Die Young Boys bereiten sich intensiv auf den Saisonstart am 26. Juli im Wankdorf gegen Sion vor
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LIEBE YB-FAMILIE
Das Schöne am Fussball und am Sport im Allgemeinen ist, dass jede Saison wieder bei null beginnt. Entweder gilt es Erfolge zu bestätigen oder aus schwierigen Entwicklungen die richtigen Lehren zu ziehen. Wir haben im letzten Jahr beides erlebt.
Das erste Frauenteam stieg aufgrund zahlreicher Abgänge und Verletzungen von Schlüsselspielerinnen mit eher bescheidenen Erwartungen in die Saison 2025/26. Diese wurden dann in fast allen Belangen übertroffen. Dafür möchte ich im Namen der gesamten Organisation noch einmal herzlich gratulieren.
Auch die Nachwuchs-Teams beider Geschlechter haben insgesamt hervorragend gearbeitet. Das zeigt sich unter anderem darin, dass eine Reihe von Spielerinnen und Spielern frühzeitig den Sprung in die nächste Altersklasse geschafft haben. Einige haben zudem Verträge für die ersten Teams erhalten, wo sie in der nächsten Saison auch zum Einsatz kommen sollen.
Nach der enttäuschenden letzten Saison gehen Trainer, Staff und Spieler der ersten Männer-Mannschaft hochmotiviert in die neue Saison. Es gibt Dinge im modernen Fussball, auf die wir erheblichen Einfluss haben können –wie das Zusammenwachsen eines stabilen und resilienten Mannschaftsgefüges oder das Entstehen eines WirGefühls mit hoher Identifikation mit dem Klub und der Region. Andere Themen werden durch Aussen dynamiken getrieben, trotzdem müssen wir auch für sie überzeugende und nachhaltige Lösungen finden. Das betrifft insbesondere das sich immer schneller drehende Transferkarussell, welches für uns als Klub im europäischen Schaufenster Segen und Fluch zugleich ist. Eine weitere Herausforderung liegt in der fortschreitenden Individualisierung von Spielerkarrieren, bei denen zuweilen vergessen gehen kann, dass Fussball auch auf höchstem Niveau primär ein Mannschaftssport ist, bei dem der bedingungslose Einsatz für das Kollektiv nichts an Bedeutung eingebüsst hat. Für alle diese Herausforderungen gilt es Lösungen zu finden – mit Qualität, Energie und Spass.
Massgebend werden uns weiter die dringend notwendigen Infrastrukturprojekte beschäftigen, die zwar vorankommen, jedoch noch viel Durchhaltewillen und Geduld benötigen. Im Nachwuchsbereich stehen wir ebenfalls vor einem grösseren und anspruchsvollen Entwicklungsschritt. Und schliesslich sind wir daran, Strukturen zu bauen, welche die Unabhängigkeit und Stabilität des Klubs langfristig sichern sollen.
Letzte Saison war für die gesamte YB-Familie eine emotionale Achterbahnfahrt. Wir sind sehr dankbar für die Ruhe, das Verständnis, die vielen konstruktiven Gespräche und die unvermindert grosse Liebe zu unserem wunderbaren Klub. Nun brennen wir alle auf die nächste Saison.
Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Sommer und allen unseren Mannschaften eine intensive, erfolgreiche und verletzungsfreie Vorbereitungszeit. Und ich freue mich auf möglichst viele zufriedene und lachende Gesichter in der neuen Saison.
YB FOREVER
Mar cel Brülhart VR-Präsident
Herausgeberin
BSC YOUNG BOYS AG, Papiermühlestrasse 71, CH-3000 Bern 22 www. bscyb.ch
Redaktion und Produktion
Charles Beuret
Peter M. Birrer
Darja Geiser
Patrick Lehmann
Albert Staudenmann
Stefan Stauffiger
Texte
Charles Beuret
Peter M. Birrer
Darja Geiser
Etienne Güngerich
Claudia Salzmann
Albert Staudenmann
Stefan Stauffiger
Korrektorat
Pierre Benoit
Bilder freshfocus
Darja Geiser
Thomas Hodel
Keystone-SDA
Mauro Mellone
Anzeigenverkauf
031 344 88 88 sales@bscyb.ch
Copyright BSC Young Boys AG
Konzept und Design
LS Creative GmbH
Druck ms medium satz+druck GmbH
Auflage 20’000 Exemplare
Erscheinung 4 Ausgaben pro Saison
Einzel-Verkaufspreis
CHF 8.90 8
INSIDE Volle Batterien, klare Ansprüche
YB FRAUEN
Neue Saison, neue Chance
32
15 STICHWORTE
Dominik Pech PECH
36 YOUTH BASE
Interview mit Martin Trümpler und Gérard Castella
42
TEAMGALERIE
1977/78: prominentes Team, einige Turbulenzen
46
FREUND UNSERES CLUBS
Pfarrer Josef Hochstrasser
50
GASTSPIEL
Reto Burri, der letzte Torschütze im alten Wankdorf
56
EIN BILD, DREI FRAGEN
Die Gebrüder Sutter und Alexander Mandziara
60
WETTBEWERB
Mitmachen und gewinnen!
62
UNVERGESSENE SPIELER
Alexander Farnerud
66
DAS MUSEUM ERZÄHLT
7:4 und 8:3 – zum Thema spektakuläre YB-Spiele
INTERVIEW
Mathieu Beda, Technischer Direktor bei YB
70
FANSTORY
Eric Takyi
74
KINDER ZEICHNEN
Armin Gigovic
77
BLUTSPENDEN
Gemeinsam Zeichen setzen
79
FANARBEIT
Saisonrückblick
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VOLLE BATTERIEN, KLARE ANSPRÜCHE
YB-Trainer Gerry Seoane wirkt bestens erholt, als er Mitte Juni nach den Ferien ins Wankdorf zurückkehrt. «Ich fühlte mich nach der Saison zwar nicht platt. Aber eine Pause tut immer gut», sagt der Trainer. «Meine Batterien sind geladen. Es kann losgehen.» Losgehen in eine Vorbereitung, die mit Leistungstests an zwei Tagen startet – und eine ziemlich intensive Phase wird.
Hinter dem 47-Jährigen liegen Monate, die geprägt waren von Inkonstanz. Es gab positive Phasen mit entsprechenden Leistungen, aber es gab eben auch Tiefs mit Niederlagen. Am Ende landete YB auf Rang 6 und verpasste erstmals seit 13 Jahren einen europäischen Wettbewerb. Seoane und der Staff nahmen eine gründliche Auslegeordnung vor, investierten viel Zeit in die Analyse und wollen nun die richtigen Schlüsse ziehen. Was auffiel, war die hohe Anzahl Gegentore. 69 waren es in 38 Partien. Einzig der
FC Zürich (72), GC (74) und Winterthur (100) liegen in dieser Statistik noch weiter hinten.
Für den Coach steht ausser Frage: «69 kassierte Treffer sind zu viel. Wir müssen in diesem Bereich besser werden, wenn wir hohe Ziele erreichen wollen. Und wir haben hohe Ziele.»
SICH GEGENSEITIG UNTERSTÜTZEN
Im Sommer legt er den Fokus vor allem auf die Defensivarbeit, wobei er nicht nur die Verteidiger in die Pflicht nimmt, sondern die ganze Mannschaft. In diesem Prozess sollen die Sinne geschärft und am Teamwork gearbeitet werden. «Wir verfügen über grosse individuelle Qualität im Kader, in diesem Punkt sind wir uns einig», sagt Seoane. «Aber wir müssen es schaffen, das auch auf den
Platz zu bringen. Die Spieler sollen sich gegenseitig unterstützen. Wenn einer einen Fehler macht, ist es wichtig, dass andere in die Bresche springen und bereit sind, ihn auszubügeln.»
Der Klub hat den Anspruch, wieder dorthin zurückzukehren, wo er zuletzt regelmässig war: an die Spitze der Liga. Um diesen Ambitionen aber gerecht werden zu können, ist eine deutliche Steigerung gegenüber der vergangenen Saison notwendig. Für die Verantwortlichen ist klar, dass
eine Besserung nur mit harter Arbeit und geschlossenem Auftreten erzielt werden kann. Der allgemeine Tenor beim Trainingsauftakt: «Im Sommer gewinnt man keinen Titel, aber man muss die Basis dafür legen.»
START MIT DEM HEIMSPIEL GEGEN SION
Nach dem traditionellen Burkhalter-Cup auf dem Spitz mit dem FC Breitenrain sowie dem FC Thun reist YB nach Österreich. Vom 1. bis
11. Juli absolviert die Mannschaft ein Trainingslager in Längenfeld. Auf dem Weg ins Ötztal bestreitet sie in Lustenau eine erste Testpartie (1. Juli, 14:00 Uhr). Am 5. Juli trifft YB in Jenbach auf Metalist Kharkiv (16:00 Uhr), fünf Tage später am selben Ort auf Viktoria Pilsen (15:30 Uhr). Die Hauptprobe vor dem Start in die Meisterschaft folgt am 18. Juli mit einem Doppelspiel gegen Etoile Carouge (15:30 und 18:15 Uhr im Stadion Wankdorf). Am 26. Juli gilts ernst: YB empfängt in der 1. Runde der Brack Super League den FC Sion (14:00 Uhr).
Eine Woche später geht es ins Oberland. Am Nationalfeiertag kommt es zur Begegnung mit Meister Thun (20:30 Uhr). Die nächsten drei Gegner: Lausanne (auswärts am 8. August um 18:00 Uhr), Vaduz (daheim am 23. August um 14:00 Uhr) und Basel (daheim am 29. August um 20:30 Uhr).
Samuel Essende bereitet sich auf eine Trainingseinheit vor.
Schichtwechsel.
FRAUEN: TRAININGSSTART
AM 6. JULI
Die YB Frauen verabschiedeten sich Ende Mai nach dem 0:2 im Rückspiel des Playoff-Finals gegen Servette in die Sommerpause. Am 6. Juli nehmen sie die Vorbereitung auf, absolvieren am 11. Juli einen Test gegen den FC Ostermundigen (11:00 Uhr, Wankdorf) und am 18. Juli einen zweiten gegen die TSG Hoffenheim (15:00 Uhr in St. Leon-Rot), bevor sie ein kurzes Camp abhalten. Vom 19. bis 22. Juli trainiert die Equipe von Trainerin Imke Wübbenhorst in Bad Schönborn (Baden-Württemberg).
Klar ist auch, mit wem es die YB Frauen in der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League zu tun bekommen werden. YB trifft am
5. August in St. Pölten auf den dort ansässigen österreichischen Spitzenklub. Im zweiten Halbfinal, der am selben Tag und Ort ausgetragen wird, duellieren sich Sporting Lissabon und SeaSters Odessa aus der Ukraine. Die siegreichen Equipen bestreiten am 8. August den Final, die unterlegenen die Partie um Platz 3. Die Siegerinnen des Turniers qualifizieren sich für die dritte Qualifikationsrunde (Q3) der UEFA Women's Champions League, die am 26. August und 2. September 2026 ausgetragen wird. Die Zweitplatzierten steigen in der zweiten Qualifikationsrunde des UEFA Women's Europa Cups (UWEC) ein. Die Partien finden am 22./23. September und 30. September/1. Oktober 2026 statt. Die Drittplatzierten spielen in der ersten Qualifikationsrunde des Europa Cups (26. August/2. September 2026) weiter.
U20-FRAUEN SIND MEISTERINNEN
Besser als dem Team der Women’s Super League im Final erging es den U20-Frauen von YB. Das Team von Trainerin Carola Fasel sicherte sich gegen GC den Meisterinnentitel 2025/26. In Solothurn entwickelte sich eine intensive, umkämpfte Partie, der nur eines fehlte: Tore.
