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Freizeit & Erholung
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Jahrgang 29 · Mai 2018
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Georg Kaser feiert 25 Jahre Theakos
Ein Leben fürs Theater PORTRAIT: Brigitte Salcher und „ihr“ Tourismusverein DAS KAPUZINERKLOSTER IN BRIXEN: Für das einfache Volk DOWNHILL: Testfahrt im neuen Bikepark auf der Plose WIRTSCHAFT: Shared Space am Kleinen Graben
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Editorial
Politik & Gesellschaft 04 | KAPUZINERKLOSTER: Für das einfache Volk 10 | Karl Pfeifer: „Weltoffenheit ist unser Vorteil“
>>> 04
Sicher ist sicher
Menschen & Meinungen >>> 18 18 | PORTRAIT: Brigitte Salcher 23 | Pro & Contra: Ist das neue Raumordnungsgesetz gut für Südtirol? 24 | Umfrage: Zu wenig Eigenverantwortung? Kunst & Kultur >>> 26 26 | 25 JAHRE THEAKOS: Das ganze Leben ein Theater 30 | Sapperlot: Bühne frei für die Jugend! 32 | Sepp Mall: „Kunstgenuss muss nicht immer gratis sein“ 34 | Tschumpus: „Unterhaltung mit Haltung“ Veranstaltungen 42 | TIMER: Juni 2018
>>> 42
Freizeit & Sport 50 | PLOSE: Die neuen Downhill-Lines
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Wirtschaft & Umwelt >>> 58 58 | KLEINER GRABEN: Umgestaltung zur Begegnungszone 62 | Hundekot: Eine Frage des Anstands 63 | Event: Dem Menschen und der Natur verpflichtet 64 | Event: 45 Jahre erfolgreich am Bau Extra 70 | Freizeit & Erholung NEU! Brixner ePaper – die kostenlose „Brixner“-APP
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Nehmen wir an, Sie wären Eigentümer eines leider hochgradig verschuldeten Unternehmens und aus irgendwelchen Gründen auf der Suche nach einem Geschäftsführer, und es bewerben sich Matteo Salvini und Luigi Di Maio. Beide haben ein äußerst diskutables Curriculum, als Geschäftsführer keinerlei Erfahrung und in vielen Punkten diametral entgegengesetzte Meinungen, was sie aber nicht daran hindert, als Duo aufzutreten und Ihnen einen gemeinsamen Vorschlag zu unterbreiten. Dieser Vorschlag beinhaltet eine kreative Liste an Maßnahmen, die ausnahmslos unglaublich viel Geld kosten. Für Einsparungen ist ihre Kreativität längst nicht so ausgeprägt. Und jetzt kommt die Kernfrage: Würden Sie diesen beiden Ihr Unternehmen anvertrauen? Die italienische Bevölkerung muss hochgradig verzweifelt gewesen sein, um die absurden Versprechen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega nicht als solche identifiziert zu haben. 125 Milliarden Euro auf der Kostenseite und lediglich eine halbe Milliarde Euro auf der Seite der Einsparungen – das sind die nüchternen Zahlen des „Contratto di Governo“ von Salvini und Di Maio, und der arme Premierminister Giuseppe Conte hat nun die Aufgabe, dieses Wunschkonzert abzuarbeiten. Die Zahlen stammen übrigens vom „Osservatorio sui Conti Pubblici Italiani“, das bei der renommierten Mailänder Universität Cattolica angesiedelt ist. Allein die angekündigte „Flat tax“ würde jährlich mindestens 50 Milliarden kosten, der „reddito di cittadinanza“ weitere 17 Milliarden und die angekündigte Rentenreform über 8 Milliarden. Di Maio hat auch eine Reduzierung der Anzahl der Parlamentarier und eine Abschaffung der Politiker-Leibrenten angekündigt. Das ist natürlich sehr populär, bringt aber leider nur 0,2 Milliarden Euro Einsparungen. Ich weiß nicht, zu welcher Erkenntnis Sie jetzt gelangt sind, aber bevor ich das Schicksal meines Unternehmens einem solchen Duo in die Hände legen würde, würde ich es vorher auflösen. Sicher ist sicher.
Ihr Willy Vontavon
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Politik & Gesellschaft
SERIE „KLÖSTER IN BRIXEN“: DAS KAPUZINERKLOSTER
Für das einfache Volk 414 Jahre gibt es nun das Kapuzinerkloster in der Runggadgasse in Brixen. Der „Brixner“ hat mit Pater Franz Zitturi einen Rundgang durch die Klosterräume machen dürfen. Die Eindrücke davon schildern wir auf diesen Seiten – und erklären auch, warum es im Jahr 1600 einige Überzeugungsarbeit gebraucht hat, damit sich in Brixen die Kapuziner niederlassen durften. und jetzt einfach als Innenhof bezeichnet wird. Ab und zu finden hier auch kleine Ausstellungen und Konzerte statt. Inzwischen huscht eine zierliche Tertiarschwester durch den Gang. Sie bereitet für die heute im Kloster lebenden sieben Pater das Frühstück zu. „Fürs Mittagund Abendessen kommt eine Köchin von auswärts. Auch für die Erledigung der Verwaltungsangelegenheiten der Südtiroler Kapuzinerklöster haben wir eine Bürokraft angestellt“, führt Pater Franz Zitturi aus. Hier, zu ebener Erde, befindet sich das Refektorium, ein geräumiger und mit viel Holz ausgestatteter Saal, der als Speisesaal und Mehrzweckraum für Treffen auch auswärtiger Organisationen dient.
Geistliche und weltliche Schriften. Vom Refektorium geht es in
die reich bestückte Bibliothek. Sie zählt wie in den meisten Klöstern nach Kirche und Chorraum zu den wichtigsten Orten und wurde deshalb mit besonderer Sorgfalt eingerichtet und gepflegt. Die insgesamt drei Räume sind großzügig gestaltet und mit Heiligenstatuen geschmückt. „Viele der Bücher wurden von den Patres persönlich mitgebracht, viele wurden gekauft, geschenkt oder geerbt. Der Bestand wuchs schnell an“, erzählt Zitturi, „meist sind es geistliche Schriften, Predigtwerke und Bücher über Spiritualität – aber nicht nur.“ Und tatsächlich stehen auch Werke von Carl Zuckmayer, Karl Marx und anderen in den Regalen.
Pater Franz Zittur: „Armut, Gehorsam und Keuschheit zählen zu unseren Gelübden, aber insgesamt ist die Auslegung flexibler geworden“
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Im Jahr 2000 gab es hier 24.000 Bücher. Nach der Auflassung der Klosterbibliotheken von Klausen, Eppan und Schlanders „übersiedelten“ die dortigen Bestände nach Brixen und wurden in den ehemaligen kleinen Werkstätten für Tischler und Schneider untergebracht. Heute lagern etwa 40.000 Bücher im Brixner Kloster. Auch viele gebundene Zeitschriften „gediegenen Inhalts“ stehen in den Regalen. Früher gab es einen Kasten mit verbotenen Büchern, der fest verschlossen war. Besonders wertvoll sind die 100 Inkunabeln (Wiegendrucke) aus der Zeit des 15. Jahrhunderts. Für diese hat bereits die Nationalbibliothek in Rom ihr Interesse bekundet. Auch die über 2.000 Frühdrucke aus dem 16. Jahrhundert werden mit besonderer Sorgfalt aufbewahrt. An den langen Regalen entlang streifend, fährt Pater Franz Zitturi fort: „Seit über 15 Jahren wird an der Erstellung eines einheitlichen Katalogs in digitaler Form gearbeitet, aber inzwischen geht immer wieder mal das Geld aus.“ Ein Blick darf auch in ein leerstehendes Gästezimmer geworfen werden. Früher wurden die Zimmer für die Pater und Gäste „Zellen“ genannt. Sie sind ausgestattet mit Waschbecken, Toilette und Dusche. Dass jeder Pater sein eigenes, wenn auch kleines Zimmer hat, war dem Orden von Anfang an wichtig.
