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Übergabe: Herbst 2025
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Ein Zuhause namens „Ella“
| Walter Baumgartner im Interview: „Drei Kernthemen für meine letzte Amtszeit“
| Vortragsreihe: Vapes und Snus im Vinzentinum MENSCHEN & MEINUNGEN
| PORTRAIT: Brigitte Gasser Da Rui
| Pro & Contra: Sind Untersuchungsausschüsse im Landtag eigentlich sinnvoll? 29 | Umfrage: Ein neuer Feiertag für Italien? KUNST & KULTUR 30 | INGRID LECHNER: „Ich habe wahnsinnig Freude am Kabarett“
VERANSTALTUNGEN
41 | TIMER: November 2025
52 | GABI WINCK UND HERMANN LEITNER: „Trotz allem ein tolles Rennen“

Die Pflege von morgen
Die Titelgeschichte dieser Ausgabe widmen wir dem neuen Seniorenzentrum in der Elisabethsiedlung. Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Brixen, Lüsen und Vahrn vereint verschiedene Wohn- und Pflegeformen für ältere Menschen; es setzt auf Lebensqualität, Selbstbestimmung und Begegnung. Die Entscheidung der drei Gemeinden, in eine qualitativ hochwertige Pflege zu investieren, war absolut richtig. Dennoch besteht in Brixen weiterer Handlungsbedarf: Die Warteliste für einen Platz in den Seniorenwohnheimen kann durch die neue Einrichtung nur teilweise abgebaut werden; außerdem ist fraglich, was mit dem in die Jahre gekommenen Bürgerheim in der Mozartallee geschieht. In ganz Südtirol muss man sich damit befassen, wie es mit der Altenpflege weitergeht, denn der Bedarf wird sich vergrößern. Eine Studie der Freien Universität Bozen schätzt, dass die Anzahl der pflegebedürftigen Personen in Südtirol bis 2035 im Vergleich zu 2020 um 33 Prozent steigen wird. Pro Jahr müssten 115 neue Heimplätze entstehen, um diese Nachfrage zu decken; das muss organisiert und das Personal dafür gefunden werden. Von der Finanzierung ganz zu schweigen: Im vergangenen Jahr gab das Land allein für Pflegegeld 271 Millionen Euro aus. Insgesamt kostete die Seniorenpflege laut Studie im Jahr 2020 rund 750 Millionen Euro; etwa die Hälfte davon wurde öffentlich finanziert.
| ERHÖHUNG DER ORTSTAXE: „Einnahmen entlasten Gemeinde“
Die Studie bietet aber auch mögliche Lösungsansätze für die Pflege von morgen: Es sei wichtig, neben den Seniorenheimen auch an alternative Wohnformen zu denken und sie finanziell zu unterstützen, zudem wird eine zusätzliche Pflegeversicherung vorgeschlagen. Die Landesregierung scheint sich der Dringlichkeit bewusst zu sein: Ein Arbeitstisch befasst sich bereits seit Längerem damit. Im Mai kündigte Landesrätin Rosmarie Pamer an, bis Ende des Jahres einen Vorschlag vorlegen zu wollen.
Ihre
Anina Vontavon
Ein Zuhause namens „Ella“

SENIOREN: Voraussichtlich Anfang November ziehen die ersten Menschen im neuen Seniorenzentrum in der Elisabethsiedlung ein. „Ella“, ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Brixen, Lüsen und Vahrn, wird vom Öffentlichen Betrieb für Pflege- und Betreuungsdienste „Zum Heiligen Geist“ (ÖBPB) geführt. Der „Brixner“ hat sich kurz vor der Inbetriebnahme umgesehen.

Noch ist es ruhig im Seniorenzentrum „Ella“. „Wir befinden uns im Endspurt“, sagt Christophorus Zöschg, Direktor des Öffentlichen Betriebs für Pflege- und Betreuungsdienste „Zum Heiligen Geist“ (ÖBPB), zur Begrüßung. Er führt an diesem Mittwoch Anfang Oktober durch das neue Seniorenzentrum „Ella“. Am Vortag fand die offizielle Übergabe des Hauses von der Konsortialgenossenschaft an den ÖBPB statt; seit Kurzem ist Zöschg einer der Hausherren. Die Gebäude sind so gut wie bezugsfertig; einige letzte Feinschliffe sind noch nötig, bevor die ersten Bewohner ihr neues Zuhause beziehen können. Zuhause ist ein bewusst gewähltes Wort, denn „wir wollen den Krankenhauscharakter des Hauses so gut es geht
Fotos: Oskar
vermeiden und den Menschen einen Ort bieten, an dem sie sich wohlfühlen.“
Gemeinschaftsprojekt zwischen Brixen, Lüsen und Vahrn
Das große Gebäude an der Alten Straße in Vahrn, ganz in der Nähe des Brixner Krankenhauses, ist kaum zu übersehen: Die vier zweistöckigen Baukörper umfassen insgesamt sieben Wohneinheiten mit jeweils zwölf Betten, die in den verschiedenen Trakten untergebracht sind. Insgesamt bietet das Seniorenzentrum also 84 Seniorinnen und Senioren Platz. Das gesamte Areal ist etwa 14.000 Quadratmeter groß. Die Gemeinden Brixen, Lüsen und Vahrn haben den Neubau gemeinsam angestoßen: 44 Betten sind für Brixen, zehn für Lüsen und 30 für Vahrn vorgesehen. Insgesamt kostete das Vorhaben 30 Millionen Euro; 20 davon sind Landesgelder, den Rest finanzierten die Gemeinden. Man betritt das neue Seniorenzentrum über eine automatische Glastür, die in den offenen Eingangsbereich führt. Rechts befindet sich ein Aufenthaltsbereich mit Tischen und Stühlen, der künftig für die dort angesiedelte Bar genutzt werden kann. Geradeaus befindet sich die Annahmestelle – ein ebenfalls offen gestalteter Raum mit großen Fenstern und bequemen Stühlen. Überhaupt wirken die Räume durch das helle Holz, die Einrichtung in sanften Farbtönen und die großen Fenster offener, als man das von Seniorenwohnheimen kennt.
Die sieben Wohneinheiten tragen alle lateinische Namen, die mit der Natur in Verbindung stehen: Aqua, Fauna, Flora, Lux, Sol, Terra und Ventus. Sie sind alle ähnlich aufgebaut, um dem Personal die Orientierung zu erleichtern.
Fokus auf selbstbestimmtes Leben
NEUES QUARTIER:
Das Seniorenzentrum will ein lebendiger Treffpunkt sein; Bar und Spielplatz stehen allen offen und sollen Bewegung von außen anziehen
Zöschg führt durch den Bereich namens Aqua, der sich im Erdgeschoss befindet. Jede Wohneinheit verfügt über Zimmer mit eigenem Bad, die modern eingerichtet sind. Die Pflegebetten sind mit Sensoren ausgestattet, die Informationen über das Gewicht und Bewegungen geben können. Außerdem findet sich in jeder Wohneinheit ein großes gemeinschaftliches Wohnzimmer mit Tischen zum Zusammenkommen und weichen Sesseln zum Entspannen. Ein Garten oder eine Terrasse mit Stühlen ist durch Glastüren zugänglich, die groß genug sind, um Betten durchschieben zu können. „So können Menschen nach draußen, frische Luft und Sonne tanken“, sagt Zöschg. Ein Essensbereich sowie eine eigene vollausgestattete Küche gehören zu jeder Wohneinheit dazu. „Das Essen wird natürlich geliefert, aber wer will und kann, darf selbst Tee kochen oder Kekse backen“, sagt Zöschg. „Jede Person soll ihren Alltag nach ihren Möglichkeiten normal leben können – die Pflegekräfte unterstützen nur dort, wo es nötig ist. Wir wollen aber die Aktivitäten des täglichen Lebens so lange wie möglich erhalten.“ Für Demenzkranke ist ein eigener Trakt vorgesehen, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist: Er befindet sich im Erdgeschoss mit großem, dezent abgezäuntem Garten, wo sie ungestört, aber doch sicher hinauskönnen.
30 Seniorenwohnungen für begleitetes und betreutes Wohnen
Zusätzlich zu diesen sieben Wohneinheiten findet sich im Süden des Gebäudes ein vierstöckiger Baukörper mit 30 Wohnungen für insgesamt 36 Personen. „Hier ist begleitetes und betreutes Wohnen vorgesehen“, erklärt Zöschg. Diese besondere Betreuungsform ist für ältere Menschen
Im Fokus Im Fokus

„Es gibt noch viel zu tun!“
HANSJÖRG BERGMEISTER, Präsident des Öffentlichen Betriebs für Pflege- und Betreuungsdienste (ÖBPB) „Zum Heiligen Geist“, war eine der treibenden Kräfte für den Bau dieses Seniorenzentrums. Kurz vor der Eröffnung blickt er zurück.
Herr Bergmeister, über viele Jahre haben Sie sich maßgeblich für den Bau des Seniorenzentrums „Ella“ eingesetzt. Wie fühlen Sie sich jetzt, kurz vor der Inbetriebnahme?

Bildtext generell
HANSJÖRG BERGMEISTER: Ich freue mich sehr und verspüre natürlich eine große Genugtuung. Wir haben viele Jahre auf dieses Projekt hingearbeitet, und ich habe versucht, es mit viel Einsatz weiterzubringen. Ich finde, dass das Seniorenzentrum sehr gut gelungen ist; es ist ein richtig innovatives Multifunktionshaus geworden, das für Südtirol ein Vorzeigeprojekt sein kann. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Trotzdem: Insgesamt gibt es im Bereich der Seniorenbetreuung in Brixen noch viel zu tun.
Meinen Sie damit das Bürgerheim in der Mozartallee?
Unter anderem, ja. Das Gebäude ist 50 Jahre alt, und die Instandhaltungskosten sind enorm. Wir müssen unbedingt etwas tun! Wir befinden uns schon seit einiger Zeit in Gesprächen mit der Gemeinde, denn ohne ihre Unterstützung werden wir diese Kosten nicht mehr stemmen können. Wir stehen anhaltend unter starkem Kostendruck zwischen Personalspesen und Instandhaltungsarbeiten. Wir würden gerne für Brixen ein neues Bürgerheim mit 150 Betten bauen, aber ein solches Projekt werden wir nicht allein stemmen können. Mit dieser Thematik wird sich der Verwaltungsrat des ÖBPB, aber auch die Gemeinde in Zukunft beschäftigen müssen.
Wie sieht der neue Verwaltungsrat des ÖBPB aus?
Wir haben kürzlich drei neue Mitglieder aufgenommen: Wolfgang Knollseisen, Annemarie Kaser und Karl Oberhollenzer. Die bestehenden Mitglieder sind neben meiner Wenigkeit Anny Tauber, Roberto Spazzini und Rosa Carlino. Voraussichtlich am 10. November soll ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt werden. Ich möchte mich nach der Inbetriebnahme des Seniorenzentrums „Ella“ gerne zurückziehen.

Jede der sieben Wohneinheiten verfügt über modern eingerichtete Zimmer (Bild oben), einen Gemeinschaftsraum sowie einen gemeinsam nutzbaren Essensbereich (Bild unten)
gedacht, die noch selbstständig sind, aber hin und wieder Hilfe im Alltag brauchen. Sie können ihren Alltag möglichst selbstbestimmt verbringen, „und trotzdem beugen wir durch die Wohngruppen der Vereinsamung vor. Es sollen gemeinsame Veranstaltungen organisiert werden, man trifft sich zum Kartenspiel oder auf einen Kaffee“, sagt er. Tür an Tür reihen sich die Wohnungen; davor stehen kleine Tische mit Stühlen, die Gesellschaft in der Nachbarschaft anregen sollen.
Die Wohnungen selbst sind kompakt geschnitten und mit allem Nötigen eingerichtet: ein offener Küchen- und Wohnbereich, ein eigenes Bad, ein Schlafzimmer – alles, was man braucht, und doch soll man dazu motiviert werden, die eigenen vier Wände zu verlassen und mit den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt zu treten. Neben den unterschiedlichen Wohnmöglichkeiten bietet das Seniorenzentrum Platz für weitere Dienste: ein Tagespflegeheim für zehn Personen, Platz für Rehabilitation, Physiotherapie und Logopädie, drei große Pflegebäder, ein Abschiedsraum sowie eine Kapelle, die vom Brixner Künstler Josef Rainer gestaltet wurde. Vier modern ein-
gerichtete Arztambulatorien für Allgemeinmediziner stehen indes noch leer: „Wir haben noch niemanden gefunden, der hier praktizieren möchte“, sagt Zöschg.
Fokus auf Normalität
Insgesamt wirkt das Seniorenzentrum weniger wie eine Pflegeeinrichtung und mehr wie ein Wohnviertel für ältere Menschen. Und genau das ist auch der Ansatz, wie Zöschg erklärt: „Wir wollen weg vom Krankenhausfeeling.“ Jeder soll so eigenständig wie möglich leben und Unterstützung dort erhalten, wo sie gebraucht wird. Die Pflege rückt in den Hintergrund, der Alltag in den Vordergrund – „das erfordert Mut in der Pflegearbeit. Wir möchten den Bewohnerinnen und Bewohnern eine hohe Lebensqualität bieten“, sagt er. „Unsere Arbeit verfolgt drei Prinzipien: Das erste ist das Leben in Privatheit – man kann sich in sein Zimmer zurückziehen, wenn man möchte.“ Das zweite Prinzip verfolgt das Leben in Gemeinschaft: „Menschen leben gemeinsam in kleinen Wohneinheiten, bestreiten den Alltag zusammen und verbringen Zeit miteinander“, sagt er. Das dritte Prinzip ist das Leben in Gesellschaft: „Wir wollen Leben in das Haus bringen. Alte Menschen wollen und sollen nicht irgendwo am Rand der Gesellschaft untergebracht werden“, erklärt er.
Das Quartier mitnehmen
Ein großer Wunsch des Geschäftsführers des ÖBPB: „Wir wollen mit den Menschen, die im Umkreis leben, interagieren – und mit allen anderen, die dies möchten.“ Jene Heimbewohnende, die es nicht mehr eigenständig schaffen, das Seniorenzentrum zu verlassen, sollen trotzdem die Gelegenheit haben, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Damit das gelingt, muss das Seniorenzentrum auch Menschen anziehen, die ansonsten nicht die Dienste in Anspruch nehmen. „Die Bar soll sich als Treffpunkt für alle Generationen im Umkreis etablieren, der Spielplatz im Außenbereich steht ebenfalls allen offen“, sagt Zöschg. Die Elisabethsiedlung gewinnt damit einen Treffpunkt, den sie frei nutzen kann. Ein Waschraum, der hauptsächlich für Bewohner der Wohnungen vorgesehen ist, steht ebenfalls allen offen. Veranstaltungen wie Lesungen oder Sprechstunden von unterschiedlichen Diensten wie der Sachwalterschaft könne er sich ebenso im neuen Gebäude vorstellen. „Es soll lebendig sein; wir brauchen Bewegung von außen.“


Christophorus
Zöschg, Direktor des ÖBPB: „Wir wollen mit den Menschen, die im Umkreis leben, interagieren“
Eine weitere Initiative soll ebenfalls Leben von außen in das Seniorenzentrum bringen: die Seniorenmensa. „Unsere Küche kocht natürlich hauptsächlich für unsere Bewohner, wir möchten zukünftig unsere Mensa jedoch von Montag bis Freitag mittags Senioren zur Verfügung stellen“, erklärt Zöschg. „Derzeit fehlt uns dafür noch ein Koch oder eine Köchin, aber sobald wir das Personal gefunden haben, möchten wir damit loslegen.“ Menschen über 65, die noch zu Hause wohnen, aber nicht immer selbst kochen möchten, können dann im Seniorenzentrum vorbeikommen und erhalten ein günstiges leckeres Mittagessen. Die Tarife werden je nach finanziellen Möglichkeiten der Personen angepasst.
Apropos Essen: „Jetzt geht es in die Katakomben“, grinst Zöschg und geht die Treppen hinunter ins erste Untergeschoss. Hier sind alle Dienste untergebracht, die es für einen reibungslosen Ablauf des Seniorenzentrums benötigt: Wasch- und Spülräume, die Umkleidekabinen für das Personal, Technikräume, Magazine, Parkplätze und – ganz wichtig – die große Küche samt eigenem Konditoreibereich und abgegrenzter Allergieküche. „Wir könnten 500 Essen pro Tag ausrichten“, erzählt Zöschg, „damit könnten wir Heimbewohner und Personal sowie die Seniorenmensa versorgen.“ Sobald die Prozesse gut laufen und alle gut eingearbeitet sind, möchte man auch den Lieferdienst „Essen auf Rädern“ hier zubereiten.
Über 110 Angestellte
Damit der kurz bevorstehende Start gut gelingt, benötigt das Seniorenzentrum Personal: Einige Fachkräfte wurden

Das Tagespflegeheim bietet Platz für zehn Personen

In der geräumigen Küche können bis zu 500 Essen pro Tag zubereitet werden








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HIGHLIGHTS
MI 5.11.2025
Solokabarett „Verwirrt“ von und mit Lukas Lobis
SA 8.11.2025
Nigl-Markt
SO 9.11.2025
Keschtnigl-Sunntig
für mehr Infos: FELDTHURNS
bereits eingestellt, damit sie die Abläufe und das Gebäude kennenlernen können. Ungefähr 110 Personen werden hier künftig arbeiten, davon etwa 90 Pflegekräfte und knapp 23 Vollzeitkräfte in der Hauswirtschaft, also der Küche und der Reinigung. Zwei Köche konnten bereits gefunden werden – „das war essenziell, denn Essen ist ein zentraler Moment für Seniorinnen und Senioren“, auch eine Ergotherapeutin, eine Logopädin und eine Physiotherapeutin sowie Ärzte
„Wir
möchten den Bewohnerinnen und Bewohnern eine hohe Lebensqualität bieten“
Christophorus Zöschg, Direktor des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“
für die Bewohner des Seniorenwohnheims. Einige weitere Stellen sind noch frei; man ist noch auf der Suche. „Der Arbeitsmarkt ist bekanntlich leergefegt, aber ich bin davon überzeugt, dass wir mit attraktiven Arbeitsbedingungen Personal finden können – durch das einladende moderne Gebäude, aber vor allem durch eine gute Planbarkeit“, sagt Zöschg. Wenn die Personaldecke gut abgesichert ist und Pflegekräfte ihre Schichten verlässlich einteilen können, ohne ständig kurzfristig einspringen zu müssen,
verbessere sich ihre Lebensqualität ungemein. „Und das steigert wiederum unsere Attraktivität als Arbeitgeber.“
Bei den Reinigungsarbeiten lässt man sich durch Technologie helfen: Ein eigener Wisch- und Saugroboter, der sogar den Fahrstuhl eigenständig bedienen kann, dreht bereits Proberunden durch das Gebäude. „Solche innovativen Ideen entlasten das Personal“, so Zöschg.
Auch die 100 Freiwilligen, die sich engagieren, sind für den ÖBPB eine essenzielle Stütze: „Ohne sie würde hier vieles nicht laufen“, ist er überzeugt. Bereits beim Rundgang sind einige von ihnen anzutreffen: Sie bedienen die Spülmaschine und treffen letzte Vorbereitungen.
Einzug am 5. November
Lange dauert es nicht mehr, bis die Räume des Seniorenzentrums mit Leben gefüllt sein werden. Voraussichtlich am 5. November ziehen die Menschen des Sanatoriums in der Dantestraße ein, da der ÖBPB diese Räumlichkeiten an den Sanitätsbetrieb zurückgeben muss. „Damit werden wir bereits drei bis vier Wohnbereiche füllen“, sagt Zöschg. Anschließend werden jene Personen aus den Gemeinden Brixen, Lüsen und Vahrn verlegt, die derzeit in anderen Seniorenheimen außerhalb der Gemeinden untergebracht sind. Und dann soll schrittweise die Warteliste abgearbeitet werden – unter der Voraussetzung, dass genügend Personal dafür vorhanden ist.

anina.vontavon@brixner.info


Tür and Tür reihen sich die 30 Wohnungen für begleitetes und betreutes Wohnen; so soll Leben in Gemeinschaft gefördert werden

Innovativ: Der Wisch- und Saugroboter reinigt die Fußböden autonom und bedient sogar den Fahrstuhl selbst
„Drei Kernthemen für meine letzte Amtszeit“
INTERVIEW: WALTER BAUMGARTNER wurde kürzlich zum dritten Mal zum Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal gewählt. Ein Gespräch über ein Tal mit 13 Gemeinden und rund 54.000 Einwohnern, das zwischen wirtschaftlichem Wachstum, Verkehrsbelastung und sozialer Verantwortung balanciert – und darüber, wie es weiterhin Impulse setzen will.

Herr Baumgartner, nach dem Rückzug der Lüsner Bürgermeisterin Carmen Plaseller waren Sie der einzige Bewerber für das Amt des Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal. Damit war Ihre Wiederwahl von Anfang an gesichert. Sie beide haben betont, dass es nicht zu einer Kampfabstimmung im Bezirksrat kommen soll. Wie spannend ist eine Wahl überhaupt noch, wenn es keinen Gegenkandidaten gibt?
WALTER BAUMGARTNER: Ja, man kann es so sehen, aber ich habe die Wahl trotzdem ernst genommen und mich gründlich vorbereitet. Dabei flossen auch die Gespräche mit Kollegin Carmen Plaseller und ihre Kritikpunkte und Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten in mein Programm ein.
Natürlich kann man sagen, dass meine alleinige Kandidatur eine leichte „Delle“ in der direkten demokratischen Vertretung bedeutet. Auf Bezirksgemeinschaftsebene ist der Präsident jedoch eine indirekte demokratische Vertretung: Die Bürger wählen ihn nicht direkt, und er ist nicht Bürgermeister des gesamten Eisacktals, sondern für spezifische übergemeindliche Anliegen wie Soziales, Abwasser, Abfall, Radwege und Ähnliches zuständig. Dass Entscheidungen oft im Vorfeld abgesprochen werden, zeigt, dass den meisten Bürgermeistern Einigkeit und gemeinsame Arbeit wichtiger sind als Kampfabstimmungen. Solche Auseinandersetzungen hat es zwar vor meiner Zeit gegeben; heute hat sich in den Bezirksgemeinschaften
aber ein Konsensansatz etabliert, der als effizienter und konstruktiver für die Gemeinden gilt.
Welche konkreten Kritikpunkte hat die Lüsner Bürgermeisterin Carmen Plaseller geäußert, die Sie schließlich in Ihr Programm aufgenommen haben?
Ein zentraler Kritikpunkt der Bürgermeisterin war, dass öffentliche Arbeiten – insbesondere an den Kläranlagen – schneller vorankommen sollten. Bei allen drei Kläranlagen, die erweitert oder saniert werden müssen, darunter auch jene in Lüsen, gab es Verzögerungen. Sie hätte sich hier einen schnelleren Einsatz gewünscht. Grundsätzlich sind Bezirksgemeinschaften jedoch etwas eingebremst: Sie verfügen über keine
t Walter Baumgartner, Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal: „Bei Suchterkrankungen zeigt sich vor allem die Spielsucht zunehmend als Problem; was psychische Erkrankungen betrifft, ist unsere Einrichtung derzeit voll ausgelastet“
Eigenmittel, sondern arbeiten mit Geldern, die vom Land oder den Gemeinden kommen. Vorfinanzierungen, wie sie Gemeinden für Planungen leisten können, sind bei uns nicht möglich, weshalb die Projektumsetzung oft langsamer erfolgt. Trotzdem bleiben der Ausbau und die Sanierung der Kläranlagen ein wichtiger Punkt im Programm, den wir jetzt konsequent angehen wollen.
Welche Meilensteine möchten Sie in dieser Amtszeit noch erreichen, bis Sie an Ihren Nachfolger oder Ihre Nachfolgerin übergeben?
Ja, wie Sie richtig implizieren, ist es meine Absicht, dass dies meine letzte Amtsperiode sein soll – völlig unabhängig davon, ob ich überhaupt ein weiteres Mal kandidieren dürfte. Meine Kernthemen sind drei: die Kläranlagen, der Neubau der sozial-psychiatrischen Rehabilitationseinrichtung Bartgaishof und die Energie, also dass wir für unsere Energiegemeinschaft möglichst viele Mitglieder gewinnen und das Bewusstsein dafür stärken, wie wichtig saubere und selbst produzierte Energie ist. Ziel ist es, in gewissem Maße Autarkie zu erreichen – unabhängig von Öl- und Gasimporten – und zugleich von klimaschädlichen Substanzen wegzukommen, auch angesichts des Klimawandels. Die
ganze Welt stellt auf Strom um, denken wir allein an die Elektromobilität. Dort, wo Photovoltaik möglich ist, sollte man sie errichten. Photovoltaik ist die einfachste und nachhaltigste Lösung, die es derzeit gibt.
Lange schien das Konzept der Energiegemeinschaft nur schwer voranzukommen – also der energetische Zusammenschluss von Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen innerhalb bestimmter Einzugsgebiete. Wie gelingt es bislang, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen produziertem und verbrauchtem Strom herzustellen – also neue produzierende Mitglieder zu gewinnen und gleichzeitig Verbraucher einzubinden?
Ich muss zugeben, der Start hat länger gedauert als erwartet. Richtig Fahrt aufgenommen hat die Energiegemeinschaft erst in den letzten Monaten. Wir sind bereits im April 2024 gestartet, mussten aber zunächst zwei Statutenänderungen umsetzen, dazu kamen bürokratische Abläufe wie Anmeldungen, die einfach Zeit brauchen. Inzwischen läuft es sehr gut: Alle zwei Wochen nehmen wir fünf bis zehn neue Mitglieder auf, und es sind einige spannende Projekte dabei.
Sie haben den Neubau des Bartgaishofs erwähnt – eine von vielen sozialen Einrichtungen der Bezirksgemeinschaft. Besonders im Sozial wesen hat sich die Bezirksgemein schaft zur zentralen Servicestelle für die Bevölkerung entwickelt. Über die Einrichtungen hinaus werden auch die Sozialhilfen über die Dienst stellen der Bezirksgemeinschaft bearbeitet und ausbezahlt. Wenn diese Unterstützungsleistungen und
Einrichtungen als Sozialindikatoren gesehen werden würden – welche Trends lassen sich für das Eisacktal ablesen?
Mit Blick auf die Unterstützungsmaßnahmen kann man durchaus feststellen, dass die während der Corona-Zeit stark ange-
Projekt mit Nachdruck voran, da er immer wieder darauf hinweist, dass psychische Erkrankungen deutlich zunehmen.
Sie haben einmal gesagt, Inklusion gelinge am besten, wenn Projekte von der Peripherie ins Zentrum
berichten, dass es manchen in der „Wunderbar“ manchmal zu viel wird und sie dann lieber in die Werkstatt hinausgehen. Man stellt sich Inklusion oft zu idealisiert und zu einfach vor. Die Leiterinnen und Leiter unserer Einrichtungen betonen, dass ein Standort im
„ Sozialpolitik ist auch Wirtschaftspolitik; wenn die soziale Infrastruktur nicht funktioniert, fehlen Arbeitskräfte, und das bremst wiederum die Wirtschaft“
Walter Baumgartner, Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal
stiegenen Sozialhilfen mittlerweile wieder rückläufig sind – was auch auf die gute Arbeitsmarktsituation im Eisacktal zurückzuführen ist. Stabil bleibt hingegen der Bereich der Menschen mit Behinderung – hier haben wir weiterhin lange Wartelisten. Deutlich und fast schon besorgniserregend zugenommen haben in den letzten Jahren die Diagnosen im Autismus-Spektrum, weshalb wir dafür eine eigene Einrichtung aufgebaut haben. Bei Suchterkrankungen zeigt sich vor allem die Spielsucht zunehmend als Problem.
geholt würden. Einrichtungen wie die Seeburg für Menschen mit Behinderung, der Bartgaishof oder die sozialpädagogische Rehabilitationseinrichtung Kastell sind zwar wichtige Anlaufstellen, liegen jedoch nicht zentral. Stehen Menschen mit Unterstützungsbedarf, was Infrastruktur und Zugänglichkeit betrifft, noch immer ein Stück weit am Rand der Gesellschaft – oder wäre das zu hart formuliert?
Das ist wohl etwas zu hart formuliert. Vielleicht war auch meine damalige Aussage dazu etwas zu pointiert. Abgesehen davon haben wir Projekte wie die „Wunderbar“ mitten in Brixen – eine Werkstätte mit Barbetrieb. Wenn ich mit den Verantwortlichen in den Einrichtungen spreche, höre ich jedoch oft, dass viele unserer Klientinnen und Klienten von zu vielen äußeren Eindrücken überfordert sind. Auch Mitarbeitende


