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Brixner 434 - März 2026

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Schutz und Würde

CHALETS im Grünen

BRIXEN - ST. ANDRÄ / NIEDERKARNOL

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NEUBAU. Moderne Bauausführung. Traumlage mit Sicht auf Brixen. Baubeginn 2026 Konventionsfrei

Domplatz 20 39042 Brixen 0472 834 100 info@domus.cc www.domus.cc

Oberflächlich

Viel wurde in den letzten Wochen über den Brixner Auwald geschrieben – reißerische Schlagzeilen und populistische Aussagen aus der Politik inklusive. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oberflächlich Diskussionen wie diese eigentlich geführt werden und wie leicht sie sich künstlich aufblasen lassen. Ein Perspektivenwechsel hilft dabei, die Situation etwas differenzierter zu sehen: Progress wollte ein Areal im eigenen Besitz für eine Erweiterung nutzen und damit den Wirtschaftsstandort Brixen stärken. An einem Kompromiss mit Naturschützern hat das Unternehmen lange gearbeitet – mit einem Ergebnis, das auch für Vertreter der Umweltgruppe zufriedenstellendend war, wie diese selbst bestätigen. Nach sieben (!) Jahren kam Anfang März endlich das Ja der Landesregierung. Kurz darauf begannen die Arbeiten. Es folgte der Rekurs samt Shitstorm, oft von Personen, die sich mit den Details kaum befasst hatten. Dabei ging manches unter – etwa, dass nur ein kleiner Teil des Auwalds tatsächlich gerodet wird. Zudem sind sich selbst Umweltschützer uneinig, ob der Auwald überhaupt noch schützenswert ist. Sicherlich gibt es auch Kritikpunkte am Verhalten des Unternehmens: dass es frühmorgens mit der Rodung begann und dass der Zeitpunkt um ein paar Tage in die Brutzeit von Vögeln fiel. Letzteres soll Progress im Vorfeld mit der Umweltgruppe abgeklärt haben. Dass sich das Unternehmen zuletzt nicht mehr öffentlich äußerte, ist angesichts der Reaktionen nicht verwunderlich. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Entscheidungen überprüft und hinterfragt werden können. Ich stelle mir aber die Frage, wie sinnvoll ständig wiederkehrende Rekurse sind, die sich meist als unbegründet erweisen und lediglich das Ziel verfolgen, Projekte immer weiter zu verzögern. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, das Thema nicht erneut redaktionell aufzugreifen. Wer sich für die Hintergründe interessiert, findet einen ausführlichen Artikel in der Ausgabe Nummer 403 vom August 2023, online oder in der „Brixner“-App.

Ihre

Anina Vontavon

Hoffnung auf Zeit

MILLAND: Knapp 170 Nächte hat das Winternachtquartier im ehemaligen Pfarrhaus geöffnet. Es bietet obdachlosen Männern nicht nur ein warmes Bett und Verpflegung – es bedeutet Schutz, Gemeinschaft und schenkt ihnen Würde.

Das Winternachtquartier in Milland ist voll belegt. Seit 15. November ist es geöffnet und bietet voraussichtlich bis zum 30. April obdachlosen Männern so etwas wie ein Zuhause auf Zeit. 20 Männer aus zwölf verschiedenen Ländern kommen derzeit dort unter. Sie stammen aus Italien und der Ukraine, aus Marokko, Tunesien, Togo, Algerien und der Elfenbeinküste, aus dem Iran und Irak, aus Indien, Pakistan und Kolumbien. Die meisten sind jung: 13 sind zwischen 20 und 40 Jahre alt, sechs zwischen 40 und 60, einer älter.

„Das Bild von Obdachlosigkeit hat sich verändert“, sagt Martina Pernthaler, eine der Mitarbeiterinnen von b*coop, der Genossenschaft, die das Winternachtquartier heuer im zweiten Winter betreibt. „Die meisten sind junge Migranten: Oft haben sie eine Arbeit, aber keine Chance auf eine eigene Wohnung.“

Einer von ihnen ist M. aus Marokko. Er möchte, wie zwei weitere junge Marokkaner, die aus ihrem Leben erzählen, anonym bleiben. M. spricht fließend Deutsch, hat rund neun Jahre in Deutschland gelebt, dort eine Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik abgeschlossen und gearbeitet. „Seit Juni lebe ich hier in Südtirol“, erzählt er, „in Deutschland durfte ich nicht bleiben.“ Seine Arbeitsstelle in einem Unternehmen in Brixen fand er bereits nach kurzer Zeit, auch wegen des großen Fachkräftemangels in seinem Berufsfeld. „Meine Arbeit gefällt mir. Ich mag es, an etwas Anspruchsvollem zu arbeiten, bei dem auch mein Kopf gefragt ist.“ Dass er immer wieder Vorurteilen und Menschen begegnet, die Ressentiments gegen Ausländer hegen, sogar an seinem Arbeitsplatz, verschweigt er nicht. „Asozial“ nennt er ihr Verhalten. „Meistens sind es ältere Menschen. Jüngere sind daran gewöhnt, mit Menschen aus dem Ausland zusammenzuarbeiten.“

Arbeit ja, Wohnung nein

Bevor M. ins Winternachtquartier kam, lebte er zusammen mit anderen Migranten in einer „ganz alten Wohnung ohne Heizung“ in Taisten und nahm eine tägliche Fahrtzeit von rund sechs Stunden in Kauf, um seiner Arbeit nachgehen zu können. Diese Zeit kann er nun besser investieren. Zum Beispiel nimmt er am Italienisch-Sprachkurs teil, den eine der Freiwilligen der Genossenschaft b*coop ehrenamtlich einmal pro Woche im Winternachtquartier anbietet. Außerdem sucht er hier in Brixen und Umgebung nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer – bisher vergebens. „Die Suche nach einer Wohnung ist allgemein schwierig“, sagt er, „der Mietmarkt ist klein, die Mieten sind hoch. Und viele, das spürt man bei der Anfrage, wollen nicht an Ausländer vermieten.“

So wie ihm gehe es vielen, weiß Martina Pernthaler. Im vergangenen Winter 2024/25 fanden über 70 Männer, rund 30 pro Monat, eine Unterkunft im Winternachtquartier. „Kurz vor Schließung im April 2025 hatte die Hälfte der Gäste eine Arbeit, aber keine Wohnung“, sagt sie, „viele leben während der Sommermonate auf der Straße und gehen von dort ihrer Arbeit nach. Das ist die Realität.“

Von den 20 Menschen, die derzeit im Winternachtquartier leben, gehen sieben einer Arbeit nach.

t MEHR ALS EIN

SCHLAFPLATZ:

Das Winternachtquartier bietet derzeit 20 Menschen Unterkunft

Ein Abend im Winternachtquartier

Ein Tag – oder besser eine Nacht – im Winternachtquartier beginnt um 18 Uhr abends. Tagsüber ist die Einrichtung geschlossen. Rund um die Uhr offen zu halten ist aus Kostengründen nicht möglich. Schon jetzt würde das Angebot ohne den Einsatz von rund 30 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die entweder allein oder zu zweit Nachtdienste übernehmen und bis zum nächsten Morgen vor Ort sind, nicht funktionieren.

Ab 14 Uhr ist der Gemeinschaftsbereich zugänglich. „Die Zimmer der Gäste sperren wir um 18 Uhr auf“, sagt Martina Pernthaler. Hier finden sie ein warmes Abendessen in der Küche, das von einem Restaurant zu „einem sehr fairen Preis“ geliefert und von der Genossenschaft bezahlt wird, eine Dusche und – Gesellschaft. Mittwochs bietet eine ehrenamtliche Mitarbeiterin eben einen Italienischkurs an; seit kurzem unterrichtet sie auch etwas Deutsch. „Es ist die Zeit, in der wir ganz unmittelbar für die Gäste da sind. Wir helfen, wo wir können“, erzählt Pernthaler. Etwa beim Erstellen eines Lebenslaufs für eine Bewerbung oder bei organisatorischen Dingen. Und, nicht weniger wichtig: „Wir haben Zeit für Gespräche, für etwas Spaß, für Gemeinschaft. Und ab und zu hat auch jemand das Bedürfnis zu reden und erzählt uns seine Lebensgeschichte.“ Sprachliche Hindernisse lässt man hier nicht aufkommen. Man unterhält sich auf Deutsch, Italienisch oder Englisch, und manche Migranten können sich mit anderen auch in ihrer Muttersprache unterhalten. Ein paar gehen kurz nach draußen, vielleicht für eine Zigarette, oder auch nur, um die orangefarbene Katze zu streicheln, die neuerdings immer wieder an der Tür vorbeikommt und auf ihre Art mit den Bewohnern kommuniziert. Andere ziehen sich früher in ihre Zimmer zurück, telefonieren vielleicht noch mit der Familie oder suchen nach ihrem Arbeitstag einfach etwas Ruhe.

Drei oder vier Betten stehen in jedem der Zimmer. Für etwas mehr Privatsphäre hingen anfangs überall Vorhänge zwischen den Betten. Manche Männer haben sie inzwischen abgenommen, denn nicht wenige teilen sich nun schon seit Monaten ein Zimmer. Um 22 Uhr ist Bettruhe. „Das funktioniert unterschiedlich gut“, räumt Martina Pernthaler ein, „ist aber wichtig – vor allem für jene, die einen langen Arbeitstag hinter sich haben.“

Am nächsten Morgen kommt um 7 Uhr eine der drei Mitarbeiterinnen von b*coop in das Nachtquartier. Sie löst den ehrenamtlichen Nachtdienst ab und bringt frisches Brot fürs Frühstück mit, das von einer Bäckerei kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Kurz vor acht Uhr verlassen die letzten das Haus, bevor es geschlossen wird.

Und am Tag?

Wer keine Arbeit gefunden hat oder noch nicht arbeiten darf, vertreibt sich die Zeit notgedrungen auf andere Weise. Y. ist einer von denen, die bei unserem Gespräch arbeitslos waren. Inzwischen, kurz vor Drucklegung dieser Ausgabe, hat er eine Arbeit gefunden. Er ist 33 Jahre alt und kam über die Balkanroute, wo er schlimme Erfahrungen mach-

te, nach Italien. Hier arbeitete er in landwirtschaftlichen Betrieben auf dem Ritten und in Albeins. Seine jüngeren Geschwister leben in Marokko; seine Eltern starben, als er noch ein Kind war, sodass er früh die Verantwortung für seinen Bruder und seine Schwester übernehmen musste. Er träumte eigentlich von einer Anstellung als LKW- oder Busfahrer, doch dafür müsste er seinen marokkanischen Führerschein in einen italienischen umtauschen lassen, was in seiner derzeitigen Situation von Rechts wegen nicht möglich ist.

Die Hilfe, die er hier in Italien erhält, würde er gerne an die Gesellschaft zurückgeben. „Ich habe versucht, irgendwo als Volunteer ehrenamtlich zu arbeiten, zum Beispiel mit älteren Menschen“, sagt er. „Ich war deswegen auch bei der Caritas, wo man mir sagte, ich müsste mit den Senioren Italienisch sprechen können.“ Mit der für ihn fremden

Sprache hapert es aber noch. Er erzählt auf Englisch von seinem Leben und dem, was einmal seine Träume für eine bessere Zukunft waren. Hier in Brixen gefällt es ihm, und er ist froh, vorläufig im Winternachtquartier sein zu können. A. stammt ebenfalls aus Marokko. Seit drei Monaten ist er arbeitslos. Tagsüber trifft er sich manchmal mit Freunden, die in Hotels arbeiten. „Ich suche Arbeit, auch auf einer Baustelle“, sagt er, „ich habe hier gelernt, wie man Eisen vor dem Zementieren zusammenbindet.“ Auch als Koch hat er Erfahrung. A. spricht fließend Italienisch. „Die Sprache habe ich sehr schnell gelernt“, erzählt er. „Ich habe aber auch etwas ganz Wichtiges verstanden: Man muss nicht nur die Sprache lernen, sondern auch, wie man sich hier zu benehmen hat. Wir sind nicht in Afrika, und die Mentalität in Europa ist eine andere.“ Dennoch: Auch er habe in der Vergangenheit durchaus Fehler gemacht, räumt er ein. „Ich hatte ein schwieriges Leben. Meine leibliche Mutter ist gestorben, als ich klein war. Meine Ziehfamilie war immer gut zu mir. Ich vermisse sie. Das Leben weit weg von der Familie ist nicht leicht.“

Fehlender Wohnraum und eine unsichere Zukunft

p Martina Pernthaler: „Wir sind unmittelbar für die Gäste da und helfen, wo wir können“

t Drei oder vier Menschen teilen sich im Winternachtquartier ein Zimmer

M., Y. und A. sind drei junge Männer zwischen 20 und 35 Jahren. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft wagten sie den Weg nach Europa. Was sie hier erwarten würde, so sagen sie, ahnten sie nicht. Noch wissen sie nicht, wie es für sie weitergeht, wenn sie in wenigen Wochen ausziehen müssen. „Diese ständige Unsicherheit ist schlimm“, sagt M., „egal, wie ruhig du bist, irgendwann wirst du krank und bekommst auch aggressive und negative Gedanken. Du bist hier nicht willkommen und bist im Endeffekt fremd – auch wenn dir viele Menschen von hier durchaus helfen wollen und leider selbst oft nicht können.“

M. hat zwar eine Arbeit, für die er dankbar ist. Aber: „Das allein bietet ihm keine Sicherheit in Bezug auf seine Zukunft“, wie Martina Pernthaler erklärt. „Migrantinnen und Migranten in Italien dürfen, sobald sie ihren Antrag auf eine provisorische Aufenthaltserlaubnis gestellt haben, für 60 Tage keiner Arbeit nachgehen; nach Ablauf dieser Frist hingegen steht ihnen der Arbeitsmarkt offen.“ Dann verfügen sie über eine temporäre Aufenthaltserlaubnis und sind, wenn sie arbeiten, auch krankenversichert. Der Asylbescheid kann jedoch unabhängig von einem bestehenden Arbeitsverhältnis auch negativ ausfallen.

„Viele stehen unter einem großen Druck – allein die Wege zur Quästur sind nervenaufreibend“, sagt Pernthaler. Der bürokratische Aufwand in einem fremden Land, bis sie eine provisorische Aufenthaltsgenehmigung erhalten, ist eine große Belastung. „Wir versuchen, alle so gut wie möglich bei ihrer Suche nach Arbeit und Wohnung zu unterstützen. Wir freuen uns sehr, wenn das gelingt und nicht alle den ganzen Winter über bei uns bleiben müssen. Die große Schwierigkeit ist leistbarer Wohnraum“, sagt Pernthaler, und sie unterstreicht noch einmal, dass Wohnen für alle „das ganz große Thema“ sei. „Die Gäste im Winternachtquartier dürfen hier keinen Wohnsitz anmelden, sondern die Adresse nur für eine Domizilerklärung verwenden.“

Obdachlos

In der Rittnerstraße in Bozen betreibt der Verein Volontarius mit dem Infopoint eine Informations- und Beratungsstelle für in- und ausländische Menschen in besonderen Lebenssituationen. Die Winternachtquartiere, die es neben Brixen auch in Bozen, Meran, Bruneck und Leifers gibt, sollen obdachlosen Menschen während der kalten Jahreszeit

Schutz bieten und sie vor dem möglichen Kältetod bewahren. Im Beschluss Nr. 647 vom 26. August 2025 legte die Landesregierung die Zahl für den diesjährigen Winter auf 180 Plätze fest. Zudem wurde im genannten Beschluss vorgesehen, dass im Fall von besonders ungünstigen Wetterbedingungen weitere 40 Plätze von den genannten Gemeinden zur Verfügung gestellt werden müssen. Der Infopoint teilt die Plätze für die Winternachtquartiere obdachlosen Personen zu und führt auch eine Warteliste. „Darüber hinaus stehen wir hier in Milland auch in Kontakt mit anderen Einrichtungen, wie dem Haus der Solidarität, und können so Plätze vermitteln“, sagt Martina Pernthaler. Für besondere Notsituationen – also wenn abends jemand an die Tür des ehemaligen Pfarrhauses in Milland klopft – gibt es einzelne Notbetten.

„Das kommt nicht so oft vor, war aber zuletzt während der wirklich kalten Wintertage immer wieder der Fall“, sagt Pernthaler, „wir haben ein paar Notbetten aufgestellt, aber zu wenig Platz, um noch mehr Menschen unterzubringen.“

Geführt wird das Winternachtquartier, wie erwähnt, von der Genossenschaft b*coop im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Eisacktal. Die Finanzierung trägt weitgehend das Land Südtirol. Zugleich wird die Genossenschaft von der Pfarrei, der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, der Gemeinde Brixen und von Betrieben und Stiftungen unterstützt. Auch private oder betriebliche Spenden für die Durchführung des Dienstes sind willkommen. Während Geldspenden gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am notwendigsten sind, freuen sich die Bewohner auch über Sachspenden wie Getränke, Schokolade oder Marmelade fürs Frühstück.

Zwischen Hoffnung und zerplatzten Träumen

Für seine Zukunft wünscht sich M. einen positiven Asylbescheid, dass er hierbleiben, arbeiten und sich etwas aufbauen kann, denn: „Es gibt keine Zukunft bei uns in Marokko.“ Y. gesteht, dass er sich trotz der Gemeinschaft, die er in Milland erlebt, einsam fühlt und seine Geschwister in Marokko vermisst. Auch er hofft auf eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, eine Arbeit und – wer weiß – vielleicht gibt er seinem Traum von einem kleinen Fuhrunternehmen wieder eine Chance, obwohl er momentan nicht mehr daran glaubt. Sieben lange Jahre

hat A. seine Familie nicht mehr gesehen. Die Sehnsucht nach ihr ist groß. Hier in Brixen hat er gute Menschen gefunden. Auch seinen früheren Arbeitgeber in Sterzing hat er sehr geschätzt. Sein Wunsch? „Eine Arbeit. Und ein Wiedersehen mit meiner Familie.“

Von November bis Anfang März fanden 44 Gäste in Milland ein warmes Bett: Sechs Personen übernachteten auf den Notbetten, 38 waren dauerhaft oder länger dort untergebracht. Drei von ihnen, M., Y. und A., empfinden ihre Situation oft als zermürbend und hoffen dennoch auf ein besseres Leben – mal mehr, mal weniger. Bis dahin sind sie dankbar für die Gemeinschaft im Winternachtquartier. Und vor allem für Menschen, die ihnen auf Augenhöhe begegnen und ihnen schenken, was für alle zählt: Würde und Menschlichkeit.

johanna.bampi@brixner.info

p Auch ein Deutschund ein Italienischkurs werden einmal pro Woche angeboten

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BRIXEN/MILLAND

Vorübergehende Verlegung

Der Netzbetreiber Terna hat kürzlich in Milland einen Strommast mit der Hochspannungsleitung vorübergehend verlegt. Der 35 Meter hohe Mast wurde vom ursprünglichen Standort verschoben, um die ers-

ten Bauarbeiten des neuen Sport- und Freizeitparks zu ermöglichen. Baubeginn für das erste Baulos, das die Tennisplätze beinhaltet, soll noch in diesem Jahr erfolgen; 2028 sollten die Arbeiten für dieses Baulos abgeschlossen sein.

Die Sport- und Freizeitanlage in Milland wird in mehreren Schritten verwirklicht; die Tennisplätze wurden priorisiert, um sie von ihrem derzeitigen Standort in der Zone Priel verlegen zu können. Die Gemeinde plant schon seit

einigen Jahren, das Areal rund um die Musikschule und die Acquarena aufzuwerten: „Mehrere bedeutende Projekte sind mit der Verlegung der Tennisplätze verbunden: die Erweiterung der Acquarena, die die Freizeitmöglichkeiten weiter verbessert, die Schaffung eines neuen Stadtparks ‚Priel‘ und die dringend benötigte Errichtung zusätzlicher Tiefgaragenplätze“, erklärte Bürgermeister Andreas Jungmann Ende 2024. Der „Brixner“ stellte den neuen Sport- und Freizeitpark in Milland in Ausgabe 387 vom April 2022 ausführlich vor – nachzulesen in der kostenlosen „Brixner“-App. av

BRIXEN

Gehsteig Sarns: Es geht los

In der Kapelle im neuen Seniorenzentrum Ella in der Elisabethsiedlung wird jeden Dienstag um 10 Uhr eine Messe oder ein Wortgottesdienst gefeiert, der allen offensteht. Man erreicht die Kapelle über den Haupteingang.

Anfang März haben die Bauarbeiten für den Gehsteig in Sarns begonnen. Ansässige dürfte das freuen, denn der 630 Meter lange Gehweg wird künftig die Sicherheit für Fußgänger erhöhen und die Anbindung von Sarns an Milland verbessern. Der Gehsteig führt nämlich von der Kirche in Sarns an der Landesstraße 28 bis zur Bushaltestelle „Bodner“. Von dort zweigt der Franz-von-Unterrichter-Weg nach Westen nach Milland ab und verbindet damit die zwei Brixner Fraktionen für Fußgänger. Der Gehsteig verläuft auf der Westseite der Landesstraße, ist durch einen 15 Zentimeter hohen Randstein von der Fahrbahn getrennt und 1,5 Meter breit. Das Projekt war seit mehreren Jahren geplant; bis Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Projekt kostet 1,1 Millionen Euro. av

Die Lions Clubs Südtirol unterstützen den Verein Diabetes Union mit einer Spende von 10.000 Euro für Schulcamps für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes – eine Initiative, die die Selbstständigkeit, die Inklusion und das Bewusstsein im Umgang mit der Krankheit fördern soll.

Im Rahmen der Vollversammlung der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal-Wipptal-Gröden wurde der Bezirksvorstand neu gewählt: Nives Fabbian (Präsidentin), Elfriede Burger, Ilaria Zanesco, Annelis Conci, Annamaria Girardi, Christine Notdurfter, Rita Glira und Valeria Casazza.

„Ort für neue Ideen“

BETTINA KERER, Stadträtin für Vereinswesen im Bereich Freizeit, über die Zwischennutzung des Schenoni-Areals – und warum das „Urban Lab“ Raum für kreative Projekte und Begegnungen bieten soll.

Frau Kerer, das Schenoni Areal soll künftig auch für Zwischennutzungen geöffnet werden. Was steckt hinter diesem Konzept?

Zwischennutzungen sind ein wichtiger Baustein in der kooperativen Entwicklung des Schenoni Areals. Während wir gemeinsam mit Fachplanern und der Bevölkerung an der langfristigen Vision arbeiten, wollen wir die vorhandenen Räume bereits heute zugänglich machen. Das heißt: Wir schaffen Platz, um Ideen auszuprobieren und neue Formate zu testen und das Areal schrittweise wieder mit Leben zu füllen.

Wer kann das „Urban Lab“ nutzen, und welche Projekte sind dort denkbar?

Die rund 450 Quadratmeter große Halle steht Jugendinitiativen, Kultur und Sozialvereinen, engagierten Gruppen sowie interessierten Privatpersonen offen. Denkbar sind kulturelle Formate, Workshops, Ausstellungen, kreative Experimente, Pilotprojekte oder auch soziale Initiativen. Entscheidend ist, dass die Projekte zeitlich begrenzt, offen für die Gemeinschaft und im Sinne eines lebendigen, nachhaltigen Stadtteils gedacht sind. Die Anfrage um Benutzung und weitere Informationen gibt es in der Gemeinde.

Warum ist es wichtig, dass bereits temporäre Nutzungen möglich sind, parallel zu den Arbeiten zur langfristigen Entwicklung?

Gerade bei großen Stadtentwicklungsprojekten vergehen zwischen Konzept, Planung und Umsetzung oft mehrere Jahre. Mit der Öffnung des „Urban Lab“ reagieren wir darauf aktiv. Wir möchten vermeiden, dass das Areal über lange Zeit ungenutzt bleibt. So kann die Bevölkerung den Platz schon heute erleben und mitgestalten. Gleichzeitig können wir dadurch wichtige Erfahrungswerte sammeln, welche Angebote oder Funktionen künftig besonders gut funktionieren. lia.vontavon@brixner.info

Foto: Oskar
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BRIXEN

„Med Bistro Guggenberg“: die

Termine

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Das gemeinnützige Format vereint Ärztinnen und Ärzte verschiedenster Fachdisziplinen, die sich einen Nachmittag im Monat die Zeit nehmen, Patientinnen und

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Patienten Fragen zu beantworten und sie zu begleiten. „Wir sind das ganze Jahr über am dritten Donnerstag im Monat von 14 bis 17 Uhr im Haus Guggenberg zu finden“, erklärt Dr. Markus Markart. Die Termine für 2026 sind also der 16. April, der 21. Mai, der 18. Juni, der 16. Juli, der 20. August, der 17. September, der 15. Oktober, der 19. November und der 17. Dezember. Zu betonen ist, dass keine Untersuchungen vorgenommen oder Diagnosen gestellt werden. Vielmehr geht es den Fachkräften darum, Patienten gut zu informieren und Fragen zu beantworten, damit sie das „Med Bistro Guggenberg“ gestärkt und mit mehr Klarheit verlassen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig; es wird gebeten, alle vorhandenen Unterlagen mitzubringen. Ähnliche Formate wie das „Med Bistro Guggenberg“ gibt

es bereits in der Schweiz und auch in Südtirol; in Brixen wurde das neue Angebot von den Ärzten Luis Habicher und Markus Markart vor ein paar Monaten ins Leben gerufen. Willkommen sind nicht nur die Patienten selbst, sondern auch deren Kinder oder Angehörige. Informationen finden sich auf der Website www.guggenberg.it sowie unter dem WhatsApp-Kanal „Med Bistro Guggenberg“. Dort werden auch jeden Monat die Fachrichtungen mitgeteilt, die zum jeweiligen Termin anwesend sein werden. Im „Brixner“ Nr. 430 vom November 2025 stellten Luis Habicher und Markus Markart das Projekt ausführlich vor – nachzulesen in der kostenlosen „Brixner“-App. av

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Die Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen lud vom 6. bis zum 23. März zu einer besonderen Ausstellung in den Brixner Lauben ein. Passend zum 8. März, dem Tag der Frau, wurden 13 Porträts von Frauen gezeigt, die die Geschichte geprägt haben. In der Ausstellung sollten diese Frauen sichtbar gemacht und zugleich aufgezeigt werden, wie wichtig Gleichberechtigung ist. Zu den Frauen, die porträtiert wurden, zählt auch Franca Viola, die sich 1966 der erzwungenen „Wiedergutmachungsheirat“ nach ihrer Entführung und Vergewaltigung durch einen Mafioso widersetzte. Ihr Fall führte 1981 zur Aufhebung des Artikels über „Wiedergutmachungsheirat” im italienischen Strafgesetzbuch und zur Definition von Vergewaltigung als Verbrechen. Auch international bekannte Persönlichkeiten

BRIXEN

Weißer Turm öffnet wieder

wie die italienische Astronautin

Samantha Cristoforetti, die die erste europäische Kommandantin der ISS wurde, waren Teil der Ausstellung. Ebenso wurde an Frauen erinnert, die durch Mut Geschichte schrieben, etwa Sophie Scholl aus der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Außerdem wurden Frauen gewürdigt, die in Südtirol eine wichtige Rolle spielten, darunter die Brixner Politikerin Ada Giacomin Scaggiante, die als erste Frau in den Gemeinderat von Brixen gewählt wurde, und die Ordensschwester Elisabetta Boscheri, die sich jahrzehntelang für Menschen am Rand der Gesellschaft einsetzte. Die Ausstellung zeigte, wie wichtig Frauen für die Gesellschaft sind und dass Gleichberechtigung zu Fortschritt und einer gerechteren Gesellschaft führt. hh

Ab 4. April und bis Allerheiligen finden wieder die wöchentlichen Samstagführungen im Weißen Turm statt. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor der Hofburg Brixen. Ernst Delmonego und Marialuise Pfattner erzählen Besucherinnen und Besuchern auf zehn Ebenen die Geschichte, Bedeutung und Aufgaben des Turms in der Vergangenheit und der Gegenwart. Besucht werden kann unter anderem das „Turmweibele“ (im Bild) – in Gedenken an Frau Putzer, die letzte Nachtwächterin Brixens, die 1952 im Dienst war. Außerdem gibt es eine begehbare Turmkugel, verschiedene Turmuhren, die Karfreitagsratsche, Glocken und den Raum der Turmwärter mit Glockenspiel zu sehen. Wer möchte, kann die Führung in Kombination mit kleinen Jahrgangstreffen oder Geburtstagen buchen – Platz dafür ist in der Helm- und Wappenstube. Die Führung kostet zehn Euro pro Person für Erwachsene sowie fünf Euro für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Gruppen können den Turm auch an anderen Tagen besuchen – dafür ist eine Voranmeldung nötig: 0472 830505. av

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„Jedes Gefühl ist ein gutes Gefühl“

Der Umgang und die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen waren die zentralen Themen eines Informationsabends am 10. März, den der Jugenddienst Brixen und der Bildungsausschuss Albeins gemeinsam organisiert hatten. Dazu luden sie Emi Massmer ein: Der junge Erwachsene lebt im Vinschgau und erhielt 2021 die Diagnose Depression. In seinem eineinhalbstündigen Vortrag sprach Massmer über seine Erfahrungen mit der Erkrankung und wie es ihm gelang, zurück ins Leben zu finden. Unter anderem wollte er seine Mitmenschen auf die Wichtigkeit des Zuhörens und Sichaustauschens machen. Auch Selbstreflexion, das Hinterfragen

von selbst definierten Wichtigkeiten und das Akzeptieren des eigenen Gefühlszustands gehörten zum Weg mit Depression dazu. „Jedes Gefühl ist ein gutes Gefühl – wichtig ist, dass wir darüber sprechen“, so Massmer. Am Ende des Vortrags diskutierten die Teilnehmenden offen über das Thema, was deutlich machte, dass der Gesprächsbedarf dazu nach wie vor groß ist. In Südtirol gibt es ein breites Netz für alle, die Unterstützung brauchen: Unter anderem ist das psychologische Krisentelefon 800101800 rund um die Uhr erreichbar, ebenso die Telefonseelsorge der Caritas unter 0471 052052 oder unter www.telefonseelsorge.bz.it. av

BRIXEN

Angebote für Väter

Gutes von hier

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am Hartmannplatz von 7.30–13 Uhr

Ganzjährig jeden Mittwoch und Samstag, samstags mit Tirtlstand

Ganzjährig jeden Mittwoch und Samstag, ab 15. April samstags mit Tirtlstand

Samstag, 15. April, großes Frühlingsfest. Schauen Sie vorbei!

