

Sorgenkinder oder Chance?
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„Gerade passiert sehr viel“ MENSCHEN & MEINUNGEN
16 | PORTRAIT: Barbara Plattner
20 | Pro & Contra: Ist die Steuerbelastung in der Gemeinde Brixen unverhältnismäßig hoch?
21 | Umfrage: Vom Fußballfieber gepackt? KUNST & KULTUR
22 | BESUCH IM KÜNSTLERATELIER: Leander Piazza VERANSTALTUNGEN
30 | TIMER: Juli 2026
FREIZEIT & SPORT
36 | NEUER SPORTHIT: Floorball in Brixen
WIRTSCHAFT & UMWELT
46 | SERIE – WO LANDET UNSER MÜLL?
Plastik ist nicht gleich Plastik
50 | Buchauszug: Was Bienen und Bäume dürfen müssen
52 | Betriebsportrait: Natur-Backstube Profanter

Aus für das Max?
Schließt Club Max nun endgültig? Diese Nachricht hat kurz vor unserem Drucktermin für Schlagzeilen gesorgt. Die Betreiber der Diskothek hatten mitgeteilt, dass sie über diesen Schritt nachdenken. Es sei laut ihnen die notwendige Reaktion darauf, dass die Quästur kurz vor Schulende eine – aus der Sicht des Clubs nicht gerechtfertigte – Schließung für 15 Tage angeordnet hatte. Die erzwungene Absage von bereits organisierten Veranstaltungen hätte beim Club zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen geführt. Schade wäre eine Schließung vor allem für junge Menschen, die in Brixen ohnehin nur ein sehr begrenztes Nachtleben finden. Im Vergleich zu meinen Teenie-Jahren hat sich die Anzahl an Lokalen in Brixen, die man am Wochenende bis spät aufsuchen kann, maßgeblich verkleinert. Dabei gehören Orte, an denen man sich trifft, tanzt und Spaß hat, zum Jungsein dazu. Wobei ich mir auch die Frage stelle: Ist Feiern gehen heute bei der Jugend überhaupt noch beliebt? Bereits vor der Schließung durch die Quästur ließen Clubs wie das Max durchblicken, dass Jugendliche weniger feierlustig seien als noch vor ein paar Jahren. Auch andere Veranstalter berichten davon, dass Konzerte und Events oft Schwierigkeiten haben, genügend junges Publikum anzuziehen. Vielleicht sind wir alle ein bisschen bequemer geworden und besuchen Veranstaltungen tendenziell seltener als früher – und vielleicht ist der Rückgang an Lokalen teilweise eine Konsequenz daraus. Sicher ist noch nicht, ob das Max seine Drohung wahrmacht – aber es hat damit eine gerechtfertigte Diskussion über die Zukunft von Südtirols Nachtleben ausgelöst. Für unseren Redaktionsschluss kam die Nachricht zu spät; wir werden versuchen, sie in der kommenden Ausgabe ausführlicher aufzugreifen.
Ihre
58 | Qualitätsbetriebe der Region
Anina Vontavon
„Gerade passiert sehr viel“

INTERVIEW: In einer Studie des hds zeigte Brixens Altstadt mehr Leerstand als die anderen Städte in Südtirol. Grund zur Sorge oder Chance auf Neuorientierung? Ein Gespräch zur Zukunft der Brixner Altstadt mit Kaufleuten, der zuständigen Stadträtin, dem Stadtmarketing und einer Immobilienmaklerin.
Herr Brugger, Anstoß dieser Gesprächsrunde war eine Studie vom hds und dem Brixner Stadtmarketing, die im Dezember 2025 den Leerstand in der Brixner Altstadt erhob und feststellte: Mit 8,82 Prozent liegt Brixen über Bozen, Meran und Bruneck. Als Ortsobmann des hds Brixen und Kaufmann: Hat Sie diese Zahl überrascht?
MICHAEL BRUGGER: Jein. Natürlich wusste man im Vorfeld, dass es in Brixen zu diesem Zeitpunkt ein paar leere Geschäfte gab, aber vom Gefühl her hätte ich nicht gedacht, dass der Prozentsatz so hoch ist. Wenn man die Zahlen schwarz auf weiß sieht, merkt man, dass die Lage in Brixen ein bisschen anders ist als in den weiteren Südtiroler Städten. Wobei man fairerweise auch sagen muss, dass die Zahlen aus Bozen, Meran und Bruneck um einige Jahre älter und somit nur bedingt vergleichbar mit jenen von Brixen sind.
DANIELA CERMAKOVA: Diese Zahlen sind zudem mit Vorsicht zu genießen, weil sie eine Momentaufnahme darstellen. Wir haben erst kürzlich eine weitere Leerstandserfassung vorgenommen und kamen von 32 leerstehenden Lokalen auf 25 – und schon lag die Quote um zwei Prozentpunkte tiefer. Die Studie soll vor allem auf mittelfristige Sicht dienlich sein, um Trends zu erkennen – weniger, um Alarmstimmung zu verbreiten.
Fotos: Oskar Zingerle

RUTH VOLGGER: Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen Leerstand nicht sehen kann. Viele derzeit leerstehende Geschäfte werden gerade umgebaut und werden danach wieder genutzt – etwa beim Oberhuber oder beim Tinkhauser.
Dass es eine gewisse Fluktuation gibt in Brixens Geschäften, ist aber kaum zu leugnen.
FLORIAN PEER: Ja, sicherlich – das gehört aber dazu. Wenn ein Geschäft schließt, dauert es eine gewisse Zeit, bis ein neuer Mieter gefunden und das Lokal bezugsfertig ist. Die Studie im Dezember wurde zu einem Zeitpunkt durchgeführt, an dem vielleicht mehr Geschäfte geschlossen hatten als normalerweise. Ein paar Monate später hat sich die Situation bereits verbessert. Wichtig ist, dass der Sockelleerstand – also Geschäfte, die über viele Monate und Jahre leer bleiben – sich in Grenzen hält. Das ist in Brixen der Fall. Nicht jedes Geschäft, das kurzzeitig geschlossen ist, ist automatisch ein Leerstand.
Michael Brugger: Die leeren Geschäfte fallen vielleicht derzeit etwas mehr auf, weil an einigen von ihnen Bauarbeiten durchgeführt werden. An unserem Geschäft in den Lauben wurde elf Monate lang gearbeitet; nun geht es beim Tinkhauser und den beiden Geschäften daneben weiter. Danach kommen dort aber wieder Geschäfte hinein – und
p LEERSTAND IN BRIXEN: Kaufleute, Stadtmarketing und Gemeinde Brixen sehen gemeinsam Potenzial zur Verbesserung
das in sanierte Lokale. Der kurzzeitige Leerstand führt also mittelfristig zu einer Aufwertung der Altstadt.
Wo liegt das Problem, wenn Geschäfte doch längerfristig leer bleiben?
Ruth Volgger: Oft scheitert es an den Eigentümern. Es gibt in der Brixner Altstadt zum Beispiel eine Immobilie, die wir schon längst hätten vermieten können, aber die Eigentümer können sich nicht einigen und wollen verkaufen. Andere sind mit ihren Mietpreisen derart unverfroren, dass man sich nicht zu wundern braucht, dass die Geschäfte leer bleiben. Bei zu hohen Mieten sagt irgendwann jeder Kaufmann und auch jedes größere Label: keine Chance. Manche Eigentümer müssen verstehen, dass wir mit unserem Einzugsgebiet von 27.000 Einwohnern nicht dieselben Preise verlangen können wie in Bozen. Mein Appell an die Eigentümer: Wir sitzen alle im gleichen Boot. Nur auf die höchste Mieteinnahme zu pochen, ist zu kurz gedacht; wir müssen auch an die Zukunft der Altstadt denken.
Das heißt, die Mieten sind zu hoch für das, was Brixen wirtschaftlich hergibt?
Ruth Volgger: Einige davon sind zu hoch, gemessen an den Einwohnern im Einzugsgebiet. Jeder Kaufmann verfolgt

den Schlüssel, dass Mieten nicht mehr als zehn Prozent des Umsatzes kosten dürfen. Und in Brixen ist das aufgrund der hohen Mietpreise oft nicht möglich. Hinzu kommt, dass die Altstadt nicht immer über ideale Bedingungen verfügt: Viele der Häuser sind mehrstöckig, was mehr Personalaufwand bedeutet. Gefragt sind große ebenerdige Lokale – und davon gibt es in Brixen nicht so viele.
SARA DEJAKUM: Eine belebte Innenstadt braucht mehrere gut funktionierende Elemente, und nicht alle befinden sich direkt im Kompetenzbereich der Stadtverwaltung. Wir möchten versuchen, Eigentümern in Einzelgesprächen zu vermitteln, dass sie Teil eines Gesamtkonzepts für eine lebendige Innenstadt sind. Leider sind Gespräche dieser Art nicht einfach. Ein anderes leidiges Thema ist für viele Geschäfte der Personalmangel: Ich war im Gespräch mit einem Metzgereibetrieb, um ihn in der Innenstadt anzusiedeln. Er sagte, er wäre grundsätzlich bereit, verfüge aber einfach nicht über genügend Mitarbeitende.
Florian Peer: Wir wollen künftig mehr Sensibilität dafür schaffen, dass Leerstände Kettenreaktionen hervorrufen und sich negativ auf das Stadtbild auswirken können. Uns ist aber die positive Stimmung wichtig: Wir arbeiten alle gemeinsam daran, die Altstadt lebendig zu halten – und sollten dafür bereit sein, ein paar Abstriche zu machen. Eigentümer agieren damit ja auch im eigenen Interesse:
p Daniela
Cermakova, Stadtmarketing: „Eine wichtige Aufgabe der Brixen Tourismus Genossenschaft ist es, für Frequenz in der Stadt zu sorgen“
viele Einheimische seltener geworden. Genau hier müssen wir ansetzen. Natürlich gibt es Gründe, außerhalb einzukaufen: ein größeres Angebot, Bequemlichkeit oder den Wunsch nach Abwechslung. Ob die lokale Bevölkerung regelmäßig in der Stadt einkauft, hängt jedoch vom Gesamterlebnis in der Altstadt ab. Menschen halten sich dort auf, wo sie sich wohlfühlen und gerne Zeit verbringen. Eine attraktive und lebendige Innenstadt zu schaffen, muss unser aller gemeinsames Ziel sein.
Ob die lokale Bevölkerung in der Stadt einkauft, hängt aber vom Angebot ab. Bieten Brixens Geschäfte genug für die Brixnerinnen und Brixner?
Florian Peer: Natürlich gibt es auch Geschäfte im hochklassigen Preisniveau, die eine gewisse Käuferschicht ansprechen. Aber letztendlich entscheidet die Kombination aus Mietpreis, Frequenz, Personalkosten und Energiekosten darüber, für wen sich ein Geschäft in Brixen überhaupt lohnt. Bekannte und günstigere Ketten müssen mehr verkaufen, um ihre Gewinnmarge zu erreichen – und dafür ist Brixen schlicht zu klein.
Ruth Volgger: Gewisse Gastronomiebetriebe übertreiben es mit den Preisen, aber gerade im Modebereich hat Brixen schon viel zu bieten. Und Markenprodukte haben überall denselben Preis. Das Verhalten der Konsumenten ist schon auch zu überdenken: Ware im Geschäft auszuprobieren und dann online zu bestellen, ist nicht in Ordnung. Ich finde, dass man in Brixen alles kriegt, was man braucht.
Florian Peer: Es bringt nichts, den Onlinehandel schlechtzureden – die lokalen Kaufleute müssen sich anpassen, um eine attraktive Alternative zu sein. Das bedeutet: gutes Angebot, freundliche Verkäuferinnen und Verkäufer und viel Eigeninitiative.
Ruth Volgger: Stimmt genau. Manchmal hat man in Geschäften das Gefühl, dass man als Kunde fast dankbar sein sollte, dass man hier sein darf. Dabei sollte es umgekehrt sein.
Michael Brugger: Freundlichkeit und Professionalität sind zwei Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen Einzelhandel – und Ehrlichkeit – denn das baut Vertrauen auf.
Was kann konkret getan werden, um mehr Menschen in die Innenstadt zu bringen?
Ruth Volgger: Ich hätte da einige Ideen! Man könnte an jedem Freitag und Samstag durch bestimmte Aktionen



ich begrüßenswert, denn günstige Parkmöglichkeiten sind essenziell. Und wir müssen Menschen wieder dazu erziehen, weniger online einzukaufen und die lokalen Wirtschaftstreibenden zu unterstützen.
Florian Peer: Ich glaube, wir machen es uns zu leicht, wenn wir immer von anderen fordern, sich anders zu verhalten. Wir dürfen als Kaufleute und Stadtmarketing nicht lockerlassen. Wenn Gemeinde, Gastronomie und Kaufleute zusammenspielen, entsteht ein Ambiente, das Menschen wieder verstärkt in die Innenstadt bringt. Im Hintergrund laufen gerade die Vorbereitungen für die Neuauflage des Bauernmarkts – er findet mehr als 100 Mal im Jahr statt und ist ein absoluter Frequenzbringer für die Altstadt. Der hds erarbeitet zudem eine neue landesweite Initiative, bei der bei einem lokalen Einkauf Punkte gesammelt und eingelöst werden können.
Daniela Cermakova: Das Stadtmarketing hat die spannende Aufgabe, die Stadt als ganzheitliche Einheit anzusehen. Es geht viel um Aufenthalts- und Lebensqualität: Wie kann die Innenstadt so gestaltet sein, dass Menschen gerne dort leben? Denn wenn keine Menschen in der Stadt angesiedelt sind, wird sie zur Kulisse. Aufenthaltsqualität beinhaltet schattige Plätze, Beleuchtung am Abend, Cafés

und Geschäfte zum Einkehren. Die Initiative „Brixen for Kids“, wo Eltern samstagvormittags ihre Kinder in professioneller Obhut lassen und ihre Einkäufe erledigen oder in der Stadt flanieren können, hat sich seit 2024 bei den Einheimischen gut etabliert. Wir bespielen mittlerweile die vierte Location – diese Geschäfte werden in dieser Zeit nicht als Leerstand wahrgenommen. Eine wichtige Aufgabe der Brixen Tourismus Genossenschaft ist es, für Frequenz in der Stadt zu sorgen. Mit dem neuen Zusammenschluss „Brixen Südtirol Dolomites Italy“, der die Tourismusgenossenschaften im Umfeld zusammenschließt, wollen wir auf Angebotsentwicklung für den Zeitraum April-Mai gehen, der bekanntlich ruhiger ist. Auch das Water Light Festival ist, wie alle unsere Veranstaltungen, im Grunde eine Veranstaltung für die Brixnerinnen und Brixner – und der Hofburggarten sowieso.
Sara Dejakum: Je mehr in einer Stadt stattfindet, desto besser. Auch die Plätze sollten besser genutzt werden. Die Aufgabe der Gemeinde ist es, Bürokratie abzubauen, wo es geht – was uns auch immer besser gelingt. Beispiel Naturalia: Innerhalb von acht Monaten war die Benutzungsgenehmigung ausgestellt, weil alles zusammengepasst hat: Eigentümer, Unternehmen und Gemeinde. Das ist unsere politische Verantwortung: kurze Wege, strategische Zusammenarbeit.
p Ruth Volgger, Immobilienunternehmerin: „Manche Eigentümer müssen verstehen, dass wir mit unserem Einzugsgebiet von 27.000 Einwohnern nicht dieselben Preise verlangen können wie in Bozen“
Ruth Volgger: Die Gäste fühlen sich unter den Lauben wohler als in jedem sterilen Einkaufszentrum. Sie freuen sich über das Flair, die Cafés. Das müssen wir ausspielen. Die gesamte Innenstadt kann ein Outdoor-Einkaufszentrum sein.
Stichwort Aufenthaltsqualität: Was muss sich städtebaulich noch verändern?
Sara Dejakum: Sprechen wir über unser Wohnzimmer, den Domplatz. Er bietet zu wenig Aufenthaltsqualität und Gastronomie. Wir halten zwar Events dort ab, aber der Domplatz ist der schönste Platz in Südtirol – und wir müssen ihn im Alltag für die Bürgerinnen und Bürger besser nutzen. Die Gemeinde plant einen Grundtausch mit dem Staat: Das
„ Der Domplatz ist der schönste Platz in Südtirol – und wir müssen ihn
im Alltag
für die Bürgerinnen und Bürger besser nutzen“
Stadträtin Sara Dejakum
t Florian Peer, Kaufmann und Präsident Stadtmarketing: „Alle Akteure in der Altstadt müssen mit ein bisschen Weitsicht agieren, um gemeinsam an der Weiterentwicklung vor allem in den Nebensaisonen zu arbeiten“
Gebäude der früheren Eisdiele Gigi auf dem Domplatz soll in Gemeindebesitz übergehen, der Staat erhält dafür das Gebäude des Carabinieri-Kommandos in der Weißlahnstraße. Dann können wir eigenständig die Mieten und die Kriterien für die Gastronomiebetriebe definieren. Auch der Platz beim Hotel Elephant soll aufgewertet werden – das ist seit 15 Jahren überfällig. Der Brunnen wird verkleinert, die Pflasterung vereinheitlicht. Beim Hartmannsplatz hat man gesehen, wie viel mit relativ niedrigen Kosten von 60.000 Euro möglich ist.
Ruth Volgger: Der Bozner Waltherplatz ist das Wohnzimmer der Stadt – das müsste auch mit dem Domplatz in Brixen gelingen.
Sara Dejakum: Genau, am besten in Kombination und Symbiose mit dem Hofburggarten. Wir investieren hier in eine Naherholungszone mitten in der Stadt. Wir möchten zudem dank des Systems der Überwachungskameras die erste Stadt in Südtirol werden, die den Verkehr in der Altstadt in den Griff bekommt. Je geregelter Lieferautos und PKWs die Altstadt durchqueren, desto besser ist die Aufenthaltsqualität für Fußgänger. Derzeit ist die Stadtpolizei andauernd damit beschäftigt, Unbefugte davon abzuhalten, in die Altstadt zu fahren.
Florian Peer: Mit dem Hofburggarten entsteht eine Aufwertung, die auch den Kaufleuten zugutekommen wird. Die Stadt ist nicht immer gut besucht; abends ist sie teilweise
„Wenn Gemeinde, Gastronomie und Kaufleute zusammenspielen, entsteht ein Ambiente, das Menschen wieder verstärkt in die Innenstadt bringt“
Florian Peer, Kaufmann und Präsident Stadtmarketing
wie ausgestorben – hier müssen wir gemeinsam an einer Verbesserung arbeiten, auch im Interesse der Jugendlichen von Brixen.
Sara Dejakum: Stadtmarketing, Gemeinde und hds arbeiten gut zusammen. Es herrscht keine Krisensituation –wir wollen die positive Stimmung nutzen, um die Stadt weiterzuentwickeln. Gerade passiert dazu sehr viel: der Hofburggarten, der neue Bauernmarkt, die Renovierung des Parkhauses – all das wird unsere Altstadt noch verbessern.
Wie soll die Brixner Innenstadt in ein paar Jahren aussehen?
Sara Dejakum: Besucherinnen und Besucher – Einheimische wie Gäste gleichermaßen – kommen im Idealfall mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an, gehen dann in den

Stadträtin Sara Dejakum: „Wir möchten versuchen, Eigentümern in Einzelgesprächen zu vermitteln, dass sie Teil eines Gesamtkonzepts für eine lebendige Innenstadt sind; leider sind Gespräche dieser Art nicht einfach“

Hofburggarten, bummeln unter den Lauben und essen oder trinken etwas auf dem Domplatz. Die Stadt ist aufgeräumt und vom Verkehr befreit, damit man flanieren kann und nicht das Gefühl hat, sich gegenseitig im Weg zu sein.
Ruth Volgger: Brixen hat noch so viel Potenzial – wir sind die schönste Stadt in Südtirol. Gleichzeitig dürfen wir es nicht übertreiben, denn Overtourismus tut uns nicht gut – auch wenn wir in Brixen noch weit davon entfernt sind, überlaufen zu sein.
Florian Peer: Ich bin auch der Meinung, dass man nicht sagen kann, dass in Brixen Overtourismus herrscht – wenige punktuelle Ausnahmen ausgeschlossen. Alle Akteure in der Altstadt müssen mit ein bisschen Weitsicht agieren, um gemeinsam an der Weiterentwicklung vor allem in den Nebensaisonen zu arbeiten. Der Handel braucht vor allem eins: Menschen, die die Geschäfte besuchen – und das kommt auch einer lebendigen Innenstadt zugute.

anina.vontavon@brixner.info
info info
t Michael Brugger, Ortsobmann hds
Brixen: „Der kurzzeitige Leerstand führt mittelfristig zu einer Aufwertung der Altstadt“
Die Gesprächsrunde:
Ortsobmann
Daniela Cermakova, Verantwortliche für das Stadtmarketing bei Brixen Tourismus
Sara Dejakum, Brixner Stadträtin für Wirtschaft, Tourismus, Handel, Handwerk, Innovation und Startups, Stadtmarketing und Stadtentwicklung, Inklusion/ Integration, Menschen mit Beeinträchtigungen und Chancengleichheit
Florian Peer, Kaufmann und Präsident Stadtmarketing
Ruth Volgger, Immobilienunternehmerin
Michael Brugger,
hds Brixen und Kaufmann
Your way to PROGRESS –wo „Fortschritt“ nicht nur im Firmennamen steht
Wie schafft es ein Unternehmen heutzutage, in einem dynami schen Marktumfeld zu bestehen? Die Fähigkeit, sich anzu passen und zu erneuern, ist das Erfolgsrezept der Progress Group, in der Innovation sowohl in den drei Unterneh mensbereichen als auch in der Mitarbeiterentwicklung gelebt wird.
Innovation und Fortschritt bei Progress Group
Die Progress Group mit Hauptsitz in Brixen hat sich als Technologieführer für moderne Maschinen & Anlagen, Softwarelösungen und Bausysteme mit Betonfertigteilen am Weltmarkt etabliert. Gleichzeitig bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitenden immer neue Chancen, den eigenen Weg zum Fortschritt – way to PROGRESS – zu gehen. So liegt der Fokus neben der Entwicklung neuer Lösungen ebenso auf dem Fortschritt der einzelnen Mitarbeiter:innen. Begleitet von ihren Führungskräften bekommen sie die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, ihre eigenen Stärken optimal zu nutzen und das Wachstum im Unternehmen aktiv mitzugestalten. Eine große Rolle spielt dabei die firmeneigene Progress Group Dual Academy, die Wissen aus Seminaren und Workshops mit praktischen Themen am Arbeitsplatz verbindet. Die Ausbildungsprogramme sind individuell auf die einzelnen Mitarbeiter:innen abgestimmt und garantieren dadurch die richtige Entwicklung von Fach-, Persönlichkeits- und Führungskompetenz. Auf diese Weise werden auch die vielen jungen Führungskräfte optimal auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet.


We are PROGRESS
Unsere Mission ist es, nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Menschen zu schaffen. Wir sind eine Unternehmensgruppe, die sich auf Maschinen und Software für die Automatisierung der Betonfertigteilproduktion spezialisiert hat und zudem ein eigenes Fertigteilwerk am Firmensitz in Brixen betreibt.
Für mehr Infos besucht unsere Website: www.progress.group

BRIXEN
„Menschen machen ein Haus zum Zuhause“

Das neue Seniorenzentrum Ella wurde am 6. Juni offiziell eröffnet, nachdem bereits im Herbst vergangenen Jahres die ersten Seniorinnen und Senioren eingezogen waren. Die übergemeindliche Einrichtung der Gemeinden
Brixen, Vahrn und Lüsen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Betrieb für Pflege- und Betreuungsdienste (ÖBPB) „Zum Heiligen Geist“ verwirklicht. Ella will moderner Pflegeort und zugleich

Eigentlich hätte das ein Kurzbericht darüber werden sollen, dass die Identitätskarten in Papierform nur noch bis zum 3. August anerkannt werden und anschließend verfallen. Einen Tag vor Drucktermin erreichte die Redaktion jedoch die Nachricht, dass der Ministerrat in Rom nun doch beschlossen hat,
KURZ NOTIERT
diese Frist auszusetzen. Identitätskarten in Papierform sind also – zumindest Stand 18. Juni – weiterhin bis zu ihrem Ablaufdatum gültig. Mit Einschränkungen: Die Identitätskarte in Papierform ist nur auf nationaler Ebene gültig. Zum Verreisen wird sie nicht anerkannt. Wer seine Identitätskarte
109 Seniorinnen und Senioren aus den Gemeinden Brixen, Vahrn und Franzensfeste nehmen heuer an den Seniorenurlauben der Gemeinde Brixen an der Adriaküste oder in der Südtiroler Bergwelt teil. Die Gemeinde unterstützt die Urlaube mit 95.000, das Land Südtirol mit 23.000 Euro.
offener Lebensraum sein, der Begegnung, Selbstständigkeit und Teilhabe fördert. Sieben Wohneinheiten stehen für 84 Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung sowie 30 Wohnungen für begleitetes und betreutes Wohnen. Die Nettonutzfläche beträgt insgesamt knapp 13.500 Quadratmeter. Die Bürgermeister Andreas Jungmann, Andreas Schatzer und Carmen Plaseller (im Bild) betonten in ihren Grußworten die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit und die Freude über die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung. „Ein
Haus wird durch Mauern errichtet. Ein Zuhause entsteht durch die Menschen, die darin leben und arbeiten“, so die Botschaft. Pfarrer Giampietro Pellegrini erbat mit den Anwesenden den Segen Gottes für das Seniorenzentrum. Die Gemeinden sind zu 47 Prozent (Brixen), 45 Prozent (Vahrn) und acht Prozent (Lüsen) Träger des Seniorenzentrums, das vom ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ betrieben wird. Derzeit ist der ÖBPB noch damit beschäftigt, ausreichend Personal zu finden, um den Vollbetrieb zu ermöglichen. oz
Foto: Oskar Zingerle
SÜDTIROL/ITALIEN
CIE: Nicht Pflicht, aber…
noch nicht erneuert hat, sollte also trotzdem darüber nachdenken, eine elektronische Identitätskarte (CIE) ausstellen zu lassen. In der Gemeinde Brixen wird die elektronische Identitätskarte direkt beim Bürgerschalter auf dem MariaHueber-Platz ausgestellt. Es ist ein aktuelles, professionelles Foto erforderlich. Der Bürgerschalter ist von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie von Montag bis Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten ist keine Terminabsprache notwendig. Am Samstag von 8.30 bis 11 Uhr stellt der Bürgerschalter die elek-
Ende August sollen die Sanierungsarbeiten an der Fassade des Widums von Brixen beginnen. Alte Fenster werden ausgetauscht und die Dachterrasse saniert. Die Fassade in der Domgasse muss außerdem statisch gesichert werden. Die Arbeiten werden rund 600.000 Euro kosten.
tronische Identitätskarte nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0472 062 000 aus. Auch im Ausland lebende Brixnerinnen und Brixner, die im AIRE-Register eingetragen sind, können neuerdings die elektronische Identitätskarte am Bürgerschalter beantragen. Bislang war das nur über das jeweilige Konsulat im Wohnsitzland möglich. Bürger der weiteren vier Gemeinden im „Brixner“-Einzugsgebiet können die Identitätskarte vom jeweiligen Meldeamt ausstellen lassen. Informationen dazu finden sich auf den Websites der Gemeinden. av
Die Euregio Transplant Tour 2026, eine grenzüberschreitende Radtour mit transplantierten Menschen sowie Ärzten und Freiwilligen, machte Ende Mai in Brixen Halt. Die Tour will zeigen, wie wichtig die Organspende ist und dass sie Betroffenen ein aktives Leben ermöglicht.
Foto: Oliver Jaist
„Hinter jedem Essen steckt ein ganzes Team“
BETTINA KERER, Stadträtin in Brixen, zu den Ergebnissen der Eltern-Evaluationsgruppe der Mensa.
Frau Stadträtin, im vergangenen Schuljahr durften 24 Eltern die Mensen in Brixen besuchen und anonym bewerten. Was kam dabei heraus?
Die Reaktionen der Eltern waren sehr positiv. Über 90 Prozent der Befragten bewerteten den Geschmack des Tagestellers und der Salate als gut oder sehr gut; beim Dessert waren es 87 Prozent. Auch die Sauberkeit der Ausspeisung, die Bewältigung der Schülerströme und die Freundlichkeit des Personals wurden sehr positiv hervorgehoben. Einzig die Lautstärke und die Raumatmosphäre wurden von etwa einem Drittel der Eltern als „befriedigend“ bezeichnet.
Wie viele Schüler werden in Brixen mit Mensaessen versorgt?
Im letzten Schuljahr waren es über 4.000 Kinder, die in den 13 Ausspeisungen verköstigt wurden. Insgesamt arbeiten 43 Menschen in den Mensen mit viel Einsatz daran, dass den Kindern gesunde und ausgewogene Mahlzeiten geboten werden. Dafür befinden wir uns regelmäßig im Austausch mit einer Diätologin. Mithilfe einer Expertin haben wir uns heuer zudem damit befasst, was wir tun können, um das Essen noch schmackhafter zu machen. Ein Teil unserer Köche ist auch im Sommer im Einsatz, um für die Kinder zu kochen, die Sommerbetreuungsangebote nutzen. Außerdem werden rund 12 Prozent der Essen
für Kinder mit Unverträglichkeiten separat zubereitet. In der Gemeinde selbst sorgen Alessandra Scorrano und Roberta Perna dafür, dass die Organisation und Bürokratie einwandfrei funktionieren. Hinter jedem Essen steckt also ein ganzes Team!
Was kostet der Mensabetrieb?
Ein Mensabesuch kostet Eltern maximal 3,70 Euro. Im letzten Jahr kostete der Mensabetrieb in der Gemeinde Brixen rund zwei Millionen Euro; 800.000 Euro davon finanzieren wir durch die Beiträge der Familien, etwa 670.000 Euro steuert das Land bei. Den Rest übernimmt die Gemeinde. anina.vontavon@brixner.info