Stadtzentrum nicht automatisch mehr Inklusion bedeuten würde – im Gegenteil: Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen brauchen beispielsweise geschützte Räume. Selbst im Zentrum müssten sie daher auf gewisse Weise abgeschirmt werden. Wenn Angehörige dennoch mehr Einbindung in das gesellschaftliche Leben wünschen, profitieren wir von einer sehr guten öffentlichen Verkehrsanbindung. Statt neue Infrastruktur zu schaffen, versuchen wir, die bestehende zu verbessern. Ein Beispiel ist die Seeburg für Menschen mit Behinderung: Hier gibt es einen sehr großen Garten, und bald wird es hier auch einen neuen Sportplatz geben. Er soll künftig auch Brixner Vereinen offenstehen – ein schönes Beispiel dafür, wie wir Inklusion in die bestehenden Einrichtungen reinholen möchten. Neue Gebäude
für unsere Einrichtungen direkt im Zentrum zu finden wäre auch nicht realistisch.
Sie meinen wegen des Preises und der Verfügbarkeit?
Ja, wir sind schon seit Längerem auf der Suche nach einer Möglichkeit, ein Gebäude für den Sozialsprengelsitz zu erwerben –dieser befindet sich derzeit noch in der Kapuzinergasse. Wenn wir ein geeignetes Objekt finden, wäre es durchaus denkbar, dass wir vom Land das Geld bekommen, um in Eigentum zu investieren, anstatt weiterhin Miete zu zahlen. Auch an diesem Thema arbeiten wir, aber es hängt natürlich davon ab, wann sich eine passende Gelegenheit ergibt. Aber es ist klar, dass wir eine Einrichtung wie die Seeburg niemals verlagern könnten, dafür bräuchten wir ein ganzes Kloster –immerhin ist die Seeburg auch die größte Einrichtung für Menschen mit Behinderung in ganz Südtirol.
Viele dieser Einrichtungen kämpfen mit akutem Personalmangel. Wie kann man darauf reagieren?
Es stimmt, dass die Personalsuche derzeit die größte Herausforderung im Sozialbereich ist. Mitarbeitende haben die Qual der Wahl zwischen Bezirksgemeinschaft, Seniorenwohnheimen, Sanität oder privaten Trägern des dritten Sektors – das verschärft den Wettbewerb um qualifiziertes Personal enorm. Wir veröffentlichen laufend Stellenausschreibungen, sind in den sozialen Medien aktiv und bieten gemeinsam mit anderen Trägern Schulungen an, Auszubildenden im Bereich Sozialhilfe und -betreuung den Einstieg zu ermöglichen. Viele wissen gar nicht, wie breit unser Aufgaben- und Angebotsfeld ist. Der Personalmangel bleibt eine große Herausforderung – und er bremst natürlich auch das Engagement, neue Projekte zu starten, wenn man vorerst einmal sicherstellen muss, dass die bestehenden Dienste aufrechterhalten werden können. Hinzu kommen neue Vorgaben wie der Kollektivvertrag mit der 36-Stunden-Woche – das ist besonders schwierig für unsere Einrichtungen, die meist rund um die Uhr arbeiten – so-
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wie neue Regelungen für Nachtdienste. So müssen künftig zwei Personen eingesetzt werden, wo bisher eine genügte. Das bedeutet einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand und bringt unsere Dienstpläne entsprechend durcheinander.
Trotz der Herausforderungen können Sie als Präsident der Bezirksgemeinschaft wertvolle Synergien zwischen den Gemeinden des Eisacktals schaffen. Motiviert Sie das?
Ja! Was sich derzeit zum Beispiel abzeichnet, und das habe ich auch in mein Programm aufgenommen, betrifft die Bereiche Abwasser und insbesondere Abfallbewirtschaftung. Durch neue und zunehmend strengere Vorgaben der staatlichen Regulierungsbehörde ARERA geraten viele Gemeinden unter Druck, weil sie die zahlreichen Auflagen kaum mehr selbst erfüllen können. Da die Abfallbewirtschaftung zu den zentralen technischen Aufgaben der Bezirksgemeinschaft gehört und gleichzeitig die Stadtwerke Brixen bereits
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sehr professionell für Gemeinden wie Vahrn und Natz-Schabs tätig sind, wollen wir prüfen, ob sich hier Kapazitäten bündeln lassen. Ziel wäre es, als gemeinsamer professioneller Dienstleister für das gesamte Eisacktal aufzutreten und die gesetzlichen Anforderungen effizient zu erfüllen.
Andere Vorhaben der Bezirksgemeinschaft Eisacktal sind noch nicht abgeschlossen. Ein Beispiel sind die Klimapläne: Das Land hat mit dem Klimaplan 2040 klare Vorgaben definiert, die von den Gemeinden umzusetzen sind. Hinkt man hier im Eisacktal etwas hinterher?
Das könnte man so sehen – andere Bezirksgemeinschaften haben früher damit begonnen, wir etwas später. Ich habe das Thema zwar ein- oder zweimal bei den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen angesprochen, aber wir haben es nicht sehr proaktiv vorangetrieben. Damals war die Haltung vieler Gemeinden: Wenn es verpflichtend wird, machen wir es ohnehin. Die Begeisterung, den Klimaplan frühzeitig anzugehen, war also

Walter Baumgartner: „Meine Kernthemen sind die Kläranlagen, der Neubau der sozial-psychiatrischen Rehabilitationseinrichtung Bartgaishof und die Energie“
gering – verständlich, denn die Gemeinden hatten gleichzeitig viele andere Planungsprozesse laufen, etwa die Gemeindeentwicklungspläne. Das hat zu einer gewissen Ermüdung geführt, weil überall Kommissionen eingesetzt und Termine koordiniert werden müssen. Insofern sind wir etwas spät dran, aber die Zeit war notwendig, bis der Druck und das Bewusstsein da waren, dass es sich um eine Pflichtaufgabe handelt. Inzwischen ist der Prozess gestartet.
Der Arbeitsmarkt im Eisacktal ist in den vergangenen Jahren stärker gewachsen als in jedem anderen Bezirk Südtirols. Im Vergleich zu 2014 sind heute rund 30 Prozent mehr Menschen beschäftigt – knapp 24.800 statt gut 19.000. Dieser Aufschwung fällt weitgehend in Ihre Amtszeit als Präsident der Bezirksgemeinschaft. Könnten die Regionalentwicklungsprogramme der Bezirksgemeinschaft indirekt zu diesem Erfolg beigetragen haben? Ich glaube, das wäre zu viel gesagt. Wir haben zwar Initiativen wie „Innovalley“ unterstützt, weil im
Und natürlich profitiert das Eisacktal von seiner strategisch günstigen Lage an der Brennerroute. Gleichzeitig trägt es aber auch die Last des starken Verkehrs und der damit verbundenen Lärmbelastung. Viele Hoffnungen richten sich deshalb auf den Brenner Basistunnel. Welche konkreten Ziele verfolgt die Bezirksgemeinschaft in den kommenden Jahren in Bezug auf die Schiene –und wie werden die Menschen im Tal davon profitieren?
Eisacktal viele innovative Betriebe mit neuen Technologien tätig sind. Diese Initiative wurde allerdings von den Unternehmern selbst gestartet – wir haben sie lediglich über unsere Regionalentwicklungsstelle begleitet und unterstützt. Dabei ging es etwa darum, die Rahmenbedingungen zu verbessern, bei der Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland oder bei der Wohnungssuche. Der wirtschaftliche Erfolg ist in erster Linie der Verdienst der Unternehmerinnen und Unternehmer im Bezirk, die hervorragende Arbeit leisten. Besonders in Brixen und Vahrn gibt es viele innovative Firmen, die auf dem internationalen Markt erfolgreich sind und laufend neue Arbeitsplätze schaffen. Man kann aber schon sagen: Sozialpolitik ist auch Wirtschaftspolitik. Wenn die soziale Infrastruktur nicht funktioniert, fehlen Arbeitskräfte, und das bremst wiederum die Wirtschaft. In diesem Sinne leisten wir mit unserer Arbeit im sozialen und infrastrukturellen Bereich einen indirekten Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Eisacktals.
Die Perspektive des Landes sieht einen Viertelstundentakt der Züge durch das Eisacktal vor. Das sollte grundsätzlich gut umsetzbar sein, denn der Brenner Basistunnel hat ein wichtiges Nadelöhr mit dem 7. Baulos: Der neue SchlernTunnel, der derzeit aber noch nicht prioritär eingestuft ist, wird das ermöglichen. Erst wenn dieses Bauprojekt umgesetzt ist, kann der Verkehr wirklich effizient fließen. Wir werden daher damit beschäftigt sein, den Ausbau dieses Abschnitts voranzubringen. Gleichzeitig prüfen wir, ob zusätzliche Bahnhöfe im Bezirk entstehen könnten: Es gibt Überlegungen, einen Bahnhof bei Villnöß und einen weiteren in Brixen Süd in der Industriezone einzurichten. Wenn der lokale Eisenbahnverkehr im Eisacktal – der ohnehin schon stark genutzt wird – entsprechend optimiert wird, kann er ideal als Zubringer zu den BBT-Haltestel len dienen – egal, ob diese dann in Innsbruck, Bozen oder Trient sind. lisa.hintner@brixner.info
Fokus Im Fokus
Der Ausschuss der Bezirksgemeinschaft Eisacktal besteht aus folgenden Personen: Präsident Walter Baumgartner (Villanders), Vizepräsident Mario Cappelletti (Brixen), Paula Bacher (Brixen), Michael Gamper (Feldthurns) und Susanne Rieder (Mühlbach).

9–13 + 14.30–18 04.11.–08.11.

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Vapes und Snus im Vinzentinum
BRIXEN: Gesundheit und Prävention im Blick hat eine Vortragsreihe, die kürzlich auch in Brixen Halt machte. Zentrales Thema: der Übergang vom Genuss zum problematischen Konsum und zur Sucht.
Am 9. Oktober fand im Vinzentinum in Brixen ein weiterer Abend der Reihe „Forum Gesundheit Südtirol“ statt. Unter dem Titel „Zwischen Klicks, Vapes und Energydrinks“ widmete sich die Veranstaltung einem Thema, das gerade bei Jugendlichen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Begrüßung und Einführung übernahmen Sanitätsdirektor Josef Widmann sowie Michael Mayr, Direktor des Landesressorts für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, die die Bedeu-
tung der Prävention und Aufklärung betonten.
Die Veranstaltung beleuchtete den Weg vom Erstkontakt mit Substanzen über den fortgesetzten Konsum bis hin zur Abhängigkeit – ein Thema, das nicht nur für die Eltern von Jugendlichen interessant ist, denn schließlich betrifft Sucht die ganze Gesellschaft. Sie kann schwere gesundheitliche Folgen für die Betroffenen haben und auch die Angehörigen stark belasten.
Weit verbreitet: Tabak, Nikotin und Alkohol

















Bettina Meraner, geschäftsführende Primarin des Dienstes für Abhängigkeiten in Bozen, und Martin Fronthaler, Leiter des Therapiezentrums Bad Bachgart, erklärten in ihrem Vortrag, dass es nie eine einzige Ursache für Sucht gebe. Vielmehr sei das Zusammenspiel verschiedener Umweltfaktoren, persönlicher Eigenschaften und sozialer Umstände relevant. Entscheidend sei die Schnittstelle, an der Konsum problematisch werde – nämlich dann, wenn er als Mittel zur Problemlösung dient. Martin Fronthaler erinnerte daran, dass Tabak, Nikotin und Alkohol nach wie vor die tödlichsten und am weitesten verbreiteten Substanzen seien. Zudem machen sie sehr stark abhängig. Unter Jugendlichen gewännen besonders Vapes und Nikotinpads (Snus) zunehmend an Beliebtheit. Der hohe Nikotingehalt mache sie schnell körperlich abhängig, und der Konsum steige insbesondere bei den Zwölf- bis 14-Jährigen besorgniserregend an.
Fragen aus dem Publikum erwünscht
Im Anschluss an die Vorträge fand ein Runder Tisch statt, an dem
auch Patrizia Corazza, Koordinatorin des Arbeitstisches Schule–Gesundheit, teilnahm. Gemeinsam mit dem Publikum wurden Fragen diskutiert – etwa zum exzessiven Smartphone-Gebrauch, zur Sucht nach Klicks und Anerkennung oder zu den gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Energydrinks. Ein Jugendlicher schilderte zudem, wie verbreitet Vapes inzwischen auf Schulhöfen seien.
Die Botschaft des Abends war eindeutig: Prävention muss individuell angepasst und maßgeschneidert für unterschiedliche Menschen und Situationen sein. Häufige Auslöser seien Langeweile oder sozialer Druck. Es gehe also nicht nur um den konkreten Umgang mit den Substanzen, sondern auch um die Verhaltensweisen, die zu Abhängigkeiten führen können. Als Anregung gab Fronthaler den Anwesenden mit, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen – etwa über ganz konkrete Fragen wie die Anzahl der Züge, die ein Vape-Gerät kann. Patrizia Corazza nannte
die Stärkung sozialer Kompetenzen bei Jugendlichen als wichtigen Aspekt der Prävention.
Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist auf dem YouTubeKanal der Südtiroler Sanitätsbetriebe zu finden. Der nächste Vortrag der Reihe „Forum Gesundheit Südtirol“ findet am 20. November in Bruneck statt und widmet sich dem Thema Rückenschmerzen. jorin.massimo.flick@brixner.info
Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist auf YouTube zu finden:
Sanitätsdirektor Josef Widmann, Sabina Frei, Patrizia Corazza, die Referierenden Bettina Meraner und Martin Fronthaler sowie Ressortdirektor Michael Mayr antworteten auf Fragen aus dem Publikum
Foto: Ivo Corrá

Das Frühstücksei aus Südtirol

Südtiroler Milch, Käse und Joghurt kommen in Restaurant und daheim wie selbstverständlich auf Tisch, ebenso Wein und Äpfel. Bei Eiern ist das noch nicht immer der Fall. Doch was wäre naheliegender als das Frühstücksei vom Bauern nebenan? Südtirol hat dafür beste Voraussetzungen, es gibt immer mehr lokale Produzenten von Biound Freilandeiern.
Bio- und Freilandeier aus Südtirol sind ein besonderes Qualitätsprodukt –das mehr Aufmerksamkeit verdient!
Hilda Kirchler und ihr Mann Richard Oberkofler bewirtschaften den Forerhof in Außermühlwald. Ein schmucker, alter Hof, aber auch sehr steil und abgelegen. „Dass die Viehwirtschaft hier nicht mehr schaffbar ist, war bald klar“, sagt Hilda Kirchler, „also suchten wir eine Alternative zur Milch und fanden sie in den Hühnern.“ Heute leben bis zu 1.700 Hühner am Forerhof, legen jeden Tag rund 1.600 Eier, und die Bauersleute sind zufrieden: „Es war die richtige Entscheidung!“ Der Verdienst sei gut und der Tag nicht so durchgetaktet wie bei der Milchwirtschaft.
Davon profitiert auch Tina Marcelli, Küchenchefin des Gourmet-Restaurants „Johanns“ in den Amonti Chalets in Mühlwald. Sie ist begeistert von den Eiern vom Forerhof: „Nicht einmal kam ein schmutziges oder gar kaputtes Ei bei uns an. Ich will nicht wissen, wie oft Hilda jedes Ei in die Hand nimmt.“ Der Geschmack sei unvergleichlich, und auch die menschliche Komponente stimmt: „Wir haben beide diese Leidenschaft. Sie lebt für ihre Eier. Wenn wir mehr solche Bauern haben, gehts uns allen besser.“
Solche Beispiele finden wir landauf, landab. Philipp Thoma vom Psegghof in Tschengls beliefert das Ottmangut in Meran, Thomas Messner vom Buchhütterhof am Ritten beliefert die Adler Lodge Ritten, beim Buchhütter gleich ums Eck.
Für die Landwirte bietet die Eierproduktion eine gute Möglichkeit, vom Ertrag ihres Hofes zu leben, da sie mit relativ kleiner Fläche ordentliche Umsätze erzielen können. Und so sind Bio- und Freilandeier aus Südtirol, ausgezeichnet mit dem Qualitätszeichen Südtirol, ein Gewinn für alle Beteiligten: für Landwirte, Gastronomen und für alle, die sich im Geschäft bewusst für Eier aus Südtirol entscheiden.


MÜHLBACH
Neue KFS-Zweigstelle
Am 21. September wurde in Mühlbach die neu gegründete Zweigstelle des Katholischen Familienverbands (KFS) offiziell aus der Taufe gehoben – ein starkes Zeichen für gelebte Gemeinschaft und Familienzusammenhalt. Die Eröffnung fand im Rahmen eines bunten Familienfestes statt, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Unteres Pustertal. In ihrer Rede betonte Zweigstellenleiterin Janica Pisciali Faccioli die zentrale Bedeutung der Familie als Ort von Vertrauen, Geborgenheit und Liebe. Ziel der neuen Zweigstelle sei es, Raum für Austausch, Unterstützung und Miteinander zu schaffen – offen für alle Generationen. Fünf engagierte Frauen aus Mühlbach hatten die Initiative ergriffen, um das Dorfleben mit familienfreundlichen Initiativen zu bereichern. KFS-Präsidentin Sieglinde Aberham gratulierte aus der Ferne und hob das Engagement der Gründerinnen

als wertvollen Beitrag für die Zukunft hervor. Unter den Ehrengästen waren Vizebürgermeisterin Kathrin Oberleitner sowie Vertreter des Bezirks Eisacktal und des Unteren Pustertals.
BRIXEN
Stimmungsvolle Einweihung

Die Bauarbeiten, um den Brixner Dom mit neuer Beleuchtung auszustatten, sind abgeschlossen.
Die Erneuerung der Elektroanlage und Beleuchtung war nach vielen Jahren nötig gewesen; die
Brixen stellt heuer vom 1. November bis zum 15. April 20 Plätze in Winternachtquartieren für obdachlose Menschen bereit. Insgesamt sind in Südtirol 240 Plätze vorgesehen. Hinzu kommen 40 Notaufnahmeplätze und 25 Plätze im Dormizil in Bozen. KURZ NOTIERT
Im Bild von links: Verena Überegger, Judith Leitner, Janica Pisciali, Vera Zingerle, Susanne Rieder. oz
Kabel stammten teilweise noch aus den Fünfzigerjahren. Nun verfügt der Dom über neue Schaltkästen, einen neuen Sicherungskasten, neue Beleuchtung im Dom und an den Türmen sowie in der Sakristei. Auch die Elektroanlage der Glocken wurde erneuert. Insgesamt wurden im Zuge der Bauarbeiten fast sechs Kilometer Kabel verlegt; die etwa 300 neuen LED-Lampen, die jetzt den Dom erhellen, sind nicht nur energiesparender, sondern können einzeln reguliert werden und damit für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Die Arbeiten dauerten drei Mo-
In den Einsatzfahrzeugen der Ortspolizei Brixen wurden kürzlich drei halbautomatische Defibrillatoren (AED) installiert. Das Personal der Ortspolizei wurde geschult, um damit bei plötzlichem Herzstillstand lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können.
nate und kosteten insgesamt etwa 500.000 Euro. Kürzlich fand zur feierlichen Einweihung ein Gottesdienst statt: Bischof Ivo Muser segnete die neue Lichtanlage; anschließend führte der Domchor stimmungsvoll die Missa Sacra von Robert Schumann auf, während die unterschiedlichen Effekte der neuen Lichtanlage präsentiert wurden. Ebenfalls kürzlich abgeschlossen wurden die Restaurierungsarbeiten des Kassiansaltars, der aufgrund von statischen Problemen stabilisiert werden musste. Diese Arbeiten kosteten 130.000 Euro. av
Die kostenlose Grippeschutzimpfung wird Risikogruppen empfohlen, Schwangeren, über 60-Jährigen und Menschen, die mit Menschen arbeiten. Senioren sollten sich gegen die neuen Virusvarianten von Corona impfen lassen. Vormerkungen online oder unter Tel. 0472 100100.
Herr Mahlknecht, seit 1. September sind Sie Direktor der Musikschuldirektion Brixen. Was hat Sie an dieser Position gereizt?
Allein das Gebäude in Brixen spricht für sich, aber vor allem haben mich die Gestaltungsmöglichkeiten gereizt, die eine größere Musikschuldirektion bietet. Ich war zuvor in Sand in Taufers als Musikschuldirektor tätig, was auch eine schöne Aufgabe war. Aber je größer die Direktion, desto mehr Spielraum hat man und desto unterschiedlicher sind die Aufgabenbereiche.
Wie ist Ihr erster Eindruck in Brixen?
„Sind topmotiviert“
THOMAS MAHLKNECHT, neuer Direktor der Musikschuldirektion Brixen, über die ersten Wochen in seiner neuen Aufgabe.
Absolut positiv! Ich gehe jeden Tag mit einem Lächeln in die Musikschule und freue mich, hier arbeiten zu dürfen. Das Team arbeitet sehr professionell. Alle haben mich herzlich aufgenommen, was den Einstieg natürlich enorm erleichtert hat. Die ersten Wochen in Brixen verliefen also genau nach Wunsch.
Was sind Ihre Ziele für die Musikschuldirektion Brixen, zu der auch Mühlbach und Vintl gehören?
In Mühlbach möchten wir mit dem Neubau der Musikschule rasch weiterkommen, den mein Vorgänger Hans Peter Stifter bereits stark vorangetrieben hat. In
Vintl, aber auch grundsätzlich in unserem Einzugsgebiet möchten wir die Zusammenarbeit zwischen der Musikschule und den Vereinen stärken, um unsere Arbeit noch näher an die Menschen zu bringen. Was uns in Brixen – so wie in den meisten Stadtmusikschulen – beschäftigt, sind die Wartelisten; sie sind sowohl für Eltern als auch für uns in der Verwaltung eine organisatorische Herausforderung. Wir möchten mit kreativen Konzepten ein bisschen gegensteuern – aber auf kurz oder lang wird eine Ressourcenaufstockung wohl unabdingbar sein, um die Wartelisten in den Griff zu bekommen. anina.vontavon@brixner.info



POST TRIFFT DESIGN.











BRIXEN
Gaming und Aufklärung
Im dritten Stock der Stadtbibliothek, direkt unter dem Dach, öffnete sich an einem Mittwochnachmittag im Oktober eine ganz besondere Welt – die Welt des Gamings. Links im Raum eine Nintendo Switch, angeschlossen an einen Beamer, rechts eine Xbox. Und mittendrin: Valentin Meyer, pädagogischer Mitarbeiter des Jugendhauses Kassianeum (JuKas) und Leiter des Events, in Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksmitarbeiter Marco Scippacercola. „Er hat mich gefragt, ob ich Lust auf das Projekt hätte, weil er von meinem Interesse an Gaming gehört hatte“, antwortete Meyer auf die Frage, wie ihm die Idee gekommen sei. Das regelmäßig stattfindende Event steht allen Altersgruppen offen; an diesem Nachmittag waren elf junge Menschen an-
zutreffen. „Dreimal haben wir das Event bisher durchgeführt“, so Meyer, „die meisten Besucherinnen und Besucher, die wir bislang hatten, waren rund 20.“ Auf einem Tisch liegen Infobroschüren zum Thema Medienkompetenz – vor allem im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken – und, wie könnte es anders sein, Gaming-Zeitschriften. „Das Event soll auch Aufklärung und Prävention zur Online-Präsenz und Interaktion im Netz bieten“, merkte Meyer an. Die Konsolen und Spiele stammen übrigens nicht vom JuKas, sondern wurden von der Stadtbibliothek selbst angeschafft. Insgesamt zwölf Nintendo-Switch-Titel, darunter bekannte Spiele wie „Minecraft“, sowie mehrere Xbox-Games, etwa „Goat Simulator“, sind zu finden. tw


BRIXEN
Offen für die Domstadt
Der Tag der offenen Tür am 11. Oktober war ein voller Erfolg: Zahlreich strömten die Menschen an diesem sonnigen Samstagnachmittag auf das Gelände des ehemaligen Kurhauses Guggenberg. Bei Live-Musik, Getränken und Grillgerichten wuselten Kinder und Erwachsene gleichermaßen durch das Areal, machten es sich in der Lounge gemütlich, saßen draußen in der Sonne und ließen sich bei den Führungen das Gebäude zeigen. Das neue Wohnprojekt, das aus dem ehemaligen Kurhaus entstanden war, ist Anfang Juli in Betrieb gegangen (der „Brixner“ stellte es in Ausgabe Nr. 424, Mai 2025, ausführlich vor). 45 Zimmer und sechs Wohnungen sind insgesamt in den Gebäuden untergebracht: „Die Nachfrage ist groß. Wir rechnen damit, in wenigen Wochen ausgebucht zu sein“, sagt Geschäftsführer Ingo
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Kirchler. Beim Tag der offenen Tür sollte nochmals betont werden, dass das Guggenberg mehr ist als ein Wohnprojekt, und dass es den Brixnerinnen und Brixnern frei zur Verfügung steht: Der großzügige Garten und die Bar, aber auch Teile des Innenbereiches stehen Interessierten offen. Joachim Kerer, Präsident von Kolping Brixen, zeigte sich erfreut über den lebhaften Nachmittag: „Wir sind positiv überrascht, wie viele Menschen uns heute besucht haben. Guggenberg stellt die Gemeinschaft in den Mittelpunkt, und das wurde heute Nachmittag eindeutig gelebt.“ av
Zu Besuch im Guggenberg – hier geht es zum Artikel aus Ausgabe Nr. 424, Mai 2025:




Besuch in Straßburg
Zahlreich machten sich die Brixner Seniorinnen und Senioren (im Bild) Mitte Oktober auf eine viertägige Reise nach Straßburg. Der Seniorenklub Brixen hatte die Fahrt in die Stadt im Osten Frankreichs nahe der Grenze zu Baden-Württemberg in Deutschland organisiert. Beeindruckt war die Brixner ältere Generation von den Sehenswürdigkeiten, dem Münster, den herrlichen Bauten in der Altstadt sowie der wechselreichen und teilweise leidvollen Geschichte Straßburgs, die durchaus Ähnlichkeiten mit jener Südtirols aufweist. Bei einer Schifffahrt auf dem Fluss Ill, der Straßburg umschließt, genossen die Senioren den Blick auf die vielfältige Kultur der verschiedenen Epochen. Auch ein Besuch im Europaparlament, dessen offizieller Sitz in Straßburg ist, obwohl viele Sitzungen in Brüssel stattfinden, durfte natürlich nicht fehlen: Europaparlamentarier Herbert Dorfmann begleitete die rüstigen Brixner, sprach mit ihnen über

die Bedeutung der EU für die Menschen und ging auf Entwicklungspotenziale ebenso wie auf kritische Stimmen ein. „Die wunderschöne und angenehme Fahrt erweiterte kulturell und politisch den Horizont, bot viel Gelegenheit zum Austausch
untereinander und zur Stärkung der Gemeinschaft, die gerade auch für Seniorinnen und Senioren wichtig ist“, schreibt der Seniorenklub in einer Presseaussendung. Straßburg ist das Zuhause von zahlreichen europäischen Einrichtungen: Neben
dem Europäischen Parlament sind der Europarat, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der Europäische Bürgerbeauftragte sowie Eurokorps dort angesiedelt. av

Großübung auf der Spinger Straße
Anfang Oktober simulierten mehrere Rettungsorganisationen in einer gemeinschaftlichen, groß angelegten Übung einen schweren Busunfall mit mehr als 30 Verletzten. Das Übungsszenario: Ein talwärts fahrender Linienbus verlor in einer Kehre die Kontrolle, erfasste eine Gruppe Radfahrer und stürzte anschließend über eine Böschung, wo er seitlich zum Liegen kam. „Die größte Herausforderung besteht darin, mit einer Vielzahl von Verletzten und Beteiligten konfrontiert zu sein, obwohl vorerst nur wenige Einsatzkräfte zur Verfügung stehen“, erklärte Einsatzleiter Andreas Mayr. Die Patienten, deren Verletzungen das Schminkteam des Weißen Kreuzes sehr realitätsnah simulierte und die mit gutem Schauspiel die Einsatzkräfte reellem Stress aussetzten, wurden zunächst über eine Patientenablage in die Behandlungszelte gebracht. Nach einer medizinischen Erstversorgung wurden sie zum Abtransport in die

entsprechenden Krankenhäuser freigegeben. An der Übung beteiligten sich die freiwilligen Feuerwehren von Schabs, Mühlbach, Vahrn, Spinges, Aicha, Natz, Raas, Viums, Rodeneck, Vals und Meransen. Auch die Bergrettungsdienste Brixen und Vintl waren im Ein-
satz, das Weiße Kreuz Mühlbach, mehrere Notärzte, Rettungspfleger, die Landesnotrufzentrale sowie Carabinieri und Verkehrspolizei. „Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen gelegt – und diese funktionierte
hervorragend“, betonte Julian Kranebitter, Übungsverantwortlicher des Weißen Kreuzes Mühlbach. Gemeinsam mit Benjamin Ralser, Martin Ragginer und Andrea Rederlechner hatte er die aufwändige Übung in einjähriger Vorbereitung mitorganisiert. oz




