electricar MAGAZIN
electricar DAS MAGAZIN FÜR DIE MOBILITÄT VON MORGEN
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Schweiz SFR 11,80 BeNeLux € 6,95
Fahrgenuss im Elektrobus
Eleganter Raumgleiter Lenken und laden: E-Van mit Stern im Praxistest S. 46
2/22 // April/Mai 2022
Der Mercedes EQV 300 begeistert mit höchstem Komfort
ANGEBOT FÜR ALLE
REIFEN IN BESTFORM
ELITEKLASSE UNTER STROM
Ladesäulen-Flatrates im großen Vergleich
Pirelli-Elect holt das Optimum aus dem akkubetriebenen Auto
Fußballprofi Yannick Gerhardt im exklusiven E-Interview
S. 92
S. 38
S. 18
Der vollelektrische Kia EV6. Car of the Year 2022.
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Viele waren überrascht, als der Kia EV6 zum europäischen „Auto des Jahres 2022“ gekürt wurde. Dabei war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Kias kompromissloses Bekenntnis zur Elektromobilität bezahlt machen würde. Erlebe ihn selbst, den vollelektrischen Kia EV6 – jetzt bei deinem Kia-Partner.
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AUTO
Symbolfoto. Abbildung zeigt Sonderausstattung. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. 1) 0 g/km setzt Nutzung von Strom aus 100% regenerativen Quellen voraus. Angeführte CO2-Emission und kWh/100km gemessen laut WLTP-Testzyklus. Änderungen vorbehalten. Reichweite und Energieverbrauch abhängig von Faktoren wie z. B. Fahrstil, Streckenprofil, Temperatur, Heizung/Klimatisierung, Vortemperierung.
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CO2-Emission: 0 g/km, 18,4-16,5 kWh/100km, Reichweite: bis zu 528km
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14.03.22 10:11
ZEIT FÜR STROMER Armin Grasmuck Chefredakteur
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ie gegenwärtige Lage ist absurd. Vor den Toren Berlins geht gerade die gigantische Fabrik von Tesla in Betrieb, während keine 1000 Kilometer östlich die Bomben einschlagen. Hier die hoch moderne Werkstätte, in der die Mobilität von morgen entwickelt und ermöglicht wird. Dort der Kampf um Leben und Tod und die gezielten Attacken auf Produktionsstätten und Logistik, die jeden Fortschritt in Schutt und Asche legen. Es ist bemerkenswert, wie die Taktgeber in der Branche der Elektromobilität analytisch, nüchtern und kreativ versuchen, den widrigen Umständen entgegenzuwirken. Richtig, Volkswagen hat wie einige Mitbewerber die Produktion mehrerer Modelle aufgrund der dramatischen Situation vehement gedrosselt. Auch weil die Lieferungen von Kabeln und Kabelsystemen keineswegs als gesichert betrachtet werden kann. Sein neues Flaggschiff hat der Weltkonzern dennoch wie geplant der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Der ID.Buzz, vollelektrischer Nachfolger des legendären Bullis, gilt in der Autostadt als wichtigster Neustarter des Jahres. Nur wenige Stunden zuvor empfing Yannick Gerhardt, der höchst sympathische Profi des VW-Klubs und Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg die Redaktion von electricar zum exklusiven Foto- und Interviewtermin, was wir angesichts der angespannten Lage doppelt und dreifach zu schätzen wissen. Selbst wenn der kollektive Boom rund um die Elektromobilität nach den Lieferengpässen, die in der Folge der CoronaKrise die Autoindustrie belasten, und aufgrund der aktuellen Konflikte einen leichten Dämpfer bekommen hat: Der Trend zu
den alternativen Antriebsmodellen und den dazugehörigen Innovationen im infrastrukturellen Bereich hält unvermindert und nachhaltig an. Es ist deutlich zu vernehmen, wie etwa die Zahl der Ladestationen auch außerhalb der Metropolen im rasanten Tempo ansteigt. Da wirkt es umso kurioser, dass es hin und wieder zu langen Staus und den entsprechenden Wartezeiten kommt, weil die Ladesäulen aufgrund der noch rasanter zunehmenden Zahl an neu zugelassenen Elektrofahrzeugen immer öfter belegt sind. Kurt Sigl registriert diesen Trend mit einem munteren Lächeln. Der Präsident des Bundesverbands eMobilität ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der alternativen Antriebsmöglichkeiten. Im Gespräch mit electricar erläutert er, in welchen Bereichen es noch hakt, er berichtet von den neuen Berufsbildern, die im Zuge der Mobilitätswende entstehen, und er blickt auf die Branchen mit den größten Entwicklungspotenzialen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis beispielsweise vermeintlich normale Autos als wandelnde Stromspeicher über die Straßen gleiten – zum Anzapfen für jedermann. Kilowatt und Megawatt, so wird das wertvolle Kapital der Zukunft umrissen. Wer es sich leisten kann, ist vorne dabei. Und wer es schafft, den Strom möglichst günstig in die Batterie zu laden, fährt einfach besser. Es lohnt sich, die Tarife der zahlreichen Anbieter mit klarem Blick zu studieren. Sie kennen es aus dem breiten Segment der Mobiltelefone: Billig ist keineswegs besser, wenn es dem Gesamtpaket an Kraft mangelt. In diesem Sinne: viel Vergnügen mit dem Stromer! Vertrauen Sie einfach dem Routenplaner im Navigationssystem, die nächste Ladesäule kommt bestimmt. Viel Spaß beim Lesen!
INHALT
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EDITORIAL
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NEWS
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„E-AUTOS SIND IN DER KABINE DAS THEMA“ Bundesliga-Kicker Yannick Gerhardt im Gespräch mit electricar
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FUSSBALL UNTER STROM Eine Umfrage zum Thema E-Mobilität im deutschen Profifußball
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DIE MEISTVERKAUFTEN E-AUTOS 2021 Interessante Zahlen und Daten zu den beliebtesten Elektroautos in Deutschland
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JETZT GEHT‘S LOS! Neue Modelle für das neue Jahr - Das ist die nächste Generation der Elektrofahrzeuge
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REIFEN DER E-XTRAKLASSE Die Pirelli Scorpion Elect-Reifen im electricar-Härtetest
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Vfl Wolfsburg-Profi Yannick Gerhardt steht uns Rede und Antwort und spricht über seinen Blick auf die Mobilität von morgen, das Leben in Wolfsburg und PS-verrückte Fußballprofis .
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TEST: AUDI E-TRON GT Der sportliche Ingolstädter im Praxistest
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TEST: MERCEDES EQV Wir fühlen dem Elektrokleinbus der Nobelmarke auf den Zahn
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RELEASE: OPEL ASTRA Die ersten Eindrücke des Rüsselsheimer Plug-in-Hybriden
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RELEASE: MICROLINO Der City-Flitzer mit Retro-Charme im Vorab-Check
54
ELEKTROAUTO-DATENBANK Zahlen und Fakten zu aktuellen Modellen
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Massenhaft Leistung und ein hervorragendes Fahrverhalten zeichnen den Audi e-tron GT aus. electricar hat den sportlichen Stromer Probe gefahren.
DIE HÄUFIGSTEN FEHLER BEIM E-AUTO KAUF Diese Aspekte sollten Sie vor der Anschaffung unbedingt beachten
DIE GROSSE TESLA-SHOW
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Ein Blick auf die Pläne des Elektroautopioniers in Deutschland
FAHREN SIE DOCH, WIE SIE WOLLEN!
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Wissenswertes rund um das Thema Auto-Abo
FLOTTE DEALS MIT SPASSFAKTOR
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Sechs Auto-Abo-Anbieter unter der Lupe
„DIE ZUKUNFT BEGINNT JETZT“
74
Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbands eMobilität (BEM) im ausführlichen Interview
FLOTT UND SAUBER IN DEN FRÜHLING
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Die neuesten E-Roller und E-Scooter im Überblick
STROMKOSTENEXPLOSION WEGEN ELEKTROAUTOS?
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Das Auto-Abo erweist sich als perfekte Einstiegsmöglichkeit in die Welt der Elektromobilität. Worauf Sie beim Abo-Abschluss achten müssen erfahren Sie ab Seite 64.
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Der neue Kompaktwagen des Volkswagen-Konzerns bietet jede Menge Features und soll 2025 hierzulande über die Straßen rollen. Wir liefern Ihnen die wichtigsten Daten und Fakten!
Wie wirkt sich der Strombedarf von E-Autos auf den den Strompreis aus? - Wir klären auf!
KRAFTWERK AUF VIER RÄDERN
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So könnten die Batterien von E-Autos künftig das Stromnetz und die Geldbörse entlasten
LADE-FLATRATES UNTER DER LUPE
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Die besten Ladeangebote im Check
EIN AUTO FÜRS VOLK
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Ein erster Eindruck des Volkswagen ID.Life
IMPRESSUM
98
6
News
MERCEDES
1000 Kilometer mit einer Ladung Auf der Technikmesse CES in Las Vegas hat Daimler mit einem neuen Konzept für Furore gesorgt. Der futuristisch gestaltete Mercedes Vision EQXX soll mit einer Batterieladung künftig bis zu 1000 Kilometer weit fahren können. Dies entspricht der Distanz von Berlin nach Paris und ist in etwa das Doppelte von dem, was die meisten Elektroautos derzeit schaffen. Ob und wann es den EQXX zu kaufen gibt, ist noch offen. „Komponenten und technische Details des Autos könnten in zwei bis drei Jahren in künftigen Serienfahrzeugen zu sehen sein“, sagte Daimler-Vorstand Markus Schäfer, der die Entwicklung und den Einkauf des Stuttgarter Konzerns leitet. In den nächsten Monaten werde das neue Auto intensiv auf der Straße getestet. INFO mercedes-benz.com
Bild: Urban Zintel
BENEFIT
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Regierung fördert E-Autos bis Ende des Jahres
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Pünktlich zum Start in das neue Jahr hat Robert Habeck, der Wirtschaftsminister der Bundesrepublik, bekanntgegeben, dass die sogenannte Innovationsprämie für Elektroautos bis Ende 2022 verlängert wird. Die Käufer von rein batteriegetriebenen Fahrzeugen erhalten weiterhin bis zu 9750 Euro aus dem Steuertopf. Mit bis zu 6750 Euro wird der Erwerb von Plug-in-Hybriden unterstützt – jedoch nur, wenn das Fahrzeug über eine rein elektrische Reichweite von mindestens 60 Kilometern verfügt. 2023 soll das staatliche Förderprogramm auf den Prüfstand kommen.
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INFO bmwi.de
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News
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Der E-Jeep kommt 2023 Carlos Tavares, der CEO von Stellantis, enthüllte am 1. März Bilder des ersten rein batterieelektrisch angetriebenen SUV von Jeep, mit dem die Marke ihre globalen Initiativen zur vollständigen Elektrifizierung ihres SUV-Portfolios fortsetzt. Dieser neue vollelektrische Jeep wird Anfang 2023 auf den Markt kommen. Was er alles kann, außer elektrisch fahren, wird noch nicht verraten. Stellantis hat für alle Marken wie Fiat, Peugeot-Citroen oder Opel das ambitionierte Ziel bis zum Jahr 2030 alle in Europa verkauften Autos zu 100 Prozent zu elektrifizieren und in den USA 50 Prozent Quote zu erzielen.
Neuzulassungen Februar 2022 Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht Monat für Monat die Statistik über die KFZ-Neuzulassungen in Deutschland. Im Februar wurden 200.512 Personenkraftwagen neu zugelassen. Das waren +3,2 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. Bei den elektrischen Antrieben konnten die reinen Elektro-Pkw mit +54,9 Prozent und 28.306 Neuwagen einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Ihr Anteil betrug 14,1 Prozent. Bricht man die Zulassungen im Februar auf Modelle herunter, so fällt auf, dass Tesla zweimal an der Spitze liegt.
INFO bit.ly/ec_jeep
INFO bit.ly/ec_neuzulassung
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News
80%
Power in den Akku in unter fünf Minuten
Klingt gut, muss sich in der Praxis jedoch erst beweisen: Batterieproduzent Desten hat eine neue Technologie vorgestellt, die Autoakkus künftig in unter fünf Minuten von null auf 80 Prozent laden soll. Das Unternehmen aus Hongkong verspricht, die Batterie in dem dazugehörigen Elektrofahrzeug mit der Kraft von bis zu 900 Kilowatt zu laden. Das ist mehr als dreimal so schnell wie beim Porsche Taycan, dem aktuellen Rekordhalter – der Sportwagen lädt mit bis zu 270 Kilowatt. INFO desten.com
WASSERSTOFFANTRIEB
John Deere übernimmt Mehrheit an Kreisel Electric Geschäft perfekt: Deere & Company hat die Vereinbarung zum Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an dem österreichischen Produzenten Kreisel Electric unterzeichnet. Der amerikanische Konzern reagiert damit auf die wachsende Nachfrage für Batterien als akkuelektrisches oder Hybridantriebssystem für Fahrzeuge. Kreisel ist seit 2014 ein führender Innovator mit Sitz in Rainbach im Mühlkreis, der sich auf die Entwicklung von flüssigkeitsgekühlten elektrischen Batteriemodulen konzentriert. INFO kreiselelectric.com
AIWAYS
Werk in Deutschland? Die Verantwortlichen des chinesischen Herstellers befassen sich konkret mit der Produktion von Neuwagen in Europa. „Wir haben uns noch nicht auf einen Standort festgelegt“, sagte Alexander Klose, Vorstandsmitglied von Aiways, der „Wirtschaftswoche“. Deutschland liege als Fabrikstandort zumindest im Rennen. „Am liebsten würden wir ein bestehendes Werk nutzen“, so erklärte Klose: „Es kommt auf die Konditionen an.“ Das 2017 gegründete Unternehmen produziert die rein elektrischen Autos bislang in seinem Werk im chinesischen Shangrao, wo bis zu 150.000 Fahrzeuge pro Jahr gebaut werden können. INFO ai-ways.eu
electricar 02/2022
ATU PRO - DER RICHTIGE PARTNER FÜR ELEKTRO-MOBILITÄT!
Xpeng kommt nach Europa
ELEKTRO FLOTTE
Die chinesischen E-Auto-Bauer starten die Kundenreservierung ihres neuesten Serienmodells auf dem europäischen Markt. Der Xpeng P5 wird gleichzeitig in Dänemark, den Niederlanden, in Norwegen und Schweden eingeführt. Der Reservierungsprozess ist vollständig digitalisiert und in jedem dieser vier Märkte sofort zugänglich, sowohl über die offiziellen XPENG-Webseiten in jedem Land als auch über die XPENG Mobile APP, die Mitte März eingeführt wurde. Die ersten Probefahrten sind seit April 2022 verfügbar. Der P5 ist eine rein elektrisch betriebene Mittelklasse-Limousine mit einer Reichweite von 465 km WLTP, angetrieben von einer Batterie mit 66 kWh Kapazität. INFO bit.ly/ec_xpeng
NEUE AKKUTECHNOLOGIE
Laden im Rekordtempo Der US-Autobauer Mullen tüftelt laut eigenen Angaben an der Entwicklung einer Feststoffbatterie, die mit einer Kapazität von 150 kWh nicht nur genug Energie für eine Strecke von rund 1.000 Kilometern liefern soll, sondern auch in Windeseile geladen werden kann. So reichen beispielsweise 18 Minuten aus, um genügend Strom für rund 480 Kilometer zu tanken. Erste Prototypen der neuen Batterie will Mullen bereits in drei Jahren fertigstellen und ausführlichen Tests unterziehen. Serienmäßig sollen sie dann in der zweiten Generation des Mullen Five E-Crossovers zum Einsatz kommen, dessen Marktstart zum Ende des Jahrzehnts geplant ist. INFO bit.ly/ec_mullenakku
electricar 02/2022
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News
Sony und Honda schmieden E-Allianz Sony und Honda wollen gemeinsam reine E-Autos zu entwickeln. Diese Allianz soll Hondas Fähigkeiten in der Mobilitätsentwicklung und die Technologie zur Herstellung von Fahrzeugkarosserien mit Sonys Fachwissen in der Entwicklung von Bildgebungs-, Sensor-, Telekommunikations-, Netzwerk- und Unterhaltungstechnologien zusammenzubringen. Der Verkauf des ersten BEV-Modells soll im Jahr 2025 beginnen. Sony hat ja bereits zur CES 2022 sein Elektroauto Vision S02 vorgestellt. Dieser E-SUV ist mit einer Unzahl an Sensoren ausgestattet und soll nun offenbar zusammen mit Honda umgesetzt werden. INFO bit.ly/ec_sony
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Fiat-Transporter jetzt vollelektrisch Nachdem die Verbrenner-Version des Ulysse vor 12 Jahren ausgelaufen ist, kommt nun der elektrische Nachfolger und der ist deutlich größer als sein E-Vorgänger der 500e. Bis zu acht Personen kann der elektrische Transporter aufnehmen. Er wird mit zwei Batteriekapazitäten angeboten, mit 50 und 75 kWh. Die Reichweite wird mit 330 km (WLTP) angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit 130 km/h und die maximale Leistung mit 100 kW (136 PS). Serienmäßig ist der neue Fiat-Stromer mit einem 100-kW-Schnellladesystem ausgestattet, das die Batterie in nur 45 Minuten zu 80 Prozent auflädt. Mit an Bord sind zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, wie Verkehrszeichenerkennung, Spurverlassenswarnung, ToterWinkel-Warner, Forward Collision Warning, aktive Notbremsfunktion, elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) uvm. Der E-Ulysse ist ab März in Deutschland und Österreich bestellbar und seit Mai zum geschätzten Preis von rund 50.000 Euro aufwärts erhältlich. INFO bit.ly/ec_ulysse
E-Roller & Topcase von Si.o Die R-Modelle von Si.o aus dem Vorjahr bekommen nun ein neues Top-Modell zur Seite gestellt. Den neuen Si.o R1.4. Ein besonderes Merkmal ist seine höhere Endgeschwindigkeit von max. 75 km/h. Damit eignet sich der Roller auch für die Überlandfahrt. Aber mit dem E-Roller erzielt man nicht nur 75 km/h, man fährt damit auch 75 km weit – mit einer Ladung. Der neue Si.o R1.4 steht im Laufe des Aprils zur Auslieferung bereit. Si.o bietet ab diesem Frühjahr ein Topcase für E-Roller mit einem Schnellmontagesystem an. Der UVP liegt bei 78 Euro. INFO www.sio-scooter.com
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News
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E-SPORTFLITZER VON LEXUS
Von 0 auf 100 in 2 Sekunden Es gibt nur wenige Boliden, die in zwei Sekunden auf 100 beschleunigen können, der vollelektrische Sportwagen von Lexus soll es schaffen. Vorgestellt wurde das Modell bereits vor mehr als einem Jahr, nun gibt es weitere Details. Viele sind es allerdings nicht, aber immerhin, wir wissen nun, dass der E-Flitzer dank Feststoffbatterie eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern schaffen soll. Das neue Sportmodell wird Teil einer ganzen Reihe von batterieelektrischen Fahrzeugen sein, die Lexus bis 2030 im Rahmen seiner Lexus Electrified Vision auf den Markt bringen wird. Toyotas Premium-Marke will das Potenzial der Elektrifizierung voll ausschöpfen und mit der Lexus Driving Signature ein einzigartiges Fahrerlebnis garantieren: Fahrkomfort kombiniert mit einem Lenk-, Gas- und Bremsverhalten, das perfekt auf die Absichten des Fahrers abgestimmt sind. Die neuen Bilder erinnern ein wenig an den legendären Lexus LFA, der Anfang der 10er-Jahre in limitierter Auflage von 500 Stück produziert wurde. Beim Elektronachfolger werden es deutlich mehr sein. INFO bit.ly/ec_le
Wo wir Mobilität für eine lebenswerte Zukunft neu denken.
Begegnungen verändern alles. Wir bringen auf der neuen Messe für urbane Mobilität erstmalig Wirtschaft, öffentliche Hand und Zivilgesellschaft zusammen. Und gestalten gemeinsam die Städte der Zukunft.
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News
U6ion: Always präsentiert Crossover-Coupé Aiways hat das Geheimnis um den neuen elektrischen Crossover-Coupé U6ion gelüftet. Das Konzept wird nun kurz vor der Markteinführung des SUV U5 (im August) vorgestellt. Gemeinsam nutzen beide BEVs die MAS-Plattform (More Adaptable Structure). Dem U6ion kommt das relativ geringe Gewicht der MAS-Plattform zugute, was er – kombiniert mit den ebenfalls leichtgewichtigen Fahrzeugteilen Motor, Batteriepaket und Innenraum – nutzt, um die Reichweite des Fahrzeugs noch weiter zu vergrößern. Zur Änderung der Fahrzeugeinstellungen und zur Steuerung des Multimediasystems nutzt der U6ion einen freischwebenden 14,6-ZollTouchscreen, der zentral auf dem Armaturenbrett montiert ist. Oben auf dem Armaturenbrett ist ein ‚kleiner Roboter‘ angebracht – eine MenschMaschine-Schnittstelle mit moderner Spracherkennung, die mit den Insassen sprechen und ihnen zuhören kann und mit der zahlreiche Fahrzeug- und Unterhaltungsfunktionen gesteuert werden können. Der U6ion nutzt alle Assistenzsysteme des U5, einschließlich der automatischen Notbremse (AEB), des Rückfahrwarnsystems (RCTA), der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (ACC), der intelligenten Fernlichtregelung (IHBC), des Spurhaltesystems (LKS), der Fahrerermüdungserkennung und viele mehr. Der U6ion dürfte (vor Förderung) an die 40.000 Euro kosten und eine Reichweite von etwas mehr als 400 km (WLTP) aufweisen. INFO bit.ly/ec_u6ion
NICKELPREIS EXPLODIERT
E-Auto-Batterien bald nicht mehr leistbar Die Umstellung auf saubere Energie wird in den kommenden Jahrzehnten eine noch nie dagewesene Nachfrage nach Metallen auslösen. Und gerade jetzt explodieren deren Preis bedingt durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Allein für eine typische E-Auto-Batterie werden etwa rund 8 kg Lithium, 35 kg Nickel, 20 kg Mangan und 14 kg Kobalt benötigt. Der Nickelpreis etwa ist allein Mitte März förmlich explodiert. Der Kurs ging um 67 Prozent nach oben. Sollte der Nickelpreis auf dem aktuell hohen Niveau bleiben, wird sich in Zukunft kaum jemand mehr ein E-Auto leisten können. Die 35 Kilogramm Nickel, die man für die Batterie eines klassischen Elektroautos benötigt, kosten aktuell 1.680 Dollar (48.000 Dollar/Tonne). Vor einem Jahr lag der Nickelpreis für 35 kg bei 560 Dollar (16.000 Dollar/Tonne). INFO bit.ly/ec_nickel
electricar 02/2022
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News
VW STELLT ID BUZZ VOR
Der Bulli für die elektrische Zukunft VW stellte am 9. März in Hamburg den neuen ID. Buzz (und den ID. Buzz Cargo) vor. In den 50er-Jahren stand der Vorgänger namens Bulli für ein neues Gefühl von automobiler Freiheit, Unabhängigkeit und großer Emotion. Dieses Lebensgefühl überträgt der ID. Buzz emissionsfrei und vollvernetzt in unsere Zeit. An Sicherheitssystemen mangelt es nicht. So ist im ID. Buzz serienmäßig das lokale Warnsystem „Car2X“ an Bord, das Signale anderer Fahrzeuge und der Verkehrsinfrastruktur nutzt, um in Echtzeit Gefahren zu erkennen. Ebenfalls serienmäßig: ein Notbremsassistent und im Kleinbus ein Spurhalteassistent. Ebenfalls neu: die „MemoryFunktion“ für das automatisierte Einparken auf einer zuvor abgespeicherten Strecke. Europaweit gehen der ID. Buzz und der ID. Buzz Cargo mit einer 77-kWh-Batterie an den Start. Geladen wird diese mit 11 kW Wechselstrom (AC). Per CCSStecker an einer DC-Schnellladesäule (Gleichstrom) steigt die Ladeleistung auf bis zu 170 kW; die Batterie ist so nach rund 30 Minuten von 5 auf 80 Prozent geladen. Die Reichweite dürfte bei rund 500 Kilometern liegen. Der ID. Buzz und der ID. Buzz Cargo werden in den ersten europäischen Ländern im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen, europäischer Vorverkaufsstart ist im Mai. Der Preis für den ID-Buzz dürfte zwischen 50.000 und 55.000 Euro liegen. INFO bit.ly/ec_idbuzz
MIT OPEN PLUG&CHARGE-PROTOKOLL
Laden ohne Karte und App Ein ungehinderter Zugang ohne Lock-in-Effekte wird künftig ein wesentliches Kriterium für Ladestationsbetreiber sein. Mit der Veröffentlichung des weltweit ersten unabhängigen Open Plug&Charge-Protokolls (OPCP) ermöglicht Hubject nun den freien Zugang zu Plug&Charge. Damit ist etwa das Laden eines E-Autos möglich - ohne das aktive Einschreiten des Fahrers. Das Auto kommuniziert direkt mit der Ladesäule. Dazu wurde ein einheitlicher Kommunikationsstandard (ISO-Norm 15118) entwickelt. Mit über 400.000 angeschlossenen Ladepunkten und mehr als 1.000 B2B-Partnern in 52 Ländern hat die Hubject GmbH aus Berlin mit Shareholdern wie BMW, Bosch, E-on, VW und Siemens das weltweit größte anbieterübergreifende Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge geschaffen. INFO bit.ly/ec_opelplug
electricar 02/2022
News
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Die wertvollsten Automarken 2022 Brand Finance, ein unabhängiges Beratungsunternehmen, gibt jährlich den „Brand Finance Automotive Industry“-Report heraus, in dem die weltweit wertvollsten Automarken erhoben werden. Ausschlaggebend für die Bewertung sind zwei Kriterien: Markenstärke und Markenwert. Gemessen am Markenwert liegt auch diesmal Toyota mit einem Wert von rund 64 Mrd. Dollar an der Spitze, gefolgt von Mercedes (wie im Jahr 2021) mit einem Markenwert von ca. 61 Mrd. Dollar. Bereits auf Platz drei kommt diesmal der erste E-Auto Brand: Tesla setzte sein Wachstum auch im letzten Jahr fort, der Markenwert kletterte um 40 Prozent auf 46 Mrd. USD. Damit konnte man drei Plätze gutmachen und die Marken von Volkswagen, BMW und Porsche überholen. Auffällig ist, dass die chinesischen Marken beginnen, sich zu internationalisieren. Nio, Aiways, BYD, SAIC und Great Wall haben alle im letzten Jahr ihre Produkte in Europa eingeführt. Die deutschen Autobauer holen bei E-Mobilität inzwischen auf und sind insgesamt gesehen nach Ländern nach wie vor unangefochten an der Spitze, übrigens vor Japan und den USA. INFO bit.ly/ec_automarken
PREISGEKRÖNTE NEUHEIT
Platzsparendes Ladegerät ermöglicht das Aufladen an jeder Steckdose Mit dem MOBILITY DOCK des Stuttgarter Unternehmens Lapp Mobility lassen sich Elektro- und Hybridfahrzeuge mühelos an allen gewöhnlichen Haushaltssteckdosen – egal ob zuhause oder unterwegs – aufladen. Hierfür wird zuerst das Typ 2-Ladekabel an das handliche Ladegerät angeschlossen und in die Steckdose gesteckt. Eine integrierte Kontrolleinrichtung passt den Ladestrom automatisch an und überwacht zudem den Ladevorgang. Dadurch ist eine Ladeleistung von bis zu 2,3 kW möglich. Zusätzlich sorgt ein Temperatursensor dafür, dass bei einer zu hohen Temperatur am Netzstecker die Leistung selbstständig gedrosselt wird. Somit ist die Gefahr einer Überhitzung ausgeschlossen. Das Gehäuse des Ladegeräts ist darüber hinaus gemäß IP44 gegen Strahlwasser geschützt und so konstruiert, dass der MOBILTIY DOCK Stürze aus einer Höhe von bis zu einem Meter unbeschadet übersteht. Bereits vor der Markteinführung im April 2022 hat der innovative MOBILITY DOCK zwei Preise gewonnen: den German Design Award für das Design und den EMOVE 360 AWARD für die Funktionalität. Für seine Innovationsleistung wurde das Ladegerät außerdem für den German Innovation Award nominiert. INFO lappmobility.com
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PROMOTION
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News
KLEIN ABER FEIN
Volkswagens beliebter e-Up ist zurück Den kleinen Elektroflitzer von VW gibt es seit 2013, doch Ende 2020 war dann Schluss mit der Produktion. Aber nicht das ausbleibende Interesse war der Grund für den Stopp. Es war vielmehr genau umgekehrt, eine zu hohe Nachfrage verbunden mit sehr langen Lieferzeiten von bis zu 16 Monaten bewirkten die Produktionspause auf unbestimmte Zeit. Interessantes Detail am Rande: Obwohl der kleine Stromer im Vorjahr nicht bestellbar war, lag er mit 30.797 Neuzulassungen im Jahr 2021 an der zweiten Stelle der neu zugelassenen EAuto-Modelle. Die Aufarbeitung der Bestellungen im Vorjahr machte dies möglich. Es war der Preis von knapp mehr als 20.000 Euro, der in einer hohen Nachfrage resultierte, die nicht fristgerecht bedient werden konnte. Doch nachdem der Bestellbestand erfolgreich abgebaut werden konnte, ist der e-Up nun wieder bestellbar. Der e-up! Style „Plus“ verfügt über einen 61 kW (83 PS) starken E-Antrieb. Seine WLTP-Reichweite beträgt bis zu 258 Kilometer. Herausragend, der geringe Stromverbrauch von 12,7 kWh (kombiniert) auf 100 Kilometern. Der Listenpreis für die aktuelle Version liegt bei 26.895 Euro vor Abzug der Förderungen. Für rund 17.000 Euro kann man den Elektro-Stadtflitzer also durchaus als Schnäppchen bezeichnen. INFO bit.ly/ec_eup
Segways neuester E-Scooter beeindruckt mit enormer Geschwindigkeit Mit dem auf den Namen KickScooter GT2 getauften Elektroscooter hat der US-Konzern Segway sein bislang leistungsstärkstes Modell auf den Markt gebracht. Dank eines Doppelradantriebs und einem kraftvollen Motor beschleunigt das Gefährt auf bis zu 70 km/h. Laut Hersteller sogar abseits befestigter Straßen im Gelände. Diese für einen E-Scooter außerordentliche Geschwindigkeit bringt allerdings auch ein Problem mit sich: Eine Straßenzulassung wird ihm verweigert und deshalb darf der KickScooter GT2 hierzulande nur auf Rennstrecken oder Privatgrundstücken gefahren werden. Der 1.512 Wh-Akku liefert genügend Strom für eine Strecke von rund 90 Kilometern. Eine Aufladung dauert rund 8 Stunden. Ab wann der neue Scooter erhältlich sein wird und mit welchem Betrag er zu Buche schlägt, ließ sich Segway noch nicht entlocken.
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INFO bit.ly/ec_kickscootergt2
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PERPETUUM MOBILE
Ladesäule im Retro-Look Nicht nur für Nostalgie-Fans: Der Online-Anbieter Wallbox24 hat eine neue Ladestation in seinem Sortiment, die einer Shell-Zapfsäule aus den 1960er-Jahren zum Verwechseln ähnlich sieht. Sogar das kreisrunde Shell-Logo an der Oberseite ist – genauso wie beim Original – beleuchtet. Neugierige Blicke sind dank der ausgefallenen Optik definitiv garantiert. Mit 6.800 Euro ist der Preis zwar relativ hoch, dafür ist die Ladestation im Rahmen des Ausbaus der Elektromobilität sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen förderfähig. INFO bit.ly/ec_wallbox24retro
Ein Zug, der sich selbst lädt Das australische Bergbauunternehmen Fortescue möchte künftig das abgebaute Eisenerz nicht mit Dieselzügen transportieren, sondern mit batteriebetriebenen E-Loks. Den E-Zug wird Fortescue zusammen mit dem soeben übernommenen britischen Unternehmen Williams Advanced Engineering entwickeln. Das Besondere an diesem emissionsfreien „Infinity Train“: Er nutzt quasi die Schwerkraft, um seine batterieelektrischen Systeme so aufzuladen, dass er die Rückfahrt ohne zusätzliche weitere elektrische Ladung schafft. Klingt nach Wunderantrieb, ist aber physikalisch einfach zu erklären. Die Strecke von den Minen zur Küste führt bergab. Und weil das Erz sehr schwer ist, bewirkt die Schwerkraft des beladenen Zuges ein hohes Rekuperationspotenzial. INFO bit.ly/ec_zug
besser elektrisch besser Si.o
Produkte aus Franken als Alternative für den Stadtverkehr.
www.sio-scooter.com
Ab diesem Frühjahr haben wir auch Elektro-125ccm im Programm!
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Drive Interview
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Drive Interview
“E-AUTOS SIND IN DER KABINE DAS THEMA” Text: Armin Grasmuck
Bundesliga-Kicker Yannick Gerhardt über seinen Blick auf die Mobilität von morgen, das Leben in Wolfsburg und PS-verrückte Fußballprofis.
