Ausgabe 25 November 2023
caritas
eifel aktuell
Die Mitgliederzeitung des Caritasverbandes für die Region Eifel
Impressum
Träger
Caritasverband für die Region Eifel e.V. Gemünder Str. 40 53937 Schleiden
02445 8507-0 info@caritas-eifel.de / www.caritas-eifel.de Redaktion
Arndt Krömer
Texte
Arndt Krömer
Layout
Arndt Krömer
Verantwortlich
Ute Stolz, Geschäftsführender Vorstand
Fotonachweis Caritasverband für die Region Eifel e.V. Fotolia.de Pixabay
Inhalt Vorwort......................................................................................................4
Fachbereich I: Eingliederungshilfe Neue Führungskräfte im Fachbereich I.......................................................6 Kontakt- und Beratungsstelle neu besetzt............................................... 10
Fachbereich II: Gesundheit und Pflege Ehemalige und neue Auszubildende........................................................ 12
Fachbereich III: Soziale Arbeit Neu: Sozialräumliche soziale Schuldnerberatung für Senior:innen............ 16 Änderungen in Leitungsebenen............................................................... 18 Inflation: Hilfe bei Energieschulden........................................................... 19
Stabsstellen Abschied von Martina Bertram................................................................20
Allgemeines Großzügige Spende an die Caritas Eifel...................................................22 Fluthilfe: Ferienmaßnahme für betroffene Familien.................................... 24 Erfolg: Ausbildung im Fachbereich IV absolviert.......................................26 Kurz notiert..............................................................................................28
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Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeitende, Klima... Manch einer mag es schon nicht mehr hören: Erderwärmung, Klimakatastrophe, abschmelzende Pole, drohende Unwetter… die Reihe ließe sich fortsetzen. Mit unserer Jahreskampagne machen wir darauf aufmerksam. Jeder und jede kann etwas tun. Wir schauen auch im Verband auf kurze Lieferketten und regionalen Einkauf, E-Mobilität (wenn auch noch in kleinem Umfang), JobRad, Homeoffice, Gewinnung erneuerbarer Energie und Bioprodukte. Da geht sicherlich noch einiges mehr und jeder Schritt zählt. Ich sorge mich aber auch ums Mikroklima und damit meine ich das Klima zwischen uns im Alltag, in den Familien, am Arbeitsplatz, im Ehrenamt oder im Freundeskreis. Wie gehen wir miteinander um? Sehen wir über unsere persönlichen Sorgen und Anforderungen im Alltag auch noch die Nachbarin oder den Kollegen? Es ist nicht immer angenehm caritas eifel aktuell
5 und manchmal sogar anstrengend, dem anderen zuzuhören oder vielleicht eine helfende Hand anzubieten. Wir fühlen uns auch so schon belastet genug. Wie mag es den Menschen ergehen, die „Klimaverlierer“ sind, weil sie in unserer Gesellschaft keinen festen Platz (mehr) haben, nicht dazu gehören als Kranke, Alte oder Migranten? Sie stehen vor unseren Caritaszentren und bitten um Hilfe. Da sind wir Profis und wissen, was zu tun ist. Wir „sortieren“ die Probleme der Menschen in die richtigen Schubladen und arbeiten sie nach Zuständigkeit fein säuberlich und hoch professionell ab. Aber was tun, wenn die Probleme, ja wenn sogar der Mensch selbst nicht in eine unserer Schubladen passt? Wenn morgens ein alter Mann völlig verfroren vor dem Caritashaus steht? Lautet dann unser Reflex: „Nein, wir haben keine Obdachlosenhilfe, rufen Sie Ihren Betreuer an, hier können Sie nicht bleiben“? Oder besinnen wir uns auf unser christliches Menschenbild und leisten so einen Beitrag zum gesellschaftlichen Klima? Bitten wir doch den alten Mann ins Warme, geben ihm einen Kaffee und etwas zu essen. Hören wir zu, was er zu erzählen hat und lassen ihn einfach ein paar Stunden schlafen. Ich
meine, wir sollten unsere Türen nicht schließen, damit „keine ungebetenen Gäste“ ins Haus kommen. Dass wir dabei auf einen friedlichen Umgang miteinander Wert legen ist selbstverständlich. Dazu sind wir aus Schutz gegenüber anderen Ratsuchenden sowie unseren Mitarbeitenden verpflichtet. Für uns als soziale Dienstleister ist es nicht leicht auszuhalten, wenn wir nicht jedes Problem lösen können und nicht für jeden Menschen wissen, was gut für ihn ist. Aber schauen wir als Christinnen und Christen hin. Bleiben wir offen, das freundliche Gesicht und die helfende Hand. Manchmal tut es auch ein lächelnder Gruß, mit dem wir einem ausgegrenzten Mitmenschen deutlich machen, dass wir ihn wahrnehmen. Diese Wärme zwischen Menschen kommt nicht von außen und muss auch wegen der Energiekrise nicht gedrosselt werden. Im Gegenteil – wenn wir nun in die dunkle Jahreszeit gehen und uns im Advent auf Weihnachten vorbereiten, dann können auch wir zu „Klimarettern“ werden. Ihre
Ute Stolz Geschäftsführender Vorstand caritas eifel aktuell
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Fachbereich I - Eingliederungshilfe
Neue Führungskräfte im Fachbereich I Im Fachbereich Eingliederungshilfe haben sich im ersten Jahresdrittel einige personelle Änderungen entwickelt. Zum einen ist Christiane Kaufmann neue Fachbereichsleitung und somit Nachfolgerin von Alexander Fischer, der unseren Verband zum 1. April verlassen hat, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen. Zum anderen wurde mit Lisa Wollgarten als Teamleitung des Betreuten Wohnens eine neue Leitungsebene implementiert. Aufgrund der Teamgröße von über 20 Kolleginnen und Kollegen caritas eifel aktuell
war dieser Schritt nicht nur sinnvoll, sondern auch dringend notwendig geworden. Beide Mitarbeiterinnen stellen sich in diesem Interview vor.
