Skip to main content

Brixner 431 - Dezember 2025

Page 1


Im Gespräch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher

„Optimistischer

Realismus“

Wünsche Allen das Beste.

macht zufrieden“

Neues Konzept für den Kindergarten Elvas

Hansjörg Bergmeister

24 | Pro & Contra: Maßnahmen für deutsche Schulen und Kindergärten praxistauglich? 25 | Umfrage: Skifahren – ein Muss oder zu teuer?

| FLIRTY HORSE ART COLLECTIVE: Zeit vergeht – Themen bleiben

28 | Interview: Filmproduzent Martin Rattini über den Film „Zweitland“ VERANSTALTUNGEN

35 | TIMER: Jänner 2026

| Ein Besuch beim Schachklub Brixen-Milland

| NEUGESTALTUNG: Brixner Hartmannplatz heute und morgen

52 | Klimaplan: Wie weit sind die Gemeinden?

Zuversicht

„Wir wünschen Ihnen ein zuversichtliches Jahr 2026“ las ich kürzlich auf einem Werbeplakat. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht im Interview auf den folgenden Seiten unter anderem davon, dass Südtirol viele Gründe hat, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Die Wortwahl fand ich interessant: Wer zuversichtlich ist, vertraut darauf, dass sich die Welt allgemein positiv entwickeln wird, dass die meisten eigenen Wünsche und Hoffnungen erreichbar sind und dass man nicht zurückgelassen wird. Zuversicht entsteht außerdem, wenn man das Gefühl hat, selbst etwas zu dieser Entwicklung beitragen und etwas bewirken zu können. Sollten wir in Südtirol also nicht eigentlich zuversichtlich sein? Das Land hat sich in den letzten Jahrzehnten insgesamt positiv entwickelt. Dennoch scheinen wir manchmal zu fokussiert darauf zu sein, die Wehwehchen zu betonen, anstatt gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Kritik ist wichtig, aber wir müssen nicht alles bei uns schlechtreden – besser wäre es, uns auf das Verbessern zu konzentrieren. Die globale Stimmung – zwischen Ukraine-Krieg, Klimawandel und einem höchst instabilen Präsidenten über dem Atlantik –trägt weiter dazu bei, dem Jahreswechsel eher mit Unsicherheit als mit Zuversicht zu begegnen. Dabei hat Letztere als Eigenschaft einen entscheidenden Vorteil: Wer sie spürt, lässt sich nicht so schnell einschüchtern – und glaubt nicht jedem Weltuntergangsszenario, das man zu hören oder zu sehen bekommt. Der Blick für das Wesentliche bleibt erhalten, und dringende Probleme lassen sich von aufgebauschten unterscheiden. Diese Haltung entzieht Populisten den Nährboden und schafft den Mut, reale Herausforderungen sachlich zu betrachten. In diesem Sinne ist der Neujahrswunsch, mit dem dieses Editorial begonnen hat, einer, dem ich mich nur anschließen kann.

58 | Trends & Wirtschaft

„Perspektive macht zufrieden“

INTERVIEW: LANDESHAUPTMANN ARNO

KOMPATSCHER zieht eine erste Zwischenbilanz dieser Amtszeit, spricht über oberflächliche Landtagsdebatten, Angstmacherei – und warum Südtirol allen Grund zur Zuversicht hat.

Herr Landeshauptmann, wenige Tage vor diesem Interview haben Sie Ihre Haushaltsrede gehalten; die Woche darauf findet im Landtag die Diskussion und Abstimmung statt. Welche Reaktionen erwarten Sie sich?

LH ARNO KOMPATSCHER: Es werden mitunter altbekannte Standardsätze fallen – ganz unabhängig davon, was eigentlich in meiner Rede stand. Abgeordnete der Opposition werden sagen, wir hätten keine Vision, oder sie heben einen Bereich hervor, den wir angeblich vergessen haben. Bislang war es jedes Jahr so, dass nach wenigen einleitenden Sätzen jene Themen angesprochen wurden, die zum Steckenpferd der jeweiligen Partei gehören.

Empfinden Sie das als frustrierend?

Ich finde es schade, denn würden sich alle wirklich mit dem konkreten Inhalt des Haushaltsentwurfs befassen, könnte eine konstruktivere Diskussion entstehen. Das wäre für die Opposition aber freilich schwieriger, denn dann müsste sie konkrete Verbesserungsvorschläge vorbringen. Einfacher ist es, pauschale Behauptungen aufzustellen.

Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass das Niveau der Landtagsdebatten ständig abzunehmen scheint. Es ist oft mehr Show als Inhalt. Teile der Opposition, etwa Sven Knoll, sprechen oftmals gar nicht zum Beschlussgegenstand, sondern tragen die auf ihre jeweilige Zielgruppe ausgerichteten Botschaften nur vor, um sie anschließend ins Internet zu stellen. Dabei werden düstere Szenarien aufgezeigt, Sozialneid geschürt, und es wird gegen Randgruppen gehetzt, indem ihnen die Schuld an allen tatsächlichen oder manchmal auch bloß herbeigeredeten Problemen gegeben wird. Die realen Sorgen der Menschen werden auf diese Weise instrumentalisiert und für die eigenen Propagandazwecke missbraucht.

Zu Beginn Ihrer Haushaltsrede sagten Sie: „Ich habe versucht, Dinge sachlich darzustellen. Das wird manchen nicht gefallen, denn es ist nicht Notstand und Apokalypse in Südtirol. Viele Dinge laufen recht gut.“ Ist man in Südtirol zu pessimistisch?

Das ist nicht nur ein Südtiroler Phänomen, aber es ist aus meiner Sicht so, dass bei uns inzwischen eine über-

p LH ARNO KOMPATSCHER:

„Auch für mich persönlich sind Traditionen und Brauchtum enorm wichtig – durch sie entsteht das Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit“

trieben negative Stimmung verbreitet wird. Wir neigen dazu, Krisen aus dem Ausland auf Südtirol umzumünzen –unabhängig davon, ob die Ausgangslage vergleichbar ist oder nicht. Ein Beispiel ist die Wirtschaft: Während Österreich und Deutschland mit Schwierigkeiten kämpfen, boomt sie bei uns seit Jahren, aber viele scheinen das nicht wahrzunehmen. Das soll nicht heißen, dass es allen Menschen in Südtirol gut geht, aber was die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung anbelangt, gehören wir zu den erfolgreichsten Regionen Europas. Die öffentlichen Leistungen steigen, während man in Österreich derzeit kürzt. Ich würde mir wünschen, dass wir im Landtag stärker über unsere realen Herausforderungen sprechen würden, anstatt pauschal zu behaupten, dass in Südtirol alles schlechter geworden sei.

Wenn es uns eigentlich gut geht, warum ist dann die Stimmung so angespannt? Mein Eindruck ist, dass der Optimismus nachgelassen hat.

Globale Entwicklungen haben die Bevölkerung in den letzten Jahren stark belastet: Pandemie, Krieg, Klimawan-

del, dazu die rasante Digitalisierung. Das verunsichert. Vor allem in Bezug auf die Klimaveränderungen herrscht oft noch das Narrativ, dass wir das ohnehin nicht schaffen können und dass die gute Zeit der Menschheit vorbei ist. Diese Stimmung führt zu Polarisierung und zu Aggressionen – auch in einer Region wie unserer, der es eigentlich relativ gut geht.

Haben Sie ein Gegenmittel parat?

Wir müssen Zuversicht vermitteln, ohne Probleme zu beschönigen. Südtirol verfügt über viele Instrumente, um die Zukunft trotz der großen Herausforderungen gut zu gestalten und die Lebensqualität zu garantieren. Wenn man große Anstrengungen fordert, gleichzeitig aber ver-

p LH ARNO KOMPATSCHER:

„Wir müssen attraktiver werden und Südtirol klar als Wirtschaftsstandort für Fachkräfte aus Südtirol und darüber hinaus positionieren“

„ Es stimmt, heutzutage passiert mehr als früher, aber Südtirol insgesamt ist nach wie vor ein sicherer Ort“
LH Arno Kompatscher

mittelt, dass die Lage ohnehin aussichtslos sei, verliert man die Menschen von Anfang an. Perspektive – also die Aussicht auf eine positive Entwicklung – macht zufrieden.

Wie könnte diese Perspektive aussehen?

Schauen Sie, ich war ein junger Erwachsener, als die Welt gerade den Kalten Krieg überwunden hatte; ich kann mich an den Mauerfall gut erinnern. Die darauffolgenden Jahre waren geprägt vom Vertrauen in internationale Zusammenarbeit, aber auch vom arroganten Glauben, dass sich die westlichen Vorstellungen von Marktwirt-

schaft und Demokratie global durchsetzen würden. Der amerikanische Philosoph Francis Fukuyama sagte damals: „Das ist das Ende der Geschichte“, denn die Welt hatte eine Situation des globalen Konsenses erreicht, in der die Vereinten Nationen die „Milleniums-Ziele“ vorgaben und die Staaten ihre Politik danach ausrichten sollten, um Hunger, Armut und andere Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Die 2000er-Jahre hingegen waren von Unsicherheit geprägt: der 11. September, Finanzkrise, die Erkenntnis, dass wir uns zu wenig mit dem Klimawandel beschäftigt haben – von den Krisen der letzten fünf Jahre ganz zu schweigen. Dieser Schock war heftig: Die westliche Welt taumelte vom vermuteten Happy End in den vermeintlichen Weltuntergang. Nun wäre es meiner Ansicht nach an der Zeit für die dritte Phase, in der wir mit optimistischem Realismus weitermachen können. Soll heißen: Ja, natürlich gibt es gerade globale wie lokale Herausforderungen, aber wenn wir genau hinsehen, geht es auf der Welt trotz allem wesentlich besser zu als noch vor 30 oder 50 Jahren. Vieles hat sich geordnet, und wir können etwas Gutes daraus machen – auch in Südtirol, wo uns unsere Multikulturalität ein großer Vorteil ist. Damit meine ich, dass mehrere Kulturen gemeinsam miteinander leben, voneinander lernen und alle trotzdem ihre Kultur und Traditionen pflegen und bewahren. Das ist meine große Vision.

Ist diese Art von Multikulturalität, die gemeinsam leben will, aber trotzdem zwischen Sprachgruppen unterscheidet, wirklich zukunftsfähig?

Ich glaube, nur sie ist zukunftsfähig. In den USA gab es lange die Vorstellung, aus den unterschiedlichen Kulturen in einer Art Schmelztiegel eine große homogene Kultur zu formen. Das hat Menschen entwurzelt und langfristig nicht zu weniger, sondern zu mehr Polarisierung geführt. Identität zu bewahren ist nichts Schlechtes: die Südtiroler Traditionen, die Lebensart und Sprache zu leben – immer in der Gewissheit, dass man so respektiert und geschützt ist. Auch für mich persönlich sind Traditionen und Brauchtum enorm wichtig: Durch sie entsteht das Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit. Daraus erwächst die Kraft, auch die Offenheit für andere Kulturen zu haben. Die Südtiroler schimpfen im eigenen Land viel über die vermeintlich nicht funktionierende Multikulturalität – kaum trifft man sie im deutschsprachigen Ausland, erzählen sie aber voller Stolz von der Mehrsprachigkeit, unserer Besonderheit, dem Essen, dem Kaffee (lacht). Und zurecht, denn Südtirol ist einzigartig. Die Vielfalt macht uns besonders, denn schöne Berge gibt es auch anderswo. Der Leitspruch Europas lautet nicht ohne Grund „United in Diversity“ – denn wir sind viele Volksgruppen und wollen nicht komplett einheitlich sein, sondern die Werte Toleranz, Freiheit und Mitmenschlichkeit gemeinsam vertreten. Und Südtirol kann das kleine Europa in Europa sein.

Und trotzdem gibt es natürlich Baustellen in Südtirol –neben den hohen Lebenshaltungskosten und Wohnungspreisen war zuletzt auch der „Brain Drain“ Gesprächsthema, also die jungen Menschen, die Südtirol verlassen. Ist das wirklich ein Problem?

Man braucht eine nüchterne Analyse der Ist-Situation. Fakt ist: In den letzten Jahren sind mehr junge Menschen ins Ausland gegangen als zurückkamen, und von den hochqualifizierten jungen Menschen haben wir mehr Aus- als Einwanderer. Grundsätzlich ist es eine positive Entwicklung, wenn immer mehr Menschen studieren und Auslandserfahrungen machen. Als mehrsprachige Grenzregion sind wir stärker dazu prädestiniert und können ins-

besondere im deutschsprachigen Ausland verhältnismäßig leicht Fuß fassen. Zudem verfügen wir in Südtirol über keine Volluniversität, was junge Menschen automatisch ins Ausland zieht. Es war immer schon so, dass ein Teil der im Ausland Studierenden am Studienort bleibt, weil

„ Die realen Sorgen der Menschen werden von manchen Landtagsabgeordneten instrumentalisiert und für die eigenen Propagandazwecke missbraucht“

es dort spezifische berufliche Perspektiven gibt oder in der Studienzeit auch private Beziehungen entstanden sind. Seitdem ganz Europa und insbesondere unsere beliebtesten Studienplätze in Österreich, Deutschland und der Schweiz händeringend um Fachkräfte werben, hat sich dieser Trend noch verstärkt. Bemerkenswert ist: Auch die

an der Freien Universität Bozen Studierenden verbleiben zu 42 Prozent in Südtirol, was sogar im internationalen Vergleich ein verhältnismäßig hoher Anteil ist. Nur ist unsere Universität zu klein, um den Ausgleich zu schaffen.

Was tun also?

Wir müssen attraktiver werden und Südtirol klar als Wirtschaftsstandort für Fachkräfte aus Südtirol und darüber hinaus positionieren. Junge Menschen soll man bereits während des Studiums halten und binden. Die Handelskammer und IDM als Standortagentur müssen dafür gezielt mit den jungen Südtirolerinnen und Südtirolern im Ausland in Kontakt treten und diesen halten. Weitere Soft Facts sind die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, leistbares Wohnen und gute Löhne. Für all diese Maßnahmen haben wir jetzt neue und stärkere Weichen gestellt, die in den kommenden Monaten und Jahren Früchte tragen werden. Ich habe neulich die Kritik gelesen, dass von der Wohnreform noch kein Effekt zu spüren sei. Tatsache ist: Alle neuen Wohnungen müssen künftig dem dauerhaften Wohnbedarf der ansässigen Bevölkerung vorbehalten werden. Die touristische Nutzung von Wohnungen wird stark eingeschränkt, und die Einhaltung der Regeln wird künftig flächendeckend kontrolliert werden. „Wohnen mit Preisbindung“ ist ein neues Instrument, und die Kriterien für den geförderten Wohnbau wurden überarbeitet, um den Mittelstand zur Förderung zuzulassen. Neben den Kapitalbeiträgen und dem – jetzt noch günstiger gestalteten und leichter zugänglichen – Bausparen gibt es künftig auch noch die Zusatzschiene von zinsbegünstigten Darlehen. Der öf-

fentliche Mietwohnungsbau durch Gemeinden, Stiftungen und Pfarreien ist ein weiteres neues Instrument, das den Mietmarkt positiv beeinflussen wird. Aber natürlich:

„Was die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung anbelangt, gehören wir zu den erfolgreichsten Regionen Europas“

LH Arno Kompatscher

Diese Maßnahmen brauchen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich ab 2026 sehr vieles bewegen wird.

Das letzte Interview haben wir kurz vor den Wahlen 2023 geführt. Wenn Sie nun zurückblicken: Was ist in den letzten zwei Jahren gut gelungen?

Die letzten Jahre haben nochmal bestätigt, wie gut das Finanzabkommen mit Matteo Renzi für Südtirol ist. Ich kann mich noch gut an die damalige Kritik einiger Landtagsabgeordneter erinnern, die glaubten, dass dieses

Systemische Beratung

Ich begleite Einzelpersonen, Paare und Eltern in belastenden beruflichen wie privaten Lebenssituationen –bei Beziehungsthemen, Konflikten oder Herausforderungen in der Elternrolle. Gemeinsam klären wir wichtige Fragen, entdecken Ihre Stärken und stoßen positive Veränderungen an. So aktivieren wir Ihre Ressourcen und erweitern Schritt für Schritt Ihren Handlungsspielraum. Vertraulichkeit, Freiwilligkeit und Respekt bilden die Grundlage meiner Arbeit.

Vor Ort in Vahrn oder online – flexibel und alltagstauglich. Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches Erstgespräch.

Martina Michaeler

Dorfstraße 12, 39040 Vahrn

Tel. +39 351 4765930

info@systemische-beratung.it www.systemische-beratung.it

Abkommen sowieso nicht halten würde. Mittlerweile darf ich mit ein bisschen Stolz sagen: Hier ist uns Großes gelungen, das Finanzabkommen ist nicht mehr antastbar. Wenn unser Haushalt heute umfangreicher ist als jener unserer Nachbarn, dann ist das auch dem Finanzabkommen zu verdanken. Auch die Autonomiereform haben wir in den letzten zwei Jahren überraschend schnell auf den Weg gebracht. Beide Abkommen mögen vielleicht abstrakt klingen, aber für die Zukunft Südtirols sind sie ungemein wichtig.

Wie würden Sie den Einfluss der Autonomiereform kurz erklären?

Auf lange Sicht gibt sie uns viel mehr Möglichkeiten, die Verwaltung nach unseren Bedürfnissen zu gestalten. Das bedeutet weniger Bürokratie und Erleichterungen für alle, die irgendwie mit der öffentlichen Hand in Kontakt treten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Autonomieniveausicherungsklausel: Der verfassungsrechtliche Schutz unseres Autonomieniveaus ist ein historischer Schritt, von dem wir schon lange geträumt haben. Bislang würde Wien zwar Südtirol auf völkerrechtlicher Ebene verteidigen, wenn es zu einer Verletzung der Autonomie kommen würde; innerstaatlich wäre es aber nicht verfassungswidrig. Mit dieser Reform wird es das.

Hat sich die Koalition mit den italienischen Rechtsparteien bewährt – trotz der Kritik?

Es war und ist keine Liebeshochzeit. Aber Politik ist nun mal so: Es gibt ein Wahlergebnis, und daraus muss man eine Mehrheit bilden – in Südtirol muss es nebenbei

Ab 6. Jänner 4 Tage genießen zum Preis von 3!

Großer Erfolg für das Natur & Aktiv Hotel Rogen: Der Familienbetrieb aus Spinges erreichte beim renommierten Green Monarch Award den hervorragenden zweiten Platz. Ausgezeichnet werden Betriebe, die besonders nachhaltig wirtschaften und sozial verantwortlich handeln. Zur Preisverleihung reisten Ewald und Monika Rogen mit ihren Töchtern Lisa Maria und Jasmin sowie Rezeptionistin Julia in die deutsche Hauptstadt. „Wir sind sehr stolz und danken allen, die an uns geglaubt haben“, so Ewald Rogen. Der Erfolg bestätigt den Weg des Hotels, Urlaub im Einklang mit Natur und Gemeinschaft zu gestalten.

Natur & Aktiv

Hotel Rogen

Familie Ewald Rogen

Dorfstraße 9 39037 Spinges

T 0472 849 478

info@hotel-rogen.it

Zweiter Platz beim Green Monarch Award in Berlin!

eine sein, in der die drei Sprachgruppen vertreten sind. Wir brauchten drei italienische Vertreter, und Fratelli d’Italia und damals noch Lega wollten nur gemeinsam in die Regierung. Es war also eher eine nüchterne Entscheidung aufgrund des Wahlergebnisses. Dafür haben wir so weit wie möglich unsere Vorstellungen in die Regierungsvereinbarung eingebracht. Bei einigen gesellschaftspolitischen Fragen wie etwa Familienformen sind wir von den Vorstellungen unserer Regierungspartner bekanntlich relativ weit entfernt. Um trotzdem gutes Regieren zu gewährleisten, haben wir Toleranz, Vielfalt und Nicht-Diskriminierung ausdrücklich in der Regierungsvereinbarung verankert, um die Rahmenbedingungen abzustecken.

Das Regierungsprogramm wurde damals für die lange Ausarbeitung kritisiert.

Es hat uns letztlich gutgetan. Man muss bedenken, dass unsere Regierungskoalition derzeit aus fünf Parteien besteht – früher haben wir noch über Rom gelacht, und heute ist das auch bei uns Realität. Die Koordination ist viel komplexer als früher. Die vergangenen zwei Jahre haben trotzdem recht gut funktioniert, weil wir im Regierungsprogramm klare Ziele definiert haben.

Kommen wir noch kurz zum Eisacktal, genauer gesagt zum Hochwasserschutz. In Brixen nähert man sich mit den Arbeiten der sensibelsten Zone in Stadtnähe. Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

Wir haben in den vergangenen Jahren bereits viel in den Hochwasserschutz investiert, und die Projekte haben nicht nur das Schutzniveau maßgeblich erhöht, sondern auch landschaftlich zu einer Verbesserung geführt. Genau

so soll das Projekt „Stadt Land Fluss“ weitergehen: Die nächste Phase im Bereich der Adlerbrücke ist bekanntlich komplex. Die Finanzierung ist gesichert – das habe ich dem vorherigen Bürgermeister Peter Brunner und auch seinem Nachfolger Andreas Jungmann zugesagt. Sobald die Projekte bereit sind, ist das Geld da, und der Bau kann losgehen. Anders als bei den vorherigen Bauabschnitten wird dieses Baulos nicht intern von der Agentur für Bevölkerungsschutz durchgeführt, sondern lediglich von ihr koordiniert. Die eigentlichen Arbeiten werden ausgeschrieben, damit man zügig weiterarbeiten kann. Wir müssen neben dem Klimaschutz auch in Resilienz investieren, damit wir im Falle von Hochwassern vorbereitet sind. Heute geben wir jährlich im Durchschnitt bereits das Fünffache für Reparaturmaßnahmen aus als noch vor 20 Jahren. Diese Investitionen sparen also langfristig Geld.

Auf den Abbau der Hochspannungsleitungen wartet man in Milland schon seit vielen Jahren. Wie sieht es hier aus? Wir haben bereits viel weitergebracht, waren aber beim Zeitplan etwas zu optimistisch. Wir haben daran geglaubt, dass Terna so schnell wie versprochen mit dem Abbau beginnen wird. Sie hatten uns zu verstehen gegeben, dass sie dieses Projekt im Eisacktal als Pilotprojekt ansehen; zudem muss es sowieso parallel zum BBT abgeschlossen sein. Das ist nach wie vor möglich, aber da sich der BBT verzögert, ist man bei Terna etwas auf die Bremse getreten. Aber: Der Abbau ist vereinbart, unterschrieben und finanziert. Das Projekt wird mit hundertprozentiger Sicherheit umgesetzt – wenn auch nicht alle Masten bis 2028 abgebaut sein werden, wie wir ursprünglich dachten.

Ich darf kurz zusammenfassen: Insgesamt alles im grünen Bereich?

p LH ARNO

KOMPATSCHER:

„Das Finanzabkommen ist nicht mehr antastbar; hier ist uns Großes gelungen“

Naja, natürlich gibt es weitere Herausforderungen, etwa das Thema Sicherheit. Die gesellschaftlichen Veränderungen und insbesondere die mangelnde Integration von Zuwanderern haben zu realen Veränderungen geführt. Wir müssen jetzt mehr in Prävention, Überwachung und Kontrolle investieren und jedenfalls gewährleisten, dass die Verletzung von Regeln konsequent bestraft wird. Andererseits weicht das Sicherheitsempfinden der Menschen mitunter recht deutlich von der Realität ab. Eine Wahlveranstaltung in Villanders im vergangenen Frühjahr war für mich ein Schlüsselerlebnis: Man hatte mir berichtet, dass im Villanderer Gemeindewahlkampf das Thema Sicherheit besonders heftig diskutiert wurde. Als ich deshalb bei der Veranstaltung fragte, was konkret in Villanders passiert sei, herrschte lange Stille. Erst nach einer Weile antwortete jemand, dass in Villanders in dieser Hinsicht alles ruhig sei. Auch in diesem Zusammenhang muss es uns gelingen, von überzogener Wahrnehmung und aufgepeitschter Stimmung zu einer realitätsbezogenen Einordnung zu gelangen. Nicht schönreden, sondern genau hinsehen, aber auch mit einer gewissen Sachlichkeit die Dinge betrachten: Es stimmt, heutzutage passiert mehr als früher, aber Südtirol insgesamt ist nach wie vor ein sicherer Ort. Wir müssen ehrlich über vorhandene Probleme sprechen und sie auch konkret angehen. Dann werden wir feststellen: Wir haben in diesem wie auch in anderen Bereichen neue und zusätzliche Herausforderungen und Probleme, aber wir haben auch die Möglichkeiten, sie zu bewältigen.

Gemeinschaft stiften

BRIXEN: Kolping Brixen – das ist weit mehr als die Mensa in der Fallmerayerstraße. Der Verein steht für Gemeinschaft und stellt ganz klar den Menschen in den Mittelpunkt seines Tuns.

„Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist“, zitiert Joachim Kerer, Vorsitzender der Brixner Kolpingsfamilie, den Gründervater Adolph Kolping, und unterstreicht einmal mehr die sozial-christliche Ausrichtung dieses Traditionsvereins. 1857 als Katholischer Gesellenverein gegründet, noch zu Lebzeiten von Adolph Kolping (1813–1865) und nach Bozen und Meran als dritter seiner Art in Südtirol, setzt sich der Verein seit mehr als 150 Jahren für soziale Belange in Brixen und darüber hinaus ein.

„Der Name Kolpingsfamilie ist für mich absolut treffend“, sagt Joachim Kerer, „denn wir verstehen uns als Verein, der allen Generationen und Gesellschaftsschichten offensteht, und wir versuchen, den Mitgliedern einen Ort zu bieten, an dem sie sich wohlfühlen.“

Rund zwölf Veranstaltungen pro Jahr organisiert die Brixner Kolpingsfamilie, darunter das traditionelle Treffen im November, bei dem die neuen Mitglieder vorgestellt werden, die Teilnahme am

Rorate der Vereine am ersten Adventsonntag, die Vollversammlung im März, zwei Ganztagesausflüge und das Jahrestörggelen in der eigenen Mensa. Im Mai dieses Jahres war die Kolpingsfamilie außerdem in Regensburg zu Besuch, da Kolping Brixen und Kolping Regensburg einander seit Jahrzehnten eng verbunden sind und der Bezirksverband Regensburg heuer sein 150-jähriges Bestehen feierte. Im Mittelpunkt aller Treffen und Veranstaltungen stehen dabei immer der Mensch und die Gemeinschaft. „Diese Fahrten, Ausflüge und Veranstaltungen schreiben wir für Mitglieder und Freunde aus“, erklärt Kerer, „sie stehen somit allen Interessierten offen, die daran teilnehmen oder uns kennenlernen möchten.“ Angekündigt werden sie auf der Website, im viermal jährlich erscheinenden Mitgliederblatt sowie im Schaukasten des Vereins im Durchgang neben der Südtiroler Volksbank.

161 Mitglieder zählt Kolping Brixen derzeit. Dabei gibt es

durchaus noch Luft nach oben, und neue Mitglieder, die sich sozial engagieren möchten oder auch Austausch mit anderen Menschen suchen, sind herzlich willkommen. Der Verein hat für alle Generationen Platz. Das jüngste Mitglied ist 24 Jahre alt. Besonders stark vertreten unter den Mitgliedern sind die Jahrgänge, die heute zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. „Ich selbst kam als Jugendlicher zu Kolping durch meine Freundschaft mit dem Sohn des damaligen Vorsitzenden“, erinnert sich Kerer. „Damals war die Kolping-Jugend sehr aktiv.“ Heute ist es für einen Verein wie Kolping Brixen schwierig, mit den vielen attraktiven Freizeitangeboten für Jugendliche mitzuhalten. Deswegen konzentriert sich der Verein darauf, Menschen ab 30 anzusprechen und sie für ihre sozialen Themen und Belange zu begeistern.

