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Brixner 426 - Juli 2025

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PAMER: „Ein guter Start“ MENSCHEN & MEINUNGEN 16 | PORTRAIT:

Pietro Polidori

21 | Pro & Contra: Ist es sinnvoll, im Landtag über globale Themen und Weltpolitik zu debattieren?

23 | Umfrage: Beeinflusst Jannik Sinner Italiens Sicht auf Südtirol?

Sommerloch?

„Was schreiben wir bloß?“, dachte ich vor zwei Wochen noch, mitten im Sommerloch steckend. In weiser Voraussicht und mit seiner unverkennbaren Gelassenheit grinste mich mein Papa von seinem Bürostuhl aus an und sagte: „Bislang haben wir noch jede Ausgabe gefüllt.“ Er sollte natürlich Recht behalten, denn unser Team hat auch in diesem ruhigen Sommermonat spannende Geschichten für Sie gefunden.

24 | AUSSTELLUNG IN NEUSTIFT: Was heute vom Bauernaufstand bleibt VERANSTALTUNGEN 37 | TIMER: August 2025

FREIZEIT & SPORT

42 | JUGENDFUSSBALL IN SÜDTIROL:

Trainer Alex Schraffl erzählt

44 | Alexander Burger, neuer Sektionsleiter der Brixner Handballer: „Wollen überraschen“

Ein Kapitel

54 | Riggertalbrücke: Arbeiten abgeschlossen

Johanna Bampi hatte die einfallsreiche Idee, mit Bauern die Ausstellung zum Bauernaufstand im Kloster Neustift zu besuchen und der Frage nachzugehen, was 500 Jahre danach noch davon erzählt.

Herausgeber und langjähriger Chefredakteur (und oben genannter) Willy Vontavon hat Landesrätin Rosmarie Pamer in Bozen getroffen und mit ihr über das neue Landesverzeichnis des Ehrenamts gesprochen, welche Vorteile es bringt und sie gefragt, ob sie selbst eigentlich zufrieden ist mit dem Ergebnis. Wir sind immer froh darüber, wenn sich Mitglieder der Landesregierung die Zeit nehmen, ausführlich mit uns über ihre Arbeit zu sprechen, denn in unserer schnelllebigen Gesellschaft gehen wichtige Informationen oft unter.

Die Titelgeschichte begab sich tief in die Sechzigerbis Achtzigerjahre, um den US-Soldaten in NatzSchabs auf die Spur zu kommen. Gerüchte über diese Zeit gibt es zuhauf, aber gesicherte Informationen zu finden ist auch 42 Jahre nach dem Abzug der USSoldaten gar nicht so einfach. Wie der Kultur-Clash zwischen den Eisacktalern und den US-Amerikanern ausgesehen haben muss, würde mich dabei brennend interessieren. Wenn Sie sich an diese Zeit erinnern, Bildmaterial oder Geschichten haben, melden Sie sich bei mir!

„Ein guter Start“

Am 3. Juli hat der Südtiroler Landtag in seltener Harmonie mit nur einer Gegenstimme das Gesetz zum Landesverzeichnis des Ehrenamts beschlossen. Im Gespräch mit dem „Brixner“ erklärt die zuständige Landesrätin ROSMARIE PAMER die Details des Gesetzes – und welche Vorteile die Vereine haben werden, die sich ins neue Landesregister eintragen lassen.

Fotos: Oskar
Zingerle

Frau Landesrätin, ich kann mich nicht daran erinnern, in so kurzer Zeit einen Gesprächstermin mit einem Mitglied der Landesregierung bekommen zu haben. Ebenso überrascht war ich, als ich von Ihrer Mitarbeiterin gerade erfuhr, dass Sie immer extrem pünktlich sind – so auch jetzt. Bevor wir über das Gesetz zum Ehrenamt reden, stellt sich mir also folgende Frage: Ist Zeitmanagement eine Ihrer Stärken?

ROSMARIE PAMER: Ja, das ist so. Ich bin eben grundsätzlich ein sehr pünktlicher Mensch, und als ich zur Bürgermeisterin gewählt wurde, habe ich diese Tugend auch nicht vernachlässigt. Es gibt Politiker, die sind permanent zu spät, und das ist wirklich ärgerlich. Ein gutes Zeitmanagement ist mir in diesem Sinn sehr wichtig: Termine müssen schnell abgewickelt werden, E-Mails müssen rasch bearbeitet werden – ansonsten kommt man ständig ins Schleudern. Man muss da wirklich konsequent sein.

Ich stelle mir aber vor, dass dies als Landesrätin nicht einfach ist, denn schließlich ist der Kalender voll von Terminen, und nicht immer wird es möglich sein, sich pünktlich zu verabschieden.

Ich plane immer genügend Zeit ein – und ich verplane nicht jede Minute. Als ich Landesrätin wurde, haben meine Mitarbeiter den Kalender vollgepackt mit Terminen – alle 30 Minuten einen neuen Termin, ohne Mittagspause. Da habe ich ihnen gesagt: 30 Minuten sind zu wenig, da sind Verzögerungen vorprogrammiert. Und wenn ihr mich nicht „sierig“ sehen wollt, müsst ihr auch eine Mittagspause einplanen, in der ich in Ruhe eine Kleinigkeit essen kann.

Sie waren 13 Jahre lang Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier, und 2023 wurden Sie in den Landtag gewählt und von Landeshauptmann Arno Kompatscher in die Landesregierung berufen. War es eine Umstellung für Sie?

Die Umstellung empfand ich nicht als besonders heftig – ich hatte es mir schwieriger vorgestellt. Neben meinem Amt als Bürgermeisterin habe ich ja unterrichtet, war in verschiedenen Vereinen aktiv und auch Referentin in der Bezirksgemeinschaft – da war mir auch nicht langweilig, und ein gutes Zeitmanagement war auch da hilfreich. Als Landesrätin kann ich mich nun auf eine Sache konzentrieren, aber natürlich habe ich mit dem Sozialen, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt riesengroße Ressorts. Ich habe aber im Hintergrund ein gutes Team und Ämter, die mich unterstützen. Das Bürgermeisteramt und auch die Arbeit in der Bezirksgemeinschaft waren aber eine gute Schule.

Die folgende Frage stelle ich nicht nur Frauen, sondern oft auch männlichen Politikern: Sind diese Ämter kompatibel mit den Bedürfnissen der eigenen Familie? Ja, aber solange die Kinder klein sind, braucht es die große Unterstützung des eigenen Partners oder der Familie. Mein Sohn war zwei Jahre alt, als ich Bürgermeisterin wurde – da brauchte ich natürlich Unterstützung. Inzwischen ist er 17 Jahre alt und entsprechend selbständig, und mein Mann ist bereits in Rente. Natürlich hätte er mich gern öfter zu Hause, um auch unter der Woche mal eine gemeinsame Radtour zu machen – das kommt dann eher selten vor, aber öfter mal nehme ich mir bewusst eine Auszeit. Das ist schon wichtig, denn ein solches Amt ist ein Marathon und kein Kurzstreckenlauf.

Kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Gesprächs: Anfang Juli wurde im Südtiroler Landtag das Gesetz zum Ehrenamtsverzeichnis beschlossen. Warum wurde ein neues Gesetz notwendig?

2017 hat der Staat den Kodex des Dritten Sektors und damit das staatliche Einheitsregister des Ehrenamts eingeführt. Südtirol hatte seit 1993 ein eigenes „Landesverzeichnis der Organisationen zur Förderung des Gemeinwesens“, das damit obsolet wurde: Alle darin eingetragenen Vereine wurden automatisch ins nationale Einheitsregister „Registro unico nazionale del terzo settore“ (RUNTS) übertragen und mussten dann die Registrierung mit dem Upload von einigen Dokumenten abschließen. Damit verbunden waren also nicht nur Vorteile, sondern auch einige Verpflichtungen, die für manche Vereine anfangs nicht akzeptabel waren. Nach der einige Jahre dauernden Übergangszeit übten die Vereine Druck auf die Landespolitik aus, eine entsprechende Lösung zu finden.

Wie war die Situation der Südtiroler Vereine vor der Reform des Dritten Sektors?

 LANDESRÄTIN

„Wichtig war eine ehrliche Kommunikation, damit die Erwartungshaltung von Anfang an auf ein realistisches Niveau gebracht wird“

In meinen Augen gab es zwei Gründe, warum die Vereine sich an die alte Situation zurücksehnen: Vereine sind in der Regel sehr traditionsbewusst und wollen lieber in einem Südtiroler Register eingetragen sein als in einem staatlichen. Aber natürlich ging es auch um sämtliche Vorteile, die mit der Eintragung im Landesregister einhergingen. Dabei geht es vor allem um die mögliche Zuweisung der fünf Promille oder der Möglichkeit, Spendenquittungen auszustellen.

Die Reform des Dritten Sektors ist ja im Grunde eine Steuerreform …

Ja, und die war offenbar notwendig geworden, weil die vorteilhaften Regeln vor allem im restlichen Italien ziemlich missbraucht worden sind. Außerdem war Italien gezwungen, sich an EU-Richtlinien in der Steuergesetzgebung anzupassen. Die Steuerreform, die den gesamten Non-Profit Bereich betrifft, ist also aus dieser Sicht richtig. Die Reform bringt vielen Vereinen vom steuerlichen Gesichtspunkt her auch Vorteile, weil ein gewisser Anteil an kommerzieller Tätigkeit damit sehr wohl möglich und zudem institutionalisiert wird. Außerdem hat Italien in allen Regionen ein Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt eingerichtet, das von einem Bankenfonds finanziert wird – in Südtirol ist es das DZE, das unter der Führung von Präsident Sergio Bonagura und Direktor Ulrich Seitz umfassende Beratungs- und Unterstützungsarbeit für das Ehrenamt leistet, und zwar für Vereine des Dritten Sektors und auch für jene, die nicht dafür optieren.

Auch das Land beteiligt sich an den Kosten des DZE Südtirol?

Zurzeit noch nicht; dazu fehlt eine entsprechende gesetzliche Grundlage. Im neuen Gesetz sehen wir diese Möglichkeit nun aber vor, auch weil das DZE in der heutigen Situation von Landesbeiträgen ausgeschlossen ist.

Trotzdem: „Ehrenamt in Not“ titelte eine Tageszeitung … Das war vor den Landtagswahlen Teil einer medialen Kampagne, die sich vor allem gegen Landeshauptmann Arno Kompatscher richtete. Und in der Folge wurde es zu einem parteipolitischen Wahlkampfthema, mit dem einige Verbände und einige Oppositionsparteien ganz bewusst Öl ins Feuer gossen. Wenn ein Thema hochkocht, wird es schwierig, die Leute mit Fakten aufzuklären. Ein wichtiges Signal des Landeshauptmanns war dann, dass er dem Ehrenamt erstmals ein eigenes Ressort widmete. Kompatscher zeigte damit, dass ihm das Ehrenamt sehr wichtig ist.

Inzwischen haben sich die Wogen etwas geglättet?

Die meisten Vereine, die effektiv steuerliche Benefits beanspruchen wollen, haben inzwischen gemerkt, dass

die administrativen Verpflichtungen des RUNTS absolut machbar sind, auch von der zeitlichen Perspektive aus. Und natürlich war der partizipative Weg zu unserem neuen Gesetz hilfreich: Die Vereine und Verbände wollen angehört werden, wenn es um die Gestaltung eines neuen Gesetzes geht, das sie betrifft. Wir sind vor einem Jahr gestartet mit einer großen Veranstaltung, bei der wir einerseits genau die Leitplanken erklärt haben, innerhalb derer wir uns bewegen können. Und andererseits konnten die Vereine ihre Wünsche und Bedürfnisse deponieren – dabei haben wir über 70 Vorschläge bekommen.

Waren die großteils ins Wasser gefallenen Steuervorteile kein Thema?

Doch, natürlich, die sind auch heute noch ein Thema – genauso wie der Wunsch, dass auch Vereine, die nur im neuen Landesregister und nicht im RUNTS eingetragen sind, die fünf Promille bekommen dürfen. Ich war da immer sehr ehrlich und habe gesagt, dass das im Moment nicht möglich ist. Fakt ist, dass der Staat die Vereine fiskalisch anders behandelt als noch vor zehn Jahren, und diese neuen Steuerregeln gelten natürlich für alle Vereine – unabhängig davon, ob sie im RUNTS eingetragen sind oder nicht. Auch das neue Landesregister wird daran nichts ändern können, denn das Land ist ja für Steuerfragen nicht zuständig.

p Landesrätin Rosmarie Pamer: „Wir haben versucht, den maximalen gesetzlichen Rahmen auszunutzen“

Ebenfalls ein Thema in den Medien war die Verantwortung der Vereinsvorstände …

Vor allem in der Gesetzgebungskommission war das ein Riesenthema: Es hieß, die Vereinsvorstände seien durch ihre Vereinstätigkeit einem zu großen zivil- und strafrechtlichen Risiko ausgesetzt. Das Land kann dieses Problem aber nicht lösen. Luis Durnwalder hat zu seiner Zeit versucht, zumindest eine globale Versicherung abzuschließen, mit der alle Vereinsvorstände vor übermäßigen Schadensersatzforderungen geschützt werden sollten. Auch damals ist das nicht gelungen, und der Grund dafür liegt effektiv in der inhaltlichen Vielfalt der Vereine: Ein Kirchenchor trägt natürlich im Vergleich zu einem Paragleiterverein ein deutlich geringeres Risiko. Wenn ein Verein also eine Absicherung wünscht, muss er sich auch in Zukunft selbst darum kümmern.

Das Vereinswesen ist auch strukturell vollkommen vielfältig … Schauen Sie, es gibt in Südtirol schätzungsweise etwa 4.600 Vereine, 2.300 davon sind im RUNTS eingetragen. Ja, es gibt eine ganz große Vielfalt: Das geht vom kleinen Bildungsausschuss mit 500 Euro Jahresbudget bis zur Stiftung oder einem Sozialunternehmen mit vielen Mitarbeitern und einer Bilanz in Millionenhöhe, wo eben auch Vermögenswerte ein Thema sind. Entsprechend verschieden sind die Bedürfnisse: Für die einen Vereine sind die fünf Promille und die Spendenquittungen, damit Bürger und Unternehmen Zuwendungen an Vereine abschreiben können, existenziell – also müssen sie auch in Zukunft im RUNTS eingetragen sein. Für andere hingegen sind die Vorteile, die das neue Landesgesetz bieten wird, ausreichend – also können sie sich im neuen Landesregister eintragen. Andere wiederum werden wie kleine Unternehmen geführt und sind es schon gewohnt, über eine eigene Mehrwertsteuernummer zu fakturieren und zu agieren. Es gibt weiterhin zahlreiche Organisationen, die eine einfache Buchhaltung führen und sicherlich nicht die Vorteile des RUNTS oder des neuen Landesregisters benötigen, da ihre Leistungen klar definiert und überschaubar sind. Diese können also getrost auf eine Eintragung verzichten. Alle Vereine sollten jedoch über ein aktuelles, ihren effektiven Tätigkeiten entsprechendes Statut verfügen, in dem festgeschrieben ist, dass der Verein keine Gewinnabsicht verfolgt und Gewinne nicht den Vorstandsmitgliedern ausgeschüttet werden.

Bevor wir zu den Vorteilen des neuen Landesregisters kommen: Werden die 2.300 Vereine, die im RUNTS bereits erfasst sind, automatisch ins neue Landesregister „kopiert“?

Ja, die sind von Rechts wegen eingetragen. Alle Südtiroler Vereine, die im RUNTS eingetragen sind, schaffen also automatisch den Sprung ins Landesregister. Sie haben aber den Vorteil, dass sie sowohl die Vorteile des Landesregisters als auch die Vorteile des RUNTS genießen. Sobald das Landesregister aktiviert wird, scheinen hier also bereits 2.300 eingetragene Vereine auf.

Welche Verpflichtungen muss ein Verein eingehen, der heute nicht im RUNTS eingetragen ist und sich ins Landesregister eintragen will?

Es braucht ein Statut, aus dem ersichtlich wird, dass der Verein keine Gewinnabsichten verfolgt. Danach gibt es die jährliche Verpflichtung, innerhalb 30. April eine Vollversammlung abzuhalten und bis zum 30. Juni den Jahresabschluss des Vorjahres hochzuladen. Dabei möchten wir die Regeln etwas einfacher gestalten als beim RUNTS, das ja genau vorschreibt, wie die Jahresbilanz auszusehen hat. Mir schwebt vor, dass die Bilanz in jener Form abgegeben werden muss, in der sie der Vollversammlung präsentiert wurde. Wir diskutieren gerade, ob wir aber doch gewisse Standards einführen wollen.

„ Ich habe hunderte Gespräche mit Vereinen geführt, mehrere Versammlungen organisiert und dabei vor allem zugehört“ Landesrätin Rosmarie Pamer

Das neue Gesetz ist Anfang Juli im Landtag mit nur einer Gegenstimme genehmigt worden – diese breite Zustimmung hat mich etwas überrascht.

Ich denke, dass es auch daran gelegen hat, dass jemand das Gesetz präsentiert hat, der im Bereich Ehrenamt glaubwürdig ist – und da hat mir meine langjährige Erfahrung in der Bauernjugend, bei der Lebensmitteltafel und beim Bildungsausschuss natürlich sehr geholfen. Und zweitens: Wie vorhin erwähnt, habe ich von Anfang an versucht, alle mitzunehmen. Ich habe hunderte Gespräche geführt, mehrere Versammlungen organisiert und dabei vor allem zugehört. Und ebenfalls wichtig war eine ehrliche Kommunikation, damit die Erwartungshaltung von Anfang an auf ein realistisches Niveau gebracht wird.

Das Gesetz ist nun im Landtag beschlossen worden; wie geht es jetzt aber weiter?

Die Veröffentlichung ist bereits erfolgt; wir müssen jetzt 60 Tage zuwarten, in denen Rom das Gesetz oder Teile davon noch anfechten kann. Es gibt im Gesetz zwei oder drei Punkte, die vom Staat kritisch gesehen werden. Auf staatlicher Ebene überlegen wir derzeit, mit Meinhard Durnwalder zu versuchen, bereits im Vorfeld unsere Argumente zu deponieren.

Welche sind die kritischen Punkte?

Mehrere hundert Vereine sind zwar im RUNTS eingetragen, haben aber ihre Position nie richtiggestellt. In der Übergangszeit der Reform des Dritten Sektors war es möglich, die automatische Eintragung im RUNTS

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rückgängig zu machen. Wer dies versäumt hat, muss laut Rundschreiben des Staates vom August 2024 beim Austritt aus dem RUNTS den Vermögenszuwachs ab dem Datum seiner Eintragung in ein Register an einen anderen Verein abgeben. Wir haben nun in unserem Gesetz einen Passus eingefügt, der besagt, dass beim Austritt aus dem RUNTS und Eintritt in das neue Landesregister der Vermögenszuwachs nicht übertragen werden muss.

Sollte dieser Passus angefochten werden, wird dieser Verein also schlimmstenfalls im RUNTS bleiben …

Ja, er muss sich richtigstellen und die erforderlichen Dokumente uploaden. Manche kleinen Vereine haben aber sowieso keinen Vermögenszuwachs. Der zweite kritische Punkt ist im Artikel 3, Absatz 6: Dabei geht es darum, dass ein Verein zum Beispiel bei gelegentlichen Veranstaltungen Speisen und Getränke verabreichen darf. Dieser Artikel wurde wörtlich von einem entsprechenden Artikel im RUNTS übernommen. Ich bin davon überzeugt, dass der Staat auch diesen Passus akzeptieren müsste, aber … schaumer mal. Wir haben jedenfalls versucht, den maximalen gesetzlichen Rahmen auszunutzen.

Wie sieht es eigentlich aus mit den gelegentlichen gewerblichen Tätigkeiten – zum Beispiel, wenn ein Theaterverein ein Fest organisiert und dort Bier verkauft?

Das ist eine fiskalische Angelegenheit, bei der heute alle Vereine gleich behandelt werden – unabhängig davon, ob sie in einem Register eingetragen sind. Die Gesellschaft für Autoren und Verleger „SIAE“ stellt den verlängerten Arm des italienischen Fiskus dar und betont immer wieder, dass auch mehrere Veranstaltungen pro Jahr unter der Voraussetzung der Einbindung hauptsächlich freiwillig agierender Personen fiskalisch gesehen durchaus unproblematisch sind – sofern man pro Veranstaltung unter 51.000 Euro Gesamtumsatz bleibt, auch weil ansonsten die gültigen Mehrwertsteuersätze angewendet werden müssen.

Landesrätin Rosmarie

Pamer: „Mein Ziel ist, das Landesregister Ende 2025 in Betrieb nehmen zu können“

„ Ein wichtiges Signal von Landeshauptmann Arno Kompatscher war, dass er dem Ehrenamt erstmals ein eigenes Ressort widmete“

Landesrätin

Rosmarie Pamer

Sollte Rom also keinen Widerspruch einlegen, wird das Gesetz Mitte September in Kraft treten?

Das ist korrekt, ja. Inzwischen sind wir aber dabei, mit den Programmierern die technische Umsetzung zu diskutieren, denn das Landesregister soll ja digital funktionieren. Auch an der entsprechenden Durchführungsverordnung, in denen die Details definiert werden, arbeiten wir bereits. Den entsprechenden Entwurf werden wir wieder mit den Vereinen und Verbänden diskutieren. Unser Ziel ist jedenfalls – unabhängig von Rom – , dass sich die Vereine Ende des Jahres im neuen Landesregister eintragen können.

Wie sieht es mit den Sportvereinen aus?

Der Sektor Sport wird auch vom Staat getrennt behandelt, weil die Sportvereine in den meisten Fällen ganz andere Bedürfnisse und oft auch eine ganz andere Dimension haben. Zudem werden sie vom Staat fiskalisch sehr gut

behandelt; es ergibt also wenig Sinn, sie in unser Register aufzunehmen. In unserem Gesetz gibt es allerdings eine „Kann“-Bestimmung: Sportvereine können sich unter gewissen Kriterien auch im Landesregister als Vereine für die Förderung des Gemeinwesens eintragen. Das ist aber ein sehr komplexes Thema; wir werden sehen, wie man damit zukünftig besser umgehen kann.

Abschließen möchte ich dieses Gespräch mit den Vorteilen, die ein Verein haben wird, sobald er sich im Landesregister eingetragen hat.

Es gibt eine Reihe von finanziellen Vergünstigungen –immer im Rahmen unserer Landeskompetenzen: So sind die Vereine zum Beispiel von der Landeskraftfahrzeugsteuer befreit, es gibt Ermäßigungen bei der Umschreibungssteuer, bei der IRAP und – sofern die jeweilige Gemeinde dies beschließt – bei der Gemeindeimmobiliensteuer. Ebenfalls abhängig von der jeweiligen Gemeinde ist die kostenfreie Leihe von öffentlichen Immobilien und beweglichen Gütern. Außerdem können öffentliche Körperschaften durch Direktvergaben Kooperationen mit den Vereinen eingehen und damit auf öffentliche Ausschreibungen verzichten. Ein großer Vorteil ist auch der offizielle Status als Körperschaft von öffentlichem Interesse und dadurch der vereinfachte Zugang zu öffentlichen Förderungen und mehr Legitimation bei möglichen Spendengebern. Die Digitalisierung bringt zudem eine vereinfachte Beziehung zu den verschiedenen Ämtern und entsprechend weniger Bürokratie, weil alle Ämter Zugang zu den Daten des Registers haben werden und sich die entsprechenden Dokumente selbst holen können.

Wollen Sie abschätzen, wie viele Vereine sich eintragen werden?

Das ist eine gute Frage. 2.300 sind sowieso automatisch aufgenommen, und ich gehe davon aus, dass sich vielleicht weitere 1.000 eintragen werden. Sollte diese Zahl erreicht werden, würde ich das als großen Erfolg verbuchen. Wichtig wird sein, dass jeder Verein seinen Platz finden wird: Sind für den jeweiligen Verein die Vorteile des Landesregisters wichtig, wird er sich dort eintragen, und wenn er zudem die Vorteile des RUNTS benötigt, wird er sich eben dort auch eintragen. Es gibt aber eine Vielzahl an Vereinen, die zwar öffentlich gefördert werden, aber die restlichen Vorteile nicht brauchen – die werden sich weder im einen noch im anderen Register eintragen.

Sind Sie eigentlich zufrieden mit dem Gesetz?

Ja! Dieses Landesregister ist ein wichtiger Schritt, aber wir sind damit noch nicht am Ziel. Sobald das Register aktiv ist, müssen wir es schaffen, alle bürokratischen Abläufe der Vereine zu vereinfachen und zu standardisieren. Heute arbeiten die verschiedenen Ressorts und auch die Gemeinden, die mit Vereinen interagieren, mit unterschiedlichen Systemen – hier braucht es unbedingt eine Vereinheitlichung, und wir wollen die Gemeinden dabei unterstützen, wovon am Ende die Vereine profitieren werden. Und natürlich ist es mein Ziel, dass alle Ermäßigungen und Privilegien des RUNTS auch für das Landesregister gelten sollen. Das Gesetz ist also ein Start, ein guter Start: Es ist nicht statisch, sondern wird in den nächsten Jahren noch an die verschiedenen Bedürfnisse der Vereine angepasst werden.