BRIXEN
Willkommensgruß für 199 Kinder

Am 5. Oktober übergab die Gemeinde Brixen den jüngsten Brixnerinnen und Brixnern den Neugeborenenbaum. Die 199 Kinder, die im Jahr 2024 geboren wurden, sollen mit diesem Baum, der in den Rappanlagen gepflanzt wurde, herzlich in der Domstadt
willkommen geheißen werden. „Dieser Baum ist ein Versprechen, dass wir als Stadt Brixen alles daransetzen, Familien zu unterstützen, Kindern Raum zum Wachsen zu geben und eine lebenswerte Zukunft zu gestalten“, sagte die zuständige Stadträtin Bettina Kerer bei der Feier. Dekan
Florian Kerschbaumer gestaltete an diesem Tag einen feierlichen Familiengottesdienst in der Pfarrkirche und segnete anschließend den Neugeborenenbaum. Seit 2023 gibt es die Initiative, die von der Arbeitsgruppe Familie und Soziales ins Leben gerufen wurde. Laut
Stadträtin Kerer soll der Neugeborenenbaum Wertschätzung gegenüber den Kindern und ihren Familien zum Ausdruck bringen und als Bekenntnis der Brixner Gemeindeverwaltung für eine lebenswerte und familienfreundliche Stadt dienen. av


PORTRAIT: Sie war viele Jahre lang Direktorin der Berufsschule „Emma Hellenstainer“, und seit März 2024 ist sie die Obfrau von Theakos. BRIGITTE GASSER DA RUI liebt Herausforderungen und Situationen, in denen sie etwas bewirken kann. Die Komfortzone interessiert sie im Grunde nicht.
Sie fühle sich wohl in dieser Künstlerwelt, sagt Brigitte Gasser Da Rui. Weil sie auf eine ganz eigene Art demokratiefördernd ist. Weil sie kritisch ist und aufmüpfig. Und weil sie eine besondere Seite von Brixen zeigt. Brigitte Gasser ist eine waschechte Brixnerin, dort geboren, dort aufgewachsen, dort gerne lebend. Sich einmischen, nicht still sein, sich nicht in eine Schublade pressen lassen – all das hat sie angetrieben, sie in vielen Bereichen aktiv werden lassen. Als Direktorin der Berufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe „Emma Hellenstainer“ hat sie die Schulwelt über die Grenzen der Stadt hinaus mitgeprägt, manchmal ihrer Zeit voraus, immer die Zukunft der jungen Menschen im Fokus.
Zum Lehrerberuf überredet
Nach der Matura am Wissenschaftlichen Lyzeum in Brixen schloss Brigitte Gasser eine Ausbildung zur medizinischtechnischen Assistentin ab. Sie war Feuer und Flamme für den naturwissenschaftlichen Bereich. Die Jahre, die sie im Krankenhauslabor arbeitete, „waren gut.“ Als dann immer mehr Tätigkeiten maschinell erledigt wurden und sich auch die Arbeitsbedingungen für Mütter – Brigitte Gasser hatte inzwischen ihre Kinder Jasmin und Aaron zur Welt gebracht – nicht verändern ließen, gab sie ihren Job auf. Sie wollte zunächst einmal frei sein, vielleicht irgendwann ins Labor zurückkehren. Und sie wollte mit Menschen arbeiten.
Vor über 40 Jahren kam Brigitte Gasser dann zum ersten Mal mit dem Lehrerberuf in Berührung. Sie hatte kurz vorher ihre Stelle im Labor des Brixner Krankenhauses gekündigt, als eine Freundin sie dazu überreden konnte, einen Auftrag für acht Stunden Deutschunterricht an der Berufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe in Brixen anzunehmen. Daraus wurden letztendlich 16 Stunden, und die Erlebniserzählungen, die sie damals von den Metzgerlehrlingen schreiben ließ, hat sie noch lebhaft in Erinnerung. „Weil sie so plastisch waren, so ehrlich und echt, so mitten aus dem Leben heraus.“
Aus Überzeugung geblieben
In die Lehrerausbildung sei sie dann „irgendwie hineingerutscht.“ Die Auseinandersetzung mit Erich Fromm, Friedemann Schulz von Thun und Reinhard Tausch habe sie fasziniert. Mit jungen Menschen arbeiten können, etwas bewegen dürfen – wohl auch deshalb ist sie bis zu ihrer Pensionierung im Dezember 2023 in der Schule geblieben. Dazwischen liegen fast vier Jahrzehnte, in denen sie unzählige Ideen umsetzte und Projekte anstieß, in denen sie immer wieder über den Tellerrand hinausschaute und neue Lernformen erprobte. „Alle sollen auf dem Berggipfel ankommen dürfen. Lediglich das Wie ist ausschlaggebend, und die Zeit.“ Sie war kämpferisch, übersprudelnd vor Ideen, wahrscheinlich nicht immer bequem. Aber sie verstand es, zu gestalten.
Bei einem Töpferkurs beschloss sie gemeinsam mit einer Freundin, ein Studium zu beginnen. Pädagogik, Politik, ein psychotherapeutisches Propädeutikum – sie sagt, sie habe „für Hunger und Durst“ studiert. Das erste Jahr neben ihrer Tätigkeit als Berufsschullehrerin, danach habe sie Wartestand genommen. Angetan hatten es ihr vor allem der psychoanalytische und der philosophische Ansatz in der Pädagogik. Und die feministische Richtung, vor allem die feministische Philosophie. Von ihr habe sie gezehrt, durch sie wurde sie geprägt.
Mit ihrer jüngeren Schwester, einer Rechtsanwältin, die vor Jahren an einer Krebserkrankung verstorben ist, war sie
sich über vieles einig, ohne viele Worte darüber verlieren zu müssen: über die Rolle der Frau in der Gesellschaft, über ihre Rechte, über den Mut, den es braucht, andere Wege zu gehen. „Zusammenhalten gegen den Rest der Welt, wie Pech und Schwefel.“
„Weil das einfach notwendig war“
Zehn Jahre lang war Brigitte Gasser in der Kommission für Chancengleichheit der Stadt Brixen – eine fruchtbare Zeit. Ein Frauenfest am 8. März unter dem Motto „Lust statt Frust“, frech und ein wenig hinterhältig, wie sie sagt, war einer der Meilensteine. Frauen auf die Bühne holen, Künstlerinnen, die sich trauen, mit einem Augenzwinkern Schieflagen unserer Gesellschaft aufzuzeigen, und dazwischen die Präsentation von nüchternen Statistiken. Realität, die Eindruck hinterlässt, gerade weil sie so unvermittelt dargestellt wird, eingebettet in Humor. Das Brixner Frauenbuch, ein wissenschaftliches Werk mit dem Titel „Der andere Weg“, ist ein weiterer Meilenstein, ebenso der „Girls Day“, der jungen Mädchen die Möglichkeit bot, in typische Männerberufe hineinzuschnuppern, und die erste Kindertagesstätte Coccinella in der Industriezone, die nicht der Gemeinde unterstellt war, mit flexiblen Öffnungszeiten – „weil das einfach notwendig war.“ Brigitte Gasser ist ein Mensch, der sich auf vielfältige Art einbringt, streitbar und stets das Positive im Blick.
Schuldirektorin mit Weitblick
Nach dem Studium absolvierte sie ein Praktikum in der Alkohol- und Drogenberatung und eine Coachingausbildung mit Schwerpunkt Organisationsentwicklung. Und sie steckte unglaublich viel Energie in die Schule. Irgendwann war sie Vizedirektorin, und als Direktor Sepp Kusstatscher sich aus der Schulwelt zurückzog, wurde sie seine Nachfolgerin. Sie habe sich das damals gut und lange überlegt: „Ich wusste, dass es ein harter Weg werden würde.“ Warum sie sich trotzdem dafür entschied, erklärt sie damit, dass etwas in ihr diesen steilen Weg unbedingt gehen wollte. Grenzen ausloten, über Grenzen hinausgehen, Ungewohntes wagen – das liegt ihr im Blut. Die Komfortzone interessiert Brigitte Gasser im Grunde nicht. „Es braucht Reibung, es braucht Konflikte.“ Weiterkommen, Schule entwickeln, im wahrsten Sinn des Wortes. „Mein Steckenpferd.“
Sie leitete eine Schule mit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und dieser Schule war das größte Schülerheim des Landes mit 200 Heimplätzen angegliedert. Betrieb rund um die Uhr, Lebensmittel-, Geräte- und Maschineneinkauf, gleichzeitig darauf achtend, dass kein Ausbildungsweg zur Sackgasse wird. Das Maturajahr in der Berufsbildung, innovative berufliche Weiterbildungsangebote, Engagement und Hingabe über viele Jahre hinweg.
t WEITERKOMMEN,
SCHULE ENTWICKELN: In ihrer
Zeit als Lehrerin und Schuldirektorin erprobte
Brigitte Gasser
Da Rui neue
Lehrformen und stieß unzählige
Projekte an
Den Ausgleich für ihr intensives berufliches Wirken fand sie in der Natur: Sie liebt das Skifahren, das Wandern, das bloße Draußensein im Freien. Und sie reist gerne. Mit ihrem Mann Gigi, mit dem sie seit 45 Jahren verheiratet ist, hat sie sich einen VW-Bus gekauft. Wochenlang unterwegs sein, erkunden, erleben – der Tatendrang von Brigitte Gasser ist ungebrochen. Aber so ganz losgelassen hat sie die Schulwelt noch nicht: Das Amt für Meisterausbildung konnte Brigitte Gasser dazu bewegen, den Vorsitz in der Prüfungskommission für den Bereich Mitarbeiterführung zu übernehmen. „Und darauf freue ich mich.“

BRIXEN
IN EIGENER SACHE
Gewinner der Kinderfotoaktion prämiert
Tausende Menschen fotografieren sich jeden Tag in allen möglichen Posen vor der weltberühmten Akropolis in Athen. Auf die Idee, sich im Kopfstand vor dem UNESCO-Weltkulturerbe fotografieren zu lassen, kommen wohl die allerwenigsten. „Meine Schwester hat mir den Kopfstand beigebracht, und die Mama hat mich dann so vor der Akropolis fotografiert“, erzählt Niklas Höller stolz. Der Schnappschuss der akrobatischen Leistung hat die „Brixner“-Redaktion überzeugt: Niklas hat die diesjährige Kinderfotoaktion gewonnen. Seinen Zwillingsbruder Jonathan, der auch mit einem Foto im letzten „Brixner“ zu sehen war, hat Niklas zur Übergabe des Gewinnerpreises mitgebracht, ebenso wie Mama Dorothea. Mirjam Cestari vom Milchhof Brixen Brimi überreichte den glücklichen Gewinnern einen bunten Geschenkkorb mit Brimi-Produkten, die Niklas natürlich brüderlich teilen wird. oz

15 Jahre Kiwanis Club

Kürzlich feierte der Kiwanis Club Brixen gemeinsam mit be-
freundeten Serviceclubs aus nah und fern im Kloster Neustift sein
50 Jugendfeuerwehrgruppen aus mehreren Bezirken stellten sich in St. Andrä der Jugendfeuerwehr-Challenge und dem Kuppelbewerb. Vahrn 2 und Afers 1 errangen die Plätze 7 und 10 bei der Challenge; Vahrn, St. Andrä 2 und St. Andrä 1 die Plätze 1, 2 und 3 beim Kuppelbewerb.
15-Jahr-Jubiläum. Die Jubiläumsfeier begann mit einem Aperitif im Foyer des Neustifter Museums. Dabei spielte die „Kiwanis Band“ und schaffte eine feierliche Atmosphäre. Die Jubiläumsfeier wurde anschließend im Augustini-Saal im Bildungszentrum fortgesetzt. Nach einer kurzen Übersicht über die Vereinstätigkeit der letzten 15 Jahre sprach der plastische Chirurg Dr. Alexander Gardetto über seinen ehrenamtlichen Einsatz in Afrika und in der Ukraine. Den Abschluss der Jubiläumsfeier bildete die Aufnahme eines neuen Mitglieds in den Kiwanis
Helga Dander aus Brixen ist eine der zehn Südtirolerinnen und Südtiroler, die für ihren Einsatz im Berufsleben Anfang Oktober mit dem Titel „Meister der Arbeit“ ausgezeichnet wurden. Sie begann 1957 als Verkäuferin bei Athesia Buch und ging als Filialleiterin in den Ruhestand.
Club, Prälat Eduard Fischnaller. Der Kiwanis Club Brixen zählt knapp 40 Mitglieder aus Brixen und Umgebung. Er gehört zur gleichnamigen weltweit agierenden Service-Club-Organisation von Freiwilligen, die sich für Kinder und Jugendliche weltweit einsetzen. Insgesamt gibt es in Südtirol sieben dieser Serviceclubs, weltweit sind es etwa 13.000 in 82 Ländern. Die Mission der Kiwanis Clubs lautet dabei: „Gemeinsam die Welt für Kinder zu einem besseren Ort machen.“ hh
Anfang Oktober feierte „Waldorf Brixen“ das 25-jährige Bestehen: Aus einem ersten Kindergarten in der Altstadt wurde eine staatlich anerkannte Bildungslandschaft mit zwei Kindergärten, einem Kinderhort und einer Grund- und Mittelschule. Eine Oberschule befindet sich im Aufbau.
Foto: Oskar
Zingerle
mein Hoppala

Wer fährt da mit … meinem Auto?
Mein Auto hat zwar schon einige Jährchen auf dem Buckel, aber ich kann mich noch sehr gut an die ersten Ausfahrten erinnern, als der Wagen nagelneu war und ich ihn behütete wie meinen eigenen Augapfel. So fuhr ich an einem späten Nachmittag nach Vahrn zu einem Supermarkt, parkte am angrenzenden Parkplatz und ging einkaufen. Eine halbe Stunde später ging ich vollbepackt wieder zum Parkplatz – und erschrak ordentlich, denn … ich sah eine Dame, die gerade dabei war, in mein Auto zu steigen und loszufahren. Gott sei Dank fuhr sie in meine Richtung, also sprang ich in die Fahrbahn und klopfte an das Seitenfenster, worauf die Dame natürlich ebenfalls ordentlich erschrak und mit einer eindeutigen Handbewegung das Fenster öffnete. Ich wollte sie schon fragen, was sie denn in meinem Auto tut, da erblickte ich 15 Meter weiter dasselbe Modell und dieselbe Farbe – mein Auto eben. Mit hochrotem Kopf entschuldigte ich mich für den „Überfall“, packte meine Einkaufstüten in meinen Wagen und fuhr nach Hause.
Melanzane-Tomaten-Mix auf Joghurt-Dip
Zutaten
(für vier Personen)
2 Auberginen
Olivenöl
2 große rote Zwiebeln
4 Rispentomaten
Etwas Chilipulver
Salz und Pfeffer
500 g Naturjoghurt
1 Zehe Knoblauch
Einige Scheiben
Vollkornbrot
Zubereitung
Die Auberginen in runde Scheiben schneiden und mit etwas Salz würzen. Nach 10 Minuten das überschüssige Wasser abtrocknen, Auberginen in Olivenöl braten, bis sie goldbraun sind. Anschließend das überschüssige Öl abtrocknen und die Auberginen beiseitestellen. Zwiebeln mit den Gewürzen in Olivenöl anbraten, die Auberginen und Tomaten hinzufügen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Joghurt mit fein gehacktem Knoblauch vermischen, den Auberginen-Mix auf einer Schicht Joghurt servieren und mit Vollkornbrot genießen!

Sandra Unterkofler wohnt und studiert in Brixen und ist seit Kurzem freies Mitglied der „Brixner“-Redaktion. Vorwiegend möchte sie sich um Kultur-Themen kümmern – in dieser Ausgabe versorgt sie die Leserschaft zusätzlich mit diesem leckeren Rezept.
Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
LAMM ento
Memento Akku
„Ach shit!“, schreit Franz, während er auf sein Handy blickt, und seine Gesichtsfarbe ändert sich augenblicklich in Richtung Leintuch. „Was ist los?“, sagt Frieda besorgt, während sie ihm geistesgegenwärtig eine riesige Tasse Kamillentee in die Hand drückt. Was ist los?, sag auch ich besorgt, hast du etwa eine Panikattacke? Wortlos dreht er mit angstverzerrtem Gesicht den Bildschirm seines Smartphones in meine Richtung: „Nur noch 3 Prozent Akku, verstehst du? Und ich Depp habe mein Ladekabel zuhause vergessen!“ Ach shit, sag ich mitfühlend. „Im antiken Rom stand beim Triumphzug hinter dem siegreichen Feldherrn immer ein Sklave, der über dessen Kopf einen Lorbeerrkranz hielt“, sagt Frieda, „und er mahnte pausenlos ‚memento mori‘. Heute sagt man wohl ‚Memento Akku‘, bedenke, dass dein Akku sterben wird, und denke an dein Ladekabel, bevor du das Haus verlässt.“ Der alte Seneca lehrte zwar Gelassenheit in jeder Lage, sag ich, aber er hatte auch nie erlebt, wie es ist, wenn der Akku auf 2 Prozent fällt. „Der moderne Mensch fürchtet nicht mehr den Tod“, sagt Frieda, „sondern den schwarzen Bildschirm.“ Franz macht einen riesigen Schluck Kamillentee: „Wie soll ich ohne Google Maps den Weg nach Hause finden?“, flennt er, „und wer zählt meine Schritte, und wie soll ich sicher sein, dass mein Status auf Insta gepostet werden kann, wenn der Akku nur noch 1 Prozent hat? Und wenn ich nichts poste, existiere ich dann eigentlich noch?“
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Claudia Troi, Brixen
DR. JUR. HANNES WILLEIT

Bei einer Grippeerkrankung haben ältere Menschen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Die Grippeschutzimpfung bietet einen wichtigen Schutz.
Guter Schutz vor Komplikationen
Grippeschutzimpfung läuft seit Mitte Oktober

Interview mit Silvia Spertini, geschäftsführende Direktorin des betrieblichen Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit (SISP)
Die Grippeschutzimpfung trägt dazu bei, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und vor allem Risikogruppen wie ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen zu schützen. Außerdem hilft sie, die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung einzudämmen, was besonders während der Grippesaison wichtig ist.
Warum ist die Grippeschutzimpfung wichtig?
Dr.in Silvia Spertini: In den Wintermonaten steigen die Atemwegsinfekte. Ein Erreger davon ist auch das Grippevirus. Neben den vielen banalen Infekten, die zirkulieren, ist das Grippevirus eben der „nicht banale“, oder sagen wir, er verursacht jene Infektionen, die einen schweren Verlauf haben können. Dies trifft vor allem ältere Personen. Aber auch für immunsupprimierte Patientinnen und Patienten, für ganz kleine Kinder oder schwangere Frauen ist es wichtig, sich vor dieser Infektion zu schützen, da sie

ein höheres Risiko haben, dass Komplikationen auftreten. Deshalb wird für sie die Grippeschutzimpfung empfohlen.
Was ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung?
Auf alle Fälle empfiehlt es sich, sich vor der Grippesaison impfen zu lassen. In den meisten Jahren beginnt die Grippesaison zu Weihnachten, weshalb die Grippeschutzimpfung im Herbst erfolgen sollte.
Was ist bei einer Impfung zu beachten?
Kann man sich impfen lassen, wenn man verkühlt ist oder sich krank fühlt?
Leichte Symptome einer Erkältung (Kopfschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen …) sind kein Grund, die Impfung aufzuschieben; ab 38,5° Fieber empfiehlt es sich, den Impftermin zu verschieben. Die Empfehlung der Grippeschutzimpfung richtet sich nach der Saison: Um eine Infektion sicher vorzubeugen, soll man sich impfen lassen, bevor das Influenzavirus zirkuliert. Besonders bei saisonalen Impfungen gefährdet der Aufschub den zeitgerechten Schutz. Im Rahmen der Anamnese, die bei jeder Impfung von geschultem Personal durchgeführt wird, wird der Gesundheitszustand der Person bezüglich der Impfung abgeklärt.
Welchen Personengruppen wird die Grippeimpfung empfohlen? Älteren Menschen?
Ja, die Grippeimpfung wird Senioren ab 65 Jahren empfohlen, Covid hingegen ab 60 Jahren. Zu den Risikogruppen, denen die Grippeschutzimpfung empfohlen wird, zählen chronisch Kranke, Insassen von Pflegeeinrichtungen, Schwangere und Kinder von 6 Monaten bis 6 Jahren. Die Risikogruppen werden jedes Jahr vom Ministerium festgelegt. Impfen lassen sollte sich auch das Sanitätspersonal, weil es zum einen durch den Kontakt mit kranken Personen das höhere Risiko hat, sich mit der Grippe anzustecken, zum anderen, damit es die Allerschwächsten schützt, die es betreut. Anzuraten ist ein Schutz auch für Ordnungskräfte und alle, die essenzielle Dienste ausführen, wie Lehrpersonen, Busfahrer usw. Grundsätzlich empfohlen wird die Grippeschutzimpfung darüber hinaus allen Personen, die Kontakt mit Tieren oder Geflügel haben.
Die Grippe- und die Coronaschutzimpfungen sind mit dem 15. Oktober gestartet, sie sind kostenlos für alle ab dem 6. Lebensmonat. Sie können in den Impfzentren des Südtiroler Sanitätsbetriebes in den Krankenhäusern Bozen, Meran, Schlanders, Brixen und Bruneck nach Vormerkung als auch bei den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin, den Kinderärzten freier Wahl und in den Apotheken vorgenommen werden.
Eine Vormerkung ist erforderlich, die Buchung kann online oder über die App SaniBook erfolgen. Alternativ kann auch telefonisch über die Einheitliche Landesvormerkstelle ein Termin vereinbart werden: Vorwahl 0471/0472/0473/0474, gefolgt von der Telefonnummer 100 100.
Es gibt jedes Jahr einen neuen Impfstoff. Kann man sagen, wie wirksam er heuer ist?
Vor der Saison kann man das nicht sagen. Grippesaison ist für die Nordhalbkugel im Winter, für die Südhalbkugel im Sommer, weil sich die Viren bei Kälte und bei winterlichen Temperaturen leichter ausbreiten und auch leichter von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Das Virus wird auf vielerlei Arten ständig überwacht, ebenso die Symptome und seine Resistenzen auf antivirale Mittel. Deshalb wird auch überwacht, wie gut es mit dem Impfstoff zusammenpasst. Allerdings muss man sich vorstellen, dass es jetzt immens viele Impfdosen braucht, damit sie für die halbe Welt reichen, sprich für die nördliche Erdhalbkugel. Für die Produktion braucht es Monate, die WHO gibt aufgrund der Analysen und Studien bekannt, welche Stämme in der nächsten Saison produziert werden sollen. Dies ist immer eine Schätzung, wenn sie auch auf Daten und jahrzehntelanger Erfahrung von Fachleuten beruht. Hinzu kommt, dass Grippeviren sehr mutationsfreudig sind. Sie sind ziemlich instabil, und das Virus verändert sich auch im Laufe der Saison. Es heißt dann oft, dass der Impfstoff am Anfang der Saison besser funktioniert und gegen Ende der Saison nicht mehr so gut, weil das Virus sich schon wieder verändert hat.
Ist die Impfung gut verträglich?
Die Impfung ist grundsätzlich gut verträglich, es handelt sich um einen inaktivierten Impfstoff. In den ersten Tagen nach der Impfung können eine Schwellung oder ein leichter Schmerz an der Einstichstelle sowie schwache grippale Symptome auftreten.

DOPPELTER SCHUTZ, EIN TERMIN. Lassen Sie sich jetzt gegen Grippe und Corona impfen.
Sind Untersuchungsausschüsse des Landtages eigentlich sinnvoll?

ANDREAS LEITER REBER, Landtagsabgeordneter
(Freie Fraktion):
„Kompetenzen der Ausschüsse sind nicht geregelt“
Der Hintergrund:
Nach dem Scheitern mehrerer Untersuchungsausschüsse des Südtiroler Landtages stellen sich viele die Frage, ob diese Ausschüsse nicht reine Zeitverschwendung sind – vor allem dann, wenn sie zeitgleich mit laufenden juristischen Verfahren arbeiten. Auf Antrag von nur neun Abgeordneten muss der Landtagspräsident einen Ausschuss bilden; die Erkenntnisse der bisherigen Ausschüsse waren … überschaubar.
Untersuchungsausschüsse sind in den westlichen Demokratien ein wichtiges parlamentarisches Kontrollinstrument. Sie werden bei Verdacht auf Korruption, Machtmissbrauch oder anderen rechtswidrigen Vorkommnissen innerhalb der Regierung eingesetzt. Auch die Untersuchungsausschüsse im Südtiroler Landtag folgen diesem Prinzip, und so legt die Geschäftsordnung des Landtages fest, dass „der Ausschuss Auskünfte, Informationen und Unterlagen über den Gegenstand der Untersuchung einholt und dem Landtag nach Abschluss seiner Arbeiten einen Bericht über die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen vorlegt.“ Die Krux dabei ist, dass die Geschäftsordnung weder die Umsetzung noch die Kompetenzen des Untersuchungsausschusses regelt. Während in Österreich und Deutschland Auskunftspersonen auch gerichtlich verpflichtet sind, vor dem Ausschuss auszusagen, ist es bei uns eine völlig freiwillige Sache. Die betreffenden Personen entscheiden also selbst, ob sie, wie letzthin zu den Parteispenden an die SVP oder zur annullierten Ausschreibung der Buslinien, aussagen wollen oder nicht. Dementsprechend hagelt es Absagen. Seit 1948 könnte die SVP-Mehrheit mit ihren Stimmen die Geschäftsordnung im Landtag ändern und den Untersuchungsausschuss zu einem echten Kontrollinstrument ausbauen. Ich unterstelle ihr, dies aus reinem Selbstschutz und mangelndem Demokratieverständnis nicht zu tun. Sie kann gerne das Gegenteil beweisen.

FRANZ LOCHER, Landtagsabgeordneter (SVP): „Heiße Luft und nichts dahinter“
NEIN
Untersuchungsausschüsse im Landtag? Ihre Bedeutung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Heiße Luft und nichts dahinter. Sehr viel eher als der Wahrheitsfindung haben sie bisher im Südtiroler Landtag als Spielwiese für Abgeordnete gedient, die Inhalte der Ausschüsse zu ihrem eigenen Vorteil in den sozialen Medien und in der Öffentlichkeit ausgeschlachtet haben. Die Erfahrungswerte zeigen auch, dass keiner der eingesetzten Untersuchungsausschüsse bislang zu einem brauchbaren Ergebnis geführt hat. Ich glaube sogar, dass wir mit dieser Möglichkeit unsere Kompetenzen als Landtagsabgeordnete bei Weitem überschreiten. Wir sind keine Sheriffs, die jemandem eine Wahrheit entlocken müssen. Wir schließen diese Ausschüsse mit Berichten ab, die vielleicht kurzzeitig die Titelseiten füllen mögen, dann aber nach mehr oder weniger lautem Geschrei von Seiten der Opposition in der Schublade landen. Das ist nicht verwunderlich, denn nur wenige geladene Zeugen folgen der Einladung, sodass kein vollständiges Ergebnis zustande kommen kann. Diese Berichte sind auch nicht mehr als eine nicht bindende Stellungnahme, deren Ergebnis zudem meist nicht übereinstimmend ist, da sowohl Mehrheit als auch Minderheit die Möglichkeit haben, sich über die Erkenntnisse aus dem Untersuchungsausschuss zu äußern. Es ist deshalb bei jedem Untersuchungsausschuss vorhersehbar, dass unterm Strich etwas entstehen wird, das niemanden weiterbringt.
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Foto: Ivo
Corrá
Ein neuer Feiertag für Italien?
UMFRAGE: Vor Kurzem wurde der 4. Oktober, der Tag des hl. Franziskus, wieder als Feiertag in Italien eingeführt. In Politik- und Wirtschaftskreisen gab es neben Zustimmung auch kritische Reaktionen. Was denken die Menschen in Brixen darüber?




„Als Rentner ist es mir eigentlich egal, ob es einen Feiertag mehr oder weniger gibt“, sagt Ferdinand Klammsteiner. „Nächstes Jahr fällt er außerdem auf einen Sonntag, dann spürt man ihn nicht. Ich erinnere mich noch daran, dass wir den 4. Oktober als Feiertag schon hatten, und dann wurde er abgeschafft – aus welchem Grund, weiß ich nicht mehr.“

„Der Franziskustag? Ich hätte lieber den Josefitag als Feiertag gehabt, weil der mehr mit unserer Geschichte zu tun hat und ich auch Josef heiße“, meint Josef Rastner. „Ich halte nicht viel vom neuen Feiertag, weil es ein kirchlicher Feiertag ist und die Leute heute nicht so viel mit der Kirche zu tun haben wollen.“

„Ich wäre froh, wenn es der Josefstag wäre, für Südtirol wäre das passender – aber Franziskus und Josef sind beide Heilige“, sagt Walter Schifferegger. „Ich bin in Pension, für mich ist ein Feiertag nicht mehr wichtig. Aber die Kinder werden sich über einen freien Schultag freuen!“

“Una volta ce l’avevamo, si iniziava la scuola il 1° ottobre, e il 4 era già festa, quindi ho un ricordo positivo. È il patrono d’Italia, ma non è giusto che non venga festeggiata anche Santa Caterina da Siena, perché noi abbiamo due patroni d’Italia. Perché dobbiamo sempre festeggiare il patrono maschio e non la femmina? È questo che mi dà un po’ fastidio”, sagt Piera Olivotto.

