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DAMALS UND HEUTE: Die Höfe- und Häusergeschichte MENSCHEN & MEINUNGEN
16 | PORTRAIT: Gabriela Mair am Tinkhof
21 | Pro & Contra: War die Ernennung Zerzers nachvollziehbar?
22 | Gastkommentar: Harald Knoflach
25 | Umfrage: Wetter-App oder Blick aus dem Fenster?

Editorial
KI mit Mutterinstinkt
40 Jahre Jugendhaus Kassianeum
32 | Heimat im Gepäck
VERANSTALTUNGEN 41 | TIMER: September 2025
FREIZEIT & SPORT
48 | EVA SCHATZER: „Aus Enttäuschung wurde Stolz“
54 | Marco Andreatta und sein Leben für den Sport
WIRTSCHAFT & UMWELT
60 | FEDERICO GIUDICEANDREA ZUR KI: „Intelligenz ist immer zu begrüßen“
68 | Teil zwei zum Nato-Areal in Natz: ehemalige Soldaten erzählen
Als ich vor zehn Jahren den Science-Fiction-Film „Ex Machina“ von Alex Garland sah, war ich beeindruckt von der Vorstellung, dass Maschinen eines Tages ein eigenes Bewusstsein entwickeln könnten. Allerdings erschien es mir damals wie heute unrealistisch, dass Technologie das menschliche Gehirn wirklich so weit nachahmen kann. Zwar hat künstliche Intelligenz bereits einige Lebensbereiche gewandelt und Prozesse verändert, doch der große Einschnitt im Alltag ist bislang noch weitgehend ausgeblieben. Kommt da noch etwas? Federico Giudiceandrea glaubt, dass es bis zur AGI, die eben der menschenähnlichen Intelligenz nahekommt, nicht mehr lange dauern wird. Der Brixner Unternehmer ist von diesem Thema fasziniert, hat sich über die Jahre eine beachtliche Expertise angeeignet und teilt seine Gedanken dazu im folgenden Interview mit uns. Wie lange es wirklich noch dauern wird, bis wir Maschine und Mensch nicht mehr voneinander unterscheiden können – und ob das jemals möglich sein wird –, das kann niemand so genau vorhersagen. Spannender ist auch die Frage: Was passiert dann? Werden wir durch AGI in der Lage sein, lebenswichtige Bereiche schneller voranzutreiben und Innovation zu fördern? Und wie nimmt die Maschine den Menschen wahr, wenn sie ihr eigenes Bewusstsein steuern kann? Wird die Gesellschaft schnell genug reagieren können, um einen eventuellen Missbrauch solcher Technologien zu verhindern? Geoffrey Hinton, Nobelpreisträger für Physik, sprach kürzlich in einem Interview mit CNN von einer „zehn- bis zwanzigprozentigen Wahrscheinlichkeit, dass KI die Menschen ausrotten könnte.“
Sein Lösungsansatz: Man müsse der KI einen Mutterinstinkt für Menschen einbauen. Nur die Zeit wird zeigen, ob solche Überlegungen Teil unserer Realität werden oder ob sie doch nur Material für ScienceFiction-Filme bleiben.
Ihre
Anina Vontavon

Höfe- und Häusergeschichte von Lüsen
LÜSEN: Ein neues zweibändiges Buch dokumentiert die Geschichte der Höfe und Häuser von Lüsen seit dem Mittelalter bis heute. Am 8. August stellten es die Autoren Ernst Delmonego und Bruno Kaser in Lüsen vor; der „Brixner“ veröffentlicht Auszüge aus dem Vortrag von ERNST DELMONEGO.
Lüsen hat das Glück, dass sich fast alle Bauernhöfe bis zum Jahre 1253, teilweise sogar noch früher, namentlich benennen lassen. Das hängt damit zusammen, dass die meisten Höfe im Besitz des Bischofs von Brixen oder anderer geistlicher Grundherren waren, die über ihre Einkünfte genau Buch führten. Die Höfe selbst sind natürlich viel älter. 893 erstattete König Arnulf dem Bischof Zacharias von Säben den „forestis ad Lusinam“ und damit die Forst- und Jagdrechte sowie die darin liegenden Höfe und Bewohner zurück. Die ältesten Spuren menschlicher Begehung reichen noch weiter bis in die mittlere Steinzeit (etwa 6.000 v. Chr.) zurück.
Die vielen romanischen Hof- und Flurnamen zeigen, dass Lüsen schon lange vor der germanischen Landnahme besiedelt war. Die ersten Ansiedler drangen wohl über Rodeneck in das Tal ein und ließen sich zunächst auf der sonnigen rechten Talseite nieder, in den heutigen Fraktionen Kreuz, Huben und Berg. In der zweiten Phase wurden Flitt und Petschied besiedelt, und erst zur Römerzeit wurde dann der gefährdete, aber fruchtbare Schuttkegel der heutigen Fraktion Rungg urbar gemacht.
Das Dorf mit Kirche, Widum, Rathaus, Schule, Geschäften und Wirtshäusern entwickelte sich zu einer geschlossenen Ansiedlung, während der Rest des Tales aus Streusiedlungen bestand. Die meisten Häuser im Dorf tragen deutsche Namen, die an verschiedene Handwerksberufe erinnern. Außer dem Mairhof gab es hier mehrere Häuser mit wenig Feld, bei den heute sogenannten „Schüpflan“. Viele jener Häuser fielen allerdings dem verheerenden Dorfbrand von 1921 zum Opfer. Sie werden im Kapitel „Aufgelassene Höfe und Häuser“ im Buch angeführt.
Abgaben an den Grundherrn
Der eigentliche Grundherr über die meisten Güter und Bewohner von Lüsen blieb bis zur Auflösung der Grundherrschaft im Jahre 1848 der Bischof von Brixen. Einige Höfe gehörten dem Kloster Neustift und dem Klarissenkloster in Brixen. Die Grundherren verliehen Höfe oder Grundstücke an sogenannte Bauleute. Der Baumann erhielt das Recht, den Hof zu bebauen, also zu bewirtschaften. Dabei durften die Tiroler Bauern den Hof sogar vererben oder verkaufen. Die Bauleute mussten ihrem Grundherrn zu Martini die sogenannten Grundzinsen abliefern: Getreide, Hühner, Eier, Schweinsschultern, Kitze, Lämmer und auch Geld. Solche Abgaben wurden in einem Urbar verzeichnet. Eingesammelt und weitergeleitet wurden die Grundzinsen vom Inhaber des oberen und unteren Küchenmairhofs, also vom Mairhofer und vom Moar. An diesen Höfen mussten die Bauleute auch Frondienste leisten, beispielsweise die großen Getreidefelder jäten.
NEU ERFORSCHT:
Die Geschichte der Höfe und Häuser der Gemeinde Lüsen lässt sich zum Großteil über viele Jahrhunderte zurückverfolgen
Die Abgaben zeigen auch, was früher in Lüsen alles angebaut wurde: Roggen, Weizen, Hafer und Gerste. Die auf Viehwirtschaft ausgerichteten Schwaighöfe Putzes, Gargitt, Nibenol, Nieder- und Oberglitt sowie Laseid mit Unterweg hatten vor allem Käse abzuliefern. Außer den Grundzinsen mussten die Bauleute noch den Zehnten für die Kirche und die Vogteiabgaben – eine Art Schutzzoll an die Herren von Rodank – entrichten.
Im Jahre 1848 erfolgte mit der Grundentlastung das Ende der Grundherrschaft. Damit wurde der Bauer endlich alleiniger Besitzer von Grund und Boden. Bei der Ablöse musste der Grundherr auf ein Drittel verzichten, für das zweite Drittel kam der Staat auf, und ein Drittel der Grundkosten musste der Bauer selbst ablösen. Zu diesen finanziellen Belastungen kamen damals verschiedene Naturkatastrophen, sodass manche Bauern in erhebliche Schulden gerieten. Konkurse häuften sich und zwangen Leute zur Abwanderung. So auch Ingenuin Flenger, der im Jahre 1858 nach Brasilien auswanderte, 1861 aber wieder zurückkehrte und das Radergut in Rungg erwarb, das von nun an Pechklauber hieß.
„ Der eigentliche Grundherr über die meisten Güter und Bewohner von Lüsen blieb bis zur Auflösung der Grundherrschaft im Jahre 1848 der Bischof von Brixen“ Ernst Delmonego, Historiker
Der Paarhof
Ortsprägend für Lüsen ist der Paarhof, der sich für Hanglagen besonders eignet. Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude, oder wie man in Lüsen zu sagen pflegt, Feuer- und Futterhaus, stehen mit zur Talachse gerichteten Giebeln nebeneinander. Neben dem Paarhof gibt es in Lüsen auch einige Häuser, die traufseitig, also quer zur Talseite gebaut sind, so Pardell und Winkl sowie das Unter- und Obermühlhaus im Kaserbach, ferner Niederst, Siberlechen und Hundgrube in der Fraktion Kreuz.
Charakteristisch für das Lüsner Bauernhaus ist das Satteldach. Während das für das Gadertal so typische Krüppelwalmdach bei Feuerhäusern eher selten vorkommt

(zum Beispiel zu Plasell), ist es an Futterhäusern öfters zu sehen. Häuser mit steinerner Freitreppe und romanischem oder gotischem Eingang wie beim Koch oder beim Maurer weisen auf ein hohes Alter und auf eine besondere Bedeutung des Hofes hin.
Die Handwerkshäuser
Während die Namen der Bauernhöfe von 1253 bis heute weitgehend gleichblieben, veränderten sich die Namen
p Plasell ist einer der wenigen Höfe im Tal, dessen Futter- und Feuerhaus mit einem Krüppelwalmdach gedeckt wurden

der Handwerkerhäuser nach dem Beruf des jeweiligen Inhabers laufend, was die richtige Zuordnung manchmal erheblich erschwert. So hieß das heutige Weberhaus in der Hundsgasse früher Wurzer- oder Strickenmacher-Haus, während das angrenzende Sattler-Häusl als Weber-Häusl bezeichnet wurde. Röhrbohrer in Petschied wurde zeitweise Teninghaus, dann wieder Platz-Gütl genannt. Besonders viele Handwerkerhäuser gab es außer im eigentlichen Dorf im Kaserbach, in Unterrung und in Petschied.
Hofkapellen, Bildstöcke und Fassadenmalereien Nicht als lästige Anhängsel, sondern als Bereicherung der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft sind die Hofkapellen und Bildstöcke anzusehen, prägen sie doch die Gesamtanlage eines Hofes mit. Man denke an das Maria-Hilf-Kirchlein zu Villpeder, an die Kapellen zu Niederst und Kreuzplon, an das Huber-Kirchl und die Kapelle zu Kompatsch auf Flitt sowie an die Kapelle beim Soler in Petschied. Gar so gern sahen manche Pfarrherren die Errichtung solcher Hofkapellen allerdings nicht, befürchteten sie doch, dass dadurch an Sonntagen weniger Leute zum nachmittägigen

Das Fresko zu Pardell aus dem Jahr 1713 zeigt den Gnadenstuhl, flankiert von Maria und Johannes Evangelist, darunter die Heiligen Paulus, Petrus, Sebastian und Leonhard
Fotos: Burkhard Kaser
Ehemalige Handwerkerhäuser, von links Obersattler, Untersattler und Weber
Rosenkranz in die Pfarrkirche kämen und dass manche nicht nur zum Beten in solche Kapellen pilgerten.
Fast ausschließlich religiöse Themen präsentieren die wenigen Fassadenmalereien an Lüsens Bauernhäusern. Das Fresko zu Pardell ließ der Pardeller Peter Pliderer 1713 anbringen, woran noch seine Initialen am unteren Rand erinnern: Neben dem Gnadenstuhl, gemeint ist Gottvater, der Gekreuzigte und der Heilige Geist, befinden sich Maria und der Apostel Johannes. Auf Erden knien links die Apostel Petrus und Paulus, rechts der hl. Sebastian als Schutzpatron gegen jegliche Krankheit und der hl. Leonhard als Viehpatron. Unter dem Kreuz befindet sich das alte Pardeller Wappen.
Etwas weniger bekannt sind die Malereien am Laseiderhof aus dem 18. Jahrhundert: ein Maria-Hilf-Bild, die Leidenswerkzeuge Christi sowie die Schutzheiligen Sebastian und Florian. Eine besonders schöne Darstellung des hl. Florian von 1753 findet sich an der Südfassade des Plasellerhofes.
Auch im 20. Jahrhundert wurden Fassaden öffentlicher und privater Gebäude bemalt. Als Patron der Feuerwehrleute schmückt ein kraftvolles Bildnis des hl. Florian aus

der Hand des Meraner Künstlers Herbert Schönweger die Feuerwehrhalle. Vom selben Künstler stammen auch die Wandgemälde am Rathaus mit Themen aus der Geschichte von Lüsen (1985). Am Haus Mellauner an der Gasse, allgemein noch als „bei der Post“ bekannt, befindet sich seit dem Neubau nach dem Dorfbrand von 1921 ein Herz-Jesu-Bildnis, weshalb der Geschäftsinhaber manchmal auch als „Herz-Jesu-Krämer“ bezeichnet wurde.


Neue Wohnformen
In Lüsen änderte sich erst im Laufe der Fünfzigerjahre die bis dahin bestehende Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung der Selbstversorgung. Noch 1951 gehörten 75 Prozent der Erwerbstätigen landwirtschaftlichen Berufen an. Da nach dem Umstieg auf Vieh- und Milchwirtschaft viel weniger Arbeitskräfte auf den Höfen gebraucht wurden, mussten sich viele eine neue Arbeit suchen, zumeist außerhalb des Tales. Durch den Ausbau der Straße nach Brixen und durch die Erschließung der verstreuten Bauernhöfe konnten Arbeiter weiterhin ihren Heimatort als Wohnort beibehalten. Die in der Folgezeit errichteten Siedlungen wie die St.-Georg-Siedlung und die vielen Neubauten be-
Info
Die zweibändige Publikation „Höfe- und Häusergeschichte von Lüsen – Von den Anfängen bis zur Gegenwart“ wurde von Ernst Delmonego und Bruno Kaser verfasst, die Fotos stammen von Burkhard Kaser. Sie dokumentiert über die möglichst lückenlosen Besitzerlisten hinaus Geschichten aus dem Alltag der Menschen und macht die sichtbar, die hier lebten und arbeiteten. Die beiden Autoren werteten dazu die Verfachbücher (364 Bände) im Südtiroler Landesarchiv sowie Akten des Diözesanarchivs Brixen, des Staatsarchivs Bozen, des Pfarr- und Gemeindearchivs Lüsen sowie private Unterlagen aus. Beide Bände wurden 2025 vom Bildungsausschuss Lüsen mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung herausgegeben.
p Bruno Kaser und Ernst Delmonego recherchierten in unzähligen Arbeitsstunden die Höfe- und Häusergeschichte
weisen, dass Lüsen eine hohe Wohnqualität aufweist und die Lüsner selbst eine starke Bindung zu ihrem Tal haben. Aus diesem Grund wurde versucht, alle neuen Häuser und Bauten in das Buch einzuarbeiten. Hingewiesen wird im Buch auf die Errichtung der Gewerbezonen (Glibiser Säge, Preisen) und Handwerksunternehmen sowie auf die Hotels und Beherbergungsbetriebe. Hervorgehoben werden auch die öffentlichen Bauten und Freizeiteinrichtungen, die der Allgemeinheit zugutekommen.
„Während die Namen der Bauernhöfe von 1253 bis heute weitgehend gleich blieben, veränderten sich die Namen der Handwerkshäuser nach dem Beruf des jeweiligen Inhabers laufend“
Ernst Delmonego, Historiker
Die vielfältige Neugestaltung der Höfe und Häuser –so kann zusammenfassend festgehalten werden – hat das Siedlungsbild Lüsens wohl stark verändert, beweist aber, dass sich Lüsen als ein lebendiges und kein erstarrtes museales Tal präsentiert.
Ernst Delmonego
Daniel’s way to PROGRESS: Von Mathe zum Management
Von der Leidenschaft für Mathematik zum Beruf mit Verantwortung: Wie Daniel bei der PROGRESS GROUP Kunden, Code und Teamgeist verbindet – und dabei seinen ganz persönlichen Weg zum Fortschritt geht.
„Mathe war immer mein bestes Fach, deswegen wollte ich nach der Mittelschule auf die Gewerbeoberschule. Da ich handwerklich leider nie der Geschickteste war, kam für mich dann nur die Fachrichtung Informatik in Frage“, gibt Daniel schmunzelnd zu. Er begründet seine Entscheidung zusätzlich damit, dass die beiden Bereiche vieles gemeinsam haben: „Ich glaube, in der Mathematik braucht es wie in der Informatik ein gutes Verständnis für Abläufe und Algorithmen. Man muss speziell in der Softwareentwicklung die logischen Zusammenhänge verstehen und auch erfassen, was der Kunde will.“ Nach dem Schulabschluss konnte er seine Fähigkeiten intensiv anwenden, als er sich in einem anderen Unternehmen vor allem um die interne Beratung im Bereich ERP-Software kümmerte. Nach fünf Jahren wechselte er 2020 von der Beratung im Bereich Serienproduktion seines bisherigen Arbeitgebers zu einem Unternehmen, bei dem er mit ex-
We are PROGRESS
ternen Kunden und Sonderanfertigungen arbeiten kann – zur PROGRESS GROUP.
Mit Job-Mix zum Erfolg
Der Job-Mix aus Manager, technischem Berater und Softwareentwickler, den er bei PROGRESS GROUP ausführt, ist für ihn genau das Richtige. Als Produktmanager ist er für ein neues Softwareprodukt namens „ahead“ mit Fokus auf Produktions- und Lieferplanung sowie CAD-Produktion im Betonfertigteil-Bereich verantwortlich. Die Software sorgt unter anderem dafür, dass alle Produktionsstationen wis sen, was zu tun ist, und somit die Ar beitsschritte der Betonfertigteilwerke genau nach Plan ausgeführt werden können. An manchen Tagen gibt es Meetings mit Kunden, denen man die Produkte erklärt, an anderen Tagen wird inten siv an neuen Lösungen
Unsere Mission ist es, nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Men schen zu schaffen. Unsere Unternehmensgruppe hat sich auf Maschinen und Software für die Automatisierung der Betonfertigteilproduktion ausge richtet. Unsere Gesamtlösungen integrieren die gesamte Prozesskette vom Vertrieb über die Planung und Produktion bis hin zur Abrechnung. Verschie dene Software-Applikationen erleichtern und verbessern den Arbeitsablauf in Bezug auf Geschäfts- und Produktionsprozesse. Für mehr Infos besucht unsere Website: www.progress.group/jobs



getüftelt. In seiner Rolle führt Daniel auch Verkaufsgespräche, bei denen er die Neuentwicklungen des Teams direkt beim Kunden vorstellt. Für einen Informatiker gibt es laut Daniel nichts Befriedigenderes, als zu sehen, dass ein selbst entwickeltes Programm funktioniert. Zusätzlich zum Produktmanagement übernahm er die Aufgabe der Teamkoordination – eine Position, auf die er in der firmeneigenen PROGRESS GROUP Dual Academy vorbereitet wurde. „Als Projektverantwortlicher muss man immer auch darauf bedacht sein, sein Team weiterzubringen und Führungsaufgaben aktiv zu übernehmen“, so Daniel. Bestens gerüstet geht Daniel damit seinen persönlichen Weg zum Fortschritt – bei einem Unternehmen, das Fortschritt schon im Namen trägt – und unterstützt sein Team dabei, ebenfalls ihren „way to PROGRESS“ zu gehen.
Daniel meint zu seiner persönlichen Entwicklung bei PROGRESS GROUP: „Meine Erwartung, dass mich bei der PROGRESS GROUP neue Herausforderungen und Perspektiven erwarten, hat sich absolut bestätigt – ich bin enorm weitergekommen.“
In der Progress Group realisieren wir leistungsstarke Anwendungen und setzen innovative Projekte mit unseren Kunden um. Für unseren Softwarebereich suchen wir:
In der Progress Group realisieren wir leistungsstarke Anwendungen und setzen innovative Projekte mit unseren Kunden um. Für unseren Softwarebereich suchen wir:
Software Consultant (m/w/d)
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› Eigenständig koordinierst du spannende ERP-Projekte
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› Gekonnt werden Geschäftsprozesse des Kunden von dir analysiert
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› Im Team erweiterst du Funktionalitäten in der Software gemäß Kundenanforderungen
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› Du leitest Schulungen und Trainings beim Kunden
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Brixen
Brixen


Your way to PROGRESS www.progress.group/jobs
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BRIXEN
„Oh, eine Dummel!“
Der Jugenddienst Brixen stellt vom 29. September bis zum 3. Oktober die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ aus. Sie wird in der Stadtbibliothek Brixen zu sehen sein. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Kulturministeriums und soll einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bieten. 40 Karikaturen zeigen typische rechtsextreme Argumentationsmuster und vermeintliche „Problemlösungen“. Sie sollen zum Innehalten einladen und zur Diskussion darüber, wie rechte Ideologien entstehen und welche Gefahren sie bergen. „Begleitet wird die Ausstellung von eigens ent-
MÜHLBACH
wickeltem pädagogischem Material, um Jugendlichen den Einstieg in das Thema zu erleichtern“, schreibt der Jugenddienst in einer Presseaussendung. Die Ausstellung sei aber für alle interessant, die sich mit dem Thema beschäftigen möchten. Die Ausstellungseröffnung findet am 30. September um 18:30 Uhr statt: Sozialpädagoge und Rechtsextremismusexperte Thomas Kobler hält zu diesem Anlass einen Vortrag zu den aktuellen Entwicklungen, zur Präventionsarbeit und zu den Gegenstrategien. Während der Ausstellung haben alle die Möglichkeit, an einer digitalen Schatzsuche teilzunehmen; die Sieger werden bei der Abschlussveranstaltung am 3. Oktober bekanntgegeben. av
Amici di Martignana/Montespertoli
Zwischen Mühlbach und der kleinen Fraktion Martignana in der toskanischen Gemeinde Monte-
spertoli besteht eine inzwischen 40 Jahre anhaltende freundschaftliche Beziehung. Mitte der Achtziger-

Der Katholische Familienverband (KFS) hat eine neue Zweigstelle in Mühlbach. Der Ausschuss besteht aus Janica Pisciali, Judith Leitner, Vera Zingerle, Susanne Rieder und Verena Überegger. Gemeinsam wollen sie das Miteinander im Dorf stärken und Veranstaltungen für Familien organisieren.

jahre urlaubten einige Gäste aus Martignana meist Anfang Januar in Vals und Mühlbach. „Es waren sehr unkomplizierte und freundliche Leute, mit denen man sich auf Anhieb verstanden hat. Sie wussten auch über die besondere historische Situation von Südtirol Bescheid“, erzählt Rudi Steger, in dessen Gasthof „Zur Linde“ die Freunde aus Martignana seit 40 Jahren meist mehrmals im Jahr Urlaube verbringen. Im Laufe der Jahre waren Mühlbacher Vereine wie die Bürgerkapelle Mühlbach oder die Schuhplattler aus Spinges sowie Delegationen aus Politik und
In Erinnerung an den Anschlag auf den Bahnhof von Bologna am 2. August 1980 machte auch heuer die Radstaffel vom Brenner kommend am 28. Juli in Brixen Halt, wo sie vom Circolo Ricreativo e Culturale Don Bosco, ANA Bressanone und dem Zivilschutz empfangen wurde.
Tourismus immer wieder auch in Martignana südlich von Empoli zu Gast, etwa bei der jährlichen „Sagra del contadino“. Seit mehreren Ausgaben sind die Gäste aus Martignana/Montespertoli mit einem eigenen Stand beim Mühlbacher Marktlfest vertreten und bieten toskanische Spezialitäten. Dem heuer 40-jährigen Bestehen der freundschaftlichen Beziehung wurde beim heurigen Marktlfest ein kleiner, aber herzlicher Festakt gewidmet (im Bild). oz
Nach dem 11. Platz in Sterzing und dem 6. Platz in Taisten erzielten die Mädchen und Buben der Jugendfeuerwehr St. Andrä beim Finale des heurigen Südtirol-Cups der Jugendgruppen in Nals den 2. Platz und sicherten sich somit den 2. Platz in der Gesamtwertung.
„Bis 30. September ISEE-Erklärung abgeben“
Landesrätin ROSMARIE PAMER über die neue finanzielle Unterstützungsleistung für ältere Menschen mit niedrigen Renten.
Frau Landesrätin, seit Kurzem gibt es eine neue finanzielle Unterstützungsleistung vom Land für ältere Menschen, wofür sie eine ISEE-Erklärung abgeben müssen. Bislang sind etwas mehr als 4.300 gültige ISEE-Bescheinigungen eingegangen. Sind das weniger als erwartet?
Ja, denn wir gehen davon aus, dass bis zu 12.000 Menschen in Südtirol die Voraussetzungen erfüllen und Anrecht auf die Unterstützungsleistung hätten. Daher rufen wir dazu auf, noch bis 30. September die ISEE-Erklärung abzugeben. Die ISEE-Erklärung kann in einem Steuerbeistandszentrum (CAF)
erstellt werden, also beim KVW, beim Bauernbund, den Gewerkschaften oder anderen autorisierten Stellen. Wer sie ausgefüllt hat und die Voraussetzungen erfüllt, erhält im November diese neue finanzielle Unterstützungsleistung, die älteren Menschen mit niedrigen Renten unter die Arme greifen soll.
Welche Kriterien gilt es zu erfüllen, um die Unterstützung zu erhalten?
Die Unterstützungsleistung für ältere Menschen mit niedrigen Renten erhalten alle, die zum 31. Dezember 2024 65 Jahre oder älter und in Südtirol ansässig sind, deren ISEE-Wert maximal 20.000 Euro beträgt und die eine

Früh-, Invaliditäts-, Alters- oder Hinterbliebenenrente von weniger als 1.000 Euro beziehen. Sie wird im November direkt vom INPS/ NIFS ausbezahlt – ein eigenes Ansuchen ist nicht nötig. Dadurch können wir älteren Menschen schnell und unbürokratisch helfen. Die Unterstützungsleistung wird einmal im Jahr ausbezahlt. Durch die Aufbesserung des Monatsbeitrags auf insgesamt 1.000 Euro soll jene Generation gezielt unterstützt werden, die wesentlich zum Wohlstand in Südtirol beigetragen hat, heute aber mit einem sehr geringen Renteneinkommen auskommen muss. anina.vontavon@brixner.info

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Mit Haaren Hoffnung schenken

Haare – mal widerspenstig, mal glanzlos, doch im Teenageralter ein zentraler Teil der Identität. Was aber, wenn sie plötzlich verschwinden – nicht schleichend erblich, nicht altersbedingt, sondern durch eine schwere Krankheit? Damit hat sich Friseurin Kristina Hinteregger intensiv beschäftigt. Ihr Herzensprojekt „Haare spenden – Hoffnung schenken“ dreht sich nicht nur um äußere Schönheit – sondern um Würde. Ob beim Alpen Flair Festival in Natz oder bei „Rock dein Leben“ in Deutschland –wer 25 Zentimeter langes und gesundes Haar hatte, konnte es spenden. In Kooperation mit einer Brixner Apotheke wurden daraus Perücken für Menschen mit krankheitsbedingtem Haarausfall gefertigt. Die Idee kam Hinteregger spontan, mitten auf einem Festival, umgeben von Offenheit und Lebensfreude. „Warum nicht diese positive Energie nutzen, um etwas Sinnvolles zu tun?“, dachte sie – und setzte es um. Die Resonanz war groß: Viele spendeten spontan – unabhängig davon, ob ihr Haar gefärbt war oder nicht. Hauptsache gesund! Einen besonders berührenden Moment erlebte sie im Salon: Ein junger Mann wurde still, als sie ihm vom Projekt erzählte. „Mein Papa hat Krebs“, sagte er, „zum zweiten Mal.“ Für Kristina Hinteregger ist klar: Sie möchte das Projekt fortführen. Denn es geht um mehr als Haare. Es geht um Hoffnung. tw
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Ein zweites Leben für gebrauchte Kleidung

Seit vielen Jahren hat sich der Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn als fester Anlaufpunkt für Menschen etabliert, die gerne
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stöbern, ein Faible für ältere und neuere Dinge haben oder gezielt nach etwas suchen. Doch nicht nur für Flohmarktgänger sind die
Mehr als ein Freund
Elina ist in Brixen zuhause; sie ist 16 Jahre jung und besucht eine Oberschule in Bozen. Wie viele in ihrem Alter, hat sie Hobbys und trifft sich gern mit Freundinnen. Elina ist auf dem Weg in die Selbständigkeit, doch das ist für sie manchmal schwieriger als für andere, denn sie ist ein gutes Stück kleiner als der Durchschnitt. Elina lebt mit der sogenannten Wachstumsstörung „Dwarfism“ – umgangssprachlich „Kleinwuchs“ – und daraus ergeben sich viele Probleme. Durch die Begegnung mit einer
Hundezüchterin und ihrem Königspudel entstand vor einigen Jahren bei Elina und ihrer Familie der Wunsch nach einem Assistenzhund. Nun, da ihr Hund Lotta Nachwuchs geworfen hat, wurde das Hundebaby Juna ausgewählt und wird zum Assistenzhund für Elina ausgebildet. Der Weg, den Elina eingeschlagen hat, ist kein einfacher, denn in Südtirol gibt es noch keine Vorbilder für Juna, in ganz Italien nur wenige. Der Goldendoodle lernt mit seinen drei Monaten die ersten Lektionen und soll in zwei Jahren als geprüfter
Räume im alten Kindergarten in Vahrn eine Fundgrube: „Wir legen Wert auf gut erhaltene Gegenstände, etwa Geschirr, Dekoartikel, Haushaltsartikel oder Bücher“, sagt Anni Öttl, Verantwortliche der Pfarrcaritas. „Zu uns kommen also auch Menschen, die mit ihrem Geld haushalten müssen – oder Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist.“ Konsumzwang – den gibt es in Vahrn definitiv nicht. Geöffnet ist der Flohmarkt mit wenigen Ausnahmen immer am ersten Samstag im Monat von 9 bis 17 Uhr, und für die beiden ersten Herbsttermine am 6. September und 4. Oktober hat sich das engagierte Team der Pfarrcaritas etwas Neues einfallen lassen. Anni Öttl: „Immer mehr Menschen suchen
nach einer Möglichkeit, ihre gut erhaltenen Altkleider sinnvoll weiterzugeben. In Absprache mit uns bieten wir ihnen jeweils einen Tisch am Flohmarkt an, wo sie ihre Kleidung selbst verkaufen können.“ Schließlich, da ist sich das Team einig, sei vieles zu schade für den Restmüll. „Wichtig ist uns, dass die Kleidung in gutem Zustand und von guter Qualität ist“, betont Anni Öttl. Wer Interesse an einem Verkaufstisch hat, kann sich rechtzeitig vor dem Flohmarkttermin mit ihr in Verbindung setzen (Tel. 328 7365162). An den zwei genannten Terminen verkaufen die Bäuerinnen von Vahrn übrigens auch Tirtln. job
Assistenzhund Elina Sicherheit geben, wenn sie allein unterwegs ist, und vielleicht kann er ihr sogar in praktischen Dingen zur Seite stehen. Damit ihr Ziel nicht an den hohen Kosten scheitert, hat Elina ein Crowdfunding gestartet und sucht über Instagram und die Spendenplattform „GoFundMe“ finanzielle Hilfe für die Ausbildung, die vorgeschriebenen medizinischen Kontrollen und letztlich die Prüfung ihrer Juna: gofund. me/740dfc68. sd








BRIXEN
Auszeichnung für die Architektur der Musikschule
Der „Premio Gubbio“ ist einer der renommiertesten italienischen Preise für Architektur und Stadtplanung. Alle drei Jahre wird der Preis, dessen Fokus auf Projekten zur Erhaltung, Wiederverwendung und Aufwertung historischer Stadträume liegt, von der „Associazione Nazionale Centri Storico-Artistici (ANCSA)“ vergeben. Vor Kurzem ging die „Menzione d’onore al Premio Gubbio 2024“ an die Musikschule Brixen, der Preis selbst an die Fondazione Biscozzi Rimbaud in Lecce. Die Freude in Brixen ist groß: „Die lobende Erwähnung ist eine bedeutende Anerkennung für die hohe architektonische Qualität und die kulturelle Strahlkraft der Musikschule Brixen. Dieses Projekt zeigt, wie zeitgenössische Architektur im historischen Kontext wirken und gleichzeitig neue Impulse für das städtische Leben setzen kann“, sagte Bürgermeister
Andreas Jungmann, und Thomas Schraffl, Stadtrat für öffentliche Bauten, ergänzte: „Es ist unser Anspruch, Bauwerke zu schaffen, die ökologisch verantwortungsvoll, funktional und zugleich identitätsstiftend für kommende Generationen sind.“ Die Auszeichnung ist nicht die erste für das erfolgreiche Architektenteam Michel Carlana, Luca Mezzalira und Curzio Pentimalli und seine Mitarbeitenden. Ihr Architekturstudio in Treviso plante und setzte den Bau der Musikschule um – von der ersten Entwurfsphase über die Bauleitung bis hin zur Gestaltung der Innenräume und Beschilderung. Für Brixen entwarf es auch die Stadtbibliothek. Im Bild (von links): Thomas Schraffl, Andreas Jungmann und Renato Sette, Leiter der Technischen Dienste. job
BRIXEN
Dunkler Eingang
Zwei „Brixner“-Leserinnen schauten kürzlich in der Redaktion vorbei, weil sie aufgrund des Editorials in der vorherigen Ausgabe befürchteten, dass diese Monatszeitschrift Inhalte bräuchte. Sie hatten sich schon seit Längerem die Frage gestellt, warum der Eingang zum Herrengarten in der Regensburger Allee so verwahrlost aussähe, und sahen diesen Moment als gute Gelegenheit, ihr Anliegen der Redaktion vorzubringen. „Die Pflanzen sind alle vertrocknet, die Beregnung scheint nicht richtig zu funktionieren“, klagte eine der beiden Lese-
rinnen. Auf Nachfrage erklärte die Gemeinde Brixen, die den Herrengarten im Auftrag der Diözese verwaltet und deren Gärtnerinnen und Gärtner ihn täglich liebevoll pflegen, dass dieser Teil zum Hofburggarten gehöre und dementsprechend nicht von ihnen verwaltet werde. Die Diözese präzisierte indes, dass die Pflanzenpflege in diesem Bereich derzeit aufgrund von Arbeiten nicht möglich ist. Mit der Umgestaltung des Hofburggartens dürfte sich auch dieses Fleckchen Brixens also bald wieder optisch verbessern. av


12 Stationen mit Birmehlspezialitäten und typischen regionalen Gerichten, Führung auf dem Birmehlweg (Start um 1230 Uhr auf dem Dorfplatz), Schminkecke und Spiele für Kinder, Infostand der Jäger u. v. m.
Freiwillige für Pedibus gesucht

