

Sicherheit im Blick
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Blick auf Brixen 2040
Von Milland nach Burkina Faso
| Gehirngerechter Umgang mit dem Smartphone – aber wie?
| Gastkommentar: Esther Happacher
| Pro & Contra: Höhere Tarife am Krankenhausparkplatz gerechtfertigt?
| Umfrage: Tempo 30 in Milland?
| GEIGENBAUER RUBINO GABRIELI: Saiten zum Klingen bringen
| Jung, lebendig - Zither!

Coole G’schicht
Spätestens als ich an einem gewöhnlichen Donnerstagabend im Fernsehen freiwillig den italienischen Frauen beim Curling zusah, ohne viel von den Regeln zu verstehen, musste selbst ich bekennender Wintersportmuffel zugeben: Ein bisschen hat mich das Olympia-Fieber wohl doch gepackt. Sportfan oder nicht: Es tat gut, mal wieder etwas Positives im Fernsehen zu sehen, die verbindende Atmosphäre zu spüren, die die Olympischen Spiele vermittelten, und die Athleten dabei zu beobachten, wie sie Höchstleistungen vollbrachten. Und natürlich hilft es, wenn man den lokalen Sportlern die Daumen drücken kann. Die Eisacktaler Rodlerinnen und Rodler, die wir bereits in der vergangenen Ausgabe ausführlich vorgestellt haben, erzielten ein Ergebnis, von dem sie wohl selbst nicht einmal zu träumen gewagt hatten: Mit zwei Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen haben sie Geschichte geschrieben. Weniger glücklich erging es den Eisacktaler Snowboardern, denen ein ähnliches Ergebnis wirklich vergönnt gewesen wäre. Insgesamt waren die Olympischen Winterspiele für Italien aus sportlicher Sicht ein voller Erfolg: Das italienische Team hat das bisherige Rekordergebnis von Lillehammer 1994 getoppt und so viele Medaillen wie noch nie gewinnen können. Aber auch für interessierte Zuschauer war „Olympia daheim“ ein Erlebnis: Beim Fackellauf durch die Domstadt, bei der Arbeit als Freiwillige oder beim Besuch der Wettbewerbe konnten alle, die wollten, ihre eigene kleine Olympia-Geschichte schreiben. Ich jedenfalls dachte mir im Zug nach Olang, zwischen finnischen und französischen Biathlon-Fans, die sich auf ein spannendes Rennen in Antholz freuten: „Coole G’schicht!“
Ihre
Anina
Vontavon

Blick auf 2040
BRIXEN: Der Gemeinderat hat am 22. Jänner die Einleitung des Verfahrens zur Genehmigung des „Gemeindeentwicklungsprogramms Raum und Landschaft“ fast einstimmig beschlossen. Es enthält maßgebliche Leitplanken für die Entwicklung der Gemeinde Brixen bis 2040. Spannend ist vor allem die Definition der elf Siedlungsgebiete, in denen die Gemeinde in Zukunft autonom urbanistische Entscheidungen treffen kann.


Die Notwendigkeit einer vorausschauenden urbanistischen Planung hat man in Südtirol bereits in den Fünfzigerjahren erkannt. 1964 erarbeitete Architekt Peter Paul von Putzer in Brixen den ersten „Bebauungsplan“, 1980 den zweiten und 1994 den dritten – die beiden letzteren unter der Federführung von Architekt Peter Constantini. 2010 entstand dann unter der Leitung von Barbara Lanz und Martin Mutschlechner der Masterplan, der im Unterschied zum Bauleitplan nicht nur die urbanistische Entwicklung der Gemeinde festzulegen versuchte, sondern einen ganzheitlichen Anspruch hatte und dementsprechend eine Vielzahl von Bereichen umfasste. 2013 folgte der nächste Bauleitplan, der sich zumeist auf die Vorgaben des nur drei Jahre vorher beschlossenen Masterplans berief.
Alle Bauleitpläne hatten eines gemeinsam: Sehr vereinfacht dargestellt, versuchten die Gemeindeverwaltungen, vor allem den Bedarf an Wohnraum und Gewerbekubatur der folgenden zehn Jahre vorauszusehen, und sie versuchten festzulegen, wo und wie die mögliche zusätzliche Kubatur entstehen könnte. Ganz bewusst ist im vorigen Satz zwei Mal
p DAS SIEDLUNGSGEBIET DES GEP IM STADTBEREICH: Die Abgrenzung bildet der schwarz-rote Strich; zusätzliche Entwicklung ist vor allem in den zwei Militärarealen vorgesehen, aber alle unbebauten Flächen innerhalb der Siedlungsgebiete gelten im Bedarfsfall als grundsätzlich geeignete Entwicklungsflächen
das Wort „versucht“ verwendet worden, denn Stadtplanung ist kompliziert. So ist es bekanntlich schwierig, die Zukunft vorauszusehen, besonders, weil sie eben in der Zukunft liegt. Und außerdem: Eigentlich müsste es immer darum gehen, das öffentliche Interesse vor Partikularinteressen zu stellen. Bevor die ersten Bauleitpläne entstanden, nahm man es indes bei der Umwidmung von Gründen nicht so genau – es entstanden Wohnzonen, wo man aus einer städteplanerischen Sicht im Sinne der Vermeidung von Zersiedelung besser darauf verzichtet hätte. Und auch danach darf festgestellt werden: Trotz Bauleitplan und Masterplan hat man hin und wieder dem Druck der Grundeigentümer nachgegeben und kleinere oder größere urbanistische Sünden begangen.
Das neue Landesgesetz „Raum und Landschaft“
Eine gewisse Mitschuld darf man dabei auch den entsprechenden Landesgesetzen geben, denn das bis 2020 gültige Urbanistikgesetz war etwas in die Jahre gekommen und in den vorherigen Jahrzehnten ständig nachgebessert oder gar


verschlimmert worden, was zur Folge hatte, dass es bald durch verschiedene Interpretationsmöglichkeiten löchriger war als Schweizer Käse. Der ehemalige Landesrat Richard Theiner wollte einen Schlussstrich ziehen: In jahrelanger Kleinarbeit entstand das neue Landesgesetz „Raum und Landschaft“, das am 10. Juli 2018, wenige Monate vor den Neuwahlen, vom Südtiroler Landtag genehmigt wurde. Theiner verzichtete auf eine Wiederkandidatur; im Jänner 2019 übernahm dann Maria Hochgruber Kuenzer sein Ressort. Trotz der Tatsache, dass das neue Landesgesetz zu jener Zeit noch eine Vielzahl offener Baustellen aufwies, trat es am 1. Juli 2020 in Kraft –was übrigens zur Folge hatte, dass die Landesrätin bei den Wahlen 2023 nicht wiedergewählt wurde. Urbanistik ist offensichtlich politisches Glatteis.
Trotz der offensichtlichen Unzulänglichkeiten des neuen Landesgesetzes, die seit dem Inkrafttreten im Jahr 2020 Schritt für Schritt behoben werden, enthält es eine Reihe von guten Grundsätzen: Das Landesgesetz „Raum und Landschaft“ zielt darauf ab, durch eine nachhaltige Raumplanung die Lebens- und Arbeitsqualität der Bevölkerung zu sichern und die soziale sowie wirtschaftliche Entwicklung von Stadt und Land zu fördern. Wesentliche Grundsätze sind dabei der Schutz der Landschaft und naturräumlicher Ressourcen, die Förderung des sozialen Zusammenhalts durch aufgewertete öffentliche Räume sowie die effiziente Flächennutzung zur Vermeidung von Zersiedelung und zur Sicherstellung von Wohnraum, Versorgung und Infrastruktur. Und es enthält einen Paradigmenwechsel: Die Gemeinden sollen in Zukunft in von ihnen selbst definierten – und vom Land abzusegnenden – Arealen autonom urbanistische Entscheidungen treffen können. Heute haben die Gemeinden ja nur ein Vorschlagsrecht – die endgültigen Entscheidungen treffen dann die Landespolitiker oder die entsprechenden Beamten, was übrigens in den letzten Jahren vor allem von den Bürgermeistern heftig kritisiert wurde, weil mancher Landesbeamte nicht nur technische, sondern auch politische Entscheidungen traf.
Ein Quantensprung
Die Gemeinden können nun also in jenen Arealen, die sie selbst vorschlagen, in Autonomie weitreichende Entscheidungen treffen – ein Quantensprung, der die Verfahren erheblich beschleunigen wird, aber auch mit viel Verantwortung verbunden ist. Zunächst geht es aber darum, diese Areale,

p Bürgermeister
Andreas
Jungmann: „Der GEP muss noch von der Landeskommission genehmigt werden; erst dann erfolgt die endgültige Entscheidung im Gemeinderat“

sprich „Siedlungsgebiete“, zu definieren: Das Landesgesetz sieht vor, dass alle 116 Gemeinden ein „Gemeindeentwicklungsprogramm Raum und Landschaft“ (GProRL) erarbeiten müssen, dessen komplexer Name im täglichen Gebrauch der Verwalter zum „Gemeindeentwicklungsplan“ (GEP) abgekürzt wurde. Der GEP oder GProRL, wie immer man ihn nennen möchte, sollte für 15 Jahre gültig sein; er beschränkt sich aber nicht nur auf die Definition der Siedlungsgebiete, sondern bedient eine Reihe weiterer Aspekte. So gesehen ist – bis auf die Definition der Siedlungsgebiete – der GEP dem Masterplan nicht unähnlich.
Die Erarbeitung eines GEP ist komplex, dauert aufgrund präziser Vorgaben des Landes bei einer größeren Gemeinde mehrere Jahre und ist entsprechend kostenintensiv. Da das Land Kooperationen zwischen angrenzenden Gemeinden besonders stark förderte, entschied Brixen, mit Vahrn, Franzensfeste und Natz-Schabs vier Bereiche gemeinsam zu bearbeiten: Siedlungsentwicklung, Landschaft, Mobilität und Tourismus. Im vorliegenden Bericht beschränken wir uns auf den wichtigsten Teil, die Siedlungsentwicklung; die restlichen Bereiche werden in der nächsten Ausgabe des „Brixner“ beleuchtet.
Start im Sommer 2024
Brixen begann bereits im Sommer 2024 mit den ersten Treffen zum GEP; im vergangenen Jänner wurde der Plan dem Brixner Gemeinderat vorgestellt – eine wichtige Etappe. Erarbeitet wurde er vom Architekturbüro Senoner Tammerle aus Kastelruth; das erweiterte Techniker-Team bestand aus der Land Italia srl aus Mailand (Landschaft), Netmobility srl aus Verona (Mobilität), Kohl & Partner Südtirol aus Gais (Tourismus) und Maria Sparber (Partizipation). Bürgermeister Andreas Jungmann verrät dem „Brixner“ in einem langen Gespräch die wichtigsten Details.
Der GEP besteht grundsätzlich aus zwei Teilen: einer Analyse des Ist-Zustandes und dem „Programm“, also dem effektiven Plan für die Zukunft. Zunächst wurden für den GEP Ziele und Visionen festgeschrieben: So sollen in den kommenden 15 Jahren „Wohngebiete in den Hauptfraktionen im Verhältnis zum Ort“ ausgewiesen werden. „Es gab Vertreter einiger Fraktionen, die erklärten, dass ihr Ort in den nächsten Jahren lieber nicht wachsen sollte“, sagt Jungmann, „wir wollen aber den Einwohnern und deren Nachkommen aller Hauptorte die Möglichkeit geben, in


ihrem Heimatdorf zu wohnen.“ Die neuen Mischgebiete werden also maßstäblich an die Orte und die vorhandene Infrastruktur angepasst.
Im Stadtgebiet sollen die Kasernen Reatto und Schenoni „Referenzprojekte für eine innovative Stadtentwicklung“ werden: „Durch gezielte urbanistische Neugestaltungen entstehen bedarfsgerechter Wohnraum, öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen für alle.“ Die städtische Siedlungsentwicklung soll also vorrangig in den Kasernenarealen stattfinden.
543 leere Wohnungen
Und schließlich: In Brixen gibt es etwa 543 leerstehende Wohneinheiten – „eine sehr vage Zahl“, wie der Bürgermeister zugibt. „Mindestens ein Viertel davon soll während der Laufzeit des GEP revitalisiert werden“, wünscht sich der Bürgermeister. Wie kam aber diese Zahl zustande?
„Die Daten sind leider nicht sehr zuverlässig“, sagt Jungmann, „also haben wir die Stadtwerke um Hilfe gebeten, die durch den Stromverbrauch eine leere Wohnung sehr gut erkennen können. Oft geht es aber auch um ausbaufähige Dachgeschosse“, sagt Jungmann, „zum Beispiel sind die meisten Dachgeschosse in der Altstadt nicht bewohnt.“ Damit die Eigentümer ihre Wohnungen zur Miete anbieten, braucht es offensichtlich politische Schützenhilfe.
Wie stark wächst Brixen bis 2040?
Die Kernfrage aber lautet: Wie stark wird Brixen in den nächsten 15 Jahren anwachsen? „Wir rechnen mit einem moderaten Wachstum“, sagt Jungmann. Am Stichtag 31. Dezember 2023 hatte Brixen 23.107 Einwohner und 10.008 Haushalte; bis 2040 rechnet man mit 25.229 Einwohnern und 11.673 Haushalten. Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) geht hingegen für die nächsten 15 Jahre von einem vergleichsweise geringen Wachstum aus: Demnach soll die Einwohnerzahl bis 2040 lediglich auf 23.972 Personen steigen. „Wir waren der Meinung, dass diese Prognose zu konservativ ist“, sagt Jungmann. Auch wenn ein so starkes Wachstum wie in den letzten 15 Jahren aufgrund von begrenzter Flächenverfügbarkeit und demografischen Entwicklungen nicht zu erwarten sei, sollte doch ein realitätsnaher Wert definiert werden, der „das Entwicklungspotenzial und den Entwicklungswillen der Gemeinde angemessen widerspiegelt.“
p Die Siedlungsgebiete in Tils, Pinzagen, Tschötsch, Albeins, Sarns und Klerant; auch hier gelten alle unbebauten Areale innerhalb der Siedlungsgebiete im Bedarfsfall als grundsätzlich geeignete Entwicklungsflächen

Denn: „Ein zu niedriger Ansatz könnte die Gemeinde in ihrer Entwicklung einschränken“ – sprich: Wenn zu wenig zusätzliche Wohnkubatur entsteht, verteuern sich die viel zu wenigen Wohnungen. Und umgekehrt: Weist die Gemeinde zu viele Wohnbauzonen aus, könnte die Stadt zu schnell wachsen und möglicherweise die öffentlichen Infrastrukturen wie Kindergärten, Schulen oder Straßen überfordern. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu evaluieren, ob die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung der früheren Pläne sich als richtig herausgestellt haben. Besonders schwierig war es, die Entwicklungen nach 1985 vorauszusehen, denn von 1970 bis 1985 stagnierte die Bevölkerungsanzahl nahezu; nach 1985 gab es aber eine enorme Zuwanderung. Im Masterplan von 2010 ging man davon aus, dass 2020 die Einwohnerzahl von 21.666 erreicht würde; extrapoliert man diese Zahlen auf die einzelnen Jahre, müsste Brixen heute laut Masterplan 22.366 Einwohner haben – de facto sind es aber 23.404. Die Prognosen im Masterplan waren also auch zu konservativ.
360.000 Kubikmeter Wohnkubatur
Aus der prognostizierten Bevölkerungsanzahl haben die Techniker errechnet, dass es bis 2040 einen zusätzlichen Bedarf an etwa 360.000 Kubikmetern Wohnkubatur geben könnte. Ein Drittel davon möchte der Bürgermeister aus der „Restbaukapazität“ schaffen: Kubatur, die heute entweder als Leerstand bereits existiert oder in unbebauten Zonen verbaut werden könnte – auch die Militärareale Reatto und Schenoni gehören dazu. Außerdem gibt es etwa 36.000 Kubikmeter Verdichtungspotenzial – fast ausschließlich im Stadtgebiet. Für ungefähr 250.000 Kubikmeter werden in den nächsten 15 Jahren aber auf dem gesamten Gemeindegebiet zusätzliche Gründe ausgewiesen werden müssen, was bei einer durchschnittlichen Baudichte einer Fläche von etwa 13,7 Hektar oder etwa 20 Fußballfeldern entspricht.
30 Hektar „Eignungsgebiete“
Im Programm des GEP sind indes etwas mehr als 30 Hektar „Eignungsgebiete“ vorgesehen, also mehr als doppelt so viel. Eignungsgebiete sind Areale, die sich laut GEP grundsätzlich für die Bebauung eignen würden und in Zukunft umgewidmet werden könnten. Alle unbebauten Flächen innerhalb dieser Gebiete gelten im Bedarfsfall als


grundsätzlich geeignete Entwicklungsflächen. „Unsere Strategie ist, ganz bewusst keine Priorisierungsgebiete zu definieren“, sagt Jungmann, „wir hoffen, dass durch mehr Wettbewerb die Grundstückspreise im Rahmen gehalten werden können.“ Damit will man Spekulationen mit Bauland entgegenwirken. Neben den genannten „Eignungsgebieten“ enthält der GEP aber auch Flächen, die grundsätzlich nicht bebaut werden dürfen.
Noch vorsichtiger ist die Gemeinde beim bis 2040 prognostizierten Bedarf an Gewerbeflächen. Die Bestandsfläche von Betrieben beträgt heute 67 Hektar; der GEP sieht für die kommenden 15 Jahre den Bedarf von zusätzlichen sieben Hektar vor, aber im GEP beschränkt man sich auf Brixner Gemeindegebiet auf ein Zehntel davon, nämlich 6.736 Quadratmeter. „Der Rest des Bedarfs soll außerhalb des Siedlungsgebietes untergebracht werden – oder zwischengemeindlich“, so Jungmann. Denn Umwidmungen außerhalb der Siedlungsgebiete sind natürlich nach wie vor möglich, aber der bürokratische Iter verläuft dann über die Landesämter und dauert entsprechend länger.
Elf Siedlungsgebiete
Besonders intensiv diskutiert wurde die Definition der einzelnen Siedlungsgebiete – also jener Gebiete, für die die Gemeinde in Zukunft selbst urbanistische Entscheidungen treffen kann. Für 22 Fraktionen wurden unter Einbeziehung der Bevölkerung insgesamt elf Siedlungsgebiete definiert, wobei auch in diesem Fall einige Grundprinzipien galten: „Das Siedlungsgebiet soll so kompakt gezogen werden, dass das Erscheinungsbild der Orte bewahrt bleibt.“ Natürlich geht es auch um den Schutz der Kultur- und Naturlandschaft, den Schutz der Bevölkerung und um geringe Versiegelung und Grundverbrauch. Innerorts soll maßstäblich nachverdichtet werden.
„Wir legten von Anfang an viel Wert auf Bürgerbeteiligung“, sagt Jungmann. Zwischen September und November 2024 hat die Gemeinde fünf „Bürgerdialoge“ organisiert – in Brixen, Tils, St. Andrä, Elvas und Milland. Außerdem gab es im Winter 2025 ein eigenes Treffen mit 15- bis 30-jährigen Brixnerinnen und Brixnern sowie Online-Befragungen. Im vergangenen Mai gab es dann wiederum fünf Abende zum programmatischen Teil.
Bei den elf Siedlungsgebieten im GEP handelt es sich um historisch gewachsene Ortskerne, die über Jahrhunderte

hinweg kontinuierlich bewohnt und weiterentwickelt wurden. Diese Fraktionen bilden nicht nur strukturell eigenständige Siedlungseinheiten, sondern fungieren auch als zentrale Lebensmittelpunkte für die ansässige Bevölkerung. Sie erfüllen eine wichtige soziale und gesellschaftliche Funktion, indem sie Orte der Begegnung, des Alltagslebens und der Identifikation bereitstellen – etwa durch vorhandene Dienste, gemeinschaftliche Einrichtungen, Vereine sowie religiöse und kulturelle Bezugspunkte.
6,75 Prozent der Gemeindefläche
Die elf Siedlungsgebiete sind das gesamte Stadtgebiet von Brixen mit den Stadtvierteln Stufels, Zinggen, Kranebitt, Milland und Mahr, außerdem St. Andrä, Albeins, Afers, Elvas, Sarns, Pinzagen, Tschötsch, St. Leonhard, Klerant und Tils. Die Abgrenzung der Siedlungsgebiete richtete sich meist auf Grundlage der besiedelten Gebiete, umfasst aber auch die im Programm vorgesehenen Erweiterungsflächen. Insgesamt umfassen die elf Siedlungsgebiete der Gemeinde Brixen 5.724.729 Quadratmeter – das sind 6,75 Prozent der gesamten Gemeindefläche.
Eine Besonderheit stellen die Areale dar, wo sich heute noch die Hochspannungsleitungen befinden. Die geplante Versetzung der Leitungen wird künftig vor allem in Milland oder Albeins attraktive zentrale Flächen für die Siedlungsentwicklung freimachen. Der Passus im GEP schränkt allerdings die Euphorie ein: „Da der Zeitpunkt der Umsetzung ungewiss ist, werden im Programm zusätzlich Alternativflächen berücksichtigt, um eine unabhängige Entwicklung der Siedlungsgebiete zu ermöglichen.“ Es scheint offensichtlich, dass sich die Gemeindeverwaltung hier eine „Reserve“ bilden wollte, denn so ungewiss scheint der Zeitpunkt der Versetzung der Leitungen dann doch nicht zu sein.
Das Stadtgebiet
Im Norden des Stadtgebiets reicht das Siedlungsgebiet nahtlos bis zu jenem der Gemeinde Vahrn. Im Nordwesten werden die Ausläufer von Kranebitt mitberücksichtigt, wobei der nördlichste Teil außerhalb des Siedlungsgebietes liegt. Die Erschließung dieser Zone ist bereits sehr begrenzt, sodass hier keine weitere Siedlungsentwicklung vorgesehen ist. Im Westen von Milland gibt es einige mögliche Entwick-

lungsgebiete. Im Südosten endet das Siedlungsgebiet an der Außenkante der geplanten Trasse der Südspange. Weiter südlich verläuft es entlang der westlichen Eisackseite und grenzt an die rote Gefahrenzone für Wassergefahren. Die bereits heute als Gewerbegebiet genutzten Flächen auf der „Albeinser“ Eisackseite sowie der Albeinser Sportplatz sind ebenfalls Teil des Siedlungsgebiets. Im Westen wird das Gebiet durch die Eisenbahnlinie und die Autobahn begrenzt. Die bestehenden Wohnbauzonen in Untereben, westlich der Autobahn, wurden in das Siedlungsgebiet einbezogen.
Pfeffersberg
Die Siedlungsgrenzen von Tils, Pinzagen und Tschötsch umschließen die an den Erschließungsstraßen liegenden Dorfkerne. Sie orientieren sich deutlich an der Straßenführung, der Höhenentwicklung des Geländes und den bestehenden landschaftlichen Restriktionen. In Tils und Tschötsch sind punktuelle Erweiterungsflächen mit Alternativen vorgesehen. In Pinzagen sind mehr Flächen vorgesehen; eine großflächigere Entwicklung am Pfeffersberg soll gezielt hier stattfinden. Dafür sprechen die zentrale Lage, die vergleichsweise günstige Topografie mit ihrer moderaten Hangneigung, die gute Erreichbarkeit und die Nähe zum Stadtzentrum.
Ploseberg
Die Siedlungsgrenze von St. Andrä umfasst das historische Zentrum und reicht im Süden und Westen bis an die landschaftliche Bannzone. Im Norden orientiert sie sich an der Topografie sowie am Straßenverlauf und schließt Mairdorf aus. Als mögliche Entwicklungsflächen wurden Flächen westlich und östlich der Straße „In der Flauge“ identifiziert. Im Osten werden die bereits geschlossene Bebauung und im Südosten die Tourismusflächen der Plosebahn in das Siedlungsgebiet einbezogen. Zwischen Plosebahn und Dorfzentrum sind kleinflächige Erweiterungsmöglichkeiten festgehalten.
Das Siedlungsgebiet von Afers folgt der topografisch bedingten geschlossenen Bebauung. Potenzielle Erweiterungsflächen liegen nordwestlich der Kirche entlang der Landesstraße.
Klerant besteht aus mehreren kleineren Wohnbauzonen, landwirtschaftlichen Wohnsiedlungen, einer Tourismuszone
t Die Siedlungsgebiete von Afers, St. Andrä, St. Leonhard und Elvas; die rot schraffierten Areale sind Eignungsgebiete
und losen Häusergruppen. Die Siedlungsgrenze orientiert sich an der geschlossenen Bebauung. Erweiterungsmöglichkeiten sind vornehmlich im Südwesten vorgesehen.
Brixens Süden
Die Siedlungsgrenze von Albeins umfasst den historischen Ortskern entlang des Aferer Bachs, die angrenzenden Wohnbauzonen im Westen und Norden sowie kleinere landwirtschaftlich geprägte Flächen. Ob die bislang nicht realisierte Tourismuszone im Südosten des Ortes künftig in ein Mischgebiet umgewidmet werden kann, ist aus heutiger Sicht nicht sicher. Die künftige Entwicklung konzentriert sich vorwiegend auf die südliche Seite des Aferer Bachs. In Sarns umfasst die Siedlungsgrenze den Dorfkern mit aufgelockerter Bebauung sowie kleinere Erweiterungsbereiche. Ihr Verlauf orientiert sich an der angrenzenden roten Zone für Massenbewegungen sowie an der landschaftlichen Bannzone. Die Entwicklung des Ortes findet hauptsächlich über die bestehenden Lücken in der Bebauungsstruktur statt.
Brixens Norden
Die Siedlungsgrenze von Elvas umfasst den kompakten Ortskern in Hanglage, hauptsächlich bestehend aus Wohnbauzonen, landwirtschaftlichen Wohnsiedlungen und privaten Grünflächen, sowie einige angrenzende, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen in unmittelbarer Dorfnähe. Die Abgrenzung folgt im Wesentlichen den bestehenden Bebauungskonturen und berücksichtigt topografische sowie landschaftliche Restriktionen. Das Entwicklungspotenzial ist aufgrund der Hanglage, der umgebenden Kulturlandschaft und der eingeschränkten Erschließung aber stark begrenzt. Bedeutet aber die Definition der Siedlungsgebiete, dass außerhalb dieser Areale keine Bautätigkeit mehr möglich ist? „Es gibt dort auch in Zukunft natürlich Möglichkeiten, Entwicklungen zuzulassen“, sagt Andreas Jungmann, „innerhalb der Siedlungsgrenzen hat die Gemeinde aber viel mehr Möglichkeiten, urbanistische Entscheidungen wie Umwidmungen, Änderungen der Baudichte oder Durchführungspläne mit sehr schlanken Verfahren zu treffen.“ Außerhalb der Siedlungsgrenzen ändern sich also die Genehmigungsverfahren nicht.
Wie geht es jetzt weiter?
Am 22. Jänner ist der GEP also dem Gemeinderat zur Entscheidungsfindung präsentiert worden, der daraufhin mit 26 Ja-Stimmen und einer Enthaltung die Einleitung des Verfahrens beschlossen hat. „Wir haben alle Gemeinderatsfraktionen in die Vorarbeiten eingebunden; deshalb habe ich mir erhofft, dass es ein fast einstimmiges Ergebnis im Gemeinderat geben würde“, erklärt der Bürgermeister das positive Stimmverhalten. Nach der Veröffentlichungsfrist, während der jeder Bürger Einwände machen kann, wird der GEP an die Landeskommission Raum und Landschaft übermittelt, die eventuelle Nachbesserungen vorschlagen kann. Danach kommt es im Gemeinderat zur zweiten Lesung, an der die Änderungen behandelt werden. Am Ende wird der GEP in der Landesregierung behandelt; daraufhin ist er rechtskräftig.

willy.vontavon@brixner.info
Von Milland nach Burkina Faso
BRIXEN/MILLAND: Inspiriert durch die Bitte eines jungen Afrikaners begann eine Frau in den Achtzigerjahren, überschüssige, noch haltbare Medikamente zu sammeln und in seine Heimat zu verschicken. Die Geschichte eines Solidaritätsprojekts, das bis heute besteht – trotz Herausforderungen.
Eigentlich heißt sie Emilia Cervato, doch alle nennen sie Lia. Sie lebt in Milland, ist 91 Jahre alt, etwas gebeugt, aber in ihrer Stimme liegt eine solche Wärme, dass allein sie schon verrät, wie sehr sie sich ein Leben lang für das Gute eingesetzt hat. Lia ist es zu verdanken, dass überschüssige Medikamente aus Südtirol, noch haltbar und unberührt, in Burkina Faso im Inneren Westafrikas bis heute Leben retten. Sie deutet auf ein Foto. Es zeigt ein Krankenhaus in
Réo Ende der Achtzigerjahre, das sie damals besucht hatte: ein ruinöser Ziegelbau, ohne Betten, ohne medizinische Geräte, ohne Wasser, ohne Strom, ohne Medikamente. Tabletten, Sirupe, Salben, noch verpackt und haltbar: All das, was hierzulande oft achtlos im Müll landet, kann dort Leben retten.
„Freunde von Burkina Faso“
In einem kleinen unscheinbaren Häuschen in der Vintlerstraße
32, gleich oberhalb der neuen Millander Kirche, wird deshalb gesammelt. Der Verein „Freunde von Burkina Faso“ hat hier seinen Sitz, den Lia im Februar 1987 gemeinsam mit einigen Jugendlichen gegründet hatte, die ihr einst bei der ersten Medikamentensammlung halfen. Auf dem Tisch liegt ein Stapel Listen, akribisch geführt und sorgfältig sortiert: nach Medikamentenbezeichnung, Menge, Verpackungsart, Darreichungsform, Ablaufdatum. Jedes einzelne Detail
ist vermerkt. Alles wird gewissenhaft verpackt und beschriftet.
Diese Akribie kostet Zeit – Zeit, die Rita bereitwillig investiert. Rita arbeitete viele Jahre als Kinderkrankenschwester im Krankenhaus von Brixen und bringt das nötige Fachwissen mit. Sie ist es auch, die unzählige Sammelgänge zu Apotheken unternahm. Was sich dort an retournierten überschüssigen Medikamenten angesammelt hatte, holte sie ab und verpackte es in Kartons, bis genügend Material

ZUKUNFT BAUEN.
Eine Immobilie gehört nicht nur dem, der sie besitzt –sie ist auch ein Erbe für die kommende Generation.

