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Jahrgang 35 · August 2024 Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Wiederbelebung des Mietmarktes
Wie Brixen Airbnb einbremst
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Inhalt POLITIK & GESELLSCHAFT 04 | GEMEINDEENTWICKLUNGSPROGRAMM: Blick nach vorn
Editorial
08 | Narzisstischer Missbrauch: Der Weg zurück 12 | Pfarrer Karl Blasbichler: „Der Glaube ist eine Berufung“ MENSCHEN & MEINUNGEN 18 | PORTRAIT: Patrizia Solaro 22 | Pro & Contra: Mehr Gehalt für Gemeindepolitiker? 24 | Umfrage: Online oder im Geschäft: Wo kaufen Sie ein? KUNST & KULTUR 26 | ROBERT PALFRADER IM INTERVIEW: „Es ist mein Leben!“ VERANSTALTUNGEN 36 | TIMER: September 2024 FREIZEIT & SPORT 44 | BEHINDERTENSPORT: Ein kleines Juwel WIRTSCHAFT & UMWELT 54 | KURZZEITVERMIETUNG IN BRIXEN: „Mietmarkt soll wieder belebt werden“ 60 | Wanderung auf dem Gereuther Höfeweg EXTRA 65 | Top Jobs
Woran lag’s? An drei Donnerstagen und einem Mittwoch fanden die Brixner „Summer Emotions“ statt – und ausnahmsweise blieben sie heuer von Regengüssen und Gewittern weitgehend verschont. Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher, so war zumindest mein Eindruck, fielen gemischt aus: „Es ist nicht mehr so wie früher“, war oft zu hören. Die Veranstaltungen waren zwar gut besucht, aber wer zum Beispiel nach Bierzeltgarnitur und vielen Essensständen in der Altenmarktgasse Ausschau gehalten hatte, wurde wohl enttäuscht. Musikalisch boten die Betriebe ein abwechslungsreiches Programm, das kulinarische Angebot von früheren Ausgaben wurde jedoch von einigen Besuchern vermisst, und entsprechend überfüllt waren die Restaurants, in denen man sehr oft auch keinen Platz mehr fand. Als lokale Spezialität waren einzig die Pupp-Tirtln als letzte Institution erhalten geblieben, um den Hunger zu stillen. Woran lag’s? Vielleicht war es das Konzept der Organisatoren, mit mehr Musik und Bierständen ein jüngeres Publikum anzuziehen, und jede Strategie wird ihre Befürworter und ihre Kritiker finden. Vielleicht lohnt sich auch der Mehraufwand, der mit dem Anbieten von Speisen verbunden ist, für die Gastronomen und Barbetreiber nicht. Ein weiterer Grund für das reduzierte Angebot dürfte gewesen sein, dass grundsätzlich weniger Betriebe an den „Summer Emotions“ teilgenommen haben als in Vergangenheit: 2016 waren es noch rund 30 Teilnehmende, in diesem Jahr nur noch elf. Es stellt sich also die Frage, warum sich nur noch vergleichsweise wenige Gastbetriebe dazu aufraffen, sich an dieser Veranstaltung zu beteiligen. Möglicherweise ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die Veranstalter gekommen, gemeinsam an einem neuen Format zu arbeiten, das wieder von der Mehrheit getragen wird. Ihre Anina Vontavon
› Politik & Gesellschaft
Fotos: Oskar Zingerle
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BRIXEN: Wie alle Gemeinden Südtirols, wird sich auch die Domstadt in den nächsten Jahren mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm beschäftigen. Es ist eine Chance, eine langfristige Vision für die Stadt und die Fraktionen zu entwickeln. Alle Details zum Ablauf, wie die Bevölkerung sich einbringen kann – und warum Brixen von einem gewissen Startvorteil profitiert.
„Die Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms ist eigentlich ein kreativer Prozess“, sagt Architekt Paul Senoner bei einer Gesprächsrunde Anfang August. Das mag vielleicht erstaunlich klingen, denn allein das Wort Gemeindeentwicklungsprogramm, abgekürzt GEP, geht alles andere als leicht über die Lippen, und auch der Arbeitsablauf sieht auf den ersten Blick etwas bürokratisch aus. Senoner, der gemeinsam mit seinem Büro die Arbeiten zum GEP koordiniert und für den Bereich Siedlungsgrenzen und öffentliche Bauten zuständig ist, fasst jedoch in einem Satz zusammen, warum es sich dabei trotzdem um einen spannenden Prozess handelt: „Es geht um die Zukunftsgestaltung der Gemeinde.“ Richtig durchdacht, kann das GEP einer Gemeinde und deren Bevölkerung für die nächsten Jahre als Leitfaden dafür dienen, wohin sie sich entwickeln soll und will. „Und die Bevölkerung kann ihn aktiv mitgestalten.“ Aber der Reihe nach. Was ist das Gemeindeentwicklungsprogramm? Das GEP ist Teil des Raumordnungsgesetzes von 2020 und muss von allen Gemeinden in Südtirol ausgearbeitet werden. Unter anderem soll es Kompetenzen an die
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Gemeinde zurückübertragen und gewisse Prozesse beschleunigen. „In den letzten Jahrzehnten wurden Raumordnungsentscheidungen beim Land getroffen, was die Genehmigungsphasen und -prozeduren oft um Jahre verzögert hat“, erklärt Senoner. „Gerade kleinere Eingriffe, bei denen es oft schnell gehen musste, wurden unnötig eingebremst.“ Mit den Siedlungsgrenzen, die im Rahmen des GEP definiert werden, möchte das Land somit eine Kompetenzgrenze schaffen, innerhalb jener die Gemeinde weitgehend selbst entscheiden darf. „Im Kern ist das eine sehr positive Entwicklung“, meint Senoner, „denn sie stärkt die Gemeindepolitik und beschleunigt gleichzeitig gewisse Abläufe für die Bevölkerung.“ Das Gemeindeentwicklungsprogramm soll möglichst allumfassend ausgearbeitet werden, um den Lebensraum attraktiv zu halten: „Dabei geht es um kleinere Details wie die Renaturierung von Parkplätzen und die Schaffung von neuen Grünflächen bis hin zu Makroentscheidungen wie die Definition von Wohnbauzonen“, so Senoner. Brixen kann von einem gewissen Startvorteil profitieren, denn viele der nötigen strategischen Dokumente wurden in der Domstadt bereits in den letzten Jahren ausgearbeitet – etwa der Gefahrenzonenplan, der Landschaftsplan,
p ZUKUNFT GESTALTEN: Mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm werden wichtige Weichen gestellt
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der Ensembleschutzplan oder der Plan zur nachhaltigen urbanen Mobilität (PUMS). „Brixen erfüllt damit bereits gute Voraussetzungen, die das Verfahren beschleunigen können“, erläutert Senoner. Genau genommen verfügt Brixen zudem bereits über ein allgemeines Planungsdokument – den Masterplan, der 2010 ausgearbeitet wurde (der „Brixner“ berichtete ausführlich in Ausgabe Nr. 242, März 2010). „Der Masterplan ist – genauso wie die anderen Strategiepapiere, die wir in den letzten Jahren ausgearbeitet haben – eine wichtige Grundlage, die wir nun mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm weiterspinnen“, präzisiert Bürgermeister Andreas Jungmann. „Zudem ist es spannend zu sehen, wie sich die Stadt seitdem entwickelt hat, welche unserer Einschätzungen eingetroffen sind und wo Anpassungen notwendig sein werden.“ Die bestehenden Dokumente werden also im Rahmen der Arbeiten analysiert und in das GEP integriert. „Gewisse Pläne – etwa das Tourismuskonzept – sollen im Zuge des GEP angepasst werden, genauso wie alle übergemeindlichen Angelegenheiten“, so Bürgermeister Andreas Jungmann. Neben dem Bereich Tourismus arbeitet Brixen nämlich in der Mobilität und Besiedelung mit den Nachbargemeinden Natz-Schabs, Vahrn und Franzensfeste
zusammen. Die übergemeindliche Kooperation ist nicht p Stellten die Abläufe des Gemeindenur sinnvoll, da viele Themen nicht an der Gemeindegrenze entwicklungsproHalt machen, sondern sie war auch die Voraussetzung für gramms vor: von einen Landesbeitrag: 80 Prozent der etwa 700.000 Euro links Brixens Gesamtkosten des GEP hat das Land übernommen. Bürgermeister Der spannendste Punkt des GEP liegt wohl bei der Andreas Jungmann, Definition der Siedlungsgrenzen, denn sie sind das SchlüsIrene Braito, Vizeselinstrument, um zu definieren, wo und wie sich die bürgermeister Gemeinde langfristig weiterentwickeln will. Hier muss ein Ferdinando Stablum, richtiges Maß gefunden werden, damit die Gemeinde im Maria Sparber, Paul Stadtgebiet, aber auch in den Fraktionen sinnvoll wachsen Senoner und Andrea kann; gleichzeitig sollte der Flächenverbrauch möglichst Bodner eingedämmt werden. Auch eine Leerstandserhebung soll nun konkret werden, um mögliche neue Nutzungen anstoßen zu können. Analyse, Inhalte, Genehmigung Die Ausarbeitung des GEP erfolgt in drei Schritten: In der Analysephase nimmt ein Expertenteam zunächst die Gemeinde allumfassend unter die Lupe. Auf den Ergebnissen dieser Analyse basiert die programmatische Phase, in der es darum geht, die wichtigsten Ziele und Visionen der Gemeinde zu definieren und konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Dieses Dokument geht anschließend in die Genehmigungsphase. „Die Genehmigung läuft ähnlich ab wie eine Bauleitplanänderung“, erklärt Irene Braito, Leiterin der Servicestelle für Bau- und Landschaftsangelegenheiten der Gemeinde Brixen, „mit dem Unterschied, dass der erste Beschluss schon durch den Gemeinderat erfolgen muss und nicht wie sonst im Stadtrat.“ Nach dem Gemeinderatsbeschluss landet das GEP zunächst bei p Paul Senoner: „Die Bevölkerung den zuständigen Landesämtern und wird gleichzeitig noch kann das GEP aktiv einer Umweltprüfung unterzogen. Sobald das GEP von mitgestalten“ den Landesämtern geprüft wurde, beschließt der Brixner Gemeinderat das Dokument erneut, und schließlich genehmigt es die Landesregierung endgültig. Brixen hat sich dafür einen sportlichen Zeitplan vorgenommen: Noch innerhalb dieses Herbsts soll die Analysephase abgeschlossen sein, im ersten Halbjahr 2025 folgt der programmatische Teil – und bis Ende 2025 soll das GEP unter Dach und Fach sein. Ein ambitioniertes Ziel, dessen Erreichen wohl unter anderem davon abhängen wird, wie schnell die Landesämter es schaffen, alle demnächst eintrudelnden Gemeindeentwicklungsprogramme von 116 Gemeinden abzuwickeln.
Der Bevölkerung das Wort Um das Gemeindeentwicklungsprogramm so umfassend wie möglich zu gestalten, werden sich mehrere Gremien inhaltlich damit beschäftigen. „Die Ausarbeitung des GEP steht im Prinzip auf drei Säulen: die politische Säule, die die Rahmenbedingungen schafft und die finalen Entscheidungen trifft, die Expertengruppe, die ihr Wissen einbringt und Vorschläge erarbeitet und die Bevölkerung“, erklärt Maria Sparber, die für die Gemeinde Brixen den Teilbereich der Bürgerbeteiligung begleitet. Neben dem Expertenteam wurde für das GEP eine Steuerungsgruppe ernannt: Sie besteht neben der Koordinatorin Irene Braito, Bürgermeister Andreas Jungmann, Vizebürgermeister Ferdinando Stablum und dem Stadtrat Peter Natter aus den Gemeinderäten Sabine Mahlknecht, Markus Frei, Antonio Bova, Heinrich Ferretti, Gerold Siller und Vera Obexer. Diese politische Zusammensetzung der Steuerungs-
Der Informationsabend und die Bürgerversammlungen im Überblick: 18. September, 20 Uhr, Forum Brixen: Startveranstaltung 14. Oktober, 19:30 Uhr, Vereinshaus Tils: Bürgerversammlung Pfeffersberg 15. Oktober, 19:30 Uhr, Mehrzwecksaal Grundschule St. Andrä: Bürgerversammlung Ploseberg 16. Oktober, 19:30 Uhr, Mehrzweckgebäude Elvas: Bürgerversammlung Kranebitt/Elvas 6. November, 19:30 Uhr, Pfarrsaal Milland: Bürgerversammlung Milland/ Sarns/Albeins 7. November, 19:30 Uhr, Forum Brixen: Bürgerversammlung Brixen Stadt Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen.
Brixner Nr. 415 gruppe ist ungewöhnlich, denn viele Gemeinden belassen sie bei den Referenten oder dem Stadtrat. „Wir wollten aber, dass das politische Spektrum vertreten ist und alle ein Mitspracherecht haben“, argumentiert Bürgermeister Andreas Jungmann diesen Schritt. Ebenso wichtig ist, dass die Bevölkerung sich aktiv am Prozess beteiligt. „Die Expertise der Brixnerinnen und Brixner ist gefragt, denn sie kennen ihre Gemeinde am besten“, so Sparber. Die Bevölkerung hat deshalb mehrmals die Möglichkeit, sich einzubringen: Startschuss ist eine Informationsveranstaltung am 18. September im Forum Brixen, bei der alles Wichtige rund um die Ausarbeitung des GEP erklärt wird. Im Anschluss folgen im Oktober und November fünf Bürgerversammlungen: jeweils eine am Pfeffersberg, auf dem Ploseberg, in Elvas, in Milland und im Stadtgebiet. „Wir wollten vor Ort sein, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen zu können“, so Bürgermeister Andreas Jungmann, denn die Gegebenheiten im Stadtgebiet unterscheiden sich von jenen im ländlichen Raum, und dem wollte man gerecht werden. „Bei den Bürgerversammlungen handelt es sich um interaktive Abende: An Arbeitstischen werden die unterschiedlichen Themen bearbeitet“, erklärt Sparber. „Die Ergebnisse werden gesammelt, dokumentiert und Schwerpunkte gesetzt, bevor sie die Expertinnen und Experten erhalten“, so Sparber. Damit sind die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung eine wichtige Informationsquelle für die programmatische Arbeit der Experten. Voraussichtlich im Mai 2025 sollen erneut Bürgerversammlungen stattfinden, bei denen erste Vorschläge bereits präsentiert werden und die Bürgerinnen und Bürger die
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Möglichkeit haben, Rückmeldungen zu geben. „Und zum Abschluss des Prozesses, also voraussichtlich Ende 2025, wird die Bevölkerung dann noch einmal über das Ergebnis informiert“, sagt Sparber. „Alle, die Lust haben, den eigenen Lebensraum mitzugestalten, sind willkommen“, freut sich der Bürgermeister. „Die Bevölkerung bringt ihre Expertise mit ein, aber die Experten und die Steuerungsgruppe betrachten das große Ganze aus einer gewissen Flughöhe, um das Allgemeininte-
„ E s geht um die Zukunftsgestaltung der Gemeinde“ _ Paul Senoner, Architekt resse im Auge zu behalten und individuelle Einzelinteressen einzugrenzen“, sagt Senoner. Eine optimale Bürgerbeteiligung setze voraus, den Blick auf das Wesentliche zu bewahren und eigene Interessen etwas in den Hintergrund zu rücken. Denn schließlich gehe es darum – da sind sich alle Gesprächspartner einig – Brixen für die kommenden Jahre so zu gestalten, dass die Gemeinde weiterhin lebenswert bleiben und sich gut weiterentwickeln kann.
anina.vontavon@brixner.info
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p Hilfe suchen, Hilfe finden: In Brixen entsteht eine Selbsthilfegruppe für Opfer von narzisstischem Missbrauch
Der Weg zurück BRIXEN: Narzisstischer Missbrauch bleibt in Beziehungen oft lange unerkannt. Eine betroffene Frau erzählt dem „Brixner“, wie sie sich und ihr Leben zurückerobert hat – und nun anderen Menschen helfen will, es ihr gleichzutun.
Es ist ein heißer Sommertag, als Verena die „Brixner“-Redaktion betritt. Sie lacht viel, wirkt freundlich und spricht mit fester Stimme. Auf den ersten Blick deutet nichts auf die Geschichte hin, die sie gleich erzählen wird. Um ihre Kinder zu schützen, möchte sie ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen, auch ihr Gesicht zeigt sie lieber nicht. Der Ursprung dieses Artikels ist eine E-Mail des Dachverbands für Soziales und Gesundheit an die Redaktion. Der Verband unterstützt seit ein paar Monaten
Betroffene von narzisstischem Missbrauch in ganz Südtirol, um Selbsthilfegruppen ins Leben zu rufen – in Bozen und Meran, und nun auch in Brixen. Verena hat selbst über 20 Jahre lang in einer Beziehung gelebt, die von narzisstischem Missbrauch geprägt war. Sie spricht heute offen über diese Zeit, auch wenn es sie manchmal noch schmerzt. Auf die Frage, wieso sie ihre Geschichte veröffentlichen lässt, sagt sie: „Es ist schwierig, anderen Personen den Leidensdruck von narzisstischem Missbrauch zu erklären,
wenn man ihn nicht selbst erlebt hat. Mit meiner Geschichte möchte ich helfen.“ Oft unerkannt Narzisstischer Missbrauch ist eine Form von emotionaler Gewalt in einer Beziehung, die vergleichsweise wenig bekannt, aber nicht zu unterschätzen ist. Dr. Roger Pycha, Primar am Psychiatrischen Dienst in Brixen, erklärt: „Vor allem Partner und Familie leiden extrem unter Personen mit narzisstischer Störung.“ Dabei, so
der Primar, sei ein gewisser Grad von Narzissmus normal und sogar wichtig für einen psychisch gesunden Menschen. „An sich selbst zu glauben und sich zu schätzen ist im Alltag von Vorteil“, so Pycha. Als pathologische Persönlichkeitsstörung sei sie allerdings für das Umfeld sehr belastend. „Narzissmus kann sich in unterschiedlichen Formen äußern. Meist empfinden Narzissten kaum Empathie für andere Menschen, überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und sind immens selbstverliebt“, erläutert Pycha. Da die Grenzen zur patho-
„Du bist wertlos!“ Der Übergang von einer scheinbar harmonischen Beziehung zu narzisstischem Missbrauch verläuft oft schleichend, weshalb es Opfern zu Beginn schwerfällt zu verstehen, was eigentlich geschieht: „Ich wusste zwar: Irgendetwas stimmt mit dieser Beziehung nicht. Aber dass ich es mit einem Narzissten zu tun habe, war mir nicht klar“, erzählt Verena. Bei ihr begann es mit unterschwelligen emotionalen Sticheleien, die man zunächst verharmlosen oder abwinken könnte: Bei großen wie kleinen alltäglichen Entscheidungen zählte Verenas Meinung überhaupt nicht. „Er ließ mich spüren, dass ich weniger wert sei, weil er mehr verdiente als ich, und dementsprechend zählte meine Meinung auch weniger als seine.“ Immer wieder rechnete Martin ihr vor, wie viel er sparte, was er kaufte und wie wenig sie eigentlich dazu beitrug, dass sie ein finanziell angenehmes Leben führen konnten. „Wir lebten in einer Gütergemeinschaft, aber er gab mir nicht das Gefühl, dass wir gleichwertig seien.“ Es folgten tägliche abwertende Kommentare über ihr Äußeres, ihre Fähigkeiten und grundsätzlich über sie als Person. „‚Du bist wertlos und zu nichts fähig! Ohne mich wärst du nichts.‘ Das und Schlimmeres hörte ich jeden Tag.“ Was macht das mit einem Menschen, wenn er von der Person, die ihm am nächsten stehen sollte, ständig beleidigt, erniedrigt und kleingehalten wird? „Irgendwann glaubt man dem Partner, dass man selbst das Problem ist, und versucht, alles genau so zu machen, wie er es einem sagt. Es entsteht ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis, weil man sich selbst nichts mehr zutraut“, so Verena. „Dem
In Brixen entsteht eine Selbsthilfegruppe für Opfer von narzisstischem Missbrauch, in der Betroffene sich in einem geschützten Rahmen austauschen und gegenseitig helfen können. Informationen und Anmeldung per E-Mail an selbsthilfe@dsg.bz.it oder telefonisch unter 0471 1888110.
heißt BEN.
erlebt den Partner als Gegner, der bekämpft werden muss. Dadurch entstehen große partnerschaftliche Konflikte“, erklärt er.
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logischen Persönlichkeitsstörung fließend verlaufen können, kann eine genaue psychologische Diagnose nur durch eine Fachkraft gestellt werden. Das bedeutet auch, dass Narzissmus im Alltag oft unerkannt bleibt – denn Narzissten suchen selten psychologische Hilfe. In gewisser Weise ist auch der Narzisst gefangen in seiner Rolle, denn „er ist in seiner Persönlichkeit so verhaftet, dass er sich selbst gar nicht anzweifelt, sondern die Schuld bei anderen Personen sucht“, so Pycha. Erschwerend kommt hinzu, dass Personen mit narzisstischer Störung gerade zu Beginn einer Beziehung darauf bedacht sind, ihren Partnern viel Aufmerksamkeit zu schenken. Auch bei Verena war das der Fall: „Am Anfang verlief unsere Beziehung absolut harmonisch“, erzählt sie. „Ich wusste zwar, dass er etwas aufbrausend und pingelig sein kann, aber ich fand das nicht besorgniserregend“, erinnert sie sich. Im Gegenteil: Er gab ihr Halt und das Gefühl, dass er sich um sie kümmern und ihr zuhören würde. Laut Pycha ist das ein sehr typisches Verhalten von Narzissten: „Oft merkt man erst nach langer Zeit, dass sich hinter einer scheinbar unauffälligen Persönlichkeit ein Narzisst mit unglaublich egoistischen Tendenzen versteckt, der andere mit Füßen tritt.“ Häufig offenbart die Person ihren Narzissmus erst, wenn sich der Alltag der Beziehung verändert – wie auch Verena erzählt: „Nach der Hochzeit und vor allem nach der Geburt der Kinder war er wie ausgewechselt. Ich erkannte meinen eigenen Mann nicht wieder.“ Laut Pycha sei die Aufmerksamkeit, die Kinder brauchen, für Narzissten oft schwer verkraftbar. „Die narzisstische Person will vorbehaltlos von ihrem Partner bewundert werden, da sie ständig nach Bestätigung sucht. Erhält sie diese übertriebene Bewunderung nicht, ist sie schwer verletzt und
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„Im Nachhinein frage ich mich, wieso ich ihn nicht angezeigt habe.“ Tränen laufen ihr jetzt über die Wangen. „Aber ich hatte Angst, dass er uns etwas antut.“ Sie fühlte sich gefangen, wusste nicht, wie sie sich und ihre Kinder aus dieser Situation befreien konnte. „Ich war nicht nur psychisch, sondern auch finanziell von ihm abhängig, hatte kein eigenes Einkommen und nur ein gemeinsames Bankkonto. Zudem war ich unsicher, ob meine Familie mich unterstützen würde. Wie hätte ich mich da trennen sollen?“ Der Wendepunkt
p Verena: „Es entsteht ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis, weil man sich selbst nichts mehr zutraut“
in diesem Aufzug doch nicht das Haus verlassen könnte, weil sie sich damit lächerlich machte. Hatte sie das falsche Waschmittel besorgt, bezeichnete er sie als nutzlos. Hinzu kamen Wutausbrüche: Jahrelang lief sie wie auf Eierschalen durch die eigene Wohnung. „Man verbringt den ganzen Tag damit, mögliche negative Reaktionen vorhersehen zu können, um sie zu verhindern“, erinnert sie sich. „Kinder leiden am meisten“ Das Problematische: Menschen mit narzisstischer Störung schaffen es im Alltag lange perfekt, sich zu verstellen. Während Verena mit ihren Kindern in der eigenen Wohnung ständiger psychischer Gewalt des Ehemanns und Vaters ausgesetzt war, wirkten sie nach außen wie
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eine harmonische Familie, in der der Vater viel arbeitete und die Mutter sich um die Kinder kümmerte. „Kinder leiden am meisten unter narzisstischem Missbrauch, denn sie spüren die Spannungen der Eltern und sind pausenlosen Auseinandersetzungen ausgesetzt“, sagt Pycha. Machten sie Sport, ließ der Vater die Kinder spüren, dass sie niemals so gut sein könnten wie er und dass sie es im Leben niemals zu etwas bringen würden. Auch in der Schule seien sie nur etwas wert, wenn sie sich mit ihren Fäusten zu wehren wüssten – Emotionalität war für ihn ein Zeichen von Schwäche. Bei den Kindern schreckte er auch vor physischer Gewalt nicht zurück: Verena erinnert sich an viele Vorfälle, in denen sie versuchte, ihre Kinder vor der Wut des Vaters zu schützen.
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Narzissten geht es bei seinem Verhalten oft um Machtspiele mit Geld, Einfluss und psychischer Gewalt“, weiß Pycha. „Der Partner muss unterdrückt und unterworfen werden, um das eigene Selbstbild aufzuwerten.“ Mit der Zeit isolierte Martin die Familie immer stärker vom Freundeskreis und der Familie. Verena hatte mittlerweile ihren Beruf aufgegeben, um sich um die Kinder, einen Pflegefall in der Familie und den Haushalt zu kümmern. Sie könnte unzählige Situationen im Alltag aufzählen, in denen Martin sie beleidigte, beschimpfte oder sich über sie lustig machte: Weinte eines der Kinder, gab er ihr die Schuld, da eine gute Mutter ihr Kind im Griff haben müsste. Wenn sie sich ein Kleid anzog, sagte er ihr, dass sie
Sie blieb also, versuchte über Jahre, für ihre Kinder da zu sein, sie vom Schlimmsten zu bewahren und ihren Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Nach zwei persönlichen Verlusten, die sie sehr trafen, begann sie, gesundheitliche Probleme zu entwickeln. „In diesem Moment wusste ich: Ich muss etwas ändern, denn wenn ich krank werde, kann ich meine Kinder nicht schützen.“ Sie ging zur Physiotherapie, wo ihr zu leichten sportlichen Tätigkeiten geraten wurde – „und mit der Zeit begann ich, meinen Körper wieder zu spüren, und auch mein Selbstwertgefühl steigerte sich.“ Sie fand den Weg zur psychologischen Betreuung – und damit Schritt für Schritt Wege, um sich selbst wieder aufzubauen. Auch persönliche Kontakte waren ihr dabei eine große Hilfe: „Ich fand einen Job, der mich sehr begeisterte.“ Sie sparte sich Geld an, um irgendwann ausziehen zu können. Gleichzeitig wuchs ihre Angst, denn mit jedem Schritt in die Unabhängigkeit wurden seine Kom-
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mentare bedrohlicher. „Ich hatte Angst vor ihm. Aber mein Wille, mich von ihm zu befreien, war stärker“, sagt Verena. Auf Rat ihrer Psychologin besprach sie kritische Themen mit ihm nur noch an öffentlichen Plätzen, „um mich selbst zu schützen.“ Den ersten Corona-Lockdown musste sie noch in der gemeinsamen Wohnung verbringen – dann schaffte sie den Sprung in eine eigene Wohnung. „Es folgten viele Monate in einem schmerzhaften Scheidungsprozess, und trotz Gü-
tergemeinschaft stand ich am Ende mit wenig da“, erzählt sie. Heute arbeitet sie in mehreren Jobs, um sich selbst finanzieren zu können – doch sie hat das Gefühl, ihr Leben zurückerobert zu haben. „Ich bin glücklich! Die viele Arbeit ist nichts im Vergleich damit, was ich in den vergangenen Jahren durchgemacht habe. Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen; eines davon lebt noch bei mir“, erzählt sie. Verena hat es geschafft, aus einer tragischen Familiensituation
herauszukommen und den Weg zurück zu einem selbstbestimmten Leben zu finden. Heute sagt sie: „Die Erfahrung hat mich stärker gemacht. Ich begegne den Herausforderungen des Alltags nun mit einer ganz neuen Energie.“ „Seid offen für alles“ Was sie anderen Menschen rät, die sich in einer solchen Situation befinden? „Wenn es finanziell möglich ist, holt euch unbedingt psychologische Hilfe. Und seid
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offen für alles, was euch hilft – egal, wie klein es scheinen mag. Man kann sich Schritt für Schritt befreien.“ Mit der Selbsthilfegruppe befindet sie sich noch in der Anfangsphase: Ein Raum ist gefunden, und nun muss das richtige Format ausgesucht werden. Auf jeden Fall möchte sie Betroffenen Platz bieten, um Menschen zu treffen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden oder befanden. „Ich weiß nicht, ob sich jemand meldet – ich bin nicht sicher, ob ich es damals getan hätte. Aber wenn ich auch nur einer Person mit meiner Geschichte helfen kann, war es für mich schon ein Erfolg.“
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„ Der Glaube ist eine Berufung“
Herr Blasbichler, Sie sind bereits mit 19 Jahren in das Kloster Neustift eingetreten. Seit Ihrer Priesterweihe im Alter von 26 Jahren haben Sie im Stift in verschiedenen Bereichen gedient – als Pfarrer von Neustift, zwölf Jahre lang als Stiftsdekan und seit einem Jahr als Geistlicher in der Pfarrei Natz-Schabs. Nun wechseln Sie zum 1. September in die Seelsorgeeinheit Kiens. Was hat zu diesem Wechsel geführt, und mit welchem Gefühl sehen Sie ihm entgegen? September
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Mit Ihrem Wechsel beziehen Sie auch ein neues Zuhause, das Widum in Kiens. Zum ersten Mal in Ihrer beruflichen Laufbahn verlassen Sie den vertrauten Wohnort im Kloster Neustift, dem Sie seit Ihrem 19. Lebensjahr angehören. Haben Sie manchmal Angst vor der Einsamkeit, die das Leben in einem Widum mit sich bringen könnte, da es doch etwas anderes ist als das Leben in der Gemeinschaft des Klosters?
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KARL BLASBICHLER: Dieser Wechsel kam relativ kurzfristig zustande, aber die Umstände haben ihn notwendig gemacht. In diesem Frühjahr wurde Michael Bachmann von der Seelsorgeeinheit Kiens zum neuen Stiftsdekan von Neustift gewählt. Das bedeutet, dass er nun meine Position übernimmt und ich seine in der Seelsorgeeinheit Kiens. Ich werde somit für fünf Pfarreien zuständig sein, was früher für einen Pfarrer noch undenkbar gewesen wäre. Es ist eine Herausforderung, aber auch eine große Ehre für mich, diese Aufgabe anzutreten und die Menschen dort geistlich zu begleiten. Ein Wechsel bringt immer auch neue Impulse und die Möglichkeit, Altgewohntes hinter sich zu lassen. Ich freue mich auf die Vielfalt der Aufgaben und die neuen Begegnungen. Die Vorfreude überwiegt, da ich gespannt bin, wie sich die neue Umgebung gestalten wird und wie ich mich darin einbringen kann.
