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„Lage hat sich schlagartig verändert“
20 | Pro & Contra: Engagiert sich die Gemeinde Brixen in ausreichendem Ausmaß für die Umwelt?
| Umfrage: Kein oder wenig Alkohol im Jänner?

Seit einem Jahr müssen wir uns mit den unseligen Launen von US-Präsident Donald Trump herumschlagen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir kommt es so vor, als wäre es schon mindestens doppelt so lang. Eigentlich befasst sich unsere Lokalzeitung nicht mit globalen Themen, aber die derzeitige Lage ist auch hier so präsent, dass man sie kaum ignorieren kann. Eine punktuelle Einordnung der gegenwärtigen Situation bringt dabei wenig, denn wer weiß schon, was den Männern an der Spitze der Weltmächte in der Zeit zwischen dem Tippen dieser Zeilen und dem Erscheinen unserer Zeitung alles in den Sinn kommt? Die Welt ist unberechenbar geworden. Umso mehr rückt die Frage in den Mittelpunkt, welche Rolle Europa einnehmen will. Vor diesem Hintergrund gibt EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann auf den folgenden Seiten Einblick in die Arbeit des Europäischen Parlaments in global unsicheren Zeiten. Überhaupt ist die erste Ausgabe des Jahres 2026 vollgepackt mit Interviews: Elisa Barison und Leander Schwazer sprechen darüber, wie die Stadtgalerie Brixen für ein breites Publikum zugänglicher gemacht werden soll. Erstmals wird dafür ein Kunstvermittlungskonzept eingeführt. Ich bin gespannt, wie es von der lokalen Bevölkerung angenommen werden wird. In meiner Wahrnehmung traf die Stadtgalerie bislang vor allem ein Nischenpublikum. Und schließlich gibt Martin Mair, Geschäftsführer der Brimi, Auskunft über die mögliche Fusion mit Mila, die die Milchwirtschaft in Südtirol maßgeblich verändern würde. Wie immer zu Jahresbeginn, liegt auch dieser Ausgabe des „Brixner“ ein Informationsblatt zu unserer Abo-Aktion bei. Mit einem freiwilligen Beitrag von 12 oder 19 Euro im Jahr werden Sie „Freund“ oder „Gönner“ unserer Zeitschrift. Ich darf mich bereits im Voraus sehr herzlich bei allen bedanken, die mit ihrem Beitrag die Arbeit unserer Redaktion besonders wertschätzen und unterstützen.
Ihre
Anina Vontavon

„SPANNENDSTES JAHR BIS 2035“
INTERVIEW: HERBERT DORFMANN, Mitglied des Europäischen Parlaments, zur geopolitischen Lage, dem Mercosur-Abkommen – und warum 2026 für das Europäische Parlament ein wichtiges Jahr sein wird.

Herr Dorfmann, das vergangene Jahr war geprägt von geopolitischer Unsicherheit. Die transatlantischen Beziehungen haben sehr gelitten. Wie hat sich das auf die Arbeit im Europäischen Parlament ausgewirkt?
HERBERT DORFMANN: Nicht nur die transatlantischen Beziehungen, sondern die weltpolitische Situation insgesamt hat das Geschehen in Brüssel dominiert. Die Lage hat sich in den letzten Jahren schlagartig und eigentlich vollkommen unerwartet verändert – und das sicher nicht zu unseren Gunsten.
p HERBERT DORFMANN: „Die Welt wird derzeit von drei alten egoistischen Männern regiert“
Keine 48 Stunden vor diesem Interview hat US-Präsident Donald Trump den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro verhaften lassen und in die USA überführt. Eine weitere interessante Entwicklung, die nicht gerade zur Entspannung der weltpolitischen Lage führt …
Ich würde das salopp anders benennen: Die Welt wird derzeit von drei alten egoistischen Männern regiert, die die Weltordnung innerhalb kurzer Zeit auf den Kopf gestellt haben. Russland hat sich aus der Staatengemeinschaft vollkommen verabschiedet und führt einen Angriffskrieg vor

unserer Haustür, die Chinesen ziehen ihren über viele Jahre vorbereiteten Aufstieg zur Weltmacht radikal durch, und die Antwort der Vereinigten Staaten ist purer Eigensinn, wie auch die Entwicklungen in Venezuela zeigen. Man kann zur venezolanischen Regierung stehen wie man will – für mich steht außer Frage, dass es sich um Kriminelle handelt. Aber mit einer Reaktion wie jener der USA hebelt man das Völkerrecht aus und delegitimiert es. Trump öffnet mit diesem Verhalten Tür und Tor für andere: Die Drohung Chinas mit dem Einmarsch in Taiwan halte ich für brandgefährlich, und auch die Drohungen der USA rund um Grönland bereiten mir Sorgen.
Die erste Reaktion der EU und der europäischen Regierungschefs auf die Festnahme Maduros fiel zurückhaltend aus: Man berufe sich auf das Völkerrecht und rät zur Mäßigung. Reicht das?
Mit einem egoistischen Ansatz wie dem von Donald Trump können wir in Europa einfach wenig anfangen; er steht nicht im Einklang mit unserem geopolitischen Verständnis. Vielleicht bin ich zu idealistisch, aber wir haben in den letzten 30 Jahren stets nach Frieden gesucht, mit einem Ausgleich der Völker, mit Kompromissen und mit Zusammenarbeit. Das war und ist die große Stärke der EU, mit der wir erfolgreich waren: Wir sind ein Friedensprojekt. Andererseits fehlen uns auch die Strukturen für eine stärkere Reaktion: Als Staatengemeinschaft sind wir schwerfälliger als einzelne Großmächte und entsprechend langsam. In den letzten zehn Jahren war das nicht unbedingt problematisch, da unser System in einer Welt des Ausgleichs mehr oder weniger funktionierte. In der nun veränderten Weltordnung brauchen wir hingegen eine stärkere Organisationsstruktur.
Wie müsste die EU aufgebaut sein, um auf die neue Situation angemessen reagieren zu können?
Wenn ich ein Wunschkonzert schreiben könnte, dann müssten wir die EU-Institutionen besser strukturieren. Das heißt noch lange nicht, dass ich mir einen europäischen Präsidenten nach dem amerikanischen Modell herbeisehne, aber die bestehende Doppelgleisigkeit zwischen der Kommissionspräsidentin und dem Ratspräsidenten ist meiner Meinung nach nicht zielführend. Wir brauchen einen Leader – eine Präsidentin oder einen Präsidenten,
von den Mitgliedsstaaten mit genügend Macht ausgestattet, um international durchschlagskräftig zu sein. Nun bin ich Pragmatiker, und wenn wir uns die Stimmung in den einzelnen Regierungen ansehen, wird das sicherlich schwierig. Gleichzeitig dürfen wir nicht den Fehler machen und auf Erweiterung setzen.
Warum sehen Sie eine mögliche Erweiterung der Europäischen Union kritisch?
Die Europäische Union hat schon bei der letzten großen Erweiterung 2004 den Fehler begangen, die Spielregeln nicht zu ändern. Deshalb verfügen wir teilweise noch heute über ein Regelwerk, das vielleicht für eine Union aus sechs Staaten noch sinnvoll war; heute mit 27 Staaten stellt es aber ein Hindernis dar. Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen. Vor einer Erweiterung müssen sich die bestehenden Mitgliedsstaaten darauf einigen, einen gewissen Teil an Macht an die EU abzugeben. Man müsste dafür aber den EU-Vertrag ändern, und dafür benötigt man Einstimmigkeit der Mitgliedsstaaten. Aber: Politik verändert sich oft schnell. In Ungarn wird beispielsweise im April wieder gewählt – vielleicht kommt eine europafreundliche Regierung an die Macht. Irgendwann werden wir jedenfalls den Mut haben müssen, diesen Schritt umzusetzen.
p Herbert
Dorfmann:
„Handelsabkommen können eine Antwort sein auf die Frage nach neuen Partnern“
Mein Eindruck ist: Die USA, einst wichtiger Partner, macht nun, was sie will, und die EU bleibt zu nachsichtig. Lässt sich ein Donald Trump durch sanfte Rhetorik überzeugen? Der geopolitische Druck geht ja nicht nur von den USA aus, sondern kommt aus drei Ecken. Und er geht weiter als Politik, sondern hat auch wirtschaftliche Folgen. Aber: Druck erzeugt Gegendruck, und dadurch ergeben sich dann wieder interessante Entwicklungen. In Schweden gab es kürzlich eine recht intensive Debatte über den Beitritt zum Euro-Raum. Finnland und Schweden sind in den letzten Jahren der NATO beigetreten – all das galt lange als undenkbar. Die Menschen haben verstanden, dass man Verbündete braucht. Und so ähnlich ist es auch jetzt: Die Weltlage kann zu mehr europäischer Integration führen. Die Eigenbrötelei einiger Mitgliedsstaaten wird langfristig nicht funktionieren. Ich bleibe optimistisch: Letztendlich wird sich eine Politik des Ausgleichs und der Verantwortung durchsetzen.
Sie haben gerade davon gesprochen, dass die globalen Zuspitzungen auch wirtschaftliche Folgen haben. Welche Rolle spielen Handelsabkommen in diesem Zusammenhang, etwa mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur, der aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay besteht?
Handelsabkommen können eine Antwort sein auf die Frage nach neuen Partnern. Wenn man sich weltweit umschaut, gibt es wohl kaum einen anderen Kontinent, der uns kulturell und historisch näher ist als Amerika insgesamt. Wir haben uns immer stark auf Nordamerika fokussiert, aber de facto sind uns die Südamerikaner von den Lebensgewohnheiten auch sehr nahe; entsprechend einfacher ist es, die europäischen Produkte dort auf den Markt zu bringen als beispielsweise in Vietnam oder in Japan.
Bringt das Mercosur-Abkommen mehr Vor- als Nachteile für die EU?
Bislang haben wir noch kein Handelsabkommen abgeschlossen, das sich negativ auf die EU ausgewirkt hat – wenn man an CETA, den Vertrag mit Kanada, denkt oder an die Abkommen mit dem südostasiatischen Raum. Als wir vor knapp zehn Jahren über TTIP verhandelten, war die Kritik sehr laut – letztendlich war der politische Druck
zu groß, und am Ende haben wir aufgegeben. Heute wären wir wohl froh, wenn wir das transatlantische Abkommen damals abgeschlossen hätten, denn dann hätte Trump es schwerer. Deshalb dürfen wir uns bei Mercosur auch nicht von ein paar Chaoten, die Stimmung machen, abhalten lassen. Aber natürlich: Jeder Vertrag muss für beide einen Nutzen bringen, und es wird immer Sektoren geben, die mehr davon profitieren als andere. Bei Mercosur ist die Landwirtschaft sicherlich ein schwieriges Thema, denn die südamerikanischen Unternehmen wollen vor allem land-
„ Letztendlich wird sich eine Politik des Ausgleichs und der Verantwortung durchsetzen“
Herbert Dorfmann, Mitglied des EU-Parlaments
wirtschaftliche Produkte exportieren. Vielfach tun sie das heute bereits – und wir brauchen sie auch: Unser Tierfutter stammt immer mehr aus Brasilien und Argentinien. Auch wenn es nicht alle gerne hören mögen, dürfen wir zudem nicht vergessen, dass wir in Europa und in Südtirol weiterhin Migration brauchen werden, um wirtschaftlich stabil zu bleiben. Auch hierfür könnte Südamerika eine wichtige Rolle spielen, die bislang ziemlich vernachlässigt wurde.
Im Vorfeld des Abkommens kam Kritik gerade aus der Landwirtschaft; die Bauernproteste in Brüssel waren laut unterwegs. War das Ausmaß der Ausschreitungen gerechtfertigt?
Das Mercosur-Abkommen war nicht der einzige Grund, sondern sie richteten sich vor allem gegen den Haushalt
q Herbert
Dorfmann: „Bislang haben wir noch kein Handelsabkommen abgeschlossen, das sich negativ auf die EU ausgewirkt hat“
der Europäischen Union. Ich persönlich finde, dass der falsche Zeitpunkt gewählt war und auch die Art des Auftretens falsch war: Protestieren ist legitim, aber die Zerstörungswut einiger Protestteilnehmenden ging zu weit. Die Organisatoren waren nun schon zum zweiten Mal nicht imstande, radikale Kreise in ihren eigenen Reihen zu mäßigen; damit disqualifizieren sie sich selbst.
Eine Sorge der Konsumenten, aber auch der Landwirtschaft lautet, dass durch Mercosur Produkte Zugang zum europäischen Markt erhalten würden, die nicht den hier geltenden strengen Lebensmittelsicherheitsregeln entsprechen. Ist da etwas dran?
Diese Sorgen sind unbegründet. Fleisch, das nach Europa exportiert wird, muss bereits jetzt hohe Auflagen erfüllen: Es muss in eigenen Schlachthöfen nach europäischen Schlachtbestimmungen geschlachtet werden und alle Sicherheitsregeln erfüllen. Ich war selbst mehrmals in Argentinien und Brasilien, und was die Nachhaltigkeit und das Tierwohl betrifft, bin ich mir nicht so sicher, ob wir in Europa wirklich die strengeren Regeln haben. Die Standards dort sind sehr hoch und durchaus vergleichbar mit unseren.
Blicken wir auf das kommende Jahr: Im Jahresverlauf sollten die Verhandlungen um den Mehrjahreshaushalt der EU 2028—2034 stattfinden. Wie weit ist man?
Den Vorschlag der Europäischen Kommission gibt es seit Juli des vergangenen Jahres. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es bis zum Jahresende eine Einigung geben wird. Das bedeutet natürlich, dass es zwölf sehr interessante Monate werden in Brüssel: Das kommende Jahr wird das wichtigste bis 2035, denn wir setzen die Weichen für die kommenden Jahre, sowohl was die Finanzmittel anbelangt als auch was die Spielregeln dafür betrifft.
Agrarkommissar Christophe Hansens Vorschlag zur Reformierung der Gemeinsamen Agrarpolitik sah unter anderem einen Einheitsfonds vor, was die Umsetzung letztendlich verstärkt den nationalen Regierungen überließ. Das stieß auf Kritik – auch von Ihnen. Warum?


Die Spielregeln der Finanzmittel, also wie sie organisiert und verteilt werden, sind mindestens genauso wichtig wie ihre Höhe. Der Vorschlag Hansens hätte das bestehende System abgeschafft und den einzelnen Mitgliedsstaaten freie Hand dabei gelassen, wie sie die Finanzmittel künftig einsetzen. Das hätte zu stärkerer Unsicherheit geführt und nicht dem föderalistischen Ansatz der Gemeinsamen Agrarpolitik entsprochen. Natürlich brauchen die Staaten einen gewissen Spielraum, denn die Voraussetzungen für die Landwirtschaft sind sehr unterschiedlich – aber es braucht auch Sicherheiten, sonst gewinnt das Recht des Stärkeren. Im Fall Italiens würde man so riskieren, dass die Barone der Po-Ebene – wahrscheinlich erfolgreich –versuchen würden, mehr Geld in ihre Gebiete fließen zu lassen. Die Berglandwirtschaft in Südtirol, die sowieso immer weniger Alliierte in Italien hat, hätte es da schwer. Meiner Meinung nach ist es deshalb sinnvoller, wie bisher durch unterschiedliche, konkret definierte Förderschienen die Landwirtschaft auf europäischer Ebene zu organisieren. Die Kommission hat auf die Kritik bereits reagiert, und im Parlament werden wir in den kommenden Wochen und Monaten weiter an diesen Vorschlägen arbeiten.
p Herbert
Dorfmann: „Die Zölle von China auf europäische Milchprodukte werden eine Belastung darstellen“
Wie geht es der Landwirtschaft in Südtirol und in Europa derzeit?
Insgesamt war es kein schlechtes Jahr: Der Milchpreis war gut, der Preis für Fleisch so hoch wie schon lange nicht mehr. Auch im Obst- und Weinbau war die Lage in Ordnung. In der Berglandwirtschaft dürften jetzt aber schwierigere Zeiten auf uns zukommen, denn letztendlich entscheidet immer noch der Markt über die Stimmung in der Landwirtschaft: Die Zölle von China auf europäische Milchprodukte werden eine Belastung darstellen; zudem werden die Fleischpreise sinken, da viele Kühe aufgrund der hohen Milchpreise nicht geschlachtet wurden und damit weniger Rindfleisch auf dem Markt war. Aber das Jahr ist noch lang – mal sehen, was passiert. Man darf sich aber in der Berglandwirtschaft nicht vormachen, dass die Preise von 2025 Teil eines längeren Trends waren. Vor allem im Fleischbereich war es ein bisschen ein Ausnahmejahr.
Ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie die geopolitische Situation auch Auswirkungen auf jeden einzelnen von uns haben kann?
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Ja, sicherlich. Man muss sich vor Augen führen, dass die Europäische Union allein in der Ernährungswirtschaft mittlerweile einen Handelsüberschuss von 80 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet: Sie importiert Waren im Wert von 120 Milliarden Euro und exportiert ebendiese im Wert von 180 Milliarden Euro. Wenn China 26 Prozent Zölle auf Mascarpone aus Italien erhebt, trifft das in Südtirol auch einen großen Milchhof. Der Produzent bezahlt zwar natürlich die Zölle nicht selbst, aber die sich dadurch ergebenden Preissteigerungen wirken sich auf die Verkaufszahlen aus. Zölle treffen vor allem die Konsumenten jener Länder, die sie erheben. Ich persönlich glaube, dass diese Zollspirale letztendlich niemandem wirklich nutzt. Andererseits merken wir Europäer auch, dass man sich Gedanken machen muss, wie man die eigene Wirtschaft vor ungerechtfertigten Importen schützt.
Sie sprechen hier die Kleinpaketsendungen aus Asien an, die über kurze Zeit sehr beliebt wurden, wie Temu oder Shein …
Ja. Der vollkommen freie Handel hat hier sicherlich seine negativen Auswüchse gezeigt. Wie kommen wir dazu, täglich Millionen in die EU importierte Kleinsendungen anzunehmen, deren Sicherheit oder Qualität niemand kontrolliert? In solchen Situationen sind gewisse finanzielle Regeln wichtig, um die eigene Wirtschaft, aber letztlich auch die Konsumenten zu stärken. Ab 1. Juli werden importierte Kleinsendungen mit einem Wert von unter 150 Euro mit einer Gebühr von drei Euro belegt.
Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Arbeit im Europäischen Parlament: Seit den Neuwahlen kommt die historisch gewachsene Koalition der gemäßigten Kräfte nicht mehr immer zustande. Die Europäische Volkspartei orientierte sich auf der Suche nach Mehrheiten deshalb mehrmals um zu den rechten Kräften im Parlament, was den Sozialdemokraten und Liberalen erwartungsgemäß sauer aufstieß. Ist das die richtige Entscheidung?
Die EVP befindet sich derzeit in einer Situation, wie ich sie in meiner Zeit im Europäischen Parlament noch nicht erlebt habe: Obwohl wir weniger als 30 Prozent der Abgeordneten stellen, läuft ohne uns in diesem Parlament de facto nichts. Eine Mehrheit ohne uns wäre nur möglich, wenn die extremen Linken mit den extremen Rechten abstimmen würden, was im Regelfall nicht passiert. Dieselbe Situation haben die Mitte-Links-Kräfte in den letzten 15 Jahren genossen: Wir mussten in dieser Zeit viele Kompromisse mit den Sozialdemokraten und den Liberalen eingehen, weil sie ansonsten eine Mehrheit
mit den extremen Linken gesucht hätten. Jetzt ist die Lage umgekehrt: Wir haben einen gewissen Spielraum, Mehrheiten mit unterschiedlichen Partnern zu bilden. Und wir finden, dass gewisse Entscheidungen anders getroffen werden sollten als in der letzten Legislatur – etwa das Naturwiederherstellungsgesetz. Das passt den Sozialdemokraten und den Liberalen natürlich gar nicht, aber im Grunde kritisieren sie die Methode, die sie selbst über viele Jahre lang angewandt haben. Manchmal mangelt es ihnen auch intern an Koordination. Ein gutes Beispiel ist die Abänderung des Lieferkettengesetzes: Wir hatten im Vorfeld einen Kompromiss mit der Fraktionsspitze der Sozialdemokraten ausgehandelt – und bei der Abstimmung verlangten Teile ihrer Fraktion eine geheime Abstimmung und brachen weg. Der ausgehandelte Kompromiss fand also keine Mehrheit. Bei der nächsten Abstimmung haben wir also mit genau demselben Kompromiss mit dem rechten Flügel eine Mehrheit erzielt.
Wobei schon anzumerken ist, dass einige Abgeordnete der rechten Fraktionen ein vollkommen anderes Bild von Europa und seinen Werten vertreten, wie die EVP es tut. Ist nicht Vorsicht geboten, mit wem man sich auf Kompromisse einlässt?
Doch, absolut. Gerade für die großen Entscheidungen braucht es eine Einigung in der großen Mitte des Parlaments, denn die extremen Fraktionen sind auf beiden Seiten vollkommen unzuverlässig. Gerade die Vertreter der nationalen Parteien ganz rechts – zwischen AfD, FPÖ und anderen – haben gar kein Interesse daran, konstruktiv etwas beizutragen, sondern sind absolut destruktiv unterwegs.
Die EVP vertraut also darauf, dass die progressiven Kräfte im Parlament bei großen Entscheidungen weiterhin mitstimmen?
Ja, unser Bestreben ist es immer, im Zentrum des Parlaments eine Mehrheit zu finden – und das gelingt uns auch, denn die meisten Abstimmungen finden nach wie vor mit der gemäßigten Mitte des Parlaments statt. Das hat sich auch im Vergleich zu den letzten fünf Jahren nicht verändert – die Mehrheitsverhältnisse aber sehr wohl – und Mehrheiten entscheiden letztendlich in einer Demokratie.

anina.vontavon@brixner.info

BRIXEN/AFERS
Festplatz wird erweitert

Der Stadtrat von Brixen hat kürzlich das Ausführungsprojekt zur Erweiterung des Festplatzes in Afers geneh-
migt. Nach der Umsetzung des Projektes soll der Festplatz künftig als vielseitig nutzbarer Begegnungsraum für alle Ge-

