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Jahresbericht 2025

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Jahresbericht 2025

Unsere Arbeit gegen die Armut

2025

Editorial

Positive und negative Ereignisse hielten sich 2025 leider nicht die Waage. In Syrien etwa schöpften viele Menschen nach dem Sturz des Assad-Regimes neue Hoffnung. Auf einer Reise erlebten wir die Energie dieses Aufbruchs als geradezu greifbar – zugleich zeigten erneute Gewaltausbrüche, wie fragil die Situation ist. Ähnliches in der Ukraine: Während mehrmals über eine Waffenruhe verhandelt wurde, ging der Krieg unvermindert weiter. So auch in Myanmar, was den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben zusätzlich erschwerte.

Kaum auszuhalten war die Situation in Gaza. Sie brachte uns die schwer erträgliche Erfahrung, dass wir bereit waren, Hilfe zu leisten, dies aber nicht in vollem Umfang konnten aufgrund von Behinderungen und Beschränkungen. Und selbst in den Regionen, wo unsere Unterstützung ankam, etwa in den Flüchtlingslagern im Südsudan, riss das Leid nicht ab. Denn Woche für Woche mussten weitere Menschen fliehen. Gleichzeitig wurden weltweit Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit gestrichen.

Nie hätten wir gedacht, dass sich die Weltlage so schnell und so dramatisch verschlechtern kann. Die Politik zieht sich vielerorts aus der Verantwortung – auch in der Schweiz – und etliche nehmen das achselzuckend hin. Umso wichtiger sind Menschen und Organisationen, die anderen beistehen und Perspektiven eröffnen. Wie Caritas Schweiz dies im Jahr 2025 tat, sei es weltweit oder hierzulande, wie nach dem enormen Erdrutsch in Blatten, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Intern haben wir uns ein neues Leitbild gegeben und die Strategie 2026+ entwickelt. Damit sind wir bereit für die Zukunft. Denn die Aufgaben und Herausforderungen werden in den nächsten Jahren bestimmt nicht weniger. Was sicher ist: Wir von Caritas Schweiz bleiben dran, gemeinsam mit unseren Netzwerk-Partnern. Vielen Dank, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken. Sie geben uns die Möglichkeit, das zu tun, wozu wir seit 125 Jahren da sind: Armut überwinden.

Monika Maire-Hefti Präsidentin Caritas Schweiz
Peter Lack Direktor Caritas Schweiz

Inhalt

Internationale Zusammenarbeit

Was tun, wenn die Herausforderungen wachsen –aber die Solidarität sinkt?

Vier Beispiele, wie die Caritas dem Wandel begegnet.

Katastrophenhilfe Inland

Der Bergsturz in Blatten war verheerend. Unterstützung war für unmittelbare Massnahmen gefragt. Aber auch für den Wieder aufbau, der andauert.

Humanitäre Hilfe

Südsudan, Ukraine, Gaza –aber auch Myanmar oder Haiti: 2025 war die Not vielerorts gross. Die Caritas half, wo sie konnte.

Politisches Engagement

Soziale Anliegen haben es schwer. Immerhin gewinnt die Schweiz neuerdings einen Überblick über Ausmass und Ursachen von Armut: via Armutsmonitoring.

Projekte Schweiz

Bildung ebnet den Weg aus der Armut. Es gilt jedoch, Hürden zu überwinden. Caritas Schweiz hat Ideen für mehr Chancengleichheit.

Woher die Caritas Beiträge erhält und wie sie diese einsetzt, sehen Sie in der Bilanz und anhand von Grafiken.

Hier finden Sie die digitale Version des Jahresberichts: caritas.ch/jahresbericht

Zahlen der Caritas

Internationale Zusammenarbeit im Wandel

Flexibilität –Tag für Tag

Krisen, Klimaerhitzung, knapper werdende Mittel: Die internationale Zusammen arbeit steht unter Druck. Um Menschen in Armut wirksam zu unterstützen, muss Caritas Schweiz ihre Projekte ständig anpassen.

Eine komplexe Aufgabe.

Wegen Kriegen und Konflikten haben 2025 rund 120 Millionen Menschen als Vertriebene gelebt. Auch die Klimakrise gefährdet die Lebensgrundlagen vieler. Währenddessen schauen etliche Staaten vermehrt für sich: Der Multilateralismus, also das Zusammenspannen über Landesgrenzen hinweg, wird grundsätzlich infrage gestellt und Gelder für die internationale Zusammenarbeit werden gestrichen. Kurz: Die Herausforderungen werden grösser, die weltweite Solidarität sinkt. Was das für Menschen in Armut bedeutet und wie Caritas Schweiz darauf reagiert, zeigen vier konkrete Beispiele aus dem Projekt-Alltag.

« Der Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Gemeinschaften ist unglaublich wichtig. »

Herausforderung 1:

Politische und wirtschaftliche Umbrüche Angesichts der aktuellen Unsicherheiten muss Caritas Schweiz in ihren rund 20 Projektländern jederzeit bereit sein, auf ein einschneidendes Ereignis zu reagieren. In Syrien beispielsweise ist die Hoffnung Anfang 2025 gross, dass sich nach dem Sturz des Assad-Regimes die Lebensbedingungen verbessern.

Doch mit dem Regierungswechsel bricht die öffentliche Ordnung zusammen – Liquidität ist nirgends mehr vorhanden. So wird die bislang

bewährte Bargeldhilfe der Caritas ausgebremst. Caritas Schweiz und ihre lokalen Partnerorganisationen erreichen die ärmsten Bevölkerungsschichten trotzdem: Durch einen Wechsel vom syrischen Pfund zum US-Dollar können die Zahlungen nach wenigen Wochen wieder aufgenommen werden. Ausserdem erhalten die Menschen Schulungen, damit sie eigene kleine Geschäfte eröffnen und ein Einkommen erwirtschaften können.

Im Verlauf des Jahres 2025 zeigt sich, wie enorm die Herausforderungen in Syrien sind. Immer wieder flammt Gewalt auf. Religiöse und ethnische Spannungen und eine tiefgreifende Unsicherheit erschweren den Wiederaufbau. Umso bedeutsamer wird, Gemeinsinn intensiv zu pflegen: «Der Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Gemeinschaften ist unglaublich wichtig», sagt Programmmitarbeiterin Patricia Kern. Die Caritas bringt Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bevölkerungsgruppen zusammen. Sie erarbeiten Initiativen wie Gemeinschaftsgärten oder eine Verbesserung der Strassenbeleuchtung. Kern sagt: «Mindestens so wichtig wie die Resultate ist der Prozess: Da begegnen sich Menschen aus verschiedenen Glaubensrichtungen und Kulturen auf Augenhöhe, Frauen, Männer, Menschen mit und ohne Behinderungen.» Der Sonder-Effort zahlt sich aus. Insgesamt konnte die Caritas im vergangenen Jahr mit verschiedensten Projekten 40 550 Menschen in Syrien unterstützen.

Fortsetzung auf den nächsten Seiten

Diese Familie weiss: Trotz Trümmerhaufen in Aleppos Strassen gilt es, vorwärtszugehen. Der Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur benötigt Durchhaltewillen und vereinte Kräfte.

2025 hat Caritas Schweiz weltweit

Personen unterstützt, sei es mit humanitärer Nothilfe oder mit Massnahmen, welche die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig verbessern.

Herausforderung 2: Die Klimakrise

Seit 1988 engagiert sich Caritas Schweiz in Bolivien. Neben der weit verbreiteten Armut ist die Klimaerhitzung ein grosses Problem für das Land. Überschwemmungen, Dürren und

« Es ist möglich, ein tragfähiges Geschäftsmodell umzusetzen und gleichzeitig Ökosysteme zu stärken. »

bau. Die Trinkwasserversorgung hat sich bereits deutlich verbessert.

Im Handel mit äthiopischem Kaffee zeigt sich: Von nachhaltigem Anbau und fairen Bedingungen profitieren die Natur, die Kleinbäuerinnen und -bauern, die Wirtschaft und die Kundinnen und Kunden.

Waldbrände sind häufige Folgen. Umso relevanter ist es, die Widerstandskraft der lokalen Bevölkerung zu stärken, etwa entlang des Río Coroico: Er wird belastet durch Quecksilber aus der zumeist illegalen Goldschürferei, durch Agrochemikalien sowie durch das unbehandelte Abwasser von Siedlungen. Brandrodungen und Monokulturen tragen zu den Problemen bei. Caritas Schweiz schult deshalb mit Partnerorganisationen Mitarbeitende lokaler Verwaltungen in Wasser- und Umweltmanagement. Ein Augenmerk liegt auf dem besseren Schutz von Wasserquellen und auf Biodiversität. Um auch die Bevölkerung zu sensibilisieren, werden Sendungen über die beliebten Lokalradios ausgestrahlt. Zudem lernen Kleinbäuerinnen und -bauern Methoden für ökologischen Land -

Das Engagement zahlt sich nun doppelt aus. Im Herbst 2025 hat nach 20 Jahren die Opposition die Macht übernommen. Die neue Re gierung ändert das gesamte Planungssystem beim Katastrophen-Management, Entscheidungen werden zunehmend auf regionaler statt nationaler Ebene gefällt. Amparo Ergueta, die das Team von Caritas Schweiz vor Ort leitet, sagt: «Die Gemeinschaften rund um den CoroicoFluss haben durch das Projekt wertvolles Knowhow zum Katastrophenschutz gewonnen. Sie sind sich jetzt der Risiken bewusst und wissen, wie damit umzugehen ist.» Insgesamt haben die Projektaktivitäten der Caritas 2025 rund 6748 Menschen entlang des Río Coroico erreicht.