Das wird sicher eine der größten Herausforderungen für mich sein. Ich werde versuchen, durch regelmäßigen Kontakt mit den Kapuzinern in Bruneck ein Stück Ordensgemeinschaft aufrechtzuerhalten. Allein zu sein ist sicher nicht der Idealzustand, und man hofft, dass später neue Mitbrüder kommen oder ein Kooperator zur
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INTERVIEW: KARL BLASBICHLER, zuletzt Pfarrer von Natz-Schabs, übernimmt am 1. September die Seelsorgeeinheit Kiens. Ein Gespräch über die Herausforderungen des Wechsels, seine Hoffnungen und die bedeutenden Veränderungen in der Kirche.
p Karl Blasbichler: „Treue zum Glauben erfordert besonderen Einsatz und ist nicht immer leicht zu bewahren“
Unterstützung bereitsteht. Um der Aufgabe in fünf Pfarreien gewachsen zu sein, braucht es neue Wege und den Mut, Verantwortung zu übertragen. Ich möchte jedenfalls auf eine enge Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinderäten, den Gremien und den engagierten Laien vor Ort setzen, da es in den Dörfern doch noch einen harten Kern gibt, der bereit ist, mitzuwirken und einen gemeinsamen Weg zu gehen. Als Pfarrer ist man vor allem dazu da, Sakramente zu spenden und für alle ein offenes Ohr
zu haben. Bei karitativen Diensten oder Gebetsinitiativen kann man durch die Mithilfe der Gläubigen vor Ort aber sehr viel gemeinsam bewirken und erreichen. Sie sprechen von einem harten Kern von Gläubigen, den es noch gibt – damit verbunden ist wohl auch Ihre persönliche Beobachtung, dass die Zahl der Gläubigen seit Jahren rückläufig ist. Welche Ursachen sind für diesen Trend verantwortlich?
Ich denke, in unserer heutigen Welt, in der jeder Mensch eine
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Sie erwähnen indirekt, dass Egoismus und zunehmende Selbstbezogenheit der Menschen Gründe für die abnehmende Zahl der Gläubigen sein könnten. Sollte man nicht differenzierter betrachten, dass möglicherweise auch die Kirche ihren Teil dazu beigetragen hat, beispielsweise durch Machtmissbrauch, veraltete Strukturen oder die Marginalisierung der Frauen?
Diese Gründe spielen sicherlich auch eine Rolle. Es ist unerlässlich, die Realität zu erkennen und die damit verbundenen Herausforderungen aktiv anzugehen. Wir können auch viel von anderen Ländern lernen, in denen es oft besser gelingt, Begeisterung für das Leben und den Glauben zu wecken. In Europa befindet sich vieles im Wandel. Viele Faktoren tragen dazu bei, dass es uns Christen heute schwerfällt, Lebensfreude und Hoffnung zu vermitteln und Menschen zu ermutigen, diesen Weg mitzugehen.
Die Kirche bemüht sich bereits, Frauen stärker einzubinden und ihnen viele Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu bieten. Es gibt Gottesdienstleiterinnen und viele Frauen, die als Pfarrgemeinderatsvorsitzende Großartiges leisten. Der Weg zu umfassender Gleichstellung und zu einer aktiven Rolle der Frauen in der Kirche wird aber
Haben Sie für sich persönlich als Pfarrer schon einen Ansatz gefunden, wie Sie konkret mehr Offenheit in die Kirche tragen möchten?
Insgesamt, denke ich, geht die Kirche weltweit mit Papst Franziskus bereits einen sehr guten Weg, und wir als Pfarrer sollten diese Entwicklung unterstützen und vorantreiben. Es gibt bereits viele Aufbrüche und Begegnungen. Es ist wichtig, dass wir als Glaubensgemeinschaft authentisch bleiben, den Glauben leben und für die Armen und Randständigen da sind. Durch eine lebendige Beziehung zu Jesus können wir andere Menschen inspirieren, diesen Weg ebenfalls zu gehen. In diesem Zusammenhang habe ich auch eine sehr schöne Erfahrung in der Pfarrei Natz-Schabs gemacht, als ich gesehen habe, wie viele Jugendliche sich für die Firmung im Juni 2025 entschieden haben – fast alle! Das war für mich eine große Überraschung. Aber genau solche Augenblicke sind ermutigend und zeigen, dass es Begeisterung und Engagement in den einzelnen Pfarreien gibt. Das ist ein positives Signal – die Kirche ist auf einem guten Weg. Wenn Sie kurz tiefer in Ihrem Erfahrungsschatz graben: Welche positiven Erlebnisse, die von Begeisterung und Engagement zeugen, möchten Sie gerne teilen?
Ich bin zum Beispiel tief beeindruckt von den Weltjugendtagen, die seit 1986 ein bedeutendes Ereignis für die junge Kirche darstellen. Ich hatte das Privileg, an zehn dieser weltumspannenden Treffen teilzunehmen, beginnend mit dem ersten im Jahr 1991 in Tschen stochau, Polen. Dieses Event, nach dem Fall der Mauer, versammelte 1,5 Millionen Jugendliche und bot ein unvergessliches Erlebnis. Im Laufe der Jahre besuchte ich auch Weltjugendtage in Rio de Janeiro, Madrid, Paris, Rom und zuletzt in Lissabon mit Papst Franziskus. Es ist überwältigend zu sehen, wie sich Tausende von Jugendlichen auf den Weg machen, um ihren
Glauben zu feiern und zu leben. Diese Erfahrungen zeigen mir die enorme Kraft und Lebensfreude, die der Glaube schenken kann, und sie bestätigen die weltweite Gemeinschaft der Kirche. Diese Ereignisse bieten für mich eine Quelle der Kraft und Inspiration. Sie selbst haben sich bereits mit 19 Jahren entschieden, in das Kloster Neustift einzutreten und Seelsorger zu werden. Wie kann man sich das vorstellen, dass ein Neunzehnjähriger bereits imstande ist, eine so weitreichende Entscheidung zu treffen?
Entscheidend für mich war, dass ich von klein auf religiös erzogen wurde und den Glauben stets als Quelle der Freiheit und Bereicherung erlebt habe. Mit elf Jahren trat ich in das Schülerheim Neustift ein und verbrachte dort acht prägende Jahre, in denen ich viele junge Menschen kennenlernte, die ihren Glauben aktiv lebten. Während dieser Zeit entwickelte ich eine tiefe Beziehung zu Jesus, und ich spürte, dass dies der richtige Weg für mich ist. Der Glaube ist eine Berufung, die man nicht selbst auswählt; der Herr ruft uns und hat auch mich gerufen. Ich habe mir diesen Weg jedenfalls nicht selbst ausgesucht; ich hatte auch Zweifel und dachte oft, andere könnten es besser machen. Aber letztendlich entscheidet der Herr, und wir haben die Freiheit, ja oder nein zu sagen. Trotz einiger Zweifel war ich bereit, diesen Weg zu gehen, weil er mir Sinn gibt und die Möglichkeit, vielen Menschen zu helfen. Pfarrer zu sein ist einer der faszinierendsten Berufe. Wenn Sie abschließend noch kurz auf Ihre Zeit als Stiftsdekan von Neustift zurückblicken: In welchem Bereich sehen Sie Ihren bedeutendsten Beitrag?
In meinen zwölf Jahren als Stiftsdekan war es mir besonders wichtig, für die älteren Mitbrüder da zu sein. In dieser Zeit sind 13 Mitbrüder verstorben, und es war eine der wertvollsten Aufgaben, sie in ihren letzten Jahren zu begleiten. Es war mir ein großes Anliegen, ihnen etwas von dem zurückzugeben, was sie jahrzehntelang dem Stift und den Pfarreien geschenkt haben.
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Womöglich auch deshalb, weil viele Gläubige Widersprüche erkennen, von denen sie sich distanzieren. Ein Beispiel: Maria wird in der Kirche hoch verehrt, was sich unter anderem in prunkvollen Marienaltären widerspiegelt. Andererseits scheint die Vorstellung, dass Frauen als Pfarrerinnen tätig werden können, noch weit entfernt. Sollte die Kirche nicht mehr tun, um Frauen in den Mittelpunkt zu rücken?
noch lange dauern – das hängt von der Weltkirche ab. Schließlich folgt die Kirche 2.000 Jahre alten Traditionen und dem, was Jesus verkündet hat. Aber insgesamt sieht man, dass die Kirche in vielen Ländern lebendig ist – auch bei uns. Selbst wenn es sich um kleinere Gruppen handelt, ist die Situation insgesamt nicht schlecht.
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Vielzahl an Möglichkeiten und Verpflichtungen hat, fällt es oft schwer, eine tiefgehende Beziehung zu Gott zu pflegen. Die Suche nach Sinn inmitten dieser Vielzahl an Angeboten kann mühsam sein. Treue zum Glauben erfordert besonderen Einsatz und ist nicht immer leicht zu bewahren. Auch wenn viele Menschen ihr Bestes geben, um ihr Leben gut zu gestalten, ist die Entscheidung für Jesus oft anspruchsvoll. Aber sie ist wichtig, weil sie fruchtbar und bereichernd für das Individuum, die Gemeinschaft und die Familie sein kann.
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› Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Tapetenwechsel für Senioren
Erholung am Meer oder in den Bergen? Für viele Seniorinnen und Senioren aus Brixen und Umgebung ist dies dank der alljährlichen Seniorenaufenthalte möglich, die die Gemeinde orga-
erste Aufenthalt führte die Reiselustigen vom 25. Mai bis zum 8. Juni ans Meer. In insgesamt fünf Hotels in Cesenatico, Gatteo Mare und Cattolica verbrachten sie eine tolle Zeit, in der sie sich besser
kennenlernten und die Atmosphäre dort genossen. Pro Hotel gab es zwei Begleitpersonen, die für das Wohlbefinden aller sorgten und die Seniorinnen und Senioren bei Bedarf unterstützten. Diejenigen, die einen Urlaub in den Bergen vorzogen, verbrachten die Woche vom 9. bis zum 16. Juni in Sexten. Die Zeit vertrieb man sich mit verschiedenen Gesellschaftsspielen in geselliger Runde, und die vielen schönen Stunden in der Natur – ob am Meer oder in den Bergen – taten allen gut. Besonders freuten sich die Teilnehmer über den Besuch von Gemeinderätin Paula Bacher und Vizebürgermeister Ferdinando Stablum, die Zeit mit ihnen verbrachten. ans
ist schwarz-weiß, wie es auch in einem Großteil der europäischen Medien beschrieben wird“, stellt sie zu Beginn fest, um dann in einem spannenden und kurzweiligen Vortrag den Bogen von der Zarenzeit bis in die Gegenwart zu schlagen. Konzise argumentiert die Historikerin aus der Perspektive Russlands und beleuchtet die blinden oder im Westen verdrängten Flecken der Verantwortungen, Verdrehungen und Verblendungen des politischen Westens, die maßgeblich zur Eskalation und zum
Kriegsausbruch 2021 beigetragen haben. Es ist mutig, das zu sagen, was viele Fachleute auch hierzulande genau wissen, wozu die meisten aber schweigen. „Russland hätte spätestens nach dem Zerfall der Sowjetunion organisch in Europa eingebaut werden müssen. Aber dem stand die Übermacht der USA gegenüber. Das war wohl nicht
die beste Logik. Insbesondere uns Europäern muss klar sein: Historisch betrachtet gab es nie Frieden in Europa ohne Russland.“ Gerade das diplomatische Geschick Italiens, „unsere geistige Elastizität“, sei mehr denn je gefordert. Das empfehlenswerte, verständlich geschriebene Buch ist bei Carocci Editore erschienen. sr
Das Thema des diesjährigen wissenschaftlichen Ideenwettbewerbs „Eureka“ ist „Zukunft“. Bis zum 30. September können Südtiroler Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 allein, in Gruppen oder als Klasse einen kreativen Beitrag einreichen und tolle Preise gewinnen.
Seit 1. August sind die Grundbuchsakten mit allen Titeln, Entscheidungen und Anlagen ab dem Jahr 2002 online zugänglich. Wer über ein Openkat-Abonnement für das Portal verfügt, kann rund um die Uhr darauf zugreifen – eine Erleichterung vor allem für Notare und Banken.
Die zehnte Summer School Südtirol vom 25. bis 30. August fokussiert sich auf queeres Denken jenseits der binären Welt und führt über die Grenzen von männlich und weiblich hinaus. Als Expertin sprach unter anderem die namhafte Sozialpädagogin und Professorin Nivedita Prasad.
nisiert und finanziell unterstützt. Das Angebot wird von Jahr zu Jahr beliebter: Heuer nahmen es 209 Senioren in Anspruch, die meisten davon aus der Gemeinde Brixen, aber auch einige aus Vahrn. Der
BRIXEN/NEAPEL
Frieden in Europa nur mit Russland Eine Neuauflage eines Klassikers über das heutige Russland, „Russia contemporanea“, ist nun in der dritten Auflage erschienen. Giovanna Cignolla stellte die aktualisierte Ausgabe ihres Standardwerks im Zwiegespräch mit dem Historiker Roberto Roveda und auf Einladung des Vereins „Evviva“ in der Stadtbibliothek Brixen vor. Die Ordinaria der Universität Federico II (Neapel) hat ihr Buch um ein Kapitel von der ukrainischen Krise 2014 bis zum Kriegsausbruch 2022 erweitert. „Nichts
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„Zu niedriger Bedarf“
Die verlängerten Betreuungszeiten nach 14:30 Uhr im Kindergarten werden nur Eltern zur Verfügung gestellt, die bestimmte Kriterien erfüllen – etwa die Berufstätigkeit beider Elternteile. Auf massiven Druck der Eltern und um allen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ebenfalls lange Nachmittage im Kindergarten anzubieten, arbeiten wir seit zwei Jahren mit der Sozialgenossen-
schaft Coccinella zusammen, um dienstags, donnerstags und freitags eine Nachmittagsbetreuung, vor allem im Stadtgebiet, bereitzustellen. Wir haben dieses Angebot mit viel Einsatz aufgebaut, und theoretisch könnten Eltern ihre Kinder ganztags im Kindergarten betreut wissen. Dementsprechend überrascht waren wir, als nur sehr wenige Eltern ihre Kinder für das kommende Jahr für die langen Nachmittage anmeldeten. Die Nachfrage ist erheblich gesunken, weshalb wir auch weniger verlängerte Zeiten anbieten können. Wie sieht das Nachmittagsangebot im kommenden Schuljahr also aus?
Wir orientieren uns am Bedarf der Eltern, der erheblich gesunken ist: Im vorigen Schuljahr hatten wir noch genügend Anmeldungen für neun Kindergartengruppen, in diesem Jahr werden es nur noch zwei sein. In Albeins und im Anna-Seidner-Kindergarten kommt das Angebot über die Coccinella aufgrund von zu niedrigem Bedarf nicht mehr zustande, im Mozartkindergarten findet es nur noch dienstags und donnerstags mit jeweils sechs Kindern statt. In Milland und im Rosslauf werden weiterhin lange Nachmittage vom Kindergarten selbst organisiert, weil genügend Kinder sie benötigen. anina.vontavon@brixner.info
Foto Jaist Oliver
Frau Stadträtin, in den letzten Jahren schien in Brixen die Nachfrage für längere Betreuungszeiten im Kindergarten größer zu sein als das Angebot. Können Sie die Thematik kurz zusammenfassen?
Foto: Oskar Zingerle
Stadträtin BETTINA KERER über die Kinderbetreuung in den Kindergärten am Nachmittag.
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› Politik & Gesellschaft
BRIXEN/REGENSBURG
Spannende Geschichten aus den Stadtarchiven Regensburg und Brixen sind einander seit 55 Jahren als Partnerstädte verbunden. Ein neues, knapp 100 Seiten starkes Buch rückt nun die beiden Stadtarchive ins Rampenlicht. Die zwei Einrichtungen unterscheiden sich zwar in ihrer Größe, dem Archivbestand und der personellen Besetzung stark voneinander, aber verfolgen dennoch dieselben Ziele: Sie sind der historische Speicher der Stadt und sammeln, bewahren und erschließen Bild- wie Schriftquellen unterschiedlichster Art. Die zwei Stadtarchivare Hubert Mock und Lorenz Baibl präsentieren in diesem Buch große und kleine Schätze aus den beiden Archiven in Wort und Bild. Sie erzählen in kurzen Texten von freudigen und schrecklichen Ereignissen, von Politik und Wirtschaft, von
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urbanistischer Stadtplanung und visionären Bauten – und somit allesamt von Dingen, die den Alltag der Menschen betrafen. Auch Archivstücke zur gemeinsamen Geschichte der zwei Städte stellen die Autoren vor – zum Beispiel die in Regensburg unterzeichnete Schenkungsurkunde, mit der König Ludwig IV. im Jahr 901 Bischof Zacharias von Säben den Meierhof „Prihsna“ überließ – die „Geburtsstunde“ von Brixen. „Die Geschichte der eigenen Stadt kann sehr interessant sein“, ist Hubert Mock, Stadtarchivar in Brixen, überzeugt. Denn: „Archivbestände erfassen nicht nur die etwas fade Administration, sondern sie geben auch das Leben der Leute wieder. Dass das Buch für alle gut lesbar ist, war unser Anspruch.“ Die Idee dazu hatte Stadträtin Bettina Kerer. Das deutsch- und italienischsprachige Buch „Geschichte(n)
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zweier Städte“ wurde im Rahmen des Altstadtfestes feierlich präsentiert. job
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Gedenktafel für Ignaz Mitterer erhielt Mitterer die renommierte Stelle als Domkapellmeister in Regensburg und lehrte an der Kirchenmusikschule. Von 1885 bis 1917 war er Domkapellmeister in Brixen und außerdem drei Jahre lang verantwortlicher Redakteur der „Brixener Chronik“. Mitterer komponierte viel, vor allem kirchliche Werke. Schon früh kam er mit der Reformbewegung des Cäcilianismus in Berührung, die in der Rückbesinnung auf den
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Gregorianischen Choral und die polyphone Musik des 16. Jahrhunderts nach einer würdigen Kirchenmusik strebte. Als Domkapellmeister in Brixen reformierte er in diesem Sinne den Domchor (Frauen wurden durch Knaben ersetzt), nahm Messen der Wiener Klassik, die er als zu konzertmäßig empfand, aus dem Repertoire und komponierte selbst geeignete Kirchenmusik. job
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Vor 100 Jahren, am 18. August 1924, starb Ignaz Mitterer. 1955 wurde in Brixen eine Straße nach ihm benannt, und seit wenigen Tagen erinnert eine Gedenktafel am Domkapitelhaus an den Komponisten, Kirchenmusiker und Ehrenbürger der Stadt. Mitterers wohl bekannteste Komposition ist „Auf zum Schwur, Tirolerland“, dessen Text Josef Seeber schrieb. Mitterer wurde am 2. Februar 1850 in eine Bergbauernfamilie in Vergein, einer kleinen Fraktion von Assling in Osttirol, geboren und kam mit zwölf Jahren in die Singschule ins Kloster Neustift, später ins Gymnasium der Augustiner Chorherren im Kassianeum. Nach der Priesterweihe 1874 wirkte er als Kooperator in Neustift im Stubaital, Niedervintl und Dölsach, unterbrochen vom Studium an der Kirchenmusikschule in Regensburg und einem Aufenthalt in Rom. 1882
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Pluribar: Hilfe zum Neustart Das Projekt ist einerseits faszinierend, andererseits schwierig: Die Pluribar am italienischen Oberschulzentrum „Borsellino Falcone“ in der Mozartallee war nach der Corona-Pandemie von der Bozner Sozialgenossenschaft „Oasis“ als Sozialinitiative eröffnet worden; nur zwei Jahre später gab sie das Projekt aber aus wirtschaftlichen Gründen auf. Im November 2023 übernahm die Brixner Bürgerge-
nossenschaft b*coop die Führung, beschäftigte fünf Menschen mit Beeinträchtigung und verkochte vorwiegend regionale Produkte zu familienfreundlichen Preisen. Im vergangenen Juli kam dann das neuerliche Aus: „Um kostendeckend arbeiten zu können, fehlten uns knapp 30.000 Euro – das kann sich unsere Genossenschaft auf Dauer nicht leisten“, sagt der Vorsitzende der b*coop, Karl Mi-
chaeler. Also kündigte man die Konzession, was zur Folge hatte, dass sich viele mobilisierten. Es entstand eine außergewöhnliche Rettungsaktion: Bürgerinnen und Bürger, Politiker unterschiedlicher Couleur, Kundinnen und Kunden zogen an einem Strang. Namentlich zu nennen sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Pluribar Verena Stenico und Markus Frei, die Direktoren Maria Concetta Capilupi und Alberto Conci, die Stadträtinnen Sara Dejakum und Bettina Kerer sowie Bürgermeister Andreas Jungmann und der Direktor der Sozialdienste Thomas Hellrigl. Die Finanzierung des kommenden Schuljahres ist nun also gesichert – „zum Teil mit garantierten Abnahmen von gesunden Jausen“, sagt Michaeler. Am 2. September ist die Pluribar wieder geöffnet; um auf Dauer bestehen zu können, braucht sie aber den Zuspruch von vielen Brixnerinnen und Brixnern, die Freude an einem gesunden Mittagessen haben. wv
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› Menschen & Meinungen
Like Patrizia PORTRAIT: Scharfsinnig, mutig, niemals gleich: PATRIZIA SOLARO steht für ihr Leben gern auf der Bühne. Eine Frau von Welt und ihre geliebten kleinen Rollen.
Wenn sie auf der Bühne steht, dann liebt sie es, die Menschen zum Lachen zu bringen. Die kleinen Rollen, die „Röllchen“ sind es, die ihr gefallen. Nicht auf einen bestimmten Charakter festgenagelt werden, keine Stereotypen verkörpern. Patrizia Solaro mag die Veränderung. Neues ausprobieren, immer wieder. Mutig, frech, etwas verwegen, meist tiefgründig. Sie ist ein durch und durch positiver Mensch. Sie ist jemand, der es versteht, das Leben in all seinen Facetten zu begreifen, zu ergreifen. Sich möglichst nie beschweren, das Glas immer halb voll sehen: Ihre Lebensphilosophie ist wunderbar einfach, und Patrizia Solaro lebt das, was sie sagt. In ihrem Haus in der Elvaser Straße fühlt man sich wie in einem Kokon. Unmengen von kunstvoll gestalteten Wandtellern ihres „zio“, viel Platz in der Dachgeschosswohnung und eine traumhafte Sicht auf die Altstadtkulisse sind ein wundervoller Rückzugsort. Mit Leichtigkeit auf die Bühne Zum Theater ist Patrizia Solaro eher zufällig gekommen. Bei einer Jahrgangsfeier „vor vielen, vielen Jahren“ kam sie mit Georg Kaser ins Gespräch, der damals gerade die Gruppe Dekadenz gegründet hatte. „Wir haben ein bisschen geratscht, er hatte gemeint, er bräuchte eine Italienerin, die gut Deutsch kann, und die Weichen waren gestellt.“ Sie spielt seit damals regelmäßig Theater, „das, was sich grad ergibt“, steht mit Inbrunst und Lockerheit auf der Bühne: in der Dekadenz, im Tschumpus und in der Io.CoShow, einer Produktion der Dekadenz nach einer Idee von Gianluca Iocolano. Das ist eine Art Late-Night-Show: Zwei Personen aus dem öffentlichen Leben, die sich einer Reihe von Fragen stellen, manchmal provozierend, „graffiante“, aber immer schön. Eine Band kommt noch dazu und eben Patrizia Solaro in einem ihrer „Röllchen“: Sie ist „la velina“, die Assistentin einer Fernsehshow, „in diesem Fall ein absolutes Antiröllchen.“ Lebensfroh, flexibel und gleichzeitig klar in ihren Ansichten – das ist Patrizia Solaro.
Eine Frau von Welt Da gab es dieses Plakat für ein Brixner Modegeschäft: „Style it like Patrizia“. Die faszinierende Schönheit der reifen Jahre. Großformatig an den Bushaltestellen. Darauf angesprochen, winkt sie lächelnd ab. So wichtig sei das nicht gewesen. Gefallen hat es ihr trotzdem. „Andere kämpfen ja darum, wenn auch in jungen Jahren.“ Sie hat Witz. Hinter ihrem trockenen Humor verbirgt sich immer ein Quäntchen Ernst. Und es lässt sich hervorragend mit ihr plaudern. Patrizia Solaro liebt das Leben und genießt jeden Tag: „Ich muss nicht immer etwas tun.“ Das mag man angesichts ihres Esprits kaum glauben. Und doch: Da ist dieses Geerdet-Sein, dieses mit sich im Reinen sein, gepaart mit einem Hauch von Unruhe, das jedes Gespräch mit ihr zu einem kleinen Abenteuer werden lässt. Sie hat sich in Brixen immer wohlgefühlt, aufgehoben, angekommen. Ihr Vater, ein Militäroffizier, stammte aus Neapel, ihre Mutter aus Bassano del Grappa. Der Vater starb, als Patrizia Solaro fünf Jahre alt war. Ihre Mutter, eine Frau, die sich als „cittadina del mondo“ bezeichnete und auch so fühlte, hat sie allein großgezogen. Sie wollte, dass ihre Tochter zweisprachig aufwuchs, und so wechselte sie zwischen deutschen und italienischen Schulen hin und her. Den Dialekt hat sich Patrizia Solaro nebenbei angeeignet. Patrizia Solaros Mutter, von Beruf Lehrerin, war fasziniert von Philosophie, und sie hat zu einer Zeit Yoga
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Foto: Oskar Zingerle
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praktiziert, als man das noch vielerorts mit einem Kopfschütteln quittierte. „Was die Leute sagen, das war für Mamma Lia nicht von Bedeutung.“ Sie habe Glück gehabt, großes Glück, weil sie vieles mit ihrer Mutter teilen durfte. Konzerte, Theateraufführungen, Gespräche zwischen Erwachsenen. „Meine Mamma war alleinerziehend und hat mich einfach überallhin mitgenommen.“ Vielleicht ist Patrizia Solaro auch deswegen ein freier, ein großzügiger Mensch, mit dem man intensiv über Gott und die Welt reden kann. Sprachbegeistert Nach der Matura am italienischen Klassischen Lyzeum wollte sie zunächst Biologie studieren. Nachdem sie aber die ersten Prüfungen in Physik, Chemie und Biologie nicht bestanden hatte, „war es höchste Zeit, Fakultät zu wechseln.“ Sympathisches Detail am Rande: Ihr Sohn Tazio, den sie mit 40 Jahren bekommen hat und auf den sie sehr stolz ist, macht gerade seinen Master in Naturwissenschaften. Sie wechselte also die Fachrichtung und studierte an der Universität Padua „lettere moderne.“ Noch während der Studienzeit begann sie zu unterrichten. Die erste Supplenzstelle am Klassischen Lyzeum ist ihr noch lebhaft in Erinnerung. Latein, Altgriechisch, „zum Glück nur für zwei Wochen.“ Italienisch als Zweitsprache zu unterrichten – das wurde dann irgendwie zur Berufung, 42 Jahre lang. Zunächst an der Handelsschule, dann an der
LEBENSFROH: Patrizia Solaro sprüht vor Ener gie – in allem, was sie tut
Mittelschule und schließlich in der Berufsbildung. „Die Arbeit mit jungen Menschen war fantastisch.“ Sich auf sie einlassen, ihrer Formbarkeit mit Respekt und Würde begegnen, von ihnen lernen. Die letzten drei Monate ihrer Arbeitszeit verbrachte sie im Fernunterricht. Acht bis neun Stunden am Computer, Übungen, die fotografiert und per Smartphone geschickt wurden und auf demselben Weg korrigiert wieder an die Schüler zurückgingen – „vielleicht hat mir diese absolute Ausnahmesituation den Abschied leichter gemacht.“ Patrizia Solaro war zweimal verheiratet und ist zweimal geschieden. „Für Beziehungen bin ich wohl nicht geschaffen.“ Sie sagt es mit einem Augenzwinkern und einer Spur Wehmut, aber keinesfalls verbittert. Sie liebt das Leben, steht mit einer Feurigkeit mittendrin, die beeindruckt. Und so war sie wohl schon immer. Über 20 Jahre hat sie Sendungen für den Privatsender Radio Isarco gemacht, manchmal als technische Assistentin fungiert, das Horoskop erfunden, „natürlich nur ein positives“, und Werbeschaltungen aufgenommen. „Die erste hatte eine Länge von mehr als einer Minute.“ Die Lockenmähne, die Brillen in allen Farben und Formen, die Einstellung zum Leben, alles unverwechselbar. Like Patrizia eben.
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20 › Menschen & Meinungen
IN EIGENER SACHE
Kinderfotos gesucht! Unbeschwertes Kinderlachen mit Schneelandschaft im Hintergrund – dieses Foto von Tobias Unterfrauner aus Vahrn hat die Redaktion im letzten Jahr begeistert und ihn zum Sieger der Fotoaktion gemacht. Auch in diesem Jahr können Sie mit den schönsten Fotos Ihrer Kinder an der Fotoaktion des „Brixner“ teilnehmen. Egal ob zu Hause, entspannt im Urlaub oder lachend in den Bergen – alle Kinderfotos sind willkommen! Schicken Sie uns Ihr besonderes Bild und gewinnen Sie ein Überraschungsgeschenk der Brimi! Sie können die Fotos bis zum 15. September per E-Mail an fotoaktion@brixner. info senden oder sie direkt in der Redaktion in der Brennerstraße 28 in Brixen abgeben. Die Dateien sollen mindestens 500 KB groß und mit Vor- und Nachnamen, Adresse und Telefonnummer versehen sein. Wir bitten darum, nur ein Foto pro Kind einzusenden; die Zusendung gilt gleichzeitig als Einwilligung zur Veröffentlichung. Die Redaktion wird am Ende ein Gewinnerfoto aussuchen. Wir freuen uns auf ans Ihre besonderen Fotos!