Frühlingsfest am Samstag, 18. April. Schauen Sie vorbei! am Hartmannplatz von 7.30–13 Uhr

Das Eltern-Kind-Zentrum (Elki) in Brixen bietet Familien vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. Seit Kurzem gibt es zwei neue Angebote für Väter: Der Vätertreff lädt Väter mit Kindern von null bis sechs Jahren zu einem gemeinsamen Spielevormittag ein. Durchschnittlich nehmen rund zehn Väter teil. Gegründet wurde der Treff von Walter Prader; derzeit begleiten ihn die Freiwilligen Hannes Rabensteiner, Georg Pardeller und Felix Baumgartner. Interessierte können jederzeit dazukommen; Voraussetzung ist lediglich eine Elki-Mitgliedschaft. Der nächste Termin ist am 11. April von 9 bis 11.30 Uhr. Ein weiteres Angebot sind die „Väter-Räume“, die auch Nichtmitgliedern offenstehen und in Zusammenarbeit mit dem Kinderdorf angeboten werden. Ein-

mal im Monat treffen sich Väter mit Kindern von null bis fünf Jahren in den „Väter-Räumen“ zum Austausch über Vatersein, Partnerschaft und Emotionen. Der nächste Termin ist am 10. April von 19.30 bis 21.30 Uhr im Elki Brixen. Ein weiteres Angebot für junge Familien nennt sich „Family Support“: Geschulte Freiwillige begleiten Familien mit Babys im ersten Lebensjahr im Alltag – beim Spazierengehen, beim Haushalt oder bei Terminen. Zurzeit werden vier Familien begleitet. Interessierte aus den Gemeinden Brixen, Lüsen, Mühlbach, Natz-Schabs, Rodeneck, Vahrn oder Vintl können sich bei Linda Faconti telefonisch unter der Nummer 392 7533787 oder an brixen@family-support.it melden. hh

Frisch vom Bauernhof

VAHRN, NATZ-SCHABS, FRANZENSFESTE

Namen gesucht

Wie bringt eine öffentliche Verwaltung ernste Themen an die Bevölkerung? Diese Frage haben sich die Gemeinden Vahrn, Natz-Schabs und Franzensfeste gestellt und einen

gemeinsamen Lösungsweg erarbeitet. Künstler Jochen Gasser hat im Auftrag der Gemeinde jeweils fünf Leitfiguren entworfen – eine Leitfiguren-Familie sozusagen, bestehend

aus Mutter, Vater, Sohn, Tochter und Haustier. Diese Figuren sollen Teil einer Sensibilisierungskampagne werden, mit der die Gemeinden Themen des täglichen Miteinanders aufgreifen wollen: Respekt, Toleranz, Freundlichkeit, Umwelt. „Es geht uns nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern um ehrliches Hinschauen –mit Humor, Selbstironie und einem Augenzwinkern“, sagt die Vahrner Vizebürgermeisterin Margareth Mair Engl. Im Sommer soll mit dem ersten Themenbereich der Kampagne gestartet werden. Bis es soweit ist, suchen die Gemeinden noch nach Namen für die Leitfiguren. Mitmachen können die Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Gemeinde. Alle Informationen dazu findet man auf dem Facebook- und Instagram-Kanal „Gemeinsam Eins – Insieme Uniti“.

NATZ-SCHABS

Feuer auf dem Dach?

Die Feuerwehrhalle von Natz ist schön zentral gelegen – direkt am Dorfplatz. Allerdings ist sie auch in die Jahre gekommen, sodass man seit 25 Jahren nach einer Lösung sucht, um sie zu vergrößern und zu modernisieren. Mitten im Dorf sind die Platzverhältnisse aber naturgemäß eng, und so kreuzten sich die Pläne von Feuerwehr und Gemeinde mit den Interessen eines Anrainers. Auf der Suche nach Alternativen wurde die Gemeinde im Bereich des Vereinshauses fündig, 350 Meter vom heutigen Standort

entfernt. Nachdem der Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr diesen Standort gutgeheißen hatte, kaufte die Gemeinde das Grundstück um 665.000 Euro und reservierte im Haushalt 300.000 Euro für die Planung. Der im letzten Jahr neu eingesetzte Vorstand der Feuerwehr teilte der Gemeinde aber mit, dass man doch lieber im Zentrum bleiben und dahingehend noch einmal alle Möglichkeiten prüfen möchte. Der Natzner Gemeindereferent Helmut Plaickner, selbst Mitglied der Feuerwehr, ist enttäuscht über den überraschenden Sinneswandel.

Kommandant Michael Mair ist um Deeskalation bemüht: „Wir würden einen Standort im Dorfkern bevorzugen, haben unsere Vorstellungen der Gemeinde in drei Varianten noch einmal skizziert und gebeten, diese noch einmal genau auf ihre Machbarkeit hin zu bewerten.“ Sollte es dahingehend wirklich keine Lösung geben, habe man den Standort beim Vereinshaus auch nicht kategorisch ausgeschlossen, so Mair. Inzwischen wird der angekaufte Grund als Parkplatz adaptiert. oz

Foto:
Oskar
Zingerle

PORTRAIT: Von klein auf geprägt vom Rodelsport, zielstrebig und fokussiert – das ist DOMINIK FISCHNALLER. Der Olympia-Medaillengewinner spricht klar und direkt über sein Leben als Spitzensportler. Er wirkt bodenständig und voller Lebensfreude – einer, der weiß, was er kann und genau deshalb so entspannt bleibt.

Das Gespräch mit Dominik Fischnaller ist erfrischend und kurzweilig. Und es ist schnell. Klare und knappe Antworten auf die Fragen, keine Ausschweifungen, keine Allüren. Der frischgebackene Olympiamedaillengewinner beeindruckt durch seine Natürlichkeit und seine Gelassenheit. Die Bilanz der Südtiroler Kunstbahnrodler bei den Olympischen Spielen 2026 ist „ein Traum“, wie er sagt. Dominik Fischnaller hat zweimal Bronze geholt, einmal in der Einzelwertung und einmal in der Teamstaffel. Die Olympischen Spiele 2026 sind mittlerweile Geschichte, „eine wunderbare Geschichte“. Er ist wieder daheim in seinem Meransen.

Dort ist er mit zwei älteren Geschwistern aufgewachsen, dort hat er – „wie alle Kinder“ – auf der Startrodelbahn erste Erfahrungen gesammelt. „Und ich war immer unter den Besten.“ Emil Lechner, der Bruder der Rodel-Olympiasiegerin von 1968, Erika Lechner, nahm ihn dann gemeinsam mit Schwester Nathalie und Ludwig Rieder nach Innsbruck. Er hatte das Ausnahmetalent von Dominik Fischnaller erkannt –und eine Erfolgsstory nahm ihren Lauf.

Nach der Mittelschule im Mühlbacher Herz-Jesu-Institut –„ich gehörte zu den ersten vier Buben dort“ – wechselte er an die Sportoberschule nach Mals. Das Maturajahr absolvierte er dann in Bozen, weil er da schon Mitglied bei der Sportgruppe der Carabinieri war.

Erfolgsverwöhnt

Aus dem Stegreif zählt er seine größten Erfolge auf. 2013 war er Juniorenweltmeister, 2017 gewann er bei den Weltmeisterschaften zwei Bronzemedaillen, bei der Weltmeisterschaft 2020 eine weitere, und 2023 wurde Dominik Fischnaller Gesamtweltcupsieger. Auch die Olympiamedaillen in Cortina

DISZIPLINIERT UND BESTÄNDIG:

Dominik Fischnaller hat noch lange nicht genug vom Sportlerleben

u

sich selbst. „Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass ich nie mit großen Rückschlägen zu kämpfen hatte, dass ich nie an mir zweifeln musste.“

Der 33-Jährige hat auf alle Fälle Lust, „noch länger dabei zu sein.“ Mindestens ein Mal möchte er noch an den Olympischen Winterspielen teilnehmen, „danach werde ich schauen, wie es weitergeht.“

„Olympia ist einfach bärig“

Über dieses Danach hat er sich bislang noch nicht wirklich Gedanken gemacht. Warum auch? „Ich habe mein ganzes Leben lang gerodelt“, lacht er, „ich kann eigentlich nichts anderes.“ Es werden sich aber Möglichkeiten auftun, da ist er sich ganz sicher, als Trainer oder als Coach.

Die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen sind sein nächstes großes Ziel. „Weil Olympia einfach bärig und aufregend ist.“ Im Sportzirkus sei das Kunstbahnrodeln eher eine Randsportart. Olympische Spiele böten da ein ungewohntes Rampenlicht – ein Rampenlicht, das wohltut. Lohn für Disziplin und Ausdauer. „Nach Peking wieder auf dem Siegertreppchen zu stehen, das war schon ein gigantisches Gefühl.“

Am 8. April wird es einen Empfang bei Staatspräsident Sergio Mattarella geben und am Tag danach eine Audienz bei Papst Leo XIV. Dem Staatspräsidenten ist Dominik Fischnaller schon mehrmals begegnet; das Treffen mit dem Pontifex bedeutet da schon etwas mehr Aufregung.

Training, Training, Training

„ Nach Peking wieder auf dem Siegertreppchen zu stehen, das war schon ein gigantisches Gefühl“
Dominik

Fischnaller, Kunstbahnrodler

waren nicht neu für ihn: 2022 hatte er bereits Bronze in Peking geholt. „Und dazwischen gab es jede Menge WeltcupPodestplätze.“ Dass vor allem Bronzemedaillen seine größten Erfolge sind, tut der Freude absolut keinen Abbruch: „Es ist unglaublich schwierig, überhaupt auf das Podest zu kommen.“

Mit 16 Jahren fuhr er bereits im Weltcup mit, das erste Weltcuprennen gewann er 2013 in Lillehammer. Sein großes Vorbild Armin Zöggeler landete damals auf dem vierten Platz. „So etwas beflügelt natürlich.“

Der mentale Druck im Sport sei aber groß. Da könne es schon sein, dass jemand beim Training „gewaltige Zeiten“ fahre und diese Leistung beim Rennen nicht mehr zeige. Dominik Fischnaller hat seine eigenen Rituale gefunden, um mit dem Druck umzugehen, und er hat großes Vertrauen in

In ein paar Wochen dann wird der Alltag wieder einkehren. Alltag – das heißt am Vormittag Training auf der Startrodelbahn, im Kraftraum und auf dem Sportplatz und am Nachmittag Ausdauer- und Sprinttraining. „Und dazwischen ein Mittagsschläfchen.“ Erfolg lebt von Beständigkeit und Disziplin. Dominik Fischnaller mag sein Leben. Seine Frau Emily Sweeney, eine US-amerikanische Rennrodlerin aus Lake Placid/New York, hat er bereits vor 16 Jahren kennengelernt. Das Paar ist seit Mai vergangenen Jahres verheiratet und hat sich in Meransen ein Heim gebaut. Die Familie gibt ihm Kraft, ist Rückzugsort und Tankstelle gleichermaßen. Auf der Straße wird der sympathische Sportler immer wieder erkannt. „Da gibt es diejenigen, die etwas verstohlen schauen, und andere, die mich ganz direkt ansprechen.“ Er genießt diese Aufmerksamkeit, geht ganz ungezwungen damit um. Und er genießt auch die Feiern, die ihm und den anderen Olympioniken zu Ehren organisiert wurden. Meransen, Villanders, Völs, Rodeneck, Feldthurns – „die Freude war immer unbeschreiblich groß.“ Der Empfang des gesamten Rodelteams am 20. Februar in Meransen war ein wahres Volksfest. Elf Medaillen galt es insgesamt zu feiern und es gab ein Geburtstagsständchen für Dominik Fischnaller. „Happy Birthday“ aus Hunderten Kehlen. Weil er einer von ihnen ist. Weil sie einfach stolz auf ihn sind.

Der Rodler

BRIXEN

BOZEN/BRIXEN

Giudiceandrea neuer Unipräsident

Der Universitätsrat der Freien Universität Bozen wählte Federico Giudiceandrea, Unternehmer und Ingenieur aus Brixen, kürzlich zum sechsten Präsidenten und damit zum Nachfolger von Professorin Ulrike Tappeiner. „Ich übernehme dieses Amt mit großem Verantwortungsbewusstsein. Die Freie Universität Bozen ist eine junge Universität, die sich durch ihre internationale Ausrichtung, ihre starke Verankerung im Land und die hohe Qualität von Forschung und Lehre einen Namen gemacht hat“, betonte Giudiceandrea nach seiner Wahl. Für die nächsten vier Jahre hat er große Pläne: die Förderung von jungen Forschenden, das Zusammenbringen von Wirtschaft und Kultur, die Stärkung der mehrsprachigen interkultu-

rellen Universität sowie die Verbindung von Wissenschaft, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Bildungswissenschaftlerin Irene Cennamo wurde zur Vizepräsidentin gewählt. Sie möchte die Universität als Ganzes stärken und die Mehrsprachigkeit als Brücke zwischen Kulturen und Gesellschaft nutzen. Insgesamt besteht der Universitätsrat aus acht Mitgliedern: Neben dem Präsidenten und der Vizepräsidentin gehören ihm Rektor Alex Weissensteiner, Giovanni Mastrobuoni, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Turin, Rechtsanwalt Karl Zeller, André Comploi, Direktor des Ressorts für Ladinische Bildung und Kultur, Generaldirektor Günther Mathà und Studentin Elisa Bortolotti an. hh

Neue Führung im hds-Bezirk

Der Wirtschaftsverband hds (Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol) im Bezirk Eisacktal/ Wipptal verabschiedete Ende Februar den langjährigen Bezirksleiter Michael Kerschbaumer in den wohlverdienten Ruhestand. An seiner Stelle übernimmt Sara Schifferegger die Bezirksleitung. Sie steht damit vor der Aufgabe, die

Rosa Carlino trat kürzlich als Verwaltungsratsmitglied des Öffentlichen Betriebes für Pflege- und Betreuungsdienste „Zum Heiligen Geist“ zurück. Auf Vorschlag der Gemeinde Brixen könnte Caterina Praticò ihre Nachfolge antreten, wenn das Land dies innerhalb von 60 Tagen gutheißt.

Interessen der Mitgliedsbetriebe zu vertreten, sie zu unterstützen und die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers fortzuführen. Kerschbaumer blickt auf eine beeindruckende Karriere von 39 Jahren im hds zurück, wovon er fast 25 Jahre lang die Leitung des Wirtschaftsverbands im Eisacktal und im Wipptal innehatte. Während seiner Amtszeit galt er als sehr zuverlässiger Ansprechpartner, der sich mit viel Engagement und Verantwortungsbewusstsein für die lokale Wirtschaft einsetzte. Seine Verdienste für Handel, Gastronomie und den Dienstleistungssektor sowie die

Albert Stampfl, langjähriger Obmann des Vereins Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen, stand bei der letzten Vollversammlung nicht mehr zur Wahl. Klaus Kolhaupt wurde zu seinem Nachfolger gewählt.

Förderung der Standortentwicklung, der lokalen Wertschöpfung, der Zusammenarbeit zwischen Betrieben und der Stärkung der Nahversorgung und der Ortskerne wurden bei seiner Verabschiedung gewürdigt. hds-Präsident Philipp Moser, Direktorin Sabine Mayr und Bezirkspräsident Hartmut Überbacher dankten Kerschbaumer für seine jahrzehntelange Tätigkeit im Verband.

Im Bild (von links): Philipp Moser, Sabine Mayr, Michael Kerschbaumer, Sara Schifferegger und Hartmut Überbacher. hh

Die Brixner Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kunstpublizistin Marion Piffer Damiani stand der Stiftung Museion rund 15 Jahre lang als Präsidentin vor und prägte mit ihrem Engagement das Museum wesentlich mit. Anfang März wurde Tanja Pichler zur neuen Präsidentin gewählt.

mein Hoppala

„Vollkommen in Ordnung“

Für meine Arbeit in einem Physiotherapiezentrum bereite ich mich zu Beginn eines Arbeitstages immer sorgfältig auf meine Termine vor, damit ich später während der Behandlung gezielt arbeiten kann und keine Zeit mit Nachfragen verliere. An einem besonders vollen Nachmittag war das nicht anders: Ich hatte mir zu Tagesbeginn gemerkt, dass ein Patient Probleme mit dem rechten Knie hatte. Mit dieser Information im Kopf arbeitete ich mich Termin für Termin durch den Nachmittag. Als besagter Patient schließlich in den Behandlungsraum kam, legte ich also ohne großes Zögern los: Untersuchung, Beweglichkeit testen, drücken, tasten – alles konzentriert auf das rechte Knie, das viel beweglicher war als anfangs erwartet. Erst im Laufe der Behandlung dämmerte mir langsam, dass irgendetwas nicht zusammenpasste. Nach einer weiteren ausgiebigen Untersuchung des rechten Knies kam irgendwann die erlösende – beziehungsweise eher beschämende – Erkenntnis: Nicht das rechte, sondern das linke Knie bereitete ihm Probleme. Immerhin konnte ich ihm am Ende versichern: Das rechte Knie ist vollkommen in Ordnung.

Himbeerkuchen im Blech

Zutaten

Für den Rührteig:

200 g weiche Butter

150 g Zucker

½ Pck. Vanillezucker

1 Prise Salz

Geriebene Zitronenschale

3 Eier

225 g Weizenmehl

1 gestr. TL Backpulver

2-3 EL Milch

Für die Creme:

400 g Mascarpone

100 g Vanillejoghurt

30 g Puderzucker

250 g Himbeeren (auch tiefgekühlt)

½ Pck. Sahnesteif

30 g Zucker

Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für den Teig die Butter in einer Rührschüssel geschmeidig rühren. Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale unterrühren, bis eine gebundene Masse entsteht. Die Eier einzeln dazugeben. Mehl und Backpulver mit der Milch kurz unterrühren. Den Teig im Backblech glattstreichen und etwa 20 Minuten backen. Den Kuchen erkalten lassen. Für die Creme Mascarpone mit Joghurt und Puderzucker aufschlagen und auf dem Kuchen verteilen. Zucker mit Sahnesteif mischen, auf die Himbeeren streuen, pürieren und auf dem Kuchen verteilen.

Ein bisschen Sommerfeeling gefällig? Alessandra Scorrano, Führungskraft der Gemeinde Brixen für den Bereich Bildung, Kultur und Soziales, kocht und backt sehr gerne und hat dem „Brixner“ dieses leckere Kuchenrezept verraten.

Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

LAMM ento

Spraydose

„Sorry, aber das ärgert mich nun wirklich“, ärgert sich der Franz, während er auf seinen Cappuccino wartet. Sei doch nicht so ungeduldig, sag ich, Frieda ist ja schon dabei. „Bin ja schon dabei“, ruft Frieda von der Kaffeemaschine herüber, aber Franz sagt: „Lass dir Zeit, i hon derweil. Mich empört etwas ganz anderes.“ Ach, sag ich, du bist also auch Opfer des globalen Empörungstrends? Heutzutage ist ja jeder empört. Über alles. Es fehlt uns die Gelassenheit, sag ich. „Gelassenheit?? Wie kann ich gelassen bleiben, wenn es in unserem schönen Städtchen wieder Idioten gibt, die die Wände vollkritzeln? Letzthin sogar an der Musikschule, verstehst du? Diese wirren Ansammlungen von eckigen und krakeligen Buchstaben überall in der Stadt sollen mich nicht ärgern? Sorry, die ärgern mich aber. Und zwar gewaltig. Es sind ultimative Missachtungen des Gemeinschaftseigentums, verpackt in der lächerlichen Selbstinszenierung eines Deppen, der grad noch genügend Hirn hat, um eine Spraydose bedienen zu können. Zu mehr reicht es nicht. Diese sinnlosen Zeichen, die wahllos auf historische Mauern, Verkehrsschilder, Bahnsteige und private Hauseingänge gesprüht werden, sind schlicht und ergreifend die Manifestation von Besitzanspruch durch Zerstörung. Sie signalisieren nicht Rebellion oder Kreativität, sondern nur die Gleichgültigkeit des Deppen gegenüber fremdem Eigentum.“ Na ja, sag ich, ich seh das viel gelassener. Aber … sollte ich irgendwann einen dieser Deppen in flagranti erwischen, zwinge ich ihn an Ort und Stelle, die Wand zu reinigen. Mit seiner Zunge.

Rotary-Nachwuchsclub gegründet

Seit 16. Februar gibt es in Brixen einen Rotaract Club. Die Nachwuchsorganisation des Serviceclubs Rotary Brixen wird künftig im Eisacktal, Pustertal, Wipptal, Gröden und Gadertal aktiv sein. 14 Mitglieder zählte der Verein zum Zeitpunkt seiner offiziellen Eintragung, die in Treviso bei der Distriktversammlung erfolgte. Alexa Barbolini ist die erste Präsidentin von Rotaract Brixen. Der Club besteht aus jungen Erwachsenen, die sich sozial engagieren, sich persönlich weiterentwickeln und ein berufliches Netzwerk aufbauen möchten. Dafür will Rotaract Brixen lokale Wohltätigkeits- und Hilfsprojekte unterstützen, Workshops und Weiterbildungsformate organisieren sowie gemeinsame Aktivitäten durchführen. Insgesamt gibt es derzeit über 8.700 Rotaract-Clubs weltweit: Sie zählen gemeinsam etwa 200.000 Mit-

glieder in 170 Ländern. In Italien gibt es knapp 450 Rotaract-Clubs. Den „erwachsenen“ Rotary Club Brixen Bressanone Persenon gibt es indes seit 1972: Aktuell zählt er rund 50 Mitglieder. Die Präsidentschaft wechselt jährlich; derzeit steht Roger Pycha dem Club vor. Im Bild (von links): Lukas Brugger, Vorstandsmitglied von Rotaract Brixen, Alexa Barbolini, Präsidentin von Rotaract Brixen und Diego Barbolini, Rotary Brixen. av

Wäre es sinnvoll, Südtirols Fernheizwerke zu verpflichten, einheimisches Holz zu verwenden?

FRANZ LOCHER,

Landtagsabgeordneter (SVP): „Ist es sinnvoll, Holz über weite Strecken zu transportieren?“

Der Hintergrund:

Eigentlich ist es bereits Realität: Viele Südtiroler Biomasse-Fernheizwerke verwenden schon jetzt fast ausschließlich Holz aus den hiesigen Wäldern. Trotzdem ist letzthin auf politischer Ebene der Wunsch deponiert worden, den Anteil des lokalen Rohstoffes möglichst auf 100 Prozent zu steigern.

Ja, aber: Von „Zwang“ kann hier keine Rede sein. Der im März vom Landtag genehmigte Beschlussantrag zielt vielmehr darauf ab, bestehende Kreisläufe zu optimieren und den Anteil einheimischen Brennmaterials schrittweise zu erhöhen – im Idealfall auf 100 Prozent. Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist bewaldet. Damit unsere Wälder gesund bleiben, ist eine kontinuierliche Verjüngung notwendig. Jährlich können rund zwei Millionen Kubikmeter Holz genutzt werden, ohne dem Bestand zu schaden. Bereits im Jänner wurde ein Beschluss gefasst, der gezielte Waldpflegemaßnahmen und Förderungen dazu vorsieht. Ziel ist es, Waldbesitzer zu motivieren, brachliegendes Schadholz aufzuarbeiten und die Erschließung schwer zugänglicher Waldgebiete zu verbessern. In den vergangenen Jahren fehlten oft die Anreize, da ein übersättigter Holzmarkt zu niedrigen Preisen führte. Diese Situation hat sich inzwischen geändert. Künftig sollen Waldbesitzer für ihre oft nicht ungefährliche Arbeit angemessener entlohnt werden. Für die Verbraucher von Fernwärme bedeutet dies keine spürbare Mehrbelastung: Selbst ein Anstieg des Holzpreises um zehn Prozent würde sich lediglich in etwa drei Prozent höheren Energiepreisen niederschlagen. Abschließend stellt sich eine einfache Frage: Ist es wirklich sinnvoll, Holz über weite Strecken zu transportieren, während gleichzeitig wertvolle Ressourcen in unseren heimischen Wäldern ungenutzt verrotten? Wohl kaum.

ALEXANDER TAUBER, Geschäftsführer der Fernwärme

Vahrn-Brixen Kons.GmbH:

„Nicht machbar und unsinnig“

NEIN

In den zwei Heizwerken in Vahrn, die die Gemeinden Vahrn und Brixen versorgen, verbrennen wir rund 160.000 Schüttraummeter an Hackschnitzeln. Etwas mehr als die Hälfte davon kommt von vier lokalen Sägewerken, und die andere Hälfte wird in Form von Brennholz eingekauft, das wir ausschließlich lokal erwerben und in der Folge häckseln. Seit dem Windwurf Vaja und seit dem Borkenkäferbefall haben wir laufend mehr Rundholz eingekauft als wir benötigen und vor Ort zwischengelagert, um den Waldeigentümern entgegenzukommen. Nur kleinere Mengen an Hackschnitzeln beziehen wir von außerhalb Südtirols. Daher üben wir sicher eine Vorbildfunktion für die Verwendung von lokalen Rohstoffen aus. Dennoch sehe ich es als nicht machbar und unsinnig, die Südtiroler Fernheizwerke zu zwingen, nur einheimisches Holz zu verwenden. Es ist mittelfristig nämlich nicht gewährleistet, dass genügend Holz aus Südtiroler Wäldern verfügbar sein wird. Wir spüren jetzt schon, dass nach den großen Mengen der Vorjahre die Liefermenge abnimmt. Die wenigen Hackschnitzel von außerhalb Südtirols kaufen wir übrigens zum günstigeren Preis als vor Ort ein. Ist der Abnehmer bereit, einen höheren Preis für die Fernwärme zu bezahlen, wenn wir für den Rohstoff in Südtirol mehr bezahlen müssen? Auch sind die lokal von den Sägewerken erworbenen Hackschnitzel nicht ausschließlich aus Südtiroler Holz entstanden, da sie ja auch teilweise von auswärts zukaufen. Wie will man dies kontrollieren?

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Foto: Ivo Corra

RIEPER

RIEPER WO AUS GETREIDE DEINE ZUKUNFT ENTSTEHT

WO AUS GETREIDE DEINE ZUKUNFT ENTSTEHT

Bei RIEPER entstehen aus Getreide hochwertige Mehle und Futtermittel und aus Engagement echte Perspektiven. Das familiengeführte Unternehmen verbindet seit 1910 Tradition, Qualität und Innovation. Rund 115 Mitarbeitende in über 20 Berufsbildern bringen täglich ihre Expertise ein.

Bei RIEPER entstehen aus Getreide hochwertige Mehle und Futtermittel und aus Engagement echte Perspektiven. Das familiengeführte Unternehmen verbindet seit 1910 Tradition, Qualität und Innovation. Rund 115 Mitarbeitende in über 20 Berufsbildern bringen täglich ihre Expertise ein.

Tradition trifft Teamgeist

Tradition trifft Teamgeist

Die RIEPER Mühle wird heute in fünfter Generation geführt und ist seit über 110 Jahren fest in der Region verwurzelt. Kurze Entscheidungswege, Verantwortung und Zusammenhalt prägen den Arbeitsalltag. „Eine Mühle funktioniert nur dann gut, wenn die Menschen dahinter zusammenarbeiten“, sagt Julian Forer, Obermüller bei RIEPER. „Unsere Maschinen sind modern, doch die Qualität entsteht durch Erfahrung, Sorgfalt und Teamgeist.“

Die RIEPER Mühle wird heute in fünfter Generation geführt und ist seit über 110 Jahren fest in der Region verwurzelt. Kurze Entscheidungswege, Verantwortung und Zusammenhalt prägen den Arbeitsalltag. „Eine Mühle funktioniert nur dann gut, wenn die Menschen dahinter zusammenarbeiten“, sagt Julian Forer, Obermüller bei RIEPER. „Unsere Maschinen sind modern, doch die Qualität entsteht durch Erfahrung, Sorgfalt und Teamgeist.“

Vielfältige Aufgaben und echte Perspektiven Fachkräfte finden bei RIEPER spannende Aufgaben in Produktion, Labor, Instandhaltung, Logistik, Verwaltung und Qualitätsmanagement. Neue Teammitglieder werden strukturiert eingearbeitet und übernehmen früh Verantwortung. „Wer Motivation zeigt, findet bei uns echte Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt Karin Obexer, Personalverantwortliche bei RIEPER. Auch Quereinsteigende sind willkommen fachliches Wissen wird vermittelt, Engagement und Interesse sind entscheidend.

Vielfältige Aufgaben und echte Perspektiven Fachkräfte finden bei RIEPER spannende Aufgaben in Produktion, Labor, Instandhaltung, Logistik, Verwaltung und Qualitätsmanagement. Neue Teammitglieder werden strukturiert eingearbeitet und übernehmen früh Verantwortung. „Wer Motivation zeigt, findet bei uns echte Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt Karin Obexer, Personalverantwortliche bei RIEPER. Auch Quereinsteigende sind willkommen fachliches Wissen wird vermittelt, Engagement und Interesse sind entscheidend.

Ausbildung, Weiterbildung, Zukunft Lehrlinge werden eng begleitet und schrittweise in die Abläufe integriert. Laufende Weiterbildungsangebote sorgen dafür, dass Fachwissen, Erfahrung und Verantwortung kontinuierlich wachsen.

Ausbildung, Weiterbildung, Zukunft Lehrlinge werden eng begleitet und schrittweise in die Abläufe integriert. Laufende Weiterbildungsangebote sorgen dafür, dass Fachwissen, Erfahrung und Verantwortung kontinuierlich wachsen.

Warum RIEPER?

Warum RIEPER?

Weil hier Tradition gelebt und Zukunft gestaltet wird. Weil Arbeit Sinn stiftet. Und weil Fachkräfte bei RIEPER gesehen werden.

Weil hier Tradition gelebt und Zukunft gestaltet wird. Weil Arbeit Sinn stiftet. Und weil Fachkräfte bei RIEPER gesehen werden.

