CARUS

PUCCINIS TOSCA
Neue kritische Ausgabe des Opernthrillers
CARUS ON STAGE
Herausgeber Andreas Gies im Interview
EXZELLENT UND PRAXISNAH
Unser Versprechen für Ihren Bühnenerfolg
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PUCCINIS TOSCA
Neue kritische Ausgabe des Opernthrillers
CARUS ON STAGE
Herausgeber Andreas Gies im Interview
EXZELLENT UND PRAXISNAH
Unser Versprechen für Ihren Bühnenerfolg
Giacomo Puccini (1858 – 1924)
Tosca Carus 56.201
Turandot Carus 56.205
Pietro Mascagni (1863 – 1945)
Cavalleria rusticana Carus 97.401
Ruggiero Leoncavallo (1857 – 1919)
Pagliacci Carus 97.402
Francesco Cilea (1866 – 1950)
Adriana Lecouvreur Carus 97.403
Umberto Giordano (1867 – 1948)
Andrea Chénier Carus 97.404
Josef Gabriel Rheinberger (1839 – 1901)
Die sieben Raben Carus 50.211
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Bastien und Bastienne Carus 51.050
Der Schauspieldirektor Carus 51.486
Der Schauspieldirektor
Chamber Orchestra Edition Carus 57.007
Die Zauberflöte
Chamber Orchestra Edition Carus 57.008
Johann Adolf Hasse (1699 – 1783)
Cleofide Carus 50.704
Marc’Antonio e Cleopatra Carus 50.702
Ignaz Holzbauer (1711 – 1783)
Der Tod der Dido Carus 50.505
Ludger Vollmer (*1961)
Paul und Paula oder Die Legende vom Glück ohne Ende Carus 23.999
VORSCHAU
Claudio Monteverdi (1567 – 1643)
L’Orfeo Carus 57.003 (erscheint 10/2026)
Engelbert Humperdinck (1854 – 1921)
Hänsel und Gretel Little Big Opera Carus 57.101 (erscheint 3/2027)
Giacomo Puccini (1858 – 1924)
Tosca Chamber Orchestra Edition Carus 56.202 (erscheint 3/2027)
IMPRESSUM
Herausgeber
Carus-Verlag GmbH & Co. KG
Sielminger Str. 51, 70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel: +49 (0)711 797 330-0
opera@carus-verlag.com / www.carus-verlag.com
Carus 99.078/50, Stand: April 2026
Folgen Sie uns!
Redaktion Miriam Wolf, Dr. Henning Bey Gestaltung Nadine Kristen Coverbild Martin Sigmund, Die Zauberflöte, Inszenierung der Staatsoper Stuttgart, Januar 2025
Carus Opera: verlässlich – exzellent – praxisnah!
Als führender Chorverlag mit großer Expertise in Vokalmusik widmet sich Carus seit einiger Zeit der Erarbeitung eines breiten Opernprogramms. Nun ist es an der Zeit, dass wir Ihnen mit dem neuen Carus Opera Magazine unser aktuelles Opernportfolio präsentieren und auch für Zukünftiges bereits ein wenig den Vorhang lüften.
Unsere aktuellen Neuerscheinungen sind Giacomo Puccinis Tosca und seine Turandot. Herausgeber ist der italienisch-deutsche Operndirigent Andreas Gies. Tosca präsentieren wir als Urtextausgabe, Turandot als praktische Ausgabe, die in puncto Finale zwei Schlüsse als Optionen anbietet: Die weit verbreitete, zweite Fassung des 1926 von Franco Alfano komponierten Schlusses und ein rekonstruiertes Finale der amerikanischen Musikwissenschaftlerin und PucciniForscherin Deborah Burton von 2022. Die Staatsoper Stuttgart wird ihre Neuproduktion von Turandot (Premiere: 7. Juni 2026) mit unserem Material auf die Bühne bringen.
Außerdem haben wir einige wissenschaftlich-kritische Ausgaben des italienischen Verlags IRIS Editions in den Vertrieb übernommen. Erhältlich sind mit Ruggiero Leoncavallos Pagliacci, Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana, Francesco Cileas Adriana Lecouvreur und Umberto Giordanos Andrea Chénier bedeutende Highlights der italienischen Oper des 19. und 20. Jahrhunderts.
Unsere Chamber Orchestra Edition bietet Bearbeitungen großer Opern für Kammerorchester und ermöglicht ihre Aufführung mit kleinerer Besetzung,
in kleineren Räumlichkeiten. Sie dürften auch für Opernstudios an Musikhochschulen und Festivals interessant sein. Bisher erschienen sind Mozarts Schauspieldirektor und seine Zauberflöte. Anfang 2027 wird Puccinis Tosca dazukommen.