Die Schulgemeinschaft der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern organisierte eine
besondere Spendenaktion für die ehemalige Absolventin Melanie Mayr vom Widmayrhof am Rit-
Das Brixner Lyzeum Dante Alighieri hat es als einzige Schule der Region Trentino-Südtirol ins Halbfinale des Wettbewerbs „Mad for Science“ der Stiftung Diasorin geschafft. Der Wettbewerb will den Schülern wissenschaftliche Methoden rund um die MINT-Fächer näherbringen.
nerationen dienen. Neben der Abhaltung traditioneller Feste wird der Platz auch bewusst niederschwellig für Familien und kleinere gemeinschaftliche Anlässe geöffnet, etwa für Kindergeburtstage oder Vereinstreffen. „Der Festplatz wird zu einem Begegnungsraum, der den Menschen in Afers direkt zugutekommt und das Miteinander stärkt“, betont der für die Fraktionen zuständige Stadtrat Peter Natter. Im Zuge der Erweiterung sind unter anderem der Bau öffentlicher WC-Anlagen sowie mehrere ökologische Maßnahmen vorgesehen. Besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Bauweise: Geplant ist eine Holzkonst-
ruktion, auf dessen Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden soll, die zur umweltfreundlichen Energieversorgung beiträgt. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 482.500 Euro. Der Aferer Gemeinderat Martin Frener unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Wir verfolgen dieses Vorhaben mit viel Engagement und Freude; nun hoffen wir, dass wir auch die notwendige Finanzierung sicherstellen können.“ Unter anderem soll ein Teil der Finanzierung vom EU-Förderprogramm Leader stammen. lv
VAHRN
Schule mit
Herz
ten, nachdem ihr Lebensgefährte Stephan Rainer im vergangenen Herbst bei einem tragischen Traktorunfall ums Leben gekommen war. Um in dieser schweren Zeit ein Zeichen der Unterstützung zu setzen, ihr Mitgefühl auszudrücken und Solidarität mit der Familie zu zeigen, rief die Fachschule eine Spendenaktion zugunsten der betroffenen Familie ins Leben. Am traditionellen Erntedanktag sowie beim Elternsprechtag wurden freiwillige Spenden gesammelt. Die Fachschule betonte dabei ausdrücklich, wie wichtig es sei, Engagement zu zeigen, Ver-
antwortung zu übernehmen und in schwierigen Situationen zusammenzuhalten. Diese Aktion zeigt eindrucksvoll, dass auch eine kleine Schule mit Herz, Mitgefühl und Zusammenarbeit etwas bewirken kann. Dank des Engagements der gesamten Schulgemeinschaft der Fachschule Salern wurden 1.942,66 Euro gesammelt, die der Familie zugutekommen und ihr in dieser schweren Zeit der Trauer helfen sollen. hh
Im Dezember feierte die OEW –Organisation für Eine solidarische Welt ihr 40-jähriges Bestehen. Die Menschen für globale Zusammenhänge und Handlungsalternativen zu sensibilisieren war den Gründern wichtig. Heute versteht sich die OEW als bildungs- und gemeinwohlorientierte Organisation.
Mit einem Solidaritätsbeitrag von einem Euro oder 50 Cent pro verkaufter Eintrittskarte für die Licht- und Musikshow „Oops“ sammelte Brixen Tourismus den Betrag von 26.750 Euro für ein Projekt von UNICEF Italien in Sambia, das Familien den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen soll.
„Alle Ideen sind willkommen“
GABRIELA MAIR AM TINKHOF, Gemeindereferentin in Vahrn, erklärt, wie das neue Pilotprojekt zum Jugendhaushalt funktioniert und wie Ideen eingereicht werden können.
Frau Mair am Tinkhof, Vahrn ist eine von 15 Gemeinden in Südtirol, die sich am Pilotprojekt „Turbo“ beteiligen. Es sieht einen Jugendhaushalt vor. Was bedeutet das konkret?
Mit dem Jugendhaushalt hat jede Gemeinde, die sich an diesem Pilotprojekt beteiligt, ein gewisses Budget vorgesehen, über das junge Menschen entscheiden können. In Vahrn stellen wir 45.000 Euro bereit. Jugendliche erhalten durch „Turbo“ ein Mitentscheidungsrecht; außerdem wollen wir ihnen ein Gefühl dafür vermitteln, wie Projekte auf Gemeindeebene umgesetzt werden.
Wie können Projekte vorgeschlagen werden?
Auf der Website www.turbogemeinde.it können alle Bürgerinnen und Bürger – auch von außerhalb der Gemeinde – bis 28. Februar ihre Ideen einreichen. Es gibt dabei keine Altersgrenze – alle dürfen Vorschläge einbringen. Die Gemeinde prüft die Projekte auf ihre grundsätzliche Machbarkeit, dann werden sie auf der Website veröffentlicht. Mitte März dürfen alle Jugendlichen der Gemeinde im Alter zwischen 14 und 25 Jahren aus den eingegangenen Vorschlägen ihre Lieblingsprojekte wählen, und im Laufe des Jahres 2026 sollten die Projekte umgesetzt werden.

Es können also Projekte aller Art sein?
Ja, absolut! Vorgeschlagen werden können nicht nur materielle Projekte, so wie beispielsweise auch die „Software“ – etwa Workshops oder ein cooles Konzert. Alle Ideen im Rahmen des Budgets sind willkommen. Der Jugendhaushalt kann als eine Spielwiese für Jugendliche gesehen werden: Sie können sich Gedanken darüber machen, was ihnen für ihre Gemeinde wichtig ist. Dass sie dann auch ein Budget einhalten müssen, hilft dabei, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie ein Haushalt funktioniert. anina.vontavon@brixner.info
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Neuer Grundkurs für AVULSS-Freiwillige
Der Verein AVULSS Brixen organisiert in den kommenden Wochen einen neuen Grundkurs für alle, die sich ehrenamtlich im Sozialund Gesundheitsbereich engagieren möchten. Der Kurs beginnt am 3. März und endet am 18. April, umfasst insgesamt sieben Treffen und findet jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr im Bürgerheim in der Mozartallee 28 statt. AVULSS ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit Jahrzehnten der Begleitung von älteren, kranken und einsamen Menschen widmet. Die Freiwilligen schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe – sei es bei Besuchen in Wohnund Pflegeheimen, in privaten Haushalten, in der Langzeitpflege oder
im Rahmen von Begleitdiensten und spirituellen Angeboten. Ziel ist es, Vereinsamung entgegenzuwirken und Angehörige im Alltag zu entlasten. Der Grundkurs richtet sich an Interessierte jeden Alters und vermittelt eine fundierte Einführung in die Freiwilligenarbeit. Anerkannte Referentinnen und Referenten aus Medizin, Pflege, Psychologie und Seelsorge behandeln Themen wie den Umgang mit älteren Menschen, praktische Hilfestellungen im Alltag sowie den Umgang mit Krankheit, Abschied und Tod. „Man bekommt viel mehr zurück, als man gibt“, betont Herta Anvidalfarei, Vorsitzende von AVULSS Brixen. Der Verein ist laufend auf der Suche nach

Nach längerer Pause kehrt die internationale Aktion „One Billion Rising“ nach Brixen zurück. Das Frauenhaus Brixen organisiert gemeinsam mit Brixner Vereinen sowie den Tanzschulen „Ballo“, „Dynamic Dance“ und „Dance
with Me“ am 14. Februar um 10 Uhr eine öffentliche Tanzaktion auf dem Domplatz. Ziel ist es, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für Gleichstellung zu setzen. Die Aktion in Brixen ist Teil der weltweiten Kampagne „One

neuen Freiwilligen – auch jüngere Menschen sind ausdrücklich willkommen. Weitere Informationen und Anmeldung bei Herta Anvidalfarei unter der Telefonnummer 0472 831406. lv
One Billion Rising
Billion Rising“, die 2012 von der Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen worden war. Der Name verweist auf eine alarmierende UN-Statistik: Eine von drei Frauen weltweit wird im Laufe ihres Lebens Opfer von Vergewaltigung oder schwerer Gewalt – das entspricht über einer Milliarde Frauen und Mädchen. Jedes Jahr im Februar versammeln sich aus diesem Grund weltweit Menschen auf öffentlichen Plätzen, um Solidarität zu zeigen und gesellschaftliche Veränderungen einzufordern. Charakteristisch für „One Billion Rising“ ist der Tanz als Ausdruck von Widerstand, Gemein-
schaft und Hoffnung. Getanzt wird zum eigens für die Kampagne komponierten Song „Break the Chain“ von Tena Clark, der eine Welt ohne Unterdrückung, Missbrauch und Gewalt skizziert und klar macht: Frauen sind kein Besitz. Auch in Brixen soll der Tanz Mut machen und zeigen, dass Gewalt nicht hingenommen wird. Alle Interessierten sind eingeladen, mitzutanzen oder als Zuschauer dabei zu sein. Weitere Informationen zur globalen Kampagne gibt es auf www.onebillionrising.org. lv

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Foto: Oskar
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BRIXEN
Neuer Beirat nimmt Arbeit auf
Der neue wissenschaftliche Beirat des Instituts „De Pace Fidei“ an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Brixen hat kürzlich seine Arbeit aufgenommen. Die Mitglieder des Beirates wurden für fünf Jahre ernannt. Im Fokus stehen ökumenische Friedensprojekte, die Unterstützung der Zusammenarbeit verschiedener Frauenbewegungen, Tourismus, der Umgang mit Wildtieren und die Schöpfungsspiritualität. In der ersten Sitzung wurden bereits zwei Beschlüsse gefasst: Der erste Beschluss sieht die Unterstützung der aktuellen Überarbeitung der EU-Schutzrichtlinien für Nutztiere vor. Damit sollen
die nachhaltige und tierschutzgerechte Landwirtschaft gestärkt, die Tötung männlicher Küken in der Legehennenzucht verboten und Tierwohlstandards auch für Fleischprodukte sichergestellt werden, die in die EU importiert werden. Der zweite Beschluss sieht die Umsetzung einer Blumenwiese für Insekten auf dem Gelände des Priesterseminars vor. In den Beirat gewählt wurden Martin M. Lintner, Dekan der PTH, Alexander Notdurfter, Maria Theresia Ploner, Wilhelm Guggenberger, Professor für christliche Soziallehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Susanne Elsen, ehemalige Profes-

sorin für Sozialwissenschaften an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen, Roland Psenner, Präsident des Forschungszentrums Eurac Research Bozen, Simone Lechner, akademische Jagdwirtin, und
Renato Sascor, stellvertretender Amtsdirektor des Forstinspektorats Bozen I. Neuer Direktor des Instituts ist Professor Markus Moling (im Bild), der das Amt von seinem Vorgänger Don Paolo Renner übernommen hat. hh
BRIXEN
Warten auf die Hoblschoatn

Der Unsinnige Donnerstag 2026 steht in Brixen ganz im Zeichen der Hoblschoatn, der traditionsreichen Faschingszeitung des MGV Brixen, die alle zwei Jahre erscheint – und jedes Mal rätselt im Vorfeld die ganze Stadt, wer denn diesmal von den Hoblern aufs Korn genommen wird – und wer nicht. Denn trotz mancher beleidigten Leberwurst ist es für den einen oder anderen sogar schlimmer, von den Hoblern ignoriert zu werden. Heuer soll die Redaktion dem Vernehmen nach besonders literarisch unterwegs sein: Die 49. Ausgabe beinhaltet eine
Vielzahl von Texten in Reimform, unter anderem zur „Hoblschoate des Jahres“. Und es soll einen echten politischen Scoop geben: Die Hoblschoatn verraten, wer der … Moment: das soll man dann doch erst am Unsinnigen Donnerstag erfahren. Die neue Ausgabe kann am 12. Februar an einem eigenen Stand am Maria-Hueber-Platz sowie in sämtlichen Tabaktrafiken käuflich erworben werden. wv
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Hilfe für Neustart

Am Vormittag des 6. November stieg eine weitum sichtbare Rauchsäule über dem Untererschbaumerhof in Spinges auf. Es waren jene Minuten, in denen die darin wohnhafte Familie Leitner alles verlor – bis auf die Kleider, die sie am Leib trugen. Dabei können sie von Glück reden, denn zwei Personen waren noch im Haus und wurden in letzter Minute vom Nachbarn auf das Feuer aufmerksam gemacht, das bereits im oberen Stock loderte. Sofort solidarisierte sich die
Spinger Bevölkerung, sammelte noch am selben Tag Sachspenden, organisierte eine Unterkunft. Inzwischen hat die Familie Leitner wieder das Nötigste zum Leben, aber der Wiederaufbau des Hofes wird ein Kraftakt. Wer dabei finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das folgende Kontokorrent bei der Raiffeisenkasse Vintl, lautend auf Martin Leitner, tun: IT34 Y082 9558 7610 0030 4202 490, Begründung „Hilfe Familie Leitner“. oz
Foto: Oskar Zingerle

Der Wegbereiter
PORTRAIT: Sich für andere einsetzen, über viele Hindernisse und Grenzen hinweg: Das wurde ANDREAS PENN schon in die Wiege gelegt. Seit über elf Jahren ist er der Präsident des Hauses der Solidarität in Milland.
Demnächst wird er wieder auf der Bühne stehen. Das Theater ist nämlich eine der Leidenschaften von Andreas Penn, dem Präsidenten des Hauses der Solidarität in Milland. In verschiedene Rollen schlüpfen, sich in einen anderen Charakter hineinversetzen, „das fasziniert mich einfach.“ Erste Theatererfahrungen machte Andreas Penn schon als Jugendlicher, packte hinter den Kulissen an, wo er gebraucht wurde, war Tontechniker und Kameramann. Ein wenig scheint das in der Familie zu liegen: Sein Vater Wolfgang Penn ist nämlich einer der Filmpioniere Südtirols. Die Theatergruppe Raas und das Eisacktaler Volkstheater sind die Bühnen, auf denen Andreas Penn immer wieder sein schauspielerisches Talent zeigt – als Ausgleich „und weil andere Blickwinkel neue Wege eröffnen.“
Die Welt zu Gast in Kastelruth
Hineingeboren in „eine sehr weltoffene Familie“ entwickelte sich Andreas Penn zu einem Menschen, der hinter die Fassade zu blicken vermag. Pragmatisch, mit einer ordentlichen Portion Feingefühl und vor allem zupackend, wenn es darum geht, den Gästen des Hauses der Solidarität Wege aufzuzeigen und für sie echte Chancen zu schaffen. Mit Respekt und Demut vor ihren Geschichten hält er die Fäden in der Hand. Er sei behütet aufgewachsen, mit drei jüngeren Brüdern und einem Cousin, der bei ihnen zu Hause aufgenommen worden war, und er habe eine tolle Kindheit erleben dürfen, stets frei darin, den eigenen Weg zu gehen. 1977, Andreas Penn war noch keine acht Jahre alt, reiste sein Vater nach Südamerika. Die Dokumentation „Südtiroler Missionare in Brasilien“ war der Beginn einer Sendereihe, die später „Fenster in die Welt“ genannt und über viele Jahre von Rai Südtirol ausgestrahlt wurde. Und genauso kann man sich sein Elternhaus vorstellen. Als Fenster in die Welt, als Ort der Begegnung, des zwanglosen Zusammenseins. „Menschen aus aller Herren Länder sind bei uns daheim ein- und ausgegangen.“ Künstler, Regisseure, Missionare, Kleriker: „Es war eigentlich immer irgendjemand da.“ Mutter Frieda war großartig, wenn es darum ging, zu improvisieren, weil Vater Wolfgang spontan Menschen zum Essen eingeladen hatte. Während Andreas Penn von dieser Zeit erzählt, kunterbunt und voller kleiner Abenteuer, ist eine tiefe Begeisterung spürbar. „Dabei war das für uns normal.“ Und es war ein wunderbarer Nährboden für seinen Lebensweg.
Gelebte Interkulturalität
Nach der Grund- und Mittelschule in Kastelruth kam Andreas Penn an das Franziskanergymnasium nach Bozen. Die Schulzeit bei den Fränzis, „das war nicht so ganz das meine.“ Mathematik hätte ihn sehr viel mehr interessiert als Latein und Griechisch. „Und mein ältestes Hobby ist die Astronomie.“ Er hat trotzdem durchgehalten. „Weil etwas anderes nicht in Frage gekommen wäre.“ Ein klein wenig sei er schon auf Konfrontation gegangen mit den Patres und er habe auch rebelliert. Sich in ein Schema pressen lassen, das war nichts für den Freigeist, der er war und ist. Nach der Matura ging Andreas Penn nach Wien, um Informatik zu studieren. Acht Jahre lang lebte
er in der österreichischen Hauptstadt, „die meiste Zeit in einer Südtiroler Wohngemeinschaft.“ Und er hat für das Leben gelernt. „Wir waren links-subversiv unterwegs, und wir waren sehr politisch.“ In Wien lernte er seine Frau Claudia kennen, eine Oberösterreicherin, die an der Universität für Bodenkultur studierte. Die Studierenden betrieben Aktionismus, organisierten Seminare und Veranstaltungen und vertieften vor allem ihr Wissen über die Interkulturalität.
t KANN HINTER
DIE FASSADE BLICKEN:
Pragmatisch und mit einer ordentlichen Portion Feingefühl hilft Andreas Penn seinen Mitmenschen
Über seinen Vater knüpfte er Kontakte zur „OEW – Organisation für Eine solidarische Welt“. Dann kam Empezamos, eine Organisation, die Arbeitseinsätze in Ländern des Südens, unter anderem in Brasilien und Ecuador, intensiv vorbereitet und begleitet hat. Empezamos steht für Beginn, und der Name ist auch Programm: die Sprache lernen, die Kultur kennenlernen, danach bei den Menschen wohnen und arbeiten, sich auf ihre Lebenssituation einlassen und eine Weile mitgehen. Wer bei diesen Reisen dabei war, sei verändert zurückgekommen. Andreas Penn sanierte in brasilianischen Favelas Häuser, damit sie nicht in sich zusammenbrachen, in Ecuador half er schwarzen Frauen, die zur untersten Gesellschaftsschicht gehörten, Gemeinschaftshäuser zu bauen, und er lernte vor allem den Alltag dieser Menschen und ihre Lebensbedingungen kennen. „Da relativieren sich dann eigene Probleme.“
1996 zog es Andreas Penn zurück nach Südtirol. „Meine Frau und ich sind keine Großstadtmenschen.“ In Raas fanden sie mit ihren drei Kindern Katharina, Rebecca und Simon schließlich ihre Heimat, nicht zuletzt auch deshalb, weil Andreas Penn bei der Firma Computerservice, heute Infominds, eine attraktive Stelle angeboten bekommen hatte. Er bezeichnet sich als Softwarearchitekt, auch wenn er als Entwicklungsleiter und Produktmanager viel zu selten zum Programmieren kommt, und er ist „auch ein bisschen ein Workaholic.“ 1999 kam er in den Vorstand der OEW. Seit über elf Jahren ist er der Präsident des Hauses der Solidarität in Milland, an dessen Gründung er mitgearbeitet hat.
Wasser, Berge und Wald
Wandern, am liebsten über mehrere Tage hinweg, weit wandern, da kann er „besser denken, besser fühlen, besser entscheiden.“ In der Langsamkeit, abseits von Lärm und Trubel, gelingt es Andreas Penn, Kraft zu schöpfen. „Der erste Schritt und schon weitet sich das Herz.“ Im Grunde sind es drei Räume, in denen sich seine Seele entfalten kann: das Wasser, die Berge und der Wald. Die absolute Ruhe unter Wasser, die Schwerelosigkeit, „dieses Abtauchen ist einzigartig.“ Die Berge sind hingegen Herausforderung: Grenzen ausloten, über den Horizont hinausblicken, sich auspowern und sich immer wieder neu entdecken. Und der Wald bietet jene leise Geräuschkulisse, die er braucht, um weiterzugehen. „Die Wege, die man zu Fuß gegangen ist, diese Wege vergisst man sein Leben lang nicht mehr.“

Führungswechsel und doppelte Auszeichnung: Alupress setzt starke Zeichen
Bei der Alupress-Gruppe mit Hauptsitz in Brixen stehen die Zeichen auf Aufbruch: Mit dem Jahreswechsel hat Simon Prinoth die Position des CEO übernommen. Gleichzeitig sorgt das Unternehmen auch international für Aufmerksamkeit – mit zwei Siegerpreisen beim Europäischen Druckguss-Wettbewerb 2026 im Rahmen der Fachmesse Euroguss in Nürnberg.
Der 35-jährige Simon Prinoth folgt auf Harald Oberrauch, Eigentümer von Alupress, der die Geschäftsführung rund ein Jahr interimistisch innehatte. Prinoth ist seit vielen Jahren im Unternehmen tätig und leitete zuletzt die US-Niederlassung von Alupress in South Carolina, wo er internationale Führungserfahrung in einem stark wettbewerbsorientierten Umfeld sammelte. Der neue CEO stammt aus St. Ulrich und hat Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen am MCI Innsbruck studiert sowie einen Executive MBA an der Salzburg Business School abgeschlossen. Nun übernimmt er die Gesamtverantwortung für die Gruppe mit rund 750 Mitarbeitenden.
Zu den Schwerpunkten des neuen CEO zählen Innovation, Nachhaltigkeit und die Weiterentwicklung des Unternehmens.
„Alupress ist bereits breit aufgestellt – von Automotive über Lkw bis hin zu Non-Automotive-Anwendungen, zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten werden laufend geprüft“, so Prinoth. Für zusätzlichen Rückenwind sorgt der Erfolg auf der Euroguss in Nürnberg – eine der wichtigsten internationalen Fachmessen für

Simon Prinoth, neuer CEO der Alupress-Gruppe
die Druckgussbranche. Beim Europäischen Druckguss-Wettbewerb, der traditionell im Rahmen der Messe stattfindet, wurde Alupress in gleich zwei von insgesamt neun Kategorien prämiert. In der Kategorie E-Mobilität wurde Alupress Brixen für besonders innovative Aluminiumbauteile als Sieger ausgezeichnet, die Leichtbau, Präzision und hohe Funktionalität verbinden und damit die steigenden Anforderungen moderner Mobilitätskonzepte erfüllen.
Die zweite Auszeichnung ging in der Kategorie Kommunikationstechnik an das Alupress-Tochterwerk in Thüringen. Prämiert wurde hier eine Gehäusekomponente aus Magnesium für einen Hochleistungs-Bordcomputer. Hergestellt wird das Bauteil in der Thixomolding-Technologie. Europaweit gibt es derzeit nur etwa 10 Thixomolding-Maschinen, die in Serie produzieren.
Eine Premiere für Alupress: Erstmals war das Unternehmen im Rahmen der Euroguss mit einem Fachvortrag beim Druckgusstag vertreten – präsentiert von Manuel Deltedesco aus Brixen gemeinsam mit Alexander Platzer von der Firma TPI (Steiermark). Mit dem Führungswechsel und den beiden Auszeichnungen positioniert sich Alupress weiterhin als verlässlicher und innovativer Partner in der Druckgussbranche – und stärkt zugleich den Standort Brixen.