vorhanden war, um den nächsten Transport zu planen. „Hausärzte spenden viel, auch Privatpersonen“, sagt sie. Und doch wissen die zwei Frauen im Moment nicht, ob die Zukunft dieser Spendenaktion gesichert ist.
Von Milland nach Carrefour
Jede Hilfslieferung ist ein Wagnis: Seit 2015 ist Burkina Faso zunehmend von radikal-islamistischen Gruppen bedroht. Dörfer werden geplündert, Menschen ermordet, Kinder zu Waisen gemacht. Jedes Mal bangt man, ob sich der enorme Einsatz lohnt, ob die Arzneimittel und weitere Hilfsgüter ihr Ziel tatsächlich erreichen. Die Transportkosten sind so hoch, dass jedes Mal aufs Neue um Spendengelder gerungen werden muss, um die gesammelten Hilfsgüter überhaupt verschicken zu können: anfangs per Luftpost, heute mit Konvois, per Schiff und per Zug. Es ist eine lange, beschwerliche Reise von Milland nach Carrefour, wo die Ware ankommt und von dort aus im ganzen Land verteilt wird.
„Bisher ist noch alles gut gegangen“, sagt Lia und wird dabei etwas lauter. Sie betont, dass jede einzelne Lieferung von ihren langjährigen afrikanischen Freunden bestätigt worden sei. Man gibt nicht auf – noch gibt es Menschen, auf die sie zählen kann.
Der Transport ist ein Kraftakt –nicht nur für jene, die sortieren und dokumentieren, sondern auch für jene, die bereit sind zu spenden. „Einmal“, erzählt Rita, „bekam eine Apotheke eine Strafe, weil sie Medikamente, die sie an uns weitergeben wollte, im Keller lagerte.“ Umso bemerkenswerter sei es, dass diese Apotheke weiterhin spendet – mit der kleinen Anpassung, dass gut erhaltene zurückgegebene
Arzneimittel nun direkt in die Vintlerstraße gebracht werden. Es wäre leichter, einfach nicht mehr mitzumachen – wie es manche längst tun. Die Bürokratie ist enorm, der Aufwand hoch. Warum sollte man sich das antun? Doch genau darin läge auch das Ende der Solidarität und des Glaubens daran, dass Hilfe tatsächlich etwas bewirken kann, meint Lia. Genau diesen Glauben hat sie ihr Leben lang vorgelebt.
„Nichts im Leben ist reiner Zufall“
Lia wuchs im Vicenza der Dreißigerjahre auf, in einer Zeit, die stark vom Faschismus geprägt war. Sie war knapp vier Jahre alt, als ihr Vater die Region verließ, um Arbeit zu finden und die Familie zu ernähren. Gemeinsam kamen sie schließlich nach Neustift. Der Vater war Maurer, liebte seine Arbeit und wirkte unter anderem am Kirchturm mit, der durch Bombardierungen einsturzgefährdet war. „Zudem baute er dort den ersten artesischen Brunnen“, erzählt sie. Diese Tatsache sollte in Lias Lebensgeschichte noch eine entscheidende Rolle spielen.
Doch dazu später. „Wir gehörten eigentlich nicht zu den Reichen, die das Gymnasium besuchen konnten – Bildung war damals ein Privileg“, sagt sie. Umso mehr erstaunt es sie selbst, dass sie über Umwege und Zufälle schließlich doch an die Universität gelangte. Sie studierte Entwicklungspsychologie in Padua, nachdem sie in Bozen als Sozialarbeiterin tätig gewesen war. „Ich kümmerte mich um Mädchen von der Straße“, erzählt sie, „konfrontiert mit dem Unvorstellbaren: Prostitution.“ Diese Arbeit ging ihr tief unter die Haut.
Da ihr die fachliche Ausbildung fehlte, bat sie darum, parallel eine
Schule besuchen zu dürfen. Nach einem Aufnahmegespräch konnte sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Gasthörerin an der Schule für Sozialarbeit in Trient teilnehmen. Rund 15 Jahre später war Lia an der Gründung eines Kinderheims in Bozen beteiligt. Dort begegnete ihr ein besonders prägender Fall: ein hochintelligentes Mädchen, das auf der Straße lebte und aufgrund familiärer Konflikte mit Lastwagen quer durch Europa reiste. Damals sprach kaum jemand über Prostitu tion von Minderjährigen. „Das war völlig neu“, erinnert sich Lia, „es gab kaum Strukturen, und selbst die zuständige Stelle in Rom war kaum bekannt.“
Dieser Fall ließ sie nicht los. Sie fuhr nach Trient, suchte eine geeignete Fachperson für das Mäd chen – und zugleich Unterstützung für sich selbst. Eines Tages fragte sie ein Arzt: „Haben Sie verstan den, was Sie tun müssen?“ „Nein“, antwortete sie, „ich habe gar nichts verstanden.“ Darauf sagte er nur: „Dann schreiben Sie sich an der Universität ein. Sofort.“ So be gann Lia ihr berufsbegleitendes Studium der Entwicklungspsycho logie in Padua. Und wie Zahnräder, die ineinandergreifen, fügte sich alles Weitere. „Nichts im Leben ist reiner Zufall. Alles hat seinen Sinn – eine Bestimmung“, davon ist die 91-Jährige fest überzeugt.
Medikamentensammlung als Lebensaufgabe
In einer Mensa in Padua lernte sie Dany kennen, einen jungen Afrikaner aus Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Sein Vater war Arzt, doch Dany sah seine eigene Bestimmung in den Agrarwissenschaften. Schon als Junge hatte er neugierig seine Heimat erkundet und erkannt,


Im März 1988 war Lia Cervato in Burkina Faso; die Reise hat sie tief bewegt

Lia Cervato (links) und Rita sammeln über den Verein „Freunde von Burkina Faso“ überschüssige Medikamente, um sie in den westafrikanischen Staat zu schicken zu schicken
dass die Ärmsten im Land die Bauern waren. Und so, wie sich in Lias Leben alles fügte, war es schließlich ihr Vater, der Dany bei einem Südtirol-Besuch sein Wissen über artesische Brunnen weitergab. „Sauberes Trinkwasser war und ist in Afrika lebensnotwendig“, betont Lia.
Im März 1988 reiste sie selbst nach Burkina Faso – in die unbeschreibliche Armut der Hauptstadt Ouagadougou der Achtzigerjahre, in das unterentwickelte Dorf Laba und in die Provinzhauptstadt Réo. „Man kann nicht helfen, ohne die Realität vor Ort zu kennen“, sagt sie. Das Provinzkrankenhaus von Réo hatte keinen Strom, kein Wasser, keine Medikamente. Patienten lagen auf Matten am Boden; sie konnte den Raum kaum betreten, ohne Gefahr zu laufen, jemanden zu treten. Nie wird sie vergessen, dass es für die gesamte Provinz Réo – damals mit rund 200.000 Einwohnern – offiziell nur einen einzigen Arzt gab.
lager wurde. Jugendliche halfen mit, legten Karteikarten an, ordneten Wirkstoffe, notierten Verwendungszwecke. Um die teuren Lufttransporte zu finanzieren, organisierten sie Märkte, Aktionen und Sammelinitiativen. Die Medikamentensammlung war nur der Anfang: Es folgten Krankenbetten aus dem Krankenhaus Brixen, Beatmungsgeräte für Operationssäle, Ausstattung für Augenheilkunde und Zahnmedizin, Matratzen, Baustellengeräte, Bewässerungssysteme, Feuerlöscher, Möbel, Kleidung, Fahrräder – sogar Ambulanzfahrzeuge.
Die Initiative wuchs über die Jahre und ist das Werk einer bescheidenen Frau, dankbar, warmherzig und hoffnungsvoll, die Stimme leise und etwas zittrig, aber klar in ihrer Botschaft, daran zu glauben, dass der Einzelne etwas bewirken kann.
Überschüssiges spenden und Gutes bewirken
he nicht scheuen, das Projekt zu unterstützen.
Es soll weitergehen
Und doch: Die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die ordnen, sortieren, Buch führen und stundenlang verpacken, gibt es nach wie vor. „Dieser Einsatz wird nicht versiegen“, ist sich auch Rita sicher. Doch die Basis liege nicht bei ihnen, sagt sie, sondern bei jedem Einzelnen, der entscheidet, ob unverbrauchte, noch haltbare Medikamente weggeworfen oder weitergegeben werden.
Einen Monat dauert die Reise von Milland nach Burkina Faso. Jedes Mal wartet Lia auf die Bestätigung der Lieferung von Dany auf dem anderen Kontinent. Noch sind beide am Leben – Dany, um die 70, dort, Lia, 91, hier. Es soll weitergehen. Das Schicksal werde es richten, sagt sie. Denn: „Alles im Leben hat seine Bestimmung und seine Fügung.“
Je mehr sie durch Danys Heimat reiste, desto klarer wurde ihr auch die Bedeutung seiner Worte, einige Jahre zuvor bei seiner Abreise aus Padua. Sie hatte gefragt: „Kann ich noch etwas für dich tun?“ Dany saß im Bus, das Fenster halb geöffnet, bereit zur Rückreise nach Afrika. Er antwortete: „Wenn wir die Medikamente bekommen könnten – die, die ich in euren Haushalten gesehen habe –, dann wäre das eine große Hilfe.“ Er verwies noch auf eine Pfarrei in Padua, die das bereits praktizierte und erklären könne, wie es funktioniere. Kurz darauf war er weg. Dieser eine Satz blieb Lia im Gedächtnis: „Ihr müsst uns nichts Neues geben, nur das Überschüssige, was noch haltbar ist und bei euch in der Mülltonne landen würde.“
In diesem Moment begann für sie eine Lebensaufgabe. Pfarrer Haspinger stellte in Milland einen Raum in der Pfarrei zur Verfügung, der rasch zum Medikamenten -
Alle Hilfsgüter – Anzahl, Gewicht, Datum und Beschreibung –, die in all den Jahren von Milland nach Burkina Faso geliefert wurden, sind auf Tausenden Zetteln akribisch dokumentiert. Von März 1988 bis Juni 2022 hat Lias Verein 1.087 Tonnen Hilfsgüter nach Burkina Faso geschickt – das entspricht etwa 700 bis 750 Mittelklasseautos oder mehr als 150 ausgewachsenen Elefanten. Lias Wunsch ist, dass diese Liste niemals endet, auch wenn sie spürt, dass ihre Kräfte nachlassen und ihr Verein „Freunde von Burkina Faso“ mit Sorgen kämpft. Seit Kurzem fehlt ein Sekretär, vor allem aber nehmen die Medikamentenspenden ab: Die Zahl der Apotheken, die bereit sind, noch haltbare, von Kundinnen und Kunden zurückgebrachte Medikamente zu spenden, ist rückläufig. Erst vor einem halben Jahr sagte eine wichtige Apotheke ihre Unterstützung ab. Zwar werden die Kundinnen und Kunden dort weiterhin auf die Sammelaktion hingewiesen –für den Fall, dass zu Hause noch Cremen oder Salben liegen, die zu großzügig verschrieben oder nie verwendet wurden. Aber nur noch wenige machen sich auf den Weg nach Milland. Lia hofft, dass Privatpersonen weiterhin brauchbare Medikamente in die Vintlerstraße 32 bringen, dass Hausärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie andere Fachleute die Mü-
Ihre Tage verbringt sie, solange es möglich ist, aktiv in der Vintlerstraße 32. Lia wird es bleiben – eine enge Freundin von Burkina Faso. Darin findet sie ihren Sinn. lisa.hintner@brixner.info
Wer überschüssige Medikamente spenden möchte, kann sich beim Verein „Freunde von Burkina Faso“ melden: Alle Medikamente, die nicht mehr benötigt werden, mit Ausnahme von Insulin, sind willkommen. Auch angebrochene Packungen und Medikamente, die noch im selben Monat verfallen, können gespendet werden. Sie können direkt im Vereinssitz in der Vintlerstraße abgegeben werden. Voranmeldung (am besten am Dienstag oder Mittwoch vormittags) ist erwünscht: 0472 801430.







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„Mehr Leben jenseits der Technik“
BRIXEN: In seinem Vortrag „Gehirngerechter Umgang mit dem Smartphone“ im Vinzentinum zeigte der Südtiroler Neuromentaltrainer Peter Werth auf, wie sich digitale Technologien besonders bei Kindern und Jugendlichen auf das menschliche Gehirn auswirken – und wie man die negativen Aspekte mit kleinen Maßnahmen reduzieren kann.

Peter Werth ist kein Gegner der Technik, wie er gleich zu Beginn betont: „Das Smartphone ist ein fantastisches Werkzeug“, sagt er, „aber wir müssen lernen, es so zu nutzen, dass es uns dient – und nicht umgekehrt.“ Es gehe nicht um radikale Verbote, sondern um kleine Veränderungen mit großer Wirkung.
Ein erster zentraler Punkt ist die bewusste Gestaltung von Gewohnheiten. „Viele greifen automatisch
zum Handy, ohne darüber nachzudenken“, erklärt Werth, „deshalb braucht es klare Regeln für sich selbst.“ Eine einfache Maßnahme sei zum Beispiel, feste handyfreie Zeiten einzuführen. „Beim Essen gehört kein Smartphone auf den Tisch, und auch sonst sind handyfreie Zonen im Haushalt sinnvoll. Das ist eine der wirkungsvollsten Regeln überhaupt.“ Ebenso sinnvoll sei es, morgens nicht sofort nach

dem Aufwachen zum Gerät zu greifen. „Die ersten Minuten des Tages sollten dem eigenen Kopf gehören, nicht der Außenwelt.“
Aus den Augen, aus dem Sinn
Besonders wichtig sei der Umgang während konzentrierter Tätigkeiten, schildert Werth: „Wenn Sie wirklich arbeiten oder lernen wollen, legen
Wir suchen
t Neuromentaltrainer Peter Werths Tipp zur bewussten Smartphone-Nutzung: „Wenn Sie merken, dass es nur Gewohnheit ist, legen Sie es wieder weg“
Sie das Handy außer Sichtweite.“ Noch besser sei es, das Gerät in einen anderen Raum zu bringen. „Das klingt banal, aber der Effekt ist enorm, wie entsprechende seriöse Studien gezeigt haben. Sobald das Smartphone nicht sichtbar ist, sinkt die Versuchung drastisch, und das Gehirn kann sich besser fokussieren.“ Viele Menschen unterschätzten, wie stark schon die bloße Anwesenheit des Geräts Aufmerksamkeit binde. „Es ist wie ein offener Tab im Hintergrund.“
Auch beim Thema Benachrichtigungen empfiehlt Werth konsequente Selbstdisziplin: „Die meisten Mitteilungen sind nicht dringend“, sagt er, „aber sie erzeugen das Gefühl von Dringlichkeit.“ Sein Rat lautet daher, Push-Benachrichtigungen auf ein Minimum zu reduzieren. „Am
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besten lässt man nur das aktiv, was wirklich wichtig ist – zum Beispiel Anrufe der Familie.“ Alles andere könne man bewusst zu bestimmten Zeiten prüfen. „Dann bestimmen Sie, wann Sie online gehen, und nicht das Gerät.“
Auf gute Schlafhygiene achten
Großen Einfluss hat das Smartphone auf unseren Schlaf, wie unzählige Studien belegen. „Die letzte Stunde vor dem Einschlafen entscheidet oft über die Qualität der Nacht“, betont Werth. Seine Empfehlung: „Idealerweise eine Stunde vor dem Schlafengehen kein Smartphone
Geräte im Schlafzimmer von Kindern, feste Zeiten für die Nutzung und feste Zeiten für Pausen. „Aber Regeln funktionieren selbstverständlich nur, wenn sie konsequent eingefordert werden, und – ganz wichtig – wenn sie für alle, also Kinder und Erwachsene, gelten.“ Oft entstehe gerade durch gemeinsame Regeln eine spürbare Entlastung: „Viele Jugendliche sind sogar froh, wenn Grenzen da sind.“
Ein praktischer Tipp betrifft die technische Gestaltung des Geräts selbst. „Man kann das Smartphone weniger attraktiv machen“, sagt Werth. Ein Graustufen-Modus reduziere zum Beispiel visuelle Reize. Apps könnten vom Startbildschirm
„Wenn Sie wirklich arbeiten oder lernen wollen, legen Sie das Handy außer Sichtweite“
Peter Werth, Neuromentaltrainer
mehr.“ Wenn das nicht realistisch sei, solle man zumindest die Helligkeit reduzieren, den Nachtmodus mit deutlich reduzierten Blautönen aktivieren und auf emotional aufwühlende Inhalte verzichten. Noch besser sei eine feste Abendroutine ohne Bildschirm: „Lesen, Musik hören, ein Gespräch – das signalisiert dem Gehirn: Jetzt wird es ruhig.“
Für Kinder und Jugendliche sei laut Werth vor allem ein strukturierter Umgang mit dem Handy entscheidend. „Kinder brauchen Orientierung“, sagt er. Dazu gehörten klare Zeitfenster für die Mediennutzung und ebenso klare Zeiten ohne Geräte.
Besonders wichtig sei Bewegung: „Ein Kind sollte jeden Tag draußen sein, rennen, klettern, spielen. Das ist Gehirntraining.“ Eltern käme dabei eine Schlüsselrolle zu: „Das stärkste Signal ist das eigene Verhalten. Wenn Eltern ständig aufs Handy schauen, wirkt jede Regel unglaubwürdig.“
Grenzen helfen
Familien empfiehlt Werth einfache konkrete Vereinbarungen: gemeinsame handyfreie Mahlzeiten, keine
entfernt werden, sodass der Zugriff bewusster erfolge. „Jede kleine Hürde hilft dem Gehirn, eine Gewohnheit zu unterbrechen.“
Bewusste Nutzung
Entscheidend bleibt für Werth die innere Haltung: Warum nehme ich das Handy jetzt in die Hand? Allein diese kurze Selbstreflexion könne viel verändern. „Wenn Sie merken, dass es nur Gewohnheit ist, legen Sie es wieder weg.“ Ziel sei nicht Verzicht, sondern Kontrolle. „Sie sollen entscheiden, nicht das Gerät. Unser Gehirn braucht Pausen, echte Erfahrungen und Konzentrationsphasen.“ Wer das Smartphone bewusst in den Alltag integriere, könne alle Vorteile nutzen, ohne die negativen Folgen in Kauf zu nehmen. „Es geht nicht darum, weniger Technik zu haben“, sagt er, „es geht darum, mehr Leben jenseits der Technik zu haben.“ oskar.zingerle@brixner.info
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BRIXEN
Kindergärten: Mehr Nachmittagsbetreuung möglich

In der Sitzung der Landesregierung von Anfang Jänner wurden die Voraussetzungen geschaffen, um das Angebot von verlängerten Öffnungszeiten für die Kindergärten des Landes auszubauen. Bis 2030 soll das verlängerte Angebot landesweit auf alle Kindergärten ausgeweitet werden. Für Brixen ändert sich aber vorerst nicht viel: Ab dem Kindergartenjahr 2026/27 sind zunächst die Kindergärten Milland, Rosslauf und Klosterwiese (im Bild) vorgesehen, die bereits im laufenden Kindergartenjahr eine Verlängerung anbieten. Im Kindergarten Anna Seidner war eine Verlängerung geplant. Laut Gemeinde kommt sie aber aufgrund zu geringer Anmeldungen nicht zustande. In den übrigen Einrichtungen Brixens wird der Bedarf erhoben und

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella empfing am 27. Jänner im Quirinalspalast in Rom eine Delegation von Brixner Mittelschulen und vom Verein „Evviva Bressanone“. Anlass war die offizielle Feier zum Tag des Gedenkens. Die Brixner erhielten vom Staatspräsidenten eine Auszeichnung für das Projekt „Brixen
KURZ
Dem Audio-Adventskalender mit der Geschichte von Gundula, geschrieben und vorgelesen von Anita Rossi, hörten über 1.000 Menschen zu. Der Erlös von 5.635 Euro kommt dem Winternachtquartier in Brixen zugute – für rund 625 warme Abendessen für die dort untergebrachten obdachlosen Männer.
BRIXEN/ROM
bei mindestens acht Einschreibungen (nicht wie bisher zehn) aktiviert – auch mithilfe von Sozialgenossenschaften, wie es im Moment im Mozart-Kindergarten durch die Unterstützung von Coccinella der Fall ist. Eltern benötigen künftig nur mehr eine Eigenerklärung; neben Berufstätigkeit werden auch familiäre oder soziale Gründe anerkannt. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Personalfindung bleibt laut Gemeinde eine Herausforderung. Die Beiträge, die Eltern für die Nachmittagsbetreuung entrichten müssen, sollen laut Landesregierung zwischen vier und fünf Euro pro Nachmittag liegen; eine einheitliche Pauschallösung wird allerdings noch geprüft. lv
Zu Gast bei Mattarella
erinnert an die Shoah“, mit dem sie an einem nationalen Wettbewerb teilgenommen hatten. Aus rund 500 Einsendungen gehörte das Projekt der deutschsprachigen Mittelschulen „Oswald von Wolkenstein“ und „Michael Pacher“ sowie der italienischen Mittelschule „Alessandro Manzoni“ zu den elf ausgewählten, die an diesem Tag von Staatspräsident Mattarella eine Würdigung erhielten. „Brixen erinnert an die Shoah“ wurde 2023 von „Evviva Bressanone“-Präsident Claudio del Piero und vom Vizepräsidenten Antonio Bova ins Leben gerufen: Jedes Jahr wurde
In Brixen hat die „Evaluationsgruppe Mensa“ mit 24 nominierten Eltern ihre Arbeit für dieses Schuljahr aufgenommen. Sie können unangekündigt in Schulmensen mitessen und die Qualität der Verpflegung bewerten. Die Ergebnisse werden im Mai 2026 vorgestellt und mögliche Verbesserungen besprochen.
ein kollektives Kunstwerk zum Gedenken an die Opfer des Holocaust erstellt. Insgesamt beteiligten sich in den letzten Jahren rund 800 Schülerinnen und Schüler an den Kunstwerken. In diesem Jahr lautete der Titel „Farben der Erinnerung“. Das Kunstwerk wurde am 30. Jänner auf dem St.-ErhardPlatz der Öffentlichkeit präsentiert. Im Bild (von links): Alessandro Urzì, Antonio Bova, Cristina Luppi und Landesrat Marco Galateo mit den Schülerinnen und Schülern aus Brixen. av
Neue Initiativen zum Thema Demenz standen im Mittelpunkt eines Austauschs der Cusanus Akademie, dem Facharzt Dr. Christian Wenter und dem Brixner Stadtrat. Diskutiert wurden Maßnahmen zur Sensibilisierung und zur Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen. Im Herbst ist eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant.
„Auf politischer Ebene reflektieren“
WOLFGANG KNOLLSEISEN, Präsident des Öffentlichen Betriebs für Pflege und Betreuungsdienste (ÖBPB) „Zum Heiligen Geist“, über kürzlich erfolgte Preissteigerungen in den Seniorenwohnheimen.
Herr Knollseisen, der ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ musste Anfang des Jahres die Grundtarife für die Plätze in den Seniorenwohnheimen zum zweiten Mal in Folge erhöhen. Warum?
Besonders ins Gewicht fielen die inflationsbedingten Gehaltsanpassungen, die leider nicht zur Gänze vom Land abgegolten werden. Für das Jahr 2026 müssen die Seniorenwohnheime zusätzlich zu den vier Euro im Jahr 2025 weitere drei Euro pro Tag und Heimplatz selbst tragen, was den Hauptteil der Erhöhung ausmacht. Ohne diesen verpflichtenden Anteil hätte die effektive Anpassung nur rund 1,10 Euro betragen. Uns ist bewusst,
dass jede Erhöhung eine Belastung für Angehörige und Nutzer ist; gleichzeitig betone ich, dass wir hinter den Gehaltserhöhungen stehen. Gerade die Pflegenden verdienen sich jeden Cent. Die Entscheidung, wo das Geld für diese Anpassungen herkommt, sollte vordringlich auf politischer Ebene reflektiert werden.
Die Tarife sind südtirolweit sehr unterschiedlich, in Brixen sind sie am vierthöchsten. Wie lässt sich das erklären?
Die Unterschiede zwischen den Heimen in Südtirol hängen stark mit unterschiedlichen Kosten- und Einnahmenstrukturen zusammen. Manche Gemeinden tragen Gebäude und sämtliche außerordentlichen Instand-
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haltungen finanziell. Das Bürgerheim und das Hartmannsheim sind indes sehr instandhaltungsintensiv, was höhere Kosten verursacht. Diese Faktoren führen auch zu höheren Tarifen, obwohl wir mit den Gemeinden einen einigermaßen tragfähigen Kompromiss erzielen konnten. Wir arbeiten daran, die Gemeinden noch stärker einzubinden.
Was ist für die Zukunft geplant?
Der Verband der Seniorenwohnheime wird auf Geheiß seiner Mitgliedsheime sicher darauf hinarbeiten, dass der Restbetrag der inflationsbedingten Personalkosten vom Land übernommen wird. anina.vontavon@brixner.info




Neue Kriterien bei Sommerbetreuung
Die Ferienbetreuung in Südtirol soll ab diesem Jahr durch neue Rahmenbedingungen familienfreundlicher und planbarer werden: Personalkosten werden künftig vom Land übernommen; außerdem erhalten die Vereine 22 Euro pro Kind für pädagogische Betreuung sowie 5 Euro täglich für Verpflegung. 80 Prozent der Beiträge werden bereits vor Projektstart ausgezahlt. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen, Planungssicherheit zu erhöhen und die Elternbeiträge zu begrenzen. In Brixen wurden diese neuen Kriterien sowohl von der Gemeinde als auch von den Vereinen zwar mit Vorsicht, aber insgesamt positiv aufgenommen:

Die Silvius-Magnago-Stiftung hat gemeinsam mit der Handelskammer Bozen, dem Verein „Südtiroler in der Welt“ des KVW und dem Netzwerk „Südstern“ das Projekt „Südtirol aus Liebe“ ins Leben gerufen. Das Ziel ist
„Bei allen Neuerungen gibt es zu Anfang eine gewisse Skepsis. Wir waren aber zuversichtlich, dass sich positive Änderungen entwickeln würden“, sagt Alex Schraffl von „Sport, Spiel und Spaß“. Ende Jänner gab es ein Treffen zwischen dem Bürgermeister, Stadträtin Bettina Kerer und den Trägerorganisationen. Die Gemeinde übernimmt nach wie vor die zentrale Koordinierung und hat sich bei dieser Gelegenheit mit den Vereinen über die Neuerungen ausgetauscht. „Die enge Zusammenarbeit mit den Vereinen ist entscheidend für ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Angebot“, betont die Stadträtin. Für die Vereine bedeutet die Som-
BRIXEN/SÜDTIROL
Südtirol

merbetreuung einen ganzjährigen Aufwand – von der Beantragung der Landesbeiträge über Betreuersuche und Organisation bis zur Abrechnung. Besonders die diesjährige Sommerbetreuung sei eine Herausforderung: „Es war heuer eine Ausnahmesituation, weil Änderungen
aus Liebe
es, allen Menschen eine Stimme zu geben, die aus Liebe zu ihrem Partner oder ihrer Partnerin nach Südtirol gezogen sind und ihren Mut sowie ihre wertvolle Rolle in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Im Fokus sollen dabei die anfänglichen Schwierigkeiten der kulturellen, sprachlichen und beruflichen Umstellung stehen, die Liebe zu Südtirol als neue Heimat und der Weg, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. „Wir
möchten dafür sensibilisieren, dass wir die Menschen, die von außen kommen, offener aufnehmen, ihnen in Wertschätzung und auf Augenhöhe begegnen“, so Martha Stocker, Präsidentin der Silvius Magnago Stiftung. Die Inspiration für diese Initiative ist Sophia Magnago, die für ihren Mann Silvius Magnago aus Essen nach Südtirol kam und in der Folge das Land nachhaltig prägte. Anhand von journalistischen Reportagen, Radiosendungen und
auf Änderungen folgten und dadurch eine gewisse Unsicherheit bei den Vereinen entstand. Wir sind aber sehr zuversichtlich und haben mit der Gemeinde Brixen einen Partner, der uns unterstützend zur Seite steht“, so Andreas Villscheider vom SSV Brixen. lv
Social-Media-Beiträgen soll gezeigt werden, wie es verschiedene Menschen geschafft haben, sich zu integrieren und sich zu Hause und zugehörig zu fühlen. Interessierte, die bereit sind, ihre Geschichte zu teilen, können sich für mehr Informationen direkt an die Handelskammer Bozen wenden: telefonisch unter 0471 945642 oder per E-Mail an suedtirolausliebe@handelskammer. bz.it. hh


burtenrate zurückzuführen, auch wenn die Gemeinde etwas mehr Geburten als im Vorjahr verzeichnet hat: 202 Kinder wurden geboren; 2024 waren es noch 189 Geburten. Auch die Todesfälle stiegen etwas an: 190 Personen verstarben 2025, im Vorjahr waren es 180 Todesfälle. Die personenstärksten Jahrgänge sind jene von 1969 (399 Personen), 1968 (392 Personen) und 1964 (374 Personen). Zu den ältesten Bürgern zählen eine Frau des Jahrgangs 1923, eine Frau und ein Mann des Jahrgangs 1924 sowie eine weitere Frau des Jahrgangs 1925. Sie alle haben das 100. Lebensjahr überschritten. Zum Jahresende von 2025 wohnten 3.029 Menschen mit einer anderen Staatsbürgerschaft als der italienischen in Brixen, davon 985 EU-Staatsbürger. Auch die Hochzeiten nahmen 2025 zu: 148 Paare gaben sich das Ja-Wort; 22 davon heirateten kirchlich, die anderen standesamtlich. av 23.404
Die provisorischen statistischen Daten der Gemeinde Brixen zeigen auch für das vergangene Jahr 2025, dass die Bevölkerung weiter gewachsen ist: 23.404 Menschen lebten zum 31. Dezember 2025 in der Domstadt – das sind 216 mehr als zu Beginn desselben Jahres.

11.986 Frauen und 11.418 Männer waren zu diesem Stichtag in Brixen ansässig. Das ist eher auf das positive Wanderungssaldo als auf die Ge-

Hast auch du Zipperle-Erinnerungen?



Ein ausgeschütteter Traubensaft, ein Erröten, ein erstes Lächeln –manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten. Seit 75 Jahren ist Zipperle Teil solcher Momente. Zum Jubiläum präsentieren sich unsere Etiketten frischer denn je.

DIE ENTHUSIASTISCHE
PORTRAIT: Sport ist ihr Leben – privat wie beruflich. Mit Zielstrebigkeit verfolgt ANDREA MESSNER aus St. Leonhard ihre Träume und ist dabei stets in Bewegung und offen für Neues.
Das Realgymnasium suchte sie sich deswegen aus, weil der Direktor gesagt hatte, dass seine Schule bei allen Sportwettkämpfen mitmache. Und es war ihr wichtig, dass viele Jungs im Sportunterricht sind. „Sonst wäre der Sportunterricht für mich zu langweilig gewesen.“ Andrea Meßner ist eine Kämpferin, eine, die ihre Grenzen auslotet, die die Herausforderung sucht und braucht. Klettern, Leichtathletik, Skifahren, Snowboarden: „Die Lehrpersonen haben sich beklagt, dass ich so oft weg war.“ Mit 17 begann sie, in der Brixner Kletterhalle zu arbeiten und bekam die Möglichkeit, bei Wettbewerben anzutreten. Zwei Jahre lang stand sie bei jedem regionalen Wettkampf auf dem Podest; sie qualifizierte sich für die Italienmeisterschaften, wurde 2013 Regionalmeisterin in der Gesamtwertung und 2014 Landesmeisterin im Speedklettern.
Immer in Bewegung
Wir führen unser Gespräch per WhatsApp-Anruf. Sie ist gerade erst aus Costa Rica zurückgekehrt. Fünf Wochen Auszeit nach zwei unglaublich intensiven Jahren, in denen sie als Geschäftsleiterin von Overground Basel, einer der größten europäischen Trendsporthallen für Ninja, Parkour und Chase Tag, Pionierarbeit geleistet hat. Ninja Warrior ist eine Wettkampfshow, die in Japan unter dem Namen „Sasuke“ bekannt ist. Es gilt, vier Hindernisparcours zu bewältigen, die Kraft, Ausdauer und Körperbeherrschung erfordern. Chase Tag hingegen ist eine Kombination aus Parkour und dem Kinderspiel Fangen. Zwei Kontrahenten wechseln sich darin ab, den jeweils anderen in einer Arena aus Hindernissen und Plattformen zu jagen und zu fangen. Sportarten, für die sich Andrea Meßner unglaublich begeistern kann. Weil sie schnell sind. Weil sie schwierig sind. Weil sie Grenzen überschreiten lassen.
Die Halle sollte 2023 geschlossen werden. Andrea Meßner war als Coach bei Overground tätig und übernahm die Geschäftsführung. Ihr Ziel ist es, die Sportarten auch dem Breitensportpublikum zugänglich zu machen. Bewegung, Empowerment und Gemeinschaft, das ist ihr wichtig. Und die Nachwuchsarbeit. 300 Kinder und Jugendliche kommen jede Woche in die Halle, 50 Kurse werden angeboten. 100 Kurse sollten es irgendwann sein, „damit das Ganze rentabel ist“. Einen klitzekleinen Wermutstropfen gibt es aber: „Es ist leider indoor.“
Andrea Meßner sitzt während unseres Gesprächs in ihrer Wohnung in Weil am Rhein im äußersten Südwesten Deutschlands im Dreiländereck Deutschland-SchweizFrankreich. Das Haus steht direkt an der Grenze zur Schweiz. Meßner schwenkt die Handykamera nach draußen und gewährt einen kurzen Blick in die Schweiz. Türkisfarbener Hoody, Kopfhörer, die Katze ihrer Vermieter, die immer wieder über den Bildschirm huscht. Es ist ein lockeres Gespräch, spannend, fröhlich und voller Enthusiasmus. Die „Ninja-Königin“, als die sie einmal auf einer OnlineNachrichtenplattform bezeichnet wurde, besticht durch ihre Natürlichkeit und eine mitreißende Leichtigkeit.
Sie ist die älteste von acht Geschwistern, die mittlerweile in ganz Europa verteilt leben. „Wenn einmal alle daheim sind, dann ist da schon was los.“ Die ersten vier Lebensjahre verbrachte sie am Ahnerberg in Rodeneck, danach zog ihre Familie nach St. Leonhard bei Brixen.
t UNBÄNDIGE
LEBENSFREUDE:
Beim Sport blüht
Andrea Meßner so richtig auf
Das Aufwachsen in den Bergen hat sie geprägt. Draußen in der Natur sein, atmen können, mit jeder Faser Freiheit spüren – „das brauche ich einfach.“
Mit 15 setzte sie sich in den Kopf, nach Afrika zu reisen. Nach der Matura am Brixner Realgymnasium lebte und arbeitete sie fünf Monate lang in Tansania. Was sich Andrea Meßner vornimmt, das zieht sie durch. Die Erfahrungen in einem Heim für geistig behinderte Kinder prägten sie. Sie unterrichtete, brachte den Kindern Lesen und Schreiben auf Swahili bei, lernte die Einfachheit des Lebens kennen und die Freude über die ganz kleinen Erfolge.
Danach begann sie an der Universität Innsbruck, Sport zu studieren; mittlerweile ist sie ausgebildete Sportwissenschaftlerin und Lehrerin für Sport und Inklusive Pädagogik. Die Arbeit mit Kindern zieht sich durch ihr Leben. Diese unverfälschte Freude, die sie empfindet, möchte sie einfach weitergeben. Sie war Jugendleiterin bei der Brixner Jugendgruppe des Weißen Kreuzes, und sie gründete ein eigenes Klettercamp in den Dolomiten.
Der sportliche Höhepunkt
Als sie 2019 ihre Bewerbung für Ninja Warrior Germany abgeschickt hatte, behielt sie das zunächst einmal für sich. „Ich habe mich einfach nicht getraut, es jemandem zu sagen.“ Sie wurde zum Casting eingeladen.
Ihr guter Freund Hannes Hofer, der im November 2020 bei einer Klettertour auf Sardinien ums Leben gekommen ist, begleitete sie zum Bahnhof Brixen. Auch er war auf dem Weg zum Casting. „Andi, volle geil“, lachte er. Das Casting verlief gut: Andrea Meßner, Hannes Hofer und Andreas Brunner wurden von RTL als „Team Südtirol“ zu Team Ninja Warrior Germany eingeladen. Der Anruf erreichte sie in der Kletterhalle „und innerhalb von drei Minuten hatten wir zugesagt.“
Gedreht wurde in der Mahr, „dabei hätten wir das Kamerateam viel lieber in die Sellagruppe gebracht.“ Fünf Teams traten gegeneinander an, Team Südtirol erreichte Platz vier, kam immerhin in die K.O.-Runde. An den Kampfschrei erinnert sie sich noch genau: „Weil unsere Heimat der beste Trainingsplatz ist.“
2022 erreichte Andrea Meßner als Athletin ihren bis dato sportlichen Höhepunkt: Sie schaffte es in das Schweizer „Chase Tag“-Nationalteam und war die einzige Frau weltweit, die an der „World Chase Tag Weltmeisterschaft“ in London teilnahm.
Im November 2022 gewann sie als „Last Woman Standing“ die siebte Staffel von Ninja Warrior Germany – plötzlich stand sie im Rampenlicht. Etwas, das sie genoss und gleichzeitig mit einem kritischen Blick betrachtete: „Die Ninja-Welt ist von Klicks auf den Social-Media-Kanälen geprägt.“
Sie gönnt sich immer wieder eine Zeit nur für sich, so wie vor Kurzem in Costa Rica. Offline sein, um Kraft zu tanken und neue Ideen entstehen zu lassen. Offline sein, damit die unbändige Lebensfreude der Ninja-Königin weiter strahlen kann.

