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EXTRA
Fitness & Gesundheit
348
Jahrgang 30 · Januar 2019 Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Leidenschaft Eisklettern
Mumm & Muckis
PORTRAIT: Stefan Leitner, Präsident des SSV Brixen DIÖZESANMUSEUM: Interview mit Johann Kronbichler EU IN BRIXEN: Der anonyme Förderer VAHRNER WAHRZEICHEN: Ruine Salern
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | DIE EU IN BRIXEN: Der anonyme Förderer 08 | Vahrn/Brixen: Vahrner Kinder bleiben künftig in Vahrn Menschen & Meinungen >>> 14 14 | PORTRAIT: STEFAN LEITNER 19 | Pro & Contra: Digitale Einschreibung – eine Vereinfachung? 20 | Umfrage: Lega und SVP – wie gut wird das gehen? Kunst & Kultur >>> 22 22 | JOHANN KRONBICHLER: „Das war mein Traumjob“ 25 | Brixen: Ein Denkmal für Bischof Karl 26 | Rainer Stiassny: „Große Begeisterung, große Leidenschaft“ Veranstaltungen 34 | TIMER: Februar 2019
>>> 34
Freizeit & Sport >>> 40 40 | EISKLETTERN: Hoch hinaus mit Pickel und Steigeisen 44 | Führungswechsel WSV: „Vereinsgedanke im Vordergrund“ Wirtschaft & Umwelt 48 | RUINE SALERN: Spannend wie ein Krimi 52 | Flussraum: Baulos Nummer 2 55 | Milland: Neuer Tiefbrunnen am Eisackufer Extra 61 | Fitness & Gesundheit NEU! Brixner ePaper – die kostenlose „Brixner“-APP
>>> 48
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Ein gutes Zeichen Willkommen, 2019! Dieses Jahr ist für den „Brixner“ irgendwie ein besonderes, denn auf der Titelseite steht „Jahrgang 30“. Dreißig Jahre! Das ist ein bedeutender Zeitraum, und es fühlt sich irgendwie gut an, dass wir nach wie vor einen enormen Rückhalt unserer Leser spüren. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Zeiten wie diesen, in denen die meisten Zeitungsredaktionen verzweifelt versuchen, das Sinken der Auflagen in halbwegs akzeptable Grenzen zu halten. Eine lokale Zeitschrift wie der „Brixner“ wird aber offenbar von ihren Lesern und Werbekunden nach wie vor als spannend empfunden, was uns für die Zukunft sehr optimistisch stimmt. Mit dieser Ausgabe startet wieder unsere alljährliche freiwillige Abo-Aktion „Freunde & Gönner“. Ich betone auch diesmal: Auch wenn Sie aus irgendeinem Grund dieses Abo nicht überweisen, werden Sie nach wie vor jeden Monat Ihren „Brixner“ im Briefkasten vorfinden, denn wir wollen auch in Zukunft für alle da sein. Noch ein schneller Hinweis auf die nächsten Seiten: Meine Tochter Anina, die derzeit in Bochum ihre Masterarbeit schreibt, hat mich vor ein paar Wochen angerufen mit der Frage, ob sie in den nächsten Ausgaben unseren Lesern die Europäische Union etwas näherbringen könnte, denn: „Im Mai sind Europawahlen, und es ist wichtig, dass es eine hohe Wahlbeteiligung gibt, und die erreichen wir nur, wenn wir den Leuten erklären, wie wichtig diese Staatengemeinschaft für jeden Einzelnen von uns ist!“ In ihrem Studium an der Uni Bochum beschäftigt sie sich mit sämtlichen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten der Europäischen Union – und ist seither ein absoluter Fan der EU. Wenn die Jugend die positiven Auswirkungen der Europäischen Union begreift, dann ist das ein gutes Zeichen für die Zukunft. Wie die Volksabstimmung zum Brexit gezeigt hat, kann man sich auf die Situationseinschätzung meiner Generation ja nicht mehr verlassen.
Ihr Willy Vontavon
Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info
ABONNEMENTPREISE: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 75 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________
❏ JA, ich möchte den „Brixner“ an folgende Adresse zugestellt bekommen: Vorname, Nachname _________________________________________
Außerdem in dieser Ausgabe Eine Beilage:
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Brixner Abo-Aktion 2019
Politik & Gesellschaft
DIE EU UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF BRIXEN
Der anonyme Förderer Wie viel EU findet man in Südtirol? Welche konkreten Vorteile haben der einzelne Bürger und die Wirtschaft? Wir machen in Brixen den Test und gehen auf lokalster Ebene auf Spurensuche – mit überraschendem Ergebnis.
P
aradoxer hätte man sich die zweite Januarwoche in Europa wohl kaum vorstellen können: Während das Europäische Parlament in Straßburg den 20. Geburtstag des Euro feiert, dem Vorzeigeprojekt der europäischen Integration, stimmt die britische Regierung in London nur wenig später über den „Brexit“Entwurf zu einem geregelten Ausstieg Großbritanniens aus der EU
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ab. Premierministerin Theresa May hatte in den letzten zwei Jahren mit den verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten verhandelt – erfolglos. Großbritannien droht am 29. März ein ungeregelter Austritt, nachdem die Bürger des Vereinigten Königreichs im Juni 2016 dafür gestimmt hatten, die Europäische Union zu verlassen. Eine Mitgliedschaft koste zu viel, die Bürger bekämen zu wenig
zurück – das war damals die Botschaft der britischen EU-Gegner. Und auch in anderen Mitgliedsstaaten wird Kritik am aktuellen System geübt. Als Luigi di Maio, Parteivorstand des „Movimento 5 Stelle“, im Dezember das Wahlprogramm seiner Partei für die bevorstehenden Europawahlen vorstellte, nannte er es „ein Manifest für ein anderes Europa, an dessen Zentrum die Bürger
zurückkehren sollen“. Derzeit sitzen Vertreter seiner Partei im EU-Parlament in einer von Nigel Farage gegründeten Fraktion zusammen mit anderen EU-Skeptikern und Rechtspopulisten, wie dem deutschen AfD-Politiker Jörg Meuthen. Sie hoffen, bei den kommenden EU-Wahlen am 23. Mai in Europa auf ein ähnlich gutes Wahlergebnis wie auf nationaler Ebene. Ihr liebstes Werkzeug da-
Foto: Genevieve Engel
Personenfreizügigkeit der Sprung ins Ausland erleichtert. Als ich nach Frankreich gezogen bin, wurden mir keinerlei Barrieren in den Weg gestellt. Ich habe sogar dieselben Förderungen erhalten wie französische Studenten auch.“
Wichtiger Wirtschaftsfaktor.
FREUND ODER FEIND? Die Entscheidungen des Europäischen Parlaments in Brüssel wirken sich auch auf Brixen aus
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bei sind Botschaften, die die EU ständig ins schlechte Licht rücken. Zu Recht? Wirkt sich die Europäische Union für den einzelnen Bürger nachteilhaft aus? Läuft eine kleine Provinz wie Südtirol Gefahr, zu kurz zu kommen oder gar vergessen zu werden? Die Europäische Union ist mit ihren immerhin knapp 516 Millionen Einwohnern in (noch) 28 Mitgliedsstaaten ein Riese. Südtirol
erscheint mit seinen etwas über 500.000 Bewohnern dagegen wie ein Zwerg.
Chancen für die Jugend. Eine
der vielleicht offensichtlichsten, aber auch wichtigsten Veränderungen, die mit der EU einhergingen, ist die Öffnung der Grenzen. Für Südtiroler bedeutet der Schengen-Raum, dass es seitdem selbstverständlich ist, den Bren-
ner ohne Kontrollen passieren zu können. Mehr noch: Einfach so ins EU-Ausland umzuziehen ist kein Problem mehr. Das ist besonders für Jugendliche attraktiv. „Die meisten meiner Freunde machen mittlerweile mindestens ein Auslandssemester“, sagt zum Beispiel Alexia Gasser. Die 25-Jährige hat gerade ihr Masterstudium in Toulouse abgeschlossen. „Jungen Menschen wird mit der
Gleichzeitig ist die EU in vielerlei Hinsicht zum wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden – auch auf lokaler Ebene, auch für Brixen. „Unternehmen haben seit der Öffnung der Grenzen die Möglichkeit, über die Grenzen hinauszuschauen. Durch die offenen Märkte wird der Wettbewerb zwar größer; das bringt uns aber auch dazu, fit zu bleiben und über die eigenen Geschäftsmodelle hinauszuwachsen.“ Für Thomas Burger, Teil des Verwaltungsrats der „Rubner Holding Group“, die mit ihrer „Tochter“ Rubner holzbau auch in Brixen präsent ist, überwiegen die Vorteile klar den möglichen Nachteilen: „Die Integration von Europa hat unsere Entwicklung von einem Südtiroler zu einem Europäischen Unternehmen begleitet. Mittlerweile könnten wir gar nicht mehr sagen, welcher am ehesten unser Heimmarkt ist.“ Wie auch viele Brixner Betriebe, ist die Rubner AG seit Jahren international tätig, unter anderem in Frankreich, Österreich und Deutschland. Die grassierende EU-Skepsis mancher Populisten wird hier mit großer Sorge beobachtet: „Würde Italien einen neuen Weg einschlagen oder sogar aus der EU austreten, wäre das für uns mit undenkbaren Folgen verbunden.“ Außerdem bietet die EU auch finanzielle Unterstützungen. Durch Strukturfonds wie den Europäischen Sozialfonds (ESF) oder den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) werden verschiedenste Südtiroler Projekte von der EU co- oder vollfinanziert. Davon profitiert auch Brixen. Mit Hilfe von diesen Geldern werden unter anderem derzeit die Maßnahmen zum Hochwasserschutz und die Sanierung des Rathauses unterstützt. Aber auch in kleinere Projekte, wie Schulungen des Bildungshauses Neustift, fließen regelmäßig EU-Gelder. Das wohl größte EU-Projekt in Brixen befindet sich derzeit noch in der Projektierungsphase: Das neue Mobilitätszentrum am Bahnhof wird komplett durch EFRE und dadurch zum Großteil durch EUMittel abgedeckt. Kostenpunkt: sieben Millionen Euro. 5
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Zu breit gefächert? Einen konkreten Überblick über sämtliche Unterstützungen zu erhalten erweist sich allerdings als kompliziert, wie unsere Recherche ergeben hat. Hier wird auch eines der größten Probleme der EU sichtbar: Im Alltag der Menschen ist sie kaum präsent und für ihre Bürger als Institution deshalb schwer greifbar. Fest steht: Allein durch EFRE- und ESF-Mittel sowie durch das für die Landwirtschaft wichtige Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum stehen Südtirol in der Förderperiode Inserat Februar
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2014-2020 etwa 362 Millionen Euro reiner EU-Gelder zur Verfügung. Die Projekte und Förderungen werden entweder von der Zahlungsstelle oder der Europaabteilung des Landes lokal begleitet und abgewickelt. Hinzu kommen dann noch Direktfinanzierungen entweder aus Rom oder direkt aus Brüssel. „Auf diese Strukturfonds zu verzichten könnte Südtirol sich gar nicht mehr leisten“, so Martha Gärber, Leiterin der Europaabteilung in Bozen. Und trotzdem wurden die Fördertöpfe in der Vergangenheit nicht vollkommen ausgeschöpft. Laut einer WIFO-Studie vom Dezember 2018 greifen beispielsweise nur die wenigsten Südtiroler Unternehmen auf die Direktfinanzierungen aus Brüssel zurück. Der Grund: Der bürokratische Aufwand ist für viele einfach zu groß. Auch Gärber sieht darin die größte Hürde für Südtirols Betriebe: „Diese Förderungen lohnen sich eigentlich nur für größere Unternehmen, da ansonsten zu viele Ressourcen für die Beantragung und Betreuung aufgewendet werden müssen. In Zukunft muss man sich hier auf wenige wesentliche Maßnahmen
Alexia Gasser, Studentin: „Jungen Menschen wird mit der Personenfreizügigkeit der Sprung ins Ausland erleichtert“
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konzentrieren und diese dann benutzerfreundlich aufbereiten und umsetzen.“ Die Studie zeigt aber auch: Ein Großteil der Südtiroler weiß noch nicht mal über das Angebot Bescheid. Hier kommt auch die lokale Europaabteilung an ihre Grenzen: „Wir schaffen es nicht, den Menschen die enorme Bedeutung, die die EU für uns Südtiroler hat, ausreichend zu kommunizieren. Hier muss noch viel mehr informiert werden. Insbesondere in Bezug auf ESF haben wir bereits neue Infokampagnen geplant, mit denen wir mehr Menschen erreichen wollen.“
„Ein Kommunikationsproblem“. Wer sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzt, merkt ziemlich schnell, dass die EU auch in Brixen ihre deutlichen Spuren hinterlässt. In vielen Bereichen wäre ihr Fehlen mittlerweile sogar undenkbar. Allein: Der Bürger sieht das nicht. In der Kommunikation ihrer Vorzüge für den Bürger scheitert die EU nach wie vor. Es fehlt ein klares Marketingkonzept, die Fähigkeit, mit klaren Aussagen bewusst zu machen, welche wichtige Rolle die EU
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Politik & Gesellschaft
Thomas Burger, Rubner AG: „Würde Italien aus der EU austreten, wäre das für uns mit undenkbaren Folgen verbunden“
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Für das geplante Mobilitätszentrum am Brixner Bahnhof stellt EFRE sieben Millionen Euro bereit
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selbst auf kleinster Ebene für ihre Einwohner spielt. Dafür zuständig wären eigentlich die lokalen Vertreter. „Wir bieten verschiedene Informationsveranstaltungen an, die auch gut besucht sind. Außerdem gehen wir in die Schulen und versuchen dort, den Jugendlichen die EU näherzubringen. Aber die EU hat eindeutig ein Kommunikationsproblem“, gibt auch Gärber zu. Die größten Schwierigkeiten lägen darin, sagt sie, die Menschen im Alltag mit einem derart komplexen Thema zu erreichen. „Die Leute sind vollkommen mit ihren Alltagssorgen beschäftigt, und nicht jeder schaut über seinen eigenen Tellerrand hinaus.“ Würde er dies tun, würde er schnell merken: Die EU ist nicht nur das größte Friedensprojekt seit dem Zweiten Weltkrieg, sondern fördert auch auf lokaler Ebene eine Vielzahl an Projekten, Unternehmen und Bauern. Davon wiederum profitiert am Ende jeder einzelne Bürger.
anina.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
VAHRN/BRIXEN
Vahrner Kinder bleiben künftig in Vahrn Was seit mehreren Jahren für die deutschsprachigen Kindergärten in Brixen gilt, wird ab Herbst 2019 auch für die italienischsprachigen Kindergärten obligatorisch: Es gibt einen Aufnahmestopp für Kinder aus Vahrn. Für die Gemeinde Vahrn, die seit Mitte Dezember über diese Absicht informiert ist, besteht nun Handlungsbedarf. wird das Platzproblem thematisiert, aufgrund dessen auch der italienische Kindergarten keine Vahrner Kinder mehr aufnehmen wird. In einem zweiten Schreiben heißt es, dass keine Kinder mehr eingeschrieben werden dürfen, wenn sie nicht in der Gemeinde Brixen ansässig sind.“ Der in Brixen für die italienischen Kindergärten zuständige VizeBürgermeister Claudio Del Piero bestätigt auf Nachfrage die
Entscheidung des Stadtrats: „Wir als Gemeindeverwaltung sind in erster Linie für die eigene Bevölkerung verantwortlich. Laufen wir Gefahr, dass wir aufgrund von Raummangel nicht genügend Kindergartenplätze für die Brixner Kinder haben, müssen Lösungen gefunden werden.“ Im konkreten Fall bedeutet dies hier: Aufnahmestopp ab dem kommenden Schuljahr im Herbst 2019 der Vahrner Kinder auch in die italienischen
Kindergärten, genauso wie dies für die deutschen Kindergärten bereits seit Jahren der Fall ist.
„Vahrn ist eigen.“ Diese Entscheidung des Brixner Stadtrates betrifft zunächst nur die Kinder aus der Gemeinde Vahrn, wie Del Piero bestätigt: „Die Anzahl der Kinder aus den umliegenden Gemeinden, die den italienischen Kindergarten in Brixen besuchen, ist nicht nennenswert, und wir werden diesFotos: Oskar Zingerle
A
us Respekt vor der jeweiligen Sprachgruppenzugehörigkeit möchte ich den Familien meiner Gemeinde die Möglichkeit bieten, ihre Töchter und Söhne in einen Kindergarten ihrer jeweiligen Muttersprache zu schicken“, betont der Vahrner Bürgermeister Andreas Schatzer, dessen Gemeinde zurzeit den Kindergarten nur in der deutschen Sprache anbietet. Nun, da sich die Stadt Brixen dafür ausgesprochen hat, keine Kinder mehr aus der Nachbargemeinde Vahrn in die italienischen Kindergärten der Stadt aufzunehmen, werde man eine Lösung finden. „Nachdem es Kinder aus Vahrn sind, werden wir den italienischsprachigen Kindern die Möglichkeit geben, den Kindergarten in ihrer Muttersprache zu besuchen“, expliziert Schatzer.
Die Vorgeschichte. Von der Ge-
meinde Brixen sei der Gemeinde Vahrn mitgeteilt worden, dass man sich aufgrund von Platzmangel für den Aufnahmestopp der Vahrner Kinder ausgesprochen habe. „Wir haben zwei Schreiben von der Gemeinde Brixen erhalten. In einem 8
Claudio Del Piero: „Raumprobleme zwingen uns zu diesem Schritt“
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Andreas Schatzer: „Wir haben die Kapazitäten und die Räumlichkeiten für eine italienische Sektion“
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bezüglich keinerlei Maßnahmen ergreifen.“ Die Situation mit der Gemeinde Vahrn sei aber eigen, da es hier 21 Kinder betreffe. „Mit 21 Kindergartenkindern kann Vahrn auch selbst eine eigene Sektion eröffnen.“ Allerdings möchte der Vize-Bürgermeister nicht von einem Aufnahmestopp sprechen, da es sich hier nicht um eine mangelnde Bereitschaft für Nachbarschaftshilfe handle, sondern die Entscheidung der Tatsache geschuldet sei, „dass wir inzwischen auch in unseren
Antrag stellen, dass eine italienische Sektion in Vahrn eingerichtet wird“.
Nur Italiener betroffen? Wie er-
wähnt, besuchen zurzeit 21 Kinder aus Vahrn den italienischsprachigen Kindergarten in Brixen. Aber gehören diese Kinder alle der italienischen Sprachgruppe an? „Nicht alle dieser 21 Kinder sind italienischer Muttersprache, das ist wahr, aber doch die überwiegende Mehrheit davon“, bekräftigt Schatzer. Er räumt ein, dass
„Die gemeindeeigenen Kinder haben ein Recht auf einen Platz im Kindergarten; dafür muss jede Gemeinde sorgen“_ Andreas Schatzer, Bürgermeister Vahrn italienischen Kindergärten ein Raumproblem haben, und die gemeindeeigenen Kinder haben verständlicherweise Vorrang.“
Situation in Vahrn. In Vahrn hatte
es in der Vergangenheit bereits einen italienischen Kindergarten gegeben. „Das ist inzwischen 20 Jahre her. Dieser Kindergarten wurde aufgelöst, da in der Nachbargemeinde Brixen entsprechender Platz vorhanden war und es insgesamt kostengünstiger war, gemeindeübergreifend zu arbeiten“, argumentiert Bürgermeister Schatzer. Nun sei Brixen an seine Aufnahmegrenzen gestoßen, was aber für Vahrn kein großes Problem darstelle. Seit zwei Jahren hat Vahrn fünf Sektionen im deutschsprachigen Kindergarten. Nachdem die fünfte Sektion lange in einem Container untergebracht war, hat man im letzten Schuljahr mit dem Zubau des Kindergartens Platz für zwei weitere Sektionen geschaffen. „Eine ist mit der fünften deutschsprachigen Sektion besetzt, und eine wird zurzeit von der ersten Klasse Grundschule gebraucht, weil die Schule auch Raumprobleme kennt. Wenn wir jetzt die Räumlichkeiten für eine italienische Sektion benötigen, dann muss die Grundschulklasse in die Schule übersiedeln.“ Der Vahrner Gemeinderat hatte sich dem entsprechend in seiner Sitzung vom 28. Dezember bereit erklärt. „Sofern sich genügend italienischsprachige Kinder melden, werden wir im Frühjahr den
inzwischen die Vorgangsweise doch recht verbreitet sei, deutsche Kinder in den italienischen Kindergarten und umgekehrt einzuschreiben. Auch dürfe man bei der Anmeldung in den Kindergarten die Sprachgruppenzugehörigkeit nicht abfragen. Dennoch möchte er klarstellen: „Wenn wir eine italienische Sektion in Vahrn eröffnen, dann muss der Großteil der Kinder dort definitiv der italienischen Sprachgruppe angehören. Sollte die Mehrheit deutscher Muttersprache sein, dann machen wir eine sechste deutschsprachige Sektion.“
Gute Lösung gefunden. Am 9.
Jänner hat sich die italienische Landeskindergartendirektion in einer Aussprache mit den Gemeinden Brixen und Vahrn und dem zuständigen Bildungssprengel darauf verständigt, dass der italienische Kindergarten in Vahrn nicht neu eingerichtet wird; vielmehr wird eine Sektion des Brixner Kindergartens „Millecolori“ nach Vahrn verlegt. Mit dieser Entscheidung ist der Landesdirektion eine wunderbare Lösung geglückt, die sämtlichen Bedürfnissen Rechnung trägt: Die Gemeinde Brixen darf ihre Kindergartenplätze für die gemeinde eigenen Kinder nützen, die Gemeinde Vahrn wird mit weniger Bürokratie konfrontiert, und den Bedürfnissen der im Einzugsgebiet lebenden Familien wird man ebenso gerecht. sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Hüter eines großen Schatzes z Für den Domchor Brixen war das Jahr 2018 ein ereignisreiches – dessen Ausklang vor kurzem gebührend gefeiert wurde. Eine Vesper im Dom zu Brixen, angeführt von Bischof Ivo Muser (im Bild) und den Domkanonikern sowie den Sängern des Domchors Brixen, bildeten den Anfang des feierlichen Abends. „Musik ist ein prägender Moment im kulturel-
len Leben der Stadt Brixen, und der Domchor leistet dazu einen wesentlichen Beitrag“, bedankte sich Bürgermeister Peter Brunner beim Domchor, der im Jahr 2018 zu 52 Liturgiegestaltungen und 54 Proben zusammenkam. Den Gesang selbst bezeichnet Kapellmeister Heinrich Walder als „Schatz: die in Jahrhunderten entstandene und inspirierte Kir-
chenmusik. Dieser Schatz muss gepflegt und erhalten werden“. Der Domchor zählt zurzeit 53 Sängerinnen und Sänger. eh
P&G BRIXEN
Pro-Kopf-Belastung sinkt z Der statistische Durchschnitt an Steuereinnahmen pro Bürger wird in der Gemeinde Brixen im Jahr 2019 sinken – von 761,89 auf 704,90 Euro. Statistiken sind allerdings trügerisch, denn die Gemeinde hat im Jahr 2018 einige hohe Nachzahlungen der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) erhalten, die 2019 nicht mehr vorgesehen sind. Sehr wohl auswirken wird sich aber die Erhöhung des IRPEF-Freibetrages: Hier plant die Gemeinde Mindereinnahmen von 170.000 Euro. Insgesamt plant Josef Pfattner, „Chefbuchhalter“ der Gemeinde, Steuereinnahmen in Höhe von
kurz
notiert
10
10,1 Millionen Euro, wovon der größte Brocken mit 7,7 Millionen von der GIS stammt, der Rest unter anderem von Gemeindeaufenthaltsabgaben und Werbesteuer. Etwa 10,78 Millionen Euro kommen von (Landes-)Beiträgen, 5,4 Millionen von außersteuerlichen Einnahmen. Bei den Ausgaben besteht der größte Brocken der laufenden Kosten aus den Gehältern der 211 Gemeinde-Mitarbeiter: Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Lohnkosten aufgrund der dienstaltersbedingten Gehaltsvorrückungen um 1,5 Prozent. Spannend ist der Überblick über die in den nächsten drei Jah-
Der Brixner Stadtrat hat mittels Dringlichkeitsbeschluss den Haushaltsvollzugsplan für die Jahre 2019 bis 2021 genehmigt. Darin ist u. a. festgelegt, wann die Verantwortung bei der Vergabe von Aufträgen an den Ausschuss übergeht und ab welcher Auftragswerthöhe der Ausschuss die Genehmigung beschließen muss.
Foto: GettyImages, Tinnakorn Jorruang
Politik & Gesellschaft
ren geplanten Investitionen in der Höhe von insgesamt 58,2 Millionen Euro. Einige Beispiele: Für die Stadtbibliothek sind 4,8 Millionen Euro im Dreijahres-Haushalt vorgesehen, für das Seniorenzentrum 4,5 Millionen, für die Musikschule
4 Millionen und für das Probelokal der Bürgerkapelle sowie den AVS-Vereinssitz 2,3 Millionen. Die Nettoverschuldung der Gemeinde beträgt derzeit 30,3 Millionen Euro; bis Ende 2021 soll sie auf 22,1 Millionen Euro abgebaut werden. wv
Auf Initiative des Brixner Vizebürgermeisters Claudio Del Piero haben sich rund 40 Vertreter italienischer Kulturvereine und Bildungsorganisationen getroffen, um die Weichen für die Gründung eines italienischen Bildungsausschusses in der Gemeinde Brixen zu stellen.
Die bisher berechneten Tagessätze für Heimaufenthalte sollen ab 2019 um 0,7 Prozent leicht erhöht werden. Der Brixner Stadtrat hat den diesbezüglichen Antrag des öffentlichen Betriebs für Pflege und Betreuungsdienste Zum Heiligen Geist genehmigt. Konkret werden die Beträge um 0,30 bis 0,40 Euro pro Tag steigen.
NACHGEFRAGT
„Wir müssen Zivilcourage zeigen“
Was muss für mehr Sicherheit getan werden? Der Erfolg im Einsatz gegen Gewalt hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt vom Verhalten der gesamten Bevölkerung. Wir müssen Zivilcourage beweisen und dürfen bei Gewalt nicht wegschauen. Da sind alle gefordert, und wir wollen alle in die Pflicht nehmen.
SÜDTIROL
Steht die Landesregierung? z Das Fragezeichen im Titel ist notwendig, denn zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe des „Brixner“ sind die Mitglieder der Landesregierung zwar von den zwei Koalitionspartnern SVP und Lega bestätigt worden, aber die entscheidende Sitzung des Südtiroler Landtags zur offiziellen Wahl der Regierungsmitglieder, die für den 25. Jänner geplant ist, steht noch aus. Arno Kompatscher wurde bereits vorab vor einigen Tagen zum Landeshauptmann gewählt; für die Südtiroler Volkspartei hat der SVP-Parteiausschuss mit 81 von 84 Stimmen neben ihn noch Philipp Achammer, Arnold Schuler, Waltraud Deeg, Daniel Alfreider, Thomas Widmann und Maria Hochgruber Kuenzer für die neue Landesregierung designiert. „Die vorgesehene Zuteilung der Kompetenzen nimmt einerseits Bezug auf die persönlichen Fähigkeiten der einzelnen designierten Landesräte, andererseits wurden
Welche Schritte werden die nächsten sein? Es gilt jetzt, sofort und entschieden zu handeln. Die Gemeindeverwaltung hat bereits mit der Ausdehnung der Videoüberwachung erste Maßnahmen unternommen. Darüber hinaus gilt es im vernetzten Austausch mit allen Beteiligten, Vertretern der Gemeinde, Sicherheitskräften, Betreibern von Nachtlokalen und Experten, weitere Schritte zu setzen. Dazu gehören Maßnahmen der Intervention wie erweiterte Kontrollen genauso wie die Verstärkung der Präventionsarbeit.
gute Chancen für eine erfolgreiche Reanimation, um dem Nachtleben neuen Schwung zu geben. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass sich jede und jeder sicher fühlt! Deshalb: Null Toleranz gegenüber Gewalt!
aber auch Bereiche wie etwa Raumordnung und Landschaftsschutz oder Landwirtschaft und Tourismus in eine strukturelle Verbindung gebracht, weil auf sie in der kommenden Amtszeit ein verstärkter Fokus gerichtet werden wird“, sagt der Landeshauptmann. Kompatscher selbst übernimmt die Bereiche Finanzen, Personal und Informationstechnologie, Außenbeziehungen (inkl. Gemeinden und Europa), Universität, Forschung, Innovation, Museen und Sport. Philipp Achammer wird als Landesrat für Deutsche Schule und Kultur auch Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen sowie Arbeit und Integration übernehmen. Arnold Schuler bekommt neben der Land- und Forstwirtschaft und dem Bevölkerungsschutz auch den Tourismus; Waltraud Deeg wird Landesrätin für Soziales, Wohnbau, Familie und Senioren. Daniel Alfreider übernimmt natürlich die Ladinische Schule und Kultur, außerdem Tiefbau und Mobilität. Thomas Widmann wird Landesrat
sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Foto: LPA/ Barbara Franzelin
Herr Natter, ist Brixen eine unsichere Stadt für Jugendliche? Als wir von den beiden Vorfällen hörten, die sich in den Weihnachtsferien in Brixen ereignet hatten, waren wir entsetzt und wollten darauf reagieren. Aber nein, es lässt sich daraus sicher kein allgemeingültiges Urteil ableiten, wonach es auf Brixens Straßen nicht sicher sein sollte. Aber dennoch: Uns war es wichtig, ein Zeichen zu setzen – jeder Gewaltakt ist einer zu viel. Für ein lebendiges Brixner Nachtleben, für Jugendliche und Junggebliebene gibt es noch reichlich Potential. Ich sehe
Foto: Oskar Zingerle
PETER NATTER, Bezirksjugendreferent der JG Eisacktal, über den Appell „Null Toleranz gegenüber Gewalt“, den die Junge Generation in der SVP wegen der jüngsten Vorfälle in Brixen an die Bevölkerung gerichtet hat.
für Gesundheit, digitale Infrastruktur und Genossenschaftswesen, und Maria Hochgruber Kuenzer übernimmt die Kompetenzen Raumordnung, Landschaftsschutz und Denkmalschutz. Für die Lega
werden Massimo Bessone und Giuliano Vettorato als Landesräte die Kompetenzen Hochbau, Vermögen, Grundbuch, Kataster, Italienische Schule und Kultur, Energie und Umwelt führen. wv 11
Politik & Gesellschaft
VAHRN
50 Jahre Gemeindewappen
BRIXEN/PADUA
Fachtagung im Forum z Wie bereits seit fast vier Jahrzehnten, trifft man sich vom Verein „Freunde der Universität Padua“ zu einem Symposium in Brixen. Veranstaltungsort war dabei stets die Cusanus Akademie. Aufgrund der dortigen Umbauarbeiten ist man heuer auf das Forum Brixen ausgewichen: Am 21. Januar fand unter reger Beteiligung die Eröffnung im Saal Prihsna statt mit einem Eröffnungsgruß von Daniele Mosconi, Mitglied des Vereins „Freunde der Universität Padua“.
