bewerbung
Prompt: „Schreibe eine kurze, höfliche Nachfrage zum Stand meiner Bewerbung als [Position] bei [Firma]. Ich habe mich am [Datum] beworben. Freundlich und nicht aufdringlich.“

LERNEN & WISSEN
Dein geduldiger Lehrer für jedes Thema.
Eine KI ist der geduldigste Lehrer, den du dir vorstellen kannst: Sie erklärt so oft und so einfach, wie du willst, ohne je die Geduld zu verlieren. Mit den folgenden Prompts lässt du dir schwierige Themen verständlich aufbereiten, testest dein Wissen mit einem kurzen Quiz oder übersetzt Fachbegriffe in Alltagssprache. Sag ruhig dazu, wie viel du schon weißt und wie tief es gehen soll. So bekommst du eine Erklärung, die genau auf deinem Niveau ansetzt, statt dich zu über- oder zu unterfordern.
Thema einfach erklärt
Prompt: „Erkläre mir das Thema [Thema] so einfach, als wäre ich [z. B. ein interessierter Laie ohne Vorwissen]. Nutze ein Beispiel aus dem Alltag und verzichte auf Fachbegriffe. Frag mich am Ende, ob ich es verstanden habe.“
Kompliziertes verständlich machen
Prompt: „Erkläre mir [Thema] so einfach, als wäre ich ein interessierter Laie. Nutze ein Alltagsbeispiel und vermeide Fachbegriffe.“

Wissen testen
Prompt: „Stelle mir fünf Quizfragen zum Thema [Thema], um mein Wissen zu testen. Verrate die Lösungen erst, nachdem ich geantwortet habe.“
Quiz zum Selbsttest
Prompt: „Stell mir [Anzahl] Quizfragen zum Thema [Thema], eine nach der anderen. Warte jeweils auf meine Antwort und sag mir dann, ob sie richtig war, mit einer kurzen Erklärung.“
Fachbegriff
übersetzen
Prompt: „Ich lese gerade [Dokument / Artikel] und stoße auf den Begriff [Begriff]. Erkläre ihn mir in einfachen Worten und sag mir, warum er in diesem Zusammenhang wichtig ist.“
Lernzusammenfassung mit Eselsbrücken
Prompt: „Fasse das Thema [Thema] in einer übersichtlichen Lernzusammenfassung zusammen. Gliedere es in die wichtigsten Punkte und gib mir zu schwer merkbaren Dingen jeweils eine Eselsbrücke.“
Langen Text zusammenfassen
Prompt: „Fasse diesen Text in fünf Stichpunkten zusammen und nenne mir die wichtigste Kernaussage: [Text einfügen].“
Sprache üben
Prompt: „Lass uns auf [Sprache] ein einfaches Gespräch über [Alltagsthema] führen. Sprich langsam und einfach. Wenn ich einen Fehler mache, korrigiere mich freundlich und erklär mir kurz, was richtig wäre.“
Vokabeln abfragen
Prompt: „Sei mein Übungspartner für [Sprache]. Frage mich nacheinander zehn Vokabeln zum Thema [Thema] ab und sage mir nach jeder Antwort, ob sie richtig war.“
Pro und Kontra abwägen
Prompt: „Stell mir die wichtigsten Argumente für und gegen [Frage / Thema] gegenüber. Bleib sachlich und ausgewogen und sag mir am Ende, welche offenen Fragen es noch gibt.“
Etwas Schritt für Schritt lernen
Prompt: „Ich möchte [Fähigkeit, z. B. fotografieren / Schach] lernen. Stell mir einen einfachen Lernplan für die ersten [Anzahl] Wochen zusammen, mit kleinen, machbaren Schritten und je einer Übung pro Woche.“

HAUSHALT
Ordnung ins Alltagschaos bringen.
Wochenplan, To-do-Liste oder
Putzplan: Der Alltag steckt voller kleiner Organisationsaufgaben, die für sich genommen banal sind, in Summe aber ganz schön Zeit kosten. Gib der KI deine Rahmenbedingungen vor, also wie viele Personen, wie viel Zeit und welche Vorlieben im Spiel sind, und sie macht daraus eine übersichtliche Struktur. Das Schöne daran: Du kannst jederzeit nachjustieren, etwas verschieben oder ergänzen. So entsteht ein Plan, der sich nicht nur gut liest, sondern im echten Leben auch wirklich durchhält.
Wochenplan erstellen
Prompt: „Erstelle mir einen übersichtlichen Wochenplan von Montag bis Sonntag. Diese Termine und Aufgaben habe ich: [Aufzählung]. Verteile die Aufgaben sinnvoll und plane jeden Tag mindestens eine Pause ein.“
Aufgaben fair verteilen
Prompt: „Hilf uns, die Aufgaben im Haushalt fair auf [Anzahl] Personen zu verteilen. Folgende Aufgaben fallen an: [Liste]. Mach einen Vorschlag, der niemanden überlastet und der sich abwechseln lässt.“
To-do-Liste sortieren
Prompt: „Hier ist meine ungeordnete Aufgabenliste: [Aufgaben]. Sortiere sie nach Dringlichkeit und Wichtigkeit und markiere, was ich heute unbedingt erledigen sollte.“
Putzplan für die Familie
Prompt: „Erstelle einen fairen Putzplan für einen Haushalt mit [Anzahl] Personen und [Anzahl] Zimmern. Teile die Aufgaben auf tägliche, wöchentliche und monatliche Punkte auf.“
Vorratsschrank organisieren
Prompt: „Hilf mir, meine Vorräte besser zu organisieren. Ich lagere üblicherweise [Lebensmittel]. Gib mir Tipps zur Ordnung, zur Haltbarkeit und dazu, wie ich weniger wegwerfe.“

Vorräte zuerst verbrauchen
Prompt: „In meinem Vorratsschrank stehen folgende Dinge: [Liste]. Welche sollte ich zuerst verbrauchen und wie kann ich den Schrank übersichtlicher einräumen?“
Umzug planen
Prompt: „Ich ziehe in [Anzahl] Wochen um. Erstelle mir eine Checkliste mit Zeitplan, von der Wohnungskündigung über das Ummelden bis zum Einzugstag.“
Feier planen
Prompt: „Hilf mir, [Anlass, z. B. einen Kindergeburtstag] für [Anzahl] Gäste zu planen. Erstell mir eine Checkliste mit Einkäufen, Vorbereitungen und einem groben Zeitplan für den Tag.“
Packliste erstellen
Prompt: „Erstell mir eine Packliste für [Art der Reise, z. B. eine Woche Strandurlaub] für [Anzahl] Personen, davon [Erwachsene / Kinder]. Denk auch an Dinge, die man leicht vergisst.“


KÜCHE & ESSEN
Vom Kühlschrankinhalt zum fertigen Plan.
Die ewige Frage „Was koche ich heute?“ lässt sich mit KI erstaunlich elegant beantworten. Diese Prompts liefern dir Essenspläne für die ganze Woche, Rezepte aus dem, was gerade im Kühlschrank liegt, und die passende Einkaufsliste gleich dazu. Du kannst Budget, Personenzahl, Vorlieben und Unverträglichkeiten vorgeben, und die Vorschläge richten sich danach. Das spart nicht nur Nerven beim Planen, sondern hilft auch, Lebensmittel besser zu verwerten und weniger wegzuwerfen.
Essensplan für die Woche
Prompt: „Erstelle mir einen Essensplan für [Anzahl] Tage für [Anzahl] Personen. Berücksichtige, dass wir [Vorlieben / Unverträglichkeiten] haben, und es soll [günstig / schnell / abwechslungsreich] sein.“
Einkaufsliste aus dem Essensplan
Prompt: „Ich koche diese Woche folgende Gerichte: [Gerichte]. Erstelle daraus eine vollständige Einkaufsliste, sortiert nach Supermarkt-Abteilungen wie Obst und Gemüse, Kühlregal, Trockenwaren.“
Rezept nach Zutaten
Prompt: „Ich habe [Zutaten] und möchte ein [warmes / kaltes] Gericht zubereiten. Gib mir ein Rezept mit Mengenangaben und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.“
Menü für Gäste mit Unverträglichkeiten
Prompt: „Ich habe Gäste zum Abendessen. Eine Person isst [vegetarisch / vegan], eine verträgt kein [Zutat]. Schlage mir ein DreiGänge-Menü vor, das für alle funktioniert.“
Resteküche aus dem Kühlschrank
Prompt: „Im Kühlschrank habe ich noch: [Zutaten]. Schlage mir zwei einfache Gerichte vor, die ich daraus kochen kann, ohne extra einkaufen zu müssen.“

Reste verwerten
Prompt: „Vom Wochenende sind noch [Reste] übrig. Wie kann ich daraus eine neue, schmackhafte Mahlzeit zaubern?“
Mengen umrechnen
Prompt: „Rechne dieses Rezept von [Anzahl] auf [Anzahl] Portionen um: [Zutatenliste mit Mengen].“
Getränke und Snacks berechnen
Prompt: „Ich feiere mit [Anzahl] Gästen für etwa [Anzahl] Stunden. Wie viele Getränke und Snacks sollte ich einplanen? Mach mir eine konkrete Einkaufsliste.“


FAMILIE & KINDER
Kleine Helfer für den Familienalltag.
Von der spontan erfundenen GuteNacht-Geschichte bis zur geduldigen Hausaufgabenhilfe: Im Familienalltag kann eine KI überraschend viel abnehmen. Die folgenden Prompts helfen dir, Kindern Dinge altersgerecht zu erklären, gemeinsame Aktivitäten zu planen
oder knifflige Kinderfragen souverän zu beantworten. Gib am besten das Alter des Kindes an, dann passt die KI Sprache und Inhalt entsprechend an. Bei allem gilt: Die KI unterstützt, ersetzt aber nicht das gemeinsame Tun und den wachen Blick der Eltern.

Gute-Nacht-Geschichte erfinden
Prompt: „Erfinde eine kurze, fantasievolle
Gute-Nacht-Geschichte für ein [Alter]-jähriges Kind. Die Hauptfigur ist [Name / Tier], und es soll um [Thema] gehen. Halte sie ruhig und mit einem schönen Ende, etwa fünf Minuten Vorlesezeit.“
Hausaufgabenhilfe
Prompt: „Mein Kind ist in der [Klasse] und versteht [Thema] nicht. Erkläre es kindgerecht in einfachen Schritten und gib am Ende eine Übungsaufgabe, ohne die Lösung zu verraten.“
Kinderfragen beantworten
Prompt: „Mein [Alter] Jahre altes Kind fragt: [Frage]. Erkläre die Antwort in einfachen Worten, die ein Kind in diesem Alter versteht.“
Schwieriges kindgerecht erklären
Prompt: „Hilf mir, meinem [Alter]-jährigen Kind das Thema [Thema] kindgerecht und einfühlsam zu erklären. Schlag mir Worte vor, die das Kind versteht und die es nicht unnötig ängstigen.“
Beschäftigung für Regentage
Prompt: „Gib mir fünf Ideen, wie ich ein [Alter] Jahre altes Kind an einem Regentag zu Hause sinnvoll und kreativ beschäftigen kann, ohne Bildschirm.“


Spielideen mit Kindern
Prompt: „Schlag mir [Anzahl] Spiel- und Beschäftigungsideen für ein [Alter]-jähriges Kind vor, die [drinnen / draußen] funktionieren und höchstens [Material] brauchen.“
Kindergeburtstag planen
Prompt: „Plane einen Kindergeburtstag für ein [Alter] Jahre altes Kind mit [Anzahl] Gästen. Schlage Motto, drei Spiele, einen Zeitplan für drei Stunden und Ideen für die Jause vor.“
Familienfest organisieren
Prompt: „Ich organisiere ein Familienfest für [Anlass] mit etwa [Anzahl] Gästen. Erstelle mir eine Planungs-Checkliste und einen groben Ablaufplan für den Tag.“


Geschwisterstreit schlichten
Prompt: „Meine Kinder im Alter von [Alter] streiten oft um [Thema]. Gib mir ein paar einfache, faire Regeln und Sätze, mit denen ich vermitteln kann.“
Familienkonflikt entschärfen
Prompt: „In meiner Familie gibt es immer wieder Reibereien wegen [Thema]. Gib mir ein paar Ideen, wie ich das Thema ruhig ansprechen kann, und Formulierungen, die nicht als Vorwurf ankommen.“

Familientag planen
Prompt: „Plane mir einen schönen Familientag für [wer, z. B. zwei Erwachsene und zwei Kinder] in [Ort / Umgebung]. Es soll für alle etwas dabei sein und nicht zu viel kosten.“
Erinnerung festhalten
Prompt: „Hilf mir, eine schöne Erinnerung in Worte zu fassen, die ich später aufbewahren möchte. Es geht um [Ereignis]. Stell mir Fragen, damit ich nichts Wichtiges vergesse, und mach am Ende einen schönen Text daraus.“

REISE & FREIZEIT
Planen, packen, entdecken.
Reiseziel, Route, Packliste oder der passende Ausflugstipp fürs
Wochenende: Aus einer vagen Idee wird mit diesen Prompts ein fertiger Plan. Sag der KI, wohin es gehen soll, wie viel Zeit und Budget du hast und was dir wichtig ist, ob Erholung, Kultur oder Action. Zurück bekommst du konkrete Vorschläge, die du so lange verfeinern kannst, bis wirklich alles passt. So verbringst du weniger Zeit mit dem Organisieren und mehr mit der Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres.
Kompletten Reiseplan erstellen
Prompt: „Plane mir eine Reise nach [Ziel] für [Anzahl] Tage. Wir sind [wer, z. B. ein Paar mittleren Alters] und interessieren uns für [Interessen]. Schlag mir pro Tag ein bis zwei Programmpunkte vor.“
Reiseprogramm für mehrere Tage
Prompt: „Erstelle ein entspanntes Programm für [Anzahl] Tage in [Reiseziel]. Wir interessieren uns für [Themen] und wollen nicht von früh bis spät unterwegs sein.“
Reiseziel finden
Prompt: „Ich möchte im [Monat] für etwa [Anzahl] Tage verreisen. Wichtig ist mir [z. B. mildes Wetter, gut erreichbar, nicht zu touristisch]. Schlag mir [Anzahl] passende Reiseziele vor und sag mir kurz, was dafür spricht.“
Tagesausflug planen
Prompt: „Plane mir einen Tagesausflug in der Region [Ort]. Wir sind [wer], interessieren uns für [Interessen] und haben etwa [Anzahl] Stunden Zeit.“
Wanderroute nach Können
Prompt: „Schlage mir eine Wanderung in der Gegend [Region] vor, die für [Anfänger / Geübte] geeignet ist, etwa [Anzahl] Stunden dauert und mit [Kindern / Hund] machbar ist.“
Restaurant passend finden
Prompt: „Empfiehl mir, worauf ich bei der Auswahl eines Restaurants in [Stadt] für [Anlass] achten sollte. Wir mögen [Küche] und es soll [Stimmung] sein.“
Schlechtwetter-Beschäftigung
Prompt: „Es regnet und ich bin mit [wer, z. B. zwei Kindern] zu Hause. Schlag mir [Anzahl] schöne Beschäftigungen für drinnen vor, die ohne große Vorbereitung funktionieren.“
Buch- oder Filmtipp
Prompt: „Empfiehl mir drei [Bücher / Filme], die mir gefallen könnten. Ich mag [Genre / Beispiele] und suche etwas [unterhaltsam / spannend / ruhig].“
Neues Hobby finden
Prompt: „Ich suche ein neues Hobby. Ich mag [Vorlieben] und habe ungefähr [Zeit] pro Woche dafür. Schlag mir [Anzahl] Hobbys vor, die dazu passen, und sag mir, wie man am besten einsteigt.“
Spiele für den Spieleabend
Prompt: „Schlage mir Spiele für einen Spieleabend mit [Anzahl] Erwachsenen vor. Es soll [lustig / strategisch] sein und ohne viel Vorbereitung funktionieren.“


EINKAUF, GELD & VERTRÄGE
Klüger kaufen, weniger zahlen.
Bevor du Geld ausgibst, lohnt sich ein kurzer, klarer Faktencheck, und genau dabei hilft die KI. Diese Prompts unterstützen dich, Angebote und Modelle nüchtern zu vergleichen, Kaufentscheidungen in Ruhe zu durchdenken und komplizierte Verträge in verständliche Worte zu übersetzen. Auch beim Formulieren von Kündigungen oder Reklamationen nimmt sie dir die Arbeit ab. Ein Hinweis: Aktuelle Tagespreise kann eine Text-KI nicht abrufen, sie hilft dir vor allem bei Struktur, Kriterien und den richtigen Fragen.
Wichtig: Eine KI kann Verträge verständlicher machen, ersetzt aber keine Rechtsberatung.
Vor dem Kauf richtig fragen
Prompt: „Ich überlege, [Produkt] zu kaufen. Stell mir die wichtigsten Fragen, die ich mir vorher beantworten sollte, und nenn mir die Kriterien, auf die ich beim Vergleich achten muss.“
Optionen vergleichen
Prompt: „Vergleiche für mich die Optionen [Option A] und [Option B] hinsichtlich [Kriterien, z. B. Preis, Aufwand, Nutzen]. Stell sie übersichtlich gegenüber und nenn mir Vor- und Nachteile.“
Angebote gegenüberstellen
Prompt: „Vergleiche diese Angebote übersichtlich in einer Tabelle: [Angebot 1] und [Angebot 2]. Was sind jeweils die Vor- und Nachteile?“
Haushaltsbudget aufstellen
Prompt: „Hilf mir, ein einfaches Monatsbudget aufzustellen. Mein Einkommen beträgt etwa [Betrag], feste Ausgaben sind [Auflistung]. Zeig mir, wie ich den Rest sinnvoll auf Sparen und freie Ausgaben aufteile.“
Haushaltsbuch starten
Prompt: „Ich möchte ein einfaches Haushaltsbuch führen. Schlage mir sinnvolle Ausgaben-Kategorien für einen [Anzahl]Personen-Haushalt vor und erkläre, wie ich am besten starte.“

Spartipps für den Alltag
Prompt: „Gib mir [Anzahl] konkrete, alltagstaugliche Spartipps für den Bereich [z. B. Lebensmittel, Energie, Versicherungen], die wirklich etwas bringen und ohne großen Verzicht umsetzbar sind.“
Abos auf den Prüfstand
Prompt: „Ich zahle für folgende Abos: [Liste mit Beträgen]. Hilf mir zu prüfen, welche ich wirklich nutze und bei welchen sich ein Wechsel oder eine Kündigung lohnen könnte.“
Vertrag verständlich erklärt
Prompt: „Erklär mir in einfachen Worten, was in diesem Angebot oder Vertragstext steht, worauf ich achten sollte und welche Fragen ich vor einer Unterschrift stellen sollte. Hier der Text: [Text einfügen].“
Kündigung formulieren
Prompt: „Schreibe ein Kündigungsschreiben für [Vertrag / Anbieter]. Meine Kundennummer ist [Nummer], ich möchte zum nächstmöglichen Termin kündigen. Bitte freundlich und formell.“
Reklamation schreiben
Prompt: „Formuliere eine Reklamation an [Firma]. Problem: [Beschreibung]. Ich möchte [Wunsch, z. B. Reparatur, Erstattung]. Sachlich, höflich, aber bestimmt.“
Pro und Kontra bei Anschaffung
Prompt: „Ich überlege, mir [größere Anschaffung] zu leisten. Erstell mir eine ehrliche Pro-und-Kontra-Liste und stell mir am Ende drei Fragen, die mir bei der Entscheidung helfen.“

GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
Kleine Schritte zu mehr Wohlbefinden.
Mehr Bewegung, ausgewogener essen, besser schlafen und öfter mal bewusst durchatmen: Die folgenden Prompts geben dir handfeste Anstöße für einen gesünderen Alltag, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Du kannst dir kleine Routinen zusammenstellen lassen, die wirklich zu deinem Tag passen, und sie Schritt für Schritt ausbauen. Wichtig ist dabei nur eines: Eine KI ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden, Schmerzen oder ernsteren gesundheitlichen Fragen ist immer eine Ärztin oder ein Arzt die richtige Adresse.
Mehr Bewegung im Alltag
Prompt: „Gib mir [Anzahl] einfache Ideen, wie ich im Alltag mehr Bewegung unterbringe, ohne ins Fitnessstudio zu gehen. Ich bin [Lebenssituation, z. B. viel im Büro] und habe wenig Zeit.“
Ausgewogener essen
Prompt: „Gib mir alltagstaugliche Anregungen für eine ausgewogenere Ernährung, ohne strenge Verbote. Ich esse gern [Vorlieben] und möchte vor allem [Ziel, z. B. mehr Gemüse einbauen].“
Besser schlafen
Prompt: „Nenn mir allgemein anerkannte Tipps für einen erholsameren Schlaf. Mein Problem ist eher [Einschlafen / Durchschlafen]. Bitte keine Medikamente, nur alltägliche Gewohnheiten.“
Ruhigere Abendroutine
Prompt: „Schlage mir eine entspannende Abendroutine vor, die mir hilft, besser zur Ruhe zu kommen. Ich gehe meist gegen [Uhrzeit] ins Bett.“
Genug trinken
Prompt: „Gib mir ein paar praktische Tricks, wie ich im Alltag daran denke, regelmäßig genug zu trinken.“
Kurze Entspannungsübungen
Prompt: „Schlag mir [Anzahl] kurze Entspannungsübungen vor, die ich in [Zeit] Minuten zwischendurch machen kann, zum Beispiel im Büro oder am Abend. Beschreib sie Schritt für Schritt.“


Durch eine Atemübung leiten
Prompt: „Leite mich durch eine kurze Entspannungsübung von etwa fünf Minuten, die ich am Schreibtisch machen kann, um durchzuatmen.“
Ruhiger mit Stress umgehen
Prompt: „Ich fühle mich im Moment häufig gestresst wegen [Bereich, allgemein]. Gib mir ein paar allgemeine, alltagstaugliche Anregungen, wie ich besser zur Ruhe komme.“
Gewohnheit sanft ändern
Prompt: „Ich möchte mir die Gewohnheit [z. B. mehr Wasser trinken] angewöhnen. Hilf mir mit einem realistischen Plan in kleinen Schritten und mit Ideen, wie ich dranbleibe, ohne mich unter Druck zu setzen.“
Wichtig
Eine KI ist kein Arzt und keine Ärztin. Sie ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung. Bei Beschwerden, Sorgen oder konkreten gesundheitlichen Fragen wende dich bitte immer an medizinisches Fachpersonal.