BRIXEN
BRIXEN
Goodbye Metzgerei Fink
Den Spruch „man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“ hat sich die Metzgerei Fink wohl zu Herzen genommen: Sie schließt Ende Februar ihre Tore. Während dieser „Brixner“ die Haushalte erreicht, haben Thomas und Doris Fink also ihren letzten Arbeitstag im Geschäft, „wobei nach Ladenschluss natürlich noch allerlei Arbeiten anfallen und wir noch eine Weile beschäftigt sein werden“, erzählt Doris in einem Telefonat. Die Metzgerei, die Thomas Fink in dritter Generation führt, ist ein beliebter Fixpunkt in der Altstadt. Den Metzgerberuf lebte er mit Leib und Seele und einer großen Portion Rock’n’Roll: Nicht umsonst war das Credo der Metzgerei „our meat rocks“. Die Entscheidung zur Schließung war deshalb für viele überraschend, kam aber für die beiden zu einem Zeitpunkt, an dem Vieles zusammenpasste: „Wir hätten
große Investitionen tätigen müssen, und gleichzeitig besteht bei unseren Kindern kein Interesse an einer Betriebsnachfolge“, so Doris Fink, „und als dann das Angebot vom Restaurant Fink kam, war unsere Entscheidung gefallen.“ Es gab ihnen Sicherheit, dass das Geschäft auch in Zukunft nicht leer bleiben und ihr Platz in der Altstadt weiterleben würde. Trotzdem waren die letzten Wochen für die beiden eine Achterbahnfahrt: „Etwas Wehmut gehört natürlich zu einer solchen Entscheidung dazu“, sagt sie. Was die Zukunft bringen wird, ist noch nicht ganz sicher: „Zunächst genießen wir unsere Freizeit, und ab Herbst werden wir uns neu orientieren“, sagt Doris Fink. Sicher ist: Es wird ein Neustart für beide, dem sie freudig und mit Stolz auf die vergangenen Jahre entgegenblicken können. av
Mit 90 Jahren noch im Einsatz

Wer die Eishalle in Brixen besucht, hat zweifellos bereits mit ihm Bekanntschaft gemacht: Michael Prossliner ist seit über 40 Jahren in verschiedenen Funktionen in der Eishalle tätig. Seit Anfang der 2000er-Jahre ist er im Verleihhäuschen anzufinden und hilft von dort aus jungen und junggebliebenen Eisläufern dabei, ihrem Hobby nachzugehen. Auch mit mittlerweile fast 91 Jahren lässt es sich Prossliner nicht nehmen, in der Eishalle auszuhelfen. Aus dem Schlittschuhverleih ist er nicht mehr wegzudenken: Er hilft nicht nur bei der Organisa-
KURZ NOTIERT
Der Panathlon Club Bressanone wählte kürzlich Alex Ebner, Roberto Scaggiante, Alessandro Peroni, Bruno Festini, Astrid Scheidle, Laura Della Torre, Elda Letrari und Paul Pezzei in den neuen Vorstand und bestätigte Maria Cristina Ugolini an dessen Spitze.

tion des Verleihs, sondern auch beim Schleifen der Schlittschuhe und ist grundsätzlich ein guter Ansprechpartner in der Eishalle. Tag für Tag ist er hinter der Glasscheibe am Eingang zu sehen: „Vormittags kommen meistens Schulklassen vorbei, nachmittags finden dann Publikumsläufe oder Trainings statt“, erzählt Prossliner von seinem Alltag. Meistens ist er schon morgens in der Eishalle anzutreffen, um alles im Verleih vorzubereiten. Solange er noch kann, möchte er seine Aufgaben weiterhin erledigen: „Ich bin hier zufrieden“, sagt er. Besonders an-
Am 7. Februar fand im Dom ein Jugendgottesdienst mit Bischof Ivo Muser statt, organisiert von Südtirols Katholischer Jugend.
„Feel the Dome“ verband moderne Musik, Lichtinstallationen und eine zeitgemäße Liturgie zu einem besonderen Glaubenserlebnis für junge Menschen.
getan hat es ihm die Disziplin Eiskunstlauf: „Das ist ein toller Sport, vor allem für Männer!“ – er hat aufgrund seines Sohnes Matthias, der erfolgreicher Eiskunstläufer war, eine besondere Verbindung zu diesem Sport. Michael Prossliner selbst war Leiter der Sektion Eiskunstlauf und über viele Jahre für den WSV Brixen tätig. Etwa 400 Mitglieder zählt der WSV Brixen heute: Eiskunstlauf ist mit 258 Mitgliedern die größte der drei Sektionen. av
Sarah Russo gewann den „Zonta Women in Business Leadership Award 2025“ des Zonta Clubs Brixen. Sie ist Assistant Professor für Rechnungswesen in Manchester und setzt sich unter anderem dafür ein, ethische Führung und Klimagerechtigkeit durch Forschung, Bildung und öffentliches Engagement zu fördern.
Foto: Oskar
Zingerle Foto:
mein Hoppala
„Tickets?“

Andrea Bodner, Brixen
Letztes Jahr buchte ich im Zug auf den Weg nach Wien vier Tickets für eine Stand-Up-Comedy-Show. Mit ein paar Freunden betrat ich abends das Lokal, entdeckte sofort eine Bühne im hinteren Raum und lotste die anderen entschlossen dorthin. Der Raum war bereits gut gefüllt, also setzten wir uns in die letzte Reihe. Doch kaum hatte die Show begonnen, wurde klar: Das war nichts für uns. Die Witze zündeten nicht, die Stimmung war flach. Nach 20 Minuten beschlossen wir, im Schankraum ein Bier zu trinken und die Sache abzuhaken. Als wir gehen wollten, hörten wir aus dem unteren Stock lautes Lachen und gute Stimmung. Wir stapften nach unten und trafen auf begeisterte Leute, die gerade in einen Saal strömten. Neugierig folgten wir ihnen, bis wir an der Tür aufgehalten wurden: „Tickets?“ Da wurde mir schlagartig klar, dass uns oben niemand danach gefragt hatte. Während ich die Tickets zückte, fiel der nächste Groschen: Wir hatten die ganze Zeit in der falschen Show gesessen! Als der Türsteher nickte, brachen meine Freunde in lautes Lachen aus. Ich hatte unfreiwillig den ersten guten Comedy-Moment des Abends geliefert.
Schokobananenbrot
Zutaten
3 reife Bananen
80 ml neutrales Öl
110 g brauner Zucker
2 Eier
200 g Weizenmehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz etwas Backkakao Schokolade nach Belieben (bevorzugt Bitterschokolade) etwas Butter oder Backpapier für die Form


Zubereitung
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine Kastenform (ca. 23 x 10 cm) einfetten. Die Bananen in einer Schüssel mit der Gabel zerdrücken. Öl, braunen Zucker und Eier gut verrühren. Mehl, Backpulver, Salz und Kakao dazugeben und alles zu einem Teig mischen. Schokolade grob hacken und zusammen mit den Bananen unterrühren. Den Teig in die Form füllen und etwa 55 Minuten backen. Bananenbrot komplett abkühlen lassen.
Grafik-Schülerin Marie Reifer aus Vahrn hat kürzlich ihr Praktikum bei Brixmedia absolviert. Als Schokoladenliebhaberin empfiehlt sie, „viel Schokolade“ dem Teig hinzuzufügen, um das Bananenbrot noch schmackhafter zu machen.
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LAMM ento
Hausaufgaben
„Ich habe den Eindruck, dass es auch in Brixen immer mehr leere Geschäfte gibt“, sagt der Franz nachdenklich, während er an seinem Macchiato schlürft, „aber woran liegt das eigentlich?“ Tja, sag ich, das ist weltweit ein bekanntes Problem, aber es gibt auch einige Strategien, die man gegen das Ladensterben einsetzen kann und die auch funktionieren können. „Da bin ich aber gespannt“, sagt Frieda, denn …“, und dabei beginnt ihre Stimme zu zittern, „ich bin schuld an der Misere, ich kaufe nämlich oft online ein.“ Wir alle sind schuld an der Misere, sag ich, aber die Kaufleute müssen eben ihre Hausaufgaben machen und nicht untätig in Selbstmitleid zerfließen. „Also müssen sie an den vom Kunden gefühlten Vorteilen des Online-Handels arbeiten“, sagt Franz nachdenklich, „Komfort und Zugänglichkeit 24/7, Preis und Transparenz, Auswahl und Verfügbarkeit sowie Informationen und Bewertungen.“ Das geht eigentlich nur über eine Hybridisierung des Handels, sag ich, der lokale Handel muss die Chancen des E-Commerce nutzen anstatt ihn als Konkurrenz zu sehen. „Die Kaufleute von Brixen könnten … äh … zusammenarbeiten und sich auf ihre ureigenen Stärken besinnen: persönliche Beratung, Freundlichkeit. Zusätzlich müssen sie aber auch unbedingt die Vorteile des Online-Handels ausgleichen, zum Beispiel über einen … äh … gemeinsamen Click-&-collectDienst“, sagt Frieda, „denn am liebsten würde ich ja in Brixen einkaufen, aber ich will dafür nicht auf die Vorteile des Online-Handels verzichten.“ Das klingt einleuchtend, sag ich, es gibt viel zu tun, packen wir’s an!

Gastkommentar:
Über das Referendum zur Trennung der
Karrieren von Richtern und Staatsanwälten
Am 22. und 23. März 2026 findet das Referendum über das Inkrafttreten eines Verfassungsgesetzes statt, das unter den Schlagworten „Justizreform“ und „Trennung der Karrieren“ bekannt ist. Das Verfassungsgesetz soll den Teil der Verfassung ändern, der sich mit der Staatsgewalt der Judikative befasst, insbesondere der Stellung der Richter und Staatsanwälte. Wird ein Verfassungsgesetz in der zweiten Abstimmung nicht mit einer Zweidrittelmehrheit und damit ohne sehr breite Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments verabschiedet, kann ein Referendum beantragt werden, auf dessen Weg das Volk über das Inkrafttreten der Verfassungsänderung entscheidet. Dieses Verfassungsreferendum verlangt keine Mindestbeteiligung für seine Gültigkeit. Wer hingeht, bestimmt über das Inkrafttreten des Verfassungsgesetzes: eine Ja-Stimme für das Inkrafttreten, eine Nein-Stimme gegen die Änderung der Verfassung.
Die derzeit geltende Regelung
Die Verfassungsgebende Versammlung entschied, die ordentliche Gerichtsbarkeit (Zivil- und Strafgerichtsbarkeit) als selbstständigen und von jeder anderen Staatsgewalt unabhängigen Stand auszugestalten. Richter und Staatsanwälte gehören beide dem Richterstand an, sind in
Zur Autorin

Univ.-Prof. Dr. Esther Happacher ist Professorin für Italienisches Verfassungsrecht an der Universität Innsbruck. Aufgewachsen in Brixen, hat sie ihr Studium der Rechtswissenschaften und Übersetzer in Innsbruck absolviert.
der Ausübung ihrer Funktionen durch dieselben Garantien der Unabhängigkeit geschützt und unterscheiden sich nur hinsichtlich der ausgeübten Funktion: Sie sind entweder Richter oder Staatsanwalt. Zukünftige Richter und Staatsanwälte müssen denselben selektiven Wettbewerb bestehen. Will ein Angehöriger des Richterstandes von der Funktion des Richters zur Funktion des Staatsanwaltes wechseln, kann er dies nur einmal in den ersten neun Jahren seiner Tätigkeit tun. Die Anzahl derjenigen, die davon Gebrauch machen, liegt bei unter einem Prozent.
Die Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit bedeutet, dass Richter und Staatsanwälte nur dem Gesetz unterworfen und nicht weisungsgebunden sind. Somit ist jegliche Einmischung von Seiten der Regierung und der Verwaltung unzulässig. Der Justizminister hat die Dienste der Rechtspflege sicherzustellen – zum Beispiel für funktionstüchtige Gerichtsgebäude zu sorgen – und kann Disziplinarverfahren anregen; das Verfahren selbst fällt in die Zuständigkeit des Obersten Rats der Gerichtsbarkeit. Seine Aufgaben sind neben Disziplinarmaßnahmen die Einstellung, Zuteilung, Versetzung und Beförderung der Angehörigen des Richterstandes. Er übt somit die Leitung und Kontrolle über die ordentliche Gerichtsbarkeit aus und garantiert deren Unabhängigkeit und Autonomie. Seine Mitglieder werden zu zwei Dritteln durch die Angehörigen des Richterstandes aus ihrer Mitte und zu einem Drittel durch das Parlament in gemeinsamer Sitzung aus Universitätsprofessoren und Rechtsanwälten mit einer bestimmten Berufserfahrung gewählt. Von Rechts wegen führt der Präsident der Republik den Vorsitz; es gehören ihm der Erste Präsident des Kassationsgerichtshofs und dessen Generalstaatsanwalt an.
Die Inhalte des neuen Verfassungsgesetzes
Das neue Verfassungsgesetz fügt in die Verfassung ein, dass die Bestimmungen über die Gerichtsverfassung auch die getrennten Karrieren der Richter und Staatsanwälte regeln müssen und dass sich der Richterstand aus den Richtern und den Staatsanwälten zusammensetzt.
Der Oberste Rat der Gerichtsbarkeit wird verdoppelt, indem für Richter und Staatsanwälte ein eigener Rat vorgesehen wird. Eine weitere Neuigkeit betrifft die Bestimmung der bisher durch die Angehörigen des Richterstandes und das Parlament gewählten Mitglieder. Diese sollen in Zukunft ausgelost werden und zwar zu zwei Dritteln unter allen Angehörigen des Richterstandes und zu einem Drittel aus einer vom Parlament in gemeinsamer Sitzung zusammengestellten Liste von Universitätsprofessoren der Rechtswissenschaften und Anwälten mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung. Nähere Bestimmungen zur Anzahl der Mitglieder und zum Verfahren sind nach dem Inkrafttreten der Verfassungsänderung mit Gesetz festzulegen.
Die Zuständigkeit für die Disziplinarmaßnahmen gegenüber Richtern und Staatsanwälten wird einem neu einzurichtenden Hohen Disziplinargericht übertragen. Dieses Gericht setzt sich aus 15 Richtern zusammen. Drei werden vom Präsidenten der Republik ernannt, drei aus einer Liste ausgelost, die das Parlament in gemeinsamer Sitzung wählt. In beiden Fällen handelt es sich um Professoren der Rechtswissenschaften und Anwälte mit 20 Jahren Berufserfahrung. Sechs der Mitglieder werden unter den Richtern und drei Mitglieder unter den Staatsanwälten ausgelost – eingeschränkt auf jene, die sich nur mit Rechtsfragen befassen oder befasst haben.
Die Argumente pro und contra
Als Argument für die Reform der Verfassungsbestimmungen werden in erster Linie angeführt: Die Trennung der Karrieren schützt die Unvoreingenommenheit der Richter gegenüber den Parteien vor allem im Strafverfahren besser, da die Zugehörigkeit zum selben Stand eine Nähe zwischen Richter und Staatsanwalt schafft, die sich in einer schwächeren Position der Verteidigung in Strafverfahren niederschlägt. Die Verdopplung des Obersten Rats der Gerichtsbarkeit und damit des Organs, das die Unabhängigkeit des Richterstandes garantiert, ist die logische Folge der Trennung der Karrieren und wird die Unabhängigkeit der Richter stärken. Die Bestimmung der Mitglieder der Obersten Räte der
Gerichtsbarkeit und des neu eingerichteten Hohen Disziplinargerichts im Wege der Auslosung dient der Sicherung politischer Neutralität, da dadurch unterschiedliche Richtungen innerhalb des Richterstandes nicht mehr zum Tragen kommen können. Die Kritiker des Verfassungsgesetzes argumentieren insbesondere: Die Trennung der Karrieren besteht bereits faktisch, da zwischen den Funktionen Richter und Staatsanwalt nur einmal gewechselt werden kann. Das Argument der Nähe der Richter zu den Staatsanwälten und die dadurch angeblich verursachte Tendenz der Richter, der Anklage des Staatsanwalts zu folgen, stellt ein Scheinargument dar (rund 50 Prozent der Verfahren enden mit Freispruch) und der Staatsanwalt hat auch Elemente zugunsten des Angeklagten zu ermitteln. Das Errichten eines eigenen Obersten Rats für die Staatsanwälte birgt die Gefahr in sich, dass diese Trennung in der weiteren Abfolge zu einer Kontrolle der staatsanwaltlichen Tätigkeit, insbesondere der verfassungsmäßig verankerten Pflicht zur Ausübung der Strafanklage, durch den Justizminister führen könnte und damit die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft von der Politik nicht mehr gegeben ist. Die Ersetzung der demokratischen Wahl der richterlichen Mitglieder des Obersten Rats der Gerichtsbarkeit durch eine Auslosung spricht Richtern und Staatsanwälten die Fähigkeit ab, sachliche und vernünftige Entscheidungen zu treffen und schwächt sie. Da die Zusammenstellung der Liste der Professoren und Anwälte durch das Parlament durch die Verfassung an keine Mehrheit gebunden ist, kann es zu einer politisch einseitig gefärbten Zusammensetzung der Laienmitglieder der Obersten Räte der Gerichtsbarkeit kommen. Zum Schluss sei noch hervorgehoben, dass – auch wenn immer wieder das Schlagwort der „Justizreform“ verwendet wird – es in diesem Verfassungsgesetz nicht um eine Reform der Justiz mit dem Ziel geht, sie effizienter zu gestalten und raschere Verfahren sicherzustellen.
Leserbriefe an: echo@brixner.info
Esther Happacher
War es gerechtfertigt, die Tarife für den Parkplatz am Krankenhaus zu erhöhen?

ELISABETH MONTEL,
Direktorin des Gesundheitsbezirks
Brixen:
„Ich halte die neuen Tarife des Krankenhausparkplatzes für einen guten Kompromiss“
JA
Der Hintergrund:
Die Südtiroler Landesregierung hat bereits im vergangenen Herbst neue Tarife für die Parkplätze an den Südtiroler Krankenhäusern beschlossen: Anstatt 1,50 Euro pro Stunde kostet das Parken nun 1 Euro für jede angebrochene halbe Stunde. Auch in Brixen hat man nun eine Anpassung der Parktarife vorgenommen – allerdings nicht im vom Land vorgeschlagenen Ausmaß: In Brixen kostet das Parken am Krankenhaus 60 Cent pro angebrochene halbe Stunde.
Der Patienten- und Besucherparkplatz zählt zu den Landesparkplätzen, für die die Landesregierung vor wenigen Monaten eine neue Regelung für die Verwaltung und Preisgestaltung erlassen hat: Tagsüber werden 2 Euro pro Stunde und nachts 1,20 Euro pro Stunde empfohlen. Allerdings haben wir mit der Betriebsdirektion vereinbart, dass bei der Festlegung der neuen Tarife auch lokale Besonderheiten wie Lage, Zugänglichkeit, touristische Nutzung und geltende Gemeindetarife berücksichtigt werden sollten. Die Direktion des Gesundheitsbezirks sieht das Krankenhaus ganz klar als soziale Einrichtung und bevorzugt deshalb einen sozialverträglichen Tarif. Da der Parkplatz nicht zentral liegt und kaum von Touristinnen und Touristen genutzt wird, haben wir uns für einen niedrigeren Stundensatz entschieden: tagsüber 60 Cent für jede angebrochene halbe Stunde und nachts 30 Cent für jede angebrochene halbe Stunde. Außerdem ist der Parkplatz für bestimmte Personengruppen kostenlos – etwa für Patientinnen und Patienten, die eine Chemotherapie oder Dialyse erhalten, für Betreuer von pädiatrischen Patienten, Betreuer für die Fürsorge der Kranken im Endstadium, Invaliden als Patienten und Besucher, Blutspenderinnen und Blutspender sowie Mitarbeitende von Freiwilligenorganisationen während der Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit im Krankenhaus. Ich halte die neuen Tarife des Krankenhausparkplatzes für einen guten Kompromiss.

MASSIMO BESSONE, ehemaliger Landesrat für öffentliche Bauten, Vermögen und Kataster: „Die Bürger sollen nun für ein schlechteres Angebot tiefer in die Tasche greifen“
NEIN
Die Erhöhung der Parktarife am Brixner Krankenhaus ist keine Lösung – der Kern des Problems liegt woanders. Bei der jüngsten mit Steuergeldern finanzierten Umgestaltung wurden die Stellplätze stark reduziert, obwohl der Parkplatz bereits davor zu klein war. Die Bürger sollen nun für ein schlechteres Angebot tiefer in die Tasche greifen. Ein Krankenhaus ist kein Einkaufszentrum, sondern ein Ort der Krankenversorgung. Gerade für ältere Menschen, Kranke und Personen mit Behinderung ist das Auto oft unverzichtbar. Nur auf Bus und Fahrrad zu setzen mag anderswo sinnvoll sein, nicht aber beim Zugang zu medizinischen Leistungen. Mein ursprüngliches Projekt sah eine Tiefgarage mit deutlich mehr Plätzen und direktem, überdachtem Zugang vor. Es wurde aus Spargründen gekippt, was sich nun als Bumerang erweist. Bereits damals war klar, dass der Parkplatz unterdimensioniert ist und der Bedarf in Zukunft weiter steigen würde. Es besteht die Gefahr, dass man in einigen Jahren erneut eingreifen muss – mit noch höheren Kosten für die öffentliche Hand und neuen Belastungen für die Bürger. Vor den Tarifen kommt die Funktionalität: Es braucht mehr Parkplätze, nicht weniger. Höhere Gebühren bei schlechterem Service treffen die Schwächsten am härtesten. Wer von „grünen“ Lösungen spricht, darf nicht vergessen, dass ein Krankenhaus kein Freizeitort ist. Es geht um das Patientenwohl, nicht ums Kassieren.
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Freunde und Gönner
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Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, deren Beitrag uns bis zum 15. Februar 2026 erreicht hat.
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Tempo 30 in Milland und in der Mozartallee?
UMFRAGE: Die SVP-Ortsgruppe Milland und das Team K befürworten ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern – beispielsweise für die Plose- und Sarnserstraße, den Rienzdamm und die Mozartallee. Der „Brixner“ hat sich dazu in Milland umgehört.




„Ich bin Radfahrer“, sagt Alex Dorfmann, „und ich glaube, dass man mit dem Fahrrad überall gut hinkommt und auch etwas im Schlepptau haben kann. Dass in einer Stadt auf den Straßen langsam zu fahren ist, finde ich gut, und wenn belegt werden kann, dass eine Begrenzung auf 30 km/h hier in Milland sinnvoll ist, dann bin ich dafür.“

„Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ist dringend nötig. Dass es in Brixen bereits eine gibt, finde ich super. Das ist stressfreier, sicherer für Autofahrer und Fußgänger und außerdem umweltfreundlich“, meint Dorothee Meyer. „Ich habe von Städten gehört, in denen versuchsweise die Verkehrsschilder entfernt wurden – mit dem Ergebnis, dass alle Verkehrsteilnehmenden rücksichtsvoll unterwegs waren.“
„Ich finde eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung wichtig, denn die Autos, die vom Berg kommen, sind teilweise sehr schnell unterwegs. Noch wichtiger ist der Bau der Südspange – dann wäre das Problem gelöst. Wenn man morgens die vielen Autos in beide Richtungen sieht, fragt man sich, wo die alle hinfahren. Besonders schlimm ist es an Regentagen“, weiß Emil Kerschbaumer.


„30 km/h finde ich fast ein bisschen zu langsam “, meint Roman Santin. „Ich denke, dass eine Begrenzung auf 40 km/h auch schon die gewünschte Wirkung zeigen würde, wenn sich die Autofahrer daran halten. Für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden auf der Straße ist ein solches Tempolimit aber sicher gut.“

„Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h finde ich gut. Es wird, so erlebe ich es, durch Milland durchgerast hinauf nach St. Andrä. Seit dort die zwei großen Hotels stehen, sind an Samstagen und Sonntagen nichts als Sportwagen unterwegs“, hat Klaudia Vasilico beobachtet. „Wenn ältere Menschen, Kinder oder Tiere die Straße überqueren, könnte es zu Unfällen kommen.“
Klara Vötter spricht sich ebenfalls für ein Tempolimit von 30 km/h aus. „Auch die Straßen sind Teil des Dorfes. Viele Autos, die bergauf fahren, geben spätestens ab dem Millander Hof Gas und bleiben bei den Zebrastreifen selten stehen. Aber auch die Fußgänger, vor allem Menschen in meinem Alter, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit vermehrt die Unterführungen nutzen.“
„Ich bin als Vertreter beruflich oft in Milland“, sagt Stefan Oberhofer. „Tempo 30 finde ich zu 100 Prozent richtig, weil hier viele Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs sind. Es ist auf dieser Straße einfach sehr viel los, und ein respektvoller Umgang miteinander ist zur Sicherheit aller wichtig. Auch die Südspange wird die jetzige Situation verbessern.“
„Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h finde ich durchaus okay“, meint Anna Wild und macht indirekt auf das hohe Verkehrsaufkommen in Milland aufmerksam: „Man kann meistens sowieso nicht schneller fahren. Ein solches Tempolimit wird sicher die Sicherheit auf der Straße erhöhen, beispielsweise für Kinder.“

Saiten Klingenzumbringen
Kunst & Kultur

KULTUR: Rubino Gabrieli aus Brixen baut seit gut zehn Jahren mit großer Leidenschaft Geigen. Die klangliche und ästhetische Qualität seiner Instrumente überzeugt Violinisten und Jurys in ganz Europa. Ein Werkstattbesuch.
Wenn Rubino Gabrieli zur Geige greift, dann ist sie da, die Magie dieses besonderen Instruments. Man hört sie am Klang. Man spürt sie an der Musik, die den Raum erfüllt. Man sieht sie an den Bewegungen von Gabrieli, der eins wird mit seinem Instrument und uns mit seinen Melodien in die traditionelle Musik der Sinti eintauchen lässt. Das Instrument, auf dem Gabrieli spielt, ist Teil einer Geschichte – seiner Geschichte. Denn er hat es selbst gebaut. Und nicht nur das: Es trägt, wie alle seine Violinen, einen Namen und ist nach Papst Leo XIV. benannt. Warum? „Weil ich gerade daran gearbeitet habe, als er im vergangenen Frühling zum Papst gewählt wurde“, erklärt Gabrieli. Und genau auf diesem Instrument musizierte er bei der Jubiläumsaudienz am 18. Oktober für den Papst – und zugleich vor 10.000 Menschen und mehreren internationalen TV-Sendern, die die Audienz in alle Welt übertrugen. Damit reiht er sich in eine Familientradition ein, denn sowohl sein Vater als auch sein Großvater hatten früher für den Papst musiziert.
Gabrieli lebt mit seiner Familie in Milland. Er stammt aus einer seit sechs Generationen in Südtirol lebenden SintiFamilie und ist in Brixen geboren und aufgewachsen. Musik war schon immer ein wichtiger Teil seines Lebens, denn in der Familie wird aktiv musiziert. Seine erste Violine bekam er als Kind in die Hand gedrückt. Doch dass er sich einmal seinen Lebensunterhalt als Geigenbauer verdienen würde, war dem 44-Jährigen alles andere als in die Wiege gelegt.
Zerplatzte Träume
„Eigentlich wollte ich Profifußballer werden“, erzählt er. Doch just an dem Tag, an dem der damals 15-Jährige seinen ersten Vertrag bei Cagliari unterschreiben wollte, verletzte er sich bei einem Sturz, und der Traum von einer Fußballkarriere war ausgeträumt. Er besuchte die Berufsschule für Metalltechnik und arbeitete später als technischer Zeichner im Bereich der Metalltechnik, und das durchaus mit Freude und in verantwortungsvoller Position als Werkstattleiter.