Musik liegt in der Luft. Der Mu-
sikraum ist groß und dient dem Kapuzinerchor und anderen Mu-
Fotos: Oskar Zingerle
P
ater Franz Zitturi ist Guardian und Ansprechpartner für die Verwaltung des Brixner Kapuzinerklosters in der Runggadgasse und des Südtiroler Teils des Provinzialats Österreich-Südtirol. Bevor er heute um 9 Uhr morgens den „Brixner“ zum Rundgang einlädt, versorgt er noch an der Pforte wartende Flüchtlinge mit Kaffee und belegten Broten. „Jeden Tag kommen Bettler. Heute sind es nur vier, manchmal sind es aber über ein Dutzend. Besonders viele sind es dann, wenn in Bozen ein Flüchtlingslager geschlossen wird. Am Nachmittag müssen wir die Eingangstür schließen, denn auch unsere Möglichkeiten haben Grenzen“, sagt er, und er öffnet dabei die Pforte zum Klaustrum, das früher nicht zugänglich war
ZWISCHEN GEISTLICH UND WELTLICH: In der Bibliothek des Kapuzinerklosters treffen Welten aufeinander, aber auch die Pater sind offen für Neues
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Politik & Gesellschaft Das Klaustrum, das heute einfach als Innenhof bezeichnet wird, ist das grüne Herz des Kapuzinerklosters
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sikgruppen als Proberaum. Nicht zu übersehen sind das Klavier und ein Wandbild von Ludwig van Beethoven. Der Raum ist das „Reich“ von Pater Michael, dem „jüngsten“ im Kloster. Er ist mittlerweile 64 Jahre alt und ein begeisterter Cello- und Bassgeigenspieler. In der Mitte steht ein großer Tisch, an dem Pater Franz Zitturi nun seinen Tagesablauf schildert: „Aufstehen um 5:30 Uhr, herrichten, beten und meditieren, Breviergebet um 7 Uhr, Heilige Messe um 7:30 Uhr, anschließend
unterrichteten an Schulen und dienten als Spitalskapläne“, erzählt Pater Franz Zitturi, „und ihre Gehälter flossen in die Gemeinschaftskasse.“ Zudem gab es meist zweimal im Jahr Sammlungen bei Bauern- und Stadtfamilien – „das wäre heutzutage undenkbar. Heute sind es die Pensionen, meist Mindestrenten von 634 Euro, von denen wir leben.“ Die Mieten, die die Kapuziner einnehmen, fließen in die Gemeinschaftskasse des Provinzialats, das dann bei Bedarf einspringen muss. Auf die Frage nach den Gelüb-
auf die geringe Anzahl von Patres und den fehlenden Nachwuchs berichtet Pater Franz Zitturi, dass sogar nachgedacht worden sei, die Orden der Kapuziner und Franziskaner zusammenzulegen. Aber es gebe doch zu unterschiedliche Gewichtungen. Unser Rundgang bei den Brixner Kapuzinern endet schließlich im Garten. Dort schafft Pater Michael, der neben der Musik die Gartenarbeit zu seinen Aufgaben zählt. Angebaut wird vor allem für den Eigenbedarf, aber ab und zu kommen Private vorbei und holen
„Selbstverständlich zählen Armut, Gehorsam und Keuschheit nach wie vor, aber insgesamt ist die Auslegung flexibler geworden“_Franz Zittur Frühstück. Dann geht jeder der Pater seinen Aufgaben nach. Ich habe heute zum Beispiel Pförtnerdienst.“ Sobald es Essen gibt, hört die Arbeit auf. Da alle Brixner Pater ein gewisses Alter haben, genehmigen sie sich eine Mittagspause. Anschließend wieder Arbeit, um 18:30 Uhr erneut Chorgebet, um 19 Uhr gibt es Abendessen. „Früher lebten junge Pater im Kloster. Sie arbeiteten auch außerhalb, 6
den des Ordens geht er offen ein: „Selbstverständlich zählen Armut, Gehorsam und Keuschheit nach wie vor, aber insgesamt ist die Auslegung flexibler geworden. So trägt heute kaum noch ein Pater die Kutte, denn die macht‘s nicht aus! Bis vor zwei Jahren hatten wir noch einen Schneider hier im Kloster; heute werden neue Kutten in Innsbruck angefertigt. Aber wir sind sparsam und tragen alte Kutten auf.“ Angesprochen
etwas vom Obst oder Gemüse. Dafür kriegt Pater Michael dann mal Hilfe. Das ist alte Tradition!
Die Geschichte der Kapuziner. Bereits zu Lebzeiten des Hl.
Franziskus und besonders nach seinem Tod im Jahr 1226 war es im Orden der Franziskaner zu Unstimmigkeiten über die zukünftige Ausrichtung des Ordens gekommen. Es entwickelten sich zwei Strömungen: Die gemäßig-
tere Bewegung nannte man die Konventualen, die strengere die Observanten. Aus der letzteren gingen schließlich die Kapuziner hervor. Als Symbol trugen sie, die 1528 vom Papst bestätigt wurden, einen braunen Habit – allgemein Kutte genannt – mit einer langen, spitzen Kapuze, derentwegen sie „Capuccini“ genannt wurden. In den ersten 50 Jahren durften sie nur in Italien wirken, später auch jenseits der Alpen und in Süd- und Osteuropa. Von Mailand aus entstanden zahlreiche Ordensprovinzen, so auch jene in Tirol. 1599 wurde das erste Kapuzinerkloster in Bozen errichtet – sechs Jahre nach jenem in Innsbruck.
Widerstände bei der Klostergründung in Brixen. Andreas von
Österreich, Kardinal und Fürstbischof in Brixen, hatte schon Ende des 16. Jahrhunderts die Idee zur Gründung eines Kapuzinerklosters in Brixen. Es gibt diesbezüglich ein Schreiben vom Oktober 1600, in dem berichtet wird, dass bereits ein geeigneter Platz dafür ausfindig gemacht worden sei. Mit seinem Tod schien das Vorhaben geplatzt zu sein, doch sein Nachfolger, Fürstbischof Christoph Andreas von Spaur, setzte sich bereits ein Jahr später mit dem Domkapitel in Verbindung und nannte als
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Politik & Gesellschaft
war sehr klein und einfach – und damit Ausdruck franziskanischer Armut. Dennoch verschlang der Bau neben den Kosten für die erkauften Baugründe, der Ablösung einiger Grundstücke und der nötigsten Kloster- und Kirchenerrichtung an die 7.000 Gulden.
