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Brixner 428 - September 2025

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Die Gesichter des Nahverkehrs

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Gut für den Algorithmus

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Immer wieder beschäftigt mich die gesellschaftliche Polarisierung, die sich vor allem online beobachten lässt: Social Media ist eine Spielwiese für Menschen mit Extrempositionen. Links und Rechts beschimpfen sich gegenseitig, während die Personen der Mitte zusehen und nicht wissen, wohin mit sich. Versuche einer sachlichen Einordnung gehen unter, mit dem Ergebnis, dass Menschen sich zunehmend radikalisieren. Es ist das absolute Minimum einer Demokratie, die eigene Meinung äußern zu dürfen, ohne sofort angefeindet zu werden. Diese Redefreiheit, die bei uns glücklicherweise nach wie vor existiert, bedeutet aber auch Verantwortung. Nur weil man theoretisch alles sagen darf, heißt das noch lange nicht, dass man das auch sollte. Das gilt an der Bar genauso wie auf Social Media. Auch wir Medienschaffende müssen uns immer die Frage stellen, welchen Themen wir Platz einräumen. Gefühlt haben Medien zwei Optionen: Sollen sie sachliche Nachrichten produzieren, auf die Gefahr hin, online potenziell weniger Menschen zu erreichen – oder doch alles zum Skandal erklären, unabhängig vom eigentlichen Sachverhalt? Einige entscheiden sich leider für Letzteres. Oft wirkt es, als ginge es nicht darum zu informieren, sondern zu polarisieren – das ist gut für den Algorithmus. Damit tragen sie, getrieben von Social Media, ihren Teil dazu bei, dass die Gesellschaft immer nervöser wird. Wie viel Schaden die zunehmende Polarisierung anrichtet, dafür reicht ein Blick in die USA, die uns schon einige Schritte voraus sind. Überhaupt nicht überraschend ist für mich, dass gerade jene aus dem rechten politischen Spektrum, die zuvor lautstark über „Cancel Culture“ klagten und sich auf die Redefreiheit beriefen, diese nun selbst beschneiden. Wir alle stehen in der Verantwortung: Wir müssen respektvoll diskutieren, andere Sichtweisen anhören und auch widersprechen, ohne dass die Debatte eskaliert. Das ist nicht immer angenehm, aber Teil von gelebter Demokratie.

Ihre

Gemeinsam planen

BRIXEN: Ende August fand in einer alten Halle auf dem Schenoni-Areal ein Tag der offenen Tür statt, bei dem sich im Rahmen des „kooperativen Planungsprozesses“ Bürgerinnen und Bürger zum aktuellen Stand der Planung des Areals informieren und Vorschläge unterbreiten konnten. Wurde das Angebot aber auch angenommen? Der „Brixner“ hat sich umgeschaut.

Brixen verfolgt – wieder einmal – innovative Ansätze und versucht, bei der Planung des immerhin 19.000 Quadratmeter großen Schenoni-Areals sich auf unbekanntes Terrain zu wagen: „Es ist italienweit das erste Projekt dieser Art“, sagt Martin Mutschlechner nicht ohne Stolz. Der Stadtplaner koordiniert im Auftrag der Gemeinde Brixen gemeinsam mit Stephan Dellago die Initiative. Der „Brixner“ trifft ihn und Bürgermeister Andreas Jungmann Ende August beim „Marketplace“ des „Schenoni Urban Lab“ in der ehemaligen Schneeräumungshalle auf dem SchenoniAreal – dazu aber später.

Die Idee zum „kooperativen Planungsprozess“ stammt von Mutschlechner: „Im Sommer 2024 haben wir gemeinsam mit der Stadtregierung darüber philosophiert, ob wir mutig genug sein sollten, im Interesse einer guten Planung neue

Pfade zu beschreiten“, sagt er. Der „kooperative Planungsprozess“ ist, so schreibt die Gemeinde, ein „offener, integrativer, transparenter und partizipativer Entwicklungsprozess, der auf Dialog und Zusammenarbeit setzt.“

Herr Bürgermeister, war der Stadtrat von Anfang an von der Idee begeistert?

ANDREAS JUNGMANN: „Anfangs hatten wir vor allem rechtliche Bedenken: Zunächst hatte sich die Architektenkammer nämlich dagegen gewehrt. Sie hätte sich den üblichen Weg gewünscht: Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs, an dem sich alle beteiligen können, Bewertung der Einsendungen, Kürung der Sieger. Wir haben aber am kooperativen Planungsprozess festgehalten, weil er zwar nicht üblich, aber eigentlich vom Gesetz auch vorgesehen ist.“

Wie haben die Architekten reagiert?

Andreas Jungmann: „Zum ersten Kolloquium Anfang des Jahres hatten sich 13 Teilnehmer angemeldet, elf waren dann effektiv anwesend. Davon haben wir drei ausgewählt. Schon damals haben wir gemerkt, dass man bei der Auswahl sehr sensibel vorgehen muss: Die Zusammensetzung ist ziemlich heikel. Man braucht drei Teams, die sich gut verstehen – sonst funktioniert eine Kooperation nicht. Nach dem ersten Treffen hat sich die Sache aber gut entwickelt. Wenn Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten, entstehen ganzheitliche, nachhaltige und zukunftsfähige Konzepte – besonders für ein so einzigartiges Areal wie dieses.“

Das von Jungmann zitierte erste Treffen bestand aus einem Workshop, in dem die grundlegenden Rahmenbedingungen für die Nutzung und Struktur des Schenoni-Areals festgelegt wurden – darunter Aspekte wie der Erhalt bestehender Gebäude und nachhaltige Entwicklung. In einem zweiten Workshop Ende Juli lag der Fokus dann auf der konkreten Gestaltung: Die drei Architektenteams haben zunächst jedes für sich unter Einbeziehung externer Fachkräfte wie Landschaftsplaner, Urbanisten und Umwelttechniker drei städtebauliche Entwurfsvarianten vorbereitet, die unterschiedliche Ideen für Wohnraum, öffentliches Leben und Mobilität aufzeigten. Besonders

Fotos: Willy Vontavon

wichtig waren dabei die Qualität der Grünflächen, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten im Erdgeschoss, flexible Wohnformen und die Einbindung der bestehenden Bausubstanz (der „Brixner“ berichtete bereits in Ausgabe Nr. 425, Juni 2025).

„Wenn Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten, entstehen zukunftsfähige Konzepte“

Bürgermeister Andreas Jungmann

Ende August folgte dann der anfangs erwähnte „Marketplace“ – eine ganztägige Veranstaltung, die als Plattform für den Dialog über die Zukunft des Quartiers gedacht war und bei der interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben sollten, sich direkt vor Ort auf dem Schenoni-Areal einzubringen. Wird das Angebot aber auch angenommen?

 DREIDIMENSIONAL: Auf einer maßstäblichen

Darstellung des Areals konnten

Interessierte die Modelle der verschiedenen Bauwerke bewegen

Ziemlich pünktlich um 9 Uhr bewege ich mich also an einem regnerischen herbstlich anmutenden Morgen in Richtung Schenoni-Areal. Ein Schild an der Einfahrt lenkt mich durch das Areal bis zu einer alten Halle, in der das Militär seinerzeit die Schneeräumungswagen untergebracht hatte. Die schlichte Halle wurde von der Gemeinde „temporär als Ort für Planung und Kultur reaktiviert“, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt, „ganz im Sinne des ‚Meanwhile Use‘, der Zwischennutzung als Gestaltungsmittel für die Stadt von morgen.“

An einem großen Tisch in der Mitte der Halle steht ein Architekturmodell des Areals, eine maßstäbliche Darstellung, wie das Grundstück in Zukunft verbaut werden könnte. Kleine Klötzchen, die man wie Lego-Steine bewegen kann, stellen die möglichen Bauwerke dar. Gerade für Laien, die im Lesen von Architekturzeichnungen ungeübt sind, ist ein Modell anschaulicher als zweidimensionale Darstellungen.

An den Seiten der Halle wurden fünf große Präsentationswände aufgestellt – als Themenstationen Mobilität, Wohnen, Freiraum, Erdgeschoss-Nutzungen und Zwischennutzung. Am unteren Ende befindet sich ein großer Tisch, auf dem die drei Varianten als Plan aufliegen. Und, überall im Raum: Stehtische, Sitzgelegenheiten, sogar an Kaffee und Kuchen hat man gedacht.

Der Andrang ist aber noch bescheiden: Außer den schätzungsweise 20 Mitgliedern der Steuerungsgruppe finden sich um diese Zeit nur wenige Interessierte ein.

Herr Mutschlechner, hat die Bevölkerung wenig Lust auf partizipative Prozesse?

MARTIN MUTSCHLECHNER: „Achtung, das ist kein partizipativer, sondern ein kooperativer Prozess. Kooperativ ist nicht gleich partizipativ: Beim einen wird zusammen gearbeitet, beim anderen beteiligen sich die Leute. Na ja, es wäre schöner, wenn sich mehr Leute für dieses Projekt direkt interessieren würden. Die Veranstaltung ist aber gut kommuniziert worden; man wusste also Bescheid.“

Die landläufige Meinung vieler Menschen ist ja inzwischen, dass sie nie die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu sagen … Martin Mutschlechner: „Nun, bei uns kann jeder sich informieren und mitmachen, Ideen einbringen, Kritik üben,

Gegenvorschläge unterbreiten. Das wurde sehr gut aufgenommen. Bei längeren Gesprächen merkt man dann, dass es einigen Leuten eigentlich nicht darum geht, ihre Meinung zu sagen. Viel mehr möchten sie, dass alle ihnen recht geben. Dieses Recht steht aber niemandem zu.“

Das ist das Dilemma bei partizipativen Abläufen, denke ich mir. Ich entscheide mich dafür, den „Marketplace“ zu verlassen und am frühen Nachmittag noch einmal vorbeizuschauen. Diesmal sind sichtbar mehr Leute anwesend.

Herr Mutschlechner, welche Bilanz ziehen Sie aus den ersten sechs Stunden?

Martin Mutschlechner: „Der ‚Marketplace‘ war als Tag der offenen Tür konzipiert, bei dem wir den ganzen Tag zur Verfügung stehen, um Fragen zu beantworten und weitere Hinweise aufzunehmen. Wie viele Einwohner hat Brixen?“

23.000, inklusive der Fraktionen.

Martin Mutschlechner: „Ich schätze, dass etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung sich heute die Mühe gemacht hat, hierher zu kommen. Okay, es könnten mehr sein, aber mit den Leuten, die da waren, gab es wirklich gute Gespräche.“

Andreas Jungmann: „Wer sich vorgestellt hat, dass bei einer Veranstaltung wie dieser 2.000 Personen kommen, hat die Lage falsch eingeschätzt und wird möglicherweise enttäuscht sein. Es ist, wie es ist. Die Bilanz des heutigen Tages ist trotzdem sehr positiv.“

Wie aber ist der aktuelle Stand der Planung, Herr Mutschlechner? Fehlen jetzt nur noch die politischen Entscheidungen zum endgültigen Konzept?

Martin Mutschlechner: „Die grundlegende politische Entscheidung ist ja bereits seinerzeit getroffen worden, als man beschloss, sich auf diesen außergewöhnlichen Weg einzulassen mit dem Ziel, gemeinsam die bestmögliche Zukunft für dieses Areal zu entwickeln. Jetzt sind wir kurz davor, ein Konzept für das Areal präsentieren zu können, weil wir gemeinsam erarbeitet haben, wie die Zukunft dieses Grundstücks grob aussehen könnte.“

Grob?

Martin Mutschlechner: „Grob – das ist die Schnittstelle zwischen der Idee und dem Anfang eines Durchführungsplanes. Wir sind also kurz davor, alle Informationen zu haben, die notwendig sind, um daraus einen Durchführungsplan zu erstellen. Wir wissen nun, wie viel Kubatur wo verbaut werden soll, welche Bedeutung die Kubaturen haben werden und welche Bedeutung der Außenraum drumherum haben wird.“

Das heißt, man weiß jetzt, welche Nutzung die einzelnen Teile des Areals haben werden?

Martin Mutschlechner: „Wir wissen, wo Bauwerke entstehen sollen und was auf den übrig bleibenden Flächen stattfinden soll. Wo wird es Grünraum geben? Wie sollen die Flächen erschlossen werden, wo können Autos verkehren und parken? Wie organisiert man die Bewegungen innerhalb der Zone? Es handelt sich hier um ein relativ kleines Areal, aber gleichzeitig ist es ein relevantes, da es sehr zentral liegt.“

Der große Unterschied liegt daran, dass normalerweise ein Areal Stück für Stück verplant wird, was dann aber oft zu ziemlich heterogenen Situationen führt – wie zum Beispiel die urbanistisch nicht besonders gelungene Zone Landwirt.

p Angeregte Diskussion der Architekten zu den drei Varianten

Auf Flipcharts konnten Bürger ihre Ideen und Wünsche äußern

Martin Mutschlechner: „Ja, aber die Zone Rosslauf ist andererseits ein positives Beispiel für gute Planung. Damals wurde in der Planung vorbildhaft gearbeitet; das wollen wir nachmachen. Überhaupt kann dieser Prozess als Vorbild gelten für die zukünftige Planung anderer Areale in Milland. Die Bevölkerungszahl in Milland ist ja in den letzten 30 Jahren extrem stark gestiegen, und sie wird weiter wachsen. Die Dichte und die Strategien des Schenoni-Areals werden längerfristig auch für ganz Milland Bedeutung haben – wir hoffen zum Guten, weil der öffentliche Raum in Milland durchaus zu wünschen übrig lässt.“

Am anderen Ende der Halle sehe ich, wie sieben oder acht Personen miteinander angeregt diskutieren. Am Tisch befinden sich die drei Varianten, um ihn herum die Mitglieder der Planungsteams LIA Collective, Peluso mit Studio Calas und feld72. Das Grundkonzept des koope-

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rativen Planungsprozesses wird hier greifbar: Gemeinsam diskutieren sie über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ideen, sie erkennen Ähnlichkeiten zwischen den Varianten und versuchen zu analysieren, wo es noch Unterschiede oder Kompromissmöglichkeiten gibt. Ganz bewusst verzichten wir darauf, in diesem „Brixner“ Details zu verraten, weil es zum heutigen Tag noch keine spruchreife Lösung gibt.

„ Aus den drei Varianten lernen wir, Qualitäten zu erkennen –bei viele Details ist ein Konsens bereits nahe“
Stefano

Planer

Worin unterscheiden sich die drei Varianten?

PHILIPP RIER (LIA Collectiv): „Sie unterscheiden sich in der Planstrukturiertheit. In der einen gibt es kleinere Räume, die sich immer wieder öffnen, in der anderen eher größere Räume. Auch gebäudetechnisch gibt es Unterschiede: Die durchschnittliche Dimension der Gebäude ist verschieden.“

Haben Sie aber in Sachen Nutzung und Kubatur klare Vorgaben von der Gemeinde bekommen?

STEFAN GROH (feld72): „Nein. Wir sind es, die diese Vorgaben diskutiert und vorgeschlagen haben. Im Moment arbeiten wir mit einem Maßstab, mit dem wir über Qualitäten sprechen. Die einzelnen Gebäudetypologien und deren Nutzung kommt in einem zweiten Moment. Im Unterschied zum klassischen Planungsverfahren erarbeiten wir die Auslobung für den Durchführungsplan gemeinsam. Das macht das kooperative Arbeiten sehr spannend, auch wenn es aufwändiger ist. Im klassischen Planungsverfahren gibt die Gemeinde oder der Auslober die Vorgaben. Es ist also sehr interessant, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde und der Steuerungsgruppe auch die Rahmenbedingungen festlegen.“

Wird es viel Wohnkubatur geben?

Philipp Rier: „Ja, es wird hauptsächlich Wohnkubatur geben.“

Martin Mutschlechner: „Die Lagepläne der drei Architektenbüros sind eigentlich sehr ähnlich. Ja, es geht vor allem um Wohnkubatur: 75 bis 80 Prozent der gesamten Kubatur werden wohl Wohnraum werden.“

Gab es während der Arbeit Diskussionen unter den Planungsteams?

Martin Mutschlechner: „Ja, aber das ist Teil des Konzepts. Am Beginn hat jedes Team natürlich versucht, seine individuellen Gedanken sichtbar zu lassen. Zum Beispiel gab es verschiedene Denkweisen darüber, wie die Räume aufgeteilt werden und wie die Wege verlaufen sollen. Oder auch die Frage, ob Erdgeschosse auch als Wohnungen genutzt werden sollen. Oder um die Mobilität: Eines der Hauptkonzepte, die wir auch

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p Sie standen einen Tag lang Rede und Antwort: die Koordinatoren Martin Mutschlechner (8. v.l.) und Stephan Dellago (9. v.l.), Bürgermeister Andreas Jungmann (2. v.r.), Irene Braito (Gemeinde Brixen, 1. v.r.), im Bild mit Mitgliedern der Steuerungsgruppe, Technikern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern

von der Zone Rosslauf abgeschaut haben, ist der Umgang mit den Autos. Wir wollen möglichst wenig unterirdische Flächen versiegeln; dadurch kann man oben viel machen. Autos werden ihren Platz haben, aber nicht innerhalb der Zone.“

Mit dem heutigen Tag ist der Prozess also so gut wie abgeschlossen?

Martin Mutschlechner: „Nein, eigentlich beginnt er jetzt erst richtig. Heute haben wir drei bereits sehr ähnliche Grundrisse, und jetzt haben die Planungsteams die Aufgabe, miteinander zu diskutieren, um am Ende gemeinsam einen Durchführungsplan zu erstellen. Es werden jene Ideen Bestand haben, die die bestmögliche synergetische Lösung der drei Vorschläge bilden.“

STEFANO PELUSO: „Aus den drei Varianten lernen wir, Qualitäten zu erkennen. Bei vielen Details ist ein Konsens bereits nahe; jetzt kommt eine vierte Variante, mit der wir versuchen, die einzelnen Qualitäten der drei Varianten zusammenzufassen.“

Herr Mutschlechner, ich kann mich noch gut an ein Gespräch mit Ihnen erinnern, in dem Sie mir erklärt haben, dass es eigentlich sinnvoll ist, hohe Gebäude zu bauen, damit möglichst viel Grünfläche bleibt, die von allen Bewohnern benutzt werden kann. Auch im Schenoni-Areal?

Martin Mutschlechner: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Welcher Politiker hat das seinerzeit gesagt?“

Das war Konrad Adenauer.

Martin Mutschlechner: „Ja, genau. Für Milland gilt meine Aussage von damals also nicht unbedingt. Es gibt in direkter Nachbarschaft die zwei Militärbauten, bei denen die Gemeinde in der Genehmigungsphase total übergangen wurde, weil das Militär in Italien alles bauen darf, ohne jemanden zu fragen. Was mich schockiert, ist neben der Höhe die mangelhafte architektonische Qualität dieser Gebäude. Das sind also schon abschreckende Beispiele. Das Schenoni-Areal soll andererseits natürlich kein Villenviertel werden, sondern eine gewisse Verdichtung erfahren, damit der Grund auch gut genutzt wird. Ich stelle mir eine Kubaturdichte von 2,9 vor.“

Andreas Jungmann: „Ich bin eher der Meinung, dass wir das Gelände zeitgemäß verdichten sollten; ein Index von etwa 3,5 wäre wohl der richtige. Wichtig ist auch die Definition der maximalen Gebäudehöhe: Je höher die Häuser, desto mehr Freiraum habe ich am Boden. Wir wünschen uns ja ein Areal, das der Millander durchschreiten kann, um in die Stadt zu gelangen. Also werden großzügige öffentliche Flächen entstehen.“

Wie geht es jetzt weiter, Herr Bürgermeister?

Andreas Jungmann: „Am 2. Oktober trifft sich die Steuerungsgruppe; vier Wochen später soll ein Masterplan präsentiert werden, der sämtliche genaue Vorgaben für die

Erarbeitung des Durchführungsplanes enthält. Danach müssen die drei Architekturbüros entscheiden, ob sie einen gemeinsamen Vorschlag bringen wollen oder doch drei getrennte. Das Preisgericht kürt dann den Sieger.“

Im Sinne des Konzepts wäre es aber eigentlich zielführend, dass es einen gemeinsamen Vorschlag gibt, oder?

Andreas Jungmann: „Ja, das ist auch mein Wunsch. In diesem Fall könnte ich mir gut vorstellen, dass man denselben Teams den Auftrag gibt, den Durchführungsplan zu erstellen, der dann Anfang 2026 eigentlich vorliegen müsste.“

Am Ende dieses Prozesses wird es also einen Durchführungsplan geben, eine Art Masterplan, der das gesamte Areal betrifft und dann schrittweise umgesetzt wird. Aber …

… wer baut dann eigentlich, Herr Bürgermeister?

Andreas Jungmann: „In meiner Vorstellung wird es am Ende einen ziemlich genauen Plan geben, der auch definiert, welche darin enthaltenen Bauwerke freie Wohnkubatur werden und welche dem geförderten Wohnbau oder dem sozialen Wohnbau zur Verfügung gestellt werden sollen. Ebenfalls sehr gut vorstellbar ist, einen Teil der Kubatur dem gemeinschaftlichen Mietwohnen zu widmen. Da könnte die Gemeinde selbst als Bauherr fungieren oder eben eine Ge-

p Die alte Schneeräumungshalle am Schenoni-Areal eignete sich hervorragend für den „Schenoni Marketplace“ – aber die Beteiligung der Bevölkerung bei solchen Veranstaltungen ist ausbaufähig

nossenschaft, die den entsprechenden Baugrund zu günstigen Bedingungen erhält. Mein Ansatz ist aber auf jeden Fall, dass die Gemeinde aus diesem Areal Gelder erlösen muss –also wird es auch das Angebot an private Bauherren geben, Teile des Grundstückes zu erwerben, die dann so bauen, wie es der Durchführungsplan vorgibt. Der Grund hat ja einen theoretischen Wert von mindestens 35 Millionen Euro; es wäre nicht im öffentlichen Interesse, wenn wir ihn gänzlich verschenken würden.“

Ist „Wohnen mit Preisdeckelung“ ein Thema?

Andreas Jungmann: „Ja, natürlich. In Albeins haben wir ein entsprechendes Pilotprojekt, aber die ersten Berechnungen sind nicht besonders zufriedenstellend, weil die Ersparnis für den Käufer mir persönlich noch zu bescheiden ist. Ziel ist auf jeden Fall, so viele Wohnungen wie möglich entstehen zu lassen, die bezahlbar sind.“

Auch die Brixner Betriebe brauchen unbedingt Wohnungen für Mitarbeiter …

Andreas Jungmann: „Es könnte die Möglichkeit geben, dass Betriebe Wohnungen selbst bauen oder erwerben und sie den Mitarbeitern weitervermieten. Ebenfalls möglich ist, dass die Betriebe eine eigene Kita im Erdgeschoss eines Gebäudes errichten. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.“

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„ Es läuft gut – ob unsere Arbeit aber wirklich gelungen sein wird, werden wir erst in 30 oder 40 Jahren wissen“

Herr Mutschlechner, würden Sie den Prozess als gelungen bezeichnen?

Martin Mutschlechner: „Ich glaube, dass die Erwartungen von vielen Beteiligten deutlich übertroffen wurden. Wie bei jedem Prozess, bei dem viele Leute mitreden, gibt es natürlich einige Herausforderungen, aber noch viel mehr positive Momente. Bei der letzten Veranstaltung war die Aufmerksamkeit der anwesenden Zuschauer zum Beispiel extrem hoch; das war für mich sehr spannend zu beobachten. Das Feedback aller Veranstaltungen war super. Es läuft also gut – und wir dürfen nicht vergessen, dass dies italienweit der erste Prozess dieser Art ist. Ob unsere Arbeit aber wirklich gelungen sein wird, werden wir erst in 30 oder 40 Jahren wissen.“

willy.vontavon@brixner.info

Der Weg, den Brixen für die Verbauung des Areals eingegangen ist, ist spannend und, wie Martin Mutschlechner sagt, vielleicht ein Pilotprojekt für ähnliche Aufgaben der Zukunft. Wenn Architekten, Urbanisten und Landschaftsplaner sich auf einen offenen Dialog mit Politikern und Bevölkerung einlassen, muss das Ergebnis eigentlich besser sein, als wenn jeder für sich arbeitet – viele Köche verderben in diesem Fall nicht den Brei, sondern verfeinern ihn. Auf jeden Fall ist es aber immer zielführend, ein Gesamtkonzept für größere Areale zu erarbeiten und nicht scheibchenweise vorzugehen. Möglicherweise ist dieser Weg etwas aufwändiger, aber diese Mühe sollte sich eine Stadtverwaltung immer geben – im Interesse einer guten Gestaltung unserer Städte.

Willy Vontavon

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Frühstück am Asphalt

FRANZENSFESTE: Das Bahnhofsareal wird immer wieder zum provisorischen Zuhause für Menschen ohne festen Wohnsitz – für Anrainer ein Ärgernis, für die Carabinieri Routineeinsätze, für die Gemeinde eine rechtliche Grauzone. Wie geht man mit diesen Menschen um?

Am Bahnhofsparkplatz in Franzensfeste. Es ist früh am Morgen. Der junge Mann hat seinen Stuhl bereits aufgeklappt, hingestellt auf dem kalten Betonsockel in der Nähe seines geparkten PKWs. Es ist sein improvisierter Frühstücksplatz. Routiniert holt er die ordentlich aufgereihten Schuhe unter dem Wagen hervor, zieht die Vorhänge beiseite. Hinter den Scheiben zeigen sich noch die Spuren der Nacht – beschlagen, von Atem und Schlaf in stickiger Luft. Er ist nicht allein – auch andere haben in diesem Fahrzeug übernachtet.

Wenige Minuten später sitzen mehrere Männer und Frauen, junge und alte, beisammen. Frühstück am Asphalt, am Bahnhofsparkplatz von Franzensfeste. Sie wirken nicht störend, eher fremd, ein irritierendes Bild für die Pendler und Pendlerinnen, die auf dem Weg zum Zug einen kurzen Blick riskieren. Ist dieser Lebensstil frei gewählt oder erzwungen? Niemand weiß es genau. Nur das Kennzeichen am Auto verrät etwas: Mazedonien. Der junge Mann reibt sich die Augen. Müdigkeit steht in seinem Gesicht. Vielleicht, weil die Carabinieri

Zingerle

Foto: Oskar

 Tagsüber parken Pendler, abends wird der Parkplatz in Franzensfeste von Personen genutzt, die die Nacht im Auto verbringen

in der Nacht an das Fenster seines Wagens geklopft hatten.

„Ausweise, Aufenthaltstitel, Vorstrafen – das alles wird kontrolliert“, sagt Capitano Francesco Lorenzi, der Einzige der Ordnungshüter, der offiziell Auskunft geben darf. Warum das nächtliche Anklopfen? „Um den Status der Personen zu überprüfen“, sagt er, „eine soziale Einordnung ist wichtig, um Gefahrensituationen auszuschließen.“ In diesem Fall gibt es Entwarnung. Wie fast immer, betont Lorenzi. Viele Menschen, die im und rund um das Bahnhofsgebäude von Franzensfeste übernachten, stammen aus Osteuropa oder Nordafrika, oft ohne festen Wohnsitz.

Ordnung und das Leben am Rand

Die Streifenwagen kreisen regelmäßig um das Areal. Das bezeugt ein Blick in die Akten: In den letzten drei Monaten gab es hier 13 Einsätze, sprich Kontrollen, auf die Maßnahmen folgten. Anzeigen wegen unerlaubten Waffenbesitzes, illegaler Einwanderung, Drogen, Trunkenheit – alles dabei. Routine für die Carabinieri, die hier in Franzensfeste eine eigene Station betreiben. Und doch: „Die meisten Menschen sind friedlich“, sagt der Capitano. So wie die am Parkplatz. Ihre Papiere sind in Ordnung, alles rechtens. Und so frühstücken

sie weiter auf ihrem Betonsockel, scheinbar zufrieden mit dem Wenigen, das sie haben, bis sie bei der nächsten Kontrolle wieder aufgefordert werden, das Gelände zu verlassen.

Einige Anrainer und Anrainerinnern sind beunruhigt. Sie beobachten das Schauspiel seit Jahren. Für einige Wochen sind die Fremden da, dann verschwinden sie – und kehren kurze Zeit später wieder zurück. Wieder dieselben Bilder, dieselben Muster. Immer wieder tauchen mazedonische Kennzeichen auf.

Bürgermeister Thomas Klapfer wirkt machtlos. Als ihn der Anruf für diesen Bericht erreicht, ist er am Meer, spaziert am Strand. Einen Tag später, zurück in Franzensfeste, warten die altbekannten Herausforderungen auf ihn, wie die Schilderungen über die PKWs mit mazedonischem Kennzeichen. „Es ist wie beim Camping“, sagt er. „Solange kein Stuhl und Tisch draußen steht, ist Übernachten im Auto nicht verboten. Grauzone.“ Der Parkplatz am Bahnhof gehört der italienischen Eisenbahn. Ein Vertrag erlaubt es der Gemeinde, die Flächen kostenlos bereitzustellen – allerdings nur, wenn sie selbst keine Gebühren erhebt. Würde man Parkgebühren einführen, müsste die Gemeinde 20.000 Euro jährlich an die Bahn zahlen. Rentabel wäre das nur mit extrem hohen Parktarifen. „Das ist keine Option“, sagt Klapfer. Und selbst Strafzettel würden wenig ändern: „Die Leute, die sie bezahlen müssten,

wie jene im PKW, würden sie wahrscheinlich eh ignorieren, gleich wegwerfen.“ Vielleicht auf den Boden.

