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Brixner 418 - November 2024

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Jahrgang 35 · November 2024 Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Sicherheit am Fluss

Hochwasserschutzarbeiten gehen weiter


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Inhalt POLITIK & GESELLSCHAFT 04 | VAHRNS BÜRGERMEISTER ANDREAS SCHATZER IM INTERVIEW: „Diskussion nicht scheuen“

Editorial

12 | Die neue Kindertagesstätte „Klosterwiese“ in Brixen MENSCHEN & MEINUNGEN 18 | PORTRAIT: Egon Daporta 22 | Pro & Contra: Verlegung des Strommastens in Milland zu teuer? 24 | Umfrage: Angst vorm Krampus? KUNST & KULTUR 26 | DAS ASTRA IM WANDEL: Wie geht es weiter? VERANSTALTUNGEN 35 | TIMER: Dezember 2024 FREIZEIT & SPORT 42 | HALLENWARTE IN BRIXEN: Die guten Geister des Sports WIRTSCHAFT & UMWELT 55 | BAUARBEITEN IM EISACK: „Sicherheit geht vor“ 60 | Arbeiten am Bahnhof Brixen EXTRA 68 | Es weihnachtet

Teil des Problems Wäre es nach meiner Social-Media-Blase gegangen, hätte die neue US-Präsidentin eindeutig Kamala Harris geheißen. Donald Trump wäre ihr klar unterlegen und der Welt sein Gruselkabinett erspart geblieben. Es war für mich faszinierend zu beobachten, welche Inhalte kurz vor der US-Wahl in meinen Feed gespült wurden – und wie anders das Ergebnis ausfiel. Das macht wieder einmal deutlich, dass Social Media nur einen Bruchteil der Realität abbildet – und das punktgenau auf die jeweiligen Nutzenden zugeschnitten. Soziale Netzwerke sind darauf ausgelegt, uns möglichst lange an sich zu binden und zeigen deshalb gezielt Inhalte, die unserem Weltbild entsprechen. Zu sagen, dass Trump dank Social Media gewonnen hat, wäre vereinfacht und würde die haarsträubende Ideologie verharmlosen, die hinter seiner Politik steckt. Aber die exzessive Nutzung sozialer Netzwerke ist Teil des Problems – nicht nur in den USA, sondern auch bei uns. Sie vergiftet die Diskussionskultur, weil sich Menschen ständig in ihrer Meinung bestätigt fühlen, in Kommentarspalten austoben und im realen Leben nicht mehr mit anderen Sichtweisen umgehen können. Sie vereinfacht den Diskurs so sehr, dass sich viele gar nicht mehr mit den Details beschäftigen. Selbst auf unserer lokalsten Ebene erschrecke ich immer wieder darüber, wie viel Halbwissen eigentlich im Umlauf ist. Politikerinnen, Aktivisten und vermeintliche Expertinnen aller Art nutzen diese Kanäle aus, um ihre Meinungen als Fakten zu verkaufen. Die Grenzen zwischen Journalismus, Unterhaltung und Aktivismus verschwimmen online, und man kann sie immer weniger voneinander unterscheiden – von Deepfakes ganz zu schweigen. Die Lösung? Unbedingt (ich würde es am liebsten in Großbuchstaben schreiben) mehr Medienkompetenz! Das fängt in den Schulen an, aber wir alle müssen Medien verantwortungsvoll konsumieren und Social Media nicht als einzige Informationsquelle nutzen. Ihre Anina Vontavon


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› Politik & Gesellschaft

„ Diskussion nicht scheuen“ INTERVIEW: ANDREAS SCHATZER, Bürgermeister von Vahrn, über die kürzlich eröffnete Umfahrung, die vergangenen 15 Jahre als Bürgermeister – und ob er nochmal als Kandidat zur Verfügung stehen würde.

Herr Bürgermeister, zum Zeitpunkt dieses Interviews steht die Eröffnung der Umfahrung Vahrn kurz bevor. Wie geht es Ihnen damit – jetzt, wo es endlich so weit ist? ANDREAS SCHATZER: Grundsätzlich bin ich zufrie-

den. Sie müssen sich vorstellen, dass vor über 30 Jahren zum ersten Mal konkret über die Umfahrung nachgedacht wurde. Damals waren nicht alle überzeugt – die ursprüngliche Trasse führte quer durch die Felder im Norden von Brixen bis zum Vahrner Unterdorf. Damit waren die Grundeigentümer und die Gemeindeverwaltung aber nicht einverstanden. Der jetzige Verlauf wurde erst später definiert. Wir mussten lange auf die Realisierung warten, denn ursprünglich hätte laut Vereinbarung die Umfahrung noch vor dem Brixner Mittelanschluss realisiert werden sollen. Nun öffnet sie also endlich und stellt einen weiteren wichtigen Schritt zur Verkehrsberuhigung unseres Dorfes dar. Gleichzeitig stellen wir ein Gesuch an das Land, um den Bereich der Staatsstraße vom neuen Kreisverkehr im Norden bis zum Rondell an der Pustertaler Kreuzung als Gemeindestraße zu übernehmen – inklusive der Eisackstraße, die nach Neustift führt.

Warum ist die Übernahme der Staatsstraße in diesem Bereich notwendig?

Derzeit fahren über die Brennerstraße 15.000 Autos pro Tag, und selbst wenn die Hälfte davon die Umfahrung nutzt, sind es immer noch über 7.000 Autos – das sind immer noch zu viele. Wir müssen deshalb weitere Maßnahmen setzen, um so viele Autos wie möglich auf die Umfahrung zu leiten: Sobald die Brennerstraße in Gemeindebesitz ist, verfügen wir über einen viel größeren Spielraum, um dort verkehrsberuhigende Maßnahmen einzuführen. Sie sind ein wichtiger zweiter Schritt, um das Dorf vom Verkehr zu entlasten. Welche konkreten verkehrsberuhigenden Maßnahmen stellen Sie sich vor?

Wir arbeiten derzeit im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogrammes ein Mobilitätskonzept aus. Vor allem sieht es vor, durch Fußgängerübergänge, Einengungen und durch den Bau von Radwegen die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu drosseln. Im Unterdorf beim Gasthof Lamm und im Löwenviertel sollen teilweise Wohnstraßen entstehen.


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Fotos: Oskar Zingerle

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Die Alte Straße soll ab der Sportzone für den Autoverkehr gesperrt werden und nur noch den Fahrradfahrern und Fußgängern zur Verfügung stehen. Kurzfristig wollen wir, ähnlich wie die Gemeinde Brixen, durch provisorische verstellbare Verkehrsinseln unterschiedliche Maßnahmen testen und auf ihre Wirkung überprüfen. Für das Dorf Vahrn ist die neue Umfahrung also ein bedeutender Moment …

Ja, absolut, und insgesamt ist die Freude sehr groß – das merkt man auch daran, wie viele Menschen sich an der Organisation der Eröffnungsfeier beteiligten. Aber natürlich muss man auch anmerken, dass es Teile des Dorfes gibt, die von der Umfahrung nicht unbedingt profitieren werden: Künftig werden noch mehr Autos vom Pustertal über die Riggertalbrücke fahren und die Umfahrung bis nach Brixen Süd nutzen. Die Bahnhofssiedlung wird noch stärker belastet und spürt die positiven Effekte der Umfahrung gar nicht. Unterhalb der Wohngebäude des Poltenwegs und der Salernstraße kommt zur Eisenbahn und der Autobahn nun auch noch die Umfahrung hinzu.

p VAHRNS BÜRGERMEIS­ TER ANDREAS SCHATZER IM GESPRÄCH MIT DEM „BRIXNER“: „Es geht um den Kompromiss"

Diese Häusergruppen profitieren ebenfalls nicht, und leider liegen die Verkehrsachsen in diesen Zonen tiefer als die Häuser: Lärmschutzwände sind also nur bedingt effizient. Wie bei allen großen Projekten werden aber leider niemals 100 Prozent der Bevölkerung zufriedengestellt. Ist es schwierig, als Bürgermeister immer den Bedürfnissen aller gerecht zu werden?

Ja, natürlich. Für viele Vahrnerinnen und Vahrner stellt diese Umfahrung eine ungemeine Verbesserung dar. Diese Entscheidung musste also getroffen werden – und, wie gesagt: Für fast alle ist die Eröffnung ein freudiger Moment. Man muss sich nur zurückerinnern an die Zeit vor der Umfahrung in Brixen: Der Stau zog sich morgens teilweise bis zur Vahrner Dorfeinfahrt. Als die Umfahrung in Brixen heuer ohne Vorankündigung gesperrt war, stand der Verkehr bis zur Autobahneinfahrt still. Die Gemeinde investiert viel in die bessere Verkehrssteuerung: Neben den bereits genannten Maßnahmen vergeben wir zum Beispiel 200 E-Bikes für die Aktion „RadVahrn“, die sich großer Beliebtheit erfreut. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist


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› Politik & Gesellschaft Die Autobahn ist für Vahrn nach wie vor sehr belastend. Heutzutage würde man einen solchen Bau nicht mehr zulassen, weshalb wir langfristig auf eine Verlegung hinarbeiten. Im Bauleitplan haben wir vor Jahren vorgesehen, die Autobahn in den Berg zu verlegen – in der Hoffnung, dass das irgendwann gelingt. Der Vorschlag der Grünen Bürgerliste, die Autobahn einzuhausen, wäre zwar für Luft und Lärm zielführend, aber die Trennung der zwei Ortsteile würde das noch wesentlich verstärken. Seit 2010 sind Sie Bürgermeister von Vahrn. Hat sich Gemeindepolitik in den letzten Jahren verändert?

Vahrn im 15-Minuten-Takt an Brixen angebunden. Aber all diese Schritte haben noch nicht jene Wirkung auf das Verkehrsaufkommen erzielt, die wir uns erwartet hatten: Der Autoverkehr nimmt nach wie vor zu. Mit dem Bahnhof Vahrn gäbe es für die Dorfbewohner einen weiteren Anreiz, auf das Auto zu verzichten. Auf welchem Stand ist dieses Vorhaben?

Mit dem Bahnhof wird sich dem öffentlichen Nahverkehr in Vahrn ein ganz neues Potenzial entfalten. Wir wissen, dass er im Gegensatz zu jenem in Schabs nicht direkt Teil des sich derzeit in Umsetzung befindenden Projekts Riggertalschleife ist und dementsprechend auch noch nicht gebaut wird. Aber wir werden alles daransetzen, dass die RFI den Bahnhof so schnell wie möglich realisiert. Die Gemeinde Vahrn war ursprünglich gegen die Riggertalschleife, weil wir davon für Vahrn keinen Vorteil gesehen haben; erst später haben wir zugestimmt,

p Bürgermeister Andreas Schatzer: „Heutzutage werden die Entscheidungen des Bürgermeisters nicht mehr wortlos im Gemeinderat durchgewunken“

„ A ls Gemeindeverwaltung und als Bürgermeister versucht man, funktionierende Rahmenbedin­­g­u ngen für jeden Lebensabschnitt zu schaffen“ _ Bürgermeister Andreas Schatzer weil sie dem Gebiet insgesamt guttut. Die Bedingung war damals allerdings, dass Vahrn wieder einen Bahnhof erhält, und daran halten wir fest. Bei Großprojekten wie diesem braucht es grundsätzlich Geduld, und unsere Gemeinde ist derzeit von solchen umgeben, auch wenn die Bevölkerung sie glücklicherweise wenig zu spüren bekommt: die Umfahrung, der Brenner Basistunnel, die Zulaufstrecke, die Riggertalschleife – all das wird die Umgebung von Vahrn massiv verändern. Der Verkehr ist auch optisch nach wie vor bestimmend für die Gemeinde …

Ja, der riesige Hügel im Riggertal oder das neue Umspannwerk sind teilweise einschneidende Veränderungen im Landschaftsbild. Aber auch abseits der zukünftigen Vorhaben spaltet allein die Autobahn das Dorf in zwei Teile, vom Lärm und der Luftverschmutzung ganz abgesehen.

Ja, eindeutig. Vor allem die Bürokratie der öffentlichen Verwaltung hat mittlerweile absurde Ausmaße angenommen. Wenn wir in Südtirol damit so weitermachen, wie Italien es uns vorschreibt, werden wir das System irgendwann an die Wand fahren. Das Ausschreibungswesen ist nicht mehr tragbar – weder für die privaten Anbieter noch für die öffentliche Verwaltung. Ich mache Ihnen ein konkretes Beispiel: Nehmen wir an, die Gemeinde muss ein Produkt zu einem üblichen Marktpreis von 50 Euro kaufen. Rechnet man den bürokratischen Aufwand sowohl für uns als auch für den Anbieter mit ein, kostet das Produkt letztendlich bestimmt das Doppelte. Diese unnötige Bürokratie führt dazu, dass die Gemeinde viel zu sehr mit der Abwicklung dieser Aufträge beschäftigt ist. Vor allem die Mitarbeitenden müssen sehr viel Zeit darin investieren; damit bleiben andere, wichtigere Dinge oft auf der Strecke. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es wichtiger ist, dass die Dokumente stimmen – ob das Produkt passt, ist zweitrangig. Meiner Meinung nach ist das auch ein Grund, wieso die Arbeit in den Gemeinden für viele junge Menschen nicht mehr attraktiv ist. Als Präsident des Gemeindenverbandes vertreten Sie die Interessen aller Südtiroler Gemeinden vor der Landesregierung und dem Landtag. Unternimmt man in Bozen zu wenig für Bürokratieabbau?

Wir sprechen seit Jahren davon, aber de facto passiert eigentlich ständig das Gegenteil, weil das eine sehr komplexe Thematik ist. Wir merken ja bereits in der Gemeindeverwaltung, wie schwierig es ist, Bürokratie effektiv abzubauen. Andererseits herrscht auch innerhalb der Bevölkerung ein gewisses Misstrauen gegenüber der öffentlichen Verwaltung, was wiederum strikte Regelungen und Kontrollen verlangt. Digitalisierung könnte beim Bürokratieabbau helfen, aber in diesem Bereich sind wir nach wie vor nicht imstande, die Bevölkerung davon zu überzeugen, diese Möglichkeiten auch zu nutzen. Warum ist es so schwierig, die Bevölkerung bei der Digitalisierung der öffentlichen Dienste mitzunehmen?

Ich glaube, dass hier nach wie vor zu kompliziert gedacht wird und zuerst auf die Vorteile der Verwaltung geschaut wird und erst dann auf die des Nutzers. Das funktioniert nicht. Man konnte das bei der Sprachgruppenerhebung erkennen: Vielen Personen schien das System zu kompliziert gewesen zu sein. Wir hinken hier der Privatwirtschaft hinterher: Bei den Banken zum Beispiel hat sich das Online-Banking inzwischen problemlos durchgesetzt. Wenn Sie auf Vahrn in den letzten 15 Jahren blicken: Wie hat sich die Gemeinde entwickelt?

Grundsätzlich gut: Wir sind seit diesem Jahr eine Gemeinde mit über 5.000 Einwohnern, befinden uns also im Wachstum. Auch infrastrukturmäßig und finanziell sind wir gut aufgestellt. Wir haben viel in die Verschönerung des Dorfes investiert und ebenso in die Familienfreund-


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› Politik & Gesellschaft

lichkeit. Das Schalderer Hinterland hat sich gerade seit Corona zu einem kleinen Geheimtipp für Wanderer und Skitourengeher entwickelt – das können wir in Zukunft noch weiter forcieren. Ein wichtiges Projekt ist die Neugestaltung der Verdone-Kaserne. Dabei haben wir die Planer gebeten, die Dorfeinfahrt miteinzubeziehen und neu zu gestalten. Der Tunnel zum Oberdorf soll im nächsten Jahr aufgeweitet werden. Ich würde mir für die Zukunft wünschen, noch etwas mehr Leben und Tourismus ins Oberdorf zu bringen. Es war eine bewusste Entscheidung, die wichtigen öffentlichen Dienste – Kita, Kindergarten, Grundschule, Turnhalle Rathaus und Vereinshaus – dort zu belassen und auszubauen, um diesem Teil der Gemeinde mehr Leben einzuhauchen. Vahrn ist eine sehr heterogene Gemeinde mit unterschiedlichen Realitäten – zwischen dem Dorfkern, Neustift, Schalders und Spiluck. Wie geht man als Gemeindeverwaltung damit um?

Früher hatten wir vor allem bei der Finanzierung strenge Aufteilungskriterien: Die verfügbaren Mittel wurden je nach Bevölkerungsanzahl auf die Fraktionen aufgeteilt. In meiner Amtszeit sind wir davon abgerückt, weil es die kleineren Fraktionen Schalders und Spiluck benachteiligt hat. In Schalders wurde in ein neues, kleines Dorfzentrum investiert samt Gasthaus, Vereinsräumen, Wohnbauzone, Mehrzwecksaal und Feuerwehrhalle; dank PNRR-Gelder konnten wir den Kindergarten und die Schule mit Turnhalle neu bauen. Bemerkenswert an Schalders und Spiluck ist der enorme Zusammenhalt innerhalb des Dorfes: Das Vereinsleben ist dort noch sehr stark in der Gesellschaft verankert. Als Gemeinde ist es unsere Aufgabe, die kleinen Fraktionen zu stärken, damit sie auch weiterhin für junge Familien attraktiv und somit lebendig bleiben. Beim Gemeindeentwicklungsprogramm sind wir deshalb gerade dabei, für Spiluck eine Lösung zu finden, denn die Fraktion erfüllt derzeit nicht die Voraussetzung, um eine Siedlungsgrenze zu ziehen. Damit dürften dort keine neuen Häuser gebaut werden – wir wollen aber unbedingt auch dort weiterhin Baumöglichkeiten für junge Menschen schaffen. In der Elisabethsiedlung entsteht gerade das neue Seniorenzentrum, das gemeinsam mit den Gemeinden Lüsen und Brixen umgesetzt wird und sich auf Vahrner Gemeindegrund befindet. Wie schreiten die Arbeiten voran?

Wir werden es voraussichtlich im kommenden Sommer fertigstellen können – früher als geplant. Auch diese Idee konnte nach mehreren Jahren der Diskussion umgesetzt werden: Es wurde lange Zeit nach dem richtigen Standort

p Langfristig will man in Vahrn laut Bürgermeister Andreas Schatzer auf eine Verlegung der Autobahn hinarbeiten: „In der Hoffnung, dass das irgendwann gelingt“

gesucht. Für den Kompromiss in der Elisabethsiedlung mussten 1,5 Hektar Obstwiesen weichen, aber das hat sich gelohnt: Wir bauen hier gerade an einem der schönsten Seniorenzentren in Südtirol, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß und mit dem Rad sehr gut erreichbar ist und sich direkt neben dem Krankenhaus befindet. Das Seniorenzentrum bringt uns zwar an unsere finanziellen Grenzen – wir sprechen immerhin von 50 Millionen Euro, von denen 30 Millionen die Gemeinden selbst stemmen müssen –, aber in Vahrn war es höchste Zeit, in die Senioren zu investieren. Die Gemeinden haben dafür Darlehen aufgenommen, die nun Jahr für Jahr abzuzahlen sind.

„ Wenn ich nicht mehr als Bürgermeister kandidiere, wird sich ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden“ _ Bürgermeister Andreas Schatzer Während wir hier sitzen, tagt der Regionalrat in Trient unter anderem zur Mandatsbeschränkung. Können Sie die Sachlage kurz erklären?

Bislang war es in Südtirol so, dass alle Bürgermeister und alle Gemeindereferenten für drei Perioden im Amt bleiben dürfen. Der Staat hatte auch bislang eine andere Regelung. Neu hat er beschlossen: Für kleine Gemeinden bis 5.000 Einwohner gibt es für den Bürgermeister keine


Brixner Nr. 418 Mandatsbeschränkung, bis 15.000 Einwohner beträgt sie drei Amtszeiten, ab 15.000 Einwohnern nur zwei. Aufgrund von verschiedenen Gerichtsurteilen, die entschieden, dass auch autonome Regionen und Provinzen von den staatlichen Regelungen nicht abweichen dürfen – das letzte davon in Sardinien – überlegte man, ob man die Regelung in Südtirol an die staatliche anpassen sollte. Theoretisch könnte man auch alles so lassen, wie es ist – aber durch die Gerichtsurteile entsteht eine gewisse Rechtsunsicherheit. Eine Klage beim Verfassungsgericht kann sich über mehrere Jahre ziehen – und wird die Klage angenommen, würden alle in der Zwischenzeit gefällten Entscheidungen des betroffenen Bürgermeisters rückwirkend für ungültig erklärt werden. Diese Angst ist durchaus berechtigt, denn in der heutigen Gesellschaft ziehen Personen viel schneller vor Gericht als früher. Die SVP hat sich deshalb für eine Angleichung des Rechts an die staatlichen Vorgaben ausgesprochen. Die Landesregierung will versuchen, im Autonomiestatut die Zuständigkeiten festzuschreiben, um die Mandatsdauer künftig wieder selbst regeln zu dürfen. Bis dahin ist es aber sinnvoll, dem Staat zu folgen. 2023 lebten 5.039 Menschen in Vahrn, und Sie befinden sich in Ihrer dritten Amtszeit als Bürgermeister. Was würde diese Entscheidung für Sie also bedeuten?

Momentan noch gar nichts (lacht). Grundsätzlich hatte ich mich bereits damit abgefunden, dass meine Zeit als Bürgermeister mit Mai zu Ende geht. Falls die Mandatsbeschränkung für Gemeinden unter 5.000 Einwohner aufgehoben wird und es gleichzeitig dabei bleibt, dass die Einwohnerzahl des Jahres 2021 als Referenzpunkt dient, läge Vahrn knapp unter der Grenze von 5.000 Einwohnern. (Anm. d. Redaktion: Ein paar Stunden nach diesem Interview fiel die Entscheidung im Regionalrat, die staatlichen Regelungen zu übernehmen). In dem Fall werde ich es mir nochmal überlegen – aber erst dann, wenn Sicherheit herrscht. Ich werde nächstes Jahr 65 Jahre alt – das ist für mich zu früh, um in Rente zu gehen. Natürlich stelle ich mir deshalb die Frage, ob ich mich für ein paar Jahre noch einer anderen Tätigkeit widmen will oder – wenn es denn möglich ist – mich nochmal als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stelle. Darüber gilt es noch nachzudenken. Für die SVP Vahrn ist das eine wichtige Frage, denn mit Ihnen als Bürgermeisterkandidat konnte sie in den letzten 15 Jahren konstant an Wählerstimmen zulegen: Falls Sie nicht mehr zur Verfügung stehen, braucht es möglicherweise eine gewisse Zeit, um Nachfolger zu sondieren …

Wenn ich nicht mehr als Bürgermeister kandidiere, wird sich ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden, da bin ich mir sicher – egal, ob das jetzt geschieht oder erst in fünf Jahren. Für mich war ja eigentlich bis zum Gerichtsurteil von Sardinien klar, dass nach drei Amtsperioden Schluss ist, und insofern macht man sich notgedrungen Gedanken über die eigene Nachfolge. Die Wahlen sind erst im Mai – es ist noch zu früh, um über mögliche Namen zu sprechen. Es reicht, wenn wir das Anfang 2025 entscheiden. Sieht das die Fraktion genauso?

Wir machen uns intern bereits ein paar Gedanken und befinden uns in der frühen Planungsphase für den Wahlkampf, aber über konkrete Kandidaten haben wir bislang noch nicht gesprochen. Dass in Vahrn in den letzten Jahren viel umgesetzt wurde, hängt nicht unwesentlich mit der politischen Stabilität zusammen – die SVP hatte eine bequeme Mehrheit und konnte viel umsetzen …

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› Politik & Gesellschaft

Parteiintern, aber eigentlich parteienübergreifend im gesamten Gemeinderat arbeiten wir in Vahrn sehr gut zusammen. Seit einigen Jahren trifft sich beispielsweise vor jeder Gemeinderatssitzung der SVP-Ortsausschuss, um über die Belange zu sprechen – inklusive jener Kandidaten, die für den Gemeinderat kandidiert haben und nicht gewählt wurden. Für alle gewählten Gemeindevertreter ist das zwar etwas mehr Aufwand, aber es führt zu einem konstruktiven Austausch und hält die Partei aktiv. Braucht es in der Gemeindepolitik mehr Kompromissbereitschaft als früher?

Nicht nur in der Gemeinde, sondern grundsätzlich in der Politik. Aber die Diskussion darf man nicht scheuen, denn sie birgt auch Vorteile: Man sammelt Erfahrungen und lernt dazu. Natürlich führen die Verhandlungen hin und wieder zu Ergebnissen, mit denen man nicht hundertprozentig zufrieden ist. Aber in der Gemeindepolitik muss man mit Kompromissen leben, wenn man etwas weiterbringen will. Man kann nicht immer erwarten, dass die eigenen Ideen so umgesetzt werden, wie man es sich vorstellt: Heutzutage werden die Entscheidungen des Bürgermeisters nicht mehr wortlos im Gemeinderat durchgewunken. Vor allem bei größeren Projekten muss man zudem die Bevölkerung mitnehmen, so gut es geht. Bei mittelgroßen Vorhaben treffen wir uns mit den Anrainern in sogenannten Bürgerrunden, um sie mit ihnen zu besprechen. Bei der Neugestaltung des Kasernenareals haben wir beispielsweise einen Bürgerrat eingesetzt. Man diskutiert, und am Ende kommt ein Produkt heraus. Als Bürgermeister wird man dann nicht mehr sagen können, dass sich die eigenen Ideen durchgesetzt haben – und das ist auch gut so.

p Bürgermeister Andreas Schatzer: „Das Ausschreibungswesen ist nicht mehr tragbar – weder für die privaten Anbieter, noch für die öffentliche Verwaltung“

die Zukunft treffen. Bürgerbeteiligung scheint im Grunde noch wenige Menschen zu interessieren – außer die Sachlage betrifft sie direkt, dann sind viele plötzlich sehr wachsam. Den Blick für das große Ganze zu behalten und sich selbst zurückzunehmen schaffen bislang nur Wenige. Viele fordern etwa von der Gemeinde neue Spielplätze, Grünflächen, Fahrradwege – aber kaum kommt man ihrem Eigentum etwas zu nahe, verlieren diese Vorhaben dann doch plötzlich an Bedeutung. Bürgerbeteiligung heißt jedoch nicht, nur die eigenen Interessen zu vertreten. Ist der direkte Kontakt zur Bevölkerung das Geheimnis guter Gemeindepolitik?

Ich glaube, nicht nur guter Gemeindepolitik, sondern der Politik an sich – mit dem Unterschied, dass es in der Gemeinde machbar ist, auf Landesebene bereits schwieriger und auf staatlicher Ebene so gut wie unmöglich. Wie gesagt, es geht um den Kompromiss: In der Gemeinde kann ich mich zumindest in meiner Zeit an keine Zwangsenteignung erinnern, wir haben uns immer mit den Eigentümern geeinigt. Dafür braucht es Geduld. Deshalb ist der Bürgermeisterjob auch so zeitintensiv – aber er ist vielleicht auch deshalb schön. Sie sind nach wie vor Bürgermeister mit Leib und Seele?

Ja, eigentlich schon. Die Gemeinde hat ein extrem weites Betätigungsfeld – sie begleitet die Bürger von der Geburt bis zum Tod. Das ist auch das Spannende an diesem Job. Man kann beobachten, wie sich die Prioritäten der Menschen in jeder Lebensphase verändern – und als Gemeindeverwaltung und als Bürgermeister versucht man, funktionierende Rahmenbedingungen für jeden Lebensabschnitt zu schaffen.

Funktioniert Bürgerbeteiligung wie der Bürgerrat aus Ihrer Sicht?

Ich bin grundsätzlich ein Befürworter der Partizipation, aber beide Seiten müssen noch dazulernen. Die Gemeindeverwaltung muss sich auf die Ergebnisse einlassen, und die breite Bevölkerung muss bereit sein, etwas Zeit zu opfern und Weitblick zu beweisen, damit das Ergebnis auch repräsentativ ist. Bei den Treffen zum Gemeindeentwicklungsprogramm waren noch viel zu wenig Menschen anwesend, wenn man bedenkt, dass wir dabei sehr wichtige Entscheidungen für

anina.vontavon@brixner.info


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› Politik & Gesellschaft

„ Ganz Südtirol blickt auf Brixen“ KINDERBETREUUNG: Die erste gemeindeeigene Kindertagesstätte „Klosterwiese“ wird zum Vorzeigemodell und könnte die Organisation öffentlicher Dienste in ganz Südtirol nachhaltig verändern. Sie ist, neben zwei Kindergartensektionen, in jenem neuen Gebäude im Brixner Stadtteil Rosslauf untergebracht, dessen Bau gänzlich mit EU-Fördergeldern finanziert wurde. Über eine Erfolgsgeschichte in mehrfacher Hinsicht. Ein frischer Herbstmorgen Anfang November. In der Kita „Klosterwiese“ werden die ersten Schritte getan – von Kindern, die vorsichtig über den neuen Boden tappen, und von italienisch- und deutschsprachigen Betreuerinnen, die sie freudig begrüßen. Diese neue Kindertagesstätte (Kita), mitten in Rosslauf, ist das erste gemeindeeigene Betreuungszentrum für Kleinkinder. Und es ist noch mehr als das. Stadträtin Bettina Kerer betont, dass es ein Vorzeigeprojekt ist, weil es erstmals

in Südtirol neue Wege in öffentlicher Verwaltung und sozialer Zusammenarbeit beschreitet. Die Idee: Öffentliche Hand und gemeinnützige Organisationen des Dritten Sektors arbeiten nicht in Auftraggeber-Auftragnehmer-Rollen, sondern als Partner auf Augenhöhe. Konkret haben die Gemeinde Brixen und die Sozialgenossenschaft „Coccinella“ die neue Kita gemeinsam geplant und umgesetzt. Das italienische Zauberwort? „Co-progettazione“. Es bedeutet so viel wie „Mitgestaltung“. Dieses

Modell setzt nicht wie üblich auf europaweite Ausschreibungen, bei denen externe Anbieter ein fertiges Konzept liefern. Stattdessen baut es auf regionale Partnerschaften und eine gemeinsame Planung. „Wir wollten die Betreuungsqualität sichern und gewährleisten, dass die Kita von jemandem geführt wird, der unsere Region und die Bedürfnisse der Familien kennt“, erklärt Alessandra Scorrano, die Leiterin für soziale, kulturelle und schulische Dienste in der Gemeinde Brixen. „Mitgestaltung bedeu-

tet: Wir machen das zusammen.“ Diese Vorgehensweise wurde 2017 durch den „Kodex für den Dritten Sektor“ im italienischen Recht verankert. „Der italienische Gesetzgeber hat also schon vor einigen Jahren erkannt, dass klassische Ausschreibungen gerade bei komplexen menschennahen Projekten oft zu starr und unflexibel sind“, betont Scorrano. Ihr sei es zu verdanken, sagt Stadträtin Kerer, dass Brixen die erste Gemeinde in Südtirol ist, die dieses Modell der Mitgestaltung in einer Kita umsetzt.