Wer war Adolph Kolping?

Adolph Kolping, der Gründer, war ein deutscher Priester und

Sozialreformer. Er hatte selbst als Schustergeselle das Elend und die schlechten Arbeitsbedingungen der damaligen Gesellen kennengelernt und gründete 1849 in Köln den „Katholischen Gesellenverein“ zu deren Unterstützung. Rasch entstanden vielerorts Vereine nach der Idee des Gründervaters, und in den Städten boten deren Gesellenhäuser den zumeist jungen Gesellen während ihrer Wanderjahre Unterkunft, Bildungsmöglichkeiten und ein Gemeinschaftsgefühl. „Heute gibt es weltweit in 60 Ländern rund 9.700 Kolpingsfamilien mit etwa 400.000 Mitgliedern“, weiß Kerer. Obwohl Adolph Kolpings Ideale also längst in der ganzen Welt Fuß gefasst haben, agieren die Vereine für sich. „Wir sind autonom“, unterstreicht auch Kerer. Das ist ihm wichtig. Und das ermöglicht es dem Verein, sich in seinem Engagement auf Brixen und Umgebung zu konzentrieren und etwa Spenden gezielt nach den eigenen Vorstellungen einzusetzen.

Kolpinghaus Brixen von oben – Treffpunkt für Gemeinschaft und Engagement

Aushängeschild Mensa

Der soziale Gedanke spielt auch im Betrieb der Mensa im neuen Kolpinghaus in der Fallmerayerstraße eine Rolle. Sie will heute einmal mehr ein Treffpunkt für Menschen unterschiedlichster Berufe sein und steht allen offen. „Die Qualität der Speisen ist uns sehr wichtig. Zugleich wollen wir sie zu einem sozial vernünftigen Preis anbieten“, betont Kerer. „Der Gast soll sich in der Mensa wohlfühlen, freundlich empfangen werden, leicht hinkommen – wir haben beispielsweise Parkplätze – und während seiner Mittagspause in der Mensa eine gute Zeit erleben.“ Entspannen lässt es sich auch in der Bar, die, anders als die Mensa, auch vormittags und nachmittags bis 15:30 Uhr geöffnet hat. Elf Mitarbeiter sind in der Mensa und in der Bar in Brixen beschäftigt, weitere vier arbeiten in der Verwaltung und im Studentenheim. Außerdem bietet die Mensa Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren und so Berufserfahrung zu sammeln und sich weiterzuentwickeln.

Ein Zuhause für Studierende

„Das Studentenheim im neuen Kolpinghaus bewohnen und bewohnten sowohl Studierende aus Südtirol und Italien als auch internationale Studierende aus Europa und sogar aus Amerika“, erzählt Christoph Leitner, Geschäftsführer des Vereins Kolpinghaus Brixen. „Es ist uns wichtig, dass sie sich im Heim wohlfühlen, dass sie hier eine Gemeinschaft erleben, an die sie sich später auch noch gerne erinnern.“ 49 Einzelzimmer, ausgestattet mit einem eigenen Bad, umfasst das Heim. Daneben gibt es eine Gemeinschaftsküche, meh-

rere Gemeinschaftsräume und eine Dachterrasse. Im Sommer fragen vor allem die Studierenden, die die Sommerkurse der Universität von Padua besuchen, die Heimplätze im Kolpinghaus an.

Rückblick und Zukunftsvisionen

Die Zeichen der Zeit zu erkennen und darauf im christlichen Sinne zu reagieren bedeutet für Kolping Brixen auch, Visionen für die Zukunft zu entwickeln – derzeit ganz konkret für das alte Kolpinghaus. Das historische Gebäude in der Fallmerayerstraße wurde in den Jahren 1909 und 1910 vom Katholischen Gesellenverein errichtet, dem Vorgängerverein der heutigen Kolpingsfamilie. Während der Zeit des Faschismus wurde dieser gezwungen, seine Tätigkeit einzustellen. „Das Gebäude wurde der Kirche übertragen, um es vor dem Zugriff der Faschisten zu retten“, fasst Kerer die Geschichte des historischen Kolpinghauses zusammen. Als nach dem Krieg die Vereinstätigkeit schrittweise wieder aufgebaut wurde, begann eine jahrzehntelange rechtliche Klärung über das Eigentum. Als vorläufige Lösung wurde das Grundstück in zwei Parzellen geteilt. „Wir bekamen das Oberflächennutzungsrecht für die Parzelle, wo früher der alte Veranstaltungssaal stand. Viele Brixnerinnen und Brixner werden sich an die zahlreichen Veranstaltungen in jenem Saal erinnern, der vor dem Bau des Brixner Forums zu den wenigen für Großveranstaltungen geeigneten Räumen in Brixen zählte. Auf dieser Parzelle haben wir in den Jahren 2004 und 2005 das ‚neue Kolpinghaus‘ errichtet, in welchem Studenten untergebracht sind. Im ‚alten Kolpinghaus‘, das auf der

anderen Parzelle steht, wurden Arbeiter, Gesellen und Lehrlinge untergebracht. Die Mensa, die sich heute im Erdgeschoss des neuen Kolpinghauses befindet, war vor dem Neubau ebenfalls im Tiefparterre des alten Kolpinghauses angesiedelt.“

Als sich der Neubau des neuen Kolpinghauses abzeichnete und so die wirtschaftliche Tätigkeit von Kolping Brixen stark zunahm, wurde zu diesem Zweck eine eigene Rechtsperson gegründet, und zwar der Verein Kolpinghaus Brixen. Im Jahr 2006 nahmen die neue Mensa und das Studentenheim ihren Betrieb auf.

Seit 2021 hält der Verein Kolpinghaus Brixen das Eigentum am neuen und alten Kolpinghaus mit Ausnahme der Räume, in denen die Pfarrei Brixen soziale Dienste wie den Vinzenzverein untergebracht hat.

Für das alte Kolpinghaus gilt es nun, eine neue sinnvolle Nutzung zu entwickeln. Eigentlich war dort eine Erweiterung des bestehenden Studentenheims geplant, aber die Zahl der Studierenden in Brixen ist rückläufig. „Was wir uns bis vor Kurzem nicht vorstellen konnten, ist heuer eingetreten: Das Heim ist zum ersten Mal nicht vollständig belegt“, sagt Christoph Leitner. Dementsprechend wird derzeit auch über andere Nutzungsmöglichkeiten für das alte Kolpinghaus nachgedacht, wie beispielsweise Wohneinheiten für Fachkräfte im medizinischen Bereich oder für betreutes Wohnen; eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.

„Der Umbau selbst wird wohl Millionen kosten und kann allein von unserem Verein ohne Gewinnabsicht nicht gestemmt werden“, sagt Kerer. Mit der Landesverwaltung ist man diesbezüglich im Gespräch. Eines ist jedoch sicher: Der soziale Zweck soll weiterhin in jeder Einrichtung gelebt werden – sowohl in den bereits bestehenden als auch in der noch zu adaptierenden Kolpinghaushälfte in der Fallmerayerstraße – ganz im Sinne der christlichen Nächstenliebe und dem sozialen Auftrag Adolph Kolpings: nahe an den Menschen und ihren Nöten und am Puls der Zeit. johanna.bampi@brixner.info

GESUNDHEIT IST VERTRAUENSSACHE

Urologie für jede Lebensphase

Viele urologische Erkrankungen – wie Prostatakrebs oder Blasenerkrankungen –verursachen lange Zeit keine Beschwerden. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, besonders ab dem 45. Lebensjahr. Ein kurzer Termin kann langfristig den Unterschied machen.

DR. HERBERT GRUNSER deckt das gesamte Spektrum der Urologie und Andrologie ab. Von Vorsorgeuntersuchungen bis zu akut auftretenden urologischen Beschwerden – Dr. Grunser stellt die Diagnose und behandelt die vorliegende Pathologie. Er kann dabei auf jahrzehntelange Erfahrung im klinischen Bereich zurückgreifen.

Vormerkungen unter: info@brixsana.it 0472 824800

Kontakt Dr. Grunser: herbert.grunser@brixsana.it 0472 824844 www.urologiegrunser.it

Joachim Kerer: „Der Verein steht allen Generationen offen“
Christoph Leitner: „Das Heim ist zum ersten Mal nicht vollständig belegt“

Ein Juwel für Kinder

BRIXEN: Zwei Jahre lang lag der Kindergarten Elvas im Dornröschenschlaf. Im Herbst 2026 soll er seine Türen wieder öffnen – mit neuen Ansätzen.

Nur wenige Jahre nach dem vollendeten Neubau wurde der Kindergarten Elvas vor zwei Jahren geschlossen. Die Zahl der eingeschriebenen Kinder reichte nicht aus, um die Weiterführung zu ermöglichen, obwohl die betroffenen Familien des Dorfes, die ganze Dorfgemeinschaft, die Gemeindeverwaltung und die Kindergartendirektion versucht hatten, Einschreibungen auch von außerhalb der Fraktion anzuregen. Doch trotz der „Zwangspause“ im Kindergarten Elvas blieben die direkt und indirekt Betroffenen am Ball: Stadträtin Bettina Kerer machte sich gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung und der Kindergartendirektion auf Gemeinde- und auf Landesebene für eine Wiedereröffnung stark. Darüber hinaus setzten der SVP-Ortsausschuss Elvas und die Familien des Dorfes alle möglichen Hebel in Bewegung, um wieder Leben in ihren Kindergarten zu bringen.

Im Zuge der Bemühungen um den Kindergarten im Ruhemodus wurden viele Ideen geboren, wie man ihm nicht nur wieder Leben einhauchen könnte, sondern dieses auch in der Zukunft aktiv und attraktiv gestalten könnte.

Der „Brixner“ hat sich mit der Stadträtin Bettina Kerer, der verantwortlichen Führungskraft in der Gemeinde, Alessandra Scorrano, und der Kindergartendirektorin Bernadette Grießmair getroffen, um dies näher zu beleuchten

Froh um die Wiedereröffnung

Im Gespräch wird schnell klar, dass der Kindergarten Elvas allen Beteiligten zu einer Herzensangelegenheit geworden ist und sie mit

vereinten Kräften an einem Strang ziehen. „Der Kindergarten Elvas ist ein Juwel, und es ist ein Muss, dass wir für ihn alles Erdenkliche tun“, so Kerer. Die Zahlen lassen es zu, dass im Herbst 2026 wieder geöffnet wird. Auch bezüglich der Bildungszeiten wurde mit den zuständigen Landesbehörden verhandelt: „Wir haben erreicht, dass die Bildungszeit bis 14.30 Uhr garantiert wird, auch wenn für eine niedrige Kinderanzahl normalerweise um 12.30 Uhr Schluss wäre. Die Betreuung bis nachmittags ist für viele Familien nämlich ein Knackpunkt in der Entscheidung für oder gegen ein Betreuungsangebot“, erläutert die Stadträtin. Alessandra Scorrano blickt zuversichtlich auf die Entwicklung in Elvas: „Während der letzten Jahre wurden in Elvas wieder mehr Geburten verzeichnet, und das ist eine wesentliche Voraussetzung für Kindergarten und Schule. Für nächsten Herbst könnten theoretisch somit schon allein aus Elvas sechs Kinder in den Kindergarten eingeschrieben werden.“ Auch Kindergartendirektorin Grießmair ist glücklich darüber, dass die demografische Entwicklung Entwarnung gegeben hat, denn „je länger eine Schließung anhält, desto schwieriger ist eine Wiederöffnung.“

Jahrgangsübergreifendes Lernen als neues Konzept

Bereits vor zwei Jahren überlegten die von der Schließung betroffenen Familien und Institutionen, wie der Kindergarten Elvas auch für Kinder von außerhalb des Dorfes attraktiv gestaltet werden könnte. Viele interessante

Ideen wurden geboren und haben sich nun zu konkreten Plänen entwickelt. „Wir möchten die besondere Ausgangslage in Elvas nutzen, um den Besuchern des Kindergartens, der Grundschule und auch dem Dorf etwas Besonderes zu bieten“, erklärt Kerer. Der Kindergarten eigne sich dank seiner Lage ideal: Er befindet sich mitten im Dorf, ist trotzdem ein Ort der Ruhe und in unmittelbarer Nähe naturnaher Räume. „Er bildet zudem eine Einheit mit der Grundschule und ermöglicht auch dadurch viel Zusammenarbeit.“ Um längerfristig sowohl Kindergarten als auch Grundschule für das Dorf zu erhalten, möchten die zuständigen Direktionen neue Wege beschreiten.

„Elvas bietet viele Möglichkeiten“, sagt auch Grießmair. „Eine stufenübergreifende gemeinsame Arbeit zwischen Kindergarten und Grundschule ist vielfach möglich. So könnten die Kinder zusammen in der Mensa essen und die angrenzende Bibliothek gemeinsam nutzen. Erstklässler und größere Kindergartenkinder könnten auch mal zusammensitzen oder spielen, und gemeinsame Aktionen mit Institutionen von außen wie der Musikschule oder Vereinen aus Kultur und Sport könnten organisiert werden.“ Das pädagogische Prinzip des jahrgangsübergreifenden Lernens ließe sich in vielerlei Hinsicht umsetzen. Die bisherigen positiven Erfahrungen in der Ausarbeitung des Konzepts mit Ulrike Hofer, der Direktorin des Grundschulsprengels Brixen, bestärken alle Beteiligten auch in der Überzeugung, die vorhandenen bürokratischen Hürden meistern zu können.

Offen für alle

Anders als in der Vergangenheit steht der Kindergarten Elvas bei den Einschreibungen im Jänner allen Familien der Gemeinde Brixen offen. Waren früher nur Eltern und Kinder aus den Fraktionen Kranebitt und Elvas angesprochen, öffnet man seit zwei Jahren die Türen für alle Interessierten. „Familien, die sich durch das dörfliche Ambiente, die Ruhe und Naturnähe des Kindergartens, die familiäre Größe und unsere innovativen Projekte angesprochen fühlen, sind in Elvas herzlich willkommen“, so Kerer. „Viele Kinder der Stadtkindergärten lernten die Umgebung in Elvas bereits während der Waldwochen kennen und lieben; in Zukunft könnten diese Projekte in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten des Dorfes realisiert werden“, ergänzt Grießmair. „Das wäre eine gute Möglichkeit, über die berühmten Gartenzäune zu blicken.“

Kindergartendirektorin Bernadette Grießmair, Stadträtin Bettina Kerer und die verantwortliche Führungskraft, Alessandra Scorrano (von links), planen die Zukunft des Kindergartens Elvas

Flucht nach vorne

Elvas ist nicht der erste Ort in Südtirol, wo aus der Not Tugenden erwachsen sind. Im etwas abgelegenen Bergdorf Sulden mit 400 Einwohnern entstand vor elf Jahren aus dem Kindergarten und der Grundschule das „Bildungshaus Sulden“: Eine Arbeitsgruppe hatte sich in einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg Ideen geholt, sie mit den Suldner Eltern besprochen und schließlich umgesetzt. Aus dem Pilotprojekt ist mittlerweile eine stufenübergreifende Institution geworden, von der nicht nur die Familien schwärmen, sondern das gesamte Dorf begeistert ist. Zwischen 30 und 40 Kinder wachsen und lernen gemeinsam in ihrem Bildungshaus. Kindergarten und Grundschule begleiten sie gemeinsam in den Lern- und Spielzeiten, in institutions- und jahrgangsübergreifenden Gruppen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind, das eine durchgängige Bildungsbiografie erleben darf und dem auch der fließende Übergang vom Kindergarten in

die Grundschule leichter fällt. Ganz nebenbei werden viele Synergien genutzt und Ressourcen gebündelt. Das Bildungshaus wird von der Dorfgemeinschaft geschätzt und mitgetragen und stärkt diese mit gemeinsamen Aktionen wie beispielsweise Festen. Für die Kinder bietet dieses Konzept eine Verwurzelung im Dorf von Anfang an.

Fundament für die Zukunft

Die gemeinsamen Bemühungen um den Kindergarten Elvas ließen bei allen Beteiligten Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl wachsen. Kerer, Grießmair und Scorrano machen im Gespräch deutlich, dass sie sich für mehr als nur die Bildung von Drei- bis Fünfjährigen verantwortlich fühlen. „Kindergarten und Schule sind das Fundament für eine Dorfgemeinschaft“, fasst Scorrano die einheitliche Meinung zusammen: „Wer zusammen aufwächst, gemeinsam spielt und lernt, ist in einem sozialen Gefüge aufgehoben und fühlt

sich auch für dieses verantwortlich – als Kind, als Jugendlicher und später als Erwachsener.“ Mit der Neueröffnung und einer Umsetzung des Pilotprojekts ab Herbst 2027 möchten sie diesen sozialen Aspekt noch stärker betonen und die Entwicklung der Dorfgemeinschaft stärken. „Ob in sozialer oder wirtschaftlicher Hinsicht: Es ist für uns alle sinnvoll, unsere Kräfte und Ressourcen zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen“, ist Scorrano überzeugt. sabine.dejakum@brixner.info

Einschreibungen:

Die Einschreibungen in den Kindergarten erfolgen in der Gemeinde Brixen vom 8. bis zum 16. Jänner 2026 auf den Online-Diensten in MYCIVIS. Für Informationen kann man sich an den Kindergartensprengel Brixen oder die Grundschule Elvas (gs.elvas@schule.suedtirol. it, Tel. 0472 8355276) wenden.

Wir wünschen alles Gute und viel Gesundheit im neuen Jahr !
Der Kindergarten und die Grundschule in Elvas bieten Raum zum Lernen und Wachsen

BRIXEN

Nein zu Gewalt an Frauen

Der Zonta Club Brixen beteiligt sich als Teil der weltweiten Initiative Zonta International aktiv an der Kampagne „Zonta Says NO to Violence Against Women” gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Mit Fahnen am Kreisverkehr im Norden von Brixen machten die Mitglieder auf dieses Thema aufmerksam. Zusätzlich erstrahlte auf ihre Initiative hin der Kleine Graben am 25. November in leuchtendem Orange als Teil der weltweiten Aktion „Orange the World”. Diese Kampagne, die in jedem Jahr vom 25. November (Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen) bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) läuft, setzt ein Zeichen für eine gewaltfreie Zukunft und wurde von UN Women ins Leben gerufen. Der Zonta Club Brixen wurde 1989 gegründet und steht in der Tradition der Gründerinnen des ersten Frauenclubs

aus Buffalo in New York. Ziel war und ist es, die soziale, politische, wirtschaftliche und berufliche Stellung von Frauen und Mädchen zu stärken. Weltweit engagieren sich rund 30.000 Frauen in 67 Ländern in Zonta-Serviceclubs. Durch die Aktionen in Brixen wird verdeutlicht, dass Gewalt gegen Frauen kein Randthema ist, sondern ein weitverbreitetes Problem, das Aufmerksamkeit und Solidarität er-

Die Mensa Brixen Sozialgenossenschaft feiert 30 Jahre erfolgreiche Arbeit. Seit drei Jahrzehnten versorgt sie die Beschäftigten der

Industriezone Brixen mit hochwertigen und preiswerten Mittagessen und bietet gleichzeitig Menschen mit Beeinträchtigung

Mit dem Ankauf von 23 modernen Medizin-Großgeräten für Südtirols Krankenhäuser aus PNRRMitteln wurden die diagnostischen Möglichkeiten deutlich erweitert. Für das Krankenhaus Brixen wurden zwei fest installierte Radiologiesysteme und ein Mammographiegerät erworben.

BRIXEN

fordert. Der Mut, mit Farbe, Licht und sichtbaren Zeichen die Lebenswelten von Millionen Frauen sichtbar zu machen, soll zum Nachdenken und Handeln anregen. Der Zonta Club Brixen setzt damit ein starkes, öffentliches „Nein“ gegen Gewalt, für eine Welt, in der Frauen und Mädchen frei, sicher und gleichberechtigt leben können. lv

30 Jahre Mensa Brixen

entlohnte Arbeitsplätze in einem unterstützenden Umfeld. Am 27. November würdigte der Genossenschaftsverband Coopbund Alto Adige Südtirol die Mensa in der Julius-Durst-Straße für ihr langjähriges Engagement. Präsident Leo Kerschbaumer betonte die doppelte soziale Verantwortung: gesunde, erschwingliche Mahlzeiten und die Förderung der Mitarbeitenden. Auch Bürgermeister Andreas Jungmann lobte die Mensa als Vorbild für die Verbindung von wirtschaftlichem Handeln und sozialer Verantwortung. Rund 400 Mittagessen werden täglich von

Die Einschreibungen für das Kindergartenjahr 2026/27 finden vom 8. bis 16. Januar 2026 ausschließlich online über MyCivis statt. Eingeschrieben werden können alle Kinder, die bis 31. Dezember 2026 drei Jahre alt werden, verpflichtend ist die Einschreibung für Kinder mit Geburtsdatum zwischen 1. Mai 2021 und 30. April 2022.

17 Mitarbeitenden zubereitet, darunter fünf Menschen mit Beeinträchtigung. Viele fanden über die Arbeit in der Mensa den Weg in betreutes oder selbstständiges Wohnen. Für diese gelebte Integration erhielt die Mensa mehrfach Auszeichnungen. Die Feier nutzte die Genossenschaft zudem, um ihr neues Logo mit dem doppelten Herzen vorzustellen und den Start ihrer Social-Media-Präsenz ab Januar anzukündigen. Die Mensa Brixen bleibt damit ein fixer Treffpunkt für Mittagessen, Begegnung und Gemeinschaft. lv

Der Nikolaus war in diesem Jahr zum ersten Mal auch auf der Plose anzutreffen: Am Vormittag des 6. Dezembers besuchte der Nikolaus die Kinder auf den Skipisten. Begleitet wurde er von zwei Brixner Weihnachtsengeln. Am Nachmittag zog er dann wie üblich durch die Brixner Altstadt.

Herr Pichler, was bedeutet das Sternsingen für Brixen – und wie läuft die Vorbereitung ab?

Das Sternsingen ist eine Aktion der Pfarrei Brixen und Teil der südtirolweiten Initiative der Katholischen Jungschar. Die Vorbereitung beginnt bereits im Oktober: Straßen werden eingeteilt, Versicherungen und Dokumente organisiert, die Gewänder für die Sternsinger hergerichtet. Rund 120 Kinder ziehen am 29. und 30. Dezember durch die Stadt, begleitet von freiwilligen Erwachsenen, deren Unterstützung entscheidend ist. Ziel ist es, möglichst viele Haushalte zu erreichen – und

„Von Wertschätzung geprägt“

HEINRICH PICHLER, vom Sternsinger-Komitee Brixen über die Vorbereitung der alljährlichen Sternsingeraktion und die Motivation der Kinder.

dabei einen doppelten Besuch zu vermeiden. Heuer gehen die Spenden, die gesammelt werden, an ein Waisenhaus in Indonesien, das dringend zusätzliche Betten benötigt.

Was motiviert die Kinder, und was macht ihnen Freude?

Für die Kinder ist das gemeinsame Unterwegssein von zentraler Bedeutung. Sie üben Gedichte ein, tragen sie auf Deutsch oder Italienisch vor und freuen sich über jede geöffnete Tür. Oft entsteht zwischen den Gruppen ein kleiner Wettbewerb darum, wer mehr Spenden sammelt. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein der Kin-

der, mit der Aktion etwas Gutes zu bewirken.

Wie erleben Sie die Begegnungen an den Haustüren?

Die Rückmeldungen sind überwiegend positiv: Ältere Menschen schätzen den Segen, jüngere erinnern sich an die eigene Teilnahme und freuen sich, dass die Tradition weitergetragen wird. Viele italienischsprachige Familien kennen den Brauch nicht, reagieren aber interessiert. Viele Begegnungen zeigen Wertschätzung – manchmal sogar mit einer kleinen Aufmerksamkeit wie einem Getränk oder einem „Gipfele“ in einer Bar. magdalena.lang@brixner.info

Jugendliche ausgezeichnet

Am 3. Dezember fand im Oberschulzentrum „Jakob Philipp Fallmerayer“ in Brixen die Preisverleihung „Il dono di Giglia – Giglias Gabe“ der Stiftung „The Penguin“ statt. Der Preis wird an Jugendliche vergeben, die sich durch soziales Handeln ausgezeichnet haben. Dieses Jahr wurden vier Jugendliche prämiert, die von ihren Schulen nominiert worden waren: Alex Egger engagiert sich in seiner Freizeit beim Weißen Kreuz; dort hilft er vielen Menschen und bildet sich ständig weiter. Auch in der Schule agiert er als Schulsanitäter und zeigt durch sein Handeln Zivilcourage. Sanna Mair und Miriam Trockner setzen sich seit drei Jahren für nachhaltigen Kleiderkonsum ein. Die beiden Schülerinnen arbeiten

in ihrer Freizeit am schulinternen Kleidungstausch und ermutigen Mitschüler und Mitschülerinnen aktiv, die Umwelt zu schützen und ihren Konsum zu überdenken. Giacomo Milan interessiert sich für Wissenschaft und möchte das Leben von Menschen durch das Entwickeln von neuen Therapien erleichtern. Er zeigt große Empathie gegenüber seinen Mitmenschen und ist ein großzügiger und hilfsbereiter Mensch. Die Stiftung „The Penguin“ möchte mit diesem Preis auf positives Verhalten von Jugendlichen aufmerksam machen und andere Jugendliche dazu anregen, sich ebenfalls verantwortungsbewusst und sozial zu verhalten. hh

Die Bezirksführung der Jungen Generation (JG) der SVP im Eisacktal steht unter einer neuen Leitung: Aaron Piras übernimmt als Bezirksjugendreferent das Ruder. Anfang Dezember trat die Junge Generation vom Eisacktal zusammen, um die Spitze neu zu

wählen. Die bisherige Vorsitzende Lia Vontavon stand aufgrund ihres Wechsels in den Landesvorstand der JG nicht mehr zur Verfügung. Piras wird von Nadine Fischnaller, Peter Stoffner und Anna Felderer als Stellvertreter und Stellvertreterinnen unterstützt. „Dialog, ernst-

Neue Führung bei der JG Eisacktal

hafte Mitsprache der Jugend sowie Themen wie Identität und Heimatverbundenheit“ stehen im Fokus der neuen Leitung. Piras betont: „Junge Menschen wollen ernsthafte Mitbestimmung. Wir verstehen uns als Sprachrohr, das ihre Interessen vertritt und weiterträgt.“ Zugleich will das Team selbst Akzente setzen: „Wir möchten über Initiativen und Veranstaltungen Möglichkeiten zur Teilnahme schaffen und bewusst den Austausch fördern.“ Zentrale Anliegen sind neben der Jugendbeteiligung auch die Themen Wohnen

sowie Identität und Autonomie. Die neue Bezirksleitung will sich aktiv in parteiinterne Diskussionen einbringen. Zum Abschluss bedankte sich das Team bei der scheidenden Vorsitzenden und versprach, mit Engagement und Tatkraft die Arbeit für den Bezirk und die Partei fortzuführen. Im Bild (von links): JG-Vorsitzende Anna Künig, Lia Vontavon, der neue Bezirksjugendreferent Aaron Piras, Nadine Fischnaller, Peter Stoffner, Anna Felderer und Alex Fischer. av

Residence Albin – Wohnen mit Stil

Moderne Architektur, hochwertige Bauweise und eine ideale Lage – perfekt für Singles, Paare und Familien

Ihre Vorteile auf einen Blick:

г Am nördlichen Stadtrand von Brixen – zentrumsnah

г Baubeginn: Februar 2026 | KlimaHaus A-Nature

г Vielfältige Wohnungsgrößen: 1-Zimmer-, 2-Zimmer-, Familienwohnungen

г Balkon, Terrasse oder Garten für jede Wohneinheit

г Flexible Grundrissgestaltung vor Baubeginn möglich

г Direkt vom Bauträger – KEINE Maklerprovision

Bea Goller Immobilien GmbH | Tel. 376 1294776

BRIXEN
Foto: Franco Coccagna

BRIXEN/SÜDTIROL

Offener Umgang mit einem Trauma

Am 8. Dezember zeigte der Filmclub Brixen im Astra den Dokumentarfilm „Despite the Scars – Auch wenn Narben bleiben“ von Felix Rier. Der Kinosaal war gut gefüllt – trotz oder vielleicht gerade wegen der schweren Thematik. Der Film begleitete

Thea Malfertheiner bei der Verarbeitung einer Gruppenvergewaltigung. Sie ist professionelle Tänzerin, und der Tanz hilft ihr, das emotionale und körperliche Trauma zu verarbeiten. Während Malfertheiner eine neue Beziehung beginnt und durch die Geburt ihres

SAUBER. SICHER. ENTSORGT.