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er Führerschein, endlich selbst ans Steuer – und möglichst schnell ein eigenes Auto. Waren Sie auch einer derjenigen, die dem 18. Geburtstag entgegengefiebert haben? Yannick Gerhardt: Ich war sogar noch schneller! (lacht) Ich habe den Führerschein bereits mit 17 Jahren gemacht und durfte im Anschluss mit einer Sondergenehmigung auch schon mit 17 zum Training fahren. Wir wohnten 50 Kilometer von meinem damaligen Klub, dem 1. FC Köln, entfernt. Es gab von dort keine Möglichkeit, mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Verein zu kommen. Deshalb wurde diese Ausnahme genehmigt. Klar, auch ich habe darauf gebrannt, endlich Autofahren zu dürfen. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass ich die ersten Fahrten mit dem Polo meiner Eltern gemacht habe. Es war das Gefühl der großen Freiheit. Fühlten Sie sich mit 17 reif genug für den Straßenverkehr in einer Millionenstadt wie Köln? Ich habe schnell gemerkt, dass die Fahrprüfung und der bestandene Führerschein noch kein klares Zeichen dafür sind, dass man gut Autofahren kann.
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Man braucht einfach eine gewisse Erfahrung im Straßenverkehr, deshalb bin ich zu Beginn lieber etwas vorsichtiger gefahren. Die Art der Fortbewegung erlebt gerade einen großen Umbruch, auch die meisten der großen Automobilhersteller bekennen sich klar zur Elektromobilität. Wie empfinden Sie diesen Wandel? Ich habe mich in den vergangenen Jahren vermehrt mit den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Die Elektromobilität ist definitiv eine der Lösungen, wenn es darum geht, umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Das ist der Grund, warum ich seit gut zwei Jahren elektrisch fahre. Wie haben Sie den Umstieg von den Verbrennermotoren zum Elektroauto erlebt? Die Fahrgeräusche! Das ist die größte Umstellung. Zu Beginn habe ich mich öfter gefühlt wie in der Straßenbahn oder im ICE. (lacht) Ich finde es eigentlich ziemlich entspannend, wenn es im Auto etwas ruhiger ist. Natürlich ist die Reichweite nach wie vor ein wichtiger Punkt, der auch etwas Planung erfordert. Ich denke, jeder, der sich der Elektromobilität gegenüber offen zeigt, erkennt relativ schnell die Vorteile, die sie bringt. Stichwort Reichweite. Wie planen Sie Ihre Fahrten, beispielsweise vom ihrem Arbeitgeber VfL Wolfsburg in die rheinische Heimat? Ich mache mir jetzt auf jeden Fall mehr Gedanken. Längere Strecken lege ich inzwischen auch gerne mit der Bahn zurück, die Verbindungen von Wolfsburg nach Köln sind sehr gut. Selbstverständlich bin ich auch schon ein paar Mal mit dem Elektroauto nach Köln gefahren, das hatte ich mir ehrlich gesagt schwieriger vorgestellt. Mittlerweile ist es möglich, die
AN DER ARENA Yannick Gerhardt (rechts) im exklusiven Interview mit electricar-Redakteur Armin Grasmuck.
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Drive Interview
EINSATZ IN DER AUTOSTADT Yannick Gerhardt posiert vor dem neuen VW ID.5, der Ende April der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Profi seit neun Jahren Yannick Gerhardt (28) steht seit 2016 bei Bundesligist VfL Wolfsburg unter Vertrag. Er wurde in Würselen/NRW geboren und beim 1. FC Köln ausgebildet. Im September 2013 debütierte der Mittelfeldspieler im Dress der Geißböcke in der höchsten deutschen Spielklasse, drei Jahre später machte er beim 0:0 in Mailand gegen Italien sein erstes und bislang einziges Länderspiel für die A-Nationalmannschaft. 2017 wurde er mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft Europameister. Mit den Wolfsburgern qualifizierte er sich in der vergangenen Saison für die Champions League, die Wölfe schieden im Herbst jedoch bereits nach der Vorrunde aus.
gesamte Fahrt inklusive aller Ladestopps im Navigationssystem über den Routenplaner zu definieren. Klar, es dauert insgesamt etwas länger als mit dem Verbrennerfahrzeug. Doch es ist auch ein Schritt weg von der hektischen Art, immer alles möglichst schnell erreichen zu müssen. Mit dem E-Auto lässt man sich einfach etwas mehr Zeit und reist somit entspannter. Wie Ihre Mitspieler und Kollegen beim VfL Wolfsburg, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen von Volkswagen, haben Sie speziell mit dem Blick auf die Mobilität den Vorteil, in der Autostadt zu leben und zu arbeiten. Was bedeutet dies in der Praxis? Es ist selbstverständlich eine besondere Situation. Wir gehören zu Volkswagen, und irgendwie wächst man automatisch mit dem Unternehmen zusammen. Man informiert sich, man lernt mehr über Autos. Eines der ersten Erlebnisse nach meinem Wechsel war der Besuch der Autostadt – vor allem das Automobilmuseum ist sehr beeindruckend. Wir besuchen natürlich auch immer wieder das Werk, das ist jedes Mal aufs Neue spannend. Ich habe großen Respekt davor, wie das alles funktioniert, welche logistischen Herausforderungen die Autoproduktion mit sich bringt. Haben Sie die Möglichkeit, zukünftige Modelle oder Prototypen zu besichtigen oder sogar für Testfahrten bereitgestellt zu bekommen? Das wäre sicher interessant, doch so leicht lässt sich die Entwicklungsabteilung von Volkswagen dann doch nicht in die Karten schauen. Zumal ich von Beruf ja auch Fußballer uns kein Ingenieur bin. (lacht) Richtig spannend finde ich die Fahrsicherheitstrainings auf speziellen Teststrecken,
an denen meine Mitspieler und ich mehrfach teilgenommen haben. Da konnten wir auch umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Elektromobilität machen. Sicherheitstechnik, Slalomfahrten, Vollbremsen – das hat allen Spaß gemacht Ist das Thema Nachhaltigkeit generell schon im Mannschaftskreis angekommen? Ich denke, die Vereine nehmen das Thema ernst. Der VfL ist in diesem Bereich sehr aktiv. Das Ziel, prinzipiell nachhaltiger zu agieren, ist klar auf unsere Fahne geschrieben. Mannschaftsintern ist es bei uns wie wahrscheinlich überall: Der eine interessiert sich mehr dafür, der andere weniger. Ich denke, jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere Klimaziele einhalten. Wie erleben Sie die Möglichkeiten der Elektromobilität im Alltag? Wir haben Ladesäulen am Trainingsgelände. Ich kann mein Auto während des Trainings aufladen, muss nicht mehr zur Tankstelle. Natürlich weiß ich, dass es ein Privileg ist, dass nicht jeder hat. Normalerweise fahre ich auch keine größeren Strecken, höchstens hin und wieder nach Braunschweig, das sind rund 30 Kilometer. Das Elektroauto ist für mich deshalb perfekt, auch weil die Reichweite für mich in diesen Fällen einfach kein Problem ist. Bevor wir die Ladesäulen auf dem Klubgelände hatten, musste ich immer in der Stadt aufladen. Das hat immer problemlos geklappt, auch weil Wolfsburg da gut aufgestellt ist – doch es erforderte eben auch die richtige Planung. Ich habe bemerkt, dass es mittlerweile immer mehr Ladestationen gibt, deswegen wird es in Zukunft mit Sicherheit für alle einfacher, den Strom für das Auto zu bekommen.
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Meister der Nachhaltigkeit Spezieller Titel für den VfL Wolfsburg: Im vergangenen Sommer lag der VW-Klub im Vergleich mit den nationalen Konkurrenten ganz oben. Eine Studie des Marktforschungsinstituts imug hatte die Nachhaltigkeit im Profifußball analysiert und die Vereine unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten bewertet. Nachhaltigkeit ist bei den Wölfen schon länger ein Thema, seit 2012 veröffentlichen sie einen entsprechenden Bericht über die internen Entwicklungen. Der VfL unterstützt auch die die Klimaschutzvereinbarung „Sports for Climate Action“ und die „Race to Zero“-Initiative der Vereinten Nationen. Ein zentrales Ziel des VfL Wolfsburg ist es, bis 2025 klimaneutral zu werden.
Fahren Sie lieber oft und schnell zum Aufladen? Oder eher selten und mit längeren Stopps? Ich bin auf jeden Fall einer, der möglichst kein Risiko eingeht, fahre also lieber öfter zum Aufladen. Wenn der Akku 40 Prozent anzeigt, ist es für mich das klare Zeichen: Es wird wieder Zeit. Auf diese Weise versuche ich auch, unnötigen Stress zu vermeiden. Fußballprofis pflegen seit Jahrzehnten bevorzugt PS-starke Autos zu fahren. Wer hat den schnittigsten E-Flitzer auf dem VfL-Parkplatz? E-Autos sind in der Kabine das Thema. Derzeit fahren viele Mitspieler wie ich den ID.4. Zuvor hatte ich einen Audi e-tron. Heute sehe ich zum ersten Mal den ID.5 – spitze. Und sehr sportlich mit dem Schrägheck. Generell gibt es bei uns wie bei den anderen Klubs noch Aufholbedarf, was die eigene Nutzung von Elektromodellen betrifft.
PRIVILEG DER PROFIS Gerhardt und seine Mannschaftskollegen beim VfL Wolfsburg können ihre Elektroautos über die Ladesäulen am Trainingsgelände mit Strom versorgen.
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Nach einer Schwächephase gegen Ende des vergangenen Jahres haben Sie es geschafft, mit dem VfL auf die Erfolgsspur zurückzukehren. Sind die Akkus wieder geladen? Diese Saison war von einigen Highlights geprägt, weil wir bis zur Winterpause auch in der Champions League gespielt haben. Doch es stimmt: Generell sind wir hinter unseren Erwartungen, es gab einige Veränderungen. Die letzten Spiele zeigen, dass wir wieder einen positiven Trend haben. Jetzt wollen wir die Saison möglichst gut zu Ende bringen. Ja, die Akkus sind wieder voll – und sie bleiben es hoffentlich bis zum letzten Spieltag.
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ELITEKLASSE
UNTER STROM
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Die Klubs der Fußball-Bundesligen modernisieren ihre Fahrzeugflotten im Höchsttempo die entsprechende Infrastruktur inklusive.
Text: Peter Grett / Touremo
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as Thema Umwelt- bzw. Klimaschutz gewinnt auch im Sport immer mehr an Bedeutung. Dies trifft insbesondere auf den Profifußball zu, was auch dadurch deutlich wird, dass die Deutsche Fußball-Liga (DFL) als Verband der 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga, erst kürzlich beschloss, Nachhaltigkeit künftig als Kriterium bei der Lizenzvergabe einzubeziehen. Zentrale Elemente einer Umweltbilanzierung sind insbesondere Bereiche, die mit Klimaschutz – und aktuell – mit der Verminderung der Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger zusammenhängen: Mobilität und Energie.
Zwei Drittel der Proficlubs fahren schon elektrisch Was bis dato jedoch fehlte, ist ein Gesamtüberblick über den Grad der „E-Mobilisierung“ im Profifußball. Nun hat das Online-Magazin Touremo (www.touremo.de) diese Informationslücke mit einer Befragung aller deutschen Vereine der 1., 2. und 3. Bundesliga geschlossen. Diese erfolgte anhand eines Online-Fragebogens, der sich auf drei Themenbereiche bezog: Elektrofahrzeuge, Ladeeinrichtungen und Einsatz regenerativer Energien. Mit 90,7 Prozent war die Rücklaufquote der Fragebögen außerordentlich hoch, d.h. 49 von 54 Vereinen gaben detailliert Auskunft zu den genannten Themen. Bei der 1. Bundesliga waren es 18 von 18, sprich: 100 Prozent! Die hohe Beteiligung liefert einen deutlichen Beleg für die große Relevanz und Aktualität der E-Mobilität im Fußball. Wie hoch der Grad der „E-Mobilisierung“ bei den Clubs bereits ist, zeigt sich darin, dass bereits über zwei Drittel von Ihnen elektrifizierte PKW – reine Elektroautos und Plug-in Hybride – einsetzen und knapp 40 Prozent der Vereine planen, zeitnah weitere oder erstmalig welche anzuschaffen.
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nur ein begeisterter Pilot des E-Motorrads „eRockit“ ist, sondern sogar in das brandenburgischen Herstellerunternehmen investiert hat. Dabei gesteht er, anfangs nicht gerade ein Fan von Elektromobilität und auch nie von Motorrädern gewesen zu sein. Als er dann das pedalgesteuerte E-Motorbike sah, das die eingesetzte Muskelkraft um ein über 50-Faches multipliziert, waren seine Zweifel zunächst groß, ob es wirklich Spaß macht damit zu cruisen. Dann siegte doch die Neugierde und nach einer rasanten Runde hatte sich die Meinung des Adrenalin-Junkies um 180 Grad gedreht. Damit zeigt sich einmal mehr, dass sich Menschen vor allem durch die eigene Erfahrung - ganz im wörtlichen Sinn – für die E-Mobilität begeistern lassen.
„Wir wollen die Leute davon
Nationalspieler Max Kruse ist begeisterter „E-Driver“ auf zwei Rädern
überzeugen, dass Elektromobilität E-Mobilität als sichtbares Nachhaltigkeitssymbol Auch wenn nicht explizit nach den zugrundeliegenden Motiven gefragt wurde, ist davon auszugehen, dass das e-mobile Engagement mit dem zunehmenden Nachhaltigkeits-Engagement der Vereine zusammenhängt. Viele der entsprechenden Maßnahmen bleiben jedoch für die Öffentlichkeit im Verborgenen. Ein E-Fahrzeug, das etwa vor der Geschäftsstelle an einer Ladesäule „tankt“, ist hingegen ein sichtbares und imageträchtiges Symbol der Eco-Bemühungen der Clubs. Auch die automobilen Sponsoren der Vereine legen zusehends Wert darauf, dass Vereinsvertreter möglichst ihre (teil-) elektrischen Gefährte bewegen. Noch sind es nicht primär die Spieler, die elektrisch unterwegs sind und wenn, dann meist aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Verein und dessen Automobilsponsor. Aber auch unabhängig von solchen Kooperationsdeals werden die Stromer vermehrt gefahren und zwar vor allem von VereinsmitarbeiterInnen sowie Vorständen und anderen Funktionsträgern.
grundsätzlich gut ist für die Umwelt und für die Menschheit.“ Fußballprofi Max Kruse
Engagement der Autohersteller Es sind insbesondere deutsche Automobilmarken, die im Profifußball präsent sind. So ist etwa Audi Mobilitätspartner bei drei Erstliga- und zwei Zweitliga-Vereinen. Im Zuge dieser Kooperation erhalten die Vereine zwischen 15 und 30 Fahrzeuge, wobei der Anteil der „e-tron“-Modelle stetig zunimmt.
Auch Elektro-Zweiräder kommen zum Einsatz Neben „Steckerautos“ kommen bei mehr als einem Drittel der Vereine auch elektrische Zweiräder zum Einsatz. So unternehmen manche Teams etwa in Trainingslagern zwischen den Einheiten bisweilen Ausflüge mit E-Bikes. Interessant ist, dass auch E-Roller bei über 30 Prozent der Clubs genutzt werden, bei über 20 Prozent sogar drei oder mehr Elektro-Scooter (Stehroller). Unabhängig von Vereinsaktivitäten fahren manche Spieler auch privat auf die E-Mobilität ab. Prominentestes Beispiel ist Nationalspieler Max Kruse, der nicht
Die Profivereine nutzen bereits überwiegend E-Fahrzeuge von ihren Automobilpartnern
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Ein interessanter Aspekt ist, wie Anbieter und Vereine ihre jeweilige Partnerschaft „leben“, d.h. wie offensiv sie ihr eMobility-Engagement in die Kommunikation und die Marketingaktivitäten einbinden. Die Dienstfahrzeugflotte des Deutschen Fußballbundes (DFB) ist hierfür ein gutes Beispiel, denn sie besteht ab März 2022 zu fast 70 Prozent aus Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden des Mobilitätspartners Volkswagen, der auch die vielen tausend Amateurvereine in Deutschland für das Thema Elektromobilität begeistern möchte. Die ebenfalls von Volkswagen unterstützten Landesverbände sollen dabei zunächst mit gutem Beispiel voran gehen. Zwar ist Opel nur bei einem Verein, nämlich Borussia Dortmund (BVB), engagiert, bindet daneben aber auch dessen ehemalige Trainer-Ikone Jürgen Klopp in die Werbekampagnen für die Elektromodelle ein, dazu auch die Jungstars des BVB, um die Marke Opel gezielt bei einer jüngeren Zielgruppe zu platzieren. Hyundai, Automobilpartner von Eintracht Frankfurt und Hertha BSC Berlin, hat sogar kreative Aktionen gestartet, die über die üblichen Sponsoringdeals hinausgehen. So wurde speziell für Eintracht-Mitglieder eine limitierte Sonderedition des Kona Elektro namens „Eintracht Legenden“ aufgelegt. Zu diesen gehören beispielsweise der „ewige Charly“ Karl-Heinz Körbel, „Fußballgott“ Alex Meier und der geniale Mittelfeldregisseur Uwe Bein. Sie alle zieren mit ihrem Namen und dem Vereinsemblem das Heck der „Stromer“ und haben ihre Unterschrift neben dem Handschuhfach im Innenraum verewigt. Zum umfassenden e-mobilen Fußballengagement von Hyundai zählen auch weitere Angebote für Fans wie etwa die „Hyundai Moments“, einem Gewinnspiel, bei dem die Preisträger mit dem vollelektrischen „Ioniq 5“ zu den Auswärtsspielen fahren können. Auch werden zusammen mit beiden Partnerclubs Fahrgemeinschaften mit elektrifizierten Modellen organisiert.
Limited Edition „Eintracht Legenden“ des Hyundai Kona Elektro für Vereinsmitglieder
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Die Jungstars des BVB Reyna, Bellingham und Moukoko (v.l.n.r.) mit dem elektrischen City-Mobil „Rocks-e“ von Opel
„Unser Nachhaltigkeitsengagement im Fußball beschränkt sich nicht auf die Elektrifizierung der Fuhrparks unserer Partnervereine, sondern wir beziehen auch deren Fans durch besondere e-mobile Angebote ein.“ Christina Herzog, Director Marketing + PR, Hyundai Deutschland
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Positivbeispiel TSV 1860 München: Prominente Platzierung der Ladestelle zwischen Fanshop und Vereinszentrale
Ausbau der Ladeinfrastruktur als zentrale Aufgabe Immerhin 61 Prozent der befragten Vereine gaben an, bereits über Ladeeinrichtungen wie Wallboxen oder Ladesäulen zu verfügen. Die meisten Charger befinden sich an der Vereinszentrale, auf dem Trainingsgelände und den Spielerparkplätzen. Die dortige Platzierung überwiegt derzeit noch deutlich gegenüber der an den Stadien. Manche Clubs beabsichtigen, ihre vorhandenen Ladekapazitäten auszubauen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Doch auch jetzt gibt es schon Vereine, die bereits über zwei Dutzend Charger verfügen. Auf dem Gelände des neuen DFB-Campus, der besonders nachhaltig betrieben wird, wurden 23 Ladesäulen für 46 E-Parkplätze aufgestellt. Im Zuge dieser dynamischen Entwicklungen entsteht nun auch ein interessantes Marktsegment für Anbieter von Ladetechnologien.
„Für uns als Komplettanbieter im Bereich Ladelösungen eröffnet sich durch den Ausbau der Infrastruktur im Bereich des Fußballs ein interessantes Marktsegment“ Markus Tatzer, Geschäftsführer der Moon Power GmbH Inzwischen verfügt auch ein Drittel der Spielstätten über eine Ladeinfrastruktur, auch wenn diese in der Mehrzahl der Fälle nicht öffentlich zugänglich ist. Wie die Auswertung der Fragebögen ergab, bleibt die Nutzung meist den Stadionbesuchern, Funktionsträgern und Sponsoren der Vereine und den Spielern vorbehalten. Im Zuge der weiteren
Dynamisierung des Marktes von „Steckerfahrzeugen“ ist jedoch zu erwarten, dass auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bereich der Zuschauerparkplätze voranschreiten wird. Hier stellt sich jedoch die Frage nach der Rentabilität für den Betreiber, da in den meisten Fällen nur alle zwei Wochen an Spieltagen geladen wird. Es sei denn, die Charger wären öffentlich zugänglich und würden im Idealfall über eine Ladeleistung von mindestens 22 KW verfügen. Damit könnten sie einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur der jeweiligen Kommune leisten. Nur: welche E-Driver und E-Autofahrerinnen möchten schon in der Ödnis eines Parkhauses oder einer großen Parkfläche während des Ladevorgangs im Wagen verharren? Selbst dort, wo Fast- oder gar Hypercharger installiert sind, die eine deutliche Verkürzung der Ladezeit ermöglichen, sollten im Ladeumfeld Verweilangebote vorhanden sein, um zumindest Snacks in angenehmer Atmosphäre konsumieren zu können. Zudem müssten WLAN und andere Medienangebote geboten werden. Dort, wo keine entsprechend ausgestattete Stadiongaststätte vorhanden ist, wäre es erforderlich, „e-Mobility Hubs“ – von einer einfachen Container-Lösung bis zur schicken Kleinimmobilie zu errichten. Hierzu werden bereits erste Konzepte entwickelt. Eine weitere Option bestünde in einer automatisierten Verleihstation von E-Zweirädern wie Scooter oder E-Bikes, mit denen die AutofahrerInnen etwa zum nächsten Café cruisen könnten, um dort die Ladezeit in angenehmer Umgebung zu überbrücken.
Während des Ladens schnell ins Café: Automatisierte solarbetriebene Mietstation von E-Zweirädern für Stadionparkplätze
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Viele Stadiondächer dienen bereits als „Solarkraftwerk“ wie hier das von Werder Bremen
Im Trend: Strom aus regenerativen Quellen Wirklich nachhaltig ist der Betrieb von Elektrofahrzeugen dann, wenn diese mit Grünstrom „betankt“ werden. Die Mehrzahl der Vereine, nämlich 82 Prozent, verwenden – zumindest teilweise – dafür Strom aus regenerativen Quellen, überwiegend geliefert von Ökostrom-Anbietern. Dass aber auch Grünstrom aus eigener Herstellung voll im Trend liegt, zeigt sich an der inzwischen schon großen Zahl der auf Stadiondächern installierten Solarmodule, auch wenn in manchen Fällen die dafür verantwortliche Stadiongesellschaft nicht in Vereins-, sondern kommunaler Hand liegt. Das eindrucksvollste Beispiel hierfür liefert der SC Freiburg, auf dessen neuem Stadion im Sommer dieses Jahres die zweitgrößte Photovoltaik-Anlage einer Sportarena weltweit ihren Betrieb aufnimmt. Mit einer Spitzenleistung von 2.387 Kilowattpeak (kWp) wird das Dach ca. 2,3 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen und somit den derzeit prognostizierten Jahresstrombedarf des Stadions CO2-frei decken können. Dabei eingerechnet ist auch der Strom für die derzeit sechs Charger mit 12 Ladepunkten, die auch unter der Woche öffentlich zugänglich sind. Eine der ersten Solaranlagen, die später sogar noch nachgerüstet wurden, entstand auf den Tribünendächern des Stadions von Erzgebirge Aue. Mario Schulte, Vertriebsleiter Ost der Firma Q CELLS, die für dieses Vorzeigeprojekt die Solarmodule lieferte: „Auf den großen Dachflächen von Fußballstadien und Sportarenen schlummern gewaltige Poten-
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ziale, die es zu heben gilt – das gilt nicht nur für den Profisport, sondern auch im Amateurbereich. So kann auch der Sport einen Beitrag für mehr Klimaschutz leisten und durch Solarenergie umweltfreundlichen Strom generieren.“ Doch auch kleinere Lösungen zur Gewinnung von Solarstrom für die Versorgung von E-Fahrzeugen finden immer mehr Beachtung bei den Vereinen. Diese kompakten Solarcarports sind gerade auch für den Amateurfußball prädestiniert. Ein Beispiel für eine besonders ästhetische solare Ladeanlage, die für einen optischen Blickfang sorgt, ist die tulpenförmige Konstruktion der Fa. MDT-tex. Deren schattenspendende Struktur erlaubt die Gewinnung
von Solarenergie und zugleich die Speicherung von Regenwasser. Der Carport mit einer Größe von ca. 5,5 x 5,5 Meter kann als Ladeunterstand für zwei Autos dienen. Mehrere Strukturen können nebeneinander in einer linearen- oder Gruppenkonfiguration platziert werden. Die gesamte obere Fläche ist mit Solarpanels abgedeckt, die 5, 5 kWp generieren.
Die kompletten und kommentierten Ergebnisse der aktuellen Befragung zum Thema „E-Mobilität und Einsatz regenerativer Energien im Profifußball“ stehen unter www.touremo.de zum Download bereit.
Solar-Ladeport von MDT-tex beim FC Tägerswilen/CH
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43 % der Neuzulassungen waren 2021 mit alternativen Antrieben ausgestattet.
DIE MEISTVERKAUFTEN
E-AUTOS DES JAHRES
Der Boom der alternativen Antriebsarten bei den Pkw hält an. Sage und schreibe 43 Prozent aller Neuzulassungen von Januar bis Dezember 2021 in Deutschland waren Fahrzeuge für die Mobilität von morgen (BEV, Hybrid, Plug-in, Brennstoffzelle, Gas oder Wasserstoff) – rund 70 Prozent mehr als in den zwölf Monaten zuvor. Die reinen Elektrofahrzeuge sind in dieser Rangliste mit Abstand die beliebtesten – ihr Anteil ist um 103 Prozent gestiegen, er beträgt 13,6 Prozent. Text: Harald Gutzelnig
Wie zu erwarten ist der Anteil der Neuwagen innerhalb der deutschen Hersteller höchst unterschiedlich. Bei Audi wiesen im Vorjahr 70,5 Prozent, bei BMW 56,5 Prozent und bei Mercedes 45,4 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen einen alternativen Antrieb auf.
Mehr als die Hälfte aus Deutschland Ca. 47 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit alternativem Antrieb entfielen im Jahr 2021 auf Importmarken, die deutschen Marken erreichten insgesamt einen Anteil von etwas mehr als 50 Prozent. Interessant: VW brachte mit 108.280 Einheiten unter den deutschen
Marken die meisten Neuwagen mit Elektroantrieb zur Zulassung, das sind 69 Prozent mehr als im Jahr 2020. Mercedes schaffte 76.200 PKW, BMW 56.930 und Audi 50.923. Bereits an fünfter Stelle kommt Tesla mit 39.714 Neuzulassungen. Das ist unter den Importmarken die stärkste Marke.
Tesla Model 3: beliebtestes E-Auto Betrachtet man die reinen E-Autos (BEV), so liegt Tesla sogar am zweiten Platz, unmittelbar hinter VW, die 72.110 reine Stromer zuließen. Die Plätze dahinter belegen die Automarken Renault, Hyundai, Smart, Opel und BMW. Mit
16.535 BEVs baute BMW deutlich weniger Stromer als Plug-in-Hybride (40.395). Ähnlich ist dieses Verhältnis bei Audi, und mit 12.278 zu 63.922 deutlich zu Gunsten der Plug-ins ist es bei Mercedes. Reine Stromer bauten hingegen Tesla, Smart und Fiat sowie Nissan und Mazda und einige wenige weitere Hersteller wie Dacia und Polestar. Betrachtet man nicht die Herstellermarke, sondern die Modellreihe, so ist bei den BEVs der Sieger schnell gefunden: Tesla verkaufte von seinem Model 3 33.869 Stück, an zweiter Stelle liegt der VW Up, gefolgt vom VW ID.3 und dem Renault Zoe.
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TOP 10 E-MODELLREIHEN
TOP 10 E-AUTOMARKEN (BEV) 80000
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60000
25000
50000
20000
40000
15000
PEUGEOT
AUDI
SKODA
BMW
OPEL
SMART
HYUNDAI
RENAULT
0
TESLA
10000 VW
BMW I3
FIAT 500
20000 VW ID. 4
SKODA ENYAQ
HYUNDAI KONA
SMART FORTWO
RENAULT ZOE
VW ID. 3
0
VW e-UP
5000
TESLA MODEL 3
10000
30000
1. TESLA MODEL 3 33869
6. HYUNDAI KONA 14204
1. VW
72110
6. OPEL
18010
2. VW e-UP
30797
7. SKODA ENYAQ
11872
2. TESLA
39714
7. BMW
16535
3. VW ID. 3
26693
8. VW ID. 4
9660
3. RENAULT
32709
8. SKODA
16127
4. RENAULT ZOE
24736
9. FIAT 500
8885
4. HYUNDAI
26667
9. AUDI
14937
5. SMART FORTWO 14989
10. BMW I3
6387
5. SMART
24019
10. PEUGEOT
12887
Quelle: KB
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Tesla Model 3 Verkauft: 33869 Stk.
Das Model 3 von Tesla gibt es in drei Versionen: Die Variante mit dem Hinterradantrieb bietet 491 km Reichweite und kostet rund 43.000 Euro. Die Long Range- und Performance-Ausführungen sind teurer (bis zu 59.000 Euro), kommen aber weiter (bis zu 600 km) bzw. haben mehr Power (Beschleunigung in 3,3 Sek auf 100 km/h). Es gibt nicht viel zu bemängeln: Die Bedienung ist jedenfalls gewöhnungsbedürftig – es gibt kaum mehr haptische Bedienelemente, fast alles wird mit Touch-Screen gesteuert, was aber nicht selten den Fahrer ablenkt, etwa wenn er den Kilometerstand oder die Einstellungen des Scheibenwischer-Intervalls sucht. Oder bei der Einstellung für die Innenraumtemperatur zu weit nach links wischt und bei der Korrektur wieder zu weit nach rechts. Ebenfalls ein Minuspunkt ist die nachlässige Verarbeitung: ungleiche Spaltmaße und auffällige Kantenversiegelungen findet man beinahe an jedem Modell. Die meisten Assistenzsystem von Tesla sind ausgereift, nicht so der Autopilot, der muss noch nachgebessert werden, was Tesla auch verspricht. Ansonsten viel Positives: Guter Insassenschutz, umfangreiches Assistenzpaket, viel Platz für die Insassen und Gepäck und recht ausgereifte Software.
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VW e-Up Verkauft: 30797 Stk.
Obwohl der kleine Stromer aktuell nicht bestellbar ist, liegt er mit 30.797 Neuzulassungen im Jahr 2021 an der zweiten Stelle. Nach einem Produktionsstopp Ende 2020 soll er demnächst wieder anrollen. Im Jahr 2021 wurden die meisten Vorbestellungen abgearbeitet und so schaffte es der e-Up auf das Treppchen. Die Reichweite von 260 km laut WLTP ist zwar im Verhältnis zu der Konkurrenz niedrig und auch kaum erzielbar, aber die erreichbaren 200 km sind für einen Stadtflitzer durchaus in Ordnung. Aber nicht nur die Reichweite ist niedrig, auch der Preis lag zuletzt mit rund 21.000 Euro weit unter dem seiner Mitbewerber. Dank der Förderung wurde er mit einem effektiven Kaufpreis von rund 13.000 Euro regelrecht zum Elektro-Schnäppchen. Beim neuen e-Up, der noch im ersten Quartal 2022 wieder vom Band rollt, sollen Antrieb und Ladetechnik gleichbleiben, der Preis könnte aber leicht zulegen. Was der neue e-Up sonst noch zu bieten hat, darüber herrscht im Moment noch Schweigen.
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VW ID.3 Verkauft: 26693 Stk.
Schnell hat der Volkswagen-Konzern nicht auf die Übermacht Teslas und die zahlreichen E-Auto-Hersteller aus Fernost reagiert. Der e-Golf oder der e-up! waren lediglich bessere Umbauten ihrer mit Verbrennungsmotoren ausgestatteten Schwestermodelle. Doch mit dem ID.3 hat sich dies geändert. Aktuell ist der ID.3 ab rund 37.000 Euro erhältlich – vor Abzug der E-Auto-Förderung. Auch der ID.3 kommt mit zahlreichen Assistenzsystemen daher, etwa mit einem Notbremsassistent, einer Müdigkeitserkennung, einem Spurhalteassistent, einer automatischen Distanzregelung uvm. Die Reichweite wird bei der Pro-Variante mit 426 km angegeben, die Pro S-Ausführung schafft laut WLTP 549 km. Realistisch sind Werte um 350 bzw. 420 km. Der ID.3 fällt mit einem kleinen Wendekreis positiv auf, ebenso mit einer sehr guten Geräuschdämpfung und mit reichlich Platzangebot. Weniger wertig wirkt die Verarbeitung im Inneren, aber da ist der ID.3 nicht allein unter seinen E-Kameraden.
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Renault Zoe Verkauft: 24736 Stk.