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Fotos: Oskar Zingerle

 I m Bild von links: Manuela Forrer, Alessandra Scorrano, Stadtrat Thomas Schraffl, Bürgermeister Andreas Jungmann, Stefan Hofer, Christian Tanner, Stadträtin Bettina Kerer, Petra Bisaglia und Herbert von Leon bei der Schlüsselübergabe

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Der Prozess: Die Gemeinde veröffentlicht eine Bekanntmachung. Körperschaften wie Vereine, Stiftungen und Sozialunternehmen, die im Dritten Sektor eingetragen sind, können sich melden. Für die Kita „Klosterwiese“ zeigte nur die Sozialgenossenschaft „Coccinella“ Interesse. Die Zusammenarbeit begann sofort. „Wir haben seit Jahren gute Erfahrungen mit ‚Coccinella‘ und wussten, dass sie auf ein zweisprachiges Betreuungskonzept setzt“, erklärt Kerer. Jede Fachkraft spricht in ihrer Muttersprache, sodass die Kinder früh mit Deutsch und Italienisch vertraut werden. Viel Platz für die Kleinsten

Rasche Umsetzung dank des europäischen Wiederaufbaufonds Auch finanziell markiert die „Klosterwiese“ einen besonderen Erfolg für die Gemeinde Brixen. Durch ein EU-Förderprogramm für Projekte nach der Covid-Pandemie (PNRR) konnte das neue Gebäude in Rosslauf zu einem großen Teil aus EU-Geldern finanziert werden. „Einige fragen, ob wir die Mittel nicht anders hätten nutzen können, aber die Gelder waren zweckgebunden“, betont Kerer. „Wir hatten den Bauplan für eine Kita schon seit Jahren in der Schublade, und als die PNRR-Förderung kam, haben wir die Chance genutzt und den Antrag sofort eingereicht. Für uns als Gemeinde ist es ein großes Glück, dass wir nur die Einrichtungskosten selbst tragen mussten.“ Die Gesamtkosten für den Bau der Kita und des Kindergartens belaufen sich auf knapp 6 Millionen Euro inklusive

Einrichtung und Aushubarbeiten; knapp 4,6 Millionen Euro davon wurden durch EU-Mittel finanziert. Dadurch konnte der Plan innerhalb kurzer Zeit verwirklicht und auf den wachsenden Bedarf an Kita-Plätzen reagiert werden – ein Bedarf, der sich in langen Wartelisten widerspiegelt. Anmeldungen werden fortlaufend direkt bei der Sozialgenossenschaft „Coccinella“ in Bozen entgegengenommen. Die Kita „Klosterwiese“ sorgt mittlerweile auch außerhalb von Brixen für Aufmerksamkeit – nicht nur bei Soziallandesrätin Rosmarie Pamer. Als Pionierprojekt zur Umsetzung der „Co-progettazione“ in Südtirol soll die „Klosterwiese“ nun auf einem landesweiten Netzwerk-Treffen vorgestellt werden. „Ganz Südtirol beneidet uns“, sagt Kerer. „Wir bekommen Anfragen von Gemeinden wie Sterzing und Algund, die wissen möchten, wie man durch Partnerschaften mit lokalen Organisationen erfolgreich ein Projekt im Sinne der ‚Co-progettazione‘ verwirklichen kann. Umso mehr freut es uns, unser Pilotprojekt beim Netzwerk-Treffen vorstellen zu dürfen.“ Die „Klosterwiese“ könnte also das Modell der Zukunft werden – ein Pilotprojekt, das Brixen in Südtirol als Vorreiter auf der Landkarte moderner Kinderbetreuung platzieren könnte.

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Draußen ein großer Garten, drinnen zwei Stockwerke für die Kinder. Das Erdgeschoss ist zum Teil für die Kita „Klosterwiese“ reserviert. Hier wirkt alles wie im Miniaturformat: winzige Stühle, kleine Tische, Waschbecken in Griffhöhe für Kinderhände. In den Spielecken reihen sich bunte Spielzeuge, alle funkelnagelneu. Die Räume sind hell und freundlich – perfekt für Kinder unter drei Jahren, die hier ihre ersten Schritte in eine Welt voller Entdeckungen wagen. Mit 30 Plätzen ergänzt die „Klosterwiese“ das Angebot der bereits bestehenden Kita in Rosslauf, sodass das Pilotprojekt „Co-progettazione“ nun insgesamt 54 Betreuungsplätze umfasst. Die Struktur ist bis zu zehn Stunden täglich geöffnet; mindestens zwölf Stunden pro Woche müssen die angemeldeten Kinder die Betreuungseinrichtung nutzen. „Wir sind besonders stolz darauf, dass sich Kita und Kindergarten unter einem Dach befinden“, berichtet Stadträtin Kerer. „Sie sind nur durch eine Tür getrennt. Das heißt, die Kinder wachsen hier in eine vertraute Struktur hinein und können nahtlos in den Kindergarten wechseln, ohne lange Eingewöhnungszeit.“ Ein gemeinsamer Begegnungsraum

und der Garten schaffen zusätzliche Schnittstellen, wo sich die Kinder beider Einrichtungen treffen. „Es ist ein Ort der Sicherheit und des Vertrauens für die Eltern“, sagt eine Mutter, die ihr Kind in die „Klosterwiese“ bringt. Es ist eines von vier Kindern, die ihr Kita-Jahr Anfang November begonnen haben. Die anderen kommen nach und nach hinzu.

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› Politik & Gesellschaft

BRIXEN/EISACKTAL

Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal will mit einer neuen Initiative werdenden oder frischgebackenen Eltern unter die Arme greifen: Unter dem Namen „Frühe Hilfe“ stehen Mitarbeiterinnen des Gesundheitssprengels sowie eine Psychologin Paaren während der Schwangerschaft oder nach der Geburt ihres Kindes zur Verfügung, dienen als Anlaufstelle, beraten, informieren und helfen beim Umgang mit Kindern. „Es können zum Beispiel Unsicherheiten im Umgang mit dem Baby, das Gefühl, das Kind nicht verstehen oder beruhigen zu können, Einsamkeit durch fehlende Unterstützung aus dem sozialen Umfeld, Geldknappheit in der Familie oder Konflikte in der Partnerschaft auftreten”, so die Initiative. Das Angebot ist frei-

willig, kostenlos und vertraulich. Interessierte Familien können sich bei Bedarf von Montag bis Freitag im Raum Brixen an die Nummer 366 6816846, im Raum Klausen an 335 1926819 wenden, oder per E-Mail an fruehe.hilfen@bzgeis.org, um ihr Anliegen zu besprechen, einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren oder um Informationen zu erhalten. Dabei kann jede Familie selbst entscheiden, wie viel Kontakt sie zu „Frühe Hilfe“ haben möchte und was sie benötigt. Das operative Team besteht aus Christine Pfattner, Erika Rungger, Elena Gebhardi, Christine Dorigo, Margareth Brunner und Michaela Mayr. av

Foto: GettyImages | AntonioGuillem

„Frühe Hilfe“ für Familien

BRIXEN

Hund und Horn am Dom Grün war die Farbe des Tages: Der diesjährige Landeshubertustag, den der Südtiroler Jagdverband auf dem Domplatz feierte, war auch für Jagdlaien ein Genuss für alle Sinne. Da show-kochte Thomas

kurz

notiert

Ortler auf der Bühne duftendes Wildfleisch, daneben brutzelten „Keschtn“ und natürlich gabs „Wurzen“, Schinken und Salami aller Wildarten zu probieren. Daneben spielten Jagdbläser und

bei der feierlichen Messe im Dom wurde ebenso kräftig gesungen wie auf dem Platz. Zur Uraufführung kam die von Dietmar Rainer arrangierte und komponierte Hubertusmesse für Jagdhornbläser, Jägerchor, Orgel und Pauke. Der traditionsreiche Südtiroler Verband präsentierte sich anschließend bunt und informativ, vom Kinderprogramm bis zum Schießstand, vom Fotowettbewerb über die Kitzrettung bis zum Wildtierpräparator, inklusive bayerischem Wolpertinger. Beeindruckend die Jagdhundeshow: Prächtige Hunde zeigten sich auf der Bühne, kurzbeinige

Dackel neben den mittelgroßen Tiroler Bracken, Hannoveraner Schweißhunden und den eleganten hochbeinigen Weimaranern mit ihrem glänzenden silbrig-grauen Fell. Allesamt bestens erzogen und von Herrchen und Frauchen eng geführt, zeigten sich rund 40 Jagdhunde verschiedener Rassen. Experte Peter Rubner stellte sie ebenso liebevoll wie fachkundig vor, die heimlichen Stars der Feier. Der Hubertustag ist das Erntedankfest der Jäger und der heilige Hubertus erinnert sie alljährlich an ihre Aufgabe: Schutz der Wildtiere und der heimischen Natur. sr

Ab 1. Jänner ist die Absage von Terminen für fachärztliche Leistungen im Südtiroler Sanitätsbetrieb bis zwei Kalendertage vorher möglich (derzeit zwei Arbeitstage), und zwar täglich rund um die Uhr telefonisch (0472 100 100), auf der SaniBook-Website und -App und auf www.sabes.it.

Einblicke in die Praxis der Mehrsprachigkeit im Bildungsbereich erhielten Pädagogen und Fachleute der gagausischen Minderheit aus der Republik Moldau bei ihrem Besuch in Südtirol, zum Beispiel im Austausch mit Vertretern des ladinischen Bildungssystems als auch bei einem Abstecher an die Universität Brixen.

Die Zweigstelle Vahrn des Katholischen Familienverbands Südtirol (kfs) sucht neue Ausschussmitglieder. Interessierte können sich per E-Mail an zw.vahrn@familienverband.it wenden oder Vorschläge samt Kontaktdaten in der KFS-Box in der Bibliothek oder der Pfarrkirche Vahrn deponieren.


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„Festpreis-Abo ab 2025“ DANIEL ALFREIDER, Landesrat für Mobilität, über die neue Preisgestaltung im öffentlichen Personennahverkehr. Herr Landesrat, die Landesregierung will ein neues Abo für den öffentlichen Nahverkehr einführen. Was ist genau vorgesehen?

Neben dem bewährten „SüdtirolPass“ mit der kilometergenauen Abrechnung wird es ab 2025 auch ein Festpreis-Abo geben, das vor allem für Vielfahrer in Südtirol interessant wird. Nach wie vor haben wir zu viel Verkehr, und um weniger Autos auf der Straße zu haben, ist ein Teil der Strategie, auf die Öffis zu setzen. Wir investieren deshalb massiv in deren Ausbau, gerade bei der Schiene, und wollen faire Preise für die Nutzung des bereits guten Angebots.

An wen richtet sich das neue Abo?

In erster Linie ist es für Pendelnde konzipiert, aber auch andere Vielfahrer und fleißige ÖffiNutzer kommen in den Genuss eines wirklich tollen Produkts. Es wird unter dem Preisniveau aller anderen Länder ringsum liegen. Wir werden es noch 2024 vorstellen. Warum sind kostenlose öffentliche Verkehrsmittel aus Ihrer Sicht keine gute Idee?

Studien belegen, dass die ersten, die auf Öffis umsteigen würden, Radfahrer und Fußgänger sind. Zielführend? Nein! Außerdem sind wir der Meinung, dass man, wenn

man in einen Zug oder Bus einsteigt, ein gültiges Ticket haben muss, sich an die Regeln hält, und auf den Bussen Respekt und Verantwortung herrscht. Aus Gründen der Sicherheit und der Ordnung haben uns andere Länder davon abgeraten. Autofahrer haben andere Gründe, warum sie Öffis nicht nutzen, und genau da müssen wir ansetzen: Der schrittweise Ausbau der Dienste und damit schneller ans Ziel, wenige Umstiege, bequeme Nutzung, Parkmöglichkeiten an den Bahnhöfen und Radboxen. Selbst der Klima-Rat hat sich dagegen ausgesprochen. Weil: Was nichts kostet, ist nichts wert! anina.vontavon@brixner.info

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› Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Der richtige Umgang mit Hunden „Ein Biss dauert eine Sekunde, die Folgen davon ein Leben lang.“ Unter diesem durchaus wahren Titel fand kürzlich mit den zweiten Klassen der Volksschule Vinzenz Goller in Brixen ein Projekt zum richtigen Umgang mit Hunden statt. Unter der Leitung von Hundetrainerin Kathrin Meraner lernten die Kinder dabei ganz praktisch, wie sie Hunden begegnen, die an der Leine geführt werden oder frei herumlaufen, und damit auch, das Verhalten der Vierbeiner richtig einzuschätzen. Zunächst wurden zwölf hilfreiche Regeln gemeinsam mit dem lebensgroßen Stoffhund Rudi kindgerecht erarbeitet. Eine Präsentation rund um den Hund und seine vielfältigen Aufgaben und Fähigkeiten rundete diesen Einstieg ab. Deutlich wurde dabei: Die 60 Kinder

haben durchaus hin und wieder Angst vor Hunden, einige haben sogar bereits schlechte Erfahrungen gemacht, andere wünschen sich jedoch auch einen Hund als Haustier. Auf der Hundewiese bekam schließlich Therapiebegleithündin Abby ihren großen Auftritt an der Seite von Kathrin Meraner: Mit Hilfe von geführten Interaktionen konnten sich die Kinder an das geschulte Tier „herantasten“, lernten Wissenswertes zum richtigen Streicheln und Füttern – und dass ein Hund ein Lebewesen und eben kein Spielzeug ist. Ein Hundequiz festigte das Gelernte schließlich auf spielerische Weise. So stärkt das Projekt „Hundechecker“ Kinder im Umgang mit Hunden und gibt ihnen wichtige Verhaltensregeln leicht verständlich an die Hand. Eine Fortsetzung, dann mit den Schülern der Grundschule Neustift, ist bereits vereinbart. bz

BRIXEN/EISACKTAL

Gewalt – nicht mit mir! Die Jugenddienste Brixen, Unteres Eisacktal und Unteres Pustertal haben gemeinsam ein Antigewaltprojekt für Jugendliche lanciert. Mit Kreativwettbewerben und Workshops fördert das Projekt den Austausch zum omnipräsenten Thema Gewalt. „Ziel ist es, den Jugendlichen eine Stimme zu geben und nachhaltige Lösungen zur Gewaltprävention zu erarbeiten“, sagt Stephanie Otto vom Jugenddienst Unteres Pustertal. Es wurden unter anderem Videos erstellt, in denen Jugendliche anonymisiert ihre Wahrnehmung und Meinung zum Thema Gewalt offenbaren und Experten die verschiedenen Aspekte von Gewalt schildern. Die Videos sind in den sozialen Medien der Jugenddienste zu finden. Im Rahmen eines Theaterworkshops in Zusammenarbeit mit dem Theaterpädagogischen Zentrum begegneten die Jugendlichen dem Thema auf unkonventionelle Weise. Im Herz-Jesu-Institut in Mühlbach sowie in der Mittelschule Vintl fanden Workshops

zum Thema Mobbing statt, und bei einem Hip-Hop-Workshop entstand ebenfalls ein kreatives Video. Die Jugenddienste boten ebenso themenspezifische Veranstaltungen für Eltern und Interessierte an, etwa die Buchvorstellung von Julia Ganterer („Ja, das bin ich, und das ist meine Geschichte – Frauen und ihre Wege aus der Gewalt“) oder den Elternabend zum Thema „Safer Internet – wie kann ich mein Kind vor den Gefahren des Internets schützen?“ mit Anita Pfattner. oz

Wir bedanken uns bei allen Kunden und wünschen schöne Feiertage! Elena, Matthias & das Let‘s Travel Team

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Foto: GettyImages | Ant Adrey

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SÜDTIROL

Hilfe bei Diskriminierung und Mobbing im Beruf Der Südtiroler Landtag verfügt über vier Ombudsstellen: Neben der Volksanwaltschaft, der Kinder- und Jugendanwaltschaft und dem Landesbeirat für das Kommunikationswesen gibt es mit Brigitte Hofer eine Gleichstellungsrätin, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertraulich informiert und berät, die aufgrund ihres Geschlechts Diskriminierung am Arbeitsplatz erfahren. Als Mediatorin und Konfliktcoach ist sie zudem Mitglied in einer Reihe von Kommissionen und Arbeitsgruppen, um Chancengleichheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Sie kann Berufstätige, die Diskriminierung erfahren, vor Gericht vertreten. Bei ihrer Arbeit unterliegt Brigitte Hofer grundsätzlich der Schweigepflicht, gemeinsam mit der betroffenen Person wird die Intervention immer individuell abgestimmt. Die Möglichkeiten, wann die Gleichstellungsrätin bei Diskriminierung oder Mobbing im Job einschreiten kann, sind dabei durchaus vielfältig: beispielsweise bei unerwünschten Annäherungsversuchen, Bemerkungen oder sexuellen Übergrif-

fen im Arbeitsumfeld. Aber auch Benachteiligungen, die Angestellte erfahren, weil sie Elternzeit beanspruchen, können der Ausgangspunkt dafür sein, dass die Gleichstellungsrätin einschreitet. Ihr ist ein Signal besonders wichtig: Betroffene sind nicht allein und müssen weder kündigen noch sich mit der Suche nach einer Lösung selbst quälen. Beratung und Unterstützung durch die Gleichstellungsrätin sind kostenlos und auf Wunsch anonym. Sie hat ihren Sitz in der Cavourstraße 23 c in Bozen, eine Terminvereinbarung ist telefonisch unter 0471 946003 und per E-Mail an info@gleichstellungsraetin-bz. org möglich. bz

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› Menschen & Meinungen

Der Rastlose PORTRAIT: Träume verwirklichen, im wahrsten Sinne des Wortes. Seit langem fasziniert EGON DAPORTA aus Mühlbach die Fotografie, und er setzt damit Bilder oder Träume um, die er im Kopf hat. Mit Gefühl und Respekt – und dank seiner Beharrlichkeit.

Foto: Oskar Zingerle

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Da gibt es diese eine alte Kamera, eine Kodak 100, befestigt auf Spanplatten, mit Holzstiften und Bindfäden. Sie steht für den Beginn eines faszinierenden Weges, gespickt mit Tüfteleien, allerlei Kuriositäten und einer ganz tiefen Passion für die Schwarz-Weiß-Fotografie. Für Egon Daporta ist sie zum Symbol geworden. Weil er durch diese Kamera in die Technik der Fotografie eintauchen konnte, „ich habe sie einfach auseinandergebaut“, und weil sie ihm letztendlich eine traumhafte Welt offenbarte. „Mit ihr habe ich mein erstes Blitzfoto geschossen.“ Nachzulesen ist dies auch in einem Büchlein, das Egon K Daporta, das K steht für seinen zweiten Vornamen Karl, im Frühjahr dieses Jahres im Eigenverlag herausgegeben hat. „Foto Geschichten“ steht auf dem Cover, und es sind in der Tat Geschichten, die ob ihrer Authentizität berühren. Er erzählt von waghalsigen Aktionen, von der Geduld, die manchmal notwendig war „und die ich nicht immer habe“ und vom berauschenden Gefühl, Menschen wie Reinhold Messner und Peter Mitterrutzner fotografieren zu dürfen. Eine Sitzbank, eine überdimensionale Laterne, ein XXL-Buch, kraftvolle Orte, manchmal laut, andere Male still – die Motive von Egon Daporta sind nie gewöhnlich, manchmal irritierend, hin und wieder auch etwas schräg. Und dann sind da noch die weißen Handschuhe, die ursprünglich Arbeitshandschuhe waren und die jetzt wie ein Markenzeichen auf seinen Fotografien zu finden sind. Man kann interpretieren. Man kann nach einer Aussage suchen, die sich durch alle Bilder zieht. „Jeder so, wie er mag.“ Die weißen Handschuhe gehören mittlerweile einfach dazu. Einfach machen Egon Daporta wuchs mit vier Geschwistern in Mühlbach auf, besuchte dort die Grundschule, danach die Mittelschule im Brixner Vinzentinum. Nach dem Abschluss der dreijährigen Handelsschule in Brixen und einem Jahr an der Fachschule für Einrichtungsberater in Kuchl bei Hallein stieg Egon Daporta in das Möbelgeschäft ein, das seine Eltern aufgebaut hatten. „Irgendwie war es der Wunsch meines Vaters, und meiner wohl auch.“ 18 Jahre lang blieb er dort, dann gab er das Geschäft auf und arbeitete zwölf Jahre lang im Baustudio seines Bruders Christoph. Danach war er Verkaufsassistent bei einer internationalen Firma für Innenausbau, und in den letzten zwei Jahren arbeitete er in einem Architekturbüro. Seit 25 Jahren ist er mit Maria Theresia Gallmetzer verheiratet, und er ist Vater von zwei Töchtern. Er ist ein Macher, einer, der anpackt, ohne lange zu fragen. „Tun, möglichst gleich, nicht aufschieben.“ Jeden Tag nutzen, das zieht sich durch sein Leben. Egon Daporta ist seit über 40 Jahren bei der Feuerwehr, er saß 20 Jahre lang im Mühlbacher Gemeinderat, davon fünf Jahre als Gemeindereferent, und er engagiert sich in der Theaterwelt. Er war Obmann bei der Heimatbühne Mühlbach, stand selbst auf der Bühne, war Regisseur und stellt bis heute sein Geschick als Bühnenbildner und Licht- und Tontechniker unter Beweis. Pragmatisch, schnell, unkompliziert. „Ich unterstütze dort, wo ich gebraucht werde.“ Wir sitzen in jenen Räumen, in denen früher das Möbelhaus, später das Baustudio untergebracht war. Ein Kanapee und zwei Sessel im Biedermeierstil, an den Wänden eine Serie von Bildern, zeitunglesende Frauen auf Kloschüsseln, irgendwo auf einer Straße am Gardasee, „00 onstreet“, eine seiner skurrilen Ideen. „Foto schaug’n“ steht auf einem Plakat

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an der Eingangstür, Fragment einer Ausstellung aus dem Jahr 2017, daneben Plakate für den jährlichen Fotoday in der Mühlbacher Klause, neun sind es mittlerweile an der Zahl. Weil die Faszination der Fotografie offensichtlich ansteckend ist. Es sind Frauenporträts, die ihn fesseln. Daraus ist eine zweite Leidenschaft entstanden. Er beschreibt das Leben von Frauen in Worten, erzählt ihre Geschichte, ihr oft stilles Wirken in Familie und Gesellschaft. Die „Nohtarin“ Paula, die Bäuerin Maria, das, was sie in vielen Gesprächen von sich erzählt haben, hat er in kleinen Büchern festgehalten, einem alten Schulheft ähnlich. Gerade entsteht das dritte Buch. Die Köchin Traudl. Geschichten, die die Chronik unserer Gesellschaft erhellen. Schwarz-Weiß als Botschaft  UNKONVEN­ TIONELL: Egon Daporta sucht mit seinen Fotografien das Ungewöhnliche

Im Vinzentinum kam er zum ersten Mal mit der Kunst der Fotografie in Berührung. Pfarrer Oswald Kuenzer, damals dort Präfekt, fotografierte gerne, „und er hatte auch eine Dunkelkammer.“ Ein schwarz-weißes Foto, ins Poesiealbum geklebt und mit einer Widmung versehen – dieses Bild eines Laubblattes mit Tautropfen weckte in ihm die Lust, Augenblicke einzufangen, Facetten des Lebens in den Fokus zu stellen, Emotionen festzuhalten. Er ist Autodidakt, rastlos, energisch, getrieben, „bis ich verstanden habe, wie etwas funktioniert.“ Er gibt sich nie zufrieden und ist doch stolz auf sein Werk. Und er ist ständig auf der Suche. Die Ideen entstehen „so nebenbei“, reifen lange, „manchmal über Jahre.“ Er ist ein Perfektionist, wenn es darum geht, seine Ideen umzusetzen. Auf Kompromisse lässt er sich da nicht ein. „Es gibt kein zufällig entstandenes Bild.“ Das Ungewöhnliche, das Verstörende, das leicht „Ver-rückte“, er wagt immer wieder Neues, unkonventionell, hin und wieder mit einem Hauch von Frivolität, Schwarz-Weiß als Botschaft. Manche seiner Bilder mögen polarisieren. Vielleicht ist das auch die ureigene Aufgabe jedweder Kunst. Ihn stört das nicht. Die Nacktheit der Frauen auf seinen Bildern ist nie oberflächlich. Die Geschichte dahinter erkennen, die Schattierungen, die Farben des Seins zwischen dem Schwarz und dem Weiß. Als konzeptionellen Fotografen hat ihn Gert Adelt anlässlich einer gemeinsamen Fotoausstellung bezeichnet. Seine Bilder sind akribisch durchdacht. Lange bevor er auf den Auslöser drückt, hat er das Bild klar vor Augen. So beschreibt ihn ein guter Freund in „Dreams & Co“, einem fast 200 Seiten umfassenden Bildband, den Egon Daporta im Sommer herausgegeben hat. Traumbilder als Nährboden für immer neue Ideen. Im Sommer hat er seine Bilder in der Engelsburg in Neustift ausgestellt. Zwei Wochen lang, 70 Fotografien, 4.000 Besucher. Streifzug durch eine ganz eigene Welt. Egon Daporta bearbeitet seine Fotos nicht. Niemals. „Ich will die Realität präsentieren.“ Retuschieren kommt nicht in Frage. Weil sich das Leben auch nicht retuschieren lässt. Vor einem Jahr wurden bei ihm bei einer Vorsorgeuntersuchung erhöhte Prostatawerte festgestellt. Eine Gewebeprobe bestätigte die Diagnose Krebs. Chemotherapie oder Operation. Egon Daporta entschied sich für die Operation. Die Monate danach waren nicht einfach. Heute ist er gesund. „Ein Grund mehr, jeden Tag mit Leben zu füllen.“

marlene.kranebitter@brixner.info


20 › Menschen & Meinungen

BRIXEN

Sommelière des Jahres Teresa Pichler wurde kürzlich vom „Falstaff“ Restaurantguide Südtirol zur „Sommelière des Jahres“ gekürt. Die Brixnerin freut sich ganz besonders darüber, dass sie in einem Bereich ausgezeichnet wurde, der ihre große Leidenschaft ist: „Ich bin von zu Hause aus in der Welt des Weins aufgewachsen und liebe es, mich mit Winzern und Fachleuten auszutauschen, Weine zu verkosten und Neues zu lernen. Die Auszeichnung ist eine überraschende und schöne Anerkennung“, sagt Pichler dem „Brixner“. Der Grundstein für alle Sommeliers ist die Ausbildung samt mündlicher und schriftlicher Prüfung, „aber wer die Welt der Weine lebt, bildet sich kontinuierlich weiter, verkostet und tauscht sich mit anderen aus“, meint Pichler. Neben

den klassischen Tätigkeiten einer Sommelière, also die eigene Weinkarte zu kreieren und zu kennen, die Weinkultur vorzuleben, den eigenen Weinkeller aufzubauen und Weine zu empfehlen, sieht Pichler vor allem das „Herantasten an den Geschmackssinn der Gäste“ als spannende Aufgabe: „Man versucht, für jeden Gast den passenden Wein zu finden und ihn perfekt mit den servierten Speisen zu kombinieren, damit ein harmonisches Geschmackserlebnis entsteht“, sagt Pichler. Vor fünf Jahren übernahm sie den Familienbetrieb „Haller Suites & Restaurant“ und führt ihn gemeinsam mit ihren Eltern; ihr Partner Levin Grüten ist als Küchenchef für das kulinarische Konzept im Restaurant verantwortlich. av

BRIXEN

Foto: Arnold Ritter

20 Jahre Verein heimat

Seit dem 13. Dezember 2004 gibt es „heimat Brixen/Bressanone/Persenon“ („heimat BBP“).

kurz

notiert

Der Verein feierte sein Jubiläum kürzlich mit einem Fest im ehemaligen Kurhaus Guggenberg und

Martina Peintner leitete Ende Oktober in Vahrn den Workshop „Abstraktes Malen“, bei dem Anna Faccin von ihren Erfahrungen als „Schmetterlingskind“ berichtete. Der Erlös aus Spenden und den Kursgebühren, die New Colors großzügig verdoppelte, kommt dem Verein Debra Family zugute.

blickte gemeinsam mit Mitgliedern, Freunden und Ehrengästen auf 20 Jahre Vereinsgeschichte zurück. „Anlass der Gründung war der sich abzeichnende rasante Wandel von Stadt und Gemeinde, den wir aufmerksam zu begleiten wünschten“, schreibt der Verein in der anlässlich des Jubiläums veröffentlichten Festschrift. Im Vordergrund von „heimat BBP“ steht seit zwei Dekaden der Schutz der Kulturlandschaft; zudem sieht sich der Verein als Ideenwerkstatt, um „Altes zu pflegen und Neues anzuregen.“ Regelmäßig organisiert der rührige Vorstand

Veranstaltungen wie Stadt- und Ortsbegehungen, Vorträge, Buchvorstellungen, Lesungen und Diskussionen, die sich an den Zielen des Vereins orientieren. Der erste Obmann war Klaus Vontavon. Heute steht Karl Kerschbaumer den 120 Mitgliedern von „heimat BBP“ vor. Im Bild die Obleute des Vereins seit der Gründung, von links: Klaus Vontavon (2004– 2014), Karl Kerschbaumer (seit 2024), Hans Hofer (2021–2024), Walter Kircher (2017–2021) und Maria Paola Asson (2014–2017). av

Der neue Vizequästor heißt Giorgio Azzaretto (und nicht Azzaretti). Mit dieser Richtigstellung entschuldigen wir uns für den versehentlich falsch geschriebenen Namen in der letzten Ausgabe.

