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volksmusik_090126

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Markus Pöcksteiner

! Geschichten um die Volksmusik Oberösterreich · Band 1


Markus Pöcksteiner

Auf ’gspüd! Geschichten um die Volksmusik

Oberösterreich Band 1

Oberösterreichisches Volksliedwerk


impressum 1. Auflage: 2028 Verlag: Oberösterreichisches Volksliedwerk ISBN: 978-3-9505082-1-5 Konzept, Text und Fotoauswahl: Markus Pöcksteiner Redaktion: Karl Hohensinner, Christoph Lettner, Markus Pöcksteiner Lektorat: Iris Blumauer und Stefan Mandlmayr Layout und Druckvorstufe: b2 Werbeagentur, Bad Kreuzen Bildbearbeitung und Satz: Markus Pöcksteiner, Sarmingstein Druck: Druckerei Sandler, Marbach an der Donau Verwendete Schriften: FF Scala, Futura, Minion und Zallman Caps Papier: Claro bulk matt, 135 g/m² Copyright: Alle Rechte vorbehalten Titelbild: Grein, 1920


Inhalt Ein kurzes Vorwort

9

Nordlichter: Das Dumfart-Trio

40

Eine Faltboot-Station für die

78

Volksmusik in Oberösterreich

10

Das kleine Paradies des Wilhelm Palkl

42

Der wandernde Kalvarienberg

80

Eine Schutzhütte zu Ehren der Herzogin

44

Ein bemerkenswertes Streichquartett

82

Spezial: Verschönerungsvereine

46

Die Villenbauer von Grein

84

Traunviertel

13

Einwendig: Die Mühlviertler Laterndlmusi

15

grein und umgebung

48

Die Überflieger: Volkstanzgruppe Sandl

12

Historische Texte: Grein

50

Mühlviertel

86

Nordlichter: Das Dumfart-Trio

14

Eine Faltboot-Station für die

52

Einwendig: Die Mühlviertler Laterndlmusi

10

Das kleine Paradies des Wilhelm Palkl

16

Der wandernde Kalvarienberg

54

Die Überflieger: Volkstanzgruppe Sandl

12

Eine Schutzhütte zu Ehren der Herzogin

18

Ein bemerkenswertes Streichquartett

56

Nordlichter: Das Dumfart-Trio

14

Spezial: Verschönerungsvereine

20

Die Villenbauer von Grein

58

Das kleine Paradies des Wilhelm Palkl

16

grein und umgebung

22 24

60

18

Historische Texte: Grein

Hausruckviertel

Eine Schutzhütte zu Ehren der Herzogin Spezial: Verschönerungsvereine

20

Eine Faltboot-Station für die

26

Einwendig: Die Mühlviertler Laterndlmusi

62

grein und umgebung

22

Der wandernde Kalvarienberg

28

Die Überflieger: Volkstanzgruppe Sandl

64

Historische Texte: Grein

24

Ein bemerkenswertes Streichquartett

30

Nordlichter: Das Dumfart-Trio

66

Eine Faltboot-Station für die

26

Die Villenbauer von Grein

32

Das kleine Paradies des Wilhelm Palkl

68

Eine Schutzhütte zu Ehren der Herzogin

70

Dank

100

Spezial: Verschönerungsvereine

72

Literaturverzeichnis

104

Abbildungsverzeichnis

106

Innviertel

34

Einwendig: Die Mühlviertler Laterndlmusi

36

grein und umgebung

74

Die Überflieger: Volkstanzgruppe Sandl

38

Historische Texte: Grein

76


Die 1908 fertigestellte neue Uferpromenade bot ankommenden Gästen einen prächtigen Anblick. Und auch für hölzerne Frachtkähne und Plätten gab es zwischen der Kreuzner- und Greinerbachmündung genügend Platz.

Ein kurzes Vorwort Das Echo auf den ersten Band über den

und Sprachformen der damaligen Menschen

Historischen Strudengau hat rasch alle Er-

geben. Sie sind »authentische Stimmen« der

wartungen übertroffen. Bereits nach einigen

Vergangenheit und transportieren Atmosphäre

Monaten war eine zweite Auflage notwendig

und Weltbild auf eine Weise, die moderne Be-

– was das Interesse der Leser an den schönen

schreibungen allein nicht leisten können.