Denn was bleibt, ist der Müll. Dosen, Plastikflaschen, Exkremente. Eine zerrissene alte Jacke am Betonsockel. „Die illegale Müllentsorgung, formal ein Delikt, ist praktisch schwer nachzuweisen“, sagt der Capitano, „der Parkplatz ist unbewacht, frei zugänglich.“ Die Carabinieri verweisen auf die Pflicht der Verursacher, den Abfall zu beseitigen. Doch „wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren“, sagt Klapfer lakonisch. „Es ist wie ein Katzund-Maus-Spiel. Diese Menschen suchen sich ein Versteck, ziehen weiter und kehren in ein paar Wochen wieder zurück.“

Sein Lösungsansatz: mehr Carabinieri-Kontrollen und ein geschlossenes Bahnhofsgebäude in den Nachtstunden, wenn keine Züge fahren. Capitano Lorenzi hat dazu eine Anfrage an die RFI gestellt, die Rete Ferroviaria Italiana. Aber der Bürgermeister bleibt vorsichtig: „Wer sperrt das Gebäude um 23 Uhr ab und öffnet es wieder um 5 Uhr?“, fragt er. Bisherige Versuche scheiterten am Personal. Und doch: „Nur das kann eine Lösung sein.“

„Die Ulli soll’s richten“

Meistens wird das Bahnhofsgebäude erst im Winter zum Zufluchtsort – beheizt, sicherer als

das Auto. Doch auch an diesem Herbstabend kehrt das Bild bereits wieder: Ein Mann sitzt mit Bierdose auf der Holzbank. Sein Ladegerät steckt in einer der Steckdosen, die es hier in der Halle bald nicht mehr geben soll. „Somit wäre das Aufladen elektronischer Geräte auch nicht mehr möglich“, sagt der Capitano. „Eine entsprechende Anfrage wurde an die RFI gerichtet.“

Den Mann in der Halle scheint das heute nicht zu kümmern. Er murmelt vor sich hin, wirkt verloren, sichtlich betrunken, könnte wohl hier übernachten. Wäre dem so und würde er dann kontrolliert, drohten ihm 100 bis 300 Euro Strafe und ein Aufenthaltsverbot. Erst für 48 Stunden, bei Wiederholung für zwölf Monate. Bei Vorstrafen sogar bis zu zwei Jahre. Doch an diesem Abend bleibt er unbehelligt. Glück im Unglück. Ein Mann am Rand der Gesellschaft, gemustert von Pendlerinnen und Pendlern, die das Bahnhofsgebäude verlassen und sich Richtung Parkplatz aufmachen. Sie gehen vorbei an geparkten PKWs, hinter deren Scheiben die Vorhänge längst wieder zugezogen sind. Schuhe verschwinden unter dem Wagen. Bereit für die nächste Nacht. Das Versteckspiel geht weiter. Nun auch unter den Augen der Landesrätin für Sicherheit und Gewaltprävention, Ulli Mair. Denn in Franzensfeste ist man sich einig: „Die Ulli soll‘s richten.“

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BRIXEN: In der Domstadt soll eines der insgesamt zehn neuen Gemeinschaftshäuser in Südtirol entstehen. Sie sollen die Gesundheitsversorgung noch bürgernäher machen. Was genau ist geplant?

„Man möchte etwas wegkommen von der Krankenhauslastigkeit“, fasst Elisabeth Montel, Direktorin des Gesundheitsbezirkes Brixen, das Vorhaben in einem Satz zusammen. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb möchte in Brixen eines der neuen Gemeinschaftshäuser umsetzen, die durch den europäischen Wiederaufbaufonds

finanziert werden. Insgesamt sollen zehn solcher Einrichtungen in Südtirol entstehen – neben Brixen in Bozen, Bruneck, Klausen, Neumarkt, Leifers, Meran, Naturns, Innichen und Sterzing. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung näher an die Patientinnen und Patienten zu bringen und damit die Krankenhäuser und Notaufnahmen zu entlasten. Dafür sollen die Gemeinschaftshäuser gewisse Grundversorgungsdienste – sowohl im Gesundheits- als auch im Sozialbereich – bündeln.

p Neben den bestehenden Sprengeldiensten werden im Gemeinschaftshaus in der Romstraße weitere Ambulatorien und eine Ambulanz untergebracht

Modernisierter Sprengel

Während in Gemeinden wie Leifers an einem neuen Gebäude gebaut wird, soll sich das Gemeinschaftshaus in Brixen in der

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Romstraße befinden, wo derzeit bereits einige Sprengeldienste untergebracht sind: der Krankenpflegedienst, die Anlaufstelle für Pflege- und Sozialdienste, der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen sowie das Zentrum für psychische Gesundheit. Kurzfristig neu hinzu kommen eine Hausarztpraxis sowie die wohnortnahe Einsatzzentrale.

Das Gemeinschaftshaus kann man sich vorstellen wie einen modernisierten Sprengel, der neue Funktionen übernimmt: „In Zukunft sollen Gemeinschaftshäuser zusätzlich gewisse fachärztliche Visiten übernehmen, etwa in der Pneumologie, Augenheilkunde und Diabetologie“, erklärt Montel. Chronisch kranke Patienten, die regelmäßig zu Kontrollvisiten ins Krankenhaus müssten, sollen künftig in Absprache mit den Hausärzten im Gemeinschaftshaus Hilfe finden. Das soll ihre Betreuungspfade verbessern. In Brixen betrifft das vor allem Menschen mit chronischer Bronchitis, rheumatoider Arthritis, Herzinsuffizienz und Diabetes. „Teilweise werden diese Betreuungspfade schon angewendet, nur dass die Fachärzte bislang im Krankenhaus sitzen“, erklärt Montel, „für gewisse Erkrankungen sollte der Ansprechpartner näher vor Ort sein und nicht im Krankenhaus.“ Mit der Verlegung einiger Visiten ins Stadtzentrum soll die Versorgung noch bürgernäher erfolgen und die Zusammenarbeit mit den Hausärzten erleichtert werden.

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erklärt Montel. Diese „zweite“ Hilfe soll vornehmlich die Notaufnahme entlasten und ebenfalls dazu beitragen, dass die Gesundheitsversorgung niederschwelliger wird. Dafür muss noch Organisatorisches geklärt werden: Derzeit befinde man sich laut Montel in

„ In Zukunft sollen Gemeinschaftshäuser zusätzlich gewisse fachärztliche Visiten übernehmen“

Elisabeth Montel, Direktorin des Gesundheitsbezirks

Brixen

Neben den fachärztlichen Leistungen sieht das Gemeinschaftshaus auch eine Ambulanz vor, die rund um die Uhr besetzt sein soll. „Patientinnen und Patienten mit kleinen Dringlichkeiten oder Personen, die keinem Hausarzt zugewiesen sind, sollen sich an diese Ambulanz wenden können“,

Gesprächen mit den Hausärzten, um festzustellen, wer ein paar Stunden dort übernehmen könnte.

Schritt für Schritt

„Ein fixes Datum für die Eröffnung gibt es nicht, die Umsetzung soll schrittweise erfolgen“, sagt

Montel. Voraussichtlich am 8. Oktober soll zum ersten Mal eine Blutentnahmestelle im Gemeinschaftshaus öffnen, die künftig alle zwei Wochen mittwochs im Turnus mit der Blutentnahmestelle in Mühlbach bereitstehen wird. „Auch eine Hausärztin für das Ambulatorium haben wir bereits gefunden; mit einer zweiten befinden wir uns im Gespräch“, erzählt Montel. In den kommenden Wochen und Monaten sollen drei neue Ambulatorien entstehen, die im Frühjahr 2026 besetzt werden. Was das Personal anbelangt, sei man derzeit in Gesprächen mit Bozen, denn für das neue Gemeinschaftshaus wäre eine Personalaufstockung des Gesundheitsbezirkes Brixen sinnvoll. Die Personaldecke sei nämlich laut Montel „im Gesundheitsbezirk eng gesteckt und bietet wenig Spielraum für neue Dienste.“ Und auch beim IT-System arbeitet man derzeit noch an einer Lösung. „Viele Dinge sind noch im Entstehen, und es braucht noch eine gewisse Einarbeitungsphase, bis die Prozesse dann gut laufen“, so Montel. anina.vontavon@brixner.info

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BRIXEN | STERZING

Laut Elisabeth Montel sollen die neuen Ambulatorien im Frühjahr 2026 besetzt werden

BRIXEN

Von Brixen nach Rom

SÜDTIROL

Oberstaller folgt auf Schatzer

Mit einem überraschend deutlichen Ergebnis endete die Wahl des Präsidenten des Südtiroler Gemeindenverbandes: Dominik Oberstaller, Bürgermeister von Welsberg-Taisten, konnte sich gegen Amtsinhaber Andreas Schatzer durchsetzen. Er erhielt 66 Stimmen, während 41 an den Vahrner Bürgermeister gingen. Die Wahl fand im Rahmen der Vollversammlung des Südtiroler Gemeindenverbandes am 29. August im Festsaal der Gemeinde Bozen statt. Schatzer war seit zwölf Jahren Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes und

KURZ

zeigte sich enttäuscht über das Wahlergebnis. Oberstaller bedankte sich beim scheidenden Präsidenten und nannte als seine Prioritäten die Digitalisierung, den Bürokratieabbau und die Stärkung der Gemeindefinanzierung. Landeshauptmann Arno Kompatscher bedankte sich ebenfalls bei Schatzer für die geleistete Arbeit und gratulierte Oberstaller: „Ich wünsche dem neuen Präsidenten alles Gute und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit, um die 116 Gemeinden zukunftsorientiert zu unterstützen und ihre Eigenständigkeit zu stärken.“ Der Südti-

Eine Gedenkfeier für Sternenkinder findet am 12. Oktober um 16:30 Uhr im Neuen Friedhof in Brixen beim Kindergrab statt. Der Katholische Familienverband und die Krankenhausseelsorge laden dazu alle Eltern ein, deren Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben ist.

Beim 23. Generalkapitel der Tertiarschwestern des hl. Franziskus in Assisi ist Sr. Mirjam Volgger aus Brixen zur 1. Rätin und damit zur Stellvertreterin der Generaloberin gewählt worden. Die bisherige Provinzoberin in Brixen wird künftig einen Großteil ihrer Arbeit in Rom leisten, wo das Generalat der Gemeinschaft seinen Sitz hat. Generaloberin Sr. Theodosia Baki aus Kamerun wurde für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Sr. Mirjam stammt aus Pfunders und trat mit 24 Jahren in das Kloster der Tertiarschwestern in Brixen ein. „Ich habe mir gedacht, ich probiere es einfach“, erinnert sie sich. Viele kennen die Ordensfrau aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Leiterin der Marienklinik in Bozen oder durch ihr Engagement in der Südtiroler Ordensprovinz. Die Tertiarschwestern, vor 325 Jahren von Maria Hueber in Brixen gegründet, haben sich in den letzten Jahrzehnten stark international entwickelt. Heute zählt der Orden etwa 500 Schwestern, davon 330 in Kamerun, knapp 70 in Südtirol, 55 in Nordtirol und 20 in Bolivien. „Vor allem in Kamerun ist unsere Saat kräftig aufgegangen“, betont Sr. Mirjam. „Ich stelle mich dieser Herausforderung und bin bereit, meiner Ordensgemeinschaft in diesem Amt zu dienen“, erklärt sie mit Blick auf ihre neue Aufgabe. oz

roler Gemeindenverband vertritt die Interessen der Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und des Betriebes für Sozialdienste Bozen und unterstützt die Mitglieder bei unterschiedlichen Aufgaben der öffentlichen Verwaltungstätigkeit. av

In seiner ersten Sitzung beschäftigte sich der neue Jugendbeirat der Gemeinde Brixen damit, wie junge Menschen stärker eingebunden werden können sowie mit Themen wie dem leistbaren Wohnen, dem Ausbau von Freizeitstrukturen und der Schaffung und Stärkung von Jugendräumen.

Über 50 Kinder zwischen 4 und 11 Jahren nahmen begeistert am diesjährigen „LASIDO-Singcamp“ in der Waldorfschule Sarns teil. Neben Singen standen auch Musizieren, Tanzen, Theater und viel Spielspaß auf dem Programm. Die nächste Singwoche findet im Juli 2026 statt; Anmeldungen sind ab Jänner möglich.

Foto: Oskar
Zingerle

„Kostenlose Hilfe für Betroffene“

SILVIA RABENSTEINER, Bildungsverantwortliche der KVW Bildung in Brixen, über den Ausbau des landesweiten Projekts „Besser lesen und schreiben“ und die neuen Unterstützungsstellen in Brixen und Meran.

Frau Rabensteiner, wie äußert sich geringe Literalität, und wen betrifft sie?

Auch im bildungsstarken Südtirol gibt es viele Menschen, die nicht gut lesen und schreiben können – rund 40.000 deutschsprachige Erwachsene jeden Alters, aus allen Berufen und Lebensbereichen. Die Gründe dafür sind vielfältig: schwierige Schulzeit, persönliche Brüche oder gesundheitliche Probleme. Oft merkt man es ihnen nicht an, weil sie gelernt haben, es zu verbergen – aus Scham oder weil sie im Alltag lange zurechtkamen. Doch irgendwann stoßen viele an ihre Grenzen: beim Ausfüllen

eines Formulars, beim Verstehen einer Anleitung oder beim OnlineAntrag. Die Anforderungen werden mehr, auf Papier und digital. Wer nicht mitkommt, fühlt sich schnell ausgeschlossen.

Welches Angebot gibt es ab Oktober in Brixen?

Gemeinsam mit dem Amt für Weiterbildung und Sprachen erweitern wir das Projekt „Besser lesen und schreiben“. Zu den Unterstützungsstellen in Bozen, Bruneck und Schlanders kommen ab Oktober zwei neue in Brixen und Meran. In Brixen ist die Stelle in der Hofgasse 2 jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Betroffene

erhalten kostenlos und anonym Hilfe – ganz konkret beim Lesen, Schreiben, Verstehen. Wir wollen Menschen mit geringer Literalität genau da abholen, wo sie im Alltag Schwierigkeiten haben.

Wer kann teilnehmen?

Das Angebot richtet sich an Erwachsene deutscher Muttersprache, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. Wer sich weiter über das Projekt und die Anlaufstellen informieren möchte, bekommt alle wichtigen Informationen auf unserer Webseite bildung.kvw.org/ basisbildung oder direkt in unseren Bildungsbüros. johanna.bampi@brixner.info

Foto Simon Burko

BRIXEN

Einladende Räume für Weiterbildung

Mit teils neuen und teils neu gestalteten Seminarräumen, neuen Büros und einem neuen einladenden Eingangsbereich, der zugleich als Aufenthaltsraum genutzt werden kann, heißt die Volkshochschule Südtirol pünktlich zu Beginn der Herbst- und Winterkurse alle Interessierten willkommen. Somit verfügt die Zweigstelle der Volkshochschule in Brixen nun über sechs modern ausgestattete Seminarräume, von denen der größte sich bestens für die beliebten Bewegungskurse eignet. Die im selben Raum raffiniert verbaute Küche wird nur dann sichtbar, wenn sich interessierte Männer und Frauen, oft zusammen mit ihren Söhnen und Töchtern, Inspiration und Wissen bei den unterschiedlichsten Kochkursen holen. Die Nachfrage nach Weiterbildungsveranstaltungen von einzelnen Abenden bis hin zu Lehrgängen und mehrteiligen Kursen ist groß, und so bietet die Volkshochschule

Südtirol, die heuer übrigens auch ihr 75-jähriges Bestehen feiert, in Brixen über das ganze Jahr verteilt rund 350 Kurse und Veranstaltungen an. Allein im heurigen Jahr fanden von Januar bis August 135 Kurse mit 1.226 Teilnehmenden statt. Bei der Vorstellung der neuen

Räume unterstrich die Präsidentin Angelika Mayr einmal mehr das Motto der Volkshochschule, Bewährtes weiterzuführen und das Angebot mit Innovativem und Neuen zu bereichern. Die Umgestaltung der Räume soll diesem Wunsch Rechnung tragen. Sie

bedankte sich beim Vorstand sowie der Direktorin Barbara Pixner, der Zweigstellenleiterin Anna Überbacher und allen Mitarbeiterinnen in Brixen für ihren Einsatz und die Koordinierung der Bauarbeiten.

1,29

Am Geburtstag an andere denken

Ein runder Geburtstag kann durchaus im Zeichen der Solidarität stehen. In diesem Sinne entschieden sich die fünf langjährigen Freunde Michael Jöchler, Roland Vitroler, Christian Sigmund, Stefan Barbieri und Manuel Gallonetto kürzlich dazu, ihren 60. Geburtstag nicht auf gewöhnliche Weise zu feiern. Vielmehr wählten sie dazu das Motto „Gemeinsam feiern – gemeinsam helfen“ und luden ihre Gäste dazu ein, anstelle von Geschenken einen Spendenbeitrag zugunsten der Südtiroler Krebshilfe zu leisten. Durch diese besondere Aktion konnten 4.000 Euro gesammelt werden. Die Südtiroler

Krebshilfe Bezirk Eisacktal leistet seit vielen Jahren wertvolle Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die Möglichkeit, Bedürftigen durch diese Initiative etwas Konkretes zurückgeben zu können, ist den fünf Freunden besonders wichtig. Mit dieser Geste zeigten sie außerdem, dass Freundschaft und soziale Verantwortung in enger Verbindung stehen. Die Südtiroler Krebshilfe ist die erste und wichtigste Anlaufstelle in Südtirol für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, sowie für deren Angehörige, die hier Unterstützung in den verschiedensten Angelegenheiten erfahren. Auf der Website der Südtiroler Krebshilfe kann jederzeit gespendet werden. Im Bild (von links): Michael Jöchler, Roland Vitroler, Christian Sigmund, Stefan Barbieri und Manuel Gallonetto mit Krebshilfe-Bezirkspräsidentin Nives Fabbian und Vizepräsidentin Elfriede Burger. su

Als Philipp Achammer und seine Frau Nicole Uibo Anfang des Jahres nach Burundi fuhren, um ihre Adoptivtochter Joelle abzuholen, hinterließen die Erfahrungen im Waisenhaus einen nachhaltigen Eindruck, der sie dazu bewog, den Verein „Südtirol für Burundi“ ins Leben zu

rufen. Im Rahmen einer Ausstellung in der Galerie 90 in Mühlbach stellten Uibo und Achammer ihren Verein vor und erzählten die bewegende Geschichte der Adoption ihrer Tochter Joelle. „Als wir Joelle abholten, waren wir schockiert von den Zuständen, die in dem Waisenhaus zum Teil herrschten,

MÜHLBACH/SÜDTIROL

Südtirol für Burundi

aber auch beeindruckt davon, wie die Betreiber der Struktur und insbesondere die Kinder damit umgehen konnten. Zum Abschied wünschte sich Joelles Pflegemutter, dass sie in Kontakt mit uns und mit Joelle bleiben könnte. Über dieses Versprechen hinaus war für uns von Anfang an klar, dass wir den Menschen dort helfen und zumindest einigen Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen wollen“, erzählten Uibo und Achammer, die mit dem Verein „Nähe hilft heilen“ bereits ein Hilfsprojekt für Südtiroler Familien betreiben.

Mehrere Hilfspakete sind in den letzten Wochen und Monaten bereits in Burundi angekommen, „und für jede Spende, die wir übermitteln, bekommen wir umgehend Fotos und Videos zurück, die uns bestätigen, wie das Geld verwendet wird“, sagt Philipp Achammer. Wer die Kinder in Burundi über den Verein „Südtirol für Burundi“ unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Kontokorrent IT21 P060 4558 2200 0000 5008 613 einzahlen. oz

Foto:

Die Unermüdliche

PORTRAIT: Wir sitzen in ihrem Garten in der Villa Rebecca in der Millander Au. GABRIELE MORANDELL, Generalsekretärin der Region Trentino-Südtirol, erzählt von ihrem Werdegang, offen, ehrlich, voller Vertrauen. Sie ist ein Energiebündel, quirlig, unkompliziert und einnehmend.

Foto: Oskar Zingerle

Seit einem Jahr ist Gabriele Morandell die Generalsekretärin der Region Trentino-Südtirol. Mit ihrer Professionalität, ihrem umfangreichen Wissen und einem untrüglichen Gespür für die Menschen hat sie diesem Amt einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt. Einfach seien die vergangenen zwölf Monate aber keineswegs gewesen – eine Gratwanderung zwischen Sprachgruppen und unterschiedlichen Mentalitäten und der Herausforderung, aus dem Nebeneinander ein Miteinander zu machen. Sie ist in Kaltern geboren – „damals gab es dort eine kleine Geburtenstation“ –, mit drei Geschwistern in Kaltern aufgewachsen und hat dort die Volks- und die Mittelschule besucht. Ihre Eltern waren Kleinbauern, hatten zwei kleine Güter und ein Haus mitten im Dorfzentrum. „Ein Ross haben wir gehabt und zwei Schweine.“ Es war eine beschauliche Kindheit und Jugend. Nach der Mittelschule besuchte sie die Handelsoberschule in Bozen. Den Eltern war es wichtig, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung bekommen, eine Ausbildung, die ihnen viele Möglichkeiten bietet, das Leben frei zu gestalten.

„Jedes Scheitern bringt einen letztendlich weiter“

Die Matura war Gabi Morandell aber nicht genug. Ständig auf der Suche nach erfüllenden Herausforderungen, beschloss sie, in Innsbruck Rechtswissenschaften zu studieren. Nach dem Studium folgte das Gerichtsjahr – ein Jahr, in dem sie Richter bei ihrer Arbeit begleiten durfte und in dem sie sehr viel gelernt hat über die Feinheiten der Justiz. Danach kam das Anwaltspraktikum: Zwei Jahre in einer großen Kanzlei in Bozen, Konkurrenzkampf, sehr viel Arbeit. Sie war etwas enttäuscht vom Beruf, von der Schwerfälligkeit, der Langatmigkeit, der Komplexität.

Also begann sie nebenbei die Ausbildung zur Gemeindesekretärin und trat nach dem Praktikum eine Stelle als Leiterin des Vertrags- und Rechtsamtes in der Gemeinde Kastelruth an. „Ich durfte alles machen; man hat mir alles Mögliche auf den Schreibtisch gelegt, und das hat mir so richtig gefallen.“

Diese Arbeit war ganz nach dem Geschmack von Gabriele Morandell. Gestalten dürfen, etwas weiterbringen, schnell und pragmatisch handeln, das entspricht ihrem Wesen. Beim Kurs für Gemeindesekretäre hat sie ihren Mann Luca Agostini kennengelernt; er stammt aus Colle Santa Lucia, „unserer zweiten Heimat“. 25 Jahre sind sie mittlerweile verheiratet, die Kinder 22, 21 und 17 Jahre alt. Familienpower als Rückhalt.

Die Prüfung zur Gemeindesekretärin hat sie damals nicht bestanden. „Nach drei schriftlichen Prüfungen bin ich an der mündlichen gescheitert.“ Dieses Scheitern habe ihr zugesetzt, sagt sie. Aufgeben sei in ihrem Leben aber nie eine Option gewesen: „Jedes Scheitern bringt einen letztendlich weiter, wenn man bereit ist, daraus zu lernen.“ Ihr Mann habe die Prüfung bestanden, sagt sie lachend. Er sei wohl einfach viel lockerer an die Sache herangegangen.

Neugier als Triebfeder

Die Anwaltsprüfung hat sie später auf Anhieb bestanden und die Abschlussprüfung der Ausbildung zur Grundbuchführerin ebenso, „obwohl ich mir da selber die schwierigsten Themen ausgesucht hatte.“ Auch das ist Gabi Morandell: nicht den einfachsten Weg wählen, sondern einen Weg, der fordert. Die Gemeinde Kastelruth war ihr mittlerweile „zu klein geworden“, sie wollte mehr, wollte Neues kennenlernen. Der Nachfolger, den sie in ihren Aufgabenbereich einwies, war Arno Kompatscher. Sie selbst hatte einen Wettbewerb an der Freien Universität Bozen gewonnen

 IMMER WIEDER

LUST AUF NEUES:

Gabriele Morandell mag es, Herausforderungen anzupacken

und wurde die Leiterin des Rechts- und Vertragsamtes der Uni. Spannende Aufgaben, Verhandlungen in Rom über die Anerkennung ausländischer Studientitel, regelmäßig Kaffee mit Luis Durnwalder, der im Verwaltungsrat saß. Irgendwann kam dann der Wunsch, sesshaft zu werden. Ihr Mann war Gemeindesekretär in St. Christina; Brixen schien der ideale Ort zu sein, um sich niederzulassen. Und dann wurde die Stelle für das Vizegeneralsekretariat der Gemeinde Brixen ausgeschrieben. Sie erhielt die Stelle. Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen – „hin und wieder ein Balanceakt“. Gabriele Morandell ist ein Organisationstalent, und sie versteht es, Prioritäten zu setzen. 2014 kam dann die Lust auf etwas Neues. Die Kinder waren mittlerweile groß genug, und die Neugier von Gabriele Morandell war die Triebfeder, sich für das Amt der Volksanwältin zu bewerben. Zwei Legislaturperioden hat sie diese Aufgabe dann ausgefüllt, mit viel Herzblut und mit dem Ansinnen, möglichst viele Menschen zu beraten und zu unterstützen. Live-Radiosendungen zu aktuellen Themen, auf die sie sich akribisch vorbereitet hat, waren dazu gedacht, den Menschen durch umfassende Information Ängste zu nehmen.

„ Ich bin nicht perfekt, aber ich bin echt, und das ist meine Stärke“
Gabriele

Morandell, Generalsekretärin der Region Trentino-Südtirol

Lässt sich nicht verbiegen

Gabriele Morandell kann zuhören; sie lässt sich nicht vom ersten Eindruck blenden. Und sie vermag es, hinter die Kulissen zu blicken. Sie hinterfragt, auch sich selbst, und sie geht unvoreingenommen auf die Menschen zu. „Ich bin nicht perfekt, aber ich bin echt, und das ist meine Stärke.“

Gabriele Morandell ist eine Kämpferin, eine, die nicht aufgibt, sich aber auch nicht verbiegen lässt. Niederlagen schmerzen; das hat sie bei den letzten Landtagswahlen erfahren müssen. Sie hätte es sich gut vorstellen können, im Landtag für die Menschen hier in Südtirol zu arbeiten. Und sie hatte sich die Kandidatur gut überlegt, mit der Familie diskutiert, abgewogen, ob sie dieser Aufgabe auch gewachsen sei. Als sie ein halbes Jahr vor den Wahlen von ihrem Amt als Volksanwältin zurückgetreten ist, hatte sie, als sie im Landtag ihren Abschlussbericht vortrug, mit Anfeindungen und Beschimpfungen zu kämpfen. Bittere Erfahrungen, „die aber auch so manche Erkenntnis bringen.“ Es haben nur wenige Stimmen gefehlt, dann hätte sie den Einzug in den Landtag geschafft. Und das bewog sie, weiterhin politisch aktiv zu sein. Seit Juni dieses Jahres ist sie die Vorsitzende der Sozialen Mitte in der Südtiroler Volkspartei. Und sie ist im Land unterwegs, moderiert Diskussionsabende und hält Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Nahe an den Menschen. „Damit etwas weitergeht.“

marlene.kranebitter@brixner.info

BRIXEN

Trauer um Julia

Die traurige Nachricht ließ wohl niemanden in Brixen unberührt: Julia Marie Gaiser ist am 11. September in Salzburg tödlich verunglückt. Die 23-jährige Brixnerin, die in der österreichischen Stadt studierte, wurde an einer Kreuzung auf ihrem Fahrrad von einem LKW erfasst und verstarb trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle. Gaiser war in der Sportszene und darüber hinaus bekannt und galt als großes Eiskunstlauftalent: Beim WSV Brixen war sie aktiv, in Salzburg kürte sie sich als Teil des Vereins Rot-Weiß Salzburg unter anderem drei Jahre in Folge zur Landesmeisterin. Die Anteilnahme in der Domstadt und darüber hinaus war groß: Viele zeigten sich bestürzt über den zu frühen Tod des jungen Eiskunstlauftalents. Der WSV Brixen widmete seiner Sportlerin auf Facebook ein Video mit einer berührenden Kür auf dem Eis. Auch die österreichische Eislaufwelt trauerte um die Sportlerin und bekundete ihre aufrichtige Anteilnahme. Die Nachricht sorgte italien- und österreichweit für Schlagzeilen. av

MÜHLBACH

Vier Lokomotiven im Takt

Am 2. September bestätigte der Südtiroler Sanitätsbetrieb Dr. Martin Fronthaler und Dr. Martin Patscheider als Führungskräfte: Fronthaler bleibt Direktor des Therapiezentrums Bad Bachgart, Patscheider Primar der HNO im Gesundheitsbezirk Brixen.