Herausforderung 3: Der Finanzdruck 110 Millionen Franken: Um diesen Betrag hat allein die Schweiz das Budget 2025 für die internationale Zusammenarbeit gekürzt. Zahlreiche weitere Staaten haben ebenso den Rotstift angesetzt. Weniger Geld bedeutet, dass man weniger Menschen in Not beistehen kann. Neue Wege des Zusammenwirkens sind gefragt. Kooperationen mit dem Privatsektor stehen immer öfter im Fokus. Zum Beispiel in Äthiopien: In der Region Bale gedeiht eine einzigartige botanische Vielfalt, darunter Wildkaffee. Caritas

Bäuerin Primitiva Quispe Mamani setzt um, was sie in einem CaritasProjekt zu biologischem Landbau gelernt hat. Sie trägt damit zu mehr Biodiversität in Boliviens Wäldern bei.

Schweiz unterstützt Kleinbäuerinnen und -bauern dabei, Zertifizierungen für den aufwändig gesammelten Wildkaffee zu erlangen. Denn nur damit kann er über den Nischen- und Spezialitätenmarkt vertrieben werden. Von Anfang an sicherte die Firma Original Food mit ihren Betrieben in Kriens und im deutschen Freiburg den Kaffeeproduzenten die Abnahme zu. Dadurch ermutigt, nahmen diese die Investitionen für die Zertifizierung vor. Doch auch Original Food investiert in Qualitätssteigerung und -sicherung des Wildkaffees: Das Unternehmen schult die Bäuerinnen und Bauern und stellt Materialien für die Trocknung und Lagerung des Kaffees bereit. Es entsteht ein beiderseitiges Interesse an langfristigen Geschäftsbeziehungen. Diese sicherten im ersten Jahr der Zusammenarbeit bereits den Lebensunterhalt von 335 Kaffeebäuerinnen und -bauern und ihren Familien.

Zudem beweist das Projekt, dass es möglich ist, ein tragfähiges Geschäftsmodell umzusetzen und gleichzeitig Ökosysteme zu stärken. Um sowohl die Biodiversität zu fördern als auch weitere Einkommensmöglichkeiten zu erschliessen, wird das Projekt nun zusätzlich auf MacadamiaNüsse erweitert.

Herausforderung 4: Ändernde Ansprüche

Caritas Schweiz überträgt seit Jahren vermehrt Ressourcen, Entscheidungskompetenzen und Führung an lokale und nationale Partnerorganisationen in ihren Projektländern. Dadurch entstehen Massnahmen, die noch näher an den

Bedürfnissen der Menschen vor Ort sind. Sie wirken nachhaltiger und ermöglichen langfristig mehr Verantwortung, Selbstständigkeit und Resilienz. Diese sogenannte Lokalisierung fordern mittlerweile auch Geldgebende wie die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ein.

«Lokalisierung passiert nicht von heute auf morgen», sagt Lena Edouard, Programmverantwortliche für den Sahel bei Caritas Schweiz. Der eigentliche Wandel bestehe darin, Verantwortung und Entscheidungsspielräume konsequent zu verlagern – und die eigene Rolle neu zu definieren. Im Sahel beispielsweise führt eine langjährige Partnerorganisation landwirtschaftliche Aktivitäten durch. Sie entscheidet, welche Gemeinden sie prioritär unterstützt. Generell übernehmen die Partner die vollständige Planung und Umsetzung der Projekte – von der Bedarfsanalyse bis zur Budgetkontrolle. Caritas Schweiz begleitet und unterstützt sie dabei auf Augenhöhe. «Das braucht Zeit, Abstimmung und gegenseitiges Vertrauen. Aber es lohnt sich. Denn so stellen wir sicher, dass Hilfe lokal verankert ist und die grösstmögliche Wirkung entfaltet.»

In der Not vor Ort

Keine Krise darf vergessen gehen

Venezuela

Für die Menschen in Venezuela war 2025 ein bewegtes Jahr: Während sich der Konflikt mit den USA zuspitzte, erhielt Oppositionspolitikerin María Corina Machado den Friedensnobelpreis.

Ein Funke Hoffnung in dem autoritär regierten Staat, wo extreme Armut und Unterernährung den Alltag bestimmen.

Caritas Schweiz und ihre lokale Partnerorganisation stärken die Ernährungssicherheit. Zehntausende Freiwillige verteilen täglich Lebensmittel und Trinkwasser. Familien erhalten zudem medizinische und juristische Hilfe. Vielen Menschen bleibt jedoch einzig die Flucht. Fast acht Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner leben in umliegenden Ländern. Daher ist Caritas Schweiz auch in Brasilien, Kolumbien und Peru tätig. Alleine 2025 unterstützte sie mit ihren Partnern rund 50 000 Menschen in der Region.

caritas.ch/venezuela

In der Region Bandiagara im Zentrum von Mali leben die meisten Menschen davon, was sie selbst anbauen. Doch nur 10 Prozent der Böden sind kultivierbar und es herrscht grosse Armut. Caritas Mopti, die lokale Partnerorganisation von Caritas Schweiz, realisiert ein von der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) mitfinanziertes Programm zu Ernährungssicherheit: Die Caritas verteilt etwa Saatgut, das an die klimatischen Bedingungen angepasst ist. Zur Verbesserung der Böden führt sie agroökologische Techniken ein. Auch ermöglicht sie einen besseren Marktzugang. Zudem fördert sie den Dialog innerhalb der Gemeinschaft. Das ist nötig, weil Fragen des Landbesitzes oft zu Spannungen führen. Mehr als 40 000 Personen nehmen am Programm teil.

caritas.ch/mali

Bosnien und Herzegowina

In Bosnien und Herzegowina prägen hohe Arbeitslosigkeit, die Abwanderung junger Menschen und klimabedingte Herausforderungen die Gesellschaft. Besonders betroffen sind Frauen, Jugendliche und die Bevölkerung in ländlichen Gemeinden, denen es an Perspektiven fehlt.

Caritas Schweiz arbeitete im Jahr 2025 weiterhin daran, diese Strukturen zu verändern. Im Zentrum steht dabei die enge Zusammenarbeit mit kommunalen Behörden und lokalen Partnern. In über 40 Gemeinden stärkt die Caritas mit verschiedenen Projekten die lokale Wirtschaft, fördert Aus- und Weiterbildung und schafft neue Berufswege im Umweltbereich, wie in der Solarenergie. Im Jahr 2025 haben 1161 Personen an den Projekten teilgenommen. So leistet Caritas Schweiz einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung und eröffnet insbesondere jungen Menschen Zukunftsperspektiven im eigenen Land.

caritas.ch/bosnien-herzegowina

Tschad

Im Süden des Tschad leiden rund 60 Prozent der Bevölkerung unter gravierender Ernährungsunsicherheit. Aus den Nachbarländern fliehen viele Menschen in das Land, was den Druck auf die Ressourcen erhöht und das Risiko von Konflikten verschärft.

Mit dem Projekt NexSud will Caritas Schweiz die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung sowie Rückkehrender und Vertriebener verbessern. Im Jahr 2025, dem zweiten Jahr des Projekts, wurden solarbetriebene Brunnen installiert, um den Zugang zu Wasser sicherzustellen. 2753 besonders bedürftige Personen haben eine bedingungslose Bargeldhilfe erhalten und können nun Ausbildungen in verschiedensten Berufen absolvieren, etwa Viehzucht, Schneiderei, Schweissen oder Schreinerei. Die Menschen haben auch Saatgut bekommen. Durch Theateraufführungen wird zudem ein friedliches Miteinander gefördert.

«Armut bekämpfen wir am besten, wenn lokale Akteure entscheiden»

Internationale Zusammenarbeit unter Druck

Während vielerorts immer mehr Menschen unter Armut, Krieg und der Klimakrise leiden, werden Milliarden an öffentlichen Entwicklungsgeldern gestrichen. Welche Folgen das hat und wie Caritas Schweiz darauf reagiert, erklärt Martina Weber, Leiterin des Bereichs Internationale Zusammenarbeit.

Martina Weber, das Jahr 2025 begann mit einem Knall: Die Trump-Regierung kürzte die Finanzen der Entwicklungsbehörde USAID um 80 Prozent. Was ging Ihnen damals durch den Kopf?

Ehrlich gesagt, war das ein Schock. Quasi von heute auf morgen brach eine zentrale Finanzierungsquelle der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit weg, etwa 50 Milliarden Dollar pro Jahr. Diese Entsolidarisierung bereitet mir Sorgen, auch in der Schweiz.

Nimmt die Solidarität in der Schweiz ab? Wir dürfen zum Glück auf treue Unterstützerinnen und Unterstützer zählen. Aber in der Politik haben sich die Prioritäten verschoben. Nicht nur die USA kürzen ihre Entwicklungsgelder, auch die Schweiz und andere Länder.

« Die weltweite Entsolidarisierung bereitet mir Sorgen. »

Wie wirken sich die Kürzungen aus?

Ersten Schätzungen zufolge führen die Einsparungen bis 2030 zu etwa 14 Millionen Todesfällen. Was über Jahrzehnte aufgebaut wurde, droht zusammenzubrechen. Das konnte ich im November im Flüchtlingslager Bidibidi in Uganda selbst beobachten. Die UNO musste Kürzungen vornehmen – nun fehlt den Menschen das Geld für Lebensmittel oder Kleidung. Folglich verdient auch die Gemüsehändlerin oder der Schneider nichts mehr, die Not wächst.

Sind auch Projekte von Caritas Schweiz von den Kürzungen betroffen?

Bisher nicht. Aber die Rahmenbedingungen werden deutlich anspruchsvoller. Und es wird schwieriger, Projekte weiterzuführen oder neue zu finanzieren.

Wie reagiert die Caritas auf diese Herausforderung?

