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STEIN 06 | 16

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STEIN

S 06 | 2016

ZEITSCHRIFT FÜR NATURSTEIN

SAKRALE RÄUME IM WANDEL

NEUE WEGE BESCHREITEN DRITTER ANLAUF

DREIERLEI NATURSTEIN

3-DTECHNOLOGIE

Rochlitzer Porphyr als Außenhülle für eine Propsteikirche

Neugestaltung eines historischen Stadtkerns

Wasserstrahlanlagen im PreisLeistungs-Vergleich


INHALT

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Moderne Elemente St. Trinitatis in Leipzig können alte Friedhöfe hat eine bewegte Vorgeauflockern, wenn sieder schichte, denn es ist sich, Kirchenbau wie hier in Altdorf dritte der bei Nürnberg, zurückPropsteigemeinde. Bei nehmen und nicht der Fassadengestaltung in den Vordergrund kam Rochlitzer Porphyr drängen. zum Einsatz.

Wasserstrahlanlagen kommt eine immer größere Marktbedeutung zu. Wir stellen Betriebe vor, die eine solche Maschine besitzen und geben einen Preis-Leistungs-Überblick.

Ein unter DenkmalSandstein, Dolomit und schutz stehender Grauwacke prägen das Bunker in München von künftige Straßenbild wurde behutsam renoWarburgs historischem viert und innen mit Stadtkern. Wir haben dem Naturstein „Fade die umfangreichen to Grey“ ausgelegt. Natursteinarbeiten begleitet.

STEIN ONLINE STEIN – auf Facebook Wissenswertes rund um das Thema „Naturstein“ gibt es auf Facebook/stein. Die STEIN-Community wächst von Tag zu Tag. Besuchen Sie uns und machen Sie mit! STEIN – die Webseite Fachliches, Interessantes, aber auch Skurriles können Sie auf unserer Webseite finden. Im neuen Design auch bequem zu lesen auf Tablet-PC und Smartphone. stein-magazin.de STEIN – der Newsletter Wer regelmäßig über Neues aus der Stein-Welt informiert werden will, kann auf stein-magazin.de den STEIN-Newsletter bestellen.

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SCHÖNE WELT DER STEINE 06

Fassade verkleiden Warum Rochlitzer Porphyr beim Neubau der Propsteikirche St. Trinitatis verarbeitet wurde.

STEINE BEARBEITEN 12

Öffentliche Plätze gestalten Wie Warburgs Innenstadt mit dreierlei Natursteinen neu gestaltet wird.

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Flächen abdichten Vor welchen Herausforderungen der Steinmetz beim Einbau bodengleicher Duschen steht.

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Naturstein bearbeiten Wann es sich lohnt, in eine Wasserstrahl-Schneideanlage zu investieren.

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Vielen Kirchen steht ein langsamer Verfall bevor – oder aber eine Umnutzung. Dies bietet Chancen für die Gemeinden, aber auch für die am Umbau beteiligten Gewerke.

Bewährte Sicherheit bei der Natursteinverlegung.

KUNDEN GEWINNEN 34

Perfekten Service bieten Worauf Sie bei der Beratung und Betreuung Ihrer Kunden achten sollten.

CHANCEN NUTZEN 42

Kirchen umgestalten Welche Chancen die Umnutzung sakraler Räume für das Steinmetzhandwerk bereithält.

NATURSTEINVERLEGEMÖRTEL SCHNELL, FLEXIBEL

MAPESTONE 1 • schnell erhärtender und schnell trocknender Mittelbettmörtel • flexibel, zementär, kunststoffmodifiziert • mit effektiver kristalliner Wasserbindung

PANORAMA 50

Menschen, Termine, Produkte und mehr

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Seitenblicke Unser Service, Ihr Problem

• für Naturwerksteine, Cotto, Steinzeug und Feinsteinzeug • für Schichtdicken von 5 bis 20 mm im Innenbereich

RUBRIKEN Vorschau Impressum D ER E UR

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SCHÖNE WELT DER STEINE

SAKRALE SKULPTUR Kirchenfassade aus Rochlitzer Porphyr Viele Kirchen in Deutschland wurden in den letzten Jahren entweiht und für eine neue profane Nutzung umgebaut. Leipzig jedoch ist seit letztem Jahr um ein neues Gotteshaus reicher: Gegenüber dem Neuen Rathaus mit seiner hellgrauen Muschelkalkfassade erstreckt sich St. Trinitatis in rotem Gewand.

