02 Juni 2010
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Prolog
PROJEKTE
Mehrfamilienhaus, Belp Polizeiwache, Köniz 10 Credit Suisse, Interlaken
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WETTBEWERBE
Wohnüberbauung Brünnen, Baufeld 12, Bern Kantonsschule Obwalden, Sarnen Wohnüberbauung Ried, Niederwangen
A U S K L A N G 18
Christian Helmle
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PROLOG
Das Abenteuer Wettbewerb Dass der Wettbewerb für Innovationen der Architektur, als Einstiegschance für junge Berufsleute in die Szene wichtig ist, dass er im Sinne eines Trainings die Fertigkeit in Entwurf und konzeptionellem Denken erhält, ist hinreichend bekannt und beschrieben. Der Wettbewerb ist aber auch ein emotionales Erlebnis: der erste Kontakt mit dem Wettbewerbsprogramm und die Besichtigung des Ortes lösen das Jagdfieber nach der Idee und die Vorfreude, sich mit der Aufgabe auseinanderzusetzen, aus. Wir sind gespannt und neugierig. Mit der vertieften Auseinandersetzung steigt die Beunruhigung, es tauchen scheinbar unlösbare Probleme auf und diese verfolgen uns bis in unsere Träume. Wir nehmen die Herausforderung an und sind entsprechend stolz und befriedigt, wenn wir ein stimmiges Produkt erfunden haben. Wir glauben an unser Projekt als einzig mögliche Lösung, sind voller Hoffnung auf den ersten Rang und freuen uns bereits auf die spätere Realisierung. Das Wettbewerbsprojekt ist für eine kurze Zeit unser Liebling, welchen wir hegen und pflegen - und dann abgeben. Er gerät vorläufig in Vergessenheit. Nach dem Entscheid der Jury, in der Wettbewerbsausstellung wird die Beziehung zum Projekt wieder aufgenommen. Die Beurteilung des Projektes aus einer gewissen zeitlichen Distanz, der Vergleich mit den anderen Arbeiten, löst je nach dem ganz unterschiedliche Gefühle aus. Diese sind der Abschluss des Abenteuers Wettbewerb.
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PROJEK TE
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LEBEN IN NEUER FORM
Mehrfamilienhäuser Sägemattstrasse, Belp Sanierung, Umbau in bewohntem Zustand Eine neue Identität für die Wohnüberbauung: Der ursprüngliche Ausdruck der Siedlung ist sowohl innen wie aussen durch die Formensprache der 70er Jahre geprägt. Neu werden die Volumen in ihrer Erscheinung beruhigt und der Einsatz der Brüstungen als lineares Gestaltungselement fasst je drei Gebäudeeinheiten horizontal zusammen. Die Materialisierung und Farbgebung berücksichtigt aktuelle Bedürfnisse im Wohnungsbau. Massnahmen: Sanierung der Gebäudehülle, Dämmung nach Standard MINERGIE. Einbau einer Tierarztpraxis; neue Wohnungen im Erdgeschoss; Sanierung der Haustechnik, der Küchen, Bäder. Anpassung an aktuelle Vorschriften und Gesetze bezüglich Brandschutz und Sicherheit.
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AU F TR AGGEBERIN previs, Personalvorsorgestiftung Service Public, Wabern PLANUNG 2007 AUSFÜHRUNG 2008 – 2009 PA R T N E R Henauer Gugler AG, Bern Sollberger AG, Bern Caloraqua AG, Thun Grolimund & Partner AG, Bern
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HIER WACHE ICH!
Öffentliche Bauten Sägematte, Köniz Neubau und Restrukturierung unter Betrieb Die Wehrdienstzentrale war ein erster Teil der im Projektwettbewerb „Öffentliche Bauten Sägematte“ ursprünglich vorgesehenen Bauten. Sie wurde 1996 als einfacher Baukörper aus Kalksandstein mit ausladendem Raumfachwerk realisiert. Das Projekt wurde an die geänderten Nutzungsbedingungen angepasst und 2008 um den Stützpunkt der Police Bern erweitert. Dem massiven Wehrdienstgebäude wird ein uniformierter Längsblock mit Eternitverkleidung an die Seite gestellt, wobei der Gebäuderaster des Kalksandsteingebäudes übernommen wird, um das Ensemble als Einheit erkennbar zu machen.