Hallo Frau Kaufmann und Frau Wollgarten, bitte stellen Sie sich einmal vor. Lisa Wollgarten: Hallo, mein Name ist Lisa Wollgarten und ich arbeite seit 9 Jahren im Verband. Angefangen habe ich als studentische Hilfskraft im ambulant Betreuten Wohnen
Fachbereich I - Eingliederungshilfe für Menschen mit einer psychischen Erkrankung (BeWo). Seit April bin ich Teamleitung im BeWo und fühle mich mit meiner neuen Aufgabe sehr wohl. Christiane Kaufmann: Mein Name ist Christiane Kaufmann. Seit August 2022 bin ich für die Caritas Eifel tätig. Angefangen habe ich im Verband als Elternzeitvertretung im Fachbereich Soziale Arbeit. Als Dipl. Sozialpädagogin bin ich seit nunmehr 20 Jahren tätig. Davon 15 Jahre in Leitungstätigkeiten. Meine berufliche „Heimat“ ist die Eingliederungshilfe. Ich bin 43 Jahre alt, verheiratet und haben zwei Kinder im Alter von 5 und 9 Jahren.
Was sind Ihre
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Außerdem entwickeln wir uns im BeWo stetig weiter, beispielsweise durch das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG), das uns vor Veränderungen stellt, oder auch durch unseren eigenen Anspruch, neue Konzepte zu entwickeln. Und zu guter Letzt bin ich selbst ja auch noch Mitarbeiterin im BeWo. Christiane Kaufmann: Als Fachbereichsleitung ist es meine Aufgabe, die unterschiedlichen Dienste im Fachbereich der Eingliederungshilfe im Blick zu haben, zu vernetzen, neue Angebote zu entwickeln und die Finanzierung zu sichern und zu steuern, so dass die Rahmenbedingungen für eine gute Arbeit für und mit Mitarbeitenden und Klienten gesichert ist.
grundsätzlichen Aufgaben?
Lisa Wollgarten: Meine Aufgabe besteht einerseits darin, die Arbeit im BeWo zu organisieren. Das heißt die Kapazitäten der Mitarbeitenden so zu planen, dass wir möglichst vielen Menschen im BeWo helfen können, aber auch, um Grenzen des Personals zu erkennen und zu besprechen. Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im BeWo ist man zum Großteil Einzelkämpfer, und es ist mir wichtig, dass sie sich an mich wenden können, wenn Situationen sie beschäftigen.
Welche Erfahrungen haben Sie in den ersten Monaten gesammelt? Christiane Kaufmann: Ich erlebe engagierte, motivierte und professionell gut aufgestellte Teams. Und Klienten, die eine gute Anbindung an Caritas und Mitarbeitende haben, das ist eine wichtige Grundlage. Zudem sehe ich durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingen Veränderungsbedarfe, die wir in den nächsten Monaten angehen müssen. Hier ist bereits eine gute Vorarbeit geschehen. caritas eifel aktuell
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Fachbereich I - Eingliederungshilfe
Lisa Wollgarten: Ich konnte bis jetzt zum Glück viele positive Erfahrungen machen. Meine Kolleginnen und Kollegen unterstützen mich bei der Umsetzung inhaltlicher Herausforderungen, und auch hier im Haus erlebe ich sehr viel Unterstützung, egal welche Fragen man an welcher Stelle stellt. Das ist ein gutes Gefühl, für mich als noch nicht erfahrene Leitung.
Was sind Ihre Pläne? Welche Aufgaben liegen nun vor Ihnen? Lisa Wollgarten: Der Plan bzw. mein größtes Anliegen ist, zunächst die veränderte Struktur in unserem Fachbereich (von FBL ohne Teamleitung im BeWo zu zwei verschiedenen Leitungen) weiter zu entwickeln
Ihre Ansprechpartnerinnen Christiane Kaufmann Fachbereichsleitung Eingliederungshilfe
und zu festigen. Nach den letzten Jahren ist ein weiterer Umbruch eine kleine Herausforderung, die wir alle gut meistern. Christiane Kaufmann: Die veränderte Gesetzeslage in der Eingliederungshilfe (BTHG) wird im nächsten Jahr einige Veränderungen mit sich bringen, die wir in unserem Verband gut integrieren müssen. Dies wird meine größte Aufgabe werden. Veränderungen bringen natürlich auch immer Unsicherheiten mit sich. Und sie bringen die Chance für neuen Gestaltungsspielraum. Dies in Balance zu bringen wird meine Aufgabe sein. Die Bedarfe, die die Menschen an Unterstützungsangeboten und damit an uns als Caritas haben, verändern sich immer wieder. Hier sehe ich es als meine Aufgabe, hinzusehen, ob wir den veränderten Bedarfen mit unseren Angeboten in der Eingliederungshilfe weiterhin gerecht werden und wie eine gute Weiterentwicklung stattfinden kann.
02445 8507-252 Lisa Wollgarten Teamleitung Betreutes Wohnen
02445 8507-232
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Vielen Dank für das Gespräch! Wer Fragen hat, kann sich gerne an Frau Kaufmann oder an Frau Wollgarten wenden.
Wer viel Geld hat, muss viel Klima schützen! Reiche in Deutschland verursachen die meisten Klimaschäden. Gerecht wäre, wenn sie mehr für den Klimaschutz täten. Für Klimaschutz, der allen nutzt. caritas.de/klimaschutz Illustration: Franziska Ruflair
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Fachbereich I - Eingliederungshilfe
Kontakt- und Beratungsstelle neu besetzt Seit dem 15.07.2023 ist Dorthe Kriebs-Glazinski neue Mitarbeiterin in der Kontakt- und Beratungsstelle. Sie tritt die Nachfolge von Irene Nellessen an, die die Kontakt- und Beratungsstelle von 1998 an aufgebaut und geprägt hat. In dieser Zeit hat sie Gesprächs-, Kreativ- und Angehörigengruppen ins Leben gerufen. Später kamen eine Kindergruppe, 2007 theaterpädagogische Workshops und in 2009 insbesondere die Regenbogengruppe, ein Angebot speziell für Kinder sucht- und/oder psychisch kranker Eltern dazu, welcaritas eifel aktuell
ches seit Jahren stark nachgefragt wird. Darüber hinaus hat sie jahrelang einmal jährlich Fachvorträge im psychiatrischen Kontext organisiert, welche im Laufe der Jahre immer stärker besucht wurden – ein Indiz dafür, dass so das Tabu „psychisch krank“ stetig weiter aufgebrochen werden konnte. Nun wird Dorthe Kriebs-Glazinski ihre Aufgaben übernehmen und weiterentwickeln. Durch ihren beruflichen Werdegang als Diplom-Sozialpädagogin bringt sie Erfahrung aus
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Verschiedene Angebote für Betroffene
Die Angehörigengruppe findet jeden 1. Dienstag im Monat von 18.30 bis 20.30 Uhr statt. Hier treffen sich Angehörige von Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden. Die Teilnehmer können sich über verschiedene Aspekte der Erkrankungen und den persönlichen Umgang damit, austauschen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Neben dem Angebot von persönlichen Beratungsgesprächen, die sowohl telefonisch als auch in der Kontakt- und Beratungsstelle stattfinden können, gibt es nun jeden Montag von 9:00 - 11:30 Uhr die Möglichkeit, beim Offenen Café mit anderen Betroffenen in entspannter und freundlicher Atmosphäre ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu frühstücken oder zu spielen. Neue Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen!