Von Tanja Slasten

Der Pfarrhof wird flankiert von zwei scheinbar schwebenden Gebäuderiegeln. Der hohe Kirchturm dient als markanter Hochpunkt.

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SCHÖNE WELT DER STEINE

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STEINE BEARBEITEN

Der historische Stadtkern von Warburg im Osten Nordrhein-Westfalens wird seit 2011 neu gestaltet.

DREIERLEI NATURSTEINE Gestaltung eines öffentlichen Platzes Sandstein, Dolomit und Grauwacke prägen das künftige Straßenbild von Warburgs beschaulicher Innenstadt. Dank Eigeninitiative, Kreativität, Innovation und guter Zusammenarbeit aller Beteiligten entsteht hier ein vorbildliches barrierefreies Projekt. Der Sechste von insgesamt acht Bauabschnitten wird gerade erstellt. Bis voraussichtlich 2018 werden die umfangreichen Arbeiten andauern. Von Tanja Slasten

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STEINE BEARBEITEN

Die Grauwacke kommt aus Lindlar im Bergischen Land. Hier hat die Firma Quirrenbach ihren Steinbruch.

Für das Projekt in Warburg wird die Quirrenbach-Grauwacke in einer Tiefe von zirka 35 bis 60 Metern abgebaut. Im Anschluss kommen die Rohblöcke zur weiteren Verarbeitung in das nahe gelegene Werk.

Fotos: Lohaus + Carl GmbH Landschaftsarchitekten + Stadtplaner; Tanja Slasten

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m Jahr 2011 feierte das malerische Warburg sein 975-jähriges Jubiläum. Die etwa 26.000 Einwohner starke Stadt liegt im Kreis Höxter, im östlichen Nordrhein-Westfalen. Warburg bestand ursprünglich aus zwei Städten. Die sogenannte Altstadt aus dem 12. Jahrhundert liegt am Flusstal der Diemel. Jahrzehnte später entstand oberhalb der Altstadt die Neustadt. Erst in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden beide Städte zusammengeschlossen. Es dauerte noch einmal mehr als 130 Jahre, bis das gemeinsame Rathaus zwischen den Städten 1568 auf der Grenze von Altund Neustadt erbaut wurde. Bis dahin

hatten beide Stadtteile jeweils ihren eigenen Verwaltungssitz.

KONTRASTREICH GESTALTET Vor einigen Jahren wurde in der Stadt über eine neue Straßengestaltung im Zentrum der Neustadt nachgedacht. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und den hohen Anteil an bewegungseingeschränkten Menschen kam der Aspekt „barrierefrei“ hinzu. Drei Ingenieurbüros präsentierten ihre Entwürfe, wobei die Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Lohaus + Carl aus Hannover mit ihrem Vorschlag die Verantwortlichen über-

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KUNDEN GEWINNEN

KUNDEN EINFACH GLÜCKLICH MACHEN

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KUNDEN GEWINNEN

Kundenorientierung Viele Unternehmen sind der Meinung, dass sie einen guten Service bieten. Tatsächlich machen Kunden jedoch sehr unterschiedliche Erfahrungen. Wer sie glücklich machen will, muss dafür an vielen Stellen etwas tun. Von Annette Mühlberger

Illustration: iStock

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undenerwartungen sind subjektiv. Was den einen begeistert, müht dem anderen gerade mal ein Lächeln ab. Die Serviceerwartung hängt jedoch nicht allein an Zielgruppe und Kundentyp, sondern auch daran, wo Kunden einkaufen. An eine Fastfoodkette stellen Menschen nun mal andere Serviceanforderungen als an ein Gourmetrestaurant. Wer Premium verkauft, muss Premiumservice bieten. Abstriche beim Service sind, wenn überhaupt, nur in günstigen Marktsegmenten drin. Im Verlauf der Interaktion mit dem Kunden gibt es immer wieder kritische Servicemomente, die für das Gesamturteil maßgeblich sind. Bei einem Flug sind dies zum Beispiel die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals beim Ein- und Ausstieg. Im Supermarkt entscheidet darüber u. a. die Wartezeit an der Kasse. Im Baumarkt sind dies Verfügbarkeit und Kompetenz des Verkaufspersonals. Auch für den Verkauf von Natursteinerzeugnissen gibt es diese kritischen Servicemomente, die – unabhängig von der handwerklichen Leistung – darüber entscheiden, wie