„Ehrlich gesagt ist der neue Feiertag für mich nicht wichtig“, sagt Ruth Stimpfl, und fügt hinzu: „Ich finde, wir haben schon genug Feiertage. Also, aus meiner Sicht hätte es nicht noch einen weiteren gebraucht. Ich habe auch keinen Bezug zum heiligen Franziskus.“
„Der neue Feiertag?“, fragt Sarah Bacher. „Für mich macht er nicht viel Unterschied. Ich habe auch nicht richtig verfolgt, dass der Feiertag eingeführt wurde und mich ehrlich gesagt auch nicht damit befasst, was dafür oder dagegen spricht.“
„Mir wäre der Josef lieber gewesen, weil ich Josef heiße“, sagt Josef Schwarz. „Außerdem war der Josefitag schon einmal Feiertag, und er gehört zu unserem Land. Sie hätten ja beide einführen können. Früher gab’s ja ganz viele Feiertage, auch Peter und Paul. Wegen einem oder zwei Feiertagen mehr – ich denk nicht, dass wir zu viele haben.“
„Ein weiterer Feiertag ist immer recht praktisch“, meint Lukas Schaller. „Der Herbst ist eine tolle Jahreszeit, also passt es schon, dass der neue Feiertag genau in den Oktober fällt. Dass wir zu viele Feiertage oder Urlaubstage haben, denke ich nicht.“

„Ich habe wahnsinnig Freude am Kabarett“
INTERVIEW: Mit scharfem Blick, feinem Humor und Menschenkenntnis präsentierte INGRID LECHNER im Oktober in der Dekadenz ihr neues Soloprogramm „Volle Kanne“ und nahm darin Anspruch, Tempo und Realität ins Visier. Im Gespräch verrät sie, warum.
Frau Lechner, worum geht es in Ihrem neuen Soloprogramm „Volle Kanne“, und wie ist die Idee dazu entstanden?
INGRID LECHNER: Das neue Programm bewegt sich zwischen Burnout und einem Spezialauftrag. Gerade diesen Spezialauftrag soll und muss die zentrale Figur, eine Geschäftsfrau, unbedingt durchbringen. Mich haben Unternehmerinnen interessiert, und so ist die Idee zu dieser Figur entstanden. Das weibliche Unternehmertum im Bezug auf Männer wird nur gestreift, da dieses Thema schon so oft behandelt wurde. Ausschlaggebend für mich war die Eigenständigkeit einer Geschäftsfrau. Dabei hat mich das Thema „Verkauf“ fasziniert: Was bedeutet es, etwas zu verkaufen? Wie macht man das überhaupt? Was steckt hinter einem geglückten Verkauf? Das andere Thema, das ich betrachten wollte, ist die „Überforderung“ – im Kleinen und im Allgemeinen, in der Arbeitswelt, in der Gesellschaft, aber auch global. Wie finde ich mich in dieser Welt zurecht? Wo liegt in der „Schneller, größer, weiter“Welt das Scheitern, und wo zeigt sich die Lebenslüge? Das

Thema Burnout lustig zu präsentieren und gleichzeitig nicht zu trivialisieren – das ist mir ein Anliegen. Meine Geschäftsfrau bringt verschiedene Überlegungen, Gedanken, Zustände mit – und schließlich diesen besonderen Spezialauftrag.
Ist die Idee aus dem Alltag gereift, aus der Beobachtung von Menschen?
Ich habe eine Schuhschachtel, die ich nach und nach mit Zetteln fülle. Darauf notiere ich mir oder darauf stehen Dinge, die ich mir nicht erklären kann, die mich belasten, die ich lustig, absurd oder intelligent finde. Und daraus entsteht dann mein Kabarettprogramm. Im Gespräch mit meiner Regisseurin Gabi Rothmüller und meinem CoAutor Alexander Liegl zeigt sich dann, was interessant ist und in welche Richtung es gehen wird. Wo lodert’s? Was ist relevant? An diesen Punkten bleibt man dran und baut sie aus. Das ist ein sehr dynamischer Prozess – und irgendwann ist dann Premiere.
Wollen Sie dem Publikum gezielt etwas vermitteln? Oder anders gesagt: Kann man mit Theater, mit Kabarett etwas bewirken?
Ich denke, wenn man nur auf Stimmung macht, dann wird’s trivial. Die Kunst ist es, Gedanken oder Nachdenkpunkte so einzuflechten, dass sie einen weitertragen in eine Lösung – im Kabarett ist das ein Lacher. Für mich bedeutet Kabarett: Die Leute sollen Spaß haben und lachen können – gerade auch über Befindlichkeiten, in denen sie sich wiedererkennen, im aktuellen Programm speziell darüber, wie man von gesellschaftlichen Zwängen getrieben werden kann. Ansonsten: Ich glaube, es gibt ein Thema, wo ich wirklich etwas bewirken kann – da werden mir die Stadtwerke noch dankbar sein (lacht). Mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Kabarett, aber auch
„ Für mich bedeutet
Kabarett: Die Leute sollen Spaß haben und lachen können – gerade auch über Befindlich keiten, in denen sie sich wiedererkennen“
Ingrid Lechner, Kabarettistin
t PREMIERE IN DER DEKADENZ:
Ingrid Lechners neues Stück „Volle Kanne“ bewegt sich zwischen Burnout und einem Spezialauftrag
Kunst im Allgemeinen kann Psychohygiene sein, die in erster Linie bei einem selbst beginnt. Daraus entstehen Versuche, Lösungen anzubieten, etwa wie man fatalen und unvorteilhaften Situationen mit Humor begegnet. Wo sind heute Problemstellungen? Welche globalen Probleme wirken sich bis in unseren Alltag aus? Wobei – heute sagt man ja nicht mehr „Problem“, sondern es heißt „Herausforderung“, und alle wollen die Challenge annehmen, aber niemand fühlt sich verantwortlich für das Problem. Ich persönlich spüre eine Ohnmacht im Blick auf das, was heute politisch passiert, etwa von den USA ausgehend. Als Kabarettfigur bricht man diese großen Themen herunter und steht da wie ein Tor, wie ein Clown, wie eine Figur, die versucht, damit umzugehen.
Der Titel „Volle Kanne“ klingt nach Energie, nach Alltagswitz. Hat das neue Programm für Sie eine ganz besondere Bedeutung?
„Volles Rohr“ wäre die Alternative gewesen, aber ich wollte grammatikalisch weiblich bleiben. Es geht aber tatsächlich auch um den Spezialauftrag, wo am Schluss die Kannen alle voll sind. Der Titel muss Lust machen, sich das Programm anzuschauen. Die Geschäftsfrau war „volle Kanne“ unterwegs, dann brach alles „volle Kanne“ zusammen, und dann steht sie da mit nichts und wird freie Spezialauftragnehmerin. Viele Symptome, die mit Burnout zu tun haben, sind eingeflochten, wie Erschöpfung, Prokrastination, Konzentrationsschwäche. Nun gilt es für die Geschäftsfrau, Strategien zu entwickeln, einen Umgang damit zu finden. Die Hauptfigur rennt in Form von Erfolg und Geld einer Bestätigung hinterher, sie will mehr gelten in der Gesellschaft. Eine Wirtin taucht auch als Figur auf, deren Betrieb auf „Burnoutler“ spezialisiert ist – sie surft also total auf der Trendwelle und rast dabei selbst aufs
Burnout zu. Mich hat, wie bereits gesagt, das Thema Verkaufen sehr interessiert. Wie funktioniert Manipulation? Wie ergattere ich Aufträge? Wie passiert Verblendung? Aber auch der Spaß am Handeln. Genauso geht es in der Geschäftswelt darum, Lösungen zu präsentieren. Das kommt im Stück auch tatsächlich vor: Wer die meisten Lösungen findet, bekommt das Fleißbildchen, sprich den Bonus. Der Punkt ist: Was macht man, wenn alles schon gelöst ist und alle friedlich und pappsatt sind? Dann müssen Probleme geschaffen werden, um sie anschließend zu lösen, damit man das Fleißbildchen einkassiert. Denn ohne Problem – Problem! Auch so ein Satz im Programm: „Als Verkäuferin ist man die Geburtshelferin für die Wünsche der Kunden.“ Ich muss praktisch die Wünsche lesen oder befeuern, damit ein Bedürfnis entsteht, damit jemand kauft. Bei meiner Geschäftsfrau mit ständig hohem Adrenalinspiegel tuscht’s irgendwann. Sie musste alles verkaufen, auch ihren Cayenne, sie war beim Psychologen. So nach und nach kommt man drauf, was sie in ihrer Panik alles zusammengeschlagen hat – im übertragenen Sinn und im wortwörtlichen Sinn.
Sehen Sie Burnout heute noch als Tabuthema?
Ein Tabu ist es, Schwäche zu zeigen und zuzugeben, dass man etwas nicht mehr schafft. Ein Tabu ist es, rechtzeitig Grenzen zu ziehen. Man weiß zum Beispiel, dass Burnout oft durch die Betreuung von Familienangehörigen auftritt, weil die eigenen Grenzen verschwimmen und es schwerfällt, Nein zu sagen. Im Programm kommt der Satz vor: „Andere haben auch Migräne und keine Ausreden.“ Es






Selbstoptimierung. Alles, was man tut, muss einen Zweck erfüllen. Burnout ist vielleicht kein Tabuthema, aber die Symptome sind nicht so verankert in der Gesellschaft, dass man bewusst auf sich schaut und sie rechtzeitig erkennt. Viele meinen, es sei die Müdigkeit oder eben eine anstrengende Phase. Work-Life-Balance ist wichtig – die jungen Leute werden oft belächelt, wenn sie diese einfordern. Ich denke, sie haben heute einen großen mentalen Druck, stehen vor der Herausforderung, wie sie sich eine Existenz aufbauen können. Und vielleicht sehen sie, dass sie manches nicht mehr so machen wollen wie bisher oder wie die Generation vor ihnen. Auch die Jobs selbst sind wahnsinnig herausfordernd, es passiert alles im Jetzt. Ich schreib eine E-Mail, also will ich auch die Antwort jetzt und sofort. Oder: Jeder Mechaniker muss ein Informatiker sein, damit er versteht, wie ein Auto funktioniert.
Ihr neues Soloprogramm hatte in der Dekadenz Premiere. Welche Rolle spielt die Dekadenz für Sie? Und wie war die Premiere?
Ich bin Mitglied im Verein. Die Dekadenz war für mich immer das Wohnzimmer für Kabarett – ein idealer Rahmen, weil der Keller nicht so groß ist und man mehr Kontakt zum Publikum hat. Traditionell sind Kabarettprogramme in Kellern geboren. Außerdem ist die Dekadenz in meiner Heimatstadt, und ich und der Kulturverein „Fun Fatale“ schätzen die gute Zusammenarbeit mit Anna Heiss. Bei der Premiere war eine Superstimmung. Dass es dem Publikum gefallen hat, kann man am Applaus messen. Bei der Premiere soll man sich feiern lassen. Und danach muss man mit der Regisseurin überlegen, welche Passagen gekürzt oder ausgebaut werden können. Beim wiederholten Spielen entwickelt sich das Programm ohnehin weiter.
Sie haben nicht zum ersten Mal mit Gabi Rothmüller und Alex Liegl zusammengearbeitet.
Gabi hat schon öfters in der Dekadenz inszeniert, außerdem war sie die Regisseurin bei den ersten Tschumpus-Stücken, zum Beispiel von „Ein Sommerknasttraum“.
Foto: Oskar Zingerle
t Ingrid Lechner: „Kabarett, aber auch Kunst im Allgemeinen kann Psychohygiene sein, die in erster Linie bei einem selbst beginnt“
Sie hat viel Erfahrung, hat mit vielen Kabarettisten zusammengearbeitet, wie Ottfried Fischer, Michael Altinger, Thomas Hochkofler, Lukas Lobis, Constanze Lindner, Wolfgang Ambros. Alex Liegl schreibt Theaterstücke, Kabarettprogramme, Nummern für den Bayerischen Rundfunk, und er arbeitet auch mit Drehbuchautoren zusammen. Zudem hat er jahrelange Bühnenerfahrung. Er kann alles auf Pointe bringen. Für „Volle Kanne“ haben wir in den Marken eine Schreibstube eingerichtet. Wenn man ein Stück entwickelt, ist gegenseitiges Vertrauen wahnsinnig wichtig, weil man sich manchmal in Gefilde begibt, die gar nicht so lustig sind. Ich glaube, Humor entspringt aus tragischen Momenten – sonst bleibt er oft oberflächlich. Man kennt das ja: Man erlebt wilde Sachen, und eine Woche oder ein Jahr später kann man drüber lachen. Das ist der Humor, der mir gefällt. Die Probenzeit war sehr intensiv. Wie geht es mit „Volle Kanne“ weiter?
Die beiden Vorstellungen in der Dekadenz waren schnell ausverkauft. Am 26. Oktober fand ein Abend in Schabs statt, organisiert von der Theatergruppe Schabs. Bei meinem Programm „Geaht’s no?!“ hatte ich eine gute Zusammenarbeit mit Theatervereinen und Bildungsausschüssen und habe in vielen Orten gespielt. Da kommen dann auch Leute, die sonst nicht so ins Theater gehen; das macht großen Spaß. Ich habe zum Beispiel in St. Leonhard in Passeier, St. Felix, St. Nikolaus in Ulten gespielt. In jedem Ort mit „Sankt“ im Namen hat es das letzte Mal „volle Kanne“ geschneit, da spiele ich im Winter nicht mehr (lacht). Außerdem möchten wir mit „Fun Fatale“ – einer Initiative für Frauenkabarett – unterstützend weiterarbeiten. Beim Frauenkabarett ist in Südtirol definitiv noch Luft nach oben.
Sie sind seit vielen Jahren auf den Bühnen Südtirols und darüber hinaus präsent. Hat sich Ihr Zugang zu Kabarett und Theater im Laufe Ihrer Karriere verändert?
Ich glaube schon. Im Laufe der Jahre wächst das Vertrauen, dass sich schon die passenden Stücke und die richtigen Begegnungen ergeben werden. Die Erfahrung hilft auch dabei, gewisse dramaturgische Fertigkeiten einsetzen zu können; das Selbstbewusstsein wächst, und ich stehe mehr zu meinen Geschichten. Neben dem Kabarett spiele ich auch wahnsinnig gerne im Ensemble, etwa im Tschumpus, weil ich gerne in einem großen Team bin. Ich kann mir aber auch vorstellen, wieder einmal ein Duo zu machen. Als Schauspielerin war ich immer in den komödiantischen Rollen glücklich. Ich habe mich nie als Julia gesehen und hatte als junge Schauspielerin oft das Gefühl, dass ich in gewisse Stücke nicht hineinpasse, und so habe ich schon während meiner Zeit in der Schweiz zusammen mit anderen Theaterschaffenden begonnen, Stücke zu erfinden. Jedenfalls möchte ich keine Rolle missen. Mit dem Kabarett habe ich schon früh geliebäugelt, mich aber anfangs nicht so richtig drangewagt. Direkt mit dem Publikum in Verbindung zu treten – das gefällt mir. Ich habe wahnsinnig Freude am Kabarett.

johanna.bampi@brixner.info
NÄHER
EINFACHER FLEXIBLER



NEUER
RECYCLINGHOF IN VAHRN
Kurze Wege und gute Strukturen – das bietet der neue Recyclinghof Vahrn. Der Recyclinghof eröffnet am 29. November 2025. Für Haushalte in Vahrn, Natz-Schabs und Franzensfeste wird damit der Weg zum Recyclinghof erheblich kürzer. Auch Betriebe können ihre Wertstoffe künftig in Vahrn abgeben. Und für Brixen stehen somit zwei Recyclinghöfe zur Verfügung – Brixen und Vahrn.
Öffnungszeiten Recyclinghof Vahrn ab 29.11.2025:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 7.30 bis 17.00 Uhr und Samstag von 7.30 bis 12.30 Uhr (Montag und Dienstag sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen)
Öffnungszeiten Recyclinghof Brixen ab 29.11.2025:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 7.30 bis 17.00 Uhr und Samstag von 7.30 bis 12.30 Uhr (Montag und Dienstag sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen)





THEATER
Zwischen Freiheit und Chaos

An fünf Tagen im September begeisterte das Theaterpädagogische Zentrum Brixen (TPZ) mit einer besonderen Produktion: „Der Sommer des abenteuerlichen Ausbruchs der Suzy Bishop und des Sam Shakusky“. Unter Leitung von Nathaly Troi begaben sich Maximilian Aichner, Luianta Frei, Maya Goepfert, Samuel Lechner, Leonie Obwexer, Sarah Sandri und Magdalena Troi auf eine turbulente Reise. Das Stück handelt vom Ausbruch von zwei unerschrockenen Jugendlichen aus deren gewohnter Realität: Die eigenwillige Suzy und der Waisenjunge Sam möchten aus vorhandenen Normen ausbrechen und das Leben auf eigene Faust entdecken. Dass diese Reise jedoch nicht ohne Konsequenzen stattfinden kann, wird bald klar: Zusammen mit Sams orientierungsloser Pfadfindergruppe, einem gleichsam verwirrten Polizisten und fragwürdigen Erziehungsberech-
tigten entfaltet sich eine unterhaltsame Verfolgungsjagd, die sich durch das gesamte Theaterstück zieht. Hinter der stürmischen Reise wurden Zuschauer jedoch auch mit tiefgreifenderen Themen konfrontiert: Auf der Suche nach der Definition von Freiheit wird eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen dargestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten – schon der Ausbruch selbst hat für die beiden eine teilweise ganz andere Bedeutung. Eine gewisse Zukunftsangst, die sich auch über das eigene Umfeld hinaus erstreckt, ist ebenfalls zu verspüren und wird kindlich-verspielt und doch tiefgründig reflektiert. Eine bewegende Erzählung mit einem unerwarteten Happy End. su
AUSSTELLUNGEN
Mit Kunst gesellschaftliche
Akzente setzen
Noch bis zum 9. November ist die Festung Franzensfeste geöffnet, und ein Besuch lohnt sich allemal, allein schon wegen der Ausblicke aus der Festung auf den Stausee und die bunte Farbenpracht des Herbstes. Dazu kommt das vielfältige Angebot an Ausstellungen und Installationen, die derzeit – neben den Dauerausstellungen – dort zu sehen sind, darunter die Fotoausstellung „Wir sind Schöpfung“ mit neun großformatigen Fotografien von Hans-Günther Kaufmann. Darin betont der Fotograf das Verbindende zwischen
KURZ NOTIERT
den drei monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam. Zwei Projekte, die Kaufmann in Schulen initiierte, sind ebenfalls Teil der Ausstellung: Schülerinnen und Schüler in Augsburg gestalteten Bilder, die auf T-Shirts gedruckt wurden und von der Kostbarkeit der Natur erzählen, während die Installation „Licht-Blicke aus dem Bunker“ Porträtaufnahmen von Schülern aus Miesbach mit Aufnahmen der Festung Franzensfeste verbindet. Auf ihren Handflächen thematisieren die Jugendlichen Botschaften rund um
Das diesjährige Symposion von Musik Brixen widmete sich dem Thema „Spiritualität: Erfüllung – Flow – Verführung“. Auf dem Programm standen drei Tage lang Konzerte, etwa mit dem Ensemble BachWerk Vokal Salzburg, und Vorträge namhafter Referenten wie Paul M. Zulehner.

Völkerverständigung und Frieden. Einen gesellschaftlich engagierten Akzent setzen die Festung Franzensfeste und der Frauenhausdienst Brixen mit dem Projekt „art X women“: Kunstschaffende aus Südtirol verkaufen ihre Werke zugunsten des Frauenhausdienstes. Mit dem
Zum „Tag der Bibliotheken“ öffnete das Kloster Neustift seine Tore zu einer Sonderführung durch die historische Stiftsbibliothek. Gezeigt wurden wertvolle Handschriften aus über 1.000 Jahren, darunter der älteste Codex des Hauses – eine Abschrift aus dem 10. Jahrhundert.
Schriftzug „GROENLANDIA“ an der Außenmauer der Festung, der auch während der Schließzeit im Winter dort bleibt, thematisiert Leander Schwazer die Insel Grönland als Projektionsfläche für Besitzansprüche und globale Begehrlichkeiten. job
Über 54 musikbegeisterte Jugendliche erarbeiteten in mehreren Proben ein abwechslungsreiches Programm, das sie als Bezirksjugendblasorchester des VSM-Bezirks Brixen unter der Leitung von Bernhard Reifer beim Konzert am 18. Oktober im Forum zum Besten gaben.
Foto:
Hans-Günther Kaufmann
„Stadtgalerie als offener Kulturraum“
Stadträtin BETTINA KERER , über neue Ideen für die Stadtgalerie Brixen.
Frau Stadträtin, warum braucht die Stadtgalerie Brixen eine Neupositionierung?
Die Stadtgalerie Brixen ist ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst, aber sie wurde bisher von Teilen der Bevölkerung zu wenig wahrgenommen. Deshalb setzen wir auf eine Neupositionierung, mit der wir sie stärker als offenen Kulturraum, der Kunst, Stadtgesellschaft und Zukunftsfragen miteinander verbindet, etablieren werden. Es geht im Grunde darum, die Stadtgalerie stärker in den Alltag der Menschen zu integrieren und sie als lebendigen Ort des Dialogs zu gestalten.
Wie soll sie für die Bevölkerung sichtbarer werden?
Wir setzen auf ein neues Kunstvermittlungskonzept, das niederschwellige Zugänge schafft. Offene Ateliers, Kooperationen mit Schulen und Vereinen sowie generationenübergreifende Angebote sollen die Hemmschwelle senken und die Neugier auf zeitgenössische Kunst wecken. Kunst soll erlebbar und Teil des städtischen Lebens werden. Eine klare visuelle Identität und gezielte Kommunikation sind weitere zentrale Bausteine. Zudem wollen wir die Galerie stärker mit der Stadt verankern: durch sichtbare Präsenz, etwa mit Kunstaktionen im öffentlichen Raum oder
BAUGRÜNDE UND BESTANDSKUBATUREN

durch Kooperationen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren.
Welche gesellschaftliche Rolle spielt die Stadtgalerie in Brixen?
Die Stadtgalerie kann ein Spiegel sein. Mit ihrer Neupositionierung wird sie zum Symbol für ein offenes, vielfältiges und zukunftsorientiertes Brixen. Sie lädt dazu ein, sich mit Kunst auseinanderzusetzen und gemeinsam über zentrale Fragen unserer Zeit nachzudenken. Offenheit bedeutet für uns, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven Platz haben und kreative Prozesse gefördert werden. anina.vontavon@brixner.info

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Foto: Oskar Zingerle

KUNST
Ein Dialog zwischen Generationen
Das Euregio-Museumsjahr 2025 ist dem 500. Jahrestag des Tiroler Bauernaufstandes gewidmet – ein historischer Wendepunkt, der bis heute Fragen nach dem Potenzial gesellschaftlichen Wandels aufwirft. Zu diesem Anlass präsentiert die Hofburg Brixen ein zweiteiliges Ausstellungsprojekt, das Vergangenheit und Gegenwart in einen Dialog stellt. Das zentrale Leitmotiv: die Zäsur als Ausgangspunkt für neue Formen des gesellschaftlichen Denkens. Der zweite Teil des Projekts, „Età, États“ (bis 11. Januar), zeigt die gemeinsame Ausstellung von Robert und Johannes Bosisio, Vater und Sohn – eine persönliche Beziehung mit der bedeutenden Frage des intergenerationellen Austauschs. Die Kunst von Robert Bosisio befragt – analog zu den historischen Umbrüchen – bestehende
Normen und ebnet den Weg für neue Erkenntnisse. Auch Johannes Bosisio beschäftigt sich mit den verschiedenen Dimensionen sozialen Wandels und beleuchtet die Wichtigkeit neuer Denk- und Lebensmodelle. Das räumliche Konzept ist hierbei integraler Teil der Ausstellung: Während die eigenständigen Positionen der Künstler an gegenüberliegenden Enden des Ausstellungsareals angesiedelt sind, begegnen sich die beiden in einem zentralen Raum, in dem weniger der Vergleich, sondern der Austausch im Vordergrund stehen. Besondere Bedeutung kommt auch einer gemeinsamen Zeichnung aus der Kindheit von Johannes zu, an der beide aus entgegengesetzten Richtungen startend arbeiteten und sich in einem zentralen Raum begegneten. su

Mozart: Mensch und Genie
Die Musik und das Leben Mozarts bildeten das Programm für die dritte Ausgabe des Festivals „Mozart and Friends“, organisiert vom Verein Pro Cultura und dem künstlerischen Leiter Giacomo Fornari. An fünf Tagen im September drehte sich in Vorträgen, Lesungen und Konzerten alles um den weltberühmten Komponisten, der als Wunderkind auch für den Fürstbischof von Brixen musiziert hatte. Als Wunderkinder hatte auch der damals 14-jährige Johann Wolfgang Goethe den nur wenige Jahre jüngeren Mozart und dessen Schwester bei einem Konzert im August 1763 in Frankfurt erlebt. Später, als Goethe das Weimarer Hoftheater leitete, waren Mozarts Opern die am häufigsten gespielten, wusste Giovanni Insom bei der Buchvorstellung mit Maria Cristina Belloni zu berichten, und er
wartete mit weiteren Details aus dem Leben der beiden Genies auf. Nicht minder interessant war der Krimiabend mit der Schauspielerin Nicole Millo, die sich im Stück „La nota avvelenata“ an die Person herantastete, die wohl am ehesten vom frühen Tod Mozarts profitierte. Mozart selbst lebte mit der Angst, vergiftet zu werden. Der international erfolgreiche Schauspieler Tobias Moretti beleuchtete in der Matinee am Sonntag das Verhältnis zwischen Mozart und Antonio Salieri. Bei diesen drei und allen anderen Veranstaltungen und Konzerten durfte Mozarts Musik nicht fehlen. Verschiedene selten gespielte Werke und zwei von seinen Klavierkonzerten in der Fassung für Klavier und Streichquartett, letzteres interpretiert von Andrea Bacchetti und dem Südtirol Filarmonica Ensemble, kamen zur Aufführung. job

MUSIK
„Io.Co“ in der Dekadenz

Am 17. Oktober ging in der Dekadenz eine neue Ausgabe der „Io.Co Show“ über die Bühne. Moderator Gianluca Iocolano führte die Zuschauer der Comedy-Talk-Show durch den Abend:
Frischer Humor und ironisch verpackte Gesellschaftskritik fanden in einem harmonischen Wechselspiel zueinander und garantierten Unterhaltung über den ganzen Abend hinweg. Neben Iocolano standen Patrizia Solaro sowie die Band „Ossoboogie“ als musikalische Begleitung auf der Bühne. Als Gäste dieser Ausgabe wurden Isabel Prota, erste Hufschmiedin Südtirols, sowie Manni Nössing, erfolgreicher Brixner Winzer, eingeladen. Das Highlight jeder „Io.Co Show“ ist und bleibt ihr Markenzeichen: die Zweisprachigkeit. Iocolano springt mühelos von unterhaltsamen Südtiroler Redewendungen zu italienischen Fachausdrücken. Damit wird ein klares Zeichen für Zusammenhalt zwischen verschiedenen Sprachgruppen gesetzt – einer der vielen Aspekte der Show, die neben dem Lachen auch zum Nachdenken einladen. Die „Io.Co Show“ versteht sich als Antwort auf klassische amerikanische Late-NightFormate und hat sich in Brixen und darüber hinaus einen Namen gemacht. Am 5. Dezember gastiert Iocolano im Astra – Tickets auf www.mytix.bz. su
NEU IM REGAL
Eine Welt voller Fantasie
Die sechsjährige Mathilda tanzt ganz schön aus der Reihe mit ihren verfilzten Haaren und dem ausgewaschenen Pullover. Die Gespräche ihrer Mitschülerinnen über typische Mädchenthemen interessieren sie nicht, aber auch mit ihrem Sitznachbarn Paul redet sie kein Wort. Trotzdem liebt sie die Schule – vor allem den Heimweg, denn dann lässt sie sich von der Natur verzaubern und schafft sich ihre eigene fantasievolle Welt. Und hier, inmitten von Eis und Schnee, lernt sie die Eisbären Arius, Flo und Pela kennen, ihre unsichtbaren Freunde, die sie von nun an begleiten – auch in schwierigen Situationen. Von ihnen lernt sie, wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind. Birgit Prillers Erzählweise ist sensibel und einfühlsam, Samira Mulsers lebendige und farbenfrohe Illustrationen machen sogar Unsichtbares sichtbar. Das Buch eignet sich sowohl als Vorlese- als auch

Birgit Priller und Samira Mulser Mathilda und ihre unsichtbaren Freunde Effekt! Verlag 2025
OLEANNA.
von David Mamet
Mit Sven-Eric Bechtolf und Johanna Asch Ein Gastspiel des St. Pauli Theaters, Hamburg

26. November 2025
Brixen, Forum 19.30 Uhr


KARTEN & INFOS
www.kulturinstitut.org
Gefördert von


als Lesebuch für Kinder von fünf bis neun Jahren. Es ist ein warmherziges Buch, das zu Gesprächen über Freundschaft anregt und Mut macht, die eigene Welt zuzulassen.