Verstärke unser Team!

Verstärke unser Team!

Magazineur:in Einlagern und Kommissionieren von Waren im Hochregallager inklusive Staplerfahren und Arbeit im Team.

Magazineur:in Einlagern und Kommissionieren von Waren im Hochregallager inklusive Staplerfahren und Arbeit im Team.

LKW-Fahrer:in, LKW-Fahrer:in in Ausbildung & LKW-Fahrer:in 4-Tage-Woche Unterwegs für RIEPER inklusive Möglichkeit zum CQC-Führerschein.

LKW-Fahrer:in, LKW-Fahrer:in in Ausbildung & LKW-Fahrer:in 4-Tage-Woche Unterwegs für RIEPER inklusive Möglichkeit zum CQC-Führerschein.

Mischer:in, Müller:in & Lehrling Müller:in Produktion von Futtermitteln und Mehl im Schichtbetrieb mit Fokus auf saubere Abläufe, Technikverständnis und Qualität.

Mischer:in, Müller:in & Lehrling Müller:in Produktion von Futtermitteln und Mehl im Schichtbetrieb mit Fokus auf saubere Abläufe, Technikverständnis und Qualität.

Alle offenen Stellen: www.rieper.com/jobs

Alle offenen Stellen: www.rieper.com/jobs

Steigende Energiepreise –ändern Sie Ihr Verhalten?

UMFRAGE: Zuletzt stiegen durch den Krieg im Nahen Osten die Preise für Gas und Treibstoffe stark an. Wie verhalten sich die Menschen zu diesen Preissteigerungen? Der „Brixner“ hat sich umgehört.

„Ich betanke das Auto, weil ich arbeiten will“, sagt die Mietwagenunternehmerin Karin Brunner. „Sollten die Treibstoffpreise dauerhaft in dieser Höhe bleiben, werde ich meine Preisgestaltung wohl anpassen müssen. Es gab schon oft Teuerungen, obwohl das Erdöl für den Treibstoff in Italien nicht aus Kriegsgebieten kam.“

Sara Foresta steht kurz vor dem Kauf ihres Autos. „Ich denke, dass das Autofahren mit diesen Preisen schwierig und teuer sein wird – vor allem für Studenten und Menschen, die nicht so viel verdienen. Ich werde künftig öfters nach Padua heimfahren, und da sind die Treibstoffpreise ein Thema. Ich hoffe, dass sie wieder sinken werden.“

„Ich brauche das Auto, um damit zur Arbeit zu fahren, weil ich Schichtarbeit mache“, sagt Alfred Domanegg und ergänzt: „Ich muss mit diesen Preisen zurechtkommen, so wie andere auch. Wir hatten schon einmal hohe Treibstoffpreise, die dann wieder zurückgingen. Ich hoffe, dass es auch dieses Mal so sein wird.“

„Vor drei Tagen habe ich an der Tankstelle 30 Cent pro Liter mehr gezahlt als noch vor einem Monat: 2,10 Euro statt 1,80 Euro“, erzählt Oswald Grömminger. „Für jemanden, der viel fährt, ist das ein Fiasko. Ich kann es verkraften, weil ich das Auto relativ wenig brauche. Dieser Krieg im Nahen Osten ist aus meiner Sicht eine Katastrophe.“

„Ich bin mit meinem Stromtarif sehr zufrieden. Das Gas, das ich brauche, habe ich in Gasflaschen abgefüllt zu Hause. Die Preise von Benzin und Diesel betreffen mich nicht, weil ich weder einen Führerschein noch ein Auto habe“, sagt Florian König. „Momentan spüre ich die Preissteigerungen nicht, aber ich befürchte, dass sich das künftig ändern wird.“

„Die Vergangenheit hat mir gezeigt, dass der Schock über teure Treibstoffpreise im ersten Moment oft groß ist, aber bald gewöhnt man sich dann daran. Der positive Anreiz, etwa sein Verhalten umzustellen oder Fahrten einzusparen, verflüchtigt sich relativ schnell“, meint Sabine Dejakum. „Auf globaler Ebene oder im Gewerbe sind die hohen Kosten aber sicher ein noch größeres Thema.“

„Als Pendler fahre ich an einem Arbeitstag rund 100 Kilometer mit dem Auto. Natürlich spüre ich die gestiegenen Treibstoffpreise“, sagt Peter Kerschbaumer. „Für meinen Arbeitsweg und für viele andere, die in einem Seitental wohnen, sind die Öffis leider keine Alternative, obwohl der SüdtirolPass zum Fixtarif eine gute Initiative ist.“

„Ich bin da momentan ganz entspannt, da mich die Preissteigerungen in diesem Bereich nicht betreffen. Ich habe kein Gas in meinem Haushalt und kein Auto, und die Heizperiode ist auch bald vorbei“, meint Helmut Mellauner. „Ich gehe viel zu Fuß und fahre gerne mit den Öffis – dort kann man sich mit anderen Menschen unterhalten.“

Freunde und Gönner

Olga Lamprecht, Annelies Pichler, Irene Eller, Arthur und Rita Scherer, Walter Weissteiner, Thomas und Romana Klapfer, Christof Niederstätter, Margit Strasser, Paul Vinzenz Kiebacher, Theresia Brunner, Eduard Hinteregger Gretter, Alois Gläserer, Hermann und Johanna Bernardi, Josef Wierer, Martin Niederkofler, Helmut und Edith Pider, Sergio und Guglielmina Negro, Richard Duml, Josef Kirchler, Ingrid Pramstaller, Andrea Pichler, Waltraud Thaler, Peter Oberrauch, Karin Hartner, Roswitha Brida, Elisabeth Puner, Miriam Torggler, Sigurth und Gabriele Wachtler, Alfons Ritsch, Anton Planatscher, Barbara von Mörl, Klaus Cimadom, Josef Lamprecht, Ludwig und Edith Winkler, Maria Cristina Ugolini, Paolo Nardone, Waltraud Sigmund, Christine und Luis Rüdl, Dietmar Thaler, Roland Kerschbaumer, Hubert Jocher, Karl und Gerda Ramoser, Zita Götsch, Elisabeth Mayr, Brigitte Senoner, Ingrid Senoner, Arthur und Doris Morandell, Peter und Margith Troi, Franz Mair, Ernst Röggla, Peter Brunner, David Daporta, Martin Gasser, Markus Haller, Anton Jöchler, Rudolf und Marialuise Psaier, Mauro Dellantonio, Walther Mayrl, Helmut Arnold, Christa Eisenstecken, Florian und Daniela Trocker, Hermann Kaneider, Christian Plank, Robert Tauber, Stefan Barbieri, Alfred Hinteregger, Elmar und Edith Molling, Eva Bonell, Thomas und Sonja Völkl, Renate Pacher, Walter und Karin Sonnerer, Renate Ritsch, Martin und Claudia Covi, Paula Fischnaller, Giovanni Sebastiani, Pius und Elsa Leitner, Priska Holzknecht, Alfred Peintner, Anton Mitterrutzner, Maria Barbara Letrari, Enrico und Maria Declara, Irmgard Pradi, Erna Mahlich, Matthias Lazzeri, Anna Pallestrong, Felix Weissteiner, Hermann Troger, Irmgard Barp, Otto Schenk, Christian Ganterer, Wilhelm Fischnaller, Maria Grünfelder, Franz Wierer, Heinrich Kubicek, Helmut Rubner, Johann und Paula Sigmund, Heinrich Volgger, Cecilia Ploner, Josef und Rita Erschbaumer, Josefine Pedoth, Martin Saboth, Luis und Elisabeth Pichler, Roland Winkler, Wolfgang Gröbner, Walter und Anna Wachtler, Franz und Filomena Kuen, Herbert Hinteregger, Zahnarztpraxis Dr. Wild, Ingrid Brugger Ellemunt, Felix Tappeiner, Alessandra Scorrano, Richard und Rosalia Tschisner, Ger-

hard Runggatscher, Johann Fischnaller, Annelies Brunner, Hannes Profanter, Johann Baumgartner, Markus Überbacher, Gertraud Bodner, Jakob Thaler, Elisabeth Pezzei, Herta Sellemond, Robert und Anna Sigmund, Hubert und Barbara Agreiter, Johann Deltedesco, Paul Gufler, Hubert Baumgartner, Margherita Senoner, Robert und Rosamunde Braun, Irmgard Larcher, Norbert Verginer, Anton Hinterwaldner, Hubert Ploner, Rosa Tinkhauser, Renate Fiechter, Silvia Canu, Susanne Schumacher, Martin und Ulrike Pichler, Andreas und Rosa Piok, Judith Pfattner, Hansjörg und Brigitte Auer, Hans Oberhuber, Alfred und Mathilde Rottonara, Johann und Maria Augschöll, Monika Kerer, Günther Kaser, Ursula Mackenbrock, Walter und Dora Pedevilla, Erika Kerschbaumer Moser, Gertrud Moret, Anna Grünfelder, Hermann Josef Weissteiner, Egon Huber, Josef und Zita Messner, Gislar Sulzenbacher, Hildegard Weissteiner, Monika Clara, Andreas und Hermelinde Oberhofer, Paul und Waltraud Prader, Juliane Gasser, Anton und Elisabeth Profanter, Rosa Maria Tratter, Elmar und Erna Steinegger, Johann und Rosmarie Kerschbaumer, Kathrin Prantner, Martina Oberhuber, Michael und Marianne Baur, Johann Andreas Kraler, Oswald Gruber, Alfred Rieder, Felix Graber, Martin und Carmen Aricochi, Bruno Dorigatti, Johann und Genoveva Micheler, Alexander und Susanne Notdurfter, Felizitas Oberhofer, Christine Oberhauser Thaler, Bernhard Schrott, Maria Oberegger, Josef Schwarz, Jakob und Maria Michaeler, Renate Breitenberger, Franz und Anna Hinteregger, Christian Clara, Miriam Dalsass, Karin Egarter, Antonia Kranebitter, Wilhelm Tarsia, Carla Goller, Martin Burgmann, Margarete Lageder Oberhauser, Bürogemeinschaft Hellweger & Runggaldier, Josef Berlanda, Elsa Oberhofer, Gertraud und Helmuth Günther, Sybille und Albert Palfrader, Klaus und Gerda Messner, Raffaella Zanella, Martin und Daniela Schatzer, Waltraud Mair, Karin Vontavon, Peter Winkler, Peter Priller, Mario Barbato, Hannelore Summerer, Leo Gostner, Bernhard Natter, Adolf Schwienbacher, Marlene Kerer, Maria Ellemunt, Ferdinand Heidegger, Elisabeth Roilo, Dieter Oberhofer, Verena Kier, Hanspeter Ennemoser, Valentin Kerschbaumer, Arno und Monika Maglioli, Elisabeth Tauber, Sigrun Bergmeister, Waltraud Mitterrutzner, Dario Stablum, Vincenza Marina Marinelli, Mirella Biasi, Oswald Untermarzoner, Ida

Tratter, Helga Schenk, Franz Johann Willeit, Richard und Maria Seebacher, Hans Unterfrauner, Rudolf Longariva, Helmut Pedevilla, Wolfgang Kiebacher, Claudio Cestari, Marlene Maurer, Klemens Hitthaler, Viktoria Mayr, Arno Kornprobst, Irene Estgfäller, Siegfried Kerschbaumer, Doris Unterweger, Raimund Seebacher, Rita Weger, Daniele Fellin, Erwin Wurth, Anton Plaikner, Dorothea Lamprecht, Renate Wieser, Dolores Tauber, Andreas Kreil, Martha Gamper, Lydia Wachtler, Hubert Kaser, Heinrich Thaler, Josef Jobstraibizer, Martin Hinteregger, Hansjörg Bergmeister, Michael Plaickner, Christian Plaickner, Andrea Hauser, Irmgard Piger, Antonio De Sarro, Bernhard und Hildegard Falk, Irene Pliger, Antonia Rastner, Johann Oberhofer, Mario Cesco, Maria Luisa Tisot, Elisabeth Kaltenhauser, Peter Oehler, Günther Kircher, Maurizio Chiari, Josef Vikoler, Josef Gruber, Alois Pircher, Claudio und Christina Doro, Monika Baumgartner, Georg Bacher, Theresia Rabensteiner, Walter Demichiel, Johann Lechner, Helga Demetz, Arthur Trentini, Ferdinand Mair, Helena Tschager, Zaneta Kurtovic, Franz Erschbaumer, Helmuth Kusstatscher, Paula Mayr, Theresia Jud, Andreas Niemetz, Florian Bodner, Rainhard Plaikner, Dieter Pupp, Karin und Clara Amort, Paul Seidner, Josef Sigmund, Maria Fischnaller, Hannes Braito, Hubert Fischnaller, Reinhard Platter, Johann Ebner, Luitgard Seebacher, Hubert Fischnaller, Marialuise Jud Prosch, Brigitte Thöni, Mathilde Spiss, Wilhelm Gruber, Hanspeter und Edith Troi, Margareth Bacher, Arnold Haniger, Christoph Mayr, Paolina Sigmund, Georg Agreiter, Alfredo Tisot, Josef Unterrainer, Adolf Balzarek, Karl Lintner, Margit Fössinger, Walter Fissneider, Barbara Rabensteiner, Roland Erardi, Helmuth und Irmgard Stockner, Gerlinde Zipress, Richard und Monika Mitterer, Andreas und Jutta Schatzer, Adelheid Agreiter, Maria Aloisia Ellemund, Johann Dorfmann, Doris Kircher, Gertraud Kammerer, Georg Hofmann, Gaetano Auletta, Ines Prader, Susanne Leimstädtner, Margareth Eigemann, Andreas Cerboni, Tanja Bauer, Maria Pardeller, Maria Teresa Vikoler, Walter Vaja, Gerd Hübsch, Karin Gostner, Helmut Terragnolo, Josef Kerer, Josef und Gertraud Winkler, Maria Messner, Mathilde Mantinger, Konrad Sigmund, Annemarie und Anton Schatzer, Gabriela Thöni, Fiorenzo Girardi, Helmuth und Erika Michaeler, Hans Kahl, Margareta Staudacher, Annelies Töll, Roberto und Giuliana

Scaggiante, Armin Spiess, Fabian Kusstatscher, Siglinde Planinschek, Thomas und Adelheid Lanthaler, Robert Auer, Wolfgang Meraner, Josef Kusstatscher, Marco Merlin, Alois Oberrauch, Josef Steinmair, Anita Piccolruaz, Karl Micheler, Irmgard Sigmund, Franz Kaser, Ewald Federspieler, Josef Gelmi, Helga Dander, Michaela Mur, Josef Brunner, Oswald Bürgstaller, Marialberta Zennaro, Christina Mader, Peter Unterrichter, Maria Mulser, Martha Dantone, Manuel Berretta, Maria Taschler, Karl Kornprobst, Edith Tasser, Elmar Fischnaller, Otto Prader, Adolf Dallago, Gabriele Fuschini, Wolfgang Heidenberger, Roman Markart, Franz Daporta, Josef Rungg, Sieglinde Ossanna Thaler, Herta Mitterrutzner, Lambacher OHG, Amandus Lambacher, Edith Lambacher, Angelika Obwexer, Josef Pfeifhofer, Helmut Kuen, Paula Huber, Erna Rizzardi, Georg Nitz, Josef Hinteregger, Franz Maneschg, Paula Gruber, Waltraud Eisenstecken Egger, Maria Burgmann, Barbara Wenter, Roman Michaeler, Peter Zingerle, Laura Tauber, Martin Vikoler, Alois Tauber, Franz Plattner

Danke!

Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, deren Beitrag uns bis zum 15. März 2026 erreicht hat. ACHTUNG! Neue Abonnenten müssen uns unabhängig von der Zahlung des Beitrags auch ihre Adresse mitteilen – am besten HIER:

Alternativ können Sie uns Ihre Adresse auch per E-Mail an abo@brixner.info, oder telefonisch unter 0472 060200 mitteilen.

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Türmchen, Erker, Kunstverstand

ARCHITEKTUR: Wer durch Brixen geht, begegnet ihnen immer wieder –vielleicht ohne es zu wissen: den Bauten von Alois Gstrein. Der Baumeister, Bauunternehmer und versierte Kunstsammler kam um 1900 in die Domstadt und hinterließ ein beeindruckendes Werk hier und über die Grenzen hinaus. Doch wer war dieser Mann, und was erzählt seine Geschichte heute noch?

„Gleichzeitig empfehle ich mich zur Herstellung von Neubauten und Adaptierungen aller Art, zur Verfassung von Plänen, Kostenvoranschlägen, Aufnahmen und Vermessungen, Schätzungen u. dgl. unter Zusicherung solider, fachmännischer Ausführung bei reellsten Preisen.“ Damit umriss Alois Gstrein in einer Anzeige in der Brixener Chronik im Juni 1904 einen Teil seines Tätigkeitsfeldes. Zugleich wies er auf sein „Bau- und Zimmerei-Geschäft“, seinen Steinbruch, sein Sägewerk und seine „KunststeinFabrikation“ hin.

t EIN ALLROUNDER IM BAUGEWERBE:

Alois Gstreins Schaffen prägt das Stadtbild von Brixen und darüber hinaus

Alois Gstrein war ein Tausendsassa im Baugewerbe. Sein Unternehmen lieferte, wie ebenfalls aus diesem Inserat ersichtlich ist, etwa „Bodenbelegplatten nach verschiedenen Mustern, Betonrohre jeder Dimension, Portlandzementziegel“ sowie Bauholz, Dachziegel und Mauerziegel aller Art. Seine wahre Leidenschaft aber, so glaubt man aus seinem Schaffen zu spüren, galt der Architektur und der Kunst. Mit seinen Bauten, Umbauten und Renovierungen, die im Historismus und dem Heimatstil verankert sind, setzte er in Brixen und weit darüber hinaus Akzente. Von Alois Gstrein entworfene und gebaute Villen befinden sich in der Köstlaner und der Plosestraße, die Pension Gasser und das Haus der Geschwister Werth, das Eckhaus zwischen Dom- und Hofburgplatz tragen seine Handschrift. Er zeichnete Pläne für die Restaurierung der Ruine Salern in Vahrn, und eines seiner großen privaten Anliegen waren der Wiederaufbau und die Ausstattung des Ansitzes Gatterlehen (auch Vilseck genannt) in Milland. Doch wer war dieser Mann? Und welche Spuren hat er bis heute in Brixen hinterlassen?

Erinnerungen aus der Familiengeschichte

„Er war ein großes Talent und ein Arbeitstier“, erzählt Klara Gstrein über ihren Urgroßvater. Sie hat ihn selbst nicht mehr erleben dürfen, doch in der Familie wurde viel über ihn gesprochen. Nicht zuletzt ihr Vater, der Enkel, teilte gerne seine lebhaften Erinnerungen an den Großvater. Zusammen mit ihrer Familie lebt Klara Gstrein noch heute in der Villa in der Köstlaner Straße, in der sie aufgewachsen ist und die ihr Urgroßvater gebaut hat. In der freundlichen Atmosphäre der stimmig mit alten und neuen Möbeln eingerichteten Altbauwohnung begibt der „Brixner“ sich gemeinsam mit ihr auf eine Zeitreise, die zunächst in das Jahr 1887 führt.

Damals schloss Alois Gstrein die k. k. Staatsgewerbeschule in Innsbruck ab, wo er eine fundierte baugewerbliche Ausbildung erhalten hatte. Dass er das Gymnasium und anschließend die k. k. Staatsgewerbeschule besuchen konnte, verdankte er seinen zwei älteren Schwestern. 1869 in Hainburg bei Wien geboren und dort aufgewachsen, wurde er mit neun Jahren Halbwaise, als sein Vater, ein aus dem Ötztal stammender Soldat, fiel. Die Schwestern holten ihn zu sich. „Anschließend an die Staatsgewerbeschule setzte er seine Studien in Bayern, wahrscheinlich

in Augsburg, fort“, erzählt Klara Gstrein. „Nach einer beruflichen Station in Meran kam er zusammen mit seiner Frau Veronika Pomella aus Kurtatsch und dem Sohn Josef Gstrein um 1900 nach Brixen.“ Hier kaufte er 1903 ein Grundstück an der Köstlaner Straße und errichtete dort

„ So sehr er sich für Historisches interessierte, so sehr war er zugleich aufgeschlossen für Neues und in vielen seiner Ansichten und Hobbys seiner Zeit voraus“
Klara Gstrein, Urenkelin von Alois Gstrein

die Villa Tirolerheim, die in der Zeit des Faschismus in Villa Heimat umbenannt werden musste (Haus Nr. 2). 1907 baute er die daneben liegende Villa Sabiona (Plosestraße 3), die er 1921 an den Engländer Dr. Henry August Smith verkaufte.

Heimatstil in Brixen

In der Formensprache beider Villen, so verschieden sie im Detail auch gestaltet sind, griff Gstrein auf den Heimatstil zurück. Typisch für diesen Stil sind Motive aus der ländlichen und regionalen Bautradition. Die zwei Fassaden der Villa Tirolerheim, die zur Straßenseite zeigen, sind reich gegliedert. Ein Gebäudevorsprung an der Nordfassade hebt den Haupteingang hervor und setzt sich in polygonaler Form bis zum Dach fort. Eine ähnliche, mehreckige Gestaltungsweise wählte Gstrein auch für das nordwestliche Eck der Villa mit Blick auf die Widmannbrücke, während auf der anderen Seite eingelassene Balkone und Rundbögen die Westfassade gliedern. Auf der Entwurfszeichnung, die sich heute im Stadtarchiv von Brixen befindet, hatte Gstrein statt dieser kleinen Loggien noch hervorkragende Balkone vorgesehen. Auch die Ostfassade gestaltete Gstrein mit Loggien, die Südfassade mit Veranden. Das ornamentale Fachwerk setzt weitere Akzente an den Fassaden und hat ausschließlich schmückenden Charakter.

Auf der Zeichnung Gstreins wird eine Besonderheit ganz deutlich, die vor Ort weniger auffällt und von Susanne Waiz in ihrem 2014 publizierten Aufsatz „Alois Gstrein und seine Brixner Bauten“ hervorgehoben wurde: Der Garten der Villa liegt tiefer als der Rienzdamm, sodass der Architekt im Souterrain eine weitere Wohnung gewinnen konnte. Auch bei der Villa Sabiona nutzte Gstrein diesen Höhensprung für eine Souterrainwohnung. Die Fassaden der ebenfalls vierstöckigen Villa sind etwas weniger aufwändig gestaltet. Die Hauptfassade zur Plosestraße ist durch Fens-

An den beiden Fassaden der Villa Tirolerheim, die in Richtung Straße zeigen, erkennt man klare Merkmale des Heimatstils

Der Plan der Westfassade der Villa Tirolerheim zeigt auch die Details, die vor Ort nicht direkt ins Auge fallen

tergruppen, den Portalvorbau und einen Erker gegliedert. Auffallend sind die Wandmalereien, die laut Susanne Waiz zumindest zum Teil aus späterer Zeit stammen dürften, wie auch die Balkone an der Südfassade jüngeren Datums sind.

Neu- und Umbauten in Brixen

Mit einer eingelassenen Loggia, Erkern, Fachwerk und sogar einem Dachreiter, also einem kleinen Türmchen, das auf einem der steilen Dachgiebel sitzt, zeigt auch die ebenfalls in diesen Jahren erbaute Villa Moll in der Köstlaner Straße 1 Gstreins Handschrift. Gleich daneben liegt die Villa Kinsky (Köstlaner Straße 3), die als Villa Myrest noch Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Die spätere Eigentümerin Marianne Reichsgräfin Kinsky von Wechinitz und Tettau gab Gstrein den Auftrag zum Umbau der Villa.

Alois Gstreins erster großer Auftrag in Brixen war möglicherweise die Pension Gasser an den Rappanlagen. Die Pläne aus dem Jahr 1900 tragen nämlich den Stempel „Alois Gstrein – Bureau f. Architektur und Hochbauten, Meran“. Gebaut als zweistöckiges Wohnhaus für Peter Gasser, Bademeister in Brixen, wurde es später zur Pension Gasser erweitert.

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von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob Ein Gastspiel des Renaissance-Theaters Berlin

15. April 2026

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In Brixens Altstadt finden sich Alois Gstreins Spuren am Haus der Familie Werth, dem Eckhaus zwischen Dom- und Hofburgplatz, das er 1905 umbaute. Im Kapitelhaus über dem Eingang zum Kreuzgang war Gstrein auch mit dem Umbau des damals dort untergebrachten Diözesanmuseums beschäftigt. Als vielseitig interessierter Mann, der sich zeit seines Lebens nicht nur für Architektur, sondern auch für Bildhauerei, Malerei und das Kunsthandwerk begeisterte, dürfte er diese Aufgabe sehr gerne angenommen haben. KARTEN & INFOS www.kulturinstitut.org Tel. 0471 313800

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Zum 70. Geburtstag

Doch wieder zurück in die Villa an der Köstlaner Straße. Klara Gstrein verwahrt hier bis heute einen „Lebensspiegel“, den Veronika Gstrein zum 70. Geburtstag ihres Mannes am 16. November 1939 verfasste. Darin blickte sie in liebevollen Worten sowohl auf ihr „eheliches Glück“ als auch das unermüdliche berufliche Wirken ihres Mannes zurück. „Über 150 Bauten im ganzen Lande hast du errichtet“, heißt es darin. Und sie erwähnt auch einige Auftraggeber

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aus der Hocharistokratie, die auf Alois Gstrein und dessen Können bauten.

Einer von ihnen war der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Wie es zum fast schon freundschaftlichen Verhältnis dieser beiden Männer kam, ist in der Familie Gstrein leider nicht überliefert. „Mein Vater hat oft erzählt, dass der Erzherzog alte Stuben liebte“, erinnert sich Klara Gstrein, „mein Urgroßvater soll immer wieder welche für ihn gekauft haben.“ Auch, dass Gstrein sogar mehrmals auf Einladung des österreichischen Thronfolgers in dessen privaten Schlössern Konopischt in Böhmen und Blühnbach bei Werfen (Salzburg) zu Gast war und für den Erzherzog auch Bauaufträge ausführte, hat man sich in der Familie gerne erzählt.

Der Burgenrestaurator

Gstreins Kontakte in allerhöchste Kreise brachten ihm prestigeträchtige Aufträge ein. Er wirkte zwischen 1904 und 1915 an den Aufbau- und Renovierungsarbeiten von Schloss Tirol mit, baute für Erzherzog Eugen die Burg Hohenwerfen im Pongau zu einem Fürstensitz mit einer großen Kunst- und Waffensammlung aus und wurde vom Fürsten Franz von Liechtenstein mit der Restaurierung des Vaduzer Schlosses betraut. Für das Schlafzimmer des Fürsten Liechtenstein in Schloss Vaduz haben sich auch Gstreins Zeichnungen für die Möbel erhalten.

In Vahrn sollte damals die Ruine Salern wiederaufgebaut werden. Den Auftrag hierzu hatte Gstrein bereits erhalten, doch wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs kam es nicht mehr dazu.

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Ein Stück gelebte Architekturgeschichte: Klara Gstrein in ihrem Elternhaus in der Köstlaner Straße, errichtet von Alois Gstrein

Auch andere Bauprojekte wurden damals notgedrungen vorerst auf Eis gelegt. Für Alois Gstrein bedeutete der Krieg eine Zäsur in seinem Schaffen. Ganz in der architektonischen Formensprache des Historismus verwurzelt, konnte er danach nicht mehr an seinen Erfolg als Architekt anknüpfen. Während der Zeit des Faschismus galt seine Bauweise als antiquiert und „deutsch“. Vermutlich erhielt er in diesen Jahren keine Bauaufträge mehr. Es haben sich zwar Pläne für Umbauten in Brixen aus den Dreißigerjahren erhalten, zum Beispiel für den Gasthof Sonne, aber es ist laut Susanne Waiz nicht gesichert, ob diese je ausgeführt wurden.

„Alois Gstrein war sicher sehr geschäftstüchtig“, ist die Urenkelin überzeugt. „Er führte ein großes Unternehmen, in dem er bis zu 300 Mitarbeiter und Handwerker verschiedener Sparten beschäftigte. So konnte der Betrieb umfassende und komplexe Arbeiten durchführen. Auch die Innenausstattung und Möbel konnten bei Alois Gstrein erworben werden.“ Bei ausbleibenden Bauaufträgen sicherte während der Zwanziger- und Dreißigerjahre gerade das Sägewerk den finanziellen Unterhalt der Familie. Und dann widmete sich Alois Gstrein in diesen Jahren einem privaten Herzensprojekt: dem Ansitz Gatterlehen in Milland.

„Eine Art Heimatmuseum“

Als Alois Gstrein Gatterlehen im Jahr 1918 kaufte, war der ehemalige Ansitz eine Ruine. Klara Gstrein erzählt davon, wie ihr Urgroßvater Kunstwerke und Möbel ersteigerte: „Er führte akribisch Buch über die Neuzugänge und wollte in Gatterlehen eine Art Heimatmuseum einrichten, das der Tiroler Kunst und dem Kunsthandwerk gewidmet sein sollte.“

Ab 1922 verbrachten Alois Gstrein und seine Frau Veronika die Sommermonate dort. „Es war eine glückliche

Zeit. Mein Vater erzählte mir oft von den Kutschenfahrten, dem Papagei oder den Kinderfesten in Gatterlehen und den vielen bunten Papierlampions, mit denen der Garten geschmückt war.“

Und noch eine Facette dieser besonderen Architektenpersönlichkeit bringt Klara Gstrein ins Spiel: „So sehr er sich für Historisches interessierte, so sehr war er zugleich aufgeschlossen für Neues und in vielen seiner Ansichten und Hobbys seiner Zeit voraus.“ Als Mitglied des Innsbrucker „Bicycle-Vereins“ gewann er mehrmals Preise für seine sportlichen Leistungen. „Er hatte einen Führerschein und fuhr ein Auto der Marke Ansaldo. Außerdem hatte er ein Motorrad, mit dem er leidenschaftlich gerne unterwegs war, auch wenn er dieses Hobby seiner Frau etwas verheimlichen wollte“, wie die Urenkelin schmunzelnd hinzufügt.