Als nach 120 Minuten ein Penaltyschiessen entscheiden musste, bewiesen die Bernerinnen starke Nerven. Léane Fontaine verwandelte den ersten Versuch souverän, danach trafen auch Andrea Sommer, Emilie De Maddalena und Laura Sportella sicher. Die U20 setzte sich mit 4:1 durch und krönte eine starke Saison mit dem Pokal.
Die YB Frauen (hier Lisa Josten) treffen in der Champions-League-Qualifikation auf St. Pölten.
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HAUPTSACHE INDIVIDUELL: WIE SICH DIE MODERNE KNIEPROTHETIK DURCH NEUES WISSEN UND NEUE MÖGLICHKEITEN WEITERENTWICKELT
Wer unter einer fortgeschrittenen Kniearthrose leidet, kennt die Einschränkungen im Alltag: Treppensteigen wird mühsam, Spaziergänge werden kürzer und selbst einfache Bewegungen können Schmerzen verursachen. Wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen, kann ein künstliches Kniegelenk die Lebensqualität deutlich verbessern.
Doch Knie ist nicht gleich Knie. Jeder Mensch besitzt eine individuelle Anatomie, die sich in Form, Grösse und Achsstellung des Gelenks unterscheidet. Um diesen Unterschieden gerecht zu werden, wird auch die Versorgung mittels Knieprothese immer persönlicher. Moderne roboterassistierte Verfahren wie der MAKORoboter ermöglichen bereits heute eine äusserst präzise individuelle Implantation der Prothese und ist heute bei uns in der Kniechirurgie Bern das Verfahren der Wahl.
Noch einen Schritt weiter geht die Versorgung mit einer Knieprothese nach Mass, das «Individualknie». Die neuartige ORIGIN®-Individualprothese der Firma Symbios aus La-Chaux-de-Fonds hat das Bedürfnis zur Personalisierung in der Medizin konsequent weiterentwickelt. Die Versorgung orientiert sich dabei nicht an standardisierten Grössen der Knieprothesen, sondern an den individuellen Gegebenheiten des
Die massgeschneiderte Individualprothese. Für Ihr Leben in Bewegung.
jeweiligen Kniegelenks: die ORIGIN®Knieprothese wird für jeden Patienten individuell aus den Daten der 3DComputertomographie und digitaler Planung hergestellt. Es entsteht ein präzises Abbild des betroffenen Kniegelenks, die personalisierte Knieprothese.
In der Kniechirurgie Bern setzen wir genau darauf: modernste Technologien und langjährige Erfahrung als Kniespezialisten. Die individuelle Planung jeder Operation ist für uns ein zentraler Bestandteil einer
KNIECHIRURGIE BERN
Gelenkklinik Bern AG
«NICHT JEDES KNIE BRAUCHT EINE INDIVIDUALPROTHESE. ABER JEDES KNIE VERDIENT EINE INDIVIDUELLE BETRACHTUNG.»
erfolgreichen Behandlung. Für die meisten Patienten empfehlen wir weiterhin das MAKO-Roboterknie, insbesondere bei Teilprothesen. Bei Patienten mit X-Beinen und Arthrose hinter der Kniescheibe setzen wir aufgrund der speziellen Anforderungen an ein solches Knie aber nun die ORIGIN®-Individualprothese ein.
Zeitgemässe Kniechirurgie beginnt heute lange vor dem Eingriff: mit dem Verständnis, dass jede Anatomie und jeder Mensch einzigartig ist und deshalb auch eine persönliche Lösung verdient. Egal ob mit dem MAKO-Roboter oder mit der ORIGIN®-Knieprothese: die optimale Behandlung ist dabei so individuell wie das Knie selbst und entsteht aus dem Zusammenspiel einer sorgfältigen medizinischen Beurteilung und einer persönlichen Beratung auf Augenhöhe.
Publikumsmagnet: Im Schnitt kamen 3’521 Zuschauende an die Heimspiele der YB Frauen.
Die YB Frauen waren in zwei Wettbewerben nahe dran, aber sowohl im Cup als auch in der Meisterschaft mussten sie Servette den Vortritt lassen.
Trainerin Imke Wübbenhorst, Laura Frey und Malaurie Granges blicken zurück – und voraus.
Frage an Imke Wübbenhorst: Was überwiegt am Ende der Saison 2025/26, die Enttäuschung über einen verpassten Titel oder der Stolz auf das Team, das sowohl das Endspiel im Schweizer Cup als auch den Playoff-Final in der Meisterschaft erreichte? «Definitiv der Stolz», sagt die Trainerin der YB Frauen entschlossen. «Vor dem Start hätte ich für dieses Abschneiden sofort unterschrieben.»
Die Bernerinnen haben eine Spielzeit hinter sich, in der sie zweimal dem Servette FC Chênois Féminin den
Vortritt lassen mussten. Der Equipe aus Genf zollt Wübbenhorst Respekt: «Chapeau für das, was Servette erreicht hat.» Gleichzeitig lobt sie ihre Fussballerinnen für ihre bemerkenswerte Steigerung. «Sie haben sich hervorragend geschlagen und sind an ihre Grenzen gegangen», sagt sie. «Am Schluss reichte es einfach nicht, um sich mit einem Titel zu belohnen.» Zu tun habe das auch mit Eigenverschulden, merkt sie selbstkritisch an: «Wir haben in den entscheidenden Momenten nicht gut genug verteidigt.»
Seit vier Jahren erfolgreich an der Seitenlinie der YB Frauen: Imke Wübbenhorst.
Laura Frey: «Eine Spur Effizienz und die letzte Überzeugung fehlten».
NICHT WEIT VON SERVETTE ENTFERNT
Nach einem durchzogenen Start fanden sie sich immer besser zurecht und gefielen mit Konstanz. «Im Sommer 2025 verloren wir einige wichtige Stammkräfte», sagt Laura Frey, Verteidigerin und Kapitänin in Abwesenheit der verletzten Stephanie Waeber. «Es brauchte nach dem Umbruch eine gewisse Zeit, um zusammenzuwachsen.»
Laura Frey fasst die vergangenen Monate mit «lehrreich und zufriedenstellend» zusammen: «Am Ende waren wir nicht wahnsinnig weit von Servette entfernt. Eine Spur Effizienz und die letzte Überzeugung fehlten, um uns mit einem Pokalgewinn zu
belohnen», fügt die 26-Jährige an. Dass alle fünf Duelle mit den Genferinnen verloren gingen, soll für die Zukunft aber keine Bedeutung haben: «Wir haben ganz bestimmt kein Servette-Trauma. Wichtig ist es, die Niederlagen abzuhaken und die Lehren aus diesen Spielen zu ziehen.»
Ähnlich klingt es von Malaurie Granges. Die 23-Jährige aus dem Wallis fiel in der Offensive mit ihrer wirbligen Art regelmässig auf, war in der «Regular Season» achtmal erfolgreich und schoss – gemeinsam mit Lisa Josten – die meisten Tore für YB nach Maja Jelcic (12). Granges bewies, dass sie sich von ihren zwei Kreuzbandrissen 2023 und 2024 gut erholt hat. «Ich bin zufrieden mit meiner Saison, auch wenn ich überzeugt
bin, dass ich mich weiter verbessern kann», sagt sie. «Und am Ende dürfen wir als ganzes Team ein positives Fazit ziehen. Wir haben zwei Finals erreicht, in denen unter dem Strich die Erfahrung den Ausschlag zugunsten von Servette gab.»
SILVAN RUDOLFS WICHTIGE ROLLE
Granges ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung, die Imke Wübbenhorst im Rückblick hervorhebt. Und wenn sie von Fortschritten bei den YB Frauen spricht, lässt sie eine Personalie nicht unerwähnt. In der Winterpause wurde der Staff mit Silvan Rudolf ergänzt, der eben erst die UEFA-ProLizenz erworben hat. Der 37-jährige
Malaurie Granges: «Am Ende dürfen wir ein positives Fazit ziehen».
Assistenztrainer kümmert sich um die Gegneranalyse und fördert mit individuellen Einheiten talentierte Spielerinnen, die auf dem Sprung von der U20 ins Fanionteam der Frauen stehen. «Dank Silvan können wir unser Potenzial noch besser ausschöpfen», so Wübbenhorst und fügt an: «Entwicklung passiert nicht einfach so. Man muss schon gewillt sein, etwas dafür zu tun. Und genau das ist bei uns der Fall.»
Nun bereiten sich die YB Frauen auf einen neuen Anlauf vor – mit einem Kader, das sich nicht mehr so stark verändern dürfte wie vor einem Jahr. «Das Gros des Teams bleibt zusammen. Viele unserer Spielerinnen besitzen einen Vertrag bis 2028», betont die Trainerin und hofft, dass
zwei routinierte Spielerinnen für frische Impulse sorgen: Stephanie Waeber steht nach einem Kreuzbandriss vor dem Comeback; die 153-fache Nationalspielerin Ramona Bachmann, die Anfang 2026 zu YB stiess, soll nach einem Kreuzbandriss und einer Bänderverletzung ihre Erfahrung einbringen.
YB MIT DEM GRÖSSTEN PUBLIKUM
Nach einer anstrengenden Saison geht es nun darum, den Energiespeicher zu füllen. Malaurie Granges will in den Ferien «den Kopf lüften» und so die Enttäuschung darüber, mit YB 2025/26 keinen Pokal gewonnen zu haben, verarbeiten. «Das gehört
zum Fussball. Nach einer Niederlage geht es darum, wieder aufzustehen und weiterzumachen», sagt sie.
«Neue Saison, neue Chance» – so formuliert es Laura Frey und lässt durchblicken, dass sie und ihre Kolleginnen mit reichlich Ehrgeiz starten werden. «Alles andere wäre falsch. Wir sind in zwei Wettbewerben Zweite geworden. Jetzt haben wir das Ziel, uns zu verbessern.»
Auch in Zukunft wird es an der Unterstützung nicht mangeln. In der vergangenen Saison wurden bei YBHeimspielen nicht weniger als 42’254 Zuschauende gezählt. Das bedeutet den mit Abstand besten Wert in der Liga vor Basel (17’600) und Servette (17’538).
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Hauptpartner
Seit rund eineinhalb Jahren für YB tätig: Mathieu Beda.
«WIR WOLLEN UNS GEZIELT VERSTÄRKEN»
DDer Technische Direktor
Mathieu Beda (44) spricht über die anspruchsvolle Transferzeit und die Qualität des Kaders –und er sagt, dass er es keine
Sekunde bereut hat, vor an -
derthalb Jahren das Amt bei YB angenommen zu haben.
Mathieu, Sommerpause bedeutet für Dich das Gegenteil von Ferien. Wie viele Stunden pro Tag verbringst Du am Telefon?
Gute Frage… Es ist eine intensive Zeit, zu der viele Gespräche gehören, sei es in physischer Form oder eben ein paar Stunden am Tag am Telefon.
Das erfordert ziemlich viel Energie, nicht wahr?
Ja, und man muss versuchen, die Ruhe zu bewahren, so gut es eben geht.
Gelingt Dir das immer?
Ich glaube, dass ich meine Emotionen gegen aussen gut unter Kontrolle habe. Innerlich sieht es manchmal anders aus. Manchmal kann ich richtig wütend werden – aber das sieht zum Glück dann niemand (schmunzelt).
Kann man am Ende der aktuellen Transferzeit von einem Umbruch bei YB sprechen?