kundenorientiert ein Betrieb wahrgenommen wird. Beispiele sind: • Erreichbarkeit, Freundlichkeit, Kompetenz am Telefon • Beantworten von (E-Mail-)Anfragen • Einhalten von Rückrufzusagen • Zeitnahe Terminangebote für Beratung/Aufmaß/Entwurf • Verlässlichkeit von Terminzusagen • Proaktive Information über Änderungen bzw. Verzögerungen • Umgangsformen und Erscheinungsbild der Mitarbeiter • Sauberkeit der Fahrzeuge • Sauberkeit der Baustelle • Reklamationsbearbeitung.

WELCHEN STANDARD BIETEN SIE? Die wenigsten Unternehmen haben ein eigenes Serviceprofil definiert. Dabei ist es ausgesprochen hilfreich festzulegen, was genau Ihr Service an Kunden umfasst und was nicht. Wichtig ist dies auch für kleine Betriebe, die ihre Ressourcen viel mehr auf das konzentrieren müssen, was Kunden wirklich wichtig ist und was den größtmöglichen Nutzen stiftet.

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CHANCEN NUTZEN

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CHANCEN NUTZEN

Das Künstlerkollektiv „Church Brigade“ gestaltete die Kirche Santa Bárbara im spanischen Llanera in einen Skatepark um.

NEUES LEBEN IM GOTTESHAUS Umgestaltung von Kirchen Die Mitgliederzahlen der christlichen Kirchen sinken, mit dieser Entwicklung brechen auch finanzielle Einnahmequellen ein. Vielen Kirchengebäuden steht ein langsamer Verfall bevor – oder aber eine Umnutzung. Diese Umfunktionierung sakraler Räume bietet Chancen für die Gemeinden, aber auch für die am Umbau beteiligten Gewerke. Von Gertrud Halas

Foto: Luis Vidales/Red Bull Content Pool

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m spanischen Llanera gestaltete das Künstlerkollektiv „Church Brigade“ die langsam verfallende Kirche Santa Bárbara in einen Skatepark um. Unter einem Himmel geome-trischer Figuren und Gesicherter in grellen Regenbogenfarben, den der Künstler Okuda San Miguel realisierte, fahren und springen nun Skater durch die ehemalige Kirche. Aus einem Treffpunkt der religiösen Gemeinschaft wurde ein Platz urbaner Jugendkultur. Dieses exotische Beispiel zeigt, was nach der Profanierung von Gotteshäusern entstehen kann. Geläufiger ist etwa die Umgestaltung zu einem Café wie bei der St. Aegidien Kirche in Hannoversch Münden oder einem Restaurant wie bei der St. Immanuelkirche in Magdeburg. Oder aber eine Weiternutzung im Sinne karitativer Aufgaben wie bei der Umgestaltung der Christus-König-Kirche in Düsseldorf in eine Kindertagesstätte oder der St. Antoniuskirche in Bochum in ein Altenwohnheim. Die Umnutzung von Kirchen ist nicht neu. Die Geschichte ist geprägt von Säkularisierungsprozessen wie jenem im Rahmen der Reformation im 16. Jahrhundert. Kirchengebäude wurden etwa in Schulen oder Sozialstiftungen umgewandelt. Aber auch private Wohnhäuser entstanden auf sakralem Boden. Ein starker Wind des Wandels wehte ab dem 25. Februar 1803 durch die Umsetzung des Reputationshauptschlusses, der die rechtliche Basis für eine „Totalsäkularisation“ schuf. Die Landesherren konnten mit Ausnahme des Vermögens der Pfarrkirchen nun über die kirchlichen Eigentümer verfügen. Eine militärische oder landwirtschaftliche Nutzung war nicht ausgeschlossen.

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