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MÜHLBACH

Wohnsiedlung in Feierlaune

Die Bewohner der Sonnleitenstraße in Mühlbach ließen heuer eine früher gepflegte Tradition wieder aufleben: Am Abend des Herz-Jesu-Sonntags waren alle Bewohner der Straße zu einem kleinen sympathischen Fest eingeladen. Viele nahmen das Angebot, sich in der abendlichen lockeren Atmosphäre auszutauschen, gerne wahr. Kinder spielten am angrenzenden Spielplatz, grillten Marshmallows und Stockbrot über der Feuerstelle. Organisator Egon Gementi – „selbst ein vor vielen Jahren Zugereister“ – freut sich über den guten Zuspruch: „Man läuft sich in der Nachbarschaft zwar immer wieder über den Weg, aber für ein Gespräch bleibt oft wenig Zeit. Außerdem gibt es immer mal wieder neue Bewohner, die man kennenlernen möchte. Da das Sonnleiten-Festl bereits früher regelmäßig gefeiert worden war, die Tradition vor Jahren aber eingeschlafen ist, haben wir es wieder zum Leben erweckt.“ Die Organisatoren Egon Gementi, Nicola Leonardelli, Vera Zingerle, Andrea und Janica Faccioli sammelten bei der Veranstaltung freiwillige Spenden von den Gästen ein, die teilweise für die Finanzierung der Speisen und Getränke verwendet wurden. Der Überschuss wurde für die Dachsanierung und laufende Pflege des Herz-Jesu-Stöckls genutzt, das vor 30 Jahren – ebenfalls auf Initiative der Anwohner – aufgestellt worden war. oz

Vom 4. bis 6. Juli fand die 22. Euregio Transplant-Tour in Zusammenarbeit von Tirol, Südtirol und Trentino statt. Dabei handelt es sich um eine Radtour, mit der der gemeinnützige Verein „Transplant Sport Club“ auf die Bedeutung der Organspende aufmerksam machen will. „Der Verein zielt darauf ab, die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen und die Bevölkerung zu sensibi-

Anregungen zur Zukunft des Schenoni­Areals sind beim offenen Marktplatz „Marketplace Schenoni“ gefragt. Am 28. August von 9 bis 17 Uhr lädt die Gemeinde Brixen vor Ort zum Austausch ein und bietet so allen die Möglichkeit, in ihrer Stadt mitzureden und mitzugestalten.

Zingerle

Foto: Oskar

BRIXEN/EUREGIO

Radfahren für Organspende

lisieren“, so Vizepräsident Eugen Vikoler. In diesem Sinne traten heuer über 30 Personen mit Transplantations-Vergangenheit, Ärzte und Ärztinnen, Pflegekräfte sowie Begleitpersonen gemeinsam in die Pedale. Die über 100 Radelnden aus Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz legten eine Strecke von 300 Kilometern und 4.000 Höhenmetern zurück. Mit regnerischem Start in Innsbruck führte die dreitägige Radtour über Brixen und Trient bis nach Arco. Traditionsgemäß stärkte sich die Gruppe beim ersten „Boxenstopp“ in Innsbruck und machte sich dann

Für die Umgestaltung des Spielplatzes Don G. Franco nahe am Mozart­Kindergarten setzt die Gemeinde Brixen auf Anregungen von Bürgern. Ein OnlineFormular ist über den QR­Code vor Ort erreichbar; Vorschläge können auch an spielplatz@ brixen.it gemailt werden.

zum ersten Etappenziel in Brixen auf. Dort empfing sie eine Delegation der Gemeinde sowie die Vereinigung AIDO und der Blutspenderverein AVIS. In den folgenden zwei Tagen radelte die Truppe nach Tesero, Trient und schließlich nach Arco, wo gemeinsam gefeiert wurde. Primar Marc Kaufmann betont die Wichtigkeit, „das Thema Organspende im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten, damit jene, die auf eine Organspende angewiesen sind, rechtzeitig ihr Spenderorgan erhalten.“ Dafür sei die Euregio Transplant-Tour eine sehr gute Möglichkeit. dm

Die Spendenaktion der „Eisacktaler Kost“ brachte 2.800 Euro ein, die der Beratungsstelle „Trotzdem reden“ der Lebenshilfe Südtirol zugutekommt. Die Beratungsstelle richtet sich an Menschen, die nicht oder nur schwer verständlich sprechen können.

Frau Plaseller, in Lüsen wird ein Tagespflegezentrum für Senioren gebaut. Was wird es bieten?

Die Einrichtung kann man sich wie eine Kita für Senioren vorstellen: Morgens kommt man, abends geht man wieder – einmal die Woche oder täglich, regelmäßig oder unregelmäßig. Dort werden Senioren mit Pflegebedarf begleitet und betreut, es gibt Mittagessen und Freizeitaktivitäten. Außerdem wird es ein Zusatzangebot für die Körperpflege geben. So werden auch die Familien daheim entlastet. Kombiniert mit den monatlichen Seniorentreffs und den Plätzen im Altersheim er-

„Bedürfnisse abdecken“

CARMEN PLASELLER, Bürgermeisterin von Lüsen, über die Errichtung eines Seniorenzentrums mit Tagesstätte und Tagespflege in Lüsen.

gibt die neue Tagespflege ein gutes Angebot, das die Bedürfnisse der Senioren abdecken kann. Den Bedarf dafür haben wir 2021 in einer Umfrage mit Lüsens Seniorinnen und Senioren festgestellt.

Wo wird das Zentrum gebaut?

Die Suche nach einem Standort war schwierig, da er viele unterschiedliche Kriterien erfüllen muss. Wichtig war, dass das Tagespflegezentrum zentral im Dorf liegt, gut angebunden und möglichst barrierefrei zugänglich ist. Die Wiese neben dem Widum hat sich dann als passend herausgestellt. Geplant ist eine große lichtdurchflutete Ebene ohne Stufen und Treppen.

2026 soll mit der Umsetzung begonnen werden. Ein Jahr nach Baustart müsste es fertig sein.

Das EU-Förderprogramm LEADER wird einen Teil der Finanzierung übernehmen … LEADER übernimmt einen Teil der Kosten für die Einrichtung, den Rest stemmen wir mit Eigengeldern der Gemeinde und des Landes. Nach der Eröffnung wird die Betreuung vom Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft übernommen, die Finanzierung erfolgt dann wie in den Altersheimen: Die Betroffenen zahlen einen Teil, den Rest übernimmt die Gemeinde.

Daniela Mair

Foto: Oskar Zingerle

Jugendbeirat ernannt

Brixen hat einen neuen Jugendbeirat. Er besteht aus Julia Mariella Bartoccini, Roberta Bortolotti, Anna Calderon Bonavida, Simone Coltri, Patrick Faller, Sarah Lazzari, Arianna Noziglia, Josef Obexer, Julian Pernthaler, Martin Prosch, Viktor Reiterer und Benni Troi. Die zwölf Mitglieder dieses neuen Gremiums sollen Projekte und Initiativen junger Menschen fördern und deren Interessen gegenüber der Gemeindeverwaltung vertreten. Der Jugendbeirat ist der Nachfolger des Jugendrats, wofür im Vorjahr die Satzung geändert wurde. „Der Jugendbeirat besteht aus einer Mischung von

Vertretern der Jugendvereine und -organisationen sowie Freiwilligen; auch beide Sprachgruppen sind gut vertreten“, so der zuständige Stadtrat Peter Natter. „Die Jugendarbeit ist im stetigen Wandel, und mit diesem Gremium können wir einen Raum für Austausch schaffen und durch regelmäßige Diskussionen viel Gutes für ein junges Brixen bewegen.“ Dass sich die Jugendlichen mehr Mitsprache in der Form eines Jugendbeirates wünschten, ging aus dem Jugendbeteiligungsprozess „Werkstatt Chance Officina“ vor etwa zwei Jahren hervor. av

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MÜHLBACH

50 Jahre Schützenkompanie Markt Mühlbach

Die Schützenkompanie Markt Mühlbach feierte am 14. und 15. Juni ihr 50-jähriges Wiedergründungsjubiläum. Am 27. Juni 1975 hatten sich Josef Unterkircher, Richard Erlacher, Helmuth Leitner und Paul Seppi Sen. versammelt, um die nach dem Ersten Weltkrieg aufgelöste Kompanie wiederzugründen. Zunächst gehörten auch Mitglieder der Fraktionen Vals und Meransen der Kompanie an; Anfang der Achtzigerjahre gründete man in Meransen eine eigene Kompanie. Drei Mitglieder gehören seit der Gründung bis heute der Kompanie Markt Mühlbach an: Urban Zingerle, Rudi Steger und Franz Egger wurden beim Wiedergründungsfest feierlich mit der Andreas-HoferLangjährigkeitsmedaille samt 50er-Ehrenkranz ausgezeichnet.

Im Laufe ihrer Geschichte trug die Schützenkompanie Markt Mühlbach mehrere Fahnen: Die älteste stammt aus dem Jahr 1902 und ist ein Geschenk des Grafen von Wolkenstein-Rodenegg. 1927 wurde sie von Simon Pertinger vom faschistischen Zugriff bewahrt und bis 2015 von Peter Franz Pertinger aufbewahrt. Seither befindet sie sich wieder im Besitz der Kompanie. Im Jahr 2000 ließ die Kompanie zum 25. Wiedergründungsjubiläum eine neue Fahne anfertigen, deren Patin Marlene Passler Unterkircher ist. 1981 stiftete Flora Doblinger aus Wörgl, bekannt als Tiroler Fahnenmutter, den Mühlbacher Schützen eine selbst angefertigte Fahne. Zum 50-Jahr-Jubiläum wurde die Fahne restauriert und beim Festakt wiedergeweiht. oz

Verwaltungsmitarbeiter/in gesucht!

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Frieden und Harmonie zum Welt­Yoga­Tag

Wer kennt ihn nicht, den herabschauenden Hund? Selbst diejenigen, die noch nie eine Matte ausgerollt und konzentriert ein- und ausgeatmet haben, kennen Yoga. Die in Indien beheimatete Praxis, mal Philosophie, Sport oder Lebensweise, ist seit der Jahrtausendwende zu einem Massenphänomen geworden. An der Freien Universität Bozen ist Yoga in diesem Jahr Teil des Projekts „PROBEN”, einer vom Wissenschaftsministerium finanzierten Initiative mit dem Ziel, das psychophysische Wohlbefinden von Studierenden zu unterstützen. Das Projekt wird von Dekanin Antonella Brighi geleitet; die Studierenden sollen lernen, Stress und Emotionen zu bewältigen, um ihre akademische Leistung zu steigern und die persönliche Lebensqualität zu verbessern. So praktizierte Elena Tuti, Yogameisterin und Vertreterin des

italienischen Nationalverbands, eine öffentliche Stunde im Garten der Brixner Stadtbibliothek. Seit zehn Jahren nämlich ist der 21. Juni „Welt-Yoga-Tag“. Auf Betreiben der indischen Regierung wollte man damit eine neue Ära der Harmonie und des Friedens weltweit einläuten, so der indische Premierminister Narendra Modi, selbst praktizierender Yogi. Dort gibt es mittlerweile auch ein eigenes Ministerium „Ayush“ für Ayurveda und Yoga, mit Tausenden von Followern allein auf den sozialen Medien. Der diesjährige Yogafeiertag in Brixen stand unter der Schirmherrschaft der indischen Botschaft und wurde von der Fakultät für Bildungswissenschaften und der Gemeinde Brixen ausgerichtet. sr

BRIXEN/MANTUA

15 Jahre Freundschaft

Heuer jährt sich das Freundschaftsabkommen zwischen Brixen und Mantua zum 15. Mal. Am 3. Juli empfingen deshalb Brixens Bürgermeister Andreas Jungmann, Vizebürgermeister Ferdinando Sta

BRIXEN

Kühlmaßnahmen für die Musikschule

Über die Sommermonate heizt sich die Musikschule in Brixen auf, was durch ihre zunehmende Nutzung im Sommer allmählich zum Problem wird. Deswegen hat die Stadtverwaltung konkrete Lösungen und Maßnahmen erarbeitet, um das Gebäude bereits im Sommer 2026 hitzetauglicher zu machen. Bisher mussten bei hohen Temperaturen oft die Fenster geöffnet werden, was Anrainer durch die Geräuschkulisse der Instrumente als störend empfanden. „Diese Rückmeldungen aus der Bevölkerung wurden ernst genommen“, erklärt Stadtrat Thomas Schraffl. Nach einer Analyse der baulichen und klimatischen Bedingungen der Musikschule will

blum sowie Stadträtin und Zuständige für Städtepartnerschaften Bettina Kerer im Brixner Rathaus eine Delegation aus Mantua: Vizebürgermeister Giovanni Buvoli und Mobilitätsstadtrat Iacopo Rebecchi waren nach Brixen gekommen. Die Freundschaft, die am 11. Dezember 2010 unterzeichnet wurde, lebt durch Kultur, Bildung sowie persönliche Begegnungen und äußert sich heute insbesondere durch Schüleraustauschprogramme der zwei Städte. Diese seien laut Jungmann „wichtige Brücken, die junge Menschen zusammenbringen, gegenseitiges Verständnis fördern und damit unsere Zusammenarbeit mit Leben füllen.“

Schnelle dermatologische

Diagnosen dank digitaler Bildübertragung

Onlineanmeldung

Auch Mantuas Vizebürgermeister Buvoli verwies auf die Bedeutung der Verbindung und zeigte sich gerade in Zeiten von Spaltungen und Konflikten überzeugt: „Kultur ist ein unverzichtbares Mittel für den Frieden.“ Im Anschluss an das Treffen organisierte der Verein „Evviva Bressanone“ im Kaisersaal der Hofburg eine feierliche Buchpräsentation des Werkes von Luca Morselli „Mantova e Bressanone – Momenti di incontro con il cardinale e vescovo Francesco Gonzaga e la sua famiglia”. Francesco Gonzaga hätte 1464 zum Bischof von Brixen ernannt werden sollen, trat das Amt jedoch nie an. Zwei Jahre später wurde er Bischof von Mantua. „Er ist es, der Brixen und Mantua miteinander verbindet“, meinte Vizebürgermeister Buvoli.

die Stadtverwaltung klare Maßnahmen zur Optimierung des Raumklimas umsetzen. „Geplant seien unter anderem die Installation einer Klimaanlage sowie die Verstärkung des bestehenden Belüftungssystems zur Verbesserung des Luftaustauschs“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Anfang Juli. Landesrat Christian Bianchi, der für die Landesimmobilien zuständig ist, berichtet zudem über akustische Vorteile für die Unterrichtsräume der Musikschule. Außerdem wolle das Land die eigenen Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausstatten, um langfristig eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. dm

Aaron’s way to PROGRESS: Vom Astronauten zur Automation

Der außergewöhnliche Werdegang eines jungen Klausners, der seinen Traum vom Weltall gegen eine faszinierende Karriere in der Automation eintauschte.

Viele Jugendliche stehen nach der Mittelschule vor der Herausforderung, den richtigen Weg für ihre berufliche Zukunft zu finden. So erging es auch dem ehrgeizigen Klausner Aaron Obrist, der schon immer den außergewöhnlichen Wunsch hegte, Astronaut zu werden. Nach eigenen – nur halb ernst gemeinten Angaben – reichten dafür allerdings seine sportlichen Leistun gen nicht aus. Dennoch fand er eine andere spannende Option, die per fekt zu ihm passte – die Welt der Automation.

„Ich habe schon immer gerne gebastelt und in der Oberschule begonnen, elektronisch ‚her umzutüfteln‘. Heute kann ich das in meinem Beruf als SPS-Softwareentwick ler perfekt umset zen“, erklärt Aaron, der seit mehr als 5 Jahren bei der Progress Group tätig ist. Nach der Mittelschu le besuchte er die Technische Fachoberschule (TFO) in Bozen, wo er zunächst zwei Jahre die Fachrichtung Maschi nenbau belegte, bevor er sich für den Wechsel in die

Automation entschied. An der TFO erwarb er solide elektrische Grundlagen und Verständnis für die Materie, während er die SPS-Softwareentwicklung vor allem durch „Learning-by-Doing“ bei seiner Arbeit erlernte.

Ein abwechslungsreicher Job in der

Bei Progress Group hat Aaron die Möglichkeit, seine eigene Kreativität einzubringen, was den Job stets abwechslungsreich hält. Von der Projektvorbereitung bis zur Montage wirkt er bei verschiedenen Aufgaben mit. Besonders

reizvoll ist die Möglichkeit, neue Projekte zu entwickeln und innovative Maschinen zu gestalten. „Bei der Progress Group kann man viele eigene Ideen einsetzen, das ist schon cool“, erklärt er. Durch diese Offenheit konnte sich Aaron bereits an der Entwicklung neuer Maschinen beteiligen und mit dem Brixner Unternehmen die Welt bereisen. In den letzten zwei Jahren führte ihn sein Job unter anderem nach China, Singapur, Australien und Finnland.

Obwohl für Aaron der Blick aus dem Weltall nicht Realität wurde, hat er so dennoch die Welt an Land erkundet und im Bereich der Automation seine Ideen verwirklicht. Er ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass es viele „ways to PROGRESS“, Wege zum Traumjob, gibt.

We are PROGRESS

Unsere Mission ist es, nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Menschen zu schaffen. Wir sind eine Unternehmensgruppe, die sich auf Maschinen und Software für die Automatisierung der Betonfertigteilproduktion spezialisiert hat und zudem ein eigenes Fertigteilwerk am Firmensitz in Brixen betreibt. Betonfertigteile enthalten Betonstahl, um die Widerstandsfähigkeit von Bauten zu erhöhen. Im Maschinenbau entwickeln, programmieren und bauen wir Anlagen zur Bearbeitung von Betonstahl, individuell zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Kunden weltweit.

Für mehr Infos besucht unsere Website: www.progress.group/jobs

In der PROGRESS GROUP entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden innovative Anlagen für die Betonstahlbearbeitung. Im Maschinenbau suchen wir: SPS Softwareentwickler (m/w/d)

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Brixen

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Der Moderator

PORTRAIT: Er hat ein Architekturstudium abgeschlossen und keinen einzigen Tag als Architekt gearbeitet. Er hat in der Küche von Mike Tyson Pasta gekocht und mit Arnold Schwarzenegger im Waldorf Astoria in Wien zu Abend gegessen. PIETRO POLIDORI erzählt eloquent und mit unverhohlener Begeisterung von seinem Werdegang.

Foto: Florian Andergassen

„Woasch, dass i des ålls zum erstn Mål dozehl?“, sagt er irgendwann. Wenige Tage nach unserem Gespräch wird er an der Wall Street in New York ein Galadinner für die FIFA moderieren. Dennoch: Pietro Polidori ist bodenständig und bescheiden geblieben. Und er ist dankbar für das „ständige Crescendo“ in seinem Leben. Polidori wuchs in Brixen auf. Seine Mutter stammt aus Brixen, der Vater kam 1968 als Angehöriger des Militärs in die Bischofsstadt. Nach der Matura am Realgymnasium ging Pietro Polidori nach Innsbruck, um Architektur zu studieren: „Ich wollte nicht allzu weit von zu Hause weggehen.“ Ein Draufgänger sei er nie gewesen, weder damals noch heute. Für das Architekturstudium habe er sich entschieden, weil er gut im Zeichnen war und die Kreativität liebte.

Die große Krise kam im dritten Studienjahr; das Studium wollte er trotzdem durchziehen. Und dann lernte er jemanden kennen, der ihn mit dem Thema Webdesign vertraut machte. Er war begeistert: „Man erreicht die Menschen da einfach sofort.“

Also schrieb er sich zusätzlich an der Innsbrucker Akademie für Werbedesign ein. Präsentieren können, etwas so erklären können, dass es die Menschen fesselt und berührt – so manche Episode aus dieser Zeit lässt ihn heute noch schmunzeln. Auf den Mund gefallen war Pietro Polidori nämlich nie.

Vom Radio zur Moderation

Der Sommer 2004 war dann „ein richtig geiler Sommer.“ Er hatte das Architekturstudium mit einer Eins abgeschlossen und fühlte sich frei, unglaublich frei. Schon seit jeher vom Radio fasziniert, hatte er eine Praktikantenstelle bei Radio Company in Padua ergattert und war mit dem Team in Caorle und Jesolo auf Tour. Dass er die Grafiken für die Videowalls erstellen durfte, „war einfach genial.“

In jenem Sommer meldete ihn seine damalige Freundin beim Wettbewerb „Traummann Südtirol“ an. Für das Finale schrieb er ein Stück, eine Mischung aus Froschkönig, Rapunzel und Romeo und Julia. „Miss Südtirol 2004 Michela Chemoli musste vorlesen, ich habe geschauspielert.“ Auch wenn er nicht der Traummann Südtirols wurde, war für ihn diese Geschichte „ein persönlicher Sieg.“

Zur gleichen Zeit liefen nämlich die Vorausscheidungen für die nächste Misswahl: Moderatorin Silvia Fontanive war hochschwanger, „und ich wurde gefragt, ob ich moderieren möchte.“ Vom allerersten Moment an wusste er, dass er angekommen war. „Das will ich tun. Das und nichts anderes.“ Er pendelte zwischen Padua und Südtirol hin und her, schloss das Studium an der Akademie für Werbedesign in Innsbruck ab. Weitere Moderationsanfragen kamen hinzu, „kleine Geschichten – aber genau damit lernt man das Handwerk so richtig.“

Traum Fernsehmoderator

Im Sommer 2005 nahm Polidori einen Job bei einer Werbeagentur an, „der Sicherheit wegen“. Später gründete er eine eigene kleine Firma. So konnte er sich immer wieder Zeit fürs Moderieren freischaufeln. Als Fan der ORF-Millionenshow bewarb er sich dort als Teilnehmer, gewann 15.000 Euro – „so viel Geld hatte ich noch nie besessen“ – und die Erkenntnis: „Ich will Fernsehmoderator werden.“ Er blieb mit Armin Assinger in Kontakt, wurde bei einem Talentpool-Casting des ORF aufgenommen und bekam bei Rai Südtirol die Chance, Südtirol Mobil zu moderieren. „Das war ein Erlebnis, das mich gebildet hat.“

 BEHARRLICH UND BODENSTÄNDIG:

Pietro Polidori hat sich seinen Traum erfüllt, Moderator zu werden

Dass Polidori nicht von Beginn an an die große Karriere als Moderator geglaubt hat, zeugt von seinem Sinn für die Realität. Wenn er heute als pfiffiger und schlagfertiger Moderator weit oben auf der Karriereleiter steht, drei Sprachen beherrscht, gelassen und authentisch mit so manch unerwarteter Situation umgehen kann – „Arnold Schwarzenegger bin ich erst auf der Bühne zum ersten Mal begegnet“ – und ein feines Gespür für zwischenmenschliche Nuancen hat, so sind das die Früchte intensiver Arbeit. Sich immer wieder in Frage stellen, von anderen lernen, sie aber niemals kopieren – mit dieser ständigen konstruktiven Unzufriedenheit ist Pietro Polidori seinen Weg gegangen. Er sammelte Videomaterial von sich, „ging Kameraleuten auf die Nerven“, um bei Projekten auf eigene Kosten dabei sein zu dürfen, besuchte einen Kurs für Fernsehmoderation in London und sah sich nach einer Agentur um. Bei Headset Production fand er sich aufgehoben.

Im Sommer 2013 gab es dann das nächste einschneidende Erlebnis in seinem Leben: Puls 4 suchte Moderatoren, Pietro Polidori wurde zu einem zweiten Casting für das Frühstücksfernsehen eingeladen, hatte die Zusage schon so gut wie in der Tasche, „und dann gab der Mutterkonzern Pro 7 kein grünes Licht für Neueinstellungen.“ Die Enttäuschung war groß. Das Leben hatte ihn aber gelehrt, beharrlich zu bleiben. „Fai la gavetta.“ Mach deine Hausaufgaben.

Besondere Jahre

2018 brachte das erste wirklich große Highlight: die Deutschlandtour mit Mike Tyson. Wohnen im Tourbus, arbeiten mit einem Menschen, der nicht immer berechenbar war. „2018 war sowieso ein Superjahr.“ Es war auch das Jahr, in dem er seine Salina geheiratet hat. Die Geburt seiner beiden Töchter Lynn und Emily beschreibt er als Explosion von positiven Emotionen, „mit nichts anderem auf dieser Welt zu vergleichen.“

Seit einigen Jahren ist Pietro Polidori auf der ganzen Welt unterwegs. Und immer wieder gibt es diese perfekten Momente, so wie den bei der Tyson-Tour in Zürich –„beim Joggen vor der Show mitten in einem Blumenfeld mit der Lieblingsmusik im Ohr und mit einem Job, den ich wirklich liebe.“ Ein ähnliches Projekt wie mit Mike Tyson war auch mit Sylvester Stallone geplant, „aber dann kam die Corona-Pandemie, und vieles verwehte im Wind.“ Trotzdem hatte er dank Online-Events viel zu tun.