Über den Wolken …

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – so sang seinerzeit Reinhard Mey. Genau dieses Gefühl von Freiheit wollte der Lions Club Brixen einigen Jugendlichen des SSV Brixen Behindertensport schenken – wenn auch nur für jeweils 15 oder 20 Minuten. In Zusammenarbeit mit dem Verein
„Fly Therapy“ aus Asti organisierte und finanzierte der Brixner Club an die 20 kurze Rundflüge mit einem Ultraleichtflugzeug Ikarus C42 ab Bozen. Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war gewaltig: „Die strahlenden Gesichter der Kinder nach den Flügen waren für uns der Beweis,

dass sich unser Einsatz gelohnt hat“, sagt der derzeitige Präsident des Brixner Clubs, Stefano Rizzo, „wir sind sicher, dass wir mit dieser Initiative bei allen Beteiligten eine bleibende Erinnerung geschaffen haben“ – und er stellte in Aussicht, die Initiative im nächsten Jahr zu wiederholen. Elda Le-
trari, Sektionsleiterin vom SSV Brixen Behindertensport, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Für unsere Kinder war das ein ganz besonderer Tag; Erlebnisse wie diese stärken das Selbstvertrauen und zeigen ihnen, dass sie keine Grenzen kennen müssen.“ Zwei der Kinder durften übrigens einen etwas längeren Flug genießen: Bevor sie wieder landen konnten, hieß es vom Tower, dass sie noch ein paar Kreise ziehen sollen, weil der Flieger von Jannik Sinner gerade dabei war, zur Landung anzusetzen. Der Lions Club Brixen besteht aus 35 Mitgliedern; die nächste Initiative ist der bereits bewährte Bier-Degustationsstand beim Altstadtfest, bei dem es in der Hofgasse neben Leberwurstsemmeln und Brezen auch zwölf verschiedene Biersorten aus ganz Europa geben wird. Der Reinerlös des Standes wird wieder an eine Südtiroler Familie in Not gespendet. lv






BRIXEN
Ein Hauch Nahost an der Uni

Am 12. und 13. Juni diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa, dem Nahen Osten, Nordamerika und Asien an der Fakultät für Bildungswissenschaften über die Beziehungen zwischen Europa und dem Nahen Osten. Der zweitägige Workshop untersuchte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie Migration, Bildung und kultureller Austausch die Entwicklung moderner Gesellschaften im Nahen Osten beeinflussen. Dabei wurden insgesamt
14 wissenschaftliche Arbeiten präsentiert und anschließend diskutiert. Die Themen waren vielfältig: So besprach die Gruppe unter anderem die Geschichte des Kaffees und die Beziehungen zwischen dem Nahen Osten und Europa im 16. Jahrhundert, die Rolle und Bemühungen der Golfstaaten und der Türkei in der internationalen Diplomatie und die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die ohnehin sehr eingeschränkte Pressefreiheit in den Golfstaaten.
Auch Tourismus als kulturelle Art der Diplomatie am Beispiel des Oman wurde wissenschaftlich aufgearbeitet. Annemarie Profanter, Professorin an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen, hatte den internationalen Workshop organisiert. Sie selbst untersuchte gemeinsam mit Ryan Cate Gibson, inwieweit junge Menschen in Saudi-Arabien und im Oman auf die Bildung vorbereitet sind, die sie an privaten, westlich-orientierten Universitäten in ihren Heimatländern erhalten. Der Kontrast zwischen den liberalen Werten, die an diesen Universitäten unterrichtet werden, und der Bildungsgeschichte sowie der Lebensrealität dieser Studenten war der Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Ein kulturelles Highlight war die traditionelle Kaffeezeremonie nach saudi-arabischem Vorbild, die am Samstagvormittag stattfand und einen Hauch Nahen Osten in die Universität brachte.
BRIXEN
Ein multimedialer Stadtführer

Die Jugendgruppe von ACLI Brixen hat im Schuljahr 2025/26 das Projekt „Conosciamo e facciamo conoscere la nostra città“ umgesetzt. Dabei beschäftigten sich die elf- bis 14-jährigen Teilnehmerinnen mit der Geschichte und den Sehenswürdigkeiten Brixens. Sie erarbeiteten Präsentationen, Quizfragen und kurze Videos zu den wichtigsten Orten der Stadt. Das Ergebnis ist ein kostenlo-
ser multimedialer Stadtführer mit 16 Stationen, der auf der Website von ACLI Brixen verfügbar ist: www.aclibressanone.it. Vorgestellt wurde das Projekt am 4. Juni im Priesterseminar in Anwesenheit von Bürgermeister Andreas Jungmann, Vizebürgermeister Ferdinando Stablum, dem Vizepräsidenten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal Mario Cappelletti, Vertretern der Ordnungskräfte sowie Lidia
Tecchiati vom Amt für Italienische Kultur und Jugendarbeit. Francesco Bertoldi, Präsident von ACLI Brixen, hob das langjährige Engagement des Vereins für die Vermittlung der lokalen Geschichte hervor und dankte den Projektteilnehmerinnen Emily Brillante, Sofia Baffo, Marina Buonomo, Karolina Frroku und Viana Sobhani sowie den Betreuerinnen Cristina Bertoldi, Maria Rosaria Iuni und Alessia Brembilla für ihren Einsatz. Die Sektion Brixen des italienweit agierenden Vereins ACLI (Associazione Cattolica dei Lavoratori Italiani) wurde 1953 gegründet; er setzt sich für ein friedliches Zusammenleben der ethnischen Gruppen ein und ist im sozialen Bereich für seine Mitglieder tätig. Die Jugendgruppe gibt es seit 1989. lv


Foto: Josef Cutajar
Spielplatz eröffnet

In der Marconistraße in Brixen fand am 28. Mai die Eröffnungsfeier des neu gestalteten Spielplatzes Don Giuseppe Franco statt, an der zahlreiche Familien und Kinder teilnahmen. Dekan Florian Kerschbaumer segnete den Spielplatz. Bei der Planung der Umgestaltung waren die Bürgerinnen und Bürger stark einge-
bunden: Sie konnten online ihre Ideen, Wünsche und Anregungen kundtun. Ihre Rückmeldungen flossen in die Neugestaltung mit ein. Bürgermeister Andreas Jungmann betonte die Bedeutung der Bevölkerungsbeteiligung bei der Gestaltung öffentlicher Räume. Stadtrat Peter Natter zeigte sich erfreut über den neuen Platz: „Mit

der Neugestaltung des Spielplatzes Don Giuseppe Franco setzen wir den Weg der qualitativen Aufwertung unserer Spiel- und Freizeitflächen konsequent fort. Sichere, attraktive und gut angenommene Spielplätze sind ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt.“ Der 1.200 Quadratmeter große Spielplatz liegt neben dem
Kindergarten Mozart und bietet Rutschen, Schaukeln, eine Seilbahn, Balance-Elemente, einen Trinkwasserbrunnen und Sitzgelegenheiten sowie schattige Plätze dank großer Bäume. Insgesamt investierte die Gemeinde rund 180.000 Euro in die Neugestaltung. hh


BRIXEN
Festakt zum 225-Jährigen
Mit einem Festakt in der Hofburg feierte die Bürgerkapelle Brixen am 6. Juni den Höhepunkt ihres Jubiläumsjahres zum 225-jährigen Bestehen unter dem Motto „Brixner Klangfarben“. Zum Auftakt zogen die Ortskapellen St. Andrä, Milland, Albeins und Pfeffersberg sowie die Partnerkapelle aus dem salzburgischen Maishofen gemeinsam mit der Jubelkapelle in einem Sternmarsch ein; begleitet wurden sie von 16 Fahnenabordnungen aus dem Bezirk. Gemeinsam musizierten alle Bläser bei Händels Feuerwerksmusik. Bei der anschließenden von Domdekan Ulrich Fistill zelebrierten Festmesse reichte das Programm von Bach bis Debussy
– mit einem eigens arrangierten Liebeslied als Höhepunkt, gespielt vom jungen Trompeter Josef Schwienbacher. Statt klassischer Reden gestaltete die Bürgerkapelle den offiziellen Teil mit zwei moderierten Gesprächsrunden zur Zukunft der Blasmusik. Kapellmeister Hans Pircher beschrieb sie als Querschnitt der Gesellschaft, Komponistin Manuela Kerer sah Tradition und Innovation nicht als Gegensatzpaar. Unter den Ehrengästen waren Landesrätin Rosmarie Pamer und Bürgermeister Andreas Jungmann. Weiter geht das Jubiläumsjahr am 1. August, wenn die Bürgerkapelle gemeinsam mit dem Brixner Popduo ANGER in der Hofburg musiziert. oz
Senioren in Slowenien


Sommerfeste
BRIXEN Sommerfest-Gutschein 10€ auf ein Dirndl oder eine Lederhose Gültig bis 31.07.2026
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Dein
Der Seniorenklub Brixen unternahm Anfang Mai eine gut besuchte Viertagesfahrt in die slowenische Stadt Bled, Partnerstadt von Brixen. Das Ziel der Reise war es, Kultur, Geschichte und Gemeinschaft miteinander zu verbinden und den Teilnehmenden abwechslungsreiche Tage zu ermöglichen. Der ehemalige Bürgermeister von Bled, Janez Fajfar, führte die Gruppe persönlich durch die Stadt und erklärte mit viel Fachwissen und Humor die historischen und kulturellen Besonderheiten von Bled. Die Burg mit ihrem weiten Blick über den See blieb den Seniorinnen und Senioren dabei besonders in Erinnerung. Außerdem
lernten sie die enge historische Verbindung zwischen Brixen und Bled kennen. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Schifffahrt zur Wallfahrtskirche im See von Bled. Zum Abschluss der Reise besuchte die Gruppe die Stadt Nova Gorica mit der Franziskanerkirche, den Bourbonengräbern und einer historisch bedeutenden Bibliothek. Die Reise wurde von Paula Bacher, Gemeinderätin und Seniorenbeauftragte von Brixen, begleitet. Seit 2004 befindet sich Brixen in einer Städtepartnerschaft mit Bled; außerdem pflegt die Domstadt Partnerschaften mit Regensburg und Havlíčkův Brod. hh
Foto: Toni Profanter

Die Harfenqueen
PORTRAIT: BARBARA PLATTNER aus Brixen ist ein Phänomen. Charmant, eloquent, übersprudelnd vor Ideen. Sie zieht die Menschen in ihren Bann, lässt sie teilhaben an dem, was sie denkt und was sie fühlt – und sie tut das mit einer Natürlichkeit, die unter die Haut geht.
Der Eingang zum Haus, in dem Barbara Plattner mit ihrer Familie lebt, ist voller bunter Blumen. Gleich hinter der Haustür liegen ihre CDs, sechs an der Zahl, auf einem kleinen Sims, fein säuberlich gestapelt, jede von ihnen ein kleines Kunstwerk. Es gibt sogar passende Taschen dazu, glänzend schwarz mit dem Aufdruck ihrer Website. Sie sei ein bisschen extravagant, sagt sie, ein bisschen eigenwillig und sehr beharrlich, wenn es darum geht, ihre Projekte umzusetzen.
Extravagant steht auch auf den Notenbüchern, die auf einem Pult im Wohnzimmer liegen, und extravagant ist ihre Harfe: eine Maßanfertigung, wunderbar verziert, ein Traum in Schwarz-Gold. Drei Stück habe es davon gegeben, weil ihr Harfenbauer sich sonst nicht auf das Projekt eingelassen hätte; jede anders, jede besonders. Die Harfen haben weitum für Aufsehen gesorgt, da sie einzigartig und mit ihrer hochwertigen Optik für Volksharfen ungewöhnlich sind.
Zwei dieser Harfen hat sie an ganz besondere Menschen weitergegeben: an einen Mann, der sich nach seiner Pensionierung an das Harfenspiel gewagt hat, und an ein kleines Mädchen, das von der Harfe mit den Swarowski-Steinen unglaublich fasziniert war. Mit beiden hat sie noch Kontakt. Es sind diese Begegnungen, die sie faszinieren, zufällig, verändernd, bereichernd. Eine Speisekarte, genial gestaltet mit Seiten zum Abreißen für denjenigen, der sich traut. Weil Ungewohntes Mut erfordert und dadurch Magie möglich wird. Auf der Rückseite eine Widmung von Roland Trettl. „Für die Harfenqueen.“
Feine Töne, die Emotionen schenken
Mit 14 Jahren hat sie mit dem Harfenspiel begonnen. Flöte, Hackbrett, Zither, Gitarre, Klavier, Ziehharmonika, Okarina – Musik bestimmt das Leben von Barbara Plattner. Als Solistin alleine auf der Bühne zu stehen, sich in die Herzen der Zuhörer zu spielen – das sei jedes Mal ein Geschenk, „auch an mich selbst.“ Sie liebt diese Momente, wenn es vom Fortissimo zum Pianissimo übergeht und alles so still ist, dass man eine Nadel auf den Boden fallen hören könnte. Hin und wieder spielt sie in einem Hotel für einen einzigen Gast – Emotionen schenken, mit den feinen Tönen der Harfe. Sie hat auch für berühmte und reiche Menschen gespielt, Verschwiegenheitserklärungen unterschrieben, sich auf ungewöhnliche Situationen eingelassen. Einfach, weil es ihr Spaß gemacht hat. Ein Konzert auf dem Pitztaler Gletscher auf 3.440 Metern Meereshöhe, Minusgraden und spektakulärer Anreise hat unter anderem einen Zuhörer aus Tschechien angelockt, der dafür acht Stunden Anreise in Kauf genommen hat.
Was für Barbara Plattner zählt, wirklich zählt, sind die Menschen hinter der Fassade, ihre Geschichten. Und die Tatsache, dass in jedem Mensch eine Seele steckt, die nach Zuwendung sucht, nach der Harmonie des bloßen Seins.
Die Geborgenheit einer großen Familie
Barbara Plattner erzählt von ihrem „wunderschönen Aufwachsen“ in der Geborgenheit einer großen Familie, von ihrer Mutter, „einer Zillertalerin“, die ihre fünf Kinder
t DETAILVERLIEBT:
Barbara Plattner setzt ihre Herzensprojekte mit Beharrlichkeit und etwas Extravaganz um
sehr liebevoll begleitet hat, und von ihrem Vater, dem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Zahnarzt Anton Plattner, einem Pragmatiker, der es verstanden hat, für alles eine Lösung zu finden. Sie erzählt von den vielen Tieren, die sie in ihrem Garten hatten, und davon, dass sie immer den Weg gehen durfte, den sie für richtig hielt.
Nach der Matura studierte sie an der Uni in Brixen Sozialpädagogik. „Ich hätte alles studiert, Hauptsache in Brixen.“ Weg wollte sie nämlich auf keinen Fall, hatte sie sich doch unsterblich in den Ziehharmonikaspieler Philipp Ramoner verliebt, dem sie bei einem Herbert-Pixner-Musikseminar im Passeiertal begegnet war. Sie war damals 17 Jahre jung, „aber ich wusste, was ich wollte.“ Seit 20 Jahren sind die beiden mittlerweile verheiratet, die Töchter Nadine und Susanne sind 19 und 17 Jahre alt.
Um ihre zwei Töchter hat sie sich mit viel Liebe gekümmert und sie die Musik mit(er)leben lassen. Dadurch sind auch kleine Instrumente, „Klanghimmel“ genannt, entstanden: Hackbretter für Kinderhände mit einem ausgetüftelten Schablonen-Lernsystem.
Barbara Plattner übernahm immer wieder Supplenzstellen im Kindergarten, in der Grund- und Mittelschule und in der Oberschule und natürlich an der Musikschule. Und sie verstand es, hinter die Kulissen zu blicken und andere Blickwinkel aufzuzeigen: „Weniger Protokolle schreiben, mehr hinschauen.“
Wie ein Feuerwerk
Barbara Plattner liebt das Schöne, die Tiefe des Lebens. Und sie liebt das Leben überhaupt. Wenn sie von ihren Projekten erzählt, manche noch in der Schublade, andere wie das Witzebüchl bereits gedruckt, dann ist das wie ein Feuerwerk, sprühend. Erhellend. Sie sei „a bissl detailverliebt“, sagt sie, und sie erwähnt so nebenbei, dass sie ein Kochbuch „zusammengeschrieben“ hat, mit ausgetüftelten Rezepten. Dass das Auge mitessen muss, versteht sich für die Ästhetin von selbst. Die Fotos, die sie mir nach dem Gespräch zusendet, sind brillant und außergewöhnlich. Seit November 2023 moderiert sie für Rai Südtirol die Sendung „A Tanzl, a Weis“ – wunderbare Radiostimme, viel persönlicher Touch, eine Mischung, die die Menschen berührt. 25 Sendungen gestaltet sie jedes Jahr; „am Anfang stand ein Crash-Kurs.“ Und dann gibt es noch die FernsehMusiksendung „A Musig und a Hetz“, die am 21. August auf Rai Südtirol ausgestrahlt wird. Schauplatz ist die JimmiHütte am Grödner Joch; mitten in den Dolomiten wird musiziert, geplattelt, gesungen und gelacht. Ein Drehtag und die Kraft des Netzwerkes, das sie sich aufgebaut hat, haben 90 Fernsehminuten ermöglicht.
Barbara Plattner einen Wunsch abzuschlagen ist schwer, weil ihre Lebensfreude, ihre Freude – „das hab ich von meiner Zillertaler Oma“ – einfach echt ist. Das Leben lieben und etwas finden, an dem man Freude hat: Barbara Plattner hat das geschafft.

BRIXEN
Acht neue Führungskräfte vorgestellt

Gleich acht neue Führungskräfte des Gesundheitsbezirks Brixen stellte der Südtiroler Sanitätsbetrieb kürzlich bei einer Pressekonferenz vor. Dr. Rosanna Loss ist die neue ärztliche Direktorin am Krankenhaus Brixen, Dr. Hannes Dejaco Primar der Anästhesie und Intensivmedizin im Gesundheitsbezirk Brixen, Dr.
Diego Signorello Primar der Urologie im Gesundheitsbezirk Brixen, Dr. Patrick Franzoni Primar der Inneren Medizin am Krankenhaus Sterzing, Dr. Luca Sebastianelli Primar der Neurorehabilitation am Krankenhaus Sterzing, Dr. Verena Stoll die Direktorin des Psychologischen Dienstes im Gesundheitsbezirk Brixen, Dr. Michael Zöbl Primar der Pädiatrie am Krankenhaus Brixen und Dr. Judith Gostner die neue Pflegedienstleiterin der wohnortnahen Versorgung im Gesundheitsbezirk Brixen. Die acht Führungskräfte sprachen in ihren Statements über ihren Lebenslauf und die Herausforderungen ihrer neuen Aufgabe. Alle betonten den guten Teamgeist im Gesundheitsbezirk Brixen sowie die Herausforderung der Digita-

lisierung und besseren Vernetzung der Südtiroler Gesundheitsversorgung. Auch der verstärkte Fokus auf die Ausbildung junger Fachkräfte wurde genannt und die Wichtigkeit, den Menschen bei der Versorgung in den Mittelpunkt zu rücken. Landesrat Hubert Messner dankte den Führungskräften für ihren Einsatz und sagte: „Die heutigen Ernennungen sind ein wichtiges Signal für die Zukunft unseres Gesundheitswesens. Wir gewinnen erfahrene und hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten, die mit Kompetenz, internationaler Erfahrung und großer Motivation Verantwortung übernehmen und damit die Gesundheitsversorgung im Gesundheitsbezirk Brixen, aber auch in Südtirol insgesamt, stärken.“ av
„Die Leberkassemmel“ darf nach Puerto Rico
jährigen „World Robot Olympiad“ traten in Brescia gegen weitere
Klaus Kolhaupt (Präsident), Silvia Wieland (Vizepräsidentin), Ingrid Unterfrauner, Erwin Oberpertinger und Ulrich Hört bilden den neu gewählten Vorstand des Vereins Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen VFG, der Familien von krebs- oder schwerkranken Kindern und Jugendlichen unterstützt.
Robotik-Talente Italiens an. Besonders erfolgreich waren die drei genannten Brixner Schüler, die sich den Teamnamen „Die Leberkassemmel“ gegeben hatten: Sie schnappten sich den Italienmeistertitel in der Kategorie Senior. Die Schüler meisterten dabei sowohl die „Season Challenge“, die strategisches Denken und präzise Programmierung erforderte, als auch die spontane „Surprise Challenge“, bei der unter Zeitdruck völlig neue Aufgaben gelöst werden mussten. „Die Leberkassemmel“ zeigten dabei ihr technisches Können und ihren starken Teamgeist. Die Qua-
Luca Cemin wurde zum Ehrenkanonikus, Offizial und Kanzler, Fabian Tirler zum Kanonikus und Domkapitular in Brixen ernannt. Dadurch werden zwei Funktionen im Domkapitel an der Kathedrale in Brixen neu besetzt.
lifikation für das Weltfinale im Dezember in Puerto Rico stellt die Schüler nun vor eine neue Herausforderung: Unter dem Motto „Robots Meet Culture“ werden sie gegen Teams aus der ganzen Welt antreten. Die Verbindung von Technologie, Kunst und Kultur wird dabei im Mittelpunkt stehen. Für das Team „Die Leberkassemmel“ steht der Sieg aber nicht im Vordergrund. Die Schüler waren vom Italienmeistertitel sehr überrascht und betonten, dass sie sich für das Weltfinale vor allem Spaß wünschen – ganz nach dem Motto: „Dabeisein ist alles.“ hh
Paola Frassinetti (Fratelli d‘Italia), Staatssekretärin im Bildungsministerium, besuchte kürzlich das Liceo Dante Alighieri und die Oberschulen Fallmerayer. Auch Vizebürgermeister Ferdinando Stablum und Stadt- sowie Gemeinderäte begleiteten sie.
mein Hoppala

Vivien Manzoni, Brixen
Doppeltes Glück
Mein Sohn und ich verbrachten kürzlich einen Nachmittag auf dem Spielplatz. Ich parkte meinen E-Roller, stellte meinen Rucksack auf einer Bank ab und begann, mit meinem Sohn zu spielen. Als es Zeit wurde, nach Hause zu gehen, dachte ich mir noch: „Meinen Rucksack darf ich nicht vergessen.“ Dann schnappte ich mir Sohn und E-Roller, und wir düsten nach Hause. Dort angekommen, kochte ich meinen Kindern das Abendessen, bevor ihre Tante sie abholte, weil sie bei ihr übernachten durften. Am nächsten Tag wollte ich meine Kinder wieder abholen – und konnte meinen Rucksack nicht finden. Das ganze Haus suchte ich ab, denn ich hatte mir vor dem Verlassen des Spielplatzes doch mehrmals gesagt, ihn nicht dort zu vergessen. Vergeblich. Schließlich musste ich mir eingestehen: „Cavolacci, ich habe ihn glatt dort liegen lassen!“ Wieder schwang ich mich also auf den E-Roller, flitzte mit Höchstgeschwindigkeit durch die Stadt zurück zum Spielplatz – und der Rucksack stand genau dort, wo ich ihn viele Stunden zuvor zurückgelassen hatte. Mein Glück kaum fassend, holte ich meine Kinder mit dem Auto ab. Der nächste Morgen: Plötzlich konnte ich meinen Autoschlüssel partout nicht finden. Nach einer gewissen Verzweiflung sah ich schließlich im Auto nach – und fand ihn im Schlüsselloch steckend. Ich war von meinem Rucksackfund so abgelenkt gewesen, dass ich das Auto die ganze Nacht so stehengelassen habe. Ooops!
Nudeln mit Schwarzkohl-Pesto
Zutaten (für 4 Personen):
80 g geschälte Mandeln
1 gehäufter Teelöffel Sesamkerne
1 gehäufter Teelöffel Sonnenblumenkerne
80 g Parmigiano Reggiano (in Stücken)
1 Knoblauchzehe ohne Keim (optional)
1 Teelöffel Salz
100 g Sonnenblumenöl
80 g Schwarzkohlblätter (ohne Stängel)
3 Eiswürfel
500 g Nudeln nach Belieben

Zubereitung: Mandeln, Sesamkerne, Sonnenblumenkerne, Parmesan, Knoblauch und Salz in einem Mixer zerkleinern. Öl, Schwarzkohlblätter und Eiswürfel hinzufügen und alles zusammen pürieren. Nebenher die Nudeln gemäß Packungsangabe kochen. 2 bis 3 Esslöffel Kochwasser in eine Schüssel geben, die gekochten Nudeln abgießen und ebenfalls in die Schüssel geben. Mit dem Schwarzkohl-Pesto vermengen und sofort servieren.
Joachim Hofmann aus Brixen beschert den Leserinnen und Lesern dieses alternative Pesto-Rezept. Sein Tipp: Wer Bitternoten mag, kann auch Olivenöl anstelle des Sonnenblumenöls oder Walnüsse anstelle der Mandeln verwenden.
Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
LAMM ento
Weltmeister Südtirol
„Wenn Italien es schon nicht schafft, dann muss sich eben Südtirol für die nächsten Fußball-Weltmeisterschaften qualifizieren“, sagt der Franz, während er bei Friedas Public Viewing sein fünftes Bier bestellt. Frieda schmettert die Idee mit einem Return ab, als wäre sie Jannik Sinner: „Südtirol bei der WM? Du spinnst!“ Nun, werfe ich ein, unter den Teilnehmern sind durchaus Nationen, die bescheidener ausgestattet sind: Curaçao bringt gerade einmal 156.000 Einwohner auf die Waage, Kap Verde 560.000, Suriname 632.000 –Südtirol kann da mit seinen 539.000 Einwohnern locker mithalten, flächenmäßig sowieso. „Genau das mein ich ja!“, lallt der Franz und tippt dabei triumphierend auf sein Bierglas, als hätte er soeben den entscheidenden Elfmeter verwandelt, „kein einziger vernünftiger Grund spricht dagegen.“ Na ja, sag ich vorsichtig, wir sind bis auf Weiteres keine Nation, sondern lediglich eine autonome Provinz – was durchaus als klitzekleines, wenn auch nicht ganz unerhebliches Hindernis durchgehen könnte. „Ach was“, winkt der Franz ab, „wir haben unsere frisch aktualisierte Autonomie! Ein kleines Gesetzele, und Rom wäre doch sicher nur froh, wenn zumindest irgendjemand aus Italien dabei wäre.“ Das hat sogar eine gewisse Logik, gebe ich zu – aber wenn schon, dann bitte auch mit Anspruch: Südtirol will überall die Nummer 1 sein, da wäre ein bescheidenes Vorrunden-Aus kaum vermittelbar. „Ihr spinnt doch beide“, seufzt Frieda und wischt die Theke ab, „wir sollten endlich lernen, mit etwas mehr Demut an die Dinge heranzugehen.“ Sie hält inne und legt den Lappen weg. „Lasst uns zunächst die Europameisterschaften gewinnen.“
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DR. JUR. HANNES WILLEIT
Ist die Steuerbelastung in der Gemeinde Brixen unverhältnismäßig hoch?

CLAUDIO DEL PIERO, unabhängiger Gemeinderat (Fratelli d’Italia):
„Man kann den Bürgern nicht immer in die Taschen greifen“
Der Hintergrund:
Brixen ist eine sehr aktive Gemeinde, die aber auch auf ausgeglichene Bilanzen achtet. Trotz gestiegener Löhne und Kosten gelingt ihr das, indem sie an der Steuerschraube dreht: 14,5 Millionen Euro Steuern nahm die Gemeinde Brixen im Jahr 2025 ein – 4,2 Prozent mehr als 2024. Noch beeindruckender ist der Vergleich mit 2021, als die Steuereinnahmen weniger als 10 Millionen Euro betrugen. Zum größten Teil stammen die Gelder aus der Gemeindeimmobiliensteuer.
Die Stadtregierung agiert zwischen Licht und Schatten. Im Steuerbereich gibt es Handlungsbedarf: Die durchschnittliche Pro-Kopf-Steuerlast steigt kontinuierlich an. Der zentrale Knackpunkt ist dabei die Gemeindeimmobiliensteuer mit Einnahmen von 10,7 Millionen Euro. Die Super-GIS hat sich in ihrer Konzeption als falsch erwiesen: Die Erträge sind nicht im Einklang mit den Zielen; sie ist schwer zu kontrollieren und hat das Mietangebot nicht erhöht. Darüber hinaus wurden zur Kassenfüllung auch historische Gebäude stärker belastet – das steht in klarem Widerspruch zum Grundsatzprogramm des Bürgermeisters. Im Gemeinderat haben wir bereits mehrfach vorgeschlagen, den Steuersatz für diese Art von Immobilien zu senken. Außerdem: Aus an Ortsansässige vermieteten Wohnungen nimmt die Gemeinde fast 1,4 Millionen Euro ein. Wenn wir wollen, dass Wohnungen vermietet werden, müssen wir die Steuerlast für Eigentümer durch Anreize senken. Darüber hinaus muss das Gesetz zur Super-GIS auf Provinzebene geändert werden: 1,9 Millionen Euro an Einnahmen kommen einer schleichenden Enteignung nahe. Erschwerend kommt hinzu, dass 2023 auch noch der ordentliche Steuersatz angehoben wurde. Die GIS-Verordnung muss also dringend geändert werden – man kann den Bürgern nicht immer in die Taschen greifen. Die Mittel sind vorhanden, und falls nötig, soll auch eine Überprüfung der Ausgaben vorgenommen werden.