Traditionelle, „große“ Opern in Bearbeitungen für Kindervorstellungen bietet Carus künftig in der Reihe Little Big Opera an. Als erste Ausgabe dieser Reihe ist Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel für März 2027 geplant.
Neben unserem Opernportfolio haben wir eine Vielzahl an Oratorien und Messen im Verlagsprogramm, deren Aufführung im Opernkontext oder als szenische Produktion sehr lohnen.
Besuchen Sie uns auf www.carus-verlag.com/oper –wir freuen uns auf Sie!
Dr. Johannes Graulich Verleger & Geschäftsführender Gesellschafter

Carus Opera bietet bestmögliche Voraussetzungen für gelungene Musiktheaterproduktionen. Opern erscheinen bei Carus als moderne, praxisnahe und benutzerfreundliche Ausgaben, die wissenschaftliche Genauigkeit mit heutigen editorischen Standards verbinden.
Unser Qualitätsanspruch an das Notenmaterial ist von einer großen Nähe zur musikalischen Praxis geprägt. Die Ausgaben bieten einen in sich schlüssigen Notentext, und das synchronisierte Aufführungsmaterial legt einen deutlichen Fokus auf die Lösung musikpraktischer Fragen. In der Herstellung können sogar individuelle Kundenwünsche berücksichtigt werden.
Dirigierpartitur, Orchesterstimmen und Klavierauszug, dazu Szenarium, Regiebuch und dreisprachiges Libretto (alles in Print und digital): Carus Opera-Ausgaben sind verlässlich, exzellent und praxisnah!
• Gut durchdachte Wendestellen
• Leichte Orientierung dank sinnvoll platzierter Stichnoten
• Gut spielbare, griffige Klavierauszüge
• Präzise Tempoangaben an allen relevanten Stellen
• Moderne Notation statt alter Schlüssel
• Ästhetisch ausgewogenes Layout für optimale Lesbarkeit
• Professionelle, moderne typografische Gestaltung
• An die Lichtverhältnisse im Orchestergraben angepasstes Format und Rastralgröße
• Getöntes Notenpapier für ermüdungsfreies Musizieren bei Kunstlicht
• Optimierte Papiereigenschaften für geräuscharmes Umblättern
• Langlebige Bindung und optimales Aufschlagverhalten
• Dirigierpartitur, Klavierauszug, Orchesterstimmen und sämtliches Zusatzmaterial sind auch digital erhältlich.
Puccinis Opernthriller in neuer Urtext-Edition
Fokus auf Puccinis originalen Klangvorstellungen
Mit Szenarium und dreisprachigem Libretto
Liebe, Gewalt, Intrige, Tod – großes Drama, realitätsnah dargestellt und zutiefst emotional vertont: Das ist der Stoff, aus dem Puccinis Tosca gemacht ist.
Die kritische Ausgabe aus dem Carus-Verlag setzt neue Maßstäbe. In ihr verbindet der italienische Musikwissenschaftler und Operndirigent Andreas Gies musikwissenschaftliche Expertise mit praktischer Aufführungserfahrung. Grundlage ist die letzte zu Puccinis Lebzeiten erschienene Partitur von 1924, nach der heute üblicherweise musiziert wird. Allerdings sind dort zahlreiche Zusätze und Glättungen bei Artikulation und Dynamik enthalten, die sich im Laufe der damaligen Aufführungstradition etabliert haben. Auf Puccini selbst gehen sie oft nicht zurück.
Hier setzt Andreas Gies mit seiner Edition an: Aufgrund umfassender Quellenvergleiche gibt er dem Werk die differenzierten, originalen Lesarten zurück, die dem Komponisten am Herzen gelegen haben. In vielen Fällen berücksichtigt Gies dabei das Autograph, das Puccinis Vorstellungen deutlich widerspiegelt. Die dynamische Abstufung der Instrumente untereinander nimmt darin eine zentrale Rolle ein. Dazu gehört ein Streben nach klanglicher Ausgewogenheit und Transparenz. Feinheiten, die bereits verloren schienen, stellt diese Ausgabe wieder her und macht damit einzelne Klangeffekte neu hörbar.
Im Kritischen Bericht der Partitur erläutert der Herausgeber seine editorischen Entscheidungen. Das Aufführungsmaterial überzeugt durch hervorragende Lesbarkeit, Übersichtlichkeit und Praxisnähe. Ein Regiebuch auf Basis des Klavierauszugs, ein Szenarium sowie das dreisprachige Libretto runden das Angebot ab.