Nein, einen Umbruch wird es nicht geben. Im vergangenen Sommer konnte man nach den vielen Wechseln eher davon reden. Die Saison 2025/26 verlief nicht wunschgemäss,
obwohl wir ein Kader mit hoher Qualität beisammen haben. Deswegen haben wir das Vertrauen in die Spieler aber nicht verloren. Wir haben eine Auslegeordnung vorgenommen und sind zum Schluss gelangt, dass wir uns gezielt verstärken wollen, aber nicht allzu viele Transfers angestrebt werden sollen.
Du bist also überzeugt, dass diese Mannschaft nun dauerhaft ein anderes Gesicht zeigen kann? Absolut. In der letzten Saison hätte das Momentum das eine oder andere Mal auf unsere Seite kippen können. Ich erinnere mich an den Oktober 2025, als wir mit einem Sieg in Lausanne die Tabellenspitze hätten übernehmen können. Oder in der Europa League waren wir nahe dran, uns für
die K.o.-Phase zu qualifizieren. Im Kader stehen verschiedene Nationalspieler, aktuelle oder ehemalige. Darum finde ich schon, dass wir behaupten dürfen, über viel Potenzial zu verfügen.
Wie bringt man dieses Potenzial konstant auf den Platz?
Klar ist: Es müssen sehr viele Details zusammenpassen. Ich will keine Ausreden oder Entschuldigungen suchen, möchte aber Beispiele geben, was ich meine. Wir hatten einige verletzungsbedingte Ausfälle über längere Zeit, dazu erschwerten uns die Roten Karten das Leben. Es hat sich zu viel nicht in die gewünschte Richtung entwickelt. Doch wir wollen deswegen nicht alles über den Haufen werfen, sondern Lösungen finden – und das
Mathieu Beda im Gespräch mit YB-Mittelfeldspieler Armin Gigovic.
DIENSTAG, 27. OKTOBER
Teamwork bei YB: Mathieu Beda, Technischer Direktor, und Christoph Spycher, Chief Sports.
ohne Kaderumbruch. Wir sind selbstkritisch und wissen, dass wir den eigenen Erwartungen und jenen der Fans nicht gerecht geworden sind. Im Fussball ist es wichtig, dass man sich kritisch mit dem auseinandersetzt, was auf dem Platz passiert, aber auch daneben. Das werden wir auch in Zukunft so handhaben.
Ist für Dich die aktuelle Phase anspruchsvoller, weil die Leistungen und Resultate in der vergangenen Saison nicht den allgemeinen Vorstellungen entsprachen? Nein. Jede Transferperiode verlangt uns sehr viel ab. Das wäre nun auch nach einem Titelgewinn so. Ausserdem sind wir immer noch YB, ein Topklub, der sich in Europa einen Namen gemacht hat und gut funktioniert.
Welchen Einfluss hat Gerry
Seoane als Trainer bei Transfers?
Grundsätzlich ist es so, dass die sportliche Leitung ihre Ideen hat und sich mit dem Coach darüber austauscht. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Deshalb wollen wir auch die Meinung von Gerry hören. Er muss überzeugt sein von einem Spieler, weil er – zusammen mit dem Staff – täglich mit ihm zu tun hat. Wenn wir einen Transfer tätigen, muss das Gesamtpaket stimmen.
Das heisst?
Es geht natürlich um die fussballerischen Fähigkeiten. Aber wichtig ist auch, dass der Spieler Persönlichkeit mitbringt.
Du bist nun seit rund eineinhalb Jahren bei YB. Was macht Deine Aufgabe so reizvoll? Verschiedene Faktoren tragen dazu bei. Ich bin seit einigen Jahren im Fussball und durfte das Geschäft in verschiedenen Funktionen kennenlernen. Meine Aufgabe bei YB ist höchst interessant, nie langweilig, stets fordernd. Ich darf Verantwortung tragen und mich um die erste Mannschaft kümmern. Sie ist die Lokomotive des Klubs. Unser Ziel ist es, Emotionen zu kreieren, Erfolg anzustreben, aber auch wirtschaftlich stets auf Kurs zu bleiben, um die Stabilität dauerhaft zu gewährleisten. Der Job ist sehr facettenreich. Wenn man es schafft, kühlen Kopf zu bewahren, ist das sicher ein Vorteil.
Gibt es manchmal Momente, in denen Du zweifelst, die richtigen Entscheidungen gefällt zu haben? Nein. Das Ganze ist ja keine One-ManShow bei uns. Wir setzen uns akribisch mit personellen Fragen auseinander, bevor wir uns festlegen. Alle, die involviert sind, geben das Beste für YB. Es ist aber so, dass immer wieder etwas Unvorhersehbares eintreten kann. Im Fussball passieren oft Dinge, die nicht planbar sind.
Du hast Deinen Wechsel zu YB also nie bereut. Keine Sekunde. Ich kenne die Verantwortlichen von YB, die seit Jahren im Klub sind, schon seit langer Zeit. Wir haben regelmässig und stets sehr korrekt zusammengearbeitet. Ich spürte die gute Atmosphäre, die hier herrscht. Das machte es mir leicht, mich schnell zurechtzufinden. Und wie vorher angetönt: Wir funktionieren als Team. Es gibt keine Alleingänge.
YB empfängt zum Meisterschaftsauftakt den FC Sion, der zum Ende der vergangenen Saison zehnmal in Folge ungeschlagen blieb. Eine Woche später geht es nach Thun zum Meister. Was erwartest Du vom Start?
Wir werden uns so gut und detailliert wie möglich auf den Start und die Saison vorbereiten. Unabhängig davon, wie der Gegner heisst: Wenn wir auf dem Platz stehen, ist es unsere Ambition, das Spiel zu gewinnen.
Dann ist es auch die Ambition, wieder um den Titel zu kämpfen? YB hat das Ziel, Titel zu gewinnen. Aber dafür müssen wir einiges tun. Der Erfolg ist die Konsequenz beharrlicher Arbeit. Wir müssen Siegermentalität zeigen, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden.
Nach 13 Jahren ist YB nun erstmals nicht mehr in einem europäischen Wettbewerb dabei. Klingt das für Dich auch seltsam? Ich würde lügen, wenn ich das Gegenteil behaupten würde. Aber ich bin ein Mensch, der das Glas immer halb voll sieht. Europäische Auftritte sind grossartig, keine Frage. Wir alle lieben diese Abende. Nun haben wir die Gelegenheit, die Kräfte zu bündeln und uns ausschliesslich auf die zwei nationalen Wettbewerbe Meisterschaft und Cup zu konzentrieren. Auch darum betrachte ich die Ausgangslage positiv.
Mathieu Beda: «Alle, die involviert sind, geben das Beste für YB».
Ein Stadtberner erobert die Fussballwelt
Als zentraler
Mittelfeldspieler via YB und die Feusi Sportschulen ganz nach oben: Der 19-jährige Elio Rufener steht vor einer grossen Zukunft.
Es sind aufregende Zeiten für Elio Rufener. Er gilt als eines der grössten Fussballtalente der Schweiz, soeben hat der 19-Jährige an den Feusi Sportschulen die Matura bestanden, ab Sommer wird er Profi sein – die Zukunft ist verheissungsvoll. Er sagt: «Mir ist in den letzten Monaten klar geworden, dass ein Abschnitt zu Ende geht. Und ich freue mich sehr, dass ich mich nun voll auf den Fussball konzentrieren kann.»
Elio Rufener ist ein prächtiges Beispiel für das Zusammenspiel der Feusi Sportschulen mit den besten Klubs der Region wie YB, dem SCB und den SCL Tigers. «Ich habe enorm von den Strukturen und der Flexibilität in der Sportschule profitiert», sagt Rufener. «Dafür bin ich sehr dankbar, weil es eine äusserst strenge Saison war.»
Das Vorbild Iniesta
Vielleicht spielt also tatsächlich bald ein echter Stadtberner im Team der Young Boys. Vermutlich wird der Weg Rufeners vorerst leihweise zu einem kleineren
Klub führen, um Spielpraxis zu sammeln, aber bei YB gilt der Mittelfeldspieler als einer der begabtesten Fussballer. Elio wuchs nahe des Berner Rosengartens auf, trat als F-Junior dem FC Breitenrain bei, wechselte 2018 in die U12
der Young Boys und stieg Stufe um Stufe hoch. Der Aufwand wurde immer grösser, zumal Rufener seit vier Jahren und der U15 in jeder Schweizer Nachwuchsauswahl vertreten ist. «Schule, Trainings, Spiele, Reisen ins Ausland», sagt er. «In einer öffentlichen Schule war das alles nicht mehr möglich. Darum wechselte ich zur Feusi und habe das nie bereut.»
Elio gefiel vor allem auch die persönliche Betreuung, einerseits durch die Lehrerinnen und Lehrer, andererseits durch das Feusi-Leitungsteam um Martine Adank: «Sie kümmerten sich alle sensationell um mich und fanden immer eine sinnvolle Lösung. Das gab mir auch in sehr intensiven Phasen stets ein gutes Gefühl.»
Zittern um die Matura mit dem Schwerpunkt Spanisch musste der Youngster nie, seine Konstanz in der Schule war bemerkenswert, er gilt auf und neben dem Spielfeld als gewissenhaft und akribisch. Fussball stand dabei stets im Zentrum seines Lebens: Mit seinem älteren Bruder und seiner jüngeren Schwester war er in jeder freien Minute draussen und auch ein durchaus begabter Läufer, den Altstadt-GP mit knapp fünf Kilometern absolvierte er einmal in etwas weniger als zwanzig Minuten. Die
Laufstärke gehört ebenso zu seinen Stärken wie das Spielverständnis und die Technik. Sein Vorbild war früher Andrés Iniesta, heute schätzt er Frenkie de Jong, der ebenfalls beim FC Barcelona spielt, dem Lieblingsklub Rufeners –neben YB.
Die Begegnung mit Yamal Schon als kleiner Bub ging Elio den kurzen Weg von zu Hause ins Wankdorf an die YB-Heimspiele. Er feierte in den letzten Jahren als Anhänger alle Titel der Young Boys frenetisch, oft war er auch bei Auswärtsspielen im Stadion. In der letzten Saison überzeugte er in der zweiten Mannschaft des Klubs, in der 1. Liga Promotion, und auch beim Schweizerischen Fussballverband wird der Stammspieler der U19-Auswahl speziell gefördert. Mittlerweile hat Rufener genau 50 Länderspiele bestritten. An sein erstes im Frühling 2022 mit der U15 hat er natürlich spezielle Erinnerungen: In Kerzers ging es gegen Spanien mit einem gewissen Lamine Yamal, der beim 2:2 ebenso ein Tor erzielte wie kurz darauf im Rückspiel in Spanien beim 5:2-Sieg. Yamal ist längst ein Weltklassefussballer beim FC Barcelona, und Rufener sagt, man habe die besonderen Fähigkeiten des Spaniers schon damals gesehen.
Auch Elio Rufener träumt davon, irgendwann in einer europäischen Topliga zu spielen – nachdem er im Idealfall bei YB Erfolge gefeiert hat. Spanisch spricht er immerhin schon einmal ganz gut. Aber er ist kein Träumer, sondern weiss, dass er weiterhin Schritt für Schritt gehen muss. Er sagt über sich, dass er ein Spiel gut lesen und lenken könne, wobei er im athletischen Bereich gewiss noch Steigerungspotenzial besitze und deshalb fleissig Sonderschichten absolviere.
Der Vergleich mit Rieder
Elio Rufener gilt als Spezialist für Eckbälle und Freistösse, er ist ein zentraler Mittelfeldspieler mit Spielmacherqualitäten, der auch schon mit dem früheren YB-Junioren Fabian Rieder verglichen wurde. «Das höre ich oft», sagt Elio. «Und das ist natürlich eine grosse Ehre für mich. Fabian hat in seiner Karriere so viel erreicht und auch im Nationalteam schon viele starke Auftritte gehabt. Es wäre sensationell, wenn ich eine ähnliche Entwicklung wie Fabian nehmen würde.»