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Kommission für Chancengleichheit ernannt Kürzlich hat der Gemeinderat einstimmig die Kommission für Chancengleichheit ernannt: Sie besteht bis 2030 aus Stadträtin Sara Dejakum als Vorsitzende, Stadträtin Bettina Kerer, Gemeinderatspräsidentin Renate Prader sowie den Gemeinderäten Antonio Bova, Alex Fischer, Vera Obexer, Ahmed Shabbeir, Verena Stenico, Stefan Unterberger und Verena Waldboth. Damit ist die Kommission zum ersten Mal nur mit gewählten politischen Vertretern besetzt. Laut der Vorsitzenden Sara Dejakum soll
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diese Zusammensetzung eine effiziente und zielgerichtete Arbeit und Projektumsetzung ermöglichen, denn die Gemeinderäte kennen die Verwaltungsprozesse und wissen über die Abläufe der Gemeinde Bescheid. „Chancengleichheit ist eine Lebenseinstellung, und mein weltoffenes Verständnis davon möchte ich in viele Alltagsfragen und Situationen einfließen lassen – immer im Dialog mit Menschen! Brixen ist bereit, diesen Begriff auf verschiedenste Ebenen auszuweiten und wert(e)volle Akzente
Für seine Verdienste um den Umweltschutz wurde Gregor Beikircher aus Vahrn am 15. August mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet. Er war viele Jahre Gemeinderat in Brixen und in Vahrn und engagiert sich nach wie vor für Naturund Umweltschutz.
zu setzen“, sagt Dejakum. Im Bild (von links): Renate Prader, Alex Fischer, Sara Dejakum, Ahmed Shabbeir, Vera Obexer, Verena
Stenico, Stefan Unterberger, Bettina Kerer, Antonio Bova; es fehlt Verena Waldboth. av
Ab September wird Konrad Gasser, Pfarrer von St. Andrä und Pfarrseelsorger von Albeins, Sarns, Afers und Lüsen Leiter der Seelsorgeeinheit Ortlergebiet; in der Seelsorgeeinheit Brixen wird Oswald Kuenzer künftig als zusätzlicher Seelsorger wirken.
Christine Zelger folgt ab 1. September als Vizegeneralsekretärin der Gemeinde Brixen auf Gabriele Morandell. Zelger war bis Ende letzten Jahres die Direktorin des Gesundheits bezirks Brixen.
O o op s
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LAMMento
mein Hoppala
Markus Knapp, Brixen
„Mmmuuuuuhhh“ Vor wenigen Wochen war ich wieder mal mit meinem Gleitschirm oberhalb von Brixen unterwegs. Es war ein Tag mit außergewöhnlich guter Thermik, und ich stieg auf über 3.600 Meter Höhe. Zu leicht bekleidet, wurde es mir bald recht kalt, und ich entschied mich für einen Zwischenstopp auf der Pfannspitze. Weil ich mich bereits telefonisch angemeldet hatte, beobachteten mich ziemlich viele Gäste von der Hüttenterrasse aus; ebenso eine Herde wiederkäuender Kühe, die in der Wiese lagen. Ich drehte noch eine Extrarunde für einen günstigen Landeanflug. Leider hatte ich mich bei der Landung etwas verschätzt, sodass ich mit meinem Hintern eine der Kühe touchierte. Nachdem ja viel gemunkelt wird, muss ich klarstellen: Ich bin zwar ein Stier, aber nur im Sternzeichen. Ich habe die Kuh nicht bestiegen, sondern sie nur versehentlich „beflogen“. Dem Rindvieh geht’s gut, meinem Hintern auch wieder, und ich habe mich auch mit einem reuigen „Mmmuuuuuhhh“ bei der Dame entschuldigt, die zum Glück keine Hörner trug.
Leser kochen für Leser
Gebackener Feta > Zutaten 200 g Feta 250 g Cherrytomaten Taggiasche/KalamataOliven 1 Paprika 1 rote Zwiebel 2-3 EL Olivenöl Rosmarin Salz Pfeffer
> Zubereitung Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Tomaten und Paprika waschen, Paprika und
Zwiebel in kleine Stücke schneiden. Etwas Olivenöl in einer Auflaufform verteilen und das Gemüse und den Fetakäse in die Auflaufform geben. Nach Belieben Olivenöl, Oliven, Rosmarin, Salz und Pfeffer darauf verteilen und für 25 Minuten in den Ofen geben. Mit Brot oder Salat servieren – und fertig ist das Sommergericht!
Marion Scherer sorgt mit ihrem Rezept für Sommer-Feeling „für alle, die ein bisschen Griechenland zu Hause haben wollen.“ Das Rezept eignet sich auch für Grillabende: „Einfach die Zutaten in eine Alufolie packen, gut verschließen und auf den Grill legen“, rät die Brixnerin. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Hot! Hot! Hot! Hot! „So a Hitze!“, stöhnt der Franz, während selbst sein Schweiß ins Schwitzen kommt und sich fragt, ob er überhaupt noch flüssig bleiben muss oder ob er sich doch lieber in Dampf auflösen sollte, und Friedas Schweiß tropft inzwischen gemächlich ins Studentengassl, während sie auf der Wetter-App nachschaut, wie sich das Wetter wohl entwickeln wird. „Heute 35 Grad!“, sagt sie. „Das ist ja eine Zumutung“, sagt der Franz, „das ist, als ob jemand den Ofen auf 250 Grad eingestellt hätte, und wir sind der Braten!“ Mit dem Sommer kommt eben pünktlich auch das Jammern über das Wetter, sag ich, denn Jammern ist der Volkssport von uns Südtirolern, da sind wir Weltmeister. „Morgen wird’s herbstlicher“, liest Frieda weiter, „da hat es dann nur noch 22 Grad!“ 22 Grad? „Das ist ja eine Zumutung“, sagt der Franz, „das ist, als ob jemand uns alle in eine Tiefkühltruhe stecken würde, und wir sind die ghiaccioli.“ Mit dem Herbst kommt eben pünktlich auch das Jammern über das Wetter, sag ich, denn Jammern ist der Volkssport von uns Südtirolern, da sind wir Weltmeister. „Und der Winter ist nur eine Armlänge entfernt“, sagt die Frieda, während sie sich präventiv eine Daunenjacke überstreift, „da hat es dann Minusgrade!“ Minusgrade? „Das ist ja eine Zumutung“, sagt der Franz, „da friert uns ja das Bier im Glas!“ Mit dem Winter kommt eben pünktlich auch das Jammern über das Wetter, sag ich, denn Jammern ist der Volkssport von uns Südtirolern, da sind wir Weltmeister. Beim Wetter ist es eben wie in der Politik: Egal, wie man’s macht – die Leute jammern immer.
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22 › PRO& CONTRA
Wäre es gerechtfertigt, die Gehälter der Bürgermeister zu erhöhen?
ANDREAS SCHATZER, Präsident des Gemeindenverbandes: „ Die Aufgaben werden immer komplexer, der Zeitaufwand steigt“
Es ist ein ewiges Thema: Wie viel darf Politik kosten? Im Grunde ist es eine Neiddebatte, die durch die Berichterstattung mancher Medien befeuert wird. In Südtirol ist es ein offenes Geheimnis, dass Landtagsabgeordnete eine mehr als ausreichende Amtsentschädigung erhalten, während jene der Bürgermeister und Referenten sehr überschaubar ist – was dazu führt, dass sich manchmal niemand findet, der sich dafür „opfert“. Zur Erhöhung der Bürgermeistergehälter gibt es aber im Moment keinerlei Initiativen – zumindest offiziell.
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Das Aufgabengebiet der Gemeinden und damit der Bürgermeister ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Aufgaben werden immer komplexer, die Bürokratie nimmt weiter zu, und auch der Zeitaufwand steigt. An Sonn- und Feiertagen ist bei Notwendigkeiten der Einsatz genauso gefragt wie in den Nachtstunden. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister treffen täglich Entscheidungen, müssen Kompromisse finden und sollen mit den Bürgern Projekte entwickeln – eine Tätigkeit, die mit 40 Wochenstunden nicht machbar ist. Dazu kommen Verantwortung und Haftung, die mit der Unterschrift verbunden sind. Anzeigen gegen die Gemeinde und gegen den Bürgermeister werden ebenfalls nicht mehr gescheut. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Amtsentschädigung der Bürgermeister seit dem Jahr 2010 in kleineren und mittelgroßen Gemeinden zwar um acht Prozent und in größeren Gemeinden um vier Prozent gestiegen ist; in den Städten mit mehr als 15.000 Einwohnern blieb die Amtsentschädigung jedoch unverändert, obwohl in den letzten 14 Jahren die Inflation knapp 40 Prozent betrug. Durch das komplexe Arbeitsfeld, die gestiegene Verantwortung und die erforderlichen Kompetenzen in Fachwissen und Konfliktbewältigung sind die Entschädigungen nicht mehr angemessen. Fähige und engagierte Bürgermeister müssen ihren eigentlichen Beruf zeitweise aufgeben; daher muss die Entschädigung dem gestiegenen Aufwand und der Verantwortung sowie dem geforderten Einsatz entsprechen.
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MARIA ELISABETH RIEDER, Landtagsabgeordnete: „ Zuerst müssen die öffentlich Bediensteten eine angemessene Inflationsund Gehaltsanpassung erhalten“
NEIN
Ich schätze die Arbeit der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in unserem Land sehr; sie verdienen sich auch eine angemessene Entschädigung. Die Forderung des Rates der Gemeinden, die Gehälter der Bürgermeister um 20 bis 30 Prozent zu erhöhen, halte ich aber für übertrieben und realitätsfremd. Dafür haben die Südtirolerinnen und Südtiroler, die seit Jahren große Reallohnverluste hinnehmen müssen, kein Verständnis. Tatsache ist, dass viele Beschäftigte seit Jahren auf Lohnerhöhungen warten, die angesichts der hohen Lebenshaltungskosten in Südtirol mehr als notwendig wären. Doch immer wieder heißt es, höhere Löhne seien wegen der hohen Lohnnebenkosten nicht möglich. So warten die öffentlich Bediensteten immer noch auf die Inflationsanpassung für die Jahre 2022–2024; die Verhandlungen dazu haben gerade erst begonnen. Tatsache ist auch, dass die Gehälter der Bürgermeister bereits mit Jänner 2023 angepasst wurden. Damals wurden die Gehälter in den Gemeinden bis zu 10.000 Einwohner um acht Prozent und für die Bürgermeister in den Gemeinden bis zu 15.000 Einwohner um vier Prozent erhöht. Eine Inflationsanpassung der Gehälter der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ist zukünftig durchaus angebracht, aber erst nachdem die öffentlich Bediensteten eine angemessene Inflations- und Gehaltsanpassung erhalten und auch in der Privatwirtschaft höhere Löhne bezahlt werden. Alles andere ist für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar.
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Abo-Preise: In den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen und Mühlbach ist die Zusendung kostenfrei. Im restlichen Staatsgebiet: 19 Euro pro Jahr (12 Ausgaben). Für das Ausland: 95 Euro pro Jahr (12 Ausgaben). Unsere Bankverbindung für die Abo-Gebühren: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I – 39042 Brixen Betreff: NEUES ABO Südtiroler Volksbank: IBAN: IT76 X058 5658 2200 7057 0164 004 Raiffeisenkasse Eisacktal: IBAN: IT57 A083 0758 2210 0030 0005 452 Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT68 T060 4558 2200 0000 0855 000 BancoPosta: IBAN: IT76 V076 0111 6000 0004 2779 405
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„ Auch der Mensch ist Teil der Natur“
Ein Leserbrief zu den Maßnahmen des Biciplans
Monika Eisenstecken, Brixen Ein Leserbrief zu den Wanderwegen und der Plose
Klauspeter Dissinger, Brixen Seit mehr als einem Jahr ist die neue Seilbahn von St. Andrä nach Kreuztal in Betrieb. Leider ist die Beschilderung des Wanderweges Nr. 17 von St. Andrä nach Kreuztal noch immer unzureichend und manchmal sogar überhaupt nicht vorhanden. Nicht ortskundige Wanderer haben also große Probleme, dem Verlauf des Wanderweges zu folgen, und sie laufen auch noch Gefahr, sich unwissentlich auf der Downhill-Strecke wiederzufinden. Während für die Downhill-Fahrer und die GokartLiebhaber alles perfektioniert wurde, hat man offensichtlich die Wanderer vergessen! Zudem haben wir festgestellt, dass die Plose-Seilbahn zusätzlich zu den bereits existierenden Downhillund Gokart-Strecken auch noch eine umweltbelastende und landschaftsschädliche Infrastruktur für die Bobfahrer errichtet hat. Ein Appell an die Verantwortlichen der Plose-Seilbahn und die Vertreter der Gemeinde, sich in Zukunft mehr der Umwelt und der Natur anzunehmen, denn auch der Mensch ist Teil der Natur.
Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen E-Mail: echo@brixner.info
Mit Interesse und Staunen verfolge ich das neue Verkehrskonzept in Brixen. Seit einiger Zeit wird versucht, Verbesserungen vor allem für Radfahrer in Brixen zu erzielen. Zuerst wurde in der Dantestraße ein Radweg rot markiert, und zum langsameren Fahren wurden „Verkehrsinseln“ aufgestellt. Die rote Farbe beim Fahrradweg wurde wieder weggefräst, weil es bei Regen zu rutschig wurde und es Stürze gab. Na ja, kann passieren, alles kann man nicht vorher wissen. Die Verkehrsinseln wurden auf einer Seite wieder entfernt, da es für LKWs und Busse zu eng wurde. Das hätte man sich vielleicht schon beim Planen denken können. Kurz darauf gab es Vorzugsspuren für Radfahrer in den Kreisverkehren beim Mittelanschluss und bei der Bäckerei Alberti. Diese wurden wieder weggefräst, da zu unübersichtlich und zu gefährlich. Auch das hätten die Verkehrsplaner eigentlich wissen müssen. Dann gibt es auf der Alpinistraße zwischen dem Alberti-Kreisverkehr und dem Bahnhof-Kreisverkehr rechts klein aufgemalte Räder, weil die Straße für einen abgegrenzten Radweg zu eng ist. Ich würde mich dort mit dem Fahrrad nicht sicher fühlen. Das Fass zum Überlaufen hat jetzt aber eine Fahrt durch die Kassianstraße gebracht. Was soll das jetzt sein? Ein vollkommen unübersichtliches Slalomfahren von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern. Und das Ganze zieht sich bis in die Sportzone Süd. Jetzt warte ich mal ab, wie lange das so bleibt oder ob irgendwann wieder rückgebaut wird. Sind ja nur Steuergelder. Es ist spannend, gerade mit dem Auto durch Brixen zu fahren. Irgendwie fühle ich mich unerwünscht …
24 › Menschen & Meinungen
Online oder im Geschäft: Wo kaufen Sie ein?
Fotos: Melanie Vitroler
UMFRAGE: Heutzutage kaufen viele Leute online ein. Doch wie verhält es sich bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Brixen? Der „Brixner“ hat einige von ihnen zu ihrem Kaufverhalten befragt.
„Wenn schon, dann kaufe ich in Brixen oder Bozen ein und nicht im Internet“, erzählt Leo Unterthiner. Seine Mutter fügt hinzu, dass er oft selbst in der Stadt einkaufen gehe. „Am praktischsten ist es für mich hier in Brixen, weil man von unserem Zuhause aus schnell im Stadtzentrum ist. Online kaufe ich eigentlich nie ein.“
„Bei mir ist es ziemlich unterschiedlich. Ich vergleiche immer die Preise und kaufe dann dort ein, wo es günstiger ist. Meistens ist es im Internet günstiger, aber nicht immer“, sagt Alexandra Zingerle, die online meist auf Etsy bestellt, aber auch gerne in Geschäfte geht. „In Brixen gehe ich in Buchhandlungen oder, wie heute, Garn zum Häkeln kaufen.“
„Ich kaufe nicht im Internet ein, sondern in den Geschäften. Ich komme aus Klausen und gehe sowohl nach Brixen als auch nach Bozen zum Einkaufen“, sagt Arthur Scheidle, und er fährt fort: „Ich kaufe in den Geschäften hauptsächlich Kleidung und Schuhe. Online mache ich nur Bestellungen für Zug- oder Busfahrten im Ausland oder auch für Hotelzimmer und Unterkünfte.“
„Mir passt es besser, in den Geschäften einzukaufen, weil ich dort eine Beratung habe. Online kaufe ich nur minimale Sachen ein, wie zum Beispiel Wolle, sonst nichts. Ich gehe hauptsächlich in Brixen oder manchmal auch in Bozen in Geschäfte und kaufe dort Kleidung und Kosmetik – anderes brauche ich nicht“, sagt Barbara Pichler.
„Ich bin eine, die gerne in Geschäfte geht und online überhaupt nichts macht. Ich bin aus Brixen und gehe regional einkaufen, also da, wo ich gerade bin. Zum Beispiel fahre ich ab und zu nach Meran oder Bozen und kaufe dort hauptsächlich Kleidung, Schuhe und all das, was zum Outfit dazugehört“, meint Irmgard Lanz.
„Ich kaufe in Geschäften ein. In welcher Stadt? Das hängt davon ab, was ich brauche“, erzählt Margareth Vivaldi. „Online muss ich kaufen, wenn ich manche Sachen anders nicht finde. Man müsste viel mehr in Geschäften einkaufen und mit Bargeld bezahlen. Damit unterstützen wir unsere Leute und erhalten die Arbeitsstellen für jüngere Menschen.“
„Ich gehe immer in die Geschäfte, um das zu kaufen, was ich brauche“, berichtet Maja Stuferer. Sie steht dem Thema Onlineshopping eher kritisch gegenüber. „Ich kaufe gar nichts online ein, das mache ich nie. Ich kaufe nur in der Stadt ein, hauptsächlich Kleidung und Lebensmittel.“
„Ich glaube, es gibt Sachen, die ich lieber online einkaufe. Dazu gehören zum Beispiel Elektronik, Werkzeug, Bücher, spezifisches Kinderspielzeug oder Sachen, die mir YouTuber empfehlen. Und dann gibt es Dinge, die ich lieber in echt einkaufe. Das sind solche, die man jeden Tag und sofort braucht, wie Essen oder Notfallstifte“, meint Benni Troi.
Fotos: Oskar Zingerle
26 › Kunst & Kultur
Brixner Nr. 415
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INTERVIEW: ROBERT PALFRADER, Kabarettist, Schauspieler und Autor, über sein Regiedebüt in Brixen, über politische Satire, sein neues Buch und den Klimawandel.
Rosensträucher null Natur. Da waren die Urlaube in Südtirol bei der Verwandtschaft immer etwas ganz Besonderes, denn am Bergbauernhof meines Großonkels gab es Hühner, Schweine, Kühe. An einem unregulierten Bach sitzen und Dämme bauen zu können – das war für mich und meinen Bruder eine Sensation. Ich verbinde die schönsten Kindheitserinnerungen mit Südtirol. Heute liebe ich das Landleben. Wie jeder junge Mensch habe auch ich gesagt: Ich könnte nie am Land leben. Ich brauch die Stadt, Konzerte, Kino, Theater, Lokale, Diskos. Aber sobald man ein gewisses Alter überschritten und in seiner Jugend genügend davon konsumiert hat, dann braucht man das alles nicht mehr. Ich liebe die Stille am Land, dass es ein bisschen weniger hektisch ist, dass es kühler ist, weil nicht alles zubetoniert wurde.
Herr Palfrader, Sie traten erst im Frühling mit Ihrem ersten Soloprogramm „Allein“ in der Dekadenz in Brixen auf. Wie kam es dazu? ROBERT PALFRADER: Als ich vor einigen Jahren den
Südtiroler Landkrimi in Meran drehte, war Lukas Lobis mein Dialektcoach. Seine Arbeit kannte ich bereits, aber ihn persönlich noch nicht. Wenn ich Südtiroler Deutsch gesprochen habe, habe ich das Deutsch meiner Verwandtschaft im Ohr, das sind Ladiner und keine Meraner, und da gibt’s große Unterschiede, wie wir wissen. Lukas ist mit mir das Drehbuch durchgegangen – ohne ihn hätte ich das nicht hingekriegt. Später haben wir uns immer wieder getroffen, und daraus ist dann so etwas wie Freundschaft geworden. Eines Tages hat er mich gefragt, ob ich nicht in seinem Film, den er mit Thomas Hochkofler geplant hat, mitspielen würde, und ich habe sofort zugesagt. In die Dekadenz bin ich durch Margot Mayrhofer, die Frau von Lukas, gekommen. Das ist so eine nette Location, dass ich da unbedingt spielen wollte – und auch durfte.
Und jetzt arbeiten Sie wieder mit Lukas Lobis zusammen und führen Regie bei seinem Soloprogramm „Verwirrt“, das vor Kurzem im Tschumpus Premiere feierte.
„ D ie Bühne bedeutet mir alles; hier ist kein Abend wie der andere“ _ Robert Palfrader, Kabarettist
Lukas hat mich gefragt, ob ich bei ihm Regie führe. Ich habe noch nie bei jemandem Regie gemacht, und ich bin mir nicht sicher, ob ich bei irgendjemand anderem ja gesagt hätte. Es ist meine erste Regiearbeit auf der Bühne. Aber ich treib mich jetzt ein Vierteljahrhundert in dem Gewerbe herum, ein bisschen Erfahrung habe ich auch, und außerdem denke ich, dass beim Lukas nicht so viel schiefgehen kann. Er ist gut. Er ist Kabarettist und Schauspieler, hat schauspielerisches Gespür und Talent. Mit ihm zu arbeiten war für mich einfach, weil er vom Theater kommt, ich auch Theater gespielt habe und man so ein gemeinsames Vokabular hat, auf das man zurückgreifen kann.
2007 startete die Serie „Wir sind Kaiser“ mit Ihnen und Rudi Roubinek im ORF – eine über Jahre erfolgreiche Sendung. War der „Kaiser“ Ihr Durchbruch?
Sagen wir so: Ich habe den Unterschied bemerkt zwischen bekannt und berühmt. Und darauf kann einen keiner vorbereiten. Ich hatte auch vorher erfolgreiche Fernsehserien, aber mit dem Kaiser habe ich andere Bevölkerungsschichten erreicht als vorher, und dann ist dieser Medienhype losgegangen. Das war nicht immer angenehm. Aber wenn Sie mich fragen, was meine Karriere einschneidend verändert hat, dann war’s definitiv der Kaiser. Ein zweites Mal passiert ist das mit „Braunschlag“: das hat mir die Türen in Deutschland geöffnet. Ich drehe größtenteils in Deutschland, heuer zum Beispiel zwei Kinofilme und zwei Serien. Sie spielen oft Figuren, die auf dem Land leben, wie den Bürgermeister in der von Ihnen genannten Fernsehserie „Braunschlag“. Macht das Landleben was mit den Menschen?
Definitiv. Ich bin in Wien geboren, in Niederösterreich aufgewachsen und in Wien zur Schule gegangen. Ich bin in einer Satellitenstadt aufgewachsen, wie sie Ende der Sechzigerjahre im Speckgürtel errichtet wurden: hypermodern, viel Stahlbeton und bis auf ein paar Bäume und
Man hat den Eindruck, dass alles, was Sie anpacken, ein Erfolg wird: Zum Beispiel die Kabarettserie „Wir Staatskünstler“ mit Thomas Maurer und Florian Scheuba im Fernsehen und auf der Bühne. 2024 erhielten sie den Sonderpreis des Österreichischen Kabarettpreises. Was inspiriert Sie, wenn Sie Kabarett machen, und wie stark verfolgen Sie das politische Geschehen?
t DER „KAISER“ IN BRIXEN: Robert Palfrader feierte unter anderem mit der ORF-Serie „Wir sind Kaiser“ große Erfolge
Als wir die wöchentlichen Sendungen hatten, war das quasi unser täglich‘ Brot. Wir arbeiten ja intensiv mit investigativen Journalisten zusammen. Man muss das Material, das man bekommt, lesen, Gespräche führen und recherchieren. Und man muss die Informationen filtern: Was kann man den Menschen vermitteln, und wie? Also muss man es niederbrechen in konsumierbare Happen und diese am besten humoristisch aufladen, damit sie auch verdaubar sind. Und für uns Kabarettisten ist das unfassbar viel Arbeit. Eines muss ich sagen: Gerade das erste Programm, das wir miteinander gemacht haben, war eine der befriedigendsten Schreibsessions, die ich je hatte. Das erste Programm haben wir, glaub ich, 280 Mal gespielt. Wir waren jeden Abend über zwei Stunden auf der Bühne. Ich mach die Sachen, die ich mach, wahnsinnig gern. Glauben Sie, dass man mit Satire wirklich etwas bewirken kann?
Um die Frage kurz zu beantworten: Ich fürchte nein. Politische Satire bewegt nichts. Das Einzige ist: Wir machen’s den Strizzis, den Schlawinern da draußen ein bisschen schwerer. Wenn sie schon uns alle, die gesamte Bevölkerung, belügen und betrügen, dann müssen sie sich wenigstens verarschen lassen. Der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden ist die einzige Gefahr, die für sie besteht. Wenn Sie sich die Umfragezahlen in Österreich anschauen, wissen Sie, dass wir nichts bewirken. Wir machen das seit 13 Jahren, und die FPÖ führt noch immer und auch jetzt in den Umfragen.
28 › Kunst & Kultur Sehen Sie sich als politischer Mensch?
Absolut. Wir haben das auch im aktuellen Programm zum Thema gemacht. Müssten wir nicht in die Politik gehen? Müssten wir – mit der Öffentlichkeit, die wir genießen, und mit dem Publikum im Rücken – nicht sagen: So geht’s nicht weiter? Wir haben ein ganzes Programm dazu geschrieben, mit Argumenten, die dafür und dagegen sprechen. Es läuft schon, und wir würden es wahnsinnig gern in Südtirol spielen, nur weiß ich nicht, ob es hier ein so großes Interesse an österreichischer Innenpolitik gibt. Wir schreiben es regelmäßig um: Die erste Viertelstunde ist immer tagespolitisch aktuell. Und wenn wir auf Tournee fahren, lassen wir immer die lokalen Situationen einfließen. Vielleicht findet sich ja ein Veranstalter in Südtirol, der meint, er würde das gerne riskieren. Sie setzen sich für den Klimaschutz und Solidarität mit der Wissenschaft ein und waren 2023 als Vermittler bei einer Straßenblockade der „Letzten Generation“ in Wien dabei, zusammen mit anderen „Kabarettisten for Future“ …
Ich werde im November 56 Jahre alt, und ich habe einen erwachsenen Sohn und eine Tochter, die demnächst erwachsen sein wird. Ich möchte nicht, dass irgendwann einmal ein Enkelkind vor mir steht und sagt: „Opa, warum hast du nichts g’sagt? Dich haben die Leute doch gekannt.“ Das Ankleben der „Letzten Generation“ halte ich aber für die falsche Kommunikationsstrategie; ich habe mich auch nicht angeklebt, sondern vor Ort mit Autofahrerinnen und Autofahrern geredet. Ich sehe mich als Vermittler der Wissenschaft, denn wir lassen die besten Köpfe, die wir haben, auf unseren Universitäten studieren, und die
allerbesten davon gehen in die Forschung und sagen uns dann, dass wir ein Problem haben. Wir nehmen viel Geld dafür in die Hand – und dann glauben wir ihnen nicht. Das ist natürlich deppert. Den Klimawandel spürt man auch in Südtirol …
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Allein, was im ladinischen Teil passiert ist, diese Starkregen-Ereignisse und Überschwemmungen, sind der Beweis dafür. Brücken, die Jahrhunderte gehalten haben, werden einfach weggespült. So etwas hat es vorher nicht gegeben. Da sollte man schon zu denken beginnen. Es ist eine unangenehme Wahrheit, aber wir müssen etwas ändern. Veränderung kann auch immer eine Chance sein. Wir müssen anders mit dem Boden umgehen. Man kann auf einem Planeten, der eine begrenzte Oberfläche hat, nicht endlos lang alles zubetonieren. Das kapiert jeder. Wann ist genug? Heuer, nächstes Jahr, übernächstes Jahr? Wenn man das nicht nur als Problem sieht, sondern als Herausforderung, dann bietet das auch die Chance, dass einiges für die Bevölkerung selbst besser werden könnte – glaub ich zumindest. Bauten in den Städten sind heute Investmentprojekte – für den Bodenverbrauch oder die gefällten Bäume fühlt sich niemand verantwortlich: nicht der Bauherr, der Architekt oder die Investoren. Und das sehe ich anders. Ich frage mich auch immer, was zum Beispiel Elon Musk mit der nächsten Milliarde machen und kaufen wird, was er nicht schon hat? Was geht diesem Menschen ab, der 230 Milliarden Dollar besitzt? Ich verstehe nicht, wie sinnvoll dieses Anhäufen von Vermögen ist. Ist das ein Aufruf zu mehr Zufriedenheit?
Mein Vater hat gesagt: „Reich ist man eigentlich schon ab dem Zeitpunkt, wo man sich denkt, ich hab ein bissel mehr als ich brauch.“ Ich bin jetzt fünf Jahre jünger als mein Vater war, als er gestorben ist. Da wird man nachdenklich. Ich pflanze bei jeder sich bietenden Möglichkeit, überall, wo ich kann und darf, einen Baum – wirklich! Ich mach das wahnsinnig gern. Letztes Jahr habe ich zwölf Birken gesetzt, Weißföhren, zwei Schwarzföhren.
Brixner Nr. 415 tR obert Palfrader: „Wenn sie uns alle belügen und betrügen, dann müssen sie sich wenigstens verarschen lassen“
Sie spielen auch ernste Rollen wie den Oskar in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ oder den Liliom im Wiener Volkstheater. In der letzten Saison waren Sie in der Wiener Volksoper in „Ein bisschen trallalala. Eine Hommage an Fritzi Massary und Max Pallenberg“ zu sehen. Was bedeutet Theater für Sie?
Die Bühne bedeutet mir alles: Hier ist kein Abend wie der andere. Niemals. Das macht es so spannend. Man spürt das direkte Echo des Publikums; das ist ein Wechselspiel, das man nicht festmachen kann. Es gibt Abende, an die erinnert man sich zehn, 15 Jahre lang. Welche Art des Theaters das ist, ist fast nebensächlich. Ich singe gerade an der Volksoper. Der eigentliche Star des Abends ist die großartige Kollegin Ruth Brauer, sie hatte die Idee. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß. Jeder Abend, an dem ich da auf die Bühne gehe, ist eine große Herausforderung, weil es ein Metier ist, in dem ich nicht sattelfest bin. Wenn Sie mich rausschicken auf eine Kabarettbühne und sagen: „Du, da sind jetzt 300 Leute, der Kollege ist krank, unterhalte sie“, dann mach ich das. Musiktheater ist nochmal etwas ganz Anderes. Die Rolle des Oskar war in vielfacher Hinsicht eine große Ehre für mich, weil mein großes Vorbild Helmut Qualtinger vor mir diese Rolle am Wiener Volkstheater gespielt hat. Ich habe diese Rolle geliebt, auch den Liliom.
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Ihre Liebe zu Südtirol ist in unserem Gespräch angeklungen. Im Frühjahr ist Ihr Roman „Ein paar Leben später“ erschienen: Sie erzählen die Geschichte Ihrer Familie väterlicherseits aus St. Vigil; Fantasie und Wahrheit sind miteinander verflochten.