KREATIVITÄT & IDEEN
Wenn dir die Ideen ausgehen.
Manchmal fehlt einfach der zündende Einfall, sei es beim Geschenk, beim Namen für ein Projekt oder bei einer Idee, die noch Form braucht. Genau hier ist die KI ein idealer Sparringspartner: Sie wirft in Sekunden Dutzende Vorschläge aus, an denen du dich entlanghangeln kannst. Die folgenden Prompts bringen deine Gedanken in Schwung und helfen, aus einer groben Idee ein rundes Konzept zu machen. Nimm die Vorschläge als Startpunkt, kombiniere und verwirf, bis etwas dabei ist, das sich für dich richtig anfühlt.
Geschenkideen mit Köpfchen
Prompt: „Schlag mir [Anzahl] Geschenkideen für [Person, z. B. meinen Bruder, 50, mag Garten und Kochen] zum Anlass [Anlass] vor. Das Budget liegt bei etwa [Betrag]. Sei kreativ und nicht zu naheliegend.“
Namen oder Titel finden
Prompt: „Schlag mir [Anzahl] kreative Namen für [was, z. B. ein Haustier, einen Verein, einen Blog] vor. Der Name soll [Eigenschaften, z. B. kurz, einprägsam, freundlich] sein.“
Aus Idee ein Konzept machen
Prompt: „Ich habe eine grobe Idee: [Idee in einem Satz]. Hilf mir, sie weiterzudenken. Stell mir Fragen, schlag Varianten vor und zeig mir die ersten Schritte, um sie umzusetzen.“

Schreibblockade lösen
Prompt: „Ich will einen Text über [Thema] schreiben, weiß aber nicht, wie ich anfangen soll. Gib mir [Anzahl] verschiedene Einstiegssätze und einen groben roten Faden, an dem ich mich entlanghangeln kann.“
Bastel- oder Deko-Projekt
Prompt: „Schlag mir eine einfache Basteloder Dekoidee zum Thema [Anlass / Jahreszeit] vor, für die ich nur [vorhandenes Material] brauche. Beschreib die Schritte so, dass auch Ungeübte sie schaffen.“







DER GROSSE VERGLEICH
CHATGPT, GEMINI, COPILOT & CLAUDE
IM PRAXISVERGLEICH.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Vier Namen tauchen immer wieder auf, wenn von KI-Assistenten die
Rede ist: ChatGPT, Gemini, Copilot und Claude. Alle vier können erstaunlich viel, und alle vier haben Stärken, Schwächen und Eigenheiten. Wir stellen sie nebeneinander und beantworten die Frage, die am Ende wirklich zählt: Welcher Assistent passt zu dir und zu dem, was du vorhast?
Vorab eine Einordnung, die dir viel Frust erspart: Es gibt nicht den einen besten KIAssistenten. Die vier großen Anbieter liegen technisch eng beieinander und holen sich gegenseitig in immer kürzeren Abständen ein. Wer heute vorne liegt, kann in einem halben Jahr Zweiter sein. Wichtiger als die Frage nach dem Sieger ist deshalb die
Frage, in welchem Ökosystem du ohnehin unterwegs bist, was du mit dem Assistenten konkret machen willst und wie viel du auszugeben bereit bist.
ChatGPT (OpenAI)
ChatGPT ist der bekannteste Vertreter und für viele der Einstieg in die ganze Welt der KI-Assistenten gewesen. Das Werkzeug ist ein Allrounder, der fast alles ordentlich kann: Texte schreiben, Ideen sammeln, Dinge erklären, programmieren, Bilder erzeugen und Dateien auswerten. Die Bedienung ist aufgeräumt, der Einstieg gelingt auch ohne Vorwissen schnell.
Stärken: ChatGPT liefert sehr natürliche, flüssige Texte und ist beim Brainstor-
ming und beim Umformulieren stark. Die integrierte Bilderzeugung ist gut, der DateiUpload erlaubt das Auswerten von PDFs, Tabellen und Fotos. Über die Sprachfunktion kannst du dich auch frei unterhalten. Das Tool ist außerdem in Apples Siri eingebunden, was die Nutzung auf dem iPhone erleichtert.
Schwächen: Bei tagesaktuellen Fakten musst du aufpassen. ChatGPT recherchiert zwar im Web, gibt aber gelegentlich überzeugend klingende, aber falsche Antworten aus. Die wirklich starken Modelle und die höheren Nutzungsgrenzen stecken im Bezahl-Abo. In der Gratis-Version sind Tempo und Funktionsumfang spürbar begrenzt.
Am besten geeignet für: alle, die einen vielseitigen Alleskönner für Text, Ideen und
kreative Aufgaben suchen und keine feste Bindung an Google oder Microsoft haben.
Gemini (Google)
Gemini ist Googles Assistent und tief im Google-Universum verankert. Wer Android nutzt, Gmail liest, in Google Docs schreibt und mit Google Maps unterwegs ist, bekommt mit Gemini einen Helfer, der genau dort ansetzt, wo man ohnehin schon arbeitet. Auf vielen Android-Geräten hat Gemini den klassischen Google Assistant abgelöst.
Stärken: Die größte Stärke ist die Aktualität. Weil Gemini direkt mit der Google-Suche verbunden ist, sind die Antworten bei aktuellen Themen oft frischer. Sehr stark ist die Funktion Deep Research, die zu einem Thema selbstständig viele Quellen sichtet

Erstellt mit Google Gemini und dem Bildmodell „Nano Banana 2“. Die KI setzt Textbeschreibungen in fotorealistische Bilder mit hoher Detailtreue um.
und einen strukturierten Bericht erstellt. Die Verzahnung mit Gmail, Docs, Kalender und Maps ist im Alltag praktisch.
Schwächen: Außerhalb des GoogleKosmos verliert Gemini einen Teil seines Charmes. Die Textqualität ist gut, wirkt manchmal aber etwas nüchterner als bei der Konkurrenz. Wie überall gilt: Antworten zu Fakten immer gegenprüfen.
Am besten geeignet für: Android-Nutzer und alle, die ihren Alltag mit Google-Diensten organisieren und Wert auf aktuelle Informationen und Recherche legen.
Microsoft Copilot
Copilot ist Microsofts Assistent und sitzt dort, wo viele ohnehin täglich arbeiten: in Windows 11 und in den Office-Programmen Word, Excel, Outlook und PowerPoint. Statt eine eigene App zu öffnen, holst du dir die KI direkt in das Dokument oder die Tabelle, an der du gerade sitzt.
Stärken: Die Integration in Microsoft 365 ist der große Trumpf. Copilot kann in Word Entwürfe schreiben, in Excel Formeln vorschlagen und Daten auswerten, in Outlook Mails zusammenfassen und beantworten und in PowerPoint Präsentationen aufbauen. Copilot ist eng mit Windows 11 und Microsoft 365 verzahnt. Unter der Haube steckt Technik von OpenAI, die Textqualität ist entsprechend hoch.
Schwächen: Die richtig nützlichen OfficeFunktionen entfalten sich erst mit einem passenden Microsoft-365-Abo, das zusätzlich kostet. Wer kein Office nutzt, hat von Copilot weniger als von den anderen. Auch hier gilt: Ergebnisse prüfen, besonders bei Zahlen und Formeln.

Microsoft Copilot erstellt auf Basis einer kurzen Beschreibung komplette Präsentationen –inklusive Gliederung, Texten und modernem Foliendesign.
Am besten geeignet für: Menschen, die viel mit Word, Excel und Outlook arbeiten und ihre KI direkt in diesen Programmen haben wollen.
Anthropic Claude
Claude ist der Assistent des Unternehmens Anthropic und unter Vielschreibern und beim Arbeiten mit langen Texten beliebt. Wer lange Dokumente analysieren, sauber strukturierte Texte erstellen oder durchdachte Antworten auf knifflige Fragen will, ist hier richtig.

Claude unterstützt Entwickler bei der Erstellung und Optimierung von Webseiten, Apps und interaktiven Prototypen – inklusive verständlicher Erklärungen und lauffähigem Code.
Stärken: Claude gilt als besonders sorgfältig im Umgang mit Sprache und längeren Zusammenhängen. Das Tool kann große Textmengen auf einmal verarbeiten, etwa umfangreiche PDFs oder mehrere Dokumente zugleich. Die Antworten sind oft gut gegliedert und nachvollziehbar. Beim Programmieren genießt Claude einen sehr guten Ruf.
Schwächen: Eine eigene Bilderzeugung gehört nicht zu den Kernfunktionen. Die Einbindung in fertige Ökosysteme wie bei Google oder Microsoft fehlt, Claude ist eher ein eigenständiger Assistent. Für tagesaktuelle Recherche ist es weniger spezialisiert als Gemini. Am besten geeignet für: alle, die viel mit Text und langen Dokumenten arbeiten und Wert auf saubere, durchdachte Ergebnisse legen.
Die Vergleichskriterien im Überblick
Textqualität: Hier liegen alle vier auf hohem Niveau. ChatGPT und Claude liefern besonders natürliche, gut lesbare Texte, Copilot profitiert von der gleichen Technik wie ChatGPT. Gemini ist solide, manchmal etwas sachlicher im Ton. Für die meisten Alltagstexte wirst du kaum einen Unterschied bemerken.
Recherche und Aktualität: Gemini hat durch die direkte Anbindung an die GoogleSuche einen Vorsprung bei tagesaktuellen Themen. ChatGPT und Copilot recherchieren ebenfalls im Web. Wichtig bleibt bei allen: KIAntworten zu Fakten, Zahlen und Namen immer an einer zweiten Quelle gegenprüfen.
Bildfunktionen: ChatGPT und Gemini bringen eine starke Bilderzeugung mit. Copilot erzeugt ebenfalls Bilder. Claude setzt seinen
Schwerpunkt nicht auf Bilder, sondern auf Text und Analyse.
Datei-Upload: Alle vier können Dateien auswerten. Du lädst etwa ein PDF, eine Tabelle oder ein Foto hoch und lässt es zusammenfassen oder analysieren. Claude ist beim Verarbeiten besonders langer oder mehrerer Dokumente stark, ChatGPT und Gemini decken den Alltag breit ab.
Integration ins Ökosystem: Hier entscheidet sich oft alles. Gemini lebt im GoogleUniversum, Copilot in Windows und Office, ChatGPT ist über Siri auf dem iPhone präsent und ansonsten weitgehend unabhängig. Claude ist am ehesten ein eigenständiges Werkzeug ohne feste Plattformbindung.
Datenschutz: Bei allen Anbietern gilt, keine sensiblen persönlichen Daten, Passwörter oder vertrauliche Firmeninterna einzugeben. Prüfe in den Einstellungen, ob deine Eingaben zum Training der Modelle verwendet werden, und schalte das bei Bedarf ab. Für berufliche Nutzung mit besonders sensiblen Daten lohnt ein Blick in die jeweiligen Geschäftskunden-Angebote.
Gratis oder Bezahlt?
Grobe Orientierung
Alle vier Anbieter haben eine kostenlose Version, mit der du den Großteil der Alltagsaufgaben erledigen kannst. Die Gratis-Stufen sind allerdings gedrosselt: Du nutzt meist nicht die allerstärksten Modelle, stößt schneller an Nutzungsgrenzen und musst bei Spitzenlast mit längeren Wartezeiten rechnen.
Die Bezahl-Abos liegen grob in einer ähnlichen Größenordnung pro Monat und schalten die leistungsfähigsten Modelle, höhere Limits und Zusatzfunktionen frei. Bei Copilot kommt die Besonderheit hinzu, dass die volle Office-
Integration ein Microsoft-365-Abo voraussetzt.
Unser Tipp: Starte zunächst mit den kostenlosen Versionen und steige erst dann auf ein Abo um, wenn du merkst, dass du regelmäßig an Grenzen stößt. Genauer gehen wir darauf in einem eigenen Beitrag ein.
Welcher Assistent für welchen Zweck?
Du willst kreativ schreiben, Ideen sammeln und einen vielseitigen Alleskönner: ChatGPT ist hier eine sehr gute Wahl, besonders wenn du keine feste Bindung an ein bestimmtes Ökosystem hast.
Du nutzt Android und lebst im GoogleKosmos: Gemini ist gesetzt. Es greift direkt auf Gmail, Kalender, Maps und die aktuelle Google-Suche zu und ist auf vielen AndroidGeräten ohnehin der Standard-Assistent.
Du arbeitest täglich mit Word, Excel und Outlook: Copilot bringt die KI dorthin, wo du ohnehin bist, und spart dir das Umschalten zwischen Programmen.
Du hast viel mit langen Texten und Dokumenten zu tun: Claude punktet mit sorgfältigen, gut strukturierten Ergebnissen und der Verarbeitung großer Textmengen.
Du willst zu einem Thema gründlich recherchieren: Gemini mit Deep Research und ChatGPT mit aktiver Web-Recherche sind hier vorne, sofern du die Ergebnisse anschließend gegenprüfst.
Unser Rat: Lege dich nicht zwingend auf einen Anbieter fest. Viele Profis nutzen je nach Aufgabe zwei Werkzeuge parallel, etwa Gemini für aktuelle Recherche und Claude oder ChatGPT fürs Ausformulieren. In der Gratis-Version kostet dich das nichts außer ein paar Minuten Einrichtung.
ZUM SELBSTTESTEN:
DIESELBE AUFGABE, VIER ASSISTENTEN
Am besten vergleichst du die vier, indem du ihnen exakt dieselbe Aufgabe gibst und die Antworten nebeneinanderlegst. Probiere diese Prompts der Reihe nach in jedem Werkzeug aus und achte auf Tonfall, Struktur und Genauigkeit.
Prompt: „Erkläre mir [Thema] zuerst für ein 10-jähriges Kind, danach für einen Erwachsenen ohne Vorwissen und zum Schluss in einer etwas technischeren Version. Verwende jeweils maximal 150 Wörter.“

Prompt: „Erkläre mir [Thema] zuerst für ein 10-jähriges Kind, danach für einen Erwachsenen ohne Vorwissen und zum Schluss in einer etwas technischeren Version. Verwende jeweils maximal 150 Wörter.“

Prompt: „Erkläre mir [Thema] zuerst für ein 10-jähriges Kind, danach für einen Erwachsenen ohne Vorwissen und zum Schluss in einer etwas technischeren Version. Verwende jeweils maximal 150 Wörter.“

Prompt: „Erkläre mir [Thema] zuerst für ein 10-jähriges Kind, danach für einen Erwachsenen ohne Vorwissen und zum Schluss in einer etwas technischeren Version. Verwende jeweils maximal 150 Wörter.“

CLAUDE
Weitere Prompts
Prompt: „Schreibe eine freundliche, kurze E-Mail, mit der ich einen Termin beim [Anlass] um eine Woche verschiebe.“
Prompt: „Fasse das hochgeladene PDF in fünf Stichpunkten zusammen und nenne die wichtigste Aussage.“
Prompt: „Recherchiere die drei wichtigsten Neuigkeiten zu [Thema] aus den letzten Wochen und nenne mir jeweils die Quelle.“
WAS DU DER KI BESSER NICHT VERRÄTST
DATENSCHUTZ IM UMGANG MIT KI, EINFACH UND ALLTAGSTAUGLICH.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Eine KI fühlt sich an wie ein vertrautes Gespräch unter vier Augen. Bei den meisten bekannten KI-Diensten landen deine Eingaben auf den Servern eines Unternehmens und werden je nach Einstellung sogar zum Training neuer Modelle verwendet. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund, ein paar einfache Regeln zu kennen. Mit ihnen nutzt du KI bequem weiter, ohne unnötig viel von dir preiszugeben.
Diese Daten gehören nicht in die KI
Als Faustregel gilt: Alles, was du nicht auf eine Postkarte schreiben würdest, gehört nicht ungeschützt in ein KI-Fenster. Dazu zählen vollständige Namen in Verbindung mit Adressen, Geburtsdaten, Kontonummern, Passwörter, die Sozialversicherungsnummer, Kreditkartendaten sowie sensible Gesundheits- und Familiendetails. Auch betriebliche Geheimnisse, etwa Kundendaten
oder interne Dokumente deines Arbeitgebers, haben in einer privaten KI nichts verloren.
Anonymisieren statt verzichten
Oft brauchst du die KI gerade für persönliche Texte, etwa einen Brief oder einen Lebenslauf. Die Lösung heißt anonymisieren: Ersetze echte Namen, Adressen und Daten durch Platzhalter wie „Frau M.“ oder „Stadt X“. Die KI versteht den Zusammenhang trotzdem und liefert ein brauchbares Ergebnis, ohne dass deine echten Daten das Gerät verlassen.
Verlauf und Training abschalten
Die meisten großen KI-Dienste bieten in den Einstellungen die Möglichkeit, den Chatverlauf zu deaktivieren und der Nutzung deiner Eingaben zum Training zu widersprechen. Bei ChatGPT findest du das unter den Datenschutz-Einstellungen, bei Google Gemini und anderen Anbietern ähnlich. Es lohnt sich, diese Optionen einmal in Ruhe durchzugehen. Einmal eingestellt, gilt die Wahl für alle künftigen Gespräche.
Sinnvoll ist auch, alte Unterhaltungen ab und zu zu löschen. Was nicht gespeichert ist, kann auch nicht in falsche Hände geraten.
Lokale oder Cloud-KI?
Die meisten bekannten KI-Dienste arbeiten in der Cloud, deine Eingaben werden also über das Internet verarbeitet. Das ist
Prompt: „Formuliere diesen Beschwerdebrief höflicher. Ich habe Namen und Adresse durch Platzhalter ersetzt, bitte behalte die Platzhalter bei: [Text mit Platzhaltern].“


gleich in eine KI eingeben möchte. Enthält er persönliche oder sensible Daten, die ich besser entfernen sollte? [Text einfügen].“
bequem und leistungsstark, bedeutet aber auch, dass die Daten das Haus verlassen. Es gibt zunehmend KI-Programme, die direkt auf dem eigenen Computer oder Smartphone laufen, sogenannte lokale KI. Hier bleiben die Daten auf dem Gerät. Für besonders sensible Inhalte ist das die sicherste Variante, auch wenn solche Programme oft etwas weniger leistungsfähig sind und mehr technisches Geschick verlangen.
Sichere Nutzung im Alltag
Drei einfache Gewohnheiten machen den größten Unterschied. Erstens: Vor dem Absenden kurz innehalten und fragen, ob die Eingabe wirklich persönliche Daten enthält. Zweitens: für KI-Dienste ein eigenes, sicheres Passwort verwenden und, wo möglich, die Zwei-Faktor-Anmeldung aktivieren. Drittens: KI-Antworten zu wichtigen Themen nicht blind übernehmen, sondern gegenprüfen.
GUT ZU WISSEN
Kostenlose KI-Dienste sind selten wirklich gratis, denn häufig bezahlst du mit deinen Daten. Wirf deshalb einmal einen Blick in die Datenschutz-Einstellungen deiner KI-App und schalte die Verwendung deiner Eingaben zum Training ab, wenn dir das wichtig ist. Und merke dir die einfachste Regel überhaupt: Im Zweifel weglassen. Eine KI kann dir auch dann hervorragend helfen, wenn du ihr nur das Nötigste verrätst.
WENN DIE KI NICHT NUR REDET, SONDERN HANDELT
KI-AGENTEN ERKLÄRT: WAS SIE KÖNNEN, WIE SIE ARBEITEN UND WO IHRE GRENZEN LIEGEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Ein Chatbot beantwortet deine Frage. Ein KI-Agent geht einen Schritt weiter: Er öffnet selbst einen Browser, klickt sich durch Webseiten, füllt Formulare aus und erledigt mehrstufige Aufgaben für dich. Klingt nach Science-Fiction, ist aber seit 2025 in den großen KI-Diensten angekommen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, was dahintersteckt, was heute wirklich funktioniert und worauf du achten musst, damit aus dem praktischen Helfer kein teurer Fehlgriff wird.
Antworten oder handeln: der entscheidende Unterschied
Stell dir vor, du fragst einen klassischen Chatbot: „Welche Zugverbindung gibt es morgen früh von Wien nach Salzburg?“ Der Bot antwortet mit Text. Vielleicht stimmt die Auskunft, vielleicht ist sie veraltet. Buchen musst du selbst, in einem anderen Fenster, mit ei-
genen Klicks. Genau hier setzt ein KI-Agent an. Du gibst ihm dasselbe Ziel, und er macht sich an die Arbeit: Er ruft die echte Webseite der Bahn auf, sucht die Verbindung, schaut nach Preisen und legt dir das Ergebnis fertig zur Bestätigung vor.
Der Unterschied ist also nicht, dass der Agent klüger spricht. Der Unterschied ist, dass er etwas tut. Ein Chatbot ist ein Gesprächspartner.
Ein Agent ist eine Art digitaler Assistent, der eigenständig Werkzeuge bedient, Zwischenschritte plant und sich Schritt für Schritt an ein Ziel herantastet. Das macht ihn nützlich, aber auch riskanter, denn Handeln kann Folgen haben, die ein bloßer Text nie hätte.
Wie ein Agent technisch arbeitet
Im Kern steckt dasselbe Sprachmodell, das auch hinter den bekannten Chatbots arbeitet. Neu ist die Umgebung drumherum. Der
Agent bekommt Zugriff auf Werkzeuge: meist einen virtuellen Browser, also einen Browser, der in der Cloud läuft und den du am Bildschirm beim Arbeiten zusehen kannst. Manche Agenten können zusätzlich Dateien lesen, Tabellen befüllen oder kleine Programme ausführen.
Der Ablauf folgt einer Schleife. Erst schaut der Agent sich an, was auf der Webseite gerade zu sehen ist. Dann überlegt er, was der nächste sinnvolle Schritt ist, etwa „auf das Suchfeld klicken“. Diesen Schritt führt er aus und schaut danach erneut, was passiert ist. Hat sich die Seite verändert, plant er den nächsten Klick. So hangelt er sich Schritt für Schritt voran, bis die Aufgabe erledigt ist oder er nicht mehr weiterkommt. Diese „beobachten, denken, handeln“-Schleife wiederholt sich oft Dutzende Male für eine einzige Aufgabe.
Wichtig zu verstehen: Der Agent sieht die Seite ähnlich wie du, als Bild und Text. Er rät anhand des Gelernten, wo er klicken muss. Das funktioniert erstaunlich gut, ist aber nicht unfehlbar. Verändert eine Webseite ihr Layout oder taucht ein Cookie-Banner auf, kann der Agent ins Stocken geraten oder daneben klicken.
Welche Agenten es heute gibt
Mitte 2026 hast du mehrere Möglichkeiten. OpenAI bietet mit dem ChatGPT Agent eine Funktion an, die einen virtuellen Browser steuert und mehrstufige Aufträge abarbeitet. Sie ist aus dem früheren Operator hervorgegangen. Google hat in Gemini ähnliche Agentenfunktionen eingebaut, die etwa im Browser Aufgaben übernehmen können. Daneben gibt es Anbieter wie Manus, die sich ganz auf ei-
genständig arbeitende Agenten spezialisiert haben.
Die Funktionen verschieben sich laufend, und nicht jede Fähigkeit steht in jedem Land oder in jedem Tarif zur Verfügung. Für den Einstieg gilt: Wenn dein KI-Dienst eine Funktion mit Namen wie „Agent“, „Aufgaben erledigen“ oder „im Browser handeln“ anbietet, bist du richtig. Die Grundidee ist überall dieselbe.
Was du im Alltag damit machen kannst
Am meisten bringt ein Agent dort, wo eine Aufgabe aus vielen kleinen, langweiligen Schritten besteht. Ein paar typische Beispiele: Reise vorbereiten: Der Agent sucht Verbindungen, vergleicht Hotels in deinem Budget und stellt dir einen Tagesplan zusammen. Die eigentliche Buchung legt er dir nur zur Bestätigung vor. Wie das genau geht, zeigen wir im nächsten Beitrag.
Einkaufen und vergleichen: Du nennst ein Produkt, der Agent durchsucht mehrere Shops, vergleicht Preise und Ausstattung und legt dir die Favoriten nebeneinander. Auch hier gilt: Bezahlen bleibt deine Sache.
Termine und Organisation: Öffnungszeiten heraussuchen, eine Liste von Anbietern zusammenstellen, Kontaktdaten sammeln. Solche Fleißarbeit nimmt dir der Agent ab.
Recherche: Statt zehn Seiten selbst durchzulesen, lässt du den Agenten Quellen sichten und das Wichtigste zusammentragen. Achte aber darauf, dass er die Herkunft der Angaben mitliefert, damit du nachprüfen kannst.
Tabellen befüllen: Daten von mehreren Webseiten in eine übersichtliche Tabelle bringen, etwa eine Preisübersicht oder eine Liste mit Eckdaten. Das spart viel mühsames Kopieren.
ZUM AUSPROBIEREN:
SO STARTEST DU DEN AGENTEN
1. Funktion finden
Öffne deinen KI-Dienst und suche die Agenten- oder Aufgabenfunktion. Oft musst du sie für die jeweilige Anfrage gezielt einschalten.
2. Ziel klar formulieren
Sage präzise, was du willst, mit welchem Budget und welchen Bedingungen. Je genauer, desto besser das Ergebnis.
3. Grenzen setzen
Lege fest, was der Agent NICHT tun soll. Zum Beispiel: nichts kaufen, keine Daten eingeben, nur Vorschläge sammeln.
Beispiel mit einem echten Agenten: die Claude-Desktop-App
Für dieses Beispiel nutzen wir den Desktop-Agenten Claude Cowork, der in der Claude-App direkt auf deinem Computer läuft. Er recherchiert selbstständig im Web, arbeitet mehrstufige Aufgaben ab und kann auf Wunsch auch mit deinen Dateien umgehen. Cowork ist derzeit eine Research Preview und in den kostenpflichtigen Plänen (Pro und Max) verfügbar.
1. App installieren: Lade die Claude-Desktop-App auf deinen Mac oder Windows-PC (claude.com/download) und melde dich mit deinem Claude-Konto an.
2. Aufgabe starten: Öffne die App, wechsle in den Cowork- beziehungsweise Agentenmodus und beginne eine neue Aufgabe.
4. Beobachten
Schau dem Agenten beim Arbeiten zu. Du siehst, welche Seiten er öffnet und was er tut. Bei Unsicherheit fragt er oft selbst nach.
5. Prüfen und bestätigen
Kontrolliere das Ergebnis, bevor du einen kritischen Schritt freigibst. Bezahlen, Versenden oder Anmelden bestätigst du immer selbst.

3. Auftrag einsetzen:
Prompt: „Suche mir drei gut bewertete Restaurants in [Stadt] für [Datum, Uhrzeit], die [vegetarische] Gerichte anbieten und im Umkreis von [Bahnhof] liegen. Liste Name, Adresse, Öffnungszeiten und Preisniveau auf. Buche nichts, sammle nur die Vorschläge.“
4. Zusehen und freigeben: Der Agent recherchiert selbstständig, liest Bewertungen und trägt die Informationen zusammen. Bei heiklen Schritten hält er an und fragt dich um Erlaubnis.


5. Ergebnis prüfen: Geh die drei Vorschläge in Ruhe durch. Anrufen, reservieren oder bezahlen gibst du bewusst selbst frei, denn solche Schritte solltest du grundsätzlich selbst freigeben und kontrollieren.
STAND MITTE 2026
Claude Cowork (Desktop-App) und Claude for Chrome sind Research-Preview-Angebote und meist an kostenpflichtige Pläne (Pro, Max) gebunden. Namen, Verfügbarkeit und Funktionsumfang können sich rasch ändern. Für erste Schritte ohne Zusatzkosten genügt oft schon die Web-Suche direkt in der Claude-App.
Prompt: „Vergleiche für mich [Produkt] bei mindestens drei Online-Shops. Erstelle eine Tabelle mit Preis, Versandkosten, Lieferzeit und Kundenbewertung. Bestelle nichts, ich entscheide danach selbst.“



Nicht nur reden, sondern handeln
Wo die Grenzen liegen
So praktisch Agenten sind, du solltest ihre Schwächen kennen. Erstens machen sie Fehlklicks. Ein falsch erkanntes Knopf-Symbol, ein übersehenes Pop-up, schon landet der Agent auf der falschen Seite oder bricht ab. Zweitens halluzinieren die zugrunde liegenden Modelle gelegentlich, das heißt, sie erfinden Angaben, die plausibel klingen, aber falsch sind. Ein Agent könnte dir also eine Verbindung nennen, die es so gar nicht gibt.
Drittens, und das ist heikel: Beim Bezahlen geht es um echtes Geld. Lässt du einen Agenten unkontrolliert bestellen, riskierst du Fehlkäufe, falsche Mengen oder doppelte Buchungen. Viertens ist da der Datenschutz. Ein Agent, der sich in deinem Namen irgendwo anmeldet, hantiert mit deinen Zugangsdaten und persönlichen Informationen. Überlege gut, welchem Dienst du das anvertraust.

Und schließlich: Agenten sind langsamer und teurer als ein einfacher Chat, weil sie viele Schritte machen. Für eine schnelle Frage ist der normale Chatbot oft die bessere Wahl. Der Agent lohnt sich, wenn die Aufgabe wirklich aus vielen Handgriffen besteht.
Sicherheit: einfache Regeln, die
viel bringen
Begrenze die Rechte. Gib dem Agenten nur Zugriff auf das, was er für die Aufgabe braucht. Lege keine gespeicherten Zahlungsdaten ab, wenn du nur vergleichen willst. Nutze, wo möglich, ein eigenes Konto oder einen Gastmodus statt deines wichtigsten Logins.
Bestätige kritische Schritte selbst. Alles, was Geld kostet, etwas verschickt, etwas verbindlich abschließt oder Daten preisgibt, gehört in deine Hand. Viele Agenten halten an solchen
Stellen ohnehin an und fragen nach. Nimm dir diese Sekunden und lies, was du da freigibst. Gleiche das Ergebnis mit den Originalseiten ab. Verlass dich nicht blind auf die Zusammenfassung des Agenten. Schau dir bei wichtigen Dingen die Originalseite an, vergleiche Preise und Termine. Ein Agent ist ein fleißiger Helfer, aber die Verantwortung bleibt bei dir.
Prompt: „Recherchiere die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise von [drei Museen in Stadt]. Gib zu jeder Angabe die Webseite an, von der du sie hast, damit ich es nachprüfen kann.“

GUT ZU WISSEN
Ein KI-Agent ist kein eigenständiges Wesen, sondern ein Werkzeug, das in deinem Auftrag handelt. Behandle ihn wie einen neuen Praktikanten: Du gibst klare Anweisungen, schaust ihm anfangs über die Schulter und unterschreibst wichtige Dinge selbst. Für mühsame, mehrstufige Aufgaben spart er viel Zeit. Für eine schnelle Auskunft genügt der normale Chat. Und alles, was Geld kostet oder persönliche Daten betrifft, bestätigst du grundsätzlich selbst.

EINE REISE PLANEN, OHNE SELBST ZU KLICKEN
SCHRITT FÜR SCHRITT MIT EINEM
KI-AGENTEN VON DER IDEE BIS ZUR FERTIGEN BUCHUNGSVORLAGE.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Eine Reise zu planen heißt: Ziele vergleichen, Verbindungen suchen, Hotels bewerten, einen Tagesplan basteln. Lauter kleine Schritte, die zusammen Stunden fressen. Genau das ist die
Paradedisziplin für einen KI-Agenten. Wir zeigen dir, wie du ihn von der ersten Idee bis zur fertigen Buchungsvorlage führst, und an welcher Stelle du selbst übernehmen musst.

Prompt: „Plane eine viertägige Städtereise nach [Stadt] für zwei Personen im [Monat].
Budget gesamt rund [Betrag] Euro inklusive Anreise und Hotel. Wir mögen [Kultur und gutes Essen], wollen zentral wohnen und nicht zu viel laufen. Mach mir zuerst drei Vorschläge für die grobe Gestaltung. Buche noch nichts.“

1. Ziel und Budget klar vorgeben
Ein Agent ist nur so gut wie dein Auftrag. Sag ihm deshalb von Anfang an, was du willst: Reiseziel oder Region, Reisezeitraum, Anzahl der Personen, dein Budget und was dir wichtig ist. Magst du es ruhig oder lebendig, Kultur oder Natur, zentral oder günstig? Je mehr du verrätst, desto passender werden die Vorschläge. Halte außerdem fest, was der Agent in dieser Phase NICHT tun soll, nämlich noch nichts buchen.
Die Beispiele laufen mit dem Desktop-Agenten Claude Cowork, also der Claude-App am Computer im Cowork-Modus. Der Agent recherchiert selbstständig, wichtige Schritte gibst du selbst frei. Derzeit Research Preview, verfügbar in den Plänen Pro und Max. CLAUDE COWORK
2. Vorschläge bewerten und nachschärfen
Der Agent liefert dir nun Optionen. Lies sie kritisch. Passt der Stil? Stimmt das Budget? Gib Rückmeldung in normalen Worten, etwa „das erste gefällt mir, aber das Hotel ist zu teuer“ oder „bitte einen Tag mehr für Ausflüge“. So tastet ihr euch gemeinsam an die beste Variante heran. Das ist Teamarbeit, nicht ein einziger Knopfdruck.
3. Route und Tagesplan erstellen lassen
Steht das Grobgerüst, lass dir einen Tagesplan bauen. Der Agent kann Sehenswürdigkeiten nach Lage gruppieren, sodass du nicht quer durch die Stadt hetzt, und Öffnungszeiten berücksichtigen. Bitte ihn, Pausen und Wege realistisch einzuplanen. Achte darauf, dass er Quellen für Öffnungszeiten und Preise mitliefert, denn solche Angaben ändern sich oft.


4. Unterkünfte und Transport vergleichen
Jetzt geht es ans Vergleichen. Der Agent durchsucht Buchungsseiten nach Hotels in deinem Budget und stellt dir die Treffer übersichtlich nebeneinander: Preis, Lage, Bewertung, Stornobedingungen. Dasselbe für die Anreise, ob Bahn, Flug oder Auto. Lass ihn eine Tabelle bauen, das macht den Vergleich leicht.
5. Buchung vorbereiten, selbst bestätigen
Hast du dich entschieden, kann der Agent die Buchung bis zur letzten Seite vorbereiten: Verbindung und Hotel auswählen, Daten eintragen, alles bis zum Bestätigungsknopf. Doch diesen letzten Klick machst du selbst. Hier geht es um dein Geld und um verbindliche Verträge. Lies die Zusammenfassung genau: Sind Datum, Personenzahl, Preis und Stornobedingungen korrekt? Erst dann bestätigst und bezahlst du selbst. Diese Trennung ist die wichtigste Regel der ganzen Reiseplanung mit einem Agenten. Der Agent darf die ganze Fleißarbeit machen. Die verbindliche Entscheidung und die Zahlung bleiben bei dir.
Prompt: „Vergleiche drei Hotels in [Stadtteil] unter [Betrag] Euro pro Nacht. Erstelle eine Tabelle mit Name, Preis pro Nacht, Lage, Bewertung und Stornobedingungen. Vergleiche getrennt davon Bahn und Flug für die An- und Abreise an den genannten Tagen. Buche nichts.“

Kontroll-Checkliste vor der Buchung
• Reisedaten: Stimmen Hin- und Rückreisetag, Uhrzeiten und die Zahl der Nächte?
• Personen: Ist die richtige Anzahl Reisender eingetragen, sind Namen korrekt geschrieben?
• Gesamtpreis: Sind alle Kosten enthalten, also auch Gebühren, Kurtaxe und Sitzplatzreservierung?
• Stornobedingungen: Kannst du kostenlos stornieren, bis wann?
• Lage: Liegt das Hotel wirklich dort, wo du es brauchst? Ein kurzer Blick auf die Karte lohnt sich.
• Echtheit der Seite: Bist du auf der offiziellen Anbieterseite und nicht auf einer dubiosen Kopie?
Einkaufen und vergleichen

EINKAUFEN & VERGLEICHEN, PER AGENT
DEN AGENTEN RECHERCHIEREN UND DEN WARENKORB FÜLLEN LASSEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Das richtige Produkt zum besten Preis zu finden, kostet Zeit: Modelle vergleichen, Bewertungen lesen, Preise in mehreren Shops abklappern. Ein KI-Agent übernimmt genau diese Such-
arbeit. Er trägt zusammen, ordnet und legt dir am Ende einen vorbereiteten Warenkorb hin. Die eine Grenze, die du nie verschieben solltest: Bezahlen und die endgültige Bestellung erledigst du selbst.