Rieder, ebenfalls Linksfuss und Absolvent bei den Feusi Sportschulen, wechselte 2023 von YB zu Rennes und ist heute bei Augsburg in der Bundesliga engagiert. Elio wiederum durfte vor einem Jahr, knapp 18 geworden, noch unter Trainer Giorgio Contini erstmals mit dem Super-League-Team trainieren und seit der letzten Winterpause ist er unter Coach Gerardo Seoane regelmässig in den Trainingsbetrieb integriert. «Es ist faszinierend, die individuelle Klasse der Spieler zu sehen», sagt Elio. «Ich konnte in jeder Einheit lernen und profitieren.» Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass man noch einiges vom Fussballspieler Elio Rufener hören wird. Im besten Fall irgendwann bei YB in der Super League – ein Bubentraum würde sich erfüllen.
Text: Fabian Ruch
Feusi Sportschulen: Qualität und Flexibilität
Die Feusi Sportschulen sind für Toptalente ideal, um Sport und Ausbildung zu verbinden. Leiterin Martine Adank sagt: «Wir sind immer für die etwa 350 Schülerinnen und Schüler da. Sie profitieren von der Erfahrung unserer Schule im Umgang mit aussergewöhnlichen Herausforderungen. Die Feusi Sportschulen stehen für Qualität, Flexibilität und besondere Nähe. Damit finden wir für alle den für sie besten Rhythmus in ihren Sportarten.» Ein gutes Beispiel ist auch das YB-Talent Olivier Mambwa, das sich – wie früher zum Beispiel Fabian Rieder – bei den Feusi Sportschulen bestens betreut fühlt.
DOMINIK PECH
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STICHWORTE
FÜR DOMINIK PECH
BERN
Ich mag die Stadt und die Menschen sehr, und ich liebe die entspannte Atmosphäre. Besonders schön ist es im Sommer an der Aare. Bern ist übersichtlich – ein Ort mit hoher Lebensqualität.
SEBASTIAN PECH
Mein jüngerer Bruder. Er ist erst 17 und ebenfalls Fussballer, ein sehr talentierter Innenverteidiger, der die Vorbereitung mit der 1. Mannschaft von Sparta Prag absolvieren darf. Er bringt viele Voraussetzungen mit, um eine gute Karriere zu machen. Wir telefonieren fast täglich und reden viel über Fussball. Wenn ich Spiele von ihm sehe, gebe ich ihm ein ehrliches Feedback. Er urteilt genauso offen über meine Leistungen bei YB.
DEUTSCH
In der Schule war Deutsch während fünf Jahren ein Fach. Aber ich fehlte relativ häufig wegen des Fussballs. Aktuell habe ich zusammen mit Teamkollegen einmal pro Woche eine Lektion, daneben unterrichtet mich ein Lehrer online. Das lohnt sich. Ich kann mich immer besser verständigen und hoffe, dass ich weiterhin Fortschritte mache. Englisch spreche ich heute auch deutlich besser als vor einem Jahr. Als ich nach Bern kam, redete ich sehr wenig. Das ist nun anders.
SLAVIA PRAG
Als Junior wechselte ich von Admira Prag zu Slavia, machte im Nachwuchs einen kurzen Abstecher zu Sparta und kehrte wieder zurück. Bei Slavia Prag schaffte ich den Sprung in die erste Mannschaft, mit der ich 2025 tschechischer Meister wurde. Danach wechselte ich zu YB.
PRAG
Ich wuchs in Všestudy auf, etwa 40 Autominuten nördlich von Prag. Als ich zwölf Jahre alt war, zogen wir nach Prag –wegen des Fussballs. Meine Mutter chauffierte mich und meinen Bruder täglich ins Training. Irgendwann wurde der Aufwand einfach zu gross. Der Umzug erleichterte vieles. Jetzt lebt die Familie in einer wunderbaren Stadt, die enorm viel zu bieten hat: Kultur, Architektur – und natürlich Fussball.
VORBILD
Als Kind schaute ich am liebsten Lionel Messi zu. Für mich ist er der beste Spieler der Geschichte. Herausragend finde ich heute zudem Rafael Leão von Milan und Jamal Musiala von Bayern München. Bei YB bin ich besonders beeindruckt von Jaouen Hadjam. Er macht manchmal unglaubliche Dinge auf dem Rasen. Wenn du glaubst, dass er unmöglich an zwei oder drei Gegenspielern vorbeikommen kann, gelingt ihm das irgendwie doch. Sein Dribbling mit dem erfolgreichen Torabschluss in Genf gegen Servette –so etwas sieht man nicht oft.
LIEBLINGSCLUB
Vor ein paar Jahren war das der FC Barcelona mit Messi, Neymar und Luis Suárez. Das hat sich geändert. Heute beeindruckt mich vor allem Paris Saint-Germain mit einem höchst attraktiven Stil.
WELTBESTE LIGA
Die englische Premier League: hohe Intensität, hohes spielerisches Niveau, enorme Ausgeglichenheit. Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen, sind in der Lage, Spitzenteams zu bezwingen. Das macht die Partien sehr attraktiv.
GERRY SEOANE
Ein ausgezeichneter Trainer, der mir bereits viel beigebracht hat – und ich glaube, dass ich unter ihm noch mehr Fortschritte machen werde. Er zeigt mir anhand von Videosequenzen und in Gesprächen auf, wie ich mein Spiel optimieren kann. Ich verfüge zwar über eine gute Physis, aber wenn man die richtigen Wege im richtigen Moment zurücklegt, kann man Kräfte sparen. Gerry Seoane hilft mir, noch effizienter zu werden und intelligent zu spielen.
GEDULD
Früher war das keine Stärke von mir. Es sollte schnell vorwärtsgehen. Als ich bei Slavia Prag in die erste Mannschaft kam, wollte ich natürlich immer spielen. Nach meinem Wechsel zu YB war es dasselbe. Doch ich habe gelernt, geduldiger zu werden. Auf diesem Niveau muss man das sein, weil der Konkurrenzkampf gross ist und man sich mit Leistungen durchsetzen muss.
NATIONALMANNSCHAFT
Ich habe in den Nachwuchsnationalteams gespielt, derzeit gehöre ich zur U21 in Tschechien. Nun möchte ich bald den nächsten Schritt machen und in der A-Nationalmannschaft mein Debüt geben. Ich werde alles dafür tun. Dem Fussball ordne ich alles unter. Das heisst auch, dass ich sehr auf die Ernährung achte. Alkohol trinke ich nicht. Ich verzichtete sogar darauf, als wir mit Slavia tschechischer Meister wurden.
TSCHECHISCHE GRÖSSEN
Pavel Nedvěd habe ich zwar nicht selber spielen sehen, aber natürlich ist er mir ein Begriff. Ich habe mir Videoclips angeschaut, die deutlich machen, was für ein grosser Fussballer er war. Der zweite Spieler, den ich nennen möchte, ist Petr Čech. Ich sah Partien von ihm und kann sagen: Er war ein Topgoalie.
SPITZNAME
«Pechi» oder «Petschi» sind zwei Namen, die ich in meiner Zeit bei Slavia Prag erhalten habe. Meine Kollegen in Bern rufen mich nun auch so.
HOBBYS
Ich game mit Freunden aus Tschechien, vor allem «League of Legends» – sehr regelmässig (schmunzelt). Ausserdem schaue ich viel Fussball im Fernsehen.
WANKDORF
Ein tolles Stadion mit den besten Fans der Liga. Ich bin glücklich, bei YB spielen zu können. An den Kunstrasen habe ich mich mittlerweile auch gewöhnt. In der tschechischen Liga kennen wir diese Unterlage nicht.
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«NICHT DAS ALTER IST MASSGEBEND, SONDERN DIE KOMPETENZ»
den
Viele Jahre grosses Engagement für
YB-Nachwuchs: Gérard Castella (links) und Martin Trümpler.
WWährend Jahren haben sie ihr Wissen in die Nachwuchsarbeit von YB eingebracht, nun treten sie
kürzer: Martin Trümpler hört mit bald 78 Jahren auf, der 73-jährige Gérard Castella macht ab Oktober mit einem kleinen Pensum weiter. Ein Gespräch mit einem Duo, das den Klub mitgeprägt hat.
Gérard und Martin, nach vielen Jahren bei YB ändert sich für Euch einiges: Ihr tretet zurück – oder zumindest kürzer.
Gérard: Wir nähern uns dem Ende eines Weges, so ist das Leben. Aber ganz aufhören werde ich nicht. Ab dem 1. Oktober bin ich nicht mehr in derselben Funktion tätig wie bislang, aber ich behalte ein kleines Pensum und werde vor allem Scoutingaufgaben wahrnehmen. Spiele schauen, Spieler und Trainer beobachten – das ist perfekt.
Martin: Ich stehe in Zukunft auf Abruf bereit. Wenn jemand gebraucht wird, der irgendwo ein Spiel oder einen Spieler scouten soll, mache ich das gerne. Und ich werde weiterhin als Trainer der YB Old Stars tätig sein.
Wenn Du von einem kleinen Pensum sprichst: Wie viele Prozente werden es sein, Gérard?
Gérard: Ich beziffere das ungern. Wichtiger ist, was mir diese Aufgabe bedeutet und wie ich sie angehe – mit hundertprozentiger Leidenschaft. Ein Fussballtrainer ist wie ein Musiker, der
nicht aufhört, Musik zu machen. Weil das seine Berufung ist, seine Liebe. Fussball wird mich immer begleiten.
Das hält auch jung, nicht wahr?
Gérard: Voilà! Ich kann nicht den ganzen Tag daheim vor dem Fernseher auf dem Sofa liegen. Das würde mich vermutlich verrückt machen. Bei Martin wird es nicht anders sein.
Martin: …(schmunzelt)
Gérard: …wichtig ist es, aktiv zu bleiben, auch geistig.
Martin: Dem kann ich nur beipflichten. Der Fussball hat mein Leben geprägt, mit ihm werde ich verbunden bleiben.
Du warst aber nicht immer ausschliesslich im Sport tätig. Martin: Nein. Bis 1990 arbeitete ich als Lehrer. Während meiner Laufbahn als Spieler von YB war das mein Hauptberuf – daneben war ich Spieler. Als ich mich ganz der Trainerkarriere widmete, erlebte ich, was Erfolgsdruck heisst. Man war der Gefahr ausgesetzt, den Job zu verlieren.
Wie seid Ihr zum YB-Nachwuchs gekommen?
Martin: 2014 fragte mich der damalige Nachwuchschef Ernst Graf, ob ich mir vorstellen könne, Ausbildungschef T3 (Stufen U15 und U16) zu werden. Ich fand die Idee exzellent (lacht). Danach übernahm ich verschiedene andere Aufgaben.
Gérard: Ich hatte ebenfalls lange einen zweiten Beruf. Ich arbeitete bei einer Bank und war als Spieler einzig zwei Jahre lang Profi – von 1977 bis 1979 bei YB. Mit 30 wurde ich Trainer, 1999 Meister mit Servette und wechselte 2009 zum Verband. 2016 begegnete ich Christoph Spycher, ein Jahr später fing ich bei YB an.
Wie lief das genau?
Gérard: Als Vertreter des SFV interessierte mich die Arbeit von Christoph Spycher als Talentmanager von YB. 2016 besuchte ich ihn. Ein paar Monate später meldete er sich bei mir. Er war eben erst YB-Sportchef geworden und wollte mich als Ausbildungschef T4 (U17 bis U21).