FERDINANDO STABLUM, Stadtrat für Finanzen (PD):
„Die Materie ist sehr komplex …“
NEIN
Ich möchte vorausschicken, dass wir alle uns einerseits eine niedrige Steuerlast und andererseits Dienstleistungen in hoher Qualität wünschen, die die Gemeinde ihren Bürgerinnen und Bürgern erbringen soll. Die Materie ist sehr komplex und hängt auch von Regeln ab, bei denen die Gemeinde gar keinen Handlungsspielraum hat. In dieser Legislaturperiode hat zum Beispiel die Autonome Provinz die Vereinbarung zum Kollektivvertrag der öffentlichen Bediensteten unterzeichnet, den wir für gerecht halten, der jedoch für unsere Gemeinde Mehrkosten von jährlich rund 800.000 Euro bedeutet. Im Gemeinderat wurde von uns verlangt, die GIS-Steuersätze für vermietete Wohnungen zu senken. Da die Erstwohnung von den Gemeindeabgaben befreit ist, würden davon nur jene profitieren, die mehr als eine Wohnung im Eigentum haben – auch jene, die viele Wohnungen besitzen. Der Steuersatz für vermietete Wohnungen mit und ohne Wohnsitz beträgt derzeit 7,6 und 8,6 Promille – gleich wie in der Gemeinde Sterzing und bereits niedriger als in Meran und Bozen. Wenn wir diese Steuersätze zum Beispiel um 13 Prozent senken würden, würden die Eigentümer bei mittelgroßen bis kleinen Wohnungen lediglich eine Ersparnis von rund 80 Euro pro Jahr erzielen, während der Gemeindekasse rund 200.000 Euro fehlen würden. Wir haben zudem unsere Zweifel, dass die Eigentümer daraufhin die Jahresmiete um diese 80 Euro senken würden.
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Vom Fußballfieber gepackt?
UMFRAGE: Seit ein paar Tagen findet in den USA, Kanada und Mexiko die Fußballweltmeisterschaft der Männer statt – ohne Italien und mit zahlreichen weniger bekannten Mannschaften. Schaut man in Brixen die WM trotzdem?




„Ich bin gar nicht im Fußballfieber“, sagt Manuel Pattis. „Erstens ist Italien bei dieser WM nicht dabei, und zweitens bin ich generell gegen die Politik der FIFA. Ich bin auch nicht für den Veranstaltungsort Amerika – vor allem seit dem Krieg gegen den Iran. Dass man in diesem Rahmen nun ein sportliches Event austragen darf, finde ich nicht in Ordnung.“

„Eigentlich dachte ich, dass mich die WM nicht interessiert, aber ich bin nun doch ganz begeistert, dass Kap Verde gegen Spanien im ersten Spiel ein Unentschieden gelungen ist“, meint Gabi Zöggeler. „Ich war vor ein paar Jahren dort und freue mich, dass sich dieses winzige Land so gut gegen die Großen behauptet hat.“

„Ja, klar“, sagt Philipp Flatscher. Ihn hat das Fußballfieber gepackt: „Ich schaue mir im Fernsehen die Highlights und die Spiele am Abend schon an. Ich hoffe, dass ein Außenseiter Weltmeister wird. Norwegen, Schweden, auch die Mannschaft von Marokko gefällt mir. Von den Spielern her müsste Frankreich den Titel holen.“

“Non seguo il calcio”, sagt Folco Penni Valdemarin. “In generale non sono appassionato del calcio. Magari se ci fosse anche l’Italia, guarderei qualche partita. Non ho la minima idea di chi quest’anno potrebbe vincere il titolo mondiale.”

Bruno Gruber verfolgt die WM nicht: „Ich habe früher Fußball geliebt, aber es ist für mich schon seit Langem nicht mehr wichtig. Es gibt Spannenderes im Leben. Mit dem Austragungsort Amerika hat das nichts zu tun. Trump ist ein Antipolitiker, den die Amerikaner bewusst gewählt haben. Nun muss er wegen der WM immerhin auch mit Mexiko und Kanada reden.“
„Eigentlich bin ich dieses Jahr gar nicht im Fußballfieber – wahrscheinlich, weil die WM heuer so weit weg stattfindet“, sagt Dominik Zangerl. „Die Spiele der Schweiz schaue ich mir schon an, aber die Vorfreude war bisher noch nicht da. Vielleicht kommt sie noch, wenn die Schweizer das nächste Mal besser spielen.“
“Il campionato del mondo è sempre interessante, ma mi dispiace che l’Italia non partecipi”, meint Aldo Trombini. “Proprio perché manca l’Italia non ho preferenze particolari. Guardo con interesse soprattutto le squadre meno famose e ho visto che ci sono già delle squadre interessanti che magari non si pensava che giocassero così bene: il Marocco o l’Ecuador per esempio.”
„Eigentlich bin ich ein Fußballfan“, sagt Marian Federspieler, sieht aber den Austragungsort, wie schon bei Katar und Russland, kritisch: „Es sind im Vorfeld ein paar Sachen passiert, wegen denen man die WM boykottieren sollte; dann würde sich vielleicht etwas ändern. Man politisiert den Fußball, der für alle da sein sollte, extrem, etwa bei den Ticketpreisen.“

Freiheit im Tun
SERIE – BESUCH IM KÜNSTLERATELIER:
Ob Performances, Fotografie, Skulptur oder
Malerei: LEANDER PIAZZA lässt sich in seinem Tun nicht einengen. Er selbst bezeichnet sich am liebsten als Zeichner. Seit über 30 Jahren lebt er in Meransen.
„Ich habe ein wunderbares Fach unterrichtet“, sagt Leander Piazza und spricht zunächst weniger von sich und seiner Kunst als von seinen Schülerinnen und Schülern. „Kunsterziehung ist etwas Schönes. Wir jungen Kunsterzieher damals hatten viel Freiheit, und die, die wir nicht hatten, haben wir uns genommen.“ Nicht einmal 20 Jahre war er alt, als er nach dem Besuch der Kunstschule in Gröden und des zweijährigen Magistero d’Arte in Florenz vor seiner ersten Schulklasse stand. Auf seine Aufgabe vorbereitet fühlte er sich aus didaktischer Sicht nicht unbedingt. Doch eines brachte er von Anfang an mit: Offenheit gegenüber den Kindern und Teenagern, die in der Mittelschule vor ihm saßen. „Wenn der Lehrer derjenige ist, der den Kindern etwas beibringt, dann war ich kein Lehrer: Ich habe umgekehrt gearbeitet und damit immer versucht, das Potenzial, das die Kinder in diesem Alter zweifellos haben, aus ihnen herauszuholen.“
Dass ihm seine Schülerinnen und Schüler wichtig waren, spürt man noch heute aus seinen Erzählungen. Sogar Fotos von damals hat er hier in Meransen griffbereit, wo er seit mehr als 30 Jahren lebt. Kinder mit Masken aus Pappmaché, die in Salern entstanden sind. Er habe sie schon gefördert und auch herausgefordert. „Sie sollten beispielsweise Zahnschmerzen darstellen. Da sind wunderbare Bilder entstanden.“ Manche Schülerarbeiten von den Ausstellungen in der alten Post in Brixen, die am Ende des Schuljahres nicht mehr abgeholt wurden, hat er noch heute.
Der Weg in die Abstraktion
Was Leander Piazza seinen Schülern geben wollte, nämlich größtmögliche Freiheit in ihrem Schaffensprozess, das beanspruchte er auch für sich in seiner künstlerischen Entwicklung. Die Jahre in der Kunstschule, wo Egon Moroder Rusina sein Mitschüler war und Manfred Mureda die nächsthöhere Klasse besuchte, lehrten ihn das Handwerk, etwa das genaue Zeichnen einer griechischen Statue, selbstverständlich modelliert durch die Schattierungen, die bei einem Lichteinfall im 40-Grad-Winkel entstehen. Auch die Zeit am Magistero d’Arte in Florenz, das er ebenfalls zusammen mit Rusina besuchte, war mit praktischem Unterricht in verschiedenen gestalterischen Techniken gefüllt. „Ob man dieses handwerkliche Können als Basis wirklich braucht – ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen“, meint Leander Piazza heute, „ich kenne auch Künstler wie etwa meinen Freund Günther Kempf aus Regensburg, die Autodidakten sind.“ Nach der Ausbildung war es ihm wichtig, zu „vergessen“, was er dort gelernt hatte – einfach um seinen ganz eigenen Weg finden und gehen zu können.
„Ich habe immer gezeichnet und gemalt, ich habe Skulpturen geschnitzt und mit Ton gearbeitet, habe fotografiert und war immer offen für Neues“, fasst Leander Piazza sein künstlerisches Schaffen zusammen. Bewegt hat er sich dabei zwischen dem figürlichen und naturalistischen Arbeiten und der Abstraktion. Er beherrscht das eine wie das andere. „Mit der Zeit, so glaube ich, hat der Mensch genug von der erzählenden Darstellungsweise.“ Piazzas Weg zur Abstraktion, die er für sich klar bevorzugt, war ein ständiger Prozess, denn: „Die Ideen kommen und wachsen im Tun. Aus einer Arbeit entsteht die nächste.“
Sein künstlerisches Talent bekam Leander Piazza von seinen Eltern mit: Luis Piazza unterrichtete an der Kunstschule und machte sich als Bildhauer einen Namen; Frida Piazza arbeitete zunächst ebenfalls als Bildhauerin – Leander zeigt kleine Hartholzengel, die seine Mutter geschnitzt hat. Sie widmete sich dann aber vor allem der Grödner Sprache und setzte sich gegen deren beginnende Verwässerung durch
„ Mein ‚Hirnbaum‘ wurde damals kurzerhand einfach abgesägt“
Leander Piazza, Künstler
t FREIHEIT IM SCHAFFENSPROZESS: Nach abgeschlossener Ausbildung wollte Leander Piazza wieder „vergessen“, was er dort gelernt hatte, um seinen eigenen Weg gehen zu können
deutsche und italienische Begriffe ein, für die es bis dato kein eigenes ladinisches Wort gab – „zum Beispiel Kühlschrank oder Seilbahn.“ Auch als Autorin und Übersetzerin war sie erfolgreich.
„Mein Vater“, so erinnert er sich, „hat oft von den neuen Ideen seiner Schüler erzählt, vor allem von denen, die von auswärts kamen und bereits mit neueren Kunstströmungen in Berührung gekommen waren. Diese Impulse waren für ihn wichtig, genauso wie auch ich von meinen Schülern lernen konnte. Kinder mit Down-Syndrom haben zum Beispiel wirklich ganz außergewöhnliche Bilder mit einer unglaublichen Tiefe gemalt.“
Kritik und Performances
Die Ausstellungstätigkeit von Leander Piazza begann im Jahr 1970, als er zusammen mit drei Freunden eine, wie er sie nennt, „psychedelische“ Ausstellung samt selbst komponierter elektronischer Musik organisierte. In den Siebzigerjahren gehörte er zu einer Gruppe junger Künstler, die in ihren Performances das Establishment kritisierte. Ob in Cortina oder St. Ulrich, im Wiener Palais Pálffy oder in Terlan – Piazza hatte stets seine Kamera, „eine alte Minolta“, dabei. Seine Fotos dokumentieren heute die provokativen und ironischen Performances von damals. Die Hauptakteure waren Egon Moroder Rusina, Franz Pichler, Jakob de Chirico, Matthias Schönweger und später auch Gregor Prugger. „Mit der ersten Ausstellung, die das neu gegründete gleichnamige Kuratorium Schloss Prösels dort veranstaltete, setzte man auf die Schönheit der traditionellen Grödner Bildhauerei. Wir machten jedoch etwas ganz anderes: Ich hatte dreidimensionale und bunte Gehirne gestaltet und in einen Baum gehängt – als Reaktion darauf, dass sich die SVP damals noch gegen eine Universität in Südtirol aussprach.“ Als dann auch noch eine wichtige Veranstaltung der SVP auf Schloss Prösels stattfand, wurde die kritische Kunst zuvor weggeräumt: „Mein ‚Hirnbaum‘ wurde damals kurzerhand einfach abgesägt.“ Auch dem Wunsch der jungen Künstler, einmal in der Bozner Goethegalerie ausstellen zu dürfen, wurde trotz Manfred Muredas zahlreicher Ansuchen an die Ge-

meindeverwaltung nicht stattgegeben. „Wir organisierten dann eine Ausstellung in einem Pissoir nahe der Bozner Talferbrücke. Josef Rampold, der unserer Kunst nichts abgewinnen konnte, meinte daraufhin, nun wären wir dort angelangt, wo wir hingehören“, schmunzelt Piazza und ergänzt: „Damals konnte man mit jemandem wie Rampold oder mit Politikern noch reden, auch wenn man anderer Meinung war. Heute sind die Politiker nicht mehr recht angreifbar.“ Es war also für ihn, nicht nur im Rückblick betrachtet, „eine schöne Zeit“.
Gemaltes, Gezeichnetes, Bearbeitetes und Modelliertes
Leander Piazza zeigte seine Arbeiten in Einzel- und noch mehr Gemeinschaftsausstellungen, oft zusammen mit Sergio Sommavilla, Alex Pergher oder Manfred Mureda, und zwar in Brixen und Umgebung, aber auch im süddeutschen Raum, etwa in München und der Oberpfalz, und in der Toskana. Er nahm beispielsweise an der „50 x 50 x 50 Art Südtirol“ in der Franzensfeste teil (2015), stellte seine Arbeiten bei den Ausstellungen des Kunstkreises St.

Erhard oder bei Gemeinschaftsausstellungen von Brixner und Regensburger Künstlern in Regensburg aus. Ganz im Sinne der Städtepartnerschaft sind viele von ihnen längst zu Freunden geworden.
Kleine quadratische Gemälde mit sich rhythmisch abwechselnden Farbflächen, teils in zarten Pastelltönen gehalten, teils von kräftigen Farben bestimmt, zeigte Leander Piazza etwa 2009 in einer Einzelausstellung in der Galerie 90 in Mühlbach. Geometrisch aufgebaut, mit lockerem Farbauftrag in zarten Pastelltönen oder intensiven Farben, lassen sie, wenn man so will, vereinzelt an architektonische Details, an Innenräume und Ausblicke und das Spiel des Sonnenlichts denken. „Die Abstraktion lässt dem Betrachter viel Freiheit“, sagt Piazza, „für jemanden, der sich nicht viel damit befasst, ist sie oft schwer zu lesen.“
Piazzas Fantasie scheint keine Grenzen zu kennen, und seine abstrakten Bilder müssen nicht zwingend geometrisch sein. Gerade die neueren Arbeiten baut er auch mit weichen Linien auf, die sich fließend ineinander verweben, rhythmisch, pulsierend, irgendwie ähnlich und doch immer wieder neu.
p Piazzas unzählige Zeichnungen entstehen aus dem Impuls heraus; er füllt ganze Skizzenbücher mit ihnen
Jedes für sich ein Unikat – das trifft auch auf die zahlreichen belichteten Dias zu, deren Oberfläche er physisch bearbeitete. „Das war ein Experiment für eine Ausstellung zum Thema Wasser, zusammen mit Erich Plank.“ Piazza legte die Kleinformatdias in Wasser, experimentierte mit Salz, Terpentin und Öl und beobachtete, wie sich die einzelnen Schichten lösten und Effekte bildeten. Eine Auswahl ließ er anschließend als große Fotografien drucken. Nicht nur Dias finden sich in den Schubladen, die Leander Piazza für den „Brixner“ öffnet. Er bringt auch eine Auswahl kleiner, bunter, plastischer Figuren aus Keramik ans Licht, die sich als Stöpsel entpuppen. „Spaßetteln“ nennt er die kleinen fantasievollen Gebilde, Trolle, Köpfe, die er zusammen mit Sergio Sommavilla, Gregor Prugger und Günther Kempf aus Regensburg 2017 in der Galerie Adler Art in Brixen ausstellte. Rund 300 solcher Korken modellierte er und zeigte damit einmal mehr, dass er kaum aufhören kann, wenn ihn etwas packt: „Das ist ein Spiel.“ Aus dem Impuls heraus entstehen auch die unzähligen Zeichnungen, mit denen er ganze Skizzenbücher füllt. Abgeschlossen ist dabei selten eine, und er arbeitet weiter, fügt hinzu und nimmt weg. Piazza bezeichnet sich selbst am liebsten als „Zeichner“ – wie sein Lehrer, der „geniale“ Markus Vallazza. Den Begriff „Künstler“ mag er weniger –zu inflationär werde er heute verwendet.
In Brixen waren zuletzt Piazzas Schutzengel in der Freilichtausstellung „IMPACT“ im Herbst 2023 in Stufels zu sehen. Auch sie sind ein Motiv, das Piazza schon seit
BILDUNG BRAUCHT MENSCHEN
Der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Brixen EO wächst und sucht Mitarbeiter:innen, derzeit für den Bereich Verwaltung sowie für den naturwissenschaftlichen Unterricht.
Für die Schuljahre ab 2027/28 freuen wir uns bereits über Bewerber:innen für den Kindergarten, die Grund-, Mittel- und Oberstufe. Die Qualifikation in Waldorfpädagogik erlangen Interessierte über unsere berufsbegleitende Zusatzausbildung: waldorf-studium.com
Infos: waldorfbrixen.it

Neben seiner Kunst hatte Leander Piazza viel Freude am Lehrberuf: „Ich habe immer versucht, das Potenzial, das die Kinder in diesem Alter zweifellos haben, aus ihnen herauszuholen“
Jahren begleitet. „Als 1995 in Bosnien UN-Blauhelme als Geiseln genommen und als lebende Schutzschilde an mögliche Ziele der Nato-Flugzeuge angekettet wurden, um Bombardierungen zu verhindern, entstand der erste Schutzengel mit einem blauen Helm und Kriegswunden.“ Leander Piazza verwendete für seine seither wachsende Schutzengelschar hölzerne Rohlinge, die er bearbeitet, bemalt, beklebt, mit Wolle umwickelt. Die Schutzengel sollten die Menschen „beschützen und immer begleiten und von jeder Gefahr fernhalten“, heißt es in dem von Piazza verfassten Text, der die Installation mit den Engeln in Stufels ergänzte. Doch „Bosheit, Egoismus, Neid und Korruption machen ihre Aufgabe heute beinahe unmöglich“. Getarnt als „verdeckte Ermittler“ agieren sie heute in der Welt, „immer auf der Hut“ und vielleicht sogar als „Marionetten des Unmöglichen“.
Leander Piazza hat, wie er von sich selbst sagt, „nie die große Bühne gesucht.“ Einer, der beobachtet, was auf der Welt geschieht, ist er aber noch immer. Und so erhebt er nach wie vor seine Stimme mit den Mitteln, die er bestens beherrscht: mit den Mitteln der Kunst.

johanna.bampi@brixner.info
Schnelle Hilfe ohne Notaufnahme
Das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten (AKD) in Brixen und Klausen ist eine Anlaufstelle für dringende, aber nicht schwerwiegende gesundheitliche Probleme, für die eine rasche Abklärung notwendig ist.
Im Gesundheitsbezirk Brixen können sich Patientinnen und Patienten mit dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Beschwerden an das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten wenden. Dieses bietet eine ergänzende Versorgung bei Beschwerden, die keine Notfälle sind, und kann anstelle der Notaufnahme im Krankenhaus aufgesucht werden.
Das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten befindet sich im Gemeinschaftshaus Brixen, Romstraße 5 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr Telefonische Bereitschaft: rund um die Uhr, sieben Tage die Woche Tel. 0472 81 36 71
Gemeinschaftshaus Klausen, Seebegg 17 Öffnungszeiten und telefonische Bereitschaft: Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr Tel. 0472 81 31 46
Vor dem Aufsuchen der Ambulatorien sollte zuerst telefonisch Kontakt aufgenommen werden. Erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger bleibt aber weiterhin der eigene Hausarzt bzw. die Hausärztin sowie die Kinderärztinnen und Kinderärzte freier Wahl.
Krankheitsbilder, die im AKD behandelt werden:
- Wundversorgung und andere Leistungen der Krankenpflege
- Verletzungen oder Schmerzen an den Gliedmaßen
- Hautrötungen
- Insektenstiche
- Fieber
- Lumbalgien („Hexenschuss“)
- Bauchschmerzen
- leichte Traumata
- oberflächliche Verletzungen
- Hautreizungen
- Glieder- und Muskelschmerzen
- Koliken
- Grippesymptome
- Schwellungen
- Übelkeit oder Erbrechen
Scannen Sie den QR-Code, um weitere Informationen zu den Einrichtungen der wohnortnahen Gesundheitsversorgung zu erhalten.
AUSSTELLUNG
Zerbrechliche Schönheit

In ihrer Serie „Natura Viva“ inszeniert Hanna Battisti behutsam die Fragilität und Schönheit dessen, was selten Beachtung findet. Rot und golden schimmernde Goldfische, die zarten Federn eines Vogels, die kunstvolle Zucchiniblüte, ein zerbrechliches Insekt oder die Individualität einer Sellerieknolle.
THEATER/MUSIK
Kultur im Knast
Die elfte Ausgabe des Kultursommers im Tschumpus steht vor der Tür und dreht sich wie gewohnt um Theater, Kabarett, Kindertheater, Musik und vieles mehr. Den Beginn macht am 26. Juni die Eigenproduktion „Gerüchte, Gerüchte“ – eine Tschumpus-Adaption des Komödienklassikers von Neil Simon unter der Regie von Lukas Lobis. Ein Unternehmer liegt mit einer Schussverletzung im Schlafzimmer, seine Frau ist verschwunden, die Gäste, die eigentlich zum Hochzeitstag des Paares geladen worden waren, vertuschen, lügen und improvisieren. Mit bekannten
KURZ NOTIERT
Sie werden zu den Protagonisten ihrer Stillleben, in denen die Natur nicht tot, sondern lebendig wirkt. Begonnen hat diese Leidenschaft für das „Kleingetier“, wie die in Eppan lebende Künstlerin, Fotografin und Kunsttherapeutin sich ausdrückt, mit dem Goldfisch aus dem eigenen Gartenteich. Inspiriert wurde
sie dabei von den üppigen Stillleben des Barocks, in denen die Künstler nicht nur Blumen, Früchte und Tiere festhielten, sondern vielmehr ganze Welten wundersamer Dinge erschufen. Genauso überraschend sind Battistis Fotografien, in denen Wunderwerke der Natur oft zusammen mit anderen Alltagsobjekten auftreten. Mit den zwischen 2020 und 2023 entstandenen Fotografien möchte Hanna Battisti auch auf die abnehmende Biodiversität und die zunehmende Klimaerwärmung als Folgen menschlichen Handelns im Umgang mit der Natur hinweisen. Die Zerbrechlichkeit des Planeten Erde macht sie im Kleinen sichtbar – mit dem Spiel von Licht und Schatten und einem ehrlichen Bekenntnis zur Achtsamkeit gegenüber der Natur. Die Ausstellung in der Orangerie des Klosters Neustift ist noch bis zum 1. August geöffnet. job

Tschumpus-Publikumslieblingen auf der Bühne wird daraus ein rasanter Theaterabend unter freiem Himmel. Ein schnelles Tempo legen auch die weiteren Programmpunkte vor: Ingrid Lechner bewegt sich in ihrem Solokabarett „Volle Kanne“ zwischen Burnout und Spezialauftrag, Gianluca Iocolano und Patrizia Solaro nehmen in der zweisprachigen „Io.co Show“ Südtiroler Prominenz aufs Korn, und mit „Heute Cababrett stasera!“ startet ein neues Comedyformat mit Gianluca Iocolano, Jakob Windschnur, Miriam Trockner und Yomer. Für Kinder zieht Pippi Langstrumpf (im Bild) mit drei Nachmittagsvorstellungen in den Kulturknast ein. Dazu kommen Jazz mit Matteo Paggi (Südtirol Jazzfestival), theatralische Führungen, Techno zwischen Gefängnismauern, Goethes „Faust“ als Comedy-Remix und Francesco Scimemis „Magicomio“, eine surreale Show zwischen Magie, Wahnsinn und Kino. Eines steht fest: Unterhaltung wird im Tschumpus auch heuer wieder großgeschrieben. job
Ein halbstündiges Konzertprogramm mit geistlicher Musik unter dem Titel „credere – glauben – crëi“ präsentierte der Chor NovAntiqua im Mai in der Konzertreihe „5nach12 – Musik in Niedermünster“ in Brixens Partnerstadt Regensburg sowie in der Pfarrkirche von Brixen.
In der Ausstellungsreihe „Solo im Ensemble“ des Südtiroler Künstlerbundes sind bis 1. August in Bozen unter dem Titel „Humana Identitas“ auch Arbeiten von Marlies Baumgartner aus Vahrn zu sehen, gemeinsam mit Arbeiten von Heinz Innerhofer und Markus Moling.
Auch heuer organisiert die Stadtbibliothek Brixen wieder die beliebte SommerLeseaktion „Biblio-Bingo“ für Grundschüler. Wer während der Ferien vier Bücher liest, erhält im Herbst eine Überraschung. Die Biblio-Bingo-Karten gibt es in der Bibliothek.
Foto: Felix Bacher
Foto: Johanna Bampi
Max von Milland, „Lei Liebe“ heißt Ihr neuester Song. Was steckt hinter diesem Lied?
„Lei Liebe“ ist nicht nur der Titel eines neuen Songs, sondern meiner neuen EP mit fünf Songs, die am 24. Juni erschienen ist. Das Lied handelt davon, dass wir alle mehr zusammenrücken müssen, ganz unabhängig von unseren persönlichen Vorlieben und Interessen.
Gab es einen konkreten Auslöser in Ihrem Leben, dieses Lied zu schreiben?
Es heißt, dass Künstler einen besonderen Sensor für
„Mehr Liebe in die Welt bringen“
MAX
VON MILLAND, Singer-Songwriter, über die Botschaft seines neuesten Liedes – und was er damit bewirken möchte.
Entwicklungen hätten und für das, was in der Welt so passiert, im Großen wie im Kleinen. Wenn man sich den Ist-Zustand unserer Welt anschaut, so finde ich, zeigt sich recht deutlich, dass nur Liebe und menschliches Miteinander uns weiterbringen werden. Dieses Gefühl wollte ich mit diesem Song vermitteln und die Hörerinnen und Hörer und auch mich selbst daran erinnern, wieder mehr Liebe in die Welt zu bringen.
„Lei Liebe“ heißt auch Ihre Tour 2026/27, bei der Sie von der LiveFormation „Brennende Herzen“ begleitet werden. Welche Musi-
NEU
IM REGAL
Wandern
ohne Auto
Sich Südtirols Almen- und Bergwelt zu erwandern – das ist in Südtirol auch ohne eigenes Auto möglich. Die An- und Abreise mit den Öffis bringt zudem den Vorteil mit sich, dass Ausgangs- und Endpunkt der Wanderungen nicht zwingend übereinstimmen müssen. Rosmarie Rabanser Gafriller stellt in diesem handlichen und knapp 200 Seiten umfassenden Wanderführer 40 Touren aus ganz Südtirol vor. Die reine Gehzeit der für Frühsommer bis Herbst geeigneten Wanderungen umfasst drei bis fünf Stunden bei einem Höhenunterschied von meist weniger als 1.000 Metern. Neben der genauen Wegbeschreibung führt die Autorin Informationen zur Gehzeit, zur Länge, zu den Höhenmetern, zum Schwierigkeitsgrad und zu den Einkehrmöglichkeiten auf. Außerdem macht sie auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam und schlägt für manche Wanderung auch Varianten vor. Die Haltestellen für die An- und Rückfahrt sind namentlich exakt benannt und lassen sich so problemlos in der Fahrplanauskunft und der „südtirolmobil“-App finden. Noch einfacher ist es, den QR-Code zu scannen

Rosmarie Rabanser Gafriller Öffi-Touren in Südtirol. 40 entspannte Wanderungen ohne Auto Athesia Tappeiner Verlag 2026 und sich so, wieder über die App, die Fahrt vom und zum eigenen Wohnort anzeigen zu lassen. Topografische Kartenausschnitte mit dem genauen Wegverlauf und ansprechendes Bildmaterial bereichern den Wanderführer, der dazu ermuntert, das eigene Auto mehr als einmal daheim stehen zu lassen.
kerinnen und Musiker sind dabei, und gibt es auch Termine in Südtirol?
Die Tour beginnt jetzt mit Auftritten bei Sommerfestivals in Bayern und Österreich. Bisher bin ich als Trio aufgetreten, zusammen mit Emily Ferri aus Eppan und Simon Gamper aus St. Leonhard in Passeier. Neu dabei sind bei dieser Tour Teresa Staffler und Roby Nogler, beide aus Brixen. Wir treten am 28. November im Gustav-Mahler-Saal in Toblach und am 6. März 2027 im Kurhaus in Meran auf. Tickets gibt’s auf meiner Homepage: www.maxvonmilland.com. johanna.bampi@brixner.info



AUSSTELLUNG
Partikel der Welt
Staub entsteht immer und überall. Meist wird ihm wenig Beachtung geschenkt: Er gilt als Störfaktor, als etwas, das weggewischt, abgesaugt oder entfernt werden muss. In der Ausstellung „Staub“ in der Stadtgalerie Brixen stellt ihn die Kuratorin Michaela Stolte als unscheinbares, aber grundlegendes Element der Welt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Staub ist unerlässlich für die Atmosphäre: Ohne ihn wäre der Himmel nicht blau, Lichtstrahlen würden kaum sichtbar werden. Jasmine Deporta greift diese Dimension in ihren Fotografien auf. Sie zeigen, wie Wahrnehmung, Licht und Atmosphäre von feinsten Partikeln abhängen. Auch in der Erde ist Staub als Teil jener Materie präsent, aus der Wachstum hervorgeht. Darauf verweist Lois Weinbergers „Mobile Garden“. Bei Jörg Hofer wird Staub zum Teil des künstlerischen Prozesses. Er verlieh der Oberflä-
AUSSTELLUNG
che seines Gemäldes mit Staub, der beim Abbau des Laaser Marmors entstand, seine einmalige Struktur. Das Künstlerduo Alice Ahad (Alice Mestriner und Ahad Moslemi) wiederum machte Hausstaub zum Träger von Zeit und Erinnerung. Es präsentierte etwa Staub, den es aus unterschiedlichsten Orten der Welt zugeschickt bekommen hatte, in den vom Postversand gezeichneten Kuverts, Paketen oder Tüten. Was sonst als Schmutz gilt, wird hier zum Archiv gelebter Räume. In verdichteter Form wurde Staub zum Bestandteil weiterer Arbeiten des Künstlerduos, etwa der „Dust Flag“. Ergänzt wird die Ausstellung, die noch bis 15. August zu sehen ist, durch ein Video von Alexander Kluge sowie durch historische Objekte aus dem Volksglauben, die das Thema Staub im religiösen Kontext aufgreifen. job
AUSSTELLUNG
Sommer-Vibes