Im Jahr 2019 war der Renault Zoe noch das meistgekaufte Elektroauto in Deutschland, aber auch der aktuelle vierte Platz ist angesichts des hohen Alters des französischen Stromers beachtlich. Seit 2013 ist er auf dem Markt und immerhin fast 25.000 Einheiten wurden im Vorjahr hierzulande abgesetzt. Der neue Renault Zoe wird seit Anfang 2020 verkauft und wartet mit einer Reichweite von bis zu 395 Kilometer auf, zumindest der R110 Z.E. 50. Das Auto hat sich in seiner äußeren Form im Vergleich mit seinem Vorgänger nur geringfügig verändert, das Cockpit wurde hingegen einer größeren Veränderung unterzogen, auch wenn der Innenraum sehr aufgeräumt wirkt. Der Elektro-Franzose ist ab rund 30.000 Euro zu haben. Zieht man die Förderungen ab, landet man bei ca. 20.000 Euro. Das geht angesichts der realistischen Reichweite von 300 km in Ordnung. Die Möglichkeit, den Zoe mittels CCS-Anschluss aufzuladen, ist nur gegen Aufpreis zu bekommen – und dieser ist mit 1.100 Euro kein Schnäppchen. Aber dann kann der Wagen mit bis zu 50-kWGleichstrom betankt werden und nicht mit lediglich 22 kW. Dem Absatz nicht förderlich ist, dass der Zoe beim aktuellen NCAP-Crashtest versagte, positiv hingegen ist das Preis-Leistungsverhältnis.
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Smart EQ Fortwo Verkauft: 14989 Stk.
Als Stadtauto ist der Smart Kult. Rund eine halbe Million der kleinen Flitzer fahren auf deutschen Straßen. Bald werden diese alle elektrisch betrieben werden, denn Daimlers Kleinstwagen-Tochter baut nur noch E-Autos. Ob dann noch so viele Smart unterwegs sein werden ist fraglich, immerhin ist der E-Smart mit einer Länge von 2,70 Metern nicht der Größte unter den Kleinen. Und auch die Reichweite ist mit 159 km nach WLTP bzw. rund 100 km in der Praxis nicht gerade üppig. Da scheint ein Grundpreis von fast 26.000 Euro doch etwas hoch gegriffen. Allerdings kommt man nach Förderung deutlich unter 20.000 Euro. Und wenn man dann nur in der Stadt unterwegs ist, dann relativiert sich das Angebot. Immerhin lässt sich der Fortwo mit seinen 82 PS und dem Drehmoment von 160 Newtonmeter spaßig-spritzig bewegen. Das Infotainment-System des Smart wirkt im Vergleich zu Elektroautos wie dem BMW i3 billig und überholt. Wichtige Funktionen erreicht man trotzdem. Unterm Strich muss man festhalten, dass etwa die Konkurrenz aus dem VW-Konzern mehr Reichweite fürs Geld liefert und auch die unmittelbaren Konkurrenten aus anderen Konzernen wie etwa der Seat mii electric oder der Skoda citigo-e iV mit einer Akkuladung weiter fahren.
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Hyundai Kona Verkauft: 14204 Stk.
Als kompakter B-SUV wurde der Kona von Hyundai am Markt und in der eigenen Produktpalette positioniert - und diese Bezeichnung beschreibt das Fahrzeug auch sehr passend. Das Modell des Jahres 2021 erhielt ein Face-Lifting und zwei Batteriegrößen (39 und 64 kWh) bzw. zwei Leistungsstufen (100 und 150 kW). Auch die fast ausschließlich aus Kunststoff bestehenden Materialien im Innenraum wirken nun ein wenig edler. Sicherheit wird bei Hyundai großgeschrieben, dies belegen die zahlreichen Assistenzsysteme für die aktive Sicherheit, wie zum Beispiel der aktive Spurhalteassistent und der Notbremsassistent. Auch mit dabei sind ein Stauassistent, ein Totwinkelwarner und ein Höchstgeschwindigkeitswarner dank Verkehrszeichenerkennung. Schließlich schneidet der Kona auch beim NCAP Test sehr gut ab. Sein größtes Plus ist aber die stattliche Reichweite von 484 Kilometern nach WLTP, die real ca. 400 Kilometern entsprechen. Diesen Wert schaffen nur wenige Elektroboliden - und wenn, dann sind sie zumeist deutlich teurer als der B-SUV. Auch die mehr als 200 Pferdestärken bringt der Kona in beeindruckender Manier auf den Asphalt. Die 100km/h-Grenze wird aus dem Stand nach rund 8 Sekunden durchbrochen.
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JETZT GEHT’S LOS! Text: Armin Grasmuck
Neue Modelle für die Sommersaison – mit atemberaubenden Designs, stärkeren Batterien und pfiffigen Extras: Die nächste Generation der Elektrofahrzeuge ist startklar.
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ehr als deutlich ist der g ro ß e U m s c hw u n g zu spüren: weg von den altehrwürdigen Vehikeln mit den Verbrennermotoren, die ausgedient zu haben scheinen, und hin zu den frischen und zukunftsträchtigen Elektromodellen, welche die Märkte in den diversen Bereichen der modernen Mobilität erobern. Dieser Trend, der sich spätestens seit dem Frühsommer des vergangenen Jahres klar und eindrucksvoll – im privaten Bereich, jedoch speziell auch auf geschäftlicher Ebene – abzeichnet, wird sich in diesem Jahr nachhaltig verstärken. Davon sind die politischen, betriebswirtschaftlichen und wissenschaftlichen Spielmacher der Elektro-
mobilität überzeugt, genauso wie die Manager von Fuhrparks und Firmenflotten, die in ihren Unternehmen früher oder später mit innovativen Konzepten zu überzeugen haben. electricar präsentiert eine Reihe von vielversprechenden Modellen, die in diesem Jahr auf den Markt kommen – vom Nio mit der sagenhaften 1.000-Kilometer-Batterie über den rein elektrischen Doppeldecker-Bus bis hin zu der höchst luxuriösen E-Yacht, die autark durch die Gewässer gleitet. Den Auftakt macht ein neuer Stern aus Stuttgart, der in diesem Jahr dem Segment der Business Class neuen Glanz verleihen wird ...
Mercedes EQE Release: Mitte 2022 Die elektrische E-Klasse hat bereits bei ihrer Präsentation auf der IAA im vergangenen
Herbst gestrahlt wie der Klassensieger – mit pfiffigem Schnitt, modernem Design und der ansprechenden Reichweite von bis zu 660 Kilometern nach WLTP-Standard. 90 kWh hat die Batterie zu bieten, die auch vergleichsweise schnell aufgeladen werden kann: Dank einer Ladeleistung von bis zu 170 kW kann in nur 15 Minuten Strom für 250 Kilometer in die Zellen fließen. Fahrer und Beifahrer, vorne wie hinten, dürfen sich über reichlich Platz freuen, dagegen ist der Kofferraum mit seinen 430 Litern eher knapp bemessen. Der riesige Hyperscreen, der das gesamte Cockpit umfasst und mit Infotainment der Extraklasse auftrumpft, ist eine Klasse für sich. Den EQE gibt‘s in der Basisversion ab etwa 70.000 Euro.
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Audi Q6 e-tron Release: Ende 2022 Der Q6 e-tron gilt bereits jetzt als großer Stolz des Herstellers. Er ist das erste rein elektrische Fahrzeug, das im heimatlichen Werk nahe der Firmenzentrale in Ingolstadt produziert wird. Der neue Stromer basiert auf der Bauplattform PPE (Premium Platform Electric), auf der auch die E-Version des Porsche Macan produziert wird. In der Produktpalette von Audi reiht sich der Q6 e-tron zwischen dem Q4 e-tron und dem Urmodell e-tron ein. Was die Größe betrifft, so liegt der neue E-Audi im Bereich des Verbrennerbruders Q5. Leistungsdaten und die Reichweite hält der Hersteller noch geheim, öffentlich verlautbart sind jedoch bereits beeindruckende Kernfakten wie die 800-Volt-Technologie und die enorme Ladeleistung von bis zu 350 kW. Der Preis des Audi Q6 e-tron dürfte unterhalb des e-tron liegen, der in der Basisversion mit 71-kWh-Akku und der Leistung von 230 kW (313 PS) bei knapp 70.000 Euro startet.
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Tesla Cybertruck Release: offen Die Hiobsbotschaft ist kurz nach Jahresbeginn eingetroffen: Tesla muss den für Herbst 2022 geplanten Produktionsstart für den Cybertruck verschieben. Es mangelt vor allem an den Chips, die in dem neuen Modell verbaut werden sollen. Klar ist: Mit seiner neuen Wuchtbrumme wird der Elektropionier aus den Vereinigten Staaten auf dem internationalen Automarkt erneut für Furore sorgen. Der selbstverständlich rein elektrisch angetriebene Pick-up sprengt jeden Rahmen. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein kolossales Dreieck, das über die Straße rauscht – ohne jeden Bezug zu den weiteren Tesla-Modellen oder den Trucks anderer Hersteller. Laut Elon Musk ist das Design des Cybertruck an den legendären 1976er Lotus Esprit S1 aus dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ angelehnt. Wie der Konkurrent GMC Hummer EV soll der riesige Tesla mit einer Allradlenkung, Solarpanelen auf ausklappbaren Flügeln und sensationellen 805 Kilometern Reichweite ausgestattet werden. Die Preise, die im vergangenen Oktober auf Teslas Internet-Seite veröffentlicht wurden, schienen akzeptabel: Ab gut 36.000 Euro sollte demnach das Einstiegsmodell zu kaufen sein, während die dreimotorige Spitzenvariante mit etwa 63.000 Euro beziffert wurde. Sämtliche Preise sind inzwischen kurioserweise von der Homepage verschwunden.
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Toyota Proace City Elec. Release: Frühjahr 2022 Der Proace City Electric ist der Pkw- und Nutzfahrzeug-Ableger zu den Vans (Proace Electric) und Transportern (Proace Verso Electric) aus dem Hause Toyota. Er ist nur mit der 50-kWhBatterie erhältlich. Geladen wird ab Werk mit 7 kW, optional sind 11 kW AC erhältlich – die DC-Ladeleistung liegt bei bis zu 100 kW. Mit 260 bis 280 Kilometer gibt der japanische Produzent die Reichweite an. Der Proace City Electric wird in zwei Ausstattungsvarianten zu fahren sein, „Base“ und „Comfort“, was so viel bedeutet wie „günstig im Unterhalt“ und „mehr Ausstattung und Chic“. Auch dieses Proace-Modell gibt es als Standard-Variante mit der Länge von 4,40 Meter sowie mit langem Radstand und 4,75 Meter. In der Nutzfahrzeug-Version bedeutet dies einen Unterschied im Ladevolumen zwischen 3,3 und 4,4 Kubikmetern – im Pkw-Modell vergrößert sich das Volumen des Kofferraums entsprechend von 775 auf 1.050 Liter. Den Pkw gibt es mit fünf oder sieben Sitzen, das Nutzfahrzeug auch als „Crew Cab“ mit fünf Sitzplätzen. Toyota hat noch keinen Preis für sein neuestes Modell kommuniziert.
Renault Kangoo Rapid E Release: Frühjahr 2022 Der mitunter eigenwillig gestaltete Renault Kangoo ist seit fast 25 Jahren auf dem Markt – und ein Erfolgsmodell. Speziell unter Handwerkern und Gewerbetreibenden genießt der pfiffige Hochkantkombi einen auszeichneten Ruf. Für alle, die es schon vergessen haben: 2012 war der Kangoo sogar als Papamobil für Papst Benedikt XVI. im Einsatz. Bereits seit gut einem Jahrzehnt ist er auch als Elektrofahrzeug erhältlich. Der neue Renault Kangoo Rapid E-Tech Electric fährt mit einem 45 kWh starken Akku, der eine Reichweite von etwa 265 Kilometer liefern soll. 75 kW (102 PS) leistet der Elektromotor. Die Lenker des neuen E-Kangoo können unter sechs Fahrprogrammen auswählen. Im Eco-Modus, der mit weniger Kraft auskommt, kann die Reichweite sogar vergrößert werden. Flott: An einer Ladestation für Gleichstrom können 80 Prozent der Batterie in nur 42 Minuten getankt werden. Der aktuelle Preis für den Zweisitzer, der allerdings nur mit 44-kW-Motor und 230 Kilometern Reichweite antritt, liegt bei rund 30.000 Euro. Entsprechend teurer dürfte der Kangoo Rapid E-Tech auf den Markt kommen.
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Mercedes eActros Release: Frühjahr 2022
Bilder: Volkswagen AG
Nio ET7 Release: Herbst 2022 „Der Tesla-Jäger kommt“, so titelten die Profilenker des ADAC nach ihren Testfahrten in der 5,10 Meter langen Elektrolimousine aus China. Keine Frage, der Nio ET7 sorgt bereits vor seinem Marktstart für reichlich Emotionen. Er wirkt sportlich elegant, sein Preis ist attraktiv und atemberaubend die Reichweite, die dank einer neuen Feststoffbatterie 1.000 Kilometer betragen soll – bei einer Systemleistung von 648 PS und dem Drehmoment von 850 Newtonmetern. Der ET7 rauscht damit in nur 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Für Tesla, den Platzhirsch, müssen diese Eckdaten tatsächlich wie eine Provokation wirken. Als bislang einziger Hersteller setzt Nio auf den sogenannten Wechselakku, um Wartezeiten an den Ladestationen zu vermeiden. Die Nio-Pkw werden einfach in Stationen gefahren, die in etwa so groß wie Waschstraßen sind, innerhalb von Minuten sind die leeren gegen volle Batterien ausgetauscht – und weiter geht die Fahrt. Das Basismodell des schnittigen ET7 wird in China für umgerechnet 56.500 Euro angeboten, Nio arbeitet bereits an einer vollautonomen Version.
electricar 02/2022 01/2021
Drei Jahre lang haben die Experten der Daimler Truck AG ihren Lastenträger für die Mobilität der Zukunft getestet, jetzt ist der Mercedes eActros marktreif. Der Elektro-Lkw bietet Reichweiten von bis zu 400 Kilometer und zielt auf den schweren Verteilerverkehr im näheren Umkreis. Er ist mit drei oder vier Akkupaketen mit Kapazitäten von je 105 kWh erhältlich, die maximale Kapazität der Batterie beträgt folglich 420 kWh. Sind die Akkus leer, dürfen sie mit bis zu 160 kW Leistung nachgeladen werden. In der Praxis heißt das: An einer DC-Schnellladesäule mit 400A-Ladestrom benötigt der Mercedes-Truck gut eine Stunde, um von 20 auf 80 Prozent aufgetankt zu werden. Selbstverständlich ist der Actros auch in der elektrischen Version mit diversen Sicherheitssystemen ausgestattet. Da der ELaster deutlich leiser als konventionelle Brummis daherkommt, ist er serienmäßig bereits mit einem akustischen Warnsystem bestückt. Dazu gibt es sensorengesteuerte Assistenten für das Rechtsabbiegen und Notbremsen mit Fußgängererkennung sowie digitale Außenspiegel. Der eActros wird als Zwei- und Dreiachser mit 19 respektive 27 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht angeboten. Sein Preis liegt laut Auskunft von Andreas von Wallfeld, Marketing- und Vertriebsleiter von Mercedes-Benz Trucks, etwa beim Dreifachen eines vergleichbaren Diesel-Lkw.
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Silent 60 Katamaran Release: März 2022 „Die Silent 60 ist ein echter Weltkreuzer“, so preist Michael Köhler, Gründer und Geschäftsführer des Herstellers Silent-Yachts, sein neues Modell an. Der Katamaran fährt mit elektrischem Antrieb ohne Lärm und abgasfrei auf unbegrenzter Reichweite, also praktisch autark. Dafür sorgen 42 höchst leistungsfähige Solarmodule für 17 kWp. Im Vergleich zu den traditionellen Motorjachten sind die Betriebskosten deutlich niedriger. Die Silent 60 ist in mehreren Varianten erhältlich, ihre Grundrisse reichen von drei bis sechs Kabinen mit maximal sechs Badezimmern. Jede Kabine bietet Doppelkojen und Nasszellen mit separaten Duschen. Das Herzstück der E-Yacht ist der große Salon mit riesigen Fenstern auf dem Hauptdeck, dazu kommt die opulente Flybridge mit einem weiteren Steuerstand, Sitzecke und Sonnenliegen. Ein Boot zum Träumen. Wer es kaufen möchte, ist mit stolzen 2,7 Millionen Euro gut im Rennen.
John Deere 8R-410 Release: Herbst 2022 Großer Hingucker auf der Fachmesse CES: John Deere hat in Las Vegas seinen ersten vollautonomen Traktor vorgestellt. Das Modell 8R-410 scheint auf dem besten Weg, die Arbeit in der Landwirtschaft zu revolutionieren. Es verfügt über sechs Stereokamera-Paare, die eine 360-Grad-Hinderniserkennung und die verlässliche Entfernungsmessung ermöglichen. Die von den Kameras aufgenommenen Bilder werden durch ein Netzwerk geleitet, das jedes Pixel in etwa 100 Millisekunden prüft und entscheidet, ob die Maschine weiterfährt oder anhält, falls ein Hindernis erkannt worden ist. Die über GPS und Mobilfunk generierte Genauigkeit bei der Ortung liegt im Bereich von rund zwei Zentimetern. Die Landwirte müssen den 8R-410 lediglich zum Feld fahren, den Rest erledigt er im Alleingang. Die moderne Art der Landwirtschaft hat ihren Preis: Das Basismodell steht mit 517.000 Dollar in der Verkaufsliste.
Moustache Lundi 20 Release: Februar 2022 Hier kommt das Lastenrad der nächsten Dimension! Das Modell Lundi 20 des französischen Herstellers Moustache ist ein sogenanntes Longtail – also ein E-Cargobike mit verlängerter Heckpartie, auf welcher der Großteil der Transportgüter verstaut werden kann. Es besticht durch klare, moderne Linien und seinen charakterstarken Lenker. Als Material für den Rahmen bürgt exklusives Hochleistungsaluminium. Bis zu 200 Kilogramm chauffiert das Lundi 20 souverän über den Asphalt, das Gewicht des Rads und des Fahrers inklusive. Genial: Das E-Bike ist so konstruiert, dass sein Besitzer es platzsparend hochkant auf dem Hinterteil einparken kann. Stark wirkt auch der Cargo-Line-Motor von Bosch samt PowerPack-Akku, der in dieser Fahrzeugklasse das Nonplusultra darstellt. Das Moustache Lundi 20 ist ab 4.599 Euro erhältlich, für 6.599 gibt es das Topmodell Lundi 20.5 Dual.
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GESTALTER FÜR DIE MOBILITÄT VON MORGEN Die Schnellladesysteme von CHARGE-V bieten nachhaltige Lösungen für Solarparkbetreiber, Unternehmen mit Elektrofuhrpark, Tankstellen, Stadtwerke und andere zukunftsorientierte Betriebe.
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ade in Germany – Happy Charging! So lautet die einfache wie eingängige Botschaft von CHARGE-V. Das Münchner Unternehmen produziert neue und nachhaltige Schnellladestationen für die Antriebskraft von morgen – sichere, vernetzte und ökologische Lösungen. „Die Elektromobilität muss mit grüner Energie versorgt werden, nur dann macht sie Sinn“, sagt Lukas Failer, Chief Technology Officer des Herstellers. Die Produkte von CHARGE-V, die auf zukunftsorientierten Technologien basieren, bieten die idealen Lösungen im Bereich der nachhaltigen Mobilität für die Betreiber von Solarparks, Unternehmen mit elektrisiertem Fuhrpark, Tankstellen, Stadtwerke und anderen Betrieben, die zukunftsorientiert agieren. CHARGE-V stellt seinen Partnern höchst intelligente
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Ladesysteme bereit, die emissionsfreie Mobilität garantieren und auf diese Weise den Übergang zu einer erfolgreichen Verkehrswende beschleunigen. CHARGE-V hat sich mit drei ebenso hoch spezialisierten Unternehmen – Vispiron Energy, SEtrade und Vispiron Eco Investment – zu dem ECO-Verbund „Energy World“ zusammengeschlossen und mit seinen Partnern ein Geschäftsmodell entwickelt, das die Produzenten von regenerativer Energie, Verbraucher und Speicher in einem offenen Ökosystem integriert. Auf diesem Weg werden alle relevanten Bereiche von der Energieerzeugung, dem Lastenmanagement bis hin zum Speicher, dem Energiehandel, die Bewirtschaftung von Ladesäulen sowie den Handel von Zertifikaten abgedeckt. Hoch spezialisiert in die Zukunft Vispiron Energy ist seit 2007 im Segment der Photovoltaik tätig, hat regional wie international Anlagen mit mehr als 225 Megawatt Peak (MWp) realisiert. Seit 2020 werden im Modell „Energy World“ Solarkombikraftwerke umgesetzt – Solarparks mit Speicher, HighPower-Charging-Ladesäulen, Direktbelieferung und Eigenverbrauch. Die KI-gesteuerte Stromhandelsplattform SEtrade agiert flexibel an der Strombörse. Überschüssige Energie wird verkauft, fehlende beschafft, Speicher und Ladesäule energetisch bewirtschaftet. Vispiron Eco Investment ist verantwortlich für Key Investments, damit die „Energy World“ nachhaltig und risikoarm betrieben werden kann.
HAPPY CHARGING Attraktiv, modern und effizient: Die Ladesäulen von CHARGE-V punkten speziell mit ihren zukunftsorientierten Technologien.
CHARGE-V Durchstarter aus Bayern Die CHARGE-V GmbH ist ein im Jahr 2019 gegründetes Star-up-Unternehmen aus München, das Schnellladesysteme herstellt und durch die Vernetzung von Elektromobilität sowie Energiewirtschaft nachhaltige Geschäftsmodelle ermöglicht. www.charge-v.com
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REIFEN DER E-XTRAKLASSE Text: Armin Grasmuck
Die Scorpion-Modelle mit Elect-Markierung des Premiumherstellers Pirelli sind speziell für Elektro- und Plug-in-Hybrid-SUV entwickelt worden. Sie überzeugen mit höchstem Komfort, massivem Grip und markanter Reichweite. Den Härtetest von electricar haben die Exemplare der Dimension 235/60 R18 eindrucksvoll bestanden. electricar 2/2022
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ttenzione! Aufgepasst! Die Ansagen von Federico Atorino kommen ruhig, unaufgeregt und doch mit kräftigem Unterton. „Diese Strecke ist schwieriger zu fahren, als sie aussieht“, so erklärt es der Testing Innovation Ingenieur von Pirelli: „Sie hat alles, was die normalen Straßen und Autobahnen haben, und noch ein bisschen mehr. Verschiedene Fahrbahnbeläge, von glatt bis holprig, Wasser, Aquaplaning, enge Kurven, gewässert und trocken, eine Brücke mit Auf- und Abfahrt, Engstellen, spezielle Bremssektionen. Es gilt: volle Konzentration, zu jeder Zeit, in jedem Bereich der Teststrecke. Das Auto und die Reifen sind startklar!“ Vizzola proving ground, so heißt der Rundkurs 50 Kilometer nordwestlich der italienischen Metropole Mailand offiziell. Frisch ist es, leicht bewölkt der Himmel. Die Redaktion von electricar ist zu exklusiven Testfahrten angereist. Der Fokus liegt auf den neuesten Modellen des Premiumherstellers, die speziell für Elektroautos entwickelt worden si n d: d ie Re ife n des Typs Scorpion mit der gut zu erkennenden ElectMarkierung. Zum Einsatz kommen sie in der Dimension 235/60 R 18 auf einem ID.4, dem neuen Stromer von VW. Pirelli setzt auf die Mobilität von morgen. Die Elect-Modelle sind in enger Zusammenarbeit mit den international führenden Automobilherstellern speziell für Elektro- und Plug-inHybridfahrzeuge entwickelt worden. Es geht um Effizienz und Nachhaltigkeit sowie um die speziellen Eigenschaften, die Reifen von batteriegetrieben Autos erfüllen müssen. Stichwort Anfahren. Die E-Autos beschleunigen im Vergleich zu den klassischen Verbrennermotoren ansatzlos und blitzschnell mit maximalem Drehmoment. Diesen Kraftschub gilt es ohne größere Verluste und zuverlässig auf den Asphalt zu bringen - sicher, stabil und mit möglichst wenig Abrieb. Stichwort Gewicht. Allein aufgrund der verhältnismäßig schweren Akkus und deren Position werden die Reifen der Elektroautos speziell während des Beschleunigens und in den Kurven stark beansprucht. Diesen Kräften wird durch einen besonders stabilen Mix der Produktionsmaterialien entgegengewirkt.
Stichwort Reichweite. Die Stromer kommen besonders weit, wenn der Rollwiderstand der Reifen möglichst gering ist. Weniger Widerstand heißt weniger Energieverbrauch. Stichwort Komfort. Weil die Motoren der E-Fahrzeuge durchweg leise surren, gelten auch für die Abrollgeräusche der Reifen neue Maßstäbe. Das Design des Profils ist genauso wie die tragenden Elemente im Reifeninnern nachhaltig verändert worden.
Akustik als relevantes Komfortmerkmal Wie groß die akustischen Unterschiede allein während des Befahrens der verschiedenen Straßenbeläge sind, wird bereits auf den ersten Testrunden klar. Schnell, langsam, aggressives Beschleunigen, hartes Bremsen — die Vielfalt der Geräusche ist bei konzentriertem Hören noch deutlicher zu vernehmen. Auf feinem Asphalt schnurren die Reifen sanft, noch beeindruckender ist, wie konsequent sie die Pfützen in den Bodenwellen und speziell das harte und rumpelige Kopfsteinpflaster schlucken. Auf der Teststrecke in Vizzola gibt es zudem eine eigene Passage, auf der die Außengeräusche der Reifen eingefangen und festgehalten werden können. An zwei Stellen sind dort zahlreiche Richt-
„Diese Strecke ist schwieriger zu fahren, als sie aussieht.“
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Testfahrten im vollelektrischen VW ID.4 mit vollem Akku und Sturzhelm -
Es galt eine ganze Reihe von formellen und für die Sicherheit relevanten Auflagen zu erfüllen, bevor electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck (Foto) seine Runden auf der Teststrecke in Vizzola nahe Mailand drehen konnte. Nach den offiziellen Einheiten gab es die finalen Hochgeschwindigkeitseinheiten mit dem Chef dieses Pirelli-Kurses am Steuer - ein Erlebnis im Grenzbereich.
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mikrofone aufgebaut, welche die akustischen Werte der vorbeifahrenden Autos dokumentieren. Auch hier gilt: Der Fahrbahnbelag ist für die Kraft der Geräusche verantwortlich, die der hochwertige Reifen im besten Fall neutralisiert. Imposant in jeder Hinsicht wirkt, wie der Pirelli Scorpion Elect in den vermeintlich heiklen Situationen reagiert. Dieser Praxistest ist weit davon entfernt, den Reifen in den extremen Bereichen zu quälen. Doch eine Vollbremsung, wie sie auch im Stadtverkehr oder auf der Autobahn nötig sein könnte, steht selbstverständlich auf dem Programm. Liegt es am Fahrer, am Auto oder am Reifen? Selbst der harte Tritt auf das Bremspedal schafft keine Turbulenzen. Das Auto kommt wie gewünscht zum Stillstand, die Reifen tun so, als sei dieses harte Eingreifen das Normalste auf der Welt. Keine Bremsspur, kein bisschen Abrieb.
150 JAHRE INNOVATION -
Der traditionsreiche Konzern ist aus einer Gummiwarenfabrik, die Giovanni Battista Pirelli 1872 gegründet hatte, hervorgegangen. Zu Beginn wurden Leitungen für Telegrafen, Unterseekabel und Fahrradreifen produziert – seit 1901 Autoreifen. Das global agierende und börsennotierte Unternehmen hat mehr als 30.000 Mitarbeiter, die im Jahr 2021 mit einer Produktionskapazität von 75 Millionen Reifen den Gesamtumsatz von 5,3 Milliarden Euro erzielten. Der Hauptsitz ist in Mailand, während sich die Produktion auf 18 Fabriken rund um den Globus – darunter das Werk im südhessischen Breuberg – verteilt. Pirelli ist auch als Sponsor des Fußballklubs Inter Mailand und Reifenpartner der Formel 1 bekannt, der aktuelle Vertrag mit der internationalen Rennserie läuft noch bis in das Jahr 2024.
Spezielle Materialien und moderne Modellierungsformen Während der Testrunden scheint es kein relevanter Faktor zu sein. Doch das von Pirelli entwickelte und realisierte Gesamtkonzept beruht auf einem konkreten Zukunftsgedanken, der auch in der Produktion des Elect-Modells umgesetzt worden ist. „Eco-Safety“, so lautet der Ansatz des italienischen Konzerns, der darauf ausgelegt ist, die Reifen möglichst umweltschonend auf die Straße zu bringen, ohne die Qualitäts- und Sicherheitsaspekte zu vernachlässigen, die in Zukunft als Schlüsselelemente zu gelten haben. Der perfekte Mix aus speziellen Materialien und höchst modernen Modellierungsformen ist eine Wissenschaft für sich, die der gewöhnlichen Autofahrer in Form von hochwertigen, verlässlichen und komfortablen Fahreigenschaften zu spüren bekommt. Auf der Teststrecke in Vizzola wird es ungemütlich. Die Wolkendecke zieht sich zu und die Pirelli-Ingenieure drehen die Sprinkleranlagen auf, als gäbe es kein morgen mehr. Harte Kurven auf der klatschnass gewässerten Fahrbahn, da geht jeder Spaßfaktor verloren. Es ist schwer genug, bei laufenden Scheibenwischern den Blick für die Fahrbahn zu behalten. Normalerweise heißt es in diesen Situationen: runter vom Gas und immer schön vorsichtig. Doch die Herren von Pirelli möchten ihre Produkte
Testeinheiten: Die Pirelli-Reifen wurden auf nasser Fahrbahn in den Brems- und Kurvensektionen, sowie auf den mitunter überraschenden Streckenteilen mit verschiedenen Fahrbahnbelägen gefordert.
im Härtetest belastet wissen. Also: Tempo stabil halten, den Bremspunkt möglichst spät wählen und sich im puren Vertrauen auf die Griffigkeit des Reifens verlassen. Es schlägt auf den Magen. Doch es ist auch beeindruckend zu wissen: Der Scorpion Elect hält die Spur, exakt und ohne Rutscher. Auch die Bremstests auf nasser Fahrbahn und den Slalom im gehoben Tempo bewältigen die Elect-Reifen sachlich und zuverlässig. Diese Performance auf höchstem Niveau erscheint doppelt spannend, weil es den Pirelli-Entwicklern gelungen ist, auch die Effizienz der neuen Modelle erheblich zu steigern, was in der Praxis bedeutet: Der Energieverbrauch der Elektroautos wird nachhaltig gesenkt und die Reifen halten länger, weil auch die Profile ihrer Laufflächen speziell für die akkubetriebenen Fahrzeuge entwickelt worden sind. „Unserem EcoSafety-Ansatz entsprechend, wurde die Struktur des Reifens verstärkt, um der Dynamik und dem
Der Scorpion Elect hält auch auf nasser Fahrbahn die Spur, exakt und ohne Rutscher.
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DER REIFEN Der Pirelli Scorpion Elect ist in enger Kooperation mit international führenden Autoherstellern speziell für den voll- und teilelektrischen Betrieb entwickelt worden und gut zu erkennen an dem Kürzel ELECT auf der Reifenflanke. Sie beanspruchen für sich, das Höchstmaß an Sicherheit, Performance und Umweltverträglichkeit, um damit das Optimum aus den Fahrzeugmodellen mit alternativem Antrieb herauszuholen. Die ScorpionReifenfamilie ist für moderne SUV entwickelt worden.
DER TEST
Gewicht der elektrischen SUVs bei Fahrmanövern in Notfällen wie plötzlichen Richtungswechseln oder Bremsungen gerecht zu werden“, so erklärt es Ingenieur Federico. Mit diesem klaren Qualitätsversprechen beabsichtigt Pirelli bei den Anhängern der Mobilität von morgen zu punkten. In der Welt der High Performer, etwa bei den Produzenten des Porsche Taycan, sind die Elect-Modelle ohnehin bevorzugte und bewährte Schlüsselelemente.
Die Reifen performen auf höchstem Niveau Am Ende der knapp vierstündigen Testeinheiten in Vizzola ist der Fahrer körperlich wie mental am Limit. Intensiv und anspruchsvoll erschien jede dieser einzelnen Sektionen, und obwohl die Tests nach Aussage der Pirelli-Verantwortlichen noch weit von den extremen Zonen entfernt waren: Sie wirkten wie Erlebnisse im Grenzbereich, zumindest für dem Mann am Steuer. Die Reifen scheinen die zahlreichen Runden dagegen locker weggesteckt zu haben. Auf dem Parkplatz am Rand der Asphaltpiste strahlen sie, als seien sie direkt aus der Produk-
tion geliefert worden. Gut temperiert immerhin, und noch relativ feucht von den Einsätzen auf den nassen Fahrbahnen. Der Pirelli Scorpion Elect ist seinem guten Ruf in jeder Testphase gerecht geworden. Es ist faktisch der Reifen für Fahrer, die mit ihrem Elektroauto auf höchstem Niveau performen möchten. Die aktuellen Modelle, die an dem Kürzel ELECT auf der Reifenflanke leicht zu erkennen sind, gibt es mit Sommer-, Winter- und Ganzjahresprofilen. Sie versprechen die neueste Technologie, die speziell für Elektroautomobile und Plug-in-Hybride entwickelt worden sind. Oder wie es Federico, der Ingenieur, im Fachjargon formuliert: „Diese Reifen bieten den Autofahrerinnen und Autofahrern ein Höchstmaß an Sicherheit, Performance und Umweltverträglichkeit. Sie tragen definitiv wirkungsvoll dazu bei, das Optimum aus den Fahrzeugmodellen mit alternativem Antrieb herauszuholen.“ Er sagt es, verabschiedet sich freundlich. Dann steigt er in seinen Privatwagen und fährt tiefenentspannt im gemächlichen Tempo davon. Auch die Reifen seines Autos surren sanft, als er das Testzentrum Vizzola in Richtung Flughafen verlässt.