CARUS 56.201
DRAMATIS PERSONAE Floria Tosca (S), Mario Cavaradossi (T), Il Barone Scarpia (Bar), Cesare Angelotti (B), Il Sagrestano (Bar), Spoletta (T), Sciarrone (B), Un Carciere (B), Un Pastore ( Ragazzo)
ORCHESTERBESETZUNG 3 Fl (II, III: Fl/Ott), 2 Ob, CIngl, 2 Clt, BClt, 2 Fg, CFg, 4 Cor, 3 Tr, 4 Trb, Timp, Perc, Cel, Arpa, Org, 2 Vl, Va, Vc, Cb
Sprache italienisch | Dauer 120 min
H erausgeber Andreas Gies
Dirigierpartitur (auch ), Studienpartitur, Klavierauszug (auch ), komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Libretto (auch ), Regiebuch (auch ), Szenarium ( )
IN VORBEREITUNG:
CARUS 56.202
Chamber Orchestra Edition erscheint 3/2027

(ad Angelotti che, naturalmente, ha dovuto udire il dialogo precedente)
(ad Angelotti che, naturalmente, ha dovuto udire il dialogo precedente)
PRAKTISCHE BEISPIELE
AUS DER NEUEDITION
Die Urtextausgabe der Tosca hat sich eine Wiederherstellung von Giacomo Puccinis originalen Klangvorstellungen auf die Fahne geschrieben. Als Grundlage dient die Ausgabe von 1924 unter Hinzuziehung des Autographs. Andreas Gies verbindet als Herausgeber philologische Akribie mit einem aufführungspraktischen Blick, der auf Dynamik und Phrasierung fokussiert ist.
Bislang ist beides weder überzeugend noch konsistent dargestellt worden; spätere Angleichungen überlagerten oftmals Puccinis nuancierte Anweisungen für eine feingliedrige Artikulation und Dynamik. Doch genau diese machen einen wichtigen Teil seines Personalstils aus. An drei Stellen innerhalb von nur vier Takten (1. Akt: Takte 679 – 682) wird deutlich, wie die Carus-Ausgabe Puccinis Klangvorstellungen deutlicher sichtbar macht.
Takt 682: In Flöten und Klarinetten ist im Autograph keine Dynamik verzeichnet, die Ausgabe von 1924 ergänzt hier p aus den anderen Stimmen. Mit der differenzierten Bezeichnung ist jedoch eine Ausdrucksabsicht verbunden: Die Phrase in Flöten und Klarinetten kommt hier zum Abschluss und soll anders behandelt werden als etwa Oboe und Englischhorn, deren Passagen fortgesetzt werden. Eine Vereinheitlichung der Dynamik verwischt Puccinis „Kunst der Übergänge“.
Takt 680: In der Ausgabe von 1924 (und aktuellen Ausgaben) ff in den Holzbläsern, deshalb wird in der Trompete ff angeglichen. Im Autograph notiert Puccini für die Trompete aber f und con sord. Diese Bezeichnung lässt eine bestimmte Intention erkennen: Die Trompete soll die Holzbläser nicht übertönen, Ziel ist ein klanglich ausbalancierter Satz. Durch die Vereinheitlichung ist diese Differenzierung bisher verloren gegangen. Ein Beispiel, das für viele ähnliche Änderungen in den gedruckten Partituren gegenüber dem Autograph steht.
Takt 680, Streicher: In der Ausgabe von 1924 und den anderen Drucken sind nur die ersten beiden Noten mit einem Phrasierungsbogen versehen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die dritte Note heraussticht. Im Autograph steht ein Bindebogen über allen drei Noten. Wie der Akzent auf der ersten Note verdeutlicht, soll die Betonung genau hier liegen.
ERSCHEINT 10/2026
CARUS 56.205
DRAMATIS PERSONAE Turandot (S), L’imperatore Altoum (T), Timur (B), Il principe ignoto (Calaf) (T), Liù (S), Ping (Bar), Pang (T), Pong (T), Madarino (Bar), Il principe di Persia (T), Il carnefice (-). Cori: La folla, Guardie imperiali, I servi di boia, I ragazzi, I sacerdoti, I mandarini, I dignitary, Gli otto sapienti, Le ancelle di Turandot, I Soldati, I portabandiere, I musici, Le ombre dei morti
ORCHESTERBESETZUNG 2 Fl, Fl/Pic, 2 Ob, CIngl, 2 Clt, BClt, 2 Fg, CFg, 4 Cor, 3 Tr, 3 Trb, Cb-Trb, Timp, Perc, 2 Arpe, Cel, 2 Vl, Ve, Vc, Cb, sul palco: 2 ASax, 6 Tr, 3 Trb, BTrb, Perc
Sprache italienisch | Dauer 135 min H erausgeber Andreas Gies
Dirigierpartitur (auch ), Klavierauszug (auch ), komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Libretto (auch ), Regiebuch (auch ), Szenarium ( )

GIACOMO PUCCINI
Mit zwei Finali zur Auswahl
Moderne Edition mit musikpraktischem Fokus
Mit seiner unvollendeten Märchenoper Turandot hat Giacomo Puccini der Nachwelt einige Rätsel hinterlassen. So fehlt dem Werk, das erst nach Puccinis Tod uraufgeführt wurde, ein vollständiger Schluss. Aufführungspraktische Änderungen oder Korrekturen, wie Puccini sie üblicherweise während einer Produktion und nach der Uraufführung in die Partituren seiner Opern einzuarbeiten pflegte, gibt es nicht. Turandot ist ein Werk, für das sich im Laufe der Zeit viele fehlerhafte Lesarten und Widersprüchlichkeiten etabliert haben.