Unter dem Titel „Open your eyes, open your world” zeigt die Galerie 90 in Mühlbach bis 15. August Werke hochkarätiger Künstler. Der Titel ist dabei einmal mehr Programm, wie Kurator Alex Pergher betont: „Die Aufgabe einer kleinen Galerie ist es auch, den Menschen in der Peripherie den Zugang zu Werken großer Qualität zu ermöglichen, und das bei freiem Eintritt.“ Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten ist groß und lässt erahnen, welche Vielfalt die Kunst des 20. Jahrhunderts zwischen Abstraktion und Figuration zu bieten hat. Da gilt es zum einen, farbenfroh Geometrisches von Luigi Veronesi (1908–1998) und Victor Vasarely (1906–1997) zu entdecken. Von Hermann Nitsch (1938–2022) sind sowohl ein Leinwandgemälde als auch Druckgrafiken zu sehen, die mit dessen Orgien-Mysterien-Theater in Zusammenhang stehen.
Fotokunst in der Mühlbacher Klause

28 Fotokünstlerinnen und Fotokünstler gaben sich am 6. Juni auf Einladung von Egon Daporta beim „Fotoday 11.0“ in der Mühlbacher Klause erneut ein Stelldichein. Die historischen Ruinengemäuer
bieten alljährlich einen kontrastreichen Rahmen zu den ausgestellten Schwarz-Weiß- und Farbbildern, etwa den großformatigen Gletscher-Aufnahmen von Judith Mijderwijk. Das Spiel mit Mehrfach-
und Langzeitbelichtungen zeigte der Brunecker Patrick Fumanelli in einer zwölfteiligen Bilderserie. Josef Schraffl aus Lienz erzählte die 750-jährige Geschichte von Schloss Bruck in einer facettenreichen Mischung aus Collage und Montage. Wo moralische und religiöse Grenzen auf Meinungs- und Glaubensfreiheit stoßen, veranschaulichte Roman Langebner in seinen Bildern mit einem Augenzwinkern. Faszinierende Insekten-Makroaufnahmen, etwa vom asiatischen Harlekin-Marienkäfer, stellte Ulrike Mitterstieler aus. Dem in der Fotografie beliebten Motiv der Frau widmete sich eine ganze Reihe von Ausstellern. Aus der Mischung aus ästhetischen,
Joseph Beuys (1921–1986) fügt sich mit einem monochromen Werk in diese Reihe international anerkannter Künstler ein. Mit Willy Valier (1920–1968), Karl Plattner (1919–1986) und Peter Fellin (1920–1999) sind drei Große der Südtiroler Kunst mit internationalem Renommee vertreten. Valiers Bild besticht durch seine strukturierte Farbschicht in dunklen Tönen. Die expressiven Arbeiten von Peter Fellin sind auf eine Farbskala von Grauwerten reduziert. Mit feinsten Strichen in monochromer Farbgebung zeigt sich Karl Plattner als wahrer Meister der Radierung. Ein Feuerwerk der Farbenpracht erzeugen hingegen die klein- und großformatigen Arbeiten von Mario Schifano (1934–1998). Lust auf Sommer machen auch eine Bronzestatuette und ein kleinformatiges Bild mit Rosengarten von Vanni Viviani (1937–2002). job
erotischen oder erzählerischen Körper- und Porträtaufnahmen stach die Schwarz-Weiß-Serie von Bea Hinteregger zum Thema Gewalt an Frauen hervor (im Bild): eine Geschichte vom Leiden, Zerbrechen, Verarbeiten und dem Zurück-ins-Leben-Finden. Ebenso ein Highlight war die Arbeit der Brunecker Unterwasser-Fotografin Claudia Rubner. Ihre hinterleuchteten monochromatischen PlexiPrints lassen das Leben scheinbar einen Moment stillstehen. Im Mineralwasserbecken setzen sich die Kohlensäurebläschen auf den Gesichtsprofilen ab und werden durch geschickte Lichtführung vortrefflich in Szene gesetzt.
Foto: Oskar Zingerle
Foto: Oskar
Foto: Johanna Bampi

So vielfältig die Pflanzenwelt im Staudenparadies ist, so vielfältig sind auch die 60 Skulpturen von 20 Künstlerinnen und Künstlern aus Südtirol und Österreich, die es hier inmitten von Beeten, Wiesen, unter Bäumen und auf Gartenmauern zu entdecken gilt. Aus unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Ton, Metall oder Stein geschnitten, geformt, gegossen oder gehauen, treten sie in den Dialog mit der Umgebung und dem Licht- und Schattenspiel von Sonne und Wolken. Die Ausstellung „SculpGarden“, hinter deren Konzept und Umsetzung erneut der Kunstkreis St. Erhard und das Staudenparadies Seidnerhof in Köstlan stehen, will dabei mehr bieten
KABARETT
Kunst im Freien AUSSTELLUNG
als einen Rundgang durch Kunst im Freien: Sie will die Menschen zum Verweilen und Entdecken einladen, einzeln, gemeinsam und durchaus im Wechsel von Wetter und Jahreszeiten – schließlich ist sie bis 24. Oktober zu sehen. An der Gemeinschaftsausstellung beteiligen sich Anton Amort, Peppi Augschöll, Ludwig Blasy, Lothar Dellago, Friedrich Sebastian Feichter, Armin Grunt, Josef Huber, Lisa Jenewein, Gabriel Köfler, Patrick Moroder, Gerhard Ploner, Sebastian Rainer, Gabriel Rauchegger, Simon Rauter, Andreas Rendl, Isak Runggaldier, Matthias Sief, Sergio Sommavilla, Martina Thaler und Veronika Thurin. Das Rahmenprogramm im Juli wartet mit Live-Musik bei einem Aperitivo Lungo auf. job
Zwischen Dystopie und Zuckerwatte
Mit dem Auftritt der deutschen Kabarettistin Sonja Pikart ging Anfang Juni die Kabarettsaison in der Dekadenz zu Ende. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin präsentierte ihr Programm „Halb Mensch“, für das sie 2024 den Österreichischen Kabarettpreis erhalten hatte. Ausgangspunkt des Abends war eine dystopische Zukunftsvision: Im Jahr 2027 haben künstliche Intelligenzen die Macht übernommen, die Menschen sind auf der Flucht. Die Kabarettistin zieht sich zu bereits Geflüchteten in einen Bunker zurück und blickt von dort aus mit scharfem Humor auf die Gegenwart. Mit viel Ironie, Sarkasmus und pointierten Beobachtungen nahm Pikart Themen wie Selbstoptimierung, OnlineDating, Diskussionskultur oder gesellschaftliche Widersprüche unter die Lupe. So schlug sie etwa vor, streitende Talkshow-Gäste lieber gemeinsam in eine Geisterbahn zu schicken, bis sie einen gemeinsamen Nenner finden und sich eine Zuckerwatte teilen. Die Bühne


blieb bewusst schlicht: Ein Stuhl, eine Diskokugel und eine Piñata genügten, um zahlreiche Figuren und Szenen entstehen zu lassen. Pikart überzeugte dabei mit schauspielerischer Vielseitigkeit und intelligentem Humor. Die Mischung aus pointierter Gesellschaftskritik, schwarzem Humor und überraschenden Denkanstößen kam beim Publikum in der Dekadenz bestens an. Die Botschaft des Abends war dabei ebenso einfach wie originell: Menschliche Schrulligkeit und Unberechenbarkeit seien letztlich das wirksamste Mittel gegen die Herrschaft der Maschinen. „Irrational sein trickst die KI aus. Lasst uns der Fehler in der Matrix sein!“, rief Pikart dem Publikum zu. lv

MONTAG - SAMSTAG: 09.00 - 12.30, 14.00 - 18.30 harpf.suedtirol harpf Trinkgenuss in Südtirol
KULTURSOMMER 2026
Im Tschumpus Juli und August
* GERÜCHTE, GERÜCHTE
von Neil Simon, adaptiert von Lukas Lobis
Unternehmer und Kunstmäzen Ferdl Pörnbacher und seine Frau Maria laden zu ihrem 10. Hochzeitstag in ihr Haus ein. Doch statt einer Feier finden die Geladenen den Hausherrn mit einer Schussverletzung vor und Maria ist verschwunden. Alles deutet auf einen Selbstmordversuch des Gastgebers hin. Um einen Skandal zu vermeiden, versuchen die Gäste die vermeintliche Wahrheit zu vertuschen, was zur Folge hat, dass immer wildere Spekulationen genährt von allerlei Gerüchten und Affären die Runde machen, bis sich die Situation auf überraschende und komische Weise auflöst.
Regie: Lukas Lobis
Regieassistenz: Sabine Weissenegger
Auf der Bühne: Georg Kaser, Miriam Kaser, Josef Lanz, Ingrid Lechner, Joachim Mitterutzner, Fabian Mutschlechner, Anna Oberrauch, Doris Pigneter, Ingo Ramoser, Patrizia Solaro, Sabine Weissenegger
Aufführungen: 1., 3., 6., 8., 10., 14., 15., 17., 22. und 24. Juli, 20:30 Uhr

Tschumpus – Brixen, Domplatz 3
Reservierung
Tel. + 39 388 777 0077 (Mo.–Fr. 13–14 Uhr), auch per SMS und WhatsApp möglich
E-Mail: reservierung@tschumpus.com www.tschumpus.com
Aus organisatorischen Gründen können Reservierungen über Homepage und E-Mail spätestens bis einen Tag vor der Vorstellung angenommen werden und sind nur nach schriftlicher Bestätigung gültig.
Freier Eintritt: Theatralische Führungen und Techno Tschumpus

* Volle Kanne
Kabarett mit Ingrid Lechner
Do., 30. Juli, 20:30 Uhr

* Io.Co Show
Show mit Gianluca Iocolano und Patrizia Solaro
Fr., 31. Juli, 20:30 Uhr

* Pippi Langstrumpf
Kindertheater
Koproduktion Rotierendes Theater und Theakos
Mi., 5. August, 17 Uhr
Do., 6. August, 17 Uhr
So., 9. August, 17 Uhr

* Heute Cababrett stasera!
Kabarett mit Gianluca Iocolano, Jakob Windschnur, Miriam Trockner, Yomer
Fr., 7. August, 20:30 Uhr

* Techno Tschumpus
Clubbing mit Davide Piras, LXTR, YOUDIDITAGAIN
Sa., 8. August, 18–23.30 Uhr

* Goethes Faust
Theater mit Georg Kaser und Peter Schorn
Mi., 12. August, 20:30 Uhr

* Magicomio
Show mit Francesco Scimemi (it.) Do., 13. August, 20:30 Uhr

* Theatralische Führungen
mit Georg Kaser, Joachim Mitterutzner, Anna Oberrauch, Patrizia Solaro, Andreas Zingerle
Mo., 3. August, 21 Uhr
Do., 6. August, 21 Uhr
So., 9. August, 21 Uhr
Di., 11. August, 21 Uhr
Spitzenensembles präsentieren Meisterwerke
MUSIK: In der Reihe „Musik & Kirche“ sind im Sommer große Werke von Bach bis Rachmaninow zu hören.

Am 16. Juli führen die Ensembles Chorwerk Ruhr und Concerto Köln im Brixner Dom die h-Moll-Messe von J. S. Bach auf, eines der bedeutendsten Werke der Musikgeschichte. Bach schuf damit ein Werk von konfessionsübergreifender und zeitloser geistlicher Aussagekraft.
Messa da Requiem von Verdi
Die Audi Jugendchorakademie und die Akademie für Alte Musik Berlin bringen unter der Leitung von Martin Steidler am 25. Juli die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi zur Aufführung. Das höchst eindrucksvolle Werk ist ein spannungsreiches Klangdrama zwischen innerer Andacht, monumentaler Wucht und überwältigender emotionaler Intensität.
Rachmaninow, Mozart und Schubert
Sergei Rachmaninows Ganznächtliche Vigil („Vesper“) zählt zu den bedeutendsten Werken der orthodoxen Chormusik. Die Aufführung am 12. August mit dem Slowenischen Philharmonischen Chor verspricht ein intensives Hörerlebnis von zeitloser Schönheit und spiritueller Kraft. Am 29. August konzertieren in Sterzing die renommierte Sopranistin Chen Reiss und die Brünner Philharmoniker unter der Leitung von Dennis Russell Davies. Das Programm ist Werken von Mozart und Schubert gewidmet; unter anderem erklingen „Exsultate, jubilate“ von Mozart sowie Schuberts 5. Symphonie.
Do., 16. Juli, 20 Uhr
Johann Sebastian Bach: Messe in h-Moll
Chorwerk Ruhr / Concerto Köln
Dom, Brixen
Sa., 25. Juli, 18 Uhr
Audi Jugendchorakademie
Akademie für Alte Musik Berlin
Giuseppe Verdi: Messa da Requiem Dom, Brixen
Mi., 12. August, 20 Uhr
Sergei Rachmaninow: Ganznächtliche Vigil (Vesper) op. 37 Slowenischer Philharmonischer Chor Dom, Brixen
Sa., 29. August, 18 Uhr
Chen Reiss, Sopran
Brünner Philharmoniker Werke von Mozart und Schubert Pfarrkirche, Sterzing
Kartenvorverkauf: www.mytix.bz oder Tourismusbüro Brixen
Infos: Stiftung Musik Brixen, www.musikbrixen.it
BANDA MUSICALE DELL’AERONAUTICA MILITARE
Das Blasorchester der italienischen Luftwaffe gastiert erstmals in Südtirol
Ein außergewöhnliches Kulturerlebnis wirft seine Schatten voraus: Am 28. Juli lädt die Bürgerkapelle Brixen zu einem Konzert der absoluten Spitzenklasse in den Innenhof der Hofburg. Erstmals überhaupt gastiert die renommierte „Banda Musicale dell’Aeronautica Militare“ in Südtirol. Das Repräsentationsorchester des italienischen Verteidigungsministeriums besticht durch Perfektion und musikalische Strahlkraft. Die Hauptaufgaben des Orchesters sind die musikalische Gestaltung hochrangiger Feierlichkei-
ten der Luftstreitkräfte oder der NATO sowie der Ehrendienst am römischen Quirinalspalast. Auch Konzerte abseits der offiziellen Auftritte sind möglich, weshalb diese Formation zum ersten Mal in Südtirol ein Konzert gibt. Das Gastspiel verspricht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Vor der historischen Kulisse der Hofburg treffen die sinfonischen Klänge des Orchesters auf eine einzigartige Atmosphäre. Von feierlichen Märschen bis zu zeitgenössischen Werken zeigt sich die Vielfalt moderner Blasmusik. Eintritt: freiwillige


* Dienstag, 28. Juli, 20:30 Uhr Innenhof der Hofburg Brixen (bei schlechter Witterung im Forum)
BÜRGERKAPELLE BRIXEN X ANGER

Anlässlich ihres 225-jährigen Bestehens realisiert die Bürgerkapelle Brixen ein außergewöhnliches Konzertprojekt: Gemeinsam mit dem Brixner Popduo ANGER entsteht ein Musikerlebnis, das Blasmusiktradition und Moderne Popmusik auf einzigartige Weise verbindet. Unter dem Jubiläumsmotto „Brixner Klangfarben“ begegnen sich unterschiedliche
musikalische Welten und schaffen neue Klangräume. Das Gemeinschaftskonzert der traditionsreichen Bürgerkapelle und des vielfach ausgezeichneten Popduos ANGER ist ein Projekt aus Brixen für Brixen. Ein Konzert, das Generationen, Stilrichtungen und Menschen verbindet und neue Akzente im Südtiroler Musikleben setzt.
* Samstag, 1. August, 20:30 Uhr Hofburg, Brixen (bei schlechtem Wetter im Forum)
Eintritt frei


SHAKESPEARES SOMMERNACHTSTRAUM
Freilichttheater – Eisacktaler Volkstheater
Wenn Hotellerie und Weinbau fusionieren, wenn verlobte Verliebte nicht mehr wissen, in wen sie eigentlich verliebt sind, wenn Puck, der Waldgeist, nicht nachkommt vor lauter Popozwicken und Zaubertrankträufeln und die Angestellten der Fusionierung auch noch ein Theaterstück proben, das so schrecklich schlecht wird, dass es eine wahre Freude ist – dann befinden wir uns mitten im Eisacktaler Sommernachtstraum.
Komödie von Michael Niavarani Regie: Gabi Rothmüller und Alex Liegl
Weitere Aufführungen:
Di., 7. Juli
Do., 9. Juli
Fr., 10. Juli
Sa., 11. Juli
Mo., 13. Juli
Mi., 15. Juli
Do., 16. Juli
Fr., 17. Juli
Mo., 20. Juli
Di., 21. Juli
Mi., 22. Juli
jeweils um 21 Uhr

* Freitag, 3. Juli, 21 Uhr (Premiere) Stiftsplatz, Neustift
Karten: online auf der Website www.volkstheater.it 24/7 WhatsApp 392 065 56 00 (keine Telefonate)
OPE[R]N AIR
Der Barbier von Sevilla Highlights aus der Oper von Gioachino Rossini

* Samstag, 4. Juli, 19:30 Uhr Hofburg, Brixen (wetterbedingt ggf. im Haus Voitsberg, Vahrn)
Weitere Aufführung in Innsbruck: Sonntag, 5. Juli, 19:30 Uhr, Hofgarten Wetterbedingte Ausweichtermine: Sonntag, 5. Juli, 17 und 19:30 Uhr, Haus der Musik
Thomas Lackner, Schauspiel
Patrizia Pfeifer, Schauspiel
Vanessa Waldhart, Sopran (Rosina)
Philipp Kapeller, Tenor (Conte)
Wolfgang Resch, Bariton (Figaro)
Victor Dublyansky, Bariton (Bartolo)
Gerhard Sammer, Leitung
Tiroler Kammerorchester InnStrumenti in Kooperation mit dem Kammerorchester InnStrumenti Südtirol
Dieses innovative Konzertformat präsentiert Highlights der Opernliteratur in einem völlig neuen Konzept als kompaktes Open-Air-Konzert in Verbindung von Schauspiel und Musik und spricht Menschen unterschiedlichen Alters an. In ca. 75 Minuten werden die berühmtesten Musikstücke der Oper Der Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini musikalisch präsentiert, die Handlung der Oper wird durch die zwei hervorragenden Schauspielenden Patrizia Pfeifer und Thomas Lackner zwischen den Musikstücken vermittelt.
Tickets sind online und an der Abendkasse erhältlich Online-Tickets: www.evients.com oder www.instrumenti.at
Preise: Erwachsene 25 Euro, Kinder, Jugendliche und Studierende 10 Euro Freie Platzwahl
Bei schlechtem Wetter findet die Aufführung um 19:30 Uhr im Haus Voitsberg in Vahrn statt. Die Info, ob das Konzert in der Hofburg oder im Haus Voitsberg in Vahrn stattfindet, ist ab 3. Juli, 13 Uhr unter www.innstrumenti.at einzusehen.
Mittwoch, 1. Juli
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Donnerstag, 2. Juli
Führung 18:30 Uhr
Depot-Besuch im Pharmaziemuseum
veranstaltet von der Stadtgalerie Stadtgalerie, Brixen
Konzert 21 Uhr
LVDF
Südtirol Jazzfestival Guggenberg, Brixen

Freitag, 3. Juli
Buchvorstellung 18:30 Uhr
Stadt Natur Rechte. Was Bienen und Bäume dürfen müssen
Stadtbibliothek, Brixen
Konzert 20 Uhr
Matthias Schriefl und Musikkapelle Schabs
Südtirol Jazzfestival Festung Franzensfeste

Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Samstag, 4. Juli
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Konzert 19:30 Uhr
Ope(r)n Air:
Der Barbier von Sevilla mit dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti
Bei Schlechtwetter: Haus Voitsberg, Vahrn
Hofburg, Brixen
Konzert 21 Uhr
Schmack
Südtirol Jazzfestival 3fiori Café, Brixen
Montag, 6. Juli
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Dienstag, 7. Juli
Konzert 20:30 Uhr
Brixner Orgelkonzert Kirche des Priesterseminars, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Mittwoch, 8. Juli
Vortrag 19 Uhr
Warum Beinwurz nicht fürs
Bein ist mit Joachim Grzega Pharmaziemuseum, Brixen
Führung 19 Uhr
Staub mit der Kuratorin Michaela Stolte Stadtgalerie, Brixen
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Donnerstag, 9. Juli
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift


Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift
Berufsbegleitende Lehrgänge
Lehrgang: Kräuterpädagogik Fr., 4.9.2026 bis Sa., 24.7.2027 (10 Module)
Kurzlehrgang: Sitzwache bei Sterbenden Fr., 11.9. bis Sa., 28.11. (4 Module)
Kurzlehrgang: Verkaufstraining Mii., 16.9. bis Do., 29.10. (4 Module)
Lehrgang: Vitalmasseur/in Do., 17.9.2026 bis Fr., 24.9.2027 (18 Module)
Kurzlehrgang: Kirchenführung
Fr., 18.9. bis Mi., 14.11. (3 Module)
Lehrgang: Naturbasierte/r Gesundheitstrainer/in Sa., 25.9.2026 bis Sa., 3.7.2027 (7 Module)
Master-Lehrgang: Management und Unternehmensführung
Fr., 2.10.2026 bis Sa., 19.6.2027 (18 Module)
Lehrgang: Bewegungs- und Gesundheitscoach Fr., 9.10.2026 bis Fr., 19.11.2027 (12 Module)
Lehrgang: Ganzheitlicher Entspannungscoach
Fr., 16.10.2026 bis Fr., 11.6.2027 (9 Module)
Lehrgang: Controlling – Für die Steuerung des Unternehmenserfolges
Di., 27.10.2026 bis Mi., 17.3.2027 (6 Module)
Studiengang: Zeichnung und Malerei
Fr., 30.10.2026 bis Sa., 10.4.2027 (8 Module)
Seminar-Highlights im Sommer
Rhetorisch fit für die Führungsposition
Mo., 13.7. bis Di., 14.7.
Erfolgreich argumentieren & Gegenargumente kontern
Mi., 15.7. bis Do., 16.7. Wie viel Ethik braucht die Psychotherapie?
Do., 23.7.
GLÜCK – Erkenntnisse aus der Wissenschaft und praktische Wege Do., 23.7. bis Fr., 24.7.
Balance im Alltag – Klarheit und Energie für Beruf und Privatleben
Fr., 31.7. bis Sa., 1.8.
Meditation erleben: Entdecke Deine innere Stille Fr., 21.8. bis Sa., 22.8. Experimentelle Fotografie & Freie Zeichnung
Mi., 26.8. bis Sa., 29.8.
Gesundheit auf Pflanzenbasis
Mi., 2.9. bis Do., 3.9.
NLP Diploma
Mi., 02.9. bis Sa., 5.9.

Weitere Infos und Anmeldung
Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1
39040 Vahrn 0472 835 588
bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it
Freitag, 10. Juli
Diverses ab 19 Uhr
Villnösser Dorffest St. Peter, Villnöß
Freilichttheater 20:30 Uhr
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift


VILLNÖSSER DORFFEST
URIG & ECHT
Vom 10. bis 12. Juli verwandelt sich Villnöß wieder in einen lebendigen Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Das beliebte Dorffest „urig und echt“ steht für gelebte Tradition, starke Gemeinschaft und ein Programm, das alle Generationen anspricht.
Der Festauftakt erfolgt am Freitag um 19 Uhr mit dem traditionellen Fassanstich, der das Wochenende offiziell eröffnet und für die richtige Stimmung sorgt.
Am Samstagnachmittag folgt ein besonderer Höhepunkt: Bei der großen Oldtimer-Rundfahrt rollen historische Fahrzeuge durchs Tal und bieten ein Spektakel für Liebhaber und Neugierige.
Am Sonntag um 14 Uhr bildet der Festumzug den feierlichen Höhepunkt. Unter dem Motto „Typisch Villnöß“ zeigen die Vereine, was das Dorf in seiner Vielfalt und Verwurzelung ausmacht.
Die Organisatoren des Villnösser Dorffests freuen sich auf ein stimmungsvolles Wochenende und viele Besucher, die dieses besondere Fest gemeinsam erleben.
Programm
Freitag, 10. Juli:
19 Uhr: Eröffnung und Fassanstich mit Ehrengästen aus Sport und Politik Festbetrieb bis 2 Uhr
Samstag, 11. Juli:
14:30–17:30 Uhr: Oldtimer-Rundfahrt unter dem Motto „Olt, roschtig & mindestens 2 Radler“ mit Fahrzeugausstellung 17 Uhr: Beginn des Festbetriebs (bis 2 Uhr)
Sonntag, 12. Juli:
11 Uhr: Beginn des Festbestriebs mit Frühschoppen
14 Uhr: Großer Festumzug „Typisch Villnöß“
20 Uhr: Ziehung der Gewinner der Lotterie
22 Uhr: Festende
* 10., 11. und 12. Juli
St. Peter, Villnöß
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Samstag, 11. Juli
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Diverses ab 17 Uhr
Villnösser Dorffest St. Peter, Villnöß
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Sonntag, 12. Juli
Diverses ab 11 Uhr
Villnösser Dorffest St. Peter, Villnöß
Montag, 13. Juli
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Dienstag, 14. Juli
Führung 13 Uhr
Digestif-Führung mit Kaffee in der Mittagspause Stadtgalerie, Brixen
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Mittwoch, 15. Juli
Freilichttheater 20:30 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Diverses ab 18 Uhr
Summer Emotions Altstadt, Brixen

J.S. Bach: Messe in h-Moll BWV 232
Chorwerk Ruhr und Concerto Köln Dom, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Freitag, 17. Juli
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Samstag, 18. Juli
Diverses ab 8 Uhr
F3A World Cup 2026
Kunstflug-Weltcup
Modellflugplatz, Neustift
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm
Treffpunkt: Hofburg
Sonntag, 19. Juli
Diverses ab 8 Uhr
F3A World Cup 2026
Kunstflug-Weltcup mit Flugshow (13 Uhr)
Modellflugplatz, Neustift
Montag, 20. Juli
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
www.villnoesser-dorffest.it
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Dienstag, 21. Juli
Konzert 20:30 Uhr
Brixner Orgelkonzert Kirche des Priesterseminars, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Mittwoch, 22. Juli
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Freilichttheater 21 Uhr
Shakespeares Sommernachtstraum
Eisacktaler Volkstheater Stiftsplatz, Neustift
Donnerstag, 23. Juli
Diverses ab 18 Uhr
Summer Emotions Altstadt, Brixen
Freitag, 24. Juli
Freilichttheater 20:30 Uhr
Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen
Samstag, 25. Juli
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm
Treffpunkt: Hofburg
Konzert 18 Uhr
G. Verdi: Messa da Requiem Audi Jugendchorakademie und Akademie für Alte Musik Berlin Dom, Brixen
Dienstag, 28. Juli
Konzert 20:30 Uhr Banda Musicale dell’Aeronautica Militare Hofburg, Brixen
Donnerstag, 30. Juli Diverses ab 18 Uhr Summer Emotions Altstadt, Brixen
Freilichtkabarett 20:30 Uhr
Volle Kanne mit Ingrid Lechner Tschumpus, Brixen
Freitag, 31. Juli
Kabarett 20:30 Uhr
Io.Co Show
mit Gianluca Iocolano und Patrizia Solaro Tschumpus, Brixen
Ausstellungen
Stadtgalerie
bis 15. August
Staub
mit Arbeiten von Alice Ahad, Jasmine Deporta, Jörg Hofer, Lois Weinberger, Alexander Kluge
Di.– Fr. 10 –13 und 16 –19 Uhr, Sa. 10 –13 Uhr
Hofburg Brixen ab 25. Juli
Hermann Josef Runggaldier.
Zwischenräume
täglich 10 –18:30 Uhr
Eröffnung: Fr., 24. Juli, 17 Uhr
Kloster Neustift bis 25. Juli
COMMUNITAS – Spuren der Gemeinschaft. Zeitgenössische fotografische Interpretationen bis 31. Oktober
Spuren der Erinnerung. Das fotografische Archiv von Kloster Neustift
Mo.– Sa. 10 –17 Uhr
Kloster Neustift, Engelsburg bis 31. August
Relationes. Fotografische Positionen
Mo.– Sa. 10 –17 Uhr
Orangerie im Stiftsgarten
Neustift bis 1. August
Natura Viva. Hanna Battisti
Mo.– Sa. 10 –17 Uhr
Staudenparadies bis 24. Oktober
SculpGarden 26
Kunstkreis St. Erhard
Mo.– Fr. 9 –12 und 15 –18 Uhr, Sa. 9 –12 Uhr
Kunstraum bARTh bis 31. Juli
Nor. Monia Ben Hamouda Besichtigung nach Terminvereinbarung (art@barth.it)
Galerie 90, Mühlbach bis 15. August
Open your eyes, open your world
Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50)
Franzensfeste bis 8. November
FORT_biennale 02 Reclaiming
Collective
Di.– So. 10 –18 Uhr
Märkte
Bauernmarkt
mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz
Wochenmarkt
montags,7:30–13 Uhr
Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz
Ggumperermarkt
Samstag, 11. Juli, 8–17 Uhr Albuingasse, Brixen



F3A WORLD CUP 2026
Kunstflug-Weltcup für Flugmodelle
Am 18. und 19. Juli organisieren die Eisacktaler Buschflieger den 14. Südtiroler F3A CUP in Neustift/Südtirol. Der Wettbewerb beginnt am Samstag um 8 Uhr und läuft bis Sonntagmittag. Nach der Preisverleihung findet am Sonntag ab ca. 13 Uhr eine Flug-Show statt. Der Eintritt zu den Wettbewerben und zur Flug-Show ist frei.
Für Speis und Trank ist bestens gesorgt!
* Samstag, 18. Juli und Sonntag, 19. Juli
Modellflugplatz, Neustift
www.buschflieger.com
Brixens neuester Sport-Hit

FLOORBALL: Die nagelneue Sektion Floorball vom SSV Brixen hat eine erfolgreiche Premierensaison hinter sich. Ein Blick auf die kuriose Entstehungsgeschichte der jüngsten SSV-Sektion und auf eine Sportart, die in Brixen immer mehr Anhänger findet.