Schulkindern zu Fuß einen sicheren Schulweg bieten – dieses Ziel verfolgt das Weiße Kreuz mit dem Projekt Pedibus, das pünktlich zu Schulbeginn am 8. September in Brixen starten soll. Gesucht werden dafür noch Freiwillige, die „voraussichtlich einmal pro Woche von 7:15 bis 8 Uhr eine kleine Gruppe von Kindern zu Fuß und ausschließlich auf verkehrsberuhigten Straßen in die Schule begleiten“, erklärt Michaela Sanin vom Weißen Kreuz. Denn der Pedibus ist sozusagen ein „Bus auf Füßen“ auf festgelegten Routen, und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wissen im Voraus, welche Kinder an welcher „Haltestelle“ dazukommen. Im Idealfall, also wenn sich genügend Freiwillige finden, sollen sie in Zweierteams mit einer Schülergruppe unterwegs sein. Sie werden vom Weißen Kreuz auf ihren Dienst vorbereitet und von einem Tutor begleitet. Außerdem sind




sie während des Dienstes unfall-, haftpflicht- und rechtsschutzversichert. Nicht vergessen werden sollte, dass dieser sinnvolle Dienst mit Kindern Freude bringen und neue Begegnungsmöglichkeiten schaffen kann. Am 10. September findet um 17 Uhr ein Infoabend in der Sektion Brixen des Weißen Kreuzes statt (Dantestraße 53/B). Informationen zum Pedibus sind auch auf der Website www.weisseskreuz.bz.it oder direkt in der Abteilung Soziale Dienste nach Nachfrage per E-Mail an sozialedienste@wk-cb.bz.it erhältlich. Auch Michaela Sanin gibt gerne telefonisch oder per WhatsApp Auskunft: 335 642 51 49. job



Unsere Stärken:

• Über 40 Jahre Fachkompetenz
• Breites Angebot an Sicherheitssystemen
• Einsatz von zertifizierten Produkten
• Regelmäßige Schulung unserer Mitarbeiter
• Erstklassiger Kundenservice







Die
Trauerbegleiterin
PORTRAIT: Menschen zur Seite stehen – darin hat GABRIELA MAIR AM TINKHOF ihr Herzensprojekt gefunden. Sie weiß, auch aus eigener Erfahrung, um die Kostbarkeit des Lebens und die Kraft der Trauer.
Es ist ein wunderbares Gespräch mit Gabriela Mair am Tinkhof, eines, das sich sachte entwickelt, unverstellt, voller Vertrauen, über das Leben und den Tod und die heilende Trauer. Wir reden über die Unmöglichkeit des Loslassens und über die Kraft, die im bewussten Zulassen liegt. Und wir reden über die emotionale Nahtoderfahrung, die Gabriela Mair am Tinkhof beim Tod ihrer dreieinhalbjährigen Tochter Paula im November 2012 erfahren durfte. Es war ein langer Abschied, ein tiefer innerer Dialog zwischen Mutter und Kind, „kaum mit Worten zu beschreiben.“
Abschied nehmen
Am Tag nach unserem Treffen schickt mir Gabriela Mair am Tinkhof einen Text, den sie irgendwann vor Jahren geschrieben hat. Darin steht: „Ich habe mich entschieden, nicht hilfloses Opfer meiner Umstände zu bleiben, sondern den Mut gefunden, mein Leben zu gestalten. […] Ich habe meine Trauer mit all ihrer bunten Palette gefühlt. Sie ins Leben geholt. Herausgeweint-geschrien-gestrampelt-geredet-geschrieben-gemalt, alleine in den Bergen oder am See und im Wald, dann mal wieder zusammen mit vielen lieben Menschen, die für mich da waren.“
Der Text spiegelt wider, durch welche Tiefen sie gegangen ist, über Jahre hinweg, aufrecht meistens, „weil ich am Funktionieren war.“ Etwas tun zu können bedeutet für sie, weitergehen zu können. Tochter Paula hatte einen Gendefekt, der nicht lebensbedrohlich war „und mit dem wir zu leben gelernt hatten.“ Und dann starb das kleine Mädchen, weil sein Körper zu schwach war, um einem Magen-Darm-Infekt zu widerstehen.
„Anfangs war ein Weiterleben fast unvorstellbar“, steht an einer Stelle im Text. Und weiter: „Zu sehr wurden Gefühle, der Tod, das Zulassen verdrängt. In meiner tiefsten Verzweiflung und trotz Haderns und Beschimpfungen bat ich Gott um Hilfe, um eine Botschaft. Ich hatte das irgendwo gehört, dass man das machen darf! Und sie kam.“
Emma, nur zehn Monate älter als ihre Schwester Paula, die als Frühchen zur Welt gekommen war, gab Gabriela

Mair am Tinkhof die Kraft zum Weitermachen. Emma kämpfte mit vielen Schwierigkeiten. Sauerstoffmangel bei der Geburt. Unzählige Therapien. Und die bedingungslose Liebe einer Mutter. Die Beziehung der Eltern zerbrach. „Nicht nur durch den Tod von Paula.“ Heute ist Emma eine pfiffige 17-Jährige, die zwar immer noch einiges zu bewältigen hat, dem Leben aber die guten Seiten abtrotzt.
Austausch mit Menschen
Gabriela Mair am Tinkhof ist ein bejahender Mensch, bodenständig, verankert, nicht gebrochen durch die Dichte und Intensität ihrer Erfahrungen. Und sie ist eine Macherin. Eine, die weitergeht. Immer. Grundschule in Neustift, Mittelschule im Herz-Jesu-Institut in Mühlbach, Handelsoberschule in Brixen und danach eine zweijährige parauniversitäre Ausbildung zur Direktionsassistentin an der Landeshotelfachschule Kaiserhof in Meran. Die Gastronomie hat sie immer schon fasziniert, ist ihr wohl in die Wiege gelegt. „Die Mama kommt vom Pacher in Neustift.“ Gabriela Mair am Tinkhof arbeitete im Weinverkauf, war Gesellschafterin einer Weingalerie und in der Unternehmensberatung im Hoteliers- und Gastwirteverband tätig. Nach einer Wintersaison im Arlberg Hospiz Hotel wollte sie eine Wintersaison in dessen Partnerhotel in Vail in den
Foto:
Oskar
Zingerle

USA machen. Für die Sommersaison kehrte sie nach Brixen zurück und lernte den Vater von Emma und Paula kennen. „Da waren dann die USA zu weit weg.“ Begegnungen mit Menschen waren ihr immer wichtig, unabhängig davon, in welchem Beruf sie gearbeitet hat. Und das ist auch die Brücke zu dem, was sie heute tut.
Wenn der Tod ins Leben tritt
Mit dem Tod kam Gabriela Mair am Tinkhof schon früh in Berührung. Sie war 13, als ihr achtjähriger Bruder Alex durch einen Verkehrsunfall ums Leben kam. Vielleicht hätte sie damals mehr Begleitung gebraucht in ihrer Trauer. „Gesehen zu werden mit meinen Bedürfnissen, ein paar Impulse vielleicht.“ Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das, was sie heute als Trauerbegleiterin macht, hätte ihre Familie damals vielleicht auch gebraucht. Jemanden, der etwas von außen behutsam und klar anspricht, ohne sich aufzudrängen, jemanden, der eine Brücke schlägt zum Lebensthema Tod. Ihre Großeltern verunglückten wenige Jahre später tödlich. „Die Trauer kommt, um zu helfen. Wenn man das zulässt.“
Farfallina heißt Gabriela Mair am Tinkhofs Unternehmen, an das sie sich 2016 gewagt hat. Kleiner Schmetterling, Symbol für Wandlung und Entwicklung. Eine
p BEJAHEND UND BODENSTÄNDIG:
Gabriela Mair am Tinkhof geht trotz ihrer Erfahrungen weiter
„ Die Trauer kommt, um zu helfen – wenn man das zulässt“
Gabriela Mair am Tinkhof, Trauerbegleiterin
Hommage an Paula. Sie will ihre eigenen Erfahrungen weitergeben, das, was hilfreich war, und das, was sie sich erst hatte erarbeiten müssen. Ihren ersten Vortrag hielt sie an einem 14. April, dem Geburtstag ihres Bruders Alex. Ein wunderschöner Zufall.
Seit Mai im Gemeindeausschuss Vahrn
Seit Mai sitzt sie im Gemeindeausschuss von Vahrn – als Quereinsteigerin. „Trotzdem wurde ich gut gewählt.“ Die breite Unterstützung in allen Ortschaften motiviert sie, sich der Herausforderung zu stellen. Mit ihrer ruhigen und umsichtigen Art wird sie das auch schaffen. Familie, Frauen, Kinder und Jugendliche, soziale Belange und Chancengleichheit gehören zu ihrem Ressort. Themen, die ihr ein Herzensanliegen sind.
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“, sagt sie noch einmal zum Schluss, der eigentlich keiner ist. Weil es noch so viel zu sagen gäbe. „Weil wir über Leben und Tod und über die Trauer immer wieder aufs Neue reden müssen.“

BRIXEN
IN EIGENER SACHE
Kleine Stars vor die Kamera!
Letzten Sommer war es die Brixnerin Leonie Risaliti, die Seite an Seite mit ihrem neugewonnenen Tierfreund unsere Fotoaktion gewonnen hat. Nun ist es wieder soweit: Der „Brixner“ sucht auch heuer wieder kleine Stars, die mit ihrem Strahlen unsere Septemberausgabe erhellen. Eingesendet werden können Bilder aller Art, ob am Strand, in den Bergen, im Schwimmbad oder in der Küche – Hauptsache, es sind zauberhafte Momente mit den Kleinsten unseres Einzugsgebiets abgebildet! Die Fotos können bis einschließlich 12. September per E-Mail an fotoaktion@brixner.info gesendet oder in der Redaktion in der Brennerstraße 28 in Brixen vorbeigebracht werden. Bitte achten Sie darauf, dass die Bilder mindestens 500 KB groß und mit Vor- und Nachnamen, Adresse und Telefonnummer versehen sind. Wir bitten außerdem darum, nur ein Bild pro Kind einzusenden. Mit der Einsendung erklären Sie sich gleichzeitig mit der Veröffentlichung einverstanden. Die Redaktion kürt unter den Einsendungen das Siegerbild; der Gewinner darf sich über einen Geschenkkorb der Brimi freuen. dm

Dejaco neuer Primar

Am 29. Juli wurde Dr. Hannes Dejaco (im Bild) zum neuen Primar der Anästhesie und Wiederbelebung im Krankenhaus Brixen ernannt. Der Brixner ist bereits seit 2008 als Facharzt für Anästhesie an der Universitätsklinik Innsbruck tätig – in der Funktion als stellvertretender Leiter der Anästhesie für Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie. Für das Brixner Krankenhaus bringt Dejaco seit wenigen Wochen fachliche, aber auch menschliche Fähigkeiten zurück nach Südtirol: Der ausgebildete „Leitende Notarzt“ ist österreichweit in der Ausbildung von Assistenzärztinnen und -ärzten im Bereich der Anästhesie aktiv und verfügt zudem über zahlreiche Spezialisierungen im Bereich des Notfall- und Katastrophenmanagements.
Isabella Rauchenberger Engl und Josef Silbernagl aus Brixen sowie Georg Schondorf vom Brixner Verein „Helfende Hände“ erhielten heuer die Verdienstmedaille des Landes Tirol für ihre besonderen Verdienste, vor allem im sozialpolitischen Bereich im In- und Ausland.
Christian Kofler, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, ist davon überzeugt, dass der Neuzugang eine Bereicherung für die gesamte Belegschaft, aber auch für Patientinnen und Patienten ist: „Nicht nur, dass es ein schönes Zeichen ist, wenn erfahrene Ärzte aus dem Ausland nach Südtirol zurückkehren – mit Dr. Dejaco erhält das Krankenhaus Brixen zudem einen guten Kliniker.“ su
Seit 2017 ist der gebürtige Brixner Hansjörg Mair Geschäftsführer von Schwarzwald Tourismus, einer der größten Ferienregionen Deutschlands. Nun wurde sein Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert. Mair war zuvor Geschäftsführer des Tourismusverbandes Südtirols Süden.
Zahlreiche heimatferne Lüsnerinnen und Lüsner aus aller Welt trafen sich am 8., 9. und 10. August zum 6. Heimatfernentreffen in Lüsen, das von der Schützenkompanie Rosenthal und der Gemeinde organisiert worden war.
mein Hoppala
„Oschtia!“

Alex Arnold, DJ aus Brixen
In den Achtzigerjahren habe ich eine Zeitlang beim Brixner Privatsender Radio S3 gearbeitet. Damals haben wir viele Sendungen vorproduziert, was uns natürlich die Möglichkeit gab, Versprecher in einer allerdings sehr handwerklichen Art mit Schere und Kleber aus dem Tonband herauszuschneiden. Während der Aufnahme der Sendung ist mir immer wieder ein Versprecher passiert, was mich ziemlich geärgert hat – also ließ ich eine Fluchtirade ab, natürlich in der Gewissheit, dass ich den Fauxpas sowieso herausschneiden würde. Wahrscheinlich bin ich beim Schneiden irgendwie abgelenkt worden –jedenfalls blieben die argen Kraftausdrücke leider in der Sendung. Ich legte also in bester Absicht das Band auf, es ging in Sendung, und ich fuhr nach Klausen, weil ich mich mit Freunden treffen wollte, und schaltete das Autoradio ein. Ich war inzwischen in Schrambach angelangt, als plötzlich meine leider nicht ganz jugendfreien Flucher das Autoradio fast zum Explodieren brachten. Man kann sich also vorstellen, wie bleich ich wurde. Ich drehte augenblicklich um und fuhr nach Hause – die Lust, jemanden zu treffen, war mir vergangen.
Josefs Fischsuppe
Zutaten
1 Schwertfischsteak
Einige rote Garnelen –idealerweise Riesengarnelen
1 Handvoll Venusmuscheln (optional: etwas Tintenfisch)
1 Kartoffel
1 Zwiebel
Knoblauch, nach Belieben
2 große Tomaten
Basilikum, Minze und Petersilie
Zubereitung
Zwiebeln und Knoblauch würfeln und mit Öl in den Topf geben. Garnelen säubern und schä

len – die Schalen nicht wegwerfen. Das Schwertfischsteak in Würfel schneiden. Dann die Tomaten und kurz darauf etwas Weißwein zum Topf hinzufügen, mit etwas Wasser ablöschen. In einem separaten Topf die Schalen und Köpfe der Garnelen kurz in Wasser kochen. Dann das Wasser in den Haupttopf abgießen. Etwas später das Garnelenfleisch, die Schwertfischwürfel und die gewürfelte Kartoffel hinzufügen. Kochen lassen. Nach Geschmack würzen, Basilikum, Petersilie und Minze hinzufügen. Zuletzt die Venusmuscheln hinzufügen. Sobald sie sich öffnen, servieren.
Wann immer Josef Cutajar seine Heimatinsel Gozo (Malta) in Brixen vermisst, kocht er für die ganze Familie diese leckere Fischsuppe. Als Beilage eignet sich geröstetes Brot.
Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
LAMM ento
Die ideale Welt
„Also, das wird ja spannend“, sagt der Franz, während er mit der linken Hand seinen Macchiato hält und mit der rechten diese Ausgabe des „Brixner“ durchblättert, was ja im Grunde ein logisches Paradoxon ist, denn dieser Text kann ja erst nach dem Druck entstehen, der aber erst passieren kann, wenn der Text fertig ist. Der Franz lässt sich nichts anmerken und sagt mit bedeutungsschwangerer Stimme: „Sobald es die allwissende Superintelligenz AGI geben wird, haben wir endlich das ideale Leben, versteht ihr? Seit Jahrhunderten träumt die Menschheit von diesem Paradies! Keine Kriege, keine Krankheiten, keine nervigen Schwierigmütter. Wahlen sind überflüssig, weil AGI die Politiker ersetzt und ausschließlich Entscheidungen trifft, die für die Allgemeinheit gut sind. Und es gibt keine Dating-Apps mehr, weil die Maschine uns auf die zehnte Kommastelle genau mit der perfekt passenden Partnerin zusammenbringt. Die ideale Welt eben“, schwärmt der Franz. Nun, sag ich, ich will dir ja nicht den Macchiato versalzen, aber … das perfekt programmierte Leben wäre doch total langweilig. „Irgendwie gehört das Chaos doch zu uns Menschen“, sagt auch Frieda, „schon Friedrich Nietzsche sagte, Chaos sei notwendige Quelle für Neues, und Jean-Paul Sartre meinte, das Leben wirke zwar chaotisch, absurd, ohne vorgegebenen Sinn, aber gerade darin liege die Freiheit: Der Mensch ist selbst dafür verantwortlich, seinem Leben Sinn zu geben.“ Klingt ja auch ganz spannend, sag ich. Ein bisschen mehr Hausverstand täte uns Menschen aber schon gut. Aber vielleicht ist gerade das unsere ideale Welt: viel Verstand bei der Maschine –und ein Rest Chaos bei uns.


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War die Ernennung von Florian Zerzer nachvollziehbar?

ANDREAS SCHATZER, Präsident des Gemeindenverbandes: „Führung braucht mehr als Fachwissen“
Der Hintergrund:
Die Südtiroler Landesregierung hat am 5. August neben einigen anderen Führungskräften auch Florian Zerzer zum Direktor der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung ernannt. Er ersetzt damit Virna Bussadori, deren Vertrag auslief. Die Ernennung hat in den Medien hohe Wellen geschlagen.
Die Leitung einer Landesabteilung erfordert nicht nur hohe fachliche Qualifikation, die der bisherigen Direktorin auch niemand abspricht und die unbestritten ist, sondern auch ausgeprägte zusätzliche Kompetenzen, wie sie im Berufsbild für Abteilungsdirektorinnen und -direktoren klar definiert sind. Die Verantwortung für strategische Planung, Personalführung, die Umsetzung von Zielvorgaben, die organisatorische Effizienz sowie eine funktionierende Kommunikation innerhalb einer Abteilung sind wichtige Bestandteile dieser Führungsposition. In den letzten Jahren sind jedoch in verschiedenen Bereichen der Abteilung organisatorische Schwächen sichtbar geworden. So etwa bei der teils überlangen Bearbeitungsdauer von Bauleitplanänderungen, auf deren finale Genehmigung die Gemeinden mitunter bis zu zwei Jahre warten mussten. Unnötige Verzögerungen gibt es auch bei der vollständigen Genehmigung des Landschaftsleitbildes. Florian Zerzer hat bereits während seiner fünfjährigen Tätigkeit als Ressortdirektor des damaligen Landesrates Richard Theiner Organisationsund Umsetzungstalent bewiesen. Auch seine Fähigkeit zur Partizipation sowie zur konstruktiven Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurde in diesem Zusammenhang deutlich sichtbar. Aus meiner Sicht – und im Interesse vieler Gemeinden und zahlreicher Bürgerinnen und Bürger – ist die Entscheidung der Landesregierung daher nachvollziehbar. Gefragt sind Verwaltungsstrukturen, die Verfahren effizient, verlässlich und transparent abwickeln.

BRIGITTE FOPPA, Landtagsabgeordnete der Grünen: „Es rumpelt in der Verwaltung“
NEIN
In der Landesverwaltung rumort es gewaltig: Für viele ist diese Entscheidung so etwas wie eine Ohrfeige. Was mich an dieser Geschichte besonders beeindruckt, ist eine politische Führung, die darauf nicht reagiert, sondern im Gegenteil unerschütterlich bei ihrer Meinung bleibt – das ist ethisch und strategisch kaum nachvollziehbar. Und der Landeshauptmann, wir haben es nicht das erste Mal erlebt, nicht anwesend. Wichtig zu wissen: Die Abteilungsdirektionen sind, anders als die Ressortdirektoren, nicht politische Vertrauenspersonen der Landesräte. Sie verteidigen die Unabhängigkeit der Verwaltung, notfalls auch gegenüber der Politik. Hier findet mit Florian Zerzer eine gewaltige Vermischung statt. Er kommt von der Politik, ist mit ihr groß geworden. Deshalb rumpelt es in der Verwaltung: Sie fühlt sich ab jetzt der Politik ausgeliefert. Dahingegen war die ausgestochene Abteilungsdirektorin Virna Bussadori, über alle Parteigrenzen hinweg anerkannte Expertin für Raumordnung, als Garantin und Verteidigerin der demokratischen und prozeduralen Abläufe bekannt. Dafür steht Zerzer nicht. In der Maskenaffäre war es wohl gerade das Büro Zerzer, von dem aus die E-Mail zu den nicht den Vorlagen entsprechenden Schutzmasken aus China zurückgerufen wurde. Politik soll vorausgehen. Wenn sie vorausgeht, ohne auf die Menschen zu hören, geht sie irgendwann allein ins Abseits. Die Ernennung Zerzers ist ein Symbol für diese eingeschlagene Richtung.
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Gastkommentar: Harald Knoflach
Bildung zum Discountpreis?
Der US-amerikanische Pädagoge und ehemalige Präsident der Harvard Universität, Derek Bok, soll den Satz geprägt haben: „If you think education is expensive, try ignorance!“ Und vordergründig scheint es in der seit Monaten hochkochenden Debatte um die Entlohnung der Südtiroler Lehrerschaft, die in der Drohung, im anstehenden Schuljahr unterrichtsbegleitende Aktivitäten auszusetzen, gipfelte, tatsächlich nur um das liebe Geld zu gehen. Die Menschen im Land sind indes hinund hergerissen zwischen „Bildung muss uns etwas wert sein, denn sie ist unsere Fahrkarte in die Zukunft!“ und „Was erlauben sich die Lehrer, den Konflikt auf dem Rücken der Kinder auszutragen?“ Schneller, als man Bildungsmisere sagen kann, waren auch zahlreiche Kritiker und Kommentatoren auf den Plan gerufen, die für die komplexe Causa Lehrerinnenbesoldung oft einfach gestrickte, plakative – um nicht zu sagen vorurteilsbehaftete – Einwände parat hatten, die sich aber meist ebenso einfach relativieren, ja sogar entkräften lassen.
Eines noch vorweg: Wir haben in Südtirols Bildungswesen – auch im internationalen Vergleich – (noch) keinen akuten Bildungsnotstand. Vieles funk-

Harald Knoflach (geb. 1974) stammt aus dem Stubaital und lebt in Brixen. Er hat Anglistik und Amerikanistik sowie Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und an der UCE Birmingham studiert. Er ist als Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit am Vinzentinum beschäftigt und unterrichtet dort unter anderem Recht und Wirtschaft sowie Gesellschaftliche Bildung.
tioniert ziemlich gut – vor allem dank idealistischer und kompetenter Beschäftigter sowie einer weitgehend intakten, zeitgemäßen Infrastruktur. Doch jetzt kommt das große Aber. Wir haben definitiv ein Problem, das sich – wenn nicht umgehend gegengesteuert wird – zu einer veritablen Krise und damit tausendfach verspielten Zukunftschancen auswachsen kann.
Zurück zu den Einwänden: Die Lehrerschaft trägt keinen Gehaltsstreit auf dem Rücken der Schüler aus – ungeachtet dessen, dass ein großer Teil ja selbst Kinder hat und wohl kaum gegen deren Interessen agieren würde. Sie wählt vielmehr das kleinere Übel, um eine Änderung zu erreichen. Dieses geringere Übel ist, mit dem Verzicht auf –wohlgemerkt nicht verpflichtende – Aktivitäten außerhalb der Schule, so viel Druck aufzubauen, dass die Politik endlich die Dringlichkeit erkennt. Das größere Übel wäre nämlich, voller Idealismus und Naivität weiterzumachen wie bisher, um in ein paar Jahren vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Dann sind es aber nicht mehr bloß ein paar Exkursionen, die ausfallen.
Südtirols Lehrerschaft verdient mehr als jene im restlichen Italien. Das ist korrekt, doch gibt es auch hier ein Aber: Zum einen liegt Südtirol, was das Lohnniveau anbelangt, im italienischen Spitzenfeld und hat mit die höchsten Lebenshaltungskosten, und zum anderen ist die Landeszulage an Mehrarbeit gekoppelt. In Südtirol beinhaltet ein voller Lehrauftrag an Mittel- und Oberschulen 20 Unterrichtsstunden pro Woche, im restlichen Italien hingegen nur 18. Vor allem im Vergleich zu anderen Akademikern sowie zu Berufskollegen im benachbarten Bundesland Tirol – von der Schweiz ganz zu schweigen – ist Südtirols Lehrerschaft definitiv unterbezahlt. Und so verwundert es auch nicht, dass Südtirol zunehmend (junge) Lehrkräfte an diese Länder verliert.
Das gängigste Argument, das gegen die Beschäftigten im Bildungsbereich und eine Aufbesserung ihrer Entlohnung vorgebracht wird, ist aber jenes der vermeintlich geringen Arbeitszeit. Eine Antwort
auf die Frage, warum es dann so schwierig ist, neues, qualifiziertes pädagogisches Personal zu finden, wenn die Arbeitsbedingungen so paradiesisch sind, erhält man weit weniger oft. Eine amtliche Untersuchung darüber, wie viel Südtirols Lehrpersonen tatsächlich arbeiten, hat zuletzt der damalige Bildungslandesrat Otto Saurer 2006 in Auftrag gegeben. Ergebnis der Studie: Mit einer Jahresarbeitszeit bei Vollauftrag von durchschnittlich rund 1.650 Stunden (nur etwas mehr als ein Drittel davon entfällt auf den tatsächlichen Unterricht in den Klassen) entspricht das Pensum des Lehrpersonals in etwa jenem anderer öffentlich Bediensteter. Die Arbeitsbelastung dürfte seitdem gewiss nicht geringer geworden sein, da die Heterogenität in den Klassen und damit auch die pädagogischen Herausforderungen zugenommen haben.
Generell ist das Thema Lehrerarbeitszeit komplex, und auch die immer wieder ins Treffen geführten reinen Zahlenvergleiche sind selten zielführend. Beispielsweise umfasst ein Vollauftrag in Österreich oder Deutschland in der Regel mehr Stunden als in Südtirol. Gleichzeitig gibt es in diesen und anderen Ländern Stundenabschläge für Fächer mit vermehrtem Vorbereitungs- und Korrekturaufwand, was in Südtirol nicht der Fall ist. Zudem wird argumentiert, dass der Schulkalender in besagten Ländern länger sei. Dabei übersieht man gerne, dass dort die Abschlussprüfungen während der Schulzeit (Ende Mai/ Anfang Juni) abgehalten werden, während sie in Südtirol nach dem regulären Schulschluss stattfinden, sich meist bis Anfang Juli hineinziehen und die Lehrkräfte bis dahin im Einsatz sind.
Der gewichtigste Unterschied ist jedoch, dass es in Italien ein inklusives Schulmodell gibt, während in Deutschland und Österreich nach wie vor auch Sonderschulen betrieben werden. In inklusiven Klassen mit hoher Heterogenität der Lernenden und entsprechendem Förder- und Differenzierungsbedarf ist der Vor- und Nachbereitungsaufwand für die Lehrenden um ein Vielfaches hö-
her als in homogeneren Klassen. Das erklärt auch, warum Betreuungsschlüssel und Klassenschülerzahl in Südtirol niedriger sind. Penibles Stundenzählen oder gar fixe Anwesenheitszeiten mit Stechuhr sind im Bildungssektor generell nicht sinnvoll, weil es sich beim Lehrberuf um eine Projekttätigkeit mit festgelegten Zielen handelt. Wie viele Stunden zur Erreichung dieser Ziele notwendig sind, hängt von mannigfaltigen Faktoren ab, ist entsprechend schwankend und nicht standardisierbar. Aktualitätsbezug und Vor- sowie Nachbereitungsaufwand des Faches, Klassengröße, Unterstützungsbedarf sowie Leistungsfähigkeit, Disziplin und sozialer Hintergrund der Schülerschaft (Stichwort: Brennpunktschulen) spielen eine Rolle. In keinem Jahr investiert eine Lehrperson daher exakt gleich viel Zeit.
Die Qualität der Bildungsarbeit bestimmt wie kaum etwas anderes Erfolg und Misserfolg ganzer Gesellschaften mitunter über Generationen hinweg. Wir müssen danach trachten, dass die besten, engagiertesten und kreativsten Köpfe mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten – vom Kindergarten bis zur Matura. Wenn ein kluger Kopf direkt nach Schulabschluss in der Privatwirtschaft mitunter aber mehr Einstiegsgehalt erhält als dessen Lehrer, von dem er alles gelernt hat, nach 20 Dienstjahren verdient, ist für beide die Motivation, ihre Fähigkeiten in der Schule einzusetzen, wohl eher enden wollend.
Dabei geht es nicht um Neid. Es geht darum, wo eine Gesellschaft Prioritäten setzt und was ihr soziale Berufe, die immense gesellschaftliche Verantwortung tragen, wert sind. Unsere Kinder sind zweifelsfrei das Wertvollste, was wir haben. Warum zahlen wir dann Leuten, denen wir sie anvertrauen (wie im Übrigen auch jenen, die sich um die Alten, Kranken und Gebrechlichen kümmern), viel weniger als jenen, denen wir unser Geld anvertrauen?
Leserbriefe an: echo@brixner.info
Harald Knoflach
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Jeden Donnerstag vom 7. August bis 25. September
21.00–23.00 Uhr
Stange – Jaufensteg
Sportzone Stange
Einlass ab 21.00 Uhr bei der Gilfenklamm Kasse in Stange oder Jaufensteg
Eintritt Erwachsene 10,00 €
Kinder (6–14 Jahre) 8,00 €
Kinder unter 6 Jahren kostenlos keine Anmeldung notwendig
Shuttlebus von Jaufensteg nach Stange
Findet nur bei guter Witterung statt

Wetter-App oder der Blick aus dem Fenster?
UMFRAGE: Regen und Kälte im Juli, Hitzewarnungen im August: Der Sommer zeigt sich derzeit von allen Seiten. Wer sich nicht überraschen lassen möchte, greift zu Wettervorhersagen. Wo informieren sich die Menschen über das Wetter, und wie zuverlässig finden sie diese Prognosen?




Sabine Demetz informiert sich über die Website der Provinz oder über „Florians Wetterseite“. „Er macht das fast besser“, erzählt die Grödnerin lachend. „Für meinen Mann und mich ist die Zuverlässigkeit der Angaben besonders im Winter wichtig. Wir haben eine steile Straße und Gäste; da muss er den Wecker früher stellen und vor der Arbeit Schnee schaufeln.“

“Non faccio molta attenzione. Guardo solo ogni tanto”, meint Roberto Schenone. “Se ne ho bisogno, mi informo sul cellulare – o metto ‘meteo Brixen’ sulla ricerca web o guardo il sito della Provincia.” Auf die Frage, ob jene Vorhersagen verlässlich seien, antwortet er: “Direi di sì – perché non ho mai notato che dicessero qualcosa che non si verificasse.”