Zingerle

Foto: Oskar

Die Geschichte und Geschichten eines Vereins schreiben seine Mitglieder. Diverse Episoden – mal mehr, mal weniger bedeutend – erzählt man sich immer wieder, aber wenn sie nicht niedergeschrieben werden, geraten sie irgendwann in Vergessenheit. Um den Erinnerungen ehemaliger Musikanten bleibenden Wert zu verschaffen, hat die Bürgerkapelle Mühlbach Egon Daporta damit beauftragt, vier ehemalige Musikanten von Früher erzählen zu lassen und ihre Erinnerungen in einem Büchlein festzuhalten. Franz Pichler, Viktor Vaja, Johann Pertinger

Die Tertiarschwester Elisabeth Tschurtschenthaler ist eine von 46 Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol, die für ihr soziales Engagement in verschiedenen Einrichtungen Südtirols auf Schloss Tirol mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol geehrt wurde.

und Johann Nössing, der kurz vor der Präsentation des Buches leider verstorben ist, teilten ihre Geschichten aus ihrer Zeit bei der Bürgerkapelle mit dem Autor. Das 50 Seiten starke Werk mit dem Titel „Vier Lokomotiven im Takt“ haben Bürgerkapelle und Autor kürzlich im Klostercafé des Seniorenwohnheims Freyenthurn in Mühlbach vorgestellt. Exemplare sind auf Anfrage bei der Bürgerkapelle Mühlbach erhältlich. Informationen erhält man bei Obfrau Manuela Fischnaller, telefonisch unter 340 3728118. oz

Nach fünf Jahren bei den Carabinieri in Brixen wechselt Major Ottavio Tosoni nach Parma. Sein Nachfolger ist Hauptmann Giuseppe Specchio, bisher in der Ermittlungsabteilung in Rom, der die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen will.

mein Hoppala

Der Autoschlüssel

Vor einigen Jahren waren ein Kumpel und ich auf einem Maturaball im Forum Brixen eingeladen. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch in einem Lokal und gönnten uns einen Aperitif. Später, nachdem wir einen heiteren Abend beim Maturaball verbracht hatten, wollten wir noch auf eine traditionelle „Spaghettata“ zu mir. Dazu musste ich aber meinen Wohnungsschlüssel aus dem Auto meines Freundes holen. Beim Auto angekommen, bemerkte mein Kumpel, dass er seinen Autoschlüssel nicht mehr bei sich hatte – alles deutete darauf hin, dass er ihn verloren hatte. In unserer Not und nicht zuletzt, um nicht auf der Straße übernachten zu müssen, beschlossen wir, sein Auto – es war ein alter Autobianchi Y – vorsichtig aufzubrechen. Nach etwa einer Stunde waren wir erfolgreich und konnten endlich in meine warme Wohnung. Etwas später sagte ich zu ihm, dass ich bis jetzt gar nicht gemerkt hätte, dass er dasselbe Sakko trug wie ich. Tat er auch nicht: Wir hatten schon vorher im Lokal aus Versehen unsere Sakkos vertauscht – und ich hatte seinen Autoschlüssel die ganze Zeit in „meiner“ Tasche.

Kastanienparfait mit Kakisoße

Zutaten

300 g Kastanien

45 g Staubzucker

15 ml Rum

8 Eier

4 Eigelb

eine Prise Salz

250 g Zucker

1 Liter Sahne

400 g Kastanienpüree

2 Kaki

Staubzucker und Zitrone nach Bedarf

Zubereitung

Für das Kastanienpüree die Kastanien in leicht gesalzenem Wasser weichkochen, durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Staubzucker und Rum abschmecken. Dann die Eier, Eigelb, Salz und Zucker über dem Wasserbad warm-kalt schlagen. Die Sahne steif schlagen. Das Kastanienpüree in die Eiermasse unterheben, die Sahne dazugeben. In mit Klarsichtfolie ausgekleidete Formen oder Tassen geben und 12 Stunden einfrieren. Für die Kakisoße die Kakis mixen und durch ein Sieb streichen; nach Bedarf mit Staubzucker und Zitrone abschmecken.

Alexander Thaler vom Gasthof Restaurant Sunnegg verrät der Leserschaft dieses zur Jahreszeit perfekt passende Rezept. Wer nicht genug von Kastanien kriegen kann, für den kommen die 24. Eisacktaler Kastanienwochen wie gerufen: Sie finden vom 18. Oktober bis 2. November in zwölf teilnehmenden Gastbetrieben statt.

Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

LAMM ento

Watten für den Frieden

„Die Welt ist aus den Fugen geraten“, sagt der Franz, während er zur Beruhigung an einem Kamillentee nippt, „wir brauchen für den Gaza-Streifen und für die Ukraine endlich eine friedliche Lösung!“ Ja, sag ich, aber wie soll die aussehen? „Ja“, sagt auch Frieda, „aber wie soll die aussehen?“ Südtirol könnte eine Abordnung der Schützen entsenden mit ihren Pseudo-Gewehren, sag ich, denn Waffen ohne Munition würden zumindest keine Opfer fordern. „Oder wir entsenden Paula Bacher“, sagt Frieda, „die würde ihren unverkennbaren Charme als Waffe einsetzen und ordentlich auf den Tisch hauen, worauf Putin und Netanjahu ordentlich erschrecken würden.“ Hm, denk ich, das wird alles nicht helfen, denn das ist wirklich ein gordischer Knoten, der geradezu nach einer drastischen Lösung schreit. „Wir brauchen einen gewaltfreien Weg“, sagt der Franz, „einen typisch Südtiroler Ansatz, denn schließlich gilt unser Landl weltweit als gelungenes Modell einer politischen Konfliktlösung.“ Und, sag ich, wie kämpfen wir Südtiroler? „Mit den Wattkarten!“, sagt Frieda. „Wolodymyr und Ursula gegen Vladimir und Benjamin. Das wär‘ doch was.“ Das ist aber ein Va-banque-Spiel, sag ich, denn was tun wir, wenn Vladi und Benni gewinnen? „Das Finale spielen sie gegen Paula und Luis –da haben sie dann keine Chance, auch, weil der Luis ein notorischer Schwindler beim Watten ist.“ Leuchtet ein, sag ich kopfnickend, könnte funktionieren. „Leuchtet ein“, sagt Frieda kopfnickend, „könnte funktionieren.“ Ich hol schon mal die Wattkarten.

Wäre ein generelles Handyverbot in den Schulen sinnvoll?

TONY PIZZECCO, Arzt, Musiker und Buchautor:

„Höchste Zeit für ein konsequentes Handyverbot an Schulen“

Der Hintergrund:

In Südtirol gilt seit Beginn des neuen Schuljahres ein generelles Handyverbot in der Schule, das auf einer Vorgabe des italienischen Bildungsministers basiert und bis zur ersten Mittelschulstufe greift. Die Umsetzung erfolgt jedoch nicht zentral, sondern durch die Schulen selbst, die aufgrund ihrer Autonomie eigene Regeln entwickeln können. Landesrat Philipp Achammer betont, dass ein striktes Verbot nicht sinnvoll sei und die Schulen dazu aufgerufen werden, Kriterien und Grenzen zu definieren, die den Bedürfnissen der jeweiligen Schulformen entsprechen.

Smartphones haben den Schulalltag, den Unterricht und das Lernen in weiten Teilen unterwandert. Die Auswirkungen auf die Konzentration, das Sozialverhalten und den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler sind gravierend und nicht länger zu übersehen. Deshalb ist es höchste Zeit für ein klares und konsequentes Handyverbot an Schulen. Smartphones sollten beim Betreten des Schulgebäudes abgegeben und in Schließfächern aufbewahrt werden. Erst beim Verlassen der Schule sollen sie wieder ausgehändigt werden. Die permanente Erreichbarkeit, die Ablenkung durch soziale Medien und Messenger-Apps machen es den Schülern nahezu unmöglich, sich auf den Unterricht und die Erarbeitung neuer Inhalte zu konzentrieren. Auch das ständige „Verbundensein“ wirkt sich negativ aus: Es verhindert, dass Schule als echter Lern- und Lebensraum erlebt wird. Inzwischen wird Eltern, Lehrkräften, Ärzten, Psychologen, Bildungsexperten und Politikern zunehmend bewusst, welche Gefahren eine exzessive Smartphone-Nutzung mit sich bringt. Natürlich sind Verbote nicht populär, doch Nichtstun ist keine Alternative. Es ist besser, irgendwo entschlossen zu handeln, als weiterhin zuzusehen, wie digitale Reize Bildung, Entwicklung und soziale Kompetenzen überlagern. Auch in den Pausen sollten Schülerinnen und Schüler wieder echte Begegnungen erleben: spielen, reden, streiten, lachen – nicht nur auf Bildschirme starren.

MANUEL OBERKALMSTEINER, Forum Prävention, Fachbereich

Digitale Lebenswelten:

„Kinder müssen lernen, mit der digitalen Welt verantwortungsvoll umzugehen“

NEIN

Ein generelles Handyverbot an Schulen ohne pädagogische Begleitung greift zu kurz. Kinder und Jugend liche wachsen in einer digitalen Welt auf, mit positiven wie ne gativen Aspekten. Reine Verbote ohne Begleitung verhindern jedoch, dass wir sie auf ein sicheres und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt vorbereiten. Statt Verboten brauchen unse re Kinder klare Regeln und Konzepte: Sie geben Schülern, Lehr personen und Eltern Orientierung und Halt. Sie definieren, wann digitale Geräte sinnvoll eingesetzt werden und wann sie pausieren müssen – um Ablenkungen zu reduzieren und soziales Lernen zu fördern. Die Konzepte müssen altersgerecht angepasst werden. Ebenso braucht es gezielte Medienkompetenzvermittlung: Kinder müssen lernen, Chancen und Risiken der digitalen Welt zu er kennen und verantwortungsvoll damit umzugehen. Medienkom petenz ist heute eine Schlüsselqualifikation wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Und schließlich: Begleitung und Balance. Die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen muss anerkannt und pädagogisch begleitet werden. Eltern und Fachkräfte geben den Rahmen für einen gesunden und ausgewogenen Medienalltag vor. Nur durch klare Regeln, Medienbildung und aktive Begleitung machen wir junge Menschen stark. Es sind wichtige Bausteine, die neben Bewegung, Kreativität und stabilen Beziehungen grund legend für ein gesundes Aufwachsen sind.

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Foto: Peter Klotz
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Unterstützen Sie die Maßnahmen des Lehrpersonals?

UMFRAGE: In vielen Schulen hat das jeweilige Lehrergremium beschlossen, heuer auf außerschulische Aktivitäten wie Ausflüge zu verzichten. Der „Brixner“ hat sich auf der Straße umgehört, ob die Bevölkerung diese Maßnahmen versteht und mitträgt.

„Ich bin schon lange weg von der Schule und habe keine Kinder“, sagt Herbert Kostner „Die Situation rund um die Lehrer und ihre Gehälter verfolge ich ein bisschen, und was man so hört, müsste schon richtig sein. Das Streichen der Schulausflüge ist nicht gut, aber wirklich viel kann ich zu dem Thema nicht beitragen.“

Francesca Pacher hat Italienisch an der deutschen Schule unterrichtet und ist seit 2007 in Pension. “Io ho due figlie insegnanti”, sagt sie. “Dal punto di vista delle responsabilità questo sciopero è giusto. La responsabilità secondo me è aumentata. Forse gli insegnanti oggi hanno il timore di ciò che possa accadere se un alunno si fa male e poi ci sono le responsabilità civili.”

„Es hat schon seine Richtigkeit, dass die Lehrer viel tun. In Anbetracht dessen, wieviel sie im Vergleich zu anderen Berufen Urlaub haben, finde ich es aber nicht in Ordnung, dass sie keine Ausflüge machen. Ich finde es schade, dass den Schülern die Ausflüge genommen werden, weil mit den Ausflügen auch der Klassenzusammenhalt gestärkt wird“, meint Philipp Peter Heidegger.

“Lo considero un lavoro molto importante al giorno d’oggi, sono loro che istruiscono i nostri figli e si meritano un buon stipendio, anche per condurre una vita dignitosa. Se loro non sono contenti, non lavorano come si deve, e questo si riflette anche sui bambini. Se uno non svolge il proprio lavoro volentieri, si perdono dei valori per strada”, sagt Obreja Cosmin.

„Ich glaube, den Lehrern geht’s zu gut. Ich weiß von einem Professor, der in der Frauenoberschule unterrichtet hat, und in Dorf Tirol ein Haus mit Schwimmbad gebaut hat. Sicher, in Österreich oder Deutschland verdienen sie möglicherweise mehr, aber dort haben sie weniger Ferien. Hier kann jeder, wenn er will, im Sommer einen Nebenjob annehmen“, meint Heinz Plank

“Gli stipendi sono sempre bassi, quindi è giusto che aumentino. Non sono d’accordo che non facciano più le gite. Stipendi più alti sì, ma le gite bisogna farle”, meint Antonio Chirivi, und er fügt hinzu: “Io mi ricordo che quando ero bambino non vedevo l’ora di andare in gita.”

„Ich habe selbst eine Tochter in der Mittelschule und finde es schade, wenn sie jetzt keine Ausflüge machen. Natürlich gehört eine Gehaltserhöhung dazu, auch in anderen Branchen wäre die notwendig. Im Großen und Ganzen unterstütze ich die Lehrer schon, aber dass die Kinder jetzt ein bisschen einstecken müssen, finde ich schade“, sagt Nicole Faller.

„Mehr Gehalt verdienen sie sich“, ist Barbara Irsara überzeugt. „Alle sozialen Berufe sollten mehr unterstützt werden. Dass die Lehrer Ausflüge bestreiken, finde ich aber etwas fragwürdig, denn sie gehören zu ihrer Arbeit dazu. Ich als Krankenpflegerin kann mich auch nicht weigern, gewisse Aufgaben zu erfüllen, nur um dadurch eine Gehaltserhöhung zu bekommen.“

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SERIE – BESUCH IM KÜNSTLERATELIER:

Im September feierte ALEX PERGHER seinen 70. Geburtstag. Kürzertreten will der Künstler und Kurator nicht. Denn seine Leidenschaft für die Kunst ist ungebrochen.

„Ich bin ein politischer Mensch“, sagt Alex Pergher. Dass sich die drei ersten Bilder, die er zeigt, mit dem Thema Krieg beschäftigen, verwundert also nicht. Eines davon ist schon mehr als zehn Jahre alt, also weit vor Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine entstanden. „Diese Region stand schon länger unter Spannung.“ Das Stopp-Schild fällt sofort ins Auge, daneben eine Absperrung, Stacheldraht. Und dann Soldaten, unverrückbar und schwer bewaffnet.

Ganz anders die Bildsprache Perghers in den zwei Bildern daneben. Blutrot das eine, ein aufsteigender Feuerball auf dem anderen, lodernd vor dunklem Hintergrund. „Die Atombombe – das ist kein leichtes Thema“, sagt er, „aber leider wieder ein aktuelles, beinahe täglich hört man davon. Wir leben in einem Land, in dem seit mehr als 80 Jahren Frieden herrscht. Aber anderswo sieht es anders aus.“

Die weltpolitische Lage gibt ihm zu denken. Nicht erst heute, nicht erst seit wenigen Jahren. Die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen, die politische Entwicklung in den USA. Und nicht nur dort – weit weg von Mühlbach, wo Pergher lebt – wird gezündelt, auch in Europa gibt es bedenkliche Strömungen. „Ich bin kein Egoist. Es berührt mich, was in der Welt vor sich geht. Und ich denke, dass wir als Gesellschaft eine Verantwortung haben, dass wir als Künstler und Intellektuelle eine Verantwortung haben.“

Schon vor nunmehr fast 30 Jahren verstand sich Pergher durchaus als Aktivist und trat als solcher in die Öffentlichkeit, setzte sich mit Künstlerkollegen massiv gegen die Todesstrafe ein und beschäftigte sich mit diesem Thema auch in Werken, die er 1996 in einer Ausstellung im Stadtmuseum Klausen zeigte.

Hyperrealistische Bilder

Das Bild mit den Soldaten zeigt, aus welcher künstlerischen Richtung Alex Pergher kommt. „Ich bin ein amerikanischer Hyperrealist.“ Diese Stilrichtung entstand in den Sechzigerjahren in den USA und zeichnete sich durch eine extrem detaillierte, fotorealistische Darstellung der Realität aus. Um die Tiefe auf der Leinwand zu erreichen, trug Pergher die Farben dieses Bildes in mehreren Schichten auf. „Hier habe ich kilometerweise Klebestreifen verbraucht“, sagt er mit einem Hauch von Schmunzeln. Denn im aufwändigen Entstehungsprozess dieses Bildes klebte er die Umrisse der Figuren immer wieder damit ab, schnitt Klebestreifen zurecht, arbeitete mit passgenauen Schablonen. „Ich bin ein Perfektionist“, sagt er von sich selbst, überzeugt davon, dass sich die Harmonie in den Bildern nur durch genaues Studium, durch Überlegen, durch diszipliniertes Arbeiten erreichen lässt.

Das sieht er auch in den Werken der alten Meister. „Kunst ist Mathematik. Malen, Fotografieren – das beruht alles darauf.“ Und dabei meint er nicht nur die Konstruktion einer Tiefenwirkung auf Basis der Zentralperspektive. Auch berühmte Künstler verwenden den Goldenen Schnitt im Aufbau ihrer Bilder – „die Proportionen, das harmonische Verhältnis von Figuren neben- und zueinander.“

Faszination Farbe

Natürlich spielt auch die richtige Farbe eine Rolle. Alex Pergher etwa schwärmt von „Rosso Vermiglio“ und „Rosso Carminio“, zwei intensiven Rottönen. „Man kann nicht sagen: Rot ist Rot. Rosso Ferrari ist einfach Rosso Ferrari“, meint er lachend, „das versteht jeder.“

Großflächig setzt Alex Pergher die Farbe in vielen Gemälden ein, sowohl auf großen Leinwänden als auch in kleineren Bildern. Dennoch wirkt sie niemals monoton und flächig. Mit feinsten Nuancen und stets strukturiert bildet sie häufig den spannungsgeladenen Untergrund für Symbole und Zeichen, etwa in einem Gemälde, das er als Hommage an Paul Klee versteht.

Auf die Kraft der Symbole und ihre Bildsprache baut Pergher immer wieder in seinem Werk. Das zieht sich als roter Faden durch sein Schaffen, das immer beides zulässt:

p FOKUSSIERT:

Alex Pergher hat sein Leben der Kunst verschrieben

Hyperrealismus und Anklänge an den Symbolismus. So greifen auf einem Gemälde zwei Herzen ineinander, legen sich über eine geöffnete Hand – in diesem Fall eine leicht verständliche Bildsprache und eine Aussage, die zu Herzen geht und individuellen Interpretationsspielraum zulässt. „Künstler und Intellektuelle haben meiner Meinung nach eine Aufgabe. Du kannst als Künstler einen Unterschied machen mit dem, was du leistest. Da steht noch etwas hinter der reinen Darstellung oder der Komposition.“

Täuschend echt

Als Meister des Strichs und feinster Schattierungen präsentiert sich Pergher in seiner Porträtkunst. Unzählige Menschen jeden Alters und Geschlechts, darunter auch Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, hat er gezeichnet. Fotografisch genau hält er sie in Bleistiftzeichnungen fest – und doch sind die Blätter viel mehr, geht der Künstler doch in einem intensiven Arbeitsprozess der Persönlichkeit der Dargestellten auf den Grund.

Nicht zuletzt die Porträts trugen ihm in den Achtziger- und Neunzigerjahren zahlreiche italienische Kunstpreise ein. Diese naturgetreuen Porträts waren fast wie ein Markenzeichen, ein Erkennungsmerkmal. „Ich war einer der wenigen, der das so machte. Da kannte dich jeder.“

Foto:
Oskar
Zingerle

Auch wenn seither viele Jahrzehnte vergangen sind, hat sich Pergher nicht von der Zeichnung als selbstständiger Kunstgattung verabschiedet. Im Gegenteil: Er zeichnet noch immer. Bis zum 11. Oktober ist eine Auswahl seiner mit Bleistift gezeichneten Porträts unter dem Titel „Geographie der Seele“ im Palazzo Gaci in Castiglion Fiorentino in der Toskana zu sehen.

Überhaupt kann Alex Pergher auf eine rege Ausstellungstätigkeit weit über Südtirol hinaus zurückblicken und stellt seine Werke nach wie vor aus, neben Castiglion Fiorentino derzeit etwa auch in Sanzeno im Nonstal. Dort ist er einer von zehn Künstlern, die bis zum 26. Oktober in einer Ausstellung anlässlich des Euregio-Museumsjahres ihre Werke in einen Dialog mit der Kunst und den archäologischen Schätzen der Räter stellen.

Kunstliebhaber und Kurator

Alex Pergher ist ein Macher. Zehn Jahre lang, von 2008 bis 2018, leitete er die Stadtgalerie in Brixen, baute sie auf. Als Leiter und Kurator brachte er nicht zuletzt dank seines guten Netzwerks und seiner Freundschaften mit Kunstschaffenden und Sammlern und seinen Kontakten zu Museen und Galerien Werke hochkarätiger moderner und zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler nach Brixen und gab regelmäßig auch lokalen Kunstschaffenden die Möglichkeit, sich dort in einer Ausstellung zu präsentieren. „Mir war es wichtig, eine gute Mischung anzubieten – internationale Kunst, die man sonst nur in Großstädten sieht, und lokale Kunst.“ Um dieses Ziel zu erreichen, war ihm kein Weg zu weit. Er tauschte sich mit

p Unliebsame

Gegenwartsthemen in seiner Kunst anpacken – für Alex Pergher ein Muss

Fachleuten aus, holte aktiv Tipps bei Leitern von Galerien und Museen ein, war stets offen für Kritik und neugierig auf Neues. Diesem Credo bleibt er auch in seiner Funktion als Leiter der Galerie 90 in Mühlbach treu.

Nun kommt eine neue Aufgabe auf ihn zu, die ihn besonders freut: der Auftrag, im Palazzo Gaci in Castiglion Fiorentino mehrere Ausstellungen zu kuratieren. Ideen dazu hat er bereits genug, sein Konzept ist durchdacht. Was ihn außerdem begeistert, ist der Ort selbst: In einem kleineren Nebengebäude des Palazzos hatte im Jahr 1981 kein Geringerer als der große Gegenwartskünstler Georg Baselitz sein Atelier. Die Pinselstriche an einer Wand und die Farbspritzer am Boden zeugen davon, dass es für Baselitz durchaus eine produktive Zeit war. „Der Palazzo reicht ins 13. Jahrhundert zurück, die Fundamente sind wesentlich älter und stammen aus der Zeit der Etrusker.“ Alex Pergher sprüht vor Begeisterung, wenn er von diesem Ort und seiner Tätigkeit dort erzählt.

Inspiration holt er sich überall, denn er geht mit offenen Augen durch die Welt. Und er reist viel. „Allein heuer habe ich sicher mehr als 70 Ausstellungen besucht“, erzählt er. Restlos begeistert war er letztes Jahr von Anselm Kiefers Ausstellung „Fallen Angels“ im Palazzo Strozzi in Florenz.

„ Es berührt mich, was in der Welt vor sich geht, und ich denke, dass wir als Gesellschaft eine Verantwortung haben“

Alex Pergher, Künstler

Kunst ist sein Leben

Eines ist offensichtlich: In der Welt der Kunst fühlt sich Alex Pergher zuhause, und zwar als bildender Künstler und Kurator genauso wie als Lehrer, der 16 Jahre lang Abendkurse beim Kunstkreis St. Erhard in Brixen gab und angehenden Künstlerinnen und Künstlern Anregungen mit auf ihren Weg geben konnte. Sein Weg zur Kunst war ihm nicht in die Wiege gelegt. 1955 geboren, wuchs Alex Pergher in Brixen auf, wo er an der Handelsschule die Matura machte. „Eigentlich hätte ich nach der Mittelschule gerne die Kunstschule in Gröden besucht und – wer weiß – anschließend daran an der Akademie in Urbino studiert“, erinnert er sich. Doch es kam anders.

Pergher stand früh finanziell auf eigenen Beinen, zog von daheim aus, nahm verschiedene Jobs an und machte seinen Weg. Nach der Matura begann er als Privatist ein Studium an der Universität Trient, das er nicht abschloss. „Wie ein Damoklesschwert“ hing während dieser Zeit der Militärdienst über ihm, und er absolvierte ihn schlussendlich von Juli 1977 bis Juli 1978. Die Begeisterung für die Kunst blieb. Er besuchte Ausstellungen und Galerien, er war auf vielen großen Kunstmessen, etwa in Salzburg, München, Bologna, Prato oder Nizza. Er lernte Künstler und Galeristen kennen, lernte, wie man Kunstwerke an Messeständen präsentiert, ein Konzept zusammenstellt, erfolgreich verkauft. „Oft wurden alle Bilder an einem Vormittag verkauft“, erinnert er sich, „und nachmittags mussten bereits neue präsentiert werden.“ Die Erfahrungen, die er dort sammelte, kommen ihm noch heute bei seiner kuratorischen Tätigkeit zugute.

Aber noch viel wichtiger für ihn war der direkte Kontakt zu den Künstlern. „Ich durfte wochenlang in den Ateliers renommierter Künstler lernen, sie bei ihrer Arbeit beobachten, selbst an meinen Bildern malen.“ Er war beispielsweise bei Günther C. Kirchberger in Stuttgart, bei Ulrich Zeh, bei Heinrich C. Berann und S.N. Amerstorfer; beeindruckend war seine Begegnung mit Ernst Fuchs auf der Kunstmesse in Bologna. Diese lehrreiche Zeit prägte ihn. „Das war meine Akademie“, sagt er heute. Und daran, wie er es sagt, merkt man, wieviel ihm diese Jahre bedeuten. Noch immer. In dieser Zeit legte er den Grundstein für das, was mit der Zeit eher noch stärker als schwächer wurde: seine ungebrochene Leidenschaft für die Kunst.

johanna.bampi@brixner.info

Impulsiv, schnell und sanft zugleich

MUSIK: Am 30. Oktober stellen Anger in der Dekadenz ihr neues Album vor, in dem sie erstmals komplett im Dialekt zu hören sind. Dem „Brixner“ erzählen sie von den vergangenen acht Jahren im Musikgeschäft und dem Mut, sich kontinuierlich neu zu erfinden.

p Das dritte Album des Pop-Duos Anger nennt sich „Bau a Stodt au über die Wolken gonz weit oben glei neben dir“

Sie wollen es etwas ruhiger angehen lassen – rein musikalisch zumindest. Nora Pider und Julian Angerer, bekannt als Brixner PopDuo Anger, schlagen in ihrem neuen Album sanfte Töne an – das lässt sich bereits aus den ersten beiden Singles „Moch di Augen zua“ und „Über Nocht“ heraushören. Weniger Autotune, mehr Instrumentales. „Wobei nicht das ganze Album so ruhig ist, so viel darf ich schon vorwegnehmen. Und am Ende wird das Konzert eh lauter als wir jetzt denken“, grinst Julian Angerer. In einem Brixner Restaurant erzählen die beiden von ihrem neuen Album, den vergangenen acht Jahren im Showbusiness und wie sie versucht haben, ihre Popmusik mit einem ernsten Thema zu verknüpfen. Es ist ein Gespräch, das von Gedanken zu Gedanken springt, „so wie wir eben“, und wo man am Ende dennoch nicht das Gefühl hat, überladen worden zu sein. Zwischendurch unterbrechen sie sich selbst, wollen nicht „zu kitschig“ klingen und doch zum Ausdruck bringen, wie nah ihnen dieses Album ist.

Schnell zum Erfolg

Seit 2017 widmen sich Pider und Angerer als Duo ihrer Musik – zunächst hauptsächlich in Wien. Sie schafften es in Österreich schnell zum Erfolg: Ihre Single „Baby“ erreichte die Spitze der FM4-Charts, sie gewannen unter anderem den Amadeus-Award und waren sogar für den Eurovision Song Contest im Gespräch. Auch große Hallen haben sie schon bespielt, waren Vorband der schottischen Elektropop-Band Chvrches in Wien, mit Roy Bianco und den Abbrunzati Boys auf Tour, hatten Auftritte auf internationalen Festivals unter anderem in Barcelona und Lissabon, den Niederlanden und Serbien. „Zu Beginn haben wir alles mitgenommen, sind oft stundenlang gefahren für einen Auftritt“, erinnert sich Nora Pider.

Heute erlauben sie es sich, wählerischer zu sein mit ihren Gigs und auszutesten, in welche Richtungen sich ihre Kunst bewegen kann. 2024 wirkten sie in Bozen an „Metamorphosen“ mit, einem Livekonzert- und Theatererlebnis. Sie sind noch eng verbunden

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mit Brixen und Südtirol, dessen Kulturszene ihrer Meinung nach „viel coolen Shit“ zu bieten hat und besser ist, als gemeinhin angenommen wird.