Die Regenbogengruppe findet weiterhin jeden Dienstag außerhalb der Schulferien für eine feste Gruppe von Kindern statt. Hier haben die jungen Besucher im Alter von etwa 8 - 14 Jahren zum einen die Möglichkeit, über alles zu sprechen, was sie in ihrem häuslichen Alltag beschäftigt. Zum anderen können sie in dieser Zeit spielen, Spaß haben, basteln, backen, Spaziergänge in der Natur unternehmen – eben „einfach mal Kind sein“.
Darüber hinaus trifft sich die Gesprächsgruppe für psychisch erkrankte Menschen nach vorheriger telefonischer Anmeldung jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 11.00 bis 12.15 Uhr. Hier haben Betroffene die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen unter Anleitung der Fachkraft über alle Themen in Zusammenhang ihrer Erkrankung auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Betroffene und Angehörige können sich gerne melden, wenn sie Fragen haben oder ein persönliches Beratungsgespräch wünschen.
der Kinder-, Jugend- und Familienunterstützenden Arbeit mit. Zudem hat sie bereits in der Vergangenheit in einer Kontakt- und Beratungsstelle sowie im ambulanten betreuten Wohnen für psychisch erkrankte Menschen gearbeitet.
Ihre Ansprechpartnerin Dorthe Kriebs-Glazinski Kontakt- und Beratungsstelle 02445 8507-211
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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege
Ehemalige und neue Azubis Die einen haben es gerade geschafft, die anderen fangen erst an. Mitte Oktober konnten wir zunächst fünf ehemaligen Pflege-Auszubildenden zum bestanden Examen gratulieren. Bettina Hinz, Rahel Lust, Christian Scholl, Susanne Züll und Ayat Schnorrenberg haben nach drei Jahren die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann erfolgreich absolviert.
Herzlichkeit der Mitarbeitenden auf der einen Seite, die Dankbarkeit der Gepflegten auf der anderen, das Menschsein in seiner ganzen Vielfalt mit den zahlreichen unterschiedlichen Charakteren, all das habe sie tief beeindruckt und berührt. „Mein Dank gilt ganz besonders auch denen, die Sie ausgebildet haben. Das bedeutet eine Menge Arbeit, aber ich weiß: die machen das sehr gerne“, so Ute Stolz weiter.
„Ich bin sehr, sehr stolz auf Sie“, betonte Ute Stolz vom geschäftsführenden Vorstand. „Ich bin vor einigen Wochen eine komplette Pflegetour mitgefahren und kann daher sagen: Sie haben sich für einen wunderschönen Beruf entschieden!“ Die
Wie haben die neuen Fachkräfte die 3-jährige Ausbildung erlebt? „Deutsch ist nicht meine Muttersprache, daher muss ich sagen: das war schwerer, als ich dachte“, sagte Ayat Schnorrenberg, die aus Syrien stammt. „Die fremde Sprache
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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege an sich, dann noch viele Fachausdrücke – das erste halbe Jahr habe ich fast nichts verstanden.“ Aber mit Unterstützung der Praxisanleitungen und des Ausbildungszentrums habe schließlich alles gut geklappt. Gerade das Ausbildungszentrum in der ehemaligen Villa Wigger neben dem Schleidener Caritas-Haus wurde von allen äußerst positiv bewertet. „Das ist wirklich sehr gut, ich kenne nichts Vergleichbares“, sagte Christian Scholl. Hier kommen die Auszubildenden aller Stationen zusammen, um das in der Theorie erlernte gemeinsam zu vertiefen, Unklarheiten zu beseitigen und in einem speziell eingerichteten Pflegezimmer praktische Anwendungen einzuüben. „Dorothee und Judith sind top“, bestätigte die Gruppe. Gemeint waren die Ausbilderinnen Dorothee Schweisfurth und Judith Hütten, die sich intensiv um die Nachwuchskräfte in der Villa Wigger kümmern.
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Was weitere berufliche Wege angeht, so sehen die Pläne unterschiedlich aus. Bettina Hinz und Susanne Züll werden von uns in der Caritaspflegestation Mechernich bzw. Schleiden übernommen. Bettina Hinz denkt über eine Weiterbildung zur Wundexpertin oder Palliativfachkraft nach, das Studium der Pflegepädagogik wäre eine weitere Option. Die Weiterbildung zur Palliativfachkraft ist auch für Susanne Züll denkbar. Christian Scholl hingegen möchte im stationären Bereich tätig werden und startet in einem Dürener Nieren-Zentrum. Auch Ayat Schnorrenberg will stationär arbeiten und beginnt ihren Dienst im Kreiskrankenhaus Mechernich. Rahel Lust bleibt zwar der ambulanten Pflege weiterhin treu, wechselt aber zu einem Pflegedienst in ihrer Euskirchener Wohnortnähe. Für ihre berufliche Zukunft wünschen wir ihnen alles erdenklich Gute und Gottes Segen.
Die Azubis 2023 v.l.n.r.: Simon Wynands, Isabel Mundorf, Rebecca Poensgen. Sarah Hansen war am Fototermin leider verhindert.