1939 optierten Alois Gstrein und sein Sohn Josef, der als Architekt die Profession seines Vaters fortführte, für Deutschland. Zur Auswanderung kam es jedoch nicht. Gstrein, der vielseitige Architekt und Baumeister, Maler und Geschäftsmann, starb am 16. Dezember 1945 in Brixen. Mit seinem unermüdlichen Tatendrang und seinen qualitätvollen Bauten schrieb er zweifelsohne ein wichtiges Stück Brixner Architekturgeschichte. Und weit darüber hinaus ist sein Name bis heute eng mit großen und kleineren Burgenrestaurierungen des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden.

johanna.bampi@brixner.info

Alois Gstrein (hinten) kam 1900 mit seiner Frau Veronika Pomella (rechts) nach Brixen; im Bild das Ehepaar mit zwei Enkelkindern

Im Glanz des Blattgolds

KUNST: Die Hofburg zeigt in der aktuellen Ausstellung „Harald Kastlunger. Intuition –Komposition“ das Lebenswerk des Brixner Künstlers. Im goldenen Glanz und zwischen Collagen, Gemälden und Skulpturen macht die Retrospektive deutlich, dass sich Vielfalt und Kontinuität bei Harald Kastlunger treffen.

„Selbst Wertloses wird durch künstlerisches Können zu Gold verwandelt.“ Treffender als dieser Eintrag im Gästebuch der aktuellen Ausstellung lassen sich die Werke von Harald Kastlunger kaum beschreiben. Der Brixner Künstler ist in seiner Heimatstadt längst eine Institution. Viele Menschen sind seinen Arbeiten, bewusst oder unbewusst, bereits begegnet – beispielsweise der Zeichnung von zwei kleinen rundlichen Männern, die immer die Plakate und Broschüren für das Altstadtfest schmücken. Auch das Lamm auf der Millenniumsäule auf dem Hofburgplatz hat er mit mühevoller Kleinarbeit und unzähligen Seiten Blattgold vergoldet. Vielleicht steht auch eine seiner 280 verschiedenen Krippenfiguren bei dem einen

oder anderen Brixner zu Hause. Eines ist sicher: Harald Kastlunger ist in seiner Kunst unglaublich vielfältig.

Von der Konditorei zur Kunst

Kreativität zeigte Kastlunger bereits in jungen Jahren: Der Brixner wurde 1937 geboren und besuchte das Augustiner Chorherrenstift in Neustift, wo er eine breite musikalische Ausbildung erhielt. Er erlernte nicht nur das Spielen des Cellos und der Violine, sondern wurde auch als Sängerknabe ausgebildet. Die Musik, sagt er heute, sei das Fundament seines künstlerischen Schaffens: Durch die Musik lernte er Rhythmus, Struktur, Klang, Spannung und Gleichgewicht.

t Kräftige Rottöne und glänzendes Gold: im ersten Ausstellungsraum dominieren die Farben

Später folgte dann eine gezielte Ausbildung im künstlerischen Bereich: Er lernte das Zeichnen bei Eddy von Ferrari, studierte Skulptur beim Bildhauer Josef Mersa und legte ein Portraitstudium bei Conrad Peter Bergmann ab. Auch wenn die Kunst ihn auf jedem Schritt seines Lebenswegs begleitete, verlieh Kastlunger ihr vorerst in der Backstube Ausdruck. Nachdem er über zehn Jahre lang an der Berufs- und Mittelschule in Brixen unterrichtete, übernahm er 1974 die elterliche Backstube am Brixner Pfarrplatz, die er dann bis 1989 weiterführte. Seine wahre Leidenschaft war und ist allerdings die Kunst, der er sich seit mittlerweile über 35 Jahren vollständig widmet.

Aus alt mach neu

Harald Kastlungers Werk lässt sich nicht leicht in eine einzelne Kategorie einordnen. Malerei, Collagen, Skulpturen und vergoldete Objekte – sein Schaffen ist ebenso vielfältig wie experimentierfreudig.

Die aktuelle Ausstellung in der Hofburg versucht, in dieser Vielfalt einen roten Faden sichtbar zu machen: In den fünf Räumen im zweiten Stock hat jeder Raum eine klare Struktur, einen offensichtlichen Fokus. Bereits beim Betreten des ersten Raumes fallen kräftige Rot-

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töne und glänzendes Gold ins Auge. Besonders beeindruckend ist das vier Meter breite Gemälde mit dem goldenen Fluss, der diagonal über den roten Hintergrund fließt. Jedes Gemälde zeichnet sich durch das charakteristische, bunte oder goldene K aus, das nur schwer zu übersehen ist.

Im zweiten Raum begegnet man neben der ersten Skulptur der Ausstellung auch einigen Malereien auf Karton und Papier. Das wiederkehrende Motiv ist die Natur, das Schilf im Biotop Raas und am Vahrner See. Im Kontrast zum farbenfreudigen ersten Raum dominiert hier die schwarze Wachskreide auf weißem Hintergrund, aber besondere Elemente werden erneut mit Blattgold hervorgehoben.

Der nächste Raum widmet sich verschiedenen Collagen. Einige davon spielen mehr mit Form und Figur, behalten aber eine gewisse Regelmäßigkeit und Eintönigkeit, während andere farbenreicher und lebendiger wirken.

Der vorletzte Raum ist den Skulpturen gewidmet. Kastlunger verwendet dafür häufig gefundene Materialien wie Steine, Holz, Metall oder Alltagsobjekte als Ausgangspunkt, die er anschließend formt, bemalt, gestaltet und ihnen so neues Leben schenkt. Besonders auf die Skulpturen nimmt das erwähnte Zitat im Gästebuch Bezug: Was zunächst unscheinbar wirkt, verwandelt Kastlunger durch Formen, Bemalen und Vergolden in neue eigenständige Kunstwerke. Der Künstler vermag scheinbar

Wertlosem eine neue Schönheit und Bedeutung zu verleihen.

Vielseitigkeit und Kontinuität

Auch wenn jeder Raum seine eigenen Akzente setzt, ist es der letzte Raum, der einen wirklich innehalten und staunen lässt: Man tritt ein, und der Blick fällt sofort auf das viele Gold, das den ganzen Raum zum Leuchten bringt. Man muss den Raum als Ganzes wahrnehmen, bevor man sich den einzelnen Werken widmen kann. Kastlunger arbeitet mit verschiedensten Materialien; allerdings erweckt die Liebe zum Detail und die offensichtliche Geduld, die er bei der Erschaffung dieser Werke aufzeigt, den Schein, dass er bevorzugt mit Blattgold arbeitet. Es finden sich nicht nur Gemälde, die entweder komplett oder zumindest zum Großteil in Gold geschaffen sind und bei denen er auch mit den Lichtreflektionen und der Oberflächenstruktur spielt, sondern auch Figuren und Skulpturen, die vergoldet wurden. Das Edelmetall ist ein Blickfang und verleiht den Werken eine gewisse Hochwertigkeit, sodass man nur schwer die Augen davon lassen kann. Dabei wirkt „nur“ Gold keinesfalls eintönig, denn Kastlunger spielt mit Form und Struktur in einer Weise, dass doch jedes Werk einzigartig ist und sich komplett von seinem Nachbar unterscheidet. Abgerundet wird die Ausstellung in der Hofburg

durch die Kunstwerke im langen Gang, der an den fünf Räumen entlang Richtung Ausgang führt. Dort begegnet man noch einmal einer Vielzahl unterschiedlicher Arbeiten – Collagen, Serien, Skulpturen und Zeichnungen. Das verschafft Besuchenden einen weiteren Überblick über das weite künstlerische Spektrum Kastlungers, in das er dennoch eine gewisse Kontinuität bringt. Jedes Werk trägt seine künstlerische Handschrift.

In Brixen und darüber hinaus

Mit seinem Schaffen hat sich Kastlunger nicht nur in Brixen einen Namen gemacht. Seine Werke findet man auch weit über Südtirol hinaus – beispielsweise im Foyer des Wohnstifts des Juliusspitals in Würzburg. Auch der Direktor der Wacker Chemie AG in München besitzt eine Serie von 14 Bildern des Künstlers. Darüber hinaus wurden Kastlungers Arbeiten in zahlreichen Städten weltweit gezeigt: in Venedig, Nizza, Basel, Madrid, Stockholm, New York, Dallas, Los Angeles und in Tokio. Es sind nur einige der vielen Orte, in denen Menschen über die Kunst Kastlungers staunen konnten. Die aktuelle Ausstellung in der Hofburg ist kostenlos zugänglich und kann bis zum 28. Juni besichtigt werden.

lia.vontavon@brixner.info

0472 921858

Montag 08:00 – 13:00

Di – Do 08:00 – 17:00

Freitag 09:00 – 18:00

Großer Graben 4/c, 39042 Brixen

0472 268402

Di – Do 8:00 – 17:00

Freitag 8:00 – 18:00

Samstag 8:00 – 16:00

Die ausgestellten Werke in den fünf Räumen folgen einer klaren Struktur, die Harald Kastlungers Lebenswerk einfangen

Die Grenzen der KI?

LITERATUR: Künstliche Intelligenz schreibt und übersetzt in Sekundenschnelle. Kann sie auch Literatur übersetzen? Eine Antwort auf die Frage suchte man einen Abend lang in der Stadtbibliothek.

Mit den Grenzen der künstlichen Intelligenz im Bereich der literarischen Übersetzung beschäftigten sich die Autorin und Übersetzerin Michaela Heissenberger, der Lehrer, Schriftsteller und Übersetzer Stefano Zangrando und Simonetta Nardin, die Chefredakteurin des Online-Portals salto, in einem Gespräch, das der Verein heimat BBP im Rahmen seiner Vortragsreihe über künstliche Intelligenz zusammen mit ZeLT, salto und der Stadtbibliothek organisierte. Dass ChatGPT, Google Translate oder DeepL längst zum Alltag vieler Menschen gehören, steht außer Frage. Die Programme schreiben, übersetzen, recherchieren und liefern in Sekundenschnelle vermeintliche Antworten und Lösungen. Aber: Gibt es einen Unterschied zwischen von Menschen und von Maschinen geschriebenen oder über-

setzten Texten? Wie weit reichen die Fähigkeiten dieser Tools, wenn es um Literatur geht? Können Maschinen die sprachliche Tiefe von Texten erfassen?

Übersetzen als Kulturtransfer

„Übersetzen ist weit mehr als ein Aneinanderreihen von Wörtern“, unterstrich Simonetta Nardin. Übersetzen sei vielmehr auch ein Transfer in eine andere Kultur. Diese Einschätzung teilten Michaela Heissenberger und Stefano Zangrando. Beide berichteten von ihren Erfahrungen mit verschiedenen KI-Tools und deren Grenzen.

Zangrando schilderte als Schlüsselerlebnis seinen Versuch, einen Text des deutschen Schriftstellers Ingo Schulze ins Italienische

übertragen zu lassen. Das Resultat sei auf den ersten Blick verblüffend – selbst für ihn, der bereits mehrere Texte Schulzes übersetzt hatte und dessen Stil gut kennt. Doch je länger er sich mit der KI-generierten Übersetzung beschäftigte, desto mehr sprachliche Schwächen und Fehler wurden ihm bewusst.

Michaela Heissenberger hingegen zeigte dem Publikum ein ganz konkretes Beispiel. Sie ließ ChatGPT ein italienisches Gedicht von Vicino Orsini aus dem 16. Jahrhundert übersetzen und stellte diese ihrer eigenen Übersetzung gegenüber. Wie erwartet, lieferte die künstliche Intelligenz in Sekundenschnelle verschiedene Vorschläge. Nach jeder Übersetzung gab Heissenberger dem Programm weitere Hinweise, etwa zu Reimschema und Metrum. Zwar verbesserte sich das Ergebnis Schritt für

Schritt, überzeugend wurde es für sie dennoch nicht. Die Übersetzung blieb „ein bisschen beliebig“, wie sie fand. Dazu kam eine Zeile, die das Programm kurzerhand hinzudichtete. Im Zentrum des Abends stand damit auch die Frage, was menschliche Übersetzerinnen und Übersetzer leisten, was KI nicht leisten und nicht abbilden kann. Nach Ansicht der Gesprächspartner fehlt den Programmen die emotionale Dimension von Sprache. Gerade Poesie und Literatur seien Kunstformen, die sich festen Mustern der Gebrauchssprache und damit gängigen Übersetzungsschemata entziehen. Als Beispiel dafür nannte Heissenberger etwa das Stilmittel von bewussten Wiederholungen in literarischen Texten, während ChatGPT „gelernt“ habe, Wiederholungen von Wörtern oder Satzteilen zu vermeiden. „Als

Übersetzerin überlege ich mir jedes Wort“, brachte sie die Kunst des Übersetzens auf den Punkt.

Ein Berufsbild im Wandel

Ganz grundsätzlich fiel das Urteil der Gesprächspartner hinsichtlich der sprachlichen Fähigkeiten der KI nicht ausschließlich negativ aus. „Der Beruf des Übersetzers ist im Wandel“, zeigte sich Zangrando überzeugt und räumte ein, dass die KI auch hilfreich sein könne. Vor allem bei kommerziellen Texten komme sie bereits häufig zum Einsatz. Übersetzerinnen und Übersetzer würden dabei zunehmend zu Editoren, die den Auftrag erhalten, maschinell erzeugte Übersetzungen zu prüfen und zu korrigieren. Gleichzeitig gingen jedoch Aufträge

t Simonetta Nardin, Michaela Heissenberger und Stefano Zangrado (im Bild von links) berichteten über ihre Erfahrungen mit der KI beim Schreiben und Übersetzen von Texten

für Fachübersetzungen zurück – und damit oft auch jene finanzielle Grundlage, die die schlecht bezahlten Literaturübersetzungen bislang mittrug.

Zur Sprache kamen an dem Abend auch weitere Fragen, wie die rechtliche Grauzone im Urheberrecht, wenn KI-Tools mit Texten von Autoren und Übersetzern trainiert werden, die veränderte Rolle von Übersetzern als Editoren, die mögliche Auswirkung auf das Erlernen von Fremdsprachen und auf das Verständnis literarischer Qualität.

Im Blick auf die Zukunft waren sich Simonetta Nardin, Michaela Heissenberger und Stefano Zangrando sicher: Die Literaturübersetzung ist ein menschlicher Dienst an der Sprache und wird es auch bleiben.

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MUSICAL

Grease trifft Südtirol

Mit dem Musical „Summer Nights“ hat die Klasse 4A mit dem Landesschwerpunkt Musik des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums auch in diesem Schuljahr ein ansehnliches Bühnenprojekt auf die Beine gestellt. In insgesamt 13 Aufführungen präsentieren die Schülerinnen und Schüler ein schwungvolles Stück voller Musik, Tanz und humorvoller Momente – inspiriert vom Kultfilm „Grease“, mit einigen charmanten Südtiroler Anekdoten. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine sommerliche Liebesgeschichte: Ein schüchternes Mädchen und ein selbstbewusster „Figozecker“ verbringen in den Ferien eine romantische Zeit miteinander. Als sich ihre Wege im Herbst wieder kreuzen, möchte er vor seinen Freunden sein Image als cooler Anführer nicht gefährden und weist sie ab. Doch hinter der Fassade steckt mehr, und so entwickelt

THEATER

„Terror“ in Franzensfeste

Ein intensiver Theaterabend erwartete die Besucher in der Festung Franzensfeste, wo die Spielgemeinschaft Vintl-Weitental den packenden Gerichtsthriller „Terror“ auf die Bühne brachte. Das Stück von Ferdinand von Schirach zählt zu den bekanntesten modernen Theatertexten und wurde von der engagierten Amateurtruppe mit bemerkenswerter Qualität umgesetzt. Bereits der Weg zum Aufführungsort trägt zur besonderen Atmosphäre des Abends bei: Der Gang durch die mächtigen Mauern der Festung erzeugt eine eigene, beinahe gespannte Stimmung, be-

KURZ

vor sich der Vorhang hebt. Im Saal selbst warten nur 90 Sitzplätze –und diese waren bei der besuchten Aufführung restlos gefüllt. Unter der gelungenen Regie von Gerd Weigel entwickelte sich ein dichter und fesselnder Theaterabend. Die sechs Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten mit einer durchwegs starken Leistung, die deutlich über dem Niveau vieler Amateurproduktionen lag. Mit präzisem Spiel und glaubwürdigen Emotionen gelang es ihnen, die moralischen und juristischen Fragen des Stücks eindrucksvoll auf die Bühne zu bringen. Das Bühnenbild

Im Adambräu in Innsbruck thematisieren bis Juni die zwei Ausstellungen „über othmar barth. ein filmprojekt von lukas schaller und rainer köberl“ und „Othmar Barth meets Leopold Gerstel … in Innsbruck“ das Schaffen dieses Brixner Architekten und Universitätsprofessors.

sich eine Geschichte voller Missverständnisse, Eifersucht und überraschender Wendungen. Die Inszenierung unter der Regie von Leo Ploner überzeugte durch viel Spielfreude und ein starkes Ensemble. Für die musikalische Leitung war Michael Braun verantwortlich, während Sabrina Fraternali die schwungvollen Choreografien erarbeitete. Der Cast zeigte sich stimmlich und schauspielerisch auf hohem Niveau; die Songs wurden mit viel Energie präsentiert und sorgten gemeinsam mit den Tanzszenen für eine lebendige Atmosphäre. Auch Bühnenbild, Requisiten und Kostüme waren mit viel Liebe zum Detail gestaltet und trugen zum nostalgischen HighschoolFlair des Abends bei. „Summer Nights“ erwies sich damit als unterhaltsamer und rundum gelungener Musicalabend. lv

zeigte einen sachlich gestalteten Gerichtssaal; die Kostüme waren sorgfältig auf die jeweiligen Rollen abgestimmt und unterstützten die realistische Wirkung der Inszenierung. Besonders eindrucksvoll geriet das Schlussplädoyer von Andreas Zingerle, das außergewöhnlich intensiv und ergreifend vorgetragen wurde. Am Ende entschied tradi-

Ende Februar fand in der Musikschule Brixen der 15. Landeswettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ des Verbandes Südtiroler Musikkapellen statt, bei dem sich 27 Ensembles der Fachjury stellten. Fünf von ihnen wurden für den österreichischen Bundeswettbewerb in Liechtenstein nominiert.

tionell das Publikum über Schuld oder Unschuld des Angeklagten: 28 Stimmen für schuldig standen 66 Stimmen für nicht schuldig gegenüber. Insgesamt waren zwölf bereits ausverkaufte Aufführungen angesetzt. Dieser rundum gelungene Theaterabend zeigte deutlich, warum die Aufführungen so gefragt sind. jmf

Die wissenschaftliche Tagung über „Kirchtürme in Tirol“ in Brixen, organisiert vom Südtiroler Kulturinstitut, beleuchtete an drei Tagen verschiedene Aspekte rund um die Kirchtürme wie ihre Funktion und Bedeutung, unterschiedliche Helmgestaltungen und restauratorische Aspekte.

NACHGEFRAGT

„Singbegeisterte gesucht“

ERICH DELTEDESCO, Präsident des Südtiroler Chorverbandes, über das Angebot von zwei landesweiten Chören für Kinder und Jugendliche – und die Freude am Singen in Gemeinschaft.

Herr Deltedesco, der Landeskinderchor und der Landesjuniorchor suchen singbegeisterte Kinder und Jugendliche. An welche Altersstufen richten sich die Chöre?

Im Landeskinderchor singen Kinder von der 3. Klasse Grundschule bis zur 1. Klasse Mittelschule unter der Leitung von Laura Stuffer und Sofie Pedevilla; für Jugendliche der 2. Klasse Mittelschule bis zur 2. Klasse Oberschule gibt es den Landesjuniorchor unter der Leitung von Waltraud Pörnbacher. Die drei erfahrenen Singpädagoginnen führen die Kinder und Jugendlichen spielerisch an den be-

wussten Umgang mit ihrer Stimme heran. Beide Chöre entstanden auf Initiative der früheren Verbandschorleiterin Renate Unterthiner; die derzeitige Verbandschorleiterin Ulrike Malsiner trägt das Projekt mit viel Engagement weiter.

Warum ist Singen wichtig?

In einer Vielzahl von Studien wurde belegt, dass Singen die motorische wie die sprachliche Entwicklung fördert. Gesangserziehung nimmt einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Intelligenz, Kreativität, auf das logische Denken sowie auf die soziale Kompetenz und Teamfähigkeit von Kindern und Jugendlichen. Singen in einer

coolen Gemeinschaft macht Freude – das möchten wir vermitteln.

Wie kann man sich für die Chöre bewerben, und wie viel Zeit für Proben sollten die Interessenten mitbringen?

Das Vorsingen für den Landeskinderchor findet am 5. Juni, für den Landesjuniorchor am 17. April in Brixen statt. Im Herbst gibt es vier Probensamstage in Brixen; der Landesjuniorchor hat zusätzlich zwei Termine im Frühjahr. Im Oktober folgen zwei gemeinsame Konzerte in Brixen und in Algund. Anmeldungen zum Vorsingen an: info@scv.bz.it. johanna.bampi@brixner.info

Studiengang Medicine & Surgery

am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen Studienstart September 2026, Bewerbungen bis 28. April 2026

Wer Medizin studieren und dabei von persönlicher Betreuung profitieren möchte, findet am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen ideale Rahmenbedingungen.

Der englischsprachige Studiengang „Medicine & Surgery“ ist auf 60 Studierende pro Jahrgang begrenzt (50 EU, 10 Nicht-EU mit Wohnsitz im Ausland) und verbindet akademische Qualität mit direktem Austausch mit den Dozenten. Die kleine Kohorte ermöglicht Lernen in überschaubaren Gruppen und kontinuierliches Feedback. Studierende können ihre Perspektiven aktiv einbringen und ihr Studium mitgestalten.

Der Unterricht erfolgt vollständig auf Englisch. Für die Immatrikulation ist ein EnglischZertifikat auf Niveau B2 gemäß der Ausschreibung erforderlich. Das international ausgerichtete Curriculum wird durch moderne Hightech-Labore und praxisnahe Trainings ergänzt. Klinische Ausbildungsphasen in deutscher und italienischer Sprache in den Einrichtungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes ermöglichen frühzeitige praktische Erfahrung in einem mehrsprachigen Umfeld.

Das sechsjährige Studium wird in Kooperation mit der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom angeboten.

Die Vergabe der Studienplätze erfolgt über eine Online-Aufnahmeprüfung am 20. Mai (65 Multiple-Choice-Fragen, Prüfungssprache Englisch, Teilnahmegebühr 210 Euro).

Spring Open Day – 21. März 2026, 10:00–12:00 Uhr

Lernen Sie den Studiengang persönlich kennen; im Anschluss findet eine Simulation des Aufnahmetests statt. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich, für die Simulation ist eine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen beim Dienst für Studienberatung der Claudiana:

www.claudiana.bz.it orientation.service@claudiana.bz.it

Nachdenkliches Stück am

Vinzentinum

Mit dem Drama „Die Welle“ bringen die Maturantinnen und Maturanten des Vinzentinums in diesem Jahr ein Stück auf die Bühne, das aktueller kaum sein könnte. Das Theaterprojekt basiert auf dem Roman „The Wave“ und erzählt von Macht, Mani-

pulation und der gefährlichen Versuchung, sich einer scheinbar starken Gemeinschaft kritiklos zu unterwerfen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie schnell Menschen durch Gruppendruck und Ideologien beeinflusst werden können. Das Stück zeigt, wie wichtig es

ist, eigenständig zu denken und Verantwortung zu übernehmen. Die jungen Darstellerinnen und Darsteller entschieden sich nach längerer Diskussion bewusst für dieses Werk – obwohl ihnen der Regisseur Gerd Weigel gleich fünf verschiedene Stücke vorgeschlagen hatte. Für ein Schülertheater wurde das Drama insgesamt überzeugend umgesetzt. Besonders eindrucksvoll wirkte eine Szene, in der Mitglieder der „Welle“ ihre Zeichen („Tags“) überall in ihrer Umgebung hinterließen und damit die wachsende Dynamik der Bewegung sichtbar gemacht wurde. Gleichzeitig blieb die Tiefe mancher Figuren stellenweise noch etwas zurückhaltend, wodurch einzelne emotionale Momente weniger stark zur Geltung kamen. Auch die Lichtsetzung hätte in einigen Szenen die Gespräche auf der Bühne stärker hervorheben können. Dennoch gelang es, das Publikum zum Nachdenken

anzuregen. Ein schöner Aspekt des Projekts ist zudem der soziale Zweck: Die freiwilligen Spenden für den Eintritt kommen „MOMO“ zugute – einer Organisation, die Familien mit schwer kranken Kindern in Südtirol begleitet und am Aufbau eines Kinderhospizes in Prissian arbeitet. So bleibt „Die Welle“ vor allem eines: ein engagiertes Theaterprojekt junger Menschen, das wichtige Fragen stellt und zugleich wertvolle erste Bühnenerfahrungen ermöglicht. jmf

KURZFILM

Tuifl

Die 25-jährige Brixnerin Adina Barth studiert derzeit am Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg „2D Animation“ – besser bekannt als Zeichentrick. Das Animationsinstitut ist international hoch anerkannt und hat in diesem

Jahr mit dem Film „A Sparrow’s Song“ bereits den „Student Oscar“ gewonnen. Vor Kurzem durfte die Studentin selbst Regie für ihren ersten Kurzfilm führen und war zudem für Animation und Co-Produktion verantwortlich. So entstand „Tuifl“ – ein handgezeichneter Horror-

Kurzfilm mit mehrfacher Brixner Beteiligung: Die Stimmen wurden von einer Brixner Mutter und ihrem Sohn im Südtiroler Dialekt eingesprochen. Der Kurzfilm spielt mit der Angst vor dem Unbekannten. Die Seiser Alm fungiert hierbei als düstere Kulisse und Wiege knorriger

pechschwarzer Nächte. Mutter und Sohn leben isoliert von der Außenwelt und kennen nur ihre unmittelbare Umgebung, in der übernatürliche Gestalten hausen. „Den Kurzfilm würde ich auf jeden Fall als finster beschreiben, sowohl vom Gefühl her als auch visuell“, sagt Barth, „unsere Berge werden tagsüber immer sehr romantisch dargestellt – nachts ist es eine total andere Welt und eine unerforschte Sphäre, wie ich finde“. „Tuifl“ wurde für das im März stattgefundene Landshuter Kurzfilmfestival nominiert und auch für den Animationswettbewerb ausgeschrieben. Am 16. April folgt die Premiere in Italien im Rahmen des „Bozen Film Festival Bolzano BFFB“ sowie am 23. April die Vorstellung auf dem Shorts Film Festival in Offenburg. su

Nesthocker-Drama

Das Südtiroler Kulturinstitut brachte zuletzt das „Bronski & Grünberg“-Theater ins Forum Brixen. Dort bot es eine erfrischend moderne und zugleich traditionsbewusste Interpretation von Romeo und Julia. In dieser Version sind Romeo Montague und Julia Capulet längst erwachsen, leben jedoch weiterhin bequem bei ihren wohlhabenden Eltern und weigern sich, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Daraus entwickelt sich eine humorvolle und temporeiche Handlung voller Intrigen, überraschender Wendungen und gesellschaftlicher Konflikte.

Wilde Jahre

Paul Rösch und Patrick Rina beschreiben wissenschaftlich fundiert die zwei Jahrzehnte Südtiroler Tourismusgeschichte. Der Zeitraum ist bewusst gewählt: 1961 war das Jahr der „Feuernacht“, 1983 das Jahr, in dem sich der Schnalser „Gletscherkönig“ Leo Gurschler das Leben nahm und das beschleunigte Wachstum viele Betriebe vorerst in eine Spekulationskrise stürzte. Während dieser Jahre änderten sich der Tourismus in Südtirol und damit das ganze Land grundlegend, und die Zahl der Nächtigungen stieg von rund drei Millionen auf über 20.

Versprach der Tourismus zunächst bescheidenen Wohlstand durch die private Zimmervermietung und den Ausbau bestehender und neuer Pensionen und Hotels, so führte er zugleich zu einem Boom mit ungeahnten Möglichkeiten und Konsequenzen. Auch Kritik im Hinblick auf Fragen der Lebensqualität und des Umweltschutzes wurde schon damals laut.

Die Inszenierung von Kaja Dymnicki und Alexander Pschill überzeugt vor allem durch ihr hohes Tempo, ihren Witz und die originelle Mischung aus moderner und zeitgemäßer Darstellung sowie klassischer Reimsprache. Besonders gelungen ist, dass das Stück auch für Zuschauer verständlich und unterhaltsam ist, die mit Shakespeare weniger vertraut sind. Trotz einer etwas langen Spieldauer von rund zwei Stunden blieb der Abend kurzweilig – die Zeit verging schnell, und es wurde viel gelacht. lv

NEU IM REGAL

Paul Rösch und Patrick Rina Wilde Jahre. Tourismus in Südtirol 1961–1983

Mit Beiträgen von Hans Heiss und Adina Guarnieri Edition Raetia 2026

Südtirol wurde zur Marke, untermauert von Souvenirs, Trachten und Tradition zwischen Kunst, Kommerz und Kitsch. Den Autoren gelingt der Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und leicht lesbaren Texten, in denen sie über 90 Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Abgerundet wird das reich bebilderte Buch durch Beiträge von Hans Heiss und Adina Guarnieri.

Johannes Frick

Perfekt zu Ostern: unser

Nach alter Tradition gefertigt und mit originaler Frick-Gewürzmischung, eröffnet er in Begleitung feiner Spargel und hausgemachter Bozner Sauce jedes feine Ostermenü. Als Hauptgang passt der Osterochse vom Frickhof oder unser Lamm- und Kitzfleisch vom einheimischen Bauern wunderbar dazu.

Wir wünschen ein genussvolles Fest!