• Reinigung von Heizöltanks

• Entleerung von Klärgruben

• Kanalreinigung, Ortung, Sanierung und TV-Inspektion

• 360° Ölabscheider-Service

• Reinigung und Wartung von Öl- und Fettabscheidern

• Dichtheitsprüfungen von Leitungen und Schächten

Sohnes das Glück der Mutterschaft erfährt, stellt sie sich die Frage, ob echte Heilung überhaupt möglich ist. Im anschließenden Gespräch zwischen Malfertheiner und Rier, moderiert von Katrin Gottardi, wurde die zentrale Botschaft dieses Projekts noch einmal klar hervor-

gehoben. Malfertheiner spürte eine Verantwortung, ihre Geschichte zu erzählen – stellvertretend für die vielen Übergriffe und Gewalttaten, die nie öffentlich werden. Jede dritte Frau wird in ihrem Leben Opfer von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt. Rier erläuterte die Besonderheit seiner Arbeit: Er war zugleich Wegbegleiter, Freund und Regisseur. Ein festes Drehbuch gab es nicht, denn Heilung folgt keiner linearen Dramaturgie. Die Kontrolle über die gezeigten Bilder blieb bis in den Schnittraum hinein bei Malfertheiner selbst. Sie beschrieb zudem die Kraft des freien Tanzes, ihrem Trauma zu begegnen und Schritt für Schritt Vertrauen zurückzugewinnen. Ein Appell für gesunde Männlichkeit rundete den eindrucksvollen Abend ab. In Südtirol können sich Frauen in Gewaltsituationen rund um die Uhr an die kostenlose Notruflinie wenden: 800 601 330. jmf

Wir bedanken uns bei unseren Kundinnen und Kunden für ihr entgegengebrachtes Vertrauen und wünschen allen ein gutes neues Jahr!

MÜHLBACH/NATZ-SCHABS

Gemeinschaft am Mittagstisch fördern

Die Einzugsgemeinden des Seniorenwohnheims Freyenthurn bieten ab 1. Jänner einen Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren an. Teil-

BRIXEN

nehmen können in Natz-Schabs, Mühlbach, Rodeneck oder Vintl ansässige Personen ab dem 70. Lebensjahr, maximal einmal pro

Philosophy-Slam 2025

Der Philosophy-Slam wurde heuer bereits zum dritten Mal von der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen ausgeschrieben. Bei diesem Wettbewerb wurden Beiträge zu verschiedenen philosophischen Fragen vorgetragen. Die Teilnehmenden, darunter sowohl Profi- als auch Hobbyphilosophen, konnten Vorschläge einreichen. Sechs Beiträge wurden zum Wettbewerb zugelassen und am 20. November im Jugendzentrum Kass in Brixen vorgetragen. Die Moderatorin des Abends war Lene Morgenstern, eine bekannte Moderatorin und Slammerin. Winfried Löffler,

Woche. „Der Mittagstisch wird von Montag bis Donnerstag von 12 bis 13.30 Uhr in der Küche des Wohnbereichs 1 angeboten. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Beisammensein bei einem Kartenspiel oder einem Gespräch im Klostercafé fortzusetzen“, erklärt Verwaltungsleiterin Barbara Seidner. Das Mittagessen kostet 13,50 Euro und umfasst Hauptgericht, Naturwasser, Salat und Nachtisch. Davon übernimmt die jeweilige Wohnsitzgemeinde 5,50 Euro, die Nutzer zahlen acht Euro selbst. Die Anmeldung ist bis 9 Uhr im Sekretariat möglich. „Das Projekt ist vorerst bis Juni 2026 befristet. Nach drei Monaten ist eine erste Zwischenevaluierung vorgesehen,

BRIXEN/SÜDTIROL
Neue

österreichischer Philosoph und Universitätsprofessor, der am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck lehrt, gewann den Philosophy-Slam mit seinem Kabarett „Es geht um die Wurst“. In seinem Vortrag thematisierte er Platons Ideenlehre, Geometrie und die aktuelle Diskussion des EU-Parlaments über das Verbot von Begriffen wie „Veggie-Wurst“. Da Löffler jeden Donnerstag an der PhilosophischTheologischen Hochschule in Brixen Philosophie unterrichtet, wurde er auf den Philosophy-Slam aufmerksam. hh

sobald belastbare Nutzungszahlen vorliegen“, so die Mühlbacher Sozialreferentin Kathrin Oberleitner. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob der Dienst in der bestehenden Form oder als Seniorenmensa weitergeführt wird. Eine Seniorenmensa wäre mehrmals wöchentlich für alle Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren zugänglich, wobei sich der Kostenbeitrag nach Einkommens- und Vermögenssituation richtet. „Ziel des Mittagstisches ist es, die Verpflegung alleinlebender Seniorinnen und Senioren zu verbessern, dem Alltag Struktur zu geben und soziale Kontakte sowie Gemeinschaft zu fördern“, sagt Barbara Seidner. oz

stellvertretende Sanitätsdirektorin

Mit Beschluss Nr. 1171 des Generaldirektors vom 25. November 2025 wurde Dr. Elisabeth Montel zur neuen stellvertretenden Sanitätsdirektorin des Südtiroler Sanitätsbetriebes ernannt. Sie übernahm die Funktion zusätzlich zu ihrer derzeitigen Position als Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen am 1. Dezember. Sie folgt auf Dr. Pierpaolo Bertoli, der nach

37 Jahren engagierter Arbeit in den Ruhestand trat. Montel ist seit 2024 Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen und seit 2008 im Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig. Nach dem Medizinstudium an der Universität Verona spezialisierte sie sich auf Hygiene und Präventivmedizin. In ihrer Laufbahn bekleidete sie unter anderem leitende Positionen als ärztliche Direktorin der Krankenhäuser Brixen und Sterzing sowie in der ärztlichen Direktion des Landeskrankenhauses Bozen. „Mit ihrer umfassenden Fachkompetenz, langjährigen Erfahrung und ausgeprägten Führungsqualitäten wird sie künftig maßgeblich zur strategischen Weiterentwicklung des Sanitätsbetriebes beitragen“, so der Sanitätsbetrieb in einer Presseaussendung. Montels Vorgänger, der gebürtige Meraner Dr. Pierpaolo Bertoli, war 1988 in den Sanitätsbetrieb eingetreten und prägte diesen über Jahrzehnte hinweg in verschiedenen leitenden Funktionen. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz während der Corona-Pandemie, in der er als geschäftsführender Sanitätsdirektor Verantwortung in einer der herausforderndsten Phasen des öffentlichen Gesundheitswesens übernahm. lv

Das Schülerheim im Kloster Neustift – Stark fürs

EIN ORT ZUM WACHSEN

Vahrn/Neustift – Morgens um 7:15 Uhr. Im Speisesaal des Schülerheims Kloster Neustift sitzen 85 Jungs zwischen 10 und 18 Jahren beim Frühstück. Sie tauschen sich über das Wochenende aus, lachen. Die Woche beginnt - gemeinsam.

„Wenn Eltern über das Schülerheim Kloster Neustift sprechen, fällt ein Satz immer wieder: Das war die beste Entscheidung für unseren Sohn“, betont der Heimleiter Armin Eisendle. „Das eigene Kind von Montag bis Freitag woanders wohnen zu lassen, ist eine große Entscheidung. Doch wenn sie sehen, wie ihre Söhne hier an Selbständigkeit gewinnen und über sich hinauswachsen, erkennen sie: Das ist ein Geschenk fürs Leben.“ Dabei sei eines sehr wichtig, so Eisendle: „Wir wollen Familien nicht ersetzen, sondern ergänzen.“

Ein Alltag, der trägt

Die Mittelschüler besuchen die Außenstelle der öffentlichen Mittelschule Oswald von Wolkenstein direkt im Haus. Kein langer Schulweg, keine Hektik am Morgen. Die Oberschüler erreichen ihre Gymnasien in Brixen bequem mit dem Citybus oder dem Fahrrad. Nachmittags wird der Klosterhof lebendig: Vier engagierte Erzieherinnen und Erzieher gestalten ein vielseitiges Programm mit klarem Fokus auf Bewegung und Sport. Rugby, Breakdance, Selbstverteidigung, unterstützt von externen Trainern. „Viele entdecken hier zum ersten Mal, dass sie richtig gut in etwas sind“, berichtet Erzieher Andreas. „Spaß und Freude an der Bewegung stehen dabei im Vordergrund.“

Musik verbindet, Freundschaft bleibt

Mit dem Neustifter Schülerheimchor lebt eine jahrhundertealte Tradition weiter. „Manche kommen hierher, weil sie singen wollen. Andere entdecken ihre Liebe zur Musik erst hier“, schildert Eisendle. „Alle erleben Teil von etwas Größerem zu sein, das verbindet.“

Begleitung, die ankommt

„Wir sind nah dran an den Jungs“, erklärt der Heimleiter. „Wir kennen ihre Stärken, ihre Sorgen, ihre Träume.“ Das bedeutet auch: klare Strukturen, verlässliche Tagesabläufe und Zeit für echte Gespräche. Am Freitagnachmittag fahren alle nach Hause, zu ihren Familien, in ihre Dörfer. „Wir sind ein Zuhause auf Zeit“, so Eisendle. „Rückmeldungen der Eltern bestätigen das immer wieder: Mein Sohn ist selbstbewusster geworden. Und das ist das Schöne an unserem Job - Jungs stark fürs Leben zu machen.“

Anmeldungen laufen

Aktuell laufen die Anmeldungen für das Schuljahr 2026/27. Die Plätze sind begrenzt. „Gerne kann ein unverbindliches Infogespräch mit anschließender Besichtigung des Schülerheims vereinbart werden“, sagt Eisendle.

Kontakt: schuelerheim@kloster-neustift.it | Tel. 0472 824 359 Instagram: @schuelerheimklosterneustift

Besuche unsere Homepage!

Der Beständige

PORTRAIT: Bis vor Kurzem war HANSJÖRG BERGMEISTER Präsident des Öffentlichen Betriebs für Pflege- und Betreuungsdienste (ÖBPB) „Zum Heiligen Geist“. Das Amt hat er im Alter von 85 Jahren niedergelegt – sein Tatendrang bleibt aber ungetrübt.

Gerade ist die Weihnachtsfeier für die freiwilligen Helferinnen und Helfer zu Ende gegangen. 120 von ihnen seien da gewesen, sagt Hansjörg Bergmeister. Nach über zwölf Jahren hat er die Aufgabe als Präsident des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ niedergelegt – mit ein wenig Wehmut, „weil man Teil der Geschichte des Hauses war.“ Mit vier Direktorinnen und Direktoren hat er zusammengearbeitet. Und er war ein Präsident, der sich einbrachte und verstehen wollte, wie es den Menschen in den verschiedenen Einrichtungen des Betriebes geht. Mit ihnen ins Gespräch kommen, ihnen auf Augenhöhe begegnen und gleichzeitig Anker sein – dafür hat man ihn geschätzt.

Wir sitzen in seinem Büro im Parterre des Bürgerheimes. Mit Hansjörg Bergmeister zu reden ist herzerfrischend: launige Atmosphäre, durchwirkt mit ernsten Themen und mit jener Prise Humor, die ihn auszeichnet. Auf dem Tisch liegt die neueste Ausgabe der Heimzeitschrift „Blickpunkt“; sie ist dem 50. Geburtstag des Bürgerheimes gewidmet. Glückwünsche, Rückblick, berührende Fotos, und ein Dank an Hansjörg Bergmeister für seine zukunftsorientierte Haltung und das Wohlfühlklima, das ihm immer wichtig war.

Stationen eines Lebens

Bergmeister wurde am 7. Mai 1940 als dritter von drei Söhnen in Bozen geboren. Der Vater stammte aus Innsbruck, die Mutter aus Südtirol. Die Familie hatte sich im Zuge der Option für die Auswanderung entschieden. Nachdem der Vater 1944 im damaligen Jugoslawien erschossen worden war, kehrte Bergmeisters Mutter mit ihren drei Kindern nach Südtirol zurück. Sie war Lehrerin, und weil sie mit ihrem jüngsten Sohn nicht wusste, wohin, ging er schon mit fünf Jahren zur Schule. „Fein“ sei das nicht gewesen, die Mutter und später seine Tante als Lehrerin zu haben. An die Zeit in Innsbruck erinnert er sich noch bruchstückhaft. Das Haus, in dem sie wohnten, wurde bei einem Bombenangriff zerstört. Lediglich die Stiege sei noch stehengeblieben – jene Stiege, über die seine Mutter mit ihm auf dem Arm nach draußen gerannt sei. 1950 zog die Familie nach Brixen. Hansjörg Bergmeister besuchte dort die Mittelschule. „Mit Latein, eine Katastrophe.“ Danach folgte die Handelsoberschule in Bozen. 20 Mädchen und zehn Burschen saßen in seiner Klasse. „Wir waren nach Aussagen unseres Direktors die schlechteste Klasse damals.“ Trotzdem hätten sie es alle weit gebracht in ihrem Leben. Zum 65. Maturajubiläum im heurigen Jahr trafen sich 14 ehemalige Schüler, „und das war eine wundervolle Begegnung.“

Ab der 4. Klasse Oberschule arbeitete Hansjörg Bergmeister, wann immer das möglich war. Sein Wirtschaftsstudium in Wien an der Hochschule für Welthandel finanzierte er sich selbst. Er wagte sich an so manches heran, probierte aus, wollte so viel wie möglich erfahren. In Schweden hatte er einen Sommerjob in einem Bestattungsunternehmen, und in Dänemark arbeitete er in der Metallindustrie. „Manuell tätig zu sein“ war für ihn ein wunderbarer Ausgleich zur Welt der Zahlen.

Und dann gab es noch den Sommer, in dem er mit einem Freund auf einem Überseefrachter der Hamburger Reederei A. Töpfer angeheuert hatte. Rund 800 VW-Käfer hatte der Frachter geladen, über den Sankt-Lorenz-Strom und die Großen Seen ging es nach Chicago. In Duluth am Lake

t ESPRIT KENNT

KEINE ALTERSGRENZE: Hansjörg Bergmeister gibt nicht so schnell auf, bleibt dran, „einfach um der Sache willen“

Superior wurde dann Getreide für die Rückfahrt nach Europa geladen. Zwei Monate waren die beiden unterwegs, gingen immer wieder von Bord, um das Land zu erkunden. „Es war eine unglaubliche Erfahrung.“

Es ist angenehm, Hansjörg Bergmeister zuzuhören. Er erzählt zügig, lässt den einen oder anderen Witz einfließen, immer mit einem Augenzwinkern und stets darauf bedacht, niemanden zu verletzen.

Von der Kreditabteilung ins Bürgerheim

Seine Frau lernte er in Wien kennen. Dass er dort nicht bleiben wollte, „das war zwischen uns beiden immer klar.“ Über all die Jahre hielt sie ihm den Rücken frei, kümmerte sich um den Haushalt und die zwei Söhne. „Ohne sie hätte ich nicht die Karriere machen können, die ich gemacht habe.“ Bergmeister sagt das mit unverhohlener Dankbarkeit, fast ein wenig ehrfürchtig. Es habe oft sehr arbeitsintensive Zeiten gegeben, in denen er manchmal auch 24 Stunden durchgearbeitet habe. Bereits während der Studienjahre wurde der zielstrebige und pragmatische junge Mann vom damaligen Direktor der Volksbank umworben. Zehn Jahre lang arbeitete Bergmeister nach dem Studienabschluss als Leiter der Kreditabteilung in der Volksbank von Brixen, bis ihm die Arbeit zu eintönig wurde und es ihn „in die raue Luft der Privatwirtschaft zog“. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 gestaltete er ein Vierteljahrhundert als Geschäftsführer und – nach dem frühen Tod von Hermann Rubner – interimistisch als Präsident die Geschicke der Rubner Holding mit.

Der Traum von Down Under

Bergmeister ist einer, der nicht so schnell aufgibt, einer, der dranbleibt und drängt, „einfach um der Sache willen.“ Dass das Seniorenzentrum Ella in der Elisabethsiedlung eröffnet werden konnte, ist wohl auch seiner Beharrlichkeit zu verdanken. Er suchte nie die großen Auftritte in der Öffentlichkeit, „ich ziehe lieber die Fäden im Hintergrund.“ Er verstand es, seine Ziele durchzusetzen, immer mit Empathie und gleichzeitig einer klaren Sprache. Bergmeister war unter anderem fünf Jahre lang Präsident des Aufsichtsrates der Gemeinde Brixen, saß im Aufsichtsrat einiger größerer Südtiroler Unternehmen, war 20 Jahre lang Gesellschafter der Brixner Mensa, die er mit seinem Freund und damaligen Stadtrat Helmuth Kerer gemeinsam mit Gewerkschaften und lokalen Unternehmen gegründet hatte, und er war fünf Jahre lang im Ausschuss des Verbandes der Südtiroler Seniorenwohnheime.

Einen guten Draht zu den Menschen in seinem Umfeld zu haben war ihm immer ein Herzensanliegen. „Wenn ich etwas mache, dann voll und ganz.“

Im kommenden Jahr will der 85-Jährige endlich nach Australien reisen. Wenn man von Hansjörg Bergmeister etwas lernen kann, dann, dass Esprit und Tatendrang keine Grenze kennen. „Die Reise nach Australien ist mein Jugendtraum.“

BRIXEN

Ingo Ramosers Gastspiel

Eine ganz besondere Ehre wurde letzthin dem Brixner Tastenvirtuosen Ingo Ramoser zuteil: Er hat bei einem Stück der neuen CD des amerikanischen Gitarristen Carmen Grillo mitgewirkt. Wie besonders dies ist, verrät ein Blick auf die restlichen Gastmusiker: Fast die gesamte Besetzung der Band „Chicago“ ist auf dem Album vertreten – von Keyboarder Bill Champlin bis zum Bassisten Larry Antonino, von Dan Moffatt bis zu Alan Hertz, Rick Keller und Brandon Fields. Grillo selbst hat gemeinsam mit James Pankow 2006 den Chicago-Song „One more day“ komponiert; er war jahrelang Gitarrist der Top-Formation „Tower of Power“ und ist mit der gesamten Chicago-Truppe freundschaftlich verbunden. Ingo Ramoser kennt er durch ein spannendes Projekt, das der Brixner Kulturverein rocknet.bz im August 2016 organisiert hatte: Carmen Grillo kam auf

BRIXEN/DEUTSCHLAND

Titelsong aus Brixen

Einladung des Vereins für eine Woche nach Brixen, probte einige Tage mit Süd- und Nordtiroler Musikern und spielte dann zwei Konzerte – eines davon am Brixner Domplatz. Am Schlagzeug war damals Hannes Walder, am Bass Sebastian Hödl und an den Tasten eben Ingo Ramoser. Offensichtlich war Car-

Das Lied „Hoi“ von Max von Milland, das im Südtiroler Dialekt gesungen wird, ist der offizielle

Titelsong des neuen ARD-Formats „Sportschau Hüttenquiz“. Die Sendung wurde Anfang November

Beim Konzert am 23. Jänner in der Musikschule Brixen präsentieren die drei Musikerinnen Isabel Goller, Johanna Gossner und Marilies Guschlbauer als Ensemble Trianima ihre erste CD mit dem Namen „re:colored“. Sie erweitern klassische Musik mit modernen genreübergreifenden Elementen.

men Grillo von Ramosers Keyboardspiel beeindruckt – jedenfalls kam vor einigen Monaten per E-Mail die Bitte, ein Stück der neuen CD zu verfeinern. Das Album heißt übrigens „Walkin’ the Tightrope“ und ist auf den Streamingplattformen zu finden. wv

von der ARD in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Produktionsfirma Albolina in Ratschings auf der Wasserfalleralm gedreht. Das Format besteht darin, dass zwei prominente Teams gegeneinander antreten und Quizfragen beantworten oder Challenges bestreiten. Die Quizfragen beginnen direkt in der Gondel auf dem Weg zur Hütte und drehen sich rund um den Wintersport. In der ersten Folge trat das Team „Hüttenzauber“, bestehend aus dem Skirennläufer Christian Neureuther und dem Comedy-Star Negah Amiri, gegen das Team „Gerg über Kopf“, be-

stehend aus dem Sänger Joris und der Skirennläuferin Hilde Gerg, an. Im „Sportschau Hüttenquiz“ werden Spaß, Wissen, Promis und die schöne Landschaft Südtirols miteinander verbunden. Moderiert wird die Sendung von Stephanie Müller-Spirra und Malte Völz. Die erste Folge erschien am 20. November in der ARD-Mediathek; weitere Folgen werden ebenfalls dort veröffentlicht. Im Bild: Max von Milland mit Fußballstar Markus Babbel beim Hüttenquiz der ARD. hh

Der „Bewegte Adventskalender“ für das Seniorenwohnheim Freyenthurn in Mühlbach, organisiert vom Jugenddienst Unteres Pustertal, überraschte die Bewohner in der Adventszeit dank der Unterstützung durch Vereine, Gruppen und Schulen täglich mit Musik, Geschichten und Gemeinschaftsaktivitäten.

Für den neuen Begleitdienst „Gemeinsam Aktiv“ sucht das Weiße Kreuz auch in Brixen Freiwillige, die ältere Menschen zuhause besuchen und mit ihnen Zeit verbringen, ihnen Nähe vermitteln und dadurch Gesundheit, Bewegung und Lebensfreude stärken. Informationen: 0471 444777.

LAMM ento

mein Hoppala Hi folks!

Welche Hosen?

Vor ein paar Jahren, ich war frisch von Mailand nach Südtirol gezogen, waren wir auf Erkundungstour in den Bergen unterwegs. Ich freute mich darüber, mein neues Zuhause kennenzulernen und hörte den Menschen in einem Lokal am Mittagstisch zu, wie sie sich unterhielten. Irgendwann begann ich mich dann doch ein bisschen darüber zu wundern, dass das Gesprächsthema von vielen Anwesenden ihre Hosen zu sein schienen, die sie als „süß“ bezeichneten. Kann man ein Kleidungsstück wirklich derart niedlich finden, dass es gleich der Mittelpunkt mehrere Gespräche wird? Boh … sie waren so begeistert, aber ich verstand wirklich nicht, warum. Irgendwann habe ich mich dann doch überwunden und mal vorsichtig nachgefragt – und fand heraus, dass sie nicht von einer neuen modischen Erscheinung, sondern von den Hasen sprachen, die im Garten des Lokals herumsprangen. Mit den Regeln des Südtiroler Dialekts, der das A zum O und damit die Hasen zum „Hosen“ werden lässt, musste ich mich offensichtlich erst vertraut machen.

Veganer ZimtBananenkuchen

Zutaten

220 g Bananen, zerdrückt

90 g hellbrauner Zucker

50 g Rohr- oder Kokoszucker

80 g neutrales Öl

65 g Apfelmus

1 TL Vanilleextrakt

3 EL flüssiges Nussmus

(z. B. Mandelmus)

1 EL Zimt

1/4 TL Muskatnuss

1/8 TL Ingwerpulver

180 g Mehl

1/2 leicht gehäufter TL Natron

1/2 TL Backpulver

Prise Salz

Zubereitung

Den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Eine quadratische Brownie-Form (20 cm) mit Backpapier auslegen. Die Bananen in einer großen Schüssel zerdrücken, dann Zucker, Öl, Nussmus, Vanille, Salz und Apfelmus unterrühren. Das Mehl, die Gewürze, Natron und Backpulver darübersieben und vorsichtig unterheben, ohne zu stark zu mischen. In die Form füllen und etwa 35 Minuten backen.

Naomi Kofler aus Vahrn arbeitet seit ein paar Wochen als Grafikerin bei Brixmedia und hat diesen leckeren Kuchen mitgebracht, der ganz ohne Tierprodukte auskommt.

Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

„Oha!“, sagt Frieda, während sie in ihr Handy schaut, „mein gestriger Post, in dem ich meine Bar beworben habe, wurde von 1.244 Leuten gesehen! 1.244!!“ Schön für dich, sag ich. „Schön für dich“, sagt auch der Franz, „kannst du uns jetzt bitte unseren Macchiato bringen anstatt am Handy Zeit zu vergeuden?“ Und vor allem, sag ich, wie viele dieser 1.244 Leute wurden eigentlich zu Kunden? „1.244 Zugriffe – das heißt gar nix“, sagt der Franz, „bei mindestens 80 Prozent der Posts scrollen die Leute einfach weiter. Die allermeisten Leute bleiben weniger als 1,7 Sekunden.“ Das ist spannend, sag ich, lass mich einen Praxistest machen. Also nehm ich mein Handy, öffne Instagräm – und fang an: „Hoher Besuch gestern: Über 50 … mercoledì farem … This is a very special … Secondo voi, sono già … Snap! … Questo è per tutti col … Mach mit beim … (Musik) … (Musik) … Ganz Innsbruck hasst die Po… (Musik) … Da ist er! … Echt! Mit dem Kulturb … Halli hallo meine Lieben … (Musik) … Hi folks, thank … It was all just … Innovationsfr … (Musik) … De kemmen sicher wieder … Jetzt reicht’s … Wir haben wieder mal einen Rekord … Ganz ehrlich …“ Stimmt ziemlich genau, sag ich, 30 Sekunden für 24 Posts. „Also sagt dir die Statistik lediglich, dass 1.244 Leute mit dem Daumen ausgerutscht sind. Ein kurzer Blick, ein halber Gedanke, ein Fragment von Aufmerksamkeit“ – „Und“, sagt Frieda, „an welche Inhalte erinnerst du dich jetzt, eine Minute später?“ Boh? Social Media ist eben wie Fast Food für die Augen – macht kurz satt, aber keiner weiß mehr, was er eigentlich gegessen hat.

VERTR ÄGE IMMOBILIENVERMITTLUNG ERBSCHAFTEN SCHÄTZUNGEN UNTERNEHMENS - UND HOFÜBERGABEN

VAHRN Eisackstraße 1 - Löwecenter

STERZING , St. Margarethenstraße 74 Tel.: 0472 970 690 | Mobil: 349 776 1878 www.willeitimmojus.it info@willeitimmojus.it Terminvereinbarung erbeten |

DR. JUR. HANNES WILLEIT

Ist das von der SVP vorgestellte Maßnahmenpaket praxistauglich?