„Niemand macht gern TikTok“

Social Media hat die Musikbranche in den letzten Jahren auf den Kopf gestellt. „Die Schritte, die wir

2017 noch gemacht haben und die damals erfolgversprechend waren, sind heute nicht mehr gültig“, erzählt Pider. TikTok zu verstehen und für sich nutzen zu können, obwohl es eigentlich wenig mit ihrem Verständnis für Kunst zu tun hat, ist eine Herausforderung, die auch andere Kunstschaffende in ihrem Umfeld spüren. „Niemand macht gern TikTok“, sagt Angerer. „Und

trotzdem: Potenziell kann das Medium zum Erfolg verhelfen; es demokratisiert den Musikprozess, hat also auch seine guten Seiten. Die großen Labels schauen auf die Views – sie bewegen sich genauso auf fremdem Terrain wie wir alle.“ Vieles haben sie gelernt aus den vergangenen Jahren, aus den Höhen und Tiefen, die das Showbusiness unweigerlich zu bieten

 Seit acht Jahren sind Nora Pider und Julian Angerer alias Anger erfolgreich unterwegs

hat. „Bei aller Dankbarkeit und Freude an unserer Arbeit braucht es viel Resilienz. Man muss sich jeden Schritt hart erarbeiten, alles andere entspricht nicht der Realität“, reflektiert Angerer. „Man wird im Grunde immer bewertet und muss lernen, sich das nicht zu Kopf steigen zu lassen – im positiven wie im negativen Sinn.“

Ob sie einen gewissen Druck spürten, an das erfolgreiche erste Album anzuknüpfen? „Damals ja. Man merkt dann aber, dass man selbst sehr wenig Einfluss auf den Erfolg der eigenen Musik hat. Das hat die Arbeit an diesem Album erleichtert“, sagt Angerer.

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Sie haben gelernt, sich weniger von den unberechenbaren äußeren Faktoren des Erfolgs beeinflussen zu lassen. Die Schnelllebigkeit der Musikbranche muss man aushalten können, „die Zeit nach dem Hype“, so Pider.

„Bau a Stodt au über die Wolken gonz weit oben glei neben dir“

Album Nummer drei ist in einem gewissen Sinne auch ein Loslassen, eine schnelle Reaktion auf die eigene Intuition. „Das Album ist in einem Schwung entstanden; alles hat sich richtig angefühlt“, erzählt Pider. Sie haben es in Bozen mit Fabian Pichler in nur drei Wochen aufgenommen. Dass es ihr erstes Album im Dialekt ist, habe sich ebenso einfach ergeben. „Es war, als würden wir eine Geschichte erzählen – und das tun wir in jener Sprache, die für uns am natürlichsten ist“, sagt Pider. Auch auf Autotune haben sie deshalb weitgehend verzichtet, „wir wollten es so nackt lassen, wie es ist, ohne es unnötig zu verfremden.“

Das Ergebnis nennt sich „Bau a Stodt au über die Wolken gonz weit oben glei neben dir“. Es erscheint nur ein Jahr nach dem Vorgängeralbum, an dem Anger hingegen lange gefeilt hatte. „Unser zweites Album ‚Verlieren, Baby!‘ war ein unendlich langer Prozess. Zum Ende hin war das beinahe körperlich schwierig; es hatte den Punkt überschritten, an dem es Spaß machte“, erinnert sich Angerer.

Mit dem neuen Album scheinen sich beide auch davon etwas loslösen zu wollen – „impulsiv, schnell und sanft zugleich“, sagt Pider. Ihr Wunschszenario wäre es, „mit unserer Musik Identifikationspunkte für Südtirolerinnen und Südtiroler zu schaffen, und ihnen den Zugang zu lokaler Popmusik zu öffnen.“ Dialekt und moderne Sounds Hand in Hand – weg von Klischees – das möchten sie vermitteln.

Dankbar sind die beiden für die lokalen Partner, die sie bei der Albumproduktion unterstützt haben: dem IDM Music Fund, Castellanum Real Estate, Zingerle Group, Fireservice, Von Lutz, Rubner und Progress Group.

Julian Angerer: „Bei aller Dankbarkeit und Freude an unserer Arbeit braucht es viel Resilienz; man muss sich jeden Schritt hart erarbeiten“

Spenden für psychische Gesundheit

Pider und Angerer haben keine Scheu davor, Neues auszuprobieren, wollen sich neu erfinden und selbst überraschen. „Unsere Musik spiegelt immer den Status quo wider: Wer wir gerade sind, was wir fühlen. Und es ist schön, dass wir das durch unsere Musik unmittelbar weitergeben können“, erklärt Pider. „Es ist viel passiert bei uns in den letzten Jahren, beruflich wie privat; viele Gefühle, mit denen es umzugehen galt, gute wie schlechte.“

Tod künstlerisch zu verarbeiten“, sagt Angerer, „und uns die Frage gestellt, wie wir helfen können, das Thema psychische Gesundheit zu thematisieren, mit dem sehr reflektiert und verantwortungsvoll umgegangen werden muss.“ Sie ließen sich vom Forum Prävention beraten, das am Rande ihrer kommenden Konzerte Informationen anbieten wird, um darüber im richtigen Rahmen zu sprechen und allen, die Hilfe brauchen, einen Ansprechpartner zu bieten.

Die Einnahmen aus CD- und Vinylverkäufen wollen sie spenden. Auf einen genauen Preis ihrer Plat-

„ Das Album ist in einem Schwung entstanden; alles hat sich richtig angefühlt“
Nora Pider, Anger

Es waren zwei Verluste aus dem engsten Umfeld, die die Arbeit am neuen Album mitgeprägt haben. „Wir haben auf einer bestimmten Ebene sicherlich versucht, ihren

ten und CDs wollen sie sich dabei nicht festlegen. „Unsere Produktionskosten belaufen sich auf etwa 30 Euro für Vinyls, für CDs sind es etwas weniger. Unsere Idee ist es

aber, dass alle so viel dafür bezahlen können, wie für sie möglich ist“, so Angerer. „Aber natürlich hoffen wir, dass am Ende eine möglichst große Summe zusammenkommt, damit etwas Schönes entstehen kann“, ergänzt Pider.

Intime Konzerte in kleinem Rahmen

Auch was seine Live-Performances angeht, will sich das Pop-Duo Anger neu erfinden: Ruhiger und kleiner soll es werden, mit mehr Raum für Spontaneität. Ein kleiner Neuanfang, der herausfordernd und aufregend zugleich ist. „Experimentieren, neue Wege gehen und sehen, was sie mit unserer Musik und dem Publikum machen – das macht den Reiz an unserer Arbeit aus“, sagt Pider. Sie bespielen zunächst Südtirols Kleinkunsttheater, „weil wir für dieses Album die Nähe zum Publikum brauchen“, wie sie erklärt. Den Anfang macht die Brixner Dekadenz am 30. Oktober um 20 Uhr. Heimspiel. Die Vorfreude ist den beiden anzusehen: „Wir sind gespannt, wie die Songs live ankommen und wie sie den Menschen gefallen.“

anina.vontavon@brixner.info

04.10.–11.10. VISAGIST

Das dritte Album des Brixner Pop-Duos Anger, „Bau a Stodt au über die Wolken gonz weit oben glei neben dir“, erscheint am 31. Oktober.

Vorgestellt wird es in der Dekadenz Brixen am 30. Oktober um 20 Uhr.

Alle Einnahmen aus den Vinyls und CDs werden gespendet. Sie sind bei den Konzerten erhältlich.

Nora Pider: „Unsere Musik spiegelt immer den Status quo wider: wer wir gerade sind, was wir fühlen“

AUSSTELLUNG

Pharmacia chartacea

Handgeschöpftes Papier, beschrieben, bedruckt, beklebt – unter den Händen von Elisabeth Oberrauch werden daraus filigrane Lesezeichen, die förmlich aus den historischen Bildbänden in der Bibliothek des Pharmaziemuseums herauswachsen und damit den verborgenen Inhalt der Bücher nach außen tragen. In ihrer Ausstellung verbindet die für ihre Papierarbeiten bekannte Künstlerin Pharmazie, Botanik und Alchemie mit poetischer Bildkraft – etwa wenn sie den Entdeckungsreisen der frühen Neuzeit nachspürt oder unter dem Titel „10.000 Schritte auf den Wegen des Wissens“ alte Landkarten auf Kartonrollen aufzieht und aufwändig mit Blattgold und Schriftzeichen verziert. Auch in diesem Werk baut sie eine Brücke zur historischen Apotheke, lassen sich

MUSIK

Südtirol Filarmonica mit drei

neuen Brixner Musikern

Philipp Comploi als Solocellist, der Klarinettist Reinhold Brunner und die Flötistin Lisa Lang sind drei Brixner Musiker, die heuer erstmals Teil der Südtirol Filarmonica sind. Reinhold Brunner, 1967 geboren, studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der Zürcher Hochschule der Künste und arbeitet als freischaffender Musiker im Ausland, wo er mit dem Klangforum Wien, den Wiener Philharmonikern und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra

KURZ

auftrat. Philipp Comploi, 1986 geboren, erhielt seine Ausbildung am Mozarteum Salzburg und an der Kunstuniversität Graz. Als freischaffender Cellist musizierte er mit dem La Folia Barockorchester, dem Orchester Wiener Akademie, dem Bach Consort Wien und dem Ensemble Delirio. Lisa Lang wurde 1999 geboren und steht noch am Anfang ihrer Karriere. Sie studierte am Bozner Konservatorium, an der Hochschule für Musik in Nürnberg und derzeit am Leopold Mozart College of Music in

Im Vinzentinum fanden im Sommer vier Tage lang die „BoysVoice“-Knabensingtage statt.

30 Buben zwischen acht und 18 Jahren sangen unter Anleitung der Gesangspädagogen Andrea Tasser und Albert Frey, begleitet vom Freizeitprogramm mit Marcus Costalunga und Manuel Hinteregger.

doch in den Archivalien die Wege von Gewürzen, Medikamenten oder Gefäßen nachzeichnen. Besonders eindrücklich sind drei aus Papier gefertigte Torsi – Oberkörper, die den Blick ins Innere freigeben. Sie spiegeln wider, wie sich im Lauf der Jahrhunderte die Vorstellungen über die Lage der Organe wandelten und wie sehr Wissen und Irrtum dabei nebeneinanderstanden. Elisabeth Oberrauch eröffnet in ihren Werken eine fragile wie kraftvolle Perspektive auf die Wege des Wissens – zwischen Wissenschaft, Imagination und künstlerischer Transformation. Die Ausstellung im Pharmaziemuseum ist noch bis zum 28. November zu sehen. job

Augsburg. Beim Philharmonischen Orchester Regensburg wirkt sie als Substitutin mit. Die drei Musiker sind nicht die einzigen Brixner in den Reihen des Orchesters: Mit ihnen musizieren Mario Alessandrini, Gaby Campidell, Beatrice Cantelli, Verena Gamper, Isabel Goller, Alex Modena und Sylvia Lanz. Das Orchester, das sich ausschließlich

Das Stiftsmuseum Neustift veranstaltet am 18. Oktober den Studientag „Klöster im Bauernaufstand 1525. Neustift, Stams und St. Gallen im Vergleich“. Die Referenten Arman Weidenmann, Stephan Nicolussi-Köhler und Karin Pattis beleuchten soziale und wirtschaftliche Hintergründe.

aus Südtiroler Musikerinnen und Musikern zusammensetzt, spielt auch seine fünfte Konzertreihe im Oktober unter der Leitung des Dirigenten Michael Pichler aus Lüsen. Die Konzerte in Toblach, Bozen, Meran und im Wiener Konzerthaus tragen den Titel „Die Kraft der Verbundenheit“. job

Die Festung Franzensfeste zeigt bis 9. November die Ausstellung „Wir sind Schöpfung“ von Hans-Günther Kaufmann. Mit seinen Fotos zu Ursprung, Wasser und spiritueller Architektur beleuchtet er die verbindenden Elemente von Christentum, Judentum und Islam und wirbt für Dialog und Respekt.

Frau Helfer, was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie zur neuen Präsidentin gewählt wurden?

Ich habe mich geehrt gefühlt und mich gefreut. Mit dieser Aufgabe gebe ich mir außerdem eine andere Rolle in der Südtiroler Theaterwelt. Als Rezensentin oder auch als Privatperson bin ich die Beobachterin und Interviewerin. Nun erlebe ich auch ganz konkret den aktiven und organisatorischen Akt des Theatergestaltens.

Welche Aufgaben nehmen Sie als Präsidentin wahr?

Der Vorstand hatte seit Mai zwei Sitzungen, und so bekam ich eine Ahnung von Arbeitswei-

„Kritische Durchleuchtung der Zeit“

CHRISTINE HELFER, neue Präsidentin der Dekadenz Brixen, über ihre Aufgabe und die künstlerische Ausrichtung des Programms.

se, Tätigkeiten und Planung. Der Vorstand ist eine recht junge und engagierte Truppe, die ebenso wie die künstlerische Leiterin Anna Heiss die Dekadenz auf beherztreflektierte Weise weiterbringen will. Derzeit planen wir anlässlich des 45-Jahr-Jubiläums für den Frühling 2026 eine Veranstaltung für unser Publikum, um diesen Geburtstag – wir sind das älteste Städtetheater in Südtirol – kreativ, lustig und würdevoll zu feiern.

Was wünschen Sie sich für die Dekadenz und ihr Publikum?

Ich habe Vertrauen in Anna Heiss, die mit innovativem und klugem Know-how dem Publi-

kum tolle und herausfordernde Themen präsentiert, etwa in den Eigenproduktionen oder in Formaten wie der „Io.Co-Show“, der Talkreihe „Ans Eingemachte“ oder den Grantlern Unlimited. Auch in der Kleinkunst werden junge Leute nach Brixen geholt, ebenso bei der Jazzauswahl, die Max von Pretz verantwortet. Ich wünsche mir, dass das Publikum offen bleibt für Formate und Themen, die in ihrer Frische und in ihrer Kraft den üblichen Rahmen sprengen. Die Dekadenz ist für mich und für viele ein Synonym für eine gute kritische Durchleuchtung der Zeit mit den Stilmitteln des Theaters. johanna.bampi@brixner.info

TOTAL AUSVERKAUF

Abendliche Konzertklänge

Ein besonderer kultureller Höhepunkt prägte die Sommermonate in Brixen: Im Juli und August fanden im historischen Innenhof der Hofburg die traditionellen Hofburgkonzerte der Bürgerkapelle Brixen statt. An insgesamt sieben Abenden erlebten die Besucherinnen und Besucher ein breites musikalisches Programm, das vom klassischen Blasorchesterklang bis hin zu sinfonischen Höhepunkten reichte. Künstlerische Leitung und Organisation lagen in den Händen von Martin Rastner, der in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Musik Brixen ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellte. Mitwirkende waren renommierte Formationen wie die Stadtmusikkapelle Wilten, die Musikkapelle Villnöß, Urban Brass und Bernhard Plagg, die Bürgerkapelle Brixen selbst, das

Holzblasorchester HoBla-O, die Jugend Brass Band Südtirol sowie das Haydn-Orchester von Bozen und Trient. Jeder Konzertabend zog zahlreiche Einheimische wie auch Gäste an, die die besondere Atmosphäre des Innenhofes zu schätzen wussten. Herausragend war der Auftritt des Haydn-Orchesters: Unter der Leitung von Roberto Molinelli wurde eine musikalische Hommage an die Geschichte der Filmmusik dargeboten. Mitreißend begleitet von charmanten Einführungen, erklangen unvergessene Melodien aus Indiana Jones, Harry Potter, Fluch der Karibik, Gladiator, James Bond, Star Wars und Klassikern aus der Welt von Disney. Die Hofburgkonzerte 2025 haben einmal mehr gezeigt, wie die Musik die historischen Mauern in lebendige Klangräume verwandelt. jmf

FILM

Erfolgreiches Sommerkino

Im August lud der Filmclub Brixen an vier Abenden zu einem besonderen Open-Air-Kino in den Garten der Stadtbibliothek ein. Unter freiem Himmel erlebten die zahlreichen Besucher in stimmungsvoller Atmosphäre ein abwechslungsreiches Filmprogramm: Am 4. August sorgte die Komödie „Das Nonnenrennen“ für Heiterkeit, am 11. August folgte das inspirierende Drama „Dein Weg“, am 18. August berührte die französische Verfilmung „Der Zopf“ das Publikum, bevor am 25. August die bissige Satire „Der perfekte Chef“ die Reihe abrundete. Beginn war jeweils um 21 Uhr, nachdem die aufblasbare Leinwand im Garten aufgebaut war und die Zuschauer auf Bänken oder romantisch auf Decken Platz genommen hatten. Für das leibliche Wohl sorgte Valentin

Meyer vom Jukas, der Getränke auf Spendenbasis anbot. Auch die Nutzung der Toiletten im Jugendraum war unkompliziert möglich. Besonders erwähnenswert: Nach jeder Vorführung halfen die Gäste selbst mit, die Bänke wieder wegzuräumen – ein schönes Beispiel für gemeinschaftliches Engagement. Der Eintritt war frei, Spenden wurden gerne angenommen. Vor jedem Film begrüßte die Koordinatorin des Filmclubs Brixen, Evi Reich, das Publikum mit einleitenden Worten. So entstand – nun schon im zweiten Jahr im Garten der Stadtbibliothek – an lauen Sommerabenden ein Kinoerlebnis, das nicht nur durch die Filme, sondern vor allem durch die besondere Atmosphäre im Herzen von Brixen bestach. jmf

SCHON IMMER FARBENFROH!

Malerarbeiten, Gipskarton Vollwärmeschutz, Kunstharz

MUSIK

Interkulturelles Jugendtheater

Vom 14. bis zum 24. August, wurde Brixen zum Treffpunkt junger Theaterbegeisterter aus ganz Europa. Rund 90 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren aus zwölf Ländern kamen im Rahmen des europäischen Theaterprojekts „EDERED 2025“ zusammen, begleitet von 20 erfahrenen Workshop-Leiterinnen und unterstützt von zehn Helferinnen. In dieser intensiven Zeit entwickelten die Teilnehmenden eine szenische Collage voller Musik, Bewegung und Emotion. Die Eröffnung gestalteten Heidi und Magdalena Troi vom Theaterpädagogischen Zentrum Brixen. Konrad Pamer, Direktor des Amtes für Jugendarbeit, hob zu diesem Anlass die Bedeutung solcher Begegnungen für ein starkes und offenes Europa hervor. Unter dem Titel „Ain’t no mountain high enough“ erzählten die Jugendlichen Geschichten von Zusammenhalt, Angst, Freundschaft und der

Kraft, Grenzen zu überwinden. Grundlage waren ihre eigenen Erfahrungen, die sie gemeinsam in kreative Szenen verwandelten. Die Abschlussvorstellung fand am Samstag, 23. August, um 18 Uhr im Forum Brixen statt. Es wurde eine energiegeladene Performance von 90 Jugendlichen aus Kroatien, Griechenland, Türkei, Italien, Schweiz, Österreich, Finnland, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Litauen und Lettland gezeigt. Ein außergewöhnliches Projekt, das Herz, Mut und die verbindende Kraft des Theaters in den Mittelpunkt stellt. jmf

ReSpeckt!

Speck ist nicht gleich Speck. Schon gar nicht bei uns in Südtirol. Die Siebenförcher Metzger-Meister verarbeiten nur die besten Zutaten mit handwerklichem Können zu ganz hervorragenden Produkten. Und genau darum schmeckt unser mehrfach ausgezeichneter Speck einfach ausgezeichnet.

POETRY SLAM

Slammer im Wettstreit

Am 21. August verwandelte sich das Astra – wegen des schlechten Wetters als Ausweichort

zum Tschumpus – in die Arena der Wortpoeten für die Vorrunde der „Südtiroler Poetry Slam

Landesmeister:innenschaft 2025“. Durch den Abend führte charmant und pointiert Moderatorin Lene Morgenstern, Friederike aus Thüringen sorgte mit stimmungsvoller Livemusik für die passende musikalische Untermalung. Nach den strengen Regeln des PoetrySlams traten die Finalistinnen und Finalisten in zwei Runden gegeneinander an. Jede Performance durfte maximal fünf Minuten dauern, die Jury – fünf zufällig ausgewählte Zuschauer – bewertete die Darbietungen spontan auf Schiefertafeln von 1 bis 10. So entstand ein dynamisches Wechselspiel von Sprache, Rhythmus und Publikumsreaktionen. Neben den Wettbewerbsbeiträgen sorgte ein Gastauftritt des deutschen Duos Tommy und Annika für Begeisterung. Doch im Mittelpunkt standen die heimischen Slammerinnen und Slammer: Das Duo OlliAnder, Annalena Kluge, Manuel Hilber, Ania Viero, Lena

FREIWILLIGE FÜR FAMILIEN GESUCHT!

Simonetti und Adam Dalpiaz nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch ganz unterschiedliche Themen. Von „Tanzen im Club“ über „People Pleaser“ und „JaSager“ bis hin zu Sprachen als Leidenschaft, neuen Regierungsformen in Südtirol, Selbsthilfegruppen und dem eigenen Sein in der Welt reichte das poetische Spektrum. Nach zwei spannenden Runden standen die Sieger fest: Ania Viero überzeugte mit eindrucksvoller Bühnenpräsenz. Auf den zweiten Platz slammte sich das Duo OlliAnder, gefolgt von Lena Simonetti. Sie hatten sich damit für das Finale qualifiziert, das in Bozen stattfand. „Nathan der Nice“ holte sich schlussendlich mit einem lustigen Text über seine Verwandlung zu Karl Marx und einen tiefgründigen emotionalen Text über sein zerstörischen Umgang mit Alkohol den Titel. jmf

Wipptal

Andrian, Eppan, Kaltern, Nals und Terlan

Klausen, Feldthurns, Latzfons/Garn, Verdings/ Pardell, Villanders, Lajen und Villnöß

Pustertal

→ Möchtest du gern einer Familie mit Kleinkindern mit Rat und Tat zur Seite stehen?

→ Bist du kontaktfreudig, aufgeschlossen, gut organisiert und gehst schwierige Situationen gerne praktisch an?

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Familien mit kleinen Kindern zwischen 0 und 3 Jahren

…damit jedem Kind der Start ins Leben gut gelingt!

Beim Katholischen Familienverband Südtirol (KFS) 0471 974778 · www.familienverband.it info@familienverband.it

Drei Uraufführungen in Brixen

Das vom Tanzkollektiv Südtirol organisierte Festival Alps Move feiert heuer sein 20-Jahr-Jubiläum. Jeden Herbst bringt es Tanzkunst auf hohem Niveau nach Bozen, Meran, Lana und auch nach Brixen. Es will die Kunstform des Tanzes in Südtirol sichtbar machen. In Brixen steht das Astra am 18. Oktober ganz im Zeichen des Tanzes, wenn um 20 Uhr der Tanzfilm „LuNation“ von Rixa Rottonara uraufgeführt wird und Sarah Merler, Mirjam Plank sowie Lea Markgraf zwei Performances an die Filmvorführung anschließen. Die Organisatoren bezeichnen „LuNation“ als „poetischen Tanzfilm, der den weiblichen Zyklus erforscht.“ Unter der Regie von Rixa

Rottonara entstanden, tanzen Rixa Rottonara, Jana Malkuk und Annan Deborah Disse. Wie der Film, erleben auch die zwei anschließenden Performances ihre Uraufführung in Brixen. Sarah Merler, Tänzerin am Tiroler Landestheater, zeigt in ihrer Performance „Dunst im Körper“ ein intimes Zwiegespräch mit dem eigenen Sein und setzt sich tanzend mit den Stimmungen in ihrem Körper auseinander. „Everything starts from point one“ spielt mit dem Konflikt zwischen dem Wunsch, bei sich selbst zu bleiben, und dem Bedürfnis, Teil eines Ganzen zu sein. Mirjam Plank und Lea Markgraf erarbeiteten für diese Performance das Konzept und die

Choreografie und treten selbst als Tänzerinnen auf. Im Rahmen des Festivals zeigen vorwiegend Uraufführungen, welche künst-

lerische Bandbreite in dieser oft zu Unrecht unterschätzten Ausdrucksform steckt. job

Unter dem Motto „Heute. Hier. Jetzt“ – in Anlehnung an Leo Tolstoi – widmet sich die Spielzeit 2025/26 des Südtiroler Kulturinstituts den großen Themen der Gegenwart, denn schließlich ist kein Moment unseres Lebens so bedeutend

wie die Gegenwart, wenn die Vergangenheit vorbei und die Zukunft noch ungewiss ist. Im Forum in Brixen sind vom 14. Oktober bis zum 15. April fünf Gastspiele renommierter Bühnen wie etwa des Hamburger St. Pauli Theaters oder des Renaissance-Theaters Berlin

THEATER

Schauspielstars in Brixen

zu sehen. Den Anfang macht ein Stück, das gegenwärtiger kaum sein könnte: Der Autor und Regisseur Calle Fuhr beleuchtet darin den „Aufstieg und Fall des Herrn René Benko“. Fuhr steht in dieser Produktion des Wiener Volkstheaters, die in der aktuellen Spielzeit am Schauspiel Köln zu sehen ist, selbst auf der Bühne. Mit Sven-Eric Bechtolf ist im November einer der namhaften deutschen Schauspieler in Brixen zu erleben, und zwar als Professor in „Oleanna. Ein Machtspiel“, einem Zweipersonenstück, in dem Johanna Asch die junge Studentin gibt. Katharina Stem-

berger, nicht minder berühmt als Bechtolf, und Andreas Patton lassen im Februar ihre längst vergangene Liebesbeziehung in ihrer Erinnerung gemeinsam wieder aufleben – berührend und voller Humor („Eine Liaison“). Eine altbekannte Geschichte –jene von Shakespeares „Romeo und Julia“ – erzählt das Wiener Bronski & Grünberg Theater im März völlig neu. Das letzte Gastspiel der Spielzeit ist jenes des Berliner Renaissance-Theaters: „Kalter weißer Mann“ treibt Reizthemen des Social-MediaZeitalters auf die Spitze. job

WEIL‘S DAHOAM # EINFOCH SCHMECKT!

Erfrischender Biergenuss aus Brixens Braumanufaktur: Pilsbier sowie Saisonsbiere in Flaschen und im Fass. Lassen Sie es sich bei uns oder zuhause schmecken!

MITTAGS: Montag bis Freitag 11.30–14 Uhr

ABENDS: Dienstag bis Sonntag 17.30–23 Uhr

Foto: Rupert Stockinger
Foto: Kerstin Schomburg

Treffpunkt Dialog

Ins Gespräch kommen über die Lust am Leben

4 Einheiten mit Beginn Di., 02.10., 15.30–17 Uhr

Human Design

Sich selbst neu entdecken

Fr., 3.10. bis So., 4.10., jeweils 9–17 Uhr

Ein Tag zum Auftanken

Genießen Sie die Kraft der kleinen Auszeit Di., 7.10., 9–17 Uhr

Rückenstark im Alltag

Achtsam schmerzfrei Do., 9.10., 9–17 Uhr

Väterforum

Austausch für mehr Gelassenheit

Fr., 10.10., Fr., 7.11. und Fr., 12.12., jeweils 18–20 Uhr

Hildegard von Bingens Hausapotheke

Wichtige Kräuter für den Hausgebrauch und praxisnahe Einführung in die Hildegard-von-Bingen-Medizin Sa., 11.10., 9–17 Uhr

Farbe – Duft – Klang

Eine Reise zu mir selbst Sa., 11.10., 9–17 Uhr

Geborgen im Schatten deiner Flügel

In der Stille einer Meditationswoche versuchen wir den Weg zu unserem inneren Ruheort zu finden So., 12.10. bis Do., 16.10., jeweils 9–20 Uhr

Kirche in der Zeitenwende

Seminar mit dem Priester und Pastoraltheologen

Paul Michael Zulehner So., 12.10., 15–18 Uhr

Die eigene ICH Grenze stärken

Self Boundary Awareness Training

8 Einheiten mit Beginn Mo., 13.10., 17:30–19:30 Uhr

Rio Abierto

Abendkurs

6 Einheiten mit Beginn Mo., 13.10., 19:30–20:30 Uhr

Selbst- und Zeitmanagement Für eine gesunde Life-Work-Balance Di., 14.10., 9–17 Uhr

Cusanus Frauensalon

Ein Abend mit Dr. Sonja Prader zum Thema Frauengesundheit Mi., 15.10., 18–20 Uhr

Rückenstark im Büro Konzentriert erfolgreich

Mi., 15.10., 9–17 Uhr

Frauenpower: Rhetorisch stark

Ein Kompetenztraining exklusiv für Frauen –souverän auftreten, präsentieren und agieren

Mo., 20.10. bis Mi., 22.10., jeweils 9–17 Uhr

Feldenkreis – Beweglichkeit neu erleben

Entdecke neue Beweglichkeit

4 Einheiten mit Beginn Sa., 25.10., jeweils 9–15 Uhr

Geburtsvorbereitung kompakt

Ein Wochenende für Paare

Sa., 25.10. bis So., 26.10., jeweils 9–18 Uhr

Singen und Musizieren in der Familie

Miteinander Freude teilen mit Stimme und Instrumenten

Sa., 25.10., 9–17 Uhr

Mit Lego Serious Play

Probleme kreativ lösen

Lego Serious Play ist eine Denk-, Kommunikationsund Problemlösungsmethode

Mi., 29.10., bis Do., 30.10., jeweils 9–17 Uhr

Cusanus.Dialog: KI - wer programmiert die Macht?

Künstliche Intelligenz – Chance oder Herausforderung?

Mi., 29.10., 19.30–21.30 Uhr

Unseren Wald kennen lernen

Wie unser Wald lebt und wie wir ihn schützen können

Fr., 31.10., 9–16 Uhr

Cusanus-Akademie

Seminarplatz 2 | I-39042 Brixen/Südtirol

T +39 0472 832 204 | www.cusanus.bz.it

Keller auf, Kultur rein: Der Oktober in der Dekadenz

KLEINKUNST UND MUSIK: Von ANGER bis Zemmler – im Oktober bringt die Dekadenz Jazz, Kabarett, Literatur, Pop und Talks auf die Bühne.