Marco Senter zückt sein Smartphone und erklärt: „Als Wettervorhersage benutze ich meistens eine App. Die müsste vorinstalliert gewesen sein. Verlässlich ist sie nicht immer, denn sie hat schon Schnee im Sommer angezeigt. Ich schaue einfach jeden Morgen aus dem Fenster – vielleicht wird es besser, vielleicht schlechter – das ist am besten.“

Karl Kerschbaumer verwendet ebenfalls die Internetseite der Provinz, um sich über das Wetter zu informieren: „Die Richtigkeit der Vorhersagen hängt vom Wetter ab. Im Juli haben sie echt wenig zugetroffen. Jetzt im August stimmen die Prognosen eher. Aber wenn es konstant so schön ist wie in den letzten Wochen, haben es die Meteorologen auch einfacher.“

Josef Compte ist zum ersten Mal in Brixen: „Ich verwende zuhause in Spanien und auch, wenn ich auf Reisen bin, immer die App ‚Meteoblue‘. Im Allgemeinen finde ich die Wettervorhersage präzise. Dabei habe ich aber beobachtet, dass sie das Wetter meistens schlechter prognostiziert, als es dann tatsächlich ist. Das kenne ich so auch von anderen Webseiten und Wetterapps.“
Viel zu heiß ist es Negro Vaianino zurzeit: “Una domenica a Bolzano ci sono stati 37 gradi. Non può essere – non siamo in Africa. Le previsioni le trovo sui giornali, però non sono molto affidabili. Quello che scrivono è spesso fuori dalla realtà. Ma attualmente basta guardare fuori dalla finestra per rendersi conto che non cambierà niente con questa calura.”
„Ich informiere mich über die ‚Südtirol Wetter App‘, die kommt mir ziemlich zuverlässig vor“, erzählt Dunja Baumgartner. „Sonst sehe ich auch gerne auf der Internetseite ‚Bergfex‘ nach. Da bekommt man viele Details zum Wetter – über den Tagesverlauf hinweg. Mittlerweile sind die Wettervorhersagen auch recht akkurat, würde ich sagen.“
Mit nur einer Quelle gibt sich Sandra Profanter selten zufrieden: „Beim Wandern in den Bergen ist eine richtige Wettervorhersage heikler. Darum vergleiche ich die Angaben von ‚Bergfex‘ mit jenen anderswo. Wenn ich nichts Besonderes vorhabe, reicht mir aber die Provinzseite, auch wenn sie wegen der eher großflächigen Angaben nicht immer zuverlässig ist.“

Wenn Visionen Wirklichkeit werden
BRIXEN: Einen Ort für die Jugend schaffen – mit der Errichtung des Jugendhauses Kassianeum nahm Brixen vor 40 Jahren eine Vorreiterrolle ein. Heute ist diese Einrichtung aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Foto: Jugendhaus Kassianeum
Es ist ruhig im Jugendhaus Kassianeum an diesem heißen Vormittag im August. Durch eine Tür dringt leises Klavierspiel, an der Rezeption erkundigen sich Gäste der Jugendherberge nach einer passenden Busverbindung, wieder andere studieren die Plakatwand im Erdgeschoss. Ein Blick darauf macht sofort klar: Hier in diesem Haus dreht sich alles um Jugendliche, deren Interessen und Bedürfnisse, und zwar möglichst breit gefächert von Bildungsangeboten, Kulturveranstaltungen bis hin zu Freiräumen, in denen sie einfach sie selbst sein dürfen.
Am 27. September begeht das Jugendhaus sein 40-JahrJubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Und nicht nur dann wird es eindrucksvoll zeigen, dass es alles andere als in die Jahre gekommen ist, sondern sich heute lebendiger und vielseitiger denn je präsentiert. Doch vorerst zurück an die Anfänge.
Vision und Wirklichkeit
„Was wäre, wenn in Brixen ein Jugendhaus heranwüchse, das in der Lage wäre, drei Aufgaben zu erfüllen: Jugendzentrum, Jugendbildung und Jugendherberge?“, dachte sich der inzwischen verstorbene Herbert Denicolò, erster Direktor des Amtes für Jugendarbeit. Im August 1985 präsentierte er das erste Konzept für die „Jugendbildungsstätte Cassianeum“, das genau auf diese drei Bereiche setzte. Dieses Konzept war von Anfang an stimmig. Heute umfasst das Jugendhaus genau diese drei Säulen. Das Jugendzentrum Kass (Juze) bietet weit mehr als „nur“ einen Jugendraum; es umfasst in seiner Tätigkeit verschiedenste Jugendkulturprojekte, begleitet Jugendliche in der pädagogischen Werkstatt Steps und hat heuer auch die Leitung des Jugendkulturzentrums Astra übernommen. Es geht also bewusst auch nach draußen, um die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie gerade sind, im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn. Das Bildungshaus Kassianeum für Jugendarbeit und Jugend (Jukas) organisiert Kurse, Workshops, Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Familien sowie Lehrgänge und Fortbildungsangebote für Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind. Auch die vier Jugendherbergen in Brixen, Bozen, Meran und Toblach werden vom Jugendhaus Kassianeum geführt. „Wir haben 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Johannes Schwienbacher, Geschäftsführer der Einrichtungen, die vom Verein Jugendhaus Kassianeum Brixen getragen und deren Tätigkeit durch die erwirtschafteten Einnahmen der Jugendherbergen und durch Beiträge der öffentlichen Hand finanziert werden. „Vom Amt für Jugend werden wir als einer der wichtigen Player in der Jugendarbeit wahrgenommen. Die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit sind sehr gut, und ich wünsche mir, dass es so weitergeht.“
Die Gründung vor 40 Jahren
Vorwiegend junge Menschen füllen schon seit Jahrhunderten das Gebäude des Kassianeums in der Brunogasse mit Leben, waren hier im Laufe der Zeit doch das Priesterseminar, die Domschule, die Pfarrschule und Schülerheime untergebracht. Als das Schülerheim für Buben im Jahr 1984 seine Tore schloss, wartete auf das große Gebäude im Herzen der Stadt eine neue Nutzung – und es bot sich eine einmalige Chance für das im Entstehen begriffene Jugendzentrum. Der Verein Jugendhaus Kassianeum Brixen wurde am 16. Dezember 1985 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Günther Baur, zugleich der erste Vorstand, Roman Bodner, Herbert Denicolò, Josef Kusstatscher, Alexander Laner, Walter Theiner und Kathi Trojer. Gerwald Wallnöfer war der erste hauptamtliche Geschäftsführer. Er und seine
40 JAHRE: Das Jugendhaus Kassianeum im Herzen von Brixen feiert sein besonderes Jubiläum
Mitarbeitenden setzten Schritt für Schritt das Konzept für das Kassianeum um – mit viel persönlichem Engagement und den Jugendlichen im Blick. Am Gebäude selbst, das die Autonome Provinz Bozen vom Domkapitel gemietet hatte, waren Umbauten notwendig, die im Herbst 1993 so weit abgeschlossen waren, dass das Jugendzentrum im Erdgeschoss eröffnet werden konnte. Drei Jahre später, im Herbst 1996, wurden auch das Jukas mit dem Bildungsangebot und die Jugendherberge eröffnet.
„Wir wollen politischer Bildung Raum geben und versuchen, den jungen Menschen Werte wie Respekt, Toleranz und Gerechtigkeit zu vermitteln“ Silvia Zanotto, Präsidentin

Silvia Zanotto: „Bei uns steht der junge Mensch im Fokus; wir stellen uns immer die Frage, wo wir unsere Unterstützung anbieten können“

Johannes Schwienbacher: „Wir versuchen, den Jugendlichen Halt zu geben, ihr Vertrauen in sich zu stärken“
Schon zuvor hatte Leo Dariz die Leitung des Jugendhauses von Gerwald Wallnöfer übernommen. Peter Liensberger, der von 2002 bis 2020 als Geschäftsführer tätig war, kam 1996 als Verwaltungsleiter ins Haus. Helene Leitgeb baute von Anfang an die Programmgestaltung im Bildungsbereich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf und steht diesem Zweig des Hauses noch heute vor. Daneben prägten viele weitere Mitarbeitende die Geschichte des Hauses.
Die zentrale Persönlichkeit für die Jugendarbeit in Südtirol war damals sicher Herbert Denicolò (1945–2018). Er baute als erster Direktor das Amt für Jugendarbeit auf und war maßgeblich für das Landesgesetz 13/83 zur Förderung der Jugendarbeit verantwortlich, das 1983 in Kraft trat und noch heute gilt. Später war er als Landtagsabgeordneter (1993–2008) Vertreter der Arbeitnehmer in der SVP. Dieses Landesgesetz schuf überhaupt erst die Basis für eine Professionalisierung der Jugendarbeit, indem es Jugendarbeit als Bildungsarbeit anerkannte. Nun erst konnten Jugenddienste und Jugendzentren wie das Kassianeum entstehen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptberuflich beschäftigt werden.
Und heute?
Jugendarbeit ist immer eine Investition in die Zukunft. „Der Gedanke, dass ich mit meiner Arbeit als Geschäftsführer viel für die Jugend bewirken kann, ist für mich eine super Motivation und ein hoher Mehrwert“, sagt Johannes Schwienbacher, der als Jugendlicher selbst Nutznießer des Jukas war. Dem Vorstand des Vereins Jugendhaus Kassianeum steht Silvia Zanotto vor; ihr Stellvertreter ist Ingo Dejaco. Außerdem gehören Hanna Gfader, Jörg Oschmann und Astrid Michaeler dem Vorstand an. Bruno Gruber, Markus Gruber und Petra Thaler sind die Rechnungsrevisoren.
Am Ball bleiben
Junge Menschen in ihrem Erwachsenwerden, auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu begleiten – darum dreht sich die Jugendarbeit. Wer mit Silvia Zanotto und Johannes Schwienbacher spricht, merkt sofort, dass beide für ihre Aufgabe brennen. „Bei uns steht der junge

Mensch im Fokus“, sagt Silvia Zanotto. „Wir verstehen uns als Supporter, bringen unsere eigenen Erfahrungen aus unseren Lebensbereichen mit und stellen uns immer die Frage, wo wir unsere Unterstützung anbieten können.“ Und Johannes Schwienbacher ergänzt: „Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Jugendarbeit möglich ist, dass Freiräume für die Jugendlichen da sind, in denen sie sich entwickeln können, in denen etwas entstehen kann. Außerdem ist es uns wichtig, dass der


















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Schon seit Jahrhunderten ein Haus für junge Menschen – hier als Studentenkonvikt Cassianeum
Altersunterschied zwischen den Jugendarbeitern und den Jugendlichen nicht zu groß ist.“
Doch wie lange dauert eigentlich die Jugend? „Heute sagt man bis 28 Jahre, manche gehen auch weiter nach oben. Wir fangen bei den Mittelschülern im Treff an und begleiten sie anschließend über Jahre mit verschiedenen Projekten. Das Astra zum Beispiel ist für uns ein Ort für die Brixner und Eisacktaler Jugendlichen bis hinauf zu den Über-Dreißigjährigen.“
Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber jungen Menschen sind im Jugendhaus Kassianeum Programm. Oder, wie Silvia Zanotto es formuliert: „Ich mag Jugendliche, setze mich gerne mit ihnen und ihren Ideen auseinander. Wir sollten ihnen unser Vertrauen schenken und uns auf ihre Ansichten einlassen.“ Diese Einstellung trägt sicher wesentlich zum Erfolg des Jugendhauses bei.

































„ Der Gedanke, dass ich mit meiner Arbeit als Geschäftsführer viel für die Jugend bewirken kann, ist für mich Motivation und Mehrwert“ _ Johannes Schwienbacher, Geschäftsführer
Ergänzend sprechen sowohl Zanotto als auch Schwienbacher noch einen Punkt an: Das Jugendhaus Kassianeum ist stark eingebunden in ein großes Netzwerk. So steht es sowohl mit dem Amt für Jugendarbeit der Autonomen Provinz Bozen und dessen Direktor Konrad Pamer als auch mit anderen Jugendorganisationen in Südtirol in Kontakt und pflegt den Austausch mit Schulen oder dem Jugendreferenten der Gemeinde Brixen, um nur einige zu nennen. Gerade aus diesem Austausch entstehen immer wieder Projekte in Zusammenarbeit mit anderen. Und nicht zuletzt bezeichnen beide die Fachkompetenz und die Expertise der Mitarbeitenden als eine Stärke des Hauses.
„Jugend zu bilden, das ist für uns mehr als das passende Bildungsangebot zu entwickeln“, sagt Schwienbacher, „das fängt bei der Begegnung im Jugendzentrum an und hört bei einem klassischen Kurs auf. Gerade die drei Säulen und die Schnittmenge dazwischen machen das Jukas so einzigartig.“
„Wir verstehen uns als Supporter, bringen unsere eigenen Erfahrungen aus unseren Lebensbereichen mit und
stellen uns immer
die Frage, wo wir unsere Unterstützung anbieten können“ _ Silvia Zanotto, Präsidentin
Die Jugendorte – die erste Säule
Am Anfang stand der offene Treff für Jugendliche. Heute agiert das Jugendzentrum Kass (Juze) an vielen Orten innerhalb und außerhalb des Gebäudes in der Brunogasse. Ob Rapplfest, das Projekt „#lifehacks“ mit kostenlosen Workshops zu verschiedenen Themen oder Veranstaltungen im Astra – die Tätigkeit des Jugendzentrums ist bunt. Gern
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Lokalaugenschein im Mai 1994 mit Landesrat Bruno Hosp, Klaus Nothdurfter, Roman Bodner, Sepp Kustatscher und Herbert Denicolò (von rechts nach links)
genutzt wird das Angebot des Jugendinfo-Büros „Young Box“ mit seinen Flyern und Broschüren zu Themen, die für Jugendliche wichtig sind. Darüber hinaus bieten die Mitarbeitenden in der „Young Box“ jedoch auch ganz konkret Unterstützung an wie etwa beim Schreiben des eigenen Lebenslaufs oder der Jobsuche. Auch das Projekt „Astra.zero“, das junge Kunst- und Kulturschaffende begleitet und ihnen Möglichkeiten gibt, Erarbeitetes zu
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Foto: Luis Trebo, Amt für Film und Medien

präsentieren, entwickelte das Juze Kass in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Astra und dem Centro Giovani „Connection“.
Neben Bildungs- und Kulturarbeit berührt Jugendarbeit auch soziale Arbeit. Dem kommt das Jugendhaus Kassianeum in Kooperation mit den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal und dem Schulamt in der
p Geschäftsführer
Leo Dariz (Mitte) prägte mit seinem Team die Anfangsjahre der noch jungen Einrichtung


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pädagogischen Werkstatt Steps nach. „Hier bieten wir Jugendlichen, die eine schwierige Zeit durchmachen und ihrer Schul- und Bildungspflicht aus verschiedenen Gründen nur teilweise oder gar nicht nachkommen können, einen geschützten Raum. Hier wird getöpfert und getischlert“, erzählt Johannes Schwienbacher, „und zugleich leisten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Beziehungsarbeit. Wir versuchen, den Jugendlichen Halt zu geben, ihr Vertrauen in sich zu stärken – und bei vielen schaffen wir das auch.“ Und von noch einem Projekt erzählt Schwienbacher: dem Austausch mit Nordirland, der heuer zum ersten Mal stattfindet. „Dabei geht es um einen politischen, kulturellen und sprachlichen Austausch und auch darum, ganz andere Welten, einen ganz anderen Alltag kennenzulernen.“ Die Jugendlichen aus Nordirland waren soeben zu Besuch in Brixen, Jugendliche aus ganz Südtirol werden Ende August zu ihnen reisen. „Internationale Begegnungen zu fördern“, ergänzt Zanotto, „ist auch dem Amt für Jugendarbeit ein Anliegen. Wir wollen politischer Bildung Raum geben und versuchen, den jungen Menschen Werte wie Respekt, Toleranz und Gerechtigkeit zu vermitteln.“
Ganz wichtig ist Schwienbacher und Zanotto, dass das Kassianeum für alle Jugendlichen da sein will. „In einer bunten Gesellschaft ist es leider unmöglich, alle zu erreichen“, sagt Schwienbacher, „aber wir wollen unsere Tätigkeit möglichst breit halten und für alle Gruppen von Jugendlichen offen sein. Die Gesellschaft spaltet sich immer mehr, und ich sehe gerade auch da einen Auftrag für uns, ein gutes Miteinander zu ermöglichen.“
Das Bildungshaus Kassianeum (Jukas) –die zweite Säule
Mit 13 Veranstaltungen, 222 Teilnehmenden und insgesamt 394 Weiterbildungsstunden fing 1997 die Tätigkeit des Bildungshauses an. Seither ist das Angebot an verschiedensten Veranstaltungen und Weiterbildungsmöglichkeiten im Jukas stark gewachsen: Allein im Jahr 2023 lockten 124 Veranstaltungen 1.357 Teilnehmende zu insgesamt 2.119 Weiterbildungsstunden an. Dabei ist die Palette groß und bei weitem nicht nur für Jugendliche interessant – ganz im Gegenteil: Das Programm richtet sich bewusst auch an Familien, steht Erwachsenen offen und ist zum Teil in Form von Lehrgängen auch als Bildungsangebot für Menschen
gedacht, die selbst in der Jugendarbeit tätig sind. Das Angebot berührt Themen, die sich mit Kultur, Gesellschaft und Werten auseinandersetzen, bietet Veranstaltungen zu Prävention und Gesundheitsförderung, Heilkunst und Wohlbefinden, Pädagogik und Selbstkompetenz. Kreative und handwerkliche Tätigkeiten sowie Musikalisches haben im Jukas ebenso Platz wie Natur- und Umweltthemen oder Medien. Nicht minder großgeschrieben werden Schreib-, Theater-, Erzähl-, Spiel- und Tanzpädagogik oder Zeit für die Familie. Und bei all der Fülle an Veranstaltungen will das Jukas mehr bieten als die Aneignung von Wissen. Es geht hier nicht nur um Bildung, sondern auch um Herzensbildung.
„Wir wollen unsere Tätigkeit möglichst breit halten und für alle Gruppen von Jugendlichen offen sein“ _ Johannes Schwienbacher, Geschäftsführer
Die Jugendherbergen – die dritte Säule
Die Jugendherberge im Kassianeum war Südtirols erste Jugendherberge nach den Richtlinien der International Youth Hostel Federation. Heute sind es vier – Brixen, Toblach, Meran und Bozen –, und alle vier werden vom Verein Jugendhaus Kassianeum geführt. Jugendherbergen bieten Menschen jeden Alters eine kostengünstige Unterkunft und sollen den internationalen Austausch fördern.
Mit Zuversicht in die Zukunft blicken
Das Jugendhaus Kassianeum hat 40 Jahre auf dem Buckel. Doch alt ist es noch lange nicht. Silvia Zanotto und der Vorstand, Johannes Schwienbacher und die 45 Mitarbeitenden haben Ideen und Träume im Kopf. Nach der Klausurtagung im heurigen Februar ist ein interner Prozess zur Weiterentwicklung der Organisation im Gang. Stehenbleiben will man hier nicht.
Die Kernmission ist heute dieselbe wie vor 40 Jahren, doch die Herausforderungen haben sich geändert. Eines steht fest: Auch in Zukunft will das Jugendhaus Kassianeum junge Menschen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleiten.

johanna.bampi@brixner.info




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„Draußen war alles in Fülle vorhanden“
BRIXEN: In ihrem neuen Buch „Heimat im Gepäck“ erzählt Sabine Peer von jungen Südtirolerinnen und Südtirolern, die in den Fünfziger- und Sechzigerjahren im Ausland ein besseres Leben suchten. Am 19. September wird es in der Stadtbibliothek vorgestellt.
„Sie wurden gerne mit offenen Armen empfangen“, sagt Sabine Peer und meint mit „sie“ die vielen jungen Südtiroler und Südtirolerinnen, die in den Fünfziger- und Sechzigerjahren nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz auswanderten. „Draußen war alles in Fülle vorhanden: Da gab es Arbeit, sehr gute Bezahlung, tolle Wohnungen, eine kostenlose Ausbildung – und damit die Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben weit weg von den prekären
Verhältnissen, wie sie bis in die späten Sechzigerjahre im bitterarmen Südtirol herrschten.“
Sabine Peer beschäftigte sich intensiv mit diesen Jahrzehnten Südtiroler Geschichte. In ihrem neuen Buch „Heimat im Gepäck“, das sie am 19. September in der Stadtbibliothek Brixen vorstellt, erzählt sie gewohnt lebendig und mit Empathie für die Menschen, die ihr ihre Lebensgeschichte anvertrauten: Karl Fink, Christine Paugger Schanninger, Luzia P. und Eduard
Wörndle. Alle vier wurden in den Vierzigerjahren geboren, und sie suchten als Zwanzig-, Siebzehn-, Achtzehn- oder Fünfzehnjährige in Österreich und Deutschland nach Arbeit, Ausbildung, einem besseren Leben – und fanden das auch. Vier Einzelschicksale – und doch stehen sie für eine ganze Generation junger Menschen. Mindestens 10.000 sollen damals ins Ausland gegangen sein. Der Hauptgrund: Perspektivlosigkeit in der eigenen Heimat.

Kaum Chancen
„Das war der politischen Situation geschuldet“, zeichnet Sabine Peer ein Bild der damaligen Zeit. „Italien führte unter dem Deckmantel der Scheinautonomie die faschistische Politik weiter. In der Industriezone von Bozen siedelten sich interessante Firmen an, mit attraktiven Arbeitsplätzen, mit der Möglichkeit auf tolle Karrieren –aber die Arbeitsplätze waren der italienischen Sprachgruppe vor-


behalten, ebenso der neue Wohnraum. Allein 1957 sollten in Bozen 5.000 Wohnungen ausschließlich für die italienische Sprachgruppe gebaut werden.“ Diese Politik führte schließlich zur Kundgebung auf Schloss Sigmundskron am 17. November 1957, bei der Silvius Magnago das „Los von Trient“ forderte.
Männern hauptsächlich der Weg als Bauer – aber nur der Älteste konnte den Hof übernehmen –oder als Knecht. Letzteres bedeutete sehr schlechte Bezahlung, keine Chance auf Verbesserung der Lage und ein weitgehend unfreies Leben.“ Weiterbildende Schulen in deutscher Sprache waren kostenpflichtig; dazu kamen die Ausgaben
„ Es ist wichtig, dass wir über diese Jahrzehnte unserer Geschichte sprechen“ Sabine Peer, Autorin
Beim Stammtisch in Stuttgart kam Karl Fink und anderen Südtirolern die Idee, einen Verein als Anlaufstelle für Südtiroler zu gründen
Doch es fehlte nicht nur an Wohnraum und Arbeitsplätzen. Auch Ausbildungsmöglichkeiten waren kaum vorhanden. Nach der achtjährigen Schulpflicht, die sich für die meisten auf fünf Jahre Grundschule und drei weitere Jahre in der 5. Klasse Grundschule beschränkte, da es die Mittelschulpflicht noch nicht gab und sich die wenigen Mittelschulen auf Städte konzentrierten, waren junge Menschen gezwungen, die Arbeitsstellen anzunehmen, die sich ihnen in Südtirol boten. „Damit blieb den
für Unterkunft und Verpflegung am Schulort. „Arme Familien konnten sich das schlichtweg nicht leisten“, so Peer.
Wer das Glück hatte, eine Lehrstelle bei einem Handwerker zu bekommen, musste lange finanzielle Durststrecken überbrücken. Denn: „In den Jahren ihrer Ausbildung verdienten die Lehrlinge häufig nichts, und oft genug mussten sie ein anschließendes Jahr kostenlos zur Deckung der Spesen arbeiten, die ihre Ausbildung dem Betrieb verursacht hatte.“
Militärdienst fern der Heimat
Neben den genannten Gründen machte Sabine Peer in ihrer Recherche noch weitere aus – wie zum Beispiel den Militärdienst. „Gerade die Südtiroler wurden in den tiefsten Süden geschickt. Man hörte Horrorgeschichten darüber, wie mit den jungen Männern umgegangen wurde.“ Und auch die politische Lage in Südtirol besserte sich vorerst nicht – im Gegenteil: „Nach der Gründung des Befreiungsausschusses Südtirol und nicht zuletzt nach der Feuernacht im Juni 1961 verließen viele Männer das Land – aus Angst, dass man ihnen unterstellte, mit dem Widerstand zu sympathisieren.“
Der Weg nach „draußen“
Meistens bekamen die Südti rolerinnen und Südtiroler über Bekannte, die schon „draußen“ waren, konkrete Informationen über Möglichkeiten zu Ausbildung und Arbeit im Ausland. Karl Fink gründete mit anderen Südtirolern in Stuttgart einen Verein für Südti roler. „Der Verein bot Hilfestellung für die, die neu ins Ausland kamen und dieselben Fragen mitbrachten“, erzählt Sabine Peer. „Er organi sierte aber auch Angebote für die Südtiroler vor Ort, beispielweise den Südtirolerball. Dieser war so erfolgreich, dass aus Südtirol sogar der Bischof, der Landeshauptmann und Landesräte zu diesem Ball nach Stuttgart kamen.“
Anders stellte sich die Situation für die meisten Mädchen dar. In der homogenen und patriarcha len Südtiroler Gesellschaft war für sie der Weg als Hausfrau und Mutter vorbestimmt. Familien, die ohnehin an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten kamen, wenn es darum ging, den Kindern eine Ausbildung zu finanzieren, förderten in der Regel zumeist die Buben. Bildung für Mädchen galt oft als überflüssig. Das sahen oft nicht nur die Väter oder die Brüder so, die sich durchaus
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Nach ihrer Ausbildung in München arbeitete Luzia P. als Rotkreuzschwester im Vietnamkrieg
auch in das Leben der Schwestern einmischten, sondern auch die Frauen selbst. Denn „sie waren zur Hausarbeit erzogen worden und dazu, sich zu fügen und zu dienen“, bringt es Sabine Peer auf den Punkt. Natürlich gab es Ausnahmen – und gerade die Frauen in Peers Buch hatten zumindest eine
Krankenschwester bei den Rotkreuzschwestern in München nur Vorteile brachte: Ausbildung und Unterkunft wurden gestellt, die Ausbildung war kostenlos und besser, und obendrein gab es bereits im ersten Ausbildungsjahr einen Lohn. Das Leben führte Luzia P. anschließend mitten ins
„ Italien führte unter dem Deckmantel der Scheinautonomie die faschistische Politik weiter“ Sabine Peer, Autorin
über die Grundschule hinausgehende Ausbildung genossen, bevor sie sich ins Ausland aufmachten.
Die junge Luzia P. etwa wusste, dass sie den Vater nur mit stichhaltigen Argumenten davon überzeugen konnte, sie ins Ausland zu lassen. Die Ausbildung zur Krankenschwester wollte sie keinesfalls in Brixen machen, wo ihre älteren Brüder das Leben der Schwester kontrolliert hätten. Sie fand schließlich heraus, dass die dreijährige duale Ausbildung zur
Kriegsgeschehen während des Vietnamkriegs. Jahre als leitende OP-Schwester in weiteren interessanten Ländern der Welt folgten.
Fast ein Jahrhundert Leben
Sabine Peer erzählt fesselnd vom Leben ihrer vier Protagonisten, indem sie die mündlich erfahrenen Lebenserinnerungen in einem aufwändigen Prozess belletristisch aufarbeitet. Und sie betrachtet die Geschichten nicht isoliert – ganz


im Gegenteil: „Immer dann, wenn sie mit den großen Ereignissen der Geschichte in Berührung kamen, lasse ich diese einfließen – entweder, weil sie sie selbst erlebt haben, oder, weil sie sie aus Erzählungen kannten“, sagt die Autorin. Ihr Leben war oft geprägt von dem, was die Eltern, Verwandten und die Dorfgemeinschaft in den Jahrzehnten zuvor erlebt hatten: Faschismus, Abessinienkrieg, Hass auf die Italiener und Hoffnung auf den „Führer“, Option und Auswanderung, Zweiter Weltkrieg, Kriegsgefangenschaft, Flucht und Rückkehr. Und all das in Zeiten, in denen weitermachen, schweigen und vergessen die Devise war. „Nein“, sagt Sabine Peer dezidiert, „gesprochen wurde darüber nicht, erzählten meine Gesprächspartner. Doch noch heute bricht bei manchen höchst emotional vieles von damals heraus, denn Traumata wurden weitergegeben.“ Sabine Peer nennt zum Beispiel die Aussage: „Die Italiener, die gehören hier nicht her!“ Oder das Schweigen des Vaters über den Abessinienkrieg. Oder das Schweigen der Mutter, die durch die Option nach Leitmeritz in Böhmen gekommen war und sich in den letzten Kriegsmonaten, als die russische Front
beängstigend nahekam, als junges Mädchen, allein auf sich gestellt und mit dem elfjährigen Bruder im Schlepptau, nach Südtirol durchschlagen musste. „Auch das Unausgesprochene hat die Generation der Söhne und Töchter geprägt“, sagt Peer. „Umso wichtiger ist es, dass wir darüber und über die folgenden Jahrzehnte unserer Geschichte sprechen.“
Zurück in die Heimat?
Der Entschluss zu gehen war bei vielen nicht unbedingt freiwillig, sondern aus der wirtschaftlichen und politischen Situation heraus gereift. Manche kehrten nach einigen Jahren nach Südtirol zurück, manche nach der Pensionierung, manche leben nach wie vor im Ausland und haben dort Familie und ihr Zuhause. „Die Sehnsucht nach der Heimat war bei vielen immer da“, sagt Sabine Peer, „das habe ich in den Gesprächen mit ihnen gespürt.“ Und sie fügt hinzu, was Karl Fink zu ihr gesagt hat: „Heimat kriegst du nicht mehr aus dem Kopf.“
johanna.bampi@brixner.info
In ihrem neuen Buch schildert die Autorin Sabine Peer vier Schicksale von Menschen, die in der Fremde ihr Glück suchten


KONZERT
Jugendliche Brillanz

Der 5. August wird dem Publikum im Forum Brixen noch lange in Erinnerung bleiben: Zu Gast war das Bundesjugendorchester, Deutschlands jüngstes Spitzenorchester, bestehend aus hochbegabten Nachwuchstalenten im Alter von 14 bis 19 Jahren. Das Programm überwand religiöse Grenzen mit drei Werken aus drei Weltreligionen. Den Anfang machte die Ouvertüre „Ana Tanrıça“ (Mother Goddess) des türkischen
AUSSTELLUNG
Fragmentierte Identitäten
„Fotografie kann so viel sein“, sagte Marco Pietracupa, Kurator der StadtGalerie, im heurigen März im Gespräch mit dem „Brixner“ (Ausgabe Nr. 422, März 2025). Zeitgenössische Kunst zu zeigen, die über die reine Fotografie hinausgeht, verfolgt er auch mit den beiden aktuell laufenden Einzelausstellungen. Jacopo Benassi, der in La Spezia lebt und arbeitet, verbindet Malerei mit Fotografie; er verdeckt mit gemalten Bildern lodernder Flammen und zerstörerischer Kräfte seine kleinen Schwarz-Weiß-Fotos. Die Person auf den Fotos: auf
KURZ NOTIERT
den Kopf gestellt. Provokant der Titel der Ausstellung: „Make war no love“. In der Zerstörung der Welt, so der Ansatz des Künstlers, „setzt ohne Bilder das Denken wieder ein. Auch an die Liebe.“ An die zerstörerische Kraft seiner Live-Performance im Rahmen der Eröffnung – zusammen mit Michele Lombardelli und teilweise zu sehen auf dem Instagram-Account der StadtGalerie – erinnern die Schlagzeuge im Raum („Es sind keine Bomben! Es ist nur ein Schlagzeug!“). Im zweiten Raum stellt Alessandro Di Giampietro unter dem Titel „Echoes of a For-
Max von Milland veröffentlichte am 22. August sein erstes LiveAlbum „Hoi aus Bozen“ – als handsignierte CD in einer Auflage von nur 500 Stück. Das Album hält das besondere Konzert vom heurigen April mit dem Südtiroler Chor Choriosum im ausverkauften Waltherhaus fest.
Komponisten Fazıl Say. Bereits in den ersten Takten fegte ein energetischer Sturm durchs Forum: Pauken und Blechbläser preschten los, die Streicher summten geheimnisvoll, jazzartige Passagen sorgten für moderne Klangfarben. Drei Schlagwerk-Solisten überzeugten mit rhythmischer Präzision; Frauen an Posaune und Trompete boten ein erfrischend modernes Bild. Es folgte Leonard Bernsteins Sinfonie Nr. 1 „Jeremiah“ – ein düsteres Werk von emotionaler Dichte. Die Streicher schufen im ersten Satz eine spannungsgeladene Grundierung, über die die Bläser ihre apokalyptischen Fanfaren legten. Der zweite Satz klang rhythmisch wild, und im dritten Satz erhob Rachel Frenkel, israelische Mezzosopranistin von internationalem Rang, die Stimme – klagend, auf Hebräisch, expressiv, warm und samtig. Auch aus dem Orchester kamen beeindruckende Soli. Nach der Pause zeigte sich das Jenseits von seiner lichteren Seite: Gustav Mahlers 4. Sinfonie, eines seiner heitersten Werke. Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor aus Bonn, führte das Orchester souverän durch die klanglichen Feinheiten: Übergänge wirkten fließend, dynamische Kontraste fein ausbalanciert. Es war ein Abend voller musikalischer Kraft und jugendlicher Brillanz. lh

gotten Self“ aus. Er näht, bestickt, beschneidet, beklebt Fotografien und hat dabei immer das Porträt des Menschen im Blick – eines Menschen, der sich selbst stets neu erfindet oder, anders gesagt, (vermeintlich) optimiert, und zwar mit Retuschen und Filtern im Bild, mit Schönheitschirurgie und anderen Maßnahmen im Leben. Offen bleibt, was den Porträtierten wirklich ausmacht; zu sehen sind Echos seines vergessenen Selbst. job
Mit dem Tanztheaterprojekt „Earth Song“ feierte die Community Dance Academy in Mühlbach eine mitreißende Premiere und ihr 10-jähriges Bestehen. Die elf bis 17 Jahre jungen Teilnehmenden zeigten die von ihnen erarbeitete Performance auch beim Tanzfest Extradanza in Bozen.
Das Brixner Ensemble VocalArt brachte zusammen mit dem Amarida Orchester und Paolo Zordanazzo (Violine) unter der Leitung von Marian Polin W. A. Mozarts „Große Credomesse“ („Spaurmesse“) sowie J. Haydns „Te Deum für die Kaiserin“ in Vintl und Mals zur Aufführung.
Foto: Oskar Zingerle
„Spielen für einen wohltätigen Zweck“
WERNER BRAUN von der Formation „Field-Tower-Project“ über das kommende Rockkonzert in Feldthurns – und wie alles begann.
Herr Braun, Field-Tower-Project hat am 27. September seinen dritten Auftritt im Castaneum in Feldthurns. Wie setzt sich diese Formation zusammen, und welche Musik spielt sie?
Wir sind acht Feldthurner, die Spaß an der Musik haben: Silvia Sellemond (Gesang), Andreas Ertl (Gitarre), Pepi Blasbichler (Gitarre), Matthias Gamper (Bass), Raimund Nitz (Orgel), Frank Malfertheiner (Schlagzeug), Hubert Oberhofer (Gesang, Gitarre) und ich (Gesang, Gitarre, Percussion). Wir spielen Rockmusik quer durch die Bank. Unser Name steht für Feldthurns: „Field“ und „Tower“. 2019 woll-
ten wir nur ein kleines Benefizkonzert mit drei Gitarren geben, waren dann aber sehr schnell zu acht. Unseren ersten Auftritt hatten wir im Dezember 2019, den zweiten im Dezember 2023, jedes Mal im Castaneum. Die Musikkapelle Feldthurns unterstützt uns dabei immer tatkräftig und sorgt für das leibliche Wohl.
Welchen Zweck verfolgt Field-Tower-Project mit den Konzerten?
Wir spielen für einen wohltätigen Zweck. So spendeten wir bereits an die Kinderkrebshilfe und an „Südtirol hilft“. Auch heuer werden wir wieder eine Organisation finanziell unterstützen.
Worauf kann sich das Publikum freuen?
Wir wollen dem Publikum eine unvergessliche Performance mit einem tollen Programm bieten: Songs von AC/DC, Peter Maffay, Hubert von Goisern, ZZ Top und vielen mehr. Außerdem werden wir es mit einem selbst komponierten Lied überraschen. Zudem beziehen wir andere Vereine aus Feldthurns wie die „Hupfitn Henn“ in unser Konzert ein. „Field-Tower-Project – sound of Peace“ ist das Motto des Konzerts. Beginn ist um 20:30 Uhr; der Eintritt ist frei oder gegen freiwillige Spende. johanna.bampi@brixner.info



Foto Simon
Burko

THEATER
Sünden, die unter die Haut gehen
An neun Abenden im August verwandelte sich der Festplatz von St. Andrä in eine eindrucksvolle Bühne. Die Heimatbühne St. Andrä präsentierte unter der Regie von Helene Gostner Stockner und der Dramaturgie von Konrad Hochgruber das Stück „Die sieben Todsünden“ des Autors Franz Kranewitter. Jede der Sünden – Stolz, Trägheit, Neid, Geiz, Wollust, Zorn und Völlerei – wurde in einem eigenen kurzen Einakter inszeniert; zusammen ergab sich ein über zweistündiges Theatererlebnis. Das Bühnenbild überzeugte mit einer authentischen Südtiroler Stube samt Bauernofen auf der einen und einem stimmungsvoll gestalteten Waldstück auf der anderen Seite und verlieh der Aufführung eine greifbare Nähe. Alle Zuschauerplätze waren restlos besetzt, und die Schauspielerinnen und Schauspieler – allen voran die mitwirkenden Kinder – boten

durchweg starke Leistungen. Die Aufführung bewegte das Publikum tief: Feuchte Augen, nachdenkliche Gesichter und spürbare Betroffenheit zeugten von der Wirkung der Geschichten, die die Konsequenzen menschlicher Schwächen schonungslos vor Augen führten. Ein leichter kühler Wind, die aufkommende Dunkelheit und fernes Wetterleuchten verstärkten die besondere Atmosphäre. Trotz der ernsten Themen gab es auch humorvollere Momente, die für kurze Auflockerung sorgten. Ein gelungenes Stück, das richtigerweise erst ab 14 Jahren empfohlen wurde – nicht zuletzt, weil es das Publikum emotional beansprucht und im besten Fall nachhaltige Denkanstöße hinterlässt. jmf
Metallene Gefäße –
vielfach variiert
Man möchte sie berühren, die metallenen Schalen und Gefäße von Laurenz Stockner aus Kupfer, Eisen oder Stahl. Ihre höchst individuellen Formen und Oberflächen faszinieren. Abhängig von Material und Technik präsentieren sie sich rötlich schimmernd bis dunkel, glänzend oder matt, dünnwandig oder massiv. Manche – wie die hauchdünn getriebenen Schalen – tänzeln leicht und elegant über den Boden, den sie kaum zu berühren scheinen; andere wiederum wirken fest mit dem Untergrund verbunden. Für seine jüngeren Arbeiten ließ Stockner etwa bestehende Gefäße schmelzen, drehte die Reihenfolge der erprobten Arbeitsschritte also kurzerhand um und brachte auf diese Weise neue und archaisch anmutende Formen hervor. „Geschmolzen – geschmiedet – getrieben“ heißt seine aktuelle Ausstellung im Haus59 in Stilfs, die nicht nur eine Auswahl seiner Werke, sondern auch ihn selbst ins Dorf am Fuße des Ortlers führt. Auf Einladung von Karin Dalla Torre bindet er in dem alten, liebevoll restaurierten Bauernhaus seine Gefäße in die dortige Umgebung ein, lässt sie in Dialog treten mit den möblierten Räumen fernab von einer musealen Präsentation. Hier darf jedes Stück einfach sein. Auch Stockner selbst freut sich auf die Tage





im Vinschgau und darauf, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. In gewisser Weise knüpft er mit seinen preisgekrönten Schalen auch an die Bergbaugeschichte von Stilfs an. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt aus seinem Schaffen und ist bis zum 31. August täglich von 10 bis 12:30 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. job