In Brixen weht ein frischer Wind – und der kommt von einem kleinen Plastikball: Mit Floorball rief der SSV Brixen im vergangenen Herbst seine jüngste und damit 15. Sektion ins Leben. Die Sportart war vielen lange kein Begriff, machte sich aber innerhalb kürzester Zeit in der ganzen Stadt einen Namen.
Den Anstoß zur Gründung gab ein junger Brixner Fan der Sportart. Immer wieder äußerte er im Gespräch mit seinen Eltern den Wunsch, Floorball auch in Brixen spielen zu können. Das war bislang nämlich nur in Sterzing oder Bozen möglich. Kurt Platter erinnert sich schmunzelnd daran, wie hartnäckig sein Sohn ihn und seine Frau Roswitha Steinmair beinahe tagtäglich dazu drängte, eine Floorball-Sektion ins Leben zu rufen. Und das zahlte sich aus: Gemeinsam mit seiner Frau wandte sich Platter schließlich an den SSV Brixen. Dort stieß das Vorhaben auf offene Ohren: Über Sekretär Federico Demetz gelangte die Idee zum Präsidenten Claudio Zorzi, der dem Projekt eine Chance geben wollte.
t MIT BALL UND SCHLÄGER: Floorball ist eine Mischung aus Feld- und Eishockey; die Sportart wurde in den Fünfzigerjahren in Nordamerika entwickelt
Eine geeignete Trainingsstätte war mit der Dreifachturnhalle Zinggen-Rosslauf rasch gefunden. Ziel war es zunächst, zumindest zehn Grundschülerinnen und Grundschüler für das neue Angebot zu begeistern. Bei der ersten Einheit standen zwar nur acht Kinder auf dem Spielfeld, doch bereits damals war die Begeisterung spürbar.
Ball statt Puck
Floorball wurde in den Fünfzigerjahren in Nordamerika als Sommervariante des Eishockeys entwickelt. Später prägten vor allem Länder wie Schweden, Finnland und die Schweiz die heutige Form des Spiels, die als Mischform von Feld- und Eishockey angesehen werden kann. Gespielt wird allerdings nicht mit einem Puck, sondern mit einem löchrigen Kunststoffball. „In den Schulen wird oft Hallenhockey gespielt. Floorball ist die professionellere Variante“, erklärt Trainer Thomas Rederlechner. Er selbst kam in seiner Schulzeit zum Floorball und konnte bei Schulmeisterschaften erste Erfahrungen sammeln. Gespielt werden kann in unterschiedlichen Varianten –mit oder ohne Torwart, drei gegen drei oder fünf gegen fünf. Körperkontakt ist zwar erlaubt, wird jedoch deutlich strenger reglementiert als im Eishockey. Die Spielerinnen und Spieler tragen nämlich keine Schutzausrüstung.
Ein weiterer Vorteil: Floorball ist im Vergleich zu anderen Sportarten hierzulande besonders kostengünstig. „Die Kinder müssen nur mit Turnschuhen in die Halle kommen. Schläger und Bälle werden von der Sektion zur Verfügung gestellt“, erklärt Platter. In der etwas schwierigen Anfangsphase erhielt die neue Sektion wertvolle Unterstützung vom SSV Bozen, der seit Jahren erfolgreich in der höchsten italienischen Floorball-Liga vertreten ist. Dessen Sektionsleiter Herbert Gius half den Brixnern bei organisatorischen Fragen und der Materialbeschaffung.
Gemeinsam statt gegeneinander
Die ersten zwei Schnupperstunden leitete Platter selbst: „Eher schlecht als recht“, meint er schmunzelnd. Schnell wurde klar, dass ein erfahrener Trainer benötigt wird. Dabei fiel die Wahl auf Thomas Rederlechner, der bereits als Eishockey-Nachwuchstrainer bei den Brixner Falcons tätig war. Von Beginn an stand nicht der Leistungsgedanke im Mittelpunkt, sondern die Freude an Bewegung, Fair Play und Teamsport. „Es geht vor allem um Spaß und das gemeinsame Sporttreiben“, erklärt der Trainer, Leistungsdruck sollte den Kindern nicht die Freude an diesem für viele noch unbekannten Sport nehmen. Trainiert wurde während des gesamten Schuljahres jeweils dienstags von 18.15 bis 19.15 Uhr. Ein Drittel der Dreifachturnhalle stand den Kindern dabei zur Verfügung. Eine Einheit begann meist mit einem gemeinsamen Aufwärmprogramm; den größten Teil der Stunde nahm das gemeinsame Spielen ein. Im Kontrast zu dem oft turbulenten und stressigen Alltag der jungen Sportlerinnen und Sportler bietet das

Die zunächst kleine Brixner Gruppe wuchs schnell; mittlerweile trainieren 17 Kinder gemeinsam in der Dreifachturnhalle
Floorball-Training nach einem langen Schultag eine unkomplizierte Möglichkeit, sich auszutoben. Die Verantwortlichen verzichteten bewusst auf die Teilnahme an Meisterschaften sowie Wochenendterminen, was von vielen
„ Kinder, die sich für Eishockey interessieren, aber Schwierigkeiten mit dem Eislaufen haben, können über Floorball dennoch einer verwandten Sportart nachgehen“
Kurt Platter, Sektionsleiter
Eltern befürwortet wurde. Platter steht mit den Brixner Falcons laufend im Kontakt. Diese haben die Vorteile der neuen Sektion in Brixen rasch erkannt: „Kinder, die sich für Eishockey interessieren, aber Schwierigkeiten mit dem
Eislaufen haben, können über Floorball dennoch einer verwandten Sportart nachgehen“, erklärt er.
Das Team wächst
Der Erfolg des Konzepts zeigte sich bereits nach wenigen Monaten. Aus den anfangs „nur“ acht Kindern wurden im Laufe der Saison insgesamt 17 – darunter sieben Mädchen. Mit Kindern von der ersten bis zur fünften Grundschulklasse war die Gruppe breit aufgestellt. Noch bemerkenswerter als die steigenden Teilnehmerzahlen war die Verlässlichkeit der jungen Floorballer: „Bei den insgesamt 30 Trainingseinheiten waren die Gruppen fast immer vollständig. Das war für uns der schönste Beweis, dass es ihnen gefällt“, freut sich Kurt Platter. Auch Trainer Thomas Rederlechner blickt auf die positive Entwicklung mit Stolz zurück: Während anfangs vor allem das Kennenlernen der Sportart im Vordergrund stand, wurden mit der Zeit auch Fortschritte auf dem Spielfeld sichtbar. „Man merkt nach dieser Saison schon erste geordnetere Spielzüge“, sagt der Hockey-Experte.
Erste Bewährungsprobe
Dies konnte bei einem Freundschaftsspiel gegen den SSV Bozen auch schon unter Beweis gestellt werden. Es war das

Qualität, die man sieht, Erfahrung, die man spürt.

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erste richtige Spiel gegen einen externen Gegner. Während die Brixner erst seit wenigen Monaten trainierten, besitzt der SSV Bozen langjährige Erfahrung und stellt sogar eine erste Mannschaft in der Floorball-Italienmeisterschaft der Serie A.
Nach dem ersten Viertel führten die Bozner erwartungsgemäß mit 5:0. Doch die Brixner drehten die Partie noch um: Bis zum Ende der regulären Spielzeit stand es 7:7. Auch das anschließende Penaltyschießen brachte keinen Sieger hervor, und das erste Spiel endete somit mit einem 5:5-Unentschieden. Für die Verantwortlichen war das Match ein klarer Beweis dafür, welches Potenzial in dieser neuen Sektion steckt: „Man hat den Kindern angesehen, wie sie dieses Spiel genossen haben und welchen Biss sie haben“, erzählt Kurt Platter, der mit seiner Frau bei nahezu jeder Trainingseinheit dabei war.
Dass es sich nicht nur um ein kurzfristiges Projekt handelt, steht bereits fest. Die positive Entwicklung der ersten Saison, die Motivation der Kinder und die Unterstützung der Eltern beweisen, dass Floorball in Brixen angekommen ist. Ab September wird in der Dreifachturnhalle wieder trainiert und die zweite Saison in Angriff genommen. Kurt Platter, Roswitha Steinmair und Thomas Rederlechner hoffen, dass sich auch in Zukunft immer mehr Kinder für Floorball begeistern können und die Erfolgsgeschichte auf diesem Weg weitergeschrieben wird.

samuel.fink@brixner.info






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MOUNTAINBIKE
Premiere im Regen

Für die erste Ausgabe der „Plose Bike Trophy“ hatten die verantwortlichen Veranstalter vom ASC Plose Bike Gravity Team alle organisatorischen und bürokratischen Hürden genommen, und
MEHRKAMPF
„Ein voller Erfolg“
Vom 5. bis zum 7. Juni wurde in der Brixner Raiffeisen-Arena die italienische Mehrkampfmeisterschaft für die Kategorien U23, U20, U18 und U16 ausgetragen. Der SSV Brixen organisierte die diesjährigen Titelkämpfe in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Landeskomitee des Leichtathletikverbandes FIDAL. Insgesamt waren 125 Athletinnen und Athleten am Start. Drei Südtiroler schafften dabei im Zehnkampf den Sprung aufs Podest: Daniele Tomasi vom CSS Leonardo Da Vinci Bozen gewann Silber in der U23, ebenso Manuel Lorenzon vom Athle-
auch das sehr feuchte Wetter konnte der Begeisterung am Nachmittag des 2. Juni keinen Abbruch tun. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Südtirol hatten sich samt ihren Mountainbikes in der Sportzone Laugen in Natz eingefunden. Sie gingen in der Disziplin „Short Track XCC“ für die Kinderkategorien G1 bis G6 – also für das Alter von sieben bis zwölf Jahren –an den Start. Der nasse Rasen und die matschigen Abschnitte schienen Herausforderung und Spaß nur zu beflügeln, zumal die jungen MTB-Fahrer für die drei verschiedenen Strecken technisch und konditionell gut vorbereitet waren. Die Gastgeber selbst waren mit 30 Aktiven am Start und holten sich damit die Trophäe der am meisten gemeldeten Teilnehmer. Elin Ritsch fuhr in der Kategorie G2 einen Heimsieg ein; darüber hinaus freuten sich die Veranstalter über
tic Club ̔ 96 Bozen in der U18Klasse. Frederic Schöpf vom S.V. Lana komplettierte die erfolgreiche Bilanz mit der Bronzemedaille in der Kategorie der Unter-20-Jährigen. Marco Andreatta, Trainer der Brixner Leichtathleten und Teil des Organisationsteams, zog nach dem Wochenende eine positive Bilanz. Die Italienmeisterschaften waren, so Andreatta, „ein voller Erfolg“, und er fügte hinzu: „Die Stimmung war einmalig. Die Kulisse auf dem Brixner Sportplatz ist einzigartig, und auch das Wetter hat an allen Tagen mitgespielt.“ Eine Veranstaltung mit so vielen
Bei den VSS/Raiffeisen Landesmeisterschaften in Vahrn verteidigten beide Vorjahressieger ihren Titel. Der AFC St. Pauls gewann im Freizeitfußball erneut gegen den FC Runcadic (3:1), der FC Selva holte sich im Kleinfeld den Titel mit 3:1 gegen den ASV Stilfs.
zahlreiche Podestplätze und Top-TenPlatzierungen im Rennen, das auch für die Coppa Femminile auf regionaler Ebene und für die Raiffeisen Challenge Young gewertet wurde. Aber auch über die rein wettkampfmäßigen Ergebnisse hinaus zogen die Organisatoren eine durchaus positive Bilanz ihres Debüts. Die teilnehmenden Vereine aus Bozen, Trient, Leifers, Völs, Nals, Klausen, Ritten, Gais und dem Fleimstal waren begeistert; das Plose Bike Gravity Team selbst hatte wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dank der Unterstützung der Gemeinden Brixen und Natz-Schabs stellten sie in kurzer Zeit ein Event auf die Beine, das die sportliche Landschaft bereicherte. sd

Kategorien und Bewerben zu organisieren sei alles andere als einfach, betont er. Umso zufriedener zeigt er sich darüber, dass der Zeitplan gut eingehalten werden konnte.
Bei der ersten Etappe des Jugend-Italiencups im Leadklettern in L‘Aquila dominierte Nadja Ranalter (AVS Brixen) die Kategorie U17 Mädchen mit einem souveränen Sieg. Die Brixnerin erreichte als Einzige Griff 26+. Vera Nagler wurde Vierte, Simon Fill Siebter.
Für die Mehrkampfmeisterschaft waren in der Brixner Arena auch eigens zwei Stabhochsprunganlagen aufgebaut worden. sf
Die Gemeinde Brixen vergibt den Bau der neuen Tennisanlage in Milland an die Stadtwerke Brixen. Der Gemeinderat genehmigte das einstimmig. Die Stadtwerke übernehmen die Ausführung und die Koordinierung des Baus und den 20-jährigen Betrieb der Anlage.
NACHGEFRAGT
„Es war einmalig!“
MIKAEL HELMERSSON, Rückraumspieler der italienischen Nationalmannschaft, über die historische WM-Qualifikation, die Chancen der Azzurri – und seine sportliche Zukunft.
Herr Helmersson, Italien hat sich kürzlich für die Handball-WM 2027 in Deutschland qualifiziert. Was war der emotionalste Moment des Entscheidungsspiels?
Am emotionalsten waren für mich die ersten zehn Minuten des Spiels, denn die Atmosphäre in der Halle war einmalig. Jedes Stoppfoul, jeder Pass und jedes Tor wurden gefeiert. Eine solche Atmosphäre habe ich selten erlebt. Natürlich waren auch der Schlusspfiff und das Feiern mit den Fans etwas ganz Besonderes. Wir durften bereits an der letzten Weltmeisterschaft teilnehmen, aber die erneute Qualifikation ist ein unglaub-
liches Erlebnis. Das hatte Italien zuvor noch nie geschafft. Es ist ein schönes Gefühl, ein kleines Stück Geschichte mitzuschreiben.
In der Vorrunde warten SaudiArabien, Kap Verde und Ägypten. Welches Ziel setzen Sie sich für das Turnier?
Schon vor der Auslosung war klar, dass die Gruppenzusammensetzung einen großen Einfluss auf die Zielsetzung haben würde. Ich glaube, wir haben es sehr gut getroffen. Es werden trotzdem keine leichten Spiele. Vor allem Ägypten ist ein sehr starker Gegner. Unser Ziel ist es, die Hauptrunde zu erreichen.
Wie sehen die kommenden Monate bis zur Weltmeisterschaft aus?
Zunächst möchte ich den Sommer nutzen, um mich körperlich und mental zu erholen. Nach einer langen Saison ist es wichtig, neue Energie zu tanken und gleichzeitig weiter an sich zu arbeiten. Es stehen noch die Qualifikationen für die Europameisterschaft sowie die Hinrunde der neuen Saison an. Anfang Juni war mein letztes Spiel für den HSC Coburg. Bisher habe ich für das nächste Jahr noch keinen Vertrag unterschrieben; in Sachen Vereinssuche wird also noch viel passieren. samuel.fink@brixner.info

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Bei Redaktionsschluss der letzten „Brixner“-Ausgabe hingen sie noch in der Schwebe, nun ist es fix: Die Brixner Handballer stiegen aus der Serie A Gold ab. Im entscheidenden Playout-Spiel am 23. Mai
unterlagen sie Meran knapp mit 28:29. Damit muss sich Brixen aus der höchsten italienischen Handballliga verabschieden und tritt in der kommenden Saison in der Serie A Silver an. Die Enttäuschung über

den verpassten Klassenerhalt sitzt auch Wochen später noch tief. Spielertrainer Bruno Brzić spricht von einem „harten Schlag“. Die Bedeutung der Partie für Stadt und Verein sei bereits in den Tagen
davor deutlich spürbar gewesen. Die Halle war schon knapp zwei Stunden vor Spielbeginn bis auf den letzten Platz gefüllt. Trotz der bitteren Niederlage richtet sich der Blick beim SSV Brixen jetzt nach vorne. Hinter den Kulissen wird intensiv an der Kaderplanung gearbeitet, wobei auch vermehrt auf junge Spieler aus den eigenen Reihen gesetzt werden soll. Das erklärte Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg. „Das wurde vom Präsidenten und den Verantwortlichen klar ausgesprochen“, betont Brzić. Auf die Brixner wartet nun eine neue Herausforderung: In der Serie A Silver trifft die Mannschaft auf neue Gegner und ungewohnte Spielstätten. „Die Enttäuschung bleibt. Aber man muss weitermachen und bereits an die Zukunft denken“, meint der Spielertrainer. sf

Brixen tanzt
Mit der Abschlussshow „Echoes“ setzte die Sektion Tanzsport des SSV Brixen vom 22. bis zum 24. Mai den Schlusspunkt unter ihr Vereinsjahr. Im ausverkauften Forum präsentierten mehr als 200 Tänzerinnen und Tänzer aller Alters- und Leistungsstufen 28 Choreografien – unter anderem aus den Bereichen Breaking, Contemporary, Heels oder Cheerleading. Ziel war es, Vielfalt sichtbar zu machen und zu zeigen, dass jeder Mensch wichtig ist. Getragen wurde das Projekt von einem Team aus über 25 Trainerinnen und Assistentin-
nen. „Die Show ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was wir während des gesamten Jahres erarbeiten“, erklärt Trainerin Melanie Unterthiner. Die Begeisterung des Publikums war spürbar und bestätigte den Erfolg. Viele Besucher betonten, dass sich die Show jedes Jahr weiterentwickelt und neue Akzente setzt. Auch Unterthiner selbst stellte sich heuer einer neuen Herausforderung und stand in den Stilrichtungen Heels Jazz und Breakdance auf der Bühne. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die persönliche Entwicklung und die

Stärkung des Selbstbewusstseins der Schützlinge: „Bis zur Aufführung blühen viele regelrecht auf“, sagt Unterthiner. Nebenbei bietet die Sektion ein Kursangebot
für Tanzbegeisterte zwischen vier und 60 Jahren sowie ergänzende Trainings wie Mobility, Krafttraining und Improvisation. sf
FUSSBALL
Absurde Kick-Momente

Wenn sich ein Torwart mit einer Rasierklinge verletzt, ein Kind dem Schiedsrichter noch vor Anpfiff in die Hoden beißt, ein Torwart absichtlich
die Querlatte seines Tores zum Einsturz bringt oder Fußballspieler nach dem Spiel von der Polizei in eine Zelle gesperrt werden, dann ist das keine skurrile Erfindung,
sondern tatsächlich so passiert –und willkommener Stoff für Jörg Heinisch, der schier unmögliche Begebenheiten aus der Fußballwelt sammelt. Zwei Bände von seinem „Buch der ungewöhnlichen Fußballspiele“ sind bereits erschienen, und seine Lesereise führte ihn nun auch nach Brixen. Das Publikum im Astra unterhielt der sichtlich fußballbegeisterte Autor, der selbst ein Fan von Eintracht Frankfurt ist, mit Geschichten aus mehr als 80 Jahren, untermalt mit Bild- und Filmmaterial auf der Kinoleinwand. So erzählte er beispielsweise von Bob Kingsley, einem Radioreporter der BBC, der im Jänner 1940 ein Spiel des Hibernian Football Clubs gegen den Heart of Midlothian F.C. live
kommentieren musste – allerdings ohne das Spielgeschehen wegen des dichten Nebels überhaupt verfolgen zu können. Seinen erfundenen Bericht setzte er noch 15 Minuten über das Spielende hinaus fort, und er war keineswegs der Einzige, der den Abpfiff verpasst hatte: Sogar ein Spieler deckte weiterhin tapfer die linke Flanke ab, während seine Mannschaftskollegen schon längst in der Kabine waren. Mit seinen unterhaltsamen Fußballgeschichten spannte Jörg Heinisch einen Bogen in die Gegenwart und machte damit auch Momente von Spielen lebendig, an die sich manche vielleicht noch erinnern. job







Fotos: Johanna Bampi
Gute Ergebnisse

In Porto Sant’Elpidio in den Marken sind die Nachwuchstriathletinnen und -triathleten vom Schwimmclub Brixen mittlerweile
Stammgäste. Mindestens einmal im Jahr nehmen sie sechs Stunden Fahrt in Kauf, um bei den Italienmeisterschaften der Alterskatego-
rien U13 bis U19 im Aquathlon und im Triathlon ihr Bestes zu geben. Anfang Juni war es wieder so weit: die zwanzigköpfige Gruppe reiste am Freitag mit Trainern, Eltern und Betreuern an und besichtigte die Wettkampfstrecken. Der darauffolgende Tag stand unter dem Zeichen des Aquathlons, also Schwimmen und Laufen über je nach Alter unterschiedliche Streckenlängen. Zwar war das Meer recht ruhig, doch das Schwimmen war für die Athleten aus den Bergen gerade zu Beginn der Saison eher ungewohnt, ebenso wie der bei nationalen Bewerben übliche Massenstart mit vielen Teilnehmern. In der Kategorie U15 arbeitete sich Leah Mair trotz schlechter Startposition über 400 Meter Schwimmen in der Adria und 1.500 Meter Laufen im Pinienwald auf den dritten Platz vor. Leonard Fissneider und Greta Ritsch platzierten sich mit dem fünften und achten Platz unter den Top Ten, Mattia Podda (13.), Leonie Mayrhofer (14.) und Alena Gelio (15.) landeten unter den besten 20. Gute Ergebnisse versprachen sich die im Radfahren starken Brixner auch vom Triathlon am Sonntag, doch dieser wurde wegen eines Gebäudeeinsturzes mit Todesopfern in der Gemeinde Porto Sant’Elpidio kurzfristig abgesagt. Als Alternative organisierten die anwesenden Nationaltrainer des Triathlonverbandes, zu denen auch die Brixner Trainerin Manuela Ianesi zählt, ein gemeinsames Schwimm- und Lauftraining. sd

Sport und Teamgeist in Havlíčkův Brod

Zwölf Jugendliche aus Brixen nahmen Anfang Juni gemeinsam mit dem Jugenddienst Brixen an den Jugendsportspielen im Rahmen eines Städtepartnerschaftsaustausches in der tschechischen Partnerstadt Havlíčkův Brod teil. Vom 31. Mai bis zum 4. Juni standen Wettkämpfe in den Disziplinen Tischtennis, Leichtathletik, Fußball, Volleyball und Basketball auf dem Programm. Dabei konnten die Brixner Jugendlichen auch sportliche Erfolge feiern: Im Volleyball erreichte das Team den dritten Platz; zudem wurde in der Leichtathletik eine Medaille gewonnen. Im Mittelpunkt der Reise standen jedoch nicht nur die sportlichen Ergebnisse: Viele der Teilnehmenden kannten sich vor der Abfahrt kaum, und dennoch entwickelte die Gruppe in kurzer Zeit starken Zusammenhalt. Gemeinsame Erlebnisse, spannende Wettkämpfe und auch manche schwierige Situation schweißten sie zusammen. Für den Jugenddienst
Brixen war die Reise ein gelungenes Beispiel dafür, wie Sport Menschen verbindet. Aus einer Gruppe von Einzelpersonen wurde innerhalb weniger Tage ein starkes Team, das Brixen würdig vertreten hat. Wertvoll war dieser Austausch auch für die Gemeinde Brixen, die den Besuch in der Partnerstadt sowohl organisatorisch als auch finanziell stark unterstützt hat. lv

Die perfekte WMStrategie:
Mit Freunden die Bank drücken, Drinks defensiv kühlen, Grill anfeuern und Anpfiff …
Auch perfekt: Unsere 3+1 Bur g er- und 3+1 Mini-Wurst-Aktion, für das ultimative und gechillte WM-Feeling.
Plastik ist nicht gleich Plastik

SERIE – WO LANDET UNSER MÜLL?
Im zweiten Teil der Serie zum Weg des Mülls widmet sich der „Brixner“ jener Kategorie, die selbst Fachleuten Kopfzerbrechen bereitet: den Kunststoffverpackungen. Der „Brixner“ hat recherchiert, warum Sammlung, Trennung und Recycling hier komplizierter sind als bei Glas, Papier oder Metall – und warum die Stadtwerke Brixen ein etwas anderes System anwenden als die Bezirksgemeinschaft Eisacktal.
Kunststoff, Plastik, Gummi, Nylon, PET – was in vielen Köpfen noch als eine einzige Sammelkategorie verankert ist, muss in Wirklichkeit weit differenzierter betrachtet werden. Der vielleicht wichtigste Grundsatz, den Michele Bellucco, Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen, und Ronald Amort, Leiter der Umwelt- und technischen Dienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, betonen: Gesammelt werden ausschließlich Kunststoffverpackungen, nicht beliebige Kunststoffgegenstände. „Entscheidend ist nicht in erster Linie das Material, sondern, ob es sich beim Produkt tatsächlich um eine Verpackung handelt“, betont Bellucco.
Was eine Verpackung ist, regeln europäische und nationale Bestimmungen recht klar: Ein Produkt, das dazu bestimmt ist, Waren aufzunehmen, zu schützen, zu transportieren oder zu präsentieren – und zwar in allen Phasen des Vertriebs. Vereinfacht gesagt: Gegenstände, die fürs Verpacken von Gütern gemacht sind. Diese Definition gilt genauso für Glas, Metall und Karton. „Gerade im Bereich Kunststoff ist es jedoch oft schwieriger, dieses Verständnis in der Praxis zu vermitteln“, räumt Bellucco ein.
Die Konsequenz: Spielsachen, CD-Hüllen, Gartenschläuche, Deko-Blumentöpfe und vieles mehr gehören eben nicht in die Verpackungssammlung, sondern in den Restmüll. Wer sich die Verpackungs-Definition im Zweifel kurz in Erinnerung ruft, erkennt meist gut, was korrekt getrennt werden kann und was nicht.
Drei Ströme, eine staatliche Vorgabe
Bei den Kunststoffverpackungen selbst wird zwischen den sogenannten „Flussi“ A, B und C unterschieden – genau genommen gibt aus auch noch einen „Flusso D“, aber der spielt in Südtirol keine Rolle. Diese Bezeichnungen sind staatlich vorgegeben: Flusso C umfasst alle Kunststoffflaschen bis zu einem Fassungsvermögen von fünf Litern –also die klassische Limo-, Ketchup- oder Putzmittelflasche. Flusso B steht für großvolumige sperrige Verpackungen wie Plastikkisten oder große Styroporteile – im Wesentlichen Material aus gewerblichen Tätigkeiten. Flusso A sind schließlich alle übrigen Kunststoffverpackungen, die weder B noch C sind: Kunststoffbehälter über fünf Liter, Joghurt-, Sahne- oder Eisbecher, Fruchtkörbchen, Kunststoffnetze für Obst und Gemüse, Schalen für Obst, Eier oder andere Lebensmittel, oder kleine Styroporverpackungen. Soweit die Theorie, die für alle gilt. Der entscheidende Unterschied zwischen Stadtwerken und Bezirksgemeinschaft liegt nicht in den Begriffen, sondern in der Sammelpraxis.
Zwei Wege, dasselbe Ziel
In den Gemeinden Brixen und Vahrn werden die Flussi A und C nicht getrennt gesammelt, sondern als eine einzige Kategorie. Die Limonadenflasche landet hier also im selben Behälter wie der Joghurtbecher, das Fruchtkörbchen oder das Obstnetz. Dafür betreiben die Stadtwerke eine eigene Sammlung für den Flusso B mit den sperrigen Gewerbe-

p Michele Bellucco: „Die gesammelten Mengen an Kunststoffverpackungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, was leider auch auf einen zunehmenden Verbrauch von Einwegkunststoffen hindeutet“

