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Brixner 436 - Mai 2026

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hat Wort gehalten“

„Liceo Dante Alighieri“: 100 Jahre Schulgeschichte

PORTRAIT: Sonja Hackhofer

20 | Pro & Contra: Ist die Verkehrssperre am Brennerkorridor der richtige Weg zur Demonstration?

| Umfrage: Wie viel Zeit verbringen Sie am Smartphone?

| WATER LIGHT FESTIVAL: Die Frage nach dem Frieden 26 | Kleine Sprachen, ganz groß 29 | Das Land des aufgesetzten Lächelns VERANSTALTUNGEN

Zwischen Titelhoffnung und Abstiegsangst 50 | Falcons-Vizepräsident Oliver Schenk zum Aus der ersten Eishockeymannschaft

54 | SERIE – WO LANDET UNSER MÜLL?

Auf der Spur von Papier- und Kartonabfällen

58 | GEP, Teil vier: Brixen will mehr Grün

64 | Südspange Schabs: der Preis der Entlastung

Viel zu entdecken

Nach einem Jahr Pause erleuchtete in den vergangenen Wochen wieder das Water Light Festival Brixen. Es fand im Rahmen des europaweiten Projekts „Imagine Peace“ statt. Sandra Unterkofler war einen Maiabend lang in der Altstadt unterwegs und hat die Kunstwerke auf sich wirken lassen. Wie sie das Festival wahrgenommen hat, erfahren Sie auf Seite 22. Es ist bei der derzeitigen Weltlage verständlich, dass sich auch die Kunst mit dem Thema Frieden und den Voraussetzungen dafür auseinandersetzt. Als eine wichtige Errungenschaft für das friedliche Zusammenleben von Sprachgruppen gilt bekanntlich das Südtiroler Autonomiestatut, dessen Reform am 13. Mai im Senat verabschiedet wurde. Warum die Verhandlungen in Rom kein Wunschkonzert sind und wieso er trotzdem der Meinung ist, dass die Autonomiereform die umfangreichste seit 1972 ist, erläutert Senator Meinhard Durnwalder im Interview auf Seite 4.

Kein Wunschkonzert aus sportlicher Sicht war die Handballsaison: Während dieser „Brixner“ in Druck geht, entscheidet sich, ob die Herrenmannschaft den Klassenerhalt schafft. Besser lief es bei den Damen, die sich bis in das Halbfinale der Playoffs spielten. Beide Sektionen stehen Jahr für Jahr vor der immensen Herausforderung, dem finanziellen Druck der Liga standzuhalten und das Arbeitspensum aus Budgetgründen hauptsächlich ehrenamtlich abzuwickeln. Trotzdem haben sie den Anspruch, sportlich das Bestmögliche herauszuholen. Samuel Fink hat die Saison auf Seite 46 analysiert. Wie man schwierigen Bedingungen nicht nur trotzt, sondern unter ihnen aufblüht, zeigte das Festival „Poesia Alpina“. Stephanie Risse hat es besucht und eine Ode an die Kleinsprachen geschrieben. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen – es gibt auch in diesem „Brixner“ viel zu entdecken!

70 | Freizeit & Erholung

„Sie hat Wort gehalten“

INTERVIEW: Die Autonomiereform wurde am 13. Mai in der vierten Lesung durch den Senat gewunken – mit mehr Ja-Stimmen als erwartet. Senator MEINHARD DURNWALDER erzählt von den letzten spannenden Tagen vor der Wahl und gibt Einblick hinter die Kulissen der politischen Arbeit.

Herr Durnwalder, es war eine turbulente Woche für Sie. Wenige Tage vor der Wahl stand plötzlich im Raum, die Abstimmung zu verschieben. Warum wäre das problematisch gewesen?

MEINHARD DURNWALDER: Es war schon länger klar, dass wir einen idealen Zeitpunkt für die Schlussabstimmung im Senat brauchen, um die absolute Mehrheit von 103 Stimmen zu erreichen. Ursprünglich hatten wir alles vorausgeplant: Am Vormittag des 13. Mai, ein Mittwoch,

t AUTONOMIEREFORM STEHT: Am 13. Mai stimmte der römische Senat mit 129 Ja-Stimmen und 48 Enthaltungen dafür

hätte das Steuerdekret mit einer Vertrauensabstimmung verabschiedet werden sollen; die Abstimmung zur Autonomiereform wäre im Anschluss erfolgt, und danach war Ministerpräsidentin Giorgia Meloni für die sogenannte Premier-Time mit Direktübertragung im Fernsehen vorgesehen. Das hätte garantiert, dass die Mehrheit vollständig anwesend ist. Ein normaler Sitzungstag birgt hingegen immer Risiken, weil in der Regel nur ein Teil der Mitglieder der Mehrheit anwesend ist. Die Woche vor der Abstimmung kam der Terminplan etwas durcheinander, weil das Gesetzesdekret, dessen Abstimmung für Mittwochvormittag angesetzt war, in der Gesetzgebungskommission nicht abgeschlossen werden konnte. Das öffnete den Raum für die Diskussion, ob man die Autonomiereform auf Dienstagnachmittag oder Mittwochvormittag vorziehen sollte –deshalb mussten wir alles in Bewegung setzen, damit die Abstimmung doch wie geplant am Mittwochnachmittag, kurz vor der Intervention von Ministerpräsidentin Meloni, stattfinden konnte.

Sie haben bereits in einem Interview gesagt, dass es etwas Fantasie gebraucht hat, um den Sitzungskalender so zu gestalten. Wie ist das gelungen?

Der Generalsekretär und Vize-Generalsekretär des Senats haben uns sehr weitergeholfen. Sie haben den ursprünglichen Zeitplan trotz Widerstand aufrechterhalten und dafür gesorgt, dass die Abstimmung wie vorgesehen stattfinden konnte. Im Endeffekt stand dafür der Senat eineinhalb Tage still, bis es um 14.30 Uhr mit der Autonomiereform losging. Es ist alles andere als selbstverständlich, den Sitzungskalender eines nationalen Gesetzgebungsorgans für Südtirol so zu organisieren, dass eine Abstimmung über das Autonomiestatut die besten Chancen hat. Um 16.27 Uhr, also drei Minuten, bevor die Ministerpräsidentin im Senat erschienen ist, haben wir abgestimmt.

Alles verlief also nach Plan. Blicken wir kurz auf das Ergebnis: Die 103 notwendigen Stimmen wurden mit 129 weit übertroffen. Lassen Sie die Leser ein bisschen hinter die Kulissen der politischen Arbeit blicken: Wie ist es gelungen, 26 Stimmen mehr als notwendig zu erreichen?

In erster Linie war es klar, dass die Mehrheit für die Reform stimmen würde. Die erste Hürde war also, die Anwesenheit von so vielen wie möglich von ihnen zu gewährleisten. Das gelang wie gesagt durch die Ministerpräsidentin Meloni als Zugpferd. Effektiv hat die Mehrheit 108 Stimmen geliefert – also bereits mehr als notwendig. Wir wollten aber auf Nummer sicher gehen, um eventuelle Ausfälle ausgleichen zu können. Auf Oppositionsseite wurden von Italia Viva mit Matteo Renzi sechs Stimmen garantiert, von Azione mit Carlo Calenda zwei Stimmen, von uns als Autonomiegruppe fünf Stimmen. Schwierigkeiten hatten wir mit dem Movimento 5 Stelle, der überhaupt keine Stimme zusicherte. Auch vom PD erhielten wir letztendlich nur fünf von 36 möglichen Stimmen.

Der Partito Democratico ist historisch mit der Autonomie verbunden. Ist ihr Verhalten für Sie verständlich?

Nein, wir haben bis zuletzt an sie appelliert. Bei der Stimmabgabeerklärung kurz vor der Abstimmung habe ich nochmal versucht, sie davon zu überzeugen, nicht parteipolitisch zu denken. Sie haben sich enthalten, weil die Reform vom Mitte-Rechts-Bündnis mitgetragen wurde. Bei dieser Abstimmung ist eine Enthaltung aber de facto wie eine Gegenstimme. Aber letztendlich hat dann bei ihnen die ideologische Opposition-Mehrheit-Einstellung überwogen, und das hat dann zu den Enthaltungen geführt. Wir haben in der Vergangenheit viel mit dem PD in Autonomiefragen weitergebracht, weshalb wir auch gehofft hatten, dass mehr Stimmen für die Reform rausschauen, auch wenn wir letztendlich nicht darauf angewiesen waren.

Für mich war es immer noch ungewohnt, den Senatoren von Fratelli d’Italia zuzuhören, wie sie die Autonomie verteidigen. Sie stehen der Autonomie historisch sehr skeptisch gegenüber. Es ist insgesamt bemerkenswert, was in dieser Legislatur passiert ist. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat schon bei den programmatischen Erklärungen vom Regierungsprogramm ein Bekenntnis zur Südtiroler Autonomie und deren internationale Verankerung abgegeben. Dabei vertrat diese Partei in der Vergangenheit die Position, dass es sich bei der Autonomie um eine rein inneritalienische Angelegenheit handelt, dass Österreich eigentlich nichts damit zu tun hat und nur aus Höflichkeit involviert wird. Der eigentliche Glücksgriff war aber Regionenminister Roberto Calderoli.

Senator Meinhard Durnwalder: „Die römische Ebene ist kein Wunschkonzert, das muss uns schon klar sein“ p

Minister Calderoli war also der Schlüssel?

Ja. Das Regionenministerium wird häufig als Trostpflaster angesehen, für jene, die bei der Regierungsbildung kein bedeutenderes Ministerium erhalten haben. Mit Roberto Calderoli gab es hingegen einen bewusst eingesetzten Minister, der für die Lega die differenzierte Autonomie weiterbringen wollte. Damit hatte man plötzlich eine starke Persönlichkeit in dieser Position. Er ist seit Langem im Geschäft und hat politisches Gewicht. Er ist ein überzeugter Autonomist – ein Mitbegründer der ursprünglichen Lega Nord – also jener Partei, die noch die Padanische Unabhängigkeitserklärung forderte. Zudem ist er ein ausgezeichneter Kenner der Südtirolautonomie und war unter anderem Präsident der Sechser-Kommission. Auch der stellvertretende Ministerpräsident Antonio Tajani war eine große Hilfe, insbesondere beim Notenwechsel mit Österreich. Wir haben vor der Schlussabstimmung auf diesen Notenwechsel bestanden, weil er Ausdruck der internationalen Absicherung der Autonomie ist. Im italienischen Außenministerium gab es hierzu wie immer Gegenwind, aber Tajani hat sich durchgesetzt. Insgesamt ist es erstaunlich, dass mit dieser Regierung die Autonomiereform durchgebracht werden konnte – aber sie hat Wort gehalten, und das muss man anerkennen.

Sie haben den Notenwechsel mit Österreich angesprochen. Wie eng kann man sich die Abstimmung vorstellen?

Die Abstimmung mit Österreich war über den gesamten Verhandlungszeitraum sehr eng: Die Autonomiereform und das Thema Notenwechsel wurden immer wieder von Bundespräsident Van der Bellen und von den Bundeskanzlern Nehammer und Stocker bei ihren Rombesuchen zur Sprache gebracht. Auch mit der österreichischen Botschaft haben wir uns abgesprochen. Die Südtirol-Frage ist für Österreich nach wie vor aktuell; Österreich steht hinter Südtirol. Das gibt uns viel Sicherheit.

Ganz kurz erklärt – was steht drin in dieser Reform?

Sie besteht aus mehreren Teilen: Ein erster Teil behandelt die Wiederherstellung der verlorenen Kompetenzen aus der Verfassungsreform 2001, als die Kompetenzen

zwischen Staat und Regionen neu geordnet wurden. Es gab seitdem bekanntlich verschiedene Urteile des Verfassungsgerichtshofes, die sich nachteilig auf unsere Kompetenzen ausgewirkt haben. Ein zweiter Teil betrifft die Einräumung neuer oder erweiterter Kompetenzen: Im Umwelt- und Klimaschutz, beim Wildtiermanagement, beim Handel, bei der Abfallbewirtschaftung, bei den kleineren und mittleren Wasserableitungen. Zudem haben wir die Rolle der Durchführungsbestimmungen gestärkt. Nicht zuletzt haben wir die Autonomie vor künftigen Abänderungen besser geschützt: Italien darf die heutigen Standards der Autonomie nicht verschlechtern. Damit ist es ein schönes Paket, das wir schnüren konnten. Es geht über das hinaus, was Giorgia Meloni zugesagt hatte: Sie hatte in der Regierungserklärung nur von der Wiederherstellung der Kompetenzen gesprochen, nicht vom Ausbau der Autonomie.

Die Reform enthält auch Zugeständnisse an die italienische Sprachgruppe. Was hat Alessandro Urzì konkret durchgesetzt? Erstens wurde die Ansässigkeitsklausel für das aktive Wahlrecht von vier auf zwei Jahre reduziert. Zweitens kann die Landesregierung künftig nicht mehr nur im Verhältnis der Sprachgruppen im Landtag, sondern auch im Verhältnis der Sprachgruppen auf Landesebene zusammengesetzt sein. Auch beim Gemeinderat brauchte es bisher mindestens zwei Gemeinderäte einer Sprachgruppe, damit einer in den Ausschuss gewählt werden konnte – wir hatten

„ Das ist nicht umsonst die umfangreichste Reform der Südtirolautonomie seit 1972“

Senator

dieses Problem konkret in Innichen. Nun ist es möglich, auch einen einzelnen Gemeinderat einer Sprachgruppe in den Ausschuss zu berufen. Diese Punkte haben sicher dahingehend genutzt, damit die Mehrheit selbst einen Anreiz hatte, für die Reform zu stimmen und damit sie ihr Wahlverhalten verteidigen kann. Das hat den Prozess natürlich erleichtert.

Diese Zugeständnisse haben aber auch für Kritik gesorgt. Sehen Sie darin eine Einbuße für die deutsche Sprachgruppe? Nein, und zwar aus mehreren Gründen. Die vierjährige Ansässigkeitsklausel ist unserer besonderen Geschichte geschuldet – aber ob sie heute noch auf soliden rechtlichen Beinen steht, ist mehr als fraglich. Zudem: Wenn heute wirklich größere Gruppen aus Militär- und Sicherheitsbeamten vom Süden gezielt nach Südtirol gebracht werden sollten, hätten wir ganz andere Probleme und Diskussionen als die Frage des aktiven Wahlrechts. Außerdem profitieren auch Südtiroler der deutschen Sprachgruppe von der Verkürzung – nämlich jene, die zum Studieren weggegangen sind und zurückkommen. Bezüglich der Sprachgruppenvertretung in der Landesregierung und den Gemeindeausschüssen handelt es sich um Kann-Bestimmungen: Es bleibt eine politische Entscheidung, ob man sie anwendet oder nicht. Es wird in gewissen Situationen vielleicht politischer Druck entstehen, aber die politische Mehrheit behält die Entscheidungshoheit. Insgesamt sind

es Forderungen, die akzeptabel sind, und die strategische Überlegung dahinter war richtig.

Es gibt Verfassungsrechtler, die sagen, dass die effektive Umsetzung dieser neuen Kompetenzen nun noch stärker vom politischen Willen in Rom abhängt.

Die römische Ebene ist kein Wunschkonzert, das muss uns schon klar sein. Man verhandelt über Monate in sehr technischen Gesprächen und diskutiert über zahlreiche Detailformulierungen. Auch ich kann mir noch vieles vorstellen, das ich gerne im Autonomiestatut festgeschrieben hätte. Jede Reform ist ein Kompromiss, der hart verhandelt ist und für den es ein Für und ein Wider gibt.

Sie sind davon überzeugt, dass die Kompetenzen nun auch dem Verfassungsgericht standhalten?

Wir haben unser Bestes dafür getan. Wir müssen uns aber schon darüber im Klaren sein: Wir leben in einem Einheitsstaat und keinem Bundesstaat, das ist im Artikel 5 der Verfassung festgeschrieben, und es wird immer übergeordnete Interessen geben, mit denen der Staat seine Position durchsetzen kann. Natürlich werden wir deshalb auch künftig an gewisse gesetzgeberische Grenzen stoßen. Südtirol ist kein Staat. Aber das hat nichts damit zu tun, dass diese Reform die gesamte Autonomie auf solidere Beine stellt. Sie trägt dazu bei, dass sich unser autonomer Spielraum im Rahmen des Möglichen erweitert hat. Das ist nicht umsonst die umfangreichste Reform der Südtirolautonomie seit 1972.

Nun geht es darum, die Reform auch zu nutzen und Prioritäten zu setzen. In welchen Bereichen sollte die Landesregierung als erstes tätig werden?

Die neuen Kompetenzen bieten sich an, etwa die Bereiche Wildtiermanagement – da kann man sicher stärker eingreifen. Auch im Umweltbereich haben wir nun größeren Spielraum, oder im Handel bezüglich der Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen. Auch einige spezielle Gesetzgebungskompetenzen sind interessant – beispielsweise bei den Kollektivverträgen für das Personal. Bei einigen Themen weiß man direkt, wo man anpacken kann. Bei anderen muss man die bestehenden Landesgesetze erst analysieren und die neuen Möglichkeiten ausloten. Dazu wird es sicherlich eine Arbeitsgruppe geben, die sich mit der konkreten Anwendung beschäftigen und dann Vorschläge unterbreiten wird.

Nach der Arbeit ist vor der Arbeit... Sicher! In Rom wird es darum gehen, die notwendigen Durchführungsbestimmungen zur Autonomiereform voranzubringen und Abstimmungen zwischen dem Staat und Südtirol vorzunehmen. In Rom schaffen wir die Grundlagen, damit Südtirols Politik arbeiten kann – und die sind mit dieser Reform verbessert worden.

anina.vontavon@brixner.info

Das Alltägliche festhalten

BRIXEN/MILLAND: Chronisten, die Bewahrer der Geschichte, sammeln und dokumentieren sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit. Einer von ihnen ist Emil Kerschbaumer. Er ist seit 25 Jahren Chronist von Milland und seit 15 Jahren Bezirkschronist des Eisacktals.

„Meine Arbeit als Chronist wird erst in ein paar Jahrzehnten wertgeschätzt, wenn ich nicht mehr lebe!“, sagt Emil Kerschbaumer. Seine Worte machen deutlich, worum es bei seiner Tätigkeit als Chronist geht: nicht um schnelle Aufmerksamkeit, sondern um bleibende Erinnerungen. Beim Betreten des Archiv- und Chronikraums im Jakob-Steiner-Haus in Milland wird schnell klar, wie ernst er seine Aufgabe nimmt: In einem großen Schrank reihen sich Chroniken an Chroniken, fein säuberlich sortiert und nach Jahreszahlen geordnet. Sie erzählen von vergangenen Zeiten, die in diesen Bänden weiterleben. Die erste Chronik stammt aus dem Jahr 2001; von da an gibt es für jedes Jahr zwei Bände.

Rund 50 Chroniken hat Emil Kerschbaumer inzwischen für Milland angefertigt – ein beeindruckendes Archiv an Dorfgeschichte. Seit 25 Jahren ist er Dorfchronist in Milland, seit 2011 zusätzlich Bezirkschronist im Eisacktal. In der Gemeinde Brixen ist er der einzige Chronist, wobei er für den kirchlichen Teil inzwischen Unterstützung von Ulrike Wörndle erhält. Seine Arbeit ist damit nicht

nur umfangreich, sondern auch mit großer Verantwortung verbunden.

Tägliche Kleinarbeit

Als Kerschbaumer eine der Chroniken aus dem Schrank nimmt, sie aufschlägt und durch die Seiten blättert, wird sofort deutlich: Diese Arbeit erfordert Sorgfalt, Disziplin und ein ausgeprägtes Ordnungssystem. Jede Ausgabe beginnt mit einem detaillierten Inhaltsverzeichnis. Darin werden Jubiläen, Todesfälle, Unfälle, Wetterdaten, Zeitungsberichte und andere Ereignisse des Jahres übersichtlich aufgelistet und mit den dazugehörigen Seitenzahlen versehen. Die Grundlage jeder einzelnen Chronik ist eine aufwändige Recherche, denn Kerschbaumer informiert sich über jedes Ereignis selbst. Monat für Monat hält er das Wetter fest, Tag für Tag notiert er die Temperaturen – es sind diese kleinen Details, die die Dorfchroniken so besonders machen. Bilder, Berichte und Zeitungsartikel werden chronologisch geordnet und sorgfältig beschriftet. Zeitungen werden gesammelt, und am Ende jedes Monats filtert er aus den Tageszeitungen sowie aus dem „Brixner“ alle Beiträge heraus,

die einen Bezug zu Milland haben. Diese werden anschließend ausgeschnitten, eingescannt und archiviert. Die korrekte Quellenangabe ist dabei unerlässlich.

Von der Schere zur Digitalisierung

Im Laufe der Zeit hat sich auch Kerschbaumers Arbeitsweise weiterentwickelt: Seit 2014 arbeitet er sowohl analog als auch digital. Während früher jedes Bild mühsam ausgeschnitten und eingeklebt werden musste, eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten und erleichtert viele Arbeitsschritte erheblich. Dokumente können leichter gesammelt, geordnet und als PDF-Dateien archiviert werden. Die Technik ersetzt jedoch nicht die notwendige Genauigkeit: Damit alles übersichtlich bleibt, speichert Kerschbaumer jedes Dokument systematisch in bestimmte Ordner, unter Stichpunkten und mit Datum ab. Dieses strukturierte Vorgehen ermöglicht es auch Jahre später, gezielt auf einzelne Ereignisse zurückzugreifen.

Was bleibt

Für Kerschbaumer ist die Arbeit als Chronist weit mehr als das bloße

Sammeln von Daten und Berichten. Sie erfüllt ihn mit großer Leidenschaft und erfordert zugleich viel Ausdauer und Disziplin. Seine Rolle sieht er dabei nicht im Kommentieren oder Bewerten, sondern im objektiven Dokumentieren von Ereignissen. Seinen Blick richtet Kerschbaumer auf die Gegenwart, auf das, was geschieht, was die Menschen bewegt und was das Leben in Milland ausmacht. Der Alltag hat für ihn einen besonderen Wert, denn es sind oft die kleinen Ereignisse, die schnell in Vergessenheit geraten. Gerade darin liegt der Fokus seiner Arbeit: Seine Chroniken sind ein Abbild der Gegenwart und auch eine wertvolle Quelle für zukünftige Generationen. Details aus dem täglichen Leben mögen heute unscheinbar wirken – in einigen Jahrzehnten sind sie jedoch Quellen für das Leben von heute. Am Ende zeigt sich, dass die Arbeit eines Chronisten ihre volle Bedeutung erst mit der Zeit entfaltet. Mit Blick auf die Zukunft ergänzt er: „Wenn im Jahre 2093 in Milland wieder ein Buch erscheinen sollte, kann ein Historiker auf meine Chronik zurückgreifen!”

hannah.hofer@brixner.info

und Liebe zum Detail sind für die Arbeit eines Chronisten unerlässlich

Emil Kerschbaumer: „Ein Historiker kann auf meine Chronik zurückgreifen“ Interesse am Zeitgeschehen

100 Jahre Schulgeschichte

BRIXEN: Im November 1925 öffnete das italienischsprachige „Liceo Dante Alighieri“ am Domplatz seine Tore. Heute besuchen rund 350 Schülerinnen und Schüler das Oberschulzentrum in der Schwesternau. Bis Herbst wird das Jubiläumsjahr mit verschiedenen Aktionen gefeiert.

Man meint, konzentrierte Stille zu hören, wenn man das „Liceo Dante Alighieri“ an einem Vormittag betritt. Das Leben spielt sich hinter den vielen Türen in den einzelnen Klassenzimmern ab. Unterricht mit Raum für Individualität, Gemeinschaft und Visio-

mit einer wissenschaftlichen Tagung im März oder dem Festakt „Gaudeamus igitur“ im Mai. Die Ergebnisse eines Schulprojekts anlässlich des Jubiläums, die zwei Klassen des italienisch- und deutschsprachigen Gymnasiums gemeinsam erarbeitet haben, wer-

geschichte sind auch ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen und dokumentieren ihren Wandel. Die Geschichte der ersten italienischsprachigen Oberschule in Brixen beginnt im Jahr 1925. Zweifelsohne steht ihre Gründung im Zusammenhang mit der Politik

„ In den letzten 30 Jahren entwickelte sich die Schule zunehmend zu einem Zentrum für sprachliche und pädagogische Innovation“

Sandro Fraternali, Teil des Organisationskomitees des Jubiläumsjahres

nen. Rund 350 Jugendliche, vorwiegend aus dem Raum Brixen, aber auch durchaus von weiter her, sogar aus der Provinz Belluno, besuchen die italienischsprachige Schule in der Schwesternau. „Das Ziel der Schule ist es, Gemeinschaft zu schaffen, die Talente und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern, ihnen Chancen aufzuzeigen und sie darin zu bestärken, diese auch zu ergreifen“, sagt die Schulführungskraft Raffaella Lauria. Es sei heute wichtiger denn je, den Jugendlichen durch die Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Institutionen sowie fächer- oder klassenübergreifenden Projekten innerhalb der Schule und ihrer verschiedenen Schulrichtungen neue Möglichkeiten zu eröffnen, weit über den eigenen Tellerrand zu schauen. Dieses schulische Engagement zeigt sich heuer etwa im Jahresprogramm, das das 100-jährige Bestehen des Gymnasiums Dante Alighieri feierte und feiert, etwa

den im Herbst präsentiert. Noch bis zum 5. Juni ist hingegen eine Fotoausstellung in der Schule selbst zu sehen, an deren Umsetzung neben dem Organisationskomitee auch Schülerinnen und Schüler mitgearbeitet haben.

100 Jahre in mehr als 100 Fotos

Junge Erwachsene mit ernsten Gesichtern zeigen die SchwarzWeiß-Fotografien aus den Zwanzigerjahren. Gekleidet in Anzug und mit Krawatte sehen sie allesamt viel älter aus, als sie damals waren. Vereinzelt sitzen zwischen den jungen Männern ebenso junge Frauen, damals noch selbstverständlich in Kleidern oder Röcken. Was für ein Kontrast zu den Jugendlichen, die heute nach Unterrichtsschluss lachend und scherzend das Schulgebäude verlassen. Oder die, wesentlich weniger steif, auf den Klassenfotos der letzten Jahrgänge zu sehen sind. 100 Jahre Schul-

und Ideologie des Faschismus, die das Klassische Gymnasium als den Schultyp förderte, der die künftige Elite ausbilden sollte. Nach der sogenannten Gentile-Reform von 1923, die alle Minderheitensprachen wie Deutsch, Slowenisch und Kroatisch als Unterrichtssprache verbot, musste in Brixen das bisherige Augustiner Gymnasium in der Runggadgasse im Jahr 1926 endgültig schließen. Bis dahin hatte sich die von den Augustiner Chorherren geführte Schule durchaus in der Rolle eines städtischen Gymnasiums gesehen und auch Mädchen zum Unterricht zugelassen.

Anders verhielt es sich beim Vinzentinum. Als nicht staatliche Schule musste das dortige Klassische Gymnasium nicht schließen, verlor aber die Anerkennung als öffentliche Schule. Der Unterricht durfte in der kirchlichen Schule zwar in deutscher Sprache fortgesetzt werden, doch die Schüler mussten ihre Maturaprüfung in

italienischer Sprache am „Liceo Dante Alighieri“ ablegen.

Die neue italienischsprachige Oberschule

Wer also in Brixen etwas auf sich hielt, eher laizistisch und antiklerikal eingestellt war und für seine Söhne und Töchter eine klassische Bildung vorsah, die zum Studium an Universitäten berechtigte und spätere Karrierechancen eröffnen sollte (und nicht unbedingt eine kirchliche Laufbahn), schrieb sie notgedrungen im neuen „Liceo Dante Alighieri“ ein. Untergebracht war es am Domplatz – in dem Gebäude, in dem sich bis vor wenigen Jahren die Stadtbibliothek und noch heute das Stadtarchiv befindet.

Im ersten Schuljahr 1925/26 besuchten 86 Schüler das neue Gymnasium, im Herbst 1926 waren es bereits 140 in insgesamt acht Klassen. Unterrichtet wurden damals noch acht Schulstufen: Auf fünf Jahre Gymnasium, die in drei Jahre Unter- und zwei Jahre Oberstufe unterteilt waren, folgten drei Jahre Lyzeum. Voraussetzung für die Aufnahme war eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung, und auch für den Übergang in die vierte Klasse Gymnasium und die erste Klasse Lyzeum musste eine Zwischenprüfung bestanden werden.

Sprache als Herausforderung und die Ideologie des Faschismus

Gerade in den Zwanzigerjahren trugen rund zwei Drittel der Schüler und Schülerinnen einen deutschen Familiennamen, und für die Jugendlichen bedeutete der Unterricht in einer ihnen weitgehend fremden Sprache eine große

Herausforderung, die es im Hinblick auf ihr späteres Berufsleben zu meistern galt. Geleitet wurde die Schule damals von Rodolfo Lackner, einem Professor aus dem Trentino, der nicht nur die deutsche Sprache und Kultur, sondern auch das frühere österreichische Schulwesen bestens kannte und durchaus ein gewisses Verständnis für die Sprachschwierigkeiten der Jugendlichen zeigte. Sandro Fraternali, der als ehemaliger Lehrer der Schule dem Organisationskomitee des Jubiläumsjahres angehört und schon 2001 am Buch „Odi et amo“ mitarbeitete, das die ersten 75 Jahre der Schulgeschichte dokumentiert, bezeichnet ihn als wichtige „Schlüsselfigur“.

In den Dreißigerjahren wuchs die italienischsprachige Bevölkerung in Brixen auf ungefähr 11.000 Personen. „Natürlich machte die Ideologie des Faschismus vor den Mauern der Schule nicht Halt“, sagt Fraternali. „So war es den Schülern etwa strengstens verboten, untereinander deutsch zu sprechen. Und auch sonst gab es Vorschriften – etwa, dass Mädchen hochgeschlossene schwarze oder dunkelblaue Schürzen tragen mussten.“

Fraternali verweist in diesem Zusammenhang auch auf Mario Segre (1904–1944), ein bekanntes Opfer des Faschismus. „Heute trägt die Schulbibliothek seinen Namen.“ Der Hochschullehrer und bedeutende Epigraphiker jüdischer Herkunft hatte vor seiner Karriere als Wissenschaftler in Mailand und Rom im Schuljahr 1928/29 in Brixen Latein und Griechisch unterrichtet. Als Folge der 1938

erlassenen italienischen Rassegesetze wurde er zwangspensioniert und im Frühling 1944 zusammen mit seiner Frau und seinem nicht einmal zweijährigen Sohn in das KZ Auschwitz deportiert und mit seiner Familie ermordet.

Ein Neuanfang nach dem Krieg

Das italienischsprachige Gymnasium war nach 1945 lange die einzige italienischsprachige Oberschule in Brixen. Schüler deutscher Muttersprache konnten ab Herbst 1945 das neu gegründete Realgymnasium Fallmerayer besuchen, das damals im Priesterseminar untergebracht war. Auch das Vinzentinum nahm im Herbst 1945 seinen Schul- und Internatsbetrieb wieder auf.

In die ersten Jahre der Nachkriegszeit fällt ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des „Liceo Dante Alighieri“: Im Schuljahr 1950/51 konnte es vom Domplatz in das ehemalige Kasernenareal in der Dantestraße übersiedeln, wo es über 30 Jahre bleiben sollte. „Zu einem Austausch der Sprachgruppen kam es damals trotz der räumlichen Nähe zu den dortigen deutschsprachigen Schulen nicht“, weiß Sandro Fraternali. „Beide Sprachgruppen lebten in parallelen Welten.“ Das „Liceo“ spielte aber für die Italienerinnen und Italiener in Brixen weiterhin eine wichtige Rolle. Einmal, wie bereits erwähnt, weil es rund 20 Jahre lang die einzige italienischsprachige Oberschule der Stadt war. Zum anderen hatte es für die italienischsprachige Bevölkerung,

ähnlich wie die Pfarrei, auch eine gemeinschaftsbildende Funktion. Anders als die deutschsprachige Bevölkerung war ein großer Teil der Italienerinnen und Italiener noch nicht seit Generationen in Brixen verwurzelt. Viele waren während der Zeit des Faschismus und in der Nachkriegszeit aus unterschiedlichen Regionen Italiens nach Brixen gekommen.

Sie mussten in der Stadt erst heimisch werden, soziale Beziehungen knüpfen und eine gemeinsame Identität entwickeln. In diesem Prozess nahm die Schule eine bedeutende Stellung ein: Sie war nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch ein Sammelpunkt, ein Raum des Austauschs und ein wichtiger Bezugspunkt für die italienische Gemeinschaft in der Stadt.

Die Schülerinnen und Schüler kamen dabei nicht nur aus Brixen, sondern auch aus dem Wipp- und Pustertal, da der Besuch einer italienischsprachigen Oberschule in Sterzing und Bruneck viele Jahre nach dem Krieg nur eingeschränkt möglich war. Für viele bedeutete dies tägliches Pendeln. Die Unterbringung im Heim – dem Marianum – war damals nur für Mädchen möglich. Gerade Mädchen aus den ladinischen Tälern, ja sogar aus der Provinz Belluno, verbrachten also ihre Oberschulzeit dadurch in Brixen.

Eine Schule im Wandel 1974/75 wurde neben dem klassischen Gymnasium erstmals die

Eine Klasse des Lyzeums im Jahr 1926: In der Mitte sitzt der damalige Schulleiter Rodolfo Lackner, der Zweite von rechts in der hinteren Reihe ist Mario von Unterrichter
Das „Liceo Dante Alighieri“ war für viele Jahre am Domplatz untergebracht

wissenschaftliche Ausrichtung angeboten, die den Veränderungen in der Gesellschaft und den Anforderungen an die Schulbildung Rechnung trug. 1984 bezog die Schule einen Neubau in der Schwesternau, in dem sie noch heute untergebracht ist. In dieser Zeit wurde auch das schulische Angebot durch das Sprachengymnasium erweitert. 2010 wurde das klassische Gymnasium wegen fehlender Nachfrage aufgegeben.

Heute ist das „Liceo Dante Alighieri“ Teil des „Istituto di Istruzione Secondaria (IIS) di Bressanone“, des Oberschulzentrums Brixen. Es vereint mehrere Bildungsangebote unter einem Dach: das Sprachengymnasium („Liceo Linguistico“), das Realgymnasium („Liceo Scientifico“), die WFO („Istituto tecnico economico indirizzo Amministrazione Finanza e Marketing“, kurz ITE) und, ab der 3. Klasse, die biomedizinische Ausrichtung des Realgymnasiums („Percorso Curvatura biomedica“), bei der die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Einblicke in medizinische Berufe erhalten.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten nahm die Zahl der Schülerinnen und Schüler wieder stark zu und wuchs von rund 150 auf etwa 350. Derzeit gibt es 21 Klassen.

„Dieser Zuwachs“, so Fraternali, „ist bemerkenswert, weil die italienischsprachige Gemeinschaft

wichtig sind. Seit mehreren Jahren besteht eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Falcone: Die italienischsprachige WFO trägt den Namen „Falcone e Borsellino“ und auf der Fassade des Gebäudes sind neben der Darstellung von Dante und Walther von der Vogelweide auch die Porträts der beiden ermordeten Mafiajäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino zu sehen.

schiedensten Klassen zusammen gestalten. Sie geht inhaltlich weit über rein schulische Themen hinaus und will eine Brücke nach „draußen“ schlagen. Denn auch heute ist die Schule noch immer ein Ort, an dem sich die Entwicklung der Stadt und der Gesellschaft widerspiegelt.

in Brixen selbst nicht im gleichen Maß gewachsen ist. Er deutet darauf hin, dass die Schule auch für Familien aus dem Umland sowie für mehrsprachige Familien attraktiver geworden ist.“

Erziehung zu gesellschaftlicher Verantwortung

„Die Schule will ihren Schülern nicht nur eine solide Ausbildung vermitteln, sondern sie auch zu gesellschaftlicher Verantwortung erziehen“, sagt die Schulführungskraft Raffaella Lauria. In diesem Sinne gibt es mehrere fächerübergreifende Projekte. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mehrsprachigkeit. „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit deutschsprachigen Schulen in Brixen zusammen und fördern dadurch Austauschprojekte, gemeinsame Initiativen und Unterrichtseinheiten in der jeweils anderen Sprache.“ So wird etwa Geschichte in einer Klasse des italienischen Gymnasiums auf Deutsch, in einer Klasse des deutschsprachigen Gymnasiums auf Italienisch unterrichtet. „Solche Projekte fördern nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern stärken auch kulturelle Offenheit und gegenseitiges Verständnis.” Nicht weniger wichtig ist die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu Menschen, denen Werte wie Rechtmäßigkeit, Respekt, Inklusion, Zivilcourage und Demokratie

„In den letzten 30 Jahren“, so Fraternali, „entwickelte sich die Schule zunehmend zu einem Zentrum für sprachliche und pädagogische Innovation. Neue Fachrichtungen, mehrsprachige Projekte und eine stärkere Öffnung zur Stadtgesellschaft sollten dazu beitragen, die Schule attraktiv zu halten und Schülerinnen und Schüler nicht ausschließlich nach Bozen abwandern zu lassen.“ Das unterstreicht auch Raffaella Lauria, die unter den zahlreichen Projekten und Austauschprogrammen des Schulzentrums eines herausgreift, das ihr besonders wichtig ist: die Schülerzeitung „Fuori Registro“, die rund 30 Schüler aus den ver-

Gerade das ist dem Organisationskomitee des Jubiläumsjahres wichtig. Oder wie Fraternali es formuliert: „Es geht nicht darum, uns selbst zu loben, sondern Entwicklungen aufzuzeigen.“ Denn die Geschichte des italienischsprachigen Gymnasiums in Brixen ist gewiss weit mehr als die Geschichte einer Schule. Sie erzählt auch von Identität, Mehrsprachigkeit, gesellschaftlicher Integration, historischen Brüchen und neuen Bildungswegen in Brixen. johanna.bampi@brixner.info

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Seit 1984 befindet sich das Gymnasium in der Schwesternau

BRIXEN

Digitale Grabsuche vorgestellt

Die Gemeinde Brixen erweitert ihr digitales Serviceangebot: Über die Internetseite der Gemeinde können Bürgerinnen und Bürger ab sofort online nach Grabstätten auf dem städtischen Friedhof suchen. Über den hier abgedruckten QR-Code kommt man direkt auf die entsprechende Seite. Die neue digitale Grab-

suche soll Angehörigen und Besuchern die Orientierung erleichtern und den Zugang zu Informationen vereinfachen. Der Friedhof wird täglich von 800 bis 1.000 Personen besucht. Immer wieder gingen beim Friedhofsamt Anfragen zum Standort bestimmter Grabstätten ein. Aus diesem Bedarf heraus entstand die neue Online-Lösung: Nach Eingabe des Namens der verstorbenen Person und eines Prüfcodes wird die genaue Lage der Grabstätte angezeigt. Zusätzlich kann ein Übersichtsplan des Friedhofs mit markierter Grabstelle oder Urnennische geöffnet und ausgedruckt werden. Bereits geplant ist ein Ausbau dieses Angebots: Auf dem neuen Friedhofsareal soll künftig eine digitale Informationstafel mit Touchscreen installiert werden, über die

In Südtirol gehört der Dialekt für viele selbstverständlich zum Alltag. Dabei werden unterschiedlichste Dialekte gesprochen, und auch die Dialekte selbst befinden sich im Wandel. Schließlich flossen und fließen über die Jahre zeitgemäße Wörter und Redewendungen aus der Standardsprache genauso in

den dialektalen Sprachgebrauch ein wie Formulierungen aus ähnlichen Dialekten und anderen Sprachen. Auch die Mobilität der Menschen trägt zum Wandel von Sprache bei. Anna Tappeiner studiert germanistische Linguistik an der Universität Innsbruck und untersucht in ihrer Dissertation

Kürzlich wurde in der Gemeinderatssitzung von Natz-Schabs die Abänderung des Bauleitplans zur Erweiterung des Friedhofs von Raas genehmigt. Das Projekt mit Baubeginn November 2026 wird rund 300.000 Euro kosten. Vorgesehen sind weitere Erdgräber und Urnennischen.