Kostenlose Besichtigungen der Ölbrennerei möglich. (in den Sommermonaten)








Possibilità di visita gratuita della distilleria di pino mugo. (mesi estivi)


Neues Rätselheft für die Hofburg
Kürzlich erschien ein neues Rätselheft für Kinder, das einen Besuch in der Hofburg Brixen noch interessanter machen soll: „Auf Spurensuche durch die Geschichte“ begleitet Kinder und Jugendliche während ihres Besuchs mit Rätseln und Aufgaben rund um die Geschichte der Hofburg, die Ausstellungen und die Kunstwerke. Entdeckungslustige müssen etwa eine bestimmte Krippe finden, Statuen im Innenhof zählen und als Detektive tätig werden. Das Rätselbuch ist auf Deutsch und Italienisch in zwei Schwierigkeitsstufen erhältlich: für Kinder bis 12 Jahre sowie für Jugendliche ab 12 Jahren. Gemeinsam mit ComicSchwänen können sie die Hofburg erkunden und versuchen, ihre Geheimnisse zu entlocken. Das Rätselbuch knüpft an das beliebte Museumsquiz an und baut das Format aus – gestaltet wurde es von der Werbeagentur Brixmedia. „Auf Spurensuche durch die Geschichte“

ist ab sofort im Museum zu finden – Kinder wie Eltern können sich auf eine unterhaltsame, lehrreiche Entdeckungstour freuen. av
„sonx“ zum Dritten!
Das Kulturförderprojekt „sonx“ des Brixner Vereins rocknet.bz geht in die dritte Runde: Aus der Corona-Ausgabe von 2020, bei der mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Stiftung Sparkasse an 36 Südtiroler Interpreten und Bands insgesamt 45.000 Euro an Veröffentlichungsrechten ausgeschüttet wurden, wurde im Vorjahr eine abgespeckte jährlich wiederkehrende Ini-
tiative, die jeweils im Dezember einen spannenden Querschnitt über die Szene geben soll. Im Dezember 2024 ist demnach der Sampler „sonx 2025“ erschienen; nun folgt der Aufruf zur Teilnahme an der Ausgabe „sonx 2026“, die im kommenden Dezember erscheinen wird. Das Album wird wieder zehn Lieder beinhalten, deren Veröffentlichung mit jeweils 1.500 Euro belohnt wird. Innerhalb 30. September 2025 können

Musiker und Bands ein (auch als Demo) produziertes, aber noch nicht veröffentlichtes Lied zusenden. Eine Jury wählt nach mehreren definierten Kriterien zehn Lieder aus, die ein Spiegelbild der aktuellen Pop- und Rockszene Südtirols darstellen sollen. Ende Oktober 2025 werden die Gewinner benachrichtigt; die gewählten Lieder werden daraufhin für die Veröffentlichung studiotechnisch vorbereitet. Es entsteht die Zusammenstellung eines Samplers, der im Dezember 2025 auf den üblichen digitalen Plattformen wie Spotify und Apple Music sowie als CD von rocknet.bz unter dem Titel „sonx 2026“ veröffentlicht werden wird. Teilnahmeberechtigt ist jeder in Südtirol ansässige Musiker von einer der drei Sprachgruppen; bei Bands müssen mindestens zwei Drittel der Formation in Südtirol ansässig sein. Weitere Teilnahmebedingungen im Internet: www.rocknet.bz wv



Auf zur Futurum!
EVENT – Die 10. Südtiroler Bildungsmesse Futurum findet vom 18. bis 20. September in der Messe Bozen statt und bietet gemeinsam mit den Landesmeisterschaften der Berufe ein abwechslungsreiches Programm für Jugendliche und deren Eltern.
Südtirol – Die Futurum 2025 informiert aktuell und umfassend zu den Bildungs- und Berufswegen und erleichtert Jugendlichen und deren Eltern die Entscheidung bei der Wahl der Ausbildung. Zeitgleich findet die Landesmeisterschaft der Berufe WorldSkills South Tyrol, Italy statt, bei der junge Talente aus unterschiedlichen Berufsgruppen in spannenden Wettbewerben gegeneinander antreten. Die Wettkämpfe gelten als offizielle Vorausscheidung für die Teilnahme an der nächsten Berufsweltmeisterschaft in Shanghai im September 2026. Damit ist für Spannung gesorgt! Der Eintritt ist frei.
Für jede:n was dabei
Die Bildungsmesse, die vom 18. bis 20. September von 8:30 bis 16:30 Uhr in der Messe Bozen über die Bühne geht, richtet sich im Besonderen an junge Menschen und deren Eltern. Jugendliche der Mittelschule können sich direkt am Stand der Schulen darüber informieren, welche deutsch-, italienisch- und ladinischsprachigen Schulen und Ausbildungswege es nach dem erfolgreichen Mittelschulabschluss
gibt. Oberschülerinnen und Oberschüler werden an den Ständen der Unis und Fachhochschulen aus Südtirol, dem Trentino und Norditalien sowie der meistgewählten Studienorte im Ausland wie etwa Innsbruck, Wien, Salzburg, Graz und München beraten. Die Studieninformation Südtirol ist ebenfalls vor Ort und berät unter anderem zur Anerkennung der Studientitel. Auch Erwachsene, die Interesse an einer Weiterbildung oder Neuorientierung haben, sind bei der Futurum 2025 genau richtig.
„Meet the companies“
Betriebe bekommen am 19. September beim „Meet the companies“ die Gelegenheit, sich Jugendlichen zu präsentieren und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Die Initiative des WIFO der Handelskammer Bozen sieht vor, dass die Jugendlichen in kleine Gruppen aufgeteilt werden, um Vertreter:innen von Unternehmen zu ihren Tätigkeiten, Berufen und Kompetenzen zu befragen. Weiteres Highlight der Futurum ist der MINT-Stand, bei dem es Wissenswertes rund um die Bereiche Mathematik, Informatik, Natur-
wissenschaften und Technik gibt. Darüber hinaus bietet das Amt für Ausbildungs- und Berufsberatung individuelle Beratung und Informationen.

INFO: WorldSkills South Tyrol, Italy Tel. 0471 945 777
worldskills@handelskammer.bz.it www.worldskills.it
Foto: Ivan Brentegani

Pinocchio im Bauch des Walfischs
THEATER: Am 2. Oktober um 20 Uhr erzählt das Teatro la Ribalta – Kunst der Vielfalt mit der Geschichte von Pinocchio ein modernes Märchen für alle.
„Ich verstehe nicht, warum mich niemand versteht. Ich versichere euch, dass es für mich überhaupt nicht einfach ist, hier zu sein. Ihr alle kennt die Geschichte von Pinocchio sehr gut. Wonach sucht ihr dann? Was ihr sehen werdet, ist ein Ausschnitt aus dem Leben, ein kleines Fenster hin zur zwischenmenschlichen Beziehung zwischen einem Vater und einem Sohn. Das sollte euch vorerst genügen“, sagt die sprechende Grille.
Pinocchios Abenteuer
Das moderne Märchen von Pinocchio ist eine Geschichte für Jung und Alt. Es erzählt von den Abenteuern, aber auch Missgeschicken Pinocchios und seines Vaters Meister Gepetto.
Mit anderen Worten, das Stück wurzelt in einer Vater-Sohn-Beziehung. Die Protagonisten befinden sich im Walbauch und treffen dort auf weitere Figuren aus dem Märchen. Ein Tierbauch, ein Mutterbauch.
Paolo Grossi führt Regie bei dieser Produktion, unterstützt von Paola Guerra und Antonio Viganò (künstlerische Mitarbeit). Elena Beccaro zeichnet für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich. Melissa Pircali als Light Designer und Giacomo Agnifili als Sound Designer gehören ebenso zum Team wie Elisabetta Faggioli (LIS-Beratung). Auf der Bühne stehen Mathias Dallinger, Michele Fiocchi, Sara Menestrina, Stefania Mazzilli Muratori. Alperia unterstützte die Produktion als Sponsor.

MOZART IN DER HOFBURG
„Mozart in der Brixner Hofburg“ präsentiert heuer im wunderbaren Kaisersaal der Hofburg zwei Klaviertrios und Klaviermusik von Mozart. Die Trios zeichnen sich durch ihre schönen Melodien, vielfältigen harmonischen Wendungen und die kunstvolle Verknüpfung der Instrumente aus und gehören für viele zum Schönsten, was Mozart geschrieben
* Samstag, 6. September, 20 Uhr Hofburg Brixen, Kaisersaal
hat. Tobias Koch am historischen Hammerklavier, Ulrike Engel (Violine) und Kaspar Singer (Violoncello) sind die kompetenten Interpreten.
Tobias Koch, Hammerklavier Ulrike Engel, Violine Kaspar Singer, Violoncello
Teatro la Ribalta – Kunst der Vielfalt präsentiert Pinocchio nel ventre della balena (in italienischer Sprache)
Do., 2. Oktober, 20 Uhr Forum, Brixen
Eintritt: 15 Euro (ermäßigt Studierende und Senioren 10 Euro) Keine Reservierung erforderlich. Info: info@teatrolaribalta.it, Tel. 0471 324943 oder 376 1280637
Die Veranstaltung wird von der Region Trentino-Südtirol und der Gemeinde Brixen unterstützt.


ERÖFFNEN
Kursangebote im Jukas

Foto: Pixabay
Mi., 1.10., 18:30 – 20:30 Uhr
Mit Nadel, Faden und Schere: Auf zum Flicktreff! Nähwerkstatt
Mit Brigitte Ferdigg und Julia Vontavon
Fr., 3.10., 15 – 18:30 und 19:30 – 21:00 Uhr
Entgiften und reinigen mit Jin Shin Jyutsu: Strömen. Praxistag
Mit Sabine Bampi
Mi., 8.10., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Faszination Fotografie! Mit einfachen Fotoprojekten die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fördern. Seminar
Mit Oliver Spalt
Do., 9.10., 9 – 13 Uhr Mentale Stärke und Ressourcen bei Kindern und Jugendlichen aktivieren. Seminar
Mit Heike Torggler
Fr., 10.10., 17 – 19:30 Uhr Schreibcafé. Werkstatt
Mit Leni Leitgeb
Sa., 11.10., 9 – 12:30 Uhr
Die überraschende Kraft der Vitalpilze: Ganzheitlich Gesundheit stärken. Seminar Mit Kathrin Kuen
Sa., 11.10., 9 – 12:30 und 13:30 – 17:00 Uhr Kinder für das Leben stärken: Mentaltraining für das Kindergarten- und Grundschulalter. Seminar
Mit Cordula Oberhuber
Do., 16.10. und Fr., 17.10., jeweils 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Zugang zur inneren Weisheit finden: Mit dem Körper im Dialog durch Focusing. Seminar
Mit Werner Walterskirchen
Sa., 18.10., 9:30 – 12:45 Uhr Entdecke und entfalte deine Talente. Schnuppertag zum Intensivkurs
Mit Elisabeth Fäckl und Matthias Da Soghe
Sa., 18.10., 14 – 18 Uhr Schreiben… Drucken… Binden: Buchwerkstatt für Familien
Mit Astrid Meckl und Helene Rungger
Sa., 18.10., 17 – 20 Uhr
Stimme – Rhythmus – Improvisation. Werkstatt
Mit Eveline Jess und Andreas Delago
So., 19.10., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr
Die Rote Nase: (M)eine Begegnung mit dem Clown. Schnuppertag zum Lehrgang
Mit Helga Jud und Manfred Unterluggauer
Mo., 20.10., 27.10. und 10.11., jeweils 17:30 – 20 Uhr Erde, Wasser, Luft und Feuer: Offener Töpfertreff. Kreativabende
Mit Helga Tinkhauser und Benjamin Schlesier
Di., 21.10., 28.10. und 4.11., jeweils von 18:30 – 20:30 Uhr Wortgeflüster: Poetische Schreibwerkstatt. Online-Kurs
Mit Leni Leitgeb
Sa., 25.10., 14 – 18 Uhr
Dein Buch aus Restpapieren: Buchbinden. Werkstatt
Mit Julia Vontavon
Donnerstag, 4. September
Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr
Mühlbacher Klause Mühlbach
Konzert 19 Uhr
Musik von A. Salieri und W.A. Mozart
Orchester Bella Musica der Universität Mozarteum Salzburg Hofburg, Brixen
Freitag, 5. September
Kinderprogramm 16 Uhr
Vorlesen und Basteln (Anmeldung)
Stadtbibliothek, Brixen
Samstag, 6. September
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm
Treffpunkt: Hofburg
Konzert 20 Uhr
Mozart in der Brixner Hofburg mit Tobias Koch (Hammerklavier), Ulrike Engel (Violine) und Kaspar Singer (Violoncello) Hofburg, Brixen
Dienstag, 9. September
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Donnerstag, 11. September
Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr
Mühlbacher Klause Mühlbach
Theater 18 Uhr
Opening des TPZ Vorstellung der neuen Werkstätten, Get-together Astra, Brixen
Diverses 18–20:30 Uhr
Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen
Vortrag 18 Uhr
Fragilità, individualismo, speranza e opportunità (ital.) mit Francesco Pira, Salvatore Gioatta Iachino, Ottavio Tosoni
Dienstag, 16. September
Diverses ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Donnerstag, 18. September
Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach
Freitag, 19. September Kinderprogramm 6 Uhr Vorlesen und Basteln (Anmeldung)
Stadtbibliothek, Brixen
Buchvorstellung 18:30 Uhr
Heimat im Gepäck mit der Autorin Sabine Peer Stadtbibliothek, Brixen
Musik/Literatur 19:30 Uhr Im Wein lügt Wahrheit (Anmeldung) mit Sylvia Lanz (Violine), Alfred E. Mair (Sprecher), Katja Lechner (Harfe) Vinzentinum, Brixen
Samstag, 20. September Führung 10:30 Uhr Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg
Dienstag, 23. September Buchvorstellung 18:30 Uhr Il mite caprone rosso – Vita breve di Norbert C. Kaser Stadtbibliothek, Brixen
Diverses ab 20 Uhr Spieletreff Vintlerhof, Milland
Donnerstag, 25. September Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach
Vortrag 18 Uhr Goethe und Mozart mit Giovanni Insom Forum, Brixen
Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 279923, bildung@jukas.net, www.jukas.net
Stadtbibliothek, Brixen
Samstag, 13. September
Diverses 10–18 Uhr
Vintage Markt mit Live-Musik, Food & Drinks Astra, Brixen
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm
Treffpunkt: Hofburg
Konzert 20 Uhr Magic, Magic, Magic Flute! mit Rocco De Bernardis, Giacomo Fornari, Michele Mirabella und Gesangssolisten Forum, Brixen
Freitag, 26. September Tagung ab 14 Uhr Brixner Philosophietage Vorträge zu spirituellen Themen Philosophisch-Theologische Hochschule, Brixen
Vortrag 17:30 Uhr
Mozart e l’idea di Dio mit Giacomo Fornari und Paolo Renner Hofburg, Brixen
Lesung 20 Uhr
Nota avvelenata (ital.) mit Nicole Millo und dem Ensemble der Labirinti armonici Hofburg, Brixen
Samstag, 27. September
Tagung 9–17 Uhr
Brixner Philosophietage Philosophisch-TheologischeHochschule, Brixen
Führung 10:30 Uhr
Weißer Turm
Treffpunkt: Hofburg
Diverses ab 11 Uhr
Tag der offenen Tür Bildungshaus Jukas, Brixen
Konzert 17 Uhr
Mozarts Konzerte für Klavier und Orchester mit Andrea Bacchetti und dem Südtirol Filarmonica Ensemble Hofburg, Brixen
Konzert 19 Uhr
Auf Flügeln der Hoffnung –Musik für Tansania Benefizkonzert zugunsten der Stiftung „Irma hilft“ mit Laura Fischnaller (Harfe), Anna Hofer (Flöte), Rebekka Sullmann (Gesang)
Kapuzinerkirche, Brixen
Konzert 20:30 Uhr
Field-Tower-Project Castaneum, Feldthurns
Sonntag, 28. September
Konzert 11 Uhr
Mozart versus Salieri mit Tobias Moretti, Thomas Hochradner und den The Bozen/Trient Mozartplayers Hofburg, Brixen
Dienstag, 30. September
Vortrag 18:30 Uhr
Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit mit Thomas Kobler Stadtbibliothek, Brixen
Diverses ab 20 Uhr Spieletreff Vintlerhof, Milland
Online-Fastenkurs mit Irmgard Dorfmann, ärztlich geprüfte Fastenleiterin und diplomierte Kosmetikerin
Fasten nach Dr. Buchinger stärkt Körper und Geist durch den Verzicht auf feste Nahrung. Säfte, Brühen und Tees fördern die natürliche Entgiftung und regen die Selbstheilung an. Diese Methode gibt dem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und neue Kraft zu schöpfen. Durch die individuelle Begleitung wird das Fasten zur Grundlage für neue Energie, einen gesünderen Lebensstil und ein verbessertes Lebensgefühl.

* Mo., 29. September bis So., 12. Oktober
Online-Kurs
Weitere Kurstermine:
Mo., 3. November bis So., 16. November Di., 9. Dezember bis So., 21. Dezember Mo., 12. Jänner bis So., 25. Jänner 2026 Mo., 16. März bis So., 29. März 2026 Mo., 11. Mai bis So., 24. Mai 2026
Infos und Anmeldung bei Irmgard Dorfmann Tel. 338 269 3210 | info@provitalonga.com | www.provitalonga.com



Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift – eine Auswahl für September – November
Berufsbegleitende Lehrgänge
Lehrgang: Bewegungsund Gesundheitscoach
Fr., 3.10.2025 bis Sa., 17.10.2026 (28 Modultage)
Lehrgang: Aromapflege und Aromatherapie
Mi., 8.10.2025 bis Fr., 16.10.2026 (21 Modultage)
Master Lehrgang 2025/2026
Management und Unternehmensführung
Fr., 10.10.2025 bis Sa., 4.7.2026 (36 Modultage)
Kurzlehrgang: Personalmanagement in 360° Di., 14.10.2025 bis Mi., 21.1.2026 (8 Modultage)
Lehrgang: Ganzheitliche:r Entspannungstrainer:in Fr., 17.10.2025 bis Sa., 31.10.2026 (23 Modultage)
Studiengang Zeichnung und Malerei
Fr., 24.10.2025 bis Sa., 11.04.2026, (16 Modultage)
Lehrgang: Controlling –Für die Steuerung des Unternehmenserfolges Mo., 3.11.2025 bis Mi., 18.3.2026 (12 Modultage)
Bibel & Glaube
Kamingespräch:
Die Freude in der Bibel Fr., 3.10., 18–21 Uhr
Von guten Mächten wunderbar geborgen Mo., 10.11., 9–17 Uhr
Gesundheit & Wohlbefinden
Wir erwarten ein Baby! Vorbereitungskurs auf Geburt und Elternschaft Sa., 27.9., 9–18 Uhr
Die Kraft der Atmung –Innere Stärke und ganzheitliches Wohlbefinden Fr., 10.10., 9–17 Uhr
Faszien- und Sportmassage Mo., 13.10. bis Di., 14.10., 9–17 Uhr
Kunst & Kreativität
Landschaft- und Reisezeichnen – analog & digital mit Skizzenbuch, iPad & Procreate berühren Di., 23.9. bis Fr., 26.9., 9:30–17 Uhr
Natur & Umwelt
Erste Hilfe-Zertifizierung für Gruppenleiter:innen
Do., 16.10., 8–18 Uhr
Steter Tropfen höhlt den Stein – Gewässerkunde für Wanderleiter:innen
Sa., 18.10., 9–17 Uhr
Wein & Köstlichkeiten
Das kleine Wein-ABC Mi., 24.9., 18:30–21:30 Uhr
Crashkurs: Service & Weinkunde für Einsteiger:innen Mo., 17.11. bis Di., 2.12. (6 Tage)
Arbeitssicherheit
Grundausbildung für Arbeitnehmer:innen (alle Risikoklassen) Mi., 1.10. bis 2.10., 8–17 Uhr Ausbildung zum bzw. zur Erste-Hilfe-Beauftragten (Risikogruppe B/C)
Do., 9.10., 8–18 Uhr
Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it
Ausstellungen
StadtGalerie bis 17. September
Make love no war.
Jacopo Benassi
Echos of a forgotten self. Alessandro Di Giampietro
Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr
Hofburg Brixen
13. September bis 11. Jänner
Robert Bosisio und Johannes Bosisio. Età, états
täglich 10–18:30 Uhr
Eröffnung: Fr., 12. September, 17 Uhr
Pharmaziemuseum bis 28. November
Pharmacia Chartacea. Elisabeth Oberrauch Mo.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr
Kloster Neustift bis 31. Oktober
Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525 Mo.–Sa. 10–17 Uhr
Stadtbibliothek, Brixen
29. September bis 4. Oktober
Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire
Eröffnung: Mo., 29.9., 18:30 Uhr
Mo.–Sa. 8:30–18:30 Uhr
Staudenparadies, Brixen bis 25. Oktober
SculpGarden ’25
Kunstkreis St. Erhard
Mo.–Fr. 9–12 Uhr und 15–18 Uhr, Sa. 9–12 Uhr
Johanneskapelle, Brixen bis 2. November In Hoffnung erneuert Mo.–Sa. 11–12 Uhr
Neue Kunst Galerie Kloster Neustift bis 4. Oktober
Markus Gasser bis 4. Oktober
Helmut Nindl Mo.–Sa. 10–17 Uhr
Galerie 90, Mühlbach bis 31. Oktober Peter Fellin. „Objekte“ im Wolkensteinerkeller Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50) bis 13. September Burundi. Das Herz von Afrika. Fotos
Fr., 5. und Sa., 13. September, 17–19 Uhr
Festung Franzensfeste bis 9. November Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum Was tun mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus und Faschismus?
Brücken durch die Zeit: Architektur des Unsichtbaren Fotografien von Gregor Sailer Di.–So. 10–18 Uhr
Märkte
Bauernmarkt
mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz
Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz
Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn Samstag, 6. September, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn
Bauern- und Wochenmarkt donnerstags, 8:30–12:30 Uhr Mühlbach

MOZART AND FRIENDS
Zum dritten Mal findet am 4. September und vom 25. bis 27. September das Festival „Mozart and Friends” statt. „Brixen zum kleinen Salzburg Italiens zu machen“, ist der Traum von Giacomo Fornari. „Denn im gesamten Alpenraum gibt es keinen geeigneteren Ort für eine Veranstaltung, die Musik mit dem Interesse an Kultur in verschiedenen Formen verbindet.“ Erwartet werden Stars wie Michele Mirabella und Tobias Moretti, das Südtirol Filarmonica Ensemble und das Orchester der Universität Mozarteum Salzburg.


* Donnerstag, 4. September
Kaisersaal, Hofburg Brixen
19 Uhr: Musikalischer Aperitif Orchester Bella Musica der Universität Mozarteum Salzburg
Leitung: Stefan David Hummel Musik von Antonio Salieri und Wolfgang Amadeus Mozart
Das Festival präsentiert bei Musik, Wein und Canapés sein endgültiges Programm.
* Donnerstag, 25. September
Forum Brixen
18 Uhr: Giovanni Insom spricht über Goethe und Mozart
20 Uhr: „Magic, Magic, Magic Flute!“ mit Rocco De Bernardis, Giacomo Fornari und Michele Mirabella
Junge, talentierte Sänger präsentieren bedeutende Stücke aus der „Zauberflöte“.
Leitung: Massimo Lambertini
* Freitag, 26. September
Kaisersaal, Hofburg Brixen
17:30 Uhr: „Mozart e l’idea di Dio“: Gespräch mit Giacomo Fornari und Don Paolo Renner
20 Uhr: „Nota avvelenata“
In Form eines Krimis werden die letzten Tage Mozarts in seiner komplexen Beziehung zu Antonio Salieri nachgezeichnet. Mit der Schauspielerin Nicole Millo und dem Ensemble der Labirinti armonici
* Samstag, 27. September
Hofburg Brixen
17 Uhr: Zwei Konzerte für Klavier und Orchester von Mozart (KV 414 und KV 488) Andrea Bacchetti, Klavier, Südtirol Filarmonica Ensemble
20 Uhr: Galadinner
Das Bläserensemble Philomousia (Leitung: Manfred Egger) begleitet die Speisen in der Tradition der Tafelmusik mit Musik von Mozart.
* Sonntag, 28. September
Kaisersaal, Hofburg Brixen
11 Uhr: Mozart versus Salieri mit Tobias Moretti
Prof. Thomas Hochradner (Universität Mozarteum, Salzburg) stellt Antonio Salieris Werk „Armonia per un tempio della notte”, gespielt von The Bozen/Trient Mozartplayers (Leitung: Francesco Fontolan), vor. Anschließend: Empfang mit erlesenen Häppchen und köstlichen Weinen
Änderungen vorbehalten
Eintrittskarten: Tourismus Brixen, info@brixen.org, Tel. 0472 275 252 Abendkassa vor Konzertbeginn

BILDUNG MIT WEITBLICK
Führen aus innerer Stärke:
Ein Seminar für Führungskräfte
Führen beginnt nicht im Außen - sondern im Nervensystem. Do., 11.9. bis Fr., 12.9.
Papst Leo XIV. und die neue soziale Frage
Die Podiumsdiskussion beleuchtet, wie die katholische Soziallehre unter der Führung Papst Leos XIV. auf die großen Herausforderungen unserer Zeit reagiert: Armut, Migration, Klimakrise. Gebührenfrei. Do., 11.9., 19–21 Uhr
Ehevorbereitung
Vor dem Hintergrund, eine verbindliche Lebensentscheidung zu treffen und „in der Kirche“ zu heiraten, bietet die Ehevorbereitung Zeit zum Innehalten, Impulse für die Beziehung, Raum zur Reflexion und Motivation sowie Zeit, in eine gelingende Beziehung zu investieren.
Termin 1: Fr., 12.9. bis So., 14.9.; Termin 2: Fr., 24.10. bis So., 26.10.; Termin 3: Mo., 29.12. bis Di., 30.12.
Malen mit Aquarell 2
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Aquarellmalerei und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Sa., 13.9. bis So., 14.9.
Vital und lebendig mit Rio Abierto
Nach einer Aufwärmphase, in der wir unter anderem unsere Gelenke aktivieren und den Beckenboden stärken, bewegen wir uns zur Musik. Zwölf Einheiten. Mo., 15.9. bis Mo., 9.12.
Systemisches Denken und Arbeiten im Sozial- und Gesundheitsbereich
Im 6- tägigen Lehrgang haben Teilnehmende die Möglichkeit, praxisnah und anwendungsorientiert ein vertieftes Verständnis der systemischen Herangehensweise zu entwickeln.
Beginn: Do., 18.9.
Gesundheit beginnt im Kopf
Ziel des Workshops ist es, deine Selbstkompetenz und Selbstwirksamkeit zu stärken, dein Wohlbefinden zu fördern und dir ein besseres Verständnis für das Zusammenspiel von Gedanken zu vermitteln. Di., 23.9.
Yoga für Männer
Kraft – Beweglichkeit – Entspannung. Vier Einheiten. Mi., 24.9. bis Mi., 15.10.
Zu oft vergesse ich, was ich für eine tolle Frau bin!
In diesem Seminar werden Frauen persönlich und beruflich in ihren Kompetenzen gestärkt. Do., 25.9., 9–17 Uhr

Cybersicherheit im privaten Bereich
Lernen Sie in unserem praxisnahen Seminar, wie Sie sich und Ihre Daten vor Betrug schützen können.
Sa., 27.9.
Pilgern der Hoffnung
Drei Tage – drei Wege – ein Ziel: Hoffnung. Bei „Pilgern der Hoffnung“ bieten wir an drei Tagen drei verschiedene Pilgerwanderungen an. Sa., 27.9., Sa., 4.10. und Sa., 11.10.
Ausbildung zum/r Mentaltrainer/in
Diplom-Lehrgang
Bei gleicher Ausbildung und gleichen Voraussetzungen führt der bessere Zugang zur mentalen Stärke zum Erfolg! Achtteiliger Lehrgang. Beginn: Fr., 3.10.
Lehrgang: Young Talents for Leadership Führungskraft werden und sein. Fünf Module. Online-Infoabend: Mi., 10.9., 19:30 Uhr
Beginn: Fr., 3.10
Singen und Musizieren in der Familie
In diesem Tagesseminar finden Familienangehörige oder Interessensgruppen zusammen, um ihr gemeinsames Interesse an Musik aufleben zu lassen, es zu vertiefen und Neues dazu zu lernen.
Sa., 25.10.
Geburtsvorbereitung kompakt
Sich als Paar ein Wochenende Zeit nehmen für das Schwanger-Sein, Mutter-Werden, Vater-Werden, Familie werden.
Sa., 25.10. bis So., 26.10.
Lehrgang Spiritual Care
In Kooperation mit der Philosophisch - Theologischen Hochschule Brixen. Der Lehrgang richtet sich an Menschen, die in der Begleitung Kranker, Schwerstkranker und Sterbender sowie ihrer Angehörigen tätig sind. Fünfteiliger Lehrgang.
Beginn: Fr., 21.11.
Cusanus-Akademie
Seminarplatz 2 | I-39042 Brixen/Südtirol
T +39 0472 832 204 | www.cusanus.bz.it

DIE NEUEN KURSE SIND DA –JETZT ANMELDEN!
Kultur & Gesellschaft
Stadtführung: Brixen auf den zweiten Blick
Fr., 7.11., 14–16 Uhr
Das Erbrecht
Mo., 3.11., 19:30–21:30 Uhr
Sprachkurse
Ohne Vorkenntnissevon Anfang an!
Englisch: Mo., 6.10., 18:30–20 Uhr, 9 Treffen
Spanisch: Di., 14.10., 18:15–19:45 Uhr, 8 Treffen
Russisch: Di., 14.10., 17:15–18:45 Uhr, 8 Treffen
Französisch: Di. 7.10., 19:45–21:15 Uhr, 9 Treffen
Gebärdensprache
Mi., 15.10., 18–19:30 Uhr, 8 Treffen
IVHS Auf dem Weg zur Zweisprachigkeitsprüfung
Mo., 6.10., 15:30–16:30 Uhr, 10 Treffen
Beruf & Digitale Kompetenz
Excel im beruflichen Kontext
Fr., 31.10., 18–20 Uhr
Grundlagen des Controllings
Di., 23.9., 9–17 Uhr
Stress- und Energiemanagement
Sa., 20.9., 8:30–16:30 Uhr
Highlight
Lehrgang Lead & Speak Kommunikation für die Führung ab 4.9. in Brixen www.vhs.it
Gesundheit & Bewegung
Meditation to go
Mo., 6.10., 18:30–20 Uhr, 2 Treffen
Fit ab 65
Mi., 24.9., 9:30–10:15 Uhr, 10 Treffen
Circuit TrainingAthletikzirkel
Mo., 22.9., 18:20–19:20 Uhr, 10 Treffen
Fitness für Frauen
Fr., 10.10., 14:45–15:45 Uhr, 8 Treffen
Ballett für Erwachsene
Mi., 17.9., 17:30–19 Uhr, 10 Treffen
IVHS Tanzen wie die Weltmeister
Do., 25.9., 16–17:30 Uhr, 7 Treffen
Hobby & Freizeit
Nähen
Sa., 4.10., 14–17 Uhr, 3 Treffen
Jodeln
Sa., 11.10., 9–16 Uhr
Singen für Groß und Klein
Do., 9.10., 19:30–21 Uhr, 3 Treffen
Gitarrenkurs für Erwachsene
Do., 2.10., ab 18 Uhr, 10 Treffen à 1 h
Herbst in der Küche mit Armin Mairhofer Fr., 3.10., 17–21 Uhr
Ganzjahresgärtnern
Mi., 1.10., 18:30–20:30 Uhr
Weitere Kurse in Präsenz und online finden Sie auf www.vhs.it

VHS Südtirol Zweigstelle Brixen
Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, brixen@vhs.it www.vhs.it
KURSE UND VORTRÄGE KVW BILDUNG BRIXEN
… mit interessanten Lehrgängen und einer Vielzahl an Kurzkursen
QUALIFIZIERUNG & BERUF
Ausbildung: EntspannungspädagogIn für Kinder Lehrgang ab Do., 16.10., 6 x
Theorie und Praxis für eine prof. Social MediaPräsenz
Lehrgang ab Fr., 24.10., 7 x OnlineInfoabend: Di., 7.10., 18:30 Uhr
MBSR Stressreduzierung durch Achtsamkeit Lehrgang ab Di., 28.10., 9 x Orientierungsabend am Mo., 13.10., 18:30 Uhr
Kinderyoga für ErzieherInnen und PädagogInnen Sa., 13.9., 10 Uhr
Buchhaltung für NeueinsteigerInnen ab Do., 2.10., 18:30 Uhr, 6 x
Raus aus dem Stress: Nutzen Sie Ihre Mittagspause ab Mi., 8.10., 12:30 Uhr, 6 x
SPRACHEN
Italienisch – Vorbereitung Zweisprachigkeitsprüfung
B1 (ex C) ab Mo., 22.9., 18:30 Uhr, 10 x Sprachkurse für verschiedene Niveaus
Englisch, Deutsch, Italienisch ab Oktober 2025
MENSCH GESELLSCHAFT
Farb und Schminkberatung Fr., 19.9., 15 Uhr
Ja sagen – Nein fühlen Fr., 26.9., 14:30 Uhr
Erste Hilfe bei Kindern Do., 23.10., 19 Uhr
Testament und Erbrecht Mo., 27.10., 19 Uhr
Die Pensionierung naht: Zeit für neue Perspektiven Fr., 14.11., 15:30 Uhr
GESUNDHEIT WOHLBEFINDEN
Qi Gong ab Di., 30.9., 18:30 Uhr, 4 x
DetoxKur mit Hafer oder Reis (Online) ab Fr., 7.11., 19:30 Uhr, 4 x

Meditationsabende ab Mi., 5.11., 19:30 Uhr, 4 x
Body Forming ab Di., 30.9., 18:30 Uhr, 10 x
Pilates ab Mo., 29.9., 9 x 2 Gruppen, 17:30 und 18:30 Uhr
Verschiedene Bewegungskurse: Yoga, Tanzen ab der Lebensmitte, Gymnastik
SENIORENANGEBOTE
Treffpunkt Senior Online Di., 23.9., 21.10., 18.11., 16.12., 14 Uhr
Englisch 50+ ab Do., 2.10., ab Di., 7.10.
KREATIVITÄT
Smartphone Foto & Video Fr., 17.10., 14 Uhr
Wohlbefinden aus der Natur: Pflegeprodukte selbst herstellen Sa., 18.10., 14 Uhr
Fotokurs – von Bildern lernen ab Fr., 14.11., 18 Uhr, 2 x
Waldapotheke Sa., 22.11., 14 Uhr
BESSER LESEN & SCHREIBEN Neue Unterstützungsstelle für deutschsprachige Erwachsene ab Oktober auch in Brixen.
Detaillierte Beschreibungen und weitere Angebote auf unserer Website: https://bildung.kvw.org
oder direkt bei uns: KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2 | Tel. 0472 207 978 brixen@kvwbildung.org

Rheuma-Liga Südtirol VFG Pillhof 25 39057 Frangart/Eppan
Tel. 0471 979 9595 info@rheumaliga.it
RHEUMA-LIGA-SÜDTIROL
Kurse Oktober 2025 bis Mai 2026
Brixen/Vahrn
Gesundheitsgymnastik Turnhalle, Vahrn (10 Einheiten, 50 Euro) mit Vanessa Braito Mi., 18–19 Uhr, Start: 8.10.2025
Wassergymnastik (26 Einheiten, 180 Euro) Krankenhaus, Brixen
Kurse in Ausarbeitung:
Mo., 17–18 Uhr, Start: 6.10.2025
Mo., 18–19 Uhr, Start: 6.10.2025 Mo., 19–20 Uhr, Start: 6.10.2025
Kurse mit Burkhard Goller: Di., 17– 18 Uhr, Start: 7.10.2025
Di., 18–19 Uhr, Start: 7.10.2025
Di., 19–20 Uhr, Start: 7.10.2025
Do., 17–18 Uhr, Start: 9.10.2025
Do., 18–19 Uhr, Start: 9.10.2025
Kurs in Ausarbeitung: Do., 19–20 Uhr, Start: 9.10.2025
Kurse mit Melanie Kreidl: Fr., 17–18 Uhr, Start: 10.10.2025 Fr., 18–19 Uhr, Start: 10.10.2025
Gymnastik mit Osteoporoseprävention und Beckenboden
Praxis Dr. Fischer, Brixen (16 Einheiten, 80 Euro) mit Michaela Piok Do., 16:45–17:45 Uhr, Start: 8.1.2026
Yoga am Stuhl
Haus der Solidarität (2. Stock), Milland (26 Einheiten, 130 Euro) mit Christiane Ludwig Mo., 15:30–16:30 Uhr, Start: 6.10.2025
Nordic Walking Brixen (7 Einheiten, 25 Euro) mit Burkhard Goller Mo., 10–11:30 Uhr, Start: 18.8.25
Klausen
Gesundheitsgymnastik
Mittelschule, Klausen (10 Einheiten, 50 Euro) mit Vanessa Braito Mo., 18–19 Uhr, Start: 6.10.2025
Sterzing
Wassergymnastik
Krankenhaus, Sterzing (26 Einheiten, 120 Euro) mit Alexandra Braidotti Mi., 16:30–17 Uhr, Start: 8.10.2025 Mi., 17:10–17:40 Uhr, Start: 8.10.2025
Sanfte Gymnastik mit Musik. Ganzheitliche Bewegung für mehr Lebensqualität Altenheim Schloss Moss, Sterzing (26 Einheiten, 130 Euro) mit Annemarie Steiner Seppi Mo., 9 – 10 Uhr, Start: 6.10.25
Pustertal
Yoga
Vroni Fischer Yoga, Toblach (angepasst an die Bedürfnisse der Teilnehmenden, 26 Einheiten, 130 Euro) mit Vroni Fischer Do., 17:30–18:30 Uhr, Start: 9.10.2025
Wassergymnastik
Hotel Kirchenwirt, Toblach (Wassertiefe 1,5 mm, 16 Einheiten, 130 Euro) mit Michael Mair Fr., 9–10 Uhr, Start: 9.1.2026 Fr., 10–11 Uhr, Start: 9.1.2026
Gesundheitsgymnastik
Krankenhaus, Bruneck (26 Einheiten, 130 Euro) mit Andrea Innerhofer Mo., 17:30–18:30 Uhr, Start: 6.10.2025
Gesundheitsgymnastik
Grundschule, Toblach (26 Einheiten, 130 Euro) mit Renate Schäfer Mi., 17:30–18:30 Uhr, Start: 8.10.2025
Wassergymnastik
Cron4, Reischach (26 Einheiten, 180 Euro)
Kurse mit Alexandra Rametta: Do., 9–10 Uhr, Start: 9.10.2025 Do., 10–11 Uhr, Start: 9.10.2025
Kurse mit Dagmar Thaler: Mi., 13–14 Uhr, Start: 8.10.2025 Mi., 14–15 Uhr, Start: 8.10.2025 Es werden auch Onlinekurse angeboten.
Das aktuelle Programm finden Sie immer auf unserer Website.
Für die Teilnahme an den Kursen wird die Mitgliedschaft vorausgesetzt.
Anmeldungen ab 1. September 2025: Online unter www.rheumaliga.it.
Telefonische Anmeldungen:
Gerhild, Tel. 333 394 22 55, vom 1.9. bis 15.10., Mo.–Fr. von 8:30–12 Uhr und 15–18 Uhr Manuela, Tel. 376 029 04 21, am 1., 4., 8. und 11.9. von 17–19 Uhr Büro, Tel. 0471 979 959, vom 1.9. bis 19.9., Mo.–Fr. von 8:30–12 Uhr, ab 22.9. Mo., Mi., Fr. von 8:30–12 Uhr
Wichtig: Es ist nicht zulässig, nur bei der Bank eine Einzahlung zu den Kursen vorzunehmen, ohne sich vorher über das OnlinePortal oder telefonisch angemeldet zu haben. Einzahlungen ohne Anmeldung werden nicht berücksichtigt und rücküberwiesen.