Dieses 37. Studientreffen, das bis zum 25. Januar andauerte, stand unter dem Thema „Kognitive Neuropsychologie“. Geführt wurde das Symposium unter der Schirmherrschaft vom Verein, der wie in den vorigen Jahren auch heuer einen finanziellen Beitrag leistete. Am Treffen, an dem internationale Referenten zum menschlichen Gehirn dozierten, nahmen etwa 200 Wissenschaftler aus fast allen Ländern der Welt teil. sp
z „In der Gemeinde Vahrn hat man auf Anraten des Südtiroler Gemeindenverbandes im Jahr 1967 beschlossen, ein Wappen einzuführen“, weiß Bürgermeister Andreas Schatzer. Der Gemeinderat hatte sich für das Wappen der Gall entschieden. Dieses Vahrner Rittergeschlecht saß von 1382 bis 1747 auf der alten Dorfburg „Ansidl“, auch bekannt als „Gallhof“, unter dem Schloss Salern. Das Wappen (linkes Bild) zeigt einen Hintergrund in Silber, der durch einen diagonalen, gewellten, weißen Streifen von links nach rechts getrennt wird. In der silbernen Wappenhälfte befindet sich je eine goldene Kugel, die symbolisch für den Gallapfel steht. Dieses Wappen wurde vom Gemeindenverband damals nicht genehmigt. Die Begründung: Die Ausführung des Wappens sei unzulänglich, da Weiß und Silber ebenso wie
Gold und Gelb heraldisch dasselbe seien. „Der Gemeindenverband verwies in seinem Schreiben noch darauf, dass das Wappen der Ritter von Voitsberg die bessere Wahl wäre“, erzählt Bürgermeister Schatzer, und so habe man diesem Wunsch Folge geleistet. Am 31. Dezember 1968 wurde das Voitsberg-Wappen (rechts) von der Region Trentino-Südtirol genehmigt, das seit dem 1. Jänner 1969 offiziell als Vahrner Wappen verwendet werden darf. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 4. Februar 1969 im Amtsblatt Nr. 5 der Region. Hätte der „Brixner“ durch seine Recherche nicht bei der Gemeinde Vahrn nachgefragt, gesteht Bürgermeister Schatzer, wären die 50 Jahre Gemeindewappen womöglich gar nicht aufgefallen. „Nun werden wir dieses Jubiläum im Laufe des Jahres in eine Feier integrieren.“ sp
chen Feier verabschiedet. Dabei schwang in den vielen herzlichen und humorvollen Abschiedsreden der Vertreter aus Politik und Kirche Dankbarkeit, Wertschätzung, aber auch viel Wehmut mit. Als bleibende Erinnerung an die sechs Pfarrkirchen der Gemeinde wurde Artur Schmitt ein Aquarell überreicht, während Pfarrer Désiré
einen Spendenscheck entgegennahm, um ein Geländefahrzeug in Afrika anzukaufen. Die Ehrensalve, abgefeuert von der Schützenkompanie Alte Pfarre Natz, sowie die musikalischen Klänge der Musikkapellen Natz und Schabs begleiteten die drei Seelsorger bei der Abschiedsfeier. eh
NATZ-SCHABS
z Gleich drei Seelsorger wurden in der Gemeinde Natz-Schabs verabschiedet: Artur Schmitt, Désiré Sawadogo und Raimund Federer. Der weit über die Gemeinde Natz hinaus bekannte Pfarrer Artur Schmitt verlässt nach 27 Jahren Südtirol – zehn Jahre lang war er in der Pfarrei Natz tätig – und kehrt nach Deutschland zurück, um dort neue seelsorgerische Tätigkeiten zu übernehmen. Schmitt hat Spuren hinterlassen: Er initiierte unter anderem Tiroler Bibelkurse, verwirklichte den Schöpfungsweg auf der Rodenecker Alm, hielt Vorträge und schrieb ein Buch. Auch Désiré Sawadogo kehrt in seine Heimat Burkina Faso zurück, wo seine Eltern und acht Geschwister auf ihn warten. Seit vier Jahren war er als Aushilfs12
Foto: Oskar Zingerle
Wehmütig, aber dankbar
pfarrer in der Gemeinde NatzSchabs tätig; nebenbei studierte er in Innsbruck. Sawadogo ging mit einer sehr fröhlichen Art, viel Toleranz und Bereitschaft auf die Menschen und insbesondere auf Kinder zu. Und auch Raimund Federer, der jahrelang als Aushilfe der beiden Priester fungierte, wurde im Rahmen der weltli-
BRIXEN
le, 20 weniger als 2017. Die älteste Brixnerin feierte vergangenes Jahr ihren 102. Geburtstag, zwei Brixnerinnen wurden 101 Jahre alt. Bei den Trauungen verzeichnete das Standesamt einen Anstieg: 26 Paare ließen sich 2018 kirchlich, 71 Paare standesamtlich trauen – im Vergleich zu 23 kirchlichen und 59 standesamtlichen Trauungen im Vorjahr. Einen Anstieg gab es auch bei den Scheidungen: 2018
VAHRN/EISACKTAL
„Licht am Ende des Tunnels“ z Der Schießstand in Neustift ist im Besitz und unter der Führung des Schießsportvereins Brixen. Die nächsten vergleichbaren Strukturen mit unterirdischem Luftdruckstand und Freiluft-Kleinkaliber-Anlage befinden sich in St. Lorenzen, Bozen und jenseits des Brenners. Wohl auch aufgrund des großen Einzugsgebietes funktioniert der laufende Betrieb recht ordentlich. Das Gebäude selbst ist allerdings in die Jahre gekommen und bedarf einer Sanierung. Bei dieser Gelegenheit denkt der Vorstand des Schießsportvereins mit seinem Oberschützenmeister Urban Zingerle bereits seit einigen Jahren daran, die Struktur um einen 100-Meter-Jagdgewehrstand zu erweitern, „um in Zukunft eine wirtschaftliche Führung zu
ermöglichen“. Die Investition für Sanierung und 100-Meter-Stand wiederum kann der Verein nicht alleine stemmen, und so ist man sowohl im zuständigen Ressort der Landesregierung, bei der Bezirksgemeinschaft Eisacktal als auch bei den Gemeinden Vahrn und Brixen vorstellig geworden. Nur fühlte sich niemand wirklich zuständig, zumal der Schießstand auf Vahrner Gemeindegebiet steht, der Verein aber übergemeindlich ist und das Einzugsgebiet praktisch das gesamte Eisack- und Wipptal umfasst. Nun scheint sich ein Kompromiss abzuzeichnen: Ex-Landesrätin Martha Stocker hatte mündlich einen Beitrag von 60 Prozent zugesichert, wenn die Gemeinde Vahrn federführend die Sanierung betreut – unter fi-
ließen sich 27 in Brixen lebende Paare scheiden – im Vergleich zu 19 im Vorjahr. Die Staatsbürgerschaft erlangten im vergangenen Jahr 49 Personen und damit deutlich weniger als in den Jahren zuvor (2017: 80, 2016: 182). Als stärkster Jahrgang geht aus den Daten des Meldeamtes einmal mehr der Jahrgang 1969 hervor: 393 in Brixen lebende Personen sind in diesem Jahr geboren. wv
Foto: Oskar Zingerle
z Wie jedes Jahr, haben das Standes- und Meldeamt der Gemeinde Brixen die vorläufigen Daten zur Bevölkerungsentwicklung auf dem Gemeindegebiet veröffentlicht. Demnach ist die Bevölkerung im Laufe des Jahres 2018 um 457 Personen angewachsen, sodass Brixen am 31. Dezember insgesamt 22.468 Einwohner zählte. 2017 waren es im Vergleich dazu 22.011. Damit fiel der Bevölkerungszuwachs etwas höher aus als im vorhergehenden Jahr, als die Zahl der Einwohner um 323 angestiegen war. Unverändert bleibt das Verhältnis zwischen weiblicher und männlicher Bevölkerung: Der Frauenanteil ist mit 11.558 Einwohnerinnen höher als der Anteil der in Brixen lebenden Männer (10.910). In diesem Zusammenhang ist es interessant anzumerken, dass im Jahr 2012 im Zuge der Arbeiten zum Bauleitplan prognostiziert worden war, dass Brixen 2018 22.744 Menschen beheimaten würde – die Prognosen waren also ziemlich exakt. In etwa unverändert blieb 2018 die Zahl der Geburten: Im vergangenen Jahr kamen in Brixen 223 Kinder zur Welt, das sind sechs weniger als im Vorjahr (229). Insgesamt gab es 165 Todesfäl-
Foto: Oskar Zingerle
Brixen wächst rasant
nanzieller Beteiligung weiterer Gemeinden des Einzugsgebietes. Der Schießsportverein würde die Immobilie dafür der Gemeinde Vahrn zeitlich befristet übertragen und den Betrieb natürlich weiterführen. Der Gemeinderat hat diesem Prozedere zugestimmt. Der-
zeit ist man dabei, die Bereitschaft der Gemeinden des Einzugsgebietes zu einer Mitfinanzierung abzuklären. Nach jahrelangem Kampf ist Urban Zingerle zuversichtlich: „Ich sehe ein kleines Licht am Ende des Tunnels.“ oz 13
Menschen & Meinungen
DAS ORGANISATIONSTALENT: Stefan Leitner genießt einen facettenreichen Alltag
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PORTRAIT
„Sport ist mein Lebenselixier“ Fotos: Oskar Zingerle
Sportlehrer, Handballtrainer, VSS-Referent Handball, seit 2000 Geschäftsführer der Südtiroler Sporthilfe, seit 2015 Präsident des SSV Brixen – das Leben von STEFAN LEITNER war von klein auf vom Sport geprägt. An Sportarten nahm er alles, „was er kriegen konnte“. Am wichtigsten war ihm letztlich aber immer die Begegnung mit Menschen.
E
r feiert zwei Mal Geburtstag. Einmal am 28. Juli, dem Tag, an dem er geboren wurde, und einmal am 29. Juli, dem Tag, den sein Vater am Meldeamt angegeben hatte. „In der Freude über die Geburt des Sohnes hat er da wohl einiges durcheinandergebracht.“ Das ganze Leben des gebürtigen Weitentalers – „ich bin stolz auf meine Pusterer Wurzeln“ – ist vom Sport geprägt, Sport als Lebensschule, Sport als Lebenselixier. In Milland aufgewachsen, gehörten Sport und Bewegung von klein auf für ihn einfach dazu. Hans Stampfer, uriges Millander Unikum mit durchdringender Begeisterung für alles, was mit Sport zu tun hat, war für ihn so etwas wie der sportliche Ziehvater. „Faustball, Laufen ... ich nahm einfach alles, was ich kriegen konnte.“ Irgendwann wurde dann Handball zu seinem Sport. „Beim Fußball hatte ich zwei linke Füße.“ Mit 14 Jahren war er bereits Jugendtrainer; mit Feuereifer und mit viel Talent und mit Claudio Zorzi als Mentor. Er wechselte schließlich vom Millander Sportverein nach Brixen. Handball in der Serie A. Chance für einen aufstrebenden jungen Mann.
Sein Berufswunsch. In dieser Zeit
entstand auch der Wunsch, einen Beruf zu ergreifen, der mit Menschen zu tun hat. Eigentlich hatte Stefan Leitner ja Veterinärmedizin studieren wollen. Er entschied sich dann aber für das Sportstudium, kombiniert mit den Fächern Pädagogik, Psychologie und Philosophie. Bereut hat er das nie. Er war über viele Jahre Sportlehrer an verschiedenen Schulen, mit unglaublicher Begeisterung und unkonventionellen Methoden. Die Charaktere der Schüler, ihre Einzigartigkeit im Spiel zu erspüren, sie außerhalb des Klassenraumes ganz anders zu erleben – das empfand er lange Zeit als unglaublich
Erwachsene sollten Vorbild sein und eine Bühne schaffen, auf der Fähigkeiten sichtbar gemacht werden können. Die Arbeit mit jungen Menschen hat ihn selber jung gehalten, hat ihn vieles gelehrt und so manche Sichtweise beeinflusst.
Vom Sport zur Gemeinschaft.
„Der Sport hat mich mein Leben lang nicht losgelassen, weder beruflich noch privat“_ Stefan Leitner faszinierend, „bis mir die steigende Bürokratie im Lehrerberuf zu viel wurde.“ Wir-Gefühl als Basis für den Blick hinter die Kulissen. So manche Rückmeldung, auch heute noch nach fast zwanzig Jahren, tut gut. Es ist fein zu wissen, dass man für jemanden „der beste Turnlehrer“ gewesen ist. Der Sport hat ihn trotzdem nicht losgelassen, weder beruflich noch privat.
Der SSV Brixen. Seit Mai 2015
ist Stefan Leitner Präsident des Amateursportvereines SSV Brixen. 63 Jahre Sportgeschichte, 15 Sektionen, über 2000 Mitglieder. Nachmachen, mitmachen, Sport machen heißt es auf einem Plakat in den Büroräumen am Großen Graben. Mitgliederwerbung als Mission. Dazwischen ein Stapel von Fredi Dissertoris „Südtiroler Sportbuch“. Leidenschaften, die aufeinandertreffen. Der SSV Brixen gehört zu
den drei größten Sportvereinen des Landes; ihn zu leiten ist Herausforderung und Genugtuung zugleich. „Ich möchte etwas von dem zurückgeben, was ich durch den Sport bekommen habe“, sagt Stefan Leitner. Seine Familie gibt ihm den nötigen Rückhalt. Spuren hinterlassen, auf Werte setzen. Weil es im Sport nicht nur auf Höchstleis tung ankommen darf. Weil Niederlagen oft wichtiger sind als Siege. Niederlagen lehren einen, wieder aufzustehen, sie lehren zu kämpfen. Teamfähigkeit, Integrationsfähigkeit und Zielstrebigkeit als Kompetenzen, die durch das Leben leiten. Und dann wäre da noch die Bedeutung des Ehrenamtes. Sich zu engagieren, das müsse auch Früchte tragen, und hier gelte es, den jungen Menschen zu vermitteln, dass sich Ehrenamt auszahle.
„Brutal coole Sachen“ hat er als Sommerferien-Animateur in Oberösterreich durchgezogen: Camps im verwilderten Gebiet an der Grenze zu Tschechien, unmittelbar nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, verwegene Kanufahrten auf der Moldau und Steinzeitwochen. Kulturen, die aufeinanderprallen, als Inspiration für ein neues Miteinander. Die Brixner Jux-Olympiade vor vielen Jahren war ein Produkt seiner Kreativität. Sich messen und miteinander lachen, das sei gelebte Gemeinschaft.
Die Karriere. Früher, da sei er
nur der Handball-Stefan gewesen. Heute genießt er als Geschäftsführer der Südtiroler Sporthilfe einen facettenreichen Alltag. Büroarbeit und sportliche Großveranstaltungen, Förderung des Sports auf vielen Ebenen. Stefan Leitner ist ein Organisationstalent, leutselig, „auch wenn ich nicht gerne über mich selber rede“, innovativ und „nicht immer diplomatisch.“ Und trotzdem ist er sehr auf Harmonie bedacht: „Ich bin nicht einer, der gerne um etwas streitet.“ Sich auf den Lorbeeren auszuruhen ist absolut nicht seine Sache. Es geht ihm vielmehr darum, sich immer wieder in Frage zu stellen, um besser zu werden. „Letztendlich sind es aber die Begegnungen mit Menschen, die einen prägen.“
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 15
Perfekt! z „Kånn net ålls so bleibn, wia‘s in dem Moment iatz isch, wo man ålls um sich vergisst, weil‘s perfekt isch, wia es isch?“ singt der Brixner Liedermacher Max von Milland in seinem neuen Song „Perfekt“ – und er spricht mit diesen Worten Frischvermählten aus der Seele. Wer diesen perfekten Moment im Jahr 2018 mit seinem Partner feiern konnte, kann sich auf unsere heurige Hochzeitsfotoaktion freuen: Wir suchen nämlich wieder traumhafte Bilder von jenen Momenten, die
Fotos: Hannes Niederkofler
Menschen & Meinungen
IN EIGENER SACHE
eine Hochzeit mit sich bringt. Alle Hochzeitspaare aus Brixen und Umgebung sind auch heuer wieder aufgerufen, sich an unserer Fotoaktion zu beteiligen. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Senden Sie uns bis 10. Februar ihr schöns-
tes Hochzeitsfoto – per E-Mail an fotoaktion@brixner.info (Datei größe mindestens 700 KB). Als Dankeschön verlosen wir unter den Einsendern ein romantisches Candlelight-Dinner im Restaurant Finsterwirt in Brixen. eh
M&M Menschen & Meinungen BRIXEN/USA
Förderpreis für Hannes Pichler z Im vergangenen Dezember wurden vier junge Südtiroler, die sich im Ausland im Bereich Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur beruflich profilieren, mit dem FuturaFörderpreis ausgezeichnet. Hannes Pichler aus Natz gehört zu den Preisträgern, weil ihn „Mut, Kompetenz und Selbstbewusstsein“ auszeichnen, wie der HGVPräsident Manfred Pinzger bei der Prämierung betonte. Der Absolvent des Realgymnasiums Jakob Philipp Fallmerayer in Brixen hatte in Innsbruck Physik studiert und beschäftigte sich im Master- Doktoratstudium mit der Theoretischen
kurz
notiert
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Physik, wo er sich in Quantenoptik spezialisierte. Seine Forschungen führten den heute 32-Jährigen vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2016 an die Harvard University in Cambridge, USA. Als Quantenphysiker beschäftigt er sich dort hauptsächlich mit der Entwicklung von Quantencomputern, mit denen mathematische Probleme effizienter gelöst werden können. Solche Computer arbeiten nicht mit Bits, sondern mit so genannten Qubits (Quantenbits). „Quantentechnologien erleben ge-
Einen Führungswechsel gab es im Chor Aicha: Franz Josef Oberstaller hat nach 20 Jahren sein Amt als Obmann des Kirchenchors abgegeben. Diese Entscheidung gab der scheidende Obmann bei der Jahresversammlung bekannt. Der 20 Mitglieder zählende Chor wird nun von Elisabeth Castlunger Raifer geleitet.
rade weltweit einen ‚Boom‘: In den letzten Jahren haben sie nicht nur in der Grundlagenforschung große Fortschritte gemacht, sondern auch die Aufmerksamkeit von großen
Firmen wie Google, Microsoft oder IBM geweckt“, sagt Hannes Pichler, „insofern wird Quantenphysik sicher noch länger ein großer Forschungsschwerpunkt bleiben.“ ha
Der diözesane Prozess für das Seligsprechungsverfahren von Maria von Mörl, die in ihrer Verwandtschaft auch den Brixner Zweig der von-Mörl-Linie aufweist, ist in der Kalterer Pfarrkirche am 12. Jänner abgeschlossen worden. Maria von Mörl trug 34 Jahre die Wundmale Jesu an ihrem Leib.
Vertreter der Gemeinde Brixen bedankten sich bei Irma Federspieler Behrens aus Milland für ihr langjähriges Engagement. Federspieler Behrens ist die Promotorin des Psalmenwegs mit Stationen zu neun Psalmenstellen. Der Weg wurde vor 15 Jahren entlang der Karlspromenade angelegt.
O o op s
LAMMento
mein Hoppala
Helmuth Plaickner, Vizebürgermeister Natz-Schabs
Würstchen
Die versäumte Firmung Diese Episode meines Lebens liegt schon fast vierzig Jahre zurück. Ich besuchte damals die 5. Klasse in der Grundschule Schabs, und meine Klassenkameraden und ich wurden vom gestrengen Pfarrer Adalbert Steinmair auf die Firmung vorbereitet. Zum Abschluss teilte uns der Pfarrer als Firmungstermin den Sonntagnachmittag im Brixner Dom mit. Beim Mittagessen am entsprechenden Sonntag hörten wir zu Hause noch nebenbei im Rai Sender Bozen, dass der damalige Bischof Josef Gargitter am Vormittag mehreren hundert Kindern das Sakrament der Firmung erteilt habe. Nichts Böses ahnend und in der Annahme, dass es an dem Tag zwei Firmungstermine geben würde, fand sich meine Familie zur entsprechenden Uhrzeit vor dem Brixner Dom ein und traf dabei nur das Häuflein Firmlinge meiner eigenen Klasse an. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass die Firmung für alle Kinder bereits am Vormittag stattgefunden hatte und es keinen zweiten Termin gäbe. Unverrichteter Dinge zogen wir wieder von dannen. Gefirmt wurden wir dann einige Wochen später trotzdem, und zwar in St. Lorenzen.
Leser kochen für Leser
mmh!
Tegoline mit Polenta di patate > Zutaten für 4 Personen ca. 500 Gramm Grüne Bohnen 100 bis 150 Gramm Rindfleisch Zwiebel Tomatenmark Tomatensugo 1 Liter Wasser 1 Nelke
> Zubereitung Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl anrösten, Rindfleisch klein schneiden und dazugeben. Tomatenmark hinzufügen und kurz mitanbraten. Mit Tomatensugo und Wasser aufgießen (ca. 1 Liter), grüne Bohnen und eine Nelke dazugeben. Mit Salz
„Ach, es ist ein Jammer“, sagt der Franz, und dabei nippt er an seinem Kamillentee, den er sich von Frieda zur Beruhigung hat bringen lassen, „jetzt spielt er auch noch die beleidigte Leberwurst, zu allem Überfluss.“ Aha, sag ich, das ist ja interessant! Früher galt in der Viersäftelehre, dass die Leber Ursprung der gelben Galle war, und die war bekanntlich für etwaige cholerische Ausbrüche verantwortlich. Und der Spruch von der beleidigten Leberwurst ist entstanden, als dieselbigste im kochenden Wasser eines Kessels vor Wut platzte. Weil sie länger als alle anderen Würste im heißen Wasser bleiben musste. „Dein Exkurs hilft mir jetzt auch nicht weiter“, sagt der Franz, und dabei macht er ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter, „eine beleidigte Leberwurst können wir jetzt, zu diesem Zeitpunkt, schon gar nicht brauchen, verstehst du?“ Manchmal trinke ich Wasser, nur um meine Leber zu überraschen, sag ich, um den Franz ein bisschen aufzuheitern, aber heute versagt auch dieser genialste aller genialen Sprüche, der von Ossi stammen könnte. „Als ob er sonst nicht genug zu tun hätte, spielt er auch noch die beleidigte Leberwurst, diese Mimose!“, wiederholt der Franz nun schon zum gefühlt fünfzehnten Mal, was die Schwere der Situation wohl unterstreichen sollte. Was sei ihm denn eigentlich über die Leber gelaufen?, frag ich. „Er hat im großen Theater nicht jene Rolle bekommen, die er sich erwartet hatte“, sagt der Franz, „das ist alles. Und seither spielt er die beleidigte Leberwurst“. Aha, sag ich. Hoffentlich macht er sich nicht zum Würstchen.
und Pfeffer würzen und etwa eine Stunde bei kleiner Flamme köcheln lassen. Dazu Polenta di patate, also Kartoffelpüree servieren, das statt mit Milch mit Wasser zubereitet wird.
Claudia Dariz kocht besonders gern – wenn sie genügend Zeit dafür hat. Dieses traditionelle Familiengericht wurde bereits von Schwiegermutter zu Schwiegertochter weitergegeben und schmeckt nun auch Claudias Söhnen besonders lecker. Das Rezept kann je nach Geschmack abgewandelt werden; es schmeckt auch mit Kartoffeln oder richtiger Polenta.
Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
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Menschen & Meinungen
IN MEMORIAM
Philosophielehrer Rudolf Folie z Am 18. Dezember 2018 wurde in der Millander FreinademetzKirche bei großer Beteiligung der langjährige Philosophielehrer am Fallmerayer-Gymnasium, Rudolf Folie, beigesetzt. Folie war in Brixen aufgrund seiner kommunikativen Offenheit, seiner Geselligkeit und seiner Diskussionsfreude eine breit bekannte Persönlichkeit; er war allerdings seit drei Jahren in der Öffentlichkeit nicht mehr vertreten, da er sich nach einem Herzkreislaufstillstand mit anschließender Reanimation in einer Art Wachkoma befand. Geboren war er am 31. Jänner 1931 in Altreschen, erlebte also die historisch schlimmsten Jahre Südtirols mit. Aufgewachsen als Sohn einer Bergbauernfamilie mit engstem Naturkontakt, eignete er sich eine ökologisch sehr sensible Haltung an. In frühester Jugend musste er einen doppelten bitteren Verlust hinnehmen – durch den frühen Tod der Eltern und
durch den Verlust des Heimathauses aufgrund der Flutung von Altreschen wegen der Stauung des Reschensees. Sowohl die Verwandten, bei denen er nach dem Tode der Eltern aufwuchs, wie auch die Lehrer und der Pfarrer wurden auf die Talente des aufgeschlossenen, lernfähigen und neugierigen Jungen aufmerksam und vermittelten ihm den Besuch der Mittel- und Oberschule am Vinzentinum in Brixen, wo er auch noch ein Jahr am Priesterseminar anhängte. Für die Studien der Philosophie und Pädagogik in Marburg, Salzburg und Innsbruck nahm er sich viel Zeit, daneben widmete er sich mit großer Leidenschaft dem Gesang und dem Wandern durch die Berge. Nach einigen Jahren an der Mittelschule trat er seine Wunschstelle als Lehrer von Philosophie und Geschichte am Realgymnasium in Brixen an – einer Stadt, die ihm schon seit seiner Schulzeit zu einer zweiten Heimat geworden war. Im Jahre 1979 heiratete er die Ärztin
und Psychotherapeutin Rosemarie, mit der er die zwei Kinder Ulrike und Rainer hatte. Auch nach seiner Pensionierung im Jahre 1994 blieb er in seiner typischen Manier bewegt-engagiert; er war in der Erwachsenenbildung aktiv, war Mitgestalter von Radiosendungen im RAI Sender Bozen und besuchte eine Vielzahl von theologischen Kursen, die er alle mit seinen Wortmeldungen und Diskussionsbeiträgen bereicherte. Rudolf Folie glaubte an das Gute im Menschen und vertrat die Auffassung, dass man über jeden Menschen ein
Buch schreiben könnte, wenn man ihm und seinen Geschichten zuhören würde. Über alle philosophischen Überlegungen hinaus war Rudolf Folie ein gläubig hoffender Mensch, der noch in seiner schwersten Leidenszeit, nachdem ihm die Wortsprache verwehrt war, die Reflexion der eigenen Haltung dem Nächsten gegenüber auf Herzensebene herausforderte. Josef Reier, Nachfolger von Rudolf Folie als Philosophielehrer am Realgymnasium Brixen
BRIXEN/THAILAND
Der Elefantenflüsterer z Der Elefant war immer schon sein Lieblingstier, einen näher kennenzulernen und zu betreuen sein Lebenstraum. Diesen Wunsch hat sich der Brixner Tom Oberegger nun erfüllt: In einem Elefantencamp in Chiang Mai in Thailand sorgte der 33-Jährige eine Woche lang als Praktikant für das Wohl der fast fünf Tonnen schweren Elefantenkuh „Mo Padu“. Füttern, Reiten, Waschen und Kuscheln war an der Tagesordnung. „Wir verstanden uns auf Anhieb – es war eine einmalige Erfahrung“, so der begeisterte Brixner. Das Elefantencamp wurde vom deutschen Tierpfleger Bodo Förster gegründet, der sein Herz nach einer Thailand-Reise an diese Tiere verlor und es sich zur Aufgabe machte, den Elefanten in Thailand ein gutes Leben zu bieten. „Leider ist das Elefantentätscheln, darauf sitzen und Foto machen mittlerweile in Thailand zu einer Touristenattraktion geworden – den Elefanten tut dieser Stress aber alles andere als gut. Damit sie sich wieder erholen können, kommen einige dieser Elefanten in das ‚Elephant Special Tours‘-Auffanglager“, 18
erzählt Oberegger. Betreut werden dort zwölf Elefanten – allerdings nicht nur von den Praktikanten, sondern auch von den sogenannten „Mahoods“ – das sind eigens ausgebildete Thais, denen bereits in Kindheitstagen ein Elefant zugewiesen wird, um den sie sich ein Leben lang kümmern. „Ich konnte viel von den Elefanten lernen –
nicht nur, dass sie 200 Kilogramm Gras pro Tag fressen und 150 Liter Wasser trinken, sondern auch ihre Gelassenheit, ihre Ruhe und die Zuneigung dieser eigentlich sehr sturen und schwerfälligen Tiere“, erzählt Oberegger. Das Praktikum würde er auf jeden Fall weiterempfehlen. Infos dazu im Internet: www.elephant-tours.de. eh
Pro& Contra
Der Hintergrund:
Erstmals muss für das Schuljahr 2019-2020 die Einschreibung in die ersten Klassen der Grund- und Oberschulen sowie der Berufs- und Fachschulen ausschließlich online erfolgen. Der Zugriff auf den entsprechenden Online-Dienst der Autonomen Provinz erfolgt über SPID oder über eine aktivierte Bürgerkarte. Stellt diese Methode aber für die Verwaltung und für die Bürger eine Vereinfachung dar?