Die Redaktion von electricar ist eigens nach Vizzola zum Testzentrum von Pirellli gereist, um die Elect-Reifen in einer ganzen Reihe von Einheiten zu prüfen: auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen, im Höchsttempo, in engen wie weiten Kurvenradien, auf trockenem und nassem Untergrund sowie in speziellen Geräuschkanälen. Gefahren wurde mit dem vollelektrischen VW ID.4, mit Augenmerk auf die Sicherheitsvorschriften, die auf Teststrecken einzuhalten sind.
DAS SIEGEL Die electricar-Redaktion verleiht Pirelli das Siegel «Top Performance» für sein Reifenmodell Scorpion Elect in der Dimension 235/60 R18, weil es in allen Leistungs-, Komfort- und Sicherheitskategorien den höchsten Ansprüchen genügt und auch die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Der Reifen ist besonders attraktiv für alle Fahrerinnen und Fahrer von Elektro- und Plug-in-SUV, die ihren Wagen in Bestform präsentieren möchten. E-AUTOREIFEN VERGLEICHSTEST APR/MAI 2022
TOP PERFORMER Pirelli Scorpion Elect DIMENSION 235/60 R 18
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AUDI E-TRON GT
SUPER, SPORTLER! Der Audi e-tron GT ist der Starkstromer für aktive Anführer und die Chefs mit Drive und Dynamik im Portfolio. Text: Armin Grasmuck
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ieser Wagen sorgt für Vibrationen, selbst wenn er steht. Fototermin am frühen Sonntagmorgen auf dem Gelände der olympischen Ruderregatta in Oberschleißheim bei München. Wolkenlos, idyllische Ruhe, nur ein paar zwitschernde Vögel und der Audi e-tron GT, der strahlt. Es ist beeindruckend und bemerkenswert, welche Emotionen ein Auto wie dieses in den Augen seiner Betrachter entfacht. Jeder, wirklich jeder der zahlreichen Spaziergänger und frühen Sonntagmorgenjogger, riskiert einen kurzen bis leidenschaftlichen Blick auf diesen Sportwagen mit dem E für elektrisch auf dem Kennzeichen. Da gibt es zustimmendes Nicken, den anerkennenden Pfiff. Der austrainiert wirkende Läufer bedauert gar, warum auch immer, dass dieses Auto kein Modell aus dem Haus der in der Landeshauptstadt ansässigen Konkurrenz sei. Ein Ehepaar im Rentenalter bleibt stehen und möchte es etwas genauer wissen. Was ist das für einer? Was kostet er? Und vor allem: Wie steht es um die Reichweite? Das Thema E-Mobilität haben sie auf der Agenda. Sie haben sich mit dem Thema Wallbox bereits befasst, die Stromtarife mit den Spritpreisen verglichen. Ein Elektroauto? In zwei, drei Jahren vielleicht. Ihr Diesel sei sieben Jahre alt und gut in Schuss. Dann streift der Blick des Mannes noch einmal sanft über den Audi: „Schön ist er schon“, sagt er, dann spazieren sie weiter. Wir setzen uns ins Auto und fahren in Schrittgeschwindigkeit fast lautlos zurück auf die Bundesstraße.
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Die Aktiven aus dem Ruderverein verdrehen sich noch einmal die Köpfe nach diesem Boliden, dann treten wir nur leicht das Gaspedal und – wumm! – drückt es uns in die Sitze ...
Pure Kraft in jeder Ritze Der Audi e-tron GT ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Elektrofahrzeug. Atemberaubend anzusehen, außen wie innen, massiv im Auftritt und selbstverständlich preisintensiv. Er wird auf der gleichen Plattform gebaut wie der Konzernbruder Taycan, das Erfolgsmodell aus dem Hause Porsche. Und er punktet mit den gleichen Kernelementen. Pure Kraft in jeder Ritze und reichlich Komfort. Wir fahren auf die Autobahn, viel mehr: Wir gleiten. Der e-tron GT scheint sanft zu knurren. Oder ist es ein Fauchen? Wir gehen auf die linke Spur, hören nur das Pfeifen des Winds, laut und immer lauter, die Landschaft fliegt an uns vorbei. 160, 180, brutal und surreal, der vollelektrische Supersportler schiebt auch jenseits der Schallmauer von 200 Stundenkilometern noch kräftig an. Er liegt ruhig auf der Fahrbahn, knapp unter 250 muss er nachgeben – über das Bordsystem abgeregelt. 350 Kilowatt, rund 476 PS, leisten die zwei Elektromotoren, einer vorne und der andere hinten. Mit einem speziellen Boost für kurze Zeit sogar 390 Kilowatt/540 PS bei dem maximalen Drehmoment von satten 640 Newtonmetern. Für ein batteriegetriebenes Auto sind dies eindrucksvolle Werte, die im alltäglichen Verkehr jedoch eher selten gefragt sind. Es versteht sich von selbst, dass die Akkus im Hochleistungsbetrieb
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AKTIV MIT AKKU electricar-Redakteur Armin Grasmuck fuhr den Audi e-tron GT.
MARKANT IN JEDEM SINN Das Design dieses Sportwagens besticht durch höchst sportliche Eleganz.
höchst schnell an Saft und Kraft verlieren. Stichwort Reichweite. Mindestens genauso wie die Vollgasvariante beeindruckt uns der Efficiency-Modus, der sich per Knopfdruck einstellen lässt. Die Höchstgeschwindigkeit wird hier automatisch auf 140 begrenzt, der Tritt aufs Gas fast überflüssig. Unser Testwagen ist mit sämtlichen adaptiven Assistenzsystemen ausgestattet. Er erkennt die Kennzeichen entlang der Fahrbahn und passt von selbst die Geschwindigkeit an, er bremst, wenn es sein muss, und schließt danach wieder zum vorausfahrenden Fahrzeug auf. Es wirkt wie die ultimative Vorstufe zum vollautonomen Verkehr. Der e-tron GT im Eco-Modus hat eine entspannende Note, speziell auf den Streckenabschnitten, die geschwindigkeitstechnisch ohnehin stark reglementiert sind. Als wir die Grenze in Richtung Linz passieren, wird die Reise zum Wohlfühlereignis bei nahezu konstanten 130 Kilometern pro Stunde. Der Audi fährt, er gibt nach, er beschleunigt, er hält die Spur – und wir kontrollieren, ob er es konsequent und zuverlässig macht. Macht er!
Aufgeladen im Schnellverfahren Es fällt auf, wie stark sich die Reichweite verbessert, wenn der e-tron GT im ökonomischeren Bereich gefahren wird. Die vom Hersteller angegeben 475 Kilometer nach WLTP-Standard scheinen in jeder Hinsicht utopisch, doch gut 300 Kilometer erreichen wir im Eco-Modus nachweislich. Den durchschnittlichen Stromverbrauch von 26,3 Kilowattstunden haben die
Experten im ADAC-Ecotest ermittelt, in einer aus Stadt- und Überlandrouten gemischten Testfahrt erreichten sie sogar die Reichweite von stolzen 370 Kilometern. Wie vieles im Leben, sind diese Werte relativ. Gemessen an der Geschwindigkeit, mit der die Batterien des Sportwagens aufgeladen werden können, sind sie sogar relativ gut. Während unserer Ladestopps in Eching bei München, im oberbayerischen Neuötting und in Sankt Valentin/Niederösterreich erreichen wir zumindest zwischenzeitlich Ladegeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilowatt, nach nur sieben Minuten haben wir 100 weitere Kilometer in unseren Audi fließen lassen, nach einer halben Stunden sind die Akkus zu 80 Prozent geladen. Es reicht für einen Imbiss und die obligatorische Tasse Kaffee. Da kriegt der Boxenstopp auch außerhalb des Autos den regenerierenden Faktor.
Reiserouten, gut kalkuliert Selbstverständlich hält der e-tron GT auch im Innenraum, was er von außen verspricht. Die Vordersitze sind bei allen Attributen der Sportlichkeit auch komfortabel, der Kopf und die Beine haben genügend Spielraum. Klar, wir sitzen relativ knapp über der Asphaltdecke – wie es sich für Fahrer dieser Wagenklasse eben gehört. Und ja, die Sitze im Fond sind allein aufgrund des aerodynamischen Karosserieschnitts mit der stark heruntergezogenen Dachlinie räumlich begrenzt. Fahrgäste, die größer als 1,80 Meter sind, bekommen es schnell zu spüren. Das Cockpit ist bei aller technischer Innovation im beliebten und bewährten Audi-Ambiente gehalten. Die beiden digitalen Displays sind klar
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und übersichtlich. Das zentrale Touchpad in der Mitte des Cockpits bietet jede Finesse, die das Elektroautofahren bequem und effizient macht. Der digitale Routenberechner plant unsere Touren professionell. Er kalkuliert die Ladestopps mit ein, führt uns gezielt zu leistungsstarken Ladesäulen – und er korrigiert seine Pläne, wenn das Laden aufgrund unserer Fahrweise entscheidend früher oder später zu erfolgen hat. Es ist ein beruhigendes Argument für die notorischen Zweifler, die selbst im mitteleuropäischen Raum des Jahres 2022 befürchten, mittelfristig fast zwangsläufig einmal mit leeren Batterien am Straßenrand darben zu müssen. Doch auch schnittige Fahrzeuglenker, die den e-tron GT gerne fordern und entsprechend öfter nachzuladen haben, wissen diesen zuverlässigen Service zu schätzen.
TYPISCH AUDI Das Cockpit des e-tron GT verbindet optisch und inhaltlich die bewährten Elemente mit den Innovationen, die den Fahrkomfort des Elektrofahrzeugs einzigartig machen.
Mit souveräner Leichtigkeit Entscheidender Faktor: Um schnell Strom tanken zu können, muss der Akku vorkonditioniert werden. Am liebsten lädt er bei einer Temperatur von 30 bis 35 Grad, auf die er je nach Fahrweise aufgeheizt oder heruntergekühlt werden muss. Es liegt folglich an dem Fahrer, seine Route im besten Fall vom Navigationssystem planen zu lassen – oder selbst ausgewählte Ladestopps frühzeitig manuell einzugeben. Die Faustregel besagt: 20 bis 25 Minuten vor dem geplanten Halt. Wer darauf verzichtet, muss sich auf längere Ladezeiten einstellen. Der Audi e-tron GT bietet selbstverständlich bereits in seinem Grundmodell, das mit 99.800 Euro in der Preisliste steht, ein Höchstmaß an Technik, Komfort und Sicherheit. Unser Testfahrzeug ist unter anderem mit Assistenzsystemen, Sportsitzen, schicken Leichtmetallrädern und dem Premier-Sound-System des Edelproduzenten Bang & Olufsen aufgetrimmt. Das macht noch einmal 30.000 Euro extra. Spätestens hier gilt es noch einmal grundsätzlich festzuhalten: Die Zielgruppe für diesen Wagen aus dem Luxussegment ist naturgemäß sehr spitz. Dieser vollelektrische Hochleistungssportler ist das Auto für aktive Anführer, die ihn sich leisten können. Ein Starkstromer für Chefs, die Drive und Dynamik als Kernelemente in ihrem Portfolio präsentieren. Natürlich kann der e-tron auch das ideale Fahrzeug für den Fuhrparkleiter sein, der das Thema Elektromobilität schnell und effizient umgesetzt hat, oder den außergewöhnlich erfolgreichen Kollegen aus dem Vertrieb. Wer bereit ist, die Leasing-Raten zu investieren und möglichst leistungsstarke Ladestationen auf dem Firmengelände zu installieren, darf sich auf dem Weg in die Mobilität von morgen über ein
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Auto der Extraklasse freuen. Der Audi e-tron GT punktet als attraktiver Spaßbringer mit allen Komponenten, die das Fahren eines akkubetriebenen Wagens mit sich bringt. Es ist selbst im alltäglichen Gebrauch immer wieder ein Ereignis zu erleben, mit welch souveräner Leichtigkeit dieses Auto bei aller Kraft und Dynamik über die Straße gleitet. Kein Ruckeln, kein Zuckeln, den starken Dämpfern sei Dank. Die langen Kurven auf der Landstraße nimmt dieser Audi so, wie es sich gehört: flott, komfortabel und zuverlässig mitgesteuert von den digitalen Assistenten, die für die richtige Balance sorgen.
Fahren und fahren lassen Wichtig ist es in diesem Zusammenhang zu erwähnen: Achtung, dieses Auto fährt mitunter schneller, als es der Fahrer wahrnimmt! In der Zone 30 lenkt es sich wie in Zeitlupe, das Limit im Großstadtverkehr fühlt sich wie eine Strafe an – und auch freie Fahrt auf der Landstraße wirkt manchmal wie die reine Provokation. Mehr als hundert Sachen sind hier einfach verboten. Es hilft und entspannt nachhaltig, die technischen Hilfselemente zu aktivieren. Fahren und fahren lassen. Einfach zurücklehnen, Augen auf die Fahrbahn, das Lenkrad fest im Griff. Dieses Auto ist auch im sanften Dahingleiten eine Klasse für sich.
TECHNISCHE DATEN HERSTELLER
Audi
MODELL
e-tron GT
ANTRIEBSART
Elektro
LEISTUNG
350 kW / 476 PS
MASSE / GEWICHT
4.989 x 1.964 x 1.413 mm / 2.350 kg
ANTRIEBSACHSE
Allrad
ANZAHL DER TÜREN 5 KOFFERRAUMVOLUMEN
405 - 710 l
REICHWEITE
475 km
0-100 KM/H
4,1 Sekunden
SPITZE
245 km/h
PREIS
ab 99.800 €
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EINS PLUS MIT STERN
Komfort, Sicherheit, Technik - neuester Stand. Der Mercedes EQV avanciert im Segment der gehaltvollen Großraumgleiter zum Klassenbesten. Text: Armin Grasmuck
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ie Tankklappe hat auch auf dem Weg in die Mobilität von morgen ihren Platz behalten. Diese gute alte Tankklappe auf halber Höhe rechts im Rahmen der Fahrertür, durch welche die Zapfpistolen der Tankstellen eingeführt wurden und immer noch werden, um die Verbrennermotoren der Vorgängermodelle mit ausreichend Treibstoff zu versorgen, gibt es auch in dem vollelektrischen Mercedes EQV 300. Doch hier fließt kein Diesel mehr – und der Strom wird an der Frontseite in das Fahrzeug geladen. Tja, diese Ladeklappe ... Manchmal schafft es selbst die moderne Version des Klassikers, den Fahrer nachhaltig zu verblüffen.
Edel und elegant Gut möglich, dass die traditionell sehr selbstbewusst und ausdrucksstark agierenden Konstrukteure des schwäbischen Premiumherstellers das über Jahrzehnte geschätzte und lieb gewonnene Element bewusst in die Zukunft transportiert haben. Als so genanntes Statement, wie es neudeutsch formuliert wird: Hier fährt ein Mercedes, der seinem ureigenen Anspruch an höchste Qualität gerecht wird und in der logischen Konsequenz prinzipiell als bester seiner Klasse zu gelten hat. Komfort, Sicherheit, Technik – neuester Stand. Der batteriegetriebene Kleinbus hält, was er verspricht. Auf den ersten Blick wird klar: Der EQV hat dieses gewisse Etwas, und er hat viel mehr als die meisten Konkurrenten in der Kategorie
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der Großraumlimousinen des gehobenen Standards. Edel und elegant wirkt er, als er auf dem Parkplatz zum Einsteigen bereit steht. Wir setzen uns ins Cockpit und stellen auch hier fest: keine Kompromisse. Keine überdimensionierten Bildschirme, keine Reduktion auf die allernötigsten Knöpfe und Regler, keine schrillen Designs und Farben. Das Armaturenbrett mit seinen Instrumententafeln, Messanzeigern und Schalthebeln ist einfach so, wie wir es von Mercedes kennen. Leicht zu verstehen und zu bedienen, intelligent und ausgereift in jeder Hinsicht. Dies vereinfacht den Einstieg und erhöht auch mittelfristig den Fahrspaß. Legen wir los! Den Fuß auf das Bremspedal, raus mit der Feststellbremse, den Hebel rechts am Lenkrad auf D – der Mercedes EQV 300 fährt ruhig
STARTKLAR AM STEUER electricar-Redakteur Armin Grasmuck hatte die Gelegenheit, den Mercedes EQV zu testen.
und mit gediegener Eleganz auf die Fahrbahn. Schnell wird deutlich, wie sich der geräumige Stromer von den Verbrennern der V-Klasse unterscheidet. Während die Urahnen sich speziell bei frostigen Temperaturen mit kernigem Motornageln auf Betriebstemperatur brachten, surrt und schnurrt der EQV nur sanft und leise. Grazil gleitet er über den Asphalt.
Höchster Fahrgenuss Tritt der Fahrer vehement das Gaspedal, wird der riesige Mercedes zur Wuchtbrumme. Er hält auch in dieser geballten Dynamik treu die Spur, meistert die Kurven. Doch ganz ehrlich, es ist kein Bus für wilde Slalomrennen. Dafür
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ausgestattet, was das Wohlbefinden noch einmal zu steigern vermag. Wir kriegen ein gutes Gefühl dafür, wie angenehm es sein kann, wenn der Bundeskanzler zum Staatsakt gefahren wird – oder Scarlett Johansson zum Filmset. Wichtig zu wissen für den Chauffeur oder das Familienoberhaupt: Die Einzelsitze und auch die Bänke, die in flexiblen Leisten am Fahrzeugboden verankert sind, können schnell und einfach auch gegen die Fahrtrichtung eingebaut, versetzt, verschoben oder vollständig ausgebaut werden. Der Stauraum erhält auf diese Weise einen gänzlich neuen und opulenten Charakter.
Lange Kurven wie auf Schienen
ERSTE KLASSE Das elegant bis edel anmutende Cockpit setzt auf die bewährten Komponenten aus dem Hause Mercedes, auch die Sitze im hinteren Bereich genügen den höchsten Ansprüchen.
ist das 5,14 Meter lange Großraummodell keinesfalls entwickelt worden. Allein seine Attribute, die Formen und sein Klientel sprechen dagegen. Der EQV bringt höchsten Fahrgenuss, komfortabel, entspannt und mit dem klaren Anspruch auf das Wesentliche. Es ist kurios: Aus dem Blickwinkel des Fahrersitzes betrachtet wirkt dieser Mercedes auf uns wie ein SUV. Die breite Frontscheibe und der kurze Blick nach hinten erinnern uns jedoch schnell daran, dass wir hier definitiv in einer anderen Wagenklasse unterwegs sind.
Mehr als genug Luft und Raum Der EQV ist eine hochwertige wie preisintensive Option für Privatpersonen, die sich und ihre Lieben gut transportiert sehen möchten – sehr beliebt allerdings auch als Flottenfahrzeug und High-end-Shuttle im Geschäftsleben. In diesem Ambiente und auf diesen Sitzen fühlt sich jeder wohl, vom Hotelgast bis zum Generaldirektor. Die auch im E-Modell noch kantige Form lässt den bis zu acht Fahrgästen mehr als genug Luft und Raum. Unser Testwagen ist mit vier Einzelsitzen im Fond
Seit mehr als 60 Kilometern fahren wir über die Bundesstraße in Richtung Schwäbische Alb, vorbei an Ulm – und angetan von dem stabilen wie zuverlässigen Auftritt des EQV. In den Bereichen zwischen 80 und 120 Stundenkilometer wird die Fahrt zum Hochgenuss. Da säuselt der Große mit dem Stern im Logo ruhig und angenehm, es hat etwas von Privatjet oder ICE. Erster Klasse, versteht sich. Uns fällt auf, wie stark der Geräuschpegel je nach Fahrbahnbelag variiert. Wie ausgereift und effizient die digital gesteuerten Fahrhilfen unterstützen, erkennen wir besonders in den länger gezogenen Kurven. Wird‘s zu schnell, greifen sie ein. Achse für Achse, Reifen für Reifen, von sanft bis bestimmt. Der EQV fährt wie auf Schienen, er hat auch das Verkehrsgeschehen rund um sich herum voll im Sensorenfeld. Es ist faszinierend, wie schnell und einfach, die Fahrhilfen auch in diesem Mercedes zu bedienen sind. Wir strecken den linken Zeigefinger am Lenkrad aus, schieben die Schalthebel nach oben – läuft. Das Auto hält in der gewünschten Geschwindigkeit die Spur und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Der EQV bremst, im Notfall sogar bis zum Stillstand. Das können heute alle Modelle dieser Preisklasse? Theoretisch schon. Wenn es den Fahrern gelingt, die mitunter skurril anmutenden Sicherheitssysteme erst einmal zu aktivieren. Längere Ausfahrten wollen in diesem Mercedes wohl geplant sein, die Reichweite ist allein aufgrund seiner Größe, der riesigen Frontpartie und seines Gewichts begrenzt. Geschwindigkeiten jenseits der 130 Stundenkilometer leeren die Batterie im Schnelldurchlauf. Der Verbrauch liegt selbst bei zurückhaltender Fahrt über 25 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, Wegstrecken von 200 Kilometern und mehr sollten unbedingt strategisch geplant werden. Immer vorausgesetzt, dass
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der Akku zu Beginn der Fahrt zu 100 Prozent aufgeladen ist. Der Ladesäulensucher im Navigationsgerät arbeitet zuverlässig, es hilft ihn gut im Blick zu behalten. Speziell bei kühleren Temperaturen ist es ratsam, den Elektrobus kürzer getaktet und regelmäßig mit frischen Stromstößen zu animieren. Der eigentliche Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert im EQV rund 45 Minuten. Wir gleiten im Eco-Modus über die Autobahn zurück nach Bayern und schaffen mehr als 250 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp. In der Praxis heißt es: alle 200 bis 250 Kilometer für 45 Minuten an die Ladesäule. Wie gut, dass zumindest das Navigationsgerät mit seiner so genannten Electric Intelligence zu Beginn der Fahrt die effizienteste Route wählt und auch den stets aktualisierten Ladestand anzeigt, der für die Ankunft an den Ladesäulen und dem Ziel errechnet worden ist – etwaige Staus und Umwege inklusive. Der Fahrer ist gut beraten, den Vorschlägen des Bordcomputers zu folgen, denn das Navi zeigt sich wenig kompromissbereit, wenn die vorgegebenen Routen verlassen werden. Es versucht dann lang und länger, den EQV auf die Ideallinie zurück zu bewegen, bevor es neue Optionen erkennt und entsprechend berechnet.
Qualität hat ihren Preis Kühl kalkulieren sollten auch diejenigen, die sich ernsthaft damit beschäftigen, ihren Fuhrpark um dieses Prachtexemplar zu erweitern. Der Kleinbus von Mercedes ist ein zuverlässiger Wegbegleiter, der den höchsten Ansprüchen genügt – mit einer preisintensiven Pointe. Gut 70.000 Euro kostet das Basismodell, unser Testfahrzeug in der stylischen Avantgarde-Line mit dem komfortablen Dämpfungssystem Airmatic, Parkpaket, Klimaautomatik, Soundsystem und Co. erhöht den Gesamtpreis auf knapp 100.000 Euro. Es ist wie bei jedem Fahrzeug mit dem Stern, das sich als Klassenbester die Note eins plus verdient: Qualität hat ihren Preis. Gerade in dieser Zeit, da sich das Mobilitätsverhalten privat wie geschäftlich grundlegend verändert, dürfte die Quote der potenziellen Barzahler, auch was den EQV betrifft, überschaubar bleiben. Der E-Bus von Mercedes ist allein durch sein außergewöhnliches Platz- und Komfortangebot ein Dauerbrenner im gehobenen Geschäftsbereich wie im VIP-Segment. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass er jetzt auch als Topmodell im boomenden Markt der Auto-Abos punktet. Vibe, der österreichische Anbieter für Elektrofahrzeuge, offeriert den EQV bereits
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ELEGANZ IM FREIEN RAUM Der 5,14 Meter lange EQV präsentiert sich in jedem Fahrzeugbereich sehr gediegen in Bestform.
ab 999 Euro pro Monat – eine attraktive Rate, gemessen an dem vergleichsweise hohen Neuwagenpreis, und eine gute Alternative für die Mobilitymanager, die ihren Fuhrpark gehaltvoll aufwerten möchten.
In eigenen Sphären Im Stadtverkehr und auf der Mittelstrecke von bis zu 200 Kilometern verkehrt der Elektrobus als rollende Oase der höchst verlässlich vermittelten Glückseligkeit in eigenen Sphären. Geht es über längere Distanzen, sind der ICE oder gar der Privatjet vielleicht die interessanteren Alternativen, selbst wenn der Antrieb des EQV noch so sanft dahinschnurrt. Wer die Gelegenheit hat, zumindest als Gast eine Etappe in diesem opulent bemessenen Großraumgleiter mitzuerleben, wird diese besondere Art des Personentransports zu schätzen lernen. Der Mercedes EQV 300 ist zweifellos eines dieser Fahrzeuge, in denen sogar der Chef sich ohne zu murren in die zweite Reihe bequemt. Es könnte auch sein, das er seinem Fahrer frei gibt, sich selbst ans Steuer setzt und in gewohnter Manier das Kommando übernimmt – kraftvoll und mit dem klaren Blick nach vorn.
TECHNISCHE DATEN HERSTELLER
Mercedes
MODELL
EQV 300 lang
ANTRIEBSART
Elektro
LEISTUNG
150 kW
MASSE / GEWICHT
5.140 x 1.928 x 1.901 mm / 2.753 kg
TÜRANZAHL
5
KOFFERRAUMVOLUMEN
1.030 l
BATTERIEKAPAZITÄT
90 / 100 kWh (netto/brutto)
LADELEISTUNG
11 kW / 110 kW (AC/DC)
REICHWEITE
347 km
0-100 KM/H
10 Sekunden
SPITZE
140 oder 160 km/h
PREIS
ab 71.388 Euro
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Vorstellung Mini Cooper SE Vorstellung:
DER APPETITMACHER DIE ERSTEN EINDRÜCKE DES OPEL ASTRA PLUG-IN Text: Peter Grett / Touremo
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ewöhnlich konzentrieren wir uns auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und lassen die inzwischen beinahe unzähligen „Teilzeitstromer“ außen vor. Diesmal machten wir jedoch aus gutem Grund eine Ausnahme, als sich die Gelegenheit bot, erste Eindrücke vom neuen Astra Plug-in zu sammeln. Der gute Grund ist die Tatsache, dass Opel bereits angekündigt hatte, im Laufe des nächsten Jahres seinen neuen Astra auch als reinen „Stromer“ anzubieten und wir mit dem Plug-in schon mal die neue, jüngst aufgelegte Generation des Opel-Bestsellers kennenlernen konnten. Quasi als Appetizer. Die Gelegenheit ergab sich aus einer Einladung des Herstellers zu Probefahrten entlang der portugiesischen Atlantikküste. Noch bevor wir in den Genuss erster Erfahrungen kamen, die sich tatsächlich als genussvoll herausstellen sollten, gab es eine Reihe positiver Nachrichten über die Astra-Modellfamilie zu
verzeichnen: Preislich ist das kompakte Erfolgsmodell zum Vorgänger stabil geblieben und kostet in der Basis ebenfalls ab 22.465 Euro. Keine Selbstverständlichkeit in Zeiten galoppierender Inflation. Und es wird demnächst auch wieder einen Sports Tourer geben, wie Opel seine Kombi bezeichnet. Ein solcher wird dann in 2023 auch vom elektrischen Astra zu haben sein, wodurch erfreulicherweise eine große Angebotslücke bei Stromern geschlossen wird. Eine Botschaft haben wir ja bereits vorweg verkündet, nämlich dass es nun erstmals eine Plug-in-Version mit 133 kW/180 PS mit 8-Stufen-Automatikgetriebe gibt, die ab 35.800 Euro kosten wird. Angekündigt wurde alternativ eine zweite, stärkere Motorisierung mit 165 kW/225 PS.
Schnörkellos, klar, modern Natürlich besitzt der Astra nun auch die “Vizor”Front, die bereits bei weiteren Modellen der aktuellen Fahrzeuggeneration das neue OpelMarkengesicht markiert. Überhaupt erscheint die äußere Erscheinung klar, sachlich und kommt ohne
zierenden Schnickschnack aus. Zeitlos modern, nicht bemüht modisch, so wirkt das Exterieur des Neulings. Die optionale Zweifarbenlackierung mit schwarzem Dach lässt den Wagen niedriger und dadurch kraftvoller erscheinen. Auf den ersten Blick gewinnt man den Eindruck, der neue Astra würde größer als sein Vorgänger ausfallen. In der Tat ist er mit 4374 Millimeter länger – um ganze vier Millimeter… Hier wird deutlich, was ein verlängerter Radstand nicht nur optisch, sondern auch beim größeren Platzangebot für die Passagiere hinten bewirken kann. Besonders stolz sind die Entwickler auf das neue „Intelli-Lux LED® Pixel“ Licht, das nun erstmals auch in der Kompaktklasse zum Einsatz kommt. Das Novum sorgt mit insgesamt 168 LED-Elementen – 84 pro Scheinwerfer – für einen situationsgerechten präzisen und fließenden Lichtverlauf, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.
Angenehmes und praktisches Interieur Was sich beim Äußeren zeigt, setzt sich auch im Innenraum fort, nämlich eine funktionale Klarheit.
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Vorstellung: Opel Astra Plug-in
Wie schon beim zuletzt erprobten Mokka-e befindet sich auch hier das „Pure-Panel“-Cockpit im Blickfeld der Fahrer. Die Einheit aus Display und dem leicht zum Piloten hin gekrümmten Touchscreen ist eine bessere, weil bedienfreundlichere Lösung, als die mittig und senkrecht stehenden Mega-Screens nach Tesla-Art. Auch beim Astra treiben die Rüsselsheimer die Digitalisierung nicht auf die Spitze. So können manche, häufiger benutzte, Einstellungen noch immer mit Tasten
„Zeitlos modern und ohne zierenden Schnickschnack.“ und Drehknöpfen vorgenommen werden. Das ist ausgesprochen praktisch und schmälert nicht den aufgeräumten Eindruck des Cockpits. Ansonsten verbindet sich das Smartphone kabel- und problemlos mit dem Multimediasystem und wer möchte kann selbstverständlich ein gut lesbares Head-up-Display und eine Rückfahrkamera ordern. Die Sitze, versehen mit dem Gütezeichen der Aktion Gesunder Rücken e.V., sind straff und geben guten Halt. Der Gepäckraum des Astra Plug-in ist wegen des Platzbedarfs des Fahrakkus naturgemäß etwas kleiner als bei den Verbrennern, aber mit 352 bzw. 1268 Litern ausreichend groß.
Fahreindrücke Was die Abstimmung des Fahrwerks betrifft, kann man Opel attestieren, einen richtig guten Job gemacht zu haben. Der Astra fühlt sich ausgesprochen harmonisch an, die straffe und doch komfortable Federung arbeitet zuverlässig, auch in Kurven. Die Lenkung ist leichtgängig, die Bremsen packen kräftig, aber nicht zu bissig zu.
STICHT INS AUGE Für eine einprägsame Optik sorgen unter anderem auch die schmalen Heckleuchten, die dem Astra spendiert wurden.
Die abwechslungsreiche Route entlang der Küste, im Hinterland und auf Autobahnabschnitten wurde somit zur echten Vergnügungstour. Was ebenfalls positiv auffiel ist, dass die angegebene elektrische Range von 60 Kilometern zumindest unter halbwegs idealen Bedingungen durchaus erreichbar erscheint. Auf dem Testdrive-Mix mit relaxtem Dahingleiten über Landstraßen, Umherkurven in Ortschaften und mit der Autobahnhöchstgeschwindigkeit von 120 km/h bei gelegentlichen Beschleunigungsanflügen, erreichte der Teilzeitstromer immerhin 54 Kilometer. Allerdings bei einer Außentemperatur um die 20 Grad. Was neben den warmen Bedingungen und dem Verzicht auf den dynamischen SportModus ebenfalls zur Erhöhung der elektrischen Reichweite beitrug, war die Wahl der stärkeren Rekuperations-Stufe durch Drücken der „B“-Taste in der Mittelkonsole. Speziell beim Stopp & Go Verkehr auf Ortsstraßen konnte auf diese Weise
beim Bremsen manche Kilowattstunde in den 12,4-kWh-Akku zurückfließen.