AU F TR AGGEBERIN Direktion Gemeindebauten Köniz PLANUNG 2007 AUSFÜHRUNG 2008 PA R T N E R Generalplanermandat Suter + Partner AG Architekten, Bern Bächtold & Moor AG, Bern Amstein + Walthert AG, Bern Grolimund & Partner AG, Bern
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GELD STINK T NICHT
CS Interlaken Umbau Geschäftsstelle CREDIT SUISSE Interlaken Die äussere Gestalt des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts (Architekt Auer) wird durch das Entfernen der Applikationen und Vordächer wieder erkennbar gemacht. Der Abbruch des Zwischengeschosses in Gebäudeinneren generiert wieder eine repräsentative Hallenhöhe. Ein Unterzug, ummantelt mit dreiteiligem Lichtband und darunterliegender Schiebestapelwand aus Glas, zitiert die ursprünglich historische Schalterfassade. Die Integration des neuen Erscheinungsbildes der CREDIT SUISSE im adaptierten Raum kann nun auf eine selbstverständliche, weder unterspielende noch überfordernde Weise geschehen.
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AU F TR AGGEBERIN CREDIT SUISSE Lausanne Corporate Real Estate & Services PLANUNG 2005 – 2006 AUSFÜHRUNG 2006 PA R T N E R BERING AG, Interlaken Caloraqua AG, Thun Henauer Gugler AG, Bern
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URBANER LUXUS
Wohnüberbauung Brünnen, Baufeld 12, Bern Planungswettbewerb 2. Rang Auszug aus den Jurybericht: Der Bebauungsvorschlag übernimmt die städtebauliche Raumabstimmung der Strassen und Baufeld 10 und 11 und erkennt auf raffinierte Weise die Eigenschaften des Ortes an: die Blockrandbebauung nimmt Rücksicht auf ihre Umgebung, indem sie die 5 Stockwerke Höhe an der Columbusstrasse übernimmt und bis auf drei Stockwerke gegenüber des Brünnenparks herunter geht. So passt „Cuneus“ nur an diesem Ort ganz genau. Seine besondere Geometrie wird zum Markenzeichen. Der Massstab wird auf raffinierte Weise ausgearbeitet: hoch und dünn auf der Columbusstrasse, breit und niedrig gegenüber der Grünfläche. Obwohl es unterschiedlich ist, wirkt es sehr einheitlich. Obwohl einheitlich erlaubt es viele unterschiedliche Eindrücke und Qualitäten. [...] Alle Wohnungen sind zweiseitig orientiert. Die Grundrisstypen lassen Freiheit für Individualisierung. Es werden drei Wohntypen vorgeschlagen. Die Möglichkeit der flexiblen Verwendung des Schaltzimmers wird sehr geschätzt. [...]
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AU F TR AGGEBERIN Pensionskasse Swatch Group WETTBEWERB 2009 PA R T N E R Arn Gadola Landschaftsarchitektur, Solothurn JURY Dr.rer.pol. Maurizio Lurati Martin Gehrig Olivier Reichlen Claudine Lorenz Ueli Marbach Christian Wiesmann Hans Kloeti
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CHARMING SEVENTIES
Kantonsschule Obwalden, Sarnen Sanierung und Erweiterung unter laufendem Betrieb internationaler Wettbewerb
AU F TR AGGEBER Bau- und Raumentwicklungsdepartement des Kantons Obwalden WETTBEWERB 2008
Die KSO ist in der aktuellen Situation in ihrer Funktion als öffentliches Gebäude wenig erkennbar. Mit dem Freihalten der nächsten Umgebung des Gebäudes gewinnt die Schule städtebaulich an Bedeutung: sie gehört in die Gruppe der markanten Bauwerke, welche entlang der Brünigstrasse den nahen Ortskern ankünden. Die Ausstrahlung als öffentlicher Komplex wird durch die Symmetrie, den fliessenden Übergang zwischen Innen und Aussen, zwischen Vorne und Hinten betont. Mit dem zweigeschossigen zentralen Raum erhält die Schule einen repräsentativen Ort, welche die schulische Nutzung mit den halböffentlichen Nutzungen verbindet.