Letztes Jahr habe ich mich hingesetzt und begonnen, an einer Geschichte zu schreiben, die schon sehr lange in mir gegärt hat. Ich habe großen Gefallen an dieser Art der Arbeit gefunden. Sie ist sehr intim, man ist zunächst viel alleine. Ist das Geschriebene veröffentlicht, gehört es einem nicht mehr. Es ist ein bisschen so, als würde man das Visier der Rüstung hochklappen, sich verletzlich machen. So empfinde ich es zumindest. Aber der Prozess selbst ist ein wahnsinnig schöner. Ich wünschte, ich könnte das gut genug, dann würde ich wahrscheinlich versuchen, Schriftsteller zu sein.
„ I ch verbinde die schönsten Kindheitserinnerungen mit Südtirol“ _ Robert Palfrader, Kabarettist Man darf das Buch aber nicht als autobiografische Familiengeschichte lesen, oder?
Nein. Es gibt schon ein paar Details, die wahr sind, der Großteil der Personen, die vorkommen, ihre Geburtsdaten, die Namen und die Orte. Und ja, es stimmt auch, dass mein Großvater in Argentinien war und das Hotelfach erlernt hat. Er hat auch ein Hotel besessen. Aber ich kann
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30 › Kunst & Kultur
ja unmöglich wissen, was die damals gefühlt, gedacht und gesagt haben. Wie nähert man sich der eigenen Familiengeschichte?
Ich habe schon als Kind ein paar der Geschichten, die im Buch vorkommen, erzählt bekommen. Ich hatte das Glück, meine Urgroßmutter noch kennenlernen zu dürfen und dass ich meine Großmutter, die übrigens an ihrem 96. Geburtstag gestorben ist, in ihren letzten Lebensmonaten nicht täglich, aber sehr oft gesehen habe. Sie hat in Wien gelebt, und ich habe keine zwei Minuten von ihr entfernt gewohnt. Sie war fast blind, fast taub, konnte kaum mehr gehen, aber ihr Verstand war scharf wie eine Rasierklinge. Diese Frau war außergewöhnlich, und was sie noch konnte, war erzählen. Ich habe zugehört und merke mir Dinge sehr lange und sehr genau. Als ich in sehr jungen Jahren in Köln für eine Film- und Fernsehproduktionsfirma gearbeitet habe, habe ich einmal davon erzählt, und eine Drehbuchautorin sagte: „Robert, dat musst du aufschreiben, dat is’n Buuuch.“ Für mich war das damals absurd. 15 Jahre später, als ich Erfolg mit „Wir sind Kaiser“ hatte, sind Verlage zu mir gekommen. Ich hingegen wollte damals auf keinen Fall ein Buch schreiben, schon gar kein schlechtes. Ein Verlag ist lästig geblieben, und als sich letztes Jahr ein Zeitfenster aufgetan hat, habe ich mich hingesetzt und geschrieben. Ich bin sehr glücklich, dass ich es gemacht habe. Und das Echo, das ich bekomme, ist ermutigend. Ich wollte eigentlich beginnen, mein nächstes Kabarettsoloprogramm zu schreiben, und als ich mich hinsetzte und Notizen machte, fiel mir ein neuer Roman ein.
p Robert Palfrader: „Ich habe in meiner Arbeit zum Glück Freiheiten – und ich brauche das auch“
Wann kommen Sie wieder nach Südtirol?
Das ist eine sehr gute Frage. Derzeit drehe ich einen Kinofilm in Bayern, dann spiel ich wieder am Rabenhof Theater in Wien mit den Staatskünstlern, habe eine Premiere in der Wiener Volksoper – „Im weißen Rössl“ von Ralph Benatzky, unter anderem mit Harald Schmidt. Und Rudi Roubinek und ich bringen „Wir sind Kaiser“ Ende Dezember auf die Bühne im Wiener Globe: Falls Südtiroler nach Wien kommen, sind sie herzlich willkommen. Und ich mache Lesungen mit meinem Buch. Dazu arbeite ich an einer Version mit Kabarett und Comedy, sodass daraus ein Programm wird. Bei einer Lesung in Regensburg konnte mein Gesprächspartner krankheitsbedingt nicht kommen: Das ist dann zeitlich ausgeufert, da ich die Leute mit Blödeln, Lesen, Geschichten und Anekdoten unterhalten habe. Es war toll! Ich habe in meiner Arbeit zum Glück Freiheiten – und ich brauche das auch. Ohne Freiheiten, ohne dass ich meiner Fantasie freien Lauf lassen kann, ohne, dass ich aus dem Ruder laufen kann, würde ich es nicht ertragen. Ich mach das, was ich mach, wahnsinnig gerne – es ist mein Leben.
johanna.bampi@brixner.info
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32 › Kunst & Kultur
LITERATUR
Wettstreit im Poetry Slam startete in Brixen An einem wetterbeständigen 12. August wurde im Tschumpus in Brixen eine von insgesamt drei Vorrunden für die heurige Südtiroler Landesmeisterschaft im Poetry Slam ausgefochten. Das Publikum im gut gefüllten Innenhof konnte einem gelungenen Abend unter der gekonnten Moderation von Lene Morgenstern beiwohnen. Der Kontrabassist Marco Stagni begleitete den Abend musikalisch, und der routinierte Poet Daniele Vaienti zeigte außer Konkurrenz seine Poesie. Acht Kunstschaffende kämpften in der ersten Runde um die Gunst des Publikums und insbesondere um die Gunst der fünf Punktrichterinnen und
-richter aus dessen Reihen. Die Darbietungen waren von emotionalen Beschreibungen über lustige Geschichten bis hin zu Zeichnungen komplexer rhetorischer Figuren sehr vielfältig und wurden von der Zuhörerschaft mit viel Applaus belohnt. Nach einer zweiten Runde mit neuen Texten durch sechs verbleibende Slammer konnten sich Olivia Kaufmann, Annalena Kluge und Lena Simonetti durchsetzen. Damit war der Auftakt auf der Suche nach der besten Wortakrobatin oder dem besten Wortakrobaten 2024 in Südtirol gelungen, organisiert von der Südtiroler Autorinnenund Autorenvereinigung SAAV. Die beiden weiteren Vorrunden
finden in Meran im Ost West Club am 31. August und in Bozen im Waaghaus am 14. September statt.
Das große Finale wird am 5. Oktober im Stadttheater in Bozen jmf abgehalten.
Als säße er mit auf der Bühne: Das neue Solo-Kabarett von Lukas Lobis trägt in Dramaturgie deutlich die Handschrift des „Kaisers“ alias Robert Palfrader. Der bekannte österreichische Kabarettist und TV-Star (siehe Interview auf Seite 26) führte Regie für „Verwirrt“. Das Programm wurde beim Theatersommer im „Tschumpus“ erstaufgeführt. Zwischen ironischer Selbstbespiegelung, bisweilen strotzend vor Achtsamkeit und Globuli zwischen den Zähnen zermalmend liefert Lukas Lobis eine Aufarbeitung der Pandemie-Jahre der eigenen Art. Da bekommen
Verschwörungsmenschen ihr Fett ab, ebenso wie der Tiroler Held (eh schon wissen) und dessen phänotypischer Nachfahre, der es anno 2023 endgültig geschafft hat, ein – im Alpenraum bekanntes Beinkleid aus Leder – zum Eierbecher zu degradieren. Ein fulminantes Crescendo im zweiten Teil, bei dem unter anderem Thomas Gottschalk ein virtuelles Stelldichein feiert (mehr spoilern tun wir hier nicht), macht den Abend rund: höchst vergnüglich. sr
Rund 10.000 wertvolle Pergamenturkunden aus dem Diözesanarchiv Brixen werden derzeit digitalisiert und künftig auch über das virtuelle Urkundenarchiv Monasterium zugänglich sein. Die Digitalisierung wird laut Archivdirektorin Erika Kustatscher etwa ein Jahr dauern.
Max von Milland veröffentlichte soeben mit „Hoi“ seine neueste EP mit fünf neuen Songs, die, so der Künstler selbst, „manchmal rockig, mal emotional, mal ironisch-lustig“ sind. Mit „Hoi“ tritt er im ZDFFernsehgarten auf, bevor er auf Tour geht.
KABARETT
Fotos: Arnold Ritter
Wir sind Lobis
kurz
notiert
Die Südtiroler Autorinnen Heidi Troi, Sara Pepe, Mirjam Schweigkofler, Mia Sole und Simone Dark lasen kürzlich im Staudenparadies Brixen aus ihren Werken. Das Publikum konnte die Lesung mit einem Aperitif und einem Rundgang durch die Skulpturenausstellung kombinieren.
Brixner Nr. 415
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„Sprachkunst zwischen Bühne und Vinyl“ ARNO DEJACO über das Projekt „Bumtschak Welle“, das neue Album – und Bühnenpoesie. Herr Dejaco, unter dem lautmalerischen Namen „Bumtschak Welle“ treten Sie zusammen mit Ihrer Frau Magdalena Schwärzer auf. Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Wir sind beide Musikliebhaber und haben uns sicher auch dadurch gefunden. Dass wir gerne etwas zusammen machen möchten – darüber haben wir oft geredet. Jetzt haben unsere vier Kinder ein gewisses Alter und wir wieder mehr Zeit und Energie. Wir treten zu zweit – Magdalena und ich mit EPiano, elektronischen Geräten und Gesang –, oder zu viert auf, dann sind Hannes Larcher am
Schlagzeug und Matthias Gamper an der Gitarre mit dabei, so wie zuletzt im Tschumpus. Nicht weniger lautmalerisch als der Bandname ist der Titel des ersten Albums: „TuiTata“. Sie haben es im Tschumpus vorgestellt.
Unser Album umfasst zehn Songs und ist seit wenigen Tagen auch online auf Spotify und außerdem bei uns als CD oder in Vinyl erhältlich. Im Tschumpus haben wir einen Abend mit Lesung und Musik gestaltet. Ich habe aus meinen Gedichten gelesen, vor allem Bühnentexte aus den letzten 15 Jahren – Bühnenpoesie, gedacht für einen gewissen Dialog mit
dem Publikum. Ich mache gerne Sprachkunst. Es ist wichtig, die Sprache zu entpolitisieren und als Brücke zu verwenden. Soeben ist im Verlag A. Weger mein Buch mit Gedichten und Texten, erschienen: „Von hier bis da wo keiner wohnt“. Ein Album, ein Buch: Wie geht es mit Arno Dejaco und Magdalena Schwärzer, wie geht es mit „Bumtschak Welle“ weiter?
Wir planen ein zweites Album, mit neuen Songs und in der Besetzung der erweiterten Band. Außerdem möchten wir verstärkt bei Festivals auftreten. Der Rest steht in den Sternen. johanna.bampi@brixner.info
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34 › Kunst & Kultur MUSIK
Stimmungsvolle Hofburgkonzerte
Eine weitere Ausgabe des Brixner Musiksommers ist mit fünf Hofburgkonzerten erfolgreich über die Bühne gegangen. Den Beginn machte die Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg am 9. August unter der bewährten Leitung des Kapellmeisters Bernhard Reifer. Nachdem das Haydn-Orchester
von Bozen und Trient in den vergangenen Jahren jeweils mit einem Ensemble gastierte, nahm heuer erstmals wieder das gesamte Orchester auf der Hofburg-Bühne Platz. Ebenso gut besucht waren die Konzerte der Musikkapellen Feldthurns, St. Georgen und Algund sowie der Abschlussabend
am 18. August mit der Bürgerkapelle Brixen selbst, die mit der Stiftung Musik Brixen wiederum für die Organisation verantwortlich zeichnete. Bis auf eine kurze Regenunterbrechung am letzten Abend erlebten die Zuschauer stimmungsvolle Konzertabende unter freiem Himmel ohne be-
sondere Wetterkapriolen. Die Initiative „Brixner Blasmusiksommer“ wurde 2007 vom ehemaligen Obmann der Brixner Bürgerkapelle ins Leben gerufen, um den lokalen Blasmusikkapellen eine sommerliche Auftrittsgelegenheit zu bieten. oz
NEU IM REGAL
Liebe mit Fernblick Eigentlich soll Sybille ihn verkuppeln. Die Rede ist vom jungen Bergbauern Lukas, der auf seinem renovierten Hof von der Biolandwirtschaft lebt und in seinen Augen alles richtig macht, um seiner Zukünftigen dort oben ein angenehmes Leben zu bieten. Trotzdem ist er immer noch Single und steht eher widerwillig für einen Privatsender in der Serie „Wanted: Bäuerin“ vor der Kamera. Sybille, eine ehrgeizige junge Frau aus der Stadt, leitet die Produktion. Sofort funkt es zwischen den beiden. Doch Karriere und Bauernhof, Stadt und Land: Hat die Liebe unter diesen Bedingungen überhaupt eine Chance? Und dann sind da schließlich auch noch Saskia, Imke und Fine, die sich für das Herz von Lukas bewerben und zur Unterhaltung des künftigen Fernsehpublikums die unterschiedlichsten Herausforderungen zu meistern haben. Ist deren Zuneigung echt, die sie vor der Kamera zeigen? Und wie authentisch sind Lukas’ Interessensbekundungen? Heidi Troi erzählt mit Empathie vom Wechselbad der Gefühle der beiden
Heidi Troi: Liebe mit Fernblick Piper Verlag, 2024
Verliebten – unterhaltsam, abwechslungsreich, romantisch und humorvoll und immer bereit für überraschende Wendungen.
MUSIK
Neue Single von Timbreroots „Let’s Give Them A Chance“ trafen die jungen Männer einen Nerv der Zeit und zeigten, dass sie mit ihrer Musik durchaus zu ernsten Themen – in diesem Fall zu Migration und Integration – Stellung beziehen. Dieser Song wurde übrigens von 160 Einsendungen beim landesweiten Wettbewerb „Sonx 2021“ von einer mehrköpfigen Jury ausgewählt und in der Trackliste der gleichnamigen Doppel-CD „Sonx 2021“ an erster Stelle gereiht. Was vor wenigen Jahren vielversprechend begann, setzte sich kontinuierlich fort, etwa mit dem Debütalbum „Numen’s Dreams“. Auch beim Wettbewerb „M4NG“ (Music 4 the Next Generation) konnte Timbreroots mit der Single „Madness“ überzeugen. Wer die Band live erleben möchte: Timbreroots tritt auch beim Brixner Altstadtfest auf. job Foto: Felix Bacher
„My Own Bubble“ – so nennt sich die soeben veröffentlichte Single von Timbreroots. Die Südtiroler Indie-Folk-Band bezeichnet den Song selbst als „ironisch“, denn die märchenhafte Welt, in der alle auf egoistische Weise vom Allgemeinwohl nur profitieren und selbst nicht dazu beitragen, existiert so selbstverständlich nicht. Benedikt Sanoll, Philipp Sanoll, Thomas Vicenzi, Sebastian Willeit und Simon Oberrauch, die fünf Gesichter der Band, begleitet Musik schon ihr Leben lang. Dementsprechend vielseitig ist auch die Wahl der Instrumente, mit denen sie ihren bis zu fünfstimmigen Gesang begleiten – so zum Beispiel mit der eindrucksvollen Marimba oder dem Banjo. Musikalisch fusionieren sie Ambient Indie Folk, Alternative Rock und Brit Pop zu ihrem ganz eigenen Sound. Schon mit ihrer Debütsingle
Südtiroler Brot- und Strudelmarkt 04.10. - 06.10.2024, Domplatz Brixen
brotmarkt.it
Die Die neue neue Programmbroschüre Programmbroschüre des des Bildungshauses Bildungshauses Kloster Kloster Neustift Neustift September September 24 24 –– Februar Februar 25 25 ist ist da da –– eine eine Auswahl Auswahl Berufsbegleitende (Kurz-)Lehrgänge Berufsbegleitende (Kurz-)Lehrgänge Mo., 23.9.2024 – Sa., 22.3.2025 Mo., 23.9.2024 – Sa., 22.3.2025 Rhetorik – Kommunikation & VerhandRhetorik – Kommunikation & Verhandlungstaktik im Business lungstaktik im Business Mi., 2.10. – Sa., 30.11. Mi., 2.10. – Sa., 30.11. Social Media: Content und Kampagnen wie Social Media: Content und Kampagnen wie die Profis die Profis Fr., 11.10. 2024 – Sa., 11.10.2025 Fr., 11.10. 2024 – Sa., 11.10.2025 Ganzheitlicher Entspannungstrainer Ganzheitlicher Entspannungstrainer Fr., 11.10.2024 – Sa., 27.9.2025 Fr., 11.10.2024 – Sa., 27.9.2025 Trauerbegleitung Trauerbegleitung Fr., 11.10.2024 – Sa., 12.7.2025 Fr., 11.10.2024 – Sa., 12.7.2025 Master-Lehrgang: Management und Master-Lehrgang: Management und Unternehmensführung Unternehmensführung Fr., 25.10.2024 – So., 30.3.2025 Fr., 25.10.2024 – So., 30.3.2025 Zeichnung und Malerei Zeichnung und Malerei Fr., 8.11.2024 – Fr., 12.12.2025 Fr., 8.11.2024 – Fr., 12.12.2025 Bewegungs- und Gesundheitscoach Bewegungs- und Gesundheitscoach Mo., 11.11.2024 – Sa., 10.5.2025 Mo., 11.11.2024 – Sa., 10.5.2025 Eventmanagement Eventmanagement Mi., 27.11.2024 – Do., 27.2.2025 Mi., 27.11.2024 – Do., 27.2.2025 Methoden der Kunsttherapien Methoden der Kunsttherapien Do., 9.1. – Fr., 21.3.2025 Do., 9.1. – Fr., 21.3.2025 Sportmentaltraining Sportmentaltraining Fr., 10.1. – Sa., 12.4.2025 Fr., 10.1. – Sa., 12.4.2025 NEU: Beim Sterbenden wachen NEU: Beim Sterbenden wachen Fr., 24.1. – Sa., 25.3. Fr., 24.1. – Sa., 25.3. NEU: Illustriere dein eigenes Kinderbuch NEU: Illustriere dein eigenes Kinderbuch Mo., 31.1. – Sa., 13.12.2025 Mo., 31.1. – Sa., 13.12.2025 Bewegungs- und GesundheitstrainerIn für Bewegungs- und GesundheitstrainerIn für Kinder Kinder
Seminare und Gesprächsreihen Seminare und Gesprächsreihen
Mi., 11.9. Mi., 11.9. Wein im Dunkeln Wein im Dunkeln Fr., 13.9. Fr., 13.9. Klimawandel im Gebirge Klimawandel im Gebirge Sa. 14.09. (im Rahmen des Lern- und SpielSa. 14.09. (im Rahmen des Lern- und Spielfestes Neustift) festes Neustift) One Health – Gesundheit für alle(s) One Health – Gesundheit für alle(s) Mo., 16.9. – Di., 17.9. Mo., 16.9. – Di., 17.9. Fehler als Treibstoff – die Kraft einer positiFehler als Treibstoff – die Kraft einer positiven Fehlerkultur im Arbeitsumfeld ven Fehlerkultur im Arbeitsumfeld
Di., 17.9. – Sa., 21.9. Di., 17.9. – Sa., 21.9. Gesundheit aus eigener Kraft – Basisseminar Gesundheit aus eigener Kraft – Basisseminar mit Augentraining mit Augentraining Fr., 20.9. Fr., 20.9. Das kleine Wein-ABC Das kleine Wein-ABC Di., 24.9. – Mi., 25.9. Di., 24.9. – Mi., 25.9. Emotionale und kommunikative Intelligenz Emotionale und kommunikative Intelligenz und Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsbildung Sa., 28.9. Sa., 28.9. Kinder und Jugendliche bei Abschieden und Kinder und Jugendliche bei Abschieden und Verlusten begleiten Verlusten begleiten Sa., 28.9. Sa., 28.9. Stressregulation durch Wandern Stressregulation durch Wandern Mi., 2.10. Mi., 2.10. Herbstliche Cocktails aus Südtiroler Zutaten Herbstliche Cocktails aus Südtiroler Zutaten Do., 3.10. Do., 3.10. Speck und Wein Speck und Wein Fr., 4.10. Fr., 4.10. Die Kraft der Atmung Die Kraft der Atmung Kamingespräche Kamingespräche Fr., 4.10. Fr., 4.10. Das Bittgebet auf dem Prüfstand Das Bittgebet auf dem Prüfstand Fr., 29.11. Fr., 29.11. Der Trost der Philosophie Der Trost der Philosophie Fr., 7.2. Fr., 7.2. Nahtoderfahrungen Nahtoderfahrungen Sa., 5.10. Sa., 5.10. Schmuck & Accessoires aus Trockenblumen Schmuck & Accessoires aus Trockenblumen Fr., 11.10. Fr., 11.10. Handreflexzonenmassage Handreflexzonenmassage Sa., 12.10. Sa., 12.10. Die Pilze Südtirols Die Pilze Südtirols Neustifter Bibelkurse Neustifter Bibelkurse Sa., 12.10. Sa., 12.10. Von Miriam bis Maria – Von Miriam bis Maria – Prophetinnen in der Bibel Prophetinnen in der Bibel Sa., 30.11. Sa., 30.11. Gott wird Mensch, mit allem was dazugehört Gott wird Mensch, mit allem was dazugehört Sa., 18.01. Sa., 18.01. Beten verwandelt – Gebete bei der Hl. Messe Beten verwandelt – Gebete bei der Hl. Messe
Fr., 18.10. – Sa., 19.10. Fr., 18.10. – Sa., 19.10. Einführungsseminar: Pet Therapy Einführungsseminar: Pet Therapy und Naturpädagogik und Naturpädagogik Sa., 19.10.2024 – Sa., 8.3.2025 Sa., 19.10.2024 – Sa., 8.3.2025 (4 Termine, auch einzeln buchbar) (4 Termine, auch einzeln buchbar) Seminarreihe: Vergänglichkeit: Seminarreihe: Vergänglichkeit: Was bleibt ist die Liebe Was bleibt ist die Liebe Di., 22.10. Di., 22.10. Lean Management – effizienter arbeiten Lean Management – effizienter arbeiten in Handwerk und Administration in Handwerk und Administration Mi., 6.11. Mi., 6.11. Schokolade und Wein Schokolade und Wein Mi., 6.11. Mi., 6.11. Zauberhafte Kräuterwelt Zauberhafte Kräuterwelt Mo., 18.11. – Di., 19.11. Mo., 18.11. – Di., 19.11. Demenz – Kommunikation und Therapie Demenz – Kommunikation und Therapie Di., 19.11. Di., 19.11. Wie fit ist mein Unternehmen? Wie fit ist mein Unternehmen? Fr., 22.11. Fr., 22.11. Erste Hilfe für die Seele Erste Hilfe für die Seele Mo., 25.11. Mo., 25.11. Keller- und Weinbergführung Keller- und Weinbergführung Fr., 6.12. – Sa., 7.12. Fr., 6.12. – Sa., 7.12. Strömen und Schweigen Strömen und Schweigen Do., 23.1. Do., 23.1. Das kleine Bier-ABC Das kleine Bier-ABC Sa., 22.2. Sa., 22.2. Der Mensch im Mittelpunkt? Natürliche Der Mensch im Mittelpunkt? Natürliche Wechselwirkungen im Nahrungsnetz Wechselwirkungen im Nahrungsnetz
Arbeitssicherheitskurse Arbeitssicherheitskurse und Gesundheitskurse und Gesundheitskurse
Unsere Kurse zur Arbeitssicherheit und zum Unsere Kurse zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz finden Sie unter: Gesundheitsschutz finden Sie unter: www.bildungshaus.it/arbeitssicherheit www.bildungshaus.it/arbeitssicherheit
Information und Anmeldung: Information und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstr. 1, 39040 Vahrn Stiftstr. 1, 39040 Vahrn T 0472 835 588 T 0472 835 588 bildungshaus@kloster-neustift.it bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it www.bildungshaus.it
TIMER
September 2024
Vorhang auf im TPZ Brixen THEATER: Mit dem Schulanfang wird auch die Theatersaison im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen eröffnet, und zwar mit dem inzwischen traditionellen Opening.
Publikum wartet. Es ist wieder ein besonderes Jahr und das hat nicht nur mit dem anstehenden Jubiläum zu tun – 25 Jahre Theaterpädagogisches Zentrum und 30 Jahre Kinder- und Jugendtheaterverein –, sondern vor allem damit, dass so viele engagierte und begeisterte Menschen aller Altersgruppen sich unter dem Dach des TPZ tummeln. 27 Werkstätten sind ausgeschrieben, bis zum 15. September kann man sich noch einschreiben und hier Theater spielen, sich kreativ mit Medien oder Sprache beschäftigen. Und das ist noch lange nicht alles.
aufgenommen. Die Spielerinnen werden dieses Krimidinner aus der Feder von Heidi Troi auch beim Internationalen Amateurtheaterfestival aufführen, das von 4. bis 12. September in Mont St. Laurier in Kanada stattfindet.
Opening Freitag, 13. September, 18 Uhr Astra Brixen Anmeldung:
„Happy birthday, James“
Unterbrochen von einem bunten Mix an szenischen Einlagen stellen am Freitag, den 13. September, Spielerinnen und Spieler,
Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen und die Mitglieder der Sozialgenossenschaft vor, was in diesem Theaterjahr alles auf das
Einen ganz besonderen Programmpunkt gibt es im September: Einen Krimi-Brunch, bei dem die Gäste ein dekadentes Frühstück und köstliche Unterhaltung erwartet. Nur leider überschattet ein Mord die festliche Begebenheit. Ein Mord, der nur mithilfe des Publikums aufgeklärt werden kann. „Happy birthday, James“ wurde bereits im August zweimal vor ausverkauftem Haus gespielt und wurde vom Publikum begeistert
HEIDI Kindertheater 2024
28. September, 19:30 Uhr (Premiere) * Samstag, Haus Voitsberg, Vahrn Weitere Aufführungstermine: Sonntag, 29. September, 18 Uhr Sonntag, 6. Oktober, 18 Uhr Sonntag, 13. Oktober, 18 Uhr
Samstag, 5. Oktober, 19:30 Uhr Samstag, 12. Oktober, 19:30 Uhr
Kartenreservierung ab 20. September: Heimatbühne Vahrn, telefonisch 17–19 Uhr unter der Nummer 349 5511461 und per WhatsAppÕ Eintritt: 12 Euro Erwachsene, 6 Euro Kinder bis 10 Jahre
Krimi-Brunch „Happy Birthday, James“ 21. und 22. September, jeweils um 10 Uhr TPZ Brixen Anmeldung:
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TIMER September 2024
Dienstag, 3. September Führung 15 Uhr
Freitag, 6. September Diverses 16 Uhr
Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen
Im Garten von Monet Vorlesen und Malen für Kinder ab 4 Jahren (Anmeldung) Stadtbibliothek, Brixen
Diverses
ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Donnerstag, 5. September Führung 9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach
Führung
15 Uhr
Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen
An den Grenzen von Text und Musik Festung Franzensfeste
Dienstag, 10. September Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen
18 Uhr Neues Leben, neues Glück? mit Helga von Hofe und Linnea Streit StadtGalerie und Pharmaziemuseum, Brixen 20 Uhr Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 mit dem Weltjugendchor und dem Bundesjugendorchester Dom, Brixen
18–20:30 Uhr
Repair-Café Kolping-Mensa, Brixen
Freitag, 20. September Diverses 9–19 Uhr Mountainbike-Testival Domplatz, Brixen
Freitag, 13. September Theater 18 Uhr TPZ-Opening Astra, Brixen
Lesung
19 Uhr Buchvorstellung: Die Bauernkriege Vom Kampf gegen Unterdrückung zum Traum einer Republik, Ralf Höller Stadtbibliothek, Brixen
Diverses
16 Uhr Steinsuppe Vorlesen und Basteln für Kinder ab 4 Jahren (Anmeldung) Stadtbibliothek, Brixen
Literatur/Musik
20 Uhr Im Wein „lügt“ Wahrheit mit Alfred E. Mair, Sylvia Lanz (Violine), Katja Lechner (Harfe) Santerhof, Mühlbach
Samstag, 14. September Führung 10:30 Uhr
Samstag, 21. September Diverses 9–19 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
Weißer Turm Treffpunkt Hofburg, Brixen
Mountainbike-Testival Domplatz, Brixen
Donnerstag, 12. September Führung 9:30, 10:45,
Diverses
14–18 Uhr
Führung
20 Uhr
Theater
Diverses
Führung
Konzert
Samstag, 7. September Lesung 18 Uhr
Diverses
ab 20 Uhr
14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach
Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen
Lern- und Spielfest Stiftsplatz, Neustift
Konzert Mozart in der Brixner Hofburg mit dem Armida Quartett Hofburg, Brixen
Sonntag, 15. September Diverses 10–18 Uhr Familiensonntag Festung Franzensfeste
Montag, 16. September Kino 20 Uhr
GUILIANO CAPORALI „Concept & Project“
Filmclub: Pericolosamente vicini. Gefährlich nah. Wenn Bären töten Astra, Brixen
Dienstag, 17. September Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen
Diverses
Donnerstag, 19. September Diverses 9–19 Uhr Mountainbike-Testival Domplatz, Brixen
Freitag, 27. September, ab 19 Uhr Debatte mit Giuliano Caporali und Fiorenzo Degasperi Special Guest: L. A. N. Sound Connection info@alexpergher.com, Tel. 348 710 2550
Führung
9:30, 10:45, 14:30, 15:45 Uhr Mühlbacher Klause Mühlbach
Diverses A Tavola. Künstler und Künstlerinnen kochen in der Ausstellung Abitarsi Kloster Neustift
10 Uhr Krimi-Brunch: Happy birthday, James Theaterpädagogisches Zentrum, Brixen
Musiktheater
20 Uhr Der Traam mit René Dalla Costa, Georg Kaser, Brigitte Knapp und Viktoria Obermarzoner Dekadenz, Brixen
Musik
20 Uhr
Astra Season Opening Astra, Brixen
Sonntag, 22. September Diverses 9–16 Uhr Mountainbike-Testival Domplatz, Brixen
Theater
ab 20 Uhr
Spieletreff Vintlerhof, Milland
bis 29. September * 6.Galerie 90 / Mühlbach
10:30 Uhr Weißer Turm Treffpunkt Hofburg, Brixen
18 Uhr
10 Uhr Krimi-Brunch: Happy birthday, James Theaterpädagogisches Zentrum, Brixen
Montag, 23. September Literatur 17 Uhr Buchvorstellung: Lidia (it.) mit Valentina Stecchi Stadtbibliothek, Brixen
Kino
20 Uhr
Filmclub: Der Zopf Astra, Brixen
Dienstag, 24. September Führung 15 Uhr Hofburg und Dombezirk Hofburg, Brixen
KVW Bildung Brixen
UNSER NEUES HERBSTPROGRAMM IST DA
NEUE HORIZONTE ERÖFFNEN Kursangebote im Jukas
… mit interessanten Lehrgängen und einer Vielzahl an Kurzkursen
SPRACHEN Deutsch, Italienisch, Englisch/Konversation: ab 2.10.