PHILIPP ACHAMMER,

Landesrat (SVP):

„Dieses Paket ist kein theoretisches Papier, sondern eine realistische Antwort auf die Bedürfnisse unserer Schulen“

Der Hintergrund:

Ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe der Südtiroler Volkspartei an einem Maßnahmenpaket gearbeitet, das Südtirols deutschen Kindergarten und die deutsche Schule stärken soll. Vor einigen Tagen hat der Parteiausschuss der SVP das Paket einstimmig gutgeheißen. Unter anderem sollen bereits im Kindergarten Spracherhebungstests mit klarer Empfehlung für die Eltern im Hinblick auf die Schuleinschreibung und Fördermaßnahmen durchgeführt werden.

Ich muss zu Beginn enttäuschen: Es gibt keine einzelne Patentlösung für die Herausforderung des Deutschlernens in komplexen Klassen. Es braucht ein ganzes Maßnahmenbündel, das den Lebensrealitäten, Kompetenzen und Hintergründen von Kindern und Jugendlichen gerecht wird. Das Paket der Partei ist zweifelsohne praxistauglich, denn es stellt eine Weiterentwicklung des eingeschlagenen Weges dar: Wir bauen auf inklusive Förderung, mehr Personal, Zusatzleistungen für Lehrkräfte an besonders herausfordernden Schulen und setzen auf konkrete Schritte: Sprachstandsbeobachtungen bereits im Kindergarten, um die beste Förderung des Kindes gezielt zu planen und Eltern in die Pflicht zu nehmen. Ein individueller Sprach-Bildungsplan (IBP) mit verbindlicher Förderung schafft klare Strukturen. Gruppenteiliger Unterricht nach Sprachniveau – das heißt Förderung in Kleingruppen, auch klassenübergreifend, je nach Sprachstand – ermöglicht gezielte Unterstützung. Übergangsangebote für Flüchtlingskinder erleichtern den Einstieg in den Regelunterricht; zudem wird die Sprachförderung über Vereine ausgebaut, und pensionierte Lehrkräfte werden für die Nachmittagsförderung engagiert. Dieses Paket ist kein theoretisches Papier, sondern eine realistische Antwort auf die Bedürfnisse unserer Schulen – im Interesse unserer Kinder. Wir setzen auf sachliche, fundierte Maßnahmen und nicht auf Populismus, der höchstens falsche Erwartungen weckt!

CORNELIA BRUGGER, Gemeinderätin in Bozen (Grüne): „Frühpädagogik funktioniert nicht im Untersuchungszimmer, sondern im Spiel“

NEIN

Das von der SVP vorgestellte Maßnahmenpaket verspricht Entlastung, erzeugt aber neue Probleme. Sprachstandserhebungen ab vier Jahren, durchgeführt von externen Stellen, mögen wissenschaftlich klingen; in der frühkindlichen Realität bedeuten sie aber Tests für Kinder, die Sprache im Alltag und nicht unter Beobachtung lernen. Frühpädagogik funktioniert nicht im Untersuchungszimmer, sondern im Spiel, in Beziehung, im Miteinander. Während Pädagogen und Pädagoginnen längst professionelle Instrumente einsetzen, setzt die Politik auf Kontrolle statt auf Qualität. Dabei wissen wir seit Jahren, was wirklich wirkt: kleinere Gruppen, mehr qualifiziertes Personal, Zeit für individuelle Begleitung und Unterstützung durch Sozialpädagogen. Genau diese Ressourcen fehlen weiterhin. Ohne diese Basis bleibt jede Sprachförderung Stückwerk. Statt in stabile Rahmenbedingungen zu investieren, wird Mehrsprachigkeit als Belastung dargestellt. Doch Tests ersetzen weder Beziehung noch Fachkräfte, und vor allem lösen sie nicht die strukturellen Probleme, unter denen die Bildungseinrichtungen seit Jahren leiden. Mehr Druck macht keine Sprache stärker, aber viele Kinder unsicherer. Ein Paket, das neue Hürden schafft, aber keine zusätzlichen Menschen in die Gruppen bringt, ist in diesem Sinn nicht praxistauglich. Wer die deutsche Schule wirklich stärken will, investiert in Menschen, nicht in Testverfahren.

Der „Brixner“ als kostenlose App: Der „Brixner“ im Internet

Der „Brixner“ als Print-Ausgabe monatlich im eigenen Briefkasten www.brixner.info

Sie möchten Ihren „Brixner“ als Print-Ausgabe monatlich per Post zugesandt bekommen? brixner.info/de/epaper/neues-abo

Sowohl in der App als auch im Web finden Sie den aktuellsten „Brixner“ und alle Archivausgaben seit 1990 (!)

Sie möchten für Ihr bestehendes Abo die Adresse ändern? brixner.info/de/epaper/ abo-adresse-aendern

Abo-Preise: In den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen und Mühlbach ist die Zusendung kostenfrei. Im restlichen Staatsgebiet: 19 Euro pro Jahr (12 Ausgaben). Für das Ausland: 95 Euro pro Jahr (12 Ausgaben).

Unsere Bankverbindung für die Abo-Gebühren: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I – 39042 Brixen

Betreff: NEUES ABO

Südtiroler Volksbank:

IBAN: IT76 X058 5658 2200 7057 0164 004

Raiffeisenkasse Eisacktal:

IBAN: IT57 A083 0758 2210 0030 0005 452

Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT68 T060 4558 2200 0000 0855 000

BancoPosta:

IBAN: IT76 V076 0111 6000 0004 2779 405

Skifahren: Ein Muss im Winter – oder zu teuer?

UMFRAGE: Steigende Preise für Skipässe und Ausrüstung sorgen für Diskussionen. Ist Skifahren inzwischen zum Luxus geworden? Oder gehört der beliebte Sport weiter zum Winter dazu? Der „Brixner“ hat sich umgehört.

„Ich gehe ab und zu und sehr gerne Skifahren, aber mittlerweile ist es wirklich ein Luxus geworden, den man sich leistet. Zu den Karten fürs Skigebiet kommen das Hinfahren und die Konsumation tagsüber dazu“, meint Janka Ružvoňová. „Wenn ich Lust habe und die Kollegen ebenfalls Zeit haben, dann gehen wir mindestens einen halben Tag Skifahren.“

„Ich bin früher viel skigefahren, aber nun schon lange aufs klassische Langlaufen umgestiegen – das gefällt mir besser, weil man etwas Gutes für sich tut. Ich habe über 30 Jahre auf der Ortho- und Traumatologie gearbeitet und sehr viele schlimme Skiunfallpatienten gesehen. Auf den großen Skipisten würde mich außerdem die Masse an Menschen stressen“, sagt Marialuise Auer

Thomas Kofler fährt Ski: „Ja, Skifahren kostet, für eine Familie ist es teuer. Ich habe die Saisonkarte, und für die Kinder ist sie gratis, deswegen finde ich das in Ordnung. Die Leute müssen schon Skifahren lernen, sonst würden unsere Skigebiete eingehen. Außerdem sollen wir diese Möglichkeit noch nutzen, solange wir noch Schnee und Skigebiete haben.“

„Ich fahre nicht mehr Ski und bin wegen gesundheitlicher Probleme aufs Langlaufen umgestiegen“, erzählt Konrad Oberhuber. „Ich bin der Meinung, die Preise fürs Skifahren sind insgesamt zu hoch. Das Touristische bei uns treibt die Preise immer mehr nach oben. Die Diskrepanz zwischen dem, was die Menschen im Durchschnitt verdienen, und dem, was das Leben kostet, ist zu groß.“

„Ich habe vier Kinder, und, ja, Skifahren ist extrem teuer geworden. Die Kinder gehen aber so gern, dass wir uns das noch leisten und anderswo zurückstecken. Ich selbst fahre nicht Ski, ich gehe spazieren, aber kaufe auch die Karte, damit ich mit der Familie mitgehen kann. Wir kaufen die Saisonkarten im Vorverkauf, wenn sie günstiger sind“, sagt Manuela Salcher

Aufs Skifahren nicht verzichten möchte Stefan Dorfmann: „Ich habe die Saisonkarte, und die passt wunderbar. Heute ist das Wetter allerdings nicht schön, sonst wäre ich jetzt sicher auch auf der Skipiste.“

Keine Einwände zu den Preisen hat Michael Kofler: „Fürs uns geht’s gut, wie es gerade ist. Wir haben einen Skipass für die Saison. Außerdem ist meine Frau Skilehrerin, deswegen gehört Skifahren für uns im Winter einfach dazu. Wir sind jedes Wochenende auf dem Kronplatz.“

„Für die Familien ist das Skifahren sicher teuer geworden; es kommen ja auch das Essen und die Ausrüstung dazu. Mich persönlich betrifft es nicht: Ich bin früher viel Ski gefahren, heute gehe ich spazieren, denn es ändern sich die Prioritäten im Laufe des Lebens“, sagt Hannes Profanter, und er fügt hinzu: „Nicht jeder muss Skifahren! Es gibt auch anderes, was man machen kann.“

Zeit vergeht – Themen bleiben

THEATER: Das Flirty Horse Art Collective und das Theater Drachengasse präsentierten in der Dekadenz das Stück „Die Düntzer Rhapsodie“, eine Dorf-Satire im wilden Genre-Mix. Die preisgekrönte Produktion ist eine Mischung aus Gesellschaftskommentar, musikalischem Theater und futuristischer Fantasie.

Bereits im Juni 2024 erhielt die Kurzfassung des Stücks beim Nachwuchswettbewerb des Wiener Theaters Drachengasse den Publikumspreis und wurde in Folge zu einem abendfüllenden Programm ausgebaut, das im Januar 2025 im Theater Drachengasse seine Premiere feierte. Erarbeitet wurde „Die Düntzer Rhapsodie“ von fünf Künstlerinnen und Künstlern, deren gemeinsamer Arbeitsprozess ebenso bunt und vielfältig war wie das Stück selbst: Barbara Maria Angermaier, Bianca Anne Braunesberger, Marika Rainer, Ivan Strelkin und Kasija Vrbanac Strelkin. Zusammen bilden sie das kreative Herz der „Düntzer Rhapsodie“, die sich als interdisziplinäre Sprechtheateraufführung versteht – irgendwo angesiedelt zwischen Satire, Dorfroman, Musical, Performance und gesellschaftspolitischer Bestandsaufnahme. Barbara Maria Angermaier erläutert: „Wir haben Ivan Strelkin, dem Autor und Regisseur, sehr viel über Österreich und das Leben am Land erzählt – und er hat daraus genau die richtigen Elemente herausgepickt.“

Auf der Bühne standen an den zwei Abenden in der Brixner Dekadenz die Wienerin Barbara Maria Angermaier und Marika Rainer aus Albeins. Nur eine Woche zuvor hatte das Stück den renommierten Wiener Theaterpreis Nestroy für die beste Off-Produktion gewonnen. Schon die Nominierung war ein Erfolg; der Preis selbst kam nach Aussage von Marika Rainer überraschend: „Ivan sagte vorher ganz trocken: ‚Wir gewinnen sowieso nicht.‘ Und dann standen wir plötzlich auf der Bühne. Das war schon sehr aufregend.“

Stadt und Land: eine komplizierte Sache

„Die Düntzer Rhapsodie“ behandelt ein Thema, das in Österreich fast automatisch die komplexen Bruchlinien zwischen urbanen und ländlichen Lebenswelten freilegt. Sie zeigt die Sehnsucht vom Rand hin zur Mitte, die Entfernung zwischen Dorf und Metropole – gemessen nicht in Kilometern, sondern in Erwartungen, Vorurteilen und gesellschaftlichen Strukturen.

Im Zentrum steht die fiktive Kleinstadt Düntz, ein Ort mit exakt 732 Bewohnerinnen und Bewohnern, deren Alltag sich im Jahr 1995 plötzlich verändert: Martha Rehberger, die Tochter des örtlichen Bestatters, verlässt das Dorf, um in Wien zu studieren. Ein Ereignis, das für Außenstehende banale Normalität ist, für die Düntzerinnen und Düntzer jedoch eine Art Miniaturdrama darstellt. Am Morgen ihrer Abreise versammelt sich das gesamte Dorf an der Bushaltestelle, um Martha zu verabschieden. Für die sechzehnjährige Claudia (Barbara Maria Angermaier) hat die Szene jedoch eine besondere Bedeutung: Sie ist in Martha verliebt – und hat es ihr nie gesagt.

Diese stille, zarte, zugleich schmerzhafte Liebesgeschichte bildet einen der emotionalen Kerne des Stücks. Sie verknüpft das Thema der unerfüllten Sehnsucht mit jenen großen Fragen, die im Dorf oft keinen Platz finden: Identität, sexuelle Orientierung, gesellschaftliche Rollenbilder und der Mut, den eigenen Weg zu gehen. „Wir wollten uns mit der Ambivalenz zwischen Stadt und Land beschäftigen und beobachteten dabei, dass das Landleben oft romantisiert oder dämonisiert wird“, erklärt Marika Rainer.

p BARBARA MARIA

ANGERMAIER:

„Ivan wollte, dass wir unsere Stimmen einbringen –dadurch wurde alles viel musikalischer“

Ein kreativer Kunstgriff der Aufführung ist die Darstellung mehrerer Zeitebenen. Während in Düntz die Zeit fast stehenbleibt, rast sie in der Sehnsuchtsstadt Wien: Ein Tag in Düntz sind 30 Jahre in Wien. Dadurch spielt das Stück in den Jahren 1995, 2025 und 2055.

Mit großer Spielfreude setzt das Ensemble die Zeitsprünge um – mal durch blitzartige Szenenwechsel, mal durch choreografische Elemente, mal durch überraschende Requisiten. Besonders eindrucksvoll: In der Zukunft saust Claudias Schwester Daniela (Marika Rainer) auf Rollschuhen über die Bühne – ein poetisch-humorvolles Bild dafür, wie sich Bewegung, Freiheit und gesellschaftlicher Fortschritt anfühlen könnten.

Der Rhythmus des Lebens

p MARIKA RAINER:

„Es ist voll schön, hier zu spielen; der Empfang war so warm und wertschätzend“

Die Produktion überzeugt durch herausragende stimmliche Leistungen. Ob in mehrstimmigen Passagen, gesprochenen Monologen oder rhythmischen Sequenzen: Die Stimmen der Darstellerinnen tragen das Stück und verleihen ihm eine besondere atmosphärische Dichte. Musikalische Elemente verschmelzen mit Schauspiel und Bewegung, sodass eine Art „Mini-Rhapsodie“ entsteht, die dem Titel alle Ehre macht. Barbara Maria Angermaier betont: „Ivan hat gesagt: Ihr seid Sängerinnen, also will ich, dass ihr das auch einbringt. Dadurch wurde alles viel musikalischer.“ Der Einsatz von Requisiten – mal symbolisch, mal humorvoll, mal überraschend konkret – verstärkt die Wirkung der Szenen. Oft reichen wenige Gegenstände, um ganze Welten entstehen zu lassen: ein Dorfplatz, ein Busbahnhof, ein Park. So verspielt, witzig und ironisch das Stück auch ist: Seine politischen Botschaften sind unmissverständlich. „Die Düntzer Rhapsodie“ spricht Themen an, die im kollektiven Gedächtnis Österreichs oft zu wenig Platz finden: Gleichberechtigung, Diversität, Menschenrechte, der Einsatz gegen häusliche Gewalt, gegen Homophobie, gegen Diskriminierung. Das Stück fordert Empathie und Offenheit – aber nie mit erhobenem Zeigefinger. Stattdessen nutzt es Humor, Überraschung und Emotion, um gesellschaftliche Fragen zugänglich und erfahrbar zu machen.

Es handelt sich um eine Mischung aus Dorf-Mythos, Coming-of-Age-Geschichte und politischem Statement. Die Produktion zeigt, wie groß eine kleine Welt sein kann und wie sehr sich die Gesellschaft in drei Jahrzehnten verändern kann – oder eben nicht. Marika Rainer sagte über den Auftritt in Brixen: „Es ist voll schön, hier zu spielen. Der Empfang war so warm und wertschätzend – das tut einfach gut.“

Am Ende bleibt ein Stück, das Grenzen sprengt, Welten verbindet und mit einer eindrucksvollen künstlerischen Kraft erzählt, dass auch ein Dorf namens Düntz ein Ort sein kann, an dem Zukunft beginnt.

jorin.massimo.flick@brixner.info

„Die innere Zerrissenheit einer Kleinfamilie“

INTERVIEW: MARTIN RATTINI, in Brixen aufgewachsen, Filmproduzent und Geschäftsführer von Helios Sustainable Films, sprach mit dem „Brixner“ über den Film „Zweitland“, der sich einem sensiblen Kapitel der Südtiroler Geschichte widmet.

Herr Rattini, der Film „Zweitland“ hielt kürzlich in Südtirols Kinos Einzug. Wie kam es dazu, dass Sie diesen Film produzierten?

Michael Kofler schrieb das Drehbuch bereits 2011, doch damals scheiterte das Projekt an der Finanzierung. Vor rund drei Jahren zeigte der Bayerische Rundfunk plötzlich großes Interesse an der Zeit der „Bombenjahre“ in Südtirol. Dadurch kam wieder Bewegung in das Projekt. Der BR stieg ein und suchte gezielt nach einem Produzenten, am besten einem Südtiroler. So kam der Film zu uns. Gedreht wurde schließlich im Frühjahr 2023.

Die „Bombenjahre“ sind bis heute ein sensibles Kapitel der Südtiroler Geschichte. Wie sind Sie produktionsseitig mit unterschiedlichen Perspektiven und möglichen Konfliktlinien umgegangen?

Uns ist es wichtig zu betonen, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt. Es gibt Dokumentationen und Bücher zu dieser Zeit, aber – soweit ich weiß – keinen Spielfilm. Trotzdem hatten wir eine historische Beratung, die uns während der Produktion begleitet und den finalen Film auch „abgesegnet“ hat. Die Ereignisse im Film verweisen auf reale Bezüge, ohne sie exakt nachzustellen. Der Film will keine Geschichtsstunde sein; er soll vielmehr einen Blick in die innere Zerrissenheit einer Kleinfamilie geben. Deshalb trägt er auch den Titel „Zweitland“, der die innere Spaltung des Protagonisten beschreibt.

Hat die Arbeit an „Zweitland“ Ihren Blick auf Südtirol verändert?

Ich habe Südtirol als ein schwieriges Land kennengelernt – inhaltlich und praktisch. Es war eine große Herausforderung, das Südtirol der Sechzigerjahre im heutigen Südtirol zu finden. Damals herrschte Armut; vieles davon ist heute verschwunden. Wir mussten daher viel nachbauen, um die Atmosphäre jener Zeit glaubwürdig darzustellen. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie schwer es ist, hier Geschichten aus der Vergangenheit zu erzählen. Die starke Tourismusorientierung erzeugt ein

schönes, fast makelloses Bild des Landes. Wenn man aber keinen Werbefilm dreht und bewusst auf Panorama und Postkartenmotive

Regisseur Michael Kofler – ein zentrales Anliegen. Der Hauptdarsteller, selbst Südtiroler, spricht den Dialekt selbstverständlich. Die beiden an-

„ Der Film will keine Geschichtsstunde sein“

Martin Rattini, Filmproduzent

verzichtet, stößt man schnell an Grenzen. Auch praktisch war es schwierig: In der Nebensaison sind viele Hotels geschlossen – in der Hochsaison ist alles ausgebucht.

Welche Rolle spielte Sprache –Dialekt, Standarddeutsch und Italienisch – bei der Gestaltung des Films?

Authentizität war uns sehr wichtig. Ich bin stolz, dass wir endlich einen Film gedreht haben, der meiner Meinung nach im Südtiroler Dialekt funktioniert. Gleichzeitig hatte ich Respekt davor, denn Dialekt kann den kommerziellen Radius eines Films einschränken. Trotzdem war es mir – und auch

deren Hauptdarsteller mussten ihn lernen – und sie haben das wirklich gut geschafft, finde ich. Der Film wirkt sprachlich stimmig, weil wir die italienischen Figuren Italienisch sprechen lassen. Die Südtiroler der damaligen Zeit sprechen im Film Italienisch mit leichtem Akzent. Das entspricht dem historischen Sprachgebrauch und macht den Film insgesamt kohärent.

Hat die Produktion dieses Films Sie dazu gebracht, nochmals über Ihre eigene Identität als Südtiroler nachzudenken?

Meine Eltern sind keine gebürtigen Südtiroler, aber ich bezeichne mich als Südtiroler. Trotzdem musste ich mich immer wieder neu als solcher definieren. Auch bei der Filmpremiere in München habe ich gemerkt, wie sehr mich die Szenen berühren, in denen es um Identität geht – obwohl ich den Film in- und auswendig kenne. Die Frage nach Identität begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich war immer auf der Suche nach einer eindeutigen Zugehörigkeit.

magdalena.lang@brixner.info

t Der Film „Zweitland“ befasst sich mit den Bombenjahren in Südtirol

Filmproduzent Martin Rattini

WE ARE HIRING!

Die Durst Group ist ein weltweit führender Hersteller von zukunfts weisenden digitalen Druck und Produktionstechnologien.

FACHARBEITER*IN CNC MASCHINENBEDIENUNG (FRÄSEREI) UND PROGRAMMIERUNG

Fertigt hochpräzise Teile und Baugruppen in Kleinserien, programmiert CNC‑Maschinen und sorgt für termingerechte Teileversorgung.

SERVICETECHNIKER*IN INTERNATIONAL

Reist weltweit zu Kunden, um unsere Drucksysteme zu installieren, zu warten und zu betreuen.

ELEKTRIKER*IN, MECHANIKER*IN UND MECHATRONIKER*IN IM BEREICH ASSEMBLING

Baut elektrische und mechanische Module zusammen, prüft Geräte und bereitet sie für Auslieferung vor.

MITARBEITER*IN BLECHBEARBEITUNG

Bearbeitet Metallbleche für unsere Druckmaschinen bzw. Prototypen.

TECHNICAL ELECTRONICS DEVELOPER

Entwickelt elektronische Steuerungen und Module – von der Idee bis zur Serienreife.

STRATEGIC CONTENT PRODUCER

Erstellt hochwertige Social‑Media‑ & Content‑Formate und erzählt die Geschichte von Durst.

Neugierig geworden?

Werde Teil der Durst Familie.

durst-group.com/career

Fortsetzung der „Local Heroes 2025“

Am 6. Dezember stand das Astra in Brixen wieder unter dem Motto „Local Heroes“: An diesem Abend traten vier weitere Künstlerinnen und Künstler auf, die die Jury von „sonx 2025“ überzeugt hatten und deren eingesandtes Lied im Dezember 2024 auf dem gleichnamigen Sampler

AUSSTELLUNG

„Dem Winter lauschen“

So vielfältig wie die persönlichen Assoziationen mit dem Winter, so vielfältig sind auch die Werke der neun Künstlerinnen und Künstler des Kunstkreises St. Erhard. Sie setzen sich – ausgehend von Vivaldis „Der Winter in f-Moll“ – mit der kalten Jahreszeit auseinander. Ihre Arbeiten zeigen sie noch bis zum 6. Januar in der Stadtgalerie Brixen. Die klirrende Kälte des Winters fängt Lisa Hilpold mit ihren Eisblumen ein, denen Peter Wiechenthaler den Blick durch das klare Eis des Eisacks oder des gefrorenen Fuschlsees gegenüberstellt. „Zwischen Frost und Licht“ bewegen sich Elisabeth Amorts Gemälde, und

KURZ NOTIERT

auch Verena Winkler und Margit Pittschieler setzen sich malerisch mit der Stofflichkeit und Fragilität von Eisschichten und Schneeflocken auseinander. José Ramón Gorret versetzt die Betrachtenden mit dem weiblichen Model auf seinen Fotografien in fantastische Märchenwelten, und Pascale Alessi zaubert so manch idyllische Seite des Winters in ihr verträumtes Triptychon. Simon Rauter fängt mit seiner Skulptur aus Verdello, einem beigen Kalkstein mit dunkleren Einschüssen, die Farben und Eleganz des Winters ein. Jürgen Christoph Winklers Audiovideoinstallation „Wintertanz“ entführt die

Mit „Jungen Solistinnen und Solisten am Podium“ setzte das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti die erfolgreiche länderübergreifende Konzertinitiative zur Förderung junger herausragender Instrumentalsolisten fort. Sie gaben im November Konzerte in Brixen und Innsbruck.

veröffentlicht worden war. Das Live-Konzert wurde von Singer/Songwriterin Bita eröffnet, die mit ihrer Authentizität und mit vielschichtigen Texten überzeugte, verpackt in ihre einzigartigen Folk/Pop-Kompositionen. Hinter der Band Rooftop stehen Frontmann Lukas Augscheller und seine Bandmitglieder, die in einer Mischung aus Acoustic-Elementen, Pop und Rock, gepaart mit inspirierenden Songtexten, für jede Menge Stimmung und mitreißende Momente sorgten. Auch die Band Since11 wusste das Publikum im Astra zu begeistern: Die Gruppe nahm sie mit auf eine Reise verschiedener innovativ kombinierter Genres und schaffte so einen Sound, der ein erfrischendes Lebensgefühl vermittelt. Im Anschluss trat Alex the Judge (im Bild) mit der Band The Forbidden Fruits auf die Bühne: Auch hier zeichneten sich innovative Klänge ab, die sich nicht auf ein einziges Genre beschränkten. Mit unverkennbarem Rhythmusgefühl und funky Hip-Hop-Elementen wurde der Abend mit einem Hoch abgeschlossen. su

Betrachtenden in die Stille einer dreidimensionalen Winterwelt. Konzerte von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Brixen und Wintermärchen für Kinder und Erwachsene, erzählt von Viktoria Obermarzoner, standen im Dezember mehrmals auf dem Rahmenprogramm der Ausstellung, die nicht nur damit wahr machte, was ihr Titel verspricht: „Dem Winter lauschen“. job

Das Brixner Jugendzentrum Connection feierte kürzlich sein 40-jähriges Bestehen mit der Vorführung eines Dokumentarfilms und einer Fotoausstellung, die Konzerte, Workshops, Treffen und Alltagsszenen aus vier Jahrzehnten dokumentiert.

Beim „33rd Prague Advent and Christmas Choral Festival“ überzeugte der Vinzentiner Mädchenchor unter der Leitung von Clara Sattler die Jury und erhielt in der Kategorie „Children’s Choir and Youth Choir Equal Voice“ ein GoldDiplom.

Foto:
Oskar
Zingerle
Fotos: Felix
Bacher

„Die Olympischen Winterspiele feiern“

ISABEL GOLLER, Kuratorin und Orchestermanagerin für die Südtiroler Olympia-Show „On Fire 2026“, über das Konzept der Show zum Auftakt der Winterspiele.

Frau Goller, am 30. Jänner geht in Bozen die Show „On Fire 2026“ über die Bühne, organisiert vom Brixner Kulturverein Arton. Was kann sich das Publikum erwarten?