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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege
Gleichzeitig begrüßen wir nun unsere neuen Azubis in der Pflege: Isabel Mundorf, Simon Wynands, Sarah Hansen, Lucie Chemweno und Rebecca Poensgen. Die Gründe, sich für den Pflegeberuf zu entscheiden, fielen unterschiedlich aus. „In meinem ersten Beruf der Finanzwirtin wurde ich einfach nicht glücklich“, erklärte Isabel Mundorf. Zunächst hatte sie Schulungen zur Altenpflegehelferin und Rettungssanitäterin durchlaufen, jedoch sind die Tätigkeiten hier eingeschränkter. „Als examinierte Pflegefachfrau darf ich endlich alles das machen, was ich wirklich interessant finde. Dazu kommen die vielen weiteren Möglichkeiten, die mir dieser Beruf hinterher bietet, das ist einfach toll!“ Simon Wynands musste infolge eines Unfalls die erste Ausbildung zum Steinmetz aufgeben. Über das Berufsbildungszentrum in Euskirchen hat er im Bereich der Pflege mehrere Praktika durchlaufen. „Ich kann einfach gut mit Menschen umgehen und habe festgestellt, dass mir gerade in die ambulante Pflege Spaß macht, daher habe ich mich bewusst für diese Ausbildung entschieden“, sagt er. Rebecca Poensgen war bereits seit drei Jahren Mitarbeitende unseres Caritasverbandes. Als mobile Hauscaritas eifel aktuell
haltshilfe kam mit Menschen in Kontakt, die in ihrem häuslichen Umfeld Hilfe brauchen. „Ich gehe einfach gerne mit den alten Menschen um. Sie geben einem immer ein Lächeln.“ Sie durchläuft ab Dezember 2023 die einjährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Sarah Hansen hatte in diesem Jahr zunächst ein Praktikum in der Caritaspflegestation Schleiden absolviert, um den Pflegeberuf kennen zu lernen. Es hat ihr auf Anhieb Spaß gemacht hat, so dass sie sich kurzerhand für die 3-jährige Ausbildung entschieden hat. Lucie Chemweno hatte vor 10 Jahren bereits eine Schulung zur Pflegehelferin gemacht. „Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht! Ich mag die Gespräche mit den Menschen und natürlich auch die Freude darüber, dass sie von mir versorgt werden.“ Nach der Elternzeit hatte sie eigentlich vor, die einjährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz zu machen, „aber im Bewerbungsgespräch hat Elisabeth Nosbers mir vorgeschlagen, gleich die dreijährige Ausbildung zu machen.“ Wer Fragen hat, kann sich gerne an Elisabeth Nosbers, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege, wenden: Telefon 02445 8507-253.
Klima schützen heißt Hunger bekämpfen! Das nutzt allen: weltweit Menschen in Not und dem Überleben der Welt. Für Klimaschutz, der allen nutzt. caritas.de/klimaschutz Illustration: Franziska Ruflair
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Fachbereich III - Soziale Arbeit
Sozialräumliche soziale Schuldnerberatung Seit dem Sommer gibt es ein neues Beratungsangebot, das sich speziell an Seniorinnen und Senioren in finanzieller Notlage richtet: die sozialräumliche soziale Schuldnerberatung (SoSoSchu). Insbesondere nach der Flut war sichtbar geworden, dass Altersarmut zugenommen hat und sich Betroffene zudem – häufig aus Scham – nicht beraten lassen. Ziel ist daher, Barrieren abzubauen, damit die Menschen Hilfeangebote erhalten, welche Altersarmut möglichst verhindern, verringern oder abbauen können. Die Beratung wird über das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz finanziert. caritas eifel aktuell
„Tatsächlich wird die Altersarmut immer größer, bei uns auf dem Land ist sie vielleicht noch versteckter“, beschreibt Vorstand Ute Stolz die Situation. „Immer wieder merken wir, dass gerade unsere Seniorinnen und Senioren sehr verschämt sind und Unterstützung, die ihnen rechtlich zusteht, gar nicht erst in Anspruch nehmen. Sie sind sehr bescheiden, möchten es aus eigener Kraft schaffen oder fürchten der Gesellschaft zur Last fallen. Daher möchten wir sie ausdrücklich ermutigen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und sich beraten zu lassen.“ In der Eifel kommt die Flut als Ursache für Armut noch einmal hinzu –
Fachbereich III - Soziale Arbeit so mussten viele Menschen etwa in ein Miethaus ziehen, weil das eigene Haus enormen Schaden genommen hat, wodurch doppelte Kosten entstanden sind. Andere hatten vorher Wohnraum vermietet, konnten nach dessen Zerstörung aber nicht mehr auf die bisherigen Mieteinnahmen zählen. Überhaupt sind viele Menschen durch die Flut in allen Bereichen belasteter. „Durch unsere Arbeit im Fluthilfezentrum haben wir bereits Erfahrung gesammelt und gute Kontakte in den Sozialraum“, ergänzt Christiane Kaufmann, Fachbereichsleitung Eingliederungshilfe sowie stellvertretende Fachbereichsleitung Soziale Arbeit und Projektverantwortliche. „Viele Beratungsthemen überschneiden sich auch mit denen aus anderen Bereichen, beispielsweise aus der Allgemeinen Sozialen Beratung oder auch dem Bereich der Pflege. So können wir unsere Ressourcen als Caritasverband gut bündeln.“ Die SoSoSchu wird von Andrea Zens (Schuldner- und Insolvenzberatung) und Annette Schäfer (Fluthilfe Team Caritas) angeboten, unterstützt von Verwaltungsfachkraft Elke Kapma. Mit Sozialräumen sind Orte gemeint, an denen Menschen auf verschiedene Art und Weise zusammen leben
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oder sich begegnen. In unserem Fall bedeutet dies, dass die Beraterinnen vor allem aufsuchend tätig sind und Betroffene in ihrem Zuhause beraten, aber auch in Seniorencafés, Gymnastikgruppen oder Spieletreffs. „Da sind wir nicht festgelegt“, betont Christiane Kaufmann. Wichtig sei, verschiedene Angebote zu konzipieren, unterschiedliche Orte aufzusuchen und Netzwerke auszubauen, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und informieren zu können. Tatsächliche Bedarfe würden regelmäßig ermittelt, um möglichst passgenaue Angebote zu initiieren. „An welchem Ort auch immer – die älteren Menschen erhalten konkrete Informationen, welche Hilfesysteme von ihnen genutzt werden können. Viele wissen nicht um ihre Ansprüche auf Grundsicherung oder Wohngeld. Hier kommen wir ins Spiel.“ Ihre Ansprechpartnerinnen Annette Schäfer Fluthilfe Team Caritas 0173 2683260 Andrea Zens Schuldner- und Insolvenzberatung 02443 9029811