Im April 2022, nach 848 Tagen, dann endlich wieder das erste Live-Event in Madonna di Campiglio: „Ich habe es genossen.“ Im Jahr 2023 moderierte Polidori das Finale der Miss-Südtirol-Wahl. „Der Kreis hat sich irgendwie geschlossen.“

Pietro Polidori moderiert private Galas ebenso wie Firmeneröffnungen, hat Dieter Bohlen, Seal und Nicole Scherzinger kennengelernt, bei einem Galadinner in Istanbul Naomi Campbell getroffen, ist Backstagemoderator bei der Talentshow Virtuosos. Keine Starallüren, dafür ganz viel Authentizität. Und die Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues einzulassen.

marlene.kranebitter@brixner.info

Zwei Mütter erstmals offiziell anerkannt

BRIXEN/WIEN

Brixnerin ausgezeichnet

Susanne Reier (im Bild rechts) aus Brixen wurde am 16. Juni für ihre herausragende Dissertation im Bereich der Biodiversitätsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien der Stefan-M.-Gergely-Preis verliehen. Es handelt sich dabei um eine Auszeichnung für hervorragende wissenschaftliche oder journalistische Leistungen, die sich mit dem Erhalt, der Erforschung und der Vermittlung biologischer Vielfalt befassen. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 36.000 Euro dotiert. Im Rahmen ihres Doktoratsstudiums an der Universität

KURZ NOTIERT

Wien und dem Naturhistorischen Museum Wien untersuchte die junge Wissenschaftlerin den Einfluss unterirdischer Wasserverbindungen auf die genetische Struktur von Fischpopulationen mit besonderem Fokus auf die Elritzenart Phoxinus lumaireul in der Dinarischen Karstlandschaft. Reier besuchte das Pädagogische Gymnasium in Brixen, wo sie auch aufwuchs. Nach der Matura nahm sie ein Bachelorstudium in Biologie in Wien auf, auf das sie zwei Masterstudiengänge und das Doktoratsstudium folgen ließ. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche

Roger Pycha, Primar der Psychiatrie am Krankenhaus Brixen, übernahm bei Rotary Brixen die Präsidentschaft vom scheidenden Präsidenten Paolo Prinoth. In seiner Eröffnungsrede stimmte er die Anwesenden auf eine vielversprechende und abwechslungsreiche Amtszeit ein.

Gleichgeschlechtliche Partnerinnen konnten in Italien nach einer künstlichen Befruchtung bisher nicht beide als gleichberechtigte Elternteile anerkannt werden. Für die nicht leibliche Mutter war die Adoption des Kindes ihrer Partnerin die einzige Möglichkeit – bis ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes vom 22. März dies änderte. Claudia Zingerle aus Vahrn (im Bild rechts) hat am 12. Juni nach einer künstlichen Befruchtung ihr zweitgeborenes Kind Marla zur Welt gebracht und ihr Neugeborenes gemeinsam mit ihrer Partnerin Sandra Steinegger am 20. Juni in der Gemeinde Vahrn offiziell gemeldet. Marla war nach diesem Schritt das erste Kind in

der Region Trentino-Südtirol mit zwei offiziell anerkannten Müttern. Marlas älteren Bruder Lutz Anton hatte Sandra bereits vorher adoptiert, weshalb die Eintragung beider Mütter in seinem Fall nicht mehr möglich war. Sandra und Claudia freuen sich jedenfalls über den Mut der Gemeinde Vahrn, das Urteil des Verfassungsgerichtshofes anzuwenden, denn, wie sie berichten, „hatte es auch in Kaltern und Deutschnofen analoge Anträge zur Eintragung beider Mütter gegeben, wo die Beamten die Eintragung allerdings verweigert haben.“ oz

Mitarbeiterin an einem Projekt zum Schutz heimischer Reinankenbestände am Naturhistorischen Museum Wien. Besonders am Herzen liegt ihr, vernachlässigte

Die Initiative „Inklusives Brixen“ der Gemeinde Brixen macht die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und Zivilinvaliden sichtbar. Für ihr kontinuierliches Engagement wurde sie im Juli mit dem „Ottone­Nigro­Preis“ der Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) ausgezeichnet.

Organismengruppen stärker ins Blickfeld der Biodiversitätsforschung zu rücken, um ein tieferes Verständnis komplexer Ökosysteme zu ermöglichen. dm

Gabriele Morandell wurde von der Sozialen Mitte der SVP zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ihren Fokus will sie auf Themen wie Lohngerechtigkeit, Bekämpfung von Armut, Bildung, bezahlbares Wohnen oder psychische Gesundheit und bürgerfreundliche Verwaltung richten.

Foto:
Daniel Hinterramskogler

mein Hoppala

Missgeschick am Laufband

Seit einiger Zeit besuche ich regelmäßig und zeitig am frühen Morgen das Fitnessstudio, um etwas für meine Gesundheit zu tun. Eines Tages passierte mir etwas, das man sonst eigentlich nur von Hoppala-Videos aus dem Fernsehen kennt: Ich joggte auf dem Laufband und bekam plötzlich einen Krampf im Bein, wodurch ich ins Stolpern geriet. Mich mit beiden Armen an den Seitenbügeln des Geräts festhaltend, versuchte ich verzweifelt, nicht komplett auf das noch laufende Laufband zu fallen, sondern doch noch irgendwie aufzustehen. Während diese Versuche kläglich scheiterten, zerrte das Laufband an meiner Trainingshose, bis auch diese den Halt verlor. Jetzt schliff das Band über meine nackten Knie und schürfte sie auf. Als ich dann noch den Halt mit meinen Armen verlor, schleuderte mich das Laufband nach hinten, wo ich neben einem Gummibaum zum Liegen kam. Als ich mich vom Lachkrampf über mein eigenes Missgeschick erholte, zog ich vor Zorn und trotz Schmerzen noch das gesamte Trainingsprogramm durch. Erst später sah ich den Not-Aus-Knopf am Laufband.

Danielas Auberginen­Curry

Zutaten

2 Auberginen

1 daumengroßes Stück Ingwer

3 Knoblauchzehen

1 EL Currypulver

1 TL Chilipulver

2 EL Tomatenmark

125 ml Kokosmilch

125 ml Wasser

1 gehäufter EL Erdnussbutter

Zitronensaft und Agavensirup

Salz und Öl

Zubereitung

Die Auberginen in Stücke schneiden und großzügig salzen. Etwa

10 Minuten warten, bis das Salz ihnen Flüssigkeit entzogen hat, dann abtrocknen und in Öl anbraten. Ingwer, Knoblauch, die Gewürze und das Tomatenmark hinzugeben und für 4 Minuten weiterrösten. Kokosmilch und Wasser vermischen und in die Pfanne gießen. Die Erdnussbutter dazugeben und 10 Minuten köcheln lassen. Abschließend mit Salz, Zitronensaft und etwas Agavensirup abschmecken. Am besten mit Reis servieren.

Praktikantin Daniela Mair aus Milland studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaften sowie Soziologie in Wien. Über den Sommer sammelt sie Praxiserfahrungen in der „Brixner“-Redaktion. Das Curry ist das erste Rezept, das sie nach ihrem Auszug für sich entdeckt hat und regelmäßig kocht. Da es sich „leicht und schnell“ zubereiten lässt, passt es perfekt in ihren Studentenalltag.

Leser kochen für Leser Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

LAMM ento

Unser Jannik

„Ein Teil der Italiener befindet sich derzeit in einem Dilemma“, sagt der Franz, während er mit beiden Daumen versucht, den Korken aus der Champagnerflasche von Moët & Chandon zu drücken, worauf der Korken sich plötzlich explosionsartig von der Flasche verabschiedet. Während ich ihn am Boden kriechend suche, frage ich zurück: In einem Dilemma? „Ja“, sagt er, „denn in Italien sieht man Südtirol ja häufig mit einer ordentlichen Portion Missgunst: Man gönnt uns nicht, dass hier mehr oder weniger alles gut funktioniert, dass die Landschaft so schön ist, dass das Land sich gut verwaltet. Und jetzt ist es ausgerechnet ein Südtiroler, der als erster Italiener Wimbledon gewonnen hat und auf den Italien stolz sein muss. Und jetzt sind sie im Dilemma: Sollen sie ihre Missgunst aufgeben und sich mit uns Südtirolern verbrüdern?“ Nun, sag ich, laut Immanuel Kant ist Missgunst ja eine bösartige Gesinnung, ein Unwille, das eigene Wohl durch das Wohl anderer in den Schatten gestellt zu sehen. Es wäre also für Italien kein Schaden, die Missgunst aufzugeben und sich über Südtirol zu freuen. „Sie sehen aber auch unseren Jannik mit Missgunst“, sagt Frieda, die dem Franz die Champagnerflasche längst abgenommen hat und nun den Inhalt in drei elegante Gläser rinnen lässt, „denn schließlich vermittelt er mit seiner Wesensart ständig Werte, die sie eigentlich auch leben möchten.“ Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, sag ich. Jannik als Vorbild für ganz Italien einschließlich Südtirol – was Besseres kann uns eigentlich nicht passieren. À notre santé!

Schutzmaßnahmen für Igel

Zweifelsohne sind Igel als niedliche Plüschtiere, als personifizierte Gestalten in Kinderbüchern oder als Werbeträger für nachhaltige Produkte allseits bekannt. Tatsächlich aber wissen die wenigsten Menschen über die Lebensweise und die biologischen Ansprüche der bei uns vorkommenden Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) Bescheid. Ihr Bestand nimmt kontinuierlich ab, wobei hierfür die Abnahme der Nahrungsquellen –als reine Karnivoren ernähren sich Igel hauptsächlich von Insekten, Käfern und Würmern –, der Verlust von Lebensraum durch Versiegelung und die Gefahren des Straßenverkehrs als Hauptursachen genannt werden können. Igel gelten deshalb als „Bioindikatoren“, da deren prekäre Lebenssituation direkte Rückschlüsse auf den ökologischen Zustand unseres Siedlungsraumes zulässt. Da Igel sich vornehmlich in der Nähe menschlicher Wohngebiete, nun im zunehmenden Maße auch im urbanen Raum, aufhalten, kann jeder Einzelne von uns vieles für einen besseren Schutz der Igel bewirken: Eine Untertasse mit frischem Wasser in den Garten stellen – keinesfalls Milch, weil Igel laktoseintolerant sind und davon schlimme

„Herzerfrischende Schilderung“

Leserbrief zum Bericht „Große Augen und weiße Tupfen“, Ausgabe Nr. 425, Juni 2025

Werner Ladinser, Brixen

Darmerkrankungen bekommen –, einfache Futterhäuschen, etwa eine umgedrehte Kiste mit zwei Zugängen aufstellen und darin getrocknete Mehlwürmer, getreideloses Katzenfutter, angebratenes Hackfleisch oder ungewürztes Rührei auslegen. Außerdem können Ecken im naturnah gepflegten Garten bewusst „verwildert“ und Laubhaufen liegen gelassen werden, um geeignete Unterschlupfmöglichkeiten zu schaffen. Öffnungen im Gartenzaum von einer Größe von etwa zehn mal zehn Zentimetern, sogenannte „Igeltore“, ermöglichen einen freien Durchgang.

Ein großes Herzensanliegen wäre mir, wenn die Stadtgemeinde Brixen ihrerseits die folgenden drei igelfreundlichen Maßnahmen umsetzen würde: Die Erlassung eines nächtlichen Fahrverbotes für Mähroboter oder zumindest Erlassung eines entsprechenden Gebotes für das gesamte Gemeindegebiet. Die nachtaktiven Igel sind keine Fluchttiere und ziehen sich deshalb bei Gefahr zusammen, weshalb sie von den darüberrollenden automatisierten Mähgeräten tödlich verletzt oder schwer verstümmelt werden. Zweitens: Seitens der Stadtgärtnerei ein bewusstes

„Große Augen und weiße Tupfen“, ein informativer, gleich köstlicher Bericht. Es tut wohl zu erfahren, dass Drohnen nicht nur missbraucht werden, um Leben auszulöschen (Kriegsberichte), sondern auch dazu beitragen können, solches zu erhalten. Es ist erfreuend zu wissen, dass Jäger Tiere nicht nur töten (Jagd), nein, sich auch um deren Wohlergehen bemühen. Überzeugt im Sinne vieler Leser zu handeln, erlaube ich mir, der Redaktion des „Brixner“, speziell der Autorin des Berichtes und besonders den Protagonisten der herzerfrischenden Schilderung

Liegenlassen von herbstlichem Laub und Geäst in den öffentlichen Park- und Grünanlagen in geschützten Arealen, um den Igeln mehr Tages- und Überwinterungsquartiere zu bieten. Und drittens: Ein sparsamer Einsatz von Laubbläsern in den oben genannten Anlagen, da die sich auf der Unterseite der Blätter befindlichen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle der Igel, aber auch der Vögel, sind.

Leserbriefe an: echo@brixner.info

Der Brixner Harald Wenter, Jahrgang 1967, ist Verwaltungssachbearbeiter. Seit seiner Kindheit liegt ihm aktiver Tierschutz am Herzen, weshalb er viel zu diesen Themen recherchiert. Es ist ihm ein großes Anliegen, neben der Weitergabe von Sachinformationen konkret anwendbare Lösungsoptionen für das Wohl der Tiere aufzuzeigen.

Leser schreiben uns

ein ehrliches Dankeschön für ihr Tun auszusprechen. Der Name des Verfassers dieses Leserbriefes hat hier nichts zur Sache, er steht lediglich als einer von Hunderten.

Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ ­ bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen

E­Mail: echo@brixner.info

Harald Wenter

Ist es sinnvoll, im Landtag über globale Themen und Weltpolitik zu debattieren?

MADELEINE ROHRER, Landtagsabgeordnete der Grünen:

„Wir können nicht zu allem sagen: Das betrifft uns nicht“

Der Hintergrund:

Im Südtiroler Landtag beschränkt man sich nicht immer auf Themen, die unter Südtiroler Entscheidungsbefugnisse fallen, sondern man diskutiert und debattiert oft auch stundenlang über globale Themen wie Ukraine, Gaza, Trump­Zölle, Weltgesundheitsorganisation oder EU­Parlament. Ist das aber wirklich sinnvoll oder eher Zeitverschwendung? Die Meinungen gehen auseinander …

Der Landtag ist dafür da, Themen zu diskutieren, die Südtirol betreffen, Gesetze zu beschließen und Gelder zuzuteilen. Und wie es sich für jede gesunde und funktionierende Demokratie gehört, kontrolliert das Parlament auch die Arbeit der Regierung, bringt Vorschläge ein, wie es anders geht. Sachpolitik also: Sollen Bus und Bahn gratis sein? Wie kommen junge Familien zu einer Wohnung? Wie schützt man die Landwirtschaft vor Trockenheit und die Dörfer vor Überschwemmungen? Aber manchmal hat der Landtag auch noch eine andere Funktion: Er ist der Ort, an dem in Südtirol öffentlich über Politik diskutiert wird – ein öffentliches Forum. Die Politik hört nicht an der Landesgrenze auf. Es gibt Themen, die uns alle betreffen, einfach nur deshalb, weil wir auf dieser Erde leben. Diese Fragen werden auch von den Menschen in Südtirol emotional diskutiert, daheim am Küchentisch oder im Gasthaus. Dabei geht es immer um unsere Werte. Ein Beispiel dafür sind massive Menschenrechtsverletzungen. Da können wir nicht einfach mit den Schultern zucken und sagen: Das betrifft uns ja nicht. In solchen Fällen ist es wichtig, dass der Landtag auch seine Funktion als öffentliches Forum wahrnimmt und im Idealfall sogar eine gemeinsame Werthaltung zum Ausdruck bringt. Nicht deshalb, weil wir in Südtirol groß etwas daran ändern könnten, sondern weil in manchen Fällen ignorieren keine Alternative ist.

HEINRICH FERRETTI, Vorsitzender des SVP-Bezirkswirtschaftsausschusses:

„Zeit und Energie sollen sinnvoll eingesetzt werden“

NEIN

Es gibt in unserem Land sehr viele andere Themen, deren Diskussion und Lösung für den Bürger sehr viel wichtiger wären. Ich will damit nicht sagen, dass der Landtag nicht befugt ist, über alles zu diskutieren, was er möchte, jedoch wäre es zielführender, wenn das Augenmerk auf jene Dinge gelegt würde, wo wir im Land selbst Eingriffsmöglichkeiten und Entscheidungsbefugnis haben. Zeit und Energie sind aus meiner Sicht ein wichtiger Faktor in der politischen Tätigkeit, und aus diesem Grund sollten beide Faktoren genau für das eingesetzt werden, für das jeder Politiker in das jeweilige Gremium gewählt wird, und zwar für eine kompetente, sachlich und fachlich fundierte Arbeit für die Bürger der jeweiligen Gemeinde oder unseres Landes. Die Erwartungshaltung des Bürgers liegt darin, dass ein auftretendes oder gefühltes Problem möglichst rasch einer Lösung zugeführt werden sollte und nicht durch langatmige ausschweifende Debatten über große Zeiträume verschleppt wird. Ich denke, dass wir alle gut daran tun, unser näheres und weiteres Umfeld sorgfältig zu beobachten, uns dazu auch unsere eigene Meinung zu bilden, aber bei der Ausübung unseres Mandats immer die Gesamtinteressen unserer Bürger in den Fokus unserer Tätigkeit zu stellen. Deshalb ist es sehr wichtig, Zeit und Energie sorgfältig und zielführend in die Themen unserer Gemeinde oder unseres Landes zu investieren.

1 Museum – 4 Standorte

Gil enklamm Magic Light2025

Erlebe die Gilfenklamm Magic Light Abende und tauche in eine magische Welt der Lichtspiele ein!

Jeden Donnerstag vom 7. August bis 25. September

21.00–23.00 Uhr

Stange – Jaufensteg

Sportzone Stange

Einlass ab 21.00 Uhr bei der Gilfenklamm Kasse in Stange oder Jaufensteg

Eintritt Erwachsene 10,00 €

Kinder (6–14 Jahre) 8,00 €

Kinder unter 6 Jahren kostenlos keine Anmeldung notwendig

Shuttlebus von Jaufensteg nach Stange

Findet nur bei guter Witterung statt

Beeinflusst Sinner

Italiens Sicht auf Südtirol?

UMFRAGE: Tennislegende Jannik Sinner repräsentiert ganz Italien. Als deutschsprachiger Italiener könnte er Italiens Sicht auf Südtirol beeinflussen. Wie, vermuten die Menschen in Brixen, wirkt der Sextner auf das restliche Land?

Was Jannik Sinner so besonders macht, weiß Emanuela Turatto sofort: „La sua semplicità.“

Laut ihr verstellt sich Sinner trotz seines Erfolges nie. „È rimasto sempre tranquillo. Beh, è un ragazzo semplice com’era probabilmente anche prima, non ha acquisito questa notorietà.

Lui è rimasto com’è.”

„Wir hatten in Südtirol viele gute Sportler –schon 1970 im Grödnertal. Sinner hat sicherlich eine gute Leistung erbracht – die braucht man, um so weit zu kommen“, sagt Heinrich Leitner. „Die Italiener sind sicherlich stolz, er ist ja italienischer Staatsbürger. Sein guter Ruf macht sich irgendwie von selbst. Das ist im Leben so: Einmal ist man vom Glück begünstigt, einmal weniger.“

„È un discorso un po’ difficile“, findet Ninni Baccelliere. „Leggendo i social, ci sono quelli che stanno dalla parte di Sinner e poi quelli che lo contestano perché è di lingua tedesca –dicono che non è un vero italiano. Per quanto riguarda me, lui sicuramente tiene alto il valore dell’Italia per il tennis. Ha fatto una grandissima cosa e rimarrà nella storia.”

„Er ist ein Italiener – sowieso!“, stellt Edeltraut Lahner ohne jeden Zweifel klar. „Er kommt aus Sexten im Pustertal.“ Dass er in ganz Italien beliebt ist, überrascht sie nicht: „Die Italiener mögen ihn alle.“ Das liege für sie vor allem daran, „dass er so bodenständig ist“. Außerdem, sagt sie, „wirkt er einfach gut erzogen. Er ist ein richtiger Pusterer.“

„Dass wir einen so erfolgreichen Sportler in Südtirol haben, ist einfach super“, freut sich Paul Oberhofer. „Er fördert das Interesse am Tennis. Man schaut, weil er von hier ist. Italien – na ja, das ist ein Südtiroler. Man hat eine doppelte Freude, wenn er gewinnt. Schon von klein auf hatte er so ein Talent, hat sich selbst gefördert und nie aufgegeben.“

„Die Italiener haben ihn nicht mal im Fernsehen gezeigt, wenn er gespielt hat. Deswegen … für sie ist er ein Südtiroler – schon auch Italiener, aber mehr Südtiroler“, räumt Hilde Mair ein. „Er ist ein sympathischer Mensch, macht sich nicht groß und lebt weiter, wie er ist.“

„Ich finde, dass er eine gute Sicht auf Italien bringt. Dadurch, dass er uns vertritt, vertritt er auch ganz Italien. Er ist die Brücke für ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl“, denkt Maria Thaler. „Vorher hatte ich eigentlich nichts mit Tennis zu tun, aber meine Freude hat er angesteckt. Er zeigt, dass nicht alle obendrüber sein müssen, und das trägt er auch weiter in die Gesellschaft.“

„Jannik Sinner è una persona semplice, brava, sportiva“, schätzt Franco Bombardo den Sportler ein. „Per me è il migliore. Sono un suo grande tifoso.“ Sinners Rolle als Südtiroler und Italiener sieht er positiv: „Sono contento che sia dell’Alto Adige, e che regga anche per l’Italia. A lui non interessa la politica, lui è un atleta.“

500 Jahre Aufstand –und was heute bleibt

AUSSTELLUNG: Geschichte einmal anders. Drei Landwirte lassen sich mit dem „Brixner“ auf das Thema Bauernaufstand ein. Beim gemeinsamen Ausstellungsbesuch treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und befördern Interessantes zutage.

Ein Nachmittag im Augustiner-Chorherrenstift Neustift. Über 880 Jahre ist es her, dass das Stift gegründet wurde. Genau 500 Jahre sind seit dem Tiroler Bauernaufstand vergangen – dem Ereignis, das diese Gruppe heute im Stiftsmuseum zusammenführt. Drei Landwirte aus Neustift und Natz – Josef Kerschbaumer vom Köfererhof, Johann Baumgartner vom Strasserhof und Erich Überbacher vom Freihof in Natz – besichtigen mit dem Kurator Hanns-Paul Ties und dem „Brixner“ die Sonderausstellung „Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525“.

Sie sind nicht als Touristen da. Ihre Höfe reichen weit mehr als 500 Jahre zurück. Die Bauern, die sie zur Zeit

des Aufstands bewirtschafteten, sind namentlich bekannt und verhielten sich ganz unterschiedlich. Viele Bauern begehrten damals gegen das althergebrachte System der Grundherrschaft auf und forderten Veränderungen, denn nicht wenige litten unter der hohen Abgaben- und Steuerpflicht. Andere wiederum verhielten sich ihrem Grundherrn gegenüber, in diesem Fall dem Kloster Neustift, loyal. Jeder der drei Landwirte bringt unterschiedliche Gedanken und Erwartungen und natürlich seine ganz eigene Geschichte mit. Ihr Besuch in der Ausstellung macht eines klar: Geschichte – das ist viel mehr als ein Schulfach mit einer Menge von Namen und Jahreszahlen. Geschichte geht uns alle an und wirkt oft lange nach.

p IM GESPRÄCH

VERTIEFT: HannsPaul Ties, Johann Baumgartner, Erich Überbacher und Josef Kerschbaumer

Das Kloster: ein großer Grundherr

Um 1500 gehörten etwa 400 Bauernhöfe und zahlreiche weitere Güter zum Stift. Sie lagen größtenteils im Eisacktal – so auch der Strasshof (heute Strasserhof), der Keverspüchlhof (heute Köfererhof) und der Freihof –, außerdem im Pustertal und im heutigen Osttirol. Bewirtschaftet wurden diese Höfe von Bauern, denen das Kloster das erbliche Nutzungsrecht übertragen hatte. Das Eigentum an Grund und Boden lag beim Kloster; die Bauern hatten jedoch das Recht, „ihren“ Hof an ihre Nachkommen weiterzuvererben oder mit Zustimmung des Grundherrn zu verkaufen. Zugleich waren sie ihrem

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Grundherrn, dem Propst von Neustift (damals Augustin Posch), zu jährlichen Abgaben (Grundzins) verpflichtet, die größtenteils in Naturalien, aber auch in Geld eingehoben wurden. Darüber hinaus zahlten die Bauern Steuern an den Tiroler Landesfürsten (damals Ferdinand I.) und an ihren Gerichtsherrn, den Tiroler Landesfürsten oder den Fürstbischof von Brixen (damals Sebastian Sprenz).

Und nicht zuletzt war jährlich der Zehnte an das Stift zu entrichten. Diese Abgabe machte ursprünglich einmal den zehnten Teil der Ernte aus, hatte sich damals aber längst zu einem davon unabhängigen Fixbetrag entwickelt. Mit dem Zehnten sollte ursprünglich die Pfarrseelsorge vor Ort finanziert werden; tatsächlich wurde er aber weitgehend zweckentfremdet verwendet.

Man sieht: Die Bauern hatten einen beträchtlichen Teil der Steuern und Abgaben zu finanzieren. Die soziale Ungleichheit zwischen den vier Ständen Klerus, Adel, Bürger und Bauern war groß.