Wir fokussieren stärker auf Projekte, welche die Menschen befähigen, ein Einkommen zu schaffen. Damit lässt sich Armut direkt und nachhaltig verringern. Eine weitere Massnahme ist die Lokalisierung. Wir übergeben sukzessive mehr Verantwortung und Mittel an unsere Partnerorganisationen. Diesen Prozess beschleunigen wir nun. Dadurch senken wir Strukturkosten und schaffen gleichzeitig eine zeitgemässe Form der Zusammenarbeit.

Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?

Unsere Rollen verändern sich: weg von der klassischen «Geberin» und dem «Empfänger», hin zu Partnern auf Augenhöhe. Es geht darum, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, statt auf vorgefertigte Massnahmen aus der Schweiz zu vertrauen. Schliesslich kennen unsere Partner die Realitäten vor Ort besser als wir. Ich bin überzeugt: Armut bekämpfen wir am besten, wenn lokale Akteure entscheiden.

Welche Rolle bleibt dann Staaten wie der Schweiz?

Der Globale Norden steht in der Verantwortung. Unser Wohlstand basiert bis heute auf Ungleichheiten zulasten der Länder des Globalen Südens. Gleichzeitig verursachen wir einen Grossteil der weltweiten Krisen – etwa beim Klima –, während andere die Folgen tragen. Verantwortung heisst, diese Ungerechtigkeiten aktiv anzugehen. Leider geschieht derzeit das Gegenteil: Die Mittel sinken, der Bedarf steigt. Das ist schwierig auszuhalten.

Was motiviert Sie, trotz allem weiterzumachen?

Wir haben ein grossartiges Team. Mich beeindruckt, mit welcher Flexibilität und auch Kreativität unsere Mitarbeitenden Herausforderungen angehen. Auch Begegnungen in Projektländern motivieren mich. Im Südsudan erzählte mir ein Bauer, wie er seine Anbaumethoden dem veränderten Klima angepasst hat und nun seine Familie ernähren kann. Dieser Moment von Stolz und Selbstständigkeit war sehr bewegend. Das zeigt, was möglich ist und warum unsere Arbeit weiterhin so wichtig ist.

Menschen befähigen, ihre Existenz selbst zu sichern: Dies ist das Ziel von Martina Weber, hier im Gespräch mit einer Verkäuferin in Uganda.

Mehr zur internationalen Zusammenarbeit: caritas.ch/engagement-weltweit

Martina Weber

Flucht in ein bereits geschwächtes Land

Wo Kriege andauern und internationale Aufmerksamkeit schwindet, wachsen die humanitären Herausforderungen. Im Sudan zeigte sich dies im vergangenen Jahr deutlich: Mit jeder Eskalation stieg die Zahl der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten – und damit auch der Bedarf an Schutz und Versorgung im Land selbst und in Nachbarstaaten wie dem Südsudan.

Aus einem politischen Machtkampf im Sudan entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein Krieg mit verheerenden Folgen weit über die Landesgrenzen hinaus. «Die Auswirkungen dieses Konflikts treffen längst nicht mehr nur den Sudan, sondern erschüttern die gesamte Region», erklärt Marjan Mukwasa, Mitarbeiter von Caritas Schweiz im Südsudan.

Der Kampf zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) eskalierte im April 2023 und hält bis heute mit hoher Intensität an. Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und massive Gewalt gegen die Bevölkerung verschärfen die humanitäre Lage dramatisch und zwangen bisher über zwölf Millionen Menschen zur Flucht – auch in den Südsudan.

Dort leben heute über eine Million Vertriebene aus dem Sudan. «Im Südsudan treffen die Geflüchteten auf ein Land, das selbst kaum mehr Ressourcen hat», betont Mukwasa. Schon zuvor war die Situation äusserst fragil: Konflikte, Überschwemmungen und Ernteausfälle, hohe Inflation und stark eingeschränkte grundlegende Dienstleistungen prägen den Alltag seit Jahren. Der Südsudan zählt damit selbst zu den ärmsten Ländern der Welt.

Im Jahr 2025 unterstützte Caritas Schweiz die Menschen in verschiedenen Flüchtlingscamps mit medizinischen und psychosozialen Angeboten, bot Kindern und Frauen geschützte Räume und leistete materielle sowie finanzielle Hilfe. Gleichzeitig setzte sie auf längerfristige Ansätze zur wirtschaftlichen Entwicklung: Sie förderte lokale Marktsysteme und verbesserte die Einkommensmöglichkeiten von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, um die Ernährungssicherheit und Widerstandsfähigkeit betroffener Gemeinschaften zu stärken. So hat die Caritas 2025 mehr als 30 000 Menschen im Südsudan erreicht.

Viele Menschen aus dem Sudan flüchten in den benachbarten Südsudan, wo sie in dürftig ausgerüsteten Camps unterkommen.

2025 hat Caritas Schweiz in Afrika

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Menschen unterstützt, die vor Krieg und Not fliehen mussten. Weltweit erreichte sie 150 523 Geflüchtete.

Ukraine: Widerstandskraft im Krieg

Tägliche Luftalarme, Zerstörung und ständige Unsicherheit bestimmten 2025 den Alltag in der Ukraine. Der russische Angriffskrieg bleibt all gegenwärtig und greift tief in das Leben von Millionen Menschen ein. Anschläge auf die Stromversorgung und der massive Einsatz von

Grüne Energie und nachhaltige Fischerei auf Haiti

Das Projekt Revive eröffnet der Bevölkerung von Belle-Anse südlich von Port-au-Prince neue Perspektiven angesichts der Klimakrise. Dank Solarenergie verfügen Fischerei-Gemeinschaften sowie Händlerinnen und Händler über moderne Lagertechniken. Die lokale Bevölkerung holzt weniger Wälder ab und pflanzt neue Bäume. Junge Leute lassen sich in Solartechnologie ausbilden, während Fischerinnen und Fischer ressourcenschonende Fangmethoden erlernen. Die Einkommen steigen, die Lebensmittelsicherheit wird verbessert und die Mangroven werden geschützt.

caritas.ch/haiti

Drohnen nehmen deutlich zu. Gleichzeitig zeigt sich in der Zivilbevölkerung eine bemerkenswerte Widerstandskraft. Trotz des Krieges bestreitet sie ihren Alltag: Kinder besuchen die Schule, Erwachsene arbeiten, Menschen treffen sich in Cafés, Kultur findet statt.

Auch 2025 stand die Caritas den Menschen in der Ukraine entschlossen und solidarisch zur Seite. Gemeinsam mit Caritas-Spes und Caritas Ukraine leistet Caritas Schweiz in den besonders betroffenen östlichen Regionen humanitäre Hilfe mit finanzieller Soforthilfe und Reparaturen an Häusern. In südlichen und westlichen Landesteilen unterstützt sie den Wiederaufbau von Lebensgrundlagen und fördert die wirtschaftliche Integration und die psychische Gesundheit von vulnerablen Personen.

caritas.ch/ukraine

Myanmar: Viele Krisen –starke Partner

2025 war ein schwarzes Jahr für Myanmar. Das Land, das von Konflikten gezeichnet ist, wurde am 28. März von einem schweren Erdbeben getroffen. Dabei kamen 5400 Menschen ums Leben, Häuser und Strassen wurden zerstört. Heftige Monsunregen verschlimmerten die Schäden. Die lokalen Partner von Caritas Schweiz leisteten rasch Nothilfe: Sie brachten Trinkwasser, Nahrung sowie medizinisches Material in die betroffenen Regionen. Im Anschluss an die Nothilfe liegt der Fokus nun auf dem Wiederaufbau und der Stärkung der lokalen Bevölkerung – durch Bargeldhilfe oder die Förderung kleiner Einkommensprojekte. caritas.ch/myanmar

Valentyna Babenko ist Schneiderin mit Herz und Seele und konnte ihr Näh-Geschäft im Oblast Odessa wieder aufbauen.

Gaza: Nothilfe unter extremen Bedingungen

Notfalls bieten die Partnerorganisationen von Caritas Schweiz

Die humanitäre Krise im Gazastreifen spitzte sich 2025 weiter zu. Während die Bevölkerung hungerte, wurden Hilfsgüter zurückgehalten. Caritas Schweiz und ihre Partner mussten ständig neue Wege finden, um die Menschen zu erreichen.

«Die Tage hier sind geprägt von der Suche nach Essen, Wasser und einer Notunterkunft. Die Nächte sind voller Angst und Sorge vor dem, was noch kommen wird.» Was Ahmed Dahalan im Oktober 2025 schilderte, steht sinnbildlich für die Lage im Gazastreifen. Zehn-

« Die Tage hier sind geprägt von der Suche nach Essen, Wasser und einer Notunterkunft. »

tausende Menschen kamen in den vergangenen Jahren beim israelischen Militäreinsatz gegen die Hamas ums Leben, 90 Prozent der Häuser sind zerstört. Im August wurde eine Hungersnot ausgerufen.

Als Projektleiter bei Catholic Relief Services, einer Partnerorganisation von Caritas Schweiz, stand Ahmed Dahalan täglich im Einsatz, um diese Not zu lindern. Keine leichte Aufgabe: Die humanitäre Hilfe wurde immer

wieder behindert, sei es durch Kampfhandlungen oder Israels monatelange Blockaden.