Bedeutende Kapuziner in Brixen. Viele Kapuziner stamm-
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geeignetsten Platz „die Kirche St. Katharina in der Runggad mit dem angrenzenden Gebäude und dem Baumgarten“. Das Domkapitel winkte ab. In der Folge entstand ein lebhafter Briefwechsel; das Domkapitel blieb aber bei seiner Ablehnung, ohne diese schriftlich zu begründen. Die Schreiben wurden im Verlauf des Jahres 1601 schärfer, ja bedrohlicher. Zudem suchte und fand der Fürstbischof mächtige Unterstützer für seine Idee. Im August 1601 wurden die Gründe für die Ablehnung genannt: die große Schuldenlast des Domkapitels, die anstehende aufwändige Reparatur des einen baufälligen Domturmes, die Armut der Einwohner und das häufige Durchziehen der vielen Bettler. Es wäre besser, hieß es, die Ausgaben für das Kloster zur Errichtung neuer Seelsorgestationen, zur Unterstützung kranker Priester und
zur Vollendung des begonnenen Schulbaus zu verwenden. In der Ausgabe Nr. 78 des „Schlern“ aus dem Jahr 2004, die sich ausgiebig mit der langen Geschichte der Brixner Kapuziner beschäftigte, bringt Pater Gaudentius Walser Verständnis auf für „das jahrelange Sich-Sperren des Domkapitels – einerseits wegen der Reduzierung der Pfründe, andererseits aus Eifersucht. Denn die Kapuziner erfreuten sich beim Volk bereits eines ausgezeichneten Rufes.“ Der Fürstbischof bemühte sich, die genannten Gründe durch Gegenargumente zu entkräften. Selbst Papst Klemens VIII. erließ im April 1602 ein Schreiben an das Domkapitel und den Fürstbischof. Das zähe Ringen ging weiter bis zum Spätherbst 1602, als der Verkauf des Grundstücks an den Fürstbischof endlich besiegelt wurde. Als Sensation wurde vermerkt,
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dass drei Domherren, alle drei adeliger Herkunft, in den Kapuzinerorden eingetreten waren.
Notwendige Bauarbeiten. Im
Frühjahr 1603 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Sie gingen zügig voran: Bereits 1604 erfolgte die Einweihung. Auch die Brixner Maurerzunft war „auf ihre inständige Bitte hin“ zum Zug gekommen. Mittlerweile zeigten sich auch die Domherren wohlgesinnt und spendeten namhafte Beiträge für die Bauarbeiten. Auch die 1340 erbaute Katharinenkirche musste zu jener Zeit wegen ihres Alters und ihrer Baufälligkeit gründlich saniert werden. Später, im Jahr 1630, wurde sie sogar abgerissen; an ihre Stelle wurde eine neue und größere gebaut. Das Kloster selbst wurde nach dem Abriss zweier bestehender Gebäude mitsamt Garten an deren Platz errichtet. Es
Das Bild der Kapuziner früher und heute. Bischof und Gläubi-
ge wünschten sich um 1600 die Kapuziner – trotz des Widerstandes des Domkapitels. Sie waren Symbol der Erneuerungsbewegung, weil sie nicht durch Pfründe und Benefizien versorgt wurden, sondern selbst durch milde Gaben von Gläubigen für sich aufkommen mussten. Sie waren für das einfache Volk bestimmt und
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foto: alphaspirit
Als Kapuzinerpater darf man sich keinen Luxus erwarten, aber dennoch sind die Zimmer gemütlich eingerichtet
ten aus Brixen oder Umgebung, darunter „große Talente, Führerpersönlichkeiten, hervorragende Prediger, Theologen und Schriftsteller von Format, Vorbilder franziskanischer Frömmigkeit, einige Ordensbrüder, die im Rufe der Heiligkeit fortlebten im christlichen Volk“. So schreibt der Historiker Pater Hohenegger im „Schlern“. Sie pflegten einerseits die Wissenschaft und widmeten sich vor allem der Verkündigung der Botschaft Jesu, dem Beichtdienst und der Kranken- und Aushilfsseelsorge. Die Kapuziner predigten von der Kanzel im Dom und der Pfarrkirche und betreuten die Schwestern der verschiedenen Klöster. Zu den besonderen Kapuzinern, die in Brixen wirkten oder Gäste waren, zählen der Hl. Laurentius von Brindisi, der Selige Adolf Kolping und der Heilige Josef Freinademetz. Nicht zuletzt war es Bischof Wilhelm Egger, der bis zur 1986 erfolgten Bischofsweihe 22 Jahre lang im Kloster wohnte, studierte und arbeitete.
Ob Gartenarbeit, Musik oder Pförtnerdienst: Jeder der sieben Kapuzinerpater hat seinen eigenen Aufgabenbereich
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Vertreter der Predigerbewegung. So waren es die Kapuziner, die die Karfreitagsprozession einführten, bei der sie auf dramatische Art und Weise die Leiden Jesu darstellten. Bilder, Statuen, Fahnen und allerlei Figuren wurden vorangetragen, Szenen aus der Bibel wurden dem Volk vor Augen geführt. Das machte tiefen Eindruck und bewog das Volk zu Meditation und Umkehr. Domdekan Johannes Messner schrieb 2004 im „Schlern“: „Das Bild des Kapuziners, wie ich es in meiner Jugend erlebt habe (…), ist jenes des Aushilfspaters, der Predigt-, Beicht- und Begräbnis-
info Das Brixner Kapuzinerkloster im Steckbrief: Gründung: 1603 Anzahl der Kapuzinerpater weltweit: 10.500 Anzahl der Pater im Provinzialat Österreich-Südtirol: 95, davon 40 in den sechs Klöstern Südtirols (Bozen, Meran, Brixen, Bruneck, Sterzing, Neumarkt; Schlanders wird in diesen Tagen aufgelöst) Anzahl der im Brixner Kloster lebenden Pater: 7 Leitung: Guardian Franz Zitturi
aushilfe leistet, der Sammelpater mit Träger, der Paterpulver, Paterringelen und Bildchen verteilt, der Pater, der die Sorgen und Nöte der Menschen betend mitträgt.“ Allerdings, fügte er hinzu, erlebte er in den vergangenen Jahrzehnten auch ein anderes Bild: jenes des Professors an der Philosophisch-Theologischen Hochschule am Priesterseminar. Davon geben auch die Schriften in der Klosterbibliothek Zeugnis.
Neues Leben in alten Mauern. Dass es hinter den alten Klostermauern auch lebhaft zugeht, ist der Tatsache zu verdanken, dass das Kloster verschiedenen Institutionen und Organisationen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Diese wurden mit öffentlichen Geldern um- und ausgebaut sowie eingerichtet. Die Arbeitsgemeinschaft für Behinderte (seit 1988) zählt dazu genauso wie das Eltern-Kind-Zentrum (seit 1994), der Sozial- und Gesundheitssprengel Eisacktal (seit 2004) und der Waldorf-Kindergarten (seit Herbst 2017).
johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Politik & Gesellschaft
„Weltoffenheit ist unser Vorteil“
INTERVIEW
Anfang Mai lud der Verein Heimat Brixen/Bressanone/Persenon zu einer Begegnung mit dem Zeitzeugen und Journalisten KARL PFEIFER. Der „Brixner“ hat vor dem Diskussionsabend ein Interview mit dem bald 90-jährigen Österreicher geführt, in dem es um Identität, Integration und Verantwortung geht.
KARL PFEIFER: Wenn ich an den Schulen meine Geschichte erzähle, ist es immer auch eine Warnung: Achtung Kinder, anhand meiner Erfahrungen sieht man, was passieren kann, wenn man anfängt, jemanden zu diskriminieren für etwas, wofür derjenige nichts kann. Kein Mensch kann etwas dafür, wohin er geboren wurde. Ich war immer glücklich damit, dass ich so geboren wurde, wie ich bin. Ich schämte mich nicht, und ich fühlte, dass ich genauso das Recht darauf habe, zu leben wie jeder andere. Ich habe aber auch das Recht, an das zu glauben, woran ich will. Das ist nun einmal das Prinzip der Demokratie! Haben Sie an diesem Prinzip früher gezweifelt? Ich habe daran gezweifelt, dass die Christen das christliche Gebot der Nächstenliebe wirklich leben. Als Kind habe ich zumindest gewusst, dass dieses Gebot für uns Juden nicht gegolten hat. In der Volksschule, die ich in Baden bei Wien besucht habe, musste ich zum Beispiel die Klasse während des katholischen Religionsunterrichtes verlassen. Danach, während der zehnminütigen Pause vor der nächsten Schulstunde, haben 10
Foto: Oskar Zingerle
Herr Pfeifer, Sie nutzen Ihren Aufenthalt in Südtirol, um neben dem Diskussionsabend in Brixen verschiedene Schulen zu besuchen. Dabei erzählen Sie von Ihrem Leben, von Ihrer Kindheit, von verschiedenen Vorkommnissen, die Sie als Jude vor und während des Zweiten Weltkrieges erlebt haben, und Sie erzählen von Ihrer Flucht nach Ungarn und später Palästina sowie von Ihrer Rückkehr nach Österreich. Was genau möchten Sie mit den Besuchen bezwecken?