SPRACHE

Besucher direkt vor Ort nach Grabstätten suchen können. „Auch Seniorinnen und Senioren sind heute digital unterwegs. Wir versuchen, ihren Bedürfnissen bestmöglich entgegenzukommen“, erklärt die Gemeinderätin Paula Bacher. Das Friedhofsamt bleibe aber weiterhin persönlich und telefonisch erreichbar. Zudem sei die Gemeinde bemüht, die Dienstleistungen laufend weiterzuentwickeln und das Angebot an Urnengräbern auszubauen. Im Bild: Gemeinderätin Paula Bacher mit den Mitarbeiterinnen des Friedhofsamtes Carmen Schenk (links) und Verena Runggatscher. lv

Umfrage zur dialektalen

Vielfalt in Südtirol

den Umgang der Südtirolerinnen und Südtiroler mit ihrem Dialekt und dem Hochdeutschen. Für ihr Forschungsvorhaben sucht sie Menschen, die online einen Fragebogen ausfüllen. Mitmachen können Menschen jeder Altersgruppe, die einen Südtiroler Dialekt sprechen. Das Ausfüllen dauert rund 15 Minuten, ist anonym und unkompliziert. „Jede Teilnahme“, so Anna Tappeiner, „leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Sprache in Südtirol.“ Die Wahrnehmung von Dialekt ist ein

Im Gemeinschaftshaus in der Romstraße 5 in Brixen wird seit Anfang Mai jeden Mittwoch von 7.30 bis 8.45 Uhr der Blutabnahmedienst angeboten. Termine können telefonisch von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr (0472 100100) sowie online (sanibook.sabes.it) vorgemerkt werden.

Thema, das die Wissenschaftlerin schon länger begleitet. Bereits für ihre Masterarbeit untersuchte sie den Sprachgebrauch Südtiroler Studierender an der Universität. Für ihre Dissertation führte sie bereits zahlreiche Interviews mit Personen durch. Nun hofft sie auf eine rege Teilnahme an der Umfrage mittels Fragebogen. „Bisher“, sagt sie, „haben sich etwas mehr als 250 Menschen daran beteiligt.“ Die Teilnahme ist über den Link https://tinyurl.com/dialektumfrage möglich. job

Der EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann wurde zum Co-Vorsitzenden des Agrarminister-Gremiums der EVP ernannt. In diesem Gremium besprechen die derzeit elf Agrarminister, die der Europäischen Volkspartei angehören, gemeinsame Positionen für die Agrarpolitik der EU.

„Das ist Ihr Garten!“

Multimediakünstler ANDRÉ HELLER war am 13. Mai in Brixen zu Gast, als mit dem Spatenstich die Bauphase des Hofburggartens eingeläutet wurde. Was er zum Projekt sagt – jetzt, wo es konkret wird.

Herr Heller, lange hat es gedauert, aber am 13. Mai hat der Spatenstich die Bauphase für den neuen Hofburggarten eingeläutet. Was bedeutet das für Sie?

Für mich bedeutet es, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass es keine Chance mehr gibt, dass dieses Projekt nicht umgesetzt wird. Das freut mich natürlich. Meine Mitarbeiter und ich haben das Projekt mittlerweile sehr liebgewonnen – und ohne Liebesgeschichte geht gar nichts. Ich kann allen nur raten: Egal, welchen Beruf Sie ergreifen, Sie müssen sich darin zu Hause fühlen.

Jetzt geht es also wirklich los mit dem Projekt Hofburggarten in Brixen; die Eröffnung ist im Frühjahr 2028 vorgesehen. Worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich auf jeden Augenblick, der dazu angetan ist, die Welt zu verfeinern. Mit diesem Garten gelingt das ein kleines Stück. Die Erde braucht Bäume, sie braucht Schatten, Rücksicht und Anerkennung. Wir müssen unseren Kindern erklären, wie kostbar sie ist. Der Garten soll folgende Botschaft in die Welt tragen: Wir leben in einer Zeit der Schwierigkeiten, der Verrücktheit, der Niedertracht. Dem stellen wir etwas entgegen, das eine höchste Qualität hat und zeigt, wie großartig die Natur ist.

Gibt es noch etwas, das Sie der Brixner Bevölkerung mitteilen möchten?

Das ist Ihr Garten! Das ist der Garten der Brixnerinnen und Brixner, und wenn er erstmal fertiggestellt ist, wird das jeder verstehen. Und alle werden sagen: Ich will, dass das mein Garten ist. Brixen hat unendlich viel dazu beigetragen; da sind Ideen und Steuergelder drinnen. Damit muss man klug und dankbar umgehen – das ist meine Attitüde bei all solchen Projekten. Insofern sollen sich die Brixner auch darin wohlfühlen und einen Rückzugsort finden. anina.vontavon@brixner.info

Gesundheitsberufe im Fokus:

Einschreibungen 2026 an der Claudiana starten

Bozen – Der Bedarf an qualifizierten Gesundheitsfachkräften bleibt hoch – auch in Südtirol. Gut ausgebildete Fachkräfte im Gesundheitswesen werden langfristig gebraucht. Am Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana starten erneut die Einschreibungen für die Bachelorstudiengänge.

Ein Studium im Gesundheitsbereich ist mehr als eine Ausbildung: Es vermittelt wissenschaftliche Grundlagen, fördert kritisches Denken und bereitet auf verantwortungsvolle Tätigkeiten im direkten Umgang mit Menschen vor. Gleichzeitig bietet es eine besonders stabile berufliche Perspektive: Gesundheitsberufe zählen zu den Bereichen mit hoher Arbeitsplatzsicherheit, da sie auf persönliche Interaktion, klinisches Urteilsvermögen und menschliche Betreuung angewiesen sind. Claudiana in Bozen nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. In Zusammenarbeit mit renommierten Partneruniversitäten wie der Università Cattolica del Sacro Cuore di Roma, der Università degli Studi di Ferrara, der Università degli Studi di Padova und der Università degli Studi di Verona werden Studiengänge angeboten, die Theorie und Praxis eng miteinander verknüpfen. Zum Studienangebot 2026 zählen die Studiengänge Krankenpflege, Hebammen, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungstherapie, Dentalhygiene sowie Sanitätsassistenz. Ein wesentliches Merkmal ist der starke Praxisbezug: Bereits ab dem ersten Studienjahr sammeln Studierende Erfahrungen in klinischen Einrichtungen. Moderne Simulationslabore und ein strukturiertes Tutorensystem unterstützen den Aufbau professioneller Kompetenzen. Die zweisprachige Ausbildung in Deutsch und Italienisch ermöglicht zudem eine flexible berufliche Perspektive.

Damit bietet Claudiana nicht nur eine fundierte akademische Ausbildung, sondern auch eine klare Perspektive in einem Berufsfeld mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und langfristiger Sicherheit.

Wichtige Termine auf einen Blick

Einschreibung: 1. Juli bis 12. August 2026

Sprachlicher Eignungstest: 20. August 2026

Aufnahmeprüfung: September 2026

Umfrage zu Gewalt am Arbeitsplatz

Mit einer landesweiten Online-Umfrage möchte Südtirol erstmals ein umfassendes Bild über Mobbing, Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz gewinnen. Vorgestellt wurde die Initiative kürzlich im Innenhof

des Palais Widmann in Bozen. Die anonyme Erhebung richtet sich an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 15 Jahren und läuft noch bis 11. Juli. Ziel ist es, auf Grundlage der Ergebnisse gezielte Präventions- und

Sensibilisierungsmaßnahmen zu entwickeln. Die Umfrage ist Teil des Südtiroler Gleichstellungsaktionsplans 2023–2028. Laut aktuellen europäischen Daten erlebt rund jede achte beschäftigte Person unerwünschtes Verhalten

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BRIXEN

Forum – Romstraße 9

Infos und Anmeldung unter www.volksbank.it/de/events oder in einer Volksbank Filiale (beschränkte Teilnehmerzahl). Veranstaltung für Kunden und Interessierte.

wie Mobbing oder Belästigung am Arbeitsplatz. Viele Fälle würden allerdings nie gemeldet. Besonders betroffen seien Frauen, LGBTQIA+-Personen und Menschen mit Behinderungen. „Wir wollen sichtbar machen, was oft verborgen bleibt“, betonte Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer bei der Vorstellung. Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach von einem wichtigen Schritt, um gezielt gegen Diskriminierung und Gewalt in der Arbeitswelt vorzugehen. Die Teilnahme an der Umfrage ist anonym und dauert etwa zehn Minuten. Teilnahme unter: www. fair.apollis.it. Im Bild (von links): Landesrätin Magdalena Amhof, Elisabeth Covi, Petra Piffer, Ulrike Oberhammer, Edi Casagrande, Landtagspräsident Arnold Schuler, Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer, Kae Sordi, Arianna Miriam Fiumefreddo, Roberta Rigamonti, Cristina Masera und Landeshauptmann Arno Kompatscher. lv

9.Dienstag18.30JUNI Uhr

BRIXEN/NEUSTIFT

Wenn Sprache verhandelt wird

Das Bildungshaus Kloster Neustift war am 7. und 8. Mai Treffpunkt des Rats für deutsche Rechtschreibung. Bereits zum vierten Mal seit seiner Gründung tagte das Gremium damit in Südtirol, bisher mit Sitzungen in Bozen und Brixen. Die Beratungen des Rats beeinflussen den geschriebenen Alltag im gesamten deutschen Sprachraum, denn das Regelwerk des Gremiums ist verbindlich für Schulen und öffentliche

BRIXEN

Wechsel bei den Kinderärztinnen

Die Nachricht hatte einige Eltern verunsichert: Mit 1. Mai gingen gleich zwei Kinderärzte im Gesundheitsbezirk Brixen in Pension, eine weitere Kinderärztin ist künftig nur noch privat tätig. „Vom Sanitätsbetrieb sind wir nicht darüber informiert worden, ob die Stellen nachbesetzt wurden und wie wir den neuen Kinderarzt wählen sollen“, sagte eine Mutter dem „Brixner“ Mitte Mai. Dr. Christine Engl, Direktorin des Amtes für Verwaltungsaufgaben des Gesundheitssprengels, teilte auf die Frage, ob die Stellen nachbesetzt werden konnten, schriftlich Folgendes mit: „Es wurden zwei motivierte Kinderärzte für den Sprengel Brixen-Umgebung gefunden: Dr. Gloria Patelli hat ihr Ambulatorium in Vintl eröffnet und Dr. Angela Venuso betreibt ihr Ambulatorium in Brixen (Rosslauf).“ Die betroffenen Eltern seien über Briefe vorab informiert worden; die ausscheidenden Kinderärzte hätten zudem vielfach selbst die Eltern informiert. „Alle Eltern, die aktuell noch ohne Kinderarzt sind, bitte ich, sich an unseren Schalter zu wenden“,

sagt Dr. Engl. „Die kinderärztliche Versorgung ist von großer Wichtigkeit. Mit den neuen Kinderärztinnen haben wir großes Glück gehabt, da sie sehr erfahren und engagiert sind und sicherlich eine wichtige Ansprechperson für die Eltern werden können.“ Der Kinderarzt kann direkt beim Schalter des Gesundheitssprengels auf dem Domplatz gewählt werden. Auch online über MyCivis oder mittels E-Mail über die Adresse des Sprengels ist die Wahl möglich: sprengel.brixen@sabes.it. Für die Online-Wahl braucht es entweder den SPID oder die CIE, damit man den Zugang erhält. „Für die Wahl mittels E-Mail wurde im Informationsschreiben an die Eltern das entsprechende Formular beigelegt, welches, gemeinsam mit einem Erkennungsausweis, an die angeführte E-Mail-Adresse geschickt werden kann“, so Dr. Engl. Insgesamt waren etwa 3.200 Kinder vom Wechsel betroffen; laut Dr. Engl sind die meisten davon bereits bei einem neuen Kinderarzt untergebracht, es stünden aber noch freie Plätze zur Verfügung.

Verwaltungen. Für Südtirol, das seit 2005 Mitglied ist, hat die Mitarbeit besondere Bedeutung. „Gerade als Sprachminderheit ist es für Südtirol entscheidend, an der Weiterentwicklung der deutschen Rechtschreibung

mitzuwirken und nicht nur deren Ergebnisse zu übernehmen“, betont Bildungslandesrat Philipp Achammer. Der Rat besteht aus 41 Mitgliedern aus sieben Ländern und Regionen und beschäftigt sich mit orthografischen Fragen sowie der behutsamen Weiterentwicklung der deutschen Rechtschreibung. An der Sitzung in Neustift nahm auch Martin Holzner, Direktor der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion, teil. Nach der Verabschiedung eines neuen Regelwerks im Jahr 2023 arbeitet der Rat derzeit an Präzisierungen in verschiedenen Bereichen, etwa bei der Groß- und Kleinschreibung. Ziel sei es, klare und verständliche Regeln zu schaffen, die zugleich den aktuellen Sprachgebrauch berücksichtigen. lv

Foto: Robert Kneschke

Die Traditionsbewusste

PORTRAIT: Bodenständig, freundlich und aus dem Glauben heraus: SONJA HACKHOFER schenkt Menschen Aufmerksamkeit. In der Portiersloge im Krankenhaus, als Leiterin von Wortgottesfeiern oder als Pressereferentin des Schützenbezirks Brixen.

Es ist halb vier Uhr am Morgen. Sonja Hackhofer hat Nachtdienst in der Portiersloge des Brixner Krankenhauses. Einen von acht in diesem Monat. Drei große Bildschirme, Kameraüberwachung rund um das Areal, eine große Wasserflasche und schwarzer Kaffee. Sie macht diesen Job seit über drei Jahren und sie macht ihn gerne. Vor allem die Nachtschichten. Zwölf Stunden hintereinander. Sie mag die Zeit, wenn es ruhig ist, wenn nahezu die ganze Welt schläft. Sie mag es aber auch, wenn viel zu tun ist, wenn es hektisch zugeht. Anrufe mit der Bitte um

„ Es sind die kleinen Dinge, auf die es im Leben ankommt“
Sonja Hackhofer

Auskunft, Autos an der Schranke, die hineingelassen werden möchten, Menschen, die angespannt und nervös sind. Sonja Hackhofer bleibt freundlich und gelassen und sie agiert vor allem mit Herz und Hausverstand. „Das ist wichtig“, sagt sie. Und sie hat recht. Die Portiersloge ist wie eine kleine Schleuse. Ein Lächeln, ein Zunicken, ein gutes Wort, „es sind die kleinen Dinge, auf die es im Leben ankommt.“

Sonja Hackhofer ist ein Mensch, der es versteht, aus der jeweiligen Situation das Beste herauszuholen. „Das hat mich durch mein Leben getragen.“ Die patente Pustererin ist mit ihrem acht Jahre jüngeren Bruder in Toblach aufgewachsen. Nach der Mittelschule arbeitete sie im Haushalt ihres Onkels und hatte mehrere kleine Gelegenheitsjobs. Mit 17 Jahren wagte sie sich dann an die Ausbildung zur Altenpflegerin. Drei Jahre Vollzeitausbildung in Bozen, danach Arbeit in verschiedenen Altersheimen.

Impulse für den Glauben

Irgendwann kam dann der Wunsch nach Veränderung. „Ich wollte einfach etwas anderes tun.“ Sie besuchte die theologischen Kurse an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen. Ein Jahr lang unterrichtete sie Religion an der Grundschule Taisten, „und das hat mir so richtig gefallen.“ Abgeschlossen hat Sonja Hackhofer die Kurse nicht. „Die Familie kam dazwischen.“ Losgelassen hat sie dieses Thema aber nicht mehr. Sie machte eine Ausbildung zur Leiterin von Wortgottesfeiern und steht seit 14 Jahren vorne am Altar. Noch immer ungewohnt für viele Menschen, manchmal von Skepsis begleitet, meistens nachher wohlwollend kommentiert. Die Auslegung der liturgischen Texte, das, was sie den Gläubigen mitgeben möchte, das sei immer wieder eine neue Herausforderung. Die richtigen Worte zu finden, Impulse zu setzen, aus denen die Menschen Kraft schöpfen können, „das braucht Zeit.“ Dranbleiben, sich mit den vorgegebenen Texten intensiv auseinandersetzen, „die Aufgabe ist unglaublich bereichernd.“

Zu Beginn sei sie nur sehr selten drangekommen, jetzt sei es schon mindestens einmal im Monat. Vier Priester gibt es in der Seelsorgeeinheit Rodeneck. Vier Priester für neun Pfarreien. Veränderung. Neue Wege. Zusammenschauen. „Ich mag das“, sagt sie in der ihr eigenen trockenen Art. Ein bisschen nervös sei sie am Ostersonntag schon gewesen, als sie die Wortgottesfeier in Mühlbach übernommen hatte. Nervös, weil es in Mühlbach an einem Ostersonntag noch nie eine Wortgottesfeier gegeben habe. „Und dann auch noch geleitet von einer Frau.“ Sie hat die richtigen Worte gefunden, treffend, tiefgreifend.

Familienalltag

t MIT HERZ UND HAUSVERSTAND: Sonja Hackhofers Lebensweg führte sie von der Altenpflege zur Leiterin von Wortgottesfeiern

Ihren Mann Franz Oberhofer lernte sie vor 29 Jahren auf einer Fahrt der Pustertaler Schützenkompanien nach Budapest kennen. Ein Jahr später zog sie zu ihm nach Meransen. 1998 wurde die Tochter Julia geboren, zwei Jahre später Marion und im Jahre 2002 kam Sohn Philipp zur Welt. Sie ist stolz auf ihre drei Kinder, auf jedes einzelne und den Weg, den es eingeschlagen hat. Die sportlichen Erfolge von Marion, die bei den Olympischen Winterspielen eine Gold- und eine Bronzemedaille im Kunstbahnrodeln geholt hat, sind für Sonja Hackhofer etwas ganz Besonderes. „Wenn man in Meransen aufwächst, gehört der Rodelsport einfach dazu.“ Marion sei diejenige ihrer Kinder gewesen, die keine Angst gehabt hätte, die unverkrampft und mutig gewesen sei. Die Medaillen bei den Olympischen Spielen kommen nicht von ungefähr. Unterstützen, fördern, dabei sein, unzählige Stunden mit den Jugendlichen unterwegs im Sportvereinsbus, es sind wohl auch diese Dinge, die den Weg zum Erfolg ebnen. Dinge, die oft nur Eltern liefern können.

Traditionen leben

Das Tiroler Schützenwesen ist etwas, das Sonja Hackhofer seit ihrer Jugend begleitet und prägt. Ihre gesamte Familie ist aktiv bei den Schützen. Traditionen pflegen, den Glauben leben, sich um die Heimat kümmern. „Eigentlich selbstverständlich“, sagt sie. Seit 33 Jahren ist sie dabei, als Marketenderin, als Jungschützenbetreuerin, als Schießreferentin und derzeit als Pressereferentin im Schützenbezirk Brixen. Zudem ist sie die Schriftführerin der Schützenkompanie Meransen. Meransen ist ein wenig der Lebensmittelpunkt ihrer Familie geblieben, auch wenn sie 2014 nach Rodeneck gezogen ist.

Als ich unser Gespräch kurz vor fünf Uhr beende, erwacht die Welt so langsam zum Leben. Die ersten Lieferanten kommen. Sonja Hackhofer kennt sie alle, weiß, wer wohin muss. Zwei Stunden wird sie noch im Dienst sein, Auskunft geben, die Schranke öffnen, die Bildschirme im Auge behalten. Danach noch eine letzte Tasse Kaffee.

marlene.kranebitter@brixner.info

BRIXEN

Wahlen und Bilanz

Der Verein Jugendhaus Kassianeum hat kürzlich seinen Vorstand neu gewählt: Silvia Zanotto, Ingo Dejaco und Jörg Oschmann wurden in ihren Funktionen bestätigt. Neu in das Gremium gewählt wurden Joachim Hofmann und Marlies Auer. Als Rechnungsrevisoren fungieren künftig Astrid Michaeler, Bruno Gruber und Philipp Oberhuber. Der Verein blickte bei seiner Vollversammlung am 22. April auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Zahlreiche Mitglieder verfolgten die Berichte aus den verschiedenen Tätigkeitsbereichen des Vereins sowie die Vorstellung der statistischen Daten und Schwerpunkte des Jahres 2025. Präsentiert wurden die

Aktivitäten des Bildungshauses, des Jugendzentrums Kass, der pädagogischen Werkstatt Steps, des Jugendkulturzentrums Astra sowie der Jugendherbergen in Brixen, Toblach, Bozen und Meran. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und Breite der geleisteten Arbeit. Neben dem Rückblick wurde auch ein Ausblick auf die geplanten Projekte und Vorhaben für das Jahr 2026 gegeben. Im Rahmen dieser Vollversammlung wurden zudem der Bilanzbericht 2025 sowie der Haushaltsplan für 2026 vorgestellt und genehmigt. Im Foto von links: Ingo Dejaco, Jörg Oschmann, Marlies Auer, Silvia Zanotto und Joachim Hofmann. lv

SCHABS

Feuerwehr-Geschichte(n)

Zum 127-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Schabs ist ein beeindruckendes Werk entstanden – verfasst von Bea Hinteregger,

die über ihren Partner Richard March, langjähriger Kommandant der Schabser Wehr und nunmehr Bezirksfunktionär, nicht nur Zu-

Im Rahmen des Tages der Notfallseelsorge wurde die Landesleiterin Marlene Kranebitter für ihren 25-jährigen Einsatz in der Notfallseelsorge im Weißen Kreuz ausgezeichnet. Im Jahr 2025 begleiteten die rund 204 Freiwilligen 1.442 Betroffene in schwierigen Situationen.

gang zu historischen Quellen fand, sondern auch zu Einblicken hinter die Kulissen, die sonst verborgen geblieben wären. Ursprünglich für das 125-Jahr-Jubiläum 2024 geplant, war es bald klar, dass das Buchprojekt mehr Zeit beanspruchen und nicht pünktlich zum Jubiläumsjahr erscheinen wird. Heute zeigt sich: Sich genügend Zeit zur Fertigstellung des Werks zu nehmen, war eine gute Wahl. Das großformatige, 500 Seiten starke Buch vereint wertvolle historische Fotografien in teils exzellenter Qualität und dokumentiert damit nicht nur die Geschichte der

Aaron Hinteregger aus Brixen (Klavier), Marta Runggaldier aus St. Ulrich (Gesang) und Gabriele Zandonati aus Sterzing (Schlaginstrumente) erhielten kürzlich den vom Rotary Club Brixen vergebenen Mario-Castiglioni-Preis für Nachwuchstalente.

Feuerwehr, sondern des Dorfes insgesamt. Besonders reizvoll ist der thematische, statt chronologische Aufbau: Er lädt dazu ein, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen und darin zu stöbern. Im Mittelpunkt stehen Menschen und ihre Geschichten – lebendig erzählt unter anderem in Zeitzeugen-Interviews, die berichten, wie die Feuerwehr Schabs in 127 Jahren gelebt und erlebt wurde. Das Buch ist gegen eine freiwillige Spende bei der Freiwilligen Feuerwehr Schabs erhältlich. oz

Bei der Vollversammlung der VHS Südtirol wurden Angelika Mayr Fischnaller als Präsidentin und Ursula Stadler als Vizepräsidentin bestätigt. Gemeinsam mit Marlies Dabringer, Stefan Demetz, Klaus Graber, Verena Harrasser und Edith Lochmann bilden sie den neu gewählten Vorstand.

mein Hoppala

Flasche leer!

Mein Sohn und ich waren mit dem Auto Richtung Flughafen München unterwegs. Winter, 5 Uhr früh, die Kälte lässt die Scheibenwischer auf den Scheiben anfrieren – da geht das Scheibenwischwasser aus. An der Tankstelle am Brenner nehme ich mir eine Flasche des benötigten Mittels und fülle sie schon mal ein, schließlich haben wir es eilig. Als ich zahlen will („Einmal Scheibenwischwasser, bitte!“), informiert mich der Herr an der Kasse, dass ich wohl die falsche Flasche gekauft hätte. Ein weiterer Blick verrät: Ich hatte tatsächlich Dieselabgasflüssigkeit „AdBlue“ in den Wischwasserbehälter gefüllt. Ohne Brille hatte ich die Mittel im Regal verwechselt. Wir versuchten trotzdem weiterzufahren, mussten uns aber bereits kurz darauf eingestehen, dass das nicht ging. Also parkten wir das Auto in Innsbruck und nahmen ein Taxi nach München, damit wir unseren Urlaubsflieger noch erwischen. Der versöhnliche Ausgang der Geschichte: Beim Rückflug wurden alle Flüge nach München wegen Schlechtwetters gestrichen. Also mussten wir einen Flug nach Bergamo nehmen, was uns nicht ganz ungelegen kam, zumal wir von dort nur noch nach Innsbruck zu unserem Auto fahren mussten und nicht nach München.

Spaghetti burro, acciughe e limone

Zutaten (für zwei Personen):

220 g Spaghetti (meno è una merenda)

40 g Butter

8–10 Sardellenfilets in Öl

1 Zitrone

Zubereitung

Erstens: Nimm die Butter, schneide vier kleine Würfel von etwa 1 cm und lege sie in den Freezer. Bring Wasser zum Kochen (il sale, gel!!), und sobald es kocht, wirf die Spaghetti hinein. In einer Pfanne mit hohem Rand lässt du die restliche Butter zusammen mit den Sardellen

schmelzen. Wenn den Spaghetti noch zwei Minuten Kochzeit fehlen, gib sie in die Pfanne und füge einen oder zwei Schöpflöffel Kochwasser hinzu, bis sie AL DENTE sind (bitte!!). Spegni il fuoco, wirf die eiskalte Butter über die Pasta und verrühre alles zusammen mit etwas geriebener Schale einer Bio-Zitrone (obviously!). Dazu trinkst du zwei Gläser Kerner von meinem Freund Manni … e stai in paradiso!

Kabarettist und Entertainer Gianluca Iocolano hat für die „Brixner“-Leser dieses schnelle wie leckere Rezept aus seiner kulinarischen Trickkiste gezaubert. Als optionale Garnitur nennt er „etwas Petersilie, wenn du magst. Mir bleibt sie immer zwischen den Zähnen hängen.“

Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

LAMM ento

Demokratie kränkelt

„Die Demokratie hat sich was eingefangen“, sagt Frieda in ihrer trockenen Art, während sie unsere Cappuccino-Tassen auf den Tisch stellt, „sie hustet unentwegt. Grausiger Auswurf.“ Mir fällt dazu nur Salbei ein. Jeden Tag fünf Mal inhalieren, sag ich, und endlich einmal Ruhe geben – damit die hyperaktiven Typen endlich mal gezwungen sind, den Mund zu halten. Das würde uns allen guttun, und Stille allein lässt das Immunsystem arbeiten. Der Franz schüttelt langsam den Kopf: „Vielleicht ist es gar kein Infekt, sondern ein klassischer Konstruktionsfehler. Demokratie funktioniert am besten bei klaren Mehrheiten und kohärenten Koalitionen – und Südtirol war dafür jahrzehntelang das stabile Paradebeispiel schlechthin.“ Stimmt schon, sag ich, aber in Russland oder den USA hustet die Demokratie noch schwerer – bei Mehrheiten, die sich kein Arzt lieber genauer anschauen möchte. Berlin oder London oder Paris zeigen, wie man es nicht machen sollte: Inkohärente Koalitionen blockieren einander, streiten und entscheiden am Ende gar nichts mehr. Damit ist niemand zufrieden, und die Wähler suchen dann die Lösung am Rand, links außen oder rechts außen. „Ist die Mehrheit einmal futsch“, sagt Frieda, „fängt das Chaos an: Plötzlich sind alle laut und beginnen grausliche Sachen zu schreien. Und der gegenseitige Respekt gerät unter die Räder – zuerst in der Politik, dann draußen auf der Straße.“ Südtirol sollte aufpassen, sag ich, die Rattenfänger sind auch bei uns bereits unterwegs.

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DR. JUR. HANNES WILLEIT

Ist die Verkehrssperre am Brennerkorridor der richtige Weg zur Demonstration?

KARL MÜHLSTEIGER,

Bürgermeister von Gries am Brenner:

„Demonstration ist einzige Chance“

Der Hintergrund:

Am 30. Mai wurde die Brennerautobahn durch eine Demonstration am Brenner von 11 bis 19 Uhr gesperrt: Die Bevölkerung von Gries am Brenner will damit auf die enorme Verkehrsbelastung rund um ihre Gemeinde aufmerksam machen. Die Tiroler Landesregierung will Chaos verhindern, indem sie nicht nur die Autobahn sperrt, sondern auch den Durchgangsverkehr auf der parallelen Bundesstraße und Landesstraße.

Wir haben seit 2019 immer wieder Gespräche mit dem Autobahnbetreiber Asfinag gesucht. Unsere Botschaft war eindeutig: Anlässlich der Generalsanierung der A13 müsste man sich vorausschauend überlegen, wo man wieder Lebensraum für die Bevölkerung zurückgewinnen könnte – zum Beispiel mit Einhausungen der Autobahn. Gleichzeitig haben wir immer wieder einen zeitgemäßen Lärmschutz gefordert, damit die Anrainer nicht komplett verzweifeln: Der LKW- und PKW-Verkehr hat sich in den letzten Jahren drastisch erhöht; dazu kommt eine Dauerbelastung der Anrainer durch die Baustellen der Sanierung. Die Bevölkerung der Gemeinden im Nordtiroler Wipptal schafft es nicht mehr, diese Belastungen auszuhalten – sie kollabiert. Unsere Forderungen sind aber immer auf taube Ohren gestoßen; dabei fordern wir ja nichts Übertriebenes oder Unanständiges. Diese Demonstration ist also unsere einzige Chance, den Entscheidungsträgern zu vermitteln, dass sie umdenken müssen. Die erste Blockade machen wir noch sehr behutsam für ein paar Stunden an einem Nachmittag und zu einem Zeitpunkt, an dem das LKW-Fahrverbot ohnehin begonnen hat. Das ist ein Hilfeschrei aus dem Wipptal, und wir Bürgermeister nehmen ihn natürlich sehr ernst. Wir haben ein Forderungspapier vorbereitet, das bei der Kundgebung vorgestellt werden wird. Das Papier enthält auch ein Ultimatum: Wenn sich bis dahin nichts bewegt, werden wir weitere Blockaden organisieren.

ALEXANDER RIEPER, Präsident des Unternehmerverbands

Südtirol:

„Verkehrsblockaden werden das Problem nicht lösen“

NEIN

Eine totale Verkehrssperre entlang einer der zentralen europäischen Hauptverkehrsrouten hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Mobilität der Personen, auf die Wirtschaft und auf die Logistik. Der freie Waren- und Personenverkehr zählt zu den Grundfreiheiten der Europäischen Union. Die Lieferketten und die Mobilität der Menschen müssen gesichert sein, denn unsere Gesellschaft und Wirtschaft basieren auf effizienten und zuverlässigen Verbindungen. Der Schutz von Umwelt und Gesundheit der Anrainer ist natürlich auch uns ein Anliegen: Damit wir dies erreichen, braucht es aber strukturierte und koordinierte Maßnahmen und keine einmaligen Protestaktionen. Wir müssen vielmehr Maßnahmen fördern, die technologische Innovation, Modernisierung des Fuhrparks und modale Transportsysteme unterstützen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ebenso die Verlegung des Warenverkehrs von der Straße auf die Schiene: Die Verwirklichung des Brenner Basistunnels und der dazugehörigen Zulaufstrecken nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Hier müssen alle Länder entlang der Brennerachse an einem Strang ziehen. Zusammenfassend: Protestmaßnahmen, die Verkehrsblockaden oder Verkehrssperren zur Folge haben, werden das Problem nicht lösen. Wir müssen den Dialog und den institutionellen Austausch suchen, um gemeinsame und nachhaltige Lösungen auf europäischer Ebene zu finden.

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Manuela
Tessaro

Wie viel Zeit verbringen Sie am Smartphone?

UMFRAGE: Das Smartphone ist aus dem Alltag der meisten Menschen kaum mehr wegzudenken. Schließlich wickeln sie mit dem Gerät viel mehr ab als nur Telefonate. Wieviel Zeit in die Nutzung fließt und wofür – dazu hat sich der „Brixner“ umgehört.?

„Ich verwende mein Smartphone fürs Nötigste und kaum für soziale Netzwerke“, sagt Sabine Planatscher. „Ich habe zwei Kinder, und die sehen, wie ich mit dem Handy umgehe. Wenn ich mit der Kleinen spazieren gehe, lasse ich es oft daheim oder schalte es auf Flugmodus. Ich achte darauf, dass wir nicht allzu viel von der Handystrahlung abbekommen.“

„Ich komme wahrscheinlich auf acht Stunden am Tag, kann aber keine genaue Zeitangabe machen. Man hat es ja immer wieder mal in der Hand. Ich nutze mein Smartphone vor allem beruflich sehr viel, also auch für E-Mails und Microsoft Teams, und daneben auch privat oder für alles, was ich für meine Tochter organisieren muss“, meint Vivien Marin.

„Circa zweieinhalb Stunden am Tag“, schätzt Benno Pfattner seine Smartphone-Zeit ein. „Ich nutze es ganz viel bei der Arbeit für Telefongespräche und WhatsApp. Bei den sozialen Medien habe ich mich inzwischen überall abgemeldet. Manchmal wäre es schon angenehm, es etwas weniger zu brauchen, aber ganz ohne geht es heute nicht mehr.“

„Wenn das Handy wöchentlich die Statistik anzeigt, wird mir bewusst, wie viel Zeit ich damit verbringe“, sagt Irmgard Schmiedhofer. „Manchmal wird über die Jungen geredet, man ist aber als Pensionistin auch nicht besser. Ich sehe es aber auch positiv, denn man recherchiert heute einfach viel mit dem Handy, macht dort Reservierungen und Bankgeschäfte.“

“Io ho vissuto gli ultimi anni in America e lì ho usato sempre il cellulare, avevo un sacco di app. In Italia lo uso molto di meno. Quando sono al lavoro, non lo uso per telefonate private. Di domenica lo lascio spesso a casa”, sagt Marco Barozzini und fügt hinzu: “Sì, lo uso – per esempio per il navigatore. Ma in realtà ce la faccio anche senza.”

„Zweieinhalb bis drei Stunden am Tag“ – so schätzt Lisa Schatzer ihre Smartphonezeit ein. „Ich verwende es vor allem abends, etwa zum Recherchieren und vor allem zum Musikhören. Auch beim Kochen oder beim Aufräumen höre ich mit dem Handy Musik.“

„Ich habe zu viel Bildschirmzeit“, meint Sven Kessler, „ich bin mit Sicherheit bei acht Stunden aufwärts. Ich lese auf dem Smartphone Nachrichten, spiele Handyspiele, nutze Instagram. Mir geht es gut damit. Es gibt aber auch Zeiten, wo ich es zu Hause lasse oder auch ohne Smartphone verreise.“

„Ich verbringe viel zu viel Zeit am Handy“, sagt Lukas Oberbacher. „Ich denke, dass es sicher drei bis vier Stunden am Tag sind. Wenn ich Spotify dazunehme, sind es sicher noch mehr, denn bei mir läuft den ganzen Tag Musik über Spotify. Abgesehen davon nutze ich WhatsApp, TikTok und Instagram. WhatsApp nehme ich zum Telefonieren und fürs Messaging.“

Die nachFrage dem Frieden

KUNST: Die siebte Ausgabe des „Brixen Water Light Festivals“ vom 29. April bis zum 16. Mai schuf eine immersive Erfahrung historischer und zeitgenössischer Wasserorte. Ein Besuch im historischen Stadtkern.

p „FRACTIONS“:

Claudia Reh verwandelte die Großen Lauben in ein leuchtendes Spiel aus Fragmenten Verbundenheit, Menschlichkeit, Frieden: Lokale und internationale Kunstschaffende erstellten einen Kunstparcours mit 24 Installationen, der Wasser nicht ausschließlich als ökologisches Element interpretierte, sondern sich in diesem Jahr besonders mit dem Thema Frieden auseinandersetzte. Das Water Light Festival findet im Rahmen des von der Europäischen Union mitfinanzierten „Imagine Peace“-Projekts statt, das die Zusammenarbeit zwischen den Lichtfestivals von Brixen, Kopenhagen, Essen, Oslo und Pula fördert.