Fazit Mit dem neuen Astra hat Opel gute Chancen, an seine Erfolgsgeschichte in der Kompaktklasse anzuschließen. Nach mehrstündiger Probefahrt hinterließ der Plug-in Hybrid jedenfalls einen ausgezeichneten Eindruck. Wer etwa als Pendler über Lademöglichkeiten zu Hause und/oder am Arbeitsplatz verfügt, kann im Alltag einen Großteil der Fahrten stromgetrieben zurücklegen und dank der elektrischen Reichweite von 60 km auch in den Genuss der staatlichen Innovationsprämie kommen. Für alle, die indes am rein elektrischen Astra-e Interesse zeigen, sollte sich das Warten bis nächstes Jahr durchaus lohnen. Zumindest, sofern Opel seinem Stromer etwas mehr Reichweite spendieren wird, als die bisher – etwa beim Mokka-e – üblichen 300+ Kilometer. Oder eine höhere Schnellladeleistung.
TECHNISCHE DATEN
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HERSTELLER
Opel
MODELL
Astra 1.6 Turbo Hybrid
ANTRIEBSART
PHEV
LEISTUNG
133 kW / 180 PS
MASSE / GEWICHT
4.374 x 1.860 x 1.442 mm / 1.678 kg
ANTRIEBSACHSE
Front
TÜRANZAHL
5
KOFFERRAUMVOLUMEN
352 l
REICHWEITE
60 km (elektrisch)
0-100 KM/H
7,6 Sekunden
SPITZE
225 km/h
PREIS
ab 35.800 Euro
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Vorstellung Microlino Vorstellung:
CITYFLITZER
MICROLINO: KLEINSTWAGEN MIT RETRO-CHARME Text: Philipp Lumetsberger
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lein, wendig und ideal für kurze Wegstrecken: Beim Microlino handelt es sich - wie der Name bereits vermuten lässt - um einen Kleinstwagen für urbane Gefilde. Mit einer Länge von 2,51 Metern und einer Breite von 1,47 Metern passt das Mini-Elektroauto problemlos in jede Parklücke. Entwickelt hat das Leichtelektromobil der Fahrzeugklasse L7e das in der Schweiz ansässige Unternehmen Micro, dass sich vor allem durch seine Elektroscooter einen Namen gemacht hat.
Langer Weg zur Fertigung Einen Prototyp hat Micro bereits im Jahr 2016 auf dem Genfer Autosalon der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund eines Zerwürfnisses mit dem Entwicklungspartner inklusive Rechtsstreit wurde der Produktionsstart mehrfach nach hinten verschoben und hätte im
Herbst 2021 anlaufen sollen. Während dieser Zeit wurde der Microlino jedoch weiterentwickelt und sowohl das Design als auch der Antrieb und der Energiespeicher überarbeitet. Nach einer erneuten Verschiebung wurde nun die Produktion Mitte März gestartet. Die Fahrzeuge werden in Turin in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Cecomp gefertigt. Im April oder Anfang Mai sollen die ersten Fahrzeuge auch schon in der Schweiz ausgeliefert werden. Ein paar Wochen danach werden laut Micro deutsche Kunden ihren fahrbaren Untersatz erhalten.
Drei verschiedene Modelle Das Mini-Auto ist in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich. Das Basismodell mit dem Namenszusatz Urban ist mit einem geschlossenen Dach ausgestattet, optional ist auch ein faltbares Schiebedach erhältlich. Bei der Dolce- und Competizione-Version hingegen ist das faltbare Dach serienmäßig und auf Wunsch wird ohne Aufpreis ein geschlossenes Dach verbaut.
EINSTIEGSLUKE Die Fahrertür des Microlino geht nach vorne auf. Auf einen Türgriff wird verzichtet, stattdessen reicht ein Knopfdruck, um einsteigen zu können.
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Vorstellung: Microlino
Den schlichten Innenraum der Urban-Variante dominieren Stoffüberzüge in schwarz oder anthrazit. Bei den beiden anderen Versionen kommt neben Stoff auch veganes Leder zum Einsatz. Das Armaturenbrett präsentiert sich äußerst spartanisch. Hinter dem durchaus sportlich wirkenden Lenkrad ist ein Display angebracht, welches sämtliche relevanten Fahrzeugdaten wie etwa Ladestand und Fahrgeschwindigkeit anzeigt. Quer über die gesamte Türbreite ist ein Aluminiumrohr verbaut, an dem sich das Smartphone, Bluetooth-Lautsprecher oder andere Gadgets anbringen lassen. In der Mitte des Rohrs befindet sich ein kleines TouchDisplay, über welches die Heizung und die Heckscheibenheizung gesteuert werden kann.
Retro-Optik trifft Moderne Beim Design haben sich die Verantwortlichen von Mirco bewusst an den Kabinenrollern aus den 1950er Jahren orientiert. Neben der markanten Form des Microlino stechen auch die quer verlaufenden LED-Leuchtbänder vorne und hinten ins Auge. Die futuristisch anmutenden Scheinwerfer beherbergen auch gleichzeitig die Rückspiegel. Nach vorne öffnet sich die einzige vorhandene Tür und offenbart hinter der feststehenden Lenksäule eine Sitzbank, die Platz für zwei Personen bietet. Einen Türgriff sucht man vergebens, sie wird stattdessen per Knopfdruck geöffnet. Hinter der Heckklappe verbirgt sich ein Kofferraum mit einem Volumen von 220 Litern. Genügend Platz also, um die alltäglichen Einkäufe verstauen zu können. Der 12,5 kW starke Elektromotor beschleunigt den rund 500 Kilogramm schweren Microlino auf eine Höchstgeschwindigkeit von
FINDET ÜBERALL PLATZ Aufgrund seiner kompakten Maße passt der Microlino problemlos in jede noch so kleine Parklücke. Das erleichtert die Parkplatzsuche ungemein.
90 km/h. Fünf Sekunden benötigt der für den urbanen Verkehr konzipierte Wagen für die Beschleunigung von 0 auf 50 km/h. Darüber hinaus können die Kunden zwischen drei verschiedenen Akkugrößen wählen: 6, 10,5 und 14 kWh. Die letzte Batterievariante soll Unternehmensangaben zufolge allerdings erst ab dem dritten Quartal 2022 verfügbar sein. Je nach Größe des Energiespeichers variiert auch die Reichweite des Microlino dementsprechend zwischen 91, 177 und 230 Kilometern nach WLTP-Berechnung. Das Aufladen kann über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose erledigt werden und nimmt in etwa vier Stunden in Anspruch.
Fokus auf die Umwelt Bei der Entwicklung spielte auch das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle. So benötigt der Microlino laut eigenen Angaben aufgrund seines geringen Gewichts 65 Prozent weniger Energie während der Fahrt als herkömmliche Elektroautos. Aber auch durch seine leichte Konstruktion und der verhältnismäßig kleinen Batterie wird bei der Fertigung 60 Prozent weniger Strom im Vergleich zu klassischen E-Autos benötigt. Zu guter Letzt sind im Microlino nur halb so viele Teile wie in anderen Automobilen verbaut. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern auch den Geldbeutel des Besitzers. Bereits ab 12.500 Euro der Microlino erhältlich.
TECHNISCHE DATEN
AUFS WESENTLICHE REDUZIERT Hinter dem Lenkrad befindet sich ein Bildschirm für die Anzeige der Fahrzeuginformationen. Rechts daneben fungiert ein Mini-Display als Bedienelement für Heizung und Co.
electricar 02/2022
HERSTELLER
Micro
MODELL
Microlino
ANTRIEBSART
Elektro
LEISTUNG
12,5 kW / 17 PS
MASSE / GEWICHT
2.519 x 1.473 x 1.501 mm / 469 kg
ANTRIEBSACHSE
Hinterrad
TÜRANZAHL
2
KOFFERRAUMVOLUMEN
230 l
REICHWEITE
91 (6 kWh) / 177 (10,5 kWh) / 230 (14 kWh) Kilometer
0-50 KM/H
5 Sekunden
SPITZE
90 km/h
PREIS
ab 12.500 €
53
54
Drive Service
DIE GROSSE ELEKTROAUTO DATENBANK Klar und deutlich: Auf diesen Seiten finden Sie die wichtigsten Zahlen, interessante Fakten und die Preise zu den neuesten E-Modellen aus 2021/22.
D
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electricar 02/2022
Drive Service
Marke Modell
Aiways U5
Audi e-tron GT RS
Audi Q4 Sportback e-tron 50 quattro
BMW iX M60
CUPRA Born 110 kW
Erscheinung
10 / 20
05 / 21
09 / 21
07 / 22
04 / 22
Antriebsart
FWD
AWD
AWD
AWD
RWD
Listenpreis (€ inkl USt)
35.993 €
138.200 €
55.600 €
132.200 €
32.700 €
Preis für Unternehmen nach Förd.
24.246 €
116.134 €
41.723 €
111.092 €
21.479 €
32,64%
15,97%
24,96%
15,97%
34,32%
90 €
691 €
139 €
661 €
82 €
Preis pro Kilometer Reichweite
59 €
246 €
84 €
196 €
62 €
Preis pro PS
119 €
180 €
140 €
179 €
143 €
Preis in Deutschland
Förderung % Vorteil Mitarbeiter (€ pro Monat)
Preis in Österreich Listenpreis (€ inkl USt)
35.993 €
142.506 €
58.760 €
131.800 €
k.A.
Preis für Unternehmen nach Förd.
28.994 €
142.506 €
51.093 €
131.800 €
k.A.
Förderung %
19,44%
0,00%
13,05%
0,00%
k.A.
Preis pro Kilometer Reichweite
90 €
302 €
147 €
659 €
k.A.
Preis pro PS
71 €
221 €
103 €
233 €
k.A.
63 kWh
94 kWh
82 kWh
112 kWh
55 kWh
166
206
176
217
127
Reichweite Kapazität Verbrauch / Wh/km Reichweite / WLTP
410 km
472 km
497 km
566 km
349 km
Reichweite / Winter
270 km
305 km
320 km
365 km
225 km
0-100 km/h
7,5 s
3,3 s
6,2 s
3,8 s
8,9 s
Top Speed
150 km/h
250 km/h
180 km/h
250 km/h
160 km/h
204 PS
646 PS
299 PS
619 PS
150 PS
Max. Ladeleistung
92 kW
365 kW
135 kW
200 kW
100 kW
10% - 80%
36 min
17 min
33 min
34 min
26 min
Sommer / Stadt
450 km
520 km
550 km
620 km
380 km
Sommer / Autobahn
310 km
350 km
370 km
420 km
260 km
Winter / Stadt
310 km
350 km
370 km
420 km
260 km
Winter / Autobahn
230 km
260 km
270 km
310 km
190 km
1720 kg
2420 kg
2215 kg
2659 kg
1708 kg
432 l
366 l
535 l
500 l
385 l
Erwachsene
73%
k.A.
93%
91%
k.A.
Kinder
79%
k.A.
89%
87%
k.A.
Leistung
Leistung
Aufladen
Reale Reichweite
Größe Leergewicht Kofferraum-Volumen
Sicherheit (Euro NCAP)
Fußgänger
45%
k.A.
66%
73%
k.A.
Sicherheitsassistenten
55%
k.A.
80%
81%
k.A.
Gesamt
63%
k.A.
82%
83%
k.A.
electricar 02/2022
55
56
Drive Service
Marke Modell
Ford Mustang Mach-E GT
Hyundai IONIQ Elektro
Kia EV6 Long Range 4WD
Mercedes EQE 350
Mercedes EQV 300 Extralang
Erscheinung
07 / 21
10 / 19
10 / 21
07 / 22
10 / 20
Antriebsart
AWD
FWD
AWD
RWD
FWD
Preis in Deutschland Listenpreis (€ inkl USt)
72.900 €
35.350 €
52.850 €
75.000 €
72.281 €
Preis für Unternehmen nach Förd.
56.261 €
23.706 €
39.412 €
58.025 €
55.740 €
Förderung %
22,83%
32,94%
25,43%
22,63%
22,88%
365 €
88 €
132 €
375 €
361 €
Vorteil Mitarbeiter (€ pro Monat) Preis pro Kilometer Reichweite
113 €
76 €
78 €
106 €
154 €
Preis pro PS
116 €
174 €
121 €
199 €
273 €
Listenpreis (€ inkl USt)
74.800 €
28.990 €
53.790 €
k.A.
84.120 €
Preis für Unternehmen nach Förd.
Preis in Österreich 68.133 €
23.158 €
46.123 €
k.A.
84.120 €
Förderung %
8,91%
20,12%
14,25%
k.A.
0,00%
Preis pro Kilometer Reichweite
136 €
74 €
134 €
k.A.
421 €
Preis pro PS
140 €
170 €
91 €
k.A.
232 €
Reichweite Kapazität
99 kWh
40 kWh
83 kWh
100 kWh
100 kWh
Verbrauch / Wh/km
187
138
172
193
280
Reichweite / WLTP
500 km
311 km
506 km
545 km
362 km
Reichweite / Winter
330 km
200 km
330 km
355 km
235 km
0-100 km/h
4,4 s
9,7 s
5,2 s
6,0 s
12,1 s
Top Speed
200 km/h
165 km/h
185 km/h
160 km/h
160 km/h
487 PS
136 PS
325 PS
292 PS
204 PS
Leistung
Leistung
Aufladen Max. Ladeleistung
150 kW
44 kW
250 kW
170 kW
110 kW
10% - 80%
43 min
47 min
18 min
33 min
41 min
Sommer / Stadt
550 km
340 km
560 km
600 km
400 km
Sommer / Autobahn
380 km
230 km
380 km
410 km
270 km
Winter / Stadt
380 km
230 km
380 km
410 km
270 km
Winter / Autobahn
280 km
170 km
280 km
300 km
200 km
2250 kg
1602 kg
2105 kg
2200 kg
2660 kg
322 l
357 l
480 l
430 l
1410 l
Reale Reichweite
Größe Leergewicht Kofferraum-Volumen
Sicherheit (Euro NCAP) Erwachsene
92%
91%
k.A.
k.A.
k.A.
Kinder
86%
80%
k.A.
k.A.
k.A.
Fußgänger
69%
70%
k.A.
k.A.
k.A.
Sicherheitsassistenten
82%
82%
k.A.
k.A.
k.A.
Gesamt
82%
81%
k.A.
k.A.
k.A.
electricar 2/2022
Drive Service
Mini Electric Cooper SE
Opel Mokka-e
Peugeot e-208
Polestar Polestar 2 Long Range Dual Motor
Porsche Taycan GTS
Renault Zoe R110 Z.E. 40
03 / 21
11 / 21
02 / 20
09 / 21
04 / 22
11 / 19
FWD
FWD
FWD
AWD
AWD
FWD
32.500 €
34.110 €
31.980 €
52.500 €
131.834 €
29.990 €
21.311 €
22.664 €
20.874 €
39.118 €
110.785 €
19.202 €
34,43%
33,56%
34,73%
25,49%
15,97%
35,97%
81 €
85 €
80 €
131 €
659 €
75 €
91 €
70 €
62 €
81 €
252 €
64 €
116 €
167 €
153 €
96 €
185 €
176 €
33.600 €
33.269 €
32.720 €
k.A.
134.888 €
32.560 €
27.000 €
26.724 €
26.267 €
k.A.
134.888 €
26.133 €
19,64%
19,67%
19,72%
k.A.
0,00%
19,74%
75 €
83 €
77 €
k.A.
674 €
87 €
132 €
197 €
193 €
k.A.
307 €
240 €
33 kWh
50 kWh
50 kWh
78 kWh
93 kWh
55 kWh
152
176
164
195
233
175
234 km
322 km
339 km
480 km
439 km
300 km
155 km
210 km
220 km
395 km
285 km
200 km
7,3 s
8,5 s
8,1 s
4,7 s
3,7 s
11,4 s
150 km/h
150 km/h
150 km/h
205 km/h
250 km/h
135 km/h
184 PS
136 PS
136 PS
408 PS
598 PS
109 PS
49 kW
99 kW
99 kW
151 kW
262 kW
45 kW
29 min
31 min
31 min
32 min
19 min
45 min
260 km
350 km
370 km
530 km
480 km
330 km
180 km
240 km
250 km
360 km
330 km
230 km
180 km
240 km
250 km
360 km
330 km
230 km
130 km
180 km
190 km
260 km
240 km
170 km
1440 kg
1550 kg
1530 kg
2188 kg
2370 kg
1502 kg
211 l
310 l
265 l
405 l
407 l
338 l
k.A.
73%
k.A.
92%
85%
89%
k.A.
75%
k.A.
89%
83%
80%
k.A.
58%
k.A.
80%
70%
66%
k.A.
64%
k.A.
86%
73%
85%
k.A.
68%
k.A.
87%
78%
80%
electricar 2/2022
57
58
Drive Service
Marke Modell
Skoda Enyaq iV 50
Smart EQ fortwo
Tesla Model 3 Maximale Reichweite
Volvo XC40 Recharge Twin Pure Electric
VW ID.4 Pro Performance
Erscheinung
05 / 21
01 / 20
12 / 21
06 / 22
01 / 21
Antriebsart
RWD
RWD
AWD
AWD
RWD
Listenpreis (€ inkl USt)
34.600 €
18.460 €
57.260 €
56.150 €
44.450 €
Preis für Unternehmen nach Förd.
23.076 €
9.513 €
42.118 €
42.185 €
31.353 €
33,31%
48,47%
26,44%
24,87%
29,46%
87 €
46 €
143 €
140 €
111 €
Preis in Deutschland
Förderung % Vorteil Mitarbeiter (€ pro Monat) Preis pro Kilometer Reichweite
65 €
72 €
69 €
101 €
60 €
Preis pro PS
156 €
116 €
96 €
103 €
154 €
Preis in Österreich Listenpreis (€ inkl USt)
k.A.
25.100 €
54.990 €
51.250 €
50.540 €
Preis für Unternehmen nach Förd.
k.A.
19.917 €
47.323 €
43.583 €
42.873 €
Förderung %
k.A.
20,65%
13,94%
14,96%
15,17%
Preis pro Kilometer Reichweite
k.A.
150 €
77 €
128 €
82 €
Preis pro PS
k.A.
243 €
107 €
104 €
210 €
Reichweite Kapazität
55 kWh
18 kWh
82 kWh
78 kWh
82 kWh
Verbrauch / Wh/km
155
161
147
238
171
Reichweite / WLTP
355 km
133 km
614 km
418 km
522 km
Reichweite / Winter
235 km
85 km
400 km
270 km
340 km
Leistung 0-100 km/h
11,3 s
11,6 s
4,4 s
4,9 s
8,5 s
Top Speed
160 km/h
130 km/h
233 km/h
180 km/h
160 km/h
148 PS
82 PS
441 PS
408 PS
204 PS
Leistung
Aufladen Max. Ladeleistung
50 kW
60 kW
210 kW
151 kW
126 kW
10% - 80%
51 min
40 min
30 min
32 min
34 min
Sommer / Stadt
390 km
150 km
680 km
460 km
570 km
Sommer / Autobahn
270 km
100 km
460 km
310 km
390 km
Winter / Stadt
270 km
100 km
460 km
310 km
390 km
Winter / Autobahn
200 km
70 km
340 km
230 km
290 km
1940 kg
1095 kg
1919 kg
2188 kg
2124 kg
585 l
260 l
561 l
419 l
543 l
Erwachsene
94%
k.A.
96%
k.A.
93%
Kinder
89%
k.A.
86%
k.A.
89%
Reale Reichweite
Größe Leergewicht Kofferraum-Volumen
Sicherheit (Euro NCAP)
Fußgänger
71%
k.A.
74%
k.A.
76%
Sicherheitsassistenten
82%
k.A.
94%
k.A.
85%
Gesamt
84%
k.A.
88%
k.A.
86%
electricar 2/2022
electricar
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60
Business
DIE HÄUFIGSTEN
FEHLER BEI DER
ANSCHAFFUNG EINES E-AUTOS Text: Harald Gutzelnig
Immer mehr Autofahrer steigen auf E-Autos um. Die üppigen Förderungen gepaart mit dem neuartigen Gefühl des lautlosen Gleitens ohne Emissionen machen vielen die Entscheidung leicht. Prinzipiell ist die Art der Fortbewegung nicht anders als beim Verbrenner, dennoch ist man gut beraten, im Vorfeld der Anschaffung ein paar Dinge zu beachten, um die sich der Käufer einer Benzinkutsche nicht kümmern muss.
electricar 02/2022
Business
4
1
Nicht auf die geeignete Ladeinfrastruktur achten
Was nützt einem das E-Auto mit der besten Reichweite und der meisten Förderung, wenn der wöchentliche Ladevorgang zur Qual wird? Wenn Sie also in einer Mietwohnung im dritten Stock wohnen und das Auto nicht in der Nähe parken können, müssen Sie zumindest darauf achten, dass in der Umgebung Ihrer Wohnung bzw. Ihres Parkplatzes genügend öffentliche Ladesäulen vorhanden sind. Im Idealfall stellen Sie Ihr E-Auto in Ihrer eigenen Garage ab und laden es an einer eigenen Wallbox auf.
2
Auf den Ladestandard CSS verzichten Die europäische Autoindustrie hat sich
auf den Schnellladestandard CCS verständigt. Damit sind Ladeleistungen von bis zu 50 kW möglich. Es gibt sogar High Power Charger, die eine Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt bieten. Tesla etwa wird die maximale Ladeleistung seiner Supercharger in Zukunft von 250 auf 300 kW erhöhen. Nicht alle Hersteller bieten den CCS-Standard an. Bei Audi, VW, BMW und ist CSS mit an Bord. Tesla verwendet zwar ein eigenes Steckersystem, bietet aber einen CCSAdapter an und japanische E-Auto-Hersteller setzen auf den CHAdeMO-Stecker.
3
Sich nicht mit dem Servicenetz befassen
Gerade bei E-Autos gibt es noch große Lücken im Servicenetz mancher Hersteller. Sie dürfen nicht erwarten, dass etwa Tesla in jeder größeren Stadt eine Servicestelle betreibt. Also sollten Sie sich vor dem Kauf das Servicenetz genau anschauen. Auch Elektroautos müssen mal zur Reparatur, und die nächste Werkstatt muss ja nicht unbedingt 100 oder mehr Kilometer von Zuhause entfernt sein.
electricar 02/2022
Auf Sitz- und Lenkradheizung verzichten
Im Winter schrumpft die Reichweite von E-Autos in erster Linie, weil die Batterie recht aufwendig auf Betriebstemperatur gebracht werden muss. Aber auch das Beheizen des Innenraums verbraucht Energie. Durchaus sinnvoll ist daher die Anschaffung einer Wärmepumpe, so wie sie bei Verbrennern Verwendung findet. Die Anschaffung ist aber verhältnismäßig teuer, sodass viele E-AutoFahrer darauf verzichten und zum Aufwärmen des Innenraums den Akku nehmen, was sich aber negativ auf die Reichweite auswirkt. Idealerweise stellt man also die Innenraumtemperatur auf 20 Grad oder weniger ein und aktiviert dafür regelmäßig die Sitz- und Lenkradheizung – gerne auch schon via App vor der Abfahrt.
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Die maximale Reichweite nicht im Blick haben
Klar, mit einem kleineren Akku lässt sich bei der Anschaffung Geld sparen. Doch diese Entscheidung wird man hinterher oft bitter bereuen. Lässt man sich von den WLTPWerten leiten, ist man geneigt zu behaupten, dass 400 km Reichweite doch vollkommen ausreichend sind. Schließlich muss man mit einem Benziner auch nach 400 bis 600 km mal an die Tankstelle. Doch 400 WLTP-Kilometer sind in der Praxis schlimmstenfalls 200 km, vor allem im Winter und wenn man es noch dazu eilig hat. E-Autos mit geringer Reichweite werden sich in Zukunft auch schwer wiederverkaufen lassen, weil die technische Entwicklung so schnell voranschreitet. Lag die durchschnittliche Reichweite im Vorjahr noch bei 435 Kilometer, bringt uns eine Batterie-Ladung im Jahr 2025 laut Schätzungen bereits 784 Kilometer weit.
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Auf Förderungen verzichten
Der Förderdschungel ist auch bei der Anschaffung eine E-Autos recht dicht. Man ist also gut beraten, alle Förderbestimmungen im Detail zu lesen. Noch dazu gibt es nicht selten mehrere Förderarten. Wichtig ist zu wissen, dass es in Deutschland auch für gebrauchte E-Autos eine Förderung gibt. Der Zuschuss beträgt bei gebrauchten batterieelektrischen Autos 5.000 Euro und bei Plug-In-Hybriden 3.750 Euro. Die staatliche Förderung gilt für gebrauchte E-Autos, die nach dem 4. November 2019 erstzugelassen wurden. Sie läuft jedoch
Stromfresser Heizung Die Anschaffung einer Wärmepumpe empfiehlt sich, um in der kalten Jahreszeit den Akku zu schonen.
nur bis Ende 2025 oder bis die Fördermittel aufgebraucht sind. In Österreich hingegen wird ein gebrauchter Stromer nicht gefördert.
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Das E-Kennzeichen bzw. grüne Kennzeichen nicht beantragen
Für Elektroautos darf man in Deutschland ein E-Kennzeichen beantragen. Es ist durch das „E“ am Ende der Zahlenkombination erkennbar und bietet einige Vorteile. Fahrer mit E-Kennzeichen zahlen weniger oder gar keine Gebühren auf öffentlichen Parkplätzen. An einigen Ladestationen kann man damit auch kostenlos laden und man darf mit dem E-Kennzeichen mancherorts auf der Busspur fahren. Auch in Österreich gibt es in bestimmten Regionen eine Befreiung von Parkgebühren. Darüber hinaus dürfen Lenker eines Fahrzeugs mit einem grünen Kennzeichen in einer IG-LHunderter-Zone auch 130 km/h fahren.
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Business
DIE GROSSE
TESLA-SHOW
Der Elektropionier aus den Vereinigten Staaten fährt konsequent auf der Erfolgsspur. Vor den Toren Berlins werden jetzt die ersten Modelle made in Germany gebaut. Text: Armin Grasmuck
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ie Nachricht, die in Deutschland auf allen Kanälen kommuniziert wurde, hat Elon Musk höchstwahrscheinlich nur ein klein wenig elektrisiert. Es kam schließlich genau so, wie er es erwartet hatte. Nur gut 800 Tage, nachdem der Elektropionier aus den USA angekündigt hatte, seine rund um den Globus höchst populären Autos auch in der Bundesrepublik produzieren zu wollen, bekam er nun offiziell grünes Licht. Das Landesamt für Umwelt Brandenburg hat die so genannte Gigafabrik in Grünheide, rund 40 Kilometer südöstlich von Berlin, genehmigt. Anfang April werden hier die ersten Teslas made in Germany gebaut. Es ist ein weiterer Meilenstein in der an Superlativen reichen Erfolgsgeschichte. Im November 2019 hatte Musk seine Idee von dem Werk in Deutschland preisgegeben, es zwei Monate später bei den Behörden beantragt. Auf Basis von 19 vorläufigen Zulassungen, jedoch ohne offizielle Erlaubnis, fing Tesla wenig später an zu bauen. Musk ging volles Risiko, und sein Mut scheint einmal mehr belohnt zu werden. Alle 45
Sekunden soll künftig ein fertiges Fahrzeug die Gigafabrik verlassen, 3.000 Mitarbeiter sind bereits in Grünheide beschäftigt. Mittelfristig sollen dort 12.000 Facharbeiter bis zu 500.000 Fahrzeuge pro Jahr für den europäischen Markt produzieren. Kritisch bewerten den Neubau eine Reihe von Anwohnern und die Naturschützer. Sie sehen die Wasserversorgung in der Region gefährdet, weil Tesla jährlich bis zu 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser über den lokalen Wasserverband zu beziehen beabsichtigt.
Bier aus der Gigafabrik Juristische Konflikte lassen Elon Musk prinzipiell kalt. Der geniale Visionär und Vermarkter schafft es vielmehr, mit jedem seiner oft spontan und kurzfristig anberaumten Auftritte in Deutschland, die Menschen zu begeistern und mitzureißen. Auch als die Gigafabrik in Grünheide im vergangenen Herbst eingeweiht wurde, zog er seine Show ab. „Wir werden Bier brauen“, so rief es Musk von der Bühne den 9.000 Gästen zu, während auf der riesigen Leinwand hinter ihm eine flaconartige Flasche mit dem Aufdruck „Giga Bier“ zu erkennen war. Für die nähere Zukunft sind die Elektromobilität und potenzielle Tesla-Kunden weit interessanter: Auf dem Gelände in Grünheide entsteht neben den
Vorsprung durch Vision Stetig steigende Umsatz- und Gewinnbilanzen sowie strahlende Ideen, was das Zukunftsgeschäft betrifft, machen das börsennotierte Unternehmen Tesla zum Liebling der Anleger. Die Nachricht, dass der Autovermieter Hertz 100.000 Autos bei Elon Musk geordert hat, sorgte für ein Rekordhoch: Teslas Börsenwert betrug über eine Billion Dollar.
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Business
Autowerken auch eine Produktionslinie für neu konzipierte Akkus. In dieser Batteriezellenfabrik soll ein Modell entstehen, das sechsmal mehr Leistung als die bisherigen Akkus hat. Branchenkenner berichten von Batterien mit so genannten Trockenelektroden, die generell weniger Fläche verbrauchen und mit höherer Energiedichte punkten. Musk hatte zuvor mehrfach angedeutet, leistungsstärkere Batterien zu entwickeln, die gleichzeitig größere Reichweiten garantieren. Der Firmengründer hat auch die finanziellen Mittel, seine mitunter spektakulären Pläne zügig und effizient umzusetzen. Tesla fährt weiter und immer schneller auf der Überholspur. Für das vierte Quartal 2021 hat der amerikanische Hersteller
Auch die neue Superbatterie soll in Deutschland hergestellt werden. gerade den Rekordgewinn von 2,3 Milliarden US-Dollar, rund 2,1 Milliarden Euro, gemeldet. Im Gesamtjahr 2021 betrug der Gewinn 5,5 Milliarden Dollar – 665,5 Prozent mehr als im Vorjahr! Andere Autoproduzenten plagen sich mit dem akuten Chipmangel weltweit, Tesla macht Umsatz. Knapp eine Million Fahrzeuge verkaufte der US-Hersteller im vergangenen Jahr, fast doppelt so viel wie 2020. Teslas Model 3 war im vergangenen Herbst das meistverkaufte Elektroauto in Europa.
Elon Musk denkt an Auto-Abos Während der Präsentation der neuesten Geschäftszahlen schürte Musk einmal mehr die Spekulationen. Erneut kündigte er an, zeitnah keine Fahrzeuge mehr verkaufen zu wollen. Geht es nach ihm, ist Tesla bereits ab Januar 2023 nur noch ein Vermieter, der an Auto-Abos verdient. Das neue Geschäftsmodell soll jedoch erst umgesetzt werden, wenn die vollautonome Fahrhilfe verlässlich funktioniert und von den Behörden genehmigt ist. „Bis Ende 2022 sind wir so weit“, sagte Musk, der in dem florierenden Abo-Modell die Zukunft sieht. Die Fahrzeuge von Tesla beabsichtigt er als riesige Flotte anzubieten. Per App sollen sämtliche Modelle künftig einfach und bequem für jedermann zu bestellen sein – und die Autos vollautonom zum gewünschten Abholplatz kommen. Laut Musk können die Kunden am Ende des Abos das Fahrzeug abstellen, wo sie möchten, und der Tesla fährt vollautonom
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weiter zum nächsten Nutzer. Es ist die neue und ultimative Stufe des Carsharings. Der Tesla-Boss möchte alle seine Fahrzeuge am liebsten pausenlos fahren sehen. Gibt es für einen Wagen gerade keinen App-Abonnenten, soll er als vollautonomes Taxi eingesetzt werden. Krachende Zukunftsmusik, die Musk gerne spielt. Wie und von wem er die Rund-um-die-Uhr-Flotte reinigen und pflegen lässt, hat er noch keinem erklärt. Für ihn als Unternehmensführer geht es zuallererst darum, die Marke spannend zu halten und die stetig wachsende Anhängerschaft in bewährter Manier mit innovativen Ideen zu begeistern. Der Wettbewerb im Boom-Segment der Elektrofahrzeuge wird härter. Viele der renommierten Hersteller aus Europa und Asien bekennen sich mittlerweile klar zu der Mobilität von morgen – mit fest vereinbarten Fristen und einer ganzen Reihe höchst attraktiver Modelle, die klassenübergreifend punkten. Dazu kommen dynamische Neustarter, ähnlich wie einst Tesla mit viel Schwung und frischen Ideen auf Effizienz und Nachhaltigkeit getrimmt. Es hatte eine besondere Note, dass Elon Musk während seiner kurzen Aufenthalte in Deutschland mehrfach die Zentrale von Volkswagen in Wolfsburg besuchte, eingeladen von VW-Chef Herbert Diess. Der US-Visionär sprach den deutschen TopManagern aufrichtigen Mut für den Wandel hin zur Elektromobilität zu – und bekam Applaus. Der Gegenbesuch in Grünheide ist fest vereinbart.
500.000
So viele Fahrzeuge möchte Tesla jedes Jahr in Grünheide produzieren.
MODERN UND EFFIZIENT Ein Exemplar des Tesla Model Y, der in der Gigafabrik Grünheide produziert wird, soll innerhalb von nur zehn Stunden vollständig zusammengebaut werden.