PA R T N E R Arn Gadola Landschaftsarchitektur, Solothurn Henauer Gugler AG, Bern Dr. Eicher + Pauli AG, Bern JURY Fachpreisrichter: Francoise C. Ellenberger Caroline Gasser Andreas Weber Walter Hunziker Peter Omachen
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HANGL AGE
Wohnüberbauung Ried, Niederwangen Internationaler Raumplanungswettbewerb
AU F TR AGGEBERIN Direktion Gemeindebauten Köniz WETTBEWERB
Das Ried liegt an der Schnittstelle zwischen Stadt (Agglomeration) und Land. Mit der Überbauung soll diese Grenze nicht verwischt werden: das ausgeschiedene Areal für die Wohn- und Gewerbenutzung gehört zum wachsenden Quartier, während der Weiler und die Zone für öffentliche Bauten (Schule, Sportbauten) im Landschaftsraum zwischen den Siedlungsgebieten liegen. Mit dem Entscheid, prägnante Elemente der Landschaft zu erhalten, bleibt nur der nördliche Teil des Areals als mögliches Baugebiet. Die Realisierung der geforderten Fläche führt zu einer dichten Bebauung. Die Volumen werden entlang der Höhenlinien platziert, so dass die Siedlungsstruktur dem Hang folgt.
2008 PA R T N E R Arn Gadola, Solothurn Henauer Gugler AG, Bern Dr. Eicher + Pauli AG, Bern JURY Fachpreisrichter: Michael Koch Ueli Marbach Marlis David Markus Reichenbach
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AUSKL ANG
Landschaft ist ein Konstrukt des Wahrnehmenden Christain Helmle Mein Fokus ist gerichtet auf das Strukturelle und das Kultivierte.
ZUR PERSON *1952 1977-80 Fotoschule Vevey 1987 Eidgenössisches Stipendium 1993 Werkstipendium in Kairo
Im Strukturellen lassen sich Grössenverhältnisse manchmal nur erahnen, es handelt sich um fraktale Strukturen. Fotografien erinnern an ein Flugbild, manchmal an eine konstruierte, geometrische Komposition. Linien und Grundformen bilden ein in die Abstraktion weisendes, grafisch wirkendes Bild. Elementare Gesetze scheinen visualisiert.
1999 Fotopreis der Stadt Thun 2000 Werkstipendium in Tunis 2005 Atelierstipendium Berlin 2006 Fotopreis des Kantons Bern Die Projekte von Suter + Partner
Landschaft ist oft ein Produkt der Kultivierung. Interessant sind Ausformungen, welche nicht eindeutig zuzuordnen sind. Die Ambivalenz von Natürlichkeit und Künstlichkeit ist mehrdeutig, das Bild wird zur Projektionsfläche für den Betrachter.
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Architekten werden von Christian Helmle fotografiert.
IMPRESSUM Herausgeber und Redaktion: Suter + Partner AG Architekten Thunstrasse 95 CH 3006 Bern Fotos: © Christian Helmle, Thun © Suter + Partner AG Architekten, Bern Pläne, Schaubilder: © Suter + Partner AG Architekten, Bern © Schreiner, Kastler, Wien Grafik: © Gerhard Blättler, Bern © Suter + Partner AG Architekten, Bern Modelle: Tom Eichenberger, Bern
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SU TE R + PA R TN E R AG A RC HITEK TEN
Thunstrasse 95 CH 3006 Bern Tel 031 357 35 25 Fax 031 357 35 20 spa@suterpartner.ch www.suterpartner.ch 20