Und noch etwas kommt hier vor der Landkarte mit dem Grundbesitz des Stiftes zur Sprache: die Arbeitsdienste, zu denen viele Bauern verpflichtet waren. Davon hat Josef Kerschbaumer bereits gehört, denn auch der Köfererbauer und der Strasserbauer gehörten zu jenen, die mit Pferden und Ochsen das Brennholz aus den stiftseigenen Wäldern in Riol ins Kloster brachten. „Auch von den Höfen im Pustertal wurde mit den Fuhrwerken Heu und Getreide nach Neustift gebracht.“

Kerschbaumer hat sich in seiner Freizeit viel mit der Geschichte des eigenen Hofes, von Vahrn und von Neustift beschäftigt, denn Geschichte und Mathematik gehörten zu seinen Lieblingsfächern. Eigentlich keine schlechte Voraussetzung, um einen Hof mit Respekt vor der Vergangenheit und dem Werk der Vorfahren, mit Weitblick und mit wirtschaftlichem Geschick zukunftsfähig zu machen. Die Höfe aller drei Landwirte sind seit mehreren Generationen im Besitz ihrer Familie. Zwei haben den Hof bereits an die Nachkommen übergeben, sind aber nach wie vor selbst aktiv, und alle drei betonen, wie wichtig es ist, dass sich die eigenen Kinder dafür begeistern und das Erbe weitertragen.

Das Kloster: ein Dorf

Nicht nur der ehemals umfangreiche Grundbesitz des Klosters wird hier im Museum sichtbar gemacht. Auf

dem Boden ist die Klosteranlage aufgezeichnet – ein wirklich großes Areal, das auch Handwerksbetriebe wie den Schmied, den Sagmeister oder den Tischler umfasste. Es ist wie ein Stichwort, das Kerschbaumer und Baumgartner in ihre Kindheit zurückführt und sie von früher erzählen lässt: „Der Klostertischler und auch der Klosterschmied haben vor allem fürs Kloster, aber auch für Privatpersonen gearbeitet. So hat der Klosterschmied auch die Rösser der Bauern beschlagen“, sagt Baumgartner. „In den Tagen zwischen Weihnachten und Dreikönig ist er von Hof zu Hof gegangen und hat kassiert.“ Möglich war das, so sagen es beide und so kennt es Überbacher auch von Natz, „weil die Menschen damals im Alltag wenig Geld brauchten.“ Man lebte nach Möglichkeit autark – eine Handwerksoder Bauernfamilie ebenso wie die Klostergemeinschaft.

Soziale Ungleichheit, Missernten und eine genaue Buchführung

p Erich Überbacher:
„Früher brauchten die Menschen im Alltag wenig Geld“

„Ich bin beeindruckt von den schönen Schriften“, sagt Erich Überbacher und versucht in der Vitrine mitten in der prunkvollen Stiftsbibliothek einzelne Einträge zu lesen. Dort liegen unter anderem Zinsbücher aus dem beginnenden 16. Jahrhundert. Allesamt von Hand geschrieben, peinlichst akkurat, ein gestochen scharfes Schriftbild so gleichmäßig, als wäre es gedruckt. Akkurat – das war in dieser Zeit nicht nur die Schrift der Schreiber, sondern auch die Buchführung des damaligen Stiftsverwalters Georg Kirchmair.

Er führte nämlich ab 1511 ein neues, viel genaueres System der Kontrolle über die Abgaben der Bauern ein. Anstelle der älteren Urbare, die lediglich die geforderten Abgaben festhielten, legte Kirchmair für jedes Verwaltungsjahr ein Zinsbuch an, in dem neben den Forderungen die tatsächlich geleisteten Abgaben und, so es der Fall war, auch die ausstehenden Schulden pro Hof genau erfasst wurden. Heute geben diese Bücher einen wichtigen Einblick in die wirtschaftliche Lage vor 500 Jahren. So geht daraus hervor, dass etwa 70 Prozent der Bauern in dieser Zeit verschuldet waren. Man kann daraus aber auch schließen, dass der Stiftsverwalter den Bauern teilweise entgegenkam, indem er Schulden über Jahre duldete und fallweise sogar erließ.

„ Die Chorherren waren in vielen Bereichen Visionäre, auch in der Landwirtschaft“ Erich Überbacher, Freihof

Dennoch: Die Situation war schwierig, und es brodelte bereits seit langem, bevor es im Mai 1525 zum Aufstand kam. „Diese Intensivierung der Buchführung dürfte in Neustift den Unmut der Bauern erhöht haben“, weiß Kurator Hanns-Paul Ties. Zu den Ursachen des Bauernaufstandes gehörte auch die wachsende Steuerlast für die Bauern, nicht zuletzt verursacht durch die vielen Kriege und die aufwändige Hofhaltung des 1519 verstorbenen Kaisers Maximilian I. (zugleich Tiroler Landesfürst), die enorme Summen verschlungen hatten und zu einem Schuldenberg führten, der lange nachwirkte. Missernten in den Jahren vor dem Aufstand setzten vielen Bauern wirtschaftlich zu. Auch die Lehren Martin Luthers, seine Forderungen nach einer Kirche ohne päpstlichen Prunk und sein Auf-

ruf zur Eigenverantwortung im Glauben fielen in Tirol auf fruchtbaren Boden, und viele verstanden die neuen religiösen Ideen als Rechtfertigung für ihre Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und Freiheit.

Bauern und Bürger und der Aufstand in Brixen

Der Aufstand entzündete sich jedoch nicht in Neustift, sondern in Brixen, wo am 9. Mai Peter Passler aus Antholz hingerichtet werden sollte – ein Fischer, der sich dagegen gewehrt hatte, dass ihm und seiner Familie die bischöflichen Fischereirechte entzogen worden waren. Passler

„ Ein Zinsbuch soll der Verwalter selbst auf Druck der Aufständischen zerschnitten und vor ihren Augen ins Klo geworfen haben“ _ Hanns-Paul Ties, Kurator

wurde von einer Gruppe von Männern befreit. Anders als es der heute verwendete Begriff Bauernaufstand suggeriert, waren unter den Aufständischen auch Brixner Bürger zu finden. Auch Michael Gaismair, der bei Bischof Sebastian Sprenz als Schreiber tätig war und später in Neustift zum Anführer der Aufständischen gewählt wurde, stammte

aus einer Familie, die es durch den Bergbau zu Wohlstand gebracht hatte.

Die aufgebrachte Menschenmenge plünderte in Brixen die Häuser der Domherren und nahm sogar die Hofburg ein. Am 11. Mai standen die Aufständischen vor den Toren von Kloster Neustift. Unter ihnen waren sowohl tief verschuldete als auch wohlhabendere Bauern, die gegen das in ihren Augen ungerechte und überholte System der Grundherrschaft protestierten.

Das Stift wird geplündert

Der Stiftsverwalter Georg Kirchmair sowie mehrere Chorherren versuchten vergeblich, mit den Aufständischen zu verhandeln. Am 12. Mai begann die mehrtägige Plünderung des Stifts. Im Nachgang hielt Georg Kirchmair die Ereignisse Tag für Tag fest. Die Aufständischen zerstörten gezielt Verträge und Bücher, die mit der Grundherrschaft in Verbindung standen, um ihre Ablehnung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse zu zeigen; sie nahmen darüber hinaus aber auch viel von dem mit, was nicht niet- und nagelfest war – von Wertsachen bis zu Werkzeug aus den klösterlichen Handwerksbetrieben.

Auf Veranlassung des Verwalters waren angeblich die Sickergruben unter den Plumpsklos mit Stroh ausgefüllt worden, damit hineingeworfene Schriftstücke keinen allzu großen Schaden erlitten. Hanns-Paul Ties zeigt auf ein Verwaltungsbuch in der Vitrine: „Dieses Urbar soll der Verwalter selbst vor den Augen der Aufständischen zerschnitten und ins Klo geworfen haben, um es danach wieder bergen zu können. Es weist heute Schnitte im Pergament

Die Aufständischen zerstörten und zerschnitten Dokumente und Urkunden, die mit der Grundherrschaft in Verbindung standen

auf und ist verschmutzt, was die Überlieferung durchaus plausibel macht.“ Nach dem Abzug der Aufständischen ließ Kirchmair so viele zerstörte Dokumente wie möglich bergen, ein paar von ihnen sind in der Ausstellung zu sehen. Diese Ereignisse zeigen, wie wichtig schriftliche Dokumente als Machtinstrumente der Grundherrschaft waren – und dass sowohl Aufständische als auch Obrigkeit um ihren symbolischen und praktischen Wert wussten.

Drei Höfe, drei Schicksale

In der Engelsburg treffen Kerschbaumer, Strasser und Überbacher auf ihre Höfe, auf historische Ansichten und Berechnungen der wahrscheinlichen Ernteerträge und der geforderten Abgaben. Das Bild ist ein durchmischtes: Während die Familie und das Gesinde am Keverspüchlhof nach Abzug der Abgaben sogar in schlechten Erntejahren gut leben konnten, musste man am Strasshof gut haushalten, und am Freihof verblieb sogar in guten Erntejahren weniger Getreide, als ein Haushalt im Jahr verbrauchte. „Den Wein kelterten die Bauern selbst und sie mussten die Hälfte davon abgeben“, so Ties, „beim Getreide ist das Verhältnis zwischen Ernteertrag und Abgaben hingegen schwer zu ermitteln, da man zumeist nicht weiß, wie groß die Anbauflächen waren.“ Eines steht fest: Schulden beim Stift hatten alle drei Höfe.

Benedikt Keverspüchler vom Keverspüchlhof sollte den eigentlichen Bauernaufstand nicht mehr erleben, denn er wurde zusammen mit anderen Aufwieglern wegen angeblichen Mordes im März 1525 hingerichtet. Verdächtige wurden damals vor Gericht oft als Täter präsentiert. Ob er und die anderen sich tatsächlich des Mordes schuldig gemacht hatten, lässt sich heute nicht mehr eindeutig beantworten, auch wenn es die schriftliche Quellenlage so darstellt.

Keverspüchler hatte jährlich die Hälfte des Weinertrags als Grundzins abzugeben, dazu rund 249 Liter Wein als Kirchenzehnt. Der Grundzins umfasste außerdem rund 234 Kilogramm Getreide, ein Lamm, ein Kitz und 30 Eier. Knapp 4.000 Liter Wein im Wert von knapp 450 Pfund Berner oder knapp 7.400 Kilogramm Roggen sollen ihm in schlechten Erntejahren zur Deckung des Eigenbedarfs geblieben sein. Zum Vergleich: Ein Haushalt benötigte etwa 1.900 Kilogramm Getreide pro Jahr, ein Ochse kostete 35 bis 40 Pfund Berner.

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Anders als Benedikt Keverspüchler zeigte sich Jörg Strasser so loyal gegenüber seinem Grundherrn, dass das Kloster ihn im Herbst 1525 damit beauftragte, die Weinlese auf dem Gut des rebellischen Bauern Lienhart Püchler zu überwachen. Auch als Zeuge beim Abschluss von Verträgen war er für das Stift tätig. Doch auch Strasser hatte mit der dreifachen Menge seiner Jahresabgabe an Getreide, Bargeld im Wert von acht bis neun Ochsen und weiteren Naturalien beträchtliche Schulden.

Wenig Ernte warfen die vermutlich 1,5 Hektar des Freihofes in Natz ab – kein Wunder, dass auch Valentin Frey verschuldet war. Dass er am Bauernaufstand aktiv beteiligt war, dafür gibt es keine Quellen. Um seinem Haushalt das Auskommen sichern zu können, ist es gut möglich, dass er neben dem Hof in Natz weitere Güter bewirtschaftete.

Die Zahlen stimmen die drei Landwirte nachdenklich. In ihrer Erinnerung war im niederschlagsarmen Brixner Becken vor allem die Beregnungsanlage eine wichtige Errungenschaft, die seither wesentlich zum guten Ertrag der Felder beiträgt. Josef Kerschbaumer war noch ein Kind, als sein Vater und andere Bauern mit Pickel und Schaufel im Zuge des Beregnungsbaus Gräben aushoben. „Als die unterirdischen Wasserstollen von den Stauseen von Mühlbach und Franzensfeste gebaut wurden“, so Kerschbaumer, „setzte sich Konrad Lechner, damals Stiftsverwalter, später Abt, für die Errichtung einer Beregnungsanlage ein.“ Erich Überbacher weiß, dass die Beregnungsanlage auf dem Hochplateau 1958 in Betrieb ging. Sie machte erst den Gemüseanbau möglich, der damals in Natz einsetzte. „1993 gab es erstmals eine Krise im Gemüseanbau, und man stellte auf Obstwirtschaft um.“

Den früheren Getreideanbau haben noch alle drei vor Augen. „Roggen hat nicht viel Wasser gebraucht und war früh reif“, erinnert sich Johann Baumgartner. „Meistens hat man Ende Juni Roggen geschnitten und danach oft noch Buchweizen gesät.“ „Der Roggen war die Lebensgrundlage für die Bauern“, ergänzt Kerschbaumer.

Umstellungen im Anbau haben alle drei erlebt. Sie erforderten Mut und Weitblick. „Bis 1985 hatten wir neben den Weinbergen noch Vieh, später auch Obst“, erzählt Baumgartner. „Heute setzen wir ausschließlich auf den Weinbau. Zuerst wurde die Traubenernte in die Genossenschaft geliefert, später haben wir begonnen, einen Teil selbst zu verarbeiten und einen Teil abzuliefern. Heute produzieren und vermarkten wir unseren Wein ausschließlich selbst.“ Ähnlich war es am Köfererhof, wo Kerschbaumer sich 1995 zum Austritt aus der Genossenschaft entschloss und den Wein von da an selbst vermarktete.

p Johann Baumgartner: „Meistens hat man Ende Juni Roggen geschnitten und danach oft noch Buchweizen gesät“

Antiklerikale Stimmung

Noch etwas fällt bei unserem Gespräch in der Engelsburg auf: die Achtung der drei Landwirte vor den wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen der Chorherren. „Sie waren in vielen Bereichen Visionäre, auch in der Landwirtschaft“, sagt Überbacher. Vor 500 Jahren hingegen standen die Chorherren in keinem hohen Ansehen. Ties weist auf die Reproduktionen antiklerikaler Spottbilder, die damals kursierten: „Diese Grafik zeigt einen Bauern, der einem Mönch das Evangelium in den Mund steckt und ihn daran erinnert, nach der Heiligen Schrift zu leben.“

Was bleibt vom Bauernaufstand?

 Josef Kerschbaumer: „Konrad Lechner, damals noch Stiftsverwalter, setzte sich für die Errichtung der Beregnungsanlage ein“

Was haben die Bauern eigentlich damals gefordert? Im Prinzip das, was wir heute für selbstverständlich halten: Gleichheit, Gerechtigkeit und Partizipation. Der Aufstand beschränkte sich nicht nur auf Brixen und Umgebung, sondern erfasste weite Teile des historischen Tirols. Aufstände und sogar erbitterte Kämpfe gab es auch in Teilen Süd- und Mitteldeutschlands und in Salzburg. In Tirol wurde ein Katalog von knapp 100 Forderungen ausgearbeitet und im Juni und Juli auf dem Landtag in Innsbruck, an dem über 200 Bauernvertreter teilnahmen, dem Landesfürsten Ferdinand I. vorgelegt. Man fand einen Kompromiss, doch schon im Herbst nahm Ferdinand I. manches wieder zurück, während andere Verbesserungen durchaus in die Tiroler Landesordnung von 1526 einflossen. Die von Michael Gaismair und seinem Umfeld geforderte Abschaffung der Grundherrschaft wurde jedoch nicht erfüllt. Dazu kam es erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die „Empörung” der damaligen Bauern und Bürger ist heute längst Geschichte. Doch Geschichte lebt von Menschen, die ihren Alltag gestalten, Entscheidungen treffen und Herausforderungen meistern. So entstehen Geschichten von Unterdrückung und Scheitern, von Mut, Solidarität, Hoffnung und Erfolg.

Die Bauern vom Köferer-, Strasser- und Freihof sind drei von vielen Landwirten, die auf ihre ganz eigene Weise ihr Erbe fortsetzen, indem sie mit Tradition und Innovation, mit ihren Händen und Herzen arbeiten.

Die Ausstellung zeigt: Die Bauern von damals wie heute sind mehr als Versorger – sie sind Träger von Verantwortung. Und manchmal Aufständische im besten Sinne des Wortes. johanna.bampi@brixner.info

TBM „Kathrin“: Mit Hightech durch das Herz der Alpen

Mit dem Start der Tunnelbohrmaschine „Kathrin“ beginnt ein bedeutender Abschnitt beim Bau der Zulaufstrecke Franzensfeste–Waidbruck. Die hochmoderne Maschine wird die beiden Haupttunnelröhren des Abschnitts von der Villnösser Haltestelle bis nach Waidbruck vorantreiben und insgesamt 17 Kilometer Tunnel ausbrechen.

„Kathrin“ wurde speziell für dieses Projekt entwickelt und ist auf unterschiedlichste geologische Gegebenheiten vorbereitet. Gefertigt in China, wurde die Tunnelbohrmaschine per Schiff und Schwertransport nach Südtirol gebracht. Von Januar bis Juni wurde sie direkt auf der Baustelle montiert – nun ist sie bereit, sich durch das Gestein zu arbeiten. Mit fast 140 Metern Länge und einem Durchmesser von knapp zehn Metern ist „Kathrin“ ein technischer Gigant. Der Bohrkopf allein wiegt 220 Tonnen und ist mit 55 Rollenmeißeln ausgerüstet, die den Fels Zentimeter für Zentimeter abtragen. Mit einer maximalen Drehzahl von nur 4,5 Umdrehungen pro Minute arbeitet sich die Maschine rund um die Uhr – langsam, aber unaufhaltsam – durch das Gestein.

Angetrieben wird die Tunnelbohrmaschine von elf Elektromotoren mit je 350 kW Leistung – insgesamt fast 4.000 kW, was mehr als 5.000 PS entspricht – also etwa der Leistung von 50 Sportwagen. Mit einem Eigengewicht von mehr als 2.100 Tonnen und einer Vorschubkraft von 16.000 Tonnen dringt sie selbst durch härteste Gesteinsschichten. Besonders innovativ ist das adaptive Bohrsystem, das sich flexibel an wechselnde Bodenverhältnisse anpasst – egal ob weiches Material oder harter Fels: Die TBM „Kathrin“ arbeitet stets optimal angepasst an die jeweiligen geologischen Bedingungen.

Gleichzeitig erfolgt die Auskleidung des Tunnels mit vorgefertigten Betonsegmenten, den sogenannten Tübbingen. Jeder Ring besteht aus sieben dieser Segmente, ist 1,80 Meter lang und 45 Zentimeter breit. Für die gesamte Strecke werden rund 9.500 solcher Fertigteile verbaut – der Tunnel entsteht so Abschnitt für Abschnitt direkt hinter dem Bohrkopf.

Doch bei aller Technik darf eines nicht vergessen werden: Hinter dieser Maschine stehen Menschen. Ohne das Fachwissen, die Präzision und das Engagement von Ingenieuren, Facharbeitern, Planern und Bauleitern würde sich kein einziges Teil bewegen. Es sind Menschen, die frühmorgens schweißen, nachts planen, Maschinen warten, Sicherheitschecks durchführen und jedes einzelne Bauteil montieren. Ihr Einsatz treibt das Projekt Tag für Tag voran. Der Start von „Kathrins“ Vortrieb ist nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch ein Symbol für Zusammenarbeit und Zukunftsvision. Institutionen, Unter-

nehmen, Fachkräfte und die Bevölkerung der Region ziehen an einem Strang. Ihnen allen gilt ein besonderer Dank – für die Geduld, das Vertrauen und die Bereitschaft, Teil dieses historischen Bauwerks zu sein. „Kathrin“ steht somit nicht nur für technischen Fortschritt, sondern auch für ein gemeinsames europäisches Zukunftsprojekt, das Regionen verbindet, Mobilität neu denkt und Perspektiven für kommende Generationen schafft.

AUSSTELLUNG

Antlitze

Sie treten in Masse auf, Sergio Sommavillas dreidimensionale

Köpfe: Gleich 30 Stück an der Zahl bevölkern den Kunstraum Jesuitenkirche in Hall in Tirol. Wie in einer Prozession stehen sie auf 30 Stelen hintereinander aufgereiht im Gang der Kirche, das Gesicht nach vorne zum Altar gerichtet. Einzig der Kopf ganz vorne im Chor schaut die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung direkt an, wenn sie die Kirche betreten. Das Schauspiel ist durchaus faszinierend: Hier, in Augenhöhe, blickt man in die archaischen Gesichter von Sommavillas Schöpfungen, lässt man den Blick schweifen in die prachtvolle Ausstattung der barocken Kirche. Und doch behaupten die Charakterköpfe wie selbstver-

AUSSTELLUNG

ständlich ihren Raum, ruhen stoisch in sich und versprühen zugleich einen Hauch von südländischer Leichtigkeit. Ob klein oder groß, schmal oder rundlich – jeder Kopf ist ein Unikat, immer auf das Wesentliche reduziert und dennoch höchst individuell. Seit vielen Jahren setzt sich Sergio Sommavilla mit diesem Sujet auseinander und zeigt in der Ausstellung einmal mehr sein Können im Umgang mit verschiedensten Materialien: Die Köpfe sind aus Stein gemeißelt, aus Holz geschnitzt oder aus Ton modelliert. Sergio Sommavillas Ausstellung „Antlitze“ ist bis zum 14. September im Kunstraum Jesuitenkirche in Brixens Partnerstadt Hall in Tirol zu sehen. job

Linien, Farben, Formen

Mit Werken von Luigi Veronesi zeigt der Kurator Alex Pergher in der Galerie 90 in Mühlbach einen Vertreter der geometrischen Abstraktion und zugleich einen namhaften italienischen Künstler. Geboren 1908 in Mailand und zunächst ausgebildet als Textildesigner, beteiligte er sich 1934 in Turin an der ersten Kollektivausstellung abstrakter Kunst in Italien. Vielseitig interessiert, etwa an Musik oder Bühnenbild, blieb er in seinem malerischen und grafischen Schaffen der streng geometrischen abstrakten Kunst treu. 17 Werke in verschiedenen Techniken – vom Ölgemälde auf Leinwand über Aquarelle bis zu

KURZ NOTIERT

Simon Rauter aus Feldthurns arbeitete im Rahmen von „People on the Move“ im tschechischen Milín zusammen mit Kunstschaffenden aus Tschechien, dem Trentino und der Ukraine an Sandsteinskulpturen. In seiner Arbeit „Option“ beschäftigte er sich mit Identität und Migration.

Grafiken – sind in der Ausstellung zu sehen. Entstanden in den späten Sechziger-, Siebziger-, Achtzigerund Neunzigerjahren, decken die Arbeiten zeitlich einen weiten Teil von Veronesis Schaffensperiode ab. Der Künstler verstand es, mit wenigen geometrischen Formen sowie einer leuchtenden und gedeckten Farbpalette den hier gezeigten eher kleinformatigen Werken Spannung und Intensität zu verleihen. „Ich habe ein Leben gebraucht, um so malen zu können wie ein Kind“, zitiert Alex Pergher einen Satz von Pablo Picasso, der auch für Veronesis Kunst gelten kann. Unverfälscht und

Unter dem biblischen Leitwort „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“ lädt eine Ausstellung in der Brixner Johanneskapelle mit ausgewählten Exponaten aus Diözesanarchiv, ­museum und Seminarbibliothek zur Auseinandersetzung mit Taufe, Identität und Hoffnung ein.

authentisch wirken seine Arbeiten und zeugen von dessen energiegeladenem Charakter. „Er war wie ein Vulkan“, meint Pergher. Die Werke stammen aus zwei privaten Kunstsammlungen; viele von ihnen tragen Widmungen, in denen der Künstler Erinnerungen und Ereignisse aus seinem Leben anspricht. Es sind also vielfach die kleinen leisen Arbeiten zu sehen, die nicht minder als etwa Veronesis großformatigen Werke von der Größe dieses 1998 verstorbenen Künstlers zeugen. job

Vier Konzerte im Rahmen des Südtirol Jazzfestivals mit der Formation Alessandro Gongaro’s Pietre, dem Trio De Beren Gieren, dem Kenji Herbert Trio und dem Duo WAP­Duality boten dem Publikum auch in Brixen Jazz vom Feinsten, musikalisch abwechselnd und überraschend.

Foto: Benjamin Zwack
„Jugendliche

aus zwölf Ländern auf der Bühne“

BENNI TROI, künstlerischer Leiter beim TPZ, über das EDERED Encounter 2025 in Brixen – und wie wichtig das Theater für die persönliche Entwicklung ist.

Vom 14. bis zum 24. August kommt das EDERED Encounter erstmals nach Brixen. Wofür steht es?

EDERED ist ein Projekt, das vor mehr als 40 Jahren zur Förderung des Kinder- und Jugendtheaters in Europa auf Anregung der EU gegründet wurde. Heuer organisiert das Theaterpädagogische Zentrum (TPZ) das jährliche Treffen. Workshopleiter, Betreuer und Jugendliche aus zwölf europäischen Ländern kommen nach Brixen.

So viele Länder, Sprachen, Mentalitäten. Wie verständigt man sich untereinander?