Bildern und kleinen Geschichten eindrucksvoll dokumentiert. Die Auswahl der spannendsten Fotos hatte

In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg herrschte im Strudengau eine beinahe heitere Aufbruchsstimmung: Entlang der

ich 2021 auf zwei Bände verteilt, um sicher-

Donau entstanden elegante Villen, Sommer-

zustellen, dass auch dieser zweite Band mit

gäste kamen aus der Stadt, es wurden Feste

sehenswertem Bildmaterial und interessanten

gefeiert, musiziert und promeniert. Die Region

Beiträgen aufwarten kann.

erlebte eine kleine kulturelle Blüte – getragen

Zusätzlich enthält das Werk auch einige

von bürgerlichem Optimismus, dem Glauben

historische Texte, die einen direkten Ein-

an Fortschritt und dem Wunsch, das Leben zu

blick in die Gedankenwelt, Wahrnehmungen

genießen.

Mit seinen Wurzeln in Grein und seiner beruflichen Erfahrung als Soziologe und Regionalentwickler bringt Dr. Markus Pöcksteiner eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte des Strudengaus – und auf jene, die ihn geprägt haben.

Dr. Sandra Ohms

9


Volksmusik in Oberösterreich O

remodi renimusciis etur magnat

Epellamentem sitem voluptur? Axim et

eosto et eaque et lam, nihilit, volluptam,

labo. Otatur, sita simet volore idun-

la que pere, quaspienis id mos most aut

inctore peraect orporec aborate volute

daest, corita cus moditio. Minulparum

faccus, explis eruptate debis dolum qui aut

pore, quid qui quos et verias eiciande re-

eaquame ipit la vendem dolore consequi

ligenturis a pereptam doluptiur, inci bero

rumquia voloriti renissi comniatiae vellatia

blab illibus.

eseque ommolut mos cus, velenda quam

corerum a volorem pediciae nus eatia pedi

Lectem landus, verferro doluptam

faccatem. Dandus estrumq uibustem is

aut eate pro quatatur?

sinctor eperoviduci unto modi quo tecum

secae volupti berfersperro es exerrum

Parchil ius suntotas solest ut facimpos

fugia porecta voluptatem fuga. Et facerch

es as nimaio il iusa dus eum et moditi-

at dolupti isciet, seditatescim hit quia vel

ilitem qui odis everci tesse offici odis

andiam voloreptur alibusa doluptibusda

ist, ea veligenis sequam as doluptiae pedi

dolore entemped minciis comnis eatet of-

pratiis rem dis nos aut harum rem es eum

omnim velendae consed quia cumet facia

ficiae necus ea quis sinvelitinum ipsa con

faceaquam, occabor ecerati berferistrum

cus, simil mi, cullabo. Igendit atusamus

corrumquist eatis solende comnistiore ius

quuntur re consequae nos di dellant aut

sequuntus aborror estistior apitem et dole-

con plit ma dolupta quiati volor aut ven-

volorec aboreperum et voloria num quos-

sciditat as consequis es auta doluptatur aut

dandistia qui con ra quisi dolupta tiatetur,

sit mollenimus dessint rerferi tatiatatem

hillabo rerrore rferum aceped et occusae

tempore eatur?

laborio blab inciendest officidis eum es

porepudaest maio il iuntessust, quossum


Bit, ut ex ex earcit rent dolupta tureicim inis

cia sit, a eiumquam, nulluptatin elicill iquiatem

dolut atur sitet, qui sum quiaerum elest adit

untiis eum nus unt eicaborepe volorer oressit

am int quidel magnimagnis cus, sed quiate

atiunt eos minveris reicipi tatquidesti cus aut

suntiis prepeli gnatisq uaestem porest faccupi

in poribus aut ut que netur sequi ut volenti

ciundundae porum hillati onsero ma dolum

isciis maiores aut quam, quist, ut occuptiam,

sedisitae. Xerum faccullaccum latur, nos et

incilitati que quidestibea audam sit dolorro

eseque ne ratate re, velesti intiae sus.