Unterstützt von
Foto: Kerstin Schomburg
Die Klangfarben der Romantik

Wenn das Ensemble VocalArt in der Brixner Kapuzinerkirche auftritt, entsteht eine besondere Atmosphäre: Der schlichte, etwas dunkle Sakralraum wirkt dann warm und nahbar – fast familiär. Passend dazu ist das Ensemble selbst eine gewachsene musikalische Gemeinschaft.
Unter der Leitung von Marian Polin präsentierte es am 4. Oktober A-cappella-Vokalliteratur der Romantik – von Mendelssohn Bartholdy über Brahms und Reger bis hin zu Bruckner. Der Chor hat sich längst einen Ruf für anspruchsvolle Chormusik auf hohem Niveau erarbeitet. An
Elektronische Gesundheitsakte




diesem Abend sprang der Funke durchaus über, wenn auch nicht in jeder Passage. Der Gesamtklang wirkte gelegentlich leicht unausgewogen, kleinere stimmliche Unebenheiten traten zutage – Kritik allerdings auf hohem Niveau. Denn insgesamt gelang es dem Ensemble, die klangliche Vielfalt und
Tiefe der romantischen Kompositionen eindrucksvoll hörbar zu machen. Besonders überzeugend gelang Mendelssohns „Richte mich, Gott“: Die ausdrucksstarke Brillanz, präzise Phrasierung und klare Linienführung schufen eine strahlende, seelentief berührende Klanglandschaft. Auch Bruckners „Virga Jesse“ entfaltete in seiner festlichen Erhabenheit und emotionalen Intensität große Wirkung. Unter dem Titel „Send’ uns dein’ Engel“ zeigte VocalArt ein facettenreiches Programm, das zentrale Strömungen der Romantik und Spätromantik vereinte. Der Abend überzeugte durch ein anspruchsvolles Repertoire, musikalische Tiefe und die hörbare Leidenschaft eines Ensembles, das seit Jahrzehnten zu den festen Größen der regionalen Chorszene zählt. Nicht zuletzt sorgte ein Orgelsolo des Chorleiters und preisgekrönten Organisten Marian Polin für einen besonderen Akzent. lh
In der Elektronischen Gesundheitsakte werden Ihre medizinischen Daten und Dokumente sicher zum Abruf bereitgestellt.
Mit der EGA haben Sie jederzeit und überall Zugriff auf Ihre Gesundheitsinformationen – ganz einfach über SPID, die elektronische Identitätskarte (CIE) oder die in der Gemeinde aktivierte Bürgerkarte (Gesundheitskarte).
Das spart Zeit, vermeidet Papierkram und erleichtert die Kommunikation mit dem medizinischen Fachpersonal. Mit dem Einverständnis der Bürgerinnen und Bürger kann auch das behandelnde medizinische Fachpersonal auf die in der Akte gespeicherten Informationen zugreifen. Besonders in Notfällen ermöglicht dies eine schnellere und gezieltere Versorgung
Die benutzerfreundliche Oberfläche macht die EGA auch für weniger technikaffine Personen leicht nutzbar. In den kommenden Monaten sind bedeutende Neuerungen und zusätzliche Funktionen geplant, welche die EGA noch leistungsfähiger und hilfreicher machen.
NEU:
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Integration mit dem landesweiten Vormerkungssystems „Sanibook“ : Jetzt können Sie Ihre Facharzttermine direkt in der EGA vormerken bzw. verwalten – schnell, einfach und zentral.
LYRIK
Über die Realität der Welt hinaus
„Und wir, die leben“ heißt der im August erschienene Lyrikband von Gontran Peer mit über 100 Gedichten. Sie sind nur wenige Zeilen lang und sehr konzise. Kein Wort ist hier zu viel, jedes ist bewusst dorthin gesetzt, wo es sein muss. Anders als in seinen früheren Lyrikbänden, veröffentlichte Gontran Peer dieses Mal keine Haiku, für die er über Südtirol hinaus bekannt ist; mit diesen Kurzgedichten schlägt er eine neue Richtung ein. Er versteht sie als „Metalyrik“ im erweiterten Sinn, und zwar nicht als poetische Reflexion über die Poesie, als Lyrik über Lyrik, sondern als metaphysische Lyrik, die hinter die sichtbare Realität der Welt blickt. „Für mich ist Metaphysik Liebe und Verlangen nach Wahrheit“, sagt er: „Die Welt an sich ist real, die Wirklichkeit,
also die Wahrheit, hingegen geht darüber hinaus.“ Die Gedichte sind im Buch nicht nach Themen angeordnet, sondern reihen sich – ein Gedicht pro Seite – ihrem jeweiligen Titel nach alphabetisch aneinander und werden dadurch in gewisser Weise gleichwertig präsentiert. Der Grund dafür ist: „Der weltlichen Ordnung wird die kosmische Harmonie gegenübergestellt.“ Deswegen sind Peers Gedichte „wie Wolken, die sich bilden und sich dann wieder auflösen, um sich neu zu bilden.“ In wenigen Versen evoziert Gontran Peer in ihnen Bilder, die er als Metaphern, auch deshalb Metalyrik, verstanden wissen will. Seine Kurzlyrik ist kaum zum schnellen Durchlesen gedacht; sie lädt zum Verweilen ein, zum Nachdenken über wenige verdichtete Zeilen und vor allem Bilder. Denn, wie auf der Rückseite des Buches steht,

das der Schweizer Belling Books Verlag verlegt hat: „Lyrik inspiriert und bewegt.“ job

Foto:
Oskar
Zingerle
GESUNDHEIT IST
VERTRAUENS
SACHE Urologie für jede Lebensphase
THEATER
Eine Meeresbrise in Vahrn


Viele urologische Erkrankungen – wie Prostatakrebs oder Blasenerkrankungen –verursachen lange Zeit keine Beschwerden. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, besonders ab dem 45. Lebensjahr. Ein kurzer Termin kann langfristig den Unterschied machen.
DR. HERBERT GRUNSER
deckt das gesamte Spektrum der Urologie und Andrologie ab. Von Vorsorgeuntersuchungen bis zu akut auftretenden urologischen Beschwerden – Dr. Grunser stellt die Diagnose und behandelt die vorliegende Pathologie. Er kann dabei auf jahrzehntelange Erfahrung im klinischen Bereich zurückgreifen.

Vormerkungen unter: info@brixsana.it 0472 824800
Kontakt Dr. Grunser: herbert.grunser@brixsana.it 0472 824844 www.urologiegrunser.it

Die Heimatbühne Vahrn hat mit ihrem Stück „Ramba Zamba am Lido Makkaroni“ unter der Regie von Hermann Mairhofer eindrucksvoll bewiesen, wie eine gelungene Komödie aussehen kann. Bei sechs Aufführungen im Haus Voitsberg brachte das Ensemble das Publikum Abend für Abend zum Lachen. Der Schwank in drei Akten von Dieter Adam erzählt die Geschichte zweier Familien, die durch unglückliche Umstände gleichzeitig im selben Ferienhaus landen. Der erholsame Urlaub entwickelt sich rasch
THEATER
zu einem turbulenten Chaos voller Missverständnisse, Platznot und feuchtfröhlicher Eskapaden. Die pointenreiche Handlung und das präzise Timing der Darsteller sorgten dafür, dass die Lachmuskeln der Zuschauer keine Pause bekamen. Besonders hervorzuheben ist die Figur Luis Schlattermann, die sich in einer Nacht gleich zwei blaue Augen von zwei unterschiedlichen Frauen einfängt und sich anschließend – um weiteren Ärger zu entgehen – als Frau verkleiden muss. Diese Szene brachte das Publikum regelrecht zum Toben. Das Bühnenbild, liebevoll als gemütli-
Die Krönung der Liebe
Die Theatergruppe Lüsen erweckt das wohl berühmteste Liebespaar zum Leben – oder besser gesagt: Sie lässt Romeo und Julia in Ephraim Kishons Stück „Es war die Lerche“ einfach nicht sterben, sondern heiraten, die Tochter Lucretia bekommen und ihr Leben miteinander teilen. Nach vielen Jahren hat der Ehealltag der beiden allerdings nichts mehr mit der ewigen Liebe aus Shakespeares Drama zu tun. In einem karg eingerichteten Haus schlagen sie sich durch: Julia widmet sich der Hausarbeit, denn ein Dienstmädchen können sie sich nicht leisten, und Romeo gibt Ballettstunden. Doch bei aller Tristesse: Der Schlagabtausch zwischen den Eheleuten sorgt für Heiterkeit im Publikum. Außerdem schlüpfen beide gekonnt in die anderen Rollen: Verena Gruber spielt auch die pubertierende
Lucretia, die vor Verachtung für ihre Eltern sprüht, und die alte Amme, die Romeo allerlei von Julias früherem (Liebes-)Leben zu berichten weiß und die leider ihr Geld nicht rausrücken will. Joachim Mitterutzner überzeugt als alternder „Momo“, der sich zu Julias Überdruss liebend gern an die berühmten Worte der einst frisch Verliebten aus Shakespeares Drama erinnert und nebenbei mit seiner Wärmflasche Lisa spricht. Wird er zum debilen Padre Lorenzo, sind die Lacher im Publikum auf seiner Seite. Schließlich erhebt sich sogar William Shakespeare (Leo Ploner, der auch Regie führte) höchstpersönlich aus seiner Gruft, um „sein“ Liebespaar zu retten. Dabei wirft er ein Auge auf Lucretia, die sich in den unablässig dichtenden „Willie“ verliebt. Kann Romeo und Julia noch geholfen werden? job
ches Ferienhaus gestaltet, verlieh dem Stück zusätzlichen Charme und unterstrich das sommerliche Urlaubschaos. Auch die Überzeichnung der Charaktere war gelungen: In mancher Figur glaubte man, Bekannte aus dem echten Leben wiederzuerkennen, was das Vergnügen noch steigerte. Das Publikum verließ den Saal mit dem Gefühl, einen kurzweiligen, schwungvollen Theaterabend erlebt zu haben, an dem sowohl die Schauspieler als auch die Zuschauer sichtlich ihren Spaß hatten. jmf

SEX.WORK –Das ist keine Peepshow
THEATER: Die Koproduktion von Dekadenz Brixen und Theater praesent, Innsbruck, thematisiert Sexarbeit: Arbeit oder Ausbeutung? Emanzipation oder Erniedrigung? Freiheit oder Zwang?
Drei Schauspielerinnen stürzen sich kopfüber ins Rotlichtmilieu – irgendwo zwischen Poledance und Stammtischparole, zwischen historischer Anekdote und feministischer Grundsatzdiskussion. Es wird gestritten, gegoogelt, gelacht – und nicht selten gezweifelt. Denn wenn es um Sexarbeit geht, haben

plötzlich alle eine Meinung. Aber wer hat eigentlich Erfahrung? Und wer hat das Recht, laut zu werden?
Zwischen absurder Preisliste und kluger Analyse, zwischen Porno-Sax und Paragraphenwirrwarr demaskiert „SEX.WORK“ die vorherrschende Doppelmoral – und tastet sich mit Witz und Wut an ein Thema heran, das gern verdrängt wird.
Ein Theaterabend, der Fragen stellt
Dass hier ein Nord- und ein Südtiroler Theater gemeinsam auf


der Bühne stehen, ist kein Zufall: Zwischen Österreich und Italien verläuft nicht nur eine Landesgrenze, sondern auch ein juristischer Graben – besonders, wenn es um die Rechte von Sexarbeitenden geht. Doch eines ist beiderseits klar: Gute Arbeitsbedingungen sehen anders aus.
„SEX.WORK“ ist keine Peepshow. Kein Voyeurismus. Kein Mitleidsdrama. Keine moralische Belehrung. Es ist ein kluger, wuchtiger und überraschend witziger Theaterabend, der aufrüttelt, Fragen stellt – und Klischees entkleidet.

SEX.WORK
Dekadenz Brixen und Theater praesent, Innsbruck
Entwicklung und Co-Regie: Elke Hartmann und Michaela Senn
Schauspiel: Juliana Haider, Sabine Ladurner und Wiltrud Stieger
Bühne und Kostüme: Ursula Tavella Recherche und Texte: Lia Sudermann
Fr., 7.11., 20 Uhr
Sa., 8.11., 20 Uhr
Mi., 12.11, 20 Uhr
Fr., 14.11., 20 Uhr
Sa., 15.11., 20 Uhr
So., 16.11., 18 Uhr
Mi., 19.11., 20 Uhr
Fr., 21.11., 20 Uhr
Sa., 22.11., 20 Uhr
So., 23.11., 18 Uhr
Dekadenz Brixen
Reservierungen: dekadenz.it
WEIHNACHTLICHER BENEFIZMARKT
der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Eisacktal - Wipptal - Gröden
Selbstgemachtes & Selbstgebasteltes für ein individuelles Weihnachtsgeschenk! Der Reinerlös kommt Menschen mit einer Krebserkrankung zugute.
* 27. November bis 8. Dezember 9–12:30 Uhr & 14:30–18 Uhr
Samstag & Sonntag durchgehend von 10–18 Uhr, am 5. & 8. Dezember von 10–13 Uhr
Bezirkssitz der Südtiroler Krebshilfe Brixen, Brennerstraße 1
Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Eisacktal - Wipptal - Gröden Tel. 0472

DEM WINTER LAUSCHEN ASCOLTANDO L’INVERNO
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Pascale ALESSI • Elisabeth AMORT • Josè Ramón GORRET
Lisa HILPOLD • Margit PITTSCHIELER • Simon RAUTER
Peter WIECHENTHALER • Verena WINKLER • Jürgen WINKLER
* 15. November bis 6. Januar
StadtGalerie, Brixen
Rahmenprogramm: Konzerte der Musikschule Brixen zu „Winter“: Fr., 12. und 19. Dezember, 17 Uhr Lesungen von Wintermärchen mit Viktoria Obermarzoner (de/it) – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Di., 2., 9., 16. und 30. Dezember, 16:30 Uhr
Eröffnung: Samstag, 15. November, 11 Uhr
Zeichen, Farben und Meditationen mit Vivaldi Öffnungszeiten: Di.–Fr. und Sa.–So. 10–13 und 15–18 Uhr geschlossen: Mo. sowie am 5., 25., 26. und 31.12.2025 und am 1.1.2026


ADVENTSKONZERT
Musikalische Schätze aus dem Klosterarchiv
Der Stiftschor Neustift lädt zum Adventskonzert mit stimmungsvoller Chormusik aus dem Neustifter Klosterarchiv und alpenländischen Weisen.
Stiftschor Neustift
Geigenmusik MARGRONDA Flügelhorntrio DOWI
* Sonntag, 30. November, 16:30 Uhr
Stiftsbasilika, Neustift



Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift – eine Auswahl für November bis Januar
Berufsbegleitende Lehrgänge
Lehrgang: NLP Practitioner Mi., 12.11.2025 bis Sa., 28.3.2026 (18 Modultage)
Kurzlehrgang: Sitzwache bei Sterbenden Fr., 21.11.2025 bis Sa., 31.1.2026 (7 Modultage)
Lehrgang: Trauerbegleiter:in Fr., 16.1. bis Sa., 21.11.2026 (15 Modultage)
Lehrgang: Aromapflege und Aromatherapie Mo., 19.1. bis Fr., 16.10.2026 (15 Modultage)
Kurzlehrgang: Kinderbuchillustration Fr., 23.1. bis Sa., 14.3.2026 (6 Modultage)
Bibel & Glaube
Kerzenwerkstatt: Einführung in die Kerzendekoration Fr., 21.11. bis Sa., 22.11., Fr. 13–17 Uhr, Sa. 9–13 Uhr
Neustifter Kamingespräch: Stoische Weisheiten – Wie entwickelt man Gelassenheit und innere Stärke? Fr., 12.12., 18–21 Uhr
Von den letzten Dingen –Sterben als Lebensabschlussgottesdienst Fr., 30.1. bis Sa., 31.1.2026, 9–17 Uhr
Wein & Köstlichkeiten
Schokolade und Wein Do., 20.11., 18:30–21:30 Uhr
Das ABC der Spirituosen Do., 27.11., 18:30–21:30 Uhr
Natur & Umwelt
Tagung: Tourismus am Scheideweg? – Chancen für eine zukunftsfähige Entwicklung Mi., 26.11., 14–18 Uhr
BNE konkret: Tiere im Winter unterstützen Fr., 5.12., 9–17 Uhr
Gesundheit & Wohlbefinden
Mental stark und gesund Fr., 14.11., 9–17 Uhr
Basisseminar: Fußreflexzonenmassage
Mi., 26.11. bis Fr., 28.11., 9–18 Uhr
Entspannung und mentale Stärke bei Kindern fördern Do., 27.11. bis Fr., 28.11., 9–18 Uhr
Massage für zu Hause Sa., 29.11., 9–16 Uhr
Beruf- & Arbeitswelt
Bilanz-Check und Planung –Mehr Durchblick, mehr Erfolg Di., 25.11., 9–17 Uhr
Mit KI mein Unternehmen führen Do., 4.12. bis Fr., 5.12., 9–17 Uhr
Führungsstärke und Resilienz Mi., 10.12. bis Do., 11.12., 8:30–17 Uhr
Arbeitssicherheit
Techniken des Auditierens Di., 2.12., 8–17 Uhr
Sicherheitskurs für Bediener:innen von Industriegabelstaplern Mo., 15.12. bis Di., 16.12.
Betriebliches Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015 Mi., 21.1.2026, 8–17 Uhr
Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1 | 39040 Vahrn www.bildungshaus.it Tel.: 0472 835 588
Oleanna. Ein Machtspiel

John ist Uni-Professor und steht kurz vor der Beförderung. Carol ist seine Studentin, die Angst hat, durchzufallen, weil sie die Fachwörter des Professors oft einfach nicht versteht. Sie ist ihm „sympathisch“, er glaubt sie zu verstehen. Als er in einem Gespräch seine Hand auf Carols Schulter legt, wird ihm dies zum Verhängnis. War es eine harmlose Geste der Beruhigung oder vielleicht doch ein sexueller Übergriff? War mehr im Spiel als Sympathie? Carol macht ihrem Professor Vorwürfe, die ihn seine Karriere kosten könnten.
Uraufgeführt 1993, noch lange vor der Me-too-Debatte, nahm David Mamet in seinem Stück prophetisch vorweg, was passiert, wenn unterschiedliche Weltsichten scheinbar unvereinbar aufeinandertreffen und das Verhältnis der Geschlechter zur Frage nach der Macht wird. In dieser Produktion des St. Pauli Theaters aus Hamburg liefern sich Sven-Eric Bechtolf und Johanna Asch in den Rollen von John und Carol ein messerscharfes Wortgefecht auf Augenhöhe. Das Südtiroler Kulturinstitut hat die Inszenierung als Gastspiel nach Brixen eingeladen.
Mi., 26. November, 19:30 Uhr
Brixen, Forum Einführung: 19 Uhr
Karten im Südtiroler Kulturinstitut online www.kulturinstitut.org, Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org
Die Veranstaltung wird von der Volksbank unterstützt.

Sonntag, 2. November
Konzert 18 Uhr
Alpen Classica Sax Fest Forum, Brixen
Montag, 3. November
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Lilo & Stitch (ab 7 J.) Astra, Brixen
Kino
Filmclub: 22 Bahnen Astra, Brixen
20 Uhr
Theater 20:30 Uhr
Operaccia satirica (ital.)
Teatro Stabile di Bolzano Forum, Brixen
Dienstag, 4. November
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Kabarett
Luis aus Südtirol Forum, Brixen
Mittwoch, 5. November
20 Uhr
Konzert
20 Uhr
Kultur in der Fabrik mit Dominik Plangger und Claudia Fenzl Neuer Firmensitz Zingerle Group AG, Schabs

Samstag, 8. November
Vortrag und Führung 11 Uhr
Geschichten italienischer Kolonialsammlungen (ital.) mit Beatrice Falcucci, Andrea di Michele, Sandra Mutschlechner Festung Franzensfeste
Konzert
Brixtown Music Night ’25 Astra, Brixen
Theater
Vortrag 18:30 Uhr
Kraft des Beckenbodens –Gesunde Körpermitte bei Frau und Mann mit Primaria Dr. Sonia Prader, Urologe Dr. Manuel Walter und Hebammen Stadtbibliothek, Brixen
Lesung 19:30 Uhr
Heimat im Gepäck mit der Autorin Sabine Peer Haus Hansengut, Natz

Freitag, 7. November
Diverses 16 Uhr
Vorlesen und Basteln für Kinder (ab 4 J.)
Stadtbibliothek, Brixen
Theater



20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Konzert
Brixtown Music Night ’25 Astra, Brixen
20 Uhr
20 Uhr
20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Montag, 10. November Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Tafiti – ab durch die Wüste (ab 6 J.)
Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Das tiefste Blau Astra, Brixen
Dienstag, 11. November
Diverses 19 Uhr
Pub Quiz Astra, Brixen
Konzert 20 Uhr
conTakt percussion-group Forum, Brixen
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff
Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 12. November
Theater 20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Donnerstag, 13. November
Diverses 18–20:30 Uhr
Repair-Café
Kolping-Mensa, Brixen
rottonara & debiasi
NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN
Kursangebote im Jukas

Mi., 3.12., 18:30 – 20:30 Uhr
Mit Nadel, Faden und Schere: Auf zum Flicktreff! Nähwerkstatt
Mit Brigitte Ferdigg & Julia Vontavon
Fr., 5.12., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Bewegte Posts: Sichtbar werden mit animierten Inhalten.
Online-Seminar
Mit Barbara Weidmann-Lainer
Di., 9.12., 9 – 13 Uhr Legal, illegal, scheißegal?! Substanzen und neue Entwicklungen. Seminar
Mit Evelin Mahlknecht
Di., 9.12., 18:30 – 20:30 Uhr Häkel- und Stricktreff. Kreativabend(e)
Mit Ruth Gasser
Fr., 12.12., 9 – 12:30 und 13:30 – 17 Uhr Gut ankommen – sicher reden ohne Lampenfieber: Rhetorik und Präsentationstechniken. Seminar
Mit Minu Ghedina
Fr., 12.12., 9 – 17 Uhr Wald, Wurzel, Weisheit: Natur erleben und weitergeben. Seminar
Mit Katharina Fichtner
Fr., 12.12., 15 – 18:30 und 19:30 – 21 Uhr Ruhepol im Advent mit Jin Shin Jyutsu – Strömen. Praxistag Mit Sabine Bampi
Sa., 13.12., 9 – 17 Uhr
Märchen, Mythen, Natur. Seminar
Mit Katharina Fichtner & Leni Leitgeb
Sa., 13.12., 13:30 – 18 Uhr
In der Weihnachtsbäckerei…
Familienwerkstatt in Salern
Mit Doris Wieland
Sa., 13.12., 14:30 – 17:30 Uhr
Engel, Märchenfiguren und Fabelwesen. Mal-Werkstatt für Familien
Mit Alexia Gietl
Di., 16.12., 9 – 12:30 und 13:30 – 17 Uhr
Wenn innere Konflikte Veränderungsprozesse behindern: Arbeit mit dem Inneren Team. Seminar
Mit Martina Michaeler
Sa., 20.12., 16 – 18:30 Uhr
Rentier, Stern und Lebkuchenmann: Gefilzter Christbaumschmuck mit Märchen. Familienwerkstatt
Mit Leni Leitgeb & Rosemarie Mayer
Sa., 10.1., 9:30 – 12:30 und 14 – 17 Uhr
Vom Spiel zur Geschichte. Erzählwerkstatt
Mit Leni Leitgeb
Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 279923, bildung@jukas.net www.jukas.net
Musik 19:30 Uhr
Neustifter Singstund’ für alle, die gerne singen mit Esther Falkensteiner und Rudi Chizzali
Vereinssaal, Neustift
Vortrag 20 Uhr
Dermatosi emergenti (ital.)
mit Dr. Lisa Di Lisio
Circolo culturale e ricreativo Varna
Vereinssitz im Haus Voitsberg, Vahrn
Freitag, 14. November
Lesung/Vortrag 18:30 Uhr
Drei Träume – eine Reise mit Anna Bacher Graf und Gabi Winck Stadtbibliothek, Brixen
Konzert 20 Uhr
Rocknet.bz local heroes mit Santoni Family, Hubert Dorigatti, Timbreroots Astra, Brixen

Theater 20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine
Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Theater 20 Uhr
Charley’s Tante reloaded
Heimatbühne Meransen
Theatersaal, Meransen
Samstag, 15. November
Vortrag 8:30–12:30 Uhr
Der Letzte-Hilfe-Kurs (Anmeld.)
mit Dr. Monika Völkl, Palliativärztin Stadtbibliothek, Brixen
Konzert 18 Uhr
Chorprojekt Südtirol-Osttirol mit den Vokalensembles AllaBreve und Cantarmonie Dom, Brixen
Theater 20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Theater 20:30 Uhr
Beata oscenità (ital.)
Teatro Stabile di Bolzano Forum, Brixen

Sonntag, 16. November
Kindertheater ab 11 Uhr
9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival
Jukas, Brixen
Theater 15 Uhr
Charley’s Tante reloaded
Heimatbühne Meransen
Theatersaal, Meransen
Theater 18 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine
Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Diverses 20 Uhr
Ans Eingemachte! Gespräche im Keller
Thema: Sexarbeit
Dekadenz, Brixen
Montag, 17. November
Kindertheater ab 15 Uhr
9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival Jukas, Brixen
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Die Schule der magischen Tiere 4 (ab 8 J.) Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: One battle after another Astra, Brixen
Dienstag, 18. November
Kindertheater ab 14 Uhr 9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival Jukas, Brixen
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff
Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 19. November
Kindertheater ab 15 Uhr
9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival Jukas, Brixen
Theater 20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Donnerstag, 20. November
Kindertheater ab 15:30 Uhr
9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival
Jukas, Brixen
Freitag, 21. November
Kindertheater ab 14 Uhr
9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival
Jukas, Brixen
Konzert 20 Uhr
Sound of Cinema
Musikkapelle Vahrn
Haus Voitsberg, Vahrn
Theater 20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Tanz/Konzert 20 Uhr
Astra.zero: „Manufaktur
Caring“ und „Rivers Away“ Astra, Brixen
Musik 21 Uhr
Anni ’00
Centro Giovani Connection, Brixen
MUSIK
Samstag, 22. November
Kindertheater ab 10:30 Uhr
9. Kunterbuntes Klein Kunst
Festival
Jukas, Brixen
Theater 15:30 Uhr
Just a Cup of Tea Artistik-Show im Rahmen des 9. Kunterbunten Klein Kunst Festivals Astra, Brixen
Film/Buchvorstellung
VARNerìe (ital.) 17:30 Uhr
Circolo culturale e ricreativo Varna Haus Voitsberg, Vahrn
Konzert 18 Uhr
Palestrina 500 – Pärt 90 mit dem RIAS Kammerchor Berlin Dom, Brixen
Lesung 18 Uhr
Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen TPZ, Brixen
Theater 20 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow
Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen

SOUND OF CINEMA
Großes Kino für die Ohren! Die Musikkapelle Vahrn bringt die Magie der Filmwelt auf die Bühne. Von Chaplins Klassikern bis zu Hans Zimmers epischen Soundtracks – ein Abend voller Emotionen und mitreißender Klänge.
* Freitag, 21. November, 20 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn
In Zusammenarbeit mit den Kirchenchören Vahrn und Schalders

Das Konzert wird von aufgezeichnet.
Sendetermine: 5. und 12. Dezember, jeweils um 18:05 Uhr
Eintritt: freiwillige Spende
Benefizkonzert Kultur in der Fabrik

Mit der neunten Ausgabe von Kultur in der Fabrik feiert das neue Firmengebäude der Zingerle Group seinen ersten großen Auftritt. Am 7. November werden die neu bezogenen Produktionshallen zur Bühne. Nach Max von Milland,
ANGER und ROOFTOP wird es dieses Jahr der Südtiroler Singer-Songwriter Dominik Plangger sein, der mit seiner Musik begeistert. Gemeinsam mit Claudia Fenzl präsentiert er authentische Lieder mit folkigen Melodien.
Auch eine Kunstaustellung wird Teil des Abends sein. Der Bregenzer Künstler Lukas Weithas zeigt seine aktuellen Arbeiten, die sich mit kulturellen Festen beschäftigen. Im Mittelpunkt steht dabei die Bierzeltgarnitur von RUKU1952® – eine Marke der Zingerle Group.
Nach dem Hauptprogramm sind alle Gäste eingeladen, den Abend bei Vinyl Sounds von DJ Francesco Caltran, Snacks und Getränken ausklingen zu lassen.
Spenden für den guten Zweck
Die Veranstaltung bietet nicht nur ein einmaliges Kulturerlebnis, sondern auch die Möglichkeit, sich für eine gute Sache zu engagieren. Wie gewohnt werden die freiwilligen Spenden genutzt, um eine lokale Organisation zu unterstützen. Dieses Jahr geht der gesamte Reinerlös an den AEB (Aktive Eltern von Menschen mit Behinderung) mit Sitz in Bozen. Bereits seit 45 Jahren setzt sich
der Selbsthilfeverband für die Inklusion sowie die Interessensvertretung von Betroffenen und ihren Angehörigen ein.
Anmeldung
Die Zingerle Group bittet alle Interessierten, sich aus organisatorischen Gründen vorab anzumelden: zingerle.group/anmeldung. Der Eintritt zur Benefizveranstaltung ist kostenfrei. Georg Zingerle und sein Team freuen sich auf ein zahlreiches Publikum und großzügige Spenden.