Licht und Wasser luden im Wechselspiel bei der diesjährigen Ausgabe zur (Selbst-)Reflexion ein: Die Kunstwerke kritisch zu hinterfragen ist ebenso wichtig wie sich treiben

und sie auf sich wirken zu lassen. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, jede Attraktion bis ins kleinste Detail zu verstehen – falls dies überhaupt möglich ist. Erstmals bot das Festival eine Führung an, die auch der „Brixner“ gerne in Anspruch nahm.

Die Brixner Stadtbibliothek

Der Rundgang begann im Zentrum von Brixen: Hinter der Fassade der Stadtbibliothek befinden sich abertausende verschriftlichte Gedanken. Dank der Kunst von Julian Hölscher („Tropfstein“) wurde die Bibliothek auch nach außen getragen: Die Projektionen zeigten Bücherregale,

aus denen auch einzelne Bücher herausfallen; das Gebäude erzählte so von sich selbst. Eine zentrale Frage war dem Künstler besonders wichtig: Welches Element ist fundamental für kollektiven Frieden? Seine Antwort: Vertrauen oder „trust“, wie es auf Englisch heißt. Das Wort wiederholte sich auf der Außenfassade und stellte sich den Besuchenden in entschleunigten Bildbewegungen imposant gegenüber. Kombiniert wurde das Lichtspektakel mit auditiven Elementen, die bedrohliche und hoffnungsvolle Klänge vereinten.

Die nächste Botschaft: Wo Frieden zerstört wird, da braucht es geraume Zeit, diesen Zustand wieder aufzubauen. Es ist eben ähnlich wie bei einem Tropfstein: Obwohl jeder Tropfen zählt, dauert es doch Millionen von Jahren, bis die Natur ihr Kunstwerk vollendet hat. Hier fand sich auch die Komponente des Wassers wieder: Im Hintergrund war das Plätschern einer Wasserquelle im Innenhof der Bibliothek zu hören.

Ein mystischer Rundgang

Über die ganze Stadt verteilt fanden sich die Installationen von Ziyad Alroqi, die sogenannten „Luminous Routes“: Leuchtende geometrische Formen forderten förmlich dazu auf, zwischen all den anderen Kunstwerken kurz innezuhalten. Grell, aber nicht aufdringlich durchdrangen die Neonfarben die Dunkelheit; gebremst von diesen Lichtsignalen konnte man sich die Zeit nehmen, die eben gesehenen Stationen zu reflektieren. Es war ein Innehalten, das sich anfühlte wie Neuorientierung.

In den Rappanlagen verwandelte Mara Oscar Cassiani durch ihr Projekt „Be Water My Friends“ die Mündung der zwei Flüsse der Stadt in eine zentrale Licht-Sound-Station, die von einem Gedicht ergänzt wurde und die Hybridität der zeitgenössischen Gesellschaft unterstrich – Wasser als Urzustand, der keine Unterschiede kennt.

Mythologische Elemente fanden sich in der Parkstruktur des neueröffneten Guggenberg wieder. Otto von Guggenberg hatte sich früh mit der Frage beschäftigt, wie Wasser heilen kann. Die Nähe zum Wasser schaffte nun einen idealen Ort für eine weitere Installation des Water Light Festivals: Die Glasskulptur „Nadir“ der norwegischen Künstlergruppe „Void“ ähnelte einer in den Boden gerammten Pfeilspitze. Ihre drei Seiten erinnerten an die drei wichtigsten Schicksalsgöttinnen – die Nornen – in der nordischen Mythologie: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alle drei sind wichtig für den Weltfrieden. Das Glasmosaik an der Oberfläche brach das Strahlen des Lichts auf unvorhersehbare Weise und gab bei Berührung sogar das Gefühl, von innen heraus zu pulsieren, zu leben.

Durch Stufels mit ehrwürdiger Erinnerung

Die wohl emotionalste Lichtreise begann am Zigglbrunnen in Stufels. Hier startete das Projekt von Sophie Guyot: „The Stardust Memory Project“. Sterne strahlen bekanntlich noch lange Licht aus, nachdem sie erloschen sind. So hinterlassen auch verstorbene Menschen Spuren auf der Welt, die weit über ihren Tod hinaus wirken und leben. Mit dieser Idee entstehen Projektionen von Fotos aus privaten Fotoarchiven. In der Sammlung von Erinnerungen aus Brixner Familienalben tauchte auch die im letzten Jahr verstorbene Eiskunstläuferin Julia Marie Gaiser auf. Vor allem der Tod junger Menschen fühlt sich oft unnatürlich und nicht richtig an. Die Umrisse von Julia auf ihren Schlittschuhen erstrahlten am Ende dieses Kunstwerks. Begleitend dazu schrieb die Südtiroler Autorin Nadia Rungger über die Verstorbenen.

p Leuchtende geometrische Formen von Ziyad Alroqi –die „Luminous Routes“ – luden zum Innehalten ein: hier der Blick auf den Eisack von der Adlerbrücke aus

Mittelalterliche Überbleibsel und Stufen zum Frieden

Das Badhaus in Brixen – skurril, nicht jedermanns Sache. Was viele jedoch gar nicht wissen: Der Name des heutigen Hotels kommt nicht von ungefähr. Der mittelalterliche Bürger kannte keine Dusche zu Hause; für die regelmäßige Hygiene wurden Badehäuser aufgesucht. Auch hier fand sich im Rahmen des Water Light Festivals das Wasser als Element im Dialog mit dem Licht. Der Innenhof im Badhaus zeigte zwei Installationen von Petar Šćulac, eine davon dynamisch, die andere statisch – ein angeregter Dialog verschiedener Perspektiven.

Hinaus aus dem versteckten Innenhof, der übrigens öffentlich zugänglich ist, ging es weiter in Richtung MariaHueber-Platz. Doch vor der dortigen imposanten Lichtarchitektur lohnte sich ein kurzer (oder langer) Schulterblick hinauf zum Weißen Turm mit „Walking Towards Peace“ von Eva Esmann Behrens. Kleine und große Schritte wurden nach und nach bis zur Spitze des Turms projiziert, natürliche Elemente aus der Brixner Umgebung eingebaut. Die Künstlerin arbeitete abermals mit der lokalen Bevölkerung: Auf die Frage, wo sie Orte des Friedens finden, antworteten die Brixner direkt durch das Werk der Künstlerin. Auch hier ließ sich die immer wiederkehrende Thematik von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wiederfinden. Die Projektion zeigte unter anderem über 5.000 Jahre alte Stoffe aus dem Nationalmuseum in Kopenhagen. Die Verbindung zur Vergangenheit der Menschen wurde hier spielerischnachdenklich zum Ausdruck gebracht – durch Spuren, die seit Tausenden von Jahren in den Menschen leben.

Am Maria-Hueber-Platz schließlich das farbenfrohste Projekt: Julia Shamsheieva präsentierte „Voice of Ukraine. From Shadows to Radiance, Spirits Awakened“. Die Installation kombinierte modern interpretierte traditionelle ukrainische Musik mit einer KI-gestützten visuellen Reprä-

sentation von Widerstandskraft und Stärke durch weibliche Figuren aus der ukrainischen Mythologie. Neben den vielen Farbnuancen waren Gelb und Blau verständlicherweise jene Farben, die immer wieder herausstachen. Die audiovisuelle Erfahrung präsentierte ein Bild, das Erinnerung und Verlust anspricht, jedoch eine nicht zu übersehende Positivität und Hoffnung ausstrahlte.

Von den Großen Lauben zum Domplatz

Die nächste Installation zeigte eindrucksvoll den enormen technischen Aufwand hinter dem Festival: Die Großen Lauben erstrahlten in einem beweglichen Mosaik von Claudia Reh. „Fractions“ ist ein unvollendetes Lichtprojekt, das stetig wächst. Die 50 Projektoren mussten täglich aufund abgebaut werden. Das Werk beschäftigte sich mit den Trümmern, die ein Krieg zurücklässt – den physischen und denen in den Seelen. Narben und Brüche bleiben bewusst sichtbar, und gleichzeitig lassen sich Möglichkeiten einer neuen Verbindung spüren und sehen.

In den Projektoren trieben Fragmente und Bildausschnitte früherer Festivals, geschaffen von Besuchenden. Der Blick bis zur Hofapotheke war schlichtweg beeindruckend. Die Projektion stand im Gegensatz zur KI-gestützten Visualisierung von gerade eben. Nicht immer braucht es modernste Technik, um dynamische Prozesse darzustellen, sondern nur etwas Vorstellungskraft und Fantasie – Eigenschaften, die Frieden in unserer Welt auch greifbarer machen würden. Die vorletzte Station auf dem Parcours durch die Altstadt war die Erhardskirche. Die Projektion „Survey of Waves“ von Sabrina Ratte zeigte die Tiefen mystischer Urgewässer, den Ort, wo alles Leben auf der Welt entstanden ist. Zeitweise überkommt einen wirklich das Gefühl, mitten in einer ursprünglichen Unterwasserwelt gelandet zu sein, einem Ort der Intuition, wo Potenzial und Transformation aufeinandertreffen. Die dargestellten imaginären Wesen wurden vom Wasser in zyklischen Strömungen bis auf den Grund eines unendlichen Ozeans getragen. Wasser wurde zum Element der Energie und der Verwandlung, das endloses Potenzial in sich trägt.

Stabilität und Fragilität

Auf dem Domplatz präsentierte Luzinterruptus mit „On Blank Pages“ eine poetische Lichtinstallation und lud

dazu ein, einen Text, eine Zeichnung, eine Erinnerung zu hinterlassen. Diese starke Aufforderung zur freien Meinungsäußerung in einem öffentlichen Raum schuf Platz für unzensierte Gedanken. Ein Werk aus endlosen leeren Seiten, die von Besuchenden beschriftet werden konnten, wurde so zur Collage persönlicher Erlebnisse und Eindrücke. Der Wind blätterte die Seiten immer aufs Neue um, erweckte das Archiv so zum Leben und stand in einem Dualismus aus Stabilität und Fragilität. So wurden Menschen dazu eingeladen, innezuhalten, die Eindrücke Revue passieren zu lassen und der eigenen Stimme Ausdruck zu verleihen. Auch hierdurch sollte Frieden gefördert werden – im gegenseitigen, respektvollen Austausch; eine Aufforderung, nicht nur Betrachter, sondern auch Autor der (eigenen) Werke zu werden. Im Hintergrund erinnerte der Lebenszyklusbrunnen an die Etappen des Lebens durch das Wasser – ganz nach dem Motto des Festivals: „Wasser ist Leben, Licht ist Kunst.“

p Eine Lichtschnur verband die Highlights miteinander und führte die Menschen durch die Altstadt

Das Brixen Water Light Festival bestach in diesem Jahr besonders durch die Dualität aus Hoffnung und Trauer, aus Zuversicht und Wehmut, aus Kreativität und Destruktion. Wie ein roter Faden zogen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch die Kunstwerke, die sich mit der Frage nach den Konditionen für den Frieden beschäftigten. Sollten wir sie uns nicht auch öfter stellen?

sandra.unterkofler@brixner.info

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Kleine Sprachen, ganz groß

LITERATUR: In der Stadtbibliothek trafen sich bei „Poesia Alpina“ Ladinia, Grischun und Friaul. Es wurde gelesen, übersetzt, gestritten, gelacht – und sichtbar, wie viel Welt in den Sprachen der Alpen liegt.

Rut Bernardi, die führende Autorin der ladinischen Literatur, las aus ihren Gedichten und sprach von der fehlenden Wertschätzung für die Dichtkunst

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Es gibt Sprachen, die scheinen nicht auf großen Plätzen geboren zu sein, sondern in Seitentälern, zwischen Berg und Wald. Sie tragen nicht das Pathos der Weltsprachen vor sich her, sondern etwas Hartnäckigeres: die Erinnerung an Orte, an Stimmen, an eigensinnige Rhythmen. Am 8. und 9. Mai wurde die Stadtbibliothek Brixen zu einem solchen Resonanzraum. Beim Festival „Poesia Alpina“ kamen Autorinnen und Autoren aus Ladinien, Graubünden und dem Friaul zusammen – drei Sprachräume, drei alpine Inseln, drei Weisen, die Welt nicht zu übertönen, sondern genauer zu hören.

Die Veranstaltung war als literarisches Treffen angelegt, aber sie wurde rasch mehr als das. Nicht Folklore stand im Mittelpunkt, nicht das museale Bewahren kleiner Sprachen, sondern Gegenwart: Dichtung, die sich ihrer Herkunft bewusst ist und gerade deshalb nicht provinziell wird. Denn wer in einer kleinen Sprache schreibt, schreibt immer auch gegen das Verschwinden an. Und zugleich gegen die Versuchung, sich selbst nur noch als bedroht zu betrachten.

Dass dieser Resonanzraum überhaupt entstehen konnte, ist der SAAV, der Südtiroler Autorinnenund Autorenvereinigung, und dem ZeLT Brixen zu verdanken. Gemeinsam trugen und organisierten sie das Festival, nach 2023 zum zweiten Mal. Dass aus den einzelnen Lesungen ein vielstimmiges Ganzes wurde, war wiederum maßgeblich Mateo Taibon zu verdanken, der mit Eleganz, Witz und großer Sachkenntnis durch die beiden Tage führte, einordnete, ohne zu beschweren, und den Stimmen aus Ladinia, Grischun und Friaul Raum gab.

Die Grande Dame der ladinischen Literatur

Den Auftakt bildete Rut Bernardi, eine der prägenden Stimmen der ladinischen Literatur. Bei ihr wurde

die Frage nach dem Schreiben in einer Minderheitensprache sofort persönlich, aber nie larmoyant. Sie sprach von fehlender Wertschätzung für die Dichtkunst, von jahrzehntelangem Anrennen gegen Windmühlen, aber nicht aus der Pose des Opfers heraus. Eher hatten Teilnehmer es mit einer Autorin zu tun, die weiß, dass Don Quichotte zwar lächerlich wirken kann, aber ohne ihn die Welt ärmer wäre. Auf Mateo Taibons Frage „Kapitulation oder Resilienz?“ antwortete sie: „Kapitulation. Aber ich schaffe es nicht.“

Bernardi liebt die Form: das Sonett, Bach, Glenn Gould. Nicht das Beliebige, nicht das schnell Verbrauchte, sondern jene Strenge, in der Freiheit erst möglich wird. Ihr Gedicht „Autró-Anderswo“, ein Nachruf auf ihren verstorbenen Lebensgefährten, führte in eine Zone, in der Sprache durch die Trauer trägt: „Adum. Uniun te si sulentum.“ Auch ohne Übersetzung klingt es für sich.

Aus dem Bauch heraus

Von der Grande Dame der ladinischen Literatur führte der Weg weiter zu einem Grandseigneur des Rätoromanischen: Leo Tuor. Schon im Gespräch blitzte jener Witz auf, der bei ihm nie bloß heiter ist, sondern scharf geschliffen. Wenn die Täler die Menschen getrennt haben, so hätten sie sie auch gerettet, meinte Tuor sinngemäß. Die großen Kolonialsprachen seien übers Meer verbreitet worden; die kleinen Sprachen aber hätten sich in den Tälern gehalten, nicht weil sie mächtig waren, sondern weil sie Schutz fanden.

Tuor schreibt auf Sursilvan, einer rätoromanischen Varietät aus der Surselva; Rumantsch Grischun wiederum ist eine gemeinsame Schriftsprache, die seit den Achtzigerjahren entwickelt wurde und im Kanton Graubünden amtliche Funktionen erfüllt. Doch bei Tuor ist Sprache nicht zuerst

Verwaltungsfrage, sondern Körper. Sursilvan komme für ihn weniger aus dem Herzen als aus dem Bauch; nicht aus der Grammatik, sondern aus einem Wissen, das tiefer sitzt als jedes Regelbuch.

erklärt wird. Sein Langgedicht, eine Tirade zwischen Schmährede und Sprachkunst, machte den Touristen weniger zur Person als zum Symptom: als Erscheinung einer Welt, die Landschaft konsumiert,

Sein Beitrag wurde zur funkelnden Tourismus-Kritik: launig, feinnervig, zähnefletschend. Tuor kämpft nicht mit dem Schwert, eher mit dem Florett; aber die Spitze sitzt. Da ist der ehemalige Hirt, der mit Touristen und ihren Hunden zurechtkommen musste, mit Schafen, die plötzlich doch gerissen wurden, und mit einer Gegenwart, in der der Wolf zur heiligen Kuh

freilich mit „Ketschup und Pomfritz“. Das Komische wurde dabei nicht zur Entlastung, sondern zur Verschärfung.

Poesie aus dem Friaul

Mit Lucia Gazzino trat schließlich eine friulanische Stimme auf, ruhig und klar, von Melancholie getragen. Ihre Poesie bewegte sich

an Grenzen entlang: geografischen, politischen, sozialen, inneren. Wer nahe an einer Grenze lebt, weiß, dass sie nicht nur Linie auf der Landkarte ist. Sie kann Schutz sein, Verletzung, Gewohnheit, Gewalt. Bei Gazzino wurden Grenzen zu Orten, an denen sich das Äußere ins Innere frisst. Die Stadt, die Gesellschaft, die Beziehungen selbst sind von unsichtbaren Barrieren durchzogen. Und doch blieb in ihren Versen ein leiser Gegenklang: die Liebespoesie als kleine Hoffnung, als kurze Rast in einer Welt, die zu oft trennt.

Brixen wurde für zwei Tage zu einem Ort, an dem man spüren konnte: Kleine Sprachen sind nicht klein, weil sie wenig zu sagen hätten. Sie sind klein nur im Maß der Statistik. Im Gedicht aber dehnen sie sich aus. Sie werden Landschaft, Gedächtnis, Gegenwart. Und manchmal, wenn eine Zeile gelingt, sogar Zukunft.

Zum Nachlesen und Weiterspinnen

Zum Festival ist bei Edition Raetia der Band „Festival de poesia alpina 2. Alpine Poesie der Gegenwart“ erschienen – ein dreisprachig grundierter Resonanzraum, in dem die Stimmen aus Ladinien, Graubünden und dem Friaul über ihre Täler hinaus hörbar werden. Versammelt sind Gedichte von Rut Bernardi, Nina Dazzi, Antonio De Biasio, Stefen Dell’Antonio, Marco Dibona,

Romana Ganzoni, Lucia Gazzino, Silvia Liotto, Stiefin Morat, Silvio Ornella, Iaco Rigo, Leo Tuor, Benedetto Vigne, Giacomo Vit und Jessica Zuan. Die Gedichte, bisher unveröffentlicht und ins Deutsche sowie Italienische übertragen, machen aus dem flüchtigen Moment der Lesung ein Buch: ein kleines Archiv alpiner Gegenwartslyrik, 360 Seiten stark.

Gelesen und gesungen

Zum Ausklang wechselte das Festival noch einmal seine Gangart. Nach den Gedichten, Gesprächen und Übersetzungen trat die Musik als Fortsetzung derselben Frage mit anderen Mitteln auf: Wie klingt eine Sprache, wenn sie nicht nur gelesen, sondern gesungen wird?

Den Auftakt machte Martina Linn, Liedermacherin aus dem Engadin. Ihre Musik bewegt sich zwischen Folk, Pop und lyrischer Intimität; sie begleitete sich an diesem Abend mit der Gitarre, jodelte und sang ein Gute-Nacht-Lied, wie man es gerne jeden Abend hören würde. Die in Samedan geborene Musikerin führte in eine eigene Engadiner Klangwelt, inspiriert von der Bündner Bergwelt und vom Puter, dem rätoromanischen Idiom des Oberengadins.

Im Kontrast dazu öffneten Nicole Coceancig und Leo Virgili aus dem Friaul eine inhaltlich klirrend-kalte Klanglandschaft um Zohra. Sie erzählen die Geschichte

Lucia Gazzinos friulanische Gedichte bewegen sich um sichtbare und unsichtbare Grenzen
Leo Tudor aus Graubünden schreibt auf Sursilvan und trug seine pointierte Kritik am Tourismus in Gedichtform vor

des Mädchens aus Pakistan, das sich zu Fuß auf den Weg nach Europa macht: eine Fluchtgeschichte über Grenzen, Gewalt, Mut, Verkleidung, Verlust und die Hoffnung auf Freiheit. Zohra wird als Vierzehnjährige beschrieben, die vor allem eines sucht: Erlösung aus einer Welt, die ihr keinen eigenen Raum zugesteht. Geklammert an Lastwägen führt ihr Weg über die Balkanroute, es geht um Leben und Tod, ständig. Coceancig und Virgili machen daraus eine gesungene Erzählung in bester Cant-

Die Faulheit der Großsprecher

autore-Tradition friulanischer Zunge: zwischen ziviler Anklage, Ballade und Poesie. Liedkunst vom Feinsten, im Jahr 2024 mit dem Premio Ciampi ausgezeichnet.

Den ladinischen Kontrapunkt setzte schließlich GOTA, die Südtiroler Formation der Geschwister Katia und Jan Moling. Schon der Name ist programmatisch: „Gota“ bedeutet auf Ladinisch „Tropfen“ –kleine Klangperlen, die sich zu einem Meer von Empfindungen verbinden. Handpan, Bratsche, Geige, Didgeridoo, Perkussion und

Stimme wurden zu einer eigenen ladinischen Klanglandschaft: Bald geisterte Spina de Mül bedrohlich durch die Lande, bald kündigte sich der Frühling in all seiner akustischen Farbenpracht an. Die Natur ist für GOTA nicht Dekoration, sondern Quelle.

So endete Poesia Alpina nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit drei Nachklängen. Martina Linn ließ das Engadin in rätoromanischen Liedern aufscheinen; Coceancig und Virgili führten die Poesie hinaus auf die Fluchtrouten

der Gegenwart; GOTA verwandelte Ladinisch in Rhythmus, Atem und archaische Bewegung. Drei musikalische Handschriften, drei Sprachräume, drei Weisen, die Alpen als Resonanzkörper und nicht als geschlossene Landschaft zu verstehen: offen für Erinnerung, Schmerz, Natur, Widerstand und die leise, hartnäckige Schönheit kleiner Sprachen. stephanie.risse@brixner.info

Man muss sich diese Absurdität auf der Zunge zergehen lassen: In Südtirol wird seit Jahrzehnten über Mehrsprachigkeit gesprochen, als müsste man sie mit englischen Akronymen erst aus Kanada importieren. „CLIL!”, rufen die einen aus ihren Feng-Shui-geformten und zeugnisfreien Kuschelecken. „Nieder mit dem schauerlichen Dialekt des Nachbarn!“, krakeelen die anderen. Neue Schulen bauen, Autonomiestatut ändern, nur dann können wir endlich, endlich Deutsch und Italienisch lernen. Ach Gottchen! Der paritätische Kindergarten unserer Ladinia hingegen liegt ein paar Straßen weiter. Aber das wäre wohl zu einfach. Und überhaupt, die Ladiner könnten ja gar keine Sprache richtig. Dieser Spruch ist nicht nur bemerkenswert arrogant, sondern auch bemerkenswert falsch.

Während in den beiden großen Sprachgruppen selbst genug Anlass zur Sorge um Lesekompetenz und Ausdrucksfähigkeit bestünde, mokiert man sich gerne über einen verrutschten Dativ, den man irgendwann einmal bei einer ladinischen Muttersprachlerin gehört haben will.

Dass bei einem hochkarätig besetzten Literatur- und Sprachfestival wie Poesia Alpina gerade das deutsch- und italienischsprachige Publikum

weitgehend ausblieb, war kein Zufall. Es ist ein Symptom. Vollmundig Gesetze ändern wollen, den Dialekt der anderen zur Sprachbarriere aufblasen, das zieht immer. Bringt Applaus beim eigenen Wahlvolk und ändert genau nichts. In der Stadtbibliothek Brixen wurde nicht über Mehrsprachigkeit geschwärmt, sie wurde praktiziert: als Arbeit am Text und an der Sprache. Beim Runden Tisch über das Übersetzen diskutierten Rut

Bernardi, Michaela Heissenberger, Walter Rosselli, Rut Gantert, Gabriele Zanello und Roland Verra, moderiert von Mateo Taibon, elegant, kenntnisreich und souverän. Schon diese Besetzung hätte eigentlich genügen müssen, um jeden halbwegs neugierigen Südtiroler Mehrsprachigkeitsapostel aus dem Haus zu locken. Auch die zu Recht auf Muttersprachen Bedachten wären auf ihre Kosten gekommen. Denn die Veranstaltung fand durchgehend auf Deutsch und Italienisch statt, paritätisch gewissermaßen, das literarische Pendant zum ladinischen Schulmodell. Niemand musste Ladinisch können. Niemand musste Friulanisch verstehen. Niemand musste Sursilvan oder Puter sprechen, um den Witz, die Schärfe und auch die Zärtlichkeit dieser Texte zu begreifen. Die Schwelle war niedrig, die Qualität hoch. Und

trotzdem war kaum einer von den Nachbarn da. Roland Verra sprach die Schieflage lakonisch aus: Von der dominierenden Minderheit im Land schlage den Ladinern Südtirols wohlwollender Paternalismus entgegen, während die andere Sprachgruppe sie als verhätschelte Kinder wahrnehme. Im Ergebnis werde man schlicht ignoriert und tauge höchstens als das Reich von Dolomiti Superski. Die ladinische Kultur wird in Südtirol gerne gelobt, solange sie nicht stört. Sie darf schön sein, pittoresk, landschaftlich grandios und bitte immer in Tracht. Man hört dann: Ach, diese Sprache ist so schön. Aber mehr als „allegra“ lernt kaum jemand. So wird das Lob zur bequemsten Form des Menefreghismo.

Die kleinen Sprachen der Alpen werden benutzt: als kultureller Schmuck und als landschaftliches Symbol. Wenn es um Vielfalt geht, sind sie willkommen. Wenn es um Tourismusbilder geht, sind sie fotogen. Wenn es aber darum geht, ihre Autorinnen und Autoren zu lesen, ihre Übersetzer ernst zu nehmen, ihre schulische Erfahrung als Modell zu begreifen, dann wird es still.

Das sich modern gebende Südtirol zelebriert die Mehrsprachigkeit, solange sie als Bekenntnis taugt. Und solange irgendjemand anderes

schuld daran ist, dass man sie leider, leider nicht erlangen kann. Denn sie darf den Einzelnen nichts kosten: keine Mühe, keine Wochen, Monate und Jahre mit Wörterbüchern, Vokabellisten und grauseliger Grammatik. Denn Grammatik ist immer. Auch in jedem Dialekt. Aber da müsste man ja selbst etwas tun. Seinen Geist anstrengen. Zeit aufwenden. Kurzum: lernen, einfach nur lernen wollen.

Die Sprecherinnen und Sprecher der kleinen Sprachen verdienen unseren Respekt. Sie verdienen unsere Dankbarkeit. Sie verdienen unseren Einsatz. Denn sie halten seit Jahrhunderten nicht nur ihre eigenen Sprachen am Leben, sondern auch die Sprachen ihrer großen Nachbarn. Also unsere. Ladinia, Grischun, Friûl, sie tragen so viel mehr von unser aller Mehrsprachigkeit, als wir wahrhaben wollen.

Mehrsprachigkeit ist tägliche Arbeit und Anstrengung. Wer dazu nicht bereit ist, soll bitte aufhören, ständig davon zu predigen.

Mehrsprachigkeit beginnt nicht mit der nächsten Schulreform, sondern dort, wo man den Mund hält, die Ohren aufsperrt und einer fremden Sprache zuhört.

Stephanie Risse

Das Land des aufgesetzten Lächelns

THEATER: Pointiert und mit sprachlichem Witz nahmen Christina Khuen, Margot Mayrhofer und Reinhardt Winter im Stück „In drei Tagen bist du Frustbuchtl. Oder: Sag ja zu Südtirol“ Integration, Existenz und Identität in unserer Provinz unter die Lupe.

Der Status der Integration von zwei Österreicherinnen (links Margot Mayrhofer und Christina Khuen) wird vom Südtirol-Experten Reiner (Reinhardt Winter) in einer Gameshow geprüft

Mit „In drei Tagen bist du Frustbuchtl. Oder: Sag ja zu Südtirol“ brachte das Meraner Theater in der Altstadt eine satirische Fortsetzung von „Drei Schaßtrommeln für Südtirol“ auf die Bühne der Dekadenz, die gleichermaßen unterhielt und zum Nachdenken anregte. Nach den erfolgreichen Aufführungen in Meran gastierte die Produktion nun für acht Termine im Mai im Kulturkeller in Brixen. Das Stück ist eine tragikomische Integrationsshow über Existenz, Identität, Anpassung und Individualität und damit über Themen, die bereits 2012 beim Vorgängerstück den Nerv des Publikums trafen. Mit schwarzem Humor, Wiener Schmäh und pointierten Beobachtungen über das Leben als Österreicherinnen in Südtirol sorgten Susan La Dez, Christina Khuen und Margot Mayrhofer schon damals für ausverkaufte Vorstellungen. Mehr als ein Jahrzehnt später knüpfte die neue Produktion in Ton und Haltung an diesen Erfolg an. Erdacht und geschrieben wurde das Stück von Dietmar Gamper, Christina Khuen und

Margot Mayrhofer. Auf der Bühne standen Christina Khuen, Margot Mayrhofer und Reinhardt Winter. Regie und Bühne stammten von Dietmar Gamper, die Musik von Simon Gamper.

Zwei Österreicherinnen in Südtirol

Im Mittelpunkt standen erneut die zwei Österreicherinnen Christa und Margit, die inzwischen längst in Südtirol angekommen scheinen. Sie haben sich angepasst und ihren Platz gefunden – von der Spargelkönigin bis zur E-MountainbikeGuidin und Wanderführerin. Doch reicht das bereits aus, um dazuzugehören? Oder bleibt Integration am Ende doch nur eine Rolle, die man spielt? Bröckeln die Fassade und das aufgesetzte Lächeln der beiden Frauen? Genau diese Fragen griff das Stück auf. Der selbsternannte Südtirol-Experte Reiner lud zu einer grotesken Integrationsshow, in der geprüft wird, welche der beiden Frauen bleiben darf. Dabei wurde Südtirol als überzeichnete Welt zwischen Tourismusidylle, Tradition und

gesellschaftlichem Anpassungsdruck gezeigt. Es ist ein Land, „wo die Äpfel noch auf Bäumen wachsen und die Milch noch aus ehrlichen Eutern fließt. Wo die Schönheit auf der Straße liegt und die Zukunft die Innovation von gestern ist.“

Wenn eine Gameshow über Integration urteilt

Das Stück stellte die Frage, wie viel Anpassung eine Gesellschaft ver langt und wo Zugehörigkeit endet und Selbstverleugnung beginnt. Integration wird zur Gameshow, Identität zur Prüfungsaufgabe.

Die Aufführung überzeugte da bei nicht nur inhaltlich, sondern auch schauspielerisch. Das Publi kum reagierte mit vielen Lachern, und gleichzeitig entstanden immer wieder Momente des Nachdenkens im Saal. Besonders das Dialektquiz sorgte für Raunen unter den Zu schauern, weil die Antworten nicht immer ganz korrekt erschienen.

Das Bühnenbild erinnerte be wusst an eine Gameshowkulisse, ergänzt durch passende Show musik und einige gelungene und humorvolle Kostümwechsel. Einer der stärksten Momente war die Darstellung einer weiteren fiktiven und völlig unnötigen Tradition aus Südtirol. Die Speichelproben von einflussreichen Personen in Südti rol und die Aufgabe der Zuordnung durch Speichellecken sorgten für den Höhepunkt der satirischen Zuspitzung des Abends. Das Stück bot damit gute Unterhaltung mit einem scharfen satirischen Blick auf die Gesellschaft, in der wir leben – pointiert, absurd und doch erstaunlich nah an der Wirklichkeit.

jorin.massimo.flick@brixner.info

AUSSTELLUNG

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Die Ausstellung „Zeichnung trifft Poesie“ in der Galerie 90 in Mühlbach lebte vom Sehen und Lesen. Klaus Rungger zeigte Zeichnungen in Mischtechnik, seine Tochter Nadia

2026 gilt international als das Jahr der Fotografie, in dem ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert wird. Auch das Stiftsmuseum Neustift hat sich heuer mit seiner Ausstellungstätigkeit diesem Schwerpunkt verschrieben. Bis 25. Juli ist dort die Ausstellung „COMMUNITAS – Spuren der Gemeinschaft“ zu sehen, die unter der Schirmherrschaft des Vorarlberger Künstlers Paul Renner und in Zusammenarbeit

KURZ

Bis 1. Juli läuft die Ausschreibung Astra.Zero, die Kunst- und Kulturschaffende im Alter von 15 bis 30 Jahren bei der Umsetzung von Kulturprojekten unterstützt. Infos: astrabx.com, astra@jukas. net oder per WhatsApp (334 1267137).

Rungger Sprachkunst. Runggers Zeichnungen konzentrieren sich auf den Menschen. Dabei setzt er seine stark stilisierten, oft nur angedeuteten Figuren und Gesichter mit zarten Farben und sicherem Strich zusammen und rückt sie nicht selten aus der Bildmitte, als wollten sie sich dem schnellen Blick entziehen. Ihre Gesichter bleiben im Detail offen – ob Mann oder Frau lässt sich nicht sagen. Doch gerade diese Unbestimmtheit, poetisch, leicht und fragil, verleiht ihnen Kraft. Sie scheinen nicht festgelegt zu sein, sondern bleiben schwebend in Bewegung zwischen Traum und Alltag, zwischen Innenwelt und Außenraum. Die Texte von Nadia Rungger öffnen dazu einen zweiten Resonanzraum. Sie erklären nicht die Bilder des Vaters, sondern setzen eigene Akzente, lassen Pausen und Zwischentöne zu. Klaus Rungger besuchte die Kunstschule in St. Ulrich und das Issam Design Institut in Modena. Hauptberuflich als Kfz-Meister tätig, stellt er seine Werke sowohl im In- als auch im Ausland aus. Nadia Rungger studierte Germanistik und Angewandte Linguistik in Graz und Brixen und erhielt für ihre Prosa und Lyrik in deutscher und ladinischer Sprache bereits mehrere Literaturpreise. 2020 debütierte sie mit dem Erzähl- und Gedichtband „Das Blatt mit den Lösungen“. job

AUSSTELLUNG

Zeitgenössische Fotokunst

mit dem renommierten Wiener Fotomuseum „WestLicht“ zeitgenössische fotografische Positionen in den Blick nimmt. Francesca Catastini, Lorenzo Brivio, Peter und Miriam Raneburger sowie Christian Eisenberger setzen sich in den ausgestellten Arbeiten mit den Themen Gemeinschaft, Zusammenhalt, Identität, Ritual und Abgrenzung auseinander. Christian Eisenbergers Serie „Family“ stilisiert das Individuum zum Teil einer Vielheit, das sich, anonym und gleichgeschaltet, zwischen Kirche und Gesellschaft, Leben und Tod bewegt. Lorenzo Brivio beschäftigt sich in seiner

In der Orangerie im Stiftsgarten von Kloster Neustift zeigte

Barbara Natter bis Ende Mai unter dem Titel „Florales“ eine Auswahl ihrer Bilder: Blumen in allen Stadien – von zarten Knospen bis zu verwelkten Blütenblättern.

Zyanotypie auf Papier mit dem Titel „eden syndrome mandala“ mit der Auflösung der Grenze zwischen dem Innen und Außen des Menschen. Die Serie „ratio“ von Miriam und Peter Raneburger hingegen macht Gewalt in Form von Tötungspraktiken sichtbar: ein leerer Stahlkäfig in der inszenierten Idylle ungewöhnlicher Orte. Mit einer Auswahl ihrer Arbeiten aus der Serie „The Modern Spirit Is Vivisective“ reflektiert Francesca Catastini über die Rolle von Wissen und Macht, indem sie sich auf die Spuren der Geschichte der Anatomie begibt. job

Raffael Murs Einzelausstellung „Kontur“ ist bis 19. Juni in Sterzing zu sehen. Karolina Gacke nimmt bis 20. Juni an der Ausstellung „Casa Scuscioré“ in Bozen teil. Josef Rainer und Kinki Texas aus Bremen stellen bis 25. Juli in der Galerie Alessandro Casciaro in Venedig aus.

Foto: Johanna Bampi

NACHGEFRAGT

„Jazz mit alpenländischer Traditionsmusik“

MAX VON PRETZ, Geschäftsführer und einer der drei künstlerischen Leiter des „Südtirol Jazzfestival Alto Adige“, über Jazz und Blasmusik sowie das Programm im Eisack- und Wipptal.

Herr von Pretz, in der Festung Franzensfeste tritt die Musikkapelle Schabs zusammen mit Matthias Schriefl aus dem Allgäu auf. Wie kam es zu diesem gemeinsamen Projekt?

Es gab bereits 2013 eine Zusammenarbeit mit Matthias Schriefl und der Musikkapelle Schabs. Nun fanden wir, dass es Zeit für ein Revival dieses Projekts ist, das Jazz und alpenländische Musik miteinander verbindet. Schriefl ist ein echter Ausnahmemusiker: Er spielt nahezu jedes Instrument, das man sich vorstellen kann. Gemeinsam mit drei Musikern seiner Band Brazilian Motions trifft er hier auf

die Musikkapelle Schabs, die sich erfreulicherweise erneut auf dieses Experiment einlässt. Schriefl wird Stücke aus dem Repertoire der Musikkapelle neu arrangieren, es werden aber auch neue Stücke aus seiner Feder eingelernt.