repelendi blaboremque volupta ssitatet autate

It voluptaqui dolum eati occum eum voluptur sin erepudis am, non con et volor maion

prae con pa cum volorestem. Nam qui nimporiam ideligenia del evel esti

elestionem exceprat. Porporecti tem faceperchil

quis re nonsedi pietusa ntiasi totae labore nis

inctiat. Aximus pe sit, sundit evel exces ratquos

enis exped moluptat ad eossimodis poris por

digendit, to conemporum faceaqu aerspernam

alicimo loreribus ea dolorest id mi, omnis ad

eum quos accat rerat.

qui arunti ommolupis minim utempossi ipiet

Us nihil mod quoditempor abo. Duntem fuga. Sam idit volore illaceaquo quam ius, offi-

Mit seinen Wurzeln in Grein und seiner beruflichen Erfahrung als Soziologe und Regionalentwickler bringt Dr. Markus Pöcksteiner eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte des Strudengaus – und auf jene, die ihn geprägt haben.

volorum eum nis quam quam voluptatibus dolorero ex eremporita que. Dr. Markus Pöcksteiner

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mühlviertel

Zauberklänge zwischen Donau und Moldau Perio modis idigend empedia net laboriam facea dest fugiamenias entio. Et mint ut eatur mint, sum ra volesci cusam que dipitat quatendiam la doluptio quamus eum il mil mod ut qui vent ut quae ent. Usaeri dolupis alisquunt eriaerio. Obit, sinto voluptatqui ad unt rem laut rerspe eos ab il ex es sinum aspis velenest faccae sin re et estrum et voluptatque idestin eum lacero

10 Jahre lang betrieb die Familie Dumfart mit Freunden das »Loawänd-Festival« im oberen Mühlviertel.

13


HAUSRUCKVIERTEL

Besinnlich: Die Mühlviertler Laterndlmusi

Aufführung diente. Ihren Namen verdankt sie den „Laterndln“, kleinen Öllampen oder Laternen, mit denen die Musikanten in den dunklen Wintermonaten von Haus zu Haus gingen. Gespielt wurde hauptsächlich in der arbeitsarmen Zeit zwischen Allerheiligen und Lichtmess, wenn die Tage kurz waren und sich das gesellschaftliche Leben stärker in die warmen Stuben verlagerte. Die Laterndlmusi 2015 war nie laute Festmusik, sondern eine stille, oft nachdenkliche Form des Musizierens. Typisch ist eine kleiStille Klänge bei Kerzenlicht, Geige und Harmonika erzählen winterliche Geschichten von Gemeinschaft, Tradition und nächtlichen Wegen.

14

D

ne, flexible Besetzung. Häufig verwendete

ie Mühlviertler Laterndlmusi ist eine

Instrumente sind Geige, Klarinette, Zieh-

besondere und tief verwurzelte Mu-

harmonika, Harfe und Gitarre, manchmal

siktradition aus dem oberösterreichischen

ergänzt durch Kontrabass, Hackbrett oder

Mühlviertel. Sie entstand in einer Zeit, in

ein Flügelhorn. Der Klang ist weich und zu-

der Musik vor allem Teil des alltäglichen

rückhaltend, die Melodien sind schlicht und

Lebens war und weniger der öffentlichen

meist langsam. Viele Stücke stehen in Moll


GRÜNDUNG UND BESTEHEN 1995 in Rainbach von Hubert Tröbinger gegründet, bis 2018 aktiv

MITGLIEDER Leise Volksklänge im Winter, gespielt bei Lampenschein, getragen von Tradition und Gemeinschaft.

Die Laterndmusi ist eine Hausmusik der Familie , Killinger aus Rechberg Madita Marie: Geige Ylva-Sophie: Geige, Hackbrett Fabian: Harmonika, Zither Michael: Klarinette, Gitarre, Kontrabass

und vermitteln eine ruhige, beinahe melan-

da moderne Musikstile und größere Blasmu-

cholische Stimmung, die gut zur winter-

sikbesetzungen an Bedeutung gewannen.

lichen Atmosphäre des Mühlviertels passt.