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THEATER

Geballte Bühnenpower

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Der eine Typ, den keiner gefragt hat, der sich aber ständig zu Wort meldet, die zuerst subtilen, dann deutlichen Signale des Nicht-Erwünscht-Seins stur ignorierend, etwas tollpatschig vielleicht – bemitleidenswert, ja, dann aber mit seiner unablässig aufdringlichen Art einfach nur … eine Nervensäge! Genau jenen Charakter verkörpert Lukas Lobis im gleichnamigen Stück, das er gemeinsam mit weiteren Kapazundern der Südtiroler Schauspielwelt auf die Bühne bringt: Karin Verdorfer, Thomas Hochkofler, Georg Kaser sowie der unter Nicht-Insidern vielleicht (bisher) weniger bekannte Regisseur Christian Mair. Geballte Bühnenpower also, die wohl ihren Teil zu den prall gefüllten Sälen beigetragen hat, die über die klingenden Namen hinaus aber ihr Versprechen halten konnte. Das Stück selbst feierte seit seiner Premiere im fernen Jahr 1970 weltweite Erfolge – eine Boule-

vardkomödie über Einsamkeit, Freundschaft wider Willen und den verzweifelten Wunsch nach Nähe. Profikiller Ralph (Thomas Hochkofler), der sich im Stück Jean Martin nennt, bezieht ein Hotelzimmer Tür an Tür mit dem redseligen und grenzenlos aufdringlichen François Pignon, der seinem Leben, im Liebeskummer versinkend, gerade ein Ende setzen will. Ihr unfreiwilliges Aufeinandertreffen entwickelt sich zu einer Schicksalsgemeinschaft voller absurder Situationen und irrwitziger Missverständnisse. Karin Verdorfer gibt in einer Doppelrolle die schrullige Hotelpagin sowie die genervte und gelangweilte Ehefrau, Georg Kaser dessen Geliebten und Psychiater Dr. Fuchs, während Regisseur Christian Mair selbst in der Rolle des Polizisten zu sehen ist. Ein durch und durch unterhaltsamer Theaterabend. oz

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DR. JUR. HANNES WILLEIT

April im Keller: Es wird laut, lustig und lebendig

THEATER: Der Frühling kommt und im Kulturkeller

Dekadenz wird er gefeiert.

Der April bringt Musik, Kabarett, Comedy, Musical, Jazz und Gespräche auf die Bühne. Poetischer Folk mit Folta (Irma-Maria Troy, Markus Prieth) eröffnet den Monat, feministischer Pop von principess (Maria Moling, Julia Viechtl, Teresa Staffler) sorgt für Haltung und Energie. Dan Knopper lädt in seinen schillernden „Salon Klaus“, Romeo Kaltenbrunner erzählt in „Heimweh“ mit viel Witz vom Aufwachsen am Land, und Alex Giovanelli wagt den Sprung vom Slam zur

Stand-up-Comedy. Anna Fink nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch Frauenrollen im Musical.

Garantiert nicht langweilig

Dazwischen wird diskutiert (Ans Eingemachte! – künstliche Intelligenz), gelesen (Josef Oberhollenzer: „Sellemond oder Von der Schwierigkeit, Touristen zu töten“) und musikalisch experimentiert mit UNFALL und dem Niklouds 4tet.

Kurz gesagt: Der April in der Dekadenz ist bunt, überraschend und garantiert nicht langweilig. Termine checken, Platz sichern, runter in den Keller! Und sich freuen auf Pop mit principess, Romeo Kaltenbrunner und sein „Heimweh“, die Lesung mit Josef Oberhollenzer und musikalische Experimente mit dem Niklouds 4tet (auf den Bildern von links).

Der April in der Dekadenz

Do., 9.4.: Folta

Fr., 10.4.: Dan Knopper

Do., 16.4.: Dan Kinzelman: UNFALL

Fr., 17.4.: Anna Fink

Sa., 18.4.: Alex Giovanelli

Di., 21.4.: Ans Eingemachte!

Do., 23.4: principess

Fr., 24.4.: Romeo Kaltenbrunner

Mi., 29.4.: Josef Oberhollenzer

Do., 30.4.: Niklouds 4tet

Vorstellungsbeginn: 20 Uhr

Reservierungen: dekadenz.it

SOMMERWOCHEN IM BILDUNGSHAUS KLOSTER NEUSTIFT

Ein Sommer voller Abenteuer, Kreativität und Entdeckungen erwartet Kinder und Jugendliche. Mit der Kamera auf Motivsuche gehen, die Natur aktiv erleben, neue Sportarten ausprobieren und gemeinsam unterwegs sein sorgen für abwechslungsreiche Ferientage. In kleinen Gruppen entstehen Gemeinschaft, Begeisterung und unvergessliche Sommermomente.

Fotografie erleben Mo., 6. bis Fr.,10. Juli

Natur und Sport für Jugendliche Mo., 13. bis Fr., 17. Juli

WeltentdeckerInnenwoche

Mo., 20. bis Fr., 24. Juli

Neustifter Orgelwoche Mo., 27. bis Fr., 31. Juli

5 Tage – 5 Sportarten Mo., 3. bis Fr., 7. August

Weitere Infos und Anmeldung unter www.bildungshaus.it Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1, 39040 Vahrn, 0472 835 588 bildungshaus@kloster-neustift.it

EDUCUS

Glaube

Ins Kloster gehen: Buchvorstellung

Einblicke in eine abgeschiedene Welt. Kloster Säben.

Referentin: Ingrid Facchinelli, Bozen Mo., 13.4.

Gesellschaft

Die Schöpfung, der Weg zu dir selbst Durch Naturwahrnehmung, kreativen Körperausdruck und einfache Rituale entsteht Raum, sich selbst neu zu begegnen und Kraft zu schöpfen.

Referentin: Evelyne Piergentili, Mals Sa., 18.4.

ICH und DU: Neue Wege der Liebe

Paare tauschen sich über ihre Liebesbeziehung und Partnerschaft, ihre Erwartungen und Vorbilder aus.

Referentin: Margit Gasser, Bozen Sa., 16.5. bis So., 17.5.

Gesundheit

Seminar für Seniorinnen und Senioren Ältere Menschen begegnen sich, verbringen eine Woche mit Vorträgen zu Körper, Geist und Seele. Mo., 13.4. bis Fr., 17.4.

Hausapotheke nach Hildegard von Bingen

Wir erkunden die wichtigsten Heilkräuter und Gewürze und befassen uns mit den Grundlagen von Hildegard v. Bingens mittelalterlicher Ernährungs- und Säftelehre.

Referentin: Dr.in Verena Mutschlechner, Marling Do., 16.4.

Ich schau auf mich

Lernen Sie, Grenzen zu erkennen, Pausen zu machen und Ressourcen schonend zu nutzen.

Referentin: Christine Wagner, Brixen Mo., 20.4.

Migräne & Spannungskopfschmerzen

Vertiefen Sie Ihr Wissen über Ihre Schmerzproblematik und stärken Ihre Selbsthilfekompetenz.

Referent: Heinz Peter Steiner, Schwaz Di., 21.4.

Kunst und Musik von Hildegard von Bringen

Wir betrachten Miniaturen aus dem Scivias, lesen aus „Tugenden und Laster” und hören in Hildegards Musik.

Referentin: Dr.in Verena Mutschlechner, Marling Di., 12.5.

Cusanus-Akademie

Seminarplatz 2 | I-39042 Brixen T +39 0472 832 204 | www.cusanus.bz.it info@cusanus.bz.it

Das Bildungsprogramm der Cusanus-Akademie

Glaube

„Reset & Move“

Es ist mehr als eine Fastenkur – es ist ein tiefgreifendes Erlebnis, das deine Energie auflädt, dich mental stärkt, inspiriert und dich mit neuer Lebenskraft erfüllt.

Ins Kloster gehen: Buchvorstellung

Referentin: Claudia Trawöger, Neukirchen So., 17.5. bis Fr., 22.5.

Einblicke in eine abgeschiedene Welt Kloster S

Referentin: Ingrid Facchinelli, Bozen

Beruf

MO 13.04.2026

Dialogkreis Begleitung

Gesellschaft

Das Seminar vermittelt prozessorientierten Dialog f ür respektvollen Kontakt und gelingendes Zusammenleben. Referenten: Benno Kapelari, Ramsau und Jutta Wieser, Ritten Fr., 14.4. bis So., 19.4.

Die Schöpfung, der Weg zu dir selbst

Haltung wirkt

Durch Naturwahrnehmung, kreativen Körpera und einfache Rituale entsteht Raum, sich selbs begegnen und Kraft zu schöpfen.

Dieses Seminar vermittelt die Bedeutung einer effektiven Kommunikation und der eigenen Haltung sowie deren Wirkung.

Referenten: Angela Huemer, Linz und Manfred Rauchensteiner, Linz So., 3.5.

Referentin: Evelyne Piergentili, Mals

SA 18.04.2026

Kindermentaltraining

Mit Mentaltraining lernen Sie Methoden, um Kinder und Jugendliche auf Zukunft und Lebensherausforderungen vorzubereiten.

Referentin: Angelika Bodner-Pardeller, Kufstein Fr., 29.5. bis So., 31.5.

ICH und DU: Neue Wege der Liebe Paare tauschen sich über ihre Liebesbeziehun Partnerschaft, ihre Erwartungen und Vorbilde

Referentin: Margit Gasser, Bozen

SA 16.05. - SO 17.05.2026

Gesundheit

Seminar für Seniorinnen und Senior Ältere Menschen begegnen sich, verbringen e

Körper Geist und Se

Kalter weißer Mann

Die Trauerfeier für den mit 94 Jahren verstorbenen Gernot Steinfels, Chef der Firma „Feinwäsche Steinfels“, gerät völlig aus dem Ruder. Dabei hat sein Nachfolger in spe, Horst Bohne, alles minutiös geplant. Der Text für die Trauerschleife „In tiefer Trauer. Deine Mitarbeiter“ ist nicht geschlechtergerecht, finden die Marketingleiterin und der SocialMedia-Beauftragte der Firma. Die langjährige Sekretärin will bei der Trauerfeier unbedingt singen. Die Praktikantin sieht im Trauerspruch „Nur Arbeit war dein Leben“ eine

Ausstellungen

StadtGalerie bis 4. April

Tränenpalast

Di.–Fr. 10–13 Uhr u. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr

Hofburg Brixen bis 28. Juni

Harald Kastlunger. Intuition – Komposition täglich 10–17 Uhr

Kloster Neustift bis 2. Mai

Spuren des Lichts. Fotografien aus dem Archiv von Kloster Neustift

bis 31. Oktober Spuren der Erinnerung. Das fotografische Archiv von Kloster Neustift Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Galerie 90, Mühlbach bis 25. April

Zeichnung trifft Poesie. Nadia und Klaus Rungger

Besichtigung nach Terminvereinbarung

(Tel. 348 710 25 50)

total toxische Work-Life-Balance. Im Netz tobt längst der Beerdigungs-Shit-Storm. Und ob Horst Bohne überhaupt Geschäftsführer werden soll, steht auch zur Diskussion. Wen wundert’s, dass bei so einer Trauerfeier selbst der Pfarrer die Nerven verliert.

Die wendungsreiche Komödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob seziert sämtliche Abgründe der aktuellen Diskussionen über Umgangsformen. Das Berliner Renaissance-Theater hat die Komödie inszeniert und zeigt sie auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts im Forum Brixen.

Mittwoch, 18. März, 19:30 Uhr

Einführung: 19 Uhr Forum, Brixen

Karten im Südtiroler Kulturinstitut online www.kulturinstitut.org

Tel. 0471 313800 info@kulturinstitut.org

Die Veranstaltung wird von der Firma Rothoblaas unterstützt.

Märkte

Bauernmarkt

mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz

Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr

Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz

Ggumperermarkt

Samstag, 4. April, 8–17 Uhr

Albuingasse

Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn

Samstag, 4. April, 9–17 Uhr

Alter Kindergarten, Vahrn

der Musikkapelle Pfeffersberg

Musikalische Leitung: Bernhard Reifer

* Samstag, 18. April, 20 Uhr

Forum Brixen

Eintritt frei Sitzplatzreservierung ab Dienstag, 7. April auf der Webseite www.mkpfeffersberg.it/events

KULTURZENTRUM ASTRA

Freizeit Rebellen Kinoabend zum Welt-Autismus-Tag

Veranstalter: Gemeinde Brixen

* Mi., 1. April, 19 Uhr

Pub-Quiz in englischer Sprache

* Mi., 15. April, 19 Uhr

2. Südtiroler Krimifestival

Lange Nacht des Krimis mit 14 Autorinnen und Autoren und mit open end

Veranstalter: TPZ Brixen

* Sa., 25. April, ab 18 Uhr

Infos: www.astrabx.com

Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift

Berufsbegleitende

Lehrgänge

Lehrgang: Emotionelle Erste Hilfe (EEH)

Mo., 27.4.2026 bis Mi., 10.3.2027

Kurzlehrgang: Personalmanagement – Ein 360°-Überblick

Di., 5.5. bis Mi., 7.10.

Lehrgang: Kräuterpädagogik 2026/2027

Mo., 11.5.2026 bis Sa., 8.5.2027

Lehrgang: Coaching als Führungsaufgabe

Mo., 18.5. – Mi., 11.11.

Kurzlehrgang: Betriebliche Gesundheit

Di., 19.5.2026 bis Do., 28.1.2027

Bibel & Glaube

Chorwerkstatt: Hoffnung singen

Sa., 18.4., 9 –16 Uhr

Die Spiritualität des Rosenkranzgebetes

Sa., 2.5., 9 –17 Uhr

Kunst & Kreativität

Ölmalerei leicht gemacht mit Sonja Neumann

Mo., 27.4., 9:30 –17 Uhr

Schreiben. Über mich selbst. mit Theres Essmann

Mi., 29.4. bis Sa., 2.5., 9:30 –17 Uhr

Die Kunst des Zeichnens mit Christine Krainer

Mo., 11.5., 9:30 –17 Uhr

Gesundheit & Wohlbefinden

Mental stark und gesund

Mi., 15.4., 9 –17 Uhr

Gehörtraining: Besser hören und Tinnitus sanft lindern

Do., 16.4. bis Sa., 18.4.

Stressmanagement mit Augentraining

Do., 30.4. bis Sa., 2.5.

Natur & Umwelt

Kräuterwissen bei Wanderungen professionell vermitteln

Sa., 18.4., 9 –17 Uhr

Zwischen Weide und Wolf – Wandern in Gebieten mit Herdenschutz

Do., 28.5., 9 –17 Uhr

Wein & Köstlichkeiten

ABC der Speisen-WeinAnpassung

Do., 23.4., 13 –17 Uhr

Das kleine Öl-ABC

Fr., 8.5., 18:30 – 21:30 Uhr

Beruf- & Arbeitswelt

Führungsstärke und Resilienz

Di., 28.4. bis Mi., 29.4.2026, 8:30 –17 Uhr

Fachtagung: Betriebliche Gesundheit im Fokus

Mi., 29.4., 13:30 –19 Uhr

Finanzbuchhaltung für AnfängerInnen

Di., 19.5. bis Do., 21.5., 8:30 –16:30 Uhr

Arbeitssicherheit

Auffrischungskurs für Führungskräfte

Do., 16.4., 8 –15 Uhr

Grundausbildung für elektrische Sicherheit

Mi., 22.4., 8 –12 Uhr

Grundausbildung für SicherheitssprecherInnen

Mo., 11.5. und Di., 19.5., 8 –17 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung unter www.bildungshaus.it

Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1

39040 Vahrn 0472 835 588

bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it

Mittwoch, 1. April

Vortrag 18 Uhr

KI im medizinischen Bereich mit Renate Baumgartner und Marco Santarelli Stadtbibliothek, Brixen

Kino 19 Uhr

Freizeit Rebellen Kinoabend der Gemeinde Brixen zum Welt-Autismus-Tag Astra, Brixen

Donnerstag, 2. April

Konzert 19:30 Uhr

Virtuosi e virtuosismi mit Davide Alogna (Violine) und Andrea Bacchetti (Klavier) Italienische Musikschule A. Vivaldi, Brixen

Diverses 10 Uhr Ostereier färben Hofburg, Brixen

Samstag, 4. April

Führung 10:30 Uhr Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Theater 20 Uhr

Das Revival

Theater Schabs

Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Sonntag, 5. April

Konzert 20 Uhr

Osterkonzert der Musikkapelle Schalders Haus Voitsberg, Vahrn

Montag, 6. April

Theater 18 Uhr

Gerüchte Gerüchte Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Kino 20 Uhr

Filmclub: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Astra, Brixen

Dienstag, 7. April

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 8. April

Theater 20 Uhr

Gerüchte Gerüchte Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Theater 20:30 Uhr Buffoni all’inferno (ital.) Stivalaccio Teatro Forum, Brixen

Donnerstag, 9. April

Diverses 18–20:30 Uhr Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen

Musik 19:30 Uhr Neustifter Singstund’ für alle, die gerne singen mit Esther Falkensteiner und Rudi Chizzali Vereinshaus, Neustift

Theater 20 Uhr

Das Revival Theater Schabs Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Konzert

20 Uhr Folta mit Markus Prieth und Irma-Maria Troy Dekadenz, Brixen

Freitag, 10. April

Kleinkunst 20 Uhr

Salon Klaus mit Dan Knopper Dekadenz, Brixen

Theater 20 Uhr

Das Revival Theater Schabs Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Theater 20 Uhr

Gerüchte Gerüchte Theatergruppe Raas Grundschule, Raas

Samstag, 11. April

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Theater 20 Uhr

Das Revival Theater Schabs Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Sonntag, 12. April

Konzert 18 Uhr

Jubiläumskonzert 225 Jahre Musikkapelle Villnöß Forum, Brixen

Montag, 13. April

Kino 20 Uhr

Filmclub: Elon Musk Unveiled – The Tesla Experiment (dt. UT) Forum, Brixen

Dienstag, 14. April

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 15. April

Diverses 19 Uhr

Pub Quiz Astra, Brixen

Theater 19:30 Uhr

Kalter weißer Mann Renaissance-Theater Berlin Forum, Brixen

Theater 20 Uhr

Das Revival Theater Schabs Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Donnerstag, 16. April

Konzert 20 Uhr

Unfall

Jazz mit Dan Kinzelmann, Mirco Rubegni, Manuele Morbidini, Rossano Emili und Renato Grieco Dekadenz, Brixen

Freitag, 17. April

Diverses 16 Uhr

Bilderbuchkino und Basteln für Kinder (Anmeldung) Stadtbibliothek, Brixen

Kleinkunst 20 Uhr

Die Reise der Frau – Facetten des Musicals mit Anna Fink und Daniel Pupp Dekadenz, Brixen

Theater 20 Uhr

Das Revival

Theater Schabs

Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Samstag, 18. April

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Konzert 20 Uhr

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Peter Mayr

Pfeffersberg Forum, Brixen

Kleinkunst

Ich weiß, was ihr denkt! mit Alex Giovanelli Dekadenz, Brixen

Montag, 20. April

Kino

Filmclub: Marty Supreme Astra, Brixen

Dienstag, 21. April

20 Uhr

HOHE BERGE –TIEFE ABGRÜNDE

Das Südtiroler Krimifestival geht in die 2. Runde

14 Autorinnen und Autoren aus dem deutschen Sprachraum kommen nach Südtirol. Bestsellerautoren, Preisträger und andere, die auf dem besten Weg sind, solche zu werden.

Am 25. April erreicht das Zweite Südtiroler Krimifestival seinen Höhepunkt: In der Langen Nacht des Krimis wird das Astra Brixen – literarisch –zur Hochburg des Verbrechens. Ab 18 Uhr stehen alle teilnehmenden Autorinnen und Autoren auf der Bühne und lesen aus ihren Werken. Spannung ist garantiert, Unterhaltung sowieso, und gelacht werden darf auch: Die Lesenden sind schließlich echte Bühnenprofis. Für Abwechslung sorgen „Die Muskeltiere“ vom TPZ, die mit kriminellen Improvisationen für überraschende Wendungen sorgen. Musik, Snacks und ein gemütliches Get-together mit Autoren, Buchbloggern und anderen Krimifans bieten die perfekte Gelegenheit, um die Nacht ganz entspannt ausklingen zu lassen.

Initiiert wird das Festival von den beiden Südtiroler Autorinnen Heidi Troi und Simone Dark, die unter dem Dach des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen bereits zum zweiten Mal das Südtiroler Krimifestival auf die Beine stellen.

20 Uhr

Diverses 20 Uhr

Ans Eingemachte!

Gespräche zum Thema künstliche Intelligenz Dekadenz, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff

Vintlerhof, Milland

Donnerstag, 23. April

Diverses ab 14:30 Uhr

Tag des Buches

Lesezeichen aus Stoff gestalten (14:30 Uhr)

Silent Reading (18:30–22 Uhr)

Stadtbibliothek, Brixen

Buchvorstellung 19:30 Uhr

Ins Kloster gehen mit der Autorin Ingrid Facchinelli Bibliothek, Vahrn

* Krimilesung mit Dark & Troi

Dienstag, 21. April, 19:30 Uhr

Öffentliche Bibliothek, Feldthurns

* Krimiquickies – Südtiroler Krimis

Freitag, 24. April,19:30 Uhr

TPZ, Brixen

* Die Lange Nacht des Krimis Samstag, 25. April, ab 18 Uhr Astra, Brixen

* Brixerton – Krimidinner zur Tea time

Sonntag, 26. April, 16 Uhr

TPZ, Brixen

* Kinder-Krimi-Aktion

Dienstag, 28. April,16:30 Uhr

TPZ, Brixen

Alle Infos zum Programm und zu den Tickets gibt es auf www.krimifestival.com.

FRÜHJAHRSKONZERT

Männergesangverein Brixen 1862

Mit Musik geht alles besser. Unter diesem Motto steht das heurige Frühjahrskonzert des Männergesangvereins zusammen mit der Maschlmusig aus Pflersch.

Männergesangverein Brixen 1862 Maschlmusig aus Pflersch

Klavier: Andreas Benedikter Musikalische Leitung: Verena Gruber Sprecher: Leo Dariz

* Samstag, 25. April, 19 Uhr Forum, Brixen

Karten

Erwachsene: 15 Euro Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren: 5 Euro

Abendkasse ab 18 Uhr

Einlass ab 18:30 Uhr

Kartenvorverkauf: www.mytix.bz/mgvbrixen

Konzert 20 Uhr

Principess mit Maria Moling, Julia Viechtl und Teresa Staffler Dekadenz, Brixen

Freitag, 24. April

Diverses 9 und 10 Uhr Reime für Kleine. Rime Piccine für Kinder bis 4 Jahre (Anmeldung) Stadtbibliothek, Brixen

Lesung 19:30 Uhr

Krimiquickies – Südtiroler Krimis TPZ, Brixen

Diverses 19:30 Uhr

Freitagssalon Diskussionsabend Stadtbibliothek, Brixen

Kleinkunst 20 Uhr Heimweh mit Romeo Kaltenbrunner Dekadenz, Brixen

Samstag, 25. April Kulinarik ganztägig Neustifter Frühling Neustift und Vahrn

Führung 10:30 Uhr Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Lesung ab 18 Uhr

Die Lange Nacht des Krimis –2. Südtiroler Krimifestival Astra, Brixen

Konzert 19 Uhr Frühjahrskonzert des Männergesangvereins Brixen 1862 mit dem MGV und der Maschlmusig Forum, Brixen

Sonntag, 26. April

Kulinarik ganztägig

Neustifter Frühling Neustift und Vahrn

Theater 16 Uhr

Brixerton – Krimidinner zur Tea time

TPZ, Brixen

Montag, 27. April

Kino 20 Uhr

Filmclub: Vier minus drei Astra, Brixen

Dienstag, 28. April

Lesung 16:30 Uhr

Krimi-Kinder-Aktion TPZ, Brixen

Diverses ab 20 Uhr Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 29. April

Literatur 20 Uhr

Sellemond oder von der Schwierigkeit, Touristen zu töten mit Josef Oberhollenzer Dekadenz, Brixen

Donnerstag, 30. April

Konzert 20 Uhr Resilience Jazz mit Niklouds 4tet Dekadenz, Brixen

BRIXEN WATER LIGHT FESTIVAL

29. April bis 16. Mai geführter Rundgang täglich 21:15 Uhr Brixen

NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN

Kursangebote im Jukas

Di., 28.4., 9 – 12 Uhr

Vom Problem zur Lösung: Mit der Lösungsbrille geht vieles leichter! Online-Seminar Mit Oliver Spalt

Mi., 29.4. und Do., 30.4., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Sexuelle Bildung im interkulturellen Kontext: Begegnung mit dem Eigenen und dem Anderen. Seminar

Mit Lucyna Wronska

Do., 30.4.2026 bis Do., 2.5.2027

Wildnispädagogik. Lehrgang

Mit Katharina Fichtner

Fr., 1.5., 19:30 – 21 Uhr Neue Kraft schöpfen durch Heiltrommeln: Schamanischer Trommelabend. Kurs Mit Ilonka Eva Hoermann

Fr., 1.5., 19:30 bis So., 3.5., 12:30 Uhr Tänze für Bachblüten & Bäume: Kreistanz-Wochenende und schamanischer Trommelabend. Seminar

Mit Ilonka Eva Hoermann

Sa., 9.5., 9:30 – 13 und 14 – 17:30 Uhr

Mein Krafttier entdecken und gestalten: Acrylmalerei & Collage. Werkstatt

Mit Alexia Gietl

Mo., 11.5., und Di., 12.5., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Wirksamere Öffentlichkeitsarbeit: Fast ohne Finanz-, Personal- und Zeitaufwand. Seminar Mit Wolfgang Nafroth

Sa., 16.5., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Bereit für den Sommer… Basisseminar für BetreuerInnen von Angeboten für Kinder und Jugendliche

Mit Hannes Waldner

Sa., 16.5., 9 – 12:30 und 14 – 18 Uhr und So., 17.5., 9 – 12:30 und 14 – 17 Uhr

Mut zur Veränderung: Lebe deine Potenziale, finde deine Vision. Werkstatt

Mit Ingrid Lughofer

So., 17.5., 10 – 16:30 Uhr Vom Zwerg Purzinigele & dem Einsiedler Migg: FrühlingsMärchenwanderung am Völser Weiher. Familienveranstaltung

Mit Leni Leitgeb und Waldtraud Scherlin Wendt

Di., 26.5., 17 – 20 Uhr

Erste Hilfe über Kindernotfälle. Online-Kurs

Mit dem Landesrettungsverein Weißes Kreuz

Fr., 5.6., 14 – 17 Uhr

Sommer, Spaß & Sicherheit: Nähe, Distanz und Schutz in der Sommerbetreuung. Seminar

Mit Maria Reiterer

Mi., 10.6., 18:30 Uhr bis So., 14.6., 13 Uhr

Das Herz für den Tod öffnen: Kofferpacken für die große Reise. Seminar

Mit Basilissa Jessberger

ENTDECKEN, ERLEBEN, MITMACHEN – EINZELNE FREIE PLÄTZE

Mo., 6.7. – Fr., 10.7. jeweils von 9 – 14 Uhr Elektronik-Freunde aufgepasst! Schnupperkurs für technikbegeisterte 12- bis 14-Jährige

Mo., 6.7. – Fr., 10.7. jeweils von 9 – 14 Uhr Willkommen, kleine Clowns! Theater – Bewegung – Sprache für 8 bis 11-Jährige

Termin 1: Mo., 6.7. – Fr., 10.7. und Termin 2: Mo., 13.7. – Fr. 17.7. jeweils von 9 – 14 Uhr Flotte Schminktipps und Entspannung. Beauty- und Kosmetikwoche für 11- bis 14-Jährige

Mo., 13.7. – Fr., 17.7. jeweils von 9 – 14 Uhr 3D – Druck und Elektronik. Für 12- bis 14-jährige Technikfans

Mo., 20.7. – Fr., 24.7. jeweils von 9 – 14 Uhr Stark wie eine Löwin – Selbstbewusst durchs Leben. Für 11- bis 13-jährige Mädchen

Mo., 27.7. – Fr., 31.7. jeweils von 15 – 19 Uhr Lasst uns Zirkusluft schnuppern: Zirkuswoche für 7- bis 10-Jährige

Mo., 3.8. – Fr., 7.8. jeweils von 9 – 14 Uhr Achtung PC-Fans! Basiswerkstatt. Programmieren für 12- bis 14-Jährige

Mo., 10.8. – Fr., 14.8. jeweils von 8:30 – 14 Uhr Neugierige Forscherinnen und Forscher unterwegs: Für naturbegeisterte 7- bis 10-Jährige

Mo., 17.8. – Fr., 21.8. jeweils von 9 – 14 Uhr LÖWENHERZ – stark und selbstbewusst durchs Leben: Für 7- bis 10-jährige Mädchen

Mo., 17.8. – Fr., 21.8., jeweils von 9 – 14 Uhr Von der Fotogeschichte zum Animationsfilm. Trickfilmwerkstatt für 10- bis 13-Jährige

Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 27 99 23 bildung@jukas.net www.jukas.net

Anmeldung NUR online: https://www.jukas.net/veranstaltungen/jukas-sommer/

Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472279923, bildung@jukas.net, www.jukas.net

Alles im Griff

BOULDERN: Anfang März traf sich die italienische Boulder-Elite in der Vertikale, um die Meister ihres Fachs zu küren. Der „Brixner“ hat einen Blick auf dieses Event und die Kletterszene im Allgemeinen geworfen.