Beim diesjährigen Ehrenamtsfest der Gemeinde Brixen wurde knapp 600 Vertretern von 219 Vereinen der Stadt und der umliegenden Fraktionen mit Grußworten, einem Essen, einer Verlosung und kabarettistischen Einlagen von Jakob Messner für ihr Engagement gedankt.


O o op s

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LAMMento

mein Hoppala

Leo Ploner, Theatermacher aus Lüsen

Silbenbrei Bei einer Aufführung der „West Side Story” in Meran hatte ich als Darsteller des Action den sehr schnell zu deklamierenden, sogenannten „Krupke-Song” zu singen. Dieser beginnt mit einem lang ausgehaltenen Ton des Solisten, während darunter das Orchester bereits den BegleitBeat spielt. Dann muss der Sänger plötzlich in die erste Strophe einsteigen und das Orchester dabei mitnehmen. Zu sehr auf diesen Einstieg konzentriert fiel mir der Text nicht ein, und ich half mir mit einem Brei von Silben durch die erste Strophe – großes Grinsen vor allem im Orchester. Bei der nächsten Aufführung wollte ich besonders konzentriert sein, und es kam zur besagten Stelle mit dem langen Ton: Während ich diesen Ton – schon hochkonzentriert auf den folgenden Text – noch aushielt, hörte ich den Dirigenten Richard Sigmund halblaut zum Orchester sagen: „Schauen wir mal, was er heute singt!” Großes allgemeines Grinsen und der Text war wieder weg...

Leser kochen für Leser

Chicken Teriyaki > Zutaten für 4 Personen ca. 600 g Hähnchenbrustfilet Gemüse (nach Belieben) 1 kleines Stück Ingwer 1 Knoblauchzehe ca. 150 ml Sojasauce 1,5 Tassen Langkornreis 1 gehäufter TL brauner Zucker 1–2 TL Maisstärke

> Zubereitung Das Gemüse und Hähnchen klein schneiden. Das Hähnchen in Sonnenblumenöl scharf anbraten; das Gemüse dazugeben und für etwa zehn Minuten bei mittlerer Hitze braten. Den Reis in leicht gesalzenem Wasser kochen. Für

die Sauce Knoblauch und Ingwer fein hacken und in einem Topf mit Sojasauce bei schwacher Hitze aufkochen. Mit Zucker abschmecken. Zwei Teelöffel Maisstärke in kaltem Wasser verrühren und löffelweise der Sauce hinzufügen, bis die cremige Konsistenz erreicht ist. Die Sauce mit dem Hähnchen und dem Gemüse vermischen, anrichten und mit frischer Frühlingszwiebel garnieren. Zusammen mit dem Reis servieren.

Lust auf japanische Küche macht das Rezept von Tobias Ramoser aus Milland. Das Gemüse kann man nach Belieben aussuchen; der Hobbykoch empfiehlt Brokkoli, Karotten, Frühlingszwiebel, Zucchini und Sojasprossen.

Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Ganz normal, wie früher „Sie treibt mich in den Wahnsinn!“, sagt der Franz, während er sein Handy ans Ohr hält und sich die neueste Sprachnachricht von Frieda anhört, vier Minuten und 58 Sekunden lang. Wer treibt dich in den Wahnsinn … Frieda?, frag ich, worauf Franz den Kopf schüttelt und paradoxerweise bejaht: „Sie auch, ja, aber vor allem sind es diese Sprachnachrichten. Ich hasse sie! Neulich war ich im City-Bus, und alle 25 Mitfahrer mussten mit anhören, wie Frieda mir nur ganz kurz erklären wollte, dass sie sich doch verspätet – ganz kurz, acht Minuten und 44 Sekunden lang. Ich hab sie dann aus Protest angerufen.“ Da bist du nicht der einzige, sag ich, laut einer Umfrage gaben 69 Prozent der Befragten an, Sprachnachrichten zu nutzen, und fast die Hälfte sagten aber, dass das Anhören derselben zu zeitaufwändig sei. Bei sieben Milliarden täglichen Sprachnachrichten ärgern sich also jeden Tag über 3 Milliarden Menschen. „Und weißt du“, sagt der Franz, „was mich am meisten ärgert? Dass Frieda mich in den allermeisten Fällen genauso gut anrufen könnte – ganz normal, wie früher, verstehst du?“ Diese Verhaltensweise ist auch leicht erklärbar, sag ich, denn für den Versender ist eine Sprachnachricht einfacher, weil sie nur in eine Richtung geht und nicht auf eine möglicherweise komplizierte Interaktion ausgelegt ist. Interessanterweise sind aber 58 Prozent der Befragten der Meinung, wer eine Sprachnachricht schickt, könne doch gleich anrufen. „58 Prozent! Das muss ich gleich Frieda sagen“, sagt der Franz, nimmt sein Handy und drückt auf das Mikrofonsymbol.

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22 › Menschen & Meinungen

PRO&CONTRA

Foto: Oskar Zingerle

Foto: Oskar Zingerle

Ist es sinnvoll, für die Verlegung eines Strommastens 300.000 Euro auszugeben?

Der Hintergrund:

ANDREAS JUNGMANN, Bürgermeister: „Ohne diese Maßnahme würde ein jahrelanger unnützer Stillstand drohen”

Der Brixner Stadtrat hat vor einigen Tagen beschlossen, die Kosten für die Verlegung eines Hochspannungsmastens zu finanzieren, der sich im Areal des zukünftigen Sport- und Freizeitparks Milland befindet. Terna wird verpflichtet, den Masten innerhalb eines Jahres zu verlegen; damit kann der Bau der neuen Tennisanlage termingerecht im Dezember 2025 beginnen. Der im Rahmen der Neuordnung der Stromleitungen geplante Abbau dieser Trasse ist erst für 2027 geplant.

JA

Seit Jahren legt die Gemeindeverwaltung größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern. Der Baubeginn des 1. Bauabschnitts des Sport- und Freizeitparks Milland ist mehr als die Schaffung einer Tennisstruktur: Er ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung Brixens. Mit diesem 1. Bauabschnitt sind mehrere bedeutende Projekte verbunden: die Erweiterung der Acquarena, die die Freizeitmöglichkeiten weiter verbessert, die Schaffung eines neuen Stadtparkes „Priel“ und die dringend benötigte Errichtung zusätzlicher Tiefgaragenplätze. Diese werden die Mobilität in Brixen nachhaltig verbessern und die Parkplatzsituation spürbar entlasten. Nun hat Terna den frühestmöglichen Plantermin für den Abbau der Hochspannungsleitungen auf 2027/2028 festgelegt – würden wir diesen Zeitpunkt abwarten, würden alle vorhin genannten Projekte um Jahre verzögert, weil der entscheidende Schritt für diese Projekte die rechtzeitige Verlegung der bestehenden Tennisplätze ist. Ohne die rasche Verlegung des Mastens würde die Entwicklung blockiert und ein jahrelanger unnützer Stillstand drohen. Die Investition in die Verlegung des Strommastens ist daher eine kluge Entscheidung für die Zukunft Brixens. Sie stellt sicher, dass die Tennisanlage wie geplant entstehen kann, weitere zusammenhängende Projekte zügig umgesetzt werden und die Kosten derselben nicht ansteigen – für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung.

Lesen Sie den Der „Brixner“ als kostenlose App:

„Mit Steuergeldern darf nicht so leichtsinnig umgegangen werden“

NEIN

Es ist verständlich und nachvollziehbar, dass man die Realisierung der Tennisplätze im Zusammenhang mit der Erweiterung der Sportzone Milland zeitnah umsetzen möchte. Allerdings wird hier jegliches Maß der Verhältnismäßigkeit überschritten. Die Kosten von 318.420 Euro stehen in keiner angemessenen Relation zu den kurzfristigen Vorteilen, da die Verlegung des Strommastens um 50 Meter lediglich eine Übergangslösung darstellt. In einem, maximal zwei Jahren wird ohnedies die unterirdische Verlegung der Leitungen erfolgen, wobei die Terna die gesamten Kosten tragen wird. Der sorgsame Umgang mit Steuergeldern muss höchste Priorität haben; öffentliche Mittel sind knapp und fehlen andernorts – sie sollten besser in dauerhafte und nachhaltigere Projekte investiert werden. Statt Gelder zu verschleudern, könnte die Gemeinde zum Beispiel den kommunalen IRPEF-Zuschlag reduzieren oder abschaffen; Brixen gehört nämlich zu den wenigen Gemeinden, die diese Zusatzsteuer einheben. Der Entscheidungsprozess und das Handeln der Gemeindeverwaltung sind hier nicht transparent, was Bedenken hinsichtlich der demokratischen Mitbestimmung aufwirft. Eine Diskussion über die Verwendung der öffentlichen Mittel und die verschiedenen Optionen wäre wünschenswert gewesen. Mit Steuergeldern darf nicht so leichtsinnig umgegangen werden – aufgrund dieser Tatsachen fordern wir eine Neubewertung der Vereinbarung.

in Ihrem Wunschformat! Der „Brixner“ im Internet

www.brixner.info Sowohl in der App als auch im Web finden Sie den aktuellsten „Brixner“ und alle Archiv­ausgaben seit 1990 (!) Der „Brixner“ als Print-Ausgabe monatlich im eigenen Briefkasten Sie möchten Ihren „Brixner“ als Print-Ausgabe monatlich per Post zugesandt bekommen? brixner.info/de/epaper/neues-abo

SABINE MAHLKNECHT, Gemeinderätin:

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Abo-Preise: In den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen und Mühlbach ist die Zusendung kostenfrei. Im restlichen Staatsgebiet: 19 Euro pro Jahr (12 Ausgaben). Für das Ausland: 95 Euro pro Jahr (12 Ausgaben). Unsere Bankverbindung für die Abo-Gebühren: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I – 39042 Brixen Betreff: NEUES ABO Südtiroler Volksbank: IBAN: IT76 X058 5658 2200 7057 0164 004 Raiffeisenkasse Eisacktal: IBAN: IT57 A083 0758 2210 0030 0005 452 Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT68 T060 4558 2200 0000 0855 000 BancoPosta: IBAN: IT76 V076 0111 6000 0004 2779 405

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24 › Menschen & Meinungen

Angst vorm Krampus?

Fotos: Natalia Majcher

UMFRAGE: Krampusumzüge haben ihre Befürworter und ihre Gegner. Für die einen sind sie ein Höhepunkt des Jahres, andere gehen den unheimlichen Gestalten lieber aus dem Weg. Wie sieht man das in Brixen?

„Krampusumzüge sind für mich ein No-Go“, sagt Helmut Mellauner. „Viele Bräuche in Südtirol sind von der katholischen Religion beeinflusst und heben gute Seiten hervor, wie das Christkindl und der Nikolaus. Dem Teuflischen kann ich nichts abgewinnen. Meine Großeltern erzählten, wie sehr sich die Kinder früher vor den Krampussen fürchteten und sich hinterm Ofen versteckten.“

“Io mi ricordo che da piccolo era molto bello, perchè noi eravamo giovani, io venivo da Chiusa”, erzählt Pietro Sasso, der heute in Brixen lebt. “Da giovani naturalmente noi sfidavamo i Krampus, che ci davano delle frustate, e noi scappavamo. Comunque era una bella tradizione.”

„Die Tradition der Krampusumzüge ist etwas aus dem Ruder gelaufen. Sie haben inzwischen in Südtirol einen Stellenwert bekommen, den sie früher nicht hatten; sie sind viel präsenter als etwa der Nikolaus. Ich frage mich, was das mit unserer Gesellschaft macht, wenn wir mit den Krampussen das Böse so sehr in den Vordergrund stellen“, findet Magdalena Heiss.

„Ich habe Angst vor Teufeln“, antwortet Leonie Tappeiner spontan. „Ich kann sehr gut auf sie verzichten. Es mag eine schöne Tradition sein, aber ich muss sie nicht unbedingt haben. Ich gehe Krampusumzügen und Krampussen grundsätzlich aus dem Weg.“

“Non sono mai andata a guardarli, non li ho mai visti”, erzählt Nunzia Avallone aus Neapel und fügt hinzu: “I diavoli non esistono. I diavoli siamo tutti noi perché c’è tanta gente che fa del male e poi ha un’aria angelica. Non penso che vedere queste maschere in giro mi faccia paura.”

„Ich finde die Krampusumzüge voll cool“, sagt Elias Rainer begeistert, dem es vor allem der Krampusumzug in Sterzing angetan hat. „Ich ziehe mehrere Hosen übereinander an und ‚tratze‘ die Krampusse. Dann ist es klar, dass sie auf mich losgehen und mich schlagen. Der Krampusumzug – das ist für mich der beste Tag im Jahr.“

“Per me i Krampus sono una tradizione austriaca e altoatesina, ma anche un po’ tedesca. La sfilata è una cosa tipica del posto”, findet Marcella Giovanna Molon, die Krampusumzüge im Pustertal gesehen hat. Sie fügt hinzu: “Poi è comunque un’arte, perché le maschere sono tutte fatte a mano. È uno spettacolo da non perdere.“

“Ho visto la sfilata solo una volta, ma sinceramente mi sono divertito molto. All’inizio mi sono trovato un po’ spaesato, perché non avevo mai vissuto un’esperienza del genere. Quest’anno sono proprio interessato ad andarli a vedere seguendo le date”, erzählt Aramis Cattaneo. “I partecipanti dedicano tempo e interesse verso questa tradizione che portano avanti da anni.”


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Video und Infos zum Wohnbauprojekt → Scan QR Code


26 › Kunst & Kultur

Neues im Astra?

JUNGE KULTUR: Mit dem Astra verfügt Brixen seit mehreren Jahren über einen Freiraum für Kunst und Kultur. Nun scheint sich im Hintergrund Neues zu tun. Ein Blick auf die Vorgeschichte, auf Wünsche und Erwartungen, auf Ziele und Visionen – und auf die Schwierigkeiten, diesen gerecht zu werden.

„Die junge Kultur hat nun ein Zuhause.“ Dieser Satz steht als Überschrift am Anfang des Leitbildes des Kulturzentrums Astra. Im Herbst 2019 nahm es seine Tätigkeit auf, am 12. September 2020 wurde es feierlich eröffnet (der „Brixner“ berichtete in Ausgabe Nr. 368, September 2020). Seither bietet es Raum für verschiedenste Eigenproduktionen. Gerade die Reihe Astra.Zero steht so programmatisch wie keine andere für das, was das Astra unbedingt sein will: eine Plattform für junge Kultur, im Fall von Astra.Zero eine Starthilfe für junge Kulturschaffende unter 30 zur Umsetzung ihrer Projekte, ein Experimentierfeld, offen für Neues und Nicht-Etabliertes. Neben den Eigenproduktionen bietet es auch anderen Veranstaltungen aus der Jugendkultur Platz, etwa gemeinsamen Veranstaltungen von Astra und den Brixner Jugendzentren, dem Pub-Quiz der Südtiroler Hochschülerschaft, oder Fremdveranstaltern, die die Räumlichkeiten anmieten. Auch dem Filmclub dient es als Heimstätte. Die Programmgestaltung im Astra? Bunt, vielseitig, experimentell. So soll sie auch bleiben und der Jugendkultur im weitesten Sinne dienen. Doch in der Führung des

Astra soll sich schon in Kürze einiges ändern: Im Frühjahr dieses Jahres verließ die Koordinatorin Anna Magdalena Wenter die Kultureinrichtung. Florian Rabatscher hält die Umsetzung von Veranstaltungen am Laufen. Im Hintergrund wird indes fleißig konzipiert. Von der „Black Box“ zum Astra Zunächst jedoch ein Blick auf die Geschichte dieses noch jungen Kulturzentrums, die kaum jemand so gut kennt wie der Brixner Ingo Dejaco. Er hat Brixens Weg zu einem Zuhause für die junge Kultur von Beginn an begleitet und koordiniert – von 2010 bis 2024 als Gemeinderat von Brixen. Damals wie heute war und ist er aber auch Vizepräsident des Jugendhauses Kassianeum. „2009 haben wir in der offenen Jugendarbeit eine Arbeitsgruppe gegründet. Brixen hat zwar zwei Jugendzentren, aber es fehlte eine Einrichtung, in der ein breites Spektrum an Jugendkulturarbeit möglich war. Uns schwebte eine Einrichtung vor, in der sich jugendkulturelle Initiativen breit entfalten können“, erzählt Dejaco. „Die Jugendzentren


Brixner Nr. 418  DAS ASTRA AM SCHEIDEWEG: Derzeit laufen Gespräche und Überlegungen zu einem neuen Konzept der Jugendkulturarbeit

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gestaltet, dann gab es den Kulturverein Astra 2.0 mit seinem Präsidenten Elias Gamper, auch Jakob Mureda brachte sich stark ein“, erinnert sich Dejaco an verschiedenste Initiativen, die der leerstehenden Ruine des Astra zumindest temporär wieder Leben einhauchten. Eine ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben – vielleicht auch, weil sie bei ihm einen Aha-Effekt auslöste: Das Junge Eisacktaler Theater nutzte den ehemaligen Kinosaal mit seiner stufenförmigen Tribüne und den alten Stuhlreihen kurzerhand als Bühne und stellte dem Publikum auf der eigentlichen Bühne Stühle zum Sitzen auf. „Die jungen Leute sind so kreativ, dachte ich damals, die können den Saal eigentlich für alles nutzen“, sagt Ingo Dejaco heute, und er erläutert, dass es anfangs große Zweifel daran gab, ob sich ein denkmalgeschützter Kinosaal mit einer fixen Bestuhlung in ein Zentrum für Jugendkultur umfunktionieren ließe, in ein Haus, in dem alle Kultursparten Platz finden sollen, das der jungen und alternativen Kulturszene einen Platz bietet, den sie bislang in Brixen noch nicht hatte. Das Astra kommt ins Spiel

Foto: Oskar Zingerle

„Die politische Zielsetzung, dass Brixen ein Jugendkulturzentrum braucht“, so Dejaco, „wurde bereits 2010 vom Gemeinderat übernommen, und relativ schnell wurde dafür das Astra ins Auge gefasst.“ Er saß damals selbst im Gemeinderat, und auch die zuständige Stadträtin Magdalena Amhof machte sich für die Belange der Jugendkultur stark. Auf dem Weg zur Realisierung wurde ein Wort großgeschrieben: Partizipation. Und man stand in intensivem Dialog mit den Kulturschaffenden. „Von Anfang an waren sie in Workshops eingebunden: junge Menschen, Vertreter der verschiedensten Vereine. Es galt nicht nur, die notwendige Renovierung so nutzerfreundlich wie möglich zu planen, sondern auch, eine gemeinsame Vision zu entwickeln.“

haben Treffcharakter, auch wenn sie gerade im musikalischen Bereich viel Kulturarbeit machen, aber sie haben nicht die räumlichen Möglichkeiten und das Personal, um als Plattform für Jugendkultur zu dienen.“ Auch Walter Colombi, damals Präsident des Centro Giovani, und Peter Liensberger, damals Geschäftsführer des Kassianeums, waren Teil dieser Arbeitsgruppe. Wo das Jugendkulturzentrum räumlich untergebracht werden und wie und von wem es geführt werden sollte, war damals noch offen. „Wir sprachen von der Black Box – einem möglichst einfachen und funktionalen Raum.“ Man darf nicht vergessen: Damals stand das Konzept für die Bebauung der Zone Priel noch nicht. Das Astra selbst hatte als Kino bereits viele Jahre ausgedient, und es nagte der Zahn der Zeit an dem Gebäude, das sich genauso wie das Forum im Eigentum der Gemeinde Brixen befand. Heruntergekommen wie es war, versprühte es vielleicht einen ganz besonderen Charme. Auf jeden Fall bot es Raum für verschiedenste Kulturinitiativen. „Ein Jahr lang wurde das Programm von der Genossenschaft von Giovanni Melillo Kostner und Martha Jiménez Rosano maßgeblich

„ W ir wollten, dass jegliche Formen der Jugendkultur in der Einrichtung Platz finden“ _ Ingo Dejaco Ergebnisse aus diesen vielen Workshops flossen sowohl in die Machbarkeitsstudie als auch in das Vorprojekt ein. Sehr schnell kristallisierten sich drei Kernelemente heraus: Das Astra sollte offen, niederschwellig und vernetzt sein. „Wir wollten, dass jegliche Formen der Jugendkultur in der neuen Einrichtung Platz finden, dass das Angebot zwar qualitativ hochwertig, doch zugleich niederschwellig sei und dass sich das Astra über Brixen hinaus vernetzen sollte – mit ähnlichen Kultureinrichtungen wie zum Beispiel dem UFO in Bruneck, aber auch mit anderen.“ Inputs für die Sanierung und Gestaltung Die Workshops mit Kulturschaffenden, den Architekten Sandy Attia, Matteo Scagnol und Arthur Pichler sowie verschiedenen Experten wie beispielsweise dem AkustikTechniker Klaus Ramoser brachten außerdem auch handfeste Anregungen in Bezug auf die Anforderungen an den Saal und dessen Einrichtung. So winkten die Kulturschaffenden beispielsweise beim Thema absenkbare Bühne ab – die, so


28 › Kunst & Kultur die mehrheitliche Meinung, würde es nicht brauchen. Gewünscht wurden ein möglichst einfacher und funktionaler Raum, eine neutrale Farbgestaltung, eine gute technische Ausstattung und gute Akustik. Und in der Tat wurde das Astra relativ einfach renoviert. „Die Hauptkosten für den Bau waren nicht irgendeinem Luxus geschuldet, sondern den notwendigen baulichen Eingriffen.“ Beispielsweise war die Statik sehr schlecht, sodass der gesamte Zuschauerraum ausgehöhlt und neu aufgebaut werden musste. „Dass auf eine versenkbare Bühne

„ D en Druck, effizient und kostendeckend zu arbeiten, bekam sicher auch das Astra zu spüren““ _ Ingo Dejaco verzichtet wurde, sparte in der Tat viel Geld“, sagt Dejaco. „Zentral war für die zukünftigen Nutzer viel mehr eine gute Akustik im Saal.“ Auch dazu wurde man sich schnell einig, denn anfangs gab es auch Anforderungen, dass sehr leise Veranstaltungen wie zum Beispiel klassische Konzerte durch einen relativ hohen Nachhall-Wert im Astra gut klingen sollten. Klaus Ramoser pochte zu Recht auf eine Entscheidung: „In der Akustik gibt es keine eierlegende Wollmilchsau.“ So wurde die akustische Ausgestaltung

nicht auf die Anforderungen von klassischer Musik oder Theateraufführungen abgestimmt – schließlich gibt es dafür das Forum –, sondern auf jene von lauter Rockmusik, Diskotheken- oder Kinosound. Investiert wurde außerdem in eine gute Technik. „Für beides – Akustik und Saaltechnik – gibt es von vielen Seiten Komplimente“, so Dejaco. Auch auf eine hochwertige Bestuhlung wollte man Wert legen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Nutzung durch den Filmclub. Dass der obere Teil der Bestuhlung im Saal fix und nicht mobil ist, liegt am Denkmalschutz. Der untere Teil besteht hingegen aus fest verschraubten Stühlen mit einfacherer Optik, eigentlich mit dem Ziel, dass sie im Bedarfsfall abgebaut werden konnten, damit mittels eigens angekaufter Podeste die Bühne vergrößert und als Tanzfläche genutzt werden könnte – das war ein Wunsch einiger zukünftigen Nutzer. Das Podest wurde seitdem nur einmal montiert – der Umbau hatte zwei Tage gedauert und sich als viel zu aufwändig erwiesen. Finanziert wurde der gesamte Umbau des Astra zur Hälfte von der Gemeinde Brixen, zur Hälfte mit Landesbeiträgen. Landesrat Philipp Achammer und Klaus Nothdurfter, damals Direktor des Amtes für Jugendarbeit, trugen das Projekt Astra wesentlich mit. Es verfügt über eine 670 Quadratmeter große Nutzfläche auf zwei Etagen: den großen Saal mit Bühne, das Foyer mit einer Bar, den sogenannten Freiraum im Untergeschoss des Foyers, zwei viel zu klein geratene Künstlergarderoben unter der Bühne sowie den sogenannten Spiegelsaal, ebenfalls im Untergeschoss, der zudem über einen eigenen Eingang verfügt.

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Foto: Josef Cutajar

Brixner Nr. 418

Kulturarbeit möglich machen Die Finanzierung der Renovierung war die eine Sache, mit der man sich in der Arbeitsgruppe und von Seiten der Gemeinde beschäftigte; die andere war die Frage, wie und von wem das Astra künftig geführt werden sollte. Dabei waren laut Ingo Dejaco mehrere Punkte ausschlaggebend: Das Astra ist keine kleine Einrichtung und verursacht jährlich Erhaltungs- und Personalkosten – ein mit der Führung beauftragter Verein, so die Auffassung, würde sowohl finanziell als auch im Hinblick auf seine Ressourcen und logistischen Möglichkeiten überfordert sein. Gleichzeitig war inhaltlich eine gewisse Autonomie und vor allem Neutralität gewünscht, um tatsächlich jedweder Form der Jugendkultur eine Plattform zu bieten. Gesucht wurde also jemand, der sich sowohl um die Verwaltung des Hauses als auch um die Organisation und Koordination von Eigenund Fremdveranstaltungen kümmerte. Durch die räumliche Nähe zum Forum – beide Gebäude sind direkt miteinander verbunden – als auch durch eine zum Teil ähnliche Tätigkeit, wie etwa die Verwaltung und Vermietung von Räumlichkeiten für verschiedenste Veranstaltungen, bot es sich an, Synergien zu nutzen. „Inhaltlich soll das Astra aber autonom agieren können“, so Dejaco. Und so holte man im November 2019 Anna Magdalena Wenter als Koordinatorin ins Boot. Sie hat Kulturmanagement und Musikwissenschaften studiert, ist Tontechnikerin und brachte Erfahrung im Kulturbereich mit. Ihr wurde ein siebenköpfiger Beirat zur Seite gestellt. Im Sommer 2021 kam Florian Rabatscher hinzu, der in Teilzeit arbeitet, das Musikprogramm koordiniert und für die Kommunikation zuständig ist. In einem Interview im „Brixner“ Nr. 392, September 2022, stellten sie gemeinsam mit dem Generaldirektor der Stadtwerke, Franz Berretta, ihre Aufgaben und Visionen für das Haus vor. Knackpunkt: Kultur kostet In diesem Interview, so kann man es zumindest im Rückblick interpretieren, deutete Berretta bereits an, was schließlich zu einem Knackpunkt werden sollte: Die Stadtwerke hätten einen Blick darauf, dass sowohl das Astra als auch das Forum zumindest kostendeckend arbeiten würden, wozu mögliche Synergieeffekte erarbeitet und unnötige Kosten verhindert werden sollten. Eventuelle Defizite müssen schließlich mit anderen Bereichen der Stadtwerke ausgeglichen werden. „Den Druck, effizient und kostendeckend zu arbeiten, bekam sicher auch das Astra zu spüren“, sagt Ingo Dejaco zur

p Die Programm­ gestaltung im Astra soll bunt, vielseitig und experimentell bleiben; in der Führung soll sich einiges ändern

derzeitigen Situation und unterstreicht einmal mehr, „dass uns die inhaltliche Autonomie des Astra trotzdem wichtig ist.“ Der Denkfehler liegt möglicherweise darin, dass man die Kulturarbeit nicht von vornherein von der Verwaltung des Astra getrennt hat, denn während die Verwaltung und Vermietung von Räumen zu den Kerngeschäften der Stadtwerke gehört, sind eigene Veranstaltungen und klassische Kulturarbeit eher ein Fremdkörper. Außerdem: Während Kulturarbeit von Vereinen in der Regel teilweise über Subventionen finanziert wird, sind die Stadtwerke als öffentliches Unternehmen von sämtlichen Beiträgen für kulturelle Tätigkeiten ausgeschlossen. Sowohl Stadtwerke als auch die Gemeinde Brixen können zwar beim Land für Beiträge für Investitionen in kulturelle Einrichtungen ansuchen, jedoch nicht für laufende Tätigkeiten wie etwa die Programmgestaltung. Auch der enorme bürokratische Aufwand, dem eine öffentliche Institution wie die Stadtwerke unterliegt, erweist sich für die im Vergleich dazu kleine Institution Astra als ungünstig und arbeitsintensiv. Quo vadis?

p Ingo Dejaco: „Die inhaltliche Autonomie des Astra ist uns trotzdem wichtig“

Die seinerzeit unterlassene Trennung zwischen Verwaltung und Kulturarbeit, die vor Jahren mit der besten Absicht zur Nutzung des Astra mit einerseits vielfältigen Synergien und andererseits möglichst großer inhaltlicher Autonomie konzipiert wurde, hat sich als Lösung mit Schwachstellen erwiesen. Das Astra steht derzeit an einem Scheideweg: Dass Gespräche und Überlegungen zu einem neuen Konzept der Jugendkulturarbeit laufen, sagt auf Nachfrage auch ein zu diesem Thema etwas zugeknöpfter Peter Natter, der als Stadtrat für die Jugend und das Astra zuständig ist. Dasselbe sagt Ingo Dejaco: „Derzeit läuft eine Machbarkeitsstudie für ein neues Konzept.“ Unter Umständen könnte dies zur Gründung eines Vereins führen, der dann autonom arbeitet, für Inhalte sorgt, das Astra vielleicht zu günstigen Tarifen anmietet und sich teilweise über Subventionen finanziert. Dass man bereits weiß, wohin die Reise gehen wird, hört man an den Zwischentönen; die Verantwortlichen halten sich jedoch noch bedeckt. Die Verwaltung des Astra als Raum für kulturelle Veranstaltungen wird wohl weiterhin bei den Stadtwerken bleiben, aber die Inhalte werden vielleicht ausgegliedert. Ob es so kommen wird?

johanna.bampi@brixner.info


30 › Kunst & Kultur

MUSIK

Hier sind sie: die „sonx 2025“ Nicht weniger als 72 Lieder von ebensovielen verschiedenen Südtiroler Musikern und Bands sind nach einem entsprechenden Aufruf bis 30. September im Postfach des Vereins rocknet.bz gelandet, 13 Jurorinnen und Juroren haben sich daraufhin die Lieder angehört und jeweils eine sehr persönliche „Hitparade“ zusammengestellt, und am Ende hatten zehn Interpreten am meisten Punkte und dürfen sich nun auf ein Entgelt von 1.500 Euro für die Veröffentlichung ihres „sonx“ freuen. Timbreroots, Rooftop, Martin Perkmann, Peppino Adamo und Hubert Dorigatti waren bereits auf der Vorgängerausgabe „sonx 2021“ vertreten; fünf sind neu: die Santoni Family, Bita, DJ Floky und Since 11 mit Philipp Trojer und Claus Stecher. Mit Alexander Richter (im Bild) ist auch ein Brixner unter den Top Ten: Sein Projekt heißt „Alex the Judge“. Während dieser „Brixner“ in Druck ist, werden die zehn „sonx“ im Tonstudio von Chris Kaufmann auf die Veröffentlichung vorbereitet. Wenn alles klappt, ist das Album „sonx 2025“ ab 13. Dezember auf allen Streamingund Download-Plattformen abrufbar. „sonx 2025“ wird von der Abteilung Deutsche Kultur der Autonomen Provinz und wv von der Stiftung Sparkasse unterstützt.