Simon Prinoth (CEO), Stefan Ploner (CTO), Oliver Melzer (Geschäftsführer des Tochterwerks in Thüringen) bei der Preisverleihung des Europäischen Druckguss-Wettbewerbs










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BRIXEN/SÜDTIROL
Brixnerin neue SH-Vorsitzende

Neha Bhati ist die neue Vorsitzende der „Südtiroler HochschülerInnenschaft“ (sh. asus). Die Brixnerin hat das Amt Ende Dezember von Alexander von Walther übernommen, der sich nicht mehr der Wahl gestellt hatte. Die 22-Jährige studiert in Innsbruck Rechtswissenschaften
IN MEMORIAM
und absolviert derzeit ein Auslandsjahr an der Università Cattolica in Mailand. In den kommenden zwei Jahren wird Bhati die Geschicke der größten Studierendenvertretungsorganisation Südtirols leiten. Der neuen Vorsitzenden liegen vor allem Frauenthemen, Chancengleichheit
Traudl von Guggenberg

Als sie 19 Jahre jung war, bewarb sich die Ahrntalerin Gertraud Mitterrutzner für die Stelle als Sekretärin der damals über die
Landesgrenzen hinaus berühmten „Kuranstalt Dr. von Guggenberg“. Das war 1959; Traudl, wie sie immer genannt werden wollte, verliebte sich damals in den „jungen Doktor“ Markus von Guggenberg; die beiden wurden ein Paar und heirateten drei Jahre später. Gemeinsam führten sie fortan in inzwischen dritter Generation die Kuranstalt: Markus war ein hervorragender und beliebter Arzt, Traudl führte die Geschäfte. Vor allem für die italienische Hautevolee war die Kuranstalt über Jahrzehnte ein attraktiver Zufluchtsort: Silvio Berlusconi ließ sich in Brixen
Die Musikkapelle St. Andrä ehrte verdiente Musikantinnen und Musikanten: Johanna Jocher für 15 Jahre Mitgliedschaft, Carolin Profanter und Michael Sagmeister für 25 Jahre, Thomas Stoll, Dietmar Leitner und Josef Fischer, der zum Ehrenobmann ernannt wurde, für 40 Jahre.
und die gesellschaftliche Akzeptanz von Diversität am Herzen. „Man kann fest in der eigenen Heimat verwurzelt sein und gleichzeitig offen, vielfältig und weltoffen denken“, sagt Bhati. Wenige Wochen nach ihrer Wahl traf sie im Rahmen eines Antrittsbesuches gemeinsam mit Alexander von Walther auf Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie Landesrat Philipp Achammer. Dabei besprachen sie die zentralen Anliegen der Studierendenvertretung – unter anderem Bildungsgerechtigkeit, leistbares Wohnen sowie die Anerkennung von Studientiteln. Die „Südtiroler HoschülerInnenschaft“ besteht seit 1955 und vertritt die Interessen der Studierenden. Sie verfügt über eine Geschäftsstelle in Bozen, vier Außenstellen in Österreich und zwei in Italien. Im Bild: Neha Bhati und Landeshauptmann Arno Kompatscher. av
genauso kurieren wie Marcello Mastroianni, Star-Journalist Enzo Biagi und Umberto Eco. Brixen profitierte vom Image der Kuranstalt und von ihren Gästen. Nach dem Tod von Markus von Guggenberg im Jahr 2003 versuchte Traudl, das Kurhaus der nächsten Familiengeneration zu übertragen, was sich als schwieriger erwies als erwartet. Das Kurhaus geriet schließlich wirtschaftlich ins Trudeln, was am Ende durch eine komplizierte Eigentumssituation im Herbst 2017 zur Liquidation der „Privatklinik Dr. von Guggenberg GmbH“ führte – ohne
Miriam Unterthiners mit dem Hans-Gratzer Preis ausgezeichnetes Theaterstück „Mundtot“ wurde im Jänner am Schauspielhaus Wien uraufgeführt. Darin thematisiert die ehemalige Handballspielerin Druck, Konkurrenz, sexualisierte Körperbilder, aber auch Solidarität im Leistungssport.
Zweifel ein Stich ins Herz von Traudl von Guggenberg. Die Immobilie wurde daraufhin an die Stiftung Sparkasse verkauft, die Kuranstalt geschlossen. Vor wenigen Tagen, am 15. Jänner 2026, ist Gertraud von Guggenberg zu Riedhofen im Alter von 86 Jahren verstorben; nur zwei Tage später fand der Trauergottesdienst statt. Brixen verneigt sich vor der Grande Dame des Kurhauses. Das Bild zeigt sie in jüngeren Jahren; sie hat es in den Neunzigerjahren unserer Redaktion zur Verfügung gestellt. wv
Rund 200 junge Brixnerinnen und Brixner feierten kürzlich auf Einladung der Gemeinde gemeinsam ihre Volljährigkeit. Die Feier bot Impulse für den weiteren Lebensweg, Grußworte aus Politik und Gesellschaft sowie ein Quiz mit Preisen. Organisiert wurde der Abend gemeinsam mit lokalen Jugendorganisationen.
mein Hoppala

Anni Kainzwaldner Öttl, Gemeindereferentin in Vahrn
„Vergiss den linken Fuß!“
Letztes Jahr hat mich mein Sohn gebeten, für ihn ein Auto abzuholen. Wissend, dass ich immer Autos mit normalem Schaltgetriebe gefahren hatte, hat er mich vorgewarnt, dass dieser Wagen ein Automatikgetriebe hat. Gleichzeitig hat er mich mit der Aussage, das sei kein Problem, zu beruhigen versucht: „Vergiss einfach deinen linken Fuß, denn Kupplung gibt es keine, und die Bremse und das Gas bedienst du ausschließlich mit dem rechten.“ Also stieg ich ein, drehte den Schlüssel um, der Motor sprang an – und nix passierte. Nach einigen ergebnislosen Minuten rief ich die Dame von der Werkstatt, die mir entgeistert zeigte, dass ich beim Starten den Fuß auf die Bremse und den Ganghebel auf „D“ schieben musste, damit sich das Auto bewegt. Endlich fuhr ich mit hochrotem Kopf los, aber als ich ankam, hatte ich das nächste Problem: Der Schlüssel ließ sich trotz mehrerer Versuche nicht mehr herausziehen. Spätestens jetzt suchte ich eine versteckte Kamera, da war aber nix! Eine Freundin, die ich in meiner Verzweiflung anrief, erklärte mir grinsend, dass ich den Ganghebel wieder auf „P“ schieben muss. Peinlich! Seither kenne ich auch die gemeinen Tricks der Automatik-Autos.
Rindsbraten Lagrein
Zutaten (4 Portionen):
1 kg Rindfleisch (Schulternahtl)
Lardostreifen zum Spicken
1 Karotte
2 Zwiebeln
1 Tomate
1 Stangensellerie
Senf
1 TL Mehl
400 ml Lagrein
1 Kräutersträußchen mit Petersilie
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe
500 ml Fleischsuppe

Zubereitung
Rindfleisch mit tiefgefrorenem Lardo, Sellerie und Karotte spicken, mit Senf bestreichen, im erhitzten Öl rundherum anbraten und herausnehmen. Das kleingeschnittene Gemüse im Topf anrösten und würzen. Mehl zufügen, kurz mitrösten. Mit Rotwein schrittweise ablöschen und etwas einkochen lassen. Fleisch, Kräutersträußchen, Lorbeer, Knoblauchzehe und die Hälfte der Fleischsuppe zufügen und zugedeckt 1,5 bis 2 Stunden bei 160 Grad gar schmoren. Falls nötig, zwischendurch die restliche Fleischsuppe angießen.
Die Feiertage sind zwar vorbei – wer aber trotzdem mit einem leckeren Gericht beeindrucken will, kann sich von Helmut Piders Rezept inspirieren lassen. „Wenn der Braten gar ist, herausnehmen und warm stellen. Die Sauce etwas einkochen, binden mit etwas Kartoffelstärke, passieren, würzen und zum Fleisch reichen“, rät der gelernte Koch.
Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
LAMM ento
We pay cash
Now, Mischter Trump, sis isch se sörd messetsch from Brixen to you. B’sinnsch di? We sent you a letter in se Brixner number 325 and one in 416, and if we segn ins gezwungen, a dritts Mål dir zu schreiben, semm it fahlts grobe. What the hell are you doing, bro? It comes me four, dass dein brain awia tschelewenggat isch, because you have so strange ideas since a Weile. But so wia mir Südtiroler hålt sein, we are always lösungsorientiert, gell? Solutions-oriented, verschteahsch? We don’t want to go you on the eggs for your strange Grönland-speeches, we have se better solution! Well, you know that Südtirol isch a great country, very cute, and we have the Dolomites. And we have ålleweil a mords Landeshaushalt, and we see that your United States have some little financial problems. So I have an offer for you, wås du net åblehnen kånnsch: Wiaviel tatsn koschtn, wenn miar die USA kafn mechatn? Did you understand me? How much?? We need the USA, verschteahsch? It goes um geopolitical Security for our Südtirol. Think about it! We probably won’t get anything unless we use excessive strength and force, where insere Schützen would be frankly unstoppable, sel woasch eh, but we won’t do that. Du muasch verstiahn, dass der Deal is good for the American pieple, we bring the USA wieder in the right direction. And it would be good for us, Südtirol förscht, woasch eh! Think about it, Donny! I think we’re not weit weg von a good decision. Oschtia, wenn sel net checksch, you’re really stupid, man. So, think about our offer, Donny. We pay cash.
VERTR ÄGE
IMMOBILIENVERMITTLUNG ERBSCHAFTEN SCHÄTZUNGEN UNTERNEHMENS - UND HOFÜBERGABEN
VAHRN Eisackstraße 1 - Löwecenter
STERZING , St. Margarethenstraße 74 Tel.: 0472 970 690 | Mobil: 349 776 1878 www.willeitimmojus.it info@willeitimmojus.it Terminvereinbarung erbeten |

DR. JUR. HANNES WILLEIT
Engagiert sich die Gemeinde Brixen in ausreichendem Ausmaß für die Umwelt?

PETER NATTER,
Stadtrat (SVP):
„Wir handeln konsequent, technologieoffen und mit Verantwortung für die nächsten Generationen“
Der Hintergrund:
Der Brixner Gemeinderat hat im Dezember neben dem Budgetvoranschlag der Stadtwerke auch das einheitliche Strategiedokument (DUP) der Gemeinde für die Haushaltsjahre 2026—2028 behandelt. Die Grüne Bürgerliste hat den Haushalt negativ bewertet, weil die Gemeinde „wenig Engagement für den sozialen Sektor und die Umwelt zeigt.“
Wir haben zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, erhebliche Finanzmittel investiert und setzen seit Jahrzehnten einen konsequenten Weg fort. Erst vor wenigen Monaten wurden wir als Gemeinde mit dem Silber-Abzeichen der KlimaGemeinde ausgezeichnet – und zwar für konkrete Ergebnisse. Gemeinsam mit den Stadtwerken treiben wir die Energiewende technisch und organisatorisch voran: Der Biomasseanteil in der Fernwärme liegt bei über 70 Prozent, ergänzt durch Biogas und Industrieabwärme. 23 Photovoltaikanlagen sind in Betrieb, unsere Gebäude laufen zu 100 Prozent mit Ökostrom, und die vollständige LED Umstellung der Stadtbeleuchtung reduziert seit 2017 den CO₂-Ausstoß um rund zehn Prozent. Mit PUMS und Biciplan setzen wir neue Radwege, sichere Gehsteige, zusätzliche Abstellplätze um. Wir stärken Grünräume und Biodiversität – Blumenwiesen, strukturreiche Flächen und fast 90 neue Bäume seit 2022. Das Projekt „StadtLandFluss“ verbessert Ökologie und Hochwasserschutz und schafft langfristige städtebauliche Qualität. Unser Klimaschutzplan definiert klare Ziele und Prioritäten für die kommenden Jahre und macht Fortschritte überprüfbar. Unser politisches Fazit: Wir handeln konsequent, technologieoffen und mit Verantwortung für die nächsten Generationen. Unser Dank gilt allen, die diese Entwicklung mittragen: Verwaltung, Stadtwerke, Vereine, Schulen, Betriebe und Bevölkerung. Gemeinsam halten wir Brixen auf Kurs.

MARKUS FREI, Fraktionssprecher GBL AES
Brixen/Bressanone:
„Umwelt- und Klimaschutz verlangen mutige und konsequente Entscheidungen“
NEIN
Mit Genugtuung stellen wir fest, dass die ökosoziale Transformation und die dafür notwendigen Umweltund Klimamaßnahmen auf allen politischen Agenden steht. Aber wie lange noch? Internationale Verträge werden gekündigt, die EU hadert mit ihrem eigenen Green Deal, und Italien betoniert die alpine Landschaft unter dem Deckmantel von nachhaltigen Olympischen Spielen zu. Und was macht Brixen? Das programmatische Dokument des Bürgermeisters enthält zwar Schwerpunkte zu Umwelt- und Klimaschutz, aber am Ende überwiegen immer die wirtschaftlichen Interessen. Beim Hofburggarten fällt das sanfte Grünraumkonzept des Siegerprojekts der touristischen Spekulation zum Opfer, mit noch unbekannten Auswirkungen auf Verkehr und Aufenthaltsqualität. Beim Auwald wird entgegen mehrerer fachlicher Gutachten und geltendem Recht (mit Rückendeckung der Landesämter von Landesrat Peter Brunner) die Umwidmung von ökologisch wertvollem Grund beschlossen. Unrechtmäßige und unsachgemäße Schlägerungen von Bäumen werden zu Gunsten von wirtschaftlichen Interessen als Kavaliersdelikte bagatellisiert, und im Tourismussektor setzt man auf 4- und 5-Sterne-Betriebe, deren Gäste den weitaus größten ökologischen Fußabdruck haben – mit Folgen für Wasserverbrauch und die Mobilitätsbelastung am Boden und in der Luft. Umwelt- und Klimaschutz verlangen mutige, einschneidende und konsequente Entscheidungen.
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Foto: Bea
Hinteregger
Kein oder weniger Alkohol im Jänner?
UMFRAGE: Die landesweite Aktion „Dry January“ lädt dazu ein, keinen oder weniger Alkohol zu trinken und den eigenen Alkoholkonsum zu überdenken. Die Meinung der Menschen in Brixen? Wir haben uns umgehört.




„Ich habe von der Aktion gehört, aber mache nicht mit“, sagt Leo Demetz. „Das Glasl zum Mittagessen lasse ich mir nicht nehmen, das gönne ich mir. Im Allgemeinen übertreibe ich nicht mit dem Alkoholkonsum. Die Aktion finde ich trotzdem wichtig, und vielleicht probiere ich den Verzicht während der Fastenzeit aus.“

„Ich habe davon gehört und finde die Aktion an und für sich gut. Ich persönlich folge dem Aufruf aber nicht. Wir trinken das ganze Jahr über nicht viel Alkohol, weswegen ich mich davon nicht angesprochen fühle“, meint Mathilde Moroder, die der Aktion grundsätzlich viel Positives abgewinnen kann.

„Die Aktion ist ein guter Schritt zur Entwöhnung, wenn man es schafft, das weiterzuziehen. Alkohol ist für mich ein Genussmittel wie Schokolade – ab und zu gönne ich es mir, aber nicht zu viel. Man könnte mit einer Aktion auch dafür plädieren, nur ein Glas im Monat zu trinken“, schlägt Martin Zingerle vor.

Auch Hermann Stablum hat von der Aktion „Dry January“ gehört: „Ich finde diesen Aufruf sehr gut. Ich halte mich generell daran und trinke Alkohol nur ganz selten. Ganz unabhängig von der Kampagne habe ich einen sehr gemäßigten Alkoholkonsum. Die Initiative ist deswegen in meinem Kopf nicht präsent und ändert nichts an meinem Verhalten.“

Hubert Mair hat von der Kampagne im Radio gehört. „Was ist das für ein Leben, so ganz ohne Alkohol?“, meint er. „Ein Glasl Wein gehört dazu, wenn man sich zusammensetzt und einen Speck aufschneidet. Dieses Miteinander hat in den letzten Jahren nachgelassen. Ich selbst bin zum Glück viel bei meinen Tieren auf dem Hof und komme sowieso nicht so viel weg.“
„Ich trinke ohnehin kaum Alkohol“, sagt Tamara March, „aber ich finde, dass dank der Kampagne vielleicht jemand verzichten kann, der sonst oft mehr Alkohol trinkt. Für die Gesundheit ist es sicher gut. Es ist schade, dass es nur ein Monat ist. Aber vielleicht reduziert man danach den Alkoholkonsum, weil man sieht, dass man ihn gar nicht so braucht.“
„Ein Mensch soll sich das ganze Jahr über im Griff haben, nicht nur im Jänner. Was täglich im Übermaß genossen wird, schadet – das gilt nicht nur für Alkohol“, sagt Josefa Schrott „Leichter ist es, das ganze Jahr über gemäßigt zu sein. Einen kompletten Entzug zu machen ist schwierig.“
„Ich mache mit, weil man über die Feiertage mehr isst und trinkt. So kann man zurückschalten, dem Körper etwas Gutes tun und schauen, wie die eigenen Gewohnheiten mit dem Alkohol sind. Alkoholkonsum passiert oft schleichend, und die Gelegenheiten sind viele. Es tut sicher auch der Psyche gut zu sehen, wie schnell man zu einem Glasl greift“, meint Elisabeth Engl
„Kunst ist ihrer Zeit manchmal voraus“

INTERVIEW: LEANDER SCHWAZER ist der neue Kurator der Stadtgalerie in Brixen. ELISA BARISON hat für die Galerie ein neues Kunstvermittlungskonzept entwickelt. Mit dem „Brixner“ sprechen sie über ihre Pläne – und wie sie Menschen für zeitgenössische Kunst begeistern wollen.
Herr Schwazer, Sie gestalten als Kurator der Stadtgalerie Brixen im heurigen Jahr das Programm dieser Kultureinrichtung. Welche inhaltlichen Schwerpunkte möchten Sie setzen, und warum haben Sie diese gewählt?
LEANDER SCHWAZER: Ich bin der Brixner Stadtgalerie schon länger verbunden – insbesondere, seit der Südtiroler Künstlerbund das künstlerische Programm der Stadtgalerie übernommen hat. Als Künstler durfte ich 2020 eine größere aufsehenerregende Installation am Rathaus umsetzen und 2025 die leuchtenden Kunstwerke über dem Eingang zur Galerie gestalten – eine Arbeit, zu der mich mein Vorgänger als Kurator, Marco Pietracupa, eingeladen hatte. Auf diesem Leuchtschild steht „Ich möchte meine Berge sehen“. Dieser Satz wird nun 2026 das Programm der Stadtgalerie bestimmen: Die Berge als symbolischer und spiritueller Raum sind das Oberthema. Aus dem riesigen Kulturraum der Alpen leite ich nämlich sehr viel ab. Die Stadtgalerie ist eine Galerie der Stadt Brixen – das ist mir wichtig. Deswegen suche ich zum Beispiel den Austausch mit

anderen Häusern wie der Hofburg, dem Pharmaziemuseum oder dem Filmclub. Ich möchte die reiche Stadtgeschichte von Brixen reflektieren. Sie ist quasi überall präsent, aber wir sehen sie kaum noch. Die historischen Gebäude sind vielleicht eine nette Fototapete für den Tourismus, haben aber auch eine Bedeutung über diese Wertschöpfungskette hinaus: Sie sind auch eine „Sinnschöpfungskette“.
Marco Pietracupa hat im vergangenen Jahr in den Ausstellungen unterschiedliche Facetten der Fotografie gezeigt, sich also bewusst auf eine Technik konzentriert. Sie setzen wieder vermehrt auf regionale Bezüge?
Leander Schwazer: Ich bevorzuge keine künstlerische Technik, sondern mich interessieren die Fragen, mit denen sich die Künstler auseinandersetzen. In Brixen wird es darum gehen, wie es gelingen kann, das reiche Erbe der Stadt Brixen zu aktivieren und die Frage zu stellen: Wer sind wir? Wohin wollen wir gehen? Das künstlerische Erbe Brixens ist auf lokaler wie auf globaler Ebene von Relevanz – die
p NEUES KONZEPT FÜR DIE STADTGALERIE BRIXEN: Mit einem Kunstvermittlungskonzept wollen
Elisa Barison und Leander Schwazer Kunst für die breite Bevölkerung zugänglicher machen
Heimat, die wir alle teilen dürfen und die allen offensteht. Mein Programm geht von hier aus und dreht sich darum, worum es immer geht: um weit zu sehen.
Die erste Ausstellung ist bis Anfang April zu sehen. Was zeigt sie?
Leander Schwazer: Sie wird sich mit einem sehr menschlichen Thema beschäftigen, nämlich den Tränen. Sie trägt den Titel „Tränenpalast / Palazzo delle lacrime“. Weinen steht ganz am Anfang von fast jedem menschlichen Leben: Ein Kind wird geboren, es schreit mit Tränen in den Augen, die umstehenden weinen vor Erleichterung und Rührung. Im Laufe eines Lebens bleibt es nicht bei diesem ersten Weinen. In so ziemlich allen Kulturen der Welt geht Weinen in Gesang und Gesang in Weinen über. Das ist die transformatorische Kraft der Kunst und Kultur. Die Ausstellung zeigt ein sehr breites Spektrum von Medien: Skulptur, Klangkunst, Malerei, Video, Performance. Sie verbindet zeitgenössische Kunst mit Volkskunst unbekannter
Fotos: Oskar Zingerle
Autoren. Die Wiener Performance-Künstlerin Barbara Ungepflegt verwandelt die Stadtgalerie in eine Tränensaline, in der „original Südtiroler Tränensalz“ gewonnen wird. Die Ausstellung zeigt, dass Tränen nicht gleich Tränen sind: Emotionale Tränen und mechanische Tränen sehen anders aus. Wissenschaftlich-mikroskopische Fotografien von Tränen verwandeln sich in eine Art Kirchenfenster und stehen neben einer Skulptur der Schutzheiligen für Augenleidende. Religiöse Bilder und Objekte prägen die Brixner Stadtgeschichte in besonderer Weise, und diese werden in all meinen Ausstellungen eine Rolle spielen. Die Ausstellung wird aber nicht nur zeigen, sondern auch hören, und dazu verwandelt sich das Gewölbe der Stadtgalerie in eine Art Gletscherspalte, wo es permanent gluckert und blubbert. Es sind die „Tränen“ eines schmelzenden Gletschers, die den Raum der Stadtgalerie einnehmen. Denn wer sagt, dass nur Menschen weinen?
Sie sind in Südtirol und darüber hinaus als Künstler bekannt. Wie prägt Ihre künstlerische Arbeit Ihre Arbeit als Kurator? Leander Schwazer: Ich habe immer wieder Ausstellungen kuratiert und auch über zwei Jahre eine Künstlergalerie in Deutschland geleitet. Ich bin in meiner Kunst wahrscheinlich ein Jäger und Sammler, der nach spezifischen Dingen sucht und dann zu neuen Sinnzusammenhängen verwebt. In meinen Werken bekommen zum Beispiel Leuchtbuchstaben ein neues Leben, und sie dürfen neue Botschaften senden. Als Kurator gehe ich da ganz ähnlich vor. Es ist mir eine Freude, dass ich bereits in unserer ersten Ausstellung in der Stadtgalerie Brixen ganz besondere Werke quer durch alle Gattungen zusammentragen und zu einem einzigartigen Gespräch miteinander verdrahten darf. Es soll etwas zur Sprache kommen, was sich nicht so leicht mit Worten ausdrücken lässt.
Was möchten Sie in diesem Jahr für die Stadtgalerie erreichen?
Leander Schwazer: Die Stadtgalerie ist bereits super aufgestellt, sie ist mit über 1.000 Besucherinnen und Besuchern pro Ausstellung die meistfrequentierte im ganzen Land. Darauf will ich aufbauen und dies weitertreiben. Ich verstehe ästhetische Bildung als einen gesellschaftlichen Auftrag, der in der Demokratie von allen mitgestaltet wird. Wenn es also nicht so gut läuft mit der Demokratie, dann hat das auch mit uns und Ästhetik zu tun. Eine Aufgabe der Kunst ist es, für Bewegung und Unruhe zu sorgen. Keiner sollte sich je zu sicher sein – es gibt immer Alternativen zu den eigenen Vorstellungen und Meinungen. Das Tolle an der Kunst ist, dass man ihr so ganz ohne Meinung begegnen darf. Ich finde das sehr befreiend und entspannend. Ich kann den Besuch bei uns in der Stadtgalerie also nur empfehlen.
Frau Barison, auch Sie sind hier in Brixen nicht unbekannt und waren bereits als Kuratorin der Stadtgalerie für deren Ausstellungsprogramm verantwortlich. Heuer gibt es erstmals für die Stadtgalerie ein Konzept der Kunstvermittlung, das Sie erarbeitet haben. Viele Menschen erleben zeitgenössische Kunst als wenig schön und schwer verständlich. Wie legen Sie den Menschen einen Besuch der Ausstellungen trotzdem nahe?
ELISA BARISON: Ich darf mich um die Vermittlungsarbeit an der Seite von Leander Schwazer kümmern. Vermittlung bedeutet, Mittel zwischen den Themen, den Inhalten, der kuratorischen Vorstellung, den einzelnen Werken, den Kunstschaffenden sowie der Stadt, also den Bürgerinnen und den Bürgern, herzustellen. Dafür braucht es Personen, die in die Ausstellungen gehen und mit der Kunst in Verbindung treten. Im besten Fall löst Kunst etwas bei den Personen