Bargeldhilfe statt Hygieneartikel

Die Caritas-Partner mussten ihre Unterstützung deshalb ständig anpassen. Kurze Phasen der Waffenruhe nutzten sie, um ihre Lagerhäuser zu füllen. Als keine neuen Hilfsgüter wie Hygieneartikel importiert werden durften, überwiesen sie besonders bedürftigen Menschen kleine Geldbeträge. Damit konnten sich diese kaufen, was sie dringend benötigten. Doch selbst humanitäre Einrichtungen wurden angegriffen. Mehrere Gesundheitszentren von Caritas Jerusalem – einer weiteren Partnerin von Caritas Schweiz – wurden getroffen. Wenn möglich, wurden die Zentren wieder aufgebaut. Ansonsten hat Caritas Jerusalem die Menschen an anderen Orten medizinisch behandelt und psychologisch betreut. Trotz widrigster Umstände konnte Caritas Schweiz mit ihren Partnern im vergangenen Jahr 68 456 Menschen im Gazastreifen unterstützen. Die Not bleibt enorm. «Die Zerstörung ist allgegenwärtig», sagt Ahmed Dahalan. «Aber wir werden weitermachen. Unser Engagement für mehr Menschlichkeit ist unerschütterlich.»

caritas.ch/gaza

in Zelten ihre Unterstützung an.

Schwieriges politisches Umfeld für soziale Anliegen

Caritas Schweiz steht ein für eine Politik, die benachteiligte Menschen im Inland und im Ausland ins Zentrum stellt. Soziale Bestrebungen haben aktuell einen schweren Stand. Das gilt sowohl in der Weltpolitik wie auch im Bundeshaus.

Für ärmere Haushalte sind die steigenden Wohnkosten der grösste Budgetposten. Caritas Schweiz unterstützt die Mietpreis-Initiative, die einen besseren Schutz vor missbräuchlichen Mieten bewirken will.

Die Finanzierung der internationalen Zusammenarbeit steht weltweit stark unter Druck, und damit die Unterstützung der ärmsten Bevölkerung. Anfang 2025 verkündete der frisch ins Amt gesetzte amerikanische Präsident, dass er die Agentur für Entwicklung USAID schliessen wird. Damit fiel auf einen Schlag rund ein Viertel der weltweiten Entwicklungsgelder weg. Internationale Organisationen wie das UNO-Kinderhilfswerk und die Weltgesundheitsorganisation waren davon ebenso betroffen wie lokale zivilgesellschaftliche Projekte. Dieser Entscheid könnte Millionen von Menschen das Leben kosten.

Einstehen für die internationale Zusammenarbeit

In einem gemeinsamen offenen Brief haben sich Caritas Schweiz, Fastenaktion, HEKS, die Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz und die Schweizerische Bischofskonferenz an Bundesrat Ignazio Cassis gewendet. Mit dem USAIDStopp drohe ein Kollaps der internationalen humanitären Strukturen. Die Schweiz dürfe dazu nicht schweigen.

Die Schweiz setzt allerdings weiterhin den Rotstift an bei der internationalen Zusammenarbeit. Im Budget 2025, 2026 sowie im sogenannten Entlastungspaket 2027. Solche Einsparungen gehen zulasten der Ärmsten. Darauf wies die Caritas auch in einer Anhörung der zuständigen parlamentarischen Kommission hin.

Es gibt keine Orte in der Ukraine, die als sicher bezeichnet werden können. Im Winter ist die Not jeweils besonders gross.

Dass breite Kreise der Bevölkerung ein verantwortungsvolles Handeln der Schweiz für wichtig halten, zeigte sich bei der Lancierung der Konzernverantwortungsinitiative. In nur einem Monat kamen 287 000 Unterschriften zusammen. Caritas Schweiz ist im Initiativ komitee vertreten.

Die Caritas hat sich wiederholt mit Besorgnis zur Situation in Gaza geäussert. So unterzeichnete sie im Mai 2025 einen gemeinsamen Appell der Entwicklungsorganisationen. Dieser forderte den Bundesrat auf, sich dafür einzusetzen, dass die humanitäre Hilfe uneingeschränkt und unparteiisch geleistet werden kann.

Caritas-Direktor Peter Lack nahm im November am zweiten Weltsozialgipfel der UNO teil. Er war zivilgesellschaftlicher Vertreter in der vom Staatssekretariat für Wirtschaft geleiteten Schweizer Delegation. Der Gipfel fand wenig Beachtung in den hiesigen Medien. Die Schweiz verzichtete darauf, ein Regierungsmitglied zu entsenden. «Eine höhere Verbindlichkeit bei der Bekämpfung der weltweiten Armut ist heute dringend. Dazu zählt auch, dass wohlhabende Länder wie die Schweiz die nötigen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit einsetzen», betonte Peter Lack.

Schutz im Migrations-Bereich bröckelt weiter

Die Caritas setzt sich dafür ein, dass der Schutzstatus S für geflüchtete Menschen aus der Ukraine nicht ausgehöhlt wird. Leider gab es diesbezüglich einen Dämpfer: Die Schweiz unterscheidet neu nach «sicheren» und «unsicheren» Gebieten in der Ukraine und vergibt den Schutzstatus nur noch an Geflüchtete aus «unsicheren» Regionen. Das ist aus Sicht der Caritas nicht haltbar, da es keine Orte gibt, die in diesem zerstörerischen Krieg tatsächlich als sicher bezeichnet werden können.

Aus Angst davor, ihr Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu verlieren, verzichten immer mehr Menschen ohne Schweizer Pass trotz finanzieller Notlage auf Sozialhilfe. Das ist in den Sozialberatungen der regionalen CaritasOrganisationen ein häufiges Thema. Das Parlament wollte diese Situation vor zwei Jahren verbessern. In der Wintersession 2025 kam die Kehrtwende. Der Nationalrat schrieb die Vor-

lage ab, womit die heutige restriktive Lösung bestehen bleibt. Das ist ein herber Schlag für viele Menschen, die aus Angst vor ausländerrechtlichen Sanktionen in prekäre Situationen gedrängt werden.

Geschärfter Blick für Armut in der Schweiz Neu besteht eine umfassende Übersicht, wie stark Armut in der Schweiz verbreitet ist, wer besonders gefährdet ist und welche Massnahmen wirken. Der Bundesrat hat im November 2025 den ersten Bericht des nationalen Armutsmonitorings veröffentlicht. Im Armutsmonitoring fliessen Statistiken und aktuelle Forschungserkenntnisse zusammen. Es soll Bund, Kantonen und Gemeinden das nötige Wissen bereitstellen, um Armut gezielt zu bekämpfen. Caritas Schweiz hat die Erarbeitung des Monitoringberichts im Rahmen von Projektgruppen begleitet.

Um das Wissen über Armut öffentlich besser zugänglich zu machen, hat die Caritas eine neue Web-Plattform entwickelt. Die Lancierung folgt zu Beginn des Jubiläumsjahres 2026. Was heisst es, in der reichen Schweiz arm zu sein? Wer ist davon betroffen und wie genau? Was kann die Politik gegen Armut tun? Die Plattform bietet fundierte Antworten mit Erklärungen, Fakten, Zahlen und Fallbeispielen.

Für ärmere Haushalte sind die steigenden Wohnkosten der grösste Budgetposten. Es braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, sonst wächst die Armut. Caritas Schweiz unterstützt die Mietpreis-Initiative, die einen besseren Schutz vor missbräuchlichen Mieten bewirken will.

Zum Abschluss des Jahres gab es eine positive Meldung aus dem Nationalrat: Endlich soll es in der Schweiz ein Verfahren zur Schuldenbefreiung geben, das hochverschuldeten Menschen eine zweite Chance gibt. Die Caritas hat sich seit Jahren dafür eingesetzt.

Hier geht es zur Armutsplattform: caritas.ch/armutsplattform

Gezielte Hilfe nach dem Bergsturz Die Naturkatastrophe in Blatten 2025

Ende Mai 2025 veränderte ein Bergsturz schlagartig das Leben der Menschen im Walliser Bergdorf Blatten. Innert kürzester Zeit verloren zahlreiche Betroffene ihr gesamtes Hab und Gut.

Caritas Schweiz steht den Menschen gemeinsam mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) und der Glückskette von Beginn an zur Seite. Die Unterstützung erfolgt in mehreren Phasen: Bereits Anfang Juni erhielten alle Einwohnerinnen und Einwohner von Blatten eine Soforthilfe von 2000 Franken, um die dringendsten Bedürfnisse zu decken. In einer zweiten Phase folgte die Überbrückungshilfe, etwa für temporäre Unterkünfte oder notwendige Anschaffungen. In einer dritten Phase werden ungedeckte Restkosten bezahlt, um insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen vor langfristiger finanzieller Not zu schützen.

Viele Spenden ermöglichen grosszügige Unterstützung

Die Caritas leistete einen Beitrag von rund 200 000 Franken an die Soforthilfe, die allen betroffenen Haushalten überwiesen wurde.

Darüber hinaus wurden bis Ende 2025 von der Spendenkommission insgesamt 50 der eingereichten Gesuche bewilligt, an 36 davon beteiligte sich Caritas Schweiz mit Auszahlungen von insgesamt 412 748 Franken. Die Gesuche werden von der eigens dafür eingesetzten Spendenkommission sorgfältig geprüft und individuell beurteilt. Die Unterstützung wird auch im Jahr 2026 weitergeführt.

Mehr zur Katastrophenhilfe im Inland: caritas.ch/katastrophenhilfe-schweiz

Der Bergsturz veränderte jäh das Leben der Menschen in Blatten. Viele verloren ihr Zuhause und sämtliche Habseligkeiten.

Das Zitat

zur Katastrophenhilfe Schweiz

« In der Schweiz sind die Absicherungssysteme gut. Aber im Einzelfall kann es sein, dass jemand durch ein solches Ereignis in soziale Notlage gerät. »

Silvano Allenbach, Leiter Katastrophenhilfe Schweiz bei der Caritas, in einem Interview im «Tages-Anzeiger» vom 30. Mai 2025, wenige Tage nach dem Unglück

Langer Atem für den Wiederaufbau

Bondo nach dem Bergsturz von 2017

Der Bergsturz von Bondo im August 2017 zählt zu den einschneidendsten Naturereignissen der jüngeren Schweizer Geschichte. Nach mehreren Felsabbrüchen am Piz Cengalo erreichten zerstörerische Murgänge das Dorf und beschädigten Häuser, Gewerbebetriebe und Teile der Infrastruktur. Acht Menschen kamen ums Leben.