Projekte wie dieses sind sehr wichtig, weil sie Menschen zusammenbringen – aus liberalen und konservativeren Ländern, über Sprachbarrieren hinweg. Es ist toll zu sehen, wie offen die Jugendlichen dafür sind, einander zu verstehen, wie sie Kompromisse eingehen. Das Thema des heurigen Treffens ist „Ain’t no mountain high enough“. In den Workshops erarbeiten die Jugendlichen eine Performance. Dabei kann Spannendes, Berührendes, Lustiges und ganz sicher Vielfältiges herauskommen. Man arbeitet weniger mit Sprache als mit Körper und Beziehungen, und das geht meistens über den Text hinaus. Bei der Final Performance am

23. August um 18 Uhr im Forum stehen 90 Jugendliche aus zwölf Ländern auf der Bühne!

Was ist das Faszinierende am Theater? Für mich ist das Theater eine der genialsten Kunstrichtungen, die viele Kunstformen miteinander verbindet. Von einem einzelnen Menschen bis zu einer Gruppe, die zusammen spielt, singt, tanzt, ist alles dabei. Man kann sich ausprobieren, vor Menschen auftreten. Das reduziert Unsicherheiten. Wenn wir alle unsere Unsicherheiten loswerden, die so oft für Missverständnisse sorgen, dann wird die Welt ein bisschen besser werden. johanna.bampi@brixner.info

Foto Simon Burko
Foto:
Oskar Zingerle

Full House bei Paul Gilbert

Er hat sich etwas rar gemacht in den letzten Jahren; umso erfreulicher war es, dass der USamerikanische Ausnahmegitarrist Paul Gilbert im Juni und Juli zehn Konzerte in Italien und Österreich gab – und die Südtiroler Gitarrenfans waren überrascht, dass er im Zuge dieser Tour am 3. Juli auch im Astra in Brixen spielte. So ist es kein Wunder, wenn sich der veranstaltende Brixner Kulturverein rocknet.bz am Ende über ein volles Haus und über äußerst begeisterte Zuschauer freuen durfte. Paul Gilbert überraschte die Konzertbesucher mit einem sehr außergewöhnlichen Programm: Er begann mit drei Stücken von Robin Trower (Gilbert: „One of my heroes!“) – und dann folgte ein über halbstündiges Medley von Led Zeppelin, unter anderem mit „Houses of the holy“, „Whole lotta love“, „Rock and roll“, „Black dog“ und „Dazed and confused“,

bei dem er wie seinerzeit Jimmy Page die Gitarre mit einem Geigenbogen traktierte. Als Kontrast dazu folgte der Supertramp-Hit „Take the long way home”, bei dem Gilberts Gitarre den Gesangspart übernahm. Geradezu ungläubig beobachteten die Gitarristen im Publikum die atemberaubende Geschwindigkeit und das melodische Feingefühl, mit dem Paul Gilbert seine Gitarre bearbeitet. Gilbert war Gründungsmitglied der unter Musikern sehr populären Band „Racer X“; einem Weltpublikum wurde er aber bekannt durch seine Band „Mr. Big“, die Anfang der Neunziger-Jahre mit Hits wie „To be with you“ globale Erfolge feierte. In Brixen ließ er sich begleiten von Marco Galiero am Bass und Roberto Porta am Schlagzeug; für einen musikalischen Farbtupfer sorgte am Ende des Konzerts auch Gilberts Ehefrau Emi am Keyboard. wv

BLASMUSIK

In „Woodstock“ aufg’spielt

Das alljährliche Festival „Woodstock der Blasmusik“ in der oberösterreichischen Gemeinde Ort im Innkreis ist längst auch außerhalb der Blasmusikszene im deutschsprachigen Raum bekannt. Auf nicht weniger als acht verschiedenen Bühnen tritt das Who’s who der Blasmusikszene auf und begeisterte heuer nach Angaben der Veranstalter rund 100.000 Festivalbesucher. Mit „Sunnseit-Brass“, „Southbrass“, „4a Gsponn“, der Innsbrucker Böhmischen (mit Norbert Rabanser aus Barbian) und Fara Prader („Stommtischar“) ist das Eisacktal auf den großen Bühnen zahlreich vertreten. Zwei weitere junge Musikantinnen aus dem Raum Brixen haben heuer den Sprung auf die große Mainstage

des Festivals geschafft, und zwar mit der „Kapelle Gefällt mir“: Katharina Egger aus St. Andrä und Nora Weger von der Bürgerkapelle Mühlbach konnten ausreichend Likes auf Facebook sammeln, was sie zusammen mit ihren musikalischen Fähigkeiten zur Teilnahme an der „Kapelle Gefällt mir“ berechtigte. „Es war schon ein besonderes Erlebnis, auf der großen Bühne vor Tausenden von Leuten zu musizieren – und das gemeinsam mit echten Profis und Größen der Blasmusikszene“, erzählt Katharina Egger. Begleitet wurden die beiden jeweils von einem Gespann ihrer Musikkapellen. Im Bild: Nora Weger und Katharina Egger auf der Mainstage mit der „Kapelle Gefällt mir“. oz

sind unsere Fenster

MUSIK

Angriff der Baulöwen – voll auf’s Zwerchfell

Wenn Immobilien-Haie ein Geschäft wittern, wird meistens nicht lang gefackelt – zumindest, wenn es nach der heurigen Tschumpus-Eigenproduktion „House of Tschumpus – Der Letzte trinkt den Nusseler…“ geht. Der Titel –vermutlich eine Anlehnung an den Hollywood-Politthriller „House of Cards“ – lässt bereits einen Aspekt des Inhalts durchschimmern: Es geht um Macht, Korruption und

Intrigen. Erwartungsgemäß ist das Geschehen in Brixen nicht zu sparsam mit Humor versetzt. Die Handlung erzählt vom Brixner Tschumpus, für den es neue Pläne gibt – allerdings nicht in Form

eines Stadtarchivs, wie im realen Leben, sondern in Form eines überdimensionierten Mega-Projektes à la Waltherpark, und das direkt vor dem Brixner Dom. Die Tschumpus-Insassen, ein skurriler Haufen Ganoven, sind keineswegs begeistert von den Plänen. Für sie ist der Tschumpus ein Zuhause geworden, das sie keinesfalls verlassen wollen. Das Chaos ist spätestens dann perfekt, als sich der tollpatschige Giulio, Sohn der Baulöwin Zschauer, in die Insassin Romina (Spoiler-Alarm: „Giulio und Romina“) verliebt. Noch dazu stellt sich heraus, dass das Gebäude längst mit Sprengsätzen gespickt ist und der Zündmechanismus entschärft werden muss. Eine irrwitzig komische Theaterproduktion aus der Feder von Alex Liegl, unter der Regie von Lukas Lobis und der musikalischen Leitung von Stephen Lloyd. oz

Johannes’ Bass­Kollektion

Menschen haben viele faszinierende Sammelleidenschaften. Eine ganz besondere hat der Brixner Johannes Schwienbacher. Sein „Sammel-Projekt“ ist inzwischen abgeschlossen und in einem hochwertigen Buch dokumentiert: In rund 20 Jahren hat Schwienba-

cher Vintage-Jazz-Bässe der Marke Fender gesammelt, und zwar ausschließlich jene Instrumente in der Standard-Ausführung „Sunburst“, die vom legendären Leo Fender von 1960 bis 1974 selbst direkt oder indirekt entwickelt worden sind. Auf diese außergewöhnliche

Sammelleidenschaft kam Schwienbacher beim Studium an der BSM (Bass School Munich), wo der passionierte Bassist seine bis dahin autodidaktischen Fähigkeiten am Instrument professionalisierte und den faszinierenden Klang der Fender-Bässe kennenlernte. „An-

fangs kaufte ich eher planlos Vintage-Bässe von Fender mit meinen Ersparnissen und zahlte einiges an Lehrgeld für Instrumente mit teilweise nicht originalen Teilen, die kaum Sammlerwert haben“, gesteht Schwienbacher. Durch Bekanntschaften mit weiteren Sammlern, zum Beispiel Flavio Camorani, konnte er sehr tief in das Thema eintauchen und sich ein fundiertes Fachwissen zulegen. In seinem Buch „The J-Bass Collection 1960–1974“, das Schwienbacher mittlerweile in die halbe Welt verkauft, ist sein Wissen und seine Leidenschaft für das Thema auf jeder Seite zu spüren und zu sehen. Jedes Sammlerstück hat er bis zur letzten Schraube zerlegt und hochwertige Studiofotos angefertigt, und zwar von jedem Instrument in derselben Position, Perspektive und mit derselben Belichtung, wodurch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Modelle genau erkennbar sind. oz

Uuuuund … Vorhang auf!

THEATER: Das TPZ startet die Einschreibungen für das neue Theaterjahr und lädt zum mittlerweile traditionellen Opening ins Astra.

MUSIKFEST NEUSTIFT

Volksfest-Highlight auf dem überdachten Stiftsplatz in Neustift. Tanzen, feiern, genießen – wir freuen uns auf euch! Kinder können sich in der Hüpfburg austoben.

* Do., 14. und Fr., 15. August

Stiftsplatz Neustift

Am Donnerstag, 11. September um 18 Uhr lädt das TPZ herzlich ins Astra Brixen zur Eröffnung des Spieljahrs 2025/2026 ein. Zu diesem Anlass schauen wir zurück auf einen spannenden Sommer und machen neugierig auf ein vermutlich noch spannenderes Spieljahr. Wir stellen die neuen Werkstätten vor, kreative Angebote für alle Altersgruppen: von Theaterwerkstätten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis hin zur Schreibwerkstatt für alle, die lieber mit Worten spielen. Besonders das Improtheater hat wachsenden Zuspruch und es gibt einige Angebote für Improbegeisterte – sei es fürs Publikum als auch die Spielerinnen und Spieler selbst.

Theater und noch viel mehr

Das kommende Jahr verspricht auch außerhalb der Werkstätten viele Höhepunkte: Mit dem internationalen Jugendtheaterfestival sapperlot und der zweiten Auflage des Krimifestivals stehen gleich zwei kulturelle Highlights auf dem Programm.

Angebote für

Schulen

Auch Schulen dürfen sich über maßgeschneiderte Angebote und fantastische Möglichkeiten zur Finanzierung freuen, an denen das Team des TPZ Brixen stetig arbeiten. Sie alle werden beim Opening ebenfalls präsentiert.

14. August: Ab 17 Uhr Festbeginn. „Die jungen Zellberger“ spielen mitreißende Volksmusik aus dem Zillertal.

Zeit für Fragen und Antworten

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein gemütliches Get-together mit einem Buffet statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TPZ beantworten Fragen und nehmen Einschreibungen direkt an dem Abend entgegen. Das Publikum erwartet nicht nur ein inspirierender Abend, sondern auch die Chance auf ein besonderes Geschenk: Unter allen Teilnehmenden wird ein kostenloses Spieljahr oder ein Abo für alle TPZ-Aufführungen verlost!

Opening Do., 11. September, 18 Uhr Astra, Brixen

Anmeldung erwünscht unter: (bzw. auf der Website tpz-brixen.org)

Infos zu Einschreibungen und mehr: Theaterpödagogisches Zentrum Brixen Köstlanstraße 28 tpz-brixen.org kontakt@tpz-brixen.org

15. August: Frühschoppen ab 10.30 Uhr mit „Kühberg4“, ab 15.30 heizt die neue Böhmische „70/30“ ein und ab 19:30 Uhr präsentieren „BEATSTARZ“ die größten Party-Hits der 90er & 2000er!

Weiterbildungsangebote im Bildungshaus Kloster Neustift –eine Auswahl für August – Oktober

Berufsbegleitende Lehrgänge

Volksheilkunde – Hausapotheke aus Wildpflanzen

Mi., 3.9.2025 bis Mi., 4.2.2026 (10 Modultage)

Achtsamkeitsmassage®

Do., 11.9. bis Sa., 4.10. (6 Modultage)

Finanzbuchhaltung für Fortgeschrittene

Mo., 15.9. bis Di., 21.10. (7 Modultage)

Resilienz–Trainer:in und Coach in Organisationen

Di., 16.9.2025 bis Fr., 13.3.2026 (11 Modultage)

Social Media

Di., 16.9. bis Fr., 24.10. (12 Modultage)

Vitalmasseur:in 2025/26 berufsbegleitend

Do., 18.9.2025 bis Fr., 25.9.2026 (54 Modultage)

Studiengang Zeichnung und Malerei

Fr., 24.10.2025 bis Sa., 11.4.2026, (16 Modultage)

LehrgangsInfoveranstaltungen

Emotionelle Erste Hilfe (EEH)

Mo., 25.8., 18 Uhr (online)

Controlling Fr., 29.8., 18 Uhr (online)

Aromapflege & Aromatherapie

Mi., 3.9., 19 Uhr (online)

Natur und Gesundheit

Mi., 24.9., 18:30 Uhr (online)

Wein & Köstlichkeiten

Das kleine Wein–ABC

Mi., 24.9., 18:30–21:30 Uhr

Kunst & Kreativität

Spontan Geschichten (er)finden, die bewegen und berühren

Sa., 27.9., 9:30–17 Uhr

Natur & Umwelt

Klimawandel im Gebirge

Fr., 12.9., 9–17 Uhr

Gesundheit & Wohlbefinden

Dance for Health zum Kennenlernen

Fr., 22.8., 15–18 Uhr

FrauSein in Balance

Fr., 19.9. und Fr.,14.11 (Präsenztage)

Di., 30.9., Di., 14.10. und Di., 28.10. (Online-Abende)

Beruf– & Arbeitswelt

Smartes und resilientes (Zusammen-)Arbeiten

Mo., 8.9. bis Di., 9.9., 9–17 Uhr

Webinar: Steuerliche Aspekte & Behandlung der freiberufl. Tätigkeit

Di., 23.9., 19–21 Uhr

Arbeitssicherheit

Ausbildung für Hallen-/ Brückenkräne

Di., 26.8., 8–15 Uhr

Ausbildung Arbeiten in geschlossenen Räumen mit Verdacht auf Verunreinigungen

Fr., 19.9., 13:30–17 Uhr

Bibel & Glaube

Die Spiritualität des Rosenkranzgebetes – Seminar mit Workshop Rosenkranzknüpfen

Sa., 6.9., 9–17 Uhr

Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it

Freitag, 1. August

Musik ab 17 Uhr Klang.Gemäuer Ruine Salern, Vahrn

Diverses ab 17 Uhr

Millander Dorffest Jakob-Steiner-Haus, Milland

Diverses ab 19 Uhr

Knödel und Musik Dorfplatz, Vahrn

Samstag, 2. August

Führung 10:30 Uhr

Theatralische Führung „Scene dietro le mura“ Tschumpus, Brixen

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Diverses 14–17 Uhr

Familiennachmittag Hofburg, Brixen

Musik ab 15 Uhr Klang.Gemäuer Ruine Salern, Vahrn

Diverses ab 17 Uhr

Millander Dorffest

Jakob-Steiner-Haus, Milland

Sonntag, 3. August

Diverses ab 10 Uhr

Millander Dorffest

Jakob-Steiner-Haus, Milland

Konzert 20:30 Uhr

Urban Brass Hofburg, Brixen

Montag, 4. August

Freilichttheater 18 Uhr

Kindertheater: Schokolade Tschumpus, Brixen

Freilichtkino 21 Uhr

Filmclub: Das Nonnenrennen Garten der Stadtbibliothek, Brixen

Dienstag, 5. August

Freilichttheater 18 Uhr

Kindertheater: Schokolade Tschumpus, Brixen

Konzert 20 Uhr

Gustav Mahler:

Sinfonie Nr. 4 u. a. Werke mit dem Bundesjugendorchester unter Dirk Kaftan Forum, Brixen

Konzert 20:30 Uhr

Brixner Orgelkonzert Pfarrkirche, Brixen

Mittwoch, 6. August

Führung 17:30 Uhr

Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525

Abendführung durch die Sonderausstellung, mit einem Glas Wein Kloster Neustift

Diverses 18 Uhr

Dine, Wine and Music Domplatz, Brixen

Sport ab 20 Uhr Sommereislauf Eishalle, Brixen

Donnerstag, 7. August

Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Führung 18 Uhr

Theatralische Führung „Scene dietro le mura“ Tschumpus, Brixen

Freitag, 8. August

Freilichttheater 21 Uhr Io.Co Show Tschumpus, Brixen

Samstag, 9. August

Führung 10:30 Uhr

Theatralische Führung „Scene dietro le mura“ Tschumpus, Brixen

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Konzert

18 Uhr

Melodie dalle Isole del Nord mit Elisa Manzutto (keltische Harfe) und Giulia Grilli (Querflöte) Seminarkirche, Brixen

Konzert 20:30 Uhr

Haydn-Orchester von Bozen und Trient unter der Leitung von Roberto Molinelli Hofburg, Brixen

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Heimatbühne St. Andrä Festplatz, St. Andrä

Sonntag, 10. August

Konzert 20:30 Uhr

Bürgerkapelle Brixen Hofburg, Brixen

Montag, 11. August

Freilichtkino 21 Uhr

Filmclub: Dein Weg Garten der Stadtbibliothek, Brixen

Dienstag, 12. August

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Freilichttheater 21 Uhr

Goethes Faust Tschumpus, Brixen

Mittwoch, 13. August

Sport ab 20 Uhr

Sommereislauf Eishalle, Brixen

Konzert 21 Uhr

Brixner Beschwerdechor Tschumpus, Brixen

Donnerstag, 14. August Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Diverses ab 17 Uhr

Musikfest Neustift

Stiftsplatz, Neustift

Diverses ab 18 Uhr

Summer Emotions Altstadt, Brixen

Konzert

Brixner Orgelmeditation

18 Uhr

Liebfrauenkirche, Brixen

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Freitag, 15. August

Diverses ab 10 Uhr

Sommerfest der Bürgerkapelle Brixen Hartmannplatz, Brixen

Diverses ab 10:30 Uhr

Musikfest Neustift Stiftsplatz, Neustift

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

DIE SIEBEN TODSÜNDEN

Auf dem Festplatz von St. Andrä zeigt die Heimatbühne mit „Die sieben Todsünden“ von Franz Kranewitter, unter der Regie von Helene Gostner Stockner, ein packendes und zeitloses Freilichtdrama.

Sieben Laster, sieben Schicksale, sieben Einakter. Gefangen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihren innersten Trieben, müssen sich die Figuren in jedem dieser Einakter unerbittlich persönlichen Lebensfragen stellen. Ein Stück voller Spannung, das Fragen aufwirft, die uns heute noch genau-

so bewegen wie damals. Diesen fesselnden Theaterabend sollte man sich nicht entgehen lassen!

* Sa., 9. August, 20:30 Uhr (Premiere) Festplatz, St. Andrä

Weitere Aufführungen:

Di., 12. August

Do., 14. August

Fr., 15. August

Mo., 18. August

Mi., 20. August

Sa., 23. August

So., 24. August Di., 26. August

Beginn: 20:30 Uhr

Kartenreservierungen: bei Filomena von Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr, telefonisch oder per WhatsApp unter +39 371 651 25 58

Das Stück richtet sich an ein Publikum ab 14 Jahren.

Samstag, 16. August

Diverses ab 10 Uhr

Sommerfest der Bürgerkapelle Brixen Hartmannplatz, Brixen

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Konzert

18 Uhr

Gioacchino Rossini: Stabat Mater mit der Venice Monteverdi Academy und dem Orchestra Lorenzo da Ponte Stiftskirche, Neustift

Sonntag, 17. August Diverses ab 10 Uhr

Sommerfest der Bürgerkapelle Brixen Hartmannplatz, Brixen

Montag, 18. August

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Freilichtkino 21 Uhr

Filmclub: Der Zopf Garten der Stadtbibliothek, Brixen

Dienstag, 19. August

Konzert 20:30 Uhr

Brixner Orgelkonzert Pfarrkirche, Brixen

Mittwoch, 20. August

Führung 17:30 Uhr

Empörung! Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525

Abendführung mit einem Glas Wein Kloster Neustift

Sport ab 20 Uhr Sommereislauf Eishalle, Brixen

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Konzert 21 Uhr

Irgendwo auf der Welt

Liederabend mit Thomas Frerichs, Jutta Gerling-Haist, Verena Plangger Tschumpus, Brixen

Donnerstag, 21. August

Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach

GIOACCHINO ROSSINI: STABAT MATER

Venice Monteverdi Academy Orchestra Lorenzo da Ponte Roberto Zarpellon, Dirigent

Gioacchino Rossinis Stabat Mater gehört zur letzten Schaffensperiode des großen Musikers aus Pesaro, es wurde 1842 in Paris uraufgeführt. Der Text von Jacopone da Todi wird wie ein Melodram behandelt und erhält ein musikalisches Gewand von großer Kraft und formaler Komplexität. Das Werk zeichnet sich durch seine dramatische und opernhafte Anlage aus, mit abwechslungsreichen Formen wie Arien, Duetten, Quartetten und Chören. Die Ausführenden sind Garanten für eine stilgerechte Darbietung dieses eindrucksvollen Werkes.

* Sa., 16. August, 18 Uhr Neustift, Stiftskirche

Karten: online www.mytix.bz oder im Tourismusbüro Brixen, Tel. 0472 275252, info@brixen.org, www.musikbrixen.it

NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN

Kursangebote im Jukas

Foto: Shutterstock

Fr., 5.9., 9 – 17 Uhr

Wald, Wurzel, Weisheit:

Natur erleben und weitergeben. Seminar

Mit Katharina Fichtner

Sa., 6.9., 9 – 17 Uhr

Neophyten – Wandernde Pflanzen: Hintergründe, Gebrauch und Umgang mit pflanzlichen Neubürgern. Wanderseminar

Mit Katharina Fichtner

Mi., 17.9., ab 16 Uhr, bis So., 21.9., 13 Uhr

Das Herz für den Tod öffnen: Kofferpacken für die große Reise. Seminar

Mit Basilissa Jessberger

Sa., 20.9., 14 – 18 Uhr

Jeans-Upcycling: Flicken, reparieren, verzieren. Werkstatt

Mit Brigitte Ferdigg und Julia Vontavon

Mo., 22.9. & Mo., 13.10., jeweils 8:30 – 17:30 Uhr

Mein Wirken, meine Kraft: Im Dialog mit der Natur die berufliche Identität stärken. Naturseminar

Mit Lauretta Rudat

Mo., 29.9., Mo., 6.10. & Mo., 13.10., jeweils 19 – 21 Uhr

Häkeln ganz einfach! Häkeln für Anfänger und Anfängerinnen. Grundkurs

Mit Leni Leitgeb

Di., 30.9., 9 – 12:30 & 14 – 17:30 Uhr

Künstliche Intelligenz für die Jugendarbeit: Kreativ, effizient & sicher! Online Seminar

Mit Barbara Weidmann-Lainer

Mi., 1.10., 18:30 – 20:30 Uhr

Mit Nadel, Faden & Schere: Auf zum Flicktreff!

Nähwerkstatt

Mit Brigitte Ferdigg und Julia Vontavon

Sa., 3.10., 15 – 18:30 & 19:30 – 21:00 Uhr

Entgiften & reinigen mit Jin Shin Jyutsu: Strömen. Praxistag

Mit Sabine Bampi

So., 5.10., ab 17 Uhr, bis Mi., 8.10., 12:30 Uhr

„Tanzen mit den Bäumen“ –Tanzvitamine für den Alltag: Gemeinschaftstänze zu traditioneller & neuer Musik. Seminar

Mit Regula Leupold

Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 279923, bildung@jukas.net, www.jukas.net

Literatur 20 Uhr

Poetry Slam Tschumpus, Brixen

Samstag, 23. August

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm Treffpunkt: Hofburg

Theater 18 Uhr

Ain’t no mountain high enough EDERED Encounter 2025 Forum, Brixen

Musik ab 18 Uhr

Techno Tschumpus Tschumpus, Brixen

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Sonntag, 24. August

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Montag, 25. August

Freilichtkino 21 Uhr

Filmclub: Der perfekte Chef Garten der Stadtbibliothek, Brixen

Dienstag, 26. August

Freilichttheater 20:30 Uhr

Die sieben Todsünden Festplatz, St. Andrä

Mittwoch, 27. August

Sport ab 20 Uhr Sommereislauf Eishalle, Brixen

Donnerstag, 28. August

Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr

Mühlbacher Klause Mühlbach

Konzert 21 Uhr

Manuel Randi Trio „Sud“ Tschumpus, Brixen

Freitag, 29. August

Sport 18 Uhr

Women’s run Brixen Alstadt, Brixen

KULTURSOMMER HINTER GITTERN

* Schokolade

Kindertheater

Mo., 4. und Di., 5. August, 18 Uhr

* Io.Co Show

Late Night Show

Fr., 8. August, 21 Uhr

* Goethes Faust Theater

Di., 12. August, 21 Uhr

* Brixner Beschwerdechor

Live music

Mi., 13. August, 21 Uhr

* Irgendwo auf der Welt

Liederabend

Mi., 20. August, 21 Uhr

* Poetry Slam Night

Do., 21. August, 20 Uhr

* Techno Tschumpus

Clubbing Sa., 23. August, 18 Uhr

* Manuel Randi Trio „Sud“

Live music

Do., 28. August, 21 Uhr

* Theatralische Führungen „Scene dietro le mura“

Do., 7. August, 18 Uhr

Sa., 2. und Sa., 9. August, 10:30 Uhr

Tschumpus, Brixen, Domplatz 3 Reservierungen: www.tschumpus.com oder telefonisch (Mo.–Fr. 13–14 Uhr) unter 388 777 0077

Konzert 20:30 Uhr

Holzblasorchester „HoBlaO“ Hofburg, Brixen

Samstag, 30. August

Führung 10:30 Uhr

Weißer Turm

Treffpunkt: Hofburg

Konzert 20:30 Uhr

Jugend Brass Band Südtirol Hofburg, Brixen

Märkte

Bauernmarkt

mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr Hartmannplatz

Wochenmarkt

montags, 8–13 Uhr

Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz

Ggumperermarkt

Samstag, 16. April, ab 8 Uhr Albuingasse, Brixen

Ausstellungen

StadtGalerie

13. August bis 17. September

Make love not war.