Karl Pfeifer: „Ich bin gegen jede ethnische und völkische Hetze“
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mich im Hof Kinder angerempelt und geraunt: „Ihr habt den Heiland gekreuzigt!“ Ich dachte, diese Kinder sind verrückt! Wie könnten ich oder meine Eltern den Heiland kreuzigen? Das ist doch vor über 19 Jahrhunderten geschehen. Die Kirche hatte aber propagiert, dass die Juden daran schuld sind, dass Christus gekreuzigt wurde. Damit wurden ganze Generationen vergiftet. Zum Glück hat die katholische Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil ihren Standpunkt geändert. Seit damals gibt es keine Zweifel, dass ihre Wurzeln jüdisch sind. Papst und Kirche haben eindeutig Stellung gegen den Antisemitismus bezogen. Ist dies Ihr erster Besuch in Südtirol?
Nein. Seit 2000 haben wir viermal Urlaub in Südtirol gemacht, unter anderem 2005 in Brixen, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben. 2010 und 2011 war ich zusammen mit meiner Frau hier – damals allerdings nur als Zeitzeuge. Welche Rolle spielt Religion in Ihrem Leben? Für mich spielt die Religion eine große Rolle, ohne dass ich religiös bin. Ich wurde als Jude geboren, als Jude erzogen, und ich habe nach dem Anschluss von Österreich an das nationalsozialistische Deutsche Reich 1938 auch deswegen gelitten. Religion ist schon ein wesentlicher Bestandteil meiner – um ein jetzt in Südtirol populäres Wort zu gebrauchen: Identität. Diese Frage nach der Identität ist
es auch, die die österreichischen Schüler von den Kindern und Jugendlichen an den deutschsprachigen Schulen in Südtirol unterscheidet. In Österreich wurde ich bei meinen Schulbesuchen noch nie nach Identität gefragt, weil es für die Schüler klar ist, dass sie Österreicher sind; die meisten Einwanderer möchten auch Österreicher sein. Was überrascht Sie noch an Südtirol außer besagter Frage nach der Identität? An Südtirol finde ich attraktiv, dass hier Leute verschiedener Kulturen und mit unterschiedlichen Sprachen miteinander in Frieden leben. Im Alltag spürt man keine Spannungen. Auch bin ich der Überzeugung, dass
die in Südtirol gelebte Zweisprachigkeit – eigentlich ist es sogar eine Dreisprachigkeit – eine gute Sache ist. Wenn Leute dagegen Sturm laufen, ist das sehr schlecht. Die Sprachenvielfalt macht Südtirol als Tourismusgebiet attraktiv. Außerdem ist die Religion immer noch ein gemeinsamer Nenner. Der Großteil der Südtiroler sind Katholiken, und ich kann nicht einsehen, warum ein Katholik mit einem anderen nur wegen der Sprache ein Problem haben soll. Die Zweisprachigkeit birgt in Südtirol aber auch gewisses Konfliktpotential ... Sicherlich, aber was macht das für einen Sinn, wenn deutsche Kinder in einen deutschen Kindergarten gehen müssen? Hindert jemand in Südtirol deutschsprachige Kinder daran, in einen deutschsprachigen Kindergarten zu gehen? Wen stört es, dass ein paar Italiener ihre Kinder in den deutschsprachigen Kindergarten schicken? Im Gegenteil: Man müsste froh darüber sein, weil sie ja Deutsch lernen wollen. Diese Definition durch die Ethnie hat in der Geschichte Südtirols ihre Ursache – das sehe ich
auch ein. Aber muss das ewig so weitergehen? Warum diese Angst? Wenn jemand deutschsprachig ist, kann er stolz sein auf seine Kultur und auf seine Sprache; die Italienisierung von damals gibt es heute eben nicht mehr. Aber warum gibt es diesen Konflikt trotzdem? Stellen wir uns einmal folgende Frage: Was ist Österreich – oder meinetwegen Südtirol? Gibt es eine österreichische Rasse? Nein, die gibt es natürlich nicht. Österreich ist ein Land, dessen Einwohner
diesem Thema haben. Ich bin hier in Südtirol Ausländer, und ich würde nie auf die Idee kommen, den Südtirolern sagen zu wollen, wie sie ihre Probleme zu ordnen haben. Aber in Österreich sind wir gut beraten, nicht gegen ethnische Gruppen oder gegen religiöse Gruppen irgendwelche Kriege zu führen oder feindliche Gefühle zu haben. Wobei es natürlich immer Konflikte geben kann – das ist kein Geheimnis. Und in einer Demokratie kann und muss man über diese Konflikte diskutieren. Natürlich, wenn in Österreich
chen behaupten, sie möchten die christlich-jüdische Kultur vor dem Islam schützen, dann kann ich nur entgegnen: 1981, als wir viele polnische Flüchtlinge hatten, die zu 99,9 Prozent Katholiken waren, haben die Freiheitlichen auch gegen diese Katholiken und gegen diese Europäer gehetzt. Um ihre Leute zu mobilisieren, brauchen sie eben ein Feindbild. Eine Demokratie kann aber, wie schon gesagt, kein Feindbild brauchen. Die Frage ist vielmehr, wie dieser Konflikt gelöst werden kann. Die Antwort ist: friedlich und mit den Mitteln
„Die schreckliche Vergangenheit kann nicht geändert werden, doch für die Gegenwart tragen wir alle Verantwortung“_Karl Pfeifer, Journalist und Zeitzeuge unterschiedliche Wurzeln haben. Schlagen Sie einmal das Wiener Telefonbuch auf – und Sie werden 30 oder gar 40 Prozent slawische Namen finden. Wo bitte gibt es eine reine ethnische Gruppe? Die gibt es nicht. Aber bitte, man kann verschiedene Anschauungen zu
100.000 Leute in einem Jahr ohne Kontrolle einwandern, entstehen Ängste in der Bevölkerung. Leicht wird in diesem Fall Menschen Glauben geschenkt, die hetzen und Gerüchte verbreiten. Um es konkret zu sagen: Wenn in Österreich unsere Freiheitli-
der Demokratie, ohne eine Menschengruppe zu stigmatisieren. Was haben wir Österreicher zu gewinnen, wenn gegen Ausländer gehetzt wird? Vielmehr ist es ein Vorteil, weltoffen zu sein. In der EU zu sein ist doch eine herrliche Sache!