Carus bietet Opernensembles eine moderne Edition der Oper mit musikpraktischem Fokus: klar und gut organisiertes Aufführungsmaterial mit einem von tradierten Fehlern bereinigten Notentext, ergänzten Vortragsanweisungen, einheitlichen Studierziffern und einer konsistenten Artikulation und Dynamik. Herausgeber ist der italienische Dirigent und Musikwissenschaftler Andreas Gies.
In puncto Finale stehen zwei Optionen für einen komplettierenden Schluss zur Auswahl: Zum einen die heute übliche, zweite Fassung des von Franco Alfano 1926 nach Puccinis Tod komponierten Schlusses. Alternativ ist ein rekonstruiertes Finale der amerikanischen Musikwissenschaftlerin und Puccini-Forscherin Deborah Burton von 2022 enthalten. Sie konnte im Zuge ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Turandot auf einen größeren Materialfundus als Alfano zurückgreifen und bisher unbekannte Skizzen Puccinis einbeziehen. Damit kommt sie der ursprünglichen dramaturgischen Absicht des Komponisten wesentlich näher. Das Aufführungsmaterial wird mit dem jeweils gewählten Schluss angeboten.
JOHANN ADOLF HASSE
Hasses Oper Cleofide von 1731 kann als ein Höhepunkt seines Schaffens angesehen werden. Das antike Thema – Alexanders indische Eroberungen – eignete sich sehr gut, um Hasses Dienstherrn August dem Starken zu schmeicheln. Für den Dresdner Gebrauch wurde Metastasios Originallibretto von Michelangelo Boccardi bearbeitet. Dabei änderte sich der Titel von Alessandro nell’ Indie in Cleofide und die Primadonna, Faustina Bordoni, wurde zur Hauptfigur des Geschehens. Musikalisch befand sich die Oper auf der Höhe ihrer Zeit. Hasses ausdrucksvoller und gleichzeitig natürlicher Stil wurde vom Publikum wie von den Musikern geschätzt. Hasse bemühte sich immer, aus seinen Musikern das Beste herauszuholen. Im Fall von Cleofide gelang ihm das hundertprozentig. Die Ausgabe des Carus-Verlags, die im Rahmen der Hasse-Werkausgabe der Hasse-Gesellschaft Bergedorf erschienen ist, basiert auf dem Dresdner Aufführungsmaterial von 1731. Dessen differenzierte Angaben zur Dynamik und zur Artikulation machen es möglich, die Aufführungsästhetik der damaligen Zeit zu rekonstruieren.
Die Serenata Marc’Antonio e Cleopatra hat Hasse als Schüler Alessandro Scarlattis noch ganz unter dessen Einfluss komponiert. Mit diesem Frühwerk, das im September 1725 auf dem Landsitz des königlichen Rates Carlo Carmignano aufgeführt wurde, konnte Hasse als Komponist in Italien zum ersten Mal öffentlich auf sich aufmerksam machen. Das Libretto stammte von Francesco Ricciardi; die berühmten Opernstars Vittoria Tesi und Carlo Broschi (Farinello) sangen die beiden Hauptrollen. Hasses musikalisches Kammerspiel ist perfekt für einen kurzweiligen Abend angelegt, mit zwei ausdrucksstarken Gesangspartien, einem kleinen, flexibel mitgehenden Ensemble und ausreichend Raum für eigene Gestaltung durch die Interpretinnen und Interpreten.