Wiederaufbau der Infrastruktur als zentrale Herausforderung

Auch in Bondo kam der bewährte dreistufige Unterstützungsprozess zur Anwendung. Während in der ersten Zeit nach dem Unglück die unmittelbare Hilfe im Vordergrund stand, zeigte sich bald, dass der Wiederaufbau und die Erweiterung der Schutz-Infrastruktur besonders aufwändig sein würden. Obwohl das Dorf durch kleinere Bauten gesichert war, wurden diese durch die Wucht des Ereignisses weitgehend überspült.

Neben erheblichen Schäden für Private entstanden dadurch auch hohe Kosten für die Gemeinde. Da Teile des Piz Cengalo nach wie vor als absturzgefährdet gelten, waren umfangreiche neue Schutzbauten notwendig. Planung, Finanzierung und Umsetzung erwiesen sich als komplex und langwierig. Realisiert werden konnte alles dank der Unterstützung von allen Seiten: Bund, Kanton, Gemeinde und privaten Spenden. Caritas Schweiz begleitete diesen Prozess. Die neuen Schutzbauten wurden 2025 – acht Jahre nach dem Ereignis – fertiggestellt.

Schweiz Bildung als Privileg?

Hohe Hürden beim Zugang zu Weiterbildung

Adèle Villiger ist Mitglied des Reinigungskollektivs Flexifeen in Basel. Da die alleinerziehende Mutter Bildung als wichtig erachtet, absolviert sie ein Bachelor-Studium. Im Januar 2025 gab sie am Caritas-Forum zu ihren Erfahrungen Auskunft: «Die Ausbildung finanziere ich leider aus meiner eigenen Tasche.» Von der Sozialhilfe erhält sie dafür keinen Beitrag. Sie muss jeden

« Armutsbetroffene können sich die Zeit für Lehrgänge nicht nehmen, weil sie dann kein Einkommen erzielen. »

Aline Masé, Leiterin der Fachstelle Sozialpolitik bei Caritas Schweiz

Franken umdrehen und sogar einen Teil des Geldes einsetzen, das eigentlich für das Essen reserviert ist. «Ich bin mit zahlreichen Hürden aufgewachsen. Aber ich will zeigen, dass trotzdem viel möglich ist.»

Gebildetere haben leichteren Zugang zu Bildung

In keinem anderen Land in Europa sind die Bildungschancen so ungleich verteilt wie in der Schweiz. Besserverdienende profitieren mehr als doppelt so häufig von einer Weiterbildung, die von Arbeitgebenden unterstützt wird, als Geringverdienende. Wenn man den Bildungsstand betrachtet, ist der Zugang noch ungleicher.

Paradoxerweise sind es also gerade Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten und tiefem Bildungsstand, denen der Zugang zu Aus- und Weiterbildungen verwehrt bleibt. Dabei wären sie besonders darauf angewiesen, um Armut zu vermeiden oder zu überwinden. «Betroffene können sich die Zeit für Kurse und Lehrgänge nicht nehmen, weil sie dann kein Einkommen erzielen oder die Betreuung der Kinder nicht finanzierbar ist. Dies verfestigt die Prekarität», sagt Aline Masé, Leiterin der Fachstelle Sozialpolitik bei Caritas Schweiz.

Forderungen für mehr Chancengleichheit Diesem Missstand kann entgegengewirkt werden. Caritas Schweiz schlägt im Positionspapier «Bildungschancen verbessern, Armutsrisiken verringern» verschiedene Massnahmen vor:

Die Ungleichheit der Bildungschancen beginnt bereits vor dem Kindergarten. Kinder, deren Eltern über eine geringere oder nicht anerkannte Bildung verfügen, sind benachteiligt. Mit früherer Einschulung und späterer Einteilung in schulische Leistungsniveaus könnte das Bildungssystem chancengerecht reformiert werden.

Zudem benötigen Erwachsene mit knappem Budget während Aus- und Weiterbildungen existenzsichernde Stipendien, die nicht nur Kurskosten, Lehrmittel und Prüfungsgebühren

Wer sich aus- und weiterbilden kann, ist weniger armutsgefährdet.

decken, sondern auch den Erwerbsausfall kompensieren. Wichtig ist überdies der Ausbau von Verfahren zur Anerkennung von ausländischen Diplomen oder von langjähriger Berufserfahrung für möglichst viele Berufe.

Weiter sind Bildungsangebote gefragt, die sich an der Lebensrealität von Erwachsenen in prekären Verhältnissen orientieren. Die Arbeitgebenden haben die Aufgabe, die Weiterbildung von Personen mit geringer formaler Bildung und tiefen Einkommen stärker zu unterstützen. Nicht zuletzt ist eine kostengünstige Kinderbetreuung notwendig, damit auch Eltern mit tiefen Einkom -

men und insbesondere Alleinerziehende ihre Bildungspläne realisieren können. Denn Adèle Villigers Beispiel macht deutlich, dass Bildungswünsche oft nicht am Willen scheitern, sondern an strukturellen Barrieren.

Sozialalmanach 2025: «Stabil prekär. Mit (Weiter-)Bildung aus der Armut?» caritas.ch/sozialalmanach-2025

Caritas-Positionspapier zum Thema Bildung: caritas.ch/bildungschancen

Armut trifft auch in der Schweiz viele:

743 000

Menschen leben unter der Armutsgrenze, das sind 8,4 Prozent der Bevölkerung.

youngCaritas-Sommerlager bringen Spass und Action

Caritas macht Care-Arbeit sichtbar

Eine gemütliche Runde ums Lagerfeuer, Abkühlung von der Sommerhitze im Freibad: youngCaritas brachte Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung in Sommerlagern zusammen. Erstmals wurden zwei Lagerwochen durchgeführt. 20 engagierte Leitungspersonen planten das Programm. Über 70 Teilnehmende aus 14 Ländern genossen die gemeinsame Zeit. Sie besuchten einen Fotografie-Workshop, bemalten T-Shirts und kamen beim Volley- und Fussball ins Schwitzen. Und am schönsten: Neue Freundschaften entstanden.

youngcaritas.ch/sommerlager

Zinslose Darlehen für Überschuldete

Mit dem neu lancierten Projekt «Neustart» ermöglichen die Caritas und die Alternative Bank Schweiz überschuldeten Menschen einen Neuanfang. Über die Beratungsstellen bekommen Personen Unterstützung, die nicht aus der Schuldenspirale herausfinden und weitere Kriterien erfüllen. Sie erhalten zinslose Darlehen und zahlen diese in Raten innerhalb von drei Jahren zurück.

Bisher konnten zwölf Gesuche bewilligt werden, was Auszahlungen von 187 760 Franken bedeutet. Die Rückzahlungen treffen zuverlässig ein und eine Weiterführung des Projekts wird angestrebt. caritas.ch/neustart

Über eine halbe Million Menschen in der Schweiz leisten unbezahlte Pflegearbeit. Sie tragen wesentlich zum Gesundheitswesen bei, erfahren jedoch kaum Anerkennung und finanzielle Absicherung. Caritas Schweiz entschädigt deshalb pflegende Angehörige und begleitet sie professionell. «Damit machen wir Care-Arbeit sichtbar», sagt Tobias Holzgang, Leiter von Caritas Care. «Denn solange diese Arbeit als selbstverständlich gilt, fehlt es an Unterstützung.» 2025 wurde das Angebot ausgebaut: von der Zentralschweiz und dem Kanton Bern auf beide Basel und den Aargau. caritascare.ch

Filme verändern die Welt

Zum 23. Mal hat im März das Internationale Filmfestival und Forum für Menschenrechte (FIFDH) in Genf stattgefunden. Es verbindet Filmvorführungen mit Debatten über Kriege, Konflikte, Migration, Flucht oder globale Gerechtigkeit. Caritas Schweiz ist eine der Hauptpartnerinnen des Festivals. Die Zusammenarbeit unterstreicht das Engagement von Caritas Schweiz für die verletzlichsten Menschen im In- und Ausland. Das Festival verbindet die Filmwelt mit der Arbeit von NGOs und verleiht so wichtigen menschenrechtlichen Anliegen grössere Sichtbarkeit. caritas.ch/fifdh

Durch Arbeit in die Selbstständigkeit

Zur beruflichen Eingliederung Geflüchteter steht eine achtsame Beziehung ganz oben. Die Westschweizer Fachstelle Integration von Caritas Schweiz unterstützt sie bei der Arbeitssuche. Sie steht ihnen auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zur Seite.

Im Rahmen von «Step By Step» erstellen Geflüchtete ein Vorstellungs-Video. Es ergänzt ihren Lebenslauf und hilft ihnen, eine Arbeitsstelle zu finden.

Der Weg zu einer stabilen Beschäftigung war zwar lang, doch A. B. (sein Name ist der Redaktion bekannt) war immer hoch motiviert. Im Jahr 2016 kommt er aus Eritrea in die Schweiz, sein Asylantrag wird 2019 gutgeheissen. Kurz darauf trifft er Matthieu Cattin, Berater für berufliche Integration bei der Westschweizer Abteilung für Migration & Integration von Caritas Schweiz. Zusammen setzen sie sich ein Ziel: so schnell wie möglich für A. B. eine Lehrstelle

« Für eine erfolgreiche Begleitung braucht es eine gute Beziehung. »

finden. Sie treffen sich regelmässig, ein- bis dreimal pro Monat. Matthieu Cattin begleitet den Mann bei seinen Bewerbungen.