Doch dann kam es wieder anders: Gabrieli verlor aus familiären Gründen seine Arbeit und musste sich neu orientieren. Er arbeitete selbstständig als Metallhändler, und abends und in seiner Freizeit näherte er sich wieder der Musik an. Zuvor hatte er das Geigenspiel eigentlich etwas aus den Augen verloren. „Es gab einfach Jahre“, meint er, „wo ich andere Interessen hatte – Fußball zum Beispiel, so wie andere Teenager eben auch.“ Oder das Thai-Boxen, dem er sich elf Jahre lang als Profisportler widmete.
Von nun an aber ließ ihn „sein“ Instrument nicht mehr los. „Ich hatte meinen Großvater vor Augen – einen großen Musiker der Musik der Sinti, und ich wollte mein Spiel verbessern und begann zu üben.“ Allerdings konnte ihn sein damaliges Instrument nicht überzeugen. „Die Geige“, so sagt er, „muss zu dir sprechen und ein Gefühl vermitteln. Das sage ich auch meinen Kunden. Das allein zählt – nicht
Große Auswahl an Obst- und Nutzbäumen aus eigener Anzucht:
Äpfel - Zwetschgen
Kirschen - Birnen
Marillen - Pfirsiche
der Name des Geigenbauers, nicht der Preis.“ Und weil sein Verhältnis zu seiner damaligen Geige nicht unbedingt die ganz große Liebesbeziehung war, suchte er nach einem anderen Instrument – vergeblich. Also baute er seine Geige kurzerhand selbst.
Das war im Jahr 2014. Die Grundkenntnisse im Geigenbau holte er sich bei einem Cousin, und im Internet verfolgte er aufmerksam die Videos und Anleitungen des Cremoneser Geigenbauers Davide Sora, eines Meisters seines Fachs. Mit viel Geduld und Willensstärke entstand so schließlich die allererste Rubino-Gabrieli-Violine.
Ist das ein „richtiger“ Beruf?
Auf die erste Violine folgte die zweite, gebaut für seine Tochter, die dritte für seinen Bruder. „Ich baute vor allem für meine Familie.“ Denn seinen Lebensunterhalt finanzierte er sich damals im Metallhandel und vorwiegend mit musikalischen Auftritten. Irgendwann kam es so, wie es wohl kommen musste: Andere Musiker wurden während eines Auftritts auf sein Instrument aufmerksam, fragten nach, woher es kam und wer es gebaut hatte und wollten schließlich auch so eines haben. „Du bist also auch Geigenbauer?“, wurde Rubino Gabrieli gefragt. „Ich wusste nicht einmal, dass das auch ein ‚richtiger’ Beruf ist“, schmunzelt Gabrieli heute. Eines war ihm jedoch sofort bewusst: „Das A und O eines jeden Instruments sind sein Klang und dass es angenehm zu spielen ist.“
Dass seine ersten Geigen nicht schlecht waren, ahnte er. Doch er wusste auch, dass sein Weg zur perfekten Geige viel Einsatz erfordern würde. „Geigen sind die kompliziertesten Instrumente, die es gibt“, sagt Gabrieli, „sowohl beim Bauen als auch beim Spielen. Selbst wenn ich dasselbe Material verwende, dieselben Maße, dieselben Arbeitsschritte – am Ende kommen dabei zwei Geigen heraus, die unterschiedliche Klangfarben haben. Die Erfahrung ist ungemein wichtig. Sogar unter den Instrumenten der weltberühmten Geigenbauer Antonio Stradivari und Giuseppe Guarneri del Gesù finden sich solche, die nicht besonders gut klingen.“
Preisgekrönte Instrumente
Und wo lernt man am besten? Von den Besten, dachte er sich, und bildete sich in Bologna bei Gianni Norcia und in Cremona weiter. Die Stadt in der Lombardei ist bekannt für ihre traditionelle Geigenbaukunst: Seit dem 16. Jahrhundert werden dort Streichinstrumente hergestellt; auch Antonio Stradivari hat seine Geigen dort gefertigt. Rubino sog auf, was er wissen musste, und experimentierte in seiner kleinen Werkstatt zu Hause.
Aufgeben, das ist nicht das Seine, und schließlich reichte er auf Drängen seines Lehrers Gianni Norcia eine Geige für den renommierten XII. Internationalen Geigenbauwettbewerb ANLAI (Associazione nazionale liuteria artistica italiana) in Pisogne ein. Das war 2021. Er erinnert sich noch genau an den Anruf, den er damals erhielt: Er hätte einen Preis gewonnen und müsse zur Preisverleihung kommen. „Eigentlich wollte ich gar nicht hinfahren, aber sie bestanden darauf, und auch mein Lehrer hat mir dazu geraten, denn dort könne ich geistig wachsen. Als ich dort war, verstand ich seine Worte: Hier konnte ich so viele ausgezeichnete Geigen studieren, meine mit ihnen vergleichen, sehen, was andere Geigenbauer machen.“ Er gewann die Bronzemedaille. „Du solltest doch bloß unter die ersten zehn kommen, nicht gleich einen Preis gewinnen“, meinte damals sein Lehrer scherzhaft.
Für Gabrieli war diese erste Auszeichnung Lob und Ansporn zugleich. Und er hatte ein neues Ziel vor Augen: Von nun an wollte er zu den Besten gehören und wandte sich an

In aufwändiger Handarbeit fertigt Gabrieli die Streichinstrumente; das akustische Zusammenspiel der verschiedenen Teile beeinflusst ihre Klangfarbe, Brillanz und Lautstärke maßgeblich
Davide Sora, einen der besten Geigenbauer der Cremoneser Schule. „Er hat mir alles beigebracht, und ich versuchte, seine wertvollen Ratschläge umzusetzen“, sagt er heute. Mit der Geige, die er im Jahr 2023 für den Wettbewerb in Pisogne einreichte, gewann er die Silbermedaille mit Leistungsnachweis und erhielt einen Spezialpreis.
Danach wagte er sich daran, ein Instrument von Stradivari zu kopieren. Als sein Lehrer dieses Instrument sah, sagte er: „Es ist schwierig, dass ein Schüler besser ist als der Meister,
aber jetzt kann ich durchaus sagen, dass der Schüler den Meister übertroffen hat.“
Dass der Siegeszug von Gabrielis Geigen bei den Wettbewerben weiterging, verdeutlichen die vielen Auszeichnungen, die an der Wand des kleinen Musikzimmers in Gabrielis Keller in Milland hängen. 2024 gewann er – wieder in Pisogne und bei einem Wettbewerb in England – Silber, Gold und einen Spezialpreis. Zuletzt brachte er 2025 zwei Goldmedaillen aus einem Wettbewerb im bulgarischen Kasanlak mit nach Hause.
Nicht nur die Geigen selbst – ob klassische Konzertgeige oder antikisierende Geige –, sondern auch Details werden ausgezeichnet. Den Preis für den besten Steg – ausgezeichnet für das Design, die Wahl des Holzes und die akustische Qualität – konnte er beim „International Violin Bridge Competition“ in Großbritannien gleich dreimal hintereinander für sich beanspruchen: 2023, 2024 und 2025. Der Steg ist zwar ein kleines, aber alles andere als unwichtiges Teil.
Und damit erklärt Rubino Gabrieli, wie so eine kostbare Geige entsteht. Eines vorneweg: In ein Instrument, das er für einen Wettbewerb einreicht, fließen vier bis viereinhalb Monate präziser Handarbeit.
Wie baut man eine Geige?
Das Streichinstrument mit vier Saiten wird meistens aus Fichte und Ahorn gefertigt. Bereits die Wahl des Holzes ist entscheidend. „Wichtig ist, dass das Holz langsam und gleichmäßig gewachsen ist. Das erkennt man an der Dichte und an den Jahresringen.“ Den Boden des Instruments, die Zargen (Seitenteile), den Hals, der auf den Korpus geleimt wird, und die Schnecke fertigt Rubino Gabrieli aus bosnischem Ahorn.


Die eleganten F-Löcher sind nicht nur der Ästhetik geschuldet, sondern dienen als Schalllöcher für die Resonanz des Instruments
„Dieser Ahorn ist kompakter als etwa Ahorn aus Rumänien oder der Slowakei. Das ist für die Akustik und die Weichheit des Klangs viel besser.“ Die Decke des Instruments ist hingegen aus italienischem Fichtenholz gefertigt, das Gabrieli höchstpersönlich im Fleimstal aussucht, in jener Gegend, in der schon Stradivari und die Geigenbauer der Cremoneser
Schule das Holz für ihre Instrumente schlagen ließen. Der Sturm Vaia, der Ende Oktober 2018 weite Teile Norditaliens heimsuchte, verursachte dort verheerende Schäden. „Meine Kinder, meine Frau und ich pflanzten dort 60 neue Bäume. Als Geigenbauer war es mir wichtig, ein Zeichen zu setzen“, sagt Gabrieli und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wer weiß, vielleicht wird einmal einer meiner Urenkel just einen dieser Bäume zum Geigenbauen verwenden?“
Er glaubt also an die Zukunft seines Handwerks und legt ein schmales Stück Holz vor uns auf den Tisch. Es wird in zwei Hälften gespalten, die mittig miteinander verleimt werden, bevor daraus die Decke des Instruments ausgeschnitten wird. Damit ist es jedoch bei weitem noch nicht getan. In aufwändiger Handarbeit arbeitet Gabrieli anschließend mit Hohlhobeln und Messern die charakteristische Wölbung heraus; innen wird die Decke ausgehöhlt. Am Ende wird sie nur mehr wenige Millimeter stark sein und nicht an jeder Stelle gleich. Die Decke aus Fichtenholz muss feinste Schwingungen der Saiten aufnehmen und verstärken.
Der Geigenboden kann aus einem oder, ähnlich wie die Decke, aus zwei verleimten Stücken Ahornholz gearbeitet werden. Auch er ist gewölbt und innen ausgehöhlt. Ahornholz ist dichter und fester als Fichtenholz. Die eleganten F-Löcher sind nicht nur der Ästhetik geschuldet, sondern dienen als Schalllöcher für die Resonanz des Instruments. Ihre Größe und Position sind wichtig für die Luftströme und die Steifigkeit der Decke. Die Zargen, also die Seitenwände des Instruments, fertigt Gabrieli ebenfalls aus dünnem Ahornholz. Da sie die Decke und den Boden miteinander verbinden, spielen auch sie eine wichtige Rolle beim Übertragen der Schwingungen zwischen Decke und Boden.

Das akustische Zusammenspiel der verschiedenen Teile ist äußerst komplex, beeinflusst aber maßgeblich Klangfarbe, Brillanz und Lautstärke eines Instruments.
Die Seele der Violine
Auf zwei weitere essenzielle Bausteine macht Gabrieli aufmerksam: auf den Stimmstock und den Bassbalken. Beide befinden sich, von außen nicht sichtbar, unter dem Steg. Der Bassbalken ist ein dünner Streifen aus Fichtenholz, der unter dem Bassstegfuß verleimt wird und die Saitenschwingungen über eine größere Fläche verteilen soll. Der Stimmstock hingegen ist ein kleiner Stab aus Fichtenholz, der unverleimt zwischen Decke und Boden geklemmt ist. Er nimmt die Vibration des Stegs auf und überträgt die Schwingungen von der Decke zum Boden. Diesen Stimmstock im Instrument millimetergenau ‚richtig‘ zu positionieren zeichnet den wahren Geigenbaumeister aus. Gabrieli spricht mit Leidenschaft von der „anima“, wie der Stimmstock im Italienischen heißt, und allein die Bezeichnung sagt alles: „Man kann durchaus sagen, dass der Stimmstock die Seele der Violine ist.“
100 Prozent Handarbeit
Rubino Gabrielis Geigen entstehen zur Gänze in kunstfertiger Handarbeit. Neben dem Klang ist ihm auch wichtig, dass seine Instrumente gut spielbar sind. So hat er beispielsweise bequeme Griffbretter konstruiert. Viel Zeit investiert er in den sorgfältigen Einsatz von UV-Licht zur Bräunung des hellen Holzes, und auch auf die Lackierung legt er größtes Augenmerk. Schließlich soll ein Instrument auch optisch beeindrucken, etwa mit einer changierenden Oberfläche, die die Bewegungen der Orchestermusiker auf der Bühne in faszinierende Lichtspiele umwandelt.
Nach neuen Lösungen und, bei aller Liebe zur Tradition, auch nach innovativen Ansätzen zu suchen – das ist Rubino Gabrielis Credo. Dass er Geigen nicht nur baut, sondern selbst auch mit Leidenschaft spielt, kommt ihm dabei sicherlich zugute, denn er kennt auch die andere Seite, die des Musikers und Solisten.
Rubino Gabrielis Instrumente sind mittlerweile sehr gefragt. „Man kennt mich und meine Geigen in ganz Italien. Unter den Solistinnen und Solisten, die mich hier in Milland besucht haben, waren beispielsweise Lena Yokoyama, Teofil Milenkovic und Manuel Randi, Mihail Ion, Lodovico Parravicini, Julian Walder, Federico Nogarotto, Roberto Iaquinta und der Schauspieler Giorgio Tirabassi.“ Violinisten des Haydn-Orchesters spielen seine Instrumente. Sie alle standen bereits in der kleinen Werkstatt im Keller und zogen sich zum Spiel ins daneben liegende Musikzimmer zurück – mit Blick auf die vielen Auszeichnungen, die Rubino bereits gewonnen hat. Vielleicht belauscht von seinen Kindern, die ebenfalls mit dem Geigenspiel und der Musik der Sinti aufwachsen, wie Rubino Gabrieli selbst.
Der Geigenbauer ist zurecht stolz auf das, was er bereits erreicht hat. Und er macht weiter – mit Liebe und Demut vor diesem besonderen Instrument. Seine wahre Magie liegt nicht im Namen, sondern im Klang.

johanna.bampi@brixner.info
ROMEO UND JULIA
von Kaja Dymnicki und Alexander Pschill sehr frei nach William Shakespeare






18. März 2026












Brixen, Forum 19.30 Uhr

Gefördert von

KARTEN & INFOS
www.kulturinstitut.org Tel. 0471 313800


Unterstützt von

Jung, lebendig – Zither!
MUSIK: Die Zither stand an einem Wochenende Anfang Februar in Feldthurns im Mittelpunkt einer Veranstaltung – nicht als leise Begleiterin im Hintergrund, sondern als Hauptdarstellerin eines Festivals, das ihr neue Räume eröffnet. Beim ersten Zitherfestival Südtirols wurde hörbar, wie jung, lebendig und vielstimmig dieses Instrument klingen kann. Unsere Reporterin war dabei.

Im Castaneum in Feldthurns beginne ich meinen Samstagmorgen mit dem Jodelworkshop. Hier geht es zwar nicht um die Zither selbst, wohl aber um Musik, die ebenso tief in der alpinen Kultur verwurzelt ist. Der Workshop ist als offenes Angebot angelegt und begleitet mich durch den gesamten Tag. Immer wieder kehre ich zurück, singe mit, höre zu, probiere aus.
Geleitet wird der Workshop von Hedwig Roth aus dem Allgäu. Sie jodelt seit ihrer Kindheit, spielt Gitarre und schreibt eigene Lieder. Vor allem aber vermittelt sie eine Haltung, die sofort spürbar wird: Es geht nicht um richtig oder falsch, nicht um Technik oder Leistung, sondern um das eigene Stimmerlebnis: „Sei dein Ton“ – dieser Gedanke zieht sich durch den Tag. Wer mag,
jodelt mit. Wer lieber zuhört, ist genauso willkommen. Die Stimmen im Raum sind zunächst vorsichtig und tastend, doch mit jeder Runde wächst der Klang. Stimmen finden zueinander, tragen sich gegenseitig, lösen sich wieder. Ich staune, wie gut es funktioniert, mit so vielen singbegeisterten (Un-)Bekannten einen gemeinsamen Klang zu formen. Das Jodeln wirkt verbindend,
u Lebendige Zitherszene: Unter anderem standen beim Festival in Feldthurns junge Musikschaffende aus Südtirols Musikschulen auf der Bühne
fast meditativ, und bleibt als leiser Grundton über den Tag hinweg präsent.
Die Zither neu entdecken
Das erste Zitherfestival Südtirols, das am 6. und 7. Februar in Feldthurns stattfand, sollte die modernen Seiten des Instruments in den Mittelpunkt rücken. Das Programm reichte von Workshops und Klanginstallationen über Konzerte bis hin zu Jugendprojekten und sollte die Lebendigkeit der Zitherszene aufzeigen. An diesem Samstagmorgen füllen Solokonzerte der Zitherschüler und Zitherschülerinnen das Haus mit Musik. Junge Musikerinnen und Musiker aus den Musikschulen Bruneck, Brixen, Klausen, Ritten,









Gröden und Überetsch stehen auf der Bühne. Was einst mit einer kleinen Gruppe begann, hat sich zu einer lebendigen Bewegung entwickelt, die inzwischen fester Bestandteil der Südtiroler Zitherszene ist. In intensiven Probenphasen sind die Teilnehmenden zu einem Ensemble zusammengewachsen –hier jedoch zeigen sie sich einzeln. Ich bewege mich zwischen den Konzerten, bleibe stehen, setze mich wieder, lasse mich treiben. In den Pausen treffe ich an der hauseigenen Bar andere Musikbegeisterte. Man spricht über Musik, über Lieblingsmomente, über das Staunen darüber, wie vielseitig die Zither klingen kann. Immer wieder bleibe ich stehen, um zuzuhören: So viel Potenzial, Talent und Fleiß wird hörbar. Es ist motivierend, diesen jungen Musikschaffenden zuzusehen, ihre Ernsthaftigkeit zu spüren und zugleich ihre Freude am Spielen wahrzunehmen. Wer die Zither bislang in eine alte Bauernstube oder in den Seniorenvereinen verortet, hat an diesem Punkt des Tages längst anderes erfahren: Die Zither zeigt sich hier offen, experimentierfreudig und modern.
Hören und Handeln verschmelzen
In der Mittagspause wechsle ich den Ort und gehe zur Klanginstallation im Laurentiuskirchl, gleich gegenüber dem Castaneum. Entwickelt wurde sie von Reinhilde Gamper gemeinsam mit Thomas Torggler und Georg Kantioler. Schon beim Eintreten verändert sich die Wahrnehmung: Der Raum wirkt dichter, konzentrierter. Klänge, Architektur und Bilder verbinden sich zu einer vielschichtigen Klanglandschaft, die den Kirchenraum neu definiert. Die Zither steht im Zentrum der Installation. Ihre feinen, oft verborgenen Klangmöglichkeiten werden mit elektronischen Elementen verwoben und erweitern den akustischen Raum. Die visuellen Arbeiten verdichten die Atmosphäre zusätzlich. Besonders eindrücklich ist der Moment, in dem ich selbst Teil der Installation werde: Durch das behutsame Anzupfen einer vor Ort installierten Zithersaite greife ich aktiv in den Klang ein. Jeder kleine Impuls verändert den weiteren Verlauf, Hören und Handeln verschmelzen. Der Raum wird nicht nur bespielt, sondern antwortet. Ich verlasse das Laurentiuskirchl mit dem Gefühl, nicht nur zugehört,
sondern tatsächlich mitgewirkt zu haben.
Ein Grundstein für weitere Zitherträume
Am Abend füllt sich der Saal für das Zitherorchester. Die Spannung ist spürbar: Über 30 Zitherspielende stehen gemeinsam auf der Bühne. Was ein klassisches Orchester kann, kann die Zither schon lange! Höhepunkt des Konzerts ist die Uraufführung der „Suite Perspectives“ von Daniel Pupp, die gemeinsam mit den jungen Musikschaffenden erarbeitet wurde. Zitherlehrerin Mara Vieider betont im Vorfeld: „Man weiß bei einer Uraufführung nie genau, wie ein Publikum reagieren wird.“ Diese Ungewissheit liegt jetzt auch im Raum, doch schon nach den ersten Klängen entsteht eine besondere Spannung. Das sanfte Klimpern der Zithersaiten erinnert mich an Schnee auf den Bergen, der noch im Frühling ins Tal hinunterglitzert, flüchtig, klar und ruhig. Die Musik führt durch innere Reflexion, durch Weite und Fantasie. Klangschichten entfalten sich, Nähe und Distanz wechseln sich ab.
Den Abschluss des Festivals bildet das Konzert von „Cordes y Butons“ – mein persönliches Highlight. Reinhilde und Tamara Gamper sowie David Moroder verbinden Zither, Geige und Steirische Harmonika zu einem unverwechselbaren Klang. Gesungen wird auf Ladinisch und im Südtiroler Dialekt; jeder Song ist eine Eigenkomposition. Die Lieder erzählen von beeindruckenden Menschen, von Kindern, die in die Welt hinauswollen, und von berührenden Momenten. Die Musik bewegt sich zwischen traditioneller Volksmusik, Weltmusik und modernen Einflüssen – mühelos, selbstverständlich, mal zart und poetisch, mal rhythmisch und kraftvoll. Jeder Song bleibt im Körper und hallt nach. Das Publikum ist begeistert, und auch Tamara und Reinhilde Gamper freuen sich über ihren Fanclub im Heimatort.
Am Ende des Tages wird durch den sicht- und hörbaren Nachwuchs deutlich, dass dieses erste Zitherfestival Südtirols wohl nicht das letzte gewesen sein dürfte. Reinhilde Gampers Traum ist wahr geworden; der Grundstein für weitere Zitherträume ist gelegt.
magdalena.lang@brixner.info

KULTUR
„Sapperlot“ sucht Brixner Gastfamilien

Zwischen dem 6. und 10. Mai wird Brixen wieder der Schauplatz für den internationalen Jugendtreffpunkt „Sapperlot“. Jugendliche zwischen 16 und
THEATER
25 Jahren aus neun Ländern werden an diesen Tagen nach Brixen kommen, um gemeinsam Theater zu spielen, Workshops und einen „Foodmarket“
Viel Gelächter in Milland

Mit der traditionellen Faschingsrevue „Mill and Ka(o)s“ feierte das Theater Brilland im Februar einen echten Publikumserfolg. Das Ensemble präsentierte ein abwechslungsreiches Programm. Unter der Regie und mit Texten von Helmut
KURZ NOTIERT
Huber, Lisi Kiebacher, Christine Jaist und Geggo Plank entstand eine kurzweilige Inszenierung, die aus zahlreichen Sketchen und musikalischen Einlagen bestand. Bereits die Begrüßung zu Beginn ließ keinen Zweifel daran, wohin die Reise
Die Kunstinstallation „Walking Towards Peace“, die die dänische Künstlerin Eva Esmann Behrens zusammen mit Menschen aus Brixen realisiert hat, war im Januar und Februar als Teil des Copenhagen Light Festivals an der Fassade des Nationalmuseums in Kopenhagen zu sehen.
zu organisieren sowie auf Open Stages zu zeigen, was sie können. Das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) Brixen organisiert das Jugendtheaterfestival im Zweijahresrhythmus. Für die diesjährige Ausgabe kommen die zehn Gruppen aus Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Kroatien, Rumänien, Tschechien und der Türkei in die Domstadt. Auch drei TPZ-Gruppen werden beim Festival vertreten sein. „Um unsere internationalen Gäste unterbringen zu können, würden wir uns über Gastfamilien in Brixen freuen“, sagt Nathaly Troi. Gastfami-
lien würden mindestens zwei Jugendlichen für die Tage des Theaterfestivals ein Zuhause bieten: „Die Jugendlichen würden bei ihnen übernachten und frühstücken, tagsüber sind sie beim Festival“, erklärt Troi. Im Gegenzug erhalten die Gastgeberfamilien einen Festivalpass und können alle Aufführungen kostenlos besuchen. „Zudem ist es eine gute Gelegenheit für internationalen Austausch und um neue Menschen kennenzulernen“, unterstreicht die Theaterpädagogin. Interessierte Familien können sich bis Mitte März direkt bei ihr melden: nathaly@tpz-brixen.org. av
ging: Mit witzigen Unterbrechungen wurde das Publikum sofort in das Geschehen eingebunden. Für die musikalische Begleitung sorgte eine kleine, aber feine Band mit Tuba und Gitarre, bestehend aus Helmut Huber und Matthias Baumann, die nicht nur atmosphärisch unterstützte, sondern auch mit eigenen Songs überzeugte. Inhaltlich nahm das Theaterstück kein Blatt vor den Mund. Ob Lehrerstreik, großzügig dimensionierte Hütten von Landesräten, die Tücken der Steuererklärung mit all ihren absetzbaren – oder eben nicht absetzbaren – Ausgaben, Wohnungsnot oder lange Warte-
zeiten im Krankenhaus: Die Sketche trafen den Nerv der Zeit. Auch die schwierige Verkehrssituation im Pustertal rund um die olympische Spielstätte Antholz wurde humorvoll aufs Korn genommen. Den Abschluss bildete eine herrlich überzeichnete Posse über die unterschiedlichsten Charaktere, die sich auf einer Hochzeit für ganz unterschiedliche Fotos zusammenfinden müssen. Am Ende stand ein vergnüglicher Abend, der nicht nur dem Publikum sichtlich Freude bereitete, sondern auch den Schauspielerinnen und Schauspielern. jmf
Anfang Februar war der Brixner Schauspieler Tommy Fischnaller-Wachtler als Marco Relli in der Erstausstrahlung des Fernsehfilms „Tod in Tirol“ im ORF zu sehen. Auf der Bühne ist er derzeit in Bernhards „Heldenplatz“ und demnächst in Camus’ „Die Gerechten“ am Tiroler Landestheater zu erleben.
In einem großen Gemeinschaftsprojekt brachten die Vinzentiner Chöre, Domchor, Domorchester und Domorganist, die Streicher „Sound of Strings“ der Musikschule Klausen und Sängerinnen der Musikschule Bruneck am 8. Februar Antonio Vivaldis „Gloria“ im Brixner Dom zur Aufführung.
Herr Ties, im vergangenen Jahr zeigte Kloster Neustift zeitgenössische Kunst in der Neuen Kunst Galerie und eine Ausstellung zum Bauernaufstand. Welche Schwerpunkte werden heuer gesetzt?
Heuer konzentrieren wir uns auf die Fotografie und spannen dabei einen Bogen von den historischen Aufnahmen aus dem Stiftsarchiv bis zu zeitgenössischen Fotos. 2026 wird auch international als Jubiläumsjahr der Fotografie wahrgenommen, da Joseph Niépce 1826 das älteste bis heute erhaltene Foto angefertigt hat. Eines unserer Ziele ist die detaillierte Erschließung der Archivbestände.
„Wie aus Fotos Erinnerung wird“
HANNS-PAUL TIES, Kurator im Stiftsmuseum Neustift, über Fotobestände, Fotogeschichte und die geplanten Ausstellungen.
Wie kann man sich das Neustifter Fotoarchiv vorstellen?
Die ältesten Fotos datieren in die 1860er-Jahre und damit in die Zeit, als in Brixen mit Caspar Eder der erste Fotograf tätig war. Es gibt Klassenfotos der Brixner Gymnasiasten und der Neustifter Stiftsschüler sowie Aufnahmen des Stifts, der Chorherren und der landwirtschaftlichen Tätigkeit. Ab dem frühen 20. Jahrhundert fotografierten manche Chorherren auch selbst. Ingenuin Heubacher etwa fertigte schon um 1910 Farbfotos nach dem Autochromverfahren der Brüder Lumière und der Physikprofessor Benedikt Purer wirkte über Jahrzehnte als Fotochronist des Stifts.
Welche Ausstellungen sind geplant?
Ab 28. März ist eine Wanderausstellung mit Repros von historischen Aufnahmen aus dem Stift und den Stiftspfarreien zu sehen – zunächst in Neustift, später in den Pfarreien. Parallel dazu geht es in einer Studioausstellung im Stiftsmuseum um das Fotoarchiv selbst und um die Frage, wie aus fotografischen Beständen ein Archiv und wie aus Fotos Erinnerung wird. Zu sehen sind originale Aufnahmen, Fotoalben und -apparate. Außerdem sind Kooperationen mit dem Fotomuseum WestLicht in Wien, dem LUMEN und dem Pharmaziemuseum geplant. johanna.bampi@brixner.info


GESUNDHEIT IST VERTRAUENS
SACHE Urologie für jede Lebensphase
Schladebach im Finale


Viele urologische Erkrankungen – wie Prostatakrebs oder Blasenerkrankungen –verursachen lange Zeit keine Beschwerden. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, besonders ab dem 45. Lebensjahr. Ein kurzer Termin kann langfristig den Unterschied machen.
DR. HERBERT GRUNSER
deckt das gesamte Spektrum der Urologie und Andrologie ab. Von Vorsorgeuntersuchungen bis zu akut auftretenden urologischen Beschwerden – Dr. Grunser stellt die Diagnose und behandelt die vorliegende Pathologie. Er kann dabei auf jahrzehntelange Erfahrung im klinischen Bereich zurückgreifen.