9. KUNTERBUNTES KLEIN KUNST FESTIVAL

* Sonntag, 16. November
11– ca. 11:50 Uhr
Die Schildbürger
Ab 5 Jahren
Duo GOYAstory.art –
Piderpi & Frei, I
14 – ca. 14:45 Uhr
16– ca. 16:45 Uhr
Schwanen
Ab 4 Jahren
Figurentheater Eva Sotriffer, I
14– ca. 14:45 Uhr
16– ca. 16:45 Uhr
Schneewittchen – Uraufführung!
Ab 4 Jahren
Theater im Ohrensessel, A
15 – ca. 15:45 Uhr
Bei dir piept‘s wohl!
Ab 3 Jahren
Duo to go, I
15 – ca. 15:40 Uhr
So ein Zirkus
Ab 4 Jahren
Puppenbühne Zappelfetzn, A
* Montag, 17. November
15 – ca. 15:45 Uhr
Geschichten gegen die Angst Theater, das Mut macht
Ab 5 Jahren
Lutz Großmann, D
16 – ca. 16:40 Uhr
Rapunzel
Ab 3 Jahren
Theater im Ohrensessel, A

* Dienstag, 18. November
14 – ca. 14:50 Uhr
Hänsel und Gretel
Ab 5 Jahren
Kranewit Theater, D
15:15 – ca. 16 Uhr
Frederik
Ab 4 Jahren
Figurentheater Fithe, B
* Mittwoch, 19. November
15 – ca. 15:40 Uhr
Der Wind in den Weiden
Ab 4 Jahren
Figurentheater Christiane Weidringer, D
16:15 – ca. 16:55 Uhr
Rapunzel
Ab 5 Jahren
Kranewit Theater, D
* Donnerstag, 20. November
15:30 – ca. 16:15 Uhr
Die Birne Helene
Ein fruchtiges Figurenspiel mit frisch gepresster Live-Musik
Ab 3 Jahren
Theater GundBerg, A
16:30 – ca. 17:15 Uhr
Die Salzprinzessin
Ab 5 Jahren
Theatermanufaktur Dresden, D
17:30 – ca. 18:30 Uhr
Zauberflöte
Sternstunde einer Souffleuse
Ab 10 Jahren
Figurentheater Christiane Weidringer, D
* Sonntag, 16. November bis Sonntag, 23. November Bildungshaus Jukas, Brixen
Neugierig geworden?
Alle Informationen zum Festival gibt es unter www.jukas.net
Kartenvorverkauf auf: www.mytix.bz/kleinkunstfestival
Brunogasse 2, 39042 Brixen
Tel. 0472 279 923, bildung@jukas.net

* Freitag, 21. November
14 – ca. 14:35 Uhr
Meine Wiese, deine Wiese!
Ab 3 Jahren
Figurentheater NAMLOS, I
15 – ca. 15:45 Uhr
Pu, der Bär
Ab 4 Jahren
Marotte Theater, D
16 – ca. 16:40 Uhr
Die Wunderkugel
Ab 5 Jahren
Figurentheater Fithe, B
17 – ca. 17:50 Uhr
Die wilden Schwäne
Papiertheater nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
Ab 5 Jahren
THeaterTHereseTHomaschke, D
* Samstag, 22. November 10:30 – ca. 11:20 Uhr
Ritter Rost
Ab 5 Jahren
Marotte Theater, D
13 – ca. 13:30 Uhr
15 – ca. 15:30 Uhr
Daheim in der Welt
Ab 4 Jahren
Theater Thalias Kompagnons, D
13 – ca. 13:45 Uhr
16 – ca. 16:45 Uhr
Der Bär, der nicht da war
Ab 4 Jahren
Figurentheater Unterwegs, D
14 – ca. 14:45 Uhr
16 – ca. 16:45 Uhr
Däumelinchen
Ab 4 Jahren

Theatermanufaktur Dresden, D
14 – ca. 14:45 Uhr
17 – ca. 17:45 Uhr
Stoffel und die Eisprinzessin
Ab 3 Jahren
Karin Duit’s Puppentheater, A

15 – ca. 15:50 Uhr
Hans im Glück
Ab 4 Jahren
Figurentheater NAMLOS & Friends, I
15:30 – ca. 16 Uhr
Just a Cup of Tea
Artistik-Show im ASTRA
Ab 4 Jahren
Cia. JoCa, D
* Sonntag, 23. November
9:30 – ca. 10:15 Uhr
13 – ca. 13:45 Uhr
15 – ca. 15:45 Uhr
Als der kleine Koriander kam
Ab 3 Jahren
Figurentheater Stefanie Hattenkofer, D
10:30 – ca. 11:15 Uhr
15 – ca. 15:45 Uhr
17 – ca. 17:45 Uhr
Tomte Tummetott
Ein Figurentheaterstück nach Astrid Lindgren
Ab 4 Jahren
Figurentheater Unterwegs, D
10:30 – ca. 11 Uhr
15 – ca. 15:30 Uhr
16 – ca. 16:30 Uhr
Sind wir Freunde?
Ab 4 Jahren
Theater Thalias Kompagnons, D
11 – ca. 11:30 Uhr
14 – ca. 14:30 Uhr
16 – ca. 16:30 Uhr
Struppi und die Naschkatze
Von 2 bis 5 Jahren
Karin Duit’s Puppentheater, A
11:30 – ca. 12 Uhr
Just a Cup of Tea
Artistik-Show im ASTRA
Ab 4 Jahren
Cia. JoCa, D
14 – ca. 14:50 Uhr
16 – ca. 16:50 Uhr
Allein daheim
Ab 3 Jahren
Clownduo Herbert & Mimi, A
Theater 20 Uhr
Charley’s Tante reloaded
Heimatbühne Meransen
Theatersaal, Meransen
Sonntag, 23. November
Kindertheater ab 9:30 Uhr 9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival
Jukas, Brixen
Theater 11:30 Uhr
Just a Cup of Tea Artistik-Show im Rahmen des 9. Kunterbunten Klein Kunst Festivals Astra, Brixen

Konzert 17 Uhr
Junge Solistinnen und Solisten am Podium mit dem Kammerorchester InnStrumenti Forum, Brixen
Theater 18 Uhr
SEX.WORK – Das ist keine Peepshow Dekadenz und Theater praesent Dekadenz, Brixen
Theater 18 Uhr
Charley’s Tante reloaded Heimatbühne Meransen Theatersaal, Meransen
Montag, 24. November
Kinderkino 16:30 Uhr
Filmclub: Emil und die Detektive (ab 6 J.) Astra, Brixen
Kino 20 Uhr
Filmclub: Matter Out Of Place Astra, Brixen
Theater 20:30 Uhr
Resto qui (ital.)
Teatro Stabile di Bolzano, Piccolo Teatro di Milano – Teatro d’Europa Forum, Brixen
Dienstag, 25. November
Literatur 18:30 Uhr liter.astra Astra, Brixen
WOHIN GEHT DER SOZIALE WEG IN SÜDTIROL?
Im Gespräch bleiben mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer
Der KVW-Bezirk Brixen lädt zum Gesprächsnachmittag mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer. Ohne lange Reden, ohne starres Programm – dafür mit viel Raum für Fragen, Ideen und Perspektiven der Menschen. Die Erfahrungen und Meinungen der Anwesenden sind willkommen – an diesem Nachmittag, an dem diskutiert wird und Impulse gesammelt werden.

* Samstag, 8. November, 14:30 Uhr
Jakob-Steiner-Haus, Milland

LÄNDERÜBERGREIFENDES CHORPROJEKT
SÜDTIROL - OSTTIROL
Die Idee für dieses länderübergreifende Chorprojekt entstand aus den freundschaftlichen und professionellen Beziehungen zwischen dem Vocalensemble „AllaBreve“ (Brixen/Südtirol) und dem Vokalensemble „Cantarmonie“ (Osttirol). Die aus der Ukraine gebürtige Chorleiterin und Stimmbildnerin Nataliya Lukina leitet das Vokalensemble „AllaBreve“ seit 2019. Sie lebt und wirkt in Kärnten und ist freundschaftlich mit den Leitern des 2022 gegründeten Osttiroler Vokalensemble „Cantarmonie“ verbunden. Die Leitung liegt in den Händen von Gernot Kacetl und Alois Wendlinger.
Aus einer Idee wurde mehr: insgesamt vier Konzerte mit anspruchsvoller Chorliteratur, zwei in Osttirol und zwei in Südtirol.
Zur Aufführung gelangt unter anderem die „Cantus Missae“ op. 109 in Es-Dur für zwei vierstimmige Chöre von Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901). Die Messe entstand im Januar 1878, wurde dem neu gewählten Papst Leo XIII. gewidmet und am 1. Januar 1879 in der Allerheiligen-Hofkirche in München uraufgeführt. Das Werk greift auf die Kompositionstechniken der altklassischen Vokalpolyphonie zurück und gilt als eine der bedeutendsten reinen Vokalmessen des 19. Jahrhunderts.
Vocalensemble AllaBreve
Leitung: Nataliya Lukina
Vokalensemble Cantarmonie
Leitung: Gernot Kacetl und Alois Wendlinger
* Samstag, 15. November, 18 Uhr Dom, Brixen
Weitere Termine
Samstag, 8. November, 19 Uhr, Spittal an der Drau
Sonntag, 9. November, 17 Uhr, Lienz
Sonntag, 16. November, 18 Uhr, St. Pauls
Eintritt frei Freiwillige Spende erbeten vocalensemble_allabreve
Infos:
KVW-Bezirk Brixen
Tel. 0472 836 060
Der Eintritt ist frei.

Buchvorstellung 19 Uhr
Begegnungen
mit dem Autor Stefan Winkler
Stadtbibliothek, Brixen
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff
Vintlerhof, Milland
Mittwoch, 26. November
Theater 19:30 Uhr
Oleanna. Ein Machtspiel
St. Pauli Theater, Hamburg Forum, Brixen
Konzert 20 Uhr
Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut mit Robert Stadlober Dekadenz, Brixen
Donnerstag, 27. November
Konzert 20 Uhr Echoes of Marabi Jazz mit Yonela Mnana, Benedikt Reising und Soultee Sisters Dekadenz, Brixen
Freitag, 28. November Theater 20 Uhr
Charley’s Tante reloaded Heimatbühne Meransen Theatersaal, Meransen
Samstag, 29. November
Konzert 18 Uhr (Märchen-)Musik mit Schattenspiel Bürgerkapelle Brixen und Brixbanda Forum, Brixen
Theater 18 Uhr
Charley’s Tante reloaded Heimatbühne Meransen Theatersaal, Meransen
Theater 20 Uhr
Die Düntzer Rhapsodie mit Barbara Maria Angermaier und Marika Rainer Dekadenz, Brixen
Sonntag, 30. November
Konzert 16:30 Uhr
Musikalische Schätze aus dem Klosterarchiv mit dem Stiftschor Neustift, der Geigenmusik MARGRONDA und dem Flügelhorntrio DOWI Stiftsbasilika, Neustift
Theater 18 Uhr
Die Düntzer Rhapsodie mit Barbara Maria Angermaier und Marika Rainer Dekadenz, Brixen
Märkte

Bauernmarkt
mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr
Hartmannplatz
Wochenmarkt
montags, 8–13 Uhr
Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz
Weihnachtlicher Benefizmarkt der Südtiroler Kinderkrebshilfe
27. November bis 8. Dezember
Mo.–Fr. 9–12:30 und 14:30–18 Uhr
Sa. u. So. 10–18 Uhr
Fr., 5. und Mo., 8. Dezember: 10–13 Uhr
Brennerstraße 1, Brixen

Weihnachtsmarkt
28. November bis 6. Januar
Eröffnung: Do., 27. November, 17 Uhr
Mo.–Do. 11–19 Uhr
Fr.–So. u. Feiertage: 10–19 Uhr
Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn
Sonntag, 16. November, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn

Hofburg Brixen ab 21. November
Oops. Music by Giorgio Moroder
Light & Music Show for UNICEF
So.–Fr. ,17:30 Uhr, 18:30 Uhr
Sa. 17:30 Uhr, 18:30 Uhr, 19:30 Uhr
Ausstellungen
StadtGalerie
15. November bis 6. Januar
Dem Winter lauschen
Kunstkreis St. Erhard
Di.–So. 10–13 Uhr u. 15–18 Uhr
Eröffnung: Sa., 15. November, 11 Uhr
Hofburg Brixen bis 11. Januar
Robert Bosisio und Johannes Bosisio. Età, états 21. November bis 6. Januar Every Child is LIFE Fotos von Ilvy Njiokiktjien täglich 10–17 Uhr

Pharmaziemuseum bis 28. November Pharmacia Chartacea. Elisabeth Oberrauch
Mo.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr
Kunstkreis St. Erhard bis 14. November Zeit und Licht Gemeinschaftsausstellung der Mitglieder
Di.–Fr. 17– 20 Uhr, Sa. u. So. 10–13 Uhr und 17–20 Uhr
Johanneskapelle, Brixen bis 2. November
In Hoffnung erneuert Mo.–Sa. 11–12 Uhr
Forum, Brixen 8. und 9. November
AKI TEN Brixen: Bonsai-Ausstellung
Sa. 9:30–18 Uhr, So. 9:30–17 Uhr
Stadtbibliothek, Brixen 15. November bis 15. Dezember Bilderbücher in der Kiste in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen Mo.–Sa. 8:30–18:30 Uhr

Neue Kunst Galerie Kloster Neustift bis 29. November
Sylvia Barbolini. Reflections Mo.–Sa. 10–17 Uhr
Galerie 90, Mühlbach bis 22. November Graphics bis 30. Dezember Peter Fellin im Wolkensteinerkeller Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50)
Nebengebäude von Schloss Velthurns, Feldthurns bis 11. November Kunstausstellung Südtiroler Freizeitmaler. Ortsgruppe Eisacktal täglich (außer 1.11.) 10–17 Uhr

Festung Franzensfeste bis 9. November Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum Was tun mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus und Faschismus?
Brücken durch die Zeit: Architektur des Unsichtbaren Fotografien von Gregor Sailer Wir sind Schöpfung Fotoausstellung von Hans Günther Kaufmann Art X women – Kunst gegen Gewalt an Frauen Eine gemeinsame Ausstellung mit dem Frauenhausdienst Brixen Di.–So. 10–16 Uhr
Eppes isch iberoll!

Ginther (Thomas Hochkofler) und Irene (Karin Verdorfer) laden herzlich ein, gemeinsam das schönste Fest des Jahres zu feiern: Weihnachten! Eigentlich fehlt nur
noch eine Lichterkette, und dann kann‘s losgehen! Aber was, wenn alles nicht so läuft wie geplant? Ständig wird der harmonischste Abend des Jahres gestört: zu-

CENTRO GIOVANI CONNECTION 40
Sound – Live – Beats Image – Archive – Frames Story – Voices – Film
Anni ’80
* Ve., 10 ottobre
Anni ’90
* Ve., 24 ottobre
Mostra/doku
* Sa., 15 novembre
Anni ’00
* Ve., 21 novembre
Centro Giovani Connection, Via Ponte Widmann, 4/A
nächst vom Paketdienst, der die Krippe bringen sollte, dann von der Nachbarin, die nur schnell ein Geschenk für Ginther hat, dem Hausmeister, der neuerdings keinen Alkohol mehr trinkt, dem der Nusseler heute aber verdammt gut schmeckt, und zu guter Letzt vom Handwerker, der versprochen hatte, bis Weihnachten die Arbeiten fertigzustellen. Von „Leise rieselt der Schnee“ wird dann schnell „Leise kriselt die Eh‘“. Weihnachten wird zum explosivsten Fest des Jahres, aber … „eppes isch iberoll“! Nach „Schaffa schaffa Häusle baue“ und der Paartherapie „Ninderscht isch nicht“ gewähren Thomas Hochkofler und Karin Verdorfer nun mit „Eppes isch iberoll“ zum dritten Mal Einblick in ihr chaotisches Eheleben. Auch diesmal werden viele Paare schmunzelnd Parallelen zu ihrer eigenen Beziehung erkennen. Und mit dem Hausmeister, der einen Gastauftritt hat, gibt es eine überraschende
Wiedergeburt, denn im Stück „Eppes Nuis“ hatte Hochkofler vor fünf Jahren die Figur eigentlich auf der Bühne sterben lassen.
„Eppes isch iberoll“ Weihnachten mit Ginther und Irene
Kabarett mit Thomas Hochkofler und Karin Verdorfer
Di., 2.12.: Meran, Kimm Mi., 3.12.: Meran, Kimm Sa., 6.12.: Eppan, Kultursaal St. Michael Di., 9.12.: Vahrn, Haus Voitsberg Mi., 10.12.: Vahrn, Haus Voitsberg Di., 16.12.: Schlanders, Kulturhaus Karl Schönherr Di., 30.12.: Pfalzen, Vereinshaus Sa., 3.1.: Bozen, Waltherhaus So., 4.1.: Bozen, Waltherhaus
Beginn: jeweils um 20 Uhr, Tickets: www.mytix.bz
KULTURZENTRUM ASTRA

Brixtown Music Night by Klaus Ramoser Konzert
* Fr., 7. November, 20 Uhr
Brixtown Music Night by Klaus Ramoser Konzert
* Sa., 8. November, 20 Uhr
Pub Quiz
* Di., 11. November,19 Uhr
Rocknet.bz local heroes: Santoni Family, Hubert Dorigatti, Timbreroots Konzert
* Fr., 14. November, 20 Uhr

Manufaktur Caring und Rivers Away Tanzstück und Konzert/ Performance
* Fr., 21. November, 20 Uhr
Just a Cup of Tea Artistik-Show
* Sa., 22. November, 15:30 Uhr
Just a Cup of Tea Artistik-Show
* So., 23. November, 11:30 Uhr
liter.astra Literaturkreis
* Di., 25. November, 18:30 Uhr
Infos: www.astrabx.com


Foto: Oskar
Zingerle
Rocknet.bz: Local heroes im Astra
Der Brixner Kulturverein rocknet.bz bringt in Zusammenarbeit mit Astra an zwei Abenden im November und Dezember sieben Südtiroler Bands auf die Bühne. Eines haben alle sieben Bands gemeinsam: Sie überzeugten vor knapp einem Jahr die Jury von „sonx 2025“; ihr eingesandtes Lied wurde im Dezember auf dem gleichnamigen Sampler veröffentlicht. Der Verein rocknet.bz stellt die Bands nun auch live vor.
rocknet.bz: Local heroes 2025
Fr., 14. November: Santoni Family, Hubert Dorigatti, Timbreroots
Sa., 6. Dezember: Rooftop, Alex the Judge, Since 11, Bita
Beginn: jeweils um 20 Uhr Tickets: www.mytix.bz
Santoni
Family
Seit einigen Jahren sind sie nun schon als Santoni Family aus St. Leonhard in Passeier unterwegs und erobern die Herzen ihrer Zuhörer. Das Trio besteht aus der Tochter Lena an der Gitarre, Ukulele, Keyboard und Gesang, dem Papa Peter an der Gitarre und Gesang und der Mama Karin am E-Bass und Gesang. Das vielfältige Repertoire umfasst eine Auswahl an eigenen Songs aus Rock, Pop und Country.
Hubert Dorigatti
Hubert Dorigatti aus Bruneck hat seine musikalische Reise von den Jazzbühnen und einer beeindruckenden Hommage an Bob Dylan mit Laura Willeit zu einem innovativen Blues geführt, der den besten Überseemusikern in nichts nachsteht. Dorigatti veröffentlichte bereits mehrere Alben, unter denen

KULTUR IN DER FABRIK
mit Dominik Plangger und Claudia Fenzl
Am Freitag, 7. November, findet in der Produktionshalle des neuen Firmengebäudes der Zingerle Group die neunte Ausgabe der jährlichen Benefizveranstaltung „Kultur in der Fabrik“ statt. Dieses Mal mit dem Südtiroler Liedermacher Dominik Plangger, begleitet von Claudia Fenzl, und einer Kunstausstellung von Lukas Weithas aus Bregenz. Mit den freiwilligen Spenden wird der AEB (Aktive Eltern von Menschen mit Behinderung) mit Sitz in Bozen unterstützt.
* Freitag, 7. November, 20 Uhr Zingerle Group AG, Pustertaler Straße 2 in Schabs, neues Firmengebäude
Einlass ab 19:30 Uhr, Beginn um 20 Uhr Eintritt frei – freiwillige Spenden für den AEB Anmeldung: www.zingerle.group/anmeldung


„Unbound“ (2017) mit der Band Bayou Side und „The Nashville Sessions“ (2023) hervorstechen. Im Astra wird er auch sein neues Album „Poor boy“ vorstellen, das Anfang Oktober erschien.
Timbreroots
Epischer, bis zu fünfstimmiger Gesang, kunstvoll begleitet von oftmals spezielleren Instrumen-
ten wie der eindrucksvollen Marimba, verleiht den tiefgründigen Songtexten der Kurtatscher Band Timbreroots ein lebendiges und berührendes Element. Die Band um Bandleader und Songwriter Benedikt Sanoll gewann bereits mit ihrem Debütalbum „Numen’s Dreams“ und Songs wie „Let’s Give Them A Chance“ und „Madness“ diverse Preise.
(MÄRCHEN)-MUSIK MIT SCHATTENSPIEL
Bürgerkapelle Brixen und Jugendkapelle Brixbanda
Auf dem Programm des gemeinsamen Konzertes stehen The Magic Book von Thierry Deleruyelle, A Princess Tale von Thomas Doss und Peter und der Wolf von Sergej Prokofjew, ein symphonisches Märchen mit Schattenspiel für die ganze Familie.

Kultur in der Fabrik mit „ANGER“ Die Produktionshalle der Zingerle Group AG wird zum Konzertsaal

Peter lebt mit seinem Großvater in Russland auf dem Land. Als er einmal die Gartentür offenlässt, entwischt die Ente auf den Teich. Weitere Tiere kommen dazu – sogar der Wolf.
Regie: Wolfgang Michor, Lichttechnik: Günther Egger, Schattenspiel: Puppenspielerinnen der Theaterwerkstatt Dölsach, Moderation und Erzählerin: Veronika Krapf, Dirigent: Hans Pircher, Leitung Jugendkapelle: Gaby Campidell, Bürgerkapelle Brixen, Kinder-und Jugendstimmen
* Samstag, 29. November, 18 Uhr Forum, Brixen
Am Freitag, 06. Oktober 2023 ist es wieder so weit. Die jährliche Benefizveranstaltung „Kultur in der Fabrik“ bei der Spenden für einen guten Zweck gesammelt werden, findet wieder statt. Dabei werden die Produktionshallen der Zingerle Group, wo normalerweise
BILDUNG MIT WEITBLICK
Jenseits der Verbote
Glaubst du noch oder liebst du schon?
Petra Massardi, P. Martin M. Lintner, Johanna Brunner
Mo., 3.11., 19–21 Uhr
Treffpunkt Dialog
Älter werden – Alter leben und gestalten
Margarete Niedermair Seebacher
Do., 6.11., 15:30–17 Uhr
Medical Coaching – Hallux Valgus
Für mehr Stabilität, Beweglichkeit und schmerzfreie
Schritte
Verena Mutschlechner
Fr., 7.11., 13:30–17 Uhr
Medical Coaching – Tinnitus
Für mehr Ruhe, Entspannung und Lebensqualität
Verena Mutschlechner
Fr., 7.11., 9–12.30 Uhr
„Kehrt um …“
Was bedeutet das für uns heute?
Tagung des Katholischen Forums
Magdalena Holztrattner, Ferdinand Kaineder, P. Martin
M. Lintner
Sa., 8.11., 9–14 Uhr
„Mama, Tata, Oma, Opa jetzt konn i di verstian”
Workshop für pflegenden Angehörige von Menschen mit Demenz
Anna Fink, Alexandra Kaiser Sa., 8.11., 9 – 12:30 Uhr
Ästhetikgarten mit musikalisch-besinnlicher Umrahmung
Spielen und lernen – mit besinnlichen musikalischen Pausen
Paula Gasteiger, Veronika Hafner Sa., 8.11., 9–12:30 Uhr
Fähigkeiten wecken und Stärken erkennen
Seminar zur persönlichen und beruflichen Weiterbildung
Sonja Fischnaller Mi.,12.11., 9–17 Uhr
Kleidertauschparty – Swap Party
Matthias Oberbacher Do., 13.11., 19–21 Uhr

Einführung in die elementare Praxis des Urton-Singens
Erlebnisorientierter Intensiv-Workshop
Peter Jan Marthé, Michael Lackner Fr., 14.11. bis So., 16.11., Fr. 16–22 Uhr, Sa. 10–22 Uhr, So. 10–14 Uhr
Gewaltfreie Kommunikation
Grundlagenseminar
Paula Maria Ladstätter
Fr., 14.11. bis Sa., 15.11., jeweils 9–17 Uhr
Was ist Liebe?
Erkundungen zwischen Eros und Algorithmus
Cornelia Mooslechner-Brüll
Fr., 21.11. bis Sa., 22.11., Fr.15–21 Uhr, Sa., 9–17 Uhr
Auftreten, Make-up und Style
Workshop
Isolde Seeber
Fr., 28.11., 9–17 Uhr
Innehalten im Advent
Mit Atem und Achtsamkeit zur inneren Ruhe
Wibke Mullur
Sa., 29.11. bis So., 30.11., Sa. 9–17:30 Uhr, So. 9–12:30 Uhr
Cusanus-Akademie
Seminarplatz 2 | I-39042 Brixen/Südtirol
T +39 0472 832 204 | www.cusanus.bz.it

„Trotz allem ein tolles Rennen“
INTERVIEW: Extremsportlerin GABI WINCK und ihr Mann HERMANN LEITNER kehrten vor Kurzem von einem Ultracycling-Rennen aus Kirgisistan zurück – mit vielen schönen, jedoch nicht nur positiven Erlebnissen im Gepäck.
Frau Winck, Ihre Radtouren haben Sie in den letzten Jahren sprichwörtlich über Berg und Tal durch die halbe Welt geführt. Wie kamen Sie ausgerechnet auf Kirgisistan?
GABI WINCK: Das „Silk Road Mountain Race“ gilt als schwierigstes Mountainbike-Rennen der Welt. Das hatte für mich seinen besonderen Reiz, nachdem ich ja schon einige Ultracycling-Rennen bestritten habe, unter anderem eines in Marokko desselben Veranstalters. Zudem reizte meinen Mann Hermann und mich das Land, von dem wir eigentlich keine konkrete Vorstellung hatten. Der Begriff „Rennen“ für derartige Unternehmungen ist vielleicht nicht ganz richtig, denn es ist kein Wettkampf im klassischen Sinne. Man qualifiziert sich nicht dafür, sondern man muss sich ein halbes Jahr vorab bewerben, mit seinen bisherigen Erfahrungen, seinen konditionellen und technischen Voraussetzungen, aber auch den Kompetenzen, die man für Gefahrensituationen eventuell braucht. Das Ausleseverfahren ist ziemlich streng, die Startplätze sind begrenzt – deshalb schätzten wir uns sehr glücklich, überhaupt starten zu dürfen.
Herr Leitner, aufgrund der technischen Beschreibung der Strecke wagen sich nur wenige an den Start eines solchen „Rennens“. Wird es für Sie umso attraktiver, je schwieriger das Ganze ist?
HERMANN LEITNER: Nun, ich muss sagen, bei knapp 2.000 Kilometern und 28.000 Höhenmetern haben Gabi und ich zunächst auch mal geschluckt, vor allem wegen der Rahmenbedingungen. Länge und Höhenprofil sind umso „giftiger“, als die Strecke auf einer Meereshöhe von 3.000 und 4.000 Metern verläuft, die Temperaturen von -10 bis zu 30 Grad Celsius variieren und es lange Teilstücke ohne Versorgungs- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben 15 Tage lang Zeit, um vom Start in Osh bis ins Ziel nach Karakol zu kommen – das bedeutet zwei Wochen, in denen man zum Großteil unter dem Sternenhimmel übernachtet und sozusagen von der Hand in den Mund leben muss. Aus konditioneller und technischer Sicht hatten wir eigentlich keine Bedenken, auch wenn die Realität vor Ort einige Male dann doch härter ausfiel, als erwartet.
Frau Winck, wie kann man sich den Verlauf des Rennens konkret vorstellen?
Gabi Winck: Hermann und ich packten Anfang August unsere Koffer; das heißt, wir luden Gepäck und Räder flugtauglich in unser Auto und starteten von München Richtung Osh. Von dort ging es in vier Tagen Richtung Jiptik-Pass auf 4.185 Metern, um uns an die Meereshöhe zu gewöhnen. Hier zog ich mir leider einen Infekt mit Husten zu. Am 15. August standen wir mit 236 Gleichgesinnten am Start, jedes Rad mit einem Gesamtgewicht von mindestens 25 Kilogramm Gepäck; Proviantvorräte für die ersten zwei Tage, Zelt und Schlafsack und ein SOSTracker für lebensbedrohliche Situationen mussten mit. 15 Tage lagen vor uns, in denen wir die Strecke schaffen
mussten. Wer langsamer fuhr oder manchmal sogar über 30 Kilometer schob, musste seine Nachtruhe entsprechend verkürzen. Wir wussten, dass nur etwa die Hälfte der Startenden rechtzeitig das Ziel erreicht, und wollten natürlich zu ihnen gehören. Vor uns lagen Hunderte Kilometer in schwer erreichbaren Gegenden, hohe Pässe, mehrere Tage
„ Ich spürte sofort, dass mit meinem Bein etwas nicht in Ordnung war“
Hermann Leitner, Ultracycling-Fahrer
auf Höhen zwischen 3.000 und 4.000 Metern, Kälte und Hitze, viele Schiebe- und Tragestrecken, unzählige Flussdurchquerungen, wenig Verpflegungsmöglichkeiten. Die Strecken waren teilweise sehr mühsam, Schotterstraßen bis hin zu reinen Schiebe- und Tragepassagen, kräftiger Gegenwind und viel Staub, schwierige Abfahrten, dann wieder recht gut befahrbare Straßen. Doch die Landschaft entschädigte für alle Mühen: Wir fuhren im Angesicht der traumhaft schönen, über 7.000 Meter hohen Berge des Pamir und des Tien Shan mit ihren unterschiedlichen Formen und Farben, über Almwiesen, vorbei an einsamen Hütten t ABENTEUERLUSTIG: Gabi Winck und Hermann Leitner wagten sich an das schwierigste MountainbikeRennen der Welt