Was macht das Programm in Brixen aus?

Ich finde, dass Brixen heuer wirklich ein Megaprogramm hat –eigentlich möchte man kein Konzert verpassen. Unser Fokus liegt auf zeitgenössischem und experimentellem Jazz. Dabei wollen wir zeigen, wie offen und vielseitig Jazz heute klingt. Das Programm in Brixen macht genau das erlebbar, mit großartigen

Bands und ganz unterschiedlichen musikalischen Zugängen.

An welchen Orten kann Jazz erlebt werden?

Nach Bozen finden in Brixen auch heuer die zweitmeisten Konzerte statt. Neben vertrauten Locations wie der Stadtbibliothek, dem Tschumpus oder der Bar „3fiori“ freue ich mich sehr auf den Garten des Guggenbergs, wo wir das erste Mal zu Gast sind. Über Brixen hinaus möchte ich auf die Festung Franzensfeste, den Stadtplatz in Sterzing und die Jazz-Wanderung zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg verweisen. johanna.bampi@brixner.info

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BRIXEN

Himmlische Klänge

Am Abend des 9. Mai erklang im Brixner Dom der „Lobgesang“, eine Sinfoniekantate in B-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Werk, das Mendelssohn in den Jahren 1839/40 komponierte, beinhaltet drei Hauptthemen: das Lob Gottes, die Treue Gottes

und den Sieg des Lichts über die Finsternis. Der Text setzt sich aus Bibelworten und dem Choral „Nun danket alle Gott“ zusammen. Der Männergesangverein (MGV) Bozen führte das Werk zusammen mit dem Frauenchor des MGV, dem Ensemble VocalArt Brixen und

dem Amarida Orchester auf. Die Chöre und das Orchester schufen mit ihren himmlischen Klängen eine Atmosphäre, die den Sieg des Lichtes über die Finsternis greifbar machte. Die Solisten Stefanie Steger (Sopran), Anna Lucia Nardi (Mezzosopran) und Thomas Köll

(Tenor) zeigten mit ihren ausdrucksstarken Stimmen ihr musikalisches Können. Die Stimmung wechselte zwischen festlichen, triumphierenden Momenten und ruhigeren, emotionalen Augenblicken. Die Musiker und Musikerinnen erweckten beim Publikum die Hoffnung und Zuversicht, dass am Ende immer das Licht über die Finsternis triumphieren wird. Der Männergesangverein, ein bedeutender Verein Bozens, wurde am 12. Mai 1876 gegründet und baute in den 1970er-Jahren eine der ersten Musikschulen Südtirols auf. Anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums entstand der Wunsch, ein besonderes Musikstück aufzuführen, und so kam es unter der Leitung von Marian Polin zur Zusammenarbeit mit VocalArt Brixen, das ebenfalls von Polin geleitet wird. hh

Wir freuen uns auf Euch!

THEATER Mords-Party am Santerhof

Der Theaterverein Mühlbach hat sich heuer mit der fachkundigen Unterstützung der Regisseurin und Schauspielerin Ingrid Lechner erstmals an das Abenteuer gewagt, ein Theaterstück in kreativer Gemeinschaftsarbeit selbst zu verfassen. Entstanden ist die an ein Krimi-Dinner erinnernde Komödie „Mords-Party“. Vier Damen im – sagen wir – „Spätsommer“ ihres Lebens treffen sich nach längerer Zeit wieder, um den Geburtstag von Iris zu feiern. Doch der feuchtfröhliche Abend nimmt eine dramatische Wendung, als Rosita mitten in der Feier plötzlich stirbt. Schnell kommen Zweifel auf, ob es tatsächlich ein natürlicher Tod war. Gegenseitig verdächtigen sich die drei Freundinnen, doch auch Kellner Robby und Aushilfskellnerin Kathi geraten

zunehmend ins Visier der Anschuldigungen. Ganz im Stil eines Krimi-Dinners interagierten die Schauspielerinnen und Schauspieler an ausgewählten Stellen mit dem Publikum und luden zum Miträtseln ein: Wer war’s? Für zusätzliche Überraschungen sorgten unerwartete Wendungen und skurrile Erscheinungen, die das Geschehen zunehmend auf den Kopf stellten. Ein außergewöhnliches Theatererlebnis an einem außergewöhnlichen Aufführungsort: dem neuen Verkostungsraum am Santerhof. Wie schon seit vielen Jahren gelang es den Mühlbacher Theatermachern erneut, das Fehlen einer eigenen Bühne kreativ zu kompensieren und sich ihre eigene Theaterwelt –vom Stück bis zur Bühne – selbst zu erschaffen. Chapeau! oz

Foto:
Oskar
Zingerle
MO–SA: Hofladen (Lokbest) | FR Nachmittag: Hofcafé (mit Bedienung)

130 junge Menschen auf der Bühne

Das internationale Jugendtheaterfestival „Sapperlot“, das im Zweijahresrhythmus abwechselnd mit dem Kinderfestival „Hollawind“ stattfindet, brachte heuer rund 130 Schauspielerinnen und Schauspieler im Alter zwischen 17 und 25 Jahren nach Brixen. Vertreten waren neun Gruppen aus Tschechien, Großbritannien, Rumänien, Kroatien, Finnland, Dänemark, Belgien und Estland. Auch das Theaterpädagogische Zentrum Brixen war mit den drei Gruppen „Honiggelb“, „Peppermint“ und „Knallrot“ dabei. Von 6. bis 10. Mai standen vormittags Workshops und nachmittags Aufführungen auf dem Programm. Viele Produktionen wurden vollständig in englischer Sprache gezeigt, andere in der jeweiligen Muttersprache mit wichtigen Passagen auf Englisch oder auch komplett nonverbal. Ein wichtiger Bestandteil des Festivals war zudem der kulturelle Austausch abseits der Bühne: Rund 60 Teilnehmende waren bei Gastfamilien untergebracht. Für besondere Atmosphäre sorgte ein internationaler FoodMarket-Abend mit Spezialitäten aus den Heimatländern der Gruppen – von dänischem Smørrebrød bis zu belgischen Waffeln. Beim

Festival anwesend war auch eine Delegation der internationalen Amateurtheatervereinigung AITA/ IATA, die die Veranstaltung im Hinblick auf den Aufbau einer eigenen internationalen Jugendorganisation beobachtete. „Für uns im TPZ war das Sapperlot auch heuer wieder genau das, was es sein soll: ein Festival, das junge Menschen aus ganz Europa nach Brixen bringt. Ein Ort, an dem Theaterfreundschaften, Gastfamilien, Spielleiter, unsere Gruppen und internationale Gäste für ein paar Tage ein gemeinsames Zuhause bauen“, sagt Nathaly Troi, Theaterpädagogin beim TPZ. lv

MONTAG - SAMSTAG: 09.00 - 12.30, 14.00 - 18.30 harpf.suedtirol harpf Trinkgenuss in Südtirol www.harpf.it

GERÜCHTE, GERÜCHTE

REGIE: LUKAS LOBIS

VON: NEIL SIMON

Von Neil Simon

Bearbeitet und adaptiert für den Tschumpus Brixen von Lukas Lobis

Unternehmer und Kunstmäzen Ferdl Pörnba cher und seine Frau Maria laden zu ihrem 10. Hochzeitstag Freunde ins Haus. Nach und nach treffen der Rechtsanwalt Bert von Wiese mit Frau Barbara, Steuerberater Lorenz Hofmayr und seine Frau Margit, der Psychiater Peter Notnagl mit Frau Antonia und Bürgermeister kandidat Franco Corradini mit Lebensgefährtin Anika bei den Gastgebern ein. Doch statt einer Feier finden die Geladenen den Hausherrn mit einer Schussverletzung vor und Maria ist verschwunden.

Alles deutet auf einen Selbstmordversuch des Gastgebers hin. Um einen Skandal zu vermeiden, versuchen die Gäste die vermeintliche Wahrheit zu vertuschen, was zur Folge hat, dass immer wildere Spekulationen gewährt von allerlei Gerüchten und Affären die Runde machen. Der eigens engagierte Musiker und Alleinunterhalter Ramon Moser sowie zwei übereifrige Polizistinnen tragen auch nicht wirklich zur Klärung der undurchschaubaren Situation bei. In einem rasanten Chaos aus Missverständnissen verstricken sich alle immer tiefer in ihre eigenen Ausreden, bis sich die Situation auf überraschende und komische Weise auflöst.

* Freitag, 26. Juni (Premiere)

Tschumpus, Domplatz 3, Brixen

Weitere Aufführungen

Mo., 29. Juni

Mi., 1. Juli

Fr., 3. Juli

Mo., 6. Juli

Mi., 8. Juli

Fr., 10. Juli

Di., 14. Juli

Mi., 15. Juli

Fr., 17. Juli

Mi., 22. Juli

Fr., 24. Juli

Regie: Lukas Lobis

GERÜCHTE GERÜCHTE

Regieassistenz: Sabine Weissenegger

Auf der Bühne:

Georg Kaser als Bert von Wiese

Miriam Kaser als Margit Hofmayr

Josef Lanz als Peter Notnagl

Neu: Beginn um 20:30 Uhr

Ingrid Lechner als Antonia Notnagl

Joachim Mitterutzner als Lorenz Hofmayr

Fabian Mutschlechner als Franco Corradini

Anna Oberrauch als Anika Corradini

26. JUNI BIS 24. JULI 2026

Reservierung

Tel. 388 777 0077 (Mo.–Fr. 13–14 Uhr) per SMS und WhatsApp E-Mail: reservierung@tschumpus.com

Doris Pigneter als Barbara von Wiese

Ingo Ramoser als Ramon Moser

BEGINN: 20.30 UHR IM TSCHUMPUS | DOMPLATZ 3, BRIXEN KARTEN UND INFO: TEL +39 388 777 0077 | WWW.TSCHUMPUS.COM

Patrizia Solaro als Polizistin Mariangela

Sabine Weissenegger als Polizistin Erika

Dire-Straits-Bassist John Illsley kommt nach Brixen

MUSIK: „An Evening of Dire Straits Music with John Illsley and his Band feat. Andrea Valeri“ am 1. November im Astra.

In den vergangenen Jahren hat der Brixner Kulturverein rocknet.bz Gitarrenlegenden wie Steve Lukather, Frank Gambale, Lari Basilio und Andy Timmons nach Brixen geholt – diesmal ist es eine Legende der Bassgitarre: John Illsley war Original-Mitglied einer der einflussreichsten Bands der Rockgeschichte – Dire Straits.

Illsley hat Dire Straits mitgegründet und war bis zur Auflösung im Jahr 1995 Bassist dieser Band. Die Gruppe war von 1977 bis 1995 aktiv, hat 120 Millionen Alben verkauft und zählt damit zu den erfolgreichsten Bands ihrer Zeit. Im November kommt John Illsley mit einem besonderen Konzertprogramm nach Brixen: Unter dem Titel „An Evening of Dire Straits Music with John Illsley and his Band feat. Andrea Valeri“ bringt er die zeitlosen Hits der britischen Rocklegenden zurück auf die Bühne.

Unvergessene Klassiker

Gemeinsam mit seiner Band spielt und singt John Illsley Klassiker wie „Sultans of Swing“, „Money for Nothing“, „Romeo and Juliet“ und „Walk of Life“ – Meilensteine, die ganze Generationen geprägt haben. Als besonderes Highlight ist Andrea Valeri mit von der Partie, der die Gitarristen-Rolle von Mark Knopfler übernehmen wird. Der Italiener ist

ENSEMBLE „VITA & ANIMA“

In der einzigartigen Seminarkirche – sie zählt zu den schönsten Barockkirchen des Landes – bietet das Ensemble „vita & anima“ ein besonderes Erlebnis. Die hochkarätig besetzte Gruppe musiziert mit zwei Tenören als Vokalsolisten, zwei Zinken, Chitarrone, Violone, Barockharfe und Orgelpositiv. Präsentiert werden Werke von Johann Stadlmayr, berühmter Hofkapellmeister am Innsbrucker Hof der Erzherzogin Claudia de’ Medici, und zwar als Rekonstruktion eines frühbarocken Versper-Gottesdienstes.

* Donnerstag, 11. Juni, 20 Uhr Kirche des Priesterseminars, Brixen

In Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen Freier Eintritt

für seine feinfühlige Spielweise bekannt und bringt die legendären Gitarrenparts der Dire Straits mit großem Respekt und eigenem Ausdruck zum Klingen.

Ein Pflichttermin für alle Fans

Das Konzert versteht sich ausdrücklich nicht als bloße Tributshow: Mit John Illsley steht ein Original-Mitglied der Dire Straits auf der Bühne des Astra – umgeben von Musikern auf höchstem Niveau. Für Fans der Dire Straits ist der Abend damit ein Pflichttermin. Das Konzert findet am Sonntag, 1. November, um 20 Uhr im Astra in Brixen statt. Der Kartenvorverkauf beginnt am 7. Juni um 10 Uhr: www.mytix.bz.

John Illsley & Band feat. Andrea Valeri An Evening of Dire Straits Music

Sonntag, 1. November Brixen, Astra Beginn: 20 Uhr

Kartenvorverkauf ab 7. Juni, 10 Uhr: www.mytix.bz Veranstalter: rocknet.bz

* Sa., 27. Juni, 21 Uhr Brixen, Stadtbibliothek Future Backup

Brixen und Umgebung

Dieses Trio kultiviert einen radikal soften Indie-Jazz, der durch die Mischung aus sanftem Vibraphon, atmosphärischen Synthesizern und einem präzisen Drumming besticht. Es ist eine Musik mit elektronischem Twist, reduziert auf das Wesentliche und von bemerkenswerter Wärme. Subtile Pop-Einflüsse verleihen dem Gesamtsound eine charmante Anziehungskraft.

* Fr., 3. Juli, 20 Uhr Festung Franzensfeste

Matthias Schriefl & Musikkapelle Schabs

* Di., 30. Juni, 21 Uhr Brixen, Tschumpus

Matteo Paggi - GIRAFFE

Die Giraffe steht für Weitsicht: Der Kopf schwebt frei, die Emotion lodert in der Brust. Dieses Bild prägt das Projekt des Posaunisten Matteo Paggi und seinem Quintett, wenn sie den Tschumpus in einen Ort klanglicher Freiheit verwandeln. Wo einst Mauern begrenzten, treffen nun präzise Kompositionen auf freie Improvisation und elektronische Ambient-Sphären. Eine Musik, die Geschichten erzählt, die tief berühren.

Wenn der Allgäuer Multiinstrumentalist Matthias Schriefl auf die Musikkapelle Schabs trifft und Musiker seiner Brazilian Motions dazukommen, wird die imposante Bastion Franzensfeste zum musikalischen Abenteuerspielplatz. Schriefl, der ewige Grenzgänger, inszeniert hier kein braves Crossover oder eine folkloristische Geste, sondern ein klangliches Manifest, das die Statik der Traditionen genussvoll aushebelt. Ein musikalischer Gedankenaustausch, bei dem die Beteiligten mit einem feinen Augenzwinkern und beachtlicher spielerischer Chuzpe demonstrieren, wie viel Weltläufigkeit in der Heimat steckt.

* Mi., 1. Juli, 21 Uhr Sterzing, Stadtplatz N∆BOU

Nabou Claerhout versteht Jazz als Raumlehre. Zwischen kompositorischer Stringenz und einem fast beiläufigen Groove balanciert die belgische Posaunistin ihr Quartett in Richtung einer mutigen Offenheit. Gemeinsam mit ihrer Band lässt sie ein kollektives Gefüge entstehen, das Kontraste nicht erzwingt, sondern organisch wachsen lässt. Es ist eine Musik, die Oberflächen erforscht und der Stille Gewicht verleiht. Ein kluges, tiefenentspanntes Statement.

* Sa., 4. Juli, 21 Uhr Brixen, 3fiori café & craft beer bar Schmack

Die Amadeus-Preisträger aus Linz und Wien verbinden musikalische Virtuosität mit einer Vorliebe für ungebremste Spielfreude. Ihre Musik lebt von ausgefuchsten Melodien, angstfreier Improvisation und lässigem Groove. Zwischen Detailverliebtheit und energetischen Ausbrüchen schafft die Band einen unverkennbaren Sound an der Schnittstelle von Pop und Jazz, der das Publikum sofort in den Bann zieht.

* Do., 2. Juli, 21 Uhr Brixen, Guggenberg LVDF

Diese internationale Supergroup verweigert sich jedem Schubladendenken. Hier kollidieren elektronische Texturen, Indie-Attitüde und klassische Disziplin mit der kinetischen Energie der Tanzfläche. Das Quartett bündelt eindringliche Saxofon-Exkursionen, vielschichtige Synths und treibende Grooves zu einer rauschhaften Einheit. The Guardian attestiert einen kühnen Sound, Gilles Peterson feiert das Ergebnis als „absolut verrückt gut“. Ein hochaktuelles, vitales Plädoyer für den Jazz der Gegenwart.

* So., 5. Juli, 12 Uhr

Ridnaun, Knappendorf St. Martin am Schneeberg Brazilian Motions

Mit Brazilian Motions schickt der Allgäuer Freigeist Matthias Schriefl sein Ensemble auf eine Sternwanderung durch die Südtiroler Vertikale. Brasilianische Idiome wie Choro oder Baião infiltrieren die Bergwelt, wenn die Musiker:innen, in zwei Gruppen geteilt und vom Publikum begleitet, von verschiedenen Seiten aufsteigen. Während eine Gruppe vom Passeiertal aufsteigt, wandert die andere vom Ridnauntal zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg (2.355 m). Wo einst die Bergknappen in ihrer Freizeit sangen und musizierten, fusionieren die beiden Jazz-Gruppen im kollektiven Höhenrausch. Die im Zentrum stehenden Texte von Patricia Cruz über „Maria“ als Symbol des göttlich Weiblichen werden zur Grundlage für ein kreatives Wechselspiel zwischen intimer Innenschau und eruptiver Virtuosität.

Tickets

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Ausnahme: Die Veranstaltung in der Franzensfeste kostet den Museumseintritt zu 9 Euro.

Das komplette Festival-Programm gibt es unter www.suedtiroljazzfestival.com.

Donnerstag, 4. Juni

Führung 9:30 u. 14:30 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Vortrag 18 Uhr

Gli 80 anni della Costituzione e la Res Publica (dt./it.) in Zusammenarbeit mit der Società Dante Alighieri Bozen

Stadtbibliothek, Brixen

Freitag, 5. Juni

Diverses 16 Uhr

Vorlesen und Basteln für Kinder ab 4 (Anmeldung)

Stadtbibliothek, Brixen

Musiktheater 18 Uhr

Samstag, 6. Juni

Diverses 9–12 Uhr

Benefiz-Kleidermarkt zugunsten und in Zusammenarbeit mit der Brixner Vinzenz-Konferenz

Stadtbibliothek, Brixen

Kunst 10–20 Uhr

Fotoday 11.0

Mühlbacher Klause

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Musik/Gespräche ab 16:15 Uhr

Jubiläumsfestakt 225 Jahre

Bürgerkapelle Brixen

Sternmarsch der teilnehmenden Kapellen

Gespräche mit Rosmarie Pamer, Andreas Jungmann, Manuela Kerer, Gottfried Veit und Hans Pircher (ab 17.45 Uhr)

Hofburgplatz und Hofburg, Brixen

Musiktheater 18 Uhr

Geisterstunde auf Schloss Eulenstein

Grusical mit dem Kinder- und Jugendchor Vahrn

Haus Voitsberg, Vahrn

Konzert 18.30 Uhr

Frühjahrskonzert des Männerchores Neustift mit dem Ensemble ALUNA aus Meran Vinzentinum, Brixen

Dienstag, 9. Juni

Literatur 19 Uhr

Ungewöhnliche Fußballspiele

Jörg Heinisch, seit 31 Jahren Experte für Fußballliteratur, erzählt bizarre, echte Geschichten aus der Welt des Fußballs.

Astra, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Donnerstag, 11. Juni

Führung 9:30 u. 14:30 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Diverses 18–20:30 Uhr

Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen

Konzert 20 Uhr

„Vespro della Beata Vergine“

Rekonstruktion eines frühbarocken

Vespergottesdienstes mit Werken von Johann Stadlmayr mit vita & anima und Peter Waldner Kirche des Priesterseminars, Brixen

Konzert

Other:M:other Jazz

Dekadenz, Brixen

Freitag, 12. Juni

Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift

Lehrgänge

Lehrgang: Emotionelle Erste Hilfe (EEH)

Mo., 22.6.2026 bis Mi., 10.3.2027

Lehrgang: Kräuterpädagogik 2026/2027

Fr., 4.9.2026 bis Sa., 24.7.2027

Kurzlehrgang: Sitzwache bei Sterbenden

Fr., 11.9. bis Sa., 28.11.

Kurzlehrgang: Verkaufstraining. Erstelle ein maßgeschneidertes Verkaufshandbuch

Mi., 16.9. bis Mi., 28.10.

Kurzlehrgang: Kirchenführer/in

Fr., 18.9. bis Mi., 14.11.

Bibel & Glaube

Neustifter Bibelgespräch: Ev.: Lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig.

Mt., 11, 25 – 30 Fr., 19.6., 16 –17 Uhr

Kunst & Kreativität

Acryl- & Ölmalen zwischen konkret und abstrakt mit Mark Krause

Di., 30.6. bis Sa., 4.7., 9:30 –17 Uhr

Aktzeichnen. Experimentell mit Diana Lukas Di., 7.7., 9:30 –17 Uhr

20 Uhr

Theater 15 Uhr

Quanto ti è costato?

Teatro Stabile di Bolzano Circolo per anziani, Brixen

Führungen 17 u. 21 Uhr

Tag der Erlebnisführungen (Anmeldung)

Ärzte, Apotheker, Aphrodisiaka (17 Uhr)

Hexen, Henker und Halunken (21 Uhr) Brixen Tourismus, Brixen

Menschen. Bilder. Mixed Media mit Diana Lukas Mi., 8.7. bis Do., 9.7., 9:30 –17 Uhr

Formen – Figuren – Farbexperimente in Acryl mit Brigitte Weber

Mi., 15.7. bis Sa., 18.7.2026, 9:30 –17 Uhr

Gesundheit & Wohlbefinden

Kopf aus – Natur an! Achtsamer Naturzugang – Wahrnehmen, bewegen, entspannen

Sa., 13.6., 9 –16:30 Uhr

Einführungsseminar:

Ganzheitliche Massage

Fr., 19.6. bis Sa., 20.6., 9 –17 Uhr

Wir erwarten ein Baby! Vorbereitungskurs auf Geburt und Elternschaft

Sa., 4.7., 8:30 –17:30 Uhr

GLÜCK – Erkenntnisse aus der Wissenschaft und praktische Wege

Do., 23.7. bis Fr., 24.7., 9 –16 Uhr

Natur & Umwelt

Frauenkräuter – Wissen, Wirkung und Anwendung

Mi., 1.7. bis Do., 2.7., 9 –17 Uhr

Beruf- & Arbeitswelt

Rhetorisch fit für die Führungsposition

Mo., 13.7. bis Di., 14.7., 9 –17 Uhr

Erfolgreich argumentieren & Gegenargumente kontern

Mi., 15.7. bis Do., 16.7., 9 –17 Uhr

Balance im Alltag Fr., 31.7. bis Sa., 1.8., 9 –17 Uhr und Do., 27.8., 15 –18:30 Uhr (online)

Arbeitssicherheit

Betriebliches Arbeits- und Gesundheitsschutz Managementsystem – ISO 45001:2018

Di., 7.7., 8 –17 Uhr

Sicherheitskurs für BedienerInnen von Motorsägen

Di., 14.7., 8 –17 Uhr

Sicherheitskurs für BedienerInnen von Erdbewegungsmaschinen

Di., 21.7. bis Mi., 22.7., 8 –17 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung unter www.bildungshaus.it

Bildungshaus Kloster Neustift

Stiftstr. 1

39040 Vahrn 0472 835 588

bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it

Der Kinder- und Jugendchor Vahrn zeigt das Grusical Geisterstunde auf Schloss Eulenstein von Peter Schindler im Haus Voitsberg in Vahrn

SHAKESPEARES SOMMERNACHTSTRAUM

Freilichttheater – Eisacktaler Volkstheater

Wenn Hotellerie und Weinbau fusionieren, wenn verlobte Verliebte nicht mehr wissen, in wen sie eigentlich verliebt sind, wenn Puck, der Waldgeist, nicht nachkommt vor lauter Popozwicken und Zaubertrankträufeln und die Angestellten der Fusionierung auch noch ein Theaterstück proben, das so schrecklich schlecht wird, dass es eine wahre Freude ist – dann befinden wir uns mitten im Eisacktaler Sommernachtstraum.

Komödie von Michael Niavarani

Regie: Gabi Rothmüller und Alex Liegl

Weitere Aufführungen:

Di., 7. Juli

Do., 9. Juli

Fr., 10. Juli

Sa., 11. Juli

Mo., 13. Juli

Mi., 15. Juli

Do., 16. Juli

Fr., 17. Juli

Mo., 20. Juli

Di., 21. Juli

Mi., 22. Juli

jeweils um 21 Uhr

* Freitag, 3. Juli, 21 Uhr (Premiere) Stiftsplatz, Neustift

Karten: online auf der Website www.volkstheater.it 24/7 WhatsApp 392 065 56 00 (keine Telefonate)

MÄNNERCHOR NEUSTIFT

Musik liegt in der Luft. Eine musikalische Reise mit dem Ensemble ALUNA

Der Männerchor Neustift und das Ensemble ALUNA begeben sich gemeinsam auf eine musikalische Reise.

Musikalische Gesamtleitung: Benedikt Baldauf

* Samstag, 6. Juni, 18 Uhr Vinzentinum, Brixen

Samstag, 13. Juni

Führungen ab 10 Uhr

Tag der Erlebnisführungen (Anmeldung)

Zauberhafte Schatzsuche (10 Uhr)

Auf den Spuren des Elefanten (11 u. 14 Uhr)

Magd Clara und der Elefant des Kaisers (15.30 Uhr)

La domestica Clara e l’elefante (16 Uhr)

Lesungen in der Stadtbibliothek (11.30 u. 14 Uhr)

Brixen Tourismus und Stadtbibliothek, Brixen

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Diverses ab 15 Uhr

Zugluftfest

Haus der Solidarität, Milland

Literatur 18:30 Uhr

Die angolanisch-portugiesische Autorin Yara Nakahanda Monteiro im Gespräch mit ihren Übersetzern zu Fragen von Erinnerung, Herkunft und weiblicher Selbstermächtigung

Internationales Lyrikfestival W:ORTE Stadtbibliothek, Brixen

Sonntag, 14. Juni

Diverses 10–18 Uhr

Zugluftfest

Haus der Solidarität, Milland

Dienstag, 16. Juni

Film 17 Uhr

Fest-Gehalten: Harald Kastlunger

Filme von Günther Haller Hofburg, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Führung 9:30 u. 14:30 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Führung 18 Uhr

Nor. Monia Ben Hamouda (Anmeldung)

Kunstraum bARTh, Brixen

Freitag, 19. Juni

Film 20 Uhr

My Boyfriend El Fascista von und mit Matthias Lintner Astra, Brixen

Comedy 20 Uhr

Luis aus Südtirol: Pfiati

Domplatz, Brixen

Freilichttheater 21 Uhr

Io.Co Show mit Gianluca Iocolano Staudenparadies, Brixen

Samstag, 20. Juni

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Open-Air-Konzert 20 Uhr

Herbert Pixner Project Domplatz, Brixen

Dienstag, 23. Juni

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 24. Juni

Führung 18 Uhr

Kräuterführung im Lesegarten

Stadtbibliothek, Brixen

Donnerstag, 25. Juni

Führung 9:30 u. 14:30 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach

Freitag, 26. Juni

Freilichttheater 20:30 Uhr

Freiwillige Spende www.maennerchor-neustift.it info@maennerchor-neustift.it

Spieletreff

Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 17. Juni

Diverses 19 Uhr

Pub-Quiz

Stadtbibliothek, Brixen

Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen

Samstag, 27. Juni

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Konzert 20 Uhr

The Aviary – Lost in the Living Astra, Brixen

Konzert 21 Uhr

Future Backup Südtirol Jazzfestival

Stadtbibliothek, Brixen

Montag, 29. Juni

Freilichttheater 20:30 Uhr Gerüchte, Gerüchte Tschumpus, Brixen

Dienstag, 30. Juni

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Konzert 21 Uhr

Giraffe mit Matteo Paggi und seinem Quintett Südtirol Jazzfestival Tschumpus, Brixen

Märkte

Bauernmarkt

mittwochs und samstags, 7.30–13 Uhr

Hartmannplatz

Wochenmarkt

montags, 8–13 Uhr

Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz

Benefizkleidermarkt

zugunsten der Brixner

Vinzenz-Konferenz

Samstag, 6. Juni, 9–12 Uhr

Stadtbibliothek, Brixen

KULTURZENTRUM

Ungewöhnliche Fußballspiele Erzählungen mit Film und Fotos von Jörg Heinisch, 31 Jahre Fußballliteratur-Experte.

The Aviary – Lost in the Living Konzert und EP-Release Supported Band: Outhouse

* Sa., 27. Juni, 20 Uhr

Bizarre, echte Stories aus aller Welt: Balljunge schießt Tor, Spieler holt Flugzeug runter, Klub verteidigt beide Tore. Auch für Nicht-Fußballfans.

* Di., 9. Juni, 19 Uhr

My Boyfriend El Fascista Film von und mit Matthias Lintner

* Fr., 19. Juni, 20 Uhr

Infos: www.astrabx.com

Ausstellungen

Hofburg Brixen bis 28. Juni

Harald Kastlunger. Intuition – Komposition Retrospektive des Brixner Künstlers mit Gemälden, Zeichnungen und Plastiken zwischen Abstraktion und Figuration

täglich 10–18.30 Uhr

Kloster Neustift bis 25. Juli

COMMUNITAS – Spuren der Gemeinschaft. Zeitgenössische fotografische Interpretationen Die Ausstellung versammelt Arbeiten von Francesca Catastini, Lorenzo Brivio, Peter und Miriam Raneburger sowie Christian Eisenberger. bis 31. Oktober

Spuren der Erinnerung. Das fotografische Archiv von Kloster Neustift

Über mehr als 150 Jahre hinweg wurden im Kloster Neustift besondere und alltägliche Momente fotografisch festgehalten. Die Ausstellung eröffnet nun einen Blick in dieses fotografische Gedächtnis.

Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Orangerie im Stiftsgarten Neustift ab 10. Juni

Natura Viva. Hanna Battisti Fotoausstellung

Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Staudenparadies bis 24. Oktober

SculpGarden 26

Skulpturenausstellung des Kunstkreises St. Erhard mit 70 Skulpturen von 20 Künstlern aus Südtirol und Österreich

Mo.–Fr. 9–12 und 15–18 Uhr, Sa. 9–12 Uhr

Kunstraum bARTh bis 31. Juli

Nor. Monia Ben Hamouda Die Ausstellung zeigt zwei Neuproduktionen der Künstlerin, die eigens für die Räumlichkeiten konzipiert wurden. Besichtigung nach Terminvereinbarung (art@barth.it)

Italienisches

Oberschulzentrum bis 5. Juni

100 anni in 100 (e più) fotografie. Il Liceo „Dante Alighieri“ di Bressanone 1925–2025

Fotoausstellung

Mo.–Fr. 16–19 Uhr

Galerie 90, Mühlbach bis 15. August

Open your eyes, open your world mit Werken von Joseph Beuys, Peter Fellin, Hermann Nitsch, Karl Plattner, Mario Schifano, Willy Valier, Victor Vasarely, Luigi Veronesi und Vanni Viviani

Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50)

Franzensfeste

13. Juni bis 8. November

FORT_biennale 02

Reclaiming Collective

Die Werke von rund zwanzig italienischen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern – mit besonderem Augenmerk auf die kreative Szene der Euregio TirolSüdtirol-Trentino – werden in den Sektionen Think, Play, Dance und Act präsentiert, im Dialog mit den Stimmen von Forschenden von Eurac Research.

Di.–So. 10–18 Uhr

Stadtgalerie

5. Juni bis 15. August

Staub

Staub ist so vielgestaltig und reich wie das Leben selbst. Die Ausstellung zeigt u.a. Arbeiten von Alice Ahad, Jasmine Deporta, Jörg Hofer, Lois Weinberger und Alexander Kluge.

Di.–Fr. 10–13 Uhr u. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr

Vernissage: Do., 4. Juni, 19 Uhr

Krankenhaus Brixen bis 10. Juni

Alpenmadonna

Gezeigt werden 40 zeitgenössische Marienbilder, in denen sich Peter Unterthurner mit historischen Mariendarstellungen auseinandersetzt. Er fotografierte Marien-Skulpturen in Italien, Österreich, Deutschland, der Schweiz und Slowenien – einige davon über 800 Jahre alt.

täglich 8–18 Uhr

Kreuzwiesenalm

1.925 m ü.d.M. · Lüsner Alm

Fam. Hinteregger Tel. 333 748 4880 kreuzwiesenalm.com, info@kreuzwiesenalm.com

Geöffnet bis Anfang November. Ideales Ausflugsziel, feine Almküche mit Almkäse aus eigener Herstellung, großer Kinderspielplatz, Kegelbahn, Erfrischungsteich sowie holzbefeuerte Sauna. Ideal auch für einen erholsamen Almenurlaub.

SchatzerHütte

2.004 m ü.d.M. · Afers/Plose Franz Pernthaler Tel. 328 778 2228 schatzerhuette.com

Bis 11. Oktober geöffnet. Warme Küche von 12 bis 15:30 Uhr. Gerne verwöhnen wir Sie mit unseren hausgemachten Spezialitäten – ideal für eine genussvolle Pause nach der Wanderung. Auf Vormerkung bieten wir auch Frühstück oder Abendessen an. Die Schatzerhütte ist der ideale Ort für exklusive Feiern und Feste in feinem Rahmen. Unseren Hausgästen bieten wir einen Aufenthalt mit Halbpension.

Maurerberghütte

2.157 m ü.d.M. · St. Martin in Thurn

Fam. Clara Tel. 0474 520 059 maurerberg.com, info@maurerberg.com

Die Maurerberghütte ist bis Mitte Oktober täglich für Sie geöffnet.

Genießen Sie bei uns echte Südtiroler Köstlichkeiten – serviert auf unserer sonnigen Terrasse mit einem einzigartigen Blick auf die beeindruckende Bergwelt.

Tipp: Auch Übernachtungen sind möglich!

Wandertipp

Vom Parkplatz Schwaigerböden auf 1.700 m aus folgen Sie der Beschilderung Jakobsstöckl (ca. 1 Stunde) bis zur kleinen Kapelle, von dort führt der Aufstieg zum Campiller Berg auf knapp 2.000 m mit wunderschönem Rundumpanorama, dann Abstieg zur Kreuzwiesenalm. Von hier aus gelangen Sie über den Schmalzhaussteig in 40 Minuten wieder zum Parkplatz.

Gehzeit: ca. 3 Stunden

Oberhauser hütte

1.735 m ü.d.M. · Rodenecker-Lüsner Alm Fam. Leitner Tel. 0472 677 670 oberhauserhuette.com, info@oberhauserhuette.com

Die Oberhauser Hütte ist bis zum 1. November geöffnet, montags ist Ruhetag (außer an Feiertagen).

Von 11:30 bis 15 Uhr erwartet Sie klassische Hüttenküche mit besonderen saisonalen Spezialitäten sowie eine großzügige, nach Süden ausgerichtete Sonnenterrasse und ein Spielplatz in Sichtweite –ideal für Familien.

Tipp: Genießen Sie unseren Almbrunch (nur auf Vorreservierung).

Munt de Fornella

Wandertipp

Vom Parkplatz Skihütte über einen gemütlichen, kinderwagentauglichen etwa 2 km langen Forstweg.

Gehzeit: ca. 30 bis 40 Minuten Wer es etwas ursprünglicher mag, startet am Parkplatz Kalkofen an der Würzjochstraße. Von dort geht es über einen idyllischen Waldweg zur Schatzerhütte.

Gehzeit: ca. 1 Stunde und 20 Minuten

2.080 m ü.d.M. · Würzjoch

David Erlacher Tel. 335 616 6673 muntdefornella.it, info@muntdefornella.it

Täglich geöffnet, warme Küche ganztags bis ca. 17 Uhr. Beliebtes Ausflugsziel für Familien und Mountainbiker. Unsere urgemütliche Hütte liegt direkt unter den Steilwänden des Peitlerkofels, inmitten der weiten, blühenden Peitlerwiesen. Ein Spielplatz und Tiere sorgen für zusätzliche Abwechslung. Köstliche, typisch ladinische Küche und herzhafte Gastfreundschaft.

Ütia de Pecol

Wandertipp

Wandertipp

1.930 m ü.d.M. · Antermoia Fam. Canins Tel. 335 787 8777 gary.s@rolmail.net

Ausgehend vom Parkplatz Pè de Börz

Gehzeit: ca. 1 Stunde

Zudem liegen wir auf einer Etappe des Dolorama-Höhenwegs – Start in Zumis.

Gehzeit: ca. 6 Stunden

Geöffnet von Anfang Juli bis Ende September. Umgeben von Zirben eröffnet die urige Pecolhütte einen herrlichen Blick auf den Peitlerkofel. Gerne verwöhnen wir Sie mit lokalen Gerichten und hausgemachten Kuchen auf unserer Panoramaterrasse. Genießen Sie eine schöne Auszeit mit traumhaftem Ausblick. Für die kleinen Gäste steht ein Kinderspielplatz bereit.