Vormerkungen unter: info@brixsana.it 0472 824800
Kontakt Dr. Grunser: herbert.grunser@brixsana.it 0472 824844 www.urologiegrunser.it
Mehr als 60 Kompositionen aus der ganzen Welt wurden für den internationalen Kompositionswettbewerb „Freiheit & Frieden“ eingereicht. Unter den neun Finalisten, deren Werke im Rahmen der Preisverleihung am 1. Februar in Bozen uraufgeführt wurden, war Michèle Schladebach, die bis 2023 den Kirchenchor Schabs und den Brixner Chor St. Michael leitete. „Ich bin die einzige Frau neben acht Männern im Finale“, sagt sie, „denn Komposition ist immer noch ein Metier der Männer.“ Schladebach reichte eine Komposition für vierstimmigen Chor ein: Ihr Stück „Da Pacem Domine“ (Gib Frieden, Herr) basiert auf einem lateinischen Gebetstext um Frieden. Das Werk ist so konzipiert, dass es an die jeweilige Aufführungssituation angepasst werden kann. „Kirchenmusik ist für mich funktionale Musik. Als Kirchen-
musikerin und als Begleiterin für Tanz habe ich gelernt, Stücke zu adaptieren.“ Schladebach widmete sich nach ihrem klassischen Klavierstudium an den Konservatorien von Venedig und Parma parallel zum akademischen Werdegang auch der Komposition, der Chorleitung, der elektronischen Musik und dem Jazz. Sie schrieb Musik für ihre Chöre, die auch beim Musikverlag „MUNODI“ verlegt wurde. Seit zwei Jahren lebt sie in Rom, wo sie sich auf die Begleitung von klassischem und zeitgenössischem Tanz am Klavier und mit elektronischer Musik spezialisierte. Sie arbeitete dabei mit dem „Liceo Coreutico DAF“ und dem „Teatro dell’Opera di Roma“ zusammen und ist nun als „Maestro collaboratore al ballo“ an der „Accademia Nazionale di Danza“ tätig. job

KULTUR
Gelebte Geschichte bewahren

Beim „Circolo culturale e ricreativo Varna“ stand das vergangene Jahr im Zeichen des Projekts „VARNerìe“, das der Oral History – der erzählten Geschichte – großen Raum gab und einen Dokumentarfilm und ein Buch umfasst. „Wir wollten damit einen Blick auf unsere Lebensgeschichten und die Vereinsgeschichte werfen“, sagt Fabio Volpotti, der bei der Neuwahl im Januar als Präsident des Vereins wiedergewählt wurde. Im Dokumentarfilm von
Regisseurin Caterina Ferrari und Kameramann Martin Telser erzählen Vereinsmitglieder aus ihrem Leben: von Zuzug und Integration in der für viele neuen Heimat, von der 1978 erfolgten Gründung des Vereins und davon, wie wichtig ein kulturelles Angebot und der Austausch mit Menschen für sie ist. Der 35-minütige Film ist auf der Website des Vereins zu sehen. Autor des gleichnamigen Buches, das in 14 Geschichten auf knapp 100 Seiten Erinnerungen der Menschen nachzeichnet, ist Dario Massimo.
Fabio Volpotti hat die einzelnen Kapitel eingesprochen. Auch für heuer hat sich der neu gewählte Vorstand, der aus Manfred Gufler, Alberto Bonon, Fabio Volpotti, Remo Scapin, Tiziano Torso und Robert Weinberger (hintere Reihe von links) sowie Angelina Baldo, Anna Angeli und Carmen Cappelletti (vordere Reihe von links) besteht, einiges vorgenommen – zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Verein heimat BBP eine Vortragsreihe über KI. job

Mit der Produktion „Echt wahr?!“ hat die Dekadenz eine neue Inszenierung auf die Bühne gebracht. Das internationale SchauspielerQuartett beeindruckte vor allem mit Bewegung und Dialogen, aber auch mit Tanz und Gesang in den strahlend gold-silbernen Kostümen. Linda Covi aus Lana kommt frisch von der Schauspiel-
KONZERT
Alte Musik – neue Verbindung
schule und ist zwischen Südtirol und Wien tätig. Mirko Costa, mit Wurzeln im Gadertal und künstlerischen Stationen unter anderem in Hamburg und Barcelona, brachte

Am 10. Februar war das internationale Trio Skweres in der Musikschule Brixen zu Gast und präsentierte ein außergewöhnliches Konzertprogramm zwischen Mittelalter und Gegenwart. Das Trio, bestehend aus Yui Iwa-
ta-Skweres (Violine), Matthias Rosenfelder (Viola) und Tomasz Skweres (Violoncello), verband historische Klangwelten mit zeitgenössischen Kompositionen zu einem spannungsreichen musikalischen Dialog. Im Zentrum des
Abends stand das Austauschprojekt der Partnerstädte Regensburg und Brixen, bei dem Werke von Komponistinnen und Komponisten beider Städte in beiden Orten aufgeführt werden. Als verbindendes Element fungierte die Musik des
die musikalische Erfahrung mit. Johanna Steinhauser kommt vom Koproduktionshaus Gostner Hoftheater in Nürnberg. Komplettiert wurde das Ensemble von Thomas Witte, der als erfahrener Schauspieler mit markanter Stimme Akzente setzte und die Zuschauer durch das Programm führte. Der Abend war in der Form einer bekannten Fernsehshow inszeniert: Dabei sind die vier Schauspielenden als Kandidaten und Moderator auf der Bühne, kämpften in mehreren Spielen um den Sieg und verbanden Witz mit tiefgründigen Einblicken hinter die Kulissen. Das Stück bot Denkanstöße für das Publikum, das sich während des ganzen Abends die Fragen stellte: Was ist improvisiert, was inszeniert? Was ist echt und was nur Schein? „Echt wahr?!“ versteht sich als Schauspiel, das mit Wahrnehmung und Erwartungshaltungen spielt und das Publikum zum Mitmachen, Mitlachen und Mitdenken einlädt. lv
Mittelalters, die in beiden Städten eine Zeit kultureller Hochblüte markiert. Kurze Hoqueti aus dem Codex Bamberg des 12. Jahrhunderts gliederten das Programm und bildeten klangliche Brücken zwischen den neuen Werken. Die zeitgenössischen Kompositionen – darunter Werke von Tomasz Skweres, Hannes Kerschbaumer, Manuela Kerer und Juan Riera – griffen den Geist, die Kunst und die musikalischen Strukturen des Mittelalters auf vielfältige Weise auf. Tomasz Skweres, der Cellist des Trios, zeigte sich erfreut, dass auch ganz „normale“ Menschen das Konzert besuchten, die neugierig waren, etwas Neues und vielleicht auch Ungewohntes zu hören. Letztlich wurde dem Publikum bewusst, dass Musik, egal ob alt oder neu, immer wieder begeistert. ml
Endlich ein Tunnel nach Schalders

Mit dem Theaterstück „Puff unterm Schrotthorn“ landete der Theaterverein Neustift einen weiteren Volltreffer. Bei zehn Aufführungen im Mehrzwecksaal der Grundschule Neustift wurde dem Publikum beste Unterhaltung geboten – der Saal war dabei immer ausverkauft, mit über 200
Zuschauerinnen und Zuschauern pro Abend. Unter der Regie von Norbert Knollseisen beginnt das Stück mit einer humorvollen Zeitreise in die Vergangenheit: In einem Klassenzimmer werden die drei Hauptfiguren Rosi, Konrad und Hias in ihrer Kindheit gezeigt. Schon hier lernen sie
eine zentrale Erkenntnis fürs Leben: Touristen bringen Arbeit – und Mühe. Diese Rückblende wird pointiert durch zwei Fotos des damaligen Bischofs Wilhelm Egger und des Landeshauptmanns Luis Durnwalder illustriert. Der Wechsel in die Gegenwart gelingt elegant: Im Gemeindeamt hängen nun die Gemälde der aktuellen Amtsinhaber. Der restliche Handlungsverlauf spielt im Verwaltungsamt, wo ein falsch gebohrter Tunnel ins Schalderertal einen möglichen Touristenboom auslöst. Typische Beamte treffen auf neugierige Urlauber, ehrgeizige Investoren und internationale Prominenz – Chaos ist vorprogrammiert. Zusätzlich wird das Geschehen von einer Dokumentation von Rai Südtirol begleitet, was dem Stück eine besondere satirische Note verleiht. Sehr gute schauspielerische Leistungen, gelungene Gesangseinlagen, treffsichere Witze und eine klare Pointe rundeten den Theaterabend ab. Insbesondere die verschiedensprachlichen Eigenheiten der Figuren – von niederländischer, amerikanischer bis Innsbrucker Färbung – wurden stark von den Darstellern umgesetzt. Das Publikum amüsierte sich sichtlich und hörbar. jmf

„Femmetastische“ Klänge

Am 8. Februar verwandelte das Frauenensemble „Femmetastic“ unter der Leitung von Martha Basten und Aaron Demez die Musikschule Brixen in einen Ort voller Emotionen. Das Konzert „One Voice“ wurde von den 18 Sängerinnen aus ganz Südtirol vorgetragen. Das Programm bestand aus Liedern von verschiedenen Jahrhunderten in unterschiedlichen Sprachen und Stilen, die alle eines gemeinsam hatten: Es geht um die innere Stimme. Die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer wurden nicht nur von den Stimmen der Sängerinnen, sondern auch von den Gitarrenklängen, dem Rhythmus des Schlagzeugs und dem gekonnten Einsatz von Body-Percussion
in Begeisterung versetzt. Den musikalischen Höhepunkt bildete das Lied „One Voice“ von Ruth Moody: Das Stück begann mit einer Solistin, dann gesellten sich eine zweite und eine dritte Stimme dazu, und schließlich stimmten alle 18 Sängerinnen mit ein. „One Voice“ stellt dabei die Gemeinschaft und die Kraft von vielen Stimmen in den Mittelpunkt. Zum Abschluss wurde dieses Gefühl der Gemeinschaft und Verbundenheit von Frauen noch einmal aufgegriffen. Das Lied „W.I.T.C.H.“ (Woman in total control of Herself) von Devon Cole und John Mark Nelson setzt ein deutliches Zeichen für weibliche Stärke, Emanzipation und Freiheit. hh
Ein Lausbube im Wald
Von seinen Eltern behütet, wächst das Eichhörnchenbaby Fritz in einer Baumhöhle auf. Doch mit den ersten Frühlingstagen will der kleine Fritz hinaus in den Wald. Er schließt Freundschaft mit anderen Eichhörnchenkindern und hat lauter Unfug im Kopf. Fritz bewirft den Igel mit Tannenzapfen, zieht den schlafenden Fuchs am Schwanz und weckt die Eule aus ihrem Mittagsschlaf. Im Herbst überhört er den Rat seiner Eltern, sich eine eigene Höhle zu suchen und Vorräte zu sammeln. Er setzt seine Streiche fort und ignoriert die emsigen Vorbereitungen für den Winter, die die anderen Tiere treffen. Mit dem ersten Schnee wird es still im Wald. Fritz sitzt allein auf einem Ast, friert, hungert und schluchzt. Da fassen sich die anderen Tiere ein Herz und versorgen ihn mit dem Nötigsten. Fritz gelobt Besserung: Im

Renate Pichler und Evi Gasser Fritz das Eichhörnchen Verlag A. Weger 2025 kommenden Sommer wird er seinen Freunden beim Sammeln der Vorräte helfen. Renate Pichler erzählt in berührender Weise, wie aus dem kleinen Racker ein verantwortungsvolles Eichhörnchen wird. Evi Gassers bunte Zeichnungen bringen Kindern ab vier Jahren die Tierwelt des Waldes nahe.
Teilnehmende Hütten:
Anratterhütte
Jochtal
Nockalm
Jochtal
Ochsenalm
Jochtal
Bergrestaurant
Jochtal
Die Mühle Vals
Sportbar Vals
Gattererhütte
Fane Alm
Gitschhütte
Gitschberg
Nesselhütte
Gitschberg
Pichlerhütte
Gitschberg
Moserhütte
Altfasstal
Großberghütte
Altfasstal
In Zusammenarbeit mit:



KLANGFARBEN IM WANDEL DER ZEIT
Jubiläumskonzert der Bürgerkapelle Brixen
Im Jahr 2026 feiert die Bürgerkapelle Brixen ihr 225-jähriges Bestehen. Den Auftakt dazu bildet das Jubiläumskonzert am Samstag, 21. März. Das Jahresmotto „Klangfarben“ zieht sich wie ein roter Faden durch das Jahr. Beim Frühjahrskonzert werden Klangfarben von früher mit Klangfarben von heute an nur einem Abend präsentiert. Neben großen Namen wie Johann Strauss Sohn, Gioacchino Rossini und Johann Baptist Gänsbacher erklingen auch Werke von Anton Rosenkranz und Ernst Uebel. Das Werk „Klingendes Land“ von Sepp Tanzer wird bei manchen gewiss Erinnerungen wecken, war es ein sehr verbreitet aufgeführtes Stück in unserem Land. Ein besonderer Höhepunkt ist die Uraufführung des Auftragswerks „Humoresque“ des jungen Komponisten Matthäus Pircher. Wie der Komponist selber schreibt, versucht das Werk einerseits Tradition zu wahren und andererseits Horizonte zu verschieben und den ein oder anderen neuen, vielleicht auch vorerst ungewohnten Weg zu gehen. Mit diesem Werk werden die Stärken sowie das musikalische Leitbild der Kapelle zum Ausdruck gebracht. Seien Sie gespannt, der Abend verspricht viel Unterhaltung und eine Überraschung zum Jubiläum, feiern wir doch eine Art Geburtstag.
Alle aufgeführten Werke standen in den vergangenen 225 Jahren bereits einmal auf dem Konzertprogramm der Bürgerkapelle Brixen und zeigen – in Originalkompositionen und Transkriptionen – die stilistische Vielfalt der Blasmusik.
Kapellmeister: Hans Pircher
Obmann: Philipp Hilpold
Moderation: Magdalena Pircher
* Samstag, 21. März, 20 Uhr Forum, Brixen
Romeo und Julia

Kaja Dymnicki und Alexander Pschill haben Shakespeares Klassiker zu einer turbulenten Komödie umgeschrieben. Liebe, Intrige und Widerstand bleiben freilich Teil der Geschichte: Romeo Montague und Julia Capulet sind inzwischen nicht mehr ganz so jung und auch kein Liebespaar. Beide sind Nesthocker im komfortablen Haus ihrer wohlhabenden Eltern. Romeo klimpert am liebsten den ganzen Tag auf seiner Laute. Julia schläft tagsüber, weil sie nachts auf Bällen tanzt. Was für die längst erwachsenen Kinder bequem ist, wird den Eltern langsam zu bunt.
Beide Häuser wünschen sich, dass ihr Nachwuchs endlich auf eigenen Füßen steht. Romeo und Julia, die nicht ausziehen wollen, schmieden einen raffinierten Plan. Doch jede Intrige gerät auch schnell außer Kontrolle. Zu schaffen macht den Familien auch der autoritäre Herzog, der alle hart bestraft, die Unruhe stiften …
Mit „Amadeus“ hat das Bronski & Grünberg Theater in der Spielzeit 24/25 das Publikum von den Sesseln gerissen. Nun holt das Südtiroler Kulturinstitut auch diese neue Produktion als Gastspiel nach Brixen.
Mittwoch, 18. März, 19:30 Uhr Einführung: 19 Uhr Brixen, Forum
Karten im Südtiroler Kulturinstitut: www.kulturinstitut.org
Tel. 0471 313800 info@kulturinstitut.org
Die Veranstaltung wird von der Sparkasse unterstützt.

MUSIK ZUR KARWOCHE
G. B. Pergolesi: Stabat Mater
Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze
La Magnifica Comunità Raffaela Milanesi, Sopran Francesca Ascioti, Alt Enrico Casazza, Leitung
225 JAHRE
Tickets online kaufen
Eintritt:
Erwachsene: 15 Euro, Schüler/Studenten: 10 Euro, Kinder unter 18 Jahre: freier Eintritt Kartenvorverkauf mit Platzreservierung unter: www.bk.brixen.it
Einen tiefen emotionalen und spirituellen Zugang zum Passionsgeschehen vermitteln das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi und die „Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn. Die beiden Werke erklingen am Beginn der Karwoche im Brixner Dom, ausgeführt vom Originalklang-Ensemble „La Magnifica Comunità“, das für packende Interpretationen bekannt ist.
* Montag, 30. März, 19 Uhr Dom, Brixen
Kartenvorverkauf: online www.mytix.bz oder im Tourismusbüro Brixen, Tel. 0472 275252 info@brixen.org // www.musikbrixen.it
Foto: Marcel Urlaub
Ein Kompass fürs Leben
WEITERBILDUNG: Das neue Jahresprogramm „Kompass Bildung“ des Bildungshauses Kloster Neustift bietet ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungen aus acht Bildungsbereichen. Reinschauen lohnt sich!

In einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Veränderungen gewinnt Bildung weiter an Bedeutung. Mit der neuen Programmbroschüre „Kompass Bildung – Weiterbildung, die den Weg weist“ legt das Bildungshaus Kloster Neustift sein aktuelles Jahresprogramm vor und lädt dazu ein, sich mit den Herausforderungen und Fragen unserer
Zeit auseinanderzusetzen, ganz nach dem Motto: Bildung stiftet Orientierung.
„Als Bildungshaus Kloster Neustift ist es uns ein Anliegen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, sie zu deuten und mit unserem Angebot Antworten auf Herausforderungen anzubieten“, sagt der Präsident des Bildungshauses, H. Christian Breunig CanReg.
„Kompass Bildung“ –bewusst gewählt
„Der Kompass ist ein starkes Symbol: Er zeigt nicht, wohin man gehen soll, sondern hilft, den eigenen Weg zu finden“, sagt Direktor Benjamin Astner. Bildung verstehe sich damit als Begleitung.
Fort- und Weiterbildungen aus den Bereichen Beruf, Gesundheit, Umwelt, Kunst, Kultur, Trauer, Glaube und den Sommerwochen für Kinder und Jugendliche eröffnen vielfältige Zugänge zu Bildung und persönlicher Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch mit seinen Fragen, Erfahrungen und Potenzialen.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet weiterhin der Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ziel ist es, Menschen zu befähigen, Zusammenhänge zu erkennen, eigene Handlungsspielräume wahrzunehmen und einen aktiven Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu leisten.

Mit dem Podcast „BildungsTalk“ startet das Bildungshaus Kloster Neustift ein neues Format, das zentrale Fragen aus Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft aufgreift und zur vertiefenden Auseinandersetzung einlädt.
Gemeinsam mit Referentinnen und Referenten werden aktuelle Entwicklungen beleuchtet, Trends diskutiert und fachliche Impulse aus der Praxis erörtert. Der neue Podcast „BildungsTalk“ erscheint regelmäßig am 10. eines Monats. Überall wo es Podcasts gibt – reinhören lohnt sich!
* Jeden 10. eines Monats
Schwerpunkte 2026
Tagung: Trauer und Erinnerung Do., 5.3.
Fachtagung: Betriebliche Gesundheit im Fokus Mi., 29.4.
BNE-Tagung: Klima neu denken Fr., 29.5.
4. Fachtagung zur Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) Do., 12.11. bis Sa., 14.11.
Informationen und Anmeldung
Bildungshaus
Kloster Neustift
Stiftstraße 1, 39040 Vahrn T 0472 835 588, bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it



NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN
Kursangebote im Jukas

Sa., 28.3., 9 – 13 Uhr
Gemeinsam stark im Familienalltag. Elternseminar
Mit Carolina Eheim
Sa., 28.3., 14 – 17:30 Uhr Frühlingszauber aus Draht und Papier. Werkstatt
Mit Alexia Gietl
Mi., 1.4., 18:30 – 20:30 Uhr Mit Nadel, Faden & Schere: Auf zum Flicktreff! Nähwerkstatt
Mit Brigitte Ferdigg & Julia Vontavon
Fr., 10.4., 16 Uhr bis So., 12.4., 12:30 Uhr
Das Ding in meiner Hand: Theatrale Elemente im Erzählfluss. Seminar
Mit Stefan Libardi
Mo., 13.4. und 27.4., jeweils von 18:30 – 20:30 Uhr Häkel- und Stricktreff. Kreativabend(e)
Mit Ruth Gasser
Mi., 15.4., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Vom Reiz zur Radikalisierung: Extremismus im Jugendkontext erkennen & verstehen. Seminar Mit Simon Klingseis & Lukas Schwienbacher
Mi., 15.4., 9:30 – 12:30 und 13:30 – 17:30 Uhr Konstruktive Teamarbeit. Seminar
Mit Elmar Tratter
Fr., 17.4., 18 – 21 Uhr und Sa.,18.4., 10 – 12:30 und 14 – 17 Uhr
Schamanische Reise - Krafttierreise: Die Kraft der inneren Bilder. Seminar
Mit Caro Lanzendörfer
Mo., 20.4., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Berühren statt belehren: Mit Impact-Techniken Jugendliche nachhaltig erreichen. Seminar
Mit Simone Ringler
Mo., 20.4., 9:30 – 12:30 und 14 – 18 Uhr und
Di., 21.4., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Toxische Influencer(*innen): Digitaler Antifeminismus & wie wir damit umgehen können
Mit Alexander Moschitz
Mi., 22.4., 9 – 17:30 Uhr
In der Mitte der Wildnis: Naturbasierte Methoden zur Erdung & Zentrierung von Jugendgruppen. Seminar
Mit Lauretta Rudat
Do., 23.4., 9 – 12:30 und 14 – 17 Uhr
Canva: Videos einfach & gratis produzieren. Online-Seminar
Mit Barbara Weidmann-Lainer
Di., 28.4., 9 – 12 Uhr
Vom Problem zur Lösung: Mit der Lösungsbrille geht vieles leichter! Online-Seminar
Mit Oliver Spalt
Fr., 1.5., 19:30 – 21 Uhr Neue Kraft schöpfen durch Heiltrommeln: Schamanischer Trommelabend. Kurs
Mit Ilkona Eva Hoermann
Fr., 1.5., 19:30, bis So., 03.05., 12:30 Uhr
Tänze für Bachblüten & Bäume: Kreistanz-Wochenende und schamanischer Trommelabend
Mit Ilkona Eva Hoermann
Sonntag, 1. März
Theater 17 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Theater 18 Uhr
Die Welle Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 18 Uhr
Hauptsache, schön Volksbühne Natz Vereinshaus, Natz
Theater 18 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Montag, 2. März
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Checker Tobi 3 Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Sentimental Value Astra, Brixen
Dienstag, 3. März
Musik 20 Uhr
ABBA – Mamma Mia and much more Forum, Brixen
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Donnerstag, 5. März
Vortrag 18:30 Uhr
Kann KI Literatur übersetzen? mit Michaela Heissenberger, Stefano Zangrando und Simonetta Nardin Stadtbibliothek, Brixen
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Freitag, 6. März
Kinderprogramm 16 Uhr Vorlesen und Basteln
Kabarett 20 Uhr
Höhepunkte mit Barbara Balldini Forum, Brixen
Theater 20 Uhr
Die Welle
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 20 Uhr
Die Nervensäge Theater in Tschiro Haus Voitsberg, Vahrn
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Samstag, 7. März
Konzert 18 Uhr
Ensemble Essentia
Musik von Johannes Brahms Musikschule, Brixen
Theater 19 Uhr
Die Welle
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Theater 20 Uhr
Die Nervensäge Theater in Tschiro Haus Voitsberg, Vahrn
Sonntag, 8. März
Theater 17 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Theater 18 Uhr
Die Welle
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 18 Uhr
Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 27 99 23 bildung@jukas.net www.jukas.net
Stadtbibliothek, Brixen
Buchvorstellung 18:30 Uhr
Wilde Jahre. Tourismus in Südtirol 1961–1983 mit Paul Rösch, Patrick Rina, Hans Heiss Stadtbibliothek, Brixen
Kleinkunst 20 Uhr Io.Co Show Dekadenz, Brixen
Die Nervensäge Theater in Tschiro Haus Voitsberg, Vahrn Montag, 9. März
Kino 20 Uhr
Filmclub: Crying Glacier und Bergfahrt
Astra, Brixen
Dienstag, 10. März
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 11. März
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Donnerstag, 12. März
Theater 17 Uhr
Die Welle
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Diverses 18–20:30 Uhr
Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen
Musik 19:30 Uhr
Neustifter Singstund’ für alle, die gerne singen Vereinssaal, Neustift
Konzert 20 Uhr
Dominik Plangger und Claudia Fenzl Astra, Brixen
Konzert 20 Uhr
Jazz mit Reinier Baas, Joris Roelofs Dekadenz, Brixen
Tanz 20:30 Uhr
Evolution Dance Theatre: Cosmos Forum, Brixen
Freitag, 13. März
Diverses 15 Uhr
Biblio Gaming für alle Stadtbibliothek, Brixen
Theater 17 Uhr
Der Schuhdieb TPZ, Brixen
Theater 20 Uhr
Kuriose Symbiose TPZ, Brixen
Kleinkunst 20 Uhr
Noch da – 100 Jahr, blondes
Haar mit Ulrich Michael Heissig Dekadenz, Brixen
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Samstag, 14. März
Theater 17 Uhr
Der Schuhdieb TPZ, Brixen
Kindertheater 18 Uhr
Ein Niesen in Ehren Heimatbühne Meransen Theatersaal, Meransen
Theater 19 Uhr
Die Welle
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 20 Uhr
Kuriose Symbiose TPZ, Brixen
Theater 20 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Sonntag, 15. März
Kunst 10–17 Uhr
Tag der offenen Tür Hofburg, Brixen
Theater 17 Uhr
Der Schuhdieb TPZ, Brixen
Theater 17 Uhr
Terror
Spielgemeinschaft Vintl/Weitental Festung, Franzensfeste
Kindertheater 17 Uhr
Ein Niesen in Ehren Heimatbühne Meransen Theatersaal, Meransen
Theater 18 Uhr
Die Welle
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 20 Uhr
Kuriose Symbiose TPZ, Brixen
Montag, 16. März
Kino 20 Uhr
Filmclub: Sirat Astra, Brixen
Mittwoch, 18. März
Diverses 19 Uhr
Pub-Quiz Astra, Brixen
Theater 19:30 Uhr
Romeo und Julia
Bronski & Grünberg Theater, Wien Forum, Brixen
Do., 19. März
Vortrag 19 Uhr
Künstliche Intelligenz in der Kunst
mit José Ramón Gorret Kunstkreis St. Erhard, Brixen
VORHANG AUF IM TPZ
Der Schuhdieb (Theaterwerkstatt Mandarin)
In der Klasse 5A verschwinden immer wieder Schuhe. Freddie behauptet, dass die Superaugen die Diebe sind. Das lassen die natürlich nicht auf sich sitzen und sie nehmen die Ermittlungen auf. 13., 14. und 15. März, 17 Uhr

Hüterin der Erinnerung

Kuriose Symbiose
(Theaterwerkstatt Peppermint)
Memo Synapsis – ein Startup, das eine bessere Idee nicht haben könnte: Wissen übertragen. Aber als es einen neuen Investor gewinnen kann, ahnt noch keiner, in welches Schlamassel das führt.
13., 14. und 15. März, 20 Uhr
(Theaterwerkstatt Magenta)
Phi lebt in einer Welt, in der Gefühle mit Medikamenten unterdrückt werden und Erinnerungen verboten sind. Alles ist schwarz oder weiß. Als Phi zur Hüterin der Erinnerung auserwählt wird, erfährt sie, dass es doch Farben gibt und dass Erinnerungen stärker sind als gedacht. Dann steht sie plötzlich vor der Frage: Was ist wichtiger? Ein funktionierendes System oder fühlen zu können?
20., 21. und 22. März, 18 Uhr

Impro-Theater

Ein Fall für Judith Hüpf
(Theaterwerkstatt Sagegreen)
In einer Stadt, in der Männer stark und Frauen brav sein sollen, weigert sich Judith Hüpf, sich an die Regeln zu halten. Als ein Mann spurlos verschwindet, stürzt sie sich in ein gefährliches Abenteuer, in dem Vorurteile, Geheimnisse und eine mächtige Verschwörung aufgedeckt werden. 20., 21. und 22. März, 20 Uhr
(Theaterwerkstatt Rohnenrot)
Auf die Bühne ohne Text und ohne Plan? Kein Problem. Die Theaterwerkstatt Rohnenrot setzt die Ideen des Publikums unterhaltsam um.
23. März, 20 Uhr

Tickets reservieren
Theaterpädagogisches Zentrum Brixen Köstlanstraße 28 Informationen und Reservierung: Tel. 335 535 99 55 www.tpz-brixen.org/programm

Freitag, 20. März
Kinderprogramm 16 Uhr
Vorlesen und Basteln Stadtbibliothek, Brixen
Theater 18 Uhr
ZEICHNUNG TRIFFT POESIE
Hüterin der Erinnerung TPZ, Brixen
Theater 20 Uhr
Ein Fall für Judith Hüpf TPZ, Brixen
Musik/Literatur 20 Uhr
ZeLT im Keller: Soandlan mit di Stoandlan mit Frederick Helmut Pinggera und Hermann Kühebacher Dekadenz, Brixen
Konzert 20 Uhr
Lazer
Astra, Brixen
* 21. März bis 25. April Galerie 90, Mühlbach
Eröffnung: Samstag, 21. März, 18:30 Uhr
Einführung: Edith Strobl
Besichtigung auf Anfrage info@alexpergher.com | Tel. 348 710 2550
KULTURZENTRUM ASTRA

Dominik Plangger und Claudia Fenzl
Konzert
* Do., 12. März, 20 Uhr
Vintage Market
* Sa., 14. März, 10–16 Uhr
Pub-Quiz
* Mi., 18. März, 19 Uhr
LAZER
Konzert
* Fr., 20. März, 20 Uhr

Liter.astra Literaturkreis
* Mi, 25. März, 18:30 Uhr
Liter.astra Literaturkreis
* Di., 31. März, 18:30 Uhr
Samstag, 21. März
Konzert 17:30 Uhr
Omaggio alla primavera mit den Chören Voci del Bondone und Cima Bianca Haus Voitsberg, Vahrn
Theater 18 Uhr
Hüterin der Erinnerung TPZ, Brixen
Kindertheater 18 Uhr
Ein Niesen in Ehren
Heimatbühne Meransen
Theatersaal, Meransen
Konzert 20 Uhr
Klangfarben im Wandel der Zeit
Bürgerkapelle Brixen Forum, Brixen
Theater 20 Uhr
Ein Fall für Judith Hüpf TPZ, Brixen
Sonntag, 22. März
Kindertheater 17 Uhr
Ein Niesen in Ehren Heimatbühne Meransen Theatersaal, Meransen
Theater 18 Uhr
Montag, 23. März
Kino 20 Uhr
Filmclub: Father Mother
Sister Brother Astra, Brixen
Theater 20 Uhr
Impro-Theater TPZ, Brixen
Dienstag, 24. März
Literatur 18:30 Uhr
ZeLT-Lesetreff
Stadtbibliothek, Brixen
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff
Vintlerhof, Milland
Diverses 20 Uhr
Grantler Unlimited Live
Talk mit Wolfgang Mayr und Hans Heiss Dekadenz, Brixen
Donnerstag, 26. März
Konzert 20 Uhr
Ascolta
Jazz mit dem Trio Awen Dekadenz, Brixen
Freitag, 27. März
Kinderprogramm 9 u. 10 Uhr
Reime für Kleine. Rime Piccine Stadtbibliothek, Brixen
Kleinkunst
20 Uhr
Antonia Stabinger: Angenehm Dekadenz, Brixen

Samstag, 28. März
Diverses 14–17 Uhr
Repair-Café Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs
Konzert 18 Uhr
Brixner Orgelmeditation Dom, Brixen
Montag, 30. März
Konzert
19 Uhr
Infos: www.astrabx.com


Hüterin der Erinnerung TPZ, Brixen
Theater 20 Uhr
Ein Fall für Judith Hüpf TPZ, Brixen
Konzert
The Spirit of Freddie Mercury Forum, Brixen
Musik zur Karwoche mit La Magnifica Comunità Dom, Brixen
Kino
Filmclub: No Other Choice Astra, Brixen
20 Uhr
20 Uhr
Dienstag, 31. März
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
NADIA RUNGGER & KLAUS RUNGGER
Ausstellungen
StadtGalerie bis 4. April
Tränenpalast
Di.–Fr. 10–13 Uhr u. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr
Hofburg Brixen bis 28. Juni
Harald Kastlunger. Intuition – Komposition täglich 10–17 Uhr
Kloster Neustift ab 28. März
Spuren des Lichts. Fotografien aus dem Archiv von Kloster Neustift
Spuren der Erinnerung. Das fotografische Archiv von Kloster Neustift
Mo.–Sa. 10–17 Uhr
Eröffnung: Fr., 27. März, 16 Uhr
Galerie 90, Mühlbach 21. März bis 25. April Zeichnung trifft Poesie. Nadia und Klaus Rungger Besichtigung nach Terminvereinbarung
(Tel. 348 710 25 50)
Eröffnung: Sa., 21. März, 18:30 Uhr
Märkte
Bauernmarkt
mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz
Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr
Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz
Benefizmarkt im Kinderdorf
Kleidung, Schuhe, Babyausstattung, Bücher, Spiele
Freitag, 6. März, 17–21 Uhr
Samstag und Sonntag, 7. und 8. März, 9–17 Uhr Montag, 9. März, 9–12 Uhr
Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn
Samstag, 7. März, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn
Vintage Markt
Samstag, 14. März, 10–17 Uhr Astra, Brixen



Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift
Berufsbegleitende Lehrgänge
Lehrgang: Emotionelle Erste Hilfe (EEH)
Mo., 27.4.2026 bis Di., 10.3.2027
Kurzlehrgang: Personalmanagement — Ein 360°-Überblick
Di., 5.5. bis Sa., 7.10.
Lehrgang: Kräuterpädagogik 2026/2027
Mo., 11.5.2026 bis Sa., 8.5.2027
Lehrgang: Coaching als Führungsaufgabe
Mo., 18.5. bis Mi., 11.11.