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Politik & Gesellschaft
Aber die Feindbilder verändern sich ständig, oder? Das stimmt schon. Als ich 1951, mit 23 Jahren, nach Österreich zurückkehrte, hat man in Österreich über die Italiener sehr schlecht gesprochen. Man nannte sie verächtlich Katzlmacher. Diese Generation, die älter ist als ich, gibt es inzwischen aber nicht mehr – und gleichfalls verschwunden ist dieser Konflikt. Es fällt heute einem gebildeten Österreicher nicht ein, auf Italien hinunterzusehen und von Katzlmachern zu sprechen. Sie sind 1928 in Baden bei Wien geboren und haben nach dem Anschluss Österreichs ans Dritte Reich die Judenverfolgung miterlebt. Dann sind Sie nach Ungarn geflüchtet. Glauben Sie, dass diese Art von Hass und der Holocaust auch heute noch möglich wären? Das glaube ich nicht. Ja, es passieren schlimme Sachen, das kann man nicht leugnen. Alleine die Tatsache, dass wir hier in Europa einen Krieg hatten, den Jugoslawien-Krieg, war schon schlimm genug. Inserat JuniMan hätte ja nie gedacht,
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Karl Pfeifer: „Was haben wir zu gewinnen, wenn gegen Ausländer gehetzt wird? Vielmehr ist es ein Vorteil, weltoffen zu sein“
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dass sich die Leute in einem Land, einem so schönes Land noch dazu, plötzlich gegenseitig wegen ethnischen, völkischen Gedanken an die Gurgel gehen. Haben diese Völker dadurch etwas gewonnen? Nein! Sie haben verloren. Dasselbe erleben wir gerade im Konflikt Ukraine-Russland. Das ist nicht gut. Der Nationalsozialismus in der Art, wie er damals war, kann so aber nicht wiederkommen. Es gibt kein Land, das so etwas durchführen könnte. Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie bereuen? Als ich mit 10 Jahren nach Ungarn kam mit meinen Eltern, habe ich ungarisch gelernt – und mich auch ein Jahr als Ungar gefühlt! Die Sprache beherrschte ich innerhalb eines Jahres sehr gut. 1939, der Zweite Weltkrieg war gerade ausgebrochen, ging ich ins jüdische Gymnasium in Budapest, und es war Pflicht, eine Schulkappe zu tragen. Auf dieser war das Logo der Schule aufgestickt, in meinem Fall der achtarmige Leuchter. Alle haben also gewusst, dass ich auf die jüdische Schule gehe. Eines Tages bin ich aus der Tram ausgestiegen – und Schüler haben mich wie früher in Österreich beschimpft! „Schmutziger Jude, stinkender Jude ...“. Die Erwachsenen standen daneben und lächelten. Auf dem kurzen
Weg von der Tram ins Gymnasium habe ich beschlossen, dass aus mir kein Ungar werden wird. Also habe ich auch aufgehört zu lernen. Ich habe die falsche Konsequenz gezogen, damals, mit 11 Jahren, aber ich war eben nicht klug. Das Verweigern war ein Zeichen der Revolte gegen alles. Heute würde ich das anders machen, und ich würde weiterlernen. Denn was man lernt, kann einem nie schaden! Um zu bereuen, muss man aber erst an Lebenserfahrung gewinnen, oder? Das stimmt. Man muss Lebenserfahrung sammeln, damit man weiß, dass man einen Fehler gemacht hat. Kein Mensch ist unfehlbar, und das muss man sich auch vor Augen führen. So gesehen habe ich viele Fehler in meinem Leben begangen. Fehler, die ich nicht mehr wiedergutmachen kann, aber aus denen ich gelernt habe. Am 12. März haben Sie bei einer Gedenkveranstaltung zum Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland gesagt, „die schreckliche Vergangenheit kann nicht geändert werden. Doch für die Gegenwart tragen wir alle die Verantwortung.“ Sind wir uns dieser Verantwortung überhaupt bewusst?
Wie der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen so treffend am 20. April gesagt hat: „Adolf Hitler war ein Österreicher.“ Das kann man nicht und soll man nicht vergessen. Kein Mensch redet heute von einer Kollektivschuld. Aber jeder Einzelne hat die Verantwortung dafür, dass die Gesellschaft so ist, wie sie ist, und dass sich so etwas nicht wiederholen kann. Ich muss sagen, als 90-Jähriger sehe ich das, was ein junger Österreicher nicht sehen kann: Ich sehe die Entwicklung! Es gibt auch Rückschritte: Ich denke an die Freiheitlichen, die in der österreichischen Regierung sind. Das missfällt mir. Trotzdem bin ich ein Optimist; für mich ist ein Glas immer halbvoll und nicht halbleer. Ich hoffe sogar, dass es wieder einmal voll wird – und dazu möchte ich etwas beitragen. Aber es ist kein automatischer Optimismus. Wenn die junge Generation nichts tut und keine Konsequenzen zieht, dann drohen uns schreckliche Gefahren. Davon bin ich überzeugt. Aber ich bin voller Hoffnung, dass die junge Generation es nicht zulassen wird, gegen ihr eigenes Lebensinteresse zu arbeiten. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
info Karl Pfeifer ist 1928 in Baden bei Wien geboren. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland 1938 flüchtet er mit seinen Eltern nach Ungarn, wo er in Debreczen und später in Budapest ein jüdisches Gymnasium besucht. Pfeifer tritt später der zionistisch-sozialistischen Jugendbewegung Haschomer Hazair bei, und er erreicht mit einem der letzten Kindertransporte Palästina. Er lebt im Kibbuz, 1948 kämpft er im Unabhängigkeitskrieg Israels und kehrt 1951 nach Österreich zurück. Bis 1979 arbeitet er in verschiedenen Stellen im Gastgewerbe im In- und Ausland, danach wird er als Journalist mit dem Schwerpunkt Ungarn tätig. Karl Pfeifer hat mehrere Publikationen veröffentlicht. 2008 wurde für die Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung der Dokumentarfilm „Zwischen allen Stühlen. Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer“ gedreht.
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Foto: Konrad Willeit
Neue Leitung fürs Vinzentinum z Gemeinsam geht’s einfacher, das beweisen heute Schwarmintelligenz und kollektives Handeln. Auf „gemeinsam statt einsam“ setzt ab 1. September auch das Vinzentinum: Bei einem Pastoralbesuch Mitte Mai hat Bischof Ivo Muser nämlich mitgeteilt, dass die bischöfliche Bildungseinrichtung eine neue Form der Führung erhält. Heimleiter Paul Felix Rigo, Direktor Christoph Stragenegg und Verwalter Thomas Schraffl werden künftig gemeinsam als Führungsgremium in kollektiver
P&G
Leitung tätig sein. Die Funktion des Regens als gesetzlicher Vertreter des Vinzentinums wird künftig Generalvikar Eugen Runggaldier wahrnehmen. Als solcher ist er auch Moderator der Hausleitung und begleitet die strategische Weiterentwicklung des Hauses. Die Aufgaben des Spirituals übernimmt – in reduzierter Form – ab dem 1. September Josef Knapp, der erst vor kurzem zum Diözesanreferenten für die Berufungspastoral ernannt worden ist. vk
BRIXEN
z Wege aus der Isolation finden, die gemeinsame Unterhaltung in der Gruppe sowie bei verschiedenen Veranstaltungen Freude und Fröhlichkeit aufkommen lassen – das sind vorrangige Ziele der Südtiroler Gesellschaft für Parkinson. Zu diesem Zweck gibt es südtirolweit neun Selbsthilfegruppen. Unter dem Motto „Tanzen, Singen, Spielen“ hat die Selbsthilfegruppe für Parkinson mit ihrer Leiterin Martha Egger zum frohen Miteinander Betroffene und deren Angehörige aus verschiedenen Landesteilen in die Landesberufsschule für Gastgewerbe „Emma
kurz
notiert
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Hellenstainer“ geladen. Etwa 90 Personen erlebten am 24. April einen Nachmittag gefüllt mit Tanz, Theatereinlagen und Gesang. Die Schüler der Klasse 2A Hotelfach haben unter Aufsicht ihrer Fachlehrer ein köstliches Büffet vorbereitet, und Schüler der Musikschule Brixen spielten unter der Leitung von Josef Fischnaller zünftig auf. Bewegung ist für Parkinson-Patienten sehr wichtig, und so baute die Seniorentanzleiterin Helene Plaikner immer wieder Kreis- oder Paartänze ein. „Ich bin dabei, weil es mir gefällt“, erzählt Annemarie Moser aus Bruneck
Die Freiwillige Feuerwehr Milland hat ein verhältnismäßig ruhiges Jahr hinter sich: Die Wehrmänner rückten zu 58 Einsätzen aus, absolvierten ebenso viele Übungen und Lehrgänge und kommen so auf 8.000 Stunden Dienst an der Allgemeinheit.