Vom Parkplatz Zumis aus erreichen Sie die Hütte auf einem gemütlichen Spaziergang. Auch mit Kinderwagen und Rollstuhl gut erreichbar.

Gehzeit: 15 Minuten Ausgehend vom Parkplatz Herol bis zur Oberhauser Hütte.

Gehzeit: 2 Stunden.

Wandertipp

Vom Parkplatz Würzjoch über einen gemütlichen, kinderwagentauglichen Forstweg bequem erreichbar.

Gehzeit: 20 Minuten

Peitlerkofelrunde ab der Fornella Alm

Gehzeit: ca. 4 Stunden

Zur Schlüterhütte ab der Fornella Alm

Gehzeit: 1,5 Stunden

Wandertipp

Vom Parkplatz Pé de Börz, unterhalb des Würzjochs, erreichen Sie uns über einen gut begehbaren, kinderwagentauglichen Wanderweg. Gehzeit: ca. 45 Minuten Von unserer Hütte aus führt der Wanderweg weiter zum Maurerberg.

Zingerle Hütte

1.740 m ü.d.M. · Fane Alm, Vals

Ines und Daniel Tel. 349 5477681

Instagram: zingerlehuette, info@zingerlehuette.com

Ganzjährig geöffnet ohne Ruhetag ist dieser Treffpunkt ein Paradies für Genießer: Freuen Sie sich auf eine große Weinkarte, regionale Gerichte mit mediterranem Flair sowie Speck von unseren Iberico-Schweinen und Steaks von unseren Hochlandrindern. Zudem gibt es regelmäßig spannende Veranstaltungen (Details auf Social Media). Tipp: Genießen Sie bei uns einen Brunch (auf Reservierung).

GROSSBERGHÜTTE

1.640 m ü.d.M. · Altfasstal Meransen

Fam. Hinterlechner Tel. 0472 520 277 grossberghuette.com, info@großberghuette.com

Täglich geöffnet bis 8. November. Gemütliche Stuben und große Sonnenterrasse. Hausgemachte Köstlichkeiten, Wildspezialitäten, Kuchen und Eisbecher. Ideal auch für Betriebsessen und Familienfeiern. Donnerstag ist Knödeltag und samstags gibt es Klassiker aus der Bauernküche. Jeden ersten Samstag im Monat außerdem „Brunch open end“ (nur mit Reservierung). Freitags und samstags abends geöffnet – mit Hütchengrill oder à la carte (Reservierung erforderlich).

Wieserhütte

1.850 m ü.d.M. · Altfasstal Meransen

Fam. Fischnaller Tel. 340 375 6419 (auch WhatsApp) schutzhaus-wieserhuette.com, info@schutzhaus-wieserhütte.com

Die Wieserhütte liegt im wunderschönen Altfasstal in Meransen und ist bis Anfang November täglich ohne Ruhetag geöffnet (Küche von 11 bis 16 Uhr). Wir sind auch mit Kinderwagen und Fahrrad gut erreichbar. Vor Ort erwarten Sie ein Spielplatz, eine Sonnenterrasse sowie ein Fahrradverleih für die Rückfahrt. Freuen Sie sich auf hausgemachte Spezialitäten aus der Almkäserei und Übernachtungen mit Almfrühstück.

Wandertipp

Ochsenalm

Wandertipp

Gemütliche Wanderung vom Parkplatz „Berg am Boden“ über den Milchsteig zur Fane Alm.

Gehzeit: ca. 1 Stunde

Ausgehend vom oberen Parkplatz „Fane Alm“ zur Hütte.

Gehzeit: 5 Minuten

Wandertipp

Ausgehend vom Parkplatz Altfasstal auf dem Forstweg Nr. 15 in Richtung Altfasstal bis zur Abzweigung Nr. 16 (Widerschwinge), weiter durch den Wald auf dem Forstweg bis zur Felderalm (Kneippanlage), von dort links auf dem Weg Nr. 15 zurück zur am Eingang des Altfasstales gelegenen Großberghütte.

Gehzeit: ca. 70 Minuten

Wandertipp

Vom Parkplatz Altfasstal erreichen Sie uns über die Forststraße entlang des Baches (ca. 1:30 h) oder von der Bergstation Gitschberg über Zassleralm und Ochsenboden (ca. 1:30 h). Möglich ist auch der Aufstieg über den anspruchsvolleren Jägersteig oder Walderjochsteig (ca. 2 h) sowie für geübte Bergsteiger über den Höhenweg Schellenbergsteig zu den Seefeldseen (ca. 3 h, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich), von wo aus man zu uns gelangt.

2.100 m ü.d.M. · Jochtal Vals Fam. Oberhofer Tel. 348 253 0954 ochsenalm@hotmail.com

Die Ochsenalm ist täglich bis zum 7. November geöffnet, es gibt keinen Ruhetag. Im Sommer erreichen Sie die Ochsenalm bequem mit der Umlaufbahn, zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad. Rudi und Simon sowie ihr Team verwöhnen Sie mit köstlichen Spezialitäten der Südtiroler Küche.

Tipp: Jeden Sonntag gibt es frische Tirtlen.

Pranter Stadlhütte

1.850 m ü.d.M. · Altfasstal Meransen Adriana und Matthias mit Team Tel. 0472 679 087 - 348 212 3860 adriana.99@hotmail.de

Die Pranter Stadlhütte ist täglich bis Ende Oktober geöffnet und erwartet Sie am Ende des Altfasstales als ideales Ziel für die ganze Familie. Eingebettet in die beeindruckende Bergkulisse laden wir Sie ein, auf unserer sonnigen Terrasse hausgemachte Südtiroler Gerichte sowie an Sonn- und Feiertagen herzhafte Grillspezialitäten zu genießen. Der großzügige Spielplatz und der Streichelzoo bieten jede Menge Spaß für unsere kleinen Gäste.

Bacherhütte

1.744 m ü.d.M. · Gitschberg Meransen

Fam. Stolz Tel. 349 073 6058 - 340 487 8930 bacherhuette@gmail.com

Bis Ende Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Gerne verwöhnen wir Sie mit hausgemachten Spezialitäten auf unserer Sonnenterrasse. Ideales Familienausflugsziel! Der Waldweg ist mit Kindern und geländetauglichen Kinderwagen gut begehbar und eignet sich auch für E-Bike-Touren. Für Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz.

Eine leichte Wanderung, die auch mit dem Kinderwagen möglich ist, beginnt direkt an der Bergstation der Seilbahn.

Gehzeit: ca 20 Minuten Weitere Wanderungen starten in Vals, Ritzail oder direkt in Spinges.

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden

Wandertipp

Vom großen Parkplatz am Eingang des Altfasstales aus folgen Sie dem leicht begehbaren, kinderwagentauglichen Wanderweg Nr. 15. Gehzeit: ca. 90 Minuten

Tipp: Von unserer Hütte aus können Sie weiter zu den Seefeldseen wandern und zum Gaisjoch aufsteigen.

Wandertipp

Von der Talstation Gitschberg erreichen Sie die Bacherhütte in etwa 1 Stunde und 15 Minuten, von der Mittelstation aus in rund 20 Minuten.

Pichlerhütte

Foto: Daniel Demichiel

1.920 m ü.d.M. · Gitschberg Meransen

Fam. Hofer-Grünfelder Tel. 333 695 2941 pichlerhuette.com, pichlerhuette@rolmail.net

Die Pichlerhütte ist täglich (kein Ruhetag) bis zum 7. November für Sie geöffnet. Freuen Sie sich auf traditionelle Südtiroler Gerichte wie unsere hausgemachten Schlutzkrapfen und tauchen Sie ein in die herzliche Atmosphäre. Während Sie das wunderschöne Bergpanorama auf unserer sonnigen Terrasse genießen, können sich die Kinder auf dem kleinen Spielplatz austoben.

Gampenalm

Foto: Hannes Niederkofler

Wandertipp

Ab dem Parkplatz an der Talstation Gitschberg in Meransen folgen Sie der Route Nr. 12 zur Pichlerhütte und genießen dabei atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.

Gehzeit: ca. 1 Stunde und 30 Minuten

Alternativ können Sie mit der Seilbahn auf den Gitschberg fahren. Von der Bergstation führt eine kinderwagentaugliche Forststraße, über die Sie uns nach einem kurzen Spaziergang erreichen.

Moserhütte

1.937 m ü.d.M. · Gitschberg Meransen Fam. Steger Tel. 348 954 0928 - 335 588 2880 moserhuette@gmail.com

Die Moserhütte am kleinen Gitsch ist bis Ende Oktober für Sie geöffnet (Mittwoch Ruhetag, außer von Mitte Juli bis Ende August). Die ruhig gelegene Almhütte ist ein ideales Ausflugsziel für Familien und Radfahrer. Gerne verwöhnen wir Sie mit regionalen Spezialitäten sowie hausgemachten Kuchen und Süßspeisen. Für Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz.

KaserillAlm

Wandertipp

Wandertipp

Ausgehend vom Parkplatz

Altfasstal gehen Sie auf dem Forstweg Nr. 15 in Richtung Altfasstal. Nach etwa 500 m nehmen Sie die erste Abzweigung rechts und folgen dem Forstweg Nr. 16/a. Ideal für Kinderwagen und Biker.

Gehzeit: ca. 70 Minuten

Von der Umlaufbahn am Gitschberg folgen Sie dem Almhüttenrundweg Nr. 21/a oder Nr. 6.

Gehzeit: ca. 50 Minuten

2.062 m ü.d.M. · Villnöss

Fam. Messner Tel. 348 272 1587 gampenalm.com, info@gampenalm.com

Geöffnet bis zum 30. September (kein Ruhetag), sowie im Winter vom 26. Dezember bis Mitte März (Montag und Dienstag Ruhetag). Beliebtes Ausflugsziel im Naturpark Puez-Geisler. Lassen Sie sich von uns auf unserer Sonnenterrasse oder in der gemütlichen Stube mit hausgemachten Köstlichkeiten verwöhnen. Übernachtungsmöglichkeiten nur im Sommer.

Gschnagenhardt Alm

2.006 m ü.d.M. · Villnöss

Familie Zingerle/Profanter Tel 340 634 8100 gschnagenhardtalm.it, gschnagenhardtalm@gmail.com

Die Gschnagenhardt Alm ist vom 13. Juni bis Anfang Oktober für Sie geöffnet (mittwochs Ruhetag).

In herrlicher Lage am Munkelweg, direkt unter den imposanten Geislerspitzen, lädt die Alm zu einer gemütlichen Rast inmitten der Natur ein. Hier erwarten Sie schmackhafte einheimische Spezialitäten sowie hausgemachte Kuchen.

Vom Zanser Parkplatz auf Weg Nr. 6 in Richtung Tschantschenon, weiter auf dem Weg Nr. 35 zur Gampenalm. Zurück auf Weg Nr. 33 über den Kaserillbach zum Zanser Parkplatz.

Gehzeit: ca. 1 Stunde und 15 Minuten

1.920 m ü.d.M. · Villnöss Fam. Mantinger Tel. 0472 840 219 unterkantiolerhof.com, info@unterkantiolerhof.com

Geöffnet bis Mitte Oktober (Mittwoch Ruhetag). Während Kinder am Spielplatz spielen, können Erwachsene auf den Holzliegen entspannen und den Blick auf die Geislergruppe genießen. Freuen Sie sich auf Südtiroler Gerichte und Marenden aus Naturprodukten von unserem Hof in St. Magdalena. Besonders beliebt ist unser Käse, den wir direkt auf der Alm aus frischer Kuhmilch unseres Hofes herstellen und vor Ort zum Verkauf anbieten.

Wandertipp

Ausgehend vom Parkplatz Zanser Alm führt die gemütliche Wanderung zunächst entlang des Kaserillbachs über den alten Heuweg zur Kaserillalm. Alternativ kann die Forststraße Nr. 33 und 32 genutzt werden, die sich auch problemlos mit dem Kinderwagen befahren lässt. Gehzeit: ca. 50 Minuten

Tipp: Im Winter verwandelt sich dieser Weg in eine präparierte Rodelstrecke.

Wandertipp

Von der Zanser Alm über den Munkelweg

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden

Vom Parkplatz Ranui über dem Broglesbachweg (Nr. 28) bis Weißbrunn, dort links auf dem Munkelweg (Nr. 35) bis zur Abzweigung Gschnagenhardt Alm. Weiter zur Gschnagenhardt Alm (Einkehr). Danach über Steig Nr. 36 zur Duslerhütte und über Weg Nr. 34 zurück nach Ranui. Gehzeit: ca. 3 Stunden

1.866 m ü.d.M. · Villnöss Würzjoch Fam. Messner Tel. 0472 521 267 halslhuette.it, info@halslhuette.it

Die Halslhütte ist bis Anfang November täglich von 8:30 bis 20 Uhr geöffnet (im Sommer ohne Ruhetag). Bei uns erwarten Sie regionale Südtiroler Küche, ein großer Kinderspielplatz und ein GratisParkplatz. Außerdem sind wir auch gut mit dem Bus erreichbar.

Wandertipp

Die Halslhütte ist der ideale Ausgangspunkt der landschaftlich reizvollen, einfachen Rundwanderung „Zirbelkieferweg“. Von der Hütte aus folgt man der Beschilderung, quert den Talboden, steigt durch den Zirbenwald zu einem Fahrweg auf und wandert über Wiesen und Almhütten, vorbei an der Unterpiskoialm, zurück zur Hütte.

Gehzeit: 1,5 bis 2 Stunden

HaLslhütte
Foto: Rotwild

Stöfflhütte

2.057 m ü.d.M. · Latzfonser-Villanderer Alm Lisa und Roman Tel. 329 541 4772 stoefflhuette.it, info@stoefflhuette.it

Die Stöfflhütte ist täglich bis Mitte November für Sie geöffnet (ab 1. Oktober montags Ruhetag). Freuen Sie sich auf feine Bergküche und schöne Momente auf unserer Sonnenterrasse.

Oder verbringen Sie eine erholsame Nacht in unseren geräumigen Zimmern.

Tipp: Bei uns sind auch Geburtstags- und Firmenfeiern oder Grillabende möglich.

Prantneralm

1.800 m ü.d.M. · Sterzing

Fam. Gogl Tel. 333 465 6009 - 338 495 9084 prantneralm.com, info@prantneralm.com

Ganzjährig geöffnet, Dienstag Ruhetag (außer August). Genießen Sie auf der Sonnenterrasse den einzigartigen Rundumblick auf die Sarntaler, Ötztaler und Stubaier Alpen und lassen Sie sich von unserer schmackhaften und traditionellen Küche verwöhnen. Probieren Sie auch die verschiedenen Graukäsesorten aus der eigenen Käserei.

Tipp: Wir sind auch mit dem Auto erreichbar!

Allriss Alm

1.534 m ü.d.M. · Pflerschtal Familie Staudacher Tel. 349 264 8358 info@ferienhaus-staudacher.com

Die Allriss Alm ist bis Ende Oktober geöffnet. Montag ist Ruhetag – außer an Feiertagen und im August.

Freuen Sie sich auf echte Alpenkulinarik und täglich wechselnde Tagesgerichte mit Blick auf den Pflerscher Tribulaun.

Für Kinder gibt es einen Spielplatz und einen Streichelzoo mit Hasen und Ziegen.

Wandertipp

Vom Parkplatz Villanderer Alm (ca. 1.750 m) führt der gut ausgeschilderte Weg Nr. 15 in sanfter Steigung Richtung Stöfflhütte. Nach einem kurzen Waldstück öffnet sich die Landschaft zu weiten Almflächen mit herrlichem Blick auf die Dolomiten. Die Route ist kinderwagentauglich und auch als Rundwanderung über die umliegenden Almwege möglich.

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden

Klausner Hütte

Wandertipp

1.920 m ü.d.M. · Latzfons/Klausen Monika Obrist Tel. 320 707 8058 Klausnerhuette.it, klausnerhuette@gmail.com

Bis 25. Oktober täglich ab 9 Uhr geöffnet, im Winter von Freitag bis Sonntag. Unsere Schutzhütte liegt in den Sarntaler Alpen, oberhalb von Latzfons, und eröffnet einen grandiosen Blick auf die Dolomiten. Wir servieren traditionelle Gerichte; unseren beliebten Kaiserschmarrn bereiten wir auf unserer Sonnenterrasse zu. In den Sommerferien bieten wir warme Küche bis 20 Uhr und sind somit ein ideales Einkehrziel für einen gemütlichen Abendspaziergang oder einen abendlichen Ausflug mit dem Fahrrad. Ein Kinderspielplatz steht für die Kleinen zur Verfügung.

Vom Wanderparkplatz Kühhof oberhalb von Latzfons führt Weg Nr. 1 auf einem breiten Wanderweg in sanftem Anstieg durch lichte Waldstücke und aussichtsreiche Almwiesen. Auch mit dem E-Bike und dem Kinderwagen gut erreichbar. Gehzeit: ca. 1 Stunde

Wandertipp

Ausgehend 1 km oberhalb vom Braunhof erreichen Sie über einen breiten Forstweg durch den Wald die Prantneralm.

Gehzeit: ca. 1 Stunde

Direkt von der Alm weg führen die Zustiege auf die Weißspitze, zur Rundtour Saun-Weißspitze oder auf die Amthorspitze.

1.760 m ü.d.M. · Pflerschtal

Simon Klotz Tel. 349 055 2234

Die Furtalm ist bis zum 30. September ohne Ruhetag geöffnet. Sie ist sowohl mit dem Kinderwagen als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar. Kinder können sich auf dem Spielplatz austoben, während für E-Bikes eine Ladestation zur Verfügung steht. Kulinarisch erwarten Sie unter anderem hofeigene Fleischprodukte sowie Graukäse und Butter aus eigener Herstellung.

Edelweisshütte

Wandertipp

1.980 m ü.d.M. · Ladurns Fam. Oberhofer Tel. 0472 671 705 - 339 6459 558 info@edelweisshuette.it, www.edelweisshuette.it

Wandertipp

Ausgangspunkt dieser leichten Wanderung ist der Parkplatz am Wasserfall „Hölle“, der über St. Anton in Innerpflersch erreichbar ist. Von dort aus folgen Sie dem Wanderweg Nr. 6 in Richtung Furtalm.

Gehzeit: ca. 45 Minuten Folgen Sie dem breiten Forstweg Nr. 6B, oberhalb der Steinhöfe, wo Sie nach etwa einer Stunde links abbiegen. Auch mit Kinderwagen erreichbar.

Gehzeit: ca. 45 Minuten

Vom Parkplatz im Dorf St. Anton aus folgt man dem Weg Nr. 27 bis zur Hütte. Es handelt sich um eine breite, gut begehbare Schotterstraße mit nur leichter Steigung. Der Weg eignet sich daher auch gut für Kinderwagen und Fahrräder.

Gehzeit: ca. 1 Stunde.

Die Edelweißhütte ist bis zum 4. Oktober geöffnet (kein Ruhetag). Während sich die Kleinen auf unserem Kinderspielplatz austoben, können die Großen auf der sonnigen Terrasse entspannen und einheimische Köstlichkeiten genießen. Außerdem besteht die Möglichkeit zu angeln; der Fisch kann direkt vor Ort fangfrisch für Sie zubereitet werden. Für alle, die länger bleiben möchten, stehen gemütliche Zimmer zur Verfügung – ideal für einen Bergurlaub in familiärer Atmosphäre.

Wandertipp

Ausgehend von der Bergstation Ladurns führt der Weg in leichtem Anstieg bis zur Edelweißhütte.

Gehzeit: ca. 45 Minuten Nicht für Kinderwagen geeignet.

Furtalm

1.860 m ü.d.M. · Rosskopf

Fam. Venturini Tel. 0472 765 364 - 346 971 6264 alpinchalet-rosskopf.it, info@alpinchalet-rosskopf.it

Das Alpin Chalet Rosskopf ist bis zum 1. November täglich von 9 bis 17 Uhr ohne Ruhetag geöffnet. Freuen Sie sich auf köstliche Gerichte auf unserer Sonnenterrasse, begleitet von einer feinen Auswahl an Weinen. Für Kinder gibt es einen abwechslungsreichen Spielplatz. Tipp für Familien: Der Themenweg Rossy Walk.

Rinneralm

1.892 m ü.d.M. · Ratschings

Fam. Schölzhorn Tel. 335 521 4148

Geöffnet täglich von 8:30 bis 17 Uhr bis 4. Oktober, Donnerstag Ruhetag (nur im Juni und ab Mitte September). Genießen Sie leckere Almgerichte sowie Spezialitäten aus eigener Produktion: Speck und Wurst vom eigenen Bauernhof und hausgemachte Milchprodukte aus der eigenen Käserei – darunter Almbutter, Graukäse und Joghurt. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und Almtiere.

Tipp: Unterhalb der Rinneralm startet die BergErlebnisWelt mit Riesenrutschen, Wasserspielen, Aussichtsturm, Klettergerüsten und Kneippanlage.

Edelrauthütte

2.545 m ü.d.M. · Pfunders/Lappach Fam. Weissteiner Tel. 0474 653 230 - 340 660 4738 edelrauthuette.it, info@edelrauthuette.it

Die Edelrauthütte ist geöffnet bis zum 4. Oktober. Freuen Sie sich auf Südtiroler Küche bei beeindruckendem Panoramablick auf unserer Sonnenterrasse.

Die Hütte eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Hoch- und Gipfeltouren und dient zudem als wichtiger Stützpunkt am Pfunderer Höhenweg. Tipp: Übernachten Sie in unseren Zimmerlagern (4er-, 6er- und 8er-Zimmer) und genießen Sie ein Bergfrühstück.

Wandertipp

Ausgehend von der Bergstation Rosskopf. Gehzeit: 5 Minuten

Rossy Walk: Der 3 km lange, kinderwagentaugliche Rundweg bietet Erlebnisstationen für Spiel und Naturerlebnisse. Start und Ziel ist der Rossy Park mit Streichelzoo und Spielplatz – ideal für Familien.

Jörgnerkaser

1.791 m ü.d.M. · Rosskopf, Vallmingalm

Wandertipp

1.791 m Jörgnerkaser auf der Vallmingalm Jörgnerkaser alla malga Vallming

Fam. Hasler-Ralser Tel. 333 225 9558 vallmingalm.it

Wandertipp

Von der Bergstation Ratschings führt der Themenweg BergErlebnisWelt zur Rinneralm – auch mit Kinderwagen erreichbar.

Gehzeit: 15 Minuten

Von der Jaufenpassstraße (Einfahrt Kalcher Alm) entlang des Ratschingser Almenwegs.

Gehzeit: ca. 70 Minuten

Von der Jaufenpass-Straße, Bergstation Jaufenlift ausgehend.

Gehzeit: ca. 40 Minuten

Wandertipp

Die Edelrauthütte ist Ausgangspunkt für Touren auf den Hochfeiler, Großen Möseler und Hohen Weißzint. Ein besonderes Ziel ist auch die Napfspitze: Von der Edelrauthütte führt ein aussichtsreicher Höhenweg auf 2.888 m – eine mittelschwere Tour für trittsichere Wanderer und ein Geheimtipp mit beeindruckendem Rundblick auf die Zillertaler Alpen, den Eisbruggsee, den Hochfeiler und weit hinein in die Dolomiten.

Gehzeit: ca. 2,5 Stunden (Gipfel und retour)

Der Jörgnerkaser im urigen Almdorf der Vallmingalm bietet traditionelle Bäuerliche Küche wie verschiedene Knödel, Kaiserschmarrn, Marende und vieles mehr.

Il Jörgnerkaser, situato nel caratteristico villaggio alpino della malga Vallming, offre cucina contadina tradizionale con specialità come diversi tipi di canederli, Kaiserschmarrn, taglieri di salumi e formaggi e molto altro ancora.

Der Jörgnerkaser im urigen Almdorf der Vallmingalm ist bis Ende September ohne Ruhetag geöffnet. Wir verwöhnen Sie mit traditioneller bäuerlicher Küche wie Knödeln, Kaiserschmarrn, Marende und vielem mehr – besonders empfehlenswert ist dabei der typische Vallminger Graukäse.

Leichte Familienwanderung: von der Rosskopfseilbahn auf dem Dolomitenweg Nr. 19 bis zur Vallmingalm. Gehzeit: ca. 40 Minuten

Leichte Familienwanderung. Von der Rosskopfseilbahn ausgehend dem Dolomitenweg 19 folgen bis zur Vallmingalm (ca. 40 min. Gehzeit).

WasserfallerAlm

Facile escursione per famiglie: dalla funivia di Monte Cavallo si segue il sentiero delle Dolomiti n. 19 fino alla malga Vallming (ca. 40 min a piedi).

Geöffnet: Anfang Juni bis Ende Sept., kein Ruhetag. Aperto: da inizio giugno a fine settembre, senza giorno di riposo.

Wandertipp

Tel. +39 333 2259558 · www.vallmingalm.it

1.903 m ü.d.M. · Ratschings Fam. Haller Tel. 339 595 1312 unterholznerstefanie@gmail.com

Die Wasserfalleralm ist bis zum 4. Oktober ohne Ruhetag für Sie geöffnet. Genießen Sie unser Panoramarestaurant mit toller Sonnenterrasse und herrlichem Ausblick in die umliegende Natur. Wir verwöhnen Sie mit traditioneller Küche, liebevoll zubereitet aus regionalen Zutaten, sowie ausgewählten Weinen aus unserem gut sortierten Weinkeller. Für unsere kleinen Gäste steht ein Spielplatz bereit.

Moarhof Alm

1.833 m ü.d.M. · Hofern/Kiens

Fam. Plaikner Tel. 348 473 0355 info@moarhof-plaikner.it

Geöffnet bis Anfang November, Mittwoch Ruhetag (außer im Juli und August). Bei uns erwartet Sie eine herrliche Sonnenterrasse mit wunderbarem Rundblick sowie zwei geräumige Stuben.

Kulinarisch verwöhnen wir Sie mit leckeren Almhüttengerichten aus einheimischen Produkten und selbstgemachten Kuchen. Besonders beliebt sind unsere hausgemachten Schlutzkrapfen und unser Apfelstrudel.

Tipp: Im Winter gibt es eine Rodelbahn.

Die Kabinenbahn Ratschings-Jaufen bringt Sie von Bichl bis zur Bergstation. Von dort aus leichte Wanderung entlang des Ratschinger Almenweges bis zur Wasserfalleralm.

Gehzeit: ca. 30 Minuten

Wandertipp

Ausgangspunkt ist der gebührenfreie Parkplatz „Gelenke“ in Hofern. Von dort führt ein leicht steiler Wanderweg zur Moarhof Alm, der auch mit Kinderwagen und Fahrrad gut befahrbar ist.

Gehzeit: ca. 1 Stunde Von der Hütte aus erreicht man den Grünbachsee in ca. 1,5 Stunden oder kann die Wanderung weiter in Richtung Putzenhöhe fortsetzen.

Alpin Chalet Rosskopf

Schwarzbachalm

1.396 m ü.d.M. · Luttach Ahrntal

Fam. Widmann Tel. 392 513 4141 schwarzbachalm.com, schwarzbachalm.daniel@gmail.com

Die Schwarzbachalm ist täglich von 9 bis 17 Uhr für Sie geöffnet. Bei uns können Sie regionale Spezialitäten in gemütlicher Atmosphäre genießen. Kinder dürfen sich auf einen Streichelzoo, eine Hüpfburg und einen großen Spielplatz freuen.

Tipp: Mit Reservierung sind auch ein Brunch oder ein Besuch am Abend möglich. Die Hütte kann außerdem für Veranstaltungen gebucht werden.

Gönneralm

1.980 m ü.d.M. · Oberwielenbach bei Percha Fam. Steiner Tel. 347 987 6876 www.goenneralm.com

Die Gönneralm ist bis Anfang November für Sie geöffnet. Donnerstag ist Ruhetag. Die 2017 zur beliebtesten Almhütte Südtirols ausgezeichnete Gönneralm bietet Ihnen auf der Sonnenterrasse einen herrlichen Blick über das gesamte untere Pustertal – begleitet von unseren hausgemachten Spezialitäten. Ob traditionelle Gerichte wie Knödel und Kaiserschmarrn oder besondere Köstlichkeiten wie Fisch oder Ravioli – bei uns findet jeder etwas nach seinem Geschmack.

Wandertipp

Ab dem Parkplatz beim Innerbachhof führt ein einfacher Wanderweg entlang des Schwarzenbachs direkt zur Hütte.

Gehzeit: 20 Minuten Auch mit Kinderwagen erreichbar.

Bizat Hütte

1.430 m ü.d.M. · St. Johann Ahrntal Fam. Oberschmied Tel. 0474 646 694 - 349 362 2039 www.bizathuette.com

Das Familienparadies ist bis Mitte Oktober geöffnet, Mittwoch Ruhetag (außer im Juli und August). Während sich die Kinder auf dem großen Spielplatz oder beim Fischteich austoben oder die vielen Kleintiere wie Enten und Hasen beobachten, können die Erwachsenen sich auf der Sonnenterrasse kulinarisch verwöhnen lassen.

Tipp: Jeden Samstag im Juli und August findet die beliebte Kinderanimation mit der zauberhaften Sonnenhexe statt, bei der gebastelt und kleine Geschenke verteilt werden.

Santnerpasshütte

Wandertipp

Der familienfreundliche Hexensteig führt von St. Johann im Ahrntal zur Bizat Hütte, vorbei am imposanten Frankbach-Wasserfall, und bietet zahlreiche Erlebnisstationen wie das Sonnenhexenhaus, die Bärenhöhle, ein Glockenspiel, eine Holz-Bärenfamilie sowie eine Kletterwand und Steinmandln. Besonders bei Kindern beliebt.

Gehzeit: ca. 1 Stunde Ab Parkplatz der Bizat Hütte. Auch mit Kinderwagen möglich.

Gehzeit: ca. 15 Minuten

Wandertipp

Ab Percha Richtung Oberwielenbach abzweigen. Parkplatz 1: Oberwielenbacher Talile – von dort zunächst auf dem Forstweg, nach ca. 1 km Abzweigung Nr. 6.

Gehzeit: ca. 75 Minuten Parkplatz 2: Erdpyramiden – Start über den Pyramidenweg, nach ca. 1 km Abzweigung auf Weg Nr. 16a.

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden

Mit dem E-Bike ist die Alm von den Erdpyramiden aus auch bequem über die Forststraße erreichbar.

2.734 m ü.d.M. · Schlern-Rosengarten Romina und Michel Tel. 337 143 5665 santnerpass.com, info@santnerpass.com

Die Santnerpasshütte ist vom 12. Juni bis zum 10. Oktober ohne Ruhetag für Sie geöffnet. Genießen Sie eine atemberaubende Aussicht und lassen Sie sich von unserer Küche verwöhnen, die täglich von 9 bis 16 Uhr warme Gerichte der Südtiroler und italienischen Küche serviert. Samstags und sonntags gibt es hausgemachte Faschingskrapfen.

Tipp: Auch Übernachtungen sind möglich – für ein ganz besonderes Bergerlebnis.

Wandertipp

Die Santnerpasshütte ist erreichbar vom Fassatal über die Gardecciahütte, Vajolethütte und Gartlhütte (Trittsicherheit erforderlich).

Gehzeit: ca. 3 Stunden

Über den Santnerpass-Klettersteig (AB Level) mit Start bei der Kölner Hütte.

Gehzeit: ca. 2 Stunden Rückkehr zur Kölner Hütte über die Vajolethütte und das Tschager Joch.

Gehzeit: ca. 3,5 Stunden

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsziele Südtirols und genießen Sie Wanderungen mit Freunden oder der Familie –auf immer neuen Wegen erwarten Sie eindrucksvolle Ausblicke, genussvolle Einkehrmöglichkeiten und unvergessliche Panoramen.

Zwischen Titelhoffnung und Abstiegsangst

HANDBALL: Die Handballsaison 2025/26 war für den SSV Brixen ein Wechselbad der Gefühle.

Während die Frauen in den Playoffs um den Meistertitel spielten, kämpften die Männer bis zuletzt um den Klassenerhalt. Eine Bilanz aus Vereins- und Trainerperspektive.

Es zeigt sich ein paradoxes Bild, wenn man auf die Saison der Brixner Handballerinnen und Handballer zurückblickt. Auch unter den Fans in der Halle macht sich dieser Zwiespalt bemerkbar: Während die Frauenmannschaft mit konstant starken Leistungen überzeugte und vom erneuten Meistertitel träumen durfte, mussten die Männer eine deutlich schwierigere Spielzeit durchstehen.

Zu Beginn: Vorsichtig optimistisch

Die Erwartungen bei den Männern waren nach den Umbrüchen in der Sektion im letzten Jahr vorsichtig optimistisch. Wie würde sich der Wechsel an der Sektionsleitung und der damit verbundene Versuch, den Verein finanziell wieder zu stabilisieren, sportlich niederschlagen? „Wir wollen überraschen! In unserer Mannschaft steckt viel Potenzial“, sagte

Alexander Burger dem „Brixner“ bei seinem Neueinstieg als Sektionsleiter. Doch dann kam nach dem vierten Spieltag der ungeplante Trainerwechsel von Otto Forer zu Bruno Brzić, der die Mannschaft in einer Doppelrolle als Spielertrainer übernahm. Dank seines Engagements gelang es den Brixnern zunächst, wichtige Spiele zu gewinnen und in der Tabelle weiter nach oben zu klettern. Die aufkommende Euphorie und neu gewonnene Konstanz hielten jedoch nicht lange an.

Am Ende der Saison standen nach insgesamt 26 Spieltagen lediglich acht Siege zu Buche – eine Bilanz, die sich auch in der Tabelle widerspiegelt: Mit Rang zwölf und dem drittletzten Platz fanden sich die Brixner ungewohnt weit hinten wieder, und mit insgesamt 851 Gegentoren stellten sie zudem die anfälligste Defensive der Liga. Besonders prägend war dabei eine lange Negativserie, in der innerhalb von 13 Spielen nur ein einziger Sieg gelang. Eine

solche Phase hatte es in dieser Form beim SSV Brixen seit 50 Jahren nicht mehr gegeben und stellte Mannschaft wie Umfeld gleichermaßen auf die Probe.

Oft knapp zu wenig

Doch die Männer gaben nicht auf. Gegen Ende der Saison wurde es dann nochmals richtig spannend. Wichtige Siege und nur knappe Niederlagen zeigten, dass der SSV Brixen zu Recht seit einigen Jahren in der besten Handballliga Italiens zu finden ist. Gleichzeitig fehlte oft das letzte Quäntchen, um den Klassenerhalt noch vor den Playouts zu schaffen. Der Sieg im letzten Spiel gegen Eppan gab den Brixnern zusätzlichen Auftrieb für die Playouts und sicherte ihnen zugleich das Heimrecht in der entscheidenden Phase.

Nach der bitteren 27:28-Niederlage im ersten Spiel gegen Meran standen die Brixner bereits mit dem Rücken zur Wand. Mit einem 28:23-Erfolg zeigten sie Nervenstärke, schlugen zurück und erzwangen das entscheidende dritte Spiel, das am 23. Mai über den Ligaverbleib entschied. Das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest, da die Partie während des Drucks dieser Ausgabe ausgetragen wurde.

Höhen und Tiefen

Für Bruno Brzić war die Saison der Brixner Handballer „ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen und starken Emotionen.“ Dabei hatte die Saison durchaus positiv begonnen. „Wir sind gut gestartet“, erinnert er sich. In den ersten sechs Spielen erreichte die Mannschaft drei Siege. Doch bereits im November kam es bei den Brixnern zu ersten Problemen. Mehrere Verletzungen schwächten das Team. Besonders schwer wog der Ausfall des Flügelspielers Stefano Arcieri, der fast die gesamte Saison fehlte. „Mit kompletter Mannschaft hätten wir einige dieser Spiele sicher gewonnen“, ist Brzić überzeugt. Der SSV Brixen musste sich immer wieder aufrappeln und durchlebte eine schwierige Phase. Erst gegen Ende der Meisterschaft konnte der wichtige Spieler wieder zurückkehren.

Vor allem die Monate Februar und März seien kräftezehrend gewesen, meint der Trainer. Die Brixner verloren mehrere Spiele knapp mit nur einem oder zwei Toren Unterschied. „Das hat uns etwas den Boden unter den Füßen weggerissen“, sagt Brzić offen. Trotzdem hebt der 39-Jährige den Charakter seiner Mannschaft hervor: „Wichtig war, dass wir nie aufgegeben haben. Wir haben immer versucht, bestmöglich weiterzuarbeiten.“ Einen großen Anteil daran hätten auch die Spieler selbst gehabt. „Die Jungs haben mir immer geholfen, zugehört und das umgesetzt, was ich verlangt habe.“

Anspruchsvolle Doppelrolle

p ANPSRUCHSVOLLE SAISON: Verletzungspech und mehrere knappe Niederlagen plagten die Brixner

Für Brzić persönlich war die Saison eine besondere Herausforderung. Nach dem unvorhergesehenen Trainerwechsel übernahm er nicht nur die Rolle an der Seitenlinie, sondern blieb gleichzeitig aktiver Spieler. „Es ist meine erste Erfahrung in dieser Rolle – und nicht einmal als reiner Trainer, weil ich gleichzeitig noch Spieler bin“, erklärt er. Diese Doppelrolle war alles andere als ideal: „Ich glaube grundsätzlich daran, dass es einfacher ist, wenn man sich nur auf eine Aufgabe konzentriert.“ Trotzdem sei er dem Verein entgegengekommen, als er gefragt wurde. „Ich habe die Aufgabe mit voller Hingabe und hundertprozentiger Professionalität übernommen.“

Die Kombination aus Spieler und Trainer sei vor allem mental anspruchsvoll gewesen. „Einerseits musste ich Trainings, Spiele und den psychologischen Aspekt der Mann-

schaft vorbereiten, andererseits bin ich weiterhin Teil der Kabine“, so Brzić. Die beiden Rollen voneinander zu trennen, sei schwierig: „Das ist eine sehr schmale, fast unsichtbare Grenze, die man richtig managen muss.“ Trotzdem ist der Kroate überzeugt, die Aufgabe „so ernsthaft und professionell wie möglich“ angegangen zu sein.