KI IN LITERATUR, KUNST UND MEDIZIN
Intelligenza Artificiale in letteratura, arte e medicina
Kann KI Literatur übersetzen? L’IA può tradurre la Letteratura? Vortrag mit Simonetta Nardin (Salto) und den Autoren und Übersetzern Michaela Heissenberger und Stefano Zangrando
* Donnerstag, 5. März, 18:30 Uhr Stadtbibliothek, Brixen
KI in der Kunst – Intelligenza ARTEficiale Vortrag mit José Ramón Gorret und anderen Gästen
* Donnerstag, 19. März, 19 Uhr Kunstkreis St. Erhard, Runggadgasse 19
KI im medizinischen Bereich – L’Intelligenza Artificiale in medicina Vortrag mit Dr. Renate Baumgartner und Dr. Marco Santarelli (SABES)
* Mittwoch, 1. April, 18 Uhr Stadtbibliothek, Brixen






Kurzlehrgang: Betriebliche Gesundheit
Di., 19.5.2026 bis Do., 28.1.2027
Bibel & Glaube
Kamingespräch: Stoische Weisheiten — Wie entwickelt man Gelassenheit und innere Stärke?
Fr., 10.4., 18 – 21 Uhr
Chorwerkstatt: Hoffnung singen
Sa., 18.4., 9 – 16 Uhr
Die Spiritualität des Rosenkranzgebetes
Sa., 2.5., 9 – 17 Uhr
Kunst & Kreativität
Deine Karikaturbiene mit Jochen Gasser
Sa., 18.4., 9:30 – 17 Uhr
Ölmalerei leicht gemacht mit Sonja Neumann
Mo., 27.4., 9:30 – 17 Uhr
Die Kunst des Zeichnens mit Christine Krainer
Mo., 11.5., 9:30 – 17 Uhr
Gesundheit & Wohlbefinden
Mental stark und gesund Mi., 15.4., 9 – 17 Uhr
Gehörtraining: Besser hören und Tinnitus sanft lindern
Do., 16.4. bis Sa., 18.4.
Natur & Umwelt
Natur wirkt: Einführung in die Naturpädagogik
Fr., 10.4. bis Sa., 11.4., 9 – 17 Uhr
Kräuterwissen bei Wanderungen professionell vermitteln
Sa., 18.4., 9 – 17 Uhr
Wein & Köstlichkeiten
ABC der Speisen-Wein-Anpassung
Do., 23.4., 13 – 17Uhr
Das kleine Öl-ABC
Fr., 8.5., 18:30 – 21:30 Uhr
Beruf- & Arbeitswelt
Führungsstärke und Resilienz
Di., 28.4. bis Mi., 29.4., 8:30 – 17 Uhr
Fachtagung: Betriebliche Gesundheit im Fokus
Mi., 29.4., 13:30 – 19 Uhr
Arbeitssicherheit
Sicherheitskurs für BedienerInnen von Motorsägen
Di., 14.4., 8 – 17 Uhr
Grundausbildung für Vorgesetzte
Do., 16.4., 8 – 17 Uhr
Auffrischungskurs für SicherheitssprecherInnen
Mi., 29.4., 8 – 17:30 Uhr
Weitere Infos und Anmeldung unter www.bildungshaus.it
Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1
39040 Vahrn 0472 835 588
bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it

EHRENAMT IM ZEICHEN DER RINGE
BRIXEN: Ohne die Arbeit der Freiwilligen wäre die Organisation Olympischer Spiele nicht möglich. Bei der diesjährigen winterlichen Ausgabe leisten auch viele Brixnerinnen und Brixner ihren Dienst. Einige erzählten dem „Brixner“ davon.
Es ist mehr als ein Jahr her, dass man sich als freiwilliger Helfer für die Olympischen Winterspiele 2026 bewerben konnte. Mailand, Cortina und die verschiedenen weiteren Sportstätten als Einsatzort standen zur Auswahl. Für einen Einsatz musste man eine Mindestanzahl an Tagen zur Verfügung haben; je nach Aufgabe begann die Tätigkeit bereits vor den ersten Wettkämpfen. Aus Liebe zu Olympia, zu spezifischen Sportarten oder einfach aus Neugier auf das große Event bewarben sich gleich mehrere Frauen und Männer aus Brixen. Die meisten sind entweder jüngeren Alters und konnten sich den Dienst mit ihren Studienprogrammen abstimmen oder sind bereits in Pension. Doch es gibt auch jene, die auf ihr Urlaubskontingent zurückgriffen, um bei Olympia dabei zu sein. Der „Brixner“ plauderte zu Beginn der Winterspiele mit einigen und erfuhr Näheres über ihre Motivation und ihre Erlebnisse.
Sport als Lebensmotto
Renato Baù und seine Frau Annamaria Zelger waren dem Sport ein Leben lang verbunden und sind es heute mehr denn je, da sie als Pensionisten Zeit genug für ihre Leidenschaft und ihr Engagement haben. Olympia vor der eigenen Haustür war für sie fast ein Muss: Sie wollten so nah wie möglich dabei sein und hinter die Kulissen blicken können. Die Bewerbung wurde verschickt und angenommen; bei einem ersten Treffen vor einem Jahr in Trient erlebten die Teilnehmer dann die erste Einführung und wurden etwas genauer auf ihre bisherigen Erfahrungen und Kompetenzen geprüft. „Wir mussten einige Onlinekurse allgemeiner Art absolvieren“, so Baù, „auch Bereiche, für die wir eigentlich bereits Zertifikate vorweisen konnten wie jene der Arbeitssicherheit.“ Im Jänner standen dann der persönliche Zeitplan und Einsatzort fest, die offizielle Bekleidung der Freiwilligen wurde übergeben, und zusammen mit einigen hundert Gleichgesinnten erhielt man im Vereinshaus in Rasen-Antholz zusätzliche Informationen und Anweisungen.
„Do not park here!“
Schon vor den ersten Wettkämpfen war Baù vor Ort und kontrollierte, ob die reservierten Parkplätze nicht von Unberechtigten besetzt wurden. Er sorgte unter anderem dafür,
t HAUPTSACHE
DABEI SEIN: Mara Plaikner, Lea Strobl und Vera Dejakum (von links) erleben die Olympischen Spiele als Freiwillige mit
dass die Shuttle-Busse der Athleten pünktlich ankamen, in ausreichender Anzahl zur Verfügung standen und nicht von anderen Personen genutzt wurden. Wie seine „Arbeitskollegen“, wurde er in den Hotels des olympischen Dorfes kulinarisch versorgt und genoss das Zusammensein mit Menschen aus verschiedensten Orten. Baù verrichtete seine Arbeit in Antholz sehr gewissenhaft. Insider berichten, dass er sogar einem Colonnello den Zettel mit dem Hinweis auf die falsche Parkplatzwahl verpasste – zum Schrecken der anwesenden Militaristen niedrigerer Ränge. „Vor Beginn der Wettkämpfe war ich etwas enttäuscht wegen einiger organisatorischer Probleme, etwa bei den Transportdiensten für die Helfer“, so Baù, „doch nun genieße ich die olympische Atmosphäre von Tag zu Tag mehr. Es ist für mich ein sehr emotionales und ergreifendes Erlebnis.“
Von den Großen lernen
Annamaria Zelger hat in puncto Sportveranstaltungen einige Erfahrung, wenngleich in kleineren Dimensionen. Für sie ist die Mitarbeit in Antholz eine einmalige Chance, Olympia nicht nur als Zuschauerin zu verfolgen, sondern sozusagen von innen zu erleben. „Die Arbeit im Freien wäre allerdings nichts für mich“, so Zelger, „ich wurde für das sogenannte Village Management eingeteilt und bin in den Hotels des olympischen Dorfes. Vor der Anreise der Delegationen mussten wir beispielsweise alle Zimmer auf ihre Ausstattung hin kontrollieren. Und dann sind wir als Ansprechpartner für kurzfristige Wünsche da und wenn irgendetwas zu organisieren ist, wobei wir sehr flexibel sein müssen.“ Sie genießt ihre Zeit als freiwillige Helferin: „Natürlich gibt es da auch mal Leerzeiten, wenn die Mannschaften nicht wie geplant ankommen oder alles top läuft, aber allein das Beobachten ist interessant. Außerdem sind so viele Leute aus allen möglichen Ländern und Regionen hier; sich in dieser herzlichen und positiven Atmosphäre des Verbindenden auszutauschen ist einfach schön.“
Aus Liebe zum Biathlon
Das Freundinnentrio Vera Dejakum, Mara Plaikner und Lea Strobl ist in Antholz fast schon zuhause. Selbst von Kindheit an begeisterte Sportlerinnen, führte sie ihre Leidenschaft für den Biathlonsport schon des Öfteren als Zuschauerinnen ins Stadion, in dem sie nun als Frei-






willige ihren Dienst leisteten. „Bei Olympia hier dabei zu sein stand für uns immer außer Frage“, so die drei im Chor, „zum Glück konnten wir diese Olympia-Wochen mit unseren Arbeits- und Studienterminen in Einklang bringen und wurden alle eingesetzt.“ Gut ausgestattet mit Fremdsprachenkenntnissen wurden zwei von ihnen für die Betreuung der National Olympic Committees und den Informations- und Ordnungsdienst eingesetzt, die dritte im Informationsbereich. Auch für sie begann das Abenteuer Olympia mit zahlreichen Onlinekursen in verschiedenen Sprachen; ihren Zeitplan erhielten sie dann Anfang Jänner und trafen beim Einführungstag vor Ort erstmals auf ihre vielen Einsatzkolleginnen und -kollegen.
Kindheitsträume
Für Vera Dejakum war das Warten auf die Zuweisung „ihres“ Teams eine Zeit voller Spannung und Rätselraten. Da manche Mannschaften wie jene aus Deutschland nicht im olympischen Dorf wohnten, nahmen sie auch keine derartige Unterstützung in Anspruch – wen würde sie also bekommen? Letztendlich war es die Mannschaft der Schweiz, der Dejakum zur Seite stehen durfte – zunächst der Begleitcrew beim Vorbereiten der Hotelzimmer und bei organisatorischen Problemen wie den Athletentransporten; später half sie den Athletinnen und Athleten bei ihrer Ankunft. „Ich hatte wohl großes Glück“, so Dejakum, „die Schweizer waren von Anfang an sehr herzlich, unkompliziert und nett. Dass ich Schwyzerdütsch verstehe, war sicher kein Nachteil.“ Mit der Biathlonwelt sehr gut vertraut, durfte Dejakum in einige Bereiche blicken, die Fans ansonsten nicht zugänglich sind, oder traf beim Mittagessen ganz spontan mit offiziellen IOC-Mitarbeitern zusammen, wie beispielsweise den Führungskräften der Anti-Doping-Agentur. Ihr Traum vom Dabeisein bei einem Biathlonrennen, der vor vielen Jahren in einem Grundschulaufsatz festgehalten wurde, scheint jedenfalls




Mara Plaikner wurde für die Zugangskontrolle zur Olympic-Family-Lounge eingesetzt und durfte gleich mehrere prominente Gesichter begrüßen. Dem Status der Gäste geschuldet, fanden einige Besuche im Überraschungsmodus statt, so wie die Stippvisite der schwedischen Königsfamilie, die in schwarzen Limousinen vorfuhr und, begleitet von einer großen Entourage, die Olympic-Family-Lounge mehr als erlaubt füllte. Den begleitenden Polizeikräften, die vorher den Zugang überprüften, durfte da vorab schon mal spontan und per Zufall eine Freundin den richtigen Weg weisen. „Den schwedischen König hätte ich wohl nicht erkannt“, gibt Plaikner zu, „zumal er den Hut tief ins Gesicht gezogen hatte und ich bei diesen Promis nicht auf dem Laufenden bin. Aber Federica Pellegrini (italienischer Schwimmstar, Anm. d. Red.) und ihren Mann erkannte ich natürlich sofort.“ Mit Schmunzeln erzählt sie von einem Tag, als das VIP-Buffet anscheinend gestürmt wurde und kurzfristig aufgestockt werden musste – man munkelt, dass auch hungrige Sicherheitskräfte daran beteiligt waren. „Welches Rennen läuft denn heute?“
Im Infostand war Lea Strobl mit den unterschiedlichsten Fragen und Anliegen konfrontiert. Von der Lost-andFound-Liste bis hin zu Zuschauern, die sich fast nach Antholz verirrt zu haben schienen, musste sie in einigen Sprachen Rede und Antwort stehen und Probleme lösen.
„Von der Organisation her gäbe es schon manchmal Luft nach oben“, so Strobl, „zum Glück arbeiten viele aus Antholz hier und wissen Bescheid. Doch bei manchen Abläufen ticken die Uhren bei Olympia einfach anders, nicht unbedingt effizienter.“ Nichtsdestotrotz genießt auch sie das Olympia-Feeling, die Atmosphäre und die Begegnung mit den vielen Fans, Freiwilligen, Mitarbeitenden und Mannschaften. Immer wieder gibt es überraschende Momente, zum Beispiel, als sie einen älteren Mitarbeiter aus Belgien ob seiner profunden Biathlonkenntnisse als ehemaligen langjährigen Trainer der belgischen Biathleten „entlarvte“. Als sie und ihre zufälligerweise aushelfenden Freundinnen nach dem Rennen der Mixed-Staffel am ersten Wettkampftag Besuch dreier älterer französischsprachiger Damen bekamen, die sich nach den Einkaufsmöglichkeiten für Olympiabekleidung erkundigten, gaben die jungen Damen gerne Auskunft – und erhielten von der Mutter des Top-Athleten Quentin Fillon Maillet, der Teil der Sieger-Staffel Frankreich war, ein herzliches Dankeschön, denn „ohne all die Freiwilligen hier wäre dies alles nicht möglich“, zitierte diese ihren Sohn.
Erinnerungen für immer
Auch wenn zu Redaktionsschluss die Olympischen Spiele noch im vollen Gange sind, so darf das Resümee zumindest der vom „Brixner“ befragten freiwilligen Helferinnen und Helfer als durchaus positiv bezeichnet werden. Geduldig wurden die anfänglichen logistischen Probleme mit unpünktlichen oder ausgefallenen Zügen und längeren ungeplanten Aufenthalten auf der Strecke, ungenauen Shuttle-Fahrplänen oder fehlenden Anweisungen durch die Organisationsverantwortlichen in Kauf genommen. All dies vermag die positiven Erlebnisse nicht zu mindern, denn die vielen Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die friedliche verbindende Atmosphäre, gemeinsam erlebte Spannung und Freude bleiben eingeprägt und untrennbar verbunden mit den Bildern der buntgefüllten Tribüne, der Freiwilligen, die stolz ihre Olympia-Uniformen tragen, und der Sportlerinnen und Sportler, die über die Loipe sprinten oder auf die Scheiben zielen.

sabine.dejakum@brixner.info

Renato Baù sorgt mit vielen anderen dafür, dass hinter den Kulissen alles reibungslos läuft
Willkommen Olympia!
OLYMPIA: Auf seinem Weg zur Eröffnungsfeier streifte das olympische Feuer auch Brixen und zog weiter. In den Herzen vieler blieb es brennen. Drei Brixner Fackelträger erzählen von ihren Erfahrungen.

Spätestens mit der Begrüßung der olympischen Fackel auf dem Brixner Domplatz hielt auch die Olympia-Atmosphäre Einzug in die Stadt. Die Organisatoren der Gemeindeverwaltung, allen voran Stadträtin Sara Dejakum, waren erstaunt und erfreut, wie viele Brixnerinnen und Brixner aller Altersklassen der Einladung gefolgt waren, das olympische Feuer ein kleines Stück seines Weges zu begleiten und zugleich die olympischen Winterspiele willkommen zu heißen. Kristian Ghedina aus Cortina und seit einigen Jahren mit seiner Familie in Brixen wohnhaft, hatte als ehemaliger Olympionike die Ehre, die Flamme auf den Domplatz zu tragen. Für ihn und vier weitere Brixner, die in ihren sportlichen Karrieren an olympischen Bewerben teilgenommen hatten, war die Feier inmitten der großen Menschenmenge in zweifacher Weise etwas Besonderes – einmal als Auftakt zu den anstehenden Winterspielen, einmal als Erinnerung an die eigenen olympischen Erfahrungen. Neben Laura Letrari und Chris-
tian Obrist, die an Sommerolympiaden teilgenommen hatten, standen Umberto Prato und Marco Andreatta neben Kristian Ghedina als „winterliches Pendant“ an diesem Tag mit den Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrates auf dem Podest.
Sportler-Nostalgie
Die olympische Flamme auf dem Domplatz zu erleben war für Umberto Prato in Gedanken eine Reise über 42 Jahre zurück nach Sarajevo, zu den Olympischen Winterspielen von 1984. Er hatte 1979 mit dem Bobfahren begonnen und trainierte ab 1981 mit der Nationalmannschaft. Prato fuhr zahlreiche Weltcuprennen und bestritt 1982 die Europameisterschaften; zunächst fuhr er sowohl im Zweier- wie auch im Viererbob, während der letzten Jahre nur noch im Viererteam. Seine Olympiateilnahme stand nach einer Verletzung, die er sich bei einem Sturz im November 1983 in Cervinia zugezogen hatte, auf der Kippe. So war Prato sehr glück-
lich, in Sarajevo am Start stehen zu können, auch wenn er im Anschluss wieder einige Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Die Bilder aus Sarajevo sind in seiner Erinnerung noch sehr frisch. „42 Jahre sind eine lange Zeit, das wird mir heute bewusst“, so Prato auf dem Domplatz, „und doch ist vieles wie gestern. Unsere gemeinsame Fahrt als Team nach Sarajevo, der Einmarsch ins Stadion mit Paul Hildgartner als Fahnenträger, die Zeit im olympischen Dorf, die Stadt, die sich für Olympia herausgeputzt hatte. Das Rennen der Viererbobs fand erst nach zwei Wochen statt. So hatten wir neben dem Training noch Zeit, andere Wettkämpfe zu sehen, Athletinnen und Athleten anderer Sportarten aus der Nähe kennenzulernen, wie etwa Franz Klammer, und mit Freiwilligen und Einheimischen zu plaudern. Es war eine Atmosphäre der Freundschaft, sicher weniger professionell als heute, dafür vielleicht etwas persönlicher. Sogar Sänger John Denver war einen Abend lang dabei und sang seine Lieder für uns
Sportler.“ Mit Stolz trägt Prato auf dem Domplatz Pullover, Krawatte und Schärpe der damaligen Olympiaausstattung und freut sich, als ein Mitbürger ihn um seine Erinnerungen an die Stadt Sarajevo bittet, in der dieser als Kind aufgewachsen war.
Olympia von allen Seiten
Auch für Marco Andreatta, der 1992 in Albertville mit dem Viererbob am Start war, ist die Feier am Domplatz mit vielen Emotionen verbunden. Er freut sich von Herzen, dass die Gemeindeverwaltung dieses Event auf die Beine gestellt hat und so viele am olympischen Geschehen teilhatten. Seine sportliche Karriere startete als Zehnkämpfer; 1988 wurde er zu einem Test eingeladen und sofort als Bobfahrer engagiert.
„Laufen auf dem Eis ist natürlich ganz etwas anderes als auf der Bahn“, so Andreatta, „doch meine damaligen Kompetenzen eigneten sich auch sehr gut, einen 260 Kilogramm schweren Bob samt Pilot anzuschieben.“ Andreatta trainierte
Zahlreich hatten sich die Menschen am 27. Januar auf dem Brixner Domplatz versammelt, um das olympische Feuer ein Stück seines Weges zu begleiten

vier Jahre lang mit dem italienischen Team gezielt für Olympia; mit dabei war sehr oft die Mannschaft aus Monaco, zu der Fürst Albert gehörte. „Natürlich war es für mich – wie für jeden Sportler –ein Traum, bei Olympia dabei zu sein. Doch ich muss sagen, dass ich später, im Anschluss an meine aktive Karriere, als Cheftrainer und Rennsportleiter Olympia viel intensiver und vielseitiger erlebte“, beschreibt Andreatta seine Erfahrungen. „Als Athlet konzentriert man sich auf seine Rennen, als Verantwortlicher hatte ich mit vielem mehr zu tun. Da hieß Olympia immer vier Jahre lang Planung, Projekte, Kommunikation, Materialbetreuung, Finanzierung und Abstimmung mit dem IOC.“
Andreatta war bei sechs Olympischen Winterspielen für die italienische Mannschaft zuständig und durfte sich als Trainer von Armin Zöggeler über viele Medaillen freuen. „Die schönste Olympiade war für mich jene von 2006 in Turin vor heimischem Publikum. Bei einer Siegerehrung tauchte sogar Fürst Albert überraschend auf und begrüßte mich, nach 14 Jahren, mit einem lockeren ‚Ciao Marco, come stai?‘“, so Andreatta. Die Feier in Brixen und die Anwesenheit einheimischer Olympiateilnehmer von „nebenan“ sieht er als Ansporn und Vorbild für die Kinder und Jugendlichen, ihre sportlichen Träume zu verwirklichen.
Licht und Schatten
Kristian Ghedina ist inmitten der Menschenmenge auf dem Domplatz in seinem Element und ver-
sprüht jede Menge gute Laune, Herzlichkeit und Freude. „Dass ich in Brixen mit so viel Wärme empfangen werde, ist für mich keineswegs selbstverständlich“, meint der Cortinese. Die Feier in Brixen ist für ihn einmal mehr der Beweis, dass Sport verbindet und die olympische Atmosphäre nicht nur an den Wettkampforten angekommen ist. Er selbst nahm als Skifahrer an fünf Olympischen Spielen teil, eine Medaille blieb ihm jedoch verwehrt. Seine erste Teilnahme in Albertville als Zwanzigjähriger war für ihn „einfach ganz anders als ein Weltcup oder eine Weltmeisterschaft – ein Glücksgefühl, dort zu sein, die Begeisterung, starten zu dürfen.“
Auch zwei Jahre später war er dabei. „In Lillehammer 1994 war die Sportkultur Norwegens spürbar. Die Fans jubelten allen zu, es war sehr kalt, doch wir wurden sehr warm aufgenommen. Vier Jahre später, in Japan, musste hingegen sehr viel improvisiert werden; das Wetter wechselte sehr schnell, Rennen wurden verschoben. Die Japaner arbeiteten wie die Verrückten, und ich sehe heute noch die Helfer vor mir, die in einer Bar auf dem Boden schliefen“, erzählt Ghedina aus seinen Olympia-Erinnerungen. Die Spiele 2002 in Salt Lake City verbindet er mit weniger positiven Bildern als jene 2006 in Turin, bei denen er „zuhause“ starten konnte.
„Für mich war Olympia immer schwierig“, resümiert Ghedina, „ich konnte mich dabei nie zur Gänze auf die Rennen konzentrieren. Alles war auf einem anderen Level als im Weltcup, irgendwie
hochgeschaukelter. Es gab immer so viel zu sehen und zu tun, außer dem Sportlichen, und ich wollte auch niemanden enttäuschen, auch nicht die Menschen, die mit dir plaudern oder ein Foto haben wollten. Zum einen war dies schön, zum anderen auch eine Belastung.“ Wen wundert’s, dass
Ghedina auch in Brixen noch lange auf dem Domplatz steht, Autogramme gibt und Fotos macht, mit den Menschen plaudert, die ihn nicht nur wegen seiner berühmten „Spaccata“ 2004 auf der Streif in Kitzbühel in Erinnerung behalten. sabine.dejakum@brixner.info

Das Team der Fackelträgerinnen und Fackelträger in Brixen
OLYMPIA
Rodler schreiben Geschichte

Auch nach dem Ende der Olympischen Winterspiele bleibt der 11. Februar 2026 im Eisacktal in Erinnerung: An diesem Abend schrieben die Kunstbahnrodlerinnen und -rodler aus dem Bezirk Sportgeschichte. Marion Oberhofer aus Rodeneck gewann gemeinsam mit ihrer Rodel-Partnerin Andrea Vötter Gold im olympischen Debüt des Frauen-Doppelsitzers. Nur
EISKUNSTLAUF
Treffpunkt Eishalle
Für die Sektion Eiskunstlauf des WSV Brixen stand das erste Februarwochenende ganz im Zeichen des Helmuth-Kerer-Cups. Bereits zum fünften Mal erinnerte man mit dieser Veranstaltung an den langjährigen WSV-Präsidenten, dessen Erbe nun von seinen Kindern und Enkelkindern mit viel Engagement und Freude weitergeführt wird. Über 230 Athletinnen und drei Athleten aus dem gesamten Triveneto gingen zwei Tage lang an den Start, darunter 33 Läuferinnen und ein Läufer vom WSV Brixen. Die Teilnehmenden im Alter zwischen vier und 25 Jahren traten in den
eine Stunde später sicherten sich Emanuel Rieder aus Meransen und Simon Kainzwaldner aus Villanders ebenfalls die Goldmedaille im Herren-Doppelsitzer. Oberhofer und Vötter hatten bereits nach dem ersten Lauf die Nase vorn; mit einem starken Start und zwei nahezu fehlerfreien Fahrten hielten sie dem Druck stand und rasten mit Höchstgeschwindigkeit zu Gold. Bei den Herren war die Lage
jeweiligen Alterskategorien – je zwei Jahrgänge in einer Altersklasse – an. Die Gastgeber und ihre Fangemeinde durften sich über mehrere Podestplätze freuen. Als Kerers Enkelin Johanna Pertinger bei den sogenannten „Pulcini“ Silber holte, war dies für ihre Eltern sowie für ihren Onkel Joachim und ihre Tante Bettina nicht nur Grund zum Feiern, sondern zudem Motivation, sich weiterhin für den Verein einzusetzen. Mit dabei waren in der Brixner Eishalle erstmals auch acht Synchronmannschaften, die jeweils zwischen acht und 15 Athleten stellten. Diese
Bei den Lead-Regionalmeisterschaften im Kletterzentrum Vertikale Anfang Februar holte sich Lokalmatadorin Bettina Dorfmann vom Brixner AVS Kletterteam den Regionalmeistertitel. Auch Teamkollege Samuel Perntaler zeigte eine überragende Leistung und kletterte als Einziger ganz nach oben.
nach dem ersten Durchgang noch enger und die Spannung kaum zu überbieten: Rieder und Kainzwaldner belegten Rang drei, nur wenige Hundertstel hinter der Spitze. Im Finale gelang ihnen die Laufbestzeit, und als die Konkurrenz patzte, war klar: Auch dieses Gold geht ins Eisacktal. Ein paar Tage zuvor hatte Dominik Fischnaller aus Meransen den erfolgreichen Auftakt für die Eisacktaler gesetzt: Er gewann im Einsitzer die Bronzemedaille und sicherte sich damit bereits sein zweites Olympia-Bronze nach Peking 2022. Die Rodler hatten damit Medaillenluft geschnuppert: Am 12. Februar folgte die Teamstaffel, bei der das italienische Team sich noch die Bronzemedaille holte. Mit zweimal Gold und zweimal Bronze geht dieser Olympia-Auftritt als sportlicher Höhepunkt in die Chronik des Eisacktals ein. lv

Variante des Eiskunstlaufs ist in Südtirol noch relativ neu und erst im Aufbau. Für ihre eigene Mannschaft beurteilt die Sektionsleiterin Dagmar Senettin es als schwierig, in diesem Bereich mitzulaufen, weil es zusätzliche Trainer, zusätzliche eigene Eisstunden und eine
Der ASV Taekwondo Brixen erzielte beim „Golden Roof 2026“-Turnier Ende Januar in Innsbruck mit 24 Athletinnen und Athleten einen starken 9. Platz in der Gesamtwertung. Das Team gewann insgesamt drei Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen.
ausreichend große Mannschaft brauchen würden. Im Moment konzentrieren sie und ihr Team sich daher auf die anstehenden Trainings und Wettkämpfe sowie die Organisation der geplanten Sommercamps. sd
Rund 180 Wintersportler nahmen am 7. Februar in Vals an den 68. Ski-Landesmeisterschaften der Lebenshilfe teil. Neben Südtiroler Teams waren auch Special-Olympics-Mannschaften aus Liechtenstein und Bayern am Start. Ausgetragen wurden nordische Wettbewerbe und alpine Rennen.
Frau Hilpold, Sie sind seit Anfang Februar offiziell die neue Direktorin der Südtiroler Sporthilfe. Wie kam es dazu?
Die Sporthilfe suchte letztes Jahr externe Unterstützung im Bereich Kommunikation und Marketing. Da ich diese Aufgabe bereits seit mehreren Jahren für Sportevents und -vereine ausübe, wurde ich angesprochen. Dann hat alles seinen Lauf genommen: Der bisherige Geschäftsführer Georg Gasser schaute sich nach einer anderen Herausforderung um, und so bot mir der Vorstand die Leitung an. Nach Abschluss einiger Pro-
„Junge Talente fördern“
EVI HILPOLD, neue Direktorin der Südtiroler Sporthilfe, über ihre Aufgabe und Prioritäten in der Förderung junger Sporttalente.
jekte habe ich die Aufgabe am 1. Februar offiziell übernommen.
Wie fühlen Sie sich in Ihrer neuen Rolle?
Es gefällt mir sehr gut. Der Inhalt der Tätigkeit hat mich aber sofort überzeugt: Ich kenne die Südtiroler Sportwelt bereits aufgrund meiner bisherigen Projekte, daher freut es mich sehr, dass ich nun diese Position übernehmen darf.
Welche Prioritäten setzen Sie in der Südtiroler Sporthilfe?
Hauptziel ist natürlich immer die Förderung der Nachwuchstalente in Südtirol. Wir sind
ein gemeinnütziger Verein, der jungen Talenten unter die Arme greift, damit sie den Sprung in den Profisport meistern. Das geschieht finanziell und auch ideell, wie beispielsweise durch das Ausbildungsprogramm „Great Seasons“, das die Athletinnen und Athleten auf das Leben nach der Sportkarriere vorbereitet. Um die Finanzierung zu sichern, organisieren wir Events und Initiativen. Unser engagierter Vorstand, der den Verein schon seit Jahren unterstützt und dafür brennt, sorgt dafür, dass diese Unterstützung langfristig weiterläuft. lia.vontavon@brixner.info



Gemeinsam aktiv

Karate Mühlbach ist auf Erfolgskurs! Als mittlerweile größte Karate-Schule Südtirols betreut sie rund 120 Aktive im Alter von sieben bis 69 Jahren in verschiedenen Trainingsgruppen. Dem Großteil geht es dabei um Fitness, Kräftigung, Beweglichkeit und Selbstverteidigung, aber auch um Gemeinschaft, Freude am Sport und die Lust darauf, Neues zu lernen. Mit einem Fünftel seiner Mitglieder nimmt Karate Mühlbach regelmäßig an Wettkämpfen teil und verbucht dabei auf nationaler wie auf internationaler Ebene sehr viele Erfolge. So war Trainer Martin Pezzei mit seiner Mann-
TISCHTENNIS
Spaß im Team

Die Sektion Tischtennis des ASV Milland und die Athletinnen und Athleten der Sektion Behindertensport des SSV Brixen trainieren seit einigen Jahren gemeinsam
und sind immer wieder in ganz Italien unterwegs, um sich bei Turnieren mit anderen Teams zu messen. Das Finale der im Laufe des vergangenen Jahres gespielten Turniere hätte bereits im
schaft im Jänner bei mehreren Turnieren in Deutschland, Italien und Österreich unterwegs, bei denen seine Athleten und Athletinnen eine stattliche Anzahl an Gold-, Silber- und Bronzemedaillen erkämpften und, so Pezzei, auch bei Niederlagen viel lernen konnten. Beim „Grand Prix Nazionale“ Ende Jänner in Genzano di Roma übertrafen sich die Mühlbacher Kämpfer selbst und holten viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Anfang Februar fand für 33 Mitglieder die interne Gürtelprüfung statt. Weiterentwicklung wird bei Karate Mühlbach in vielerlei Form gefördert und gelebt;
immer wieder finden Lehrgänge zuhause statt oder werden auswärts Fortbildungen besucht. Mitte Februar hieß man in Mühlbach zwei Großmeister willkommen, die einen Lehrgang des Wado-Kai leiteten. „Das ist der offizielle Verband, bei dem der Karatestil ‚Wado-Ryu‘ praktiziert wird“, erklärt Pezzei. Eine Woche darauf kamen die Wettkämpfer aus Mühlbach in Salzburg in den Genuss einer Übung mit Weltmeisterin Alisa Buchinger, bei der mit viel Spaß und Unterhaltung auch der Teamgeist gepflegt wurde. sd
letzten Herbst stattfinden sollen, wurde dann jedoch auf Jänner 2026 verschoben. So reisten ASV-MillandTrainer Sven Wollmann und die Betreuer der Sektion Behindertensport mit vier Dreierteams in Senigallia an und verbrachten dort drei ebenso spannende wie erfolgreiche Tage. Jedes Team, das aus zwei SpecialSpielern und einem Partner-Spieler besteht, wurde vor Ort nach seinen Fähigkeiten eingeteilt und bestimmten Kreisen zugeordnet. Die vier Mannschaften aus Brixen traten aus diesem Grund in vier verschiedenen Kategorien an und feierten am Ende des Turniers einen ersten, einen zweiten, einen dritten und einen vierten Platz. Über die Medaillen hinaus
wurden die Brixner Teilnehmenden reich belohnt, konnten viele Erfahrungen sammeln, Spaß und Erfolg gleichermaßen genießen, neue Teams kennenlernen und vor allem mit jenen aus Sizilien und Sardinien Freundschaft schließen. In der Sektion Behindertensport sind die Tischtennisfans mit 17 Aktiven mittlerweile zur stärksten Gruppe angewachsen und trainieren, gemeinsam mit ihren jugendlichen Teammitgliedern des ASV Milland, für die Special Olympics-Sommerspiele in Lignano, bei denen auch die sehr aktiven Schwimmer der Sektion Behindertensport am Start sein werden. sd
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Gut unterwegs

Der Judoka Niko Mair aus Spinges setzt seine Erfolge im Jahr 2026 konsequent fort. Nachdem er sich
bereits 2025 den Titel als Italienmeister in der Kategorie U18 erkämpft und beim Trofeo Triveneto
in Borgo Valsugana triumphiert hatte, durfte er auch dieses Jahr die hohen Erwartungen erfüllen: Beim Trofeo Alpe Adria setzte er sich gegen mehr als 900 Athletinnen und Athleten aus ganz Italien und sechs weiteren Ländern durch und holte sich eine Medaille. Mit technischer Präzision dominierte Mair seine ersten drei Kämpfe sowie das Viertelfinale. Das Halbfinale konnte er ebenfalls für sich entscheiden. Das Finale begann mit der Führung Mairs, doch in der Schlussminute gelang es dem Gegner, das Ruder herumzureißen, und so holte sich Mair nach einem spannenden Finalkampf
Vinzentiner in Regensburg siegreich