CARUS 50.704
DRAMATIS PERSONAE Cleofide (S), Poro (A), Erissena (S), Alessandro (A), Gandarte (S), Timagene (A)
ORCHESTERBESETZUNG 2 Fl, 2 Ob, 2 Cor, 2 Trb, 2 Vl, Va, Bc
Sprache italienisch | Dauer 240 min H erausgeber Zenon Mojzysz
Dirigierpartitur (auch ), Klavierauszug (auch ), komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Regiebuch (auch )
DRAMATIS PERSONAE Cleopatra (S), Marc’Antonio (A)
ORCHESTERBESETZUNG 2 Vl, Va, Bc
Sprache italienisch | Dauer 90 min
H erausgeber Reinhard Wiesend
Dirigierpartitur (auch ), Klavierauszug (auch ), komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Regiebuch (auch )
Der Schauspieldirektor
CARUS 51.486 Original Edition
CARUS 57.007 Chamber Orchestra Edition
DRAMATIS PERSONAE Schauspieldirektor Frank, Puf (B), Eiler, Madame Krone, Madame Pfeil, Madame Vogelsang, Herz, Madame Herz (S), Mademoiselle Silberklang (S), Monsieur Vogelsang (T)
ORCHESTERBESETZUNG
Original Edition: 2 Fl, 2 Ob, 2 Clt, 2 Fg, 2 Cor, 2 Tr, Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb
Chamber Orchestra Edition: Fl, Ob, Clt, Fg, Cor, Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb
Sprache deutsch | Dauer 60 min
H erausgeber Ulrich Leisinger
Arrangement Urs Stäuble
Dirigierpartitur (auch ), Klavierauszug (auch ), komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Regiebuch (auch )
CARUS 51.050
DRAMATIS PERSONAE Bastienne (S), Bastien (T/S), Colas (B/A)
ORCHESTERBESETZUNG 2 Fl, 2 Ob, 2 Cor, 2 Vl, Va, Vc/Cb, [Cemb]
Sprache deutsch | Dauer 37 min
H erausgeber Ulrich Leisinger
Dirigierpartitur (auch ), Klavierauszug (auch ), komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Regiebuch (auch )
Original & Chamber Orchestra Edition
Seinen Einakter Der Schauspieldirektor schrieb Mozart im Frühjahr 1786 im Auftrag von Kaiser Joseph II. Bei einem kurzfristig anberaumten Fest in Schönbrunn sollten Gäste mit einer kurzen deutschen und einer italienischen Komödie musikalisch unterhalten werden. Die Wahl der Komponisten fiel auf Mozart und Salieri. Beide Komponisten nehmen die Theaterpraxis der Zeit aufs Korn, wobei im Schauspieldirektor die Eitelkeit der Opernsänger*innen und die Unseriosität manch reisender Schauspieltruppe im Mittelpunkt steht.
Dank einer Bearbeitung für Kammerorchester von Urs Stäuble (Carus 57.007) ist es möglich, das Werk auch in kleinerem Rahmen aufzuführen. WOLFGANG AMADEUS
Die Geschichte von Bastien und Bastienne beruht auf dem musikalischen Schäferspiel Le Devin du Village von Jean-Jacques Rousseau. Schäfer Bastien erliegt den Verlockungen der Dame vom Schloss und will seine Geliebte Bastienne verlassen. Der Dorfweise redet ihm ins Gewissen und rät der Verlassenen, sich spröde zu stellen, bis Bastien reumütig zu ihr zurückkehrt. Mozarts einaktige Komödie basiert auf der Version von Friedrich Wilhelm Weiskern und ist im Sommer 1768 in Wien entstanden. Nach der Rückkehr nach Salzburg nahm Mozart eine – nicht abgeschlossene – Revision vor. er verbesserte die Textunterlegung, ersetzte die gesprochenen Dialogtexte durch Rezitative und veränderte die Stimmlage von Colas und wahrscheinlich auch die Bastiens. Die Carus-Ausgabe des Mozart-Forschers Ulrich Leisinger trennt erstmals die zwei Fassungen und bietet sie beide zur Aufführung an.
Chamber Orchestra Edition
Sie gehört zu den meistgespielten Opern weltweit: Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte entstand 1791 für Emanuel Schikaneders Freihaustheater in Wien und verbindet märchenhafte Zauber-Elemente mit freimaurerischem Gedankengut. Mozart entfaltet in seiner letzten Oper sein ganzes kompositorisches Können: von volkstümlichen Melodien in Papagenos Liedern über Paminas innige Arien, der Tiefe und Ruhe in Sarastros Gesang bis zu den virtuosen Koloraturen der Königin der Nacht. So ist die Zauberflöte ernste Oper, munteres Singspiel und aufklärerisches Lehrstück in einem. Kurz: Für alle ist etwas dabei, und wahrscheinlich macht das den Erfolg der Zauberflöte aus.
Die vorliegende Kammerfassung von Urs Stäuble reduziert das Orchester auf ein Kammerensemble, ohne die musikalische Substanz zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: Durch die transparente Instrumentierung treten die melodischen Linien und harmonischen Wendungen besonders klar hervor. Die ursprünglichen Posaunenstimmen werden hier von den anderen Bläsern übernommen, Trompete und Pauke sind ad libitum besetzt.