QUALIFIZIERUNG & BERUF Theorie und Praxis für eine professionelle Social Media-Präsenz Verwendung KI – Chat GPT, Reels & Stories, Community Management und Organic Growth, Paid Social Media Marketing, LinkedIn & Strategie-Umsetzung Infoveranstaltung: Di., 1.10., 18 Uhr (online) Lehrgang: ab Fr.,18.10., 7 x Fit fürs Büro Buchhaltung, Italiano per l’ufficio, EDV-Grundlagen fürs Büro ab Do., 3.10., 21 Treffen Wirkkraft der Farben – Kursreihe Schnupperworkshop am Di., 1.10., 18 Uhr Kinderyoga für ErzieherInnen und PädagogInnen am Sa., 7.12., 10 Uhr Buchhaltung für NeueinsteigerInnen ab Do., 3.10., 18:30 Uhr, 6 x Vorbereitungskurs für Maschinisten und Dienstleiter von Schlepp- und Sesselliften ab Mo., 9.9., 19 x
DIGITALE MEDIEN KREATIVITÄT Treffpunkt Senior Online Die elektronische Identität und die damit verbundenen Bürgerdienste am Di., 24.9., 14 Uhr Digital kommunizieren mittels E-Mail und WhatsApp am Di., 22.10., 14 Uhr Computerkurs für AnfängerInnen ab Do., 10.10., 16:45 Uhr, 6 x Fotokurs und Smartphone-Fotografie ab Fr. 6.9., 18 Uhr, 2 x
Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung Niv. B1 (ex C): ab Mo., 7.10., 19 Uhr, 10 x Niv. C1/B2 (ex A/B): ab Di., 8.10., 19:30 Uhr, 13 x
GESUNDHEIT – BEWEGUNG – WOHLBEFINDEN Tanzen ab der Lebensmitte ab Mo., 30.9. Pilates, ab Mo., 30.9. OsteoFit, ab Di., 1.10. Gymnastik für Frauen ab Di., 1.10. Yoga, ab Do., 3.10 Qi Gong, ab Fr., 8.11. Meditationsabende ab Mi., 6.11. Fundamente der Ernährung. Ein Leitfaden für gesundes Essen am Fr., 4.10., 19:30 Uhr Aktiv gegen Bewegungsmangel – wie Bewegung die Gesundheit fördert am Do., 14.11., 19:30 Uhr Stärken stärken ab Fr., 4.10., 9 Uhr, 2 x Balance gestalten mit NeuroGraphik®. Die Kunst des inneren Gleichgewichts am Sa., 26.10., 9 Uhr, 2 x Alltagskosmetik selber machen am Sa., 19.10., 14 Uhr Farb- und Schminkberatung am Do., 24.10., 15 Uhr Erste Hilfe bei Kindern am Do., 24.10., 19 Uhr Detaillierte Beschreibungen und weitere Angebote auf unserer Website: http://bildung.kvw.org oder direkt bei uns: KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2 Tel. 0472 207 978 brixen@kvwbildung.org
Mo., 30.9., 7.10. und 14.10., 19 – 21 Uhr Häkeln ganz einfach! Häkeln für Anfänger Mit Leni Leitgeb
Mo., 14.10., 21.10. und 4.11., 17:30 – 20 Uhr Erde, Wasser, Luft & Feuer: Offener Töpfertreff Mit Helga Tinkhauser
Di., 1.10. und 8.10., 18:30 – 20:30 Uhr Reisebetrachtungen: Kreative Schreibwerkstatt (online) Mit Leni Leitgeb
Fr., 18.10., 17 – 21 Uhr Bunte Stoffe selbst kreieren: Upcycling & Nähen mit der Pizza- und Konfettitechnik Mit Brigitte Ferdigg Clara und Julia Vontavon
Fr., 4.10., 19 Uhr bis So., 6.10., 12:30 Uhr Come Together Songs: Lieder des Herzens aus aller Welt. Sing-Seminar Mit Hagara Feinbier
Fr., 18.10., 18 – 19:30 Uhr Bereit für die Schule? Online-Infoabend für Eltern von Kindern bis 5 Jahren Mit Carla Maria Felderer
Mo., 7.10. und 2.12., 18:30 – 20:30 Uhr Mit Nadel, Faden & Schere: Auf zum Flicktreff! Mit Brigitte Ferdigg Clara und Julia Vontavon
Sa., 19.10., 10 – 17 Uhr Vom Alltagsgegenstand zum Lichtblick: Lampenschirme gestalten Mit Michelangelo Mariano und Julia Vontavon
Fr., 11.10., 18 Uhr bis So., 13.10., 17:30 Uhr Vor langer, langer Zeit… Einführung ins Märchen & Geschichten erzählen. Kurzlehrgang Mit Leni Leitgeb
Sa., 19.10., 14 – 18 Uhr Schreiben… Drucken… Binden: Buchwerkstatt für Familien Mit Astrid Meckl und Helene Rungger
Fr., 11.10., 15 Uhr bis Sa., 12.10., 17:30 Uhr Jin Shin Jyutsu: Energieströme harmonisieren. Seminar Mit Sabine Bampi
Mo., 21.10., 9 – 17:30 Uhr Wertorientiert denken und handeln: Ethische Grundwerte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Seminar Mit Elmar Tratter
Sa., 12.10., 15 – 18 Uhr Eine Insel für 2: Wohlfühlnachmittag für Mutter & Tochter, Oma & Enkelin, Tante & Nichte… Mit Sylvia Weger Mo., 14.10., 16 – 21 Uhr Glücksmomente, Lebensfreude, Kraftquellen: Biografiearbeit für Achtsamkeit und Wertschätzung (online) Mit Sylvie Dellemann
Anmeldung und Infos: Bildungshaus Jukas, Brixen Tel. 0472 279923, bildung@jukas.net, www.jukas.net
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TIMER September 2024 20:30 Uhr Mozart’s Secret: „Die Zauberflöte“ Hofburg, Brixen
Sonntag, 29. September Vortrag & Konzert 11:30 Uhr
Samstag, 28. September Führung 10:30 Uhr
Kindertheater
Konzert
Donnerstag, 26. September Vortrag 17 Uhr Mozart on book: Giustizia e Musica (ital.) Forum, Brixen
Konzert
18:30 Uhr They’ll be famous: Alena Savina and her small Mozarts Forum, Brixen
Konzert
17 Uhr
Debatte mit Giuliano Caporali und Fiorenzo Degasperi (ital.) Galerie 90, Mühlbach
20 Uhr
18 Uhr
Wochenmarkt montags, 8–13 Uhr Am Priel, Tratten- und Albuingasse, Hartmannplatz
Musiktheater Der Traam Dekadenz, Brixen
Literatur
Konzert
18 Uhr Musikalische Lesung mit Fabian Feichter, Daniel Zardini Arthotel Lasserhaus, Brixen
19:30 Uhr
Bauernmarkt mittwochs und samstags, 7:30–13 Uhr
Heidi Heimatbühne Vahrn Haus Voitsberg, Vahrn
Mozart Black & White Hofburg, Brixen
Kindertheater
Freitag, 27. September Kunst ab 19 Uhr
Der Traam Dekadenz, Brixen
Konzert
20:30 Uhr
Mozart in voice Forum, Brixen
Musiktheater
Weißer Turm Treffpunkt Hofburg, Brixen
Mozart Matinée Hofburg, Brixen
20 Uhr Preisträgerkonzert des internationalen Orgelwettbewerbs Daniel Herz Frauenkirche und Dom, Brixen
19:30 Uhr
Monatsmarkt Montag, 30. September, 8–13:30 Uhr Goethestraße, Runggadgasse, Don G. Franco Park
Heidi Haus Voitsberg, Vahrn
Musiktheater
20 Uhr
Der Traam Dekadenz, Brixen
Konzert
20:30 Uhr Mozart’s Secret: Debits and Credits Hofburg, Brixen
LISA HILPOLD
Märkte
Montag, 30. September Kino 20 Uhr Filmclub: Mit einem Tiger schlafen Astra, Brixen
Benefizflohmarkt der Pfarrcaritas Vahrn Samstag, 7. September 9–17 Uhr Alter Kindergarten, Vahrn
DIE NEUEN KURSE SIND DA –
BOTANICAL FINEART Pflanzen berühren – durch ihre stille und kraftvolle Präsenz Einzelausstellung von Lisa Hilpold
bis 29. September * 21. Kunstkreis St. Erhard, Runggadgasse, Brixen Öffnungszeiten: täglich 10 – 13 Uhr und 17 – 20 Uhr Vernissage: Freitag, 20. September, 19 Uhr
www.vhs.it
VOLKSHOCH SCHULE SÜDTIROL
HERBST | WINTE R
2024
| 2025 www.vhs.it AUGUST - JANUAR 2024| 2025 HERBST | WINTER KURSE | SEMINAR | VORTRÄGE E | VORTRÄ | SEMINARE GE AUGUST - JANUAR KURSE
HERBST | WINTE R 2024 | 2025 | 2025
Englisch B2.2 mit Konversation ab Do., 19.9., 8–9:30 Uhr, 12 Treffen
HERBST | WINTER 2024
Sprachen & Beruf
VOLKSHOCHSCHULE SÜDTIROL
JETZT ANMELDEN!
Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung ab Mi., 2.10., 18–19:30 Uhr, 10 Treffen
Hobby & Freizeit
Erfolgreiche Neukundengewinnung Di., 12.11., 9–17 Uhr
Naturapotheke für die kalte Jahreszeit Fr., 4.10., 14–17 Uhr
Selbstbewusst durchs Leben Do., 17.10., 9–17 Uhr
Gitarrenkurs für Erwachsene ab Do., 3.10., ab 18:30 Uhr, 10 Treffen à 1 Stunde
IVHS: Kulturtechniken: Lesen, Rechnen, Schreiben ab Mo., 30.9., 14 – 15:30 Uhr, 9 Treffen
Gesundheit & Bewegung Ballett für Erwachsene ab Mi., 18.9., 17:30–19 Uhr, 10 Treffen Selbstverteidigung für Jungs: Di., 10.9., 16:30–19:30 Uhr für Frauen: Sa., 21.9., 9–12 Uhr
Cucina mediterranea Do., 3.10., 17–21 Uhr
IVHS: Auf dem Bauernhof Sa., 12.10., 8:30–11:30 Uhr, 2 Treffen Weitere Kurse in Präsenz und Online finden Sie auf www.vhs.it VHS Südtirol Zweigstelle Brixen Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, brixen@vhs.it www.vhs.it
BILDUNG MIT WEITBLICK
Stimmliche und körperliche Präsenz im beruflichen Alltag Mit starker Stimme zum Erfolg Fr., 6.9., Sa., 7.9. und Sa., 21.9.
Fotoausstellung: Wohin Drei Themen die bewegen: Schaffung von Baumöglichkeiten, Stillstand in der Kirche, Zukunft der traditionsreichen Vereine. Eröffnung: Di., 17.9., 19 Uhr
Cusanus. Frauensalon An diesem Abend lassen wir uns gemeinsam mit Judith Hafner auf die Frage ein: Wofür braucht es uns jetzt? Mi., 18.9., 18 Uhr
Die Kunst des Verstehens Schlüssel zwischenmenschlicher Verbindungen Mo., 23.9.
Vital und lebendig mit Rio Abierto für Menschen im besten Alter (70+) ab Mo., 23.9., 9–10 Uhr, 10 Einheiten
Human Design – Persönlichkeitsanalyse Kraftvoll den eigenen Weg gehen! Di., 24.9.
Rhetorik für die kleine und große Bühne
Stress als Schlafkiller Nr. 1
Präsentationstraining mit Virtual Reality Mo., 14.10. bis Mi., 16.10.
Nur ein freier Kopf sorgt für eine erholsame Nacht Di., 24.9.
Journalismus Basics
Yoga für Männer Kraft – Beweglichkeit – Entspannung ab Mi., 25.9., 20–21:15 Uhr, 4 Einheiten
Abenteuer Ahnenforschung Eine spannende Reise in die eigene Vergangenheit Sa., 28.9.
Geburtsvorbereitung kompakt Wochenendkurs für Paare Sa., 28.9. bis So., 29.9.
Zukunftsweisende Führung Innovative Wege zu inspirierender Leadership Do., 3.10. bis Fr., 4.10.
Fähigkeiten wecken und Stärken erkennen Entdecke dein eigenes Potential Fr., 4.10.
Fünfteiliger Lehrgang für alle, die für Online- oder Printmedien schreiben Beginn: Do., 17.10.
Projektmanagement – Lehrgang Internationaler Zertifikatslehrgang IPMA Level D Beginn: Mi., 23.10.
6. Lehrgang für Manuelle Chinesische Medizin In den neun Tagen lernen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer die zwölf Organmeridiane kennen und behandeln. Beginn: Do., 14.11.
Cusanus-Akademie Seminarplatz 2 | I-39042 Brixen/Südtirol T +39 0472 832 204 | www.cusanus.bz.it
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KUNST
Kunst als Hobby, sei dabei!
Der Verein der Südtiroler Freizeitmaler ist eine Gruppe von Menschen jeden Alters, die eine gemeinsame Leidenschaft teilt: die Kunst. 1977 gegründet, hat der Verein seitdem viel im kulturellen Bereich unternommen und bewegt. Bist du in deiner Freizeit gerne kreativ tätig? Würdest du gerne malen, zeichnen, schnitzen oder formen? Traust du dir das aber nicht zu oder fehlt dir die Ausbildung? Würdest du dich gerne in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten wiederfinden, um mit Fleiß und viel Übung einen hohen Grad als Künstler erreichen zu können? Dann bist du bei uns, den Südtiroler Freizeitmalern, ge-
nau richtig – denn in der Gruppe kann man mehr erreichen als allein. Einige Ortsgruppen treffen sich wöchentlich zum freien Malen. Es gibt keine Anwesenheitspflicht und jede Mal- oder Zeichentechnik ist erlaubt. Wir geben uns gegenseitig Tipps und Anregungen, lernen voneinander, sprechen über Ausstellungen und auch ein „Ratscherle“ hat immer Platz. Wenn du unserem Verein beitreten, an unseren Kursen teilnehmen oder auch nur mal beim freien Malen dabei sein möchtest, so melde dich doch bei der Ortsgruppe in deiner Nähe.
Bezirk Eisacktal Kontakt und Info: Hanni Rifesser, Tel. 340 833 83 01, eliahanni@hotmail.com www.freizeitmaler.it
Ausstellungen StadtGalerie und Pharmaziemuseum bis 7. September Neues Leben, neues Gück? Riflessioni e pensieri sulla nascita Helga von Hofe, Laura Pan, Sarah Solderer Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr (StadtGalerie) Di. u. Mi. 14–18 Uhr, Sa. 11–16 Uhr (Pharmaziemuseum)
StadtGalerie 21. September bis 16. November Äpfel und anderes Gemüse. Claudia Eichbichler, Gut plus plus, Christian Jankowski, Sonia Leimer, Suzan Noesen, Franziska Schink Eröffnung: Fr., 20. September, 19 Uhr Di.–Fr. 16–19 Uhr, Sa. 10–13 Uhr Hofburg Brixen bis 24. November Robert Pan. Alchemie der Farben täglich 10–18:30 Uhr
ARMIDA QUARTETT MOZART IN DER BRIXNER HOFBURG Martin Funda, Violine Johanna Staemmler, Violine Teresa Schwamm, Viola Peter-Philipp Staemmler, Violoncello Im Kaisersaal der Brixner Hofburg werden das Preußische Quartett KV 575 und das Dissonanzquartett KV 465 von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das Streichquartett Nr. 2 von Marco Nikodijevic aufgeführt. Das junge Armida Quartett hat in seiner einzigartigen Karriere in den bekanntesten Kammermusiksälen Europas, Asiens und der USA gespielt.
14. September, 20 Uhr * Samstag, Hofburg Brixen, Kaisersaal Kartenvorverkauf: online über www.mytix.bz oder im Tourismusbüro Brixen, T 0472 275252 info@brixen.org // www.musikbrixen.it
Kunstkreis St. Erhard 21. bis 29. September Lisa Hilpold: Botanical fineart. Pflanzen berühren – durch ihre stille und kraftvolle Präsenz täglich 10–13 und 17–20 Uhr Eröffnung: Fr., 20. September, 19 Uhr
Kloster Neustift bis 26. Oktober ABITARSI. Zeitgenössische Kunst im Kloster bis 23. November Sankt Florian in Neustift. Eine neu entdeckte Gemäldeserie nach Albrecht Altdorfer Mo.–Sa. 10–17 Uhr Engelsburg, Neustift bis 8. September Dreams Fotoexpo. Fotos von Egon K Daporta täglich 10–19 Uhr 14. bis 29. September Südtiroler Freizeitmaler – Bezirk Eisacktal täglich 10–17 Uhr Eröffnung: Fr., 13. September, 18 Uhr Galerie 90, Mühlbach 6. bis 29. September Giuliano Caporali. Concept & Project bis 31. Oktober Peter Fellin. Installation. Hommage an Joseph Beuys (im Wolkensteinerkeller) Besichtigung nach Termin vereinbarung Tel. 348 7102550 Franzensfeste bis 10. November FORT biennale_01: Im Körper der Sprache Kunstbiennale, kuratiert von Ulrike Buck und Margareth Kaserer Eingebunkert Di.–So. 10–18 Uhr
Staudenparadies, Brixen bis 28. Oktober SculpGarden Mo.–Fr. 9–12 und 15–18 Uhr, Sa. 9–12 Uhr Cusanus -Akademie, Brixen 18. September bis 25. Oktober Wohin. Fotoausstellung Drei Themen die bewegen: Schaffung von Baumöglichkeiten, Stillstand in der Kirche, Zukunft der traditionsreichen Vereine. Künstlerisch umgesetzt von Kirchenchor, Theatergruppe und Bildungsausschuss Ridnaun mit Armin Stricker. Eröffnung: Di., 17.9., 19 Uhr Mo.–Fr. 8–17 Uhr, Sa. 8–11:30 Uhr
Vereinshaus Natz 21. und 22. September Maskenausstellung der Oachna Krampusse Sa. 11–21 Uhr, So. 10–15 Uhr Schloss Velthurns 17. bis 22. September Walter Dalfovo täglich 10 – 17 Uhr Eröffnung: Fr., 13. September, 18:30 Uhr
DIÖZESANMUSEUM HOFBURG BRIXEN
NINDERSCHT NINDERSCHTISCH ISCHNICHT NICHT Paartherapie mit Ginther und Irene
Paartherapie mit Ginther und Irene
Das erfolgreicheneue Kabarettprogramm mitmitThomas Das erfolgreicheneue Kabarettprogramm Thomas Hochkofler Hochkofler und Karin zum zum vierten MalMal aufaufSüdtiroltournee undVerdorfer Karin Verdorfer vierten Südtiroltournee 19. Oktober SCHLIERSEE, Kulturherbst 19. Oktober SCHLIERSEE, Kulturherbst 21. Oktober BRUNECK, UFO 21. Oktober BRUNECK, UFO 22. Oktober BRUNECK, UFO 22. Oktober BRUNECK, UFO 23. Oktober MERAN, Kimm 23. Oktober MERAN, KimmKimm 24. Oktober MERAN, 24. Oktober MERAN, KimmForum Brixen 28. Oktober BRIXEN, 05. November SCHLANDERS, Karl-Schönherr-Saal 28. Oktober BRIXEN, Forum Brixen 06. November EPPAN, Kultursaal St. Michael 05. November SCHLANDERS, Karl-Schönherr-Saal 07. November SAND IN TAUFERS, Bürgersaal 06. November EPPAN, Kultursaal St. Michael 13. November SARNTHEIN, Bürgerhaus 07. November SAND IN TAUFERS, Bürgersaal 14. November BOZEN, Waltherhaus 13. November SARNTHEIN, Bürgerhaus 15. November BOZEN, Waltherhaus 14. November BOZEN, Waltherhaus 15. November BOZEN, Tickets: www.mytix.bz Beginn: jeweils 20 UhrWaltherhaus
Beginn: jeweils 20 Uhr Tickets: www.mytix.bz
Kunst- und Kulturgeschichte aus über 1.000 Jahren entdecken Die Hofburg, ehemalige Residenz der Brixner Fürstbischöfe, beherbergt in über 70 Ausstellungsräumen Kunstwerke, die vom Mittelalter bis in die Moderne datieren, eine einzigartige Krippensammlung und regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen. Die historischen Prunkräume des Kaiser- und Bischofstrakts sind mit einzigartigen Öfen und barockem Mobiliar ausgestattet. Der Renaissanceinnenhof dient mit seinem stimmungsvollen Ambiente immer wieder als Kulisse zahlreicher Konzerte und Veranstaltungen. Im geschichtsträchtigen Baudenkmal werden Kunst und Kultur aus über 1.000 Jahren erfahrbar. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für die ganze Familie macht den Museumsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Öffnungszeiten Juni–September täglich, von 10 bis 18:30 Uhr Oktober–Mai täglich, von 10 bis 17 Uhr
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Geschlossen: 24. & 25. Dezember, Ostersonntag
Infos: Tel. 0472 830505, info@hofburg.it
MOZART AND FRIENDS * Donnerstag, 26. September Forum Brixen
17 Uhr: Mozart on book: Giustizia e Musica alla vigilia della Rivoluzione francese. Nei Lager della Seconda guerra mondiale (Recht und Musik in der Zeit der französi schen Revolution und in den KZs des Zwei ten Weltkriegs), hrsg. von Sonya Beretta und Giacomo Fornari (in ital. Sprache) In Zusammenarbeit mit dem Comitato per l’educazione permanente di Bressanone 18:30 Uhr: They’ll be famous: Alena Savina and her small Mozarts 20:30 Uhr: Mozart in voice (Belcanto Academy), Vittorino Andreoli (Psychiater), Andrea Bacchetti (Klavier) (in deutscher und italienischer Sprache) In Zusammenarbeit mit UPAD/Palladio
* Freitag, 27. September Hofburg Brixen
17:30 Uhr: Mozart’s secret. Podiums diskussion in italienischer Sprache mit Marco Vignoni und Giacomo Fornari 20:30 Uhr: Mozart’s secret: Die Zauber flöte in einer unbekannten Bearbeitung der MozartZeit, mit Antonella Profera (Sopran), Ensemble Windkraft, Ekhart Wytschik und Giacomo Fornari (in deutscher Sprache) In Zusammenarbeit mit Musica in Aulis
* Samstag, 28. September Hofburg Brixen
17 Uhr: Mozart Black&Wite: Giorgio Trione Bartoli (Klavier), Preisträger des Klavierwett bewerbs “Amadeus” 20:30 Uhr: Mozart’s Secret: Debits and Credits – Alina Komisarova (Violine), Piero Massa (Bratsche), Roberto Trainini (Cello): Divertimento Puchberg KV 563, zweispra chige Moderation mit Giacomo Fornari
* Sonntag, 29. September Hofburg Brixen
11:30 Uhr: Mozart Matinée: Debits and Credits, Vortrag in deutscher Sprache von Thomas Hochradner (Musikuniversität Mozarteum, Salzburg) 12 Uhr: Mozart: Die Flötenquartette, mit Martina Brigadoi (Flöte), LudusQuartett 13 Uhr: Ausklang Änderungen vorbehalten Eintrittskarten: 25 Euro; 15 Euro (ermäßigt und für Mitglieder von Pro Cultura)
44 › Freizeit & Sport
Ein kleines
Juwel
SPORT: Die Sektion Behindertensport des SSV Brixen ist landesweit einzigartig mit ihrem Angebot. Der „Brixner“ wirft einen Blick darauf, wie es dazu kam und warum die Sektion so gut funktioniert.
Ihr Programm ist sehr vielfältig: Schwimmen, Tanzen, Handball, Tischtennis, Turnen, Boccia und, in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, noch vieles mehr zählt zu den Aktivitäten der Sektion Behindertensport des SSV Brixen. Im Gespräch mit Elda Letrari, die seit 2015 die Sektion leitet, und ihrer Vorgängerin und Mitarbeiterin Michaela Kofler spürt man sofort die bedingungslose Leidenschaft, mit der die zwei Frauen am Werk sind. „Ich habe vor neun Jahren ein kleines Juwel übernommen, und es bereitet mir sehr viel Freude, es zu betreuen und weiterzuentwickeln“, sagt Letrari. Es sind keine Stichflammen, mit denen sie für ihre Sektion brennen, sondern es ist ein ruhiges, kontinuierliches Arbeiten, ohne große Show, doch verbunden mit vielen kleinen Schritten und vielen Augenblicken großer Zufriedenheit.
Brixner Nr. 415
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mit anderen Sektionen des SSV sowie Vereinen und Übungsleitern zusammen. So betreuen Handballspielerinnen die Handball- und die Turngruppe, beim Tanzen arbeitet man Hand in Hand mit der Sektion Tanzen, Tischtennis wird zusammen mit der Millander ASVSektion gespielt. Im Rahmen des sogenannten SpecialSports-Angebots können Kinder im Grundschulalter grundlegende motorische Fähigkeiten erwerben und bis zum Alter von 15 Jahren verschiedene Sportarten kennenlernen. Auch Boccia erfreut sich großer Beliebtheit – dafür darf der Platz des Dopolavoro in Vahrn genutzt werden. In der Acquarena stehen für Training und Kurse mehrere speziell ausgebildete Übungsleiter am Beckenrand, die entweder nur für die Sektion Behindertensport arbeiten oder aus den Reihen der Sektion Schwimmen kommen. Spitzensport Die Ausnahmeschwimmtalente Marco Scardoni und Kathrin Oberhauser sind in Brixens Sportwelt seit Jahren ein Begriff und wurden eigentlich zufälligerweise im Mittelschulalter entdeckt. Die beiden verbindet nicht nur ihr Geburtsdatum – beide erblickten am 10. Juli 1992 das Licht der Welt –, sondern auch die erfolgreiche Teilnahme an vielen Wettkämpfen und jahrelanges gemeinsames Training: Sie trainieren bis zu fünfmal pro Woche! Die Liste ihrer Siege bei FISDIR-Wettbewerben (Federazione Italiana Sport Paralimpici degli Intellettivo Relazionali) ist lang: Marco Scardoni punktete vor allem mit seiner Vielseitigkeit in den Lagen- und Delfin-Rennen, Kathrin Oberhauser holte sich mehr als 50 Italienmeistertitel in den Brust- und Rückendistanzen und mischte auch auf europäischer Ebene vorne mit. Nicht zuletzt ihretwegen wurde Brixen 2016 und 2018 zum Austragungsort der FISDIR-Italienmeisterschaften auserkoren. Deren Organisation war ein gewaltiger Aufwand für die Sektion Behindertensport, den sie mithilfe anderer Sektionen und vieler Ehrenamtlicher mit Bravour meisterte. Sowohl die Stadt Brixen als auch die Acquarena als Gastgeber blieben allen Beteiligten in bester Erinnerung; die Veranstaltungen selbst waren ein nachhaltiger Beitrag zur Förderung der Integration. Ein Pionier mit Weitsicht
Breitensport Die etwa 100 aktiven Mitglieder der Sektion mögen in gewisser Hinsicht „besonders“ sein, doch ihre sportlichen Aktivitäten sind für sie dasselbe wie für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die gemeinsam die Bewegung suchen, Techniken erlernen und verbessern, die Gemeinschaft genießen und darüber hinaus viel Gutes für Körper und Geist tun. Organisatorisch ist der Aufwand zwar manchmal größer, wenn bestimmte Beeinträchtigungen Mobilität und Möglichkeiten der Sportler einschränken, doch mit diesen Rahmenbedingungen weiß man seit Langem umzugehen. Bei der Durchführung des umfangreichen Wochenprogramms arbeiten Letrari und ihre Helferinnen und Helfer
INTEGRATION UND INKLUSION: Die Sektion Behindertensport des SSV Brixen arbeitet mit anderen Sektionen und Vereinen zusammen, um ein umfangreiches Sport- und Freizeitprogramm anzubieten
Integration und Inklusion als Zielsetzung und ohne viel Aufhebens praktisch umgesetzt: Dies waren 1990 auch die ausschlaggebenden Momente für die Gründung der Sektion Behindertensport. Christian Putzer, seinerzeit für die Leichtathletiksektion zuständig, wollte es körperbehinderten Sportlern wie beispielsweise Christine Ploner, Paul Oberhofer und Helmut Wolf ermöglichen, zu trainieren und bei Wettkämpfen zu starten. Ebenso sollten Menschen mit mentaler Beeinträchtigung sportlich aktiv sein können: Einige Angebote wie Laufen und Turnen wurden für sie organisiert. Putzer leistete Pionierarbeit, denn landesweit war die Brixner Behindertensektion die erste ihresgleichen innerhalb eines Sportvereins. In den folgenden Jahren erlebte man einige Höhen und Tiefen, doch die Bewegung war ins Rollen gekommen, und im Jahr 2000 übernahm Michaela Kofler die Sektionsleitung. Zum anfänglichen Angebot Turnen und Schwimmen kamen bald weitere Sportarten wie Fußball, das heute mit der „Sport & Friends“-Gruppe Sterzing praktiziert wird, oder das Tanzen, das ursprünglich in Zusammenarbeit mit Citydance organisiert wurde und nun im „Our way to dance“-Bereich des SSV beheimatet ist. Dazu gesellten sich
46 › Freizeit & Sport Networking
Handball und Tischtennis, und man ist jederzeit offen für Vorschläge und Wünsche, die in irgendeiner Weise erfüllt werden können. Grundsätzlich ist es für den Erfolg eines jeden Kurses wichtig, dass Athleten und Betreuer sich zu Beginn kennenlernen dürfen, Vertrauen entwickelt wird, die Vorbereitung an die vorhandenen Möglichkeiten und Fähigkeiten angepasst werden kann. Gelebte Inklusion Eines der erfolgreichsten Beispiele für Inklusion durch gemeinsamen Sport ist wohl das Brixner Sportfest, das alljährlich Athletinnen und Athleten aus ganz Südtirol zum gemeinsamen Wettstreit mit Oberschülern in Brixen zusammenführt. Die zündende Idee stammt von der ehemaligen Turnlehrerin Barbara Letrari: Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Festes werden in Projektform von einer Oberschule übernommen. Die Programmgestaltung, von der Begrüßung über die Spielstationen und deren Betreuung bis hin zum Rahmenprogramm, wird von engagierten Schülerinnen und Schülern der 4. und 5. Klassen bereits im Herbst in Angriff genommen; das Fest selbst findet im Mai statt. In dieser Zeit sammeln die Jugendlichen nicht nur organisatorische Erfahrungen, sondern leben die Inklusion unmittelbar, meist sehr spontan und ohne Vorbehalte. Viele geknüpfte Beziehungen bleiben auch nach dem Fest bestehen.