Finanziell steht A. B. nun auf eigenen Füssen. Daher wird im Februar 2025 die Begleitung von Caritas Schweiz abgeschlossen.

Schritt für Schritt zum Erfolg

An diesem Werdegang lässt sich ablesen, wie wichtig Betreuung ist. «Für eine erfolgreiche Begleitung braucht es Flexibilität, Kreativität und vor allem eine gute Beziehung», betont Matthieu Cattin. Denn an Herausforderungen fehlt es nicht: Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft und auf Diplome wird grosser Wert gelegt in der Schweiz. Dafür entwickelt die Caritas innovative Projekte wie etwa das Programm «Step By Step», das nach einem geglückten Start nun weiter ausgebaut wird. In dieser Schulung werden Geflüchtete in vier praxisorientierten Modulen fit gemacht, damit sie einfacher einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden und selbstständig werden. Im Jahr 2025 haben insgesamt 17 Personen drei komplette Kursreihen absolviert. Darüber hinaus konnten 2025 dank mehrerer Kooperationen mit dem Kanton Freiburg und Akteuren aus der Berufswelt Ausbildungsgänge eingerichtet werden, beispielsweise im Bereich Bauwesen und Gesundheit.

Unermüdlich im Einsatz im Asylwesen

Im Auftrag von Bund, Kantonen und Gemeinden unterstützt Caritas Schweiz geflüchtete Menschen in unterschiedlichsten Bereichen. 2025 haben hat sie unter anderem:

• 8345 Asylsuchende in Bundesasylzentren rechtlich vertreten, davon 1246 unbegleitete Minderjährige.

• 2151 Personen in kantonalen Asylzentren betreut, davon 441 unbegleitete Minderjährige.

• 3263 geflüchtete Personen im Kanton Freiburg betreut.

• 757 Vollmachten an Rechtsberatungsstellen in der Zentral- und Westschweiz übernommen.

• 536 Fälle von Menschenhandel identifiziert. caritas.ch/ asyl-und-integration

A. B. möchte Fachmann für Betriebsunterhalt werden. Doch die Suche nach einer Stelle gestaltet sich schwierig. In einem Workshop lernt der Eritreer, wie man sich erfolgreich bewirbt. Die Mühe wird belohnt: In einem Freiburger Spital kann A. B. die Grundausbildung zum Hauswirtschaftspraktiker mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) absolvieren. Matthieu Cattin betreut ihn weiter. Das EBA ist ein erster Erfolg, den A. B. mit Unterstützung der Fachstelle ergänzt: 2024 erhält er das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als HauswirtschaftsFachmann und findet prompt eine Anstellung.

Arbeit im Netz

Die

Zusammenarbeit

mit den regionalen Caritas-Organisationen

Recyclerie

Neuer Stuhl aus alten Skiern

Caritas Genf führt eine «Recycle rie»: An sieben Standorten ver kauft sie gebrauchte Kleidung, Möbel, Geschirr und Haushaltsgeräte. Der grösste Laden wird jedes Jahr mit 1200 Tonnen Gegenständen und 120 Tonnen Kleidung beliefert. Herzstück der «Recyclerie» ist die «Upcyclerie». Hier entsteht Neues aus Gebrauchtem, das sonst entsorgt würde: Aus alten Skiern wird ein Stuhl, aus Vorhängen schicke Handtaschen oder aus Lastwagenplanen stylische Schlüsselanhänger. In der «Upcyclerie» arbeiten Personen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Stelle finden.

recyclerie.ch

«mit mir»

Gemeinsam etwas erleben «mit mir»-Patenschaften ermöglichen Kindern aus armutsbetroffenen Familien, aus dem Alltag auszubrechen. Freiwillige Patinnen und Paten treffen sich dabei regelmässig mit den Kindern. Sie eröffnen ihnen neue Perspektiven, stärken ihr Selbstvertrauen und fördern ihre soziale Teilhabe. Eltern werden entlastet und Patinnen und Paten erweitern im persönlichen Austausch ihren Horizont. Ein Gewinn für alle Beteiligten. Per Ende 2025 bestehen 293 Patenschaften.

mitmir.ch

Zentralschweiz

Wallis
Zürich
Aargau
Jura
Freiburg
Neuenburg
Solothurn
Bern
Basel

Thurgau

St. GallenAppenzell

CaritasGo

Schnelle Hilfe im Dschungel des Sozialwesens «Hallo! Hast du Anspruch auf staatliche oder andere Hilfen?» – Mit diesem Satz eröffnet «CaritasGo» den Dialog mit den Nutzerinnen und Nutzern einer App, die von Caritas Zentralschweiz entwickelt wurde. Das Angebot schafft Orientierung im Dschungel des Sozialwesens: Die App erklärt verständlich, welche Unterstützungsangebote es gibt, prüft mögliche Ansprüche und zeigt Wege zu passenden Beratungsstellen. Der mehrsprachige Chatbot ist rund um die Uhr erreichbar. Er senkt Hemmschwellen für Menschen, die häufig aus Scham erst spät Hilfe suchen. CaritasGo macht soziale Unterstützung schneller auffindbar – zunächst im Kanton Luzern, später voraussichtlich schweizweit.

caritas.ch/caritasgo

Rabatte beim Einkauf, Beratung

bei Schulden

Caritas Schweiz arbeitet Hand in Hand mit 16 regionalen Caritas-Organisationen. Gemeinsam können vielfältige Angebote für armutsbetroffene und armutsgefährdete Menschen umgesetzt werden.

Caritas-Markt mit neuer App

Graubünden

KulturLegi

Mehr erleben: Vergünstigte Angebote für Armutsbetroffene

Gesellschaftliche Teilhabe stärkt das Wohlbefinden und fördert Integration. Hier setzt die KulturLegi an. Die kleine rote Karte, auch digital verfügbar, eröffnet Menschen mit knappen finanziellen Mitteln vergünstigten oder kostenlosen Zugang zu über 4200 Angeboten aus Kultur, Sport, Bildung und Gesundheit. Zunehmend werden auch begleitete Programme und Gruppenerlebnisse durchgeführt. Sie bauen Hemmschwellen ab und ermutigen dazu, Freizeit und Freude zu teilen. So ermöglicht die KulturLegi ein Stück Normalität, Würde und soziale Teilhabe für 219 477 Menschen in der Schweiz.

kulturlegi.ch

Im Caritas-Markt sind Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs zu stark vergünstigten Preisen erhältlich. Das Angebot ist wichtig, um das knappe Budget von Menschen in Armut zu entlasten. Die Nachfrage steigt seit Jahren: Rund 3600 Personen kaufen Tag für Tag in einem der Läden ein. Im vergangenen Jahr verzeichneten die 22 Standorte insgesamt 1,1 Millionen Verkäufe. Seit November 2025 steht den Kundinnen und Kunden die neue App «Bonus+» zur Verfügung. Darin kann die KulturLegi hinterlegt werden, welche zum Zutritt in den Caritas-Markt berechtigt. Mit der App erhalten die Nutzenden zudem Rabatte auf ausgewählte Produkte sowie Informationen zu Aktionen oder weiteren CaritasAngeboten.

Über 3000 Anfragen wegen Verschuldung

Menschen mit finanziellen Sorgen erhalten bei «SOS Schulden» rasch und unkompliziert Unterstützung – online, telefonisch oder persönlich. Das Angebot wird getragen von Caritas Schweiz, vier regionalen Caritas-Organisationen sowie sieben Fachstellen. 2025 sind 3011 Anfragen eingegangen, das sind fast 10 pro Tag. Bei komplexeren Fällen erhalten die Fachpersonen von Mitgliedern des Dachverbandes Schuldenberatung Schweiz zudem Unterstützung von Juristinnen und Juristen von Caritas Schweiz. Im vergangenen Jahr wurden 305 solche Rückberatungen durchgeführt.

caritas-regio.ch

Zahlen zum Caritas-Netz

4872 Freiwillige

301 054 Stunden Freiwilligenarbeit

1569 Mitarbeitende

942 Mitarbeitende im Stundenlohn

173 Ausbildungsplätze

Wenn alles in Bewegung ist

Weltweit und in der Schweiz war der Wandel im vergangenen Jahr allgegenwärtig. Häufige Veränderungen schaffen Unsicherheit. Auch für die Caritas war dies eine grosse Herausforderung.

Der Kostendruck in der nationalen und internationalen Asylpolitik oder die Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit: 2025 war geprägt von Umbrüchen, vor deren Auswirkungen auch die Arbeit von Caritas Schweiz nicht verschont blieb.

Ein Beispiel ist der Asylbereich in der Schweiz. Die Caritas betreibt in verschiedenen Regionen im Auftrag der Kantone Asylzentren. Darin werden Geflüchtete und minderjährige Asylsuchende untergebracht und von Mitarbeitenden der Caritas betreut. Kommen weniger Geflüchtete, werden Zentren geschlossen; steigen die Zahlen, werden mit kurzer Vorlaufzeit neue Unterkünfte eröffnet. Die Entscheidung liegt beim Kanton, die Umsetzung dann bei der Caritas. Alleine im Kanton Zürich hat die Caritas im vergangenen Jahr vier Zentren dauerhaft geführt, zwei geschlossen, zwei geöffnet oder wiedereröffnet.