Jacopo Benassi

Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr

Eröffnung: Di., 12. August, 19 Uhr

Hofburg Brixen bis 31. August 1525–2025. Einbruch –Umbruch – Aufbruch täglich 10–18:30 Uhr

Pharmaziemuseum bis 28. November

Pharmacia Chartacea. Elisabeth Oberrauch

Mo.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr

Staudenparadies, Brixen bis 25. Oktober

SculpGarden ’25

Kunstkreis St. Erhard

Mo.–Fr. 9–12 Uhr und 15–18 Uhr, Sa. 9–12 Uhr

ENTDECKE DIE KRAFT

DER NATUR

Der Weiterbildungsherbst im Bildungshaus Kloster Neustift

Durch die Verbindung von Naturwissen und praktischer Anwendung die Gesundheit unterstützen und das eigene Wohlbefinden verbessern.

Lehrgang: Volksheilkunde –Hausapotheke aus Wildpflanzen

Mi., 3.9.2025 bis Mi., 4.2.2026, 10 Modultage

Johanneskapelle, Brixen bis 2. November In Hoffnung erneuert Mo.–Sa., 11–12 Uhr

Kloster Neustift bis 31. Oktober Empörung!

Kloster Neustift im Bauernaufstand 1525 Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Neue Kunst Galerie

Kloster Neustift bis 4. Oktober

Markus Gasser bis 16. August

Martina Tscherni

23. August bis 4. Oktober

Helmut Nindl

Eröffnung: Fr., 22. August, 17:30 Uhr Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Galerie 90, Mühlbach bis 25. August

Costruzione. Luigi Veronesi

Information und Anmeldung: www.bildungshaus.it bildungshaus@kloster-neustift.it Foto: Georg Hofer

Lehrgang: Aromapflege und Aromatherapie

Mi., 8.10.2025 bis Fr., 16.10.2026, 21 Modultage

Online-Infoabend: Mi. 3.9.2025

Lehrgang: Natur und Gesundheit

Fr., 27.2. bis Sa., 21.11.2026, 14 Modultage

Online-Infoabend: Mi., 24.9.2025

bis 31. Oktober

Peter Fellin. „Objekte“ im Wolkensteinerkeller

Besichtigung nach Terminvereinbarung (Tel. 348 710 25 50)

Festung Franzensfeste bis 9. November

Hitler entsorgen.

Vom Keller ins Museum Was tun mit den Überbleibseln des Nationalsozialismus und Faschismus?

Brücken durch die Zeit: Architektur des Unsichtbaren Fotografien von Gregor Sailer Di.–So. 10–18 Uhr

SOMMERFEST DER BÜRGERKAPELLE BRIXEN

Blasmusik vom Feinsten – leckeres Essen – tolle Stimmung

Vom 15. bis 17. August lädt die Bürgerkapelle Brixen zum Sommerfest am Hartmannplatz! Freuen Sie sich auf feinste Blasmusik von sieben Formationen aus Nordtirol, dem Pustertal und natürlich dem Raum Brixen. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt. Auch für unsere kleinen Gäste gibt es eine Unterhaltung. Wir freuen uns auf euch!

* 15. bis 17. August Hartmannplatz, Brixen

Es spielen:

Fr., 15. August 10–14 Uhr: Puschtra 8 15–19 Uhr: Pfondbuabm 20–24 Uhr: Brixner Böhmische

Sa., 16. August 10–14 Uhr: De vom Berg 15–19 Uhr: Olbis 7 20–24 Uhr: Radlseablech

So., 17. August 10–14 Uhr: Brixner Böhmische 12–13 Uhr: Kurzkonzert der Brixbanda

zu den Wurzeln

FUSSBALL: Alex Schraffl brennt für den Jugendfußball in Südtirol. Dem „Brixner“ erzählt er von seinen zwölf erfolgreichen Jahren beim FC Südtirol – und wieso er nun zum ASV Natz zurückkehrt.

Alex Schraffl zählt sicher zu den prägendsten Jugendverantwortlichen im Südtiroler Fußball. Im Jugendbereich des FC Südtirol hat er in den letzten zwölf Jahren die nächste Generation mitgestaltet. Acht Talente schafften unter seiner Mitwirkung den Sprung in die Serie B; insgesamt konnten 25 Jugendspieler in den Profifußball transferiert werden. Für diesen beachtlichen Erfolg sieht Schraffl mehrere Gründe: „Es braucht die intensive Arbeit mit den Spielern, die wiederum viel investieren müssen. Besonders wichtig ist die Mentalität – und genau da haben wir in Südtirol eine ganz eigene Mischung aus Humor, Disziplin, Fleiß und Ehrgeiz.“ Diese Eigenschaften, so Schraffl, machen den Unterschied aus, wenn es darum geht, auf nationaler Ebene aufzufallen. „Nur wenige schaffen es bis ganz nach oben, aber wir haben bewiesen, dass es möglich ist – und das zählt.“

Erfahrungen, Prinzipien und Netzwerke

Für Alex Schraffl ist Talentförderung mehr als nur Training: Diese umfassende Aufgabe erfordert Disziplin, Weitsicht und ein starkes Netzwerk. Schon vor seiner Zeit beim FC Südtirol war er in der Jugendarbeit aktiv, etwa beim SSV Brixen oder beim ASV Vahrn. Beim FCS baute er ein landesweites Netzwerk mit über 100 Partnervereinen auf – ein entscheidender Faktor, um die besten Talente zu finden und weiterzuentwickeln. Dabei achtete er nicht nur auf fußballerische Fähigkeiten, sondern vor allem auf mentale Stärke. Talent sei zweifelsohne wichtig, aber auf die richtige Einstellung kann man enorm aufbauen.

Gleichzeitig betont er die soziale Arbeit und Verantwortung der Jugendarbeit: „Jugendliche geben heute oft zu schnell auf. Es ist wichtig, sie zu begleiten, zu fordern, aber auch zu verstehen, dass Fußball nicht bei allen an erster Stelle steht“, so Schraffl.

Ein besonderes Kapitel seiner Zeit beim FC Südtirol war für Schraffl der Aufbau des FC Südtirol Women. Vor acht Jahren aus dem Nichts gegründet, zählt die Abteilung heute 130 aktive Spielerinnen – von den Jüngsten bis zur ersten Mannschaft. Die sportliche Entwicklung verlief rasant: Der Aufstieg in die Serie C gelang; zuletzt belegte man den zweiten Platz hinter Venezia. Auch die U19 ist erfolgreich:

 WIEDER IN NATZ: Nach zwölf Jahren beim FC Südtirol zieht es Trainer Alex Schraffl wieder aufs Hochplateau

Sie erreichte das Finale der Italienmeisterschaft und unterlag dort nur knapp mit 0:1. „Das war ein schöner Erfolg – und es zeigt, dass sich auch der Frauenfußball in Südtirol stark entwickelt“, betont Schraffl.

Die Herausforderung der Doppelrolle

Als Sportlehrer und Jugendleiter gleichzeitig aktiv zu sein war stets ein Balanceakt. „Ich war mir von Anfang an bewusst, dass mein Hauptberuf Lehrer ist – ein Beruf, mit dem ich mich identifiziere und der mir Freude bereitet. Aber auch der Fußball war lange gut damit vereinbar, da Trainings und Spiele meist am Nachmittag oder Wochenende stattfanden“, erklärt Schraffl. Doch mit dem Aufstieg des FC Südtirol in die Serie B in der Saison 2022/23 und der damit verbundenen Professionalisierung wuchs auch der organisatorische und zeitliche Aufwand. In Kombination mit dem täglichen Pendeln von Brixen nach Bozen wurde die Belastung schließlich zu groß.

„ Besonders wichtig ist die Mentalität“ Alex Schraffl, Fußballtrainer

Im Grunde war es also der Erfolg seiner Arbeit sowie die Entwicklung des Vereins, die den Aufwand für Schraffl so stark erhöhten, dass er nun kürzertritt.

Nach seinem 50. Geburtstag entschied er sich bewusst, einen Schritt zurückzumachen – hin zu mehr Zeit für die Familie, aber auch zurück zu seinen Wurzeln. Denn Natz ist für ihn kein Neuland: Bereits vor seiner Zeit beim FCS war er drei Jahre als Trainer beim ASV Natz tätig. „Das ist ein fußballbegeisterter Verein mit vielen jungen ‚Buabm‘, mit denen man gut arbeiten kann. Ich habe gute Erinnerungen an meine Zeit dort und freue mich, dass sich der Kreis nun schließt.“ Als Cheftrainer, Jugendtrainer und Koordinator übernimmt er in Natz nun gleich mehrere Rollen. Besonders reizt ihn die Möglichkeit, wieder stärker strukturell mitzuarbeiten: „Ich möchte dem Verein helfen, sich in der Landesliga zu etablieren. Gleichzeitig möchte ich junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft integrieren.“ Dabei setzt er erneut auf eine schrittweise Entwicklung: „Ich will mit einer mittelfristigen Vision arbeiten, nicht nur innerhalb kurzer Zeit Ergebnisse erzielen.“

Ein guter Abschied und ein bleibender Fan

Abschied im Guten: Schraffl freut sich über die erfolgreiche Jugendarbeit und den Aufbau der Damenmannschaft beim FCS

Seinen Abschied vom FC Südtirol bezeichnet Schraffl als „im Guten“. Es wurde der Wunsch geäußert, Schraffl solle noch länger beim FCS tätig bleiben, und diese Wertschätzung seiner Arbeit freut ihn. „Man weiß im Fußball nie, wie lange man irgendwo bleibt. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich eine so lange und erfolgreiche Zeit beim FC Südtirol erleben durfte.“ Er bleibt dem Verein verbunden – als Fan und als Förderer. Den Aufstieg in die Serie B, den Ausbau des Trainingszentrums und die Etablierung des Vereins auf nationaler Ebene sieht er als Meilensteine, die weit über den Sport hinaus Bedeutung für ganz Südtirol haben. Mit seinem Wechsel zurück nach Natz beginnt für Alex Schraffl ein neues Kapitel – eines, das tief verwurzelt ist in seiner Heimat, seiner Leidenschaft für den Fußball und seinem Verständnis für nachhaltige Jugendarbeit. Und vielleicht wird man in einigen Jahren wieder von jungen Talenten hören, die – ausgehend von Natz – den Sprung nach ganz oben schaffen. mats.helmersson@brixner.info

„Wollen überraschen“

INTERVIEW: Die Brixner Handballer haben einen neuen Sektionsleiter. ALEXANDER BURGER spricht mit dem „Brixner“ über sein Amt, den neuen Trainer und seine Ziele.

Herr Burger, kürzlich wurden Sie als neuer Sektionsleiter des SSV Brixen Handball Herren vorgestellt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Aufgabe anzutreten?

ALEXANDER BURGER: Ich verfolge Handball schon seit einigen Jahren von außen und habe bei einigen Tätigkeiten versucht zu unterstützen, etwa beim Sponsoring. Als Geschäftspartner von Ralf Dejaco dreht sich natürlich auch bei mir vieles um Handball. Irgendwann kam Ralf zu mir und erzählte, dass er eine gute Idee für einen neuen Sektionsleiter hätte. Als ich ihn fragte, wen er denn im Kopf habe, zeigte er auf mich. Und so kam es dann auch.

Der SSV Brixen Handball war schon länger auf der Suche nach einem neuen Sektionsleiter; Claudio Zorzi und Reinhold Engl waren im vergangenen Jahr eigentlich als Übergangslösung eingesprungen.

Genau, sie haben die Sektion ad interim geleitet und sehr gute Arbeit geleistet. Als ich gefragt wurde, ist mir die Entscheidung recht leichtgefallen. Ähnlich wie bei meiner beruflichen Laufbahn habe ich eigentlich auch in diesem Fall auf mein Bauchgefühl gehört. Wir haben ein paar Mal darüber geredet, ich habe einige Nächte darüber geschlafen, und danach

haben wir gemeinsam gesagt, dass wir das wagen wollen.

Wie liefen Ihre ersten Wochen als Sektionsleiter?

Ich habe viel Rückhalt der Brixnerinnen und Brixner erhalten; von vielen kam Begeisterung, dass ich diese Aufgabe übernehme. Das hat sehr gutgetan, denn meine Devise war von Anfang an, dass ich ein starkes Team um mich herum brauche. Das war auch meine einzige Bedingung: Ich mache es, wenn alle mithelfen. Denn der Verein braucht Unterstützung von allen, um gut zu funktionieren. Mit Ralf Dejaco, Reinhold Engl, Claudio Zorzi, Konrad Pfitscher, Mirjam Cestari, Georg Prosch, Stefan Zimmerhofer, Patrick Sanguanini – um nur einige zu nennen – habe ich das Glück, auf viele Leute zählen zu dürfen, die schon lange mit dabei sind und viel Erfahrung mitbringen. Mittlerweile hatten wir schon einige Sitzungen, wir haben ein Organigramm ausgearbeitet und die unterschiedlichen Aufgaben verteilt. Das war ein wichtiger erster Schritt, damit alle ihre Verantwortlichkeiten gut kennen. Ich spüre, dass die Menschen im Verein sehr motiviert sind und dass sie Lust haben, viel weiterzubringen. Als neuer Trainer wurde Otto Forer kürzlich bestätigt. Er

ist in Brixen kein Unbekannter und schon zum dritten Mal in der Domstadt. Otto ist ebenfalls hochmotiviert: Die Mannschaft ist eigentlich fast vollzählig, und wir können loslegen.

Welche Ziele verfolgen Sie?

Die drei Sektionen – Männer, Frauen, Jugend – sollen stärker zusammenwachsen und -arbeiten. Eigentlich sind wir ja ein gemeinsamer Verein, aber das hat man in den letzten Jahren vielleicht nicht mehr so gespürt. Wir sind jetzt dabei, wieder als Einheit aufzutreten. Das kann man nicht in zwei Wochen schaffen, sondern wird uns mittelfristig beschäftigen. Jetzt haben wir aber die richtigen Leute im Verein, die dieses Ziel zusammen verfolgen möchten. Wir sind viel stärker, wenn wir gemeinsam auftreten. Spielerisch wollen wir wieder mehr auf die Jugend setzen.

Ist das in den letzten Jahren zu kurz gekommen?

Ja, manchmal. Das ist aber ein generelles Problem im Sport und gilt nicht spezifisch für den Handball in Brixen. Für viele Mannschaften ist es natürlich das Ziel, Meisterschaften zu gewinnen, und wie in jedem anderen Sport wird auch im Handball dann oft zu

Legionären gegriffen. Als Konsequenz bleiben dann die Jugend und die einheimischen Spieler auf der Strecke. Otto Forer ist sehr bestrebt darin, die jungen Spieler zu fördern. Natürlich braucht es trotzdem erfahrene Spieler, aber auf die Mischung kommt es an. Wir wollen genau definieren, wann und wie wir die Jugend gut einsetzen können, damit sie eine Zukunftsperspektive spüren.

Im italienischen Handball gibt es ein paar Mannschaften, die viel Geld investieren und dementsprechend die Liga dominieren. Die Brixner haben in den letzten Jahren mitzuhalten versucht, was aber finanziell eine Herausforderung ist. Welche Ausrichtung verfolgt der Verein jetzt? Wir wollen Handball in Brixen wieder attraktiver machen und die Brixner wieder vermehrt in den Hallen sehen. Es muss wieder eine Mannschaft sein, die für Brixen spielt. Den Gedanken, Handball als einen gemeinsamen Verein zu positionieren, sollen auch die Brixner spüren. In den letzten Jahren war die Halle bei den wichtigen Spielen zwar gut besucht, aber man hat oft gehört, dass Menschen sich nicht mit der Mannschaft identifizieren konnten. Uns wurde oft gesagt, dass Menschen wieder in die Halle kommen würden,

wenn sie die einheimischen Spieler sehen. Nun hoffen wir natürlich, dass das auch stimmt.

Welche sportlichen Ziele haben Sie gesetzt?

Wir wollen überraschen! In unserer Mannschaft steckt viel Potenzial, wenn sie gut gelenkt wird – und ich bin mir sicher, Otto kann das. Ich war kürzlich bei einem Probetraining dabei und war beeindruckt von seiner Fähigkeit, andere zu begeistern. Wir sind noch vorsichtig mit sportlichen Zielen – wollen weder um jeden Preis Meister werden, noch kämpfen wir gegen den Abstieg.

Stammt aus den etwas ruhiger gesteckten Zielen auch die Entscheidung, keine Vollprofis mehr im Team zu haben?

Zumindest nicht mehr jene, die wir bisher hatten. Wir sind dabei, uns neu aufzubauen, deswegen haben wir auch das Budget ein bisschen reduziert. Aber trotzdem haben wir ein paar sehr erfahrene Spieler, die die Mannschaft verstärken werden. Man muss nicht

immer die Top-Legionäre einsetzen, um zu überraschen. Oft sind jene, die neue Spielerfahrungen sammeln, gieriger als die, die schon ganz oben sind.

Und trotzdem ist es auch eine finanzielle Herausforderung, wenn man in der höchsten Liga spielt – etwa aufgrund der Reisekosten. Wie geht es dem Verein finanziell?

Er plant wieder gut. Wir haben Kosten und Einkünfte gut aufgeschlüsselt und wissen, was wann auf uns zukommt. Im Prinzip ist der Verein wie ein Betrieb. Bisher haben die drei Sektionen – Frauen, Männer, Jugend – auch ihre Sponsoren selbst organisiert; nun wollen wir auch hier gemeinsam auftreten. Ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen. Wir haben an ein paar Schrauben gedreht, um die Lage im Griff zu haben. In diesem Jahr spielen wir etwa nicht im Europacup, was bereits weniger Spesen verursacht. Die Spielerkosten konnten wir um einiges senken. Sicherlich ist noch nicht alles gelöst, aber wir sind auf einem guten Weg.

Der letzte große Umbruch beim Handball endete mit dem freiwilligen Abstieg. Stand das diesmal auch im Raum?

Alle Themen waren natürlich auf dem Tisch: Wie geht es mit der Mannschaft weiter, schaffen wir den Klassenerhalt? Der freiwillige Abstieg war aber im Grunde keine Option. Wir versuchen mit den Leuten, die wir haben, eine gute Meisterschaft zu spielen, und auch der Jugend die Möglichkeit zu geben, in der ersten Liga eingesetzt zu werden. Ich bin mir sicher: Wenn alle am gleichen Strang ziehen, kann das eine schöne Saison werden. Für mich wäre es schon ein großer Erfolg, wenn wir mehr Leute in der Halle willkommen heißen dürften. Über dem sportlichen Erfolg liegt für mich der emotionale Erfolg. Mit Leuten in den Hallen kann die Motivation auch für alle wachsen, und wenn die Motivation wächst, kann man sportlich überraschen. anina.vontavon@brixner.info

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Alexander Burger: „In unserer Mannschaft steckt viel Potenzial“

VOLLEYBALL

Südtirol vertreten

LEICHTATHLETIK

Europa knapp verpasst

Marie Burger ist seit Jahren auf dem Leichtathletikplatz zuhause – mittlerweile nicht nur in Brixen, denn sie zählt zu den schnellsten Hürdenläuferinnen Italiens. Unter den Fittichen von Marco Andreatta hat sie sich mit Talent, Konstanz und hartem Training hochgearbeitet und läuft über 100 Meter Hürden in einer Zeit unter 14 Sekunden. Genauer gesagt, reiht sie sich mit 13,64 Sekunden unter die sechs schnellsten Läuferinnen auf nationaler Ebene ein. Und diese sechs liegen sehr eng beieinander, weshalb Burger die Qualifikation zu den Europameisterschaften in

KURZ

NOTIERT

Volleyball steht für Aivie Giovanoli und Maya Marenco (im Bild) im Mittelpunkt ihrer Freizeitaktivitäten. Die beiden 14-jährigen Brixner Mädchen stehen für die Sektion Volleyball des SSV Brixen auf dem Spielfeld und kämpfen mit ihrer U14-Mannschaft normalerweise in Südtirol und dem Trentino um Punkte. Die diesjährige Saison war für sie und ihren männlichen Sportkollegen Maximilian Siller (Jahrgang 2010) eine besondere: Alle drei waren in die Landesauswahl berufen worden, um Südtirol beim „Trofeo delle Regioni“ zu vertreten. Dieses Turnier wird vom nationalen Volleyballverband FIPAV organisiert und gilt als wichtigster italienischer Nachwuchswettkampf der Kategorien U15 Mädchen und U16 Jungen. So fuhren Giovanoli, Marenco und Siller Ende Juni gemeinsam mit einigen

Südtiroler Trainern nach Apulien. Bereits zuvor hatten sie in gemeinsamen Trainings das Zusammenspiel geübt. Nach der Eröffnungsfeier im Trulli-Ort Alberobello spielten die Volleyballteams an verschiedenen Orten rund um Monopoli, und auch in Bari wurde gebaggert und gepritscht. Die Südtiroler Mädchenauswahl erreichte nach acht Spielen den zwölften Platz und damit ein historisch gutes Ergebnis; bei den Jungen wurde es letztendlich Rang 17. Die Brixner Volleyballsektion freut sich zusammen mit ihren Athleten über die tolle Erfahrung und sieht ihre Arbeit vor Ort durchaus bestätigt. Die jungen Athleten verbessern in den Sommerferien ihre sportlichen Kompetenzen bei einem Trainingslager in Trient und den Jugendcamps, die Verona Volley im Vinzentinum für verschiedene Altersklassen organisiert. sd

Norwegen um wenige Hundertstel verpasste. Trotzdem sind Trainer Andreatta und seine Athletin mit den Ergebnissen der laufenden Saison sehr zufrieden: „Burger hat sich konstant verbessert“, so Andreatta, „sie hat über 100 Meter Hürden 2025 bereits viermal unter 14 Sekunden die Ziellinie überquert.“ Nach den Italienmeisterschaften, die im Juni bei glühender Hitze in Grosseto stattfanden, und dem Sieg beim internationalen Meeting in Brescia Mitte Juli stehen während der kommenden Monate noch einige internationale Wettkämpfe in Oberitalien auf dem Programm, bei denen sich Burger mit dem hohen Niveau der italienischen und internationalen Konkurrenz messen muss. Dabei wird die 21-jährige Vahrnerin auch beim 100-Meter-Sprint an den Start gehen – eine Distanz, die zwar nicht zu ihren Kernkompetenzen zählt, in der sie jedoch zu den 20 schnellsten Damen Italiens gehört. sd

Nach den Schwimm­Italienmeisterschaften auf der Kurzbahn im April hat sich der 17­jährige Leo Boccolari auch für die nationalen Meisterschaften auf der 50­Meter­Bahn qualifiziert. Er wird Anfang August in Chianciano Terme (Toskana) über 200 Meter Brust in der Kategorie Junioren an den Start gehen.

Die Vorbereitungen der Profifußballer laufen, und auch heuer sind sie wieder im „Brixner“­Einzugsgebiet anzutreffen: Der 1. FC Heidenheim und der US Lecce (1. Bundesliga und Serie A) waren dafür in Natz­Schabs zu Gast; in Vals trainierte der „Coppa Italia“Sieger FC Bologna.

Die Sektion Fußball des ASV Sport & Friends Südtirol, ein Verein für und mit Menschen mit mentaler Behinderung, feierte kürzlich einen erfolgreichen Saisonabschluss. Die 48 „Special Kickers“ trainieren jede Woche gemeinsam, um sich weiterzuentwickeln und als Team zu wachsen.

Herr Demichiel, Ihre Sektion ist noch recht jung. Wie würden Sie ihre Aktivitäten kurz beschreiben?

Die Sektion Radsport gibt es seit 2021. Bislang haben wir uns auf den Rennradsport konzentriert, setzen uns jedoch auch mal gemeinsam aufs Mountainbike. Wir organisieren Ausfahrten für unsere Mitglieder und sind nahezu jedes Wochenende oder zu „Feierabendtouren“ unterwegs. Fünf- bis sechsmal pro Jahr unternehmen wir Ausflüge in entferntere Gegenden. Einige unserer Aktiven treffen sich darüber hinaus spontan per WhatsApp zum gemeinsamen Fahren.

„Alle sind eingeladen“

DANIEL DEMICHIEL, Leiter der Sektion Rennrad im SSV Brixen, über das Heute und die Ziele seiner Gruppe.

Werden auch Wettkämpfe bestritten?

Ungefähr ein Dutzend unserer Mitglieder trainiert auch für Radrennen. Einige von ihnen bereiten sich systematisch nach Trainingsplänen vor. Unser „Aushängeschild“ Thomas Oberhollenzer hat im vergangenen Jahr sogar das Race Across Italy in seiner Kategorie gewonnen und sich damit zugleich den Europameistertitel geholt.

Was steht auf Ihrer Wunsch- und To-do-Liste?