Berthold Gamper arbeitet in der Landesleitung des AVS und ist für das Referat Sportklettern-Leistungssport zuständig. Er zeichnet dabei sowohl für den Landeskader mit derzeit 40 Athletinnen und Athleten als auch für die Wettbewerbe, die in Südtirol organisiert werden, verantwortlich. Die Italienmeisterschaft im Bouldern, die am zweiten März-Wochenende in Brixen stattfand, beschreibt er als den wichtigsten nationalen Boulder-Wettkampf in Italien, der sich zudem einer ausgeprägten Medienaufmerksamkeit erfreut. „Die Italienmeisterschaft ist für die Athleten sehr wichtig“, so Gamper, „sie ist das Sprungbrett für den Weltcup.“

Das Beste für die Besten

In der Vertikale ist man hochrangige Wettbewerbe gewohnt. Italienmeisterschaften fanden dort bereits mehrmals statt, auch Bewerbe auf europäischem oder sogar weltweitem Niveau wurden hier bereits ausgetragen. „Unsere Kletterhalle ist eine der schönsten in Italien“, findet Geschäftsführer Ralf Preindl, „die natürlich eingebaute Tribüne, die Boulderwand, die bei gutem Wetter Wettbewerbe im Freien ermöglicht – dies alles und die Arbeit unseres Teams werden vom nationalen Kletterverband FASI sehr geschätzt. Zudem sind wir dafür bekannt, dass organisatorisch alles bestens klappt.“ Als man sich im vergangenen Jahr zunächst für die Austragung einer Coppa-Italia-Etappe bewarb, war man sich der hohen Anforderungen derartiger Veranstaltungen durchaus bewusst. „Letztendlich kam im Herbst dann die Italienmeisterschaft ins Gespräch“, erzählt Gamper, „wir bewarben uns und erhielten den Zuschlag.“

Für den Wettkampfbereich selbst gab es bestimmte Voraussetzungen, die die Vertikale ohne Probleme erfüllen kann: So steht beispielsweise fürs Livestreaming alles bereit, und es gibt genügend und den jeweiligen Funktionen entsprechend adaptierte Räumlichkeiten. Die Kameras sind vorinstalliert, denn wegen möglicher Reklamationen bei den Wettbewerben müssen alle Durchgänge gut nachvollziehbar sein.

Besonderes Augenmerk liegt beim Klettern auf dem Routenbau. „Das Griffsortiment muss stets topaktuell sein“, erklärt Gamper, „der Wettkampf-Bereich wird vorab gesperrt und ist streng geheim. Wir haben in Südtirol das Glück, dass die Griffe von zwei in diesem Bereich sehr renommierten Unternehmen geliefert werden. Man muss bedenken, dass es allein schon für die zehn Qualifikationsrunden sehr viele Griffe braucht, die dann ausgetauscht werden. Die acht Routen für das Halbfinale und nochmal acht fürs Finale werden auch neu geschraubt.“

Reibungsloser Rundum-Service

Für die Athletinnen und Athleten, die zum größten Teil am Freitag anreisten, waren im Vorfeld auch Unterkunftsmöglichkeiten gesucht worden. Die Vertikale Brixen hatte den Verpflegungsstand organisiert, der Begleiter und Zuschauer mit Speis und Trank versorgte. Die Tribüne war sowohl bei den Qualifikationswettbewerben am Samstag als auch bei den Halbfinalrunden und den Finals am Sonntag bestens gefüllt, zumal sich die Veranstalter für

einen kostenlosen Zutritt entschieden hatten. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fieberte das Publikum mit, bewunderte die jungen Boulderer, die sich wie muskelbepackte Gummifiguren in atemberaubender Geschwindigkeit an den Griffen hochhangelten, während sich so mancher Zuschauer fragte, woran sie sich dabei

„ Für ein Training in Brixen bauen zwei Routenbauer zwei Tage lang Routen“

Berthold Gamper, Teil der AVS-Landesleitung

überhaupt festhielten. Rund 14 Schiedsrichter achteten auf die Einhaltung der Regeln; der gesamte Ablauf erfolgte nach strengen zeitlichen Vorgaben. Gamper war als „Direttore di gara“ vor Ort und durfte mit Recht stolz darauf sein, dass alles wie am Schnürchen klappte. Seine Mitarbeiter und die vielen Freiwilligen hatten vorab und während der Veranstaltung sprichwörtlich alles im Griff.

Zuhause am Start

t BOULDERITALIENMEISTERSCHAFT IN BRIXEN:

Lokalmatador Filip Schenk schaffte es auf den fünften Platz

Dass unter den insgesamt 37 Athletinnen und 43 Athleten auch vier junge Frauen und drei junge Männer aus dem Südtiroler Landeskader am Start waren, war auf der Tribüne deutlich spürbar: Bettina Dorfmann, Matilda Liù Moar und Filip Schenk konnten in ihrer Heimstätte antreten. Dorfmann verpasste die Qualifikation für das Halbfinale nur knapp, Moar erreichte insgesamt den zehnten Rang, und Schenk wurde im Finale sogar Fünfter. „Alle drei konzentrieren sich eigentlich aufs Lead-Klettern“, resümiert Gamper, „daher sind wir mit ihren Ergebnissen mehr als zufrieden. Bouldern und Lead-Klettern sind nämlich zwei verschiedene Welten: Im Bouldern sind die Routen maximal acht bis neun Züge lang; es braucht sehr viel Schnell- und Maximalkraft, viel Gefühl und Koordination. Es ist sozusagen ein dreidimensionales Klettern, das ganzheitliche Fähigkeiten erfordert. Im Lead-Klettern sind die Routen hingegen bis zu 50 Züge lang, Ausdauer und Kraft sind gleichermaßen wichtig. Man könnte sagen, das Bouldern ist mit dem Sprinten in der Leichtathletik vergleichbar, das Lead-Klettern mit den Mitteldistanzen.“

Neben den Brixner Kletterern wurden auch ihre Teamkollegen aus dem Landeskader kräftig angefeuert. Der Brunecker Johannes Egger als langjähriges Mitglied des Nationalteams verpasste leider das Halbfinale, und der erst 15-jährige amtierende Regionalmeister Pier Giulio Paglierani aus Meran sammelte wertvolle Erfahrungen. Seine Teamkollegin Emma Benazzi verletzte sich unglücklicherweise in der Qualifikation und war im Halbfinale sichtlich angeschlagen. Die beste Platzierung verbuchte die 19-jährige Leonie Hofer aus Passeier mit ihrem vierten Platz

im Halbfinale und dem achten Rang im Finale, denn die Nervosität machte ihr letztendlich doch etwas zu schaffen.

Boom mit Veränderung

Prominente Besucher und Medienvertreter sprachen der Veranstaltung und allen, die dahinterstanden, ihr volles Lob aus. Preindl lässt durchblicken, dass die FASI als nationaler Verband sogar an einem Mehrjahresvertrag für die Austragung der Italienmeisterschaften interessiert wäre. Der Klettersport boomt nach wie vor, und die Organisation nationaler Wettkämpfe rückt ihn auch in unserem Land zunehmend ins Rampenlicht. „Ja, der Klettersport hat in den letzten Jahren rasant an Aktiven und Aufmerksamkeit zugenommen“, bestätigt Gamper, „doch es ist, wie in jeder jungen Disziplin, vieles im Aufbau, verändert sich schnell.“

Vor allem das Bouldern hat sich stark entwickelt, die Aktiven sind jünger geworden. Um wettkampfmäßig mit-

Berthold Gamper, Teil der AVS-Landesleitung, war als „Direttore di gara“ vor Ort und durfte mit Recht stolz darauf sein, dass alles wie am Schnürchen klappte

halten zu können, müssen sie mit diesem Sport aufwachsen und von Natur aus mit einem robusten Körperbau gesegnet sein. „Filip Schenk war in Brixen mit seinen 26 Jahren beispielsweise der älteste Teilnehmer im Finale; nur drei der acht Finalisten waren älter als 20“, weiß Gamper. „Das Training wird zunehmend intensiver: Ausgleichs- und Athletiktraining sind ein Muss, um die Belastungen für Finger, Ellbogen und Schultern abzufedern.“ Im Vergleich zu anderen Sportarten wie dem Skifahren oder der Leichtathletik werde im Klettern noch viel experimentiert. Die Sportart ist noch viel weniger erforscht und wissenschaftlich untermauert. „Teilweise holen wir Kletterer uns daher das Know-how von anderen“, meint Gamper.

Unterstützung ist gefragt

Er deutet an, dass in Italien die Klettereuphorie zwar groß, die Trainingsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen

Matilda Liù Moar erreichte insgesamt den zehnten Rang

europäischen Ländern jedoch bedeutend schlechter sind. Das Centro Federale in Arco beispielsweise verfügt nicht über dort ständig aktive Trainer, die individuelle Betreuung von Athleten fehlt, vielen Vereinen und auch der FASI fehlen die finanziellen Mittel. „Wir in Südtirol haben zum Glück den Alpenverein“, so Gamper, „was auf nationaler Ebene nicht möglich ist, versuchen wir, im Landeskader zu bieten. Wir organisieren die Wettkampffahrten, stellen die begleitenden Trainer und übernehmen einen Großteil der Kosten.“ Ab dem nächsten Herbst gibt es zudem an der Sportoberschule Sterzing die Fachrichtung Sportklettern, um für manche Athleten im Jugendalter Schule und Sport besser vereinbar zu machen.

Ihre gemeinsamen Trainings absolvieren die im Landeskader Aktiven sehr oft in Brixen, aber auch in Bozen, Eppan, Meran und Bruneck. Und sie begegnen dabei überall demselben Grundproblem: Die Kletterhallen werden für Training und Publikum genutzt, und dies steht in zeitlicher als auch in funktionaler Hinsicht sehr oft in Konkurrenzbeziehung. „Für ein Training in Brixen bauen zwei Routenbauer zwei Tage lang Routen“, erklärt Gamper, „denn diese Routen sind nicht dieselben, die das Publikum nutzt. Wir stellen die notwendigen Griffe zur Verfügung, und unsere verschiedenen Altersgruppen – die U15 und U21 – trainieren je einen Tag lang darauf. Im Anschluss nutzt das Brixner Kletterteam diese Routen. Alles in allem

ein beträchtlicher Aufwand, und ich muss ergänzen, dass es nicht sehr viele gute Routenbauer gibt. In Brixen haben wir zum Glück Hannes Mantinger, der zugleich Lead-Trainer im Landeskader ist, als Super-Routenbauer.“

Trotz einiger Baustellen blicken Gamper und seine Mitstreiter optimistisch in die Zukunft, wollen das aktuell eher weibliche Landesteam auf- und ausbauen und in einigen Jahren vielleicht sogar international ganz vorne mitmischen.

sabine.dejakum@brixner.info

IM WALD LIEGT ETWAS IN DER LUFT.

provinz.bz.it/wald

Bettina Dorfmann verpasste die Qualifikation für das Halbfinale nur knapp

Zwei Plätze für den ASV Milland

FUSSBALL: Die Konzession für den Kunstrasenplatz in Milland wurde kürzlich vom USD Bressanone auf den ASV Milland übertragen. Der italienische Verein steht vor dem Aus.

Wer auf dem Kunstrasenplatz in Milland Ausschau nach blau-weißen Trikots hält, wird nicht mehr fündig. Der USD Bressanone, der den Platz bis vor Kurzem im Auftrag der Gemeinde führte, hat vor wenigen Wochen seine erste Mannschaft von der dritten Amateurliga abgemeldet und den Sportplatz in Milland

Principe bestätigt. Er war in der vergangenen Saison für ein paar Wochen als Trainer eingesprungen, „aber es fehlte an Koordination und Organisation.“ Die jüngsten Ergebnisse in der – mittlerweile wieder dritten – Amateurliga waren mäßig. In der Saison 2024/25 erzielte die Mannschaft gerade einmal einen

„Wir sind schon lange ein gemischtsprachiger Verein; es ist nicht mehr zeitgemäß, Vereine und Menschen nach Sprachgruppen zu trennen“

Berretta, Jugendleiter im ASV Milland

abgegeben. Der Verein hätte in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum gefeiert. Stattdessen steht nun die Frage im Raum, ob und wie es weitergeht – und ob sprachgruppengetrennte Vereine heute überhaupt noch zeitgemäß sind.

Italienische Fußballvereine: Es ist kompliziert

Die italienischen Fußballvereine in Brixen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten, sie erlebten aber wiederholt Höhen und Tiefen. Einer, der sie beinahe von Anfang an begleitet, ist Umberto Principe. Auch er erinnert sich, dass die italienischen Vereine immer wieder umbenannt wurden und man es nie schaffte, Kontinuität zu wahren. Der USD Bressanone selbst ist 2011 als Fusion zwischen US Don Bosco und GSD Bressanone entstanden. Der erste Präsident war Michele Bellucco. In den Folgejahren schien der Verein zumindest mitgliedermäßig gut aufgestellt zu sein: Zwischenzeitlich sollen über 140 Jugendliche dort trainiert haben; der ersten Mannschaft gelang auch der Aufstieg bis in die erste Amateurliga.

Doch in den vergangenen vier Jahren zeichneten sich zunehmend Probleme ab, wie auch

Sieg und musste eine Tordifferenz von 17:247 hinnehmen. Laut Vereinspräsident Andrea Cristanini waren die Spieler der ersten Mannschaft nicht mehr verlässlich zu den Trainings und den Spielen erschienen.

Sportliche und organisatorische Hürden

Die Probleme waren aber nicht allein sportlicher Natur. „Es fehlte an der Basis: Wir hatten zu wenige Freiwillige, die sich engagierten“, fasst es Cristanini zusammen. Auch bei den Jugendmannschaften verzeichneten sie einen Rückgang an Einschreibungen. „Das alles hatte wiederum zur Folge, dass Sponsoren weniger gewillt waren, uns zu unterstützen“, so Cristanini. Der Verein geriet auch finanziell zunehmend unter Druck, was die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern zusätzlich erschwert haben muss. Die laufende Saison begann schon nicht gut: Es wurde überhaupt keine Jugendmannschaft mehr angemeldet. Anfang 2026 fiel dann die Entscheidung, die erste Mannschaft aufzulösen. „Der Entschluss ist uns nicht leichtgefallen, aber irgendwann mussten wir uns eingestehen, dass es so nicht

weitergehen kann“, sagt Cristanini. Damit verließ Brixens einziger italienischer Fußballverein wieder die Amateurliga-Bühne und sorgte vor allem bei einem anderen Verein für neue organisatorische Aufgaben.

Platz mit Vorgeschichte

Die fünf Fußballplätze in Brixen in Gemeindebesitz werden allesamt per Konzession an die Vereine übertragen. „Für die Gemeinde sind diese Abkommen günstiger, als wenn wir die Plätze selbst führen müssten“, erklärt Bürgermeister Andreas Jungmann. Die Vereine erhalten einen finanziellen Beitrag und kümmern sich im Gegenzug um die Führung und Wartung des Platzes. Mit dem Rückzug des USD war plötzlich ein Fußballplatz übrig, der zudem dringend homologiert werden musste, weil die Frist dafür versäumt worden war. „Kunstrasenplätze werden von Rom homologiert, und dieser wies erhebliche Mängel auf“, sagt ASV-Milland-Präsident Markus Gruber. Der Kunstrasenplatz in Milland hat, nebenbei bemerkt, eine Vorgeschichte. Bevor er 2019 übergeben wurde, entstand ein kleines Politikum: Die italienischsprachigen politischen Vertreter forderten unbedingt ein, dass der italienische Verein den Platz erhalten sollte. Der ASV Milland hingegen hätte die Kapazität ebenfalls benötigt. Sieben Jahre später kommen die Millander nun doch zum Zug: Anfang Februar entschied der Stadtrat, die Konzession an den ASV zu übertragen.

„Wir haben uns im Vorfeld mit dem SSV Brixen abgesprochen: Unsere Jugendmannschaften trainieren künftig alle in Milland, und der SSV kann die dadurch freiwerdenden Kapazitäten im Rosslauf nutzen“, erklärt Gruber. „De facto haben wir den Kunstrasenplatz mit Erlaubnis des USD sowieso bereits viel genutzt; die Übernahme der Führung war ein logischer Schritt. Der ASV kann so alle Mannschaften auf den zwei Plätzen, die sich gleich nebeneinander befinden, spielen lassen; außerdem kann der Naturrasenplatz so geschont werden.“

Was mittelfristig Grund zur Freude sein dürfte, war zunächst allerdings mit Aufwand verbunden: Der Platz hätte, ähnlich wie der USD Bressanone selbst, in den letzten Jahren

etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen können. 100 Kilogramm Müll hat der ASV Milland bei den ersten Aufräumarbeiten entsorgt; zudem mussten dringende Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Einen Teil der Schulden vom USD soll der ASV ebenfalls beglichen haben.

Chance zur Weiterentwicklung?

Mit der jüngsten Entwicklung rund um den USD Bressanone stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist die Zeit endlich gekommen, um sich von sprachgruppengetrennten Vereinen zu verabschieden?

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Für die meisten ist die Antwort klar: „Wir sind schon lange ein gemischtsprachiger Verein. Es ist nicht mehr zeitgemäß, Vereine und Menschen nach Sprachgruppen zu trennen“, meint Manuel Berretta, Jugendleiter im ASV Milland. „Wir haben bereits im letzten Jahr einige Jugendspieler vom USD bei uns willkommen geheißen, und auch in Zukunft dürfen alle, die möchten, gerne bei uns weiterspielen.“ Ähnlich sieht das Vizebürgermeister Ferdinando Stablum, der im Sinne eines gelungenen Zusammenlebens diese Lösung ebenfalls begrüßt. Und der USD? Ist sich seiner Zukunft noch unsicher. „Der Verein wurde noch nicht aufgelöst. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten sehen, wie und ob wir weitermachen“, sagt Cristanini dazu. Die Kleinfeldmannschaft spielt jedenfalls noch die Saison zu Ende. anina.vontavon@brixner.info t Der USD Bressanone, der den Kunstrasenplatz in MIlland bis vor Kurzem im Auftrag der Gemeinde führte, hat vor wenigen Wochen seine erste Mannschaft von der dritten Amateurliga abgemeldet

WINTERSPORT

Snowboard-Liebe

Das Skifahren erlernte Emma Dorfmann, wie viele ihrer Altersgenossen, bereits als Kind. Mit ihrer sehr sportlichen Familie wurde die heute 17-jährige Brixnerin mit vielen Sportarten vertraut und war regelmäßig auf den Pisten unterwegs. Vor sechs Jahren beschloss Dorfmann, es zur Abwechslung mit dem Snowboard zu versuchen. Es scheint ein Volltreffer gewesen zu sein, denn sie erlernte das Snowboarden innerhalb kürzester Zeit und ist nun im dritten Jahr Teil des Südtiroler Landeskaders. Neben den schulischen Verpflichtungen in der TFO Brixen sowie Musik- und Gesangsunterricht spielen Training und Wettkämpfe mittlerweile die Hauptrolle in Dorfmanns Kalender. Ein- bis zweimal pro Woche ist sie im Winter in Villnöß auf der Piste; dazu gesellt sich das Athletiktraining. Während sie im Sommer ihr Konditionstraining allein

Keine Play-offs für die Falcons

absolviert, bereitet sie sich im Herbst gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen auf die Wettkampfsaison vor; die erste Station ist meist auf dem Stilfser Joch. Im Landeskader trainiert Dorfmann mit sieben jungen Athletinnen und Athleten zwischen 15 und 19 Jahren aus ganz Südtirol. Auch in Villnöß finden sich Snowboarder aus der weiteren Umgebung ein, denn ihre Disziplin wird bei weitem nicht in allen Wintersportvereinen gefördert. Doch Dorfmann ist überzeugt, dass ihre Leidenschaft nicht aufhören wird. Sie will im Snowboarden so viel erreichen wie möglich und hofft, verletzungsfrei zu bleiben und in den nächsten Jahren für Ausbildung und Sport gleichermaßen genügend Zeit zu finden. sd

Die neue Strategie ging nicht auf: Obwohl sich der HC Falcons Brixen vor Saisonbeginn Verstärkung durch erfahrene Spieler holte, schaffte es die Mannschaft nicht in die begehrten Play-offs. Die erste Mannschaft des HC Falcons hatte sich nach der ersten Phase der regulären Saison auf Platz neun befunden. In der Zwischenrunde

Der neue Ausschuss der AVSSektion Brixen setzt sich zusammen aus Vorsitzendem Christoph Hofer sowie Roman Bacher, Denis Comellini, Martin Costadedoi, Hermann Leitner, Klaudia Palfrader, Veronika Profanter, Helmuth Schranzhofer, Regina Steinmann, Margit Strasser, Hannes Strickner und Maria Zöschg.

gelangen ihr in zehn Spielen nur vier Siege, was nicht für einen Platz unter den besten acht Teams reichte, die sich für die Play-offs qualifizieren. Somit endete die

95 Teams und rund 1.200 Kinder aus Tirol, Südtirol und dem Trentino waren kürzlich für den ASV Milland Kids Cup 2026 nach Brixen gekommen. Drei Tage lang traten sie in den Kategorien U8, U9, U10 und U11 gegeneinander an.

Saison Ende Februar etwas enttäuschend für den Brixner Verein, der sich mehr erhofft hatte. In den vergangenen Jahren hatte der HC Falcons vor allem auf die Jugendarbeit gesetzt; in diesem Jahr wollte man mit der ersten Mannschaft sportlich etwas erreichen. 2024 hatten die Falcons Ken Eddy aus den USA als Coach gewinnen können. Ähnlich wie in anderen Sportarten, ist es auch im Eishockey für Vereine mittlerweile schwierig geworden, die steigenden Kosten zu tragen; der Verein ist sich seiner Zukunft deshalb derzeit noch nicht sicher. av

Der SSV Brixen Südtirol Handball ist beim Italienpokal nicht über das Halbfinale hinausgekommen. Die Brixnerinnen unterlagen Meister Salerno deutlich mit 25:34. In der Liga läuft es besser für den SSV: Zu Redaktionsschluss befanden die Handballerinnen sich auf Tabellenplatz drei.

„Auf einem anderen Level“

EMANUEL PERATHONER, Para-Snowboarder aus Lajen, über seine Teilnahme an den Paralympischen Spielen Milano-Cortina und den doppelten Gold-Erfolg vor heimischem Publikum.

Herr Perathoner, die Paralympischen Spiele fanden mit Austragungsorten in Mailand und Cortina quasi vor Ihrer Haustür statt. Wie haben Sie die Atmosphäre vor Ort erlebt?

Es war etwas ganz Besonderes, dass die Paralympischen Spiele so nahe an zu Hause stattfanden. Von so vielen einheimischen Fans bejubelt und angefeuert zu werden, hat mich sehr berührt. Meine Familie ist zwar öfter mit mir bei Wettbewerben unterwegs, aber trotzdem war es nochmal schöner, sie hier dabei zu haben – vor allem meine Frau, die extra aus Spanien angereist ist, um mich

zu unterstützen. Das hat mich sehr gefreut.

Sie haben vor heimischem Publikum gleich zwei Goldmedaillen gewonnen. Hat Ihnen der Heimvorteil zusätzlichen Druck gemacht oder eher Motivation gegeben?

Nein, zusätzlich Druck hat mir der Heimvorteil nicht gemacht. Der Druck war vor den Paralympischen Spielen generell groß – vor allem wegen der bisherigen Resultate in dieser Saison und weil die Paralympics immer herausfordernd sind. Auch wenn der Heimvorteil den Druck vor dem Rennen weder positiv noch negativ beeinflusst hat, ist die Freude natürlich besonders

Das Stadtl rennt

Das 65. Brixner Stadtlrennen fand am 15. März auf der Plose statt. Die zwei Brixner Skivereine Sci Club Fana und WSV Brixen organisierten auch in diesem Jahr das beliebte Rennen, das in dieser Ausgabe 153 Starterinnen und Starter zählte. Der Parcours startete unterhalb der Plosehütte (CAI): Wie immer gab es einen Riesentorlauf, eine Einzelwertung, die Familienwertung und die Vereinswertung. Der Spaß steht bei diesen Rennen im Vordergrund, auch wenn auf die Gewinner Pokale und Medaillen warten. Die Tagesbestzeiten erzielten Tamara Pergher vom Sci Club Fana und Simon Blasbichler vom WSV Brixen (im Bild). Die Mannschaftswertung gewann das

Skiteam Valente mit Julian Oberrauch, Dominik und Johannes Messner, Hartmann Dorfmann und Konrad Messner. Auch in der Familienwertung triumphierten die Messners: Dominik, Johannes und Konrad holten sich gemeinsam den ersten Platz. Traditionell ist das Stadtlrennen ein Event für alle Generationen: Der jüngste Teilnehmer war Rafael Gruber, Jahrgang 2022. Der älteste Teilnehmer, Helmut Stockner (Jahrgang 1942), hatte im Anschluss an das Rennen Losglück: Er gewann den Hauptpreis der Lotterie, der unter allen Teilnehmenden verlost wurde und darf sich über eine Übernachtung im Hotel Forestis freuen. av

groß, wenn man vor heimischen Fans Gold gewinnt.

Was macht den Erfolg bei diesen Paralympischen Spielen, auch im Vergleich zu Weltcups oder Weltmeisterschaften, für Sie so besonders?

Die Paralympischen Spiele sind als Event viel größer und auf einem anderen Level. Ich habe seit dem Beginn meiner zweiten Karriere genau auf diesen Moment hingearbeitet und bin froh, dass alles so geklappt hat. In beiden Disziplinen, in denen ich angetreten bin, konnte ich Gold gewinnen; entsprechend bin ich mit dem Ergebnis natürlich extrem zufrieden. lia.vontavon@brixner.info

SKI ALPIN
Sektion Brixen

Mehr Rad, weniger Auto

MOBILITÄT: Im „Gemeindeentwicklungsprogramm Raum und Landschaft“ hat die Gemeindeverwaltung festgeschrieben, wie sie sich die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten 15 Jahren vorstellt. Der letzte „Brixner“ behandelte die Siedlungsgebiete – in dieser Ausgabe beleuchtet er die vielzähligen Maßnahmen im Bereich Mobilität.

Den Entwurf zum „Gemeindeentwicklungsprogramm Raum und Landschaft“, der vom Brixner Gemeinderat Ende Jänner fast einstimmig gutgeheißen wurde, hat der „Brixner“ bereits in der letzten Ausgabe sehr detailliert vorgestellt – das heißt: eigentlich nur den ersten von vier Teilen. Der GEP, wie er von den Gemeindeverwaltern abgekürzt genannt wird, beinhaltet nämlich nicht nur die in der vergangenen Ausgabe vorgestellte Definition der Siedlungsgebiete, sondern auch drei weitere Bereiche: Mobilität, Landschaftsentwicklung und Tourismusentwicklung. Nun nimmt der „Brixner“ die Mobilität unter die Lupe. Grundsätzlich besteht der GEP, der vielfach gemeinsam mit den Nachbargemeinden Vahrn, Franzensfeste und NatzSchabs erstellt wurde, für jeden der vier Bereiche aus zwei Teilen: einer Analyse des Ist-Zustandes und dem eigentlichen Programm, in dem die verschiedenen strategischen und operativen Maßnahmen vorgeschlagen werden. „Der Teil zur Mobilität ist im Grunde eine Zusammenfassung des PUMS und des Biciplans“, erklärt der für Mobilität zuständige Stadtrat Thomas Schraffl. In der Tat hatte die Gemeinde bereits im Jahr 2021 den „nachhaltigen städtischen Mobilitätsplan“ („Piano urbano mobilità sostenibile“ – PUMS) erarbeitet – genauso wie 2023 den Biciplan. Bis auf eine etwas detailliertere Prognose zu den Auswirkungen der sich in Planung befindlichen Südspange und einigen aktuellen Daten im Analyseteil sind die Inhalte der beiden Pläne also ziemlich genau übernommen worden.

Analyseteil mit vielen Daten

Besonders interessant ist in der Tat die Analyse des IstZustandes, weil sie eine Fülle an Daten beinhaltet, die in so konzentrierter und zusammengefasster Form noch nicht vorhanden war. So erfährt man zum Beispiel zum Pendlerverkehr, dass es in der Gemeinde Brixen 6.339 Beschäftigte gibt, die sich innerhalb der Gemeinde bewegen – das sind immerhin 30 Prozent mehr als im Jahr 2014. 3.562 Beschäftigte verlassen jeden Tag Brixen in Richtung einer anderen Gemeinde – 25 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Und – auch das ist ein spannender Wert: 6.748 Pendler kommen jeden Tag nach Brixen – immerhin 21 Prozent mehr als 2014. Von diesen „Einpendlern“ kommen unter anderem 912 aus Vahrn und 686 aus Klausen. Interessant ist auch, dass die „Auspendler“ von Brixen in Richtung Vahrn überproportional zugenommen haben, was bedeuten könnte, dass in den letzten zehn Jahren in Vahrn verhältnismäßig viele neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Ebenfalls spannend ist der Motorisierungsgrad der Gemeinde, der sich aus der Division der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge durch die hier ansässige Bevölkerung ergibt. Im Jahr 2023 lag die Motorisierungsrate Brixens bei 532 Autos je 1.000 Einwohner. Der Wert ist niedriger als jener der Bezirksgemeinschaft Eisacktal (578) und deutlich niedriger als der italienische Durchschnitt: Italien ist mit 694 Autos pro 1.000 Einwohner das Land mit dem höchsten Motorisierungsgrad in der EU. Das ist also im Sinne der Nachhaltigkeit für Brixen ein positiver Wert, aber: Die Entwicklung des Motorisierungsgrads zeigt seit 2004

t

MOBILITÄT IN BRIXEN UND VAHRN AUF EINEN BLICK: Dieser Plan sieht unter anderem neue sinnvolle Infrastrukturen wie neue Bushaltestellen, Parkplätze, Seilbahn, Elektroladestationen, neue Zonen mit Geschwindigkeitsbegrenzung und auszubauende Kreuzungen vor

p Thomas Schraffl:

„Viele Maßnahmen des Biciplans wurden bereits umgesetzt – für einige gab es gute Resonanzen, für andere weniger gute“

einen konstanten Anstieg. Die Zahl der Autozulassungen wächst schneller als die ansässige Bevölkerung. Ein weiterer zu beachtender Aspekt ist die Motorisierungsrate der an Brixen angrenzenden Gemeinden: In Vahrn nahmen seit 2004 die Zulassungen um 53 Prozent zu, in Natz-Schabs um 59 Prozent und in Franzensfeste um 19 Prozent. Eine der Herausforderungen der nachhaltigen Mobilität besteht also darin, diesen Trend umzukehren: Eine höhere Anzahl von Autos im Umlauf führt potenziell nicht nur zu mehr Verkehr auf dem Straßennetz, sondern erfordert auch die Bereitstellung zunehmender Flächen für das Parken. 16.212 Fahrzeuge gab es 2023 in der Gemeinde Brixen; 76 Prozent davon sind Pkw, 13 Prozent Motorräder und zehn Prozent Lastkraftwagen.