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Elektroauto im Abo
FAHREN SIE DOCH,
WIE SIE WOLLEN! Text: Armin Grasmuck
Das Auto-Abo garantiert den perfekten Einstieg in die moderne Art der Mobilität. Es bietet die Möglichkeit, sich äußerst bequem, zeitlich befristet und gut kalkuliert mit den Elektrofahrzeugen vertraut zu machen.
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er sich gerade damit befasst, ein neues Auto zu fahren, kommt zwangsläufig ins Grübeln. Abo hier, Abo da. Im Wochentakt werden neue, vermeintlich noch attraktivere Angebote für so genannte Auto-Abos angepriesen. Noch weniger zahlen, noch mehr Kilometer fahren. Die Übersicht zu behalten und den richtigen Anbieter zu finden, verlangt den klaren Blick, auch und speziell was die eigenen Ansprüche betrifft. Keine Frage: Der Trend ist da – und das Abonnement zweifellos eine höchst interessante Möglichkeit, die Mobilität von morgen zu testen. „Das echte Auto-Abo ist das kurzfristig verfügbare, flexibel nutzbare Wunschfahrzeug, digital gebucht, inklusive aller Kosten in einer fixen Monatsrate“, so beschreibt es Stephan Lützenkirchen, Co-Founder des Anbieters ViveLaCar. Die Monatsrate deckt alles ab, dazu kommen nur die Stromkosten. Im Prinzip handelt es sich um eine klar definierte Flatrate für Geschäfts- oder Privatkunden, die der Konsument gemäß seiner Ansprüche an das Fahrzeug gestalten kann. Das Abo erscheint attraktiv, weil es sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens als verlässliche Alternative bereits etabliert hat. Pauschalen mit dem G e m ü s e h ä n d l e r, dem Fitnessstudio oder dem Pay-TV-Anbieter sind beliebt, weil sie einfach abzuschließen und im besten Fall auch wieder zu kündigen sind. Im Gegensatz dazu erschien der Erwerb eines Autos bislang eher wie ein bürokratischer und zumeist preisintensiver Kraftakt. Jedem Fortschritt durch Digitalisierung zum Trotz: Bis heute hat der Fahrzeugkäufer zahlreiche Formulare auszufüllen und Unterschriften zu leisten, samt Datenschutzklauseln und finanziellen Knebeln über 36, 48 oder 60 Monate. Langfristige Verträge, die den rasant wachsenden Möglichkeiten der Elektromobilität in ihrem Grundgedanken zu widersprechen scheinen. Besser in die Zeit passt zweifellos das Auto-Abo, das nur kurze Laufzeiten bietet, im Idealfall jederzeit kündbar ist und dem Kunden die Chance gewährt, bei Bedarf finanziellen Ballast abzuwerfen.
schaffen machen selbst den zurückhaltend agierenden Budgetverantwortlichen die explodierenden Preise für Treibstoffe. Auch das in vielen Bereichen grundlegend veränderte Fahrverhalten führt zu einem Umdenken. Viele Berufspendler oder Außendienstler, die früher tagtäglich mit ihrem Auto unterwegs waren, erledigen heute große Teile ihrer Arbeit von zuhause aus. Ihre Kilometerleistung hat sich drastisch reduziert, der Wagen steht tagelang unbewegt in der Garage. Totes Kapital, so heißt es im Geschäftsleben. Oder nüchtern analysiert: Je länger das Auto herumsteht, desto teurer wird es. Dagegen bietet das Abo die Chance, die Kilometerpauschale Monat für Monat dem aktuellen Bedarf anzupassen.
Vorsicht bei zusätzlichen Kosten Das Auto-Abo ist ein Phänomen, das in den vergangenen Jahren auch als Konsequenz der gesellschaftlichen Umbrüche weltweit entstand und sich derzeit sehr dynamisch entwickelt. Große Anbieter wie ViveLaCar oder Fleetpool betreiben inzwischen mehrere Plattformen, auf denen sie Abos in verschiedenen Segmenten offerieren. Dazu gehören auch so genannte Co-Branded-Solutions mit Autoherstellern – wie das Junge-Sterne-Abo, das optisch und gefühlt ein Angebot von Mercedes ist, jedoch von ViveLaCar betrieben wird. Der durchschlagende Erfolg der Abo-Anbieter wird befeuert von dem großen Trend, der mit Blick auf die Konsumenten klar zu erkennen ist. Das Auto, einst Statussymbol und Objekt vom höchstem ideellen Wert, wird mittelfristig zum Gebrauchsgegenstand der modernen Art. Entsprechend dynamisch entwickeln sich die Produktionszahlen. Noch in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sollte ein Wagen, den die Familie sich anschaffte, rund sieben bis acht Jahre von ihr genutzt werden. Leasing gab es nur für Geschäftsleute. Wer sich kein Auto leisten konnte, musste es finanzieren. Die Produk-
Die Monatsrate deckt alles ab, dazu kommen nur die Stromkosten.
Volle Flexibilität inklusive Hinzu kommt, dass viele Verbraucher, speziell im hart kalkulierenden Geschäftsbereich, aktuell verunsichert scheinen. Sie haben mitunter Probleme, den Wandel in der Autoindustrie hin zur Elektromobilität für ihren Bereich richtig zu interpretieren. Schwer zu
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ALLES ABO, ODER WAS? Der Blick auf die konkreten Rahmendaten, in manchen Fällen bis hin zum Kleingedruckten, ist für Neueinsteiger unerlässlich. Denn ein Auto-Abo, selbst wenn es offensiv als solches angepriesen wird, ist in manchen Fällen eher eine Langzeitmiete oder ein Leasing, was den Reiz am vermeintlichen Abo stark sinken lässt – und den Preis nach oben treibt. In diesen Fällen wird mitunter kein konkretes Auto angeboten, sondern eine Fahrzeugkategorie. Auch gibt es oft Auflagen, was die Nutzung des Fahrzeugs betrifft. Bekannt ist zudem, dass Leasing-Verträge, im Gegensatz zum Auto-Abo, bei der Kreditauskunft eingetragen werden – was keineswegs jedem Kunden gefällt. Es lohnt sich, bereits das Angebot sorgfältig zu prüfen. Läuft es genau auf zwölf Monate, nicht auf elf und nicht auf 13, und über eine starr fixierte Kilometerleistung, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen LeasingVertrag. Unangenehm wird es, wenn Extras wie der zweite Fahrer, das Navigationsgerät oder Auslandsfahrten zusätzlich berechnet werden und sich auf diese Weise die ursprünglich attraktive Rate stark relativiert.
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Elektroauto im Abo
rasant entwickelt, dass ein Auto, das gerade zugelassen worden ist, in drei oder vier Jahren möglicherweise kein größeres Interesse mehr weckt, weil seine Technik bis dahin schon als veraltet gelten könnte. Zudem ist davon auszugehen, dass die Fahrzeuge mittelfristig günstiger werden. Konsumenten, die sich für das Abo oder eine Leasing-Variante entscheiden, können den Fortschritt in diesem Bereich relativ entspannt verfolgen.
Attraktiv für Gewerbetreibende
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PROZENT -
Sämtliche Preise sind exkl. MwSt. / Stand: 10.05.2021
und mehr – so hoch ist der Anteil an reinen Elektrofahrzeugen und Hybridmodellen bei einigen der renommierten Anbieter von AutoAbos. Dies bedeutet einen Anstieg von 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Tendenz stark steigend. Unternehmen wie die Kölner Fleetpool Group präsentieren gerade die ersten Plattformen, auf denen nur Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb angeboten werden – so genannte E-Abos.
tionszyklen haben sich inzwischen massiv verkürzt, auch weil die Hersteller sich heute keineswegs nur für den Verkauf von Neuwagen, sondern auch für Erlöse auf zweiter und dritter Ebene interessieren. Das Auto, das zuerst im Abo und danach als junger Gebrauchter vermarktet werden kann, ist für den Handel doppelt und dreifach spannend. Auto-Abo und Elektromobilität passen perfekt zueinander, gerade weil die Fahrzeuge ihr Image als Statussymbol verlieren und künftig als elektrischer Gebrauchsgegenstand genutzt und geschätzt werden. Die emotionale Komponente wird geringer, dafür steigen die Ansprüche an die Alltagstauglichkeit. Im Abo kann der Kunde testen, wie das Auto und die neue Technik zum täglichen Leben passen. Wo ist die nächste Ladesäule? Wie groß ist die Reichweite? Die Abonnenten, denen die Umstände mit den E-Fahrzeugen noch zu groß sind, können den Abo-Vertrag kündigen und kurzfristig auf die Verbrennermodelle zurückgreifen, die sie gewohnt sind.
Es klingt makaber wie plausibel: Die Pandemie ist ein enormer Treiber für das Geschäft der AboAnbieter mit Gewerbetreibenden. Speziell im Sommer 2020 stieg die Nachfrage von Kleinunternehmen und Freiberuflern wie Architekten, Hebammen oder Masseure, die ihre Budgets traditionell stark auftragsbezogen planen. Als ihr Geschäft pandemiebedingt eingeschränkt war, entschieden sich viele für die flexiblen Abos, viele sind bis heute dabei geblieben. Der aufmerksame Blick in den Bereich des Fuhrparkmanagements verrät, dass sich inzwischen auch Großkonzerne wie Siemens konkret mit AboVarianten beschäftigen. Stichwort Klimaneutralität. Das Geschäftsauto als Anreiz für verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mittleren Ebenen und aufwärts scheint ein Auslaufmodell zu werden. Attraktiver wirken mittlerweile das Dienstfahrrad, ein Mobilitätsbudget oder auch das höhere Gehalt, mit dem der Angestellte seine Mobilität im Privatbereich nach Belieben gestalten kann. Der Geschäftswagen, der selten gefahren wird und doch vergleichsweise hoch versteuert werden muss, verliert jeden Reiz. Das Auto-Abo bietet dagegen volle Flexibilität, die speziell unter finanziellen Gesichtspunkten von besonderem Wert ist. Doch auch der Weg zum neuen Wagen wird beschleunigt und vereinfacht. Der Kunde wählt die für ihn passende Abo-Plattform im Internet, sucht das gewünschte Auto und klickt es an. Auf diesem Weg bekommt er alle relevanten Informationen, zum Teil sogar in kurzen Videofilmen dargeboten. Ein paar weitere Klicks, dann ist der Wagen gebucht. Bezahlt wird schnell und direkt mit der Kreditkarte, die in monatlichen Abständen belastet wird. Die Rechnung geht jeweils per E-Mail an den Kunden. Gemäß den Vertragsdaten ist das Auto ein paar Tage oder Wochen später startklar, einige AboAnbieter liefern es bis an die Haustür des Kunden – und holen es am Ende der Laufzeit wieder ab.
Auch Konzerne wie Siemens beschäftigen sich konkret mit Abo-Varianten
Wider den Wertverlust Wer sein Auto abonniert, minimiert auch das Risiko, mit dem der Weiterverkauf speziell von Elektrofahrzeugen derzeit zweifellos behaftet ist. Selbst Experten wagen keine konkreten Prognosen, was den Wert betrifft, weil sich der technische Fortschritt in diesem Bereich derart
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Business
Doch so einfach es klingt: Natürlich gilt es auch in dieser höchst modernen Form des Mobilitätskonsums genau abzuwägen und etwaige Fallstricke in den Abo-Kontrakten zu erkennen und zu erörtern. Stichwort Vertragslaufzeit. Es gibt beides – die fix vereinbarte Laufzeit, ohne Flexibilität nach vorne und hinten, und die flexible Variante, die jederzeit kündbar ist. Stichwort Kilometerleistung: Auch hier gibt es Modelle, in denen die Kilometer, die mit dem Abo-Fahrzeug gefahren werden, konkret festgelegt
Im Schadensfall trägt der Abonnent den Anteil in Höhe seines Selbstbehalts. sind und Mehrkilometer extra berechnet werden – sowie Angebote, die nur die tatsächlich gefahrene Wegstrecke beinhalten. Stichwort Versicherung: Ein sehr komplexes Thema, das mit höchster Aufmerksamkeit betrachtet werden sollte. Was ist alles abgedeckt? Wie hoch ist die Selbstbeteiligung im Fall eines Schadens? Wie werden Schäden abgewickelt? Stichwort Startgebühr: Ja? Nein? Falls ja, wie hoch? Der etwaige Aufwand ist in der Gesamtkalkulation unbedingt zu berücksichtigen. Stichwort Rückgabe: Grundsätzlich gilt hier: Ist ein Auto beschädigt, springt die Versicherung ein, der Kunde zahlt den vereinbarten Selbstbehalt. Oft liegen die Schäden, die bei der Rückgabe ermittelt werden, unterhalb der Grenze des Selbstbehalts. In diesen Fällen muss der Kunde die Kosten für die Regulierung vollständig tragen. Einige Anbieter arbeiten mit einer Fotodokumentation, die für Transparenz sorgen soll. Das Abo-Auto wird bei der Übergabe an den Kunden fotografiert und am Ende der Vertragslaufzeit entsprechend verglichen. In welchem Zustand sie das Fahrzeug halten und entsprechend zurückgeben, dafür sind selbstverständlich allein die Abonnenten verantwortlich.
Es ist so einfach, wie es sich liest Der kleine bis mittelgroße Aufwand, der am Ende jedes Auto-Abos steht, ist nüchtern zu betrachten und entsprechend einzukalkulieren. Er rundet diesen neuartigen Mobilitätsservice, der von Woche zu Woche beliebter zu werden scheint, ab. Die monatlichen Raten, die für das Abo zu bezahlen sind, wirken im Vergleich zu den gängigen Leasing- und Kreditkonditionen relativ hoch. Doch viele Konsumenten, die speziell im gewerbetreibenden Segment mit kühlem Kopf kalkulieren, bewerten das umfassende Angebot – alles inklusive, nur der Strom muss extra
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bezahlt werden – als höchst attraktiv, transparent und praktikabel. Die Palette der Abo-Modelle wird praktisch im Tagesrhythmus erweitert. Inzwischen werden auch Jahres-, Geschäfts- und Gebrauchtwagen renommierter Hersteller angeboten. Zu entsprechend reduzierten Monatsraten, was im Kreis der potenziellen Interessenten sehr gut ankommt. Besonders für Kunden, die sich ernsthaft mit dem Umstieg von Verbrenner- auf Elektromotoren befassen, bietet das Auto-Abo die geniale Chance zum lockeren Kennenlernen. Es ist in der Praxis wirklich so einfach, wie es sich liest. Klick, Klick, Klick – Fahrzeug abonniert. Ohne Verkaufsgespräch, große Formalitäten, Finanzinstitut oder Schufa-Eintrag. Der Rest läuft über E-Mails oder Telefon. Zum vereinbarten Zeitpunkt meldet sich
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ein freundlicher Mitarbeiter des Anbieters, der das Auto anliefert. Führerschein vorzeigen, Erhalt des Fahrzeugs per Unterschrift bestätigen. Das ist alles. Zeit für die Sommerreifen? Die Nachricht kommt per E-Mail – samt Adresse des vertraglich vereinbarten Reifenhändlers in der Nähe. Dieser Anspruch, den Kunden mit umfangreichen Service zu beeindrucken, ist den Anbietern, die sich in den vergangenen Monaten und Jahren auf dem Markt etabliert haben, spürbar ein Anliegen, das nachhaltig wirken soll. Die steigende Zahl der AutoAbonnenten spricht eine klare Sprache. Selbst wenn es immer wieder Kunden gibt, die von ihrem Abo-Fahrzeug derart beeindruckt sind, dass sie es am Ende der Laufzeit käuflich erwerben möchten.
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FLOTTE DEALS MIT SPASSFAKTOR Text: Armin Grasmuck
Schnell, flexibel und voll im Zeitgeist: Diese sechs Anbieter für Elektrofahrzeuge haben sich in dem boomenden Segment der Auto-Abos spezialisiert und etabliert.
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en Überblick zu behalten, ist ziemlich schwierig. Das Geschäft mit den Auto-Abos boomt, obwohl viele der potenziellen Kunden, privat wie geschäftlich, gerade erst dabei sind zu erfassen, wie diese moderne Art der Mobilität sich definiert. Im Wochentakt präsentieren Anbieter neue Varianten des Abos. Einfach, schnell, bequem – so lautet das kollektive Werben. Im Detail unterscheiden sich die jeweiligen Konditionen jedoch mitunter erheblich. Es geht um Kernfaktoren wie Abodauer, Fahrzeugklasse, Unfallschutz – und selbstverständlich um den Preis. Das auf den ersten Blick attraktiv wirkende Auto-Abo kann schnell zu einer Kostenfalle werden, wenn Anzahlung, Komfort und Versicherung sich als massive Aufschläge entpuppen. Selbst renommierte Automobilhersteller wie VW oder Volvo bieten inzwischen Abos der eigenen Fabrikate an. Zudem gibt es vermehrt Wettbewerber, die sich auf dem Markt der Elektrofahrzeuge spezialisieren. Auf den nächsten Seiten stellen wir sechs Anbieter APR/MAI 2022 von Auto-Abos vor, die sich in AUTO-ABO VERGLEICHSTEST diesem dynamiTOP PARTNER schen Segment bereits etabliert Mobility haben.
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Business
WEBSEITE
vivelacar.com
WEBSEITE
Keine langen Laufzeiten und vor allem: in wenigen Tagen startklar! Das Tempo, mit dem ViveLaCar seine Kunden und das gewünschte Auto zusammenbringt, ist ein starkes Argument. Speziell in diesen Tagen, da selbst bei den renommierten Herstellern bedingt durch die weltweit angespannte Lage die Produktion hakt – und sogar potenzielle Kunden, die ihr Auto kaufen oder langfristig leasen möchten, bis in das nächste Jahr vertröstet werden. ViveLaCar kann kurzfristig liefern, weil das Stuttgarter Unternehmen nur im direkten Zusammenspiel mit autorisierten Markenvertragshändlern agiert und auf deren Bestand an Fahrzeugen zurückgreift. Der Kunde profitiert mit dem Kontakt zum jeweiligen Händler, den er während der Laufzeit im Bedarfsfall kontaktieren kann. Das Auto-Abo von ViveLaCar ist auch für Wenigfahrer interessant, es werden sechs verschiedene Kilometerpakete angeboten – von 200 bis 2.500 Kilometer im Monat. Auch gibt es keine fest vereinbarte Laufzeit, das Abo ist jederzeit kündbar.
INFOS & KONDITIONEN:
sixt.de/plus
Sixt+ ist das Abo-Angebot des renommierten Autovermieters aus München. Flexible Mobilität ohne langfristige Verpflichtungen. Attraktiv klingt die so genannte Pausierungsoption, mit der das Abo zeitweise und kostenfrei unterbrochen werden kann. Folglich zahlt der Kunde nur, wenn er das Fahrzeug in Betrieb hat. Das Abo kann für einen Zeitraum von einer Woche bis zu drei Monaten unterbrochen werden. Einfach und bequem: Es genügt ein Knopfdruck in der Sixt-App, um das laufende Abo zu pausieren und das Auto an jeder Sixt-Station in Deutschland abzugeben. Im Sinne des höchst populären SharingGedankens werden auf diese Weise nachhaltig Ressourcen geschont. Im Sixt+-Abo wird kein konkretes Automodell gebucht, sondern eine Fahrzeugkategorie - vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine. Die Fahrzeuge sind schnell verfügbar und können jederzeit gekündigt werden. Zudem präsentiert das Unternehmen die batteriegetriebenen Fahrzeuge seiner Flotte als ideale Möglichkeit, Elektromobilität im privaten wie im beruflichen Alltag unverbindlich zu testen.
INFOS & KONDITIONEN:
NEUWAGEN/GEBRAUCHTWAGEN
Neu- und junge Gebr.
NEUWAGEN/GEBRAUCHTWAGEN
neu oder neuwertig
STARTGEBÜHR
keine
STARTGEBÜHR
0 bis 199 €
VERTRAGSLAUFZEIT
mind. 3 Monate
VERTRAGSLAUFZEIT
mind. 1 Monat
KÜNDIGUNGSFRIST
3 Monate
KÜNDIGUNGSFRIST
keine
MEHRKILOMETER
je nach Auto/km-Paket
MEHRKILOMETER
0,36 €/km
VERSICHERUNG
Voll- und Teilkasko, je 750 € Selbstbet.
VERSICHERUNG
Vollkasko ab 500 € SB
RENAULT ZOE
OPEL MOKKA-E
Reichweite: 395 km
Reichweite: 338 km
Leistung: 81 kW
Leistung: 100 kW
344,90€
HYUNDAI IONIQ
499€
TESLA MODEL 3
Reichweite: 412 km
Reichweite: 580 km
Leistung: 100 kW
Leistung: 324 kW
464,90€
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1049€
Preise pro Monat inkl. MwSt. / Stand: 16.03.2022 / Verfügbarkeiten variieren tagesabhängig
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WEBSEITE
finn.auto
WEBSEITE
volvocars.com/de/care-by-volvo
Die kostenlose Anlieferung der Fahrzeuge und die auf Wunsch sehr kurzen Laufzeiten sind neben den bekannten Abo-Faktoren überzeugende Argumente des Münchner Start-up-Unternehmens. Die Palette an Elektroautos ist groß, aktuelle Erfolgsmodelle wie der Opel Mokka-e, der Polestar 2 oder Teslas Model 3 inklusive. Dem Zeitgeist folgend gibt Finn mit seinen Auto-Abos auch ein vorbildliches Klimaversprechen – mit jedem gefahrenen Kilometer werden Klimaschutzprojekte, die den betroffenen Menschen vor Ort helfen sollen, unterstützt. Gewerbetreibende und kleinere Firmen können ihr Abonnement einfach über die Internet-Seite abschließen, für größere Fuhrparks ist die telefonische Kontaktaufnahme geboten. Das Finn-Abo ist prinzipiell auch für Firmenflotten mit verschiedenen Fahrern im Alter von 23 bis 75 Jahren mit in Deutschland gültigem Führerschein möglich. Doppelt spannend für interessierte Unternehmen: Viele Autos können kurzfristig innerhalb einer Woche nach Vertragsunterschrift geliefert werden. Das Angebot an E-Fahrzeugen wird konsequent ausgebaut.
Alles inklusive, außer Tanken, und keine versteckte Kosten – dies verspricht das Auto-Abo des schwedischen Premiumherstellers. Es wirbt mit Transparenz, zu buchen auf einfachste Art, selbst über mobile Endgeräte wie etwa das Smartphone. Großes Plus: Die Kunden profitieren von dem traditionell bewährten und stets zuverlässigen Netzwerk aus Volvo-Partnern und -Werkstätten. Das in dem Abo enthaltene Versprechen „Care by Volvo“ ist ein hochwertiger Kundenservice. Dazu zähle die Reifen für jede Jahreszeit sowie der Transport des Abonnenten zu dem jeweiligen Händler, der das gebuchte Auto bereithält. Auch ein flexibler Autotausch ist nach den ersten drei Monaten möglich, der Kunde kann jederzeit die Fahrzeugklasse wechseln. Die angebotenen Volvo-Modelle haben Garantie über die gesamte Laufzeit. Interessant speziell für das Segment der Elektrofahrzeuge: Auch die Batterie gehört zum Garantieumfang. Beruhigend und bequem: Im Fall von Unfall oder Panne kann der Notdienst per Tastendruck verständigt werden.
INFOS & KONDITIONEN:
INFOS & KONDITIONEN:
NEUWAGEN/GEBRAUCHTWAGEN
Neu, selten Gebrauchtw.
NEUWAGEN/GEBRAUCHTWAGEN
nur Neufahrzeuge
STARTGEBÜHR
keine
STARTGEBÜHR
keine
VERTRAGSLAUFZEIT
ab 1 Monat
VERTRAGSLAUFZEIT
mind. 3 Monate
KÜNDIGUNGSFRIST
1 Monat
KÜNDIGUNGSFRIST
fest oder flexibel
MEHRKILOMETER
ab 0,09 €/km
MEHRKILOMETER
0,20 €/km
VERSICHERUNG
Voll- und Teilkasko, je 500 € Selbstbet.
VERSICHERUNG
500 € Selbstbeteil.
KIA E-NIRO
XC40 RECHARGE
Reichweite: 455 km
Reichweite: 411 km
Leistung: 150 kW
Leistung: 170 kW
529€
POLESTAR 2
679€
C40 RECHARGE
Reichweite: 444 km
Reichweite: 434 km
Leistung: 165 kW
Leistung: 170 kW
729€
609€
Preise pro Monat inkl. MwSt. / Stand: 16.03.2022 / Verfügbarkeiten variieren tagesabhängig
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Business
WEBSEITE
WEBSEITE
like2drive.de
vibemovesyou.com
Als „Rundum-sorglos-Paket“ offeriert like2drive, ein Tochterunternehmen der Kölner Fleetpool-Gruppe, sein Auto-Abo. Geschäftskunden werden mit dem speziellen Angebot „business car-abo all-inclusive“ und besonders attraktiven Konditionen umworben. Die Autos können zu fest vereinbarten Laufzeiten über sechs, zwölf, 18 oder 24 Monate gebucht und gefahren werden. Es gibt keine Anzahlung oder Startgebühr und auch keine Schlussrate – dafür 19 Elektro- und Hybridmodelle von sieben namhaften Herstellern. like2drive agiert derzeit über acht in ganz Deutschland verteilte Standorte, an denen die Kunden ihre Fahrzeuge übernehmen können: Frechen, Düren, Emmering bei München, Neuseddin bei Potsdam, Osnabrück, Greisheim bei Frankfurt, Egestorf bei Hamburg und Bad Grönebach im Allgäu. Es besteht auch die Möglichkeit, sich gegen einen Aufpreis von 249 Euro das Auto zu einem fest vereinbarten Termin nach Hause liefern zu lassen. Der Rücktransport nach Vertragsende ist ebenfalls für 249 Euro möglich.
Sehr cool, innovativ und mit ausgeprägtem Zukunftsgedanken – so punktet der österreichische Abo-Anbieter, der ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge in seinem Portfolio hat – teilweise sogar inklusive Strom! Vibe wurde nach eigenen Angaben mit der hehren Vision gegründet, „Menschen den Umstieg auf klimaschonende Mobilitätslösungen zu erleichtern und eine flexible, wirklich einfache Alternative zum Autobesitz anzubieten“. Der prompte Erfolg belegt, dass die Neustarter aus Wien auf der richtigen Spur fahren. Vibe beabsichtigt auch, die Business-Flotten konsequent unter Strom zu setzen. Unternehmen, die ihren Fuhrpark auf moderne Weise, kosteneffizient und nachhaltig steuern möchten, sind hier direkt angesprochen. 15.000 Freikilometer pro Jahr werden den Geschäftskunden angeboten. Per Vertrag können die Abonnenten alle sechs Monate auf ein neues Elektromodell umsteigen – oder optional das Auto einfach zu günstigeren Raten weiterfahren. Die Palette ist breit und bunt – vom schnittigen Smart Cabrio bis zum kräftigen Tesla Model Y.
INFOS & KONDITIONEN:
INFOS & KONDITIONEN:
NEUWAGEN/GEBRAUCHTWAGEN
nur Neuwagen
NEUWAGEN/GEBRAUCHTWAGEN
Neuwagen
STARTGEBÜHR
keine
STARTGEBÜHR
keine
VERTRAGSLAUFZEIT
fest, 6 bis 24 Monate
VERTRAGSLAUFZEIT
fest, 6 bis 48 Monate
KÜNDIGUNGSFRIST
nicht erforderlich
KÜNDIGUNGSFRIST
nicht erforderlich
MEHRKILOMETER
0,15 €/km
MEHRKILOMETER
individuell vereinbart
VERSICHERUNG
Vollkasko 750 €/Teilkasko 300 € Selbstbet.
VERSICHERUNG
max. 1000 € SB
MERCEDES EQV
SMART CABRIO
Reichweite: 363 km
Reichweite: 150 km
Leistung: 150 kW
Leistung: 59 kW
899€
449€
PEUGEOT E-208 GT Reichweite: 350 km Leistung: 100 kW
389€
TESLA MODEL Y Reichweite: 505 km Leistung: 324 kW
999€
Preise pro Monat inkl. MwSt. / Stand: 16.03.2022 / Verfügbarkeiten variieren tagesabhängig
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Business Interview
Bildquelle: BEM e.V.
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“DIE ZUKUNFT BEGINNT JETZT” Text: Armin Grasmuck
Kurt Sigl, der Präsident des Bundesverbands eMobilität (BEM), über den rasanten Umbruch in der Branche, neue Berufsbilder und klare Trends, die nachhalten.
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ie großen Automobilhersteller und die Spitzenvertreter der Politik haben sich in den vergangenen Monaten klar zu der Elektromobilität bekannt, die Verkaufszahlen der akkubetriebenen Fahrzeuge sind stark angestiegen. Wie ist der Aufschwung für Sie konkret spürbar? Kurt Sigl: Wir merken es an den Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge, die rasant nach oben gehen. Allerdings gestützt von der Förderprämie, die wir in ihrer Systematik dringend umarbeiten müssen,
Natürlich hat auch der Wahlkampf mit hineingespielt, der Druck ist groß, um die klimapolitischen Ziele vor allem im Verkehrssektor zu erreichen, dem Sektor mit steigendem CO2-Ausstoß. Der spannendste Effekt ist, wie viele kleine und mittelständische Unternehmen es in Deutschland gibt, die sich jetzt dem Thema Elektromobilität annehmen und treiben. Es zieht sich hoch bis zu den großen Zulieferern wie ZF, Bergisch Achsen und IAV. Viel tut sich auch in den anderen Segmenten: Elektrifizierte Kleinfahrzeuge, Lastenräder, Letzte-Meile-Lösungen. Raus aus den Innenstädten mit den Schwertransportern. Auch bei E-Aviation und elektromaritimen Lösungen bewegt sich viel.
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Business Interview
KOLLEKTIVER BOOM Der BEM registriert auch erfolgversprechende Entwicklungsmodelle in den Bereichen Nutzfahrzeuge und elektromaritime Mobilität..
Sie haben die Politik angesprochen: Was erwarten Sie von der neuen Bundesregierung? Wir als Verband haben es anfangs sehr positiv gesehen. Als wir erfuhren, dass der Verkehrsminister nicht aus der grünen Ecke, sondern von der FDP kommt, haben wir die unternehmerischen Chancen gesehen. Jetzt müssen wir beobachten, wie es sich entwickelt, sind aber überzeugt, dass es funktionieren kann. Es sind Pragmatiker und Macher am Werk. Wenn der Dreiklang, den die neue Regierung spielt, ordentlich gelingt, wird es kaum schlechter als es war. Die Elektromobilität gilt seit Jahrzehnten als das große Zukunftsthema. Warum ist gerade jetzt die Zeit für den nachhaltigen Wandel? Der Umschwung wurde vor 13 Jahren eingeleitet, als die Regierung den nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität verabschiedete. Für uns war es ein falscher Ansatz, weil er kein europäischer war. Getrieben wurde im Ausland, weniger in Deutschland. Zuerst vom visionären Amerikaner. Es folgten die Chinesen, die gute Qualität liefern – und die Koreaner, die in der Autoindustrie eine massive Rolle spielen. Heute sind E-Fahrzeuge der wichtigste Baustein für die Dekarbonisierung des Verkehrs. Sie treiben uns, erneuerbare Energie zu produzieren, die wir wirtschafts- und aktuell auch sicherheitspolitisch benötigen. Was sind die größten Vorbehalte gegenüber der Mobilität von morgen, die Sie im täglichen Austausch auch mit BEM-Mitgliedern registrieren? Vor drei Jahren hätte ich gesagt: Infrastruktur! Das Thema ist jetzt in progress – also am Werden. Die Infrastruktur wird in einem rasanten Tempo ausgebaut. Vor vier, fünf Jahren hätte ich gesagt: Kartenabrechnung, wie bezahle ich? Das ist jetzt geklärt. Es gibt mittlerweile genormte Stecker und auch das Bezahlen ist in der neuen Ladesäulenverordnung konkret definiert – also auch auf den Weg gebracht. Jetzt geht es darum, den Menschen die Logik und das System zu erklären! Keineswegs nur
Starker Partner für die Mobilität von morgen den Autofahrern, auch die Rechtsanwältin und der Steuerberater müssen wissen, was auf sie zukommt. Aber auch die Politik und die Gesetzgebung. Denn in Zukunft geht es noch einen Schritt weiter: Ich gebe den Strom aus meinem Auto in mein Haus ab – oder an andere Autofahrer. Auf diese Szenarien müssen wir uns vorbereiten, sonst laufen wir wieder dem Rest der Welt hinterher. Was heißt das speziell für die Fahrer von E-Autos? Wir müssen den Leuten erklären, was mit dem Elektrofahrzeug alles möglich ist – sich auch das eigene Fahrprofil genau anzusehen und das Potenzial zu nutzen. Viele haben keine Ahnung, was sie ihr Auto eigentlich kostet. Sie wissen: Ja, das Benzin kostet jetzt fast zwei Euro. In Wirklichkeit ist es fast genauso teuer wie im Jahr 1980. Damals haben wir weniger verdient, und die Autos verbrauchten nicht fünf Liter, sondern zehn. Heute geht es um etwas anderes. Es geht etwa darum, den Menschen zu erklären, was CO2-Zertifikate sind und dass fossile Energieträger verschwinden müssen. In den skandinavischen Ländern funktioniert es längst. So kann jeder profitieren, so gibt es keine Verlierer. Es ist inzwischen einen gesellschaftliche Debatte.