Herausfordernd: Flussdurchquerungen und Schotterstraßen

und Jurten, durch kleine Ortschaften mit sehr freundlichen Menschen. Die meist kurzen Nächte verbrachten wir im Zelt oder unter freiem Himmel und ab und zu auch in einer Jurte oder in einem Guesthouse. Fanden wir einen Shop, so mussten wir uns auch mal für mehrere Tage mit Wasser und Essen eindecken.
Sie mussten also oft improvisieren?
Hermann Leitner: Bei derartigen Abenteuern lässt sich nie alles genau planen – das ist Teil des Konzepts. In Kirgisistan
Die atemberaubend schöne Landschaft entschädigte die Sportler für viele Strapazen
„Das Ausleseverfahren ist ziemlich streng, die Startplätze sind begrenzt – deshalb schätzten wir uns sehr glücklich, überhaupt starten zu dürfen“
Gabi Winck, Ultracycling-Fahrerin
erlebten Gabi und ich allerdings einige Schwierigkeiten, die zu den „normalen“ Hindernissen dazu kamen. Gabis Husten verschlechterte sich nämlich, und nach neun Tagen kürzte sie die Strecke ab. Ich war drei Tage lang allein unterwegs, und wir trafen uns nach ihrer „Auszeit“ wieder. Sie konnte sich zwar erholen, fiel dadurch klarerweise aber aus der Wertung. Wieder gemeinsam auf Tour, hatten wir noch etwa 300 Kilometer und zwei hohe Pässe vor uns, am letzten Tag in einem sehr abgelegenen Gebiet. Nach einer Nacht im Zelt und dem Start am frühen Morgen stürzte ich und spürte sofort, dass mit meinem Bein etwas nicht in Ordnung war. Zunächst warteten wir ein wenig ab, und ich wollte weiterfahren, doch da war nichts mehr zu machen. Guter Rat war teuer hier, sozusagen am Ende der Welt: Wir befanden uns 150 Kilometer entfernt von der nächsten Ortschaft Karakol, in einer verkehrstechnisch schwierigen Gegend und ohne Internetempfang. Unseren SOS-Tracker wollten wir nicht aktivieren, weil er nur für lebensbedrohliche Situationen vorgesehen war, und in einer solchen sahen wir uns dann doch nicht. Letztendlich leistete mir ein Hirte Erste Hilfe. Als er den Ernst der Situation verstand, verschwand er und kehrte mit seinem Pferd zurück. Doch diese Transportmöglichkeit funktionierte nicht, sodass er mich zu guter Letzt auf den Rücken nahm und bis zu seiner Hütte an einen warmen Platz trug. Gabi hingegen fuhr weiter, um Hilfe zu holen,

und traf auf ein italienisches Paar mit einem Geländewagen, das mich dann über den 4.000 Meter hohen Pass nach Karakol brachte. Von dort wurde ich nochmals über 340 Kilometer nach Bischkek ins Krankenhaus gefahren. Für Gabi blieb noch die Fahrt zurück in die Einöde, um unsere Räder zu holen. Auch das war eine Höllenfahrt in einer alten Kiste, einer russischen Tabletka aus dem Jahre 1988, mit einem jungen Fahrer, der nach der Anweisung „Es eilt!“ rallyemäßig durch die Gegend raste.
Also so ziemlich der Worst Case für Ihr Abenteuer?
Gabi Winck: Nun, es könnte immer schlimmer sein, wie man so schön sagt. Aber ja, im Moment dort in Bischkek standen wir sprichwörtlich vor einem hohen Berg. Ein Rückflug nach Südtirol war zeitnah nicht möglich, die Diagnose lautete auf Oberschenkelhalsbruch, und es hieß, Hermann müsste ein künstliches Hüftgelenk bekommen. Zum Glück waren die Ärzte sehr kompetent, die Klinik war gut ausgestattet – einzig die Betreuung musste ich selbst übernehmen und wohnte daher, zusammen mit Hermann, zehn Tage lang im Krankenhaus, als Krankenschwester und Versorgungsdienst für meinen Mann.
Welche Bilanz ziehen Sie letztendlich aus der „Silk Road Mountain Race“-Erfahrung?
Hermann Leitner: Trotz Gabis gesundheitlicher Probleme und bis zu meinem Unfall war es für uns ein tolles Rennen. Wir durften ein wunderbares Land kennenlernen, fühlten uns dort immer sicher, haben sehr freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen und sehr viele Pferde, Yaks sowie Ziegen. Kirgisistan ist wunderschön und wird zunehmend von Touristen entdeckt, weshalb auch entsprechende Infrastrukturen und Angebote entstehen. Die Strecke selbst mit ihren 3.000 bis 4.000 Höhenmetern und zirka 150 Kilometern am Tag ist machbar, wenngleich zwei Wochen mehr oder weniger ohne Komfort unterwegs zu sein schon eher lang sind. Vielleicht werden wir uns in Zukunft kürzeren Unternehmungen widmen: Wir liebäugeln für nächstes Jahr beispielsweise mit einer Tour in Portugal. Doch zunächst muss ich mich erholen und der Reha widmen; dann sehen wir weiter. Sicher werden wir unsere Entscheidungen unserem Alter und unseren körperlichen Möglichkeiten und Risiken entsprechend fällen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir noch durch viele schöne Gegenden radeln werden!



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Verletzt in der Einöde: Ein Hirte trug Herrmann Leitner zu seiner Hütte
SCHWIMMEN
Coast to coast

Die Meeresenge von Messina zu durchschwimmen zählt für viele Schwimmerinnen und Schwimmer zu einem Höhe-
AMERICAN FOOTBALL
punkt ihrer sportlichen Tätigkeit. Vor einigen Jahren waren es Franz Pisoni und einige Gleichgesinnten gewesen; im heurigen Jahr waren
Ab zu den Vikings
Es ist schon bald fünf Jahre her, dass der damals 19-jährige Maximilian Pircher aus Albeins in die USA übersiedelte, um sich dort ganz seiner Leidenschaft, dem American-Football, zu widmen. Ursprünglich über das „International Player Pathway Program“ als Nachwuchstalent berufen, fasste Pircher rasch Fuß in einer der wohl beliebtesten Sportarten Nordamerikas. In Florida hat der Footballprofi den Fixpunkt seiner zweiten Heimat gefunden und wohnt dort mit seiner Frau in einem Haus, das auch für die regelmäßigen Besuche von Familie und Freunden
KURZ NOTIERT
aus Südtirol groß genug ist. Aus beruflicher Sicht war Pircher schon in einigen Footballteams zuhause: Mit den L.A. Rams gewann er den Super Bowl, wechselte dann zu den Detroit Lions, später zu den Seattle Seahawks und schließlich nach Washington. Nun ist er bei den Minnesota Vikings unter Vertrag und wird je nach Saisonverlauf zumindest bis Jänner dort sein. Pircher freut sich auf die Arbeit mit seinem neuen Headcoach, mit dem er bereits früher trainierte, und auf alle anderen Herausforderungen. Die Minnesota Vikings sind zudem bekannt
Die Brixnerin Andrea Meßner trat kürzlich gemeinsam mit Simon Brunner und Philipp Göthert mit einem spektakulären NinjaParcours bei der italienischen Talentshow „Tu sì che vales“ an. Sie konnten sich für die nächste Runde qualifizieren. Der Gewinner der Talentshow erhält 100.000 Euro.
es Verena Stenico, Veronika Nasci und Petra Lechner. Sie trainieren das ganze Jahr über mit den Erwachsenengruppen des SSV Brixen und ziehen ihre Längen im Hallen- und Freibad. Ende August wagten sie sich ins offene Meer und standen bei der „Traversata dello Stretto“ am Start. Am frühen Morgen wurden sie mit gut 30 weiteren Teilnehmenden von Reggio Calabria mit dem Schiff nach Sizilien gebracht, wo der Start in Blöcken erfolgte. Wahlweise ausgerüstet mit Neoprenanzug, spezieller Antiquallen-Creme und natürlich mit Boje begab man sich um 11 Uhr ins Wasser, von Booten begleitet. Für die etwa 3,5 Kilometer lange Strecke waren maximal 1,5 Stunden erlaubt; für die Orientierung sorgten die Be-
gleitboote, in denen auch Freunde oder Angehörige mitfahren durften. Zu Beginn wurden die Brixner Schwimmerinnen von der Strömung unterstützt, doch bald waren es allein Technik und Kraft, die sie in Richtung Ziel brachten. Nasci und Lechner gingen nach 54 Minuten wieder an Land, Stenico folgte ihnen eine Viertelstunde später. Da die Ankunft je nach Strömung nicht immer an derselben Stelle erfolgte, wurden die ebenso müden wie glücklichen Wassersportler anschließend in den Zielbereich gebracht. Belohnt wurden sie neben einem Umtrunk mit einem Diplom und der Eintragung ins Register der erfolgreichen „Traversata dello Stretto“-Teilnehmer. sd

dafür, dass sie sehr gut organisiert sind und sich mit größtem Einsatz um ihre Athleten kümmern; für den Brixner Profi dürfte es also nicht langweilig werden. Neben dem täglichen Training, das auch in der Off-Season zur Routine gehört, wird während der Spielsaison
Beim Line-Dance-Törggelen feierten Helga Runggaldier und ihre „Girls und Boys“ einen Tag voller Musik, Tanz und Gemeinschaft. Tänzerinnen und Tänzer aus ganz Südtirol sorgten bei flotter Country- und Westernmusik für Stimmung. Neueinsteiger sind jederzeit willkommen: 347 7511592.
viel Zeit in die Analyse von Spielen investiert, denn jede Woche trifft Pircher mit seiner Mannschaft auf andere Teams, neue Gegner und neue Konzepte, auf die es sich einzustellen gilt und auf die mit gut durchdachter Taktik reagiert werden muss. sd
Der Brixner Helmuth Mair gewann kürzlich den „AgeFactor“Run in Branzoll. Bei diesem Rennen wird die Laufzeit für die Endwertung durch die Multiplikation mit dem „Altersfaktor“ berechnet. Der 55-Jährige absolvierte die zehn Kilometer in 33.23 Minuten, was auf 28.26 Minuten korrigiert wurde.
„So viele Punkte wie möglich mitnehmen“
BRUNO BRZIĆ, neuer Spielertrainer des SSV Brixen Handball, über seine Doppelrolle – und über die sportlichen Ziele.
Herr Brzić, Sie haben kürzlich die Doppelrolle als Spieler und Trainer übernommen. Wie fühlen Sie sich in Ihrer neuen Funktion?
Es ist sicherlich eine große Verantwortung, die mir anvertraut wurde, aber im Moment fühle ich mich sehr wohl damit. Ich habe zwar bereits rund sechs Jahre Erfahrung als Trainer im Jugendbereich gesammelt und war zudem ein Jahr lang in der A2 der Frauen tätig, doch in der Serie A ist das für mich eine neue Herausforderung – und eben auch das erste Mal, dass ich als Spielertrainer doppelt im Einsatz bin. Die ersten Trainingswochen sind sehr gut verlaufen: Die Jungs
haben diese zunächst provisorische Lösung sofort akzeptiert, und als klar wurde, dass es eine langfristige Entscheidung werden würde, war es für den Verein und alle Beteiligten das Beste. Alle, auch ich selbst, haben sie sehr positiv aufgenommen.
Was sind Ihre wichtigsten Ziele bis zum Jahresende – sowohl persönlich als auch für das Team?
Mein Ziel ist es, wie immer, alles zu geben und mit dieser neuen Situation gut zurechtzukommen. Gleichzeitig darf ich meine eigene Leistung auf dem Feld nicht aus den Augen verlieren und muss bereit sein, wenn es darauf ankommt –schließlich bin ich weiterhin Teil
Das Kreuz mit dem Kreuz
Volkskrankheit
Rückenschmerzen
der Mannschaft als Spieler. Das langfristige Ziel bleibt der Klassenerhalt in der Serie A, so wie es von Saisonbeginn an festgelegt wurde. Dennoch gehen wir jedes Spiel mit dem Anspruch an, zu gewinnen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Wir sind zwar eine sehr junge Mannschaft, haben aber neben unseren Veteranen auch mehrere Top-Spieler mit viel Erfahrung auf ihrer jeweiligen Position – ein sehr guter Mix. Alle Spieler sind es gewohnt, auf hohem Niveau zu trainieren und zu spielen, was es mir ermöglicht, die Trainings professionell zu gestalten und gezielt auf Qualität und Intensität zu achten. mats.helmersson@brixner.info

Mit
Dr.in Bettina Wachtler
Primarin der Abteilung Rehabilitation im Gesundheitsbezirk Bruneck
Dr. Michael Memminger Primar der Abteilung Orthopädie und Traumatologie am Krankenhaus Bozen
Dr. Massimo Tripodi Facharzt auf der Neurochirurgie am Krankenhaus Bozen
Thea Leiter Physiotherapeutin, Reha-Dienst am Krankenhaus Innichen
20.11.2025 | 20 UHR
NOBIS | Europastraße 9 | Bruneck
youtube-livestream
EINTRITT FREI MIT SIMULTANÜBERSETZUNG

„Einnahmen entlasten Gemeinde“
INTERVIEW: Der Brixner Gemeinderat hat kürzlich eine Erhöhung der Ortstaxe beschlossen und will mit den Mehreinnahmen Initiativen für die Bürgerinnen und Bürger finanzieren. Ein Gespräch über die Rolle des Brixner Tourismus mit Bürgermeister ANDREAS JUNGMANN, Stadträtin
SARA DEJAKUM, SIRO DALLA RICCA, Dienststellenleiter für Steuern in der Gemeinde Brixen, und PETRA HINTEREGGER, Vizepräsidentin im Verwaltungsrat der Brixen Tourismus Genossenschaft.
Frau Stadträtin, der Gemeinderat hat in seiner SeptemberSitzung eine Erhöhung der Ortstaxe beschlossen. Worum geht es dabei genau?
SARA DEJAKUM: Die Gemeindeaufenthaltsabgabe, auch Ortstaxe genannt, wird ab 1. Jänner 2026 für alle Beherbergungsbetriebe um 20 Cent erhöht. Alle Gäste ab 14 Jahren, die in Brixen touristisch übernachten, müssen diese Gemeindeabgabe bezahlen. Pro Person und Übernachtung beträgt die Ortstaxe in Zukunft 3,80 Euro für 4- und 5-Sterne-Betriebe, 3,30 Euro für 3-Sterne-Betriebe und 2,80 Euro für alle weiteren Betriebe.
SIRO DALLA RICCA: Die Ortstaxe wurde 2014 eingeführt, um den Tourismus zu finanzieren. Seit zwei Jahren gibt es die Neuerung, dass die Gemeinde einen Teil der Ortstaxe selbst einbehalten kann. Im letzten Jahr hat die Gemeinde pauschal 30 Cent pro Übernachtung einbehalten; künftig werden es zehn Prozent sein.
Wie funktioniert die Ortstaxe?
Siro Dalla Ricca: Die Ortstaxe wird von den Hotelbetrieben an die Gemeinde überwiesen. Sie besteht aus einem Grundtarif, von dem die Gemeinde, wie erwähnt, seit Kurzem zehn Prozent behält; 60 Prozent gehen an die Brixen Tourismus Genossenschaft, 30 Prozent an die IDM. Dazu kommt ein Teil, den die Gemeinde selbst bestimmen darf: Davon behält die Gemeinde zehn Prozent, 90 Prozent gehen an die Tourismusgenossenschaft. In Brixen wurde die Ortstaxe in den letzten Jahren laufend erhöht; gleichzeitig haben auch die Nächtigungen in der
t NEUREGELUNG:
Der Brixner Gemeinderat hat in der Septembersitzung eine Erhöhung der Ortstaxe beschlossen
Gemeinde zugenommen, was zu Mehreinnahmen führte: 2014 betrugen die Einnahmen durch die Ortstaxe noch etwa 356.000 Euro, 2024 waren es knapp 1,8 Millionen Euro.
Wie werden diese Gelder eingesetzt?
PETRA HINTEREGGER: Die Brixen Tourismus Genossenschaft nutzt die Mehreinnahmen, die durch die kürzlich beschlossene Erhöhung entstehen, vor allem für die Wegeinstandhaltung. Die Tourismusgenossenschaft ist für das Wegenetz unterhalb 1.100 Höhenmetern verantwortlich: Unsere Mitarbeitenden erledigen die regelmäßige Pflege der 114 Kilometer Wanderwege, die Sicherheitsmaßnahmen sowie die Wartung der Beschilderung und der Bänke. Diese Tätigkeit ist für die Gäste wichtig, aber auch die Einheimischen profitieren von gepflegten Wanderwegen, die wir dadurch finanzieren können. Künftig wollen wir dem CAI auch etwas Unterstützung für die Plose bieten können.
ANDREAS JUNGMANN: Dass die Gemeinden zehn Prozent der Ortstaxe einbehalten dürfen, wirkt sich grundsätzlich positiv auf die Bevölkerung aus. Die Mehreinnahmen entlasten den Gemeindehaushalt und ermöglichen es, trotz steigender Kosten andere Steuern für die Bevölkerung nicht erhöhen oder Förderungen für Vereine streichen zu müssen. Die laufenden Kosten waren für die Gemeinde Brixen nämlich in den letzten Jahren schwer tilgbar. Für die Gemeinde Brixen entstehen durch die Erhöhung und die Neuregelung Mehreinnahmen von 250.000 Euro, die wir für die Bürgerinnen und Bürger nutzen: Die Mycard

konnte durch Einnahmen aus der Ortstaxe bereits vergünstigt angeboten werden, und auch im kommenden Jahr sehen wir das vor. Auch die Gemeinde Vahrn wird das so regeln.
Petra Hinteregger: Viele wissen das vielleicht nicht, aber die Mycard, die früher noch SummerCard hieß, wurde vor
„Seit zwei
kann die Gemeinde einen Teil der Ortstaxe selbst einbehalten“
dieser Neuregelung von der Tourismus Genossenschaft organisiert und finanziert. Wir haben das damals fokussiert, um den Einheimischen einen Mehrwert anbieten zu können.
2008 hatte die Gemeinde die Malik-Studie in Auftrag gegeben, da der Tourismus in Brixen über Jahre stagniert hatte – heute gibt es Stimmen, die von zu viel Tourismus sprechen. Hat die Brixner Tourismusgenossenschaft ihre Aufgabe zu gut gemacht?
Andreas Jungmann: Mit der Malik-Studie ist damals eine Neuausrichtung im Brixner Tourismus gestartet. Das Ergebnis der Studie war, dass Brixen in den Jahren zuvor zu wenig in Tourismus investiert hatte. Es hat einige Jahre gedauert, bis die Branche in Schwung gekommen ist, aber der Bau des Hotels MyArbor war ein wichtiger Impuls, dem weitere Projekte gefolgt sind und über die wir froh sein können.
Petra Hinteregger: Brixen hat stark in Qualitätsbetten investiert und damit einen Tourismus geschaffen, der viel Geld in die Destination bringt. Ich bin der Meinung, dass wir uns jetzt auf einem gesunden Niveau zwischen Einheimischen und Urlaubsgästen befinden. Der Tourismus in Brixen bewegt sich nach wie vor in einem sehr verträglichen Rahmen. Natürlich müssen alle Projekte, die zukünftig auf Brixen zukommen, gut überlegt und durchdacht werden, aber es war meiner Meinung nach kein Fehler, damals diese Entwicklung anzustoßen – denn Brixen ist ein wunderschönes Gebiet, das von Gästen sehr geschätzt wird. Andreas Jungmann: Man kann nicht leugnen, dass der Tourismus seit Corona in Südtirol insgesamt enorm gewachsen ist, im Detail sich aber unterschiedlich entwickelt

Fenster neu erleben in Unterinn am 14. und 15. November.
Freitag am Abend 14. November 17-21 Uhr Samstag mit Kinderprogramm 15. November 9-16 Uhr


Siro Dalla Ricca:
Jahren
hat. Im Stadtgebiet verfügen wir heute beispielsweise über weniger Betten als noch vor zehn Jahren. Unkontrolliertes Wachstum gab es in Brixen also nicht. Insgesamt haben wir es geschafft, Brixen fast das ganze Jahr über attraktiv zu halten, was das Tourismusaufkommen etwas entzerrt. In Gröden herrscht im Sommer und Winter Hochbetrieb, in den Zwischensaisonen ist es hingegen leer, was für die dort ansässige Bevölkerung und die Vereine eine Herausforderung bedeutet.
Die Bilder aus dem vergangenen Sommer von der Seceda oder anderen touristisch hochentwickelten Standorten haben Südtirols Bevölkerung abgeschreckt. Wirken sich solche Trends auch auf Brixen aus?
Andreas Jungmann: Natürlich gibt es auch bei uns Zeiten, in denen die Stadt belebt ist, aber der Einheimische findet trotzdem noch viele ruhige Plätzchen. Eines unserer Ziele ist es, die Aufenthaltsdauer von Gästen zu steigern, denn das würde den An- und Abreiseverkehr verringern.
Petra Hinteregger: Gerade in der ersten Jahreshälfte ist es in der Domstadt sehr ruhig. Als Touristiker brauchen wir eine etwas höhere Frequenz im Sommer und vor Weihnachten. Ein gesundes Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt ist der richtige Weg – und in Brixen ist das gegeben. Grundsätzlich müssen wir daran arbeiten, dass das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Tourismus gut ist – durch gegenseitige Akzeptanz und das Bewusstsein, dass Gäste den Einheimischen nichts wegnehmen. Im Gegenteil, jeder einzelne profitiert direkt oder indirekt vom Tourismus.
Sara Dejakum: Ich finde auch, dass das Thema Overtourism in Brixen nicht akut ist. Wer Destinationen – auch außerhalb von Südtirol – besucht, an denen wirklich Übertourismus herrscht, erkennt schnell, dass das eine ganz andere Realität ist.
Menschen, die nicht aus dem Tourismussektor kommen, stellen sich oft die Frage, inwiefern sie von den Gästen in Brixen profitieren. Wie reagiert die Tourismusgenossenschaft darauf?
Petra Hinteregger: Viele unserer Veranstaltungen sind auf Einheimische zugeschnitten – der Brot- und Strudelmarkt oder der Markt „selbergmocht“ beispielsweise. Außerdem wären Sie überrascht, wenn Sie wüssten, wie viele Einheimische sich täglich an unser Informationsbüro wenden. Sämtliche Projekte, die für Gemeinde und Tourismus gleichermaßen interessant sind, etwa der Hofburggarten, tragen wir mit, ebenso die Innenstadtbelebung und Initiativen für die Kaufleute. Ein großer Vorteil unserer Organisationsstruktur ist, dass wir das Stadtmarketing anders als Bozen oder Meran nicht als separate Einheit, sondern innerhalb der Tourismusgenossenschaft angesiedelt haben. Das hat sich bewährt.
Sara Dejakum: Gemeinde und Tourismusgenossenschaft arbeiten auf Augenhöhe zusammen und versuchen, den Tourismus nachhaltig und langfristig zu gestalten. Deshalb waren wir in den vergangenen eineinhalb Jahren in einigen Bereichen auch sehr strikt – zum Beispiel, was die Privatzimmervermietung betrifft. Es ist ein Prozess: Wir stellen uns ständig die Frage, was gut läuft, welche Veranstaltungen für alle verträglich sind und wie wir die Bevölkerung stärker einbinden können. Ein gutes Beispiel ist der Weihnachtsmarkt, dessen Konzept vor einigen Jahren überarbeitet wurde und der seitdem wieder viel stärker von Einheimischen besucht wird. Die Veranstaltungen im Stadtgebiet bringen auch Schwung in den Einzelhandel. Wir haben in der Vergangenheit vielleicht zu wenig kommuniziert, wie viel die Arbeit der Tourismusgenossenschaft auch den Einheimischen bringt.
Siro Dalla Ricca: Aus persönlicher Erfahrung kann ich vielleicht ein gutes Beispiel beitragen: Ich habe ein Abonnement für die Sauna in Brixen, und im August und Dezember herrscht effektiv Vollbetrieb, worunter die Aufenthaltsqualität leidet. Andererseits wäre die Acquarena ohne Tourismus nicht finanzierbar. Ich nehme also ein paar Wochen Überfüllung in Kauf, wenn ich dafür das ganze restliche Jahr das Angebot nutzen kann. Es hängt von der eigenen Perspektive ab. Auch nicht vergessen werden darf, dass die Hotelbetriebe genau wie alle anderen die Gemeindeimmobiliensteuer bezahlen. Allein die Hotels bezahlen jährlich etwa eine Million Euro – auch das sind wieder Einnahmen für den Gemeindehaushalt.
Sara Dejakum:
„Unser Ziel ist eine gesund belebte Stadt; in diese Bahnen wollen wir Tourismus auch zukünftig lenken“
Andreas Jungmann: Ohne die Mehreinnahmen für den Gemeindehaushalt hätten wir viele Investitionen nicht tätigen können – etwa den Ausbau der Gehwege oder den Grundankauf des Seniorenzentrums. Die Tourismusgenossenschaft finanziert zudem viele andere Initiativen der Gemeinde mit. Die Gelder für die Busverbindung nach St. Leonhard kommen teilweise von der Gemeinde, teilweise vom Land und teilweise von der Tourismusgenossenschaft. All diese Themen spielen sich etwas im Hintergrund ab, wären ohne Tourismus aber nicht finanzierbar. Von der Plose ganz zu schweigen: Es ist noch nicht lange her, dass wir um die Zukunft des Skigebiets bangen mussten. Für die Gemeinde ist eine starke Wirtschaft – und ich meine damit mehr als den Tourismus – das Um und Auf, um in Projekte für die Bevölkerung investieren zu können. Man muss das Gesamtbild sehen, und genau das ist Brixens große Stärke: Alle tragen dazu bei, dass in unserer Gemeinde vieles so gut funktioniert.
Siro Dalla Ricca: Nicht verständlich finde ich aber, wieso die IDM weiterhin 30 Prozent des Grundtarifs aus der Ortstaxe erhält.


Sieht die Tourismusgenossenschaft diese Verteilung der Aufenthaltsabgabe auch kritisch?
Petra Hinteregger: Sagen wir so: Die Handhabung der IDM ist für uns nicht ganz nachvollziehbar. Ihre Entstehung war für die Tourismusgenossenschaften grundsätzlich mit einigen Umstellungen verbunden. Gewisse Bereiche finde ich auch zweifelhaft, etwa, dass die IDM autonom entscheiden kann, gewisse Projekte nicht mitzufinanzieren, obwohl sie Geldmittel aus „unserer“ Ortstaxe erhält. Die IDM finanziert beispielsweise das „Water Light Festival“ nicht mit und nimmt es auch nicht in ihre Werbekommunikation auf. Gewisse Schnittpunkte werden nicht optimal ausgenutzt. In Brixen versuchen wir, auf nachhaltigen Tourismus zu setzen, während die IDM weiterhin mit Bildern aus gewissen Hotspots wirbt, anstatt die Kommunikation anzupassen.
Die Ferrari-Veranstaltung auf dem Domplatz hat in der Stadt für Gespräche gesorgt. Zu Recht?