Den Auftakt macht am 2. Oktober das Leipziger Quartett Pauline Réage mit radikalem Jazz zwischen Rockband-Energie und Beat-Poetry. Eine Woche später zeigt das Severin Trogbacher Trio seine weitläufigen Klanglandschaften, bevor am 23. Oktober die Hypochondrischen Ängste Jazz, Spoken Word und Postpunk zu einem wilden Mix verbinden.

Kabarett und Talks

Auch das Kabarett kommt nicht zu kurz: Florian Hacke seziert am 5. Oktober das Ideal der Authentizität, während Ingrid Lechner am 12.

Der Oktober im Kulturkeller Dekadenz

Do., 2.10. – Pauline Réage

So., 5.10. – Florian Hacke

Do., 9.10. – Severin Trogbacher Trio

So., 12.10. und Mi., 15.10. – Ingrid Lechner

Fr., 17.10. – io.co show

Do., 23.10. – Hypochondrische Ängste

Sa., 25.10. – Max Silbernagl & Jörg Zemmler

Di., 28.10. – Grantler Unlimited Live Do., 30.10. – ANGER

Beginn 20 Uhr, sonntags 18 Uhr Infos und Reservierung: dekadenz.it

und 15. Oktober mit „B-Trieb“ ihre Premiere feiert – zwischen Nervenzusammenbruch und Büroalltag.

Die Talks zeigen sich in zwei Formaten: Am 17.Oktober läuft die io.co show, eine freche Late Night mit Satire, Musik und Überraschungen, und am 28. Oktober wird es grantig, wenn Wolfgang Mayr und Hans Heiss ihren Podcast Grantler Unlimited live auf die Bühne bringen.

Literatur und Musik

Literarisch geht es am 25. Oktober weiter, wenn Zemmler und Silbernagl in „Urlaub vom Schlern“ sich ironisch in Szene setzen. Den Abschluss bildet am 30. Oktober das Duo ANGER, das sein neues Album zwischen Pop, Avantgarde und Liederabend vorstellt.

Ein Oktober voller Energie, Witz und Überraschungen – der Keller ist wieder offen!

* Samstag, 18. Oktober, 19 Uhr Castaneum, Feldthurns

ECHO

Männerensemble StimMen & die tafelrunde

Ein einmaliger Abend, an dem zwei Männerchöre aus zwei Ländern in einem Gemeinschaftskonzert ihre Erfahrungen teilen – voller Humor, Musik und mit Umtrunk.

Männerensemble StimMen (Brixen) Gegründet 2013, bietet StimMen jungen Männern unter der Leitung von Michael Braun aus St. Peter, Villnöß, die Möglichkeit, musikalisch aufzutreten. Das Repertoire reicht von klassischer bis zeitgenössischer Musik.

die tafelrunde (Basel)

Der Männerchor die tafelrunde gehört zum Verein Basler Liedertafel 1852. Junge und junggebliebene Sänger präsentieren ein breites Spektrum von gregorianischem Choral bis Jazz und Pop.

Eintritt frei

SPIRITUALITÄT: ERFÜLLUNG – FLOW – VERFÜHRUNG

Symposion • Konzerte • Liturgie

* Freitag, 10. Oktober 17 Uhr, Cusanus Akademie Brixen Eröffnung

Paul M. Zulehner: Spiritualität in einer säkularen Kultur

19:30 Uhr, Dom Brixen Konzert

BachWerkVokal Salzburg Gordon Safari, Leitung „Credo – Der sich verlässt auf Gottes Trost“ Kantaten und Motetten von J. S. Bach

* Samstag, 11. Oktober ab 9 Uhr, Cusanus Akademie Brixen Referate

Michael Blume: Religiosität, Musikalität und FlowWas unser Gehirn so fantastisch macht

Markus Michael Riccabona: Enchantment –Spiritualität in der Musik: Erfüllung oder Verführung?

Jörn Peter Hiekel: Spiritualität in der Musik heute

18 Uhr, Kirche des Priesterseminars Konzert

Severin von Eckardstein, Klavier Werke von Robert Schumann, Richard Strauss, Ferruccio Busoni, Nikolai Medtner, Alexander Skrjabin, Franz Schubert, Olivier Messiaen

* Sonntag, 12. Oktober 10 Uhr, Dom Gottesdienst mit Generalvikar Eugen Runggaldier Direktübertragung im Rundfunk RAI Südtirol Stiftschor Innichen, Martin Gasser, Leitung Kirchenchor Enneberg, Christian Ellecosta, Leitung Franz Comploi und Robert Willeit, Orgel

Donnerstag, 2. Oktober

Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Konzert 19 Uhr

Sarah Lesch

Poesie & Widerstand Tour 2025 Astra, Brixen

Konzert 20 Uhr

Pauline Réage Jazz mit dem Leipziger Quartett Pauline Réage Dekadenz, Brixen

Freitag, 3. Oktober

Diverses 9:30–18:30 Uhr

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt

Domplatz, Brixen

Diverses 16 Uhr

Vorlesen und Basteln für Kinder ab 4 Stadtbibliothek, Brixen

Musiktheater 18 Uhr

Der Apfelbaum: Butz und Stengel im Duell

Mini Theater Schabs und JuKaNatScha Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Literatur 19 Uhr

Dreimeterdreißig

Jaqueline Scheiber liest aus ihrem Debütroman. Astra, Brixen

Konzert 20 Uhr

Missa Sacra für Chor, Soli und Orgel (R. Schumann) mit dem Domchor Brixen Dom, Brixen

Theater 20 Uhr

Rambazamba am Lido Makkaroni Heimatbühne Vahrn Haus Voitsberg, Vahrn

Samstag, 4. Oktober

Diverses 9:30–18:30 Uhr

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt

Domplatz, Brixen

Konzert ab 15 Uhr

Musiktheater 18 Uhr

Der Apfelbaum: Butz und Stengel im Duell Mini Theater Schabs und JuKaNatScha Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Sonntag, 5. Oktober

Diverses 10–18 Uhr

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt

Domplatz, Brixen

Musiktheater 17 Uhr

Der Apfelbaum: Butz und Stengel im Duell Mini Theater Schabs und JuKaNatScha Haus der Dorfgemeinschaft, Schabs

Kleinkunst 18 Uhr

Authentischkeit –Der einzig wahre Satireabend mit Florian Hacke Dekadenz, Brixen

Theater 18 Uhr

Rambazamba am Lido

Makkaroni

Heimatbühne Vahrn Haus Voitsberg, Vahrn

Montag, 6. Oktober

Kino 20 Uhr

Filmclub: How to be normal and the Oddness of the other World Astra, Brixen

Dienstag, 7. Oktober

Vortrag 18:30 Uhr „Palliativmedizin –Lebensqualität bis zuletzt“ mit Dr. Gabriele Schnapper (Gynäkologin und Palliativärztin) und Dr. Monika Völkl (Verantwortliche des Palliativdienstes) Stadtbibliothek, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Donnerstag, 9. Oktober

Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach

Diverses 18–20:30 Uhr

Karten für die Konzerte: online www.mytix.bz oder im Tourismusbüro Brixen, 0472 275252, info@brixen.org

Heinrich Walder: „Missa brevis in Es“ für Chor, Orgel, Bläser und Pauken www.musikbrixen.it

Zusammenklang Astra, Brixen

Konzert 18 Uhr

Send’ uns dein’ Engel! Chormusik der Romantik a cappella mit dem Ensemble VocalArt Kapuzinerkirche, Brixen

Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen

Musik 19:30 Uhr

Neustifter Singstund’ für alle, die gerne singen mit Esther Falkensteiner und Rudi Chizzali Vereinssaal, Neustift

Aufstieg und Fall des Herrn

„Vor einer Pleite habe ich null Angst“, tönte René Benko nicht nur 2011 in einem Krone-Interview. Es kam anders. Die Insolvenz seines Konzerns Signa ist die größte Pleite der zweiten Republik Österreich. Staatsinvestitionen in Millionenhöhen lösten sich in Luft auf. Der Selfmade-Milliardär hinterlässt einen Scherbenhaufen. Der Autor und Regisseur Calle Fuhr blickt gemeinsam mit der investigativen Redaktion DOSSIER hinter die Schlagzeilen, um den Aufstieg und Fall des Wunder-Wuzzis Benko zu erzählen. Calle Fuhr steht in diesem Solo selbst auf der Bühne, nimmt das Publikum mit auf die Reise ins

KUNST

erstaunliche Signa-Wunderland und zeigt das System, das einen René Benko erst ermöglichte. Die umjubelte Uraufführung des Wiener Volkstheaters, die auch zum Festival „Radikal jung“ eingeladen war, wird am Schauspiel Köln in aktualisierter Version weitergeführt, wo Calle Fuhr seit Herbst als Hausautor und Regisseur tätig ist. Das Südtiroler Kulturinstitut hat die Aufführung nach Brixen eingeladen und eröffnet damit seine neue Spielzeit im Forum.

Di., 14. Oktober, 19:30 Uhr

Einführung: 19 Uhr Brixen, Forum

Karten im Südtiroler Kulturinstitut online www.kulturinstitut.org, Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org

Die Veranstaltung wird von Auto Brenner und der Initiative Wirtschaft & Kultur des Südtiroler Kulturinstituts unterstützt.

Aktive Freizeitmaler

Die Ortsgruppe Eisacktal der Südtiroler Freizeitmaler zeigt vom 2. bis zum 9. November beim Schloss Velthurns in Feldthurns ihre Werke in einer Gemeinschaftsausstellung. Die Themenpalette ist breit, ebenso die künstlerischen Techniken, mit denen die Mitglieder arbeiten. Der Verein der Südtiroler Freizeitmaler wurde 1977 gegründet. Die Ortsgruppe Eisacktal trifft sich wöchentlich zum freien Malen. Dabei geben sich die Mitglieder gegenseitig Tipps und Anregungen, lernen voneinander und auch ein „Ratscherle“ hat immer Platz. Wer gerne malt, zeichnet, schnitzt oder formt, ist in dieser Gemeinschaft von Gleichgesinnten genau richtig. Wer dem Verein beitreten, an seinen Kursen teilnehmen oder auch nur

mal beim freien Malen dabei sein möchte, kann sich gerne bei der Ortsgruppe in seiner Nähe melden.

Kunstausstellung der Südtiroler Freizeitmaler 2. bis 9. November täglich 10–17 Uhr

Schloss Velthurns, Feldthurns Eröffnung: Fr., 31. Oktober, 18 Uhr

NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN

Kursangebote im Jukas

Mi., 12.11., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Der Körper als Kultobjekt: Jugendliche zwischen Fitness, Diät und Schönheitswahn. Seminar

Mit Raffaela Vanzetta

Mi., 12.11., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr

Grafikdesign mit Canva: Ansprechend, einfach und kostenlos. Online-Seminar

Mit Barbara Weidmann-Lainer

Do., 13.11., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Hörbar kreativ: Von der Idee zum eigenen Podcast. Online-Seminar

Mit Barbara Weidmann-Lainer

So., 16.11. – So., 23.11. 9. Kunterbuntes Klein Kunst Festival 71 Vorstellungen mit 20 verschiedenen Bühnen und Spielerinnen und Spielern aus 4 Ländern!

Mo., 24.11., 18:30 – 20:30 Uhr Häkel- und Stricktreff. Kreativabend(e)

Mit Ruth Gasser

Do., 27.11., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr „Jung sein kann weh tun!“ Suizidprävention im Jugendalter. Seminar

Mit Lukas Schwienbacher

Fr., 28.11.25, bis Mi., 12.04.26

Fr., 28.11., 18 – 19:30 Uhr

Bereit für die Schule? Online-Infoabend für Eltern von Kindern bis 5 Jahren

Mit Carla Maria Felderer

Sa., 29.11., 13.12., 10.1., 7.2., 14.3. und 18.4. jeweils von 9 – 12:30 und 13:30 – 18 Uhr Entdecke und entfalte deine Talente. Intensivkurs für Erwachsene

Mit Matthias Da Soghe und Elisabeth Fäckl

Sa., 29.11., 15 – 18 Uhr

Eine Insel für 2. Wohlfühlnachmittag für Mutter & Tochter, Oma & Enkelin, Tante & Nichte…

Mit Sylvia Weger

Mi., 3.12., 18:30 – 20:30 Uhr

Mit Nadel, Faden & Schere: Auf zum Flicktreff! Kreativabend(e)

Mit Brigitte Ferdigg und Julia Vontavon

Fr., 5.12., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Bewegte Posts: Sichtbar werden mit animierten Inhalten. Online-Seminar

Mit Barbara Weidmann-Lainer

Bezirk Eisacktal

Kontakt und Info: Helmut Vitroler 3351274086 h.vitroler@hotmail.de www.freizeitmaler.it

Die Rote Nase: (M)eine Begegnung mit dem Clown. Grundlehrgang

Mit Helga Jud und Manfred Unterluggauer

Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 279923, bildung@jukas.net, www.jukas.net

Foto: Pixabay

Konzert 20 Uhr

Perseverance

Jazz mit dem Severin Trogbacher Trio Dekadenz, Brixen

Kabarett 20 Uhr

Leo und Luis 2. Die ultimative Relaunch-Comeback-Tour 2.0 Forum, Brixen

Freitag, 10. Oktober

Vortrag 17 Uhr

Spiritualität in einer säkularen Kultur von Paul M. Zulehner

Cusanus Akademie, Brixen

Buchvorstellung 18:30 Uhr

Der Schaukler mit Selma Mahlknecht

Stadtbibliothek, Brixen

Konzert 19 Uhr

Next Generation Forum, Brixen

Konzert 19:30 Uhr

„Der sich verlässt auf Gottes Trost“

BachWerkVokal Salzburg Dom, Brixen

Samstag, 11. Oktober

Vorträge ab 9 Uhr

Symposion: Spiritualität: Erfüllung – flow – Verführung von Michael Blume, Markus Michael Riccabona und Jörn Peter Hiekel

Cusanus Akademie, Brixen

Führung 10 und 14 Uhr

Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525

Engelsburg, Augustiner Chorherrenstift Neustift

Kunst 10–17 Uhr

Tag der Romanik bei freiem Eintritt

Engelsburg, Augustiner Chorherrenstift Neustift

Konzert 18 Uhr

Severin von Eckardstein, Klavier

Kirche des Priesterseminars, Brixen

Musiktheater 18 Uhr

Der Apfelbaum:

Butz und Stengel im Duell Mini Theater Schabs und JuKaNatScha Haus der Dorfgem., Schabs

W. A. MOZART: „DAVIDE PENITENTE“

Das Collegium Musicum Bruneck und die Streicherakademie Bozen führen zusammen mit angesehenen Solisten „Davide penitente“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Das großartige Werk ist musikalisch in mehreren Teilen mit Mozarts c-Moll-Messe identisch, die zu den größten Werken der Kirchenmusik zählt. Dazu kommt das Oratoriumfragment „Christus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Elisabeth Freyhoff & Karin Strobos, Sopran

Aaron Godfrey-Mayes, Tenor

Chor des Collegium Musicum Bruneck

Streicherakademie Bozen

Clau Scherrer, Dirigent

* Samstag, 18. Oktober, 18 Uhr

Dom Brixen

Karten: online www.mytix.bz oder im Tourismusbüro Brixen, Tel. 0472 275252, info@brixen.org, www.musikbrixen.it

Theater 20 Uhr

Rambazamba am Lido Makkaroni Haus Voitsberg, Vahrn

Konzert 21 Uhr Forever Young Astra, Brixen

Sonntag, 12. Oktober

Musiktheater 17 Uhr

Der Apfelbaum:

Butz und Stengel im Duell Mini Theater Schabs und JuKaNatScha Haus der Dorfgem., Schabs

Kleinkunst 18 Uhr

B-Trieb

Premiere des neuen Programms von Ingrid Lechner Dekadenz, Brixen

Theater 18 Uhr

Rambazamba am Lido Makkaroni Haus Voitsberg, Vahrn

Montag, 13. Oktober

Kino 20 Uhr

Filmclub: Der phönizische Meisterstreich Astra, Brixen

Dienstag, 14. Oktober

Theater 19:30 Uhr

Aufstieg und Fall des Herrn René Benko Schauspiel Köln Forum, Brixen

Vortrag 20 Uhr

Road Trip von Felix Platzgummer Astra, Brixen

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 15. Oktober

Diverses 19 Uhr

Pub Quiz Astra, Brixen

Kleinkunst 20 Uhr

B-Trieb mit Ingrid Lechner Dekadenz, Brixen

Donnerstag, 16. Oktober

Theater 20 Uhr

Es war die Lerche Theatergruppe Lüsen Theatersaal, Lüsen

STEINEGG LIVE FESTIVAL

Musik und Kultur – im Sternendorf!

Das „Steinegg Live Festival“ bietet im Rahmen seiner 29. Ausgabe ein Sammelsurium an feinster Musik, ansprechender Kultur und niveauvoller Unterhaltung. Das Programm reicht vom Kindertheater über Weltklasse-Jazz & Blues bis zum Steinegg Live Fest.

… mit Bill Evans – Dave Weckl Allstar Vansband (USA), Big Daddy Wilson (USA), Stefan Hauk (AUS), Nacht der Gitarren (Alexandra Whittingham, Lulo Reinhardt, Elodie Bouny, Alexandr Misko), AsterTheiner-Perkmann, Fainschmitz, MK Steinegg, Brigitte Knapp, Rising Stars und einiges mehr.

Detailliertes Programm: www.steinegglive.com

* Fr., 10. Oktober bis Fr., 31. Oktober Kulturhaus, Steinegg

Kartenvorverkauf: www.mytix.bz Infos und Tickets: Online-Tickets zu Vorzugspreisen (günstiger als Abendkasse) • Infos: Tel. 328 9469472

Kartenreservierung für Kindertheater, Rising Stars & Local Heroes, Brigitte Knapp, Fainschmitz, All In: Tel. 338 8309014 (SMS/WhatsApp mit Angabe der gewünschten Tickets und des eigenen Vor- und Nachnamens)

Freitag, 17. Oktober

Diverses 16 Uhr

Vorlesen und Basteln für Kinder ab 4

Stadtbibliothek, Brixen

Buchvorstellung 19 Uhr

Lectura Dantis mit Theresia Prammer, Olga Martynova, Ferdinand Schmatz und Roberto Galaverni

Stadtbibliothek, Brixen

Kleinkunst 20 Uhr

Io.co Show mit Gianluca Iocolano und Patrizia Solaro Dekadenz, Brixen

Theater 20 Uhr

Unerhört!

Seniorentheatergruppe Überholspur Vereinssaal, Raas

Samstag, 18. Oktober

Tagung 9:15–15:45 Uhr

Klöster im Bauernaufstand 1525 – Neustift, Stams und St. Gallen im Vergleich Stiftsmuseum, Neustift

Diverses 10–16 Uhr

Wir mit euch

Soziale Organisationen für Familie und Gesellschaft stellen sich vor. Domplatz, Brixen

Konzert 18 Uhr

W.A. Mozart: „Davide penitente” mit dem Chor des Collegium Musicum Bruneck und der Streicherakademie Bozen Dom, Brixen

Konzert 19 Uhr

Echo mit den Männerensembles StimMen und die tafelrunde Castaneum, Feldthurns

Konzert 20 Uhr

Blasmusik: JugendauswahlOrchester mit talentierten Jungbläsern des Bezirks Brixen Forum, Brixen

Tanz 20 Uhr

ALPS MOVE –

Tanztheater Festival Astra, Brixen

Theater 20 Uhr

Es war die Lerche

Theatergruppe Lüsen

Theatersaal, Lüsen

Theater 20 Uhr

Rambazamba am Lido Makkaroni

Heimatbühne Vahrn

Haus Voitsberg, Vahrn

Sonntag, 19. Oktober

Diverses ab 10 Uhr

Bauernfestl Teis

Theater 18 Uhr

Es war die Lerche Theatergruppe Lüsen Theatersaal, Lüsen

Theater 18 Uhr

Rambazamba am Lido Makkaroni

Heimatbühne Vahrn

Haus Voitsberg, Vahrn

Montag, 20. Oktober

Kino 20 Uhr

Filmclub: Tian –

Generation Farmfluencer Astra, Brixen

Dienstag, 21. Oktober

Diverses ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Donnerstag, 23. Oktober

Konzert/Literatur 20 Uhr

Hypochondrische Ängste

ZeLT im Keller Astra, Brixen

Freitag, 24. Oktober

Buchvorstellung 18:30 Uhr

Alles was mir gut tut mit Hildegard Kreiter Stadtbibliothek, Brixen

Vernissage 20 Uhr

„Urbex“ Fotoausstellung

Astra, Brixen

Samstag, 25. Oktober

Literatur 20 Uhr

Urlaub vom Schlern

Lesungen von Max S. und Zemmler J. Dekadenz, Brixen

Musiktheater 19 Uhr

L’Elisir d’Amore

Oper von G. Donizetti mit dem Coro Lirico Verdi Forum, Brixen

SÜDTIROL FILARMONICA

78 Südtiroler Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Dirigent Michael Pichler

Programm:

„Die Kraft der Verbundenheit“

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 10 – Adagio

Johann S. Bach/Anton Webern: Fuga “Ricercata” a 6 voci

Gerd Hermann Ortler: “Expedition to Paradise” (Uraufführung), Doppelkonzert für Klarinette, Trompete und Orchester

Solisten: Andrea Götsch (Klarinette) und Bertold Stecher (Trompete)

Dirigent: Michael Pichler

* Freitag, 10. Oktober, 20:30 Uhr Gustav-Mahler-Saal, Toblach

* Samstag, 11. Oktober, 19 Uhr Konzerthaus, Bozen

* Sonntag, 12. Oktober, 15:30 Uhr Kursaal, Meran

* Montag, 13. Oktober, 19:30 Uhr Herkulessaal, München

Dauer: 75 Minuten – keine Pause

Tickets: www.suedtirol-filarmonica.it

Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift – eine

Auswahl für Oktober und November

Berufsbegleitende Lehrgänge

Personalmanagement in 360°

Di., 14.10.2025 bis Mi., 21.1.2026 (8 Modultage)

Ganzheitliche:r

Entspannungstrainer:in Fr., 17.10.2025 bis Sa., 31.10.2026 (23 Modultage)

Controlling – Steuerung des Unternehmenserfolges

Mo., 3.11.2025 bis Mi., 18.3.2026 (12 Modultage)

Studiengang Zeichnung und Malerei

Fr., 7.11.2025 bis Sa., 28.3.2026, (16 Modultage)

NLP Practitioner

Mi., 12.11.2025 bis Sa., 28.3.2026 (18 Modultage)

Sitzwache bei Sterbenden Fr., 21.11.2025 bis Sa., 31.1.2026 (7 Modultage)

Bibel & Glaube

Spirituelle Herbstreise – Stift Vorau und Pfarrei Assling Do., 6.11. bis Sa., 8.11.

Kamingespräch: Sind wir allein Universum? Fr., 7.11., 18–21 Uhr

Kerzenwerkstatt: Einführung in die Kerzendekoration Fr., 21.11. bis Sa. 22.11., Fr. 13–17 Uhr, Sa. 9–13 Uhr

Gesundheit & Wohlbefinden

Handreflexzonenmassage Fr., 17.10., 9–17 Uhr

Wir erwarten ein Baby! Sa., 18.10., 9–18 Uhr Sa., 29.11., 9– 18 Uhr

Meditation erleben: Entdecke Deine innere Stille Fr., 24.10. bis Sa., 25.10., Fr. 14–21 Uhr, Sa. 9–17 Uhr

Gehörtraining: Besser hören und Tinnitus sanft lindern

Mi., 29.10. bis Fr., 31.10.

Natur & Umwelt

Praxisseminar Teichbau –Wasserflächen gestalten & Lebensräume schaffen

Mi., 22.10., 9–17 Uhr

Einatmen, ausatmen, Kraft tanken ­ Leichter wandern mit der richtigen Atmung Fr., 7.11., 9–17 Uhr

Wein & Köstlichkeiten

Do it yourself Mocktails/ Cocktails

Mi., 15.10., 18:30–21:30 Uhr

Crashkurs: Service & Weinkunde für Einsteiger:innen

Mo., 17.11. bis Di., 2.12. (6 Tage)

Beruf- & Arbeitswelt

Betriebsinterne Kommunikation

Mi., 15.10., 9–17 Uhr Kompetent wirken und andere für sich gewinnen Fr., 24.10. bis Sa., 25.10., 9–17 Uhr

Teams zum Erfolg führen

Do., 13.11. bis Fr., 14.11., 9–17 Uhr

Arbeitssicherheit

Sicherheitskurs für Bediener:innen von Motorsägen

Di., 21.10., 8–17 Uhr

NEU: Grundkurs für Bediener von Obsterntemaschinen

Di., 4.11., 8–17 Uhr

Theater 20 Uhr

Es war die Lerche Theatersaal, Lüsen

Sonntag, 26. Oktober

Theater 15 und 18 Uhr

Es war die Lerche Theatersaal, Lüsen

Montag, 27. Oktober Kino 20 Uhr

Filmclub: Wenn der Herbst naht Astra, Brixen

Donnerstag, 30. Oktober

Führung 17:15 Museumsbesuch mit Taschenlampen Hofburg, Brixen

Freitag, 31. Oktober Konzert 21 Uhr Hell over Astra Astra, Brixen

Märkte

Bauernmarkt

mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr, Hartmannplatz

Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr

Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz

Ggumperermarkt

Sa., 4. und 11. Oktober, 8–17 Uhr Albuingasse

Benefiztauschmarkt des Südtiroler Kinderdorfes mit Workshops & Kinderprogramm Samstag, 11. Oktober, 9–17 Uhr im Thalhofer

Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn Samstag, 4. Oktober, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn

Bauern- und Wochenmarkt donnerstags, 8:30–12:30 Uhr Mühlbach

KONZERT

Bezirksjugendblasorchester

Die Musikkapellen des Bezirks Brixen im Verband Südtiroler Musikkapellen entsenden ihre talentiertesten Jungbläser mit Silber-Niveau oder mehr zu diesem Projekt. Unter der Leitung von Bezirkskapellmeister Bernhard Reifer bringt das Jugend-Auswahlorchester ein spannendes Konzertprogramm zur Aufführung.