Gérard Castella war kurzzeitig auch als Assistenztrainer beim Fanionteam engagiert und gewann 2024 mit YB den Meistertitel.
Du hast Dich damals dem Pensionsalter genähert…
Gérard: Deshalb zögerte ich mit der Zusage. Ich sagte zu Christoph: Ich bin 64… Doch er antwortete: Kein Problem. Ich spürte, wie mich das Projekt reizte und dachte, dass ich das einmal zwei Jahre mache. Es wurde viel mehr, aber ich habe es keine Sekunde bereut. Ich bin stolz, bei YB arbeiten zu dürfen. Auch wenn ich nicht Berner bin: YB ist in diesen Jahren auch mein Klub geworden. Christoph Spycher schenkte mir Vertrauen, und ich hatte Lust, etwas zurückzugeben mit Arbeit.
Martin, als Du 2014 angefangen hast, warst Du 65 und damit offiziell pensioniert.
Martin: Ja, aber ich bin ein Kind der Young Boys. Ich war als Bub dabei, als YB 1959 das Hinspiel im MeistercupHalbfinal gegen Stade Reims 1:0 gewonnen hat. Ich lebte unweit des Stadions, Gelb und Schwarz waren meine Farben. Als ich die Anfrage erhielt, ob ich im Nachwuchs mitwirken möchte, war die Antwort schnell klar. Und meine Familie unterstützte mich.
Fühlte sich der Alltag immer an wie Arbeit?
Martin: Nein, es machte einfach Spass.
Gérard: Ich liebte es, jeden Tag ins Wankdorf zu kommen und das zu tun, was ich am liebsten mache. Dafür bin ich enorm dankbar und empfinde unglaubliches Glück.
Martin: Ich habe Gérards Passion für den Fussball stets bewundert. Sein
Gérard Castella bestritt als Aktiver zwischen 1977 und 1979 49 Spiele für YB.
erster Gedanke nach dem Aufstehen gehörte dem Fussball, der letzte vor dem Schlaf sicher auch…
Gab es im Alltag auch kontroverse Diskussionen?
Martin: Natürlich. Wir pflegten eine offene Kommunikation und den persönlichen Austausch. Ich diskutierte mit den Trainern stets auf Augenhöhe, und sie schätzten es, unterstützt zu werden.
Gérard: Ich sagte und sage immer die Wahrheit: das, was ich sehe und denke. Ich lege Wert auf einen sachlichen Ton.
Christian Franke leitet die Youth Base seit 2017 und ist mit 41 deutlich jünger als Ihr. Wie funktionierte das Zusammenspiel mit ihm?
Martin: Problemlos. Er hat mich meine Arbeit machen lassen. Und wenn ein Gespräch nötig war, führten wir das.
Gérard: Nicht das Alter ist massgebend, sondern die Kompetenz. Christian ist ein intelligenter Mann, der auch Meinungen anderer einholt.
Worin liegt die Faszination der Nachwuchsarbeit?
Gérard: Mich interessiert die Ausbildung seit jeher. Ich versuchte schon als Trainer in der Nationalliga A, Junge zu integrieren. Mich faszinieren die Entwicklung und Begleitung von Talenten.
Martin: Das geht mir gleich. Mich reizt die Arbeit auf dem Platz, aber auch das Scouting. So wichtig Daten, Videos und Analysen heute sind, so unentbehrlich ist es, über ein gutes Auge zu verfügen.
Wo steht die Youth Base von YB heute?
Martin: Auf einem guten Niveau. In den vergangenen Jahren wurden grosse Fortschritte gemacht. Aber das ist auch nötig. Die Erwartungen an die erste Mannschaft sind gestiegen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Spieler –und somit an die eigenen Jungen.
Gérard: Der Hauptauftrag der Nachwuchsarbeit besteht in der Entwicklung und Förderung der Spieler. Möglichst viele Junge sollen an die erste Mannschaft herangeführt werden. Wer bei YB den Durchbruch nicht schafft, kann trotzdem Profi werden. Viele Spieler, die bei einem Klub in der Super League oder Challenge League unter Vertrag stehen, wurden bei uns ausgebildet. Natürlich wäre uns am liebsten, wenn es noch mehr Beispiele gäbe wie Michel Aebischer, Fabian Rieder oder Aurèle Amenda: Nachwuchs, erste Mannschaft, Ausland.
Martin Trümpler war zwischen 1990 und 1994 Trainer des YB-Fanionteams.
176 Spiele im gelbschwarzen Trikot zwischen 1970 und 1978: Martin Trümpler.
Wie muss man sich die Kooperation mit der ersten Mannschaft vorstellen?
Gérard: Jede Woche findet eine Sitzung statt, an der normalerweise Entwicklungscoach Christian Schneuwly, der Technische Direktor Mathieu Beda, Christian Franke, Christoph Spycher als Chief Sports und ich teilnehmen. Dabei kommen verschiedene Themen aus dem Nachwuchs zur Sprache. Und mit Gerry Seoane haben wir einen Cheftrainer, der sich für die Arbeit in unserem Bereich sehr interessiert und die Jungen kennt.
Martin: Ich kann nur sagen: Es ist exzellent, wie bei YB gearbeitet und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Man stellt die Sache über die persönlichen Interessen.
Gab es nie Konkurrenzdenken untereinander?
Martin: Nein. Wobei: Das könnte jetzt kommen, wenn Gérard etwas mehr Zeit haben wird. Als Coach der YB Old Stars fühle ich mich unter Druck, weil Gérard mich vielleicht ablösen will…
Gérard: (winkt ab) Nein, nein, mach dir keine Sorgen.
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YB MIT VIEL PROMINENZ… UND TURBULENZEN
Mit grossen Ambitionen und voller Zuversicht posierten die YB-Spieler im Sommer 1977 vor der neuen Meisterschaft. Schliesslich hatte man sich als Cupsieger prominent verstärkt: Die bisherigen Akteure um Walter Eichenberger, Karl Odermatt, Captain Martin Trümpler sowie dem Internationalen Köbi Brechbühl hatten mit «Kudi» Müller und Gérard Castella neue Teamkollegen erhalten. Die Erwartungen waren gross – aber der erhoffte Erfolg stellte sich nicht ein. Im Europacup gegen die Rangers hielt man sich zwar achtbar (0:1 in Glasgow, 2:2 in Bern), in der Meisterschaft allerdings erfüllte die Mannschaft die
Erwartungen nicht und kam kaum auf Touren. Noch im Herbst wurde Kurt Linder, der seit 1973 als Trainer amtierte (und einst, 1957, als Mittelstürmer mit YB Schweizermeister geworden war), entlassen.
Es war aber nicht nur der «Totomat», der zu dieser Zäsur führte. Linders harter Führungsstil wurde kritisiert. Aber auch mit dem ehemaligen Nationalcoach René Hüssy als Linder-Nachfolger blieben die erwarteten Resultate aus. YB verpasste die Finalrunde und beendete die Saison schliesslich nur auf dem 7. Rang.
Meister wurden die Grasshoppers vor Servette und Lausanne – und Trainer René Hüssy wurde nach Saisonschluss durch Timo Konietzka ersetzt.
In dieser Zeit wurde den Klubs erstmals die Trikotwerbung erlaubt. Die «Berner Nachrichten BN» waren damals die ersten Leibchen-Sponsoren des BSC Young Boys. Nach einer weiteren Zeitungsfusion spielte YB später mit dem Logo der «Berner Zeitung BZ», was den «Bund» in seinem Sportteil dazu bewog, die Werbung auf den Fotos der YBSpieler abzudecken…
Charles Beuret
Hinten von links: Fredy Häner (Physiotherapeut), René Erlachner, Rolf Vögeli, Peter Burkhardt, Hans Liniger, Kudi Müller, Karl Odermatt, Martin Trümpler, Jean Morgenegg (Sportsekretär).
Mitte von links: Walter Eichenberger, Seppi Küttel, Jörg Schmidlin, Albert Wirsching, Kurt Linder (Trainer, nach 6 Runden durch René Hüssy ersetzt), Bernd Lorenz, Peter Mast, Jost Leuzinger, Gérard Weissbaum.
Vorne von links: Heinz Rebmann, Köbi Brechbühl, Hansueli Karlen, Jean-Marie Conz, Gérard Castella, René Schmid, Charly Zwygart.
Seit vielen Jahren grosser YB-Fan: Pfarrer Josef Hochstrasser.
DOCH NOCH EIN «SCHUSS VON DER KANZEL»
PFARRER JOSEF HOCHSTRASSER
Er sei gerne dort, «wo d Musig spielt», sagt Josef Hochstrasser über sich. Und «d Musig» spielte schon vor langer Zeit auch im Wankdorf, damals, als er noch katholischer Priester in Bümpliz war – und, wenn es irgendwie möglich war, nie ein Heimspiel der Young Boys verpasste.
Damals – das war 1973. YB spielte zwar in der Nationalliga A, aber um den Titel kämpften andere. Etwa GC, der FC Basel mit einem gewissen Ottmar Hitzfeld oder Servette. «Aber», so präzisiert Hochstrasser, «das war damals nicht massgebend: Massgebend war der Klub, der BSC Young Boys. Dessen Geschichte – insbesondere die verschiedenen Kapitel während den goldenen Jahren mit Trainer Albert Sing – hatten mich schon als Kind fasziniert. Nota bene als kleiner Bub, der im luzernischen Ebikon und nicht in Bern aufgewachsen ist. Und diese Faszination für YB hat mich nie losgelassen!»
Josef «Sepp» Hochstrasser ist inzwischen nicht mehr der kleine Bub von anno dazumal, sondern der schweizweit bekannte Theologe und Autor zahlreicher Schriften und Bücher. Er lebt zwar schon lange nicht mehr in Bern, sondern im aargauischen Oberentfelden. Hier verpasst er – wenn er nicht im Wankdorf ist –kein YB-Spiel. Er sitzt am TV-Apparat und fiebert mit. Nicht mit der priesterlichen Stola, aber selbstverständlich mit YB-Trikot und – wie er lachend gesteht – mit gelbschwarzen Stulpen.
Der Umzug weg von Bern war einst berufsbedingt und unfreiwillig: Der katholische Priester verliebte sich – und heiratete, worauf er vom kirchlichen Dienst ausgeschlossen wurde. Die Geschichte ist bekannt: Hochstrasser, studierter Theologe und Philosoph, musste beruflich umsatteln, aber letztlich änderte sich nichts an seinem Weg: Er blieb Seelsorger, freilich nicht mehr in der katholischen, sondern in
der reformierten Kirche. Auch heute noch – im Pensionsalter – sind seine Dienste als Pfarrer gefragt. Und mitunter hat auch der Fussball Platz in seinen Predigten …
DAMALS, AM 15. APRIL 1959
Doch zurück nach Ebikon am luzernischen Rotsee. Hier fand und findet die weltberühmte Regatta statt, und Hochstrasser war als Kind immer dabei. Aber noch öfter war er auf dem Fussballplatz, denn es gab da einen Match, der ihn damals fasziniert und tatsächlich auch geprägt hatte: Im fernen Bern, im legendären, prallvollen Wankdorfstadion – offiziell wurde die Anzahl Zuschauenden mit 60'000 angegeben, tatsächlich dürften es noch mehr gewesen sein – spielte YB am 15. April 1959 den Halbfinal im Europacup der Meisterclubs. Der Gegner der Gelbschwarzen war das grosse Stade
«FÜR
MICH WAR ES EIN
GLÜCK, DASS ICH DIESEN SPORTLER SPÄTER
IM LEBEN AUCH ALS FREUND KENNENLERNEN UND IM ALTER BEGLEITEN DURFTE.»
de Reims mit vielen französischen Internationalen, die im Jahr zuvor an der WM in Schweden mit Fontaine, Kopa und anderen Stars Furore gemacht hatten.