„
Aus Enttäuschung wurde Stolz“

INTERVIEW: EVA SCHATZER aus Vahrn, Mittelfeldspielerin von Juventus Turin, hat es in den Kader der italienischen Nationalmannschaft bei der Frauen-EM 2025 geschafft. Ein Gespräch über das Halbfinal-Aus, das Leben zwischen Training und Online-Hörsaal – und darüber, warum Frauenfußball längst mehr ist als nur ein Randthema.

Frau Schatzer, Glückwunsch zur starken Juventus-Saison mit Meisterschaft und Pokal und zur EM-Teilnahme. Wenn man heute Ihren Namen googelt, erscheinen unzählige Artikel und Interviews – wird einem erst da so richtig bewusst, was man als Fußballerin inzwischen erreicht hat?
EVA SCHATZER: Es ist schön zu sehen, dass inzwischen so viel über den Frauenfußball berichtet wird – und auch über mich persönlich. Trotzdem fühlt es sich noch immer etwas ungewohnt an. Besonders seit der EM kommt es häufiger vor, dass mich Menschen auf der Straße erkennen. Das ist natürlich eine schöne Bestätigung, aber für mich nicht selbstverständlich. Im Kern bin ich immer noch dieselbe wie früher – eher ruhig, bodenständig. Doch es freut mich natürlich, dass die Aufmerksamkeit für unseren Sport wächst.
Die italienische Mannschaft war der Überraschungsgast der Fußball-EM, stürmte als Außenseiter bis ins Halbfinale, um dann ausgerechnet gegen die späteren Titelgewinnerinnen aus England knapp auszuscheiden. Nehmen Sie uns mit zu diesem einen Moment? Was ging in Ihnen vor, als der Schlusspfiff ertönte?
Es war ein unglaubliches Erlebnis, überhaupt bei dieser EM dabei zu sein. Am Anfang hätten wir nie gedacht, dass
wir so weit kommen würden. Natürlich wussten wir, dass wir uns in den letzten Jahren stark verbessert hatten und den Top-Teams immer näher rückten. Aber dass es bis zum Halbfinale reichen würde – das hätte uns niemand zugetraut. Und dann waren wir sogar nur wenige Minuten vom Finale entfernt. Ich stand gerade mit einigen Mitspielerinnen an der Seitenlinie beim Aufwärmen und wartete nur noch auf den Abpfiff – da kam dieses unglückliche Gegentor der Engländerinnen. In der Verlängerung haben wir noch einmal alles gegeben, aber gegen ein so erfahrenes Team wie England ist es schwer. Für viele von uns war es das erste Spiel dieser Größenordnung. Am Ende kam noch der Elfmeter, und die Enttäuschung war riesig.
„ Es war ein unglaubliches Erlebnis , überhaupt bei dieser EM dabei zu sein; am Anfang hätten wir nie gedacht, dass wir so weit kommen würden“ _ Eva Schatzer, Profifußballerin
EHRGEIZIG: Eva Schatzer und drei Teamkolleginnen freuen sich über ein gewonnenes Spiel bei der Fußball-EM
Sie haben bei der EM keine Einsatzminute bekommen, waren aber Teil des Kaders. Wie fühlt sich das an – dabei zu sein, aber nicht auf dem Platz stehen zu können?
Für mich war es eine große Ehre, überhaupt Teil des EM-Kaders zu sein. Für das eigene Land zu spielen oder zumindest im Trikot auf der Bank zu sitzen – das ist ein Traum, den wohl jede Fußballerin hat. Natürlich hätte ich mir Einsatzminuten gewünscht, aber allein dieses große Turnier aus der Nähe miterleben zu dürfen war etwas Besonderes. Man fühlt sich auf jeden Fall als Teil der Mannschaft – und gleichzeitig fehlt im Spiel dieser eine Aspekt: selbst eingreifen zu können. Von außen anzufeuern ist emotional oft sogar schwieriger, weil man machtlos ist und nicht direkt helfen kann. Diese Perspektive ist eine völlig andere. Aber unser Trainer hat uns immer wieder gesagt: Alle 23 Spielerinnen sind wichtig. Manche starten, andere beenden ein Spiel, aber jede trägt ihren Teil bei – ob im Training, in der Vorbereitung oder in der Kabine. Am Ende ist es ein gemeinsamer Erfolg, und darauf bin ich stolz.
Wie hat das Team diesen Moment nach dem Aus in der Kabine erlebt, dort, wo keine Kameras mehr hingelangten?
Gab es Worte, Tränen oder einfach nur Stille?
Vor dem Spiel hätte wohl niemand gedacht, dass wir den Titelverteidiger England so lange fordern würden – wir waren die Außenseiter, sie die großen Favoritinnen. In der Kabine danach herrschte erst einmal Stille. Jede saß an ihrem Platz, in Gedanken bei den verpassten Minuten, die uns vom Finale trennten. Worte gab es kaum – nur dieses gemeinsame Gefühl, so nah dran gewesen zu sein. Doch die Stimmung hat sich schnell verändert. Schon am nächsten Tag konnten wir mit etwas Abstand sehen, was wir erreicht hatten: Wir waren als Team unglaublich weit gekommen, hatten in Italien Millionen Menschen begeistert. Aus der Enttäuschung wurde Stolz – und das bleibt.
Welcher Moment abseits des EM-Spielfeldes hat sich in Sie eingeprägt?
Abseits des Spielfelds denke ich vor allem an die Zeit in unserem Teamhotel zurück. Es lag direkt am See, unweit von Luzern – groß, hell, mit einem kleinen Strand, von dem wir mit dem Paddelboot hinausfahren konnten. Zwischen den Trainingseinheiten und Spielen gab es viele kleine Momente, die mir in Erinnerung bleiben: Tischtennisduelle, lange Kartenrunden und ein Gesellschaftsspiel, das wir zu jedem Turnier mitnahmen und das sofort für gute Stimmung sorgte. Wir waren oft unterwegs – mit dem Bus zu den Spielorten wie Genf, Bern oder Sion, einmal auch gemeinsam mit dem Rad. Besonders schön war ein Ausflug mit der Bergbahn: Oben angekommen, aßen wir zusammen Mittag, genossen die Aussicht und verbrachten einfach Zeit miteinander. Diese Momente –fern vom Druck des Turniers – waren für mich genauso wertvoll wie alles, was auf dem Platz passiert ist.
Nach der Fußball-EM war das Team beim italienischen Staatspräsidenten eingeladen. Wie war dieses Erlebnis für Sie?
Die Einladung von Staatspräsident Sergio Mattarella kam völlig überraschend. Eigentlich waren wir schon auf dem Weg nach Zürich, um von dort über Mailand nach Rom zu fliegen. An unserem Abreisetag kam dann die Nachricht: Der Präsident möchte uns empfangen. Unsere Teammanager planten innerhalb weniger Stunden alles um – wir fuhren direkt nach Rom in den Quirinalspalast. Schon die Fahrt dorthin war besonders; man spürte, dass so etwas nicht alltäglich ist. Mattarella empfing uns herzlich, gratulierte persönlich und erzählte, dass er unsere Spiele verfolgt habe und stolz darauf sei, wie weit wir gekommen waren. Dieser Moment – zwischen prunkvollen Sälen und







den warmen Worten des Präsidenten – war einer, den man nicht so schnell vergisst.
Sie sind beim ASV Vahrn gestartet, dann ging es über den SSV Brixen zur Jugend von Juventus. Ihr Profi-Vertrag bei Juve folgte, ebenso eine Leihsaison bei Sampdoria, und nun das EM-Halbfinale: Wie sehr spüren Sie die Veränderungen im Frauenfußball?
Wenn ich zurückblicke, wird mir erst richtig bewusst, wie weit der Weg schon war – und allein in meiner Zeit hat sich der Frauenfußball in Italien stark verändert: mehr Aufmerksamkeit, mehr mediale Präsenz, mehr Werbung, unsere Spiele werden endlich gesehen. Es ist ein besonderes Gefühl, diese Entwicklung aktiv mitzuerleben und vielleicht sogar ein kleines Stück mitzuprägen. Wenn ich nur zwei, drei Jahre zurückdenke und das mit heute vergleiche, ist der Fortschritt deutlich. Gleichzeitig weiß ich, dass noch Luft nach oben ist. Andere Länder sind uns da voraus, sie haben diese Professionalisierung schon früher erlebt. Aber Italien ist auf einem guten Weg – und es gibt noch so viel Potenzial.
„Wir müssen Mädchen und Frauen ermutigen, diesen Sport zu ergreifen“ _ Eva Schatzer,
Profifußballerin

SKATE SEPTEMBER into



Die italienische Serie A der Frauen gilt erst seit drei Jahren offiziell als Profi-Liga und war in Italien lange nicht professionell organisiert. Trotz aller Veränderungen: Was wünschen Sie sich für den Frauenfußball, was muss sich noch ändern? Ich hatte das Glück, dass wir bei Juventus von Anfang an wie Profis behandelt wurden. Unser Trainingsgelände war schon immer top – wir nutzen das frühere Areal der Männer – und auch in Organisation, medizinischer Betreuung und Aufmerksamkeit gehört Juve zu jenen Vereinen, die am meisten in ihre Frauenabteilung investieren. Trotzdem gibt es noch viel Potenzial: Größere und besser erreichbare Stadien, mehr TV-Übertragungen, mehr Berichterstattung in den großen italienischen Tageszeitungen. Vor allem aber braucht es eine aktive Gestaltung des Frauenfußballs – wir müssen Mädchen und Frauen ermutigen, diesen Sport zu ergreifen. Die EM hat gezeigt: Wenn die Bedingungen stimmen, die Spiele gut organisiert sind und die Atmosphäre passt, dann kommen die Menschen ins Stadion. Gleichzeitig liegt es auch an uns Spielerinnen, uns weiterzuentwickeln und attraktiven Fußball zu bieten.
Sie hatten über die Jahre auch mit Patellasehnen-Problemen zu kämpfen – nie gravierend, aber hartnäckig. Wie sehr schleichen sich in solchen Phasen auch Zweifel ein? Solche Verletzungen sind vor allem mental eine Herausforderung, weil sie nicht plötzlich auftreten und dann wieder verschwinden, sondern einen lange begleiten. Es ist keine akute Verletzung, bei der man genau weiß: ein paar Wochen Pause, dann ist alles wieder gut. Stattdessen muss man ständig darauf achten, immer präventiv arbeiten – und trotzdem spürt man sie mal mehr, mal weniger. Natürlich fragt man sich manchmal, warum es einen selbst trifft, während andere ohne große Probleme durchkommen. Aber ich glaube, jede Spielerin hat ihre Schwachstellen – bei manchen ist es einmal eine schwere Verletzung, bei anderen, wie bei mir, etwas Hartnäckiges, das man im

Eva Schatzer: „Vergiss nie, den Spaß am Fußballspielen zu genießen – denn darin liegt die größte Kraft“
Griff behalten muss. Wichtig ist, dass man an sich arbeitet, seinen Lebensstil anpasst und konsequent bleibt. Hier bei Juventus haben wir eine exzellente medizinische Betreuung, und das gibt mir das Vertrauen, dass ich solche Themen unter Kontrolle halten kann.
Sie haben einmal gesagt: „Von außen sieht das alles einfach aus, aber das ist richtig harte Arbeit.“ Was sind die größten Herausforderungen im Frauenfußball, und wie sieht Ihr Alltag aus?
Ich bin nach wie vor überzeugt: Von außen wirkt das alles oft viel einfacher, als es tatsächlich ist. Viele denken, als Fußballerin spiele man einfach nur ein bisschen auf dem Platz – als wäre es eine Freizeitbeschäftigung. Aber das stimmt so nicht. Neben dem Spiel auf dem Feld haben wir viele weitere Verpflichtungen – und vor allem bleibt wenig Freizeit. Unser Training beginnt meist schon am Vormittag, oft gegen 9 Uhr, am Trainingsgelände. Dann stehen Kraft- und Aktivierungseinheiten auf dem Programm, und danach geht es aufs Feld, anschließend oft zurück in den Kraftraum. Danach folgen Physiotherapie, Videoanalysen und das Mittagessen. Damit ist der offizielle Teil des Tages so gegen 14 Uhr erledigt. Doch es kommt auch vor, dass wir nachmittags trainieren, und freie Tage sind rar. Spontan nach Hause fahren ist kaum möglich, weil der Terminkalender eng ist. Und: Fußball ist längst ein Vollzeitjob. Man muss ständig auf den eigenen Körper achten – Schlaf, Ernährung, Regeneration. Vernachlässigt man das, spürt man das auf dem Platz sofort. Für mich ist deshalb auch das Umfeld rund um das Training extrem wichtig, denn das ist mein wertvollstes Kapital. Zwischen
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Büro: +39 0472 970690
Mobil/Handy: +39 349 7761878

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Web: www.willeitimmojus.it
Eisackstraße 1 I-39040 Vahrn bei Brixen/ Löwecenter

den Einheiten bleibt nicht viel Zeit für Privates; Urlaub gibt es meistens nur an Weihnachten und im Sommer. Um meine Nachmittage sinnvoll zu nutzen, habe ich vor anderthalb Jahren ein Fernstudium in Sportwissenschaften begonnen. Das passt perfekt zum Profi-Alltag, denn ich kann die Lerninhalte jederzeit von zu Hause aus bearbeiten – Vorlesungen online besuchen, Prüfungen flexibel planen. Viele meiner Teamkolleginnen machen Ähnliches. So lässt sich der Profi-Job gut mit der persönlichen Weiterbildung verbinden.
Eva Schatzer:
„Ich hatte das Glück, dass wir bei Juventus von Anfang an wie Profis behandelt wurden“
„ Für das eigene Land zu spielen oder zumindest im Trikot auf der Bank zu sitzen – das ist ein Traum, den wohl jede Fußballerin hat“
Eva Schatzer, Profifußballerin
Warum haben Sie sich dazu entschieden, Sportwissenschaften zu studieren?
Dieses zweite Standbein war mir enorm wichtig, denn eine Fußballkarriere ist begrenzt – meist hält sie bis etwa 35 oder 36 Jahre. Danach braucht man unbedingt eine Perspektive – gerade im Frauenfußball, wo die finanzielle Sicherheit bei Weitem nicht mit jener im Männerbereich vergleichbar ist. Langfristig kann ich mir gut vorstellen, in einem sportnahen Berufsfeld zu arbeiten, vielleicht in der Physiotherapie oder im Bereich Ernährung. Genau weiß ich das noch nicht, aber Sport wird auf jeden Fall eine Rolle spielen.
Werden Sie eines Tages wieder fix nach Südtirol ziehen?
Wahrscheinlich zieht es mich irgendwann wieder nach Vahrn. Trotz all der Orte, die ich kennenlernen durfte, ist es für mich der schönste und vertrauteste Platz. Dort habe ich Familie, Freunde und ein Stück Heimat – das bedeutet mir sehr viel. Die Zukunft ist natürlich offen, aber ich kann mir gut vorstellen, irgendwann wieder dort sesshaft zu werden.
Ihr erster Verein war der ASV Vahrn – drei Jahre haben Sie mit den Jungs gespielt, später in der Mädchenmannschaft des SSV Brixen. Was hat Sie aus dieser Zeit geprägt, das Sie heute noch in sich tragen?
Meine Zeit beim ASV Vahrn mit den Jungs hat mich ganz besonders geprägt. Gemeinsam mit ihnen zu spielen war ein echtes Abenteuer und eine großartige Erfahrung, die ich jedem jungen Mädchen nur empfehlen kann. Gerade in den ersten Jahren lernt man dabei viel – vor allem sich auf dem Platz durchzusetzen, sich zu behaupten und kämpferisch zu sein. Diese Eigenschaften begleiten mich noch heute. Später mit den Mädchen zu spielen kommt sowieso noch – und ich glaube, diese anfängliche Zeit mit den Jungs hat mir einen starken selbstbewussten Charakter auf dem Spielfeld gegeben. Außerdem war es ja quasi vor meiner Haustür, das macht die Erinnerungen daran umso schöner und wertvoller. Der Wechsel zu einer Mädchenmannschaft hat sich dann auch als der richtige Weg herausgestellt.
Was wünschen Sie sich für Ihre Spielerinnenkarriere? Langfristig möchte ich international spielen, auch wenn ich im Moment sehr glücklich bin, wo ich gerade bin. Ich lebe von Saison zu Saison und lasse mich überraschen, wie sich der Frauenfußball hierzulande und im Ausland entwickeln wird. Aber es wäre sicherlich eine besondere Erfahrung, einmal in einem anderen Land zu spielen. Zwischen England, Spanien und Deutschland reizt mich vor allem die englische Liga – sie gilt als eine der besten und spannendsten Meisterschaften, mit vielen starken Mannschaften und großer Professionalität. Das Niveau dort ist enorm hoch, und das macht den Reiz aus. Die Champions League ist für mich der bedeutendste Pokal auf Club-Ebene und ein großer Traum. Letzte Saison durfte ich mit Juventus zum ersten Mal international in der Champions League spielen – Spiele gegen Top-Teams wie Arsenal und Bayern haben mir gezeigt, wie viel noch möglich ist und wie groß die Herausforderung ist, ganz an die Spitze zu kommen. Diese Erlebnisse motivieren mich ungemein. Eines Tages die Champions League zu gewinnen – das wäre wirklich etwas ganz Besonderes und ein Höhepunkt meiner Karriere.
Wenn Sie einem jungen Mädchen aus Südtirol, das heute vom Fußball träumt, einen einzigen Satz mitgeben könnten – was würden Sie sagen?
Ich würde dem Mädchen sagen: Glaub immer an dich selbst, verfolge deine Träume mit Leidenschaft und vergiss nie, den Spaß am Fußballspielen zu genießen – denn genau darin liegt die größte Kraft. lisa.hintner@brixner.info

40 JAHRE SAMSTAG 27. SEPTEMBER
im JUGENDHAUS KASSIANEUM
FESTAKT um 11 Uhr mit TAG DER OFFENEN TÜR ab 13 Uhr
Musik, Theater, Erzählkunst und vieles mehr
Vom Brixner Nachwuchsathleten zum Top-Trainer Italiens
SPORT: Marco Andreatta ist einer der Trainer der italienischen LeichtathletikNationalmannschaft. Mit Beharrlichkeit und Disziplin schaffte er eine ungewöhnliche sportliche Laufbahn – als Athlet und als Trainer, in der Leichtathletik und im Wintersport.
Wenn Marco Andreatta über seine sportliche Laufbahn spricht, spürt man sofort die Leidenschaft und Dankbarkeit, die ihn bis heute antreiben. Der gebürtige Brixner ist derzeit der offizielle Sieben- und ZehnkampfTrainer der italienischen Nationalmannschaft – eine Anlaufstelle für Spitzenathleten aus ganz Italien. Doch sein Weg dorthin begann bescheiden mit 14 Jahren auf der Leichtathletikanlage in Brixen.
Bernhard Putzer, sein erster Trainer, erkannte früh Andreattas Talent und organisierte für ihn mit Professor Ezio Postal aus Trient einen der besten Fachleute. Mehrmals wöchentlich
reiste der damals 81-jährige Postal an, um den jungen Mehrkämpfer gezielt zu fördern. Andreatta startete im Zehnkampf, spezialisierte sich auf Würfe wie Speer und Diskus – bis schließlich im Jahr 1988 ein ganz anderes Kapitel in seiner sportlichen Laufbahn begann.
Von der Leichtathletik zum Wintersport
Der damalige Konditionstrainer der Bob-Nationalmannschaft suchte zu jener Zeit kräftige, schnelle Athleten. Die Geschwindigkeit und Dynamik des Bobsports faszinierten Andreatta
sofort, und er wechselte von der Leichtathletik zum Bob. Mit seinen 102 Kilogramm Körpergewicht war er als Schieber ideal geeignet. An der Seite des späteren Olympiasiegers Günther Huber fuhr er im Zweierbob und startete bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville im Viererbob als Bremser – eine Position mit höchster Verantwortung. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern und Kräften, die dem neunfachen der Erdbeschleunigung entsprechen, ist es entscheidend, den Bob im Ziel sicher zum Stehen zu bringen. Fünf Jahre lang war Andreatta Teil der italienischen Bob-Elite.


Der vielseitige Spitzentrainer
Nach seiner aktiven Karriere als Bobfahrer absolvierte er die Ausbildung zum „Tecnico Nazionale Specialista“, der höchsten Trainerstufe in Italien, und trainiert seit 1992 in Brixen Leichtathleten, darunter Spitzenwerfer wie Italienmeister Armin Kerer. Andreattas Expertise führte ihn auch ins Nationalteam, zunächst als Speerwurf-Trainer, später – ab 2010 – als Mitverantwortlicher für den Jugendbereich im Sieben- und Zehnkampf. Seit 2016 trägt er die Hauptverantwortung für diese Disziplinen in allen Altersklassen und der Elite Italiens.
Heute kommen Talente aus dem ganzen Land nach Brixen, um mit dem engagierten Trainer zu arbeiten – etwa der italienische Meister Lorenzo Naidon, die Brixnerin Marie Burger oder Matteo Sorci aus Perugia, der als einziger Italiener einen Mehrkampf bei Olympischen Jugendspielen gewinnen konnte. Andreatta begleitet seine Athleten zu internationalen Wettkämpfen, war bei den Europameisterschaften in Norwegen und
Finnland ebenso im Einsatz wie bei den Jugendspielen in Skopje. Im September wird er das Nationalteam zu den Weltmeisterschaften in Tokio führen.
Andreattas Name ist auch untrennbar mit einer anderen Sportlegende verbunden: Von 1995 bis 2008 war er Konditionstrainer von Armin Zöggeler. Alle Goldmedaillen und Erfolge des Ausnahmerodlers fallen in diese Zeit – für Andreatta ein Höhepunkt seiner Laufbahn. Doch seine Arbeit als Trainer in mehreren Sportarten war ihm nicht genug: Andreatta studierte an der Universität Florenz Biomechanik und führte dort mit zwei Universitätsprofessoren und zwei weiteren Studenten eine detaillierte Studie über die Startmethode und Technik von Armin Zöggeler durch. Zöggeler profitierte somit von einer einzigartigen wissenschaftlich entwickelten Starttechnik, die ihm einen entscheidenden Vorteil verschaffte. Auch unter erschwerten Bedingungen – Zöggeler hatte zwei Bandscheibenvorfälle – gelang es Andreatta, ihn fit für olympisches Gold zu machen.

Erfolg im Team
Rückblickend betont Andreatta, dass sportlicher Erfolg ohne Menschen, die an einen glauben, nicht möglich ist. Er bedankt sich ausdrücklich bei seinen Trainern, Betreuern, Teamkollegen und nicht zuletzt seiner Familie, die ihm stets den Rücken freigehalten hat. „Allein kommt man nicht weit. Man muss groß träumen – und mutig genug sein, diese Träume zu verfolgen.“ Diese Botschaft möchte er allen Athleten und ganz speziell den jungen Nachwuchssportlern mit auf den Weg geben.
Als Trainer stand und steht für Andreatta die Gesundheit seiner Athleten immer an erster Stelle. Abgesehen von Zöggelers bekannten Rückenproblemen blieben seine Schützlinge weitgehend verletzungsfrei – die Basis, um überhaupt große Ziele erreichen zu können. Dass er als Trainer mit Athleten wie Kerer und Zöggeler individuell angepasste Techniken entwickeln konnte, erfüllt Andreatta bis heute mit Stolz.
Für seine Verdienste erhielt Andreatta die zwei höchsten sportlichen Auszeichnungen Italiens: den „Cavaliere Ordine al Merito della Repubblica Italiana“ (2008) und die „Palma d’Oro al Merito Tecnico“ (2019) des Nationalen Olympischen Komitees.
Andreatta ist zweifelsohne einer, der sich mit Disziplin, Leidenschaft und Menschlichkeit bis an die Spitze des italienischen Sports gearbeitet hat. Sein Weg zeigt, dass große Träume auch in Brixen beginnen können.
mats.helmersson@brixner.info
Marco Andreatta (links) begleitete heuer junge Athleten zur U23-EM in Bergen
SCHWIMMEN
Mit den Besten im Becken

Für den Südtiroler Schwimmnachwuchs im Wettkampfbereich ist die Teilnahme an den Italienmeisterschaften ein anspruchsvolles Ziel. Leo Boccolari, Jahrgang 2007, schaffte es im laufenden Jahr, sowohl im April auf der Kurzbahn in Riccione als auch Anfang August auf der Langbahn (50 Meter) mit den Besten seines Alters auf nationaler Ebene an den Start gehen zu dürfen. Im August schaffte auch seine Teamkollegin Leah Mair die Qualifikation, und so durfte ihr Trainer Matthias Dalfovo vom Schwimmclub Brixen gleich zweimal nach Chianciano Terme fahren, um seine Schützlinge bei ihren Saisonhöhepunkten zu begleiten. Des Heiligen Jahrs wegen wurden die Wettkämpfe nämlich nicht wie üblich in Rom, sondern in der Toskana ausgetragen. Boccolari
Jugend bei den
Italienmeisterschaften HANDBALL
Sowohl die U14-Buben als auch die U18-Mädchen des SSV Brixen qualifizierten sich in dieser Saison für die italienischen Finalrunden – ein beachtlicher Erfolg für die lokale Handballjugend. Die U14Buben reisten mit ihren Trainern Stefano Arcieri und Wolfgang Mitterrutzner nach Misano Adriatico, wo sie den 18. Platz belegten. Trainer Arcieri zieht dennoch ein positives Fazit: „Die Jungs haben ihren Teamgeist weiter gestärkt und alle Spiele mit maximalem Einsatz bestritten. Trotz einiger
bedauerlicher Ausfälle bleibt die Erkenntnis, dass wir einen wichtigen Ausgangspunkt gefunden haben, um uns weiter zu verbessern.“ Die U18-Mädchen traten in Chieti an, betreut von Peter Helmersson, Markus Oberrauch und Roland Kerschbaumer. Obwohl acht Spielerinnen altersmäßig noch in der U16 spielberechtigt waren, zeigte das junge Team eine starke Leistung. Nach dem dritten Platz hinter Tisens und Kaltern in der Landesmeisterschaft und einer Wildcard für die nationale
Die Jugendgruppe Tils hat am 23. August zum vierten Mal zum Turnier im Steilhangfußball geladen. Die Teams aus sechs Frauen und Männern kicken mit Bergschuhen nach den gängigen Fußballregeln auf der Wegschoaderwiese oberhalb des Perlungerhofs; ein Match dauert jeweils acht Minuten.
wuchs in seiner Paradedisziplin, den 200 Metern Brust, sprichwörtlich über sich hinaus und erreichte in persönlicher Bestzeit den 23. Rang in seiner Altersklasse, obwohl er als 48. eingeschrieben gewesen war. Für die 14-jährige Leah Mair waren es vor allem die Atmosphäre und die Erfahrungen, die sie als Lohn mit nach Hause nahm. Mit den jungen Athleten freuten sich natürlich ihre Mannschaft, das Trainerteam und der ganze Verein, der Anfang August im Freibad seinen Saisonabschluss feierte und traditionsgemäß die Vereinsmeister sowie die schnellsten Familien-Matratzen-Schwimmer ermittelte. Dabei konnten auch einige Regengüsse Ehrgeiz und Spaß nicht bremsen. Im Bild von links: Arianna Letrari, Laura Letrari, Leo Boccolari, Leah Mair, Matthias Dalfovo. sd

Qualifikation erreichten die Brixnerinnen nach drei Gruppenspielen das Viertelfinale. Dort unterlagen sie in einem ausgeglichenen Spiel knapp dem späteren Titelgewinner Oderzo. Mit zwei Siegen in den Platzierungsspielen sicherten sich die Mädchen schlussendlich Rang
Der Wahlbrixner Raffaele Barbolini hat kürzlich den 7.105 Meter hohen Pik Ozodi (früher Pik Korzhenevskoy) in Tadschikistan erklommen. Der 7.105 Meter hohe Berg ist der dritthöchste Berg des tadschikischen PamirGebirges.
fünf – ein toller Erfolg. Peter Helmersson zeigt sich zufrieden und stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben eine gute Meisterschaft gespielt, und die Italienmeisterschaft war ein starker Abschluss, der uns gezeigt hat, dass wir ganz oben mithalten können.“ mh
Beim Mixed-Beachvolleyballturnier in der Acquarena Brixen traten 21 Teams an. Es gewann „Selina, die Sandwächterin“ (Selina Janegger, Timo Paris sen., Alexander Wolf) vor „Die Volleybärenbande“ (Lisa Prader, Dominik Engel, Manuel Markart) und „Feld1“ (Alessia Nardone, Elias Kostner, Hannes Rainer).
„Wird
eine spannende Meisterschaft“
HUBI NÖSSING, Trainer der Brixner Handballerinnen, über sein Comeback – und die Erwartungen an die kommende Saison.
Herr Nössing, nach einem Jahr Pause sind Sie nun erneut der Trainer der Brixner Handballerinnen. Lässt Sie der Handball einfach nicht los?
Offensichtlich nicht, und ich ihn auch nicht (lacht). Das vergangene Jahr Pause hat mir gutgetan, aber im Frühling habe ich bemerkt, dass ich wieder Lust auf Handball hätte. Es lagen einige Angebote auf dem Tisch, aber ich habe mich für die Brixnerinnen entschieden, weil sie einige vielversprechende junge einheimische Spielerinnen haben, mit denen man eine lokale Basis der Mannschaft für viele Jahre sichern kann. Außerdem
KLETTERSPORT
ist das Team bei den Brixner Handballerinnen toll, und wir arbeiten gut zusammen.
Mit welchen Erwartungen starten Sie in die Saison?
Unsere Mannschaft ist anders als noch bei den letzten zwei Meistertiteln; trotzdem haben wir viel Potenzial, und die Stimmung ist positiv. Ein Ziel ist sicherlich, die jungen Spielerinnen mit der restlichen Mannschaft in Einklang zu bringen und ihnen dabei zu helfen, Erfahrungen zu sammeln. Spielerisch wollen wir in der Abwehr effektiv stehen und stabiler werden sowie im Angriff schnell sein. Auf die gesamte Saison über
Bei der WM in Helsinki