* Samstag, 18. Oktober, 20 Uhr Forum Brixen

Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it

Eintritt: freiwillige Spende

KABARETT

Sie sind wieder da: Leo & Luis 2

Südtirols erfolgreichstes Kabarettduo, Thomas Hochkofler und Lukas Lobis, erobert erneut die Bühnen des Landes – unter anderem am 9. Oktober in Brixen. Vor ziemlich genau 20 Jahren, am 26. Januar 2005, feierte die mittlerweile zum absoluten Klassiker des heimischen Kabaretts avancierte

Produktion „Leo & Luis“ im Theater in der Altstadt in Meran Premiere. In den darauffolgenden Jahren entstand ein regelrechter Hype um die beiden Antihelden mit ihrer sehr speziellen Lebens- und Erfolgsgeschichte im Dschungel der volkstümlichen Musik. Unvergessen sind die Leo-&-Luis-

TEMPO & LUCE ZEIT & LICHT

Gemeinschaftsausstellung der Mitglieder

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Pascale ALESSI • Elisa ARMALEO • Hermann BARBIERI • Alexandra BAUER • Alexia BELLUCCO • Daniela CAGOL • Marco

CIPRIANI • Christian FALK • Karolina GACKE • Christina

GOLLER • Josè Ramon GORRET • Lisa HILPOLD • Luca

MASIELLO • Anna Maria MAYR • Patrizia NIGRO • Claudio

OLIVOTTO • Seela OLIVOTTO • Christa PLÖSSNIG • Elena

POLETTO • Liz TABER

* 31. Oktober bis 14. November Kunstkreis St. Erhard Runggadgasse 19, Brixen

Eröffnung: Freitag, 31. Oktober, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Di. – Fr. 17–20 Uhr, Sa. und So. 10 – 13 Uhr und 17 – 20 Uhr, Mo. geschlossen

Erfolgshits „Wenn das Bergfeuer zuckt“ oder „Wie ein erbrochenes Siegel“. Nun präsentieren Lukas Lobis und Thomas Hochkofler ab 1. Oktober die aktualisierte Version des Lachschlagers – eine spannende Mischung aus altbewährten Klassikern und völlig neuen Geschichten und Erzählungen aus dem Leben. Geblieben sind Hits wie „Die Kindheit ist der größte Schatz“ oder „Die Feuer, wer kennt sie nicht?“, ergänzt von neuen Liedern wie „In Nogarole Rocca“ oder „Ein Leben lang verbunden“. Für die musikalische Leitung zeichnet wieder Marco Facchin verantwortlich, Regie führte erneut Gabi Rothmüller, Dramaturgie und Text lagen in der Hand von Alex Liegl. Eines kann man sich jedenfalls sicher sein: Die letzten 20 Jahre sind nicht spurlos an den beiden Helden der volkstümlichen Musik vorbeigegangen. Davon können Leo und Luis mehr als nur eine Geschichte erzählen oder ein Lied singen…

„LEO & LUIS 2“

Termine Herbsttour 2025:

Mi., 1.10.: Meran, Kimm

Fr., 3.10.: Lengmoos/Ritten, Vereinshaus

Di., 7.10.: Deutschnofen, Vereinshaus

Mi., 8.10.: Seis, Kultursaal Do., 9.10.: Brixen, Forum Do., 16.10.: Pfalzen, Vereinshaus Fr., 17.10.: Sand in Taufers, Bürgersaal

Sa., 18.10.: St. Leonhard in Passeier, Vereinshaus

Di., 21.10.: Bozen, Waltherhaus

Do., 23.10.: Schlanders, Kulturhaus Karl Schönherr

Beginn: jeweils 20 Uhr Karten und Infos: www.mytix.bz

BAUERNFESTL IN TEIS

Traditionelles Handwerk und bäuerliche Köstlichkeiten

Thema 2025: Bauernleben, Wein und Reben

Über Teis verteilt erwarten Sie…

... bäuerliche Köstlichkeiten

... Vorführungen von traditionellem Handwerk

... musikalische Unterhaltung

... ein umfangreiches Kinderprogramm

... eine Ausstellung „Bauernleben, Wein und Reben“ im Vereinshaus

... viele Standler

... ein Glückstopf mit Verlosung

* Sonntag, 19. Oktober ab 10 Uhr Teis

Infos: teis@villnoess.info, Tel. 0472 844522

Foto: Mirjam Unterfrauner

GRAPHICS

ES WAR DIE LERCHE

von Ephraim Kishon Theatergruppe Lüsen

Alinari · Beuys · Dalí · De Chirico · Dell’Onze · Fellin · Ferraro Flora · Gschwendt · Guttuso · Luzzati · Maccari · Martini Olivotto · Plattner · Pümpel · Purificato · Rao · Schifano · Tamburi

* 17. Oktober bis 22. November Galerie 90 / Mühlbach

Besichtigung auf Anfrage info@alexpergher.com | Tel. +39 348 710 2550

KULTURZENTRUM ASTRA

liter.astra Literaturkreis

* Mi., 1. Oktober, 18:30 Uhr

Sarah Lesch

Konzert

* Do., 2. Oktober, 20 Uhr (Einlass: 19:30 Uhr)

Jaqueline Scheiber

Lesung

* Fr., 3. Oktober, 20 Uhr (Einlass: 19:30 Uhr)

Zusammenklang Konzert

* Sa., 4. Oktober, ab 15 Uhr

Forever Young Konzert

* Sa., 11. Oktober, 21 Uhr (Einlass: 20 Uhr)

Road Trip

Vortrag von Felix Platzgummer

* Di., 14. Oktober, 20 Uhr (Einlass: 19:30 Uhr)

Pub Quiz

* Mi., 15. Oktober, 19 Uhr

„Urbex“ Fotoausstellung Vernissage

* Fr., 24. Oktober, 20 Uhr (Einlass: 19:30 Uhr)

Hell Over Astra Konzert

* Fr., 31. Oktober, 21 Uhr (Einlass: 20 Uhr)

Infos: www.astrabx.com

Es war die Lerche - von Ephraim Kishon - Regie Leo Ploner

Stellen Sie sich vor, Romeo und Julia sind in der bewussten Nacht nicht gestorben und werden nach 40 Ehejahren gerade 60! Und ebenso gerade 60 werden Verena Gruber, Joachim Mitterutzner und Leo Ploner. Passend dazu erzählt Kishons Stück von Romeo und Julias endlosem Ehestreit, ihrer pubertierenden Tochter Lucrezia, der 90-jährigen Amme und dem dementen Padre Lorenzo. Romeo und Julia geben Shakespeare die Schuld an ihrem Dilemma. Der erscheint daraufhin erbost aus seiner Gruft…

Regie: Leo Ploner

* Do., 16. Oktober, 20 Uhr (Premiere) Theatersaal, Lüsen

Weitere Aufführungen:

Stellen Sie sich vor, das bekannteste Ehepaar der Welt, Romeo und Julia, sind in der bewußten Nacht nicht gestorben und werden, nach 40 Ehejahren, gerade 60!!! Und ebenso gerade 60!!! werden Verena Gruber, Joachim Mitterutzner und Leo Ploner (alle Jahrgang 1965). Somit war es naheliegend, Ephraim Kishons Stück “Es war die Lerche” auf die Bühne zu bringen, in welchem der endlose Ehestreit eines ganz gewöhnlichen Paares im Mittelpunkt steht. Neben der pubertierende Tochter Lucrezia treten aus dem Originalstück die noch sehr vitale 90jährige Amme und der demente genauso alte Padre Lorenzo auf. Romeo und Julia hadern mit ihrem Schicksal und geben Shakespeare die Schuld an ihrem Dilemma. Dieser erscheint erbost aus seiner Gruft, um die Tragödie so wie ursprünglich geplant, zu vollenden – oder es zumindest zu versuchen...

Kartenreservierungen:

Sa., 18. Oktober, 20 Uhr

So., 19. Oktober, 18 Uhr

Termine 2025: Premiere 16.10. um 20 Uhr weitere am 18.10. um 20 Uhr, am 19.10. um 18 Uhr, am 25.10. um 20 Uhr, am 26.10. um 15 + 18 Uhr

Sa., 25. Oktober, 20 Uhr

So., 26. Oktober, 15 & 18 Uhr

Helmut Tel. 371 172 8833 (17–21 Uhr), SMS & WhatsApp Online-Reservierung: www.soatiater.com (nur gültig, wenn Helmut sie bestätigt)

Reservierungen: Tel. +39 371 172 8833 (Helmut) - SMS + Whatsapp E-Mail - (Achtung bei den e-mails: Reservierung erst gültig wenn Helmut diese bestätigt.) Telefonische Reservierungen täglich von 17.00 uhr bis 21.00 Uhr. Online unter www.soatiater.com

BRIXEN

Trauermusik aus der Bach-Familie

Chormusik der Romantik a cappella

Ensemble VocalArt

Das Ensemble VocalArt unter der Leitung von Marian Polin bringt Werke von Brahms, Bruckner, Mendelssohn und Reger zur Aufführung.

* Samstag, 4. Oktober, 18 Uhr Kapuzinerkirche, Brixen

Marian Polin, Leitung Samstag, 16. November 2024 18 Uhr

Kapuzinerkirche Brixen

Leitung und Orgel: Marian Polin 18.00 Uhr

Seminarkirche Brixen

Eintritt: 15 Euro (Erwachsene) 8 Euro (Schüler, Schülerinnen und Studierende)

Eintritt: 15 Euro (Erwachsene) 8 Euro (SchülerInnen und StudentInnen)

Eintritt: 15 Euro (Erwachsene) 8 Euro (Schüler und Studenten)

Werke von: Brahms, Bruckner, Mendelssohn, Reger BUCH ¦ PAPIER ¦ DRUCK

Ausstellungen

StadtGalerie

2. bis 31. Oktober

Interlude

Alexander Gehring, Angelika J. Trojnarski, Arnulf Rainer, Bärbel Praun, Hannes Vonmetz Schiano, Marco

Pietracupa, Marco Siciliano, Piot Brehmer, ReschWilleit,

Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr

Eröffnung: Mi., 1.10., 19 Uhr

Hofburg Brixen bis 11. Jänner

Robert Bosisio und Johannes Bosisio. Età, états täglich 10–17 Uhr

Pharmaziemuseum bis 28. November

Pharmacia Chartacea. Elisabeth Oberrauch

Mo.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr

Kunstkreis St. Erhard

11. Oktober bis 18. Oktober

Fine Arts Portraits

Fotografien von Josè Ramon Gorret

Mo.–Fr. 18:30–20:30 Uhr, Sa. u. So.10–13 und 15–18 Uhr

Eröffnung: Fr., 10. Oktober, 19 Uhr

1. bis 14. November Zeit und Licht

Gemeinschaftsausstellung der Mitglieder

Di.–Fr. 17– 20 Uhr, Sa. u. So. 10–13 Uhr und 17–20 Uhr

Eröffnung: Fr., 31. Oktober, 19 Uhr

Stadtbibliothek, Brixen bis 4. Oktober

Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire Mo.–Sa. 8:30–18:30 Uhr

Staudenparadies, Brixen bis 25. Oktober

SculpGarden ’25

Kunstkreis St. Erhard

Mo.–Fr. 9–12 Uhr und 15–18 Uhr, Sa. 9–12 Uhr

Johanneskapelle, Brixen bis 2. November

In Hoffnung erneuert Mo.–Sa., 11–12 Uhr

Kloster Neustift bis 31. Oktober

Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525

Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Neue Kunst Galerie

Kloster Neustift

bis 4. Oktober

Markus Gasser

bis 4. Oktober

Helmut Nindl

18. Oktober bis 29. November

Sylvia Barbolini

Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Eröffnung Fr., 17. Oktober, 17:30 Uhr

Galerie 90, Mühlbach 17. Oktober bis 22. November

Graphics

bis 31. Oktober

Peter Fellin. „Objekte“ im Wolkensteinerkeller

Besichtigung nach Terminvereinbarung

(Tel. 348 710 25 50)

Nebengebäude von Schloss Velthurns, Feldthurns 2. bis 11. November Kunstausstellung

Südtiroler Freizeitmaler. Ortsgruppe Eisacktal

Eröffnung: Fr., 31. Oktober, 18 Uhr

täglich (außer 1.11.) 10–17 Uhr

Festung Franzensfeste

bis 9. November

Hitler entsorgen.

Vom Keller ins Museum

Was tun mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus und Faschismus?

Wir sind Schöpfung

Fotoausstellung von Hans Günther Kaufmann

Di.–So. 10–18 Uhr

Brücken durch die Zeit: Architektur des Unsichtbaren Fotografien von Gregor Sailer

AUFSTIEG UND FALL DES HERRN

RENÉ BENKO

von und mit Calle Fuhr

Ein Gastspiel des Schauspiels Köln in Kooperation mit dem Volkstheater Wien und mit DOSSIER

14. Oktober 2025

Brixen, Forum 19.30 Uhr

Gefördert von Unterstützt von

www.kulturinstitut.org Tel. 0471 313800

DIE NEUEN KURSE SIND DA –JETZT ANMELDEN!

Kultur & Gesellschaft

Zu Besuch bei Frener & Reifer

Mi., 22.10., 16–17:30 Uhr

Das Erbrecht

Mo., 3.11., 19:30–21:30 Uhr

Stadtführung: Brixen auf den zweiten Blick Fr., 7.11., 14–16 Uhr

1925–2025 das Jubeljahr der Quantenmechanik

Mi., 12.11., 18:30–20 Uhr, 3 Treffen

Sprachkurse

Ohne Vorkenntnissevon Anfang an!

Englisch: Mo., 6.10., 18:30–20 Uhr, 9 Treffen

Spanisch: Di., 14.10., 18:15–19:45 Uhr, 8 Treffen

Russisch: Di., 14.10., 17:15–18:45 Uhr, 8 Treffen

Französisch: Di. 7.10., 19:45–21:15 Uhr, 9 Treffen

Gebärdensprache

Mi., 15.10., 18–19:30 Uhr, 8 Treffen

IVHS Auf dem Weg zur Zweisprachigkeitsprüfung

Mo., 6.10., 15:30–16:30 Uhr, 10 Treffen

Beruf & Digitale Kompetenz

Excel im beruflichen Kontext

Fr., 31.10., 18–20 Uhr

FRAUEN & GELD: Immobilie als Investition

Di., 4.11., 19–22 Uhr

Telefongespräche erfolgreich und effizient führen

Di., 25.11., 9–17 Uhr

Lohnstreifen richtig lesen Fr., 28.11., 19–21 Uhr

Cybersicherheit – Fallen erkennen, verstehen, vermeiden

Fr., 28.11., 18–20:30 Uhr

Eventmanagement

Mo., 1.12. und Di., 2.12., 9–17 Uhr

Gesundheit & Bewegung

Fitness für Frauen

Fr., 10.10., 14:45–15:45 Uhr, 8 Treffen

Gefühle als Treiber für Veränderung

Sa., 18.10., 9–17 Uhr

Selbstverteidigung für Frauen

Sa., 8.11., 9–12 Uhr

Erste Hilfe bei Kindern

Sa., 29.11., 9–13 Uhr

Seife selbst gemacht –Plastikfrei und kreativ

Sa., 22.11., 14–17 Uhr

Hobby & Freizeit

Mending – Flicken, Stopfen, textiles Reparieren

Fr., 10.10., 14–17 Uhr

Jodeln

Sa., 11.10., 9–16 Uhr

Improvisationstheaterworkshop mit Eva Kuen Fr., 8.11. und Sa., 9.11.

Weben mit Karten – Eine alte Technik wiederbeleben

Sa., 6.12., 9–17 Uhr

Riegel, Energiekugeln, Pralinés

Sa., 11.10., 14–17 Uhr

Risotto – Italienischer Klassiker

Mi., 22.10., 17–21 Uhr

Weitere Kurse in Präsenz und online finden Sie auf www.vhs.it

VHS Südtirol

Zweigstelle Brixen

Peter-Mayr-Straße 9

Tel. 0472 836 424, brixen@vhs.it www.vhs.it

20 Jahre ALPS MOVE

Das Südtiroler Tanztheater-Festival ALPS MOVE feiert vom 3. bis zum 18. Oktober sein 20-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Terra Mater“ widmet es sich der unauflöslichen Verbindung von Mensch und Natur. „Wir bestehen aus denselben Elementen wie die Erde – es ist ein Irrtum, zu glauben, wir könnten getrennt von ihr existieren“, betonen die Festivalleiterinnen Doris Plankl und Martina Marini. Durch Performances, Workshops, Wanderungen und Diskurse spürt das Festival dieser Einheit nach und zeigt, wie ästhetische Formen aus den Kräften der Natur entstehen. Nach Aufführungen in Lana, Meran und Bozen kommt das Festival am 18. Oktober nach Brixen.

Am Freitag, 3. Oktober feiert Alps Move sein 20-jähriges Bestehen mit einer großen Gemeinschaftsproduktion in Lana– produziert von IDEA_tanztheaterperformance und musikalisch begleitet von der SweetAlps Orchestra rund um Michael Lösch und Helga Plankensteiner. Das Tanzkonzert versteht Bewegung als Musik: Im Zentrum stehen Körperklänge, geteilte Zeit und Rhythmus. Es entsteht eine spontane Komposition, die von allen zehn Darstellenden beeinflusst, aber von niemandem gesteuert wird. Am Samstag, 4. Oktober präsentiert das Off-Road Collective „Was übrig bleibt“ an vier Stationen am Tribusplatz in Lana. Ebenfalls am Samstag, 4. Oktober führt eine performative Wanderung unter der Leitung von Claudia Tomasi von Aschbach aus aufs Vigiljoch. Treffpunkt für „*IEUG-H“ ist die Seilbahn Aschbach (Talstation Rabland). Am Sonntag, 5. Oktober präsentieren die Choreografinnen Sabine Raffeiner und Francesca Ziviani im neu renovierten Stadt-

theater Meran ihre Arbeiten „Cyclic Elements“ und „État sauvage“. Im Meraner OstWest Club zeigen Paola Zadra und Daniel Vacas Peralta mit „Inverted Cosmos“, Elena Molinaro und Iosu Lezameta mit „Loss“ und Yunjung Kim mit „Home (away)“ ihre Arbeiten.

Am Freitag, 10. Oktober wird im Bozner Naturmuseum getanzt: Stefania Bertola „Frost“, Vanessa Morandell und Magda Giraldoni „Echo & Narziss“, Santija Bieza „Vitalis-Navitas-Connexio“ und Elisabeth Ramoser mit „Blossom“. Am Tag darauf folgt die traditionelle Contact Jam im Jugendzentrum Vintola 18. Im Grieser Stadttheater sind am 12. Oktober die Werke von Marion Sparber „Strategies to stay alive“, Uncanny paradise „Canon of Love“ und Giulia Tornarolli „Siedi accanto a me – lay next to me“ zu sehen. Am 18. Oktober kommt das Tanztheater-Festival nach Brixen.

Im Astra zeigen Miriam Plank und Lea Markgraf „Everything starts from point one“, Rixa Rottonara („Lu-Nation”) und Sarah Merler das Solostück „Dunst im Körper“. Abschließend lädt ALPS MOVE das Publikum ein, vom 26. bis 29. Oktober am Contact-Improvisation Festival teilzunehmen, das von Birgit Krejci organisiert wird. Unter den namhaften Dozenten findet sich unter anderem Kira Kirsch – im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten unter dem Titel „Dolomite Flow“.

Do., 18. Oktober, 20 Uhr Astra Brixen

Alle Termine und Programminfos unter www.alpsmove.it

Hol das Beste für dich raus!

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Erhältlich vom 01.10.-31.10.25

Was gibt’s zu holen? Seilbahnanlagen „Skifahren für alle “ 1

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Erwachsene

01.01.1966-31.12.2000

Supersenioren geb. am oder vor 31.12.1955

Jungbürger

Jugendliche

01.01.2001-31.12.2007

01.01.2008-31.12.2014

Kinder geb. am oder nach 01.01.2015

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Where to get it.

Skifahren für alle:

Talstation Plose, Ticketbüros

Vals & Meransen, Acquarena myWintercard: Acquarena

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Family* 1199 €

1. Winterabo für die Skigebiete Plose, Gitschberg und Jochtal sowie für die Lifte Lüsen, Villnöss, Feldthurns und Terenten.

2. Winterabo mit Gültigkeit vom 01.10.25-30.04.26 laut jeweiligen Öffnungszeiten bzw. Saisonen. Tarife gültig für Besitzer der mySummercard 2025 aus den Partnergemeinden. Weitere Infos und Tarife unter www.mycard.bz.it

Opening hours

* max. 2 versch. Generationen und nur Familienmitglieder, welche auf dem aktuellen Familienbogen aufscheinen, inkl. Kinder geb. am oder nach dem 01.01.2001

Wichtig - Das sollten Sie nicht vergessen

- Personalausweis

- Saisonpass 2024/25 (bei Verlust 10€ Unkostenbeitrag)

- Aktuellen Familienbogen für Family Ticket

Jede Person, auf die der Saisonpass ausgestellt wird, muss anwesend sein.

Vals & Meransen: täglich 8-11.45 & 12.30-16.45 Uhr

Talstation Plose täglich 9-12 & 13-17 Uhr

Acquarena 01.10-17.10.25: Mo-Fr: 9-12 Uhr 18.10-31.10.25: täglich 9-12 & 13-17 Uhr

Kottersteger

„Eine Stadt, ein Verein“

HANDBALL: Die Sektionen des Handballs, die über Jahre getrennt agierten, treten nun gemeinsam auf. Deutlich wurde das auch bei der Mannschaftsvorstellung auf dem Maria-Hueber-Platz.

Die Mannschaftsvorstellung am 30. August auf dem Maria-Hueber-Platz hatte ein besonderes Flair: Vor zahlreichem Publikum wurden nicht nur die beiden A1 GoldTeams der Herren und Damen vorgestellt, sondern es ging auch darum, ein starkes Signal zu setzen: Ab dieser Saison tritt der Verein unter dem neuen Namen „SSV Brixen Handball WoMan“ auf. Damit wird die bisherige Trennung der beiden Sektionen offiziell aufgehoben. Das gemeinsame Motto lautet: „Eine Stadt, ein Verein.“

Die Bedeutung dieser Neuausrichtung wurde durch die Anwesenheit von Bürgermeister Andreas Jungmann, Landesrat Peter Brunner und dem neuen Sektionspräsidenten Alexander Burger unterstrichen. Gemeinsam betonten sie die Rolle des SSV Brixen Handball für die Stadt, die Gemeinschaft und den Nachwuchs.

Jugend im Fokus – Rückkehr eines Talents

Besonders stolz ist man in Brixen darauf, dass wieder mehr Spielerinnen und Spieler aus der eigenen Jugend den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Ein Paradebeispiel ist Alex

Coppola: Der 22-Jährige stammt aus der Brixner Jugend, verließ seine Heimat mit 19 Jahren nach der Matura, um in Carpi Handball zu spielen und parallel Sportwissenschaften in Parma zu studieren. Zwei Jahre lang war er dort Teil einer jungen ambitionierten Mannschaft, ehe er nach Sardinien zu Raimond Handball Sassari wechselte – sportlich ein wichtiger Schritt, denn Sassari spielte um die italienische Meisterschaft mit. Dort erreichte er mit dem Team Platz fünf in der Serie A1, sammelte wertvolle Erfahrung und erlebte eine prägende Zeit.

Nun kehrt Coppola nach Brixen zurück. „Mir gefällt die Aufbruchstimmung hier sehr gut. Ich hoffe, dass wieder ein kleines Handballfieber in Brixen ausbricht, so wie früher, als die Halle immer voll war und sich das Leben vermehrt um Handball drehte. In den letzten Jahren ist dieses Feuer leider etwas erloschen – ich wünsche mir, dass wir es gemeinsam wieder entfachen können“, sagt er. Dass er dabei sportlich gleich ein Ausrufezeichen setzen kann, bewies er im Auftaktspiel gegen den amtierenden Meister Conversano: Mit acht Toren zeigte er eindrucksvoll, welchen Stellenwert er für die Mannschaft haben wird.

Auf langfristige Entwicklung setzen

Der neue Herrentrainer Otto Forer sieht seine Aufgabe genau darin: junge Spieler Schritt für Schritt an die höchste Liga heranzuführen. „Wir haben eine sehr junge Truppe, die schnellen und attraktiven Handball spielt. Entscheidend ist, dass jene, die neben Schule oder Ausbildung Disziplin und Willen für das Training aufbringen, auch Einsatzzeiten erhalten. Der Weg ist das Ziel – und wer hart arbeitet, soll auch die Chance bekommen, sich zu beweisen“, so Forer. Mit sechs Spielern unter 18 Jahren und einer Mehrzahl zwischen 18 und 25 Jahren setzt der Verein auf die langfristige Entwicklung seiner Mannschaft. Kontinuität ist trotzdem gegeben: Erfahrene Kräfte wie Andrea Basic, Bruno Brzic und Kapitän Ardian Iballi sollen die jungen Spieler führen und ihnen Sicherheit geben. Die starke Leistung gegen den SSV Bozen in der Vorbereitung zeigt, dass auf dieser Basis positive Überraschungen möglich sind.

Rückkehr als Familie

Ähnlich ist die Situation in der Damenmannschaft: Langjährige Spielerinnen wie Giada Babbo sollen ihre Erfahrung nutzen, um den jüngeren Spielerinnen eine Stütze zu sein und Ruhe ins Spiel zu bringen. Man will sportlich wachsen und gleichzeitig doch das bestmögliche Ergebnis erzielen.

Trainer Hubi Nössing, der nach einem Jahr Pause zurückgekehrt ist, versprach im Interview mit dem „Brixner“ in

Im Fokus Im Fokus Im Fokus Im Fokus

Der Kader des SSV Brixen Südtirol

Marie Aichner, Außenverteidigung

Giada Babbo, Linker Flügel

Giulia Dibona, Außenverteidigung

Amelie Fadel, Außenverteidigung

Carolin Gamper, Pivot

Mara Habicher, Mitte

Nelly Habicher, Außenverteidigung

Sarah Hilber, Rechter Flügel

Sophia Kiesenhofer, Linker Flügel

Giovanna Lucarini, Mitte/Außenverteidigung

Francesca Luchin, Tor

Nika Matavš, Außenverteidigung

Nina Mitterrutzner, Linker Flügel

Barbara Nothdurfter, Rechter Flügel/rechte

Außenverteidigung

Marie Oberrauch, Außenverteidigung

Hannah Ruhl, Außenverteidigung

Elisa Sozio, Rechter Flügel

Sonja Springeth, Pivot

Marie Unterweger, Tor

Violetta Vegni, Pivot

Trainer: Hubert Nössing

p NEUAUSRICHTUNG:

Die Damen- und Herrenmannschaften des SSV Brixen Handball treten künftig gemeinsam auf

Der Kader des SSV Brixen

Tobias Alessandrini

Patrick Amort, Pivot

Stefano Arcieri, Linker Flügel

Andrea Basic, Pivot

Bruno Brzic, Mitte

Juan Bautista Ceccardi, Außenverteidigung

Alex Coppola, Außenverteidigung

David Jasper Declara, Pivot

Tomas Della Vecchia, Rechter Flügel

Noah Hopfgartner, Rechter Flügel

Ardian Iballi, Mitte

Leonel Guilherme, Außenverteidigung

Alessandro Lubinati, Tor

Omar Mejri, Tor

Felix Mühlögger, Rechter Flügel

Daniel Oberhollenzer, Außenverteidigung

Aaron Plattner, Linker Flügel

Alex Pöder, Außenverteidigung

Adam Puntaier, Pivot

Laurenz Rufinatscha

Junes Sader, Außenverteidigung

Andreas Steiner, Tor

Trainer: Otto Forer

der vorherigen Ausgabe eine „spannende Meisterschaft“. Bei den Frauen war die Rückkehr von Giulia Dibona und ihrem Partner Bruno Brzic besonders emotional. Beide trugen bereits 2017/18 das Brixner Trikot, ehe sie nach Bozen und später nach Sassari wechselten; nun kehren sie als kleine Familie mit ihrem Sohn zurück ins Eisacktal. „Es fühlt sich schön an, wieder hier zu sein. Ich möchte den Mädchen auf dem Feld helfen und sie unterstützen. Auch das Leben in Brixen gefällt uns sehr“, sagt Dibona. mats.helmersson@brixner.info

Sportlicher Pfeffersberg

KEGELN: Die neue Kegelbahn ist das Herzstück der renovierten und erweiterten Sportzone am Pfeffersberg. Rund 30 Mitglieder zählt die Sektion Kegeln des ASV Pfeffersberg, die den Sport erfolgreich ausübt. Interessierte sind willkommen.

Die Renovierung und der Neubau des Vereinshauses und der Sportzone war ein wichtiger Schritt für die Zukunftssicherung des Sports am Pfeffersberg. Herzstück der neuen Anlage, die seit Februar in Betrieb ist und kürzlich eingeweiht wurde, ist die moderne Kegelbahn. Neben den Keglern finden jedoch auch andere Sektionen des Vereins – darunter Läufer, Tennis, Fußball und Rodeln – ihren Platz im neuen Sporthaus.

Eine moderne Anlage mit überregionaler Premiere

Die neue Kegelbahn wurde kürzlich mit einem großen überregionalen Turnier auf die Probe

gestellt, an dem 84 Mannschaften teilnahmen – darunter Teams aus Schwaz und sogar aus Deutschland. Damit hat der ASV Pfeffersberg seine Anlage gleich auf einer großen Bühne präsentiert. Seit der offiziellen Eröffnungsfeier am 20. September steht die Kegelbahn nun auch der Öffentlichkeit zur Verfügung: freitags und samstags sowie nach Absprache und auf Anfrage.

Die Ausstattung ist hochmodern: Digitale Anzeigetafeln und Kameras ermöglichen eine detaillierte Analyse der Spiele, was nicht nur den Profis zugutekommt, sondern auch Hobbykeglern spannende Einblicke erlaubt. Unterschiedliche Kugeln für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sorgen dafür, dass alle den Sport ausprobieren können.

Leidenschaft pur

Die Sektion Kegeln des ASV Pfeffersberg zählt rund 30 Mitglieder. Zwei Herrenmannschaften treten regelmäßig an – eine in der italienischen A2-Liga, die zweite in der C-Liga. Trainiert wird zwei- bis dreimal pro Woche, je nach Spielplan und Verfügbarkeit der Spieler. Anders als in Südtiroler Spitzenvereinen wie Neumarkt, die auf professionelle „Kegellegionäre“ setzen, wird in Pfeffersberg rein aus Leidenschaft gespielt. Reisen, Ausflüge und Veranstaltungen werden von den Mitgliedern selbst finanziert.

„Wir sind ambitioniert und mischen in Südtirol an der Spitze um den Aufstieg mit“, erklärt Sektionsleiter Fabian Überegger. Der

Sektionsleiter Fabian Überegger
Die Mitglieder des ASV Pfeffersberg kegeln aus Leidenschaft

26-Jährige ist zwar ein junger Funktionär, bringt aber bereits 13 Jahre Erfahrung im Kegelsport mit. Neben seiner Rolle als Spieler und Leiter organisiert er alles rund um die Nutzung der Kegelbahn sowie die Bar im neuen Vereinshaus.

vorbeizukommen und den Sport kennenzulernen.

Oft werden Kegeln und Bowling verwechselt. Doch während beim Bowling größere Kugeln mit drei Grifflöchern verwendet werden, wird in Pfeffersberg traditionell gekegelt. Dabei geht es darum,

„Wir sind ambitioniert und mischen in Südtirol an der Spitze um den Aufstieg mit“
Fabian

Überegger, Sektionsleiter

Nachwuchs im Fokus

Die neue Kegelbahn soll nicht nur sportliche Erfolge ermöglichen, sondern auch die Basis für Nachwuchsarbeit schaffen. So ist geplant, mit den Grundschulen in und um Feldthurns enger zusammenzuarbeiten und Schüler und Schülerinnen aktiv in die Nutzung der Anlage einzubinden. Zudem hofft man, durch Veranstaltungen wie die Eröffnungsfeier neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen.

„Unser Ziel ist es, auch eine Jugendmannschaft aufzubauen“, so Überegger. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, beim Training

die Kugel in einer speziellen Bewegung so abzulegen, dass sie ein optimales Fallmuster der Kegel erzeugt. Technik, Koordination und Präzision sind entscheidend und machen Kegeln zu einem sowohl körperlich als auch mental fordernden Sport.