p Elisa Barison:
„Im besten Fall löst Kunst etwas bei den Personen aus“

p Leander
Schwazer:
„Eine Aufgabe der Kunst ist es, für Bewegung und Unruhe zu sorgen“
aus. Damit sie das tun kann, muss man sie sich anschauen und sich dafür die Zeit nehmen. Es wird oft gesagt: „Ich verstehe das nicht.“ Und dann wird oft ein Vergleich zur älteren, „schönen“ Kunst gezogen. Ich hingegen finde, dass es vielfach einfacher ist, ein zeitgenössisches Werk zu verstehen oder auf sich wirken zu lassen als ein älteres. Dass Menschen einzelne Kunstwerke in der Galerie nicht gut finden, ist aus meiner Sicht kein Problem. Kunst ist ihrer Zeit manchmal voraus. Ich finde: Kunst muss gar nichts, sie darf einfach sein, und im besten Fall berührt sie. Und wenn eine Person ein Werk nicht gut findet, hat sie es sich zuvor zumindest angeschaut und ist in gewisser Weise anders davon berührt. Das ist besser als Gleichgültigkeit. Leander Schwazer: Als Zeitgenossen können wir uns in die Augen schauen und uns darüber austauschen, was wir in diesen Zeiten fühlen, was wir sehen, und schauen, wovon die Kunst erzählt. Kunst ist Kommunikation in der einen oder anderen Form. Es ist völlig legitim, etwas als unschön oder schwer verständlich zu empfinden, aber zumeist wird damit gemeint, dass sich etwas außerhalb der Norm bewegt. Wir können uns aber durchaus ein bisschen etwas zumuten, sonst geht nichts weiter. Wir dürfen uns, immer mit dem nötigen Respekt, auch Dinge sagen und darüber diskutieren. Es wäre doch schön, wenn wir sagen könnten: „Ich sehe das anders.“ Das muss ja nicht gleich polemisch sein oder unter die Gürtellinie gehen. In der Stadtgalerie werden wir ein „Gipfelbuch“ auflegen; da können sich alle mitteilen und verewigen.
Elisa Barison: Die Besuchenden können sich zum Beispiel bei den Ausstellungseröffnungen mit den Künstlern direkt austauschen. Die Kunstschaffenden freuen sich über Austausch, denn schließlich geben sie mit jedem Werk auch etwas von sich selbst preis. Außerdem glaube ich, dass die Zeit ein großer Faktor ist. Das Gute: Ein Besuch in der Stadtgalerie dauert nicht drei Stunden. Sie hat sogar den wunderbaren Vorteil, dass man sie als Abkürzung zwischen Domplatz und Lauben nutzen kann: Man kann in wenigen Minuten durchgehen, einen Blick auf die Kunstwerke werfen und dabei etwas für sich mitnehmen. Wir können heute selbst entscheiden, welche Kunst wir gut finden und welche nicht. Das ist nicht selbstverständlich. Andernorts werden wieder Bücher verboten, und es wird wieder darüber geredet, wie Kunst zu sein hat.
Was ist Ihr Wunsch oder Ihr Ziel in der Vermittlung von Kunst?
Elisa Barison: Wir möchten mit dem abwechslungsreichen Vermittlungsprogramm und den Ausstellungen Personen jeglichen Alters ansprechen. Mein Ziel ist es, dass man im besten Fall berührt wird von dem, was man hier sieht, und dass es nicht beim Berührtsein bleibt, sondern dass es einen anregt, nochmal herzukommen, in die Hofburg zu gehen, ins Pharmaziemuseum oder sich in den Zug zu setzen und das Museion zu besuchen. Vielleicht kann es einen anregen, selbst etwas Neues zu lernen, etwa Workshops zu machen, einen Malereikurs zu besuchen. Kurz: Irgendetwas Positives soll mit einem passieren. Man ist nie zu alt, um offen für Neues zu sein.
Was ist Ihnen konkret wichtig?
Elisa Barison: Das Vermittlungsprogramm konzentriert sich nicht nur auf die Stadtgalerie und die dortigen Wechselausstellungen, sondern will auch das Erbe von Brixen einbeziehen. Die Stadtgalerie kann der perfekte Treffpunkt und zugleich auch Ausgangspunkt für weitere Erkundungen sein. Brixen ist voller Kunst, auch voller zeitgenössischer Kunst, etwa im Rathaus, in der Stadtbibliothek, in der Raiffeisenkasse, in der Alois-Pupp-Anlage, im Lasserhaus.
Leander Schwazer: Wenn man sich fragt, warum die Leute nicht in Ausstellungen gehen, muss man sagen, dass ein gewisser Grad an Sättigung erreicht ist. Das Angebot ist landesweit groß; vor allem aber macht uns der Medienkonsum satt. Aus dieser Situation vom Diwan aufzustehen ist eine große Hürde. Die Frage nach dem immer mehr und immer weiter stelle ich mir auch als Künstler. Die Welt dreht sich aber nun mal weiter, und ich fühle mich berufen, als Künstler diesen Gang der Dinge in künstlerische Werke zu transformieren. Ich bin ein Kind dieser Welt, und das ist meine Form, mit der Welt zu kommunizieren. Ich glaube, das ist etwas, das wir alle in der einen oder anderen Weise tun: kommunizieren und auf Resonanz hoffen. Als Kurator der Stadtgalerie darf ich das Erbe von Brixen einbeziehen und die Frage stellen: Wie gehen wir damit um? Wie toll ist das denn?!
Welche Vermittlungsangebote wird es geben?
Elisa Barison: Klassische Führungen mit dem Kurator oder Experten und, das ist mir wichtig, interaktive Führungen, in denen jemand aus anderen Blickwinkeln erzählt, in denen Kindergartenkinder genauso willkommen sind wie Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Seniorenwohnheim. Die Menschen sollen hingehen, anschauen und mitgestalten. Und ich will verschiedene Zielgruppen ansprechen. Auch die Kunstankäufe der Stadt Brixen, also Kunstwerke, die sich im Rathaus und in der Stadtbibliothek befinden, werde ich einbeziehen; sie sind wie eine Erweiterung der Stadtgalerie. Ich finde es schön, mit dem Vermittlungsprogramm ein Verstärker des Kurators zu sein. Im Rahmen der ersten Ausstellung „Tränenpalast“ werden wir etwa aus der Galerie hinaus in die Weinberge gehen – zu den weinenden Reben. Im Frühjahr „weint“ oder „blutet“ der Rebstock an jenen Stellen, an denen er im Winter geschnitten wurde. Das Leben kehrt in die Pflanze zurück. Dieses Rebwasser, auch Aqua vitis genannt, wurde schon von Hildegard von Bingen verwendet und kommt auch heute für kosmetische Produkte zum Einsatz.
Wo können sich die Menschen über die Angebote informieren?
Elisa Barison: Wir nutzen die Social-Media-Kanäle der Stadtgalerie und der Gemeinde sowie analoge und digitale Tools und Medien. Schon jetzt haben wir längere Öffnungszeiten als bisher: Die Stadtgalerie ist nun auch vormittags geöffnet, also Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.
Was wird dieses Jahr noch bringen?
Leander Schwazer: Insgesamt stehen 2026 fünf Ausstellungen auf dem Programm. Es wird zu jeder Ausstellung eine Broschüre erscheinen, die das Geschehen in der Stadtgalerie dokumentiert. Auf die Ausstellung „Tränenpalast“ folgt eine sehr tanzbare Ausstellung von Christoph Hinterhuber, in der wir auch auf die Elektrifizierung der Stadt Brixen eingehen werden. Für den Sommer planen wir eine Gruppenausstellung zum Thema „Staub“, kuratiert von Michaela Stolte vom Stadt- und Multschermuseum Sterzing; dazu wird es im Sommer ein dichtes Vermittlungsprogramm geben. Elisa Barison und ich freuen uns sehr auf dieses Jahr!

johanna.bampi@brixner.info
Die Gesprächspartner:
Leander Schwazer studierte konzeptuelle Kunst in Zürich, Peking und Los Angeles. Nach langjährigen Stationen in Deutschland lebt und arbeitet er heute in Wiesen bei Sterzing. Er stellte seine Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien, Kunsträumen und Museen im In- und Ausland aus. Seine Werke finden sich in privaten und institutionellen Sammlungen.
Elisa Barison lebt und arbeitet als freischaffende Kuratorin und Kunstvermittlerin in Brixen. In den Jahren 2021 und 2022 war sie die Kuratorin der Stadtgalerie. Sie studierte Kunstgeschichte und Publizistik an der Universität Wien und absolvierte einen MBA in Kulturmanagement in Paris.
Die Stadtgalerie wird im Auftrag der Stadtgemeinde Brixen vom Südtiroler Künstlerbund als Ort für zeitgenössische Kunst geleitet. Heuer wird erstmals ein Kunstvermittlungsprogramm angeboten. Die Stadtgalerie soll, wie die zuständige Stadträtin Bettina Kerer im Oktober betonte, „als offener Kulturraum, der Kunst, Stadtgesellschaft und Zukunftsfragen miteinander verbindet, etabliert werden“ (der „Brixner“ berichtete in Ausgabe Nr. 429, S. 35).

Praxis Ergotherapie Barbara Tschurtschenthaler Orthopädie Neurologie Pädiatrie
Der Mittelpunkt in meiner Praxis ist der jeweilige Mensch in seiner Entwicklung, seinem Lernen und den damit verbundenen Fähigkeiten, bei Beschwerden rund um unser Wunderwerkzeug Hand, bei Verletzungen, Erkrankungen und Narben sowie für das Erlangen motorischer und alltagsrelevanter Fähigkeiten nach Unfall oder Erkrankung.
U.a. biete ich Therapie dafür in folgenden Bereichen an:
Orthopädie: Schwerpunkt Handtherapie für alle Handverletzungen und Erkrankungen, ergänzt durch individuelle Schienenanpassung, Narbenbehandlung, Gelenkschutz und Prävention, Faszientechnik;
Neurologie: alltagsrelevante Therapie auch zuhause, Hilfsmittelberatung, motorisch funktionelle Therapie;
Pädiatrie: Schwerpunkt Lerntherapie mit individueller Förderung in den Kompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen, individuelle Lernstrategien, Reflexintegration mit neuromotorischer Testung.

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AUSSTELLUNG
Dialog

Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens zeigt die Galerie 90 in Mühlbach die Ausstellung „Dialog“, kuratiert von Alex Pergher. Bereits im Titel macht er deutlich, was ihm in den Jahren seiner Tätigkeit als Kurator der Galerie ganz be-
KONZERT
sonders wichtig war: den Dialog zwischen künstlerischen Positionen und Generationen aufzunehmen und offenen Austausch zu fördern. In der laufenden Ausstellung treffen Skulpturen und Bilder von zehn Kunstschaffenden aus der
Europaregion Tirol-SüdtirolTrentino aufeinander. Bereits im letzten Sommer hatten diese zehn ihre Werke in einer Ausstellung im Nonstal in Relation zu archäologischen Funden der Räter gestellt. Bis auf wenige Ausnahmen sind in Mühlbach jedoch andere Arbeiten zu sehen. Hier hängt eine Fotografie eines menschlichen Antlitzes von Elena Munerati, der Trentiner Grande Dame der archäologischen Fotografie, neben den figürlichen Skulpturen des Tiroler Bildhauers Mario Gasser und einem an Graffiti und Schriftzeichen erinnernden Gemälde von Alex Pergher. Der Trentiner Marcello Nebl thematisiert die Berge
Ein Abend im Zeichen der Blasmusik

Im Haus Voitsberg in Vahrn steht am 22. Februar ein besonderes Konzerterlebnis bevor: Die Egerländer Blasmusik Neusiedl am See lädt zu einem Abend ganz im Zeichen traditioneller Blasmusik ein. Seit mehr als 30 Jahren widmet sich die Kapelle der Pflege der Egerländer Blasmusik. 1994 von Rainer und Thomas Stiassny gegründet, ist Rainer Stiassny noch heute mit Herzblut dabei – nicht nur als Musikant,
KURZ
Die Familie Rainer und der Südtiroler Künstlerbund schreiben unter dem Motto „Peripherien“ zum dritten Mal den Martin-RainerPreis aus. Bewerbungsschluss für Kunstschaffende ist der 27. Februar. An die Preisverleihung im April folgt eine zweiwöchige Werkspräsentation in Brixen.
in Bild und Schrift, während der ebenfalls im Trentino lebende Pietro Weber bunte Keramikfiguren zeigt, die an heidnische Göttergestalten denken lassen. Die Bronzeskulptur des Tirolers Georg Loewit versteht sich als „Part of the Game“, und Nadia Tamanini, die 2024 Preisträgerin des Piero-Siena-Preises war, thematisiert auf subtile Art tradierte Rollenbilder. Die geschmiedeten Schilfpflanzen von Ivan und Luciano Zanonis bilden einen Kontrast zu Mauro Larchers poetischen Landschaftsschilderungen. Die Finissage findet am 10. Februar um 18.30 Uhr statt. job
sondern auch als Manager hinter den Kulissen. „Die Leidenschaft und die Liebe zur Musik motivieren mich nach wie vor, diese Musik zu den Menschen zu bringen“, sagt er. Derzeit besteht die Kapelle aus 23 Musikerinnen und Musikern aus Österreich, Deutschland und Südtirol, die ihre Freizeit ehrenamtlich in dieses Projekt stecken. „Aus der langjährigen Zusammenarbeit sind viele Freundschaften über Landesgrenzen hinweg entstanden“, sagt Stiassny, „insgesamt waren wohl über 300 Musiker im Laufe dieser drei Jahrzehnte in unserer Kapelle dabei.“
Die musikalische Leitung liegt in
Die Künstlerin Daniela Pircher aus Brixen stellt bis zum 21. Februar unter dem Titel „Die ‚weißen‘ Köpfe“ ihre Skulpturen aus Ton in der Kellerei Bozen aus. In der Figurenserie thematisiert die Künstlerin Identität, Form und menschliche Resonanz.
den Händen des oberbayerischen Musikers Elmar Walter, der nicht nur dirigiert, sondern auch als Moderator durch das Programm führt. Sonja Vollmuth tritt abwechselnd gemeinsam mit Michael Selig und Rainer Stiassny als Gesangsduo auf und bereichert so die gefühlvollen Melodien ganz im Sinne des Publikums. Denn: Egerländer Blasmusik geht direkt ins Herz und verspricht einen Abend bester Unterhaltung. Neben dem Konzert in Vahrn ist die Kapelle auch in Eppan und Deutschnofen zu hören. Und: Alle im Publikum erhalten eine CD als Geschenk. job
Die Südtiroler Rotary Clubs schreiben den Rotary-ARThandicap Award 2026, einen Kunstpreis für in Südtirol ansässige Menschen mit Beeinträchtigung, aus. Einsendeschluss ist der 3. April. Die besten 20 Werke werden in einer Ausstellung im Waltherhaus Bozen gezeigt.
Foto: Johanna Bampi
„Den kulturellen Austausch fördern“
DONATELLA TREVISAN, Übersetzerin und Präsidentin von ZeLT, über Ziele und Pläne des seit Jänner als Verein agierenden Zentrums.
Frau Trevisan, ZeLT, das Europäische Zentrum für Literatur und Übersetzung, wurde 2021 als Projekt von der SAAV gegründet und ist nun ein unabhängiger Verein mit Sitz in Brixen. Wie kam es dazu?
Von zahlreichen Mitgliedern der SAAV initiiert, war ZeLT von Anfang an als eigenständiges Literaturvermittlungsprojekt konzipiert. Mit der Vereinsgründung wurde diese Vision nun konsequent umgesetzt.
Welche Ziele verfolgt ZeLT, und wie kann man den Verein unterstützen?
Literatur und Übersetzung kann eine Brücke schlagen zwischen Menschen, Sprachen und Kulturen, hier in Südtirol und darüber hinaus. Bis zur Gründung von ZeLT gab es hier keine spezielle Einrichtung, die sich gezielt der Übersetzung widmete. ZeLT will den kulturellen Austausch zwischen den Sprachgruppen fördern und stellt dafür die Praxis des Übersetzens, die in erster Linie eine Praxis des Vermittelns ist, in den Mittelpunkt seiner Öffentlichkeitsarbeit. Man kann den Verein als Mitglied oder auch als Friend oder Supporter unterstützen. Infos dazu gibt es auf der Website www. zelt-lab.eu.
SAUBER. SICHER. ENTSORGT.
• Reinigung von Heizöltanks
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• Reinigung und Wartung von Öl- und Fettabscheidern
• Dichtheitsprüfungen von Leitungen und Schächten


Welche Veranstaltungen und Initiativen sind für 2026 geplant?
Im Frühjahr erscheinen die im Projekt „Zeitworte“ entstandenen Texte deutsch- und italienischsprachiger Autorinnen und Autoren zum Begriff „Ausschluss/ esclusione“ in Originalsprache und in Übersetzung. Ergänzend dazu finden Werkstätten für Kinder und Jugendliche statt. Zudem laufen Übersetzungslehrgänge, es finden regelmäßige Lesetreffen in der Stadtbibliothek statt, Kooperationen mit der Dekadenz, Buchpräsentationen, Gespräche zur Übersetzung von Gedichten, zur KI und vieles mehr. johanna.bampi@brixner.info

Osteoporose kennt kein Geschlecht. Früherkennung schützt. Sei informiert.
Osteoporose wird oft als Frauenkrankheit gesehen – doch auch Männer sind betroffen. Das Risiko wird bei Männern oft unterschätzt und zu spät erkannt.

KABARETT
Cababoz „XMAS Edition“
Bereits seit 2011 ist das Südtiroler Kabarettkollektiv Cababoz zu mehreren Auftritten im Jahr unterwegs. Inzwischen hat sich besonders die „XMAS Edition“ als ein fester Bestandteil der Adventszeit etabliert. Auch 2025 machte das Kollektiv Halt in der Dekadenz und sorgte an zwei ausverkauften Abenden für beste Unterhaltung und ausgelassene Stimmung. Gianluca Iocolano, Mitbegründer und Mitglied von Cababoz, führte das Publikum mit seiner typischen Leichtigkeit durch den Abend, an dem seine Kabarett-Kollegen ohne Scheu und Scham nacheinander und miteinander die Bühne betraten.
Mit Sketchen, Stand-Up-Comedy, musikalischen Einlagen und viel Ironie ließen sie gemeinsam das Jahr Revue passieren und zogen alles und jeden durch den Kakao – am meisten sich selbst. Vom Waltherpark in Bozen bis zu den Lehrerprotesten und den altbekannten Neujahrsvorsätzen – alles hatte in ihrer Show seinen Platz, nichts wurde verschont. In den sonst oft hektischen und stressigen Wochen vor Weihnachten bot die „XMAS Edition“ von Cababoz eine willkommene Verschnaufpause: Lachen, Leichtigkeit und Gelassenheit füllten den Keller der Dekadenz. lv

KONZERT
Zeit hörbar machen
Man kennt die Spannung, wenn das Licht im Saal ausgeht und sich die Blicke erwartungsvoll zur Bühne richten. Meist vergehen nur wenige Sekunden, bis das Konzert beginnt. Am 3. Januar im Haus Voitsberg dauerte dieses Warten länger als gewohnt: Die Zeit wurde spürbar – ein stiller Moment des Abwartens, der sich als passender Auftakt für das Konzert „Time“ erwies. Das Männerensemble StimMen präsentierte unter der Leitung von Michael Braun sein alljährliches Januarkonzert. Der Chor vereint junge Männerstimmen aus dem ganzen Land und überzeugte dabei durch ein wunderbar stimmiges Klangbild. Der Abend widmete sich der Zeit als etwas, das sich nicht festhalten lässt. Gleich zu Beginn wurde dieser Gedanke musikalisch aufgegriffen: Im ersten Stück imitierten die Sänger das Ticken
einer Uhr und machten Zeit unmittelbar hörbar. Das Konzert bot einen abwechslungsreichen Mix aus amerikanischem Gospel, einem Wiegenlied sowie Stücken aus unterschiedlichen Epochen. Mittelalterliche Sequenzen trafen auf moderne Funk-Grooves, weltliche auf geistliche Musik. Zarte und laute Passagen, ruhige Momente und kraftvolle Rhythmen wechselten sich ab und machten das Konzert zu einem stimmigen ruhigen Auftakt ins neue Jahr. Durch das Programm führten drei Sänger: Damiano Colombi übernahm die erzählende Moderation, während Michael Hildgartner und René Weger den Abend in einem theatralischen Dialog begleiteten – philosophisch, aber stets mit viel Humor. Gemeinsam brachten sie das Publikum immer wieder zum Schmunzeln. ml

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Bei einer Special-Edition der Stand-up-Comedy-Night vom Theaterpädagogischen Zentrum Brixen (TPZ) standen kürzlich drei besondere Gäste auf der Bühne des Juze: Miriam Trockner, Julian Stuefer und Jakob Messner präsentierten in drei kurzweiligen Auftritten das Best-of ihres ComedyRepertoires. Alle drei Comedians hatten etwa 20 Minuten Zeit, das Publikum zum Lachen zu bringen. Miriam Trockner (im Bild) gehört zu den eingefleischten „TPZlerinnen“ und ist deshalb regelmäßig auf der Bühne zu sehen. Bei ihren Stand-up-Auftritten kommt von Ötzi, den Lehrerprotesten bis hin zur Landesregierung niemand zu kurz. Heilig zu ging es hingegen bei Julian Stuefer: Der Religions-
lehrer witzelte über seine eigene Berufssparte und nahm Religion und das Priestertum auf sympathische Weise aufs Korn. Jakob Messner „Windschnur“ ist vor allem durch seine lustigen Kurzvideos auf Social Media bekannt und war im vergangenen Herbst mit seiner ersten Tour „Der kleine Schlawiner“ in ganz Südtirol unterwegs. An diesem Abend im Juze nahm er die Brixner Stadtler mit in sein Heimatdorf Gufidaun, enthüllte, dass seine Mama Jannik Sinner eigentlich spannender findet als die Auftritte ihres Sohnes und ließ mit „Mei Hund und i“ Klänge seines Vaters Sepp Messner Windschnur erklingen. Durch den Abend führte gekonnt lässig Benni Troi. av

VERANSTALTUNGEN RUND UM WEIN, BIER, SPIRITS
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DIE WELLE
Maturatheater am Vinzentinum
Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt dieses Jahr das Stück „Die Welle“ unter der Regie von Gerd Weigel auf die Bühne. Ein spannendes Theaterstück über Macht und Manipulation, das auf eindringliche Weise zeigt, wie leicht man sich von Ideologien beeinflussen lässt und wie wichtig es dabei ist, eigenständig zu denken.