SSV Brixen, Sektion Behindertensport
Sektionsleiterin: Elda Letrari Cimadom Tel.: 338 1085865 E-Mail: behindertensport@ssv-brixen.info
Die Schwimmerinnen und Schwimmer nehmen erfolgreich an vielen Wettkämpfen teil (hier in Trient 2023)
Sektionsleiterin Elda Letrari hat nicht zuletzt in ihrem jahrelangen politischen Engagement gelernt, dass Zusammenarbeit viel bewegen kann. Sich vernetzen, miteinander reden – dies sind auch in ihrer Vereinstätigkeit tragende Säulen der Weiterentwicklung. So ist ihre Sektion auf verschiedenen Ebenen gut vernetzt, mit der Lebenshilfe, die zum Beispiel den Bereich Langlaufen betreut und zu Ausflügen einlädt, mit „Sport & Friends“ in Sterzing in puncto Skifahren, mit dem Hauptverein SSV Brixen, aus dessen großem Pool an Trainerinnen und Trainern geschöpft werden kann, um gut ausgebildete und einfühlsame Übungsleiterinnen und -leiter zu finden. Ein wichtiger Partner auf Landesebene ist auch das Landeskomitee der Special Olympics, das unter der Führung von Martha Stocker Menschen mit geistiger Behinderung zum Sport hinführt, sie betreut und dabei sehr auf Inklusion ausgerichtet ist. Damit gerade bei Wettbewerben – Höhepunkt sind die zweijährlich stattfindenden Special Olympics World Games – die individuellen Möglichkeiten berücksichtigt werden, wurde ein spezieller Modus entwickelt, bei dem in Vorläufen sozusagen das Niveau überprüft wird und die Bewertungskriterien dann entsprechend definiert werden. Special Olympics, die heute weltweit größte Bewegung für Athletinnen und Athleten mit mentaler Beeinträchtigung, entstand in den USA Ende der Sechzigerjahre auf Initiative von Eunice Kennedy Shriver, einer der Schwestern von John F. Kennedy, die sich für mehr Rechte und Akzeptanz von Menschen mit geistigen Behinderungen einsetzte.
„ I ch habe 2015 ein kleines Juwel übernommen, und es bereitet mir sehr viel Freude, es zu betreuen und weiter zuentwickeln“ _ Elda Letrari, Sektionsleiterin Geben ist seliger als nehmen Es gilt für die Behindertensektion im SSV Brixen dasselbe wie für viele andere Vereine: Der Lohn für die ehrenamtliche Tätigkeit liegt nicht auf dem Bankkonto, sondern ist im menschlichen Zusammentreffen spürbar. Die Freude der Athletinnen und Athleten, die Mithilfe und Dankbarkeit von Familien und Freunden, der Blick auf eine positive Entwicklung junger und älterer Menschen – dies alles ist für Elda Letrari, Michaela Kofler und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter Motivation und Ansporn, die bestehenden Angebote weiter zu pflegen und offen zu sein für neue Initiativen. Dahinter steht auch der Hauptverein, der die Tätigkeit seiner „besonderen“ Sektion schätzt und unterstützt, auch darf man auf die Mithilfe von Unternehmen, Ämtern und Mitbürgern zählen. Gelegenheit zum Kennenlernen bietet diese Sektion oft: auf Sportplätzen, in Turnhallen, im Schwimmbad, beim Altstadtfest oder zum Beispiel Ende August beim Fußballturnier der Special Olympics-Südtirol auf dem Klaus-Seebacher-Platz, das zusammen mit der Sektion Fußball ausgetragen wurde.
sabine.dejakum@brixner.info
48 › Freizeit & Sport
FUSSBALL
Plose gewinnt Stadtturnier
Der ASV Milland und USD Bressanone hießen in diesem Jahr die weiteren Brixner Vereine zum 6. Stadtturnier willkommen. Fünf Fußballmannschaften aus dem Gemeindegebiet sowie
sich durchaus spannende Begegnungen. Am Samstag folgten die Platzierungsspiele und das Finale, in dem der ASC Plose auf den ASV Albeins traf. Der ASC Plose spielte klar überlegen und ging mit einem verdienten 3:0 als Sieger des Brixner Stadtturniers hervor. Nicht nur bei den Platzierungsspielen und dem Finale war die Tribüne voll, sondern auch die Matches an den vorherigen Spieltagen waren stark besucht, was das Brixner Stadtturnier einmal mehr zu einem regelrechten Fußballfest machte. Ziel der Organisatoren war es, die verschiedenen Brixner Mannschaften näher zusammenzubringen und das fußballerische Potenzial aufzuzeigen. mh
die Gastmannschaft aus Lüsen kämpften vom 1. bis zum 3. August um die begehrte Raiffeisentrophäe. Bürgermeister Andreas Jungmann stellte im Vorfeld des Turniers die Veranstaltung den Vertretern
der Vereine sowie den Sponsoren vor und dankte insbesondere dem ASV Milland als Gastgeber. Die Gruppenspiele wurden am Donnerstag und Freitag ausgetragen, und die Mannschaften lieferten
nun in Brixen allen zur Verfügung steht, wurde in Südtirol aus recyceltem Plastik hergestellt und kostete etwa 40.000 Euro. Abgerundete Kanten und verschiedene Wellen und Steilkurven machen die neue Freizeitanlage zu einem beliebten
Treffpunkt für BMX-Fahrer; sie ist theoretisch aber auch für Skateboard, Laufräder oder Mountainbike geeignet. Laut Stadtrat Peter Natter kann der Pumptrack ein willkommener Treffpunkt für Jugendliche werden und zur Bewegungsförderung bei-
tragen: „Im Bereich der niederschwelligen Freizeitangebote gibt es in Brixen noch Ausbaupotenzial, dem wir uns in den nächsten Jahren verstärkt widmen möchten“, so der av Stadtrat.
Am 31. August findet in Brixen der Handball-Supercup der Damen und der Herren statt. Die Brixner Handballerinnen treffen um 17:30 Uhr auf Erice; um 19:30 Uhr spielen die Herren gegen Fasano. Zum ersten Mal in der Geschichte des italienischen Handballs finden beide Spiele in derselben Stadt statt.
Anfang August fand in der Acquarena in Brixen das zweite Beachvolleyball-Turnier der Saison statt, an dem 23 Teams aus ganz Italien teilnahmen. Im spannenden Finale setzte sich das Team „Brixari“ aus Turin knapp gegen die lokale Mannschaft „Dove si Balla“ mit 2:1 durch.
Der Brixner Triathlet Euan de Nigro, mit seinen 20 Jahren einer der jüngsten Profisportler seiner Zunft, machte mit seinem Sieg beim Europacup in der Türkei Anfang August als Schnellster der Juniorenklasse und mit der zweitschnellsten Zeit in der allgemeinen Klasse von sich reden.
Foto: Oskar Zingerle
FREIZEIT
Pumptrack steht Die ersten Fahrradfreudigen haben den neuen Pumptrack in Brixen schon für sich entdeckt, der seit einigen Tagen in der Nähe des Mozartkindergartens und des CalisthenicParks steht. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ziehen ihre Kreise, üben Fahrtechniken und philosophieren über ihre neusten Moves. Beim Pumptrack geht es darum, durch Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers und nur durch minimalen Einsatz der Pedale Geschwindigkeit aufzubauen. Der etwa 60 Meter lange Parcours, der
kurz
notiert
Brixner Nr. 415
‹ 49
„Habe die Tage genossen“ VERENA STEINHAUSER war als Profi-Triathletin bei den Olympischen Spielen in Paris am Start und erzählt von ihren Erfahrungen. Frau Steinhauser, es gab einige Problematiken rund um die Triathlon-Rennen – wie haben Sie sie erlebt?
Es war sicher nicht hilfreich, immer wieder nicht zu wissen, ob die Wasserqualität der Seine das Schwimmen überhaupt zulassen würde und wann die Starts tatsächlich stattfinden würden. Das Schwierigste war letzten Endes dann die Strömung, die fünfmal stärker war als im vergangenen Jahr bei den Probewettkämpfen. Ich kam nach dem Einschwimmen einigermaßen verstört aus dem Wasser, zumal meine Stärken eher beim Radfahren und Lau-
fen liegen. Trotzdem: Die Bedingungen waren für alle dieselben.
und mit meinem Team auf dem sechsten Platz zu landen.
Sie haben das Einzelrennen bestritten und wurden dann auch für die Staffel nominiert. Sind Sie mit den Ergebnissen zufrieden?
Ihr Eindruck von Paris als OlympiaStadt?
Ja und nein, denn das Einzelrennen war für mich schlichtweg katastrophal. Ich kam viel zu spät aus dem Wasser, und nachdem sich das Teilnehmerfeld aufgrund der schwierigen Schwimmbedingungen ziemlich verteilte, fand ich auf dem Rad keinen Anschluss an eine starke Gruppe. Damit war das Rennen leider gelaufen. Umso mehr war ich dann sehr glücklich, in der Staffel starten zu dürfen
Location und Publikum waren wirklich außergewöhnlich: Die Strecken verliefen mitten durch die Stadt; es gab sehr viele Zuschauer, die alle Athleten anfeuerten. Bei Unterkunft und Essen bestand Luft nach oben, die Abläufe im olympischen Dorf waren etwas unorganisiert. Aber ich habe die Tage in Paris trotzdem genossen, konnte mir einige Wettkämpfe anschauen und hatte auch noch Zeit für etwas Sightseeing mit meiner Familie. sabine.dejakum@brixner.info
50 › Freizeit & Sport
Foto: Stefan Plank
FUSSBALL
Stars in Vals
Olympiavorbereitung in Brixen Die Olympionikin Beatrice Colli bereitete sich zehn Tage lang im Kletterzentrum Vertikale in Brixen auf die Kletterwettkämpfe der Olympischen Spiele in Paris vor. Gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Ludovico Fossali, einem ehemaligen Speed-Weltmeister, trainierte die 19-jährige Athletin nochmals intensiv an der Speed-Wall, bevor sie sich nach Paris aufmachte. Fossali, der sich nicht für die diesjährigen Spiele qualifizieren konnte, unterstützte Colli bei ihrem Feinschliff. Colli gehört zu den 15 Azzurri, die sich für Paris qualifiziert hatten, und trat dort im Speed-Klettern an. Die Verantwortlichen des Kletter-
zentrums in Brixen zeigten sich erfreut, eine so hochkarätige Athletin beherbergen zu dürfen, und sorgten für optimale Trainingsbedingungen. Colli selbst äußerte sich sehr positiv über ihre Vorbereitung und reiste in guter Form nach Paris ab. Während der Olympischen Spiele bestritt Colli am 5. August ihren Wettkampf in der Qualifikation und zeigte eine starke Leistung. Sie erreichte den elften Platz und verpasste somit den Einzug ins Viertelfinale um drei Plätze. Trotz dieses Rückschlags bleibt sie eine Hoffnungsträgerin für den italienischen Klettersport und zukünftige Wettbewerbe. mh
höherer Aufmerksamkeit. Ein Freundschaftsspiel gegen den SSV Brixen (im Bild) gewann Bologna „nur“ mit 2:0 – immerhin ein Achtungserfolg für die Brixner. Weitere Testspiele absolvierte der FC Bologna in Vals gegen den Serie-C-Club Caldiero Terme (5:0) sowie in Brixen gegen den griechischen Erstligisten Asteras Tripolis (3:3). Schließlich lieferten sich Bologna, der FC Südtirol und der Vfl Bochum in Bozen ein hochkarätiges Dreierturnier. Sowohl Jablonec als auch Bologna werden auch nächstes Jahr wieder in Vals zu Gast sein – ein Zeichen dafür, dass sie sich dort wohl fühlen, was nicht zuletzt am guten Zustand des Rasens liegt, den Erich Gatterer und Johann Oberhofer ganzjährig hervorragend hegen und pflegen. oz Foto: Oskar Zingerle
KLETTERN
Gleich zwei europäische Erstliga-Fußballklubs haben das beschauliche Dorf Vals wieder als Rückzugsort für ihr Sommer-Trainingslager ausgewählt. Zunächst war es der Jablonec FK aus Tschechien, der zum wiederholten Mal in der Skiund Almenregion zu Gast war. „Mit dem tschechischen Club bekommen wir eine gute Sichtbarkeit auf dem für uns wichtigen tschechischen Markt, dessen Anteil bei den Nächtigungen in den letzten fünf Wintersaisonen von unter einem auf über vier Prozent gesteigert werden konnte“, freut sich Stefan Gruber, Präsident der Tourismusgenossenschaft. Nach 2023 schlug auch der Tross des FC Bologna ein weiteres Mal in Vals sein Trainingslager auf – mit ungleich höherem Aufwand als Jablonecund auch mit entsprechend
FREIZEIT
Ein Fest für die ganze Familie
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Ab sofort können wir einzelne Hautstellen mittels Telemedizin von einem Hautarzt überprüfen lassen. Termine bitte reservieren unter: www.peer.it/telemed Dauer ca. 20 Minuten (für bis zu 2 Hautstellen), der Befund kommt in italienischer Sprache.
SERVICE Das diesjährige Lern- und Spielfest findet am 14. September auf dem Stiftsplatz des Klosters Neustift statt – bereits zum 27. Mal. Es bietet Familien kostenlos die Möglichkeit, einen ganzen Nachmittag lang verschiedene Tätigkeiten auszuprobieren und in unterschiedlichen Bereichen Neues zu lernen. Auch dieses Jahr präsentieren sich wieder neue Vereine und Institutionen mit ihren eigenen Stationen. Sie bereiten eine Vielzahl von Aktivitäten vor, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene ansprechen und zum Ausprobieren und Mitmachen motivieren. Von Sport und Natur bis hin zu Kunst und Kultur gibt es ein belebtes abwechslungsreiches Programm. Ein wichtiger Bestandteil dieses Festes sind die Südtiroler Museen, die sich dort selbst vorstellen. Heuer nehmen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, das Museion, das Naturparkhaus Puez-Geisler und das Stiftsmuseum Kloster Neustift teil. Neben den vier Museen haben auch noch weitere Institutionen wie die
Jugendkapelle Natz-Schabs, die Südtiroler Freizeitmaler, der Schachclub Brixen-Milland und die Jugendgruppe des Weißen Kreuzes eine eigene Station. Zusätzlich zu den vielen spielerischen und kreativen Tätigkeiten werden Speisen und Getränke zu familienfreundlichen Preisen angeboten. Außerdem wird das vom Bildungshaus Kloster Neustift organisierte Lern- und Spielfest als „Green Event“ durchgeführt und zertifiziert; es ist also eine Veranstaltung, die in ihrer Planung und Durchführung die Umwelt berücksichtigt und sich gleichzeitig als Ansporn für ein nachhaltiges und ans bewusstes Leben versteht.
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52 › Freizeit & Sport SCHWIMMEN
20 Jahre Freude am Sport
Seit nunmehr 20 Jahren gehören die orangefarbenen Badehauben in der Acquarena zur täglichen Routine: Anfang August feierten die Mitglieder des Schwimmclubs Brixen mit einer Grillfeier und den vereinsinter-
nen Meisterschaften den 20. Geburtstag des Vereins. Beinahe 1.000 Mitglieder sind es mittlerweile, die in den verschiedensten Gruppen ihre Leidenschaft für das Wasser teilen, sich von Schwimmlehrerinnen und
-lehrern in die Kunst des Schwimmens einweisen und fortbilden lassen. Vom Babyschwimmen bis hin zum Fitnessschwimmen etwas älterer Herrschaften ist im Wasser das ganze Jahr über viel Betrieb – die meiste
Zeit im Hallenbad, doch auch im Freibad genießt man diesen nassen Sport. In den Wettkampfgruppen – zum Schwimmen gesellte sich bereits zwei Jahre nach der Gründung die Sektion Triathlon – bereiten sich Kinder und Jugendliche auf die sportliche Auseinandersetzung mit ihren Altersgenossen vor, landesweit und auch darüber hinaus. Vorstand und Mitglieder blicken daher mit Stolz auf die Erfolge ihrer Athletinnen und Athleten, von denen einige sogar den Sprung in die Profikarriere wagten, wie Verena Steinhauser und Euan De Nigro. Als größten Verdienst des Vereins bezeichnen die Verantwortlichen jedoch einhellig die Tatsache, dass sehr viele junge, jugendliche und erwachsene Mitglieder Freude am Sport finden und dass diese Leidenschaft gerade die jungen Aktiven auch nach ihrer Wettkampfzeit durch das Leben begleitet. sd
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Brixner Nr. 415
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SYNCHRONSCHWIMMEN
Tanz im Wasser Es war eine Premiere der besonderen Art im Hallenbad der Acquarena, als eine kleine Gruppe frischgebackener Synchronschwimmerinnen Ende Juli zu ihrer ersten Vorführung einlud. Vier Mädchen, zwischen fünf und acht Jahre alt, hatten sich über zwei Wochen mit der Trainerin und ehemaligen Synchronschwimmerin Chiara Gau die Grundkenntnisse dieser besonderen Wassersportart angeeignet. Eineinhalb Stunden lang arbeiteten sie täglich mit großer Leidenschaft und Begeisterung: zum Aufwärmen mit Gymnastik auf dem Trockenen, dann mit einigen Längen Einschwimmen und schließlich mit gezielten Übungen. Die Sektion Schwimmen des SSV Brixen wollte ihre Angebote für Kinder und Jugendliche im Sommer um neue Sportarten bereichern und bot sowohl einen Wasserballschnupperkurs als auch das Synchronschwimmen an. Während sich für Wasserball nicht genügend Interessierte fanden – wohl auch, da es in Brixen keine
weiterführenden Trainingsmöglichkeiten gibt –, wagten sich vier Mädchen ans Synchronschwimmen. Die Vorkenntnisse, die sie dabei aus ihren bereits praktizierten Sportarten Schwimmen, Tanzen und Kunstturnen mitbrachten, waren natürlich sehr hilfreich. „Doch es waren vor allem ihre Begeisterung und ihr Einsatz“, so ihre Trainerin Gau, „die in so kurzer Zeit zu bemerkenswerten
Ergebnissen führten.“ Die Zuschauer der Abschlusspräsentation staunten nicht schlecht, als die Mädchen die einstudierten Choreografien vorführten – in passendem Outfit und Make-up. Die Sektion Schwimmen will sich dafür einsetzen, den jungen Synchronschwimmerinnen auch weiterhin Trainingsmöglichkeiten zu bieten. sd
SPORT
Eishockey im Aufwind Der Eishockeyverein Falcons beschritt gemeinsam mit den aus sportlicher Sicht Gleichgesinnten aus Sterzing und Bruneck neue Wege. Man könnte auch sagen, die Vereine machten aus der Not eine Tugend, denn Südtirols Eishockeywelt ist relativ klein, und so startete man eine Art Spieleraustausch in alle Richtungen. Die
Brixner selbst sehen sich zurzeit als Sprungbrett, bauen junge Spieler auf und ermöglichen diesen durch die Zusammenarbeit mit derzeit höher eingestuften Mannschaften ein Weiterkommen auf der sportlichen Karriereleiter. Andersherum finden Spieler, die aus irgendwelchen Gründen etwas kürzertreten wollen, Trainings- und Spielmöglichkei-
ten im Dreieck Sterzing-BrixenBruneck. Das Projekt entstand aus dem Wunsch, langfristig zu denken und zu agieren, und vor allem aus dem Bestreben, talentierten und sehr ambitionierten Spielern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben. Nach der ersten „gemeinsamen“ Saison ziehen die Falcons eine durchaus positive Bilanz und freuen sich, in vielen Spielern neue Leidenschaft entfacht zu haben. So wird bereits im Sommer fleißig trainiert; viele bereiten sich in Vorbereitungscamps aufs Eis vor. Zukunftsorientiert und fernab jeglicher Kirchturmpolitik will man auch in die neue Saison starten – mit einem Freundschaftsspiel am Abend des 10. September, an dem die Mannschaften aller drei Hockeyvereine teilnehmen, um ihren gemeinsamen Sport zu feiern. sd
54 › Wirtschaft & Umwelt
„ Mietmarkt soll wieder belebt werden“ TOURISMUS: Auch in der Gemeinde Brixen haben die Kurzzeitvermietungen über Airbnb und ähnliche Plattformen zu einem leergefegten Mietmarkt geführt. Stadträtin SARA DEJAKUM will klare Signale setzen. Gemeinsam mit Dienststellenleiterin MARIKA COLA und Vize-Generalsekretärin GABRIELE MORANDELL erklärt sie dem „Brixner“, wie sich das Bettenstopp-Gesetz von Arnold Schuler auf den Sektor auswirkt.
Fotos: Oskar Zingerle
Es gibt einigen Erklärungsbedarf zu den im August 2022 neu eingeführten Artikeln zum Bettenstopp im Allgemeinen und zum nachfolgenden Dekret des Landeshauptmannes zu den Bettenkontingenten im Besonderen. Beginnen wir vielleicht bei den Basics: Welche Typologien von Betten sieht das Gesetz vor? MARIKA COLA: Grundsätzlich unterscheiden wir zwi-
schen Gastgewerbe, Privatzimmervermietung und Urlaub auf dem Bauernhof. Das Gastgewerbe wird durch das Landesgesetz 58/88 geregelt, Urlaub auf dem Bauernhof durch das Landesgesetz 7/08. Die Privatzimmervermietung hingegen wurde durch das Landesgesetz 12/95 geregelt: Privatpersonen oder Unternehmer können maximal fünf Ferienwohnungen oder acht Gästezimmer anbieten; es bedarf aber in jedem Fall einer Gemeindelizenz, für die eine zertifizierte Mitteilung ausreicht. Ist die Abgrenzung zwischen den drei Bereichen klar, oder gibt es auch Grauzonen? GABRIELE MORANDELL: Es gibt keine Grauzonen,
die Abgrenzung ist sehr klar. Bei Urlaub auf dem Bauernhof muss der Betreiber ein Bauer sein, der eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Gastgewerbe – das sind
p VERSUCHTEN, DIE KOMPLEXE THEMATIK UM DEN BETTENSTOPP ZU ERKLÄREN: Marika Cola, Stadträtin Sara Dejakum und Gabriele Morandell
professionell geführte Hotels und Pensionen, und für die Privatzimmervermietung gelten grundsätzlich die vorhin genannten Kriterien. Wohnungen oder Zimmer, die über Airbnb oder ähnliche Portalen vermarktet werden, fallen also auf jeden Fall in den Bereich Privatzimmervermietung? Marika Cola: Ja, natürlich. Jeder, der eine Wohnung oder
auch nur ein Zimmer über Airbnb anbietet, ist verpflichtet, eine Lizenz zu haben. Außerdem muss er natürlich auch die Ortstaxe bezahlen. Besteht diese Verpflichtung erst seit den neuen Gesetzesartikeln? Marika Cola: Eigentlich nicht; diese Regeln wurden
bereits 2000, die Ortstaxe hingegen 2014 beschlossen. Durch das Bettenstopp-Gesetz sind viele Vermieter erst darauf aufmerksam geworden, dass es nicht zulässig war, ihre Wohnung ohne Lizenz und ohne die entsprechende zertifizierte Meldung an die Gemeinde über die Plattformen zu vermieten. Es gibt nur eine einzige Ausnahme: Wer seine Wohnung maximal vier Mal pro Jahr vermietet, ist aus der Pflicht ausgenommen. Diese Ausnahme bedingt aber,
56 › Wirtschaft & Umwelt dass man die Wohnung nicht bewirbt – auch nicht über die Plattformen. Diese Situation gibt es also sehr selten. Gabriele Morandell: Wenn wir von klassischen AirbnbAngeboten oder ähnlichen Plattformen reden, geht es also immer um den Bereich Privatzimmervermietung – es ist in der Tat wichtig, den Leuten dies zu erklären. Auch in Brixen haben sich die Airbnb-Angebote in den letzten Jahren explosionsartig vermehrt. Reden wir Klartext: Haben sich bisher alle an die Regeln gehalten? SARA DEJAKUM: Es gibt einige, die der Meinung
waren, es gebe eine Grauzone – sowohl steuerlich als auch urbanistisch. Das liegt vielleicht an der Historie der Plattform: Airbnb ist ja bereits 2008 in Kalifornien entstanden. Nachdem dort die bezahlbaren Unterkünfte Mangelware waren, kam man auf die Idee, eine Plattform zu gründen für Wohnungsbesitzer, die in ihrer eigenen Wohnung ein günstiges Zimmer für ein paar Tage vermieten wollten – auch nur mit einer Luftmatratze als Schlafstelle. Heute ist Airbnb in mehr als 220 Staaten der Welt aktiv; die Ursprungsidee wurde also weiterentwickelt. Die Plattform-Eigentümer haben nämlich schnell erkannt, welches Potenzial darin besteht, weltweit ganze Wohnungen zu vermieten. Airbnb hat auch in Brixen dazu geführt, dass es für Einheimische oder Zugezogene kaum noch möglich ist, eine Wohnung längerfristig anmieten zu können – der normale Mietmarkt ist leergefegt. Bis zum Arnold-Schuler-Gesetz hat sich die Bettenanzahl der drei Bereiche ja mehr oder weniger unkontrolliert vermehrt, weshalb entsprechende Regeln und auch eine Begrenzung der Betten absolut sinnvoll erschien.
Zunächst sah das Gesetz die Erhebung des Ist-Zustandes vor. Gibt es dazu bereits Zahlen? Gabriele Morandell: Das Gesetz ist im September 2022
in Kraft getreten; jeder Gastwirt und jeder Privatzimmervermieter musste daraufhin seiner Gemeinde melden, wie viele Gästebetten er real hat. Ab diesem Augenblick waren auch Nachmeldungen möglich. Marika Cola: Die Erhebung ist noch nicht ganz abgeschlossen, weil die Zahlen einiger Gastbetriebe noch ausständig sind: Man muss noch kontrollieren, ob die erhobene Anzahl der Betten mit den Brandschutzvorkehrungen und Qualitätseinstufungen kompatibel ist. Diese Einstufungen müssen vom Landesamt überprüft und bestätigt werden, was natürlich seine Zeit dauert.
„ E in klares politisches Bekennt nis dafür, die Privatzimmer vermietung so viel wie möglich einzuschränken“ _ Sara Dejakum, Stadträtin Wie ist also der aktuelle Stand? Marika Cola: Stand Anfang August gibt es in der Ge-
meinde Brixen 90 Betriebe und 571 Betten der Kategorie Privatzimmervermietung, 83 Betriebe und 3.923 Betten im Gastgewerbe sowie 78 Betriebe und 1.031 im Bereich Urlaub auf dem Bauernhof (UaB). Diese Betten sind erhoben und genehmigt und sind damit vollkommen legal.
Brixner Nr. 415
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Sara Dejakum: „Endloses Wachstum ist im Tourismus nicht zielführend – das war die Erkenntnis, die dann zum Bettenstopp-Gesetz geführt hat“
doch ein falsches Zeichen. Eine totale Sperre wäre also auch nicht angebracht. Wie verlief die Ausschreibung der ersten 60 Betten? Sara Dejakum: Es gab im Jänner 35 Gesuche für ins-
gesamt 205 Betten, wovon mit 166 Betten im Bereich Privatzimmervermietung mit Abstand am meisten Betten angefragt wurden. Nach Überprüfung der einzelnen Kriterien wurden der Privatzimmervermietung lediglich 20 Betten zugewiesen – im Vergleich zu den 166 angefragten Betten also eine sehr kleine Menge. 24 Betten – und damit viel weniger, als wir zur Verfügung hatten – gingen an das Gastgewerbe, neun an die UaB-Betriebe. Gibt es Gemeinden, die anders entschieden haben? Gabriele Morandell: Das können wir noch nicht sagen,
weil es bisher noch sehr wenige Gemeinden gibt, die sich an diese Verordnung herangewagt haben – wir sind eine der ersten.
Sara Dejakum: Das neue Gesetz sah vor, dass nach der Erhebung der bestehenden Gästebetten eine Kontingentierung stattfindet, was de facto einem Bettenstopp gleichkommt. Jede Gemeinde kann seitdem zusätzliche Gästebetten nur dann zuweisen, wenn ein anderer Betrieb eingestellt wird. Um einen Stillstand der Branche zu vermeiden, wurden allerdings südtirolweit 7.000 Gästebetten als Vorschuss gewährt, von denen Brixen 220 zugewiesen wurden. Dazu muss betont werden, dass es sich bei diesen 220 Betten lediglich um einen Vorschuss handelt, der mit zukünftigen Betriebsschließungen oder Bettenauflassungen verrechnet werden muss. Das heißt also: Sollte morgen ein Betrieb schließen und Betten „freigeben“, kann Brixen diese nicht einem anderen Betrieb zuweisen, bis die Zahlen dieses Vorschusses wieder erreicht sind. Wie geht die Gemeinde nun mit diesen 220 Betten vor? Sara Dejakum: Die Aufteilung der Betten auf die
drei Bereiche und auch die Termine der Ausschreibungen obliegen der jeweiligen Gemeinde. Im Stadtrat und auch im Gemeinderat waren wir uns schnell einig: Wir wollen von den 220 Betten 150 dem Gastgewerbe, 35 der Privatzimmervermietung und 35 den UaB-Betrieben zuweisen. Das ist ein klares politisches Bekenntnis dafür, die Privatzimmervermietung so viel wie möglich einzuschränken. Außerdem wollen wir 2024 nur insgesamt 120 Betten ausschreiben; das restliche Kontingent behalten wir im Moment noch zurück. Ob und wann es dafür eine zusätzliche Ausschreibung geben wird, steht noch nicht fest. Die erste Ausschreibung für 60 Betten ist inzwischen bereits abgeschlossen, die zweite für 60 weitere Betten ist gerade im Gange. Theoretisch hätte die Gemeinde auch beschließen können, kein einziges Bett aus dem Kontingent der Privatzimmervermietung zuzuweisen. Wäre das nicht konsequenter gewesen? Gabriele Morandell: Theoretisch wäre dies möglich
gewesen, ja. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Gemeinde, sollte sie aus dem Landeskontingent kein Bett für die Privatzimmervermietung zur Verfügung stellen, einen Tourismuszweig total ausschließen würde. Dies wäre dann
Es gibt inzwischen Orte, die diese Lizenzen annullieren … ist das für die Zukunft eine Option? Sara Dejakum: Wenn wir zum Beispiel an Barcelona
denken, geht es dort vor allem um das Thema Overtourism. Brixen ist – zum Unterschied von einigen anderen Südtiroler Orten – noch lange nicht in einer solchen
Fakt ist nämlich, dass es in der Gemeinde Brixen derzeit allein im Bereich Privatzimmervermietung fast 600 Gästebetten in 131 Wohnungen gibt, und diese Wohnungen fehlen auf dem Mietmarkt. Sara Dejakum: Diese Problematik ist in der Tat ge-
geben, und dass wir von 166 angefragten Betten in der ersten Ausschreibung nur 20 vergeben haben, ist ein klares Bekenntnis dafür, dass wir den Mietmarkt wieder beleben wollen. Gabriele Morandell: Eine Lizenz zu annullieren ist mit der heutigen Gesetzeslage bei uns rechtlich nicht möglich; wenn, dann müsste das Land ein eigenes Gesetz dafür schaffen.