Foto: Oskar Zingerle

KUNST

„Eros und Poesie“ In seiner diesjährigen Gemeinschaftsausstellung stellt der Kunstkreis St. Erhard den antiken Gott der Liebe in den Mittelpunkt, seit jeher von Poeten besungen und ein zentrales Motiv von Kunst und Literatur. So vielseitig die Liebe sein kann, im positiven wie negativen Sinn – poetisch, romantisch, erotisch, achtsam, verklärend, aber auch besitzergreifend, verstörend, (selbst-)zerstörerisch –, so vielseitig sind die visuellen Annäherungen der Künstlerinnen und Künstler an den Titel der Ausstellung. In Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen aus

kurz

notiert

Ton, Keramik, Glas und Holz drücken sie aus, was oft nur zwischen den Zeilen steht, fangen ein, was zwischen zwei Menschen sichtbar wird, geben der poetischen und philosophischen Dimension des Eros Gestalt. Zu sehen sind jeweils eine Arbeit von Pascale Alessi, Elisabeth Amort, Pepi Augschöll, Alexa Baldessari, Alexia Bellucco, Markus Damini, Christian Falk, Christina Goller, Josè Ramon Gorret, Lisa Hilpold, Anna Maria Mayr, Alessandro Montoro, Manfred Mureda, Claudio Olivotto, Seela Olivotto, Margit Pittschieler, Christa Plössnig, Elena Poletto,

Das Klavierduo Andrea Dindo und Andrea Rebaudengo interpretierte bei seinem Konzert im Forum Brixen zeitgenössische Musik von John Adams und Gyorgy Ligeti, aber auch der Südtiroler Komponisten Eduard Demetz („Memory is an animal“) und Hubert Stuppner („Salomes Schleier-Tänze“).

Liz Taber, Martina Thaler, Alfred Tschager, Peter Wiechenthaler und Massimo Zaccari. Wer sich bloße Darstellungen erotischer Szenen erwartet, wird von der Gemeinschaftsschau enttäuscht sein. Denn die von Margit Pittschieler

kuratierte Ausstellung, die am 7. Dezember mit einer Finissage schließt, lädt vielmehr dazu ein, sich der Schönheit und Tiefe der Liebe auf poetische Weise zu näjob hern.

Claudia Rubner, die mit dem Kurzfilm „Mare Nostrum“ auf sich aufmerksam machte, stellte kürzlich ihr Projekt „Gambling Away Our Future“ im Rahmen von Astra.Zero in Brixen vor. In der Galerie 90 in Mühlbach zeigt sie Unterwasserfotografien unter dem Titel „Otherworldly“.

Noch bis 3. Dezember zeigt Karolina Gacke „Tellergeschichten. In Bruchstücken erzählt“ im Gasthaus Sunnegg in Brixen, und zwar im Rahmen der Initiative „Kunst und Genuss im Südtiroler Gasthaus“ des Südtiroler Künstlerbundes, kuratiert von Eva Gratl und Ferruccio Delle Cave.


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„Unvergessliche Momente schenken“

Herr Pellmaier, Sie sind der Kopf der bayerischen Band Luz amoi, was „Hör einmal zu“ heißt. Wie setzt sich die Band zusammen, und welche Musik spielt sie?

Luz amoi besteht aus Stefanie Pellmaier (Geige), Richard Gilch (Gitarre, Gesang, Posaune), Dominik Hogl (Kontrabass) und mir (Akkordeon, Gesang, Percussion). Für das Weihnachtsprogramm kommen Bartholomäus Schlüter (Klarinette, Saxofon, Fagott) und Sabrina Walter (Hackbrett, Harfe) dazu. Unser Musikstil ist schwer zu beschreiben; wir nennen ihn gerne „Bayerische Weltmusik“. Ich selbst komme ursprünglich

aus der traditionellen Volksmusik, habe aber so viele unterschiedlichste musikalische Erfahrungen gemacht, dass in meinen Stücken eine Mischung aus Tradition und Moderne entsteht, etwa mit Elementen aus Jazz, Pop und Klassik.

beiträgen und einem stimmungsvollen Lichtkonzept möchten wir dem Publikum eine unvergessliche Stunde im Advent schenken, in der die so oft ersehnte Ruhe ganz ohne vorweihnachtlichen Kitsch tatsächlich wieder spürbar wird.

Mit dem Programm „Still still still“ gastieren Sie am 21. Dezember in der Freinademetzkirche in Milland. Was erwartet das Publikum?

Welche Rolle spielt dabei der Männerchor Neustift?

Wir spielen vertraute Weihnachtslieder in einem neuen musikalischen Gewand, aber mit Respekt vor der Tradition. Im Mittelpunkt steht die eigentliche Botschaft von Weihnachten, die Geburt Jesu. Mit Musik, Text-

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STEFAN PELLMAIER, Musiker aus Bayern, über das Weihnachtskonzert seiner Band „Luz amoi“ gemeinsam mit dem Männerchor Neustift in Milland.


32 › Kunst & Kultur

BLASMUSIK

Dem Profi über die Lippen geschaut

THEATER

Falsche Leiche im richtigen Sarg Das Theater Brilland zeigte im November bei sechs Aufführungen die Produktion „Eine Mordsbeerdigung“ im Jugendheim in Milland. Regie führte Verena Plangger. Das Theaterstück des Autors Stefan Altherr handelt von der Beerdigung des Vaters von drei ungleichen Schwestern, die die Aversion gegen ihre Mutter eint. Das Chaos der Trauerzeremonie beginnt mit einer falschen Leiche im Sarg, setzt sich mit einem unfreiwillig eingeschlafenen Pfarrer fort und gipfelt in einem Ersatzredner, der normalerweise bei Hochzeiten spricht. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, schwebt über allem die Frage nach der unbezahlten Rech-

nung dieser Luxusbestattung. Das Stück beginnt nicht nur mit einem Todesfall, sondern endet auch mit einem. Zu sehen waren differenzierte Charakterbilder einer Familie, in der jedes Mitglied nur zu seinem eigenen Vorteil handelt. Die Kostüme und das Bühnenbild vermittelten gelungen die Situation. Die Übergänge mit dem geschlossenen Vorhang zwischen den Szenen waren nicht ganz ideal, da das Publikum Gefahr lief, die Geschichte gedanklich zu verlassen. Insgesamt schaffte es die Theatergruppe, mit dieser schwarzen Komödie das Publikum zu begeistern. Insbesondere die passende Musik und die urkomischen Sargträger konnten überzeugen. jmf

Der Vinschger Bertold Stecher, Trompeter bei den Berliner Philharmonikern und Dozent an der Musikhochschule Rostock, war vor einigen Wochen auf Einladung des VSM-Bezirks Brixen zu Gast in der Bischofsstadt. Über 30 Trompeter und Flügelhornisten aus den 28 Mitgliedskapellen des Musikbezirks holten sich an zwei Abenden Tipps und praktische Anleitungen vom Profi, um ihr Spiel und ihre Technik am hohen Blech zu verbessern. Stecher schnitt seine Inhalte gezielt auf die Bläserinnen und Bläser unterschiedlicher Alters- und Leistungsstufen des Workshops zu. „Mein persönlicher Fokus liegt auf einer schönen Tongebung

und einer stabilen Technik, da diese die Basis für erfolgreiches Musizieren bilden”, sagt Stecher. Musizieren – auch auf Laienniveau in Südtirols Musikkapellen – erfordert Geduld und Durchhaltevermögen, vor allem im hohen Blechregister, wo Ansatz und Ausdauer hart erarbeitet werden müssen. Aber selbst für den Malser Profi stehen „Freude am Musizieren und die Kollegialität im Vordergrund”, wie er sagt. VSM-Bezirkskapellmeister Bernhard Reifer und VSM-Bezirksobmann Bernhard Kasseroler zeigten sich sehr zufrieden mit dem regen Interesse und denken bereits an weitere, oz ähnliche Projekte.

dies ändern. Ein Ensemble, kein Chor, wollen sie auch weiterhin bleiben, das bietet ihnen mehr Möglichkeiten für Soloparts und gibt so den einzelnen Stimmen mehr Gewicht. Licht ins vorweihnachtliche Dunkel werden sie bereits am 29. November in Villnöß (Vereinshaus), am 30. November in Bruneck (Ragenhaus) und am

1. Dezember in Brixen (Cusanus-Akademie) mit „Lights“ bringen und dabei den Beweis antreten, dass Popgrößen wie Sinead O'Connor, Phil Collins, Michael Jackson, Coldplay oder Lady Gaga wunderbar in die Adventszeit passen und gesungen äußerst stimmungsvoll klingen. bz

MUSIK

Mit Pop in die Adventszeit Was 2019 als Projekt von Valentina Oberrauch mit Freundinnen begann, begeistert unter dem Namen Ensemble Nobas inzwischen nicht nur 20 Sängerinnen und Sänger aus ganz Südtirol, sondern auch viele Zuhörer im Land. Damit das so bleibt, konnte im vergangenen Jahr mit Michael Hildgartner ein Chorleiter für das Ensemble engagiert werden. Das neue Programm „Lights“ versteht sich bewusst nicht als klassisches Advents- oder Weihnachtskonzert, sondern möchte ganz direkt verschiedene Aspekte von Licht „beleuchten“ oder besser gesagt zum Klingen bringen. Die

Musiker singen in erster Linie a cappella, während sie – sicher nicht alltäglich – ein Beatboxer begleitet. Den Schwerpunkt legen sie auf Popmusik – und für „Lights“ treten sie erstmals nicht allein, sondern zusammen mit dem Frauenchor Ladyvoices aus Villnöß auf. Nicht unterwähnt bleiben sollte: Nobas ist nicht nur ein junges, also erst vor wenigen Jahren gegründetes Ensemble, auch das Durchschnittsalter der Sänger ist mit 30 bis 35 Jahren erfreulich niedrig. Bleibt noch die Frage nach dem Namen „Nobas“. Der erklärt sich aus der Gründungsgeschichte – lange hatten sie keine Bässe im Ensemble, erst 2021 sollte sich


Brixner Nr. 418

NEU IM REGAL

Vereinsgeschichte einmal anders Die Begeisterung für Musik und fürs Ehrenamt anderen verständlich machen, einen Blick hinter die Kulissen werfen, die Geschichte eines Vereins erzählen und dabei vor allem die Menschen in den Vordergrund stellen – dazu hat sich die Musikkapelle St. Andrä anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens entschieden. Dass es sich dabei um keine herkömmliche Vereinschronik handelt, macht das Buch „Heimatklänge“ über den Ploseberg hinaus interessant. So ist es nicht notwendig, den Kapellmeister Christian Graf, den langjährigen Obmann Joe Fischer, die Stockners, die Jochers und all die anderen Menschen, die mit Herzblut und Weitsicht hinter ihrem Verein stehen, persönlich zu kennen – der Funke springt beim Lesen dennoch über. Dass Menschen so viel Freizeit in einen Verein stecken ist zweifellos eine Bereicherung für sie selbst

Konstanze Fröhlich: Heimatklänge. Die faszinierende Welt einer Musikkapelle Amalthea Verlag, 2024 und das ganze Dorf. Doch auch in St. Andrä erlebte die Kapelle im Laufe ihrer Geschichte Höhen und Tiefen, stand vor Herausforderungen, suchte Lösungen und fand dabei ihren ganz eigenen Weg. So macht das Buch einmal mehr deutlich: Musik verbindet Menschen!

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Die Vorstellung, die eingehenden Nachrichten und Anrufe auf das eigene Telefon mit seinen Mitmenschen zu teilen, erzeugt höchstwahrscheinlich bei vielen Menschen Schweißperlen auf der Stirn. Ebenso ergeht es den sieben Hauptpersonen des Theaterstücks ,,Das perfekte Geheimnis“, gespielt von der Theatergruppe Lüsen. Die Figuren, jede mit ihrer eigenen geheimen Welt, werden überzeugend dargestellt, während ihre Beziehungen und Abgründe nach und nach enthüllt werden. Eifersüchtelei, Untreue, verborgene Wünsche und vergangene Entgleisungen kommen ans Licht. Die Inszenierung unter der Regie von Leo Ploner erzeugte im ausverkauften Gemeindesaal viele Lacher,

sorgte aber auch für nachdenkliche Momente. Das Bühnenbild war hervorragend gestaltet, und durch geschickte Lichteinsätze wurden Betonungen bei der Szenensetzung umgesetzt. Das intime Setting ließ die Handlung hautnah wirken, fast so, als säße man selbst mit am Wohnzimmertisch. Ein Satz der Figur des Sportlehrers Alex schaffte eine Mischung aus Stille und Innehalten im Publikum: „Mein Outing ist eigentlich euer Outing zum Umgang mit Homosexuellen.“ Das Stück, basierend auf dem italienischen Film „Perfetti sconosciuti“, vereint gekonnt Komödie und Tragödie und wurde außergewöhnlich gut von den Darstellenden aufgeführt. jmf

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Dezember 2024

Leo & Luis auf „Relaunch-Comeback-Tour” KABARETT: Darauf haben zahlreiche Kabarettfreunde im ganzen Land gewartet, und jetzt ist es endlich soweit: Thomas Hochkofler und Lukas Lobis sind als „Leo & Luis“ wieder da!

Mit Thomas Hochkofler und Lukas Lobis

Foto: Oskar Zingerle

Vor mittlerweile 20 Jahren, am 26. Januar 2005, feierte die mittlerweile zum absoluten Klassiker des heimischen Kabaretts avancierte Produktion „Leo & Luis“ im Theater in der Altstadt in Meran ihre Premiere. In den darauffolgenden Jahren entstand ein regelrechter Hype um die beiden Antihelden mit ihrer sehr speziellen Lebens- und Erfolgsgeschichte im Dschungel der volkstümlichen Musik. Über 150 ausverkaufte Aufführungen und etwa 30.000 begeisterte Zuschauer später zogen Lukas Lobis und Thomas Hochkofler 2010 im Kabarettgarten Schloss Kallmünz schließlich den Stecker: Ein letztes Mal erklangen ihre Erfolgshits „Wenn das Bergfeuer zuckt“ oder „Wie ein erbrochenes Siegel“. Jetzt, knapp 15 Jahre und unzählige Aufforderungen von verzweifelten Fans später, ist es endlich soweit: Leo & Luis starten neu durch. Das bewährte Team rund um Regisseurin Gabi Rothmüller und Texter Alexander Liegl

Leo & Luis 2

in Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter Marco Facchin sowie den beiden Hauptprotagonisten Thomas Hochkofler und Lukas Lobis präsentiert die aktualisierte Version des Lachschlagers – eine spannende Mischung aus altbewährten Klassikern und völlig neuen Geschichten und Erzählungen aus dem Leben, das in der Zwischenzeit ja weitergegangen ist. Geblieben sind Hits wie „Die

Kindheit ist der größte Schatz“ oder „Die Feuer, wer kennt sie nicht?“, ergänzt von neuen Liedern wie „In Nogarole Rocca“ oder „Das Lied der Vergänglichkeit“. Auf jeden Fall sind diese 15 Jahre nicht spurlos an den Helden der volkstümlichen Musik vorbeigegangen, auch davon können die beiden mehr als nur eine Geschichte erzählen oder ein Lied singen.

Fr., 29. November, 20 Uhr Algund, Forst-Stadel Weitere Termine: 29.11. ALGUND, Forst-Stadel 30.11. ALGUND, Forst-Stadel 01.12. EPPAN, Kultursaal St. Michael 03.12. BRUNECK, UFO (ausverkauft) 04.12. BRUNECK, UFO (ausverkauft) 05.12. VAHRN, Haus Voitsberg 09.12. VAHRN, Haus Voitsberg 12.12. ALGUND, Forst-Stadel 13.12. ALGUND, Forst-Stadel 14.12. ALGUND, Forst-Stadel 17.12. SARNTHEIN, Bürgerhaus 18.12. BOZEN, Waltherhaus 19.12. BOZEN, Waltherhaus 26.12. ALGUND, Forst-Stadel 29.12. ALGUND, Forst-Stadel 05.01. ALGUND, Forst-Stadel 06.01. ALGUND, Forst-Stadel

Beginn jeweils um 20 Uhr Tickets: www.mytix.bz

KONZERT IM ADVENT Gemeinde Vahrn

Lassen Sie sich von traditionellen und modernen Klängen der Musikkapelle Vahrn verzaubern und genießen Sie die besondere Atmosphäre, die die Musikerinnen und Musiker mit viel Herz schaffen. Die Freiwillige Feuerwehr Vahrn verwöhnt die Besucher am Dorfplatz mit warmen Speisen und Getränken.

* Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn

www.vahrn.eu/Veranstaltungen


36 › TIMER Dezember 2024 Sonntag, 1. Dezember Kindertheater 15 und 19 Uhr Oskar legt ein Ei Theaterverein Mühlbach Grundschule, Mühlbach

Theater

17 Uhr

18 Uhr

Adventskonzert: Spiel in kleinen Gruppen VSM-Bezirk Brixen Pfarrkirche, Schabs

Kino

Adventskonzert mit dem Coro Plose Bressanone und dem Chor Villnöß Pfarrkirche, Brixen

20 Uhr

Filmclub: Der Buchspazierer Astra, Brixen

Dienstag, 3. Dezember Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Kabarett

20 Uhr

Luis aus Südtirol: Weihnachts-Special Forum, Brixen

Donnerstag, 5. Dezember Führung 15 Uhr

Diverses 18 Uhr

Filmclub: Alles für die Katz (ab 7 J.) Astra, Brixen

17 Uhr

19 Uhr

Yuki Serino (Violine) und Marin Nöbauer (Klavier) Musik Kultur Brixen Musikschule, Brixen

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Montag, 2. Dezember Kinderkino 16:30 Uhr

Konzert

Konzert

Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

Konzert

Lights Ensemble Nobas und Ladyvoices Cusanus-Akademie, Brixen

18 Uhr

Adventkonzert des Kirchenchors Vahrn Pfarrkirche, Vahrn

Musiktheater 16:30 Uhr

Ferite a morte (ital.) Compagnia “Piccolo Teatro” di Merano Don-Bosco-Saal, Brixen

Konzert

Konzert

17 Uhr

Krampusumzug Altstadt, Brixen

Diverses Musiktheater

20 Uhr

Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

Diverses

ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Mittwoch, 4. Dezember Musiktheater 20 Uhr Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

17 Uhr

Nikolausumzug mit Begleitung der Oachna Krampusse Festplatz, Aicha

Kabarett

20 Uhr

Leo und Luis 2 Die ultimative RelaunchComeback-Tour 2.0 Haus Voitsberg, Vahrn

Freitag, 6. Dezember Kinderprogramm 16 Uhr Vorlesen und Basteln für Kinder ab 4 J. Stadtbibliothek, Brixen

ADVENT-WEIHNACHTSKONZERT

MARCELLO NEBL DETAIL

bis 31. Dezember * 11. Galerie 90 / Mühlbach Eröffnung: Freitag, 13. Dezember, 18:30 Uhr Einführung: Fiorenzo Degasperi

Öffnungszeiten: Mittwoch - Samstag, 16 - 19 Uhr info@alexpergher.com, Tel. +39 348 710 2550

Ensemble Inégal Gabriela Eibenova & Lenka Cafourkova, Sopran Jonathan Mayenschein, Alt Virgil Hartinger, Tenor Tomas Selc, Bass Adam Viktora, Leitung Beim Advent-Weihnachtskonzert werden vom tschechischen Ensemble Inégal unter der Leitung von Adam Viktora die Weihnachtsmesse von Jan Dismas Zelenka und das Magnificat von J. S. Bach, eines der beliebtesten Bachwerke, interpretiert. Zelenka ist Zeitgenosse von Bach und Händel und gilt als bedeutendster böhmischer Meister des Barock.

14. Dezember, 17 Uhr * Samstag, Freinademetzkirche Milland Kartenvorverkauf: online unter www.mytix.bz oder im Tourismusbüro Brixen


NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN

THEATER

Kursangebote im Jukas

Foto: Josef Polleross/weiterspielen

Terrence McNally schuf mit „Master Class“ ein Erfolgsstück des biografischen Theaters, das die grandiose Sopranistin Maria Callas ins Zentrum rückt. Die Inszenierung mit Andrea Eckert in der Hauptrolle am Wiener Volkstheater hat Kultstatus. Zum 100. Geburtstag der Callas im Jahr 2023 kehrte die Inszenierung zurück auf die Bühne und ist auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts auch im Brixner Forum zu sehen. Das Stück spielt in New York, 1971: In der Juilliard

School hält Maria Callas ihre erste und einzige Meisterklasse ab. Sie selbst hat ihren allerhöchsten Anspruch und ihre Schonungslosigkeit bereits mit dem Verlust ihrer Gesangsstimme bezahlt. Zwei Sopranistinnen und ein Tenor arbeiten mit Maria Callas an Arien aus La Sonnambula, Lady Macbeth und Tosca – jede Oper ein Meilenstein ihrer Karriere. Der Auftritt als Lehrerin in New York, wo die Callas als Kind griechischer Einwanderer 1923 zur Welt kam, lässt sie auf die Triumphe und Verwerfungen ihres Lebens zurückblicken. Mi., 11. Dezember, 19:30 Uhr Brixen, Forum Einführung: 19 Uhr Karten im Südtiroler Kulturinstitut: Tel. 0471 313800, info@kulturinstitut.org und online: www.kulturinstitut.org Die Veranstaltung wird von Auto Brenner und der Initiative Wirtschaft&Kultur unterstützt.

KONZERT

Luz Amoi: „Still still still…“

Foto: Pixabay

Meisterklasse Maria Callas

Fr., 10.1., 18 – 21:30 Uhr Sa., 11.1., 9 – 12:30 und 13:30 – 17 Uhr So., 12.1., 9 – 12:30 Uhr Ukulele. Grundkurs Mit Ossy Pardeller Sa., 11.1., 9 – 12:30 und 14 – 17 Uhr WuXing Fünf-Elemente QiGong: Zentrierung und Balance für Körper, Seele und Geist Mit Peter Holzknecht Mo., 13.1., 16 – 17 Uhr Konflikte mit Hilfe von Videoanalysen einfühlsam und konstruktiv begleiten Online-Infoveranstaltung Mit Arndt Montag und Hergen Sasse Mo., 13.1. , 27.1., jeweils von 18:30 – 20:30 Uhr Häkel- und Stricktreff: Kreativabend Mit Ruth Gasser Sa., 18.1., 9 – 12:30 Uhr Schreib- und Kunst-Café. Werkstatt Mit Alexia Gietl und Helene Leitgeb

Heuer feiert das Ensemble „Luz Amoi“ das 10-jährige Jubiläum seiner Weihnachtskonzerte. Grund genug für den Männerchor Neustift, das mehrfach ausgezeichnete Ensemble aus Bayern nach Südtirol zu holen. Stefan Pellmaier und seine fünf Musiker vereinen in ihrem Programm „Still, still, still…“ die schönsten und erfolgreichsten Advent- und Weihnachtslieder aus den Konzerten der vergangenen Jahre. Und der Männerchor Neustift unter der Leitung von Benedikt Baldauf unterstreicht mit einigen Stücken die langjährige musikalische Freundschaft der beiden Gruppen. Mit seinen unverwechselbaren Arrangements und einem aufwendig konzipierten

Bühnen- und Lichtkonzept berührte „Luz amoi“ bereits mehr als 50.000 Besucher. Man darf gespannt sein, was das Ensemble mit dem Männerchor Neustift auf die Bühne zaubert. Still still still Luz Amoi und Männerchor Neustift Fr., 20. Dezember, 20 Uhr (ohne Männerchor)

Stiftskirche Innichen Sa., 21. Dezember, 19 Uhr (mit Männerchor)

Freinademetzkirche, Milland Tickets unter: www.mytix.bz

Di., 21.1. und Mi., 22.1., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr „Schwieriges“ Verhalten von Jugendlichen: Neue Wege in der Beziehungsgestaltung mit jungen Menschen Mit Katharina Swoboda und Deborah Visintainer Fr., 24.1., 19 – 21 Uhr Sa., 25.1., 8 – 8.45, 10 – 12:30, 15 – 18:30 und 20 – 21:30 Uhr So., 26.1., 9. – 12:30 Uhr Die Kraft der Stimme: Mantras und Lieder der Welt. Singseminar Mit Raimund Mauch Am Sa. um 8:45 Uhr gemeinsames Frühstück.

Fr., 24.1., 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Hörbar kreativ: Von der Idee zum eigenen Podcast (online) Mit Barbara Weidmann-Lainer Sa., 25.1., 9 – 12:30 und 13:30 – 17 Uhr Kinder für das Leben stärken. Mentaltraining für das Kindergarten- und Grundschulalter Mit Cordula Oberhuber So., 26.1., 18 – 20:30 Uhr Inspiration durch Gesang & Geschichten: Mantras und Märchen der Welt Mit Raimund Mauch und Leni Leitgeb Mo., 27.1., 19 – 20 Uhr Zertifikatslehrgang Biografiearbeit. Online-Infoveranstaltung Mit Sylvie Dellemann und Susanne Hölzl Di., 28.1., 4.2., 25.2. und 18.3., jeweils von 14.00 – 16.00 Uhr Konflikte verstehen und moderieren (online) Mit Aglaia Hörning Do., 30.1. und Fr., 31.1., jeweils von 9 – 12:30 und 14 – 17:30 Uhr Widerstandsfähig und vom Leben getragen: Perspektiven der Salutogenese und Resilienz in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Mit Barbara Hülmeyer

Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 279923, bildung@jukas.net, www.jukas.net


Buchvorstellung

19 Uhr

Schurken, Helden, Heilige: Das Männerbild in der alpinen Sagenwelt mit der Autorin Margareta Fuchs und Magdalena Lang und Mirjam und Daniel Gamper Stadtbibliothek, Brixen

Samstag, 7. Dezember Konzert 17 Uhr Adventskonzert mit dem Männerchor Neustift und den Kirchenchören Schabs und Elvas Stiftskirche, Neustift

HARTWIG THALER ART GALLERY Für Hartwig Thaler ist Kunst die Antwort auf Leiden und Verzweiflung, auf Zerstörung und Unrecht. Seine inspirierenden Werken suchen nach Freiheit und Frieden. Sind Ausdruck der Hoffnung und des Wertes allen Lebens. Erzählen von Wundern und vom Mut zur Umarmung in einer von Konflikten geprägten Welt. Seine Kunstwerke sind Reiseberichte in Farben und Formen. Sind Visionen und Träume. Entdeckungen von Welt-Schönheit“, deren Teil sie selbst sein möchten. Er bewegt sich souverän zwischen Malerei, Skulptur und Kunst am Bau. Sein Atelier in Brixen ist das kreative Herzstück seines Schaffens.

bis 21. Dezember, 16–19 Uhr * 7.Atrium, Brixen

*

Freitag, 6. Dezember, 18 Uhr (Eröffnung)

Besichtigung außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung info@hartwigthaler.de, Mobil: +39 347 0606079

Kabarett

20 Uhr

Leo und Luis 2 Die ultimative RelaunchComeback-Tour 2.0 Haus Voitsberg, Vahrn

Kino

20 Uhr

Filmclub: Die Herrlichkeit des Lebens – L’amore secondo Kafka (dt., mit it. UT) Astra, Brixen

Theater

20:30 Uhr

Come una specie di vertigine (ital.) Teatro stabile di Bolzano Forum, Brixen

Dienstag, 10. Dezember Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Konzert

20 Uhr

The Original USA Gospel Singers & Band Forum, Brixen

Kinderprogramm 14–17 Uhr

Diverses

Kindergeschichtentag Vorlesen, Basteln, Kinderschminken und mehr TPZ, Brixen

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Theater

Hablas espanol? Verein Armonia Latina Café 3fiori, Brixen

20 Uhr

Impro-Show: Die vier Muskeltiere TPZ, Brixen

Kleinkunst

ab 20 Uhr

Mittwoch, 11. Dezember Diverses 18 Uhr

Theater 20 Uhr

Poisonflower oder die Wurzel allen Übels EnsembleArt (Die Bühnencousinen) Dekadenz, Brixen

19:30 Uhr

Meisterklasse Maria Callas Volkstheater Wien Forum, Brixen

Sonntag, 8. Dezember Lesung 17 Uhr Tea Time & Crime – oder wie der Südtiroler sagt: Krimi & Keks TPZ, Brixen

Konzert

18 Uhr

„tota pulchra est Maria“ Adventskonzert mit dem Domchor und dem Domorganisten Franz Comploi Dom, Brixen

Donnerstag, 12. Dezember Führung 15 Uhr

Konzert

Diverses

18 Uhr

Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

18–20:30 Uhr

B-Fleckte Empfängnis Brixner Beschwerdechor Dekadenz, Brixen

Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen

Montag, 9. Dezember Kinderkino 16:30 Uhr

Neustifter Singstund’ für alle, die gerne singen mit Esther Falkensteiner und Rudi Chizzali Vereinssaal, Neustift