Diese Fassung der Zauberflöte eignet sich besonders für kleinere Ensembles, Hochschulensembles und konzertante Aufführungen mit begrenzten räumlichen Möglichkeiten oder Festivals. Neben der Partitur sind Klavierauszug, Orchesterstimmen und Chorpartitur erhältlich.
Mit Die Zauberflöte für Kinder ist bei Carus außerdem eine von Christian Boesch und Klaus Nagora stammende, praxiserprobte Fassung der Oper für eine Vorstellung für Kinder erhältlich (Carus 40.263).
Zauberflöte
CARUS 57.008
Chamber Orchestra Edition
DRAMATIS PERSONAE Königin der Nacht (S), Pamina (S), Tamino (T), Sarastro (B), Papageno (B), Erste Dame (S), Zweite Dame (S), Dritte Dame (A), Erster Knabe (S), Zweiter Knabe (S), Dritter Knabe (S), Papagena (S), Monostatos (T) etc.
ORCHESTERBESETZUNG Fl/Pic, Ob, Clt, Fg, Cor, [Tr, Timp], Str d’a, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Strumento d’acciaio
Sprache deutsch | Dauer 180 min Arrangement Urs Stäuble
Dirigierpartitur (auch ), Klavierauszug (auch ), Chorpartitur, komplettes Orchestermaterial leihweise (auch ), Regiebuch (auch ), Szenarium ( )

Das Erscheinen der Tosca ist für Ca rus ein Meilenstein. Henning Bey, Ansprechpartner für Opernhäuser bei Carus, sprach mit dem Herausgeber Andreas Gies über diese Edition – und weitere Projekte.

Von Ihnen liegen inzwischen einige Titel als Herausgeber bei Carus vor. Wie ist der Kontakt zum Verlag entstanden?
Als erstes Werk habe ich für Carus die Messa di Gloria von Mascagni ediert. Sie passt perfekt ins Repertoire des Verlags und bot die gute Möglichkeit, eine Lücke im Markt mit einem nicht sehr bekannten, aber dennoch oft aufgeführten und beliebten Werk zu füllen, für das vorher keine moderne Ausgabe existiert hat. Danach habe ich Arrangements ausgewählter Arien und Duette von Puccini für reduzierte Orchesterbesetzung angefertigt. Nun ist die Zeit reif, und die Ausgaben von Tosca und Turandot sowie weiterer Werke stehen kurz vor ihrer Veröffentlichung. Ich freue mich, dass Carus damit ein neues Kapitel seiner Verlagsgeschichte aufschlägt.
Sie sind studierter Instrumentalist und Dirigent – wie sind Sie zur Philologie und zur eigenen Herausgabe von Musik gekommen?
Mein Musikstudium umfasste neben dem Instrumentalunterricht auch Komposition und Dirigieren und wurde von Anfang an stets von einem gewissen musikwissenschaftlichen Interesse begleitet. Nach und nach hat sich die Musikphilologie dann durch das Studium zahlreicher Orchester- und Opernpartituren in mir festgesetzt. Schließlich habe ich noch ein Musikwissenschaftsstudium absolviert, das ich an der UAB Barcelona mit einer Promotion über die Oper Parisina von Pietro Mascagni und Gabriele D’Annunzio abgeschlossen habe. Bei mir sind also Musikphilologie und der interpretatorische Weg des Dirigenten stets Hand in Hand unterwegs. Ich glaube, dass es zentral für einen echten Interpreten ist, nichts als gegeben oder einfach als „wahr” hinzunehmen.
Kommen wir zu Ihren neuesten Editionen, die bei Carus erscheinen: eine kritische Ausgabe von Puccinis Tosca und eine praktische Ausgabe seiner Turandot. Warum hier eine kritische und dort eine praktische Ausgabe?
Tosca ist eine der meistgespielten und beliebtesten Opern, aber bis heute gibt es keine echte kritische Ausgabe, die für alle zugänglich ist und die vielen Unschärfen des Textes klärt. Daher halte ich dieses philologische Projekt für äußerst wichtig und hoffe, dass es gut angenommen wird, nicht zuletzt, weil ich in dieser Ausgabe stets die aufführungspraktischen Aspekte des Werks im Blick habe. Diese Ausgabe soll kein Band sein, der in den Bibliotheken die Regale beschwert, sondern ist für Interpretinnen und Interpreten gedacht, die das Werk mit frischer Perspektive aufführen möchten.