Einen einmaligen Abend, der Olympischen Spielen würdig ist, mit mehr als 150 Musikerinnen und Musikern auf der Bühne. Die Show verbindet verschiedene Genres miteinander und soll ein breites Publikum ansprechen. Es gibt etwa Musik von Giorgio Moroder, präsentiert durch DJ Ena, Maria De Val jodelt, die Band Elis Noa spielt Soulmusik, der Startenor Saimur Pirgu interpretiert das berühmte „Nessun

dorma.“ Begleitet werden die Solisten von der Südtirol Filarmonica, einem 60-köpfigen Chor und einem Tanzensemble. Den Rahmen der Show bildet eine Erzählung, inspiriert von zwei mythologischen Figuren: von König Laurin und dem Titan Prometheus. Beide werden von zwei Kindern dargestellt, die zusammen mit der Moderation durch den Abend führen. Das Feuer als zentrales Element bezieht sich sowohl auf das olympische Feuer als auch auf das Feuer, das in Sportlern und Künstlern brennt und sie zu Höchstleistungen antreibt. Und nicht nur das: Jeder Mensch trägt ein Feuer in sich, das ihn durch den Alltag bringt.

Gibt es auch Kunstschaffende aus Brixen und Umgebung auf der Bühne zu sehen?

Bei den Hauptacts tritt unter anderem Gianluca Iocolano mit einer eigens für diesen Abend gestalteten Comedy-Nummer auf. Die Choreografin Sabrina Fraternali übernimmt die Einstudierung des Tanzensembles. Die Südtirol Filarmonica, geleitet von Michael Pichler aus Lüsen, vereint zahlreiche Musiker aus Brixen, darunter Nathan Chizzali, Verena Gamper, Gaby Campidell, Mario Alessandrini, Alex Modena, Andrea Mayrhofer, Hanna Pezzei, Sylvia Lanz und Phillip Höller. johanna.bampi@brixner.info

MUSIK

„sonx

2026“ auf Spotify etc. etc.

Es ist soweit: Mit „sonx 2026“ veröffentlichte rocknet.bz vor einigen Tagen auf allen gängigen Streaming- und Downloadplattformen die dritte Ausgabe seiner

erfolgreichen Musikinitiative, die gemeinsam mit dem deutschen Kulturassessorat und der Stiftung Sparkasse jährlich durchgeführt wird. Was einst während der Coro-

THEATER Macht und Missverständnis

Das St. Pauli Theater Hamburg gastierte mit David Mamets Kammerspiel „Oleanna“ in Südtirol – und damit am 26. November auch im Forum Brixen – und präsentierte ein intensives Duell zwischen Macht, Sprache und gegenseitigem Unverständnis. Im Zentrum stehen der Universitätsprofessor John, der kurz vor einer Beförderung steht, und seine Studentin Carol, die aus Angst vor dem Durchfallen ein Gespräch mit ihm sucht. Eine scheinbar beiläufige Geste, Johns Hand auf Carols Schulter, wird zum Auslöser eines eskalierenden Konflikts: War es eine harmlose Beruhigung oder bereits ein Übergriff? Mamets Stück,

na-Pandemie als einmalige Unterstützungsaktion gestartet war, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Südtiroler Musiklandschaft entwickelt: „sonx“ steht heute für einen jährlichen musikalischen Überblick über das kreative Schaffen im Land – von Rock und Pop über Hip-Hop, Funk und Reggae bis hin zu Jazz und Songwriter-Projekten. Auch für „sonx 2026“ war die Resonanz groß: 46 unveröffentlichte Songs wurden eingereicht, aus denen eine Fachjury wegen Punktegleichheit nicht zehn, sondern elf Titel ausgewählt hat. Jeder der veröffentlichten Songs wurde mit 1.500 Euro honoriert. Dabei sind Bands und Musiker aus ganz Südtirol vertreten: seasons&colors (über die „Brixner“-App abrufbar), Simon & Mac, Bita, Timbreroots, Nisma ZNR, bbenob, Doris Warasin, die Bands Blackout und Exocore, Lian Perkmann und der Brixner Alex the Judge. Vervollständigt wird das diesjährige Album durch den Gewinner-Song der elften Ausgabe der Rocknet Academy: Anna Vittur konnte mit ihrem Lied „Wiedersehn“ überzeugen. Erstmals galten bei dieser Ausgabe klare Regeln zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Musikproduktion: Zugelassen waren ausschließlich Beiträge mit menschlicher Urheberschaft; KI durfte nur unterstützend eingesetzt werden. Damit setzt „sonx“ bewusst auf echte Kreativität und handgemachte Musik. Mehr Infos im Internet: www.rocknet.bz. lv

KABARETT
„I taat dou nicht!“

1993 uraufgeführt und damit seiner Zeit weit voraus, zeigt, wie fragile Kommunikationssituationen kippen und wie schnell aus Sympathie gegenseitige Bedrohung werden kann. Die Inszenierung unter der Regie von Ulrich Waller lebt von der intensiven darstellerischen Auseinandersetzung zwischen SvenEric Bechtolf und Johanna Asch, wobei speziell der Schauspieler des Professors seine Monologe beeindruckend wiedergab. Beide Charaktere bewegten sich in einer moralischen Grauzone, aus dem ein nachdenklich stimmendes Kammerspiel über Sprache, Verantwortung und Machtverhältnisse wurde. lv

In der stillen Weihnachtszeit in Harmonie vereint … obwohl: „Eppes isch iberoll“ … ganz klar, denn „ninderscht isch nicht“. Wenn Ginter und Irene in Vorweihnachtsstimmung sind, bleibt kein Paar-Klischee unbedient und kein Auge trocken. Nach ihrem Programm „Ninderscht isch nicht“ sind Thomas Hochkofler und Karin Verdorfer mit „Eppes isch iberoll“ dem Phrasenschwein weitere fünf Euro für den Titel schuldig, bescheren dem Publikum dafür einen Abend zum Schreien. Dass SIE im Sicherungskasten den richtigen Schalter garantiert nicht findet und dass SIE Ginter trotz Nichts-Schenken-Paktes ein Geschenk gekauft hat und sich dasselbe von ihm erwartet, ist genauso klar, wie die Tatsache, dass Ginters Blick an Bussischenkas Oberweite nicht vorbeikommt und

dass ER schon wieder bis zum letzten Abdruck mit dem Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung gewartet hat. Als Einlage in die Klischee-Suppe gibt’s nicht etwa Backerbsen Frittaten („Wie frieh tatten de Suppe noar kemm?“), sondern Kalauer am laufenden Band, ein Krippenspiel mit Publikumsinteraktion, Gast-Auftritte von Bussischenka, dem Hausmeister „himself“, einem italienischen Paketkurier und – Highlight! –einem Südtiroler Handwerker – „I taaat dou nicht!“ Wer das Spektakel noch sehen möchte, sollte am Abend des 5. Januar nichts Besseres vor- und Glück haben, denn der Kartenvorverkauf für diese letzte Zusatzaufführung startet während der Drucklegung dieses „Brixners“, und die letzten anderen Zusatzaufführungen waren innerhalb weniger Tage ausverkauft. oz

Fotos: Kerstin
Schomburg
Foto: Oskar
Zingerle

KONZERT

Musikalische Kostbarkeiten

Am ersten Adventssonntag erfüllten selten gespielte Kompositionen die Neustifter Kirche: Der Stiftschor präsentierte ein Konzert, das vergessene Werke aus dem Klosterarchiv wieder hörbar machte. Dazu gehörten Stücke von Josef Gasser, Wilhelm Lechleitner, Benno Rutz und Martin Peintner, dem Gründer des Stiftschores. Einige dieser Kompositionen mussten für die heutige Besetzung behutsam neu eingerichtet werden, um sie erneut zum Klingen zu bringen. Musikalisch gestaltet wurde der Abend vom Stiftschor Neustift, der Geigenmusik Margronda und dem Flügelhorntrio Dowi. Die abwechslungsreiche Besetzung

KONZERT

Mit Musik Gutes tun

Das heurige „Adventkonzert in kleinen Gruppen“, veranstaltet vom Bezirk Brixen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, fand am 1. Adventsonntag in der Pfarrkirche von Feldthurns statt. Elf Ensembles aus drei bis sechs jungen Musikern trugen andächtige Weisen, Jodler bis hin zu modernen Weihnachtssongs vor. Das Spiel in kleinen Gruppen ist besonders förderlich für die Entwicklung der eigenen musikalischen Fähigkeiten, und so ist das alljährliche Adventkonzert eine Bereicherung für Musikantinnen und Musikanten sowie für das Publikum. Dieses zeigte sich wiederum besonders großzügig und spendete nach dem Konzert nicht weniger als 1.690 Euro, die einer Südtiroler Familie in einer Notsituation zugutekommen. oz

verlieh dem Konzert eine warme und zugleich festliche Klangfarbe, die wunderbar zum Beginn der Adventszeit passte. Ergänzt wurde das Programm durch besinnliche Texte von Prälat Eduard Fischnaller. Chorleiter Simon Golser ging im Verlauf des Konzerts darauf ein, weshalb dieses besondere Repertoire ausgewählt wurde. Viele der Stücke stammen aus der Feder früherer Stiftskapellmeister und Chorherren. Ein Teil der Kompositionen liegt nur in handschriftlicher Form vor. Der junge Chorleiter brachte sein Anliegen schließlich mit einem Satz auf den Punkt: „Musik aus Neustift und für Neustift.“ ml MONTAG - SAMSTAG: 09.00 - 12.30, 14.00 - 18.30 harpf.suedtirol harpf Trinkgenuss in Südtirol www.harpf.it

Das Darlehen für Ihr grünes Eigenheim

Vorteilhafter Zinssatz für Ihr energieeffizientes Eigenheim, Darlehen mit Laufzeit bis zu 30 Jahren.

Reservieren Sie jetzt einen Termin für die Wohnbauberatung in unseren Filialen.

sparkasse.it

Werbemitteilung zu Verkaufszwecken. Für die Vertrags- und wirtschaftlichen Bedingungen können die Informationsblätter „Allgemeine Informationen zum Immobilienkredit für den Verbraucher” eingesehen werden, die in den Filialen der Südtiroler Sparkasse AG und auf www.sparkasse.it verfügbar sind. Die veröffentlichten Informationen stellen kein öffentliches Angebot im Sinne des Art. 1336 des Zivilgesetzbuches dar. Die Gewährung des Kredits unterliegt der Genehmigung durch die Bank.

Theater in Tschiro präsentiert: „Die Nervensäge“

THEATER: Was passiert, wenn ein Auftragskiller auf einen Mann trifft, der wirklich niemanden in Ruhe lassen kann? Francis Vebers Komödie „Die Nervensäge“ liefert die Antwort – pointiert, rasant und zum Brüllen komisch.

Thomas Hochkofler, Karin Verdorfer, Lukas Lobis und Georg Kaser – allein diese Namen sind Garanten für einen vergnüglichen Abend. Mit „Die Nervensäge“ von Francis Veber haben sie gemeinsam mit Regisseur Christian Mair für die zweite Tournee vom „Theater in Tschiro“ ein Stück ausgesucht, das seit seiner Premiere im Jahr 1970 zu einem Welterfolg avancierte.

Zum Inhalt

Der eiskalte Profikiller Ralph Milan hat nur ein Ziel: unauffällig bleiben und einen Mord perfekt vorbereiten. Doch sein sorgfältig geplanter Aufenthalt im Hotel wird jäh gestört, als ihm der gutmütige, redselige und grenzenlos aufdringliche François Pignon über den Weg läuft. Pignon, frisch von seiner Frau verlassen und

„WELTENBUMMLER“

Multivisions-Länderabend

IRLAND – Zauber der grünen Insel

Immer wieder zieht es den renommierten Fotojournalisten Heiko Beyer auf die grüne Insel – und jedes Mal bringt er neue Entdeckungen mit. Mitreißende Bilder und faszinierende Geschichten über Land und Leute verschmelzen zu einer Multivisionsshow, die ins irische Lebensgefühl eintauchen lässt.

Referent: Heiko Beyer

* Sonntag, 11. Jänner, 17:30 Uhr (Einlass 17 Uhr) Forum Brixen

verzweifelt auf der Suche nach Anschluss, klammert sich an Milan –ohne zu ahnen, dass er es mit einem Killer zu tun hat.

Was folgt, ist ein irrwitziges Katzund-Maus-Spiel voller Missverständnisse, absurder Situationen und messerscharfer Dialoge. Während Milan alles daransetzt, Pignon loszuwerden (oder Schlimmeres), wächst zwischen den beiden eine ebenso unfreiwillige wie explosive Zweckgemeinschaft.

Theater in Tschiro Die Nervensäge von Francis Veber

Fr., 6. März, 20 Uhr Vahrn, Haus Voitsberg (Premiere)

So., 8. März, 18 Uhr Vahrn, Haus Voitsberg

Fr., 13. März, 20 Uhr Meran, Kimm

„Die Nervensäge“ ist eine rasante Boulevardkomödie über Einsamkeit, Freundschaft wider Willen und den verzweifelten Wunsch nach Nähe –brillant konstruiert, hochkomisch und zeitlos aktuell. Ein Theaterabend, bei dem kein Auge trocken bleibt und man danach froh ist, nicht im Nachbarzimmer zu wohnen.

Sa., 14. März, 20 Uhr Meran, Kimm

So., 15. März, 18 Uhr Meran, Kimm

Mi., 18. März, 20 Uhr Bozen, Waltherhaus

Do., 19. März, 20 Uhr Bozen, Waltherhaus

Tickets: www.mytix.bz

Eintritt: 18 Euro im Vorverkauf (20 Euro an der Abendkasse)

Tickets: MEIN Reisebüro Lufthansa City Center, Milland, Tel. 0472 200051, online unter www.mytix.bz sowie an der Abendkasse

KVW BILDUNG BRIXEN

QUALIFIZIERUNG BERUF

Fotoschule

Lehrgang ab Fr., 13.3., 14 x Infoabend: Di., 13.1. 19:30 Uhr (online)

Massageausbildung – Holistic Touch

Lehrgang ab Fr., 8.5., 13 x Infoabend: Do., 23.4. 18 Uhr

Buchhaltung f. Neueinsteiger ab Fr., 27.2., 18:30 Uhr, 6 x

Raus aus der Sitzfalle: einfache Übungen für den (Büro-)Alltag ab Do., 5.3., 19 Uhr, 2 x

Grund- & Aufbaukurs: Hotelsoftware ASA-Hotel ab Do., 5.3., 14 Uhr

Kinderyoga für ErzieherInnen und PädagogInnen

Sa., 16.5., 10 Uhr

SPRACHEN

Italienisch C1/B2 (ex A/B) –Vorbereitung Zweisprachigkeitsprüfung

ab Mo., 2.3., 18:30 Uhr, 10 x

Sprachkurse für verschiedene Niveaus

Englisch, Deutsch, Italienisch ab Januar 2026

EDV & DIGITALE MEDIEN

Treffpunkt Senior Online 1x monatlich

ONLINE Canva Di, 17.3., 18:30 Uhr (online)

MENSCH GESELLSCHAFT

Eltern als Lernbegleiter Mi., 25.2., 20 Uhr (online)

Kinder & Medien: Wie wir als Familie den digitalen Alltag gut meistern Do., 12.3., 19 Uhr (online)

Farb- und Schminkberatung Fr., 20.3., 15 Uhr

Die Pensionierung naht: Zeit für neue Perspektiven Fr., 27.3., 15:30 Uhr

Mental Load – die unsichtbare Last in den Familien Sa., 28.3., 9 Uhr

GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN

Zeit für dich: Mehr Balance im Mama-Alltag ab Mo., 12.1., 18, 5 x

Pilates

ab Mo., 12.1., 17:30 Uhr und 18:30 Uhr, 9 x

Mentaltraining ab Mo., 2.2., 18 Uhr, 4 x

Qi Gong ab Fr., 6.3., 18 Uhr, 4 x

Detox-Kur mit Hafer oder Reis (online) ab Sa., 7.3., 19:30 Uhr, 4 x

Erste Hilfe bei Kindern Di., 24.3., 19 Uhr

Raus aus dem Stress: Entspannungspraxis für Körper und Geist Do., 26.3., 18 Uhr, 5 x

Wohlfühl-Pilates & Klang im Freien Ab Mo., 20.7., 17:30 Uhr, 6 x

Verschiedene Bewegungskurse: Yoga, Zirkeltraining, Feldenkrais, Tanzen ab der Lebensmitte

KREATIVITÄT

Nachhaltige Kosmetik: Geschenkideen für jeden Anlass Sa., 14.3., 14 Uhr

Smartphone Foto & Video Fr., 10.4., 14 Uhr

Fotokurs – von Bildern lernen ab Fr., 15.5., 18 Uhr, 2 x

Wohlbefinden aus der Natur: Pflegeprodukte selbst herstellen Sa, 18.4., 14 Uhr

BESSER LESEN & SCHREIBEN

Unterstützungsstelle für deutschsprachige Erwachsene in Brixen.

Montag, 5. Jänner

Konzert 18 Uhr

Neujahrskonzert mit dem Haydn Orchester von Bozen und Trient Forum, Brixen

Donnerstag, 8. Jänner

Diverses 18–20:30 Uhr

Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen

Musik 19:30 Uhr

Neustifter Singstund’, für alle die gerne singen Vereinshaus, Neustift

Konzert 20 Uhr

Undercurrent Dekadenz, Brixen

Freitag, 9. Jänner

Kleinkunst 20 Uhr

Io.Co Show Dekadenz, Brixen

Sonntag, 11. Jänner

Vortrag 18 Uhr

Weltenbummler-Erlebnisabend: Irland – Zauber der grünen Insel Forum, Brixen

Dienstag, 13. Jänner

Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Donnerstag, 15. Jänner

Theater 20:30 Uhr

Giovanna dei disoccupati (ital.)

Teatro Stabile di Bolzano Forum, Brixen

Führung 15 Uhr

Sonntag, 18. Jänner

Kleinkunst 18 Uhr

Shanti Schatzi mit AnnPhie Fritz

Dekadenz, Brixen

Dienstag, 20. Jänner

Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff

Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 21. Jänner

Tanz 20:30 Uhr

Schwanensee

Ballett von Siena, Teatro Stabile di Bolzano Forum, Brixen

Donnerstag, 22. Jänner

Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Konzert 20 Uhr MŸA Dekadenz, Brixen

Freitag, 23. Jänner

Konzert 19 Uhr

Ensemble Trianima mit Isabel Goller, Johanna Gossner, Marilies Guschlbauer Musikschule, Brixen

Kleinkunst 20 Uhr Rewaiwltour mit den Zupprmandor Markus „Doggi“ Dorfmann und Jochen Gasser Dekadenz, Brixen

Samstag, 24. Jänner

Kleinkunst 20 Uhr

Detaillierte Beschreibungen und weitere Angebote finden Sie auf unserer Webseite bildung.kvw.org

KVW Bildung Brixen Tel. 0472 207 978 brixen@kvwbildung.org

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Freitag, 16. Jänner

Kleinkunst/Musik 20 Uhr

Two Gather2 – Circus Artistry meets Ladin Ethno Music Dekadenz, Brixen

Rewaiwltour mit den Zupprmandor Markus „Doggi“ Dorfmann und Jochen Gasser Dekadenz, Brixen

Dienstag, 27. Jänner Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Vortrag 19 Uhr

Aufräumen für ein feines Familienleben

Stadtbibliothek, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff

Vintlerhof, Milland

Diverses 20 Uhr

Grantler Unlimited Live mit Wolfgang Mayr und Hans Heiss Dekadenz, Brixen

Mittwoch, 28. Jänner

Vortrag 18:30 Uhr Patientenverfügung

mit Palliativärztin Dr. Monika Völkl

Stadtbibliothek, Brixen

Donnerstag, 29. Jänner

Theater 20:30 Uhr

Lu santo Jullare Francesco (ital.)

Teatro Stabile di Bolzano Forum, Brixen

THEATER

Ausstellungen

StadtGalerie

bis 6. Jänner

Dem Winter lauschen

Kunstkreis St. Erhard

Pascale Alessi, Elisabeth Amort, José Ramón Gorret, Lisa Hilpold, Margit

Pittschieler, Simon Rauter, Peter Wiechenthaler, Verena Winkler und Jürgen Winkler zeigen Gemälde, Fotos, Skulpturen und eine Audiovideoinstallation.

Di.–So. 10–13 Uhr u. 15–18 Uhr geschlossen: 1. Jänner

Hofburg Brixen bis 11. Jänner

Robert Bosisio und Johannes Bosisio. Età, états

In Werken von Vater und Sohn zeigen sich Fragen des Dialogs zwischen den Generationen. bis 6. Jänner

Every Child is LIFE

Die Fotoausstellung feiert das Wunder der Geburt anhand von Aufnahmen der Fotografin Ilvy Njiokiktjien. täglich 10–17 Uhr

Pharmaziemuseum bis 31. Jänner

Leihgaben von 1938 – zufällig entdeckt und jüngst zurückgekehrt

Die Ausstellung legt den Fokus auf verschollen geglaubte Leihgaben, die nach Jahrzehnten der Odyssee zurückgekehrt sind.

Mo.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr

Zusätzlich: 2. bis 6.1. täglich 11–16 Uhr

Kloster Neustift bis 2. Februar

Krippenausstellung

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Weihnachtskrippen. Im Zentrum stehen zwei großformatige Krippen, die von Konrad Lechner und Chrysostomus Giner, zwei ehemaligen Neustifter Prälaten, angefertigt wurden. Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Galerie 90, Mühlbach bis 15. Februar

Dialog

Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens zeigt die Galerie Arbeiten von Mario Gasser, Mauro Larcher, Georg Loewit, Elena Munerati, Marcello Nebl, Alex Pergher, Nadia Tamanini, Pietro Weber, Ivan Zanoni und Luciano Zanoni.

Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50)

Gianluca Iocolano: Echter walscher Südtiroler

Ende Februar geht der Brixner Gianluca Iocolano auf eine „kleine“ Südtiroltournee, die ihn natürlich auch nach Brixen führt. „Echter walscher Südtiroler” ist das Werk von Gianluca Iocolano, dem italienischsten Südtiroler Autor, den es gibt. Das Stück in italienischer

Sprache handelt von den Paradoxien Südtirols, einer Region, die sich stets als idyllisch, wohlhabend und als Beispiel für Zusammenleben und Integration darstellt, aber offenbar einige Leichen im Keller hat. Der provokante Titel geht auf die persönliche Geschichte des Autors

Märkte

Bauernmarkt

mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr

Hartmannplatz

Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr

Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz

Weihnachtsmarkt bis 6. Jänner

Mo.–Do. 11–19 Uhr

Fr.–So. u. Feiertage: 10–19 Uhr

1. Jänner: 12–19 Uhr, 6. Jänner: 10–18 Uhr

Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn

Samstag, 3. Jänner, 9–17 Uhr

Alter Kindergarten, Vahrn

Hofburg Brixen bis 6. Jänner

Oops. Music by Giorgio Moroder

Light & Music Show for UNICEF

So.–Fr. ,17:30 Uhr, 18:30 Uhr

Sa. 17:30 Uhr, 18:30 Uhr, 19:30 Uhr

und Schauspielers zurück, der als Südtiroler mit italienischer Muttersprache immer große Anstrengungen unternehmen musste, um von der deutschen Gemeinschaft als „echter Südtiroler” anerkannt zu werden. Sprachzertifikate oder Kenntnisse der typischen Tiroler Gerichte zählen nicht! Eine verschlungene, bizarre und manchmal tragikomische Geschichte zwischen italienischen Familienwurzeln und Südtiroler Sitten und Gebräuchen. Die Show verwebt verschiedene Stile: Erzähltheater, Liedtheater und einige Momente des Kabaretts oder Stand-up-Comedy. Ein Auf und Ab zwischen Lachen und eher heiklen und ernsten Momenten, ohne jemals die Leichtigkeit zu verlieren. Die musikalische Begleitung stammt vom Gitarristen Raffaele Barberio.

Echter walscher Südtiroler von und mit Gianluca Iocolano

Di., 3. Februar, 20 Uhr Meran, Kimm

Mi., 4. Februar, 20 Uhr Brixen, Astra

Do., 5. Februar, 20 Uhr Branzoll, Kulturhaus

Fr., 6 Februar, 20 Uhr Bruneck, UFO

Tickets: www.mytix.bz

DIE NEUEN KURSE SIND DA –JETZT ANMELDEN!

Kultur & Gesellschaft

Musikgeschichte

Mo., 27.4., 17:30 – 19 Uhr, 4 Treffen

Was tun im Katastrophenfall?

Zivilschutz und individuelle

Vorsorge

Di., 20.1., 18 – 20 Uhr

Sprachkurse

Ohne Vorkenntnisse – von Anfang an!

Englisch: Do., 5.2., 18:15 – 19:45 Uhr, 10 Treffen

Spanisch: Di.,3.2., 18:15 – 19:45 Uhr, 10 Treffen

Russisch: Di., 3.2., 17:15 – 18:45 Uhr, 10 Treffen

Französisch: Mi., 4.2., 19:45 – 21:15 Uhr, 10 Treffen

Gebärdensprache

Mi., 4.3., 18 – 19:30 Uhr, 8 Treffen

Beruf & Digitale Kompetenz

Sicher auftreten und überzeugend sprechen Fr., 30.1., 9 – 17 Uhr

IVHS Kulturtechniken: Lesen, Rechnen, Schreiben

Mi., 25.2., 15 – 16:30 Uhr, 10 Treffen

Microsoft Office Update

Mi., 8.4., 18 – 20 Uhr, 4 Treffen

Grundlagen Excel

Fr., 13.3., 18 – 20 Uhr

IVHS Digitale Medien ich kenn mich aus!

Mi., 4.2., 14:30 – 17 Uhr, 2 Treffen

Gesundheit & Bewegung

Besser schlafen mit TCM

Mo., 16.3., 18 – 20 Uhr

Kickboxen – Schnupperkurs für Kinder

Fr., 27.2., 16 – 17 Uhr, 5 Treffen

Kondition und Rücken-Power

Mi., 28.1., 18:20 – 19:20 Uhr, 10 Treffen

Funktionaltraining

Do., 29.1., 19:15 – 20:15 Uhr, 10 Treffen

Fitness für Frauen

Fr., 30.1., 14:45 – 15:45 Uhr, 10 Treffen

Zumba® Fitness

Di., 27.1., 16:45 – 17:45 Uhr, 10 Treffen

Schritt für Schritt – Tanzkurs

Do., 8.1., 17:45 – 19 Uhr, 7 Treffen

Ballett für Erwachsene

Mo., 19.1., 17:30 – 19 Uhr, 10 Treffen

Hobby & Freizeit

Acrylmalerei – Malen befreit

Mi., 11.3., 19 – 21:30 Uhr, 6 Treffen

Nähkurs – Lieblingszeichnung wird Kuscheltier

Sa., 14.3., 14:30 – 17 Uhr, 3 Treffen

Neustifter Singstund‘ – Singen für Groß und Klein

Do., 8.1., 19:30 – 21 Uhr, 10 Treffen

Gitarrenkurs

Do., 26.2., 18 – 20 Uhr, 10 Treffen à 1 h

Gerichte aus dem Wok –

Schnell, frisch und aromatisch

Sa., 21.3., 17 – 20 Uhr

Vollwertiges Brot backen –Einfach und schnell Fr., 16.1., 14 – 19 Uhr

Weitere Kurse in Präsenz und online finden Sie auf www.vhs.it

VHS Südtirol

Zweigstelle Brixen

Peter-Mayr-Straße 9

Tel. 0472 836 424 brixen@vhs.it

Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift

Berufsbegleitende Lehrgänge

Lehrgang: Trauerbegleiterin Fr., 16.1. bis Sa., 21.11. (16 Modultage)

Lehrgang: Aromapflege und Aromatherapie

Mo., 19.1. bis Fr., 16.10. (15 Modultage)

Kurzlehrgang: Kinderbuchillustration Fr., 23.1. bis Sa., 14.3. (6 Modultage)

Kurzlehrgang: Verkaufstraining

Do., 5.2. bis Fr., 27.3. (8 Modultage)

Lehrgang: Auf dem Weg zur Top-Führungskraft

Mo., 23.2. bis Mi., 7.10. (10 Modultage)

Lehrgang: Natur und Gesundheit

Fr., 27.2. bis Sa., 21.11. (14 Modultage)

Bibel & Glaube

Psalmen als Wegweiser –Wenn die Seele spricht

Sa., 10.1., 9 – 17 Uhr

Kamingespräch: Überlegungen zur Willensfreiheit

Fr., 16.1., 18 – 21 Uhr

Von den letzten Dingen –Sterben als Lebensabschlussgottesdienst

Fr., 30.1. bis Sa., 31.1., 9 – 17 Uhr

Kunst & Kreativität

Moderne Aquarellmalerei

Di., 21.4. bis Fr., 24.4., 9:30 – 17 Uhr Ölmalerei leicht gemacht –ganz ohne Lösungsmittel

Mo., 27.4., 9:30 – 17 Uhr

Gesundheit & Wohlbefinden

Wir erwarten ein Baby! Sa., 17.1., 9 – 18 Uhr

Zirbenöl Wirbelsäulenmassage Mo., 2.2., 9 – 17 Uhr

Meditation erleben: Entdecke Deine innere Stille Fr., 27.3. bis Sa., 28.3., Fr. 14 – 21 Uhr , Sa. 9 – 17 Uhr

Natur & Umwelt

Mit Kräutern begeistern

Sa., 7.2., 9 – 17 Uhr

Warum Natur gut tut – Einführung in Umweltpsychologie und Naturwirkungen

Mi., 18.2. bis Sa., 28.2., 9 – 17 Uhr

Wein & Köstlichkeiten

Das kleine Bier-ABC Do., 29.1., 18:30 – 21:30 Uhr

Das ABC der Südtiroler Weine

Mi., 4.2., 18:30 – 21:30 Uhr

Beruf- & Arbeitswelt

Wie viel Stress ertrage ich?

