

Camping auf die coole Tour
VW ID. Buzz mit Gute-Nacht-Paket: Neue Extras für den Kult-Stromer

Exklusiv am Strand
Mit VWN-Chef Stefan Mecha auf Sylt S. 18
MAXIMALE REICHWEITE
Die Autos mit den besten Werten auf der Langstrecke S. 30

Einfach und effizient: Ladekarten für Firmen
Preiskampf an den Stromsäulen
Der neue vollelektrische Volvo EX60.

Entdecken Sie den neuen Volvo E X60 – mit bis zu 810 km Reichweite¹ und innovativer 800-Volt-Technologie, die e s Ihnen ermöglicht, in nur 10 Minuten bis zu 340 km Reichweite² nachzul aden. Während s eine aerody namis che Silhouet te Eleg anz und Ef f izienz vereint, s org t der großzügige, naturinspirier te Innenraum f ür eine komfor table Atmo sphäre f ür alle an Bord volvoc ar s .de/E X60
Die Zukunf t Ihrer Flot te.
Jetzt ab 62.990 € (UVP)³
¹ Energieverbrauch: 375 kW (510 PS); Stromverbrauch 15,7 kWh/100 km; CO2-Emis sion 0 g /km; (kombinier te WLTP-Wer te); CO2-Kl as s e A .
² D ie L adezeit i s t ein Te s ter gebni s unter St an d ard-Ar b eit s b e ding ungen an ein er 4 00-kW-L ade s t ation; die t at s ächlich e L adezeit
k ann je n ach Fahr zeug s t atu s , L ade au s r ü s tung, Umgeb ung s b e ding ungen u s w. var iieren
³ A bbildung zeig t S on der au s s t at tung
D ALLES FLOTT
as große Brummen ist vorbei. Selbst auf der IAA Transportation wird zunehmend gesurrt und geschnurrt. Die internationale Leitmesse für Nutzfahrzeuge, Transport und Logistik steht in diesem Jahr mehr denn je im Zeichen der großen Transformation. Lieferwagen, Busse und schwere Lastzüge, na klar. Die Strategen mit dem Blick für die Zukunft sehen ihre Flotte allerdings eingebettet in ein schlüssiges Gesamtkonzept, das auch die auf Software basierende Vernetzung der Vehikel, die passende Ladeinfrastruktur und zumindest mehrere Sequenzen des automatisierten Fahrens beinhaltet. Von künstlich intelligenten Assistenten gesteuert und überwacht, versteht sich. Hört sich futuristisch an? Auf der Messe in Hannover sind es die Kernpunkte. Wie viel Zeit, Hirn und Herz in die Konzeption eines Fahrzeugs investiert werden können, wird am Beispiel des Modells auf unserer Titelseite deutlich. Der ID. Buzz war, als er im Herbst 2022 auf den Markt kam auf Anhieb ein Liebling des Publikums. Schön anzuschauen, voll im Zeitgeist, so hieß es. Und doch, es hakte, mancher klagte: zu klein die Batterie, zu wenig Reichweite, Macken in der Software, auch preisintensiv. Jetzt, knapp vier Jahre später, ist der Elektro-Bulli so weit, wie Volkswagen ihn haben möchte. Stefan Mecha, der CEO von VW Nutzfahrzeuge höchstpersönlich, hat bei einer Stippvisite auf Sylt für electricar eindrucksvoll dokumentiert, wie ausgewogen und komfortabel sich der ID. Buzz des Jahres 2026 präsentiert. Der batteriegetriebene Bus wird selbstverständlich auch auf der IAA Transportation vorfahren.

Armin Grasmuck Chefredakteur
Ein Besuch auf der Messe und das auf diesem Weg erworbene Verständnis für die relevanten Themen rund um die Mobilität von morgen sei an dieser Stelle auch den verantwortlichen Damen und Herren aus der hohen Politik empfohlen. Konkret – und ganz abgesehen von dem abrupten wie merkwürdigen Ende des Verkehrsministers Schnieder: Wie kann es eigentlich sein, dass es in dieser Phase, da die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos konstant ansteigt, weiterhin monopolistische Strukturen bei der Ladeinfrastruktur in Städten und Gemeinden gibt? Wie ist es möglich, dass selbst neu gebaute Ladeparks renommierter Anbieter mit acht Stromsäulen und mehr monatelang brach liegen, weil der Anschluss ans Netz fehlt?
Schwer zu verstehen ist außerdem, dass es beim bidirektionalen Laden, einem Trendthema dieses Jahres, bislang noch keine Regularien gibt – auch was die steuerlichen Aspekte betrifft. Die neuen Autos können es, die Energieversorger treiben es voran, die Kunden frohlocken – nur von staatlicher Seite fehlen einmal mehr die klaren Aussagen.
Dabei ist der Stromfluss in das Fahrzeug und – bei Bedarf – von dort wieder hinaus auch für die Betreiber von Fuhrparks und Flotten relevant. Schließlich sind die Unternehmen kurz- und mittelfristig ebenfalls angehalten, die betriebliche Mobilität konsequent voranzutreiben. E-Auto schön, Bahnkarte gut, Firmenrad prima. Doch die Manager mit Weitsicht planen digital, ökologisch und effizient. Alles gut vernetzt und voll automatisch. Zumindest in der Theorie.
Viel Spaß beim Lesen!

Rubriken 22 Drive
IMPRESSUM
VW Nutzfahrzeuge erweitert den ID. Buzz um praktische Camping- und Komfortfunktionen
CEO Stefan Mecha gibt Einblicke in die Zukunft von Volkswagen Nutzfahrzeuge
LOGISTIK VON MORGEN IM FOKUS
Die IAA Transportation zeigt die Zukunft des Liefer- und Güterverkehrs
STROMER AUF DISTANZ
Diese Autos überzeugen mit Reichweite, Effizienz und Langstreckentauglichkeit
So holen Sie auf Langstrecken das Maximum aus jeder Akkuladung heraus
KRACH „DER SERVICE KOMMT GUT AN“
Technikexperte Jens Andersen blickt auf einen außergewöhnlichen Unfall zurück
ADEL VERPFLICHTET
Zwei Elektrostudien zeigen die künftige Design- und Technologiestrategie von MG
IM BLICKPUNKT
Diese Hersteller setzen spürbare Akzente für die Mobilität von morgen
EXTRAKLASSE NOMINIERT
Die herausragenden E-Autos des Jahres kämpfen um den BEST IN CLASS Award
GUMMI MIT GRIPS
Moderne Reifen steigern Reichweite, Sicherheit und Komfort der batteriegetriebenen Modelle
Im Interview:
VWN-CEO
Stefan Mecha (r).

24
Neue Technologien prägen die IAA Transportation

TEST: LEAPMOTOR B05 58
Die kompakte E-Limousine punktet mit Design und Effizienz
TEST: HONDA CR-V
Viel Platz und Komfort treffen auf moderne Plug-in-Hybridtechnik
XPENG X9
Der E-Van kombiniert Luxus, Reichweite und Raumnutzung
RELEASE: AUDI Q4 E-TRON
Audi wertet den Premiumstromer technisch und optisch deutlich auf

58
Agil und sparsam: der neue B05 von Leapmotor

Zahlen und Fakten zu den neuesten E-Autos aus China



Ladeanbieter werben mit neuen Tarifen um Kunden
Neun neue Stromer empfehlen sich als moderne Dienstwagen
Business
TOP DIENSTWAGEN 2026 74
Die besten Stromer für Flottenmanager und Führungskräfte im Überblick
BUDGET MIT SYSTEM 78
Neue Studie liefert Strategien für betriebliche Mobilitätskonzepte
LADEKARTEN IM VERGLEICH 80
Bei diesen Anbietern laden Flotten zu den besten Konditionen
Mobility
NEUE TARIFE AN DER SÄULE 84
Zunehmender Wettbewerb unter Ladeanbietern sorgt für günstigeren Autostrom
LADEN NEUESTER STAND 88
Neue Ladetechnik macht das Stromziehen schneller, sicherer und komfortabler
ZWEIRÄDER IM ZEITGEIST 94
Smarte E-Bikes, Roller und Motorräder prägen den Stadtverkehr von morgen


Smart bringt Urmodell als modernen #2 zurück
Der kleine Feine ist wieder da. Zwei Türen. Das vertraute Ambiente. Potenzial: Liebling des Publikums. Das Konzept #2 von Smart wirkt wie die Neuauflage des legendären Zweisitzers Fortwo, der ab Ende der 90er-Jahre für Furore sorgte. Dieses wendige und höchst komfortable Stadtmobil fährt rein elektrisch in die Zukunft. Smart, heute ein Joint Venture von Mercedes-Benz und Geely, baut den #2 gemäß den Grundkoordinaten: agil, dynamisch, großzügig, sicher. Rund 2,80 Meter lang, angetrieben über das Hinterrad. Als Basis dient die neue ECA-Plattform von Smart, die für ultrakompakte Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Das in Rom vorgestellte Konzeptauto ist mit einer Batterie von rund 35,7 Kilowattstunden ausgestattet, was bis zu 300 Kilometer WLTP-Reichweite ermöglichen soll. Design und Innenraum werden neu interpretiert, das Konzept für das Exterieur kommt offenbar aus dem Hause Mercedes. Der #2 soll den Charme des Fortwo mit moderner Elektromobilität verbinden. Im Oktober ist die Weltpremiere auf der Automesse in Paris geplant. Allein aufgrund des gediegen ausgearbeiteten Grundkonzepts ist kaum zu erwarten, dass hier ein Modell zum Schnäppchentarif vorfährt. Der neue Smart wird in der preislichen Spanne zwischen 25.000 und 30.000 Euro erwartet.
Aampere:
Plattform für gebrauchte E-Autos
Das Münchner E-Mobility-Startup Aampere hat in einer Finanzierungsrunde 4,2 Millionen Euro eingesammelt. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine digitale Plattform für den europaweiten Verkauf gebrauchter Elektroautos gezielt ausbauen. Aampere richtet sich an private und gewerbliche Verkäufer. Über einen Algorithmus zur Wertermittlung, digitale Zustands- und Historienchecks sowie eine europaweite Händlerauktion soll der Verkauf innerhalb von 48 Stunden digital abgewickelt werden. Nach Annahme des Angebots wird der Kaufbetrag vor der Abholung überwiesen. Das Unternehmen verkauft nach eigenen Angaben mehrere Tausend Elektrofahrzeuge pro Jahr, hat seinen Umsatz zuletzt vervierfacht und beschäftigt mehr als 25 Mitarbeitende.







vwn.de/multivan





Warum mit dem Strom schwimmen, wenn man auch mit ihm fahren kann?







Der Multivan eHybrid mit bis zu 19,7 kWh Batteriekapazität und bis zu 94 km rein elektrischer Reichweite.







Volvo EX60: Flott für die Flotte und famos für die Familie
Der Neustarter des schwedischen Herstellers bringt es zusammen. Dieser SUV der Mittelklasse brilliert mit einem einzigartigen Gesamtpaket aus nordischer Eleganz, moderner Technik und gediegenem wie nachhaltig konzipiertem Komfort. Imposant wirken zudem die Kerndaten: mehr als 800 Kilometer ohne Nachladen, ultraschnelles Stromziehen mit der Leistung von bis zu 370 Kilowatt. In nur zehn Minuten können an den entsprechend ausgelegten Ladesäulen mehr als 300 frische Kilometer in die Autobatterie gezogen werden. Auf der ersten Testfahrt in und um Hamburg herum fällt auf, wie ruhig und gut gedämpft der Neustarter über den Asphalt gleitet – selbst auf der Autobahn. Leicht dreht sich das Lenkrad, gut abgestimmt wirkt das Fahrwerk. Der neue Volvo bietet allerdings auch satten Vortrieb: je nach Leistungsstufe von 275 bis 500 Kilowatt, das sind 374 bis 680 PS. Doch bleibt der Starkstromer in jeder Sequenz souverän und stabil in der Spur. Ob als Geschäftswagen oder für den privaten Einsatz: In der Grundversion steht der EX60 mit 62.990 Euro auf der Preisliste. Das Leasing startet bei monatlichen Raten von rund 450 Euro.

Geely: Erstes Modell unter eigenem Namen
Mit dem E5 bringt Geely sein erstes vollelektrisches SUV offiziell nach Deutschland. Die Marke ist hierzulande zwar vor allem als Mutterkonzern von Volvo, Polestar, Zeekr sowie Lynk & Co bekannt, tritt nun aber auch unter eigenem Namen an. Das Modell ist bereits in Deutschland erhältlich, zunächst jedoch nur bei einzelnen Handelspartnern. Der 4,62 Meter lange E5 positioniert sich zwischen Kompakt- und Mittelklasse-SUV und startet in drei Varianten: Pro ab 37.990 Euro, Pro+ ab 39.990 Euro und Max+ ab 42.990 Euro.

Baumärkte unter Strom
Seit 2018 bauen die Pfalzwerke gemeinsam mit Hornbach ein bundesweites Schnellladenetz auf. Inzwischen sind alle 97 deutschen Standorte der Baumarktkette mit Ladesäulen ausgestattet. Insgesamt stehen 253 Schnellladestationen mit 414 HPC-Ladepunkten bis 400 kW sowie 71 DC-Ladepunkten bis 50 kW bereit. Rund 70 Prozent der Standorte verfügen über eine eigene Trafostation. Die Zusammenarbeit wurde nun um weitere zehn Jahre verlängert. Zukünftig sollen die Ladeparks modernisiert, technisch optimiert und an die steigenden Anforderungen der Elektromobilität angepasst werden.

IHRE NEUEN GESCHÄFTSMODELLE
OPEL WARTUNGPRO: PLANBAR. ZUVERLÄSSIG. KALKULIERBAR





GRANDLAND ELECTRIC
AB 302€ / MONAT 1
Ohne Sonderzahlung
Gewerbekunden-Angebot exkl. MwSt.




Kombinierte Werte für den Grandland Electric gem. WLTP: Energieverbrauch: 17,8 kWh/100 km, CO2-Emission: 0 g/km, CO2-Klasse: A. Kombinierte Werte für den Astra Sports Tourer Electric gem. WLTP: Energieverbrauch: 15,6-15,8 kWh/100 km, CO2-Emission: 0 g/km, CO2-Klasse: A. Leasingsonderzahlung 0,00 €; Laufzeit (Monate): 48; Laufleistung 10.000 km/Jahr
1 Unverbindliches Kilometerleasing-Beispiel der Leasys S.p.A. Zweigstelle Deutschland, Friedrich-Lutzmann-Ring 1, 65428 Rüsselsheim am Main für den Opel Grandland Electric Edition, Elektromotor 157 kW (213 PS) mit 73 kWh Batterie, zzgl. gesetzl. MwSt., Überführungs- & Zulassungskosten. Mtl. Leasingrate ohne Wartungspaket: 302 €, mit Wartungspaket „Opel WartungPro“*: 321,95€. Gültig bis 30.09.2026, ausschließlich für Gewerbekunden. Der Abschluss des Wartungspaket ist keine Voraussetzung für das Zustandekommen eines Leasingvertrags.
* Opel Wartung Pro beinhaltet Leistungen über den Service-Baustein "Wartung und Verschleiß" der Leasys S.p.A. Zweigstelle Deutschland, gemäß dessen Bedingungen. Das Angebot setzt den Abschluss eines Leasingvertrags mit Leasys für ein nicht zugelassenes Opel-Neufahrzeug voraus (ausgenommen: Opel Rocks). Gültig bei teilnehmenden Opel-Händlern für Vertragsabschlüsse bis zum 30.09.2026. Alle Preise zzgl. der gesetzl. MwSt. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen, Sonderkonditionen oder Rahmenabkommen. Beispielfotos der Baureihen. Ausstattungsmerkmale nicht Bestandteil des Angebots.





Verkehrswende hin oder her:
Das Auto geht ans Herz
Klimadebatte, Mobilitätswende, wachsende Einschränkungen in Städten –doch das Auto bleibt für viele Menschen ein emotionaler Fixpunkt.
Laut einer aktuellen Autoscout24-Umfrage unter 500 österreichischen Autobesitzern ist der Fahrzeugbesitz für 87 Prozent sehr oder eher wichtig. 61 Prozent sprechen ihm sogar eine sehr hohe Bedeutung zu. Besonders eng ist die Bindung bei Frauen: 67 Prozent bezeichnen das eigene Auto als sehr wichtig, bei Männern sind es 55 Prozent.
INFO bit.ly/ec38-autoscout24-umfrage


Betriebliche Mobilität: Mehr als E-Modelle
Eine Studie von PwC Deutschland und der Universität St. Gallen zeigt: Elektrische Dienstwagen und Ladepunkte allein reichen für nachhaltige betriebliche Mobilität keineswegs aus. Entscheidend ist ein vernetztes Konzept aus E-Flotten, Parkraummanagement, ÖPNV, Bike-Leasing, Shuttle-Diensten und Mobilitätsbudgets. Welche Maßnahmen passen, hängt eng von Standort und Unternehmensstruktur ab (siehe auch Seite 78).
INFO bit.ly/ec38-pwc-studie

Range Rover erweitert Portfolio mit GT-Modell
Top secret! In einer Halle des Werks Wolverhampton steht, abgeklebt und gut versteckt im streng bewachten und abgeschlossenen Bereich hinter Rolltoren und hohen Raumteilern, der Prototyp eines Durchstarters aus dem Hause Range Rover. Wow-Faktor inklusive. Der britische Nobelproduzent schickt ein von Grund auf neu entwickeltes GT-Modell auf die Spur, dass sich optisch und inhaltlich deutlich von den traditionellen SUV unterscheidet. Ein Blick durch die abgedunkelten Scheiben verheißt luxuriöses Ambiente und gediegenen Fahrkomfort in einer frischen Form. Es ist das fünfte Modell im Portfolio des Herstellers – und der erste rein elektrische Range Rover von der neuen Plattform EMA, gebaut in Halewood nahe dem Flughafen Liverpool. „Der Range Rover GT wird das Segment der Grand Tourer neu definieren“, sagt Martin Limpert, der Managing Director, im Gespräch mit electricar. „Er vereint die für diese Fahrzeugklasse typische, faszinierende Souveränität, die eleganten Proportionen und den Langstreckenkomfort mit Fähigkeiten, die kein herkömmlicher GT bieten kann.“ Noch in diesem Jahr sollen die Aufkleber sanft vom Lack poliert werden.
Mehr Kraft, mehr
Komfort: Der neue Jeep Avenger
Ein Geländewagen von kerniger Eleganz im kompakten Format? Jeep hat ihn im Angebot. Der SUV Avenger, seit drei Jahren auf dem Markt, hat sich als das meistverkaufte Modell im Portfolio des renommierten Autobauers etabliert. Jetzt ist dieser geländegängige Bestseller nachhaltig aufgewertet worden. Frisches Design außen wie innen, technische Finessen und mehr Komfort – so wird der neue Avenger Electric umrissen. Das heißt etwa Matrix-LED-Scheinwerfer und 360-Grad-Kamera sowie die Applikation auf dem Smartphone, über die das Fahrzeug geortet, verriegelt und – an Tagen wie diesen besonders wertvoll – auch vorklimatisiert werden kann. Basispreis: 38.500 Euro. Das Leasing startet bei 149 Euro im Monat. Nach der ersten Testetappe kann die Redaktion von electricar festhalten: frisch, frei und stabil.

EINFACH, GÜNSTIG & NACHHALTIG LADEN!
Kompatibel mit allen Elektroautos und Plug-In-Hybriden

Mit PV-Überschuss (inkl. automatische Phasenumschaltung)*
Internetanbindung je nach Modell über WLAN, LTE und/oder LAN











*kompatibel mit allen Wechselrichtern über go-e Controller oder andere EMS






















Hödlmayr: Carport mit XXL-Solaranlage
Am Hauptsitz des Logistikunternehmens Hödlmayr in Schwertberg ist Österreichs größte Photovoltaikanlage auf Carports in Betrieb gegangen. Sie überspannt 1900 Stellplätze und erreicht eine Leistung von 6,6 MWp. Die Anlage soll den externen Strombezug um rund 40 Prozent senken und jährlich etwa 3170 Tonnen CO₂ einsparen. Ein Teil der erzeugten Energie wird direkt vor Ort genutzt, der überwiegende Anteil in das öffentliche Netz eingespeist.
INFO hoedlmayr.com

Leapmotor bringt Crossover für die Stadt
Der B03X Pro verbindet kompakte Abmessungen mit alltagstauglicher Elektrotechnik. Der 4,27 Meter lange City-Crossover ist in Deutschland ab 24.900 Euro erhältlich und leistet 130 kW (177 PS). Mit einer 39,8-kWh-Batterie erreicht er bis zu 292 Kilometer nach WLTP. Die ProMax-Version bietet 53 kWh und eine Reichweite von bis zu 382 Kilometern. Für kurzweilige Ladepausen spricht eine Ladezeit von 16 Minuten. Damit eignet sich das Modell auch für längere Touren.
INFO bit.ly/ec38-leapmotor-b03x

Xpeng: Großer Auftritt und frisches Modell in München
Ansage mit X-Faktor – aus dem Reich der Mitte in der bayerischen Metropole: Xiaopeng He, Gründer und CEO von Xpeng, präsentiert sich und sein Unternehmen in Bestform. Vor mehr als 1500 Geschäftspartnern und Reportern aus Deutschland und aller Welt liefert der Taktgeber des chinesischen Herstellers auf seiner imposanten Markenschau in München strahlende Visionen, futuristisch anmutende Projekte und harte Fakten. Punkt für Punkt, selbstbewusst in jeder Sequenz. Robotaxi: Der autonome Personentransporter läuft seit diesem Frühjahr in China vom Band und fährt dort bereits im Pilotbetrieb. Humanoide Roboter: Das Modell Iron agiert wie ein Mensch, es soll auf kommerziellen Schaubühnen oder in Empfangsbereichen eingesetzt werden. Flugauto: Bis zu 500 Kilometer ohne Nachladen sollen mit diesem Fahrzeug auch in der Luft möglich sein. Schnellladen: Noch in diesem Jahr soll mit dem Aufbau eines eigenen Ladenetzes in Europa begonnen werden. Auch das neue Modell seines Portfolios stellt Mister X an der Isar vor. Den Xpeng L03, ein schnittiges Crossover der Mittelklasse, gibt es ab 35.600 Euro.


ID. Polo Trend: Kompakter Stromer zum Einstiegspreis
Volkswagen erweitert sein Elektroangebot um den neuen ID. Polo Trend. Das Einstiegsmodell ist ab 24.995 Euro bestellbar und wird von einem 85 kW (116 PS) starken Elektromotor über die Vorderräder angetrieben. Die 37 kWh große Batterie ermöglicht laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 334 Kilometern nach WLTP. An einer DC-Schnellladesäule lädt der Kleinwagen mit maximal 90 kW, der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert rund 23 Minuten. Damit eignet sich der ID. Polo sowohl für den Stadtverkehr als auch für Pendler und gelegentliche längere Strecken. Zur Serienausstattung gehören unter anderem LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, ein 10-Zoll-Digitalcockpit, ein 13-Zoll-Infotainmentsystem sowie Spurhalte-, Seiten- und Notfallassistent.
INFO bit.ly/ec38-id-polo-trend


Österreichische Ingenieurskunst mit modernster Technologie und maximaler Benutzerfreundlichkeit, für nachhaltige Mobilität ohne Kompromisse.


Qualität & Innovation aus Österreich
NRGkick - Made in Austria
Von der Entwicklung bis zur Fertigung entstehen unsere Produkte mit höchstem Qualitätsanspruch in der Steiermark. Das Ergebnis: eine mobile Wallbox, die europaweit Maßstäbe setzt – sicher, leistungsstark und zukunftssicher.
Smartes Laden ohne Kompromisse
Maximale Sicherheit für jeden Ladevorgang
Du willst mehr erfahren?
www.NRGkick.com
Entwickelt & produziert in Österreich


Skoda
öffnet Bestellbücher für den großen Peaq
Seine Bestellbücher für das neue Modell Peaq hat der tschechische Hersteller geöffnet. Das große Elektro-SUV positioniert sich als Flaggschiff der Marke und tritt mit bis zu sieben Sitzen, viel Platz und hoher Reichweite an. In Deutschland startet der Peaq Selection 60 bei 49.900 Euro. Darüber rangieren die Varianten 90 und 90x mit der größeren Batterie sowie die dynamischer gezeichneten SportlineModelle. Mit 4,87 Metern Länge und 2,97 Metern Radstand ist der Peaq das größte SUV der Marke. Technisch setzt Skoda auf zwei Akkugrößen: 63 kWh beim Peaq 60 sowie 91 kWh bei den 90erVersionen. Der Peaq 90 leistet 210 kW, fährt mit Heckantrieb und soll mehr als 640 Kilometer Reichweite schaffen.
INFO bit.ly/ec38-skoda-peaq

Emmanuel Macron: Neuer Dienstwagen von DS
DS Automobiles hat zum französischen Nationalfeiertag den DS N°7 Élysée als neues Präsidentenfahrzeug vorgestellt. Die vollelektrische Einzelanfertigung für Emmanuel Macron ist vollständig gepanzert, hat einen um 25 Zentimeter verlängerten Radstand und dient zugleich als mobiles Büro. Den Innenraum zieren Nappaleder, Alcantara und lasergraviertes Buchenholz. Für den Antrieb sorgen zwei Elektromotoren mit einer Leistung von insgesamt 350 PS und Allradantrieb. Die 97,2-kWh-Batterie ermöglicht laut Hersteller bis zu 679 Kilometer Reichweite. Das Serienmodell des Stromers, der DS N°7, steht kurz vor dem Marktstart und soll ab dem Herbst in Deutschland erhältlich sein.

Strategische Kooperation für intelligentes Laden
Strom ziehen, speichern und steuern – alles soll künftig stärker zusammenwachsen: go-e und Neoom haben dafür eine strategische Kooperation gestartet. Im Mittelpunkt steht der go-e Charger Pro, Neoom Edition. Die Wallbox richtet sich vor allem an professionelle Anwendungen und ist direkt an das Energiemanagementsystem von Neoom angebunden. Damit lässt sich der Ladevorgang stärker mit dem übrigen Energiehaushalt abstimmen. Solarstrom vom eigenen Dach, Batteriespeicher, flexible Stromtarife und der Bedarf einzelner Fahrzeuge können gemeinsam berücksichtigt werden. Die Lösung soll in privaten Haushalten und auch bei größeren Anwendungen funktionieren – etwa bei Gewerbebetrieben, Flotten oder Energiegemeinschaften.