«Die Schwankungen aufzufangen, ist komplex»

Das bedeutet, dass sich die benötigten Ressourcen fast über Nacht ändern: Einmal ist deutlich mehr Personal gefragt, dann viel weniger; hier wird zusätzliche IT-Infrastruktur benötigt, dort wird sie wieder abgebaut; auch Versicherungen,

Sicherheitskonzepte und Logistik müssen laufend angepasst werden. «Diese Schwankungen aufzufangen, ist ausgesprochen komplex», erläutert Chantal Cornaz, die den Personalbereich bei Caritas Schweiz leitet. «Enge Absprachen und Koordination aller Abteilungen sind unerlässlich. Unsere Mitarbeitenden zeigen hier viel Flexibilität.»

Eine besondere Herausforderung stellte sich 2025, als die Leistungsaufträge in den Kantonen Schwyz und Zug nicht verlängert wurden. Hier ging es nicht mehr darum, Personal zu rekrutieren und einzuarbeiten, sondern darum, für die Mitarbeitenden mögliche Perspektiven aufzuzeigen oder gar Kündigungen auszusprechen. «Das belastet die ganze Organisation. Es herrscht grosser Handlungsdruck und gleichzeitig ist Zeit zum Zuhören wichtig», sagt Chantal Cornaz. Die Mitarbeitenden müssen wissen, an wen sie sich wenden können und wo sie Unterstützung erhalten.

Der Einfluss von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung

Diese Dynamik zeigte sich 2025 aber nicht nur im schweizerischen Asylbereich. Das gesamte Arbeitsumfeld, in dem Caritas Schweiz tätig ist, erweist sich als sehr volatil und von äusseren Faktoren getrieben. Das geht von den Beiträgen für die internationale Zusammenarbeit über die Situation auf dem Arbeitsmarkt bis hin zum Spendenverhalten: Nichts ist beständig oder lässt sich verlässlich prognostizieren. Chantal

Personen arbeiten insgesamt im In- und Ausland bei Caritas Schweiz.

22 % der Mitarbeitenden

sind über 55 Jahre alt, 14 % unter 30. 71

Nationalitäten

haben die Mitarbeitenden. Am häufigsten vertreten sind die Schweiz, Tschad und Äthiopien.

Cornaz: «Da stellt sich die Frage: Sind unsere bestehenden Organisationsstrukturen flexibel genug, um rasch auf den Wandel zu reagieren?»

Auch die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz, flexible Arbeitszeiten und -orte oder die Digitalisierung verändern das Berufsleben grundlegend. Das hat wiederum Einfluss auf die Weiterbildungsbedürfnisse der Mitarbeitenden. Sie suchen vermehrt agile Fortbildungsmodelle statt starrer Kursformate.

Daher hat Caritas Schweiz die sogenannte «Lernzeit» eingeführt. Sie kann als eine Art Stundenkontingent selbstständig verwaltet werden. Damit besteht die Möglichkeit, neben Präsenz -

veranstaltungen auch Angebote wie OnlineSeminare und Tutorials im Internet flexibler zu nutzen. So lässt sich Weiterbildung einfacher in die Arbeitsabläufe einbinden und kann auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Diese Form ist unabhängig von Ort und Zeitzone, was der Internationalität der Organisation entspricht. Solche Massnahmen stellt die Caritas ihrem Personal zur Verfügung, um dem wechselhaften Arbeitskontext gerecht zu werden.

441 unbegleitete Minderjährige

hat Caritas Schweiz 2025 betreut. Sie stammen aus 19 Ländern.

38 805

Stunden Lernzeit

stehen den Mitarbeitenden insgesamt zur Verfügung.

78 Mitarbeitende

sind im Tschad beschäftigt –es ist das grösste Programm ausserhalb der Schweiz.

Caritas Schweiz begleitet Geflüchtete dabei, sich auf ein eigenständiges Leben in der Schweiz vorzubereiten, wie hier in Matran.

Zahlen der Caritas

Herkunft der Caritas-Erträge

15,3 %

Direkte Spenden

10,5 %

Eigene Erträge

6,1 % Andere Organisationen

2,4 % Internationales Caritas­ Netz

1,4 %

Private Spenden / Erträge und Beiträge der öffentlichen Hand

36,6 % Private Spenden / Erträge

63,4 % Beiträge der öffentlichen Hand

%

Liechtensteinische Landesverwaltung

Verwendung der Erträge

26,4 % Internationale Zusammenarbeit

5,3 % Administrativer Aufwand

4,0 %

Fundraising ­ und Marketingaufwand

3,4 %

Direkte administrative Projektunterstützung

Durch Finanzierungsallianzen mit der Glückskette, dem Bund sowie anderen Partnerorganisationen im In ­ und Ausland kann die Caritas die Wirkung jedes Frankens, der ihr gespendet wird, vervierfachen.

Kennzahlen gemäss Zewo-Richtlinien

Projekte Schweiz 1,0 %

Grundlagenforschung und übrige Projektbeiträge

% Information und Kommunikation 58,6 %

Diese Kennzahlen sind in Übereinstimmung mit den Vorgaben von Swiss GAAP FER 21 und entsprechend den Richtlinien der Stiftung Zewo zur Ermittlung des administrativen Aufwandes gemeinnütziger Organisationen erhoben worden.

Den ausführlichen Finanzbericht veröffentlichen wir auf unserer Website unter: caritas.ch/jahresbericht

Gesamtbetriebsrechnung 2025

Gremien

Vorstand

Präsidium

Präsidentin: Monika Maire-Hefti, dipl. Pflegefachfrau, ehem. Regierungsrätin Kanton NE, Les Ponts-de-Martel NE

Vizepräsident/in: Gisèle Girgis-Musy, lic. oec., Leutwil AG (bis 31. Mai 2025)

Thomas Bösch, Dr. oec., ehem. globaler HR-Leiter bzw. Senior HR-Leiter, Hergiswil (ab 1. Juni 2025)

Jean-Noël Maillard, Directeur Caritas Jura, Delémont Martin Wey, Dr. iur. utr. / Rechtsanwalt und Notar, Stv. Generalsekretär SBK, Freiburg

Richard Chenevard, Executive MBA Université de Genève, ancien directeur adjoint DDC bureau de coopération internationale en Tadschikistan, Sion

Chiara Gerosa Adamoli, lic. soc., Journaliste RSI, Rete uno, commentatrice RSI TV, Balerna

Anastas Odermatt, Dr. phil., Religionssoziologe Universität Luzern, Ballwil

Stephanie Parague, degree Accounting and Economics, ehem. Direktorin im privaten Finanzsektor, Executive Coach, Vorstandsmitglied Women-in-Tech Switzerland (ab 1. Juni 2025)

Weitere Vorstandsmitglieder

Bistum Basel: Michaela Zurfluh, lic. theol. I, Pfarreiseelsorgerin Pastoralraum Kriens, Ebikon (bis 31. Mai 2025) // Mathias Arbogast, Leiter Fachstelle Soziale Arbeit Katholische Kirche Region Bern, Grenchen (ab 1. Juni 2025) // Bistum Lausanne, Genève, Fribourg: Marianne Pohl-Henzen, Philologin, Germanistin, Theologin, Fribourg // Bistum Sion: Christian Thurre, Diakon, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Dienststelle für Umwelt des Kantons Wallis, Ovronnaz (ab 1. Juni 2025) // Bistum St. Gallen: Sabine Rüthemann, PR-Fachfrau und Kommunikationsbeauftragte

Bistum SG, Lichtensteig // Bistum Lugano: Luigi Roncoroni, Erwachsenenbildner FSEA, Bereichsleiter Caritas Ticino, Cadro // Bistum Chur: Bruno Gut-Fuchs, Diakon, Gemeindeleiter Pfarrei St. Verena, Stäfa // Regionale Caritas-Organisationen: Pascal Bregnard, Directeur Caritas Fribourg, Billens // Fabienne Notter, Direktorin Caritas Aargau und Caritas Solothurn, Solothurn // Silja Wenk, Co-Direktorin Caritas Bern, Bern // RKZ: Roland Loos, dipl. Elektroingenieur ETH Lausanne, Präsident RKZ, Yverdon-les-Bains // SKF: Karin Ottiger, Sozialarbeiterin FH Soziale Arbeit, Geschäftsführerin SKF, Luzern // Übrige Vereinsmitglieder: Rudolf Rosenkranz, Geschäftsleiter Schweiz. Caritasaktion der Blinden, Adliswil (ab 1. Juni 2025) // Christine Imholz, ehem. Leiterin Missionsprokur der Ilanzer Dominikanerinnen, Grub AR (ab 1. Juni 2025) // Thomas Odermatt, Geschäftsführer Institut Menzingen, Ballwil (ab 1. Juni 2025) // Ohne Mandat: Andrea Pfäffli, Master Komm.-Wissenschaften Universitäten ZH und LU, Kantonsrätin LU, Luzern // Sabrina Corvini-Mohn, Präsidentin Caritas beider Basel, Allschwil // Dr. Benno Schnüriger, ehem. Präsident Synodalrat röm-kath. Körperschaft Kanton ZH, Zürich // Dr. Hans-Jörg Ruppen, dipl. Mathematiker ETH, Dr. ès sciences und Titular- sowie Honorarprofessor EPFL Lausanne, Gampel (bis 20. November 2025) // Elisabeth von Capeller, Master Ing. Agronomin ETH Zürich, ehem. CH-Botschafterin in Nepal, Luzern

Monika Maire-Hefti
Chiara Gerosa Adamoli
Stephanie Parague Jean-Noël Maillard
Anastas Odermatt
Martin Wey
Richard Chenevard
Thomas Bösch

Geschäftsstelle Caritas Schweiz

Geschäftsleitung

Direktor: Peter Lack, lic. theol., dipl. NPO-Manager VMI, Supervisor CPT

Bereich Finanzen und Administration, Stellvertretende

Direktorin: Esther Reinhard, lic. rer. pol. mit Vertiefungsrichtung

Finanzmanagement

Bereich Internationale Zusammenarbeit: Martina Weber, dipl. Soz. päd. MBA, MPH

Bereich Projekte Schweiz: Mireille Grädel, lic. phil. hist.