p Ronald Amort: „Plastikflaschen bestehen aus einem höherwertigen Kunststoff als die meisten anderen Verpackungen und können daher besser recycelt werden“
verpackungen. Eine frühere zusätzliche Differenzierung auf reine Flüssigkeitsverpackungen sei, so Bellucco, „aus organisatorischen, logistischen und wirtschaftlichen Gründen aufgegeben und in den Flusso A integriert“ worden.
In den übrigen Gemeinden der Bezirksgemeinschaft – etwa Mühlbach, Klausen oder Feldthurns – ist es umgekehrt: Hier gibt es keinen eigenen Container für den Flusso B, dafür aber werden die Plastikflaschen bis fünf Liter (Flusso C) getrennt von den restlichen Verpackungen gesammelt. „Das liegt daran, dass Plastikflaschen aus deutlich höherwertigeren Kunststoffen bestehen und somit besser recycelbar sind als die übrigen Verpackungsmaterialien“, erklärt Amort.
Da drängt sich die Frage auf, warum die Stadtwerke dann nicht ebenfalls zwischen hochwertigen Flaschen und minderwertigen Verpackungen unterscheiden. Die Antwort liegt im weiteren Verarbeitungsweg: Das gemischte Verpackungsmaterial wird ohnehin nachsortiert – händisch oder maschinell. Die Abnehmerfirmen sortieren also die Kunststoffflaschen aus dem Brixner Material wieder heraus, womit diese am Ende des Tages auf demselben Haufen liegen wie die getrennt gesammelten Flaschen der übrigen Eisacktaler Gemeinden. Die Vergütung, die die Stadtwerke für ihre gemischte Sammlung erhält, ist aufgrund des Zusatzaufwandes etwas niedriger; dafür sparen sich die Betreiber und die Haushalte den Aufwand der getrennten Sammlung. „Organisatorische und logistische Aspekte sprechen jedoch insgesamt für eine einheitliche Sammlung im Flusso A, da der Mehraufwand der getrennten Erfassung die höheren Erlöse relativiert“, erklärt Bellucco.
Überwachte Sammelpunkte
Kunststoffverpackungen werden sowohl von der Bezirksgemeinschaft als auch von den Stadtwerken ausschließlich an überwachten Standorten gesammelt, nämlich in den Recyclinghöfen und Minirecyclinghöfen. Auf frei zugängliche Sammelcontainer verzichtet man bewusst, und zwar aus ökologischen wie wirtschaftlichen Gründen. „Das ist aktuell die einzige Möglichkeit, um eine zumindest akzeptable Qualität des gesammelten Materials sicherzustellen und gleichzeitig die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser getrennten Sammlung zu gewährleisten“, erklärt Bellucco. Der Grund liegt in den Erfahrung aus anderen Städten: Frei zugängliche Container führen oft zu einem sehr hohen Anteil an Störstoffen. In Bozen etwa liegt der Fremdstoffanteil bei über 40 Prozent. Eine derart starke Verunreinigung senkt nicht nur die Recyclingfähigkeit erheblich, sondern verursacht auch deutlich höhere Sortierund Entsorgungskosten. Die kontrollierte Sammlung über die Höfe ermöglicht hingegen eine bessere Materialqualität.
Die Mengen sprechen für sich. 2025 haben die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Brixen rund 354 Tonnen Kunststoffverpackungen abgegeben – etwa 83 Prozent davon in den Recyclinghöfen, 17 Prozent in den Minirecyclinghöfen. Diese Menge entspricht einem Plus von 26 Prozent gegenüber 2023. „Die Mengen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, was leider auch auf einen zunehmen-

den Verbrauch von Einwegkunststoffen hindeutet“, merkt Bellucco an.
In den Gemeinden der Bezirksgemeinschaft kamen 2024 rund 241,5 Tonnen aus dem Flusso A und 91,6 Tonnen aus dem Flusso C zusammen. Zwei Jahre zuvor, 2022, waren es 240,6 beziehungsweise 102,1 Tonnen – die Mengen aus Flaschen sind also leicht rückläufig, jene der übrigen Verpackungen weitgehend stabil.
Vom Ballen zum neuen Produkt
Auch der Transport wird – anders als etwa beim Papiermüll, wie in Teil eins der Serie recherchiert wurde – von der Bezirksgemeinschaft und von den Stadtwerken unterschiedlich organisiert: Die Bezirksgemeinschaft presst den Verpackungsmüll im Abfallwirtschaftszentrum in Schabs zu Ballen, die anschließend von einem Transporteur des Abnehmers abgeholt werden. Welches Unternehmen den Müll abnimmt, wird periodisch über eine Versteigerung festgelegt und kann sich mehrmals jährlich ändern. Die Stadtwerke sparen sich den „Umweg“ über Schabs; geliefert wird es an das Sortierzentrum von Ricicla Trentino in Lavis. Der Grund ist auch ein technischer: „Insbesondere Verpackungen aus gewerblichen Quellen, die häufig größere Mengen an Styropor enthalten, können in Schabs Schwierigkeiten bei der Verdichtung verursachen“, erläutert Bellucco.
Im Sortierzentrum wird das Material in homogene Fraktionen getrennt, denn jede Kunststoffart – jedes Polymer – hat eigene chemische, physikalische und mechanische Eigenschaften und eignet sich daher nur für bestimmte Anwendungen. Was sich verwerten lässt, wird per Lasertechnik und Druckluft oder von Hand aussortiert. „Es werden die guten Materialien entweder maschinell oder
p Der Verpackungsmüll muss in Sortierzentren maschinell und händisch aussortiert werden, bevor die einzelnen Stoffe die Weiterreise in ein neues Produktleben antreten können
per Hand aussortiert“, erklärt Amort. Was übrig bleibt, wird „thermisch wiederverwertet“: Es geht entweder in eine Müllverbrennungsanlage, wo aus der gewonnenen Energie Strom und Wärme entstehen, oder es dient als Brennstoff in der Zementindustrie.
Der „gute Stoff“ – die Flaschen sowie die höherwertigen Materialien aus dem Flusso A – wird hingegen stofflich wiederverwertet: Die Polymerketten werden durch chemische Verfahren aufgelöst und neu zusammengefügt. Daraus entstehen etwa Daunenersatz für die Kleidungsindustrie, Parkbänke, Kleiderbügel, Transportpaletten oder Tausende andere Produkte.
Die Grenzen des Systems
Wie bei allen Wertstoffen, gibt es auch beim Kunststoff sogenannte Störstoffe, die die Vergütung mindern, weil sie aussortiert werden müssen und den Recyclingprozess beeinträchtigen. Ein klassischer Fremdstoff in beiden Strömen sind Kunststofftaschen aus Maisstärke oder anderen biologisch abbaubaren Kunststoffen: Sie haben keine wiederverwertbaren Polymerketten und sind damit ein Fremdkörper. Ebenso hinderlich sind Reste in den Verpackungen – ausspülen muss man Flaschen und Becher zwar nicht, aber die halb volle Limonade- oder KetchupFlasche ist schon ein Problem.
Dass selbst sauber gesammeltes Material nicht restlos im Kreislauf landet, zeigt der Blick auf die nationalen Daten. Laut dem letztjährigen Bericht des nationalen Konsortiums für Sammlung, Recycling und Verwertung von Kunststoffverpackungen (COREPLA) werden von den italienweit rund 1,66 Millionen Tonnen gesammelter Kunststoffverpackungen nur etwa 0,97 Millionen Tonnen tatsächlich recycelt – eine reale Quote von rund 58 bis 60 Prozent. Der Rest wird energetisch verwertet oder entsorgt, weil eine stoffliche oder chemische Verwertung technisch nicht immer möglich ist. „Der eigentliche Flaschenhals ist die Qualität des gesammelten Materials“, sagt Bellucco: Verunreinigungen, technologische Grenzen bei der Sortierung und nicht recycelbare Verbundverpackungen senken die effektive Recyclingfähigkeit erheblich. Hinzu kommt, dass die gesamte nationale Infrastruktur unter Druck steht – die Kapazitäten reichen längst nicht aus, um die wachsenden Mengen zu verarbeiten.
Genau hier liegt das wirtschaftliche Dilemma. „Die Kosten für die Wiederverwertung sind um einiges höher als die Neuherstellung aus Erdöl-Derivaten“, sagt Amort. In Italien bereitet das derzeit Kopfzerbrechen, weil man den Kunststoffmüll nicht so schnell los wird, wie auf der anderen



Seite neuer hereinkommt. Finanziert werden die Vergütungen über einen Gebührenaufschlag, den jeder Konsument beim Kauf eines verpackten Produkts mitbezahlt – im Preis einer Tafel Schokolade steckt also bereits ein kleiner Anteil für die spätere Entsorgung. Diese Gebühren reichen aber
„ Entscheidend ist nicht in erster Linie das Material, sondern, ob es sich beim Produkt tatsächlich um eine Verpackung handelt“
A und O: Nur Kunststoffflaschen bis fünf Liter gehören in die entsprechende Sammlung, größere Behälter zu den übrigen Verpackungen, und in den Verpackungscontainer sollen ausschließlich Verpackungen kommen – keine Gegenstände, keine Spielsachen, keine Styroporplatten. Und: keine biologisch abbaubaren Säcke.
Beide Fachleute gehen am Ende aber noch einen Schritt weiter – über das Trennen hinaus. „Ich empfehle, gerade bei Getränken auf Plastikflaschen zu verzichten und stattdessen Glas zu bevorzugen“, sagt Amort – einerseits aus ökologischen Gründen, weil Glas im Gegensatz zu Kunststoff unzählige Male recycelt werden kann, und andererseits aus gesundheitlichen, weil man beim Trinken aus Plastikflaschen stets geringste Mengen Mikroplastik aufnimmt.
Auch Bellucco zieht ein klares Fazit: „Nachhaltige Lösungen liegen nicht allein in einer verbesserten Sammlung, sondern vor allem in der Reduzierung der Kunststoffabfälle an der Quelle.“ Das heißt: unnötige Verpackungen vermeiden, Materialien mit etablierten Recyclingwegen bevorzugen und mehrlagige oder rein marketinggetriebene Verpackungen hinterfragen.
längst nicht mehr, um die Kosten zu decken, „sofern man der Recyclingindustrie diese Aussage auch glauben darf“, fügt Amort hinzu.
Was die Haushalte tun können
So komplex das System dahinter ist – für den Haushalt lässt es sich auf wenige Regeln verdichten. Verpackungen sollten möglichst vollständig entleert werden; nur leere Behälter gehören in die Sammlung. Sortenreinheit ist das

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Michele Bellucco, Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen
Was Bienen und Bäume dürfen müssen
UMWELT: Der Brixner Naturphilosoph Alex Putzer hat mit dem Wiener Architekturjournalisten Wojciech Czaja und der weltweit tätigen Städtebauerin Katja Schechtner ein Buch zu den Rechten der Natur in Städten geschrieben. Der „Brixner“ bringt einen Ausschnitt daraus. Vorgestellt wird das Buch am 3. Juli um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Brixen.

Mit knapp 3,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Metropolregion San José der einzige Ballungsraum Costa Ricas. Trotz seines tropischen Klimas sind die Temperaturen hier oben, auf der intervulkanischen Hochebene Valle Central auf 1.200 Metern Seehöhe, mit konstanten 15 bis 25 Grad Celsius verhältnismäßig milde, dafür aber mit einer stark ausgeprägten Regen- und Trockenzeit. Auch Fauna und Flora finden hier ideale Lebensbedingungen. In dem ohnehin stark bewaldeten und von zahlreichen Tieren bevölkerten Land weist die Provinz San José eine besonders hohe urbane Biodiversität auf.
Eine der Städte in diesem Ballungsraum – Curridabat mit rund 80.000 Einwohnerinnen und Einwohnern – hat diesen ökologischen Reichtum zum Ausgangspunkt für einen Master- und Strategieplan der Zukunft gemacht. Für große städtebauliche und verkehrstechnische Bauprojekte fehlt hier wie in vielen lateinamerikanischen Städten das Geld. Daher entschied sich der damalige Bürgermeister
Edgar Mora Altamirano gemeinsam mit Irene María García Brenes, Leiterin der städtischen Innovationsabteilung, den Fokus auf die besonderen Stärken Curridabats zu legen: Natur, Artenvielfalt und nicht-menschliche Bürgerinnen und Bürger.
Die süße Stadt
Nach drei Jahren intensiver partizipativer Planungsprozesse war es dann so weit: 2015 wurde der Masterplan „Ciudad Dulce“ vorgestellt, die „Süße Stadt“ – wobei sich das spanische Wort „dulce“ nicht nur auf die Süße bezieht, sondern auch mit Begriffen wie „sanft“ und „warmherzig“ übersetzt werden kann. Der Plan umfasst unterschiedliche Aspekte wie Gesundheit, seelisches Wohlbefinden, soziale Inklusion und Ernährung im Sinne der essbaren Stadt. Doch eine Perspektive fällt in diesem Strategiepapier besonders auf, nämlich die stadtplanerische und städtebauliche Einbeziehung von Bienen und anderen Bestäuberinnen.
„Kleine Dinge bringen Großes hervor“, sagt Mora Altamirano. „Bienen, Kolibris und Schmetterlinge wissen das. Sie schaffen mit jedem Nektar- und Pollentransport einen Mehrwert für den Planeten. Ihre Körper sind zwar klein, doch ihr Wert ist enorm. Da die Städte der Welt in ein neues Jahrhundert eintreten, werden sie sich verändern müssen und in Zukunft eine Artenvielfalt beherbergen, die wir bisher draußen gehalten haben.“
Curridabat versteht die Rechte der Natur im urbanen Kontext als planerisches Mandat: Die Stadt erklärt Bestäuberinnen – konkret Bienen, Kolibris, Schmetterlinge und Fledermäuse – zu politischen Mitbürgern und stellt ihre Bedürfnisse gemeinsam mit jenen der menschlichen Bewohnerinnen ins Zentrum ihrer Stadtplanung. Ein besonderes Augenmerk fällt dabei auf die Abeja Mariola (Tetragonisca angustula), eine in ganz Mittelamerika verbreitete Bienenart, die aufgrund ihres fehlenden Stachels von vielen Bevölkerungen wie etwa den Maya auf der Halbinsel Yucatán hoch geschätzt wird. In Peru gingen die beiden Städte Satipo und Nauta so weit, dass sie den stachellosen Bienen, die César Ramos, Präsident der indigenen NGO Eco Asháninka, als „Teil unserer Familie“ bezeichnet, zum ersten Mal legale Rechte eingeräumt haben.
„Aufgrund der Natur und des Naturschutzes ziehen wir viele Touristinnen und Touristen an“, sagt Projektleiterin Irene María García Brenes. „Unsere Städte aber hinken weit hinterher. In San José und anderen urbanen Gemeinden sorgt dies für Spannungen, denn sie repräsentieren nicht das, was wir als Land anpreisen oder was man an den Stränden und im Landesinneren sieht.“ Die einzigartige
Initiative wurde unter anderem mit dem New Urban Agenda 2017 von UN-Habitat, dem Charter Award 2021 und dem Beemaster Gold Award 2025 ausgezeichnet.
Bonjour, Madame Seine
Auch in Europa tut sich einiges. Die Seine beispielsweise ist seit letztem Jahr Bürgerin der Stadt Paris. „Die Seine ist weit mehr als ein Fluss“, sagt Anne Hidalgo, bis vor Kurzem Bürgermeisterin der Metropole. „Sie ist die pulsierende Seele unserer Stadt, die Wiege von Paris, eine Quelle der Inspiration und Hoffnung. Die Seine ist ein Ort des Lebens, der Begegnung und der Besinnung. Sie ist ein verbindendes Element zwischen den Ufern und Stadtvierteln. Die Seine verdient Rechte. Und auch wir haben Pflichten gegenüber der Seine.“
Mit Unterstützung der Umweltorganisation Wild Legal wird das Versprechen der Bürgermeisterin rasch politische Realität: Im Januar 2025 verleiht Paris der Seine die Ehrenbürgerschaft der Stadt, im Juni fordert der Stadtrat das nationale Parlament auf, der Seine eigene Rechte zu geben, inklusive einer „unabhängigen Sorgerechtsbehörde“; im Februar 2026 schließlich wird dem Senat ein dem entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt.
Es ist bisher eine zwar symbolische Geste, zugleich aber ein Schritt in Richtung einer neuen Rechtskultur, in der der urbanen Natur neue Formen der Emanzipation und Selbstermächtigung eingeräumt werden. Nach der Französischen Revolution, den vielen Weltausstellungen und den Travaux haussmanniens, der radikalen Neugestaltung der Stadt durch Georges-Eugène
Curridabat in Costa Rica hat Bienen und andere bestäubende Tierarten in ihrem Städtebau bewusst mitbedacht
Foto: Amy Y. Yang

Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts, erfindet sich Paris abermals neu. Diesmal jedoch nicht gegen die Natur, sondern mit ihr.
Die Rechte der Natur in Städten
Die Rechte der Natur sind schon seit den 1970er-Jahren eine globale Bewegung, bei der menschliche und nicht-menschliche Lebewesen sowie ganze Ökosysteme als gleichberechtigte Mitbürgerinnen anerkannt werden. Städte wurden in diesem Zusammenhang bislang meist ignoriert, oft mit dem Argument, dass Stadt und Natur gegensätzlich und nicht miteinander vereinbar seien. Dass dies falsch ist, zeigt unser neues Buch. Denn Städte sind regelrechte Hotspots der Biodiversität. Sie sind nicht nur Heimat für 58 Prozent aller Menschen, sondern auch für eine enorme Anzahl nicht-menschlicher Arten, die
gelernt haben, sich den urbanen Lebensbedingungen anzupassen. In Mexico City etwa finden sich zwei Prozent aller weltweit lebenden Tier- und Pflanzenarten. Im herbstlichen und winterlichen London fliegen die Stadtvögel aufgrund der Wärmespeicherung der Gebäude nicht mehr in den Süden. Und in Moskau fahren streunende Straßenhunde morgens selbstständig mit der Metro in die Innenstadt, weil sie dort mehr Nahrung vorfinden als an den grünen Stadträndern, wohin sie allabendlich zurückkehren.
Wir leben mitten im Urbanozän, dem Zeitalter der Städte. Jedes Jahr werden weltweit 9.700 Quadratkilometer Stadtgebiet errichtet – achtmal New York City. Und damit verkleinern sich auch die klassischen Lebensbereiche von Fauna und Flora. Laut dem jüngsten Living Planet Index, herausgegeben vom WWF, ist die weltweite Artenvielfalt in den
letzten 50 Jahren dramatisch gesunken – allein bei Wirbeltieren um 73 Prozent. Hinzu kommt, dass 2024 das erste Jahr war, in dem die globale Durchschnittstemperatur 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Mittelwert lag. Damit befinden wir uns an einem Punkt, an dem die Zukunft immer schwerer planbar wird. Aus dieser Dringlichkeit entstehen neue Gerechtigkeitsansätze.
Vorfahrt für Wale und Delfine
Von den global 500 umgesetzten Initiativen befinden sich rund 60 in Großstädten: In Delhi haben Vögel das Recht auf Fliegen, in Amsterdam entsteht gerade ein Stadtrat, der nicht nur aus Menschen besteht, und in der Bucht von San Francisco genießen Wale und Delfine eine Art Vorfahrtsrecht gegenüber Frachtschiffen.

Stadt Natur Rechte. Was Bienen und Bäume dürfen müssen
Von Katja Schechtner, Alex Putzer und Wojciech Czaja Birkhäuser Verlag
Katja Schechtner, Alex Putzer und Wojciech Czaja sind globale Nomadinnen und Nomaden. Sie arbeiten, forschen, schreiben, lehren und kuratieren im Bereich Stadt. Das Buch „Stadt Natur Rechte. Was Bienen und Bäume dürfen müssen“ versteht sich als Hybrid aus Architektur- und Forschungspublikation. Neben zahlreichen Stadtporträts aus aller Welt umfasst es Interviews und vertiefende Essays von und mit Expertinnen aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Politik, Recht, Kunst und Naturwissenschaften. Die Autoren adressieren diese Publikation an Architektinnen, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten, aber auch an Politikerinnen, Verwalter sowie Protagonistinnen der Rechte der Natur. Und eigentlich richtet sich das Buch an all jene, die der Ansicht sind, dass nichtmenschliche Bürgerinnen mehr dürfen müssten, als sie es heute tun. Das Buch ist auf der Website des Verlags zu finden:

Die Rechte der Natur sind schon seit den 1970er-Jahren eine globale Bewegung, bei der menschliche und nichtmenschliche Lebewesen sowie ganze Ökosysteme als gleichberechtigte Mitbürgerinnen anerkannt werden
Die Kraft der Sonne im Backofen
BETRIEBSPORTRAIT: Bio, Regionalität und Nachhaltigkeit gehören bei der NaturBackstube Profanter nicht erst seit Kurzem zur Unternehmensphilosophie. Bereits seit 1982 setzt der Familienbetrieb auf biologische Rohstoffe und regionale Wertschöpfung. In den vergangenen Jahren rückte jedoch ein weiteres Thema immer stärker in den
Mittelpunkt: die Selbstversorgung mit sauberem Sonnenstrom. Mit modernen Elektroöfen, Photovoltaikanlagen und einem intelligenten Speichersystem arbeitet die Bäckerei heute daran, sich weitgehend selbst mit Energie zu versorgen.
Eine Bäckerei als Kraftwerk? Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist bei der Natur-Backstube Profanter bereits Realität. Während viele Betriebe noch von steigenden Preisen und fossilen Rohstoffen abhängig sind, produziert der Familienbetrieb einen Großteil seines Stroms über Photovoltaikanlagen auf mehreren Dächern in und um Brixen selbst.
Gespeichert wird die Energie in einem Batteriesystem mit mehr als einer Megawattstunde Kapazität. Damit werden Elektroöfen betrieben, E-Fahrzeuge geladen und große Teile der Produktion versorgt. Für den Betriebsinhaber Benjamin Profanter ist das keine Zukunftsvision, sondern ein wirtschaftlicher Wettbewerbsvorteil.

Nachhaltigkeit aus Überzeugung
„Wir haben bereits von Nachhaltigkeit gesprochen, bevor es modern geworden ist“, erzählt Benjamin Profanter. Den Grundgedanken legte sein Vater Helmuth in den frühen 1980er-Jahren – so tüftelte er bereits im Jahre 1990 selbst an einem Elektro-Lieferauto. Dabei versteht Profanter Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch, sondern auch sozial. „Natürlich müssen wir Geld verdienen – aber wir investieren es primär in regionale Wertschöpfungskreisläufe und vor allem auch in unsere Mitarbeiter“, sagt Benjamin Profanter.
Energie neu gedacht
Er wollte schon vor mehr als 15 Jahren weg vom klassischen Backofenbetrieb mit Gas oder Heizöl. „Anfangs war nicht der Umweltschutz der ausschlaggebende Grund dafür, nach Alternativen zu suchen. Vielmehr wollten wir nicht mehr von Drittstaaten abhängig sein, wenn es um unsere Energieversorgung ging“, führt Profanter aus. Deshalb beschäftigte er sich lange und ausgiebig mit erneuerbaren Energien - als erstes mit Hackschnitzeln. Diese Idee verwarf er dann aber aufgrund der hohen Investitionskosten und des enormen Platzbedarfs für die Lagerung und Trocknung relativ schnell wieder. Dann ging ihm ein Licht auf: „Warum sollte ich heute einen Baum fällen oder Öl verbrennen, wenn das alles nur gespeicherte Sonnenenergie ist, die ich auch direkt beziehen kann?“ So entstand die Idee elektrischer Öfen mit eigener Photovoltaik.
Strom aus eigener Produktion
Auch das stellte den Betrieb zunächst vor Herausforderungen: Photovoltaikanlagen auf der eigenen Dachfläche reichten schlichtweg nicht für den Energiebedarf aus. Des Problems Lösung: Fünf externe PV-Anlagen auf gemieteten Dächern auf Stadeln und Gewerbeimmobilien. Die Dachflächen wurden bewusst nach Lage, Meereshöhe und Ausrichtung ausgesucht, sodass von der ersten Morgensonne bis zum Sonnenuntergang durchwegs Strom produziert und dieser gleichzeitig in der Bäckerei genutzt werden kann. Möglich macht das das sogenannte „autoconsumo a distanza“-Modell: Extern produzierter Strom kann virtuell über das Stromnetz bezogen werden – wenn man den produzierten Strom gleichzeitig verbraucht und dadurch das Stromnetz entlastet, erhält man eine finanzielle Vergütung zusätzlich zum Netzpreis. Hier kommt der große Batteriespeicher ins Spiel: Überschüssiger Strom wird gespeichert und dann genutzt, wenn die Sonne nicht scheint.
Der Speicher bei Profanter hat es in sich: Während eine herkömmliche Batterie für ein Wohnhaus etwa sechs bis zwölf Kilowattstunden speichert, hat Profanter knapp über eine Megawattstunde Speicher. Momentan ist das die zweitgrößte Anlage Südtirols. Selbst dieser Großspeicher wäre allerdings zu klein, wenn die energiehungrigen Backöfen nur nachts laufen würden, wie es im klassischen Bäckereischichtbetrieb üblich ist. Deshalb hat Profanter kurzerhand
Anstatt mit Öl oder Gas werden die Backöfen mit Solarstrom betrieben

entschieden, den Großteil der Produktion auf den Tag zu verlegen: Mitten in der Nacht werden nur noch Brötchen gebacken, da dies für die Frische unbedingt notwendig ist. So können 80 Prozent des jährlichen Strombedarfs selbst gedeckt werden: „Zwischen Mai und September – wenn die Tage viele Sonnenstunden haben – sind wir bei gutem Wetter inzwischen komplett autonom. Schwieriger ist es in den Wintermonaten“, erklärt Benjamin Profanter. Für die kalte Jahreszeit und wenn die Sonne mal nicht scheint wird zusätzlich Strom rein aus Südtiroler Wasserkraft bezogen.
Ein wertvoller Partner
Der Weg war klar, doch für die Umsetzung des Projekts brauchte es einen Partner, der sich in der vielfältig geschichteten Materie bestens auskannte. Dieser konnte mit der Firma Ide2n aus Vahrn – einem Spinoff des bekannten Energieversorgers Kostner Group –gefunden werden. „Wir haben mit mehreren spezialisierten Firmen Kontakt aufgenommen, doch nur Ide2n war in allen Bereichen richtig gut informiert und konnte zudem die modernste Batterietechnologie liefern“, so Benjamin Profanter. „Unser Lithium-Eisenphosphat-
Akku (LFP) benötigt kein Kobalt, ist langlebig, hocheffizient und zu 98 Prozent recycelbar.“ Ide2n hat zudem die gesamten verwaltungsrechtlichen Aufgaben übernommen und sogar bei der Ausarbeitung der Mietverträge mit den Dacheigentümern unterstützt.
Wenn sich Nachhaltigkeit rechnet
Rund 1,8 Millionen Euro investierte der Betrieb insgesamt in Elektroöfen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Trafokabine und die notwendige Infrastruktur. Finanzielle Unterstützung gab es damals durch

Ökosozial als Kernthema:
Die Natur-Backstube Profanter setzt bewusst auf moderne und mitarbeiterfreundliche Arbeitsbedingungen, die durch Elektroöfen und klimatisierte Räume zusätzlich verbessert werden. Durch neue Produktionssysteme konnte die klassische Nachtarbeit fast komplett abgeschafft werden, wodurch sich Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert hat.
PNRR-Gelder, heutzutage werden solche Projekte durch Hyperabschreibungen unterstützt. Viele Berufskollegen betrachteten das Projekt anfangs sehr skeptisch. Elektroöfen gelten in der Branche traditionell als teuer und dadurch unwirtschaftlich. Doch laut Profanter zeigen die eigenen Daten inzwischen ein anderes Bild: Durch die höhere Effizienz der Öfen, die intelligente Steuerung des Stromverbrauchs und die Eigenproduktion von Energie könne der Betrieb bis zu 80 Prozent der Energiekosten einsparen. Der sogenannte Break-even werde voraussichtlich nach sechs bis acht Jahren erreicht. „Kosten einsparen ist der einfachste Gewinn“, sagt Profanter. Nachhaltigkeit muss langfristig auch wirtschaftlich funktionieren. Genau darin sieht er einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Energie selbst zu produzieren, statt dauerhaft von internationalen Märkten abhängig zu sein.
Ein Modell für die Zukunft
Für Benjamin Profanter ist die Energiewende kein Zukunftsprojekt mehr, sondern Teil des täglichen Betriebs. Die Natur-Backstube will aufzeigen, dass Eigenversorgung und umwelt- und klimafreundliches Wirtschaften selbst in energieintensiven Betrieben heute schon möglich ist. Oder wie Profanter selbst sagt: „Wenn wir’s nicht selbst tun – wer dann?“
Peter Vikoler, CEO von Id2n (links), und Bäckermeister Benjamin Profanter vor dem Batteriespeicher
GESUNDHEIT
Brixsana feiert Zehnjähriges

Vor zehn Jahren eröffnete die Privatklinik Brixsana ihre Tore in der Brixner Industriezone. Den runden Geburtstag feierten die Betreiber im Rahmen eines Tages der offenen Tür. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit für einen Rundgang durch die Abteilungen der Klinik. Neben den geführten Hausbesichtigungen wurden gleich mehrere Vorträge angeboten: Unter anderem präsentierte die Fachärztin Dagmar Pedri die technische Neuheit einer KI-Brille, mit deren Hilfe Patienten das Ergebnis einer Augen-Operation bereits vorab simulieren können. Die Präsidentin Francesca Pasquali

Ein Jahr nach der Einführung des „Südtirolmobil Fix365“-Passes und verschiedener neuer Fixpreisabonnements zeigt sich der Erfolg dieses Mobilitätsangebots mit unbegrenzter Kilometerzahl zum fixen Preis. Insgesamt gibt es derzeit 180.000 aktive Fixpreisabonnements, darunter U19, U26, Abo65+, Fix365, Fix30 und das
Euregio-Ticket Students. Für alle, die Bus und Bahn weniger oft nutzen, sind die Flexpreisabonnements weiterhin eine attraktive Alternative. Mit rund 80.000 Fixpreisabos (U19 und U26) nutzen vor allem junge Menschen das ganze Jahr über den öffentlichen Nahverkehr, um damit etwa in die Schule zu kommen und in der Freizeit mobil zu
Die Brixen Tourismus Genossenschaft erhielt kürzlich die Rezertifizierung nach den Kriterien des Global Sustainable Tourism Council (GSTC) im Rahmen des Nachhaltigkeitslabels Südtirol. Die GSTC-Kriterien gelten weltweit als Orientierungsrahmen für nachhaltigen Tourismus.
(im Bild) warf in ihrer Ansprache einen Blick auf die Geschichte von Brixsana von der Gründung durch die Ärzte Michael Pedrini, Alexander Gardetto und Markus Opatril, die Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Botzen Invest bis in die heutige Situation, in der sich die Brixsana als polydisziplinäre Klinik mit Schwerpunkt in Orthopädie und Traumatologie etabliert hat. Landesrat Peter Brunner und Bürgermeister Andreas Jungmann unterstrichen den besonderen Status, den Brixsana für das Land und insbesondere für die Stadt Brixen einnimmt.
MOBILITÄT
Ein Jahr „Fix365“
sein. Die Zahl der Fixabonnements bei den Seniorinnen und Senioren (Abo65+) und Erwachsenen (Fix365) hält sich mit jeweils rund 48.000 Nutzern die Waage. Das im Juni 2025 eingeführte Jahresabo für Erwachsene zum Fixpreis von 250 Euro stellt mittlerweile, wie laut Amt für Mobilität die Datenlage zeigt, für viele Pendlerinnen und Pendler eine attraktive Alternative zum Auto dar. Neben den Landesbediensteten, die im Herbst ihren Fix365-Pass erhielten, fördern auch immer mehr private Unternehmen mit dem Fixpreisabo für ihre Mitarbeitenden die Nutzung
Zecken breiten sich in Südtirol aufgrund des Klimawandels weiter aus, umso wichtiger ist die Zeckenschutzimpfung. Bei der jährlichen landesweiten Impfaktion im Juni ließen sich 508 Personen gegen FSME impfen; 80 davon in Brixen. Weitere Impfinitiativen sind im Laufe des Jahres geplant.
des ÖPNVs. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Südtirolmobil registrierte von Januar bis April 2026 17,1 Millionen Entwertungen, darunter 2,4 Millionen mit dem „Fix365“. Der Durchschnitt pro Tag lag insgesamt bei 142.500 Entwertungen, wobei 20.000 mit dem „Fix365“-Pass durchgeführt wurden. „Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen den Service weiter verbessern, den Zugang vereinfachen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu einer immer selbstverständlicheren Wahl zur Fortbewegung der Menschen machen“, erklärte Landesrat Daniel Alfreider. hh
Das Citizen-Science-Projekts des Landesamts für Natur lädt alle ein, ihre Beobachtungen zu geschützten Tier- und Pflanzenarten dem Landesamt mitzuteilen. Die gesammelten Daten bilden eine Grundlage für Naturschutz. Infos: natur-raum. provinz.bz.it/de/citizen-science.
STADTGEHEIMNISSE
Wo steht die Kneipp-Figur von Franz Kehrer?