Mi., 25.2., 9 – 17 Uhr

Stilsicher und authentisch auftreten. Business-Knigge für Führungskräfte

Mi., 4.3. bis Do., 5.3., 9 – 17 Uhr Bilanz Check und Planung / Mehr Durchblick, mehr Erfolg Di., 10.3., 9 – 17 Uhr

Arbeitssicherheit

Grundausbildung für Arbeitnehmerinnen (alle Risikoklassen)

Mi., 28.1. bis Do., 29.1., 8 – 17 Uhr

Grundkurs für Bedienerinnen von landwirtschaftlichen Obsterntemaschinen

Mi., 11.2., 8 – 17 Uhr

Grundausbildung für Führungskräfte

Mi., 18.2. und Mi., 25.2., 8 – 17 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung unter www.bildungshaus.it Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1, 39040 Vahrn 0472 835 588 bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it

NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN

Kursangebote im Jukas

Irland – Zauber der grünen Insel

Für die beliebte Multivisionsshow reist der renommierte Fotojournalist Heiko Beyer in schöner Regelmäßigkeit auf die grüne Insel – kreuz und quer durch Landschaften, Dörfer und Städte. Seine Erlebnisse präsentiert er mit brillanten Fotografien, HD-Videosequenzen und natürlich einem spannenden wie humorvollen LiveKommentar. In seinen Bildern und Filmsequenzen versteht es Heiko meisterlich, Landschaften und Stimmungen einzufangen und den Geschichten der Insel nachzuspüren. Mitreißende Fotografien verschmelzen gekonnt mit Filmpassagen in HD-Kinoqualität. Am Sonntag, 11. Jänner lädt das

Team von MEIN REISEBÜRO

Lufthansa City Center in Zusammenarbeit mit der Brixen Tourismus Genossenschaft zum diesjährigen Weltenbummler-Erlebnisabend ins Forum Brixen ein.

Sonntag, 11. Jänner, 17:30 Uhr (Einlass 17 Uhr)

Forum Brixen

Referent: Heiko Beyer

Eintritt: 18 Euro im Vorverkauf (20 Euro Abendkasse)

Tickets:

MEIN Reisebüro Lufthansa City Center, Milland, Tel. 0472 200 051, online unter www.mytix.bz sowie an der Abendkasse www.meinreisebuero.it

GALAKONZERTE DER EGERLÄNDER BLASMUSIK NEUSIEDL AM SEE

100 Jahre Ernst Mosch

* Freitag, 20. Februar, 19:30 Uhr Kultursaal, Eppan

* Samstag, 21. Februar, 19:30 Uhr Kulturhaus, Deutschnofen

* Sonntag, 22. Februar, 17 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn

Kartenvorverkauf:

Bibliothek Vahrn, Tel. 0472 976 923, bibliothek@vahrn.eu Kollmanner Böhmische, Tel. 328 417 52 70, hans.gantioler@gmail.com

Online: www.reservix.at

Abendkasse: VVK-Preis zzgl. 5 Euro Infos: www.egerlaender-blasmusik.com

Mo., 2.2. und Di., 3.2., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter: Frühzeitig erkennen und handeln.

Mit Ulrike Saalfrank

Mo., 2.2., 9.2., 23.2., jeweils von 18:30 – 20:30 Uhr Meinen Lebensspuren folgen: Autobiografisch schreiben. Online-Kurs

Mit Leni Leitgeb

Mi., 4.2., 18:30 – 20:30 Uhr

Mit Nadel, Faden & Schere: Auf zum Flicktreff! Nähwerkstatt

Mit Brigitte Ferdigg & Julia Vontavon

Do., 5.2. und Fr., 6.2., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Vom Gegeneinander zum Miteinander: Verständnis & Mitgefühl vertiefen mit Gewaltfreier Kommunikation. Seminar

Mit Andrea Kuntner

Sa., 7.2., 16 – 18:30 Uhr

Huhuuu, sagt die Eule: Märchen-Filz-Werkstatt für Familien

Mit Leni Leitgeb & Rosemarie Mayer

Mo., 9.2. und 23.2., jeweils von 18:30 – 20:30 Uhr Häkel- und Stricktreff. Kreativabend(e)

Mit Ruth Gasser

Mi., 11.2., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Gewalt auf dem digitalen Spielplatz: Kinder und Jugendliche sicher begleiten. Seminar

Mit Alex Giovanelli & Manuel Oberkalmsteiner

Mo., 23.2., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Jugend im Rausch?! Umgang mit drogenkonsumierenden Jugendlichen. Seminar

Mit Evelin Mahlknecht

Do., 26.2., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Auftanken statt Ausbrennen: Wie schütze ich mich vor zu viel Stress und Burnout? Seminar

Mit Silvia Schroffenegger

Fr., 27.2., 14 Uhr bis Sa., 6.6., 16:30 Uhr

Das Leben: Eine Schatzkiste: Biografische Kreativwerkstatt. Kurzlehrgang

Mit Petra Dahlemann & Sabine Sautter

Fr., 27.2., 6.3., 27.3., jeweils von 15 – 17:30 Uhr Körperliche Spannung und Stress sanft abbauen: TRE® – Neurogenes Zittern. Kurs

Mit Daniela Petroni

Sa., 28.2., 9 – 12 Uhr Kinderyoga. Seminar

Mit Daniela Klotz

Sa., 28.2., 14 – 17 Uhr Meine eigene ComicGeschichte. Familienwerkstatt

Mit Simon Mayr

Di., 3.3. und Mi., 11.3., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Erzählen, was zählt: Pressearbeit mit Pfiff. Seminar

Mit Maria Lobis

Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 27 99 23 bildung@jukas.net www.jukas.net

Freiheit und Vorsicht

BERGSPORT: Die Sicherheit im Winter stand im Mittelpunkt eines Informationsabends im Forum Brixen, organisiert von der AVS Sektion Brixen und dem Bergrettungsdienst im AVS.

Es war eine gelungene Premiere für die Organisatoren, denn der Saal des Forums Brixen war mit 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut gefüllt. Der Sektion Brixen des Alpenvereins Südtirol und ihrer Bergrettung ist es seit Langem ein Anliegen, rund um das Thema Sicherheit zu informieren, konkrete Handlungsanweisungen zu geben und praktische Fortbildung zu organisieren. Seit Jahren gibt es daher für Winterbergsteiger das ein- oder zweitägige Angebot „Sicher auf Tour“, bei dem neben der Theorie vor allem die praktischen Kompetenzen im Gelände erlernt und geübt werden.

Mit dem Abend im Forum am 21. November unter dem Titel „Bewusst auf Tour – zwischen Pulverschnee und Gefahr“ schlugen die Verantwortlichen neue Wege ein und gingen weit über das bisherige Spektrum hinaus. „Mit den Vorbereitungen starteten wir vor knapp einem Jahr“, sagte AVS-Sektionsleiter Christoph Hofer, „und ich muss zugeben, dass ich schon etwas Zweifel hatte, ob wir das Forum füllen würden. Umso glücklicher sind wir natürlich, dass unsere Einladung so gut angenommen wurde.“

Hochkarätiges Programm

Ein Blick auf das gebotene Programm lässt durchaus nachvollziehen, warum so viele Interessierte aller Altersklassen den Weg ins Forum gefunden hatten. Nach drei Fachvorträgen übergab Moderator und Mitorganisator Oskar Zorzi das Wort an die Publikumsmagnete Markus Eder und Lukas Schäfer, die unter dem Motto „Unser Weg

in die Berge“ einen Einblick in ihre Welt des Freeridens gaben. In der Pause und beim anschließenden Umtrunk gab es für die Teilnehmenden zudem Gelegenheit, mit den Referenten zu plaudern und noch die eine oder andere Frage zu stellen. Die Bergrettung hatte darüber hinaus im Foyer Rettungsmaterialien ausgestellt und gab somit vielen die Gelegenheit, sich Nutzen und Benutzung der Gerätschaften erklären zu lassen.

Gefahren erkennen

Den Auftakt des Abends machte Silke Griesser, die im Amt für Meteorologie in Bozen am Lawinenreport mitarbeitet. Die Informationen, die sie und ihre Kolleginnen und Kollegen im Winter nahezu täglich neu erarbeiten und aktualisieren, sind für die meisten Skitourengeher zur Pflichtlektüre geworden. „Nicht nur Skitourengeher sollten sich gründlich über Schneeverhältnisse und Gefahrenlage informieren“, erklärt Stefan Plank als Mitglied des BRD-Rettungsstellenausschusses Brixen und OK-Chef des Events, „denn dieselben Gefahren bestehen für Variantenfahrer, die die gesicherten Pisten verlassen, und für Schneeschuhwanderer, die sich nach unseren Erfahrungen sehr oft nicht der Tatsache bewusst sind, dass sie sich je nach Routenwahl in puncto Gefahr auf derselben Ebene wie die Skitourengeher bewegen.“

Griesser ging in ihrem Vortrag nicht nur darauf ein, wie ein Lawinenreport zustande kommt, woher die Daten stammen und wie die grenzübergreifende Zusammenarbeit

p NATUR PUR:

Freeriding erfordert eine sorgfältige Vorbereitung

mit den Nachbarländern funktioniert. Sie wies auch darauf hin, welche Probleme mit Prognosen und Einschätzungen verbunden sind. „Es reicht nicht, sich bei der Tourenplanung die Prognosen für den nächsten Tag anzuschauen“, fasst Plank zusammen, „man muss verstehen, wie Lawinen entstehen, wie man Gefahren erkennen und vermeiden kann. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, auf die Grenzen des Lawinenreports hinzuweisen. Die Untersuchungen im Gelände, die dem Lawinenreport zugrunde liegen, werden zum Beispiel immer nur punktuell vorgenommen. Generell kann man sagen, dass jeder Hang seine eigene Dynamik hat. Es ist sehr hilfreich und nützlich, den Lawinenblog regelmäßig zu verfolgen, und auch aus den Analysen der vergangenen Ereignisse kann man viel lernen.“

Übung kann Leben retten

Matthias Hofer, seines Zeichens Bergführer und Mitglied des BRD Brixen, stellte in seinem Vortrag die neueste Technik der Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) und deren Funktionsweise vor. Vielen im Publikum waren dabei auch die Ergebnisse einer Studie neu, die in Bezug auf die Sendeleistung der Suchgeräte ein Nachlassen der Leistung im Laufe der Jahre nachwies und somit eine Veralterung, die nicht bewusst von den Herstellern herbeigeführt wird. Um die volle Funktionsfähigkeit des sogenannten „Pieps“ zu garantieren, müssen Skitourengeher, Schneeschuhwanderer und Variantenfahrer also nicht nur den jährlichen Batteriewechsel vornehmen, sondern nach einer gewissen

Zeit auch das Gerät austauschen. „Natürlich muss man mit einem Suchgerät richtig umgehen können“, ergänzt AVS-Sektionsleiter Christoph Hofer, „und das will geübt sein. Neuesten Erkenntnissen zufolge sind die ersten zehn Minuten bei Verschütteten ausschlaggebend für ihre Überlebenschancen – das heißt, dass die Kameradenrettung das Um und Auf in solchen Situationen ist.“ Denn erforscht wurde auch die Dauer der Zeit, die Kameraden bei der Rettung zum Ausgraben benötigen: Bei Geübten waren es zirka sieben Minuten, Ungeübte brauchten rund

„ Man muss mit einem Suchgerät richtig umgehen können, und das will geübt sein“
Christoph Hofer, Sektionsleiter des AVS Brixen

zwölf Minuten. Hilfreich beim Auffinden kann auch die Recco-Plakette sein, die in Form von kleinen Metallplatten vielfach in Outdoor-Bekleidung eingearbeitet ist.

High-Tech im Dienst der Sicherheit

Viele Studien in puncto Sicherheit und Rettung werden von der EURAC Bozen durchgeführt. Dr. Frederik Eisendle,

der aus Sterzing stammt und als Arzt in Innsbruck tätig ist, gab sehr interessante Einblicke in die aktuellen medizinischen Erkenntnisse. In Testreihen am Rollepass im Trentino wurde beispielsweise ein Gerät wissenschaftlich untersucht, das, am Rucksack befestigt, die Überlebenschancen eines Verschütteten im Idealfall stark erhöhen kann. Dabei wird über Schläuche von hinten Luft aus dem Schnee angesaugt und nach vorne geblasen, sodass der Sauerstoffgehalt verbessert wird. Gerade bei Schneebrettlawinen besteht die Möglichkeit, dass Verschüttete in einem gewissen Hohlraum atmen können, der Sauerstoffgehalt im Blut dabei jedoch rasch abnimmt. Dass bei den erfolgten Tests die Hälfte der „vergrabenen“ 50 Personen über 35 Minuten dank des verwendeten Geräts einen konstanten Sauerstoffgehalt im Blut aufwiesen, war für alle Beteiligten eine große Überraschung und erstaunte auch das Publikum im Forum. „Derartige Entwicklungen sind natürlich sehr positiv zu bewerten“, so Plank, „wir dürfen jedoch nie vergessen, dass die Standardausrüstung, sprich LVS, Sonde und Schaufel, nie fehlen darf – zusammen mit der entsprechenden Übung, mindestens einmal pro Jahr.“

„Vorbereitung ist die halbe Arbeit“

Die Namen Markus Eder und Lukas Schäfer stehen für extreme Unternehmungen. Die beiden Freerider befahren Routen, in die sich auch sehr erfahrene Skitourengeher kaum im Traum stürzen würden. Doch die Videos, die man im Netz sieht, zeigen nur einen Teil dieser Unternehmungen, deren Vorbereitung Eder und Schäfer im Forum erklärten. Für den Routencheck werden sehr viel Zeit, Fachwissen und Fachkräfte herangezogen. „Ich sitze manchmal tagelang im Hotel und starre auf eine Bergwand“, so Eder, „wir erarbeiten auf dem Computer mögliche Touren, vergleichen die Schneeverhältnisse der vergangenen Jahre, checken, wo es Felsen gibt. Dabei sind die Ausgangsbedingungen nicht überall auf der Welt gleich; in Kanada finden wir zum Beispiel ganz andere Verhältnisse als in den Alpen.“ Windverfrachtungen gebe es dort weniger, denn „es wirft schnell mal mehrere Meter Schnee vom Himmel und relativiert dadurch unser Altschneeproblem.“

Unabhängig vom Berg – erst, sobald Bergführer und andere Experten die Routen freigeben, dürfen die Freerider an den Start. Auch Lukas Schäfer, der die Freeride-Bewerbe hinter sich gelassen hat und seine Touren nun der Naturfotografie widmet, schlug in dieselbe Kerbe: Vorbereitung sei die halbe Arbeit – auch für ihn, der viel allein in der Natur unterwegs ist, sich mit der Tierwelt und mit Naturgewalten hautnah auseinandersetzt. In einigen Fotos wurde auch Schäfers ganz eigener Blick auf Landschaften, Stimmungen, Tiere und Pflanzen spür- und sichtbar.

Infos to go

Es war ein langer Abend, und die Teilnehmenden verließen das Forum vollgepackt mit Informationen, Erfahrungsberichten, Bildern und guten Ratschlägen für den Winter, der sich bereits in den darauffolgenden Tagen mit dem ersten Schneefall ankündigte. Die Organisatoren dürfen eine gelungene Veranstaltung resümieren und sind motiviert, diese Initiative fortzuführen – sehr wahrscheinlich im Zweijahresrhythmus und abwechselnd mit dem „Lawinenseminar“ in Sterzing.

Zwei Talente, ein Ziel

HANDBALL: Bei der Brixner Sportlerehrung vor einigen Wochen waren auch zwei junge Handballerinnen dabei: Amélie Fadel und Marie Oberrauch. Sie wurden von der Gemeinde Brixen für ihre Leistungen mit der U17-Nationalmannschaft ausgezeichnet. Der „Brixner“ stellt die zwei aufstrebenden Sportlerinnen vor.

Amélie Fadel und Marie Oberrauch sind beide Spielerinnen der U18 und A2 des SSV Brixen Handball. Seit diesem Jahr sind sie auch schon fixer Bestandteil im Training der ersten Mannschaft und hatten dort bereits ihre ersten Einsätze. Beide verbindet eine langjährige Freundschaft und ein gemeinsamer Weg: Sie spielten als Kinder bereits zusammen in der U11 und feierten im August mit 16 Jahren gemeinsam ihren bisher größten Erfolg: Mit dem Team der italienischen U17-Nationalmannschaft gewannen sie die B-Europameisterschaft (EHF Championship) in Pristina – ein historischer Titel, der dem Team erstmals in dieser Kategorie die Qualifikation für die U19-EM 2027 sicherte. Im spannenden Finale setzte sich Italien mit 38:34 gegen Finnland durch. Die Qualifikation Italiens für die U19-EM ist für Amélie Fadel und Marie Oberrauch nicht nur ein großer

sportlicher Erfolg, sondern auch die Bestätigung für jahrelange Arbeit, Disziplin und Leidenschaft.

In der Grundschule inspiriert

Für Amélie Fadel fühlte sich die erste Einberufung zur Nationalmannschaft „wie ein Traum“ an. Die 16-Jährige hatte jahrelang hart gearbeitet und oft Freizeit und Schlaf für das Training geopfert. Im Nationalteam war sie zwar noch immer etwas nervös, sagt sie, „weil es eine große Ehre ist, Italien zu vertreten.“ Jedoch ist die Freude, im blauen Trikot internationale Spiele zu spielen, größer als die Nervosität. Besonders die gemeinsame Hymne vor den Spielen bereite ihr jedes Mal Gänsehaut.

Zum Handball fand Amélie Fadel in der Grundschule, inspiriert durch ihre damalige Italienischlehrerin Giulia Di Bona, die heute ihre

Mitspielerin in der ersten Mannschaft ist. Über die Jugendteams, die A2 und schließlich Einsätze in der ersten Mannschaft arbeitete sich Fadel Stück für Stück nach oben. Die B-Europameisterschaft empfand sie als emotionales, intensives Erlebnis: „Wir hatten schwierige Partien, aber unser Zusammenhalt hat uns getragen.“ Der Sieg im Finale und die EM-Qualifikation sind für sie ein Beweis, dass sich Entschlossenheit und Leidenschaft lohnen. Auch wenn der Erfolg anfangs schwer zu realisieren war, war die Freude natürlich riesengroß: „Wir feierten auch noch die ganze Fahrt bis zum Hotel im Bus mit der Mannschaft der Ukraine, die den dritten Platz belegte.“ Für ihre Zukunft wünscht sie sich, im Verein weiter Sicherheit zu gewinnen und erneut für die Nationalmannschaft einberufen zu werden: „Und wer weiß – vielleicht ergibt sich irgendwann die Möglichkeit, auch im Ausland Erfahrungen zu sammeln.“

„Haben immer gekämpft“

Auch Marie Oberrauch beschreibt ihre Einberufung in die Nationalmannschaft als die Erfüllung eines Kindheitstraums: „Schon als ich klein war, wollte ich in der A1 und im Nationalteam spielen“, sagt sie. Als sie erstmals nominiert wurde,

war sie stolz – und gleichzeitig wollte sie der Erwartungshaltung gerecht werden. Ihr Weg in die Nationalmannschaft begann mit 14 Jahren in der Südtirol-Auswahl. Bei einem Turnier in Leno fiel sie dem Trainerstab der Jugendnationalmannschaft auf.

Die EHF Championship erlebte sie als insgesamt äußerst positive Erfahrung: „Wir haben immer gekämpft und uns nie hängen lassen, auch wenn es mal nicht lief.“ Der Teamgeist sei entscheidend gewesen für den Titel. Als im Finale gegen Finnland der Schlusspfiff fiel, war sie überwältigt: „Vor zwei Jahren hätte ich mir das niemals vorstellen können.“ Trotz Müdigkeit und Anspannung war die Freude riesig – ein Moment, den sie nie vergessen wird.

In den vergangenen Monaten entwickelte sich Oberrauch in der Mannschaft, aber auch persönlich weiter. Für die Zukunft hat sie klare Ziele: das Erreichen der Italienmeisterschaft mit der U18, starke Leistungen in der A2, die kontinuierliche Weiterentwicklung in der A1 sowie – immer im Hinterkopf – die U19-EM 2027. „Nie aufgeben und immer einen draufsetzen“, fasst sie ihr persönliches Motto zusammen.

mats.helmersson@brixner.info

Zwei Freundinnen, ein Traum: Amélie Fadel (links) und Marie Oberrauch strahlen nach dem EM-Erfolg
Volle Konzentration auf dem Feld: Marie Oberrauch im Einsatz

Königliches Spiel

SCHACH: Der Schachklub Brixen-Milland ist ein Traditionsverein, der den Denksport seit vielen Jahren aktiv fördert. Mit seiner Jugendarbeit, fixen Trainingszeiten und neuen starken Spielern ist er weiterhin aus Südtirols Schach-Szene nicht wegzudenken.

Jeden Donnerstag ab 18 Uhr trifft sich der Verein zu wöchentlichen Schachabenden

Mit rund 30 aktiven Mitgliedern gehört der Schachklub BrixenMilland zu den festen Größen im Südtiroler Schach-Geschehen. Die

Spieler sind beim Südtiroler Schachbund gemeldet und nehmen regelmäßig an offiziellen Turnieren und Wettkämpfen teil.

Ein kleines Highlight in diesem Jahr ist der Zugang von Jarl-Hendrik Kues, der mit einer Elo-Zahl von 2149 derzeit der stärkste Spieler des Vereins ist und frischen Schwung in die Mannschaft bringt. Die Elo-Zahl beschreibt die aktuelle Spielstärke eines Schachspielers und wird monatlich anhand der Spielergebnisse neu berechnet. Dabei unterscheidet man zwischen nationalen Kategorien – von der 3. bis zur 1. Kategorie, gefolgt vom nationalen Titel des Meisterkandidaten und Nationalen Meisters –und den internationalen FIDETiteln. Letztere beginnen beim FIDE-Meister (FM), führen weiter

zum Internationalen Meister (IM) und reichen bis zum Großmeister (GM), der höchsten Auszeichnung im internationalen Schach. Während Spieler mit rund 2200 Elo meistens dem Niveau eines Meisterkandidaten entsprechen, wird der Großmeistertitel üblicherweise ab etwa 2500 Elo und dem Nachweis spezieller Normen vergeben. Damit sind wir schon mittendrin in der faszinierenden Welt des Schachs. Hier in Brixen und in Milland erlebte das Schachspiel seine Höhen und Tiefen. Von der Geschichte des Traditionsklubs und dessen Entwicklung erzählt

Begeistert für Schach: Vereinspräsident Oswald Kofler (links) und Helmut Pfeifhofer

Oswald Kofler, der ihm als Präsident vorsteht.

Ein Verein mit Geschichte

Der heutige Schachklub BrixenMilland entstand aus der Zusammenführung zweier Traditionsvereine. Der Schachklub Brixen wurde Mitte der Sechzigerjahre gegründet und trat bereits 1969 bei der allerersten Edition der Südtiroler Mannschaftsmeisterschaft an. 1982 musste der Klub jedoch seine Tätigkeit einstellen, da das Interesse der Mitglieder zurückgegangen war.

Der Schachklub Milland, gegründet 1969, hatte ein ähnliches Schicksal: 1981 wurde der Turnierbetrieb pausiert, und der Verein beschränkte sich zeitweise auf gemütliche Schachtreffs im Gasthaus. Nach der Auflösung des Brixner Klubs wechselten dessen Spieler nach Milland, wo ab 1985 wieder aktiv Turniere gespielt wurden –und das durchaus erfolgreich.

1995 erfolgte die Umbenennung in Schachklub Brixen-Milland. 2002 schloss man sich mit dem Schachklub Bruneck zusammen,

um der dominierenden Grödner Mannschaft die Stirn bieten zu können – mit Erfolg: Mehrere Male holte man den Titel Südtiroler Mannschaftsmeister.

Turnierbetrieb und Vereinsleben

Der Schachklub Brixen-Milland nimmt ausschließlich an Turnieren des Südtiroler Schachbundes teil. Herzstück ist die Südtiroler Mannschaftsmeisterschaft, die in drei Ligen (A, B und C) gespielt wird. Die A-Liga wird dabei auf sechs Brettern ausgetragen und gilt als höchster Wettbewerb des Landes. Dazu kommen Blitz- und Halb-Blitzmeisterschaften für Einzelspieler sowie ein eigenes Blitzturnier für Vereine. Mehrere Mitglieder vertreten Brixen-Milland zudem bei internationalen oder überregionalen Turnieren.

Gespielt wird im Jakob-SteinerHaus in Milland, wo der Verein jeden Donnerstag ab 18 Uhr seine wöchentlichen Schachabende abhält. Zusätzlich zeigt sich der Klub bei lokalen Festen präsent – zum Beispiel dem Altstadtfest oder dem

Millander Dorffest –, wo Besucher spontan gegen Vereinsmitglieder ans Brett treten können.