Wie es für ihn und die Mannschaft in der kommenden Saison weitergeht, ist derzeit noch offen. „Nach dem Ende der Playouts werden wir uns mit dem Verein zusammensetzen und darüber sprechen“, erklärt er. Dann wolle man gemeinsam analysieren, „was gut gelaufen ist und was nicht.“

Emotionaler Erfolg

Sektionsleiter Alexander Burger blickt auf eine lehrreiche Saison zurück. Dabei zieht er eine differenzierte Bilanz zwischen der sportlichen Entwicklung und der Vereinsarbeit: „Auf der Vereinsseite haben wir gut gearbeitet und Fortschritte gemacht. Sportlich war es ein Auf und Ab.“ Besonders erfreulich ist für ihn das steigende Interesse am Handballsport in Brixen. Die Zuschauerzahlen in der Halle haben sich positiv entwickelt, und bei den letzten Spielen habe man laut dem Sektionsleiter gespürt, dass die Fans motiviert sind, die Spielerinnen und Spieler des SSV Brixen zu unterstützen. Für den Verein war das ein wichtiges Signal, dass der Handballsport „wieder im Wachsen“ und der Verein auf dem „richtigen Weg“ ist.

Zu Beginn der Saison betonte der Sektionsleiter gegenüber dem „Brixner“, dass für ihn der emotionale Erfolg über dem sportlichen stehe. Mehr Fans in der Halle würden auch die Motivation der Mannschaft steigern und damit die Grund-

p Alexander Burger, Sektionsleiter der Herrenmannschaft: „Der große Zuspruch aus der Bevölkerung war für den gesamten Verein eine Genugtuung“

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lage schaffen, sportlich für Überraschungen zu sorgen. Die entscheidende Frage am Saisonende lautet daher: Ist dieser emotionale Erfolg gelungen? Alexander Burger beantwortet sie mit einem klaren Ja: „Der große Zuspruch aus der Bevölkerung war für den gesamten Verein eine Genugtuung.“ Auch das Zusammenspiel zwischen Damenmannschaft, deren Leistung er noch einmal hervorhebt, und Jugend hat gut funktioniert.

Brixen setzte in dieser Saison auf eine junge Mannschaft mit vielen Spielern, die erstmals Erfahrungen auf diesem Niveau sammeln konnten. Vor allem in den letzten fünf bis sechs Spielen wurde deutlich, wozu das Team fähig ist, findet

„ Auf der Vereinsseite haben wir gut gearbeitet und Fortschritte gemacht; sportlich war es ein Auf und Ab“

Alexander Burger, Sektionsleiter der Herrenmannschaft

Burger: „Wenn wir die Leistungen, die wir aktuell zeigen, schon mitten in der Saison gebracht hätten, wären wir wohl schon länger aus der Playout-Zone draußen.“ Burger hebt besonders den Willen der Mannschaft hervor: „Die Männer haben Kampfgeist gezeigt.“ Entsprechend optimistisch blickt er auch auf das finale Playoutspiel.

Hinter den Kulissen wurde bereits an der Vereinsstruktur gearbeitet. Laut Burger wird es in den kommenden Wochen einige Neuigkeiten geben. „Wir arbeiten mit großem Einsatz daran, uns stärker zu positionieren und wieder zu alter Blüte zurückzukehren“, erklärt er.

So bleibt 2025/26 letztendlich eine Saison, die für die Brixner Handballer eine Achterbahnfahrt der Gefühle war –und die im Kontrast zu den Erfolgen der Frauenmannschaft steht.

Handball Damen: Eine „geile“ Saison

Die Brixner Handballerinnen erwischten einen regelrechten Traumstart in die Saison: Sieben Siege in Folge sorgten früh für Aufsehen in der Serie A. Insgesamt mussten die Schützlinge von Hubi Nössing während der gesamten

Foto: Oskar
Zingerle

Meisterschaft lediglich vier Niederlagen hinnehmen. Am Ende stand ein starker dritter Tabellenplatz hinter den favorisierten Teams aus Erice und Salerno zu Buche – eine Steigerung im Vergleich zum sechsten Platz der Vorsaison. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die Brixnerinnen Tabellenführer Erice die einzige Niederlage der gesamten Saison zufügen konnten.

Für Trainer Hubi Nössing, der nach seinem Sabbatjahr wieder an die Seitenlinie in der Brixner Handballhalle zurückkehrte, war die Meisterschaft 2025/26 „einfach eine geile Saison.“ Das Ziel war von Beginn an klar definiert: die Playoffs. In dieser Saison war der Weg dorthin etwas einfacher, da sich gleich acht Teams qualifizieren konnten. Dennoch blickt Nössing auf eine außergewöhnlich konstante Meisterschaft zurück: „Ich habe noch nie so eine ruhige Meisterschaft erlebt.“ Ein wesentlicher Grund dafür war die Mentalität seiner Mannschaft. Trotz einiger Verletzungsausfälle hätten die Sportlerinnen immer „130 Prozent Gas gegeben.“ Besonders der kämpferische Charakter und diese für ihn „typische Südtiroler Mentalität“ hätten die Arbeit mit dem Team angenehm gemacht. Am Erfolg beteiligt sei laut Nössing das gesamte Umfeld. Neben Konrad Pfitscher und Ingrid Clementi hebt er vor allem Torfrauentrainerin Monika Prünster hervor, die bei jeder Auswärtsfahrt dabei

p Hubi Nössing, Trainer der Damenmannschaft: „Ich habe noch nie so eine ruhige Meisterschaft erlebt“

„Wichtig war, dass wir nie aufgegeben haben; wir haben immer versucht, bestmöglich weiterzuarbeiten“

war. Auch Co-Trainerin Andrea Eder, Konditionstrainer Franco Cubich und Physiotherapeut Jakob Stolzer sorgten für einen wichtigen Rückhalt.

Nach dem Viertelfinalsieg in den Playoffs gegen Leno lebte in Brixen erneut die Hoffnung auf den Meistertitel auf, nachdem die Brixnerinnen bereits 2022 und 2024 unter Hubi Nössing die Meisterschaft gewonnen hatten. Schon vor den Playoffs hatte Nössing allerdings vor den favorisierten Teams gewarnt: „Salerno und Erice waren die besten Teams der heurigen Saison. Auf dem Papier haben sie die besseren Spielerinnen. Im Sport ist aber alles möglich.“

Am Ende reichte es jedoch knapp nicht für den Finaleinzug. Die Frauen mussten sich nach einer Niederlage im ersten Spiel und trotz Remis im zweiten Playoff-Halbfinalspiel dem Tabellenzweiten geschlagen geben, können aber dennoch auf eine starke und vor allem konstante Saison zurückblicken.

Organisatorische Hürden

Ganz ohne kleine Herausforderungen verlief die Saison allerdings nicht. Zu Beginn musste organisatorisch einiges koordiniert werden. So entschied sich Brixen dafür, mit einer ausländischen Spielerin in die Meisterschaft zu gehen. Dabei handelt es sich um die Slowenin Nika Matavš, die für frischen Wind in der Brixner Mannschaft sorgte und maßgeblich am Erfolg beteiligt war. Gleichzeitig sollte verstärkt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt werden. „Diese

p Bruno Brzić, Trainer der Herrenmannschaft: „Ich habe die Aufgabe mit voller Hingabe und hundertprozentiger Professionalität übernommen“

Spielerinnen sind 16 bis 17 Jahre alt und haben großes Potenzial. Es war nicht immer einfach zu organisieren, weil sie parallel in der A2 oder in der U18 gespielt haben. Teilweise haben sie Spielminuten bei uns bekommen und auch mit uns trainiert“, erklärt Nössing.

Trotz der erfolgreichen Saison sieht der Kulttrainer auch abseits des Spielfelds noch Entwicklungsmöglichkeiten. Vor allem im Bereich Marketing gebe es noch Potenzial. „Wir sind zwar in den Medien präsent, aber es gibt noch Luft nach oben.“ Es fehlt weiterhin an klaren Zuständigkeiten, Professionalität und einer besseren organisatorischen Aufteilung im Verein. Nössing ist sich aber dessen bewusst, wie schwierig diese Themen im Ehrenamt umzusetzen sind. Der sportliche Erfolg ist für den Trainer nach seiner Auszeit zugleich eine persönliche Bestätigung. Die Pause habe ihm gutgetan und geholfen, den Blick auch auf das Leben abseits des Sports zu richten, so Nössing. „Ich bin zurückgekommen, obwohl ich genau wusste, warum ich damals gegangen bin. Es gibt viel Stress und Druck, und man muss sehr vieles selbst organisieren – von Auswärtsfahrten bis hin zu anderen organisatorischen Aufgaben.” Zehn bis 20 Prozent seiner Forderungen wurden vor der Saison auf Vereinsebene umgesetzt.

Ausblick

Auch die Planung der kommenden Saison läuft bereits. Laut Nössing wurden mit rund 95 Prozent der Spielerinnen bereits Gespräche geführt. Ein bis zwei weitere Spielerinnen könnten zum Team dazustoßen. Ob die ausländische Spielerin weiterhin in Brixen bleibt, sei derzeit noch eine finanzielle Frage. Klar formuliert der Erfolgstrainer seine Erwartungen an die Zukunft: „Ich fordere, dass gewisse Abläufe und Zuständigkeiten künftig besser aufgeteilt und professioneller organisiert werden. Denn wenn sich daran nichts ändert, lastet die Verantwortung weiterhin auf wenigen Personen, was auf Dauer eine Belastung wird.“ Wird die Brixner Ikone nach dieser Erfolgssaison auch 2026/27 an der Seitenlinie der Handballerinnen stehen? „Falls die Mannschaft ungefähr in dieser Form bestehen bleibt, habe ich mich bereit erklärt, in der nächsten Saison wieder als Trainer zu fungieren“, meint er.

Zwischen dem großen Jubel bei den Frauen und dem großen Zittern bei den Männern erlebte der SSV Brixen also eine Saison, die den Verein sportlich wie emotional prägte und zugleich besonders forderte.

„Eishockey ist ein teurer Sport“

INTERVIEW: Die Falcons haben ihre erste Mannschaft überraschend aufgelöst.

Vizepräsident OLIVER SCHENK spricht mit dem „Brixner“ über die Gründe und erklärt, warum der Eishockeysport in Brixen dennoch nicht aussterben wird.

Oliver Schenk, Vizepräsident der Falcons: „Es bringt nichts, noch einmal eine Mannschaft zu stellen, die im Verhältnis hohe Kosten verursacht und derzeit wenigen jungen Brixner Spielern zugutekommt“

Herr Schenk, in der nächsten Saison werden die Falcons keine erste Mannschaft mehr stellen. Diese Meldung kam für viele überraschend.

OLIVER SCHENK: Als wir 2013 den Hockeyverein ins Leben gerufen haben, wollten wir alles Schritt

wir darüber entscheiden mussten, keine erste Mannschaft mehr zu stellen – und das nach zehn Jahren. Das ist nach so viel Herzblut emotional. Aber gleichzeitig erleben wir gerade etwas unglaublich Positives: Unsere Jugend wächst stärker denn je. Wir haben insge-

ehrenamtlichen Helfer großartige Arbeit. Es war uns immer wichtig, jungen Spielern den Freiraum zu geben, Erfahrungen bei anderen Mannschaften zu sammeln und sich nach ihrem Talent weiterzuentwickeln. In unserer Generation war es schwierig, die Mannschaft zu wechseln – ein Verein musste einen damals praktisch freikaufen. Wir hingegen wollten und werden den Kindern keine Steine in den Weg legen. Wir investieren bewusst in die Entwicklung der Jugend statt in kurzfristige sportliche Resultate.

Worin liegt der Grund für die Auflösung?

Das hat mit verschiedenen Entwicklungen im Verein zu tun. Als wir 2015 die erste Mannschaft gründeten, gab es im Verein lediglich eine U8- und eine U10-Kategorie. Alle damaligen Spieler haben in den letzten Jahren altersbedingt aufgehört, und ausreichend junge Athleten im entsprechenden Alter fehlen deshalb noch. So waren wir letzthin gezwungen, Spieler aus dem Umkreis zu gewinnen,

„ Es war uns immer wichtig, jungen Spielern den Freiraum zu geben, Erfahrungen bei anderen Mannschaften zu sammeln und sich nach ihrem Talent weiterzuentwickeln“

Oliver Schenk, Vizepräsident

für Schritt aufbauen und 2025 eine erste Mannschaft aufstellen. Es war somit nicht geplant, das bereits 2015 zu tun. Heute stehen wir an dem Punkt, an dem

samt über 50 Kinder allein in der Kategorie der unter Achtjährigen auf dem Eis. Hockey hat in den letzten Jahren einen Aufwind erlebt, und der Verein leistet dank der

etwa aus Gröden, dem Bozner Raum oder dem Pustertal. Gleichzeitig hatten einige unserer guten Spieler die Möglichkeit, woanders hinzugehen. Die beiden Nitz-Brü-

der wechseln jetzt nach Finnland, einige zu anderen italienischen Mannschaften. Sie schlagen einen verdienten Weg ein. Die fehlenden Positionen mussten wir mit externen Spielern ergänzen – und das bedeutete höhere Kosten. Dazu kamen weitere Ausgaben, die stark gestiegen sind. Teilweise erhöhten sich die Kosten allein in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent. Andere Vereine in dieser Meisterschaft verfügen über Budgets von rund 250.000 Euro; wir agieren mit ungefähr der Hälfte. Eishockey ist ein teurer Sport.

Inwiefern?

Mit dem, was uns allein die Jugend kostet, organisieren Vereine anderer Sportarten die Jugend- und Seniorenmannschaften zusammen. Das mag überraschen, aber Material, Infrastruktur und einen Spielbetrieb mit nationalen Meisterschaften ab der U12 zu stellen bringt einen erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand mit sich. Zudem findet man qualifizierte Trainer, die täglich auf dem Eis stehen können, in der notwendigen Anzahl nicht hier vor Ort. Die Möglichkeiten, sowohl finanziell als auch personell, haben es uns nicht einfach gemacht. Wenn man spürt, dass wir der Jugend mehr Qualität bieten könnten, es aber nicht schaffen, dann muss man einen Schritt zurückgehen und sich fragen: Für wen und wofür machen wir das?

Es ist also eine bewusste Entscheidung, um die Jugendspieler zu schützen und aufzubauen?

Auf jeden Fall. Wobei es weniger um Schutz, sondern vielmehr um die Förderung geht. Wir hätten weiterhin Geld in den Seniorbereich investieren können. Aber wir haben uns bewusst dazu entschieden, lieber in Trainer, Zeit

auf dem Eis und Entwicklungsmöglichkeiten unserer Kinder und Jugendlichen zu investieren. Es bringt nichts, noch einmal eine Mannschaft zu stellen, die im Verhältnis hohe Kosten verursacht und derzeit wenigen jungen Brixner Spielern zugutekommt. Stattdessen wollen wir unsere Energie und Ressourcen in unsere Jugend investieren. Das ist der Hauptgrund und ein bewusster Schritt nach vorn. Um unsere Seniorspieler werden wir uns bemühen und sie dabei unterstützen, passende Mannschaften zu finden.

Von einigen Seiten hat man auch gehört, dass es schwierig war, genügend freiwillige Helfer für die Vereinsarbeit zu finden …

Alle Vereine, so auch unserer, leben vom Einsatz der Menschen im Hintergrund. Es steckt viel Arbeit dahinter. In der Seniormannschaft trainiert man fünfmal pro Woche, hinzu kommen ein bis zwei Spiele. Man benötigt Betreuer, die vor Ort sind und Schlittschuhe schleifen, Trikots waschen, die Mannschaft begleiten, die Kleinbusse fahren, das gesamte Material einkaufen, verwalten und pflegen. Bei knapp 40 Spielen ist man ständig unterwegs, auch unter der Woche. Es finden sich nicht viele, die diese Zeit aufbringen können. Außerdem braucht es einen sportlichen Leiter, der die Mannschaft organisiert, Verträge abschließt, das Budget verantwortet und ständig mit den Spielern in Kontakt steht. Es ist nicht einfach, Ehrenamtliche zu finden, die das mit Leidenschaft in dieser Dimension tun. Natürlich könnte man vieles mit Geld lösen, aber es beginnt immer mit Menschen, die bereit sind, im Hintergrund operative Arbeit zu leisten – Sponsoren suchen und betreuen, Veranstaltungen organisieren und den Spielbetrieb sichern. Genau deshalb freuen wir uns über jeden, der Lust hat, Teil dieses Weges zu sein – als Helfer, Unterstützer oder Partner.

Sind derzeit nicht genügend Freiwillige vorhanden?

Wenn wir heute sehen, was in den letzten Jahren entstanden ist, können wir als Verein voller Stolz auf unsere Entwicklung blicken, die nur dank vieler engagierter Menschen möglich wurde. Ressourcen sind allerdings endlich. Der gesamte operative Aufwand

im Hintergrund wird von wenigen, aber sehr fleißigen und leidenschaftlichen Schultern getragen. Wir als Vorstand sind uns sicher, dass unsere Partner und Unterstützer weiterhin an Bord bleiben, wir den Jugendsektor aufwerten und zusätzliche Menschen motivieren können, uns im Verein zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um das Mithelfen im sportlichen Alltag – was reichlich vorhanden ist –, sondern um die operative Arbeit im Hintergrund. Nur mit Geld allein geht es eben auch nicht. Wir haben eine großartige Struktur und möchten die Möglichkeiten nutzen, um den Kindern noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Um unsere Ziele zu erreichen, braucht es allerdings genügend Menschen, die mit anpacken.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Als Vorstand wünschen wir uns, dass sich Unternehmen und Personen finden, denen Eishockey in Brixen am Herzen liegt und die Lust haben, das mitzugestalten. Hier kann man Teil von etwas Sinnvollem werden. Wir stehen für die Förderung des Jugendsports. Je mehr mithelfen, desto angenehmer wird es für alle. Wer uns unterstützt, unterstützt nicht einfach den Eishockeysport, sondern Kinder und eine Gemeinschaft, die mit Freude und Leidenschaft den schnellsten Mannschaftssport der Welt erleben darf. Jedes Kind,

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das begeistert aufs Eis geht, und davon haben wir viele, ist auch ein Ergebnis jener Menschen und Unternehmen, die diesen Weg mittragen. Persönlich wünsche ich mir, dass der Sport in Brixen wieder einen zentralen Platz im Sozial- und Gemeinschaftsleben einnimmt. In meiner Jugendzeit waren bei U14- oder U16-Spielen oft 300 bis 400 Zuschauer in der Halle. Jung wie Alt soll wieder Lust bekommen, Sportevents und das Gemeinschaftsleben drumherum zu genießen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir in Brixen etwas sportmüde geworden sind – in sozialer Hinsicht. Sport bedeutet nämlich auch, Leute zu treffen, Freunde zu finden und Spaß zu haben. Das kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz, was ich sehr schade finde.

Was müsste passieren, damit irgendwann doch wieder eine erste Mannschaft gestellt wird?

Unser Ziel bleibt es, Kindern in Brixen Perspektiven zu geben. Wenn sich Menschen, Unternehmen und Unterstützer finden, die diese Vision mittragen, dann kann Hockey in Brixen weiterhin wachsen und vielleicht eines Tages – und womöglich früher als erwartet – auch wieder mit einer ersten Mannschaft aufhorchen lassen. samuel.fink@brixner.info

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Oliver Schenk: „Persönlich wünsche ich mir, dass der Sport in Brixen wieder einen zentralen Platz im Sozial- und Gemeinschaftsleben einnimmt“

FUSSBALL

Direkter Wiederaufstieg geschafft

Der ASV Albeins kehrt nach nur einer Saison in der 2. Amateurliga wieder in die 1. Amateurliga zurück. Mit dem Sieg am 24. Spieltag gegen Sterzing sicherte sich die Mannschaft vorzeitig den Meistertitel in der Gruppe B und damit den direkten Aufstieg. Zwei Spiele vor

TURNEN

Turnhalle wird zur Bühne

Beim traditionellen Schauturnen der Sektion Turnen des SSV Brixen am 10. Mai verwandelte sich die Turnhalle in der Sportzone Süd in eine Bühne voller Energie. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche präsentierten vor zahlreichem Publikum, was sie im Laufe der Saison erarbeitet hatten – von akrobatischen Elementen bis hin zu kreativen Gruppenvorführungen. Das Schauturnen gilt jedes Jahr als Abschlussfest und Höhepunkt der Saison und spiegelte auch diesmal die große Vielfalt innerhalb der Sektion wider: Das Angebot reicht vom Eltern-KindTurnen über Mädchen- und Freestyle-Turnen bis hin zum Kunst- und Wettkampfturnen. Insgesamt wurden im vergangenen Turnjahr mehr als 270 Turnerinnen und Turner von 26 Trainerinnen und Helfern betreut. Neben dem

Saisonende liegt Albeins zu Redaktionsschluss mit 59 Punkten uneinholbar an der Tabellenspitze – vor Sterzing mit 49 und Feldthurns mit 48 Punkten. Für den Verein hat der Erfolg besondere Bedeutung, nachdem die vergangenen Jahre von Rückschlägen geprägt waren und im Vorjahr der Abstieg aus der 1. Amateurliga hingenommen werden musste. Umso größer ist nun die Freude über die sofortige Rückkehr in die höhere Spielklasse. „Nach schwierigen Jahren voller Enttäuschungen ist dieser Erfolg die verdiente Belohnung für

sportlichen Aspekt steht beim SSV Brixen vor allem auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Der Verein will ein Ort sein, wo gute und innige Freundschaften entstehen. Herausforderungen gibt es dennoch: Laufende Kosten für Energie, Instandhaltung und neue Geräte belasten den Verein zunehmend. In den kommenden Monaten soll außerdem die Beleuchtung der Geräteturnhalle erneuert werden, da derzeit nur mehr etwa die Hälfte der Lampen funktioniert. „Möglich ist der Betrieb in dieser Form nur dank der Unterstützung von Sponsoren“, betont die Sektionsleiterin Gabi Mellauner. lv

Italiens Handballer, zu deren Kader auch der Brixner Mikael Helmersson gehört, haben die WM-Qualifikation geschafft. Im Play-off-Rückspiel bezwangen die Azzurri die Schweiz in Faenza mit 38:31. Die WM findet im Jänner in Deutschland statt.

all die Herausforderungen, die wir gemeinsam durchgestanden haben“, heißt es seitens des Vereins. Entscheidend für den Erfolg seien vor allem der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und die Unterstützung des Umfelds gewesen. Mit 54 erzielten Toren und nur 22 Gegentoren stellte Albeins zudem eine der stärksten Mannschaften der Liga. Einen wesentlichen Anteil daran hat auch Aleksandar Stoimilovski, der nach dem 23. Spieltag die Torschützenliste der 2. Amateurliga Kreis B mit 19 Toren anführt. lv

Die erste Mannschaft des SSV Brixen Volleyball hat den Aufstieg in die Serie C geschafft. Sie bezwang ATA Trient in drei Sätzen und sicherte sich damit die Rückkehr in die höchste Regionalliga. Die Mannschaft spielte die vergangenen beiden Saisonen in der Serie D.

Beim interregionalen Taekwondo-Turnier in Riccione gewann der ASV Taekwondo Brixen kürzlich acht Medaillen. Die Brixner holten zwei Goldmedaillen, vier Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen. 1.241 Athleten gingen insgesamt an den Start.

„Zu viele Punkte verschenkt“

FLORIAN PICHLER, Sektionsleiter der Sektion Fußball beim SSV Brixen, über den erneuten Abstieg aus der Oberliga, die Gründe für die schwierige Saison und warum der Verein trotz allem optimistisch in die Zukunft blickt.

Der SSV Brixen steigt heuer wieder von der Oberliga in die Landesliga ab. Wie schwer wiegt dieser neue Abstieg?

Natürlich schmerzt ein Abstieg immer. Wir haben heuer einen großen Umbruch in der Mannschaft erlebt und es nicht geschafft, aus guten Einzelspielern eine funktionierende Mannschaft zu formen. Man hat gesehen, wie wichtig Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft für den Erfolg sind. Auch der Trainerwechsel zu Beginn des Jahres hat leider nicht den erhofften Effekt gehabt.

Die Bilanz zeigt nur vier Siege und zehn Unentschieden bei 16

Niederlagen. Woran hat es gefehlt?

Wir haben sicher zu viele Punkte liegen gelassen, vor allem in Heimspielen, in denen wir Führungen noch aus der Hand gegeben haben. Das hat uns auch Selbstvertrauen gekostet. Die Oberliga ist eine anspruchsvolle Meisterschaft, in der Fehler sofort bestraft werden. Zudem hatten wir große Probleme im Angriff. Positiv stimmt mich jedoch, dass wir vielen jungen Spielern Einsatzzeit geben konnten. In unserer Jugend steckt viel Potenzial.

Wie soll der Neustart in der Landesliga aussehen?

Mit Alex Schraffl konnten wir einen erfahrenen Fußballfachmann

für den Neustart gewinnen, der den Verein und das Umfeld bestens kennt. Unser Ziel ist es, routinierte Spieler zu halten, Brixner Spieler zurückzuholen und gleichzeitig verstärkt auf die eigene Jugend zu setzen. Wir wollen eine Mannschaft aufbauen, die in Zukunft um den Aufstieg mitspielen kann. Dass wir zuletzt mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahren aufgelaufen sind und die jungen Spieler gute Leistungen gezeigt haben, macht uns optimistisch. Fast alles für eine erfolgreiche Zukunft ist vorhanden – ein treffsicherer Stürmer wäre allerdings Gold wert. lia.vontavon@brixner.info

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Der Weg des Mülls

SERIE – WO LANDET UNSER MÜLL? Man will ihn einfach nur loswerden, aber das überbordende Konsumverhalten der Gesellschaft zwingt dazu, genau hinzuschauen, was mit ihm passiert, was man wiederverwenden kann und was nur mehr zur Verbrennung taugt. Der „Brixner“ folgt dem Müll von der Entstehung über Sammlung und Transport bis zur Verarbeitung. Teil eins der Serie befasst sich mit den Wertstoffen Papier und Karton.

t KNOTENPUNKT

FÜR DAS EISACKUND WIPPTAL: Der Müll wird ins Abfallwirtschaftszentrum Schabs gebracht und zwischengelagert

Papier und Karton mögen auf den ersten Blick wie dasselbe Material wirken – im Recycling aber sind sie strikt getrennt, und das hat seinen guten Grund. „Karton ist in erster Linie ein Verpackungsmaterial“, erklärt Michele Bellucco, der bei den Stadtwerken Brixen für die Abfallwirtschaft zuständig ist. „Zusätzlich gibt es die Papiersammlung, in der neben Papier auch bestimmte alltägliche Verpackungen auf Zellulosebasis miterfasst werden, etwa Schachteln von Lebensmitteln oder Milchpackungen.“ Karton – vor allem die braune Wellpappe – enthält besonders hochwertige, lange Zellulosefasern. Aus ihr lässt sich wieder hochwertiger Karton herstellen. Papier hingegen hat bereits eine etwas kürzere Faser; es verträgt aber dennoch kleine Kartonanteile, die ihm nach dem Recycling die nötige Festigkeit verleihen. „Daher sind kleine Kartonverpackungen im Papier durchaus unproblematisch“, sagt Ronald Amort, der bei der Bezirksgemeinschaft Eisacktal für den Bereich Abfallwirtschaft zuständig ist: „Die Teebeutel-Schachtel, die Nudelverpackung, die Pralinenschachtel – das ist alles kein Problem.“

Wie läuft die Sammlung ab?

Das Sammelsystem in Brixen ist engmaschig organisiert. Allein im Stadtgebiet stehen 90 Papiercontainer, das entspricht ungefähr einer Glocke pro 280 Einwohnerinnen und Einwohner. Die meisten werden wöchentlich entleert, manche sogar zweimal pro Woche. Karton hingegen wird über die Recyclinghöfe, über Mini-Recyclinghöfe und über eine eigene Sammlung bei gewerblichen Nutzern erfasst.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, welche Dimensionen das System hat: Im Jahr 2025 wurden in Brixen insgesamt 1.354 Tonnen Karton gesammelt – 1.082 Tonnen im Gemeindegebiet, weitere 272 Tonnen bei den beiden Recyclinghöfen. Mehr als 80 Prozent davon stammen aus Betrieben, Geschäften und Gewerbebetrieben. Beim Papier lagen die Mengen im Jahr 2025 bei insgesamt 946 Tonnen, rund 70 Prozent davon aus den Papierglocken an den Wertstoffinseln. Die Kartonsammlung wächst seit Jahren konstant; auch beim Papier zeigt sich langfristig eine steigende Tendenz.

Etwas verändert hat sich in den letzten Jahren allerdings die Form der Papierglocken: Die Einwurfschlitze mussten verkleinert werden. Der Grund sind Fehlwürfe und missbräuchliche Ablagerungen, die die Qualität des

Sammelmaterials immer wieder beeinträchtigten. „Bei der Kartonsammlung aus Betrieben lässt sich die korrekte Trennung direkt an der Quelle noch vergleichsweise gut kontrollieren“, so Bellucco. „Bei den öffentlichen Glocken ist das schwieriger.“ Die kleineren Schlitze sollen zumindest gröbere Fehlwürfe verhindern.

In den nicht von den Stadtwerken versorgten Gemeinden ist die Sammlung zum Teil etwas anders organisiert: In Mühlbach beispielsweise gibt es für jede der vier Fraktionen einen eigenen Recyclinghof, der ein- bis zweimal pro Woche geöffnet ist. Papier und Karton können ausschließlich dort

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Fotos: Oskar

p Michele Bellucco, Stadtwerke Brixen:

„Karton ist in erster Linie ein Verpackungsmaterial“

Sobald eine LKW-Ladung zusammengekommen ist, wird das zuständige nationale Konsortium für ZelluloseWertstoffe COMIECO verständigt, das den Abtransport organisiert. Alle drei Monate schreibt das Konsortium die Abnahme der Zellulose-Wertstoffe aus. Papierfabriken können an der Ausschreibung teilnehmen. Die Wahl des Abnehmers liegt also nicht bei der Bezirksgemeinschaft, sondern wird zentral gesteuert. Aktueller Abnehmer des Eisacktaler Materials ist die Cartiere Villa Lagarina bei Rovereto, ein Betrieb der Pro-Gest-Gruppe. Der Abnehmer kann sich aber aufgrund der erwähnten wiederholten Ausschreibungen relativ oft ändern.

In der Papierfabrik: zurück zum Rohstoff

„ Alles, was nicht dem Wertstoff entspricht, ist ein Störstoff“

entsorgt werden. Ähnlich ist es beispielsweise in Feldthurns, wo der Recyclinghof die zentrale Entsorgungsstelle ist. Allerdings gibt es dort zusätzlich drei Minirecyclinghöfe in Garn, Schrambach und Schnauders. Sie sind jeweils einmal in der Woche für eine halbe Stunde geöffnet.

Der Weg nach Schabs – und was dort passiert

Was in den Containern der Eisacktaler Gemeinden gesammelt wird, landet im Abfallwirtschaftszentrum der Bezirksgemeinschaft Eisacktal in Schabs – jenem Knotenpunkt, der alle 19 Gemeinden des Eisack- und Wipptals bedient. Dort werden die Materialien aus den verschiedenen Einzugsgebieten gepresst, separat gekennzeichnet und für den Weitertransport zwischengelagert.

p Ronald Amort, Bezirksgemeinschaft Eisacktal: „Es sind schon einmal zwei Kilogramm vergammeltes Fleisch im Papier entdeckt worden“

Was in der Papierfabrik passiert, klingt fast alchemistisch: Das gepresste Material landet in einem großen Mischbottich, wird mit Wasser vermengt, und Leim, Farbstoffe und sonstige Stoffe werden chemisch herausgelöst. Aus der entstehenden Masse – der sogenannten Maische – wird schließlich wieder Papier hergestellt. In Villa Lagarina entstehen daraus unter anderem Toilettenpapier, Küchenpapier, Servietten und Wellkarton.

Insgesamt liefert das Abfallwirtschaftszentrum Schabs rund 3.000 Tonnen Papier und Karton pro Jahr an die Papierfabriken. Papier kann dabei bis zu siebenmal recycelt werden – doch mit jedem Durchgang werden die Zellulosefasern kürzer und damit schwächer. Irgendwann bricht das Papier schlicht. Um die Qualität zu erhalten, müssen daher im Recyclingprozess stets frische, lange Fasern beigemischt werden. Zwar ist Holz als Ausgangsstoff ein nachwachsender Rohstoff, doch die Primärproduktion erfordert erhebliche Mengen chemischer Stoffe. Das Recycling ist also ökologisch sinnvoll – auch wenn die chemischen Mittel, die bei der Aufbereitung der Maische eingesetzt werden, ihrerseits nicht ganz unproblematisch sind.

Qualität entscheidet: der Störstoff-Faktor

„Alles, was nicht dem Wertstoff entspricht, ist ein Störstoff“, bringt es Ronald Amort auf den Punkt. Und Störstoffe sind ein ernstes Problem. Der Verunreinigungsgrad des von der Bezirksgemeinschaft Eisacktal gelieferten ZelluloseMaterials liegt bei unter 1,5 Prozent, was im Vergleich als relativ gering gilt. Dennoch: Auch bei dieser Quote rutschen Fremdmaterialien durch die Kontrolle, landen in den Verarbeitungsmaschinen und verursachen dort Probleme. Die Metallklammer in der Zeitung ist kein Problem und muss vor dem Entsorgen nicht entfernt werden. Anders sieht es mit Nylonverpackungen aus, in denen manche Zeitschriften eingeschweißt sind. Sie haben im Papiercontainer schlicht nichts verloren. Klebestreifen auf Kartons werden bei der Annahme im Recyclinghof toleriert –besser wäre es aber, sie zu entfernen. Und dann gibt es die Extremfälle: „Es sind schon einmal zwei Kilogramm vergammeltes Fleisch im Papier entdeckt worden, oder ein mit Müll vollgestopfter Milchkarton“, erzählt Amort. Dass es solche Menschen gibt, die sich offenbar keine Gedanken machen, was hinter dem Recyclingvorgang steckt, ärgert ihn sichtlich.

Prinzipiell verursacht die unbewachte Containersammlung mehr Verunreinigungen als die Abgabe in Recyclinghöfen, wo zumindest eine gewisse Kontrolle möglich ist. Und für den Traum von der Maschine, die alles automatisch sortiert, hat Amort eine ernüchternde Antwort: „Auf Messen werden solche Maschinen durchaus vorgestellt. Wenn man aber genauer hinschaut, ist der Müll, mit dem sie ‚gefüttert‘ werden, bereits sauber aufbereitet – was in

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der Realität natürlich nicht der Fall ist.“ Wo nötig, wird daher weiterhin per Hand aussortiert. Kein reizvoller Job –aber umso notwendiger, solange nicht alle ihren Müll sauber trennen.

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Der Recyclingkreislauf beginnt zu Hause, im Büro, im Geschäft. Wer Papier und Karton richtig trennt und auf Störstoffe achtet, trägt dazu bei, dass aus dem Abfall wieder Rohstoff werden kann. Ein paar einfache Faustregeln helfen dabei: Kartons vor der Entsorgung möglichst flach machen, Papier und Karton trocken und sauber sammeln, stark verschmutzte Materialien nicht in die Papiersammlung geben, Nylonverpackungen von Zeitschriften entfernen, Klebestreifen auf Kartons wenn möglich ablösen, Verpackungen wenn möglich mehrfach nutzen.

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Das gesamte Thema Müllmanagement inklusive der Straßenreinigung wird in absehbarer Zeit eine tiefgreifende Veränderung – um nicht zu sagen, eine institutionelle Revolution – erfahren. Hintergrund sind die europäischen und in der Folge staatlichen Vorgaben nach Kostenwahrheit und transparenten Kostenstellen, nach einheitlichen Einzugsgebieten und Nachvollziehbarkeit der Daten zur Abfallbewirtschaftung. Man wolle die bisher bürgernah organisierten Dienste im Sinne der Subsidiarität möglichst erhalten, schreibt das Land schon 2023, aber an der Einsetzung der sogenannten EGATO (Ente di gestione dell’ambito territoriale ottimale – zu Deutsch so viel wie Führungsbehörde der optimalen Einzugsgebiete) wird wohl nichts vorbeiführen. Das wiederum bedeutet in weiterer Folge, dass die Dienste künftig nicht mehr von den Gemeinden und der Bezirksgemeinschaft geführt werden, sondern dass sie vergeben werden müssen: über öffentliche Ausschreibungen, Inhouse-Gesellschaften oder Sonderbetriebe. Da man mit der Vergabe solcher Dienste über öffentliche Ausschreibungen nicht die besten Erfahrungen gemacht hat, spricht vieles für eine Lösung über Sonderbetriebe oder InhouseGesellschaften – und hier könnten die Stadtwerke Brixen künftig für das gesamte Eisacktal noch eine wichtige Rolle spielen, aber derzeit weiß noch niemand so genau, wohin die Reise gehen wird.

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Brixen will mehr Grün

UMWELT: Im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms Raum und Landschaft hat die Gemeinde Brixen auch ein umfassendes Landschaftsentwicklungsprogramm erarbeitet, das der „Brixner“ im letzten Teil der Serie zum GEP unter die Lupe nimmt. Es analysiert den Zustand des Gemeindegebiets, benennt die größten Herausforderungen – und legt fest, wie Brixen bis 2040 vernetzter, grüner und widerstandsfähiger werden soll.