In jüngster Zeit wurde viel über die ehemalige „Kuranstalt Guggenberg“ und das heutige Sozialunternehmen „Guggenberg“ berichtet. Auch ihr Gründer, Dr. Otto von Guggenberg, ist als bedeutender Bürgermeister von Brixen (1903–1913) immer noch ein Begriff. Woran erinnert aber die Bronzefigur des berühmten „Wasserdoktors“ Sebastian Kneipp, die im Garten vor dem genannten Gebäude steht? Angeregt durch die Heilerfolge von Pfarrer Sebastian Kneipp im bayerischen Bad Wörishofen und ermutigt durch einen persönlichen Besuch bei ihm, gründete der junge Arzt Dr. Otto von Guggenberg im Jahre 1890 die Wasserheilanstalt in Brixen, die zweite in der gesamten österreichischungarischen Monarchie überhaupt. Auf seiner Reise zu Papst Leo XIII. stattete Pfarrer Kneipp 1894 der Brixner Heilanstalt und ihrem Gründer sogar einen persönlichen Besuch ab. Zum 100-jährigen Bestehen der Kuranstalt im Jahre 1990 ließ die Familie Guggenberg die Bronzestatue des Pfarrers Kneipp vom Enneberger Künstler Franz Kehrer vor dem Stiegenaufgang errichten. Typisch für das Schaffen des Bildhauers ist, dass es sich nicht um eine naturgetreue Abbildung handelt. Obwohl Pfarrer Kneipp in Wirklichkeit von korpulenter Statur war, gestaltete Kehrer eine schlanke Figur mit nach links gerichtetem Blick. In ihrer ruhigen Ausstrahlung verkörpert die Gestalt symbolisch Gesundheit, Spiritualität und Fürsorge für den Menschen. In Brixen gibt es mehrere hervorragende Kunstwerke von Franz Kehrer: eine Silberbüste des hl. Vigilius im Dom, ein Vortragekreuz und eine Büste des hl. Josef Freinademetz im Priesterseminar, die Bronzebüsten der Diözesanheiligen Ingenuin und Albuin im Weißen Turm sowie den Marmorbrunnen im Innenhof der Hofburg. ed
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WISSENSCHAFT
Natzner Quantenphysiker ausgezeichnet

Der gebürtige Natzner Hannes Pichler ist mit dem renommierten Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet worden. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der Accademia Nazionale dei Lincei, Italiens nationale Akademie der Wissenschaften, zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Ehrungen des Staates und wird an Forschende unter 40 Jahren verliehen, die international herausragende Leistungen erbracht haben. Pichler erhielt den Preis für seine wegweisenden Arbeiten an der Schnittstelle von Quantenoptik, Quanteninformation und Vielteilchenphysik. Der Professor für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck und Wissenschaftliche Direktor am
Institut für Quantenoptik und Quanteninformation nahm die Auszeichnung am 12. Juni in Rom im Beisein von Staatspräsident Sergio Mattarella entgegen (im Bild). Pichler wurde bereits mehrfach für seine Forschung ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant, dem Hans-undWalter-Thirring-Preis sowie dem New Horizons in Physics Prize. Der Antonio-Feltrinelli-Preis wird aufgrund seiner Bedeutung häufig auch als „italienischer Nobelpreis“ bezeichnet. lv
Foto: Giovanni De Angelis
„See wieder zugänglich machen“
MARGARETH MAIR ENGL, Vizebürgermeisterin von Vahrn, über den aktuellen Stand beim Vahrner See, die Folgen der Baustelle der Riggertalschleife – und das langfristige Ziel.
Frau Mair Engl, die Kriegsmunition wurde inzwischen erfolgreich aus dem Vahrner See geborgen. Warum bleibt das Baden dennoch verboten?
Die italienische Marine hat ihre Arbeiten vor rund einem Jahr abgeschlossen. Allerdings wurde der See vom italienischen Militär bisher nicht wieder freigegeben. Zwar wurde ein Teil des Sees vollständig geräumt, doch niemand kann garantieren, dass sich in anderen Bereichen nicht noch Munition befindet. Möglich wäre, den gesamten See mit Spezialgeräten zu scannen, was allerdings sehr kostspielig ist. Es stellt
sich die Frage, wer das bezahlt. Der Bürgermeister könnte den See theoretisch zwar freigeben, würde dann aber auch die volle Verantwortung übernehmen.
Was passiert derzeit rund um den Vahrner See?
Durch die Baustelle der Riggertalschleife ist der Zugang im Moment ohnehin kaum möglich. Der Spazierweg ist gesperrt, der frühere Parkplatz wird als Baustelle genutzt, und auch ein Teil des Rundweges ist nach wie vor auf Wunsch der Eigentümer geschlossen. Vor 2027 ist hier kaum mit einer Verbesserung zu rechnen.
Welche Vision hat die Gemeinde für den Vahrner See?
Unser Wunsch ist, dass der See mittelfristig wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird – möglichst auch als Badesee. Der Schalderer Bach und die Kneippanlage mit der schönen Eller-Wiese sind zwar ein gut angenommenes Naherholungsgebiet; viele derjenigen, die früher den Vahrner See genutzt haben, kommen jetzt hierher. Allerdings kann es den Badesee nicht ersetzen. Langfristig wünschen wir uns, dass dieses Naturjuwel wieder genutzt werden kann.
lia.vontavon@brixner.info


20 Jahre Leidenschaft fürs Selbermachen
nschaft fürs Selbermachen: OBI Vahrn ubiläum

OBI VAHRN: Am 3. Juli feiert der Baumarkt OBI in Vahrn ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren ist er fester Bestandteil des Alltags von Heimwerkern, Profis und Gartenfreunden –und aus der Region längst nicht mehr wegzudenken.
OBI Vahrn im Jahr 2006 seine Türen – damals der zweite OBIStandort in Südtirol nach Bozen, heute ein etablierter Treffpunkt für alle, die selbst anpacken wollen.
Gewachsen mit seinen Kunden
einem Dach“ für Haus und Garten anzubieten, ist heute gelebte Realität – und ein Ort, an dem die Begeisterung fürs Selbermachen täglich weitergegeben wird.
Nachhaltig, digital, zukunftsorientiert
nächsten Jahren ein verlässlicher Partner bleibt.
Vier Märkte, eine Handschrift
Zeichen des Bibers: Ein Rückblick
Hinter dem Südtiroler OBI steht die WEPA GmbH, ein FranchiseUnternehmen, das die Stärke einer internationalen Marke mit lokaler Verwurzelung vereint. Gegründet von den Unternehmern Alois Wegscheider und Georg Pallua, öffnete
rn im Jahr 2006 auf dem FARO-Gelände seine Türen öffnete setzte Gemeinschaftsprojekt der Unternehmer Alois Wegscheider (Wörgl) n) – einen Meilenstein für die Südtiroler Baumarktlandschaft ort in Bozen war Vahrn der zweite Markt der Gruppe der mit dem nter einem Dach“ für Haus und Garten anzubieten In den ehnten ist der Markt stetig gewachsen: Ein besonderes Highlight m 10-jährigen Jub läum bei der das moderne Gartencenter und die eschoss realisiert wurden Heute ist der Standort mehr als nur ein der Beratung an dem d e Leidenschaft für das Selber-Machen
In zwei Jahrzehnten hat sich einiges getan. So wurde der Markt in Vahrn zum zehnjährigen Bestehen deutlich erweitert, ein modernes Gartencenter entstand, das Obergeschoss wurde ausgebaut. Was als Versprechen begann, „alles unter



1
Unsere Highlights:
Die WEPA GmbH setzt auf kontinuierliche Modernisierung: digitale Services wie die „HeyOBI“-App, ein wachsendes nachhaltiges Sortiment und die gezielte Ausbildung von Fachkräften sollen sicherstellen, dass OBI Vahrn auch in den

• Live-Grillvorführung mit Weber: Profi-Tipps direkt vom Grillmeister mit Verkostung.
• Kaninchen-Streichelzoo: Flauschige Kuschelmomente für Groß und Klein.


• DIY-Führerschein für Kinder: Werkeln unter Anleitung & die stolze Lizenz zum Weiterbauen. Selfies mit dem OBI-Biber: Dein Erinnerungsfoto mit unserem kultigen Maskottchen. FARO Shopping Sommerhütte mit erfrischenden Getränken, Zuckerwatte & Heliumballons.


Worx, 2 x 20 V, 2 Ladegeräte, Fangsack 30 l, Schnittbreite 34 / 35 cm


Als Franchisenehmer der OBIGruppe betreibt die WEPA GmbH vier Standorte in Südtirol – in Bozen, Vahrn, Meran und Bruneck. Rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass internationale Standards und lokale Expertise keine Gegensätze sind, sondern täglich Hand in Hand gehen.







Grill dir was Gutes! Leckere Grillspezialitäten vom
„Grill dir was Gutes!“

Metzger-Meister
Der Duft nach Röstaromen in der Luft, das Zusammensitzen und das Warten, bis das Fleisch gar ist: Grillen ist mehr als nur Essen, es ist ein Ritual. Vielleicht
Der Duft nach Röstaromen in der Luft, das Zusammensitzen und Warten, bis das Fleisch durchgebraten ist: Grillen ist mehr als nur Essen, es ist ein Ritual. Vielleicht schmeckt auch deshalb

Leckere Grillspezialitäten Ob Grillfleisch vom Kalb, Rind und Geflügel, Sparerips, Spießchen, Bratwürste oder Käsegriller: Siebenförcher bietet eine reiche Auswahl an frischen Grillspezialitäten.
Südtiroler Qualität
In unserer Metzgerei und Feinkost in Brixen beraten wir Sie gerne, welches Fleisch sich für den Grillrost eignet und was Sie beim Grillen beachten solltendarunter auch hochwertiges Südtiroler Fleisch aus unserer ALPS BEEF Linie.
Mit zarter Marinade Eine Grillmarinade sorgt nicht nur für herrlichen Geschmack, sondern macht auch das Fleisch zarter und saftiger. In unserer Metzgerei und Feinkost finden Sie auch mariniertes Grillfleisch, das unsere Metzger-Meister ge-
konnt vorbereitet haben. Mit frischen Kräutern und Gewürzen verfeinert, schenken unsere Gewürzmischungen und Marinaden den Grillspezialiäten ganz besondere Aromen.
Selbstgemachtes zum Mitnehmen
Die idealen Begleiter wie frisch zubereitete Beilagen und Saucen gibt’s bei Siebenförcher gleich mit dazu. Oder benötigen Sie auf die Schnelle was Gutes zum Mitnehmen für die Mittagspause? Ob Lasagne, Salate, Suppen oder Knödel in allen Variationen, bei Siebenförcher wurde alles von unseren Meister-Köchen mit viel Liebe selbstgemacht.
Ein Blick in die Metzgerei & Feinkost Siebenförcher in der Altenmarktgasse in Brixen lohnt sich!
Geschmacksmuster


So sieht guter Geschmack aus. Unsere Grillspezialitäten sind nicht nur ein Musterbeispiel für guten Geschmack – sie schmecken auch genauso. Mit bester Fleischqualität, fein abgestimmten Gewürzen, bewährten Rezepten und traditionellem Handwerk sorgen unsere Metzger-Meister dafür, dass Genuss und Qualität perfekt zusammenpassen.


Ehrlich. Das schmeckt man.
www.siebenfoercher.it
Ein Job, bei dem kein Tag wie der andere ist
ALUPRESS: Bei Alupress entstehen täglich Tausende Aluminiumbauteile für die internationale Automobilindustrie. Eine wichtige Rolle in der Fertigung spielen dabei die Techniker in der Produktion, die bei Alupress auch als Maschineneinrichter bezeichnet werden. Einer von ihnen ist Erjol.
Als Einrichter sorgt Erjol gemeinsam mit seinem Team dafür, dass die Produktionsanlagen zuverlässig laufen und die Qualität stimmt.
„Wir stellen die Maschinen ein, analysieren Störungen, lösen Probleme und werten Qualitätsdaten aus. Die Mischung aus Technik, Analyse und Praxis macht den Job spannend.“ Besonders gefällt ihm die Vielseitigkeit der Aufgabe.
„Man arbeitet sowohl am PC als auch direkt an den Anlagen und bei den Robotern. Die Arbeitszeit vergeht wahnsinnig schnell und Langeweile ist uns ein Fremdwort.“
Ein Beruf mit Perspektive
Idealerweise bringt ein Maschineneinrichter eine technische Ausbildung mit, beispielsweise im Metallbereich oder Maschinenbau. Erjol selbst ist jedoch als Quereinsteiger in die Rolle hineingewachsen. Ursprünglich gelernter Maurer, begann er vor sieben Jahren in der Fertigung bei Alupress. Durch
Weiterbildungen und viel Eigeninitiative entwickelte er sich zum Einrichter und später zum stellvertretenden Schichtleiter.
„Ich bin dankbar für die Chance, die ich bekommen habe. Gleichzeitig musste ich mich natürlich auch reinknien und viel dazulernen. Das hat sich definitiv ausgezahlt.“
Besonders gefällt Erjol die zentrale Rolle des Einrichters im Produktionsprozess. „Wenn eine Anlage oder ein Roboter nicht optimal funktioniert, sind wir gefragt. Wir finden Lösungen und sorgen dafür, dass die Produktion zuverlässig weiterläuft.“
Zusammenarbeit im Team
Dabei ist man nicht auf sich allein gestellt. „Gerade als Quereinsteiger war das für mich wichtig. Wenn man Unterstützung braucht, bekommt man sie von Kolleginnen und Kollegen. Durch die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen lernt man fast täglich Neues dazu



der Produktion und stellvertretenden Schichtleiter
und erhält spannende Einblicke in Fachbereiche wie Prozesstechnik oder Qualitätssicherung.“
Geregelte Zeiten, mehr Freizeit
Auch das Schichtmodell sieht Erjol positiv: „Die Arbeitszeiten sind klar geregelt und durch die Schichtarbeit bleibt mir viel Zeit
für meine Familie, meine Kinder und meine Hobbys.“
Für Erjol ist der Beruf vor allem eines: abwechslungsreich. „Wer gerne tüftelt, Probleme löst und moderne Produktionsanlagen sowie Roboter spannend findet, sollte sich den Beruf des Technikers der Produktion genauer ansehen. Langweilig wird es dabei garantiert nicht.“

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir (m/w/d):
Absolventen technischer Berufs- / Oberschulen Lehrling Werkzeugmacher
Maschinenbediener:in
Projektleiter:in
Prozesstechniker:in Produktmanager:in
Qualitätsprüfer:in
Schichtleiter:in
Techniker:in Produktion
Teamleiter:in Produktion Werkzeugmacher:in

Als Quereinsteiger erarbeitete sich Erjol bei Alupress die Qualifikation zum Techniker
Über die Grenzen –Karriere bei Frener & Reifer
FRENER & REIFER: Der Brixner Fassadenbauer realisiert weltweit spektakuläre Sonderkonstruktionen im Metall- und Glasbau. Eines der jüngsten Projekte wurde auf knapp 3.400 Metern Höhe im US-Bundesstaat Montana fertiggestellt.

Im Wintersportgebiet Big Sky ragt nun eine außergewöhnliche Aussichtsplattform aus Glas mehr als zwei Meter über die Felskante hinaus – made in Südtirol. Das Be-
sondere: Die Konstruktion kommt vollständig ohne sichtbares Stahltragwerk aus und wird allein vom Glas getragen.
Von Brixen bis in die Rocky Mountains
Rund 9.000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Werk in Brixen und dem Einsatzort in Montana. Für die Logistik bedeutet das eine besondere Herausforderung. „Da kann viel schiefgehen“, so Philipp Ilmer, Leiter Logistik und Supply Chain Management bei Frener &
Reifer. „Die Devise bei solchen Transporten lautet daher: sorgfältige Planung, sichere Verpackung sowie verlässliche Transporteure. Und natürlich darf nichts fehlen. Denn selbst ein kleines, fehlendes Teil kann die Arbeiten auf einer Baustelle kurzfristig stoppen.“ Im perfekt abgestimmten Zusammenspiel zwischen Planung, Konstruktion, Fertigung, Logistik und Montage entstehen bei Frener & Reifer nicht nur außergewöhnliche Bauwerke, sondern auch Karrierechancen, die weit über die Grenzen Südtirols hinausreichen.
Frener & Reifer sucht Fachkräfte – und solche, die es werden möchten (m/w/d):
– Mitarbeiter Supply Chain Management
– Projektmanager
– Konstrukteur
www.frener-reifer.com


Montage auf knapp 3.400 Metern
Wohnen auf höchstem Niveau
SMART LIVING: Seit mittlerweile über zehn Jahren ist Smart Living als Bauträger tätig. In dieser Zeit hat sich das Brunecker Unternehmen als verlässlicher Partner für hochwertige Wohnbauprojekte etabliert und zahlreichen Menschen den Traum vom Eigenheim ermöglicht. Weitere spannende Projekte befinden sich bereits in Planung.

Die beiden Wohnbauprojekte „Grünfeld“ im Zentrum von Pfalzen und „Living Ahr“ am Dorfeingang von Gais wurden vor Kurzem fertiggestellt. Sie überzeugen durch effizient geplante Wohneinheiten, nachhaltige Entwicklung und eine Bauausführung auf höchstem
Niveau. Insgesamt umfassen die beiden Wohnanlagen 37 Wohneinheiten. Jede einzelne verfügt über einen Garten oder eine Terrasse sowie ein eigenes Kellerabteil. Im Wohnprojekt „Grünfeld“ befindet sich zudem im Untergeschoss ein hochmodernes Lebensmittel-
geschäft der Marke Conad, das die Nahversorgung und damit die Lebensqualität im Dorf wesentlich verbessert. Der Großteil der Wohnungen ist bereits verkauft –nur noch wenige Einheiten sind verfügbar.
Wohnraum mit Zukunft im Eisacktal
Bislang hat Smart Living seine Wohnprojekte ausschließlich im Pustertal realisiert. Künftig möchte das Unternehmen auch im Eisacktal hochwertige Wohnbauprojekte umsetzen und damit zusätzlichen Wohnraum mit hoher Lebensqualität schaffen. Dafür ist


Smart Living laufend auf der Suche nach geeigneten Baugrundstücken und Bestandsimmobilien mit Entwicklungspotenzial. Gregor Wierer, operativer Leiter von Smart Living, verspricht verkaufsinteressierten Eigentümerinnen und Eigentümern eine persönliche und seriöse Betreuung sowie eine provisionsfreie Verkaufsabwicklung.



Stahlbau mit Charakter
FRENER PAUL: Hinter den Stahl- und Metallkonstruktionen des Brixner Unternehmens stehen Menschen mit handwerklichem Geschick, technischem Know-how und Passion für anspruchsvolle Projekte.

Als der gelernte KunstschmiedeMeister Paul Frener im Jahr 1988 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, trieb ihn von Anfang an vor allem eines an: die Leidenschaft für das Metallhandwerk und der Anspruch, präzise und dauerhafte Metallkonstruktionen zu fertigen. Aus dem kleinen Betrieb ist über die Jahrzehnte ein etabliertes Stahlbauunternehmen geworden, das heute in Brixen


fest verankert ist und weit darüber hinaus Projekte realisiert. Doch der Ursprung ist bis heute spürbar geblieben: die Begeisterung für den Werkstoff Stahl.
Von der Idee zur Konstruktion
Jedes Projekt des Unternehmens beginnt mit einer Idee – im direkten Austausch mit Architekten, Ingenieuren und Bauherren. Lösungen werden im technischen Büro gemeinsam entwickelt, um Funktion, Machbarkeit und Design optimal zu verbinden.
Präzision in Planung und Fertigung
Moderne 3D-Planung bildet heute die Grundlage für nahezu alle Projekte. Komplexe Stahlbauteile und Konstruktionen werden digital vorbereitet, bevor sie in der Fertigung umgesetzt werden. Diese Kombination aus innovativer Technik und traditionellem Handwerk ermöglicht höchste Genauigkeit und Flexibilität zugleich.
Wenn Tonnen millimetergenau bewegt werden
Auf der Baustelle zeigt sich schließlich, wie Planung und Fertigung zusammenwirken. Hier kommen Erfahrung, Routine und mo -
dernste Hebetechnik zusammen. Mit Autokranen und eingespielten Montageteams werden selbst großformatige Stahlbauelemente millimetergenau positioniert. Im Fokus stehen Präzision und Sicherheit – oft unter anspruchsvollen Bedingungen.
Spannende Projekte im In- und Ausland
Das Leistungsspektrum des Stahlbauunternehmens Frener Paul reicht von klassischen Stahlbauarbeiten mit komplexen Tragwerkskonstruktionen über GlasStahl-Konstruktionen bis hin zu fein gestalteten Schlosserarbeiten. Besonders im privaten Bereich oder im Hotelbau entstehen maßgeschneiderte Lösungen – von eleganten Treppenanlagen bis zu komplexen Glas-Systemen. Als verlässlicher Partner übernimmt das Unternehmen auch Projekte als Generalunternehmer, mit einem starken Netzwerk an Partnern.
Eingeschweißtes Team
Hinter jedem Projekt steht ein Team, das über Jahre zusammengewachsen ist. Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spiegeln Erfahrung, eingespielte Abläufe und hohe Qualität wider. Gleichzeitig setzt Frener Paul bewusst auf die Ausbildung von Lehrlingen
Stahlkonstruktion Überdachung der Plose-Kabinenbahn
Elegante Stahltreppe im House 70
Montage beim Busbahnhof in Bruneck
Foto: Matthias Gasser



Kunstvolles Metallgeländer und auf die Nachwuchsförderung. Junge Fachkräfte werden direkt in die Praxis eingeführt – ein wichtiger Baustein für die Zukunft.
Perspektiven mit Zukunft
Stahlbau bleibt ein vielseitiges Berufsfeld. Für neue Mitarbeitende bietet das Brixner Unternehmen Frener Paul ein Umfeld mit abwechslungsreichen Projekten,
moderner Technik und langfristigen Perspektiven – eingebettet in ein stabiles, familiengeführtes Unternehmen.

Freitragende Stahltreppe mit Glasgeländer
Ein Blick hinter die Kulissen: Film ab!
Mit regionalen Wurzeln zum globalen Erfolg
ZINGERLE GROUP: In Schabs, am Hauptsitz der Zingerle Group, entstehen Produkte, die weit über die Region hinaus Menschen zusammenbringen.
Aus Südtirol ist sie nicht wegzudenken: Die Forstbank. Die klappbare Bierzeltgarnitur, die in der ganzen Provinz zum Zusammensitzen einlädt.
Was viele nicht wissen: Hinter der Forstbank steckt die Zingerle Group. Das Familienunternehmen mit Sitz in Schabs wurde 1948 gegründet und wird heute in dritter Generation von CEO Stefan Zingerle geführt. Das Unternehmen vereint unter seinem Dach vier Marken: Mastertent® und Ecotent® stehen für hochwertige Faltpavillons, RUKU1952® für die robusten Bierzeltgarnituren. Mit Aerise® wurde das Angebot zuletzt um aufblasbare Zelte erweitert.
Von Südtirol in die ganze Welt
Trotz ihrer festen Verankerung in Südtirol reicht der Radius der Zingerle Group weit über die Landesgrenzen hinaus. Neben dem Sitz in Schabs gehören elf Tochtergesellschaften zur Unternehmensgruppe, unter anderem in den USA, Spanien und den Niederlanden. Dass die hochwertigen Faltpavillons und Garnituren der Zingerle Group international gefragt sind, zeigt ein Blick auf den Kundenstamm: Die Produkte werden in zahlreiche Länder rund um den Globus geliefert, von Hawaii bis Japan.


Arbeitgeber mit Wir-Gefühl
Als global agierendes Unternehmen ist die Zingerle Group ein attraktiver Arbeitgeber im Eisacktal. Für Sandra aus dem Grafikteam ist dabei besonders wertvoll, dass „kein Projekt wie das andere ist. Je nach Land und Kunde unterscheiden sich die Anforderungen an die Zeltdesigns deutlich. Man kann bei jedem Auftrag etwas lernen.“
Im Alltag unterstützt die Zingerle Group ihre Mitarbeitenden mit Leistungen wie Beiträgen zur Zusatzrente oder Kita-Zuschüssen. Zusätzlich wurde ein Mitarbeiterclub gegründet: „Mir gefällt es sehr, dass die Zingerle Group gemeinsame Ausflüge und regelmäßige Gesundheitsangebote orga-

nisiert. Neben dem Teamgeist geht es besonders darum, ein gesundes Arbeitsumfeld zu fördern“, erzählt Fabian aus dem Marketing-Team. Im Sommer 2025 bezog das 60-köpfige Team aus Schabs den neuen Hauptsitz an der Pustertaler Straße. Auf 1.520 Quadratmetern moderner Bürofläche werden Ideen zu Konzepten und Chancen zu erfolgversprechenden Strategien entwickelt. Mit dem Umzug konnten außerdem die Produktions- und Lagerkapazitäten erweitert werden.
Verantwortung als Teil der Unternehmenskultur
Auch „Kultur in der Fabrik“ fand vergangenen Herbst erstmals am neuen Standort statt – eine Veranstaltungsreihe, mit der die Zingerle Group etwas Positives im direkten Umfeld des Unternehmens bewirken möchte. Mit durchschnittlich 450 Besucherinnen und Besuchern hat sich die Benefizveranstaltung in den vergangenen Jahren zu einer fixen Größe im Eventkalender entwickelt. Getragen wird die Veranstaltung durch Südtiroler Kulturschaffende wie Max von Milland oder Anger. Bei den bisherigen Ausgaben wurden insgesamt knapp 64.000 Euro Spendengelder gesammelt. Damit konnten regionale Organisationen wie beispielsweise
das Eisacktaler Frauenhaus unterstützt werden.
Am 6. November 2026 feiert „Kultur in der Fabrik“ ihre zehnte Ausgabe. Zum Jubiläum steht das Trio Ganes aus dem Gadertal auf der Bühne.
Building Up Moments
Was bei „Kultur in der Fabrik“ im Kleinen spürbar wird, beschreibt auch die Mission der Zingerle Group: Raum für Begegnungen zu schaffen. Sei es die Bierzeltgarnitur auf der Berghütte oder der Faltpavillon beim Altstadtfest: Mit ihren Produkten fertigt die Zingerle Group das, was Menschen verbindet.

Die Benefizveranstaltung „Kultur in der Fabrik“ fand 2025 erstmals am neuen Firmenstandort statt
Der neue Firmensitz der Zingerle Group in Schabs
Die Zingerle Group setzt auf eine Unternehmenskultur, die Freiraum für Kreativität und Begegnungen schafft

BUILDING UP MOMENTS
Seit 75 Jahren schaffen wir Momente, die Menschen zusammenbringen. Für ein Miteinander, das in Erinnerung bleibt. zingerle.group
„Die Zukunft ist
gesichert“
ELLECOSTA: Im alteingesessenen Schlosserei- und Metallbaubetrieb gab es im Mai einen Generationswechsel. Die bisherigen Firmeninhaber Alfred und Andreas Ellecosta übergaben den Staffelstab an drei kompetente Nachfolger. Ein Gespräch mit der alten und neuen Führung über Tradition, neue Impulse und die Kraft des Teams.