* Sonntag, 22. Februar, 18 Uhr (Premiere)
Vinzentinum, Brixen
Weitere Aufführungen:
Sa., 28. Februar, 19 Uhr
So., 1. März, 18 Uhr
Fr., 6. März, 20 Uhr
Sa., 7. März, 19 Uhr
So., 8. März, 18 Uhr
Do., 12. März, 17 Uhr
Sa., 14. März, 19 Uhr
So., 15. März, 18 Uhr

Eintritt: freiwillige Spende Platzreservierungen unter: http://www.vinzentinum.it/theater
Telefonnummer für Reservierungen: 376 029 4616

THEATER BRILLAND
„Des konnsch net mochn!“
Auch heuer steht wieder Fasching vor der Tür, und wir vom Theater Brilland sind bereit für unser Mill and Ka(o)s. Unsere lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen haben uns auch heuer wieder zum Schreiben animiert. Wir singen und spielen für euch, lustig und frech, laut und leise, aber niemals böse, weil „sell konnsch net mochn!“
* Freitag, 6. Februar, 20 Uhr (Premiere) Jugendheim Milland neben der Freinademetzkirche
Weitere Aufführungen:
So., 8. Februar, 18 Uhr
Fr., 13. Februar, 20 Uhr Sa., 14. Februar, 20 Uhr
Karten
So., 15. Februar, 18 Uhr Mo., 16. Februar, 20 Uhr Di., 17. Februar, 20 Uhr
Reservierung mit WhatsApp und telefonisch 9–16 Uhr, Tel. 338 9204800
Eintritt: Erwachsene 15 Euro, Jugendliche bis zu 18 Jahren, Schüler und Studierende 10 Euro. Freie Platzwahl


Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster
Berufsbegleitende Lehrgänge
Auf dem Weg zur Top-Führungskraft
Mo., 23.2. bis Mi., 7.10. (10 Modultage)
Natur und Gesundheit Fr., 27.2. bis Sa., 21.11. (14 Modultage)
Kräuter für die Pflege Mi., 4.3. bis Do., 1.10. (14 Modultage)
Hotelmanagement — Von der Rezeption zur Leitungsebene Mi., 18.3. bis Mi., 18.11. (10 Modultage)
Wein & Köstlichkeiten
Zwischen Tradition und Trend — Entwicklungen im Weinbau
Di., 24.2., 13 – 17 Uhr
Käse und Wein Do., 26.2., 18:30 – 21:30 Uhr
MineralwasserverkostungsSeminar Mo., 2.3., 13 – 17 Uhr
Gesundheit & Wohlbefinden
Integratives Atmen — Ruhe und Kraft Fr., 27.2. bis Sa., 28.2., Fr. 14 – 21 Uhr, Sa. 9 – 17:30 Uhr
Wir erwarten ein Baby! Vorbereitungskurs auf Geburt und Elternschaft Sa., 7.3., 9 – 18 Uhr
Klare Grenzen in herausfordernden Situationen Mo., 23.3. bis Di., 24.3., 9 – 16 Uhr
Natur & Umwelt
Warum Natur gut tut — Einführung in Umweltpsychologie und Naturwirkungen Fr., 27.2. bis Sa., 28.2., 9 – 17 Uhr
Erste Hilfe und Notfallmanagement im Gelände für Gruppenleiter:innen Sa., 7.3., 9–17 Uhr

Neustift
Bibel & Glaube
Neustifter Bibelkurs: Sa., 28.2., 14 – 16 Uhr: All meinen Ängsten hat er mich entrissen.
Sa., 21.3., 14 – 16 Uhr: Maria, die Mutter Jesu und unsere Mutter
Kamingespräch: Wie wir Krisen bewältigen — Drei Schlüssel zum Überwinden von Herausforderungen Fr., 13.3., 18 – 21 Uhr
Kerzenwerkstatt: Einführung in die Kerzendekoration Fr., 27.3. bis Sa., 28.3.
Beruf & Arbeitswelt
Stilsicher und authentisch auftreten. Business-Knigge für Führungskräfte
Mi., 4.3. bis Do., 5.3., 9 – 17 Uhr
Bilanz Check und Planung Mehr Durchblick, mehr Erfolg Di., 10.3., 9 – 17 Uhr
Money Management — Finanzielle Freiheit mit Klarheit und Strategie Do., 19.3., 9 – 17 Uhr
Arbeitssicherheit
Grundausbildung für Führungskräfte
Mi., 18.2. und Mi., 25.2., 8 – 17 Uhr
Sicherheitskurs für BedienerInnen von Industriegabelstaplern
Di., 3.3. bis 4.3., Di. 8 – 17 Uhr, Mi. 8 – 12 Uhr
Baustellenbeschilderung: Kurs für ArbeitnehmerInnen Di., 17.3., 8 – 17 Uhr
Weitere Infos und Anmeldung unter www.bildungshaus.it Bildungshaus Kloster Neustift
Stiftstr. 1, 39040 Vahrn 0472 835 588 bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand
THEATER: Gesellschaftsfragen mit Glanz und Glamour auf die Bühne holen –das gelingt dem Theaterabend von Dekadenz und Gostner Hoftheater.

Willkommen zu „Echt wahr?!“ – der Show, in der nichts so ist, wie es scheint! Zwei Teams, vier Spielerinnen und Spieler und ein gnadenloser Wettkampf: fiese Fragen, schmutzige Spielchen und waghalsige Aufgaben, die Wissen, Geschick und Nervenstärke bis ans Limit treiben. Wer blufft am besten, wer fällt rein, und wer behält die Fassung, wenn’s richtig heiß wird? Doch hinter dem grellen Scheinwerferlicht lauern große Fragen: Warum sehen wir so gern zu, wenn andere stolpern? Welche Regeln schlucken wir, und wo ziehen wir die Grenze? Gemeinsam mit dem Gostner Hoftheater taucht die Dekadenz in

die bunte Welt der Gameshows ein – von deutschen Samstagabendklassikern bis zu italienischen TVExzessen – und lüftet den Vorhang für das, was hinter der Showfassade verborgen bleibt.
Fragen, die bewegen
„Echt wahr?!“ ist kein TV-Event, sondern ein Live-Theaterabend, der Gameshow-Glanz und Gesellschaftsfragen direkt auf die Bühne holt –eine Stückentwicklung über Fake, Fiction und die feine Linie zwischen Wahrheit und Inszenierung. Im Bild: Einblicke in die Proben.
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand. Ein Schau-Spiel
Produktion der Dekadenz und des Gostner Hoftheaters
Mit Mirko Costa, Linda Covi, Johanna Steinhauser, Thomas Witte
Regie: Laurent Gröflin
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik
Dramaturgie: Christine Haas
Donnerstag, 5. Februar (Premiere)
Samstag, 7. Februar
Sonntag, 8. Februar
Donnerstag, 12. Februar
Freitag, 13. Februar
Sonntag, 15. Februar
Donnerstag, 26. Februar
Freitag, 27. Februar
Samstag, 28. Februar
Sonntag, 1. März
Vorstellungsbeginn:
20 Uhr, sonntags 18 Uhr
Reservierungen: dekadenz.it

PUFF UNTERM SCHROTTHORN
Theaterverein Neustift
Bisher führten Rosl, Hias und Konrad im Schalderertal ein stressfreies Beamtenleben. Doch dann wird der falsch gebohrte Tunnel eröffnet!
Mit ihm rollen Touristenlawinen, Künstler, Start-up-Visionäre und neugierige TV-Teams ins Tal. Unter der Regie einer importierten Kurdirektorin und einer hypermotivierten Unternehmensmanagerin startet ein gnadenloser Intensivkurs in Sachen Kundenfreundlichkeit. Fazit: Tunnel offen, „Puff“ perfekt, Spaß maximal!
* Freitag, 6. Februar, 20 Uhr (Premiere) Grundschule, Neustift
Weitere Aufführungen:
Sonntag, 8. Februar, 17 Uhr
Unsinniger Donnerstag, 12. Februar, 20 Uhr
Samstag, 14. Februar, 18 Uhr
Sonntag, 15. Februar, 17 Uhr
Faschingsdienstag, 17. Februar, 20 Uhr
Donnerstag, 19. Februar, 20 Uhr
Freitag, 20. Februar, 20 Uhr
Samstag, 21. Februar, 18 Uhr
Sonntag, 22. Februar, 16 Uhr

DIE NEUEN KURSE SIND DA –JETZT ANMELDEN!
Kultur & Gesellschaft
Einführung in die Kurrentschrift
Do., 9.4., 15 – 19 Uhr
Musikgeschichte
Mo., 27.4., 17:30 – 19 Uhr, 4 Treffen
Wanderroute mit der App erstellen
Do., 21.5., 17:30 – 21:30 Uhr
Sprachkurse
ohne Vorkenntnisse – von Anfang an!
Englisch – Spanisch Russisch – Französisch
English Easy Conversation A2
Mo., 2.3., 16:15 – 17:45 Uhr, 8 Treffen
Gebärdensprache
Mi., 4.3., 18 – 19:30 Uhr, 8 Treffen
Beruf & Digitale Kompetenz
Der Weg in die Selbstständigkeit steuerrechtliche Aspekte
Mi., 18.3., 19 – 22 Uhr
Erfolgreiches Auftreten per E-Mail und Telefon
Do., 30.4., 9 – 17 Uhr
Richtig diskutieren
Sa., 28.3., 9 – 16 Uhr
Erfolgreiche Neukundengewinnung und Kundenbindung
Mi., 29.4., 9 – 17 Uhr
IVHS Kulturtechniken: Lesen, Rechnen, Schreiben
Mi., 25.2., 15 – 16:30 Uhr, 10 Treffen
Microsoft Office Update
Mi., 8.4., 18 – 20 Uhr, 4 Treffen
Gesundheit & Bewegung
Besser schlafen mit TCM
Mo., 16.3., 18 – 20 Uhr
Der Darm – Zentrum Ihrer Gesundheit
Mo., 23.3., 18 – 20 Uhr
Rückenmassage
Sa., 25.4., 9 – 18 Uhr
Rücken-fit mit Pilates
Mo., 30.3., 17:15 – 18:05 Uhr,
6 Treffen
Zumba® Fitness
Di., 24.2., 19:45 – 20:45 Uhr, 10 Treffen
IVHS Musik und Tanz
Do., 12.3., 16 – 17:30 Uhr,
6 Treffen
Erste Hilfe für den Alltag
Sa., 11.4., 9 – 13 Uhr
Selbstverteidigung für Frauen
Sa., 14.3., 9 – 12 Uhr
Hobby & Freizeit
Acrylmalerei – Malen befreit
Mi., 11.3., 19 – 21:30 Uhr,
6 Treffen
IVHS Intuitives Malen
Di., 21.4., 15:30 – 17 Uhr, 6 Treffen
Kalligrafie – Schreiben mit Stil
Sa., 7.3., 9 – 17 Uhr
Nähkurs mit Herz
ab Sa., 14.3., 14:30 – 17 Uhr
3 Treffen
Gitarrenkurs
Do., 26.2., 18 – 20 Uhr,
10 Treffen à 1 Std.
Mundharmonika
Fr., 13.3., 14 – 17 Uhr
Sa., 14.3., 9 – 17 Uhr
Gerichte aus dem Wok
Sa., 21.3., 17 – 20 Uhr
Gärtnern auf kleinem Raum
Do., 26.3., 19 – 21 Uhr
Weitere Kurse in Präsenz und online finden Sie auf www.vhs.it

VHS Südtirol, Zweigstelle Brixen
Peter-Mayr-Straße 9
Tel. 0472 836 424, brixen@vhs.it
Montag, 2. Februar
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Zoomania 2 (ab 9 J.) Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Franz K. Astra, Brixen
Dienstag, 3. Februar
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 4. Februar
Buchvorstellung 18:30 Uhr
Demokratie in Südtirol und im Trentino mit den Autoren Elisabeth Alber und Günther Pallaver
Stadtbibliothek, Brixen
Theater 20 Uhr
Echter Walscher Südtiroler von und mit Gianluca Iocolano Astra, Brixen
Donnerstag, 5. Februar
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Freitag, 6. Februar
Kinderprogramm 16 Uhr
Vorlesen und Basteln (Anmeldung)
Stadtbibliothek, Brixen
Theater 20 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland Jugendheim, Milland
Theater 20 Uhr
Puff unterm Schrotthorn Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Samstag, 7. Februar
Diverses ab 10 Uhr
Gnoccolada – Carnevale delle Associazioni
Faschingsumzug in der Altstadt um 14 Uhr
Domplatz, Brixen
Theater 16 Uhr
Krimidinner Brixerton TPZ, Brixen
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Sonntag, 8. Februar
Theater 16 Uhr
Krimidinner Brixerton TPZ, Brixen
Theater 17 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Theater 18 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand
Dekadenz und Gostner Hoftheater
Dekadenz, Brixen
Theater 18 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland Jugendheim, Milland
Konzert
18 Uhr
A. Vivaldi: Gloria mit dem Vinzentiner Knabenund Mädchenchor, dem Domchor, dem Domorchester und Sound of Strings Dom, Brixen
Montag, 9. Februar
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Pippi in Taka-TukaLand (ab 6 J.) Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Ein einfacher Unfall Astra, Brixen
Dienstag, 10. Februar
Konzert 19 Uhr
Trio Skweres
Musik aus Regensburg und Brixen Musikschule, Brixen
Vortrag 19:30 Uhr
Mental und Emotional load mit Monika Kompatscher, Counsellor Professional und Psychologin in Zusammenarbeit mit dem Elki Brixen
Stadtbibliothek, Brixen
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Donnerstag, 12. Februar
Diverses 18–20:30 Uhr
Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen
Musik 19:30 Uhr Neustifter Singstund’ für alle, die gerne singen Vereinshaus, Neustift
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand
Dekadenz und Gostner Hoftheater
Dekadenz, Brixen
Theater 20 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift
Grundschule, Neustift
Freitag, 13. Februar
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand
Dekadenz und Gostner Hoftheater
Dekadenz, Brixen
Theater 20 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland
Jugendheim, Milland
Samstag, 14. Februar
Theater 16 Uhr
Krimidinner Brixerton TPZ, Brixen
Theater 18 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Theater 20 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland Jugendheim, Milland
Sonntag, 15. Februar
Theater 16 Uhr
Krimidinner Brixerton TPZ, Brixen
Theater 17 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Theater 18 Uhr Echt wahr?!
Deine Geschichte auf dem Prüfstand
Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Theater 18 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland Jugendheim, Milland
Montag, 16. Februar
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Pippi außer Rand und Band (ab 6 J.) Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Dann passiert das Leben Astra, Brixen
Theater 20 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland Jugendheim, Milland
Dienstag, 17. Februar
Theater 20 Uhr
Mill and Ka(o)s: „Des konnsch net mochn!“
Theater Brilland Jugendheim, Milland
Theater 20 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 18. Februar
Theater 20:30 Uhr
Guarda le luci, amore mio (ital.)
Teatro Stabile di Bolzano Forum, Brixen
Donnerstag, 19. Februar
Musiktheater 15 Uhr
Anouk – Das Kindermusical Forum, Brixen
Theater 20 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Freitag, 20. Februar
Theater 20 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Samstag, 21. Februar
Theater 18 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Sonntag, 22. Februar
Theater 16 Uhr
Puff unterm Schrotthorn
Theaterverein Neustift Grundschule, Neustift
Konzert
17 Uhr
Egerländer Blasmusik Neusiedl am See Haus Voitsberg, Vahrn
Kursangebote im Jukas

Di., 3.3. und Mi., 11.3., jeweils 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Erzählen, was zählt: Pressearbeit mit Pfiff. Seminar
Mit Maria Lobis
Mi., 4.3., 18:30 – 20:30 Uhr
Mit Nadel, Faden & Schere: Auf zum Flicktreff! Nähwerkstatt
Mit Brigitte Ferdigg & Julia Vontavon
Do., 5.3. und Mi., 6.3., jeweils 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Grenzen setzen mit Herz. Seminar
Mit Christoph Budde
Fr., 6.3., 9:30 – 12:30 und 13:30 – 17 Uhr Reden ohne Worte. Seminar
Mit Minu Ghedina
Sa., 7.3., 9 – 12:30 und 13:30 – 17 Uhr
Aus Worten werden Bilder: Seite für Seite mein persönliches Kunstwerk erschaffen. Seminar
Mit Minu Ghedina
Mo., 9.3. und 23.3., jeweils 18:30 – 20:30 Uhr Häkel- und Stricktreff. Kreativabend(e)
Mit Ruth Gasser
Do., 12.3. und 19.3., jeweils 10 – 12 Uhr
Unter die Haut: Selbstverletzung und Körperwahrnehmung. Online-Seminar
Mit Evi Ploner & Raffaela Vanzetta
Fr., 13.3., 9 – 12 Uhr
Vom Motzen zum Reden: Tipps für Gespräche mit unzufriedenen Menschen. Online-Seminar
Mit Oliver Spalt
Sa., 14.3., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Gemmotherapie: Die Heilkraft der Pflanzenknospen. Werkstatt
Mit Brigitte Curti
Mo., 16.3., 23.3. und 30.3., jeweils 18:30 – 20:30 Uhr Frühlingsgefühle: Kreative Schreibwerkstatt. Online-Kurs
Mit Leni Leitgeb
Sa., 21.3., 9:30 – 12 Uhr Frühlingsworte – Herzenswege: Kreative Schreibwerkstatt & Yoga. Kurs
Mit Leni Leitgeb & Christiane Ludwig
Sa., 21.3., 14 – 18 Uhr Musizieren mit Löffeln. Kurs
Mit Jan Langer
Sa., 21.3., 15 – 18 Uhr Naturkosmetik selbst gemacht. Familienwerkstatt
Mit Julia Röggla
Di., 24.3., 9:30 – 12:30 und 13:30 – 16:30 Uhr Hinsehen. Ansprechen. Handeln: Prävention sexualisierter Gewalt in der Arbeit mit jungen Menschen. Basisseminar
Mit Maria Reiterer
Sa., 28.3., 9 – 13 Uhr Gemeinsam stark im Familienalltag. Elternseminar
Mit Carolina Eheim
Sa., 28.3., 14 – 17:30 Uhr Frühlingszauber aus Draht und Papier. Werkstatt
Mit Alexia Gietl
Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 27 99 23 bildung@jukas.net www.jukas.net
GESUND UND FIT MIT YOGA
Yoga mit Karin und Rakesh Nanda
Theater 18 Uhr
Die Welle
Theater 19 Uhr
Die Welle

Rakesh Nanda ist in Indien in einer Familie geboren, in der Yoga seit Generationen praktiziert wird, verschiedene Yogatechniken und Yogainhalte gibt er seit 1983 in Yogakursen, Vorträgen und Yoga-Workshops weiter. Durch Yoga kommt unser gesamtes System in Ausgleich, Funkionien der Organe und Drüsen werden reguliert, körperliche und geistige Spannungen werden gelöst. Der Mensch erlebt tiefere Entspannung, ganzheitliche Gesundheit und Vitalität. So entsteht eine Harmonie von Körper, Geist und Seele.
Yoga-Einführungskurs mit Rakesh Nanda
* ab Dienstag,10. März, 19:45 – 21 Uhr
6 Abende, einmal wöchentlich Kassianeum, Brixen
Yoga für Schwangere mit Karin Nanda
* ab Dienstag, 10. März, 19:45 – 20:45 Uhr
5 Abende, einmal wöchentlich Kassianeum, Brixen
Information und Anmeldung: Tel. 348 0314248, nandayoga@yahoo.de, www.nandayoga.de
KULTURZENTRUM ASTRA

Echter Walscher Südtiroler mit Gianluca Iocolano und Raffaele Barberio
* Mi., 4. Februar, 20 Uhr
Pub-Quiz
* Mi., 18. Februar, 19 Uhr
Mary Jane’s Soundgarden Konzert
* Sa., 28. Februar, 20 Uhr
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Montag, 23. Februar
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Der letzte Walsänger (ab 6 J.) Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Sorry, Baby Astra, Brixen
Dienstag, 24. Februar
Konzert 20 Uhr
Ensemble Zefiro Vinzentinum, Brixen

Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 25. Februar
Theater 19:30 Uhr
Eine Liaison mit Katharina Stemberger und Andreas Patton Forum, Brixen
Donnerstag, 26. Februar
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Freitag, 27. Februar
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Theater 20 Uhr
Maturatheater am Vinzentinum Vinzentinum, Brixen
Theater 20 Uhr
Echt wahr?! Deine Geschichte auf dem Prüfstand Dekadenz und Gostner Hoftheater Dekadenz, Brixen
Theater 20 Uhr Hauptsache, schön Volksbühne Natz Vereinshaus, Natz
Konzert 20 Uhr
Mary Jane’s Soundgarden Astra, Brixen
Ausstellungen
Stadtgalerie bis 4. April
Tränenpalast
Di.–Fr. 10–13 Uhr u. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr
Hofburg Brixen
7. Februar bis 28. Juni Harald Kastlunger. Intuition – Komposition täglich 10–17 Uhr
Kloster Neustift bis 2. Februar
Krippenausstellung
Mo.–Sa. 10–17 Uhr
Galerie 90, Mühlbach bis 15. Februar
Dialog
Finissage mit Susanne Rieper und L.A.N. Sound Connection: Di., 10. Februar, 18:30 Uhr Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50)
Märkte
Bauernmarkt mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz

Infos: www.astrabx.com


Terror
Spielgemeinschaft Vintl-Weitental Festung, Franzensfeste
Samstag, 28. Februar
Konzert ab 15 Uhr 10 Jahre Southbrass Veranstaltungshalle, Meransen
Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr
Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz
Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn
Samstag, 7. Februar, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn
THEATER
Eine Liaison

Ein Mann und eine Frau erinnern sich – Jahre danach – an eine Zeit, in der sie eine leidenschaftliche Beziehung miteinander hatten: Jede Woche, immer am selben Ort, zur selben Stunde, trafen sie sich, um ihre erotischen Fantasien auszuleben. Sie wollten keine Namen voneinander wissen und auch sonst nichts, trotzdem wurden sie einander fast unentbehrlich. Bis zu einem Ereignis, bei dem plötzlich alles auf dem Spiel stand. Nun lassen sie diese Beziehung in ihrer Erinnerung wieder aufleben. Mit all den Unschärfen und Lücken im Gedächtnis, die die Zeit mit sich bringt. Das sorgt für amüsante Momente, zeugt aber auch von der Zärtlichkeit und dem Humor in ihrer Beziehung.
Philippe Blasband wurde für sein Drehbuch zum Film „Une liaison pornographique“ 2000 bei den Filmfestspielen Venedig hoch gelobt. Mit Katharina Stemberger und Andreas Patton verkörpern nun zwei auch aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler die Protagonisten dieser ungewöhnlichen Beziehung auf der Bühne. Das Südtiroler Kulturinstitut holt die Inszenierung nach Brixen und Sterzing.
Mittwoch, 25. Februar, 19:30 Uhr Brixen, Forum
Freitag, 27. Februar, 19:30 Uhr Sterzing, Stadttheater
Karten im Südtiroler Kulturinstitut online www.kulturinstitut.org, Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org
Die Veranstaltung wird von Nordwal und Raiffeisen Wipptal unterstützt.
GALAKONZERTE DER EGERLÄNDER BLASMUSIK
NEUSIEDL AM SEE
100 Jahre Ernst Mosch
Das internationale Orchester „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ mit Musikern aus Südtirol, Österreich und Deutschland kommt wieder nach Südtirol. Die Formation spielt in der typischen Besetzung, die jenes Klangerlebnis ausmacht, das durch Ernst Mosch und seine Original Egerländer Musikanten weltweit bekannt geworden ist. Dirigent des Orchesters ist der oberbayerische Musiker Elmar Walter, der auch als Moderator durch den Abend führt. Sonja Vollmuth bildet abwechselnd gemeinsam mit Michael Selig und Rainer Stiassny das Gesangsduo.
* Freitag, 20. Februar, 19:30 Uhr Kultursaal, Eppan
* Samstag, 21. Februar, 19:30 Uhr Kulturhaus, Deutschnofen
* Sonntag, 22. Februar, 17 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn

TERROR
Die Spielgemeinschaft Vintl/Weitental spielt einen Gerichtsthriller von Ferdinand von Schirach
Ein Kampfjetpilot schießt ein entführtes Passagierflugzeug ab, um einen Terroranschlag auf ein Stadion zu verhindern. Dabei sterben 164 unschuldige Menschen. Nun steht er vor Gericht. Das Publikum entscheidet am Ende über Schuld oder Unschuld des Piloten. Regie: Gerd Weigel
* Freitag, 27. Februar, 20 Uhr (Premiere) Festung Franzensfeste
Weitere Aufführungen:
So., 1. März, 17 Uhr
Di., 3. März, 20 Uhr
Do., 5. März, 20 Uhr
Fr., 6. März, 20 Uhr
Sa., 7. März, 20 Uhr
So., 8. März, 17 Uhr
Kartenreservierung:
Di., 10. März, 20 Uhr
Mi., 11. März, 20 Uhr
Fr., 13. März, 20 Uhr
Sa., 14. März, 20 Uhr
So., 15. März, 17 Uhr
Tel. 366 974 0805 (gerne WhatsApp) oder theatervintl@hotmail.de
Eintritt: 15 Euro

Kartenvorverkauf für das Konzert in Eppan: Tourismusverein Eppan, Tel. 0471 662 206, info@eppan.com
Kartenvorverkauf für das Konzert in Deutschnofen: Eggental Tourismus, Tel. 0471 619 540, info@eggental.com
Kartenvorverkauf „Online“ für alle Konzerte: www.reservix.at Abendkasse: VVK-Preis zzgl. 5 Euro Infos: www.egerlaender-blasmusik.co
Kartenvorverkauf für das Konzert in Vahrn: Bibliothek Vahrn, Tel. 0472 976 923, bibliothek@vahrn.eu Kollmanner Böhmische, Tel. 328 417 52 70, hans.gantioler@gmail.com

RODLER SIND READY
OLYMPISCHE WINTERSPIELE 2026: Für Eisacktals Kunstbahnrodlerinnen und Kunstbahnrodler stand Olympia in den letzten Wochen erwartungsgemäß stark im Fokus. Im Zentrum der Vorbereitung: die neue Rodelbahn in Cortina d’Ampezzo.

Kunstbahnrodeln und das Eisacktal – das passt! Gleich mehrere Athletinnen und Athleten haben es in den olympischen Kader geschafft. Im Kunstbahnrodeln sind das Wettkampfprogramm und damit die Medaillenchancen begrenzt: Im Einsitzer entscheiden vier Läufe über zwei Tage, im Doppelsitzer sogar nur zwei Läufe an einem Tag über die Podestplätze. Dennoch ist die Vorbereitung intensiv: Nach einer langen Qualifikationsphase stecken die Olympioniken nun in der letzten Trainingsphase vor dem Saisonhöhepunkt. Die Rodelbahn in Cortina d’Ampezzo, wo ihre Bewerbe ausgetragen werden, ist für alle neu – und die Eisacktaler sind sehr zufrieden mit ihr.
p RIEDER/KAINZWALDNER:
Die beiden Eisacktaler Rodler sind bereit für das Heimspiel in Cortina
Olympiaerprobt
Für Dominik Fischnaller aus Meransen sind es bereits die vierten Olympischen Spiele. Nach dem Gewinn einer Bronzemedaille vor vier Jahren in Peking richtete er die laufende Saison konsequent auf Olympia aus. Im Kunstbahnrodeln entscheiden oft Kleinigkeiten, weshalb dem Material eine zentrale Rolle zukommt. „Wir probieren bei jedem Rennen verschiedene Schienen – oft machen feinste Abstimmungen den Unterschied“, erklärt Fischnaller. Um sich optimal auf Cortina vorzubereiten, verzichtete er Mitte Jänner auf ein Weltcuprennen in Oberhof und


absolvierte stattdessen zusätzliche Trainingseinheiten auf der Olympiabahn.
Diese beschreibt er als technisch fordernd: „Der obere Teil bis Kurve vier ist ziemlich technisch und lässt keinen Fehler zu.“ Wer diesen Abschnitt sauber bewältigt, werde jedoch belohnt, denn „danach kommt ein toller Rhythmus,
t Der Latzfonser Leon Felderer bereitet sich auch mental auf Olympia vor
t Dominik Fischnaller verzichtete auf ein Weltcuprennen, um zusätzliche Trainingseinheiten auf der Olympiabahn zu absolvieren
und die Bahn ist richtig schön zu fahren.“ Olympia spielt für ihn eine besondere Rolle: Das Zusammentreffen mit Athleten und Athletinnen anderer Sportarten mache den Reiz aus, selbst wenn das klassische olympische Dorf in Cortina aufgrund der dezentralen Austragungsorte nur eingeschränkt erlebbar sei. Innerhalb des Rodelsports herrsche ohnehin ein familiäres Umfeld: „Wir kennen uns alle.“
Rieder und Kainzwaldner: eingespieltes Doppel
Emanuel Rieder aus Meransen ist bereits dreifacher Olympiateilnehmer. Gemeinsam mit Simon Kainzwaldner aus Villanders bildet er seit Jahren ein eingespieltes Doppel. Beide waren bereits in Peking am Start und erreichten dort den sechsten Platz. Ihre Stärke liegt im Zusammenspiel: Während Kainzwaldner vorwiegend auf Technik und Material achtet, konzentriert sich Rieder stärker auf Linie und Fahrweise. „Jeder hat seine Aufgaben, und am Ende geht es darum, alles auf dem Schlitten zusammenzubringen.“ Auch sie lassen einzelne Rennen aus, um sich gezielt in Cortina auf Olympia vorzubereiten.
Kainzwaldners erste olympische Erfahrung liegt bereits einige Jahre zurück: Er holte 2012 in Innsbruck mit Florian Gruber bei den olympischen Jugendspielen im Doppelsitzer die bislang einzige Goldmedaille für Italien. Für ihn war das ein einschneidendes Erlebnis, „und damals wurde es



mein fester Traum, einmal beim ‚richtigen‘ Olympia dabei zu sein“. In Cortina will er zusammen mit Rieder sein Bestes geben. Er hofft, dass der letzte Feinschliff beim Material und die Wahl der besten Rodel mithilft. „Aber egal wie es ausgeht: Der Weg dorthin war schon mega und hat mich persönlich weitergebracht“, zieht Kainzwaldner vorab schon eine positive Olympiabilanz.
Oberhofer: „Wir wissen, dass wir es können“
Für Marion Oberhofer aus Rodeneck stellt Olympia 2026 einen ganz besonderen Meilenstein dar. Die 25-Jährige begann ihre internationale Karriere 2017 im Nationencup und wechselte später bewusst vom Einsitzer in den Doppelsitzer, als klar wurde, dass dieser erstmals olympisch ausgetragen wird. „Das war unsere Motivation für die letzten vier Jahre.“ Erfolge wie EM-Gold 2023 und WM-Gold im Sprint 2024 geben ihr und ihrer Doppelpartnerin Andrea
t Selbstsicher zeigen sich Marion Oberhofer (rechts) und ihre Doppelpartnerin Andrea Vötter
t Verena Hofer freut sich besonders auf die Unterstützung ihrer Familie und Freunde im Publikum
Vötter heute zusätzliche Sicherheit: „Wir wissen, dass wir es können.“ Besonders erleichtert zeigt sie sich darüber, dass die Bahn in Cortina nun fertiggestellt ist und sich in sehr gutem Zustand präsentiert. Lange habe man nicht gewusst, ob alles rechtzeitig einsatzbereit sein werde: „Jetzt steht sie nicht nur, sondern sie ist auch wirklich gut.“ Für ihre erste Teilnahme an Olympia wünscht sie sich vor allem eines: „Eine ‚bärige‘ Zeit – die Teilnahme ist ein Kindheitstraum, und sie soll auch Spaß machen.“ Gleichzeitig hofft sie, dass die Spiele auch in der Bevölkerung positiv aufgenommen werden.
Auf Peking folgt Cortina
Für Leon Felderer aus Latzfons war Olympia 2022 in Peking der erste Auftritt auf dieser Bühne. „Die Anspannung ist viel größer als sonst, auch das Medieninteresse ist enorm“, erinnert er sich. Als Perfektionist habe er gelernt, nicht zu viel zu wollen: „Wenn man zu perfekt fahren möchte, verliert man Zeit.“ Diese Erfahrung helfe ihm nun, sich mental besser vorzubereiten. Ähnlich emotional beschreibt Verena Hofer ihre Olympia-Erfahrung. Die 24-Jährige aus Feldthurns belegte 2022 den 13. Platz im Einsitzer, in Peking ohne Zuschauer, und freut sich nun besonders darauf, Freunde und Familie im Publikum zu wissen: „Mein Ruhepol“, wie sie sagt.
Ein besonderes Feeling
Überhaupt vereint Cortina 2026 für die Südtiroler Kunstbahnrodler sportliche Herausforderung, Heimvorteil und große emotionale Bedeutung. Emanuel Rieder betont die Einzigartigkeit der Spiele: „Das gibt es nur alle vier Jahre, das ist mit keinem Weltcup vergleichbar.“ Auch die Außenwirkung nimmt zu dieser Zeit zu: „Bei Olympia wird unsere Randsportart plötzlich viel stärker wahrgenommen“, freut sich Dominik Fischnaller. Die anspruchsvolle Bahn, die Nähe zur Heimat und die zusätzliche Aufmerksamkeit, die Olympia der Randsportart schenkt, machen die kommenden Spiele zu einer einmaligen Etappe ihrer sportlichen Laufbahn.

Olympia ruft
SNOWBOARD: Vom 6. bis zum 22. Februar steht die Sportwelt im Zeichen der olympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026, die Paralympics schließen vom 6. bis zum 15 März an. Der olympische Kader im Snowboard ist in diesem Jahr besonders umkämpft.

Aaron March ist zuversichtlich über seine Medaillenchancen bei seiner vierten Olympiateilnahme
Die Teilnahme an Olympischen Spielen und damit verbunden natürlich auch ein Medaillengewinn sind für jede Sportlerin und jeden Sportler ohne Zweifel Höhepunkte ihrer Karriere. Für die Athleten aus Südtirol trifft dies 2026 umso mehr zu, als die Bewerbe auf heimischem Boden ausgetragen werden – in Cortina, Mailand, Livigno, Antholz und im Fleimstal. Zwei Wochen lang werden sie im Februar um Medaillen kämpfen, vom 6. bis zum 15. März schließen sich dann die paralympischen Spiele an. Aus dem Großraum Eisacktal konzentrieren sich die Olympioniken neben der Disziplin Kunstbahnrodeln auch auf Snowboard. Man darf in Livigno also auf einige Podestplätze hoffen, denn sowohl die „alten Hasen“ als auch der Nachwuchs sind bestens in Form.
Olympisches Stammpersonal
Den Villnösser Roland Fischnaller darf man als „Snowboard-Ikone“
bezeichnen. Der 45-jährige Athlet beherrscht die Szene schon viele Jahre lang – man könnte sagen, jahrzehntelang. Seit den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City war er bei jeder Olympiade dabei und reiht sich mit den anstehenden, seinen siebten Spielen, bald in die Reihe der Weltrekordhalter in puncto Winterolympia-Teilnahmen hinter der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und dem japanischen Skispringer Noriaki Kasai mit je acht Spielen. Trotzdem fehlt die Olympiamedaille noch in Fischnallers Trophäensammlung: „Ich bin zuversichtlich“, so Fischnaller in gewohnt stoischer Ruhe, „bei den letzten Rennen war ich gut unterwegs, vor allem im Riesenslalom. Unser Team ist das stärkste im internationalen Vergleich; wir haben zehn Top-Athleten bei den Männern.“ Livigno selbst ist Fischnaller gut vertraut; er trainierte und trainiert dort regelmäßig. Seine Erfahrung kommt ihm gerade in Ausnahmesituationen zugute. „Ich komme eigent-
lich mit allen Pisten gut zurecht“, resümiert er bescheiden, „und in Livigno dürfte der Schnee angesichts der Höhenlage kalt und die Piste damit griffig sein.“ Mit dabei wird dann auch seine Familie sein, die sich mit ihm auf Olympia freut. „Auch wenn oder gerade weil sich bei Olympia die Chancen auf ein einziges Rennen beschränken und nur die Besten am Start stehen, sind diese Rennen ein absolutes Highlight. Einerseits blickt die Welt auf den Sport und auch die sogenannten Randsportarten, und andererseits ist die Atmosphäre einzigartig, voller Respekt und Frieden. Wir setzen damit in einer Welt der Kriege und Konflikte ein Zeichen“, so Fischnaller.
Fix an Bord
Gemeinsam mit dem Teamkollegen Maurizio Bormolini durfte sich der Schabser Aaron March bereits zu Jahresbeginn über sein Olympiaticket freuen. Die beiden standen wegen ihrer hervorragenden Resultate in der laufenden Saison
bereits als Starter fest und werden als Medaillenanwärter eingeschätzt. Wie Fischnaller, ist auch der 1986 geborene March seit Langem im Snowboard-Geschäft. In Schabs aufgewachsen, erinnert er sich an seine ersten Versuche in Vals: „Mein Vater fuhr Snowboard, und ich probierte es auch, anfangs mit normalen Skischuhen. Das Snowboardfahren erlebte damals einen Boom, und es faszinierte mich. Anfangs fuhr ich bei einem Club in Vals, und als ich mehr wollte, wechselte ich zu den Villnösser Snowboardern und trainierte mit ihnen dreimal pro Woche recht professionell.“ March besuchte die Sportoberschule in Sterzing, wurde in die Heeressportgruppe aufgenommen und absolvierte nebenbei ein Wirtschaftsstudium in Innsbruck.
Das Snowboard fasziniert ihn nach wie vor, und seine vierte Olympiade hat für ihn ihren besonderen Reiz: „Jede Olympiade ist etwas Besonderes und läuft nach eigenen Gesetzen ab“, erklärt er mit Begeisterung, „wir Snowboarder haben zwar nur eine Chance, aber ich habe ein gutes Gefühl. Material und Form passen bei mir, und ein Podestplatz könnte für mich drin sein.“
Nachwuchshoffnung
Für Gabriel Messner, den 28-jährigen Villnösser und Mitglied der Carabinieri-Sportgruppe, wäre ein Start in Livigno seine OlympiaPremiere. Bis zum Redaktionsschluss stand seine Teilnahme noch nicht fest, denn auch er muss sich in den eigenen starken Reihen erst unter den besten Vier behaupten. Nichtsdestotrotz blickt er im Gespräch mit dem „Brixner“ zuversichtlich auf die nächsten Wochen. „In anderen Nationalteams wäre die Qualifikation sicher einfacher“, so Messner, „wir haben nun mal zehn sehr gute Fahrer. Im Moment bin ich in der Weltcup-



Roland Fischnaller (unten) hat den Sprung in den Kader bereits geschafft, während Gabriel Messner (oben) zu Redaktionsschluss noch um eine Olympiateilnahme kämpfte; eine feste Größe ist Emanuel Perathoner (Mitte), der bei den Paralympics antreten wird
Slalomwertung an zweiter Stelle, und ich bin zuversichtlich für die nächsten Rennen. Ich werde mein Bestes geben; ein bisschen Glück braucht es auch, ich lasse es einfach auf mich zukommen. Und wenn es klappt, freue ich mich auf Livigno. Die Piste dort kenne ich gut, sie gefällt mir.“
Messner, der die Sportoberschule in Mals besuchte und zu den Jüngeren des italienischen Ka-
wichtig, aber natürlich würde ich dann nicht gern mit leeren Händen heimkehren. Der Druck ist groß, das Niveau hoch.“
Paralympics: Top-Favorit aus dem Eisacktal
Emanuel Perathoner aus Lajen fährt seit der Saison 2022/23 Pararennen. Eine Verletzung warf ihn im Jänner 2021 sprichwörtlich aus der Bahn, und erst nach dem Einsatz einer Knieprothese fand er zurück auf die Piste und steht mittlerweile im Weltcup oder bei Weltmeisterschaften in jedem Wettbewerb auf dem Podest, meist an oberster Stelle. Sieht man ihn auf seinem Board durch die Tore flitzen, vermutet man kaum ein Handicap. „Ich musste mich schon anpassen“, relativiert Perathoner, „ich kann zum Beispiel Sprünge nicht gut absorbieren, muss mein Sommertraining anders gestalten als früher, denn ich kann nicht laufen. Nach meiner Verletzung hatte ich es zunächst ohne Pro these versucht, aber es lief einfach nicht.“ Die Olympischen Spiele, die für die Para-Disziplinen ab dem 6. März in Mailand, Cortina und dem Fleimstal stattfinden, sind auch für Perathoner etwas Besonderes. Nach zwei „norma len“ Olympiateilnahmen wird er in Cortina als einziger Südtiroler seines Teams bei zwei Rennen am Start sein: im Snowboard-Cross mit je vier Konkurrenten und im Banked-Slalom (Slalom mit Steil kurven).
Gemeinsam und gegeneinander
ders zählt, geht gelassen mit dem Druck um und kann seine Fähigkeiten bei Wettkämpfen gut abrufen. Sein Comeback in der Saison 2024/25 nach einer längeren verletzungsbedingten Pause war überraschend erfolgreich, und auch mit den Rennergebnissen der laufenden Saison ist er zufrieden. „Olympia ist immer etwas Besonderes“, beschreibt Messner seine Gefühle, „das Dabeisein ist
Die Südtiroler Snowboarder sind ein gutes Team. Von September bis April trainieren sie gemeinsam, tauschen sich aus und motivieren sich gegenseitig. Sehr oft sind die Athleten in Livigno zu Gast und kennen die Verhältnisse dort sehr gut. Ob sie auch auf der Olym piastrecke einige Testfahrten ab solvieren werden, steht noch in den Sternen. „Es muss aber nicht unbedingt sein“, beurteilt March, „mit der Kenntnis der Piste ist noch kein Rennen gewonnen.“ Für zwei aus ihren Reihen gilt es, im Jänner noch die Qualifikation fürs Olympiateam zu schaffen – und dabei sind Freunde als Konkurrenten am Start. sabine.dejakum@brixner.info