Mit der neuen Kegelbahn verfügt der ASV Pfeffersberg nun über eine Anlage, die nicht nur den eigenen Mitgliedern beste Trainingsbedingungen bietet, sondern auch Gästen und der Öffentlichkeit offensteht und den Kegelsport hoffentlich auch in Zukunft lebendig hält.

mats.helmersson@brixner.info

Skifahren für ALLE

Früh dran für mehr Winterspaß.

Schon jetzt vom ersten Schwung träumen – und dabei richtig sparen: Wer seinen Saison-Skipass bis zum 31. Oktober 2025 kauft, sichert sich den exklusiven Vorverkaufspreis und freut sich auf grenzenlosen Pistenspaß für die ganze Familie.

Mit nur einem Skipass geht’s auf die Pisten der Skigebiete Gitschberg Jochtal und Plose – sowie zu den Dorfliften Villnöss, Feldthurns, Lüsen und Terenten.

Supersenioren Geb. am oder vor dem 31.12.1955

Senioren Geb. zw. 01.01.1956–31.12.1965

Geb. zw. 01.01.1966–31.12.2000

Geb. zw. 01.01.2001–31.12.2007

Jugendliche Geb. zw. 01.01.2008–31.12.2014

330,00 Kinder Geb. am oder nach dem 01.01.2015

Family Ticket (inkl. Kinder geb. am oder nach dem 01.01.2001)

Max. Betrag pro Familie (Max. 2 verschiedene Generationen + nur Familienmitglieder, welche auf dem aktuellen Familienbogen aufscheinen)

€ 1.199,00

Die geltenden AGB findet ihr unter https://www.gitschbergjochtal-brixen.com/de/gitschberg-jochtal-brixen/agb.html

Hinweis: Für das Family Ticket ist ein gültiger Familienbogen erforderlich. Dieser kann hier mit eurem SPID heruntergeladen werden.

WICHTIG

Das müsst ihr mitbringen:

 Ausweis

 Saisonspass 2024/25 (bei Verlust: 10€ Ersatzgebühr)

 Aktueller Familienbogen (für Family Ticket)

Jede Person, auf die der Saisonpass ausgestellt wird, muss beim Kauf persönlich anwesend sein.

VALS: Täglich geöffnet 8–11:45 & 12:30–16:45 Uhr Tel.: 0472 547 113 MERANSEN: Täglich geöffnet 8–11:45 & 12:30–16:45 Uhr Tel.: 0472 520 322 ST. ANDRÄ: Täglich geöffnet 9–12 & 13–17 Uhr Tel.: 0472 200 433

– ACQUARENA: 01.10.–17.10.2025 Mo–Fr: 9–12 Uhr Tel.: 0472 268 433

9–12 & 13–17 Uhr

Zweite Chance und große Ziele

BASKETBALL: Für den SSV Brixen Basketball beginnt die kommende Saison anders als gedacht, und zwar in der Liga DR2. Diese Chance will die Mannschaft nutzen.

Eine

Eigentlich hätte der SSV Brixen Basketball die kommende Saison eine Liga tiefer als in der Vorsaison bestreiten müssen. Nach dem Abstieg aus der Divisione Regionale Due (DR2) im vergangenen Jahr war der Verein bereit, in der unteren Liga neu zu starten. Doch da einige Mannschaften auf ihren Platz verzichteten, erhielt Brixen die Einladung, doch in der DR2 weiterzuspielen. Eine unverhoffte zweite Chance – und zugleich ein Signal für einen Neustart.

Warum der Abstieg kam – und warum es diesmal anders laufen soll

Der Rückschlag im Vorjahr hatte vor allem organisatorische Gründe. „Wir hatten schlichtweg zu wenige Spieler im Training. In einer After-Work-Liga, wo viele berufstätig sind, ist das natürlich eine Herausforderung“, erklärt Lukas Rainer, zweiter Spielertrainer und Co-Trainer neben Headcoach und

junge Spieler für frischen Schwung sorgen. So entsteht trotz eines insgesamt eher höheren Altersdurchschnitts ein Team, das auf und neben dem Feld zusammenhält. Die Gegner kommen aus Bozen, Trient oder Rovereto, gespielt wird meist unter der Woche – mit großem Einsatz und vor allem aus Leidenschaft für den Sport.

Doch nicht nur die erste Mannschaft steht im Fokus. Vereinspräsident Alessandro Peroni betont, wie wichtig die Jugend ist. Zwar reicht die Zahl der Spieler derzeit noch nicht, um eine eigene Jugendmannschaft ins Rennen zu schicken, aber im Bereich Minibasket zählt der SSV bereits über 40 Kinder – eine stolze Basis, auf der aufgebaut werden kann.

Auch eine kleine Damenmannschaft trainiert regelmäßig und könnte in Zukunft ebenfalls am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen. „Wir müssen Schritt für Schritt wachsen. Ohne Nachwuchs und freiwillige Trainer geht es

„Wir haben uns viel vorgenommen; das Ziel sind die Play-offs“
Lukas Rainer, Co-Trainer des SSV Brixen Basketball

Spielertrainer Marco Vignudelli. Doch in diesem Sommer lief die Vorbereitung erstmals strukturiert und konsequent, mit klaren Trainingsplänen und drei Einheiten pro Woche. „Wir haben uns viel vorgenommen. Das Ziel sind die Play-offs – und dabei wollen wir trotzdem den Spaß und die Freude am Basketball nicht aus den Augen verlieren.“

Ein Verein mit Leidenschaft

Dass die Mannschaft dabei konkurrenzfähig sein kann, liegt an der Mischung: Erfahrene Routiniers bringen Stabilität, während

nicht – deshalb sind wir für das Engagement unserer Ehrenamtlichen besonders dankbar“, sagt Rainer.

Steigendes Niveau –steigende Erwartungen

Die sportlichen Erwartungen sind hoch – auch weil das Niveau in der Liga insgesamt gestiegen ist. Da einige Mannschaften auf ihren Platz verzichteten, etwa weil sie sich auflösten, spielen in dieser Saison weniger Mannschaften in der DR2-Liga. Viele der davon betroffenen Spieler wechselten dadurch in andere Vereine dieser

Liga, weshalb die Qualität der einzelnen Teams deutlich gestiegen ist. Gerade deshalb wollen die Brixner heuer mit mehr Trainingsbeteiligung und einer besseren Organisation dagegenhalten.

Ein besonderes Ziel hat der Verein schon jetzt vor Augen: 2026 feiert der SSV Brixen Basketball sein 30-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum möchte man sportliche Erfolge vorweisen können und gleichzeitig zeigen, dass Basketball in Brixen lebt. Nach dem schwierigen letzten Jahr herrscht Aufbruchstimmung: Mit besserer Vorbereitung, klaren Zielen und großem Einsatz will der SSV beweisen, dass er die Einladung in die DR2 mehr als verdient hat. mats.helmersson@brixner.info

Agentur Brixen

Da Christoph demnächst in den Ruhestand geht, suchen wir zum baldigen Eintritt

eine/n

Mitarbeiter/in im Außendienst für unser Büro in Mühlbach.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte telefonisch an unser Büro in Brixen: Tel. 0472 836 656 (Ansprechpartner: Reinhold Rogen).

Sicherheit, immer und überall

strukturierte und konsequente Vorbereitungsarbeit soll den Brixner Basketballern zu sportlichen Erfolgen verhelfen

HANDBALL

Simon Sirot in Berlin

Karrieresprung nach Deutschland: Der 18-jährige Brixner Handballer Simon Sirot ist seit Kurzem Teil der A-Jugendmannschaft der Füchse Berlin, die bekannt für ihre intensive Jugendarbeit sind und eine der besten Handball-Akademien weltweit verkörpern. Auch die Männermannschaft der Füchse bewegt sich an der Weltspitze und hat im vergangenen Jahr die Deutsche Bundesliga gewonnen. Sirots bisherige sportliche Laufbahn zeigt Talent und Einsatz: Bis vor drei Jahren spielte der 18-Jährige noch für Brixen. Nach seinem ersten internationalen Turnier mit der italienischen Nationalmannschaft in Tunesien vor etwa zwei Jahren wurde Sirot anschließend an die Handball-Akademie „Campus Italia“ nach Chieti geholt. Auch dort konnte er sich beweisen:

Nachdem Bob Hanning, Manager der Füchse Berlin, ihn bei einem Training entdeckt hatte, wurde Sirot zu einem Probetraining in die deutsche Hauptstadt eingeladen – und das mit Erfolg. Als offizieller Teil der Füchse Berlin spielt er für die U19-Mannschaft. Seine Ziele für die Zukunft? Sirot möchte so viel wie möglich von seinem Verein lernen und in der deutschen Bundesliga spielen – der nächste Schritt ist dann die Champions League. Trotz seines beachtlichen Karrieresprungs bleibt Sirot bodenständig und dankbar für die Basis, die er sich in Brixen aufbauen durfte: „Meine Jugendtrainer in Brixen waren echt super; von ihnen habe ich alles gelernt und habe mich zu der Person, die ich jetzt bin, entwickeln können.“ su

FREIZEIT

Jugend für Sport begeistern

Beim Sportfest am 6. September stellten 23 Vereine aus Brixen und Umgebung ihre Angebote vor. Kinder und Jugendliche konnten auf spielerische Weise an Stationen verschiedene Sportarten ausprobieren und erhielten so einen direkten Einblick in die Vielfalt des Vereinslebens. „Es ist heuer die zweite Ausgabe dieses Events. Ins Leben gerufen wurde das Fest vom Sportbeirat der Gemeinde, weil sich die Vereine eine Möglichkeit gewünscht hatten, sich präsentieren zu können – strategisch vor Schulbeginn, damit sich Unentschlossene zwischen

KURZ

NOTIERT

den vielen Angeboten besser entscheiden können“, erklärte Bürgermeister Andreas Jungmann, der ebenso wie Stadträtin Monika Leitner in der Sportzone Süd vor Ort war. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr nutzten auch heuer viele Familien, Kinder und Jugendliche das Angebot. „Nach der Corona-Pandemie war das Interesse am Vereinssport etwas gesunken; jetzt steigt es wieder“, sagte Jungmann, „auch dank familienfreundlicher Veranstaltungen wie dieser.“ Peter Brunner, Landesrat für Sport und Brixens Ex-Bürgermeister, betonte

Die Falcons Brixen überzeugten beim erstmals ausgetragenen Giorgio-Centofante-Gedächtnisturnier mit klaren Siegen gegen Toblach (5:3) und Eppan (7:2) und holten den Turniersieg. Neuzugang David Pföstl soll der Defensive zusätzliche Stabilität und Power verleihen.

die gesellschaftliche Bedeutung: „Das Sportfest zeigt einen tollen Querschnitt des Vereinswesens und das vielfältige Sportangebot. Eine sportliche Jugend ist nicht nur wichtig für Gesundheit und Prävention, sondern auch für den Übergang ins Erwachsenenleben:

Andrea Meßner aus St. Leonhard hat kürzlich einen internationalen „Ninja Warrior“-Wettkampf in München bestritten. Im Halbfinale schied sie gegen die Deutsche Alina Tornau aus. Am Wettkampf nahmen Sportbegeisterte aus 14 Nationen teil.

weg vom Smartphone, hin zur Bewegung und zu neuen Freundschaften!“ Das Sportfest bot jungen Sportbegeisterten einen abwechslungsreichen Nachmittag und war zugleich auch eine wichtige Plattform für die Zukunft des Vereinswesens. mh

Sieben Kanuten vom SV Milland nahmen kürzlich am nationalen Kanuslalom in Verona teil. Matthias Ulpmer schaffte es im Kajak-Einer auf Platz vier; sein Bruder Manuel erreichte Platz sieben Mattia Perger gewann die Klasse 46 bis 50 Jahre.

„Für Zuschauer besonders spannend“

CHRISTIAN MITTERRUTZNER, Spieler in der italienischen Beachhandballnationalmannschaft, über den achten Platz bei der Europameisterschaft im Juli und die kommende Weltmeisterschaft.

Herr Mitterrutzner, Sie haben mit der italienischen Nationalmannschaft im Beachhandball den 8. Platz bei der Europameisterschaft errungen und sich so für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert. Wie haben Sie dieses Turnier erlebt?

Der 8. Platz bei der Europameisterschaft war für uns ein großer Erfolg, weil wir uns dadurch erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnten. Das Turnier war sehr intensiv und emotional. Wir waren nicht als Favoriten angereist, sondern wollten uns beweisen. Umso schöner war es, mit den besten

Nationen Europas mithalten zu können, auch wenn noch Luft nach oben ist.

Worin unterscheidet sich Beachhandball vom klassischen Handball? Spielen Sie auch noch Hallenhandball?

Es gibt mehrere Unterschiede: Gespielt wird auf Sand, die Teams bestehen aus je vier Feldspielern, und es gibt spezielle Aktionen wie Spin-Shots oder Kempas, die doppelt zählen. Das Spiel ist schneller, technischer und spektakulärer. Für Zuschauer ist das besonders spannend. Zudem ist die Hitze in der prallen Sonne nicht zu unterschätzen. Ja, ich spiele weiter-

hin klassischen Handball bei den Fivers in Wien, weil mir dieser Sport nach wie vor Spaß macht. Im Winter ist Hallenhandball ideal, um fit zu bleiben und das Spielgefühl beizubehalten. Mein Fokus liegt aber klar auf dem Beachhandball im Sommer.

Wie bereiten Sie sich auf die WM vor?

Wir beginnen im Frühjahr mit Trainingslagern und Vorbereitungsturnieren. Ich persönlich achte darauf, körperlich und mental bestens vorbereitet zu sein, um in Topform zur Weltmeisterschaft zu fahren.

mats.helmersson@brixner.info

Die  Menschen hinterm  Steuer

MOBILITÄT: Eine nachhaltigere Zukunft für Südtirol? Dafür ist der öffentliche Nahverkehr einer der größten Hebel. Neben dem Ausbau des ÖPNV braucht es dafür die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten: Busfahrerinnen und Busfahrer. Der „Brixner“ hat sich das Berufsbild genauer angeschaut.

Wer viel im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, kennt sie vielleicht, die Kampagne „Traumberuf Bus Boss“, mit der die Unternehmen Pizzinini und Kronplatz Mobility zum Beispiel auf den digitalen Anzeigetafeln der Stadtbusse Berufseinsteiger suchen. Wer viel im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, dem sind aber auch die Streiks im Bus- und Bahnverkehr aufgefallen, angekündigt von einer oder mehreren der vielen Gewerkschaften, die im Transportsektor aktiv sind. Und nicht zuletzt die vielen Busse, die auch außerhalb der Zeiten auf den Straßen unterwegs sind, in denen der Dienst garantiert ist – mit Blick auf die vielen Schülerinnen und Schüler morgens und mittags. Ob die Streikbeteiligung im Busverkehr also doch nicht so hoch ist, wie die Streikaufrufe vermuten lassen? Wurde und wird in Brixen und im Eisacktal der Busdienst bestreikt?

Und welche Verbesserungen für ihre Mitglieder fordern die verschiedenen Gewerkschaften eigentlich konkret, wenn sie zum wiederholten Male zum Streik aufrufen?

Eines gleich vorweg: Das Thema ist komplex, und verschiedene Akteure sind daran beteiligt: das Land Südtirol, das jährlich 200 Millionen Euro für den ÖPNV ausgibt, die Busunternehmen, die den Transport abwickeln, und nicht zuletzt die Busfahrerinnen und Busfahrer, die die Busse lenken und für die Fahrgäste das Gesicht des Nahverkehrs sind.

 UNVERZICHTBAR:

Tausende Schüler, Pendler und Touristen nutzen täglich den Südtiroler ÖPNV

Die letzte Ausschreibung der Buskonzessionen

Nach den Angaben des Mobilitätsressorts machen die laufenden Kosten für den öffentlichen Nahverkehr pro Jahr etwas mehr als 200 Millionen Euro aus – zuzüglich der Kosten für die Infrastruktur. Gut ein Viertel davon wird durch den Fahrkartenverkauf gedeckt. Der Rest kommt aus dem Haushalt des Landes.

Die letzte europaweite Ausschreibung der Konzessionen der außerstädtischen Linienverkehrsdienste in Südtirol erfolgte 2021; die Übergabe der einzelnen zehn Lose mit zehn Jahren Laufzeit an die Betreiber war Ende April 2022 abgeschlossen. Die Konzessionen der Lose eins (Unterland), drei (Schlern-Gröden) und vier (Vinschgau) gingen an das Unternehmen Simobil, die Lose fünf (Wipptal), sechs (Eisacktal) und sieben (unteres Pustertal) an die Bietergemeinschaft Pizzinini/Auto Rainer. Die Zuschläge der Lose acht (Gadertal), neun (Ahrntal und Bruneck) und zehn (Hochpustertal) gingen an die Bietergemeinschaft Serbus/Taferner/Holzer/Seiwald, das Los zwei (Eggental) an das Konsortium KSM/CAA. Der innerstädtische Busverkehr in Meran und in Bozen mit den Zubringerlinien wird von SASA bedient.

„Wir Busfahrer machen gerne unsere 39 Stunden, aber wir möchten sie in fünf Tagen machen.“
Alfred Rier, Busfahrer

Max Pizzinini: „Wir müssen die vereinbarten Dienste unabhängig von Urlauben oder Krankmeldungen unserer Mitarbeiter garantieren“

Viele Gewerkschaften im Verkehrssektor

In Südtirol sind acht Gewerkschaften im Verkehrssektor aktiv – von den großen nationalen Dachverbänden CGIL, SGB/CISL, UIL bis hin zu autonomen Gewerkschaften wie USB oder CUP. „Diese Vielfalt sorgt für Konkurrenz untereinander und schwächt die Verhandlungsposition einer einzelnen Gewerkschaft“, kritisiert Günther Pallhuber, Gewerkschaftssekretär der Fachgewerkschaft für Transporte FIT/SGB CISL und Mitarbeiter des Unternehmens SAD. Während die Gewerkschaft SGB/CISL, in der er aktiv ist, den Dialog mit den Betrieben sucht, rufen kleinere autonome Gewerkschaften schneller zu Streiks auf. „Dadurch sind Streiks oft schlecht koordiniert, weisen nur eine geringe Beteiligung auf und sind zudem für die einzelnen Unternehmen wegen der zu garantierenden Fahrten mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden“, weiß Pallhuber.

In der Tat: Wer als Nutzer des ÖPNV die Streikankündigungen bis zum Ende durchliest, erkennt, dass die Streiks von verschiedenen Gewerkschaften ausgerufen werden und nicht alle Busunternehmen betreffen. „In manchen Betrieben liegt die Streikbeteiligung bei gerade einmal fünf Prozent“, sagt Pallhuber. Das erklärt, warum trotz Streikaufrufs viele Busse unterwegs sind. „Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland oder Frankreich, wo eine einheitliche Gewerkschaft ganze Bereiche lahmlegen kann, verpufft der Effekt eines Streiks in Südtirol oft.“

Foto: Oskar Zingerle

18.10.–09.11.2025

Entlang der schönsten Wanderwege laden herbstliche Spezialitäten zum Schlemmen ein.

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Keine Streikbeteiligung in Brixen

Der Busdienst in und um Brixen ging bei der letzten Ausschreibung an die Bietergemeinschaft Pizzinini/Auto Rainer. Die Linien nach Lüsen und Tils fährt das Unternehmen Mellauner im Auftrag von Pizzinini. Wirft man nun einen Blick auf die Details der Streikankündigungen der letzten ein bis zwei Jahre, so waren es vorwiegend die Buslinien von SASA und Simobil, bei denen es zu Ausfällen kommen konnte, zum Beispiel bei den Streiks am 31. Mai, 20. September, 8. und 29. November 2024. War der Busdienst in und um Brixen also gar nicht von den Streiks betroffen? „Nein“, sagt Geschäftsführer Max Pizzinini, „wir sind froh, dass es unseren Betrieb nicht betroffen hat. Wir führen dies auf unsere familiäre Struktur zurück, die leichter auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter eingehen kann.“ Rund 150 Busfahrerinnen und Busfahrer beschäftigt das Brixner Unternehmen und deckt damit das Streckennetz von Klausen bis Bruneck ab.

„ Der Kollektivvertrag gibt dem Arbeitgeber Spielraum bei Entlohnung und Arbeitsbedingungen.“

Günther Pallhuber, Gewerkschafter

Traumberuf mit Fragezeichen

Wie sehen die Arbeitsbedingungen für Busfahrerinnen und Busfahrer in Südtirol aus? Alfred Rier, der über 40 Jahre lang als Busfahrer auf verschiedenen Strecken gefahren ist und als Pensionist weiterhin in Teilzeit für das Unternehmen Simobil arbeitet, sagt: „Es war ein schöner Beruf. Heute sind die Arbeitsbedingungen aber anders als früher.“

Günther Pallhuber arbeitete ebenso jahrelang mit Begeisterung als Busfahrer und schulte, nachdem SAD bei der letzten Ausschreibung die Buskonzessionen verloren hatte, zum Zugbegleiter um. Er skizziert kurz die Arbeitsbedingungen: Von den vielen verschiedenen nationalen Kollektivverträgen im Transportsektor gilt für Busfahrer von Linienbussen jener für den öffentlichen Nahverkehr, der im Dezember 2024 erneuert wurde.

Nationale Kollektivverträge haben den Nachteil, dass sie die konkrete Situation vor Ort nur bedingt berücksichtigen können. Wie Busse lokal im ÖPNV eingesetzt werden, unterscheidet sich nämlich von Gebiet zu Gebiet – zum Beispiel, was die Anzahl der Fahrten, die Anzahl von Schülerfahrten oder das touristische Angebot während der Saisonen betrifft. In puncto Entlohnung trägt ein einheitliches Gehalt den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten im Staatsgebiet nicht Rechnung. „Letztendlich aber ist der Kollektivvertrag“, so Pallhuber, „nicht mehr als ein Grundgerüst, das den Unternehmen durchaus Spielraum im Blick auf die Entlohnung als auch auf die Arbeitsbedingungen gibt.“

Der Kollektivvertrag schreibt eine wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden (Basisstunden) und eine Sechs-TageWoche vor. Unterschieden wird zwischen der Lenkzeit, also der Zeit, die ein Fahrer tatsächlich hinterm Steuer sitzt, und der Dienstzeit. Die Einsatzzeit zwischen der ersten

und der letzten Fahrt eines Turnus darf dabei 15 Stunden nicht überschreiten.

Die Pausenregelung schreibt nach viereinhalb Stunden Fahrt 45 Minuten Pause vor. Das hohe Verkehrsaufkommen und knappe Fahrpläne können für den Busfahrer aber Verspätungen bedeuten, die nicht selten zulasten seiner Pause gehen. „Außerdem kann ein Busfahrer nicht einfach stehenbleiben, wenn die Fahrtzeit um ist. Er muss die angebrochene Strecke zu Ende fahren. Dem kann man durch einen fliegenden Wechsel Abhilfe schaffen: Der Bus fährt durch, aber ein anderer Fahrer übernimmt“, sagt Pallhuber. Anders als bei LKW-Fahrern oder in Reisebussen gibt es in den Linienbussen keine Fahrtenschreiber. „Die Pflicht eines Fahrtenschreibers soll in einem bis eineinhalb Jahren kommen“, sagt Pallhuber, und er sieht in diesem Punkt die Politik gefordert.

Was die gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeiten und Ruhepausen betrifft, gibt es abhängig von der Streckenlänge minimale Unterschiede. „Bei Liniendiensten mit Kursfahrten von über 50 Kilometern greift die europäische Regelung“, erklärt Max Pizzinini. „Rund 98 Prozent aller Dienste, die Linienbusse befahren, sind hingegen Kurzstrecken, bei denen das italienische Gesetz gilt.“

Einmal mehr wird in den Gesprächen mit Pizzinini und Pallhuber klar, dass die gesetzlichen Regelungen das Grundgerüst bilden und es Spielräume gibt. „Die Gestaltung der Dienstpläne ist eines der Hauptthemen für die Busfahrerinnen und Busfahrer“, sagt Max Pizzinini. „Wir versuchen, die Dienstzeiten möglichst kompakt und somit attraktiv zu gestalten, um unseren Mitarbeitenden entgegenzukommen, die nicht nur in Vollzeit, sondern teils auch in Teilzeit arbeiten.“ Und: „Als Busunternehmen müssen wir die vereinbarten Dienste tagtäglich garantieren, unabhängig von Urlauben oder Krankmeldungen unserer Mitarbeiter.“

Pallhuber kennt beide Seiten, auch die negativen: „Als Gewerkschaftssekretär höre ich immer wieder von Dienstzeiten – nicht Lenkzeiten – von 12 bis 15 Stunden.“ Gerade in der Früh, wenn sich eine hohe Zahl von Schülern und

 Günther Pallhuber: „Die Vielzahl an Gewerkschaften im Verkehrssektor schwächt die Verhandlungsposition jeder einzelnen Gewerkschaft“

Pendlern auf ein enges Zeitfenster konzentriert, sind auf einer Strecke meist mehrere Busse im Einsatz. Viele Busfahrer beginnen also in der Früh mit den Schülerfahrten, haben dann möglicherweise lange unbezahlte Pausen und fahren erst später weiter. Dadurch ist der ganze Tag blockiert; konkret entlohnt werden jedoch weniger Stunden.

Personal dringend gesucht

Ein zentrales Thema ist die Suche nach Personal. „Früher waren die meisten Fahrer Einheimische“, erinnert sich Alfred Rier. „Der Beruf war damals finanziell attraktiv. Wir konnten mit dem, was wir verdienten, ein Haus bauen und eine Familie gründen. Heute sieht es anders aus: Die Entlohnung ist zu gering, vor allem auch im Vergleich zur Verantwortung, die wir tragen. Geregelte Arbeitszeiten, zwei freie Tage pro Woche und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind einheimischen Busfahrern wichtig“, sagt Rier. „Wir Busfahrer wollen arbeiten! Wir machen gerne unsere 39 Stunden, aber wir möchten sie in fünf Tagen machen.“

Di / Do 14 - 15:30 Uhr

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Anders dürften die Interessen jener Busfahrer aussehen, die auf der Suche nach Arbeit aus anderen Provinzen Italiens oder aus anderen Ländern wie Spanien, Portugal oder Rumänien nach Südtirol kommen. Sie sind meistens alleine hier, eher selten in das gesellschaftliche Leben integriert und greifen zum Wohnen auf die Unterkünfte zurück, die einige Unternehmen für ihr Personal direkt an den Betriebshöfen errichten. Viele dürften ihre Zeit in Südtirol primär als Zeit zum Geldverdienen sehen und sind dementsprechend eher bereit, viele Dienste zu übernehmen und auf freie Tage zu verzichten. Ihr Interesse, sich an Streiks zu beteiligen, dürfte geringer sein, weil sie möglicherweise den Verdienstausfall scheuen – und weil sie ohnehin primär zum Arbeiten hier sind, fern von ihren Familien.

Laut Max Pizzinini trägt die Kampagne „Traumberuf Bus Boss“ durchaus Früchte. Das Unternehmen ermöglicht Interessenten die Ausbildung zum Busfahrer und den Erwerb des notwendigen Führerscheins – in Vollzeit oder berufsbegleitend. „Die Frauenquote hat in unserem Unternehmen in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dieser Mix tut der Belegschaft gut“, ist er überzeugt.

Ausblick auf eine ruhige Phase?

„Für die Busfahrer gab es bis zur Unterzeichnung des neuen Kollektivvertrags im Dezember 2024 elf Jahre lang keine Lohnerhöhung mehr, nur kleinere Anpassungen. Nun gibt es 200 Euro brutto mehr“, erzählt Günther Pallhuber. „Viele Gewerkschaften setzen auf eigene Betriebsabkommen, die meistens zwei Jahre gelten und den

Alfred Rier: „Geregelte Arbeitszeiten, zwei freie Tage pro Woche und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind einheimischen Busfahrern wichtig“

Arbeitnehmern punktuell Verbesserungen auch im finanziellen Bereich bringen. Auch ein Territorialabkommen, das Lohnunterschiede ausgleichen soll, haben wir im Blick. Es muss jedoch politisch gewollt sein und kam noch nicht zustande, worüber ich sehr enttäuscht bin.“ Zugleich hat Pallhuber durchaus Verständnis für die Unternehmen. „Auch die Betriebe müssen ihre Rechnung machen. Im Prinzip gibt das Land Südtirol die Kostenstruktur vor, mit der die Betriebe arbeiten müssen.“

Alfred Rier spricht außerdem die Zulagen an, die es zum Grundlohn gibt. Sie entstanden teilweise durch Dienste, die im Laufe der Jahrzehnte eingespart wurden. Manche Zulagen gibt es noch, andere nicht mehr. Und noch etwas müsse neben der Arbeitszeit fair entlohnt werden, meint Rier: „Die Verantwortung, die wir Busfahrer in unserer Tätigkeit tragen – für die Menschen, die mit uns mitfahren, und für die anderen Verkehrsteilnehmenden auf der Straße.“

„Wir versuchen, die Dienstzeiten möglichst kompakt zu gestalten, um unseren Mitarbeitern entgegenzukommen.“

Max Pizzinini, Busunternehmer

Krönungder 31.BauernmarktApfelkönigin

Günther Pallhuber glaubt, dass die Unterzeichnung des Kollektivertrags im Dezember 2024 zumindest kurzfristig eine ruhigere Phase in Sachen Streik bringt. Doch ungelöste Probleme bleiben: Personalmangel, wenig attraktive Löhne und Arbeitszeiten, hohe Lebenshaltungskosten. Kurz vor Drucklegung dieser Ausgabe des „Brixners“ wird der nächste 24-stündige Streik für Montag, 22. September angekündigt, ausgerufen von den Gewerkschaften CUB und SGB/CISL. Er wird wieder die Buslinien von SASA und Simobil betreffen.