Und nun spielte der Schweizer Meister YB gegen diese Stars. Der elfjährige Sepp Hochstrasser verfolgte den Match am Radio und war begeistert von den Bernern von Trainer Albert Sing:
«Walter Eich, Heinz Schneiter, Geni Meier, Heinz Bigler, Gilbert Rey, Ernst Wechselberger und all die anderen spielten einen Top-Match – YB gewann 1:0. Ich denke, in der Historie des Vereins war dies – was die nackten Resultate betrifft – ein absoluter Höhepunkt.»
Das war und ist es in der Tat, wobei Sepp Hochstrasser noch ein anderes Highlight mit YB-Bezug in Erinnerung hat: Die Schweiz qualifizierte sich am 12. November 1961 im Entscheidungsspiel gegen Schweden in Berlin dank eines Kopfballs von Heinz Schneiter für die WM 1962 in Chile.
«Schneiter ist der Held der Nation», wurde damals getitelt, und das war auch für Hochstrasser so. «Er war ein ganz grosser Spieler, und für mich war es ein Glück, dass ich diesen Sportler später im Leben auch als Freund kennenlernen und im Alter begleiten durfte.»
VOM FC KOSMOS
EBIKON ZU
OTTMAR HITZFELD
Doch zurück nach Ebikon. Angesteckt durch die «YB-Heldentaten» spielte der kleine Sepp Hochstrasser damals selbst Fussball – und zwar beim von ihm gegründeten Bubenclub «FC Kosmos Ebikon». Meist war er rechter Verteidiger, schoss aber auch einmal ein schönes Tor mit einem Hechtkopfball, wie er sich mit einem Schmunzeln erinnert. Vor allem aber war er Organisator einer «Schüler-Liga» mit Meisterschaft und allem Drum und Dran.
Und ja: Einen internationalen Erfolg durfte er später ebenfalls feiern. Während seines Studiums in Innsbruck – Philosophie und Theologie – gewann er mit seinem Team die Universitätsmeisterschaft.
Hochstrassers Leidenschaft für den Fussball spürt auch, wer seine Biografie über den einstigen Basler Mittelstürmer, Bundesliga-Erfolgstrainer und Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld liest. Das Werk sorgte nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland für Aufsehen. Hochstrasser und Hitzfeld verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft. Man spricht nicht nur über Fussball, sondern tatsächlich auch über Gott und die Welt. Wie einst mit Heinz Schneiter.
«AUFHÖREN
MIT DEM VAR!»
Inzwischen ist Josef Hochstrasser, der prominente YB-Freund, 79-jährig. Dennoch freut er sich darauf, mit den Gelbschwarzen noch lange mitzufiebern. Auch nach der leicht durchzogenen jüngsten Saison bleibt er positiv. Er hoffe, dass bald wieder starke Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachrücken und ihre Chance packen.
«Zu kritisieren gibt es für mich bei YB aber nichts», sagt er mit Nachdruck. «Höchstens zum Fussball allgemein: Wenn ich etwas zu sagen hätte, würde ich unverzüglich und sofort den VAR abschaffen. Das ist doch nur ein Abschieben von Verantwortung.»
Also doch noch ein kleiner «Schuss von der Kanzel».
Charles Beuret
«FREISTOSS DESCLOUX
VON RECHTS, HECHTKÖPFLER, TOR»
Das letzte Tor im alten Wankdorf: Reto Burri trifft per Hechtköpfler...
... und wird danach von seinen Teamkollegen Berisha, Tikva und Vardanyan gefeiert.
Er ging als Stürmer in die Geschichte von YB ein, der das letzte Tor im alten Stadion Wankdorf erzielte: Reto Burri. Der 50-jährige Innerschweizer, der als Versicherungsagent im Aussendienst arbeitet, spielte von 1997 bis 2002 mit Unterbrüchen in Bern (111 Spiele, 28 Tore) – und kann eines behaupten: Langweilig wurde es nie.
«Der 7. Juli 2001 – wie könnte ich dieses Datum vergessen. Ich werde heute noch oft darauf angesprochen. Es ist der Tag, an dem wir mit YB zum letzten Mal im alten Wankdorf
antreten, bevor es abgerissen wird. Und es ist der Tag, an dem mir etwas gelingt, das mir einen Platz in der Klubgeschichte sichert: Ich erziele den letzten Treffer in diesem altehrwürdigen Stadion.
Dabei bin ich am Anfang unzufrieden, weil Trainer Marco Schällibaum mich auf die Bank setzt. Ausgerechnet zum Start in die neue Saison nach dem Aufstieg in die Nationalliga A – ausgerechnet an diesem historischen Samstag, an dem eine Stimmung herrscht wie lange nicht mehr. Über 22’000 Menschen schauen zu. Ich leider auch.
Wir geraten gegen Lugano relativ früh durch ein Tor von Julio Hernan Rossi in Rückstand. Nach etwas mehr als einer Stunde ist es soweit. Avraham Tikva und ich ersetzen Artur Petrosyan und Martin Fryand. Kaum bin ich auf dem Platz, sieht Luganos Verteidiger Olivier Biaggi die Gelb-Rote Karte. Danach geschieht Folgendes: Freistoss Descloux von rechts, Hechtköpfler, Tor. Ich habe geahnt, wohin der Ball kommen würde.
Nach dem 1:1 wäre gar noch der Sieg möglich gewesen. Mit der Hacke lanciere ich Johan Berisha, der Richtung
Lugano-Strafraum losziehen kann, dann aber am Abschluss gehindert wird. Heute denke ich: Zum Glück war das so, sonst wäre ich nicht der letzte Torschütze im alten Wankdorf…
Dieser Moment in der 69. Minute, als mir der Ausgleich gelingt, ist ein besonderes Highlight in meiner Zeit bei YB. Leicht hatte ich es in Bern aber nicht immer. Als ich 1999 nach einem halben Jahr beim FC Zürich ins Wankdorf zurückkehrte, lag der Klub am Boden: abgestiegen in die Nationalliga B, kaum Publikum, keine Einheit auf dem Platz, monatelang ausbleibende Löhne. Und nach Niederlagen war der Sündenbock meistens schnell gefunden: Reto Burri. Was musste ich nicht alles über mich lesen und hören.
Einmal wurde mir nach einem Match eine volle Bierflasche nachgeschmissen, obwohl ich an diesem Tag nicht einmal zum Einsatz gekommen war. Mir wurde vorgehalten, ich würde zu viel verdienen, aber zu wenig leisten. Ich war vielleicht kein Stürmer, der extrem gegen den Ball arbeitete. Das war nicht meine Sache. Das Publikum meinte, ich sei faul oder müde,
aber das war ich ganz bestimmt nicht. Im Sechzehner erledigte ich die Arbeit zuverlässig. Einmal bin ich auf hartgesottene Fans zugegangen, weil mich dieses angespannte Verhältnis störte. Ich habe mit ihnen bei einem Bier diskutiert und schaffte so ein Problem aus der Welt. Die Leute schätzten es, dass ich auf sie zuging. Zwischendurch genehmigten wir uns gemeinsam eine Prise Schnupftabak.
Ich war halt nie einer, der sich versteckte. Wenn es nötig war, exponierte ich mich. Das machte ich auch für meine Teamkollegen. Ich sprach unbequeme Themen bei den Verantwortlichen an. Es ,chlöpfte' zwischendurch. Doch ich sage mir: Im Flugzeug schüttelt es auch zwischendurch. Wichtig ist nur, dass man sicher landet. Und eines darf ich von mir behaupten: Ich bin nicht nachtragend. Im November 1999 sortierte mich Trainer Marco Schällibaum vorübergehend aus. Wir fanden danach den Draht trotzdem wieder zueinander und feierten zusammen den Aufstieg 2001 –und ich sang mit Polo Hofer auf der Bühne. Wenn ich heute Schällibaum sehe, freut mich das jedes Mal.
Vor einem Vierteljahrhundert war das Leben von Fussballern ein ganz anderes als heute. Das hat sicher auch damit zu tun, dass es die sozialen Medien noch nicht gab. Wenn ich an die Saison 2000/01 denke – die war grandios. Wir hatten eine tolle Mannschaft beisammen und unternahmen viel zusammen neben dem Spielfeld. Regelmässig waren wir am Dienstagabend in der Stadt unterwegs, dazu jeweils nach dem Match. Wir scheuten uns nicht davor, Fans zu begegnen, das gehörte einfach dazu. Gelegentlich wurde es etwas später, bis wir nach Hause gingen. Oder früh, je nach Sichtweise.
Über Mittag klopften wir meistens einen Jass. Das Stammquartett bildeten Mark Disler, Gürkan Sermeter, Thomas Häberli und ich. Jeder hatte das Gefühl, der Beste zu sein. Ich sage nur eines: Entscheidend war der Kontostand – und der war bei mir immer so gut wie bei keinem anderen… Mit ,Häbi' verbrachte ich übrigens viele Stunden auf der Autobahn – wir bildeten eine Fahrgemeinschaft und fuhren unzählige Mal von Luzern nach Bern und wieder zurück.
2002 kehrte ich von YB zu meinem Stammverein SC Kriens zurück und liess dort meine Karriere ausklingen. Ich gehe heute noch gern ab und zu ins Wankdorf, treffe alte Weggefährten und freue mich über lustige Begegnungen. In Bern habe ich sehr viel erlebt, einige Tiefs, aber auch viele Höhepunkte wie den Aufstieg 2001. Und natürlich bleibt für mich ein Tor unerreicht: mein 1:1 gegen Lugano am 7. Juli 2001.»
DAS LETZTE TOR IM ALTEN WANKDORF
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EIN BILD
DREI FRAGEN
Wir sehen drei Männer, die gebannt und voll konzentriert beobachten… Der Herr rechts ist Alexander Mandziara (YB-Trainer von 1983 bis 1988), in der Mitte der hochtalentierte ehemalige Bümplizer Junior Alain Sutter, und links dessen älterer Bruder René, ebenfalls hochtalentiert und bei
YB Meister 1986 und Cupsieger 1987. Es drängen sich
Fragen auf, die wir René Sutter unbedingt stellen müssen.
René Sutter, sagen Sie uns bitte, was das abgebildete Trio damals derart fasziniert hat? Ganz genau kann ich es nicht mehr sagen, aber eines ist sicher: Das Bild stammt von der Saison 1987/88 und diese YB-Spielzeit war die einzige, die ich zusammen mit Bruder Alain bestritten habe. Und klar: Als junge ambitionierte Fussballer hört man dem Trainer aufmerksam zu – zumindest, wenn man gleich eingewechselt wird. Ich denke, Alain, damals 19, wurde mit präziser Vorgabe gleich auf den Platz geschickt – und ich hatte meinen Einsatz eben beendet.
Beide Sutter-Brüder gemeinsam auf der Bank… Durfte sich der Trainer damals einen solchen Luxus überhaupt ungestraft leisten?
Offenbar schon, wobei dieser Zustand wahrscheinlich ja nur wenige Minuten dauerte… Aber klar, YB hatte damals ein starkes Kader und im Europacup der Cupsieger ging es immerhin bis in den Viertelfinal. Neben den Sutters gab es im offensiven Bereich unter anderem auch Holmqvist, Nilsson, Maissen, Jeitziner, Zuffi, Fimian…
Ihr Bruder Alain spielte vor seiner GC-, YB- und Nationalmannschaftszeit wie einst auch Sie schon als 16-Jähriger in der 2.-Liga-Mannschaft von Bümpliz: Haben YB und Alexander Mandziara vom Bümpliz-Knowhow profitiert?