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Fachbereich III - Soziale Arbeit
Änderungen in Leitungsebenen Die Thematik der personellen Neuerungen scheint sich durch diese Ausgabe der Caritas-EifelAktuell zu ziehen (s.S. 6-9). So haben sich auch im Fachbereich III mehrfach neue Entwicklungen ergeben. Zunächst ging Fachbereichsleitung Anne Teuber (geb. Kurtensiefen) im Frühjahr 2022 in Elternzeit und wurde in Teilzeit von Lena Winter (Leitung Migrationshilfe) sowie Ute Stolz (Vorstand) vertreten. Anschließend kam Christiane Kaufmann als neue Mitarbeiterin hinzu, die die Aufgaben von Ute Stolz übernehmen konnte. Seit diesem Sommer befindet sich wiederum Lena Winter in Elternzeit, die von Christiane Kaufmann und caritas eifel aktuell
Doris Esken (Leitung Schulbegleitung) vertreten wurde. Seit September ist Anne Teuber nunmehr aus der Elternzeit zurück und widmet sich wieder ihren Aufgaben als Fachbereichsleitung mit einem Stellenumfang von 50%. Unterstützt wird sie weiterhin von Christiane Kaufmann und Doris Esken, bis deren Aufgaben vom zweiten, zukünftigen Vorstand Oliver Krings ab Frühjahr 2024 übernommen werden kann. Durch die Elternzeit von Lena Winter musste auch die Leitung der Migrationshilfe neu besetzt werden. Diese Aufgabe hat Claudia Dreßen übernommen. Sie war bereits Mitarbeiterin in der Migrationshilfe und bringt zudem Leitungserfahrung mit.
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Hilfe bei Energieschulden Trotz Energiepreis-Bremsen und -deckeln sind in diesem Jahr Preiserhöhungen und Nachzahlungen auf die Bürger zugekommen. Der Diözesan-Caritasverband für das Bistum Aachen (DiCV) hatte daher einen Notfall-Energiefonds geschaffen, der Betroffene auf Antrag unterstützt. Die im letzten Jahr zu versteuernde Energiebeihilfe i.H.v. 300 € hat zu höheren Kirchensteuereinnahmen des Bistums geführt, welche nun über den neuen Fonds wieder an Betroffene zurückgegeben werden sollen. „Ich habe seit dem Start rund 25 Anträge* erhalten und weitergeleitet“, sagt Norbert Telöken, Schuldner- und Insolvenzberatung. „Es gab Menschen, die plötzlich 1.000 € *Stand: August 2023
nachzahlen sollten. Sie können über den Notfall-Energiefonds unterstützt werden – bis hin zu einer vollständigen Begleichung ihrer Rechnung. Die Bearbeitung in Aachen geht zudem schnell vonstatten.“ Herr Telöken ist Ansprechpartner für Betroffene im Südkreis Euskirchen sowie im Südkreis der StädteRegion Aachen. Ihr Ansprechpartner Norbert Telöken Soziale Schuldnerund Insolvenzberatung 02445 8507-276
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Gemeindecaritas und Ehrenamtskoordination Veranstaltungen für den Verband organisierte. Was für ein Spaß, mit ihr über Legionellen, Legionäre oder Lektionare zu albern und gleichzeitig Freitagnachmittag noch die Liederhefte fürs Jubiläum zu „retten“. Sie sprühte vor Ideen, konnte im wahrsten Sinne des Wortes zupacken und hatten immer auch einen Blick für die leisen Zwischentöne.
Tschöö, Martina! Ehrenamt und Gemeindesozialarbeit ohne Martina Bertram... wie kann das sein? Geht das überhaupt? Nach 11 Jahren im Caritasverband und davon 8 Jahren in der Stabsstelle Gemeindecaritas und Ehrenamtskoordination hat sich Martina Bertram dazu entschlossen, ihre Wege in eine neue Richtung zu lenken. Aufbruch war schon immer ein Thema, wenn sie in schnellen Schritten durch die Flure lief, überall zugleich war, die Ehrenamtlichen motivierte, im Kleiderladen nach dem Rechten schaute, schnell noch einen religiösen Impuls herbeizauberte oder caritas eifel aktuell
Und genau deswegen war es ihr auch ein Anliegen, sich bei „ihren“ Ehrenamtlichen zu bedanken, mit denen sie über all die Jahre in unterschiedlichen Diensten unterwegs war. Sie waren und sind ihr eine Herzenssache. Das hat sie uns mit auf den Weg gegeben. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende des Caritasverbandes sagen aber auch „Danke, Martina!“ Wir schicken unsere besten Wünsche mit auf den neuen Weg: „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in Deinem Rücken sein. Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand.“
Mehr Busse für weniger Geld! Das nutzt allen: Jenny, die den Bus nehmen muss, allen, die es wollen, und natürlich dem Klima. Für Klimaschutz, der allen nutzt. caritas.de/klimaschutz Illustration: Franziska Ruflair
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Allgemeine Infos
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Großzügige Spende an die Caritas Eifel Unser Caritasverband stand in den letzten Jahren vor einigen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie, die Hochwasserkatastrophe und zuletzt die Cyberattacke im vergangenen November kosteten so manchen Nerv. Nun jedoch kam es zu einem ungewöhnlichen Glücksfall: aus dem Privatvermögen eines Vereins, der sich derzeit in der Auflösungsphase befindet, fließt gemäß dessen Satzungsbestimmungen die Hälfte an unseren Wohlfahrtsverband. Die Summe beziffert sich auf 108.000 €. caritas eifel aktuell
„Wir fielen aus allen Wolken, als uns die Nachricht einer Frau Erika Greß aus Wuppertal, die uns bis dahin vollkommen unbekannt war, erreichte“, beschreibt Ute Stolz vom Caritas-Vorstand die Überraschung. „Uns war ja auch gar nicht klar, warum wir in diesen Genuss kommen und welche Geschichte eigentlich dahintersteckt.“ So fuhr sie gemeinsam mit Arndt Krömer (Öffentlichkeitsarbeit) zu Erika Greß (r.) nach Hause, um nicht nur die notwendigen Formalitäten zu klären, sondern auch, um die historischen Zusammenhänge in Erfahrung zu bringen. caritas eifel aktuell