Foto: Oskar Zingerle
Der Lebensfreude auf die Beine helfen
und dreht mit mir gekonnt einen Linkswalzer. Zwei Betroffene der Krankheit zeigten mit der Seniorentanzgruppe Klausen, was Wille und Anstrengung alles bewirken
können. „Sich niemals aufgeben“ ist die Devise von Helene Plaikner, die mit Humor für den organisatorischen Ablauf der Feier sorgte. ha
Um den Bau der neuen Musikschule pünktlich im November zu starten, wird die Gemeinde Brixen die Bau- und Einrichtungskosten von 12,73 Millionen Euro vorfinanzieren. Das Land, das die effektiven Kosten übernehmen wird, wird die Gelder nach Fertigstellung an die Gemeinde überweisen.
In den letzten Jahren erfuhr das Vahrner Dorfzentrum eine Umgestaltung und damit Aufwertung. Nach Abschluss der letzten Arbeiten konnte das neue Gemeindezentrum Anfang Mai gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Im Zuge der Arbeiten wurde unter anderem das Rathaus moderner und freundlicher gestaltet.
NACHGEFRAGT
„Im November geht’s los!“ Herr Bürgermeister, wann geht es los mit dem Bau der Musikschule? Bald! Das Ausführungsprojekt ist bereits genehmigt und wurde auch vom technischen Landesbeirat inzwischen gutgeheißen. In diesen Tagen werden wir die Arbeiten ausschreiben, und im November geht es dann konkret los. Wird gleichzeitig mit der Musikschule auch der angrenzende Sitz der Bürgerkapelle entstehen? Ja, gleichzeitig mit der Musikschule wird auch das neue Probelokal der Bürgerkapelle errichtet werden. Diese Arbeiten
werden von der Gemeinde finanziert und abgewickelt. Ist die Frage der Finanzierung der Musikschule inzwischen definitiv geklärt? Ja, denn vor kurzem hat die Landesregierung beschlossen, dass die Kompetenz in diesem Bereich mit Jänner 2019 an das Land übergehen soll. Der entsprechende Gesetzesvorschlag soll noch im Juni im Südtiroler Landtag genehmigt werden. Das bedeutet, dass die Finanzierung zur Realisierung der Musikschule vom Land übernommen wird. Diese Vorgehensweise ist auch absolut sinnvoll, denn die Musikschule Brixen be-
treut Schüler aus über 50 verschiedenen Gemeinden Südtirols, und es wäre wohl hochgradig ungerecht, wenn allein die Gemeinde Brixen den Bau finanzieren müsste. Eine Aufteilung der Kosten auf alle 50 Gemeinden hingegen wäre zwar gerecht, aber in der Abwicklung extrem kompliziert. Damit wir mit dem Bau schon im Herbst starten können, werden wir als Gemeinde Brixen aber einen Teil der Arbeiten vorfinanzieren. Das Land wird im Anschluss die Gelder wieder der Gemeinde rückerstatten. Damit gewinnen wir Zeit.
Foto: Oskar Zingerle
PETER BRUNNER, Bürgermeister von Brixen, über den Stand zur Realisierung der Brixner Musikschule in der Zone Priel – und über die Begründung, warum es sinnvoll ist, dass das Land die Finanzierung übernimmt.
willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
BRIXEN
Traumata erkennen und bewältigen
Positive Bilanz
z Wie entstehen Traumata eigentlich? Wie reagieren die Betroffenen auf sie, und welche Auswirkungen können sie haben? Diesen und ähnlichen Fragen müssen sich die Mitarbeiter des Südtiroler Kinderdorfes teilweise jeden Tag stellen, weshalb sie in diesem Themenbereich einen umfassenden Wissensschatz aufgebaut haben. Um diesen an andere Erzieher weiterzugeben, haben sich fünf Mitarbeiter Mitte Mai auf den Weg nach Potsdam zum internationalen Spielemarkt „Weniger spielt mehr“ gemacht; einer pädagogischen Fortbildungsveranstaltung aus der Praxis für die Praxis. Der Titel des Workshops: „Traumapädagogik im Südtiroler Kinderdorf“. Ein Szenario als Beispiel: Eine Erzieherin lässt die Badewanne einlaufen,
woraufhin das Kind, das das Plätschern des Wassers hört, komplett ausrastet. Was passiert bei diesem Kind, und wie kann ihm geholfen werden? Antworten auf diese Fragen versuchen die Mitarbeiter des Kinderdorfes unter anderem durch spielerische Methoden zu finden. Deshalb wurde auch in Potsdam der „traumapädagogische Werkzeugkoffer“ zu Rate gezogen, den die Kinderdorfmitarbeiter selbst zusammengestellt haben. Dieser Koffer beinhaltet verschiedene Strategien, die man ausprobieren kann, damit es den Betreuten wieder besser geht. Im Bild die fünf Mitarbeiter des Kinderdorfes, die den Workshop leiteten: Georg Profanter, Dagmar Atz, Ruthild Heimann, Philipp Ellecosta und Marco Menzel. vk
z Gute Neuigkeiten gab es für das Südtiroler Kinderdorf bei der Vollversammlung Ende April: Für die Belange des Vereins engagieren sich sieben neue Mitglieder, und außerdem konnten etliche Neuerungen im Kinderwohnbereich umgesetzt werden. Die Kinderwohngruppen wurden von sechs auf acht Kinder aufgestockt, wodurch sich ein neues Betreuungsmodell für die Sechs- bis Zwölfjährigen ergibt. Zudem gelten neue Besuchszeiten, und mit dem Besuchertreff gibt es ein neues Angebot, das speziell auf Trennungsfamilien zugeschnitten ist. Um das Fortbestehen von Haus Rainegg zu sichern, in dem alleinerziehende Frauen Hilfe finden, wurde das Angebot reduziert. Quantitativ verkleinert wurde zudem das Angebot des Therapie Centers; die Vielfalt für therapiesuchende
Südtiroler Familien bleibt aber weiterhin erhalten. „Ich danke dem Verwaltungsrat für den engagierten Einsatz im letzten Jahr! Ich danke ebenso den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die das Herzstück in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen darstellen“, freute sich Walter Mitterrutzner, Obmann des Südtiroler Kinderdorfes. „Nur durch ihren menschlichen Einsatz und ihre fachliche Kompetenz ist es uns möglich, den von uns betreuten Kindern dabei zu helfen, wieder Vertrauen ins Leben zu finden.“ Im Bild der Verwaltungsrat, bestehend aus Adolf Erlacher, Heinz Senoner, Gabriele Prader-Fritz, Walter Mitterrutzner, Sabina Frei, Walter Weitschek, Helga PlanggerDejaco, Helmuth Michaeler und Leonhard Niedermair. vk
BRIXEN
Rüstig in die Zukunft
z „Des braucht‘s net!“ – Mit negativen Aussagen dieser Art 16
sah man sich vor gut 15 Jahren konfrontiert, als die Ortsgruppe
Pfeffersberg-Albeins-Sarns-Elvas der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund aus der Taufe gehoben werden sollte. Zum Glück trotzten die Ideenstifter dem Gegenwind, denn unlängst konnte besagte Ortsgruppe ihren 15. Geburtstag feiern. Von Beginn an brachten die bäuerlichen Senioren den Veranstaltungen der Gruppe großes Interesse entgegen, und mit den Jahren nahm das Angebot stetig zu. Neben verschiedenen Vorträgen, etwa zu Themen wie „Verflixt, das darf ich nicht vergessen“ und „Erste Hilfe und Hausnotrufdienst“ wurden viele ganztägige und halbtägige Ausflüge innerhalb Südtirols und