CHRISTIAN WALCHER, Schulinspektor: „Zweigleisigkeit wird damit endlich beendet“
BRIGITTE GASSER DA RUI, Direktorin der Landesberufsschule Hellenstainer: „Das System ist noch nicht ausgereift“
Ja Vorauszuschicken ist, dass die öffent-
Nein Nun, von Vereinfachung kann man
im Moment leider nicht sprechen. Das System der digitalen Schuleinschreibung ist nämlich noch nicht zur Gänze ausgereift, was dazu führt, dass unser Sekretariatspersonal dadurch viel Mehrarbeit bewältigen muss. Aus Privacygründen werden zum Beispiel bei den Daten, die wir erhalten, einige Informationen weggelassen; die Personen müssen also einzeln kontaktiert werden, damit wir einige für uns relevante Details erfahren – zum Beispiel, ob es sich beim Eingeschriebenen um einen Integrationsschüler handelt oder nicht. Ideal wäre es, wenn das Online-Tool die Eingabe sämtlicher Informationen vorsehen würde, die die einzelnen Schulen benötigen – und die unterscheiden sich natürlich von Schule zu Schule. Unabhängig von diesen technischen Unzulänglichkeiten geht es aber auch um die Frage, ob durch die Online-Einschreibungen nicht auch die menschliche Komponente abhandenkommt: Wenn ich mein Kind einer Schule anvertraue, dann tut es gut, einmal den Verantwortlichen in die Augen zu schauen. Da geht es auch darum, die Atmosphäre im Haus zu spüren. Wenn ich unsere Schule hernehme, ist es sinnvoll, die Eltern und die Schüler in ihrer Wahl der verschiedenen Schienen persönlich zu beraten – vor allem, was die Spezialisierung betrifft. Diese Beratung fällt „digital“ flach, also fragen wir uns derzeit, wie wir es hinkriegen, bei Bedarf Korrekturen vorzunehmen. All diese Argumente ändern nichts an der Tatsache, dass die Digitalisierung auch in diesem Bereich voranschreiten muss – derzeit ist das System aber noch nicht ausgereift. z
12.2.–16.2. VISAGIST
12.3.–16.3. BEAUTY
02.2.–09.2. BIOTHERM 09.2.–16.2. VIELE DÜFTE (VALENTINSTAG) 02.3.–09.3. COLLISTAR
SONDERWOCHEN
liche Verwaltung bereits seit mehreren Jahren nicht nur angehalten, sondern dazu verpflichtet ist, Verfahren zu digitalisieren. Davon betroffen ist auch die Schuleinschreibung. Dem entsprechend gab es für Eltern – ebenso seit mehreren Jahren – die Möglichkeit, entweder digital einzuschreiben oder, wie bisher, den herkömmlichen Weg der „Papiereinschreibung“ zu wählen. Man ist also zweigleisig gefahren, was die ursprüngliche Intention der digitalen Verwaltung natürlich ad absurdum führt, nämlich: Verwaltungsabläufe zu entbürokratisieren, zu vereinfachen und nach Datenschutzrichtlinien zu gestalten. Es war also höchst an der Zeit, die Zweigleisigkeit, die den Zweck eines „sanften“ Überganges hatte, zu beenden. Grundsätzlich wird die Online-Einschreibung nach Überwindung der Anfangsschwierigkeiten Vorteile sowohl für die Eltern als auch für die Verwaltung bringen. Eltern können die Einschreibung bequem von ihren privaten Computern aus erledigen, und für die Verwaltung fällt die Übertragung aus den Papierunterlagen in die vorgesehenen digitalen Datenbanken und damit einhergehende Unvollständigkeiten weg. Nebenbei wird natürlich viel unnützes Papier vermieden. Und das Hauptargument gegen die digitale Einschreibung, dass der persönliche Kontakt jetzt wegfalle, relativiert sich, wenn man weiß, wie sehr sich Schulen in der Regel schon lange vorher um persönliche Kontakte mit den Eltern bemühen – zum Beispiel bei Elternabenden an der Schule oder bei Informationsveranstaltungen in den Kindergärten. z
SCHÖNHEITSBEHANDLUNGEN
Ist die digitale Schuleinschreibung effektiv eine Vereinfachung?
BRIXEN, DOMPLATZ 2 MO–FR 9–13 + 14.30–19 · SA 9–13 + 14.30–18
Menschen & Meinungen
UMFRAGE
Lega und SVP – wie gut wird das gehen? Fotos: Oskar Zingerle
Die Koalitionsgespräche sind abgeschlossen, das Programm für die neue Landesregierung steht: Die SVP wird die kommenden fünf Jahre gemeinsam mit der Lega die Geschicke des Landes Südtirol leiten. Was sagen die Brixner dazu?
Für Josef Zöll ist die Politik ein leidiges Thema: „Seit achtzig Jahren ist es immer dasselbe – egal, ob mit dem PD oder mit der Lega. Jetzt wird erstmal experimentiert, wie gemeinsam gearbeitet werden kann. Es geht leider schon seit Jahren so.“
„Gott sei Dank verstehe ich nicht viel von Politik, sonst müsste ich mich nur ärgern. Ich hoffe, dass diese Koalition funktionieren wird, sonst sind wir arm dran. Das Gesundheitswesen ist jenes Thema, das absolut prioritär behandelt werden muss. Mein Vertrauen in die Politik ist leider in den letzten Jahren abhandengekommen“, sagt Irmgard Psenner.
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„Wir müssen uns wohl oder übel überraschen lassen“, sagt Josef Raffeiner. „Ich zweifle daran, dass diese Koalition eine ganze Legislaturperiode durchhalten kann – die Ideen der beiden Parteien gehen weit auseinander. Die SVP wird sich nicht ändern, die geht ihren Weg weiter wie bisher. Wie die Leute der Lega regieren werden, wird uns die Zeit zeigen.“
„Es gibt keine Alternative zur Lega“, weiß Irmela Kostner, „deshalb musste diese Koalition eingegangen werden. Diese Partei ist absolut nicht mein Fall, sie ist mir einfach zu radikal. Man muss jetzt abwarten und schauen, was die neue Landesregierung in den nächsten Jahren schaffen wird – noch kann man nicht viel sagen.“
„Ich habe mit dieser Koalition überhaupt keine Freude“, sagt Albert Kuenzer. „Man muss nun einfach schauen, wie das Ganze funktioniert – das braucht sicher etwas Zeit. Überzeugt von diesem gemeinsamen Weg bin ich allerdings nicht. Ich hoffe für die Südtiroler Bevölkerung, dass es trotzdem klappt.“
„SVP und Lega – das ist ist eine schwierige Kombination. Der Wählerwunsch ist für meinen Geschmack zu wenig respektiert worden. Jetzt heißt es, sich zusammenzuraufen und das Beste aus dieser Geschichte zu machen. Die SVP hat bei den Wahlen einen Dämpfer erhalten, was ihr nicht geschadet hat. Jetzt müssen wir schauen, wie es weitergeht“, ist Johann Vanzer der Meinung.
„Die Politiker haben nichts gelernt – weder aus Fehlern noch aus Wahlergebnissen. Es ist traurig, aber es ist leider so. Es soll endlich mehr auf die Südtiroler geschaut werden. Nun gibt es eine neue Koalition, aber es wird auch damit nicht besser werden. Wir Südtiroler sind mittlerweile fast gezwungen, eine italienische Partei zu wählen“, ist Armin Gasser der Meinung.
„Ich sage nicht mehr viel zur Politik, weil das Volk leider nicht mehr gehört wird. Wir haben gewählt, aber aus meiner Sicht wurde unser Wunsch nicht respektiert. Zuerst gab es ein Theater mit dem PD, und jetzt gibt es dasselbe mit der Lega“, sagt Margareth Oberrauch.
Der Calligraph bekannt aus „Die Höhle der Löwen“
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Häufig passiert es, dass ein Arzttermin oder eine andere Gesundheitsleistung vereinbart und dann ohne Absage nicht wahrgenommen wird. Das bleibt nicht ohne Folgen für unsere Arbeit und für alle anderen Patientinnen und Patienten: eine zeitgerechte Absage bedeutet, den Platz für jemand anderen frei zu machen und hilft uns, unsere Effizienz einfach und spürbar zu steigern. Deshalb müssen Bürgerinnen und Bürger, die ab 1.1.2019 einen Arzttermin vormerken und ihm ohne rechtzeitige Absage fernbleiben, eine Verwaltungsstrafe bezahlen. Sie beträgt 35,00 Euro plus Kosten für die postalische Zustellung.
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„Das war mein Traumjob“ Sein Schreibtisch ist geräumt, die letzten Dinge geregelt, dann verlässt er Südtirol. Die Rede ist von JOHANN KRONBICHLER, ehemaliger Direktor des Diözesanmuseums, der uns kurz vor seiner Abreise ein Interview gewährt.
Herr Kronbichler, Ihrem Zungenschlag nach könnte man Sie in Österreich verorten, aber eigentlich sind waschechter Pusterer ... JOHANN KRONBICHLER: Ja, ich bin in Bruneck geboren. Genau genommen stamme ich aus Rei schach, aber Bruneck liegt ja bei Reischach (lacht schelmisch). Durch den langjährigen beruflichen Aufenthalt in Österreich hat meine Sprache sicherlich eine gewisse Patina angenommen und somit eine zusätzliche Färbung erhalten, aber grundsätzlich haftet mir doch der „Stallgeruch“ des Tirolers an. Mit Brixen standen Sie schon sehr früh in „geistiger“ Verbindung durch den Besuch des Vinzentinums. Ich habe im Vinzentinum die Mittelschule und das Gymnasium besucht und das Lyzeum dann in Bruneck. Mit Brixen verbinden mich auch verwandtschaftliche Bande: Die Besitzerin des ehemaligen Café Gasser, heute Café Am Gries, war meine Tante. In Brixen leben noch Verwandte, darunter eine betagte Tante namens Maria Kronbichler, eine aktive Vorkämpferin für die Seeburg. Sie studierten Kunstgeschichte in Innsbruck und Wien, wobei sich Ihr Faible für Barock schon in der Dissertation über Michael Angelo Unterberger offenbarte. Dieser Michelangelo Unterberger aus Cavalese – später unterschrieb er mit Michael Angelo – war ein interessanter und wichtiger Maler. Sein Vater hat schon in der 22
Malerei dilettiert, und er erhoffte sich aufgrund der Namensgebung vielleicht etwas ganz Großes vom begabten Sprössling. Von Michael Angelo Unterberger haben wir mehrere Leihgaben im Diözesanmuseum und das Hochaltarbild im Dom. Die Hinwendung zum Barock ergab sich aufgrund mehrerer glücklicher Umstände und durch beeindruckende Professoren an der Universität. Es hätte auch das Mittelalter sein können, das mich ebenfalls fasziniert hat. Beruflich hatten sie viele Jahre mit Denkmalpflege im weitesten Sinne zu tun? Die ersten Berufsjahre war ich mit Denkmalpflege in Innsbruck tätig bei Hofrat Josef Menardi, was ich als sehr gute Schule empfand; noch heute zehre ich davon. Danach bin ich zur kirchlichen Denkmalpflege nach St. Pölten gekommen mit einem kleinen, aber feinen Diözesanmuseum. Die vielen berühmten Stifte der Umgebung werden zwar meist autonom geführt, aber sofern sie Pfarrei waren, durfte ich mich auch dort einbringen. Mit Genugtuung konnte ich feststellen, dass etwas vom Glanz der Stifte auf die inkorporierten Stiftspfarreien fiel. Anschließend war ich acht Jahre lang am Dommuseum in Salzburg. Hatten Sie damals schon Kontakt zum Diözesanmuseum Brixen? Kontakt zum Diözesanmuseum hatte ich immer. Eigentlich wollte ich nach dem Studium schon nach Brixen kommen, aber der solistisch amtierende Karl Wolfsgruber
hat anscheinend niemanden zur Unterstützung gebraucht. Das war nicht weiter tragisch, denn damals war es relativ einfach, von der Uni weg sofort eine Arbeit zu bekommen. Auf Wolfsgruber folgte Leo Andergassen, und als dieser in die Denkmalpflege berufen wurde, hat wohl er mich der Kurie als möglichen Nachfolger genannt. Auf Umwegen bin ich also doch noch zu meinem lang ersehnten Traumjob gelangt. Schade, dass sich nur mehr zehn Jahre ausgingen, denn manche Vorhaben brauchen Zeit. Es ist wie in der Politik: Ohne langfristige Planung bleibt einiges auf der Strecke. Welche Vorhaben hätten sie noch gern umgesetzt? Da wären noch einige Epochen aufzuarbeiten. Es ist uns Gott sei Dank gelungen, die RenaissanceAusstellung samt Katalog in Zusammenarbeit mit Hanns-Paul Ties 2017 auf die Beine zu stellen. Es fehlen aber noch das Mittelalter, das 19. Jahrhundert und die Volkskundliche Sammlung, um die sich Hermann Mang und Adrian Egger verdient gemacht haben. Dass Letzteres den Nerv des Volkes trifft, konnte man daran messen, wie gut die Schau „Der Himmel der kleinen Leute“ von Leo Andergassen aufgenommen wurde. Hegen Sie die Hoffnung, dass der neue Direktor in Ihrem Sinne weitermachen wird? Ich kenne Peter Schwienbacher zu wenig, um zu wissen, welche Schwerpunkte er setzen wird. Nichtsdestotrotz habe ich meine
Foto: Oskar Zingerle
Kunst & Kultur
EX-DIÖZESANMUSEUMSDIREKTOR IM GESPRÄCH
Wünsche deponiert, und natürlich habe ich die Hoffnung, dass etwas von meinen Ideen verwirklicht werden wird. Der Neue hat Theologie und Kunstgeschichte studiert, ist Referent für kirchliche Kunst- und Kulturgüter. Die Leitung wurde intern vergeben, jemand ganz oben hat also Vertrauen in seine Fähigkeiten. Trauen Sie ihm die Führung des Hauses zu? Erstmals die Führung eines Museums zu übernehmen, ist eine große Herausforderung. Wie sagt man so schön: Man wächst mit seinen Aufgaben; das gilt zweifelsohne auch für den neuen Direktor. Unter Ihrer Ägide wurde auch der Zugang zur Zeitgenössischen Kunst ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit dem Künstlerbund oder mit freien Kuratoren.
FÜR EIN JAHRZEHNT DER „CHEF“ DES DIÖZESANMUSEUMS: Johann Kronbichler ging Ende 2018 in den Ruhestand
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Ich war einfach davon überzeugt, dass auch eine Institution wie das Diözesanmuseum etwas
Ankaufsbudget, aber man braucht ja nicht unbedingt Unsummen auszugeben, um das 20. Jahrhun-
letztendlich die Kurie, und die wollte damit natürlich eine neuerliche Polemik vermeiden. Viel-
„Mein Anliegen war immer, dass sich die einheimische Bevölkerung und die Bürger der Stadt mit ihrem Museum identifizieren“_ Johann Kronbichler, ehemaliger Direktor des Diözesanmuseums Zeitgenössisches verträgt. Es ist wunderbar, was wir an alten Meistern zu bieten haben, aber wir dürfen nicht stehen bleiben, wir müssen Brücken schlagen zur Gegenwartskunst. Ich betrachte es als Versäumnis, dass man zeitgenössische Werke nicht gezielt gesammelt hat, auch wenn einige Arbeiten von Plattner, Rainer, Fellin, Grasser, Bonell und anderen in unserem Bestand zu finden sind. Wir haben zwar kein
dert zumindest mit heimischen Künstlern zu dokumentieren. Apropos aktuelle Kunst: Es gab das übliche Debakel auch in der Hofburg, als man in der Ausstellung „Crux“ das Foto von Thomas Sternas Frosch-Tattoo entfernen ließ. Wie hätten Sie entschieden? Ich hätte das Werk sicher nicht abgehängt, aber hier entschied
leicht wären etwas mehr Mut und weniger Obrigkeitshörigkeit angebracht gewesen. Das Museum oder die Hofburg punktet vor allem mit dem Domschatz mit der berühmten Adlerkasel. Aber bestimmt gibt es noch mehr Kleinode ... Die Adlerkasel ist für die Hofburg schon so etwas wie die „Mona Lisa“ für den Louvre, es ist halt mit
Abstand unser bestes Stück. Besonders wertvoll sind aber auch einige Monstranzen und Reliquiare, wo es eigentlich um den Inhalt geht. Der Schatz einer Domkirche sind die Reliquien, die man kostbar eingefasst hat. Schon seit der Aufklärung hat sich allerdings der Gedanke um die Gebeine der Heiligen relativiert; heute bewundert man die prachtvolle Goldschmiedearbeit und nicht die Reliquie, die darin aufbewahrt wird. Zum Domschatz gehören vorwiegend die nicht mehr im Gebrauch stehenden liturgischen Geräte und Gewänder, während sich einige nach wie vor im Dom befinden, beispielsweise die bei der Kassiansprozession umgetragenen Büstenreliquiare wie die berühmte Agnes-Büste. Seltene Kostbarkeiten haben wir mit den Madonnen aus der Gotik und Romanik. Das Mittelalter war seit der Gründung um 1901 im Fokus des Museums, und sein Bestand aus der Epoche wird allgemein hochgeschätzt. Das 23
Kunst & Kultur
Diözesanmuseum galt lange Zeit als Ersatz für das Tiroler Landesmuseum in Innsbruck, das wir mit Ende des Ersten Weltkrieges verloren haben und mit ihm teils unersetzliche Werke.
gut oder schlecht ist, aber sie ist auch ein Gradmesser für Förderungen. Man muss im Rahmen der Möglichkeiten laufend Extras anbieten, damit die Leute immer wieder das Museum besuchen.
Sammeln und bewahren war die Maxime damals. Heute gilt wohl auch ein touristischer Ansatz?
Ihre letzte große Ausstellung „Triumph des Barock“ erhält eine besondere Relevanz wegen des gewichtigen Bestandskatalogs, den Sie herausgegeben haben.
Natürlich ist die Hofburg heute auch ein touristischer Anziehungspunkt, aber mein Anliegen war immer, dass sich die heimische Bevölkerung und die Bürger der Stadt mit „ihrem“ Museum identifizieren und es entsprechend zu schätzen wissen. Diesbezüglich könnten wir uns von den Italienern eine Scheibe abschneiden, die voller Stolz von „il nostro Museo“ sprechen. Vielleicht könnten hier die Schulen ansetzen und noch mehr entsprechende Aufklärungsarbeit betreiben. Klingt so, als würden die Besucherzahlen zu wünschen übrig lassen? Die Quote sagt eigentlich nichts darüber aus, ob eine Ausstellung
Auch ohne Rubens oder Velásquez haben wir einige Größen der Barockkunst vorzuweisen, und es ist mir immer wichtig gewesen, eine Ausstellung mit einem Katalog zu begleiten. Wenn die Schau abgebaut ist, bleibt der Katalog, der einer Forschungsarbeit gleich den Bestand dokumentiert, neue Erkenntnisse liefert und diese weitergibt. Sie haben noch andere Publikationen veröffentlicht ... Dabei handelt es sich um einen schmalen Sammlungsführer, eine Monographie über den Barockmaler Johann Georg Grasmair, eine Publikation über die Krippen in der Hofburg und über Martin Rainer,
die Monographie über Paul Troger, den Bestandskatalog der barocken Zeichnungen in der Hofburg und einen Ausstellungskatalog zum Werk von Ulrich Glantschnigg. Im neuen Kulturprozess ist die Rede von einem Pavillon für zeitgenössische Kunst im Hofburggarten. Wie stehen Sie dazu? Wir haben in Südtirol eine engagierte Gruppe von Künstlern, die sehr wohl Unterstützung auf die eine oder andere Weise erfahren sollte. Die angestrebte Öffnung des Hofburggartens mit so einem Pavillon würde das Ihre dazu beitragen. Leider muss ich hier vermerken, dass in puncto Hofburggarten nunmehr zehn Jahre voller Versäumnisse verstrichen sind, was dem Projekt nicht gerade förderlich war. Ich hätte mir gewünscht, dass der Garten in der Zuständigkeit der Hofburg bleibt und der wunderbare Obstgarten als Ruhepol für Brixner und Gäste fungiert, wie es eigentlich das ursprüngliche Siegerprojekt vorsah. Die Touristiker wollen partout Attraktionen für die heutige Spaßgesellschaft. Ich bin der Meinung, der Garten selbst ist die Attraktion.
Sie sind erst 69 – zu jung, um die Hände in den Schoß zu legen. Ich hätte bis zum 70. Lebensjahr bleiben können, aber es hatte sich ein Urlaubsüberhang von über einem halben Jahr angehäuft, so dass ich mit der Diözese übereingekommen bin, meinen Dienst schon mit 31. Dezember 2018 zu quittieren. Langeweile wird nicht aufkommen! Ich werde mich als Sachverständiger betätigen und Expertisen erstellen, wo immer ich gebraucht werde. Und wo werden Sie jetzt Ihren Lebensmittelpunkt aufschlagen? Ich hatte immer viel Glück mit meinen beruflichen Stationen, so habe ich auch meine Zeit in Brixen sehr genossen. Jetzt kehre ich zurück nach Österreich und lass mich in der schönen und kulturträchtigen Wachau an der Donau nieder.
irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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BRIXEN
Ein Denkmal für Bischof Karl Am 30. Dezember 2018 hat Bischof Ivo Muser im Dom zu Brixen ein vom Bildhauer Markus Gasser geschaffenes Denkmal von Karl Golser gesegnet. Dabei wurde an dessen kurze und intensive Zeit als Bischof erinnert.
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eit jeher wurde den Bischöfen, die in der Diözese Bozen-Brixen gewirkt haben, im Dom zu Brixen ein Denkmal gesetzt. Links und rechts vom Haupttor im Dominneren hängt das Relief von Bischof Willi Egger und nun auch jenes von Karl Golser. Am 5. Dezember 2008 war Golser von Papst Benedikt XVI. zum Bischof der Diözese BozenBrixen ernannt worden. Am 27. Juli 2011 nahm Benedikt XVI. das aus gesundheitlichen Gründen vorgebrachte Rücktrittsgesuch Golsers an – er litt am Atypischen Parkinson-Syndrom. Golser starb 2016 in der Heiligen Nacht an den Folgen seiner Krankheit.
Die Vorgeschichte. Den Auftrag
für das Denkmal hatte Bischof Ivo Muser an den Brixner Bildhauer Markus Gasser erteilt – auf Vorschlag von Karl Gruber, dem ehemaligen Leiter des Kirchlichen Denkmalamtes. „Es war mir eine Ehre und erfüllte mich mit Ehrfurcht, ein Denkmal für einen
Markus Gasser: „Beim Arbeiten habe ich mit Karl Golser kommuniziert“
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Bischof zu schaffen – und das für einen Dom in der Bischofsstadt!“, erinnert sich Markus Gasser. Das Relief wurde aus einem Göflaner Marmorblock mit einem Gewicht von zwei Tonnen geschaffen und wiegt nun 750 Kilo, ist 1,70 Meter hoch und 1,50 Meter breit. „Welche inhaltlichen Details das Relief enthalten muss, wurde mir von oben vorgegeben“, erzählt Markus Gasser, „beim Wie hatte ich aber völlige Freiheit.“ Die Vorgabe war, dass im Relief die Symbolik vorherrschend sein müsse; der Kopf des Bischofs sollte vor allem sein Wesen und seinen wachen Blick hervorheben. Dafür wählte Markus Gasser ein Foto, das Karl Golser im vollen Ornat, aber nicht lächelnd zeigt. Der Bildhauer wollte „eine ordentliche Arbeit“ machen, wie er sich erinnert. In Stein zu hauen sei für
ihn nicht nur ein handwerklicher, sondern mehr noch ein philosophischer Akt. „Beim Arbeiten habe ich mit Karl Golser kommuniziert“, berichtet Markus Gasser, „lass es fließen, habe ich ihm gesagt, damit ich das Beste schaffe.“
Das Denkmal. Das Relief zeigt
den ehemaligen Bischof im Dreiviertelprofil. Abgebildet ist er mit den bischöflichen Insignien Mitra, Hirtenstab, Brustkreuz und Bibel, wobei die Bibel auch auf seine Gelehrsamkeit hindeutet. Die drei goldenen Kugeln der Krümme des Bischofsstabes symbolisieren die heiligste Dreifaltigkeit und sind auch ein Hinweis auf den hl. Nikolaus, der zusammen mit
dem hl. Sebastian der Patron der Heimatpfarre Tscherms ist. Die Symbolik ist in der Tat vorherrschend. So ist rechts vom Körper ein Olivenzweig, der für den Frieden steht, weil der Wahlspruch von Bischof Karl Golser „Christus unser Friede“ war. Links vom Körper ist eine Rose gemeißelt. Karl Golser war ein anerkannter Moraltheologe; die drei Blüten symbolisieren die drei Jahre, in denen Karl Golser als Bischof in der Diözese gewirkt hat. Die großen Dornen sollen auf seine schwere Krankheit hinweisen. Am unteren Ende ist noch sein Wappen mit dem Christuszeichen zu sehen, eine Friedenstaube, ein Hut und ein Lamm, das Wahrzeichen der Stadt Brixen. Auffallend sind die schwarzen Augen, die sich vom weißen Marmor abheben. „Mir wurde erzählt, dass der Blick von Karl Golser auch während seiner Krankheit immer wach war, weshalb ich die Augen mit schwarzen Basaltstückchen versehen habe – eine Methode, die schon die alten Ägypter angewendet haben“, erklärt Markus Gasser. So begegnet man beim Verlassen des Doms dem lächelnden Bischof Willi Egger in Bronze und dem wachen Blick von Bischof Karl Golser in Marmor, dessen schwarze Augen den Betrachter verfolgen, wo immer er sich hinstellt. hildegard.antholzer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 25
MUSIK
Kunst & Kultur
„Große Begeisterung, große Leidenschaft“ Herr Stiassny, wie erklären Sie sich den inzwischen 25 Jahre andauernden Erfolg Ihrer Orchesterarbeit? RAINER STIASSNY: Ganz wesentlich für den Erfolg ist mit Sicherheit, dass ich ausgezeichnete, hoch professionelle Musiker in diesem internationalen Orchester habe. Wir sind aus Deutschland, Österreich oder Südtirol. Alle spielen wir in anderen Orchestern mit, einige sind sogar Profimusiker. Wir alle teilen die Leidenschaft zur böhmischen Blasmusik. Uns verbindet unser Engagement und unsere Begeisterung, und das seit einem Vierteljahrhundert. 80 Prozent der heute aktiven Musiker gehören mittlerweile zum Stamm des Orchesters. Im Laufe der Zeit sind wir zu einer Familie zusammengewachsen. Wir freuen uns immer wieder auf die gemeinsamen Konzerte und gehen dann mit Wehmut wieder auseinander. Wie viele Personen sind im Orchester? Insgesamt sind wir 26 Personen auf der Bühne, 23 Musiker und ein Gesangsduo, mit einer Sängerin und dem Dirigenten. Aber ich zähle auch unsere Moderatorin zur Egerländer Blasmusik dazu. Magdalena Schwellensattl begleitet uns nämlich bereits seit 1999. In dem Jahr haben wir unser erstes Konzert in Südtirol ausgerichtet. Sie begleitet uns jetzt also seit 20 Jahren, das ist für mich etwas ganz Besonderes. Wie kam es vor 25 Jahren zur Gründung? Den Anfang machte eine Vertriebenenfeier im Jahr 1993. Während des Zweiten Weltkriegs sind etwa drei Millionen Sudeten- und Ungarndeutsche vertrieben worden, darunter auch meine Vor26
Foto: David Stein - dps-photography
Die „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“, die im Februar mit einem Konzert in Vahrn gastieren wird, feiert 2018/19 ihr 25-jähriges Bestehen. Wir haben den heute in Natz-Schabs wohnhaften Gründer und Manager, RAINER STIASSNY, zu den Anfängen, den Herausforderungen und Zukunftsperspektiven seines internationalen Orchesters befragt.
Die 25 Musikanten der „Egerländer Blasmusik“, meist mit ungarischen Wurzeln, stammen aus Deutschland, Österreich und Südtirol
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fahren mütterlicherseits. Für den feierlichen Rahmen dieser Feier haben wir auch ein Orchester zusammengestellt, bestehend aus Nachkommen dieser ehemaligen Vertriebenen, meist mit ungarischen Wurzeln. Wir haben eine Messe gestaltet, einen Festakt, und beim darauffolgenden Frühschoppen haben wir beschlossen, uns wieder zu treffen. 1994 sind wir zur Orchestergründung erstmals in Neusiedl am See, meiner Heimatstadt, zusammengekommen. Daher auch unser Name „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“. Gibt es auch Eisacktaler im Orchester? Bereits bei der Gründung war ein Eisacktaler aus Kollmann mit dabei – ein Freund, den ich beim
Studium in Wien kennengelernt hatte. Ihn habe ich schon zum Gründungskonzert mitgenommen, auch deshalb, weil dessen Mutter aus Böhmen stammte. Sie war Sudetendeutsche aus dem Egerland. Deren Familie wurde nach dem Krieg auch ausgesiedelt und hat sich hier in Südtirol niedergelassen. Dieses Südtiroler Gründungsmitglied ist heute noch dabei, allerdings als Tonmeister. Aber ein Musikant aus Vahrn gehört inzwischen seit zehn Jahren zum Orchester. Wir hatten aber auch Leute aus Gröden dabei oder aus dem Gadertal. Wie kamen Sie selbst zur böhmischen Musik? Bis 1921 gehörte meine Heimatstadt Neusiedl am See zur ungari-
schen Reichshälfte, und in dieser Gegend hat man immer schon böhmische Blasmusik gespielt. Dieser Musikstil war zur Zeit der Donaumonarchie ja der am meisten verbreitete. Sehr viele Kapellmeister kamen aus Böhmen, die zum Teil auch in Südtirol und in anderen Regionen tätig waren. Ich bin in dieser böhmischen Tradition groß geworden und stamme aus einer musikalischen Familie. Bereits mein Großvater und Urgroßvater haben Musik gemacht. Auch hat mein für Südtirol ungewohnt klingender Familienname, der auf Deutsch „glücklich“ bedeutet, böhmischen Ursprung. Vielleicht ist das auch eine Erklärung, wieso ich mich bereits seit vielen Jahrzehnten speziell dieser böhmischen Blasmusik verschrieben habe.
Foto: Oskar Zingerle
Inzwischen sind Sie seit 21 Jahren in Südtirol wohnhaft, davon seit 13 Jahren in der Gemeinde Natz-Schabs. Was hat Sie dazu bewogen, ins Eisacktal zu ziehen? Der Grund war ein beruflicher. Ich habe 1997 mein Bauingenieurstudium in Wien an der TU abgeschlossen. Die Arbeitssuche im Wiener Raum war damals recht erfolglos. Bei einem Besuch meiner drei, vier Musikerkollegen in Südtirol hat sich eine Berufschance ergeben. Diese habe ich wahrgenommen und bin nach Südtirol übersiedelt. Das war vor 21 Jahren. Heute arbeite ich im Eisacktal und wohne in NatzSchabs. Wie funktioniert ein Orchester, dessen Mitglieder die räumliche Distanz verbindet? Einmal mehr aufgrund unserer gemeinsamen Leidenschaft. Das Orchester kommt nur in Projektphasen, zwei oder drei Mal im Jahr, zusammen. Da treffen wir uns für jeweils fünf Tage. Nach anfänglichen intensiven Proben geben wir im Anschluss
Rainer Stiassny: „Wesentlich für unseren Erfolg ist, dass ich ausgezeichnete und hoch professionelle Musiker habe“
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setzungen, 30 bis 50 Musikanten. Frauen durften ja zu der Zeit noch gar nicht mitmusizieren, so wie
Welches ist Ihr Zielpublikum? Gibt es einen Rückgang oder eine Zunahme der Blasmusikfans?