Bereich Grundlagen und Politik: Andreas Lustenberger, Master in Sciences (Geography), Kantonsrat Zug

Bereich Kommunikation und Fundraising: Jan Schlink, dipl. Soziologe mit Vertiefungsrichtung Werbepsychologie & Kommunikationswissenschaften

Nicole Lehnherr, Betriebsökonomin FH und Fundraiserin (ab 1. Juli 2025 interimistisch)

Bereich Human Resources: Chantal Cornaz, lic. phil. Arbeitsund Organisationspsychologie, MAS HRM

Bereich Information and Communication Technology: Jürgen Enderle, dipl. Informatiker – Degree in Computer Science

Geschäftsprüfungskommission

Präsident: Kurt Grüter, ehem. Direktor Eidg. Finanzkontrolle, Bern

Susana Garcia, ehem. Generaldirektorin AVASAD, Lausanne

Monika Otter, MAS Ethik FHNW, Freienbach SZ

Lothar Sidler, lic. iur., Rechtsanwalt und Notar, Geschäftsleiter

Spitex-Kantonalverband LU, alt Stadtrat Kriens LU, Kriens LU

Revisionsstelle

BDO AG, Luzern

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2025 Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Projekte von Caritas Schweiz. Aktionspläne auf ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene sorgen dafür, dass die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Damit will Caritas Schweiz die Verantwortung über ihr Handeln und die Unternehmensführung wahrnehmen. Regelmässig wird ein ökologischer Fussabdruck an allen Standorten im In- und Ausland erhoben, um die Emissionen zu überprüfen und zu reduzieren. Wie bereits in den Vorjahren hat Caritas auch

2025 die Mittel aus einem internen Klimafonds in verschiedene Initiativen investiert, die zur Emissionsreduktion beitragen und die die Mitarbeitenden für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie leistet Caritas Schweiz einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz und weltweit, im Einklang mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

caritas.ch/nachhaltigkeit

Martina Weber
Mireille Grädel
Jürgen Enderle
Chantal Cornaz
Esther Reinhard
Peter Lack
Jan Schlink
Andreas Lustenberger

Starke Partnerschaften

aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Unternehmen Sunrise GmbH // ALDI SUISSE AG // Thermoplan AG // Swissquote Bank SA // Orell Füssli Thalia AG // AXA Schweiz // Payot SA // LGT Bank (Schweiz) AG // CALIDA AG // WEBSTAR // Schweizer Lunch­Check // Etam // Swiss Can Machinery AG // thinkQ2 AG // QoQa Services SA // Deckers Switzerland GmbH // Verlingue // Bering AG // Lennaria Camathias SA // Procter & Gamble

International Operations SA // VAT Group // Power­Blox AG // Original Food GmbH // The Canopy Lab // MarketShare Associates Stiftungen Aiuto Stiftung // Alfred Richterich Stiftung // Annelise ZempStiftung // Christa Foundation // Däster­Schild Stiftung // Dr. med. Arthur und Estella Hirzel­Callegari Stiftung // Erika und Conrad Schnyder Stiftung // Ernst Göhner Stiftung // Fondation Alfred et Eugénie Baur // Fondation Audemars­Watkins // Fondation Gertrude Hirzel // Fondation Philanthropique Famille Sandoz // Franz Martin Stiftung // Gebauer Stiftung // Gemeinnützige Stiftung Hans A. Bill // If! Foundation // Medicor Foundation // reSPact Foundation // Rütli­Stiftung // SV Stiftung // Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) // Stanley Thomas Johnson Stiftung // Stiftung Mercator Schweiz // Stiftung Sonnenschein // Stiftung Wegweiser // Swiss Philanthropy Foundation (Fonds collaboratif Impact Social) // walter haefner stiftung Bund Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) // Staatssekretariat für Migration // Bundesamt für Gesundheit // Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann Kantone, Städte, Gemeinden Canton de Fribourg // Canton du Valais // Commune de Céligny // Commune de Plan­les­Ouates // Conseil Départemental des Yvelines // Kanton Aargau // Kanton Zürich // Loterie Romande // Kanton St. Gallen // Kanton Basel­Stadt // Stadt Zürich // Gemeinde Maur // Ville de Genève // Ville de Versoix Hochschulen Berner Fachhochschule –Soziale Arbeit // ETH Zürich Zentrum für Entwicklung und Zusammenarbeit (NADEL) // Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften – Center for Energy and the Environment Kirchliche Institutionen Association Fraternelle Romande // Communauté des Religieuses Trinitaires // Diocèse de Lugano // Röm.­kath. Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung // Kath. Kirche im Kanton Zürich // Kloster Heiligkreuz // Röm.­kath. Landeskirche Basel­Landschaft // Kath. Kirchgemeinde Luzern // Röm.­kath. Kirche Basel­Stadt // Gemeinschaft Liebfrauenschwestern // Röm.­kath. Landeskirche des Kantons Luzern // Röm.­ kath. Kirchgemeinde Biel und Umgebung // Schwestern vom Heiligen Kreuz // Kath. Konfessionsteil des Kantons St. Gallen // Kath. Kirchgemeinde Küsnacht­Erlenbach // Verband der röm.­kath. Kirchgemeinden der Stadt Zürich // Kath. Kirchgemeinde Baar // Kloster Baldegg // Kath. Kirchgemeinde Romanshorn // Kreiskirchgemeinde Aarau // Evangelisch­reformierte Kirche des Kantons Freiburg Bi- und multilaterale Geber Glückskette // Amt für auswärtige Angelegenheiten Liechtenstein // Austrian Development Agency // Agence Française de Développement // Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung // Danida Green Business Partnership (DGBP) // European Commission Directorate­General for International Partnerships // European Civil Protection and Humanitarian Aid Operations (ECHO) // Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (giz) // International Organisation for Migration (IOM) // Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) // LuxDev // United Nations Development Programme (UNDP) // United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) // United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs // World Food Programme Weitere Partner und Netzwerke Americares // Catholic Agency for Overseas Development // Caritas Luxembourg // Caritas Österreich // Caritas Polen // Cordaid // Deutscher Caritas Verband // Trocaire // Theresa­Laden // SOS Ticino // Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) // ORS // Association juracienne d’accueil des migrants (AJAM) // Swiss Platform for Sustainable Cocoa (SWISSCO) // Swiss Sustainable Coffee Platform (SSCP) // Vikara Institute // CALP Network // SEVAL Swiss Evaluation Society // Poverty Alleviation Coalition (PAC) // Swiss NGO DRR Platform // Swiss Water and Sanitation Consortium // Water Integrity Network

Sie alle machen unsere Hilfe für Menschen in Not erst möglich. Herzlichen Dank!

« QoQa lebt von der Stärke unserer Qommunity und dem Wunsch, gemeinsam Gutes zu tun. Caritas Schweiz ist dafür die ideale Partnerin, weil sie eine starke Marke, eine klare Mission und lokale Projekte vereint. Wir schätzen die vertrauensvolle und langjährige Zusammenarbeit sehr. »

Pascal Meyer «Otter in Chief», QoQa

« Als grosser Versicherer tragen wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Im Rahmen unseres Volunteering-Programms ‹AXA von Herz zu Herz› möchten wir unter anderem gemeinsam mit der Caritas Menschen mit kleinem Budget unterstützen. »

«AXA von Herz zu Herz»-Team AXA Schweiz

« Sunrise möchte allen Menschen die Teilhabe an der digitalen Welt ermöglichen, auch jenen in der Schweiz, die an oder unter der Armutsgrenze leben. Caritas Schweiz ist für uns die passende Partnerin, weil sie ein breites Netzwerk und Zielgruppen-Nähe mitbringt. Schön, dürfen wir auf diese bewährte Zusammenarbeit zählen! »

Julia Herrmann Senior DEI & Sustainability Project Manager, Sunrise

Impressum

Titelbild: Der kambodschanische Reisbauer Korna Veasna wurde durch Caritas Schweiz in Klima ­ Fragen geschult. Nicolas Honoré

Redaktion: Bettina Schucan ­ Birkhäuser, Livia Leykauf, Niels Jost, Daria Jenni, Stefan Gribi, Tamara Bütler, Vérène Morisod Simonazzi, Fabrice Boulé, Reto Schefer, Patrick Bisch, Kathrin Ottiger

Bilder: Alexandra Wey, Amélie Clements, Ayaana Publishing, Betour Roger, Caritas Schweiz, Caritas Wien/Elisabeth Sellmeier, Caritas Zentralschweiz/Leonidas Portmann, Caritas Zürich/ Zoe Tempest, Cat Norman Tahirović, CRS Staff, FIFDH, Fotopool Caritas Netz, Ghislaine Heger, Hasan Belal, Jean Sorel Nelson, Kenyi Moses, Keystone/Laurent Merlet, Nicolas Brodard, Nicolas Honoré, Pablo Quiroga/Yamil Antonio, Peter Lack, Philipp Schütz, Recyclerie, Reto Albertalli, Sandra Papi, Seba Diarra, Tamara Bütler, Thomas Plain, Urban Fischer, Vincent Vandierendounck, youngCaritas

Übersetzung: Charles Balfour

Grafik: Regula Reufer

Druck: Multicolor Media, Luzern

Caritas Schweiz

Bereich Kommunikation und Fundraising Adligenswilerstrasse 15 Postfach

CH ­ 6002 Luzern

Telefon: +41 41 419 22 22

E ­ Mail: info@caritas.ch

IBAN: CH69 0900 0000 6000 7000 4

Ausführliche Informationen zu aktuellen Projekten finden Sie auf der Website von Caritas Schweiz: www.caritas.ch

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