Dennoch blieb sie in manchen Familien

Das Repertoire besteht aus Ländlern, Polkas,

und Regionen lebendig. In den letzten Jahr-

langsamen Tänzen und alten Weisen. Diese

zehnten erlebt die Mühlviertler Laterndlm-

Melodien wurden traditionell nicht schrift-

usi eine bewusste Wiederbelebung. Junge

lich festgehalten, sondern mündlich über-

Musikantinnen und Musikanten entdecken

liefert.

den schlichten, ehrlichen Klang neu und

Dadurch entstanden regionale Varian-

setzen sich intensiv mit den alten Spiel-

ten und individuelle Spielweisen, die jeder

weisen auseinander. Dabei entstehen auch

Musikant einbrachte. Die Musik war eng

neue Kompositionen, die sich stilistisch an

mit dem sozialen Leben verbunden: Sie

der Tradition orientieren, ohne sie zu ver-

begleitete Stubenabende, Wirtshausbesu-

fälschen.

che, kleine Feiern und religiöse Anlässe. Im

Heute gilt die Mühlviertler Laterndlmusi

AUFTRITTE UND AUSZEICHNUNGEN Über 800 Auftritte in Österreich, Bayern, Tschechien und Südtirol Klingendes Österreich mit Sepp Forcher (April 1999 / November 2002) Mei liabste Weis mit Franz Posch (Mai 2017) Hoagascht mit Bertl Göttl (Juni 2010 / Juli 2012 / Oktober 2013) ORF – Radiofrühschoppen Zipfer Advent Verleihung des überregionalen Volkskulturpreises »Pongauer Hahn« (April 2004)

VERÖFFENTLICHUNGEN Rainbacher Dreig’sang (RD) und Vilsleitnmusi (VM)

Mittelpunkt stand nicht die Perfektion, son-

1995 als wertvolles immaterielles Kultur-

dern das gemeinsame Musizieren und das

gut. Sie steht für Bodenständigkeit, Ge-

Zusammenkommen der Dorfgemeinschaft.

meinschaft und eine enge Verbindung zur

Umigschaut: RD und Kirchleitnmusi

Im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet die

Landschaft und Geschichte des Mühlviertels.

Laterndlmusi zeitweise in den Hintergrund,

Die Laterndlmusi ist eine besondere und tief

In da Wirtsstubn beim Seppn: RD · Iachtamusi · Dorfstadtmusi · Habstadtmusi


HAUSRUCKVIERTEL

Die Überflieger: Volkstanzgruppe Sandl

Aufführung diente. Ihren Namen verdankt sie den „Laterndln“, kleinen Öllampen oder Laternen, mit denen die Musikanten in den dunklen Wintermonaten von Haus zu Haus gingen. Gespielt wurde hauptsächlich in der arbeitsarmen Zeit zwischen Allerheiligen und Lichtmess, wenn die Tage kurz waren und sich das gesellschaftliche Leben stärker in die warmen Stuben verlagerte. Die Laterndlmusi 2015 war nie laute Festmusik, sondern eine stille, oft nachdenkliche Form des Musizierens. Typisch ist eine kleiStille Klänge bei Kerzenlicht, Geige und Harmonika erzählen winterliche Geschichten von Gemeinschaft, Tradition und nächtlichen Wegen.

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D

ne, flexible Besetzung. Häufig verwendete

ie Mühlviertler Laterndlmusi ist eine

Instrumente sind Geige, Klarinette, Zieh-

besondere und tief verwurzelte Mu-

harmonika, Harfe und Gitarre, manchmal

siktradition aus dem oberösterreichischen

ergänzt durch Kontrabass, Hackbrett oder

Mühlviertel. Sie entstand in einer Zeit, in

ein Flügelhorn. Der Klang ist weich und zu-

der Musik vor allem Teil des alltäglichen

rückhaltend, die Melodien sind schlicht und

Lebens war und weniger der öffentlichen

meist langsam. Viele Stücke stehen in Moll


GRÜNDUNG UND BESTEHEN 1995 in Rainbach von Hubert Tröbinger gegründet, bis 2018 aktiv

MITGLIEDER Leise Volksklänge im Winter, gespielt bei Lampenschein, getragen von Tradition und Gemeinschaft.