Das alljährliche Fußballturnier der katholischen Internate Österreichs, Bayerns und Süd-
tirols fand heuer auf Einladung der Domspatzen in Regensburg statt. Auch das Vinzentinum Brixen war
eingeladen und trat mit je einer Mannschaft in den Kategorien Unter-, Mittel- und Oberstufe an. Die Brixner schlugen sich in allen Altersstufen gut: Während sowohl die Mittelstufe als auch die Oberstufe nach verlorenen Halbfinals im Spiel um Platz 3 erfolgreich waren, setzte sich die Unterstufen-Mannschaft in einem heiß umkämpften Finalspiel durch und holte sich die SiegerTrophäe. Zudem gingen gleich zwei Torschützen-Trophäen nach Brixen: Ian Lechner erzielte fünf Tore in der Mittelstufe, Samuel Krapf führte das Ranking mit acht Treffern in der Unterstufe an. „Ein solches Turnier hat nicht
schließlich die Silbermedaille. Diese Leistung zeigt eindrucksvoll, dass er in seiner Altersklasse der italienischen Judoka fest zur Spitze gehört. Doch nicht nur Niko Mair ist ein beeindruckendes Nachwuchstalent, sondern auch Ida Niedermair, ebenfalls aus Spinges. Sie erzielt regelmäßig Erfolge in ihrer Gewichtsklasse – so auch beim internationalen Turnier in Lavis im Jänner. Spinges hat also gleich zwei außergewöhnliche Judotalente. hh
nur einen sportlichen Wert, sondern es gibt auch ein Gefühl der Gemeinschaft und des Miteinanders“, schreibt das Vinzentinum in einer Aussendung. Die dreitätige Auslandsreise wird den Teilnehmern sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Am sportlichen Erfolg dürfte übrigens der mitgereiste Erzieher Lukas Steinacher nicht ganz unschuldig sein, der als ehemaliger Spieler und Trainer von Latzfons/Verdings geballtes Know-how bei den Vinzentiner Kickern einbringt. oz


Die neuen Augen der Stadt
SICHERHEIT: Die Gemeinde Brixen hat ein umfangreiches Videoüberwachungsund Verkehrskontrollsystem entwickelt, um die Sicherheit auf den Straßen und in der Gemeinde zu erhöhen. Nun beginnt die Umsetzungsphase.
Das Urteil Nummer 9468/2025 bildete den Startschuss. Anfang Dezember entschied der Staatsrat zugunsten der Gemeinde Brixen: Er wies den Rekurs einer zweitplatzierten Firma zurück und bestätigte den ursprünglichen Wettbewerbssieger. Damit war die rechtliche Hürde genommen, die das Videoüberwachungs- und Verkehrskontrollsystem in den letzten Jahren eingebremst hatte. Der Weg war endlich frei – und in den letzten Wochen arbeitete eine Arbeitsgruppe an der konkreten Umsetzung. Um es dem „Brixner“ vorzustellen, sitzen Jessica Ruffinatto, Kommandantin der Ortspolizei Brixen, Ortspolizist Giuseppe Lombardi, Stadtrat Thomas Schraffl und der leitende Gemeindetechniker Renato Sette zum Interview zusammen. Mithilfe von Karten zeigen sie, wie sich das neue Netz an Überwachungskameras auf die Gemeinde erstrecken wird.
Zunächst: der Status quo
Derzeit sind 36 Kameras der Gemeinde in der Stadt im Einsatz. Zusätzlich verfügen die Stadtwerke über Kameras bei den Recyclinghöfen und Wertstoffinseln, während Kameras der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) das Mobilitätszentrum überwachen. Bislang arbeiteten diese Systeme unabhängig voneinander: „Wenn am Mobilitätszentrum etwas passierte, mussten wir vor Ort die Daten abholen, um sie zu prüfen“, erklärt Kommandantin Jessica Ruffinatto. „Momentan werden die Kameras deshalb vor allem a posteriori eingesetzt, um gewisse Vorkommnisse zu rekonstruieren“, erläutert sie weiter, „das neue Projekt bietet hier viel mehr.“
Die Kapazitäten für das System der Gemeinde waren außerdem ausgereizt, während der Bedarf stieg. „Es entstand also bereits vor einigen Jahren die Idee, ein Gesamtkonzept zu entwickeln“, erklärt Stadtrat Thomas Schraffl. Das neue Überwachungssystem basiert auf drei verschiedenen Schwerpunkten, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen: So soll die Ein- und Ausfahrt in der Altstadt mit Kameras kontrolliert werden, Kameras mit Kennzeichenerkennung an den Gemeindeein- und -ausfahrten werden aufgestellt, und sensible Zonen sollen gezielt vor Vandalismus und anderer Kriminalität geschützt werden. Während die Gemeindetechniker in Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften das Konzept ausgearbeitet hatten, wird das neue System von der Ortspolizei Brixen gesteuert.

p Stadtrat Thomas Schraffl: „Nach wie vor ist das Verkehrsaufkommen in der Altstadt zu hoch, und wir können nicht alle Ein- und Ausfahrten rund um die Uhr kontrollieren“

p Jessica Ruffinatto, Kommandantin der Ortspolizei: „Natürlich sind Sicherheitskameras kein Allheilmittel, aber wir hoffen, dass allein ihre Präsenz die Hemmschwelle erhöht“
Altstadt: „Zona a traffico limitato“
Schwerpunkt eins zielt also auf die Verkehrsberuhigung ab: Dass weite Teile der Brixner Altstadt zu einer verkehrsberuhigten Zone gehören, ist weitum bekannt. Theoretisch sind Ladetätigkeiten in diesen Zonen von 7 bis 10 Uhr und von 14.30 bis 15.30 Uhr erlaubt, innerhalb der Stadtmauern sogar nur von 7 bis 10 Uhr. Auch Durchfahrts- und Parkgenehmigungen müssen eigentlich von der Ortspolizei ausgestellt werden. In der Praxis halten sich nicht alle daran: „Nach wie vor ist das Verkehrsaufkommen in der Altstadt zu hoch, und wir können nicht alle Ein- und Ausfahrten rund um die Uhr kontrollieren“, stellt Schraffl fest. In Zukunft sollen sechs Zufahrten mit Kameras ausgestattet sein: „Sie werden den Verkehrsfluss in beiden Fahrtrichtungen kontrollieren und die Nummernschilder aller Fahrzeuge überprüfen“, erklärt Ruffinatto. Installiert werden diese Kameras am Großen Graben, in der Altenmarktgasse, am Kaspar-von-Kempter-Weg, in der Albuingasse, in der Brunogasse sowie beim Sonnentor. Auf dem Großen Graben kommen noch Sensoren hinzu, die die Parkzeit der Fahrzeuge in den Entladebuchten überwachen. Der zweite Schwerpunkt des Überwachungs- und Sicherheitssystems betrifft hochauflösende Kennzeichenauslesekameras an den Einfahrten der Gemeinde. 24 von ihnen werden an den Gemeindegrenzen und an manchen Verkehrsknotenpunkten angebracht. Auch Zufahrtsstraßen in die Fraktionen – etwa nach Elvas, Pfeffersberg und St. Andrä – werden damit ausgestattet. „Diese Kennzeichenauslesekameras helfen der Polizei bei der Aufklärung von Kriminalfällen über Gemeindegrenzen hinaus“, erklärt Ruffinatto. Fahrzeuge, die als gestohlen deklariert wurden oder nach denen gefahndet wird, können so leichter identifiziert werden. „Neben der erhöhten Sicherheit dient dieses Netzwerk an Sicherheitskameras auch der Verkehrssteuerung“, ergänzt Renato Sette. Der Verkehrsfluss lasse sich damit einfach und jederzeit kontrollieren und analysieren.
Abschrecken und aufklären
Während die ersten zwei Überwachungssysteme sich auf das Straßengeschehen konzentrieren, zielt der dritte Schwerpunkt auf sensible, besonders dunkle oder abgelegene

Orte ab. Ziel ist es, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und Vandalismus vorzubeugen. „Eine Arbeitsgruppe aus den unterschiedlichen Einsatzkräften und der Gemeinde hat die Standorte ausgewählt“, sagt Giuseppe Lombardi hierzu. Geplant sind Kameras in Unterführungen, entlang von Radwegen sowie an öffentlichen Plätzen. Der Fokus liegt dabei auf dem Stadtgebiet, aber auch in den Fraktionen sind einige Kameras vorgesehen: eine in Sarns, drei in Elvas, drei in St. Andrä, drei in Albeins und eine an der Kreuzung Tils–Tschötsch.
Wie effektiv sind solche Kameras? „In den letzten Jahren konnten wir durch die Überwachungskameras das eine oder andere Verbrechen aufklären“, sagt Thomas Schraffl. Mehr noch als auf die Aufklärung setzt die Arbeitsgruppe auf die abschreckende Wirkung: „Natürlich sind Sicherheitskameras kein Allheilmittel, aber wir hoffen, dass allein ihre Präsenz die Hemmschwelle erhöht“, so Ruffinatto. Sicherheit sei ein dynamischer Prozess. „Deshalb sieht das System einige mobile Kameras vor, um gegebenenfalls und mit einem relativ kleinen technischen Aufwand auf neue Entwicklungen reagieren und sie anders platzieren zu können“, so Sette.
Kontrollstelle in der Carduccistraße
Einen Vorteil brachte die unfreiwillige Wartezeit durch das Rekursverfahren: Die Technologie hat sich weiterentwickelt. Die neuen Kameras sind so programmierbar, dass gewisse ungewöhnliche Muster erkannt und Warnsignale automatisch an die Einsatzkräfte gesandt werden können. Das soll zudem ermöglichen, mit einem relativ geringen personellen Aufwand das neue System zu managen. Zentraler Bestandteil ist eine Kontrollstelle am Sitz der Ortspolizei in der Carduccistraße. Auf Monitoren werden dort die Daten der Kameras gebündelt gezeigt und können so überwacht werden. Die Kommandantin will damit die Einsatzkräfte im Außendienst unterstützen: „Sie können direkt alarmiert werden, wenn es zu einer Situation kommt, bei der sie benötigt werden“, so Ruffinatto. „Auch bei ‚banalen‘ Situationen wie Verkehrsblockaden kann uns das Alert-System dabei helfen, schneller zu reagieren“, erklärt Giuseppe Lombardi.

p Renate Sette, leitender Gemeindetechniker: „Neben der erhöhten Sicherheit dient dieses Netzwerk an Sicherheitskameras auch der Verkehrssteuerung“

p Giuseppe Lombardi, Ortspolizist: „Auch bei ‚banalen‘ Situationen wie Verkehrsblockaden kann uns das Alert System dabei helfen, schneller zu reagieren“
Sicherheit ist nicht statisch
Und was ist mit der Privacy? Laut Stadtrat Thomas Schraffl hat sich die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zu dieser Thematik geändert und stößt nun zunehmend auf Zustimmung: „Während die Bevölkerung früher oft noch gegen Kameras war, verlangt sie heute beinahe eine 24-stündige Kontrolle“, berichtet der Stadtrat von seinen Erfahrungen. „Menschen haben verstanden, dass Kameras effektiv sein können.“ Das passt zum allgemeinen subjektiven Sicherheitsempfinden in Südtirol: Laut einer Studie des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) wünschen sich 54 Prozent der Südtiroler und Südtirolerinnen mehr Überwachungskameras. Zudem halte man sich natürlich an die gesetzlichen Rahmenbedingungen: „Die Daten werden datenschutzkonform über eine gewisse Zeit gespeichert und anschließend gelöscht“, beruhigt die Kommandantin.
Smart City Brixen
Hinter den optisch unscheinbaren Kameras steckt ein großes Infrastruktur-Netz. Es sorgt für die Energieversorgung, Vernetzung und die korrekte Datenübertragung. „Die Stadtwerke Brixen waren in den letzten Jahren mit viel Einsatz damit beschäftigt, diese Infrastruktur für eine ‚Smart City‘ aufzubauen. Dank dieser Arbeiten funktioniert das neue Videoüberwachungssystem als vernetzte Einheit“, erklärt Renato Sette. Während die Gemeinde auf das Ergebnis des Rekurses wartete, arbeiteten die Stadtwerke also an der Basis für das Projekt.
Jetzt geht es los: Das 3,4 Millionen Euro schwere Projekt, das komplett von der Gemeinde finanziert wird, soll rasch umgesetzt werden. Begonnen wird mit den letzten Infrastrukturarbeiten, dem Aufbau der Kommandostation sowie der Installation der für besonders wichtig erachteten Kameras – inklusive jener der Kennzeichenerkennung. Im Laufe des Jahres 2027 sollen dann alle Kameras in Betrieb sein.

anina.vontavon@brixmedia.it
3,4 Millionen Euro investiert die Gemeinde Brixen in das neue Videoüberwachungs- und Verkehrskontrollsystem
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Die Zukunft der KI beginnt in Brixen
BETRIEBSPORTRAIT: Wer entwickelt eigentlich die Scanner für detailgetreue 3D-Modelle von Produkten, die wir online von allen Seiten betrachten und kaufen können? Und womit wird jene künstliche Intelligenz gefüttert, die täuschend echte Bilder aus 3D-Modellen generiert? Die Antwort führt nicht ins Silicon Valley – sondern nach Brixen. Genauer gesagt zu Allsides im Süden der Stadt.

Auf dem Firmenareal von Durst im Süden von Brixen befindet sich die Firma Allsides. Und sie macht genau das: Ihre 3D-Scanner verwandeln physische Objekte in realitätsgetreue digitale Zwillinge. Alles hat im Covision Lab angefangen, einem KI-Forschungszentrum mit Fokus auf Industrieanwendung, aus dem dann 2024 der
Ableger Allsides entstanden ist. Dort haben zehn hochspezialisierte Entwickler an der Technologie, Software und den Scannern geforscht. Diese wurden damals in Brixen hergestellt und dann global verkauft. Die Kunden dürften den meisten ein Begriff sein: Zalando, Nike, Adidas, Inditex – der Mutterkonzern von Zara, Massimo
Dutti und anderen –, Amazon und sogar KI-Riese Meta. Der Verkauf ist noch immer ein sehr wichtiger Bestandteil des Unternehmens, allerdings will man auch weiterdenken: Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch und wird jeden Tag mit mehr Daten gefüttert und trainiert, und sie entwickelt sich weiter. Hier kommt Allsides ins Spiel: Mit ihren Mitarbeitenden im Bereich Scanner Operations kreieren sie jeden Tag 3D-Aufnahmen von verschiedensten Gegenständen. Damit bauen sie Tag für Tag die weltweit größte 3D-Datenbank aus, die von Unternehmen wie NVIDIA oder OpenAI verwendet werden soll, um deren KI zu trainieren.
Das Leben eines 3D-Scanner-Operators
Wie genau das vonstatten geht, erzählt Michael Alberti: Er arbeitet seit Ende letzten Jahres bei Allsides als 3D-Scanner-Operator. Sein Job besteht hauptsächlich darin, die verschiedensten Objekte vorzubereiten und sie zu scannen. Das können Schuhe, Taschen oder Spielzeug sein, aber auch Obst in verschiedenen Reifegraden. Er arbeitet dabei mit beiden Maschinen, die bei Allsides im Einsatz sind: „The Cube“ und „The Sphere“. Bei „The Sphere“ bleiben die Objekte still im Zentrum, während sich die Kameras rundherum bewegen. Bei „The Cube“ hingegen nehmen die Kameras detaillierte Standbilder auf, wobei das Objekt mehrere Male bewegt werden muss, damit Bilder aus allen Winkeln entstehen können.
Dann kommt Allsides’ KI-Software zum Einsatz: Sie braucht automatisiert mehrere Stunden,
um aus den Scanner-Aufnahmen ein 3D-Modell zusammenzustellen. „Kein Mensch könnte die verschiedenen Bilder jemals so genau und perfekt zusammenfügen wie unsere Technologie“, erklärt Michael. „Ein Grafiker kann auch einen ganzen Tag damit verbringen, eine einfache Box zu gestalten – aber sie wird nie wirklich real aussehen und sich auch nicht real verhalten. Unsere Software kann das in einem Bruchteil der Zeit.“ Davon leitet sich auch der Firmenslogan ab. Weil die Qualität der Aufnahmen so hoch ist, sieht man darauf auch die Imperfektionen eines Objekts. Aber es sind genau diese Imperfektionen, die es einzigartig machen – und das kaschiert Allsides nicht, sondern perfektioniert es: „Imperfection. Perfected.“ Was ist spannend daran, Objekte in einen Scanner zu stellen? „Die Liebe zum Detail. Und dann den fertigen 3D-Scan zu sehen. Aber auch das Gefühl zu haben, ein wichtiger Teil von etwas Großem zu sein!“, sagt Michael. Bei Allsides haben alle Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle. Das kommt durch die viele Verantwortung, aber auch durch die vielen Möglichkeiten zu wachsen und sich weiterzuentwickeln sowie sich und seine Ideen einzubringen. Weil das Team so klein ist, trägt jeder und jede Einzelne zum Erfolg des Unternehmens bei.
Was bringt die Zukunft?
Die Vision ist es, in den nächsten Jahren die weltweit größte 3DDatenbank aufzubauen – spezifisch für KI-Trainings im Video- und 3D-Bereich und „physical AI“, also das Trainieren von Robotern. Deshalb will Allsides dieses Jahr
Michael Alberti arbeitet seit Dezember 2025 jeden Tag mit den verschiedenen Scannern bei Allsides

rapide wachsen und die Anzahl an Mitarbeitenden im besten Falle verdoppeln. Das ist besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen vor zwei Jahren noch aus nur sieben Mitarbeitenden bestand. Während Brixen das Headquarter ist, gibt es ein hochspezialisiertes Business Development Team in der Niederlassung in New York.
„Uns ist bewusst, dass jeder Mensch andere Prioritäten und andere Lebensumstände hat – und auf die wollen wir eingehen: Deshalb bieten wir unseren Mitarbeitenden an, für Allsides zu verschiedenen Konferenzen und Kunden rund um die Welt zu reisen. Gleichzeitig bieten wir auch verschiedene Arbeitsmodelle: Für unsere Scan-
ner Operators beispielsweise gibt es sowohl die Frühschicht von 5 bis 14 Uhr, aber auch die Spätschicht von 13 bis 22 Uhr“, erzählt Johanna Nicolaides, Mitarbeiterin im HRBereich bei Allsides.
Internationales Team
Außerdem ist das Team bei Allsides unglaublich international: Bei 35 Mitarbeitenden zählen sie 15 verschiedene Nationalitäten. „Ich war lange der einzige Südtiroler“, lacht CEO Franz Tschimben. Viele der Mitarbeiter sind eigens für den Job nach Brixen oder in die Brixner Umgebung gezogen.
Ein so internationales Team hat natürlich auch seine Eigenheiten: Englisch ist die Haupt-

sprache im Unternehmen, während neuen Mitarbeitenden, die nach Südtirol ziehen, auch mal bei der Wohnungssuche und bei dem Visumsantrag unter die Arme gegriffen wird. Außerdem werden Sprachkurse für Deutsch und Italienisch direkt vor Ort angeboten. Den neuen Mitarbeitenden wird auch die Südtiroler Kultur nähergebracht: Viele lernen Skifahren, im Herbst geht man Törggelen. Die Mitarbeitenden fühlen sich wohl – in Brixen und bei Allsides.
Unternehmenssteckbrief:
Firmenname: Allsides (vormals: Covision Media)
Slogan: „Imperfection. Perfected.“
Gründungsjahr: 2024
Tätigkeitsfelder: 3D-Scanner für die industrielle Nutzung Bereitstellung von KI-Trainingsdaten (3D-Datasheets)
Firmensitz: Julius-Durst-Straße 4 39042 Brixen, IT
Niederlassungen: Brixen, Büro in New York
Mitarbeiteranzahl: Februar 2024 (Spin-Off): 7 Mitarbeitende Februar 2026: 35 Mitarbeitende
Hier geht’s zu den offenen Stellen:

Allsides im Einsatz:


Als Scanner-Operator kreiert man jeden Tag 3D-Modelle von Alltagsgegenständen
MÜHLBACH
Weniger Plätze –geringere Gebühr

Während der „Brixner“ noch in der letzten Ausgabe über eine Erhöhung der Parkgebühren in Brixen berichtet hat, hat die Marktgemeinde Mühlbach ihre Parktarife reduziert – zumindest bei den Parkabonnements mit einer Dauer von einem Monat und mehr. Grund für diese Maßnahme sind zwei große bevorstehende Bauvorhaben –konkret die energetische Sanierung des Schulgebäudes und der Bau der Tiefgarage am Maria-Hilf-Platz –, aufgrund derer zeitversetzt und möglicherweise auch über-
ENERGIE
Ausbau von Infrastrukturen in Tils

Ab dem Frühsommer werden die Stadtwerke Brixen das Fernwärmenetz nach Tils erweitern. Gleichzeitig werden Leerrohre für Glasfaser
verlegt, die öffentliche Beleuchtung auf Smart-LED umgestellt und einige Trinkwasserleitungen erneuert. Bis Dezember sollen rund 30
Im Fischzuchtweg und in der Maria-Montessori-Straße darf ab Anfang März an Werktagen nur mehr mit Parkscheibe und für maximal 180 Minuten geparkt werden. Anrainer können eine gebührenpflichtige Genehmigung für das Parken ohne Parkscheibe beantragen.
schneidend ab Juni rund 20 (Von-Preu-Straße) und 40 (Maria-Hilf-Platz) öffentliche Parkplätze wegfallen werden. „Als Ausgleich für das knapper werdende Parkplatzangebot haben wir die Tarife für Monats- und Mehrmonatsabos um zirka 15 Prozent reduziert, genauso wie die AnrainerVignette“, erklärt Bürgermeister Heinrich Seppi. Der Preis für das Tagesticket ist hingegen mit zwei Euro unverändert geblieben, und die kostenlose Parkzeit ist von drei auf zwei Stunden reduziert worden. oz
Anschlüsse an das Fernwärmenetz installiert werden, darunter auch für mehrere Gemeindegebäude wie Schule, Vereinshaus und Feuerwehrhalle. Bei einem Informationsabend Anfang Februar informierten Stadtwerke, Gemeinde sowie Infranet die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger über den Ablauf der Arbeiten. Mehrere Gebäude und ganze Straßen werden phasenweise nicht mit dem Auto erreichbar sein, weshalb man hier schon rechtzeitig Parkmöglichkeiten ausloten sollte. Es wird in der Bauphase zu Sperrungen und Einbahnregelungen kommen, worüber die Stadtwerke
Vom 6. bis zum 9. März organisiert das Südtiroler Kinderdorf einen Benefizmarkt im Thalhofer mit Frühjahrs- und Sommerbekleidung, Babyausstattung, Schuhen, Büchern und Spielen. „Friday Night Shopping“ mit Musik und der Trametsch Pizzatruck runden das Angebot ab.
laufend informieren werden. Was die Abholung der Müllcontainer betrifft, werden neue Sammelplätze noch rechtzeitig mitgeteilt. Die besonders gute Nachricht an diesem Abend: Aufgrund des gestiegenen Anteils an erneuerbaren Energien im Brixner Fernwärmenetz werden sich die Tarife um acht Prozent gegenüber 2025 reduzieren. Für den Ausbau investieren die Stadtwerke rund 2,1 Millionen Euro. Vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung ist eine Förderung in Höhe von 30 Prozent aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen. oz
Rucksäcke, große Taschen, Windjacken, warme Überhosen, Berg- und Turnschuhe, Handschuhe und Mützen sammelt Albert Gruber (Tel. 349 6204064) für die Bergvölker in Nepal, die er seit Jahrzehnten mit verschiedenen Projekten wie einem Photovoltaik-Projekt zur Stromerzeugung unterstützt.
STADTGEHEIMNISSE
Bei wem lernte Kaiser Karl in Brixen schnitzen?

Der spätere Kaiser Karl weilte als junger Erzherzog öfters in Brixen, woran zum Beispiel die nach ihm benannte Karlspromenade von Köstlan nach Milland erinnert. Aber auch die 1912/13 in der heutigen Dantestraße erbaute Artilleriekaserne (nun Schulzone) wurde nach ihm benannt. Interessant ist eine Begebenheit aus dem Jahre 1903: Als der junge Erzherzog Karl in der Wasserheilanstalt von Guggenberg zur Kur war, ließ seine Mutter, die Erzherzogin Maria Josefa, den Bildhauer August Valentin rufen, damit er ihr und ihrem Sohn Karl Unterricht in der Bildhauerkunst erteile. August Valentin wurde am 8. November 1858 in Abtei geboren, erlernte in Gröden die Bildschnitzerei und ließ sich anschließend in Brixen nieder, wo er 1897 ein eigenes Haus in der ErzherzogEugen-Straße (heute Bahnhofstraße) erwarb. Von den zahlreichen Statuen für Kirchen im In- und Ausland sei vor allem die Pilgermadonna in der Liebfrauenkirche von Brixen erwähnt, die er unter Mitarbeit von Josef Dander und Johann Matthias Pescoller für den „Kaiserjubiläums-Pilgerzug von Tirol und Vorarlberg“ im Jahre 1898 schuf und die anschließend an der Wallfahrt ins Heilige Land mitgeführt wurde, woran der Künstler auch selbst teilnahm. Die Statue stellt in Lebensgröße die Jungfrau Maria mit dem Christkind dar. Im Sockel befinden sich zahlreiche Reliquien sowie 16 Steinchen von Orten aus dem Heiligen Land. Erwähnenswert ist auch, dass August Valentin im Jahre 1903 in seinem Haus das Hotel/Café „Central“ gründete und in der Folgezeit seinen Beruf wegen der vielen Konkurrenz aufgab. Er verstarb am 24. Dezember 1940 in Brixen.
Anregungen: redaktion@brixner.info
Neue Unternehmen in und um
Starthilfe
Hörzentrum Südtirol
Adlerbrückengasse 7 (gleich neben Adler Café)
39042 Brixen T 0472 370720 www.hoerzentrum-suedtirol.it Zusatz Hörzentrum Südtirol

Markus Thaler, langjähriger Hörakustiker, hat 2024 sein Hörzentrum Südtirol gleich an fünf Standorten eröffnet: In Lana, Sterzing, Schlanders, Neumarkt und Bruneck gab es von
Anfang an den Service, den man sich von guten Hörakustikern wünscht. Im November 2025 folgte der Standort Eppan; Ende Februar eröffnete er mit Brixen seinen siebten Standort.
Neue Unternehmen in und um Brixen
Starthilfe
Arke Pasty Studio
Stufels, Untere Schutzengelgasse 12 39042 Brixen
M +39 339 430 4600 hoi@arke.bz.it
Öffnungszeiten:
Di.–Sa. 7:15–18:30, So. 9–16 Uhr; Montag Ruhetag
RUBRIK
Seit Anfang Dezember bereichert das „Arke Pastry Studio“ den Stadtteil Stufels. In einem liebevoll gestalteten Altbau trifft minimalistisches, modernes Design auf historische Atmosphäre. Französische Croissants, edle Tört-

chen und feinste Pralinen gibt es zum Mitnehmen oder zum Genießen an wenigen Sitzplätzen – ergänzt durch kleine salzige Snacks für die Mittagspause. Ein Innenfenster eröffnet Einblicke in Susanne Cattois Konditorei.
„Ende des Jahres endlich verlässliche Daten“
ARNOLD SCHULER, Landtagsabgeordneter der SVP, zur inzwischen im Parteiausschuss abgelehnten Idee, den Bettenstopp aufzuweichen.
Herr Schuler, warum war es wichtig, eine Verlängerung der Frist zur Realisierung von Betten in bestehenden Tourismuszonen abzulehnen?
Das wichtigste Element des Landestourismusentwicklungskonzeptes sind verlässliche Daten zur existierenden Bettenanzahl. Um eine solide Datenbasis zu bekommen, mussten wir genau erfassen, wie viele Betten die bestehenden Betriebe wirklich haben. Genauso wichtig ist eine verlässliche Abschätzung jener Betten, die demnächst aufgrund erworbener Rechte noch entstehen werden. Ende des Jahres kennen wir endlich die richtigen Zahlen. Eine
Verlängerung der Fristen hätte dafür gesorgt, dass niemand abschätzen könnte, wie viele zusätzliche Betten tatsächlich verwirklicht werden.
Braucht Tourismus Grenzen?
Ja, auf alle Fälle. Bei aller Wertschätzung gegenüber den Tourismustreibenden, die natürlich eine wichtige Rolle in Südtirol spielen: Es braucht Grenzen, weil die Ressourcen und Infrastrukturen, die der Tourismus in Anspruch nimmt, nicht unendlich sind. Hoteliers mit Weitblick haben dies längst erkannt und wissen, dass eine Grenze in ihrem ureigenen Interesse ist. Es geht aber auch um die Akzeptanz der Bevölkerung.
Strukturschwache und abwanderungsgefährdete Gemeinden sollen nun doch über eine Verlängerung der Frist entscheiden können ...
Die Aussage von Parteiobmann Dieter Steger war sehr klar: Es wird sehr wenige Gemeinden der Peripherie betreffen, und man muss schauen, ob es in diesen Gemeinden interessierte Unternehmer gibt. Entwicklung wird aber auch in Zukunft noch möglich sein, weil es auch Betriebe geben wird, die ihre Tätigkeit aufgeben; diese Betten können dann an Betriebe umverteilt werden, die noch wachsen wollen. Die Gesamtzahl der Betten in Südtirol sollte aber nicht mehr wachsen. willy.vontavon@brixner.info

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Jetzt mit Steuervorteil zum neuen Leeb-Balkon!
LEEB: Die Balkone des österreichischen Herstellers stehen für höchste Qualität, Design und Langlebigkeit.

der Ausstellung in Brixen präsentiert sich eine große Auswahl an Balkonen und Zäunen von Leeb
Klare Linien, moderne Formen und eine beeindruckende Farbvielfalt: Leeb-Alubalkone überzeugen mit zeitlosem Design und hochwertiger Verarbeitung. Die spezielle Oberflächenbeschichtung sorgt dafür, dass die Balkone nicht nur gut aussehen,
sondern ihre Schönheit über viele Jahre behalten. Ob Neubau oder Renovierung: Elegante Alu- und Glasbalkone von Leeb fügen sich harmonisch in jede Architektur ein und lassen sich individuell auf nahezu jeden Haustyp abstimmen.
Modernisieren und Steuervorteil nutzen
Im Rahmen außerordentlicher Instandhaltungs- oder Sanierungsarbeiten kann heuer noch ein Steuerbonus von 50 Prozent in Anspruch genommen werden. So lassen sich die Kosten für den
Austausch oder die Erneuerung eines Balkons deutlich reduzieren.
Überdachungen für mehr Komfort
Auch bei den Überdachungen setzt Leeb Maßstäbe: Robuste Aluminium-Glaskonstruktionen bieten zuverlässigen Schutz und setzen gleichzeitig moderne architektonische Akzente. Dank hochwertiger Pulverbeschichtung sind alle Produkte – ob Balkon, Zaun oder Überdachung – nahezu wartungsfrei und auf Wunsch sogar in täuschend echter Holzoptik erhältlich.



Große Ausstellung in Brixen
Das gesamte Sortiment sowie die neuesten Modelle finden Sie unter www.leeb-balkone.com oder in den aktuellen Gratis-Katalogen. Anfragen können direkt an BZ Technik V. GmbH in Brixen gerichtet werden, per Mail an info@ bz-technik.com oder telefonisch unter 345 7540926 oder 371 1472844. Die Ausstellung in der Julius-Durst-Straße 66 in Brixen kann nach telefonischer Terminvereinbarung besucht werden.

Licht, das Räume zum Leben erweckt
SELECTRA: Licht ist weit mehr als reine Funktion. Es prägt Räume, schafft Atmosphäre und beeinflusst unser tägliches Wohlbefinden. Mit diesem Anspruch entwickelt Selectra individuelle Lichtkonzepte, die Architektur sichtbar machen und Wohn- sowie Arbeitsbereiche gezielt aufwerten.