„Vor 25 Jahren war das Interesse der Jugend für böhmische Blasmusik noch gering – heute hingegen finden sich wieder junge Musiker zusammen, die diesen Musikstil pflegen“_ Rainer Stiassny, Gründer und Manager der „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ zwei oder drei Konzerte. Wir treffen uns dort, wo die Konzerte gespielt werden; das kann hier in Südtirol sein, wie jetzt im Februar in Vahrn. Das kann aber auch in Bayern sein, in BadenWürttemberg, in Sachsen oder eben in Österreich. Wir planen immer zwei Jahre im Voraus, wo wir uns für Projekte treffen. Die Konzerte werden entweder von uns selbst veranstaltet, oder wir bekommen ein Engagement. Sie pflegen die böhmische Blasmusik im Egerländer-Stil. Was ist das Spezielle an Ihrer Musik? Böhmen und Mähren sind die zwei Landesteile des heutigen Tschechiens. Egerland ist die deutsche Bezeichnung für den westlichen Teil Böhmens. Vor etwa 150 Jahren gab es im Egerland schon Kapellen mit größeren Be-
es bis vor 25 Jahren in Südtirol auch noch bei vielen Kapellen der Fall war. Heute identifiziert man mit Egerländer Blasmusik böhmische Blasmusik, und diese unterscheidet sich beispielsweise von der mährischen dadurch, dass sie viel melodiöser ist, langsamer gespielt wird, einfühlsamer ist. Die mährische ist ein bisschen aufregender, aufwühlender, flotter. Wir haben uns explizit der böhmischen Blasmusik verschrieben und machen echte böhmische Volksmusik. Diese Musikrichtung war zur k.-u.-k-Zeit verbreitet auf dem gesamten Territorium der Habsburger Monarchie, auch in Südtirol, wo sich sogar der Name erhalten hat. Nirgendwo sonst spricht man von der „Böhmischen“, nur hier in Südtirol. Gemeint ist dann immer eine kleinere Besetzung von der großen Musikkapelle.
Je nachdem, wo wir konzertieren, ändert sich unser Publikum. Vor einigen Jahren in Osttirol, da war unser Publikum vom Alter her 20 plus. In Südtirol ist es meist 50 plus, aber in den letzten Jahren ist vermehrt wieder das Interesse an der traditionellen böhmischen Blasmusik gestiegen. Auch finden sich wieder jüngere Gruppen, 17- bis 25-Jährige, zusammen, die diesen Musikstil pflegen. Vor 25 Jahren, als ich noch in diesem jugendlichen Alter war, war das Interesse dafür noch gering. Ich bin froh, dass sich das inzwischen gewandelt hat, dass sich auch junge Menschen wieder mehr auf ihre musikalischen Wurzeln besinnen. Ihr Blasorchester kommt nur periodisch zusammen – dann, wenn Konzerte anstehen. Ist diese Art der Orchesterführung ein mögliches Zukunftsmodell?
Projektorchester hat es auch in Südtirol immer wieder gegeben: Für ein einzelnes Projekt wird ein Orchester zusammengestellt, das sich nach den Aufführungen wieder trennt. Das wird es auch in Zukunft geben. Ob das Modell der Egerländer Blasmusik wirklich ein flächendeckendes Zukunftsmodell sein kann, hoffe ich zum einen nicht, da ich schon der Meinung bin, dass jede Gemeinde, jede Fraktion sich in Zukunft wieder mehr auf ihre Traditionen besinnen soll. Zum anderen funktioniert unser Modell, obwohl wir uns als „Egerländer Blasmusik“ nur periodisch treffen, nur deshalb, weil wir uns aus Profi- und Laienmusikern zusammensetzen. Das heißt, wir spielen alle in verschiedenen Musikkapellen. Die regelmäßige Probentätigkeit ist nämlich unabkömmlich, um die Instrumente zu beherrschen. Diese muss stattfinden; nur so funktioniert auch ein Orchester, das sich nur periodisch trifft. Welche sind die Herausforderungen der „Egerländer Blasmusik“? Wir sind als ehrenamtlicher Verein organisiert. Unsere größte Herausforderung ist immer die Finanzierbarkeit unseres großen 25-köpfigen Orchesters. Ein Projektwochenende kostet uns für die Unterbringung, Verpflegung, PRArbeit, Saalmiete und dergleichen um die 20.000 Euro. Die Musiker bekommen keinerlei Gage. Unsere Einnahmen decken meist nicht einmal unsere Spesen. Wir sind auf Sponsoren angewiesen. Immer wieder eine ausgeglichene Bilanz zu haben ist unsere größte Herausforderung. Welche Zukunftsperspektiven haben Sie? Wir hoffen auf einen Mäzen, der die Liebe zu unserer Musik teilt und die professionelle Qualität, die wir bieten, wertschätzt. Wo wir noch nicht professionell unterwegs sind, ist bei unserem Outfit. Wir haben wohl daran gedacht, uns eine Egerländer Tracht anzuschaffen, aber das scheitert noch aus finanziellen Gründen. Und unser nächstes kurzfristiges Ziel ist, dass wir das 30-jährige Jubiläum in der echten Egerländer Tracht erleben. sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Kunst & Kultur
BRIXEN
Holzreliefs im neuen Glanz z Die 14 Holzreliefs der Grödner Künstlerin Mili Schmalzl (1912– 2006) zierten bereits seit vielen Jahren die Wände der Kapelle im Brixner Krankenhaus. Die Werke, für die Schmalzl 1960 auf der Deutschen Handwerksmesse von der Bayrischen Staatsregierung mit der Goldmedaille prämiert wurde, gelangten über eine Schenkung der Künstlerin in den Besitz des Krankenhauses. Als Kreuzweg-
stationen fanden sie in der hauseigenen Kapelle einen würdigen Platz. Die vergangenen Jahre hatten ihre Spuren in Form von Beschädigungen an den Reliefs hinterlassen. Nun wurden die Kunstobjekte unter Anleitung von Lehrer Diego Deiana von neun Schülern der 4. und 5. Klassen des Kunstgymnasiums „Cademia“ und der Landesberufsschule für das Kunsthandwerk Gröden fachge-
recht restauriert. Im neuen Glanz erstrahlen sie heute wieder an den Wänden der Krankenhauskapelle.
K&K
sp
Kunst & Kultur
LITERATUR
Ein fiktives Leben z Wer kennt sie nicht, die Micòl aus Giorgio Bassanis Roman „Il giardino dei Finzi Contini“, dem ein noch berühmterer Film von Vittorio De Sica folgte mit einer unvergleichlichen Dominique Sanda in der Hauptrolle. Der Jude Bassani setzt mit dem Roman seiner ehedem legendär judenfreundlichen Heimatstadt Ferrara ein Denkmal. Die Brunecker Schriftstellerin Waltraud Mittich liebt die fragile, weltabgewandte Micòl, für die ihr Garten Rückzugsort, Liebesnest und Utopie zugleich ist. Das gemeinsame Tennisspiel hinter den schützenden Gartenmauern
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notiert
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bietet den verfemten Juden wenigstens eine Zeitlang so etwas wie Unbeschwertheit. Waltraud Mittich dringt in diesen Garten der Erinnerung ein und schenkt in ihrem neuen Roman der titelgebenden Heldin „Micòl“ ein mögliches Leben nach der Rückkehr aus dem Todeslager. Sie lässt die ätherische Schönheit, die sich der Sexualität als eklatante Form des Machtmissbrauchs verweigert, in der Fiktion zur Aktivistin und Feministin werden, die in Liebe zu außergewöhnlichen Frauen entbrennt in verschiedenen Ländern zu politisch wirren Zeiten.
Mittich gibt in ihrem Roman den Ausgestoßenen, vor allem aber den weiblichen Figuren starke Konturen in einer kargen, individuell komponierten Prosa mit „Südtiroler“ Wendungen und italienischen Einsprengseln. ird
Zum 5-jährigen Bestehen gab das Männerensemble StimMen um Michael Braun ein „Best of“-Konzert im Haus Voitsberg in Vahrn. Die 20 jungen Männer zwischen 17 und 33 Jahren begeisterten das Publikum mit ihrem breitgefächerten Repertoire von Klassik bis Rock und Pop.
Die Künstlerin Gudrun Petrik eröffnete kürzlich in Toblach die Johannes-Haus-Galerie. Die Eröffnungsausstellung „The Spirit of the Mountains – Best of IMS Photo Contest” läuft bis 23. Februar 2019 und wurde vom Brixner Kunstexperten Alex Pergher kuratiert.
Am 30. Jänner lädt die Raiffeisenkasse Eisacktal zur Eröffnung der Einzelausstellung von Maria Walcher. In der Personale „Aus dir wird noch was Großes werden“ spielen Interaktionen im öffentlichen Raum sowie Mobilität und kultureller Austausch eine zentrale Rolle.
NACHGEFRAGT
„Heiteres und Melancholisches“ VERENA PLANGGER, Schauspielerin, Regisseurin und Bühnenautorin, über ihr neues Programm mit Chansons über die 20er Jahre, das Mitte Februar in der Dekadenz aufgeführt wird. Frau Plangger, Sie sind gebürtig aus Bozen, aber bekannt geworden sind Sie vor allem in Deutschland als Theater- und Filmschauspielerin. So spielten Sie erfolgreich Rollen in „Rentnercops“ und „Lindenstraße“. Sie haben auch eine Gesangsausbildung? Ich habe meine Ausbildung zur Schauspielerin in München an der Otto-Falckenberg-Schule absolviert, und da gehörte der Gesangsunterricht dazu. Da ich während meiner Laufbahn auch in Musikproduktionen oder in Musicals wie „Cabaret“ oder „Sister Act“ mitspielen durfte, habe ich immer wieder Ge-
sangsunterricht genommen und mich weiter ausgebildet. In der Dekadenz präsentieren Sie einen Chansonabend mit Jutta Gerling-Haist und Thomas Frerichs am Klavier. Wie kam es zur Idee? Die Idee zu diesem Liederabend hatte ich, als Deutschland mit vielen Flüchtlingen konfrontiert wurde und deren Aufnahme kontrovers diskutiert worden ist. In den 30er und 40er Jahren mussten viele Künstler aus Deutschland flüchten, und etliche haben glücklicherweise Aufnahme in anderen Ländern gefunden. Daran möchten wir mit unserem Liederabend „Irgendwo auf der Welt“ erinnern.
Welche Perlen der Liedkunst werden zu Gehör gebracht? Wir singen Melancholisches und Trauriges über Flucht und Vertreibung von Hanns Eisler mit Texten von Bertolt Brecht. Wir haben aber auch heitere Liebeslieder und Skurriles, Witziges von Friedrich Hollaender wie zum Beispiel „Stroganoff“. In dem Lied erfährt man beispielsweise, dass das berühmte Bœuf das Resultat einer Eifersuchtstat ist. Oder das Lied von Hugo Wiener über den Novak, der seine Herzdame „nicht verkommen lässt“ – sehr zu deren Leidwesen. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Auf ins neue Jahr 2019 z Zum Neujahrskonzert, das der Kulturverein Brixen Musik nun seit über zehn Jahren in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen organisiert, haben sich auch heuer wieder viele Bürger aus Brixen und den umliegenden Dörfern im Forum eingefunden. Der Saal Prihsna war bis auf den letzten Platz gefüllt, was bedeutet, dass sich das Neujahrskonzert als wichtiges gesellschaftliches Ereignis etabliert hat. Bereits zum dritten Mal war das Haydn Orchester zu Gast, und in Anlehnung an das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker war das Programm ganz der Wiener Strauß-Dynastie gewidmet. Der aufstrebende, junge österreichische Dirigent Erich Polz, der im vorigen Jahr in Brixen debütierte, begeisterte das Publikum mit seinem gekonnt und dynamisch geführten Taktstock. War die Melodie der „Waldmeister Ouvertüre“ von Johann Strauß
Foto: Konrad Eichbichler
Kunst & Kultur
MUSIK
Sohn noch getragen, so hätten Tempo und Rhythmus vom „Tarantel-Galopp“ von Joseph Lanner und die „Polka schnell“ von Josef Strauss wohl so manchen gerne das Tanzbein schwingen lassen. Als Gast war der polnische Tenor Jan Petryka geladen. Er sang aus dem Zigeunerbaron die Arie „Als flotter Geist“ und von Jan Kiepura „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau‘n“, zu dem Robert Stolz die Musik geschrieben hat. Schade, dass seine Stimme der
Lautstärke der Instrumente nicht immer gewachsen war. Was wäre ein Neujahrskonzert ohne den Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß Sohn als Abschluss? Das begeisterte Publikum erklatschte vier Zugaben; unter anderem spielte das Haydn Orchester noch einmal die Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, einem Zeitgenossen der Strauß-Familie. In diesem Stück kamen das Volumen der Instrumente und der
Schwung des Dirigenten voll zum Einsatz. Es war ein gelungener Auftakt zum Jahresbeginn; wie Claudia Messner, die Präsidentin des Kulturvereins Brixen Musik, und Bürgermeister Peter Brunner bei der Begrüßung betonten, ist die Veranstaltung „Ausdruck der Wertschätzung und der Verbundenheit“. Der anschließende Neujahrsumtrunk im Foyer bot Gelegenheit, persönliche Glückwünsche zu überbringen. ha
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Lebenshilfe: Begleiter/innen und Gruppenleiter/innen gesucht! Die Lebenshilfe sucht Begleiter/innen und Gruppenleiter/innen für die Sommerurlaube von Menschen mit Beeinträchtigung, sowie auch für die ganzjährigen Erlebniswochenenden. Auf unserer Homepage www.lebenshilfe.it finden Sie Näheres unter der Rubrik „Freizeit“. Wenn Sie volljährig und an einer Mitarbeit interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Martina Pedrotti: T 0471 062528 oder 348 2467756 pedrotti@lebenshilfe.it
Judith Mussner
Verena Peintner
Wir unterstützen und begleiten Sie in Ihrem Heilungsprozess mit gezielten und individuell auf Sie abgestimmten Therapiemaßnahmen, wie z.B. Manuelle Therapie, Osteopathische Behandlungen, Lymphdrainage, Kinesiologisches Taping, Elektrotherapie, Beckenbodentraining, uvm. Wir behandeln Menschen jeden Alters mit akuten und chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat, nach Operationen, Sportverletzungen und Unfällen, während und nach der Schwangerschaft und zur Vermeidung von Fehlhaltungen und Funktionsstörungen im Körper.
Termine (Mo–Sa) Judith 320 7114054 Verena 344 11 56 141 Praxis Corporativa – Am Hohen Feld 21 am Rosslauf, Brixen judith@corporativa.it – verena@corporativa.it – corporativa.it 30
THEATER
Ein Mann, eine Frau, eine Uhr brillant verkörpern. Eineinhalb Stunden liefern sich Elsa Lamprecht und Oskar Huber einen Schlagabtausch nach dem anderen und führen die Zuschauer in sämtliche Untiefen der menschlichen Psyche. Eine große schauspielerische Leistung gelingt den beiden Vertretern der Spielgemeinschaft Vintl-Weitental, die sich mit Regisseur Alfred Meschnigg einen Garanten für Theatererfolg an die Seite geholt haben. Austrag ungsort ist einmal mehr die Festung Franzensfeste. Als die im Hintergrund des minimalistisch gehaltenen Bühnenbildes stets mitgelaufene Uhr auf 00:00 Uhr zeigt und damit auch das Ende des Stücks eingeleitet wird, ist man als Zuschauer perplex über unsere gläserne Gegenwart – und begeistert von der mimischen Meisterleistung. sp
Foto: Hermann Maria Gasser
z „Wenn Sie wüssten, was wir alles herausfinden, wenn wir uns für jemanden interessieren!“, lässt Autor Daniel Kehlmann seine männliche Hauptfigur (Oskar Huber), den Vernehmungsbeamten des Geheimdienstes, sagen. Und die weibliche Hauptfigur (Elsa Lamprecht), eine Philosophieprofessorin, formuliert das Bild unserer modernen Gesellschaft: „Bald bilden wir nur mehr Leute aus, die nicht mehr vom Leben wollen als kleine Telefone und flache Computer.“ Kehlmann hat in seinem Stück „Heilig Abend“ das Ausmaß der staatlichen Überwachung in der elektronischen Welt, die Willkür der Geheimdienste, die Möglichkeit der Polizei zum Erzwingen von Geständnissen thematisiert. Der brisante Stoff wird allerdings von nur zwei Schauspielern interpretiert, die ihre Rollen geradezu
BRIXEN
Wenn die Stadtler låchn z „Wir haben ein paar scharfe Pfeile im Köcher“, lacht Schauspieler Lukas Lobis schelmisch, wenn man ihn über das heurige Stadtlerlåchn auszuquetschen versucht. Allzu viel verrät der neue Regisseur aber noch nicht über die Faschingsrevue des Männergesangvereins Brixen 1862, die heuer – laut Auskunft einiger Insider – die Lachmuskeln besonders strapazieren soll. Nur soviel zum Inhalt: In der Hölle geht es zu wie zu Sant’Ambrogio auf dem Weihnachtsmarkt. Der Teufel, gespielt von Christian Meraner, hat Burn-Out. Er klopft bei Gott (Enrico De Dominicis) an, der im Himmel in seinem InfinityPool eine ruhige Kugel schiebt, und fordert einen Neustart: alles auf Anfang. Im Rahmen der Diskussion, welches Areal sich denn für das Paradies 2.0 eignen könnte, kommen die beiden auf den Hofburggarten
in Brixen. Der Erzengel Michael, gespielt von Joachim Mitterrutzner, wird nach Brixen entsandt, um die Lage zu checken. Dabei bekommt er gar einiges über Brixen mit. Geschrieben wurde das Drehbuch von Lukas Lobis, Peter Schorn und Arno Dejaco – sowie von den üblichen MGV-Verdächtigen Hartmuth Staffler und Martin Ogriseg, der heuer auch als Regieassistent fungiert. „Die Proben laufen auf Hochtouren, der Aufwand ist immens, aber es macht einen Riesenspaß, und ich bin auf das Resultat und auf die Zuschauerreaktionen gespannt“, so Lobis. Das „Endprodukt“ wird erstmals am Freitag, 1. März, im Forum Brixen zu sehen sein. Weitere Aufführungen folgen vom 2. bis zum 5. März. Der Kartenvorverkauf für das heurige „Stadtlerlåchn“ läuft ab 16. Februar. eh
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BRIXEN
Kunst & Kultur
Neue Single, neues Video
hills“ am modernen, westlichen Trend der instrumentalen Musik von jungen Bands aus Australien und USA. Gegründet wurde die Formation im September 2017, und sie hat seither ständig an sich selbst und an ihren Eigenkompositionen gearbeitet. Im vergangenen Sommer verbrachten „Beyond hills“ einige Tage im Tonstudio Blessville von Chris Kaufmann in Kaltenbrunn, um ihre erste Single „Caveman“ zu produzieren. Vor einigen Tagen
veröffentlichten „Beyond hills“ nun das entsprechende Video, das größtenteils in der Umgebung von Brixen aufgenommen wurde. „Caveman“ ist ein grooviger und rockiger Reggae-Song, dessen Text offen ist für viele Interpretationen; jeder Zuhörer kann für sich selbst herausfinden, welche Botschaft die Band an den Mann bringen möchte. „‘Caveman‘ erzählt vom schmalen Grat zwischen guten und schlechten Erfahrungen“, sagt Zingerle, „auch wenn man
sich manchmal am liebsten vor der Realität verstecken würde, gilt es, auch aus schlechten Ereignissen das Beste zu machen.“ Die Band besteht aus Alex Richter (Gesang), Peter Zingerle (Schlagzeug), Peter Pichler (Gitarre), Marcel Gritsch (Gitarre), Irene Griesser (Keyboard und backing vocals), Manfred Hofer (Bass), Walter Richter (Saxophon) und Alessio Parilla (Trompete). wv
„Wenn ich nur aussteigen könnte ...“ Achtung: Ein Skitag im Skigebiet Ratschings-Jaufen bietet äußerst hohes Suchtpotential! Schon beim Einstieg in die voll automatisierte 8er-Kabinenbahn mit atemberaubendem Blick auf die beeindruckende Ratschinger Bergwelt werden Skifans auf unbegrenztes Skivergnügen in einem weitläufigen Gelände eingestimmt. Nicht umsonst zählt das beliebte Skiparadies zu den modernsten Skigebieten in ganz Südtirol. Das Skigebiet Ratschings-Jaufen wartet mit 20 verschiedenen Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade (leicht bis mittelschwer) auf. Zwischen 1.300 und 2.150 Metern Meereshöhe sorgen rund 25 absolut schneesichere Pistenkilometer für unbegrenztes Skivergnügen. Wer wissen will, wie viele Pistenkilometer und Höhenmeter er an einem Skitag zurückgelegt hat, kann sich einen
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persönlichen Skiline-Account anlegen. Wem es auf den „gewöhnlichen“ Pisten zu langweilig zugeht, kommt in der Funslope und im Funpark, die das Beste aus Piste, Snowpark und Cross kombinieren, voll auf seine Kosten. Eine tolle Rodelabfahrt ist ein Riesenspaß – da wird jeder gerne wieder zum Kind! Die 5 km lange Rodelbahn ist stets gut präpariert und bringt Freude für Groß und Klein. Ein Kinder-Skiland und ein Skiwanderweg machen das Angebot komplett. Wen zwischendurch der Hunger packt: Zünftige Skihütten mit schmackhaften Spezialitäten bieten Abhilfe. Und am Ende eines langen Skitages kann die Ausrüstung ganz
PR-Info
z Die Band stammt aus Brixen, hat acht Mitglieder und heißt „Beyond hills“. Der Bandname ist Programm, denn ihr Musikstil lässt sich nicht in eine einzige Schublade stecken: „Unsere Musik ist Genre-übergreifend“, sagt Schlagzeuger Peter Zingerle, „wir bezeichnen unseren Style als Independent Rock/Reggae Fusion; unsere Songs beinhalten Elemente aus Funk, Blues, Hip-Hop und Ska sowie Psychedelic Rock.“ Damit orientieren sich „Beyond
bequem im großen Skidepot mit integrierter Belüftungsund Desinfizierungsanlage eingestellt werden. Das Skigebiet Ratschings-Jaufen ist unter Schnee-Vernarrten längst kein Geheimtipp mehr. Wir haben Sie vorgewarnt: Es bietet Suchtpotential – und das in einer gehörigen Portion!
RAAS
Der Weg eines Autodidakten z Kunst ist eine der Facetten, die sich wie ein Leitfaden durch das Leben von Johann Stockner zieht. Der gebürtige Feldthurner, der heute in Raas lebt, bezeichnet sich selbst lieber als Autodidakt. Mit dem Begriff „Künstler“ geht er sparsam um – obgleich er Ende Jänner zum zweiten Mal als Aussteller bei der Internationalen Kunstmesse „Art Innsbruck“ mitgewirkt hat. Auf seinen künstlerischen Weg angesprochen, der seinen Anfang vor über 20 Jahren nahm, denkt Stockner
automatisch an seine persönlich wichtigste Ausstellung bei der Oberbank-Galerie Linz. „Ich wurde damals als unbekannter Hobbykünstler angenommen“, erinnert er sich. Mit Kunsttherapie begann er schon an seinem früheren Arbeitsplatz, der Organisation Odos. Dort engagiert er sich heute noch als freier Mitarbeiter und bemüht sich bei der Wiedereingliederung von Ex-Häftlingen, ihnen kunsttherapeutisch den richtigen Weg aufzuzeigen. sh
NEU IM REGAL Angst im Kopf Gefühle sind ständige Begleiter – egal, wo und mit wem wir sind. Die Angst vor Verlust, die Angst zu versagen oder die Angst davor, ausgeschlossen oder sogar ausgelacht zu werden, sind oft übergroße Mächte, die uns hindern, im Jetzt zu leben, oder die uns gar lähmen. Die Autorin dieses bewegenden Kinderbuches, das es durchaus vermag, auch Erwachsene in eine Welt voller Emotionen zu entführen, ist Grundschullehrerin. Bei ihrer Arbeit begegnet sie nicht nur vielen Kindern, sondern sie versteht es auch, Empathie für deren Sorgen und Nöte zu empfinden. Ihr Wissen hat sie nun erstmals in Buchform veröffentlicht; die begleitenden Bilder dazu wurden von Elisabeth Frei gestaltet. Der Titelheld Jan durchlebt im Laufe des Schulvormittags Gefühle, die ihn klein und hilflos machen. Vor seinem inneren Auge verschwimmt etwa
Elisabeth Putzer: Jans Gefühle, Angst im Kopf. Mit Illustrationen von Elisabeth Frei. Verlag A. Weger, Brixen, 2018.
die Zahl 8 beim Rechnen zu Opas Brille; Opa geht es nicht gut, und Jan fühlt ein Zwicken und Zwacken in seiner Bauchgegend. Jan taucht ganz und gar in diese Gefühlswelt ein – mit all seinem Sein. Er nimmt seine Gefühle in seinem Körper wahr. Bis diese sich schließlich in Freude verwandeln.
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Veranstaltungen
BILDUNG STIFTET FREUDE Kursangebot Frühling und Sommer 2019
Bibel
Judas und die Juden – Was wirklich in den Evangelien steht Tiroler Bibelkurs mit Pfarrer Franz Trojer, Innsbruck Sa. 30.03., 14–16 Uhr Ein Modell für Versöhnung – der ägyptische Josef und seine Brüder Tiroler Bibelkurs mit Prof. Dr. Georg Fischer, Innsbruck Sa. 11.05., 14–16 Uhr Jetzt ist es Zeit für… Chorwerkstatt mit Kathi Stimmer-Salzeder Do. 21.02., 19:30–22 Uhr
Grüne Kosmetik & Hautökologie Lehrgang mit Gabriela Nedoma Di. 02.04.–Fr. 27.09., 5 Module mit insg. 13 Seminartagen Heilkunde nach Hildegard von Bingen - Meine Hausapotheke im Jahreskreis Heilkräuterrezepturen für den Frühling und Sommer Sa. 06.04., 9–15 Uhr Sa. 01.06., 9–15 Uhr Termine auch einzeln buchbar
Singseminar mit Siegfried Fietz Sa. 18.05., 9–17 Uhr
Multiplikatorenausbildung Kräuterpädagoge/in Fr. 26.04.2019–Do. 30.04.2020, 11 Module à 2 Tage zzgl. Prüfungsmodul und 28 Std. Kleingruppenarbeit
Kultur
Gesundheit
Basisseminar der Südtiroler Weinakademie Kennenlernen des Weingebietes Südtirol und Verkostung Südtiroler Weine Mi. 27.03.–Do. 28.03., 9–17 Uhr Kalligrafie für Einsteiger Grundlagenworkshop mit der Breitfeder Fr. 26.04.–Sa. 27.04., 9–17 Uhr Das kleine Wein-ABC Abendseminar mit Einblicken in die Welt des Weines Do. 13.06., 18:30–21:30 Uhr Das Bildertagebuch im kleinen Format Kunstakademie mit Lisa Krabichler Fr. 14.06.–So. 16.06., 9:30–17 Uhr Livemalerei Konzert und Malerei mit Mark Krause Do. 20.06., 19–21 Uhr Kreative Workshopwoche Kreuzstich, Fotodruck, Makramee und vieles mehr. Mo. 05.08.–Fr. 09.08., 9–16 Uhr (Tage auch einzeln buchbar)
UmWelt
Alpines Waldbaden Zusatzqualifikation Fr. 29.03.–Sa. 12.10., 6 Module zu 2 Tagen & 1 Prüfungstag 34
Ganzheitliche/r Entspannungstrainer/in Berufsbegleitender Lehrgang mit Zertifikat Sa. 23.03.–Sa. 14.12., 9–17 Uhr Lehrgang „Achtsamkeitsmassage®“ Die Kunst der achtsamen Berührung Fr. 10.05., So. 12.05. & Fr. 31.05.– So. 02.06., 9–17 Uhr Kneipp-Gesundheitstrainer/in 2019 Berufsbegleitende Ausbildung Fr. 10.05.–Fr. 04.10., 9–17 Uhr Ganzheitliches Ernährungscoaching Berufsbegleitender Lehrgang mit Zertifikat Fr. 17.05.–Sa. 23.11., 9–17 Uhr Integrierte Entspannungstherapie Einführungsworkshop Do. 23.05., 16–19 Uhr Krankheitsbilder unserer Zeit Ein Seminar mit dem Arzt und Bestsellerautor Rüdiger Dahlke Sa. 08.06., 9–17 Uhr Lehrgang „Vitalmasseur/in“ Infoabend Do. 13.06., 19–20:30 Uhr Lehrgangsstart: 19.09.
Beruf
Master – Lehrgang Management und Unternehmensführung 2019/2020 Infoabende Do. 28.02., 19 Uhr im Bildungshaus Kloster Neustift Mi. 12.06., 19 Uhr im Bildungshaus Kloster Neustift Mi. 03.07., 19 Uhr im lvh Bozen Lehrgangsstart: 11.10. Berufsbegleitende universitäre Spezialisierungen Marketing & Vertriebsmanagement September 2019 – März 2020 Human Ressource Management November 2019 – März 2020 Infoabende Do. 28.02., 18 Uhr Mi. 12.06., 18 Uhr Vom Mitarbeiter zur Führungskraft Crashkurs für Führungskräfte Do. 07.03.–Fr. 08.03. & Do. 11.04. Rhetorik- und Stimm-Akademie Von der Person zur Persönlichkeit Mo. 06.05.–Fr. 20.09. Infoabend: Mo. 18.03., 19–21 Uhr Ausbildung zum/r Rezeptionist/in Berufsbegleitender Lehrgang mit Zertifikat Do. 28.03.–Sa. 08.06.