Brixen verzeichnet vergleichsweise wenige Unfälle

Ebenfalls positiv im Vergleich zu anderen Orten sind die Unfallzahlen: Der straßenverkehrsbezogene Mortalitätsund Verletzungsindex ist niedriger als der Landeswert, und auch die Anzahl der Unfälle pro Einwohner ist in Brixen niedriger als im Landesdurchschnitt. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Im Zeitraum 2014 bis 2018 ereigneten sich in der Gemeinde Brixen durchschnittlich 41 Unfälle pro Jahr mit 47 Verletzten; im Zeitraum 2019 bis 2023 waren es 35 Unfälle mit 42 Verletzten. Am vulnerabelsten sind dabei Fußgänger und Fahrradfahrer, die 2014 bis 2018 an fast jedem zweiten Unfall beteiligt waren. Der Großteil der Unfälle betrifft übrigens mit 56 Prozent Pkw; Schwerfahrzeuge sind etwa bei einem Fünftel der Unfälle involviert. Ebenfalls recht spannend ist die Kartierung der Unfälle: Der Großteil ereignet sich auf dem Hauptstraßennetz, wo die Verkehrsströme höher sind und Unfälle daher statistisch wahrscheinlicher auftreten. Besonders kritisch scheint der Kreisverkehr an der Kreuzung zwischen Dantestraße und Regensburger Allee sowie der Knotenpunkt zwischen Kassianstraße und Goethestraße zu sein; ebenfalls Handlungsbedarf besteht am Kreisverkehr Mozartallee/Plosestraße sowie Mozartallee/Venetostraße.

Besonders ausführlich wurden im GEP die Verkehrszählungen thematisiert, wobei sie vor allem für den PUMS im Gemeindegebiet zwischen August und Oktober 2019 fast flächendeckend durchgeführt wurden, um eine Datengrundlage für die Erstellung eines aktuellen Überblicks über die Mobilitätsnachfrage im Untersuchungsgebiet zu sammeln und ein Verkehrssimulationsmodell vorzubereiten und zu kalibrieren, das zur Prüfung der Auswirkungen der Projektszenarien des PUMS verwendet wird. 2021 wurden in Vahrn weitere Verkehrserhebungen durchgeführt, die es ermöglichten, die Kenntnis der Verkehrsströme zu erweitern, die den nördlichen Eingang des Eisacktals betreffen. Und schließlich hat das Land 2024 und 2025 erfasst, welche Auswirkungen die Eröffnung der Umfahrung Vahrn hat. Vor allem diese Zählungen sind spannend, weil sie die in den sozialen Medien von selbsternannten Verkehrsexperten geäußerten Meinungen zur Sinnhaftigkeit von Investitionen in Verkehrsinfrastrukturen klar widerlegen: So hat sich nach

der Öffnung der Vahrner Umfahrung unter anderem der Verkehr beim Löwenviertel um ein Drittel reduziert; der Mittelanschluss hingegen wurde seitdem um 23 Prozent mehr genutzt. Das heißt, dass nun mehr Autofahrer lieber die Westumfahrung benutzen als die Staatsstraße.

Radverkehr

Für den Radverkehr wurden seit der Erarbeitung des Biciplans bereits einige dort vorgeschlagene Maßnahmen umgesetzt. Einerseits wurden Radfahrstreifen und Fahrradsymbole entlang des ehemaligen Verlaufs der Staatsstraße 12 im Abschnitt zwischen Cesare-Battisti-Straße und Mozartallee markiert; andererseits wurde die erste Fahrradstraße Brixens entlang der Kassianstraße und im Fischzuchtweg eingerichtet, um den Radverkehr von Schülern und Sportanlagenbesuchern sicherer zu gestalten. Schraffl hadert manchmal mit dem ihm zugewiesenen Bereich Mobilität, denn die Bevölkerung reagiert auf Änderungen der Infrastrukturen und auf entsprechende erzwungene Veränderungen ihrer Gewohnheiten nicht immer positiv: „Für einige Maßnahmen gab es gute Resonanzen, für andere weniger gute“, sagt er.

Populäre Öffis

Interessant sind auch die Daten zum öffentlichen Nahverkehr: Nicht weniger als 1,64 Millionen Gesamtentwertungen gab es in Vahrn und Brixen im Jahr 2019. Mit Start und Ziel in der Tarifzone Brixen-Vahrn wurden 1,18 Millionen Nutzer gezählt, 268.000 hingegen verlassen die Tarifzone, und 164.000 Nutzer kommen in Brixen oder Vahrn an. An einem Werktag im Winter nutzen 5.000 Personen den öffentlichen Nahverkehr; im Sommer sind es durchschnittlich 3.800.

Die meisten Entwertungen werden mit Fahrscheinen durchgeführt, die mit Pendlern oder häufigen Nutzern des öffentlichen Verkehrs in Verbindung gebracht werden können: Die Inhaber von Südtirol-Pass und Südtirol-Pass abo+ (Schüler) machen in Summe zwei Drittel der Gesamtnutzer aus; 19 Prozent der Entwertungen werden zudem von Senioren mit Südtirol-Pass Abo 65+ durchgeführt. Bis auf einige touristisch relevante Routen wie zum Beispiel die Strecke auf die Plose sind die Entwertungen von Touristen in ihrer Menge irrelevant.

Die Pläne für die Zukunft

p Im Plan für die Radmobilität sind die verschiedenen heutigen und zukünftigen Radwegarten gekennzeichnet: Radwege, Radund Fußwege, Fahrradstraßen; auch die Positionen neuer Fahrradabstellplätze in der Altstadt sind definiert

Womit wir beim „Programm“ angelangt wären – einer Sammlung von Dutzenden Handlungsvorschlägen und Maßnahmen. Die „Leitlinien für nachhaltige Mobilität“ des Landesgesetzes für Raum und Landschaft und der „Klimaplan Südtirol 2040“ stellen die Grundregeln dar für den Maßnahmenkatalog: Dabei geht es um Verkehrsreduzierung, die Stärkung der Netze für nachhaltige Mobilität und die Verbesserung der Qualität öffentlicher Räume. Eine zentrale Rolle spielt dabei der sogenannte „Modal split“, also die verschiedenen Prozentsätze, in welcher Form Mobilität in der Gemeinde abgewickelt wird. 30 Prozent der Wege innerhalb der Gemeinde werden heute mit privaten motorisierten Verkehrsmitteln abgewickelt, 13 Prozent mit dem Bus, immerhin 30 Prozent mit dem Fahrrad und 27 Prozent werden zu Fuß zurückgelegt. Bei den Fahrten, die aus der Gemeinde herausführen oder von außen in die Stadt hineinführen, liegt der Anteil der privaten motorisierten Verkehrsmittel bei rund 50 Prozent. Die Gemeinden Vahrn, Natz-Schabs und Franzensfeste befinden sich daher in einer Position starker Abhängigkeit sowohl von der „Stadt“ als auch von den nördlich gelegenen Tälern. Die Nutzung von Autos ist in diesen drei Gemeinden also derzeit sehr hoch – sowohl bei innerörtlichen Fahrten als auch bei Fahrten der Einwohner in andere Gemeinden. Zum Beispiel nutzen 75 Prozent der Pendler von Natz-Schabs das eigene Auto, um zur Arbeit zu gelangen.

Riggertalschleife als „Gamechanger“?

Mit der Riggertalschleife und der geplanten Bahnhaltestelle Schabs werden sich diese Werte maßgeblich verbessern lassen, aber es braucht auch ein gut ausgebautes übergemeindliches Radwegenetz – vor allem, weil auch längere Strecken inzwischen bequem mit dem E-Bike zurückgelegt werden können. Konkret geht es um eine direkte Radverbindung zwischen Schabs und den Gewerbegebieten in der Nähe der Autobahnausfahrt sowie die Überarbeitung und eine Verbesserung der Radroute zwischen dem Vahrner See, Vahrn und Brixen. Damit Pendler auf das Fahrrad umsteigen, braucht es eine Reihe von Infrastrukturen wie zum Beispiel geschlossene Fahrradboxen oder Fahrradstationen. Gerade im Stadtkern ist dies eine ziemliche Herausforderung. Im GEP wird aber auch der weitere Ausbau des öffentlichen Busverkehrs gefordert, und auch neue Straßen soll

es geben, „um die Auswirkungen des Durchgangsverkehrs auf die Bevölkerung in den Ortszentren zu reduzieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern.“ Konkret geht es um die südliche Umfahrung von Schabs, die Südspange von Brixen und die Vervollständigung der Autobahnausfahrt Brixen-Süd.

30 km/h in Brixen?

Ein Thema, das letzthin in den Medien herumgeschwirrt ist, ist die flächendeckende Umsetzung der Vision einer „30-km/h-Ortschaft“, um die Nutzung des externen primären Straßennetzes zu fördern und Durchfahrten zu reduzieren. Der PUMS sieht dabei eine genaue Abgrenzung der Gebiete mit 20 km/h, 30 km/h und 50 km/h für das Stadtgebiet mit entsprechenden Umgestaltungen der Staatsstraße vor. „Wie gesagt: Viele vom PUMS vorgeschlagene Maßnahmen wurden bereits erledigt, aber die nächsten Schritte können wir erst nach Fertigstellung der Südspange realisieren“, sagt Schraffl – zum Beispiel das Tempolimit von 30 km/h in Milland, zu dem auch Ortspolizei-Kommandantin Jessica Ruffinatto im Nachgefragt auf Seite 66 Stellung nimmt. Damit die Einführung von Tempo 30 im Hinblick auf die Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeiten wirksam ist, muss der richtige Mix von Maßnahmen für die geometrischen und physischen Eigenschaften der Infrastruktur geplant werden. Innerhalb der 30er-Zonen ist es, basierend auf Erfahrungen, gute Praxis, etwa alle 75 bis 100 Meter eine verkehrsberuhigende Maßnahme zu platzieren – zum Beispiel eine Verengung, Versätze oder erhöhte Plateaus. Auf diese Weise werden abruptes Bremsen und anschließendes Beschleunigen über die erlaubten Grenzen hinaus vermieden, und die Autofahrer werden dazu gebracht, eine niedrige und konstante Geschwindigkeit beizubehalten. Die verkehrsberuhigenden Maßnahmen sollen außerdem dazu dienen, Bereiche aufzuwerten, die heute ausschließlich oder überwiegend für den motorisierten Verkehr gestaltet sind, und sie sollen mehr Raum für den Langsamverkehr und

p Das funktionale Schema der Fußwegverbindungen (braun), der getrennt geführten Fuß- und Radwege (grün) sowie der gemeinsamen Fuß- und Radwege bzw. Radwege im Mischverkehr (blau)

lässt der GEP noch offen: „Die Möglichkeit, auch in den Rappanlagen eine verkehrsberuhigte Zone (ZTL) einzurichten, kann nach der Eröffnung der Südspange geprüft werden.“ Auch die Herabstufung der Peter-Mayr-Straße in eine Begegnungszone mit Tempo 20 kann erst nach der Südspange realisiert werden.

Lange Wunschliste

„Viele

der Maßnahmen sind in der Warteschleife, weil deren Realisierung ganz unabhängig von ihrer Finanzierbarkeit erst nach der Südspange angegangen werden kann“

Stadtrat Thomas Schraffl

den Aufenthalt von Menschen zur Verfügung stellen. Die Strategien für nachhaltige Mobilität werden so mit denen zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Menschen integriert und schaffen die Voraussetzungen für eine bessere Wahrnehmung durch Einwohner und Besucher. Es ist verständlich, dass dies nur dann möglich ist, wenn die Zahl der Autos auf der entsprechenden Strecke erheblich reduziert wird – und dazu braucht es eben alternative Strecken wie die Südspange. Dasselbe gilt zum Beispiel für die Erweiterung der verkehrsberuhigten Zone am Kleinen Graben und in der Romstraße. Ob auch die Rappanlagen nach Fertigstellung der Südspange autofrei werden soll,

Der GEP beinhaltet auch eine lange Auflistung der notwendigen Maßnahmen inklusive Priorisierung und Zeitplanung, auch für die verschiedenen Fraktionen. Dabei geht es zum Beispiel um neue Fußgänger- oder Radwege, ein Programm zur Reorganisation und zur Erweiterung der Fahrradständer in der Altstadt oder geschützte Fahrradabstellplätze im Umkreis der Altstadt. Auch große Projekte wurden in der To-do-Liste aufgenommen – so zum Beispiel die neue Seilbahn als Verbindung von Brixen mit St. Andrä inklusive Zwischenstation in Milland, wo auch eine Tiefgarage entstehen soll. Interessanterweise beinhaltet der GEP nach wie vor auch eine „Verlängerung“ der Kabinenbahn bis zur Bushaltestelle in der Dantestraße – eine Idee, von der sich die Gemeindeverwaltung eigentlich aufgrund hoher Kosten längst verabschiedet hat. Auch ein neuer Bahnhaltepunkt in der Industriezone wird angedacht – natürlich erst nach Fertigstellung des Brenner Basistunnels – und eine neue Ausfahrt der Westumfahrung am nördlichen Ende des Krankenhauses als Zufahrt zu einem zusätzlichen Parkplatz, der dort entstehen könnte.

Modal Split

Übergeordnetes Ziel ist eine Verbesserung des vorhin erwähnten Modal Split. Mit Blick auf alle Fahrten insgesamt wird für Brixen geschätzt, dass dank der vorgesehenen Investitionen in die nachhaltige Mobilität eine Verringerung des Anteils des motorisierten Individualverkehrs um 7 Prozentpunkte und eine Erhöhung des Anteils des öffentlichen Verkehrs um 3 Prozentpunkte erreicht werden kann. Der Fahrradverkehr soll ebenfalls um 3 Prozentpunkte steigen, der Fußverkehr um einen Prozentpunkt. Ist das Ziel zu wenig ambitioniert? „Nun, die Gemeinde Brixen hat auch Bergfraktionen, für die das persönliche

Auto auch in Zukunft relevant sein wird“, sagt Thomas Schraffl, „eine Stadt wie zum Beispiel Kopenhagen, wo es keine Berge gibt, hat natürlich mehr Möglichkeiten, die Radmobilität zu forcieren. In Fraktionen, die 1.000 Meter höher liegen, kann das Fahrrad keine zentrale Rolle in der Mobilität spielen“.

Bezogen auf die innerörtlichen Fahrten wird dafür geschätzt, dass eine Verringerung des Anteils des motorisierten Individualverkehrs um 10,5 Prozentpunkte und eine Erhöhung des Anteils des öffentlichen Verkehrs um 3,5 Prozentpunkte erreicht werden kann, wenn alle aufgelisteten Maßnahmen realisiert sein werden. Der Anteil des Fahrradverkehrs soll um 5 Prozent steigen, jener des Fußverkehrs um 2 Prozentpunkte.

Auch der Motorisierungsgrad soll aufgrund optimaler öffentlicher Verkehrsmittel sinken. Dabei hilfreich ist vielleicht ein internationaler Trend: Die nachkommende Generation erachtet den Besitz eines Autos oft als überflüssig.

Verbesserung der Fußwege

Der GEP sieht vor allem für die Fraktionen auch eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der bestehenden Fußwege vor, die mit einiger Wahrscheinlichkeit vor allem aus den partizipativen Prozessen mit der Bevölkerung hervorgegangen sind – zum Beispiel eine Verbesserung der Querungen der Plose-Straße in Milland oder die Schaffung direkter Verbindungen von Kranebitt zum Stadtzentrum und zum Krankenhaus – auch unter Einsatz von Aufzügen und Rolltreppen.

Ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen listet der GEP im Bereich Radmobilität auf – zum Beispiel eine Radverbindung mit Vahrn entlang der Brennerstraße und Alten Straße oder eine Radverbindung Milland-Industriegebiet entlang der geplanten Südspange sowie ein neuer Rad- und Fußgängerweg auf der Höhe der geplanten Sport- und Frei-

t Die im PUMS vorgesehene Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h kann flächendeckend erst nach der Realisierung der Südspange angegangen werden

zeitzone Milland. Innerhalb von fünf Jahren soll auch die längst überfällige Radverbindung von Milland nach Sarns realisiert werden sowie eine Radverbindung von Albeins ins Industriegebiet.

Wer soll das bezahlen?

Soweit also eine natürlich sehr unvollständige Auflistung der Maßnahmen. Die Gemeinde Brixen und auch ihre Nachbargemeinden haben also einiges vor in den nächsten 15 Jahren. Wie viele der vielen Maßnahmen des GEP bis 2040 realisiert sein werden, hängt am Ende wohl auch von der Finanzierbarkeit ab. „Viele der Maßnahmen sind in der Warteschleife“, sagt Schraffl, „weil deren Realisierung ganz unabhängig von ihrer Finanzierbarkeit erst nach der Südspange angegangen werden kann“ – und das kann nun schneller gehen als erwartet: „Um den Bau der Südspange zu beschleunigen, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher im Rahmen einer SVP-Veranstaltung in Milland vorgeschlagen, dass die Gemeinde inzwischen mit einigen Baulosen beginnen soll; das Land könnte dafür einen Beitrag geben.“ Trotzdem: Vor 2028 ist mit einem Baubeginn wohl nicht zu rechnen.

willy.vontavon@brixner.info

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Ein Abschied mit Herz und Rock’n’Roll

EVENT: Nach über 75 Jahren schloss die Metzgerei Fink Ende Februar ihre Türen. Mit einem Abschlussfest verabschiedeten sich Thomas und Doris Fink von ihrer Kundschaft – und von einem Lebenskapitel.

Seit 1947 war die Metzgerei Fink eine feste Größe in Brixen. Mehr als vier Jahrzehnte arbeitete Thomas Fink im Familienbetrieb und prägte ihn mit seiner ganz eigenen Mischung aus Humor, Herzlichkeit und handwerklicher Metzgerkunst. Ende Februar schlossen er und seine Frau Doris die Türen der Metzgerei endgültig – nicht jedoch, ohne zuvor gemeinsam mit Familie, Freunden und treuen Kundinnen und Kunden Abschied zu feiern. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte die Band Sitting Bull, die mit zeitlosen Rockballaden zum Mitsingen inspirierte.

Bei herrlichem Wetter plauschte es sich besonders gut

v.l.n.r.: Felix Schenk, Luca Zanesco, Adrian Fink

Zahlreiche Freunde und Bekannte hatten sich eingefunden, um mit Doris und Thomas zu feiern

und

Rockfieber gepackt stimmte Thomas zu Christian Lossos Gitarrenspiel ein

Doris Fink, Paul Frick, Thomas Fink
Luchia Petrova, Kurt Mair am Tinkhof
Sabine Heim Dianese
Christian und Priska Profanter
Hannes und Martina Profanter
Thomas mit der Sängerin von Sitting Bull
Gerda Fink
Peter Fink und Konrad Gruber
Doris’ Schwester Carmen Nössing
Arianna
Alessandra Giudiceandrea sowie rechts Alexander Kasslatter
Thomas’ Eltern Gerda und Hermann Fink
Thomas Fink und Stephanie Risse
Kathrin Fink mit Sohn Luis
Vom
Die Gastgeber in bester Feierlaune

UMWELT

12.081 Tonnen Müll

Die Stadtwerke Brixen haben im Jahr 2025 insgesamt 12.081 Tonnen Siedlungsabfälle gesammelt. Das entspricht

KOHÄSION

einem Anstieg um nicht einmal einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der getrennt gesammelten Abfälle

Neue EU-Fördermittel

im Frühjahr

Vom 30. März bis zum 30. April können Tourismusorganisationen und Gemeinden mit Projekten Fördermittel der LEADER-Region Eisacktaler Dolomiten beantragen. Insgesamt stehen 585.000 Euro an Fördermitteln bereit – für die Bereiche ländliche Entwicklung und Infrastruktur, soziale und kulturelle Investitionen sowie Kooperationen und intelligente Dörfer. Die derzeitige Förderperiode läuft noch bis 2027; bisher wurden bereits 75 Prozent der 1,8 Millionen Euro an Beiträgen genutzt. Unter

KURZ NOTIERT

anderem wurde damit das Mesnerhaus in St. Peter/Villnöß saniert, Gehsteigverbindungen in Lüsen verwirklicht und das Freizeitgelände „Troggraben“ in Rodeneck neugestaltet. Der Fördertopf zur Regionalentwicklung „LEADER“ nutzt Geldmittel der EU und der Autonomen Provinz Bozen, um Projekte zu unterstützen, die den ländlichen Raum lebendig halten. Weitere Informationen und Kriterien für die Förderungen finden sich auf der Website: www.eisacktalerdolomiten.eu. av

Rund 200 neue Fotofallen werden derzeit in Südtirols Wäldern installiert, um damit das wissenschaftlich begleitete Monitoring der heimischen Wildtierbestände weiter auszubauen. Sie werden an ausgewählten Standorten wie Wildwechseln, Wanderwegen und Forststraßen angebracht.

liegt bei 72,5 Prozent und ist damit etwas gesunken. Insgesamt konnten 8.750 Tonnen Abfälle verwertet werden, davon 5.794 Tonnen durch Recycling und 2.956 Tonnen durch Kompostierung. Auffallend ist, dass sich die einzelnen Abfallfraktionen unterschiedlich entwickeln: Während die Gesamtmenge leicht zunimmt, ist die Sammlung von Altkleidern im Vergleich zu 2024 deutlich um über 47 Prozent zurückgegangen, was unter anderem mit veränderten Sammelstrukturen zusammenhängt. Das Pro-Kopf-Abfallaufkommen lag 2025 bei 466,4 Kilogramm pro Einwohner und Jahr und ist somit um neun Kilogramm pro Einwohner im Vergleich zu

2024 gesunken. Eine wichtige Rolle im Entsorgungssystem spielen weiterhin die Recyclinghöfe: Neben dem bestehenden Recyclinghof in Brixen wurde Ende November 2025 ein zusätzlicher Standort in Vahrn eröffnet, wodurch sich die Entsorgungsmöglichkeiten für die Bevölkerung erweitert haben. Die Jahresbilanz zeigt insgesamt, dass funktionierende Sammelsysteme und die Mithilfe der Bevölkerung entscheidend für eine effiziente Abfalltrennung und Verwertung bleiben. lv

In der ersten Sitzung des Energieteams der Gemeinde Brixen im Rahmen des KlimaGemeinde-Programms für das Jahr 2026 wurden Anfang März etwa der Rückgang des Energieverbrauchs bei öffentlichen Gebäuden und Anlagen oder der nachhaltige städtische Mobilitätsplan PUMS hervorgehoben.

Der Spielplatz neben der Grundschule in Tschötsch soll erneuert werden. Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung können durch das Scannen des vor Ort angebrachten QR-Codes, der direkt zu einem Online-Formular führt, oder per E-Mail an spielplatz@brixen.it eingebracht werden.

STADTGEHEIMNISSE

Die Palmhütte am Priel

Der Name des einst zwischen dem Eisack und der Mühlwiere im Nordosten der Stadt gelegenen Priel-Geländes leitet sich sinngemäß von „feuchter Wiese“ ab. Ursprünglich wurden die Grundstücke nämlich als Wiese und Weide genutzt. Im 19. Jahrhundert wurden hier Maulbeerbäume für die Seidenindustrie gepflanzt und später Obstgärten angelegt. Heute ist der Priel, wie der Stadtarchivar Hubert Mock festhält, zur stadtnahen Freizeitzone geworden mit Freibad, dem Hallenbad Acquarena, mehreren Tennisplätzen, der Kletterhalle Vertikale und einem großen Parkplatz. Auf eine besondere Begebenheit soll hier – der vorösterlichen Zeit angemessen – noch hingewiesen werden: In der Prielwiese wurde einst, wie der Dommesner Veit Feichter 1550 berichtet, am Vorabend von Palmsonntag eine Hütte aus Holz errichtet. Am Palmsonntag zog dann in aller Früh eine Prozession mit Geistlichkeit, Ministranten und Domschülern sowie einer großen Volksmenge in farbigen Trachten und mit prächtigen Fahnen vom Dom durch die Albuin-, Weißenturm- und Altenmarktgasse bis zur Oberen Mühle („Ochsenmühle“), wo für diesen Tag eine eigene Brücke über den Mühlbach errichtet worden war. In der „Palmhütte“ fand sodann die Weihe der Palmzweige statt. Wer von den Geistlichen und Domschülern statt einer „Palme“ einen Ölzweig haben wollte, musste sich selbst einen besorgen. In feierlicher Prozession kehrte der Festzug unter Glockengeläute wieder in den Dom zurück. ed

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Neuer Spielplatz im Don-Franco-Park

Die Neugestaltung des Spielplatzes im DonFranco-Park hat Mitte März begonnen. Der beliebte Treffpunkt wird zu einem modernen, naturnahen Spiel- und Begegnungsraum weiterentwickelt; dabei soll die Atmosphäre mit altem Baumbestand und ruhiger Lage erhalten bleiben. Zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung haben die Planung mitgestaltet: Über 50 Anregungen wurden gesammelt und teilweise direkt umgesetzt. So soll ein Spielplatz entstehen, der sich an den Bedürfnissen der Kinder und Familien orientiert. Geplant sind unter anderem ein rund sechs Meter hoher Spielturm, ein großzügiger Sandbereich mit Minibagger, eine inklusive Schaukelanlage und eine Seilbahn. Ergänzt wird das Angebot durch Sitz- und Aufenthaltsbereiche rund um die bestehenden Bäume. Außerdem werden Sicherheit und Übersichtlichkeit durch moderne Fallschutzlösungen verbessert. „Hier entsteht etwas Großartiges – vom Kleinkind bis zum Schulkind ist für alle etwas dabei“, betont Stadtrat Peter Natter. Die Arbeiten dauern rund drei Wochen und kosten etwa 180.000 Euro. Die Calisthenics-Anlage und der Bike-Pumptrack bleiben währenddessen nutzbar. lv

Im Streit um das Parkhaus in der Dantestraße haben die Gemeinde Brixen und der ehemalige Konzessionär Seeste Bau am 27. Februar vor Gericht einen Vergleich erzielt. Das Unternehmen hatte gegen die Gemeinde geklagt, um eine Konzessionsverlängerung zu erreichen. Außerdem ging es darum, wer notwendige Instandhaltungsarbeiten übernehmen sollte. Die Grundlage des Streits war der ursprüngliche Konzessionsvertrag, der vom Unternehmen und der Gemeinde im Jahr 1992 unterschrieben worden war und der unterschiedliche Interpretationsspielräume zuließ (der „Brixner“ berichtete ausführlich in Ausgabe Nr. 419 von Dezember 2024, zu finden in der kostenlosen App). Seeste Bau verpflichtet sich nun laut Vergleich, eine einmalige Zahlung für Instandhaltungsarbeiten an die Gemeinde zu überweisen, die diese in der Zwischenzeit durchgeführt und vorfinanziert hatte. Das Unternehmen begleicht die anteilige Konzessionsgebühr für

Jänner 2025 und übernimmt die Kosten für die statische Sicherung des Parkhauses für die kommenden zehn Jahre. Beide Seiten scheinen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein: „Der Vergleich schafft Klarheit und ermöglicht uns, nach vorne zu blicken. Die Gemeinde Brixen erhält nun endlich Planungssicherheit und eine baulich gesicherte Grundlage für die kommenden Jahre“, sagt Bürgermeister Andreas Jungmann. Zeno Cappellari, geschäftsführender Verwaltungsrat von Seeste Bau, fügt hinzu: „Wir bedauern, dass die vertraglich vorgesehene Möglichkeit einer Verlängerung der Konzession über weitere 29 Jahre nicht umgesetzt wurde und uns dadurch erhebliche potenzielle Einnahmen entgangen sind. Dennoch haben wir dem Vergleich zugestimmt, um eine tragfähige Lösung zu erreichen und einen langwierigen, kostenintensiven Rechtsstreit zu vermeiden.“ Die Gemeinde hatte das Parkhaus am 1. Februar 2025 übernommen.

Kusstatscher wird

SWR-Bezirkspräsident

Werner Kusstatscher ist der neue Bezirkspräsident des Südtiroler Wirtschaftsrings (SWR). Im Rahmen einer Bezirkssitzung bei Leitner AG in Sterzing übergab Hartmuth Überbacher das Amt an Kusstatscher. Überbacher hatte den Fokus seiner Arbeit vor allem auf Mobilität, Erreichbarkeit und leistbaren Wohnraum gelegt. SWRPräsident Sandro Pellegrini war bei der Sitzung ebenfalls anwesend; er bedankte sich bei Überbacher für seine erfolgreiche Arbeit und wünschte Kusstatscher viel Erfolg. Als neue Führung im SWR-Bezirk Eisacktal/Wipptal soll Kusstatscher Kontinuität und gleichzeitig neue Impulse bringen. Auch in Zukunft sollen Themen wie Mobilität, Standortentwicklung und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Michael Andergassen, Sonder-

beauftragter für Landesmobilitätsplanung und Verkehrssteuerung, gab bei der Bezirkssitzung einen Überblick über aktuelle verkehrspolitische Entwicklungen und Herausforderungen entlang des Brennerkorridors. Der „Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige“ ist die gemeinsame Plattform von sechs Wirtschaftsverbänden in Südtirol: dem Handelsund Dienstleistungsverband, dem Hoteliers- und Gastwirteverband, dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister, dem Südtiroler Bauernbund, dem Unternehmerverband Südtirol sowie der Vereinigung der Südtiroler Freiberufler. Insgesamt vertreten sie die Interessen von etwa 40.000 Mitgliedsbetrieben in Südtirol. hh

MERANSEN

Erlebniszentrum

löst Hallenbad ab

Der Gemeinderat von Mühlbach hat mit einem Grundsatzbeschluss die Weichen zur Schaffung eines neuen Erlebniszentrums anstelle des heutigen Hallenbades Alpinpool gestellt. Die Gemeindeverwaltung hatte bereits 2024 den Auftrag zur Ausarbeitung

einer Konzeptstudie erteilt, die nun vorliegt und die Basis für die Entscheidung war. In einem partizipativen Prozess mit Meransner Vereinen ist für die gesamte Zone mit Veranstaltungshalle samt großem Vorplatz, Sportzone, Startrodelbahn und Hallenbad eine Neuausrichtung erarbeitet

worden. Für den Fußballplatz wird sich wenig ändern – mit Ausnahme der Wintersaison, in der ein neuer Eislaufparcours angedacht ist. Die Veranstaltungshalle soll neu eingeteilt werden, sodass ein Teil für eine sportliche Aktivität, etwa Padel-Plätze, nutzbar wird und ein kleinerer Teil im

Bereich der Bühne für Veranstaltungen. Der große Vorplatz soll einen neuen Pavillon und Schankboxen bekommen. Die einschneidendste Veränderung betrifft den heutigen Alpinpool, an dessen Stelle ein Indoor-Freizeitangebot für Kinder und Familien entstehen soll – beispielsweise mit großem Bällebad, Trampolin, Klettergarten, Multimediaraum und Ähnlichem. Die Gemeinde investiert in die Infrastruktur bis zu 5,5 Millionen Euro und vergibt sie dann an einen festzulegenden Träger, der die Erlebniswelt auf eigenes Risiko führen wird. Zielgruppe sind Touristen wie Einheimische. Bis zur Umsetzung wird noch einige Zeit vergehen: Man rechnet damit, dass das Hallenbad Alpinpool noch ein bis zwei Jahre geöffnet bleibt. oz

Zwischen

Schulbüchern und moderner

Technik – zwei Lehrlinge erzählen

Warum sich Jan und Dario für eine Lehre bei Alupress entschieden haben und was sie besonders daran schätzen.