BRIXEN/BOZEN
Sie laufen und laufen

Die SG Eisacktal ist ihren Zielsetzungen bis zum letzten Tag des Jahres treu geblieben und hat das sportliche Jahr 2025 mit der Teilnahme am BOclassic-Silvesterlauf in Bozen ausklingen lassen. Zehn Männer und vier Frauen hatten sich in verschiedenen Alterskategorien bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Wintertemperaturen an den Start des Fünf-Kilometer-Laufes durch die Bozner Altstadt gestellt.
EISKUNSTLAUF
Nach vielen Lauferfolgen während der vergangenen zwölf Monate holte sich Helmuth Mair auch in Bozen den Sieg in seiner Kategorie M55; von seinen Teamkollegen positionierten sich Günther Sullmann, Manfred Stuefer, Iwan Gasser und Valentin Ploner unter den Top Ten. Bei den Brixner Damen holte Marialuise Rabensteiner Bronze in der Altersgruppe F40, Maria Gasser (F35) und Tanja Scrinzi (F18) liefen auf
Das Licht der Freundschaft
Zu den Brixner Neujahrstraditionen zählt seit einigen Jahren auch die Show der Sektion Eiskunstlauf des WSV Brixen. Mit viel Engagement und beneidenswertem Teamgeist verwandelten die Athletinnen und Athleten des Vereins zusammen mit ihren Trainern und Betreuern am 5. Jänner die nahezu voll besetzte Eishalle in einen Ort mitreißender Emotionen. Rund 70 Aktive, von Vierjährigen bis hin zu erfahrenen Athleten, machten das Eis zur Bühne für Freundschaft, Vielfalt und gemeinsames Wachsen unter dem Motto „The Light of Friendship – A Dance of
the Four Elements“. Die professionelle Choreografie von Ekaterina Ivleva Guarise wurde vom Trainerteam des WSV Brixen unter der Sektionsleiterin Dagmar Senettin umgesetzt. Wie gewohnt, halfen alle Vereinsmitglieder mit, um die Kostüme bereitzustellen und um technische und organisatorische Erfordernisse zu erfüllen. Das Programm überraschte mit einigen besonderen Show-Acts: Feuerkünstler verkörperten mit leuchtenden Momenten das Element Feuer, eine Luftakrobatin zauberte mit ihrer eleganten Darbietung Leichtigkeit und Vertrauen
Die Nachwuchstriathleten des Schwimmclubs Brixen behaupteten sich im Winterduathlon (Laufen und Langlaufen) in Predazzo mit dem Italienmeistertitel und Bronze der U15 (Julian Demanega, Mattia Podda) sowie TopTen-Platzierungen im Wintertriathlon für Demanega, Podda und Mia Schenk.
den vierten Platz. Krankheits- und verletzungsbedingt recht überschaubar war die Teilnehmergruppe des SG-Nachwuchses, die in Bozen mit nur drei Läufern am Start war. Silvia Oberhuber freute sich im 2,5-km-Lauf über Bronze bei den „Allieve“, Matthias Leitner wurde Vierter bei den „Esordienti“, und Dominik Ömboli lief bei den M18 als Neunzehnter von 96 Läufern ins Ziel. Im neuen Jahr wird mit Schwung und Begeisterung weiterhin gelaufen. Das Trainerteam mit Lara, Ambra und Franco Cubich, Deborah Feltrin, Nicolas Monese, Alex Prosch, Manfred Stuefer und Reinhold Rogen bereitet die Athleten professionell und konstant auf die anstehenden Wettkämpfe vor. Für die Jugend sind dies schon bald einige Crossläufe, für die Leichtathleten stehen Indoor-Meetings in Innsbruck und Padua auf dem Programm. sd

in den Raum. Die Leidenschaft, der Fleiß und der Ehrgeiz der jungen Eiskunstläufer begeisterten das Publikum und ließ die positive Botschaft spürbar werden. Auf zehn der Nachwuchsathleten wartet Ende Jänner ein besonderes
Die Brixner Mikael Helmersson und Simon Sirot waren bei der 17. Handball-EM im Kader der italienischen Nationalmannschaft vertreten. Italien war zum ersten Mal seit 1998 wieder bei einer EM dabei; nach Niederlagen gegen Island und Ungarn kam die Mannschaft nicht in die Hauptrunde der zwölf besten Teams.
Erlebnis, denn sie waren bei der Olympia-Eröffnungsshow „On Fire 2026“ in Bozen als Tänzer dabei. Anfang Februar messen sich die Brixner Athleten beim HelmuthKerer-Cup dann mit ihresgleichen aus dem Triveneto. sd
Die Italienmeisterschaft im Stocksport wurde kürzlich in Brixen abgehalten. Marion Huber aus Stegen gewann mit 342 Punkten im Einzelschießen; beim Wettbewerb „Team Ziel“ holte die Mannschaft aus Niederdorf die Goldmedaille.
„Mehr Schulsport in der Acquarena“
FRANZ BERRETTA, Generaldirektor der Stadtwerke Brixen, über die aktuellen Umbau- und Erweiterungspläne in der Acquarena.
Herr Berretta, die Acquarena soll künftig von Brixens Schulen stärker genutzt werden. Was bedeutet das?
Derzeit nutzen hauptsächlich die Volks- und Mittelschulen das Hallen- und Freibad für den schulischen Sportunterricht. In Zukunft sollen gewisse Einrichtungen der Acquarena vermehrt von den Schulen genutzt werden – als Ergänzung zu den bestehenden Sportstätten der Stadt. Die Landesregierung hat einen Beschluss gefasst, wonach die Acquarena künftig für den Schulsport zugänglich ist. Die Brixner Oberschulen können während der Unterrichtszeiten
nach Vormerkung das Hallen- und Freibad, die Spielfelder draußen sowie die Fitnessräume nutzen. Das soll den engen Raumplan der Hallen und Sportplätze entlasten und gleichzeitig mehr Bewegung in den Schulalltag integrieren.
Welche baulichen und organisatorischen Maßnahmen sind dafür geplant?
Für die Nutzung durch die Oberschulen sind keine baulichen Maßnahmen notwendig. Für die organisatorische Abstimmung wird ein Komitee eingesetzt. Zudem soll ein Lehrschwimmbecken gebaut werden – für Schulaktivitäten der Grund- und Mittelschulen,

Das Zentrum Bad Bachgart (Südtiroler Sanitätsbetrieb) sucht Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger zur Verstärkung des Pflegeteams.
Wir begleiten Menschen ab 15 Jahren in psychischen Notlagen sowie in Lebens- und Sinnkrisen. Die Betreuung erfolgt rund um die Uhr in einem 12-Stunden-Schichtsystem innerhalb eines engagierten multiprofessionellen Teams.
Wir bieten:
• Weiterbildungsmöglichkeiten
• positives Arbeitsumfeld
• Sprachkurse
• Vorteile für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Ihr Profil:
• Bereitschaft zur Arbeit im multidisziplinären Team
• Innovationsgeist und Offenheit für Veränderungen
• Fähigkeit, in einem multikulturellen Umfeld zu arbeiten
Arbeitsort:
Bad Bachgart – Zentrum für stationäre Psychotherapie, Brixen
Kontakt:
Südtiroler Sanitätsbetrieb – Recruiting Tel. 0471 223642 · recruiting@sabes.it
Sportvereine sowie zur allgemeinen Aufwertung der Anlage, insbesondere für die Nutzung durch Familien. Die Integration eines Lehrschwimmbeckens fördert die Sportdisziplin Schwimmen und erweitert die angebotenen Dienstleistungen.
Müssen die Besucher aufgrund dieser Projekte Preiserhöhungen befürchten?
Nein, die Ausweitung der schulischen Nutzung sowie auch der Bau des Lehrschwimmbeckens bewirken keine Preiserhöhungen für die regulären Besucher der Acquarena. sabine.dejakum@brixner.info

Hast auch du Zipperle-Erinnerungen? Teile sie mit uns! #zipperlememories




Eine für alle, alle für eine.
Watten mit der Familie, ein Tisch voller Vertrautheit und plötzlich greifen alle gleichzeitig zur Flasche – manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten. Seit 75 Jahren ist Zipperle Teil solcher Momente. Zum Jubiläum präsentieren sich unsere Etiketten frischer denn je.
Foto: Oskar
Zingerle
Skinachwuchs misst sich

Mit dem Finstral-Cup fiel kürzlich der Startschuss für die Rennsaison auf der Plose der jungen Skirennläuferinnen und Skirennläufer. Das Rennen wurde Anfang Jänner vom ASC Plose in Zusammenarbeit mit dem WSV Brixen organisiert und brachte 315 Kinder im Alter von sieben
bis elf Jahren aus dem Eisacktal, Gröden und dem Wipptal (Zone 3) an den Start. Gefahren wurde auf der Pfannspitz-Piste, die sich dank Neuschnee und sorgfältiger Präparierung in bestem Zustand befand. Die Veranstaltung stellte die Organisatoren vor logistische Herausforderungen: „So viele Kin-
der zu betreuen und allen faire sowie angenehme Bedingungen zu bieten, ist nicht einfach. Ich denke aber, dass uns das sehr gut gelungen ist“, zog Günther Stuffer vom Vorstand der Sektion Ski im WSV Brixen zufrieden Bilanz. Am Ende verlief organisatorisch alles reibungslos. Sportlich erreichte der
WINTERSPORT
Spaß, aber sicher

„Ich habe Spaß, ganz SICHER“ – unter diesem Motto steht die Sensibilisierungskampagne des Weißen Kreuzes, bei der Sicherheit, Verantwortungsbewusstsein und Freude am Wintersport im
Vordergrund stehen. Bei der Auftaktveranstaltung im Skigebiet Gitschberg Jochtal lag der Fokus auf den FIS-Pistenregeln, den Erste-Hilfe-Maßnahmen, dem verantwortungsvollen Rodeln so-
wie der richtigen Ausrüstung wie Kleidung und Schuhwerk. Das Wissen wurde von einem Team aus zahlreichen Organisationen und Fachkräften vermittelt, das unter der Führung des Weißen
WSV Brixen in der Mannschaftswertung den zweiten Platz; den Sieg holte sich der SC Gröden. Gewertet wurden die fünf schnellsten Athletinnen und Athleten jeder Mannschaft. lv
Kreuzes mit dem Präsidenten Alexander Schmid in Zusammenarbeit mit der Finanzpolizei Südtirol und Oberst Giuseppe Dinoi stand. Die Moderation übernahm die Skilehrerin und Initiatorin Silvia Fontanive. Den Kindern wurden auf spielerische Art und Weise mit viel Humor Tipps, Tricks und sicheres Verhalten vermittelt. Außerdem führte die Bergrettung eine Simulation mit Lawinensuchhunden durch; ebenso wurde der Einsatz eines Rettungshubschraubers der Finanzpolizei gezeigt. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig Zusammenarbeit und Sicherheit auf der Piste sind, damit Rodeln und Skifahren allen sicheren Spaß bereiten. Auf der Plose machte die Sensibilisierungskampagne am 25. Januar Halt. hh
Zeichen der Anerkennung

Wussten Sie, dass in Südtirol 66 Sportlerinnen und Sportler aus 32 Gemeinden Olympiamedaillen gewinnen konnten? Um diese außergewöhnlichen sportlichen Leistungen besonders zu würdigen, ließ der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) gemeinsam mit dem Südtiroler Gemeindenver-
band kürzlich Tafeln erstellen, die in den jeweiligen Gemeinden an die Gewinnerinnen und Gewinner erinnern sollen. Gleich fünf Medaillenträger darf der „Brixner“ in seinem Einzugsgebiet zählen: Mühlbach darf stolz sein auf Dominik Fischnaller, der 2022 Bronze in Peking gewann, und
Erika Lechner holte 1968 Gold in Grenoble. In Natz-Schabs freut man sich über Günther Huber, der schon lange in der Gemeinde wohnt, zu den erfolgreichsten Bobpiloten Italiens gehört und 1994 in Lillehammer die Bronzemedaille im Zweierbob gewann. Vier Jahre später gelang ihm noch die
Goldmedaille in Nagano. Ebenfalls 1994 gewann der 2013 verstorbene Para-Skisportler Helmut Wolf zwei Silbermedaillen bei den Paralympischen Winterspielen. Christina Ploner aus Brixen gewann 1992 eine Bronzemedaille in Barcelona im Para-Tischtennis. Die Tafeln sollen ein Zeichen der Anerkennung sein und die olympischen Werte an kommende Generationen weitergeben. In Natz-Schabs wurden die neuen Olympiatafeln kürzlich offiziell eingeweiht. Im Bild (von links): Walter Lechner (ASV Aicha), Georg Zingerle (Vize-Bürgermeister Natz-Schabs), Walter Wolf, Günther Huber, Helmut Plaickner (Gemeindereferent Natz-Schabs), Rudi Huber (ASV Natz); vordere Reihe knieend: Elias Knollseisen (ASV Schabs), Markus Plankl (ASV Raas), Alexander Überbacher (Bürgermeister Natz-Schabs) und Daniel Hofer (VSS). av

„Meilenstein der Milchwirtschaft“

INTERVIEW: MARTIN MAIR, Geschäftsführer der Brimi Milchhof Brixen Genossenschaft, erklärt die Gründe der geplanten Fusion zwischen Brimi und Mila – und warum ein gemeinsamer Weg für jedes einzelne Mitglied Vorteile bringen soll.
Herr Mair, ich möchte mit Ihnen einen Zeitensprung wagen ins Jahr 2030. Wie wird sich der Milchhof Brixen nach der für 2026 geplanten Fusion mit der Mila Bergmilch präsentieren?
MARTIN MAIR: Nun, das mit der Fusion zusammenhängende Ziel ist im Grunde klar definiert: Wir wollen im Interesse unserer Mitglieder noch bessere Ergebnisse schreiben, damit sie mit dem Auszahlungspreis ihres Milchhofs zufrieden sind. Wir wollen in unserem Segment eine starke und stabile Position einnehmen; die Marke soll noch stärker als heute sein. Das gibt uns mehr Sicherheit und garantiert Zukunft. Natürlich wollen wir ebenso, dass sowohl Mitglieder als auch Mitarbeiter glücklich sind und sich mit der neuen Organisation gut identifizieren können. Außerdem wollen wir auch in Zukunft ein sehr attraktiver Arbeitgeber sein. Wir wollen erfolgreich sein und ein starkes und positives Image haben. Und wir wollen Qualitäts-Premium-Produkte verkaufen. Das ist in wenigen Worten die Vision, die wir verfolgen.

Nun, diese Vision unterscheidet sich ja im Grunde nicht von der Ist-Situation. Das heißt: Wäre eine Fusion mit der Mila kein Thema, würde die mittelfristige Vision des Milchhofs auch nicht anders aussehen.
Ja, das ist korrekt. Im Grunde ist das der Beweis, dass die Fusion nicht aus einer wirtschaftlichen oder marktpolitischen Notwendigkeit heraus umgesetzt werden muss. Sowohl Brimi als auch Mila erleben derzeit die erfolgreichsten Jahre ihrer Geschichte. Die Brimi hat 2025 mit Abstand den höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Eigentlich läuft also im Moment alles sehr gut.
Also?
Der Markt hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert, worauf wir mit einem intensiven Nachdenkprozess begonnen haben. Wir wollten wissen, ob es aufgrund des sich verändernden Marktes Rahmenbedingungen geben könnte, die unsere Position in Zukunft verbessern würden. Als Genossenschaft geht es uns immer darum, für unsere
p IM GESPRÄCH MIT MARTIN MAIR, GESCHÄFTSFÜHRER DER BRIMI:
„Sowohl Brimi als auch Mila erleben derzeit die erfolgreichsten Jahre ihrer Geschichte“
Mitglieder einen möglichst hohen Auszahlungspreis zu erzielen. Das schaffen wir mit einer starken Marktposition, mit Qualität und mit Stabilität. Also haben wir eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun vorliegen und ziemlich klar ausfallen.
Wie könnte nach einer Fusion die Struktur des gemeinsamen Milchhofs in ein paar Jahren aussehen?
Auch wenn die Dimension der zwei Milchhöfe unterschiedlich ist, möchte ich betonen, dass wir eine Fusion planen, einen Zusammenschluss auf Augenhöhe und nicht eine Übernahme des einen oder des anderen Milchhofs. Dementsprechend werden beide Unternehmen im Verwaltungsrat der zu gründenden neuen Genossenschaft vertreten sein. Dasselbe gilt für das Management, das von Vertretern beider Genossenschaften abgewickelt werden muss. Brixen wird auch in Zukunft ein sehr wichtiger Standort sein, in dem zumindest Mozzarella und Ricotta produziert werden –daran wird nichts geändert. Wir wollen auch in Zukunft

sehr nahe an den Mitgliedern sein, indem jedes Tal und jedes Gebiet im Verwaltungsrat vertreten ist. Die Interessen der Mitglieder werden also in keinster Weise beschnitten.
Aber es wird eine neue Genossenschaft sein?
Geplant ist, dass die zwei bestehenden Genossenschaften in die neue Genossenschaft eingebracht werden. Es wird also einen neuen Namen geben für die Genossenschaft, der aber heute noch nicht feststeht. Beim Namen wird Südtirol eine wichtige Rolle spielen, weil wir ja mit der neuen Genossenschaft in ganz Südtirol Milch einsammeln. Das soll sich im Namen widerspiegeln.
Was passiert mit den bestehenden Marken Brimi, Mila, Schabser Butter?
Die bisherig erfolgreich aufgebauten Marken werden mit Sicherheit nicht verschwinden, sondern selbstähnlich weiterentwickelt und als Herstellermarken wirksam genutzt. Der Name der neuen Genossenschaft wird zusätzlich als übergreifende Absendermarke auf allen Produkten präsent sein und damit eine gemeinsame Strahlkraft aufbauen.
Wie sieht es mit der Mitgliederbetreuung aus? Wird es in diesem Bereich maßgebliche Änderungen geben?
Nein, denn an der Nähe zu den Mitgliedern ändert sich ja nichts. Die Brimi wird auch in Zukunft der erste Ansprechpartner der Bauern des Eisacktals sein. Auch an unserer Verfügbarkeit und Erreichbarkeit wird sich nichts ändern. Die Milchabholung kann sogar optimiert werden. Wir wollen auch in Zukunft immer für die Mitglieder da sein.
Wie kann man mit einfachen Worten erklären, warum eine Fusion sinnvoll sein kann und warum sie für jedes einzelne Mitglied vorteilhaft wäre? Es handelt sich ja um einen geradezu historischen Schritt der zwei Milchhöfe. Sie haben vollkommen recht, es ist ein Meilenstein der Südtiroler Milchwirtschaft. Und es ist in der Tat das übergeordnete Ziel, dass diese Operation jedem einzelnen Mitglied Vorteile bringen muss. Die Wertschöpfung aus der Milch muss also weiter verbessert werden; wenn wir nicht einen höheren Auszahlungspreis für unsere Mitglieder vorhersehen würden, würden wir diesen Schritt nicht wagen. Unsere Mission ist, dass die Berglandwirtschaft in
t Martin Mair:
„Auch wenn die Dimension der zwei Milchhöfe unterschiedlich ist, möchte ich betonen, dass wir eine Fusion planen und nicht eine Übernahme des einen oder des anderen Milchhofs““
unserer Region bestehen bleibt, und dafür brauchen die Bauern entsprechende ökonomische Rahmenbedingungen. Dadurch behalten die Bauern langfristig die Freude an der Milchproduktion.
Die Studie bestätigt diese Vorteile?
Eigentlich haben wir nicht eine, sondern zwei Studien in Auftrag gegeben. Die erste Studie wurde von einem Südtiroler Beratungsunternehmen abgewickelt, und die entsprechenden Ergebnisse haben wir von einem internationalen Beratungsunternehmen evaluieren lassen. Trotz der Tatsache, dass diese Berater unterschiedliche Ansätze gewählt haben, waren die Ergebnisse sehr ähnlich. Beide kommen zum Ergebnis, dass ein gemeinsamer Weg ohne Zweifel besser wäre, als wenn wir allein weitermachen würden. Das ist die Kernaussage.
Wie ist man bei der Arbeit der Studie vorgegangen?
Zunächst wurden die Businesspläne der einzelnen Unternehmen analysiert – man wollte wissen, ob die Businesspläne ohne eine Fusion bestätigt würden. Als Brimi hatten wir einen Businessplan für die nächsten zehn Jahre erstellt, der von den Beratern als realistisch eingestuft wurde. Am Ende hat man die zwei Pläne zusammengeführt, Details wie laufende Verträge überprüft und den Plan nach Synergien am Markt und Einsparpotenzialen untersucht. Als drittes Element wurde versucht zu analysieren, ob wir durch einen gemeinsamen Weg mehr Stabilität, mehr Sicherheit und Verhandlungsstärke erlangen würden.
„ Je mehr Details von den Studien zum Vorschein gekommen sind, desto mehr wuchs meine persönliche Überzeugung, dass dies der einzig richtige Weg sei“
Martin Mair, Geschäftsführer des Brimi Milchhofs Brixen
Ich kenne die Details der Studie nicht, aber irgendwo muss in der Studie stehen, warum sich der Auszahlungspreis verbessern wird. Wird die Wertschöpfung gesteigert, oder entstehen durch Synergien Kostenvorteile?
Es geht um beides. Kosteneinsparungen wird es in verschiedensten Bereichen geben, vor allem in der Logistik. Gemeinsam bewegen wir deutlich über 150 Millionen Kilogramm Ware – das ist keine Kleinigkeit. Wenn wir durch koordiniertes Vorgehen auch nur einen einzigen Cent pro Kilogramm einsparen würden, würde dies eine Ersparnis von mehr als 1,5 Millionen Euro betragen. Auch in der regionalen Logistik gibt es Sparpotenziale: Heute fahren die zwei Milchhöfe mit zwei LKWs in die Dörfer; morgen fährt nur noch einer. Auch in der Belieferung der Geschäfte gibt es Synergieeffekte, und natürlich beim Einkauf: Becher, Kartone, Hilfsmittel können in größeren Mengen und damit günstiger erworben werden. Mit einem guten Rohstoffmanagement wird die Milch zudem dorthin geliefert, wo es die beste Wertschöpfung gibt. Auch in der Verwaltung können wir Kosten sparen. Wichtiger als die Kostenersparnis sind