Eine Besonderheit des Vereins ist die angenehme und unkomplizierte Atmosphäre: Neue Spieler werden freundlich aufgenommen, und erfahrene Mitglieder nehmen sich gerne Zeit, Positionen zu erklären oder Probleme gemeinsam durchzugehen. Jedes Alter ist willkommen: Auch ein Schachkurs für Senioren wurde bereits angeboten. Oswald Kofler: „In einer Zeit, in der Bildschirme unseren Alltag dominieren, bietet der Schachklub Brixen-Milland einen wohltuenden Gegenpol, und zwar einen Raum, in dem das Smartphone zur Seite gelegt wird und Konzentration, Ruhe und geistige Herausforderung im Mittelpunkt stehen.“

Taktik, Eröffnung, Endspiel

Besonders am Herzen liegt dem Verein die Nachwuchsarbeit. Verantwortlich dafür ist Helmut Pfeifhofer, der in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beitrug, den Klub neu zu beleben. „Vor einigen Jahren war die Vereinstätigkeit eher ruhig, es kam wenig Bewegung rein“, erzählt Pfeifhofer. Gemeinsam mit Thomas Kofler, selbst Spieler und Sohn von Oswald Kofler, wurde daraufhin eine feste Struktur geschaffen: der Donnerstag als wöchentlicher Treffpunkt. Außerdem setzte man auf verstärkte Werbung im persönlichen Umfeld und bei lokalen Veranstaltungen.

Eine wichtige Rolle spielt zudem Martin Paulmichl, seit vier Jahren im Verein aktiv und eine feste Stütze der Mannschaft in der A-Liga. Sein nationaler Titel als Meisterkandidat unterstreicht seine Spielstärke, die er nicht nur

am Brett einbringt: Paulmichl unterrichtet an den Oberschulen Fallmerayer und bietet dort einen eigenen Schachkurs für interessierte Schüler an. Gemeinsam mit ihnen nahm er auch an den Schulmeisterschaften im Schach teil. Zuvor war Paulmichl beim Schachklub Gries aktiv, bevor er nach Brixen wechselte und gelegentlich Kurse für fortgeschrittene Spieler leitete. Durch sein schulisches Engagement konnten bereits viele Jugendliche für das Spiel gewonnen werden – und einige von ihnen fanden auch den Weg zum Schachklub Brixen-Milland.

Die Entwicklung bei den jüngsten Mitgliedern ist erfreulich: Zwölf Kinder, Mädchen wie Buben, besuchen heute Schachkurse, in denen Grundlagen, Taktiken, Eröffnungen und das Endspiel geübt werden. „Einige sind wirklich talentiert“, sagt Pfeifhofer, „aber Schach braucht Ausdauer, und von Null zu starten ist anspruchsvoll. Wer aber dranbleibt, macht große Fortschritte.“

Der Verein organisiert zudem Freundschaftsturniere – etwa mit Klausen, Sterzing oder Taufers – und schickt seine Nachwuchstalente zu Turnieren im ganzen Land. Pfeifhofer bedauert allerdings, dass viele Hobbyspieler lieber online oder zu Hause spielen: „Schade, dass sie nicht den Weg zu uns finden. Im direkten Spiel und gemeinsamen Training lernt man viel mehr.“

Egal ob Kind, Erwachsener oder Senior: Wer Lust hat, das königliche Spiel zu entdecken, findet in Milland jeden Donnerstag einen offenen und motivierten Schachklub.

mats.helmersson@brixner.info

LEICHTATHLETIK

Sprünge zum Erfolg

Man sieht sie jeden Tag auf dem Sportplatz im Süden von Brixen: die jungen Leichtathleten und -athletinnen. Während die einen laufen, üben sich die anderen in den verschiedenen Disziplinen, und die Trainerinnen und Trainer geben ihre Anweisungen. Zwei Athletinnen der Sportgemeinschaft Eisacktal schlossen ihre erfolgreiche Wettkampfsaison kürzlich mit der Teilnahme an den

SCHWIMMEN

Gold-Garantie

Auf Kathrin Oberhauser und Marco Scardoni darf die Sektion Behindertensport vom SSV Brixen immer wieder zählen. Oder besser gesagt: Man darf immer wieder ihre Medaillen zählen, wenn sie von einem Schwimmwettkampf zurückkehren. Auch bei den dreitägigen FISDIR-Italienmeisterschaften auf der Kurzbahn Ende November in Ligurien standen sie fast immer ganz oben auf dem Podest. Kathrin Oberhauser, die sportlich auch als Skifahrerin erfolgreich unterwegs ist, musste zwar wegen eines Kreuzbandrisses und der nachfolgenden Opera-

KURZ NOTIERT

tion von Jänner bis September mit dem Training pausieren, holte sich ihre schwimmerischen Qualitäten jedoch rasch wieder zurück und startete in bewährter Form über ihre Paradedisziplin Rücken. Gold über 50, 100 und 200 Meter bei drei Starts bestätigte der Athletin und ihrem Betreuerteam, dass sie auf dem richtigen Kurs liegen. Mit zwei Siegen (50 und 100 Meter Delfin) und Silber über 200 Meter Delfin bei drei Starts durfte auch Marco Scardoni strahlen. Die beiden 33-jährigen Athleten sind seit vielen Jahren im Schwimmsport aktiv und können sich über eine

Der Landesligist Gitschberg Jochtal hat sich kürzlich überraschend von Trainer Stefan Putzer getrennt; auf ihn folgt Patrizio Morini. Gitschberg Jochtal verbringt die Winterpause auf Tabellenplatz 6.

Italienmeisterschaften in Viareggio ab: Sowohl Tamara Pergher (im Bild rechts) als auch Anna Sofia Andreetto waren als Landesbeste ihrer Disziplin (Hochsprung und 80 Meter Hürden) in der Landesauswahl Südtirol dabei. Die 14-jährige Millanderin Pergher ist seit Längerem als Skifahrerin im Rennsport aktiv und entdeckte erst vor zwei Jahren die Leichtathletik für sich. Dennoch platzierte sie sich beim Südtirol-Grand-Prix, bei dem der Leichtathletiknachwuchs alle Disziplinen bestreiten muss, an sechster Stelle, und in ihrer Paradedisziplin Hochsprung kürte sie sich zur Landes- und Regionalmeisterin. In Viareggio erreichte sie mit 1,56 Metern den siebten Platz in der Kategorie „Cadette“, in der sie zum jüngeren Jahrgang zählt und um einiges kleiner als viele ihrer Konkurrenten ist. Teamkollegin Anna Sofia Andreetto (Jahrgang 2010) ist eigentlich im Eiskunstlauf zuhause. Sie trainiert seit drei Jahren mit dem Trainerteam der SG Eisacktal – Lara und Franco Cubich sowie Deborah Feltrin – und bewies mit dem dritten Platz beim Grand Prix ihre Fähigkeiten. Italienweit liegt sie über 80 Meter Hürden an 28. Stelle; bei den Regionalmeisterschaften holte sie in dieser Disziplin Silber und Bronze im Dreisprung. wv

äußerst umfangreiche Medaillenbilanz freuen. Nach wie vor ist ihre Freude am Schwimmen groß. In der Acquarena ziehen sie mit den Masterschwimmern des SSV Brixen unter Anleitung von Trainer Alessandro Battistella dreimal pro

Der Snowboarder Aaron March aus Schabs hat Mitte Dezember seinen ersten Riesentorlauf gewonnen. In Cortina holte sich der 39-Jährige im Finale gegen Benjamin Karl aus Österreich den Weltcup-Sieg. Es war bereits der zweite Podestplatz der Saison für March.

Woche ihre Bahnen. Einmal in der Woche absolvieren sie zudem ein Krafttraining mit Saro Scaggiante und haben somit die besten Voraussetzungen für viele weitere Erfolge in der erst vor Kurzem angelaufenen Saison. sd

Die Profifußballerin Eva Schatzer aus Vahrn hat kürzlich den „Italian Golden Girl Award“ gewonnen. Die Auszeichnung prämiert die beste italienische U21-Spielerin des Jahres. Schatzer spielt seit 2023 für die erste Mannschaft von Juventus.

Herr Michieli, wie blickt die Sektion Rennrad im SSV Brixen auf das vergangene Jahr zurück?

Es war insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Man muss dafür wissen: Für uns steht nicht zwingend der Leistungssport im Vordergrund, sondern die gemeinsamen Ausfahrten und Erlebnisse. Im Jahr 2025 haben wir als Gruppe gemerkt, was uns Radfahren wirklich bedeutet: Nicht nur die Beine, die brennen, oder die Lunge, die nach Luft schnappt – sondern vor allem sind es die Momente dazwischen, die unsere Aktivitäten so bemerkenswert machen.

„Treffpunkt für Radbegeisterte“

DANIEL MICHIELI, Präsident des SSV Brixen Ciclismo, über ein erfolgreiches Jahr – und über die Zukunftspläne der Sektion.

Sind Ihnen bestimmte Momente besonders in Erinnerung geblieben?

Der erste richtige Ausflug im März: Die Luft roch noch nach Winter, aber die Sonne schien bereits kräftig. Wir waren eine bunte Truppe – Neulinge, die sich kaum trauten, die Gangschaltung zu benutzen, und alte Hasen, die schon vom nächsten Pass träumten. Der Sommer ist für uns natürlich immer Hochsaison mit den großen Abenteuern: In diesem Jahr haben wir unter anderem den Passo Tremalzo mit dem Mountainbike erklommen. Am Ende waren wir völlig ausgepowert, aber glücklich wie Kinder. Die Rennradtour

BAUGRÜNDE UND BESTANDSKUBATUREN

über die Dolomitenpässe wird auch noch lange in Erinnerung bleiben, ebenso wie die spontane Ausfahrt von Bozen nach Lavis, bei der wir mehr geschoben als gefahren sind und am Ende doch stolz wie Oskar waren.

Und nun ist es Zeit für die Winterpause?

Es wird zwar ruhiger, und wir beschäftigen uns mit Indoor-Trainings – stecken aber bereits in den Vorbereitungen für 2026. Wir freuen uns auf neue Gesichter! Unser Wunsch wäre es, ein Treffpunkt für alle Radfahrbegeisterten von Brixen und Umgebung zu werden. anina.vontavon@brixner.info

GESUCHT

Sie besitzen Baugründe und Bestandskubaturen, die Sie verkaufen möchten?

Wir bieten eine direkte und PROVISIONSFREIE Verkaufsabwicklung mit dem Bauträger. Ohne großen Aufwand und mit persönlicher Betreuung.

Sie interessieren sich für Immobilien?

Dann sind wir der richtige Ansprechpartner. Tauschen Sie Ihr Grundstück gegen moderne Wohnungen, die darauf entstehen.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website: smartliving.bz

Gregor Wierer Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

T +39 0474 64 66 49 info@smartliving.bz

Hartmannplatz heute und morgen

BRIXEN: Der Hartmannplatz soll Schritt für Schritt neugestaltet werden. Begonnen wird mit der Entfernung von Barrieren. Für die Umsetzung der langfristigen Vision steht eine endgültige politische Entscheidung aber noch aus.

Derzeit ist der Brixner Hartmannplatz eigentlich ein Durchzugsort: Man überquert ihn, um von der Altstadt zum Friedhof oder zum Forum zu gelangen oder in umgekehrter Richtung, wenn man vom Parkhaus Mitte in die Altstadt gehen möchte. Um abseits des Bauernmarktes oder anderer Veranstaltungen länger dort zu verweilen, mangelt es an Aufenthaltsqualität; man nimmt ihn eigentlich nicht als richtigen Platz wahr. Eine kürzlich vom Brixner Stadtrat genehmigte Machbarkeitsstudie zeigt aber auf, welches Potenzial im Hartmannplatz steckt: In den kommenden Jahren soll er besser mit dem Stadtbild verbunden werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. „Eine klare räumliche Struktur, die Berücksichtigung bestehender und zukünftiger Nutzungen sowie eine optimierte Verkehrsorganisation sollen den Platz zu einem einladenden und multifunktionalen Ort machen“, ist in der Studie zu lesen.

Was bleibt, was kommt weg?

Die Gemeinde lässt sich dabei Zeit mit der Umgestaltung: Zehn Jahre soll sie insgesamt dauern. Ziel ist es, den Platz zu einem neuen Treffpunkt zu machen, der die

Begegnung und den Austausch fördert. „Der Hartmannplatz könnte nach den Aufwertungsarbeiten den Domplatz entlasten. Heute ist das aufgrund der Barrieren noch zu umständlich“, sagt Stadtrat Thomas Schraffl. Wird der Hartmannplatz aufgewertet, können Märkte und Feste unter besseren Rahmenbedingungen abgehalten werden. Die grundsätzlichen Voraussetzungen dafür hätte er: Für etwa 4.500 Menschen ist er innerhalb von zehn Minuten von ihrem Zuhause fußläufig erreichbar; zudem ist er in etwa so groß wie der Bozner Waltherplatz. Der erste Schritt zur Neugestaltung des Platzes soll bereits im kommenden Jahr erfolgen: Derzeit wirkt der Platz noch etwas unaufgeräumt, wirkt durch die Fahrradständer, den Brunnen und den Wassergraben optisch geteilt. Auf der Seite der Romstraße sorgen die Motorradparkplätze und die Kettenabsperrungen für einen ähnlichen Effekt. 2026 sollen die Radständer deshalb verschoben, die Motorradparkplätze verlegt, der Wassergraben geschlossen und die Blumentröge, die Absperrungen sowie das Taxi-Telefon beseitigt werden. „Damit kann der Platz als weitläufige Freifläche konzipiert werden“, so Renato Sette, Leiter der Technischen Dienste der Gemeinde Brixen. Auch ökologisch soll der Platz aufgewertet werden, indem mehr

p

ZUKUNFTSVISION: Mit der Neugestaltung des Hartmannplatzes soll ein multifunktionaler Raum geschaffen werden

schattenspendende Bäume gepflanzt werden. Kostenpunkt insgesamt: etwa 100.000 Euro.

„Diese ersten Verschönerungsmaßnahmen schaffen bereits einen großen Mehrwert und geben dem Ort Platzcharakter“, sagt Schraffl. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter der Bushaltestelle, die auf den Kleinen Graben verlegt werden soll – derzeit befindet sich die Gemeinde in Gesprächen mit dem zuständigen Landesamt. „In der Zwischenzeit bleibt die Bushaltestelle dort, wo sie jetzt ist“, so Schraffl. Auch der Brunnen soll noch stehen bleiben, wenngleich die Machbarkeitsstudie zumindest eine Verkleinerung desselben vorsehen würde.

Umsetzung in mehreren Schritten

Die Machbarkeitsstudie sieht eine Umgestaltung in mehreren Schritten vor: Im kommenden Jahr sollen, wie erwähnt, Barrieren entfernt, die Platzkanten gestärkt und Zwischennutzungen des Platzes gefördert werden. Im Zeitraum der nächsten fünf Jahre wird es darum gehen, die Platzmitte zu aktivieren, die Umgebung und die Bevölkerung einzubeziehen und erste Parkplätze rückzubauen. Damit will man sich die Zeit geben, um unterschiedliche Nutzungen

Langlau en in Ridnaun

Erlebe 15 perfekt präparierte Kilometer durch die verschneite Berglandschaft von Ridnaun – klassisch oder skatend. Dank Beschneiungsanlagen findest du hier bis ins Frühjahr top Bedingungen und Wintergenuss pur.

Saisonkarte 100,00 € Tageskarte 10,00 € In nur 45 Minuten erreichbar

visitratschings

auszuprobieren und gemeinsam herauszufinden, wie dieser öffentliche Raum in Zukunft gestaltet sein soll. In fünf bis acht Jahren, so sieht es die Machbarkeitsstudie vor, soll aus den in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen ein Gestaltungswettbewerb entstehen und dann die eigentliche Neugestaltung erfolgen. „Mit diesem Projekt befassen wir uns näher mit dem Thema ‚Leben im öffentlichen Raum‘“, erklärt Sette, „der Raum wird dabei nicht nur als physischer Ort, sondern auch als einer für soziale Beziehungen und Interaktionen gesehen.“

Zukunft ohne motorisierten Verkehr?

Spannend ist die längerfristige Vision, die die Machbarkeitsstudie für den Platz und seine Umgebung vorsieht: In zehn Jahren soll die Romstraße verkehrsberuhigt sein, der Vorbereich des Forums umgebaut werden und die gesamte Zone mit dem Hartmannplatz verschmelzen. „Wenn das gelingt, kann der Hartmannplatz seine volle Wirkung als Treffpunkt entfalten“, sagt Schraffl dazu. Der Stadtteil – und damit auch der Kleine Graben – würde damit für Fußgänger und Fahrradfahrer besser erschlossen; der autofreie Bereich der Altstadt würde vergrößert.

Dafür sprechen würde außerdem, dass die Kreuzung zur Romstraße nach wie vor unübersichtlich ist – trotz der reduzierten Maximalgeschwindigkeit für motorisierten Verkehr und den „Shared Space“ auf dem Kleinen Graben, und dass nach wie vor mehr Autos als gewünscht den Klei-

p Ein Ort der Begegnung: der Hartmannplatz als Bindeglied zwischen der Romstraße und dem Großen und Kleinen Graben

t Stadtrat Thomas Schraffl: „Der Hartmannplatz könnte nach den Aufwertungsarbeiten den Domplatz entlasten“

nen Graben nutzen. Mit einer Schließung könnte dieser Bereich entschärft werden. Schraffl sagt allerdings: „Eine Schließung – das ist leichter gesagt als getan.“ Anrainer und Kaufleute seien unterschiedlicher Meinung, und zudem ist noch nicht gewiss, wie sich in Stausituationen eine Schließung des Kleinen Grabens auf die Hauptstraße auswirken würde. Ob diese Vision also Wirklichkeit wird, ist politisch noch nicht zu Ende diskutiert: „Meine Meinung ist bekannt: Ich bin für eine Schließung für den motorisierten Verkehr, weil das die Altstadt aufwerten würde“, sagt Thomas Schraffl.

Die Rahmenbedingungen dafür seien gegeben: „Es gibt zahlreiche Bushaltestellen in unmittelbarer Altstadtnähe; zudem ist die Distanz vom Parkhaus Mitte zum Friedhof oder in die Altstadt absolut überschaubar“, so Schraffl. Verständnis zeigt er für Anrainerinnen und Anrainer, für die eine Verkehrsschließung ein Umweg bedeuten würde: „Dafür müsste eine Lösung gefunden werden. Insgesamt

„ Diese ersten Verschönerungsmaßnahmen schaffen bereits einen großen Mehrwert und geben dem Ort Platzcharakter“

Thomas Schraffl, Stadtrat

müssen wir die Verkehrsflüsse noch genauer untersuchen, bevor wir eine endgültige Entscheidung fällen.“

Ob die langfristigen Maßnahmen der Machbarkeitsstudie bis zuletzt wirklich so umgesetzt werden wie geplant, ist also noch offen.

Kommt der Klimaplan in Fahrt?

UMWELTSCHUTZ: Viele Gemeinden haben gerade erst mit der Ausarbeitung ihrer Klimapläne begonnen. Dabei müssen sie bis 2027 stehen. Hat das Thema an Strahlkraft verloren – und ist die Ausarbeitung der Pläne überhaupt sinnvoll? Ein Blick auf Vahrn und Mühlbach, deren Bürgermeister das Thema unterschiedlich wahrnehmen.

Grüne Energieerzeugung, ausgebaute Fuß- und Radwege, weniger Bodenversiegelung, regionale Produkte in Mensen, eine konsequente Mülltrennung – es sind kleine alltägliche Bausteine, die eine Gemeinde klimafit machen sollen. Maßnahmen, die künftig im „Klimaplan Südtirol 2040“ verankert sein werden. Während einige Bezirke im Land schon früh ambitioniert vorangegangen sind, hinkte das Eisacktal lange hinterher.

„Eine konsequente Klimapolitik beginnt vor Ort, in den einzelnen Gemeinden“, betont Vahrns Bürgermeister Andreas Schatzer.

„Wir können sensibilisieren und Maßnahmen setzen – auch wenn uns bewusst ist, dass Südtirol die Welt nicht retten wird.“ Ein paar Kilometer weiter klingt aus Mühlbach Zurückhaltung durch. „Ich persönlich wäre andere Wege gegangen“, sagt Bürgermeister Heinrich Seppi. „Mit all den Plänen, die eine Gemeinde erstellen muss – vom Akustik- über den Gemeindeentwicklungs- bis zum Gefahrenzonenplan –, droht vieles im Papierdschungel zu versickern.“

Landesförderungen für konkrete Energieeffizienzmaßnahmen hätten aus seiner Sicht mehr Anreiz geboten als Gelder für die Er-

Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sind ein Baustein des Klimaplans

stellung eines Klimaplans. „Und dann haben sie uns auch noch die Rute ins Fenster gestellt: Steht der Klimaplan bis 2027 nicht, drohen Abzüge bei der Gemeindefinanzierung.“

Bist du bereit für DEIN NÄCHSTES GROSSES ABENTEUER?

Klettern, Schwimmen, Hochseilgarten, Bogenschießen und viele weitere Highlights warten auf dich!

Anmeldung ab 22. Januar

Klätter Adventure Camp – entdecke, erlebe, wachse!

Der Klimaplan bringt also viele ins Schwitzen – beliebt ist er nicht überall. Doch Schatzer fragt rhetorisch: „Wenn die Gemeinde das Thema nicht ernst nimmt –wer dann?“

Der frisch wiedergewählte Bezirkspräsident Walter Baumgartner bestätigte im Gespräch mit dem „Brixner“, dass einige Eisacktaler Gemeinden mit der Erarbeitung des Klimaplans im Rückstand sind. Im Pustertal oder im Burggrafenamt sei man deutlich weiter, was Vahrns Bürgermeister auf die frühere und aktivere Koordination der dortigen Be-

zirksgemeinschaften zurückführt. Baumgartner wiederum erinnert daran, das Thema „immer wieder“ angesprochen zu haben –oft mit der Antwort: „Wenn es verpflichtend wird, machen wir es ohnehin.“ Diese Haltung habe entscheidend zur Verzögerung beigetragen. Hinzu kam eine generelle Überlastung der Verwaltungen: Viele Gemeinden arbeiteten parallel an ihren Gemeindeentwicklungsprogrammen –dies verschlinge Kapazitäten, die andernorts fehlten. Genau hier sah die Grüne Landtagsfraktion bereits 2024 in einem Schreiben das Kernproblem: Klimapläne seien nicht verpflichtend Teil der Gemeindeentwicklungsprogramme und würden damit im Alltag leicht zur Nebensache – ein Anhang statt ein Leitmotiv. Und dieser Anhang

kostet: „Gemeinden wie wir, die eigene Einnahmequellen wie ein Wasserkraftwerk haben“, erklärt Seppi für Mühlbach, „erhalten 50 Prozent Landesförderung. Andere Gemeinden bekommen 80 Prozent.“

Heraus kommt zunächst einmal: ein Plan. Um Kosten zu sparen, haben sich mehrere Gemeinden über die Bezirksgemeinschaft zusammengeschlossen –Mühlbach etwa mit Natz-Schabs, Rodeneck und anderen. Die Bezirksgemeinschaft übernahm die Ausschreibung der Arbeiten. „Zwei Techniker arbeiten für uns“, sagt Seppi. Einer erhebt Daten – etwa zu Strom- und Wasserverbrauch in öffentlichen Gebäuden – und identifiziert Einsparpotenziale. Der zweite erstellt den eigentlichen Klimaplan. Danach soll die Bevölkerung eingebunden werden.

Vahrn: Gemeinde als Vorbild

Vahrn hingegen steht nicht am Anfang: Die Gemeinde hat unabhängig vom Klimaplan bereits die internationale KlimagemeindeZertifizierung in Silber erreicht und strebt nun Gold an. Beispiele für nachhaltige Maßnahmen gibt es viele: ein Verleihsystem mit rund 250 E-Bikes, erneuerbare Wärmequellen durch ein zweites Heizwerk, detaillierte Erfassung von Energie- und Wasserverbräu-

chen seit der Zertifizierung. So lassen sich bereits jetzt Überverbräuche identifizieren und Einsparungen erzielen – ein Aufwand, der sich laut Schatzer lohnt. Weiteres ist bereits geplant: Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden – auch im Hinblick auf die Teilnahme an der Erneuerbaren Energiegemeinschaft Eisacktal –, neue Wohnbauzonen in der Nähe zentraler Einrichtungen, der Ausbau von Radwegen und Busverbindungen sowie mehr regionale Produkte in den Schulmensen. Maßnahmen, die in den Klimaplan einfließen. Vahrn setzt auf ein breit aufgestelltes Klimaund Kernteam aus Gemeinderat, Ausschuss, einer Energieberaterin sowie Vertreterinnen aus Schule und Kindergarten. Bis Ende 2026 sollen die Maßnahmen politisch beschlossen sein – dann steht auch der Klimaplan.

Wunsch

nach Förderungen

Für die Umsetzung gibt es vom Land jedoch keine eigenen Förderungen. „Bei Projekten wie Photovoltaikanlagen hoffen wir auf staatliche Unterstützung, sprich auf bestehende Förderprogramme“, sagt Schatzer. Aus Mühlbach kommt noch einmal der Wunsch nach klaren Anreizen: mehr Landesförderungen für energieeffiziente Maßnahmen anstelle einer Fülle an Plänen, die Gefahr laufen,

Das Bewusstsein in der Bevölkerung sei klar vorhanden, und die zentrale Frage lautet laut Schatzer nach wie vor: Wie ernst nehmen die Gemeinden das Klima? Welche Priorität hat Klimaschutz tatsächlich? Die Gemeinden sollten wegweisend agieren – als Motoren, als Vorbilder und als kommunikative Brücken. Sensibilisierung sei das Gebot der Stunde, besonders in Schulen und Kindergärten.

in der Schublade zu verstauben. „Beim Verkehr spüren wir die Belastung am meisten“, sagt Seppi.

Auch wenn Südtirol im Vergleich weniger stark von existenziellen Klimafolgen betroffen ist, wächst das Bewusstsein: Überschwemmungen, Starkregen oder Murenereignisse hinterlassen in der Bevölkerung Spuren; darüber ist sich Schatzer sicher. „Aber: In der Theorie sind viele dabei, wenn es um das Klima geht“, sagt er, „in der Praxis schaut es manchmal anders aus.“ Umso wichtiger sei es, dass Gemeinden sichtbar vorangehen. Damit das Thema Klima auch jene Priorität erhält, die es sich verdient.

lisa.hintner@brixner.info

Andreas Schatzer, Bürgermeister von Vahrn: „Eine konsequente Klimapolitik beginnt vor Ort“

UMWELT

Ein „Kleiderberg“ soll sensibilisieren

7.400 Tonnen Textilabfälle fallen jedes Jahr in Südtirol an. Der Großteil davon landet im Restmüll und wird somit nicht wiederverwendet. Die OEW – Organisation für eine

MOBILITÄT

Grenzenlose Mobilität

in der Euregio

Seit 15. Dezember ist das neue Euregio-Ticket für Erwachsene zum Preis von 750 Euro erhältlich. Es kann jederzeit gekauft werden, gilt ein Jahr lang und wird mit Gültigkeitsbeginn zum Monatsersten ausgestellt. In Südtirol können mit dem neuen Ticket alle Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs genutzt werden, also städtische und außerstädtische Busse, die Züge der regionalen Bahnstrecken, die Mendel Standseilbahn, die Rittner Schmalspurbahn, die Rittner Bahn und die Seilbahnen Kohlern,

KURZ

NOTIERT

Mölten und Vöran. Die Nutzung von Fernverkehrszügen (EuroCity, InterCity, Frecce, Italo und Railjet) und von touristischen Angeboten ist in Südtirol und im Trentino nicht inkludiert, die Südtiroler Nightliner kosten Aufpreis. Im Trentino können mit dem Euregio-Ticket die städtischen und außerstädtischen Busdienste, die Zugverbindung Trient–Malé–Mezzana, die Valsuganabahn zwischen Trient und Primolano, die Brennerbahnlinie bis Borghetto und die Seilbahn Trient–Sardagna genutzt werden. In Tirol umfasst das

Die Tarife der Stadtwerke Brixen für 2026 bringen leichte Anpassungen beim Wasser. Der Mülltarif bleibt bis April unverändert. Der Fernwärmetarif wird um acht Prozent gesenkt – dank des höheren Anteils an erneuerbarer Energie durch die Inbetriebnahme des zweiten Biomassewerks.

solidarische Welt, die Stadtwerke Brixen und der Gebrauchtwarenhändler „REX –Material und Dinge“ wollen mit dem Projekt „Kleiderberg –ist der Gipfel erreicht?“ gemeinsam Aufmerksamkeit für das hohe Textilmüllaufkommen generieren: Mit einem sechs Meter hohen „Berg“ aus Altkleidern, der in der Stadtbibliothek Brixen bis Ende November zu sehen war, zeigten sie eindrucksvoll die Probleme von „Fast Fashion“ auf: billige und qualitativ schlechte Kleidung im Überfluss. Die Skulptur sollte vor allem zum Nachdenken und zu bewuss-

tem Konsum anregen, denn die Wertschätzung für die bereits vorhandene Kleidung sollte wachsen. Gleichzeitig wurden die Umweltbelastung, Ressourcenverschwendung und die schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in den Fokus gerückt. Das Ziel des Projekts ist es, die Bevölkerung Südtirols zu einem nachhaltigen Konsumverhalten anzuregen, denn gemeinsam kann durch Upcycling, Wiederverwertung und Tauschen von Kleidung dafür gesorgt werden, dass weniger Kleidung im Müll landet. hh

Euregio-Ticket Fahrten mit dem Nahverkehr inklusive Nightliner und dem Fernverkehr (ÖBB, DB, Westbahn) im gesamten VVT-Verbundraum sowie mit der Hungerburgbahn und die Nutzung ausgewählter Park-and-Ride-Angebote. Touristische Linien sind auch hier nicht inkludiert. Kostenpflichtige

160 Grundschulklassen nehmen am Erste-Hilfe-Projekt des Weißen Kreuzes und der Deutschen Bildungsdirektion teil, das in diesem Herbst in eine neue Runde gestartet ist. Rund 3.100 Buben und Mädchen lernen dabei die wichtigsten Erste-HilfeMaßnahmen kennen.