Die Laterndmusi ist eine Hausmusik der Familie , Killinger aus Rechberg Madita Marie: Geige Ylva-Sophie: Geige, Hackbrett Fabian: Harmonika, Zither Michael: Klarinette, Gitarre, Kontrabass

und vermitteln eine ruhige, beinahe melan-

da moderne Musikstile und größere Blasmu-

cholische Stimmung, die gut zur winter-

sikbesetzungen an Bedeutung gewannen.

lichen Atmosphäre des Mühlviertels passt.

Dennoch blieb sie in manchen Familien

Das Repertoire besteht aus Ländlern, Polkas,

und Regionen lebendig. In den letzten Jahr-

langsamen Tänzen und alten Weisen. Diese

zehnten erlebt die Mühlviertler Laterndlm-

Melodien wurden traditionell nicht schrift-

usi eine bewusste Wiederbelebung. Junge

lich festgehalten, sondern mündlich über-

Musikantinnen und Musikanten entdecken

liefert.

den schlichten, ehrlichen Klang neu und

Dadurch entstanden regionale Varian-

setzen sich intensiv mit den alten Spiel-

ten und individuelle Spielweisen, die jeder

weisen auseinander. Dabei entstehen auch

Musikant einbrachte. Die Musik war eng

neue Kompositionen, die sich stilistisch an

mit dem sozialen Leben verbunden: Sie

der Tradition orientieren, ohne sie zu ver-

begleitete Stubenabende, Wirtshausbesu-

fälschen.

che, kleine Feiern und religiöse Anlässe. Im

Heute gilt die Mühlviertler Laterndlmusi

AUFTRITTE UND AUSZEICHNUNGEN Über 800 Auftritte in Österreich, Bayern, Tschechien und Südtirol Klingendes Österreich mit Sepp Forcher (April 1999 / November 2002) Mei liabste Weis mit Franz Posch (Mai 2017) Hoagascht mit Bertl Göttl (Juni 2010 / Juli 2012 / Oktober 2013) ORF – Radiofrühschoppen Zipfer Advent Verleihung des überregionalen Volkskulturpreises »Pongauer Hahn« (April 2004)

VERÖFFENTLICHUNGEN Rainbacher Dreig’sang (RD) und Vilsleitnmusi (VM)

Mittelpunkt stand nicht die Perfektion, son-

1995 als wertvolles immaterielles Kultur-

dern das gemeinsame Musizieren und das

gut. Sie steht für Bodenständigkeit, Ge-

Zusammenkommen der Dorfgemeinschaft.

meinschaft und eine enge Verbindung zur

Umigschaut: RD und Kirchleitnmusi

Im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet die

Landschaft und Geschichte des Mühlviertels.

Laterndlmusi zeitweise in den Hintergrund,

Die Laterndlmusi ist eine besondere und tief

In da Wirtsstubn beim Seppn: RD · Iachtamusi · Dorfstadtmusi · Habstadtmusi


HAUSRUCKVIERTEL

Nordlichter: Das Dumfart-Trio

Aufführung diente. Ihren Namen verdankt sie den „Laterndln“, kleinen Öllampen oder Laternen, mit denen die Musikanten in den dunklen Wintermonaten von Haus zu Haus gingen. Gespielt wurde hauptsächlich in der arbeitsarmen Zeit zwischen Allerheiligen und Lichtmess, wenn die Tage kurz waren und sich das gesellschaftliche Leben stärker in die warmen Stuben verlagerte. Die Laterndlmusi 2015 war nie laute Festmusik, sondern eine stille, oft nachdenkliche Form des Musizierens. Typisch ist eine kleiStille Klänge bei Kerzenlicht, Geige und Harmonika erzählen winterliche Geschichten von Gemeinschaft, Tradition und nächtlichen Wegen.

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ne, flexible Besetzung. Häufig verwendete

ie Mühlviertler Laterndlmusi ist eine

Instrumente sind Geige, Klarinette, Zieh-

besondere und tief verwurzelte Mu-

harmonika, Harfe und Gitarre, manchmal

siktradition aus dem oberösterreichischen

ergänzt durch Kontrabass, Hackbrett oder

Mühlviertel. Sie entstand in einer Zeit, in

ein Flügelhorn. Der Klang ist weich und zu-

der Musik vor allem Teil des alltäglichen

rückhaltend, die Melodien sind schlicht und

Lebens war und weniger der öffentlichen

meist langsam. Viele Stücke stehen in Moll


GRÜNDUNG UND BESTEHEN 1995 in Rainbach von Hubert Tröbinger gegründet, bis 2018 aktiv

MITGLIEDER Leise Volksklänge im Winter, gespielt bei Lampenschein, getragen von Tradition und Gemeinschaft.

Die Laterndmusi ist eine Hausmusik der Familie , Killinger aus Rechberg Madita Marie: Geige Ylva-Sophie: Geige, Hackbrett Fabian: Harmonika, Zither Michael: Klarinette, Gitarre, Kontrabass

und vermitteln eine ruhige, beinahe melan-

da moderne Musikstile und größere Blasmu-

cholische Stimmung, die gut zur winter-

sikbesetzungen an Bedeutung gewannen.

lichen Atmosphäre des Mühlviertels passt.

Dennoch blieb sie in manchen Familien

Das Repertoire besteht aus Ländlern, Polkas,

und Regionen lebendig. In den letzten Jahr-

langsamen Tänzen und alten Weisen. Diese

zehnten erlebt die Mühlviertler Laterndlm-

Melodien wurden traditionell nicht schrift-

usi eine bewusste Wiederbelebung. Junge

lich festgehalten, sondern mündlich über-

Musikantinnen und Musikanten entdecken

liefert.

den schlichten, ehrlichen Klang neu und

Dadurch entstanden regionale Varian-

setzen sich intensiv mit den alten Spiel-

ten und individuelle Spielweisen, die jeder

weisen auseinander. Dabei entstehen auch

Musikant einbrachte. Die Musik war eng

neue Kompositionen, die sich stilistisch an

mit dem sozialen Leben verbunden: Sie

der Tradition orientieren, ohne sie zu ver-

begleitete Stubenabende, Wirtshausbesu-

fälschen.

che, kleine Feiern und religiöse Anlässe. Im

Heute gilt die Mühlviertler Laterndlmusi

AUFTRITTE UND AUSZEICHNUNGEN Über 800 Auftritte in Österreich, Bayern, Tschechien und Südtirol Klingendes Österreich mit Sepp Forcher (April 1999 / November 2002) Mei liabste Weis mit Franz Posch (Mai 2017) Hoagascht mit Bertl Göttl (Juni 2010 / Juli 2012 / Oktober 2013) ORF – Radiofrühschoppen Zipfer Advent Verleihung des überregionalen Volkskulturpreises »Pongauer Hahn« (April 2004)

VERÖFFENTLICHUNGEN Rainbacher Dreig’sang (RD) und Vilsleitnmusi (VM)

Mittelpunkt stand nicht die Perfektion, son-

1995 als wertvolles immaterielles Kultur-

dern das gemeinsame Musizieren und das

gut. Sie steht für Bodenständigkeit, Ge-

Zusammenkommen der Dorfgemeinschaft.

meinschaft und eine enge Verbindung zur

Umigschaut: RD und Kirchleitnmusi

Im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet die

Landschaft und Geschichte des Mühlviertels.

Laterndlmusi zeitweise in den Hintergrund,

Die Laterndlmusi ist eine besondere und tief

In da Wirtsstubn beim Seppn: RD · Iachtamusi · Dorfstadtmusi · Habstadtmusi


HAUSRUCKVIERTEL

Erdig: Die Weinbergmusi

Aufführung diente. Ihren Namen verdankt sie den „Laterndln“, kleinen Öllampen oder Laternen, mit denen die Musikanten in den dunklen Wintermonaten von Haus zu Haus gingen. Gespielt wurde hauptsächlich in der arbeitsarmen Zeit zwischen Allerheiligen und Lichtmess, wenn die Tage kurz waren und sich das gesellschaftliche Leben stärker in die warmen Stuben verlagerte. Die Laterndlmusi 2015 war nie laute Festmusik, sondern eine stille, oft nachdenkliche Form des Musizierens. Typisch ist eine kleiStille Klänge bei Kerzenlicht, Geige und Harmonika erzählen winterliche Geschichten von Gemeinschaft, Tradition und nächtlichen Wegen.