Allgemeine Infos Alles begann mit Frau Elfriede Baldes. Sie war in den 70er Jahren Chefsekretärin der Firma Stocko mit Niederlassungen in Wuppertal und Hellenthal. Sie hatte im Laufe ihres Lebens ein beträchtliches Privatvermögen angespart und scheinbar ein Herz für verrentete Mitarbeitende, die sich nicht viel leisten konnten. So hinterlegte sie ihr Vermögen in der Firma und bestimmte, dass dieses für bedürftige Betriebsrentnerinnen und -rentner eingesetzt werden sollte, um deren finanzielle Situation zu verbessern. Nachdem die Firma 1997 verkauft wurde, brachte Verwaltungsmitarbeiterin Erika Greß, die nach dem Tod von Elfriede Baldes mit der Angelegenheit betraut wurde, das Vermögen in den dazu neu gegründeten Verein „Elfriede-Baldes-Fonds e.V.“ ein. Über diesen wurden ehemalige Mitarbeitende nach wie vor unterstützt. „Nachdem jedoch staatliche Hilfen wie Wohngeld oder Sozialhilfe eingeführt worden waren, die den Rentnern nun zustanden, machte unser Verein keinen Sinn mehr – denn unsere Unterstützung wurde von diesen Hilfen wiederum abgezogen“, erklärte Erika Greß. Als somit klar wurde, dass der ursprüngliche Vereinszweck von da an nicht mehr er-
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füllt werden konnte, beschlossen die Mitglieder, den Verein aufzulösen. Für das Eintreten dieses Falles war in der Satzung schriftlich vorgesehen, dass eine Hälfte des Vereinsvermögens für einen wohltätigen Zweck in Wuppertal und die andere an den Caritasverband für die Region Eifel e.V. zu fließen hat. „Ich habe in den vergangenen Wochen viel in alten Unterlagen gestöbert und herausgefunden, dass ein der Caritas wohlgesonnener Mitarbeiter von Stocko Hellenthal dies verfügt hat“, schilderte Erika Greß die letzten Zusammenhänge. Er legte fest, dass mit der Spende die ambulante Pflege sowie Menschen mit sozialpsychiatrischem Hilfebedarf im Schleidener Tal/Raum Hellenthal unterstützt werden solle. So komme sie nun in die Lage, die Eifeler Caritas mit der Spende zu bedenken. „Wir können nur ‚tausend Dank‘ sagen“, drückte Ute Stolz ihre Freude über die unerwartete, glückliche Fügung aus. Das sage sie nicht nur persönlich, sondern auch im Namen der Menschen, die Hilfe brauchen und sie mit der Spende unterstützen könne. „Da öffentliche Mittel immer mehr reduziert werden, wir aber gleichzeitig merken, dass die Not steigt, sind wir auf privates Engagement angewiesen, um unsere Hilfen bestmöglich anbieten zu können.“ caritas eifel aktuell
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Allgemeine Infos
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für von der Flut betroffene Familien Zehn Familien aus den Flutgebieten Kall, Schleiden, Mechernich und Hellenthal, die sich infolge der Schäden eigentlich keinen Urlaub leisten können, reisten Mitte Juli zwei Wochen lang ins Allgäu. Im Feriendorf Eglofs konnten sie sich von den enormen Strapazen und Herausforderungen der letzten zwei Jahre erholen. Angestoßen und finanziert wurde die Maßnahme durch das Siedlungswerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Diesem war es ein großes Anliegen, junge Familien mit Kindern, die vom Hochwasser besonders caritas eifel aktuell
stark betroffen waren, mit einer Erholungsmaßnahme zu unterstützen. Unsere Fluthilfe übernahm die Organisation vor Ort. „Mein Kollege Philipp Schröder von CaritasInternational, dem weltweit agierenden Hilfswerk der Caritas, wandte sich kürzlich mit der guten Nachricht an mich“, schildert Annette Schäfer, Fluthilfe Team Caritas, die Hintergründe. „Er hatte vom Siedlungswerk des Bistums Stuttgart finanzielle Mittel erhalten, welche gezielt in die Ferienmaßnahme fließen soll. Meine Aufgabe als Mitarbeiterin der Fluthilfe war es nun, vom Hochcaritas eifel aktuell
Allgemeine Infos wasser stark geschädigte Familien zu suchen und auf die Möglichkeit anzusprechen.“ So habe sie die Ordner der letzten zwei Jahre durchforstet und nachgeschaut, zu wem das Angebot und seine Voraussetzungen passen. Die Freude bei den Adressaten war riesig, am Telefon klang es teilweise wie bei einem Lottogewinn – und besonders berührt hat Annette Schäfer dabei die Tatsache, dass sich manche zugunsten anderer zurücknahmen: „Es gab tatsächlich Familien die sagten ‚Das ist super nett von Euch, aber wir haben großes Glück und können wir uns einen eigenen Urlaub leisten. Helfen Sie gerne denen weiter, die es wirklich brauchen.‘“ Dass die Familien am 15. Juli – und damit genau zwei Jahre nach der Katastrophe – ins Allgäu aufbrachen, war dabei tatsächlich ein Zufall. Nach den Geschehnissen freuten sich alle darauf, endlich einmal ganz abzuschalten. Dazu trug auch das pädagogische Konzept in Eglofs bei. Nach dem Motto „Der Natur so nah“ bot ein Team vor Ort das entsprechende Freizeit- und Erlebnisprogramm für Kinder und Eltern an. „Es ist ein bisschen wie eine Mischung aus Urlaub und Kur, inklusive einer Rundum-Betreuung, so dass auch die Eltern bzw. Alleinerziehenden zur
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Ruhe kommen können“, beschreibt Annette Schäfer. So standen den Kindern drei Spielplätze, eine Kletterwand, ein Kindergarten, eine große Grillhütte, Tischtennisplatten, Barfußpfade, Feuerplätze, Seilparcours und ein Insektenhotel zur Verfügung. Die Rückmeldungen der Familien fielen sehr positiv aus, gerade vom Kinderprogramm waren Eltern begeistert. Darüber hinaus sei in der Zeit der Ruhe allerdings auch „viel nach oben“ gekommen, sie hätten einiges an Erlebnissen aus der Flutnacht verarbeiten können. Leider wurde ein Elternteil bald nach der Ankunft sogar krank und musste die Maßnahme abbrechen. „Man kennt das – man funktioniert einfach und hält tapfer alles durch. Und sobald Geist und Körper zur Entspannung kommen, werden Menschen dann krank“, so Annette Schäfer. Wer Fragen an die Fluthilfe hat, kann sich gerne an die zentrale Rufnummer 02444 4450046 wenden.