Bei Turandot ist die Situation etwas anders, so wie die Entstehungsgeschichte und die Eigentümlichkeiten dieser Oper eben anders sind. Die Tatsache, dass sie unvollendet geblieben ist und Puccini nicht die üblichen Änderungen, Korrekturen usw. vornehmen konnte, macht das Autograph zu einer etwas umstrittenen Quelle. Wir müssen akzeptieren, dass Turandot ein Werk ist, das auch über die Absichten seines Autors hinaus „Gestalt” angenommen hat (was unvermeidlich war). Aus diesem Grund ist diese erste moderne Ausgabe nicht auf einer streng philologischen Ebene angesiedelt, sondern versucht, den Text von eingefahrenen Fehlern, Abweichungen und internen Widersprüchen zu bereinigen, zu korrigieren, um den Aufführenden eine klar und gut organisierte Partitur mit musikpraktischem Fokus an die Hand zu geben – dazu mit einem Vorwort, das alle Schritte der Werkentstehung detailliert erläutert.
Bei Puccinis unvollendeter Turandot stellt sich ja sofort die Frage nach dem Finale. Für welchen Schluss hat sich die neue Carus-Ausgabe entschieden – und warum?
Unsere Ausgabe bietet gleich zwei Optionen für einen komplettierenden Schluss an. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich unsere erste Option: das Finale der Musikwissenschaftlerin und Puccini-Spezialistin Deborah Burton aus dem Jahr 2022. Burton konnte auf einen größeren Materialfundus als Alfano zurückgreifen und zum Teil sogar bisher unbekannte Skizzen Puccinis hinzuziehen. Basierend auf Briefen und Notizen des Komponisten verfolgt Burtons Vervollständigung das Ziel, seine ursprünglich beabsichtigte Dramaturgie für das Ende seiner letzten Oper wiederherzustellen. Als weitere Option haben wir uns für die zweite Version des Finales von Franco Alfano entschieden. Sie ist in der Praxis allgemein anerkannt und wird von den meisten Opernhäusern ausgesucht und erwartet.
Welche praktischen Anforderungen möchte der Dirigent Andreas Gies mit dieser Ausgabe erfüllt sehen?
Zunächst einmal visuelle Übersichtlichkeit und Lesbarkeit. Die einzige, derzeit übliche Ausgabe ist sehr unpraktisch, da das ziemlich groß besetzte Orchester mit vielen Notensystemen auf den einzelnen Partiturseiten eng abgebildet wird. Ihr Format, kleiner als A4, ist selbst für junge Dirigentinnen und Dirigenten ohne Sehprobleme äußerst schwer zu lesen. Daher stellen das neue Format, die großzügige Anordnung der Noten und die Übersichtlichkeit des Layouts zweifellos einen wichtigen Aspekt der Carus-Ausgabe dar. Außerdem haben wir zahlreiche Fehler korrigiert, die bis heute in keiner anderen Ausgabe
„Ich habe den größten Teil meiner wissenschaftlichen Laufbahn Giacomo Puccini und seinen großartigen Opern gewidmet. Doch es ist vor allem Puccinis letzte, unvollendete Oper Turandot und die spannende Frage, wie das Finale zu vollenden sei, die mich besonders fasziniert haben. Für die Rekonstruktion eines völlig neuen Endes für Turandot, pünktlich zum hundertjährigen Jubiläum der Uraufführung der Oper, konnte ich unveröffentlichte handschriftliche Skizzen des Komponisten einbeziehen, die von Alfano, Berio und allen anderen, die versucht haben, diese Oper zu vollenden, ungenutzt blieben. Ich bin begeistert, dass Carus mein neues Finale in seiner Ausgabe von Turandot präsentiert!“ Deborah Burton, Februar 2026
berichtigt worden sind. Und schließlich bietet sie ein in sich stimmiges und aufeinander abgestimmtes Aufführungsmaterial aus Partitur, Klavierauszug und Orchesterstimmen an. Ein aufführungspraktisches Schmankerl ist zweifellos ein eingefügter Extratakt am Ende der Romanze von Calaf im 3. Akt („Nessun dorma“), der es in Aufführungen ermöglicht, während des Beifalls für den Sänger den musikalischen Fluss im Orchester aufrechtzuerhalten.
Die kritische Ausgabe von Puccinis Tosca bei Carus: Was bekommt man, wenn man sich für diese Edition entscheidet?