Selbstverständlich… aber im Ernst: Als sogenanntes Talent muss man sich im Profi-Fussball zuerst einmal durchsetzen. Das ist mir recht gut und Alain noch besser gelungen.
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Joël Descloux bei YB?
Antwort: 11
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ER KAM ALS FARNERUD UND WURDE «FAHRNI RÜEDU»
Treffsicher: Alexander Farnerud jubelt mit Alain Nef (links) und François Affolter.
SSchwedische Fussballspieler und YB:
Das hat immer schon ganz gut gepasst.
Jedenfalls sprechen die Namen noch
heute für sich: Robert Prytz, Björn Nilsson, Roger Ljung, Hasse Holmqvist, Anders
Limpar, Alexander Gerndt – sie und andere haben im Wankdorf mit ihren Leistungen dafür gesorgt, dass sie von unseren Fans das Prädikat «unvergessen» erhielten. Und dies traf auch bei Alexander Farnerud zu.
Was nebst der sportlichen Leistung aber auch einen anderen besonderen Grund hatte.
Zweieinhalb Jahre (Januar 2011 bis Juni 2013) spielte Alexander Farnerud bei YB – doch schon nach wenigen Wochen war er beim Berner Publikum voll angekommen: Denn er war ein kraftvoller offensiver Dirigent im Mittelfeld mit Zug nach vorne, und er schoss auch Tore. In 104 Spielen für YB gelangen ihm 25 Tore und 19 Assists. So wurde aus dem schwedischen Farnerud gewissermassen über Nacht «Fahrni Rüedu» oder «Fahrni Ruedi». Transparente und YB-Shirts trugen seinen neuen Namen. YB hatte seinen schwedischen Berner…
Alexander Farnerud spielte sehr gerne beim BSC Young Boys. Unvergessen sind seine Leistungen und Torerfolge damals mit YB in der Gruppenphase der Europa League, wobei vor allem das Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Liverpool und Anschi Machatschkala (2012/13) in Erinnerung blieb. Diese guten Leistungen weckten Interesse
aus Italien: Obschon Farneruds Vertrag noch bis Sommer 2016 gültig gewesen wäre, wechselte der Schwede 2013 zum FC Torino in die italienische Liga.
Womit seine Europareise nach Gastspielen in Schweden, Frankreich und Deutschland (in der Bundesliga wurde er mit dem VfB Stuttgart Meister) ihre Fortsetzung fand. Seine Spielerkarriere liess Farnerud schliesslich beim FC Chiasso und in Echterdingen (Deutschland) ausklingen. Heute lebt «Fahrni Rüedu» nahe Zürich, seine internationalen Erfahrungen im Fussballgeschäft bringt er bei «Swiss Sports Family Office» (einer Beraterfirma) ein. Und demnächst, so liess er verlauten, werde er bald bei den YB Old Stars seinen Einstand geben. Er sei zurzeit zwar noch leicht verletzt und auch schon 42-jährig, aber ja, er komme gerne nach Bern zurück.
In den zweieinhalb Saisons, die er für YB bestritt, lernte Alexander Farnerud nicht nur einen, sondern gleich drei Trainer kennen … Auf Vladimir Petkovic folgte Martin Rueda, alsdann übernahm Christian Gross. Die Zeit sei tatsächlich ein wenig turbulent gewesen, sagt er, aber viel wichtiger für ihn sei die unvergessliche Stimmung an den YBSpielen sowohl in Bern als auch bei den Auswärtsspielen gewesen: «Dafür waren die grossartigen Berner Fans verantwortlich. Eine solche Unterstützung unserer Mannschaft und meiner Person hatte ich kaum gekannt, auch beim VfB Stuttgart nicht – für mich war dies unvergesslich und einzigartig. Ich denke oft an die YB-Zeit zurück.»
Damals hiess der Captain bei YB Christoph Spycher. Dessen Erinnerung an den schwedischen Teamkollegen: «Er war ein besonderer Spieler: technisch stark, athletisch stark – ein wichtiger zentraler Pfeiler in der Mannschaft, und er war auch stark im Abschluss. Sonst aber war Alex eher ein zurückhaltender Typ, aber wenn er etwas sagte: Sein Wort hatte in der Kabine durchaus Gewicht.»
Und ja: Vergessen wird man den «Fahrni Rüedu» im Wankdorf ohnehin nie. Schon nur seines Namens wegen …
Ch arles Beuret
Alexander Farnerud absolvierte für YB 104 Spiele (25 Tore, 19 Assists).
LOSFAHRE,MITJUBLE,GWINNÄ!
7:4 UND 8:3 – ZUM THEMA
SPEKTAKULÄRE YB-SPIELE
Auch in jüngster Vergangenheit hat YB manchen spektakulären und torreichen Match bestritten – das letzte Beispiel lieferte die «Kehraus-Partie» in Thun, die nach einem 1:2-Rückstand mit 8:3 siegreich beendet wurde. Dieses Spiel wird in unsere Geschichte eingehen wie das 8:2 (auch gegen den FC Thun), das in der NL-A-Qualifikation im November 2000 im alten Wankdorf in Szene ging. Zum Thema «spektakuläre Spiele» liefern wir nachstehend aber zwei Müsterchen aus den sogenannt legendären Sing-Zeiten – damals, als die Gelbschwarzen viermal Meister und zweimal Cupsieger wurden.
1953: HATTRICK VON SPIELERTRAINER SING
Albert Sing war der YB-Trainer und nachmalige vierfache Meistermacher an diesem 13. September 1953. Eben hatte sein Team gegen die Grasshoppers, damals die beste und bekannteste Schweizer Mannschaft, den Cupfinal gewonnen. Die Hoppers sannen in der Meisterschaft auf Revanche – und legten im Wankdorf entsprechend los. 0:3 stand es nach 19 Minuten. Die Vuko, Bickel, Ballaman und Vonlanthen (alles GC-Internationale) schienen einem sicheren Sieg entgegenzusteuern.
Doch, so ist im YB-Kluborgan von damals nachzulesen, folgte eine «grossartige Reaktion» der Young Boys: «Die 10'000 Zuschauenden waren in der zweiten Halbzeit begeistert vom Spiel unserer Elf, die ihren berühmten Gegner in Grund und Boden spielte. Wie noch selten hat das GC-Treffen gezeigt, wie nahe im Fussball Gut und Schlecht beisammen sind…»
Ein Mann des Spiels war Albert Sing, der damals als Trainer auch noch selber mitspielte: Er schoss drei Tore, je zwei steuerten «Geni» Meier und «Housi» Grütter bei.
Das Matchtelegramm von damals erinnert uns auch an andere unvergessene Spieler von anno dazumal. YB: Eich - Flückiger,
Zehnder, Louis Casali - Bigler, Sing, Bähler, Häuptli - Grütter, Meier, Charles Casali. – Die Torfolge: 7. Vuko 0:1. 11. Wetter 0:2. 19. Flury 0:3. 20. Eugen Meier 1:3. 52. Albert Sing 2:3. 59. Albert Sing 3:3. 63. Albert Sing 4:3. 69. Eugen Meier 5:3. 73. Hans Grütter 6:3. 80. Hans Grütter 7:3. 80. Roger Vonlanthen 7:4.
7:4 gegen GC im Jahr 1953: Goalie Eich entschärft einen Ball vor den Augen seiner Teamkollegen Zehnder und Flückiger.
1960: DIE GALA VON TONI ALLEMANN
Sieben Jahre später, 22. Mai 1960. Mit Trainer Albert Sing sind die Young Boys vor einem Jahr bis in den Halbfinal des Europacups der Meisterclubs (heute Champions League) vorgestossen. Nun steht das Heimspiel gegen den damaligen Rivalen FC La Chaux-de-Fonds (mit den «Stars» Kernen, Antenen, Sommerlatt, Pottier) an. Es wird zum unvergessenen Spektakel vor einem begeisterten Publikum (20'000 waren im Wankdorf), denn YB nimmt eindrücklich Revanche für die 1:5-Schlappe im Hinspiel auf der legendären «Charrière» im Neuenburger Jura. 8:3 lautet nun das Schlussresultat für die entfesselten Gelbschwarzen, womit sie gewissermassen den Grundstein zum vierten Meistertitel in der Ära Sing legten. Das «Berner Tagblatt» schrieb: «Im Wankdorf ging es hart an
MUSEUMSPARTNER:INNEN
Toni Allemann gelang 1960 gegen La Chaux-de-Fonds eine Glanzleistung.
der Zweistelligen vorbei», und: «Die Berner verdanken ihren ausgiebigen Sieg auch einer Glanzleistung des kleinen Allemann, der seine Mitspieler förmlich mitriss.» Der «kleine» Toni Allemann wurde damals ein «grosser»: Er wechselte als Schweizer Internationaler schliesslich nach Italien, wo er auch mit Mantova grosse Erfolge feierte.
Doch zurück zum Berner Chaux-de-Fonds-Match mit einer weiteren Besonderheit: Fünf der elf Treffer fielen innerhalb von fünf Minuten – beim Publikum brach spontan ein wahrer Begeisterungstaumel aus. Und heute entlockt uns die Lektüre des damaligen Match-Telegramms ein Schmunzeln: YB bestritt jenes kapitale und unvergessene Spiel unter anderem mit den Spielern Schneiter, Schneider und Schnyder. Eich stand im YB-, Eichmann im Gäste-Tor.
Das Team beim 8:3 gegen La Chaux-de-Fonds: Eich - Zahnd (ab 31. Flückiger), Walker, Bigler - Schnyder, SchneiterWechselberger, Meier, Schneider, Rey, Allemann. - Die Torfolge: 13. Schneider 1:0. 23. Meier 2:0. 29. Schneider 3:0. 31. Meier 4:0. 34. Füri 4:1. 38. Allemann 5:1. 39. Bigler (Penalty) 6:1. 46. Allemann 7:1. 54. Antenen 7:2. 67. Meier 8:2. 71. Leuenberger 8:3.
ZWEIMAL TORSEGEN GEGEN DEN FC THUN
Weil sie zu den spektakulärsten und torreichsten Spielen in der YB-Historie gehören, seien hier auch noch einmal die Telegramme der beiden eingangs besagten Derbies
gegen den FC Thun (in der damaligen Nationalliga B im Jahr 2000 sowie beim jüngsten Derby) aufgeführt:
· Teppanyaki-Restaurant «Taishi» –Sushibar und Steakhouse.
· Panorama-Restaurant «Le Pavillon» –kulinarische Botschafter aus aller Welt. Seminar- und Banketträume von 20 bis 220m2 –alle mit Tageslicht.
Hotel Ambassador
Seftigenstrasse 99 | 3007 Bern
Telefon 031 370 99 99 ambassador@fhotels.ch
Schwimmbad, Sauna und Fitness für Hotel- und Seminargäste kostenlos.
· Tramstation vor der Haustür. Sieben Minuten Fahrzeit zum Stadtzentrum.
· Kostenlose Benutzung des Berner ÖVs.
· Gratis Parking.
· Ladestationen für Elektroautos. Mitglied Chaine des Rôtisseurs seit 2006.
MATCHTAG MIT ERIC TAKYI:
«IM WANKDORF KANN ICH KOMPLETT ABSCHALTEN»
Der YB-Fan Eric Takyi arbeitet für den Fanshop als Model. Ihm sind der Kleidungsstil und die Fantreue im Stadion sehr wichtig.
Eric Takyi erscheint im weissen Pullover mit schwarz-gelbem Baseballcap, weiten Hosen und einem Gilet aus der neuesten YB-Kollektion. Dabei hat er auch einen Fanschal, den er erst umhängt, wenn er das Wankdorf betritt. Der Ghanaer ist als Fotomodell für YB tätig und wird auch auf der Strasse erkannt.