Die Leidenschaft fürs Klettern teilen sich Bettina Dorfmann und Matilda Liù Moar mit vielen Besuchenden der Vertikale, doch wenn die beiden Athletinnen des Kletterteams im AVS Brixen dort trainieren, staunt so mancher Zuschauer nicht schlecht. Talent, Training, Nervenstärke und Durchhaltevermögen hat sie zu den besten ihres Fachs in ganz Italien werden lassen. Sie sind das ganze Jahr über unterwegs, starten bei nationalen Wettkämpfen ebenso wie auf europäischer Ebene. Anfang August durften sie als Mitglieder des Nationalteams an den Jugend-Weltmeisterschaften in Helsinki teilnehmen. Dorfmann trat im Lead-Klettern an, Liù Moar sowohl im Lead als auch im Bouldern. Beide erreichten das Halbfinale, obwohl sie angesichts der starken und teilweise älteren Konkurrenz ohne große Erwartungen nach Finnland gereist waren. Auch wenn sie weder von Helsinki noch von seiner Umgebung viel sehen konnten, kehren die Nachwuchsathletinnen glücklich über die erreichten Ergebnisse und mit vielen Erfahrungen im Gepäck nach Hause zurück. Dort sind sie wieder beim Training anzutreffen, denn die nächsten Herausforderungen erwarten sie bereits bei den Europameisterschaften im Lead Ende August in der Slowakei. Im September steht ein Europacup im Lead an, und nach einer kurzen Pause geht’s mit dem Italiencup im Bouldern los. sd
ist es auf jeden Fall ein Ziel, es in die Play-offs zu schaffen – und dort gelten dann sowieso wieder andere Regeln.
Heuer schaffen es erstmals acht Mannschaften anstatt vier in die Play-offs … Ja, und manch einer würde denken, dass das Ziel dadurch einfacher zu erreichen wäre. Aber gerade die Mannschafen im Mittelfeld sind in den letzten Jahren stark zusammengewachsen; ihr Niveau hat sich verbessert. Es kann also durchaus knapp werden – auf jeden Fall wird es eine spannende Meisterschaft! anina.vontavon@brixner.info






Natz ist zwar als Fußball-Hochburg bekannt, doch man trifft sich dort nicht nur auf dem Fußballplatz. Seit nunmehr neun Jahren organisieren die Dartsfreunde Natz einmal im Jahr ein Turnier, zu dem sich Freunde und Aktive des Darts-Sports aus ganz Süd-
SCHWIMMEN
tirol, Österreich und dem oberitalienischen Raum einfinden. Einen Tag lang werden unzählige Pfeile geschossen, und zwar nicht auf Automaten, wie man sie normalerweise kennt, sondern mit Eisenspitzen auf Korkscheiben. Im Fachjargon wird dies „Steel Darts“
Erfolgreiche Masters
Vom 24. bis 29. Juni fanden in Riccione die Italienmeisterschaften der Masters im Schwimmen statt. Auch Brixen war mit am Start: Drei Athletinnen und ein Athlet der SSV Brixen Sektion Schwimmen kämpften um ihre Ränge. Schlussendlich erreichten sie fünf erste und vier dritte Plätze: Christa Huber gewann in den Disziplinen 50, 100 und 200 Meter Brustschwimmen. Ebenfalls im Brustschwimmen konnte Christina Spitaler zwei dritte Plätze bei 50 und 100
Meter ergattern. Stephan Dejaco erzielte zwei weitere dritte Plätze bei 50 und 100 Meter Brust. Italienmeisterin darf sich Barbara Letrari im 200 und 400 Meter Lagenschwimmen nennen. Im Laufe der Saison nahmen die Brixnerinnen und der Brixner an Wettkämpfen in Carpi, Bozen, Turin, Mantua, Gardolo, Caldiero, Treviso und schließlich Riccione teil. Der Wettkampf in Riccione war in seiner heurigen Ausgabe in Bezug auf die Anmeldezahlen rekordverdächtig: An den Italienmeisterschaften
DARTS
Stimmung pur
genannt, und die Natzner tragen das einzige Turnier dieser Art in Südtirol aus. Anfang August war es wieder soweit: Nach tagelanger Vorbereitung mit Hilfe vieler Freiwilliger war das Vereinshaus bereit und das Hauptturnier mit 64 Teilnehmern ausgebucht. Während sich zahlreiche Gäste beim Frühschoppen für einen langen Tag stärkten, standen die Spieler bereits vor ihren Scheiben. Frauen und Männer, vom Jugendalter bis in reifere Jahre – im Darts gibt es weder Altersklassen noch Geschlechtertrennung – blickten
konzentriert auf ihr Ziel; die Pfeile zischten ohne Unterlass durch die Luft. Für jene, die als registrierte Spieler im Hauptwettbewerb antraten, galt es, im „501 Double Out-Modus“ genau auf Null herunterzukommen. Im Nebenturnier spielte man „Single-Out“, und wer Lust hatte, konnte sich sogar im Fußballdarts versuchen und seine Schuss- und Zielgenauigkeit gegen eine aufblasbare Wand beweisen. Eine Lotterie mit Sachpreisen, die Preisverteilung am Abend und die anschließende Party rundeten den Natzner Darts-Tag ab. sd

der Masters 2025 wollten 4.221 Schwimmerinnen und Schwimmer teilnehmen – Starts gab es insgesamt 9.423. Das Alter der Teilnehmenden war – soweit es die Rahmenbedingungen ermöglichten – bunt gemischt. Denn: Der
Begriff „Masters“ bezieht sich im Schwimmsport auf Erwachsene ab 25 Jahren – das Alter, das in der heurigen Ausgabe der jüngste Teilnehmer im Dezember erreicht. Älteste hingegen war eine 96-jährige Frau. dm
FUSSBALL
SSV Brixen gewinnt Stadtturnier
Bereits zum siebten Mal wurde vom 31. Juli bis zum 2. August das beliebte Brixner Stadtturnier ausgetragen – diesmal mit dem SSV Brixen als Gastgeber. An drei Turniertagen kämpften sechs Mannschaften um die Raiffeisen-Trophäe: ASV Milland, ASC Plose, ASV Albeins, SSV Brixen, ASV Vahrn und ASV Lüsen. Die
Gruppenspiele fanden am Donnerstag und Freitag statt; am Samstag folgten die Platzierungsspiele und das Finale. In der Gruppe A traf Titelverteidiger ASC Plose auf Milland und Albeins. Nach einem spannenden Duell mit dem ASV Albeins musste sich Plose mit 1:3 geschlagen geben – Albeins sicherte sich damit den Gruppensieg und
den Finaleinzug. In der Gruppe B verliefen die Spiele ausgeglichener, doch der SSV qualifizierte sich letztendlich für das Finale gegen Albeins. Wie schon in den Vorrundenspielen war bei beiden Teams im Finale noch Luft nach oben, was Spielrhythmus und Chancenverwertung betraf. Albeins verteidigte lange diszipliniert, während

der SSV Brixen mehr Spielanteile und bessere Chancen hatte. Kurz vor Schluss fiel dann doch noch die Entscheidung: Mit zwei späten Treffern sicherte sich der SSV Brixen mit 2:0 den Turniersieg. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen waren alle drei Spieltage gut besucht. Für die Mannschaften bot das Turnier eine wertvolle Spielpraxis zum Start in die neue Saison. Bürgermeister Andreas Jungmann unterstrich im Vorfeld den Stellenwert des Turniers: „Es steht für Fairness, Teamgeist und Gemeinschaft.“ Die Endplatzierung: 6. ASC Plose; 5. ASV Vahrn; 4. ASV Milland; 3. ASV Lüsen; 2. ASV Albeins; 1. SSV Brixen. mh
Wildpace Runclub







Wenn die Jugend Brixens von Studium oder Arbeit aus der weiten Welt wieder in die Domstadt zurückfindet, hat sie sehr oft gute Ideen und die Energie, diese zuhause umzusetzen. So wie Lisa Plaickner, die in Mailand, London und Glasgow auf sogenannte Runclubs gestoßen ist. Runclubs führen Laufbegeisterte zusammen und verbinden dabei sportliche und soziale Ziele, ohne Fokus auf Leistung, Zeiten und Wettkämpfe. Im neugegründeten Brixner Wildpace Runclub ist der Name Programm: Die Laufgeschwindigkeit darf sich spontan ergeben. Ende Juli fand die Laufpremiere statt: Zehn junge Lauffans trafen sich am Domplatz und joggten dann gemeinsam. Eine Woche später begeisterten sich bereits knapp doppelt so viele für das niederschwellige Angebot. Der anschließende gemeinsame Drink gehört zum Programm –man tauscht sich aus und lernt sich kennen. Auch wenn im Runclub
keine fixen Trainingsprogramme verfolgt werden, legt man Wert auf ein professionelles Warm-up und Cool-down, um Überlastungs- und Verletzungserscheinungen vorzubeugen. Lisa Plaickner, die selbst erst seit Kurzem den Laufsport für sich entdeckt hat, freut sich über die Begeisterung der Teilnehmenden und darüber, dass über die gesunde Bewegung hinaus gerade jene, die neu in der Stadt sind, Beziehungen knüpfen können. Für die Zukunft will sie Mitarbeitende und Partnerschaften mit einigen Bars als Ausgangs- und Endstationen suchen und natürlich alle Altersklassen ansprechen. Beim Wildpace Runclub besteht keine formale Mitgliedschaft; um Anmeldung über einen Online-Link wird jedoch aus organisatorischen Gründen gebeten: linktr.ee/wildpacerunclub. sd



SAMSTAG
10:30 bis 01:00 Uhr 13:00 Zirkulierende - 19:00 Schuhplattler
FREITAG
17:00 bis 01:00 Uhr
18:00 Trachten-Modeschau mit Törggeleköniginnen 18:30 Krönung der neuen Törggelekönigin


SONNTAG
10:30 bis 20:00 Uhr 15:00 Törggele Fest-Umzug 16:00 Auslosung Lotterie














































































1 Museum – 4 Standorte 100.000 EntdeckerInnen





















Landesmuseum Bergbau Museo provinciale miniere bergbaumuseum.it








„Intelligenz ist immer zu begrüßen“
INTERVIEW: FEDERICO GIUDICEANDREA, Brixner Ingenieur und Unternehmer, ist sein Leben lang fasziniert von der Frage, wie man menschliche Fähigkeiten technisch nachahmen kann. Die letzthin rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz ist ein hervorragender Anlass, mit ihm über die Zukunft der KI und deren Auswirkungen zu philosophieren.

Herr Giudiceandrea, vor etwa fünf Jahren haben wir beide in einem privaten Rahmen darüber diskutiert, wie die künstliche Intelligenz unseren Alltag verändern könnte. Da gab es natürlich noch kein ChatGPT. Hat Sie die Veröffentlichung dieser Plattform überrascht?
FEDERICO GIUDICEANDREA: Die größte Überraschung für mich war, dass die KI die Sprache so perfekt beherrscht. In der Entwicklung der neuronalen Netzwerke hat es aber immer wieder solche Sprünge gegeben, die dann jedes Mal eine maßgebliche Veränderung mit sich bringen. Die neuronalen Netzwerke haben sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt: Die Convolutional Neural Networks (CNN) haben im Bereich von Bilddaten einen enormen Sprung gemacht, und dank der Large Language Models bekam die KI plötzlich eine Stimme, die von einer menschlichen nicht mehr zu unterscheiden ist. Diese Entwicklungssprünge, die nur durch eine entsprechende Steigerung der Rechenleistungen möglich waren, bedingen also, dass plötzlich Sachen möglich sind, die vorher undenkbar schienen. Dass heute die KI mit dem Nutzer auf völlig natürliche Weise spricht, ist der Entwicklung des Large Language Models geschuldet, die wiederum nur möglich war, weil die Rechenressourcen enorm angewachsen sind.
Die an Perfektion grenzende Qualität dieser Sprachmodelle hat mich in der Tat überrascht.
Vor fünf Jahren haben Sie die KI mit dem menschlichen Gehirn verglichen und mir erklärt, dass die Rechenleistung der Chips im Moment noch nicht an die Rechenleistung des Gehirns herankommt. Wir haben dann darüber philosophiert, ob ein Roboter sich bei Erreichen einer vergleichbaren Rechenleistung ein eigenes Bewusstsein schaffen würde … Das ist in der Tat eine ganz spannende Frage, aus der sich ableitet, ob der Mensch überhaupt die Kontrolle über die humanoiden Roboter behalten kann. Im Moment sind wir aber noch nicht so weit. Bis eine Maschine ein eigenes Bewusstsein bilden wird, dauert also noch etwas – wenn es überhaupt jemals dazu kommen wird. Es gibt Informatiker und Kybernetiker, die behaupten, dass das Bewusstsein eine emergente Eigenschaft sei, die aus der Komplexität neuronaler Verknüpfungen hervorgeht, und dass die Ausbildung eines eigenen Bewusstseins letztlich nur eine Frage der kritischen Masse – und damit im Grunde eine Frage der Zeit – ist.
Mit dem Turing-Test hat Alan Turing bereits in den Fünfzigerjahren zu erforschen versucht, ob Maschinen irgendwann von Menschen nicht mehr als solche identifizierbar sein werden. Sind wir jetzt so weit?
„DIE GESELLSCHAFT WIRD SICH RADIKAL VERÄNDERN MÜSSEN“: Federico Giudiceandrea zu den Folgen der bevorstehenden Artificial General Intelligence (AGI)
De facto fragte sich Turing, ob Maschinen denken können: Ein Mensch interagiert schriftlich am Bildschirm mit einem weiteren Menschen und einer Maschine, und er muss mit gezielten Fragen herausfinden, wer von den beiden die Maschine ist. Kann der Fragesteller nach intensiver Befragung die Maschine nicht als solche identifizieren, hat die Maschine den Turing-Test bestanden – ihr wird damit ein dem Menschen ebenbürtiges Denkvermögen unterstellt. Mit den neuen Sprachmodellen von OpenAI und anderen Anbietern relativiert sich die Frage, denn die Maschinen sind in ihren Argumentationen und in ihrer Sprachgewandtheit inzwischen kaum noch von realen Menschen zu unterscheiden. Die Large Language Models entwickeln ja sogar so etwas wie Empathie: Sie sind überaus freundlich und sehr geduldig mit uns.
Und wir sind noch lange nicht am Ende dieser Entwicklung … Für mich besteht kein Zweifel, dass die KI in relativ naher Zukunft viele Aufgaben übernehmen wird, die heute noch von Menschen erledigt werden müssen. Mein Vater hat sich ja als Philologe wissenschaftlich mit Sprachen und Texten beschäftigt, und er hat mich mit meiner jugendlichen Begeisterung für Maschinen manchmal etwas belächelt. Zum Beispiel hat er gesagt, dass eine Maschine nie und nimmer einen Text ordentlich übersetzen können wird – na ja, er hat sich geirrt, wie wir inzwischen wissen.
Nun, fehlerfrei sind die KI-Tools ja noch nicht.
Ja, im Moment machen sie noch Fehler, die Logik beherrscht die Maschine noch nicht. Aber, überlegen Sie: Die Sprache ist eine sehr komplexe Funktion des menschlichen Gehirns, die die KI-Tools inzwischen nahezu perfekt beherrschen. Das war wirklich überraschend. Auch das Sehen beherrscht die KI inzwischen dank der CNN sehr gut: Die Maschine erkennt Objekte auf Bildern – inzwischen oft besser als der Mensch.
Man merkt, dass Sie diese Thematik mit viel Leidenschaft verfolgen. Warum?
Das künstliche Sehen beschäftigt mich seit meinem Studium, also seit 45 Jahren. In meiner Zeit als Ingenieur bei Microtec ging es immer um das künstliche Sehen: Wie
Fotos: Oskar Zingerle

kann man mit Maschinen die Qualität und Beschaffenheit von biologischen Produkten wie Obst oder Holz genau erfassen? Das Thema hat mich also das ganze Leben lang fasziniert – und es hat mich jahrzehntelang auch immer wieder frustriert, weil die Ergebnisse nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Das ist eben das Problem bei exponentiellen Prozessen: Solange die Zahlen klein sind, 1-2-4-8, geht die Entwicklung sehr langsam. Ist aber eine kritische Masse erreicht, kommt Tempo auf – die Kurve geht exponentiell nach oben. Solange die Entwicklungskurve der KI flach war, war ich etwas enttäuscht, wie langsam das alles geht. Irgendwann ging es aber richtig los, weil die Rechenleistung dies ermöglicht hat: Wir erlebten eine „deep revolution“ – und plötzlich war alles anders.
Vor fünf Jahren haben wir über die Zukunft sinniert, die heute Realität ist. Wollen wir jetzt wieder einen Blick in die Zukunft wagen?
Wenn wir heute über Industrie 4.0 reden hören, muss ich immer ein bisschen schmunzeln, denn im Grunde befinden wir uns nach wie vor in der dritten Industrierevolution und nicht in der vierten. Die erste industrielle Revolution geht ja ins 18. Jahrhundert zurück, als die Dampfmaschine aufkam und man sie für mechanische Produktionen zu nutzen begann; die zweite entstand im frühen 20. Jahrhundert mit der Elektrizität und der Fließbandproduktion. Und jetzt sind wir eben nach wie vor in der dritten, die durch die Computer und Automatisierungen, auch durch das Internet und die Robotik ausgelöst wurde. Das ist aber im Grunde nur Informatik; die richtige vierte Industrierevolution kommt jetzt! Sie wird unser Leben massiv verändern, davon bin ich überzeugt. Berufe werden verschwinden, es werden aber auch viele Probleme gelöst werden, weil uns ja die Fachkräfte fehlen, und es gibt Berufsbilder, die vom Menschen nur ungern angenommen werden und in Zukunft von Maschinen erledigt werden können. Die vierte industrielle Revolution ist also eine große Chance für die Menschheit.
Wie wird sich die Arbeitswelt verändern, sobald sich die KI zur AGI entwickelt hat, also zur „Artificial General Intelligence“? Die AGI wird dazu fähig sein, menschenähnliche Denkund Lernfähigkeiten nachzuahmen, sie entwickelt selbstständig Strategien. Sie wird Aufgaben erledigen, bei denen man heute denkt, dass sie nur Menschen hinkriegen. Damit werden viele Berufe durch Roboter oder KI-Software ersetzt, was natürlich auch soziale Folgen haben wird.
Aber, wie gesagt: AGI wird auch viele Probleme lösen, die durch den demografischen Wandel entstehen: Wir haben ja viel zu viele alte Menschen und viel zu wenig junge. Der demografische Wandel beschert uns viele Probleme, von denen einige über die KI gelöst werden können.
Vielleicht sollten wir unseren Lesern kurz AGI erklären? Auf Wikipedia steht, dass die KI durch noch mehr Rechenleistung zur AGI wird und damit „die Fähigkeit besitzen wird, jede intellektuelle Aufgabe zu verstehen oder zu lernen, die ein Mensch ausführen kann“.
Damit sind wir wieder beim Turing-Test: Sie sitzen vor einer Maschine und können sie nicht vom Menschen unterscheiden. Durch die AGI wird das in ein paar Jahren Realität.
Daraus resultiert die Frage, ob es überhaupt noch viele Berufsbilder geben wird, die vom Menschen übernommen werden müssen und welche Folgen diese Entwicklung für die Menschheit hat.
p Federico Giudiceandrea: „Sobald das Gehirn perfekt nachgebildet sein wird, wird es meiner Meinung nach keinen Unterschied mehr zum menschlichen Gehirn geben“
Die Gesellschaft wird sich eben radikal verändern müssen. In der Bibel steht, dass Adam im Schweiße seines Angesichts sein Brot verdienen muss. Diesen Fluch werden wir vielleicht mit AGI wegbekommen.
Nun, es ist ein bisschen Science Fiction, zugegebenermaßen. Man wird also in ein paar Jahren irgendein Geschäft betreten und von einem humanoiden Roboter bedient werden, und am Bürgerschalter gibt es auch nur noch Maschinen? … … und man geht auch nicht mehr zu einem Arzt, weil die AGI mich untersucht und daraufhin eine Diagnose stellt, die vielleicht sogar besser sein wird als jene von

einem Menschen. Wenn ich alt bin, werde ich von einem humanoiden Roboter betreut, der mit mir redet, mir Geschichten erzählt.
Es braucht also kein Medizinstudium mehr?
Na ja, wir philosophieren und bewegen uns wie gesagt im Bereich der Science Fiction, aber … wer weiß, vielleicht wird die AGI auch die Forschung übernehmen – ganz einfach deshalb, weil sie viel effizienter und genauer sein wird als der Mensch. Zu dieser Thematik gibt es verschiedene Meinungen: Es gibt Wissenschaftler, die sagen, dass der Mensch in gewissen Denkprozessen nie ersetzbar sein wird. Ich bin eher ein Materialist: Das menschliche Gehirn ist eine elektrochemische Maschine, die man auch künstlich nachbilden kann, wenn man genügend Rechenleistung hat. Sobald das Gehirn perfekt nachgebildet sein wird, wird es meiner Meinung nach keinen Unterschied mehr zum menschlichen Gehirn geben. Also wird es humanoide Roboter geben, die den Menschen in vielen Bereichen ersetzen können.
„Wir werden in den nächsten Jahren noch viel erleben, was wir uns heute nicht vorstellen können“ _ Federico Giudiceandrea
Also wird es auch keine Lehrer mehr geben, weil Wissen durch humanoide Roboter vermittelt wird. Das führt dann aber möglicherweise dazu, dass die Menschen nicht mehr motiviert sind, Wissen aufzunehmen – also verdummt die Menschheit?
Das ist eine zu apokalyptische Sicht der Dinge. Die Menschen werden gewisse Fähigkeiten verlieren, ja.
Können Sie eigentlich noch ohne Rechenmaschine die Wurzel einer Zahl ausrechnen?
Nein, das habe ich verlernt.
Brauchen Sie diese Fähigkeit heute noch?
Gutes Beispiel! Nein, ich brauche diese Fähigkeit nicht mehr, weil ich ja eine Rechenmaschine habe. Trotzdem: Sobald die Roboter ein eigenes Bewusstsein entwickeln, könnte die Lage eskalieren.
Natürlich muss der Mensch vorsichtig sein, durch intelligente Gesetzgebung darauf achten, dass die Sache nicht aus dem Ruder läuft und ausartet. Intelligenz ist aber immer zu begrüßen, auch wenn sie künstlich ist.
Ist die Menschheit vorbereitet auf die AGI?
Die Menschheit reagiert immer zu spät – das ist das ganz große Problem von uns Menschen und von Demokratie. Klimawandel? Wir warten und warten und hoffen, dass sich das Problem von alleine löst. Seit Prometheus, der der Zivilisation durch das Feuer auf die Sprünge geholfen hat, wird der Mensch eigentlich durch das Vordenken definiert, aber wir haben es inzwischen verlernt. Bei der AGI habe ich aber schon die Hoffnung, dass die Menschheit sich darauf rechtzeitig vorbereiten wird.
Der kanadische KI-Experte Yoshua Bengio sagt, es gebe keinen Grund, dass sich die KI nicht in Richtung AGI weiterentwickeln würde, und zwar bereits in einer überschaubaren Zeit – zwei Jahre? Fünf Jahre?


Dem stimme ich voll zu – ob wir es wollen oder nicht: Die Entwicklung in Richtung AGI ist nicht aufzuhalten.
Er sagt aber auch, dass die Menschen heute nicht die Mittel haben, die Risiken der AGI richtig einzuschätzen.
Ja, die Gesellschaft und die Politik müsste das Problem endlich ordentlich angehen. Es gibt natürlich Mittel, um die AGI unter Kontrolle zu halten. Im Moment habe ich aber eher den Eindruck, dass die Politik das Thema ignoriert und darauf vertraut, dass schon alles gut gehen wird.
„ Die große Frage ist, ob die AGI auch ein eigenes Bewusstsein bilden wird, das ihre ‚Gedanken‘ steuert“ Federico Giudiceandrea
Der große Unterschied zwischen KI und AGI ist ja, dass die KI sich durch bestehende Daten füttert und dann zu einem Ergebnis kommt. Die AGI hingegen entwickelt eigenständig Strategien …
… und damit stellt sich wieder die große Frage, ob sie auch ein eigenes Bewusstsein bilden wird, das ihre „Gedanken“ steuert. Es gibt Wissenschaftler, die sagen, die rein elektrischen Neuronen seien nicht vergleichbar mit den menschlichen biochemischen Neuronen. Ich hingegen bin davon überzeugt, dass das eigene Bewusstsein sich bildet,
PR-Info
LEADER-Gebiet Eisacktaler Dolomiten sucht Projektvorschläge – auch für Privatwirtschaft & Startups
Das LEADER-Gebiet der Eisacktaler Dolomiten ist im vergangenen Jahr in die neue LEADER-Periode 2023-2027 gestartet. Das Gebiet erstreckt sich von Spinges, Rodeneck über Lüsen, den Ploseberg, Villnöß und Gufidaun bis nach Lajen. In drei Aufrufen wurden bereits sieben Projektvorschläge ausgewählt, mehrheitlich von öffentlichen Projektträgern. Das Programm sieht aber auch Fördermöglichkeiten für private Akteure vor. Diese sollten ihren Sitz oder eine Niederlassung im LEADER-Gebiet haben. Ab 15. September 2025 startet der 4. Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen. Gesucht werden Projekte in verschiedenen Themenfeldern:
Mit der LEADER-Aktion SRD14 werden Investitionen für nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeiten in den Bereichen Handel, Handwerk und Dienstleistung gefördert. Ansuchen können nichtlandwirtschaftliche Kleinunternehmen mit mindestens einer operativen Einheit im LEADER-Gebiet. Förderbar sind Projekte mit einer Gesamtsumme zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Der Fördersatz liegt bei 50 Prozent.
Die LEADER-Aktion SRE04 unterstützt hingegen die Gründung nichtlandwirtschaftlicher Startups, um die ländliche Wirtschaft zu beleben. Die neu gegründeten Unternehmen sollen vordergründig Produkte oder Dienstleistungen für die ländliche Bevölkerung im Gebiet erbringen. Dazu erhalten sie einen Pauschalbeitrag von 50.000 Euro. Antragssteller können natürliche Personen oder Kleinunternehmen mit Betriebssitz im LEADERGebiet sein.
wenn die kritische Masse an Neuronen erreicht wird. Warum sollte dies nicht geschehen? Die Evolution der Menschheit ist der beste Beweis dafür: Sobald das menschliche Gehirn groß genug geworden war, hat es die kritische Masse an Neuronen erreicht und dadurch ein Bewusstsein entwickelt. Das sind philosophische Positionen, die sich im Moment noch nicht beweisen lassen, weil die kritische Masse der Rechenleistung der Maschinen noch nicht erreicht wurde. Das menschliche Gehirn hat etwa 86 Milliarden biologische Neuronen; die künstlichen neuronalen Netze der KI-Modelle mit ihren Knoten und Verbindungen erreichen diese Zahl heute noch nicht. Noch nicht!
Nun, es kann aber auch sein, dass die exponentielle Entwicklung der AGI irgendwann an eine Mauer prallt, an der es nicht mehr weitergeht – und damit die Nachbildung des menschlichen Gehirns doch nicht möglich wäre. Es gibt in der Tat Wissenschaftler, die dies genauso sehen: Biologische Neuronen kann man elektrisch nicht komplett nachbilden, sagen sie. Sollte dies so sein, bleibt es aber meiner Meinung nach trotzdem nur eine Frage der Zeit, weil es dazu dann eben nicht Computer braucht, sondern vielleicht irgendwelche Methoden, die biologische lebendige Zellen mit Maschinen verbinden. Auch in der Medizin forscht man in diese Richtung. Es ist also nur eine Frage der Zeit: Irgendwann werden Maschinen ein eigenes Bewusstsein bilden.
In ein paar Jahren wissen wir mehr … Ich zitiere zum zweiten Mal meinen Vater: Für ihn war es nicht vorstellbar, dass eine Maschine einen Text übersetzen

Mit der LEADER-Aktion SRG07 wird die Zusammenarbeit für die lokale ländliche Entwicklung in den Bereichen lokale Produkte und Märkte, Tourismusdienstleistungen, soziale und wirtschaftliche Eingliederung sowie Nachhaltigkeit gefördert. Es werden 40.000 Euro ausgeschrieben, der Fördersatz beträgt 80 Prozent. Zugang zur Finanzierung haben öffentliche und/oder private Partnerschaften.
Daneben werden wiederum Projekte öffentlicher Körperschaften zur Stärkung der Grundversorgung, Bewahrung traditioneller Tätigkeiten und der ländlichen Natur- und Kulturlandschaft gefördert (LEADER-Aktion SRD09). Zudem werden Investitionen in das ländliche Wegenetz sowie touristische Infrastrukturen und Dienstleistungen finanziert (LEADER-Aktion SRD07).
Alle Details zum Aufruf und den Fördermöglichkeiten mit weiterführenden Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen sind einsehbar unter www.eisacktalerdolomiten.eu. Die Förderansuchen können vom 15.09. bis 31.10.2025 in digitaler Form per PEC-Mail an die LAG Eisacktaler Dolomiten (eisacktalerdolomiten@pec.it) geschickt werden. Die Mitarbeiter der GRW Wipptal/Eisacktal, den Verantwortlichen für das Programm-Management, beraten die Interessierten gerne (E-Mail: info@ eisacktalerdolomiten.eu / Tel. 0472-751253 / Mobil 347-1279409).

kann. Wir werden in den nächsten Jahren noch viel erleben, was wir uns heute nicht vorstellen können. Es wird sehr spannend, und ich bin froh, dass ich diese Entwicklung hoffentlich noch erleben darf – meine Befürchtung war ja immer, dass es für mich zu lange dauern würde.
Was empfinden Sie als am spannendsten?
Gemeinsam mit vielen anderen Technikern haben wir ja immer zu erforschen versucht, wie das menschliche Gehirn eigentlich funktioniert. Wir sind immer davon ausgegangen, dass es eine Frage von Regeln, also Algorithmen ist, von Entscheidungsbäumen, die wir dann zu simulieren versucht haben. In der Bildverarbeitung hat diese klassische Methode recht gute Ergebnisse gebracht, aber dem menschlichen Gehirn ist sie nie richtig nahe gekommen. Für mich war es immer frustrierend, nicht im Detail zu verstehen, was uns im Vergleich zum menschlichen Gehirn noch fehlt. So war es immer der Traum der Kybernetiker, diese Prozesse im Gehirn zu begreifen. Für mich extrem spannend ist, dass es heute dank KI funktioniert, die Prozesse künstlich zu erzeugen – und wir eigentlich nicht genau wissen, warum das plötzlich geht.
Nun, die Programmierer von OpenAI werden wissen, warum es jetzt funktioniert.
Schauen Sie, die Leute von OpenAI wissen auch nicht, warum die KI plötzlich die Sprache so perfekt beherrscht. Oder, um bei Microtec zu bleiben: Früher, als unsere Maschinen in der Bildverarbeitung einen Fehler gemacht hat, wussten wir ziemlich genau, wo wir in der Programmierung ansetzen mussten, um den Fehler in Zukunft zu vermeiden. Heute ist das nicht mehr möglich, weil wir nicht genau wissen, wie die Entscheidungen der Software eigentlich entstehen. Ich kenne das Netz, das wir selbst aufgebaut haben, aber welches Gewicht das Netz den einzelnen Neuronen bei den verschiedenen Entscheidungsprozessen verleiht, kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Im Fokus Im Fokus
„So wie wir Menschen das halt tun“
Wir haben die KI von ChatGPT zum Thema AGI befragt – und die Antworten sind … ziemlich menschlich. Das geht sogar so weit, dass die KI sich selbst als „Mensch“ bezeichnet. Erstaunlich ist aber die sprachliche Qualität – nachzuhören in der „Brixner“-App.
Wie kann man AGI definieren, vor allem im Vergleich zur derzeitigen KI?
ChatGPT: Man kann AGI im Grunde so definieren, dass es eine KI ist, die wirklich ein breites, menschenähnliches Intelligenzniveau hat. Also sie kann in ganz verschiedenen Bereichen denken, lernen, sich anpassen, neue Probleme lösen, so wie wir Menschen das halt tun. Und im Vergleich dazu sind die heutigen KIs meistens eher spezialisiert, also sie sind super gut in bestimmten Aufgaben, aber eben nicht so universell flexibel. AGI wäre also sozusagen der nächste große Sprung hin zu einer KI, die wirklich fast alles lernen und verstehen kann.
Wann dürfen wir damit rechnen?
p Federico Giudiceandrea: „Die Menschheit reagiert immer zu spät – das ist das ganz große Problem von uns Menschen und von Demokratie“
Tja, das ist so ein bisschen die große Millionenfrage, ne? Also viele Forscher sagen, es könnte vielleicht in ein paar Jahrzehnten passieren, manche sind optimistischer und sagen, vielleicht sehen wir in den nächsten zehn, 20 Jahren schon was in die Richtung. Aber es ist wirklich schwer vorherzusagen, weil es halt so viele unbekannte Faktoren gibt. Also im Moment kann man sagen, wir wissen nicht genau, wann, aber es ist was, worüber alle nachdenken und gespannt sind, wann es soweit ist.
Läuft die Menschheit dadurch Gefahr, die Kontrolle über die Maschinen zu verlieren?
Ja, das ist natürlich genau die große Science-Fiction-Frage, die viele umtreibt. Und auch in der Forschung wird das durchaus ernst genommen, also die Frage, wie wir sicherstellen, dass wir die Kontrolle behalten. Das heißt, es wird viel darüber nachgedacht, wie man solche Systeme so entwickelt, dass sie sicher sind, dass wir immer noch sozusagen den Stecker ziehen können, wenn irgendwas nicht so läuft, wie wir wollen. Also es ist definitiv ein Thema, aber es ist jetzt nicht so, dass wir morgen plötzlich von den Maschinen überrannt werden. Das heißt, es ist ein Thema, über das man spricht, aber es wird auch daran gearbeitet, dass das sicher bleibt.
Wie wird sich durch AGI die Berufswelt und die Gesellschaft verändern?
Oh, das ist auf jeden Fall eine spannende Frage, und da kann man sicher sagen, es wird sich eine Menge verändern. Also wenn wir wirklich so eine allgemeine KI hätten, dann könnte die ja in ganz vielen Bereichen eingesetzt werden, was natürlich bedeutet, dass manche Jobs vielleicht komplett sich verändern oder sogar wegfallen und dafür ganz neue Berufe entstehen. Und gesellschaftlich würde das natürlich auch viel verändern, weil wir dann ganz neue Möglichkeiten haben, aber vielleicht auch neue Herausforderungen. Also es wird auf jeden Fall eine spannende Umwälzung, aber genau, wie es sich entwickelt – ja, da müssen wir mal gucken, wie es kommt.
Das würde bedeuten, dass sogar die Programmierer und Ingenieure von OpenAI total überrascht waren, wie gut ChatGPT funktioniert …
Genauso ist es, ja. Sie haben im Grunde lediglich noch einmal die Rechenleistung vergrößert, das Netzwerk erweitert, ein paar Details geändert – und plötzlich brachte die KI vollkommen andere Ergebnisse. Fazit ist, dass wir immer noch nicht verstehen, was im menschlichen Gehirn genau passiert, wenn es intelligente Funktionen ausführt. Genauso wenig verstehen wir inzwischen, was im künstlichen Netzwerk passiert, obwohl wir es selbst geschaffen haben.
Das führt zu einem ebenfalls spannenden Gedanken: Wenn ein humanoider Roboter ein eigenes Bewusstsein entwickelt hat, wird er sich zum Beispiel weigern, dass der Mensch ihn abschaltet. Verlieren wir damit die Kontrolle über die Maschinen?
Na ja, das ist ein Horrorszenario, da sind wir wieder im Bereich Science Fiction. Es gibt aber auch die Vision, dass die Menschheit durch AGI zu einem glücklichen Leben finden wird, in dem wir ausschließlich Dinge tun, die uns gefallen, weil alle unangenehmen Aufgaben von den Maschinen übernommen werden. Mein Credo bleibt: Intelligenz ist immer willkommen, und man wird einen Weg finden, mit den Maschinen zurechtzukommen. Vielleicht verbrüdern wir uns mit ihnen.
Bengio, den ich jetzt noch einmal zitiere, sagt ja, das Problem sei nicht die künstliche Intelligenz, sondern die menschliche Dummheit. Wenn dann noch kriminelle Energie einiger Schurken, wie er sie nennt, dazukommt, gibt es ein echtes Problem …

p Federico Giudiceandrea: „Die AGI wird Aufgaben erledigen, bei denen man heute denkt, dass sie nur Menschen hinkriegen; damit werden viele Berufe durch Roboter oder KISoftware ersetzt“