Zunächst möchten wir all jene zu uns einladen, die gerne Rennrad fahren und sich bisher noch nicht

in eine Gruppe „gewagt“ haben, denn bei unseren Fahrten begegnen wir vielen Solo-Fahrern und -Fahrerinnen, also potenziellen Mitgliedern unserer Sektion. Dabei sind wir offen für alle Niveaus und nehmen bei unseren Ausfahrten Rücksicht auf die Möglichkeiten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gern würden wir auch für Jugendliche ein Angebot schaffen. Zurzeit gestaltet sich dies noch als sehr schwierig, vor allem da es abseits der Radwege wenig sichere Strecken gibt und das Miteinander von Rad- und Autofahrern nicht immer von Rücksicht geprägt ist. sabine.dejakum@brixner.info

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„Clava Summer Cup” in Milland

Vom 26. bis 28. Juni wurde die Sportzone Milland zum Mittelpunkt des Südtiroler Amateurfußballs. 34 Mannschaften aus allen Landesteilen – vom Oberligisten bis zu ambitionierten HobbyTeams – traten beim „Clava Sum-

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mer Cup 2025“ gegeneinander an. Organisiert wurde das Turnier von Clava Sports in enger Zusammenarbeit mit dem ASV Milland. Ziel der Veranstalter ist es, mit diesem Cup dem Amateurfußball in Südtirol eine große und professionelle

BEACHVOLLEYBALL/WATTEN

Trumpf und (Auf)Schlag

Bühne zu bieten – sportlich, anspruchsvoll und zugleich geprägt von Gemeinschaft. An den drei heißen Sommertagen boten die Spieler trotz extremer Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke vollen Einsatz. Schon an den Vorrunden-Tagen war die Stimmung auf den Rängen hervorragend. Am Finaltag füllten zahlreiche Zuschauer die Tribünen. Pyrotechnik und ausgelassene Fangesänge verliehen dem Turnier eine besondere Atmosphäre und ließen es beinahe wie ein Profi-Event wirken. In einem packenden Finale setzte sich „Arminia Bierzelt“ mit 3:2 gegen „Vollbenzina“ aus dem Pustertal durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Philipp Rabensteiner (ASV Tramin) in der letzten Spielminute. Nach dem Schlusspfiff wurde bis spät in die Nacht gefeiert. mh

Auch dieses Jahr fand in der Acquarena wieder das ungewöhnliche Duathlon-Turnier statt, das zwei sehr unterschiedliche Disziplinen – körperlicher und geistiger Art – miteinander kombiniert: Watten und Volleyball. Nach 2019 und 2022 ging das Spaßturnier damit heuer in die dritte Runde. Zum Sieg schaffte es schlussendlich das Team „VC Vollegeil“ mit Jakob Kinzner und Simon Blasbichler.

Den zweiten Platz sicherten sich die Lokalmatadoren Laura Bacher und Michi Plattner aus dem Team „Heint Schepperts“. Das letzte Ass im Ärmel hatten Fabian Neumair und Dario Ortlinghaus, die sich als „Platschnåsse Hunde“ den dritten Platz ergattern konnten. Organisiert wurde das Turnier vom SSV Brixen Beachvolleyball, unterstützt und mit Preisen einiger Sponsoren. Die Beachvolleyballplätze in der Acquarena erfreuen sich im

Sommer immer großer Beliebtheit. Der SSV Brixen zählt insgesamt 16 Sektionen und feiert nächstes Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Am 19. Mai 1956 fand die Gründungssitzung des Südtiroler Sportvereins Brixen statt, der wenig später erstmals offiziell bei einem öffentlichen Schwimmwettkampf in Bozen unter dem Namen SSV Brixen auftrat. dm

TRIATHLON

Debüt in der höchsten Liga

Seit knapp zwei Jahren ist

Euan De Nigro als Profi-Triathlet unterwegs und gab nun

in Hamburg sein Debüt in der höchsten Liga seiner Zunft. Der Hamburg Triathlon war Mitte Juli

MOUNTAINBIKE

Auf Erfolgskurs

Das Plose-Bike-Gravity-Team ist als Verein erst seit gut zwei Jahren aktiv, doch seine kurze Geschichte ist von Erfolg geprägt. Zwölf Übungsleiter und Übungsleiterinnen betreuen rund 70 Kinder und Jugendliche, die in kleinen Gruppen regelmäßig Technik und Kondition auf dem Mountainbike trainieren. 52 Teilnehmende zwischen sechs und 14 Jahren sind es im Crosscountry-Bereich; sie treten zweimal pro Woche gemeinsam in die Pedale. Je jünger die Radler, umso mehr liegt der Fokus auf dem Erlernen der technischen Fähigkeiten durch Spiele und Geschicklichkeitsübungen. Sie sind daher in kleinen Gruppen unterwegs und suchen in der Nähe der Stadt, im Riggertal oder Richtung Vahrn geeignete Übungsplätze. Die 16 „Downhiller“ bewegen sich in einem weiteren Radius, radeln zum Natzner Hochplateau oder nach St. Andrä und dessen Umgebung. Ihr Training dauert normalerweise eineinhalb Stunden; neben Technik stehen Sprints und Intervalltraining als Vorbereitung für die

die vierte Etappe der achtteiligen World Championship Triathlon Series, die als Formel 1 im Triathlon gilt und 2025 von Abu Dhabi über Japan, Sardinien, Frankreich, Tschechien und China bis nach Australien führt. Über die sogenannte Sprintdistanz – das waren 750 Meter Schwimmen in der Binnenalster, 20 Kilometer Radfahren in sechs Runden und fünf Kilometer Laufen in der Hamburger Innenstadt – standen die besten Triathleten der Welt am Start. Mit einigen von ihnen hatte De Nigro sich bereits in weiteren internationalen Wettkämpfen gemessen, mit anderen wartete er zum ersten Mal auf den Startschuss. Für ihn als Nachwuchsathlet war es vor allem eine Gelegenheit, erste Erfahrungen in der Elite zu sammeln und von den Besten zu lernen. Dem Einzelrennen am Samstag folgte der Teamwettbewerb am Sonntag,

der zugleich als Staffel-Weltmeisterschaft gewertet wurde und bei der das italienische Team den 15. Platz belegte. Bereits eine Woche nach Hamburg glänzte De Nigro bei den Europameisterschaften in Melilla, der spanischen Stadt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Nach Bronze im U23-Wettbewerb und dem 6. Platz in der absoluten Wertung holte sich das italienische Team den Sieg in der Elite-Mixed-Staffel, wobei der Brixner Triathlet als Jüngster seiner Staffel mit einer der schnellsten Zeiten des gesamten Teilnehmerfelds die Strecke von 300 Meter Schwimmen, acht Kilometer auf dem Rad und zwei Kilometer Laufen schaffte. sd

Wettkämpfe auf dem Programm. Mit 15 Kindern sind Wettkampfkoordinator Peter Schenk und seine Vereinskollegen von Frühjahr bis Herbst viel unterwegs. Im VSSCup mit zwölf Rennen liegen zwei ihrer Athleten zurzeit an der Spitze: der 14-jährige Maximilian Schenk und die sechsjährige Elina Obrist. Im Südtirolcup, der mit vier Wettkämpfen für die Altersgruppe ab 13 gefahren wird, liegt Schenk in den vorderen Rängen. Mit dem Ankauf eines Vereinsbusses wurden jüngst einige logistische Probleme gelöst; die Suche nach einem geeigneten Übungsgelände in Stadtnähe vor allem für die jüngeren Mountainbiker läuft nach wie vor weiter. sd

Donnerstag 31.7. 14.8.

ab 18:00 Uhr – Altstadt Brixen

Ein Kapitel Kalter Krieg

GESCHICHTE: Über 15 Jahre lang waren in Natz-Schabs atomare Sprengköpfe gelagert. Wie viele genau es waren und darüber, wie der Alltag der US-Soldaten auf dem NATO-Areal damals aussah, ist wenig bekannt. Bis heute bietet das Thema mehr Fragen als Antworten.

„Sagt Ihnen der Begriff ‚Honest John‘ etwas?“, sagt ein US-amerikanischer Ansprechpartner während eines Gesprächs. Er ist einer von mehreren, die mich in meiner Suche danach, was sich auf dem NATO-Areal in Natz abgespielt hat, zu unterstützen versucht. An Gerüchten mangelt es nicht – damals wie heute. Offizielle Informationen zu finden ist hingegen schwierig; mehr als mündliche Zusagen gibt es kaum. Gesichert ist, dass sich dort, wo sich heute jährlich Festivalbesucher zum „Alpen Flair“ treffen, ein Schauplatz des Kalten Krieges befand. Und dass die US-amerikanischen Soldaten von 1967 bis 1983 ein streng abgesichertes Areal – und vor allem die dort gelagerten Waffen – bewachten. Was genau sich dort abgespielt hat und wie ihr Alltag aussah, lässt sich auch heute offiziell nur schwer bestätigen.

Atomare Raketen mit autonomiepolitischem Hintergedanken

Zunächst zur historischen Einordnung: Bereits in den Fünfziger- und Sechzigerjahren begann das Wettrüsten zwischen Ost und West. 1950 stationierten die USA erste Atomwaffen und Trägersysteme in Westeuropa. 1959, vier Jahre nach dem Warschauer Pakt, zwei Jahre vor der Errichtung der Berliner Mauer, traf auch die italienische Regierung als erste in Europa mit den USA ein Abkommen über die Errichtung von Abschussbasen für weitreichende atomare Raketen. Die Standortwahl der Italiener hatte wohl auch mit den damaligen Verhandlungen mit Südtirol zu tun: „Dass die neuen NATO-Raketenbasen ausgerechnet auf Südtiroler Boden errichtet wurden, war eine rein politische Entscheidung der italienischen Regierung, denn Regionen wie Friaul oder Apulien wären militärstrategisch viel besser geeignet gewesen“, schreibt Historiker Norbert Parschalk im Buch „99 Fragen an die Geschichte Tirols“. Italien erhoffte sich dadurch die Loyalität der US-Amerikaner in der Südtirolfrage. Trotzdem war Tirol im Kalten Krieg laut Parschalk als Bindeglied zwischen Italien und Mitteleuropa für das westliche Bündnissystem von äußerer Wichtigkeit. Im Kalten Krieg war es erklärter Teil der NATO-Strategie, atomare Waffen im Falle eines bereits begonnenen Krieges einzusetzen. Die 1966 gegründete Nukleare Planungsgruppe (NPG) hatte innerhalb der NATO die Aufgabe, die politische Kontrolle über die in NATO-Mitgliedsstaaten deponierten Atomwaffen zu wahren. Politisch war es sicherlich trotzdem heikel, denn die Raketen und Sprengköpfe wurden zwar auf europäischem Boden gelagert, nur die US-Soldaten hatten jedoch Zugriff. Das NATO-Abkommen sah vor, dass die Bündnispartner die Waffen im Kriegsfall verwenden dürften, aber die USA bis dahin die Kontrolle über ihre Lagerung hatten.

Auch das Militärareal in Natz war in zwei Bereiche eingeteilt: Im Westen befanden sich die italienischen Soldaten, im Osten waren die amerikanischen stationiert. In diesem Hochsicherheitstrakt waren nur die amerikanischen Soldaten erlaubt. Es muss eine Gruppe von etwa 30 Mann gewesen sein, die ab 1967 nach Natz kam. Sie waren Teil der Gruppe „559th U.S. Artillery Group“, die ihren

 STILLER ZEITZEUGE: Das ehemalige NATO-Areal in Natz wurde während des Kalten Kriegs als Atomwaffenlager benutzt

Hauptsitz in Vicenza hatte. Die Einheit in Natz-Schabs selbst hieß „11th U.S. Army Field Artillery Detachment” oder kurz USAFAD.

Waren in Natz wirklich Atomwaffen gelagert?

Viele Vermutungen lassen dieses Bild zu – neben Zeitzeugen unter anderem Dokumente aus dem Online-Archiv der NATO. Der Militärstützpunkt, der unter dem Codenamen „Site Rigel“ lief, wird dort mehrmals als „SAS ‚A‘ depot“ angeführt; abgekürzt für „Special Ammunition Storage“. Diese Sondermunitionslager wurden ab 1953 in Europa eingeführt und waren Magazine für Atomwaffen. Ein vom „Brixner“ befragter Zeitzeuge, der selbst nicht Teil der Militäreinheit in Natz-Schabs, aber als Waffenreparateur oft vor Ort war, berichtet: „Diese Einheit war eine der letzten mit nuklearfähigen Artilleriesystemen.“ Stationiert waren laut ihm 8-Zoll-Haubitze sowie Nike-Flugabwehrraketen. Auch die Atomsprengköpfe der bereits genannten Kurzstreckenrakete „MGR-1 Honest John“ und dessen Nachfolgemodell „Lance“ soll in Natz-Schabs gelagert worden sein. Sie sollten im Ernstfall von den italienischen Soldaten im Kampf eingesetzt werden.

Wie viel genau und was sonst noch dort gelagert wurde,

Von 1967 bis 1983 waren USSoldaten in Natz stationiert und bewachten die Waffen

ist nicht gesichert. Offizielle Unterlagen dazu existieren entweder nicht mehr oder – wahrscheinlicher – befinden sich nach wie vor unter Verschluss.

Sämtliche Informationen rund um das Atomwaffenprogramm galten damals wie heute als höchst vertraulich; während die NATO vor einigen Jahren einige Dokumente der damaligen Zeit öffentlich machte, sind die Informationen aus den USA nach wie vor spärlich. Die US-Regierung hat bislang lediglich offiziell bestätigt, dieses „Stockpile System“, also das Vorratssystem für nukleare Artilleriegeschosse, in Deutschland und Großbritannien angewandt zu haben.

„Haben uns immer Eis spendiert“

Wie der Alltag der US-Amerikaner aussah, aber auch, welche gesellschaftlichen Auswirkungen ihre über 15-jährige Präsenz hier hatte, ist auch 42 Jahre nach ihrem Abziehen nicht aufgearbeitet. Genauso wie offizielle Dokumente, lassen sich auch Zeitzeugen aus den USA nur schwer finden. Erzählungen, wie die Entdeckung der lokalen Jugend von Coca Cola in Natz und reguläre Besuche der US-Soldaten in der damals legendären Diskothek „ickx2000“ beim Temlhof, lassen nur erahnen, dass die Präsenz der Amerikaner auch bei den Einheimischen ihre Spuren hinterlassen hat. Viele, die zu dieser Zeit Kinder waren, erinnern sich noch heute an sie, wie sie mit ihren Autos mit amerikanischen Kennzeichen durch die Straßen der Umgebung düsten. „Die US-Soldaten haben uns Kindern immer Eis spendiert, weil sie von ihrem Sold bei uns sehr gut leben konnten“, erinnert sich etwa Peter Gasser, der ehemalige Bürgermeister von Natz-Schabs. Er weiß auch von Soldaten, die davon berichteten, wie sie an den Atomwaffen in Natz Übungen durchführten. Erzählt wird zudem, dass nach dem Attentat auf israelische Athleten bei den Olympischen Spielen in München 1972 eine erhöhte Alarmstufe auf dem Militärareal gegolten haben soll – aus Angst, dass palästinensische Terroristen versuchen könnten, sich die Waffen anzueignen. Von Kindern, die in diesen Jahren entstanden sind, ist ebenso die Rede, wenngleich nach wie vor lieber nicht zu viel darüber gesprochen wird. Auch Angst vor den in Natz gelagerten Waffen und den Auswirkungen eines möglichen Anschlags auf das Militärareal verspürten einige Einheimische. 1983 fand ein Friedensmarsch vor dem Areal statt, um gegen die Aufrüstung und die atomare Bedrohung zu demonstrieren.

Nach wie vor streng geheim

Im Sommer 1983 endete der Einsatz der US-Truppen in Natz-Schabs, die atomaren Sprengköpfe wurden wohl mit Helikoptern nach Vicenza gebracht. Die USA und die Sowjetunion verhandelten zu dieser Zeit über die atomare Abrüstung. Waren es damals noch tausende, lagern die USA heute offiziell noch etwa 100 Atombomben auf NATOStützpunkten in Europa: in Belgien, Deutschland, Holland, der Türkei. Und in Italien: in Aviano in Friaul-JulischVenetien, nur 108 Kilometer Luftlinie von Natz-Schabs entfernt, sowie in Ghedi in der Lombardei. Untergebracht in unterirdischen Magazinen, um einem möglichen Angriff möglichst lange standhalten zu können. Wie viele genau es sind, ist, Sie ahnen es bereits: streng geheim.

Der Militärstützpunkt war auch unter dem Codenamen „Site Rigel“ bekannt
Wie viele Nuklearwaffen in Natz gelagert wurden, ist nicht gewiss

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Externe Verstärkung für neue Sicherheit

MOBILITÄT: Nach monatelanger Sperre ist die Riggertalbrücke seit 19. Juli wieder für den gesamten Verkehr freigegeben. Eine externe Vorspannung bringt Stabilität.

Es war eine Operation am offenen Herzen der Infrastruktur – sichtbar nur für jene, die regelmäßig über die Riggertalbrücke fuhren, zwischen Vahrn Nord und dem Pustertal. Für sie wurde das unsichtbare Problem greifbar: orange Westen, schweres Gerät, Sperren, Staus.

Die Fahrbahn war zeitweise nur einspurig befahrbar – ein klaffendes Loch im Asphalt, wo sonst der Verkehr rollte. Vor der Brücke: ein provisorischer Kreisverkehr – für viele das Signal zur Umkehr, wenn die Uhr tickte und sich der Stau gefühlt gar nicht mehr auflösen

 Für die Sicherheit wurde kein Aufwand gescheut: komplexe Arbeiten an der Riggertalbrücke

wollte. Statt über das Viadukt ging es in diesem Fall wieder über die alte Straße durch Schabs, Neustift und Brixen.

Die Brücke war zum Nadelöhr geworden – und zum Schauplatz eines aufwendigen technischen Eingriffs, der ihre Lebenszeit verlängert.

Neues Verstärkungssystem

Zwei große Stützen mussten saniert und gestärkt werden, mit einer sogenannten „externen Vorspannung“, also mit modernen Stahlteilen und Seilen, die das alte Bauwerk wieder tragfähig machen. Was früher im Inneren der Brücke für die nötige Spannung sorgte, wurde nun außen ergänzt. „In dieser Dimension war das sicher einmalig hier im Land“, erklärt Martin Vallazza, Direktor des Ressorts Infrastrukturen und Mobilität. Eigene Stahlkonstruktionen

mussten angefertigt werden. Die Stahlelemente wiegen jeweils elf Tonnen und wurden durch eine ein mal drei Meter große Öffnung von der Brückendecke aus abgesenkt. Sobald sich die Konstruktion in der richtigen Position befand, wurde sie vom Baukran entkoppelt und mit einer unter der Brücke installierten Hebevorrichtung verbunden, um sie zu fixieren. Der entscheidende Schritt: Stahlkabel, die mit viel Kraft gespannt werden. So entstand ein neues Verstärkungssystem, das die Zugkraft auf den Beton der Brücke überträgt – und ihn dadurch wieder stabil macht.

Sperrung per Dringlichkeitsverordnung

Wie berichtet, wurde diese Brücke, eigentlich die größte im Land, wie Vallazza erklärt, überwacht. Das rund 50 Jahre alte Bauwerk war gealtert – 40 Meter hoch, 184 Meter lang, tagtäglich belastet von rund 20.000 Fahrzeugen. Doch was sich im Inneren der Betonpfeiler abspielte, überraschte sogar Fachexperten. Im Dezember 2024 wurde die Spannbetonbrücke per Dringlichkeitsverordnung für den Schwerverkehr gesperrt – zu groß war die Gefahr, dass sie die Last von tonnenschweren LKWs zum Einstürzen bringen würde.

Denn was man von außen nicht sah, war das eigentliche Problem: Der Beton – jener Werk-

stoff, der dem Viadukt seine Stabilität geben sollte – wies im Inneren massive Schwächen auf. Niemand kann heute mehr mit Sicherheit sagen, ob die Spannkabel im Inneren damals korrekt verpresst wurden. Fakt ist jedenfalls, wie Philipp Sicher in der Februar-Ausgabe des „Brixners“ erklärt hatte: „Die Hohlräume waren nicht so verpresst, wie sie hätten sein sollen.“

Und das ist fatal, denn Wasser, Salz und Stahl sind eine zerstörerische Kombination. Ob salzhaltige Seeluft wie bei der Morandi-Brücke in Genua oder Streusalz aus dem alpinen Winterdienst: Eindringendes Wasser führt zum größten Feind, und das ist Rost. Er frisst sich langsam durch die verborgenen Spannkabel im Inneren – bis das gesamte statische System geschwächt ist. Ein Kollaps, der sich über Jahre hinweg unbemerkt anbahnen kann – und sich dann binnen Sekunden vollzieht. Die Morandi-Brücke wurde zum warnenden Symbol dafür.

Die Riggertalbrücke trägt dieselbe Verletzlichkeit in sich – als einzige der 1.600 Brücken, die das Land Südtirol verwaltet, mit dieser speziellen Form der internen Vorspannung. Ein technisches Wagnis ihrer Zeit – und heute eine Herausforderung für den Erhalt. Gerade deshalb war in den vielen Presseaussendungen des Landes immer wieder von einem baulichen Sonderfall und einem empfindlichen statischen System die Rede.

Wann kommt die neue Brücke?

Entsprechend aufwendig und herausfordernd gestaltete sich auch der technische Eingriff an den zwei Stützen. Die Vorspannung an der ersten Stütze wurde im Juni vollzogen, die zweite Mitte Juli. „Weil die Verstärkung jetzt außen am Beton angebracht ist, können wir ihren Zustand viel besser im Blick behalten und bei Bedarf sofort eingreifen“, sagt Vallazza vom Ressort Infrastrukturen und Mobilität. Heute steht fest: Die Verstärkung funktioniert – vorerst. Sie soll die Brücke so lange stabil halten, bis der geplante Neubau einer zweiten, modernen Brücke Realität wird.

Derzeit läuft das Bauleitplanverfahren für die neue Brücke. Ein Planungsbüro wurde bereits beauftragt, „aber das Ganze wird sicher einige Jahre dauern“, sagt Vallazza. Klar ist nur: Diese zweite Brücke wird kommen, irgendwann. Bis dahin trägt die bestehende Riggertalbrücke weiterhin die tägliche Last von 20.000 Fahrzeugen – mit neuer Kraft im Inneren.

Seit 19. Juli lässt sich die Riggertalbrücke wieder mit ruhigem Gewissen überqueren –ohne Baustellen, ohne Sperrungen, dafür mit dem sicheren Gefühl, dass die neue äußere Verstärkung Stabilität und Vertrauen zurückbringt. lisa.hintner@brixner.info

Above the city, beyond the expected

Design, Panorama und japanische Fusion-Küche: Im Herzen von Bozen eröffnet das Falkensteiner Hotel Bozen WaltherPark – urban, stilvoll, überraschend. Seit dem 10. Juli heißt General Manager Emanuele Raffuzzi die ersten Gäste willkommen und bringt frischen Wind ins Bozner Stadtgefühl.

Entworfen von David Chipperfield und Teil des visionären WaltherPark-Projekts, vereint das Hotel City-Vibes mit Bergpanorama. Die 114 Zimmer sind reduziert, edel, wohnlich –durchzogen von sattem Grün, das die Natur Südtirols nach innen holt.

Im 6. Stock sorgt die Mochi Sushi.Grill. Rooftop Bar für ein kulinarisches Highlight: japanische Fusion-Küche mit europäischem Twist, serviert mit Weitblick. Küchenchef

Lorenzo Baldacci setzt auf das Sharing-Prinzip: Sushi, Sashimi, Karaage, Robata-Grill, Donburi und Tapas-Stil-Gerichte bieten eine Vielfalt an Aromen – begleitet von feinen Drinks in entspannter Atmosphäre.

Mit 25 Metern Höhe ist das Mochi die erste echte Rooftop-Bar Bozens – ein neuer Treffpunkt mit Blick auf Rosengarten und Altstadt. Zwei Räume stehen für private Feiern oder Business-Events zur Verfügung.

Wellness bietet das Acquapura SPA mit Sauna, Dampfbad, Ruheraum und Fitness –offen auch für externe Gäste via Day Spa oder Membership.

Ein Hotel als stilvolles Statement – über dem Gewohnten, für alle, die das Besondere suchen.