Der Bundesverband eMobilität (BEM) ist eine Interessensvereinigung zur Förderung der elektrischen Mobilität auf Basis erneuerbarer Energien mit Sitz in Berlin, die im Jahr 2009 gegründet wurde. Im engen Zusammenspiel mit Politik und Wirtschaft setzt sich der Verband konsequent dafür ein, den Rahmen für die emissionsarmen Antriebsarten in Deutschland zu schaffen und diese nachhaltig zu etablieren. Im BEM sind derzeit rund 400 Mitglieder aus der Branche der E-Mobilität organisiert, die aus nahezu allen Bereichen des Fahrzeugbaus, der Energiewirtschaft und dem Transportwesen kommen, darunter namhafte Unternehmen wie die Allianz, EnBW oder Kia. Sie tauschen sich im stetigen Turnus in den speziellen Fach- und Arbeitsgruppen aus, die der Verband anbietet – von Micromobilität über Batterie, Big Data und Blockchain bis hin zu eAviation. Der BEM unterhält zehn Landesvertretungen über die Bundesrepublik verteilt und mehrere Dependencen in ganz Europa sowie in China.
Der große Wandel bedeutet auch große Umbrüche, was den Arbeitsmarkt in den einzelnen Industriezweigen betrifft. In welchen Branchen sind Stellen bedroht und wie entstehen neue Berufsbilder? Die großen Verluste an Arbeitsplätzen in der Autoindustrie und deren Umfeld werden meiner Ansicht immer etwas überzogen dargestellt. Im Prinzip geht es darum zu verstehen, dass wir Arbeitsplätze, wie Bildquelle: BEM e.V.
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Business Interview
STARTKLAR FÜR DIE ZUKUNFT Die rasante Entwicklung im Segment der Elektromobilität schafft neue Berufsbilder und eine neue Infrastruktur rund um die Autos – moderne Ladestationen inklusive.
Bildquellen: Volkswagen AG
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wegung kommen. Wir versuchen das Thema in diesem Jahr in einem Konstrukt mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mehr in die Schule und in die Lehre zu übertragen. Wir sind in Europa über das duale Bildungssystem und die klassische Ausbildung von Handwerkern gut aufgestellt. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass für die neue Art der Mobilität geschult wird – und dass es flott geht.
Macher mit klarer Vision BEM-Präsident Kurt Sigl (64) gilt als Leitfigur auf den Gebieten der Elektromobilität und der erneuerbaren Energien. Der kernige Oberbayer, einst im Dienst von Audi, punktet mit seiner über Jahrzehnte ausgeprägten Expertise – und als begnadeter Netzwerker. Mit Nachdruck arbeitet er daran, traditionelle Strukturen und Denkmuster zu hinterfragen, um Raum für neue und zukunftsfähige Modelle zu schaffen. „Man muss machen, nicht nur reden“, sagt Sigl. „Die Hemmschwelle muss überwunden werden, es ist jetzt die Zeit zum Handeln.“ Den BEM betrachtet er als ideale Plattform, die alle relevanten Akteure im Bereich der E-Mobilität schnell und effizient zusammenbringen kann.
Bildquelle: BEM e.V.
wir sie kennen, verlieren werden. Klar, wenn man Mechanik durch Elektronik ersetzt, gibt es einen Wandel. Und klar, ich kann nicht von jedem Mechaniker verlangen, dass er Elektroniker wird. Unsere Aufgabe ist es, die neuen Generationen bereits ab der Grundschule darauf vorzubereiten, sich mit den neuen Themen zu beschäftigen. IT kann ein wunderbares Thema sein, wenn man es richtig vermittelt – und nicht so trocken, wie es bei uns häufig noch passiert. Durch die Expertise unserer Mitglieder haben wir festgestellt: Bis 2030 benötigen wir alleine in Deutschland, um Ladeinfrastruktur ordentlich vorbereiten, installieren und abrechnen zu können 255.000 neue Arbeitskräfte. Dazu kommt das riesige Segment IT mit vielen neuen Möglichkeiten. Wir müssen diese Jobs schmackhaft machen und das duale Studium fördern. Ein Beispiel: Wir haben den Solarteur entwickelt. Als Elektriker kannst du eine Solaranlage mit allen Stempeln und Unterschriften im kommunalen Raum zertifizieren, nachdem du einen Sonderlehrgang über drei bis sechs Monate belegt hast – das funktioniert sehr gut. Was muss ein Facharbeiter konkret tun, wenn er sich in diesem Bereich verändern möchte ? Das ist eine Aufgabe, da müssen auch die etwas verkrusteten Kammern und Innungen in Be-
Geht die neue Akademie, die Sie im BEM planen, genau in diese Richtung? Die Pläne liegen auf dem Tisch. Jetzt gehen wir raus und reden mit den Trägern. Die Expertise haben wir im Verband durch unsere Mitglieder. Gerade diese Mitglieder haben großes Interesse, Akademiearbeit zu leisten, um ihre eigenen Leute nach vorne zu bringen, aus- und weiterzubilden, zu qualifizieren und auch um Nachwuchs zu gewinnen. Das wird die Herausforderung unserer Akademie als verbindendes Modul zwischen Schulen und Unternehmen sein. Speziell die duale Ausbildung zu fördern. Studieren ist ja schön und gut, doch wir brauchen auch Praktiker. Wie hat sich die Arbeit in Ihrem Verband in den vergangenen knapp 13 Jahren verändert? Hätte mir seinerzeit einer gesagt, dass wir heute da sind, wo wir sind, hätte ich den Kopf geschüttelt. Uns war eigentlich nicht bewusst, worauf wir uns einlassen. Der erste nationale Entwicklungsplan gab einen Schub, der hat uns nach vorne gebracht. Dann kam das große Tal der Tränen, bevor es konstanter wurde. Was wirklich gut war: Wir haben uns immer wieder vor den Spiegel gestellt und überprüft. Ist es richtig, was wir gerade tun? Wir müssen das Thema neue Mobilität in die Mitte rücken, dazu gehört die Sektorenkopplung mit der Energiewirtschaft, der Digitalisierung und natürlich die Vernetzung innerhalb der Branche. Große Automobilverbände sind von gestern. Wir können in unserem Netzwerk aufrütteln,
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wachrütteln und neue Strukturen schaffen. In den vergangenen Jahren hat es sich – sicherlich auch aufgrund des Dieselskandals – sehr rasch entwickelt. Unser Erfolg ist das Ergebnis unserer kontinuierlichen Arbeit und Ausdauer. Elon Musk, der Pionier der Elektromobilität, war zuletzt bei Volkswagen in Wolfsburg zu Gast. Was fehlt den deutschen Konzernen noch auf dem Weg zu höchst effizienten E-Produzenten? Man muss den Mitarbeitern mehr Verantwortung übertragen. Es gilt, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Man sieht es in der Effizienz von Tesla, wie schnell dort ein Auto gebaut wird im Verhältnis zu den deutschen Konkurrenten. Oft hörte ich den Einwand: Ja, aber es hat nicht die Qualität ... Hatte! Möchte ich betonen. Wir sehen bei Tesla jedes Jahr, wie sich die Qualität verbessert. Vor 30 Jahren haben wir über die Japaner gelacht, vor 20 Jahren über die Koreaner – inzwischen liefern auch die Chinesen auf gutem Niveau. VW hat es selbst erlebt: Marken wie Skoda und Seat stehen im Konzern heute für höchste Qualität. Dafür ist die Prozesstechnologie verantwortlich, die wir in Deutschland noch sehr gut beherrschen. Wir müssen aufpassen, dass wir diese Kompetenz nicht auch noch verlieren. Gerade diese Prozesse sind unsere große Stärke. In welche Richtung wird sich das Autofahren in den nächsten zehn Jahren entwickeln? Massiv, zwangsläufig. Denn wir können die Masse an zunehmendem Verkehr gar nicht mehr anders regeln. In den Städten wird es ohnehin neu strukturiert. Sharing, das geteilte und gemeinschaftliche Nutzen des Autos, wird das große Thema. Spätestens dann, wenn die Leute merken, wie teuer ihnen das eigene Auto kommt. Es gibt die Informationen, dass in den neuen Teslas die Sharing-Funktion bereits freigeschaltet worden ist. Die Zukunft beginnt jetzt. Bike, Roller, Auto. Für längere Reisen der Zug. Warum versorgt Tesla den Vermieter Hertz mit Fahrzeugen? Warum hat VW-Chef Diess denn Europcar gekauft? Weil sie wissen, dass das neue Geschäftsmodell in der Miete und im Abo liegen wird. Diese Angebote machen jedem Nutzer das Leben leichter, schmerzfrei, bequem und komfortabel. Warum sind batteriegetriebene Fahrzeuge mittelfristig die besseren Geschäftswagen? Ganz einfach: Weil sie Kosten sparen. Auf Dauer gesehen, sind Elektroautos erwiesenermaßen günstiger. Wir erleben es gerade auf kommunaler Ebene. Die Leiter der Fuhrparks sind da allein aus Kostengründen angehalten, relativ zügig auf Elektrofahrzeuge umzurüsten.
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In welchen anderen Bereichen sind die Stromer auf dem Vormarsch? Wir werden im maritimen Bereich riesige Schritte erleben, genauso im urbanen Segment. E-Fahrzeuge im Leichtkraftbereich werden immer populärer – vom Lastenrad bis hin zu Autos wie dem Microlino, der sich ideal für den städtischen Alltag eignet. Er wird sich auch auf dem Land durchsetzen, weil er einfach eine Knutschkugel ist. Im elektromaritimen Bereich wird es scheppern, da gibt es großen Bedarf – und es gibt sehr viele und einfache Möglichkeiten, Strom zu speichern. Wir werden dort auch andere Energiespeicher sehen. Es können auf dem Wasser beispielsweise Motoren fahren, die mit Biomethanol in Kombination mit Akkus angetrieben werden. Wie kann es gelingen, die Elektromobilität noch nachhaltiger zu gestalten? Die Potenziale sind gigantisch. Jeder Hersteller, jeder Zulieferer legt heute großes Augenmerk auf die Lieferanten seiner Rohstoffe. Da sind Langfristigkeit und Planungssicherheit entscheidende Themen. Auch die Berücksichtigung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist wichtig. Wer nur auf den Preis schaut, wird ganz einfach nicht beliefert. Wir müssen speziell in unserer Denke nachhaltiger werden. Leben und leben lassen – es gilt mehr denn je.
WANDEL IN DER CITY Eine Vielzahl von battergetriebenen Kleinfahrzeugen und Sharing-Modelle der modernen Art verändern die Struktur des Innenstadtverkehrs grundlegend.
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FLOTT UND SAUBER
IN DEN FRÜHLING E-Roller- und E-Scooter-Neuheiten für das Jahr 2022
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Text: Christoph Lumetzberger
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ie Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen. Perfekte Voraussetzungen, um in Zeiten von exorbitant steigenden Spritpreisen zumindest in den Frühlings- und Sommermonaten das Auto öfter zu Hause stehen zu lassen und stattdessen auf einen Roller umzusteigen. Gerade in der elektrifizierten Klasse tut sich einiges und immer mehr Modelle kommen auf den Markt. Dabei sind es gleichermaßen renommierte Hersteller, die sich bereits in den Hochzeiten von Verbrennern einen Namen gemacht haben, sowie neue Namen, die ihre Gefährte anpreisen. Und während bei zahlreichen Menschen der Umstieg auf die Elektromobilität beim PKW oftmals abwartende und zögerliche Haltung auslöst, so dürfte die Hürde bei Einspurigen weitaus niedriger sein. Denn damit werden in der Regel eher kürzere Distanzen in der Stadt oder vom Speckgürtel rein in die City zurückgelegt und Ladestopps während einer Fahrt von A nach B sind die absolute Ausnahme. Viel eher bieten E-Roller die Möglichkeit, nach absolvierter Distanz ohne großen Aufwand das Gefährt an der Haushaltssteckdose wieder aufzuladen und für die nächste Fahrt vorzubereiten. Binnen weniger Stunden wird so entweder der Großteil der Batterie wiederbefüllt oder überhaupt vollgeladen. Ganz ohne Ladesäule oder mühsamem Stecker-Wirr-Warr. Eine 230 V-Steckdose befindet sich ja bekanntlich nahezu überall. Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen sechs unterschiedliche Modelle vor, die entweder kurz vor der Veröffentlichung stehen oder bereits erhältlich sind und sich großer Beliebtheit erfreuen. Außerdem finden Sie einen Überblick aktueller E-Scooter, die gerade für die letzte Meile den perfekten Alltagsbegleiter darstellen.
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BMW CE 04 WEBSEITE
bmw-motorrad.com
SCHWALBE L1E WEBSEITE
govecs-scooter.com
€ 11.990,-
€ 4.110,-
Eine sehr eigenwillige Optik charakterisiert den BMW CE-04. Der Elektroroller, welcher dem Motorrad-Werk in Berlin entstammt, wirkt deutlich wuchtiger als vergleichbare Exemplare anderer Hersteller. Allerdings zeichnen das Zweirad nicht nur Versprechungen, sondern auch Taten aus. Denn der vollelektrische Roller ist wahlweise mit 11-23 kW (Dauer- und Spitzenleistung) sowie 15-31 kW erhältlich. Die Akkukapazität von 6,2 kWh bzw. 8,5 kWh stellt somit eine Reichweite von 100 bis 130 Kilometer bei einer Vollladung sicher. Die Basisversion kann auch mit der Führerscheinklasse A1 gefahren werden, für die stärkere Variante ist eine A2-Berechtigung erforderlich. Auch längere Touren sind mit dem CE-04 kein Problem, für eine komfortable Fahrt sorgen unter anderem die 15 Zoll großen Reifen und das Fahrwerk mit einer Teleskopgabel vorne sowie einer Einarmschwinge hinten. Der Spaß hat allerdings mit rund 12.000 Euro auch seinen stolzen Preis.
Hand aufs Herz: Wenn Sie den Namen Simson KR 51 lesen, klingelt es da bei Ihnen? Wohl kaum. Allerdings hat der Volksmund für diesen Roller einen Namen parat, der Ihnen bekannt vorkommen dürfte. „Schwalbe“ lautet dieser. Und der gerade in der DDR zum Kultobjekt gewordene Flitzer wurde von der Firma Govecs neu aufgelegt und erfreut sich bei Fans genauso wie bei Jüngeren großer Beliebtheit. Mit 120 Kilogramm ist der Stromer zwar kein Leichtgewicht, dennoch spurtet er flott los, wenn elektrisch Gas gegeben wird. Wahlweise gibt es die Schwalbe mit einer oder zwei Batterien, die Reichweite wird von Govecs mit rund 100 Kilometern im GO-Modus angegeben. Rund fünf Stunden hängt die Schwalbe im Standard-Lademodus an der Steckdose, beim Schnellladen (von null auf 50 Prozent Akkuladung) benötigt die Variante mit einer Batterie eine Stunde, die mit zwei Akkus nicht ganz die doppelte Zeit, rund 45 Minuten länger.
TECHNISCHE DATEN
TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER
BMW
HERSTELLER
Govecs
MODELL
CE-04
MODELL
Schwalbe L1E
PREIS
11.990 Euro
PREIS
ab 4.110 Euro
LEISTUNG
11 / 15 kW
LEISTUNG
4 kW
HÖCHSTGESCHW.
120 km/h
HÖCHSTGESCHW.
45 km/h
REICHWEITE
100 / 130 km
REICHWEITE
etwa 100 km
AKKUKAPAZITÄT
6,2 / 8,5 kWh
AKKUKAPAZITÄT
2,4 bzw. 4,8 kWh
GEWICHT
231 kg
GEWICHT
ab 120 kg
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Mobility
VESPA ELETTRICA RED 2022
PIAGGIO 1 WEBSEITE
piaggio.com
WEBSEITE
vespa.com
€ 6.690,-
€ 2.690,Die Ansage von Hersteller Piaggio klingt schon sehr ambitioniert. Mit dem Piaggio 1 will man „den Beginn einer neuen Ära für die leichte Elektromobilität im urbanen Raum“ einläuten. Ob dies am Ende gelingt oder es eine lose Worthülse bleibt, muss natürlich abgewartet werden. Allerdings bringt der italienische Traditionshersteller allerhand Vorzüge in die Gleichung mit. Die Marke ist bekannt und hatte bereits im Pre-Elektro-Zeitalter unzählige Fans. Und die elektrifizierten Tifosi, um der Sprache gerecht zu werden, werden sich sicherlich in großer Zahl auf den Piaggio 1 stürzen. Denn preislich startet die Standardausführung bei erschwinglichen 2.690 Euro. Diese verfügt über einen 1,4 kWh-Akku, der laut Hersteller selbst nach 800 Ladezyklen noch rund 70 Prozent der Kapazität behalten soll. Die Ladezeit liegt bei rund sechs Stunden an der 230 V-Buchse. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h, alternativ gibt es auch noch den Piaggio 1 Active mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h.
Neben dem Kollegen zur Linken hat auch der zweite, italienische Traditionshersteller eine elektrifizierte Neuheit zu bieten. Die Vespa Elettrica, die es bereits seit 2019 auf dem Markt gibt und die damals das erste vollwertige Elektromoped eines Großserienherstellers auf dem hiesigen Markt war, kommt nun in einer ganz besonderen Farbvariante. Und diese Besonderheit ist nicht etwa die bloße Farbe Rot, sondern die Farbe (RED). Vielleicht haben Sie davon schon einmal im Zusammenhang mit einem iPhone gehört, welche es auch in dieser speziellen Farbvariante gibt. Hinter (RED) steckt eine gemeinnützige Organisation, die Gelder für die Bekämpfung von AIDS und die Unterstützung von Erkrankten sammelt. Die Vespa Elettrica gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen, wahlweise mit der Maximalgeschwindigkeit von 45 oder 67 km/h. Beide sind in etwa vier Stunden vollgeladen, verfügen entweder über 3,5 oder 3,6 kW Leistung.
TECHNISCHE DATEN
TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER
Piaggio
HERSTELLER
Vespa
MODELL
1
MODELL
Elettrica (RED)
PREIS
2.690 Euro
PREIS
ab 6.690 Euro
LEISTUNG
1,2 kW
LEISTUNG
3,5 / 3,6 kW
HÖCHSTGESCHW.
45 km/h
HÖCHSTGESCHW.
45 / 67 km/h
REICHWEITE
55 km
REICHWEITE
bis zu 100 km
AKKUKAPAZITÄT
1,4 kWh
AKKUKAPAZITÄT
4,2 kWh
GEWICHT
75 kg (ohne Akku)
GEWICHT
130 kg (inkl. Akku)
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SUPER SOCO CPX WEBSEITE
HUSQVARNA VEKTORR WEBSEITE
vmotosoco.de
husqvarna-motorcycles.com
€ 4.299,Ein völlig konträres Konzept zu den urbanen Modellen der Hersteller Piaggio oder Vespa bietet das chinesische Unternehmen Super Soco an. Der CPX sitzt nicht etwa auf zierlichen, kleinen Reifen wie die italienischen Stadtflitzer, sondern hat hinten ein 14 Zoll großes Rad, vorne ist dieses sogar 16 Zoll groß. Dies sorgt selbst bei höheren Geschwindigkeiten immer noch für eine zuverlässige Fahrstabilität, was angesichts der Herstellerangabe von 90 km/h im Maximum definitiv kein Nachteil ist. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist das Keyless-go-System, welches einen Zündschlüssel obsolet macht. Der CPX erkennt, sobald sich der Fahrer nähert und ist fahrbereit, sobald aufgesessen wurde. Der 4 kW starke Akku lässt sich in rund 3,5 Stunden aufladen und hält dann für bis zu 180 Kilometer am Stück durch. Mit 78 Kilogramm Gewicht ist der Elektroflitzer beinahe ideal bemessen, nicht zu schwer aber auch nicht allzu leicht.
Viele von Ihnen werden die Marke Husqvarna in erster Linie mit Gartengeräten in Verbindung bringen. Und dennoch ist das schwedische Unternehmen auch in vielen anderen Branchen tätig. So auch in der Elektromobilität, wo sich das Unternehmen mit dem Vektorr in absehbarer Zeit positionieren will. Das Gefährt eignet sich mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h und einer Reichweite von etwa 90 Kilometern ideal für den urbanen Bereich. Die Grundlage des E-Rollers ist der aus Indien stammende Bajaj Chetak-Roller, das dahinter stehende Unternehmen ist an der Pierer-Group, dem Eigner der Marke Husqvarna, finanziell beteiligt. Wie viel der Vektorr genau kosten soll oder wann dieser auf dem Markt aufschlägt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Die Ladezeit von gerade einmal rund zwei Stunden an der Haushaltssteckdose machen allerdings neugierig und Lust auf mehr.
TECHNISCHE DATEN
TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER
Super Soco
HERSTELLER
Husqvarna
MODELL
CPX
MODELL
Vektorr
PREIS
ab 4.299 Euro
PREIS
k.A.
LEISTUNG
4 kW
LEISTUNG
4 kW
HÖCHSTGESCHW.
90 km/h
HÖCHSTGESCHW.
45 km/h
REICHWEITE
180 km
REICHWEITE
95 km
AKKUKAPAZITÄT
2 x 2,7 kWh
AKKUKAPAZITÄT
k.A.
GEWICHT
78 kg
GEWICHT
70 kg
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Mobility
FÜR DIE LETZTE MEILE - ODER ZWEI Während Elektroroller dafür geeignet sind, längere und größere Distanzen zurückzulegen, gibt es oft auch den Bedarf, die letzten Meter zwischen U-Bahn-Tunnel, Parkhaus oder Bushaltestelle und dem endgültigen Ziel zu überbrücken. Dafür sind Roller ungeeignet, stattdessen verwenden manche Menschen ein Fahrrad oder schlichtweg die eigenen Beine. Und immer mehr Personen ziehen einen Elektroscooter in Betracht. Diese sind
in aller Regel sehr leicht, lassen sich problemlos zusammenklappen und beinahe überall hin mitnehmen. Und sie haben einen weiteren, großen Vorteil. Sie können nämlich an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden, während man sich am Arbeitsplatz, der Uni oder bei einer Veranstaltung aufhält. Und die Reichweiten sind besser, als Sie vielleicht vermuten würden.
THE URBAN AB 299,- EURO Das in Hamburg ansässige Unternehmen hat gleich mehrere E-Scooter im Sortiment. Die Einsteigervariante heißt xC1 und kostet im Onlineshop aktuell nur 299 Euro statt ursprünglich 549 Euro. Der Scooter fährt mit bis zu 20 km/h eine Strecke von rund 25 Kilometern mit einer Akkuladung und ist in etwas mehr als drei Stunden wieder vollgeladen. Außerdem verfügt der xC1 über eine Straßenzulassung, darf daher ganz regulär in Deutschland gefahren werden. Preis: ab 299 Euro / Gewicht: 14 kg / Reifen: 8,5 Zoll, Luftreifen / Licht: ja, integriertes Vorder- und Rücklicht / Leistung: 300 W Dauerleistung / 500 W Spitzenleistung / Ladezeit: 3-4 Stunden / Reichweite: rund 25 Kilometer / the-urban.com
EGRET PRO 1.799,- EURO Weg vom 200 Euro-Discounterimage und hin zu einem Premiummodell. Diesen Weg sieht Hersteller Egret für seine Scooter vor - und die Produkte haben wahrlich Premium-Eigenschaften. So lassen sich mit einer einzigen Akkuladung satte 80 Kilometer zurücklegen und die Ladezeit des Akkus liegt bei lediglich fünfeinhalb Stunden. Dank einer maximalen Leistung von 950 Watt hat der Pro keine Probleme, die regulären 25 km/h zu erreichen. Sehr praktisch ist auch die dazugehörige App, über welche zahlreiche Modi eingestellt werden können. Preis: 1.799 Euro / Gewicht: 22,5 kg / Reifen: 10 Zoll, Luftreifen / Licht: ja, integriertes Vorder- und Rücklicht / Leistung: 500 W Dauerleistung / 950 W Spitzenleistung / Ladezeit: 5,5 Stunden / Reichweite: rund 80 Kilometer / my-egret.com
STREETBOOSTER TWO 899,- EURO Dieser solide E-Scooter aus dem Hause Streetbooster ist kein Leichtgewicht - und das muss nichts Schlechtes sein. Denn obwohl das Gefährt satte 20 Kilogramm auf die Waage bringt, schafft es eine reale Reichweite von etwas mehr als 30 Kilometern mit einer Akkuladung. Apropos Akku: Der ist herausnehmbar, dadurch muss lediglich die Batterie ins Büro oder in die Wohnung mitgenommen werden, der Scooter kann im Fahrradraum oder Kellerabteil verbleiben. In fünf Stunden ist die Komplettladung erledigt, von 0 auf 80 Prozent braucht der Two gerade einmal 2,5 Stunden. Preis: 899 Euro / Gewicht: 20 kg / Reifen: 10 Zoll, Luftreifen / Licht: ja / Leistung: 450 W Dauerleistung / 700 W Spitzenleistung / Ladezeit: 5 Stunden (0-100 %), 2,5 Stunden (0-80 %) / Reichweite: rund 33 Kilometer / streetbooster.de
NINEBOT KICKSCOOTER F40E 569,- EURO Im Jahre 2021 wurden zwei E-Scooter von Ninebot (F30, F40) via Crowdfunding auf Indiegogo finanziert und inzwischen sind diese auch regulär zu bekommen. Bei Steigerungen von bis zu 20 Prozent lässt sich mit einer Akkuladung in etwa eine Distanz von 40 Kilometern zurücklegen und eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Achten Sie darauf, dass hinter der Bezeichnung F40 noch ein E steht, denn dieses steht für die in Europa vertriebene Version, während die Version ohne E fünf km/h schneller ist und bis zu 30 km/h fahren kann. Preis: 569 Euro / Gewicht: 17,1 kg / Reifen: 10 Zoll, Luftreifen / Licht: ja / Leistung: 350 W Dauerleistung / Ladezeit: 6,5 Stunden / Reichweite: rund 40 Kilometer / ninebot-deutschland.de
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Mobility
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STROM KOSTEN EXPLOSION
SIND E-AUTOS SCHULD? Text: Philipp Lumetsberger
Grafik: shutterstock.com
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Mehr Elektroautos auf den Straßen führen zwangsläufig zu einem höheren Strombedarf. Das dieser gedeckt werden kann, daran besteht unter Experten kein Zweifel. Doch wie wirkt sich dieser Mehrbedarf in Zukunft auf die Strompreise aus? Wir sind dieser Frage nachgegangen.
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Text: Philipp Lumetsberger
Mobility
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e mehr rein elektrisch betriebene Autos über die Straßen rollen, umso mehr Strom wird benötigt. Schätzungen zufolge wird der Marktanteil von E-Autos in Deutschland zur Mitte des Jahrhunderts bei 40 Prozent liegen. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen die Frage stellen wo der dafür notwendige Strom herkommen soll und ob die Stromkosten aufgrund von Millionen Elektroautos in ungeahnte Höhen schnellen werden.
Konstanter Preisanstieg Tatsache ist, dass der Strompreis hierzulande schon seit Jahren kontinuierlich ansteigt. In den letzten 20 Jahren hat sich der Preis aufgrund von Steuern, Umlagen und sonstiger Abgaben in etwa verdreifacht. Im internationalen Vergleich ist die Bundesrepublik bei den Stromkosten im Spitzenfeld. Für die Preisgestaltung sind vor allem folgende Faktoren ausschlaggebend: Stromeinkauf, Service, Vertrieb, Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen. Die drei erstgenannten beeinflussen den Strompreis zu 24 Prozent und können von den einzelnen Energiekonzernen beeinflusst werden. Die Netzentgelte, die einen Anteil von 25 Prozent ausmachen, sind wiederum gesetzlich reguliert und werden über die Strompreise direkt an die Kunden weitergegeben. Der Rest setzt sich aus den staatlich festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen und erhöht den Preis um 51 Prozent. Im Jahr 2021 lag der durchschnittliche Strompreis in Deutschland im Durchschnitt bei 31,9 Cent. In Österreich beispielsweise kostete eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich rund 22,2 Cent. Noch günstiger war dieser in den vergangen 12 Monaten in Norwegen mit einem Preis von 18,3 Cent.
Der Strombedarf steigt Das Bundeswirtschaftsministerium hat Mitte November 2021 eine Prognose zur Entwicklung des Stromverbrauchs bis zum Jahr 2030 präsentiert. Demnach soll bis zum Beginn der neuen Dekade der Verbrauch um 11 Prozent im Vergleich zu 2018 und auf eine Gesamtmenge von 658 Terrawattstunden steigen. Das Ministerium geht bei seinen Berechnungen von 16 Millionen E-Autos und 2,2 Millionen Plug-in-Hybriden zum Jahr 2030 aus. Als Hauptverursacher für den Verbrauchsanstieg gilt laut Ministerium zweifelsfrei der Verkehrssektor. Insbesondere die Elektromobilität im Straßenverkehr sorgt für einen Anstieg um 68 Terrawattstunden. Davon entfallen rund 44 TWh
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auf Pkw, 7 TWh auf leichte Nutzfahrzeuge und 17 TWh auf schwere Nutzfahrzeuge. Zusätzlich sorgen der Schienenverkehr, die Herstellung von Wasserstoff, Wärmepumpen, Batteriefabriken und Rechenzentren für einen erhöhten Energieverbrauch. Eine gesteigerte Energieeffizienz und ein reduzierter Eigenverbrauch von Kraftwerken sollen hingegen laut den Prognosen sinken und so dem Anstieg entgegenwirken. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wiederum geht von einem noch höheren Stromverbrauch im Jahr 2030 aus. Laut dem Verband wird dieser rund 700 Terrawattstunden betragen. Aus Sicht des BDEW ist zudem ein höherer Anteil an Ökostrom von etwa 70 Prozent bis 2030 erforderlich, damit trotz der Mobilitätswende auch die Klimaziele erreicht werden können. Hierfür ist nicht nur ein massiver Ausbau des Stromnetzes notwendig, sondern auch der Bau von Windkraftanlagen an Land. Auch wenn der Strombedarf ohne Zweifel in den nächsten Jahrzehnten kontinuierlich steigt, wird der Mehrbedarf nur zum Teil von Elektroautos verursacht. Wesentlich mehr Elektrizität wird unter anderem von der Industrie und durch den Heizbedarf in Gebäuden benötigt werden. Das der Strombedarf von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen nicht ins Unermessliche steigen wird, liegt laut ADAC daran, dass Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern effizienter sind. Erstere holen demnach mehr aus der benötigten Energie heraus. Dementsprechend gering fällt dadurch die Auswirkung auf den Stromverbrauch und die systemweite Spitzenlast aus.
Ein Blick zum Nachbarn Doch wie sieht die Situation in der Alpenrepublik aus? Wenn in Österreich alle PKW-Besitzer auf ein Elektroauto umsteigen würden, steigt der gesamte Stromverbrauch um lediglich 14 Prozent. Umgerechnet entspricht dieser Prozentsatz einem Wert von rund 10 Terawattstunden. Der österreichische Strompreis besteht zu 36,5 Prozent aus Steuern und Abgaben in Form von
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HERAUSFORDERUNG Der Mehrbedarf an Strom soll künftig durch erneuerbare Energien wie etwa Windkraft oder Photovoltaikanlagen gedeckt werden. In der EU wurde trotzdem die Atomkraft als „grüner“ Energieträger eingestuft.
fünf verschiedenen Komponenten, darunter etwa auch Ökostromförderkosten in Höhe von 8,4 Prozent. Einen relativ großen Anteil machen auch die Netzkosten aus. Die Kosten für die reine Energie machen 27,9 Prozent des Gesamtpreises aus. Der jährliche Stromverbrauch in Österreich dürfte Prognosen zufolge bis 2030 um rund ein Drittel auf etwa 88 Terrawattstunden ansteigen. Im Rahmen der von der Politik beschlossenen Klima- und Energiestrategie soll bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts der in Österreich produzierte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern stammen.