Filmclub: Niko – Reise zu den Polarlichtern (ab 5 J.) Astra, Brixen

Musik

19:30 Uhr


TIMER Dezember 2024 Theater

20 Uhr

Impro-Show: Weihnachtsspecial TPZ, Brixen

Freitag, 13. Dezember Kinderprogramm 16 Uhr Vorlesen und Basteln für Kinder ab 4 J. Stadtbibliothek, Brixen

Konzert

18 Uhr

Es isch Advent Vinzentiner Mädchen- und Knabenchor und Männerensemble und Mir vier Parzivalsaal, Brixen

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Mittwoch

Sonntag, 15. Dezember Konzert 17 Uhr

11. Dezember 2024

Musikkapelle Vahrn Haus Voitsberg, Vahrn

19:30 | Brixen, Forum

Konzert 20 Uhr Moving Krippenspielers. Jazz mit Matthias Schriefl, Zuzana Leharová, Simon Rummel, Johannes Bär, Kalle Mathiesen Dekadenz, Brixen

Montag, 16. Dezember Kinderkino 16:30 Uhr Filmclub: Weihnachten in der Schustergasse (ab 7 J.) Astra, Brixen

Kino 20 Uhr Filmclub: Die Witwe Clicquot Astra, Brixen

Dienstag, 17. Dezember Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Diverses Buchvorstellung

19 Uhr

Smart bis zum Sarg. Gesundes Gehirn, starkes Gedächtnis mit Barbara Plagg, der Autorin dieses Ratgebers Stadtbibliothek, Brixen

Konzert

ab 20 Uhr

Spieletreff Vintlerhof, Milland

Donnerstag, 19. Dezember Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen

Meisterklasse

20 Uhr

Maria Callas

Eigentlich gonz leicht – Album-Release-Konzert mit Christa Plank, Linda Kammerer, Marc Perin Dekadenz, Brixen

Samstag, 14. Dezember Tanzsport ab 14 Uhr

Diverses

Konzert

Freitag, 20. Dezember Kleinkunst 20 Uhr

17 Uhr

Advent-Weihnachtskonzert mit dem Ensemble Inégal Freinademetzkirche, Milland

Tanztheater

20 Uhr

My Way Company Performance Tanzstück 22:22 Sektion Tanzsport des SSV Brixen Astra, Brixen

Theater 20:30 Uhr Scambio di persona all’italiana (ital.) Associazione culturale “Sipario Amico” di Merano Don-Bosco-Saal, Brixen

18:30 Uhr

Natale nel bosco Circolo Culturale Kneippanlage, Vahrn

Natale 2024 (ital.) mit Cababoz Dekadenz, Brixen

Foto: Josef Polleross

10 Years My Way To Dance 10-Jahres-Feier der Sektion Tanzsport des SSV Brixen Astra, Brixen

von Terrence McNally Eine Produktion von Vindobona und weiterspielen nach der Fassung für das Volkstheater Wien KARTEN & INFOS

Samstag, 21. Dezember Kino 14:30 Uhr Astra la vista: Dokumentarfilme Astra, Brixen

Konzert

19 Uhr

Still still still… mit Luz Amoi und dem Männerchor Neustift Freinademetzkirche, Milland

www.kulturinstitut.org Tel. 0471 313800

Gefördert von Unterstützt von

In Zusammenarbeit mit


40 ›

TIMER Dezember 2024

Märkte

Ausstellungen Weihnachtlicher Benefizmarkt der Südtiroler Kinderkrebshilfe bis 8. Dezember Mo.–Fr. 9–12:30 Uhr und 14:30–18 Uhr Sa. und So. (außer 8.12.) 10–18 Uhr Do., 5. und So., 8. Dez.: 10–13 Uhr Brennerstraße 1, Brixen

Bauernmarkt mittwochs (außer 25.12.) und samstags, 7:30–13 Uhr Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz Monatsmarkt Montag, 9. Dezember, 8–13:30 Uhr Goethestraße, Runggadgasse, Don G. Franco Park

Weihnachtsmarkt bis 6. Januar Veranstaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene siehe brixen.org Mo.–Do. 11–19 Uhr Fr., Sa., So. und Feiertage 10–19 Uhr Di., 24. und Di., 31. Dezember: 10–16 Uhr Domplatz, Brixen Weihnachtsmarkt der Ministranten und der Pfarrcaritas Vahrn Der Erlös geht an den Verein der Knochenmarkspende ADMO. Samstag, 7. Dezember, 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn

NEUJAHRSKONZERT 2025 Musikalischer Start ins neue Jahr

Das traditionelle Neujahrskonzert, das die Stiftung Musik Brixen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen organisiert, erfreut sich immer großen Zuspruchs. Der etwas nostalgische Rückblick auf das vergangene Jahr sowie der hoffnungsvolle und zuversichtliche Blick auf das neue Jahr bilden ein gesellschaftliches Ereignis, zu der die Wiener Musik der Strauß-Familie die ideale sinnliche Atmosphäre schafft. Einmal mehr wird das beliebte Neujahrskonzert vom Haydn Orchester von Bozen und Trient unter der Leitung von Fabrizio Ventura und der belarussischen Sopranistin Maria Chabounia das Publikum begeistern. Das Programm des Neujahrskonzertes ist wieder der Wiener Strauß-Dynastie gewidmet.

5. Jänner 2025, 17 Uhr * Sonntag, Forum Brixen Kartenvorverkauf: online über www.mytix.bz oder im Forum Brixen, Tel. 0472 275588, info@forum-brixen.com

StadtGalerie bis 25. Januar Changing Nature. Nora Gutwenger und Angelika Wischermann Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr Hofburg Brixen bis 23. Februar Ernst Müller. In den Farben der Erinnerung ab 14. Dezember Berty Skuber. Anthology Eröffnung: Sa., 14. Dezember, 11 Uhr täglich (außer 24. und 25. Dezember) 10–17 Uhr Atrium Brixen 7. bis 21. Dezember Hartwig Thaler. Art Gallery täglich 16–19 Uhr Eröffnung: Sa., 7. Dezember, 18 Uhr Kunstkreis St. Erhard bis 7. Dezember Eros & Poesie. Gemeinschaftsausstellung Di.–Fr. 17–20 Uhr, Sa. und So. 10–13 und 17–20 Uhr Finissage: Sa., 7. Dezember, 19 Uhr Kloster Neustift bis 19. April Sankt Florian in Neustift. Eine neu entdeckte Gemälde­ serie nach Albrecht Altdorfer Bilder und Skulpturen Zivilcourage – Gewaltloser Widerstand gegen den National­sozialismus in Südtirol Diese Installation ist ein Schulprojekt. Mo.–Sa. 10–17 Uhr

Kleinkunst

20 Uhr

Natale (ital.) mit Cababoz Dekadenz, Brixen

Montag, 23. Dezember Kinderkino 10 Uhr Filmclub: Das fliegende Klassenzimmer (ab 9 J.) Astra, Brixen

Donnerstag, 26. Dezember Musiktheater 15 und 19 Uhr Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

Freitag, 27. Dezember Musiktheater 20 Uhr Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

Samstag, 28. Dezember Musiktheater 15 und 19 Uhr Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

Sonntag, 29. Dezember Musiktheater 15 und 19 Uhr Franz aus Oberkrain. Das Musikal Komödie Brixen Haus Voitsberg, Vahrn

Dienstag, 31. Dezember Diverses ab 22 Uhr Brixner Stadtsilvester Domplatz, Brixen

Galerie 90, Mühlbach bis 31. Dezember Peter Fellin. Hommage an Joseph Beuys 11. bis 31. Dezember Marcello Nebl. Detail Mi.–Sa., 16–19 Uhr Einführung zu Marcello Nebl: Fr., 13. Dezember, 18:30 Uhr, mit Fiorenzo Degasperi Pharmaziemuseum Brixen bis 15. Januar Oh, wie süß Historische Puppenküche und Sonderausstellung über Zucker und Süßstoffe Di. und Mi. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr

Hofburg Brixen bis 6. Januar Colors 2 - The journey continu­ es: Licht- und Musikshow So.–Do. 17:30 Uhr, 18:30 Uhr Fr. und Sa. 17:30 Uhr, 18:30 Uhr, 19:30 Uhr keine Shows am 24. und 25. Dezember


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AB INS LABOR Wir haben den Nährboden für Ihre Ideen. Forschung & Entwicklung ist nur was für spezialisierte Unternehmen? Nicht im NOI Techpark: Mehr als 50 wissenschaftliche Labore und Pilotanlagen stehen Unternehmen aller Größen in unserem Innovationsviertel zur Verfügung. Hier können Sie schnell und unkompliziert Prototypen und Kleinserien herstellen, Produktionsprozesse weiterentwickeln, Versuche und Tests durchführen (lassen) – auch mit akkreditierten Verfahren. Und der LAB BONUS deckt 50 bis 65 % der Laborkosten – bis zu 30.000 Euro jährlich. Sprechen Sie mit unserem LAB DESK Team: Wir helfen Ihrem Unternehmen dabei, das passende Labor für Ihr Vorhaben zu finden. 2025 geht’s ins Labor. Und gemeinsam weiter in die Zukunft!

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42 › Freizeit & Sport

Die guten Geister des Sports BRIXEN: Das sportliche Leben der Domstadt spielt sich zu einem beträchtlichen Teil in den Turnhallen ab. Dort sorgen die Hallenwarte für einen reibungslosen Ablauf, meist still und leise im Hintergrund. Einige erzählen dem „Brixner“ davon.


Brixner Nr. 418

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Fotos: Oskar Zingerle

gangenen Gesuche eine Einteilung. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass Michaeler ins Kreuzfeuer der verschiedenen Interessen gerät – doch mit viel Erfahrung und Ruhe gelingt es ihm zumeist zu vermitteln und Lösungen zu finden. Immer bereit Damit die Turnhallen und Sportplätze stets für Schulklassen und Trainingsgruppen nutzbar sind, arbeiten im Hintergrund die Hallenwarte. Als Angestellte der verwahrenden Schulen sind sie die guten Geister „ihrer“ Hallen: Sie sorgen dafür, dass Türen geöffnet und geschlossen werden, sie reinigen Umkleidekabinen und Duschen, überprüfen Materialien, helfen beim Auf- und Abbau für die Trainingsprogramme. Konrad Gruber ist seit einem Jahr für die CONI-Halle zuständig. Als Quereinsteiger kommt er aus dem Gastgewerbe, fühlt sich in seinem neuen Aufgabengebiet aber sichtlich wohl. „Ein Freund, der als Hallenwart arbeitete, hat mich zur Bewerbung animiert“, erzählt er, „und nun bin ich hier. Am Anfang war alles neu, doch die Sportprofessoren waren mir bei der Einarbeitung sehr behilflich.“ Sein Arbeitstag beginnt um 7.15 Uhr mit der Halleneinteilung, denn bei drei Hallen ist Rotation erwünscht. „Die äußeren Hallen werden bevorzugt“, erklärt Gruber, „denn meist sind alle drei besetzt und da ist es in der Mitte natürlich am lautesten. Abgesehen vom Lärmpegel sind die drei Teilbereiche in ihrer Nutzung aber identisch.“ Sind Geräte für Turnstunden auf- und abzubauen, hilft der Hallenwart gerne mit. Handwerker gefragt

t IN „SEINER“ HALLE: Herbert Gürtler ist einer von drei Hallenwarten am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium

Sport hat in Brixen Tradition und wird in vielen Familien und Vereinen tagtäglich aktiv gelebt. Für viele Aktivitäten braucht es geeignete Einrichtungen wie Fußballplätze, das Schwimmbad und geschlossene Hallen mit der entsprechenden Ausstattung. Im Stadtgebiet Brixen stehen vier Dreifachturnhallen, vier Normalturnhallen und drei Kleinturnhallen zur Verfügung, die in erster Linie der schulischen Nutzung dienen. Dazu gesellen sich die Sportzone Süd und die Freizeitsportanlage im Rosslauf. Angebot und Nachfrage – sprich die Nutzungserwartungen der Vereine – sind groß, und es gab in der Vergangenheit wohl einige Krisenmomente, in denen die Interessen der Vereine nicht zur Gänze unter einen Hut passten. Die Gemeinde Brixen und die betroffenen Schuldirektoren als Verwahrer der Hallen bilden aus diesen Erfahrungen heraus seit Jahren eine Arbeitsgruppe, die die Zuteilung der Räumlichkeiten und der Zeitfenster mit größtmöglicher Transparenz vornimmt. Direktoren und Stadträte für Schule und Sport treffen sich im Sommer, um spätestens Ende August die Zuteilung zu beschließen und dann von den Direktionen vornehmen zu lassen. Bereits vorab erarbeitet Armin Michaeler vom Amt für Sport in Absprache mit den Schulsekretariaten auf Basis der einge-

Die Ausrüstung in der Halle muss laufend überprüft werden. „Die intensive Nutzung von Geräten und Halle hinterlässt ihre Spuren; Reparaturen und Austausch sind an der Tagesordnung. Über mutwillige Beschädigungen kann ich eigentlich nicht klagen, die Übungsleiter beaufsichtigen ihre Schützlinge gut. Ich könnte auch nicht sagen, dass die jungen Leute sich schlecht benehmen. Ab und zu passiert mal ein Scherz, aber nichts Schlimmes. Zu schaffen macht uns eher das undichte Dach: Immer wieder läuft irgendwo Wasser ein und verursacht Schäden“, beschreibt der CONI-Wart seinen Alltag, zu

„ E s sollen alle zufrieden weg­ gehen, denn die Sportzone ist ein Aushängeschild der Stadt“

_ Rafael Taschler, Koordinator und Hallenwart der Sportzone Süd dem die tägliche Reinigung von Halle, Umkleide- und Duschräumen gehört. Nicht selten ist er als Hausmeister in der „Wolki-Mittelschule“ nebenan gefragt, repariert und hilft, wo Not am handwerklich versierten Mann ist. Mit einer Stunde Mittagspause beendet er um 16 Uhr seinen Dienst und übergibt an Oskar Braunhofer, der bis 23 Uhr spätabends dafür sorgt, dass die verschiedenen Vereinsaktivitäten reibungslos ablaufen und die Hallen am nächsten Morgen wieder für die schulischen Belange genutzt werden


44 › Freizeit & Sport können. Finden Wettkämpfe oder andere Veranstaltungen statt, ist zwischendurch auch ein Wochenenddienst für die Hallenwarte gefragt; zum größten Teil organisieren sich die Vereine jedoch selbständig. 25 Jahre im Dienst des Sports Herbert Gürtler ist einer von drei Hallenwarten am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium. Seit einem Vierteljahrhundert steht er in diesem Dienst, zunächst in der Spätschicht an der Fachoberschule für Wirtschaft und Grafik, seit 13 Jahren nun in Rosslauf. Mit stoischer Ruhe und sehr viel Bescheidenheit erzählt er von seiner Arbeit, die er mit Ende des Jahres mit dem Ruhestand tauschen wird, mit „einfach Zeit haben, wandern gehen, wann immer Wetter und Lust es erlauben“, so Gürtler. „Ich sperre am frühen Morgen auf, putze das erste Mal, da am Abend die Dreifachturnhalle von den Vereinen genutzt wird, helfe dann den Turnlehrerinnen und -lehrern beim Auf- und Abbau, putze zu Mittag oder am Nachmittag das zweite Mal und bin auch in der Schule für die Reinigung einiger Räumlichkeiten verantwortlich“, schildert Gürtler seinen scheinbar recht unspektakulären Alltag. Und doch – ohne ihn und seine zwei Kollegen Günther Mitterrutzner und Werner Malfertheiner, die im Spätdienst von 17 bis 23 Uhr sowie am Wochenende für Hygiene und Ordnung sorgen, wäre die Lage in der Turnhalle wohl schon nach wenigen Tagen sehr chaotisch. „Irgendetwas ist immer kaputt. Kleinere Reparaturen mache ich selbst, ein bisschen handwerkliches Geschick hat man ja“, resümiert Gürtler mit einem leichten Hauch von verdientem Stolz.

p Seit einem Vierteljahrhundert kümmert sich Herbert Gürtler um Turnhallen; Ende des Jahres wird er in den Ruhestand treten

Drinnen und draußen „Viel Arbeit fällt auch im Außenbereich an“, beschreibt er seine To-do-Liste, „nur das Bürsten des Kunstrasens wird von Mitarbeitern der Gemeinde erledigt. Gemütliche Tage sind bei uns selten; es ist immer viel los. Die Schulen am Vormittag und am frühen Nachmittag, danach die Vereine, und alles sozusagen mal drei, denn wir haben ja eine Dreifachturnhalle.“ Mit einer durchgehenden Arbeitszeit von frühmorgens, einer manchmal nur 30-minütigen Mit-


Brixner Nr. 418

„ Gemütliche Tage sind bei uns eher selten; es ist immer viel los“

_ Herbert Gürtler, Hallenwart am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium

tagspause und sehr viel Arbeit übergibt er am späten Nachmittag dann zufrieden, aber müde an den diensthabenden Kollegen. Sein Anspruch, alles bestens zu verrichten, für Schulklassen und Vereine stets saubere Räume und gut gewartete Geräte bereitzustellen, ist bei einem Rundgang unübersehbar. Ausgesprochen wird dies von Gürtler nicht, er „macht ja nur seine Arbeit“, bemerkt er bescheiden, im Inneren vielleicht doch ein bisschen stolz darauf. Und während er am Nachmittag die letzten Handgriffe verrichtet, warten schon die jungen Teilnehmer des anstehenden Vereinstrainings vor der Tür. Viel zu früh, doch Gürtler lässt „seine“ Sportler natürlich nicht zu lange draußen frieren.

Vielfältige Anforderungen Die größte Herausforderung besteht für ihn darin, allen Vereinen gerecht zu werden – ob Leichtathletik, Handball, Fußball, Kunstturnen oder Eishockey. „Es sollen alle zufrieden weggehen, denn die Sportzone ist ein Aushängeschild der Stadt.“ An einige sportliche Ereignisse erinnert er sich besonders gern: die Leichtathletik-Italienmeisterschaft 2019, die Coppa Italia und Supercoppa im Damenhandball, Europapokalspiele und Meisterschaftssiege der Handballer. Auch internationale Fußballbegegnungen mit Mannschaften wie Nürnberg, La Spezia und Bochum begeistern ihn immer wieder.

Arbeit als Aufgabe Seit sieben Jahren ist Rafael Taschler das Herzstück der Sportzone Süd in Brixen. Der Koordinator und Hallenwart hat 2017 seine Tätigkeit aufgenommen, nachdem ihn eine Internetanzeige auf die Stelle aufmerksam gemacht hatte. „Meine Frau meinte, das wäre genau das Richtige für mich – und sie hatte recht“, erzählt er. Auch wenn ihm viele der dort praktizierten Sportarten zunächst fremd waren, fand er schnell Freude an seiner Arbeit und wurde von den Vereinen und Kollegen mit offenen Armen empfangen. Diese positive Dynamik führte dazu, dass Taschler vor eineinhalb Jahren die Koordination übernahm – ein Moment, der ihn mit Stolz erfüllte. Der Alltag des Hallenwarts umfasst auch hier die Reinigung und Instandhaltung der Halle und Umkleidekabinen sowie die Pflege des Fußball- und Leichtathletikplatzes. „Man muss beim Timing genau sein, da bis zu den Wettkampftagen trainiert wird“, betont Taschler.

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 Konrad Gruber ist seit einem Jahr für die CONI-Halle zuständig und fühlt sich in seiner neuen Aufgabe wohl

Mara Kerschbaumer untermarzoner.it


46 › Freizeit & Sport

1.735 m ü.d.M. · Rodenecker-Lüsner Alm Fam. Leitner · Tel: 0472 677 670 info@oberhauserhuette.com, www.oberhauserhuette.com Wir haben vom 26. Dezember bis zum 4. März und dann wieder vom 11. bis zum 21. April geöffnet. Montag ist Ruhetag, außer an Feiertagen. Mittags bieten wir Südtiroler Spezialitäten von 11.30 bis 15 Uhr an. Ebenfalls kann auf Reservierung täglich gebruncht werden.

1.644 m ü.d.M. · Meransen Fam. Hinterlechner · Tel: 0472 520 277 www.grossberghuette.com, info@grossberghuette.com Genießen Sie typische Südtiroler Spezialitäten und hausgemachte Kuchen in unseren gemütlichen Stuben. Wir haben täglich für Sie geöffnet, kein Ruhetag. Freitags gibt es als „Special“ unseren Fondueabend. Die kleinen Gäste dürfen sich auf Schneerutschbahnen zum Austoben freuen.

1.800 m ü.d.M · Sterzing Fam. Gogl · Tel: 338 495 9084 www.prantneralm.com, info@prantneralm.com Kehren Sie bei uns ein und genießen Sie das herrliche Panorama mit tollem Ausblick auf den Stubaier Gletscher, den Pflerscher Tribulaun und nach Sterzing. Auf Sie wartet eine 3,5 km lange Rodelbahn mit eigenem Rodelverleih. Gerne verwöhnen wir Sie mit typischen Almgerichten. Dienstag Ruhetag, Donnerstag und Freitag sind wir auch abends geöffnet.

Sie erreichen uns entweder über den Parkplatz Tulper Gampis mit den Schneeschuhen in 45 Minuten. Sie können uns auch über einen gemütlichen Spaziergang vom Parkplatz Zumis in 15 Minuten erreichen. Mit Kinderwagen leicht erreichbar.

Sie erreichen uns in zirka 30 Minuten über den Forstweg vom Parkplatz Altfasstal aus. Für die Rundwanderung Richtung Talschluss und über die Brücke Felderalm zurück zum Ausgangspunkt benötigen Sie etwa zwei Stunden. Ideal auch für Familien mit Kinderwagen sowie für Menschen, die leicht begehbare Wanderwege bevorzugen.

Der Aufstieg ist leicht und von kurzer Dauer. Startpunkt ist 1 km oberhalb des Parkplatzes vom Braunhof direkt über der Rodelbahn, von wo aus Sie die Straße oder den Weg durch den Wald wählen können. Der Weg führt unter anderem auf die Weißspitze oder auf die Amthorspitze.

1.924 m ü.d.M. · Lüsner Alm Familie Hinteregger · Tel: 333 748 4880 Unsere Schutzhütte liegt in sonniger Lage auf der weiten Lüsner Alm. Im Winter ist es ein wunderbares Gebiet für ausgedehnte Schneeschuhwanderungen, Langlauf, Reifenrutschen oder einfache Skitouren. Unsere Hütte ist über Weihnachten vom 26. Dezember bis zum 6. Januar geöffnet, ebenso an den Wochenenden im Januar und Februar (SA, SO sowie MO) und in der Faschingswoche vom 1. bis zum 10. März. Unsere Zimmer sind im Winter buchbar! Wir freuen uns auf euch!

1.200 m ü.d.M. · Plose · Fam. Ellemund Tel: 371 659 9319 · www.ban-rutzner.com „Ban Rutzner“, 200 Meter oberhalb der PloseTalstation, bietet Erholung, gutes Essen mit traditionellen Gerichten, tolle Stimmung und einen super Spielplatz für die kleinen Gäste. Täglich bieten wir Ihnen in unserem Restaurant mit Aussicht von 11.30 bis 21 Uhr warme Küche mit herzhaften Südtiroler Spezialitäten. Die Pizzeria ist täglich von 11.30 bis 14 Uhr und von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Brunch auf Reservierung.

Von Lüsen über Flitt bis zum P 3 Parkplatz Schwaigerböden (heuer NEU) sind wir in zirka 1 Stunde erreichbar. Geeignet für Kinder und Rodel. Über Lüsen Berg (Winterparkplatz Tulper Gampis) mit Schneeschuhen über den Griablsteig in 1,5 Stunden. Oder von Rodeneck (Parkplatz Zumis) in 2,5 Stunden (gespurt).

Unsere Hütte ist gut gelegen: Sie haben alle wichtigen Schnittstellen wie Parkplatz, Kabinenbahn-Station, Rodelbahn und Skipiste vor der Tür und können direkt ins Wandervergnügen oder ins Skierlebnis starten.


Brixner Nr. 418

Seit seinem Arbeitsbeginn hat sich die Sportzone kontinuierlich weiterentwickelt. Taschler lobt die Gemeinde Brixen und seine Vorgesetzten für ihre Investitionen, durch die die Infrastruktur technisch auf höchstem Niveau gehalten wird. „In diesem Jahr haben wir neue Handballtore angeschafft, und auch für die geplante, jedoch abgesagte Europameisterschaft vor drei Jahren wurde alles zusätzlich instandgesetzt“, berichtet er. Diese Bemühungen zeugen von einem hohen Qualitätsanspruch, den Taschler als wichtige Herausforderung sieht: „Es ist nicht leicht, den Standard zu halten und weiter zu verbessern.“ Sein Vorgänger, Peter Brugger, leitete die Sportzone 37 Jahre lang und übergab sie in perfektem Zustand. Taschler sieht es als seine Aufgabe an, Bruggers Lebenswerk fortzuführen. Der erfahrene Brugger steht ihm bis heute bei Problemen zur Seite, ebenso wie sein früherer Kollege Peter Gostner, der ihm in den ersten vier Jahren wertvolle Unterstützung bot.

„ Reparaturen sind an der Tagesordnung“

_ Konrad Gruber, Hallenwart der CONI-Halle

Ein markanter Wandel in der Nutzung der Turnhallen wurde nach der COVID-Pandemie sichtbar. „Vor allem im Jugendhandball war weniger los, aber es bessert sich langsam“, erklärt Taschler, „die Kinder sind in guten Händen, und die Jugendarbeit wird ernst genommen. Die Vereine leisten großartige Arbeit.“

 Rafael Taschler, Koordinator und Hallenwart der Sportzone Süd: „Man muss beim Timing genau sein, da bis zu den Wettkampftagen trainiert wird“

Foto: Mats Helmersson

Entwicklung und Herausforderungen

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„Meine Arbeit beginnt und endet zuhause, wo ich alles organisiere und plane“, erzählt er. Die Wertschätzung, die er von den Vereinen erhält, motiviert ihn täglich aufs Neue. Gleiches spürt man auch im Gespräch mit den anderen Hallenwarten der Brixner Schulen. Die lobenden Worte der Turnlehrer und der Vereinsverantwortlichen, das Wissen, dass alles rechtzeitig und in gutem Zustand für die sportlichen Aktivitäten bereitsteht sowie der zufriedene Blick auf ein gut bestelltes Feld sind Teil des Lohnes der Hallenwarte, die ihre Aufgabe ohne großes Aufheben verrichten und doch ein unentbehrliches Rad im sportlichen Getriebe der Stadt sind. sabine.dejakum@brixner.info mats.helmersson@brixner.info

Mehr als nur ein Job Für Taschler ist seine Arbeit nicht nur ein Job, sondern eine Aufgabe, die ihn auch nach Feierabend beschäftigt.

U nentbehrlich: Die Hallenwarte arbeiten Tag für Tag daran, die Sportplätze stets für Schulklassen und Trainingsgruppen in Schuss zu halten (im Bild die Handballhalle in der Sportzone Süd)


48 › Freizeit & Sport

KARATE

Auf Medaillentour Als sich Fabian Pezzei vor zwei Jahren in Caorle bei der Karate-Weltmeisterschaft der IKU (International Karate Union) den Juniorentitel holte, war er für die Teilnahme „nur“ nachnominiert worden. Ende Oktober dieses Jahres war der 19-jährige Mühlbacher als Athlet der Nationalmannschaft in Buenos Aires bei der WM mit dabei, erstmals in der „Allgemeinen Kategorie“, und übertraf dabei alle Erwartungen. Im Einzelwettkampf behauptete er sich in den Vorkämpfen souverän, gewann das Halbfinale mit Strategie und musste sich letztendlich nur im Finale einem rumänischen Gegner geschlagen geben. Pezzei freute sich über seine Silbermedaille jedoch, als wäre sie aus Gold. Überaus spannend verliefen auch die Team-Wettkämpfe: Nachdem der erste der drei italienischen Athleten im Halbfinale gegen die

Hausherren aus Argentinien verlor, lag die Last auf Fabian Pezzei als zweitem Italiener. Mit seinem 2:0- Sieg sicherte er die Teilnahme des dritten Athleten. In der Finalrunde musste sich Pezzei zwar dem rumänischen Neo-Weltmeister geschlagen geben, doch die Siege seiner Teamkollegen sicherten Italien dann trotzdem den Weltmeistertitel. Auf Medaillentour war das Karate-Team aus Mühlbach im November auch beim Euro Grand Prix in Pilsen (Tschechien) und beim Trofeo Veneto. Anna Gallmetzer, Laura Grünfelder, Julia Mair, Lorenz Mantinger, Maria Peintner, Frida Schweiger, Jakob Silgoner, Madleen Unterhuber und Celina Volgger freuten sich über insgesamt fünf Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen in den verschiedenen Kumite- und Kata-Wettkämpfen. sd

Foto: Elke Niederwieser

HANDBALL

Spielfreude und Vielfalt Am 10. November wurde die Sportzone Süd in Brixen ein Zentrum der Handballbegeisterung: Das VSS/Raiffeisen U11-Turnier zog junge Talente aus der Region und darüber hinaus an. Insgesamt fanden 32 Spiele mit je 13 Minuten Spieldauer statt. Neben den Südtiroler Teams sorgten zwei Mannschaften aus Pressano für zusätzliche Spannung. Die Jugendabteilung des ausrichtenden Vereins SSV Brixen erklärte, warum Buben und Mädchen getrennt antreten, was früher noch anders war: „Ein gemeinsamer Spielplan wird zu eng.“ Die Trennung hat Vor- und Nachteile: Die Organisation wird

kurz

notiert

dadurch einfacher, und die Turniertage fallen kürzer aus. Allerdings bedeutet dies doppelten Aufwand für Vereine mit gemischten Teams. Positiv ist aber, dass mehr gespielt wird und alle zum Einsatz kommen können – ein entscheidender Vorteil in dieser Altersklasse. VSS-Referent Martin Prantl hob hervor, dass der Zulauf zu den Turnieren konstant hoch ist, besonders bei den U19Mannschaften. In den U11-Kategorien stehen Spaß und die Teilnahme aller im Vordergrund – ein Konzept, das sich mit zunehmendem Alter verändert. „Südtiroler Mannschaften schneiden bei den italienischen

Meisterschaften generell gut ab”, so Prantl. Das zeigt, dass die Arbeit im Jugendbereich Früchte trägt. Jährlich richten alle Vereine mindestens ein Turnier aus, und zusätzlich zu den monatlichen VSS-Turnieren gibt

es im Frühjahr die Landesmeisterschaften. Das Turnier endete mit strahlenden Gesichtern und wurde mit Medaillen und kleinen Süßigmh keiten abgerundet.