Sie erhalten einen Text, für den eine umfangreiche Quellenvergleichsarbeit geleistet wurde, um jeden schriftlichen Willen des Komponisten zu rekonstruieren. Diese Arbeit setzt ein bei den von Puccini genehmigten Druckausgaben über Nebenquellen bis hin zum Autograph, in einem rückwärts gerichteten Prozess sorgfältiger Prüfung, der bemüht ist, alles zu erklären. Auch in der Ausgabe von Tosca sind die Klarheit des Textes und die Anordnung der Musik speziell auf die Bedürfnisse der Aufführenden zugeschnitten, mit bequemen Seitenumbrüchen innerhalb des musikalischen Flusses, ohne „unerwartete Überraschungen“ auf der folgenden Seite, so dass sie immer auf das vorbereitet sind, was als Nächstes kommt, und nicht durch technisch anspruchsvolle Momente unmittelbar nach dem Umblättern gestresst werden. Auch hier ergänzen umfangreiche Anmerkungen und ein ausführliches Vorwort die Dirigierpartitur, mit nützlichen Begründungen und Erklärungen.

Letzte Frage: Sie haben selbst eine eigene Editionsreihe – IRIS Editions – ins Leben gerufen, aus der der Carus-Verlag ausgewählte Opern übernehmen wird. Wie sind Sie dazu gekommen und was hat es mit dieser Reihe auf sich?
Es handelt sich um ein Projekt, das mich schon lange beschäftigt und mit dem ich versuche, ein Repertoire zu edieren und zu vertiefen, das bisher sträflich vernachlässigt worden ist: die italienische Oper vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Denn als ich vor einigen Jahren begann, mich mit diesem Repertoire zu beschäftigen, stellte sich zu meiner großen Überraschung heraus, dass es, außer bei Puccini, nahezu unmöglich war, an brauchbare Orchesterpartituren dieser Opern zu kommen. Das Projekt wurde ein großer Erfolg, der mich für all die Anstrengungen entschädigt hat. Das Transkribieren hunderter Seiten Musik, das Layouten, Korrigieren, Vergleichen usw. ist eine Arbeit, die man nur mit großer Leidenschaft leisten kann. Carus hat einige meiner Ausgaben aus den IRIS Editions übernommen, um eine größere Verbreitung dieser wichtigen Werke zu ermöglichen.

Vielen Dank für das Gespräch!
Dr. Andreas Gies studierte Flöte, Klavier, Komposition, Gesang und Dirigieren in Italien. Als Assistenzdirigent war er u.a. am Fenice di Venezia und Regio di Torino tätig. Sein Herz schlägt für die italienische Oper – er promovierte über Pietro Mascagni.
Italienische Opernhighlights des 19./20. Jahrhunderts bei Carus wichtiger Opern und Komponisten
Carus übernimmt kritische Ausgaben von Opern des 19./20. Jahrhunderts aus den IRIS Editions des italienisch-deutschen
Dirigenten Andreas Gies in den Vertrieb. Als Leihmaterial bietet Carus die Opern mit Partitur, Klavierauszug und Orchesterstimmen im Design von IRIS Editions an. Weitere Übernahmen sind geplant.
Ruggiero Leoncavallo (1857 – 1919)
Pagliacci Carus 97.402
Pietro Mascagni (1863 – 1945)
Cavalleria rusticana Carus 97.401
Francesco Cilea (1866 – 1950)
Adriana Lecouvreur Carus 97.403
Umberto Giordano (1867 – 1948)
Andrea Chénier Carus 97.404
Emanuel Schikaneder (1751 – 1812) 1. September 2026: 275. Geburtstag
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) 26. März 2027: 200. Todestag
Francesco Cilea: Adriana Lecouvreur Uraufführung 1902 am Teatro Lirico, Mailand 6. November 2027: 125. Jahrestag
Ludger Vollmer: Paul und Paula oder Die Legende vom Glück ohne Ende Uraufführung 2004 am Theater Nordhausen 9. April 2029: 25. Jahrestag
Engelbert Humperdinck (1854 – 1921) 1. September 2029: 175. Geburtstag
Johann Adolph Hasse: Cleofide Uraufführung 1731 in Dresden 13. September 2031: 300. Jahrestag
Ruggiero Leoncavallo (1857 – 1919) 23. April 2032: 175. Geburtstag
Johann Adolph Hasse (1699 – 1783) 16. Dezember 2033: 250. Todestag
Giacomo Puccini (1858 – 1924) 22. Dezember 2033: 175. Geburtstag

Ihr Kontakt bei Carus
Dr. Henning Bey
Promotion Manager Bühne und Orchester
Tel.: +49 / 711-797 330-244 hbey@carus-verlag.com
Dr. Henning Bey ist bei Carus Promotion Manager Bühne und Orchester. Vorher war er u. a. Künstlerischer Planer beim SWR Symphonieorchester und Chefdramaturg der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Eigene Editionserfahrung bringt er aus seiner Zeit bei der Neuen Mozart-Ausgabe mit.
C Carus
Excellence in Vocal Music