Prompt: „Ich suche [Produktart] bis [Betrag] Euro für [Einsatzzweck]. Wichtig sind mir [Eigenschaft 1] und [Eigenschaft 2]. Finde drei passende Modelle, fasse Vor- und Nachteile zusammen und nenne zu jedem den günstigsten seriösen Anbieter. Bestelle nichts.“

1. Bedarf genau beschreiben
Sag dem Agenten nicht nur, was du suchst, sondern auch wofür. Ein Staubsauger für eine kleine Wohnung mit Teppich hat andere Anforderungen als einer für ein Haus mit Tierhaaren. Nenne dein Budget, die wichtigsten Eigenschaften und etwaige Marken, die du bevorzugst oder ausschließt. Je klarer der Auftrag, desto weniger unpassende Treffer.
CLAUDE COWORK
Die Beispiele laufen mit dem DesktopAgenten Claude Cowork, also der Claude-App am Computer im Cowork-Modus. Der Agent recherchiert selbstständig, wichtige Schritte gibst du selbst frei. Derzeit als Research Preview beziehungsweise je nach Plan und Region verfügbar. Verfügbarkeit vor Nutzung prüfen.
2. Modelle & Preise vergleichen
Jetzt spielt der Agent seine Stärke aus. Er durchsucht mehrere Shops, sammelt Preise, Versandkosten, Lieferzeiten und Bewertungen und stellt das Ganze in einer Tabelle gegenüber. Bitte ihn ausdrücklich, auch die Versandkosten und die Lieferzeit aufzunehmen, denn der niedrigste Produktpreis ist nicht immer der beste Gesamtpreis. Lass dir außerdem die Quelle jedes Preises nennen.
3. Warenkorb vorbereiten lassen
Hast du dich entschieden, kann der Agent das gewählte Produkt im richtigen Shop in den Warenkorb legen, die passende Variante wählen, etwa Farbe oder Größe, und alles bis zur Kasse vorbereiten. Dann hält er an. Den Bestellknopf drückst du. So sparst du dir das ganze Suchen und Klicken, behältst aber die letzte Entscheidung.

Prompt: „Vergleiche die drei Modelle bei mindestens drei verschiedenen Shops.
Tabelle mit Modell, Shop, Produktpreis, Versandkosten, Gesamtpreis, Lieferzeit und Kundenbewertung. Gib zu jedem Eintrag den Link an, von dem der Preis stammt.“
Die klare Grenze:
bezahlen macht der Mensch
Warum diese strikte Trennung? Weil beim Bezahlen echtes Geld fließt und ein Fehler teuer wird. Ein Agent könnte die falsche Menge wählen, die teurere Variante erwischen oder auf einer unseriösen Seite landen. Behältst du den Bezahlschritt in der Hand, fällt dir so etwas auf, bevor es zu spät ist. Speichere deine Zahlungsdaten daher nicht im Agenten, sondern gib sie nur selbst und nur auf der echten Shop-Seite ein.
Betrug und Fehler erkennen
Achte auf die Echtheit des Shops. Der Agent kann auf gefälschte oder zwielichtige Seiten geraten, die mit Lockpreisen werben. Prüfe, ob es sich um einen bekannten Händler handelt, ob es ein Impressum gibt und ob die Webadresse stimmt. Misstraue Angeboten, die deutlich billiger sind als überall sonst.
Kontrolliere vor dem Kauf außerdem:
Stimmt das Modell exakt mit dem überein, das du wolltest, also auch Generation, Ausstattung und Lieferumfang? Ist die Menge richtig? Sind Versandkosten und Lieferzeit akzeptabel? Gibt es ein Rückgaberecht? Diese kurze Kontrolle dauert eine Minute und bewahrt dich vor Ärger.
Prompt: „Bevor ich bestelle: Bestätige mir, dass es sich um den offiziellen Shop des Herstellers oder einen bekannten Händler handelt. Zeige mir Impressum und Rückgabebedingungen und weise mich auf etwaige Auffälligkeiten beim Preis hin.“

GUT ZU WISSEN
Lass den Agenten die Sucharbeit machen, recherchieren, vergleichen, den Warenkorb füllen, aber zieh eine feste Linie beim Bezahlen. Den letzten Klick und die Eingabe deiner Zahlungsdaten machst du immer selbst, und zwar auf der echten Shop-Seite. So nutzt du die Zeitersparnis und schützt dich zugleich vor Fehlkäufen und Betrug. Ein guter Agent ist dein Einkaufsberater, nicht dein Geldbeutel.


APPLE INTELLIGENCE IM ALLTAG
SO HILFT DIE KI AUF iPHONE, iPAD UND MAC.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Apple Intelligence ist Apples eigene KI, die direkt in iPhone, iPad und Mac eingebaut ist. Du musst keine zusätzliche App installieren, vieles läuft im Hintergrund und greift genau dort, wo du ohnehin tippst, liest und fotografierst. Wir zeigen dir die nützlichsten Funktionen und wie du sie im Alltag wirklich einsetzt.
Das Besondere an Apple Intelligence: Die KI ist eng mit dem Betriebssystem verzahnt. Statt eine Chat-App zu öffnen, holst du dir die Hilfe direkt im Textfeld, in der Nachrichten-App oder in den Fotos. Viele Funktionen arbeiten dabei datenschutzfreundlich direkt auf dem Gerät, anspruchsvollere Aufgaben laufen über Apples abgesicherte Cloud. Voraussetzung ist ein ausreichend aktuelles Gerät und die auf Deutsch verfügbare Version der Funktionen.
Schreibwerkzeuge: korrigieren, umformulieren, zusammenfassen
Die Schreibwerkzeuge sind im Alltag der größte Gewinn. Sie funktionieren überall dort, wo du Text eingibst, also in Mail, Notizen, Nachrichten und in vielen anderen Apps. Markiere einen

Die Schreibwerkzeuge erscheinen, sobald du Text markierst: umformulieren, korrigieren oder per Tipp zusammenfassen.


Lange Mails und Chats fasst Apple Intelligence auf Wunsch in wenigen Zeilen zusammen.

Mit Image Playground und Genmoji entstehen eigene Bilder und Emojis direkt aus einer Beschreibung.
Text, tippe auf die Schreibwerkzeuge und wähle, was passieren soll: Korrekturlesen findet Rechtschreib- und Grammatikfehler, Umformulieren ändert den Ton, etwa freundlicher, professioneller oder kürzer, und Zusammenfassen verdichtet lange Absätze auf das Wesentliche.
Praktisch ist das vor allem bei E-Mails. Du schreibst schnell einen Rohentwurf, lässt ihn professioneller formulieren und sparst dir das Feilen an Formulierungen. Bei langen Texten, die dir jemand geschickt hat, hilft die Zusammenfassung, schnell den Kern zu erfassen, bevor du in die Details gehst.
Nachrichten und Mails zusammenfassen
Wenn sich in einer Gruppe viele Nachrichten gestapelt haben oder eine lange Mail hereinkommt, kann Apple Intelligence den Inhalt knapp zusammenfassen. In der Mail-App siehst du statt der ersten Zeilen eine kurze Inhaltsangabe und erkennst auf einen Blick, worum es geht und ob die Nachricht eilt. Das hilft, die Flut zu sortieren, ersetzt aber nicht das Lesen wichtiger Nachrichten im Original.
Hinweis: Zusammenfassungen sind praktisch, aber nicht unfehlbar. Bei feinen Zwischentönen, Ironie oder wichtigen Details lies besser selbst nach. Verlasse dich bei Terminen, Beträgen oder Zusagen nie allein auf die KIKurzfassung.
Bildfunktionen: Image Playground, Genmoji und Bereinigen
Mit Image Playground erzeugst du eigene Bilder aus einer Beschreibung, etwa für eine Geburtstagsnachricht oder eine Einladung. Genmoji geht in dieselbe Richtung: Du beschreibst ein Emoji, das es so nicht gibt, und bekommst es
passend erstellt. Anschließend kannst du es wie ein normales Emoji verschicken.
Besonders nützlich ist Clean Up in der FotosApp. Damit entfernst du störende Objekte oder Personen im Hintergrund eines Fotos. Du tippst das Störende an und die KI füllt die Lücke passend auf. Für schnelle Korrekturen am Urlaubsfoto ist das ein echter Alltagshelfer, an feinen Strukturen stößt die Automatik aber manchmal an Grenzen.
Siri mit ChatGPT-Anbindung
Siri ist enger mit Apple Intelligence verzahnt und versteht Anfragen natürlicher, auch wenn du dich verhaspelst oder anders nachfragst.
Für komplexere Fragen kann Siri auf ChatGPT zugreifen. Stellst du eine Frage, die über die normalen Siri-Aufgaben hinausgeht, fragt dich Siri, ob sie ChatGPT nutzen darf. Du behältst also die Kontrolle, wann die Anfrage weitergegeben wird.
So lässt du dir etwa einen Text entwerfen, eine Idee ausarbeiten oder eine Erklärung geben, ohne eine eigene App zu öffnen. Für eine ChatGPT-Nutzung über Siri brauchst du nicht zwingend ein eigenes Konto, ein vorhandenes Konto kannst du aber verknüpfen.
Praktische Tipps für den Start
Schau zuerst in die Einstellungen unter Apple Intelligence und Siri, was auf deinem Gerät verfügbar und aktiviert ist. Probiere die Schreibwerkzeuge an einer echten Mail aus, das überzeugt am schnellsten. Aktiviere die ChatGPT-Anbindung bewusst und entscheide von Fall zu Fall, ob du sie nutzen willst. Und behandle KI-Bilder als das, was sie sind: praktisch für private und kreative Zwecke, aber für offizielle oder dokumentarische
Inhalte nur mit klarer Kennzeichnung und sorgfältiger Prüfung geeignet.


Siri reicht komplexe Fragen auf Nachfrage an ChatGPT weiter.
Prompt-Ideen zum
Ausprobieren
Prompt: „Formuliere diese Nachricht freundlicher und etwas kürzer.“
Prompt: „Siri, entwirf mir eine kurze Glückwunschnachricht zum runden Geburtstag.“
Prompt: „Erstelle ein fröhliches Genmoji: eine Katze mit Sonnenbrille.“


SMARTER MIT GEMINI
KI AUF ANDROID & IM GOOGLEUNIVERSUM SINNVOLL NUTZEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Gemini ist Googles KI-Assistent, und wer ein Android-Smartphone nutzt, hat ihn oft schon an Bord. Auf vielen Geräten hat Gemini den klassischen Google Assistant abgelöst. Sein großer Vorteil: Er kann – wenn die entsprechenden Verknüpfungen aktiviert sind – auf Dienste wie Gmail, Docs, Kalender oder Maps zugreifen. Wir zeigen dir, wie du das im Alltag clever ausreizt.
Gemini ist nicht nur ein Chatbot in einer App, sondern lässt sich als systemweiter Assistent einrichten. Auf vielen Android-Telefonen rufst du ihn über denselben Weg auf wie früher den Google Assistant, etwa per Sprachbefehl oder über die Seitentaste. Das Praktische daran: Gemini kann auf das Bezug nehmen, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist, und arbeitet eng mit den GoogleDiensten zusammen.
Als Assistent statt Google
Assistant
Eingerichtet als Standard-Assistent erledigt Gemini die klassischen Aufgaben wie Wecker stellen, Nachrichten diktieren oder eine schnelle Frage beantworten, geht darüber

Als Standard-Assistent meldet sich Gemini per langem Druck auf die Home-Geste oder mit einem Sprachbefehl.

In Gmail fasst Gemini lange Mails zusammen und schlägt passende Antworten vor.

Mit der Kreis-Suche markierst du etwas auf dem Bildschirm und suchst sofort danach.
aber deutlich hinaus. Du kannst frei formulierte, längere Aufträge geben, statt dich an starre Befehle zu halten. Bitte ihn etwa, eine Einkaufsliste aus deinem Wochenplan zu erstellen oder dir ein Thema verständlich zu erklären.
In Gmail und Google Docs
In Gmail hilft Gemini, lange Mails zusammenzufassen, Antworten zu entwerfen und den passenden Ton zu treffen. Statt eine Mail von Grund auf zu tippen, beschreibst du kurz, was du sagen willst, und lässt einen Entwurf erstellen, den du dann anpasst. In Google Docs unterstützt Gemini beim Schreiben, beim Umformulieren und beim Strukturieren von Texten, etwa wenn du aus Stichpunkten einen sauberen Absatz machen willst.
Das spart vor allem bei wiederkehrenden Mails Zeit. Achte aber darauf, Entwürfe vor dem Senden zu lesen und persönliche Formulierungen selbst hinzuzufügen, damit die Nachricht nicht nach Standardtext klingt.
Mit Fotos, Kamera und der Kreis-Suche
Eine der praktischsten Funktionen im Google-Universum ist die Kreis-Suche. Du hältst den Bildschirminhalt fest, umkreist mit dem Finger ein Objekt, ein Wort oder ein Produkt, und Gemini sucht dazu Informationen, ohne dass du die App wechseln musst. Das funktioniert mit Fotos genauso wie mit Inhalten in anderen Apps.
Auch mit der Kamera lässt sich arbeiten: Richte sie auf etwas und frage, was es ist, wie man es repariert oder wo man es kaufen kann. Bei Pflanzen, Geräten, Texten in
Fremdsprachen oder unbekannten Objekten ist das ein schneller Weg zur Antwort. Wie immer gilt, das Ergebnis bei wichtigen Dingen gegenzuprüfen.
Deep Research für gründliche Recherche
Eine herausragende Funktion ist Deep Research. Du gibst ein Thema oder eine Frage vor, und Gemini durchsucht selbstständig viele Quellen im Web, sammelt die Ergebnisse und erstellt daraus einen strukturierten Bericht mit Quellenangaben. Das ist ideal, wenn du dich in ein Thema einarbeiten willst, etwa vor einer größeren Anschaffung, einer Reise oder einer Entscheidung.
Plane für eine Deep-Research-Anfrage ein paar Minuten ein, das Werkzeug arbeitet gründlicher und damit länger als eine normale Frage. Lies den Bericht anschließend kritisch und klicke bei wichtigen Aussagen auf die genannten Quellen, um sie zu überprüfen.
Verknüpfung mit Kalender und Maps
Weil Gemini mit deinen Google-Diensten verbunden werden kann, lassen sich Aufgaben verknüpfen, die sonst mehrere Schritte bräuchten. Frag nach freien Terminen in deinem Kalender, lass dir einen Eintrag vorbereiten oder kombiniere eine Orts-Frage mit Google Maps, etwa nach einem Restaurant in der Nähe samt Route. Welche Verknüpfungen aktiv sind, steuerst du in den Einstellungen, und du entscheidest, worauf Gemini zugreifen darf.

Deep Research erstellt aus vielen Quellen einen ausführlichen, gegliederten Bericht.
Prompt-Ideen zum Ausprobieren
Prompt: „Fasse die wichtigste E-Mail von heute aus meinem Posteingang in drei Sätzen zusammen.“
Prompt: „Erstelle einen ausführlichen Rechercheüberblick zu [Thema] mit Quellen.“
Prompt: (Wenn mein Kalender verbunden ist) „Welche Termine habe ich diese Woche noch frei, und schlage einen Slot für ein einstündiges Treffen vor.“

STAUNEN AUF KNOPFDRUCK
WIE AUS WORTEN
BEEINDRUCKENDE BILDER WERDEN.
+ 50 PROMPTS FÜR ANGESAGTE LOOKS
Text: Lukas Wenzel-Horner
Du musst nicht zeichnen können, keine teure Software besitzen und kein Talent mitbringen. Du brauchst nur einen klaren Satz im Kopf und ein paar Minuten Zeit. Bild-KI verwandelt eine Beschreibung in ein fertiges Motiv, vom realistischen Porträt über die Produktgrafik bis zur Märchenillustration. Kein Hype, sondern ein Werkzeug, das du nach diesem Beitrag sicher bedienen kannst.
Wie aus Text ein Bild wird
Eine Bild-KI hat während ihres Trainings Millionen von Bildern zusammen mit deren Bild-
unterschriften gesehen. Dabei hat sie nicht gelernt, einzelne Bilder auswendig zu kopieren, sondern Muster: Wie ein Hund aussieht, was „Sonnenuntergang“ bedeutet, wie sich ein Aquarell von einer Fotografie unterscheidet. Gibst du eine Beschreibung ein, übersetzt das Programm deine Worte in mathematische Werte und beginnt mit einem zufälligen Bildrauschen, ähnlich dem Flimmern eines alten Fernsehers. Aus diesem Rauschen rechnet die KI in vielen kleinen Schritten ein Motiv heraus, das zu deiner Beschreibung passt. Dieses Verfahren nennt
sich Diffusion. Wichtig zu verstehen: Die KI „versteht“ deinen Text nicht wie ein Mensch, sondern gleicht Wahrscheinlichkeiten ab. Deshalb bekommst du bei derselben Eingabe selten zweimal exakt dasselbe Ergebnis, und deshalb lohnt es sich, präzise zu beschreiben, was du sehen willst.
Der erste Versuch: einfach loslegen
Bevor wir ins Detail gehen, probiere es aus. Öffne ein Bild-Werkzeug deiner Wahl, gib
siert. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie die KI deine Worte interpretiert. Schon ein knapper Satz liefert ein Ergebnis, nur eben ein zufälliges. Genau dieses Zufallselement zähmen wir auf den nächsten Seiten.
Du wirst feststellen: Das Bild ist hübsch, aber du hattest vielleicht etwas ganz anderes im Kopf. Vielleicht eine Nahaufnahme statt einer Totale, vielleicht Abendstimmung statt Morgenlicht. Der Unterschied zwischen einem zufälligen und einem gezielten Ergeb-


Prompt: „Ein roter Fuchs sitzt im verschneiten Wald, Morgenlicht.“ Die in diesem Artikel gezeigten KI-Bilder wurden mit ChatGPT erstellt.
DER AUFBAU
EINES GUTEN BILD-PROMPTS:
Ein starker Bild-Prompt ist kein einzelnes Stichwort und auch kein wirrer Wortsalat, sondern eine geordnete Beschreibung. Bewährt hat sich, an sechs Bausteine zu denken. Du musst nicht alle sechs verwenden, aber je mehr du davon bewusst festlegst, desto näher kommt das Ergebnis deiner Vorstellung. Die sechs Bausteine sind: Motiv, Stil, Licht, Perspektive, Stimmung und Seitenverhältnis.
1. Das Motiv
Das Motiv ist die Hauptsache, also das, was im Bild zu sehen sein soll. Beschreibe es so konkret wie möglich. Nicht nur „ein Hund“, sondern „ein nasser Golden Retriever, der einen Stock im Maul hält“. Nenne Anzahl, Farbe, Tätigkeit und Umgebung. Je genauer das Motiv, desto weniger muss die KI raten.
Prompt: „Eine ältere Frau mit Lesebrille sitzt in einem Sessel und liest ein dickes Buch, neben ihr eine dampfende Tasse Tee auf einem Holztisch.“

2. Der Stil
Der Stil entscheidet, ob dein Motiv wie ein Foto, eine Bleistiftzeichnung, ein Ölgemälde oder ein Comic aussieht. Ohne Stilangabe wählt die KI selbst, meist einen glatten, leicht künstlichen Look. Nenne deshalb immer einen Stil. Bewährte Angaben sind etwa „fotorealistisch“, „Aquarell“, „flache Vektorgrafik“, „3D-Render“, „Tuschezeichnung“ oder „Pixar-artige Animation“. Du kannst auch Epochen oder Techniken nennen, zum Beispiel „im Stil eines Holzschnitts“.
Prompt: „Ein Leuchtturm auf einer Klippe, Aquarell, weiche Farbverläufe, sichtbare Pinselstriche, helle Pastelltöne.“
Prompt: „Ein futuristisches Motorrad, flache Vektorgrafik, kräftige Farben, klare Konturen, minimalistischer Hintergrund.“


3. Das Licht
Licht ist der unterschätzte Hebel. Es entscheidet über die gesamte Wirkung eines Bildes. „Weiches Morgenlicht“ wirkt freundlich und ruhig, „hartes Mittagslicht“ kühl und nüchtern, „warmes Gegenlicht zur goldenen Stunde“ romantisch, „dramatisches Low-Key-Licht“ geheimnisvoll. Profi-Begriffe aus der Fotografie funktionieren erstaunlich gut, etwa „Rembrandt-Licht“, „Studioblitz mit Softbox“ oder „Neonlicht in einer nächtlichen Straße“.
4. Die Perspektive
Die Perspektive legt fest, von wo aus wir das Motiv sehen. Eine „Nahaufnahme“ rückt Details in den Vordergrund, eine „Totale“ zeigt die ganze Szene, eine „Vogelperspektive“ blickt von oben herab, eine „Froschperspektive“ von unten und lässt das Motiv mächtig wirken. Auch Objektivangaben helfen: „Weitwinkel“ zeigt viel Umgebung, „Teleobjektiv mit unscharfem Hintergrund“ isoliert das Motiv.