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ne, flexible Besetzung. Häufig verwendete

ie Mühlviertler Laterndlmusi ist eine

Instrumente sind Geige, Klarinette, Zieh-

besondere und tief verwurzelte Mu-

harmonika, Harfe und Gitarre, manchmal

siktradition aus dem oberösterreichischen

ergänzt durch Kontrabass, Hackbrett oder

Mühlviertel. Sie entstand in einer Zeit, in

ein Flügelhorn. Der Klang ist weich und zu-

der Musik vor allem Teil des alltäglichen

rückhaltend, die Melodien sind schlicht und

Lebens war und weniger der öffentlichen

meist langsam. Viele Stücke stehen in Moll


GRÜNDUNG UND BESTEHEN 1995 in Rainbach von Hubert Tröbinger gegründet, bis 2018 aktiv

MITGLIEDER Leise Volksklänge im Winter, gespielt bei Lampenschein, getragen von Tradition und Gemeinschaft.

Die Laterndmusi ist eine Hausmusik der Familie , Killinger aus Rechberg Madita Marie: Geige Ylva-Sophie: Geige, Hackbrett Fabian: Harmonika, Zither Michael: Klarinette, Gitarre, Kontrabass

und vermitteln eine ruhige, beinahe melan-

da moderne Musikstile und größere Blasmu-

cholische Stimmung, die gut zur winter-

sikbesetzungen an Bedeutung gewannen.

lichen Atmosphäre des Mühlviertels passt.

Dennoch blieb sie in manchen Familien

Das Repertoire besteht aus Ländlern, Polkas,

und Regionen lebendig. In den letzten Jahr-

langsamen Tänzen und alten Weisen. Diese

zehnten erlebt die Mühlviertler Laterndlm-

Melodien wurden traditionell nicht schrift-

usi eine bewusste Wiederbelebung. Junge

lich festgehalten, sondern mündlich über-

Musikantinnen und Musikanten entdecken

liefert.

den schlichten, ehrlichen Klang neu und

Dadurch entstanden regionale Varian-

setzen sich intensiv mit den alten Spiel-

ten und individuelle Spielweisen, die jeder

weisen auseinander. Dabei entstehen auch

Musikant einbrachte. Die Musik war eng

neue Kompositionen, die sich stilistisch an

mit dem sozialen Leben verbunden: Sie

der Tradition orientieren, ohne sie zu ver-

begleitete Stubenabende, Wirtshausbesu-

fälschen.

che, kleine Feiern und religiöse Anlässe. Im

Heute gilt die Mühlviertler Laterndlmusi

AUFTRITTE UND AUSZEICHNUNGEN Über 800 Auftritte in Österreich, Bayern, Tschechien und Südtirol Klingendes Österreich mit Sepp Forcher (April 1999 / November 2002) Mei liabste Weis mit Franz Posch (Mai 2017) Hoagascht mit Bertl Göttl (Juni 2010 / Juli 2012 / Oktober 2013) ORF – Radiofrühschoppen Zipfer Advent Verleihung des überregionalen Volkskulturpreises »Pongauer Hahn« (April 2004)

VERÖFFENTLICHUNGEN Rainbacher Dreig’sang (RD) und Vilsleitnmusi (VM)

Mittelpunkt stand nicht die Perfektion, son-

1995 als wertvolles immaterielles Kultur-

dern das gemeinsame Musizieren und das

gut. Sie steht für Bodenständigkeit, Ge-

Zusammenkommen der Dorfgemeinschaft.

meinschaft und eine enge Verbindung zur

Umigschaut: RD und Kirchleitnmusi

Im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet die

Landschaft und Geschichte des Mühlviertels.

Laterndlmusi zeitweise in den Hintergrund,

Die Laterndlmusi ist eine besondere und tief

In da Wirtsstubn beim Seppn: RD · Iachtamusi · Dorfstadtmusi · Habstadtmusi


HAUSRUCKVIERTEL

Der Holzveredeler: Ludwig Friess

Aufführung diente. Ihren Namen verdankt sie den „Laterndln“, kleinen Öllampen oder Laternen, mit denen die Musikanten in den dunklen Wintermonaten von Haus zu Haus gingen. Gespielt wurde hauptsächlich in der arbeitsarmen Zeit zwischen Allerheiligen und Lichtmess, wenn die Tage kurz waren und sich das gesellschaftliche Leben stärker in die warmen Stuben verlagerte. Die Laterndlmusi 2015 war nie laute Festmusik, sondern eine stille, oft nachdenkliche Form des Musizierens. Typisch ist eine kleiStille Klänge bei Kerzenlicht, Geige und Harmonika erzählen winterliche Geschichten von Gemeinschaft, Tradition und nächtlichen Wegen.