München testet drei kompakte Elektrobusse
Die Verkehrsgesellschaft der bayerischen Metropole erprobt in den kommenden Wochen drei elektrische Midibusse im Linienbetrieb. Zum Einsatz kommen der Wisdom Motor Sigma 8, der Wrightbus WB9 und der Solaris Urbino 9 LE electric. Die acht bis zehn Meter langen Fahrzeuge bieten jeweils Platz für 50 bis 60 Fahrgäste. Sie sollen vor allem in engen Wohngebieten eingesetzt werden, in denen große Busse wegen geringer Nachfrage oder schmaler Straßen grundsätzlich weniger geeignet sind.
INFO mvg.de

Weltweiter E-Automarkt bleibt auf Kurs Wachstum
Das Geschäft mit den batteriegetriebenen Modellen wächst weiter, verliert aber an Tempo. Laut PwC wurden im ersten Halbjahr 2026 in 43 wichtigen Märkten rund 6,6 Millionen reine Elektroautos neu zugelassen, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Zulassungen in China um fünf Prozent und den USA um 22 Prozent zurückgingen, legten sie in Europa deutlich zu: Knapp 1,6 Millionen Neuzulassungen entsprechen einem Plus von 33 Prozent und einem Marktanteil von 22 Prozent.
INFO pwc.de




Eon: 101 Megawatt-Ladepunkte für den Fernverkehr
Der Energiekonzern baut mit Tank & Rast ein gemeinsames Hochleistungsladenetz für elektrische Lastwagen entlang deutscher Autobahnen auf. Das Konsortium erhielt bei der Ausschreibung des Bundes für das Deutschlandnetz den Zuschlag für eines von fünf Losen. Geplant sind insgesamt 195 Ladepunkte an 24 Standorten, deren Umsetzung sich beide Partner jeweils zur Hälfte teilen. Den Schwerpunkt bilden 101 Ladepunkte mit dem Megawatt Charging System. Sie sollen große Energiemengen in kurzer Zeit übertragen und dadurch das Laden während der vorgeschriebenen Fahrpausen erleichtern. Ergänzend entstehen 32 CCS-Ladepunkte mit 400 kW für kürzere Zwischenstopps sowie 62 Anschlüsse mit 150 kW für längere Standzeiten oder das Laden über Nacht. Zum Projekt gehören außerdem Netzanschlüsse, Trafostationen, IT-Systeme und Reservierungslösungen. Die ersten Standorte sollen ab 2027 entstehen. Mit dem Ausbau wollen Eon und Tank & Rast die Ladeinfrastruktur stärker an den Abläufen im Güterverkehr ausrichten, elektrische Lastwagen auch auf langen Strecken zuverlässiger nutzbar machen. Die Anlagen sollen sicher und stets verfügbar werden.

Studie belegt: Preise für Elektroautos fallen deutlich
Die batteriegetriebenen Modelle sind in Deutschland zwischen 2020 und 2025 real um rund 18 Prozent günstiger geworden. Das zeigt eine Studie von Fraunhofer ISI und des International Council on Clean Transportation (ICCT). Gleichzeitig stieg die Zahl verfügbarer Elektromodelle von 38 auf 159. Zwar erhöhte sich der mittlere Listenpreis wegen des größeren Angebots in oberen Klassen, vergleichbare Fahrzeuge wurden jedoch günstiger. Zudem legte die durchschnittliche Reichweite im gleichen Zeitraum um etwa ein Drittel zu.

Ladebonus bei Lucid
Der US-Hersteller bietet Käufern in Europa bis Ende September 2026 ein Ladeguthaben von 4000 Euro. Die Aktion gilt für sofort verfügbare Fahrzeuge dieses Modelljahrs sowie Vorführwagen, Gebrauchtwagen sind ausgenommen. Das Guthaben wird über Octopus Electroverse bereitgestellt und soll je nach Fahrprofil bis zu zwei Jahre öffentliches Laden ermöglichen. Zusätzliche Impulse erhofft sich die Marke vor allem vom Modell Gravity. Der siebensitzige Elektro-SUV erreicht gemäß WLTP bis zu 748 Kilometer ohne Nachladen, er soll Lucid in Europa zu größerer Bekanntheit und höheren Verkaufszahlen verhelfen.
sigl@electricar
E-MAIL AUS INGOLSTADT

Hier schreibt Kurt Sigl
Er streitet, poltert und insistiert. Er treibt und verbindet, erklärt und stört. Kurt Sigl ist Experte der Elektromobilität und schickt für jede Ausgabe von electricar eine E-Mail aus Ingolstadt, in der er aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Themen seiner Branche analysiert und kommentiert. Als Mitbegründer und langjähriger Präsident des Bundesverbandes eMobilität gilt Sigl als Leitfigur auf den Gebieten der Elektromobilität und der erneuerbaren Energie. Der kernige Oberbayer, einst im Dienst von Audi, punktet mit seiner über Jahrzehnte ausgeprägten Expertise und der Gabe, Menschen zusammenzubringen. Mit Nachdruck arbeitet er daran, traditionelle Strukturen und Denkmuster zu hinterfragen, um Raum für neue und zukunftsfähige Modelle zu schaffen.
Gescheitert an der Offenheit zur Technologie?
Nach der abrupten Abberufung des Verkehrsministers Patrick Schnieder brodelt die politische Gerüchteküche. Offiziell geht es um neue Impulse. Inoffiziell kursiert auf den Fluren des Regierungsviertels eine andere Theorie: Schnieder soll an der wichtigsten Tugend moderner Politik gescheitert sein: der Technologieoffenheit. Achtung, das ist reine Satire!
Technologieoffenheit. Ein Begriff, der inzwischen ähnlich beliebt ist wie „zeitnah“ oder „unbürokratisch“: Jeder verwendet ihn, aber niemand weiß so genau, was er am Ende bedeutet. Gerüchten zufolge soll Schnieder in einer Sitzung die folgenschwere Frage gestellt haben: „Für welche Technologie sind wir eigentlich offen?“
Es folgte wohl ein Moment betretenen Schweigens. Denn in Berlin gilt: Technologieoffenheit bedeutet, alle Möglichkeiten zu begrüßen – Elektro, Wasserstoff, E-Fuels, Verbrenner, Fahrrad und am besten ein paar weitere Optionen, die es noch zu erfinden gilt.
Problematisch wurde es angeblich, als Schnieder den Eindruck erweckte, irgendwann müsse man sich vielleicht
auch entscheiden und Projekte tatsächlich umsetzen. Damit verstieß er gegen eine ungeschriebene Regel des politischen Betriebs: Offenheit ist gut – solange sie keine Richtung verlangt. Aus dem Kanzleramt hieß es natürlich fiktiv: Wir danken Herrn Schnieder für seinen Einsatz. Er hat viele Wege aufgezeigt. Leider wollte er am Ende wissen, wohin sie führen.
Empört zeigte sich die Opposition vor allem darüber, dass eine politische Entscheidung wohl schneller getroffen wurde als ein deutsches Bauprojekt genehmigt werden kann. „Ich hätte mir nur gewünscht, das die Technologie irgendwann auch offen für meine Pläne gewesen wäre“, warf Schnieder verbittert hinterher. Am Ende soll er den Kanzler gebeten haben, ihn zu entlassen. Schließlich wollte er nicht länger der Einzige im Ministerium sein, der eine klare Richtung sucht.
Und so bleibt am Ende die wichtige Erkenntnis: In der modernen Verkehrspolitik kann man über vieles streiten – aber eines ist sicher: Offen bleibt die Technologie. Sehr offen. Der Neue, Steffen Bilger, wurde dem Kalkül entsprechend ausgesucht, da sind wir uns sicher.

WATT IHR VOLT

Text: Henning Krogh
Für seinen E-Van ID. Buzz schnürt VW Nutzfahrzeuge ein „Gute-Nacht-Paket“. Auf Sylt führt Stefan Mecha, der CEO des Bulli-Bauers, electricar den coolen Camping-Trimm vor.
Stefan Mecha hat die Welt gesehen. Vor allem als Topmanager des VWKonzerns, auf meist mehrjährigen Auslandsmissionen. In Südafrika, Brasilien und China etwa war der 56-Jährige für den Global Player aus Wolfsburg schon als Expatriate aktiv.
Seit Juli 2025 ist Mecha der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) mit Hauptsitz im niedersächsischen Hannover. In seiner offiziellen VWN-Kurzbiografie findet sich nichts von einem beruflichen Kapitel in der Schweiz. Dabei drängt sie sich tatsächlich auf, jene humorvoll-freche Frage einer Strandbesucherin, die Mecha an diesem sonnigen Sonntag bei der Arbeit beobachtet: „Haben Sie das in Lausanne gelernt, an dieser renommierten Hotelfachschule?“. Heiterkeit auf Sylt.
Bettenbau ist Chefsache
Ja, die École hôtelière de Lausanne (EHL) aus dem französischsprachigen Teil der Schweizerischen Eidgenossenschaft gilt international quasi als das erste Haus am Platz für angehende Führungskräfte im Gastgewerbe. Nein, Mecha ist kein EHL-Absolvent. Zwar habe er in jungen Jahren „durchaus mit einer Karriere als Hotelkaufmann geliebäugelt“, blickt Mecha im Gespräch mit electricar zurück. Letztlich seien die Offerten von Sixt und Daimler zum Einstieg ins AutomotiveGeschäft „dann doch attraktiver“ gewesen. Jetzt aber, an einem drückend warmen und damit schweißtreibenden Junitag bei Rantum im Süden des Nordseeeilands, bezieht die VW-Führungskraft wirklich frisch ein Bett. Eigenhändig, gegen 11.30 Uhr, mit einem duftig-blütenweißen Laken – und unter interessierter Beobachtung durch Scharen Sylter Sommerkurgäste.
Die vielfältigen Vorzüge des sogenannten Gute-Nacht-Pakets (GNP) möchte Mecha eben unbedingt persönlich präsentieren. Das neue und ab 2600 Euro erhältliche Ausstattungsangebot soll „komfortables Übernachten im ID. Buzz“ ermöglichen, wie es bei VWN heißt. Dieser vollelektrisch angetriebene Bulli lässt sich als Pkw mit kurzem und langem Radstand sowie in verschiedensten Sitzanordnungen konfigurieren. Die Preise des geräumigen Stromers beginnen in Deutschland bei rund 50.000 Euro.
Ein Schlaf-Fall für zwei Zu Demonstrationszwecken schickt VW Nutzfahrzeuge einen früh produzierten ID.Buzz-GNP in der schmucken Sonderlackierung „CandyWeiß/Bay Leaf Green Metallic“ auf eigenen Achsen von Hannover nordwärts. Die Reise führt über Hamburg auf der BAB 7 zum Stromladestopp bei Handewitt und weiter ins nordfriesische Niebüll. Von dort geht es nach unkomplizierter Verladung des Dreitonners dann per Autozug schließlich über den Hindenburgdamm nach Westerland. Das Interview mit electricar setzt Mecha ganz bewusst direkt vor und in der Sylter „Sansibar“ an. Mit diesem idyllisch und nicht weit weg vom Watt gelegenen Szenelokal unterhält Volkswagen Nutzfahrzeuge einen emissionsfreien Shuttle-Service auf ID.-Buzz-Basis (siehe Seiten 22/23).
„Unsere Marke steht in der Mitte der Gesellschaft.“
VWN-Chef Stefan Mecha

Auch bei der Autoverladung in Niebüll erweist sich der ID. Buzz als rundum übersichtlicher und leicht zu manövrierender Stromer.

Die ohnehin schon vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der seit 2022 gefertigten Baureihe ID. Buzz will VWN mit dem GNP-Package nochmals kräftig erweitern:

Eine großflächige Heckklappe und zwei Schiebetüren machen die hinteren Plätze des E-Bullis gut zugänglich von drei Seiten.
„Ein Bett im Kornfeld“, wie einst Barde Jürgen Drews hat Manager Mecha nicht arrangiert, dafür ein umso nobleres Nachtlager in den Rantumer Dünen.
„In Kombination mit der neuesten Softwaregeneration wird das Fahrzeug zu einem komfortablen Begleiter für spontane Camping-Ausflüge und Wochenendtrips“, versprechen die Niedersachsen.
Im Lieferumfang des Gute-Nacht-Pakets enthalten sind daher unter anderem ein filigran-leichtgewichtiges Bettgestell und eine „passgenaue Klappmatratze“ (VWN). Letztere eignet sich mit einer Länge von 2,03 Metern selbst für hoch aufgeschossene Erholungssuchende und bietet ob ihrer immerhin 120 Zentimeter in der Breite zwei – möglichst auch beim Umdrehen einigermaßen toleranten – Menschen ausreichend Platz.
Wohlfühloase auf Rädern
Neben diesem Nachtlager haben die Entwicklungsingenieure und Vertriebsstrategen von Volkswagen Nutzfahrzeuge ein maßgeschneidertes Verdunklungsset für alle Scheiben sowie Lüftungsgitter für die seitlichen Fensterflächen des Fahrerhauses in das Gute-Nacht-Paket geschnürt. Eine rechteckige Tischplatte auf vier stabilen Beinen und zwei bequeme Klappstühle – wie gemacht für das entspannte Redaktionsgespräch vor der geöffneten linken Seitentür des ID. Buzz – vervollständigen die GNPHardware.


Hier kommt Strom rein und bei Bedarf raus – die neue Funktionalität Vehicle-to-Load gestattet den Betrieb externer E-Geräte.
Gute-Nacht-Paket nach eigener Darstellung vorrangig erobern will, bringt die ID.-Software-6-Generation weitere handfeste Vorteile mit sich. Da ist zum einen der neuartige „Übernachten“-Modus. Im Innenraum des ID. Buzz soll dieser Betriebszustand verlässlich konstante Temperaturen gewährleisten. Und zwar im Sommer wie im Winter. VWN spricht von „dauerhafter Klimatisierung (...) über einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden“.
Rund um Bits und Bytes wiederum profitiert der E-Bulli von der aktuellen Softwaregeneration der Kernmarke Volkswagen insgesamt.
„Mit der ID. Software 6 wird Ihr ID. vielseitiger und komfortabler“, lässt VW die Stammkundschaft sowie potenzielle Interessenten gleichermaßen wissen. Zudem heißt es: „Neue Bedienmöglichkeiten, optimierte Assistenzfunktionen und smarte Dienste unterstützen Sie unterwegs, beim Laden und in der täglichen Nutzung“. In diesem Kontext heben die VW-Macher im Internet beispielsweise die Aspekte „Digitaler Schlüssel“ und „Emergency Assist“ sowie „In-Car Shop“ als Highlights hervor.
Für „Gelegenheitscamper“, wie sie VW Nutzfahrzeuge mit dem
So bleibe in diesem „Tinycamper für zwei Personen“ auch über Nacht die Temperatur im Fahrzeug konstant auf jedem individuell als angenehm empfundenen Niveau. „Unabhängig von den äußeren Bedingungen“ (VWN), also in der Hitze Marokkos ebenso wie an Norwegens eiskalten Fjorden. „Gleichzeitig werden störende Licht- und Komfortfunktionen reduziert, um eine ruhige Schlafumgebung zu schaffen und Energie zu sparen“, heißt es zum „Übernachten“-Modus.
Strom für die Elektro-Bikes
Zum anderen beinhaltet auch das GuteNacht-Paket nun auch die seit Langem von vielen E-Bulli-Fans erhoffte Vehicle-toLoad-Funktion (V2L). Die Idee dahinter ist, den ID. Buzz zu einer mobilen Energiequelle zu machen. Anbieter VWN beschreibt seine V2L-Konzeption so: „Über entsprechende Adapter kann eine 230-Volt-Stromversor-
electricar Magazin
Der ID.Buzz-GNP ist ein vielseitiger Allrounder – im Alltag wie auf Reisen.
gung mit bis zu 2.000 Watt Dauerleistung genutzt werden“. Und weiter: „Damit lassen sich beim Camping verschiedenste elektrische Geräte betreiben – von der Kühlbox bis zur Kaffeemaschine sowie ein Ladegerät für E-Bikes“.
Bei der Erläuterung möglicher V2L-Verbindungen im Sylter Sand durch VWN-CEO Stefan Mecha höchstselbst bedauert der aus Hamburg gebürtige Autor dieser Zeilen denn auch, weder einen kleinen Elektrogrill noch dicke Bockwürste („Hafenlümmel“) oder zumindest ein paar dünn geschnittene Schollenfilets („Fangfrisch vom Kutter“) im Testwagen verstaut zu haben.
Alles in allem preist Volkswagen Nutzfahrzeuge sein neues Gute-Nacht-Paket als pfiffige „Kombination aus durchdachtem Zubehör, intelligenter Software und elektrischer Infrastruktur“. Man unterstreiche damit „den Anspruch, innovative und alltagstaugliche Lösungen für eine neue Generation von mobilen Freizeitkonzepten zu entwickeln“. Und, konkret auf den Elektro-Van bezogen: „Der ID. Buzz wird damit einmal mehr zum vielseitigen Allrounder – im Alltag wie auf Reisen“.
Geschwister in neuem Glanz
Doch auch die anderen Modellfamilien hält Volkswagen Nutzfahrzeuge mit regelmäßigen Technik-Updates und optischen Verfeinerungen attraktiv. So den umfassend überarbeiteten Caddy, der seit Juni bestellbar ist. Sein Cockpit ziert nun ein freistehendes Zentral-Display mit 12,9-ZollBildschirmdiagonale. Das Exterieur werten Stoßfänger in zwei Design-Varianten sowie neue Außenlackierungen und Leichtmetallfelgen auf. Eine buchstäblich spannende Motorisierung trägt die Bezeichnung „eHybrid“ und bietet nach VWN-Angaben über 620 Kilometer Reichweite, davon bis zu 122 Kilometer rein elektrisch.
Der Microcamper Caddy California „kombiniert kompakte Abmessungen

(4,5 bzw. 4,85 Meter als Maxi) mit einer durchdachten Campingausstattung ab Werk“ (VWN). So sollen „komfortable Tellerfedern unter der Matratze und ein optionales Panoramaglasdach (...) für besonderen Schlafkomfort mit Blick in den Sternenhimmel“ sorgen. Der Hersteller bewirbt den Caddy California als smarten Ableger eines Camping-Klassikers: „Dank herausnehmbarem Bett und optionaler Miniküche im Heck vereint er hohe Flexibilität mit clever genutztem Raum – ganz im Stil der California-Familie“.
Alerte Assistenten an Bord
Apropos: Das groß dimensionierte Reisemobil California und den gediegenen Multivan hat VWN jüngst ebenfalls einer Evolution unterzogen. Punkten sollen „beide Bullis mit der neuesten Entwicklungsstufe des Assistenzsystems „Travel Assist“, die nun erstmals auch eine automatische Ampelerkennung bietet“, so VWN. Integriert ist überdies das Notfallsystem „Emergency Assist“. Topmodell bleibt die vor einem Jahr eingeführte Version „eHybrid 4Motion“. Ihr Herzstück ist der Plug-in-HybridAllradantrieb mit einer Systemleistung von 180 Kilowatt (245 PS) nebst 19,7 Kilowattstunden großer Lithium-IonenBatterie. All das schließlich ergibt im Zusammenspiel, salopp formuliert, ein feines „Guten-Tag-Paket“.
Die beiden Stühle aus dem Gute-Nacht-Paket von VWN sind ruckzuck ausgeklappt, etwa für Ladepausen – auch am helllichten Tag.
Tiefschlaf per Touchscreen – über das stilisierte Campingzelt auf orangefarbenem Untergrund wird der heimelige „Übernachten“-Modus aktiviert.




„DER SERVICE KOMMT GUT AN“
Sommer, Sonne, Sand und mehr: VWN-Vorstandsvorsitzender Stefan Mecha (rechts) im Gespräch mit Autor Henning Krogh.
Text: Henning Krogh
Mit IAA
Transportation und Caravan Salon öffnen bald wichtige Branchenmessen ihre Tore. VWNutzfahrzeugeCEO Stefan Mecha legt im Interview die Agenda des Unternehmens dar.
Ende August beginnt der Caravan Salon in Düsseldorf. Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) mischt kräftig mit im Wohnmobilgeschäft.
Auf welche Neuheiten in diesem Segment darf sich die VWN-Kundschaft freuen?
Camping ist für Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Kernkompetenz: Viele Kunden haben uns nach einer Campinglösung für den ID. Buzz gefragt, und diese Frage werden wir in Düsseldorf beantworten. Dabei gibt es mehr als eine Überraschung: Einige fragten uns nach einer klappbaren Lösung für eine Festivalübernachtung, andere wollen Angebote für vollelektrische Camping-Urlaube haben. Volkswagen Nutzfahrzeuge rollt das jetzt aus: angefangen bei einem bereits bestellbaren Gute-Nacht-Paket mit Faltmatratze, Verdunkelungen und einer bis

zu 48 Stunden laufenden Klimatisierung, hin zum einem ID. Buzz-Einstiegsmodell in die California-Familie. Und das ist noch nicht alles: im Folgejahr zeigen wir dann auch eine klassische Hubdachversion, den ID. California.
Die IAA Transportation wiederum startet Mitte September. Welche Highlights planen Sie hier mit Ihren Teams?
Die IAA Transportation in Hannover ist sozusagen unsere Hausmesse: Da zeigen wir die gesamte Bandbreite der Marke. Im Vordergrund stehen B2B-Angebote, also Nutzfahrzeuge für Handwerk und Handel, für die Transport- und Logistikbranche sowie für Einsatzkräfte. Dazu gehören nicht nur Fahrzeuge, sondern auch unsere Connect Pro Services, mit denen Fuhrparkmanager den Zustand ihrer Flotte immer im Blick haben und deren Zeitaufwand für Wartung
und Reparaturen auf ein Minimum reduzieren können. Außerdem werden wir neue Sortierfunktionen für den Laderaum vorstellen.
Der Bereich „Defense“ gewinnt auch für VWN stetig an Bedeutung. Welche besonderen Anforderungen muss VWN bei Aufträgen aus dem Rüstungssektor beachten? Fahrzeuge für die Bundeswehr und Streitkräfte anderer Staaten fertigt Volkswagen seit den 1950er-Jahren, etwa den Transporter in allen Generationen. Für diese besondere Kundengruppe zählen an erster Stelle die Robustheit der Konstruktion, ihre Langlebigkeit und eine langfristig gesicherte Ersatzteilversorgung – während andere moderne Entwicklungen in der Autoindustrie weniger gefragt sind, weil sie die Fahrzeuge komplexer machen. Dazu gehören etwa die aufwändige Abgasnachbehandlung oder elektronische Assistenzsysteme. Denn Armeefahrzeuge müssen bei Bedarf auch mit Kerosin fahren können. Für solche speziellen Anforderungen arbeiten wir mit Aufbauherstellern zusammen, denen Volkswagen Nutzfahrzeuge die entsprechenden Grundmodelle liefert.
VWN verstärkt sein Engagement beim Metal-Musikfestival Wacken Open Air. Was ist die zentrale Idee hinter dem Ausbau dieser Partnerschaft?
Unsere Marke steht in der Mitte der Gesellschaft, und unser Ziel ist es, möglichst viele Kunden mit unseren Fahrzeugen anzusprechen. Eines der größten Musikfestivals der Welt ist doch eine perfekte Bühne für unsere Marke, um mit unseren Kunden in Berührung zu kommen. Und dazu sind unsere Produkte in Wacken im Einsatz, zum Beispiel für den Aufbau, Abbau und Liefer-

logistik, aber auch als „Hotel California“. Das legendäre Matschwetter kam letztes Jahr wie bestellt für unsere Allradmodelle wie den ID. Buzz Cargo 4Motion, Transporter 4Motion und Crafter 4Motion. Und wenn doch mal einer stecken blieb, zog ihn unser hochgelegter Amarok Allrad-Pick-up mit Mittel- und Hinterachsdifferential raus. Auch das ist Heavy Metal.
Auch bei sogenannten Veteranen-Treffen ist Volkswagen Nutzfahrzeuge regelmäßig mit von der Partie. Bei einem solchen Treffen für historische Fahrzeuge in Hessisch Oldendorf haben Sie gar jüngst persönlich mitgemacht. Welche Feedbacks haben Sie dabei bekommen?
Schlamm drüber: Beim Open-Air-Festival im norddeutschen Wacken schickt VW Nutzfahrzeuge robuste Modelle wie den Pick-up Amarok (links) vor den Augen und Ohren potenzieller Kunden gern auf Matschmission.

Für komplizierte Sonderaufträge, etwa aus dem Militär, setzt VWN auf flexible Produktionsabläufe und pflegt bewährte Kooperationen mit Spezialausrüstern.

Unsere Historie ist ein gewaltiges Pfund: Der Bulli ist das Original seiner Klasse, es gibt ihn seit 1950 in sieben Generationen. Die meisten Fans und Besitzer historischer Fahrzeuge haben auch moderne Autos im Fuhrpark, etwa zum Ziehen von Autotransport-Anhängern, für den Transport von Ersatzteilen oder als Reisemobile. Idealerweise sind das natürlich alles Modelle von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Markentreue ist in dieser Kundengruppe so hoch wie nirgendwo anders, wir sind sozusagen Freunde fürs Leben. Deshalb stellen wir dort sehr gerne aus und pflegen den direkten Austausch mit der Community. Es gibt dort übrigens auch Fahrzeuge, die von unserer eigenen Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer-Einheit restauriert worden sind.
Für dieses Interview mit electricar haben Sie als Treffpunkt die weithin bekannte „Sansibar“ auf Sylt gewählt. Was führt ausgerechnet die so nahbare wie bodenständig-geerdete Marke VWN in die Welt der Schönen und Reichen? Oder sind unsere Wertungen lediglich Klischees? Die Sansibar auf Sylt hat eine ganz besondere Lage, sie liegt direkt in den Dünen und steht für nachhaltige, hochklassige Gastronomie. Allerdings ist das Lokal für Gäste mit Einschränkungen nicht so leicht zugänglich – in Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge hat die Sansibar daher einen emissionsfreien Shuttle-Service eingerichtet, so dass die Gäste mit einem ID. Buzz vom Parkplatz an der Hörnumer Straße bis zur Sansibar und zurück gefahren werden. Auch hier ein klassischer Nutzfahrzeug-Einsatz, der Service kommt gut an.

LOGISTIK VON MORGEN IM FOKUS
HOCH IN HANNOVER
Die IAA Transportation gilt als weltweit wichtigster Branchentreff für Transport, Logistik und Nutzfahrzeuge.

Effizient, elektrifiziert und digitalisiert in der großen Transformation: Die IAA Transportation ist die Leitmesse für die Branche des Güterverkehrs.
Das große Brummen ist vorbei. Auf der IAA Transportation, die von 15. bis 20. September in Hannover ihre Pforten öffnet, wird zunehmend gesurrt und geschnurrt. Die internationale Leitmesse steht sinnbildlich für die große Transformation der Transport- und Logistikbranche. In der diesjährigen Auflage wird detailliert zu erleben sein, wie grundlegend sich die Nutzfahrzeuge, die Infrastruktur und die digitalen Dienste verändern.
Aus der klassischen Messe für Nutzfahrzeuge wird eine Plattform für die klimaneutrale und technologische Zukunft. Im Mittelpunkt stehen alternative Antriebe, Elektrifizierung, Ladeinfrastruktur und automatisiertes Fahren. Dazu gehören auch Software, Vernetzung und intelligente Lösungen für die Logistik, die Transporte effizienter und sauberer machen sollen.