Prompt: „Porträt eines jungen Mannes, dramatisches LowKey-Licht von der Seite, tiefe Schatten, ein einzelner Lichtpunkt im Auge, dunkler Hintergrund.“
Prompt: „Ein einsamer Wanderer auf einem Bergkamm, Totale aus großer Distanz, Weitwinkel, winzige Figur vor riesigem Gebirgspanorama.“


Prompt: „Eine Tasse Kaffee von schräg oben fotografiert, Nahaufnahme, geringe Tiefenschärfe, der Hintergrund verschwimmt weich.“
Wie aus Worten Bilder werden
Prompt: „Stadtpanorama bei Sonnenuntergang, Skyline in Silhouette, warme Orangetöne, Seitenverhältnis 16:9.“

5. Die Stimmung
Die Stimmung beschreibt das Gefühl, das das Bild auslösen soll. Worte wie „melancholisch“, „heiter“, „bedrohlich“, „nostalgisch“ oder „verträumt“ steuern Farbwahl, Licht und Komposition gleichzeitig. Die Stimmung verbindet alle anderen Bausteine zu einem stimmigen Ganzen.
6. Das Seitenverhältnis
Das Seitenverhältnis bestimmt das Format. Quadratisch (1:1) eignet sich für Social Media, Hochformat (3:4 oder 9:16) für Handy und Stories, Querformat (16:9) für Banner und Hintergründe. Manche Werkzeuge erwarten die Angabe als Zusatz „--ar 16:9“, andere bieten ein Auswahlmenü. Lege das Format am besten vor dem Erzeugen fest, denn nachträgliches Beschneiden kostet Bildfläche.

Prompt: „Verlassener Jahrmarkt im Nebel, leeres Riesenrad, melancholische und leicht unheimliche Stimmung, gedämpfte Farben.“
Alles zusammen: der vollständige Prompt
Setzt du alle Bausteine zusammen, entsteht ein präziser Auftrag. Du musst keine Schachtelsätze bauen, eine durch Kommas getrennte Aufzählung reicht völlig. Wichtig ist die Reihenfolge vom Wichtigen zum Nebensächlichen, denn die KI gewichtet die ersten Worte stärker.
Prompt: „Eine junge Bäckerin hält ein frisches Brot in die Kamera, fotorealistisch, warmes Morgenlicht durch ein Fenster, Nahaufnahme mit unscharfem Hintergrund, freundliche und einladende Stimmung, Seitenverhältnis 3:4.“

KONKRETE STILBEISPIELE
ZUM NACHBAUEN
Damit du sofort loslegen kannst, hier eine Sammlung erprobter Stilrichtungen. Tausche einfach das Motiv aus und behalte den Stilteil bei.
1 Motiv, 7 Looks
Damit du die Unterschiede sofort erkennst, nutzen wir für alle folgenden Beispiele dasselbe Motiv: ein rotes RetroFahrrad, an eine Wand gelehnt. So siehst du auf einen Blick, wie stark allein der Stilteil im Prompt das Ergebnis verändert, während das Motiv gleich bleibt. Tausche das Fahrrad später einfach gegen dein eigenes Motiv aus und behalte den Stilteil bei.

Der Produktfoto-Look
Prompt: „[Dein Motiv], Studio-Produktfoto auf weißem Hintergrund, gleichmäßiges weiches Licht, gestochen scharf, Werbeästhetik.“

Der Ölgemälde-Look
Prompt: „[Dein Motiv], im Stil eines klassischen Ölgemäldes, sichtbare pastose Pinselstrukturen, warmes Goldlicht, ruhige Komposition.“

Der Kinderbuch-Look
Prompt: „[Dein Motiv], Kinderbuch-Illustration, weiche runde Formen, fröhliche Pastellfarben, freundliche Atmosphäre.“

Der Kino-Look
Prompt: „[Dein Motiv], cineastischer Filmlook, geringe Tiefenschärfe, körnige Textur, kühle Farbgebung im Noir-Stil.“

Der App-Grafik-Look
Prompt: „[Dein Motiv], isometrische 3D-Illustration, saubere Linien, sanfte Schatten, moderne App-Grafik.“

Der Analog-Look
Prompt: „[Dein Motiv], analoge Filmästhetik wie mit einer alten Spiegelreflexkamera, leichte Körnung, warme Vintage-Farben, dezente Unschärfe.“

Der Zeichnungs-Look
Prompt: „[Dein Motiv], technische Bleistiftzeichnung, feine Schraffuren, weißer Hintergrund, skizzenhafter Charakter.“

MIT REFERENZBILDERN
ARBEITEN
Viele Werkzeuge erlauben es, ein eigenes Bild hochzuladen und als Vorlage zu nutzen. Das ist enorm praktisch. Du kannst zum Beispiel ein Foto von dir hochladen und dich in einen anderen Stil oder eine andere Szene versetzen lassen, ohne dass dein Gesicht verloren geht. Ebenso kannst du ein Beispielbild als Stilvorlage angeben, etwa um die Farbwelt oder den Look eines bestimmten Bildes zu übernehmen. Achte beim Hochladen darauf, nur Bilder zu verwenden, an denen du die Rechte hast, also eigene Fotos.
Dich in einen anderen Stil versetzen
Prompt: „Verwandle die Person aus dem hochgeladenen Foto in eine Comic-Figur, freundlicher Stil, kräftige Farben, das Gesicht bleibt klar erkennbar.“


Dein Porträt als altes Meistergemälde
Prompt: „Selbstporträt der Person aus dem hochgeladenen Foto im Stil eines Gemäldes des 17. Jahrhunderts, warmes Goldlicht modelliert das Gesicht, sichtbare Pinselstrukturen, klassische Lichtführung, zeitlose Anmutung.“

Ein Bild nur als Stilvorlage nutzen
Prompt: „Nutze das hochgeladene Bild nur als Stilvorlage und erzeuge im selben Farb- und Lichtstil ein neues Motiv: eine ruhige Berglandschaft im Morgennebel.“


BILDER GEZIELT KORRIGIEREN
STATT NEU WÜRFELN
Selten sitzt das erste Bild perfekt. Statt immer wieder komplett neu zu erzeugen und auf einen Zufallstreffer zu hoffen, lohnt sich gezielte Nacharbeit. Drei Techniken sind dabei zentral: Varianten, Inpainting und Hochskalieren.
Varianten erzeugen
Gefällt dir ein Bild im Grundsatz, lass dir Varianten davon erzeugen. Die KI behält dann die Grundkomposition bei und ändert nur Details. So tastest du dich Schritt für Schritt an das ideale Ergebnis heran, ohne von vorne anzufangen. Ein häufiger Anfängerfehler ist, einen guten Treffer wegzuwerfen und stattdessen wild weiterzuprobieren.
Inpainting: einzelne Bereiche ändern
Inpainting ist die wohl mächtigste Korrekturfunktion. Du markierst einen Bereich des Bildes, etwa einen störenden Gegenstand, eine misslungene Hand oder den Hintergrund, und beschreibst, was dort stattdessen zu sehen sein soll. Die KI rechnet nur diesen Ausschnitt neu, der Rest bleibt unangetastet. So entfernst du Bildfehler, ersetzt Objekte oder ergänzt Elemente gezielt.
Hochskalieren für Druck & Print
KI-Bilder kommen oft in begrenzter Auflösung. Für den Bildschirm reicht das, für den Druck oder ein großes Poster nicht. Die HochskalierFunktion (oft „Upscale“ genannt) rechnet das Bild auf eine höhere Auflösung und ergänzt dabei feine Details. Skaliere immer erst hoch, wenn du mit dem Motiv zufrieden bist, sonst vergeudest du die Funktion an einem Zwischenstand.


Prompt: „Ersetze den markierten Baum durch einen Laubbaum, passend zum übrigen Bild.“
DIE WICHTIGSTEN KI-TOOLS
IM ÜBERBLICK
Der Markt ist groß, aber vier Anwendungen decken die meisten Bedürfnisse ab. Jedes hat eigene Stärken. Welches für dich passt, hängt davon ab, was du vorhast.


Midjourney
Midjourney liefert von Haus aus die wohl schönsten, künstlerisch dichtesten Bilder. Stimmungsvolle Lichtführung, Atmosphäre und ein cineastischer Look gelingen fast von selbst. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, läuft aber inzwischen auch komfortabel über eine eigene Web-Oberfläche. Ideal für Illustrationen, Konzeptkunst, Stimmungsbilder und alles, wo es auf Atmosphäre ankommt. Schwächer ist Midjourney, wenn lesbarer Text im Bild stehen soll.
Gemini und Nano Banana
Googles Bildfunktion in Gemini, deren Bildmodell unter dem Spitznamen Nano Banana bekannt wurde, glänzt beim gezielten Bearbeiten. Du kannst per einfachem Satz Objekte austauschen, Personen einfügen oder Szenen umbauen, und das Modell hält dabei Gesichter und Bildlogik bemerkenswert konsistent. Stark also überall dort, wo du ein vorhandenes Bild verändern willst, statt von null zu starten. Die Bedienung ist betont einfach, weil sie wie ein Chat funktioniert. midjourney.com gemini.google.com
ChatGPT
ChatGPT erzeugt Bilder direkt im Chat, ganz ohne Zusatzsoftware. Du beschreibst dein Motiv in normalen Sätzen und lässt es danach Schritt für Schritt anpassen. Das Modell versteht auch komplexe Anweisungen zuverlässig, verbindet Bild und Text mühelos und bringt inzwischen ordentlich lesbare Schrift ins Bild. Weil es so einfach zu bedienen ist, zeigen wir die meisten Beispiele in diesem Heft mit ChatGPT. An die künstlerische Dichte von Midjourney reicht es nicht immer heran, als bequemer Startpunkt für den Alltag ist es aber ideal.
Ideogram
Ideogram ist die erste Wahl, wenn Text im Bild korrekt und sauber erscheinen soll, etwa für Logos, Plakate, Grußkarten oder YouTube-Thumbnails. Wo andere Werkzeuge verstümmelte Buchstaben produzieren, schreibt Ideogram zuverlässig lesbare Wörter. Auch typografische Layouts gelingen gut.
Adobe Firefly
Adobe Firefly wurde nach Angaben des Herstellers auf lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert und ist daher besonders auf den kommerziellen, rechtssicheren Einsatz ausgerichtet. Es ist eng in Photoshop integriert, etwa über die generative Füllung, mit der du Bilder erweitern oder Bereiche ersetzen kannst. Für Berufstätige, die Bilder geschäftlich nutzen, ist das ein gewichtiges Argument.
Welches Werkzeug für welchen Zweck?
Für den unkomplizierten Einstieg und die meisten Alltagsbilder direkt im Chat nimmst du ChatGPT. Für atmosphärische Kunst und Illustrationen greifst du zu Midjourney. Zum Bearbeiten vorhandener Fotos ist Gemini mit Nano Banana stark. Für Bilder mit lesbarem Text liefert Ideogram die besten Ergebnisse. Und für den kommerziellen Einsatz mit klarer Rechtelage oder die Arbeit in Photoshop ist Firefly die richtige Wahl. Viele Profis kombinieren mehrere Werkzeuge, je nach Aufgabe.



TYPISCHE FEHLER
UND WIE DU SIE BEHEBST
Wenn das Ergebnis enttäuscht, liegt es fast immer an einer Handvoll wiederkehrender Ursachen. Hier die häufigsten samt Lösung.
1. Der Prompt ist zu vage
„Ein schönes Bild von einer Stadt“ kann alles bedeuten. Die KI füllt die Lücken nach Zufall. Lösung: Ergänze Motivdetails, Stil, Licht und Perspektive. Je konkreter, desto vorhersehbarer.
2. Zu viele widersprüchliche Wünsche
Stopfst du zwanzig Begriffe in einen Satz, die sich teils widersprechen, etwa „minimalistisch“ und „überladen mit Details“, wird das Bild matschig. Lösung: Konzentriere dich auf wenige klare Aussagen und ergänze schrittweise.
3. Misslungene Hände & Gesichter
Hände mit zu vielen Fingern sind der Klassiker. Lösung: Erzeuge Varianten, korrigiere per Inpainting gezielt nur die Hand, oder formuliere das Motiv so, dass Hände teilweise verdeckt oder weiter entfernt sind.
4. Verstümmelter Text im Bild
Viele Modelle scheitern an Schrift. Lösung: Nutze für textlastige Motive Ideogram, oder füge den Text nachträglich in einem einfachen Grafikprogramm ein.
5. Falsches Format
Wer das Seitenverhältnis vergisst, bekommt oft ein Quadrat und muss beschneiden. Lösung: Format immer vorab festlegen.


RECHTLICHE HINWEISE: WAS DU BEACHTEN MUSST
KI-Bilder sind praktisch, aber nicht rechtsfrei. Drei Punkte solltest du kennen.
Urheberrecht und Nutzung
Ob und wie weit rein von KI erzeugte Bilder urheberrechtlich geschützt sind, ist juristisch noch nicht abschließend geklärt und unterscheidet sich je nach Land. Für den privaten Gebrauch ist das meist unkritisch. Sobald du Bilder geschäftlich nutzt, lohnt ein Blick in die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Werkzeugs, denn diese regeln, was du mit den Bildern tun darfst. Firefly etwa wirbt ausdrücklich mit kommerzieller Nutzbarkeit.
Keine echten Personen, keine fremden Marken
Erzeuge keine Bilder, die reale, identifizierbare Personen ohne deren Einwilligung in
erfundene Situationen setzen. Das verletzt Persönlichkeitsrechte und kann rechtliche Folgen haben. Ebenso tabu sind fremde Markenlogos, geschützte Figuren und nachgeahmte Werke lebender Künstler. Bleib bei eigenen Fotos und frei erfundenen Motiven, dann bist du auf der sicheren Seite.
Kennzeichnungspflicht
In der EU schreibt der AI Act vor, dass künstlich erzeugte oder veränderte Bilder als solche erkennbar gemacht werden müssen, besonders wenn sie täuschend echt wirken. Kennzeichne KI-Bilder im Zweifel transparent, etwa mit einem Hinweis „mit KI erstellt“. Das schützt dich und ist schlicht fair gegenüber dem Publikum.
50 PROMPTS ZUM STAUNEN
DIE ANGESAGTESTEN LOOKS
Genau diese Verwandlungen gehen gerade viral, vom Ghibli-Porträt über die eigene Actionfigur bis zur Umarmung mit dem jüngeren Ich. Für alle Beispiele auf den folgenden Seiten nehmen wir dieselben fünf Personen als Referenz. So siehst du auf einen Blick, wie unterschiedlich derselbe Mensch in jedem Look wirkt, und kannst die Stile direkt vergleichen. Ersetze die Angaben in [eckigen Klammern] oder lade ein eigenes Foto hoch und hänge den Prompt an.
Fünf Gesichter für den direkten Vergleich
Damit du die Looks nicht an fremden Models, sondern an echten Menschen siehst, stellt sich das Team hinter dem Magazin zur Verfügung: Grafikleiter Enrico (36), Nadine (25) aus dem Design, unser jüngstes Talent Jonas (17) aus der Redaktion, Johannes (58) aus dem Verkauf und Chefredakteur Lukas (34).





01. Actionfigur in Verpackung
Prompt: „Verwandle das Foto von [Person] in eine realistische SammlerActionfigur in einer Blisterverpackung mit Sichtfenster. Auf der Box steht der Name [Name], daneben liegt passendes Zubehör zum Hobby [Hobby]. Wie ein Produktfoto vor neutralem Hintergrund.“


02. Studio-Ghibli-Porträt
Prompt: „Zeichne [Person] im Studio-Ghibli-Stil: weiche Aquarelltexturen, große ausdrucksstarke Augen, warmes Licht der goldenen Stunde, verträumter Hintergrund mit schwebenden Lichtpartikeln. Gesicht klar erkennbar behalten.“

03. Funko-Pop-Figur
Prompt: „Mach aus [Person] eine Funko-Pop-Vinylfigur: überdimensionierter Kopf, kleiner Körper, große schwarze Knopfaugen, matte Oberfläche, präsentiert in einer Fensterbox.“
Wie aus Worten
04. Chibi-Version
Prompt: „Zeichne [Person] im Chibi-Stil: winziger Körper, übergroßer Kopf, riesige glänzende Augen, fröhlicher Ausdruck, kräftige Farben.“

05. LEGO-Minifigur
Prompt: „Baue [Person] als LEGO-Minifigur auf einer Bauplatte, mit aufgedruckten Details und einer the matisch passenden Mini-Szene zum Thema [Thema] im Hintergrund.“


06. Plüschtier
Prompt: „Verwandle [Person oder Haustier] in ein knuddeliges Plüschtier aus weichem Filz, mit sichtbaren Nähten und Knopfaugen, auf einem Bett fotografiert.“
07. 3D-Sammelfigur auf Sockel
Prompt: „Erzeuge aus [Motiv] eine hochwertige 3D-Sammelfigur aus Kunstharz auf einem beschrifteten Sockel, Studiolicht, gestochen scharfe Details, wie im Onlineshop.“



08. Puppe in der Schaufensterbox
Prompt: „Stelle [Person] als Modepuppe in einer Verpackung dar, mit Accessoires in eigenen Fächern, buntem Design und Typenbezeichnung.“
10. Knetfigur
Prompt: „Gestalte [Person] als Knetfigur im Stop-Motion-Stil, sichtbare Fingerabdrücke in der Knete, mattes Material, liebevoll gebaute Mini-Kulisse.“
09. Häkelfigur
Prompt: „Verwandle [Motiv] in eine gehäkelte Amigurumi-Figur aus Wolle, mit erkennbaren Maschen und Sicherheitsaugen, auf hellem Holztisch.“

11. Pixar-3D-Held
Prompt: „Erstelle [Person] im Stil eines modernen 3D-Animationsfilms: weiche Rundungen, große freundliche Augen, warmes Licht, hoher Detailgrad.“

12. Anime-Held
Prompt: „Zeichne [Person] als Held im modernen Anime-Stil: klare Linien, leuchtende Farben, dynamische Haare, dramatischer Lichtschein.“


13. Eigene Sammelkarte
Prompt: „Gestalte [Person] als glänzende Sammelkarte im Trading-Card-Stil, mit Rahmen, Namensfeld [Name], kleinen Werten und Hintergrund zum Thema [Thema].“
14. Umarmung mit dem jüngeren Ich
Prompt: „Zeige [Person] von heute, wie sie sich selbst als Kind liebevoll in den Arm nimmt. Warmes, weiches Licht, berührender Moment, beide Gesichter klar erkennbar. Nutze dafür ein aktuelles und ein Kinderfoto.“


15. Superhelden-Comic-Cover
Prompt: „Setze [Person] als Superheld auf ein Comic-Titelblatt, mit Umhang, Logo auf der Brust, Titel [Heldenname] und dramatischer Action-Pose.“
16. Epischer Fantasy-Held
Prompt: „Verwandle [Person] in einen epischen Fantasy-Charakter, zum Beispiel [Krieger / Magier / Elf], mit detailreicher Rüstung, dramatischem Licht und weiter Landschaft im Hintergrund.“

17. Du durch die Jahrzehnte
Prompt: „Zeige [Person] im typischen Stil verschiedener Jahrzehnte, zum Beispiel als Porträt aus den 1920ern, den 1950ern und den 1980ern, jeweils mit passender Kleidung, Frisur und Bildlook.“

18. Cyberpunk-Alter-Ego
Prompt: „Setze [Person] als Cyberpunk-Figur in eine nächtliche Neonstadt, Regen, leuchtende Reklamen, Spiegelungen auf nassem Asphalt, kühle Lichtstimmung.“