Abenteuer Italienisch Sprache lernen mit Abenteuer und Spaß! Mo. 15.07.–Fr. 19.07., 9–17 Uhr Wenn ich groß bin, werd´ ich Biologe Neugierige Naturforscher im Eisacktal unterwegs Mo. 15.07.–Fr. 19.07., 9–17 Uhr Im Duo kreativ I und II Ein Sommerurlaub mit Papa, Mama, Opa, Tante oder Patin/ Kunstakademie mit Marion Haas Mo. 22.07.–Fr. 26.07., 9:30–17 Uhr oder Mo. 29.07.–Fr. 02.08., 9:30–17 Uhr Foto, Licht und Fantasie Abenteuer Fotografie Mo. 22.07.–Fr. 26.07. Foto, Licht und Fantasie für Fortgeschrittene Mo. 29.07.–Fr. 02.08. Stottern macht keine Sommerferien 4. Therapiewoche für Kinder & Jugendliche So. 04.08.–Sa. 10.08. Asterix & Obelix Das Leben im gallischen Dorf Mo. 19.08.–Fr. 23.08. Survivalwoche für Jugendliche Überleben in und mit der Natur Mo. 26.08.–Fr. 30.08., 9–16:30 Uhr
Mediation & Konfliktmanagement Berufsbegleitender Lehrgang Do. 28.03.–Sa. 14.12. Zertifizierter Datenschutzbeauftragter Mo. 06.05.–Mi. 15.05.
Unser Sommerangebot für Kinder und Jugendliche Sommeratelier für Kinder und Jugendliche Expressive Farbwelten/Kunstakademie mit Marion Haas Mo. 15.07.–Fr. 19.07., 9–16:30 Uhr
Informationen & Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift Stiftstraße 1, 39040 Vahrn Tel. 0472 835 588 bildungshaus@kloster-neustift.it www.bildungshaus.it Facebook: Kloster Neustift - Abbazia di Novacella Kurse – Corsi Fax: +39 0472 838 107
TIMER
Februar 2019 MUSIK
Egerland meets Oberkrain! Das international besetzte Blasorchester „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ wird heuer gemeinsam mit dem „Ensemble Gregorji“ aus Oberkrain das Publikum begeistern. Das gemeinsame Galakonzert steht unter dem Motto „Freundschaft mit Musik“.
z Zwei internationale Spitzenorchester die „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ und das „Ensemble Gregorji“ aus Oberkrain treten erstmals gemeinsam in einem Doppel-Konzert am 23. Februar 2019 im Haus Voitsberg in Vahrn auf.
25 Jahre Tradition. Seit nun-
mehr einem Vierteljahrhundert spielen begeisterte Blasmusiker aus Deutschland, Österreich und Südtirol gemeinsam im Orchester „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ und pflegen böhmische Blasmusik im Egerländer Stil. Die Namensgebung führt auf den Gründungsort, Neusiedl am See im Burgenland, zurück, wo man sich seinerzeit zusammengefunden hat.
semble Gregorji“ einen ebenbürtigen Partner an die Seite geholt. In Südtirol wird dieses DoppelKonzert Premiere feiern. Zu Gehör gebracht werden böhmisches Liedgut auf gewohnt hohem Niveau in der ureigenen Seele der Egerländer Blasmusik. Gemeinsam mit der Oberkrainer Musik darf sich das Publikum regelrecht auf ein Feuerwerk von weltbekannten Melodien der Egerländer und Oberkrainer Musik freuen.
Böhmen-Oberkrain. Die Egerlän-
der Blasmusik und die Oberkrainer
Musik haben vieles gemeinsam. Seit Jahrzehnten werden auf der ganzen Welt die Zuhörer von den schwungvollen Melodien der Musiker und der Sänger begeistert. Die Begeisterung der Musikanten springt auf das Publikum über, und durch die professionelle Darbie-
tung ist auch die Faszination bei Jung und Alt bis heute geblieben. Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.egerlaender-blasmusik.com zu finden.
* Samstag, 23. Februar,
19:30 Uhr Vahrn, Haus Voitsberg
Kartenvorverkauf und Tischreservierung: Gemeinde Vahrn, Tel. 0472 976937, E-Mail: info@vahrn.eu
2019 was Besonderes. Für ihr
Konzert in Vahrn hat sich das erfolgreiche Orchester mit dem „En-
WAHNSINNS KNUSPRIGE BEUTE Ein Kabarett des TheaterStudio Freitag Was wir schon lange vermutet haben, kommt jetzt ans Licht der Öffentlichkeit: Die vom TheaterStudio Freitag sind wahnsinnig! Wahnsinnig gut, wahnsinnig unterhaltsam oder wahnsinnig schräg. In vielen kurzweiligen, abwechslungsreichen Szenen sind die neun Freizeit-Kabarettisten unter der Leitung von Thomas Troi dem täglichen Wahnsinn auf der Spur und finden ihn natürlich auch – im Supermarkt, in der Literatur, auf einer Parkbank oder beim Amtsschimmel. Es wird wie immer gesungen, getanzt und das Ganze mit Tee und knusprigen Köstlichkeiten versüßt.
* 15., 18. & 19. Februar, 20 Uhr
Samstag, 16. Februar, 10 Uhr (Matinee) Sonntag, 17. Februar, 18 Uhr Theaterpädagogisches Zentrum Brixen
Kartenvormerkungen zwischen 17 und 19 Uhr, 335 535 99 55 oder kontakt@tpz-brixen.org · Infos unter www.tpz-brixen.org
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Veranstaltungen
MUSICAL
Verboten isch nix z Unter der Regie von Norbert Knollseisen werden die Zillertaler Ohrwürmer der Urspung Buam in eine Komödie aus der Feder von Josef Tauber verpackt, die mit vielen spaßigen Gags einen einmaligen Abend verspricht. Bekannte und neue Gesichter werden Sie mit beeindruckendem Gesang und mitreißenden Tanzeinlagen überraschen! Schauplatz der Handlung ist das Wirtshaus von Hans. Er feiert seinen Geburtstag und an diesem Tag treffen geladene und ungeladene Gäste aufeinander: die Nachbarn, die bis spät in die Morgenstunden über Alex und Gabi diskutieren, Tante Juliane, die mit ihrem Fitnessarmband die Unsterblichkeit anstrebt, Robert, der ganz andere Pläne schmiedet als er zu erkennen gibt, und Klaus, der Geometer aus dem Reich der Mitte. Getreu dem Motto „Verboten isch nix“ ziehen zum Glück am Ende die rich-
tigen Personen die Fäden! Josef Tauber,der bereits die Komödien „Der Blindgänger“ und „Lauwarme Grüße“ sowie das Singspiel „Schuss nach hinten“ verfasste, schrieb diesmal ein Musical. Als begeisterter Volksmusikliebhaber war der Musikstil bald definiert. Er baute legendäre Hits der Urspung Buam ein, die weit übers Zillertal hinaus bekannt sind. Die ProfiMusiker Tamara Gamper (Geige),
Franz Fischnaller (Kontrabass), Andreas Weissteiner (Ziehharmonika) und Stefan Rainer (Gitarre) werden den Mehrzwecksaal zum
Klingen bringen. Zusammen mit 13 Schauspielern versprechen sie jede Menge Komik und einen unvergesslichen Abend!
* Premiere Samstag, 23. Februar, 20 Uhr
26., 28. Februar & 5., 7., 8. März, 20 Uhr Samstag, 2., 9. & Sonntag, 10. März, 18 Uhr Sonntag, 3. März, 17 Uhr Grundschule, Neustift (Vahrn)
Reservierungen ab 4. Februar, Tel. 380 347 8313 von Mo.–Fr., 17–20 Uhr Informationen: www.theaterneustift.it
SWING, FUNK AND MORE Konzerte 2019 der Brass Band Wipptal Special Guests: Sara Koell & Jack Masina Musikalische Leitung: Hannes Buchegger
* Donnerstag, 31. Jänner, 20 Uhr St. Michael/Eppan
* Samstag, 2. Februar, 20 Uhr
Gustav Mahler Saal Toblach
* Freitag, 8. Februar, 20 Uhr Stadttheater Sterzing
* Sonntag, 10. Februar, 18 Uhr Stadttheater Sterzing
Platzreservierung Sterzing: 0472 765325 Eintritt: Freiwillige Spende Eintritt Toblach: 12 Euro/ 10 Euro (mit Ermäßigung)
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WEITERBILDUNG QUALIFIZIERUNG/BERUF
Foto: Jan Frankl
Starke Eltern - Starke Kinder® Schulung zum/zur KursleiterIn ab Mi., 06.03. (4 Tage) Infoabend: Di., 12.02., 19 Uhr
THEATER
Ladykillers z Am perfekten Verbrechen sind schon viele gescheitert. Nun versuchen es Professor Marcus und seine vier Komplizen. Sie mieten sich bei der achtzigjährigen Witwe Mrs. Wilberforce ein und geben vor, ein Streichquintett zu sein, während sie das Zimmer nutzen, um einen Überfall zu planen. Als die alte Dame erkennt, wer die fünf Männer wirklich sind, und darauf besteht, dass die Beute aus dem Raub zurückgebracht wird, wollen ihr die Verbrecher an den Kragen. Doch der Zufall will es anders und so bekommt schließlich jeder, was er verdient. Und Mrs. Wilberforce? Wird reich! Die Kriminalkomödie
„Ladykillers“ voller britischem Humor und makabrem Witz wurde 1955 als Spielfilm ein Hit. Die Inszenierung des Theaters in der Josefstadt hat am 24. Jänner 2019 in Wien Premiere und ist auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts schon kurz danach im Brixner Forum als Gastspiel zu sehen.
* Mi., 6. Februar, 20 Uhr Einführung: 19:15 Uhr Forum Brixen
Karten Bei Athesia-Ticket und www.kulturinstitut.org Informationen: Tel. 0471-313800 Die Aufführung wird unterstützt von Auto Brenner
GESUND & FIT MIT YOGA
Fotoschule NEU ab Fr. 22.03. (5 Blöcke) Infoabend: Mi., 27.02., 19:30 Uhr Erfolgreich arbeiten - Mit Achtsamkeit gelassen und fokussiert bleiben ab Fr., 29.03. (3 Blöcke) Blog-ABC: Wordpress für EinsteigerInnen ab Mo., 18.03., 19:15–21:15 Uhr (4x) Buchhaltung für NeueinsteigerInnen ab Fr., 22.02., 19–21 Uhr (6x) EDV Buchhaltung mit RADIX ab Di., 02.04., 17:30–20 Uhr (6x)
EDV 50+ EDV Grundkurs ab Di., 19.02., 18:30–20:15 Uhr (6x) Handy & Tablets: so geht’s einfacher ab Fr., 08.02., 16:30–19 Uhr (3x) SPID – schon registriert Mi. 06.02., 15–17 Uhr Internet & E-Mail ab Do. 21.03., 19:30–21:45 Uhr (4x) Videoerstellung auf Smartphone Mi. 03.04., 8:30–12:30 Uhr
SPRACHEN Informationsveranstaltung: Sprachkurse der KVW Bildung Di., 05.02., 19–20:30 Uhr
Ein Weg zu ganzheitlicher Gesundheit, Entspannung und Harmonie ...
Yoga-Kurse im Bürgerheim Brixen ab Do., 7. Februar Yoga Einführungskurs
6 Abende, 1x wöchentlich, 19:45–21:15 Uhr Referent: Rakesh Nanda
Yoga für Schwangere
5 Abende, 1x wöchentlich, 20–21 Uhr Referentin: Karin Nanda Info & Anmeldungen: 0474 530547 · nandayoga@yahoo.de · facebook: Rakesh nanda · nandayoga.de
Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung A/B ab Di., 12.03., 19:30–21:00 Uhr (13x) Italienisch - Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung C ab Di., 18.03., 19:30–21 Uhr (13x) Deutschkurse: Verschiedene LEVELS ab Di., 19.02., 19:30–21 Uhr (20x)
Englisch - Grundlagen für Büro und Rezeption ab Do., 14.03., 19–21 Uhr (4x) Schnupperabende: Spanisch Themenabende Mo., 25.02., 19–21 Uhr Mi., 13.03., 19–21 Uhr
GESUNDHEIT WOHLBEFINDEN Erste Hilfe bei Kindern am Do., 21.02., 19–22 Uhr Vitamin D und Vitamin K2 Mi., 13.02., 19 Uhr Lebensmittelunverträglichkeiten Di., 19.02., 19:30 Uhr Osteopathie in der Menopause Mi., 20.02., 20 Uhr Hormone im Gleichgewicht Di., 26.03., 19:30 Uhr Die Kraft der Knospen Sa., 16.03., 14–18 Uhr Pilates ab Di., 29.01., 20–21 Uhr (6x) Pilates am Vormittag ab Mi., 13.02., 10–11 Uhr (6x) Fit in den Frühling ab Di., 05.02., 18:30–19:30 Uhr (9x) Afro Fit ab Do. 21.02., 18:15–19:30 Uhr (10x) Latindance workout ab Do. 21.02., 19:30–20:30 Uhr (10x)
KREATIVITÄT/ESSEN Fotografie Intensivkurs ab Mi., 30.01., 19:30–22 Uhr (6x) ) Kochwerkstatt Fr., 15.03., 17–21 Uhr - Gluten Fr., 22.03., 17–21 Uhr - Histamin
Infos & weitere Angebote: KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2 0472 207 978 . bildung.brixen@kvw.org bildung.kvw.org 37
Freitag, 1. Februar
Veranstaltungen
Theater
Sonntag, 3. Februar
20 Uhr
Chefsache: Trojanischer Krieg Theaterwerkstatt Zitronengelb, Leitung: Thomas Troi TPZ, Brixen
Theater
18 Uhr
Chefsache: Trojanischer Krieg Theaterwerkstatt Zitronengelb, Leitung: Thomas Troi TPZ, Brixen Montag, 4. Februar
Kino
Kabarett
20:30 Uhr
Jung und schonungslos Stand-Up Comedy von zwei Newcomern der österreichischen Kabarett-Szene. Christoph Fritz & Erika Ratcliffe Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 2. Februar
Diverses
ab 9 Uhr
Benefizflohmarkt Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn bis 18 Uhr Vahrn, alter Kindergarten
Theater
20 Uhr
Styx Die Notärztin Rike segelt alleine zu einer Insel im Atlantischen Ozean und findet sich nach einem Sturm in unmittelbarer Nähe eines Flüchtlingsbootes in Seenot. Größere Schiffe ziehen ohne zu helfen vorbei. Rike muss handeln. Regie: Wolfgang Fischer, mit Susanne Wolff Forum Brixen
Vortrag
19 Uhr
Von Demenz betroffen! Was tun? Referentin Benedikta Fischnaller Bürgerheim Brixen
MUSIK
20 Uhr
Mercoledílive: June Niesein & Fortune Cookie Der Südtiroler Musiker June Niesein (Michael Della Giustina) zeigt sich akustisch mit neuem Gesicht. Mit an Bord: Newcomer Forune Cookie (Joachim Planer) Alter Schlachthof, Brixen
Theater
20 Uhr
Ladykillers Ein Streichquintett auf Beutezug zum perfekten Verbrechen. Ein Gastspiel des Theaters in der Josefstadt, Wien Forum Brixen
20 Uhr
Chefsache: Trojanischer Krieg Theaterwerkstatt Zitronengelb, Leitung: Thomas Troi TPZ, Brixen
Chanson
mit Verena Plangger und Jutta Gerling-Haist am Piano: Thomas Frerichs Frage: „Herr Holländer, wie entsteht ein gutes Chanson?“ Antwort: „Also, man nehme eine Tüte Pariser Luft, eine Prise Berliner Witz, einen originellen Einfall (aber nur einen), fabuliere eine kleine Geschichte mit drei, vier Strophen und passe auf, dass die letzte Strophe mit der richtigen Pointe schließe.“ Gespickt mit virtuosen Klavierimprovisationen von Thomas Frerichs lassen die beiden Interpretinnen mal witzig, mal komisch, mal melancholisch, die Zeit der verrückten 20er auferstehen. Es sind Lieder über Liebe und Lust, aber auch über Flucht und Vertreibung, die die tollen Schauspielerinnen kunstvoll interpretieren. Verena Plannger ist in Bozen geboren und hat die renommierte Otto Falckenberg-Schule in München absolviert. Als Schauspielerin hat sie Bühnen in ganz Deutschland bespielt und ist aus Film und Fernsehen bekannt. Amüsant, berührend, politisch, kokett, charmant: Dieses Konzert ist ein Erlebnis!
* Donnerstag, 14. Februar, 20:30 Uhr Freitag, 15. Februar, 20:30 Uhr Dekadenz, Anreiterkeller
Reservierung: karten@dekadenz.it Tel. +39 0472 836393 (Di.–Fr. 17–19 Uhr)
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20:30 Uhr
hin & über Jütz, das aus der Schweiz und Tirol stammende Ensemble pflegt die Tradition alpiner Volksmusik und öffnet sie zugleich für grenzenlose Improvisation und Freiheit nach außen. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Diverses
Puppentheater 15:30 Uhr
IRGENDWO AUF DER WELT
Musik
Freitag, 8. Februar
Mittwoch, 6. Februar Take it/Nimm’s! Am Anfang war der Apfelbaum. Darstellerin: Eva Sotriffer Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Donnerstag, 7. Februar
20:30 Uhr
Afn Bankl, ein poetisch-musikalischer Lebenslauf Mit Liedermacher Markus „Doggi“ Dorfmann und Schauspielerin Jasmin Mairhofer Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Montag, 11. Februar
Kinderkino
16:30 Uhr
Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer Der junge Yeti Migo findet alles super in seinem Yeti-Dorf. Bis er zufällig einem Menschen begegnet. Forum Brixen
FRÜHJAHRSPROGRAMM Beruf & EDV
Steuererklärung Vordruck 730 Mo. 25.02. | 18–20:30 Uhr Selbstsicheres und souveränes Auftreten Mo. 25.02. | 19–21 Uhr Ihr Smartphone kann viel mehr als Sie denken! Mo. 11.03. | 18–21 Uhr 10-Finger-Tippsystem in 5 Stunden Di. 12.03. | 18:30–20 Uhr | 4 Treffen | Di. & Do.
Fit bleiben mit Gesundheitsturnen Mi. 20.02. | 18:15–19:15 Uhr | 12 Treffen | Vinzentinum Grüne Kosmetik selbst gemacht Di. 26.02. | 18–22 Uhr Vogelsanghof, Plosestraße 108 Schwangerschaftsgymnastik Mo. 11.03. | 17:45–18:45 Uhr | 6 Treffen Fit nach der Schwangerschaft Mi. 13.03. | 10–11 Uhr | 6 Treffen
Mentale Stärke und Gelassenheit Sa. 16.03. | 9–17 Uhr
Eltern-Kind-Turnen Di. 12.03. | 17–18 Uhr | 6 Treffen GS Vahrn, Salernstraße 9
Gesundheit & Bewegung
Hobby & Freizeit
Typgerechte Schminktipps Mo. 18.02. | 19–21 Uhr
Kondition und Stretching Mi. 20.02. | 9–10 Uhr | 8 Treffen Oratorio Don Bosco, Mozartallee 32
Kalte Vorspeisen Di. 19.02. | 18–22 Uhr Jakob-Steiner-Haus, Milland Wohnraum gestalten mit Feng Shui Do. 21.02. & 21.03. | 19:30–22 Uhr
Peter-Mayr-Straße 9 | Tel. 0472 836 424 | brixen@vhs.it | www.vhs.it
Kino
20 Uhr
Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier Der Dokumentarfilm lässt hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und gibt den Verlierern der digitalen Revolution ein Gesicht. Forum Brixen
Samstag, 16. Februar
Kabarett
10 Uhr
Wahnsinns knusprige Beute Die vom TheaterStudio Freitag sind wahnsinnig! Freizeit-Kaberettisten unter der Leitung von Thomas Troi sind dem täglichen Wahnsinn auf der Spur. TPZ, Brixen
Mittwoch, 13. Februar
Musik
20 Uhr
Von Demenz betroffen! Was tun? Referentin Benedikta Fischnaller, in ital. Sprache Bürgerheim Brixen
Samstag, 23. Februar
Musik
19:30 Uhr
Galakonzert Mit der Egerländer Blasmusik Neusiedl am See und dem Oberkrainer-Ensemble Gregorji. Haus Voitsberg, Vahrn
Tilman Lichdi & Klaus Jäckle Eigenwillige Version von Schuberts Liederzyklus „Die Winterreise“ mit Gitarrenbegleitung Forum Brixen Donnerstag, 14. Februar
Montag, 18. Februar
ab 18 Uhr
Kinderkino
Musik
20:30 Uhr
Irgendwo auf der Welt Chanson-Abend mit Verena Plagger und Jutta Gerling-Haist, Klavier: Thomas Frerichs Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
16:30 Uhr
Der kleine Drache Kokosnuss Auf in den Dschungel! Für den kleinen Feuerdrachen Kokosnuss steht ein großes Abenteuer an. Forum Brixen
Kino
20 Uhr
Juliet, Naked Eine Dreiecksgeschichte zwischen einem Singer-Songwriter, der sein Album „Juliet, Naked“ veröffentlicht, einem Fan und dessen Freundin, die die neue Platte kritisiert. Forum Brixen
Kabarett
20 Uhr
Wahnsinns knusprige Beute Die vom TheaterStudio Freitag sind wahnsinnig! Freizeit-Kaberettisten unter der Leitung von Thomas Troi sind dem täglichen Wahnsinn auf der Spur. TPZ, Brixen Freitag, 15. Februar
Kabarett
Dienstag, 19. Februar
20 Uhr
Wahnsinns knusprige Beute Die vom TheaterStudio Freitag sind wahnsinnig! Freizeit-Kaberettisten unter der Leitung von Thomas Troi sind dem täglichen Wahnsinn auf der Spur. TPZ, Brixen
Musik
20:30 Uhr
Irgendwo auf der Welt Chanson-Abend mit Verena Plagger und Jutta Gerling-Haist, Klavier: Thomas Frerichs Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Donnerstag, 28. Februar
Musical
20 Uhr
Verboten ist nix Josef Tauber schrieb diesmal ein Musical und baute legendäre Hits der Ursprung Buam ein. Theaterverein Neustift, Musik: Tamara Gamper, Franz Fischnaller, Andreas Weissteiner und Stefan Rainer. Regie: Norbert Knollseisen. Grundschule, Neustift (Vahrn)
Ausstellungen
Diverses
Repair Café Gemeinsam mit Experten reparieren, was noch zu retten ist! Bar Visavis, Fischzuchtweg
Ursprung Buam ein. Theaterverein Neustift, Musik: Tamara Gamper, Franz Fischnaller, Andreas Weissteiner und Stefan Rainer. Regie: Norbert Knollseisen. Grundschule, Neustift (Vahrn)
18 Uhr
Wahnsinns knusprige Beute Die vom TheaterStudio Freitag sind wahnsinnig! Freizeit-Kaberettisten unter der Leitung von Thomas Troi sind dem täglichen Wahnsinn auf der Spur. TPZ, Brixen
19 Uhr
20:45 Uhr
Night Skishow Brunnenlift, Meransen
Sonntag, 17. Februar
Kabarett
Vortrag
Diverses
Kabarett
20 Uhr
Wahnsinns knusprige Beute Die vom TheaterStudio Freitag sind wahnsinnig! Freizeit-Kaberettisten unter der Leitung von Thomas Troi sind dem täglichen Wahnsinn auf der Spur. TPZ, Brixen Freitag, 22. Februar
Kabarett
20:30 Uhr
Heute Hosea Ratschiller remixt seine bisherigen 20 Jahre als Komiker. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Musical
20 Uhr
Verboten ist nix Josef Tauber schrieb diesmal ein Musical und baute legendäre Hits der Ursprung Buam ein. Theaterverein Neustift, Musik: Tamara Gamper, Franz Fischnaller, Andreas Weissteiner und Stefan Rainer. Regie: Norbert Knollseisen. Grundschule, Neustift (Vahrn)
Kabarett
20:30 Uhr
Heute Hosea Ratschiller remixt seine bisherigen 20 Jahre als Komiker. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Festung Franzensfeste bis 21. April Immer auf Draht Seilbahnen vernetzen Di.–So., 10–16 Uhr
Festung Franzensfeste bis 2. Juni Grenzgänger Di.–So., 10–18 Uhr
Dienstag, 26. Februar
Musical
20 Uhr
Verboten ist nix Josef Tauber schrieb diesmal ein Musical und baute legendäre Hits der
Märkte Bauernmarkt samstags, 8–13 Uhr Hartmannplatz Wochenmarkt montags 7:30–14 Uhr Albuingasse, Hartmannplatz, Trattengasse, Prielplatz Monatsmarkt Di., 5. Februar, Blasiusmarkt 8–13:30 Uhr Schwesternau
Plose Nights bis 8. März Ruhige und mystische Winternacht in den Alpen Jeden Freitag 18–23 Uhr 39
BRIXNER EISKLETTERER: HOCH HINAUS MIT PICKEL UND STEIGEISEN
Freizeit & Sport
Ice, Ice, Baby! I
hre Augen leuchten, wenn sie von ihrem letzten Abenteuer erzählen – und als Abenteuer kann man diese Eiskletterroute im Langental in der Tat bezeichnen! Immerhin gehört die „Zauberflöte“ mit ihrem einzigartigen Panorama zu einer der schönsten, aber auch schwierigsten Routen in den Dolomiten. Den Namen „Zauberflöte“ gab der Tour sein Erstbegeher im Jahr 2004. Nur selten formt sich der Wasserfall richtig gut. Temperaturen und Wetterbedingungen müssen optimal zusammenspielen, um das freihängende Eis sicher zu beklettern. „Man kann sich nie sicher sein, ob man am Ende überhaupt zum Klettern kommt. Zuerst muss die Lage gecheckt
Ordentlich Schmalz. Eisklettern
ist die Königsdiziplin im alpinen Klettern, an die man sich normalerweise erst mit jahrelanger Klettererfahrung wagt. Wenn man aber erstmals seinen Pickel und die Frontzacken in das harte Eis schlägt und sich mit seinen Unterarmen Griff für Griff nach oben zieht, ist es bald um das Kletterherz geschehen: „Das Gefühl beim Eisklettern ist einmalig – aber dafür muss man zuerst seinen inneren Schweinehund überwinden. Neben ordentlich Schmalz braucht es nämlich auch eine gehörige Portion mentale Stärke“, so Hofer. Bei der ersten Seillänge mussten sich die jungen Burschen zunächst vom Fels aus zum Eis
drei Stunden benötigten die Brixner von unten bis oben, wobei sie für das eine oder andere Foto kurz innehielten. „Wir kletterten in einer Dreierseilschaft, was uns etwas langsamer machte – beim Eisklettern üblich ist eigentlich nur eine Zweierseilschaft. Nichtsdestotrotz war die Tour wunderschön, aber auch kräftezehrend – eigentlich genau das, was wir uns von einer tollen Route wünschen“, so Hofer.
„Nicht um jeden Preis!“Florian
Totmoser, Simon Oberbacher, Matthias Eichbichler und René Grünfelder – alles junge Brixner zwischen 20 und 30 Jahren – stimmen sich immer wieder gegenseitig ab, um ein neues Eiskletter-
„Man muss auch umkehren können und eine Tour absagen, wenn man sich nicht dazu bereit fühlt oder die Bedingungen nicht passen“_ Hannes Hofer, Brixner Eiskletterer werden, dann muss man das Eis beobachten: Ist es röhrig, ist es fest oder gar pilzig? Erst vor Ort sieht man die wahre Schwierigkeit der Route, die sich je nach Wettereinfluss von einem Tag auf den anderen verändern kann“, erklärt der Brixner Kletterlehrer Hannes Hofer, der zur Brixner Eiskletterclique gehört. Mit ihm hat sich Andreas Brunner aus Feldthurns und der Brixner Stefan Plank auf den Langental-Wasserfall getraut. Letzterer hat dabei sogar traumhafte Fotos geknipst, um auch die „Brixner“-Leser an diesem Kletterabenteuer teilhaben zu lassen. 40
hinarbeiten, dann – bei der zweiten Seillänge – steigt man direkt ins Eis ein und klettert weiter in die Höhe. Auch zwei gut gebaute Standplätze, bei denen man kleinere Pausen einlegen kann, befinden sich in der Route, die als sehr sicher gilt. Die dritte Seillänge hatte es dann heuer aber in sich: „Da gab es kein Umkehren mehr, und das Eis war leider nicht ganz perfekt. Wenn man dann einsteigt, muss man durchziehen – bis zum Schluss“, so Plank, der ebenso Nervenstärke bewies wie seine Kollegen. Die Route gestaltete sich schwieriger als erwartet: Knapp
Abenteuer zu wagen. Die Brixner Eisclique hält sich dabei aber an die Regeln, die sie entweder von erfahrenen Kletterern oder bei einem Eiskletterkurs gelernt haben: „Man muss auch umkehren können und eine Tour absagen, wenn man sich nicht fühlt oder die Bedingungen nicht passen“, so Hofer. Eine Grundregel der Eiskletterer lautet, nicht in eine Route einzusteigen, wenn zwei Seilschaften schon im Eis hängen – „da muss man vernünftig sein, es nutzt nix!“ Das Eis knirscht und knackst andauernd, während man auf ihm herumklettert – ein Geräusch, an
Foto: Plank Stefan
Das Zeitfenster ist mit drei Monaten pro Jahr relativ eng, die Möglichkeiten zum Eisklettern in Südtirol sind von Dezember bis Februar aber unzählige: Die Brixner Eiskletterer nutzen jede freie Minute, um ihrem Winterhobby nachzukommen und mit Pickel und Steigeisen über gefrorene Wasserfälle in die Höhe zu klettern. Vor kurzem erklommen sie die „Zauberflöte“ im Langental …
DIE „ZAUBERFLÖTE“ IM LANGENTAL: Eine der schönsten, aber auch schwierigsten Eiskletterrouten in den Dolomiten
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Freizeit & Sport
das man sich erst gewöhnen muss. „Das Eis ‚arbeitet‘ eben, was aber generell keine Gefahr darstellt. Gefährlich wird es erst, sobald man mit einer weiteren Seilschaft im Eis hängt, die oberen Kletterer durch die Pickelschläge unabsichtlich Eisteile herausklopfen und die Brocken in die Tiefe fallen“, sagt Totmoser. Plank pflichtet ihm bei: „Wir haben zwar alle einen Helm auf, aber doch muss man dauernd auf der Hut sein, um nichts abzubekommen.“ Was für einen Laien teilweise lebensgefährlich aussieht, ist es laut den Kletterexperten nicht – denn jeder ist selber seines Glückes Schmied. „Wenn man sicher unterwegs sein will, dann ist man das auch“, erklärt Hofer. Die Schwierigkeiten hängen stark mit dem Eiszustand zusammen: Je dünner und brüchiger das Eis, umso gefährlicher ist es. Was das Eisklettern im Gegensatz zum Alpinen Klettern einfacher macht, ist die Tatsache, dass immer und überall Schrauben in das Eis gedreht werden können und somit eine Sicherung steht. Im Fels kann man die Sicherungen nur dann anbringen, wenn es der Fels durch Rinnen oder
Klüfte auch zulässt. „Wenn eine Eisschraube richtig gesetzt wurde und das Eis im guten Zustand ist, dann könnte man sogar ein Auto an diese Sicherung hängen – das Eis ist total stabil“, ist Plank überzeugt. Nichtsdestotrotz halten sich die jungen Wilden an die Regel, von den Fehlern anderer zu lernen und nicht von den eigenen.