aber die Effekte am Markt: Die neue Genossenschaft wird über ein sehr breites Sortiment verfügen. Milch, Sahne, Butter, Mozzarella, Ricotta, Mascarpone, Joghurt, Skyr, Käse – das ist schon gewaltig.
Sie erwähnen die Effekte am Markt. Wie kann man sich das vorstellen?
Wie gesagt, werden die bestehenden Marken nicht verschwinden, sondern sie bekommen eine gemeinsame Dachmarke. Diese Dachmarke können wir gemeinsam bewerben. Allein diese Vorgehensweise bringt uns die doppelte oder gar dreifache Sichtbarkeit. Das ist der größte Vorteil dieser Fusion. Je stärker die Premiumprodukte sind, desto weniger sind wir gezwungen, unsere Rohstoffe für Handelsmarken zu verwenden, die naturgemäß weniger Wertschöpfung bringen. Das Qualitätszeichen Südtirol wird natürlich auch in Zukunft genutzt.
Welche Kriterien müssen erfüllt werden, um das Qualitätszeichen Südtirol verwenden zu dürfen?
Der Rohstoff Milch muss aus Südtirol stammen, und natürlich muss die Milch auch in Südtirol verarbeitet werden.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, könnte man die angelieferte Milch in Zukunft gewinnbringender verteilen – je nachdem, wie die Marktlage der einzelnen Produkte ist. Ja, genau. Es geht aber auch um die einzelnen Mitglieder: Einige der Brimi-Mitglieder sind logistisch näher an Bozen; nichts spricht also dagegen, dass sie die Milch nach Bozen anstatt nach Brixen liefern. Teilweise funktioniert dies bereits heute durch die Zusammenarbeit der zwei Milchhöfe.
Hat man überlegt, andere Milchhöfe in diese Operation mit einzubeziehen?
Es gab vor vier Jahren auch auf politischer Ebene einige gemeinsame Gespräche, aber die anderen Milchhöfe wollten aus verschiedenen Gründen in diesem Moment die Studie nicht mitverfolgen.
Die zwei Verwaltungsräte der Brimi und Mila haben die Studien bereits positiv bewertet, aber beschlossen ist noch nichts …
Das ist korrekt, ja. Nach Abschluss der Studien wurden die Ergebnisse mehrmals in den Verwaltungsräten präsentiert. Der Verwaltungsrat von Mila Bergmilch hat daraufhin einstimmig beschlossen, der Vollversammlung zu empfehlen, die Fusion zu beschließen. Der Verwaltungsrat der Brimi hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen – mit überwältigender Mehrheit. Das Management beider Genossenschaften sieht sehr viel Potenzial in einem gemeinsamen Weg. Die endgültige Entscheidung trifft aber die jeweilige Vollver-
sammlung. Wir werden Ende Jänner den Mitgliedern die Ergebnisse der Studie präsentieren; Ende April oder Anfang Mai werden die zwei Vollversammlungen stattfinden, in denen dann definitiv entschieden wird, ob die zwei Genossenschaften fusionieren werden oder nicht. Bei Brimi braucht es dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit, bei Mila sogar eine Drei-Viertel-Mehrheit.
Heute kann man also noch nicht sagen, dass die Fusion wirklich stattfinden wird …
Ja, das ist richtig. Es spricht sehr viel dafür, aber am Ende entscheiden die Mitglieder. Ich selbst bin ein großer Befürworter dieses Weges, obschon ich anfangs sehr neutral an die Sache herangegangen war. Je mehr Details von den Studien aber zum Vorschein gekommen sind, desto mehr wuchs meine persönliche Überzeugung, dass dies der einzig richtige Weg sei.
p Martin Mair:
„Es spricht sehr viel für die Fusion, aber am Ende entscheiden die Mitglieder“
Als Geschäftsführer dürften Sie inzwischen viele Gespräche mit Mitgliedern geführt haben. Konnten Sie sich bereits ein Bild von der Stimmung machen?
Die grundsätzliche Stimmung ist positiv, aber es gibt natürlich auch einige Sorgen. Je mehr detaillierte Informationen die Mitglieder bekommen, desto überzeugter sind sie aber. Jetzt haben wir endlich die endgültigen Ergebnisse der Studien und können den Mitgliedern alle Details mitteilen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir in den Vollversammlungen die notwendigen Mehrheiten erzielen werden.
Wie unterscheiden sich die Größen der zwei Milchhöfe?
Die Mila Bergmilch Südtirol Genossenschaft hat etwa 2.000 Mitglieder, die Brimi Milchhof Brixen Genossenschaft etwa 1.000. Ähnlich verhält es sich mit den angelieferten Milchmengen.
Es entsteht also ein ziemlicher Koloss.
Was die Anzahl der Mitglieder betrifft, ist das korrekt, aber dabei muss bedacht werden, dass die durchschnittliche Milchmenge pro Mitglied im internationalen Vergleich sehr klein ist. Gemeinsam sammeln wir jährlich etwa 270 Millionen Liter Milch, was für Südtirol natürlich eine bedeutsame Zahl ist. Im nationalen und internationalen Vergleich sind wir aber nach wie vor kleine Fische. In Deutschland gibt es kaum einen Produzenten, der pro Jahr unter einer Milliarde Liter Milch sammelt.
Wo liegt aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung einer möglichen Fusion?
Es geht immerhin darum, zwei funktionierende Organisationen zusammenzuführen – das ist ohne Zweifel eine Herausforderung. Es wird Reibungspunkte geben, die es zu überwinden gilt. Und es ist uns natürlich bewusst, dass der ökonomische Teil nur dann funktionieren kann, wenn die soziale und organisatorische Komponente gut funktioniert.
Nehmen wir an, Ende April gibt es das Nulla Osta der Vollversammlungen – wie wird es dann weitergehen?
In diesem Fall werden Ende des Jahres die notwendigen zivilrechtlichen Schritte gesetzt werden; Ende 2026 wird also die neue Genossenschaft gegründet werden. Es wird rückwirkend für 2026 einen gemeinsamen Auszahlungspreis geben, und dann werden nach einem klaren Prioritätenplan die verschiedenen Bereiche zusammengefügt. Es bleibt spannend.

BRIXEN
Höhere Parkgebühren

Seit Anfang des Jahres müssen Autofahrerinnen und Autofahrer in Brixen tiefer in die Tasche greifen: Der
TOURISMUS
Stadtrat hat eine umfassende Anpassung der Parktarife beschlossen, die das Parkhaus, den Parkplatz Priel, die Stell-
Blick in die Zukunft
und Abschied
Bei der Jahresversammlung des HGV-Bezirks Eisacktal in der Hofburg Brixen standen Zukunftsthemen des Tourismus im Mittelpunkt, darunter Fachkräftemangel, Internationalisierung, Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit. Bezirksobmann Helmut Tauber und HGV-Präsident Klaus Berger betonten die Herausforderungen für kleinere Betriebe, die Sicherung der Wirtschaftlichkeit sowie die Bedeutung des Gastgewerbes als sozialer Treffpunkt. Die neue Arbeitgebermarke „JOIN future
hospitality“ wurde vorgestellt. Mit ihr will der HGV das Gastgewerbe in Südtirol langfristig attraktiver für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen. Zudem präsentierte Werner Zanotti, Geschäftsführer der Brixen Tourismus Genossenschaft, die neue touristische Kooperation der Tourismusorganisationen Brixen, Gitschberg-Jochtal, Klausen-Barbian-Feldthurns-Villanders sowie Natz-Schabs namens „Brixen Südtirol“, die international stärker auftreten will. Abschließend wurden neun HGV-Ortsobleute geehrt, die
Projektpartner aus Italien und Österreich trafen sich in Brixen zu einem Arbeitstreffen des InterregProjekts „Coop in Quota“. Im Mittelpunkt standen ökosoziale Innovationen sowie die Vorstellung lokaler Initiativen. Das EU-geförderte Projekt stärkt Bürgerorganisationen und gemeinschaftsorientierte Ansätze im Alpenraum.
plätze beim Mobilitätszentrum sowie die Tiefgarage in Rosslauf betrifft. Bürgermeister Andreas Jungmann: „Die Parktarife in Brixen wurden bei gewissen Parkplätzen seit 2017 nicht mehr geändert. Deshalb ist diese Anpassung jetzt wirklich notwendig. Allerdings bleiben die Erhöhungen unter der allgemeinen Preissteigerung von rund 23 Prozent.“ Mobilitätsstadtrat Thomas Schraffl begrüßt, dass die Standardtarife nun bei allen Parkplätzen – ausgenommen dem Parkhaus – dieselben sein werden: „Während bisher die Parkplätze unterschiedliche Preise hatten, werden in Zukunft die Stundentarife beim Parkplatz Priel, dem Mobili-
tätszentrum und in Rosslauf alle 1,20 Euro tagsüber und 0,60 Euro nachts betragen.” Im Parkhaus kostet das Parken künftig zwischen 7 und 21 Uhr 2,30 Euro bzw. nachts 1,20 Euro pro Stunde. Für die ersten 30 Minuten werden 1,20 Euro berechnet. Auch die Preise für die verschiedenen Abonnements im Parkhaus wurden leicht angepasst. „Neu eingeführt wird außerdem ein spezielles Monatsabo für das Parkhaus um 40 Euro, das das Parken zwischen 18 und 8 Uhr ermöglicht”, so Stadtrat Schraffl. Die verschiedenen neuen Preise können in der digitalen „Brixner“-Version eingesehen werden – online oder über die Gratis-App. lv

bei den Ortswahlen nicht mehr für diese Funktion zur Verfügung stehen. Alois Hinteregger war unter den Geehrten am längsten im Amt: Er war 32 Jahre lang Ortsobmann in Lüsen. Außerdem wurde dem Gastwirt Helmuth Fink, dem ersten Obmann der Ortsgruppe Brixen, für seinen Einsatz zur Aufwertung der heimischen Gastronomie gedankt. Ihm wurde der Preis „Gastrono-
Die Stadtwerke Brixen haben den Austausch sämtlicher Stromzähler abgeschlossen und 22.500 Zähler der ersten Generation durch moderne Smart-Meter ersetzt. Die Zähler machen neue digitale Services, transparente Verbrauchsinformationen und moderne Smart-Home-Anwendungen möglich.
misches Lebenswerk“ übergeben. Im Bild: Benedikt Werth, HGVBezirksobmann Helmut Tauber, Moritz Neuwirth, Philipp Obermüller, Konrad Kofler, Norbert Delazer, Oskar Fischnaller, Alois Hinteregger, Ewald Rogen, HGVPräsident Klaus Berger, Manfred Volgger, Simon Stolz, HGV-Direktor Raffael Mooswalder und Reinhold Schlechtleitner. hh
Im Rahmen des Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplans (PNRR) wurden allein in Südtirol bis heute 4.169 Projekte im Wert von rund 1,46 Milliarden Euro genehmigt. Die Investitionen decken zentrale Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Mobilität und ökologische Transformation ab.
Foto:
Oskar
Zingerle
STADTGEHEIMNISSE
Wo war der Kapuzinersteg?

Die nach der Wasserkatastrophe von 1882 errichtete und nun schon seit Längerem erholungsbedürftige Widmannbrücke dürfte allenthalben ein Begriff sein. Was aber erinnert an den ehemaligen Kapuzinersteg, der damals ebenso der Überschwemmung zum Opfer fiel? Dieser führte vom engen Kapuzinergassl und der Runggadgasse über eine im Eisack langgezogene Insel und stellte die Verbindung zwischen der Stadt und der Gegend von Milland her. Die Brücke bestand schon lange vor der Gründung des Kapuzinerklosters im Jahre 1603 und wurde einfach als „Steg“, also ein schmaler Übergang, bezeichnet. Erwähnt wird er fast nur, wenn er schadhaft oder vom Hochwasser zerstört war, und das war oft der Fall. Im Jahre 1876 fiel sogar, so wird in der Schwaighofer Chronik berichtet, ein mit Mist beladenes Ochsenfuhrwerk durch; Ochsen und Karren konnten gerettet werden. Schwierigkeiten gab es jedes Mal, wenn es um die Baukosten ging. Einmal verlangte man auch von den Kapuzinern einen Beitrag und riet ihnen, dafür einen Pater nach Lüsen zu schicken, der dort mit Leichtigkeit einige „Ensbäume“, das waren tragende Längsbäume, erbetteln könnte. Nach der Überschwemmung von 1882 wurde der Steg als Behelfsbrücke für die Arbeiten nochmals hergestellt, wie aus einer Schützenscheibe von 1883 ersichtlich ist, dann aber abgebrochen.
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„Ein Jahrhundertbauwerk“
JOACHIM DEJACO, Generaldirektor der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), über die Wiedereröffnung der Pustertalbahn und die Arbeiten an der Riggertalschleife.
Herr Dejaco, mit Ende Jänner fahren im Abschnitt Franzensfeste bis Bruneck wieder Züge; die Bestandsstrecke ist also wieder aktiv. Zwischenziel erreicht?
Das kann man so sagen. Nachdem anfangs einige Zeit durch Genehmigungen und Detailplanung verloren gegangen war, haben die Firmen unter der Regie von RFI in den letzten Monaten bei jedem Wetter, an Feiertagen und Wochenenden gearbeitet und das Ziel der Wiedereröffnung vor Olympia erreicht. Es hat sich gezeigt, was alles möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.
An der Riggertalschleife wird noch kräftig gebaut. Was sind hier die nächsten Schritte?
Zunächst ein Zwischenfazit:
Mit der Haltestelle und den umfangreichen Erdbewegungen sowie den Vorbereitungen für die Fundamente der neuen Brücke ist bereits ein wichtiger Baustein gelegt worden. Unter der Autobahn wurde auch schon der Tunnel angestochen. Der nächste große sichtbare Baufortschritt wird die Errichtung der neuen Eisenbahnbrücke über das Riggertal sein. Dann erfolgt noch der Gleisbau inklusive der Weichen, die Signaltechnik, die Stromversorgung und Oberleitung auf der neuen
Strecke, die Tests und schließlich die Abnahme.
Wann kann man mit einer Inbetriebnahme rechnen?
Ein bisschen Wasser wird noch über Eisack und Rienz hinunterfließen, aber auch nicht mehr allzu viel. Laut den Plänen von RFI sollte die Strecke 2027 in Betrieb gehen. Dabei ist es nicht tragisch, wenn es noch ein paar Monate später wird. Wir dürfen nicht vergessen: Hier wird für uns ein Jahrhundertbauwerk für 250 Millionen Euro errichtet. Da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger nicht an. anina.vontavon@brixner.info



Gesichtspflege neu gedacht
APOTHEKE PEER: Die Haut ist unser größtes Organ und spiegelt Gesundheit, Lebensstil und äußere Einflüsse wider. Um sie langfristig gesund zu erhalten, braucht es mehr als nur Pflegeprodukte – es braucht fachliche Kompetenz und individuelle Beratung.
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Ganzheitlicher Ansatz
Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz: Jede Behandlung beginnt mit einer fundierten Hautanalyse, bei der wichtige Hautparameter wie Feuchtigkeit, Talgproduktion, Elastizität und Hautstruktur gemessen werden. Diese objektiven Daten bilden die Grundlage für individuell abgestimmte Pflegekonzepte, die sich an Hauttyp, Lebensphase und aktuellen Hautbedürfnissen orientieren. Das Behandlungsspektrum reicht von sanften, tiefenwirksamen Reinigungen über feuchtigkeitsspendende und beruhigende Anwendungen bis hin zu regenerierenden Behandlungen und professionellen Peelings.
Zum Einsatz kommen ausgewählte Wirkstoffe wie Aktivkohle, mineralstoffreiches Meersalz, Algenextrakte oder Fruchtsäuren, die die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut unterstützen, das Hautbild verfeinern und die Hautbarriere stärken.
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Ein besonderer Fokus liegt auf dem Pro-Aging-Gedanken: Statt den natürlichen Alterungsprozess zu bekämpfen, wird die Haut gezielt in ihrer Funktion und Widerstandskraft unterstützt. Ziel ist es, die Haut in jeder Lebensphase gesund, ausgeglichen und vital zu erhalten – mit realistischen, nachhaltigen Ergebnissen.
Als Teil der Apotheke Peer ist PeerBeauty eng in das bestehende Gesundheitskonzept eingebunden.
Die Verbindung aus pharmazeutischem Wissen, moderner Hautdiagnostik und professioneller Anwendung schafft einen vertrauensvollen Rahmen für alle, die ihrer Haut bewusst etwas Gutes tun möchten – kompetent, individuell und direkt vor Ort.

Kosmetikerin Erika Pighezzini: „In der Apotheke Peer führen wir professionelle Hautbehandlungen durch, die auf moderner Hautdiagnostik und pharmazeutischem Wissen aufbauen“




















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In der Titelgeschichte geht es um Urbanistik und Stadtplanung. Dazu sprachen wir mit Architekt Othmar Barth, der zurecht als „Vater der Brixner Stadtplanung“ bezeichnet wird. „Man darf aber nicht vergessen“, sagte Barth, „daß das gesamte Siedlungsgebiet, die Stadt und die Fraktionen, Ziel jeder Planung sein muß. Ich kann nicht von Verkehr reden, ohne die Wohngebiete zu berücksichtigen oder ohne auf Sport- und Freizeitgestaltung einzugehen.“ Und dann folgt ein Satz, den sich die Stadtverwaltung aus heutiger Sicht nicht immer zu Herzen genommen hat: „Langsam wird bewußt, dass man nicht einfach nur drauflosrealisieren kann.“ S. 4
Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun exakt 35 Jahre zurückblicken.
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Der „Brixner“ Nr. 12 Jänner 1991


S. 9
Offensichtlich wurde Anfang 1991 die Idee geboren, das Parkhaus nicht nördlich des St.-Josefs-Missionshauses zu errichten wie geplant, sondern am Reatto-Areal, wo es heute steht: „Einen vollkommen neuen Aspekt im Planungsdenken stellt auch die Entscheidung der Landesverwaltung dar, Brixen zum Sitz der Universitätseinrichtungen zu machen. Die große Fläche des heutigen Parkplatzes kann, verbunden mit umliegenden Privatgrundstücken und mit einem Blick auf das Areal Ex-Gil, vielleicht die sinnvollste Realisierungsmöglichkeit für Universitätsstrukturen bieten.“
„Was halten Sie von der Plose?“, frug der „Brixner“ Passanten in der Altstadt. Der Hintergrund: „Nach schwierigen Jahren, die durch die veralteten Anlagen hervorgerufen wurden, wurde vor einiger Zeit viel investiert“. Werner Rienzner (verstorben im Jahr 2017) war jedenfalls voll des Lobes: „Die Plose ist der schönste Berg mit den schönsten Abfahrten. (…) Es gibt Gäste, die seit 30 Jahren auf die Plose zum Skifahren kommen, nur die Brixner nutzen sie nicht.“ Nun, das hat sich inzwischen Gott sei Dank geändert.
S. 13
In Tils fand eine interessante Fotoausstellung statt, die von Max Rungg (verstorben im Jahr 2000) organisiert wurde: „Unter anderem wurde die Originalkopie des am 7. Juni 1928 in Kraft getretenen Dekretes gezeigt, wonach die Gemeinde Pfeffersberg (gemeinsam mit Albeins, Milland-Sarns und Elvas) der Gemeinde Brixen einverleibt wurde.“
S. 15
Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen
Tel. +39 0472 060200, www.brixner.info redaktion@brixner.info
E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info
E-Mail-Adressen der Redaktion: vorname.nachname@brixner.info
Anzeigenleitung: Sonja Messner
Tel. +39 0472 060212, sonja.messner@brixmedia.it
Verlag: Brixmedia GmbH
Herausgeber: Willy Vontavon (wv)
Chefredakteurin: Anina Vontavon (av)
Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job), Sabine Dejakum (sd), Ernst Delmonego (ed), Jorin Massimo Flick (jmf), Mats Helmersson (mh), Lisa Hintner (lh), Hannah Hofer (hh), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Magdalena Lang (ml), Stephanie Risse (sr), Sandra Unterfrauner (su), Lia Vontavon (lv), Thomas Walcher (tw), Oskar Zingerle (oz)
Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz)
Grafik: Valentyna Pelykh
Titelbild: ©Tourist Info Antholzertal / Josef Plaickner
Im Jänner 1991 entstand in Brixen „eine neue gastronomische Einrichtung, die für Furore sorgen dürfte: Brixens erster Pub. Die eher lahme Brixner Lokalszene dürfte dadurch einen nicht unwesentlichen Impuls in Richtung Aufbruch erfahren haben“. Die Initiative ging auf drei Herren zurück, die auch im Bild festgehalten wurden: „Berni Putzer, Miteigentümer der Betreibergesellschaft, Stefano Andreatta und Markus Huber, der weitum bekannte ‚Lido-Markus‘“. Außergewöhnlich: „Das Mobiliar wurde extra aus England angeliefert.“ Gastronomische Initiativen sind aber offensichtlich meist von kurzer Dauer: Das „Time Out“ hat einige Jahre später wieder seine Tore geschlossen.
S. 19
Und auch Rubriken sind offenbar nicht für die Ewigkeit geschaffen: Mit „Servus Koschter“ verabschiedet sich der „Brixner“ von einer Rubrik, in der Restaurants bewertet wurden; nach jeder Ausgabe folgten kontroverse Diskussionen. „Es fehlt in unserer Stadt und in unserem Land an der Kultur der Kritik.“ Und der vorhin bereits erwähnte Max Rungg schrieb vier Seiten weiter dazu einen Leserbrief: „Daß in einem solchen Lokalblatt auch ein ‚Koschter‘ seinen Platz haben kann, müßte auch dann selbstverständlich sein, wenn es gewissen Kreisen nicht paßt. Meines Erachtens nach hat der Koschter bisher sehr oft den Nagel auf den Kopf getroffen.“ Aber: „Kritik und Humor waren in Brixen schon immer ein Wagnis.“ Nein! Doch! Oooh! S. 29 und 33
Lesen Sie den „Brixner“ kostenlos online oder in der „Brixner“-App!

Druck: Athesia Druck GmbH
Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Februar 2026
Nächster Redaktionsschluss: 10. Februar 2026
Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109
Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
Falls Sie Fragen zum Thema Datenschutz haben oder uns für die Ausübung Ihrer Rechte gemäß Verordnung (EU) 2016/679 kontaktieren möchten, verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung online unter: www.brixner.info/de/epaper/privacy.html
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für Februar/März

Unser aktuelles Bildungsangebot
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Einkehr in der Fastenzeit
Referent/ in: Ulrich Fistill und Patrizia Major Schwienbacher Seminarstart: MI 25.02.2026
Wie Gott uns schufCome Dio ci ha creati
Referent/ in: Irmtraud Fischer und P Martin M Lintner FR 27.02.2026
Gibt es einen gerechten Frieden?
Referierende: Markus Moling, Frauke Leonhäuser und P Martin M Lintner MO 02.03.2026
BERUF
Lehrgang: Rhetorik für alle Fälle
Referentin: Pia Bussinger Lehrgangsstart: MI 25.02.2026
Lehrgang: Young talents for leadership
Referentin: Rafaela Pittschieler Lehrgangsstart: DO 19.03.2026
Projektmanagement kompakt und praxisnah
Referentin: Germana R Heinrich Lehrgangsstart: DI 24.03.2026
GESELLSCHAFT GESUNDHEIT
Kunstgeschichte und Kreativität
Referent : Christoph Everding SA 07.02. und SO 08.02.2026
Buntes Treiben - für Kinder im Grundschulalter
Referentin: Kerstin Linter MO 16.02. und Di 17.02.2026
Metti il cuore nella storia
relatore : Stefano Scolari MAR 24.02.2026



HochsensibilitätEmpfindsamkeit als Stärke
Referentin: Gerlinde Goller SA 07 02 2026
Stimm- und Sprechtraining exklusiv für Frauen
Referentin: Pia Bussinger Seminarstart: MO 09.02.2026
Ganzheitliches Fasten im Alltag
Referentin: Paula Holzer Seminarstart: SA 28.02.2026
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EINE LIAISON
von Philippe Blasband Mit Katharina Stemberger und Andreas Patton
25. Februar 2026 Brixen, Forum 19.30 Uhr 27. Februar 2026 Sterzing, Stadttheater 19.30 Uhr





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Brixen/Vinzenz-Goller-Straße
Neubauwohnungen in hervorragender Zentrumslage – KlimaHaus A Nature
Noch zwei Wohnungen zu verkaufen




Brixen/Tils:


Dreizimmerwohnung + Terrasse
· letzter Stock
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· Handelsfläche: 87 m²
Verkaufspreis: € 426.000,00





Brixen/Feldthurnerstraße:

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Verkaufspreis: € 320.000,00; E.K. E







Brixen/Albeins:


Vierzimmerwohnung + Terrasse
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· Handelsfläche: 119,63 m²
Verkaufspreis: € 585.000,00