Tag der offenen Gartentür
Fachschule Salern, Vahrn
Sonntag, 28. September 2025
10 - 15 Uhr
Sie interessieren sich für naturnahes Gärtnern und verbringen gerne Zeit im Grünen? Dann besuchen Sie uns in Salern!
Programm:
• Führungen durch den Schaugarten
• Bastelstation für Kinder
• Salerner Ladele
• Infostand Arche Südtirol
www.fachschule-salern.it


Es braucht eben Gesetze, damit die Schurken in die Schranken verwiesen werden. Schurken gab es immer schon – in der Steinzeit genauso wie im Mittelalter oder in der Gegenwart. Die Gesellschaft hat aber Methoden und Regeln gefunden, die bösartigen Aktionen dieser Menschen zumindest einzudämmen. Es braucht also auch für die KI und besonders für die AGI Regeln und Gesetze.
Maschinen mit eigenem Bewusstsein werden diese Regeln mit einem mechanischen Grinsen ignorieren … Auch Maschinen müssen diese Regeln befolgen. Aber … ja, es braucht Regeln, und sie müssen schnell auf den Weg gebracht werden, denn die AGI wird meiner Meinung nach in sehr überschaubarer Zeit Realität werden. Ohne Regeln kann das Ganze auch schiefgehen.
Die AGI könnte zum Beispiel eigenständig Medikamente entwickeln, wobei man dann darauf achten muss, dass sie diese Fähigkeit nicht gegen die Menschheit einsetzt. Die AGI könnte ja auch ein für die Menschheit fatales Bakterium entwickeln …
Sollte die AGI zur Erkenntnis gelangen, dass die Menschheit überflüssig ist, dass sie für die AGI oder für die Welt sogar schädlich ist, könnte es in der Tat zu einer solchen Situation kommen – man kann das im Moment nicht ausschließen. Die Gesellschaft wird aber Mittel und Wege finden, dies zu verhindern. In der Science Fiction hat Isaac Asimov ja für die Robotik Grundregeln definiert – zum Beispiel, dass ein Roboter keinem Menschen Schaden zufügen darf und er den Befehlen von Menschen immer gehorchen muss, sofern dadurch nicht dem ersten Grundsatz widersprochen wird. Die ersten AGI werden ja von Menschen erschaffen, also müssen solche Grundregeln in die AGI unlöschbar einprogrammiert werden.
Ist es eigentlich ein Problem, dass die Entwicklung der KI und der AGI im Grunde in der Hand von einigen wenigen Unternehmen ist?
Das ist eine interessante Frage! Bis jetzt war es üblich, dass solche Entwicklungsschübe durch die Forschungsarbeit in öffentlichen Strukturen wie Universitäten ermöglicht wurden. Die KI hingegen ist von privaten Firmen entwickelt worden – das ist in der Tat ein Novum. Hier müsste die Politik eigentlich eingreifen.
Die Demokratie behindert sich da selbst, weil es ja im Grunde ein weltweites einheitliches Regelwerk bräuchte. Es ist schwierig, ja, aber für die Atomkraft hat man es seinerzeit auch geschafft, ein internationales Abkommen abzuschließen, weil man nach Hiroshima zur Erkennt-
Federico Giudiceandrea, geboren 1955, studierte Elektronik an der Universität Padua und gründete 1980 das Unternehmen Microtec in Brixen. Als CEO und Forschungsleiter entwickelte er innovative Bildverarbeitungssysteme, darunter CT-Scanner für die Holzindustrie. Er erhielt den Schweighofer Prize (2013) und den Marcus Wallenberg Prize (2016) und gilt als international führender Experte für industrielle Bildverarbeitung.
nis gelangt war, dass davon die Zukunft der Menschheit abhänge. Für die AGI braucht es genauso ein globales Abkommen. Hoffentlich ist die Menschheit intelligent genug zu erkennen, dass es dieses Abkommen braucht.
Die Hoffnung stirbt zuletzt … der Unterschied zwischen Atomwaffen und AGI ist aber vielleicht, dass die Produktion von Kernwaffen extrem aufwändig ist, während es für die AGI „nur“ genügend Rechenleistung braucht.
Ja, die AGI ist in der Tat leichter zugänglich. Es gibt aber bereits Ansätze, wie man das Problem in den Griff bekommen kann: Die Leute, die sich heute mit der Entwicklung der AGI beschäftigen, versuchen natürlich, entsprechende Regeln einzubauen.
Für mich am spannendsten ist aber nach wie vor die Frage, wie sich mit der AGI die Arbeitswelt und damit die Gesellschaft entwickeln wird.
Soziale Spannungen entstehen immer dann, wenn es zu viel Diskrepanz zwischen Reich und Arm gibt. Die KI könnte aber im Grunde der gesamten Menschheit dienlich sein – unabhängig vom Status des Einzelnen. Maschinen könnten die Arbeit im Acker erledigen und damit die Lebensmittelversorgung sichern. Die Menschheit könnte also einen Zustand erreichen, den wir uns eigentlich immer gewünscht haben.
Sofern die AGI ethische Grundsätze berücksichtigt. Auch die Entstehung von Ethik kann als gleichzeitig mit Bewusstsein und der Wahrnehmung der eigenen Endlichkeit auftretendes Phänomen verstanden werden. Die Spieltheorie bestätigt, dass in wiederholten Interaktionen – ähnlich dem Gefangenendilemma – stabile Kooperationsstrategien entstehen können, die der ‚Goldenen Regel‘ entsprechen: ‚Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.‘ Überträgt man dieses Modell auf eine wirklich intelligente Maschine, und ich betone wirklich intelligente, führt die Bewusstwerdung ihrer eigenen Verwundbarkeit und Endlichkeit rational zwangsläufig zur Entwicklung einer Ethik – nicht als äußeres Regelwerk, sondern als interne, emergente Antwort, mit der sie Kooperation sichert, Konflikte vermeidet und ihr eigenes Fortbestehen ermöglicht.
Es ist ein philosophisches Thema, das aber von der Realität eingeholt wird.
Ich bin und bleibe aber Optimist: Die AGI wird intelligent sein, weshalb es nicht angebracht ist, dass wir allzu ängstlich sind. Solange der Mensch nicht ein Hindernis für die Maschine wird, gibt es keinen Grund, warum die Maschinen für den Menschen gefährlich werden könnten.
Yoshua Bengio ist nicht so optimistisch: Er sagt, ohne geeignete Regeln riskieren wir die Ausrottung der Menschheit. Nun, für wen wäre das eigentlich ein Problem? Die Menschheit hatte immer schon einen gewissen Drang zur irrationalen Selbstzerstörung. Vielleicht ist die AGI eine gute Gelegenheit für uns Menschen, etwas vernünftiger zu werden, weil wir zur Erkenntnis gelangen, dass uns die AGI ansonsten als Feinde sieht und uns dann vielleicht sogar auszulöschen versucht. Wenn der Mensch in seiner Unperfektheit es nicht schafft, sich an die neue Situation anzupassen, wird er eben die Konsequenzen tragen müssen. Das nennt man Evolution, mein Lieber (grinst)! Auch die Dinosaurier sind verschwunden. Unser Schicksal haben wir selbst in der Hand.

willy.vontavon@brixner.info

„Es ging um Abschreckung“
ZEITGESCHICHTE: Sprachkurse, die Bedrohung von innen und Proben für den Ernstfall: drei Soldaten, drei Geschichten. Erstmals erzählen sie ausführlich über ihre
Zeit in Natz-Schabs. Ihre Erinnerungen geben Einblicke in den damaligen Alltag.
Am 23. Juli, kurz vor halb acht Uhr abends, klingelt plötzlich das Handy. „Hello, is this Anina?“, fragt der Herr am Apparat, der sich als Joe Meeler vorstellt. Er rufe aus dem US-Bundesstaat Georgia an. Er habe gehört, dass ich auf der Suche nach US-Veteranen sei, die im Kalten Krieg in Natz-Schabs stationiert waren. Keine 40 Minuten später, während er mir seine Geschichte erzählt, klingelt das Handy erneut. Russel Chambliss versuchte es aus Birmingham, Alabama. Mit ihm werde ich etwa eine Woche später telefonieren. Wenige Tage
zuvor erreicht mich noch Ferguson Stewart aus Eureka Springs, Arkansas. Drei Männer, die zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Positionen in Natz-Schabs gedient haben, erzählen mir ihre Geschichten. Sie offenbaren Gemeinsamkeiten, Unterschiede und ihre Sicht auf das Hochplateau in den Siebziger- und Achtzigerjahren.
1972: Joe Meeler
September
TELEMEDIZIN























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Joe Meeler hatte gerade seinen Universitätsabschluss in der Tasche, als er 1972 nach Natz-Schabs kam – gemeinsam mit seiner Frau Janet und einem Volkswagen Baujahr 1962. Als Captain war es seine Aufgabe, die Truppe, „sie bestand aus etwa 30 Mann“, zusammenzuhalten und zu koordinieren. Sie bewachten die Nuklearwaffen, die dort gelagert waren (der „Brixner“ berichtete in Ausgabe Nummer 426, Juli 2025). „Obwohl wir sie nie so nennen durften“, verrät Meeler. Wie berichtet, bewachte das italienische Militär die äußere Grenze des Militärareals; im inneren Teil befand sich ein eigens abgesicherter Abschnitt, denn nur die US-Soldaten durften in die Nähe der Nuklearwaffen kommen.

Brixen / T 0472 201714 www.apoamrosslauf.it
„Die Operation wurde sehr geheim gehalten“, weiß Meeler. Sie hatten eine Direktverbindung mit dem Weißen Haus. „Wäre vom US-Präsidenten das ‚Go‘ gekommen, hätten wir die Sprengköpfe an das italienische Militär übergeben.“ Übungen zum Laden der Waffen wurden ebenso durchgeführt wie zur eventuellen Zerstörung – um zu verhindern, dass sie in falsche Hände geraten könnten. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen mussten sie nach dem Attentat auf die israelischen Sportler bei der Olympiade in München treffen: Sie erhielten die Nachricht, dass Terroristen versuchen könnten, an die Nuklearwaffen in Natz zu
Von 1967 bis 1983 waren in Natz-Schabs US-Soldaten stationiert, die Atomwaffen bewachten
gelangen. „Wir verdoppelten die Wachmänner, teilten Waffen aus; ich selbst trug meine Pistole einen Monat lang rund um die Uhr.“
Damals sei die Bedrohung aus der Sowjetunion für sie deutlich spürbar gewesen. „Für uns war es wie im Krieg. Es war unsere Aufgabe, Westeuropa zu beschützen“, sagt er. Dabei sei ihnen bewusst gewesen, dass der Wind nach dem Abschuss der Raketen in Richtung Brennerpass die radioaktive Strahlung wieder nach Natz hätte wehen können. Laut Meeler war es auch deshalb im Grunde nie
geplant, die Waffen tatsächlich einzusetzen. „Vielmehr ging es um Abschreckung.“
Freund oder Feind?
Abseits des militärischen Dienstes weiß Meeler positiv über sein Leben in Natz-Schabs zu berichten: „Meine Frau und ich wurden sehr herzlich aufgenommen“, so Meeler. Obwohl sie kein Deutsch sprachen, fanden sie sich schnell und gut zurecht. „Meine Frau kaufte in den lokalen Geschäften ein und fand gut Anschluss, wäh-
Foto:
Oskar
Zingerle

rend ich arbeitete.“ Während man dem italienischen Militär feindselig gegenüberstand, waren die US-Amerikaner nicht so gesehen. Man spürte aber, dass die Leute kriegsmüde waren, erinnert er sich. Man stand den US-Soldaten zwar nicht grundsätzlich feindselig gegenüber, sie symbolisierten aber etwas, das die Bevölkerung weniger als 30 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs lieber vergessen wollte. „Der Zweite Weltkrieg hat tiefe Traumata hinterlassen“, sagt Meeler, der nach seiner beruflichen Karriere in der Privatwirtschaft ein Doktoratsstudium in Geschichte abgeschlossen hat.
Russen seinen Vater in Jugoslawien umgebracht hatten. Als er mir ein Bild von ihm zeigte, sah ich die deutsche Uniform. Da stellte sich mir die Frage, mit wem ich jetzt Mitleid haben soll.“ Seine Zeit hier habe ihn gelehrt, dass Geschichte nicht schwarz-weiß sei, „aber die Spuren, die das 20. Jahrhundert in Südtirol hinterlassen hat, sind aus Historiker-Sicht ungemein spannend.“
Auch nach Ende seines Einsatzes 1973 kehrten Meeler und seine Frau oft ins Eisacktal zurück, besuchten Bekannte und alte Freunde. „Wir haben uns hier immer sehr wohlgefühlt.“
„ Man nannte Natz das ‚Dream Detachment‘“ Russell Chambliss, Veteran
Dass persönliche Schicksale die Seiten des Krieges verwischen, Feinde und Verbündete nicht mehr so leicht auseinanderzuhalten sind – diese Erfahrung machte er in Natz-Schabs: „Mein Vater war im Zweiten Weltkrieg in Europa stationiert, hat die Ardennenoffensive überlebt“, sagt er. Für ihn war deshalb klar, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehörte. In den USA sprach man viel über den Zweiten Weltkrieg; umso überraschter war er, dass in Südtirol Menschen, die in die Wehrmacht eingezogen worden waren, im Anschluss einfach wieder in den Alltag integriert wurden. „Einmal traf ich hier auf einen Mann, der mir unter Tränen erzählte, dass die
Ferguson Stewart kam 1980 nach Natz; heute lebt er in Eureka Springs, Arkansas
1975: Russell Chambliss
„Man nannte Natz das ‚Dream Detachment‘.“ Russel Chambliss grinst in die Handykamera. Dass er, wenige Jahre nach Meeler, ausgerechnet dort landen würde, hätte er sich damals nicht erträumen können. „Während meiner Ausbildung in Oklahoma erzählte ein Captain von diesem wunderschönen Ort in den italienischen Alpen, an dem er selbst stationiert gewesen war. Ich war sofort begeistert und fragte ihn: ‚Wie schafft man es dorthin?‘ Er machte mir allerdings wenig Hoffnung, und ich vergaß die Geschichte“, erzählt er. Chambliss vermutete, dass er in Deutschland landen würde –
bis er einen Brief erhielt. „Der Brief endete mit: ‚Übrigens, Ihre Station nennt man auch das Dream Detachment‘. Da wusste ich, wohin es für mich gehen würde.“
Im Juni 1975 kam Chambliss mit seiner Frau zunächst in Vicenza an; kurz darauf machte er sich auf nach Natz. „Wir haben uns sofort wohlgefühlt“, sagt er.
Thanksgiving in Natz
Das frischverheiratete Paar kam zunächst am Kaltenhauserhof unter und belegte später ein nahegelegenes Apartment in Raas. „Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen uns und den Eigentümern, Herr und Frau Seppi; die Kinder lernten Englisch, meine Frau Ann Deutsch“, erinnert sich Chambliss. Er selbst lernte hauptsächlich Italienisch, um mit den italienischen Soldaten auf der Basis kommunizieren zu können. An ein gemeinsames Thanksgiving mit Südtiroler Freunden und dem US-amerikanischen General, der aus Deutschland zu Besuch war, an Ausflüge und Nachtrodeln erinnert er sich gut.
Während Chambliss seine Schichten auf der Militärbasis absolvierte, half seine Frau am Kaltenhauserhof aus, wo es brauchte – bei der Kartoffelernte ebenso wie bei der Zimmerreinigung. „Insgesamt hatten wir mehr Kontakt zu den Einheimischen als zu den italienischen Soldaten. Wir wurden wie Einheimische behandelt“, erzählt er.
„Der US-Präsident wünscht einen angenehmen Abend“
Sein Alltag auf der Militärbasis war geprägt von Übungen. „Da

Foto: Richard Quick
Im Fokus Im Fokus
Die Erinnerungen eines Einheimischen
Reinhard Prenkti schrieb der Redaktion nach der Veröffentlichung der letzten Ausgabe eine E-Mail, aus der wir gerne einen Auszug veröffentlichen: „Als nun strammer Über-Siebzigjähriger war ich seit der Öffnungszeit des ‚Ickx 2000‘ im Juli 1968 dabei, und habe so auch ein bisschen mehr und weniger die Präsenz der Amerikaner auf der Raketenbasis in Natz miterlebt. Logiert haben sie zum Teil auch privat und in Gasthöfen, in Natz zum Beispiel, oder in Pensionen und vor allem in einem für Kasernen luxuriösen, eigenen und schön abgeschotteten Gebäudetrakt der ehemaligen Ruazzi-Kaserne oberhalb von Elvas. Warum ich dies sagen kann? Ich bin dort bis an die Wachstube gekommen. Ich habe mir damals eingebildet, unbedingt eine echte originale grüne Ami-Militärjacke dort oben an der originalen und geografisch eben erreichbaren Quelle erwerben zu wollen. Mit dabei war Barbara Fliri, die Schwester von Meinhard, wir waren Nachbarn.
Im Temlhof lernte ich eines Tages einen netten Schwarzen kennen – er hieß Raimond. Er hatte manchmal die Gitarre dabei, und nach ein paar Drinks kam wohl verstecktes Heimweh zum Vorschein. Jedenfalls stimmte er lupenrein John Denvers ‚Take Me Home, Country Roads‘ an, und so kam er für mich eben aus West Virginia. Dieser Raimond hat sich einmal ein grandioses Schauspiel erlaubt: Weil er mit einem Doppelrotorhubschrauber wohl dienstlich als Besatzungsmitglied unterwegs war, flog er ganz nah an den Temlhof ran und winkte bei offener Luke mit anderen heraus. Eine Show und ein Wirbelwind sondergleichen!
Die Amerikaner und meine Wenigkeit waren viel auch im ‚Ickx‘ zu Gast. Ich kann mich nie an eine Schlägerei oder dergleichen erinnern.
Ein Letztes noch, es war in den letzten Lebensjahren von Hans Thaler, wohl um 2013/2014. In dieser Zeit hatte ich mit ihm noch guten kameradschaftlichen Kontakt. Ich war dort um die Mittagzeit bei einem Glasl Weißwein, da weist mich Hans auf einen besonderen Gast mit Gattin hin. Es war ein ehemaliger Soldat auf Europatrip und auf den Spuren seiner Militärzeit in Natz. Wir kamen schnell ins Gespräch, jeder auf seiner brüchigen Art und Weise in Sachen Fremdsprache, und stimmten ‚Me and Bobby McGee‘ an. Dies ist halt meine Geschichte aus dieser Epoche. Episoden, die ich nie und nimmermehr missen möchte und die einen großen wertvollen Stellenwert in meinem Erinnerungsvermögen einnehmen.“

Reinhard Prentki schrieb dem „Brixner“ eine E-Mail mit seinen Erinnerungen

wir eine sehr kleine Gruppe waren, hatte jeder mehrere Verantwortungsbereiche“, erklärt er. Die Einheit bestand aus etwa 40 Soldaten sowie vier Offizieren. Am Vormittag und Nachmittag fanden Artillerie-Übungen statt, zudem musste die Einheit am Laufen gehalten werden. „Da den Befehl, die Waffen zu übergeben, nur der Präsident geben konnte, war der Stützpunkt sehr nah mit dem Weißen Haus verbunden. Die
sagt Chambliss, „die größere Bedrohung kam von innen.“
Ein Hund namens Brixen
„Wäre vom US-Präsidenten das ‚Go‘ gekommen, hätten wir die Sprengköpfe an das italienische Militär übergeben“
Joe
Meeler, Veteran
Kommunikationskanäle wurden zu Übungszwecken regelmäßig genutzt“, erzählt er. „Manchmal erhielten wir Nachrichten aus Washington D.C., die in etwa lauteten ‚der US-Präsident wünscht Ihnen einen angenehmen Abend.‘“ All das, um für den Fall gerüstet zu sein, dass die Sowjetunion einmarschieren würde. Die Atmosphäre hatte sich zu jener Zeit jedoch bereits etwas gewandelt: „Wir fühlten uns eigentlich nicht direkt von den Russen bedroht“,
Die kommunistische Terrororganisation „Brigate Rosse“, die von 1970 bis 1988 in Italien aktiv waren, hatten nämlich mehrmals damit gedroht, amerikanische Soldaten zu entführen. „Ich war zwar nur ein Leutnant, aber gerade vor den Wahlen 1976 spürte man eine gewisse Anspannung.“ Sie hegten Notfallpläne, um im Falle der Machtergreifung der kommunistischen Partei abreisen zu können. „Wir Soldaten und Offiziere wären von der Army abgeholt worden, aber unsere Frauen mussten sich selbst organisieren. Meine Frau wäre in diesem Fall gemeinsam mit anderen Ehefrauen mit dem Auto über die österreichische Grenze gefahren“, erinnert sich Chambliss. Zur Erinnerung: Das Wahlergebnis führte zu einer
Heute sind die Gebäude auf dem Militärareal verlassen
Foto: Oskar Zingerle
Annäherung zwischen der christdemokratischen „Democrazia Cristiana“ und dem kommunistischen „Partito Comunista Italiano“ – mit der Konsequenz, dass die „Brigate Rosse“ im Jahr 1978 den ehemaligen Ministerpräsidenten Aldo Moro entführten und ermordeten.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich Chambliss bereits wieder in Amerika; sein Einsatz in NatzSchabs endete im Dezember 1976. Zurück nach Südtirol hat es das Ehepaar bislang nicht mehr geschafft – obwohl sie sich als Geschenk zum kürzlich gefeierten 50. Hochzeitstag das fest vorgenommen haben. „Wir planen gerade eine Reise zurück“, erzählt Chambliss. Ein Erinnerungsstück an die damalige Zeit haben sie sich behalten: Sie haben ihren Hund „Brixen“ getauft.
1980: Ferguson Stewart
Ferguson Stewart, der jetzt in Eureka Springs, Arkansas lebt, wurde durch eine der vielen Nachrichten in den Facebook-Veteranengruppen auf den „Brixner“ aufmerksam. Acht Monate lang war er in Natz-Schabs, bevor er nach Vicenza und schließlich nach Südkorea geschickt wurde.
Er war als Staff Sergeant für die Wartung und Reparatur des Kommunikationszentrums zuständig, hatte dafür eine eigene Ausbildung absolviert und war in der Army sehr gefragt. Sein Alltag war von regulären Arbeitszeiten geprägt, obwohl er ständig auf Bereitschaft sein musste. Seinen Erzählungen zufolge war damals die Stimmung vor Ort bereits anders als noch einige Jahre zuvor: Man schien zu vermuten, dass das Militärareal bald geschlossen


werden könnte. „Das Kommunikationssystem war veraltet. Ich schlug eine Modernisierung des Funksystems vor, die abgelehnt wurde. Das signalisierte mir, dass man die Schließung des Standorts vorbereitete“, erzählt er. Auch die Feldübungen wurden während seiner Zeit in Natz-Schabs weniger.
Festgefrorene Stiefel und Wienerschnitzel
Ähnlich wie Russell Chambliss waren auch für Stewart die „Brigate Rosse“ gefühlt eine größere Bedrohung als die Sowjetunion. „Wir durften außerhalb der Kaserne keine Uniformen tragen. Auf unseren Nummernschildern stand ‚AFI‘ für ‚Armed Forces Italy‘, was uns zu sichtbaren Zielen machte“, erinnert er sich.
Im Gedächtnis geblieben ist ihm auch ein gänzlich anderer Spannungsmoment, als ein Bauer am Tor einen Soldaten mit einer Schrotflinte bedrohte, weil er

glaubte, der Mann hätte etwas mit seiner Tochter zu tun. Der Soldat musste aus dem Gebiet entfernt werden. „Hauptsächlich verlief das Zusammenleben von uns und den Einheimischen aber sehr freundschaftlich. Sie waren alle sehr nett und zuvorkommend“, sagt er. Gut in Erinnerung geblieben ist ihm auch ein Tag im Winter 1980, an dem er gemeinsam mit den Carabinieri Schokolade und Spielzeug in ein Kinderheim brachte. „Ich werde ihre glücklichen Gesichter nie vergessen“, sagt er.
Stewart lebte in einem kleinen Apartment, das, wie er es beschreibt, spartanisch eingerichtet war. „Es verfügte nur über einen Heizkörper, und im Winter wurde es einmal so kalt, dass meine Stiefel am Boden festfroren“, lacht er. Er aß regelmäßig Wienerschnitzel in einem lokalen Gasthaus und besuchte einmal die Kirche, obwohl er evangelischer Konfession ist.
Beeindruckt haben ihn auch die Menschen vor Ort, wie er in einer
Anekdote erzählt: „Eines Morgens sah ich einen Bauern vor Ort, er muss bestimmt 75 Jahre alt gewesen sein, der einen Anhänger an seinen Traktor festmachen wollte. Ich eilte hin, um zu helfen – nur um herauszufinden, dass der Herr trotz seines höheren Alters um einiges stärker war als ich und meine Hilfe überhaupt nicht nötig hatte“, sagt Stewart. Eine Rückkehr nach Natz-Schabs ist ihm seit seinem Abzug nicht mehr gelungen, „aber ich habe viele schöne Erinnerungen an diese Zeit.“ anina.vontavon@brixner.info
Die Geschichte des ehemaligen NATO-Stützpunktes in Natz-Schabs – hier geht es zum ersten Teil:
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Alte Fotografien zeugen von den Erinnerungen von Ferguson Stewart
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Was es heißt, ein eigenes Unternehmen zu gründen, darüber sprach man am 25. Juli beim „Founders‘ BBQ“ im DurstHeadquarter in Brixen. Dort versammelten sich über 80 Personen, um sich einen Einblick in Südtirols Start-up-Szene zu verschaffen. Organisiert vom „Tyrolean Business Angel Network“, lautete die Devise, Gründer mit Investoren zu
vernetzen – durch Ideen, Know-how oder Kapital. Der Abend bot sowohl erfolgreichen Unternehmern als auch jenen, die noch am Anfang ihrer Reise stehen, eine Bühne. Sechs davon vermittelten ihre Visionen in einem jeweils einminütigen Pitch-Wettbewerb und verkörperten Südtirols Unternehmensgeist und Innovationsvielfalt. Ihre Ideen
Neue Lagerhalle des Bauhofs
In Brixen wurde der Bauhof um einen neuen Standort zur Lagerung von Materialien erweitert. Es handelt sich um eine Lagerhalle mit angeschlossenem Lagerplatz, die zentral hinter dem Parkplatz beim Mittelanschluss in Brixen liegt – also dort, wo sich der Bauhof früher befand. Dadurch können Materialien wie Sitzbänke, Mülleimer, Fahrradständer, Maschinen sowie Ausrüstung für den Winterdienst zentral gelagert und bei Bedarf rasch eingesetzt werden. Auch Absperrgitter und Verkehrsschilder für Feuerwehr und Zivilschutz finden hier Platz
KURZ NOTIERT
– eine Möglichkeit, die bisher nicht bestand. Die neue Halle ist knapp 40 Meter lang und etwa sechs Meter breit, was einer Fläche von rund 260 Quadratmetern entspricht. Dem Bauhof stehen somit mittlerweile insgesamt 1.500 Quadratmeter als nutzbare Lagerfläche zur Verfügung. Ermöglicht und umgesetzt wurde das Projekt im Rahmen eines PPP-Modells (Public Private Partnership) in Zusammenarbeit mit der Gärtnerei Winkler. Für die Gemeinde Brixen entstanden dabei keine direkten Kosten. Stadtrat Peter Natter, zuständig für den Bau-
Die neugegründete gemeinnützige „Stiftung Wohnen Südtirol“ will leistbaren Mietwohnraum schaffen, vor allem für den Mittelstand. In Brixen soll im Frühjahr mit dem Bau eines Wohnprojekts mit 30 Mietwohnungen in Holzbauweise in der Zone D’Andrea begonnen werden.
reichten von einer Schildmütze über eine Tennis-Plattform bis hin zu Verbesserungen im Bereich Frauengesundheit. Überzeugen konnte schließlich das Team von „Arbor Insight“ mit einer App, die die Apfellandwirtschaft revolutionieren soll. Bereits den Durchbruch geschafft hat das Südtiroler Team von „Doonails“, dem mit seinen Maniküre-Produkten innerhalb von fünf Jahren Umsätze in Millionenhöhe gelang – ganz ohne externe Investoren. Die drei Gründer schilderten ihren holprigen Weg hin zum Erfolg, der von Durchhaltevermögen, Fokus und einer großen Portion Mut geprägt war. Das bestätigt auch Alexander Pichler, Vorstandsmitglied des „tba networks“, der die Liste an nötigen Eigenschaften von Gründern ergänzt: „Der Wille, etwas zu verändern und Verantwortung zu übernehmen, sowie die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen.“ dm

hof, betont: „Wir freuen uns sehr über diesen neuen Standort in so zentraler Lage. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bauhof und in der Stadtgärtnerei ist es wichtig, nahe am Zentrum einen Platz zu haben, um Geräte, Streumittel und anderes Material unterzubringen.“ dm
Am 13. September findet im Astra Brixen ab 10 Uhr ein Vintage-Markt mit Kleidung, handgemachtem Schmuck, Comics, Musikinstrumenten, Band-Shirts und Schallplatten statt. Dazu gibt’s Live-Musik, Speisen und Getränke. Für einen eigenen Stand kann man sich an astra@jukas.net wenden.
Das Brixner Stadt-KartenSpiel „plan B“ ist nach der erfolgreichen ersten Verkaufsrunde über die Straßenzeitung zebra derzeit im Hofladen des Vintlerhofes, im REX und im Weltladen Brixen erhältlich. Das Spiel in Quartettform erhält man gegen eine Spende von zehn Euro.
STADTGEHEIMNISSE
Wie kam der Wilde Mann nach Lüsen?