Doch ein Traumberuf?

Abschließend noch einmal die Frage: Traumberuf Busfahrer? Dass Günther Pallhuber und Alfred Rier ihren Beruf an und für sich lieben, spürt man im Gespräch. So setzte sich Pallhuber während der Zeit, als die gesamte Strecke der Pustertalbahn gesperrt war, wieder an das Lenkrad eines Linienbusses.

Beide schätzen in ihrem Beruf den Kontakt mit den Menschen. „Mir ist es wichtig, alle Menschen beim Einsteigen zu begrüßen“, sagt Rier. „Manchen fällt erst dann auf, dass da ein Mensch sitzt – so sehr sind sie mit dem Entwerten ihrer Fahrkarte beschäftigt. Früher, als jeder dem Fahrer sein Fahrtziel nennen musste, war es leichter, ein paar Worte miteinander zu wechseln.“ Und beide sind überzeugt davon, dass man als Busfahrer (oder auch als Zugbegleiter) selbst wesentlich zur Atmosphäre im Bus beiträgt.

Alles für besseres Bauen

EVENT: Innovationen, Austausch und spannende Neuigkeiten standen beim ersten Bauexpert-Messeevent „OPEN DAY“ im Mittelpunkt.

Das Messegelände des „OPEN DAY“

Am 13. September verwandelte sich die Bauexpert-Filiale in Brixen in ein großes Messegelände: Innerhalb weniger Tage wurde der Magazinplatz von einem Arbeitsbereich in eine lebendige Ausstellungsfläche für 32 Ausstellende und Partner umgestaltet.

Von Baustelle bis Wohnraum

Das abwechslungsreiche Programm bot Bewährtes und Neues – von Tiefbau, Rohbau und Trockenbau über Dachsysteme und Arbeitsbekleidung bis hin zu Nutzfahrzeugen und der Fliesenwelt. Am Bauexpert-Infostand und im Bereich von Domus Bauexpert standen nicht nur Produkte im Fokus, sondern auch Services und Zusatzangebote, die den Alltag auf der Baustelle erleichtern.

Wissen aus erster Hand

Zwischen 10 und 18 Uhr strömten knapp 600 Besucherinnen und Besucher auf das Messegelände – darunter zahlreiche Kunden, Lieferanten, Mitarbeitende und Interessierte aus der gesamten Umgebung. Die Atmosphäre war geprägt von spannenden Gesprächen, fachlichem Austausch, inspirierenden Begegnungen und einem professionellen Messeambiente. Großes Interesse erhielten die praktischen Vorführungen, die zwischen 11 und 16 Uhr im Halbstundentakt stattfanden. Hier konnten die Gäste Innovationen live erleben, den Profis direkt Fragen stellen und Antworten aus erster Hand erhalten.

Der erstmals organisierte „OPEN DAY“ in Brixen war für Bauexpert ein voller Erfolg. Gemeinsam mit seinen Partnern setzte Südtirols Baustoffhändler Nummer 1 ein starkes Zeichen: alles für besseres Bauen – heute und morgen.

Gemeinsam an neuen Lösungen tüfteln

Das Bauexpert-Verkaufsteam im fachlichen Austausch mit Lieferanten und Kunden

Interessierte erleben Innovationen und Lösungen für Bau und Handwerk live vor Ort

Stärkung für zwischendurch – für das leibliche Wohl war bestens gesorgt

Das engagierte Team, das den Aufbau und die Durchführung des „OPEN DAY“ tatkräftig unterstützt hat

MOBILITÄT

Eine Woche im Zeichen der Nachhaltigkeit

Auch in diesem Jahr hatte sich die Gemeinde Brixen für die europäische Mobilitätswoche einiges einfallen lassen: Vom 16. bis 19. September wollte sie ein Zeichen für nachhaltige, inklusive und zukunftsorientierte Mobilität setzen. Eine Rad-Reparaturwerkstatt half am Dienstagnachmittag dabei, die Drahtesel wieder auf Vordermann zu bringen, und am Tag darauf gab es das bereits bekannte Pendlerfrühstück am Mobilitätszentrum als Dank für alle, die ihren Arbeitsweg umweltfreundlich zurücklegen. Außerdem führte die Ortspolizei am selben Tag eine Fahrradcodierung und einen technischen Check von Fahrrädern durch, und der Domplatz wurde zum Parcours für Kinder. Da der 18. September auch der Tag der Inklusion war, stand er im Zeichen der inklusiven barrierefreien Mobilität: Interessierte konnten gemeinsam mit

Inklusionsstadträtin Sara Dejakum ein individuell anpassbares Tandem-Dreirad ausprobieren, ein Fahrrad, das sich für den Rollstuhltransport eignet, sowie ein „Taxi Bike“ – ein E-Bike für zwei Fahrgäste und eine fahrende Person. Expertenteams von Pizzinini standen zudem für Fragen zur barrierefreien Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Verfügung, und alle Teilnehmenden erhielten ein kostenloses Getränk in der „WunderBAR“. Am letzten Tag der Mobilitätswoche fand eine Fahrradauktion sowie eine Fahrradverlosung statt, bei der die Gemeinde drei E-Bikes zur Verfügung stellte. av

EINZELHANDEL

Praktische Tipps für Kaufleute

„Ein Laden voller Kunden“ – welcher Kaufmann hat nicht diesen Wunsch? Der Einzelhandel tut sich aber immer schwerer, vor allem die lokale Kundschaft zu behalten – viel zu praktisch ist inzwischen der Warenkauf über Online-Shops. Das führt dann dazu, dass in manchen Fällen ohne die Zufallsbesuche von Touristen zu wenig Umsatz generiert wird und der eine oder andere Kaufmann resigniert. Armin Theiner, der über zwei Jahrzehnte in Brixen einen Biohandel führte, bevor er ihn aus persönlichen Gründen schloss, hat früher als alle anderen mit Online-Aktivitäten seinen Laden beworben. Der passionierte Web-Stratege beobachtet sehr aufmerksam die Entwicklung von Einzelhandelsgeschäften und will den Kaufleuten nun mit seinem Know-how im Online-

KURZ

NOTIERT

Marketing zu mehr Kunden verhelfen. Er hat dafür ein Buch geschrieben, in dem er „einfach umsetzbare Anleitungen für Social Media und Website sowie für einen eigenen Online-Shop“ gibt – denn: „Die heutige Welt verändert sich schnell, und die Einstellung, ‚wir haben es immer so gemacht und es hat funktioniert, also wird es auch weiterhin gut gehen!‘ mag zwar der Tradition entsprechen, doch sie ist nicht mehr zeitgemäß“. Das 340 Seiten starke Buch ist ein praktischer Leitfaden, mit dem zunächst die Zuversicht geweckt werden soll, dass Einzelhandel mit den richtigen Instrumenten Zukunft hat; im Rest des Buches gibt Theiner praktische Tipps, wie man das Thema Online-Marketing auch mit wenig Budget angehen kann. Das Buch ist – natürlich online – in Papierform oder als E-Book erhältlich: www.armintheiner.com. wv

Naturparks, Tourismusdestinationen, Verbände und Vereine riefen vom 18. bis zum 21. September zu den „CleanUp Days“ auf, um gemeinsam entlang von Wander- und Gehwegen Abfall einzusammeln. Vor allem weggeworfene Taschen- und Feuchttücher sind ein großes Problem.

Das Südtiroler Kinderdorf veranstaltet am 11. Oktober von 9 bis 17 Uhr den „KIDO Benefiztauschmarkt“ im Thalhofer in Brixen. Workshops und ein Kinderprogramm runden das Angebot ab. Infos gibt es unter der Nummer 0472 270500.

2,8 Millionen Euro sind für die Sanierung der historischen Widmannbrücke vorgesehen. Nun wurde festgestellt, dass der Brückenunterbau vollkommen durchgerostet ist. Ein Neubau ist nach Rücksprache mit dem Landesdenkmalamt ausgeschlossen; die Höhe der Mehrkosten ist noch ungewiss.

STADTGEHEIMNISSE

Wer ist der Engel ohne Flügel?

Wenn jemand die neben dem Weißen Turm dargestellte Brunnenfigur als den Drachentöter St. Georg erkennt, muss man mit der Antwort schon sehr zufrieden sein. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um den Erzengel Michael, den Stadtpatron der Brixner Pfarrkirche. Hat sich seinerzeit noch mancher über einen Engel ohne Flügel geärgert oder zumindest gewundert, so stört das heutzutage niemanden mehr. Vor dem Weißen Turm befand sich seit jeher ein Brunnen mit „fließendem Wasser“, das von Vahrn hergeleitet wurde. Anlässlich der 1050-Jahr-Feier der Stadt Brixen wurde 1951 ein neuer Brunnen errichtet und am 28. Oktober eingeweiht. Allerdings stand damals auf der Granitsäule nur das Modell der Brunnenfigur; nach der Feier kam das Modell zum Bronzeguss nach Verona. Am Vortag des darauffolgenden Kassiansonntags wurde die Figur in Anwesenheit des aus Laas im Vinschgau stammenden Künstlers Hans Plangger (1899–1971) aufgestellt. Wasser sprudelt aus drei Köpfen des Drachens, dem der jugendliche Streiter mit seiner Lanze den Todesstoß versetzt –nicht als Erzengel, der wie ein gepanzerter Ritter des Mittelalters mit Schild und Feuerpfeilen Luzifer in den Höllenrachen schleudert, sondern wie ein schlanker junger Mann, der mit der Kraft des Geistes gegen das Böse kämpft. ed

Anregungen: redaktion@brixner.info

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unter www.volksbank.it/de/events oder in einer Volksbank-Filiale (beschränkte Teilnehmerzahl). Veranstaltung für Kunden und Interessierte.

Praxis Dr. Peter Lino Thüringer

Kleine Lauben 2

39042 Brixen

Tel. 329 6797755

peter@thueringer.it www.thueringer.it

Dr. Peter Lino Thüringer, Facharzt für Innere Medizin, bietet Prävention, Diagnostik und Therapie der internistischen Erkrankungen mit dem Fokus Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie komplette Gesundheitschecks an.

Neuartig angeboten wird die IonenZyklotron-Resonanztherapie, eine innovative Behandlung bei Post-Covid-Syndrom, chronischem FatigueSyndrom, Morbus Parkinson, multipler Sklerose und weiteren Pathologien.

Restaurant Pizzeria Tal

Dorfgasse 5A

39040 Lüsen

T 335 18 463 68 info@restaurant-tal.it

Markus und Tina Hinteregger verbinden in ihrem Restaurant die Gemütlichkeit eines Dorfgasthauses mit der kulinarischen Vielfalt eines Restaurants und einer Pizzeria. Besonderen Wert legen sie auf die Verwendung

regionaler Produkte. Mit herzhaften Tiroler Spezialitäten, knusprigen Pizzas aus dem Holzofen sowie einer Spielecke laden sie zum entspannten Familienbesuch ein.

MOBILITÄT

Erster Tunneldurchschlag

Ein Meilenstein für den Brenner Basistunnel: Am 18. September wurde die Tunnelwand des Erkun-

dungsstollens in einer Tiefe von rund 1.400 Metern unterhalb der italienisch-österreichischen Staatsgrenze durchbrochen. Zum ersten Mal gibt es somit eine unterirdische Tunnelverbindung zwischen Österreich und Italien. Der Erkundungsstollen liegt mittig zwischen den beiden Haupttunneln, ist rund 57,5 Kilometer lang und dient zu geologischen Untersuchungen, Materialtransporten sowie für Service- und Wartungszwecke. Sobald der BBT in Betrieb ist, kann er auch als Rettungsweg genutzt werden. Zum Anlass des Tunneldurchschlags wurde ein Festakt

organisiert samt Live-Schaltung zur Durchschlagsstelle; den Startknopf für den Durchbruch durften die Ehrengäste betätigen. PolitikProminenz war für diesen Moment zahlreich anwesend: Unter anderem waren EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker vor Ort. Auch hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der EU-Kommission, der Tiroler und Südtiroler Landesregierung, der Österreichischen Bundesbahnen sowie der italienischen Staatsbahnen waren anwesend.

Insgesamt wird das Tunnelsystem des BBT 230 Kilometer lang sein; 204 Kilometer wurden bisher vorgetrieben. Das riesige Bauprojekt soll 2032 in Betrieb gehen; derzeit rechnet man mit Gesamtkosten von 10,5 Milliarden Euro. Im Bild (von links): der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, Infrastrukturminister Matteo Salvini, Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker, Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas, Österreichs Infrastrukturminister Peter Hanke und Landeshauptmann Arno Kompatscher. av

Herr Mair, der Milchhof Brixen und Mila prüfen derzeit eine mögliche engere Zusammenarbeit. Wie könnte diese aussehen?

Eine Beraterfirma untersucht derzeit, welches Szenario unseren Mitgliedern die beste Perspektive bieten kann: Ob jeder Milchhof weiterhin eigene Wege gehen soll, ob eine noch engere Zusammenarbeit der bessere Weg ist oder sogar die Gründung einer neuen Organisation, an der beide Milchhöfe beteiligt sind. Bis Ende Oktober soll die Studie abgeschlossen sein. Die Entscheidung über den einzuschlagenden Weg werden die Vollversammlungen treffen.

„Für das Wohl unserer Mitglieder“

MARTIN MAIR, Geschäftsführer des Milchhofes Brixen, über eine mögliche engere Zusammenarbeit mit Mila.

Pro Woche stellen zwei Milchbauern in Südtirol ihre Tätigkeit ein. Macht das eine engere Zusammenarbeit der Südtiroler Milchhöfe notwendig?

2022 sind alle Südtiroler Milchhöfe in einen engen Austausch getreten. Rückläufige Milchmengen, aber auch Teuerungsraten und andere Themen sind dabei beleuchtet worden. In den Gesprächen hat sich herausgestellt, dass wir mit Mila die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit untersuchen wollen. Die anderen Milchhöfe haben dies vorerst nicht weiter vertieft, was aber nicht heißt, dass es auch für sie keine Option für die Zukunft sein könnte.

Im Milchhof Brixen haben vor einigen Wochen Umbauarbeiten begonnen. Lässt das darauf schließen, dass es dem Betrieb derzeit gut geht?

Die letzten Jahre waren tatsächlich mit die besten in unserer Geschichte. Der alte Teil der Käserei ist sanierungsbedürftig, und so haben wir beschlossen, den Umbau und eine Erweiterung jetzt in Angriff zu nehmen und bis Anfang 2028 abzuschließen. Die momentane Position der Stärke versetzt uns in die günstige Lage, sowohl den Umbau jetzt vorzunehmen als auch, uns intensiv mit der Zukunft auseinanderzusetzen. oskar.zingerle@brixner.info

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Foto:

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FOTOAKTION: Der Sommer ist vorbei – und das Ergebnis unserer Fotoaktion steht fest. Dass die teilnehmenden Kinder im „Brixner“-Einzugsgebiet die warmen Monate genossen haben, sieht man den vielen glücklichen Gesichtern an.

Während zahlreiche Schaulustige im Hintergrund das UNESCO-Welterbe in Athen beobachten, gönnt sich Niklas Höller aus Aicha eine kurze SightseeingPause – und einen neuen Blickwinkel: Kurzerhand zeigt er vor der Akropolis sein akrobatisches Können mit einem Kopfstand, mit breitem Grinsen im Gesicht. Mit diesem akrobatischen und

sympathischen Schnappschuss hat Niklas die Redaktion für sich gewonnen und darf sich deshalb über den Geschenkkorb der Brimi freuen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für das Einsenden der Bilder und freuen uns schon auf die nächste Fotoaktion.

Melanie Steinmann, Vahrn
Annika Engl, Brixen
Jonathan Höller, Aicha
Laura Thaler, Brixen
Anna Gläserer, Brixen
Felix Prosch, St. Andrä
Francesco, Iris und Giorgia
Emil Lorenzin Rainer, Mittewald

„Ein Team für Ihr Zuhause!“

STAMPFL STUDIO: Seit über 25 Jahren steht das Brixner Einrichtungsstudio für erfolgreiches Küchen- und Einrichtungsdesign und hat sich in dieser Zeit zu einer Einrichtungsmarke entwickelt. MANFRED STAMPFL erzählt, was den Erfolg seines Studios ausmacht.

Herr Stampfl, Ihr Studio ist vor allem für Küchen bekannt. Was macht Sie in diesem Bereich so erfolgreich?

MANFRED STAMPFL: Die Küche ist das Herzstück jedes Zuhauses, wo die Familie zusammentrifft. Hier wird gekocht, gelacht und gelebt. Unsere Stärke liegt darin, Räume zu schaffen, die nicht nur funktional sind, sondern auch Atmosphäre und visuelle Ruhe ausstrahlen. Jede Planung wird nach einem ausführlichen Gespräch individuell auf die Wünsche und Gewohnheiten unserer Kunden abgestimmt.

Sie bieten auch Gesamteinrichtungskonzepte an. Was dürfen sich Kunden darunter vorstellen?

Heute denkt man Wohnräume nicht mehr isoliert. Küche, Essund Wohnbereich verschmelzen zunehmend zu einem offenen Lebensraum. Deshalb entwickeln wir komplette Einrichtungskonzepte –von der Küche über das Wohnzimmer bis hin zum Schlafzimmer mit maßgefertigten Schranksystemen. Dabei stehen wir dem Kunden auch bei der Licht- und Farbgestaltung zur Seite. Den Bereich Outdoormöbel betreuen bei uns im eigenen Studio Aron und Elia. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das die Persönlichkeit der Bewohner widerspiegelt.

Was unterscheidet das Stampfl Studio von anderen Einrichtungshäusern?

Wir verbinden Kreativität mit jahrzehntelanger Erfahrung – und nehmen uns bewusst Zeit für unsere Kunden. Bei uns gibt es keine Lösungen von der Stange, sondern maßgeschneiderte Wohnkonzepte. Genau diese Individualität macht meiner Meinung nach den Unterschied.

Manfred Stampfl: „Wir denken Wohnen immer aus der Perspektive der zukünftigen Bewohner“
Maßgefertigtes Schranksystem, das sich elegant in die Wand einfügt
Naturmaterialien treffen auf Industrial Design und schaffen ein behagliches Wohnambiente
Das Team von Stampfl Studio (von links): Manfred Stampfl, Carmen Senoner, Daniel Runggatscher, Aron Stampfl, Martin Stampfl, Maximilian Schraffl, Valentin Schrott, Maximilian Stampfl und Andrea Leitner, es fehlt Elia Frötscher

„Die Traumküche beginnt mit guter Planung“

MÖBEL ROGEN: Moderne Küchenplanung vereint Ästhetik und Funktion. OTHMAR ROGEN, Inhaber des gleichnamigen Möbelhauses in Mühlbach, verrät, worauf es bei der Küchengestaltung ankommt.

Herr Rogen, worauf sollte man bei der Küchenplanung besonders achten?

OTHMAR ROGEN: Eine gut geplante Küche ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern vor allem eine funktionale Arbeitsumgebung. Es ist daher wichtig, die individuellen Bedürfnisse der künftigen Nutzer vorher zu erfassen: Wer kocht in der Familie? Wird viel frisch zubereitet oder eher auf schnelle Gerichte gesetzt? Die Antworten unterstützen bei

der optimalen Anordnung von Arbeitsflächen, Stauraum und Geräten. Ebenso gilt es, den individuellen Wohnstil zu berücksichtigen, damit sich die Küche harmonisch ins Gesamtbild des Wohnraumes fügt.

Welche aktuellen Trends gibt es in der Küchengestaltung?

Mehr denn je steht die Kombination aus modernen Materialien und smarter Technik im Fokus. Bei der Gerätetechnik geht der Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug und smarten Backöfen, die sich per App steuern lassen. Nachhaltigkeit spielt in der Küchengestaltung ebenfalls eine wichtige Rolle – energieeffiziente Geräte und langlebige Materialien sind ein Muss.

Wie schafft man die perfekte Küchenaufteilung?

Die ideale Raumaufteilung hängt vom Grundriss und von den individuellen Kochgewohnheiten ab.

Die klassische Arbeitsdreiecksregel – also die optimale Anordnung von Kühlschrank, Herd und Spüle – gilt weiterhin. In offenen Wohnküchen integrieren wir oftmals Kochinseln oder Halbinseln, die das Kocherlebnis geselliger machen.

Wie kann man mit einer neuen Küche den Wohnraum aufwerten?

Die Küche ist nicht nur ein Ort zum Kochen – sie ist der Mittelpunkt eines jeden Zuhauses. Eine hochwertige Küche erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch den Wert der Immobilie. Offene Küchenkonzepte mit einer Verbindung zum Ess- und Wohnbereich schaffen eine einladende Atmosphäre. Dazu trägt auch eine harmonische Farbgebung bei. Besonders angesagt sind zurzeit dunkle, edle Farbtöne, kombiniert mit warmen Holzelementen. Wer es heller mag, setzt auf natürliche Farben wie Sand oder Creme in Kombination mit Stein- oder Metallakzenten.

Lohnt sich eine punktuelle Küchenerneuerung, oder sollte man lieber gleich eine neue Küche planen? Das kommt ganz darauf an, in welchem Zustand sich die bestehende Küche befindet. Sind die Korpusse noch intakt, lassen sich Fronten, Arbeitsplatten oder Geräte problemlos erneuern. Falls jedoch die Raumaufteilung nicht mehr den Anforderungen entspricht oder die Technik überholt ist, empfiehlt sich eine komplette Neugestaltung.

Was empfehlen Sie Kunden, die unsicher sind, welche Küche zu ihnen passt?

In solchen Fällen rate ich, sich Inspirationen zu holen. Bei uns findet man stets die neuesten Küchentrends. Vor allem sollte man jedoch eine Fachberatung in Anspruch nehmen: In einem persönlichen Gespräch gehen unsere Einrichtungsexperten gezielt auf die Bedürfnisse ein und erarbeiten individuelle Lösungen.

Othmar Rogen, Inhaber des Möbelhauses Rogen in Mühlbach

„Mit Herz und Bestand“

TISCHLEREI PLANK: Im traditionsreichen Tischlerbetrieb vollzieht sich derzeit ein Generationswechsel. Seniorchef ARNOLD PLANK verrät, wie die Übergabe abläuft – und wer künftig das Ruder übernimmt.

Herr Plank, was gibt es Neues in der Tischlerei Plank?

ARNOLD PLANK: Es gibt tatsächlich Neuigkeiten: Bei uns findet gerade ein Generationswechsel in der Führung statt. Mein Bruder Erhard war Tischlermeister und gründete den Betrieb vor knapp 40 Jahren. Nach seinem Tod im Jahr 1997 habe ich die Tischlerei übernommen, um die Arbeitsplätze zu sichern. Nun, da ich in wenigen Jahren auf meinen 70. Geburtstag zusteuere, war es an der Zeit, die Nachfolge zu regeln.

Wie sieht die Nachfolge aus?

ARNOLD PLANK: Bereits im Jänner 2023 ist mein Neffe Tobias in die Geschäftsführung eingestiegen. Seither leiten wir den Betrieb gemeinsam. Schritt für Schritt übernimmt er mehr Verantwortung, sodass ich mich in zwei bis drei Jahren zurückziehen kann. Tobias bringt ideale Voraussetzungen mit: Er hat die vierjährige Berufsfachschule für Holztechnik am Berufsbildungszentrum „Ch. J. Tschuggmall“ besucht, arbeitet seit 2019 bei uns und absolviert derzeit die Meisterausbildung. Damit ist er bestens gerüstet, die Tischlerei erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Worauf legt die junge Führung besonderen Wert?

TOBIAS PLANK: Im Tischlerhandwerk verbinden sich Materialien, Technik und Gestaltung zu einem gekonnten Ganzen. Mit großem Know-how realisieren wir hochwertige Einrichtungen, die über viele Jahre Freude bereiten. Auf diese Werte hat Arnold seit jeher gesetzt – daran knüpfe ich an und führe damit zugleich Erhards Tradition des Meisterbetriebs fort. Viele unserer Kunden begleiten wir seit ihrem ersten Zuhause. Heute kommen oft auch deren Kinder und Enkel zu uns, um von uns maßgefertigte Einrichtungen in gewohnter Qualität verwirklichen zu lassen.

Wie ist die Tischlerei heute auf gestellt?

ARNOLD PLANK: Unser Team umfasst neun Mitarbeitende, und mit einem modernen Maschinen park können wir nahezu alle Ein richtungswünsche erfüllen.

TOBIAS PLANK: Viele im Team sind seit Jahrzehnten bei uns. Die ser große Erfahrungsschatz sichert unsere Projekterfolge. Arnolds kollegialer Führungsstil prägt unser Miteinander, und darauf möchte ich auch in Zukunft auf bauen.

Derzeit führen Arnold und Tobias Plank die Tischlerei gemeinsam –künftig übernimmt Tobias die Leitung

Die Brixner

Die Wahl der Stadträte sorgte in den Neunzigerjahren offensichtlich immer wieder für lange Gesichter und beleidigte Leberwürste: Der SVP-Koordinierungsausschuss hatte sich gegen die Arbeitnehmer ausgesprochen – was diese nicht goutierten: „Ich war auch persönlich schwer getroffen“, sagte Albin Palla, „weil ein Gemeinderat noch kurz vor der Wahl seine Stimme bestätigt hatte, bei der Wahl aber einen anderen Kandidaten wählte.“ Das sorgte für Unruhe, weil die Arbeitnehmer ankündigten, sich nicht an die Fraktionsdisziplin zu halten: „Regieren ist mithin in Brixen schwieriger geworden.“ Die Lage klärte sich einige Wochen später – mehr davon in den nächsten Ausgaben der „Zeitkapsel“. S. 6

„Wie hat Ihnen das Altstadtfest gefallen?“ – diese Frage stellte der „Brixner“ Besuchern des Altstadtfestes. „Das Fest ist sehr stark besucht“, sagte damals der 2018 verstorbene Sepp Kronbichler, „das Altstadtfest ist eine große Bereicherung für Brixen und auf seine Art eigentlich europaweit einzigartig.“ Das hat sich bis heute kaum verändert. S. 13

Auf den Seiten 18 und 19 finden wir eine Menge Fotos vom Altstadtfest – unter anderem auch eines mit dem „Lido-Markus: verantwortlich für a) die beste Stimmung und b) die meisten kaputten Tische, die es je beim Altstadtfest gab.“ Zur Erklärung: Am Domplatz spielte damals auf Einladung von Markus Huber die Münchner Band „Taranga“, die

Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun 35 Jahre zurückblicken.

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Sie die gesamte Ausgabe.

Über diesen QR-Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe: Der „Brixner“ Nr. 8 September 1990

mit Liedern der Saragossa Band („Iko Iko“) den Domplatz zum Kochen brachte: Die Gäste tanzten auf den Tischen ... S. 18 und 19

„Kinderfeindlich? Der Schulhof der neuen Neustifter Grundschule gibt Anlaß zu Kritik“ titelte der „Brixner“ auf Seite 27. Was war passiert? Im April 1989 gab es einen Lokalaugenschein, bei dem Eltern und Lehrer gefordert hatten, dass der zu entstehende „Schulhof nur teilweise als Hartplatzfläche gestaltet werden soll. Der Rest sollte als Rasenfläche angelegt werden.“ Nach Fertigstellung musste „Peter Tauber von der Bürgerliste Vahrn“ aber enttäuscht feststellen, dass diesem Wunsch nicht entsprochen wurde: „In einem Schulhof, wo die Schüler in den Pausen laufen und herumtollen, sind Pflastersteine gefährlich. (…) Viele Bürger von Neustift verstehen in diesem Falle nicht, wieso nicht gleich auf die berechtigten Wünsche der Eltern und Lehrer eingegangen wurde.“ Denn: „Es haben doch sicherlich alle gewusst, dass in einer Schule hauptsächlich Kinder sind.“ S. 27

Der „Koschter“, heute würde man ihn „Mystery shopper“ nennen, besuchte diesmal das Hotel Elefant: „Die Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Hauses läßt sich nur schwer in Worte kleiden, denn zu viele Elemente spielen hier auf harmonische Weise zusammen.“ Auch das Essen mundete offensichtlich vorzüglich: „Ausgezeichnet, liebevoll zubereitet, qualitativ auf höchstem Niveau und von fachkundigem Personal gekonnt serviert. Hier stimmt alles; am ‚Koschter‘-Abend ließ sich nicht einmal das berühmte Haar in der Suppe finden“. Aber: „Das Plural-S in dem Wort „Früchte-Tortelettes“ auf der Speisenkarte ist wahrscheinlich nur Dekoration oder ein Tiroler Jux gegenüber der Schreib-Unart der Franzosen, denn auf dem Teller des Gastes sitzt klein und breit (aber köstlich) … eine einzige Tortelette.“ S. 29

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Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Oktober 2025

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