Laura Fürler und Leonie Senn von Taekwondo Brixen sicherten sich bei den Euregio Open im Taekwondo in Innsbruck jeweils die Goldmedaille ihrer Kategorie. In der Teamwertung landeten die Brixner auf Platz 7.

Der SSV Brixen Fußball steht im Oberliga-Pokalfinale. Die Brixner besiegten Anfang November Virtus Bozen mit 2:0 und sicherten sich somit den Einzug ins Finale; am 7. Dezember treffen sie auf St. Georgen.

Bei der VSS/Raiffeisen Mannschaftslandesmeisterschaft im Kunstturnen der Oberstufe in Brixen am 17. November dominierte der SC Meran mit vier Goldmedaillen. Der SSV Brixen gewann drei Silbermedaillen, Lana und Bozen sicherten sich ebenso Podiumsplätze.


Brixner Nr. 418

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„Ein kurzlebiger Trend“

Herr Waldner, die Weltcup-Saison 2024/25 ist Ende Oktober gestartet. Sie befinden sich also schon wieder mitten im Einsatz?

Ja, diese fünf Monate Weltcup sind zwar kurz, aber sehr intensiv. Die bisherigen Rennen in Sölden und Levi sind aus unserer Sicht sehr gut gelaufen: Die Stimmung war positiv, im Publikum befanden sich viele junge Menschen, und die Rückkehr von Marcel Hirscher in Sölden hat natürlich für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Auch das Wetter hat bislang mitgespielt. Im Dezember sind wir wieder in Beaver Creek in Colorado und in Val d’Isère zu Gast

– und Ende des Monats erwarten uns Gröden und Alta Badia. Was ist in dieser Saison neu im Rennkalender?

Im Vergleich zum letzten Jahr stehen weniger Rennen im Kalender; dafür findet im Februar die WM in Saalbach statt. Das ist immer etwas Besonderes, denn man spürt in den WM-Jahren, dass sich der Fokus der Athleten etwas verschiebt. Insofern ist über die ganze Saison eine besondere Atmosphäre in der Luft. Das große Finale des Alpinen Ski-Weltcups 2024/25 findet heuer zum ersten Mal seit den Siebzigerjahren wieder im Sun Valley im amerikanischen

Bundesstaat Idaho statt; das ist ein neues Ski-Resort, was sowohl für die Athleten und die Funktionäre, aber auch für die Zuschauer spannend ist. Die Rückkehr einiger ehemaliger Skistars sorgt nicht nur für positive Rückmeldungen innerhalb der Skisport-Szene …

Ich möchte mich dazu nicht allzu viel äußern; das allermeiste wurde schon gesagt. Nur so viel: Ich glaube, dass es sich bei diesen Comebacks um einen kurzlebigen Trend handelt, der sich früher oder später von ganz alleine wieder auflösen wird. anina.vontavon@brixner.info

Interesse an Freiwilligenarbeit oder am freiwilligen Sozialdienst? Wir suchen Verstärkung für unser Hausmeister-Team!

Der ÖBPB “Zum Heiligen Geist“ in Brixen und in Klausen sucht Menschen, die sich gerne sozial engagieren möchten. Derzeit suchen wir Interessierte für verschiedene Hausmeistertätigkeiten wie z.B. Mithilfe bei Reparaturen, im Transportdienst (Wäsche und Essenstransporte zwischen den Einrichtungen), Gartenarbeit u. anderes. Wir begleiten Sie bei Ihrem Einsatz, und Sie können an Weiterbildungen teilnehmen. Mehrmals im Jahr organisieren wir gesellige Treffen, wo wir Erfahrungen austauschen und gemeinsam erreichte Erfolge feiern. Wir freuen uns auf Sie!

Informationen unter: Tel. 0472 255 503 (Montag, Dienstag, Donnerstag von 8–12 Uhr und Mittwoch von 14–17 Uhr) oder per E-Mail: kfh@altersheim-brixen.it

Foto: Markus Fink

MARKUS WALDNER, FIS-Renndirektor der Skiweltcuprennen der Herren, über die neue Saison, den Fokus WM – und die Comebacks.


50 › Freizeit & Sport SKI

Alles neu macht – der Winter! Auf einige Neuigkeiten und viel Altbewährtes setzt die Sektion Ski im WSV Brixen in der kommenden Wintersaison. Stefan Gasser hat das Amt des Sektionsleiters zurückgelegt, bleibt aber als Vizepräsident im Wintersportverein aktiv, der neben der Sektion Ski auch Eiskunstlauf und Eisstockschießen umfasst. Die Fäden der Sektion Ski in der Hand halten weiterhin Ruth Busetti, Manuel Prosch, Konrad Markart und Hannes Tinkhauser – und Günther Stuffer als neues Ausschussmitglied. Beibehalten möchten die Verantwortlichen die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem ASC Plose; in beiden Vereinen gemeinsam trainieren rund 100 junge Skifahrerinnen und Skifahrer. Die ältesten Athleten gehören dem Grand Prix Team an, das nach wie vor unter der Leitung von Markus Villscheider und Fabian Rabl steht. Die VSSKinder (Jahrgänge 2013 bis 2017) werden von Klaus Tauber, Ivan

Stuffer sowie den beiden Neuzugängen Matthias Pedevilla und Christian Untersteiner trainiert. Für die Aufbaugruppe (Jahrgänge 2015 bis 2019) stellt die Skischule „Mountain Goat“ Skilehrer zur Verfügung und unterstützt den

WSV somit tatkräftig. Auch im kommenden Winter werden also zahlreiche WSVler auf der Plose trainieren und bis zu viermal wöchentlich ihre Leidenschaft für den Skisport ausleben. Als ältester Sportverein Brixens, gegründet

1947, zeigt der WSV auch nach all den Jahren keinerlei Ermüdungserscheinungen, wenn es um die Förderung des Ski-Nachwuchses eh geht.


Brixner Nr. 418

‹ 51

PADELTENNIS

Unter Dach und Fach

Mit dem Bau von zwei Padelplätzen hat der Verein Tennis Brixen Bressanone den Nerv der Zeit getroffen. Seit nunmehr eineinhalb Jahren steht das Angebot allen Interessierten offen, täglich von morgens bis spät abends um 21.30 Uhr,

und die Auslastung ist, allen Befürchtungen zum Trotz, überaus gut. Vor allem am späten Nachmittag und am Abend reichen die 1,5-Stunden-Slots sogar bei weitem nicht aus, um der zahlreichen Anfragen gerecht zu werden. Die Verantwortlichen des Vereins

freuen sich derzeit über 170 Mitglieder im Padel-Bereich und über 400 beim klassischen Tennis; 150 Kinder besuchen jährlich die angebotenen Kurse. Die finanzielle Lage hat sich dank Padel- und Tennisboom stabilisiert, der für den Bau der Padelplätze aufgenommene Kredit kann bis Jahresende gänzlich getilgt werden. Angesichts dieser sehr positiven Entwicklungen wagt man bei Tennis Brixen Bressanone einen großen Schritt Richtung Zukunft und lässt die Padelplätze noch im November mit einem Ballon überdachen. Damit begegnet man einerseits der

zunehmenden Konkurrenz aus der Umgebung, denn mittlerweile finden sich in Sterzing, Bruneck, St. Lorenzen und St. Andrä Padelplätze, und andererseits sichern sich die Brixner mit wetterfesten Strukturen sowohl eine gute konstante Auslastung als auch einen gewissen Wettbewerbsvorteil. Um für Spieler und Turniere jederzeit gerüstet zu sein, werden rund 130.000 Euro investiert; die laufenden Kosten für die mit Fernwärme gespeiste Heizung dürften sich dank moderner Technologie in sd Grenzen halten.

Peintner eine tragende Stütze des Vereins, Konrad Markart ist für das Sekretariat zuständig. Präsident Barbieri dankte auch den vielen

Mitgliedern und Unterstützern, die die Erfolgsgeschichte des WSV begleitet und ermöglicht haben. sd

SPORT

Ehre für den WSV Zum Auftakt der neuen Wintersaison durfte sich der Wintersportverein Brixen über eine besondere Ehrung freuen, mit der ihn der italienische Wintersportverband FISI für seine 75-jährige Mitgliedschaft würdigte. Die Verleihung der sogenannten „Benemerenze“ fand im Rahmen der Herbstmesse Anfang November in Bozen statt, wo der WSV in einer feierlichen Zeremonie für seine langjährige Verbundenheit und seine Leistungen im Wintersport geehrt wurde. Präsident Stefan Barbieri durfte sich im Anschluss mit dem Präsidenten des Landesverbandes, Markus Ortler, und einigen treuen und bedeutenden Wegbegleitern des WSV zum Gruppenfoto stellen.

Helmut Stockner, Sigurth Wachtler, Christine Öhler Peintner und Konrad Markart waren gewissermaßen stellvertretend für sehr viele anwesend, die für den WSV in seiner langen und erfolgreichen Geschichte aktiv waren und sind. Stockner ist seit 1966 im WSV engagiert, war 49 Jahre lang Sektionsleiter Ski und ist heute noch im Schiedsgericht tätig. Wachtler war neun Jahre lang als Sektionsleiter und drei Jahre als Präsident aktiv, zudem arbeitete er vier Jahre als Ausschussmitglied und zwölf Jahre als Vizepräsident im Landesverband der FISI mit. Mit zwölf Jahren als Vizesektionsleiterin Ski und drei Jahren als Vizepräsidentin war und ist Christine Öhler

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52 › Freizeit & Sport SPORT

Botschafter geehrt Viele Sportler und Sportlerinnen aus Brixen sind das ganze Jahr über bei Wettkämpfen unterwegs und behaupten sich dabei weit über die Landesgrenzen hinaus unter den Besten ihrer jeweiligen Disziplin. Die Gemeinde Brixen lud am 19. November all jene Athleten zur Sportlerehrung ins Astra ein, die im Laufe der abgelaufenen Saison an internationalen Wettbewerben teilgenommen oder sich bei Italienmeisterschaften aufs Podest gekämpft hatten. Dazu gesellten sich einige Sportler, die sich durch herausragende Leistungen hervorgetan hatten und einige Trainer und Funktionäre für besondere Verdienste um den Sport in Brixen. Bürgermeister Jungmann, der zugleich auch für Brixens Sportamt verantwortlich zeichnet, Vizebürgermeister Ferdinando Stablum und Peter Brunner, Landesrat für Sport, drückten in ihren Gruß-

worten die Wertschätzung und den Dank an die Geehrten und die Vereine, die hinter ihnen stehen, aus. Gemeinsam mit einigen Stadträten überreichten sie anschließend ein kleines Geschenk an insgesamt 28 Einzelathletinnen und -athleten und zwei Mannschaften aus den

Bereichen Schwimmen, Skifahren, Rodeln, Langlaufen, Sportklettern, Taekwondo, Radsport, Triathlon und Handball. Für ihren unermüdlichen Einsatz als Trainer und Betreuer wurden Franco Cubich und Peppi Gottardi geehrt. Cubich ist als Trainer der SG Eisacktal

fast täglich in der Sportzone Süd anzutreffen, Gottardi betreut als Funktionär der Lebenshilfe Südtirol seine Schützlinge das ganze Jahr über beim Training und bei Wettkämpfen, unter anderem beim Langlaufen, Schwimmen oder Tischtennisspielen. sd

stift aktiv in der Jugendarbeit, die gemeinsam mit dem ASV Vahrn betrieben wird. Mitterrutzner erwähnt, dass mehrere Nachwuchsspieler aus der Jugend in Vahrn weiterspielen, was in Kombination mit dem Spielermangel in Neustift zu dieser Entscheidung geführt hat. Das Calcetto-Team tritt in der VSS Kleinfeldmeisterschaft an und soll den Verein durch fri-

schen Elan und neue Impulse langfristig stärken. „Unser Ziel ist es, irgendwann wieder eine Kampfmannschaft für die dritte Amateurliga aufzustellen“, betont Mitterrutzner. Trotz der schwierigen Umstellung ist die Stimmung im Verein also mh positiv.

FUSSBALL

Kleinfeld statt Großfeld

Der ASV Neustift beendet nach fast 30 Jahren Fußballtradition den Spielbetrieb seiner Großfeldmannschaft. Der Verein ist aufgrund eines akuten Spielermangels gezwungen, diesen Schritt zu gehen. Doch anstatt diesen Rückschlag als das Ende zu betrachten, setzt der Verein auf einen Neuanfang: Eine Kleinfeldmann-

schaft soll die Lücke füllen und als Grundlage für die Zukunft dienen. „Wir mussten uns leider von der Großfeldmannschaft verabschieden, aber wir steigen auf das Kleinfeldformat um“, erklärt Vereinspräsident Toni Mitterrutzner. „Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist der Mangel an Spielern.“ Trotz dieser Herausforderung bleibt der ASV Neu-


Danke

Brixner Nr. 418

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Wir bedanken uns bei all unseren Kundinnen und Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die oftmals langjährig erwiesene Treue. Es ist uns eine Freude, Ihnen mit unserem Service zur Seite zu stehen.

Wir wünschen unseren Kunden, Geschäftspartnern und allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie ein glückliches, gesundes neues Jahr!

Ihr Pattis & Pastorelli-Team

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„Sicherheit geht vor“

Foto: Oskar Zingerle

54 › Wirtschaft & Umwelt


Brixner Nr. 418

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ZIVILSCHUTZ: In den kommenden Wochen arbeitet das Amt für Wildbachverbauung Nord wieder am Hochwasserschutz im Eisack. Dabei werden bereits erste Vorbereitungen für die sensibelste Zone getroffen. Ein Zwischenstand.

Schau, ein Zaun! Wer sich in letzter Zeit in der Nähe der Cesare-Battisti-Straße und des gegenüberliegenden Fahrradweges am Eisackufer in Brixen aufgehalten hat, konnte ihn kaum übersehen. Kurz vor dem neuen „Bombenbrüggele“ auf der Höhe des Priel-Parkplatzes etwa 200 Meter gen Süden umspannt die temporäre Abgrenzung aus Drahtgitterelementen das Bachbett und lässt erahnen, dass hier bald etwas geschehen wird. Während dieser Bericht entsteht, ist es noch ruhig: Voraussichtlich mit Anfang Dezember wird das Amt für Wildbachverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz einige Monate lang im Eisack werkeln, um einen weiteren Teil des Flusses hochwassersicher zu machen. Man könnte meinen, dass sich für das Expertenteam in den letzten Jahren eine gewisse Routine in diese Arbeiten eingeschlichen hat – das Gegenteil ist aber der Fall, denn jede Baustelle ist anders, und so kommen auch dieses Mal auf Philipp Walder und sein Team einige Experimente zu: Welche neue Methode sie für dieses Projekt anwenden und was genau eine „überdimensionale Küchenrolle“ damit zu tun haben wird, wird später verraten. Arbeiten in Salamitaktik Zunächst – möglichst kurz, obwohl man mittlerweile einige Seiten damit füllen könnte – zur Geschichte des Hochwasserschutzes in Brixen: Seit Herbst 2009 gibt es das Projekt „Stadt Land Fluss“. Das erste Flussraumforum, bei dem Expertenteams über eine nachhaltige Flussraumplanung in Brixen und Vahrn diskutierten, fand im Dezember 2009 statt. 2011 wurden der konkrete Maßnahmenkatalog vorgestellt, und seit 2018 finden Baumaßnahmen statt, etwa im Bereich der Wasserschöpfe, am Schalderer Bach und am nördlichen Ende der Cesare-Battisti-Straße. Schritt für Schritt arbeitet man seit einigen Jahren daran, den Fluss sicher zu machen, „in Salamitaktik“, wie Philipp Walder, Direktor für das Amt für Wildbachverbauung Nord es nennt. An Relevanz hat das Thema nicht verloren, denn Brixen ist die hochwassergefährdetste Stadt Südtirols, und Schätzungen sprechen von potenziellen Schäden eines Hochwasserereignisses von Hunderten Millionen Euro. Auch Walder ist deshalb hörbar froh, dass es nun weitergeht: „In den letzten Jahren standen die Arbeiten in Brixen still, was an der Finanzierung, aber auch am Timing lag“, erklärt Walder. Bislang konnte man auf EU-Gelder zurückgreifen – auch das kommende fünfte Baulos, das 2,9 Millionen Euro kosten wird, finanziert der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung EFRE 2021-2027. Da das Zeitfenster für die Bauarbeiten aufgrund des Wasserpegels nur wenige Monate im Winter umfasst, müssen die

Finanzmittel zum richtigen Zeitpunkt kommen – 2023 standen sie um ein paar Wochen zu spät bereit. Man hatte den idealen Arbeitsstart verpasst und musste das gesamte Projekt um ein Jahr verschieben. Barrierefreiheit für Fische Jetzt aber geht es los: Die Agentur für Bevölkerungsschutz entfernt in den kommenden Monaten die zwei Sohlschwellen im Eisack auf der Höhe des Freibads. „Es ist ein nahezu historischer Moment, denn wir senken den gesamten Fluss um etwa zwei Meter auf das Niveau, das er auf der Höhe des Alten Schlachthofs bereits hat“, meint Walder. Der Höhenunterschied der zwei Stufen wird langsam ausgeglichen, auf der Höhe des neuen „Bombenbrüggeles“ erreicht der Bach dann wieder sein ursprüngliches Niveau. „Ökologisch ist der Abbau der zwei Schwellen ein großer Vorteil, denn sie waren bislang ein Hindernis für kleinere Fische; nun können sie barrierefrei kursieren“, sagt Walder.

„ D as primäre Ziel muss sein, dass das Wasser gut abfließen kann – alles andere ist ein Bonus“ _ Philipp Walder, Amt für Wildbachverbauung Nord

 HOCHWASSER­ SCHUTZ GEHT WEI­ TER: Im Bereich der Cesare-BattistiStraße werden die zwei Sohlschwellen abgebaut und das Bachbett abgesenkt

Hochwasserschutztechnisch verschafft man dadurch dem Wasser mehr Platz und erhöht die Fließgeschwindigkeit. So weit, so erklärt. Klingt relativ überschaubar, oder? Philipp Walder skizziert die Herausforderung des kommenden Projekts: „Sobald wir das Bachbett aufreißen, wird die Bachsohle durchlässig wie ein Nudelsieb, und die Gefahr besteht, dass der Grundwasserspiegel steigt.“ Das wäre unter anderem für die Altstadt auf der Höhe der Adlerbrücke problematisch, in der einige Gebäude sich unter dem Pegel des Eisacks befinden. Sobald das Bachbett aufgegraben wird, muss es deshalb mit einer wasserundurchlässigen Schicht abgedichtet werden. Dafür wendet das Amt für Wildbachverbauung eine neue Methode an: „Wir teilen das Bachbett durch eine temporäre Abtrennung: auf einer Seite fließt das Wasser weiter, die andere bleibt trocken. Auf der trockenen Seite baggern wir auf die gewünschte Tiefe und setzen eine Matratze aus Vlies und Ton ein.“ Diese Tonmatratze wird auf dem tiefergelegten Aushub


56 › Wirtschaft & Umwelt

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„wie eine übergroße Küchenrolle“ ausgerollt, bevor das neue Bachbett darüber wieder aufgebaut wird. „Sobald die Tonschicht nass wird, quillt sie auf und dichtet das Bachbett ab. Man kann sich das vorstellen wie eine abdichtende Haut bei einem Schwimmbad: Sie soll verhindern, dass das Bachwasser in das Grundwasser sickert.“ Damit der Ton nicht zu früh aufquillt, müssen die Arbeiten im Trockenen ausgeführt werden. „Die Challenge wird sein, diese Tonmatten im Bach zu verlegen, ohne dass sie nass werden“, grinst Walder. Sobald die überdimensionale Küchenrolle auf dem ersten Teil des Bachbetts verlegt ist, wird der Bach dorthin umgeleitet, und die zweite Seite folgt. Anschließend wird das Bachbett wieder zusammengeführt und ökologisch gestaltet, „wobei die Gestaltung aufgrund der Tonschicht seine Grenzen hat.“ Ein richtiger Wildbach

 Ein Einreichprojekt für die Zone in der Nähe des Stadtkerns gibt es bereits; der Baustart ist noch ungewiss

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ist auf diesen 200 Metern also nicht zu erwarten, „denn Sicherheit geht vor.“ Zuletzt werden die Ufermauern neu errichtet und auf der Höhe der Sohlschwelle auf etwa 1,20 Metern erhöht. Die Zeit drängt, denn sobald die Temperaturen wärmer werden und der Wasserpegel steigt, müssen die Arbeiten abgeschlossen sein: „Wir wollen schnellstmöglich loslegen“, sagt Walder deshalb, „spätestens bis Ende März müssen wir fertig sein, um nicht zu riskieren, von einer Warmfront oder Schneeschmelze überrascht zu werden.“ Für die Anwohner halten sich die Einschränkungen während der Bauphase in Grenzen: Lediglich ein kleines Stück Fußgängerweg wird gesperrt. Warten auf … Voraussichtlich im kommenden Sommer erfolgen dann die Arbeiten zum zweiten Abschnitt des gegenwärtigen Bauloses: Von der Sohlschwelle bis kurz vor der Adlerbrücke werden orografisch links, also auf der Seite der Cesare-Battisti-Straße, am Mauerwerk unterirdische Säulen aus Beton errichtet, um den darüberliegenden Straßenabschnitt zu stabilisieren; die Ufermauern bleiben bestehen. Das sind Vorbereitungsarbeiten für das nächste Baulos, denn in diesem Bereich wird das Bachbett um zwei Meter verbreitert. Der Grünstreifen und die Bäume werden weichen müssen, um längerfristig Platz für das erweiterte Bachbett zu schaffen. „Das ist unglaublich schade, geht aber leider nicht anders, denn der Hochwasserschutz hat oberste Priorität“, sagt Walder. Die Gemeinde hat bereits einen Landschaftsplaner beauftragt, um den gesamten Bereich nach Abschluss der Arbeiten neu zu gestalten und mit Bäumen und Grünraum zu versehen, auch wenn dafür vielleicht ein paar Parkplätze

 E inen weiteren Schritt in Richtung Realisierung hat die Gemeinde bei der Priel-Arena getätigt; das Ausführungsprojekt wurde Anfang November genehmigt


58 › Wirtschaft & Umwelt

Fotos: Oskar Zingerle

geopfert werden müssen. Alle Bedürfnisse auf einem recht engen Raum sollen so gut es geht berücksichtigt werden. „Das primäre Ziel muss sein, dass das Wasser gut abfließen kann; alles andere ist ein Bonus“, so Walder. Mit Ende dieses Bauloses wird zudem höchstwahrscheinlich auch das seit Jahren bestehende Baulager beim Taubenschlag in der Brennerstraße aufgelassen. Noch spannender wird das Baulos, das nach Abschluss dieser Arbeiten auf Brixen zukommt, denn je näher man dem Stadtkern kommt, umso enger wird es und umso komplizierter gestaltet sich das Projekt. „Der große Knackpunkt liegt noch vor uns“, meint auch Walder. Der „Brixner“ berichtete in der Ausgabe Nr. 389 vom Juni 2022 bereits ausführlich über das Einreichprojekt vom Abschnitt ab dem Schlachthof bis zum Zusammenschluss von Eisack und Rienz. Derzeit ist man laut Walder dabei, das Projekt im Detail auszuarbeiten. Eine Neuerung steht bereits fest: Die Arbeitsweise wird sich verändern. „Das Amt verfügt nicht über die Personalressourcen, um ein derart großes Baulos selbst auszuführen. Anstelle der Salamitaktik mit unterschiedlichen Baulosen wollen wir diesmal ein großes Projekt ausschreiben und dessen Ausführung an private Unternehmen vergeben“, sagt Walder. Das heißt, dass die Agentur für Bevölkerungsschutz die Arbeiten zwar weiterhin koordinieren, aber nicht mehr selbst durchführen wird. Damit erhofft man sich einen möglichst schnellen Ablauf der Arbeiten. Auch die neue Adlerbrücke, für die es bereits ein Siegerprojekt gibt (der „Brixner“ berichtete in Ausgabe Nr. 389, Juni 2022), soll Teil dieses Gesamtpakets werden – mit einer Bietergemeinschaft und einem Planungsteam.

 Philipp Walder, Amt für Wildbachverbauung Nord: „Die Herausforderung wird sein, die Tonmatten im Bach zu verlegen, ohne dass sie nass werden“

SÜDTIROL SCHAUT HIN. Gewalt hat viele Formen, sichtbare und unsichtbare. Schauen wir hin!

Derzeit schätzt Walder mit Projektkosten von 18 bis 20 Millionen Euro. „Mit der bisherigen Finanzierungsmethode von einem bis zwei Millionen Euro pro Jahr kämen wir viel zu langsam voran.“ Die Finanzierung ist hier noch nicht abschließend geklärt, „aber es gibt die mündliche Zusage, dass man zeitnah mit dem Projekt fortfahren will“, so Walder. Voraussichtlich im Frühjahr 2025 soll wieder die Veranstaltung „Flussraumforum“ stattfinden, um alle Interessierten über die nächsten Schritte zu informieren.

Hilfe vor Ort BOZEN Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen Frauenhaus GEA 800 276433 | www.casadelledonnebz.it Haus der geschützten Wohnungen des KFS 800 892828 | www.hdgw.it BRIXEN Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen Frauenhaus Eisacktal 800 601330 | www.bzgeisacktal.it

m a s n i e Gem ewalt G gegen rauen an F

BRUNECK Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen Geschützte Wohnungen Pustertal 800 310303 www.bezirksgemeinschaftpustertal.it

gegengewalt.bz.it

MERAN Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen Frauenhaus „Frauen gegen Gewalt“ 800 014008 | www.frauengegengewalt.org


Brixner Nr. 418

Priel-Arena: Ausführungsprojekt genehmigt Einen weiteren Schritt in Richtung Realisierung hat die Gemeinde auch bei der Priel-Arena getätigt: Der Brixner Stadtrat hat Anfang November das entsprechende Ausführungsprojekt genehmigt. Auf der Höhe des AcquarenaParkplatzes sollen dort, wo sich derzeit der Grünstreifen und der Fahrrad- und Fußgängerweg befinden, mehrere breite Stufen zum Wasser führen. Entstehen soll ein Treffpunkt nahe am Wasser und doch mitten in der Stadt, wo Personen sich in ihrer Freizeit aufhalten können. Der Fahrradweg soll dafür um einige Meter verlegt werden und rechts am E-Werk-Gebäude vorbeiführen. Unklar ist derzeit noch die Finanzierung des zwei Millionen Euro teuren Projekts; die Gemeinde prüft mehrere Kanäle. Dazu kommt, dass die Priel-Arena zwar geografisch im selben Bereich wie die derzeitigen Bauarbeiten angesiedelt, aber für den Hochwasserschutz an sich nicht relevant ist und deshalb als eine der geplanten Naherholungszonen eine etwas niedrigere politische Priorität als der Hochwasserschutz genießt. Zu-

 Die Brixner Altstadt auf der Höhe der Adlerbrücke ist besonders von Hochwasser gefährdet - wie im Bild von August 2020 gut zu erkennen

dem ist die Zone Priel mit dem geplanten unterirdischen Parkplatz und der Verlegung der Tennisplätze grundsätzlich noch eine der größeren Baustellen der Gemeinde. Es wird also wohl noch etwas dauern, bis dieses Projekt tatsächlich realisiert wird.

anina.vontavon@brixner.info

Der „Brixner“ berichtete zuletzt in Ausgabe Nr. 389, Juni 2022 ausführlich über die Hochwasserschutzarbeiten. QR-Code scannen und lesen!

and a Happy New Year! ...wünschen Laura, Claudia und Günter mit gesamten Team! ...augurano Laura, Claudia e Günter col team!