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Allgemeine Infos
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Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert Neben der Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann bieten wir auch im Fachbereich Verwaltung und Controlling eine Ausbildung an. Shabnam Sadat-Sharifi aus Afghanistan hat ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement erfolgreich abgeschlossen und wurde anschliessend von uns übernommen.
Hallo Shabnam, stell dich doch einmal kurz vor. Mein Name ist Shabnam Sadat-Sharifi, ich komme aus Afghanistan, bin verheiratet und habe drei Kinder. caritas eifel aktuell
Meine Hobbys sind Nähen und Kochen, außerdem verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie.
In deiner Heimat warst du bereits beruflich tätig. Das stimmt, ich war in Kabul als Lehrerin in einer Privatschule tätig. Ich hatte dort Englisch studiert und Kindergarten- sowie Grundschulkinder unterrichtet. Als wir durch unsere Flucht nach Deutschland kamen, war klar, dass ich meinen Beruf als Lehrerin hier nicht mehr ausüben kann. Zunächst habe ich Sprachkurse besucht, um deutsch zu lernen. caritas eifel aktuell
Allgemeine Infos Warum hast du dich für das Büromanagement entschieden? Das kam über das JobCenter Euskirchen bzw. das Berufsbildungszentrum in Euenheim. Sie vermittelten mir in verschiedenen Arbeitsbereichen Praktikumsstellen. Unter anderem habe ich eines in der Verwaltung des JobCenters gemacht, das hat mir sehr gut gefallen.
Weshalb hast du die Ausbildung bei uns gemacht? Nach unserer Ankunft in Mechernich haben wir von der Caritas sehr viel Hilfe erfahren. Ich wollte daher unbedingt auch bei der Caritas arbeiten und anderen Menschen helfen. Als ich später an einem unserer Bewerbungstraining teilgenommen habe, hat mich der damalige Geschäftsführer Rolf Schneider spontan angesprochen und gefragt, ob ich mir eine Ausbildung in der Pflege vorstellen könnte. Ich sagte nein, aber auch, dass ich gerne eine Ausbildung in der Verwaltung machen möchte. Und das hat dann geklappt!
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gen am PC, musste bei null anfangen. Dazu kamen dann noch die ganzen Fachausdrücke. Aber ich habe mich durchgebissen und mit der intensiven Unterstützung meiner Ausbilderinnen und lieben Kollegen hat dann zum Glück alles geklappt! Die Ausbildung erfolgreich abzuschließen und damit vielleicht auch anderen in einer ähnlichen Situation Vorbild zu sein, das war mein Wunsch – aber auch meine größte Herausforderung.
Welche Aufgabe hast du in der Zeit am liebsten gemacht? Am besten hat mir die Arbeit in der Personalabteilung und in der Caritaspflegestation Blankenheim gefallen.
An welches Ereignis wirst du dich in 10 Jahren noch erinnern? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Wahrscheinlich insgesamt daran, dass die Ausbildungszeit ganz schön anstrengend für mich war, aber eben auch ein großer Schritt in meinem Leben. was sind heute deine Aufgaben?
Dein Ausbildungsweg bei uns war schon ein besonderer – deutsch ist nicht deine Muttersprache... Das war in der Tat sehr schwer für mich. Ich hatte auch keine Erfahrun-
Ich unterstütze zum einen die Assistenz des Vorstandes, übernehme aber auch Aufgaben in der Finanzbuchhaltung und in den zentralen Diensten. caritas eifel aktuell
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Allgemeine Infos
Fachbereich I - Eingliederungshilfe
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Trödelmarkt in Schleiden
Sommerfest Eingliederungshilfe
Am Samstag, 26.08.2023, haben die Mitarbeitenden unseres Möbeldienstes einen Trödelmarkt, gemeinsam mit interessierten Nachbarn, angeboten. So hatten die Bürger die Möglichkeit, in der Karl-Kaufmann-Straße, Dronkestraße, Humboldtstraße und Sturmiusstraße nach alten Schätzen und Schnappern zu suchen. Bei glücklicherweise gutem Wetter waren die Stände gut besucht, die Aktion kam gut bei der Bevölkerung an.
Am Freitag, den 18.08.2023, hat der Fachbereich Eingliederungshilfe das traditionelle Sommerfest im Garten des Möbellagers in der Schleidener Karl-Kaufmann-Straße gefeiert. Mitarbeitende und Klienten kamen ins Gespräch und genossen bei bestem, warmem Sommerwetter in gemütlicher Atmosphäre Gegrilltes und kühle Getränke. Zudem trat die in diesem Jahr gegründete Line-DanceGruppe auf und trug somit zur Unterhaltung der Gästen bei.
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Business Run 2023 Nach coronabedingten Pausen ging es in diesem Jahr endlich wieder an den Start – im wahrsten Sinne des Wortes. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben am Business-Run in Simmerath zum gemeinsamen Laufen oder Walken teilgenommen. 19 Mitarbeitende waren mit vollem Einsatz dabei. Anschließend ließ man das Event bei Live-Musik und kühlen Getränken gemeinsam ausklingen. Das gute Wetter und die gute Stimmung rundeten den Nachmittag und Abend ab.