Aller Anfang ist schwer.Wie
die Brixner zum Eisklettern gekommen sind, ist schnell erklärt: Klettern ist derzeit in. Bereits vor einigen Jahren haben die Jungs ihre ersten Erfahrungen im Felsklettern in der Mahr gemacht. „Wie fast alle Brixner, sind auch wir dort die ersten Routen gestiegen und haben uns dann langsam an schwierigere Felsen gewagt“, so Hofer. Die ersten Eistouren wurden sodann im Reintal geklettert, dort gibt es nämlich besonders geeignete Touren für Anfänger. Irgendwann wagten sich die Sportler an immer schwierigere Touren, zuerst im Nach- und dann im Vorstieg. „Das Tolle am Klettern ist, dass man es das ganze Jahr über ausüben kann: Im Winter kann man eisklettern, in den Übergangszeiten weichen
ÖBPB “Zum Heiligen Geist „ APSP “Santo Spirito
„
Wir sind ein öffentlicher Betrieb im Bereich der Seniorenbetreuung in Brixen und Klausen und suchen mittels Auswahlverfahren die/den
DIREKTORIN / DIREKTOR
Vollzeit – Auftrag für 5 Jahre – verlängerbar Zugangsvoraussetzungen: • Besitz eines Hochschuldiploms ersten oder zweiten Grades • Zweisprachigkeitsnachweis gemäß DPR. Nr. 752 vom 26.07.1976, Grad A, Europäisches Niveau C1. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Ausschreibungstext des Auswahlverfahrens, veröffentlicht unter www.altersheim-brixen.it, oder erteilen wir Ihnen gerne auch telefonisch unter der Rufnummer 0472 255011. Abgabefrist für das Ansuchen: 4. März 2019 – 12:00 Uhr mittels schriftlicher Bewerbung, die Sie an personal@altersheim-brixen.it senden oder persönlich im Personalbüro des ÖBPB „ Zum Heiligen Geist“, Brixen – Mozartallee 28, abgeben können.
wir in wärmere Gebiete aus, wie beispielsweise nach Arco, oder wir wagen uns an die Nordwände. Im Sommer gibt es dann ohnehin unzählige Möglichkeiten“, erklärt Hofer. Hauptberuflich ist er als Kletterlehrer in der Brixner Kletterhalle „Vertikale“ tätig. Die körperlichen Voraussetzungen sollten bei den wagemutigen Exkursionen aber auch stimmen: Ein Eiskletterer braucht neben der besagten mentalen Stärke auch Kraft – in den Unterschenkeln und Griffkraft in den Unterarmen, um die beiden Pickel gut halten zu können. An technischer Ausrüstung müssen gute Bergschuhe, die voll steigeisenfest sind, mit in den Rucksack – so wie auch wasserdichte Kleidung, zwei Pickel, Steigeisen, Gurt, Seil, Eisschrauben und ein Helm. Wichtig aber sind auch das Wissen und die Information über die Route und das Gelände, das man besteigen will: „Objektive Gefahren lauern überall – man sollte sich also schon mit dem Eisklettern auseinandersetzen, bevor man seinen ersten Pickelschlag tut“, erklärt Hofer. In welchen Winkel muss man Eisschrauben setzen? Wie waren die Temperaturen in den letzten Tagen? Gab es Fön? Dieser gilt als Gift für die Stabilität von Eis. War es extrem kalt, sodass Spannungen im Eis entstehen konnten? Ist die Route der Sonne ausgesetzt? Es gibt sehr viele Faktoren, die beim Eisklettern berücksichtigt werden müssen,
vor allem eben die Temperaturen, die im Idealfall zwischen -6 bis +2 Grad sein sollen. Die Kletterer informieren sich über die Routen in den sozialen Medien oder in Foren, in denen die Eisklettercommunity tagtäglich Bericht über die absolvierten Routen erstattet. Als besonders wichtige Gabe eines Eiskletterers nennt Plank, der ebenso als Kletterlehrer tätig ist, die richtige Selbsteinschätzung: „Ich muss wissen, ob ich den Grad
Tel. 0472 836 173 www.peer.it
Für den Adrenalinkick muss beides stimmen: Herausforderung und Spaß
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der Route beherrsche oder nicht. Wenn ich mich überschätze, habe ich ein Problem.“ Deshalb gelte: Lieber einmal zu viel umdrehen als einmal zu wenig. Gemessen werden die Routen nach der „WI“, der „Water & Ice“-Skala, die von eins bis sieben reicht, wobei sieben die größte Schwierigkeit darstellt.
Idealer Ausgangspunkt. Als eine
Fotos: Plank Stefan
schwierige sechs in der WI-Skala
zeigte sich die „Zauberflöte“ im Langental. Der Wasserfall ist allerdings nicht die erste Tour der drei Kletterer im heurigen Winter. „Je nach Temperaturen, fangen wir im Dezember mit dem Eisklettern an und machen dann bis Februar an die zehn Touren insgesamt – meist am Wochenende“, erklärt Plank. Brixen sei dabei ein idealer Ausgangspunkt: In ein bis zwei Stunden erreicht man wunderbare Wasserfälle. In Mittewald beispielsweise, im Tinnetal oder auf dem Würzjoch gebe es gute Klettermöglichkeiten. Die Linien, die die Brixner Eiskletterclique wählt, sollen eine Kombination aus Herausforderung und Spaß sein, „erst dann ist eine Eisklettertour ein wahrer Adrenalinkick“, erzählt Hofer, der sich auch als erfahrener Kletterer immer wieder erneut überwinden muss. „Man hängt zig Meter über dem Boden in einem Eisblock fest – das ist immer wieder eine enorme Herausforderung, mit oder ohne Erfahrung.“ „Von der Technik her sind das Eis- und Felsklettern zwei komplett verschiedene Sportarten“, sagt Hofer abschließend. „Aber vom Gefühl her sind sie beide extrem intensiv, fordernd und einzigartig – und sie geben einem ein immenses Gefühl der Freiheit, wie es kaum ein anderer Sport tut.“
evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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INTERVIEW
Freizeit & Sport
„Der Vereinsgedanke steht im Vordergrund“ Herr Wachtler, nach etwas mehr als drei Jahren geben Sie nun das Zepter des WSV aus der Hand. Was hat sie zu diesem Schritt bewogen? SIGURTH WACHTLER: Das ist keine Kurzschlussreaktion, sondern es war von vorneherein so geplant. Ich habe 2015 das Amt ad hoc übernommen, als Helmuth Kerer verstarb, obwohl ich damals im WSV gar nicht tätig war – meine Amtszeit als Sektionsleiter Ski hatte ich im Jahr 2006 beendet, nach neun Jahren. Als ich vor drei Jahren gefragt wurde, ob ich das Präsidentenamt übernehmen möchte, willigte ich ein – dazu fühlte ich mich dem Verein sowie auch Helmuth Kerer gegenüber verpflichtet. Mit mir zog Christine Öhler Peintner als Vizepräsidentin in den Vorstand ein; wir hatten bereits in der Sektion Ski gut zusammengearbeitet. Wir treten beide nun kürzer, werden dem Verein aber weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Sie haben damals einen Verein übernommen, der in den vierzig Jahren zuvor von ein und demselben Präsidenten, nämlich Helmuth Kerer, geführt wurde. War es schwierig, in seine Fußstapfen zu treten? Sigurth Wachtler: Helmuth Kerer hat wahnsinnig viel Engagement und Motivation in den Verein gesteckt; der WSV war viel mehr für ihn als nur eine ehrenamtliche Tätigkeit – er war seine Leidenschaft. Man kann nicht in Kerers Fußstapfen treten – und das wollte ich auch nicht. Ich habe den Verein gemeinsam mit der Vizepräsidentin Christine Öhler Peintner ganz nach unseren Ideen und Erfahrungen geleitet. Helmuth 44
Fotos: Oskar Zingerle
Nach nur einer Amtsperiode tritt SIGURTH WACHTLER als Präsident des Wintersportvereins Brixen (WSV) zurück. Sein Erbe tritt nun der Brixner Unternehmer STEFAN BARBIERI an. Im Interview mit den beiden geht es um Vergangenheit und Zukunft des Traditionsvereins, der 2018 seinen siebzigsten Geburtstag feierte.
Stefan Barbieri: „Ich war mir schnell sicher, dass ich das Amt annehmen will“ hatte damals sehr viel auf seine Person konzentriert, was ich aus zeitlichen Gründen nicht schaffen konnte. Deshalb haben wir gleich zu Beginn der Amtsperiode mehr Struktur in den Verein gebracht, indem ein Hauptverein gegründet wurde, der aus Präsidenten, Vizepräsidentin, den drei Sektionsleitern der drei Sektionen Ski, Eisstock und Eiskunstlauf sowie einem kooptierten Mitglied besteht. Dieser Vorstand kam in den letzten Jahren kontinuierlich zusammen, um über die Geschicke des Vereins gemeinsam zu diskutieren. Dabei ging es vor allem um die Werte des Vereins, die Kommunikation nach außen sowie um bürokratische Angelegenheiten.
–
Sigurth Wachtler: „Es war immer nur eine Amtsperiode geplant“
Auf welche Meilensteine, die Sie in Ihrer Amtsperiode aufgebaut haben, blicken Sie nun zurück? Sigurth Wachtler: Fast alle Ziele, die wir uns gesetzt hatten, konnten wir auch umsetzen; die komplette Digitalisierung der Organisation, des Mitgliederwesens und der allgemeinen Abwicklung ist allerdings noch offen. Stolz bin ich definitiv auf die gute und enge Zusammenarbeit zwischen den drei Sektionen sowie auf die gemeinsame Organisation des ‚Stadtlrennens‘ von WSV und Fana – das war mir eine Herzensangelegenheit. Gut gelungen sind auch der Stand auf dem Altstadtfest, der erstmals von allen drei Sekti-
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onen gemeinsam geführt wurde, und die 70-Jahr-Feier des WSV im Winter 2018. Immer im Blick hatte ich bei meinen Entscheidungen den Grundgedanken des Vereins: Wir wollen Kinder für den Sport begeistern. Es geht nämlich insbesondere im Wintersport nicht nur um die Leistung, sondern vor allem um den Spaß an der Bewegung im Freien. Wann haben Sie sich auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht – und wie schwierig gestaltete sich diese? Sigurth Wachtler: Als erstes klopfte ich bei der Familie Kerer nochmals an, um nachzufragen, ob
Foto: Ingrid Heiss
ein Familienmitglied Interesse hätte, den Vorstand des Vereins zu übernehmen; dies war aber nicht der Fall. Danach habe ich mich bei den Sektionsleitern umgehört und in den Sektionsvorständen nachgefragt. Fündig wurde ich dann schlussendlich per Zufall, als ich hörte, dass der ehemalige Sektionsleiter Eiskunstlauf, Stefan Barbieri, von Meran wieder nach Brixen umzieht. Er hat dann effektiv zugesagt, die Geschicke des Vereins zu übernehmen. Gesagt
In der Sektion Eiskunstlauf gilt wie in den beiden anderen Wintersportsektionen Ski und Eisstock: Spaß an der Bewegung steht vor Leistung die anderen Sektionen besser kennenzulernen. Auch über die Geschichte des Vereins weiß ich noch zu wenig. Ich war einige Jahre lang Leiter der Sektion Eiskunstlauf in Brixen, bevor meine Familie nach Meran umzog, weil meine Tochter eine talentierte Eiskunstläuferin war und dort beste Trainingsmöglichkeiten vorfand. Vor kurzem sind wir wieder nach Brixen gezogen. Helmuth Kerer hatte mir damals als Präsident aufgezeigt, welche
Wie haben Sie auf die Frage reagiert, ob Sie die Präsidentschaft übernehmen würden? Stefan Barbieri: Ich war mir relativ schnell sicher, dass ich das Amt annehmen möchte. Bereits bei der 70-Jahr-Feier im Jahr 2017 war ich sehr gerührt über die Erzählungen aus alten Zeiten und über das Herzblut, das einige in den Verein stecken. Damals war ich bereits glücklich darüber, als Sektionsleiter einen Beitrag zum
„Es war mir sehr wichtig, dass der neue Präsident diese Aufgabe aus Überzeugung übernimmt und mit ganzem Herzen bei der Sache ist“_ Sigurth Wachtler, Präsident WSV von 2015 bis 2018 sein soll an dieser Stelle auch, dass ich nicht übergeben hätte, wenn ich nicht die in meinen Augen ideale Person gefunden hätte – dann hätte ich noch eine Periode angehängt. Es war mir sehr wichtig, dass der neue Präsident diese Aufgabe aus Überzeugung übernimmt, mit ganzem Herzen bei der Sache ist und den Vereinsgedanken weiterführt. In Stefan habe ich diese Person gefunden. Herr Barbieri, im November 2018 wurden Sie bei der Vollversammlung zum neuen Präsidenten gewählt. Wie möchten Sie den Verein in die Zukunft führen? STEFAN BARBIERI: Ich komme ja aus dem Bereich Eiskunstlauf und möchte mir nun zunächst in erster Linie die Zeit nehmen,
Möglichkeiten man im WSV hat, wie man eine Sektion aufbauen und viele Kinder für einen Sport begeistern kann. Er war für mich definitiv ein Vorbild. Er öffnete mir durch seine Offenheit für Neues viele Türen und ließ mir komplett freie Hand – das möchte ich als Präsident nun auch tun. Sigurth Wachtler hat in den letzten Jahren gute Vorarbeit geleistet, den Verein strukturiert und auf ein gutes Niveau gebracht – davon kann ich nun profitieren. In den letzten Jahren habe ich in Meran viel Erfahrung mit der Organisation von Wettbewerben und Eiskunstlaufshows sammeln dürfen, die mir jetzt mit Sicherheit zugutekommt. Ich teile mit meinen Vorgängern den Vereinsgedanken und die Seele des Vereins, die mit dem Präsidenten auflebt.
Erfolg dieses Traditionsvereins leisten zu dürfen. Somit fiel mir die Entscheidung nicht schwer, wiederum Teil davon zu sein. Der Wintersport ist in einem Alpenland wie Südtirol einfach stark verwurzelt. Die Brixner identifizieren sich mit der Plose, und sehr viele haben großes Interesse am Wintersport. Ein Verein wie der WSV ist eine Institution in Brixen, und das soll sie auch bleiben. Wichtig war mir, dass mir als Vizepräsident jemand aus dem Bereich Ski zur Seite steht. Mit Joachim Mayrhofer, der bereits seit Jahren in der Sektion Ski mitarbeitet, wurde diese Person auch gefunden. Haben Sie bereits konkrete Pläne, die Sie zeitnah umsetzen möchten? Stefan Barbieri: Es gibt mehrere Ziele, die aber allesamt etwas Zeit
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benötigen. Wir wollen als Hauptverein den Sektionen Rückhalt geben, ohne sie in ihrer Arbeit einzuschränken. Wir müssen uns im Hinterkopf behalten, dass alle drei Sektionen gemeinsam den WSV bilden, der als Ganzes gesehen werden muss. Diese Sektionen gilt es, weiter zu stärken, Projekte wie die Weihnachtsshow im Eiskunstlauf weiterzuentwickeln, das ‚Stadtlrennen‘ in dieser Form unbedingt beizubehalten, jüngere Athleten zum Stocksport zu animieren. Aber auch die Digitalisierung, die Sigi vorhin angesprochen hat, muss konkret angegangen werden. Wichtig ist auch die Kommunikation nach außen, die gestärkt werden muss: Social-Media-Kanäle müssen stärker gefüttert werden, gutes Bildmaterial soll aufzeigen, welche Arbeit der Verein leistet – hier braucht es ein Gesamtkonzept. Der Verein arbeitet gut, das kriegen aber noch zu wenige mit. Diese Thematiken werden wir nun Schritt für Schritt angehen. Es kommt eine herausfordernde, aber auch spannende Arbeit auf uns zu, auf die ich mich sehr freue. evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
info Der Vorstand des WSV Präsident: Stefan Barbieri Vizepräsident: Joachim Mayrhofer Vorstandsmitglieder: Wolfgang Meraner (Sektionsleiter Ski), Raimund Prantner (Sektionsleiter Eisstock), Katja Lechner (Sektionsleiterin Eiskunstlauf) 45
Freizeit & Sport
HANDBALL
Niederwieser ist jetzt ready z Kurz nachdem der Wechsel vom Thüringer HC zu den TUS Metzingen im Sommer 2018 bekannt wurde, verletzte sich die Brixner Handballerin Anika Niederwieser im Juni mit der Nationalmannschaft am Kreuzband. Ihr Debüt bei den sogenannten „Tussies Metzingen“ ließ somit länger auf sich warten als geplant. Nun ist es soweit: In wenigen Wochen kehrt
die 26-Jährige in die Deutsche Bundesliga zurück. „Ich darf nun endlich mit dem Hallentraining beginnen, zunächst aber noch ohne Körperkontakt. Die Monate nach der OP waren schmerzhaft, jetzt bin ich aber wieder fit“, sagt die linke Rückraumspielerin, die die Spiele ihrer Kolleginnen nur von der Tribüne aus verfolgen konnte. Bald kann die italienische Natio-
nalspielerin wieder auf Torjagd gehen und der Mannschaft, die in der heurigen Saison sogar um den Titel mitspielt, unter die Arme greifen. Einen Bundesliga-Titel hat Anika bereits in der Tasche: Sie holte ihn sich 2018 mit dem Thüringer HC. eh
F&S Freizeit & Sport BERGSPORT
Berge erleben z „150 Jahre Alpenverein in Südtirol bedeuten 150 Jahre ehrenamtlicher Einsatz für die Belange der Bergsteiger, der Natur und Umwelt, für Jugend und Familien und für unsere Heimat.“ Mit diesen Worten wendete sich der Präsident des AVS, Georg Simeoni, in der fünften Ausgabe 2018 des Magazins „Bergeerleben“ an die Mitglieder, deren Anzahl mittlerweile die 70.000 überschritten hat. Damit zählt der AVS zu den zahlenmäßig stärksten Vereinen Südtirols. Die kontinuierlich steigenden Zahlen würden zeigen, dass attraktive Vereinsarbeit betrieben worden sei und von
kurz
notiert
46
Jung und Alt geschätzt werde. Im Laufe des Festjahres wird es eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen geben: Radiosendungen, die Komposition des Alpenvereinsmarsches, ein Film und eine Dokumentarausstellung in Bozen und Toblach. Höhepunkt wird die große Jubiläumsgala am 15. Juni in Toblach sein. Dazu gibt es das bereits im Dezember erschienene Jubiläumsbuch, in dem namhafte Autoren die Leser durch die Geschichte des Vereins führen und Pioniere der Zeit aufleben lassen – wie zum Beispiel Johann Santner und Theodor Christomannos. jb
Knapp hundert Teilnehmer bezwangen bei der heurigen Plose Skiuphill-Night die Trametsch von unten nach oben. Auf der wetterbedingt verkürzten Strecke siegte Gerhard Kerschbaumer aus Verdings in 37:53.42 Minuten; die Schnellste war Corinna Ghirardi vom Adamello-Skiteam in 44:36.27 Minuten.
Erstmals seit vielen Jahren bot der Wintersportverein Brixen heuer wieder Skikurse für Anfänger an. Der Verein möchte damit seinen Beitrag für die Stadt Brixen und der Plose leisten. Abgewickelt wurden die Kurse von Skilehrern der Skischule Plose, wobei auch ein Probetraining mit Torstangen absolviert wurde.
Die zweite Station des Südtirolcups entschied die Sportrodlerin Theresa Hilpold für sich. Die Rennbahn in Olang war der Pfeffersbergerin wie auf den Leib geschneidert; sie setzte sich bei prekärer Schneelage überlegen gegenüber der Konkurrenz durch.
NACHGEFRAGT
„Jetzt zählen die Medaillen“ Wie läuft die Saisonvorbereitung bei Ihnen ab? Gibt es eine bestimmte Routine? Normalerweise beginne ich Mitte April mit dem Trockentraining, da steht vor allem sehr viel Krafttraining auf dem Programm. Zusammen mit der Nationalmannschaft bin ich meist in Meransen, dreimal in der Woche sind wir aber auch in Brixen in der Eishalle zum Starttraining. Während der Saison habe ich vor den einzelnen Rennen keine bestimmte Routine, außer, dass ich mich auf das Rennen konzentriere und die schwierigen Stellen von der Bahn mehrmals in meinem Kopf abspiele. Und dann gehe ich ins Rennen.
Herr Fischnaller, wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Saison? Es geht wieder bergauf! Beim Saisonauftakt in Igls konnte ich mit einem zweiten Platz direkt sehr gut in die Saison starten, aber danach kam ich bei den folgenden Rennen in den USA und Kanada nie über den siebten Platz hinaus. Auch wenn ich immer in den Top Ten war, hat mich das nicht vollkommen zufriedengestellt. Der zweite Platz in Königssee Anfang Januar brachte mich nun endlich wieder zurück aufs Podium, und ich konnte erfolgreich ins neue Jahr starten.
Was sind Ihre Ziele für den Rest der Saison? Ich will an dem letzten Erfolg anknüpfen und natürlich weiterhin gute Ergebnisse einfahren. Sofern ich dabei immer im Bereich der ersten sechs Platzierungen bin, bin ich schon zufrieden. Außerdem freue ich mich auf die Weltmeisterschaften, die ab 27. Jänner in Winterberg stattfinden werden. In dem Fall zählen natürlich nur die Medaillen, welche nur für die Plätze eins bis drei vergeben werden. Wenn ich da den Sprung auf das Podium schaffen würde, wäre ich sehr glücklich!
Foto: Oskar Zingerle
DOMINIK FISCHNALLER, Rennrodler aus Meransen, über seinen Erfolg in Königssee, welche Rolle Brixen bei der Vorbereitung spielt – und über die bevorstehende Weltmeisterschaft in Winterberg.
anina.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
RODELSPORT
z Alle Hände voll zu tun hat derzeit das 22 Personen starke Organisationskomitee rund um den Präsidenten des AVS Latzfons, Sepp Oberrauch, der dem Verein seit bald dreißig Jahren vorsteht. Vom 1. bis 3. Februar werden in Latzfons nämlich die 22. FIL-Weltmeisterschaften im Rennrodeln auf der Naturbahn ausgetragen, bei denen sich die besten Rennrodler der Welt auf den mit großem Arbeitsaufwand errichteten „Lahnwiesenbahnen“ messen werden. An die hundert Athleten aus 25 Nationen werden daran teilnehmen. Bereits 2005 wurde in Latzfons das erste Weltcuprennen ausgetragen; es folgten drei weitere. Voller Stolz berichtet Oberrauch vom Bestzustand der Rennpiste und vom aufgestellten Festzelt mit zwei großen Leinwänden. Zudem lobt er die hervorragende Arbeit des Organisationskomitees. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Feldthurns wird das Rahmenprogramm samt Feuerwerk und Siegerehrungen mit After-RaceParty im Castaneum in Feldthurns stattfinden. Von dort werden die Zuschauer mit Kleinbussen bis
Fotos: Gruber
Weltmeisterschaften in Latzfons
ins Zielgelände gebracht. „Die Rennen sollen viel Freude und Begeisterung wecken, vor allem bei Schülern, die wir im Vorfeld
mit unseren erfolgreichen Rodlern Alexandra Pfattner und Alex Gruber besucht haben. Wer weiß, vielleicht entdeckt dabei jemand sein Talent
und seinen zukünftigen Sport?“ – das würde sich Sepp Oberrauch jedenfalls wünschen. jb 47
Wirtschaft & Umwelt
RUINE SALERN - DAS VAHRNER WAHRZEICHEN
Spannend wie ein Krimi Die Ruine Salern, das Wahrzeichen von Vahrn, soll vor weiterem Verfall bewahrt und gesichert werden; die Gemeinde will das Burgareal für dorf relevante Veranstaltungen nutzen. Im Zuge der im Spätsommer begonnenen Grabungsarbeiten ist Mauerwerk zu Tage befördert worden, das definitiv belegt: Jede bisherige Ansicht der Burg Salern basiert auf reine Phantasie.
E
s war im fernen Mittelalter. Bischof Bruno von Kirchberg lag mit den Grafen von Voitsberg im Clinch und ließ deren Burg, die in Salern stand, zerstören. An derselben Stelle veranlasste der Bischof sodann im Jahr 1277 die Errichtung einer neuen Burg, die Burg Salern – nicht etwa, um sich eine Bleibe zu schaffen. Burgen besaß der Bischof mehrere, eine sogar in Slowenien. Seine Residenz hatte Bischof Bruno in der Brixner Hofburg, und in Bruneck ließ er mit dem Schloss Bruneck seine Sommerresidenz erbauen. Von Anfang an wurde die Burg Salern als reiner Verwaltungssitz genutzt, in dem sich der Bischof nur selten aufhielt.
authentische Abbildung überliefert ist, weiß heute im Grunde keiner, wie die Burg tatsächlich ausgesehen hat. „Ich habe bis heute noch keine einzige Abbildung der Burg Salern gesehen, die auch nur annähernd der Bauweise entspricht, wie wir sie jetzt unter der Erde bei den Grabungsarbeiten vorgefunden haben“, verrät Bauhistoriker Martin Mittermair, „es gibt eigentlich nur Zeichnungen und Skizzen mit einer symbolischen Burg Salern, die eben bis zu einem gewissen Punkt der Phantasie entstammen.“ Mittermairs Aufgabe bei den Stabilisierungsarbeiten der Ruine Salern ist es, „herauszufinden, wie die Burg ursprünglich ausgesehen hat und wie sie im Laufe der Zeit
den die Gemeinde Vahrn mit der Bauleitung der Grabungsarbeiten beauftragt hat. Keine planerischen oder gestalterischen Maßnahmen sollen erfolgen, sondern es gehe ausschließlich darum, an der Ruine Wissen zu akquirieren, zu erfahren, wie die Anlage früher wirklich war, welche Räume es gegeben hat und wie sie angeordnet waren. Dieses Wissen gelte es über Archäologen und Gebäudekundler auszuwerten. Die Grabungsarbeiten wurden vom Vahrner Gemeinderat Alexander Tauber (SVP) initiiert: „Das Vorhaben ist vor etwa fünf Jahren geboren, als ich im Gemeinderat das Thema Ruine Salern aufgebracht hatte. Die
„Sämtliche Skizzen und Bilder, die wir bisher von der Burg Salern kennen, stimmen nicht mit der tatsächlichen Bauweise überein“_ Martin Mittermair, Bauhistoriker Nach seinem Tode blieb die Burg im Besitz des Klerus, wurde später säkularisiert und allmählich dem Verfall preisgegeben. Das ist mehr oder weniger alles, was man heute von der Geschichte der Burg Salern weiß. Und noch weniger weiß man über deren Bauweise, auch wenn die Burg, inzwischen als Ruine, über Vahrn thronend längst zum Wahrzeichen der Gemeinde mutiert ist. Da aus der Zeit vor Einsatz des Burgverfalls, der seit dem 17. Jahrhundert fortschreitet, keine 48
baulich verändert wurde“. Was Mittermair inzwischen aber vermutet, ist, „dass noch viel Neues zum Vorschein kommen wird, was bislang nicht bekannt war.“
Zu den Anfängen. Seit dem Spätsommer wird gegraben rund um die Ruine Salern. Die Baustelle scheint sogar immer größere Ausmaße anzunehmen. „Es wird keine bauliche Ergänzung gemacht. Was wir auffinden, wird lediglich gesichert und stabilisiert“, erläutert Architekt Stephan Dellago,
Ruine ist das Wahrzeichen von Vahrn und im Logo der Gemeinde enthalten, weshalb es sinnvoll ist, diesen im Laufe der Zeit verwahrlosten Ort herzurichten, um ihn für dörflich relevante Veranstaltungen zu nutzen.“ Das Ansinnen sei auf Beifall gestoßen. Daraufhin sei die „Arbeitsgruppe Burg Salern“ eingesetzt worden, der Kontakt mit den Grundeigentümern wurde aufgenommen. Im Zuge der Säkularisierung sind Burg wie Grund nämlich in Privatbesitz gelangt. „Die Ru-
ine ist zwar denkmalgeschützt, gehört aber Helmuth Riegler vom Gartnerhof; der Grund um die Ruine ist Eigentum von Thomas Stolz vom Gschlösslerhof.“ Die Grundeigentümer waren sofort bereit, das Areal samt Ruine der Gemeinde zur Nutzung zu vermieten. 2016 wurden die Mietverträge auf 20 Jahre unterschrieben, verlängerbar auf 25 Jahre.