20.
Riese in der Stadt
Prompt: „Stelle [Person] als freundlichen Riesen dar, der zwischen Wolkenkratzern steht, Blick von unten nach oben, dramatische Perspektive.“
19. Astronaut im All
Prompt: „Zeige [Person] als Astronaut im Weltraum, Erde im Hintergrund, Spiegelung im Helmvisier, fotorealistisch und beeindruckend.“


21.
Unterwasser-Fantasiewelt
Prompt: „Zeige [Person] in einer leuchtenden Unterwasserwelt mit Korallen, Lichtstrahlen und schwebenden Partikeln, magische Stimmung.“
22. Doppelbelichtung
Prompt: „Verbinde [Person] mit [Landschaft, z. B. Wald oder Skyline] zu einer künstlerischen Doppelbelichtung: Die Silhouette ist mit der zweiten Szene gefüllt, weiche Übergänge.“

23. Miniatur-Version
Prompt: „Zeige [Person] als winzige Miniatur in einer riesigen Alltagsszene, zum Beispiel auf einem Schreibtisch, mit Tilt-Shift-Effekt, sodass alles wie eine Modellwelt wirkt.“


24. Marmorstatue
Prompt: „Verwandle [Person] in eine klassische Marmorstatue auf einem Sockel, feine Meißeldetails, Museumslicht, edler Hintergrund.“

25. Adelsporträt alter Meister
Prompt: „Male [Person] als vornehmes Ölgemälde alter Meister, edle Kleidung, dunkler Hintergrund, warmes Rembrandt-Licht, sichtbare Pinselstriche.“
26. Aus Feuer und Rauch
Prompt: „Forme [Motiv] aus züngelndem Feuer und Rauch vor schwarzem Hintergrund, glühende Kanten, dramatische Energie.“

27. Figur aus Glas und Eis
Prompt: „Gestalte [Motiv] wie aus klarem Glas oder Eis geformt, mit Lichtbrechungen, Reflexen und kühlem Funkeln vor dunklem Hintergrund.“

28. Van-Gogh-Wirbel
Prompt: „Male [Person oder Szene] im Stil von Van Gogh: wirbelnde, dicke Pinselstriche, leuchtende Farben, bewegter Himmel.“


30. Surrealer Traum
Prompt: „Setze [Person] in eine surreale Traumszene mit schwebenden Objekten und unmöglichen Perspektiven im Stil von Salvador Dalí.“
29. Pop-Art-Vierer
Prompt: „Gestalte [Person] als Pop-Art-Bild im Warhol-Stil: vier Felder mit knalligen Kontrastfarben, Siebdruck-Optik.“

31. Eigenes Kino-Filmplakat
Prompt: „Erstelle ein Kino-Filmplakat mit [Person] als Hauptdarsteller im Genre [z. B. Action / Fantasy], mit Filmtitel [Titel], dramatischem Licht und Credits am unteren Rand.“


32. Magazin-Cover
Prompt: „Setze [Person] auf ein Hochglanz-Magazin-Cover im Stil eines Modemagazins, mit Titel, Schlagzeilen und professionellem Studiolicht.“

33. Retro-VHS-Look
Prompt: „Zeige [Person] im nostalgischen Look der 80er: VHS-Körnung, Datumsanzeige, warme Farben, leichter Bildrauschen-Effekt.“


36. Porträt auf Geldschein oder Briefmarke
Prompt: „Setze das Porträt von [Person] stilvoll auf eine Briefmarke oder einen Geldschein, mit feinen Gravurlinien und Rahmen.“
34. Album-Cover
Prompt: „Gestalte ein Musik-AlbumCover mit [Person] im Stil des Genres [z. B. Indie / Hip-Hop], mit Bandname [Name] und passender Bildsprache.“
35. Comicseite mit Panels
Prompt: „Erstelle eine Comicseite mit [Person] als Held in mehreren Panels, Sprechblasen und dynamischen Zeichnungen zur kleinen Geschichte [Idee].“

aus Worten
37. RPG-Charakter
Prompt: „Zeige [Person] als Videospiel-Charakter mit Charakterbogen, Klasse [z. B. Kriegerin], kleinen Werten und Fantasy-Hintergrund.“


39. Mensch als Haustier
Prompt: „Zeige [Mensch] als Haustier dargestellt, mit Kleidung und Charakter, die zum Tier passen, freundlicher Ausdruck, Studioporträt.“
38. Wanted-Plakat
Prompt: „Gestalte ein Wild-West-Fahndungsplakat mit [Person], vergilbtes Papier, Schrift Wanted, Belohnungssumme, im Steckbrief-Stil.“

40. Sternzeichen-Wesen
Prompt: „Verwandle [Person] in ein magisches Wesen passend zum Sternzeichen [Sternzeichen], mit passenden Symbolen und Farben.“

41. Zuhause als Miniatur-Diorama
Prompt: „Zeige [Person] als liebevoll gebautes Miniatur-Diorama mit weichem Licht und winzigen Details.“


42. Lieblingsort verschmelzen
Prompt: „Verbinde [Person] harmonisch mit [Lieblingsort, z. B. Meer, Berge, Lieblingsstadt] zu einem stimmungsvollen Bild mit weichem Übergang.“

43. Opulentes Stillleben
Prompt: „Inszeniere [Person] als opulentes Stillleben im Stil alter Meister, dramatisches Licht, satte Farben.“
44. Familienwappen
Prompt: „Entwirf ein elegantes Wappen oder Emblem für die Familie [Name], mit passenden Symbolen zu [Interessen], edle Linien.“

45. Sticker-Set mit Emotionen
Prompt: „Erstelle ein Sticker-Set von [Person] mit verschiedenen Gesichtsausdrücken (fröhlich, überrascht, verliebt, müde), im niedlichen Cartoon-Stil mit weißem Rand.“

46. Isometrische Mini-Welt
Prompt: „Zeige [Thema, z. B. mein Arbeitsplatz] als saubere isometrische 3D-Mini-Welt mit sanften Farben und weichen Schatten.“


48. Hologramm-Effekt
Prompt: „Zeige [Motiv] als leuchtendes Hologramm mit feinen Linien, transparentem Schimmer und blauem Glühen vor dunklem Hintergrund.“
47. Synthwave-Sonnenuntergang
Prompt: „Setze [Person oder Motiv] in eine Synthwave-Szene der 80er: Neonpink und Cyan, Sonnenuntergang mit Gitterlinien, Glüheffekt.“

49. Papier-Diorama
Prompt: „Gestalte [Motiv] als mehrschichtiges
Papier-Diorama, gestaffelte ausgeschnittene
Ebenen, weiche Schatten, sanfte Farbverläufe.“


50. Steampunk-Version
Prompt: „Verwandle [Person] in eine Steampunk-Figur mit Messing, Zahnrädern und Lederdetails, warmes Sepialicht, viktorianische Anmutung.“
GUT ZU WISSEN
Bild-KIs erfinden Details und treffen reale Personen oder Marken nicht immer korrekt. Nutze von echten Menschen nur eigene Fotos oder hol dir deren Einverständnis, ahme keine geschützten Logos oder Figuren kommerziell nach und kennzeichne künstlich erzeugte Bilder, wenn du sie veröffentlichst.
GESUND UND FIT MIT KÜNSTLICHER INTELLIGENZ
WIE DICH KI BEI ERNÄHRUNG, BEWEGUNG, SCHLAF UND MOTIVATION UNTERSTÜTZEN KANN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Gesünder essen, sich mehr bewegen, besser schlafen: Das nimmt sich fast jeder einmal vor, doch im Alltag bleibt es oft beim Vorsatz. Künstliche Intelligenz kann hier ein praktischer Begleiter sein. Sie erstellt Essenspläne in Sekunden, schätzt grob die Kalorien auf deinem Teller, baut einfache Trainingspläne und hilft dir, dranzubleiben. Wichtig ist nur, die Grenzen zu kennen: KI ist ein Werkzeug zur Motivation und Organisation, keine medizinische Fachkraft.
Was KI im Gesundheitsbereich wirklich leisten kann
Moderne Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Copilot sind keine Mediziner, aber sie sind gute Organisatoren und geduldige Er-
klärer. Sie können dir aus ein paar Stichworten einen strukturierten Wochenplan bauen, Rezepte an deine Vorlieben anpassen oder dir eine Sportübung in einfachen Worten erklären. Der große Vorteil liegt darin, dass du jederzeit nachfragen kannst, ohne dich zu schämen, und Antworten bekommst, die auf deine Situation zugeschnitten sind. Verstehe diese Unterstützung als Anstoß und als Hilfe bei der Umsetzung, nicht als Diagnose oder Therapie.
Ernährung: Essenspläne und Einkaufslisten auf Knopfdruck
Einer der praktischsten Einsatzbereiche ist die Essensplanung. Du gibst an, wie viele Personen mitessen, welche Vorlieben und Unverträglichkeiten es gibt, wie viel Zeit

du zum Kochen hast und welches Budget dir zur Verfügung steht. Die KI erstellt daraus einen kompletten Wochenplan samt passender Einkaufsliste, sortiert nach Supermarkt-Abteilungen. Das spart
Zeit, reduziert Lebensmittelverschwendung und bringt Abwechslung auf den Teller. Du kannst jederzeit nachsteuern, etwa wenn ein Gericht nicht gefällt oder eine Zutat fehlt.

Prompt: „Erstelle mir einen ausgewogenen Essensplan für [Anzahl] Personen für eine Woche. Vorlieben: [z. B. vegetarisch]. Keine [Allergene/Zutaten]. Pro Gericht maximal [30] Minuten Zubereitung. Füge am Ende eine nach Kategorien sortierte Einkaufsliste an.“

Prompt: „Hier ist ein Foto meiner Mahlzeit. Schätze grob die enthaltenen Kalorien und Nährwerte und weise mich darauf hin, wenn deine Schätzung unsicher ist.“
Kalorien per Foto schätzen: praktisch, aber ungenau
Viele Apps und multimodale Chatbots können inzwischen ein Foto deines Tellers auswerten und eine grobe Schätzung von Kalorien und Nährwerten abgeben. Das ist erstaunlich praktisch, um ein Gefühl für Portionsgrößen zu bekommen. Behalte dabei aber im Hinterkopf, dass es sich um Schätzungen handelt: Die KI sieht weder die genaue Menge Öl in der Pfanne noch den Zucker in der Soße. Für einen groben Überblick reicht das, für eine medizinisch notwendige, exakte Erfassung etwa bei Diabetes ist es nicht geeignet.
Bewegung: einfache Trainingspläne für den Einstieg
Wer wieder mit Sport beginnen möchte, kann sich von der KI einen einfachen Trainingsplan erstellen lassen. Gib dein Ziel an, etwa mehr Ausdauer oder ein bisschen Kraft für den Rücken, sowie deinen aktuellen Stand und wie oft pro Woche du Zeit hast. Lass dir die Übungen genau beschreiben und in einfacher Sprache erklären. Beginne behutsam und steigere dich langsam. Wenn du gesundheitliche Vorbelastungen hast, Schmerzen auftreten oder du unsicher bist, hole vorher ärztlichen Rat ein, bevor du mit einem neuen Trainingsprogramm startest.
Besser schlafen mit Routine statt Wundermittel
KI kann dir helfen, eine ruhigere Abendroutine zu entwickeln. Sie schlägt feste Schlafenszeiten vor, erinnert an Bildschirmpausen und gibt Tipps für ein
entspannteres Einschlafen. Beschreibe deinen Tagesablauf und woran es beim Schlafen hakt, dann erhältst du konkrete, alltagstaugliche Vorschläge. Schlafprobleme können allerdings auch ernste Ursachen haben. Halten sie über längere Zeit an, ist das ein Fall für die Ärztin oder den Arzt und nicht für einen Chatbot.
Motivation und Dranbleiben
Der häufigste Grund, warum gute Vorsätze scheitern, ist nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Beständigkeit. Hier kann KI als freundlicher Begleiter wirken: Sie hilft dir, kleine, erreichbare Ziele zu setzen, feiert Fortschritte mit dir und passt den Plan an, wenn das Leben dazwischenkommt. Du kannst dir täglich kurze Impulse geben lassen oder am Wochenende gemeinsam Bilanz ziehen. Diese Art der Begleitung ersetzt keine echte Verabredung mit einem Trainingspartner, kann aber die Lücke an Tagen füllen, an denen die Motivation fehlt.
KI-Gesundheitscoaches in Fitness-Apps
Viele bekannte Fitness- und GesundheitsApps haben mittlerweile KI-Funktionen eingebaut. Sie werten deine Schritte, deinen Puls oder deinen Schlaf aus und geben darauf abgestimmte Empfehlungen. Das kann motivierend und aufschlussreich sein. Achte aber darauf, welche Daten du teilst, denn Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Wirf einen Blick in die Datenschutzeinstellungen und gib nur das frei, was du wirklich freigeben möchtest.
Weitere Prompts zum Ausprobieren
Prompt: „Erstelle mir einen einfachen Trainingsplan für Anfänger, [3] Mal pro Woche, ohne Geräte, für zu Hause. Ziel: [mehr Ausdauer]. Erkläre jede Übung in einfachen Worten und nenne eine leichtere Variante.“
Prompt: „Hilf mir, eine entspannte Abendroutine zu entwickeln. Ich gehe meist um [Uhrzeit] ins Bett und habe Schwierigkeiten beim Einschlafen. Mache mir einen realistischen Plan für die letzte Stunde vor dem Schlafen.“
Prompt: „Sei mein freundlicher Gesundheitscoach für die nächsten vier Wochen. Mein Ziel ist [Ziel]. Wenn ich mich jeden Morgen melde, stelle mir eine kurze, motivierende Frage und schlage mir eine kleine, machbare Aufgabe für den Tag vor.“
GUT ZU WISSEN
KI ersetzt keinen Arzt und keine medizinische Beratung. Die hier beschriebenen Anwendungen dienen der Motivation, Organisation und allgemeinen Information, nicht der Diagnose oder Behandlung. Verlasse dich bei gesundheitlichen Fragen nie allein auf einen Chatbot. Bei Beschwerden, Schmerzen, anhaltenden Problemen oder vor dem Start eines neuen Trainings- oder Ernährungsprogramms wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere medizinische Fachperson. Im Notfall gilt immer: zuerst den Notruf wählen.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ FÜR FAMILIE, SCHULE & LERNEN
KI ALS LERNHILFE: UNTERSTÜTZUNG
FÜR SCHULE UND FAMILIE, OHNE DAS DENKEN ZU ERSETZEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
KI ist längst im Kinderzimmer angekommen. Sie erklärt Mathe oft verständlicher als ein Schulbuch, fragt Vokabeln ab und hilft, das Familienchaos zu sortieren. Richtig eingesetzt, wird sie zum echten Lern-
helfer. Falsch eingesetzt, liefert sie nur fertige Lösungen und nimmt den Kindern das Verstehen ab. Wie du KI so nutzt, dass deine Familie wirklich profitiert, und worauf du beim Umgang von Kindern mit KI achten solltest, liest du hier.

Hausaufgabenhilfe, die erklärt statt vorsagt
Der größte Fehler beim Lernen mit KI ist, sie einfach die Antwort ausspucken zu lassen. Wer nur abschreibt, lernt nichts. Der Trick liegt im richtigen Prompt: Weise die KI ausdrücklich an, nicht die Lösung zu verraten, sondern den Lösungsweg Schritt für Schritt zu erklären und mit Fragen zum Mitdenken anzuregen. So wird aus dem Chatbot ein geduldiger Nachhilfelehrer, der so lange erklärt, bis es Klick macht, und der nie die Geduld verliert.
Lernpläne, die Struktur in den Stoff bringen
Vor einer Prüfung wirkt der Lernstoff oft wie ein unüberschaubarer Berg. KI kann helfen, ihn in machbare Häppchen zu teilen. Gib an, welches Thema ansteht, wie viele Tage bis zur Prüfung bleiben und wie viel Zeit täglich da ist. Die KI erstellt daraus einen realistischen Lernplan mit Pausen und Wiederholungen. Das nimmt den Druck und gibt ein gutes Gefühl, weil jeder erledigte Punkt sichtbaren Fortschritt bedeutet.

Prompt: „Du bist ein geduldiger Nachhilfelehrer für ein Kind in der [Klasse]. Erkläre mir die Aufgabe [Aufgabe] Schritt für Schritt, aber verrate mir NICHT die Lösung. Stelle mir Fragen, damit ich selbst darauf komme.“
Üben und Abfragen ohne genervte Eltern
Vokabeln abfragen, Hauptstädte üben, Formeln wiederholen: Das kostet Eltern Nerven und Zeit. Eine KI übernimmt diese Rolle gern und unermüdlich. Sie kann ein Quiz erstellen, Fragen stellen, die Antworten prüfen und freundlich erklären, was noch nicht sitzt. Besonders praktisch ist, dass sie den Schwierigkeitsgrad anpasst und gezielt die Lücken wiederholt, an denen es noch hakt.
Familienorganisation: vom Chaos zum Plan
Auch abseits der Schule entlastet KI den Familienalltag. Sie hilft beim Planen von

Prompt: „Erstelle einen Lernplan für das Fach Geografie, Thema Klimazonen der Erde. Bis zur Prüfung sind es 8 Tage, ich kann täglich 20 Minuten lernen. Plane Wiederholungen und Pausen ein.“
Geburtstagen, erstellt Packlisten für den Urlaub, schlägt Ideen für Ausflüge bei Regenwetter vor oder bringt Ordnung in den Wochenplan mit Terminen, Hobbys und Mahlzeiten. Beschreibe einfach die Situation und was du brauchst, und du bekommst eine strukturierte Vorlage, die du nur noch anpassen musst.
Kinder und KI: Begleitung statt Verbot
Kinder begegnen KI heute früh, ob in Apps, Spielen oder beim Lernen. Ein striktes Verbot ist meist weder durchsetzbar noch sinnvoll. Besser ist es, den Umgang aktiv zu begleiten. Nutze KI gemeinsam, sprich darüber, was die Technik kann und wo sie sich irrt, und mache klar, dass nicht alles stimmt, was ein Chatbot sagt. So lernen Kinder von Anfang an einen gesunden, kritischen Umgang.
Grenzen, Datenschutz und Sicherheit
Achte auf altersgerechte Angebote, denn viele KI-Dienste sind laut ihren eigenen Bedingungen erst ab einem bestimmten Alter erlaubt. Richte klare Regeln ein, wann und wofür KI genutzt wird. Erkläre deinem Kind, dass es niemals persönliche Daten wie vollen Namen, Adresse, Schule oder Fotos in einen Chatbot eingeben sollte. Bevorzuge Dienste mit Kinderschutz-Funktionen und behalte im Blick, dass KI keine Vertrauensperson ist, der man Sorgen oder Geheimnisse anvertrauen sollte.