Herr Ellecosta, wie kam es zur Übergabe?
ALFRED ELLECOSTA: Meine Brüder Andi, Markus und ich haben die Bau- und Kunstschlosserei, die unser Vater 1957 gründete, über Jahrzehnte zu einem florierenden Handwerksbetrieb ausgebaut. Nach über 50 Jahren gemeinsamer Leitung war es an der Zeit, die Betriebsnachfolge langfristig zu sichern. Nachdem eine familieninterne Nachfolge nicht zustande kam, haben wir uns mit externer Unterstützung nach Alternativen umgesehen. Seit dem vergangenen Sommer führten wir Gespräche mit Franz Josef Messner, dessen Schwager Franz Noah Obrist sowie Leonard Obrist, einem Cousin von Franz Noah. Die Verhandlungen verliefen von Beginn an auf Augenhöhe, sodass wir schnell zu einer Übereinkunft kamen. Die formelle
Übergabe erfolgte im Mai. Seither leitet das neue Team die Geschicke des Unternehmens, wobei meine Brüder und ich dem Unternehmen weiterhin verbunden bleiben und unsere Expertise bei Bedarf gerne einbringen.
Welche Voraussetzungen bringen Sie als neues Führungsteam mit?
FRANZ NOAH OBRIST: Leonard Obrist und ich haben beide die Ausbildung zum Bauschlosser und Schlossergesellen absolviert. Ich war zudem über zehn Jahre in einer Schlosserei tätig, wo ich auch meinen Cousin Leonard als Lehrling ausgebildet habe. Wir kennen das Schlosserhandwerk somit von der Pike auf.
FRANZ JOSEF MESSNER: Mein Hintergrund liegt hingegen im Maschinenbau und in der Elektrotechnik. Nach mehrjähriger Tä-

tigkeit in verschiedenen Bereichen habe ich mich auf den Verkauf und die Baustellenmontage spezialisiert –von Balkonen und Industrieküchen über Fassaden bis hin zur Komplettsanierung. Nachdem ich einige Unternehmen als treue Kunden gewinnen konnte, folgten mir mein Schwager Franz Noah Obrist und dessen Cousin Leonard Obrist in die Selbstständigkeit als Monteure. Wir sind also ein eingespieltes Führungstrio.
Was hat Sie zur gemeinsamen Übernahme des Brixner Metallfachbetriebes bewogen?
Franz Noah Obrist: Der Handwerksbetrieb Ellecosta Metall hat einen hervorragenden Ruf. Zu dritt können wir die Verantwortung zudem ideal aufteilen. Die Übernahme eröffnet uns die Chance, auf einem starken Fundament aufzubauen und dank der festen Betriebsstruktur noch größere, spannende Projekte zu realisieren. Da wir außerdem hervorragende Beziehungen zu unseren bisherigen Montageauftraggebern haben, führen wir diesen Bereich über die im November gegründete Franz & Franz GmbH weiter.
Wie verlief der Einstieg und haben Sie bereits Pläne für die Zukunft?
Franz Noah Obrist: Wir sind seit Jänner täglich im Betrieb und wurden vom gesamten Team herzlich aufgenommen. Die Zusammenarbeit
mit den Mitarbeitern läuft hervorragend – ihr Fachwissen ist der eigentliche Schatz des Betriebs. Während Franz Josef sich überwiegend um die Verwaltung und Organisation kümmert, konzentrieren Leonard und ich uns auf die Werkstatt und die Baustellen. Das Leistungsspektrum bleibt vielseitig: Neben der Bauschlosserei nehmen Grabkreuze einen wichtigen Stellenwert ein – ein Nischenbereich, den in Südtirol nur noch wenige beherrschen.
Franz Josef Messner: Wir möchten die Bau- und Kunstschlosserei gezielt weiterentwickeln. Da wir es gewohnt sind anzupacken, wissen wir, dass es in der Baubranche viel zu tun gibt. Deshalb blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Weil wir wachsen möchten, suchen wir ab sofort Verstärkung für unser tolles Team: Schlosserlehrlinge, Gesellen, Facharbeiterinnen und Facharbeiter sowie Quereinsteigende, die ein familiäres Arbeitsumfeld und abwechslungsreiche Montagearbeit schätzen.
Herr Ellecosta, was war Ihnen bei der Übergabe besonders wichtig? ANDREAS ELLECOSTA: Für meine Brüder und mich stand an oberster Stelle, dass unsere langjährigen Mitarbeiter in guten Händen sind und ihre Arbeitsplätze gesichert sind. Das ist absolut gelungen. Die gesamte Belegschaft wurde übernommen. Auch die etablierte Firmenmarke „Ellecosta“ bleibt als Qualitätsversprechen erhalten und wird künftig durch den Namen Franz & Franz GmbH ergänzt. Wir geben den Betrieb somit mit bestem Gefühl ab und sind überzeugt, die perfekten Nachfolger gefunden zu haben.

Franz & Franz GmbH
Ignaz-Seidner-Straße 8 39042 Brixen
T 0472 802220 info@ellecosta.it www.ellecosta.it
Erfolgreicher Führungswechsel bei Ellecosta: von links Markus, Andreas und Alfred Ellecosta mit dem neuen Führungsteam Franz Josef Messner, Leonard Obrist und Franz Noah Obrist
Jung, tatkräftig und mit vollem Einsatz haben sie das Steuer im Betrieb übernommen: Franz Josef Messner, Franz Noah Obrist und Leonard Obrist
Eine zweite Meinung?
HÖRZENTRUM SÜDTIROL: Beim Hörgerät genauso selbstverständlich wie beim Arzt. Wenn der Arzt eine größere Operation empfiehlt, ist es heute völlig normal, sich vorher eine zweite Meinung einzuholen. Beim Anwalt macht man es auch, beim Kauf eines Autos sowieso. Nur beim Hörgerät – da trauen sich die wenigsten. Dabei geht es um eine Entscheidung, die Sie jeden Tag begleitet, oft über viele Jahre, und die nicht ganz unerheblich ins Geld geht.



Markus Thaler vom Hörzentrum
Südtirol möchte mit einem kleinen Tabu aufräumen: Eine zweite Meinung ist keine Unhöflichkeit gegenüber dem ersten Anbieter. Sie ist schlicht eine kluge Entscheidung.
Vor der Entscheidung, nicht danach
Die meisten Menschen kommen oft zu uns, wenn sie mit ihrem woanders gekauften Hörgerät unzufrieden sind. Wenn es nicht richtig sitzt, wenn sie im Restaurant trotzdem nichts verstehen, wenn sie das Gefühl haben, viel Geld für wenig Nutzen ausgegeben zu
haben. Das ist schade – denn in diesem Moment ist die Entscheidung bereits gefallen.
Unser Vorschlag: Kommen Sie vorher. Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Bevor Sie sich auf ein Modell festlegen. Bevor Sie eine Anzahlung leisten. Bringen Sie uns einfach das Angebot mit, das Sie woanders bekommen haben, und lassen Sie uns gemeinsam draufschauen.
Was wir bei einer Zweitmeinung tun
Das Hörzentrum Südtirol führt einen eigenen, fachgerechten Hörtest durch – mit Knochen-
leitung und Sprachtest, nicht nur mit ein paar Tönen. Wir schauen uns das Ihnen vorgeschlagene Gerät an und erklären Ihnen offen, ob es zu Ihrem Gehör, zu Ihrem Alltag und zu Ihrem Budget passt. Wir sagen Ihnen auch dann ehrlich „ja, das ist eine gute Wahl“, wenn das Angebot von woanders kommt. Und wenn wir Bedenken haben, erklären wir Ihnen genau, warum. Kein Druck, keine Überredungskunst, kein schlechtes Gewissen. Nur ein Gespräch auf Augenhöhe.
Warum uns das wichtig ist
Weil wir wissen, wie verunsichernd das Thema Hörgeräte sein kann.
Die Technik ist komplex, die Preise sind hoch, und am Ende sitzt man mit einer Entscheidung da, die man oft nicht wirklich versteht. Eine Zweitmeinung verschafft Klarheit – und Klarheit ist das Wertvollste, was Sie bei einer solchen Anschaffung mitnehmen können. Ganz gleich, wofür Sie sich am Ende entscheiden: Sie werden es mit einem besseren Gefühl tun.
Neu in Brixen – genau der richtige Ort
Unser neues Hörzentrum in Brixen ist bewusst als Ort der Beratung angelegt. Nehmen Sie sich die Zeit für ein unverbindliches Gespräch, bringen Sie Fragen mit, bringen Sie Angebote mit – wir nehmen uns die Zeit für Sie.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin für eine kostenlose Zweitmeinung im Hörzentrum Südtirol in Brixen in der Adlerbrückengasse unter der Telefonnummer 0472 370720. Andere verkaufen – wir beraten. Wir freuen uns auf Sie!

Markus Thaler, Gründer von Hörzentrum Südtirol
Ramona Berger, Akustikerin in Brixen
Mirco de Manincor, Akustiker in Brixen
„Vergiss alles, was du über Verkauf denkst!“
MAXIMILIAN: Der Verkaufsberuf klingt für viele nach Routine, Kasse und Standardfloskeln. Die Realität sieht anders aus – zumindest dort, wo Mode auf Anspruch trifft. Im Gespräch mit MADLEN GSCHWENTER, verantwortlich für Personal und Marketing bei MAXIMILIAN.
Frau Gschwenter, Sie suchen Verstärkung für Ihre Verkaufsteams, wobei der Verkaufsberuf bei Maximilian als Style-Beratung bezeichnet wird. Wie beschreiben Sie das Berufsbild und was zeichnet es aus?
MADLEN GSCHWENTER: Als Style-Berater oder Style-Beraterin bei Maximilian entscheidest du darüber, ob ein Kleidungsstück im Geschäft hängen bleibt oder mit Freude getragen wird; ob sich eine Kundin unsicher fühlt oder selbstbewusst den Store verlässt. Die Verkaufsfläche ist kein Nebenplatz. Sie ist der Ort, an dem Erfolg entsteht.
Dieser Beruf ist einer der vielseitigsten und kreativsten Berufe im Handel. Du kombinierst Outfits, entwickelst Looks, gestaltest die Verkaufsfläche, arbeitest im Team und bist ständig im Austausch –mit Kundinnen, Kolleginnen und anderen Standorten. Mit zunehmender Erfahrung wächst dabei nicht nur das Fachwissen, sondern auch die persönliche Sicherheit und Beratungskompetenz.
Welche Fähigkeiten sollte man für diesen Job mitbringen?
Dieser Job fordert mehr, als viele glauben: Menschenkenntnis, Stilgefühl, Fachwissen und die Fähigkeit, im richtigen Moment die richtigen Impulse zu setzen. Das Entscheidende dabei ist aber: Niemand muss all das bereits am ersten Arbeitstag beherrschen. Bei

Maximilian sind wir überzeugt:
Gute Style-Beraterinnen und Style-Berater werden nicht geboren –sie werden ausgebildet. Deshalb setzen wir seit Jahren konsequent auf interne Ausbildung und Entwicklung. Wir suchen keine „fertigen“ Fachkräfte, sondern Menschen mit Interesse an Mode, Freude am Umgang mit Menschen und der Bereitschaft, dazuzulernen. Alles andere vermitteln wir Schritt für Schritt im Arbeitsalltag und durch gezielte Schulungen.
Wo sehen Sie den großen Mehrwert?
Was oft unterschätzt wird, sind die Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, die dieser Beruf eröffnet. Viele sehen im Verkauf einen Einstiegsjob – wir bei Ma-

ximilian sehen darin vielmehr den Beginn eines Karrierewegs. Wer täglich mit Menschen arbeitet, entwickelt Fähigkeiten, die weit über den Verkauf hinausgehen: Kommunikation, Menschenkenntnis, Verantwortungsbewusstsein, Organisation und Selbstvertrauen. Das sind Kompetenzen, die einen das gesamte Berufsleben begleiten. Gleichzeitig bieten sich innerhalb des Unternehmens vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten – von der Style-Beratung über die Übernahme von Verantwortung für Warenpräsentation, Sortimente oder die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen bis hin zu Führungsaufgaben. All diese Karrieren beginnen direkt auf der Verkaufsfläche. Deshalb investieren wir bewusst in die Entwicklung unserer Mitarbeitenden. Unser Anspruch ist nicht nur, Arbeitsplätze anzubieten, sondern Perspektiven zu schaffen.
Welchen Personentyp suchen Sie für die Style-Beratung?
Bei Maximilian suchen wir keine perfekten Lebensläufe, sondern Menschen mit einem guten Auge für Looks, einem Gespür für Kundenwünsche und dem Willen, sich weiterzuentwickeln. Ob Schulabgänger, Lehrabsolventin oder Quereinsteigende – entscheidend ist nicht der bisherige Weg, sondern die Motivation. Viele unserer erfolgreichsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Karriere bei
uns ohne umfassende Vorkenntnisse begonnen.
Bei Maximilian wirst du von Anfang an begleitet, Schritt für Schritt ausgebildet und gezielt gefördert. Du lernst, wie professionelle Style-Beratung funktioniert, wie du Kundinnen begeisterst und wie du deinen eigenen Stil im Job entwickelst. Unser Ziel ist es, dass du dich sicher fühlst, wachsen kannst und dein volles Potenzial entfaltest.
Wie sehen Sie die Zukunft im Verkauf?
Natürlich verändert sich der Handel. Automatisierung und KI gewinnen an Bedeutung. Aber überall dort, wo es um hochwertige Mode und echte Beratung geht, bleibt eines unersetzlich: der Mensch. Kein System erkennt so präzise, was einer Person wirklich steht. Kein Algorithmus ersetzt das Gefühl, verstanden zu werden. Es ist daher Zeit, diesen Beruf neu zu sehen. Denn Style-Beratung ist kein Job für nebenbei, sondern eine Berufung für alle, die etwas bewegen wollen – bei anderen und bei sich selbst.


Madlen Gschwenter: „Style-Beratung ist Leidenschaft für Mode und Freude an Menschen“
Careers by
Jung, alt und alles dazwischen
UNIONBAU: Knapp 120 Jahre Geschichte, starke Werte und Traditionen, an denen man sich bis heute orientiert. So auch die Verbundenheit zu Mitarbeitern, die eigentlich schon in Pension sind – manche schon ein ganzes Weilchen – und doch auch heute noch immer wieder gerne mit anpacken.
„Olla zin Golla“ hieß es kürzlich, und der Anlass war mehr als emotional: Die Unionbau lud zu ihrem ersten Pensionistentreffen in den Gasthof Kohlgrube und nutzte die Gelegenheit, Danke zu sagen – denn ohne die Leistung der langjährigen Mitarbeiter wäre das Unternehmen längst nicht dort, wo es heute ist. Ganze 37 Unionbau-Größen zwischen 61 und 88 Jahren waren mit dabei. Die Stimmung war ebenso grandios wie rührend, zwischen Ehrungen, Watter und feinem Schmaus.
Weil Wertschätzung zählt Unionbau macht viel für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbei-

ter. Kleinere und größere Feiern zwischendurch, gelegentliche Vorarbeiter-Reisen – etwa nach Dubai, New York oder Lissabon – und nicht zuletzt die Unionbau-Guitisch-gong-Prämie zeigen das deutlich. Letztere ermöglicht allen eine direkte Beteiligung am jährlichen Unternehmensgewinn. Tolle, heraus-



fordernde Projekte, viel Abwechslung und ein gutes Gehalt sprechen ebenso für sich, wie fixe Teams, die zusammenbleiben und damit gut aufeinander abgestimmt sind. Nicht umsonst verzeichnet das Unternehmen über 70 Prozent Personalzuwachs seit 2007 und eine ungewöhnlich hohe Mitarbeiterbindung.
Hier startet die Karriere
Auch die Zahl an Lehrlingen bei Unionbau war in dieser Dimension noch nie so hoch: 30 sind es aktuell – und sie werden ordentlich gefördert: eigene Lehrlingsevents, junge Teams, Unterstützung bei den Berufsmeisterschaften oder mit ganz besonderen Motivationsprämien, etwa dem eigenen Führerschein, den Unionbau für die Neulinge übernimmt. „Wer am Bau arbeitet, muss mobil sein, schließlich kommt man doch ziemlich im Land umher und sieht die unterschiedlichsten Ecken“, so Christoph Ausserhofer, der gemeinsam mit seinem Bruder Thomas das Unternehmen führt.

198 Mitarbeiter, 30 Lehrlinge. So viele wie noch nie.
Starke Hände, die anpacken, kluge Köpfe, die Lösungen bringen. Und wir nennen das ganz einfach #unionpower
BAUEN IST UNSER LEBEN. Sand in Taufers // T 0474 677 811 Büro Bozen // T 0471 155 1020 www.unionbau.it

Das erste Pensionistentreffen war ein voller Erfolg
Wo aus Visionen einzigartige Projekte entstehen
RABENSTEINER: Das Brixner Unternehmen steht seit Jahrzehnten für außergewöhnliche Glashausprojekte und für ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen wachsen können.
Von großen Gartencentern über urbane Dachfarmen bis hin zu modernen Gastronomie- und Eventglashäusern realisiert Rabensteiner jedes Jahr zahlreiche Projekte in ganz Europa.
Was alle Projekte verbindet, sind die Menschen dahinter. Mit Leidenschaft, Kompetenz und Teamgeist entwickeln sie gemeinsam Lösungen, die jedes Projekt zu etwas Besonderem machen. Die Vielfalt der Aufgaben sorgt für Abwechslung und eröffnet Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Zukunft mitgestalten
Dank des starken Miteinanders werden somit bei Rabensteiner nicht nur maßgeschneiderte Lö-





sungen für die Kundschaft realisiert, sondern es entsteht auch ein Arbeitsumfeld, in dem es Freude macht, die eigenen Stärken einzubringen. Unterschiedliche Fachbereiche arbeiten Hand in Hand, tauschen Ideen aus und entwickeln gemeinsam innovative Glashauslösungen. Kurze Entscheidungswege, offene Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung schaffen eine Kultur, in der jede Meinung zählt. Rabensteiner bietet mehr als einen Arbeitsplatz: spannende Projekte, persönliche Entwicklung und das gute Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein.
Schon gewusst?
Mit Enyroof erschließt Rabensteiner ein neues Geschäftsfeld: großflächige Photovoltaik-Überdachungen für Parkplätze und Infrastrukturflächen.
Mehr unter:
Werde Teil unseres Teams in Brixen und baue mit uns die Zukunft. Aktuell suchen wir neue Kolleg:innen für die Abteilungen:
• Technischer Vertrieb/ Kalkulation
• Konstruktion
• Fertigung/ Logistik
• Lager/ Magazin
Unsere aktuellen Jobs findest du hier: rabensteiner.eu/de/karriere-jobs
Schlüsselfertig bauen: ein Ansprechpartner, ein Ziel
OBEREGGER GROUP: Ein Hausbau zählt für viele Menschen zu den größten Investitionen ihres Lebens. Gleichzeitig wird das Bauen immer komplexer. Zahlreiche Gewerke müssen koordiniert, Termine abgestimmt und Entscheidungen getroffen werden. Genau deshalb gewinnt das schlüsselfertige Bauen zunehmend an Bedeutung.
Bei einer schlüsselfertigen Umsetzung übernimmt ein Generalunternehmen die Gesamtkoordination des Bauvorhabens. Für Bauherren bedeutet das vor allem eines: ein zentraler Ansprechpartner während der gesamten Bauphase. Von den Baumeisterarbeiten über Fenster, Dach und Installationen bis hin zum Innenausbau werden sämtliche Arbeitsschritte geplant, koordiniert und überwacht. „Viele Bauherren unterschätzen den organisatorischen Aufwand eines Bauprojekts“, erklärt Walter Oberegger, der ge-
meinsam mit seinen Söhnen Klaus und Thomas das gleichnamige Familienunternehmen führt. „Gerade die Abstimmung zwischen den einzelnen Gewerken entscheidet oft darüber, ob ein Projekt termingerecht und ohne unnötige Mehrkosten umgesetzt werden kann.“
Verlässlichkeit seit über 60 Jahren
Die Oberegger Gruppe beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und kann auf Bauerfahrung seit 1962
zurückblicken. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Wohnanlagen, Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie schlüsselfertige Projekte im Eisacktal realisiert. Besonders gefragt sind heute Lösungen, bei denen Bauherren möglichst wenig Zeit für organisatorische Aufgaben aufbringen müssen. Während Planer, Handwerker und Lieferanten ihre Aufgaben übernehmen, sorgt das Generalunternehmen dafür, dass Termine, Kosten und Qualität stets im Blick bleiben.
WIR BAUEN SCHLÜSSELFERTIG
MIT HANDSCHLAGQUALITÄT SEIT 1962
FÜR PRIVATKUNDEN, ARCHITEKTEN UND BAUTRÄGER.
GEFÖRDERTER WOHNBAU
SANIERUNGEN
BAUPROJEKTE ALLER ART
KURZ ERKLÄRT
Schlüsselfertiges Bauen bedeutet dabei nicht nur Komfort, sondern auch Sicherheit. Klare Zuständigkeiten, transparente Kommunikation und eine durchgängige Begleitung von der Planung bis zur Schlüsselübergabe erleichtern den gesamten Bauprozess. Für viele Bauherren ist deshalb nicht nur das fertige Gebäude entscheidend, sondern auch die Frage, mit welchem Partner sie den Weg dorthin gehen.

Treffpunkt „Bio“: Naturalia –so viel mehr als Einkaufen!
NATURALIA: Gutes genießen und dabei Gutes tun. Sich selbst und der Umwelt. Dafür steht Naturalia seit 35 Jahren. Der Biomarkt bringt Menschen zusammen, die Wert auf biologisch hergestellte Produkte, nachvollziehbare Herkunft und einen nachhaltigen, gesunden Lebensstil legen.

Zum 35. Jubiläum wächst Naturalia weiter: Neben den Biomärkten in Meran und Bozen ist Naturalia seit Ende Mai auch in Brixen vertreten. Viel Fläche, helles Interieur, einladende Ecken zum Verweilen und Verkosten sowie ein breit gefächertes Angebot an Bioprodukten: Naturalia ist nicht nur ein Geschäft, sondern ein Treffpunkt. Ein Ort der Inspiration und des achtsamen Genusses. Auf über 500 Quadratmetern findet sich im neu-

en Naturalia Biomarkt im Brixner Atrium-Gebäude eine kuratierte Auswahl von mehr als 8.500 Bioprodukten – von Lebensmitteln über Naturkosmetik bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln.
Gastronomischer Einkehrtipp: das Bio-Bistro
Zum neuen Standort gehört zudem ein modernes Bio-Bistro: Bowls, Currys, Brunch-Variationen und


kreative Snacks werden täglich frisch aus biologischen und saisonalen Zutaten zubereitet. Vegetarische und vegane Optionen ergänzen das Angebot und laden zur genussvollen Pause, zum entspannten Lunch oder zum schnellen Mittagssnack in angenehmer Atmosphäre ein.
„Wir glauben daran, dass Veränderung im Kleinen beginnt – mit dem, was wir täglich einkaufen und zu uns nehmen“, sagen die

beiden Inhaber Ulrich Wallnöfer und Günther Hölzl. Ihre Vision: Wo „Bio“ zum Treffpunkt wird und Gesundes besser schmeckt, fällt das Umdenken leicht.


„Komm mit uns auf den Holzweg!“
LIGNOALP: Ein bekanntes Sprichwort bekommt bei Damiani-Holz&Ko AG eine neue Bedeutung. Im Brixner Unternehmen steht Holz für anspruchsvolle Projekte, persönliche Entwicklung und beste berufliche Perspektiven.

Von der Villa auf Maß über ein siebengeschossiges Bürogebäude in München bis hin zu einer weltweit einzigartigen freischwebenden Dachkonstruktion mit 135 Me-
tern Spannweite in Mailand: Immer dann, wenn maßgeschneiderte Holzbauprojekte mit hohen technischen und architektonischen Ansprüchen Wirklichkeit werden sollen, spielt
das Brixner Unternehmen Damiani-Holz&Ko AG mit seiner Marke LignoAlp ihre Stärken aus.
Perfektes Zusammenspiel fachlicher Kompetenzen
Damit solche Projekte gelingen, braucht es viele Kompetenzen: Bauphysik, Statik, technische Planung, Abbund, Vorfertigung und Montage. Genauso wichtig sind Menschen, die mitdenken, Verantwortung übernehmen und im Team weiterwachsen möchten. Deshalb setzt Damiani-Holz&Ko AG auf

Zusammenhalt, Wissenstransfer und interne Entwicklung.

Jobs bei Damiani-Holz&Ko AG: Unter lignoalp.com/de/jobs finden Interessierte heraus, welche spannenden Aufgaben das Unternehmen bietet.
Wir bauen Zukunft mit Holz. Und gemeinsam mit dir.
Unser Team von 130 holzbegeisterten Menschen realisiert Holz- und Holz-Hybrid-Bauten auf Maß. Die Projekte sind anspruchsvoll und werden immer größer, das fordert heraus und schweißt zusammen. Arbeiten bei LignoAlp bedeutet, viele Berufsfelder zur Auswahl zu haben, persönlich zu wachsen und sich betriebsintern weiterzuentwickeln.
Wir suchen (m/w/d): Lager und Produktion: Mitarbeiter für Hand- und Maschinenabbund, Staplerführer, Magazineur Technisches Büro und Kalkulation: Technische Planer und Mitarbeiter im Angebotsbüro
Besuche uns im Internet oder melde dich bei uns: E jobs@lignoalp.com T 0472 975 790 lignoalp.com/de/jobs DAMIANI-HOLZ&KO AG
Der Firmensitz von Damiani-Holz&Ko AG in Brixen

„Natz – ein Dorf macht mobil“ – die Titelgeschichte in dieser Ausgabe behandelt eine Protestaktion der Natzner Bevölkerung: „Mit einem aufsehenerregenden Protestmarsch vor den Sitz der SVP-Parteizentrale in Bozen bekundeten Mitte April rund 200 aufgebrachte Natzner Bürger ihren Mißmut über die Absicht der Militärverwaltung, die Militäranlagen auf dem Natzner Hochplateau auszubauen“. Der Protest war gerechtfertigt, denn: „Die Pläne für den Ausbau der Natzner Anlagen hören sich gewaltig an. (…) Dem Vernehmen nach plant die Militärverwaltung auf den zehn Hektaren Fläche die Errichtung von 24 Munitionsbunkern und 23 Treibstofftanks.“
Heute wissen wir: Aus den Plänen wurde nix. S. 4

„SVP-Gemeinderat kündigt die Fraktionsdisziplin“ – so lautete der Titel einer Stellungnahme des damaligen Gemeinderats Leo Dariz, der sich darin als „unabhängiger SVP-Gemeinderat“ erklärte. Stein des Anstoßes war die ewige Diskussion um die Tatsache, dass das Stadtgebiet ständig gegenüber den Fraktionen den Kürzeren zog: „6.598 SVP-Wähler verhelfen der Partei zu 17 Sitzen im Gemeinderat. (…) 4.460 Stadtbereichwähler (Brixen und Milland) erzielen davon 8 Sitze; 2.138 Fraktionswähler erzielen 9 Sitze.“ Auch die „parteiinterne Art der Ermittlung von Regierungsmitgliedern auf Gemeinde- und Landesebene“, wodurch das Stadtgebiet im Stadtrat immer unterrepräsentiert war, empfand Dariz als unzeitgemäß und forderte „ein parteiinternes Umdenken“ und eine entsprechende Änderung im Statut. Als dies auf sich warten ließ, kündigte Dariz der SVP seine Zusammenarbeit. Die Brixner SVP hat das Problem übrigens inzwischen hausintern gelöst: Durch eine Aktualisierung der Brixner parteiinternen Regeln des Koordinierungsausschusses für die Erstellung der Kandidatenlisten und eine Änderung der Geschäftsordnung der Ratsfraktion haben sich schon vor Jahren die Wogen geglättet. S. 14

„Wir sind Italienmeister!“ titelt die monatliche Umfrage. Die Herrenmannschaft des SSV Brixen Handball war 1991 zum ersten Mal offiziell die stärkste Handballmannschaft Italiens, was auch den heutigen Stadtrat Thomas Schraffl sehr freute: „Es war ein Super-Spiel; ich wünsche mir, daß es im nächsten Jahr so weiter geht. Ich möchte dem Trainer mein Kompliment aussprechen“. Schraffls Wunsch war ein gutes Omen: 1992 holte sich Brixen den zweiten Italienmeistertitel. S. 17
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Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun exakt 35 Jahre zurückblicken.
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Der „Brixner“ Nr. 17 Juni 1991


Die darauffolgende Doppelseite enthält 13 Bilder zum Italienmeistertitel und dem entscheidenden Spiel gegen Triest – mit einem schönen Schnappschuss von Hubi Nössing: „‘Brav bisch g’wesn!‘ Hubi Nössings Mamma freut sich für und mit ihrem Buben“. Martha Nössing ist 2012 im Alter von 83 Jahren verstorben. S. 18
Ebenfalls eine Sportleistung der Spitzenklasse wurde in der Leichtathletik registriert: „Die Jubiläumsauflage des Brixia Meetings, nämlich die 10., war von einigen herausragenden Leistungen geprägt. Aus Brixner Sicht stand dabei natürlich der Weitsprung für die weibliche Jugend im Mittelpunkt des Interesses: Verena Mitterrutzner bewies erneut, daß sie die beste Weitspringerin ihrer Altersklasse in Südtirol ist und keinen internationalen Vergleich zu scheuen braucht. (…) Unter lautem Beifall des Publikums gelang es ihr tatsächlich, mit 5,92 m neuen Landesrekord zu springen.“ S. 22

1991 gab es in Brixen mit Radio S3 noch einen eigenen Privatsender mit manchmal berühmten Gästen im Studio in der Bahnhofstraße – so schaute zum Beispiel auch der bayerische Liedermacher Hans Söllner vorbei: „Beim S3-Interview erzählte er von Prozessen, die ihm von seinem ‚Lieblingsfeind‘ Gauweiler angehängt wurden, und von jenem heißen Sommertag, als er in Reichenhall barfüßig und mit Reggaelocken beim Mercedes-Händler seinen 100.000-DMWagen kaufte“. S. 24
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Druck: Athesia Druck GmbH
Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Juli 2026
Nächster Redaktionsschluss: 10. Juli 2026
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