Das heißt also gleichzeitig, dass sehr viele ansuchende Privatzimmervermieter nicht zum Zug gekommen sind. Nach welchen Kriterien verlief die Auswahl? Gabriele Morandell: Wir haben diesen Ansturm erwartet
Situation: Der Tourismus hält sich in Grenzen. Wer also heute in Brixen von Overtourism spricht, überspitzt die Thematik, was nicht zielführend ist. Der Tourismus ist für alle Einheimischen – und nicht nur für die Tourismusunternehmer – ein Gewinn. Der Gast ist kein Störfaktor, sondern ermöglicht dem Einheimischen, viele Infrastrukturen und Veranstaltungen zu nutzen, die ohne Tourismus schlichtweg nicht finanzierbar wären.
p Gabriele Morandell: „Eine Lizenz zu annullieren ist mit der heutigen Gesetzeslage bei uns rechtlich nicht möglich“
Mit meiner Frage dachte ich aber gar nicht an Overtourism, sondern an die Problematik des leergefegten Mietmarktes.
und deshalb mehrere Kriterien mit einem Punktesystem festgelegt. Zum Beispiel möchte man bereichsübergreifend nur jenen Betrieben zusätzliche Kontingente geben, die weniger als 40 Betten haben. Weitere Punkte bekommt der Betrieb, wenn er Speisen und Getränke ausgibt. Auch der Standort spielt eine Rolle: Der Hauptort Brixen und auch St. Andrä sind bereits gut mit Betten ausgestattet; bevorzugt werden also alle anderen Fraktionen. Ebenfalls gibt es Punkte, wenn der Betreiber jünger als 40 Jahre ist oder es eine Betriebsübernahme gibt. Bei einem eventuellen Gleichstand der Punkte entscheidet der Zeitpunkt der Abgabe des Gesuchs. Am Ende müssen die Wohnungen dann noch kontrolliert werden, ob sie überhaupt geeignet sind für die jeweilige Nutzung.
Es bleibt die Tatsache, dass auch nach der zweiten Ausschreibung viele Betreiber von Privatzimmervermietung durch den Rost fallen werden. Sara Dejakum: Im besten aller Fälle kehren viele Airbnb-
Anbieter wieder zur normalen Vermietung zurück. Wir führen derzeit sehr viele Gespräche mit den Betroffenen, in denen wir sie zu überzeugen versuchen, auf Airbnb zu verzichten. Die Gespräche verlaufen in den allermeisten Fällen in einem sehr konstruktiven Klima.
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Das größte Problem dabei ist, dass Airbnb für den Wohnungseigentümer in mehrfacher Hinsicht viel attraktiver zu sein scheint als die normale Vermietung. Es gibt zum Beispiel zwar einen ausgeprägten Mieterschutz, aber der Vermieter muss sich oft mit Mietnomaden herumschlagen, die beim Abschied oft sogar die Wohnung verwüsten … Gabriele Morandell: Die Landesregierung arbeitet ge-
rade an einem Garantiefonds, auf den Vermieter in solchen Fällen zurückgreifen können. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Sara Dejakum: Was oft unterschätzt wird, ist der tägliche Aufwand, den Airbnb verursacht: Allein der Gästewechsel bedeutet eine ständige Reinigung der Wohnungen, und für die Gäste ist man bei allen kleinen Problemen der erste Ansprechpartner. Airbnb hat also auch seine Tücken. Ich weiß von vier Betreibern, dass sie inzwischen wieder zur normalen Miete zurückkehren. Trotzdem wird es nach der zweiten Ausschreibung vielleicht Betreiber geben, die ihre Wohnungen weiterhin über Airbnb anbieten – auch wenn sie keine Lizenz haben. Marika Cola: Das wird eher schwierig sein, denn es
wird natürlich auch Kontrollen geben. Wer seine Wohnung über eine der Plattformen anpreist, fällt sofort auf. Die Strafen sind mit zumindest 435 Euro pro Verstoß zwar
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relativ gering, aber der Verstoß wird natürlich auch an die Ordnungskräfte und andere Ämter für die jeweiligen Kontrollen weitergeleitet – Staatspolizei, Finanzwache, Agentur der Einnahmen und Handelskammer. Ein Verstoß hat also einen Rattenschwanz an Folgen, was auf Dauer zu einer großen Belastung führt. Kontrollen werden also nicht vermeidbar sein. Wie bewertet die Gemeinde Brixen das Bettenstopp-Gesetz politisch? Sara Dejakum: Die Nachteile von Kurzzeittouristen, die
über die Plattformen kommen, sind weltweit ein Thema – vor allem in den Städten, die sich zum Tourismus-Hotspot entwickelt haben wie London oder Mallorca. Der einheimischen Bevölkerung wird damit Wohnraum entzogen – es gibt schlicht keine Wohnungen mehr auf dem Mietmarkt. In Brixen haben wir nun endlich konkrete Zahlen, die eine klare Sprache sprechen: Als Gemeindeverwaltung müssen wir dieses Phänomen so stark wie möglich limitieren. Ziel ist, so viele Wohnungen wie möglich wieder für den Mietmarkt zu gewinnen.
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p Marika Cola: „Kontrollen werden nicht vermeidbar sein“ Ist es sinnvoll darüber nachzudenken, dass der Tourismus seine Grenzen hat? Sara Dejakum: Endloses Wachstum ist im Tourismus
nicht zielführend – das war die Erkenntnis, die dann zum Bettenstopp-Gesetz geführt hat. Für Südtirol ist der Bettenstopp also grundsätzlich sinnvoll. Die Stärke Südtirols sind die familiengeführten mittelgroßen Betriebe – diesen Charakter muss Südtirol unbedingt beibehalten, und dazu braucht es eben Regeln – zum Beispiel, dass die Bettenanzahl pro Betrieb begrenzt ist. Die meisten Passagen des neuen Gesetzes sind also sehr sinnvoll.
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Löst das Gesetz das Problem? Sara Dejakum: Nicht vollständig, aber zumindest gibt
es jetzt ein Regelwerk, an dem man sich orientieren kann. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.
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60 › Wirtschaft & Umwelt
Wandern am Pfeffersberg
Es ist ein klarer Nachmittag im Juli, als ich mich auf den Weg zum Ausgangspunkt meiner Wanderung mache. Ich bin sehr froh, dass das Wetter mitspielt, da mir eine zweistündige Rundwanderung bevorsteht. Gestern hat es noch geregnet, doch heute ist es sonnig, recht warm, und der Wind frischt die gestockte Luft auf. Mein Ziel: der Gereuther Höfeweg auf dem Brixner Pfeffersberg, der mehrere Bauernhöfe miteinander verbindet. An sieben Höfen – dem Zehrehof, dem Feichterhof, dem Perlunger hof, dem Wegscheiderhof, dem Stocknerhof und dem Moarhof – soll ich auf dem Weg direkt vorbeikommen, während der Kerschbaumerhof, der Gruberhof und der Egarterhof etwas abseits davon liegen. Ich finde es bemerkenswert, dass in Zusammenarbeit mit den Gereuther Bergbauern, der Brixen Tourismus Genossenschaft und der Gemeinde Brixen dieser Weg realisiert werden konnte. Die Idee hinter dem Projekt ist nämlich, das Leben der Bergbauern in den Fokus zu stellen, an die früheren Generationen zu erinnern und ihre harte Arbeit wertzuschätzen. Infotafeln entlang des Weges erzählen den Wanderern Wissenswertes über die einzelnen Höfe und stellen die Menschen vor, die dort leben und sie mit ihrer Arbeit so besonders machen. Die Milchwirtschaft steht an erster Stelle, doch die Menschen sind offen für Altes und Neues. Auf dem Gruberhof beispielsweise hat man sich auf das Brotbacken spezialisiert. Die meisten Höfe sind bereits seit Generationen im Familienbesitz, der Kerschbaumerhof sogar schon seit über 200 Jahren. Viele bieten auch „Urlaub auf dem Bauernhof“ an. Rettender Wegweiser Auf dem Parkplatz oberhalb des Kerschbaumerhofs, in der Streusiedlung Gereuth, sehe ich mich
Foto: Oskar Zingerle
REPORTAGE: Frische Luft, Ruhe und das Rascheln der Bäume. Kurzum: Eine Wanderung auf dem Gereuther Höfeweg bietet eine Pause vom Alltag. Der „Brixner“ hat ihn besucht – ein Erfahrungsbericht.
p Redaktionspraktikantin Anja Prosch erkundete den Gereuther Höfeweg
nach dem Beginn des Weges um. Ach, da ist er ja! Die Uhr zeigt 13:45 Uhr, als ich die ersten Schritte auf dem gut ausgeschilderten Weg mache. Die Mittagssonne strahlt noch kräftig vom Himmel, und ich muss den Pullover ausziehen. Der Weg führt mich geradeaus durch saftige Wiesen, die Luft ist rein, und ich lausche dem Zirpen der Grillen. Von hier aus bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf die Gipfel der Dolomiten: Ich erkenne den Schlern, die Geisler, den Langkofel und natürlich auch die einzelnen Dörfer, die über dem Talkessel liegen. Nach einem kurzen Anstieg liegen die ersten paar Meter der insgesamt 280 Höhenmeter hinter mir. Ich erreiche den Zehrehof. Die großen Metallschilder vor jedem Hof sind gut sichtbar – so auch hier –, und die Wegbeschil-
derung des AVS mit der Aufschrift „Gereuther Höfeweg“ stellt sicher, dass ich den richtigen Weg durch die malerische Landschaft finde. Ich folge dem breiten Forstweg, bis ich zu einer Abzweigung komme. Anfangs übersehe ich den Wegweiser, der vom Weg abweicht und in die Wiese zeigt. Doch nach ein paar Metern wird mir klar, dass jetzt wohl die nächsten Höhenmeter auf einem Wiesenweg angesagt sind. Ich bin froh, dass die gestrige Nässe von der Sonne schon getrocknet wurde, da der Boden ohnehin schon sehr glatt ist. Zeit für ein Pause Kurz darauf führt mich ein Forstweg sanft abwärts in den Wald. Schon nach fünf Minuten ändert sich die gesamte Umgebung: Der Forstweg geht in einen breiten
Trampelweg über, und der Wald wird immer dichter. Hier beginnt der nächste Aufstieg. Ich lenke mich mit guten Gedanken von der Steigung ab: Je mehr Höhenmeter ich jetzt hinter mich bringe, desto weniger warten am Ende auf mich. Mit diesen positiven Überlegungen wandert es sich gleich viel leichter. Doch zu meiner Überraschung ist der Aufstieg viel kürzer als gedacht: Etwa zehn Minuten lang geht es bergauf durch den Wald, bis sich das Blätterdach lichtet und eine Wiese sich vor mir öffnet. Nach insgesamt einer Stunde Wanderung erreiche ich den Feichterhof. Sofort springen mir die Bierund Wasserflaschen ins Auge, die im Brunnen gekühlt liegen. „Liabe Leit, nemmps enk die Zeit, genießt in Ausblick fa do, es kennt a gern awian verweiln no. Fürn Durst isch do eppes zu finn, mir freidn ins
Brixner Nr. 415 bol a por Münzn in Tegele drinn“, steht auf dem Stück Holz, das an der Wand lehnt. Gleich darauf lenkt etwas anderes meine Aufmerksamkeit auf sich: Neben dem Brunnen entdecke ich Hasen- und Meerschweinchenkäfige. Was für einen wunderbaren Ausblick sie doch haben! Es ist Zeit für eine Pause. Nun gebe auch ich mich ganz der Landschaft hin und setze mich auf eine große Bank, die speziell für müde Wanderer gedacht ist. Doch schon bald muss ich weiter, denn hier auf 1.350 Höhenmetern bläst ein kalter Wind, der schon fast zu viel des Guten ist. Frisch gestärkt setze ich meinen Weg fort, der nur für kurze Zeit auf einer asphaltierten Straße verläuft. Gleich darauf mündet er in einen schmalen Pfad, der mich wieder hinunter in den Wald führt. Ein Holzzaun säumt den Weg, und die Bäume geben immer wieder die Sicht auf die umliegenden Berge und Wiesen frei. Wenig später finde ich einen Trinkwasserbrunnen – eine willkommene Erfrischung an diesem
warmen Tag. Kein Mensch weit und breit ist zu sehen. Es ist so still, dass ich das Rascheln der Blätter im Wind hören kann. Re(h)spektvolle Begegnung Durch den Wald winden sich mehrere kleine Wege nebeneinander, die mich abwärts zum Parkplatz beim Perlungerhof führen. Es riecht nach Harz, und überall liegen Tannenzapfen. Die dichten Bäume spenden gemütlichen Schatten, sodass hier eine angenehme Temperatur herrscht. Doch – was ist das? Ein Reh steht still über mir im Wald. Eine Welle der Freude durchströmt mich. Doch schon nach einem Augenblick ist die Begegnung Vergangenheit, als das Reh friedlich von dannen zieht. Es ist nicht mehr weit bis zum Wegscheiderhof, und auch sein Nachbar, der Stocknerhof, liegt bereits in Sichtweite. Kurz darauf springt mir mitten im Wald eine verlassene Steinruine ins Auge. Ein kurzer Blick bestätigt, was ich mir schon gedacht hatte: Sie ist schon lange vergessen, obwohl
der Wanderweg direkt an ihr vorbeiführt. Das Dach des kleinen Steinhauses ist wohl seit einiger Zeit eingestürzt und das Innere des Gebäudes voller Äste und von Farnen und Moos überwuchert. Es kommt mir vor, als wäre ich in einem geheimnisvollen Märchenland. Die neue alte Säge Wenig später erblicke ich die Gereuther Säge, deren Renovierung erst vor einem Jahr von der Gemeinde Brixen und der Brixner Tourismusgenossenschaft mit finanziellen Mitteln aus dem LEADER-Programm umgesetzt worden war. Die Schausäge liegt über dem Bärenbach, dessen Wasser früher die Energie zum Betrieb dieser Säge lieferte. Während ich mich an die warme Holzwand dieses alten Gebäudes lehne, versuche ich mir vorzustellen, wie der Alltag in der Säge damals ausgesehen haben kann: In meinen Gedanken öffnet mir der „Sägemeister“, der die Säge einst betrieb und wartete, die Tür
und ich höre das ständige Rumpeln und Schleifen der Sägen, die sich im Takt auf und ab bewegen, sehe die Späne, die überallhin fliegen und nehme den Geruch frisch geschnittenen Holzes in mich auf. Es ist mir, als liege er noch heute hier in der Luft. Die Schausäge ist derzeit nicht öffentlich zugänglich. Auf meine Nachfrage erzählt mir Hubert Mair, Projektmanager der Tourismusgenossenschaft Brixen, dass geplant sei, geführte Wanderungen zur Säge stattfinden zu lassen. „Im Zuge dieser Wanderungen könnte die Säge eingeschaltet und zur Besichtigung geöffnet werden.“ Von der Säge aus geht es weiter über steile Wiesen abwärts in Richtung Moarhof und Gruberhof. Nach etwa zwei Stunden schließt sich der Kreis, und ich finde mich am Ausgangsparkplatz wieder. In Erinnerung bleiben werden mir sicherlich die wunderschönen Landschaften, die ruhige Atmosphäre und die verborgene Vergangenheit, die es wiederzuentdecken gilt. Anja Prosch
Peter Frick
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EISACKTAL
Foto: Helmut Tauber
Wirtschaft trifft sich auf der Alm
Die jährliche Veranstaltung „Wirtschaft auf der Alm“ ist jeden August für viele Eisacktaler Unternehmer ein willkommener Ausflug in die Berge: Heuer lud der Vorsitzende des SVP-Bezirksausschusses Brixen, Heinrich Ferretti, die etwa 50 Wirtschaftsvertreter zu einer
sche und bürokratische Baustelle darstellt. Peter Brunner äußerte die Sorge, dass die im Landesgesetz vorgesehenen Gemeindeentwicklungspläne noch Jahre in Anspruch nehmen würden, weil das entsprechende leider unterbesetzte Landesamt die von allen Südtiroler Gemeinden vorzulegenden Pläne bewerten und genehmigen müsse. Vor allem die Definition der Siedlungsgrenzen, die eine wichtige Basis für die korrekte Anwendung des Urbanistikgesetzes darstellen, stellen laut Brunner die Gemeinden vor enorme Herausforderungen. Die sehr konstruktive Diskussion fand diesmal wetterbedingt nicht unter freiem Himmel, sondern in der Stube wv statt.
Wanderung zur Roner Hütte auf der Rodenecker/Lüsner Alm. Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Philipp Achammer mussten im letzten Moment zwar absagen, aber die Landesräte Luis Walcher und Peter Brunner erklärten zu den verschiedenen Themen den aktuellen Stand der Dinge und
stellten sich im Anschluss auch der Diskussion. Zum Kernthema entwickelte sich das Landesgesetz „Raum und Landschaft“ aus dem Jahr 2018, das am 1. Juli 2020 in Kraft trat und auch vier Jahre später aufgrund immer noch fehlender Verordnungen oder notwendiger Korrekturen eine enorme politi-
wird Fahrradfahrern künftig eine eigene, abgesonderte Fahrbahn zur Verfügung stehen. Außerdem wurde entlang der Kassianstraße und des Fischzuchtwegs Südtirols erste Fahrradstraße für den Verkehr freigegeben: Fahrräder haben hier von nun an Vorrang vor motorisierten Fahrzeugen. Es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern; zudem wurden neue Straßenmarkierungen und Verkehrsinseln angebracht. „Die Fahrradstraße komplettiert eine zügige und stressfreie Route quer durch die Stadt für alle Radfahrenden. Sie
ist eine sinnvolle Integration ins städtische Radverkehrsnetz und ein wesentlicher Bestandteil unserer Vision einer fahrradfreundlichen und klimafreundlichen Gemeinde“, erklärt Mobilitätsstadtrat Thomas Schraffl. Der „Biciplan“ ist ein Strategiedokument, das das Brixner
Stadtgebiet fahrradfreundlicher gestalten soll (der „Brixner“ berichtete ausführlich in Ausgabe 401 vom Juni 2023). Es wurde im vergangenen Jahr im Gemeinderat mit 18 Ja-Stimmen, einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen av genehmigt.
Vom 10. bis 15. September finden die Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills), die praktische und technische Berufe sichtbarer machen sollen, in Lyon statt. Zwölf Jugendliche aus Südtirol werden in elf verschiedenen Berufen antreten, darunter Christoph Auer aus Spinges.
Das Lasserhaus erhält als eines der 16 „World’s Most Beautiful Hotels 2024“ den „Prix Versailles“, der im Sitz der UNESCO in Paris vergeben wird. Es überzeugte mit seiner Renovierung und Einrichtung, die moderne Kunst mit Historischem vereinen und Komfort und Vertrautheit vermitteln.
Foto: Oskar Zingerle
MOBILITÄT
Fahrräder vor Gleich zwei Maßnahmen des „Biciplans“ hat die Gemeinde Brixen in den vergangenen Wochen vorangetrieben: Ende Juli begannen die Bauarbeiten für das neue Fahrradweg-Teilstück in der Mozartallee im Abschnitt zwischen dem Fischzuchtweg und der Schwesternau. Es vollendet den Fahrradweg auf der Mozartallee; der bestehende Gehweg soll nach Abschluss der Bauarbeiten lediglich Fußgängern vorbehalten sein. Ziel ist es, auf der gesamten Mozartallee bis zum Bahnhof eine verbesserte Fahrradinfrastruktur zu erreichen: Bis zum Kreisverkehr der Veneto-Straße
kurz
notiert
Organisiert vom Unternehmensnetzwerk InnoValley, fand heuer zum vierten Mal der Tag der Sommerstudenten auf der Plose statt. Er bietet Praktikantinnen und Praktikanten, die in den Unternehmen des Netzwerks verschiedene Berufsfelder kennenlernen, einen unterhaltsamen Nachmittag.
Brixner Nr. 415
STADTGEHEIMNISSE
FELDTHURNS
Seit 40 Jahren zu Besuch Foto: Oskar Zingerle
Zu welcher Familie gehört dieser Wappenstein?
Während heutzutage Hinweisschilder und Reklametafeln auf Geschäfte und Gaststätten aufmerksam machen, erfüllten in früheren Zeiten Wirtshausschilder, Zunftzeichen oder Wappensteine diese Aufgabe. Ein solcher Wappenstein mit ausgemeißelter Lilie und der Jahreszahl 1632 findet sich über dem Rundbogenportal des ehemaligen Brixner Mairhofes, heute Runggadgasse 11. Es ist das Wappen der aus Schlesien stammenden Familie der de Paula von Römersheiden. Als erste aus diesem Geschlecht begegnet uns Susanne, die Geliebte des Brixner Fürstbischofs Georg von Österreich (1526–1539). Georg war einer der vielen außerehelichen Söhne von Kaiser Maximilian. Im Gefolge von Fürstbischof Karl von Österreich (1613–1624) kam sodann Cornel de Paula aus Breslau nach Brixen. Durch Heirat erwarb er 1625 den genannten Mairhof in der Runggad. Er ließ das alte Gebäude schleifen und errichtete einen neuen repräsentativen Wohnsitz, woran das Rundbogenportal mit Wappen und Jahreszahl auf dem Schlussstein erinnert. Im Obergeschoss konnten bei der letzten Restaurierung im Jahr 2014 mehrere Wappen freigelegt werden. Von seiner Frau erbte er übrigens auch den Ansitz Schwarzenhorn in St. Martin bei St. Lorenzen und den Blasbichlerhof in Tschötsch. Cornel starb 1663. Im Alten Friedhof von Brixen finden sich mehrere Grabsteine von Angehörigen der Familie de Paula. Durch eine weitere Heirat ging der Besitz in der Runggadgasse 1759 an die Familie der Mayrhofen von Koburg und Anger über. Anregungen: redaktion@brixner.info
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Frigge-Marie Friedrich aus Starnberg ist ein wahrer Stammgast, wie er im Buche steht: Zum 40. Mal war sie in diesem Sommer bei Taubers Unterwirt in Feldthurns zu Gast. „Kaum glauben konnte ich es – 40 Jahre komme ich nun schon nach Feldthurns, in den Taubers Unterwirt. Es ergab sich so, weil ich seit 1981 bereits meine Töchter – und jetzt meine drei Enkeltöchter – zur Sing- und Spielwoche nach Neustift begleite: ‚Viva la musica‘“, erzählt Friedrich. Bei einem Ausflug nach Feldthurns überzeugte sie der „legendär gute“ Zwetschgenkuchen, den sie von Frau Tauber im Taubers Unterwirt serviert bekam. „Und zwei Jahre später zogen wir dann ins Hotel zum Unterwirt“, resümiert Friedrich. Viele enge Freundschaften entstanden in den Jahrzehnten
des Besuchs in Feldthurns – unter anderem mit dem ehemaligen Bürgermeister Toni Dorfmann und Hans Fink Senior, und drei Generationen der Familie Friedrich sind mittlerweile in Taubers Unterwirt eingekehrt. „Für alle Sonderwünsche hatte die wachsende Familie Tauber für uns immer ein offenes Herz“, erinnert sich Friedrich. Als kleines Zeichen des Dankes für die jahrzehntelange Treue überreichten Bürgermeister Konrad Messner und die Familie Tauber dem „Starnberger Moidele“ (im Bild vierte von links) kürzlich einen Blumenstrauß und eine Urkunde vom Tourismusverein Feldthurns. av
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64 › Wirtschaft & Umwelt
„Es ist noch Potenzial da“
Herr Neuwirth, heuer bekommt man in Brixens Hotels spontan noch Zimmer in der Woche vom 15. August, früher fast undenkbar. Sind weniger Gäste hier?
Über die Auslastung im August liegen uns noch keine endgültigen Zahlen vor. Nach dem schwierigen Frühling mit schlechtem Wetter ist der Sommer im Juni gut gestartet. Die Stadthotellerie hatte im Juli eine gute Auslastung. Der August hat gut angezogen, aber es ist noch Potenzial da. Hat sich das Buchungsverhalten der Gäste verändert, und woher kommen sie?
Das Buchungsverhalten ist spontaner geworden, vor allem in der Stadthotellerie; es wird nicht mehr im Frühjahr der Urlaub für August und Dezember gebucht. Wir verzeichnen eine leichte Neigung zum internationalen Gast, vor allem aus den Beneluxstaaten; die Zahl der Gäste aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien nimmt ab. Der Gast aus Deutschland ist nach wie vor unser Hauptgast. Die Italiener haben heuer etwas verhaltener gebucht, auch im August: Im Juli etwa hatten wir mehr internationale Gäste als Italiener. Asiatische Gäste bewegen sich sehr schnell durch Südtirol und wollen in kürzester
Zeit die Instagram-Spots sehen, hier in Brixen das Panorama von der Plose, die Altstadt und den Dom – letztere kennen sie durch das Water-Light-Festival. Zeichnen sich Trends zu gewissen Hotelkategorien ab? Wie lange bleiben die Gäste?
Die Auslastung ist über alle Kategorien gut verteilt – vom Zweisternebetrieb, der Privatzimmervermietung bis hin zum Hochpreissegment. Die Stadthotellerie hat nach wie vor eine kurze Aufenthaltsdauer mit ein bis zwei Nächten, die Ferienhotellerie liegt bei drei bis fünf Nächten. johanna.bampi@brixner.info
Foto: Philipp Seyr
MORITZ NEUWIRTH, Präsident der Brixen Tourismus Genossenschaft und Obmann der HGV-Ortsgruppe Brixen, über die Gäste und ihr Buchungsverhalten.
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Sonderverkauf wegen Umbaus Trias erneuert demnächst seine Ausstellungsräume im dritten Stock im House70, um sich künftig noch attraktiver und vielfältiger zu präsentieren. Vorab gibt es vom 12. bis 14. September einzigartige Möbelstücke zu besonderen Preisen im Angebot: Auf ausgewählte Stücke gewährt Trias einen Preisnachlass von bis zu 70 Prozent – unter anderem auf Sofas, Stühle und Tische, Outdoor-Mobiliar sowie hochwertige Küchen aus dem Hause bulthaup.
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trias.it
66 › EXTRA: Top Jobs
„Wir bieten Zukunft“ BARTH: Das traditionsreiche Familienunternehmen aus Brixen blickt auf eine fast 150-jährige Geschichte im Innenausbau zurück und kann weltweit zahlreiche namhafte Projekte für internationale Luxusmarken und renommierte Museen vorweisen.
lich weiterzuentwickeln und den steigenden Markt- und Kunden anforderungen gerecht zu werden.“ Vielfalt und Wohlbefinden
In jedem Projekt von barth stecken Handwerkskunst und Präzisionsarbeit
Während sich manche Unternehmen auf Erfolgen ausruhen, verfolgt barth aus Prinzip einen anderen Ansatz: Als technischer Arm des Architekten arbeitet barth an lokalen und internationalen Projekten mit höchsten Ansprüchen an den maßgefertigten Innenausbau – immer mit dem Ziel, die spezifischen Anforderungen von Architekten und Kunden zu übertreffen und durch maßgefertigte individuelle Lösungen erfolgreiche Projekte zu verwirklichen. Durch
die Verwendung hochwertiger Materialien und die präzise handwerkliche Verarbeitung wird ein Innenausbau angestrebt, der nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch funktional und langlebig ist.
und ihm nachfolgen wird. „Wir sind sehr stolz auf unser Team. Viele unserer Mitarbeiterinnen
Die Tätigkeitsbereiche bei barth sind vielfältig: Sie reichen von der Materialbeschaffung über Verarbeitung und Produktion bis hin zur Projektbetreuung, Logistik und Montage vor Ort. Die Projekte sind oft anspruchsvoll, und für Montagen reist das Team sogar um die halbe Welt. „Unser Job ist nicht immer einfach. Deshalb legen wir großen Wert auf eine gute Team- und Kommunikationskultur sowie auf das Wohlbefinden der gesamten Belegschaft. Dazu bieten wir eine breite Palette an Zusatzleistungen an, wie zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle, Freistellungen für ehrenamtliche Tätigkeiten, Yoga-Kurse oder Unterstützung bei Gesundheitsleistungen. Ein
Innovativ in die Zukunft „Unser Blick ist stets nach vorne gerichtet. So setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, Material- und Verarbeitungstechnologien weiterzuentwickeln“, erläutert Firmeninhaber Ivo Barth. „Wir haben früh erkannt, dass die Zukunft des Innenausbaus nicht allein auf Tradition gründet, sondern mit modernster Technologie kombiniert werden muss.“ Bereits vor 30 Jahren begann er deshalb, über die Grenzen des klassischen Tischlerhandwerks hinauszudenken und innovative Materialien einzusetzen. Stolz auf das Team „Das alles wäre jedoch nicht möglich ohne die engagierten Menschen, die hinter unserem Erfolg stehen“, so Max Barth, der seinem Vater Ivo in der Führung des Familienunternehmens zur Seite steht
Drei Unternehmergenerationen sind bei barth im Einsatz: (von links) Josef, Ivo und Max Barth
und Mitarbeiter sind seit vielen Jahren bei uns, sie haben ihre Ausbildung bei barth absolviert und sind mit dem Unternehmen gewachsen. Ihre Flexibilität und Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen, ermöglichen es uns, das Unternehmen kontinuier-
firmeninterner Freizeitverein organisiert darüber hinaus regelmäßig Veranstaltungen und Ausflüge für das gesamte Team“, erklärt Max Barth. Denn Familie ist bei barth nicht nur ein Bestandteil des Firmennamens, sondern auch gelebte Philosophie.
Für unser Team. Aus Prinzip. Für heute. Für morgen.
Wir stellen uns täglich spannenden und neuen Herausforderungen und verbinden diese mit einladenden Arbeitsplätzen, Wertschätzung und Spaß. Teamgeist steht bei uns an erster Stelle - aus Prinzip.
barth.it
68 › EXTRA: Top Jobs
Kinder bauen Zukunft UNIONBAU: Mit der Aktion „Kids am Bau“ bemüht sich Unionbau, Kindern die vielen Facetten des Baus näherzubringen und sie für Bauthemen zu sensibilisieren.