Prompt: „Frage mich die folgenden Vokabeln/Begriffe ab: [Liste]. Stelle immer nur eine Frage, warte auf meine Antwort, sage mir, ob es richtig war, und wiederhole am Ende die, die ich falsch hatte.“

Prompt: „Plane mir den Kindergeburtstag für ein [Alter]-jähriges Kind mit [Anzahl] Gästen. Schlage Spiele, einen Zeitplan, eine Einkaufsliste und eine einfache Kuchen-Idee vor.“

KI-BETRUG, DEEPFAKES & FAKE-NEWS
WIE DU GEFÄLSCHTE BILDER, GEKLONTE STIMMEN UND MANIPULIERTE VIDEOS
ERKENNST UND DICH VOR DEN NEUEN BETRUGSMASCHEN SCHÜTZT.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Dieselbe Technik, die beeindruckende Bilder und Stimmen erzeugt, dient auch Betrügern. Eine geklonte Stimme am Telefon, ein täuschend echtes Video, ein Foto, das nie so passiert ist: KI macht Fälschungen einfacher und überzeugender als je zuvor. Die Zahl der Deepfakes im Netz ist in kurzer Zeit stark gestiegen, und die Werkzeuge dafür kann heute praktisch jeder bedienen. Die gute
Nachricht ist, dass du dich mit ein paar Grundregeln und einem gesunden Miss-
trauen wirksam schützen kannst. Dieser Beitrag zeigt dir bekannte Fälle, woran du Fälschungen erkennst und wie du im Ernstfall richtig reagierst.
Gefälschte Bilder erkennen
KI-generierte Bilder sind gut geworden, aber sie verraten sich oft im Detail. Achte auf Hände mit zu vielen oder verformten Fingern, auf unnatürlich glatte Haut, auf seltsame Übergänge bei Haaren, Zähnen oder Schmuck und auf Hintergründe, in de-
nen Text zu wirrem Buchstabensalat wird.
Auch Spiegelungen, Schattenwürfe und Symmetrien stimmen häufig nicht. Wenn ein Bild zu perfekt oder zu spektakulär wirkt, um wahr zu sein, lohnt sich ein zweiter, genauer Blick.
Geklonte Stimmen erkennen
Aus wenigen Sekunden Tonmaterial lässt sich heute eine Stimme nachbilden. Am Telefon klingt die Tochter oder der Enkel dann täuschend echt. Misstrauisch machen sollten dich eine leicht monotone oder abgehackte Sprechweise, unpassende Betonungen und vor allem die Situation selbst: angebliche Not, großer Zeitdruck und die
dringende Bitte um Geld. Echte Angehörige verstehen es, wenn du auflegst und über die dir bekannte Nummer zurückrufst.
Manipulierte Videos erkennen
Bei Deepfake-Videos lohnt der Blick auf Lippenbewegungen, die nicht ganz zum Ton passen, auf ein unnatürliches oder seltenes Blinzeln, auf flackernde Ränder im Gesicht und auf eine Beleuchtung, die nicht zur Umgebung passt. Prominente, die plötzlich für Geldanlagen oder Wundermittel werben, sind ein klassisches Warnsignal. Frage dich immer, ob es die Quelle wirklich gibt und ob ein seriöses Medium ebenfalls darüber berichtet.
BERÜHMTE FÄLSCHUNGEN,
DIE UM DIE WELT GINGEN
Einige Fälle haben gezeigt, wie überzeugend und wie folgenreich Fälschungen sein können. Wer sie kennt, erkennt die Muster schneller wieder. Diese Beispiele eignen sich gut, um im Bekanntenkreis das Bewusstsein zu schärfen.
Der Papst im Designer-Mantel
2023 kursierte ein Bild von Papst Franziskus in einer weißen Designer-Daunenjacke. Millionen hielten es für echt, dabei war es mit einer Bild-KI erzeugt. Es gilt als einer der ersten viralen KI-Fakes überhaupt.
Das brennende Pentagon
Ein gefälschtes Foto einer Explosion nahe dem US-Verteidigungsministerium verbreitete sich rasant. Für kurze Zeit zuckte sogar die Börse, bevor Behörden Entwarnung gaben. KI-Bild von Papst Franziskus // Quelle: x.com

Der falsche Präsident
Ein Deepfake-Video zeigte den ukrainischen Präsidenten, wie er seine Soldaten zur Aufgabe auffordert. Das Video war gefälscht und wurde schnell entlarvt, sorgte aber kurz für Verunsicherung.
Der Anruf, der keiner war
Vor einer US-Vorwahl erhielten Wähler automatische Anrufe mit einer geklonten Politiker-Stimme, die vom Wählen abriet. Es folgten erste Strafen für KI-gestützte Wahlmanipulation.
Promis, die nie geworben haben
Immer wieder tauchen Deepfake-Videos bekannter Unternehmer auf, die für KryptoGeschenke oder dubiose Geldanlagen werben. Wer darauf hereinfällt, verliert sein Geld.
Verliebt in ein Phantom
Eine Frau überwies einem angeblichen Filmstar große Summen, überzeugt von KIBildern und liebevollen Nachrichten. Solche Romance-Scams mit gestohlener Prominenz nehmen zu.
Die neuen Betrugsmaschen
Der sogenannte Enkeltrick bekommt durch geklonte Stimmen eine gefährliche neue Stufe: Betrüger rufen an, geben sich mit nachgebildeter Stimme als Angehörige in Not aus und drängen auf schnelle Überweisungen oder Bargeld. Daneben blühen
KI-gestützte Fake-Shops mit perfekten Produktbildern und gefälschten Bewertungen
Der teure Videocall
Ein Mitarbeiter überwies eine zweistellige Millionensumme, nachdem er in einer Videokonferenz vermeintlich mit seinen Vorgesetzten gesprochen hatte. Alle Teilnehmer außer ihm waren Deepfakes.
Aktientipps vom Chef
Ein täuschend echtes Video eines Börsenchefs versprach exklusive Gewinne. Die Börse musste öffentlich warnen, dass das Video komplett gefälscht war.

Das brennende Pentagon // Quelle: x.com
sowie Phishing-Mails, die dank KI fehlerfrei formuliert und persönlich zugeschnitten sind. Das alte Erkennungsmerkmal der holprigen Rechtschreibung greift damit nicht mehr.
Schutzregeln für den Alltag
Vereinbare in der Familie ein geheimes Codewort für echte Notfälle am Telefon.
Lass dich nie unter Zeitdruck setzen und überweise niemals Geld, ohne die Lage über einen zweiten, dir bekannten Weg geprüft zu haben. Klicke nicht auf Links in unerwarteten Nachrichten, sondern rufe Webseiten selbst im Browser auf. Prüfe bei OnlineShops das Impressum, die Bezahlmethoden und unabhängige Bewertungen. Und gib am Telefon niemals Passwörter, TANs oder Codes heraus, egal wer am anderen Ende behauptet zu sein.
Selbst zeigen, ohne Rechtsärger
Fremde virale Fälschungen einfach abzudrucken, ist heikel, weil daran fremde Bildrechte und die Persönlichkeitsrechte der gezeigten Menschen hängen. Einfacher und sicherer ist eine eigene Demonstration: Wir
Echt oder Fake?

erzeugen mit unserer Referenzperson ein harmloses Fake und stellen es einem echten Foto gegenüber. So werden die verräterischen Details sichtbar, ohne dass jemand zu Schaden kommt.
Fake-News prüfen mit System
Bevor du eine aufsehenerregende Meldung teilst, prüfe die Quelle: Wer hat das veröffentlicht, gibt es ein Impressum, berichten auch seriöse Medien darüber? Bei Bildern hilft die umgekehrte Bildersuche, die zeigt, wo ein Foto zuerst auftauchte und in welchem Zusammenhang. Sei besonders skeptisch, wenn eine Nachricht starke Emotionen wie Wut oder Angst auslöst, denn genau darauf zielen Desinformation und Manipulation ab. Ein gesunder Zweifel ist dein bester Schutz.

Rechts das Originalfoto, links die KI-Version derselben Person. Verraten wird die Fälschung vor allem im Hintergrund und in den Details: Die beiden Passanten auf der Promenade wirken verwaschen und ohne klare Konturen, die Perlen- und Gliederkette ist an einer Stelle unsauber aneinandergereiht, und die Haut erscheint eine Spur zu glatt und zu gleichmäßig ausgeleuchtet.
Prompt: „Ich habe folgende Nachricht/ Behauptung gelesen: [Text einfügen]. Wie plausibel ist das? Welche Punkte sollte ich kritisch hinterfragen und mit welchen seriösen Quellen kann ich das gegenchecken?“

In 30 Sekunden prüfen
Bevor du etwas glaubst, teilst oder gar bezahlst, hilft ein kurzer Durchgang durch diese Fragen:
• Quelle: Wer hat es zuerst veröffentlicht, und gibt es ein Impressum?
• Zweitmeinung: Berichtet auch ein seriöses, unabhängiges Medium darüber?
• Bildersuche: Wo tauchte das Bild zuerst auf und in welchem Zusammenhang?
• Details: Hände, Ohren, Zähne, Schmuck und Text im Hintergrund genau ansehen.
• Gefühl: Löst die Meldung starke Wut oder Angst aus? Dann erst recht prüfen.
• Zeitdruck: Drängt jemand auf eine schnelle Zahlung? Auflegen und selbst zurückrufen.
Prompt: „Analysiere diesen Text auf typische Merkmale von Phishing oder Betrug: [Text/EMail einfügen]. Worauf sollte ich achten und was würdest du mir raten?“

GUT ZU WISSEN
Drei einfache Regeln schützen am wirksamsten vor KI-Betrug. Erstens: innehalten statt reagieren. Seriöse Stellen setzen dich nie unter Zeitdruck. Zweitens: über einen zweiten Weg prüfen. Ruf bei der dir bekannten Nummer zurück, statt auf den Anruf oder Link zu vertrauen. Drittens: niemals Geld, Passwörter, TANs oder Codes auf Zuruf herausgeben. Wenn du Opfer eines Betrugs geworden bist, wende dich an deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei. Sich blamiert zu fühlen ist verständlich, doch je schneller du handelst, desto besser.

GELD SPAREN MIT KI
KOMPAKT ERKLÄRT: VOM
PREISVERGLEICH BIS ZUM
KÜNDIGUNGSSCHREIBEN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Künstliche Intelligenz spart nicht nur Zeit, sondern bares Geld. Sie vergleicht Preise, durchforstet deine Verträge, deckt teure Abos auf und schreibt dir die unangenehmen
Briefe, die man sonst gerne aufschiebt. In dieser kompakten Spar-Strecke findest du die wichtigsten Einsatzgebiete mit vielen fertigen Prompts zum Nachmachen.
Die KI als Preisvergleicher
Bevor du etwas kaufst, lohnt der schnelle Check. Die KI erklärt dir, worauf es bei einem Produkt ankommt, nennt typische Preisspannen und hilft, überteuerte Angebote von echten Schnäppchen zu unterscheiden. Beachte, dass eine KI ohne Internetzugriff keine tagesaktuellen Preise kennt. Nutze sie daher für die Orientierung und prüfe den konkreten Preis dann in einem Preisvergleichsportal.
1 Prompt: „Ich möchte eine neue Kaffeemaschine kaufen, Budget rund 100 Euro. Worauf sollte ich achten, welche Ausstattung ist wichtig und welche überflüssig? Nenne mir typische Preisspannen.“
2 Prompt: „Vergleiche diese drei Angebote für mich und sag mir, welches das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet: [Angebote mit Preisen und Ausstattung einfügen].“
Das Haushaltsbuch der neuen Art
Wer weiß, wofür das Geld draufgeht, spart fast automatisch. Die KI hilft dir, deine Ausgaben zu ordnen, Sparpotenziale zu erkennen und ein einfaches Budget aufzustellen. Du gibst deine groben Ausgaben ein, die KI sortiert und kommentiert.


3
3 Prompt: „Hier sind meine monatlichen Ausgaben. Ordne 1 2



sie nach Kategorien, zeige mir die größten Posten und schlage drei realistische Sparmöglichkeiten vor: [Ausgaben aufzählen].“
4 Prompt: „Erstelle mir ein einfaches Monatsbudget bei einem Nettoeinkommen von 2.200 Euro. Teile es in feste Kosten, variable Kosten und Sparen auf, mit Prozent-Empfehlungen.“
Tarife, Abos und Verträge prüfen
Hier schlummern die größten Einsparungen. Strom, Handy, Internet, Versicherungen und Streamingdienste werden gern zu teuer und vergessen. Lass die KI deine laufenden Verträge durchleuchten und dir Fragen für den Anbieter formulieren.
5 Prompt: „Ich zahle für meinen Handytarif 35 Euro im Monat und nutze etwa 10 GB Daten sowie wenig Telefonie. Ist das viel? Welche Fragen sollte ich meinem Anbieter zu einem günstigeren Tarif stellen?“
6 Prompt: „Liste mir alle Abos und Verträge auf, die ich einmal jährlich überprüfen sollte, und sag mir, welche Fragen ich mir bei jedem stellen muss, um Geld zu sparen.“
Besonders nützlich: Lass dir alle laufenden Abonnements auflisten, an die du womöglich gar nicht mehr denkst. Oft schlummert ein vergessener Streamingdienst oder ein Probe-Abo, das sich stillschweigend verlängert hat.
7 Prompt: „Hilf mir, vergessene Abos aufzuspüren. Stelle mir nacheinander Fragen zu Bereichen wie Streaming, Apps, Fitnessstudio, Zeitschriften und Cloud-Speicher, damit ich nichts übersehe.“





Energie sparen im Haushalt
Strom und Heizung sind ein dicker Brocken in jeder Haushaltskasse. Die KI gibt dir konkrete, auf deine Situation zugeschnittene Spartipps, ganz ohne teure Anschaffungen.
8 Prompt: „Gib mir zehn konkrete Tipps, wie ich in einer Mietwohnung mit zwei Personen ohne große Anschaffungen Strom und Heizkosten senken kann. Sortiere nach größtem Sparpotenzial.“
9 Prompt: „Welche Geräte im Haushalt verbrauchen im StandbyBetrieb am meisten Strom, und wie viel kann ich im Jahr ungefähr sparen, wenn ich sie ganz ausschalte?“
Günstig einkaufen
Auch beim alltäglichen Einkauf hilft die KI, etwa mit einem klugen Plan, der Impulskäufe vermeidet, oder mit Tipps für saisonales und damit günstigeres Gemüse.
Prompt: „Erstelle mir einen WochenEinkaufsplan für günstige, gesunde Gerichte. Berücksichtige saisonales Gemüse im [Monat] und nenne mir am Ende ungefähre Kosten.“
10 Prompt: „Gib mir sieben praktische Tricks, wie ich im Supermarkt weniger Geld ausgebe, ohne auf Qualität zu verzichten.“
Reklamationen, die ankommen
Ein defektes Produkt oder eine fehlerhafte Rechnung? Die KI formuliert
dir ein sachliches, bestimmtes Schreiben, das deine Rechte klar benennt, höflich im Ton, aber deutlich in der Sache.
Prompt: „Schreibe mir eine sachliche Reklamation. Ich habe vor drei Wochen eine Kaffeemaschine gekauft, die nicht mehr funktioniert, und möchte eine Reparatur oder einen Austausch. Höflich, aber bestimmt.“
11 Prompt: „Formuliere einen Einspruch gegen eine zu hohe Stromabrechnung. Ich vermute einen Ablesefehler und bitte um Überprüfung und eine korrigierte Rechnung.“
Kündigungen ohne Kopfzerbrechen
Kündigungen schiebt man gern auf, dabei sind sie schnell erledigt. Die KI schreibt dir ein korrektes Kündigungsschreiben mit allen wichtigen Angaben und bittet auf Wunsch um eine Bestä tigung.
Prompt: „Schreibe mir ein korrektes Kündigungsschreiben für mein Fitness studio zum nächstmöglichen Termin. Bitte um eine schriftliche Bestätigung des Kün digungsdatums. Meine Mitgliedsnummer ist [Nummer].“
Prompt: „Verfasse eine Kündigung für ein Zeitschriften-Abo zum Ende der Laufzeit und weise darauf hin, dass ich einer stillschweigenden Verlängerung widerspreche.“
12 Prompt: „Worauf muss ich bei der Kündigung eines Mobilfunkvertrags ach ten? Nenne mir die typischen Fristen und was unbedingt im Schreiben stehen muss.“



KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
IN DER KÜCHE
VOM KÜHLSCHRANKINHALT ZUM FERTIGEN WOCHENPLAN.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Die ewige Frage „Was koche ich heute?“ lässt sich mit KI erstaunlich elegant beantworten. Statt ratlos in den Kühlschrank zu starren, sagst du der KI einfach, was du da hast, und bekommst ein passendes Rezept. Sie plant ganze Wochen, rechnet Mengen um, verwertet Reste und berücksichtigt dabei dein Budget und deine Ernährungsweise. So wird die Küche entspannter, günstiger und abwechslungsreicher.
Kochen gehört für viele zu den schönsten, aber auch zu den zeitraubendsten Aufgaben des Alltags. Zwischen Einkauf, Planung und der täglichen Frage nach dem passenden Gericht bleibt oft wenig Raum für Kreativität. Genau hier wird eine KI zum praktischen Küchenhelfer. Sie ersetzt weder Kochbuch noch eigene Erfahrung, liefert aber in Sekunden neue Ideen, rechnet Mengen um, plant ganze Wochen und hilft dabei, Lebensmittel und Geld zu sparen.
Das Schöne daran: Du brauchst keine besonderen Vorkenntnisse. Je genauer du beschreibst, was du zu Hause hast, was du gerne isst und worauf du achten möchtest, etwa auf Zeit, Budget oder Unverträglichkeiten, desto besser passen die Vorschläge. Betrachte die Antworten als Startpunkt, den du nach deinem Geschmack anpasst und verfeinerst. Die folgenden Beispiele zeigen dir, wofür sich die KI in der Küche besonders lohnt.
Bei Allergien und medizinisch relevanten Unverträglichkeiten sollte man die Zutatenlisten, Spurenhinweise und ärztliche/diätologische Empfehlungen immer selbst prüfen. KI ersetzt keine Ernährungsberatung.
Ein Rezept aus dem, was da ist
Der häufigste Anwendungsfall: Du hast ein paar Zutaten, aber keine Idee. Zähle der KI einfach auf, was vorrätig ist, und sie schlägt dir ein Gericht vor, das du daraus zaubern kannst, gerne mit mehreren Varianten.
Prompt: „Ich habe Kartoffeln, zwei Eier, Zwiebeln, etwas Käse und Sahne im Haus. Schlage mir drei einfache Gerichte vor, die ich daraus kochen kann, mit kurzer Anleitung.“
Der Wochenplan nach Budget
Wer im Voraus plant, spart Geld und Nerven. Die KI erstellt dir einen kompletten Essensplan für die Woche, abgestimmt auf eine Personenzahl und ein Budget. Auf Wunsch gleich mit Einkaufsliste.
Prompt: „Erstelle mir einen Essensplan für eine Woche für zwei Personen mit einem Lebensmittelbudget von 60 Euro. Bitte einfache, alltagstaugliche Gerichte und am Ende eine Einkaufsliste.“
Reste clever verwerten
Übrig gebliebenes Essen muss nicht im Müll landen. Die KI kennt unzählige Ideen, aus Resten etwas Neues zu machen, und hilft so, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Prompt: „Vom Vortag sind gekochter Reis, etwas Hähnchen und Paprika übrig. Was kann ich daraus heute Abend schnell zubereiten?“

Die Einkaufsliste auf Knopfdruck
Aus jedem Rezept oder Plan lässt sich eine ordentliche Einkaufsliste machen. Praktisch ist, sie nach den Abteilungen im Supermarkt zu sortieren, dann gehst du nur einmal durch jeden Gang.
Prompt: „Erstelle aus diesem Rezept eine Einkaufsliste für vier Personen und ordne die Zutaten nach Supermarkt-Abteilungen: [Rezept einfügen].“
Mengen richtig umrechnen
Ein Rezept für vier Personen, aber ihr seid nur zwei? Oder eine amerikanische Mengenangabe in Cups? Die KI kann solche Angaben meist gut umrechnen.
Prompt: „Rechne dieses Rezept von vier auf zwei Personen um und wandle alle Angaben in Cups in Gramm und Milliliter um: [Rezept einfügen].“
Ernährungsweisen berücksichtigen
Ob vegetarisch, vegan, glutenfrei oder mit einer Lebensmittelunverträglichkeit: Die KI passt Rezepte entsprechend an und schlägt Ersatzzutaten vor. Nenne ihr einfach deine Bedingungen.
Prompt: „Mache aus diesem Rezept eine vegetarische Version ohne Milchprodukte und schlage passende Ersatzzutaten vor: [Rezept einfügen].“
So wird die KI zum unkomplizierten Küchenhelfer, der mitdenkt, ohne dir das Kochen abzunehmen. Den Geschmack und die Freude am Herd behältst du selbst.
Kochen Schritt für Schritt lernen
Du willst nicht nur ein Rezept, sondern verstehen, wie es geht? Die KI führt dich in klaren Schritten durch die Zubereitung und erklärt jeden Handgriff.
Prompt: „Erkläre mir Schritt für Schritt, wie ich [Gericht] zubereite. Nenne die genaue Reihenfolge, die Garzeiten und typische Fehler, die ich vermeiden sollte.“