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60 › Wirtschaft & Umwelt

Bahnhof im Wandel MOBILITÄT: Das Gleissystem des Brixner Bahnhofs muss spätestens bis zur Fertigstellung der Riggertalschleife an das vor Jahren definierte Fahrplankonzept des landesweiten Halbstundentaktes angepasst werden. In der Tat haben die Arbeiten – für die Bevölkerung kaum sichtbar – bereits begonnen; nun gehen sie in die entscheidende Phase. Dezember

DEZEMBER 2024

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Im Mai 2022 wurde die umfassende Neugestaltung des Brixner Bahnhofsareals zum Mobilitätszentrum erfolgreich abgeschlossen. Doch was von der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) damals umgesetzt wurde, umfasste nicht das Gleissystem samt Bahnsteigen, die von der Betreibergesellschaft Rete Ferroviaria Italiana (RFI) verwaltet werden. Diese präsentieren sich bis heute in einem Zustand, der dringend modernisiert werden muss. So ist etwa der viel zu niedrige Bahnsteig zwischen Gleis II und III ein Hindernis für barrierefreies Reisen, und das gesamte Gleissystem bedarf einer Anpassung an die Anforderungen des künftigen Fahrplanmodells, das mit der Fertigstellung der Riggertalschleife umgesetzt werden soll. „Grundsätzlich geht es darum, die Strecke von Bozen nach Bruneck in nur 75 Minuten mit der Eisenbahn bewältigen zu können“, erklärt Joachim Dejaco, Generaldirektor der STA. Mit diesem Ziel vor Augen plant Südtirol schon seit Jahren einen landesweiten Halbstundentakt im Bahnverkehr, der in der Zwischenzeit teilweise umgesetzt wurde. Dafür wurde bereits am 4. Mai 2015 ein

Rahmenabkommen zwischen der Autonomen Provinz Südtirol und der RFI unterzeichnet. Es sieht den umfassenden Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes und der Bahnhöfe vor, darunter vor allem die Meraner und die Pustertaler Bahnlinien sowie die Trasse Bozen–Brenner. „Mit dem Rahmenabkommen und dem Einvernehmensprotokoll haben wir gemeinsam mit RFI die Marschroute für den weiteren Ausbau des lokalen Bahnverkehrs

weiteren Quantensprung in der Südtiroler Mobilität.“ Ein ehrgeiziger Fahrplan für die Zukunft Zu den vorrangigen Maßnahmen zählte Kompatscher den zweigleisigen Ausbau der Meraner Linie, den Bau eines Tunnels unter dem Virgl – um eine unabhängige Einfahrt des Meraner Zuges in das „Nadelöhr“ Bozner Bahnhof zu gewährleisten – sowie die Errichtung

„ D er Bahnhof Brixen wird zum zentralen Hub für den nördlichen Teil des Landes“ _ Massimiliano Valle, STA festgelegt“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Unterzeichnung vor neun Jahren. „Die heutigen Unterschriften“, so Kompatscher im Jahr 2015, „machen den Weg frei für einen

der Riggertalschleife. Letztere wird nicht nur die Fahrzeit von Brixen nach Mühlbach um 15 Minuten verkürzen, sondern auch den Bahnhof Brixen zu einem zentralen Knotenpunkt machen. Geplant


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sind zudem die Modernisierung des Bahnhofs Brixen samt Anpassung der Gleisinfrastruktur sowie die Inbetriebnahme neuer Bahnhöfe in Schabs und Vahrn. Umsteigemöglichkeiten alle 30 Minuten „Bereits mit dem Mobilitätszentrum, das 2022 fertiggestellt wurde, hat die STA in Brixen einen sehr gut funktionierenden Knotenpunkt

zwischen Zug, Bus, Rad, Auto und Fußwegen geschaffen“, sagt Massimiliano Valle, der das Projekt für die STA betreut. „Morgen werden auch alle Umsteigemöglichkeiten zwischen den Zügen optimiert“. Bislang teilen sich Franzensfeste und Brixen diese Funktion, doch künftig soll Brixen alleiniger Umsteigepunkt werden – ein Riesenvorteil für die Nutzer. Erreicht wird dies mit dem sogenannten Taktfahrplan, der bedingt, dass

der Nutzer an den Knotenpunkten innerhalb weniger Minuten auf einen anderen Zug umsteigen kann. Im Fall von Brixen funktioniert das folgendermaßen: Alle 30 Minuten fahren innerhalb weniger Minuten in Brixen drei Züge ein: Auf Gleis I kommt der Zug aus Innichen oder Brenner, der ein paar Minuten später nach Bozen/Mals weiterfährt; auf Gleis III kommt ein Zug aus Mals/Bozen, der nach Innichen oder Brenner weiterfährt,

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und auf Gleis II fährt ein Zug aus Sterzing oder Bruneck ein, der einige Minuten später wieder zu seinem Ursprungsort zurückfährt. Der Nutzer jedes Zuges kann entscheiden, ob er in „seinem“ Zug bleibt oder in einen der anderen zwei umsteigt – und das, wie erwähnt, alle 30 Minuten. Zusätzlich wird zu den Spitzenzeiten zwischen Brixen und Bozen ein weiterer Zug eingeschoben, was bedeutet, dass man in Zukunft von Brixen

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62 › Wirtschaft & Umwelt

Die Gleisinfrastruktur des Bahnhofs Brixen wird bis 2027 erheblich verändert – unter anderem mit zwei zusätzlichen Bahnsteigen und zwei Unterführungen

aus alle 15 Minuten nach Bozen abfahren kann. Damit dieser Taktfahrplan funktioniert, braucht es die Riggertalschleife und in letzter Instanz auch den Brenner Basistunnel und die Zulaufstrecke, weil die Warentransporte über den Tunnel abgewickelt werden können und dadurch „Slots“ auf der Bestandsstrecke für den Regionalverkehr frei werden. Und natürlich muss auch die Gleisinfrastruktur des Brixner Bahnhofs den neuen Anforderungen angepasst werden. Die Vision ist entsprechend spannend: Damit wächst die Bedeutung des Brixner Bahnhofs erheblich an. „Der Bahnhof Brixen wird zum zentralen Hub für den nördlichen Teil des Landes“, erklärt Valle. Nach Abschluss der Arbeiten werden im Bahnhof fünf elektrifizierte Gleise in Betrieb sein, darunter zwei Fahrgleise (II und IV) und drei Überholgleise (I, III und V), die alle für den Personenverkehr genutzt werden, indem der bestehende Bahnsteig für das Gleis I und der bestehende Inselbahnsteig zwischen den Gleisen II und III verlängert und erhöht werden, sowie durch den Bau zweier neuer Bahnsteige, eines Inselbahnsteigs zwischen den Gleisen III und IV, der für den Personenverkehr vom und ins Pustertal bestimmt ist, und eines Bahnsteigs für das Gleis V.

Arbeiten in Angriff genommen werden. „Das Projekt beinhaltet viele Maßnahmen am Gleis, die für Passanten kaum sichtbar sind, da sie im Normalbetrieb durchgeführt werden“, erklärt Valle. Ab Dezember werden jedoch „sichtbare“ Bauarbeiten starten, etwa die Verlängerung und der Bau neuer Unterführungen. Diese Arbeiten sollen größtenteils nachts erfolgen, um den Zugverkehr nicht zu beeinträchtigen. „Man arbeitet in Schritten, sodass jeweils nur ein Gleis gesperrt werden muss“, fügt Valle hinzu. Die Herausforderung liegt auf der Hand: Wie baut man einen Bahnhof um, ohne den Zugverkehr zu unterbrechen? Die Lösung

liegt laut Rosario Sorbello, der das Projekt für die RFI betreut, in der zeitlichen und logistischen Präzision der Bauphasen. Dennoch wird es bis Dezember 2027 dauern, bis das gesamte Projekt abgeschlossen sein wird. Während dieser Zeit sollen zwar keine Zugverbindungen gestrichen werden, aber gewisse Störungen für die Passagiere lassen sich wohl nicht vermeiden. Die bestehende südliche Unterführung wird verlängert, damit Reisende auch die neuen Bahnsteige direkt erreichen können. Zusätzlich entsteht im Norden des Bahnhofs eine neue Unterführung, die direkt mit dem unterirdischen Radparkplatz ver-

Eine Baustelle im laufenden Betrieb Die Arbeiten am Projekt haben de facto bereits 2021 begonnen, als die RFI den ersten Bahnsteig neu gestaltete. Nun sollen die restlichen

Beispiel der zukünftigen Umsteigemöglichkeiten zur vollen Stunde

bunden wird, der von der STA vor zweieinhalb Jahren errichtet wurde. Damit erreichen Fußgänger und Radfahrer über die Bahnhofstraße, das Radparkhaus und die nördliche Unterführung direkt jeden Bahnsteig. Alle Bahnsteige werden mit Treppen, Aufzügen und überdachten Wartebereichen ausgestattet. Eine Vision, die Gestalt annimmt Solche Infrastrukturprojekte brauchen ihre Zeit; deren Realisierung ist extrem komplex und entsprechend langwierig: Das Fahrplanmodell wurde erstmals am 11. September 2017 im Forum Brixen


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öffentliche Verkehr auch in Südtirol nur langsam erholt hat. Die Perspektive bleibt jedoch spannend – besonders für die Brixner. Mit der Fertigstellung der Riggertalschleife 2026, der Umgestaltung des Bahnhofs Brixen 2027 und der nahenden Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels wird der Knotenpunkt Brixen eine neue Ära der öffentlichen Mobilität einläuten. Für die Stadt Brixen bedeutet das einen Halbstundentakt in alle Richtungen und einen Viertelstundentakt zu Spitzenzeiten in Richtung Bozen. Brixen fungiert aber nicht nur als Umsteige-Knotenpunkt für die Eisenbahn, sondern auch für Busse, die ebenso an den Taktfahrplan angepasst sein müssen, Taxis, Fahrrädern, Autos – und der ebenfalls geplanten Seilbahn auf die Plose.

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von Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem damaligen Landesrat Florian Mussner, Günther Burger und Joachim Dejaco vorgestellt – Dejaco war damals bereits Generaldirektor der STA. Kompatscher war etwas zu optimistisch und rechnete damals mit der Fertigstellung der Riggertalschleife im Jahr 2024. Mussners Ziel war, „dass die Eisenbahn in Kombination mit gut abgestimmten Busverbindungen im Wettstreit mit dem Auto irgendwann klar die Oberhand behält“ – ein Ziel, das von seinem Nachfolger Daniel Alfreider konsequent fortgesetzt wird. Kompatscher hatte sich bei dieser Vorstellung bis 2024 eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen im Zug erhofft – von zehn auf 20 Millionen. „Von diesen Zahlen sind wir heute noch weit entfernt“, gibt Joachim Dejaco zu. Er schätzt, dass sie erst in den Dreißigerjahren erreicht werden. Gründe dafür sind die Verzögerungen bei der Riggertalschleife sowie der pandemiebedingte Einbruch der Fahrgastzahlen, von dem sich der

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64 › Wirtschaft & Umwelt

MOBILITÄT

Foto: Oskar Zingerle

Volle Fahrt voraus Seit 18. November ist die Umfahrung Vahrn für den Verkehr freigegeben. Fast drei Jahre dauerten die Bauarbeiten der etwa 1,5 Kilometer langen Umfahrung, die schneller als geplant fertiggestellt werden konnte. 44 Millionen Euro kostete das Vorhaben insgesamt, 110.000 Kubikmeter Material wurden ausgehoben. Mit der Eröffnung dieses letzten Teilstücks ist es nun möglich, von Norden kommend die Westumfahrung direkt von der SS12 bis Brixen Süd zu nutzen. Von Süden kommend schließt die Umfahrung unmittelbar am bisherigen Ende der Westumfahrung Brixen Nord an. Ein Kreisverkehr bindet die Umfahrung im Norden an die Brennerstraße an. Die Umfahrung soll natürlich die Gemeinde Vahrn, aber auch Brixen vom Durchzugsverkehr entlasten. „Durch die neue Infrastruktur können wir das Verkehrsnetz im gesamten Brixner Talkessel verbessern und innerorts die Lebensqualität der Menschen“, so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider bei der Eröffnungsfeier am 16. November. Für die Begrünung entwickelte die Biologin Kathrin Kofler ein eigenes Bepflanzungskonzept, um das Straßenbegleitgrün mit speziellen Saatmischungen zu bepflanzen; insgesamt wird die Umfahrung mit rund 7.500 av heimischen Hecken und Bäumen bepflanzt.

MOBILITÄT

Informationsabend zur Riggertalschleife Die Riggertalschleife ist nicht nur ein umfangreiches Bauprojekt, sondern wird am Ende konkrete Verbesserungen in Sachen öffentlicher Mobilität sowie neue Entwicklungsmöglichkeiten mit sich bringen. Zu diesem Schluss kam ein Informationsabend in Schabs, in dessen Verlauf Details zum Bau und zur neuen Bahnhaltestelle besprochen wurden. Martin Vallazza, Direktor des Ressorts für Infrastrukturen und Mobilität, stellte die Eckpunkte zur Mobilitätsentwicklung und zum Mobilitätsplan vor, bevor

kurz

notiert

der Projektleiter des Schienennetzbetreibers RFI, Rosario Sorbello, auf die Riggertalschleife einging: Sie wird in einem 800 Meter langen Tunnel unter der Brennerautobahn und -staatsstraße verlaufen, den Eisack mit Hilfe einer Bogenbrücke überqueren, anschließend der Pustertaler Staatsstraße folgen, um dann in einem weiteren Tunnel und mit der neuen Haltestelle Schabs an die Bestandsstrecke anzuschließen. Ab Dezember werden hierfür Sperren der Trasse nötig sein. In dieser Zeit verkehrt ein Schienenersatzverkehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Natz wird eine neue Halle an der Nordseite des Vereinshauses erhalten. Die Bauleitplanänderung, die dafür eine Fläche von 1.300 Quadratmetern vorsieht, wurde kürzlich einstimmig vom Gemeinderat von Natz-Schabs genehmigt.

Martin Ausserdorfer, Direktor der Beobachtungsstelle für den Brennerbasistunnel, fasste die erreichten Verbesserungen und den weiteren Bauablauf zusammen. Die anwesenden Bürger brachten sich vielfältig ein: Aus Raut kamen Bedenken hinsichtlich des Lärmschutzes. Positiv wurden die neuen Entwicklungs-

möglichkeiten der Gemeinde dank eines neuen Mobilitätszentrums und des bereits geplanten Lärmschutzes entlang der Bahnstrecke und Staatsstraße bewertet. Zugleich konnte die Finanzierungszusage für den Straßenknoten Ladestatt und die Südspange Schabs gegeben werden. bz

Der Brixner Niklas Heiss, Förderpreisträger 2023 der Raiffeisen Landesbank Südtirol, präsentierte Anfang November seine eigens für die Kunstsammlung der Landesbank geschaffene Arbeit „Daubenwerk“, in der er ein historisches Weinfass zerlegte und neu zusammensetzte.

Knapp 70 Personen demonstrierten bei der ersten Kundgebung der neuen Initiative „Make Tourists Pay“ in Brixen für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in Südtirol. Finanziert werden soll das durch eine Mobilitätsabgabe von Touristen, so die Forderung der Aktivisten.


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STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle

Wozu diente der Totenstein?

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Neue Unternehmen in und um Brixen

Starthilfe Reformhaus Steinmair -----Stadelgasse 7a 39042 Brixen

Am 2. Dezember öffnet in der Stadelgasse wieder ein Reformhaus seine Tore, nun mit Hausnummer 7a. Nach Übernahme eines Reformhauses in Sterzing vor wenigen Monaten fasst Mirjam Steinmair nun auch in Brixen Fuß und führt an beiden Standorten ein ausgewogenes Sortiment an Reformhausprodukten. Den ganzen De-

zember gibt es ab einem Einkaufswert von 30 Euro einen Eröffnungsrabatt von 10 Prozent.

TOURISMUS Zwischen Nafen (Teis) und Albeins, und zwar neben dem uralten Weg von Klausen nach Albeins und Brixen, befindet sich ein auffallend großer Stein mit einem stufenförmigen Einschnitt. Hier wurde in alten Zeiten die Bahre der Toten niedergestellt, die man aus Teis, Villnöß, Gufidaun, Lajen, aber auch aus Gröden und Kolfuschg im Gadertal zur Beerdigung in die ehemalige Urpfarre Albeins brachte. Deshalb nennt man diese Totenrast immer noch „Totenstein“. Über den Winter musste man die Verstorbenen bis zum Freiwerden der Wege in einer „Totenkammer“ aufbewahren. Der Totenstein hatte aber noch eine andere Bedeutung: Er lag nämlich an der Grenze zwischen dem Hochstift Brixen und dem landesfürstlichen Gericht Gufidaun. In Albeins waren die politischen Verhältnisse zudem äußerst kompliziert. Das Stadt- und das Hofgericht Brixen verfügten über die niedere Gerichtsbarkeit, während die schweren Fälle dem Gericht Gufidaun unterstanden. Einige Kompetenzen standen außerdem der Herrschaft Rodeneck zu. Schwerverbrecher, die im Gericht Albeins aufgegriffen wurden, musste der Brixner Stadtrichter, der gleichzeitig Richter in Albeins war, am Totenstein der Gerichtsobrigkeit von Gufidaun übergeben, nachdem ihnen alles bis auf die unentbehrlichen Kleidungsstücke abgenommen worden war. Dass an einer solchen Stelle auch Geistergeschichten entstanden, mag verständlich sein. Anregungen: redaktion@brixner.info

„Soliman’s Dream“ reist nach München

Die Lichtshow „Soliman’s Dream“ wandert von Brixen nach Deutschland und ist seit Kurzem im Brunnenhof der Residenz München zu sehen. Die Geschichte rund um den Elefanten Soliman, der bekanntlich im 16. Jahrhundert als Geschenk für Erzherzog Maximilian von Österreich vom portugiesischen König Johann III von Indien nach Wien reiste und unter anderem einen Zwischenstopp in Brixen einlegte, hat offensichtlich auch in Deutschland begeistert. „Die Show wird nicht nur die Geschichte Solimans, sondern auch den Geist Brixens mit seiner besonderen Mischung aus Kultur, Geschichte und Innovation in die Welt hinaustragen“, so die Brixen Tourismus Genossenschaft in einer Presseaussendung. Akustisch mit

dabei sind der Brixner Schauspieler Georg Kaser, der der Figur des Großvaters seine Stimme leiht, sowie Tabea Niedermair und Elias Laurin Cont als Enkelkinder. „Soliman’s Dream“ wurde 2015 von den französischen Lichtkünstlern „Spectaculaires“ eigens für die Aufführung in der Hofburg Brixen konzipiert und in der Domstadt über mehrere Jahre erfolgreich aufgeführt. Seitdem zeigt die Brixen Tourismus Genossenschaft alljährlich eine Lichtshow in der ehemaligen Bischofsresidenz: In diesem Jahr läuft sie unter dem Namen „Colors 2“. Die im Vorjahr begonnene Geschichte rund um den kunterbunten Kolibri wird dabei weitererzählt. Zu sehen ist „Colors 2“ vom 28. November bis zum 6. Januar. oz


66 › Wirtschaft & Umwelt WIRTSCHAFT/UMWELT

Eröffnung der Schottergrube ausgesetzt Die inzwischen mehrere Jahre dauernde Diskussion, ob in Sarns eine auf fünf oder sieben Jahre begrenzte Schottergrube entstehen soll, geht nun in die wahrscheinlich letzte Runde: Eigentlich hatte der Antragsteller Markus Obexer bereits die Genehmigung zur Eröffnung der Schottergrube in der Tasche, aber die Verwalter der Gemeinde Brixen, die das Vorhaben immer schon kritisch sahen, legten erneut Rekurs beim Verwaltungsgericht ein. In seiner Sitzung vom 14. November kam das Gericht im Rahmen einer summarischen Prüfung der Causa zum Schluss, dass die vom Land ausgestellte Erlaubnis bis zur Hauptverhandlung vom 23. April 2025 ausgesetzt werden sollte, weil ein Erfolg des Gemeinderekurses zumindest nicht ausgeschlossen sei und der Start des Vorhabens mit schwerwiegenden Eingriffen in die Landschaft verbunden sei, die im Falle eines Erfolgs der Gemeinde nicht leicht

zu reparieren seien. Bürgermeister Andreas Jungmann spricht von einem „Erfolg für die Gemeinde in diesem Rechtsstreit“, denn das Gericht war zum Schluss gekommen, dass vor der Eröffnung noch einmal alle relevanten rechtlichen Aspekte sorgfältig geprüft werden müssen. Gewonnen ist damit freilich noch nichts: Im April wird das Verwaltungsgericht voraussichtlich die endgültige Entscheidung bekanntgeben. Laut Obexer gibt es allein in der Gemeinde Brixen jedes Jahr einen Bedarf an Schotter von etwa 250.000 Kubikmeter; in der Schottergrube in Sarns würden insgesamt 155.000 Kubikmeter gefördert, also nicht einmal die Bedarfsmenge von Brixen von einem Jahr. wv


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‹ 67 Foto: Oskar Zingerle

ENERGIE

Umweltgelder-Kuchen verteilt Gemeinden, auf deren Gebiet Wasserkraftwerke und damit verbundene Anlagen stehen, erhalten dreijährlich Geldmittel für Umweltmaßnahmen. „Die Landesregierung hat im Oktober den Umweltplan für das Kraftwerk Brixen genehmigt. Er sieht 7,7 Millionen Euro für den Zeitraum 2023–2025 vor, deren Verwendungszweck die Ufergemeinden sowie das Land und der Konzessionär festgelegt haben“, informiert Energielandesrat Peter Brunner. 136.000 Euro des Landes fließen in das Projekt „MarmoGen3“ zur Aufzucht der marmorierten Forelle, in die Erweiterung der Kläranlage Lüsen oder die Renaturierung des Naturteichs Seeburg. Der Kraftwerkskonzessionär Alperia

Green Power wird einen Betrag von 1,3 Millionen Euro für diverse Milderungsmaßnahmen für das Kraftwerk Brixen verwenden. Den Löwenanteil der Ufergemeinden erhält Brixen mit rund 3,6 Millionen Euro, die die Mittel für Energieeinsparungsmaßnahmen in Schulgebäuden und bei der öffentlichen Beleuchtung verwenden wird. Die Gemeinde Franzensfeste wird ihre halbe Million Euro unter anderem für die energetische Sanierung des Rathauses und der Grundschule verwenden, und auch Rodeneck will rund 400.000 Euro in die energetische Sanierung des Rathauses stecken. Die Gemeinde Vahrn erhält 450.000 Euro vom Kuchen und wird damit die energetische Sanierung des Kindergartens und der Turnhalle

mitfinanzieren. Lüsen möchte seine Mittel (170.000 Euro) für die Erweiterung der Kläranlage verwenden, während Mühlbach (480.000 Euro) in das geplante Mobilitätszentrum sowie in die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude investieren will.

Natz-Schabs plant, seine 650.000 Euro unter anderem für die Erneuerung der Trinkwasserleitungen in Aicha und Natz sowie die Verbesserung der Regenwasserleitungen in Schabs zu verwenden. oz

STADTMARKETING

Foto: Philipp Seyr

Neue Räume für „Brixen for Kids“ Seit dem 9. November hat der Kindertreffpunkt „Brixen for Kids“ ein neues Zuhause: Das im Mai dieses Jahres gestartete Gemeinschaftsprojekt des Stadtmarketings und des hds-Ortsausschusses Brixen (der „Brixner“ berichtete in Ausgabe 412, Mai 2024) steht Kindern zwischen drei und elf Jahren immer samstags zwischen 10 und 13 Uhr nun im Atrium in der Regensburger Allee 14A offen. Das beliebte Angebot wird also auch über die Wintermonate fortgeführt. Damit haben Eltern weiterhin die Möglichkeit, ihre Kinder am Samstagvormittag

einerseits in den guten Händen der Kinderfreunde Südtirol zu wissen und andererseits selbst die Brixner Altstadt zu erleben und dabei Besorgungen zu machen. Doch damit nicht genug, wie hds-Ortsobmann Michael Brugger unterstreicht, schließlich fand die Betreuung zuvor im Freien statt: „Mit der Verlagerung ins Atrium wollen wir die Initiative wetterunabhängig gestalten und ein leerstehendes Lokal sinnvoll beleben.“ Mit Tischspielen, Mal- und Bastelmöglichkeiten sowie einem Spielbereich für Kleinkinder werde den Kindern jeden

Samstag viel geboten, so Daniela Cermakova vom Stadtmarketing Brixen. Dieses Betreuungsprojekt wäre ohne umfangreiche Unterstützung nicht realisierbar gewesen: Die Familie Plunger stellt die Räumlichkeiten über den Winter kostenfrei zur Verfügung und ermöglicht zugleich die kreative Revitalisierung der Gewerbeimmobilie. Daneben engagieren sich zahlreiche Brixner Kaufleute, Unternehmen und nicht zuletzt Psaier Energies als Hauptsponsor, um diese kostenfreie Kinderbetreuung fortzuführen. bz


68 › Wirtschaft & Umwelt

„Sichere Wasserversorgung“ FRANZ BERRETTA, Generaldirektor der Stadtwerke Brixen, über die Übernahme der Trinkwasserleitung Vals.

Sie liefert Wasser an die gesamte Gemeinde Natz-Schabs – also die Hochbehälter in Aicha, Natz, Raas, Schabs und Viums –, zu einem kleinen Teil an die Gemeinde Mühlbach, an einen Teil von Neustift sowie an Elvas. Sie ist also eine wichtige Versorgungsquelle für das Gebiet. Bislang war die Bezirksgemeinschaft Eisacktal für die Führung verantwortlich. Warum nun dieser Wechsel?

Die Bezirksgemeinschaft hat die Trinkwasserleitung in den Jahren 1988 und 1989 gebaut. Bald geht sie auf die vier Gemeinden über – und da diese Gemeinden die Trinkwasserversorgung an die Stadtwerke delegieren, werden wir die Führung, Wartung und die Instandhaltung übernehmen. Damit können wir sie in unsere Netzleittechnik und das Fernleitsystem anschließen und den Dienst so vereinheitlichen: Alle Trinkwasserleitungen, Hochbehälter und Tiefbrunnen arbeiten künftig mit demselben System. In Teilen der Gemeinde Natz-Schabs kam es im Sommer zu Engpässen

bei der Wasserversorgung. Ist das Problem damit behoben?

Foto: Oskar Zingerle

Herr Berretta, ab 1. Jänner 2025 übernehmen die Stadtwerke Brixen die Trinkwasserleitung aus dem Valler Tal. Welche Gebiete versorgt sie?

Engpässe bei lang andauernden Trockenperioden können leider nie vollkommen ausgeschlossen werden. Die Anbindung an die Leitwarte stellt jedoch eine deutliche Verbesserung dar, denn bislang kam es in Trockenzeiten bei den tiefer liegenden Dörfern Viums und Natz zu Problemen bei der Wasserversorgung. Durch das Leitsystem können wir den Wasserstand der einzelnen Hochbehälter jederzeit erfassen und sie, wenn nötig, durch Pumpanlagen füllen, damit die Wasserversorgung durchgehend gewährleistet ist. anina.vontavon@brixner.info

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70 › EXTRA: Es weihnachtet

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Besonders in der vorweihnachtlichen Zeit sorgt ein saisonales Highlight für leuchtende Augen und duftende Backstuben: das Rieper-Mehl für Weihnachtsgebäck, das Groß und Klein begeistert und die Adventszeit mit unwiderstehlichem Genuss bereichert. Süße Verführung

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Lachen, staunen und genießen – mit dem Rieper-Mehl für Weihnachts­ gebäck wird die Weihnachtsbäckerei zum unvergesslichen Erlebnis

Süßer die Plätzchen nie gelingen als mit dem Rieper-Mehl für Weihnachtsgebäck! Die richtige Mischung aus ausgewählten Weizensorten sowie die langjährige Erfahrung der Produktentwickler und die unzähligen Backversuche in der hauseigenen Bäckerei stecken hinter dem Erfolgsrezept des Rieper-Mehls für Weihnachtsgebäck. Die besonderen Backeigenschaften dieses Produkts erzeugen äußerst geschmeidige Mürbteige, die sich

auf eine schnelle und einfache Weise sehr gut verarbeiten lassen. Frisch aus dem Ofen punkten die hausgemachten Weihnachtsplätzchen mit ihrem duftenden und knusprigen Backgenuss. Ab sofort im Handel erhältlich! Die Mehlsorten und Backmischungen von Rieper sowie das Mehl für Weihnachtsgebäck sind in Südtirol bei Despar, Euro- und Interspar, Poli, Iperpoli, Conad, Margherita, MPreis sowie in ausgewählten Lebensmittelgeschäften erhältlich.

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Staubzucker, die Eigelbe und das Backpulver rasch zu einem Mürbteig kneten und in Frischhaltefolie eingewickelt etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend den Teig 5 mm dick ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Aprikosenmarmelade bestreichen und beiseitelegen. Eiklar und Zucker zu steifem Schnee schlagen und dann die gemahlenen Nüsse unterheben. Die Masse auf den Mürbteig streichen und im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) auf mittlerer Schiene backen. Nach dem Auskühlen in Dreiecke schneiden.

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der Illustratorin Evi Gasser bewundert werden können. Und während sich die Kinder in dieser bunten Welt vergnügen, können sich die Eltern dem Shopping widmen, einen guten Kaffee in den Cafés im Twenty genießen und dann den Tag in Ruhe in einem der Restaurants im dritten Stock des Einkaufszentrums oder vielleicht bei einem guten Film im UCI-Cinema ausklingen lassen.

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1. Dezember: Krampus-Umzug 6. Dezember: Der Nikolaus kommt! 6. bis 8. Dezember: Kreativ-Workshop für Kinder: Christbaumschmuck basteln 13. bis 15. Dezember: Kreativ-Workshop für Kinder: Dekorationen aus Salzteig 20. bis 22. Dezember: Kreativ-Workshop für Kinder: Gestalten von individuellen Glückwunschkarten 13. Dezember: Präsentation des neuen Buches von Stefano Cavada mit Autogrammstunde

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72 › EXTRA: Es weihnachtet

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WEISSES KREUZ: Wer eine Mitgliedschaft beim Weißen Kreuz verschenkt, schenkt einen Rundumschutz, der sicher durch das ganze Jahr begleitet.

Foto: Philipp Franceschini

Mit der Mitgliedschaft beim Weißen Kreuz wird man nicht nur Teil der größten Vereinsfamilie Südtirols, sondern trägt auch dazu bei, die wichtige Arbeit des Weißen Kreuzes zu unterstützen. Besonders die über 4.000 Freiwilligen profitieren von den Mitgliedsbeiträgen. Doch vor allem kommt die Mitgliedschaft allen zugute: Denn je nach Mitgliedschaft, ob „Südtirol“, „Weltweit“ oder „Weltweit Plus“,

wird eine umfassende Absicherung auf allen Reisen im In- und Ausland sowie ein besonderer Schutz im Notfall garantiert. Jetzt beantragen und zu Weihnachten verschenken! Die Mitgliedschaft 2025 lässt sich ganz unkompliziert beantragen, am besten telefonisch während der Bürozeiten unter der Rufnummer

0471 444310. Die Mitgliedskarte wird per Post zugestellt und lässt sich mit einer Glückwunschkarte wunderbar zu Weihnachten verschenken. Landesrettungsverein Weißes Kreuz Tel. 0471 444310 www.weisseskreuz.bz.it www.werde-mitglied.it


Brixner Nr. 418

Im Zeichen des Friedens WEIHNACHTEN IN BRIXEN: Weihnachtliche Traditionen und eine neue Licht- und Musikshow zelebrieren die Weihnachtszeit und die Kraft der Freundschaft. Im Herzen der historischen Stadt herrscht beim Brixner Weihnachtsmarkt eine authentische Weihnachtsatmosphäre, begleitet von warmen Lichtern, besinnlicher Musik und regionalen Produkten. In Brixen wird Weihnachten mit einer zauberhaften Licht- und Musikshow zum Leben erweckt, die die Stadt in einen magischen Ort verwandelt. Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre begeistert heuer ein neues immersives Bild- und Klangwunder in der Hofburg Brixen. Zum ersten Mal werden die Lichteffekte nicht nur von den renommierten französischen Künstlern Spectaculaires realisiert, sondern auch von der ukrainischen Lichtkünstlerin Julia Shamsheieva, die eine innovative und lebendige Note einbringt. Im Zentrum der 20-minütigen Show steht ein kleiner, bunter Kolibri, der auf seiner musikalischen Reise einem völlig anderen Wesen begegnet. Was zunächst als Herausforderung beginnt, entwickelt sich zu einer herzerwärmenden Freundschaft. 33. Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz

Stimmungsvoll ins neue Jahr Pünktlich zum Jahresende beginnt am 31. Dezember ab 21 Uhr auf dem Domplatz der Countdown ins neue Jahr mit musikalischer Umrahmung und gastronomischer Verpflegung durch die Gastronomiestände am Weihnachtsmarkt. Tickets und Informationen unter www.brixen.org/colors und www. brixen.org/weihnachten.