Perfektes Wetter, tolle Stimmung, ein motiviertes Unionbau-Team und eine kleine Truppe neugieriger Kinder: eine perfekte Mischung für die „Unionbau Kids am Bau“Woche, die dieses Jahr bereits in sechster Auflage stattfand. Eine ganze Woche lang, an fünf Vormittagen, kam die Truppe zusammen und hat gemauert, gespitzt, geschalt, betoniert, gezimmert, Baustellen besucht, ist Bagger und Manitu gefahren und hat zusammen mit den Zimmerern von Unionbau und der Firma Prefa eine Mülltrenn-Station aus Holz mit einer Abdeckung aus Blech gebaut. Ein betoniertes „New Jersey“-Trennelement mit eingelassenem Schriftzug „Kids am Bau“, betonierte Legosteine
Fuß ging es hoch hinaus auf die Tauernalm zum Mittagessen und als krönendes Highlight durften die Jungs bei den Lastenflügen der Heli Austria dabei sein. 18 Jungs und eine Mega-Woche
Stolz auf das, was Tag für Tag gemeinsam geschafft wurde: die diesjährigen Teilnehmer der „Unionbau Kids am Bau“-Woche
und ein Hohlsteinziegel-Mauerwerk standen ebenso auf dem
Programm wie ein Windrad und eine Trillerpfeife aus Blech. Zu
Mit dem Projekt „Kids am Bau“ gibt Unionbau Kindern Einblick in die spannende und vielseitige Welt am Bau und sorgt für Eindrücke, die sie so schnell wohl nicht vergessen werden – ihre strahlenden Augen verraten es! Doch das alles wäre ohne den starken Einsatz des Unionbau-Teams niemals möglich, das sich die Zeit nimmt und ihre Baustellen für einen Moment ruhen lässt.
FÜ R A L LE, DI E WA S REISSEN WO L LEN. Maurer, Zimmerer, Spengler, ob als Lehrling, Geselle, Meister, als Vorarbeiter oder Baustellenleiter, in der Angebotskalkulation oder Projektleitung, im BIM, in der Buchhaltung, der IT, im Magazin oder auch als Kranführer … bei uns gibt’s jede Menge zu tun! jobs@unionbau.it
SOFORT LOSLEGEN, AK TUELL SUCHEN WIR (M / W ): PROJEKTLEITER HOCHBAU, M I TA R B E I T E R I M E I N K AU F, KR ANFÜHRER , MAURER , ZIMMERER, SPENGLER, A L S FAC H A R B E ITE R O D E R LEHRLING S C H AU R E I N AU F W W W. U N I O N B AU . I T/J O B S
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Glashäuser groß gedacht Von großen Gartencentern über moderne (Dach-)Gewächshäuser bis hin zu Glashäusern, die für die Gastronomie oder Events genutzt werden – die Bandbreite der von Rabensteiner umgesetzten Projekte ist beeindruckend. Das Unternehmen betreut seine Kunden von der Entwicklung über die Planung bis hin zur Realisierung und ermöglicht somit die Entstehung von Glashäusern, die der Kundschaft neue Geschäftsperspektiven eröffnen. Technologieführer Seit mehr als 40 Jahren schafft Rabensteiner durch seine Kom-
© Adrian Vogel
RABENSTEINER: Wer bei dem Wort „Glashaus“ an ein einfaches Gewächshaus im heimischen Garten denkt, wird bei Rabensteiner staunen: Das Unternehmen zeigt eindrucksvoll, welche faszinierenden Projekte sich aus der Kombination von Stahl, Aluminium und Glas realisieren lassen.
Tech-Glashäuser setzt jährlich rund 35 innovative Projekte im In- und Ausland um; die geplanten Projekte der kommenden Jahre spiegeln sowohl die hohe Nachfrage als auch das Vertrauen der Kundschaft in Rabensteiner wider. Offene Führungskultur
Sandgold Glamping
petenz und Erfahrung für jedes seiner Projekte eine einzigartige Atmosphäre unter dem Glasdach. Der europäische Markt- und Technologieführer im Bereich High-
Der Erfolg des Unternehmens basiert jedoch nicht nur auf professionell realisierte Projekte und zufriedene Kundschaft. Eine wesentliche Grundlage bilden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die hinter jedem Glashaus stehen. Das Team bei Rabensteiner zeichnet sich durch eine perfekte Er-
gänzung von Eigenverantwortung und Teamgeist aus. Kurze Abstimmungswege, eine respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe und eine „Du“-Kultur schaffen ein wertschätzendes und offenes Miteinander. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitenden zahlreiche Vorteile, darunter die Unterstützung bei der individuellen Weiterentwicklung und flexible Arbeitszeitmodelle. Jeder einzelne trägt dazu bei, die Vision von einzigartigen Atmosphären unter einem Glasdach zu verwirklichen. So entsteht bei Rabensteiner mehr als nur ein Glashaus – es entsteht ein Ort, der inspiriert und begeistert.
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70 › EXTRA: Top Jobs
Erfolg durch Wohlbefinden DUKA: In einem Unternehmen wie Duka, das stolze 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt, liegt das Geheimnis des Erfolgs im betrieblichen Engagement für das Team.
ist, wenn beispielsweise Rückenschmerzen oder Kniebeschwerden gezielt angegangen werden sollen. Im Fitnessstudio bereitgestellte Trockenfrüchte und zuckerarme Säfte versorgen die Sportbegeisterten mit der notwendigen Energie und unterstützen die körperliche Aktivität optimal. Gesunde Ernährung Seit jeher setzt sich Duka für ein motivierendes Arbeitsumfeld ein, in dem die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter oberste Priorität haben. Dazu hat das Unternehmen ein kostenloses internes Fitnessstudio eingerichtet, das mit modernen Geräten ausgestattet ist. Dort findet das Team ein
vielfältiges Kursangebot, so zum Beispiel Yoga auf verschiedenen Niveaus, damit jeder und jede die eigenen Fähigkeiten erweitern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern kann. Bei Bedarf kann die Unterstützung eines persönlichen Trainers in Anspruch genommen werden, was besonders hilfreich
Im Bewusstsein, dass eine gute Ernährung eine wichtige Grundlage für ein gesundes Leben ist, wird in der kostenlosen Betriebskantine eine breite Auswahl an Gerichten angeboten, die aus frischen und regionalen Zutaten zubereitet werden. Auch steht eine mit Salaten und saisonalem Obst gut bestückte
Zusammen arbeiten. Gemeinsam wachsen. Lavorare insieme. Crescere insieme.
Kühltheke in der „dukantine“ bereit, um der Belegschaft ausgewogene und nahrhafte Mahlzeiten zu gewährleisten. Viele praktische Workshops Duka organisiert darüber hinaus Workshops, die dem körperlichen Wohlbefinden gewidmet sind – zur Verbesserung der körperlichen Fitness oder zur Vorbeugung von Verletzungen. Das große Engagement für das Wohlbefinden der Belegschaft begründet Duka damit, dass zufriedene und gesunde Mitarbeiter der Schlüssel zu hervorragenden Ergebnissen sind.
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Olympische Teamleistungen FRENER & REIFER: Auch Brixen hat einen Beitrag zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele geleistet. So wurde die Fassade des neuen Olympiabahnhofs „Saint-Denis – Pleyel“ vom Fassadenbauer Frener & Reifer realisiert. Der Entwurf stammt von Kengo Kuma – einem der renommiertesten Architekturbüros weltweit. Höchste Ansprüche und technische Herausforderungen wurden an die Brixner Experten gestellt und konnten nur durch starkes Teamwork gemeistert werden.
Die Region Île-de-France hat vor den Olympischen Spielen intensiv in die Infrastruktur investiert. Ein zentrales Projekt war der Bau der neuen Metrostation Saint-Denis – Pleyel im Norden von Paris. Hohe architektonische Anforderungen Der Brixner Fassadenbauer Frener & Reifer wurde Anfang 2021 vom Generalunternehmer BESIX France mit an Bord geholt. Die Planung der Fassade hatte es dabei in sich: Die Entwürfe des japanischen Star-
architekten Kengo Kuma sahen eine beinahe komplett verglaste Fassade vor, ergänzt durch Holz, Aluminium und Stahl. Besonders die großen Kräfte, die durch den Zugverkehr entstehen und auf das Glas einwirken, stellten den Fassadenbauer vor große Herausforderungen. „Genau solche komplexen Problemstellungen zählen zu unseren Stärken“, so Markus Überbacher, technischer Leiter bei Frener & Reifer. Die Ausarbeitung von entsprechenden Lösungsstudien erfolgte im Zuge einer umfassenden Engineering-Phase.
Der neue Olympiabahnhof „Saint-Denis – Pleyel“ des japanischen Stararchitekten Kengo Kuma; das Brixner Fassadenbauunternehmen Frener & Reifer hat die gesamte Fassade realisiert
Starker Zusammenhalt: das Kernteam des Projekts aus den Bereichen Projektmanagement, Bauleitung, Montage, Produktion und Logistik
Fertigstellung in Rekordzeit – dank eines starken Teams Neben den technischen Hürden war auch der Zeitdruck erheblich: Weniger als ein Jahr wurde Frener & Reifer für die Montagearbeiten eingeräumt. Erst im September 2023 konnten die Arbeiten beginnen, wobei die Fertigstellung bis zum 26. Juli 2024, dem Beginn der Olympischen Spiele, unerlässlich war. „Trotz aller Herausforderungen sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, resümiert Überbacher. „Unser Team erbringt regelmäßig Höchstleistungen, und darauf sind wir stolz! Für die erfolgreiche Realisierung dieser ein-
zigartigen Projekte sind wir immer auf der Suche nach Verstärkung und suchen daher motivierte Fachkräfte – und solche, die es werden möchten.“
www.frener-reifer.com
72 › EXTRA: Top Jobs
„ Heute schon Spaß im Job gehabt?“ SYSTEMS: „Man verbringt jeden Tag viel Zeit mit Arbeit, also sollte sie auch Spaß machen“, sagt Alan, System- und Netzwerktechniker bei Systems. Er und Constantin, sein Arbeitskollege im Service-Desk, wussten nach verschiedenen beruflichen Erfahrungen genau, was sie sich von ihrem Job wirklich wünschen. Bei Systems haben sie es gefunden: tolle Teams, volle Unterstützung des Unternehmens sowie Abwechslung und Vielfalt im Job.
Möchtest auch du Teil unseres begeisterten Teams werden? Dann freuen wir uns, wenn du dich aktiv bei uns meldest! Besuche uns unter www.systems.bz/jobs
vor Ort im Einsatz ist, verbringt Constantin die meiste Zeit direkt am Computer – sowohl im Unternehmen als auch im Homeoffice. Offene Atmosphäre
Constantin Butnari: „Bei Systems lernt man ständig weiter; die Arbeit ist abwechslungsreich und macht großen Spaß!“
Constantin Butnari und Alan Ferrara sind noch recht jung im Systems-Team – seit einem halben Jahr und etwas mehr arbeiten sie für einen der größten IT-Spezialisten Südtirols. Für beide war ihr Wechsel zu Systems eine ganz bewusste Entscheidung: Die Jobs, die sie zuvor hatten, stellten sie nicht zufrieden. „Ich kam zu Systems, weil ich gehört hatte, dass das Arbeitsklima sehr gut ist. Bei einem Probetag konnte ich das selbst erleben“, erzählt Alan. „Als ich dann anfing, musste ich mich einarbeiten und vieles lernen – ich war zehn Jahre lang weg aus der IT gewesen und erst vor vier Jahren wieder zurückgekehrt, und in der Zwischenzeit hatte sich sehr vieles verändert. Aber das Lernen macht viel Spaß.“ Das Thema Weiterbildung ist auch Constantin, der als Techniker
im Service-Desk arbeitet, enorm wichtig. „In meinem ersten Monat habe ich sehr viele Kurse absolviert; das Unternehmen hat in meine Ausbildung investiert und macht das auch weiterhin.“ Wann immer Constantin während seiner Arbeit freie Zeit zur Verfügung hat, nutzt er sie dazu, sich neues Wissen anzueignen. „Wir haben verschiedene Portale zur Verfügung und zudem eine ganze Liste von Kursen – wenn uns etwas davon gefällt, können wir uns anmelden. Unser Teamleiter ist immer offen für Ideen“, so Constantin. Gerade die Möglichkeit, Neues zu lernen und zu machen, war auch der Grund für seinen Wechsel zu Systems. „Die Firma, in der ich zuvor tätig war, war ein tolles Unternehmen, aber dort wurde ich in meinen Aufgaben stark begrenzt. Ich durfte nur ganz bestimmte Sachen übernehmen.
Dafür bin ich zu neugierig – wenn ich nichts Neues sehe, wird mir langweilig. Hier macht mir das Arbeiten richtig Spaß!“ Immer etwas Neues Abwechslung ist auch Alan enorm wichtig. „Die Arbeit bei Systems ist vielfältig, da ich in vielen Bereichen tätig bin und Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen betreue. Das macht die Arbeit abwechslungsreich und meine Aufgaben spannend.“ Alan ist als System- und Netzwerktechniker im Außendienst mit dem eigenen Firmenwagen sehr viel in Südtirol unterwegs. Der junge Vater von zwei kleinen Kindern schätzt, dass er Familie und Beruf dank flexibler Arbeitszeiten gut unter einen Hut bekommt. Während Alan hauptsächlich bei den Kunden
Das Arbeiten im Team macht beiden Freude. „Bei Systems arbeiten wir sehr gut zusammen – das ist für mich besonders wichtig“, sagt Alan, „auch die Hilfsbereitschaft ist sehr groß.“ Das bestätigt auch Constantin: „Wir arbeiten in verschiedenen Teams intern, aber alle helfen sich gegenseitig, was sehr effizient ist. So sind wir in der Lage, Probleme in zehn bis 20 Minuten zu erledigen – das funktioniert nur, weil alle bei der Sache sind. Wir besprechen sehr viel – auch Dinge, die nicht so gut funktioniert haben. Das ist sehr hilfreich. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war jeder noch so kleine Fehler nahezu eine Katastrophe. Hier analysieren wir gemeinsam, schauen, ob jemand Unterstützung braucht, um einmal geschehene Fehler künftig zu vermeiden.“ Dieser Umgang ist gleichzeitig Ausdruck für die Wertschätzung, die man bei Systems untereinander pflegt, und die mit dazu beiträgt, dass die Arbeit bei Systems Spaß macht. Und genau das macht Systems anders – und besser.
Die Zukunft ist IT – unsere Zukunft bist du. Bei uns dreht sich alles um IT – und um dich. Wir fördern deine Talente, deine Weiterentwicklung und deine Begeisterung. Jetzt bewerben!
Systems. Anders. Besser. www.systems.bz/jobs
74 › EXTRA: Top Jobs
Fortschritt durch Nachhaltigkeit PROGRESS GROUP: Engagierte und zufriedene Menschen arbeiten und wachsen am besten in einem nachhaltigen Umfeld. Darauf setzt die Progress Group in Brixen. Mit innovativen Betonfertigteilen, automatisierten Maschinen und modernen Softwarelösungen hat die Unternehmensgruppe erheblichen Einfluss darauf, die Zukunft des Bauens nachhaltiger zu gestalten.
für neue Ideen. Das Headquarter wurde sogar mit dem renommierten „KlimaHaus Work & Life“Award der Klimahausagentur als besonders innovatives und energieeffizientes Bauwerk prämiert. Gesundheitsförderung
Das in Betonfertigteilbauweise errichtete Headquarter bietet den idealen Raum für nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität. Denn gesunde und intelligente Köpfe werden die Unternehmensgruppe, die Fortschritt schon im Namen trägt, auch in den kommenden Jahren als weltweiten Technologieführer an der Spitze halten. „Unsere Mission ist es, nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Menschen zu schaffen“: Die Mission der Unternehmensgruppe wird nicht nur nach außen getragen, sondern auch nach innen gelebt. Nachhaltiges Handeln bei Progress Group beinhaltet dabei neben direktem Umweltschutz auch wirtschaftliche und soziale Komponenten. Ideale Arbeitsbedingungen Die automatisierte Produktion und das Bauen mit Betonfertigteilen
verbessern die Arbeitsbedingungen im Werk und auf den Baustellen. Es werden hochwertige und sichere Wohn- und Arbeitsräume realisiert, wovon nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen profitieren. Mit Akustik-Klimadecken und Thermowänden bieten die modernen Bürogebäude und Produktionshallen ein angenehmes Raum- und Arbeitsklima mit ausreichend Platz
Gesundheit spielt beim Brixner Unternehmen eine zentrale Rolle, und das nicht nur im Hinblick auf die kulinarischen Highlights im firmeneigenen Restaurant, das gesunde regionale Produkte anbietet. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin hat die Möglichkeit, den Arbeitsweg mit einem
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firmeneigenen E-Bike umweltfreundlicher zu gestalten und verschiedenste Welfare-Leistungen in Anspruch zu nehmen. Die angebotenen Fitnesskurse in den hauseigenen Trainingsräumen fördern die körperliche Gesundheit und das individuelle Wohlbefinden. Umweltschutz Die Betonfertigteilbauweise leistet einen großen Beitrag zum umweltbewussten Bauen. Das Bausystem optimiert den Materialeinsatz mit bis zu 25 Prozent weniger Beton, 15 Prozent weniger Betonstahl und 25 Prozent weniger Eigengewicht pro Bauteil im Vergleich zur klassischen Betonbauweise; damit wird der Ressourcenverbrauch und CO₂-Ausstoß erheblich reduziert. Durch die integrierte Planung und Produktion der Fertigteile mithilfe der hauseigenen Softwareprodukte
und Maschinentechnologie wird Energie eingespart und Abfall vermieden. Die vorhandenen Flächen am Hauptsitz wurden außerdem
mit einer beachtlichen Fotovoltaikanlage, begrünten Dächern und Insektenhotels ausgestattet. Weiterbildung Ein moderner Arbeitsplatz zeichnet sich nicht nur durch eine angenehme Umgebung aus – auch der individuelle Weg der einzelnen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird gefördert. Die firmeneigene „PROGRESS GROUP Dual Academy“ verbindet Wissen aus Seminaren und Workshops mit praktischer Ausbildung am Arbeitsplatz. Die Ausbildungsprogramme sind individuell auf die einzelnen Personen zugeschnitten und garantieren dadurch die richtige Entwicklung von Fach-, Persönlichkeitsund Führungskompetenz.
We are PROGRESS Wir sind eine international tätige Unternehmensgruppe, die sich auf Maschinen und Software für die Auto matisierung der Beton fertigteilproduktion spezialisiert hat und zudem ein eigenes Fertigteilwerk am Firmensitz in Brixen betreibt. www.progress.group
Für unser Team suchen wir:
Monteur im Außendienst (m/w/d)
Du übernimmst die sorgfältige Montage und erste Inbetriebnahme unserer Maschinen und Anlagen auf der ganzen Welt.
ERP Consultant (m/w/d)
Von der Analyse der Anforderungen bis hin zur Softwareentwicklung und Einschulung vor Ort begleitest du unsere Kunden bei der Einführung von internationalen ERP-Systemen.
Technischer Zeichner für Bausysteme (m/w/d) Du arbeitest selbständig Pläne für Wohn- und Gewerbebauten mit Betonfertigteilen aus. Brixen Your way to PROGRESS www.progress.group/jobs
76 › EXTRA: Top Jobs
„Viele Jobs, tolle Perspektiven!“ ALUPRESS: Heute zählen Weiterentwicklungsmöglichkeiten, eine ausgewogene Work-Life-Balance sowie Wertschätzung und Anerkennung zu den entscheidenden Faktoren bei der Jobwahl. Wie es Alupress gelingt, diesbezüglich zu punkten, erzählen die zwei Alupress‘ler NADIA SCHIENER und HERBERT FEDERSPIELER.
wirkt sich die Schichtarbeit auf Ihre Work-Life-Balance aus? Schiener: Als diplomierte Ho-
te seit fünf Jahren bei Alupress und bin als Schichtleiterin der Abteilung Oberfläche für die Organisation meiner Schicht verantwortlich. Das heißt, ich plane Mitarbeitende und Maschinen so ein, dass die Bauteile unseren Qualitätsstandards entsprechend gefertigt und zeitgerecht an die Kunden geliefert werden.
HERBERT FEDERSPIELER:
Ich bin seit 32 Jahren bei Alupress und arbeite heute als technischer Einrichter in der Gießerei. Als solcher bin ich hauptsächlich für die Optimierung der Teilequalität sowie die Reduzierung der Maschinenstillstände zuständig. Eröffnet Alupress Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln? Schiener: Alupress bietet nicht
nur Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sondern Arbeitschancen in jeglicher Hinsicht. Als Quereinsteigerin begann ich zunächst als
Die zwei Alupress’ler Nadia Schiener und Herbert Federspieler schätzen die Vielfältigkeit ihrer Jobs
Maschinenbedienerin in der Abteilung Oberfläche. Später wurde ich Teamleiterin und bin nun seit über einem Jahr Schichtleiterin. Federspieler: Ja, auch ich kann das aus persönlicher Erfahrung nur bestätigen. Nach dem Abschluss der Metallfachschule habe ich zunächst als Metallfacharbeiter bei Alupress angefangen. Nach einigen Jahren wurde ich Team- und Schichtleiter und konnte Füh-
Gestalte mit uns den Wandel komm zu uns ins Team Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir (m/w/d)
rungsverantwortung übernehmen. In meiner aktuellen Position als technischer Einrichter in der Gießerei kann ich meine technischen Fähigkeiten voll einsetzen und spezialisiere mich derzeit auf anspruchsvolle technische Aufgaben, die ein hohes Maß an Präzision und Know-how erfordern. Sie arbeiten beide in der Produktion und damit im Schichtbetrieb. Wie
telkauffrau kannte ich vorher nur unregelmäßige und lange Arbeitszeiten. Dank der Schichtarbeit bleibt mir bei Alupress erheblich mehr Zeit für Hobbys, und ich kann allfällige Termine gut wahrnehmen, ohne mir dafür extra freinehmen zu müssen. Doch ganz besonders genieße ich im Vergleich zu meiner früheren Arbeitserfahrung die freien Wochenenden! Federspieler: Der Schichtbetrieb lässt mir viel Zeit für die Familie. Als die Kinder noch klein waren, konnten meine Frau und ich die Kinderbetreuung dadurch gut bewältigen. Formulieren Sie bitte folgenden Satz zu Ende: Einen Job bei Alupress empfehlen wir all jenen, die … Schiener:… einen Arbeitgeber
suchen, der seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hohe Wertschätzung entgegenbringt. Federspieler: … sich weiterentwickeln möchten.
Foto: Helmuth Rier
Seit wann sind Sie bei Alupress tätig, und welche Funktion üben Sie aus? NADIA SCHIENER: Ich arbei-
Key Account Manager Techniker Produktion Maschinenbediener Staplerfahrer/Lagerist Haben wir Dein Interesse geweckt? Besuche unsere Karriereseite: www.alupress.com/karriere
Foto: Rolf Nachbar
Metallfacharbeiter
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„KUH-le“ Jobs bei Brimi!
Foto: Harald Kienzl
MILCHHOF BRIXEN: Aus dem Zusammenschluss der kleinen Sennerei Schabs und der Sennerei Brixen im Jahr 1969 hervorgegangen, zählt der Milchhof Brixen heute zu den führenden Mozzarellaherstellern Italiens. Darüber hinaus begeistert er mit vielen weiteren Frischkäsespezialitäten und Milchprodukten.
von Beruf und Familie und bietet, wo möglich, flexible Arbeitszeitmodelle, Aufstiegschancen und Umschulungsmöglichkeiten. Arbeit mit Sinn
Seit Jahrzehnten gehört der Milchhof Brixen Brimi zu den renommiertesten Arbeitgebern in der Südtiroler Milchwirtschaft. Das Unternehmen bietet ein attraktives Arbeitsumfeld mit modernen Produktionsanlagen, vielen Benefits und einem starken Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit. Mit-
arbeitenden eröffnen sich darüber hinaus zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung. Eine flache Hierarchie und das kollegiale Arbeitsklima fördern die offene Kommunikation und Zusammenarbeit im Team. Zudem engagiert sich Brimi für die Vereinbarkeit
Arbeite bei uns! (m/w)
> Betriebs-Mechatroniker > Maschinenführer Produktion > Lehrberuf zur Molkereifachkraft 0472 271 300 | hr@brimi.it www.brimi.it/jobs
Die Arbeit bei Brimi vereint berufliche Chancen mit einer sinnstiftenden Tätigkeit. Jede und jeder Einzelne trägt direkt zum Fortbestand von etwa 1.000 Südtiroler Bauernfamilien bei. Diese Unterstützung stärkt die regionale Landwirtschaft und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der Alpenlandschaft. Durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Bauern wird ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung der Südtiroler Kultur und Tradition geleistet. Die Pflege der Almwiesen, der Erhalt traditioneller Handwerkskünste und die Produktion hochwertiger Milchprodukte sind wesentliche Bestandteile der regionalen Identität. Wer bei Brimi arbeitet, weiß, dass die geleistete Arbeit weit über
die Unternehmensziele hinaus positive Wirkung entfaltet. Sie trägt zu einem größeren Ganzen bei, indem sie den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der Südtiroler Gemeinschaft sichert.
Arbeiten bei Brimi birgt viele Vorteile: - flexible Arbeitszeiten - 14 Monatsgehälter - 35,5 Urlaubstage - Steuerbeistand - Kita-Unterstützung - Gesundheitsfonds - Z weimal wöchentlich gratis Brimi-Produkte - Essenszulage
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Die Mondes finsternis
Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Chefredakteurin und presserechtlich verantwortlich: Anina Vontavon (av), Tel. +39 0472 060216 anina.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Johanna Bampi (job) Sabine Dejakum (sd) Ernst Delmonego (ed) Jorin Massimo Flick (jmf) Mats Helmersson (mh) Lisa Hintner (lh) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Anja Prosch (ap) Stephanie Risse (sr) Anna Sophie Schenk (ans) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) Benjamin Zwack (bz) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info
Samstag, 23. August 1924
August 1924
Ein Wettersturz Samstag, 2. August 19244
Der Beginn der Hundstagzeit ist diesmal durch einen empfindlichen Wettersturz gekennzeichnet, der eine Abkühlung und viel Regen brachte. Der Temperatur nach könnte es ganz gut Ende September sein. Leute, die sonst nicht leicht zu kalt haben, beutelt es am Tag derart, daß sie über ihre Sommerkleidung gerne noch ein paar Mäntel umhängen. Zur Beschleunigung dieser Maßnahme trägt auch der fortwährende Regen das seinige bei. In der Nacht auf Mittwoch fiel auf den Höhen sogar Schnee. Es ist gewiß für uns Brixener ein nicht alljährliches Schaustück, das wir heuer bestaunen könnten: am 30. Juli die Plose bis herab zur Ochsenhütte in weißes Schneegewand gehüllt.
Grafik: Melanie Vitroler, Tel. +39 0472 060208 alexandra.bauer@brixmedia.it Titelbild: Fotomontage Melanie Vitroler Druck: Athesia Druck GmbH, www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende September 2024 Nächster Redaktionsschluss: 14. September 2024 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St., Eintragung im ROC Nr. 011109 Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Der „Brixner“ ist Partner von:
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Die Familie Simmerding übersiedelt Samstag, 9. August 1924
Mit Heutigem, 8. August, verläßt der gewesene Direktor des hiesigen Elektrizitätswerkes, Ing. Franz Simmerding, mit seiner Familie endgültig die Stadt Brixen. Nachdem er als Ausländer schon vor Jahresfrist seines Postens enthoben worden, ging er sogleich selbst hinaus in sein Heimatland Bayern, um sich eine neue Existenz zu suchen, während seine Familie hier in Brixen zurückblieb. Da sich ihm nun günstige Aussichten auf eine sichere Stellung eröffneten, nahm er jetzt auch seine Familie zu sich hinaus.
Das Ergebnis der Maturitätsprüfung Samstag, 9. August 1924
War schon das Resultat der schriftlichen Reifeprüfung für die Maturanten des hiesigen Stiftsgymnasiums ungeheuerlich, da von 8 Kandidaten 6 in Italienisch nicht entsprachen, so ist das Ergebnis der mündlichen Reifeprüfung geradezu niederschmetternd. Nach der schulbehördlichen Mitteilung, die soeben hier eingelangt ist, sind nämlich sämtliche Oktavaner durchgefallen. Nur Herrn Barth, der nach absolvierter Septima die Matura machte, ist es mit knapper Not gelungen, dem gleichen Schicksal zu entrinnen. Von den 9 Maturanten des Vinzentinums wurden bei der schriftlichen Prüfung 5 in Italienisch mit ungenügend klassifiziert; bei der mündlichen Reifeprüfung blieb das Bild ungefähr dasselbe, indem von den 9 Kandidaten 5 auf den Herbst reprobiert und 4 auf 1 Jahr zurückgestellt wurden. Es ist natürlich für unsere strebsamen Studenten ein schwacher Trost, zu wissen, daß es den Kollegen von anderen Gymnasien um kein Haar besser erging. Wir glauben nicht, daß die Wissenschaft allein es war, die über unsere brave Studentenschaft dies harte Urteil gefällt. Die Annahme, daß dabei etwas anderes nicht bloß mitgesprochen, sondern sogar den Ausschlag gegeben, ist nicht von der Hand zu weisen.
Die Mondesfinsternis am vorigen Donnerstag hat allerlei heitere Erlebnisse veranlaßt. Anfangs war die Beobachtung durch eine dichte Wolkenwand fast unmöglich gemacht. Als sich gerade der Mond dahinter gänzlich versteckt hatte, verließ ein verspäteter Gast ein kleines Wirtshaus. Er hatte etwas schief geladen. Er bemerkte die Leute, die unverwandt den Blick nach aufwärts gerichtet hatten, und wandte sich mit der Bitte um Aufklärung dieses sonderbaren Verhaltens an mich. Eine Mondesfinsternis wäre heute zu sehen, teilte ich ihm dienstbeflissen mit. „Tatsächlich“, bestätigte der Mann, der offenbar nicht mehr in der Lage war, Astronomie und Meteorologie auseinanderzuhalten, „heut’ hab’n’s es amol darrat’n mit’n Wetter, meistens stimmt’s eh net.“ – In Wien hat der Inhaber eines nächtlichen Straßenbüfetts mit der Mondesfinsternis ein Bombengeschäft gemacht. Er hatte an seinem Stand eine große Tafel mit der Aufschrift angebracht: „Nach der Mondesfinsternis frische heiße Würstel.“ Der Erfolg hat alle Erwartungen übertroffen; der Findige war bald ausverkauft.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944–2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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