Petra Hinteregger: „Brixen hat stark in Qualitätsbetten investiert und damit einen Tourismus geschaffen, der viel Geld in die Destination bringt“
Andreas Jungmann: „Ohne die Mehreinnahmen für den Gemeindehaushalt hätten wir viele Investitionen nicht tätigen können“
Sara Dejakum: Naja, Veranstaltungen wie diese werden genau analysiert und sicherlich kein Regelfall sein. Es ist allerdings wichtig zu betonen, dass die Organisatoren keine Sonderbehandlung erhalten haben. Es war eine für Brixen absolut außergewöhnliche Veranstaltung: Eine Anfrage wie diese erhalten wir sicher nicht regelmäßig.
Petra Hinteregger: Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Gesamtsituation. Natürlich war der Domplatz für diesen Abend teilweise nicht zugänglich, was vielleicht als störend empfunden wurde. Andererseits haben die Organisatoren neben den üblichen Kosten für die Besetzung des Domplatzes eine Spende an die Kirche getätigt, durch die die Schäden des Blitzeinschlags im vergangenen Sommer repariert werden konnten. All das wäre ohne die Veranstaltung nicht möglich gewesen.
Andreas Jungmann: Neben der Kritik haben wir auch einige Rückmeldungen von Menschen erhalten, die es sich gewünscht hätten, dass wir die Ferraris auch in die Innenstadt gelassen hätten. Diese Anfrage haben wir nicht genehmigt; in Neustift haben die Organisatoren das gesamte Kloster abgesperrt, in Bozen waren die Ferraris auf dem Waltherplatz zu sehen, was niemanden gestört hat. Es ist momentan populär, Kritik schnell und laut mitzuteilen.
Sara Dejakum: Die lauten kritischen Stimmen sind aber nach wie vor die Minderheit; die Willkommenskultur ist in Brixen immer noch sehr ausgeprägt, diese Rückmeldung erhalten wir oft von Gästen. Manchmal würde ich kritischen Stimmen gerne empfehlen, von außen auf unsere Stadt zu blicken, denn Brixen hat eine tolle Strahlkraft. Eine gewisse Neutralität würde der Diskussion guttun: Unser Ziel ist nicht Overtourism, sondern eine gesund belebte Stadt. In diese Bahnen wollen wir Tourismus auch zukünftig lenken.

anina.vontavon@brixner.info









Eine Reise durch Emotionen, Düfte und Rituale: Jeden Monat erwartet dich eine einzigartige Atmosphäre, die dich überrascht – für einen Herbst und Winter voller Wohlbefinden in unserer Wohlfühloase.
Einmal im Monat öffnet die Sauna der Acquarena bereits ab 8 Uhr morgens und erwartet dich mit einem besonderen Frühstück.

SARNS
Schottergrube: Nächste Runde

Markus Obexer vom Unternehmen OM zeigt sich enttäuscht, als der „Brixner“ ihn telefonisch erreicht: „Die Ablehnung der Konzession für das Schotterwerk in Sarns ist unverständlich“,
MOBILITÄT
Schiene als Rückgrat
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mobilität 2025–2030“ tourten die Südtiroler Transportstrukturen AG und das Ressort Infrastrukturen und Mobilität in den vergangenen Wochen durch Südtirol, um den Lokalpolitikern vor Ort einen Überblick über die Mobilitätsstrategie des Landes zu verschaffen. Am 1. Oktober versammelten sich interessierte Bürgermeister, Referenten und Gemeinderäte des Eisacktales in der Festung Franzensfeste. Martin Ausserdorfer, Direktor der BBTBeobachtungsstelle, informierte über den aktuellen Stand des für Südtirol wohl einschneidendsten
KURZ NOTIERT
sagt er, „weshalb wir das Genehmigungsverfahren noch einmal einleiten.“ Seine Anwälte seien der Meinung, er sei im Recht, „also versuchen wir es eben noch einmal“ – trotz des eiskalten Gegenwindes, der von den Anrainern in Sarns kommt, aber auch von der Gemeinde, die seinerzeit zwei negative Gutachten zum Vorhaben abgegeben hatte. Das Ansuchen liegt nun also wieder bei der Agentur für Umwelt und Klimaschutz, die entscheiden muss, ob das Projekt einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen wird oder lediglich von der Dienststellenkonferenz begutachtet werden muss. Mehr als vier Jahre dauert diese Geschichte nun also – „eine verlorene Zeit.“ Obexer ist der Meinung, dass das Projekt von den Gegnern missverstanden werde: Andere Schottergruben seien viel näher an den Siedlungen und würden „keine Lärm- oder Staubprobleme verursachen“, und die Nähe zur Aufbereitungsanlage im Industriegebiet bedeute sowohl für den neuen Schotter als auch für die Deponie des Aushubmaterials von Baustellen kürzere Transportwege und damit weniger Umweltbelastung. Ob das Schotterwerk in Sarns jemals gebaut wird, ist aber sehr ungewiss und hängt vielleicht auch davon ab, ob sich der Aufwand aufgrund der begrenzten Dimension und der geplanten kurzen Laufzeit der Konzession für den Betreiber überhaupt lohnt. wv

Mobilitätsprojektes dieser Dekade, den Brenner Basistunnel. „Auch wenn in Sachen Zulaufstrecken noch nicht alle Details auf Schiene sind, wird das Projekt enormes Potenzial für ganz Europa erschließen“, so Ausserdorfer. Landesrat Daniel Alfreider erläuterte die komplexen Zusammenhänge in Südtirols Mobilität auf den verschiedenen Ebenen. Aufgrund der Zahlen und Fakten, die den Ämtern vorliegen, und aufgrund der politischen Stoßrichtung in Sachen Nachhaltigkeit setzt das Land vordergründig auf die Schiene „als Rückgrat der Südtiroler Mobilität“, um Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Ressortdirektor Martin Vallazza informierte unter anderem über den aktuellen Stand der Arbeiten zum Bau der Riggertalschleife. Vorgestellt und besprochen wurden auch der Landesmobilitätsplan 2035 und die darin enthaltenen Strategien des Landes für eine nachhaltige Mobilität. oz
Im September diskutierten knapp 20 Fachleute unter dem Motto „Wald als Wirtschaftsraum –Holz als Ressource“ in einer Tagung in der Festung Franzensfeste über die historische und heutige Nutzung und Bewirtschaftung des Waldes und Herausforderungen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit.
Zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur beschloss die Gemeinde Brixen die Sanierung der Zufahrt zu den Höfen in der Fraktion Rutzenberg. Die Gesamtkosten betragen rund 277.000 Euro; die Maßnahme wird durch zusätzliche Fördermittel der Provinz unterstützt.
„Blutspenden bedeutet Leben geben“ – dafür steht die neue Skulptur des Vereins Avis Blutspender Brixen in der Brennerstraße, die in enger Zusammenarbeit mit der 2. Metallklasse des Berufsbildungszentrums Tschuggmall und mit Unterstützung der Gemeinde Brixen entstand.
Foto: Oskar Zingerle
Ein Kornplatz in Brixen?

Allgemein bekannt ist der Kornplatz von Bozen. Wo aber war oder ist der Kornplatz in Brixen? Da runzeln selbst erfahrene Brixner oft die Stirn. Der Kornplatz befindet sich an der Ecke zwischen Großen und Kleinen Lauben gegenüber dem „dreikopfeten Mann“ und diente seit dem 12. Jahrhundert (neben dem Pfarrplatz) als Straßenmarkt. Es handelte sich dabei vor allem, wie der Name schon sagt, um einen Kornmarkt. Nach einer späteren Marktordnung musste dieser Platz an Wochenmärkten für den Verkauf von Fischen, Öl und Brot freigehalten werden. Man muss bedenken, dass es sich ursprünglich wirklich um einen freien Platz gehandelt hat, der 1404 überwölbt wurde, also noch vor dem großen Stadtbrand von 1444. Hier wurden auch die Maße und Gewichte geeicht und geprüft. Insbesondere wurde ein steinerner Star auf dem Kornplatz aufbewahrt, ein Eichstein, nach dem der Stadtrichter die übrigen Stare „abpfächten“, also kontrollieren musste. Hier wurde zumindest seit 1354 auch öffentlich Gericht gehalten, bis der Stadtrichter 1486 wegen Kälte die Erlaubnis erhielt, im eigenen Haus Urteile zu sprechen. Seit zirka 1520 wohnte der Stadtrichter in dem über dem Kornplatz gelegenen Stadtgerichtshaus. ed
Anregungen: redaktion@brixner.info





Austausch
und Kennenlernen
Mitarbeitende der bundesdeutschen WBS-Schulen waren kürzlich im Gesundheitsbezirk Brixen zu Gast, um sich zu Themen aus den Bereichen Pflege, Gesundheitsberufe und Ausbildung im Gesundheitswesen auszutauschen. Der Besuch war Teil eines mehrtägigen „Erasmus+“-Austauschprogramms, bei dem zwei Gruppen der deutschen Ausbildungsstätten Südtirol besuchten. Den zentralen Fokus des Austauschs bildete die „Relationship based Care“-Strategie, die unter der fachlichen Führung der Pflegedirektorin Marianne Siller entwickelt und umgesetzt wurde. Die Besucherin-
ZIVILSCHUTZ

nen und Besucher aus Deutschland erhielten zudem einen Einblick in den Aufbau und die Organisation des Südtiroler Sanitätsbetriebes, sprachen über künftige Versorgungsmodelle im Rahmen des staatlichen Wiederaufbau- und
Resilienzplans (PNRR) sowie die familienzentrierte Pflege. Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von Bildung, Jugend und Sport in Europa, das Kooperations- und Austauschmöglichkeiten zwischen Studierenden,
Hochschulen sowie der beruflichen Aus- und Weiterbildung ermöglicht. Das Programm wurde von der italienischen Politikerin Sofia Corradi ins Leben gerufen, die am 17. Oktober im Alter von 91 Jahren verstorben ist. av
Steinschlagschutz: Maßnahmen abgeschlossen
Die Steinschlagschutzanlagen in der Mac-Nutt-Straße in Brixen wurden kürzlich erfolgreich angebracht. Sie sollen
die Sicherheit erhöhen, das Risiko von Steinschlägen verringern und den Hang stabilisieren. Die Arbeiten dauerten vom 3. September bis


Steuern –Maria-Hueber-Platz3 –3. Stock
Gemeindeimmobiliensteuer L.G. Nr. 3 vom 23.04.2014 FÄLLIGKEIT SALDOZAHLUNG
16. DEZEMBER 2025
ImFallevonNeubau,WiederaufbauoderErweiterungeiner ImmobiliemussdieGISaufdenMarktwertdesBaugrundes berechnetwerden.FüreinekorrekteBerechnungmussdie Kubaturberechnungvorgelegtwerden.
zum 10. Oktober; es wurden drei Reihen elastischer Steinschlagschutzbarrieren errichtet. Die erste Barriere ist 60 Meter lang und drei Meter hoch, die zweite 30 Meter lang und ebenfalls drei Meter hoch. Die dritte Barriere (im Bild), die sich in der Nähe der Kreuzung zur Plosestraße befindet, ist 50 Meter lang und 3,5 Meter hoch. Die Arbeiten kosteten 248.000 Euro und sind Teil der Zivilschutzmaßnahmen der Gemeinde Brixen. „Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Mit diesem Eingriff tragen wir zur weiteren Verbesserung der Schutzmaßnahmen in unserem Gemeindegebiet bei und unterstreichen unser kontinuierliches Engagement im Bereich der Prävention“, betont Bürgermeister Andreas Jungmann. Die MacNutt-Straße befindet sich in Milland in der Nähe der Kirche Maria am Sand. Sie wurde nach dem Wohltäter und Mäzen Francis Augustus MacNutt benannt, der 1863 in Richmond in den USA geboren wurde und der mit seiner Frau Margaret Anfang des 20. Jahrhunderts über mehrere Jahre in Brixen lebte. av
Wirbittenalle Steuerpflichtigen, die es nochnichtgetanhaben, die notwendigenDokumentewieMietverträge, Nutzungsleihe oderErsatzerklärungenbei unsabzugeben. DieseUnterlagen sind vorzuweisen, andernfalls verfällt der Anspruch auf Herabsetzung der Steuersätze. WeitereInformationenaufder Internetseiteder Gemeinde Brixen –www.brixen.it
Bitte kontaktieren Sie uns per Telefon 0472062040/062043 oder per E-Mailan siro.dallaricca@brixen.it
„Altkleider im Recyclinghof entsorgen“
FRANZ BERRETTA, Generaldirektor der Stadtwerke Brixen, über die entfernten Altkleidercontainer – und wo man nun seine Altkleider entsorgen kann.
Herr Berretta, vor einigen Wochen wurden die Altkleidercontainer aus dem Stadtgebiet entfernt. Wo stehen sie jetzt, und wie kann man sie nutzen?
Die Container befinden sich im Recyclinghof Brixen und können von allen genutzt werden, die über eine Zutrittskarte zur Anlage verfügen, also von den Haushalten der Gemeinden Brixen, Vahrn und Natz-Schabs. Auch im neuen Recyclinghof in Vahrn, der am 29. November in Betrieb geht, werden Container für die Sammlung von Altkleidern zur Verfügung stehen. Sie können also künftig auch dort entsorgt werden.
Was darf in die Altkleidercontainer hinein – und was sollte man besser nicht einwerfen?
Hinein darf Kleidung in gutem, sauberem und trockenem Zustand, die wiederverwendet oder recycelt werden kann, beispielsweise Jacken, Hosen, Pullover, Hemden, Röcke, Kleider oder auch Trainingsanzüge. Auch Textilaccessoires wie Hüte, Mützen, Schals, Handschuhe, Gürtel, Tücher oder Krawatten sind willkommen, ebenso saubere und gut erhaltene Schuhe, also solche, die nicht beschädigt sind. Haushaltstextilien wie Bettwäsche, Decken, Handtücher, Tischdecken und Vorhänge passen ebenfalls in den Altkleidercontainer. Nicht
eingeworfen werden dürfen verschmutzte oder beschädigte Kleidung, zerrissene oder löchrige Textilien, nicht waschbare Stoffe sowie andere nichttextile Gegenstände wie Spielzeug oder Regenschirme.
Wie sollten die Kleider idealerweise vorbereitet sein, bevor man sie abgibt, und kostet die Nutzung etwas?
Die Altkleider sollen sauber und in geschlossenen Säcken abgegeben werden. Schuhe müssen paarweise zusammengebunden werden. Die Abgabe am Recyclinghof ist kostenlos, da sämtliche Kosten für die Entsorgung dieser Abfälle bereits im Mülltarif enthalten sind. mats.helmersson@brixner.info


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Heizkosten senken mit patentierter Verbrennung
PULS-AIR: Inflation und steigende Preise in allen Branchen haben die Heizkosten für viele Werkstätten und Hallen deutlich erhöht. Mit den Heizgeräten „Puls-air“ des gleichnamigen österreichischen Herstellers können diese Kosten in vielen Fällen um bis zu 50 Prozent reduziert werden.
GEORG PLETZER, Seniorchef des Tiroler Unternehmens, über den Erfolg seiner Heizgeräte.

Herr Pletzer, mit Ihren Heizgeräten bieten Sie eine Lösung speziell für Handwerks- und Industriebetriebe. Worum handelt es sich bei Ihrem Heizgerät „Puls-air“?
GEORG PLETZER: „Puls-air“ ist ein heizölbetriebener Warmlufterzeuger für Werkstätten, Hallen und andere gewerbliche Räumlichkeiten. Bis zu 1.800 Kubikmeter können bei guter Isolierung mit nur einem einzigen „Puls-air“Gerät beheizt werden. Für größere Räumlichkeiten lassen sich mehrere Geräte kombinieren. Die Inbetriebnahme von „Puls-air“ ist sehr einfach – ein separater
Kamin ist nicht erforderlich. Als Abgasanlage genügt ein 35-mmEdelstahlrohr, das über das Dach ins Freie geführt wird.
Wie funktioniert „Puls-air“?
Warum ist „Puls-air“ so sparsam?
Zum einen sorgt die pulsierende Verbrennung mit ihrem sehr hohen Wirkungsgrad für große Effizienz. Bei der Verbrennung entsteht eine schwingende Gassäule, die 62-mal pro Sekunde die Richtung ändert. Aus dieser Bewegung wird Wärme erzeugt, die direkt für das Beheizen genutzt wird. Zum anderen trägt die physikalisch optimale Positionierung am Boden des Raumes entscheidend zur Wirtschaftlichkeit bei. Die warme Luft wird dort freigesetzt, wo sie benötigt wird: im Arbeitsbereich. Sie verteilt sich zunächst im Fußbodenbereich und steigt dann langsam nach oben. Oben kühlt sie ab, sinkt wieder und wird vorgewärmt erneut durch das Gerät gezogen. Dadurch entsteht eine sich gleichmäßig drehende thermische Luftwalze, die den gesamten Raum schnell und effizient erwärmt. Dieses Heizsystem rechnet sich: Zahlreiche Kunden berichten von Heizkostenersparnissen von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu Deckengebläsen oder Heizkörpern.
„Puls-air“ basiert auf einer patentierten pulsierenden Verbrennung mit einem Wirkungsgrad von mindestens 97 Prozent. Das bedeutet, dass nahezu der gesamte zugeführte Treibstoff in Wärme umgewandelt wird. Die pulsierende Verbrennung stammt ursprünglich aus der Triebwerksforschung und wird von Puls-air bereits seit 1984 erfolgreich zum Beheizen von gewerblichen Räumen eingesetzt.

Wärmeverteilung mit „Puls-air“
Saubere Verbrennung, leiser Betrieb
Die pulsierende Verbrennung der „Puls-air“-Heizgeräte erreicht hervorragende Abgaswerte (NOx: 25–30, CO: 2–5 ppm; Rußzahl: 00). Mit nur 57 Dezibel ist das Laufgeräusch zudem sehr gering.
Einfache Inbetriebnahme (Plug and Play)
Die Inbetriebnahme von „Puls-air“ ist unkompliziert und umfasst drei Schritte:
1. Gerät im zu beheizenden Raum platzieren
2. 230 Volt Strom anstecken
3. Abgas über ein 35-mmEdelstahlrohr über das Dach ins Freie leiten Der Hersteller empfiehlt zusätzlich, das Heizgerät über eine 8-mm-Kupferleitung mit Rückschlagventil an einen größeren Heizöltank anzuschließen. Dank des mitgelieferten 20-Liter-Tanks ist die Heizung jedoch sofort betriebsbereit.

Die Geschäftsführung von „Puls-air“, von links: Luca, Georg und Werner Pletzer



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Patentierte Beschichtung
Ob Neubau oder Renovierung –Leeb-Produkte sind ideal auf die Bedürfnisse der Bauherren abgestimmt. Dank der patentierten „Alu Comfort Plus®“-Beschichtung sind die Balkone besonders pflegeleicht und bis zu dreimal
witterungsbeständiger als herkömmliche Beschichtungen. Damit bleiben sie über viele Jahre hinweg nahezu wartungsfrei und behalten ihre makellose Optik. Jeder Balkon wird individuell geplant und millimetergenau gefertigt, um dem jeweiligen Gebäude das gewisse Etwas zu verleihen.
Steuerliche Vorteile nutzen
Im Rahmen außerordentlicher Instandhaltungs- oder Sanierungsarbeiten kann ein Steuerbonus in Anspruch genommen werden. So lassen sich die Kosten für den Austausch oder die Erneuerung eines Balkons deutlich reduzieren. Eine



Investition in ein Leeb-Produkt lohnt sich also doppelt – durch erstklassige Qualität aus Österreich und attraktive finanzielle Vorteile. Wer sich jetzt für eine Renovierung entscheidet, kann schon im Frühjahr den neuen Balkon genießen. Einen Überblick über das aktuelle Sortiment und die neuesten Modelle findet man online unter www.leeb-balkone.com sowie in den kostenlosen Leeb-Katalogen. Anfragen können direkt an den Leeb-Partner BZ Technik in Brixen gerichtet werden – per EMail an info@bz-technik.com oder telefonisch unter 345 7540926. Nach Terminvereinbarung kann auch die große Ausstellung in der


Julius-Durst-Straße 66 in Brixen besucht werden.

Die Leeb-Ausstellung in der Industriezone kann nach Terminvereinbarung besucht werden


„Bis 2040 zum
Nullemissionsgebäude“
TIB CONSULTING ENGINEERING: In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt des Brixner Ingenieurbüros zunehmend auf die energetische Sanierung von Mehrfamilienhäusern und Kondominien verlagert – auch als Folge der europäischen und regionalen Klimaziele. Ein Gespräch mit Geschäftsführer WERNER HUNGLINGER über den Klimaplan Südtirol 2040, gesetzliche Vorgaben und Strategien für Kondominien.
Herr Hunglinger, der Klimaplan Südtirol 2040 setzt ehrgeizige Ziele. Welche Auswirkungen hat er auf den Gebäudebestand?
WERNER HUNGLINGER: Der 2022 von der Landesregierung verabschiedete Klimaplan legt Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in allen Bereichen fest – mit dem Ziel, Südtirol bis 2040 klimaneutral zu machen. Im Zusammenspiel verschiedener Aktionsfelder sollen die CO₂-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent, bis 2037 um 70 Prozent und bis 2040 vollständig gesenkt werden. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien von derzeit 67 Prozent auf 100 Prozent steigen.
Welche Maßnahmen sind im Bereich Bauen vorgesehen?
Seit 2023 dürfen in Fernwärmezonen keine Heizkessel mit fossilen Brennstoffen in Wohngebäuden mehr eingebaut werden. Außerhalb solcher Zonen nur dann, wenn erneuerbare Alternativen nicht möglich sind. Neubauten und bestehende Gebäude, die umfassend renoviert werden, müssen – sofern realisierbar – ihren Strombedarf durch Photovoltaik am Gebäude decken. Eine Mindestinstallation ist dabei vorgeschrieben. Damit folgt Südtirol der EU-Gebäuderichtlinie 2024/1275 mit den verbindlichen Zielen zur Klimaneutralität bis 2050.
Was schreibt die EU-Gebäuderichtlinie vor?
Sie verpflichtet alle Mitgliedsstaaten, den Energieverbrauch des Gebäudebestands bis 2030 um mindestens 16 Prozent, bis 2035 um 20 bis 22 Prozent und bis 2050 um 100 Prozent zu senken. Italien hatte mit dem Superbonus einen wichtigen Schritt gesetzt, der zur Erreichung der EU-Vorgaben intensiv wei-

tergeführt und sogar ausgebaut werden müsste. Zumindest hat die Regierung nun für 2026 bestätigt, dass die Absetzbeträge von 50 Prozent für Erstwohnungen und 36 Prozent für weitere Wohnungen bestehen bleiben. Südtirol geht mit seinem Klimaplan den konsequenteren Weg: Für die energetische Sanierung von Kondominien gibt es bei Erreichen der Klimahausklasse B einen Landesbeitrag bis zu 80 Prozent, bei Erreichen der Klimahausklasse C bis zu 50 Prozent der anerkannten Kosten. In der Praxis decken 80 Prozent Förderung rund 60 bis 65 Prozent der Gesamtkosten ab. Die Auszahlung des Landesbeitrages erfolgt binnen weniger Monate nach Einreichung der Unterlagen.
Bleibt die Landesförderung auch in den nächsten Jahren aufrecht?
Angesichts des heuer erlassenen Dekrets Nr. 6 ist davon auszugehen, dass die Fördersätze bis 2027 beibehalten bleiben. Möglicherweise wird wie im Vorjahr die Berechnungsgrundlage leicht angepasst, um sie an die Marktpreise anzugleichen. Dieser Zeitrahmen verschafft
vor allem Kondominien mit ihren längeren Entscheidungsprozessen Planungssicherheit.
Was regelt das Dekret Nr. 6 im Detail?
Das Dekret Nr. 6 vom 18. März 2025 ist die Durchführungsverordnung, mit der die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Zielvorgaben auf Landesebene umgesetzt werden. Das Dekret legt Mindestanforderungen an die Energieeffizienz für Neu- und Bestandsgebäude fest und schreibt bei Renovierungen den Grundsatz „Energieeffizienz an erster Stelle“ vor. Neu ist der verpflichtende Renovierungspass für Gebäude, die die Mindeststandards nicht erfüllen. Er dient als Sanierungsfahrplan, um die Gebäudeeffizienz schrittweise zu verbessern. Da eine schrittweise Etappensanierung jedoch nicht förderfähig ist, empfehle ich, die Landesbeiträge zu nutzen und gleich eine umfassende energetische Sanierung durchzuführen. Damit entfällt auch die Pflicht zum Renovierungspass.
Gerade in Kondominien ist es oft schwierig, die nötigen Mehrheiten für Sanierungen zu erreichen. Mit welchen Argumenten überzeugen Sie in solchen Fällen?
Wann immer eine Sanierung zur Sprache kommt, stehen meist bereits umfangreiche Instandhaltungsarbeiten an. Eine Sanierung bietet dabei große Chancen: höhere Wohnqualität, geringere Betriebskosten und einen erheblichen Wertzuwachs der Immobilie. Die hohen Gesamtausgaben stellen verständlicherweise oft eine Hürde dar. Sie sind jedoch häufig darauf zurückzuführen, dass über Jahrzehnte keine größeren Arbeiten am Gebäude durchgeführt wurden.
Eine interessante Finanzierungsmöglichkeit bietet der Energie-
bonus: Erreicht ein saniertes Gebäude die Klimahausklasse B, kann es um bis zu 20 Prozent erweitert werden. Dieses Erweiterungsrecht könnte an Bauträger verkauft werden, die das Kondominium um zusätzliche Wohnungen ergänzen. Auf diese Weise ließen sich die verbleibenden Eigenkosten nach Abzug des Förderbeitrages von 35 Prozent auf etwa 10 bis 15 Prozent reduzieren. Damit dies möglich ist, müssten die meisten Gemeinden ihre Durchführungspläne überarbeiten: die maximale Gebäudehöhe erhöhen und den Bebauungsindex anpassen. Aus den dann anfallenden Bauabgaben entstünde für die Gemeinden eine lukrative Einnahmequelle. Eine klare Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Ein letzter Tipp von Ihnen zur Gebäudesanierung?
Ab November ist unsere neue Homepage www.tibce.com online. Dort steht ein kostenloser Gebäudeeffizienzrechner bereit, mit dem Interessierte eine Abschätzung der Klimahausklasse ihres Gebäudes und erste Verbesserungsvorschläge erhalten.
Hier geht es zum kostenlosen Gebäudeeffizienzrechner:

Werner Hunglinger steht Interessierten telefonisch oder per Videokonferenz kostenlos für ein halbstündiges Beratungsgespräch zur Verfügung
„Gratisstrom vom Dach“
ELECTRO FALLER: Warum sich die Investition in eine Photovoltaikanlage lohnt und für wen sie besonders rentabel ist, erklärt HARALD FALLER von Electro Faller GmbH

Herr Faller, rechnet sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage auch weiterhin?
HARALD FALLER: Auf jeden Fall! Der Strombedarf wird in Zukunft weiter steigen – angetrieben durch Smarthome-Technologien, moderne Gebäudetechnik und die zunehmende Elektromobilität. Auch der Klimawandel trägt dazu bei: Neben dem Heizen im Winter wird das Kühlen im Sommer immer wichtiger. Wir empfehlen dafür den Einsatz von Split-Klimageräten, die sowohl kühlen als auch heizen. Da diese Hybridsysteme mit Luft-Wärmepumpen strombetrieben werden, sollte nach Möglichkeit die Anschaffung einer Photovoltaikanlage ins Auge gefasst werden. Wer zusätzlich auf Elektromobilität um-

Optimiert Ihren Energieverbrauch, spart Kosten und integriert erneuerbare Energien intelligent.
steigt, profitiert gleich mehrfach: Der selbsterzeugte Strom versorgt Haus, Heizung, Kühlung und das E-Auto – in vielen Fällen sogar kostenlos!
Lohnt sich die Anschaffung auch für Betriebe?
Ja, vor allem für Unternehmen mit hohem Energiebedarf. Photovoltaikanlagen eignen sich ideal zur Deckung des eigenen Stromverbrauchs; der Verkauf ins Netz lohnt sich in der Regel nur bei Großanlagen. Gerade energieintensive Betriebe profitieren enorm, da der tagsüber erzeugte Solarstrom direkt für die Betriebstätigkeit genutzt werden kann. Empfehlenswert ist zudem eine Speicherlösung, um auch in den Abend- und Nachtstunden auf
eigenen Strom zurückgreifen zu können.
Und wie sieht es bei Privathaushalten aus, wo der meiste Strom abends gebraucht wird?
Privathaushalten und Kondominien empfehlen wir grundsätzlich eine Kombination aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher. So lässt sich der erzeugte Solarstrom zeitunabhängig nutzen. Besonders rentabel wird die Investition im Wohnbereich, wenn der Eigenstrom möglichst den gesamten Energiebedarf deckt. Zusätzlich empfehlen wir den Einsatz von Wärmepumpen zur Wärme- und Warmwassererzeugung – das steigert die Effizienz und spart bares Geld.




















Harald Faller: „Optimieren Sie Ihren Energieverbrauch mit einem Energie-Managementsystem – wir beraten Sie gerne!“
Es steckt mehr dahinter.
Hinter stilvollem Design steckt höchste Planungskompetenz. Mit durchdachter Konzeption, moderner Installationstechnik und innovativen Systemen sorgen wir für Komfort, Effizienz und Langlebigkeit in Ihrem Zuhause. Für Qualität, die spürbar ist.
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Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun 35 Jahre zurückblicken.
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Der „Brixner“ Nr. 9 Oktober 1990

Als Musiklehrer in der Mittelschule scheint er aber weniger „Es hat ihn genervt, daß die meisten Riffl das nicht hatten, was bei ihm Voraussetzung ist: die Liebe zur Musik.“ „Er leistet Großes, auch für Brixen.“ S. 31

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