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ne, flexible Besetzung. Häufig verwendete

ie Mühlviertler Laterndlmusi ist eine

Instrumente sind Geige, Klarinette, Zieh-

besondere und tief verwurzelte Mu-

harmonika, Harfe und Gitarre, manchmal

siktradition aus dem oberösterreichischen

ergänzt durch Kontrabass, Hackbrett oder

Mühlviertel. Sie entstand in einer Zeit, in

ein Flügelhorn. Der Klang ist weich und zu-

der Musik vor allem Teil des alltäglichen

rückhaltend, die Melodien sind schlicht und

Lebens war und weniger der öffentlichen

meist langsam. Viele Stücke stehen in Moll


GRÜNDUNG UND BESTEHEN 1995 in Rainbach von Hubert Tröbinger gegründet, bis 2018 aktiv

MITGLIEDER Leise Volksklänge im Winter, gespielt bei Lampenschein, getragen von Tradition und Gemeinschaft.

Die Laterndmusi ist eine Hausmusik der Familie , Killinger aus Rechberg Madita Marie: Geige Ylva-Sophie: Geige, Hackbrett Fabian: Harmonika, Zither Michael: Klarinette, Gitarre, Kontrabass

und vermitteln eine ruhige, beinahe melan-

da moderne Musikstile und größere Blasmu-

cholische Stimmung, die gut zur winter-

sikbesetzungen an Bedeutung gewannen.

lichen Atmosphäre des Mühlviertels passt.

Dennoch blieb sie in manchen Familien

Das Repertoire besteht aus Ländlern, Polkas,

und Regionen lebendig. In den letzten Jahr-

langsamen Tänzen und alten Weisen. Diese

zehnten erlebt die Mühlviertler Laterndlm-

Melodien wurden traditionell nicht schrift-

usi eine bewusste Wiederbelebung. Junge

lich festgehalten, sondern mündlich über-

Musikantinnen und Musikanten entdecken

liefert.

den schlichten, ehrlichen Klang neu und

Dadurch entstanden regionale Varian-

setzen sich intensiv mit den alten Spiel-

ten und individuelle Spielweisen, die jeder

weisen auseinander. Dabei entstehen auch

Musikant einbrachte. Die Musik war eng

neue Kompositionen, die sich stilistisch an

mit dem sozialen Leben verbunden: Sie

der Tradition orientieren, ohne sie zu ver-

begleitete Stubenabende, Wirtshausbesu-

fälschen.

che, kleine Feiern und religiöse Anlässe. Im

Heute gilt die Mühlviertler Laterndlmusi

AUFTRITTE UND AUSZEICHNUNGEN Über 800 Auftritte in Österreich, Bayern, Tschechien und Südtirol Klingendes Österreich mit Sepp Forcher (April 1999 / November 2002) Mei liabste Weis mit Franz Posch (Mai 2017) Hoagascht mit Bertl Göttl (Juni 2010 / Juli 2012 / Oktober 2013) ORF – Radiofrühschoppen Zipfer Advent Verleihung des überregionalen Volkskulturpreises »Pongauer Hahn« (April 2004)

VERÖFFENTLICHUNGEN Rainbacher Dreig’sang (RD) und Vilsleitnmusi (VM)

Mittelpunkt stand nicht die Perfektion, son-

1995 als wertvolles immaterielles Kultur-

dern das gemeinsame Musizieren und das

gut. Sie steht für Bodenständigkeit, Ge-

Zusammenkommen der Dorfgemeinschaft.

meinschaft und eine enge Verbindung zur

Umigschaut: RD und Kirchleitnmusi

Im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet die

Landschaft und Geschichte des Mühlviertels.

Laterndlmusi zeitweise in den Hintergrund,

Die Laterndlmusi ist eine besondere und tief

In da Wirtsstubn beim Seppn: RD · Iachtamusi · Dorfstadtmusi · Habstadtmusi


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