Zwar kommen zahlreiche Aussteller noch aus der Welt des Verbrenners, doch die Richtung ist klar definiert: Die Industrie bereitet sich konsequent auf die Mobilität von morgen vor. Neue Konzepte verbinden Hersteller, Zulieferer, Tech-Anbieter und Logistikakteure stärker als früher. Die IAA Transformation wird dadurch zum Spiegel des großen Umbruchs. Auch weil die Transformation keineswegs nur die Fahrzeuge betrifft, sondern die gesamte Lieferkette. Speziell bei der Frage, wie Güter künftig bewegt werden, setzt die Branche vermehrt auf digitale Strukturen – und auf weniger Emissionen. Die Messe in Hannover macht den Wandel sichtbar und erlebbar.
Nutzfahrzeuge unter
Strom
Alternative Antriebe, vernetzte und autonome Fahrzeuge, Software-defined Vehicles, KI-gestützte Logistiklösungen sowie der Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur – so sind die Kernthemen der IAA Transportation 2026 umrissen. Neben den neuen Modellen von batteriegetriebenen Lastern und Transportern stehen adäquate Lösungen für Logistikzentren, Kommunen und Handelsstandorte im Fokus. Besonders im Fernverkehr wird leistungsfähiges Schnellladen zunehmend relevant. Systeme mit höchster Ladeleistung sollen schwere Nutzfahrzeuge in planbaren Pausen mit großen Energiemengen versorgen und auf diese Weise längere Strecken ermöglichen. Zudem bleibt das Depotladen ein zentraler Baustein vieler Flotten. Wer
nachts oder während längerer Standzeiten lädt, kann Routen besser planen und Energiekosten gezielter und effizienter steuern.
Innovationen auf dem Prüfstand
„Die Nutzfahrzeugbranche befindet sich in einer tiefgreifenden Transformationsphase, die große Anstrengungen von Herstellern, Zulieferern, Entwicklungsdienstleistern sowie Anhänger- und Aufbautenherstellern abverlangt“, sagt Hildegard Müller, Präsidentin des veranstaltenden Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Und es ist beeindruckend, wie unsere Industrie in dieser angespannten Phase liefert, wie gerade die Nutzfahrzeugbranche Deutschland und Europa jeden Tag am Laufen hält. Auch auf der IAA Transportation werden unsere Unternehmen mit klimaneutralen und digitalen Produkten zeigen, wie wir die Transformation gestalten und Verantwortung übernehmen. Oder um es mit dem Motto der kommenden Messe zu sagen: ‚We deliver‘.“
Die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Innovationen, also ob die auf der Messe vorgestellten Fahrzeuge tatsächlich auf die Straße kommen, sind die von der Politik definierten Eckpfeiler. „Oft ersticken Innovationen in einer Flut aus Überregulierung und unzureichenden Rahmenbedingungen“, so erläutert VDA-Präsidentin Müller. „Dabei gibt es großes Potenzial im Schwerlastverkehr: Knapp 30 Prozent der CO₂-Emissionen auf Europas Straßen werden durch den Schwerlastverkehr verursacht. Deshalb brauchen wir eine frühzeitige Überprüfung der CO₂-Regulierung für schwere Nutzfahrzeuge. Im Fokus stehen vor allem mehr Flexibilität bei den Zielpfaden und ein deutlich schnellerer Ausbau der Lade- und H₂-Tankinfrastruktur. Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionssicherheit müssen zusammengedacht werden. Nur so kann die Transformation gelingen.“
Strategien technologieoffen
Im Vorfeld der IAA Transportation unterstrichen auch die Verantwortlichen von Branchenführern wie Daimler Trucks, MAN, Kia und Schmitz Cargobull ihre Ambitionen, die Transformation des Transport- und Logistiksektors aktiv zu gestalten. Sie setzen auf technologieoffene Strategien mit

NEUE MODELLE ZUM TESTAb Halle 11 können die neuen Fahrzeuge auf einem rund zwei Kilometer langen Geländekurs ausprobiert werden.

Batterie- und Wasserstoffantrieben sowie digitale und intelligente Lösungen. Für eine erfolgreiche emissionsfreie Zukunft, so der einhellige Duktus, sind neben dem schnellen Ausbau der Infrastruktur für Strom und Wasserstoff auch bessere Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig.
Die internationale Leitmesse in Niedersachsens Metropole ist in die vier Kernformate Exhibition (Messe), Conferences (Konferenzen), Experiencing (Erleben) und Networking (Vernetzung) gegliedert.
Neue Fahrzeuge im Mittelpunkt
Im Bereich Exhibition bietet die IAA Transportation eine umfassende Ausstellerplattform für Nutzfahrzeuge, Logistik und Transport. Dazu gehören klassische
Messe kompakt
Termin: 15. bis 20. September 2026
Ort: Messegelände Hannover
Turnus: Zweijährlich (nächste Ausgabe: 2028)
Schwerpunkte: Zukunft der Nutzfahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Batterietechnik, Autonomer Transport, Software, KI und vernetzte Fahrzeuge, Regulierung und Branchenresilienz, Alternative Antriebstechnologien, Flottenmanagement
Highlights: IAA Experience, IAA Conference, IAA Startup Area, IAA Familien- und Fahrerwochenende
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 9 bis 18 Uhr, Sonntag 9 bis 16 Uhr
Messeflächen in den Hallen, Standflächen im Freigelände sowie Kommunikationsund Serviceleistungen für Aussteller.
Im Mittelpunkt stehen die Präsentation neuer Fahrzeuge, Komponenten, Systeme und Dienstleistungen für die Branche. Laut Veranstalter umfasst das Themenfeld unter anderem leichte Nutzfahrzeuge, Busse, Trucks, Fuhrparkmanagement, Transportlogistik, Teile und Zubehör sowie Spezialfahrzeuge.
Ergänzend zur reinen Standfläche bietet die Messe auch Formate rund um Sichtbarkeit und Vernetzung. Dazu zählen Einträge im Ausstellerverzeichnis, etwaiges Sponsoring sowie Anknüpfungspunkte an die IAA Conference mit Bühnenpräsenz und Expertenformaten.
Inhaltlich ist die Exhibition auf Zukunftsthemen der Branche ausgerichtet, besonders auf Infrastruktur und Ladeinfrastruktur für Transport und Nutzfahrzeuge. Die IAA Transportation ist mehr als eine reine Produktschau, sie punktet auch als Plattform für Innovation, Austausch und Geschäftsanbahnung.
Relevante Stimmen
Der Konferenzbereich der Messe ist eine zentrale Plattform für Entscheider, Visionäre und Branchenexperten aus Logistik, Transport und Nutzfahrzeugindustrie.
Es geht dort um den Zukunftsdialog der Branche, also um Themen wie Innovation, Digitalisierung, Dekarbonisierung und neue Geschäftsmodelle. Die IAA Conference ist faktisch kein Randformat, sondern elementar für die Messe. Hier kommen auf mehreren Bühnen die relevanten Stimmen der Branche zusammen, es wird Raum für den Austausch zwischen Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern, Start-ups und politischen wie fachlichen Meinungsführern geschaffen. Inhaltlich setzt das Format auf unterschiedliche Bühnen- und Dialogformen – wie Keynotes, Paneltalks und Kamingespräche, also klassische Vorträge und auch diskursive Formate mit direktem Austausch vor Ort und digital.
Für Aussteller und Partner gibt es zudem verschiedene Einsatzfelder rund um die Conference. Dazu gehören Optionen des Sponsorings, ein Slot auf der Industry Stage, Auftritte in der Speakers’ Corner sowie die Möglichkeit, eigene Presse- oder Abendveranstaltungen im Bühnenumfeld zu platzieren.
Erlebnis statt reiner Produktschau
Die IAA Experience setzt speziell auf das direkte Erleben von Innovationen. Besucher können Fahrzeuge, Lösungen und neue Mobilitätskonzepte anschauen,


1650 Aussteller aus 41 Nationen
Die IAA Transportation ist eine Plattform von internationalem Rang. 1650 Aussteller aus 41 Nationen werden in diesem Jahr erwartet. Die Zahl der Anmeldungen liegt damit rund elf Prozent über dem Vergleichswert von 2024, mehrere Hallen sind bereits überbucht – der Auslandsanteil der Aussteller liegt aktuell bei etwa 70 Prozent. Besonders stark vertreten sind Unternehmen aus China, der Türkei und Italien. Auch die Zahl der Neuaussteller ist hoch: Rund 23 Prozent der Aussteller nehmen demnach erstmals teil. Dies unterstreicht die Attraktivität der Messe für neue Marktteilnehmer.

IM ZEITGEISTAuch futuristische Lkw wie der Sattelzug Semi von Tesla sind in Hannover am Start.


STRATEGEN IM GESPRÄCH
Auf der IAA Transportation treten die Taktgeber der Branche – wie Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (Foto oben) – auf.
aktiv testen und mit ihnen interagieren. Dazu gehören Testfahrten, bei denen Aussteller ihre leichten und schweren Nutzfahrzeuge erlebbar machen. Je nach Fahrzeug und Zulassung werden diese Einheiten entweder auf einer abgesperrten Teststrecke auf dem Messegelände oder auf öffentlichen Straßen angeboten. Auch Prototypen können unter bestimmten Voraussetzungen getestet werden. Außergewöhnliche Erlebnisse verspricht auch der Cargobike-Parcours. Dort können Lastenräder und Transport-Pedelecs unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden, etwa mit simuliertem Bordstein, Steigungen, Gefällen, Schotter, Strecken zur Beschleunigung und speziellen Temposchwellen. Für die Aussteller ist die IAA Experience zugleich die ideale Bühne für interaktive Präsentationen ihrer Projekte. Sie können ihre neuen Fahrzeuge und das Spektrum der Einsätze so zeigen, dass Besucher die Technik unmittelbar im Einsatz erleben und direkt ihr Feedback geben können. Außerdem werden geführte Touren und Themenbereiche rund um Transport, Logistik und Nutzfahrzeuge angeboten. Die Erlebniswelt der IAA ist also keine klassische Messefläche, vielmehr ein buntes und praxisnahes Testformat.
Im Bereich Networking bietet die IAA Transportation mehrere Formate, die gezielt auf Aussteller, Entscheider und Fachpublikum zugeschnitten sind. Essenziell sind die Networking Tours, die Startup Area, die IAA Conference sowie die App mit Funktionen für das Netzwerken und Meetings.
Netzwerken für Profis
Für Aussteller sind die Networking Tours ein zentrales Format: In rund zehn Minuten plus Fragerunde können Unternehmen ihre Lösungen direkt vorstellen, während Besucher gezielt zu passenden Ständen geführt werden. Erfahrungsgemäß sind diese Touren bewusst klein gehalten, damit der Kontakt zu High-Profile-Entscheidern, Branchenexperten und relevanten Interessenten konzentriert und effizient bleibt.
Auch die Startup Area ist stark auf Vernetzung ausgelegt. Dort treffen junge Unternehmen auf Hersteller, Investoren und andere Branchenakteure, können ihre Ideen präsentieren und über Networking-Events sowie Pitch-Formate neue Geschäftskontakte aufbauen.
Dazu passt, dass die IAA Conference offene Networking-Bereiche wie eine Networking Lounge, Abendformate und begleitende Veranstaltungen anbietet. Auf diese Weise entsteht neben dem Bühnenprogramm ein Rahmen für Gespräche, Kontaktpflege und informellen Austausch. Zudem unterstützt die IAA-App das Networking digital. Sie bietet Lead-Scan, Kontaktverwaltung, Terminvereinbarung und Funktionen des Matchmakings, Aussteller und Besucher können also bereits im Vorfeld oder direkt vor Ort gezielt Meetings planen.
Das Netzwerken auf der IAA Transportation verspricht folglich einen überaus interessanten Mix aus spontanen Begegnungen, kuratierten Formaten, thematischen Touren und digitalen Formaten. Unternehmen können nachhaltig profitieren, weil die Kontakte nach Themen, Zielgruppen und BusinessRelevanz gebündelt werden.
Namhafte Hersteller wie Daimler Truck, MAN Truck & Bus, Scania, Volvo Trucks, DAF,

Iveco und Ford Trucks sowie zahlreiche internationale Zulieferer und Technologieunternehmen werden auf der IAA Transportation 2026 erwartet. Das offizielle Ausstellerverzeichnis wird kontinuierlich ergänzt.
Besser laden, weiter
fahren
Die großen Aussteller planen die Vorstellung neuer batterieelektrischer Lkw für den Fernund Verteilerverkehr. Im Fokus stehen größere Reichweiten, kürzere Ladezeiten und höhere Energieeffizienz. Gleichzeitig werden neue
ÖFFIS IM BLICK
Auch der Personennahverkehr mit Fokus auf Busse, leise Antriebe und smarte Vernetzungen wird erörtert.
Generationen von Elektroachsen, Batterien und Schnellladesystemen präsentiert. Auch wasserstoffbetriebene Lkw bleiben relevant. Mehrere Hersteller wollen zeigen, wie sich emissionsfreie Langstreckentransporte künftig wirtschaftlich umsetzen lassen.
Digitale Flottenmanagementsysteme gehören ebenfalls zu den Schwerpunkten der Messe. Moderne Software ermöglicht eine bessere Überwachung der Fahrzeuge, optimierte Routen sowie die Analyse von Energieverbrauch und Wartungsbedarf in Echtzeit. Künstliche Intelligenz gewinnt im Transportsektor weiter an Bedeutung. Zahlreiche Aussteller präsentieren intelligente Systeme zur Tourenplanung, Ladeoptimierung und vorausschauenden Wartung. Dadurch sollen Ausfallzeiten reduziert und Betriebskosten gesenkt werden.

FACHDEBATTEN
Zahlreiche Diskussionen sind im Rahmen der offiziellen IAA Conference anberaumt.
Auf ein Heimspiel freuen sich die Strategen von VW Nutzfahrzeuge mit Hauptsitz in Hannover.
Auf der IAA Transportation planen sie, neue Fahrzeuge, digitale Lösungen und zukunftsweisende Antriebstechnologien dem internationalen Fachpublikum vorzustellen. VW nutzt die Messe zudem, um Trends der Branche aufzugreifen und seine Strategien für nachhaltige und effiziente Transportlösungen zu zeigen –wie den ID. Buzz und die größeren Caravellen und Kastenwagen.
Branche im Umbruch
Lieferketten, Märkte und Technologien verändern sich im Gleichtakt. Der Güterverkehr wächst, während Klimaschutz, Fahrermangel und Kostendruck die Branche Transport und Logistik unter Anpassungsdruck setzen. Digitalisierung, KI und automatisierte Prozesse werden vom Zukunftsthema zum Alltag. Wer heute auf reine Preislogik setzt, gerät zunehmend ins Hintertreffen. Stattdessen zählen Transparenz, Schnelligkeit und verlässliche Abläufe.


STROMER AUF DISTANZ

Text: Philipp Lumetsberger
Sechs Modelle, die speziell für Fahrten über längere Strecken geeignet sind.
Stolze 400 Kilometer? Noch vor kurzem stand hinter Reichweiten wie dieser ein Ausrufezeichen. Heute überbieten sich die Hersteller gegenseitig: 800-Volt-Architekturen, Batterien jenseits der 100-kWh-Marke und cW-Werte, die eher zu Sportwagen passen, haben die Grenzen des Machbaren neu definiert.
Der Lucid Air Grand Touring zählt mit 882 WLTP-Kilometern zu den reichweitenstärksten in Serie gebauten Elektroautos. Auch die deutschen Premiumhersteller bieten Modelle mit sehr hoher Reichweite: Der frisch geliftete Mercedes EQS kommt auf bis zu 920 Kilometer, die Neue Klasse von BMW debütiert im iX3 mit über 800 Kilometern Reichweite. Bemerkenswert ist dabei, dass große Reichweite längst keine Frage des Geldbeutels mehr ist – schon in der oberen
Mittelklasse locken Modelle mit weit über 700 Kilometern. Gleichzeitig schrumpfen die Ladezeiten: Die schnellsten Modelle laden in rund 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent – die Kaffeepause kann inzwischen sogar länger als der Ladestopp dauern. Möglich macht das eine neue Generation von 800-Volt-Technik. Wir haben sechs aktuelle Stromer herausgepickt, die Maßstäbe bei der Reichweite setzen – vom Luxusliner bis zum Mittelklasse-SUV.
electricar Magazin


Mercedes-Benz EQS 450+
Mit dem großen Facelift schlägt Mercedes-Benz beim EQS ein neues Kapitel auf. Das elektrische Flaggschiff wechselt auf eine 800-Volt-Architektur, erhält neue Antriebseinheiten und ein Zweiganggetriebe an der Hinterachse – Technik, die den Stromer der Oberklasse spürbar effizienter und alltagstauglicher machen soll. Die windschlüpfrige Silhouette der Limousine bleibt erhalten, unter dem Blech aber hat sich fast alles verändert. Die serienmäßige Hinterachslenkung hält den großen Wagen wendig, die Luftfederung sorgt für ein hohes Maß an Reisekomfort.
Beim Antrieb zielt Mercedes klar auf die Langstrecke. Die auf 122 kWh gewachsene Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 920 Kilometern – rund 13 Prozent mehr als zuvor und ein Spitzenwert unter den Serienmodellen. Dank 800-Volt-Technik fließt an passenden Schnellladern in nur zehn Minuten Strom für bis zu 320 Kilometer nach, von zehn auf 80 Prozent dauert es etwa 27 Minuten. Der Antrieb des eleganten Stromers 450+ leistet 300 kW (408 PS) und treibt die Hinterachse an. Im Innenraum setzt der EQS weiter auf den optionalen MBUX Hyperscreen über die volle Armaturenbreite, dazu kommen feinste Materialien, ein üppiges Platzangebot und ein klarer Fokus auf Ruhe.
Modell: Mercedes-Benz EQS 450+
Modellstart: 4/26
Preis: ab 108.635 Euro
Motorleistung: 300 kW (408 PS)
Akku: 122 kWh (netto)
Reichweite: 920 km WLTP
mercedes-benz.de
Lucid Air Grand Touring
Der Lucid Air Grand Touring beeindruckt mit einer hohen Reichweite – auch als Statement aus Kalifornien.
Die Luxuslimousine kombiniert eine flache, aerodynamisch optimierte Silhouette mit einem betont luftigen Innenraum, den ein weit nach vorn gezogenes Glasdach bis zur B-Säule prägt. Vorn dominiert ein riesiges 34-Zoll-Display, ergänzt um einen ausfahrbaren unteren Bildschirm, hochwertige Materialien und 20-fach verstellbare Komfortsitze mit Heizung, Belüftung und Massagefunktion. Die niedrige Fensterlinie lässt den Innenraum besonders offen, großzügig und wertig wirken.
Technisch spielt der Air Grand Touring ganz vorne mit. Mit den serienmäßigen 20-Zoll-Rädern holt er aus seinem 117-kWh-Akku bis zu 882 WLTP-Kilometer. Den Guinness-Weltrekord hält er mit 1205 Kilometern auf einer Ladung ohnehin. Der Allradantrieb leistet bis zu 611 kW (831 PS), geladen wird mit bis zu 300 kW. Nur 16 Minuten reichen aus, um rund 400 Kilometer nachzuladen. Serienmäßig sind das Assistenzpaket DreamDrive Premium sowie das kraftvolle Surreal-Sound-System mit 21 Boxen an Bord.

2Modell: Lucid Air Grand Touring
Modellstart: 12/22
Preis: ab 130.900 Euro Motorleistung: 611 kW (831 PS)
Akku: 117 kWh (netto)
Reichweite: 882 km WLTP lucidmotors.com

Volvo EX60 Plus P12 AWD Electric
Der EX60 soll künftig eine zentrale Position im Modellprogramm von Volvo einnehmen. Außerdem ist es der erste SUV auf der 800-Volt-Plattform SPA3. Mit 4,80 Metern Länge positioniert er sich in der Mittelklasse und setzt auf ein schlichtes Interieur mit reduzierter Bedienung und einem klaren Fokus auf Übersichtlichkeit. Fast alle Funktionen laufen über den zentralen Touchscreen, Sicherheit bleibt dabei ein Kernthema von Volvo. Als technische Basis dienen die SPA3-Architektur und die zentrale Computerplattform HuginCore mit NvidiaHardware, Google-Integration samt Gemini-Sprachassistent und laufenden Over-the-Air-Updates.
Die Version Plus P12 AWD Electric macht den Schweden zum Langstreckenläufer: Bis zu 810 WLTP-Kilometer holt sie aus dem großen 117-kWh-Akku, geladen wird mit bis zu 370 kW. Von zehn auf 80 Prozent dauert es so nur 19 Minuten. Der Allradantrieb leistet 500 kW (680 PS) und beschleunigt in rund 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Bestellbar ist der EX60 Plus P12 AWD Electric bereits ab rund 72.000 Euro, die Auslieferung startet voraussichtlich erst im März 2027.
Modell: Volvo EX60 Plus P12 AWD Electric
Modellstart: 3/27
Preis: ab 71.990 Euro
Motorleistung: 500 kW (680 PS)
Akku: 117 kWh (brutto)
Reichweite: 810 km WLTP volvocars.com


BMW iX3 50 xDrive
Der iX3 ist der erste Vertreter der Neuen Klasse und markiert für BMW den Start in eine neue Ära. Der E-SUV steht auf einer eigens für den Elektroantrieb entwickelten Architektur und zeigt innen einen aufgeräumten, konsequent digitalen Auftritt. Hervorstechend ist das Panoramic iDrive, ein über die gesamte Breite der Windschutzscheibe reichendes Infoband, kombiniert mit dem zentralen Touchscreen und dem neuen Betriebssystem X. Große Glasflächen und das optionale Panoramadach sorgen für ein offenes Ambiente. Unter dem Blech steckt BMWs sechste eDrive-Generation mit 800-Volt-Technik. Der Akku mit einer nutzbaren Kapazität von 108,7 kWh ermöglicht bis zu 805 km WLTP-Reichweite, geladen wird mit bis zu 400 kW – in zehn Minuten fließt Strom für über 300 Kilometer nach, von zehn auf 80 Prozent dauert es nur 21 Minuten. Zwei Motoren leisten zusammen 345 kW (469 PS) und beschleunigen den iX3 in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Für die Fahrdynamik sorgt das „Heart of Joy“, das Antrieb, Bremse und Rekuperation in einer einzigen Steuerung bündelt. Aktuell ist der iX3 50 xDrive ab 74.400 Euro erhältlich und ist ein wichtiger Technologieträger der ganzen Marke geworden.
Modell: BMW iX3 50 xDrive
Modellstart: 3/26
Preis: ab 74.400 Euro
Motorleistung: 345 kW (469 PS)
Akku: 108,7 kWh (netto)
Reichweite: 805 km WLTP bmw.de

Audi A6 Sportback e-tron performance
Mit einem cW-Wert von 0,21 ist der A6 Sportback e-tron ein stark windoptimiertes Serienmodell und in der Performance-Version der Reichweitenheld aus Ingolstadt. Die fließende Sportback-Silhouette trifft innen auf ein konsequent digitales Cockpit: Das Panorama-Display vereint ein 11,9 Zoll großes Fahrerdisplay mit einem 14,5-Zoll-Touchscreen, auf Wunsch kommt ein separates Beifahrerdisplay dazu. Zudem gibt es ein Augmented-Reality-Head-upDisplay, ein 3D-Soundsystem mit Lautsprechern in den Kopfstützen und OLED-Heckleuchten der zweiten Generation mit durchgehendem Leuchtenband. Technisch setzt der Hecktriebler auf 800-VoltTechnik. Aus der 100-kWh-Batterie (94,9 kWh netto) schöpft er bis zu 777 WLTP-Kilometer, der Elektromotor leistet 270 kW (367 PS) und beschleunigt in 5,4 Sekunden auf Tempo 100. Geladen wird mit bis zu 270 kW, von zehn auf 80 Prozent dauert es rund 21 Minuten. Der niedrige Verbrauch von nur rund 13,6 kWh/100 km macht den A6 e-tron zum effizienten Langstreckenwagen. Wer mehr Platz braucht, greift zum ebenfalls erhältlichen A6 Avant e-tron mit identischer Antriebstechnik.
Modell: Audi A6 Sportback e-tron performance 270 kW
Modellstart: 9/24
Preis: ab 75.600 Euro
Motorleistung: 270 kW (367 PS)
Akku: 100 kWh (brutto)
Reichweite: 777 km WLTP audi.de
DS N°8 Pallas FWD Long Range 6
Mit dem N°8 schickt DS Automobiles sein elektrisches Flaggschiff ins Rennen – und beweist, dass große Reichweite auch ohne 800-Volt-Technik geht. Rund 4,82 Meter lang, tritt der Franzose als eleganter Crossover zwischen SUV und Fließhecklimousine auf. Innen setzt der Gran Turismo auf viel Liebe zum Detail: pflanzlich gegerbtes NappaLeder, ergonomische Sitze mit Heiz-, Kühl- und Massagefunktion sowie das Infotainmentsystem DS Iris mit 16-Zoll-Touchscreen. Der markentypische Neckwarmer bläst Warmluft sanft in den Nackenbereich, akustikverglaste Scheiben halten Windund Abrollgeräusche besonders wirksam draußen. Beim Antrieb setzt die Version FWD Long Range auf einen effizienten Frontantrieb mit 180 kW (245 PS). Der 97,2-kWh-Akku ermöglicht bis zu 749 WLTP-Kilometer. Geladen wird mit bis zu 160 kW, von 20 auf 80 Prozent in rund 27 Minuten. Mit dem Einstiegspreis von 64.200 Euro ist der DS zudem das günstigste Auto dieser Übersicht.

Modell: DS N°8 Pallas FWD Long Range
Modellstart: 7/25
Preis: ab 64.200 Euro
Motorleistung: 180 kW (245 PS)
Akku: 97,2 kWh (netto)
Reichweite: 749 km WLTP dsautomobiles.de

IMMER WEITER UNTER STROM
Effiziente Fahrzeuge und gut ausgebaute Ladenetze machen das Reisen auf der Langstrecke zur Selbstverständlichkeit.

Text: Philipp Lumetsberger
Die Reichweitenangst hält sich hartnäckig – dabei hat sie ihre Grundlage längst verloren. Noch 2023 lag die durchschnittliche Reichweite neuer Stromer laut ADAC bei 393 Kilometern. Heute knacken selbst einige Fahrzeuge der Mittelklasse die Marke von 700 Kilometern gemäß WLTP-Berechnung. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings, was sich neben der Fahrbahn getan hat: Das Netz der Schnelllader ist deutlich dichter geworden, die Ladeleistungen sind gestiegen und das Bezahlen an der Säule wird zunehmend einfacher. Die Frage lautet deshalb nicht mehr, ob das Elektroauto langstreckentauglich ist. Sie lautet: Wie holen Sie unterwegs das Maximum aus jeder Akkuladung heraus?
Das Ladenetz wird dichter Zum Stand vom 1. Juni 2026 verzeichnete die Bundesnetzagentur 206.207 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland, darunter 53.292 Schnellladepunkte. Parallel dazu treibt der Bund mit dem Deutschlandnetz den Ausbau gezielt dort voran, wo bislang Versorgungslücken bestehen. An 200 unbewirtschafteten Rastanlagen entstehen rund 1000 Schnellladepunkte, hinzu kommen etwa 8000 weitere an 900 regionalen Standorten.
Für die Urlaubsfahrt heißt das: Der Umweg zur Säule wird seltener. Wer ins benachbarte Ausland fährt, sollte allerdings genauer hinsehen. Die Versorgung unterscheidet sich von Region zu Region teils erheblich, und abseits der großen Achsen wird es mancherorts weiterhin dünn. Wo mehrere Anbieter am selben Standort konkurrieren, geraten zudem die Preise in Bewegung.
Gut vorbereitet losfahren
Im Idealfall beginnt eine entspannte Langstrecke immer noch zu Hause. Laden Sie
den Akku vor der Abfahrt auf 100 Prozent.
Im Alltag schont es die Batterie zwar, bei rund 80 Prozent Schluss zu machen, weil ein dauerhaft voller Akku schneller altert. Vor einer längeren Reise spricht dagegen nichts – solange Sie kurz nach dem Ladeende losfahren und das Fahrzeug nicht tagelang randvoll stehen lassen. Klimatisieren Sie den Innenraum außerdem vor, solange das Fahrzeug noch am Kabel hängt. Die dafür nötige Energie kommt dann aus der Ladestation statt aus dem Akku, und Heizung oder Klimaanlage müssen während der Fahrt weniger arbeiten.
Ein Blick auf die Software lohnt ebenfalls. Updates verbessern mitunter die Ladekurve oder die Routenplanung, was den Stopp an der Säule spürbar verkürzen kann. Und kennen Sie den Realverbrauch Ihres Fahrzeugs? Der tatsächliche Verbrauch kann deutlich über dem Normwert liegen. Wer seinen Wert kennt, plant realistischer.
Schnellladeparks mit mehreren Ladepunkten verkürzen die Wartezeit auf der Reise.