Fluthilfe organisierte Frühstück des Teilens in Nettersheim Am 20. August fand zum ersten Mal ein „Frühstück des Teilens“ in der Gemeinde Nettersheim statt. Es handelt sich um ein Projekt, welches die Mitarbeitenden der Fluthilfe ins Leben gerufen haben. Es richtete sich jedoch nicht nur an von der Flut betroffene Menschen, sondern an alle Bürgerinnen und Bürger. Ziel war, nach den schwierigen Zeiten der Hochwasserkatastrophe wieder die Begegnung und Gemeinschaft im Ort zu fördern. „Letztlich waren alle im Gebiet mehr oder weniger von der Flut betroffen – und vorher hat ihnen Corona schon das Leben schwer gemacht“, beschreibt Eva Trossen vom Fluthil-
feteam der Caritas die Hintergründe. „Wir wollten daher etwas organisieren, das wieder mehr Leichtigkeit, Geselligkeit und Miteinander in ihr Leben bringt. Familien mit Kindern, Alleinstehende, Paare, ältere Menschen – alle waren und sind herzlich willkommen.“ Jeder Gast war aufgerufen, etwas zum Frühstücken mitzubringen, um es mit den anderen zu teilen. Die Caritas stellte Kaffee, Brötchen, Wasser, Butter und Marmelade. Unterstützt wurde das Projekt von der Pfarrgemeinde und dem Malteser Hilfsdienst. Die Malteser organisierten zudem einen Fahrdienst, so dass auch ältere Menschen die Möglichkeit hatten, teilzunehmen. Das erste Frühstück fand auf dem Außengelände und der Wiese an der Caritas Tagespflege St. Martin, Rosenthalstraße 10, statt. Für die Kinder wurden Spielgeräte organisiert, Alleinunterhalter Hermann-Josef Meyer sorgte für die musikalische caritas eifel aktuell
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Fachbereich I - Eingliederungshilfe
Begleitung. Die Gäste nahmen die Initiative sehr positiv auf. Weitere Treffen dieser Art sind in Nettersheim geplant. Die Örtlichkeiten sollen dabei wechseln. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann sich bei Eva Trossen unter der Telefonnummer 0173 1482590 oder per E-Mail an e.trossen@caritas-eifel.de wenden.
Patenschaften Jung & Alt wieder gestartet
Am 9. September haben wir gemeinsam mit dem Liebfrauenhof eine Infoveranstaltung in und mit der Clara-Fey-Schule Schleiden (CFS) durchgeführt, um das Projekt „Patenschaften JUNG und ALT“ wieder vorzustellen. Schüler:innen der 9. Klassen übernehmen dabei eine Patenschaft für einen alten Menschen. Etwa ein Schuljahr lang besuchen sie 1x monatlich die ihnen fest zugeteilten Bewohner. So lernen sie Eigenverantwortung, vereinbarte Termine einhalten und auch den Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Sie erlangen Verständnis caritas eifel aktuell
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für ältere Menschen, soziale Kompetenz, Selbständigkeit und Hilfsbereitschaft. Für das außerschulische soziale Engagement erhalten sie auf dem Zeugnis einen gesonderten Eintrag, der bei künftigen Arbeitgebern und weiterführenden Schulen angesehen ist. Die Kooperation ging bereits 2018 an den Start. Nach den drei Corona-Jahren hatte der Liebfrauenhof wieder die Initiative ergriffen und den Kontakt zu den Kooperationspartnern gesucht. „Unsere Bewohner haben das geliebt“, betonte Diana Mehnert vom Sozialdienst. „Sie haben sich immer sehr gefreut, wenn sie wussten: heute kommt die Schülerin oder der Schüler wieder.“ Lehrerin Stephanie Reuter begleitet das Projekt seitens der CFS und stellte es den Schülern vor. Wir organisieren den Fahrdienst. Anschließend klärte Dr. Carsten Schacher, Chefarzt der Geriatrie in der Brabenderklinik Zülpich, die jungen Menschen über das Krankheitsbild der Demenz auf. Am Ende bedachten die Schülerinnen und Schüler die Infoveranstaltung mit Applaus und etwa 40 Interessierte von ihnen nahmen ohne zu Zögern Info- und Anmeldezettel mit. Später wurde deutlich: die Resonanz war so groß, dass man einigen Schüler:innen sogar absagen musste. caritas eifel aktuell
Allgemeine Infos Abschluss: „In Führung gehen“
Beim Weiterbildungsprogramm „In Führung gehen“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Diözesan-Caritasverbandes Aachen und mehrerer regionaler Caritas- sowie weiterer Fachverbände. Es geht darum, entdeckte Talente aus den eigenen Reihen für die Rolle der Führungskraft zu qualifizieren. Jeder angehenden Führungskraft – Mentee – wird eine bestehende Führungskraft – Mentor:in – zur Seite gestellt, wobei beide immer aus unterschiedlichen Verbänden kommen. So wird auch die Vernetzung in der Caritas-Landschaft gefördert. In unserem Caritasverband hat Elisabeth Nosbers, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege, im Frühjahr 2022 die Rolle der Mentorin übernommen, während Lisa Wollgarten, Mitarbeiterin im ambulant Betreuten Wohnen im Fachbereich Eingliederungshilfe als Mentee an den Start ging. Nach nunmehr anderthalb Jahren sind beide Prozesse erfolgreich
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abgeschlossen worden. Ute Stolz, geschäftsführender Vorstand, bedankte sich zunächst bei Elisabeth Nosbers für die verantwortungsbewusste Übernahme ihrer Aufgabe. „Das alles in einer Zeit zu managen, die für uns immer noch durch die Auswirkungen von Corona, Flut und Hacker-Angriff geprägt war, ist eine tolle Leistung, die große Anerkennung verdient!“ Anschließend wandte sie sich an Lisa Wollgarten, die bereits im Qualifikationsprozess die Teamleitung des Betreuten Wohnens übernommen hat. „Auch für Sie war der Weg mit mehreren Herausforderungen verbunden, aber Sie haben ihn geschafft und darauf können Sie sehr stolz sein!“ Anschließend überreichte sie beiden Mitarbeiterinnen einen Blumenstrauß. Auch Christiane Kaufmann, Fachbereichsleitung Eingliederungshilfe, bedankte sich bei Lisa Wollgarten mit einem passenden Fachbuch für ihren engagierten Einsatz und die vielen guten Ideen und Gespräche, mit denen sie sich stets eingebracht hat.
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Wärmedämmung auch für günstige Mietwohnungen! Das nutzt allen: Jenny und ihrer Vermieterin. Und natürlich dem Klima. Für Klimaschutz, der allen nutzt. caritas.de/klimaschutz Illustration: Franziska Ruflair