„Über den Dächern von Bozen wird Genuss neu definiert – stilvoll, gesellig, überraschend.“

Falkensteiner Hotel Bozen WaltherPark | Südtirolerstraße

Japanische Fusion-Küche mit Panoramablick über den Dächern von Bozen in der Mochi Sushi.Grill.Rooftop Bar

Falkensteiner Hotel Bozen WaltherPark

WIRTSCHAFT

475 Jahre A. Weger

Für sein sage und schreibe 475-jähriges Bestehen wurde das Brixner Unternehmen A. Weger als einer von 24 Betrieben mit dem Südtiroler Wirtschaftspreis 2025 ausgezeichnet. Die Handelskammer zeichnet damit Unternehmen mit mehr als 50-jähriger Tätigkeit aus – für A. Weger also ein Klacks. Das Unternehmen war im Jahr 1550 als erste Druckerei Südtirols gegründet worden und addierte wenig später einen Verlag sowie

UMWELT

Neuer Müllsammeldienst

Die Stadtwerke Brixen haben die Rest- und Biomüllsammlung nun auch im Raum Natz-Schabs übernommen. Seit 1. Juli ergeben sich für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde damit einzelne Änderungen in der Müllsammlung: Die Restmüllsammlung erfolgt nun mittwochs statt dienstags, die Biomüllsammlung bleibt wie gewohnt am Donnerstag. Zusätzlich wird in den Sommermonaten Juni bis September auch montags Biomüll abgeholt. Die Stadtwerke Brixen empfehlen, die Abfallbehälter bereits am frühen Morgen zur Sammelstelle zu bringen. Der

die Buch- und Papierhandlung, die sich bis heute in Brixens Altstadt befindet. Anfangs wurde selbstverständlich noch mit den beweglichen Lettern gedruckt, und zwar zunächst vor allem für die umliegenden Klöster und den Bischof. „Dieser hat die Druckerei überhaupt erst ins Leben gerufen“, berichtet der ehemalige Geschäftsführer Andreas von Mörl. Heute drucke man für „alle“ – Handwerk, Industrie, Handel und Privatpersonen. Im Laufe der Zeit wurde die Firma meist direkt, einmal indirekt, in der Familie weitergegeben. So auch zuletzt 2021, als Andreas von Mörl das Unternehmen an seine Söhne Matthias und Leonhard von Mörl übertrug. „So eine lange

Tradition ist nicht selbstverständlich“, freut sich Andreas von Mörl. Eine Mitarbeiterin hatte ihn auf den Wirtschaftspreis aufmerksam gemacht und alle notwendigen Schritte eingeleitet. Die Übergabe des Preises und die damit einhergehende Anerkennung nahmen er und sein Sohn Leonhard mit großer Freude und Dankbarkeit an. „Die Urkunde hängt jetzt eingerahmt im Büro“, verkündet der baldige Rentner – denn: Am 1. Dezember dieses Jahres wird Andreas von Mörl nach 44 Jahren Weger-Mitarbeit in den Ruhestand treten. Im Bild die Familie von Mörl (von links): Leonhard, Matthias, Andreas, Ruth und Laurenz. dm

Grund für den Wechsel ist die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Dienst. Ende Juni lief der bestehende Vertrag aus, und die Gemeinde entschied sich gegen eine Vertragsverlängerung von zwei Jahren; in der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken hoffe man auf eine verlässlichere Müllsammlung. „In den ersten zwei Juliwochen hat sie bereits gut funktioniert“, teilte Bürgermeister Alexander Überbacher mit. Auch Franz Berretta, Generaldirektor der Stadtwerke, äußerte sich positiv: „Wir freuen uns, das Vertrauen der Gemeinde Natz-Schabs zu erhalten und auch dort unsere Leistungen im Bereich der Abfallbewirtschaftung anbieten zu dürfen.“ Die Stadtwerke Brixen bauen ihre regionale Präsenz im Bereich der Entsorgung somit weiter aus: Mit Natz-Schabs nutzen nun acht Gemeinden die Dienstleistungen der Stadtwerke – ganz im Sinn einer nachhaltigen Infrastrukturentwicklung im Eisacktal. dm

„Brixen for Kids“, die ganzjährige kostenlose Kinderbetreuung am Samstagvormittag, ist Anfang Juli in den Innenhof des Lachmüllerhauses umgezogen. Fejdjux ASV betreut die Kinder im Alter von drei bis elf Jahren mit einem passenden Programm.

Die Südtiroler Bauernjugend prämiert mit ihrem Preis „IM. PULS“ innovative Projekte, die bereits am Hof umgesetzt wurden und dazu beitragen, die Landwirtschaft zukunftsfit zu machen. Die Bewerbungsfrist endet am 11. September. Infos: https:// www.sbj.it/de/innovationspreis.

Ab sofort gelten die vergünstigten Tarife für den ÖPNV auch für Lehrlinge. Dank dieser von der Landesregierung beschlossenen Regelung können nun alle Jugendlichen unabhängig vom Bildungsweg auf kostengünstige Tarife zur Schule oder Lehrstelle zurückgreifen.

Foto:
Oskar
Zingerle

STADTGEHEIMNISSE

Was erinnert in Brixen an Ignaz Mitterer?

Von der Goethestraße führen drei Parallelstraßen gegen Norden, die Musikern gewidmet sind: Giuseppe Verdi, Vinzenz Goller und Ignaz Mitterer. Am 11. August 2024 wurde zum 100. Todestag des Komponisten und Domkapellmeisters Ignaz Mitterer über dem Eingang zum Kreuzgang, wo er seine Wohnung hatte, eine Gedenktafel angebracht (Albuingasse 2). Ignaz Mitterer wurde am 2. Februar 1850 in St. Justina in Osttirol geboren. Die namengebende Kirche ist dem Kloster Neustift inkorporiert. Mit zwölf Jahren kam er denn auch als Singknabe dorthin, nachdem er schon als Zehnjähriger eine dreistimmige Messe komponiert haben soll. Nach dem Besuch des Gymnasiums im Kassianeum trat er 1871 ins Priesterseminar ein, wo er sich auch der Musik widmete. Seine weitere kirchenmusikalische Ausbildung erhielt er in Regensburg und in Rom. Nachdem er drei Jahre als Domkapellmeister in Regensburg gewirkt hatte, berief ihn Fürstbischof Simon Aichner 1885 nach Brixen, wo er 32 Jahre als Domkapellmeister wirkte. Von seinen etwa 200 Werken seien hier nur die „Herz-Jesu-Messe“ von 1896 sowie die „Millenniums-Messe“ anlässlich der Jahrtausendfeier der Stadt Brixen im Jahre 1901 erwähnt. Unvergessen ist das Herz-Jesu-Bundeslied „Auf zum Schwur, Tiroler Land“. Nachdem Ignaz Mitterer 1905 Ehrenbürger der Stadt Brixen und 1906 päpstlicher Geheimkämmerer (Monsignore) geworden war, wurde er 1917 noch von Kaiser Karl zum Kanoniker ernannt. Nach kurzer Krankheit starb er am 18. August 1924. ed

Anregungen: redaktion@brixner.info

Plötzlich ein höherer Preis im Schwimmbad?

Ein Schwimmbadbesuch soll entspannen – nicht überraschen. Doch manchmal kostet der Eintritt plötzlich mehr als erwartet. So vermeintlich geschehen in der Acquarena in Brixen, wo laut einer Stammkundin der Preis erhöht worden sei, weil, so die angebliche Auskunft an der Kassa, „heute viel los ist“. Markus Ritsch von den Stadtwerken Brixen widerspricht: Die Preise seien fix, eine spontane Preisanpassung je nach Besucherandrang nicht vorgesehen. Wahrscheinlich handelte es sich beim geschilderten Fall um einen regulären Aufpreis für Wochenenden oder Feiertage, der missverständlich kommuniziert wurde. Die Preisgestaltung ist an ein formelles Genehmigungsverfahren durch den Brixner Stadtrat gebunden, da die Acquarena in öffentlicher Hand

ist. Laut Gunde Bauhofer von der Verbraucherzentrale Südtirol sind spontane Preisänderungen grundsätzlich nur erlaubt, wenn sie vor dem Kauf klar ersichtlich sind. Bei öffentlichen Einrichtungen wie der Acquarena sei Transparenz besonders wichtig. Private Betreiber hingegen dürfen ihre Preise flexibel anpassen – theoretisch sogar täglich. In der Praxis sei dies jedoch selten: „Der Preis ist ein besonders sensibler Faktor“, sagt Bauhofer, „er beeinflusst das Vertrauen der Kundinnen und Kunden stark. Spontane Aufschläge kommen nicht gut an.“ Laut aktueller Erhebung der Verbraucherzentrale blieben Südtirols Freibadpreise 2025 meist stabil; vereinzelt gab es leichte Steigerungen, etwa in der Acquarena. lh

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„Mikroplastik im Apfelanbau analysieren“

LUDGER JANSEN, Professor der Philosophie an der PTH Brixen, über ein neues Forschungsprojekt zum Klimaeinfluss von Mikroplastik und zum Plastikeinsatz im Apfelanbau.

Herr Jansen, die PhilosophischTheologische Hochschule leitet ein neues Forschungsprojekt „ClimaOO“. Was kann man darunter verstehen?

Es geht in diesem Projekt um Mikroplastik und seinen Einfluss auf den Klimawandel. Wir wollen herausfinden, wie man Messverfahren für Mikroplastik miteinander vergleichen kann. Dafür schauen wir darauf, welche Arten von Mikroplastik relevant sind und welche Klassifikationen es gibt – etwa die Größe, Herkunft, Material, Form und Anzahl. Diese Vergleichsmaßstäbe wollen wir einem Computer beibringen

und eine Struktur erstellen, in der Daten der Mikroplastikforschung künftig automatisch miteinander verglichen werden können. In den kommenden zwei Jahren werden wir an diesem Thema forschen.

Im Idealfall lässt sich damit künftig auch Mikroplastik reduzieren?

Ja. Am kleinen Beispiel des Apfelanbaus wollen wir uns dann ansehen, wo in der Südtiroler Landwirtschaft Plastik eingesetzt wird, und wie belastet die Böden möglicherweise bereits sind. Dafür sprechen wir mit Apfelbäuerinnen und Apfelbauern und entnehmen Proben. Darauf aufbauend kann man dann auch ermitteln, in wel-

chen Bereichen durchaus Alternativen zum Plastik eingesetzt werden könnten. Das ist ein sehr lokales Beispiel, das als Teillösung für ein globales Problem verstanden werden kann.

Wer sind Ihre Projektpartner? Wir sind ein interdisziplinäres Team: Neben der PTH gehören zu unseren Partnern das Bozner Forschungszentrum Eco Research, das Versuchszentrum Laimburg sowie das Fraunhofer Institut Italia. Finanziert wird das Projekt im Rahmen der Forschungsausschreibung des Landes zum „Klimaplans 2040“. anina.vontavon@brixner.info

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„Vom Grundstück zum Wohnraum“

SMART LIVING: Zukunftsfähig bauen, regional denken –Smart Living bald im Eisacktal? Ein Gespräch mit GREGOR WIERER.

Herr Wierer, was macht Smart Living?

GREGOR WIERER: Wir bringen Wohnraum dorthin, wo er gebraucht wird. Als erfahrene Projektentwickler für hochwertige Wohnanlagen wollen wir nun auch im Eisacktal aktiv werden – und suchen dafür passende Baugründe.

Welche Möglichkeiten haben Eigentümer eines Baugrunds?

Viele Eigentümer stehen vor schwierigen Entscheidungen: Vererben, verkaufen, bebauen oder doch behalten? Bei Smart Living bieten wir auch die Möglichkeit, ein Grundstück gegen künftige entstehende Wohneinheiten einzutauschen. In persönlichen Gesprächen entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen – sei es für Bestandsgebäude oder unbebaute

Grundstücke. Jede Option wird sorgfältig geprüft.

Warum sollte man sich an Smart Living wenden?

Unser Anspruch ist es, Immobilien mit langfristiger Wertbeständigkeit zu schaffen. Dafür entstehen unsere Projekte nicht am Reißbrett, sondern im Dialog – mit Grundstückseigentümern, Anrainern, Behörden sowie den besten lokalen Planern und Handwerksbetrieben. Zahlreiche Referenzprojekte belegen die Qualität unseres Ansatzes.

Wieso jetzt der Schritt ins Eisacktal?

Seit zehn Jahren realisieren wir stilvolle Wohnprojekte im Pustertal. Dieses Jubiläum ist für uns nicht nur Grund zur Freude, son-

BAUGRÜNDE UND BESTANDSKUBATUREN

dern auch Ansporn, unsere Erfahrung in neue Bezirke zu tragen. Im Eisacktal wollen wir Impulse setzen – mit Gebäuden, die langfristig zur Lebensqualität beitra-

gen. Unsere Erfahrung zeigt: Wenn Planung und Umsetzung professionell erfolgen, profitieren am Ende alle – eine echte Winwin-Situation.

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Sie besitzen Baugründe und Bestandskubaturen, die Sie verkaufen möchten?

Wir bieten eine direkte und PROVISIONSFREIE Verkaufsabwicklung mit dem Bauträger. Ohne großen Aufwand und mit persönlicher Betreuung.

Sie interessieren sich für Immobilien?

Dann sind wir der richtige Ansprechpartner. Tauschen Sie Ihr Grundstück gegen moderne Wohnungen, die darauf entstehen.

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website: smartliving.bz

Gregor Wierer

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

T +39 0474 64 66 49

SEA
Ein aktuelles Bauprojekt von Smart Living: die Wohnanlage Living Ahr in Gais

Familienkompetenz in vierter Generation

RUTH IMMOBILIEN: Das Familienunternehmen überzeugt beim Verkauf von Immobilien mit Fachkenntnis, Seriosität und persönlicher Betreuung. Kein Wunder also, dass die Makleragentur regelmäßig als Exklusivpartner mit der Vermarktung hochwertiger Objekte betraut wird –so auch bei der einzigartigen Wohnanlage Soliman in Brixen.

Durch den Einsatz von viel Holz im Außenbereich fügen sich die Baukörper harmonisch in den angrenzenden Naherholungsraum ein

Vertrauen, Seriosität und individuelle Betreuung – dafür steht Ruth Immobilien seit Generationen. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit Sitz in Vahrn und einer Filiale in Bozen ist eine gefragte Adresse für die Vermittlung hochwertiger Wohnimmobilien in Südtirol. Diese Stärken schätzen auch Bauträger: So wurde Ruth Immobilien vom renommierten Bauunternehmen Plattner AG mit dem Exklusivverkauf der anspruchsvollen Wohnanlage Soliman in Brixen betraut.

Soliman – schönes Wohnen zwischen Stadt und Natur

Am Fuße des Kranebitter Hügels, direkt am Eisack und nur wenige Gehminuten von der Brixner Altstadt entfernt, entstand mit der Wohnanlage Soliman ein Projekt, das Wohnen auf hohem Niveau neu definiert. Die drei elegant gestalteten Baukörper sind so angeordnet, dass alle Wohneinheiten lichtdurchflutet sind und naturnahe Ausblicke bieten. Großzügige Terrassen oder Gärten, eine nachhaltige Bauweise

nach „KlimaHaus“-Standard „A Nature“ sowie die Verwendung von ökologischen Materialien garantieren höchsten Wohnkomfort.

Exklusive Vermarktung mit Erfahrung

„Die Nachfrage war von Anfang an enorm“, erzählt Maximilian Schenk Volgger, der das Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Schwester Alexandra und Mutter Ruth führt. „Noch vor Baubeginn erreichten uns zahlreiche Anfragen – die Kombination aus Lage, nachhaltiger Bauweise und zeitgemäßer Architektur trifft den Puls der Zeit.“

Der Vermittlungserfolg von Ruth Immobilien ist kein Zufall: Die Makleragentur setzt auf fundierte Beratung, maßgeschneiderte Vermarktungskonzepte und persönliche Begleitung. Käufer und Verkäufer profitieren von der langjährigen Maklererfahrung, der professionellen Arbeitsweise und dem starken Engagement eines Familienbetriebs, der in vierter Generation geführt wird. Die persönliche Identifikation mit jedem Projekt macht den Unterschied – das spüren sowohl Käufer als auch Bauträger.

Nur noch wenige Wohnungen verfügbar

Nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren wurde die Wohnanlage Soliman im Frühjahr fertiggestellt. Der Großteil der Wohnungen ist bereits verkauft, nur wenige Wohneinheiten sind noch verfügbar. Interessenten sollten daher rasch handeln – denn die Verbindung aus Lage und Qualität macht Soliman zu einem einzigartig attraktiven Wohnsitz.

Weitere Informationen zu den letzten freien Wohneinheiten in der Wohnanlage Soliman und zum gesamten Immobilienangebot von Ruth Immobilien finden sich unter www.ruth-immobilien.com.

Vahrn, Dorfstraße 12 Tel. 0472 970090

Bozen, Waltherplatz 2 Tel. 0471 090790

info@ruth-immobilien.com www.ruth-immobilien.com

Das Team von Ruth Immobilien (von links): Maximilian Schenk Volgger, Ruth Volgger, Alexander Gruber, Alexandra Schenk Volgger und Dennis Fanani
Gemeinschaftliche Grünflächen sorgen für hohe Aufenthaltsqualität im Freien
Die Wohnanlage Soliman zeichnet sich durch nachhaltige Bauweise im Klimahausstandard „A Nature“ aus

Sicherheit beim Immobilienkauf

WILLEITIMMOJUS: Was Käuferinnen und Käufer vor dem Immobilienkauf wissen und beachten sollten, um Risiken zu vermeiden.

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist für viele ein besonderes Ereignis im Leben. Oftmals ist die Kaufabwicklung aber mit viel Unsicherheit und Stress verbunden. Vor Vertragsabschluss sollte man deshalb einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachten. So empfiehlt sich für Kaufinteressenten unter anderem der Gang zum Grundbuchamt und zum Liegenschaftsregister, um sich einen Einblick über Eigentumsverhältnisse, Rechte, Lasten, Grenzen, Oberfläche, Gemeinschaftseigentum und Dienstbarkeiten zu verschaffen – denn in der Vorkaufsphase trägt vor allem der Käufer das Risiko. Der Verkäufer riskiert erst nachher, falls die Bezahlung noch nicht vollständig geleistet wurde und der Käufer die Wohnung bereits besetzt.

Was in der Vorkaufsphase zu beachten ist

Zum Schutz des Käufers insbesondere in der Vorkaufsphase hat der Gesetzgeber in den letzten Jahren eine Reihe von Verordnungen erlassen. So ist es beispielsweise bereits seit 1. Jänner 1997 möglich, den Kaufvorvertrag im Grundbuch

vermerken zu lassen. Dies kann für den angehenden Käufer von Vorteil sein, falls der versprechende Verkäufer in der Bauphase Konkurs anmelden muss. Einen erheblichen Käuferschutz birgt auch das Gesetz Nr. 210 vom 2. August 2004 mit dem dazugehörigen gesetzesvertretenden Dekret 122/2005, das Baufirmen zum Abschluss einer Bankbürgschaft für die im Voraus geleisteten Zahlungen und Raten sowie einer Versicherung gegen Baumängel mit zehnjähriger Gültigkeit verpflichtet. Grundsätzlich ist es immer ratsam, vom Verkäufer eine Bankgarantie für jene Zahlungen zu verlangen, die vor Abschluss des endgültigen Kaufvertrages geleistet werden.

Informieren und absichern

Vor jedem Immobilienkauf sollte man sich immer gut informieren und absichern. Beim Erwerb der Liegenschaft in ehelicher Gütergemeinschaft oder Gütertrennung sollte man sich über die verschiedenen Vor- und Nachteile im Klaren sein. Der endgültige Kaufvertrag muss vor einem Notar unterzeichnet werden. Laut Entscheidung des Oberlandesgerichtes Trient,

Außenstelle Bozen, vom 26. Mai 2004 ist es möglich, in Südtirol Kaufverträge durch einen österreichischen Notar kostengünstig beglaubigen zu lassen. Dabei ist jedoch zu präzisieren, dass dieser im Gegensatz zu seinen italienischen Amtskollegen ausschließlich die Unterschrift der Vertragsparteien beglaubigt, nicht jedoch eine inhaltliche Prüfung der Urkunde vornimmt.

Rechtsberatung und Betreuung rund um Immobilien

Hannes Willeit vom Immobilienbüro Willeitimmojus hat sich auf die Abwicklung von Immobilienrechtsgeschäften spezialisiert. Sein Leistungsspektrum umfasst die Erstellung von Immobilienverträgen wie Kauf-, Miet-, Pachtoder Schenkungsverträge, die Vermittlung von Immobilien in Südtirol und Innsbruck, die Abwicklung von Immobilienschätzungen, Unternehmensnachfolgen und Hofübergaben bis hin zur Regelung von Erbschaftsangelegenheiten. Kunden profitieren vom umfassenden Service sowie von der einwandfreien juristischen Ab-

Hannes Willeit, Vertragsjurist und Immobilienmakler: „Gerne berate ich zu allen Immobilienfragen und betreue Sie bei Immobilienrechtsgeschäften jeglicher Art“

wicklung und Schaffung von Rechtssicherheit für alle Beteiligten – mit der Gewissheit, dass stets die steuergünstigste Variante erarbeitet wird.

Die Brixner

„Neue Stadtverwaltung in den Startlöchern“ – mit diesem Titel stellte Bürgermeister Klaus Seebacher seine neue Mannschaft vor – und begann sehr nachdenklich: „Die Ausgangssituation für die neue Stadtverwaltung ist bestimmt alles eher als einfach: Die Mehrheiten sind dünn geworden, und dünne Mehrheiten bedeuten größere Unsicherheit in der Verwaltungsarbeit und größeren Zeitaufwand in der Suche nach Konsens. Dies wäre weiter nicht schlimm; ärger bewerte ich die Gefahr, daß Suche nach Konsens in vielen Fällen zu Kompromissen führen kann, die wiederum nicht immer die beste Sachlösung darstellen“. Seebacher jammerte aber auf höchstem Niveau: Die SVP hatte bei den Gemeindewahlen 1990 zwar 5,8 Prozentpunkte verloren, vereinte aber trotzdem noch 57,1 Prozent der Stimmen auf sich. Der Stadtrat bestand neben Seebacher aus Dario Stablum (Vize-Bürgermeister),

Inzwischen hat auch der „Brixner“ einige Jährchen auf dem Buckel, weshalb wir hier nun 35 Jahre zurückblicken.

Über diesen QR­Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe.

Über diesen QR­Code erreichen Sie die gesamte Ausgabe: Der „Brixner“ Nr. 6 Juli 1990

Claudio Doro, Giorgio Mion, Helmuth Kerer, Kathi Trojer, Heinrich Thaler, Andreas Piok und Franz Stockner.

S. 9

In unserer Umfrage auf Seite 13 wollten wir wissen, wo die Brixner ihren Urlaub verbringen werden – und Sabine Pfitscher zog es dabei in die Ferne: „Wir denken an eine Fernreise, vielleicht mit einem Lastminute-Flug. Da weiß man nie genau, wo man landet, ich denke aber an Indonesien, Thailand oder so. Weil wir beide unterrichten, haben wir keine großen Zeitprobleme.“ Wir lernen daraus: Entweder es haben sich die Verpflichtungen der Lehrerschaft in den letzten 35 Jahre maßgeblich verändert – oder die Selbstwahrnehmung ihrer eigenen Situation. S. 13

Albert Dejaco ist heute bei Radio Holiday in Bruneck – vor 35 Jahren arbeitete er aber noch bei Radio S3 in Brixen: „Fußballfans, die sich ihrer Sache allzu sicher sind, können ihre Wettleidenschaft manchmal nicht zähmen und lassen sich zuweilen zu recht unüber-

legten Wetteinsätzen hinreißen. Dass man damit auch baden gehen kann, hat Albert Dejaco am eigenen Leib erfahren müssen. ‚Die Deutschen kriegen von Holland auf den Deckel – hundertprozentig!“ Nun, Deutschland gewann aber mit 2:1, also musste sich Albi – „vollbekleidet selbstverständlich“ – ins Schwimmbad stürzen. S. 21

Der „Koschter“ beschäftigte sich diesmal mit dem Finsterwirt – und fand, wenig überraschend, nur lobende Worte: „Der Finsterwirt ist eine gute Adresse, ein fester Bezugspunkt, ein Gastlokal, auf dessen Beständigkeit und Qualitätsbewusstsein man sich blind verlassen kann“. Ein Blick auf die Speisenkarte lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen: „Rehkarrè rosa gebraten mit Schwarzplenten und Rohnen (Lire 16.000), luftgetrocknetes Wildfleisch mit Wacholderbutter oder, als Nachtisch, Apfelnocken auf Preiselbeersoße (Lire 5.000).“

Zur Erinnerung: Für 1.937,27 Lire bekam man 2001 einen Euro … S. 29

Roman Zanon von der „AG Verkehrsberuhigung“ der Grünen Bürgerliste beschreibt in einem ausführlichen Leserbrief zum damals geplanten Parkhaus in der Bahnhofstraße auf Seite 33 seine Vision: „Es ist mir klar, dass für unsere Wirtschaft in der Altstadt Parkstellplätze in zentraler Lage gebraucht werden. Allerdings trete ich dafür ein, daß man sich auf eine Anzahl benötigter Plätze einigt, um ein unvernünftiges Wachstum unserer Wirtschaft in der Innenstadt auf Kosten der verkehrsgeschädigten Bürger zu verhindern.“ Und: „Auf glückliche Entscheidungen werden wir leider nicht mehr allzulange hoffen können, weil die Umwelt weitere Fehler unserer Entscheidungen nicht mehr verkraftet“. Mit dem Verhindern von „unvernünftigem Wachstum der Wirtschaft in der Altstadt“ die Welt retten – wenn es nur so einfach wäre! S. 33

Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, www.brixner.info redaktion@brixner.info

E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info

E-Mail-Adressen der Redaktion: vorname.nachname@brixner.info

Anzeigenleitung: Sonja Messner Tel. +39 0472 060212, sonja.messner@brixmedia.it Verlag: Brixmedia GmbH

Herausgeber: Willy Vontavon (wv)

Chefredakteurin: Anina Vontavon (av)

Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job), Sabine Dejakum (sd), Mats Helmersson (mh), Ernst Delmonego (ed), Lisa Hintner (lh), Jorin

Massimo Flick (jmf), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Daniela Mair (dm), Stephanie Risse (sr), Lena Thielemann (lt), Lia Vontavon (lv), Oskar Zingerle (oz),

Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz)

Grafik: Mirjam Unterfrauner, Melanie Vitroler

Titelbild: Oskar Zingerle

Druck: Athesia Druck GmbH

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Der nächste „Brixner“ erscheint Ende August 2025 Nächster Redaktionsschluss: 11. August 2025

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Auflage: 11.000 Stück

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