HOHE LADELEISTUNG
Bei leistungsfähigen Elektroautos kann der Akku an modernen Schnellladern in gut 20 Minuten zu 80 Prozent gefüllt werden.
Viele aktuelle Elektroautos planen Ladestopps inzwischen selbst. Der bordeigene Assistent kennt Ladestand, Verbrauch und Streckenprofil – und bei entsprechend ausgestatteten Fahrzeugen wird der Akku auf dem Weg zur Ladesäule auf Betriebstemperatur vorgewärmt. Nur dann nimmt die Batterie die volle Ladeleistung an und der Stopp bleibt kurz. Wer lieber selbst plant, kommt mit Google Maps weit. Der Kartendienst zeigt nicht nur zahlreiche Lademöglichkeiten in der Umgebung, sondern schlägt sie auf

Wunsch auch entlang der Route vor – inklusive Angaben zu Ladeleistung, Steckertyp und aktueller Auslastung der Säulen.
Route im Blick behalten
Steuern Sie dabei bevorzugt Ladeparks mit vielen Ladepunkten an. Sind vier oder mehr Anschlüsse vorhanden, sinkt das Risiko, vor einer belegten Säule zu warten, deutlich. Und planen Sie einen Puffer von rund 100 Kilometern ein. Wer im Stau steht oder eine Umleitung nehmen muss, bleibt so gelassen. Ein zweiter Blick lohnt auch bei den Preisen. Zwischen Tarifen und dem Ad-hocLaden ohne Vertrag liegen an derselben Säule mitunter mehr als 20 Cent je Kilowattstunde. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, ist mit einer passenden Ladekarte meist günstiger unterwegs.
Kurzer Ladestopp statt vollladen
An der Säule gilt eine einfache Regel: Bis 80 Prozent geht es schnell, danach wird es bei vielen Fahrzeugen zäh. Elektroautos drosseln die Ladeleistung mit steigendem Füllstand, weshalb sich die letzten 20 Prozent unterwegs selten lohnen. Zwei kurze Stopps können oft schneller sein als ein einziger langer. Wie kurz, hängt vom Fahrzeug ab. Zahlreiche Modelle mit 800-Volt-Technik füllen den Akku von zehn auf 80 Prozent in gut 20 Minuten – genug Zeit für einen Kaffee. Immer öfter entfällt dabei auch die Sucherei nach der passenden Ladekarte: Plug-andCharge nach dem Standard ISO 15118 lässt Fahrzeug und Ladepunkt automatisch miteinander kommunizieren, die Abrechnung läuft im Hintergrund.
Die Pause selbst ist übrigens keine verlorene Zeit. Wer ohnehin alle zwei bis drei Stunden aussteigt, um sich zu bewegen oder etwas zu essen, verliert gegenüber dem Verbrennerfahrer wenig. Der tankt zwar in wenigen Minuten, legt darüber hinaus aber ebenfalls Fahrtpausen ein.
Das Tempo entscheidet
Den größten Hebel haben Sie allerdings selbst in der Hand. Der Luftwiderstand steigt mit zunehmender Geschwindigkeit. Wer statt 150 nur 120 km/h fährt, kommt mit


FAKTOR GEWICHT

MOBILITY DOCK
Elektroauto laden, ganz ohne Wallbox
deutlich weniger Energie aus. Zeit kostet das kaum: Was Sie auf der Strecke verlieren, holen Sie an der Ladesäule wieder herein, weil die Stopps kürzer ausfallen oder ganz entfallen.
Vorausschauendes Fahren zahlt sich ebenfalls aus. Wer früh vom Fahrpedal geht, gewinnt über die Rekuperation Energie zurück, statt sie in der Bremse zu verheizen. Auf Strecken mit großen Höhenunterschieden macht sich das besonders bemerkbar: Was der Stromer bergauf verbraucht, holt er bergab zum Teil wieder herein. Der Eco-Modus unterstützt zusätzlich, indem er die Leistungsabgabe und stromhungrige Verbraucher zurücknimmt.
Heizung, Klima und Gepäck
Heizung und Klimaanlage sind weitere große Faktoren. Laufen diese Verbraucher dauerhaft, kostet das bis zu einem Viertel der Reichweite. Nutzen Sie sie mit Bedacht und greifen Sie lieber zu Sitzund Lenkradheizung, die weniger Strom benötigen. Im Winter kommt ohnehin einiges zusammen: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt müssen Sie laut ADAC mit 20 bis 30 Prozent weniger Reichweite rechnen. Eine Wärmepumpe, in vielen
Weniger Ballast, mehr Reichweite: Schweres Gepäck und Dachboxen wirken sich negativ auf die Reichweite des Stromers aus.
Modellen inzwischen serienmäßig, senkt den Energiebedarf fürs Heizen erheblich und bringt laut ADAC mehr Reichweite. Darüber hinaus sollte man auch an den Ballast denken. Jedes Kilo Gepäck will bewegt werden, und eine Dachbox erhöht den Luftwiderstand erheblich. Nehmen Sie nur das mit, was Sie wirklich brauchen.
Entspannt ankommen
Unterm Strich ist die Langstrecke im Elektroauto heute kein Abenteuer mehr, sondern eine Frage der Organisation. Ladenetz und Technik haben die Arbeit weitgehend erledigt. Was bleibt, sind ein voller Akku bei der Abfahrt, eine grob geplante Route, zwei kurze Stopps statt eines langen und ein Fahrstil, der nicht jeden Kilometer erkämpfen muss. Damit kommen Sie fast so schnell ans Ziel wie mit einem Verbrenner – nur eben wesentlich entspannter.
Mit dem Mobility Dock von Lapp laden Sie Ihr Elektro- oder Plug-in-Hybridauto an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Egal, ob zu Hause, im Urlaub oder unterwegs: Sie verbinden das Gerät ganz einfach mit Ihrem vorhandenen Typ-2Ladekabel. Das kabellose Ladegerät wiegt nur rund 750 g, benötigt wenig Platz im Kofferraum und ist eine preiswerte Alternative zur fest installierten Wallbox. Temperatursensoren und spezielle Schutzfunktionen überwachen den Ladevorgang und regeln die Leistung bei Bedarf. So laden Sie an nahezu jeder Steckdose sicher und komfortabel. Damit sind Sie beim Laden ganz unabhängig.
INFO lappmobility.lappgroup.com

DIE VORTEILE AUF EINEN BLICK
• E-Auto an jeder Steckdose laden
• Kompatibel mit jedem Typ 2-Ladekabel
• Kein zusätzliches Kabel im Kofferraum
• Klein, handlich, wiegt nur 750g
• Liegt beim Laden nicht im Schmutz
• Für zu Hause und unterwegs
• Günstige Alternative zur Wallbox
• Zertifiziert nach IEC 62752
PROMOTION

MIT DACH UND KRACH
Glück im Unglück hatte Jens Andersen am Volant einer Alpine A 290, als Totholz auf das E-Fahrzeug schlug. Der Technikexperte und frühere Topmanager von VW arbeitet die Geschehnisse im Gespräch mit electricar auf.
Text: Henning Krogh

EBAUM UND ZEIT
Als diese massiven Holzstücke herabstürzten, war Jens Andersen mit den zulässigen 70 km/h unterwegs. Ein Einschlag in der Frontscheibe hätte fatal enden können.
Urplötzlich schlägt das Schicksal zu. Die Instrumente des sportiven Kompaktstromers aus französischer Fertigung weisen, als es passiert, ein Tempo von 70 km/h aus. Und just das ist auch gut so: „Bei 67 oder 68 km/h“, graust sich der Lübecker, „wäre ich jetzt tot“.
Denn gegen 15.50 Uhr kippt ein altersschwacher Baum über die Kreisstraße K 45. Krachend knallt der Stamm auf das Dach des Renault5-Derivats – und eben nicht durch die Windschutzscheibe. „Ich hatte Glück, denn es ging um Zentimeter und Zehntelsekunden“, sagt
Magazin in warmer Sonntag im Juni dieses Jahres. Der Lübecker Jens Andersen lenkt die Alpine A 290 seiner Ehefrau Petra durch Nordwestmecklenburg. Bei „guter Musik aus der hervorragenden Hi-Fi-Anlage dieses E-Autos und bester Laune“, wie er electricar später berichten wird.
der promovierte Ingenieur und gestandene Automotive-Kenner. Von 1990 bis 2018 wirkte Andersen bei VW, unter anderem als Leiter der Technologiestrategie. Später führte der Antriebsexperte als Generalsekretär eines europäischen Industrieverbands komplexe Verhandlungen auf EU-Ebene.
Vor dem Hintergrund dieser beruflichen Einsätze sowie im Hinblick auf sein privates „Glück im Unglück“ sind Andersens Analysen so aktuell wie plausibel: „Klimawandel bedeutet nicht nur Hitze und Trockenheit. Er bedeutet auch neue Risiken für Stadt- und Straßenbäume“, sagt der Hanseat. „Die Bürger dürfen erwarten, dass gefährliche Bäume nicht erst nach einem Unfall auffallen“.
Bekenntnis zur Gehölzpflege
Andererseits weiß der Fahrzeugspezialist: „Man kann nicht jedes Auto so bauen, dass es jeden Baumsturz übersteht, das wäre Symptombekämpfung“. Daraus folgt für Andersen: „Nicht das Auto muss den morschen Baum kompensieren, sondern der morsche Baum muss rechtzeitig erkannt werden“.
Hier kommt die Politik ins Spiel. „Der Deutsche Bundestag hat in einer Ausarbeitung zur Verkehrssicherungspflicht für Straßenbäume ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Straßenverkehrssicherungspflicht auch Gefahren durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste betrifft“, berichtet Andersen.
Und weiter: „Die USA haben mit FMVSS 216a eine explizite Dachfestigkeitsregel. Ziel ist nicht die Abdeckung des Falles ‚Baumsturz’, sondern der Schutz des Überlebens-


TOTALSCHADEN
Mehrere „Treffer“ haben die Dachpartie der A 290 so stark demoliert, dass Andersens Alpine nicht mehr verkehrssicher zu reparieren ist.
raums bei Überschlägen. Diese Unfallart passiert in den USA offenbar häufig genug, dass der Gesetzgeber sich veranlasst sah, diesen Lastfall in eine Vorschrift zu überführen“.
In Europa hingegen „gibt es für normale Pkw meines Wissens keinen direkt vergleichbaren verpflichtenden Roof-Crash-Test nach dem Muster FMVSS 216a“, so Andersen. „Die EU-Typgenehmigung ist umfassend geregelt; Euro-NCAP prüft Frontalcrash, Seitenaufprall, Pfahlaufprall, Far-Side, Whiplash, Rettung/Extraktion und weitere Szenarien –aber keinen isolierten Dachquetschtest wie FMVSS 216a“.
Lob für die Karosseriestruktur
Das jedoch will Andersen keinesfalls als Schuldzuweisung verstanden wissen: „Die eigentliche Lehre ist nicht: Baut noch steifere Autos. Die Lehre ist: Erkennt Gefahren früher und plant immer resilient sowie redundant. Auch wenn es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Denn reine Gesetzeserfüllung taugt nicht als Basis für eine Unternehmensstrategie“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Ausdrücklich hebt Andersen denn auch hervor: „Dass mein Fahrzeug mich geschützt hat, spricht für konstruktive Reserven der Sicherheitszelle – nicht dafür, dass dieser Sonderfall regulatorisch sauber abgedeckt werden müsste“.

SPUREN DER GEWALT
Auch zahlreiche Glas- und Holzsplitter auf der Rückbank des Unglücksfahrzeugs zeugen von der Wucht des Aufeinandertreffens von Ast und Auto.
Beim Goodwood Festival of Speed zeigte Alpine stolz die Stromer-Studie A 110 Future – ein flaches, zweisitziges Coupé mit 800-Volt-Batteriesystem.
Drei kernige Verbrenner des Typs A 110 nannte Alpine-Fan Andersen bereits sein Eigen. Nach dem Totalschaden an der A 290 warten er und seine Gemahlin jetzt zunächst auf die Auslieferung eines Volkswagen FLOTTE FLUNDER
ID. 7 als Limousine. Auf lange Sicht allerdings hegt der Norddeutsche andere Pläne: „Das Sportwagenkonzept A 110 Future, wie es Alpine jüngst beim Goodwood Festival of Speed präsentiert hat, wird so, wie ich mir eine automobile Leichtathletin des 21. Jahrhunderts vorstelle – kompakt, leichtgewichtig aufgrund einer Aluminiumkarosserie wie beim Vorgänger, mit leistungsstarkem batterieelektrischen Antrieb“.
Andersen betont: „Das sind wichtige Ingredienzen für eine überzeugende Querdynamik und viel nachhaltigen Fahrspaß.“
ADEL VERPFLICHTET
Die altehrwürdige englische Marke MG Motor gehört seit 2007 zu SAIC aus China. Beim Goodwood Festival of Speed hat das Label zwei E-Autostudien vorgestellt – unter den gestrengen Blicken des Duke of Richmond.

Der
Der traditionsreiche Autohersteller MG Motor deutet mit zwei rein elektrisch angetriebenen Konzeptfahrzeugen den Ausbau seiner Modellpalette an. Auf das volumenträchtige B-Segment zielt der kompakte MG GO!, den das zum chinesischen SAIC-Konzern zählende Unternehmen gerade im südenglischen Goodwood enthüllt hat. Dort, im Rahmen des weltweit beachteten Festival of Speed, hatte mit dem MG Cyber Concept zudem das potenzielle Flaggschiff der Marke im D-Segment Premiere. Ein sogenannter Tech Day in der britischen Hauptstadt London lieferte flankierende Updates zu Antriebs-, Batterie- und Software-Projekten der einst als Morris Garages bekannten Marke. Immerhin, die Entwicklung des 1923 im urbritischen Oxford gegründeten Labels unter inzwischen chinesischer Führung stimmt Charles Gordon-Lennox höchstselbst zuversichtlich. „Well done, fine prospects“, antwortet der elfte Duke of Richmond auf die Frage von electricar nach seiner Einschätzung zum Revival von MG Motor sowie zur künftigen Produkt- und Designstrategie.
Der so PS- wie kilowattaffine Herzog ist Veranstalter des Goodwood Festival of Speed und Hausherr auf jenem weitläufigen Anwesen, das unter anderem einem mit Strohballen gesicherten Rennkurs sowie dem großzügig bemessenen MG-Motor-Stand viel Platz bietet.
Der Mensch im Mittelpunkt
Über das „Gut gemacht, prima Perspektiven“ des Dukes freut sich Jozef Kaban, als Vizepräsident verantwortlich für das Global Design Center von SAIC Motor. „Ein wertvolles Lob, wir

ZURÜCK
IN DIE ZUKUNFT
Kompaktes Akkuauto MG Go! mit seinen retro-futuristischen Designelementen.
wollen die Herzen der Menschen erreichen“, lässt der Chefstylist die Redaktion in Goodwood wissen. „Dafür setzen wir bei unseren Fahrzeugen ganz gezielt auf starken Charakter und Identität sowie auf smarte Technologie und Innvovation“, so die frühere VW-Führungskraft.
Als aktuelles Beispiel für diesen Ansatz nennt Kaban den MG Cyber Concept. Das stattliche SUV prägen dem Designer zufolge „kraftvolle Proportionen“ ebenso wie eine Reihe „sportlicher Details“. MG Motor wolle mit dieser Kombination eine „zeitgemäße Interpretation von Elektromobilität“ liefern. Im Unternehmen heißt es dazu: „Das Konzeptfahrzeug vereint Fahrdynamik und Alltagstauglichkeit und wurde für unterschiedlichste Einsatzbereiche – vom Stadtverkehr bis zur Langstrecke – entwickelt“.
Modelle mit markanter Identität
Ausdrücklich erhebe MG Motor „den Anspruch, Leistung, Funktionalität und Design in einem Fahrzeug zu vereinen“. Die Idee dahinter beschreibt Jozef Kaban so: „Unser Ziel ist es, Fahrzeuge mit einer starken Identität zu schaffen, die Menschen sofort erkennen und zu denen sie eine emotionale Verbindung entwickeln“.
All das dürfte MG Motor gleichfalls mit dem Schrägheckstromer Go! gelingen, wenn im

NEXT TOPMODEL
Das Elektro-SUV Cyber Concept soll einen leistungsstarken Antrieb bekommen.
kommenden Jahr dessen Serienversion startet. Der Hersteller zeigt sich schon jetzt optimistisch: „Das Konzeptfahrzeug verbindet eine moderne, eigenständige Designsprache mit charakteristischen Elementen klassischer MG-Modelle und interpretiert das sportliche Erbe der Marke zeitgemäß neu“, heißt es offiziell.
Auffällig klare Linien kennzeichnen den MG Go!, der zudem „retro-futuristische Designelemente“ (Kaban) trägt. Rund um technische Daten wie Akkukapazität und Drehmoment hält sich MG Motor noch bedeckt. Den Antrieb des Cyber Concept dürfen Interessenten nach offizieller Darstellung als „leistungsstark“ erwarten.
Hightech für Plug-in-Hybride
Zu den Motorisierungen der Zukunft werden bei MG Motor neben reinen E-Maschinen weiterhin auch Plug-in-Hybridsysteme gehören. So sind Informationen vom Tech Day in London zufolge neu entwickelte 1,1und 1,5-Liter-Turbobenziner zu erwarten. Ein spezielles Hybridgetriebe soll die Funktionen Power Split – die intelligente Leistungsverteilung zwischen Verbrennungsmotor und E-Maschinen – und Motor Decoupling, den Mechanismus zur Trennung des Generators im reinen Elektrobetrieb, ermöglichen.
Die Solid-Core-Batterietechnologie für Modelle der Generation Plug-in-Hybrid+ wiederum stellt „den nächsten Schritt der Elektrifizierungsstrategie“ von MG Motor dar. Das Unternehmen verspricht sich davon etwa „stabilere Reichweite und konstante Fahrleistungen – auch bei niedrigen Temperaturen oder geringem Ladezustand“.


Designer Jozef Kaban am Modell des MG Go! und als Redner beim Tech Day in London.
IM BLICKPUNKT
Marken, Modelle und Services mit besonderer Relevanz für die Elektromobilität
Software & User
Experience: Xpeng
Bei Xpeng zeigt sich Software nicht nur in großen Displays, sondern in der Art, wie Bedienung, Vernetzung und Assistenzfunktionen zusammengeführt werden. Die Marke tritt mit einem klaren Technikprofil auf und macht digitale Funktionen über mehrere Modelle hinweg zu einem zentralen Bestandteil des Nutzererlebnisses. Das hauseigene Betriebssystem XOS bündelt Navigation, Fahrzeugsteuerung, Medien, App-Anbindung und Sprachbedienung in einer zentralen Bedienoberfläche.
Je nach Modell kommen digitale Instrumente, zentrale Touchscreens, Apple Carplay, Android Auto, Remote-Funktionen über die Xpeng-App und regelmäßige Over-the-Air-Updates hinzu. Wichtig ist

Elektromobilität verändert sich keineswegs nur über neue Fahrzeuge, sondern auch über Themenfelder wie Software, Sicherheit, Service, Ladeleistung und Marktpräsenz. Dadurch rücken Hersteller in einzelnen Bereichen stärker in den Vordergrund, ohne dass daraus automatisch ein Gesamturteil über die Marke entsteht. Auf dieser Doppelseite stellt die electricar-Redaktion zwei Unternehmen vor, die im aktuellen Marktumfeld durch ein klares Profil auffallen. Die Auswahl basiert auf einer redaktionsinternen Analyse der vergangenen Monate. Bewertet wurden unter anderem technische Ent-

dabei, dass diese Elemente nicht nur als einzelne Ausstattungsdetails auftreten, sondern als vernetztes Bedienkonzept. Auch die Assistenzsysteme sind eng in dieses Bedienkonzept eingebunden: Sensorik, Kameras, Fahrerinformationen und Fahrfunktionen werden über Software koordiniert und können durch Updates weiterentwickelt werden. Xpeng wirkt bei Software und Nutzererfahrung besonders reif, weil die Marke digitale Bedienung, Konnektivität, Updatefähigkeit und Assistenz nicht getrennt betrachtet, sondern konsequent als Kern des E-Autos versteht.

ALLES
VERNETZT
Vom Touchscreen bis zur Sprachsteuerung: Xpeng bündelt alle digitalen Funktionen in einem eigens entwickelten Betriebssystem.
Unsere Analyse zeigt,
wo ein Hersteller besondere
Akzente setzt.
wicklungen, strategische Ausrichtung, Sichtbarkeit im Markt, Kundennähe und das Potenzial, den Alltag der Elektromobilität spürbar zu verbessern. Im Mittelpunkt steht daher keine klassische Testsituation, sondern eine Einordnung konkreter Stärken. Die Empfehlung bezieht sich jeweils auf die genannte Kategorie und zeigt, in welchen Bereichen ein Hersteller derzeit besonders klar profiliert ist – etwa durch innovative Technik, ein breites Angebot, zuverlässige Services oder eine konsequente Marktstrategie.
Preis/Leistung: MG
Preis und Leistung greifen bei MG besonders klar ineinander. Die Marke ist in mehreren Segmenten mit Modellen vertreten, die vergleichsweise günstig erhältlich sind und dennoch wichtige Eigenschaften für den Alltag abdecken.
Der MG4 EV Urban steht dafür exemplarisch: Der vollelektrische Kompaktwagen startet bei 24.990 Euro zuzüglich Überführung und liegt damit in einem vergleichsweise

niedrigen Preisbereich. Das Angebot der Marke reicht jedoch deutlich über dieses Modell hinaus. MG bietet inzwischen kompakte Elektroautos, SUV, Plug-in-Hybride sowie größere und stärker ausgestattete Baureihen an. Entscheidend ist die Verbindung
SO ENTSCHEIDET DIE REDAKTION
Für die Redaktionsanalyse sammelt die electricar-Redaktion Kandidaten in verschiedenen Kategorien. Anschließend werden zu diesen Unternehmen Fakten und aktuelle Entwicklungen zusammengetragen und eingeordnet. Abschließend bestimmt die gesamte Redaktion den „Aufsteiger des Jahres“ in der jeweiligen Kategorie. Das Ergebnis ist eine redaktionelle Entscheidung, die auf geprüften Informationen und gemeinsamer Einordnung basiert.

aus Preis, Nutzwert und Ausstattung. Dazu zählen ordentliche Reichweiten für den Alltag, Assistenzsysteme, moderne Infotainmentlösungen sowie eine Herstellergarantie von bis zu sieben Jahren beziehungsweise maximal 150.000 Kilometern. Hinzu kommt, dass MG seit der Rückkehr auf den deutschen Markt im Jahr 2021 sein Modellangebot und sein Vertriebsnetz deutlich ausgebaut hat.
Der Hersteller führt Preis, Ausstattung und Nutzwert über mehrere Modellklassen hinweg ausgewogen und konsequent zusammen.

PREISWERT ELEKTRISCH MG punktet segmentübergreifend mit dem Zusammenspiel aus Preis, Nutzwert und Ausstattung.
[BEST IN CLASS AWARD 2027]
EXTRAKLASSE NOMINIERT

Text: Armin Grasmuck

Elf Kategorien, knapp 100 Modelle und
Marken: Die Auswahl der herausragenden
E-Fahrzeuge belegt, dass sich der Wettbewerb in allen Segmenten nachhaltig verschärft hat. Wer hier vorfährt, hat auch die Chance, beim Fachpreis BEST IN CLASS zu triumphieren.

Dieser Preis ist heiß – in jeder Hinsicht. Auch die Mitglieder der Jury von BEST IN CLASS bekommen es zu spüren. Im Konferenzraum des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der TU München steigt spätestens am Nachmittag spürbar die Temperatur. Weil draußen die Sonne unerbittlich auf den Münchner Vorort Garching knallt, mehr als 30 Grad im Schatten. Und weil am langen Konferenztisch leidenschaftlich argumentiert und diskutiert wird. BEST IN CLASS, die besten Elektroautos des Jahres – am Ende geht es optisch und inhaltlich auch um Feinheiten. Dem hochkarätig besetzten Gremium, das die herausragenden Fahrzeuge und Marken kürt, gehören für die dritte Auflage des einzigartigen Fachpreises wie folgt an: Autorin und Unternehmerin Beatrice Bohlig, Starmoderator Christian Clerici, Matthias Groher, der Chef des Instituts Neue Mobilität, Verleger Harald Gutzelnig, Unternehmerin Ursula Kloé, KebaCEO Christoph Knogler, Kurt Sigl, der langjährige Präsident des Bundesverbands E-Mobilität, Smart-Erfinder Johann Tomforde und Kongressmanagerin Astrid Witzany sowie der Autor dieser Zeilen. Auch das Votum der electricar-Leser wird berücksichtigt.

Neu in der Jury ist Michael Jost, einst Chefstratege im VW-Konzern und heute als Unternehmer tätig. „Ich durfte im vergangenen Jahr einen Sonderpreis entgegennehmen“, sagt Jost: „Es hat mich begeistert, hier von Gleichgesinnten, Überzeugten und Menschen, welche die Zukunft gestalten wollen, umgeben zu sein.“
Klasse für Klasse
Der Fachpreis BEST IN CLASS, den electricar in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Mobilität präsentiert, ermittelt die Sieger des Jahres in elf Kategorien. Bewertet werden alle angebotenen E-Modelle anhand ihrer Spezifikationen. Effizienz und Nachhaltigkeit stehen hier genauso im Fokus wie die klassischen Werte in den Bereichen

Fahrleistung, Komfort und Qualität – vom Einstiegsmodell bis zur Limousine im Luxussegment.
Die herausragenden Fahrzeuge werden in diesen Kategorien bewertet:
• Das beste E-Auto der Klasse Kleinwagen/Kleinstwagen
• Das beste E-Auto der Kompaktklasse
• Das beste E-Auto der Mittelklasse
• Das beste E-Auto der oberen Mittelklasse/Oberklasse
• Das beste E-Auto bis 25.000 Euro
Award am Hockenheimring
Stark frequentiert sind die Einreichkategorien, für die sich Autohersteller und andere Produzenten aus dem Bereich der Elektromobilität in Eigeninitiative mit ihren Modellen und Projekten beworben haben. „Bestes Design“, Bestes Familienfahrzeug“, Bestes Stadtfahrzeug“ sowie „Newcomer der E-Mobilität“ und „Best Global Brand“ sind die Auszeichnungen in diesen Sonderklassen.
BEST IN CLASS: Alle Preisträger werden am 16. Oktober im Rahmen des e4 Testival in der Boxengasse des legendären Hockenheimrings veröffentlicht und gebührend gefeiert. Die mitunter auch kontrovers geführten Debatten in der Jury versprechen würdige Preisträger.