Sie sind jung, engagiert und fachlich top ausgebildet: Jan hat seine Ausbildung zum Elektrotechniker, Dario jene zum Maschinenbaumechaniker bei Alupress erfolgreich abgeschlossen. Zwischen modernen Maschinen und mit viel Praxis konnten sie ihr Handwerk von Grund auf lernen. Im Gespräch erzählen sie, wie viel Potenzial in einer praxisnahen Ausbildung steckt und warum sie sich jederzeit wieder für eine Lehre entscheiden würden.

Dario

Beginne auch du deine Lehre bei Alupress!

Warum hast du dich für die Lehre entschieden und warum bei Alupress?

Dario: Nach einigen Schulwechseln habe ich gemerkt, dass der klassische Schulweg nicht der richtige für mich ist. Ein Freund, der als CNC-Programmierer arbeitet, erzählte mir von seinem Beruf – das hat mich sofort begeistert. Als ich die Stellenausschreibung von Alupress für die Lehre zum Maschinenbaumechaniker gesehen habe, habe ich mich sofort beworben. Der Rest ist Geschichte.

Jan: Technik hat mich schon immer interessiert und praktische Fächer fielen mir deutlich leichter als Theoriefächer wie Geschichte oder Geografie. Eine Lehre war daher der logische Schritt. Zunächst begann ich meine Ausbildung bei einem „Baustellen-Elektriker“, wurde dann aber durch einen Bekannten auf Alupress aufmerksam und entschied mich, die Lehrstelle zu wechseln.

Wie hast du deine Lehrzeit bei Alupress erlebt?

Dario: Sehr abwechslungsreich, lehrreich und spannend. Ich konnte viel praktische Erfahrung sammeln und Schritt für Schritt selbstständiger arbeiten. Dabei hatte ich jederzeit Unterstützung durch meinen Tutor und durfte ihn sogar auf eine Dienstreise in das Alupress-Werk nach Thüringen begleiten.

Jan: Ich fühlte mich schnell als Teil des Teams – nicht als „der Lehrling“ –und durfte auch recht schnell Verantwortung übernehmen, was mich gefreut hat.

Was waren deine schönsten Momente während deiner Lehrzeit?

Dario: Ganz klar der Moment, als ich den Lehrabschluss in der Tasche hatte – darauf war ich wirklich stolz. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, was man in den Jahren gelernt und geschafft hat.

Jan: Besonders motivierend war für mich das Lob meiner Führungskraft Matthias, wenn ich Aufgaben gut erledigt oder neue Tätigkeiten übernommen habe. Ich durfte früh eigenständig arbeiten und Verantwortung übernehmen, wusste aber immer, dass ich Unterstützung bekomme, wenn ich sie brauche. Außerdem konnte ich mich im Bereich Programmierung und Automatisierung weiterentwickeln und sogar zusätzliche Kurse besuchen.

Eine Lehre ist der richtige Weg für jemanden, der …

Dario: … technisches Verständnis hat, handwerklich geschickt ist und sich weiterentwickeln möchte.

Jan: … praktisch arbeiten möchte und Lust hat, Verantwortung zu übernehmen.

Beschreibe die Lehrzeit bei Alupress mit einem Emoji!

Jan:

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„Derzeit fehlt die rechtliche Grundlage“

JESSICA RUFFINATTO, Kommandantin der Brixner Ortzspolizei, über Voraussetzungen für Tempo-30-Zonen, die Situation in Milland – und warum gezielte Maßnahmen derzeit sinnvoller sind als eine generelle Begrenzung.

Frau Kommandantin, was muss geprüft werden, bevor in einer gewissen Zone eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h eingeführt wird?

Das Infrastrukturministerium legt fest, unter welchen Voraussetzungen die übliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h im Stadtgebiet reduziert werden darf. Eine solche Maßnahme muss sich immer auf einzelne Straßenabschnitte beziehen und detailliert begründet sein. Grundlage sind objektive Daten, etwa gemessene Durchschnittsgeschwindigkeiten oder die Unfallhäufigkeit. Zudem kommen nur bestimmte Situationen infrage, etwa das Fehlen

von Gehwegen, ungesicherte Fußgängerüberwege mit hohem Aufkommen, enge oder kurvige Straßen oder häufige Zugänge zu sensiblen Einrichtungen wie Schulen oder Parks. Selbst wenn solche Faktoren vorliegen, ist eine sorgfältige Gesamtbewertung notwendig.

Wie ist die Lage in Milland?

In Milland erfüllen die betroffenen Straßen, insbesondere die Plose- und die Mozartstraße, diese Voraussetzungen nur in sehr geringem Maße. Die Unfallzahlen sind niedrig, ebenso die gemessenen Durchschnittsgeschwindigkeiten. Zudem wurden im Umfeld der Schulen bereits verschiedene bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberu-

higung umgesetzt. Derzeit fehlt die technische und rechtliche Grundlage, um eine generelle Tempo-30-Re gelung einzuführen.

Was wird deshalb jetzt durchgeführt?

Wir setzen auf gezielte Maßnah men an sensiblen Punkten. Geplant sind unter anderem Verkehrsinseln mit Fahrbahnverengungen in der Plosestraße sowie der Einsatz von blinkenden Hinweisschildern und Wechselverkehrszeichen, die bei überhöhter Geschwindigkeit zum Abbremsen auffordern. Dieser punk tuelle Ansatz gilt als besonders wirk sam, um das tatsächliche Fahrver halten nachhaltig zu beeinflussen. lia.vontavon@brixner.info

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Genuss im Weinberg

NEUSTIFTER FRÜHLING: Wenn die Weinberge rund um Neustift und Vahrn wieder in zartem Frühlingsgrün leuchten, ist es Zeit für eine der genussvollsten Veranstaltungen im Eisacktal: Am 25. und 26. April 2026, jeweils ab 10 Uhr, lädt der Neustifter Frühling erneut zu einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die Weinlandschaft rund um das Kloster Neustift ein.

Winzerhöfe, Buschenschänke und Gastbetriebe öffnen ihre Türen und laden dazu ein, die Weißweine des Eisacktals dort zu verkosten, wo sie entstehen. Zwischen Weinbergen, historischen Höfen und gemütlichen Stuben erwartet die Besucherinnen und Besucher eine genussvolle Mischung aus Weinverkostungen, regionaler Küche und persönlichen Begegnungen mit den Produzenten. „Der Frühling ist die Zeit des Erwachens – nicht nur in der Natur, sondern auch für unsere Sinne. Der Neustifter Frühling lädt dazu ein, die ersten warmen Sonnenstrahlen, die frischen Aromen des neuen Weinjahrgangs und die unvergleichliche Gastfreundschaft unserer Region zu genießen“, erklärt Organisator Daniel Niederstätter, Obmann des Verschönerungsvereins Vahrn. Neben den Weinen stehen auch zahlreiche kulinarische Spezialitäten im Mittelpunkt. Gäste erhalten Einblicke in die Arbeit der Produzenten und erfahren aus erster Hand, wie viel Leidenschaft hinter jedem Glas Wein steckt. Beim Glangerhof wird beispielsweise erklärt, wie aus Früchten Edelbrände ent-

stehen, während Käseaffineur Hansi Baumgartner besondere Käsevariationen präsentiert.

Neue Programmpunkte 2026

Auch in der diesjährigen Ausgabe des Neustifter Frühlings gibt es Neues zu erleben: Beim Strasserhof gestaltet Brimi einen Workshop rund um die Herstellung von Mozzarella, inklusive Verkostung. Besucherinnen und Besucher können dabei selbst erleben, wie aus frischer Milch die bekannte italienische Spezialität entsteht.

Neu ist außerdem ein Quiz, das in der Veranstaltungsbroschüre integriert ist. Wer die Fragen während des Rundgangs bei den teilnehmenden Betrieben beantwortet und die ausgefüllte Broschüre abgibt, hat die Chance auf attraktive Preise.

Musik, Familienprogramm und Begegnungen

Der Neustifter Frühling versteht sich nicht nur als Weinveranstaltung, sondern als Fest für alle Sinne. Für musikalische Stimmung sorgen unter anderem der Männerchor Neustift, die Schuachplattlerinnen Vahrn sowie weitere Musikgruppen.

Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Beim Kassinghof kön nen Kinder Ponyreiten ausprobie ren, sich beim Kinderschminken verwandeln lassen und an kreativen Spielaktivitäten teilnehmen. So wird der Neustifter Frühling zu einem entspannten Frühlingsausflug für Weinliebhaber, Familien und alle, die das Eisacktal von seiner genussvollen Seite entdecken möchten. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

Neust ifter Frühling

Zauberhafte Inszenierungen

WATER LIGHT FESTIVAL: Wenn sich abends Licht über Wasser legt und vertraute Orte plötzlich anders wirken, beginnt in Brixen wieder eine besondere Zeit. Vom 29. April bis 16. Mai 2026 wird die Stadt erneut zur Bühne des Water Light Festivals – und damit zu einem Ort, an dem Kunst direkt vor unserer Haustür erlebbar wird.

Mehr als 20 Installationen und Performances von 24 Künstlerinnen, Künstlern und Kollektiven aus 13 Nationen verwandeln Gassen, Plätze und historische Gebäude in eine eindrucksvolle Open-Air-Galerie. Orte, an denen wir täglich vorbeigehen, erscheinen im neuen Licht: Die Hofburg, die Festung Franzensfeste, die Frauenkirche oder die Schenoni-Kaserne (Urban Lab) werden zu Schauplätzen künstlerischer Inszenierungen. Fassaden werden zu Projektionsflächen, Wasserläufe zu leuchtenden Linien, vertraute Wege zu überraschenden Perspektiven.

Kunst an unerwarteten Orten

Das Festival lädt ein, die Stadt gemeinsam mit Familie und Freun-

den neu zu entdecken. Kunst begegnet allen dabei mitten im Alltag: sinnlich, überraschend und oft auch nachdenklich stimmend. Unter dem Leitmotiv „Water is Life – Light is Art“ verbindet das Festival künstlerische Ausdrucksformen mit aktuellen Fragen unserer Zeit. 2026 steht es zudem im Zeichen von „Imagine Peace“, einem europäischen Netzwerk von fünf Lichtkunstfestivals. Licht wird dabei zur universellen Sprache des Friedens – als Symbol für Dialog, Austausch und ein gemeinsames Miteinander.

Quelle der Freude

GASSER NATURSTEIN: Natursteinbrunnen haben in Südtirol eine lange Tradition: Sie zieren Dorf- und Kirchplätze ebenso wie Bauernhöfe, Privatgärten sowie Rad- und Spazierwege und Spielplätze. Ursprünglich wichtige Trinkstellen, sind sie heute vor allem eines: eine Quelle der Freude.

Thomas Gasser, Firmeninhaber:

„Jeder Stein ist einzigartig, und diese Einzigartigkeit wollen wir mit unseren Kreationen ausdrücken.

Lassen Sie sich inspirieren: Besuchen Sie unseren Open Day am 11. und 12. April!“

Natursteinbrunnen bereichern Menschen, Tiere und Natur gleichermaßen. Das sanfte Plätschern von Wasser entspannt, lässt vom Alltag abschalten und lädt Vögel zum Baden und Trinken ein. Kinder genießen im Sommer den Spielspaß am kühlen Nass. Besonders reizvoll sind Brunnen aus Südtiroler Natursteinen, die sich harmonisch in die Umgebung und das Landschaftsbild einfügen.

Natursteinbrunnen und Wasserhähne auf Maß

Gasser Naturstein hat sich auf Brunnen aus heimischen Gesteinen und die dazu passenden handgefertigten Wasserhähne spezialisiert. Der Steinmetzbetrieb verarbeitet Granit, Gneis, Quarzphyllit, Porphyr, Tonalit und Basalt in allen Formen und Größen – auf Wunsch mit Frischwasserzufuhr oder als Umlaufpumpensystem. Auf dem knapp 2.000 Quadratmeter großen Ausstellungsareal kann man sich der Faszination der vielen Steinobjekte kaum entziehen – von Steinbrunnen über Waschbecken bis hin zu Küchenblöcken, die mit den jeweiligen Küchengeräten integriert innen und außen ihren Einsatzort finden.

„Süßes Eldorado in Stufels“

ARKE PASTRY STUDIO: Seit wenigen Monaten begeistert die neue Konditorei in Stufels mit Kreationen, die es anderswo in Brixen nicht gibt. Im Gespräch erzählen SUSANNE CATTOI und MICHAEL KIEM, wie sie sich mit ihrer kleinen Patisserie in der Schutzengelgasse einen gemeinsamen Traum erfüllt haben.

Ein Fest für Gaumen und Augen: An der Theke wetteifern Backwaren und Patisserie-Kreationen um die Aufmerksamkeit der Kundschaft

Herr Kiem, wie entstand die Idee für eine Konditorei-Bar, und warum fiel die Wahl auf Stufels?

MICHAEL KIEM: Die Idee vereint zwei Träume: Ich wollte mein Elternhaus neu beleben, Susanne ihre eigene Konditorei eröffnen. Uns verbindet die Leidenschaft für gutes Essen, Genuss und Design – daraus entstand das Konzept unseres kleinen KonditoreiCafés. Dass sich das Haus meiner Familie in Stufels dafür anbot, war ein Glücksfall. Der älteste Stadtteil von Brixen mit seinen Gassen und der besonderen Atmosphäre passt perfekt zu uns und hat uns zusätzlich bestärkt. Gleichzeitig wollten wir das Stadtviertel mit einem kleinen Gastronomiebetrieb bereichern und einen geselligen Anlaufpunkt schaffen.

Woher kommt der Name Arke?

Michael Kiem: „Arke“ ist bewusst kurz und international gehalten – weder eindeutig Deutsch noch Italienisch, und auch nicht Englisch. Das markante „K“ verleiht dem Namen eine eigene Note. Inhaltlich lehnt er sich an das altgriechische Wort „arché“ an, das für Ursprung oder das Wesentliche steht – passend zu unserer Philoso-

phie von Handwerk, hochwertigen Zutaten und klaren Formen. Name und Logo greifen zudem die drei Bögen der Fassade auf, die sich im Erscheinungsbild widerspiegeln.

Frau Cattoi, die Backstube ist ganz Ihr Reich. Wo haben Sie Ihr Handwerk gelernt?

SUSANNE CATTOI: Nach der Landeshotelfachschule Kaiserhof absolvierte ich meine Konditorlehre in der Klemens Patisserie und arbeitete später unter anderem im Hotel Sacher in Salzburg sowie in der Patisserie Birgit in Toblach. Weitere Erfahrungen sammelte ich

Zu den Herzstücken des Angebots zählen feine französische Backwaren und Croissants

in Australien im Service und in einer französisch geprägten Pasticceria in Senigallia. Besonders die Viennoiserie – also feine französische Backwaren wie Croissants –begeistert mich seit jeher. In der Backstube arbeite ich meist allein, Michi unterstützt mich aber immer wieder und bringt als Designer viel Präzision und einen Blick für Details ein.

Was zeichnet Ihre Konditorei aus?

Susanne Cattoi: Jedes Stück aus unserer Backstube ist ein Unikat. Wir arbeiten möglichst mit regionalen und saisonalen Zutaten

und Michael

und lassen uns gleichzeitig international inspirieren. Wichtig ist uns auch Transparenz: Durch ein Fenster können Gäste direkt in die Backstube blicken und miterleben, wie viel Arbeit und Zeit in jedem Produkt steckt.

Welche Highlights bieten Sie im Jahresverlauf?

Susanne Cattoi: Da gibt es einiges! Bei Croissants und ähnlichen Gebäcken probieren wir immer wieder neue Varianten aus. Dazu kommen kleine Törtchen, feine Pralinen, Macarons, aber auch klassische Gebäcke. Zu besonderen Anlässen wie Ostern, Muttertag oder Weihnachten entstehen besondere SchokoladenSpezialitäten, im Sommer auch hausgemachtes Eis. Unser Ziel ist es, Vielfalt zu präsentieren und unsere Gäste immer wieder aufs Neue zu überraschen!

Arke Pastry Studio Stufels, Untere Schutzengelgasse 12 39042 Brixen M +39 339 430 4600 hoi@arke.bz.it

Öffnungszeiten: Di.–Sa. 7:15–18:30, So. 9–16 Uhr; Montag Ruhetag

Susanne Cattoi
Kiem beleben mit ihrem Arke Pastry Studio das Stadtviertel Stufels neu

Luftig leicht, zart und voller Geschmack

SIEBENFÖRCHER: Die vielfältigen Schinken-Spezialitäten der traditionsreichen Familienmetzgerei bringen zarte Genussmomente auf den Teller.

Die hausgemachten SchinkenSpezialitäten der Südtiroler Familienmetzgerei Siebenförcher setzen geschmackvolle Highlights in der saisonalen Küche. Ob als zarte Begleiter zum frischen Spargel mit

Bozner Sauce, als aromatisches Häppchen beim Aperitivo oder als festliches Ostergericht: Die zarten Schinken von Siebenförcher lassen die Geschmacksnerven tanzen!

Schinkenvielfalt für jeden Geschmack

Fein geräucherter Prager Schinken, zarter Truthahnschinken, herzhafter Bauernschinken oder würziger Kräuterschinken: Jede Schinken-Spezialität von Siebenförcher überzeugt mit ihrem individuellen Aroma – zart rauchig, extra mild, oder mit Rosmarin und Pfeffer veredelt.

Qualität, die man schmeckt

Hochwertige Rohstoffe von langjährigen Lieferanten und traditionelle Handwerkskunst sind bei Siebenförcher seit jeher die Garanten für Premiumprodukte. Die Schinken werden von den Metzgermeistern in Handarbeit sorg-

fältig verarbeitet, mit überlieferten Gewürzmischungen verfeinert und anschließend über Stunden schonend massiert. So entstehen in der Südtiroler Familienmetzgerei besonders saftige, zarte Schinken in höchster Qualität.

Siebenförcher in Brixen

In der Altenmarktgasse in Brixen ist die Metzgerei und Feinkost Siebenförcher ein beliebter Treffpunkt für Genießer. Neben hochwertigen Fleisch- und Wurstspezialitäten werden eine feine Auswahl an Delikatessen aus Südtirol und Italien sowie frisch zubereitete Gerichte aus der Meisterküche zum Mitnehmen geboten.

Südtiroler Mundzart

Zum Dahinschmelzen. Schinkenspezialitäten von Siebenförcher sind echter Genuss: aus besten Zutaten, nach überlieferten Familienrezepten und mit handwerklichem Können veredelt. Zart im Biss und köstlich im Geschmack.

Generalüberholte E-Bikes als günstige Alternative

PAPIN SPORT: Immer mehr Südtirolerinnen und Südtiroler entdecken die Vorzüge des E-Bike-Fahrens. Eine günstige Alternative zum Neukauf sind die generalüberholten E-Bikes.

Fahrradfahren ist eine umweltfreundliche und gesunde Art der Fortbewegung, die die Fitness fördert, den Horizont erweitert und den Geist belebt. In den letzten Jahren hat die Popularität von E-Bikes stark zugenommen. Eine besonders interessante Option für umwelt- und

budgetbewusste Fahrradliebhaber sind generalüberholte E-Bikes.

Warum generalüberholte E-Bikes?

Der Kauf eines generalüberholten E-Bikes kann eine clevere Wahl sein, da diese Option sowohl finanziell als auch ökologisch sinnvoll ist. Generalüberholte E-Bikes sind gebrauchte Fahrräder, die von Fachleuten gründlich geprüft, gewartet und auf den neuesten Stand gebracht wurden. Das bedeutet, dass sie sich in einem nahezu neuwertigen Zustand befinden, jedoch zu einem

deutlich günstigeren Preis erhältlich sind als brandneue Modelle.

Erfahrung und Kompetenz seit 1979

Als Europas führender Anbieter im Bereich Fahrraddienstleistungen hat sich Papin Sport auch auf den Verkauf von generalüberholten E-Bikes spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1979 als Sportfachhandel im Zentrum von Innichen gegründet und wird mittlerweile von Thomas Schmidhofer, dem Sohn der Gründer Karl Friedrich und Sigrun Schmidhofer, geführt.

Vorteile von generalüberholten E-Bikes

• Kosteneffizienz: Generalüberholte E-Bikes sind günstiger als neue Modelle, ohne Qualitätsverlust.

• Umweltbewusstsein: Der Kauf reduziert Elektroschrott und unterstützt die Nachhaltigkeit.

• Hohe Qualität: Die E-Bikes werden geprüft und repariert und sind in einwandfreiem Zustand.

• Vielfalt: Es gibt eine große Auswahl an Modellen und Marken.

• Garantie: Papin Sport bietet ein Jahr Garantie.

Frühling in bester Gesellschaft

ZINGERLE GROUP: Mit ihren nachhaltig gefertigten Produkten schafft die Zingerle Group Platz fürs Miteinander.

Auf in den Frühling heißt für viele: Raus in den Garten, Platz nehmen und die ersten Sonnenstrahlen genießen. Wer auf klappbare Gartenmöbel wie die Bierzeltgarnitur von „RUKU1952®“ – auch bekannt als Forstbank – setzt, hat die Terrasse im Handumdrehen frühlingsfit gemacht.

Qualität aus Südtirol

„RUKU1952®“ gehört zur Markenfamilie von Zingerle Group. In den modernen Produktionshallen des im Sommer 2025 neu bezogenen Firmengebäudes in Schabs werden täglich mit höchster Präzision Faltzelte, aufblasbare Zelte und Bierzeltgarnituren gefertigt. Von Südtirol aus gelangen die

Produkte zu den Kunden in der ganzen Welt.

Schon in den Siebzigerjahren begann Zingerle Group – damals noch Zingerlemetal – mit der serienmäßigen Produktion von Bierzeltgarnituren, getragen durch den Innovations- und Fortschrittsgedanken, der die Unternehmenskultur auch noch heute prägt.

Familienunternehmen in dritter Generation

Unter CEO Stefan Zingerle führt heute die dritte Generation das Familienunternehmen. Die Gruppe beschäftigt weltweit über 400 Angestellte in elf Tochtergesellschaften – unter anderem in den USA, Spanien, Polen und den Nieder-

landen. Trotz der internationalen Ausrichtung bleibt der Ursprung fest verankert: Die treibenden Ideen entstehen in Südtirol. Am Standort in Schabs arbeiten rund 60 Mitarbeitende in verschiedenen Abteilungen am Erfolg des Unternehmens mit. So ist ein elfköpfiges Marketingteam für die Repräsentation von insgesamt fünf Marken zuständig, während der Verkauf die internationalen Märkte verantwortet und im Lager und in der Produktion mit großer Sorgfalt alle Kundenprojekte für den internationalen Versand vorbereitet werden.

Für Momente, die verbinden

Seit ihrer Gründung 1948 verfolgt Zingerle Group die Mission, nach-

haltige Lösungen für Räume im Freien zu entwickeln, an denen Menschen zusammenkommen.

Die Forstbank vermittelt dabei eine klare Botschaft: Sie lädt zum Dazuhocken und Zusammensitzen ein. Denn fast alle kennen sie, die Momente, in denen eine „RUKU1952®“-Bierzeltgarnitur im wahrsten Sinne des Wortes die tragende Rolle spielt: beim Dorffest, bei der Vereinsfete, beim Firmenjubiläum, beim verdienten Krafttanken nach einem sportlichen Wettkampf, bei der Jause auf der Berghütte, auf der Hochzeitsfeier. Mit ihren Produkten schafft Zingerle Group Raum für genau diese Augenblicke: Sie fertigt, was Menschen verbindet.

BUILDING UP MOMENTS

Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun exakt 35 Jahre zurückblicken.

Über diesen QR-Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe.

Im Editorial stellt Chefredakteur Elmar Albertini eine neue Rubrik vor: „Brixen ist zwar drittgrößte Stadt Südtirols, aber eben doch eine Kleinstadt. Als solche hat sie auch eine Menge von Problemen, mit denen sich Bürger, Gemeindeverwaltung und Gäste herumplagen müssen. So manches Problem stellt sich als hartes ‚Nüssl‘ heraus, das zu knacken gar einiges Kopfzerbrechen bereitet. Wir haben nun eine neue Rubrik eingerichtet, den ‚Nüsslbeißer‘, in dessen Rahmen derartige Themen vorgestellt werden sollen.“ S. 3

Nun denn, also schauen wir uns diesen ersten „Nüsslbeißer“ an, in dem es um eine Aufschrift in der Nord-Ost-Ecke des Friedhofs ging: „Dort hat Arch. Lusser eine Rundsäule, die zusammen mit zwei Quadersäulen im Dreieck angeordnet ist, durchschneiden lassen. Auf der Höhe von ungefähr einem Drittel der Säule wurde ein rund 25 cm langes Säulenstück schräg herausgeschnitten. An der oberen Schnittstelle befindet sich – in Spiegelschrift und goldenen Lettern – die Aufschrift ‚AD MCMXC ENRICUS LUSSER ARCH‘. (…) Und da meint der Nüsslbeißer, daß der Namenszug eines Künstlers an der symbolträchtigsten Stelle einer verschlüsselten Darstellung nichts zu suchen hat.“ S. 21

Der „Brixner“ Nr. 14 März 1990

1991 – das war die Geburtsstunde des Brixner Eltern-Kind-Treffs: „Dieser Treffpunkt wurde von einer Gruppe engagierter Eltern aus Brixen angeregt. Das Jugendhaus Kassianeum griff die Idee auf und bietet nun in Zusammenarbeit mit der Initiative diesen Treffpunkt in seinen Räumen an, welche zum Großteil mit gespendeten Möbeln, Einrichtungsgegenständen und auch Spielsachen wohnlich ausgestattet wurden.“ Den Verein gibt es immer noch; die Treffs sind inzwischen in der Hofgasse 4 untergebracht. S. 6

Zum ersten Geburtstag des „Brixner“ wurden wir vom damaligen Pub „Time Out“ zu einer Geburtstagesfete eingeladen: „Wir hatten Geburtstag, sie luden uns ein. Die Rede geht vom Time-Out-Team und Markenimporteur Gerhard Oberrauch.“ Die Geburtstagstorte war ein „Geschenk der ‚Karterrunde Putzer/Sloschek/Giacomuzzi/Seebacher‘.“ S. 12

„Warum hat Brixen kein Kulturhaus“, fragten wir in unserer monatlichen Umfrage. Erna Lanz gab eine nüchterne Analyse ab: „Wenn die Säle, die jetzt zur Verfügung stehen, besser ausgelastet wären, wären die Chancen, ein Kulturhaus zu bekommen, sicherlich größer. Man sieht schon, dass der kleine Volksbankoder Kolpingsaal fast nie voll sind, wenn dort etwas stattfindet. Wenn wir da einen Riesensaal hätten, müßte man sich ja schämen, wenn nur 20 Leute kommen.“ Die Brixner mussten noch zehn Jahre warten: Das Forum Brixen wurden erst im September 2001 eröffnet. S. 13

Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, www.brixner.info redaktion@brixner.info

E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info

E-Mail-Adressen der Redaktion: vorname.nachname@brixner.info

Anzeigenleitung: Sonja Messner Tel. +39 0472 060212, sonja.messner@brixmedia.it

Verlag: Brixmedia GmbH

Herausgeber: Willy Vontavon (wv)

Chefredakteurin: Anina Vontavon (av)

Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job), Sabine Dejakum (sd), Ernst Delmonego (ed), Jorin Massimo Flick (jmf), Lisa Hintner (lh), Hannah Hofer (hh), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Magdalena Lang (ml), Sandra Unterfrauner (su), Lia Vontavon (lv), Oskar Zingerle (oz)

Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz)

Grafik: Valentyna Pelykh

Titelbild: Adobe Stock, KI-generiert

S. 4

Die Titelgeschichte widmet der „Brixner“ dem „SSV Brixen – Motor der Sportstadt“. Dabei ging es um die Historie des Traditionsvereins und um die Vorstellung der „neun Sektionen: Die Sektion Fußball, der Sektionsleiter Hubert Pizzinini vorsteht, beteiligt sich mit sieben Mannschaften an ebensovielen Ligen. (…) Die erste Mannschaft spielt zur Zeit – nach kurzem Gastspiel in der Oberliga – in der ersten Amateurliga, besetzt dort kontinuierlich die vorderen Ränge und versucht, wieder in die Oberliga zu gelangen. Paradox: In derselben Liga spielt, mit gleichem Ziel, der SV Milland, und gar mancher fragt sich, ob es für den sportlichen Erfolg nicht zielführender wäre, wenn sich die beiden Vereine zusammenraufen würden, um mit einer starken Mannschaft die Oberliga unsicher zu machen. Aber die Kirchtürme …“

Lesen Sie den „Brixner“ kostenlos online oder in der „Brixner“-App!

Druck: Athesia Druck GmbH

Der nächste „Brixner“ erscheint Ende April 2026

Nächster Redaktionsschluss: 10. April 2026

Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109

Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

Falls Sie Fragen zum Thema Datenschutz haben oder uns für die Ausübung Ihrer Rechte gemäß Verordnung (EU) 2016/679 kontaktieren möchten, verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung online unter: www.brixner.info/de/epaper/privacy.html

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