Seit vielen Jahren begleitet Selectra private Bauherren, Hoteliers, Unternehmer sowie Architekten und Planer bei der Entwicklung maßgeschneiderter Beleuchtungslösungen – von der ersten Idee

über die präzise Planung bis zur Umsetzung mit erfahrenen Fachpartnern aus der Region. Im Showroom im Interior Tower in Vahrn können Besucher moderne Lichttechnik live erleben:
architektonische Beleuchtung, dekorative Leuchten und intelligente Systeme, die Inspiration für Neubauten, Renovierungen oder die Neugestaltung bestehender Räume bieten.
Licht schafft Wohlfühlräume
Aktuelle Projekte zeigen die Vielseitigkeit des Ansatzes von Selectra. So wurde für EKOS ein Lichtkonzept entwickelt, das Arbeitsbereiche klar strukturiert, Orientierung schafft und zugleich eine angenehme Atmosphäre för-
dert. Im Vinumhotel Feldthurnerhof heben gezielte Lichtakzente Materialien und Raumstrukturen hervor und erzeugen eine warme, einladende Stimmung. Der Anspruch von Selectra bleibt dabei stets derselbe: Jedes Projekt ist einzigartig. Deshalb entstehen keine Standardlösungen, sondern individuell geplante Lichtkonzepte, die sich sensibel in Architektur und Umgebung einfügen.

Licht nach Maß.
Besuchen Sie unsere Showrooms und lassen Sie sich von unseren maßgeschneiderten Lichtlösungen begeistern.
Eigenheim statt Miete zahlen
WILLEITIMMOJUS: Wenn die Kinder erwachsen werden, ist es oftmals am günstigsten, im Elternhaus zusätzlichen Wohnraum für sie zu schaffen. Dabei sind jedoch einige rechtliche Aspekte zu beachten.

Hannes Willeit, Vertragsjurist und Immobilienberater: „Gerne berate ich zu Eigentumsübertragungen und Erbregelungen jeglicher Art“
Wer will schon ein Leben lang für etwas bezahlen, das ihm nie gehören wird? Doch viele tun genau das: Sie zahlen Miete. Ob Eigentümer oder Mieter – jeder
bringt im Laufe seines Lebens fürs Wohnen den Gegenwert einer Wohnung auf. Doch während ein Immobilieneigentümer letztlich in die eigene Tasche zahlt, ist das Geld des Mieters für immer weg. Bei einer Monatsmiete von 650 Euro und einer jährlichen Mietsteigerung von zwei Prozent zahlt ein Mieter in 30 Jahren mehr als 300.000 Euro an seinen Vermieter – eine Summe, mit der man sich auch eine Eigentumswohnung leisten kann.
Sanieren und Kubaturbonus nutzen
Das Konjunkturpaket vom April 2009, das eine Kubaturerweiterung von 20 Prozent oder mindestens 200 Kubikmeter Baumasse erlaubt und weiterhin gültig ist, schafft ideale Voraussetzungen, um das bestehende Eigenheim zu erweitern. Das Gebäude mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent für Wohnzwecke muss dafür vor dem 12. Jänner 2005 bestanden oder vor diesem Datum über die Baukonzession verfügt haben; außerdem muss mit der Erweiterung gleichzeitig eine energetische Sanierung auf mindestens Klimahausstandard
C erfolgen. Der Kubaturbonus, der auch als Energiebonus bezeichnet wird, kann im Zuge einer energetischen Sanierung in Anspruch genommen werden. Eine solche Kubaturerweiterung eröffnet ideale Möglichkeiten, im Elternhaus eine zusätzliche Wohneinheit für die erwachsenen Kinder zu schaffen.
Vertrag zur rechten Zeit
Es ist allerdings wichtig, von Beginn an ein Konzept auszuarbeiten, wie das Eigentum dieser neu zu schaffenden Wohneinheit vertraglich auf das Kind übertragen werden soll. Nicht zuletzt sind dabei auch Aspekte des Erbrechts zu berücksichtigen. Eine exakte und zeitlich abgestimmte vertragliche Abwicklung ist unerlässlich für eine reibungslose Eigentumsübertragung. Dabei sind die Koordination und Absprache zwischen dem Techniker, der die Eintragungen und Abänderungen im Kataster vornimmt, und dem jeweiligen Vertragsersteller außerordentlich wichtig: Sie garantieren die günstigste Abwicklung der vertraglichen Eigentumsübertragung, da die Berechnung der verschiedenen Steuern und Gebühren in
den meisten Fällen auf Basis des Katasterertrages ermittelt wird. Eine gut vorbereitete Abwicklung der vertraglichen Eigentumsübertragung ist aber auch wichtig, um sämtliche mögliche Fördergelder der Autonomen Provinz Bozen in Anspruch nehmen zu können. Ist man schlecht vorbereitet, kann es passieren, dass der bereits geplante Baubeginn zeitlich verschoben werden muss, um den Anspruch auf die Landesförderung nicht zu verlieren. Es empfiehlt sich daher, eine juristische Begleitung bereits von der Planung an in Anspruch zu nehmen.
Auf Immobilienrecht spezialisiert
Hannes Willeit von Willeitimmojus ist Vertragsjurist und Immobilienberater. Er hat sich auf immobilienrechtliche Angelegenheiten spezialisiert und betreut rund um Immobilienrechtsgeschäfte. Er berät in rechtlichen Immobilienfragen, übernimmt die Abfassung von Verträgen und begleitet seine Mandanten bis hin zur notariellen Unterschrift mit umfassendem Service und ausgezeichneter juristischer Arbeit.



„Vom Grundstück zum Zuhause“
SMART LIVING: Zukunftsfähig bauen, regional denken – Smart Living eröffnet neue Perspektiven im Eisacktal. Ein Gespräch mit GREGOR WIERER.
Herr Wierer, was macht Smart Living?
GREGOR WIERER: Wir schaffen Wohnraum genau dort, wo er gebraucht wird. Als erfahrene Projektentwickler hochwertiger Wohnanlagen wollen wir nun auch im Eisacktal aktiv werden und suchen dafür passende Baugründe.
Welche Optionen haben Eigentümer von Baugrundstücken?
Viele Eigentümer stehen vor schwierigen Entscheidungen: Soll man vererben, verkaufen, selbst bebauen oder das Grundstück behalten? Bei Smart Living bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit, ein Grundstück gegen später entstehende Wohneinheiten einzutau-

schen. In persönlichen Gesprächen entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen – sowohl für Bestandsgebäude als auch für unbebaute Grundstücke. Jede Option wird sorgfältig geprüft.
Warum sollte man sich an Smart Living wenden?
Unser Anspruch ist es, Immobilien mit langfristiger Wertbeständigkeit zu schaffen. Unsere Projekte entstehen nicht am Reißbrett,


sondern im Dialog – mit Grundstückseigentümern, Anrainern, Behörden sowie den besten lokalen Planern und Handwerksbetrieben. Zahlreiche Referenzprojekte belegen die Qualität unseres Ansatzes.
Wieso jetzt der Schritt ins Eisacktal?
Seit über zehn Jahren realisieren wir stilvolle Wohnprojekte im Pustertal. Dieser Erfolg ist für uns Ansporn, unsere Erfahrung in neue Regionen zu tragen. Im Eisacktal möchten wir Impulse setzen – mit Gebäuden, die langfristig die Lebensqualität steigern. Unsere Erfahrung zeigt: Wenn Planung und Umsetzung professionell erfolgen, profitieren am Ende alle – eine echte Win-win-Situation


Schlüsselfertiges Bauen
OBERRAUCH GMBH: Traditionelle Handwerkskompetenz und moderner Holzbau verbinden sich bei Oberrauch GmbH zu ganzheitlichen Lösungen.


Schlüsselfertiges Projekt im Tintal (Gemeinde Enneberg) aus dem Jahr 2023 mit Fertigstellung im Frühjahr 2024; Ausführung der Zimmermanns- und Spenglerarbeiten sowie der kompletten Inneneinrichtung, Treppen und Sauna





Die Realisierung der eigenen vier Wände ist eine der größten Entscheidungen im Leben. Wer hierbei auf schlüsselfertiges Bauen setzt, stellt eine reibungslose Abwicklung ohne Verzögerungen und ohne unerwartete Mehrkosten sicher. Alles wird über einen einzigen Ansprechpartner organisiert – vom genehmigten Projekt bis zur Übergabe des Hauses. Das Ergebnis: Ein Zuhause, das termingerecht bezogen werden kann und dabei beste Wohnqualität sowie hohe Energieeffizienz garantiert.
Mehr als 30 Jahre Erfahrung
Der Familienbetrieb Oberrauch GmbH in Schalders vereint mit einer eigenen Zimmerei, Tischlerei und Spenglerei drei Handwerkstraditionen unter einem Dach. Jede Bauaufgabe in Holz wird qualitätsvoll und termingerecht ausgeführt. Neben vielfälti-
gen Holz- und Spenglerarbeiten hat sich der Klimahausfachbetrieb in den letzten Jahren außerdem auf die energetische Gebäudesanierung und auf Gebäudeaufstockungen spezialisiert. Dabei übernimmt der Handwerksbetrieb die Koordinierung aller benötigten handwerklichen Leistungen. Auf diese Weise hat sich Oberrauch GmbH in den letzten Jahren zu einem kompetenten Ansprechpartner für schlüsselfertiges Bauen entwickelt. Egal ob Neubau, energetische Gebäudesanierung, Aufstockung in Holzbauweise oder Inneneinrichtungen – Oberrauch GmbH übernimmt von der Werkplanung über die Abwicklung der eigenen Arbeiten und Koordinierung aller Handwerker sämtliche Schritte bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Mit großer Verlässlichkeit und höchster Qualität wird der Erfolg eines jeden Bauvorhabens sichergestellt.

















































































Innovative Fassadengestaltung durch 3D-Betondruck
PROGRESS AG: Der regionale Marktführer in der Produktion von Betonfertigteilen setzt mit der neuen 3D-Druck-Technologie einen wichtigen Innovationsschritt und eröffnet der Betonfertigteilindustrie völlig neue gestalterische und technologische Möglichkeiten.
In Caorle wird derzeit mit dem „Pareus Resort“ erstmals ein Referenzprojekt realisiert, bei dem 3Dgedruckte Betonfassaden industriell gefertigt und mit innovativen „Green Code“-Betonfertigteilen kombiniert werden. Auf einer Fläche von rund 28.000 Quadratmetern entstehen insgesamt 28 Ferienhäuser. Der Lieferumfang umfasst Fertigteile mit einer Gesamtfläche von über 20.000 Quadratmetern. Dazu zählen unter anderem 4.000 Quadratmeter 3D-gedruckte Fassadenelemente mit „Green Code Thermowand Plus®“, 4.300 Quadratmeter „Progress Doppelwand“, 4.000 Quadratmeter „Green Code Eco Slab®“, sowie 1.500 Quadratmeter „Progress XM-Decke“. Der Rohbau des Resorts soll im Sommer 2026 fertiggestellt werden, die Eröffnung ist für Mai 2027 vorgesehen. Die Fertigung erfolgt vollständig im Werk der Progress AG in Brixen, wodurch eine gleichbleibend hohe Qualität, verkürzte Bauzeit und eine präzise Abstimmung der einzelnen Betonelemente gewährleistet werden.
Die SPI-Technologie der Progress Group
Die Progress Group hat mit dem „Selective Paste Intrusion

Der SPI-3D-Drucker – entwickelt für großformatige Anwendungen mit höchster Präzision

Innovative Fassadenelemente aus dem 3D-Drucker: detailgetreu und frei in der Gestaltung
(SPI)“-Verfahren eine neuartige 3D-Drucktechnologie für den Fertigteilbau entwickelt, bei der Zementleim gezielt in ein Sandbett

metern, wobei der umgebende Sand während des Drucks die Stützfunktion übernimmt und nach dem Aushärten vollständig wiederaufbereitet wird. Auf diese Weise lassen sich komplexe Geometrien, Überhänge und feine Oberflächenstrukturen ohne Schalung und mit hoher Maßhaltigkeit herstellen.
Perspektiven des industriellen 3D-Drucks
Zentrales Entwicklungsziel des SPI Verfahrens ist ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit: Durch gezielten Materialeinsatz nur dort, wo er statisch oder funktional erforderlich ist, lassen sich Beton- und Zementverbrauch sowie CO₂-Emissionen deutlich reduzieren. Der 3D-Betondruck mit SPI-Technologie versteht sich dabei als Ergänzung zur klassischen Fertigung. Das Projekt Pareus ist das Leuchtturmprojekt, das Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und architektonische Freiheit im industriellen Fertigteilbau demonstriert.
eingebracht und nur an definierten Stellen verfestigt wird. Schicht für Schicht entstehen so Bauteile mit einer Auflösung von nur drei Milli-

Die Häuser im Rohbau am Ferienort Caorle
BETONFERTIGTEILE INNOVATIVE




„Weil gutes Handwerk mehr ist als nur Arbeit“
TISCHLEREI HÖLLER: Was die Möbelstücke von ANTON HÖLLER so besonders macht, verrät er im Gespräch.

Maßgefertigte Wohnlösung aus Massivholz
Herr Höller, Sie haben sich mit Ihrer Tischlerei auf Massivholz spezialisiert. Warum?
ANTON HÖLLER: Weil Massivholz ein Werkstoff mit Charakter ist. Jedes Stück ist ein Unikat mit eigener Maserung, Struktur und Haptik. Diese Natürlichkeit verleiht jedem Möbelstück und jedem Raum eine besondere Ausstrahlung: lebendig, authentisch und zeitlos.

Die warme Täfelung, ein hochwertiger Holzboden und die traditionelle Holzofenbank schaffen eine behagliche Atmosphäre
Was fertigen Sie für Ihre Kundinnen und Kunden? In meiner Tischlerei entstehen individuelle Möbelstücke und durchdachte Einrichtungslösungen, die exakt auf Raum, Nutzung und persönliche Wünsche abgestimmt sind. Von der Planung bis zur Umsetzung fertigen wir maßgeschneiderte Lösungen –echte Handwerkskunst mit Liebe zum Detail.

Passgenaue Eingangstür im historischen Türbogen
Gibt es eine weitere Besonderheit in Ihrem Angebot?
Ja, neben individuellen Einrichtungslösungen haben wir uns auch auf den fachgerechten Austausch von Wärmedichtungen bei Fenstern spezialisiert. Damit bieten wir eine nachhaltige Möglichkeit, bestehende Fenster zu optimieren, Wärmeverluste zu reduzieren und den Wohnkomfort spürbar zu steigern.

Starker Service
BAUEXPERT: Wer ein Bauprojekt startet, lernt schnell: Es sind nicht die großen Entscheidungen, die den Ablauf bestimmen, sondern die vielen kleinen. Das Baumaterial, das rechtzeitig ankommt. Eine technische Frage, die schnell geklärt wird. Eine Lösung, die auch dann funktioniert, wenn sich der Plan plötzlich ändert. Genau hier zeigt sich, warum Bauexpert für viele zum unverzichtba ren Baupartner geworden ist.

Bauen ist komplex. Unterschiedliche Gewerke greifen ineinander, jedes Detail zählt. Deshalb setzt Bauexpert auf eine Form der Beratung, die weit über reines Produktwissen hinausgeht. Die Fachberaterinnen und Fachberater von Bauexpert sind nicht nur Experten für Materialien, sie sind auch bestens vertraut mit der regionalen Bauweise, den klimatischen Bedingungen und den täglichen Herausforderungen auf der Baustelle. Diese Mischung aus Erfahrung und Praxisnähe macht die Fachberatung besonders wertvoll: Sie ist realistisch, lösungsorientiert und praxiserprobt. Ob Fragen zur Dämmung, zum Dachbau oder zu Verarbeitungsdetails – Bauexpert begleitet Schritt für Schritt und findet Wege, komplexe Anforderungen einfach und machbar zu gestalten.
Service, der Projekte in Bewegung hält
Als Baustoffhändler mit starken Wurzeln in Südtirol und dem Trentino weiß Bauexpert: Zeit ist auf der Baustelle oft das knappste Gut. Deshalb wurde ein Servicekonzept entwickelt, das Verzögerungen aktiv entgegenwirkt, mit zuverlässiger Lieferlogistik, hoher Lagerverfügbarkeit, maßgenauer Vorbereitung und persönlicher Beratung. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass Projekte nicht ins
Stocken geraten – ein Vorteil, den vor allem Handwerker schätzen, die auf verlässliche Abläufe an gewiesen sind.
Dienstleistungen, die den Unterschied machen
Bauexpert denkt in Bauprozessen, nicht in Produkten. Aus dieser ganzheitlichen Sichtweise entste hen Dienstleistungen mit echtem Mehrwert: von der Unterstützung bei technischen Baufragen und der Auswahl effizienter, nachhaltiger Lösungen über Systemempfehlun gen zur optimalen Abstimmung von Materialien bis hin zur Bau stellenbesichtigung und Lösungs findung. Unter der Domus-Marke bietet Bauexpert zudem ein breites Sortiment im Innenausbau.

Ein Partner, der Verantwortung übernimmt
Nicht nur das Sortiment zeichnet Bauexpert aus, sondern vor allem die Philosophie der praktischen Hilfestellung bei allen Bauthemen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen sich als Teil eines Projekts, nicht als reine Lieferanten. Sie hören zu, denken voraus und bleiben ansprechbar, auch wenn es einmal kompliziert wird. Für viele in der regionalen Bau- und Handwerkswelt ist das der Grund, warum sie sagen: „Mit Bauexpert baut es sich besser.“

Ton Revò
Andalo Panchià
Pergine V Borgo V Mattarello
Rovereto Mori
Sand in Taufers
Bruneck Brixen
Latsch Marling
Bozen Eppan Leifers
Schlüsselfertige Sanierung mit System
ALP HOUSE: Höchste Qualität, Fixpreisgarantie und termingerechte Fertigstellung –Alp House steht seit Jahren für die professionelle und schlüsselfertige Umsetzung von Bau- und Sanierungsprojekten.
Wer schon einmal saniert hat, weiß: Bauvorhaben sind oft mit unvorhergesehenen Kosten, Zeitverzögerungen und Koordinationsproblemen zwischen den Handwerkern verbunden. Doch das muss nicht sein. Alp House hat sich darauf spezialisiert, Bauvorhaben schlüsselfertig zum Fixpreis und zum Fixtermin umzusetzen.
„Mein Haus... ...ist ein Fertighaus aus Ziegeln!“
INDIVIDUELL
wie Ihre Idee
MASSIV wie ein Haus für Generationen
Von der Planung bis zur Sanierung
House wird jedes Bauvorhaben zu einem planbaren Projekt –durchdacht, termingerecht und schlüsselfertig.
Sanierung in jeder Größenordnung
SCHNELL in 101 Tagen von der Planung bis zur Fertigstellung
WERTVOLL
Von der ersten Planung über die Baukoordination bis zur Schlüsselübergabe übernimmt Alp House sämtliche Sanierungsarbeiten – transparent, effizient und professionell. Ein erfahrenes Team begleitet jeden Schritt persönlich und stellt sicher, dass der Ablauf für Bauherren einfach und übersichtlich bleibt. „Unser Ziel ist es, jedes unserer Bauvorhaben – ob Neubau oder Sanierung – stressfrei zu gestalten“, erklärt Birgit Leitner, eine der Geschäftsführerinnen. „Unsere Bauherren sollen am Ende einfach einziehen können – und zwar pünktlich, ohne Mehrkosten und in bester Qualität.“ Mit diesem Rundum-sorglos-Paket von Alp
wertbeständig, langlebig & hohe Qualität
FIXPREISGARANTIE von Anfang an BEHAGLICH
Ob Wohnung, Einfamilienhaus oder gesamtes Gebäude – jedes Projekt wird bei Alp House individuell geplant und mit hochwertigen Materialien realisiert. Dabei setzt das Sterzinger Bauunternehmen auf modernste Technik und ein perfekt eingespieltes Team. Wer auf Qualität, Termintreue und Planungssicherheit Wert legt, ist bei Alp House in besten Händen.
angenehmes & gesundes Wohnklima
Alp GmbH
Das Ziegelhaus in Fertigbauweise!
Karl von Etzel Str. 6 I-39049 Sterzing www.alphouse.it info@alphouse.it
Alp GmbH
Karl-von-Etzel-Straße 6 39049 Sterzing Tel. 0472 767 111 info@alphouse.it www.alphouse.it




Mehr Licht im Raum
HEISS FENSTER: Schlankere Profile, optimierte Energieeffizienz und mehr Licht dank größerer Glasflächen: Mit dem neuen „Alnova 80“ bündelt Heiss 20 Jahre Holz-Alu-Erfahrung in einer neuen Generation von Fenstern – für besonders elegante Architekturlösungen.

Mit dem neuen Holz-Alu-Fenster „Alnova 80“ setzt Heiss Fenster neue Maßstäbe für zeitgemäßes Wohnen
„In unseren Gesprächen mit Bauherren und Architekturbüros wur-
de in den letzten Jahren deutlich: Viele wünschen sich Fenster mit mehr Glasfläche und schmaleren Ansichten für mehr Licht im Raum. Gleichzeitig erwarten sie hohe Dämmwerte und eine langlebige, wartungsfreie Konstruktion“, erklärt Peter Heiss, Inhaber von Heiss Fenster.
Architektonische Freiheit
Die Herausforderung hat Heiss angenommen und das neue HolzAlu-Fenster „Elegant Alnova 80“ entwickelt. Seit sechs Jahrzehnten fertigt der Betrieb am Eingang des Sarntals Fenster. „‚Alnova 80‘ ist das Ergebnis von 20 Jahren spezifischer Erfahrung im Holz-Alu-Bereich“,
so Peter Heiss. „Dieses gesamte Wissen haben wir im neuen Profilsystem gebündelt.“
Mit schlanken Rahmen und hohem Glasanteil sorgt „Alnova 80“ für helle Räume und elegante Fassaden im Neubau und im historischen Bestand. Es ermöglicht verschiedene Fensterformen, lässt sich mit rahmenlosen Verglasungen kombinieren und bietet viele Holz- und Farbvarianten für maximale architektonische Freiheit.
Technologie auf dem neuesten Stand
Technisch hat Heiss dieses Profilsystem gezielt für Energieeffizienz optimiert. Hohe Dämmwerte sen-
ken den Energiebedarf, dünnere Holzabmessungen sparen Ressourcen. Das Glas wird trocken in den Rahmen eingesetzt statt silikoniert. So bleibt die Abdichtung über Jahrzehnte zuverlässig und wartungsfrei. Entscheidend dafür sind auch die erfahrenen Heiss-Montageteams: Sie sorgen für den präzisen Einbau, damit das Fenster im Alltag hält, was es verspricht. Sollte nach der Montage eine Frage auftauchen, ist Heiss auch Jahre später erreichbar – mit einem Serviceteam, das dranbleibt.






























Wenn’s perfekt sein soll.
Besuchen Sie uns in unserem Showroom im Sarntal, leicht erreichbar am Taleingang, 10 Minuten von Bozen/Gries.

Die Titelgeschichte behandelt ein Dauerthema in jeder Gesellschaft – die Bedürfnisse unserer Senioren. In „Alt sein in Brixen“ beleuchtete der „Brixner“ die Situation des Bürgerheims und des Hartmannsheims. „Im Bürgerheim stehen 19 Pflege- und 83 Heimplätze zur Verfügung; 32 Plätze standen im Hartmannsheim zur Verfügung.“ Die Vergangenheitsform war beim Hartmannsheim deshalb gewählt worden, weil es sich damals gerade im Umbau befand. „Der zu entrichtende Tagessatz beträgt zur Zeit 50.000 Lire pro Tag“ – zum Vergleich: Heute beträgt der Grundtarif im Bürgerheim 77,90 Euro. Schon damals galt: „Die Berechnung beruht auf einer genauen Kostenerhebung.“ S. 4

Bürgermeister Klaus Seebacher beschreibt die damalige Lage der Müllentsorgung: „Brixen hat durch lange Jahre nicht nur den ‚hausgemachten‘ Müll in Albeins abgelagert, sondern auch Müll aus umliegenden Gebieten dort aufgenommen. Es wurde hier eine Vorleistung erbracht, die nicht hoch genug bewertet werden kann – besonders wenn man bedenkt, daß auch die erste geregelte Deponie in Aicha von der Gemeinde Brixen iniziiert und geführt wurde.“ Offenbar war damals eine zusätzliche Deponie im Wipptal geplant: „Heute füllt sich die Bezirksdeponie in Aicha derart, daß schon wieder an eine Erweiterung bzw. an eine Neuanlage gedacht werden muß. Wenn dies nun in der Bezirksgemeinschaft Wipptal geschehen soll, wohl deshalb, weil der Nachbarbezirk seit Jahren in Aicha ablagert.“ Heute wissen wir: Restmüll wird nicht mehr gelagert, sondern in Bozen verbrannt. S. 9

Der „Brixner“ hat einen Vortragsabend mit Othmar Barth zur Siedlungstätigkeit im Brixner Talkessel organisiert – mit einem unerwarteten Ende, „ohne Raum für die angekündigte Diskussion zu lassen.“ Der damalige Mitherausgeber Markus Lobis begründete die Entscheidung: „Wenn jemand mit einer vorgefaßten Meinung zu einer Informationsveranstaltung kommt
Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun exakt 35 Jahre zurückblicken.
Über diesen QR-Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe. Der „Brixner“ Nr. 13 Februar 1991

und dann vielleicht Gegenargumente hört, die ihm einleuchten, so muß man ihm Zeit geben, diese neuen Argumente in seine Überlegungen einzubauen. Hat er dazu keine Zeit, (…) macht er – meist unbewußt – einen Justamentsstandpunkt aus seiner vorgefaßten Meinung. (…) Deshalb meine ich: Einmal weniger diskutieren kann auch einmal mehr überlegen bedeuten.“ No comment ;-) S. 11–12


Bei der Umfrage ging es um den damaligen Golfkrieg. Mario Chiti hatte dazu eine klare Meinung: „Es wäre viel zu sagen über Saddam, Demokratie, Petroleum, Weltwirtschaft und Amerikaner, aber da würde man wohl nicht mehr aufhören, das würde den Rahmen sprengen. Ich hoffe schon, dass der Golfkrieg bald einem Ende zugeführt werden kann.“ Es sollte noch zwei Monate dauern: Der Golfkrieg endete am 12. April 1991. S. 13
Das „Portrait des Monats“ war Karl Longo gewidmet, damals Briefträger. „Seit fast 26 Jahren gehört der Neustiftweg zum Dienstgebiet von Karl Longo. (…) Er kennt die Kinder von den Glückwunschkarten zur Geburt, über die Mitteilung des Impftermins, die Postkarten und Liebesbriefe bis herauf zum Musterungskartl, zur Einberufung und zur Gratulationskarte zur Hochzeit. Er kennt ‚seine‘ Leute weit darüber hinaus; immer hat er einen freundlichen Gruß und ein paar nette Worte übrig, und gar einige ‚seiner‘ Leute haben sich keinen Postkasten angeschafft, um ihn täglich persönlich begrüßen zu können, wenn er – stets auf runde zehn Minuten genau – seine Runde macht.“ Ein pünktlicher und noch dazu empathischer Postbote? Goldene Zeiten … S. 31
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Herausgeber: Willy Vontavon (wv)
Chefredakteurin: Anina Vontavon (av)
Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job), Sabine Dejakum (sd), Ernst Delmonego (ed), Jorin Massimo Flick (jmf), Mats Helmersson (mh), Lisa Hintner (lh), Hannah Hofer (hh), Marlene Kranebitter
Zingerle (mk), Magdalena Lang (ml), Stephanie Risse (sr), Sandra Unterfrauner (su), Lia Vontavon (lv), Thomas Walcher (tw), Oskar Zingerle (oz)
Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz)
Grafik: Valentyna Pelykh
Titelbild: Fotomontage Valentyna Pelykh
Druck: Athesia Druck GmbH
Der nächste „Brixner“ erscheint Ende März 2026
Nächster Redaktionsschluss: 11. März 2026
Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109
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BESONDERE KÖSTLICHKEITEN
bei der Eisacktaler Kost 2026
Vom 13. bis 29. März steht das Eisacktal wieder ganz im Zeichen regionaler Kulinarik. Im Rahmen der Eisacktaler Kost, der ältesten Spezialitätenwoche Südtirols, laden 19 ausgewählte Betriebe von Sterzing bis Barbian dazu ein, den kulinarischen Frühling zu genießen.
Wenn die Tage länger werden und die Natur langsam erwacht, beginnt im Eisacktal eine Zeit des Genusses. Seit Jahrzehnten ist die Eisacktaler Kost ein fixer Bestandteil des Südtiroler Veranstaltungskalenders und begeistert Einheimische wie Gäste mit einer Küche, die Tradition und Kreativität verbindet. Zwei Wochen lang stehen Frühlingsgerichte und regionale Produkte im Mittelpunkt – von klassischen Rezepten bis hin zu zeitgemäßen Neuinterpretationen.
Regionalität, die man schmeckt
Ein zentrales Anliegen der Eisacktaler Kost ist die enge Verbindung zwischen lokalen Produzenten, Gastwirten und Gästen. Dieses Zusammenspiel stärkt die Regionalität und macht die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft erlebbar. Viele der verwendeten Zutaten stammen direkt aus der Umgebung und prägen den authentischen Geschmack der Gerichte.
Heimische Produkte wie Milchprodukte, Freiland-Eier, Weine, Wildfleisch, Gemüse wie Sauerkraut, Kartoffeln und Rüben, Kräuter und Gewürze sowie Getreide wie Gerste, Buchweizen und Roggen sind feste Bestandteile der Gerichte. Auch heuer arbeiten die Eisacktaler-Kost-Betriebe wieder mit den Qualitätsprodukten Südtirols und dem Südtiroler Apfel g.g.A. zusammen, die aktiv in das kulinarische Rahmenprogramm eingebunden werden.
Mitmachen und gewinnen
Zur Eisacktaler Kost gehört auch das beliebte Gewinnspiel. Gäste, die während der Spezialitätenwoche in einem der Betriebe zum Essen einkehren, haben die Möglichkeit, einen Essensgutschein in einem der teilnehmenden Eisacktaler-Kost-Betriebe zu gewinnen. Das Gewinnspiel kann sowohl vor Ort als auch online ausgefüllt werden – ein Anreiz, den kulinarischen Frühling im Eisacktal zu genießen.
Genuss, der Gutes tut
Auch heuer zeigen die Betriebe der Eisacktaler Kost wieder soziale Verantwortung und übergeben einen Teil der Erlöse an die Lebenshilfe. Die Spende geht an die Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation „Trotzdem reden“ in Brixen, die Menschen hilft, die nicht oder nur eingeschränkt über Lautsprache kommunizieren können, und ihnen so mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.
Die Organisatoren der Eisacktaler Kost bedanken sich herzlich bei allen Partnern und Sponsoren, die diese besondere Spezialitätenwoche Jahr für Jahr möglich machen.
Alle Informationen zur „Eisacktaler Kost“ finden sich auch im Internet unter eisacktalerkost.info.

13.3.–29.3.2026
Das gelungene Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Gastwirt und Gast – der Dreiklang der Eisacktaler Kost.
Kemps kostn und viel erleben!
Schaurhof
Sterzing
T +39 0472 765 366
Zoll Steakhouse
Sterzing
T +39 328 741 33 15
arbor
Sterzing
T +39 0472 764 241
Posthotel Lamm
Sterzing
T +39 0472 765 127
Gasthaus Post
Maria Trens/ Freienfeld
T +39 0472 647 124
Romantik Hotel Stafler
Freienfeld
T +39 0472 771 136
Valsegg Eggile
Vals/Mühlbach
T +39 388 770 74 44
Löwenhof
Vahrn
T +39 0472 836 216
Boutique Hotel
Pachers
Neustift
T +39 0472 836 570
Sunnegg
Kranebitt/Brixen
T +39 0472 834 760
Decantei
Brixen
T +39 0472 674 270
fink Restaurant & Suites
Brixen
T +39 0472 834 883
Finsterwirt
Brixen
T +39 0472 835 343
Alpenrose’s dining & living
Pinzagen/Brixen
T +39 0472 694 947
Kircherhof
Albeins/Brixen
T +39 0472 851 005
Wöhrmaurer
Feldthurns
T +39 329 417 57 89
Pitzock
Villnöß
T +39 0472 840 127
Spitalerhof
Klausen
T +39 0472 847 612
Ansitz Steinbock
Villanders
T +39 0472 843 111
Mehr Erlebnis, Verkostungen & ein Gewinnspiel unter eisacktalerkost.info


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