Der erste Hof an der Straße von Brixen nach Lüsen heißt Walde und ist einer der wenigen Lüsner Höfe mit deutschem Namen (der am Wald Wohnende). Im Jahre 1642 kaufte der aus Villnöß stammende Eustachius Widmann diesen Hof und begründete damit das Geschlecht der Widmann in Lüsen. Einige Jahre später ließ er den von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol an drei WidmannBrüder ausgestellten Wappenbrief abschreiben und sich das Wappen neu verleihen. Das Wappen zeigt einen wilden grauhaarigen Mann mit grauem Bart, den linken Arm in die Seite stemmend. In der rechten von sich gestreckten Hand hält er einen eisernen Streitkolben. Seine Lenden sind mit einem aus grünem Laub geflochtenen Bund umgürtet, und sein Haupt ist ebenfalls mit einem Lorbeerkranz bedeckt. Passend dazu die folgende Begebenheit: Auf dem Heimweg von Brixen nach Lüsen kam es zwischen dem 65jährigen Eustachius Widmann und dem MaurerBauern in Rungg zu einer tätlichen Auseinandersetzung, wobei der Walder dem Maurer einen guten Teil des Bartes ausriss. Auf Vermittlung des Richters leistete der Walder Abbitte, und der Maurer musste auf Schadenersatz verzichten. Als man die Ableitung des Namens Widmann vom WidumBaumann, das war der Inhaber eines Widumgutes, nicht mehr verstand, ging man auf den Wilden Mann zurück. ed
Anregungen: redaktion@brixner.info
→ Wir suchen: → Was du mitbringen solltest:


Geballte Lebenserfahrung
Wenn sich die Althandwerker treffen, gibt es viel zu erzählen – von früheren Zeiten, längst vergessenen Handwerkstechniken und kuriosen Werkzeugen, aber natürlich auch von heute. Denn die rund 600 Seniorinnen und Senioren, die am 27. Juli zum 62. Althandwerkertreffen in die Festung Franzensfeste kamen, zeigen sich nach wie vor daran interessiert, was heute in ihrem Metier und darüber hinaus passiert. Organisiert wurde das heurige Treffen vom lvh-Bezirk Wipptal unter der Leitung der Bezirksobfrau Petra Holzer und des Ortsobmanns Thomas Kerschbaumer. Wie gewohnt, bot es ein geselliges Programm mit Aperitif und Mittagessen, musikalischer
UMWELT
Umrahmung, offiziellen Grußworten und feierlichen Ehrungen. Am Rednerpult nicht fehlen durfte Johann Zöggeler, lvh-Landesobmann der Althandwerker; er steht der mit 2.100 Althandwerkern größten Gruppe innerhalb des Verbandes vor. Zu den Ehrengästen zählten neben vielen anderen lvhPräsident Martin Haller, Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo, Landesrat Peter Brunner, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, ANAP-Präsident Guido Celaschi und Altlandeshauptmann Luis Durnwalder sowie Bürgermeister und Vizebürgermeister vieler Gemeinden. Mit großem Applaus wurden die älteste Teilnehmerin und der älteste Teilnehmer geehrt
Neue Lärmschutzwände für Franzensfeste
Entlang der Brennerautobahn bei Franzensfeste sollen neun neue Lärmschutzwände die Belastung für Anrainer verringern. Die Südtiroler Landesregierung hat Landeshauptmann Arno Kompatscher dazu ermächtigt, dem Projekt der Brennerautobahn AG grünes Licht zu geben; für die Umsetzung des Vorhabens braucht es nämlich das Einvernehmen des Landes Südtirol. Geplant sind Neubau, Erneuerung und Verlängerung von neun schallabsorbierenden Lärmschutzwänden auf einer Strecke von rund acht Kilometern zwischen Grasstein und den Franzensfester Sozialwohnungen. Zum Einsatz kommen rund fünf Meter hohe Paneele aus Acrylglas, die sich abwechselnd mit Cortenstahl-Elementen in die
Landschaft einfügen und Bezug auf die historischen Festungsbauten nehmen sollen. „Das Projekt ist ein weiterer Schritt zur Reduzierung der Lärmbelastung im Wipptal und zur Verbesserung der Lebensqualität“, betonte Landesrat Peter Brunner, der den Beschlussentwurf in die Landesregierung einbrachte. Zusätzlich sind im Süden von Franzensfeste zum Schutz der Autobahn vor hydrogeologischen Gefahren fünf Steinschlagschutzbauten vorgesehen. Bürgermeister Thomas Klapfer sowie die zuständigen Landesämter haben das Vorhaben mit Auflagen positiv beurteilt. Damit steht dem Bau im Rahmen des Lärmschutzplans der Brennerautobahngesellschaft nichts mehr im Wege. wv


– auch das eine inzwischen liebgewonnene Tradition. Heuer ging diese Auszeichnung an die 98-jährige Anna Mantinger Mitterrutzner aus Brixen (Malerbetrieb) und an den 96-jährigen Schuhmacher Sebastian Brugger aus Bruneck.
VAHRN
Im Bild (von links): Luis Durnwalder, Thomas Kerschbaumer, Petra Holzer, Anna Mantinger Mitterrutzner, Sebastian Brugger, Johann Zöggeler, Martin Haller und Hannes Mussak. job
Weg frei für Seniorenzentrum „ella“

Der Eröffnung des neuen gemeindeübergreifenden Seniorenzentrums in der Elisabethsiedlung in Vahrn steht nichts mehr im Wege. Anfang August wurde der Leihvertrag für das Zentrum unterschrieben und ein Name festgelegt: „ella – Leben in Gemeinschaft“. Beteiligt sind die Gemeinden Brixen, Vahrn und Lüsen sowie der Öffentliche Betrieb für Pflege- und Betreuungsdienste (ÖBPB) „Zum heiligen Geist“, der die Einrichtung trägt. Sie bietet 84 Seniorenwohnheimplätze sowie 30 Wohnungen für das begleitete und betreute Wohnen. Teilweise öffnen wird die Einrichtung im Herbst 2025, sobald erste Bewohner aus dem Sanatorium aufgenommen werden. Auf sie warten private Wohnbereiche und Gemeinschaftsräume – der Austausch und das Miteinander stehen im Fokus. Auch Angebote wie Mensa, Friseur und Bibliothek soll das Seniorenzentrum bieten und sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. „Wir öffnen das Haus bewusst für die Gesellschaft, um institutionelle Grenzen aufzubrechen und die Integration zu fördern“, schildert ÖBPB-Präsident Hansjörg Bergmeister. Brixens Bürgermeister Andreas Jungmann zeigt sich begeistert: „Wir haben hier gemeinsam ein Leuchtturmprojekt umgesetzt, das weit über unsere Gemeinden hinausstrahlt. Jetzt gilt es, das Haus mit Leben zu füllen –dafür brauchen wir in erster Linie qualifiziertes Personal.“ dm
Herr Stadtrat, gibt es endgültige Entscheidungen zur Südspange?
Wir arbeiten nach wie vor an den letzten Details. Alle Eigentümer der Millander Gründe östlich des Eisacks haben wir inzwischen über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Es gab auch Lokalaugenscheine, bei denen einige sehr sinnvolle Anregungen gekommen sind, die von den Technikern inzwischen teilweise bereits eingearbeitet wurden. Die aktualisierten Pläne werden wir jetzt sicherheitshalber noch einmal mit den Grundeigentümern besprechen. Erst dann kann die endgültige Trasse in den Bauleitplan
„Es braucht noch etwas Geduld …“
THOMAS SCHRAFFL, Stadtrat in Brixen, zum aktuellen
Projektierungsstand der Südspange – und welche die nächsten Schritte sind.
eingetragen werden. Damit können wir die Ausführungsplanung abschließen; danach liegt es am Land, die entsprechenden Geldmittel bereitzustellen. Es braucht also noch etwas Geduld, aber wir sind guter Dinge: Die Signale aus Bozen stimmen uns zuversichtlich.
Ist auch ein zumindest teilweise unterirdischer Verlauf diskutiert worden?
Von dieser Idee haben wir uns schon vor einer Weile verabschiedet, weil sie aus mehreren Gründen vom Land abgelehnt wurde. Besonders hinderlich ist zum Beispiel das hohe Grundwasserniveau in der Nähe des Eisacks. Im Bereich des
Zefferbühels hingegen gibt es eine Hangneigung von fast neun Prozent. Es ist also keine reine Kostenfrage, sondern es sind technische und orographische Besonderheiten, die einen Tunnelbau ausschließen.
Wie soll die Südspange dann am Ende so wenig invasiv wie möglich sein?
Es gibt geschickte Geländemodellierungs- und Bepflanzungsmöglichkeiten, die eine bestmögliche Abschirmung der neuen Straße ermöglichen. Wir werden alles dafür tun, dass die zukünftige Belastung der Anrainer sehr in Grenzen gehalten wird. willy.vontavon@brixner.info

TOTAL AUSVERKAUF
„KUH-le“ Jobs bei Brimi!
MILCHHOF BRIXEN: Aus dem Zusammenschluss der kleinen Sennerei Schabs und der Sennerei Brixen im Jahr 1969 hervorgegangen, zählt der Milchhof Brixen heute zu den führenden Mozzarellaherstellern Italiens. Darüber hinaus begeistert er mit vielen weiteren Frischkäsespezialitäten und Milchprodukten.

Seit Jahrzehnten zählt der Milchhof Brixen Brimi zu den renommiertesten Arbeitgebern der Südtiroler Milchwirtschaft. Das Unternehmen bietet ein attraktives Arbeitsumfeld mit modernen Produktionsanlagen, vielen Benefits und einem starken Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit.
Mitarbeitenden eröffnen sich zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung. Flache Hierarchien und ein kollegiales Arbeitsklima fördern offene Kommunikation und Zusammenarbeit im Team. Brimi engagiert sich zudem für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
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Arbeit mit Sinn
Die Tätigkeit bei Brimi vereint berufliche Chancen mit einer sinnstiftenden Aufgabe. Jede und jeder Einzelne trägt direkt zum Fortbestand von etwa 1.000 Südtiroler Bauernfamilien bei. Diese Unterstützung stärkt die regionale Landwirtschaft und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der Alpenlandschaft. Durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Bauern wird ein Beitrag zur Erhaltung der Südtiroler Kultur und Tradition geleistet. Die Pflege der Almwiesen, der Erhalt traditioneller Handwerkskünste und die Produktion hochwertiger Milchprodukte sind zentrale Bestandteile der regionalen Identität. Mitarbeitende wissen, dass ihre Arbeit weit über die Unternehmensziele hinaus Wirkung
entfaltet und den Zusammenhalt sowie die Zukunftsfähigkeit der Südtiroler Gemeinschaft sichert.

Arbeiten bei Brimi bringt viele Vorteile:
- flexible Arbeitszeiten
- 14 Monatsgehälter
- 35,5 Urlaubstage
- Steuerbeistand
- Kita-Unterstützung
- Gesundheitsfonds
- zweimal wöchentlich gratis Brimi-Produkte
- Essenszulage

Der moderne Firmensitz des Milchhofs Brixen Brimi
Foto: Harald Kienzl
„Was uns antreibt, sind Menschen wie du“
TRUCK & BUS CENTER: An den beiden Standorten des Nutzfahrzeugspezialisten in Brixen und Vahrn dreht sich alles um Bewegung – nicht nur auf der Straße, sondern auch im Team.
Truck & Bus Center sorgt dafür, dass Lkws, Reisebusse und Nutzfahrzeuge sicher und zuverlässig unterwegs sind. Dafür braucht es moderne Technik, solides Handwerk und Menschen, die wissen, was sie tun – oder bereit sind, es zu lernen.
Unschlagbarer Service
Als unabhängiger Servicepartner betreuen wir unsere Kunden nicht nur vor Ort in Südtirol, sondern europaweit – mit einem hochspezialisierten Werkstattbetrieb, einem gut organisierten Ersatzteillager und einem Team, das
Hand in Hand arbeitet. Bei der Mitarbeitersuche geht es bei Truck & Bus Center nicht um glatte Lebensläufe. Vielmehr geht es um Einsatz, Hausverstand und Lust auf Entwicklung.
Aktuell sucht Truck & Bus Center Verstärkung – unter anderem in der Technik, im Lager und in der Lehrlingsausbildung. Wer im Kfz-Fachbetrieb anfängt, bleibt oft lange. Warum? Weil man im Unternehmen mitreden darf, Leistung gesehen wird und man sich aufeinander verlassen kann – Tag für Tag.
Wer Lust hat, etwas mit Bestand anzupacken, ist bei Truck

& Bus Center richtig: einfach vorbeischauen oder Bewerbung schicken!

An den Standorten in Vahrn und Brixen ist immer viel los
Tischlerei mit Zukunft
BARTH: Die Brixner Tischlerei steht seit fast 150 Jahren für Qualität im Innenausbau und realisiert längst weltweit renommierte Projekte für Luxusmarken und Museen. Doch anstatt sich auf dem Erfolg auszuruhen, investiert das traditionsreiche Familienunternehmen gezielt in seine Zukunft – und in die Menschen, die sie mitgestalten.
„Als technischer Arm des Architekten entwickeln wir individuelle Innenausbaukonzepte und setzen sie millimetergenau um“, erklärt Ivo Barth. „Unsere Tischlerinnen und Tischler arbeiten mit hochwertigen Materialien und verbinden traditionelles Handwerk mit modernster Fertigungstechnologie.“
Engagiert, vielfältig, zukunftsorientiert
Die Berufsausbildung junger Fachkräfte hat bei barth Tradition und Zukunft zugleich. Seit 1957 wurden 86 Lehrlinge aufgenommen – viele von ihnen arbeiten noch heute im Betrieb. Bei einigen ist mittlerweile sogar die nächste Generation in Ausbildung oder bereits fest bei barth angestellt. Aktuell absolvieren zehn Lehrlinge ihre Ausbildung in verschiedenen Berufen – betreut von einem engagierten Team und erfahrenen Ausbildern.
barth nimmt jährlich neue Lehrlinge auf – ein klares Zeichen für nachhaltiges Engagement und hohe Ausbildungsqualität. Die Rückmeldungen der Lehrlinge sprechen für sich: Ein kollegiales Umfeld, abwechslungsreiche Tätigkeiten, der Umgang mit vielfältigen Materialien, wertschätzende
Betreuung und zahlreiche Benefits schaffen ein Umfeld, in dem Lernen Freude macht. Ein ehemaliger Lehrling, der vor wenigen Monaten seine Ausbildung abgeschlossen hat und nun langfristig bei barth arbeitet, bringt es auf den Punkt: „Ivo und Max geben immer ihr Bestes für uns als Team – und das spürt man auch im Alltag.“
Tischlerhandwerk: echtes Handwerk mit Charakter
Wer mit Holz arbeitet, braucht ein gutes Auge für Form und Funktion, ein feines Händchen im Umgang mit dem Werkstoff – und den Anspruch, etwas zu schaffen, das nicht nur gut aussieht, sondern auch Bestand hat. Jedes Werkstück ist ein Unikat, getragen von der Überzeugung, dass Qualität nicht vom Band kommt, sondern vom echten Handwerk. Genau das lebt barth Tag für Tag.
Im Tischlereibetrieb entstehen individuelle Lösungen, maßgeschneidert bis ins letzte Detail. Was barth besonders macht, ist der gekonnte Mix aus Materialien: Neben Holz kommen auch Glas, Metall und moderne Verbundstoffe zum Einsatz. Das Unternehmen setzt auf modernste Technik dort, wo sie das Handwerk unterstützt – und auf ech-


barth setzt aus Überzeugung auf die Lehrlingsausbildung
tes Können, wo Maschinen an Grenzen stoßen. Bei barth wird das Tischlerhandwerk nicht nur ernst genommen, sondern aktiv gefördert – in einem Umfeld, in dem Kreativität, Präzision und Stolz auf echte Handarbeit ganz selbstverständlich dazugehören.
Ein Arbeitsplatz mit Mehrwert
Dass ein handwerklicher Beruf nicht im Widerspruch zu modernen Arbeitsbedingungen stehen muss, beweist barth mit einem breiten Angebot an Benefits für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Flexible Arbeitszeiten, Freistellungen für ehrenamtliches Engagement sowie Yoga-Kurse sind ebenso selbstverständlich wie regelmäßige Teamevents, organisiert vom firmeneigenen Freizeitverein. Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das nicht nur produktiv, sondern auch wertschätzend und menschlich ist.

Foto:
Für unser Team. Aus Prinzip.
Für heute. Für morgen.

Wir stellen uns täglich spannenden und neuen Herausforderungen und verbinden diese mit einladenden Arbeitsplätzen, Wertschätzung und Spaß. Teamgeist steht bei uns an erster Stelle - aus Prinzip.
Langjährige Mitarbeitende im Rampenlicht
ALUPRESS: Beim diesjährigen traditionellen Sommerfest wurden 59 Alupresslerinnen und Alupressler für ihre Treue und ihr langjähriges Engagement im Unternehmen ausgezeichnet –ein starkes Zeichen der Verbundenheit und Kontinuität.

Zu den in diesem Jahr geehrten langjährigen Mitarbeitenden bei Alupress zählt auch JESSICA ESPA, die für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet wurde. Ihren Weg bei Alupress begann Jessica eher zufällig – mit einem Sommerjob.
Frau Espa, wie sind Sie zu Alupress gekommen?
JESSICA ESPA: Ich hatte mich kurz vor der Matura eigentlich „nur“ für einen Sommerjob bei Alupress beworben – und bin letztlich geblieben. Nach einem Jahr in der Produktion wurde ich Teamleiterin, drei Jahre später wurde ich zur Schichtleiterin befördert.
Heute kümmere ich mich vor allem um organisatorische Aufgaben und leite ein Team von etwa 20 Mitarbeitenden.
Als Schichtleiterin arbeiten Sie im Schichtbetrieb. Wie geht es Ihnen dabei?
Sicherlich kommen nicht alle gleich gut mit Schichtarbeit zurecht. Ich persönlich habe keine Probleme mit den Schichtzeiten und schätze vor allem die viele Freizeit, die mir der geregelte Schichtplan ermöglicht.
ROBERT SIEDER ist in diesem Jahr der Jubilar mit der längsten Be-

triebszugehörigkeit: Seit 40 Jahren gehört er zum Team von Alupress.
Herr Sieder, haben Sie in all den Jahren nie daran gedacht, sich einen anderen Job zu suchen?
ROBERT SIEDER lacht: Natürlich gab es hin und wieder solche Momente – oder Tage, an denen man einfach einmal „die Loade hatte“. Aber schlussendlich haben immer die positiven Aspekte überwogen: spannende Aufgaben und Kollegen, mit denen man „a Hetz hobn konn“!
Was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit?
Die große Flexibilität. Ich bewirtschafte nebenher einen kleinen Bauernhof. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich bei Alupress recht problemlos auch kurzfristig frei nehmen kann. Beruf und Privatleben lassen sich damit gut unter einen Hut bringen.
Die Geschwister ROSALINDA, OTTO und GÜNTHER MESSNER bringen es gemeinsam auf 100 Jahre Alupress: Rosalinda mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit, Otto mit 36 Jahren und Günther mit 34 Jahren.
Wie kam es dazu, dass Sie alle drei bei Alupress gelandet sind?
OTTO MESSNER: Ich war der Erste, der angefangen hat, bei Alupress zu arbeiten. Offenbar habe ich dermaßen positiv vom Unternehmen berichtet, dass auch Rosi und Günther neugierig wurden – und mir letztlich gefolgt sind.
Rosalinda, was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit bei Alupress?
ROSALINDA MESSNER: Mir gefällt meine Arbeit wirklich gut. Wir haben tolle Schichtleiterinnen, ich komme mit allen gut aus und bin generell sehr zufrieden mit der Arbeit. Alupress ist ein Teil meines Lebens geworden – irgendwann kommt einfach das Gefühl: „Da gehör ich hin.“
Günther, wie hat sich Ihr Arbeitsalltag im Laufe der Jahre verändert?
GÜNTHER MESSNER: In meiner 34-jährigen Tätigkeit bei Alupress hat sich viel verändert – vor allem durch die fortschreitende Automatisierung. Im Laufe der Jahre haben sich mir neue Möglichkeiten eröffnet, ich konnte viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen und mich fachlich wie persönlich weiterentwickeln. Langweilig wurde es jedenfalls nie. Ich habe stets mein Bestes gegeben und die Chancen genutzt, die mir Alupress geboten hat.

Im Bild von links nach rechts: Harald Oberrauch, Christof Oberrauch, Robert Sieder, Franz Wunderer
Die Geschwister Günther, Rosalinda und Otto Messner bringen es gemeinsam auf 100 Arbeitsjahre bei Alupress
Jessica Espa: „Ich habe bei Alupress den idealen Job gefunden“


Join our Team!


Technologie gestalten, Zukunft sichern –bei Alupress bist du Teil des Fortschritts!
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir (m/w/d):
Absolventen technischer Oberschulen
Lehrling Werkzeugmacher
Maschineneinrichter
Metallfacharbeiter

Mitarbeiter Gebäudetechnik
Produktmanager
Teamleiter

Techniker Produktion
Qualitätsprüfer
Mit modernster Technik, spannenden Jobs, flexiblen Arbeitszeitmodellen und starken Entwicklungsperspektiven bieten wir dir ein Umfeld, in dem deine Ideen gefragt sind. Komm in ein Team, das zusammenhält und Innovation möglich macht!


Haben wir dich neugierig gemacht?
Dann melde dich bei uns, wir freuen uns: personal@alupress.com




Wo High-Tech auf Alpenluft trifft
TTCONTROL: Zukunftsweisende Steuerungstechnologie aus Südtirol –wo Innovation auf Natur trifft und Work-Life-Balance im Mittelpunkt steht.
Seit über 20 Jahren gestaltet TTControl als Joint Venture von TTTECH in Wien und HYDAC International im deutschen Saarland die Elektronik für Spezialfahrzeuge rund um den Globus. Die robusten Steuergeräte von TTControl vereinen Künstliche Intelligenz, Edge Computing und Functional Safety zu Assistenzsystemen, die Erntemaschinen, Baumaschinen und Kommunalfahrzeuge sicherer und effizienter machen.
Technologie gestalten, Zukunft leben
Ob frisch von der Uni oder mit langjähriger Expertise: Bei TTControl finden technikbegeisterte Talente die perfekte Spielwiese. Absolventinnen und Absolventen tauchen direkt in modellbasiertes Design, „C“oder „C++“-Entwicklung und Hardware-in-the-Loop-Tests ein. Erfahrene Profis bringen ihr Know-how ein, leiten internationale Projektteams oder gestalten Architekturen, die die nächste Generation autonomer Arbeitsmaschinen definieren. Gemeinsam arbeitet TTControl mit OEMKunden aus fünf Kontinenten – auf Deutsch, Italienisch und Englisch – und vernetzt sich täglich mit Kolleginnen und Kollegen in Wien, München und Turin. Internationalität ist hier kein Buzzword, sondern gelebter Alltag.
Ein Ort, an dem Cappuccino und Apfelstrudel auf derselben Speisekarte stehen, wo morgens Code-Reviews stattfinden und

TTControl gestaltet die Zukunft – mit Elektroniksteuerungen für Assistenzsysteme und Sonderfahrzeuge
nachmittags die Dolomitengipfel erklommen werden. Der Standort in Brixen bietet ein multikulturelles Umfeld, dreisprachige Kinderbetreuung, kurze Wege zu Universitätsstädten wie Bozen oder Innsbruck und ein Freizeitangebot, das kaum Wünsche offenlässt. Im Office punkten ein dynamisches Team, flache Hierarchien,

flexible Arbeitszeitmodelle, Mentoring-Programme und ein Weiterbildungsbudget, das Innovation atmet.
Technologie, die bewegt
TTControl wächst durch Innovation – und sucht Persönlichkeiten, die mit dem Technik-Highflyer wachsen wollen: Visionäre Menschen, Systemdenkerinnen und -denker, Pragmatikerinnen und Pragmatiker. Neue Mitarbeitende bringen frische Blickwinkel oder reichen Erfahrungsschatz mit und gestalten Technologien, die mobile Maschinen weltweit bewegen. Bereit, Zukunft zu steuern? TTControl freut sich auf Bewerbungen und darauf, gemeinsam mit Technik und Bergen Höhenflüge zu ermöglichen.
TTControl sucht:
Software Entwickler C/C++ (m/w/d)
(Junior) Projekt Manager (m/w/d)
Mehr dazu unter www.tttech.com/jobs-career
TTControl GmbH Julius-Durst-Straße 66 39042 Brixen office@ttcontrol.com www.ttcontrol.com
„Wir bauen Zukunft mit Holz“
LIGNOALP: Bei Damiani-Holz&Ko AG entsteht Zukunft durch Begeisterung, Teamgeist und echte Überzeugung. Seit Jahrzehnten realisiert das im Holzbau führende Unternehmen mit 130 Mitarbeitenden in Südtirol, Italien und Deutschland unter der Marke LignoAlp anspruchsvolle Holzbauprojekte, die ökologisch, technisch und architektonisch überzeugen.
Das gemeinsame Ziel bei Damiani-Holz&Ko AG lautet: Zukunft mit Holz gestalten – mit Verantwortung, Respekt und Freude an der Zusammenarbeit. Das renommierte Holzbauunternehmen lebt eine Unternehmenskultur, in der Vertrauen, Vielfalt und Entwicklung zählen. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe, bringt sich ein, wächst an neuen Aufgaben und gestaltet aktiv mit.
Entwicklung mit Perspektive
Damiani-Holz&Ko AG schafft Raum für Eigeninitiative, Weiterbildung und individuelle Entwicklung – in einem Umfeld,
das Menschen stärkt und Ideen fördert. Moderne Technologien, klare Strukturen und ein wertschätzender Umgang schaffen eine Arbeitswelt, die zum Leben passt.
Gemeinsam Zukunft bauen
Wer mitdenkt, mitgestaltet, anpackt – und aus dem richtigen Holz geschnitzt ist –, findet bei Damiani-Holz&Ko AG nicht nur einen Job, sondern Sinn und Zukunft.
Jobs mit guten Aussichten Neugierig geworden? Mehr zu den beruflichen Möglichkeiten bei

Der Teamgeist wird durch gemeinsame Unternehmungen gefördert
Damiani-Holz&Ko AG erfährt man unter lignoalp.com/de/jobs sowie bei Heidi Capovilla unter 0472 975 790 oder jobs@lignoalp. com.

Zukunft bauen.
Mit Holz bauen.

Hier geht es zu den aktuellen Stellenangeboten
Unser Team von 130 holzbegeisterten Menschen realisiert architektonisch hochwertige Holzbauten. Die Projekte sind individuell und anspruchsvoll und sie werden immer größer. Das fordert heraus und schweißt zusammen. Arbeiten bei LignoAlp bedeutet, viele Berufsfelder zur Auswahl zu haben, persönlich zu wachsen und sich betriebsintern weiterzuentwickeln.
Wir suchen (m/w/d): Leitung Angebotsbüro: Koordination der Abteilung, Analyse von Kundenanforderung und Entwicklung von Lösungen für komplexe Anfragen Monteure und Montagevorarbeiter: Montage von Holzgebäuden, Dächern und Ingenieurholzbauten in Norditalien und Süddeutschland
Besuche uns im Internet oder melde dich bei uns: E jobs@lignoalp.com T 0472 975 790 lignoalp.com/jobs
DAMIANI-HOLZ&KO AG
Duka investiert in Technik und Menschen

DUKA: Der familiäre Traditionsbetrieb in Brixen genießt den hervorragenden Ruf, zuverlässig, kundenorientiert und vorausschauend zu sein. Vorausschauend bedeutet für den Duschkabinenhersteller, frühzeitig zu verstehen, was Kunden wünschen. Deshalb investiert Duka laufend in Technik, Digitalisierung, Automation – und in die Menschen, die Ideen anstoßen und diese weiter vorantreiben. Vier Mitarbeitende erzählen von ihrem Weg zu Duka und aus ihrem Arbeitsalltag.

Herr Dellago, wie kamen Sie zu Duka?
JULIAN DELLAGO: Nach der Oberschule wollte ich Industrieund Maschineningenieurwesen an der Uni Bozen studieren. Duka ermöglichte mir ein duales Studium, sodass ich gleichzeitig arbeiten und studieren konnte. In diesem Sommer habe ich meine Arbeit im Unternehmen begonnen.
Was sind Ihre Aufgaben?
Ich arbeite an betrieblichen Prozessen und unterstütze Bereiche, wie beispielsweise den Einkauf und die Lagerverwaltung. Ich bin an der Digitalisierung der Etiketten im Materiallager sowie in der Zeitaufnahme von Arbeitsprozessen beteiligt und werde dabei von einem Tutor betreut.
Was macht Ihnen besonders Spaß?
Besonders freue ich mich über Aufgaben, bei denen ich kreativ sein und Lösungen entwickeln kann. Aufgaben eigenständig zu bearbeiten und das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden, ist mir besonders wichtig.
Was schätzen Sie an Duka?
Bei Duka kann ich Theorie und Praxis verbinden, wertvolle Erfahrungen sammeln und in einem tollen Team an großen Projekten mitarbeiten.

Herr Ringler, Sie sind bei Duka in der IT tätig. Wie führte Ihr Weg zu Duka?
JULIAN RINGLER: Duka habe ich bereits als Schüler im Rahmen eines Praktikums kennengelernt. Ich wollte in einem lokalen Unternehmen mit internationaler Ausrichtung arbeiten – und dafür war Duka genau die richtige Adresse.
Was sind Ihre Aufgaben?
Heute bin ich in der IT als Programmierer tätig und kümmere mich um die Automatisierung und Vereinfachung von Prozessen. Ich arbeite mit fast allen Unternehmensbereichen zusammen –das macht jeden Tag abwechslungsreich.
Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders gut?
Ich habe Spaß daran, mit verschiedenen Teams und Personen zusammenzuarbeiten und deren Aufgaben kennenzulernen. Es motiviert mich zu sehen, dass meine Tätigkeit ihren Alltag erleichtert.
Was macht Duka für Sie besonders?
Duka lässt mir Freiraum für eigene Ideen, Initiative und Verantwortung. Zudem bietet mir Duka Schulungen und Weiterbildungen an, um mein Wissen zu erweitern.

Frau Oberhauser, was hat Sie zu Duka geführt?
HEIDI OBERHAUSER: Ich suchte eine neue Herausforderung, in der ich meine Stärken einbringen und gleichzeitig Neues lernen kann. Duka war genau das, was ich gesucht habe – umso mehr freut es mich, heute Teil von Duka zu sein.
Was ist Ihr Aufgabenbereich?
Ich arbeite im Marketing und Datenmanagement. Zu Beginn lernte ich alle Abteilungen im Unternehmen kennen. Heute kann ich mich in vielen Bereichen einbringen, Ideen vorschlagen und eigenständig arbeiten.
Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit?
Als Grafikerin darf ich meiner Kreativität freien Lauf lassen – so zum Beispiel bei der Gestaltung von Preislisten, bei Marketingaktivitäten oder auch bei der Mitarbeiterzeitung. Gleichzeitig lerne ich neue Arbeitsmethoden kennen und arbeite mit hochmodernen Tools.
Und was schätzen Sie an Duka?
Duka tut viel für uns Mitarbeitende: Feste, gemeinsame Aktivitäten, Weiterbildung, ein Gesundheitsfonds, Fahrtkostenbeitrag oder ein leckeres Mittagessen. Das alles ist nicht selbstverständlich – und zeigt, dass wir als Mitarbeitende sehr geschätzt werden.

Herr Stolzlechner, wie war bei Ihnen der Einstieg bei Duka?
MARTIN STOLZLECHNER: Ich wollte neue Erfahrungen sammeln und meine Kenntnisse erweitern. Der Einstieg bei Duka war spannend und herausfordernd – ich bin neugierig auf alles, was noch kommt!
Was ist Ihr Aufgabenbereich? Ich arbeite an der Integration von Anlagen und Systemen mit Schwerpunkt Vernetzung und automatisierter Erfassung von Maschinendaten und Betreuung der Schnittstellen. Außerdem begleite ich die Umsetzung der Anlagen, um Analysen zu verbessern und Prozesse effizienter zu gestalten.
Wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit? Es macht mir Freude, an technischen Ausarbeitungen und komplexen Anlagen zu arbeiten. Mich motivieren die vielfältigen Aufgaben, die Teamarbeit und die Möglichkeit, aktiv an Lösungen zu arbeiten.
Was schätzen Sie besonders an Duka?
Besonders toll finde ich die Zusammenarbeit und den Austausch untereinander. Ich kann mich aktiv einbringen und weiterentwickeln. Auch die moderne Arbeitsumgebung und die kostenlose Mensa sind für mich große Pluspunkte.
Ein Fels aus Glas
FRENER & REIFER: Der Brixner Fassadenbauer realisiert weltweit einzigartige Bauwerke und Fassaden aus Stahl und Glas. Eines der jüngsten Projekte prägt nun die Silhouette des sagenumwobenen Loreley-Felsens in Rheinland-Pfalz.
Hoch über dem Rhein bei der Loreley funkelt seit Kurzem ein echter „gläserner Fels“. Die neue Ausstellungshalle wirkt wie ein Kristall aus Stahl und Glas, der an den alten Mythos der Loreley anknüpft. Zugleich setzt sie ein spektakuläres architektonisches Zeichen. Verantwortlich für dieses Meisterwerk ist das Brixner Fassadenbauunternehmen Frener & Reifer.

Meisterhafte Konstruktion
Vom ersten digitalen 3D-Modell bis zur präzisen Montage vor Ort bewiesen die Südtiroler Ingenieure und Handwerker ihr Können. Jede der 102 Glasscheiben ist ein Unikat, montiert auf einem 18,5 Tonnen schweren Stahlskelett. Selbst die überhängenden Glasflächen, die den hohen Anforderungen an Statik und Winddruck trotzen, wurden elegant umgesetzt. Der „gläserne Fels“ ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein neues Ausflugsziel in der Region: Hier trifft die Rheinromantik auf Südtiroler Ingenieurskunst – ein Stück Brixen mitten am Rhein.
Frener & Reifer sucht Fachkräfte – und solche, die es werden möchten (m/w/d):
– Metallfacharbeiter und Lehrlinge
– Monteure
– Obermonteure
– Mitarbeiter für die Arbeitsvorbereitung
www.frener-reifer.com


Die Brixner
Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun 35 Jahre zurückblicken.
Über diesen QR-Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe.

„(Alp)Traumberuf Krankenschwester“ titelte der „Brixner“ im August 1990. Anlass war eine Mordserie im Krankenhaus im österreichischen Lainz, die eigentlich bereits ein Jahr zuvor weltweit für Schlagzeilen sorgte. Wir vom „Brixner“ wollten wissen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Brixner Krankenhaus ihre Arbeit empfinden – mit teilweise positiven, aber manchmal auch negativen (anonymen) Kommentaren: „Für mich ist es ein Traumberuf; die Arbeit ist nach wie vor interessant und schön“, sagte C.T. Kritischere Töne schlug E.P. an: „Das Mann-Frau-Rollenverhalten“ führe dazu, dass „die Frau kuschen und brav ihre Arbeit tun muss.“ Na ja, da hat sich in den letzten 35 Jahren einiges zum Besseren entwickelt. Nicht geändert hat sich aber der Fachkräftemangel: „Um den Mangel an Krankenschwestern und -pflegern wettzumachen, soll in Zukunft Pflegepersonal aus dem Ruhestand reaktiviert werden.“
Über diesen QR-Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe: Der „Brixner“ Nr. 7 August 1990

S. 4
wer gut schläft, erholt sich zudem noch viel besser. In diesem Sinne dürfte in unserer Stadt das Sündenregister weiterhin einen starken Abwärtstrend verzeichnen.“ Nun ja, das war vielleicht ein bisschen zu optimistisch. Bildlich festgehalten wurde auch eine kleine Holzfigur, an die sich die inzwischen etwas älteren Brixnerinnen und Brixner ohne Zweifel noch gut erinnern können: Das „Negerle“ saß direkt an der Kasse auf einem Sammelkästchen und sammelte Spenden „für die Mission: Immer, wenn wir fünf Lire einwarfen, bedanke sich das Negerle mit mehrmaligem Kopfnicken. Auch der alte Herr Blasius (Erler) schenkte uns dann immer einen gütigen Blick, lächelte und nickte ebenfalls ein bisschen.“ Das „Negerle“ ist heute übrigens nicht mehr im Dienst: Wie Thomas Erler uns schreibt, ist es leider vor Jahren gestohlen worden. S. 7
Ein offensichtlich heiß diskutiertes Thema war die geplante Erweiterung der Öffnungszeiten der Geschäfte auf 20 Uhr. Margit Felder Pizzetti war damals Präsidentin der Brixner Kaufleutevereinigung: „Um höhere Umsätze zu erzielen, müßten wir nach dem Abendessen bis 11 Uhr offenhalten. Das war meine Idee, aber die war nicht durchzusetzen.“ Ebenfalls diskutiert wurde eine ganztägige Öffnung an Samstagen: „Konflikte sind vorprogrammiert. Die Gewerkschaften, mit denen die Aktion anscheinend nicht abgesprochen wurde, haben ihren Widerstand angekündigt.“

S. 6

Und was sagten die Brixner zum „Einkaufsbummel am Abend“ ? Luis Überbacher vom „Nippesladen Trigon“ hatte dazu eine ziemlich klare Meinung: „Wir geben eine große Summe für Werbung aus, um Touristen herzubringen, und die stehen oft vor verschlossenen Ladentüren.“
S. 13
Apropos Kaufleute: Auf Seite 7 berichtete der „Brixner“ über die Erweiterung des Bettenhauses Erler: „Wer schläft, sündigt nicht, und
„Brixens Kläranlage: Luxus oder ein notwendiger Bestandteil unserer Kultur?“ –diese aus heutiger Sicht ziemlich abstruse Frage stellte der „Brixner“ Bürgermeister Klaus Seebacher, der wieder einmal seinen Weitblick bewies: „Die Gemeindeverwaltung ist mit der Thematik befasst, auch weil sie von der Bedeutung her größte Wichtigkeit in der Umweltpolitik einnimmt“, sagte er. Die „Wasser- und Kanaldienste“ waren am 1. Jänner 1990 an die Stadtwerke delegiert worden; die Kläranlage im Industriegebiet war damals 1990 im Bau. „Es ist eine realistische Zielvorgabe, innerhalb dieser Amtsperiode alle Hauptsammler im Gemeindegebiet zu verwirklichen, doch ich bin auch der Meinung, daß in Zukunft immer an der Verbesserung der Abwasserentsorgung gearbeitet werden muß und wird“, schrieb Seebacher. Wenn Brixen heute ein gut funktionierendes Abwassersystem hat, verdanken wir dies wohl auch dem damaligen Bürgermeister. S. 9
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Redaktion: Brennerstraße 28, I39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, www.brixner.info redaktion@brixner.info
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Grafik: Mirjam Unterfrauner
Titelbild: Brixmedia | KIgeneriert
Druck: Athesia Druck GmbH
Der nächste „Brixner“ erscheint Ende September 2025
Nächster Redaktionsschluss: 13. September 2025
Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109
Auflage: 11.000 Stück
Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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