Smarte Ladestationen als wichtiger Faktor Damit der Energiebedarf uneingeschränkt bedient werden kann, spielt neben dem Ausbau von erneuerbaren Energiequellen auch die Nutzung
smarter Ladestationen im Zusammenspiel mit einem intelligenten Stromnetz eine zentrale Rolle. So können Ladezeiten automatisiert in einen Zeitraum gelegt werden, in dem die Spitzenlast des Stromnetzes möglichst gering ist. Statt alle E-Autos direkt nach Feierabend in den frühen Abendstunden an der privaten Ladestation zu Hause aufzuladen, laden die intelligenten Wallboxen das E-Fahrzeug erst dann, wenn sie vom Smart Grid, oder auch intelligentes Stromnetz genannt, entsprechend angesteuert werden. Beispielsweise zwischen 22 und 4 Uhr morgens, wenn es keinen erhöhten Strombedarf durch Kochen, Streaming und ähnliche Aktivitäten in den Haushalten gibt. Laut Experten lässt sich so die Spitzenlaststeigerung, die sich durch den Ladebedarf der E-Autos ergibt, um bis zu 80 Prozent verringern. Auch dadurch werden Stromengpässe verhindert. Das intelligente Stromnetz steuert das immer komplexer werdende Energiesystem, das nicht mehr nur aus zentralen Kraftwerken, Windkraftanlagen oder Solarparks gespeist wird, sondern auch dezentral von privaten Energieerzeugern. Sie sind ein wichtiger Teil der Energiewende und produzieren beispielsweise mittels Photovoltaikanlagen ihren eigenen Strom. Der überschüssige Strom wird dabei entweder gespeichert oder ins Netz eingespeist. So ist immer ausreichend Energie vorhanden, selbst wenn die Stromproduktion aus regenerativen Quellen wie Sonne und Wind aufgrund des Wetters schwankt. Anhand von Echtzeit-Marktdaten zu Angebot und Nachfrage sowie Berechnungen über den erwarteten Bedarf und die künftige Erzeugung verteilt das Intelligente Stromnetz die Energie vorausschauend und effizient auf alle Kunden.
Interessantes Studienergebnis Wie sich die Strompreise aufgrund einer durch Elektroautos verursachten höheren Nachfrage
electricar 02/2022
Mobility
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STROMVERBRAUCHSENTWICKLUNG BIS 2030 IN DEUTSCHLAND nach Haupttreibern der Entwicklung, in TWh 750
35
700
68
5
13
ENERGIESTRATEGIE BIS 2030 IN ÖSTERREICH
20 -51
Twh
650 600
1
-6
658
-22
4,6
Veränderungen ggü- 2018
595
13,0
17,0
550 7,0
2030
Netzverlust
Kraftwerkseigenverbrauch
Sonstige Energiewirtschaft
Effzienz & Struktureffekt
Batteriefabriken & Rechenzentrum
Wärmepumpen
Elektrolyse
Schienenverkehr
E-Mobilität
2018
500
E-Mobilität umfasst E-Pkw sowie leichte und schwere Nutzfahrzeuge. Wärmepumpen ohne kleine Warmwasser-Wärmepumpen. Quelle:Prognos, Öko-Institut, Fraunhofer ISI, 2021
Entwicklung bis 2030: Laut der Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums werden E-Fahrzeuge für einen beträchtlichen Anstieg des Stromverbrauchs in Höhe von 68 Terrawattstunden sorgen. Eine effizientere Stromnutzung und ein reduzierter Eigenverbrauch der Kraftwerke wirken dem Mehrbedarf jedoch entgegen.
entwickeln, hat sich die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (kurz: IEG) im Rahmen einer Studie genauer angesehen. Diese kam zu dem Ergebnis, dass in einem bestimmten Netzgebiet ein Anteil von 30 Prozent privat genutzter Elektroautos die Strompreise um bis zu 3,5 Prozent senken könnte. Laut den Studienautoren sind zwei Faktoren ausschlaggebend, damit die Strompreise sinken. Durch ein Aufladen der Elektrofahrzeuge während der Nachtstunden kann die Auslastung des Stromnetzes effizienter gestaltet werden. Dadurch verringere sich der Bedarf für den Netzausbau und die Netzentgelte, die für die Nutzung des Stromnetzes entrichtet werden müssen, können hierdurch sinken. Außerdem könnte laut IEG die Batteriekapazität von E-Autos auch dafür verwendet werden, die Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden. Dadurch sinken nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch die Beschaffungskosten am Strommarkt.
electricar 02/2022
Als essenziell sehen die Studienautoren für einen sinkenden Strompreis trotz einer Vielzahl an elektrisch betriebenen Fahrzeugen auf den Straßen ein fixes Zeitfenster, an dem die Autos aufgeladen werden sollen.
E-Autos gelten nicht als Hauptpreistreiber Wie sich die Strompreise in Zukunft tatsächlich entwickeln werden, kann man zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht vorhersagen. Zahlreiche Mobilitätsexperten gehen jedoch davon aus, dass Elektroautos nicht für explodierende Preise sorgen werden. Schließlich ist der Verkehrssektor nur einer von mehreren Bereichen, die in Zukunft mehr Energie benötigen werden. Daher können elektrisch betriebene Fahrzeuge nicht als alleinige Preistreiber betrachtet werden. Auch wenn es im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingt, könnten Elektroautos durch eine effizientere Netzauslastung einen positiven Effekt auf den Strompreis haben.
47,2
42,2
2020
Plan 2030
(55,8 TWh)
Wasserkraft Biomasse
(82,8 TWh)
Windkraft
Photovoltaik
Sonstige
Quelle: Eurostat – die Daten für Erzeugung sind normiert, um Schwankungen aufgrund von Wetterjahren auszugleichen.
Ambitionierte Ziele der Alpenrepublik In Österreich soll der Stromverbrauch Berechnungen zufolge bis zum Beginn der nächsten Dekade um etwa ein Drittel auf rund 88 Terrawattstunden ansteigen. Die österreichische Politik hat das ehrgeizige Ziel ausgegeben, dass bis 2030 die Stromproduktion ausschließlich durch den Einsatz erneuerbarer Energien erfolgen soll. Knapp 83 Terrawattstunden - und damit der Großteil des prognostizierten Stromverbrauchs - sollen zu diesem Zeitpunkt ökologisch produziert werden. Ob dieses Vorhaben auch tatsächlich gelingt, ist fraglich.
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Mobility
KRAFTWERK AUF VIER RÄDERN
Text: Christoph Lumetzberger
Warum die Batterien von Elektroautos in Zukunft das Stromnetz und die Geldbörse jedes Einzelnen nachhaltig entlasten können. electricar 2/2022
Mobility
GESAMTKONZEPT Das Elektroauto vor dem Haus, angeschlossen an der Lademöglichkeit und die Photovoltaikanlage läuft bei sonnigem Wetter auf Hochtouren. So kann die ökologische Zukunft aussehen.
electricar 2/2022
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Mobility
Bild: Sono Motors GmbH
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DIESE PARTEIEN MÜSSEN MITSPIELEN
Autobesitzer Sieht sich der Besitzer von E-Auto und Photovoltaikanlage nicht in der Lage, diesen Kreislauf zu unterstützen, funktioniert das System ohnehin nicht. Autohersteller Die E-Autos müssen Standards unterstützen, die bidirektionales Laden ermöglichen. Wie etwa der CHAdeMO-Stecker. Hersteller der Ladeinfrastruktur Auch Wallbox oder Ladesäule müssen Strom in beide Richtungen abgeben können. Außerdem müssen sowohl das Ladekabel, als auch der angebrachte Stecker das bidirektionale Laden unterstützen. Serviceprovider Der Stromanbieter muss es ermöglichen, dass Strom von externen Quellen ins Netz eingespeist werden kann. Gesetzgeber Länder oder Kommunen müssen angesprochenes Vorhaben unterstützen und die rechtlichen Grundlagen schaffen.
E
in Elektroauto ist ja bereits per se eine feine Sache. Es bringt Menschen klimaschonend von A nach B, ist dabei sehr geräuscharm und darf zudem in Bereiche einer Stadt, wo Verbrenner oftmals schon die Zufahrt verwehrt bleibt. Allerdings wird aktuell bei weitem noch nicht das gesamte Potenzial dieser modernen Antriebsform genutzt. Denn das Gefährt steht aktuell den überwiegenden Teil des Tages ungenutzt herum, entweder in der Garage, neben der Straße oder auf dem Parkplatz der Arbeitsstätte. Genau bei diesem Punkt setzt eine vielversprechende Perspektive an. Warum soll das Elektroauto nur Strom ziehen und verbrauchen? Warum kann es nicht auch diesen bei Bedarf an andere Geräte abgeben und bestimmte, oftmals bereits bestehende Synergien nutzen? Das Zauberwort hierfür heißt bidirektionales Laden und dieses verspricht, der Elektromobilität noch einmal einen weiteren Schub nach vorne, sprich hin zu noch mehr Absatzerfolgen zu bringen. Im Prinzip sagt die Bezeichnung „bidirektional“ lediglich aus, dass das Fahrzeug nicht nur
Strom aufnehmen kann, sondern diesen bei Bedarf auch wieder abgibt, also der Stromfluss in beide Richtungen funktioniert. In der Branche wird aber gerne die Zukunftsperspektive an sich mit diesem Begriff aus dem Fachjargon betitelt. Denn von dieser modernen Form der Batterienutzung versprechen sich viele Menschen einen Weg hin zur vielfach angepriesenen Energiewende.
Der grüne Kreislauf Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sind Besitzer eines Elektroautos und verfügen zudem über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach Ihres Eigenheims. Bislang konnte zumeist nur tagsüber von der hauseigenen Stromproduktion profitiert werden, außer Sie besitzen einen eigenen Stromspeicher, der auch in den Nachtstunden und an Schlechtwettertagen in der Lage ist, Energie abzugeben. Der Rest der produzierten Energie wurde bislang in aller Regel in das öffentliche Stromnetz eingespeist und der Energieversorger, der über den erzeugten Strom verfügen kann, bezahlt einen zuvor vereinbarten Tarif. Besagter Tarif liegt allerdings zumeist deutlich unter dem Preis, den Sie bezahlen müssen, wenn Sie Strom aus dem Netz konsumieren.
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Mobility
Hier kommt fortan das Elektroauto ins Spiel. Ist dieses in der Lage, bidirektional zu laden, kann der verbaute Akkumulator die Rolle des Stromspeichers übernehmen. Wird tagsüber Energie produziert, fließt diese direkt in die Batterie des Wagens, wird abends Strom benötigt, holt sich der Stromkreis im Haus genau diese Energie wieder zurück und verbraucht sie. Auf lange Sicht können Sie so wirtschaftlicher agieren, weil Sie für die gelieferte Kilowattstunde nur etwa ein Drittel des Preises bekommen, als die Kilowattstunde aus dem Netz kostet. Doch nicht nur im Haus selbst kann der Strom abgegeben werden. Denn die grüne Energie lässt sich auch unterwegs bei Bedarf abgeben, etwa wenn ein gestrandetes E-Auto über zu wenig Restreichweite verfügt, um an die nächste Ladesäule zu gelangen. Und schließlich lässt sich auch die wohl klassischste aller Arten des bidirektionalen Ladens durchführen. Nämlich die allgemeine Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und dem Stromnetz an sich. Damit können etwa
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Mobility
Nutzungsspitzen abgefangen und ein Lastausgleich erzeugt werden. Die produzierte Energie wird dezentral im Akkumulator gespeichert und abgegeben, wenn sie benötigt wird.
Noch viele Steine im Weg Doch so schön der gewählte Ansatz auch ist, er ist nicht hürdenfrei zu erlangen. Denn gleich mehrere Anforderungen müssen erfüllt sein, damit die Batterie in einem Elektrofahrzeug auch Strom extern abgeben kann. Der wichtigste Punkt ist wohl der Kommunikationsstandard bzw. der Steckertyp des Wagens. Aktuell unterstützt nämlich nur der CHAdeMO-Standard, der hauptsächlich in Fahrzeugen aus Asien zu finden ist, bereits heute in einigen wenigen Autos das bidirektionale Laden. Künftig soll dies auch der CCS-Stecker tun, der als europäisch-amerikanische Antwort auf CHAdeMO gilt. Eine weitere Hürde ist die Art der Stromspeicherung. Die Batterien in E-Autos werden mittels Gleichstrom betrieben, während im Stromnetz selbst Wechselspannung vorherrscht. Daher braucht es spezielle Ladegeräte, die je nach Bedarf die richtige Spannung herstellen. Dafür sorgt ein Wechselrichter, welcher entweder im Auto selbst oder aber in der Ladeinfrastruktur verbaut sein kann. Dass es bei der Umwandlung, der Abgabe und der Aufnahme auf natürliche Weise zu einem gewissen Verlust an Spannung kommt, ist der Natur der Sache geschuldet. Aber auch in diesem Bereich muss die Hardware noch ausgereifter und effizienter werden.
VOM FACHMANN Optimal ausgerichtet und professionell montiert erzeugt eine Photovoltaikanlage die maximale Strommenge.
Voraussetzungen schaffen Im Prinzip kann man es so zusammenfassen: Die notwendige Technik, um Photovoltaikanlagen und Elektroautos noch besser miteinander nutzen zu können ist existent, allerdings hapert es noch etwas an der exakten Umsetzbarkeit. Einerseits muss die erwähnte Technik noch ausgereifter werden. Aktuell ist der Großteil der auf dem Markt existenten Wägen lediglich in der Lage, den getankten Strom für die eigenen Zwecke, nämlich der Fortbewegung, zu nutzen. Gerade einmal eine Hand voll Autos kann Energie auch extern zur Verfügung stellen, was für den Erfolg der ganzheitlichen und autarken Energienutzung unabdingbar ist. Und andererseits ist es aber auch zwingend erforderlich, dass auch Politik und Energieversorger in der Gleichung auf denselben Nenner kommen. Denn was nützt es, wenn die Photovoltaikanlage vorhanden, das E-Auto zur Stromabgabe in der Lage und auch die Wallbox bidirektional ist, es aber am Ende an Vertragsbedingungen oder dem Stromnetz an sich scheitert, dass der ökologische Energiekreislauf nicht in der Form umgesetzt werden kann, wie es der grüne Gedanke erforderlich machen würde?
NISSAN LEAF Bereits in der Serienausstattung bietet der JapanStromer bidirektionales Laden an.
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LADE-FLATRATES
UNTER DER LUPE Text: Harald Gutzelnig
Sie bezahlen einen monatlichen Fixbetrag, egal wie oft und wie voll Sie Ihr Auto laden! Sie haben keine Probleme mehr, die geeignete Stromsäule zu finden. Das hört sich gut an – und es wird noch viel besser: So genannte Lade-Flatrates machen das stark elektrisierende Versprechen zur Realität.
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adestationen sind für E-Auto-Fahrer noch wichtiger als Tankstellen für Verb r e n n e r. E s m a g z wa r m e h r L a d e punkte geben, doch jeder einzelne könnte genau dann besetzt sein, wenn man ihn braucht. Immerhin dauert das Vollladen auf öffentlichen Ladepunkten zwischen einer halben und 2 Stunden, wohingegen der Sprit in rund einer halben bis 2 Minuten den Tank befüllt. Umso wichtiger ist es, fast jede Ladestation tatsächlich auch nutzen zu können. Pech nur, wenn der Betreiber der nächstgelegenen Station keine der zehn Ladekarten akzeptiert, die man im Portemonnaie mitführt.
Fast 30.000 Ladepunkte Waren es Ende 2020 noch rund 21.000 Ladepunkte in Deutschland, so werden es im dritten Quartal 2022 bereits 28.000 sein. Doch bei weitem nicht alle bieten günstige Möglichkeiten, das Auto mit Strom zu betanken. Und die günstigsten zu finden, die darüber hinaus die mitgeführten Ladekarten akzeptieren, gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Keine guten Voraussetzungen, wenn man es eilig hat. Kein Wunder also, dass sich neuerdings immer mehr Anbieter finden, die mehr Flexibilität beim Laden versprechen, vor allem indem sie so genannte Lade-Flatrates anbieten. Sprich einen monatlichen Pauschalbetrag für (beinahe) unbegrenztes Laden und das nicht nur an einigen wenigen Ladepunkten in Europa, sondern an so vielen, dass mehr Flexibilität kaum mehr geht. Es sind junge Start-ups, die sich dieser Idee angenommen haben und auch in Zukunft annehmen werden. Ähnlich wie bei Mobilfunkverträgen werden Flatrates angeboten, also ein Pauschalbetrag, der alles abdeckt, was man benötigt. Tatsächlich alles? Nein, nicht alles. Selbstverständlich muss man sich an bestimmte Vorgaben halten. Und weil auch in diesem Bereich der Vergleich gar nicht so einfach ist, stellen wir diesen für Sie an und sagen Ihnen, wer das attraktivste im Portfolio Angebot hat.
Tarife mit Vorsicht genießen Über alle Angebote hinweg gilt: Die Strompreise kennen im Moment nur eine Richtung. Insofern sind die angegebenen Preise mit Vorsicht zu genießen. A n d e re r s e i t s m u ss man, um einen Vergleich ziehen zu können, einfach irgendwann einmal einen Schlussstrich ziehen, auch wenn einige Anbieter demnächst neue Tarife haben werden. Wir werden die neuen Tarife online auf electricar. io einpflegen. Die bekanntesten Anbieter für echte Flatrates sind jucr, elvah aus Deutschland und GoGreenEnergy (aus Österreich). Alle drei bieten ihre Flatrates europaweit an. Zwei weitere Anbieter haben sich auf den deutschen Markt spezialisiert. Die Lechwerke (LEW) haben Ihren Schwerpunkt in Bayrisch-Schwaben, darüber hinaus aber ein deutschlandweites Angebot und energis hat ein wirklich empfehlenswertes Angebot für seine Bestandsstromkunden.
Mit Pauschalrate nie wieder Gedanken über Strompreise machen!
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SO HABEN WIR GETSTET Wir haben neben den Preisen pro kWh (40%) auch die Ladeinfrastruktur (10%) bewertet, ebenso wie die Möglichkeit des Schnellladens (20%). Die Kündigunsfristen, die Möglichkeit nicht verbrauchtes Kontingent mitzunehmen, sowie die Preise, die über die Flat Fee hinaus verrechnet wurden, haben wir mit 15% gewichtet. Und schließlich waren uns die Support- und Zusatzleistungen sowie die Übersichtlichkeit des Angebots ebenfalls 15% Gewichtung wert.
Für Unternehmen sind die monatlichen Kosten dank einer Lade-Flatrate besser kalkulierbar.
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Mobility
Das Ladeservice-Startup Jucr mit Sitz in Berlin wurde im Jahr 2020 gegründet. Es verspricht Lade-Flatrates für Privatund Geschäftskunden. E-Auto-Fahrer können ihr Fahrzeug zu einem monatlichen Fixpreis an mehr als 250.000 Ladepunkten in Europa laden. Die wichtigsten Partner im Netzwerk von Jucr sind bekannte Größen wie Ionity, EnBW und Innogy. Aktuell bietet Jucr vier Tarif an, zwei für Privatkunden und zwei für Geschäftskunden, wobei je einer für Schnellladen (DC) und einer für langsames AC-Laden steht. Dem Unternehmen steht es frei, Kunden, die unverhältnismäßig hohe und unübliche Ladevorgänge aufweisen einseitig zu kündigen, wobei eine jährliche Fahrleistung von mehr als 30.000 km als unverhältnismäßig angesehen wird. Sozialen Medien ist zu entnehmen, dass von dieser Art der Kündigung im Vorjahr offenbar sehr häufig Gebrauch gemacht wurde.
Ladepunkte Europa
Schnellladen
Gebiet
Kontingentübernahme
City*
250000
nein
Deutschland
nein
125
Freedom*
250000
ja
Deutschland
nein
150
Electric Basic
250000
nein
Deutschland
nein
unbegrenzt
Electric Premium
250000
ja
Deutschland
nein
unbegrenzt
elvah S
200000
Europa
ja
10
elvah M*
200000
Europa
ja
90
elvah L*
200000
Europa
ja
180
Deutschland
nein
500
Süddeutschland
nein
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energis Tankflat national
10000 (nur D und nur für Stromkunden)
Autostrom Pass Regional
Zwei weitere Minuspunkte haben wir gefunden: Das Laden ist nur via App möglich. Die lässt sich in Österreich jedoch nicht aus dem Play Store herunterladen. Und die Kommunikation mit dem Unternehmen ist alles andere als einfach, aber auf die Österreich-App angesprochen haben wir erfahren, dass das aktuelle Angebot nur für Kunden aus Deutschland gilt. www.jucr.de
300 in D
ja
Fix S Europa
15000
nein
Europa
zu 50%
100
Fix S+ Europa
15000
ja
Europa
zu 50%
100
Fix M Europa
15000
nein
Europa
zu 50%
240
Fix M+ Europa
15000
ja
Europa
zu 50%
240
Fix L Europa
15000
nein
Europa
zu 50%
420
Fix L+ Europa
15000
ja
Europa
zu 50%
420
Fix XL Europa
15000
nein
Europa
zu 50%
625
Fix XL+ Europa
15000
ja
Europa
zu 50%
625
Fix S Österreich
3500
nein
Österreich
zu 50%
100
Fix S+ Österreich
3500
ja
Österreich
zu 50%
100
Fix M Österreich
3500
nein
Österreich
zu 50%
240
Fix M+ Österreich
3500
ja
Österreich
zu 50%
240
Fix L Österreich
3500
nein
Österreich
zu 50%
420
Fix L+ Österreich
3500
ja
Österreich
zu 50%
420
Fix XL Österreich
3500
nein
Österreich
zu 50%
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Fix XL+ Österreich
3500
ja
Österreich
zu 50%
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* Angebot spätestens seit 1. April 2022 verfügbar ** Üblicher Verbrauch vorausgesetzt (< 30.000 km/Jahr)
Auch bei elvah können Sie eine Strompauschale für das Nachladen Ihres E-Autos buchen. Auch hier genügt eine App und man kann 200.000 Stromtankstellen europaweit nutzen. Die kompetentesten Partner von elvah sind EnBW, Ionity, eweGo und Allego sowie e.on. Bis vor kurzen hatte elvah noch ein recht kostengünstiges Angebot im Portfolio, doch seit neuestem sind die Tarife der Versionen 1.0 und 2.0 Geschichte. Nun gibt es nur noch die Tarife der Version 3.0 und im Vergleich zu den ersten beiden Versionen sind diese nun deutlich weniger attraktiv. Es gibt drei Tarife für 10, 90 und 180 kWh. elvah wurde wie Jucr im Jahr 2020 unter anderem von Sören Ziems und Wilfried Röper gegründet. Der dritte Co-Gründer stammt gebürtig aus Sri Lanka. In seiner Heimatsprache heißt vah so viel wie „über das Land fahren“. Die Gründer stellten ein „el“ voran und schon war der Name für ihr Start-up geboren. Auch für elvah gilt: Als Kunde muss man LADE FLATRATE VERGLEICHSTEST viel Geduld aufbringen, wenn es mal ProbSIEGER leme und daraus ableitend Anfragen gibt. SCHNELLLADE-TARIF DEUTSCHLAND www.elvah.de elvah L APR/MAI 2022
Monatliche Leistung in kWh
Ein spezielles Angebot hat die energis GmbH aus Saarbrücken im Köcher. Bei der energis Tankflat national handelt es sich erstens um eine Flatrate für Deutschland und zweitens nur für bestehende Stromkunden. Wir haben den Tarif dennoch mit aufgenommen, einfach weil er genial günstig ist. An 10.000 Ladepunkten in Deutschland kann der E-Autofahrer sein Fahrzeug zu einem jährlichen Fixpreis von 420 Euro laden. Das sind gerade einmal 35 Euro pro Monat und das ist angesichts der Tatsache, dass auch DC-Ladestationen enthalten sind, günstig. Allerdings wird auch hier ein verhältnismäßiger Verbrauch zugrunde gelegt, andernfalls ist energis berechtigt, den Vertrag aufzukündigen. Wenn dies nicht der Fall ist, endet er automatisch nach Ablauf eines Jahres. Wer sich entschließen kann, bei energis Stromkunde zu werden oder LADE FLATRATE VERGLEICHSTEST schon ist, der ist mit diesem Kombitarif SIEGER bestens beraten. KOMBITARIF DEUTSCHLAND* www.energis.de energis Tankflat national APR/MAI 2022
Mobility
Monatliche Laufleistung in km
Preis/Monat
Preis pro Monat und kWh
Darüber hinaus pro kWh (AC)
Darüber hinaus pro kWh (DC)
Punkte von max. 100
Note
750
€ 59,99
€ 0,48
€ 0,42
-
57
Genügend
900
€ 89,99
€ 0,60
€ 0,50
-
75
Gut
unbegrenzt**
€ 69
€ 0,15
-
-
72
Gut
unbegrenzt**
€ 199
€ 0,44
-
-
81
Sehr gut
60
€5
€ 0,50
€ 0,54
€ 0,69
84
Sehr gut
540
€ 50
€ 0,56
€ 0,54
€ 0,69
84
Sehr gut
1080
€ 100
€ 0,56
€ 0,54
€ 0,69
85
Sehr gut
unbegrenzt
€ 35
€ 0,07
-
-
98
Hervorragend
510
€ 29,99
€ 0,35
€ 0,42
€ 0,42
88
Sehr gut
600
€ 34,30
€ 0,34
€ 0,18
€ 0,57
70
Gut
600
€ 57,20
€ 0,57
€ 0,18
€ 0,57
83
Sehr gut
1440
€ 78,90
€ 0,33
€ 0,18
€ 0,57
70
Gut
1440
€ 131,60
€ 0,55
€ 0,18
€ 0,57
84
Sehr gut
2520
€ 137,10
€ 0,33
€ 0,18
€ 0,57
71
Gut
2520
€ 228,50
€ 0,54
€ 0,18
€ 0,57
84
Sehr gut
3750
€ 196,70
€ 0,31
€ 0,18
€ 0,57
71
Gut
3750
€ 327,80
€ 0,52
€ 0,18
€ 0,57
85
Gut
600
€ 29,30
€ 0,29
€ 0,18
€ 0,57
72
Sehr gut
600
€ 48,80
€ 0,49
€ 0,18
€ 0,57
87
Sehr gut
1440
€ 67,30
€ 0,28
€ 0,18
€ 0,57
73
Gut
1440
€ 112,20
€ 0,47
€ 0,18
€ 0,57
88
Sehr gut
2520
€ 116,90
€ 0,28
€ 0,18
€ 0,57
73
Gut
2520
€ 194,90
€ 0,46
€ 0,18
€ 0,57
88
Sehr gut
3750
€ 167,70
€ 0,27
€ 0,18
€ 0,57
73
Gut
3750
€ 279,60
€ 0,45
€ 0,18
€ 0,57
89
Sehr gut
Die Lechwerke sind bereits seit vielen Jahren im Bereich der Elektromobilität engagiert. Die erste Ladesäule ging übrigens 1992 in Memmingen in Betrieb – schon damals in Verbindung mit einer PV-Anlage. Der Anbieter spielt seine Stärke in Bayrisch Schwaben aus, verfügt aber deutschlandweit über ein Netz von rund 350 Ladepunkten, darunter auch welche mit DC-Option. Dennoch ist der Tarif nur für Kunden aus dem südlichen Deutschland interessant, weil es in der oberen Hälfte verhältnismäßig wenige Ladepunkte gibt. Wer also im süddeutschen Raum angesiedelt ist, dem können wir den LEW Autostrom Pass Regional empfehlen. Bis zu 85 kWh bezahlt man pauschal 29,99 Euro, was über dieses Kontingent hinausgeht, wird kWh-scharf mit 0,42 ct abgerechnet, egal ob für AC- oder DC-Laden selbstverständlich mit reinem Ökostrom. Die Lechwerke haben auch Bündeltarife im Angebot, damit können Sie die monatliche Flat Fee auf bis zu 4,99 Euro drücken. Schade, dass es kein Angebot für Vielfahrer gibt. Mit 85 kWh schafft man in der LADE FLATRATE VERGLEICHSTEST Regel rund 500 km im Monat. Dennoch: Für E-AutoSIEGER fahrer aus Süddeutschland eine starke Empfehlung. SCHNELLLADE-TARIF SÜDDEUTSCHLAND LEW - Autostrom Pass Regional www.lew.de APR/MAI 2022
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Sehr vielfältig ist das Angebot des österreichischen Anbieters go green energy, ein Unternehmen, das aus der easy green energy hervorging. Seinen Schwerpunkt hat der Anbieter in der Steiermark, für das Laden von E-Fahrzeugen stehen aber europaweit rund 15.000 Ladepunkte bereit, in Österreich sind es immer noch stolze 3.500. Bei den Angeboten wird zunächst einmal nach AC- und DC-Laden sowie nach Region unterschieden. Es gibt europaweite Angebote, aber auch welche für Österreich und die Steiermark. Für jede Region gibt es vier Schnell- und vier AC-Ladetarife. Die Informationsbeschaffung war nicht einfach, ein Helpdesk-Mitarbeiter war alles, was uns mit spärlichen Informationen zur Verfügung stand. Dafür ist das Angebot für E-Autofahrer durchaus interessant. Auffällig ist der sehr solide Preis von 18 ct pro kWh, der für AC-Laden über die Flatrate hinaus verrechnet wird. Und nicht uninteressant ist auch die Tatsache, dass man 50% des nicht verbrauchten Monatskontingents in den Folgemonat mitnehmen kann. Schließlich schafften LADE FLATRATE LADE FLATRATE VERGLEICHSTEST VERGLEICHSTEST es die Österreich-Tarife Fix XL SIEGER SIEGER und Fix XL+ aufs Siegerpodest. AC-TARIF ÖSTERREICH SCHNELLLADE-TARIF ÖSTERREICH gogreenenergy Fix XL Österreich gogreenenergy Fix XL+ Österreich www.gogreenenergy.at APR/MAI 2022
APR/MAI 2022
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Vision
AUTO FÜRS VOLK
UNSER ERSTEINDRUCK VOM VW ID. LIFE Text: Christoph Lumetzberger
V
olkswagen unternimmt seit Jahren sehr viel, um das so stark im Verbrennersegment manifestierte Unternehmen in die elektrifizierte Zukunft zu transformieren. Bereits der ID.3 und der ID.4 erwiesen sich als große Erfolge, wenngleich gerade am unteren Ende der Fahrzeugflotte noch ein Elektro-Polo oder -Up für die breite Masse fehlt, wenn 2022 mit dem ID.5 sogar die Mittelklasse Zuwachs bekommt.
Vertraute Optik Den Lückenschließer stellte das Wolfsburger Unternehmen auf der IAA 2021 vor. Der Kompaktwagen hört aktuell auf den Namen VW ID. LIFE, dürfte allerdings in absehbarer Zeit, spätestens beim geplanten Marktstart im Jahre 2025 als ID.2 auf Kundenfang gehen. Auf dem Messegelände in München zeigte sich der ID. LIFE als der große Star für die versammelte Medienmeute - trotz seiner fast 20 Zentimeter kürzeren Gesamtlänge im Vergleich mit dem ID.3. Eine Ähnlichkeit zum Honda-e kann der Wagen von außen nicht abstreiten, vor allem die Kulleraugen-Scheinwerfer wirken sehr vertraut. Dieses Gefühl wechselt jedoch, sobald das Cockpit in Augenschein genommen wird. Das stellt sich nämlich nicht als vertraut, sondern vielmehr als futuristisch, neu und modern dar. Um nicht die Attribute ungewohnt oder minimalistisch bemühen zu müssen. War die Steuerzen-
trale des ID.3 noch ein gelungener Hybride aus der aktuellen Verbrenner-Generation mit einem Hauch Zukunft, so stellen sich Armaturenbrett und Cockpit im ID. LIFE ganz anders dar. Vom klassischen Lenkrad bleibt im Konzeptfahrzeug nicht mehr viel übrig. Es erinnert entfernt an das Steuerrad in einem Flugzeugcockpit, da die runde Form der Designabteilung zum Opfer gefallen ist. Außerdem ist ein gänzliches Umgreifen des Rades nicht mehr möglich, was doch Zweifel hegen lässt, ob die Variante so auf deutschen Straßen fahren wird dürfen. Futuristisch sieht es natürlich aus, gerade weil die einzigen, touchsensitiven Bedienflächen auf dem Lenkrad selbst angebracht wurden. Große Bildschirme sucht man ebenfalls vergeblich, die einzige Anzeige von Informationen erfolgt über das Head-up-Display im Fahrersichtfeld auf der Windschutzscheibe oder wahlweise auch auf dem Smartphone.
Offene Fragen Auch wenn man bei Dingen wie den Antriebskomponenten oder dem Akku in Konzeptstudien noch vorsichtig sein sollte, verfügt diese aktuell über eine üppige 57 kWh-Batterie, die Reichweiten rund um 400 Kilometer ermöglicht. 174 kW Leistung (234 PS) im Konzept sprechen ebenfalls dafür, dass der ID.2 später einmal in einer doch merklich abgespeckteren Basiskonfiguration an den Start gehen wird, um der eigentlichen Bedeutung eines Volkswagens - nämlich für die breite Masse interessant zu sein - gerecht zu werden.
ZUKUNFTSFÄHIG? Das Lenkrad, welches den Namen eigentlich gar nicht verdient, sieht schick und modern aus - aber wird so etwas in Deutschland zugelassen?
electricar 02/2022
Vision
Plangemäß soll der VW ID. LIFE im Jahre 2025 in Serie gehen.
AUTOKINO ANDERS GEDACHT Automobilhersteller toben sich bei der Entwicklung diverser Fahrzeugkonzepte gerne aus. Im Falle des ID. LIFE ist es die Möglichkeit, das Wageninnere in kürzester Zeit in ein Minikino zu verwandeln. Eine Leinwand schießt auf Wunsch aus dem Armaturenbrett, die Sitze im Fonds werden zu Kinosesseln und die Plätze in der ersten Reihe klappen zur gemütlichen Beinauflage um. Per Beamer lassen sich so aktuelle Blockbuster genießen, während das Fahrzeug Zeit bei der Betankung an der Ladesäule verbringt.
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