über die Landesgrenzen hinaus organisiert. „Selbstverständlich durfte auch das Preiswatten nie fehlen“, schmunzelt Anna Kerschbaumer Schatzer, die die Ortsgruppe als Präsidentin leitet. Ihr ist es übrigens auch zu verdanken, dass die Ortsgruppe heute so gut aufgestellt ist. Ihr Stellvertreter Walter Leitner betont: „Sie leitet unsere Gruppe seit ihrer Gründung und war von Anfang an eine der treibenden Kräfte hinter allen Initiativen.“ Um das Jubiläum zu feiern, lud man zu einem Fest in Pinzagen. Im Bild die Ausschussmitglieder mit den Ehrengästen. vk
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Vom Außen zum Innen
Kickende Theologen in spe
z Das Haus der Solidarität Luis Lintner (HdS) steht nach außen hin gefestigt da – das hat sich bei der letzten Vollversammlung gezeigt. Doch im Inneren ist vieles in Bewegung. Neben den Sorgen und Existenzängsten, die mit dem Umzug ins Jakob-Steiner-Haus verbunden waren, gingen die drei Hauptamtlichen und 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit: Das HdS beherbergt laufend mehr als 40 Menschen in schwierigen Lebenslagen, „überbrückt“ pro Jahr über 100 Gäste, organisiert Veranstaltungen und begrüßt wöchentlich Schulklassen. In Zukunft geht es darum, mit neuer Energie in eine neue Schaffensperiode zu treten. „Wir müssen lernen, uns auf drei Kernbereiche zu fokussieren: Begleiten, Probieren,
Bewegen“, gibt Andreas Penn, der bisherige und auch neue Vorsitzenden des HdS, den Weg vor. „Wir begleiten Menschen, die in eine Notsituation gekommen sind. Wir probieren nachhaltige Konzepte aus, und wir möchten mit den gewonnenen Erfahrungen die Gesellschaft bewegen.“ Bei der ersten Vollversammlung in der neuen Wirkungsstätte in Milland wurde der neue Verwaltungsrat bestimmt: Andreas Penn, Elisabeth Grießmair, Petra Erlacher, Toni Russo, Karl Michaeler, Adolf Engl und Birgit Pichler leiten für die nächsten drei Jahre die Geschicke des HdS. Verwaltungsratspräsident ist Andreas Penn. Im Bild: Toni Russo, Karl Michaeler, Birgit Pichler, Andreas Penn, Elisabeth Grießmair, Adolf Engl und Petra Erlacher. vk z Studierende und Lehrende der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen stellten vor kurzem ihr Können abseits der Bücher unter Beweis: Beim Kleinfeldturnier, dem „GaudiCup“ an der PhilosophischTheologischen Hochschule, kickten Studenten der Religionspädagogik, jene der Fachtheologie sowie Professoren in vier Mannschaften um den Wanderpokal. Bis zum letzten Spiel war auch Petrus geduldig und ließ seine Schützlinge die Spiele bei Sonnenschein austragen. Der Wanderpokal wurde vom Regens des Priesterseminars, Markus Moling, der auch selbst mitspielte, an das Siegerteam „Die Hitzign“ mit Elisa Andersag, Michael Unterthiner,
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Tobias Resch und Magdalena Heiss übergeben. „Wenn die Gemeinschaft der Studierenden nicht im Hörsaal endet, sondern auch außerhalb der Mauern spürbar und gelebt wird, dann erst kann man von einem ausgewogenen Studium sprechen“, meint Studierendenvertreter Tobias Simonini in Aussicht auf den Gaudi-Cup 2019. In der Hochschule in Brixen studieren derzeit rund 150 ordentliche Hörer – die auch großen Wert auf Geselligkeit legen. Neben dem Gaudi-Cup, der bereits zum fünften Mal ausgetragen wurde, zählt auch ein alljährliches Törggelen, eine Nikolausfeier und ein Gartenfest zu den Highlights im akademischen Jahreskalender. eh
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Menschen & Meinungen
BRIXEN IM HERZEN: Auch nach ihrer Karriere im Tourismusverein bleibt Brigitte Salcher ihrer Heimatstadt treu
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Die Brigitte
PORTRAIT
BRIGITTE SALCHER konnte ihre Heimatstadt Brixen 41 Jahre lang als Mitarbeiterin und die letzten 18 Jahre Büroleiterin des Tourismusvereins mitgestalten und war stets da, wenn Not an der Frau war. Ende Juni beginnt für „die Brigitte“ mit dem Ruhestand ein neuer und bestimmt nicht weniger spannender Lebensabschnitt.
A
npassungsfähigkeit und Geradlinigkeit gehören unweigerlich zu Brigitte Salchers hervorragendsten Eigenschaften. Die Büroleiterin des Brixner Tourismusvereins hat viele Menschen, viele Charaktere kommen und gehen sehen, hat Veränderungen miterlebt und mitgelebt. Sich selbst ist sie aber immer treu geblieben. Als sie am 17. Mai 1977, also vor ziemlich genau 41 Jahren, beim Tourismusverein zu arbeiten begann, war dieser noch eine öffentliche Struktur mit wenigen Mitarbeitern, „etwas starr und zu bürokratisch“. Brigitte Salcher hatte die dreijährige Handelsschule besucht, Schwerpunkt Tourismus, – und dieser Schwerpunkt wurde zu
lich wird. Mit fünf Geschwistern aufgewachsen, der Vater schon früh verstorben, ist die Mutter von zwei erwachsenen Kindern jemand, der es gewohnt ist zuzupacken und der gerne gefordert wird. Geduld sei nicht unbedingt ihre Stärke, meint sie, über ein „Ja, aber“ ärgert sie sich in der Regel, „und ich ecke mit meiner Direktheit sicher oft an“. Sie ist auf eine zurückhaltende Art selbstbewusst und weiß um ihre Wirkung. Vielleicht liegt gerade darin jenes Geheimnis, das einen Menschen so lange an einen Arbeitsplatz bindet.
„Einmal muss Pause sein“. Brigit-
te Salcher hat gelernt, sich immer wieder neu auf die Menschen
mir gestanden ist.“ Zu Hause redet sie so gut wie nie über ihre Arbeit, denn „einmal muss einfach Pause sein.“ Abschalten bei Pilates und Yoga, der Sonnengruß und die fünf Tibeter als entspannter Start in einen prall gefüllten Arbeitstag. Abschalten auch beim Schifahren auf der Plose, denn „wo könnte es schöner sein?“. Sie spricht schnell und strukturiert, ist durch und durch Pragmatikerin. Überzeugen können, nicht überreden, und dabei einen langen Atem haben, darin war und ist Brigitte Salcher gut. „Es geht darum, dass sich jeder dort wiederfindet, wo er sich entfalten kann.“ Ohne Zweifel ist sie eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, auch
„Es geht darum, dass sich jeder dort wiederfindet, wo er sich entfalten kann“_ Brigitte Salcher ihrem Steckenpferd. 1993 kam dann die Privatisierung, „und so manches wurde damit einfacher“. Seit 2016 ist der Tourismusverein eine Genossenschaft mit vielfältigen Chancen, die Stadt in der globalisierten Welt zu positionieren.