BEST IN CLASS: Die Jury des einzigartigen Fachpreises trifft sich am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der Technischen Universität München, um die herausragenden E-Modelle dieses Jahres zu diskutieren.
Mehr Infos unter best-in-class-award.de
KLEIN/KLEINSTWAGEN










KOMPAKTKLASSE










MITTELKLASSE










OBERE MITTELKLASSE










E-AUTOS BIS 25.000 EURO









STADTAUTOS










FAMILIENAUTOS










FLOTTENAUTOS










BESTES DESIGN





(€ inkl USt)




€
€
NEWCOMER
Der chinesische Hersteller nimmt mit einer breiten Modelloffensive und starkem Wachstum in Europa Fahrt auf – vom Kleinstwagen bis zum luxuriösen SUV.

Moderne Technik, futuristisches Design: Xpeng plant mit neuen Modellen und wachsendem Händlernetz eine deutliche Expansion für den deutschen Markt.

Die Premiummarke aus dem Hause BYD setzt auf einzigartiges Design, neue Technologie, herausragende Ladeleistungen – und ein global definiertes Markenbild.

Mit Modellen wie X, 001 und 7X startet die Edelmarke des chinesischen Autogiganten Geely in Deutschland. Auch hier gilt: Top-Technik, stark an der Ladesäule.

€

Der US-Hersteller punktet mit großen Reichweiten und starkem Technikprofil. Erste Aufmerksamkeit erzielt der Lucid Air, weitere Modelle sollen folgen.
BEST GLOBAL BRAND
N O MI NI E R T
Die Marke der Traumbauer (Build Your Dreams) gewinnt international stark an Bedeutung. Im renommierten Kantar BrandZ Automotive Ranking liegt BYD 2026 bereits auf Platz fünf. Die Entwicklung spiegelt das außergewöhnliche Tempo des chinesischen Produzenten im Markt der E-Mobilität wider. Besonders stark ist BYD bei Elektro- und Plug-in-Hybrid-Modellen. Auch die internationale Expansion, vor allem in Europa, stärkt die Marke. Für die Branche ist BYD längst kein Nischenplayer mehr. Vielmehr punktet der Anbieter mit dem Ruf des globalen Wachstumstreibers.

Die moderne Automobilmarke des Premiumsegments kommt aus Südkorea und gehört zur Hyundai Motor Group. Genesis steht für Luxus, Innovation und elegantes Design. Der Hersteller bietet hochwertige Limousinen und SUV an. Besonders bekannt ist Genesis für moderne Technologie und hohe Qualität. Die Fahrzeuge überzeugen durch gediegenen Komfort und Sicherheit, weltweit gewinnt die Marke stetig mehr Kunden. Sie hat bereits diverse internationale Design- und Qualitätsauszeichnungen erhalten. Auch dank der starken Markenauftritte wird Genesis oft als eine der besten globalen Automarken angesehen.
Die Marke steht für französische Ingenieurskunst und breite Alltagstauglichkeit. Besonders stark präsentiert sich Renault im Bereich E-Mobilität und Hybridtechnik. Mit Modellen wie R5 E-Tech, Scénic E-Tech und Clio treibt die Marke ihre Offensive voran – Innovation mit bezahlbarer Mobilität. Weltweit wächst die Marke weiter und stärkt ihre internationale Präsenz. Auch im Bereich Nutzfahrzeuge zählen die Franzosen zu den wichtigen Anbietern. Die Strategie lautet Effizienz, Design und nachhaltige Technologien. Damit bleibt Renault global relevant im Automarkt.
Traditionell zählt das japanische Unternehmen zu den erfolgreichsten Automobilmarken der Welt. Toyota ist für Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bekannt. Mit innovativen Hybridfahrzeugen werden zudem Maßstäbe im Umweltschutz gesetzt. Die Marke investiert stark in Elektromobilität und Wasserstofftechnologie. Toyota genießt weltweit das Vertrauen von Millionen Kunden, gilt in vielen Ländern als führend auf dem Automobilmarkt. Das gute Markenimage basiert auf zahlreichen Innovationen und hoher Kundenzufriedenheit.

Das chinesische Unternehmen hat sich als eine der führenden globalen Marken für intelligente Elektrofahrzeuge etabliert. Es steht für innovative Technologie, modernes Design und hohe Qualität. Mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen setzt Xpeng neue Maßstäbe in der Mobilität. Die Fahrzeuge überzeugen durch große Reichweiten und leistungsstarke Batterien. Auch investiert der Hersteller kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. Durch innovative Software und intelligente Vernetzung bietet Xpeng ein modernes Fahrerlebnis.
ANGREIFER AUS
Leapmotor ist mit drei herausragenden
Modellen beim Award
BEST IN CLASS prominent vertreten.
Leapmotor B05
Der B05 zeigt deutlich, wie viel Auto Leapmotor fürs Geld bietet. Das Fließheckmodell der Kompaktklasse setzt auf einen Heckantrieb mit einer Leistung von 218 PS und eine Batterie mit einer Kapazität von 56,2 kWh, die bis zu 401 Kilometer WLTP-Reichweite ermöglicht. Damit schafft der B05 den Spagat zwischen täglicher Pendelstrecke und Wochenendausflug souverän, ohne dass im Alltag häufige Ladestopps nötig werden. Der Kofferraum fasst 295 Liter, das Platzangebot im Innenraum profitiert von der eigens entwickelten Plattform.
Preislich platziert sich der B05 mit einem Einstiegspreis von 27.900 Euro deutlich unter vielen etablierten Wettbewerbern – ein Angebot, bei dem das Markenvertrauen erst noch wachsen muss, das aber genau deshalb Bewegung ins Segment bringt. Der Marktstart erfolgte im Mai 2026. Der B05 verbindet

Elektromobilität verändert sich keineswegs allein durch neue Fahrzeuge. Entscheidend sind auch Entwicklungen bei Software, Preisgestaltung, Service, Ladeleistung und Marktpräsenz. In diesem Umfeld hat sich Leapmotor innerhalb kurzer Zeit einen Namen gemacht. Der Hersteller entwickelt zentrale Bausteine seiner Autos selbst – von der Elektroarchitektur über die Antriebstechnik bis zur Software – und kann dadurch Technik anbieten, die sonst Fahrzeugen höherer Klassen vorbehalten ist.

kompakte Abmessungen mit alltagstauglicher Reichweite und eignet sich deshalb sowohl für den Stadtverkehr als auch für längere Strecken. Ein Auto also, das sich keineswegs auf eine einzige Nutzungsform festlegen lässt und gerade deshalb für jene interessant ist, die mit nur einem Auto auskommen.

ZWEIFACH NOMINIERT
Der Leapmotor B05 geht beim BEST IN CLASS Award 2027 in den Kategorien Kompaktklasse und Stadt ins Rennen.
SCHLICHT GEHALTEN
Der B05 präsentiert sich als kompakter Fünftürer mit abfallender Dachlinie und durchgehender Heckleuchtenleiste.

ASIEN
Der Vertrieb in Europa basiert auf der Zusammenarbeit mit Stellantis, Kunden profitieren von einem stabilen Händler- und Servicenetz. Wie breit die Marke mittlerweile aufgestellt ist, zeigt der Award BEST IN CLASS 2027, für den gleich drei Modelle von Leapmotor nominiert sind. Vom kompakten Fließheckmodell über das familientaugliche SUV bis zum geräumigen Mittelklassemodell deckt der Hersteller sehr unterschiedliche Bedürfnisse ab, ohne dabei sein Grundversprechen aufzugeben: viel Technik für vergleichsweise wenig Geld. Das macht deutlich, dass der vehemente Markteintritt in Europa kein Zufall ist, sondern einer sorgfältig durchdachten Modellstrategie folgt.

Leapmotor B10
Der B10 erweitert das Angebot von Leapmotor um ein ausgesprochen praktisches Kompakt-SUV, das den Nutzwert klar in den Vordergrund stellt. Der Elektromotor leistet 218 PS und treibt die Hinterräder an, die 56,2-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 361 Kilometer WLTP-Reichweite, und mit 420 Litern Stauraum bietet der B10 eine hohe Alltagstauglichkeit für Familien. Die erhöhte Sitzposition, das großzügige Raumgefühl und eine bereits umfangreiche Basisausstattung machen ihn zu einem ernst zu nehmenden Angebot für preisbewusste Käufer.
Der Einstiegspreis liegt bei 29.900 Euro, in Deutschland ist das Modell seit September 2025 erhältlich. Im Alltag zeigt sich, worauf das Konzept zielt: Es bleibt ausreichend Platz für Kindersitze, Einkäufe und

Leapmotor C10


PLATZ FÜR ALLE
Der B10 ist beim BEST IN CLASS Award 2027 in der Kompaktklasse und in der Kategorie Familie nominiert.
Reisegepäck, während sich das Fahrzeug im Stadtverkehr weiterhin handlich und übersichtlich bewegen lässt. Der B10 macht damit deutlich, dass der attraktive Einstiegspreis und ein durchdachter Nutzwert keineswegs widersprüchlich sind. Im Gegenteil: Bei entsprechender Entwicklungsarbeit lassen sich beide sogar ausgesprochen gut miteinander verbinden.
Der C10 ist das Mittelklassemodell von Leapmotor, das mit viel Platz und viel Leistung punktet. Der Elektromotor leistet 160 kW (218 PS) und treibt die Hinterräder an, die 69,9-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 420 Kilometer WLTP-Reichweite. Mit 435 Litern Kofferraumvolumen gibt sich der C10 im Alltag betont praktisch und variabel. Auch das großzügige Platzangebot im Fond unterstreicht seinen Anspruch als komfortables Familienfahrzeug. Dazu kommt eine Ausstattung, die von der Materialauswahl über das digitale Cockpit bis zu den Assistenzsystemen ein Niveau erreicht, das man in dieser Preisklasse nur selten findet.
Der Einstiegspreis liegt bei 37.600 Euro. Gerade in einem Segment, in dem die Konkurrenz besonders dicht ist, zeigt der C10 deutlich, wie stark Leapmotor technisch unterwegs ist und wie ernst die Marke ihren Anspruch auf einen Stammplatz in Europa nimmt.

TOP-SEGMENT
Der C10 tritt beim BEST IN CLASS Award 2027 in der Kategorie Mittelklasse an.

GUMMI MIT GRIPS
Neue Mischungen, neue Profile: Was die aktuelle Reifengeneration für Stromer möglich macht.

Text: Philipp Lumetsberger
Lange galt der Reifen als unscheinbares Bauteil am Auto: schwarz, rund, irgendwann abgefahren. Mit der Elektromobilität hat sich dieser Blick gewandelt. Zwar hängt die Reichweite eines Stromers von vielen Faktoren ab – vom Fahrstil über Aerodynamik bis zur Außentemperatur. Doch der Reifen spielt dabei eine größere Rolle, als lange angenommen. Er entscheidet mitunter darüber, wie effizient ein E-Auto rollt, wie leise es unterwegs ist und wie sicher es bremst.
Aus dem einstigen Verschleißteil ist ein hochtechnologisches Produkt geworden. Die Hersteller bringen derzeit eine Reifengeneration auf den Markt, die zeigt, wie viel Entwicklungsarbeit heute in den vier handtellergroßen Kontaktflächen steckt, mit denen ein Auto überhaupt den Boden berührt.
Andere Ansprüche
Elektroautos stellen besondere Ansprüche. Aufgrund der Batterie sind viele Elektroautos schwerer als vergleichbare Verbrenner. Ihr Antrieb liefert das volle Drehmoment aus dem Stand. Und weil kein Motorgeräusch mehr alles übertönt, fällt jedes Abrollgeräusch stärker auf. Vor allem aber wirkt sich der Rollwiderstand direkt auf die Reichweite aus. Ein Reifen mit geringerem Rollwiderstand verlängert die Strecke pro Ladung spürbar. Ein schlechter Wert lässt dagegen Energie ungenutzt in Wärme verpuffen. Gleichzeitig muss die Lauffläche das hohe Gewicht und
die kräftigen Antriebsmomente aushalten, ohne vorzeitig zu verschleißen. Diese Anforderungen stellen die Reifenentwicklung vor besondere Herausforderungen.
Damit steht die Reifenentwicklung vor einem alten Zielkonflikt. Wer den Rollwiderstand senkt, riskiert traditionell Einbußen bei der Nasshaftung oder der Laufleistung. Wer maximalen Grip will, zahlt mit höherem Verbrauch. Und wer auf lange Haltbarkeit setzt, muss oft bei der Effizienz zurückstecken. Genau an diesem Zielkonflikt zwischen Effizienz, Sicherheit und Haltbarkeit arbeiten die Hersteller. Die aktuellen Produkte zeigen, dass sich die alten Kompromisse zunehmend auflösen lassen. Neue Gummimischungen, ausgeklügelte Profile und eine überarbeitete

Worauf es bei Reifen für Elektroautos ankommt
Ein Reifen mit wenig Rollwiderstand verlängert die Reichweite spürbar.
Winter- oder Ganzjahresreifen, Sommeroder Spezialpneu? Bei der Auswahl liefert das EU-Reifenlabel wichtige Anhaltspunkte. Die Effizienzklasse gibt Auskunft über den Rollwiderstand, der die Reichweite spürbar beeinflussen kann. Wichtig sind außerdem der Tragfähigkeitsindex, da viele Stromer vergleichsweise schwer sind, sowie die Geräuschklasse. Ein guter Reifen verbindet möglichst geringen Rollwiderstand mit sicherem Grip und hoher Laufleistung – ganz gleich, welcher Antrieb ihn bewegt.

SPORTLICH UND SPARSAM
Der Michelin Pilot Sport 5 Energy verbindet gute Effizienzwerte mit präzisem Handling, dank der Lauffläche aus zwei Gummimischungen.
EFFIZIENT DURCH DIE KALTE JAHRESZEIT
Der neue Winterreifen von Hankook ist in über 160 Dimensionen für Pkw und SUV erhältlich und kombiniert sicheren Grip auf Schnee mit geringem Rollwiderstand.
Reifenarchitektur machen möglich, was vor wenigen Jahren noch als unvereinbar galt.
Michelin: EU-Label mit Bestnote Wie weit die Entwicklung ist, zeigt Michelin mit dem Primacy 5 Energy. Das EU-Reifenlabel bewertet Reifen in drei Kategorien: Rollwiderstand, Nasshaftung und externes Rollgeräusch. Mehr als 80 Prozent der für den Ersatzmarkt angebotenen Dimensionen erreichen laut Michelin in allen drei Kategorien die Bestnote A. Damit ist er laut Michelin der erste Sommerreifen der Premiumklasse dieser Marke mit AAA-Bewertung.
Für E-Fahrer ist vor allem die gute Effizienzklasse interessant, denn sie bringt gegenüber einem Reifen mit höherem Rollwiderstand mehr Reichweite pro Ladung. Möglich macht das eine neue Gummimischung samt optimierter Reifenarchitektur. Auch der Bremsweg auf nasser Fahrbahn soll sich laut dem französischen Reifenhersteller verbessert haben – und das nicht nur im Neuzustand, sondern bis nahe an die gesetzliche Mindestprofiltiefe. Dass Effizienz und Fahrspaß kein Widerspruch sein müssen, zeigt der parallel entwickelte Pilot Sport 5 Energy. Fast alle Dimensionen des Hochleistungsreifens erreichen laut Michelin bei Rollwiderstand und Nasshaftung jeweils die Klasse A. Möglich macht das eine Lauffläche aus zwei Gummimischungen: außen für die Abriebfestigkeit, in der Mitte für den Grip bei Nässe und Trocken-

heit. Fünf Jahre Entwicklungszeit stecken in dem Reifen. Er belegt, dass sich auch leistungsstarke Fahrzeuge sparsamer bewegen lassen, ohne dass der Fahrer auf präzises Handling verzichten muss.
Continental: Nach Maß
Einen anderen Ansatz verfolgt der deutsche Reifenhersteller Continental. In Zusammenarbeit mit Renault entstand auf Basis des Eco Contact 7 ein maßgeschneiderter Reifen. Sein Rollwiderstand liegt deutlich unter dem Wert, der für die Bestnote im EU-Label nötig wäre. Laut Continental bringt das bei einer Batteriereichweite von 500 Kilometern rund 30 zusätzliche Kilometer pro Ladung. Erreicht wird das durch eine modifizierte Laufflächenmischung, ein angepasstes Seitenwandkonzept und eine optimierte
Reifenhersteller
und Fahrzeugbauer entwickeln immer häufiger gemeinsam neue Pneus.
Konstruktion. Dieser Fall steht für einen klaren Trend: Reifenhersteller und Fahrzeugbauer arbeiten immer enger zusammen. So entstehen Reifen, die gezielt auf die Anforderungen eines Fahrzeugherstellers oder einzelner Fahrzeugkonzepte abgestimmt sind.
Hankook: Effizienz auch im Winter Im Winter ist die Reifenfrage besonders heikel, denn die Reichweite bricht in der kalten Jahreszeit ohnehin ein. Genau hier setzt Hankook mit dem Winter Icept Evo 4 an. Durch eine niedrigere Vulkanisierungstemperatur und eine gleichmäßigere Silicaverteilung in der Laufflächenmischung senkten die Inge-
nieure den Rollwiderstand. Ein überarbeitetes Profil mit diagonal angeschnittenen Blöcken reduziert zudem das Abrollgeräusch. Laut Hankook steigt die Laufleistung gegenüber dem Vorgänger um bis zu 15 Prozent. Angeboten wird der Reifen in mehr als 160 Dimensionen für Pkw und SUV. Damit deckt der Reifenhersteller ein breites Spektrum aktueller Pkw und SUV ab.
Leiser und nachhaltiger
Neben Reichweite und Sicherheit gewinnt ein weiterer Aspekt an Bedeutung: der Komfort. Da das Motorgeräusch im E-Auto fehlt, tritt das Abrollgeräusch der Reifen stärker in den Vordergrund. Moderne Profildesigns und akustisch optimierte Konstruktionen sorgen deshalb für ein leiseres Fahrerlebnis. Parallel setzen die Hersteller verstärkt auf nachhaltige Materialien und eine hohe Laufleistung. Denn ein Reifen, der seltener ersetzt werden muss, schont Ressourcen und senkt die Kosten. Effizienz, Sicherheit, Komfort und Nachhaltigkeit rücken so immer näher zusammen. Über den richtigen Weg sind sich die Hersteller uneins. Einige setzen gezielt auf spezialisierte


Reifen für Elektroautos. Andere verabschieden sich bewusst von dieser Sonderkategorie. Bridgestone verfolgt zunehmend einen antriebsübergreifenden Ansatz und entwickelt Reifen, die für Verbrenner, Hybride und Elektroautos geeignet sind. Das vereinfacht den Handel. Und es gibt dem Kunden die Sicherheit, unabhängig vom Antrieb den passenden Reifen zu finden. Pirelli geht wiederum mit der Sensorik im Reifeninneren einen Schritt in Richtung einer vernetzten Zukunft. Dabei melden die Reifen selbst Daten an das Fahrzeug.
Neue Vorgaben
für den Abrieb
Für Autofahrer heißt das vor allem: Die Auswahl wird größer und besser. Neue Reifengenerationen sollen den Rollwiderstand senken, ohne Grip und Haltbarkeit wesentlich zu beeinträchtigen. Selbst sportliche und winterliche Reifen holen mehr aus jeder Ladung heraus. Zusätzlichen Schub geben die neuen EU-Vorgaben. Mit der Euro-7-Verordnung rückt erstmals auch der Reifenabrieb regulatorisch in den Fokus. Die entsprechenden Vorgaben für neue PkwReifentypen sollen ab Juli 2028 gelten. Das ist ein weiterer Anreiz, Reifen noch effizienter und langlebiger zu machen.
AUF REICHWEITE GETRIMMT
Für diesen Reifen passte Continental Gummimischung, Seitenwand und Konstruktion gezielt an – laut Hersteller bringt das spürbar mehr Kilometer pro Ladung.
TREFFPUNKT DER BRANCHE
Rund 400 Aussteller aus 33 Ländern und etwa 14.600 Fachbesucher aus 110 Ländern: Die The Tire Cologne hat in diesem Juni erneut bestätigt, dass sie die internationale Leitmesse der Reifenund Räderbranche ist. Im Fokus standen Effizienz, Kreislaufwirtschaft und die neuen Reifengenerationen für die E-Mobilität. Auch electricar war vor Ort und hat sich die Neuheiten angesehen. Die nächste Ausgabe folgt 2028 wieder in Köln.



Limousine kompakt: Der Leapmotor B05 besticht mit Charme, Charakter und modernem Design.
Text: Armin Grasmuck
D FLOTT MIT FORMAT
ieses Modell lässt keinen kalt. Bereits auf der IAA Mobility im vergangenen Herbst, als der Leapmotor B05 zum ersten Mal öffentlich präsentiert wurde, sorgte er für Furore. Flotte Attitüden, innen wie außen fein gezeichnet – und erst der Preis ... Keine Frage, diese Limousine des kompakten Formats hat das gewisse Etwas. Höchste Zeit, dass wir zum ersten Praxistest aufbrechen.
Wir fahren den B05 in der DesignVariante. Im Vergleich zur Basisversion Life ist dieses Fahrzeug höherwertig ausgestattet: größere Batterie, Panoramaglasdach, elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze, getönte Seitenscheiben, ein Soundsystem mit zwölf Lautsprechern und einiges mehr. Der Stromer von Leapmotor schafft etwas, das in dem traditionell hart umkämpften Segment der Kompakten relativ schwierig ist. Er punktet auf seine Art – mit dem modern wirkenden, frischen und pfiffigen Design, das sich auf den ersten Blick von den Mitbewerbern absetzt. Sportlich, elegant, der spezielle Chic mit einem Hauch von Coupé.
Einfach stilvoll
Flach, breit und entsprechend dynamisch wirkt die Front des B05, das Logo zentral auf der Haube platziert. Scharf blitzen
die schmalen Scheinwerfer, dagegen erscheinen die darunter liegenden Lufteinlässe kraftvoll. Die markanten Leichtmetallfelgen in 19 Zoll unterstreichen die Ambitionen dieses Durchstarters.
Zu dem Modell passt die sanft fließende, leicht nach hinten abfallende Dachlinie mit dem großen Spoiler an der hinteren Kante ebenfalls perfekt. Klar und dezent ist das Heck gestaltet – die Rückleuchten mit einem quer durchlaufenden Lichtband verbunden, darunter prominent der Schriftzug der Marke. Einfach, und einfach stilvoll. Auch auf diese Weise bekommt der B05 die besondere Note.
Genug gelinst, jetzt steigen wir ein. Es fällt auch hier sofort auf, wie reduziert das Design angelegt ist. Klare Linien, kein Chichi, nur wenige physische Hebel, Schalter und Tasten. Selbst das Lenkrad wirkt eher schlicht: je ein Drehregler links und rechts, ein paar Tasten, das Logo in der Mitte – das ist alles. Dieses Ambiente passt zu einem Elektroauto im Zeitgeist. Wir fühlen uns wohl und fahren los. Es gibt keinen Startknopf. Den Hebel zur Gangwahl rechts hinter dem Lenkrad einfach nach unten gedrückt, D wie Drive, wir rollen vorwärts. Sanft und leise. Daran können wir uns gewöhnen.


FEIN GEZEICHNET
Ein Hauch von Coupé: Die sanft geschwungene Dachlinie fällt leicht nach hinten ab. Ist die Rückbank umgeklappt, beträgt das Ladevolumen im Kofferraum bis zu 1205 Liter.
Bei aller Kompaktheit: Der B05 bietet selbst groß gewachsenen Insassen ausreichend Platz. Das gilt auch für die Passagiere im Fond. So gleiten wir also über die Bundesstraße. Ein kleiner Tupfer auf das Strompedal. Ja, der kompakte Leapmotor schiebt kräftig an, mit Nachdruck, doch ohne brachiale Gewalt.

Vielmehr scheint es hier um die angenehme, möglichst komfortable Art des Fortkommens zu gehen. Die Entwickler des chinesischen Herstellers haben den B05 entsprechend umfassend ausgestattet. In unserem Testwagen sind etwa Klimaautomatik, das digitale Cockpit inklusive Touchscreen und die induktive Ladeschale für Smartphones mit an Bord. Kabellos funktionieren hier die Schnittstellen Android Auto und Apple Carplay. Das 8,8 Zoll große InfoDisplay hinter dem Lenkrad passt zu dem modernen Design des Innenraums. Links ist die Geschwindigkeit abzulesen, rechts die Länge der gefahrenen Wegstrecke, die Zeit und die Außentemperatur, in der
Mitte werden die Funktionen aus den Assistenz- und Sicherheitssystemen dargestellt. Es ist zudem möglich, Anzeigen für die Navigation und die Medien in diesen Bildschirm zu integrieren.
Agil und wendig in der Stadt
Das zentrale Element ist der oberhalb der Mittelkonsole angeordnete Touchscreen, über den die Assistenzsysteme und das Infotainment gesteuert werden können. Der 14,6-Zoll-Bildschirm ist klar strukturiert. Am unteren Rand befinden sich kleine und größere Applikationen, über welche die wichtigsten Funktionen schnell und einfach per Fingerwisch aktiviert werden können. Coole Finesse:
Der
Leapmotor bewegt sich souverän auf
den Straßen.
Einmal mit dem Finger von der oberen Kante des Touchscreens nach unten gestrichen – da erscheint ein neuer Bereich, auf dem weitere Kurzbefehle aufploppen. Hier können zum Beispiel die Sonnenblende des Panoramadachs geöffnet und die Außenspiegel eingestellt werden. Wir genießen jede Sequenz der Fahrt in dieser pfiffigen Limousine. Der neue Leapmotor bewegt sich souverän auf den Straßen über Land, er zeigt sich agil und wendig in der Metropole. Leicht rangiert er sich selbst in eng bemessenen Parklücken. Und er hält gut auf der Autobahn mit. Zumindest bis Tempo 170, dann wird er automatisch abgeregelt. Egal, in welchem Umfeld und mit welcher Geschwindigkeit: Der B05 bleibt seinem Charakter treu. Kompakt, flott, solide in der Spur – und außergewöhnlich großzügig, was das Raumgefühl betrifft.
Sparsam im Verbrauch
In Zahlen ausgedrückt, bedeutet dies: 160 Kilowatt, also 218 PS, die an der Hinterachse bereitgestellt werden. Das maximale Drehmoment liegt bei 240 Newtonmetern. In 6,7 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100.
Unser Testwagen ist mit einer 67 Kilowattstunden großen Batterie ausgestattet, die mehr als 480 Kilometer nach WLTP-Standard ermöglichen soll – ohne nachzuladen. Den Verbrauch gibt Leapmotor mit 15,9 Kilowattstunden auf 100 Kilometer an. Es liest sich gut. Doch auf unserer keineswegs betont ökonomisch angelegten Testfahrt verbrauchen wir sogar weniger als 15 kWh/100 km.
21 Assistenzsysteme
Der B05 ist auch in der 4500 Euro günstigeren Einstiegsversion Life erhältlich. In der Praxis heißt das: 56-kWh-Akku, maximal 401 Kilometer Reichweite, weniger Extras. Die 360-Grad-Kamera und die Wärmepumpe sind serienmäßig an Bord, genauso wie die sieben Airbags und die 21 künstlich intelligenten Assistenten für Komfort und Sicherheit. Und ja, erfreut können wir zudem feststellen: Selbst das mitunter schräge Gebimmel des bei überhöhter Geschwindigkeit warnenden Systems, das uns von den ersten Model -
In Kooperation mit den Marken des Konzerns Stellantis
len des Herstellers noch in den Ohren klingt, kommt nun spürbar verfeinert in den Gehörgängen an.
Leapmotor scheint auf dem besten Weg, sich in Europas traditionell hart umkämpften Automarkt zu etablieren. Der chinesische Produzent, fern der Heimat in einem Joint Venture mit Stellantis vereint, profitiert von den traditionellen Strukturen in Vertrieb und Service, die der europäische Konzern pflegt. Die Modelle von Leapmotor werden Seite an Seite mit Opel, Citroën, Fiat und Co. angeboten. So, wie er vor uns steht und wie er sich fährt, ist davon auszugehen, dass der B05 den gewünschten Beitrag zur Unternehmensbilanz leisten wird.
Privat oder als Dienstwagen
Stichwort Geschäft. Laut Leapmotor zielt der neue Kompakte speziell auf urbane

Der Innenraum des Leapmotor B05 ist modern gezeichnet, physische Tasten sind auf ein Minimum reduziert. Auch in Reihe zwei ist das Platzangebot großzügig.
und technologieaffine Käufer, die ein dynamisch gezeichnetes Elektroauto im guten Verhältnis von Preis und Leistung suchen – privat oder als Dienstwagen. Die Tarife, zu denen der Leapmotor B05 angeboten wird, wirken in der Tat höchst attraktiv. Unser Testwagen, in der Topversion Design voll ausgestattet, steht mit 32.400 Euro zu Buche. Im Leasing wird er zu monatlichen Raten ab rund 230 Euro angeboten. Konkret heißt das: Laufzeit 36 Monate bei 10.000 Kilometern im Jahr und der einmaligen Sonderzahlung von 3000 Euro.
Neuwagen als Schnäppchen
In der Einstiegsversion Life steht der B05 mit 27.900 Euro auf der Preisliste. Das Leasing startet hier bereits bei etwa 200 Euro im Monat. Die staatliche Förderprämie mit einbezogen, lockt Leapmotor derzeit sogar mit Raten von 119 Euro. Ein Neuwagen zum Schnäppchenpreis. All denjenigen, die sich spontan für den B05 entscheiden, ist ein neu konzipiertes Fahrzeug mit modernen Attitüden garantiert. Flott geschnitten, komfortabel und einfach gut zu fahren.

TECHNISCHE
HERSTELLER
MODELL
ANTRIEBSART
MASSE / GEWICHT LEISTUNG
ANTRIEBSACHSE ANZAHL DER TÜREN
KOFFERRAUMVOLUMEN
REICHWEITE 0-100 KM/H
SPITZE
PREIS

PLATZ FÜR JEDEN EINSATZ
Der Honda CR-V bietet opulenten Raum, Komfort und Zugkraft sowie eine spezielle Antriebsvariante.
Text: Armin Grasmuck
Ein Stromer von Honda? Irgendwie schon. Nur etwas anders. Bereits seit 31 Jahren ist der CR-V auf dem Markt – jetzt auch als Plug-in-Hybrid. Im Unterschied zu den meisten anderen Modellen mit Strom und Treibstoff an Bord, wird der Mittelklasse-SUV des traditionsreichen Herstellers jedoch von einem Elektromotor an der vorderen Achse angetrieben. Der Benzinmotor dient im hybriden Honda als Generator, der bei Bedarf den Strom für den Elektromotor erzeugt – und bei höherer Geschwindigkeit den Vortrieb im Alleingang regelt. Es ist eine Art Range Extender, zumindest bis Tempo 100. Wie es sich in der Praxis verhält, werden wir sehen – und spüren. Unser Testwagen wird offiziell als Honda CR-V e:PHEV FWD Advance Tech bezeichnet. Es ist die frontgetriebene und höherwertig ausgestattete Plug-inVariante dieses Erfolgsmodells – unter anderem mit belüfteten Sitzen, LEDScheinwerfern und Leichtmetallfelgen in 19 Zoll. Rund und komplett. Massiv erscheint der SUV von außen. Die weit nach unten gezogene Frontpartie mit der scharfen Kante, dem dreidimensional gestalteten Kühlergrill und den schmalen Lichtern wirkt dynamisch bis angriffslustig. Für Insider: Die blauen
Elemente im markanten Honda-Logo geben das Fahrzeug als Plug-in-Modell zu erkennen. Am Heck sorgen der große Spoiler an der Dachkante, die abgedunkelte Scheibe und die hochgezogenen Leuchten für gepflegten Schwung.
Satt auf der Straße
Auf die Tür – und hineingesetzt. Und auf die Augen! Hier gibt es viel zu entdecken und nachhaltig zu erfassen. Schalthebel, Druckknöpfe, Drehregler und Tasten zu Dutzenden. Wer Wert auf den physischen Kontakt zu den relevanten Funktionen
des Fahrzeugs legt, kommt hier auf seine Kosten. Es braucht ein paar Sekunden, doch dann ist relativ schnell klar, wohin die Reise geht. Wir sitzen bequem, fahren die Sitze in die richtige Position, genug Platz für Arme, Beine und die möglichst gerade ausgerichtete Wirbelsäule. Einmal den rechts hinter dem Lenkrad in der Armatur versteckten Startknopf gedrückt, dann den großen D/B-Knopf auf der Mittelkonsole. Feststellbremse gelöst, der CR-V fährt los. Er rollt so kräftig, wie er aussieht. Uns fällt sofort auf, wie satt er auf der Straße liegt.


MASSIVE KANTEN
Die Seitenlinien sind klar, kraftvoll und lang die Proportionen. Ist die Rückbank umgeklappt, bietet der Kofferraum ein Ladevolumen von bis zu 1710 Litern.

Der hybride Honda schnurrt keineswegs so leise dahin, wie wir es von vielen Elektroautos kennen. Er knurrt eher sanft, so als wolle er andeuten, dass da noch mehr in ihm steckt. Auf der Bundesstraße und den kleineren Wegen entlang der Vorstadt präsentiert er sich souverän. Kein Wackeln, kein Zockeln. Er fährt ausschließlich elektrisch, wie die Anzeige „EV“ im Fahrerdisplay bestätigt. Apropos Display. Hinter dem Lenkrad gibt es den 10,2 Zoll großen Bildschirm mit den Fahrdaten, der über Drehräder am Lenkrad individualisiert werden kann. Zudem ist ein Head-upDisplay mit an Bord, auf dem auch alle relevanten Verkehrszeichen abgebildet werden. Oberhalb der Mittelkonsole ist der Neun-ZollTouchscreen angeordnet, die wichtigsten Funktionen sind hier idealerweise per Direktwahltasten am rechten und linken Rand platziert. Der CR-V ist bereits in der Basisversion umfangreich ausgestattet. Neben dem digitalen Cockpit sind elek-
trisch verstellbare und beheizbare Vordersitze, das multifunktionale Lenkrad, das Panoramadach und die elektrische Heckklappe serienmäßig, genauso wie das digitale Radio, die induktive Ladeschale für Smartphones sowie Android Auto und Apple Carplay.
Umfangreich ausgestattet
Auch zahlreiche Assistenz- und Sicherheitssysteme sind integriert: Aufmerksamkeit, Fahrspur, Notbremsung – alles im Blick. Auch eine Rückfahrkamera, der adaptive Tempomat mit Staufunktion und der Assistent, der den toten Win -
Der SUV präsentiert sich komfortabel und zuverlässig.
kel überwacht, gehören dazu. Optional werden die 360-Grad-Kamera und die halbautonome Einparkhilfe angeboten. Wir biegen auf die Autobahn gen Norden ab und treten das Strompedal. Der hybride Honda schiebt an, jedoch ohne brachiale Wucht. Er zieht gediegen und bestimmt nach vorn, bleibt selbst bei Tempo noch ausgewogen, was die Spur und auch die Fahrgeräusche betrifft. Über einen Hebel auf der rechte Seite des Lenkrads starten wir den Tempomat. Jetzt übernimmt das Auto. Der hybride Honda hält konsequent den Abstand zum vorausfahrenden Kombi bayerischen Fabrikats. Er bremst, wenn nötig, und beschleunigt, um aufzuschließen. Einwandfrei, wir brauchen nur zu lenken.
Entspannt im Eco-Modus
Auch wenn Honda die maximale Geschwindigkeit mit 195 Kilometern pro Stunde angibt: Der CR-V ist keine Rennmaschine und per Definition auch für rasante Verfolgungsjagden ungeeignet. Dieser SUV besticht eher durch komfortables und zuverlässiges Fortkommen als mit agilen Manövern in engen Kurven. Selbstverständlich wird das Fahrzeug flotter, wenn wir über einen Schalter auf der rechten Seite der Mittelkonsole
electricar Magazin
den Fahrmodus Sport wählen – auch was die Farbe des Cockpits betrifft. Er schiebt kräftiger an, kerniger werden die Motorgeräusche. Spürbar ruhiger und entspannter wird es im Eco-Modus.
Vier Sterne vom ADAC
Zurück auf der Landstraße spüren wir, wie speziell das Zusammenspiel des elektrischen Antriebs mit dem treibstoffgespeisten Generator funktioniert. Der hybride Honda gleitet batteriegetrieben, solange er kann. Ein kräftiger Tritt auf das Strompedal oder bei Geschwindigkeiten jenseits von 100 km/h – und der Benzinmotor säuselt auf Hochtouren.
Der CR-V fährt als Plug-in-Hybrid mit einer 17,7 Kilowattstunden großen Batterie, die ohne Nachladen und ohne Extrastrom aus dem Benzinmotor mehr als 80 Kilometer nach WLTP-Standard ermöglichen soll. Ist der Akku leer, kann er über einen Wechselstromlader, zum Beispiel eine Wallbox in rund zweieinhalb Stunden wieder voll geladen werden.
Wird die rein elektrische Strecke mit der hybrid gefahrenen Distanz kombiniert, verbraucht der CR-V e:PHEV auf den ersten 100 Kilometern 13,8 Kilowattstunden Strom und 2,6 Liter Benzin.
Im idealen Fall wird dieses Fahrzeug rein elektrisch betrieben.
Daraus resultiert eine CO₂-Bilanz von 139 Gramm pro Kilometer. Von den Profis des ADAC-Ecotests bekommt der Plug - inHybrid vier von fünf möglichen Sternen. Es ist selbstverständlich erstrebenswert, den CR-V besonders auf den alltäglichen Strecken möglichst rein elektrisch zu fahren – und zuhause, unterwegs oder am Arbeitsplatz regelmäßig aufzuladen.
Attraktive Angebote im Leasing
Der Plug-in-Hybrid eignet sich auch aufgrund seiner Eckdaten für Gewerbetreibende, Fuhrparks und Flotten. Imposant für einen SUV der Mittelklasse ist das Volumen des Kofferraums: Der CR-V, des-
SCHALTER, KNÖPFE, REGLER
Das Cockpit des Honda CR-V bietet zahlreiche physische Bedienelemente und einen neun Zoll großen Touchscreen. Auch die Passagiere in der zweiten Reihe können bequem sitzen.

sen Rückbank verschoben werden kann, fasst generell 617 Liter. Sind die Sitze im Fond umgeklappt, vergrößert sich das Ladevolumen auf bis zu 1710 Liter. Praktisch sind die große Heckklappe und die niedrige Ladekante, die nahtlos in den Kofferraum übergeht. Mit dem Fahrzeug können zudem Anhänger gezogen werden. Die gebremste Anhängelast beträgt laut Honda maximal 1,5 Tonnen. Bei 100 Kilogramm liegt die maximale Stützkraft der Anhängerkupplung.
Der Honda CR-V e:PHEV ist in der von uns gefahrenen Advance-Tech-Version zum Preis von 60.800 Euro erhältlich. Attraktiv wirken die Leasingmodelle, die von den Honda-Händlern angeboten werden. Die günstigsten Raten liegen bei rund 350 Euro im Monat – zum Beispiel auf 36 Monate und 10.000 Kilometer pro Jahr, bei einer Sonderzahlung von 5000 Euro. Je nach Aktion und Verkäufer variieren die Konditionen bezüglich Anzahlung, Laufzeit und Kilometern. Wer sich für den SUV entscheidet, bekommt ein ansprechendes Gesamtpaket, im Idealfall rein elektrisch betrieben, das Platz, Komfort und den entsprechenden Vortrieb für nahezu jeden Einsatz bietet. Knackiges Knurren inklusive.

TECHNISCHE
HERSTELLER
MODELL
ANTRIEBSART
MASSE / GEWICHT LEISTUNG
ANTRIEBSACHSE ANZAHL DER TÜREN
KOFFERRAUMVOLUMEN
REICHWEITE 0-100 KM/H
SPITZE
PREIS

LOUNGE MIT X-FAKTOR
XPENG X9: TECHNIK, VOLUMEN UND REICHLICH KOMFORT
Raumschiff. So lautet zumindest die inoffizielle Formel, wenn die Strategen von Xpeng über ihr neues Modell sprechen. Der PremiumVan X9 wirkt optisch tatsächlich wie ein Fahrzeug der nächsten Dimension. Außen und innen hebt er sich deutlich von den Limousinen und SUV ab. Kräftig, kantig, voluminös. Ein Raumgleiter im Zeitgeist.
Massiv wirkt die geschlossene Frontpartie mit den für Xpeng typisch schmalen Scheinwerfern, die flache Dachlinie gibt dem Van die Dynamik. Glatt und großflächig sind die Flanken dieses Siebensitzers, für die Gäste
der zweiten und dritten Sitzreihe öffnen sich elektrische Schiebetüren. Selbst die schicken Felgen sind aerodynamisch optimiert. Im Innenraum ist der riesige Van des chinesischen Herstellers eine Welt für sich. Der X9 erscheint wie im Stil einer Lounge konzipiert, mit reichlich Platz und angenehmem bis luxuriösem Komfort. Zwei Sitze in der ersten Reihe, zwei in der zweiten und drei in der dritten. Die beiden als „Zero Gravity“, zu Deutsch: schwerelos, bezeichneten Sessel in Reihe zwei sind von außergewöhnlicher Klasse: beheizt, belüftet, in 14 Stufen elektrisch verstellbar, Massagefunktion und ausklappbare Fußauflagen – wie in der Business Class auf interkontinentalen Flügen.

SCHNITTIGE RÄDER
Der Premium-Van nutzt aerodynamisch optimierte Felgen und Luftleitbleche, um den Energieverbrauch zu minimieren.

Der Komfort, der den Passagieren im Fond geboten wird, ist einzigartig. Clou: Per Knopfdruck kann hinter den Vordersitzen ein 21,4 Zoll großer Bildschirm aus dem Dach geklappt werden. Auch gibt es Sonnenrollos, eigene Klimazonen und einen Kühlschrank, der Getränke in der Skala von null bis 50 Grad kühlt oder erwärmt. Das Licht im Innenraum reicht bis in den Dachhimmel, der unter anderem als Sternenhimmel animiert werden kann.
Imposante Ladeleistungen
Für mehr Staufläche ist die dritte Sitzreihe elektrisch umklappbar. Das Ladevolumen steigt damit auf bis zu 2250 Liter, was Flexibilität speziell auf Reisen und beim Erwerb von sperrigen Gütern verspricht.
Der X9 kommt in drei Varianten auf den Markt. In der Standard-Range-Version steckt eine 94,8 Kilowattstunden große Batterie, die Reichweiten von bis zu 535 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. Die Long-Range-Variante, ebenfalls frontgetrieben, fährt mit einem 110-kWh-Akku vor, der bis zu 615 Kilometer ohne Nachladen verspricht. Das allradgetriebene Performance-Modell soll mit derselben Batterie bis zu 580 Kilometer weit fahren können.
Imposant und wie bei Xpeng üblich sind die Ladeleistungen dieses Neustarters. Über das Bordnetz mit der modernen 800-Volt-
Architektur kann der X9 den Strom mit bis zu 542 Kilowatt aus Schnellladesäulen ziehen. Die Ladepunkte, welche die Energie in dieser Stärke bereitstellen, sind europaweit allerdings noch rar. Im besten Fall kann die Batterie in nur zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Damit eignet sich diese großräumige Limousine auch für Reisen über große Distanzen. Der Vortrieb reicht von 235 Kilowatt, also rund 320 PS, bei den frontgetriebenen Modellen bis zu 370 Kilowatt respektive 503 PS in der Performance-Variante. Bei Tempo 200 wird der X9 abgeregelt. Ideal für den Stadtverkehr: Über die aktive Hinterradlenkung ist der Van relativ leicht zu rangieren. Der Wendekreis von knapp elf Metern entspricht den Radien der Modelle in der kompakten Klasse.
Modelle für Kauf und Leasing
Die Standard-Version des Xpeng X9 startet mit 77.600 Euro auf der Preisliste. 4000 Euro mehr werden für das Long-RangeModell fällig. Der Grundpreis für die allradgetriebene Topversion liegt bei 86.600 Euro. Günstige Angebote im Leasing liegen für Gewerbetreibende zwischen 462 und 527 Euro netto – auf 48 Monate, 10.000 Kilometer im Jahr, keine Anzahlung. Das Leasing für Privatkunden beginnt bei rund 700 Euro brutto, je nach Konfiguration.
KLARE LINIEN
Der Xpeng X9 pflegt innen wie außen das minimalistische Design der Moderne.


TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER
MODELL
ANTRIEBSART
ANTRIEBSACHSE TÜRANZAHL
KOFFERRAUMVOLUMEN MASSE / GEWICHT LEISTUNG
REICHWEITE 0-100 KM/H SPITZE PREIS
Xpeng
X9
Elektro
ab 235 kW / 320 PS
Vorderrad, Allrad 5
721 bis 2250 l 5316 x 1988 x 1785 mm / ab 2690 kg
535 - 615 km (WLTP) ab 5,9 Sekunden 200 km/h ab 77.600 Euro

AUDI Q4 E-TRON: NEUES COCKPIT, MEHR REICHWEITE PREMIUM KOMPAKT
Update? Die Strategen von Audi nennen es Upgrade. Tatsächlich hat der neue Q4 e-tron mehr als eine gewöhnliche Modellpflege zu bieten – speziell an den relevanten Stellen. Dieser kompakte Stromer, erhältlich als SUV und Sportback, ist optisch und inhaltlich spürbar aufgewertet worden.
Die Frontpartie präsentiert sich dezent und von feiner Hand optimiert. In Wagenfarbe strahlt nun der markante Kühlergrill, modern wirken die frisch überarbeiteten Stoßfänger vorn wie hinten. Neu ist auch das Design der Felgen. Die Rückleuchten
sind optisch feingeschliffen worden. Breiter und sportlicher wirkt der Diffusor. Er passt zu dem Dachkantenspoiler, der dem Kompaktmodell zusätzliche Dynamik verleiht. Speziell im Innenraum hat der Q4 massiv zugelegt. Das leicht gekrümmte, auf den Fahrer ausgerichtete Panoramadisplay – im Fachjargon als „Digital Stage“ bezeichnet –wirkt als Herzstück des Autos. Es kombiniert ein 11,9 Zoll großes Fahrerdisplay mit dem zentralen 12,8-Zoll-Touchscreen. Optional sind das auf Augmented Reality basierende Head-up-Display und ein 12-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer erhältlich.
Über die Sprachtaste am Lenkrad oder einfach mit dem Kommando „Hey Audi“

FEINSCHLIFF
Die Stoßfänger sind hinten wie vorn dezent überarbeitet worden, OLEDRückleuchten sind optional erhältlich.


kann der künstlich intelligente Assistent von Audi aktiviert werden. Diese stark verbesserte Sprachbedienung, in die nun auch ChatGPT integriert ist, ermittelt Ziele und Routen samt der etwaigen Ladestopps. Zudem können Klimaanlage, Anrufe und Medien verbal gesteuert werden. Der KIAssistent ist grundsätzlich in der Lage, auch allgemeine Fragen zu beantworten.
Vier Varianten, zwei Batterien
Es fällt auf, dass auch die Leistungsdaten des Q4 e-tron nachhaltig verbessert worden sind. Der kompakte Stromer wird neben der heckgetriebenen Grundversion in drei weiteren Varianten angeboten: Performance, Quattro und Quattro Performance. Das Antriebsspektrum reicht von 150 Kilowatt, das sind rund 204 PS, bis 250 Kilowatt, also etwa 340 PS. Die Batterien fassen 63 oder 82 Kilowattstunden. Zwischen 160 und 185 Kilowatt beträgt je nach Variante die maximale Ladeleistung. Laut Hersteller können die Akkus aller Q4-Modelle in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. An langsameren Wechselstromladern, etwa Wallboxen, zieht der E-Audi den Strom mit maximal elf Kilowatt in die Batterie. Mit dem Facelift legt der Q4, zumindest bei den Topmodellen, auch bezüglich der
Reichweite zu. Der Sportback schafft mit einer voll geladenen Batterie folglich bis zu 592 Kilometer nach WLTP-Standard, der SUV bis zu 578. In der Basisversion sind rund 440 Kilometer beim SUV respektive 451 beim Sportback möglich.
Selbstverständlich trägt der in Fuhrparks und Flotten höchst populäre Elektro-Audi die wesentlichen Komfortmerkmale, auf die Gewerbetreibende zählen – und er bietet den entsprechenden Platz. Sind die Rücksitze umgeklappt, kann der Laderaum bis zu 1640 Liter fassen.
Mehr Leistung fürs Geld
Mehr Upgrade als Update? Tatsächlich bietet das aufgewertete Basismodell des Audi Q4 e-tron im direkten Preisvergleich mehr als das vorherige. Der Startpreis liegt nun bei 46.150 statt 45.600 Euro. Dafür gibt es eben mehr Leistung, den größeren Akku, mehr Reichweite und die schnellere Stromzufuhr. Das allradgetriebene Spitzenmodell Quattro Performance startet als klassischer SUV bei 59.900 Euro, als Sportback ist er knapp 2.000 Euro teurer. Im Leasing wird der kompakte Audi zu monatlichen Raten ab rund 500 Euro offeriert. Laufzeit 48 Monate, Laufleistung 10.000 Kilometer im Jahr, keine Sonderzahlung – zuzüglich Überführung und Zulassung. Einige Anbieter im Internet liegen mit ihren Raten sogar noch darunter.
TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER
MODELL ANTRIEBSART
LEISTUNG
ANTRIEBSACHSE TÜRANZAHL
KOFFERRAUMVOLUMEN MASSE / GEWICHT
REICHWEITE 0-100 KM/H
SPITZE PREIS
Audi Q4 e-tron
Elektro
ab 150 kW / 204 PS
4603 x 1865 x 1614 mm / ab 2040 kg
Hinterrad, Allrad 5
527 - 1460 l
443 - 592 km (WLTP) ab 5,4 Sekunden 160 - 180 km/h ab 46.150 Euro

SPORTLICHE SEQUENZEN
Der Q4 e-tron ist bereits in der Grundversion mit starkem Vortrieb und dem Drehmoment von maximal 350 Newtonmetern ausgestattet.
MARKE



BYD Modell ATTO 2 Comfort ATTO 3 EVO Design Dolphin Surf Active
Listenpreis (€ inkl USt)
Modellstart 3/25 2/26 6/25
Antriebsart
AUS CHINA
REICHWEITE
LEISTUNG
GRÖSSE



REICHWEITE Kapazität
LEISTUNG
BATTERIE






























KEBA ist einer der führenden Hersteller von AC- & DCLadelösungen – für Zuhause, Unternehmen und Flotten vom PKW bis zum LKW.
Produziert in Österreich. Über 750.000 Mal weltweit im Einsatz.
TOP
DIENSTWAGEN 2026
Neun neue Stromer für Vielfahrer und Führungskräfte
Der Dienstwagenmarkt gehört zu den wichtigsten Treibern der Elektromobilität. Hohe Jahresfahrleistungen, planbare Nutzungszyklen und Lademöglichkeiten am Firmenstandort oder zu Hause spielen batterieelektrischen Fahrzeugen in die Karten. Ein überzeugender elektrischer Firmenwagen muss jedoch mehr können, als nur lokal emissionsfrei unterwegs zu sein. Er soll große Distanzen bewältigen, kurze Ladestopps ermöglichen, ausreichend Platz bieten und beim Kundentermin ebenso repräsentativ auftreten wie auf der Urlaubsfahrt.
Für diese Übersicht haben wir neun neue Modelle aus der Kategorie Dienstwagen des datenbasierten electricar E-Auto-Index ausgewählt. Berücksichtigt wurden ausschließlich Fahrzeuge mit Marktstart 2026, einem deutschen Listenpreis von mindestens 55.000 Euro und einer Motorleistung von
wenigstens 200 kW beziehungsweise 272 PS. Entscheidend sind Reichweite und Ladegeschwindigkeit. Jedes Modell erreicht nach WLTP-Standard mindestens 500 Kilometer und kann Gleichstrom mit wenigstens 200 kW aufnehmen. Damit lassen sich auch längere Außendiensttouren ohne ausgedehnte Ladepausen bewältigen. Einige gehen deutlich weiter: Reichweiten von 700, 800 oder sogar rund 900 Kilometern bringen elektrische Dienstwagen auf Augenhöhe mit klassischen Langstreckenfahrzeugen.
Effizienz rechnet sich
Damit hohe Reichweiten nicht allein durch besonders große Batterien erkauft werden, darf der WLTP-Verbrauch höchstens 22 kWh je 100 Kilometer betragen. Effizienz beeinflusst Stromkosten, Ladezeiten und die tatsächlich erreichbare Tagesetappe. Bei mehreren zehntausend Kilometern pro Jahr können bereits geringe Ver -

brauchsunterschiede spürbare Auswirkungen auf die Betriebskosten haben. Auch die praktische Seite zählt. Mindestens 400 Liter Kofferraumvolumen sorgen dafür, dass Akten, Musterkoffer, Messeausrüstung oder Reisegepäck nicht zum Problem werden. Einige Fahrzeuge bieten zusätzlich einen Frunk, variable Rücksitzkonzepte oder bis zu sieben Sitzplätze. Die Bandbreite reicht vom Mercedes CLA Shooting Brake und der BMW-i3-Limousine bis zu SUVModellen wie dem Mercedes GLB, BMW iX3, Volvo EX60 und Lucid Gravity.
Techniksprung im Modelljahr 2026
Auffällig ist der Technologiesprung des Modelljahres 2026. Die 800-Volt-Technik wird in dieser Klasse zunehmend zum Standard. Ladeleistungen von 350 bis 400 kW, intelligente Routenplanung, leistungsfähige Assistenzsysteme und regelmäßige Software-Updates gehören bei vielen Kandidaten zum Paket. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck: Neben BMW, Mercedes und Volvo positioniert sich Zeekr mit hoher Leistung und aggressiver Preisgestaltung, während Lucid zeigt, was im elektrischen Luxussegment möglich ist. Die neun Modelle zeigen die Vielfalt elektrischer Dienstwagen. Entscheidend ist nicht allein die Leistung, sondern die Kombination aus Reichweite, Effizienz, Ladegeschwindigkeit, Raumangebot und Kosten.


BMW i3
Modell: i3 50 First Edition xDrive | Preis: 75.340 Euro |
Motorleistung: 345 kW | Reichweite (WLTP): 906 km
Der neue BMW i3 hat mit dem früheren elektrischen Kleinwagen gleichen Namens kaum mehr etwas gemeinsam. Die Limousine basiert auf der Neuen Klasse und tritt direkt gegen den Mercedes C 400 EQ an. Zwei Elektromotoren stellen 345 kW bereit. Die First Edition kombiniert den Allradantrieb mit einer umfangreichen Ausstattung. Seine größte Stärke ist die Reichweite: Je nach Konfiguration nennt BMW vorläufig 758 bis 906 Kilometer nach WLTP. Gleichzeitig soll der Verbrauch nur 13,5 bis 16,1 kWh je 100 Kilometer betragen. Die 800-Volt-Technik ermöglicht bis zu 400 kW DC-Ladeleistung. Innerhalb von zehn Minuten kann unter idealen Bedingungen Strom für bis zu 400 Kilometer nachgeladen werden. Für Vielfahrer bedeutet das selbst auf langen Tagesetappen nur kurze Pausen. Der hohe Preis schränkt den Einsatz in klassischen Volumenflotten zwar ein, für Führungskräfte bietet der i3 jedoch ein starkes Paket aus Effizienz, Reichweite, Fahrdynamik und Ladetempo.
bmw.de


BMW iX3
Modell: iX3 50 xDrive | Preis: 70.900 Euro |
Motorleistung: 345 kW | Reichweite (WLTP): 805 km
Der iX3 50 xDrive ist das erste Serienmodell der neuen BMW-Elektroplattform und einer der technisch komplettesten Dienstwagen des Jahres. Seine beiden Elektromotoren leisten zusammen 345 kW. Abhängig von Ausstattung und Bereifung nennt BMW eine WLTPReichweite von 673 bis 805 Kilometern bei einem Verbrauch zwischen 15,1 und 18,1 kWh je 100 Kilometer.
Die maximale DC-Ladeleistung beträgt 400 kW. Für den Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent werden rund 21 Minuten angegeben, in zehn Minuten können bis zu 372 Kilometer Reichweite nachgeladen werden. Auch praktisch überzeugt das SUV: Der Gepäckraum fasst 520 bis 1750 Liter, hinzu kommt ein 58 Liter großer Frunk. Bis zu zwei Tonnen Anhängelast erweitern den Einsatzbereich. Hohe Reichweite, schnelles Laden, Premiumkomfort und ein großzügiges Raumangebot machen den iX3 besonders für Führungskräfte und Vielfahrer interessant.
bmw.de
Lucid Gravity Touring
Modell: Gravity Dual Motor Touring AWD | Preis: 99.900 Euro | Motorleistung: 418 kW | Reichweite (WLTP): 545 km
Der Lucid Gravity Touring ist der größte, teuerste und außergewöhnlichste Kandidat dieser Auswahl. Das mehr als fünf Meter lange SUV bietet zwei Elektromotoren, Allradantrieb und eine Systemleistung von 418 kW. Trotz seiner Größe beschleunigt es in 4,2 Sekunden auf Tempo 100. Der eigentliche Reiz liegt jedoch in der Verbindung aus Leistung, Raumangebot und Effizienz.
Die 89-kWh-Batterie ermöglicht je nach Ausstattung 511 bis 545 Kilometer WLTPReichweite. Der Verbrauch liegt zwischen 18,2 und 19,4 kWh je 100 Kilometer. An einer passenden Schnellladesäule erreicht der Gravity Touring bis zu 250 kW. Seine größte Stärke ist der Innenraum: Bis zu sieben Sitzplätze und maximal 3398 Liter Stauraum ermöglichen den Transport mehrerer Mitarbeiter oder umfangreicher Ausrüstung. Für klassische Fuhrparks ist der Lucid wegen seines Preises und des kleinen Servicenetzes nur bedingt geeignet. Als repräsentativer Geschäftsführer- oder Shuttlewagen besitzt er jedoch ein außergewöhnliches Format.
lucidmotors.com

Mercedes CLA Shooting Brake
Der CLA 250+ Shooting Brake ist der Effizienzspezialist unter den neun Kandidaten. Mercedes nennt einen WLTP-Verbrauch von lediglich rund 12,7 kWh je 100 Kilometer. In Verbindung mit der großen Batterie sind bis zu 768 Kilometer Reichweite möglich. Damit kann der elektrische Kombi viele typische Außendiensttage ohne Ladestopp bewältigen.
Modell: C 400 EQ Avantgarde 4MATIC | Preis: 67.711 Euro | Motorleistung: 360 kW | Reichweite (WLTP): 753 km
Mit dem C 400 EQ überführt Mercedes eine der klassischen Dienstwagenbaureihen in die elektrische Ära. Die Limousine richtet sich an Fahrer, die mehr Komfort und Repräsentationswirkung als im CLA wünschen, aber kein großes SUV benötigen. Der 360 kW starke Allradantrieb bietet souveräne Fahrleistungen und sichere Traktion bei jeder Witterung.
Die eigentlichen Stärken liegen in der Langstreckentauglichkeit: Bis zu 753 Kilometer WLTP-Reichweite, ein Verbrauch von rund 14,3 kWh je 100 Kilometer und maximal 330 kW DC-Ladeleistung sind ausgezeichnete Werte. Der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert rund 22 Minuten. Der 470 Liter große Kofferraum bietet genügend Platz für Geschäftsreisen und den Familienalltag. Hinzu kommen die aktuelle MBUX-Generation, umfassende Vernetzung und leistungsfähige Assistenzsysteme. Damit verbindet der C 400 EQ traditionelle Dienstwagenqualitäten mit moderner Elektro- und Ladetechnik. Mercedes
mercedes-benz.de

Auf längeren Strecken profitiert der CLA von seiner 800-Volt-Architektur. Der Akku lässt sich in etwa 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Die Navigation berücksichtigt Ladestationen und Batterietemperatur und erleichtert damit die Routenplanung. Als Shooting Brake verbindet der CLA eine aerodynamisch günstige Karosserie mit einer großen Heckklappe und einem flexibleren Gepäckraum als die Limousine. Für Laptop, Musterkoffer und Reisegepäck steht ausreichend Platz bereit. Dank hoher Reichweite, niedrigem Verbrauch und kurzen Ladezeiten dürfte der CLA im Fuhrpark zu den wirtschaftlichsten Modellen dieser Auswahl gehören.

Modell: CLA Shooting Brake 250+ EQ Edition | Preis: 57.096 Euro | Motorleistung: 200 kW | Reichweite (WLTP): 768 km
Mercedes GLB
Der elektrische GLB 350 verbindet kompakte Abmessungen mit einem für Dienstwagen besonders praktischen Raumkonzept. Zwei Elektromotoren leisten zusammen 260 kW und sorgen mit dem 4MATIC-Allradantrieb für sichere Traktion. Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 85 kWh, die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 616 Kilometern. Mit einem Normverbrauch von 15,9 kWh je 100 Kilometer arbeitet das SUV trotz Allradantrieb erfreulich effizient. Auch auf langen Geschäftstouren überzeugt der GLB: An einer Schnellladesäule erreicht er bis zu 320 kW, der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert rund 22 Minuten. In zehn Minuten lassen sich bis zu 255 Kilometer Reichweite nachladen. Der 540 Liter große Kofferraum, bis zu zwei Tonnen Anhängelast und das variable Interieur erhöhen den Nutzwert. Hinzu kommen das bekannte MBUX-System, umfangreiche Assistenzfunktionen und das dichte Mercedes-Servicenetz. Damit ist der GLB ein vielseitiger und gut kalkulierbarer Dienstwagen für Beruf und Familie.
mercedes-benz.de mercedes-benz.de
Modell: GLB 350 Progressive 4MATIC EQ | Preis: 62.178 Euro | Motorleistung: 260 kW | Reichweite (WLTP): 616 km

Volvo ES90
Der Volvo ES90 ist wie geschaffen für die Rolle als repräsentativer elektrischer Dienstwagen. Die knapp fünf Meter lange Fließhecklimousine bietet ein großzügiges Platzangebot, hohen Reisekomfort und einen gut zugänglichen Gepäckraum. Zwei Elektromotoren leisten zusammen 335 kW und sorgen mit Allradantrieb für souveräne Fahrleistungen sowie sichere Traktion. Trotz der hohen Leistung fällt der WLTP-Verbrauch mit 16,7 kWh je 100 Kilometer vergleichsweise niedrig aus.
Die 106-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 702 Kilometer Reichweite. Dank 800-Volt-Technik kann der ES90 mit bis zu 350 kW Gleichstrom laden; von zehn auf 80 Prozent vergehen unter optimalen Bedingungen rund 22 Minuten. Damit eignet sich der Volvo hervorragend für lange Geschäftstouren.

Hinzu kommen das Google-basierte Infotainmentsystem, umfangreiche Assistenzfunktionen und das markentypisch hohe Sicherheitsniveau. Für Fuhrparks und Führungskräfte ist der ES90 damit eine komfortable und eigenständige Alternative zu den etablierten deutschen Premiumlimousinen.

Volvo EX60
Modell: EX60 Plus P10 AWD | Preis: 65.990 Euro | Motorleistung: 375 kW | Reichweite (WLTP): 660 km
Der Volvo EX60 positioniert sich zwischen EX40 und EX90 und trifft damit eine für viele Firmenkunden interessante Größe. In der Version P10 AWD leisten zwei Elektromotoren zusammen 375 kW. Die 95-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 660 Kilometer WLTP-Reichweite, während der Normverbrauch von rund 16,2 kWh je 100 Kilometer für ein leistungsstarkes Allrad-SUV bemerkenswert niedrig ausfällt. Besonders dienstwagentauglich ist die Ladeleistung: Das 800-VoltSystem ermöglicht eine Ladeleistung von bis zu 400 kW, der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent soll nur 16 Minuten dauern. Eine Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen erweitert den Einsatzbereich. Im Innenraum setzt Volvo auf eine hochwertige, reduzierte Gestaltung und eine enge Verzahnung mit Google-Diensten. Hinzu kommen leistungsfähige Assistenzsysteme, ein hohes Sicherheitsniveau und ein komfortorientiertes Fahrwerk. Der EX60 ist damit kein extrovertiertes Statusmodell, sondern ein effizienter und vielseitiger Geschäftswagen.
Modell: ES90 Twin Motor Plus AWD | Preis: 81.590 Euro | Motorleistung: 335 kW | Reichweite (WLTP): 702 km volvocars.com

Zeekr 7GT
Modell: 7GT Privilege AWD Launch Edition | Preis: 59.490 Euro | Motorleistung: 475 kW | Reichweite (WLTP): 558 km
Der Zeekr 7GT verbindet die flache Silhouette eines sportlichen Shooting Brake mit der Alltagstauglichkeit eines großen Reiseautos. Zwei Elektromotoren leisten zusammen 475 kW und beschleunigen den Allradler in nur 3,3 Sekunden auf Tempo 100. Für den Dienstwageneinsatz wichtiger sind die 100-kWh-Batterie, die 800-Volt-Architektur und bis zu 558 Kilometer Reichweite. An einer leistungsfähigen Schnellladesäule soll der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent nur 16 Minuten dauern.
Die aktive Luftfederung, Akustikdoppelverglasung und eine hochwertige Innenausstattung erhöhen den Komfort auf langen Autobahnetappen. Die große Heckklappe, die Dachreling und der variable Gepäckraum machen den 7GT zudem praktischer als eine klassische Limousine. Seine größte Stärke ist der Preis: Für weniger als 60.000 Euro bietet er Oberklasse-Performance und umfangreiche Ausstattung. Servicenetz und Restwertentwicklung bleiben allerdings schwerer kalkulierbar als bei etablierten Premiummarken.
zeekr.eu/de-de
BUDGET MIT SYSTEM

Klimafreundlich, intelligent und effizient sollen die Beschäftigten im alltäglichen Verkehr und auf Dienstreisen unterwegs sein. Die betriebliche Mobilität ist zeitgemäß zu koordinieren.
Die Elektrifizierung des Fuhrparks und das Management der verfügbaren Parkflächen, geleaste Firmenräder sowie Angebote für den öffentlichen Nahverkehr und Fahrdienste: Die neue PwC-Studie „Reinventing Corporate Mobility“ aus dem „PwC Lab for Smart Mobility“ des Instituts für Mobilität der Universität St. Gallen zeigt, wie Unternehmen ihre Konzepte bezüglich der Mobilität bedarfsgerecht und zeitgemäß optimieren können. Wie kommen Mitarbeitende zur Arbeit? Welche Verkehrsmittel nutzen sie für Dienstreisen? Und wie lässt sich Mobilität so
gestalten, dass sie klimafreundlicher wird, ohne an den Bedürfnissen der Beschäftigten vorbeizuplanen? Diese und weitere Fragen gilt es für die Unternehmen zu erörtern. Denn klar ist: Die berufliche Mobilität macht einen großen Teil des Verkehrs und damit der Emissionen in Deutschland aus. Nach Einschätzung der Experten von PwC fallen in Deutschland 41 Prozent des Verkehrs auf beruflich bedingte Fahrten und 62 Prozent der Arbeitswege werden mit dem Auto zurückgelegt. Mehr als die Hälfte der CO₂-Emissionen im Personenverkehr hängt demnach mit der arbeitsbezogenen Mobilität zusammen. Für die Firmen gilt es zudem, Emissionen trans-



Deutschandticket. „Ob eine Mobilitätslösung passt, hängt stark vom spezifischen Kontext ab“, sagt Andreas Herrmann, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Direktor des Instituts für Mobilität an der Universität St. Gallen: „Unternehmen verschenken Potenzial, wenn sie ihre Standorte zu isoliert betrachten oder Mobilität bei strategischen Themen wie Nachhaltigkeit und Arbeitgeberattraktivität nicht ausreichend mitdenken. Erst dann lässt sich systematisch ableiten, welche Lösungen wirksam und realistisch umsetzbar sind.“
Diverse Profile
Aus der neuen Studie, die auf Basis von 35 Interviews mit Mobilitätsverantwortlichen, Dienstleistern und Beratern in Deutschland und der Schweiz erstellt worden ist, leiten die Forschenden ein praxisnahes Rahmenwerk ab, mit dem Unternehmen ihre eigene Ausgangslage einordnen und passende Lösungen auswählen können.
parenter darzustellen. „Corporate Mobility ist ein Pflichtthema als strategischer Hebel für Nachhaltigkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Steffen Leffler, Partner und Head of Mobility Consulting bei PwC Deutschland. „Organisationen, die früh handeln, können Mobilität proaktiv gestalten. Wer zögerlich agiert, riskiert steigende Kosten, regulatorischen Druck und sinkende Attraktivität als Arbeitgeber.“
Breites Spektrum
Die Installation neuer Mobilitätskonzepte ist für viele Unternehmen herausfordernd, obwohl es bereits ein breites Spektrum
an attraktiven Lösungen gibt – vom batterieelektrischen Dienstwagen und innerbetrieblichem Carsharing über individuell ausgearbeitete Mobilitätsbudgets bis hin zu digitalen Plattformen, die von den Arbeitnehmern genutzt werden können. Wie die Analysten von PwC berichten, werden die digital gestützten Lösungen bislang jedoch nur spärlich eingesetzt, auch weil für die Verantwortlichen oft nur schwer erkennbar ist, welches Programm zu ihrem Unternehmen passt. In vielen Fällen bleibt es bei etablierten Einzelmaßnahmen wie dem Leasing von Jobrädern, Firmenwagen oder Zuschüssen zum
In der Konsequenz werden drei Unternehmenstypen unterschieden: Autobasierte Produktionsstandorte, urbane Dienstleistungsunternehmen und flottenintensive Hub-Operationen. Sie belegen, dass dieselbe Maßnahme keineswegs überall gleich gut funktioniert. Während in der ländlichen Produktion beispielsweise die Elektrifizierung der Flotte, Fahrgemeinschaften und klug gesteuertes Parken im Vordergrund stehen, profitieren urbane Dienstleistungsorganisationen eher von Mobilitätsbudgets, Angeboten für den ÖPNV und Mikromobilität. In hubbasierten Strukturen kommen dagegen dem Flottenmanagement und Shuttle-Angeboten bedeutende Rollen zu.

IM VERGLEICH LADEKARTEN
Wir haben Angebote für Unternehmen in Deutschland und Österreich verglichen und zeigen, bei welchen Anbietern Flotten zu den günstigsten Konditionen laden.
EPhilipp Lumetsberger lektrofahrzeuge sind in Unternehmensflotten zunehmend verbreitet. Damit rückt eine Frage in den Vordergrund, die Fuhrparkverantwortliche früher kaum kannten: Zu welchem Preis laden die Fahrzeuge außerhalb des eigenen Geländes? Ladekarten für Unternehmen bündeln den Zugang zu öffentlichen Ladepunkten, regeln die Abrechnung
und bestimmen maßgeblich, was das externe Laden die Flotte monatlich kostet.
Die Angebote unterscheiden sich erheblich, nicht nur im Kilowattstundenpreis, sondern auch in der Netzabdeckung, den Fixkosten und der Transparenz der Preisstruktur. Bei großen Flotten mit hohem Ladevolumen verschiebt sich die Gewichtung: Der kWh-Preis dominiert, Fixkosten fallen kaum ins Gewicht. Dieser Test liefert eine rechnerisch nachvollziehbare Grundlage für die Entscheidung, welche Tarife für große Flotten mit 100 Fahr-
zeugen in Deutschland beziehungsweise Österreich besonders wirtschaftlich sind.
So haben wir getestet
Grundlage der Bewertung ist ein einheitliches Szenario für eine große Flotte: Wir haben dafür 100 Fahrzeuge mit je 40.000 Kilometern Jahresfahrleistung und einem Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer angenommen. Davon entfallen laut Annahme 40 Prozent auf externe Ladevorgänge im öffentlichen Netz. Daraus ergibt sich eine monatliche Flotten-
LADEKARTEN

AUCH FÜR KLEINE FLOTTEN GERECHNET
Ergänzend haben wir dasselbe Szenario für kleine Flotten in Deutschland und Österreich durchgerechnet – mit denselben Anbietern. Das Beispielszenario umfasst zehn Fahrzeuge mit einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern und einem Verbrauch von 17 kWh pro 100 Kilometer. Davon entfallen laut Annahme 25 Prozent auf externe Ladevorgänge im öffentlichen Netz, was einer Flottenlademenge von 708 kWh pro Monat entspricht. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie online:
Ladekarten kleine Flotten | DE: dietester.de/test/archiv/7625471
Ladekarten kleine Flotten | AT: dietester.de/test/archiv/7652764
lademenge von 26.667 kWh. Die Ladevorgänge verteilen sich zu 30 Prozent auf AC- und zu 70 Prozent auf DC-Laden. HPC-Laden wurde in dieser Auswertung nicht berücksichtigt.
Die Kosten wurden je Anbieter auf Basis der veröffentlichten Tarife berechnet. Für Deutschland wurden die Preise im jeweils eigenen Ladenetz des Anbieters herangezogen; Roaming-Preise flossen dort nicht in die Kostenberechnung ein. Für Österreich wurde hingegen ein gewichteter Mischpreis aus Eigenund Roaming-Tarifen ermittelt. Grundgebühren und einmalige Aktivierungsgebühren wurden in den Jahresgesamtkosten berücksichtigt.
Bewertungskriterien und Gewichtung
Die Bewertung setzt sich aus drei Kriterien zusammen. Mit 70 Prozent fließen die Gesamtkosten am stärksten in die Gesamtnote ein: Gewertet werden die monatlich laufenden Kosten ohne einmalige Gebühren auf Basis der Testannahmen. Die Kategorie „Preistransparenz“ geht mit 20 Prozent in die Gesamtbe-
wertung ein. Hierbei wird geprüft, wie klar und vollständig Preisangaben auf der Webseite des Anbieters ausgewiesen sind: AC- und DCPreise, Roaming-Preise, Blockiergebühren, die Auffindbarkeit der AGB sowie das Fehlen von „ab“-Preisen. Die Größe des nutzbaren Ladenetzes fließt mit 10 Prozent in die Bewertung ein und basiert auf der Anzahl erreichbarer Ladepunkte europaweit. In Österreich wurde die Zahl der österreichweit nutzbaren Ladepunkte inklusive Roaming bewertet.
Transparenz und Vergleichbarkeit
Nicht alle angefragten Anbieter aus Deutschland konnten in den Vergleich aufgenommen werden. Shell wurde nicht berücksichtigt, da die Pressestelle trotz mehrfacher Nachfrage keine Preisauskunft erteilte und die Preise auf der Webseite nicht ersichtlich sind. Ionity hat auf Anfrage die aktuellen Tarife mitgeteilt, einer Veröffentlichung jedoch nicht zugestimmt, weshalb auch Ionity nicht in diesem Vergleich enthalten ist.

MISCHPREIS FÜR ÖSTERREICH
Um die Kosten für österreichische Flotten möglichst realistisch abzubilden, haben wir mit den Presseabteilungen der teilnehmenden Anbieter Kontakt aufgenommen und sowohl die Zahl der selbst betriebenen als auch die der nutzbaren RoamingLadepunkte erfragt. Auf Basis dieser Daten wurde je Anbieter aus dem Eigen- und dem Roaming-Preis ein Mischpreis errechnet. Die Gewichtung erfolgte entsprechend den jeweiligen Anteilen der Ladepunkte. Mit diesem Mischpreis wurden die Kosten des Beispielszenarios errechnet.

LADEKARTEN DEUTSCHLAND





Diesen Test finden Sie auch online auf:


* Die Kostenberechnung erfolgte mit den ungerundeten Tarifpreisen. Die in der Tabelle dargestellten Kilowattstundenpreise wurden auf zwei Nachkommastellen gerundet.

LADEKARTEN ÖSTERREICH



Diesen Test finden Sie auch online auf: dietester.de/test/ archiv/7640339
electricar Magazin
* Die Kostenberechnung erfolgte mit den ungerundeten Tarifpreisen. Die in der Tabelle dargestellten Kilowattstundenpreise wurden auf zwei Nachkommastellen gerundet.
** HPC-Preise nur zur Information; nicht in der Kostenberechnung berücksichtigt.




an der Ladesäule NEUE TARIFE

Fotos: BeHonest
Text: Wolfgang Plank
Pünktlich zur Reisezeit
steigen die Spritpreise, doch der Autostrom wird günstiger. Es ist der elektrisierende Wettbewerb, der den Markt nachhaltig belebt.
Lange Zeit sind Fahrer von E-Autos verlässlich belächelt worden. Zu teuer die Fahrzeuge, hieß es, zu lästig das Laden, zu hoch das Risiko, irgendwo weit draußen in der Strompampa mit leerem Akku auszurollen.
Wirklich sparen, tröstete sich die Verbrennerfraktion Jahr um Jahr, lasse sich bei den horrenden Energiepreisen hierzulande ohnehin nur wenig. Und das mit dem Klimawandel werde bestimmt auch übertrieben. Dann doch lieber rein mit dem Rüssel und die nächsten 40 Liter aufgegossen …
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die fröhlichen Mienen jedoch verstärkt bei jenen auszumachen, für deren Vortrieb Magnetfelder sorgen und nicht Kolben. Ist doch der Spritpreis nach Auslaufen des Tankrabatts wieder über die Zwei-Euro-Marke geschossen, wo er stur verharrt – während pünktlich zur Ferienreisezeit der Strom billiger wird. Das ist das exakte Gegenteil von dem, was man seit Jahrzehnten von Tankstellen kennt. Im Bundeskartellamt jedenfalls dürften sie sich verwundert die Augen reiben, was echter Wettbewerb so alles bewirkt. Aral Pulse etwa hat seit 1. Juli die Strompreise im Klassik-Tarif für App-Nutzer um durchweg sieben Cent je Kilowattstunde gesenkt. AC-Laden kostet seither 47 Cent, für DC-Laden bis 50 kW gelten 52 Cent, ab 50 kW nun 62 Cent.
Stromgeschenke bei Ionity
Eine Rabattaktion läuft bis 30. September auch beim Branchenprimus EnBW. Kunden des Energiekonzerns sparen fünf Cent je Kilowattstunde in allen „mobility+“-Tarifen. Unverändert bleiben die variablen Preise an Ladepunkten anderer Betreiber, die AdHoc-Preise sowie die Blockiergebühr. Mit einem anderen Angebot lockt der Thüringer Versorger TEAG. Ebenfalls bis 30. September
gilt ausschließlich für App-Nutzer, die auch darüber abrechnen, ein vergünstigter Tarif ab der 29. Kilowattstunde. Bis dorthin werden die üblichen 49 Cent fällig, darüber hinaus nur noch 29 Cent. Heißt: Je mehr man lädt, desto günstiger wird’s.
Das genaue Gegenteil verspricht hingegen Ionity. Hier bekommt sogar Strom geschenkt, wer weniger lädt. Wird das Fahrzeug vom Stecker getrennt, bevor der Ladestand 85 Prozent erreicht, gibt’s automatisch eine Gutschrift von fünf Kilowattstunden. Ziel der Aktion: kürzere Wartezeiten, mehr freie Säulen. Zusätzlich motiviert das Unternehmen, außerhalb der Stoßzeiten zu laden. Kunden, die zwischen 22 und 6 Uhr zapfen, erhalten ebenfalls fünf Kilowattstunden gratis, die beim nächsten Ladevorgang automatisch verrechnet werden. Einen kleinen Haken hat

DAUERHAFT GÜNSTIGER
Anfang Juli hat Aral Pulse die Preise an seinen Ladepunkten gesenkt – 47 Cent pro Kilowattstunde.

NEUES ANGEBOT
Wer richtig lädt, bekommt bei Ionity auch Strom geschenkt.
MONOPOL DER METROPOLE In Hannover betreiben die Stadtwerke 95 Prozent der Ladesäulen.
die Aktion allerdings: In beiden Fällen müssen mindestens 40 Kilowattstunden durchs Kabel. Es empfiehlt sich bei vielen Autos also, mit einigermaßen leerem Akku vorzufahren.
Natürlich ist es nicht so, dass all die Anbieter plötzlich dem Profitstreben abgeschworen oder ihr Herz für einkommensschwache E-Auto-Fahrer entdeckt hätten. Es tobt schlicht ein gnadenloser Wettbewerb. An -

ders als gerne suggeriert wird, ist die Ladeinfrastruktur in Deutschland nach anfänglichen Schwierigkeiten nämlich deutlich schneller gewachsen als der Bestand an Elektroautos. Zu Jahresbeginn 2023 kamen noch 122 Stromer auf einen Schnellladepunkt, Anfang 2026 waren es nur noch knapp halb so viele. Nach Jahren reiner Expansion müssen die Anbieter verstärkt um die wirtschaftliche Auslastung ihrer Ladesäulen kämpfen. Die lag im vergangenen Jahr im Schnitt bei gerade mal zwölf Prozent.
Zwei Drittel der Ladevorgänge an DC-Säulen entfallen auf fünf Anbieter.
Weil Wettbewerb das Geschäft belebt, ist der durchschnittliche DC-Strompreis seit Ende 2024 um zehn Cent pro Kilowattstunde gesunken. Laut einer Analyse von Charge Point Radar entfielen im zweiten Quartal dieses Jahres zwar immer noch mehr als zwei Drittel aller Ladevorgänge an deutschen DC-Schnellladern auf gerade einmal fünf Anbieter – EnBW (27,2 Prozent), Tesla (13,4), EWE Go (10,2), Aral Pulse (9,4) und Ionity (7,9).
Der Rest jedoch verteilt sich auf mehr als 350 weitere Betreiber – ein Gewirr aus Stadtwerken, Kommunen, Konsortien und regionalen Anbietern.
Marktmacht der Stadtwerke
Beim AC-Laden in Städten und Gemeinden indes gibt es diese Vielfalt nur selten. Der Wettbewerb werde ausgehebelt, beklagt gar der Stromanbieter Lichtblick in seiner Monopolanalyse. Demnach decken Akteure in einzelnen Städten mehr als drei Viertel des lokalen Marktes ab. Besonders erdrückend sei diese Marktmacht in Hannover, wo die Stadtwerke 95 Prozent der Ladesäulen betreiben. In Wiesbaden entfallen 94 Prozent aller Stationen auf die örtliche ESWE Versorgungs AG, in Nürnberg kontrolliert N-Ergie rund 83 Prozent der Ladepunkte.
Im Kartellrecht wird ab einem Anteil von 40 Prozent gesetzlich vermutet, dass ein Unternehmen marktbeherrschend ist. Dennoch könnten es sich die lokalen Monopolisten leisten, Tarife und Bedingungen zu diktieren und überhöhte Preise durchzusetzen, kritisiert Lichtblick. Denn anders als beim Haushaltsstrom, wo das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) seit der Liberalisierung des Strommarkts freien Zugang jedes Anbieters ohne Kostenaufschlag regelt, nehmen lokale Ladenetzbetreiber für die Durchleitung des Stroms von anderen Anbietern hohe Gebühren. Fehle aber der Wettbewerb, so heißt es in der Analyse, sei Laden im Roaming um mindestens 20 Cent pro Kilowattstunde teurer.
Stromstation am Rathausplatz
Doch nun könnte Bewegung in die Sache kommen. Nach einer Klage des niederländischen Stromanbieters Fastned erklärte das Oberlandesgericht Düsseldorf im März die bisherige Vergabepraxis für Schnellladesäulen an Autobahnraststätten für rechtswidrig. Der Betrieb sei eine eigenständige Dienstleistung, die von der bundeseigenen Autobahn GmbH künftig

NEUE STROMSÄULEN IN MÜNCHEN?
Der Anbieter Qwello kämpft für freien Wettbewerb in der bayerischen Millionenstadt.
europaweit ausgeschrieben werden müsse. Und Ähnliches passiert derweil auch in den Städten. In Garmisch hat Fastned ein klassisches Bieterverfahren gewonnen und acht 400-kW-Lader am Rathausplatz in Garmisch-Partenkirchen eröffnet. Gleiches versucht Qwello aktuell in München. Der örtliche Anbieter kämpft vor Gericht für die Aufhebung einer Genehmigung, die den Stadtwerken München den weiteren Betrieb der bestehenden Ladeinfrastruktur bis Juni 2027 erlaubt. Die Chancen stehen nicht schlecht.

JUSTIZ PRO VIELFALT
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hält das Vergabeverfahren für Schnellladesäulen an Autobahnraststätten für rechtswidrig.
Foto: Charlie1965nrw
Der Wettbewerb droht reichlich turbulent zu werden.
Viele Betreiber setzen ihre Hoffnung in die wachsende Zahl von Unternehmen, die ihre Flotten elektrifizieren wollen. So sieht der französische Anbieter Electra seinen weiteren Ausbau im europäischen Schnelllademarkt gezielt in Deutschland. Bis Ende des Jahres sollen rund 90 Ladeparks entstehen, insgesamt sind mehrere hundert geplant – vorrangig bei Discountern, Möbelmärkten oder Waschstraßen. Aber wie das so ist unter echten Marktbedingungen: Es gibt auch Anbieter, die aussteigen. Der angeschlagene Baywa-
Konzern will seine Ladesparte abstoßen, auch der Energieriese Total Energies sucht dem Vernehmen nach Käufer für seine Starkstromsäulen. Dabei hat das französische Unternehmen eben erst seinen ersten großen Flagship-Ladehub mit 18 überdachten Schnellladepunkten am Berliner Hauptbahnhof eröffnet. Sieht aus, als könnte der Wettbewerb noch reichlich turbulent werden.

MITTEN IN DER HAUPTSTADT
Total Energie hat gerade einen Schnellladepark nahe dem Berliner Hauptbahnhof eröffnet.
Foto: shutterstock

LADEN NEUESTER STAND
Text: Armin Grasmuck
Mit dem wachsenden Markt der batteriegetriebenen Fahrzeuge verbessert sich auch die Infrastruktur für das möglichst einfache und komfortable Stromziehen. Die Kabel, Boxen und Säulen der nächsten Generation punkten mit hochwertiger Qualität, moderner Software und speziellen Systemen für die Sicherheit an öffentlichen Stellen.
Schnelllader im typischen
Design von Keba: das neu konzipierte Topmodell
KeContact DCA 20.

Fotos: Keba, Power2Drive
Einfach elektrisierend.
Am Stand von Keba kommt keiner vorbei. Das international agierende Technologieunternehmen präsentiert auf der Fachmesse Power2Drive in München, prominent platziert und auf der Fläche von mehr als 160 Quadratmetern, seine gesamte Palette der Ladeinfrastruktur – von den bekannten Wallboxen der Premiumklasse bis zu den Schnellladesäulen, die neuerdings das Portfolio erweitern. Das auf der Messe vorgestellte Modell KeContact DCA20 Autonomous ist der Prototyp der nächsten Generation, laut Keba eine All-in-One-Lösung für die Betreiber von Ladestationen, Fuhrparks und Flotten sowie Verkaufsstandorte jeglicher Art, die ultraschnelles Laden mit maximaler Verfügbarkeit kombiniert – barrierefrei und mit einem vergleichsweise wartungsarmen System. Die neue Schnellladesäule wurde zudem konsequent auf das Verhalten der Nutzer ausgerichtet. In der Praxis bedeutet dies: Das Kabel kann ergonomisch bedient werden, intuitiv und mit komfortablem Aktionsradius. Ladeleistung: bis zu 400 Kilowatt und mit dynamischer Lastverteilung, wenn zwei Fahrzeuge parallel den Strom ziehen.

IM PRAXISTEST
Keba-CEO Christoph Knogler mit dem künstlichen intelligenten Aufpasser Kebob, auf dessen Basis auch Ladesäulen überwacht werden.
„Die neue Generation an DCSchnellladern, mit der Keba gezielt auf die Anforderungen professioneller Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich eingeht, ist ein Meilenstein in unserem Angebot im Bereich der Elektromobilität“, sagt Christoph Knogler, CEO der Keba Group AG. Eine weitere Innovation, die sein Unternehmen in München vorstellt, ist das künstlich intelligente Modul zur Prävention von Ka-
beldiebstahl. Dieses Überwachungssystem, das Keba für die Sicherheit in öffentlichen Räumen – beispielsweise auch Foyers von Banken – entwickelt hat, erkennt verdächtige Handlungen oder einen versuchten Diebstahl im Voraus.
Wächter an der Säule
An Ladestationen erfasst das KI-basierte System automatisch, wenn sich etwa Personen mit Bolzenschneidern dem Kabel nähern. Es registriert auch zuverlässig, wenn Farbdosen geschüttelt werden. Und es reagiert direkt und effektiv: In Echtzeit warnt der KI-Wächter unmittelbar vor Ort durch akustische und visuelle Signale, die den oder die potenziellen Täter abschrecken sollen.
Über digitale Schnittstellen besteht zudem die Möglichkeit, einen externen Alarm auszulösen und den Wachdienst anzufordern. Laut Keba lässt sich die künstlich intelligente Technologie unkompliziert in bestehende Ladeinfrastrukturen integrieren.
Auf der Fachmesse
Power2Drive präsentiert Keba sein Portfolio an AC- und DC-Ladern.


Volle Power, gut gekühlt

Premiere in Europa: ABB präsentiert zwei neue Systeme zum Betrieb von Ladeinfrastruktur – die OM M-Series und die OM X-Series. Klar zu deuten ist die Botschaft des renommierten Technologieunternehmens. Es geht um reale Einsatzprofile, effizient ein- und umgesetzt – speziell für öffentliche Ladeparks, Flotten und Logistiker. Die M-Serie stellt demnach ein modulares Splitsystem dar, das auf öffentliche Schnellladepunkte, Verkaufsstandorte und Fuhrparks ausgelegt ist. Sie unterstützt bis zu 24 Ladepunkte und skaliert Ladeleistungen von 200 Kilowatt bis 1,2 Megawatt. Für besonders hohe Auslastung und Einsätze im Megawattbereich ist die X-Serie konzipiert worden. Laut ABB ist sie flüssiggekühlt und im Dauerbetrieb bis zu 98 Prozent effizient. Die Skalierung reicht bei diesem System von 800 Kilowatt bis zehn Megawatt und mehr.

Intelligent integriert und gesteuert
Einfach, schnell und professionell den Strom ins Auto ziehen: Das Portfolio von go-e reicht von mobilen Ladegeräten bis zu fest installierten Wallboxen. Elektrisierend: Laut einer aktuellen Studie des britischen Marktforschers LCP Delta zählt das Kärntner Unternehmen europaweit zu den zehn erfolgreichsten Produzenten von Wechselstromladern. In Deutschland und Österreich behauptet go-e die Position des Marktführers. Für positive Energie hoch zwei soll die gerade vereinbarte Kooperation mit den Software-Spezialisten von Kraken sorgen. Digitale Systeme, intelligent integriert und gesteuert – so sieht die Zukunft des Ladens aus. Frei nach dem Motto: Wenn der Anbieter der Infrastruktur und der Netzbetreiber perfekt mit dem Autofahrer harmonieren.



Keine Hand am Kabel
Matrix Charging – das konduktive und kabellose Laden von Elektroautos werden Easelink und SEG Automotive im Rahmen ihrer neuen Partnerschaft nachhaltig vorantreiben. Erste Serienprojekte für Pkw-Hersteller sind bereits vereinbart. Das Matrix Charging von Easelink ermöglicht das vollautomatische Parken und Laden von E-Fahrzeugen ohne manuellen Eingriff. Dieses konduktive Ladesystem besteht aus einer Einheit im Fahrzeugunterboden und einem fest im Boden installierten Ladepad. Sobald das Auto über der Ladeplatte positioniert ist, verbindet sich der Connector am Fahrzeug automatisch mit dem Pad. Der Wirkungsgrad liegt bei mehr als 99 Prozent. In Verbindung mit bidirektionalem Laden kann die Lösung auch Potenziale zur Stabilisierung des Netzes bieten. „Wir sehen großes Potenzial für automatisierte Ladelösungen und möchten unseren Kunden entsprechende Produkte und Integrationslösungen anbieten“, sagt Gunter Meyer, Chief Market Officer New Business bei SEG.


Energie hin und zurück
Das bidirektionale Laden ist einer der wichtigsten Trends im Bereich der Elektromobilität. Im Zentrum steht das batteriegetriebene Fahrzeug, das bei Bedarf auch Strom ins private oder öffentliche Netz abgeben kann. Das E-Auto wird somit zu einem mobilen Energiespeicher. In der Praxis bedeutet dies: Überschüssiger Solarstrom kann beispielsweise tagsüber im Fahrzeug gespeichert und am Abend im Haushalt genutzt werden. Dadurch lassen sich Energiekosten senken und erneuerbare Energien effizienter nutzen. Zudem kann das Stromnetz in Spitzenzeiten entlastet werden. Die Autohersteller entwickeln vermehrt Modelle mit bidirektionalen Ladesystemen. Auch Energieversorger und Netzbetreiber zeigen großes Interesse an der neuen Technologie. Mittel- und langfristig können Millionen von Elektroautos als gigantische Stromreserve dienen.

Trend des Jahres: Autos mit der Option des bidirektionalen Ladens können private Haushalte und das öffentliche Netz mit Strom versorgen.



Smart und mobil via App
FÜR E-FUHRPARKS
Einfach, flexibel und sofort einsatzbereit: NRGkick ist ein mobiles Ladegerät mit verschiedenen Steckeraufsätzen für das Stromziehen an unterschiedlichen Quellen. Über die Smartphone-App lassen sich auch spezielle Funktionen wie das PV-geführte Laden nutzen, bei dem überschüssiger Solarstrom aus der Photovoltaikanlage in das Elektroauto geleitet wird. Das Programm Charging4Fleets bietet eine Lösung für gewerbliche E-Fuhrparks: Mitarbeitende laden zu Hause oder unterwegs, die Vorgänge werden automatisch erfasst, transparent
Die Software Charging4Fleets ist

Mobile Ladestation: NRGkick ist schnell und flexibel einsetzbar.
Stromziehen mit System

Mennekes setzt auf skalierbare Infrastruktur für die Planung und den Betrieb von Ladepunkten – von einzelnen Standorten bis zu komplexen Ladeparks. Es geht um die nahtlose Integration der Ladeinfrastruktur in bestehende Energie- und Gebäudestrukturen, einschließlich Lastmanagement und anderer Systeme, die zum Steuern der Energie eingesetzt werden. Wirtschaftlich, effizient und zukunftssicher – so lautet das Versprechen des Herstellers. Auch regulatorische Aspekte des Ladebetriebs wie Betriebskosten, Fördermöglichkeiten und Abrechnungskonzepte sowie die Einhaltung gesetzlicher und technischer Vorgaben sind in ihren Konzepten enthalten. Praxisnahe Beispiele aus Unternehmen, der Wohnungswirtschaft und dem privaten Umfeld belegen, wie das Laden professionell gesteuert werden kann.


KRAFT FÜR DEN LASTER
An entsprechend aufgerüsteten Ladestationen können batteriegetriebene Lkw den Strom mit Leistungen von bis zu 3,75 Megawatt ziehen.
Megakraft für die Langstrecke
Megawatt Charging System, kurz MCS – so lautet die Zauberformel, die den internationalen Schwerlastverkehr nachhaltig elektrisieren soll. Ladeleistungen von bis zu 3,75 Megawatt werden durch diese Technologie ermöglicht, die Ladezeiten von ElektroLkw, Bussen und anderen Nutzfahrzeugen somit erheblich verkürzt. Selbst große Batterien können innerhalb kurzer Pausen aufgeladen werden, was den wirtschaftlichen Einsatz elektrischer Fahrzeuge im Fernverkehr erleichtert. Das MCS wurde gezielt entwickelt, um den steigenden Energiebedarf der voluminösen Nutzfahrzeuge zu decken. Im Vergleich zu den bisherigen Schnellladesystemen bietet es deutlich höhere Ladeleistungen, auch wird die Energie effizienter übertragen – vorausgesetzt, die Stromnetze sind leistungsstark und die Ladeinfrastrukturen entlang wichtiger Verkehrsachsen entsprechend ausgebaut.




Transparent in die Zukunft
Auf Fachmessen wie der Power2Drive ist das Megawattladen ein Trendthema.
Als Anbieter ganzheitlicher Lösungen für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur präsentiert sich Smatrics. Der Dienstleister bietet innovative Technologien für den Aufbau und den Betrieb moderner Ladestationen. Er setzt unter anderem auf intelligente Systeme zum Lastmanagement, Bezahlterminals sowie Angebote zur transparenten Anzeige von Ladepreisen. Auch offeriert das Unternehmen verschiedene Schnellladelösungen für den öffentlichen und gewerblichen Einsatz. Ein Fokus liegt auf der effizienten Steuerung von Ladeinfrastruktur für Pkw- und Lkw-Flotten. Smatrics bietet nachhaltige, wirtschaftliche und smart vernetzte Konzepte, die mit ihrer Benutzerfreundlichkeit überzeugen sollen.

ZWEIRÄ
Die Drahtesel, Roller und Mopeds gelten speziell im urbanen Raum als entscheidende Faktoren der großen Transformation.

Text: Armin Grasmuck
Die große Transformation betrifft auch die kleinen und kleinsten Fahrzeuge. Speziell im urbanen Verkehr sind die Zweiräder ein Schlüsselfaktor der Verkehrswende. Es geht um einfache wie nachhaltige Ansätze, welche die batteriegetriebenen Fahrräder, Roller und Motorräder inner- wie außerorts im Sinne des Zeitgeists integrieren.
Die Zweiräder der Zukunft bieten mehr als das traditionelle Fortbewegen an der frischen Luft. Mehr Reichweite, kürzere Ladezeiten, digitale Assistenzsysteme. Der leise, höchst effiziente Elektroantrieb wird im besten Fall
intelligent vernetzt – und das Fahrzeug zum smarten Begleiter im alltäglichen Verkehr.
Allradgetriebene Modelle, autonom fahrende Roller, E-Bikes mit LED-Controller, besondere Software und Displays mit aktuellen Fahrdaten und Kamerabildern – die Gedanken und Arbeiten der Entwickler gehen weit über den konventionellen Antrieb hinaus. Moderne Zweiradsysteme werden kraftvoller, leichter und komfortabler. Die Modelle der nächsten Generation sollen Sicherheit und Konnektivität bieten sowie den Nutzer nachhaltig begeistern.
In der Stadt der Zukunft sind die Zweiräder auch deshalb wichtig, weil sie weniger Fläche als Autos benötigen und sich leichter in die
bestehende Infrastruktur integrieren lassen. Sie sparen Platz, decken kurze Wege effizient ab und wirken im urbanen Verkehr spürbar entlastend. Speziell E-Bikes und E-Roller sind ideal für die Kommunen, die leiser, sauberer und flexibler werden sollen.
Es geht auch um die in diesem Zusammenhang oft beschriebene letzte Meile. Also um die obligatorischen Strecken zwischen Wohnung, Bus und Bahn, Arbeitsplatz oder Innenstadt. Zuverlässige und entsprechend leistungsstarke Zweiräder können idealerweise das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ergänzen – und die Fahrten mit dem Auto auf kurzen Distanzen in entsprechend vielen Fällen ersetzen.
electricar Magazin
IM ZEITGEIST DER



Akkupack im Alurahmen

Die E-Bikes, Roller und Motorräder sollen als intelligente Angebote in einem vernetzten Mobilitätssystem punkten. Einfach, effizient und komfortabel. Stichwort Preis. So innovativ die neuen Zweiräder auch sind: Es gilt, sie für unterschiedliche Zielgruppen erschwinglich zu halten. Der Markt zeigt bereits heute eine breite Spanne, vom günstigen Einstiegsmodell bis zum umfangreich ausgestatteten Premiumfahrzeug. Neben dem klassischen Kauf werden neue Nutzermodelle wie Leasing, Abo, Sharing oder Payper-Use bedeutender. Sie machen den Einstieg in die Mobilität von morgen einfacher, auch weil die Zweiräder flexibler genutzt werden können.
Auf der Japan Mobility Show war es einer der Höhepunkte: Das futuristische Zweiradkonzept EV Outlier belegt, wie die Entwickler von Honda das Motorrad des Jahres 2030 interpretieren. Der Name Outlier, zu Deutsch: Ausreißer, ist hier Programm. Denn dieses Modell fährt mit zahlreichen Finessen vor, überraschend wie nachhaltig. Der elektrische Antrieb steckt direkt in den Rädern. Je ein Nabenmotor treibt das vordere und das hintere Rad an. Es ist fast wie im Auto: Der Allradantrieb verbessert die Traktion des E-Motorrads speziell auf feuchter und schmieriger Fahrbahn. Über zwei Bildschirme auf und vor dem Lenker bekommt der Fahrer alle relevanten Daten serviert, die Rückspiegel sind über Kameras in das Display eingebunden. Gut für die Stabilität: Der Akku ist zentral und tief im Aluminiumrahmen verbaut. Zur Kapazität der Batterie, Reichweite und Ladedauer sowie bezüglich des möglichen Preises des EV Outlier Concepts macht Honda noch keine Angaben.
electricar Magazin
Keine Schaltung, keine Bremse
Das erste echte E-Bike – so wirbt der Hersteller Hepha für das futuristische Fahrradkonzept Urban X, das gerade auf der Fachmesse Eurobike in Frankfurt vorgestellt worden ist. Es verzichtet auf einige der klassischen Bedienelemente: kein Schalten, keine Modi zur Unterstützung, kein klassisches Bremsen. Das Urban-X-Bike setzt auf ein automatisch geregeltes eCVT-System, das Antrieb, Übersetzung und Verzögerung eigenständig an das Tretverhalten des Radlers anpasst. Das Prinzip „Pedal-Only-Ride“ soll das Fahren im Stadtverkehr einfacher und intuitiver gestalten. Stark: Dieses Rad kann auch rekuperieren, so wird Energie zurückgewonnen, der Motor unterstützt und der Verschleiß der Bremsen reduziert. Technisch basiert das Konzept auf einem neu entwickelten Mittelantrieb mit der Dauerleistung von 250 Watt und bis zu 1000 Watt in der Spitze.



Radmotor mit Software und Display
Die Bosch Hub Line ist der erste Nabenmotor des renommierten Herstellers, entwickelt eigens für City-Bikes und Pendelräder im urbanen Verkehr. Ein vergleichsweise leichter Motor, kombiniert mit dem kompakten Akku, soll laut Bosch ein agiles und unauffälliges Fahrerlebnis bieten. Die Hub Line liefert bei einem Vortrieb von bis zu 400 Watt das Drehmoment von maximal 45 Newtonmetern. Rund 2,3 Kilogramm wiegt der Motor, er entkoppelt sich ab Tempo 25 fast vollständig vom Antrieb. Bosch integriert die
Hub Line in sein Smart-System und ergänzt sie mit Komponenten wie ConnectModule, LED-Controller und Intuvia-200-Display. Es sind die Extras für die Radtouren der nächsten Generation. Die Hub Line zielt bewusst auf leichte und stilvolle E-Bikes im Stadtverkehr – mit natürlichem Fahrgefühl und ideal für den alltäglichen Gebrauch. Bereits in diesem Herbst sollen die ersten entsprechend ausgerüsteten Räder auf den Markt kommen. Der Einstiegspreis liegt bei etwa 2500 Euro.



Autonom zur Ladestation



Den Prototyp stellte Omoway bereits vergangenen Sommer in Indonesien vor – jetzt ist das selbstbalancierende E-Motorrad Omo X serienreif. Einzigartig: Der Elektroroller kann sich auch ohne Person auf dem Sitz bewegen, vorwärts und rückwärts. Er fährt seinen Hauptständer automatisch ein und aus, kann sich selbst aufbocken. Der Omo X soll sich zudem so konfigurieren lassen, dass er autonom zur Ladestation fährt oder per Sprachbefehl vor dem Haus erscheint. Laut Hersteller Omoway ist es das perfekte Zusammenspiel aus Sensorik, Software und Hardware, das den E-Roller zu einem Roboter auf zwei Rädern macht. Die entscheidende Komponente ist das Control Moment Gyroscope, ein Stabilisierungsmodul, das aus Luft- und Raumfahrt bekannt ist.

Kompakt für jeden Einsatz
Klein, fein, antriebsstark – Rahmen und Gabel aus Carbon: Das i:SY hgjk E5 ZR F PX ist ein kompaktes Elektrofahrrad, das sich auch aufgrund seines geringen Gewichts von knapp 20 Kilo als alltagstauglich und agil präsentiert. Es kombiniert den Bosch-Motor Performance Line PX mit einem 545 Wattstunden starken Akku und der wartungsarmen 5-Gang-Nabenschaltung. Die 20-Zoll-Bauweise, breite Reifen und hydraulische Scheibenbremsen wirken komfortabel, speziell was das Rangieren und auch das Tragen im Stadtverkehr betrifft. Zudem ist das Skyfly komplett ausgestattet: Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Ständer. Der Sitz und der Lenker können auf unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden. Durch seine kompakten Maße lässt sich das Bike bei Bedarf auch relativ einfach im Auto transportieren. Das neue E-Fahrrad von i:SY steht in der Basisversion mit 5.799 Euro auf der Preisliste.


CDA Verlag GmbH
L. Steinbach Platz 1, 4311 Schwertberg
Support Tel.: +43 670-7773300
Support: support@cda-verlag.com
Abo-Service: abo@cda-verlag.com
Redaktion: redaktion@cda-verlag.com Web: www.cda-verlag.com
Geschäftsführung: Franziska Pointner
Herausgeber: Harald Gutzelnig
Prokuristin: Marianne Gutzelnig
Redaktionsanschrift:
L. Steinbach Platz 1, 4311 Schwertberg Tel.: +43 670-7773300
Chefredakteur: Armin Grasmuck
Projektleitung & Testkoordination: Lukas Wenzel-Horner
Redaktionelle Mitarbeiter:
Philipp Lumetsberger, Harald Gutzelnig, Beatrice Bohlig, Wolfgang Plank, Henning Krogh
Grafikleiter: Enrico Eichinger
Grafik: Nadine Wagner
Marketing Manager: Christian Ortner
Online: Philipp Lumetsberger, Harald Gutzelnig, Jonas Mayrhofer
Office: Carina Lumetsberger
Auszubildende: Jonas Mayrhofer, Ehsan Afzali
Bildquellen: shutterstock.com, pexels.com, unsplash.com
Druck: AKONTEXT / TRIANGL PRAG
Vertrieb: Direktvertrieb, Lesezirkel, Firmenpartnerschaften
Kiosk-Vertrieb:
MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH&CoKG, Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim Tel.: +49 89 31906-0
E-Mail: mzv@mzv.de, Internet: www.mzv.de
Heftpreis:
Deutschland: EUR 5,90
Österreich: EUR 5,90
Schweiz: EUR 11,80
BeNeLux: EUR 7,00
Director Sales, Verlagsleitung: Marianne Gutzelnig - Breiteneder
Tel.: +43 670-7773300-02
E-Mail: m.gutzelnig@cda-verlag.com
Anzeigen:
Manuel Aigner (m.aigner@cda-verlag.com) Johannes Edl (j.edl@cda-verlag.com) Philipp Bauer (p.bauer@cda-verlag.com)
IMMER AM PULS
DER ELEKTROMOBILITÄT

Für den Inhalt der Anzeigen haftet ausschließlich der Inserent, eine Prüfung seitens des Verlags erfolgt nicht!
Urheberrecht:
Alle in den Publikationen des Verlags veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Reproduktion oder Nutzung bedarf der vorherigen, schriftlichen Genehmigung des Verlags.



Das electricar Briefing erscheint aktuell wöchentlich. Entscheiden Sie selbst, welche Themen Sie interessieren und wo Sie gerne weiterlesen möchten. Beim nächsten Office- oder Kunden-Smalltalk geben Sie mit diesen News die Themen vor.
Scan me!