DIE BURGANLAGE AUS DEM 13. JAHRHUNDERT: Vom Bergfried steht heute nur mehr die nördliche Hälfte, die südliche stürzte ein und hat viele Meter Bauschutt verursacht
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Langer und komplexer Prozess. in einen Veranstaltungsort mit Zunächst verfolgte man die Idee, das Burgareal für dorfrelevante Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Weinverkostungen zu nutzen. Dieses Vorhaben ist schnell ausgebremst worden. „Die damalige Direktorin des Denkmalamtes, Waltraud Kofler Engl, sprach von einem historischen Ort, der vollends ungeeignet sei,
entsprechenden Infrastrukturen umfunktioniert zu werden“, erinnert sich Tauber. Man habe sich auf einen Kompromiss geeinigt: „Wir beginnen mit den Ab- und Ausgrabungsarbeiten und entfernen den Bauschutt. Sobald wir wissen, was alles zum Vorschein kommt, folgen die nächsten Entscheidungen.“
Die Bauarbeiten wurden sodann öffentlich ausgeschrieben und an die Firma Gläserer vergeben. „Die Gemeinde gibt bei diesem Projekt zurzeit 200.000 Euro aus, wovon die Bauarbeiten etwa 180.000 Euro verschlingen“, erklärt Tauber. Der Vahrner Architekt Stephan Dellago wurde mit der Bauleitung beauftragt. Auf Anraten des Denkmalamtes habe man von
Anfang an einen Bauhistoriker, der auf mittelalterliche Gebäude spezialisiert ist, ins Boot geholt. „Martin Mittermair hilft uns, die Funde zu deuten. Finden wir Mauerreste, sagt einem Laien das relativ wenig. Mittermair hingegen kann sie interpretieren und definiert sie bauhistorisch“, erklärt Tauber. Auch Archäologen sind von Anfang an dabei, da die Gra49
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bungsarbeiten auch in den Zuständigkeitsbereich des Amtes für Bodendenkmäler fallen. „Alles, was im Erdreich passiert, ist Hoheitsgebiet des Amtes für Bodendenkmäler, in dessen Auftrag der Archäologe arbeitet. Unser Bauhistoriker ist spezialisiert auf mittelalterliche Baustrukturen; er interpretiert das Mauerwerk, das wir auffinden, und leitet daraus ab, wie die Raumgeometrie war und welche Nutzung die Räume hatten“, erklärt Architekt Dellago, der sich selbst als Schnittstelle zwischen Baufirma und Gemeinde bezeichnet: „Diese Dreierkonstellation ist eine sehr spannende Geschichte und eine interessante Teamarbeit.“
Meterhoher Bauschutt. Vom
Bergfried, dem Vahrner Wahrzeichen, steht heute nur mehr die nördliche Hälfte; die südliche ist seinerzeit in den Hof gestürzt, hat mit den umstehenden Gebäuden etwa drei Meter und mehr an Bauschutt verursacht, der bis heute dort liegt. Mittermair weiß, dass „die wertvolleren Bauteile, wie schöne Werksteine, von den Dorfbewohnern laufend abtransportiert worden sind, um sie zum Bau von anderen Gebäuden zu verwenden“. Seit zwei Jahren begleitet Mittermair die Ausräumarbeiten; er ist jede Woche vor Ort. „Solche Ausgrabungen sind immer spannend. Man hat gewisse Ideen, aber was am Ende zum Vorschein kommt, kann durchaus überraschen.“
Wie ein Krimi. Die Ausgrabungs-
arbeiten an der Ruine seien vergleichbar mit einem Krimi, in dem man versuche, Puzzleteile zu sammeln, um diese dann zu einem Ganzen zusammenzufü-
Im südlichen Abschnitt mit freiem Blick auf den Brixner Talkessel sollen sich die bischöflichen Wohnräume befunden haben
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Die Existenz eines Kachelofens belegen die roten Backsteine
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Wirtschaftsgebäuden, die an der Ringmauer angebaut waren. „Alles tritt nach und nach zu Tage, und alles ist ungemein spannend. Ein Laie sieht einen Steinhaufen, ein Experte hingegen kann das Mauerwerk interpretieren. Das ist kein Mysterium, sondern jahrzehntelanges Arbeiten und Sammeln von Erfahrungen.“
Mauerstrukturen auch zeitliche Einordnungen vornehmen kann. So erzählt er von Mauerstrukturen aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, die in der südlich an den Turm angrenzenden Hoffläche zum Vorschein gekommen sind. Hier dürfte es sich um Teile eines an die westliche Ringmauer angebauten Gebäudes aus dem 13.
„Es ist im Interesse der Gemeinde, dieses Burgareal in irgendeiner Form öffentlich zu nutzen“_ Alexander Tauber, Gemeinderat Vahrn gen, gesteht Mittermair. „Und dann benötigt man eine bestimmte Vorstellungskraft, um überhaupt zu erkennen, was man sucht.“ Das Vorhandensein von gewissen Strukturen habe man bereits an der Oberfläche ablesen können. Wissen konnte man aber nicht, was unter der Erdoberfläche zum Vorschein kommen würde, wie etwa die Innenverbauung mit dem Wohntrakt, den Palas und mehreren 50
Was man bisher weiß. Die Bur-
ganlage aus dem 13. Jahrhundert bestand aus dem am höchsten Punkt des Burghügels stehenden und sichtbaren Bergfried, der umlaufenden Ringmauer und einem in der Südostecke des Areals eingestellten Wohntrakt, dem sogenannten Palas. „Bislang ist das bis zu vier Meter hoch eingefüllte unterste Geschoss des Bergfrieds vom Bauschutt befreit“, berichtet Mittermair, der anhand der
Jahrhundert handeln. Die Böden der darin untergebrachten Räume sind dem Gefälle des Burghügels angepasst und folglich höhenversetzt. Der langgestreckte, wohl noch dem 14. Jahrhundert zuweisbare südliche Raum ist glatt verputzt und zeigt Ansätze zu einem in Ziegel gemauerten Stichkappengewölbe. An die Nordfassade dieses ersten Bauteils wurde im 15. Jahrhundert ein annähernd quadratischer Raum
angebaut, der mit Mörtelboden, Sitznische und möglicherweise einem Kachelofen ausgestattet war. Nördlich an diesen Zubau angrenzend stand eingeschoben in der nordwestlichen Ringmauerecke ein überkuppelter Backofen. Der noch nicht vom Bauschutt befreite südliche Abschnitt des Burgareals soll die ältesten Bauteile aus dem 13. bis 14. Jahrhundert beherbergen. Sie sind bislang nur an der Oberfläche des Burghügels erahnbar. „Hier, mit freiem Blick auf den Brixner Talkessel, lagen die Wohnräume des Bischofs. Hier könnte auch die bischöfliche Hauskapelle untergebracht gewesen sein. Die weiteren Arbeiten werden mehr Klarheit über die baulichen Zusammenhänge auch in diesem Wohnbereich bringen.“
Reinste Feinstarbeit. Der Ver-
sturz, zusammengestürzte Mauern mit Erde und Mörtel, kann nur bis zu einem bestimmten Teil maschinell ausgegraben werden. Je weiter man an den bodennahen Bereich kommt, desto
Foto: Arnold Ritter
schon Stücke von Ofenkacheln gefunden und Eisengegenstände“, bestätigt Mittermair.
Die Kernfrage. Da der Boden jetzt
vorsichtiger muss vorgegangen werden, bis hin zur händischen Ausgrabung mit kleinen Kellen und Pinseln. „Man muss ganz
„Es geht ausschließlich darum, Wissen an der Ruine zu akquirieren. Bauliche Ergänzungen werden keine gemacht“_ Stephan Delago, Bauleiter sorgfältig Schicht für Schicht abtragen; das ist dann Feinstarbeit!“, versichert Mittermair. Die archäologische Feinstarbeit mit Pinsel und Kellen wird vom Amt für Bodendenkmäler betreut; Christoph Faller ist dafür als Archäologe vor Ort. „Wenn man in die bodennahen Schichten kommt, dann wird man auf jeden Fall auf Objekte stoßen, die das mittelalterliche Leben dokumentieren: Keramik, Metalle und Gegenstände des mittelalterlichen Lebens. Bis jetzt hat man
die Arbeiten abgeschlossen sein werden, werden wir im Vahrner Gemeinderat definieren, was genau mit dem historischen Ort geschehen soll.“, sagt Tauber. Es sei aber nach wie vor im Interesse der Gemeinde, dieses Burgareal in irgendeiner Form öffentlich zu nutzen.
Foto © Jan Frankl
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2018/2019
Fo
Initiator Alexander Tauber: „Die Sicherungs- und Aushubarbeiten werden 2019 noch andauern“
in den Wintermonaten gefroren ist, besteht seit Mitte Dezember ein Baustopp, der noch bis etwa Mitte März anhalten wird. Spätestens dann gilt es, die Kernfrage anzugehen: Wie viel des Hügels soll freigelegt werden? „Wenn eine Mauer freigelegt wird, dann muss man sie konservieren, um sie vor dem Verfall zu schützen“, räumt Mittermair ein. So eine freigelegte Mauer sei im Prinzip ein „ewiger Patient“, da sie jedes Jahr gewartet werden müsse. „Die Vereinbarung mit dem Amt für Bodendenkmäler sieht vor, dass man das jetzt freigelegte Mauerwerk wieder zuschütten wird. Nur die Mauerkronen sollen sichtbar bleiben, um eine Vorstellung der Bauweise zu vermitteln. Die Konservierung im Freien ist zu aufwändig. Unter der Erde hingegen bleiben die Mauern natürlich geschützt“, bestätigt Gemeinderat Tauber. Die Wartungsarbeiten für die künftig höchstens einen halben Meter freistehenden Mauerkronen wird die Gemeinde Vahrn übernehmen. Mit den Sicherungs- und Aushubarbeiten, so rechnet die Gemeinde, werde man bestimmt noch das ganze Jahr 2019 beschäftigt sein. „Wir werden das Areal erforschen, und im Rahmen dieser Sanierungsarbeiten wird der gesamte, mehrere Meter hohe Bauschutt abgetragen. Sobald
Ladykillers Von Elke Körver & Maria Caleita nach William Rose Ein Gastspiel des Theaters in der Josefstadt, Wien Dienstag, 5. Februar 2019 Brixen, Forum Beginn: 20.00 Uhr Einführung: 19.15 Uhr Karten: www.kulturinstitut.org Tel. 0471 313800 – Athesia-Ticket Gefördert von
Unterstützt von
sabine.peer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 51
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BRIXEN
Baulos Nummer 2 Während die Arbeiten für das erste Baulos am Eisack nördlich der Auenhausbrücke in den nächsten Monaten abgeschlossen sein wird, steht das zweite Baulos in den Startlöchern. Der „Brixner“ erklärt im Detail, wie die Arbeiten südlich der Auenhausbrücke verlaufen werden.
E
s ist ein Projekt, das den Flussraum im Gemeindegebiet von Brixen nachhaltig verändert – sowohl optisch als auch ökologisch und in Sachen Hochwassersicherheit. Und es darf nebenbei bemerkt werden, dass die Finanzierung ausschließlich über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erfolgt. Das Projekt „Hochwasserschutz Brixen“ umfasst das Gebiet von der nördlichen Gemeindegrenze von Brixen bis zur Sportzone Süd; es ist unterteilt in zwei große Projektabschnitte, von denen der erste von der nördlichen Gemeindegrenze bis zum Schlachthof geht und über das EFRE-Programm 2014-2020 abgewickelt wird; der zweite Abschnitt betrifft den restlichen Teil vom
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Schlachthof bis zur Sportzone und wird über das EFRE-Programm 2021-2027 abgewickelt. Der erste Projektabschnitt wurde wiederum in drei Baulose aufgeteilt, von denen die Arbeiten zum ersten bereits seit einem Jahr im Gange sind; im kommenden Sommer werden sie abgeschlossen sein. Im April erfolgt noch die aus logistischen Gründen etwas zurückgestellte Montage der neuen Fahrradbrücke Zinggen, die eine schnelle Anbindung der Bewohner der Wohnzone Landwirt an den Rosslauf, an die Schulen und Kindergärten der Dantestraße sowie an das Krankenhaus gewährleisten wird. Das zweite Baulos im Wert von etwa einer Million Euro, das wir in diesem Bericht etwas näher beleuchten, beginnt in den nächsten Wochen, und das
dritte befindet sich gerade in der detaillierten Planungsphase.
Die vier Ziele. Es sind vier Ziele,
die im Technischen Bericht dieses zweiten Bauloses aufgelistet sind. Oberste Priorität wird natürlich der Hochwassersicherheit eingeräumt. Allen Plänen zugrunde liegt nämlich eine Analyse der Hochwassergefahren, die im Zuge des Projektes Stadt-Land-Fluss im Jahr 2009 initiiert worden war. Diese Analyse hatte ergeben, dass bereits ein Hochwasser mit einer statistischen Wiederkehrperiode von 30 Jahren (HQ30) in Brixen Schäden in der Höhe von bis zu 177 Millionen Euro verursachen könnte – und das Hochwasserereignis Ende Oktober 2018 war ziemlich nahe an dieser Grenze. Bei einem Jahrhunderthochwasser
(HQ100) würden die Schäden bereits 286 Millionen Euro betragen – weite Teile der Altstadt im Bereich südlich der Adlerbrücke wären überflutet. Das nun zu realisierende Projekt sieht vor, dass ein Jahrhunderthochwasser ohne Probleme abfließen könnte – mehr noch: Es sieht einen „Freibord“ von etwa einem Meter vor, was bedeutet, dass es über dem HQ100-Ereignis noch einen gewissen Spielraum gäbe, bevor das Wasser über die Mauern treten würde. „383 Kubikmeter Wasser pro Sekunde müssen bei einem Jahrhundertereignis abfließen können“, sagt Projektsteurer Alexander Pramstraller vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord, „dieser Wert bildet die Grundlage für sämtliche schutzwasserbaulichen Maß-
Der Lageplan des zweiten Bauloses: Die Mauern werden auf dieselbe Oberkante gebracht, das „Bombenbrüggele“ wird um 22 Meter verschoben und neu errichtet
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ten Projektes geht es darum, den Flussraum für die Naherholung stärker nutzbar zu machen. „Im Projektgebiet des Bauloses 2 ist der Fluss jedoch sehr von urbanen Strukturen geprägt; durch die geringe Platzverfügbarkeit sind Projekte zur Naherholung hier nur schwer umsetzbar“, sagt Pramstral-
Areal am orographisch rechten Ufer im Bereich des heutigen Bombenbrüggeles. Ebenfalls wichtig ist den Planern eine Verbesserung der ökologischen Situation des Flussbereiches. Dabei geht es in allen drei Baulosen darum, den Lebensbereich der Fische zu verbessern
Foto: Oskar Zingerle
nahmen.“ Zum Vergleich: Beim Hochwasser von Ende Oktober waren es etwa 230 Kubikmeter pro Sekunde. Zu den Maßnahmen gehören in diesem zweiten Baulos die Erhöhung der Mauern und die Erneuerung des Bombenbrüggeles: „Heute wäre aufgrund der geringen Durchflusssektion
Und schließlich geht es auch um die Erhaltung und Verbesserung der Durchgängigkeit: „Entlang des Eisacks führen auf beiden Seiten Wege für Fußgänger und Radfahrer, die von der ansässigen Bevölkerung in hoher Frequenz genutzt werden. Für Brixen kommt den Wegen deshalb eine große Bedeutung zu“, sagt Pramstraller.
Die Projektdetails. Bauleiter die-
Präsentation des Bauloses für die „Brixner“-Leser: Lukas Pichler (Bauleiter), Alexander Pramstraller (Projektsteurer), Bürgermeister Peter Brunner und Florian Knollseisen (Koordinator der Steuerungsgruppe)
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bereits ein 20-jähriges Ereignis im Bereich der Brücke kritisch“, sagt Pramstraller, „die Brücke ist viel zu nahe am Flussbett und hat noch dazu zwei Pfeiler, die ein weiteres Hindernis darstellen.“ Beim zweiten Ziel des gesam-
ler, „deshalb werden Flusszugänge und Gestaltungen für die Naherholung erst wieder im dritten Baulos fortgesetzt.“ Gemeint ist vor allem die im „Brixner“ bereits in früheren Berichten vorgestellte Priel-Arena – ein stufenförmiges
– durch die strukturelle Schaffung von Rückzugsräumen, die bei natürlichen und künstlichen Hochwasserereignissen relevant werden – wie zum Beispiel der alljährlichen Stauraumspülung des Franzensfester Stausees.
ses zweiten Bauloses ist Lukas Pichler, Mitarbeiter des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord. Er erklärt uns im Detail, welche Baumaßnahmen für welche Zeiträume geplant sind. „In diesem zweiten Baulos geht es neben der Erneuerung der Fußgängerbrücke vor allem um die Erhöhung der Ufermauern“, sagt er, „denn für eine Hochwassersicherheit HQ100 muss die heute unterschiedlich hohe Ufermauer auf beiden Seiten auf dieselbe Oberkante gebracht werden.“ Konkret heißt dies, dass sowohl orographisch links als auch rechts die Mauer auf etwa einen Meter ab Weg erhöht wird. Beide Mauern werden auf der Fluss-Seite angeschrägt, damit ein besserer Blickwinkel gewährleistet wird. Auf der orographisch rechten Seite kommt auf die Mauer noch ein 20 Zen53
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timeter hoher Handlauf aus Metall, weil der entsprechende Weg als Fahrradweg gekennzeichnet wurde und die „Straßenbaunorm Südtirol“ aus dem Jahr 2006 bei Fahrradwegen eine Parapetthöhe von 1,20 Metern vorsieht. Form und Farbe der verwendeten Steine orientieren sich an die bestehende Ufermauer; das heißt, dass auf der orographisch rechten Seite mit Porphyr gearbeitet werden wird, orographisch links hingegen mit Granit. Basis für die Bauausführung der neuen Fußgängerbrücke bildet ein entsprechendes Ausführungsprojekt, das vom Ingenieurteam Bergmeister im Auftrag der Gemeinde Brixen erarbeitet wurde. Die neue Brücke wird 22 Meter südlich der bestehenden errichtet; sie wird etwa 70 Zentimeter mehr Abstand zum Flussbett haben als
tung Acquarena und Altenmarktgasse geplant. Die heute etwas unlogisch scheinende Verlegung ist also in dreifacher Hinsicht sinnvoll.
Die Zeitplanung. In den kom-
menden Wochen beginnen die Arbeiten für dieses Baulos – mit der Einrichtung einer Baustelle in der Wiese südlich der Auenhausbrücke. Warum aber verwendet man nicht die Baustelle des ersten Bauloses, das 600 Meter weiter nördlich bereits besteht? „Das wäre logistisch ein unglaublicher Mehraufwand“, sagt Lukas Pichler, „schon diese Position ist ein Kompromiss.“ Gleichzeitig mit der Baustelleneinrichtung wird an der Ecke Auenhausbrücke/ Battististraße eine Rampe gebaut, über die die Fahrzeuge während der Bauphase in das Flussbett
Das elegante Design der neuen Fußgängerbrücke
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den für die neue Fußgängerbrücke bereits die Mikropfähle für die Statik der Widerlager gebohrt. Nach dem Abschluss der Arbeiten an der Mauer der Battististraße verlegt man die Bauaktivitäten auf die orographisch rechte Seite, wobei der Fahrradweg hier eine Zeitlang total gesperrt werden muss; Radfahrer und Fußgänger werden also über den Gehsteig der Brennerstraße umgeleitet werden. Das Bombenbrüggele hingegen bleibt während der Arbeiten geöffnet und wird erst gesperrt, sobald die neue Fußgängerbrücke fertiggestellt sein wird.
„Je näher wir ans Stadtzentrum kommen, desto komplexer wird die Baustelle“_ Florian Knollseisen, Koordinator der Steuerungsgruppe die bisherige. Es gibt mehrere Gründe für die Notwendigkeit dieser Verlegung in Richtung Süden: Durch die Erhöhung braucht es auf der orographisch linken Seite eine Rampe, die ab Brücke für 15 Meter in Richtung Süden und Norden verläuft. Würde die Brücke an der derzeitigen Position bleiben, müssten jene Fußgänger, die von der gegenüberliegenden Anbindung zum Kranebitter Fußweg kommen, zunächst nach Norden ausweichen, um zum Rampenbeginn gelangen zu können. Außerdem sind auf der heutigen Höhe der Brücke auf der orographisch rechten Seite die Stufen der Priel-Arena geplant; die Brücke wäre ein störendes Element. Und drittens ist nach Fertigstellung der geplanten Parkgarage am Prielgelände auf der Höhe der neuen Brücke der Fuß- und Radfahrerweg in Rich-
gelangen – „hier wird es für vier bis fünf Wochen einen geregelten Gegenverkehrsbereich geben“. Nach Einrichtung der Baustelle und dem Bau der Rampe wird man mit der Mauer an der Battististraße beginnen, „und zwar werden wir vom Flussbett aus daran arbeiten“, sagt Pichler, „damit wir die Straße nicht einspurig sperren müssen.“ Die Bewegungsfreiheit der Fußgänger hingegen wird etwas eingeschränkt werden: „Wir werden den Gehsteig in der Battististraße bereichsweise leider sperren müssen – jeweils für 30 bis 80 Meter, für jeweils etwa drei Wochen.“ Eine andere Lösung gebe es leider nicht. „Der Gehsteig ist hier viel zu eng“, sagt Pichler. Die vor einigen Jahren neu gepflanzten Bäume bleiben erhalten – bis auf jene im Bereich der Rampe, die entfernt werden müssen. In wenigen Wochen wer-
Das neue „Bombenbrüggele“. Die Montage der neuen Fußgängerbrücke wird, wenn alles nach Plan verläuft, im September oder Oktober erfolgen; derzeit läuft die Ausschreibung für die Brücke. Der Bauabschluss dieses zweiten Bauloses samt fischgerechter Strukturierung des Gewässers zur Verbesserung der Ökologie ist für Mitte 2020 geplant. Angedacht war auch eine Unterführung für den Fahrradweg an der Kreuzung der Auenhausbrücke. „Dieser Hinweis kam von einem Bürger, und wir haben die entsprechende Machbarkeit natürlich überprüft“, erklärt Bürgermeister Peter Brunner, „eine Realisierung wäre aber sehr kostenintensiv und bautechnisch kompliziert.“
Und danach? Und wie geht es nach dem zweiten Baulos wei-
ter? „Je näher wir ans Stadtzentrum kommen, desto komplexer wird die Baustelle – und desto wichtiger ist die Kommunikation mit der Bevölkerung“, sagt Florian Knollseisen, der die Steuerungsgruppe koordiniert und für die Kommunikation zuständig ist, „schon beim ersten Baulos haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, die Anrainer ausführlich zu informieren und auf ihre Wünsche und Sorgen einzugehen.“ Das habe sehr gut geklappt, weshalb es „mir ein Herzensanliegen ist, den Anrainern für ihre Geduld zu danken“, sagt Bürgermeister Brunner. „Derzeit sind wir dabei, die detaillierten Pläne für das dritte Baulos zu erarbeiten“, erklärt Alexander Pramstraller. Dieses dritte Baulos, das ab Frühjahr 2020 realisiert werden wird, beinhaltet neben der teilweisen Erhöhung der Ufermauern die immerhin 600.000 Euro teure Gestaltung der Priel-Arena sowie den Rückbau der Solschwelle, die bisher für die Fischpopulation immer ein Problem war. Das dritte Baulos endet auf der Höhe der Einfahrt zur Parkgarage und wird im Juni 2021 abgeschlossen sein. Danach geht es nahtlos über in den zweiten Projektabschnitt. Bis der Eisack im gesamten Gemeindegebiet sicher vor einem HQ100-Hochwasserereignis ist, wird also noch einiges Wasser den Eisack hinunterfließen. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
BRIXEN
Neuer Tiefbrunnen in Milland
Der acht Meter hohe Bohrturm am linken Eisackufer dient dem Bau eines neuen Tiefbrunnens
D
ie Versorgung der Stadt Brixen und der umliegenden Fraktionen mit Trinkwasser zählt für die Stadtwerke Brixen zum „Kerngeschäft“. Das Wasser dafür wird derzeit aus verschiedenen Trinkwasserquellen aus Schalders, Vals und der Plose sowie aus Tiefbrunnen bezogen, von denen es heute drei gibt. Diese Tiefbrunnen dienen als Ausfall- und Feuerlöschreserve und garantieren die notwendige Versorgungssicherheit bei unvorhergesehenen Ereignissen.
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Zur Wahl des Standortes. Seit
dem Herbst wird im Bereich der Sportzone Milland auf einer Meereshöhe von 550 Metern auf gemeindeeigenen Flächen an der Errichtung eines neuen Tiefbrunnens gearbeitet. Dieser soll „eine zusätzliche Versorgung des südlichen Teils der Stadt Brixen sowie der Industriezone garantieren und den aufgelassenen Tiefbrunnen im Park der Grundschule Tschurtschenthaler sowie eventuell jenen im Bereich des Bannwaldes ersetzen“,
sagt Franz Berretta, technischer Leiter für Fernwärme, Wasser und Haustechnik. Die Positionierung des geplanten Tiefbrunnens sei nach mehreren möglichen Standortüberprüfungen in Absprache mit der Gemeinde und dem Amt für Gewässernutzung der Autonomen Provinz ausgewählt worden. Die Ausweisung der neuen Schutzzone dürfte kein besonderes Hindernis für zukünftige Bauvorhaben und die Bewirtschaftung der angrenzenden Felder darstellen. Auch für die Sportzone Milland seien keine negativen Auswirkungen zu erwarten.
Auf Sicherheit bedacht. Franz
Technische Details. Über dem
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Tiefbrunnen, der eine voraussichtliche Tiefe von 65 Metern und einen Ausbaudurchmesser von 600 Millimeter haben wird, wird ein Brunnengebäude zur Unterbringung der technischen Anlagen errichtet. Zusätzlich ist die Anbindung an das bestehende Trinkwassernetz vorgesehen. Um den geforderten Wasserbedarf redundant zu decken, werden im Tiefbrunnen zwei Tauchpumpen mit einer Förderleistung von jeweils 40 Liter je Sekunde installiert. Alle eingebauten Rohre und Anlagenteile werden aus Edelstahl und Inoxstahl ausgeführt, damit sie trinkwasserkonform sind. Die Pumpen selbst werden ab etwa 30 Meter unter der Geländeoberkante so eingebaut, dass sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Nach erfolgtem Ausbau wird der Tiefbrunnen gründlich gespült. Anschließend werden über mehrere Tage Leistungspumpversuche mit drei bis fünf Förderstufen durchgeführt. Erst die Auswertung dieser Pumpversuche bestätigt die erwartete angenommene Schüttung und Qualität des Trinkwassers und somit die definitive Umsetzbarkeit des Bauvorhabens.
Berretta versichert, dass selbstverständlich alle Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, damit Schäden und Gefahren für Personen und die gesamte Anlage aufgrund von Überspannungen mit Sicherheit vermieden werden. Nach einer mehrwöchigen Winterpause sind die Arbeiten Mitte Jänner wieder aufgenommen worden. Im Frühjahr sollen sie beendet sein. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens belaufen sich auf knapp 500.000 Euro. johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Spaziergänger am linken Eisackufer staunen derzeit über eine ungewohnte Baustelle: ein rund acht Meter hoher Bohrturm und entsprechende Baumaschinen. Der „Brixner“ informierte sich beim Auftraggeber, den Brixner Stadtwerken.
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Neue Wertstoffinsel im Vintlerweg z Sie sind allseits bekannt: die elektronischen Container zur Müll entsorgung, die von rund 7.000 Brixnern genutzt werden. Ein Presscontainer für Restmüll und zwei Biomüllcontainer stehen nun auch im Vintlerweg in Milland. Ergänzt wird diese videoüberwachte Abfallsammelstelle von Halbunterflurcontainern für die Sammlung von Papier, Glas und
Dosen. Die neuen Container sind praktisch und tragen zur ästhetischen Aufwertung der Zone bei, in der nun 300 weniger auf der Straße stehen. Die neue Abfallsammelstelle ist fernüberwacht; wenn die Container voll sind, holt das Müllsammelfahrzeug den Abfall ab. „Mit diesen digitalen Technologien ermöglichen wir eine ökologische und effiziente
Lösung zum Vorteil der Umwelt und der Bevölkerung“, so Karl Michaeler, Geschäftsführer der Stadtwerke, der eine weitere Ab-
W&U
fallstelle dieser Art für die Zone Fischzuchtweg/Mozartallee ankündigt. eh
Wirtschaft & Umwelt VAHRN
Vorbild in E-Mobilität z Auf Nachhaltigkeit möchte die Gemeinde Vahrn setzen und in Sachen Elektro-Mobilität eine Vorbildfunktion einnehmen. Der nötige Anstoß dazu sei von Bürgermeister Andreas Schatzer gekommen, und nun seien im Haushalt 2019 gleich drei Investitionsposten vorgesehen mit dem Ziel, die E-Mobilität zu fördern, bestätigt der zuständige Gemeindereferent für Umwelt und Mobilität, Dietmar Pattis, auf Anfrage. 35.000 Euro sind für die Anschaffung eines zweiten EAutos für den gemeindeeigenen Bauhof reserviert. „Aufgrund der
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doch höheren Ausgaben haben wir im Gemeinderat lange diskutiert, uns dann aber doch für das E-Auto entschieden – zum einen, weil wir mit dem E-Auto Nissen eNV200 (im Bild), das wir 2016 für den Bauhof ankauften, gute Erfahrungen gemacht haben, und zum anderen, weil wir als Gemeinde auch unseren Bürgern gegenüber Vorbild sein wollen.“ In diese Kerbe schlägt auch das weitere Vorhaben, wofür die Gemeinde 12.000 Euro reserviert hat. Mit diesem Geld sollen E-Bikes angekauft werden. „Unsere Idee ist dabei, dass wir
Vahrner Familien, die für ihr Wickelkind anstelle der Wegwerfwindeln waschbare Windeln benutzen und daher von der Reduzierung des Mülltarifs nicht profitierten, werden künftig mit 150 Euro pro Kind unterstützt. Diese Entscheidung traf der Vahrner Gemeinderat.
diese E-Bikes unseren Bürgern zur Benützung zur Verfügung stellen, um kürzere Wege, wie etwa nach Brixen, weit nachhaltiger bewältigen zu können“, so Pattis. Wie der Verleih genau funktionieren werde, sei dabei
noch zu klären. Das dritte Anliegen betrifft die Errichtung einer „Stromsäule“, einer Ladestation, die in Zusammenarbeit mit der Fernwärme Vahrn-Brixen Konsortial-GmbH verwirklicht werden soll. sp
Einen Wärmerekord, seit es Aufzeichnungen gibt, hat es in Brixen 2018 gegeben. Im Durchschnitt lag die Temperatur bei 11,3 Grad. Laut dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz ist dieser Temperaturrekord hauptsächlich auf die viel zu warmen Monate von April bis September zurückzuführen.
Der Bezirk Brixen des Imkerbundes mit 14 Ortsgruppen blickte bei seiner Vollversammlung im Jänner auf das vergangene Jahr zurück. Insgesamt war 2018 ein mageres Honigjahr. Einer noch guten Apfelblühte folgten Regen und kalte Temperaturen, sodass die Bienen nur unzureichend Nektar eintragen konnten.
STADTGEHEIMNISSE Von wie vielen Großbränden wurde Brixen heimgesucht?
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Im 13. und 14. Jahrhundert war das Brixner Stadtbild geprägt von Holzbauten, in denen an offenen Feuerstellen gekocht wurde. Dem entsprechend groß war die Gefahr einer Feuersbrunst. Kleinere Brände, bei denen ein Haus oder ein Stadel in Flammen aufging, gehörten zum städtischen Alltag; bei einem Großbrand konnten jedoch durchaus ganze Häuserzeilen dem Feuer zum Opfer fallen. Die Quellen belegen für das Mittelalter sechs verheerende Brandkatastrophen, wobei das tatsächliche Ausmaß nur schwer zu ermitteln ist. 1132 wird berichtet, dass unter anderem die Münsterbezirke (urbs) von Regensburg, Brixen und Köln gebrannt hätten. Bei dem schweren Brand von 1174 soll sowohl die Stadt als auch der Dombezirk stark in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die schweren Brände von 1364 und 1444 stellten schwere Einschnitte in die Stadtgeschichte dar; beide Male dürfte ein erheblicher Teil der Stadt, der Dom und andere Kirchen dem Raub der Flammen zum Opfer gefallen sein. 1444 wütete der hinter der Erhardskapelle entflammte Brand auch in der Runggad und bis zur Katharinenkapelle (heute Kapuzinerkirche). Einzig das Klarissenkloster konnte mit Hilfe von Bauern sowie durch das Gebet der Gläubigen gerettet werden.
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Natz-Schabs recycelt in Brixen z „Ab 1. Februar kann die Bevölkerung von Natz-Schabs ihre Wertstoffe im Recyclinghof Brixen abgeben; die notwendige personalisierte Transponderkarte ist im Steueramt der Gemeinde Natz-Schabs erhältlich“, informiert Stadtwerke-Geschäftsführer Karl Michaeler. Der Recyclinghof Brixen ist inzwischen schon länger dank Konvention auch der Bevölkerung der Gemeinde Vahrn zur Benützung zugänglich. „Vor kurzem nun haben die Stadtwerke auch mit der Gemeinde Natz-Schabs eine entsprechen-
de Vereinbarung getroffen.“ 20 verschiedene Wertstoffe, dazu eine Reihe an Sonderabfällen wie Medikamente oder Farben und Lacke werden im Recyclinghof Brixen angenommen. Im Schnitt zählen die Stadtwerke 300 Zutritte pro Tag, manchmal sind es sogar 500 Benutzer. Diese detaillierten Zahlen für die zentrale Abfallsammelstelle im Industriegebiet liegen vor, seitdem der Zugang zum Recyclinghof nur mehr mit der Transponderkarte möglich ist. „Um den Zulauf etwas zu entflechten, arbeiten wir derzeit an
einem Konzept, den Recyclinghof von Montag bis Freitag ohne Mittagspause, also durchgehend von 7:45 Uhr bis 17 Uhr offen
zu halten, ohne dass dadurch Mehrkosten für die Bürger bei der Abfallentsorgung entstehen“, so Michaeler. sp
BRIXEN
Zuversichtlicher Blick nach vorn z In guter Erinnerung wird das Erntejahr 2017/2018 den Mitgliedern der Obstgenossenschaft Melix wohl nicht bleiben: Statt der normalerweise zwischen Ritten und Natz geernteten 35.000 Tonnen Äpfel waren es 2017 nur 10.000 Tonnen – der Grund dafür: die Fröste im April. In der jährlichen Vollversammlung der Melix blickte man dennoch optimistisch in die Zukunft, auch weil sich die Ernte im Jahr 2018 wieder von ihrer besten Seite gezeigt hat: „Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität passte wieder“, erklärte Geschäftsführer Stephan Thaler. Mit der Sortierung und dem Verkauf hat die Melix vor einigen Wochen begonnen. „Während es im letzten Jahr wenig Äpfel am Markt gab und der Preis daher entsprechend hoch war, ist die Situation heuer eine andere: hohe Mengen und niedrigere Preise“, so Thaler. Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN/NATZ-SCHABS
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Positiv sei auch, dass im Eisacktal verstärkt sogenannte Clubsorten gepflanzt werden, die nicht nur stabile Erträge und bessere Preise bringen, sondern auch die Sortenvielfalt und das Angebot vergrößern. Das ist insbesondere deshalb von Vorteil, da die Melix Brixen nach dem Ausscheiden aus dem Vermarktungspool Meran den Verkauf vieler Sorten wieder selbst in die Hand nahm. Alle im Einzugsgebiet angebauten Sorten werden auch im Detailgeschäft der Melix verkauft. Melix-Obmann Johann Gasser nahm die Versammlung zum Anlass, um langjährige Mitarbeiter der Genossenschaft zu ehren: Josef (Peppi) Jöchler gehört seit 40 Jahren der Melix an, Renate Torggler seit 30 Jahren, Franca Rossignoli und Ludwig Villscheider seid 25 und Amin Mohammad Raja seit über 20 Jahren. eh
BRIXEN
Grissino wieder an Well.com z Der Pachtvertrag zwischen den Brixner Stadtwerken und der Well.com GmbH für die Führung des Restaurants Grissino ist Ende 2018 ausgelaufen. Im vergangenen Juli haben die Stadtwerke einen Konzessionsvertrag für die nächsten zehn Jahre öffentlich ausgeschrieben: Der zweistufige Wettbewerb sah als ersten Schritt eine für alle Teilnehmer offene Interessensbekundung vor. „Vier Unternehmen haben sich daraufhin gemeldet; zwei davon haben die geforderten Voraussetzungen erfüllt und wurden zur zweiten Stufe des Wettbewerbs zugelassen“, sagt StadtwerkeGeschäftsführer Karl Michaeler. Letztendlich sei aber nur ein Angebot eingegangen – und zwar wieder vom Unternehmen Well.com. „Wir freuen uns, dass damit Kontinuität gegeben ist, denn immerhin führt die Well. com GmbH unter der Leitung von Markus Huber das Grissino
bereits erfolgreich seit fünfzehn Jahren“, erklärt Stadtwerke-Präsident Patrick Silbernagl. Bei der Erneuerung des Vertrags haben die Stadtwerke nicht nur das Preisangebot, sondern auch das technische Angebot zu geplanten Verbesserungen und Neuerungen bewertet. Das aufwändige und transparente Verfahren hat allerdings länger gedauert als gemeint, und so kann der eigentliche Vertrag erst demnächst unterzeichnet werden. Da der alte Pachtvertrag bereits mit 31. Dezember 2018 ausgelaufen war, wurde in der Zwischenzeit mit der Well. com GmbH eine Pachtverlängerung von einigen Monaten vereinbart. Im Vergleich zur 2018 bezahlten Jahrespacht steigt der Konzessionsbetrag um fast 20 Prozent; zudem wird der Konzessionsnehmer verpflichtet, innerhalb der nächsten zwei Jahre 530.000 Euro in die Infrastruktur zu investieren. wv
NACHGEFRAGT
„Zufrieden, aber ...“ Herr Zanotti, wie lautet Ihr Fazit zu den Brixner Weihnachtsinitiativen aus touristischer Sicht? Vom 22. November bis zum 6. Jänner haben wir 96.000 Nächtigungen in den Hotels der Stadt registriert, davon 55 Prozent aus Italien, und 30 Prozent aus Deutschland. Das Nächtigungsplus von 1,5 Prozent ist aber zum Großteil dem neuen großen Hotelbetrieb in St. Andrä zuzuschreiben. Ohne diese zusätzlichen Betten wären die Nächtigungszahlen wohl leicht rückläufig gewesen. Wie bewerten Sie Eislaufplatz, Weihnachtsmarkt und
Natalie Light Musical Show rückblickend im Einzelnen? 3.800 Besucher haben wir am Eislaufplatz gezählt, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Weihnachtsmarkt gibt es keine genauen Besucherzahlen, wir haben aber einen Rückgang bei den Campern und Bussen beobachtet. Die Devise für die Zukunft lautet daher, dass wir uns in den nächsten Jahren weiterentwickeln müssen. In Norditalien haben sich letzthin zahlreiche Weihnachtsmärkte gut entwickelt, gegen die es zu bestehen gilt. Ein entscheidender Faktor dabei ist das Rahmenprogramm, das wir heuer bereits ausgebaut haben – etwa
in Kooperation mit der Musikschule. Unser Ziel ist es nämlich, den Weihnachtsmarkt für die einheimische Bevölkerung wieder attraktiver zu machen. Viele finden es auch schade, dass der Weihnachtsmarkt „nur“ auf dem Domplatz stattfindet. Bei der Lichtshow in der Hofburg war der Erfolg von Soliman nicht leicht zu überbieten. Dank neuer Elemente und lokaler Akteure konnten wir die 35.000 Besucher des letzten Jahres ungefähr halten. Besonders freut mich, dass der Anteil an Besuchern aus Südtirol mit zirka 60 Prozent ziemlich hoch ist.
Foto: Oskar Zingerle
WERNER ZANOTTI, Geschäftsführer von Brixen Tourismus, mit seinem Fazit zu den Weihnachtsinitiativen – und mit der Marschrichtung für die Zukunft.
oskar.zingerle@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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LAUT LG.NR. 11/2010 ART. 2
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„Für ein gutes Körpergefühl“
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Herr Fissneider, Sie sind nicht nur Fitnesstrainer, sondern auch Bio-Naturopath. Was versteht man darunter? CHRISTOPHER FISSNEIDER: Der Begriff der Naturopathie leitet sich von der Naturheilkunde ab und beruht auf dem Grundsatz, dass Heilung von innen kommt. Entsprechend fokussiert die Naturopathie darauf, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nach meiner Ausbildung zum Bio-Naturopath habe ich in Mailand die entsprechende Prüfung abgelegt, die mich dazu befugt, Behandlungen der Naturopathie anzubieten. Diese erstrecken sich von klassischen Massagen, Tiefenund Fußzonenmassagen, Honigmassagen bis hin zur Aufrichtung der Wirbelsäule nach Maximilian Huber oder einem wohltuenden Stretching des Körpers. Gibt es weitere Behandlungen, die Sie als Bio-Naturopath durchführen? Da wäre noch das Schröpfen zu nennen. Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, bei dem mit Hilfe von Schröpfgläsern auf einem begrenzten Hautareal ein Unterdruck erzeugt wird. Dadurch entsteht eine Durchblutungssteigerung, wodurch sich
Studio CHRISFISS Altenmarktgasse 4 39042 Brixen Termine nach Vereinbarung, telefonisch unter 380 3476700 oder per SMS, WhatsApp oder per Mail an info@chrisfiss.it
Fotos: Oskar Zingerle
Warum es wichtig ist, den Blick auf das ganzheitliche Wohlbefinden zu richten, erklärt Bio-Naturopath und ganzheitlicher Bewegungstrainer CHRISTOPHER FISSNEIDER vom Studio ChrisFiss.
Christopher Fissneider ist Bio-Naturopath und ganzheitlicher Bewegungstrainer aus Überzeugung vorhandene Spannungen auflösen und der Energiefluss im Körper angeregt wird. Neben bio-naturopathischen Behandlungen bieten Sie auch ein Fitnessprogramm. Wie sieht dieses aus? Im Fitnessbereich arbeite ich mit den 3D-EMS-Trainingssystemen von Wav-e. Das Training basiert auf Elektrostimulation und bringt in 15 Trainingsminuten Ergebnisse, die ansonsten nur mit einem ein- bis dreistündigen Training erzielbar wären. Das Trainingsprogramm wird auf die jeweilige Person individuell eingestellt, die dann in einen Funktionsanzug schlüpft und das Training kabellos am EMS-Gerät absolviert. Durch die im Funktionsanzug strategisch positionierten Elektroden fließen bioelektrische Impulse, die die quergestreifte Muskulatur und damit das gesamte System der Skelettmuskulatur fordern. Dadurch ist die Wirkung der Übungen mit EMS sehr viel intensiver als bei einem normalen Fitnesstraining. Viele, die das 3D-EMS-Training getestet haben, sind begeistert und kommen immer wieder. Auch kommen neue Kunden oftmals auf Empfehlung, weshalb ich das EMS-Fitnesstraining inzwischen mit Stefan Nössing zu zweit betreue; meine Lebensgefährtin Romina LaTorre hat die Terminplanung übernommen.
Seit wann gibt es Ihr Studio ChrisFiss? Mein eigenes Studio führe ich inzwischen seit vier Jahren, seit gut eineinhalb Jahren am jetzigen Standort in der Altenmarktgasse. Zuvor habe ich in verschiedenen Fitnessstudios als Fitnesstrainer und Personal Trainer gearbeitet. Heute sehe ich mich vor allem als ganzheitlicher Bewegungstrainer, der für ein gutes Körpergefühl das Wohlbefinden meiner Kunden anstrebt. Meine große Stärke liegt darin, dass ich die jeweilige Person ganzheitlich betrachte und sie bei ihren Bedürfnissen und Zielen abhole, indem ich die Behandlungen individuell abstimme und sie mit dem passenden Fitnessprogramm begleite. Ihr Interesse am ganzheitlichen Wohlbefinden reicht noch weiter, denn ab Februar bieten Sie eine weitere Neuheit. Worum handelt es sich dabei? Aufgrund meines Interesses für das körperliche Wohlbefindens bin ich auch auf die Bedeutung des erholsamen Schlafens gestoßen. Denn schließlich verbringen wir nahezu ein Drittel unseres Lebens im Schlaf. Aus diesem Grund sollten wir unseren Bettund Schlafsystemen ebenfalls ein achtsames Augenmerk widmen.
Mit dem 3D-EMS-Training lassen sich in 15 Minuten Ergebnisse erzielen, die ansonsten erst nach ein bis drei Stunden Fitnesstraining erreicht werden Ab Februar vertreibe ich daher die Schlafsysteme von Naturafit und Paljari. Während die Naturmatratzen und Naturlattenroste von Naturafit vor allem dadurch punkten, dass sie zu 100 Prozent aus Naturmaterialien bestehen und gänzlich frei sind von toxischen Stoffen, begeistern die BioInfrarotstoffe von Paljari vor allem damit, dass sie aus einer patentierten Hightech-Faser bestehen, deren einzigartige Komposition ein wohltuendes Bio-Infrarot erzeugt. Die verschiedenen Schlafsysteme können nach Terminvereinbarung im Studio ChrisFiss in einem eigenen Ruheraum begutachtet und beim Probeliegen getestet werden. 61
Komfortschuhe haben sich längst aus ihrem früher etwas altbacken wirkenden Image gelöst und zeigen sich heute als trendiges Schuhwerk für Jung und Alt. Unbequemes Schuhwerk führt auf Dauer zu Fuß- und Rückenproblemen. Komfortschuhe sind dagegen wie Wellness für die Füße; sie schmiegen sich dem Fuß an und sehen dabei auch noch gut aus. Wesentlich für die Qualität sind hochwertiges Material, fußfreundliche Verarbeitung und passgerechte Leistengestaltung. Für gesunde Füße sind flexible Sohlen die beste Empfehlung und bei Komfortschuhen eine Selbstverständlichkeit.
Extra
Fitness & Gesundheit
Bequem und schön
VITAPLUS
Fußgesund mit Vitaplus. Das
Sanitätshaus Vitaplus ist Spezialist für Fußgesundheit und bietet dazu eine große Auswahl an modischen Bequemschuhen für jeden Anlass, Funktionsschuhe sowie Schlüpfer für Beruf und Freizeit. Viele Schuhmodelle haben ein auswech-
selbares Fußbett und ermöglichen damit eine individuell angepasste Schuheinlage. An zwei Tagen in der Woche ist ein OrthopädieSchuhtechniker im Sanitätshaus anwesend und führt auf Wunsch unverbindlich eine Fußanalyse durch. Ein Spezialscanner erfasst binnen weniger Sekunden digital die Fußumrisslinie und Fußfläche. Darauf wird die Maßeinlage individuell für den Fuß angefertigt, etwa für Spreiz-, Knick- oder Hohlfuß, ideal abgestimmt im Falle von rheumatischen Beschwerden und für Diabetiker. Auch sensomotorische Sporteinlagen, die Fehlstellungen muskulär korrigieren, werden auf die spezielle Fußsituation angepasst. Im Sortiment findet man darüber hinaus eine Reihe von Fußschutzprodukten, zum Beispiel
Damit der Schuh gut passt, werden bei Vitaplus auf Wunsch auch individuelle Fußanalysen durchgeführt aus Silikon, als Ferseneinlage zur Stoßdämpfung bei Fersensporn sowie zur Reduktion der Stoßbelastung beim Gehen, Zehenpolster für rasche Schmerzlinderung im Zehenbereich oder auch Zehenspreizer bei enganliegenden Zehen. Hallux-Valgus-Schienen, Korrektursocken oder Hallux-Schutz
können Schmerzen lindern und eine Verschlechterung der Großzehenstellung verzögern.
Alles für die Fußpflege. Ebenfalls bei Vitaplus erhältlich sind Fußpflegegeräte für zu Hause, praktische Hilfen für die Pediküre oder ein pflegender Fußbalsam.
, Besser stehen fen gehen und lau Modische Komfortschuhe für Arbeit und Freizeit
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BRIXEN: Regensburger Allee 14, Tel. 0472 831066 - facebook.com/vitaplus.sanitaria - www.vitaplus.it 62
Fit in der Acquarena
ACQUARENA
Das Fitnessstudio Acquarena bietet neben einem Geräteraum mit Kraftzirkel, Kabelzugmaschinen und verschiedenen Kraftgeräten auch einen Bereich für Functional Training, einen Freihantelbereich und einen Cardiobereich. Trainiert werden kann täglich von 6 bis 22 Uhr. Wer auf persönliche Beratung und Betreuung Wert legt, dem steht von Montag bis Freitag von 8:30 bis 13 Uhr und von 15 bis 20:30 Uhr ein qualifizierter Trainer zur Seite, der mit Tipps und einem individuellen Trainingsplan hilft, das persönliche Trainingsziel zu erreichen. Mit den Trainern können Personal Trainings, funktionelle Körpertests und auch ein Elektrostimulationstraining (Bodytec) durchgeführt werden. Verschiedene Kurse wie Haltungsturnen,
Bauch-Beine-Po-Training, HighIntensity-Zirkel und Spinning ergänzen das Angebot. Fit und gesund werden: Schon bald wird eine eigene Abteilung Physiotherapie und Rehabilitation das Angebot zum ganzheitlichen Wohlbefinden in der Acquarena vervollständigen.
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Seit kurzem führt die Stadtwerke Brixen AG das Fitnessstudio in der Acquarena selbst.
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Altenmarktgasse 28/b I-39042 Brixen Tel. +39 0472 268 433 info@acquarena.com www.acquarena.com
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BRIXSANA
Fitness & Gesundheit
Vorbeugen ist besser
Extra
Eine regelmäßige und umfassende Vorsorgeuntersuchung ist die Grundlage einer lange anhaltenden Gesundheit.
Ab dem 35. Lebensjahr sollten Frauen und Männer regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen Die Früherkennung von Krankheiten erhöht die Heilungschancen um ein Vielfaches. Um Wohlbefinden und Gesundheit möglichst lange zu erhalten, gehört nicht nur ein gesunder Lebensstil dazu, sondern auch ein regelmäßiger Check-Up beim Arzt. Viele Krankheiten entwickeln sich langsam und machen über lange Zeit keinerlei Beschwerden. In den beiden Fachbereichen „Innere Medizin“ und „Urologie“ werden in der Privatklinik „Brixsana“ unterschiedliche Check-Up-Pakete angeboten, um mögliche Krankheiten in einem frühen Stadium zu entdecken. Im Rahmen eines ausführlichen Arztgespräches beraten Dr. Michael Pedrini, Facharzt für Innere Medizin, und Dr. Peter Olbert, Facharzt für Urologie, die Patienten auf Basis der individuellen Vorgeschichte, erblicher Vorbelastung, aktuellem Risikoprofil und Beschwerdebild; gemeinsam mit dem Patienten wird entschieden, 64
welche Untersuchungen sinnvoll sind. Selbst komplexe Check-UpPakete inklusive der notwendigen Laboruntersuchungen werden innerhalb weniger Stunden abgeschlossen und mit einem zusammenfassenden Befundbericht dokumentiert.
Vorsorge für Frauen und Männer. Vorsorgeuntersuchungen sind
nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer sehr wichtig. Ein erster Gesundheits-Check beim Internisten sollte sowohl bei Frauen als auch bei Männern ab dem 35. Lebensjahr stattfinden, die erste urologische Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung beim Mann etwa ab dem 45. Lebensjahr. Der urologische CheckUp umfasst eine gründliche Untersuchung des gesamten Urogenitaltraktes; der Schwerpunkt liegt auf der Krebsfrüherkennung (Prostata beim Mann, Nieren und Harnblase bei beiden Geschlechtern).
DENTAL BRIXEN
„Feste dritte Zähne“ Viele Patienten mit Zahnproblemen sehnen sich nach festen Zahnimplantaten, mit denen sie problemlos wieder lachen, kauen und sprechen können. Dr. STEFANO SIMEONI von Dental Brixen erklärt, warum sich gerade Zahnimplantate aus Titan weitgehend als moderner Zahnersatz etabliert haben.
Dr. Simeoni, worum handelt es sich bei Zahnimplantaten? STEFANO SIMEONI: Ein Zahnimplantat ist ein in den Kieferknochen eingesetztes „alloplastisches Konfektionsteil“, auf dem eine Krone oder Zahnersatz befestigt wird. Durch ihre Verwendbarkeit als Träger von Zahnersatz übernehmen Zahnimplantate die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Wie erfolgt der Einsatz eines Zahnimplantates? Die Zahnimplantate werden entweder mittels Schraubgewinde in den Kieferknochen eingedreht oder eingesteckt. Sie verbinden sich innerhalb von drei bis sechs Monaten mit dem umgebenden Knochen zu einer festen, äußerst belastungsfähigen Trägereinheit (Osseointegration). Zahnimplantate bestehen üblicherweise aus Titan, das aufgrund seiner hohen Biokompatibilität eine sehr gute Einheilungsquote und eine sehr
Zahnimplantate werden in den Kieferknochen eingesetzt
Traditionelle mobile Oberkieferprothese kurze Einheilungszeit im Kieferknochen aufweist. Für wen eignen sich Zahnimplantate?
Zahnprothese für Implantate ohne Gaumenplatte Ein Zahnersatz in Form von Zahnimplantaten eignet sich für viele, jedoch nicht für alle. Es bedarf daher vorher stets einer sorgfältigen klinischen Bewertung, um den erfolgreichen Einsatz eines jeden Zahnersatzes sicherzustellen. Wann eignet sich ein Zahnimplantat?
Bei Implantat-Prothesen (Overdenture) werden die Prothesen sicher auf Implantaten befestigt
Zahnimplantate kommen bei verschiedenen Zahnproblemen zum Einsatz; sie sind ein idealer Zahnersatz anstelle von traditionellen mobilen Zahnprothesen. Dank der modernen Implantologie können auch Zahnprothesen heutzutage
auf Implantaten sicher befestigt werden. Solche Lösungen werden als Implantat-Prothesen oder aus dem Englischen übernommen auch als „Overdenture“ bezeichnet. Wie lange hält ein Zahnimplantat aus Titan? Nach erfolgreicher molekularer Verbindung mit dem Kieferknochen haben Titanimplantate eine lange Lebensdauer und stellen damit eine ideale Lösung für feste dritte Zähne dar – vorausgesetzt, der Patient führt auch die nötige Mundhygiene durch und lässt das Zahnimplantat regelmäßig kontrollieren.
QUALITÄT, DIE SICH JEDER LEISTEN KANN. In der neuen Zahnarztklinik Dental Brixen führt der langjährige Zahnarzt und Sanitätsdirektor Stefano Simeoni mit seinem Team Zahnbehandlungen jeglicher Art durch, einschließlich Implantologie, Prothetik und Kieferorthopädie. Fachkundig und mit modernster Technik werden Ergebnisse von dauerhafter Qualität sichergestellt – zu Preisen, die man sich leisten kann.
Wir suchen ab sofort eine/n Zahnarztassistentin/en mit Erfahrung!
Dental Brixen | Kreuzgasse 10, 1. Stock – Brixen | Tel. 0472 518921 (telefonische Vormerkung erwünscht) Ordinationszeiten: Mo.-Fr. 9.30-13 Uhr, 14.30-18 Uhr, nach Vereinbarung auch am Samstagvormittag 65
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Hildegard Antholzer (ha) Johanna Bernardi (jb) Irene Dejaco (ird) Evi Hilpold (eh) Susanne Hutter (sh) Veronika Kerschbaumer (vk) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Sabine Peer (sp) Franziska Rude (fr) Anina Vontavon (av) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Titelbild: Stefan Plank Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Februar 2019 Nächster Redaktionsschluss: 10. Februar 2019 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 66
Januar 1919
Die letzten Kriegsweihnachten im Brixener städtischen Krankenhause. Donnerstag, 2. Jänner 1919 Schon einige Zeit war ein geheimnisvolles Walten im Hause. Es gab sorgfältig verschlossene Zimmer, und wenn sich die Türen flüchtig öffneten, gab es heraus wie Silberfäden und Backwerk und Wäschestöße. Besorgte Damen des Roten Kreuzes kamen und sprachen von Krankenzahl, Paketen und Zigarettenschwierigkeiten. Bald gings von Saal zu Saal; es gibt einen Christbaum! Und wirklich, trotz aller Enttäuschung, Ermüdung und Sorgen regten sich Herzen und Hände genug, um die letzten Kriegsweihnachten traulich und gemütlich zu gestalten, den letzten kranken Kriegern das Weh um die lang entbehrte Heimat zu mildern und auch den Zivilkranken eine kleine Freude zu bereiten. Herr Primarius Dr. Sigmund hatte 50 K gespendet und eigens noch 20 K für ein schwerleidendes Buberl gegeben, Frau Generalmajor Dobner hatte 20 K gespendet, mancher andere hatte sich noch mit einer Gabe eingestellt; und vor allem die Präsidentin des Roten Kreuzes, Frau Statthaltereirat Niederwieser und Frau Baronin Rommel, hatten emsig gesorgt und gearbeitet, um jedem einzelnen der 59 Soldaten und Offiziere eine Gabe zu verschaffen, und die Krankenhausschwestern haben unermüdlich mitgearbeitet. Am heiligen Abend um ½ 5 Uhr war die Bescherung. In einem Saale waren die Betten zusammengerückt, zum Teil entfernt, ein reichgeschmückter Christbaum vom Roten Kreuz aufgestellt, ein Harmonium herbeigeschafft und Plätze für die mobilen Kranken und die Gäste bereitgestellt. Und da waren sie nun alle beisammen, die Söhne der Alpen und Karpaten, von der
Moldau, Theiß und Drina, ganz wie im alten Österreich, und dazu Bürgermeister von Guggenberg, Vizebürgermeister Schwaighofer, Dr. Gutmann und Kämmerer Just mit Gemahlin, Herr Dekan Dr. Schmid, vom Roten Kreuz Herr Statthaltereirat Niederwieser und Frau Gemahlin, Frau Baronin Rommel und Herr Dr. Mader, ferner Herr Professor Dr. Weingartner, Herr Professor Jochum und Herr Domorganist Wiesner, der in gewohnter Liebenswürdigkeit die
musikalische Begleitung besorgte. Die Feier begann mit einem Liede, Herr Primarius Dr. Sigmund sprach dann in kraftvollen Worten über den Gedanken der Feier, das innige „In dulci jubilo“ erklang, darauf deklamierten klar und lieb die Kinder des Herrn Stadtkämmerers Just, zum Schlusse sprach Herr Professor Jochum über die Bedeutung des Christbaums und dankte im Namen der Kranken allen Veranstaltern und Spendern. Nun gings an die Bescherung. Die Zivilpatienten erhielten Backwerk, jeder Soldat bekam sein Paket mit Hemd od. Unterhose, Taschentuch, Zigaretten und Süßigkeiten; und allen, die zur Feier nicht hatten kommen können, wurde die Christgabe zum Bett gebracht. Am nächsten Tage begegnete ich einem verbissenen Junggesellen. Er war aus seinem Heim geflohen, um der Christbaumfeier auszuweichen, und nun klagte er mir mit Grimm, daß sogar auch im Gasthaus der „Staude“ nicht entgangen sei. Im Krankenhause aber erzählten mir alle die Patienten von der schönen Christbaumfeier, die Soldaten
nebelten froh ihre Zigaretten, die Schwerkranken wiesen lächelnd auf ihre Tischchen, und auch im Sanatorium zeigten sie alle erfreut über ihr Christgaben. So hat die Christbaumfeier mit ihren bescheidenen Gaben – die Zeiten sind zu sorgenschwer für reiche Feste – mitgeholfen, wohltuende Weihnachtsstimmung ins Hause zu tragen, und erwiesen, daß das Krankenhaus nicht ein gefühlskalter Betrieb ist, sondern ein Heim, in dem sich alle wie in einer großen Familie fühlen.
Gottesdienstordnung am 3. Jänner 1919 Donnerstag, 2. Jänner 1919 (Herz Jesu-Freitag) in der Institutskirche der Engl. Fräulein: Morgens
5 Uhr wird das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Dann folgen hl. Messen bis einschließlich 9 Uhr; abends ½ 8 Uhr Rosenkranz, Litanei und Segen. Am Vorabend und am Morgen ist von 5 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
F A S C H I N G S R E V U E D E S M Ä N N E R G E S A N G V E R E I N S B R I X E N 18 6 2
GARTEN EDEN 2.0
H E L L E R S C H E I N U N D D U N K L E S C H AT T E N REGIE: LUKAS LOBIS MUSIKALISCHE LEITUNG: MICHAEL BRAUN CHOREOGRAFIE: SONJA DAUM FREITAG, 1. MÄRZ: REVUE MIT BALL EINLASS UM 19.00 UHR, BEGINN UM 21.00 UHR SAMSTAG, 2. MÄRZ: REVUE MIT BALL EINLASS UM 19.00 UHR, BEGINN UM 21.00 UHR SONNTAG, 3. MÄRZ: EINLASS UM 17.30 UHR, BEGINN UM 19.00 UHR MONTAG, 4. MÄRZ: EINLASS UM 19.00 UHR, BEGINN UM 20.30 UHR DIENSTAG, 5. MÄRZ: EINLASS UM 19.00 UHR, BEGINN UM 20.30 UHR
Damiani-Holz&KO
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A U F F Ü H RU N G SO RT Forum Brixen, Romstraße 9 KA RTEN VO RVERKA U F Samstag, 16. Februar von 8.00 bis 12.30 Uhr im Walthersaal, Altenmarktgasse 1 sowie ab Montag, 18. Februar von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr im Forum, Romstraße 9 Tel. 0472 275520 - www.forum-brixen.com W EI TERE I N F O S U N TER www.mgvbrixen.it MGV Brixen 1862 www.stadtlerlochn.it F REI TA G U N D SA M STA G Vor und nach der Veranstaltung Restaurant im Forum, Abendkleidung erwünscht. Nach der Faschingsrevue Livemusik mit »Die himmlischen Teufelchen«
Das beste Brixen vom Wohnen.
PAVILLON - BRIXEN Die neue Wohnanlage “Pavillon“ wird in Brixen, in ruhiger Wohnlage mit freiem Blick nach Südwesten, gebaut. Neues Wohnen mit hoher Wohnqualität steht im Vordergrund, welches durch großzügige Terrassen, Freiräume und Öffnungen geschaffen wird. Die größtenteils als Familienwohnungen konzipierten Einheiten werden von Terrassen und teilweise von Gärten umgeben, um eine natürliche „Zweisamkeit“ zwischen Innen und Außen zu schaffen, und somit die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Jede Einheit und jede Wohn-Oase soll einzigartig sein. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Büro.
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