Angebote wie Hunde- oder Fahrradmitnahme werden separat über ein SEPA-Lastschriftmandat abgebucht. Das Euregio-Ticket ist in Südtirol ausschließlich online auf der Website www.myportal.suedtirolmobil. info für Personen mit italienischer Steuernummer erhältlich. job

Das Dach und der Kirchturm der Kirche St. Cyrill am Pfeffersberg werden neu eingedeckt. Das Land Südtirol steuert dafür 128.000 Euro bei, die Gemeinde Brixen 50.000 Euro. Zusätzlich fließen Mittel der Pfarrei sowie Spenden aus der Bevölkerung in die Sanierung ein.

Foto:
Oskar
Zingerle
Foto: Anna
Mayr

STADTGEHEIMNISSE

Welche Märkte gab es in Brixen?

Die traditionellen Holzhütten erinnern in der Advent- und Weihnachtszeit an den ehemaligen Viehmarkt auf dem Domplatz, der manchmal auch etwas despektierlich als „Ochsenplatz“ bezeichnet wurde. Dass sich der bereits 1085 erwähnte „Markt“ ursprünglich außerhalb der Stadtmauern befand, beweist noch die heutige Bezeichnung „Altenmarktgasse“. Im 13. Jahrhundert wurde der Markt „auf den Hof“, wie der Domplatz damals hieß, verlegt. Gehandelt wurden Pferde, Ochsen, Kühe, Kälber und anderes Vieh sowie Heu, Stroh, Holz und Wein, aber auch Textilien, Felle und Fisch. Während der Wochenmarkt zur Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln aus der näheren Umgebung nie so richtig in Schwung kam, erfreuten sich die Jahrmärkte eines größeren Zulaufs, insbesondere der 14-tägige Allerheiligen-Markt. Da strömte die ganze Masse des Volkes zusammen, Kaufleute aus Bozen und anderen Städten hatten hier ihre Stände, auch Händler aus Venedig und Augsburg. Der Ablauf war durch eine strenge „Marktordnung“, für deren Einhaltung der Stadtrichter sorgte, genauestens geregelt. Interessant ist übrigens auch, dass beim Allerheiligen-Markt unter Aufsicht des Bürgermeisters eigene Markthütten errichtet und verliehen wurden. Der Viehmarkt wurde in der Folgezeit mehrmals verlegt, weil der Platz vor der Kirche durch die Tiere verunreinigt wurde und der Geruch mehrere Tage anhielt. Weitere Standorte waren die Altenmarkt- und Trattengasse, der Große Graben und zuletzt der Platz zwischen dem Klarissenkloster und dem Eisackufer. Seit den Neunzigerjahren sind die Viehmärkte aus Brixen vollkommen verschwunden. Seit einigen Jahren findet der wöchentliche Krämermarkt am Priel, in der Tratten- und Albuingasse sowie am Hartmannplatz statt.

Anregungen: redaktion@brixner.info

ZEIT FÜR DEN DARM-CHECK.

Gratis. Einfach. Zuhause. Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen – doch früh erkannt ist er gut behandelbar.

Machen Sie den kostenlosen Test, nutzen Sie das Angebot zur Vorsorge!

50+ Jahre

Wenn Sie über 50 sind … erhalten Sie vom Südtiroler Sanitätsbetrieb ein Einladungsschreiben zum Screening. Mit diesem kann das kostenlose Test-Kit in jeder Apotheke abgeholt werden.

NEUERÖFFNUNG

Washpark Vahrn

Moderne Fahrzeugpflege direkt an der A22

Anfang Juli wurde der neue Washpark Vahrn in Betrieb genommen und setzt mit modernster Technik und nachhaltiger Ausrichtung neue Maßstäbe in der Fahrzeugpflege. Direkt in der Gewerbezone Vahrn, an der Autobahn A22 gelegen und bequem über die Ausfahrt Brixen/Pustertal erreichbar, bietet der Standort eine zukunftsorientierte Lösung für Pendler, Unternehmen und Privatkunden.

Kunden erwarten zahlreiche innovative Funktionen, die eine gründliche und schonende Fahrzeugpflege ermöglichen. Dazu gehören die 4D-Felgenreinigung, eine Unterbodenwäsche sowie eine hochglänzende Protect-ShinePolitur, die dem Lack einen strahlenden Glanz und langanhaltenden Schutz verleiht. Abgerundet wird der ganze Vorgang mit der Turbo-Trocknung, die ein streifenfreies und sauberes Fahrzeug gewährleistet. Für alle, die ihr Fahrzeug lieber selbst waschen möchten, gibt es spezielle Selfwash-Boxen mit Touchbedienung. Acht verschiedene Programme stehen hier zur Auswahl, darunter Powerschaum und Felgenreinigung, sodass jeder Fahrzeugbesitzer die Pflege nach seinen individuellen Bedürfnissen gestalten kann. Ein besonderes Highlight des Washparks ist das exklusive Pick-up-Programm für Unternehmen. Es richtet sich gezielt an Betriebe, die ihren Fuhrpark regelmäßig und effizient reinigen lassen möchten. Das Angebot ist in dieser Form in Südtirol nahezu einzigartig.

Neben der Fahrzeugwäsche stehen auch Hochleistungsstaubsauger für die Innenreinigung sowie Luftpistolen für die Entfernung von Staub an schwer erreichbaren Stellen zur Verfügung.

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil, denn die gesamte Anlage wird mit Energie aus Wärmepumpen und einer großflächigen Photovoltaikanlage betrieben. Zudem sorgen modernste Systeme dafür, dass der Wasserverbrauch minimiert wird. Alle technischen Komponenten sind auf Langlebigkeit und geringe Emissionen ausgelegt.

Für Kunden bieten wir ein attraktives Bonussystem über unsere Kundenkarte. Je nach Aufladungsbetrag erhalten Sie bis zu 15 % Bonusguthaben und machen Ihre Fahrzeugpflege damit noch einfacher und lohnender. Überzeugen Sie sich selbst und testen Sie die moderne Fahrzeugpflege, denn der Washpark Vahrn ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche durchgehend geöffnet.

www.washpark-vahrn.it

E-Mail: info@washpark-vahrn.it

EISACKTAL/SÜDTIROL

Digipoints: Wichtige Anlaufstellen

Das Digipoint-Projekt, finanziert durch EU-Mittel, umfasst inzwischen 18 Standorte in ganz Südtirol und rund 30 Mitarbeitende. Was auf den ersten Blick wie ein Angebot speziell für ältere Menschen wirken könnte, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als bewusst breit angelegte Anlaufstelle ohne feste Zielgruppe. Die Beratung richtet sich an die Bedürfnisse der Menschen – egal, wie alt sie sind oder wie viel Erfahrung sie mitbringen. Im Raum Brixen betreuen drei Mitarbeitende die Gemeinden Vahrn, Brixen, Natz-Schabs und Franzensfeste. Vor Ort erhält man schnell einen Eindruck davon, wie unterschiedlich die Anliegen der Besuchenden ausfallen. Eine Frage taucht dabei immer wieder auf: Wobei brauchen junge Menschen eigentlich Unterstützung? Sind sie nicht ohnehin digital zuhause? Armin Theiner vom Digipoint Brixen bringt es gut auf den Punkt: „Die Bürokratie wandert zunehmend ins Digitale – und genau dort lauern die neuen Hürden“, sagt er. Ältere Menschen kennen die Abläufe,

werden aber von der Komplexität der Technik ausgebremst. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei es umgekehrt: Sie bewegen sich selbstverständlich in der digitalen Welt, aber stoßen auf ungewohnte formale Schritte und Abläufe. Weitere gängige Fragen sind: Wie richte ich meinen Social-Media-Account richtig ein? Was muss ich beim Umgang mit KI-Tools beachten? Gerade in einer Zeit, in der vieles gleichzeitig komplexer und digitaler wird, bieten die Digipoints praktische Hilfe, Orientierung und ein bisschen Halt. Und weil es keine dummen Fragen gibt, beginnt vieles einfach damit, dass man die eigene stellt. Wer selbst einen Termin beim Digipoint vereinbaren möchte, kann das bequem über die Website www.digitalnow. provinz.bz.it/de/netzwerk-digipoint erledigen. tw

„Wir halten an der neuen Seilbahn fest“

HEINRICH SEPPI, Bürgermeister von Mühlbach, über den aktuellen Stand in Sachen Seilbahnverbindung Mühlbach–Meransen und den derzeitigen Busverkehr.

Herr Bürgermeister, der Gemeinderat hat im Mai 2024 die Bauleitplanänderung zur Eintragung der Trasse der neuen Seilbahn genehmigt, den Beschluss aber heuer im Februar widerrufen. Warum?

Es gibt für die Eintragung der Trasse zwei Verfahren, die parallel laufen: den Bauleitplan und die strategische Umweltprüfung. Da es damals, also im Mai 2024, den Leitfaden für die strategische Umweltprüfung noch nicht gab, befürchteten wir Formfehler unsererseits, die sich negativ auf die Realisierung auswirken könnten. Im Einvernehmen mit dem Land hat die Gemeinde Mühlbach

daraufhin beschlossen, die Bauleitplanänderung zurückzuziehen und die Eintragung der Trasse neu aufzurollen.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung stand die Genehmigung einer Grundsatzvereinbarung mit einem Überflogenen auf der Tagesordnung, die allerdings vertagt wurde. Konnte man sich inzwischen auf eine neue Trasse einigen?

Es ist eine leichte Verschiebung der Trasse im Gespräch, und wir suchen derzeit das Gespräch mit den Grundeigentümern, um eine Lösung zu finden. Eine konkrete Einigung gibt es noch nicht.

Als Ersatz für die stillgelegte Seilbahn fahren Busse nach Meransen. Man hört Stimmen, wonach der Dienst gut funktioniere und deshalb der Druck zum Bau der neuen Bahn sinke. Ist das Vorhaben für die Gemeindeverwaltung nach wie vor prioritär?

Die Busverbindung funktioniert gut. Es wurden ein paar Wünsche für zusätzliche Bushaltestellen laut, die jetzt überprüft werden. Die Busse fahren so lange, bis die neue Seilbahn fährt. Wir halten an der neuen Seilbahn fest – und nicht nur wir, sondern auch die Landespolitik wünscht die Realisierung der Seilbahn. johanna.bampi@brixner.info

Foto: Oskar Zingerle

GESUNDHEITSBEZIRK BRIXEN

COMPRENSORIO SANITARIO BRESSANONE

Der Gesundheitsbezirk Brixen sucht Mitarbeiter (m/w/d) in Voll- und Teilzeit für folgende Berufsbilder:

• Spezialisierte Hilfskraft (Standorte Brixen und Sterzing)

• Koch/Köchin (Standort Brixen)

Alle weiteren Informationen finden Sie in unserer Homepage unter folgender Adresse: www.sabes.it/de/offene-stellen

oder unter folgender Telefonnummer: Amt für Anstellungen 0472/812041

Winterzauber im Alpinpool

ALPINPOOL: Das Meransner Hallenbad begeistert das ganze Jahr über mit traumhaftem Wasserspaß für Groß und Klein – und mit einem wohltuenden Saunaerlebnis für alle, die Entspannung suchen.

Der Alpinpool in Meransen ist nicht nur im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Gerade im Winter lohnt sich ein Besuch ganz besonders – ob bei Schlechtwetter oder wann immer man sich nach einer gemütlichen Auszeit sehnt. Familien finden hier ein abwechslungsreiches Hallenbad, Paare genießen entspannte Stunden zu zweit, Saunafreunde treffen sich im warmen Ambiente zum Abschalten.

Wasserspaß für kleine Entdecker

Als Südtirols höchstgelegenes Familienhallenbad ist der Alpinpool perfekt auf die Bedürfnisse seiner jüngsten Gäste abgestimmt. Drei unterschiedliche Wassertiefen – von „babytief“ bis „jugendlich“ – garan-

tieren Sicherheit und Abwechslung. Eine Kleinkinderrutsche, ein plätschernder Springbrunnen sowie ein wohlig-warmes Sprudelbecken sorgen für fröhliches Lachen und stundenlangen Spaß. Mit Schwimmbrettern, Schwimmnudeln oder mit Taucherbrille und Schnorchel geht es auf spielerische Entdeckungsreise unter Wasser.

Wärme, Wohlbefinden, Wohlfühlen

Im großzügigen Saunabereich „Schwitzbox“ kommen Saunafans ordentlich ins Schwitzen. Zur Auswahl stehen eine finnische Sauna, eine Bio-Sauna und ein wohltuendes Dampfbad. Wer sich nach dem Saunagang nach einer Pause sehnt, findet in der gemütlichen

Das Hallenbad bietet viel Platz für Familien, Genießer und Aktive

Ruhezone auf extragroßen Komfortliegen sofort Entspannung. Für eine erfrischende Abkühlung sorgt der Freiluftbereich – mit herrlichem Rundumblick auf die beeindruckende Bergwelt.

Ein Ort zum Abschalten

Abgerundet wird das vielseitige Freizeitangebot durch ein CaféBistro, das mit einer feinen Aus-

Kinder erwartet im Alpinpool stundenlanger Badespaß

wahl an kalten und warmen Snacks aufwartet. Kostenloses Parken erleichtert die Anreise, und wer lieber auf das Auto verzichtet, erreicht den Alpinpool bequem mit dem Bus. Von der Haltestelle beim Parkhaus bis zum Alpinpool sind es nur wenige Gehminuten. Tipp: Mit „südtirolmobil“ und dem Euregio Family Pass wird die Fahrt besonders günstig.

„KI verändert vieles – aber ohne Menschen geht es nicht“

STUDIO TOCK: Arbeitsrechts- und Steuerberaterin STEFANIE EISENDLE über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz in der Branche der Wirtschafts- und Steuerberatung.

Stefanie Eisendle, Arbeitsrechtsund Steuerberaterin: „KI unterstützt, ersetzt jedoch niemals die professionelle Wirtschaftsberatung durch uns Spezialisten“

Frau Eisendle, überall ist von künstlicher Intelligenz die Rede. Wie stark betrifft diese Entwicklung die Wirtschaftsberatung?

STEFANIE EISENDLE: Die Veränderungen sind enorm. KI hält in fast allen Branchen Einzug – und natürlich auch in der Wirtschafts-, Steuer- und Arbeitsrechtsberatung. Sie kann heute schon riesige Datenmengen in Sekunden analysieren, Muster erkennen und komplexe Zusammenhänge sichtbar machen. Das eröffnet Unternehmen große Chancen: schnellere Auswertungen, präzisere Prognosen und einen klareren Blick auf wirtschaftliche Entwicklungen.

Nutzen Sie KI auch selbst in Ihrem Studio?

Ja, teilweise. Steuer-, Wirtschafts- und Arbeitsrechtsberatende – so wie wir im Studio Tock – setzen inzwischen auf KIgestützte Werkzeuge, um Kundinnen und Kunden moderne und

effiziente Unterstützung zu bieten. Wichtig ist aber: Wir nutzen KI bewusst und verantwortungsvoll, nicht jedoch als Ersatz für menschliche Expertise. KI macht Abläufe schneller – aber ohne den Menschen geht es nicht.

Warum reichen KI-Systeme allein nicht aus?

Weil KI Daten verarbeiten kann, sie aber nicht wirklich interpretiert. Entscheidungen entstehen immer in einem Kontext: Unternehmen, Branche, Region, persönliches Umfeld. Wenn dieser Kontext fehlt, können KI-Auswertungen leicht in die Irre führen –perfekt sortierte Zahlen, aber falsch gedeutet oder ohne Blick auf lokale Besonderheiten. Genau hier braucht es uns Menschen. Wir prüfen, ordnen ein und ver-

binden die Daten mit Erfahrung, Branchenwissen und gesundem Menschenverstand.

Wie sieht die Zukunft der Beratung aus?

Sie wird definitiv digitaler und datenreicher. Aber gleichzeitig –oder gerade auch deshalb – steigt der Bedarf an echter, menschlicher Beratung. KI liefert hervorragende Ausgangsdaten, wir liefern den Kontext. Und erst diese Kombination führt zu Entscheidungen, die wirklich tragfähig sind. Für mich bleibt daher klar: KI ist ein starkes Werkzeug. Doch Beratung, die hilft und langfristig weiterbringt, entsteht nur durch uns Menschen.

Unsere Kernleistungen:

Steuern & Lohn

Buchhaltung

Unternehmensberatung & Recht

„Beste Baumeisterqualität aus einer Hand“

KIER BAUFIRMA: Seit vielen Jahren vertrauen Bauherren auf die Erfahrung und Zuverlässigkeit der Lüsner Baufirma. Was das Unternehmen so erfolgreich macht, erzählt ADOLF KIER, der den Betrieb in zweiter Generation führt.

Adolf Kier: „Unsere Kunden schätzen unsere Vielseitigkeit und die zuverlässige, saubere Ausführung unserer Arbeit“

Herr Kier, gibt es ein besonderes Projekt, das Sie kürzlich umgesetzt haben?

ADOLF KIER: Ja, die Sanierung des Zalnerhofes in Lüsen. Dem Bauherrn Johannes Hinteregger

war es ein großes Anliegen, den Charme des geschichtsträchtigen Altbaus zu bewahren und gleichzeitig moderne Erfordernisse harmonisch zu integrieren. Dazu gehören Ferienwohnungen und ein Hofladen für den künftigen Verkauf der Produkte aus der eigenen Almkäserei auf der Kreuzwiesenalm. Unser Auftrag umfasste die Sanierung des Altbaus und des landwirtschaftlichen Gebäudes. Zudem führten wir Sichtbetonarbeiten durch, besserten bestehende Gewölbe aus, errichteten neue und bauten einen Erdkeller mit einer Gewölbedecke aus Stein und Kalk.

Worin sehen Sie die großen Stärken Ihrer Baufirma?

Unsere Stärke liegt zum einen in unserer großen Vielseitigkeit: So bieten wir ein umfassendes

Leistungsspektrum – von Sanierungs-, Umbau- und Rohbauarbeiten über Fassaden-, Vollwärmeschutz- und Verputzarbeiten bis hin zu Lehmputz. Außerdem errichten wir Steinmauern, verlegen Natursteinplatten und führen Kernbohrungen durch.

In welchen weiteren Bereichen punkten Sie bei Ihren Kunden?

Unsere Kunden, zu denen private Bauherren ebenso zählen wie Hoteliers, schätzen insbesondere die hohe Qualität unserer Arbeit, die zuverlässige und saubere Ausführung sowie unsere erstklassige Baumeisterleistung. Entsprechend erfreuen wir uns über eine stetig wachsende Zahl an Stammkunden, die uns mit Folgeaufträgen betrauen – wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bei all unseren Kunden bedanken möchte!

Der Zalnerhof vor seinem Umbau
Im neuen Zalnerhof fügen sich Alt und Neu harmonisch zusammen
Die Gewölbedecke im Erdkeller wurde aus Stein und Kalk errichtet
Nach der Sanierung erstrahlt das Gewölbe in neuem Glanz

Lassen

Bleiben

Die Brixner

Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun exakt 35 Jahre zurückblicken. Über diesen QR-

Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe:

Die Titelgeschichte der Ausgabe Nr. 11 handelt von Afers, „die vergessene Fraktion“. Während Afers inzwischen nicht nur durch innovative Hotelprojekte, sondern auch durch ansprechende private Architektur und ein erfolgreiches Skigebiet blüht, war vor 35 Jahren noch einiges im Argen: „Der kürzliche Brand des Hotel Kreuztal wird die Plose AG weiteres Geld kosten. (…) Bis das Hotel wieder aufgebaut wird, werden Jahre vergehen.“ Der Bildtext zum Schild der Dorfeinfahrt entsprach der damaligen Stimmung: „Blaue Farbe auf rostigem Grund.“ Die staatliche Telefongesellschaft hingegen handelte damals offensichtlich mit viel Weitblick: „Seit drei jahren warten wir auf eine öffentliche Telefonkabine. Bis heute ist nicht einmal die Zusage eingetroffen.“ Man wusste bei der SIP also schon damals, dass die Telefonkabinen keine Zukunft haben würden.

S. 4

Der „Brixner“ Nr. 11 Dezember 1990

Vor 35 Jahren war der Klimawandel scheinbar noch kein Thema – viel mehr beschäftigte Europa damals das Waldsterben. Der „Brixner“ griff die Problematik in der „Umfrage“ auf und stellte den Brixnern folgende Frage: „Kann man im Zeitalter des Umweltschutzes noch einen schönen Weihnachtsbaum in jedem Wohnzimmer verantworten?“ Dieter Acherer zeigte sich pragmatisch: „Ich würde keinen Baum kaufen, wenn ich wüßte, daß er irgendwo gerodet wurde, wo dies der Natur schadet. (…) Die Bäume stehen aber zum Verkauf; wenn sie niemand kauft, sind sie ja sowieso schon geschnitten.“

S. 13

Der „Brixner“ wurde (und wird) wohl auch von der Ortspolizei gelesen, die damals noch „Stadtpolizei“ hieß: „Andreas Schroffenegger, im ‚Brixner‘ vom Oktober durch die Forderung nach mehr Freundlichkeit bei der Stadtpolizei an die Öffentlichkeit getreten, konnte sich persönlich ein Bild von den Auswirkungen seiner Aussagen machen: Er wurde von Städtischen Ordnungshütern beim Falschparken erwischt und hatte noch dazu keinen Führerschein bei sich. Nach der Nennung seines Namens und kurzem Nachdenken von Seiten des Stadtpolizisten wurde er mit ausgesuchter Höflichkeit auf sein Fehlverhalten hingewiesen und gleichzeitig amnestiert.“ S. 15

Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, www.brixner.info redaktion@brixner.info

E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info

E-Mail-Adressen der Redaktion: vorname.nachname@brixner.info

Anzeigenleitung: Sonja Messner Tel. +39 0472 060212, sonja.messner@brixmedia.it

Verlag: Brixmedia GmbH

Herausgeber: Willy Vontavon (wv)

Chefredakteurin: Anina Vontavon (av)

Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job), Sabine Dejakum (sd), Ernst Delmonego (ed),

Jorin Massimo Flick (jmf), Mats Helmersson (mh), Lisa Hintner (lh), Hannah Hofer (hh), Marlene Kranebitter

Zingerle (mk), Magdalena Lang (ml), Stephanie Risse (sr), Sandra Unterfrauner (su), Lia Vontavon (lv), Thomas Walcher (tw), Oskar Zingerle (oz)

Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz)

Grafik: Valentyna Pelykh

Titelbild: Oskar Zingerle

S. 29

Die Rubrik „Der Koschter“ hat vor 35 Jahren offenbar eine Reihe von negativen Rückmeldungen verursacht, weil die Restaurantkritik nicht nur Lob, sondern hin und wieder auch leise Kritik beinhaltete. Auf Seite 28 gab es deshalb „Gedanken zum Koschter“: „Anstatt über die Aussagen des ‚Koschters‘ nachzudenken, droht man uns fäusteschwingend mit dem Anwalt, geht hilfesuchend zum ‚Papi‘ HGV, der uns, und das spricht für ihn, einen sehr netten konzilianten Brief geschrieben hat.“ Auf der nächsten Seite kommt der „Koschter“ allerdings nicht umhin, die Grammatik der Speisenkarte kritisch zu hinterfragen: „So erfreulich die Karte vom Angebot her auch sein mag, so störend empfindet man die zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler, die so manche Zeile ziert: Von ‚bund gemischt‘ über ‚vom zartem Rind mit bunten Salat‘ ist alles vorhanden, was beim Durchschnittsbürger Kopfschütteln auslöst.“

Das „Portrait des Monats“ widmeten wir dem Apotheker Ignaz Peer, damals 80 Jahre alt. Es liefert einen spannenden Rückblick auf die Familiengeschichte: „Bereits mit 22 Jahren mußte er nach dem frühen Tod seines Vaters 1932 in die traditionsreiche Stadtapotheke einsteigen. Zusammen mit seiner Mutter und seiner Familie steuerte er den Familienbetrieb durch schwierige Jahre: Weltwirtschaftskrise, Faschismus, Optionszeit und der Weltkrieg waren auch für die Existenz der Stadtapotheke bedrohliche Herausforderungen.“ Ignaz Peer ist 2001 im Alter von 91 Jahren verstorben.

Lesen Sie den „Brixner“ kostenlos online oder in der „Brixner“-App!

Druck: Athesia Druck GmbH

Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Jänner 2026

Nächster Redaktionsschluss: 10. Jänner 2026

Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109

Auflage: 11.000 Stück

Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

Falls Sie Fragen zum Thema Datenschutz haben oder uns für die Ausübung Ihrer Rechte gemäß Verordnung (EU) 2016/679 kontaktieren möchten, verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung online unter: www.brixner.info/de/epaper/privacy.html

Der „Brixner“ ist Partner von:

Brixen/Milland – Neue Wohnungen im historischen Ansitz

Brixen/Tils:

Neue Vierzimmerwohnung + Terrasse

• hohes Stockwerk

• KlimaHaus A Nature

• Handelsfläche: 82 m²

Verkaufspreis: € 387.000,00

Brixen, Elvaserstraße:

Zwei angrenz. Wohnungen + Terrasse

• letzter Stock

• großer Garagenstellplatz

• Handelsfläche: 78 m²

Verkaufspreis: € 390.000,00; c.e. G

Brixen, Rienzdamm: Zweizimmerwohnung + Terrasse

• Südausrichtung

• Keller, Garage

• KlimaHaus A

Verkaufspreis: € 410.000,00

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook