Mobility Test
Text: Armin Grasmuck
Fotos: electricar
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ehrere tausend Kilometer in 14 Tagen, neun Bundesländer – Dutzende von Ladesäulen. Der große Praxistest, den die Redaktion von electricar an ausgewählten Schnellladepunkten in Österreich durchführt, ist ambitioniert, umfangreich und herausfordernd. Geprüft und begutachtet werden vergleichsweise neue HPC-Ladepunkte von mehr als 150 Kilowatt Leistung der neun größten Anbieter des Landes. Das Motto lautet: einfach hinfahren, möglichst schnell und komfortabel Strom ziehen – und weiter geht‘s. Um den zeitlichen Aufwand rund um den Ladevorgang auf ein Minimum zu reduzieren, soll ausschließlich mit Debit- oder Kreditkarte bezahlt werden. Dieser Service, zumindest für neue Ladestationen verpflichtend, hakt jedoch auch im Jahr 2026 noch an der einen oder anderen Stelle. Und: Das Bezahlen zum Ad-hoc-Tarif per Karte ist preisintensiver als die günstigen Spezialkonditionen, die beispielsweise die Ladestromanbieter im Internet oder über ihre Applikationen offerieren.
Der Praxistest belegt, wie groß die Unterschiede in diesem dynamisch wachsenden Segment sind. Obwohl bevorzugt Ladepunkte ausgesucht werden, die erst in diesem oder im vergangenen Jahr ans Netz gegangen sind, offenbaren diese mitunter große Diskrepanzen, bezogen auf Leistung, Lage, Komfort und Service. Auch die mutmaßlich stärkste Ladestation des Landes, der erst im April eröffnete Hub von Electra in Völkermarkt, wird angesteuert. Doch zum Zeitpunkt der Testfahrt sind die Säulen mit Bauzäunen abgesperrt – das Dach wird installiert.
Große Bandbreite Alle getesteten HPC-Lader liefern zumindest klare Informationen zum Ladestand der Batterie sowie zur Ladezeit und der geladenen Strommenge. Der Gesamtpreis der Ladung ist jedoch keineswegs an jeder Säule klar zu erkennen. Und der Zahlungsbeleg? Offizielle Quittungen können teils mit dem Smartphone vom Bildschirm der Säulen abfotografiert, ausgedruckt oder per E-Mail angefordert werden. Auch die Standorte und die Infrastruktur rund um die Stromstellen unterscheiden sich gravierend.
NEUE TECHNIK IM EINSATZ Alle für diesen Vergleich relevanten Schnellladungen werden an dem Premiummodell Volvo EX90 in der Variante Fully Electric Single Motor Plus durchgeführt. electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck fährt die aktualisierte Version, die über ein höchst modernes 800-Volt-Bordnetz verfügt. Das batteriegetriebene Fahrzeug der Oberklasse verspricht außergewöhnliche Ladeleistungen. Im Praxistest erreicht der EX90 Spitzenwerte von 327 Kilowatt und durchschnittliche Leistungen von bis zu 295 Kilowatt.
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