Foto: santifaller-photography

Brixen setzt auf Qualität und Werte: Nicht nur der Weihnachts-

markt, sondern auch das Rahmenprogramm wurde mit großer Sorgfalt und unter Einbeziehung der städtischen Organisationen und Vereine realisiert. So wurden beispielsweise die Bilder des Adventkalenders von Menschen mit Beeinträchtigung in der Werkstatt Wunderbar der Seeburg gezeichnet. Diverse Aktivitäten in der Stadtbibliothek, Verkostungen von Südtiroler Spezialitäten sowie musikalische Highlights von Südtiroler Musikgruppen und Chören runden das weihnachtliche Programm ab.

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WEIHNACHTSMARKT 29.11.2024 –6.1.2025

WEIHNACHTEN IN BRIXEN

Weihnachtliche Traditionen, eine neue Licht- und Musikshow und ein breit gefächertes Programm für Groß und Klein erwarten alle Besucher*innen am Brixner Weihnachtsmarkt und in der Stadtbibliothek. Von Weihnachtsgeschichten, Basteln für Kinder über musikalische Umrahmung, Nikolaus, Kleidertausch bis hin zum Verkosten kulinarischer Köstlichkeiten und Aktionen an der Feuerstelle am Weihnachtsmarkt ist für jeden etwas dabei. Entdecke das detaillierte Programm unter brixen.org/weihnachten

1.–24.12. Adventskalender zum Thema Frieden 2.+4.12., 9.–11.12., 16.–18.12., 23.12. Weihnachtsgeschichten an der Feuerstelle 4.12. Barbarazweige 6.12. Vorlesen & Basteln „Im Winterwald“ 6.12. Nikolausumzug 7.12. Apfelkiachln für den guten Zweck 7.12. Faire Kekse backen 13.12. Bilderbuchkino & Basteln „Wie weihnachtelt man?“ 14.12. Showcooking Südtiroler Krapfen 14.12. Weihnachtskarten aus recyceltem Papier 20.12. Weihnachtstheater 27.12. Kinder, ihr habt Rechte 28.12. Fairer Brunch zum Jahresausklang 31.12–1.1. Brixner Stadtsilvester 2.–4.1. Kleidertausch 4.1. Flick-Workshop 6.1. Umzug der Hexe Befana & der Hl. Drei Könige

Die neue Licht- und Musikshow in der Hofburg Brixen begeistert

Verkaufsoffene Sonntage: 8.12., 15.12., 22.12., 29.12.2024 und 5.1.2025.


74 › EXTRA: Es weihnachtet

Es weihnachtet in Klausen info

info

KLAUSNER GASSLADVENT: In der Weihnachtszeit verzaubert Adventsmagie die Altstadt von Klausen.

Fotos: Thomas Rötting

und in historischen Kellern werden handgefertigte Schätze wie Filzpantoffeln, Krippenfiguren und Honigprodukte angeboten, während der Duft von Glühwein die Luft erfüllt und zart leuchtende Laternen sowie üppige Tannenbäume die Gassen in eine besondere Atomsphäre hüllen.

Im Advent bezaubert die Klausner Altstadt ganz besonders

Der Klausner Gassladvent ist ein Erlebnis der besonderen Art. In liebevoll dekorierten Holzhütten

die Stadt, das zweite stellt die Herbergssuche nach. Am dritten Wochenende wird traditionelles Handwerk vorgeführt. Am 22. Dezember fliegt ab 16:30 Uhr das Weihnachtsengele von der Burg Branzoll zum Kirchplatz und überbringt festliche Grüße.

Öffnungszeiten

29.11. bis 22.12.2024, jeweils Freitag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr 1. Wochenende (29.11.–01.12.2024): Mittelalterliche Weihnacht 2. Wochenende (06.–08.12.2024): Kinderweihnacht

Erlebnisreiche Adventswochenenden

3. Wochenende (13.–15.12.2024): Handwerk & Kunst

Für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm: Im Kreativkeller können sie Weihnachtskarten gestalten, leckere Kekse backen und eigene Dekorationen basteln. Jedes der vier Adventswochenenden hat ein eigenes Thema: Am ersten Wochenende zieht ein mittelalterlicher Umzug durch

4. Wochenende (20.–22.12.2024): Weihnachten An den Adventswochenenden:

An vielen Ständen wird traditionelle und weihnachtliche Handwerkskunst feilgeboten

Nachtwächterin, Musik, Wünschebaum www.gassladvent.com

29.11 - 22.12 FREITAG - SONNTAG VENERDÌ - DOMENICA ORE

10:00 - 19:00 UHR

EVENT PROGRAMM


Brixner Nr. 418

Adventliche Stimmung

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seit dal

1930

GÄRTNEREI AUER: Unzählige weihnachtliche DekoIdeen lassen die traditionsreiche Gärtnerei Auer derzeit in besonders festlichem Glanz erstrahlen.

Die drei Floristinnen der Gärtnerei Auer, von links: Karin Gruber, Franziska Gschnitzer und Lisa Hilpold

Mit viel Liebe zum Detail wurden die Verkaufsräume und Außenflächen weihnachtlich dekoriert und viele Pflanzen festlich geschmückt: Mehr denn je lädt die Gärtnerei Auer ein in eine magische Wunderwelt. Funkelnde Lichter, duftendes Tannengrün und handgefertigter Weihnachtsschmuck stimmen ein in die Weihnachtszeit. Von festlichen Adventskränzen über duftende Weihnachtssterne bis hin zu liebevoll gestalteten Blumengestecken – hier findet man alles, um das eigene Zuhause in eine fest-

liche Atmosphäre zu tauchen. Neben klassischen Weihnachtsarrangements überrascht die Gärtnerei auch mit kreativen Dekorationen und exklusiven Geschenkideen. Erfahrene Floristinnen stehen mit Rat und Tat zur Seite und beraten gerne bei der Auswahl individueller Dekorationen, die lange Zeit Freude bereiten. Kurzum: Ein Spaziergang durch die festlich geschmückte Gärtnerei lohnt sich in der Weihnachtszeit ganz besonders!

Brixen . 0472 836 329 . www.auer.it Im Advent für Sie auch Samstagnachmittag geöffnet!

Adventzauber Besinnen Sie sich auf das Wesentliche und genießen Sie ganz besondere Adventtage. Wir wünschen stimmungsvolle Weihnachten und ein farbenfrohes neues Jahr.


76 › EXTRA: Es weihnachtet

Alles für das Fest info

info

DRINKSTORE: Alles für die Feier im großen und kleinen Kreis sowie viele Geschenkideen findet man im Drinkstore – vom edlen Tropfen bis hin zum individuell zusammengestellten Paket.

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag, durch­gehend von 8 bis 19 Uhr Sonderöffnungszeiten in der Weihnachtszeit:

Sonntag, 22. Dezember, von 10 bis 17 Uhr Dienstag, 24. Dezember, von 7:30 bis 13:30 Uhr Dienstag, 31. Dezember, von 7:30 bis 13:30 Uhr Einladend präsentiert sich der Drinkstore bereits von den Eingangstüren an

Auf 750 Quadratmetern führt der Drinkstore in Brixen im cool-modernen Ambiente ein umfangreiches Wein-, Bier- und Spirituosensortiment, Wasser und Softdrinks, außerdem Snacks und Feinkostspezialitäten wie Öle, Pasta, feinste Schokotrüffel bis hin zum Panettone. Praktisch sind nicht nur die gute Erreichbarkeit und der große Parkplatz, sondern auch die

durchgehenden Öffnungszeiten von Montag bis Samstag von 8 bis 19 Uhr. Der Onlineshop www.drinkstore.shop erweitert die Produktauswahl auf 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Mit der praktischen „Click&Collect“-Funktion kümmert sich das Drinkstore-Team um die Bestellung und gibt per E-Mail Bescheid, sobald alles zum Abholen bereitsteht.

Das Drinkstore-Team berät gerne bei der Auswahl der zum jeweiligen Anlass passenden Getränke

Von „A“ wie „alles“ bis „Z“ wie „zeitgemäß“ Von A bis Z reicht das Angebot. Unter „A“ für „alles“ fallen nicht nur die 160 verschiedenen Biere, die 1.000 Weine oder die 450 Spirituosen, sondern auch die Möglichkeit, seine Lieben mit einem Gutschein zu überraschen, sich ein ganz besonderes Tröpfchen als Geschenk zu holen oder sich mit-

hilfe des Drinkstore-Teams ein nettes Geschenkset zusammenzustellen, von der Gin-und-TonicAuswahl bis hin zur Schlemmerkiste mit Wein, edler Feinkost und Co. Perfekt also gerade jetzt zur Weihnachtszeit!

Wird man bei den Geschenksets nicht fündig, kann man Geschenkpakete auch individuell zusammenstellen lassen


Brixner Nr. 418

A wie Aperitifbox B wie Biertastingpaket C wie Cocktailset Oder vielleicht eine Gutscheinkarte? Bei uns findest du alles, womit du eine Freude machen kannst. Egal ob für deine Liebsten, dein Team oder Kunden – gemeinsam finden wir die passende Überraschung! Komm vorbei, ruf uns an, oder schreib uns! Wir freuen uns auf dich!

Cheers und frohe Weihnachten! Herzlichen Dank für die Treue und das Vertrauen im vergangenen Jahr. Wir wünschen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Julius-Durst Straße 32 | 39042 Brixen / Bressanone | +39 0472 801396 | info@drinkstore.shop

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78 › EXTRA: Es weihnachtet

Winter Opening auf der Plose PLOSE: Vom 5. Dezember bis 30. März 2025 begeistert das Skigebiet Plose wieder mit unvergesslichen Wintererlebnissen für die ganze Familie.

Foto: Philipp Pliger

Mittelstation und sorgt mit ihren rasanten Kurven für grenzenlosen Rodelspaß für die ganze Familie. Der RudiRun 9.0 führt, sofern genügend Naturschnee vorhanden ist, weiter bis ins Tal. Für alle, die es etwas ruhiger angehen lassen möchten, bietet sich die Rodelwanderung zur Rossalm an – eine Route mit sanftem Verlauf und traumhaftem Panoramablick. Actionspaß auf zwei Schienen

Das Skigebiet Plose ist ein beliebtes Winterausflugsziel für die ganze Familie

auf dem Kinderübungshang auf der Randötsch, direkt neben der Talstation, ihre ersten Skiversuche wagen. Erfahrene Skifahrer kommen auf den beiden schwarzen Pisten, der Trametsch und der Crazy Horse, voll auf ihre Kosten. Steil, schnell und mit einem großartigen Panorama – das ist die Crazy Horse in Kürze zusammengefasst. Die Trametsch, eine der längsten und bekanntesten Abfahrten Südtirols, erstreckt sich über neun Kilometer und 1.400 Höhenmeter. Dank der neuen Mittelstation kann sie auf Wunsch auch nur zur Hälfte befahren werden.

Ski anschnallen und los geht’s! Mit sieben Aufstiegsanlagen und 40 Kilometern bestens präparierten Pisten bietet die Plose ein vielfältiges Angebot für Skifahrer jeder Könnensstufe. Die vielen blauen Pisten machen das Skigebiet besonders geeignet für Familien und Anfänger. Die Kleinsten können Foto: Manuel Kottersteger

Foto: Manuel Kottersteger

Von Skifahren mit Panoramablick über rasantes Rodeln bis zu idyllischen Winterwanderungen in unberührter Natur bietet die Plose alles, was das Wintersportherz höherschlagen lässt. Die neue 10er-Kabinenbahn befördert die Fahrgäste bequem von St. Andrä ins Herz des Skigebiets, wo sie mit einer 360-Grad-Panoramaaussicht begrüßt werden.

Rodelspaß für Groß und Klein

Foto: Helmut Moling

Die Plose gehört zu den sonnigsten Skigebieten Südtirols

Foto: Manuel Kottersteger

Im Winter verwandelt sich die Plose in ein traumhaftes Skiparadies

Rodelliebhaber kommen auf der Plose ebenfalls ins Schwärmen. Die Rodelbahn RudiRun 4.0 verläuft von der Bergstation bis zur

Rasant den Berg hinab – Rodelspaß für Groß und Klein auf der Rodelstrecke RudiRun

Adrenalinkick mit dem Plosebob

Der Plosebob, der seit letztem Winter geöffnet ist, bietet spannende Fahrten für die ganze Familie. Dabei kann zwischen der actionreichen „Hero“-Variante mit Katapultstart oder der gemächlicheren „Chicken“-Variante gewählt werden. Auf über einem Kilometer geht es durch spannende Kurven talwärts, bevor die Fahrt zur Bergstation der Kabinenbahn Plose zurückführt. Genussvolle Stärkung Bei all den gebotenen Winteraktivitäten auf der Plose bleibt auch der kulinarische Genuss nicht auf der Strecke: Zahlreiche Skihütten laden zum Verweilen und Genießen ein, sei es ein herzhaftes Speckbrettl, Knödel oder ein süßes Stück Strudel. Weitere Informationen zu den Neuheiten und Angeboten auf der Plose unter www.plose.org.


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80 › EXTRA: Es weihnachtet

Feinkost und Genuss KLOSTER NEUSTIFT: In der Enothek gibt es es neben einer gut sortierten Auswahl an edlen Weinen auch Feinkost, Naturkosmetik und klösterliche Handwerkskunst. entfernten Weiler Riol bei Franzensfeste. Hochwertig ist auch das Sortiment an Naturkosmetik und klösterlicher Handwerkskunst, besonders begehrt sind die Klosterseifen, kostbaren Öle, Zirbenkissen und pflegenden Gesichtscremes.

neustift.it/shop als auch direkt im Geschäft in Neustift erhältlich. Parkplätze finden sich direkt vor dem Geschäft und ermöglichen einen bequemen Einkauf ohne lange Wege.

Geschenkideen, die das Herz erfreuen Das Kloster steht für regionale Qualitätsprodukte

Vom beliebten Klosterbitter über Grappa, den prickelnden Sekt „Perlae“ und die renommierten Rot- und Weißweine bis hin zu naturreinem Apfelsaft, Honig, Kräutersalz und Teespezialitäten reicht die Auswahl an Delika-

tessen im Laden des Klosters Neustift. Besonders beliebt ist der Klostertee, der nach einem alten Rezept aus der Klosterapotheke sorgfältig gemischt wird. Die Bio-Kräuter dafür kommen aus dem nur wenige Kilometer

Passend zur Weihnachtszeit bietet der Klosterladen liebevoll zusammengestellte Geschenkkörbe und moderne Geschenkboxen in edlem Schwarz zu diversen Themen und in verschiedenen Preisklassen. Auf Wunsch werden auch individuelle Geschenkpakete zusammengestellt. Die Produkte sind sowohl im Onlineshop unter www.kloster-

Vielfältiges Sortiment: Der Besuch der Enothek des Klosters lohnt sich

GESCHENKE AUS DEM KLOSTER Öffnungszeiten: MO – FR 10 – 19 Uhr SA 9 – 18 Uhr

Auch online erhältlich!

Stiftstraße 1 | 39040 Vahrn kloster-neustift.it/shop | T 0472 836 189


Brixner Nr. 418

Herzhaft genießen SIEBENFÖRCHER: Für die Marende, das Mittagessen oder für festliche Anlässe – mit den Spezialitäten von Siebenförcher trifft man immer den richtigen Geschmack.

Eine frisch zubereitete Weißwurst für den Frühschoppen. Eine fein gewürzte Bauernhauswurst zu Mittag. Oder eine typische Marende mit Südtiroler Speck, Kaminwurzen und Wurstspezialitäten am Nachmittag. Die Spezialitätenmetzgerei Siebenförcher bietet eine Vielfalt an Wurstund Fleischspezialitäten, die die traditionelle Südtiroler Küche auszeichnen. Handwerkliches Können Die Metzger-Meister von Siebenförcher geben seit Generationen ihr Wissen weiter, wie die handwerkliche Zubereitung der Fleisch- und Wurstspezialitäten gelingt. Die einzigartigen Gewürzmischungen der Familie Siebenförcher und die überlieferten Rezepturen sorgen für die besonderen Aromen und die täglichen Qualitätskontrollen für absolut einwandfreien Genuss. Dies macht das Erfolgsgeheimnis der Metzgerei aus.

Für eingefleischte Fans Bei Qualität, Frische und Vielfalt macht Siebenförcher keine Kompromisse. Nur hervorragendes Fleisch von langjährigen Lieferanten findet sich im Produktsortiment, das keine Wünsche offenlässt. Das Angebot umfasst Feinstes vom Rind, Kalb, Schwein, Wild, Geflügel und Lamm: Da ist für jeden Fleischfan das persönliche Schmankerl mit dabei! Meisterküche für zu Hause Wenn es mal schnell gehen muss: kein Problem! Die Meister-Köche von Siebenförcher haben köstliche Leckerbissen zum Mitnehmen vorbereitet. Knödel in allen Varianten, Suppen, Lasagne oder Gulasch: Auch bei den küchenfertigen Gerichten von Siebenförcher wird auf die beste Qualität geschaut. Damit ist eines ganz sicher: Der Besuch bei Siebenförcher in der Altenmarktgasse in Brixen lohnt sich immer!

Bei uns geht’s seit jeher um die Wurst.

Unsere Metzger-Meister bringen gekonnt zusammen, was zusammengehört: hervorragendes Fleisch, ausgewählte Gewürze, überlieferte Rezepte, traditionelle Herstellungsmethoden und sehr gutes Handwerk. Lyoner mit oder ohne Paprika, Schinkenwurst oder Krakauer – genießen Sie die ganze Vielfalt.

an. Das schmeckt m Ehrlich.www.siebenfoercher.it

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82 › EXTRA: Es weihnachtet

Ein wahres Skiparadies nicht nur für Kinder Foto: Wolfgang Ehn

RATSCHINGS-JAUFEN: Der Winter steht vor der Tür und bringt Kindern und Familien eine supercoole Überraschung mit. Das Skigebiet Ratschings-Jaufen wiederholt auch in dieser Skisaison die Aktion „Let’s ski – for free!“ und schenkt allen Kindern (Jahrgang 2011 und jünger), die in Südtirol ansässig sind, einen Saisonskipass.

Das Skigebiet Ratschings-Jaufen begeistert Groß und Klein

Von Dezember 2024 bis April 2025 können Kids die breiten Pisten im Skigebiet Ratschings-Jaufen gratis nutzen und sich sportlich austoben – von früh bis spät. Weg von Fernseher und Computer, hin zum Sport an der frischen Luft – das ist der Grundgedanke der familienfreundlichen Aktion, die sich die Liftgesellschaft Ratschings-Jaufen hat einfallen lassen. „Wir möchten durch den Gratis-Saisonskipass Kinder für das Skifahren begeistern und sie zur Bewegung in der Natur motivieren“, so Josef Schölzhorn vom Skigebiet Ratschings-Jaufen. „Zugleich wollen wir Familien in der Winterfreizeitgestaltung finanziell entlasten.“ Hinein ins Wintervergnügen 28 präparierte Pistenkilometer erwarten Kinder und Familien im Skigebiet Ratschings-Jaufen – in-

klusive einer Funslope, Speedcheck, Skimovieanlage, hochmoderner Liftanlagen und gelebter Südtiroler Gastfreundschaft. Auf 2.150 Metern Höhe können nicht nur Anfänger das Skifahren erlernen, sondern auch Profis perfekte Kurven im Schnee ziehen. Der Gratis-Saisonskipass kann an der Talstation des Skigebietes in Innerratschings abgeholt werden; mitzubringen ist ein gültiger Personalausweis. Schnupperpreise zum Saisonstart Auch Erwachsene profitieren gleich zu Saisonstart von einer attraktiven „Welcome Weekend“-Aktion: Vom 5. bis 8. und vom 13. bis 15. Dezember kostet ein Tagesticket nur 45 Euro. Weitere Informationen zu den zahlreichen Winteraktionen gibt es online auf www.ratschingsjaufen.it.

Mit dem Gratis-Saisonskipass für Kinder wird das Skigebiet zum Freizeitmagneten im Winter


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HELLO KIDS! LET‘S SKI – FOR FREE! TIS GRA N I A SO S

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Der Winter steht vor der Tür und bringt euch eine supercoole Wahnsinns-Überraschung mit: den G R A T I S - S A I S O N S K I P A S S für endlos Skispaß im Skigebiet Ratschings-Jaufen. Du bist Jahrgang 2011 oder jünger und in Südtirol ansässig? Dann nichts wie los! Bring deinen gültigen Personalausweis mit und hol deinen G R A T I S - S A I S O N S K I P A S S ab 11. November an der Talstation ab. AUF DIE SKIER, FERTIG, LOS – DEN SKIPASS GIBT ES KOSTENLOS!

www.ratschings-jaufen.it


84 › EXTRA: Es weihnachtet

Für ein gutes Körpergefühl All jenen, deren Jahr 2024 vom „Kreuz mit dem Kreuz“ geprägt war, empfiehlt Thomas Aquila, mit dem neuen Jahr den eigenen Rücken in den Mittelpunkt zu stellen. Der erfahrene Sportwissenschaftler und Reha-Trainer in der Abteilung „Reha & Training“ der Acquarena unterstützt Menschen auf dem Weg zu einem verbesserten Wohlbefinden.

Foto: Helmut Moling

ACQUARENA: Der Jahreswechsel wird oftmals von guten Vorsätzen begleitet. Viele wollen vor allem eines: das eigene Wohlbefinden verbessern. Wer häufig unter Rückenschmerzen leidet, der findet in der Acquarena Trainings- und Reha-Angebote, die Linderung versprechen.

Individuelles Programm Dazu analysiert Aquila zunächst den jeweiligen Gesundheitszustand und entwickelt gemeinsam mit dem oder der Betroffenen einen maßgeschneiderten Plan, um den Rücken zu stärken und Beschwerden gezielt entgegenzuwirken.

Thomas Aquila: „Kommen Sie zu einem kostenlosen Erstgespräch, um Ihren Vorsatz für ein besseres Wohlbefinden wahrzumachen!“ Thomas Aquila analysiert den individuellen Körperzustand und entwickelt daraufhin ein maßgeschneidertes Trainings- und Reha-Programm

Das perfekte

Weihnachtsgeschenk? Ein Gutschein für die Acquarena! Vielseitig einlösbar für Pools, Sauna, Fitness und Massagen – ideal für jeden!

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Acquarena Täglich: 9-22 Uhr E-Mail info@acquarena.com


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„ Innovativer Icoone-Laser“ KOSMETIK CLAUDIA: Von Massagen bis hin zu Schönheitsbehandlungen reicht ihr Repertoire, weshalb ein Gutschein von Kosmetik Claudia immer gut ankommt. Ein Gespräch mit CLAUDIA GASPARINI über die Neuheiten ihres Kosmetiksalons.

Frau Gasparini, welche Neuheiten bieten Sie in Ihrem Kosmetiksalon? CLAUDIA GASPARINI: Seit

einiger Zeit arbeiten wir mit dem Icoone-Laser, der als absolute Innovation in der Welt der ästhetischen Behandlungen gilt. Durch Mikrostimulationen wirkt der Icoone-Laser sowohl auf tieferliegende Hautschichten als auch auf das Bindegewebe. Das ist besonders effektiv bei Anti-Aging, Körperstraffung und bei der Behandlung von Cellulite. Warum haben Sie sich für den Icoone-Laser entschieden?

Der Icoone-Laser ermöglicht effektive Ergebnisse, ohne invasiv zu sein. Außerdem ist er sehr vielseitig einsetzbar, sowohl im Gesicht als auch am Körper. Welchen Tipp geben Sie all jenen, die sich in der Weihnachtszeit besonders schön fühlen möchten?

Festlichkeiten im besten Licht zu erstrahlen. Auch für eine solche Auffrischung empfehle ich die Anwendung mit dem Icoone-Laser. Gibt es Behandlungen, die Sie in den Wintermonaten besonders empfehlen?

Eine Anti-Aging-Pflege für das Gesicht passt eigentlich immer. Bei dieser Behandlung werden die feinen Mimikfalten geglättet und die Haut belebt. Für den Körper empfehle ich die BodyContour-Behandlung, um kleine Problemzonen sanft zu straffen. Beide Behandlungen lassen sich mit dem Icoone-Laser besonders effektiv und entspannend zugleich durchführen. Ihr Geschenktipp?

Für alle, die noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk sind: Schenken Sie doch einen Gutschein unseres Kosmetiksalons – für eine Icoone-Laser-Anwendung oder für eine Behandlung Ihrer Wahl.

Foto: Ingrid Heiss

Gerade jetzt wünschen sich viele einen frischen Teint und ein gestrafftes Hautbild, um bei den

EIN GESCHENK, DAS VON HERZEN KOMMT.

Claudia Gasparini bei einer Körperanwendung mit dem Icoone-Laser

Gutscheine für Schönheit und Entspannung mit unseren professionellen Behandlungen für Sie und Ihn.


Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Milland. (25 Jahre Kirchenchor.)

Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200 www.brixner.info

Samstag, 29. November 1924

E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Chefredakteurin und presserechtlich verantwortlich: Anina Vontavon (av), Tel. +39 0472 060216 anina.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job) Sabine Dejakum (sd) Ernst Delmonego (ed) Mats Helmersson (mh) Lisa Hintner (lh) Jorin Massimo Flick (jmf) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Stephanie Risse (sr) Lena Thielemann (lt) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) Benjamin Zwack (bz) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info

November 1924

Zum NovemberAnfang Samstag, 1. November 1924

Eine wehmutsvolle, trauernde Allerseelenstimmung geht durch die Herzen und liegt auf der ganzen Natur. Das Jahr ist steinalt geworden, die Tage sind kurz, die Kälte wird strenger, der Himmel ist düster und um die Berge brüten frostige Nebel. Recht passend hat die Kirche in diese trübe, traurige Zeit den Gedächtnistag Allerseelen hineingesetzt und man nennt den November auch den Allerseelenmonat. Wir gehen sinnend, weinend über die blumengeschmückten Gräber unserer Lieben, sprengen ihnen Weihwasser, wenden ihnen eine herzensheiße Erinnerung und unsere Gebete zu. Aber nicht nur Gebete, sondern auch Werke der Barmherzigkeit.

Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Dezember 2024 Nächster Redaktionsschluss: 12. Dezember 2024

Afers (Holzversteigerung und anderes.) Samstag, 8. November 1924

Der „Brixner“ ist Partner von:

Falls Sie Fragen zum Thema Datenschutz haben oder uns für die Ausübung Ihrer Rechte gemäß Verordnung (EU) 2016/679 kontaktieren möchten, verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung

Online unter: www.brixner.info/ de/epaper/privacy.html Sie erreichen uns auch unter: Tel. +39 0472 060200 | echo@brixner.info

Samstag, 15. November 1924

Freitag, Samstag, Sonntag und Montag gelangt der monumentale Großfilm „Elisabeth, Kaiserin von Oesterreich“, zur Vorführung. Dieser grandiose Film zeigt in wahrheitsgetreuer Wiedergabe das Leben der unglücklichen Kaiserin von der Hochzeit bis zum Tod, verfilmt nach den Memoiren der Gräfin Larisch, der Nichte Elisabeths von Oesterreich. 6 Akte.

Die Zahl der vom Bauernschreck (zwei Hunden) zerrissenen Schafe hat sich auf 22 für Afers gesteigert. – Wir erwarten täglich die für Ende September versprochenen neuen Glocken. – Das Holz im Kirchenwald (Pols), wovon ein Teil des Erlöses zur Zahlung der Glocken versprochen ist, wird am 16. November im Pfarrgasthaus dahier versteigert. Man erwartet große Beteiligung und einen hohen Preis, weil die Zirben von Pols als erstklassig gelten.

Marktverbot Samstag, 29. November 1924

LebensmittelDiebstahl Samstag, 15. November 1924

In ein hiesiges Hotel drang nächtlicherweile ein Dieb in die Vorratskammer ein und holte sich etwas zum Essen, und zwar nicht das Schlechteste, nämlich Butter und Schinken. Der Dieb konnte nicht entdeckt werden.

Grafik: Mirjam Unterfrauner, Tel. +39 0472 060208 mirjam.unterfrauner@brixmedia.it Titelbild: Oskar Zingerle Druck: Athesia Druck GmbH, www.athesia.it

Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109 Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

Triumph-Kino

Am letzten Sonntag feierte der hiesige Sängerchor das 25-jährige Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlaß war um 8 Uhr ein eigener Festgottesdienst mit Ansprache und feierlichem Amt. Unter den heutigen Chorsängern dienen mehrere nun schon seit der Gründung des Chores mit immer demselben Eifer dem idealen Zweck, Gott zu verherrlichen und das Volk zu erbauen.

Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche wird vom Stadtmagistrat Brixen bis auf weiteres nur mehr der Auftrieb von Pferden, Maultieren und Eseln gestattet. Dagegen wird der Auftrieb von allen übrigen Tieren verboten. Der Krämermarkt kann abgehalten werden.

Das Wetter Samstag, 22. November 1924

Während von jenseits des Brenners Schneefälle gemeldet werden, erfreuen wir uns des schönsten Wetters. Seit Wochen ist der Himmel Tag für Tag spiegelblank und sauber. In den Nachmittagsstunden heizt die Sonne trotz ihres vorgerückten Alters an windgeschützten Plätzchen noch ganz merklich ein. Sonst aber ist es seit einer Woche empfindlich kalt. Das Thermometer soll in letzter Zeit 5, nach anderen Meldungen sogar schon 7 Grad unter Null angezeigt haben. Zudem ist der Wind täglicher Gast, der zur Erhöhung der Gemütlichkeit leicht nicht beiträgt.

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944–2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.


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