YB gibt seit einigen Jahren regelmässig neue Kleiderkollektionen heraus. Eric Takyi hat bisher praktisch jedes Kleidungsstück gut gefallen. «Ich weiss im Vorfeld so viel
wie jeder andere Fan, wie die neue Kollektion aussieht», sagt er. Knowhow aus der Kleiderbranche weist er sogar selbst vor: Er war Teil des Kollektivs NCCFN, welches die Überproduktionen aus dem YB-Fanshop in neue Kleider verwandelt hat.
SCHNAPSIDEE EINER GRILLPARTY
Seine Gruppe trifft ein und hat Hunger: Ein Hotdog gehört zu ihrer Matchvorbereitung. Eric Takyi holt Becher und Eiswürfel und öffnet einen von ihm kreierten Beerenlikör namens «Beerics». Die Erdbeer-Edition leuchtet sanftrot aus dem Becher und schmeckt grandios nach Sommer.
Eric Takyis Beerenlikör.
Zeit, um reinzugehen. Die Gruppe steht im Umgang des Wankdorfs beim Sektor A9 und hat von hier nur eine gute Sicht, wenn das Stadion nicht proppenvoll ist. Das ist gegen den heutigen Gegner St. Gallen nicht der Fall. Würde YB gewinnen, wäre der Aufsteiger FC Thun auf dem Sofa ohne eigenes Zutun Meister. «Eine irre Saison», findet der 39-Jährige.
VON GHANA INS MURIFELD
Er kam als Fünfjähriger mit seinem älteren Bruder Isaac von Ghana in die Schweiz. Sein Bruder Isaac tat sich schwer mit der neuen Sprache und kehrte bald nach Ghana zurück. Das war für Eric Takyi unverständlich – heute besucht er seinen Bruder regelmässig. Er selbst lernte intensiv und schnell Deutsch. «Das lernt man auf der Strasse», sagt er. Nach der Schulzeit startete er eine Maurerlehre, die er abbrach. Dann kam die
Einladung für die Rekrutenschule und danach absolvierte er eine Lehre als Metallbauer. Heute verdient er sein Geld im Digitaldruck, als Content Creator und Model.
Zum YB-Match schleppte ihn ein Kollege mit, es war schnell um Eric Takyi
Alles bereit: Eric Takyi freut sich auf das Spiel.
geschehen. Er beherrscht aber nicht nur das passive Fussballspiel: Beim FC Länggasse, beim SC Holligen 94 und beim FC Breitenrain spielte er als Flügelspieler. «Wo habe ich nicht gespielt? Ah, bei YB war ich nicht», witzelt er. Er vergleicht seinen Spielstil mit demjenigen des flinken Linksverteidigers Jaouen Hadjam.
Apropos Kicken: Nach dem Seitenwechsel bekommen die Fans drei Tore zu sehen, Lukas Görtler trifft in der 64. Minute, Ebrima Colley gleicht kurz nach seiner Einwechslung für YB aus. Doch in der Nachspielzeit gelingt St. Gallen der Siegtreffer. «Man kann nicht immer gewinnen», sagt Eric Takyi diplomatisch. Er ist immer da, an jedem Heimspiel, bei Minusgraden, bei Durststrecken, wenn es schlecht läuft. Geredet wird in der Gruppe wenig, und wenn, dreht sich alles um Fussball. «Im Wankdorf habe ich meinen Frieden und kann komplett abschalten.»
Claudia Salzmann
Eric Takyi steht ab und zu als Model für den YB-Fanshop im Einsatz.
Biotechnologie im Herzen der Hauptstadt
KINDER ZEICHNEN
ARMIN GIGOVIC
Das Siegerbild von
Erik, 8.
Alessio, 14
Mila, 6
Alea, 8
ZEICHNE EDIMILSON FERNANDES!
Für die nächste Ausgabe sind Kinder (bis 14 Jahre) aufgefordert, ihre Zeichnungen von Edimilson Fernandes einzusenden: zeichnen, einscannen und an ybmag@bscyb.ch schicken. Im Dateinamen bitte gleich Namen und Alter vermerken. Beispiel: Vorname_Nachname_07.pdf Einsendeschluss ist der 9. August 2026. Zu gewinnen gibt es ein signiertes Trikot von Edimilson Fernandes. YB wünscht allen Teilnehmenden viel Glück.
Schau dir jetzt alle Zeichnungen an unter www.bscyb.ch/Zeichnungen.
Nils, 6
Elia, 11
Dominic, 12
Jennifer, 8
Emelie, 7
WEIL IHR ES DRAUFHABT – FÜR MENSCHEN WIE MATHIEU UND JOËL
Die YB-Familie beweist einmal mehr, was echter Zusammenhalt bedeutet: Am 14. und 15. August 2026 findet die beliebte Blutspendeaktion bereits zum siebten Mal statt. Erstmals dauert sie zwei Tage – weil ihr es draufhabt und ein Tag nicht mehr genügt.
WARUM BLUTSPENDEN LEBEN VERÄNDERT
Mathieu und Joël wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig Blutspenden sind. Mathieu erkrankte unerwartet und war auf Bluttransfusionen angewiesen.
Joël erlitt nach einem YB-Match einen schweren Unfall: Auf dem Heimweg mit dem Velo rutschte er auf nassem Laub aus und prallte mit dem Kopf gegen einen Baum.
Heute können beide ihr Leben wieder in vollen Zügen geniessen – dank Menschen, die Blut gespendet haben. Dank ihrer Hilfe können Mathieu und Joël wieder gemeinsam mitfiebern, lachen und ihre Leidenschaft für YB teilen.
Auch Loris Benito kennt die Bedeutung einer Blutspende aus persönlicher Erfahrung: «Blutspenden haben mir mehr Zeit mit meinem Grossvater geschenkt – dafür bin ich sehr dankbar.»
GEMEINSAM ZEICHEN SETZEN
Die YB-Familie hält zusammen – auf den Rängen, auf dem Platz und weit darüber hinaus. Mit einer Blutspende kannst auch du einen wichtigen Beitrag leisten. Ob du bereits regelmässig spendest oder zum ersten Mal dabei bist: Jede einzelne Spende zählt.
MACH MIT!
Sei dabei und spende Blut – für Menschen wie Mathieu und Joël und für all jene, die auf Blutspenden angewiesen sind.
Weitere Informationen findest du unter www.bscyb.ch/blutspende.
DEIN EINSATZ WIRD BELOHNT
Als Dankeschön erhältst du eine exklusive gelbschwarze Überraschung. Zudem werden unter allen Spendenden ein Saisonabo 2026/27 sowie ein signiertes Home-Trikot 2026/27 verlost.
Benito weiss aus persönlicher Erfahrung, wie wichtig Blutspenden ist.
Joël, Mathieu und Loris im Stadion Wankdorf.
Loris
SAISON 2025/26: EIN RÜCKBLICK AUS SICHT DER FANARBEIT
Die Saison 2025/26 war für YB eine intensive Spielzeit mit Meisterschaft, Schweizer Cup und europäischem Wettbewerb. Zahlreiche Auswärtsspiele mit Hunderten von Fans, die Woche für Woche ihre Mannschaft begleiten und unermüdlich anfeuern, prägten die Saison. Die Anforderungen aller Beteiligten waren hoch. Während auf dem Rasen um Punkte gekämpft wurde, leistete die Fanarbeit Bern einmal mehr ihre Arbeit im Hintergrund.
Fanarbeit wird oft erst dann wahrgenommen, wenn Probleme auftreten. Tatsächlich beginnt unsere Arbeit aber lange vor dem Anpfiff. Wir begleiten die Fanszene während der gesamten Saison, organisieren Ansprechpersonen für Heim- und Auswärtsspiele, unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene, vermitteln in Konfliktsituationen und pflegen den Dialog mit Verein, Behörden und Sicherheitsorganen. Damit versuchen wir, dazu beizutragen, dass die YB-Fankultur aktiv gelebt werden kann. Die Fanarbeit versteht sich dabei als unabhängige Interessenvertretung der Fans und als Brückenbauerin zwischen unterschiedlichen Anspruchsgruppen.
Gerade die Saison 2025/26 zeigte, wie vielfältig diese Aufgaben geworden sind. Die europäischen Reisen führten die gelb-schwarze Anhängerschaft einmal mehr über die Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig sorgten zahlreiche Auswärtsfahrten innerhalb der Schweiz dafür, dass die Fans – und damit auch die Fanarbeit – beinahe jedes Wochenende unterwegs waren. Extrazüge, Ticketorganisation, Informationen für Reisende, Einsatzbriefings sowie Absprachen mit Sicherheitsorganen, Club und Fans gehören zum Spieltag dazu.
Zahlen und Informationen zur Arbeit der Fanarbeit Bern im vergangenen Jahr können im Jahresbericht 2025 eingesehen werden (zu finden unter www.fanarbeit-bern.ch).
Wir möchten uns bei allen bedanken, die unsere Arbeit auch in der vergangenen Saison möglich gemacht haben: bei den Fans, dem Verein, der Stadt, dem Vorstand der Fanarbeit sowie allen involvierten Partner*innen für ihr Vertrauen und den stetigen Austausch.
Fitnessbänder, Tubes & Loops
Kälte- und Wärmetherapie
Kinesio Tapes & Gittertapes
Sportbandagen
Massage- & Faszientools
Physikalische Therapiegeräte
Sport & Rehabilitation
Nahrungsergänzung
und Wärmetherapie
Schweizer Fachhschule für Therapie und Gesundheit in Bad Zurzach
Mehr als 350 Kurse, Seminare und Ausbildungen, durchgeführt von erfahrenen Fachdozenten. www.acumax-kurse.ch
BODYCARE-PARTNERIN
Dank der IT Partner Aebi AG, Bodycare-Partnerin der YB Frauen, sind die YB-Spielerinnen bei jedem Spiel mit Kosmetik- und Hygieneartikeln sowie Duschtüchern perfekt ausgestattet.
GOALIE-HÄNDSCHE-PARTNER
Auch in dieser Saison dürfen die YB Frauen auf die Unterstützung der Siegenthaler Revision AG als «GoalieHändsche-Partner» zählen.
Herzlichen Dank für das Vertrauen und die Unterstützung!
OVOMALTINE IN DER PAUSE
Sabine Bucher schickte uns dieses Foto und folgenden Text : «Seit 15 Jahren verfolgen mein Vater und ich die Young Boys im Wankdorf, doch unsere YB-Leidenschaft reicht weiter zurück. Sie begann bei meinem Grossvater Robert Bucher, der einst die Spieler in der Halbzeit mit Ovomaltine verpflegte und so zum Fan wurde. Als wir sein Foto im YB MAG entdeckten, erhielt die oft erzählte Familiengeschichte ein Bild. Und so tragen wir die Verbundenheit mit dem BSC YB weiter.»
YB TRAUERT UM ANDRÉ BISSIG
YB-Ehrenmitglied André Bissig verstarb Anfang Juni im Alter von 92 Jahren. Im Jahr 1964 begann sein grosses Engagement für YB in einem Kassenhäuschen im Wankdorf. Später war er Präsident der Lottokommission, wirkte während drei Jahren im Vereinsvorstand mit, erstellte Ticketabrechnungen in der Neufeldzeit (2001-2005) und organisierte den Vertrieb der Matchprogramme im neuen Wankdorf.
Im Jahr 2014 wurde André Bissig aufgrund seiner Verdienste zum YB-Ehrenmitglied ernannt. Der BSC YB entbietet den Angehörigen von André Bissig sein herzliches Beileid und wird ihn in gebührender Erinnerung bewahren.