Das Menü für Gäste planen
Für einen besonderen Abend stellt die KI ein stimmiges Menü zusammen, von der Vorspeise bis zum Dessert, passend zu Anlass und Aufwand.
Prompt: „Plane ein Drei-Gänge-Menü für [Anzahl] Gäste zum Thema [z. B. italienisch]. Berücksichtige [Vorlieben und Unverträglichkeiten] und sag mir, was ich schon am Vortag vorbereiten kann.“

Vorkochen und Meal Prep
Einmal kochen, mehrmals essen: Die KI plant Gerichte, die sich gut vorbereiten, aufbewahren und aufwärmen lassen.
Prompt: „Erstelle mir einen Meal-PrepPlan für [Anzahl] Portionen, die ich am Wochenende vorkoche und unter der Woche esse. Gib Aufbewahrung und Haltbarkeit an.“
Was den Kindern schmeckt
Wenn die Kleinen mäkeln, liefert die KI kindgerechte Ideen, die schmecken und trotzdem ausgewogen sind, auch mit gut getarntem Gemüse.
Prompt: „Schlage mir drei einfache, kindgerechte Gerichte vor, in denen unauffällig Gemüse steckt. Die Kinder sind [Alter] und mögen [Vorlieben].“
Gesünder kochen
Die KI hilft, Rezepte leichter zu machen und ausgewogener zu essen. Für konkrete Ernährungsfragen bleibt eine fachkundige Beratung wichtig.
Prompt: „Mache dieses Rezept kalorienärmer und ausgewogener, ohne dass es fad wird: [Rezept einfügen]. Erkläre mir kurz, was du geändert hast.“
Passende Getränke finden
Welcher Wein oder welches alkoholfreie
Getränk passt zum Essen? Die KI gibt unkomplizierte Empfehlungen für jeden Geschmack.
Prompt: „Empfiehl mir zu [Gericht] zwei passende Getränke, einmal mit und einmal ohne Alkohol, und erkläre in einem Satz,
Backen und süße Ideen
Vom schnellen Kuchen bis zum Geburtstagsdessert: Die KI liefert Rezepte und rettet dich, wenn eine Zutat fehlt.
Prompt: „Ich möchte einen einfachen [Kuchen oder Nachtisch] backen, habe aber kein [fehlende Zutat]. Schlage ein Rezept mit passendem Ersatz vor.“
Küchenpannen retten
Versalzen, zu scharf oder angebrannt? Bevor etwas im Müll landet, kennt die KI oft noch einen Rettungstrick.
Prompt: „Meine [Speise] ist [zu salzig, zu scharf oder zu wässrig] geworden. Wie kann ich das noch retten, ohne komplett neu zu kochen?“
Auf kulinarische Weltreise
Lust auf etwas Neues? Die KI stellt dir Gerichte aus aller Welt vor und passt sie an das an, was du bekommst.

Prompt: „Ich möchte ein typisches Gericht aus [Land] kochen, bekomme aber nicht alle Originalzutaten. Schlage eine alltagstaugliche Version mit gut verfügbaren Zutaten vor.“


WOHIN GEHT DIE REISE?
EIN BLICK AUF DIE NÄCHSTEN
JAHRE MIT KI.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Über die Zukunft der KI wird viel geredet, oft zwischen Weltuntergang und Heilsversprechen. Dieser Beitrag ordnet nüchtern ein, was in den nächsten Jahren realistisch auf uns zukommt. Klar ist schon jetzt: Die Entwicklung geht schnell, aber selten so, wie die lautesten Stimmen behaupten. Vieles beginnt gerade erst, manches steht schon im Laden.
Von der Antwort zur Handlung: KI-Agenten
Heutige KI antwortet vor allem auf Fragen. Der nächste Schritt sind Agenten, die Aufgaben selbst erledigen, etwa eine Reise buchen oder einen Einkauf vorbereiten. Erste gibt es schon, zuverlässig sind sie aber noch nicht. Die Richtung ist klar: vom reinen Ratgeber zum handelnden Assistenten. Wichtig bleibt, dass du die Kontrolle behältst und heikle Schritte wie Zahlungen selbst freigibst.
KI direkt am Gerät
Bisher läuft die meiste KI in großen Rechenzentren. Künftig rechnet sie öfter direkt auf dem Gerät, am Handy oder PC. Das bringt mehr Tempo, mehr Privatsphäre und Funktionen, die auch offline arbeiten. Für dich heißt das mehr
Möglichkeiten ohne ständige Cloud-Verbindung und weniger Daten, die dein Gerät verlassen.
Roboter im Haushalt
Die größten Schlagzeilen machen humanoide Roboter, die wie Menschen aussehen und im Haushalt helfen sollen. Bis sie wirklich in den Wohnungen stehen, dauert es aber noch Jahre, vor allem wegen Preis und Sicherheit. Zuerst kommen sie dort zum Einsatz, wo Aufgaben klar um rissen sind. Schon heute funk tionieren spezialisierte Helfer wie Saug- und Mähroboter.
Die Arbeitswelt verändert sich
In der Arbeitswelt über nimmt KI vor allem Routine aufgaben. Zugleich entstehen neue Tätigkeiten rund um die Technik, und gefragt bleibt, wer Ergebnisse einordnen und ver antworten kann. Berufe ver schwinden selten ganz, viel öfter verändern sich einzelne Tätig keiten. Wichtiger als Angst ist die Bereitschaft, dazuzulernen.
Was du heute
schon kaufen kannst
Die Zukunft beginnt nicht erst morgen. Saug- und Mährobo ter nehmen Routinearbeit ab, einige smarte Brillen können be reits Fragen zu dem beantworten, was du siehst, und moderne Ge
räte rechnen KI direkt auf dem Gerät. Vieles davon lässt sich günstig ausprobieren, bevor man in teure Geräte investiert. Wer neugierig ist, kann klein anfangen.
Chancen und offene Fragen
Die Chancen sind groß: bessere Diagnosen, persönliche Assistenz, weniger stumpfe Arbeit. Daneben stehen offene Fragen zu Datenschutz, Urheberrecht, Fälschungen und der Macht weniger großer Anbieter. Wie stark die Vorteile überwiegen, hängt davon ab, wie klug wir die

Unterm Strich wird KI den Alltag spürbar verändern, aber schrittweise. Wer neugierig bleibt, die Werkzeuge ausprobiert und ihnen mit gesundem Menschenverstand begegnet, ist gut gerüstet. Wie und wofür du sie nutzt, entscheidest am Ende du.


KI-BEGRIFFE VON A BIS Z
DIE WICHTIGSTEN FACHBEGRIFFE
RUND UM KÜNSTLICHE INTELLIGENZ, VERSTÄNDLICH ERKLÄRT.
Text: Lukas Wenzel-Horner
Was ist eigentlich ein Large Language Model? Wofür steht der Begriff „Prompt“? Und was bedeutet es, wenn eine KI „halluziniert“? Wer sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt, begegnet schnell einer Vielzahl neuer
Fachbegriffe. Dieses Glossar bietet einen kompakten Überblick über die wichtigsten Begriffe, alphabetisch sortiert und auf das Wesentliche reduziert. Ob du Einsteiger bist oder dein Wissen auffrischen willst: Hier findest du schnell Orientierung.
Agent / KI-Agent
Ein KI-System, das selbstständig Ziele verfolgt: Es plant Schritte, holt Informationen ein und führt Aktionen aus, etwa Buchungen oder Recherchen. Agenten gehen über das reine Antworten hinaus und erledigen mehrteilige Aufgaben weitgehend eigenständig.
AGI (Allgemeine KI)
Eine hypothetische KI, die Aufgaben so vielseitig lösen könnte wie ein Mensch. Heutige KI ist davon weit entfernt und immer auf bestimmte Bereiche spezialisiert.
Algorithmus
Eine feste Abfolge von Anweisungen, mit der ein Computer ein Problem löst. In der KI steuern Algorithmen, wie Daten verarbeitet, Muster erkannt und Entscheidungen getroffen werden.
Alignment
Der Versuch, eine KI so auszurichten, dass sie sich an menschlichen Werten und Zielen orientiert und keine schädlichen Antworten gibt.
API (Schnittstelle)
Eine Programmierschnittstelle, über die verschiedene Software-Systeme miteinander kommunizieren. APIs ermöglichen es, KI-Modelle in Apps, Websites oder andere Programme einzubinden.
Artificial Intelligence (AI)
Englischer Begriff für Künstliche Intelligenz, international gebräuchlicher als „KI“, vor allem in Software, Forschung und Fachartikeln.
Automatisierung
Abläufe, die ohne ständiges menschliches Eingreifen funktionieren. KI wird oft eingesetzt, um wiederkehrende Aufgaben wie Sortieren, Planen oder Auswerten zu übernehmen.
Benchmark
Ein standardisierter Test, mit dem die Leistung von KI-Modellen verglichen wird, etwa beim Rechnen, Programmieren oder Verstehen von Texten.
Bias (Verzerrung)
Eine Schieflage in Daten oder Modellen, die zu unfairen oder fehlerhaften Ergebnissen führen kann. Sind die Trainingsdaten einseitig, übernimmt die KI diese Verzerrung.
Big Data
Sehr große, komplexe Datenmengen, die mit klassischen Methoden kaum zu verarbeiten sind. KI nutzt Big Data, um Muster und Zusammenhänge zu erkennen.
Bild-KI
KI-Systeme, die Bilder aus Textbeschreibungen erzeugen oder bestehende Bilder verändern. Eingesetzt in Design, Illustration und Fotobearbeitung.
Chain of Thought (Gedankenkette)
Eine Technik, bei der die KI ihren Lösungsweg Schritt für Schritt durchdenkt, statt sofort zu antworten. Das verbessert oft die Qualität bei kniffligen Aufgaben.
Chatbot
Ein Programm, das in Dialogform mit Menschen kommuniziert. Moderne KI-Chatbots schreiben Texte, beantworten Fragen oder helfen beim Planen, haben aber kein Bewusstsein.
Compute (Rechenleistung)
Die Rechenkraft, die zum Trainieren und Betreiben von KI nötig ist. Sie ist teuer und einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren.
Computer Vision
Teilbereich der KI, der sich mit dem „Sehen“ von Maschinen beschäftigt, etwa bei Gesichtsund Objekterkennung oder Bildanalyse.
Custom GPT
Eine selbst eingerichtete Variante von ChatGPT, die für eine bestimmte Aufgabe oder ein Thema vorkonfiguriert ist.
Datenschutz
Der Schutz persönlicher und sensibler Daten.
Bei KI-Anwendungen sollte man besonders darauf achten, welche Informationen man eingibt.
Deep Learning
Ein Teilbereich des maschinellen Lernens mit tiefen neuronalen Netzen. Wird häufig bei Sprache, Bilderkennung und generativer KI eingesetzt.
Deepfake
Mit KI erzeugte oder manipulierte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, die täuschend echt wirken. Werden für Unterhaltung, aber auch für Betrug und Desinformation genutzt.
Diffusion Models
Ein Verfahren zur KI-Bilderzeugung, bei dem Bilder schrittweise aus Rauschen entstehen. Grundlage vieler moderner Bild-KIs.
Embedding
Eine Technik, bei der Wörter, Texte oder Bilder in Zahlen umgewandelt werden, damit KI sie vergleichen und verarbeiten kann.
EU AI Act
Das KI-Gesetz der Europäischen Union. Es regelt, wie KI eingesetzt werden darf, verbietet besonders riskante Anwendungen und schreibt unter anderem Kennzeichnungen vor.
Explainable AI
Erklärbare KI. Ziel ist es, Entscheidungen von KI-Systemen nachvollziehbar zu machen, statt sie als undurchschaubare „Black Box“ zu behandeln.
Fine-Tuning
Das gezielte Nachtrainieren eines bestehenden KI-Modells für spezielle Aufgaben oder Fachgebiete wie Medizin, Recht oder Unternehmenssprache.
Generative KI
KI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen, etwa Texte, Bilder, Musik oder Videos. Sie erstellen Inhalte auf Basis gelernter Muster, nicht durch Kopieren.
Gewichte (Weights)
Die trainierten Zahlenwerte, in denen das Wissen eines KI-Modells steckt. Zusammen bilden sie das eigentliche Modell.
GPT
Ein von OpenAI entwickelter Modelltyp für Textverarbeitung. Die Abkürzung steht für „Generative Pretrained Transformer“ und ist die Grundlage von ChatGPT.
GPU (Grafikprozessor)
Ein spezieller Chip, der viele Berechnungen parallel erledigt. GPUs sind das Arbeitspferd hinter dem Training moderner KI.
Guardrails (Leitplanken)
Eingebaute Regeln und Grenzen, die verhindern sollen, dass eine KI gefährliche oder unerwünschte Antworten gibt.
Halluzination
Falsche oder erfundene Aussagen einer KI, die dennoch überzeugend klingen. Ursache ist, dass Sprachmodelle Wahrscheinlichkeiten berechnen und keine Fakten prüfen.
Humanoider Roboter
Ein Roboter in menschenähnlicher Gestalt mit Armen und Beinen, der Aufgaben im Haushalt oder in der Fabrik übernehmen soll.
Inference
Der Moment, in dem ein trainiertes KIModell eine Eingabe verarbeitet und eine Ausgabe erzeugt, also die eigentliche Nutzung der KI.
Jailbreak
Der Versuch, die Schutzregeln einer KI mit Tricks zu umgehen, damit sie eigentlich gesperrte Antworten liefert.
Kennzeichnungspflicht
Die Vorgabe, künstlich erzeugte Inhalte als solche zu markieren, damit klar ist, dass sie nicht echt sind.
KI-Modell
Das technische Rechenmodell hinter einer KI-Anwendung. Verschiedene Modelle haben unterschiedliche Stärken, etwa beim Schreiben, Rechnen oder Erkennen von Bildern.
Kontextfenster (Context Window)
Die Menge an Text, die eine KI gleichzeitig berücksichtigen kann. Ist es größer, verarbeitet sie längere Dokumente am Stück.
Künstliche Intelligenz (KI)
Sammelbegriff für Computersysteme, die Aufgaben übernehmen, für die sonst menschliches Denken nötig wäre. KI arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und Mustern, nicht mit Bewusstsein.
LLM (Large Language Model)
Ein großes Sprachmodell, das mit enormen Textmengen trainiert wurde. Beispiele sind GPT-Modelle, Claude oder Gemini.
Machine Learning (ML)
Maschinelles Lernen: KI-Systeme lernen aus Daten, statt fest programmiert zu sein. Grundlage fast aller modernen KI-Anwendungen.
Multimodale KI
KI-Systeme, die verschiedene Inhaltstypen zugleich verarbeiten können, etwa Text, Bild, Audio und Video. Viele aktuelle Chatbots sind multimodal.
Neuronales Netz
Ein Rechenmodell, das grob dem menschlichen Gehirn nachempfunden ist. Es besteht aus vielen miteinander verbundenen „Neuronen“.
NLP (Sprachverarbeitung)
Die Verarbeitung natürlicher Sprache durch KI. Sie ermöglicht es Computern, menschliche Sprache zu analysieren, zu verstehen und zu erzeugen.
On-Device-KI
KI, die direkt auf dem Gerät läuft, etwa am Handy oder PC, statt in der Cloud. Das schont die Privatsphäre und funktioniert auch offline.
Open Source-KI
KI-Modelle oder Tools, deren Quellcode offen zugänglich ist. Beispiele sind Stable Diffusion, Mistral oder Llama.
Open Weights
KI-Modelle, deren trainierte Werte frei verfügbar sind, sodass sie jeder herunterladen und selbst betreiben kann.
Overfitting (Überanpassung)
Wenn ein Modell die Trainingsdaten zu genau auswendig lernt und bei neuen Fällen schlechter abschneidet.
Parameter
Die vielen einstellbaren Werte in einem KI-Modell, die beim Training justiert werden. Ihre Zahl geht in die Milliarden.
Plugin (Erweiterung)
Ein Zusatzmodul, das einer KI neue Fähigkeiten gibt, etwa den Zugriff auf bestimmte Dienste oder Daten.
Prompt
Die Eingabe an eine KI, also Frage, Anweisung oder Beschreibung. Klar formulierte Prompts führen zu besseren Ergebnissen.
Prompt Engineering
Die gezielte Gestaltung von Prompts, um die Qualität der KI-Antworten zu verbessern. Schon kleine Änderungen können große Wirkung haben.
Prompt Injection
Ein Angriff, bei dem in Text versteckte Anweisungen eine KI zu unerwünschtem Verhalten verleiten.
RAG
Eine Methode, bei der die KI vor dem Antworten gezielt in einer Wissensquelle nachschlägt. So kann sie aktuelle oder firmeneigene Informationen einbeziehen und seltener halluzinieren.
Reasoning-Modell
Ein KI-Modell, das vor der Antwort in mehreren Schritten „nachdenkt“. Solche Modelle lösen komplexe Aufgaben oft zuverlässiger, brauchen dafür aber mehr Zeit.
Reinforcement Learning
Eine Lernmethode, bei der KI durch Belohnungen und Strafen lernt, ähnlich wie Menschen durch Versuch und Irrtum.
Sprachassistent
Ein per Stimme bedienbarer Helfer wie Siri, Alexa oder Google Assistant, der zunehmend auf moderne KI setzt.
Sprachmodell
Ein KI-Modell, das Texte analysieren, erzeugen und verarbeiten kann. Es bildet die Grundlage moderner Chatbots und Übersetzungstools.
Superintelligenz
Eine gedachte KI, die den Menschen in nahezu allen Bereichen überträfe. Bislang reine Theorie und Gegenstand vieler Debatten.
System-Prompt
Eine unsichtbare Grundanweisung, die einer KI vorgibt, wie sie sich verhalten und antworten soll.
Temperatur
Eine Einstellung, die steuert, wie kreativ oder wie vorhersehbar eine KI antwortet. Höhere Werte bringen mehr Abwechslung.
Text-to-Image
Die Umwandlung einer Textbeschreibung in ein Bild. Das ist die Grundlage aller Bild-KIs.
Text-to-Video
Die Umwandlung einer Textbeschreibung in ein kurzes Video.
Token
Kleine Texteinheiten, in die Texte für KI-Modelle zerlegt werden, etwa Wörter, Silben oder Zeichenfolgen. Die Länge von Ein- und Ausgaben wird oft in Token gemessen.
Trainingsdaten
Die Daten, mit denen eine KI gelernt hat. Sie bestimmen Wissen, Stil und Grenzen eines Modells.
Transformer
Ein neuronaler Modelltyp, der besonders gut mit Sprache umgeht. Er ist die Grundlage von GPT und vielen anderen modernen Modellen.
Turing-Test
Ein klassischer Test, der prüft, ob ein Mensch im Gespräch Maschine und Mensch noch unterscheiden kann.
Voice Cloning
Die Nachbildung menschlicher Stimmen mithilfe von KI, etwa für Hörbücher oder Synchronisation, aber auch missbräuchlich für Betrug am Telefon.
Wasserzeichen (Watermark)
Eine sichtbare oder verborgene Markierung in KI-Inhalten, die kennzeichnet, dass sie künstlich erzeugt wurden.
Zero-Shot
Die Fähigkeit einer KI, eine Aufgabe zu lösen, ohne vorher mit Beispielen dafür trainiert worden zu sein. Beim „Few-Shot“ erhält sie dagegen einige Beispiele zur Orientierung.
GUT ZU WISSEN
Du musst dir keinen dieser Begriffe merken. Stößt du irgendwo auf ein Fachwort, das du nicht kennst, lass es dir einfach von einer KI erklären. Ein Satz wie „Erkläre mir [Begriff] in einfachen Worten“ genügt, und du bekommst eine verständliche Antwort, auf Wunsch mit einem Beispiel.

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