Wer Brixen kennt, weiß: Die Stadt liegt in einer Traumlage. Das breite Tal, die bewaldeten Hänge zu beiden Seiten, das Rauschen des Eisacks und der Rienz, die Almen und Wälder auf beiden Talseiten – all das gehört zum Landschaftsbild, das die älteste Stadt Tirols prägt und von dem sie lebt. Doch dieser Reichtum muss erhalten bleiben: Versiegelung, Klimaerwärmung und das Rückdrängen von Natur zugunsten von Siedlung und Infrastruktur haben Spuren hinterlassen. Das Landschaftsentwicklungs-

versiegelt – das entspricht 6,91 Prozent des gesamten Gemeindegebiets. Bis 2040 soll dieser Anteil durch neue Wohn- und Gewerbeflächen auf 597,96 Hektar beziehungsweise 7,06 Prozent ansteigen. Dem gegenüber steht ein Entsiegelungsprogramm: 7,5 Hektar bereits versiegelter Flächen sollen bis 2040 wieder durchlässig gemacht werden. Neben den Kasernenarealen Reatto und Schenoni, die als Transformationsflächen mit hohem Entsiegelungspotenzial eingestuft wurden, gehören dazu auch 32 identifizierte Parkplätze,

läufigen Wälder und Naturräume des Gemeindegebiets sind dabei aber natürlich nicht mitgezählt; es geht um Parks, Grünanlagen und begrünte Plätze, die für die Bevölkerung im Alltag zu Fuß erreichbar sind. Mit dem neuen Programm soll dieser Wert auf 16 Quadratmeter pro Person steigen.

+2,5 Grad: Die Klimakrise als Planungsgrundlage

Ein einzelner Wert aus dem Landschaftsentwicklungsprogramm sticht besonders hervor: +2,5 Grad

„ Brixen 2040 – hin zu einem vernetzten, biodiversen und klimaresilienten Gebiet, in dem Kultur- und Naturlandschaft als Besonderheit des Ortes und Ressource für eine nachhaltige Zukunft verschmelzen“

Erklärte Vision des Landschaftsentwicklungsprogramms

programm, das als Teil des Gemeindeentwicklungsprogramms (GEP) vom Brixner Gemeinderat beschlossen wurde, ist die Antwort der Gemeindeverwaltung auf diese Herausforderungen. Erarbeitet vom Mailänder Büro „LAND Italia srl“ in enger Zusammenarbeit mit Bevölkerung und Fachleuten ist es ein strategischer Fahrplan, der mit konkreten Zahlen und Orten arbeitet.

Brixen in Zahlen: Was die Analyse zeigt

Die Gemeinde Brixen umfasst 8.467 Hektar Gemeindefläche. Davon sind derzeit 584,78 Hektar

die zu bepflanzten wasserdurchlässigen Flächen umgestaltet werden sollen.

Die Einwohnerzahl der Gemeinde betrug im Jahr 2023 23.107 Personen; bis 2040 wird ein Zuwachs auf rund 25.229 Einwohner erwartet. Zusätzlich fließen jährlich etwa 840.000 Touristenübernachtungen (Stand: 2023) in die Berechnung ein – sie alle beanspruchen öffentliche Grünflächen mit. Und genau hier liegt das erste große Problem: Der aktuelle Wert an öffentlichen Grünflächen in den Siedlungsgebieten beträgt 7,6 Quadratmeter pro Person – deutlich unter dem Mindeststandard von 11,5 Quadratmetern. Die weit-

Celsius. Um so viel ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in Brixen im Jahr 2024 gegenüber dem langjährigen Mittel gestiegen. Die sogenannten „Warming Stripes“, eine Visualisierung der Temperaturentwicklung von 1979 bis 2024, zeigen den Wandel eindrücklich: von überwiegend blauen Balken in den 1980er-Jahren zu einem tiefen dunklen Rot in den Jahren 2022, 2023 und 2024. Diese Zahlen sind kein abstraktes Alarmsignal; sie haben direkte Auswirkungen auf die Stadtplanung: Häufigere Hitzewellen, Trockenperioden, Überschwemmungen durch Starkregen, das Absterben von Baumarten, die

kühlere Temperaturen brauchen –all das muss in der Freiraumplanung der nächsten 15 Jahre berücksichtigt werden.

Das Programm begegnet dem Klimawandel auf mehreren Ebenen. Es fördert kühlendes Stadtgrün als natürliche Klimaanlage: schattige Baumreihen, Parks am Fluss, entsiegelte Flächen, die Regenwasser aufnehmen. Es identifiziert und sichert Frischluftkorridore, durch die kühle Luft von den Berghängen in die bebauten Talsohlen strömen kann. Und es legt fest, wo neue ökologische Verbindungen entstehen müssen, damit Tier- und Pflanzenarten in einem sich verändernden Klima wandern und ausweichen können.

Ein Programm in acht Kapiteln

Das Landschaftsentwicklungsprogramm ist in acht thematische Bereiche gegliedert, die sich von der kleinteiligen Stadtgestaltung bis zur großflächigen Ökologie erstrecken. Das Fundament bilden die öffentlichen Grünflächen (A): 83 bestehende Bereiche sollen erhalten, 13 aufgewertet und 27 neue Grünflächen angelegt werden, die

Stadtrat Peter Natter: „Dieser Plan beinhaltet gute Antworten für die nächsten 15 Jahre“
Foto: Oskar
Zingerle

Der Landschaftsentwicklungsplan im Stadtbereich: Besonders auffallend sind die vielen geplanten Neupflanzungen von Bäumen (orange Kügelchen) und neue öffentliche Grünflächen („N“); die hellgrünen Trassen sind ökologische Korridore, über die Tiere wandern und Pflanzen sich ausbreiten können

an künftige Siedlungsentwicklungen geknüpft sind. Hinzu kommen 16 neue freistehende Grünflächen. Das Herzstück ist dabei eine südliche Weiterführung der im Rahmen von „Stadt-Land-Fluss“ an der nördlichen Gemeindegrenze bereits angelegten Naherholungszone entlang des Eisacks, die sich als grünes Band durch den Siedlungskern ziehen soll. Der zweite Bereich (B) widmet sich dem Baumbestand innerhalb der Siedlungsgebiete: Der bereits vor vielen Jahren eingeführte Baumkataster wird vervollständigt, bestehende Baumreihen und Einzelbäume werden unter Schutz gestellt, und 17 Kilometer (!) neue Baumachsen werden in Brixen und den Fraktionen gepflanzt. Zu diesem Thema erntet die Gemeindeverwaltung nicht selten Kritik – jedes Mal, wenn ein Baum entfernt wird. „Die Kritik ist nicht gerechtfertigt“, sagt dazu der zuständige Stadtrat Peter Natter, „denn wir entfernen grundsätzlich nur Bäume, die aufgrund ihres Alters oder Zustands eine Gefahr darstellen und ersetzt werden müssen. Erst letzthin wurden wieder Bäume entfernt, weil es nicht anders ging. Wir sind immer sehr

vorsichtig bei solchen Entscheidungen – der Baumbestand wird nicht reduziert, sondern ständig aufgestockt.“

Der dritte Bereich (C) befasst sich mit den öffentlichen Freiflächen: Bereits bestehende Plätze wie jener in St. Andrä, der Millander Dorfplatz, der Domplatz und der Margarethenplatz in Albeins werden klimaresilient umgestaltet.

Die weiteren fünf Bereiche behandeln die traditionelle Kulturlandschaft (D) mit ihren Kastanienhainen und Almen auf der Plose, die agro-produktiven Flächen (E) mit Pufferzonen zwischen Landwirtschaft und Siedlung, das ökologische Netzwerk (F) mit seinen Korridoren und Biotopen, die Frischluftschneisen (G) sowie die Erholungsnutzung der Naturlandschaft (H) mit dem Wanderwegenetz und dem Zugang zur Bergwelt. „Bei diesen Themen braucht es eine ökologische und nachhaltige Denkweise“, sagt Natter, „aber auch einen gewissen Grad an Pragmatismus. Das gilt auch für die Landwirtschaft: Natürlich brauchen wir mehr Biodiversität, aber die Bauern müssen gut arbeiten können, damit die Landschaft

auch in Zukunft gepflegt und gehegt wird.“

Insgesamt entstehen für das Gemeindegebiet 17 sogenannte „Einstiegstore“ in die alpine und hügelige Naturlandschaft – Punkte, von denen aus die Bevölkerung bequem und sicher in die Natur gelangen kann.

Drei Leuchtturmprojekte

Innerhalb des Programms gibt es einige Projekte, die besonders konkret und sichtbar sind. Das erste und bedeutendste ist das Eisackufer, das im Norden des Gemeindegebiets bereits vor einigen Jahren zu einer attraktiven Naherholungszone umgestaltet wurde. Im Stadtgebiet hingegen ist das Ufer weitgehend unzugänglich oder unattraktiv. Das neue Programm sieht vor, den Fluss als zentrale grüne Infrastruktur zu entwickeln: mit dem bestehenden durchgehenden Rad- und Fußweg entlang des Ufers, mit geplanten Rastplätzen mit Sicht aufs Wasser, mit neuer Ufervegetation und, wo die Gewässerbreite es erlaubt, sogar mit kleinen Badeabschnitten. Als

Vorbild diente unter anderem der Flusspark Meran, der ähnliche Prinzipien umsetzt.

Als Teil dieses Konzepts entsteht im Bereich Guggenberg eine neue Grünfläche, die den Anschluss an das Wegenetz und die Kontinuität des Flussparks sicherstellen soll.

Das zweite Leuchtturmprojekt ist der Hofburggarten. Der historische Bischofsgarten hinter der Hofburg soll nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf zu einem echten Bürgergarten werden – einem zugänglichen öffentlichen Stadtgarten mit reicher Vegetation und historischen Gartenstrukturen. Auch Peter Natter ist vom Gestaltungskonzept überzeugt: „Der Hofburggarten wird das Leben in Brixen positiv verändern – als weitflächiger grüner Rückzugsort mitten in der Stadt.“

Als drittes großes Projekt ist der Stadtpark Priel vorgesehen – eine neue zusammenhängende Grünfläche nördlich der Acquarena: Der Park oberhalb der geplanten Tiefgarage soll mit ausreichend beschatteten Bereichen gestaltet werden, sodass er auch in den heißesten Jahreszeiten nutzbar bleibt.

Der Stadtpark Priel („N“) als neue öffentliche Grünzone soll im Vergleich zu früheren Aussagen der Stadtverwaltung erheblich kleinere Ausmaße haben; die Peter-Mayr-Straße soll eine Allee werden

In diesem Zusammenhang kann die Modellierung des Geländes oder die Schaffung von Erhöhungen zur Pflanzung von Bäumen in Betracht gezogen werden. Im Süden wird der Stadtpark also –immer nach Abschluss der Bauarbeiten zur geplanten Tiefgarage – an Vertikale und Musikschule angrenzen; im Norden wird ein Teil des heutigen Areals der Tennisplätze genutzt werden. Neu ist dabei, dass eine erhebliche Fläche des Areals der Tennisplätze für Wohnbau reserviert werden soll – bisher hatte es immer geheißen, dass anstelle der Tennisplätze eine möglichst große grüne und frei zugängliche Fläche entstehen wird. „Wir haben darüber diskutiert, am nördlichen Ende einen Streifen in Wohnzone umzuwandeln“, sagt Stadtrat Natter, „die Grünfläche wäre immer noch riesig, und mit der Umwidmung könnte die Gemeinde Gelder lukrieren, mit denen sie die Umgestaltung des Parks und auch einen Teil der Tiefgarage finanzieren könnte. Eine endgültige Entscheidung darüber steht aber noch aus.“

Im südlichen Stadtbereich soll das Lido aufgewertet und über eine Brücke mit dem neuen Sportpark Milland verbunden werden, der große zusätzliche entsiegelte Flächen enthalten wird.

Bäume als urbane Infrastruktur

Eines der innovativsten Elemente des Programms ist die konsequente Aufwertung des Baumbestands innerhalb der Siedlungen – nicht als ästhetisches Ornament, sondern als technische Infrastruktur für Klimaanpassung und Luftqualität. Konkret sind neue Baumreihen in der Peter-Mayr-Straße, am Großen Graben, am Universitätsplatz, am Berufsbildungszentrum Tschuggmall sowie entlang der Radfahr- und Fußwege am Eisack in der Industriezone sowie am Domplatz, dem Maria-Hueber-Platz, dem Dorfplatz Milland und am Eurospar-Parkplatz in Milland geplant. „Die Japanischen Kirschbäume am Domplatz sind erneuerungswürdig“, sagt Natter, „was eine gute Gelegenheit dafür ist, Bäume zu pflanzen, die sich im Sinne des Landschaftsentwicklungsprogramms positiv auf Schattenwurf und Biodiversität auswirken werden.“ Eingesetzt werden sollen vorzugsweise leistungsfähige Arten, die CO₂ binden, Feinstaub filtern und auch im Winter durch die Wahl immergrüner Arten Schatten und Schutz bieten. Zugleich soll durch insektenfreundliche Unterpflanzungen die Biodiversität auch im urbanen Raum gefördert werden.

Voraussetzung dafür ist ein vollständiger Baumkataster. Brixen hat damit bereits vor vielen Jahren begonnen – das Programm schreibt nun vor, es abzuschließen und regelmäßig zu aktualisieren. Auf Basis des Katasters wird der Erneuerungsplan aktualisiert, der festlegt, welche Bäume erhalten und welche wegen Alter, Krankheit oder Standortproblemen ersetzt werden müssen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der ausreichenden Wurzelraumtiefe: Ein Baum, der keinen Platz für seine Wurzeln hat, kann seine klimatischen und ökologischen Funktionen nicht erfüllen.

Kulturlandschaft und ökologisches Netz

Brixen ist aber nicht nur Stadt. Das Gemeindegebiet umfasst alpine Hochlagen, bewaldete Steilhänge, Weinberge, Obstanlagen, Trockenrasen und Feuchtgebiete. Diese Vielfalt zu erhalten ist eine zentrale Aufgabe des Landschaftsentwicklungsprogramms. „Es geht natürlich vor allem um das Stadtgebiet“, sagt Peter Natter, „denn Afers oder Pinzagen brauchen eigentlich keinen Grünplan – Handlungsbedarf besteht in den urbanen und stark bebauten Zonen.“

Und trotzdem: Auch in den Fraktionen sind Maßnahmen ge-

plant. Besondere Aufmerksamkeit gilt außerdem auch den vier offiziell ausgewiesenen Biotopen der Gemeinde – Laugen, Millander Au, Schrambacher Lacke und Egerter Moos. Das Biotop Millander Au, eine seltene Feuchtwiese im Talboden, soll nicht nur gesichert, sondern erheblich erweitert und mit dem vorhandenen Entwasserungsgraben vernetzt werden. Bekanntlich wird diese Erweiterung durch die Nutzungsänderung des Progress-Areals auf der entgegengesetzten Flussseite ermöglicht. Das ökologische Netzwerk geht aber über Biotope hinaus. Es umfasst Korridore, über die Tiere und Pflanzen sich bewegen und austauschen können – sogenannte Trittsteine und Pufferzonen. Viele dieser Verbindungen sind heute unterbrochen – durch Straßen, Gebäude und intensiv bewirtschaftete Felder. Das Programm legt fest, wo fehlende Verbindungen wiederhergestellt werden müssen, und gibt vor, wie landwirtschaftliche Flächen durch Randstreifen und extensive Bewirtschaftung zu einem funktionierenden ökologischen Netz beitragen können. Auch borkenkäfergeschädigte Waldflächen und degradierte Bereiche am Ploseberg sind im Programm aufgenommen und sollen renaturiert werden.

Was die Bürgerinnen und Bürger wollen

Das Gemeindeentwicklungsprogramm wurde nicht am Schreibtisch entworfen. Im Herbst 2024 fanden, wie bereits in den drei vorangegangenen Berichten zum GEP erwähnt, Bürgerabende in den Fraktionen Tils, St. Andrä, Elvas, Milland und in Brixen statt, an denen rund 500 Menschen teilnahmen. Weitere 100 Personen beteiligten sich an einer Online-Befragung, 40 Jugendliche zwischen 15 und 30 Jahren kamen zu einem eigenen Treffen, 150 füllten eine Jugendbefragung aus. Dazu kamen ein Mal- und Schreibwettbewerb für Schüler sowie ein Informationsabend mit dem ersten Programmvorschlag im Mai 2025. Die konkreten Wünsche aus dem Beteiligungsprozess klingen nach einem noch grüneren und noch lebenswerteren Brixen: Brixen als „grüne Stadt“, ein aktuell zu haltender Baumkataster als Schutzinstrument für bestehende Bäume, mehr Sitzgelegenheiten und Treffpunkte am Fluss, ein öffentlicher Hofburggarten, die Aufwertung der Rappanlagen –das sind die Brixner Wünsche. In den Fraktionen wollen die Menschen die Wanderwege erhalten und ausbauen, alte Militärflächen auf der Plose wiedergewinnen, vernachlässigte Almflächen besser pflegen und die bestehenden Parkplätze bepflanzen. Beide Seiten – Stadt und Fraktionen – eint der Wunsch nach mehr Natur im Alltag und nach Flächen, die allen gehören.

Brixen 2040 – das neue Gesicht einer alten Stadt

Wird sich die Stadt in den nächsten 15 Jahren ändern? „Ja, davon bin ich überzeugt“, sagt der Stadtrat und teilt bereits erste konkrete Schritte mit: „Wir haben soeben einen Klimaplan in Auftrag gegeben, der bis Ende 2026 konkrete Maßnahmen und Priorisierungen beinhalten soll. Was sich also in den nächsten Jahren ändern wird –für eine konkrete Beantwortung dieser Frage müssen wir diesen Plan abwarten, der auch Kosten und Zeitpläne beinhalten wird. Außerdem“, sagt Natter, „braucht auch die Natur ihre Zeit: Man muss den Bäumen die Zeit geben zu wachsen.“

Was passiert aber, wenn das gesamte Programm umgesetzt wird? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Für die Gemeinde Brixen entstehen 26 Hektar neue öffentliche Grünflächen, 7,5 Hektar werden entsiegelt, und 17 Kilometer neue Baumachsen werden gepflanzt. Die Versorgung mit öffentlichem Grün in den Siedlungsgebieten steigt von unterdurchschnittlichen 7,6 auf 16 Quadratmeter pro Person – mehr als das Doppelte und weit über dem normativen Mindestmaß von 11,5 Quadratmetern. Im größeren Betrachtungsraum, der auch die Nachbargemeinden Vahrn, Franzensfeste und Natz-Schabs berücksichtigt, addieren sich die Zahlen auf: 48 Hektar bestehende Grünflächen erhalten, 53 neue Grünflächen angelegt, 29 Kilometer neue Baumachsen gepflanzt, 21 resiliente Plätze gestaltet und 10 Hektar entsiegelt.

Hinter diesen Zahlen steht eine Vision, die das Programm so formuliert: „Brixen 2040 – hin zu einem vernetzten, biodiversen und klimaresilienten Gebiet, in dem Kultur- und Naturlandschaft als Besonderheit des Ortes und Ressource für eine nachhaltige Zukunft verschmelzen.“ Ob es Wirklichkeit wird, hängt von der konsequenten Umsetzung ab – und davon, dass die Bevölkerung und die Politik das Programm nicht als Pflichtübung, sondern als Chance begreifen.

„Dieser Plan beinhaltet gute Antworten für die nächsten 15 Jahre“, sagt Stadtrat Natter, „zum Thema urbaner Grünraum sind tolle und mutige Ideen entwickelt worden. Es gibt viele Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklungen.“ Aber: „Das betrifft nicht nur öffentliche Flächen, sondern natürlich auch private Grundstücke.“ Klimaschutz ist nicht ausschließlich Aufgabe der öffentlichen Verwaltungen. Natter nimmt die gesamte Bevölkerung in die Pflicht: „Der Landschaftsentwicklungsplan soll alle Brixnerinnen und Brixner zum Nachdenken bringen, wie wir alle in Zukunft mit unserem Grünraum umgehen.“

Die Zeichen stehen gut: Die Übereinstimmung zwischen den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger und den Zielen des Programms ist groß. Brixen kann grüner werden – und es will es auch.

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Der Preis der Entlastung

MOBILITÄT/UMWELT: Die geplante Südspange in Schabs soll das Dorf vermeintlich vom Durchzugsverkehr entlasten – und durchschneidet dafür mitunter Wald und eine landschaftliche Bannzone. Wie Gemeinde und Land den Eingriff begründen und warum sie der Verkehrspolitik Vorrang geben.

Die geplante Südspange soll die Gewerbezone „Förche“ mit der SS49 (am unteren Bildrand) verbinden

Der Bürgermeister von NatzSchabs, Alexander Überbacher, wirkt irritiert. Warum diese Frage überhaupt gestellt werde, fragt er zurück, und vergewissert sich, für welches Medium sie gedacht sei. Gemeint ist die scheinbar einfache Frage, ob für die geplante Südspange bei der Ladestatt der SS49 in Schabs – eine rund 900 Meter lange neue Zufahrtsstraße hinauf zur Gewerbezone „Förche“ auf Höhe der Firma Zingerle – alle Gutachten positiv ausgefallen seien. Eine technische Detailfrage, die sich direkt aus den Unterlagen ergibt, denn die Trasse stellt, so viel lässt sich dem technischen

Bericht zur Bauleitplanänderung entnehmen, einen erheblichen Eingriff dar. Die Südspange soll eine neue Verbindung Richtung Hochplateau schaffen und das verkehrsgeplagte Dorf Schabs entlasten, zerschneidet jedoch eine grüne Zunge. „Die Vorteile für das Dorf Schabs überwiegen“, sagt der Bürgermeister.

Wald und landschaftliche Bannzone versus Verkehrsberuhigung

Neue Infrastrukturprojekte schaffen unweigerlich ein Spannungsverhältnis, das weit über einzelne

Gemeinden hinausreicht: zwischen Versiegelung und Landschaftsschutz, zwischen Klimaplan und Gemeindeentwicklung, zwischen Gutachten und politischer Entscheidung. Die Bauleitplanänderung zeigt das komplexe Bild im Fall Schabs. Die geplante Trasse der Südspange verläuft nicht nur durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, sondern durchquert auch eine landschaftliche Bannzone. Betroffen sind Hecken und Baumgruppen und abgesehen von der Bannzone auch Wald – genauer gesagt Föhrenwald. Im Bauleitplan heißt es ausdrücklich, man durchquere ein Gebiet mit „besonderer

landschaftlicher Bindung“, also einen Bereich, der laut Landesgesetz grundsätzlich von Verbauung freigehalten werden soll. Auf der anderen Seite steht die Entlastung der Bevölkerung. Auf Gemeindeebene geht es im Kern um den Entwicklungsplan und langfristige Strukturentscheidungen. Im technischen Bericht zur Bauleitplanänderung wird das Projekt entsprechend begründet: Im Zuge der Riggertalschleife und des neuen Bahnhofs soll die Verkehrsführung neu organisiert werden. Ziel sei es, die Ortsteile Schabs und Raut stärker miteinander zu verbinden und insbesondere den

Schwerverkehr gezielt umzulenken. Durch die neue Südspange sollen bestehende Rampen beim Peintnerhof und Sonneck rückgebaut und der Bereich rund um Bahnhof und Mobilitätszentrum verkehrsberuhigt werden. Nicht alle in der Gemeinde teilen allerdings den Optimismus. Andreas Unterkircher von der Bürgerliste bezweifelt etwa, dass der Verzicht auf die Rampe beim Sonneck tatsächlich funktionieren wird. „Autos suchen sich bekanntlich den kürzesten Weg“, sagt er. Würden die bestehenden Rampen geschlossen, entstünden erhebliche Umwege.

SS49: bis zu 27.000 Fahrzeuge pro Tag

Die Überlegung, die bestehende Straße verlaufe ohnehin am Rand von Schabs und nicht mitten durch den Ortskern, habe im öffentlichen Diskurs kaum Gewicht entfaltet. Im Vordergrund stand das Dorf als Ganzes – mit seinen Ortsteilen und den Verkehrsachsen, die das Gemeindegebiet durchziehen, egal ob mitten hindurch oder darunter verlaufend. In den Projektunterlagen wird dabei vor allem auf die Pustertalerstraße SS49 verwiesen. An Spitzentagen, heißt es dort, stoße sie mit bis zu 27.000 Fahrzeugen pro Tag an ihre Grenzen. Ohne Gegenmaßnahmen drohe eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation – verbunden mit negativen Auswirkungen auf Umwelt, Luftqualität und Gesundheit. Ziel sei es, ergänzt der Bürgermeister, „den Verkehr durch Schabs um bis zu 50 Prozent zu reduzieren.“ Die Landesabteilung Tiefbau spricht von einer klaren Trennung der Verkehrsflüsse –

einerseits Richtung Autobahn, andererseits Richtung Hochplateau. Der Knotenpunkt bei der Ladestatt mitsamt Nord- und Südspange erscheint also als infrastrukturelle Notwendigkeit. Mehrere Trassenvarianten seien geprüft worden, erzählt Andreas Unterkircher von der Bürgerliste. Von jener direkt durch die Agrarflächen sei man schließlich abgekommen – weiter hinein in den Wald. Das habe nicht zuletzt die Verhandlungen mit den Grundeigentümern erleichtert. Diskussionen über Eigentumsfragen und Ablösen habe es durchaus gegeben. „Es konnte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden“, resümiert der Bürgermeister, „inklusive Entschädigungen.“

Neuversiegelung und möglicher Ausgleich

In Kauf nehmen Land und Gemeinde dafür die Neuversiegelung in einem Gebiet, das landschaftlich als sensibel gilt und damit in einem Spannungsverhältnis zum Klimaplan Südtirol 2040 steht. Dieser sieht vor, Bodenverbrauch zu begrenzen, ökologische Ausgleichsflächen zu schaffen und bereits versiegelte oder degradierte Flächen zurückzugewinnen. Auf mögliche Ausgleichsmaßnahmen angesprochen, verweist Florian Zerzer, Abteilungsdirektor für Natur, Raum und Landschaft, auf einen vorgesehenen „Kastanienhain“. Geht es um Details zum Projekt, beginnt allerdings das übliche Verweisen zwischen den Zuständigkeiten: Die Gemeinde verweist auf die Landesabteilung Tiefbau, die Landesabteilung wiederum auf die Gemeinde. Klar ist: Es handelt sich um ein Landes-

projekt. Das Vorhaben steht in einem größeren Zusammenhang. Der geplante Knotenpunkt bei der Ladestatt mit Südspange Richtung „Förche“ und Nordspange Richtung Aicha und Spinges ist Teil des Gesamtprojekts rund um die Erweiterung der Autobahnzufahrt A22, die Verdoppelung der Fahrspuren und den Wiederaufbau der Riggertalbrücke. Für die Nord- und Südspange selbst war allerdings die Gemeinde zuständig. „Und diese wurden, so glaube ich mich zu erinnern, im Gemeinderat sogar einstimmig beschlossen“, sagt der Bürgermeister. An politischer Rückendeckung fehlt es also nicht, und auch für die Anrainer dürfte die angepeilte Verkehrsentlastung willkommen sein.

Antwort zu Gutachten und Entscheidungsprozess

Die Aussage vom Bürgermeister, dass alle Gutachten positiv waren, hält einer genaueren Betrachtung trotzdem nicht stand, auch wenn sie nichts an der politischen Entscheidung änderte. Tatsächlich lag ein internes forstamtliches Gutachten vor, das negativ ausfiel, wie Florian Zerzer auf Nachfrage bestätigt. Woran genau sich dieses entzündete, könne er heute nicht mehr im Detail sagen. „Es ging im Großen und Ganzen um die Wälder, die durch den Bau der Südspange durchschnitten werden.“ Zerzer betont, dass die Bauleitplanänderung von der Kommission für Raum und Landschaft letztlich einstimmig beschlossen worden sei – auch deshalb, weil der Vertreter der Landesabteilung Forstwirtschaft, der Teil der Kommission ist, bei der entscheidenden Sitzung nicht anwesend war. Ausschlag-

gebend für die Kommission seien die Argumente der Gemeinde gewesen: die Entwicklung von Schabs, die Verkehrsentlastung, die Lebensqualität im Dorf. Das negative Gutachten war im weiteren Verfahren also kein Veto, sondern floss in die allgemeine Abwägung ein, die letztlich für das Projekt ausfiel.

Beschluss der Landesregierung, dann Planung

Das Projekt läuft im gewohnten Rhythmus weiter. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Landesregierung und wird in diesen Tagen erwartet – wahrscheinlich wurde sie bereits getroffen, sobald diese „Brixner“-Ausgabe erscheint. Erst nach der Eintragung in den Bauleitplan und dem Beschluss kann die konkrete Planung beginnen. Die Ausschreibung muss europaweit erfolgen, heißt es von der Landesabteilung Tiefbau. Bis Unterlagen vorliegen, könnte noch mehr als ein Jahr vergehen. Auch die derzeit kursierende Kostenschätzung von rund 22 Millionen Euro für Knotenpunkt und Spangen sei lediglich als Richtwert zu verstehen.

lisa.hintner@brixner.info

MILCHWIRTSCHAFT

Hochzeitsglocken

Als Vorspeise Buchweizentirtl mit Graukäse-Bauchspeckfüllung, Sauerrahmsud und Radieschen, als Hauptspeise rosa gebratener Lammrücken, Kräutersabaione und SpargelBao-Bun, als Abschluss Rhabarber pochiert und Sorbet mit Vanillecreme auf Hefeteig – dieses beeindruckende Menü zauberten die Schüler Raphael Klammer und Simon Raffl beim

KURZ NOTIERT

internationalen Kochwettbewerb

„Let’s cook it award“ des Berufsbildungszentrums Emma Hellenstainer, der Anfang Mai dortselbst stattfand. Insgesamt nahmen zwölf Teams aus Südtirol, Österreich, Deutschland, der Toskana und der Emilia Romagna mit zwölf verschiedenen Menüs am Wettbewerb teil, der heuer zum fünften Mal stattfand. Die Teams mussten

Hohe Zufriedenheit mit Versorgung, Service und Lebensqualität bestätigt eine Kundenumfrage den Stadtwerken Brixen. Die Gesamtzufriedenheit liegt bei 8,6 von 10 Punkten. Positiv bewertet wurden auch die Angebote der Acquarena und des Forums sowie der neue Recyclinghof Vahrn.

Bis zum Schluss war sich niemand so sicher, ob die erforderlichen Mehrheiten der Mitglieder für die Fusion stimmen würden, aber letztlich war das Ergebnis mehr als eindeutig: Über 90 Prozent der Stimmberechtigten stimmten bei den Vollversammlungen des Milchhofs Brixen am 29. April und der Mila Bergmilch Südtirol am 8. Mai für den Zusammenschluss. Brimi-Obmann Klaus Faller zeigt sich dankbar ob des überwältigenden Vertrauensvorschusses: „Wir haben die Vor- und Nachteile im Vorfeld intensiv untersucht und abgewogen, und auch wenn das Ergebnis sehr eindeutig war, ist die große Zustimmung ein gewaltiger Vertrauensbeweis, denn wir haben jetzt auch die Aufgabe, die weiteren Schritte der Fusion im Interesse der Bauern verlässlich und gut abzuwickeln.“ Künftig werden über 3.000 landwirtschaftliche Mitgliedsbetriebe ihre Milch an den „Milchhof Südtirol“ liefern, der mit 750 Mitarbeitern in Bozen, Brixen und Bruneck 275 Millionen Liter Milch verarbeiten wird. Durch die Synergien der Fusion in Logistik, Einkauf und Verwaltung sowie vielen anderen Aspekten erwartet man sich Kosteneinsparungen sowie eine stärkere Position auf den internationalen Märkten, um letztlich den Mitgliedern langfristig einen besseren Auszahlungspreis gewährleisten zu können. oz

BILDUNG

Let’s cook it!

aus einem bekannten Warenkorb ein dreigängiges Menü kochen –mit einem erschwerenden Detail: Am Morgen des Wettbewerbstages wurden vier ausgewählte „geheime“ Lebensmittel aus einer Mystery Box präsentiert, die sie auf jeden Fall einbauen mussten. Neu in der heurigen Ausgabe war, dass es sowohl einen Publikums- als auch einen Fachjury-Preis gab. Beim Publikum kamen Simon Oberhofer und Gabriel Wanker am besten an; ihnen folgten Freya Rist und Leo Mauerer aus Bayern sowie Madleen Hohlrieder und Anna Blassnig aus Tirol. Die

Im Rahmen der Aktion „Lieblingsgeschäft 2026“ des hds wählten die Kundinnen und Kunden im Bezirk Eisacktal/Wipptal das Geschäft „Schmid & von Bosio“ in Brixen zu ihrem Favoriten. Auf Platz zwei landete Despar Villanders, der dritte Platz ging an Walcher Bakery in Stange.

vorhin genannten Raphael Klammer und Simon Raffl hingegen kamen bei der Fachjury am besten an; Zweite wurden Max Tauber und Nina Blasbichler sowie Simon Oberhofer und Gabriel Wanker. Klammer und Raffl dürfen sich nun auf ein zweiwöchiges Praktikum beim Sternekoch Norbert Niederkofler freuen, dem Schirmherrn des Wettbewerbs. Direktor Benjamin Flora freute sich im Rahmen der Preisverleihung über die gelungene Veranstaltung: „Die jungen Kochtalente können auf ihre Leistungen mit Recht stolz sein.“ wv

Am 6. Juni findet in der Stadtbibliothek Brixen von 9 bis 12 Uhr ein Benefiz-Kleidermarkt zugunsten der Brixner VinzenzKonferenz statt. Gegen eine freiwillige Spende werden gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben.

STADTGEHEIMNISSE

Warum steht in den Rappanlagen

Der heilige Nepomuk gilt als Schutzpatron gegen Wassergefahren, weshalb Standbilder von ihm vor allem an Flüssen und Brücken zu finden sind. Da Brixen in der Vergangenheit stark durch Überschwemmungen gefährdet war, hat er hier eine besondere Bedeutung. Johannes von Nepomuk wurde um 1350 im böhmischen Pomuk geboren und 1380 zum Priester geweiht. In einer Auseinandersetzung zwischen König Wenzel IV. und dem Erzbischof von Prag setzte er sich als Generalvikar für die Belange der Kirche ein. Daraufhin wurde er 1393 auf Befehl des Königs gefangengenommen und grausam gefoltert. An Händen und Füßen gefesselt, stürzte man ihn schließlich von der Prager Karlsbrücke in die Moldau. Der Legende nach, die im Bewusstsein der Menschen weit präsenter ist als die geschichtlichen Hintergründe, weigerte sich Nepomuk, dem König das Beichtgeheimnis der Königin preiszugeben. Er gilt daher auch als Patron des Beichtgeheimnisses. Schon lange Zeit vom Volk verehrt, wurde er 1729 heiliggesprochen. In Brixen wurde bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts an der Mühl- und Stadtwiere am oberen Ende der Altenmarktgasse ein erstes Standbild errichtet. Im Jahr 1970 wurde diese Statue nach einer gründlichen Renovierung an ihren heutigen Standort in den Rappanlagen am Zusammenfluss von Eisack und Rienz versetzt. Sie sollte dort an die verheerende Überschwemmung von 1882 erinnern. Ein weiteres größeres Standbild befindet sich seit 1766 an der Adlerbrücke. Zudem ist dem hl. Nepomuk im Dom ein Seitenaltar gewidmet, gestiftet vom Wiener Erzbischof Christoph Migazzi. Das Patrozinium des hl. Nepomuk fällt auf den 16. Mai. ed

Anregungen: redaktion@brixner.info

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DIGITALISIERUNG

Elektronische Wahl bald möglich

Der Südtiroler Landtag beschloss in seiner Sitzung am 8. Mai eine Änderung des Wahlgesetzes, das künftig auch eine elektronische Stimmabgabe bei Landtagswahlen ermöglichen soll. Der Start dafür könnte schon die nächste Landtagswahl 2028 sein – vorausgesetzt, dass das digitale System rechtzeitig und sicher umgesetzt werden kann. Ansonsten wird die elektronische Wahl erst bei der darauffolgenden Landtagswahl eingeführt. Der entsprechende Gesetzentwurf der Landesregierung wurde mit 30 JaStimmen genehmigt. Vorgesehen ist, dass Bürgerinnen und Bürger bei der kommenden Landtagswahl

UMWELT

zusätzlich zur bisher üblichen Wahlmethode auch digital abstimmen können. Im Zuge der Debatte wurde unter anderem festgelegt, dass die digitale Wahl nicht nur versuchsweise in Bozen, sondern für alle Wahlberechtigten vorgesehen werden soll. Zudem sollen Unterstützungsunterschriften künftig auch in digitaler Form abgegeben werden können, etwa bei Volksabstimmungen oder für Wahllisten. Dafür müssen nun die technischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach von einem wichtigen Modernisierungsschritt. Die elektronische Wahl könne dazu beitragen, die Wahlbeteiligung zu erhöhen und den Zugang zur Demokratie zu erleichtern. Gleichzeitig solle aber weiterhin auch die klassische Wahl im Wahllokal bestehen bleiben. lv

Neuer Klimaplan für die Domstadt

Die Gemeinde Brixen arbeitet derzeit an einer Aktualisierung ihres Klimaplans. Ziel ist es, bestehende Klima- und Energiestrategien an neue gesetzliche Vorgaben und aktuelle Herausforderungen anzupassen sowie nachhaltige Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln. Grundlage dafür sind unter anderem das Programm „KlimaGemeinde“, an dem Brixen seit 2022 teilnimmt, das Gemeindeentwicklungsprogramm sowie der nachhaltige städtische Mobilitätsplan PUMS und der Biciplan. Im Rahmen des neuen Klimaplans werden seit vergangenem Winter der Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen im gesamten Gemeindegebiet systematisch erhoben und analysiert. Berücksichtigt werden dabei nicht nur gemeindeeigene Gebäude und Anlagen, sondern auch Bereiche

wie Haushalte, Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Mobilität. Auf Basis dieser Daten soll ein Maßnahmenkatalog entstehen, der unter anderem die Steigerung der Energieeffizienz, die Reduktion von CO₂-Emissionen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorsieht. Neben Klimaschutzmaßnahmen geht es auch um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, etwa an zunehmende Hitzeperioden oder extreme Wetterereignisse. Umweltstadtrat Peter Natter bezeichnet den neuen Klimaplan als „entscheidenden Schritt für die klimafitte Zukunft“ der Gemeinde. Ziel sei es, Brixen langfristig als lebenswerten, nachhaltigen und widerstandsfähigen Ort weiterzuentwickeln. Der Klimaplan orientiert sich an den Vorgaben der „KlimaLand“-Strategie 2040 des Landes Südtirol. lv

Neue Unternehmen in und um Brixen

Starthilfe

Naturalia Biomarkt

Regensburger Allee 14 (Atrium) 39042 Brixen info.bz@naturalia.it www.naturalia.it

Am 30. Mai eröffnete der Naturalia Biomarkt im Atrium-Gebäude in Brixen. Auf über 500 Quadratmetern bietet das Fachgeschäft Bio-Genuss, Qualität und Inspiration – mit mehr als 8.500 sorgfältig ausgewählten Produkten transparenter Herkunft. Im angeschlossenen Bio-Bistro werden außerdem frische, saisonale Gerichte serviert.

Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info

TOURISMUS

„DestinationCamp“ in Brixen

Brixen war Anfang Mai Treffpunkt für mehr als 220 Fachleute aus Tourismus, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie. Beim 16. „DestinationCamp“, das vom 5. bis 7. Mai in der Stadt und im Kloster Neustift stattfand, diskutierten die Teilnehmenden über die Zukunft des Tourismus, nachhaltige Entwicklung und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Destinationen. Dabei diente Brixen nicht nur als Tagungsort, sondern wurde selbst zum Teil des Programms: Seminare fanden im Kloster Neustift statt, Workshops unter anderem bei den Unternehmen Durst, Progress und Duka. Ergänzt wurde das Programm durch Architekturspaziergänge, Betriebs-

besichtigungen, den Besuch des Griesserhofs und eine Exkursion zum Brenner Basistunnel. Auch das parallel laufende Water Light Festival war Teil des Gesamterlebnisses. „Das ‚DestinationCamp‘ hat sichtbar gemacht, wie Tourismus, Landwirtschaft, Kultur und Industrie in Brixen zusammenwirken“, erklärte Werner Zanotti, Geschäftsführer der Brixen Tourismus Genossenschaft. Bürgermeister Andreas Jungmann betonte die Bedeutung der Veranstaltung für die Stadt, da sie internationale Fachleute nach Brixen bringe und gleichzeitig Themen wie nachhaltige Entwicklung und verantwortungsvollen Tourismus in den Mittelpunkt rücke. lv

„Sicher und begleitet vermieten“

ALEXANDER NITZ, Geschäftsführer der „Bürger:innengenossenschaft b*coop“, über ein neues Sozialprojekt, das sich als Schnittstelle zwischen Mieter und Vermieter versteht.

Herr Nitz, „hab*itable“ ist ein neues ESF-Projekt zur Wohnbegleitung, das die Wohnungsnot verringern soll. Wie ist es entstanden?

Stadträtin Sara Dejakum wurde auf Gemeindeebene oft von wohnungssuchenden Menschen angesprochen und hat vermittelt. Ab einem gewissen Punkt war der Andrang aber zu groß. Da sich auch „b*coop“ mit dem Thema Wohnungsnot beschäftigt, haben wir gemeinsam nach einem Weg gesucht, vulnerablen Menschen zu helfen, eine Wohnung zu finden. Gleichzeitig geht es darum, Vermietern Sicherheit zu geben und so leerstehende Wohnungen auf den Mietmarkt zu bringen.

Wie kann man sich das konkret vorstellen?

Als vulnerable Menschen gelten beispielsweise Alleinerziehende, kinderreiche Familien mit geringem Einkommen, Menschen mit Beeinträchtigung oder solche, die aufgrund ihrer Herkunft Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche haben. Eine Kommission aus Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Gemeinde Brixen, dem Haus der Solidarität und „b*coop“ prüft die Voraussetzungen und bestätigt sie schriftlich – und dann gehen wir auf die Suche. Vermietern fehlt oft das Vertrauen; sie scheuen die bürokratischen Anforderungen oder fürchten ausbleibende Mietzahlungen. Dem begegnen wir mit konkreten Sicherhei-

ten: Zwei Mitarbeiterinnen begleiten jeden Fall persönlich, auch noch nach dem Einzug. Alle Betreuten verfügen über ein Einkommen und zahlen Miete; zudem steht ein Garantiefonds für Notsituationen für Vermieter bereit.

Derzeit sind Sie auf der Suche nach Wohnungen?

In den letzten drei Monaten konnten wir fünf Unterkünfte vermitteln. Wir hoffen, dass mehr Vermieter Vertrauen zum Projekt fassen und ihre Wohnung zur Verfügung stellen. Wer eine Wohnung in Brixen besitzt und sie sicher und begleitet vermieten möchte, kann sich unverbindlich melden: info@bcoop.bz oder 346 8864988. anina.vontavon@brixner.info

Hightech für die perfekte Haarfarbe

SALON ALEXANDER: Der Brixner Friseursalon ist der erste in Südtirol, der die digitale Color-Maschine „ecolor” nutzt. Das intelligente System garantiert noch mehr Individualität, Umweltfreundlichkeit und ein sicheres Ergebnis beim Haarefärben.

Die Haarfarbe ist verblasst, der Ansatz wird sichtbar oder ein frischer Sommerlook ist gewünscht? ColorExperte und Hairstylist Alexander Trenkwalder bringt alles mit, was es für ein professionelles Ergebnis braucht: langjährige Erfahrung in den verschiedensten Färbe- und Schneidetechniken sowie eine typgerechte Beratung. Ab sofort unterstützt eine brandneue, digitale Kollegin das Team im Salon Alexander: die innovative Color-Maschine „ecolor”. Sie sorgt für maximale Präzision bei der Zusammenstellung und Dosierung von individuellen Farbrezepturen beim Haarefärben.

Auf das Gramm genau

Das Mischen von Haarfarben ist ein präziser chemischer Prozess, der auf Farblehre, exakten Verhältnissen und der individuellen Ausgangslage des Haares basiert. Eine falsche Dosierung oder ein ungenaues Mischverhältnis kann fatale Folgen haben. Das digitale „ecolor“-System verhindert mensch-

liche Fehler und gewährleistet die volle Kontrolle: „Auf dem Display kann ich die individuelle Farbmischung für jede Kundin und jeden Kunden definieren. Die jeweilige Farbrezeptur wird dann von „ecolor“ auf das Gramm genau dosiert und abgemischt. Abweichungen sind somit ausgeschlossen”, erläutert Alexander.

Drei Millionen Farbformeln zur Auswahl

Ob Honigblond oder Bronde Blond, Kastanienbraun oder Kupferrot: Es gibt hunderte Farbtöne und feine Nuancen, die den Unterschied machen. „Ecolor“ ermöglicht es, jene maßgeschneiderte Farbrezeptur zusammenzustellen, die perfekt zur Persönlichkeit passt: „Über drei Millionen Farbformeln stehen zur Verfügung, da ist für jede und jeden die optimale Haarfarbe dabei“, so Alexander. Im Kundenprofil lässt sich die persönliche Farbrezeptur speichern, sodass diese beim nächsten Friseurbesuch bereits definiert ist.

Typgerechte Beratung

Ecolor ersetzt jedoch nicht die persönliche Beratung durch das Friseurteam. Das soll sie auch gar nicht, unterstreicht Alexander: „Die individuelleBeratung und persönliche Aufmerksamkeit stehen bei uns im Mittelpunkt. Wir nehmen uns sehr gerne Zeit, um die Wünsche zu erfragen, den Haartyp zu bestimmen und gemeinsam den Look zu perfektionieren. Unser Anspruch liegt darin, die Einzigartigkeit jedes Menschen zu unterstreichen und ein hochklassiges Styling-Erlebnis anzubieten.“

Null Verschwendung

Genauso wichtig ist Alexander ein umweltfreundliches Handeln. Auch hier leistet die neue Mitarbeiterin einen wichtigen Beitrag: Die Menge an Leerverpackungen und Abfällen lässt sich mit „ecolor“ um bis zu 85 Prozent senken. „Bis jetzt hatten wir über 1.500 Farbtuben im Lager, nun reichen fünf Großgebinde. Durch die genaue Dosierung gibt es keine Verschwendung und es wird automatisch nur das nachbestellt, was gebraucht wird.“ Die Farben selbst werden auf pflanzlicher Basis hergestellt und sind frei von Ammoniak: Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit von Haaren und Kopfhaut.

Salon Alexander Plosestraße 38, Brixen

Terminreservierung: Tel. 0472 830 838

Öffnungszeiten

Di., Do. und Fr.: 8 –12 Uhr, 15 –18 Uhr Mi.: 8 –16 Uhr Sa.: 8 –12 Uhr

Lehrling gesucht!

Alexander Trenkwalder und sein Team nehmen sich viel Zeit für die persönliche Beratung
Fotos: Jürgen
Eheim
Brillant, natürlich, individuell: Mit dem innovativen „ecolor“-System garantiert Salon Alexander eine maßgeschneiderte Haarfarbe, die die eigene Persönlichkeit perfekt in Szene setzt

Einfach raus, schnell oben

PLOSE: Wenige Stunden raus aus dem Alltag und wieder zurück – das gelingt auf Brixens Hausberg. Im Sommer zeigt sich die Plose vielseitig und unkompliziert zugleich.

Die Plose gehört für viele Brixner zum Alltag. Man wächst mit ihr auf, sieht sie täglich, kennt Wege, Hütten, Ausblicke. Gerade deshalb vergisst man leicht, wie vielseitig der Hausberg von Brixen eigentlich ist. Dabei liegt einer seiner größten Vorteile auf der Hand: die Nähe. In wenigen Minuten ist man dank Kabinenbahn auf über 2.000 Metern Meereshöhe, mitten in der Natur.

Wandern nach Lust und Laune

Im Sommer zeigt sich die Plose vielseitig und unkompliziert zugleich. Direkt ab der Bergstation beginnen zahlreiche Wanderungen, die keiner langen Planung bedürfen. Wer es gemütlich angehen möchte, bleibt auf dem Brixner

Höhenweg Richtung Ochsenalm und genießt den freien Blick über den Talkessel von Brixen. Für alle, die etwas weiter gehen wollen, bietet sich der Weg Richtung Plosehütte, Pfannspitze und Gabler an. Jede Wanderung ist dabei begleitet von weitem Panorama.

Für die ganze Familie

Auch für Familien gibt es viele Möglichkeiten, den Berg aktiv zu erleben. Der „WoodyWalk“ zählt nach wie vor zu den beliebtesten Erlebniswegen für Familien und wird diesen Sommer durch neue Kugelbahnen ergänzt. Für alle, die es etwas rasanter mögen, sorgen der Plosebob, der Brixen Bikepark und die Mountaincarts (an ausgewählten Tagen) wieder für Tempo und Abwechslung.

Einkehren gehört dazu

Besonders schön ist die Verbindung aus Bewegung und Genuss. Eine Einkehr gehört dazu: ein Platz auf der Sonnenterrasse eines der Gastronomiebetriebe, der Genuss von Südtiroler Klassikern oder neuen Gerichten, dazu der Blick auf die Berge.

Immer dann, wenn es passt

Genau das macht die Plose für Einheimische so besonders. Sie muss nicht neu entdeckt werden, aber sie lässt sich immer wieder neu erleben. Ein spontaner Ausflug am Vormittag, ein paar Stunden am Nachmittag oder einfach dann, wenn man merkt, dass ein bisschen Abstand guttut. Ohne lange Anfahrt oder großen Aufwand. Um

den Kopf frei zu bekommen und um neue Energie zu tanken. Mit der „myLiftCard“ oder der „mySummercard“ bleibt man dabei flexibel und nutzt die Bergbahnen den ganzen Sommer über – genau dann, wenn es in den eigenen Tag passt.

Sommerbetrieb:

23. Mai bis 1. November 2026

Öffnungszeiten:

Plose Kabinenbahn

23.5. bis 6.9. von 9 bis 18 Uhr

7.9. bis 1.11. von 9 bis 17 Uhr

Pfannspitze Kabinenbahn

13.6. bis 4.10. von 9 bis 12:40 und von 13:35 bis 17 Uhr

Palmschoss Sessellift

13.6. bis 4.10. von 9 bis 17 Uhr

Mountaincarts

7.6. bis 6.9. von 10 bis 17:45 Uhr

7.9. bis 4.10. von 10 bis 16:45 Uhr Juni, September, Oktober jeweils Di., Do. und So. Juli und August jeweils Mo., Di., Do. und So. 10.8. bis 16.8. täglich

Plosebob

23.5. bis 6.9. von 9:45 bis 17:30 Uhr

7.9. bis 1.11. von 9:45 bis 16:30 Uhr

Brixen Bikepark

13.6. bis 4.10. von 9 bis 17 Uhr

Weitere Informationen: www.plose.org info@plose.org Tel. 0472 200 433

Schnell oben: die Plosebahn – der kürzeste Weg raus aus dem Alltag

Ein Berg, der zum Entdecken einlädt.

FAMILY

Sprung in die Sommersaison

ACQUARENA: Mit dem Saisonstart des Brixner Freibads öffnet die Acquarena wieder ihre Tore für alle, die den Sommer in vollen Zügen genießen wollen.

Bis 6. September lädt das Freibad täglich zum Baden, Erholen und Bewegen ein – ob mit der Familie, in geselliger Runde oder ganz für sich allein. Auf der weitläufigen Liegewiese lässt sich die Sonne genießen, im Kinderbereich toben die Kleinen nach Herzenslust, und auf den Sportfeldern kommt auch der aktive Sommergeist auf seine Kosten. Mutige erproben sich an den Sprungtürmen, Schwimmer ziehen im Sportbecken ihre Bahnen, und wer es turbulenter mag, lässt sich vom Strömungskanal treiben oder saust über die Rutsche ins Spaßbecken. Auf den Beachvolleyball- und Beachsoccerfeldern wird gespielt und geschwitzt –Spaß garantiert.

Hallenbadpause im Juni

Während draußen Hochsaison herrscht, nutzt die Acquarena die warmen Wochen für notwendige Wartungsarbeiten im Inneren: Vom 26. Mai bis zum 18. Juni bleibt das Hallenbad einschließlich Schwimmbecken und Whirlpool im Saunabereich geschlossen. Geöffnet bleibt in dieser Zeit allerdings das Solebecken – ein angenehmer Rückzugsort, der auch abends bis 22 Uhr zugänglich ist. Nach der Freibadsaison, ab dem 7. September, wird dann auch das Solebecken für etwa zwei Wochen für Instandhaltungsarbeiten gesperrt.

Die mySummercard – die Eintrittskarte für den Sommer

Wer den Sommer in der Acquarena vollends auskosten möchte, ist mit der mySummercard bestens gerüstet. Erhältlich ist sie noch bis zum 21. Juni online unter mycard. bz.it. Insgesamt 18 Gemeinden beteiligen sich in diesem Jahr an der mySummercard, die damit Zugang zu einem breiten Angebot im gesamten Einzugsgebiet bietet. Wer den Verkaufszeitraum verpasst, hat mit der Dreimonatskarte eine solide Alternative – oder greift zur Multicard, der ganzjährig gültigen

und frei übertragbaren Wertkarte mit fixen Rabatten auf alle Einzeleintritte. Ideal für flexible Sommerplaner.

Stundenkarte für den Pool

Für einen spontanen Badebesuch stehen Stundenkarten zur Verfügung, die sich ganz nach persönlichem Zeitbudget einsetzen lassen. Jugendliche bis 17 Jahre, Studierende unter 26 sowie Senioren ab 65 zahlen 100 Euro für 25 Stunden, 200 Euro für 50 Stunden oder 300 Euro für 75 Stunden. Für Erwachsene gelten folgende Tarife: 125 Euro (25 Std.), 225 Euro (50 Std.) und 337,50 Euro (75 Std.).

Sauna mit Sommeratmosphäre

Entspannung pur verspricht der Sommer in der Sauna mit exklusivem Zugang zur sonnigen Dachterrasse. Inhaber der mySummercard profitieren bis 6. September von vergünstigten Einzeleintritten zum Tagespreis von 15 Euro. Für regelmäßige Saunagänger, die sich die mySummercard geholt haben, gibt es das Sommer-Sauna-Abo zum Vorzugspreis von 150 Euro.

Fit durch den Sommer

Auch die Fitness-Aktion „Fit im Sommer“ läuft 2026 wieder: Im Juni gibt es das Dreimonatsabo zum reduzierten Preis von 220 statt 265 Euro – mit unbegrenztem Zutritt ins Fitnessstudio, ohne Kurse. Von Juni bis Ende August öffnet das Fitnessstudio bereits um 5:30 Uhr.

Spaß für die Jüngsten

Für Kinder hält die Acquarena einen bunten Tummelplatz bereit: Auf verschiedenen Kletterparcours ist für Abwechslung gesorgt, und das Kinderbecken verwandelt sich im Sommer in einen fröhlichen Wasserspielplatz für die Aller-

kleinsten.
Im Sportbecken der Acquarena ziehen Sportbegeisterte genussvoll ihre Bahnen
Strömungskanal, Wassersprudler und Riesenrutsche: Das Spaßbecken begeistert Groß und Klein
Wer früh aufsteht, hat mehr vom Sommer – ab Juni öffnet das Fitnessstudio der Acquarena bereits um 5.30 Uhr Im

SOMMER 2026

Dein Sommer in der Acquarena – alle Termine auf einen Blick

22. Mai

Letzter Vorverkaufstag der mySummercard

23. Mai Eröffnung Freibad

26. Mai – 18. Juni Schließung Hallenbad wegen Wartungsarbeiten

26. Mai – 18. Juni Schließung des Schwimmbeckens und des Whirlpools im Saunabereich wegen Wartungsarbeiten

21. Juni

Letzter Online-Verkaufstag der mySummercard 1.–30. Juni „Fit im Sommer“-Aktion - Günstiges Fitnessabo

6. September

Letzter Tag Freibad 7.–20. September Schließung Solebecken wegen Wartungsarbeiten

Zwischen Gassen und Geschichten

ERLEBNISFÜHRUNGEN: Ob Magd Clara oder Stadtwächter Matthias – erleben Sie Brixen neu, überraschend und hautnah! Die theatralischen Erlebnisführungen lassen Brixens Geschichte lebendig werden und erwecken längst vergangene Ereignisse zum Leben.

Mit den theatralischen Erlebnisführungen wird Brixen aus ungewohnten Perspektiven neu entdeckt – mit spannenden Geschichten, verborgenen Orten und echten Aha-Momenten. Perfekt

für alle, die Brixen lieben und noch tiefer eintauchen möchten.

Was die Führungen besonders macht?

Sie sind mehr als ein Stadtrundgang. Zwischen Lauben, Domplatz und Hofburg treten Figuren vergangener Jahrhunderte in Erscheinung, die führen, überraschen und verblüffen. Wissen wird spannend vermittelt, Geschichte spürbar – mal augenzwinkernd, mal eindringlich.

Erlebnisreiche Begegnungen

Von Mai bis Oktober entfalten sich bei den Erlebnisführungen kleine Bühnenstücke unter freiem Himmel, die Teilnehmende mitten ins Geschehen ziehen. An den „Tagen der Erlebnisführungen“ am 12. und 13. Juni verdichtet sich dieses Erlebnis zu einem besonderen Programm: Am Freitag startet die Premiere „Ärzte, Apotheker, Aphrodisiaka“ um 17 Uhr, gefolgt von „Hexen, Henker und

Halunken“ um 21 Uhr. Der Samstag lädt ab 10 Uhr zu einem vielseitigen Programm ein: von der „Zauberhaften Schatzsuche“ über Geschichten zum Elefanten bis hin zu Lesungen und Begegnungen mit der Magd Clara. Die Führungen und Lesungen finden in Zusammenarbeit mit Comedicus statt und sind an beiden Tagen kostenlos für alle. Neugierig auf eine Zeitreise der anderen Art? Um Anmeldung wird gebeten unter: brixen.org/guided-city-tour.

TAGE DER

ERLEBNISFÜHRUNGEN

Wenn die Stadt lebendig wird

PROGRAMM

12.06.2026

Kostenlose Führungen& Lesungen

17:00 PREMIERE Erlebnisführung Ärzte, Apotheker, Aphrodisiaka

21:00 Erlebnisführung Hexen, Henker und Halunken

13.06.2026

10:00 Erlebnisführung Zauberhafte Schatzsuche in Brixen

11:00 Erlebnisführung Auf den Spuren des Elefanten

11:30 Lesung mit Schauspieler*in der Stadtbibliothek (zweisprachig)

14:00 Erlebnisführung Auf den Spuren des Elefanten

14:00 Lesung mit Schauspieler*in der Stadtbibliothek (zweisprachig)

15:30 Erlebnisführung Magd Clara und der Elefant des Kaisers

16:00 Tour storico teatrale La domestica Clara e l‘elefante

Keine Zeit an diesen Tagen?

Unsere Erlebnisführungen begleiten dich von Mai bis Oktober durch verwinkelte Gassen, alte Geheimnisse und lebendige Geschichte. Mehr Infos und Anmeldung unter brixen.org/guided-city-tour

„Passt Ihr Hörgerät eigentlich noch zu Ihnen?“

HÖRZENTRUM SÜDTIROL: Stellen Sie sich vor, Sie tragen heute noch die Brille, die Sie vor drei Jahren beim Optiker bekommen haben – ohne je wieder einen Sehtest gemacht zu haben. Klingt seltsam, oder?

Beim Hören aber machen das ganz viele Menschen genau so. Das Hörgerät von damals sitzt im Ohr, tut brav seinen Dienst – und niemand fragt nach, ob es heute überhaupt noch passt.

Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol erklärt, warum ein regelmäßiger Check so wichtig ist –und warum Sie dafür gar nicht beim ursprünglichen Anbieter Ihres Hörgeräts bleiben müssen.

Das Gehör verändert sich –jedes Jahr ein bisschen

Hören ist nichts Statisches. So wie sich die Augen mit den Jahren verändern, verändert sich auch das Gehör. Mal schleichend, mal in kleinen Sprüngen – aber es verändert sich. Ein Hörgerät, das vor drei, vier oder fünf Jahren perfekt eingestellt wurde, arbeitet heute womöglich an Ihnen vorbei. Sie hören – aber nicht mehr optimal. Gespräche in größeren Runden werden anstrengender, der Fernseher lauter, bestimmte Stimmen schwieriger.

Das Tückische daran: Man merkt es oft selbst gar nicht. Man gewöhnt sich. Und genau da fängt das Problem an.

Auch wenn Ihr Hörgerät nicht von uns ist – herzlich willkommen!

Viele denken: „Mein Gerät habe ich dort gekauft, also muss ich auch dorthin zur Kontrolle.“ Das stimmt nicht. Sie sind in der Wahl Ihres Hörakustikers genauso frei wie in der Wahl Ihres Hausarztes. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hörgerät nicht mehr das leistet, was es sollte – oder wenn Sie einfach mal eine zweite, ehrliche Meinung hören möchten – dann sind Sie beim Hörzentrum Südtirol genau richtig. Fachleute überprüfen Ihr bestehendes Gerät, messen Ihr aktuelles Hörvermögen und

sagen Ihnen offen, ob alles passt oder ob sich etwas nachjustieren lässt. Kein Druck, keine Verkaufsshow, keine versteckten Kosten!

Der kostenlose Hör-Check –einfach mal vorbeischauen

In einer knappen Stunde schaut sich das Hörzentrum Südtirol genau an, wie Sie heute hören und ob Ihr Hörgerät noch richtig kalibriert ist. Sie bekommen einen ausgedruckten Hörtest mit nach Hause, den Sie in Ruhe mit Ihren Angehörigen oder Ihrem Hausarzt besprechen können. Und Sie wissen danach eines ganz genau: Wo Sie stehen.

Neu in Brixen – kurze Wege, volle Kompetenz

Seit Kurzem ist das Hörzentrum Südtirol auch in Brixen für Sie da. Dieselbe Sorgfalt, dieselbe Erfahrung, dieselbe Ehrlichkeit, für die das Hörzentrum Südtirol seit September 2024 an insgesamt sieben Standorten in Südtirol steht –jetzt eben auch ganz in Ihrer Nähe. Vereinbaren Sie jetzt Ihren kostenlosen Hör-Check im Hörzentrum Südtirol in der Adlerbrückengasse in Brixen, unter der Telefonnummer 0472 370720. Wir freuen uns auf Sie!

Markus Thaler, Gründer von Hörzentrum Südtirol
Ramona Berger, Akustikerin in Brixen
Mirco De Manincor, Akustiker in Brixen

„Die etwas andere Metzgerei“

METZGEREI LOASNER: Mit fundiertem Fachwissen und echter Leidenschaft führen DANIEL und SANDRA RAINER ihre Metzgerei in Trens. Der Weg in die Selbstständigkeit verlief nicht ganz geradlinig – wie so oft waren es Zufälle und der Mut, eine Gelegenheit beim Schopf zu packen. Ein Gespräch mit den beiden.

Herr Rainer, Sie führen die Metzgerei Loasner noch nicht allzu lange. Was hat Sie bewogen, sich selbstständig zu machen?

DANIEL RAINER: Vor drei Jahren haben meine Frau Sandra und ich den Schritt gewagt und unsere eigene Metzgerei eröffnet. Angefangen habe ich mit meiner Lehre bei Frick in Sterzing, danach wechselte ich zur Metzgerei Mair in Mittewald, die für besondere Fleischkreationen wie die Papayasteaks bekannt war. Als die Metzgerei im Jänner 2023 ihre Tore schloss, haben Sandra und ich nicht lange gezögert und im Juni desselben Jahres unsere eigene Metzgerei in Trens eröffnet.

Sie haben sich im Laufe der Jahre stetig weitergebildet. Welche Spezialisierungen haben Sie?

Nach meiner Lehre, die ich mit Auszeichnung abschloss, bildete ich mich zum Fleischsommelier und zum Grilltrainer weiter.

In den vergangenen drei Jahren haben Sie mit Ihrem Können mehrfach Aufmerksamkeit erregt. Welches waren Ihre größten Erfolge?

Wir haben zum Beispiel mit satten 25 Kilogramm Südtirols größten Hamburger kreiert. Bei der Tiroler Grill- und BBQ-Landesmeisterschaft in Innsbruck holten wir den zweiten Platz. Großartig kommen auch unsere

Speck- und Steakverkostungen sowie unsere Grill- und Wurstkurse an.

Worin unterscheidet sich Ihr Angebot von anderen Metzgereien?

SANDRA RAINER: Als fünfköpfige Familie wissen wir um die Herausforderung, beim Wocheneinkauf im Budget zu bleiben, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen. Unser Anspruch ist es, genau das zu bieten: gute Qualität zum fairen Preis.

Noch ein Tipp für den Sommer?

Für alle, die Grillfeste planen, aber nicht selbst hinter dem Grill stehen wollen: Mit unserem Grillcatering bieten wir ein All-inclu-

GRILLGENUSS AUF NEUEM NIVEAU

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sive-Angebot – Fleischspezialitäten, Beilagen, Saucen, Geschirr und Grill inklusive. Einfach einen Termin vereinbaren, den Rest erledigen wir.

GRILLGENUSS AUF

ECHT LOASNER. ECHT LECKER. Original Papayasteaks –zart & einzigartig

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Salsicce-Vielfalt –von klassisch bis kreativ

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1kg Fleischkäse zum

1kg Fleischkäse zum Selberbacken –jeden Monat eine neue Sorte!

–jeden Monat eine neue Sorte!

Grillspieße & Mariniertes –meisterhaft veredelt

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Profi-Glut – GrillkohleSmoking Chips & Chunks

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Sandra und Daniel Rainer bieten in ihrer Metzgerei ein großes Sortiment

Wanderparadies für die ganze Familie

RATSCHINGS-JAUFEN: Im Wandergebiet Ratschings-Jaufen warten auf Familien ganz besondere Abenteuer: kurzweilig, naturnah und erlebnisreich.

Unberührte Natur und beeindruckende Aussichtspunkte gibt es im Wandergebiet Ratschings-Jaufen zu entdecken. Dazu kommen ein atemberaubendes Panorama, viel Ruhe sowie die Kraft von Wald und Wiesen. Auf 1.800 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt sich das Wandergebiet, das sich ganz besonders für Familienwanderungen eignet. Spaß und Erholung stehen hier auf der Tagesordnung – Spaß für die Kleinen, die auf Entdeckungsreise gehen können, und Erholung für die Erwachsenen, die an diesem Kraftort Energie für den Alltag tanken.

Die „BergerlebnisWelt“

Mit der Panorama-Kabinenbahn geht es von 1.300 auf 1.800 Meter Höhe. Direkt an der Bergstation startet der gemütliche Weg zur einzigartigen „BergerlebnisWelt“. Der familienfreundliche Rundweg dauert ungefähr 45 Minuten und eignet sich ideal für kleine Entdecker, die an den vielen Stationen die Natur spielerisch erkunden können – von der emsigen Welt der Ameisen bis hin zum imposanten Aussichtsturm. Mit dem Kinderwagen kann hier bequem gewandert werden. Eine Kugel-

bahn, das Pinguin-Klettergerüst, Brücken, Wasserspiele und ein Streichelzoo bringen Kinderaugen zum Strahlen. Für Wissbegierige gibt es entlang des Weges Lehrtafeln mit spannenden Informationen zur lokalen Flora und Fauna. Nach der Wanderung ist Stärkung angesagt: Die vier kinderfreundlichen Almhütten im Wandergebiet sind leicht zu erreichen und haben einiges an Leckereien zu bieten. Familien dürfen sich in diesem Sommer besonders freuen: Für Kinder bis 14 Jahre ist die Fahrt in der Kabinenbahn im Wandergebiet Ratschings-Jaufen gratis.

Sommersaison » 30.05.2026 - 04.10.2026

Pfeifer Huisele –interaktives Hörspiel-Abenteuer, kostenlos, Start: Talstation, für 7 bis 13 Jahre

Momente, die Kinderherzen höherschlagen lassen

Natur, Genuss und Angelspaß

FISCHERSTUBE: Am Vahrner Untersee hat sich die Fischerstube als besonderes Einkehrziel etabliert – für alle, die gutes Essen, Naturkulisse und Angelspaß suchen.

Einen Kilometer südlich von der Autobahnausfahrt Vahrn, eingebettet in eine idyllische Naturlandschaft: Das rund einen Hektar große Areal des Vahrner Untersees mit dem Restaurant Fischerstube lädt zum Verweilen ein – ob zum Mittag- oder Abendessen auf der Seeterrasse oder zum Angeln ohne Vorkenntnisse.

Sonnenterrasse direkt über dem Wasser

Die weitläufige Seeterrasse der Fischerstube erstreckt sich direkt über den Fischerteich und eröffnet einen freien Blick auf den See und die umliegende Landschaft. Wer

lieber drinnen isst, findet im Innenbereich eine ruhige, gemütliche Atmosphäre. Am Wochenende ist die Fischerstube bei Familien beliebt, weshalb eine Tischreservierung empfehlenswert ist; unter der Woche ist sie hingegen ein Geheimtipp für den entspannten Business-Lunch oder ein gemütliches Abendessen.

Mediterrane und lokale Küche

Seit wenigen Wochen führt Qualliu Haredin, bekannt als Dino, die Fischerstube mit dem angrenzenden Fischerteich. Nach über 20 Jahren in der gehobenen Gastronomie

hat er sich hier seinen Traum der eigenen Gastronomie erfüllt. In der Küche kombiniert er mediterrane und lokale Einflüsse mit sorgfältig ausgewählten Zutaten und einem Fachwissen, das auf langer Erfahrung beruht. Seine Philosophie gründet auf einfachen und zugleich besonderen Genussmomenten, die aus guten Produkten, gelebter Gastlichkeit und viel Sinn für das Detail resultieren.

Angeln ohne Angelschein

Der Vahrner Untersee gehört dem Fischerverein Eisacktal und wird als Fischerteich genutzt. Mit einer Besonderheit: Hier darf ohne Li-

zenz und ohne Angelprüfung geangelt werden. Mit einer Tageskarte können vier oder sieben Regenbogenforellen geangelt werden. Angelrute und Köder sind direkt am Teich ausleihbar. Wöchentlich werden neue Fische aus einer Fischzucht im Passeiertal eingesetzt. Darunter finden sich regelmäßig auch größere Exemplare – Regenbogenforellen von 40 bis 60 Zentimetern Länge und bis über fünf Kilogramm Gewicht. Das Angeln am Untersee richtet sich somit an Einsteiger ebenso wie an erfahrene Fischer und lässt sich gut mit einem Besuch in der Fischerstube verbinden.

Restaurant & Gasthaus Fischerstube

Brennerstraße 125 39040 Vahrn Tel. 0472 677 770 www.fischerstube.it

Angelteich Untersee Angelkarte für 4 Fische: 25 Euro Angelkarte für 7 Fische: 35 Euro

Öffnungszeiten:

Di. bis So. ab 9 Uhr warme Küche 11:30–14 und 18–21 Uhr Montag Ruhetag Reservierung empfohlen

Die Fischerstube: mittags und abends ein idyllisches Einkehrziel
Die Seeterrasse eröffnet einen traumhaften Panoramablick
Restaurant- und Küchenchef Qualliu Haredin, kurz Dino, begeistert mit seiner authentischen Kochkunst

Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun exakt 35 Jahre zurückblicken.

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S. 4

„Der tägliche Wahnsinn“ – so lautete der Titel eines Berichts über den Müll. Wer heute die sprichwörtliche gute alte Zeit herbeisehnt, sollte aber auch die enormen positiven Entwicklungen unserer Stadt in vielen Bereichen wertschätzen – zum Beispiel im Umweltbereich. Der „Brixner“ gab der Gemeindeverwaltung jedenfalls schon damals die richtigen Impulse: „Es ist Zeit zu handeln, der Müll wächst uns über den Kopf!“ Damals gab es nur eine begrenzte Mülltrennung für Glas und Papier: „Das größte Problem sind Menge und Zusammensetzung des Hausmülls: Viel zu oft wird einfach alles in den Müllkübel geworfen.“

Im Saal der Volksbank Brixen fand „eine interessante Diskussionsveranstaltung zum Thema ‚Neue Eisenbahntransversalen durch das Eisacktal – wie?‘“ statt – einer der Referenten war Ing. Focacci von den Staatsbahnen. „Eines steht für Ing. Focacci fest: Der Brenner Basistunnel wird gebaut. (…) Man sei sich auch einig, die südlichen Zulaufstrecken irgendwie durch Tunnels zu führen.“ Es sollte noch viele Jahre dauern, bis für die südliche Zulaufstrecke ein Projekt vorgestellt wurde, das inzwischen auch realisiert wird. „Bei der angeregten Diskussion wurde allgemein erkennbar, daß die Eisacktaler Bevölkerung (…) besser informiert werden müßte.“ Denn: „Wir Eisacktaler lassen es nicht zu, daß über unseren Köpfen hinweg entschieden wird!“ S. 6

Der „Brixner“ Nr. 16 Mai 1991

Im Sportteil berichteten wir über das „größte Kinder-Skisportereignis der Welt“, wie Erwin Stricker sein „Fila Sprint“ bezeichnete, bei dem an die 1.200 Knirpse die Plose bevölkerten. Unter anderem hatten sich 1995, wie erst viel später bekannt wurde, Felix Neureuther und Bastian Schweinsteiger auf Skiern auf der Plose duelliert. Erwin haderte allerdings mit der mangelnden Unterstützung der Brixner: „Es ist immer wieder bemerkenswert, wie gelassen und unbeteiligt sich so mancher Brixner mit der hier gängigsten Bemerkung ‚Die werden das schon machen’ aus der Affäre zieht. Wie unbezahlbar wertvoll ein solches Unternehmen für den Fremdenverkehr, aber auch für die Wirtschaft allgemein im ganzen Talkessel ist, erkennen nur die wenigsten.“ S. 19

Vor 35 Jahren hatte Brixen mit Radio S3 noch einen eigenen Privatsender: „Im Rockstudio, jeden Donnerstag ab 20 Uhr, werden – ähnlich wie im Radioclub – Hörerwünsche erfüllt. Das Naabtal Duo oder Roy Black haben allerdings keine Chance: Die Rockfans kommen diesmal zum Zug.“ Moderator der Donnerstag-Ausgabe war Alex Arnold. S. 20

Im „Nüsslbeißer“ berichteten wir über Vizebürgermeister Dario Stablum, der in einem Schreiben an die Mitglieder der Baukommission darauf hinwies, „daß man in Zukunft stärker darauf achten soll, daß auch die Beschriftungen und Häuserinschriften im privaten Bereich zweisprachig“ sind. „Unbestätigten Gerüchten zufolge“, merkte der Nüsslbeißer an, „soll bereits in der nächsten Woche die Firmeninschrift eines bekannten Brixner Elektronik- und Feinmechanikherstellers von der aktuellen Bezeichnung DURST in DURST-SETE umgewandelt werden. Bei JUNGMANN dürfte man noch ein Weilchen über die Übersetzung nachdenken.“ S. 21

S. 13

„Umwelt-Schutz oder Panikmache?“ – das war die Essenz unserer Umfrage: „Wohl in keinem Bereich wird so emotional argumentiert wie im Umweltschutz. Werden überflüssige Ängste erzeugt oder die Menschen mit drastischen Mitteln daran erinnert, daß sie ihre Lebensgrundlagen zerstören?“ Der 2005 bei einem Autounfall verstorbene Miki Kovacs hatte eine klare Meinung: „Credo che bisogna salvaguardare l’ambiente, è l’unica strada che possiamo percorrere. Su quest’argomento non si deve pensare soltanto cinque anni in avanti, ma per i nostri figli.”

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Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Juni 2026

Nächster Redaktionsschluss: 11. Juni 2026

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