Foto: Oskar Zingerle
Stolz auf Brixen. Brigitte Salcher
ist eine waschechte Brixnerin, die ganz unverhohlen den Stolz auf ihre Stadt zeigt. Sie kann sich begeistern, sich sanft und bestimmt in Rage reden, wenn sie von den Projekten erzählt, die Meilensteine in der Entwicklung von Brixen waren: die 1.100-Jahr-Feier, die Malik-Studie, die Marke BrixenPlose, die Brixencard. Manches sei eine Schwergeburt gewesen, anderes habe sich ergeben, weil man schon früh den Fokus auf Innovation gelegt habe: „Die Brixner wagten sich als erster Tourismusverein im Land an einen Webauftritt.“ Man spürt bei Brigitte Salcher eine Gelassenheit, die nur durch Erfahrung und eine ordentliche Portion Durchsetzungskraft mög-
einzustellen, „und das hat meine Arbeit interessant gemacht“. Alles unter einen Hut zu bringen, davon ist ihr Leben geprägt. Sie hat immer in Vollzeit gearbeitet – weil sie es so wollte, weil ihr die Arbeit einfach Spaß gemacht hat. „Und weil meine Familie hinter
wenn sie mit einer lässigen Handbewegung abwinkt. Sie ist die Konstante im Brixner Tourismusverein, hat mit fünf Präsidenten zusammengearbeitet, ist so etwas wie das Gedächtnis des Vereins, und zudem war „die Brigitte“ sich nie zu schade, dort einzuspringen,
Brigitte Salcher (links) ist eine waschechte Brixnerin, die den Stolz auf ihre Stadt ganz unverhohlen zeigt
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wo sie eben gebraucht wurde. Kongresse, Großveranstaltungen, unzählige Sitzungen und Besprechungen, der tagtägliche Dienst am Informationsschalter, viele kleine und große Aufgaben fügen sich zu einem energiegeladenen Mosaik.
Von hundert auf null. Vom Telex
bis zur rasanten Welt der E-Mails und Co. hat Brigitte Salcher alles mitgemacht. Sie hat Zeiten erlebt, „in denen wir jeden Euro zwei Mal umdrehen mussten“, war beständiger Kern und gute Seele eines wachsenden Teams. Zu den Höhepunkten in den vier Jahrzehnten ihres Arbeitslebens gehört der Papstbesuch im Sommer 2008. Zwei Wochen lang war Papst Benedikt in Brixen, Ausnahmezustand für die Stadt, Atmosphäre, die sich schwer in Worte fassen lässt. Und natürlich jede Menge Arbeit, galt es doch, Brixen von seiner besten, von seiner ureigensten Seite zu zeigen. Wenn sie nun Ende Juni in Pension geht („da muss ich durch!“), dann tut sie das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, „mit einem Jein“. Die Bürokratie, die im Laufe der Jahre immer umfangreicher geworden ist, wird sie ganz sicher nicht vermissen. Fehlen wird ihr aber das Team, die Kollegialität, die intensive Arbeit, „die uns immer wieder zusammengeschweißt hat“. Sie gibt Schritt für Schritt ab, obwohl man das Gefühl hat, dass sie noch mit all ihrem Elan bei der Sache ist. Auf das Leben nach der Pensionierung hat sie sich nicht vorbereitet. Warum auch? „Etwas wird sich sicher ergeben.“ Es etwas langsamer angehen lassen, die kleinen Dinge des Alltags bewusster erleben, Natur und Berge genießen, Rad fahren – „langweilig wird mir wohl nicht werden“.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 19
Foto: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
BRIXEN/BOZEN
Gegen den Strom z Der Brixner Walter Amort ist bei der Wahl um das Amt des Handelskammer-Präsidenten gescheitert: Mit 35 zu 11 Stimmen ist das Ergebnis zugunsten des amtierenden Präsidenten Michl Ebner unerwartet deutlich ausgefallen. Lediglich die elf hdsMitglieder im Kammerrat haben ihrem ehemaligen Präsidenten – Amort hat das Amt am 8. Mai an Philipp Moser übergeben – die Stange gehalten. „Bei vielen positiven Gesprächen mit den Vertretern der Wirtschaftsverbän-
de im Vorfeld der Wahl hatte ich Zuspruch für meine Themen erhalten“, kommentiert Amort das Ergebnis. Zunächst sei er froh, dass der hds hinter ihm gestanden sei, weil die eingeschlagene „Marschrichtung gegen den Strom ziemlich herausfordernd“ gewesen sei, „ich akzeptiere das Ergebnis wie es ist und widme mich jetzt wieder voll meiner beruflichen Tätigkeit als Lichtberater.“ oz
M&M
NACHRUF
z Er würde es wahrscheinlich nicht wollen. Nein, er würde es ganz sicher nicht wollen, dass man über ihn einen Nachruf schreibt. Und trotzdem kann man ihn nicht einfach so gehen lassen, ihn, den Weltenbürger, der Brixen gleichermaßen erdrückend wie behütend empfand, der bekannt war für seinen beißenden Wortwitz, der sich nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. 47 Jahre lang war er Südtirols Botschafter in Rom, zunächst als Sekretär für die Südtiroler Abgeordneten, dann als die Seele des Außenamtes. „Im Dienst der Heimat“ lautete der Titel des
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Portraits im Mai-„Brixner“ des Jahres 2005 – und so hat er seine Arbeit und auch sich selbst verstanden. Als eine Art Volksanwalt ohne Auftrag, als jemand, dem die Sorgen und Nöte der einfachen Bürger ein Herzensanliegen waren. Eine pointierte Sprache, gewürzt mit tiefgründiger Ironie, die man ihm oft übelgenommen hat, war das Markenzeichen von Peter Gasser. Unverblümt und dann doch wieder durch die Blume hat er gesagt, was er gedacht hat. So manches Mal dürfte er dabei seiner Zeit voraus gewesen sein. Peter Gasser war Gentleman, Querdenker, Welten-
Wolfram Ladurner trägt seit kurzem die bronzene Ehrennadel. Diese Auszeichnung wurde ihm vom lvh-Direktor Thomas Pardeller für seine zehnjährige Tätigkeit im Beirat der Glaser im lvh verliehen. Ladurner wurde außerdem bei der letzten Jahreshauptversammlung als Vizeobmann bestätigt.
Foto: Oskar Zingerle
In memoriam Peter Gasser
bummler und Lebenskünstler, mit einem großen Herzen hinter einer manchmal etwas rauen Schale. Still und leise ist er gegangen, gar nicht so, wie er gelebt hat. Er würde es
nicht wollen, dass man nach seinem Tod über ihn schreibt. Und trotzdem, er hat ein paar Abschiedsworte einfach verdient. mk
Walter Hilpold hat 40 Jahre seines Lebens dem freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr Brixen gewidmet. Dafür wurde der Gruppenkommandant im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages mit dem Verdienstkreuz in Gold geehrt. Mit derselben Auszeichnung wurde auch Kommandant Hubert Lanz für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Rosa Angela Battistella feierte kürzlich im Beisein Ihrer Familie, der Nichte Giulia und deren Gatten Mario in ihrer Wohnung im Dienstbotenheim ihren 102. Geburtstag. Stadträtin Paula Bacher überbrachte die Glückwünsche der Stadtverwaltung und wünschte der rüstigen Brixnerin weiterhin viel Gesundheit.
Foto: Oskar Zingerle
O o op s
mein Hoppala
Lukas Lobis, Schauspieler
Vollgespritzt Vor Jahren wurde ich auf dem Weg zur Firmung meines Neffens von einer Carabinieristreife angehalten. Ich saß am Steuer des mir nicht in allen Details vertrauten Autos meiner Frau – einem Honda CRV: „Mi scusi, ma siamo un po‘ in fretta“, sagte ich. „La faccio proseguire subito, ma spenga i fendinebbia“, erklärte der freundliche Carabiniere. Die Nebelscheinwerfer waren also an – wo aber ist der Knopf, um diese abzuschalten? „Non è mia la macchina. Non ho idea dove si spengono.” Hektisch überflog ich das Armaturenbrett. Der hilfsbereite Beamte begab sich vor das Fahrzeug und bückte sich, um mir ein Handzeichen zu geben. Links unter dem Lenkrad entdeckte ich einen Knopf, den ich sofort betätigte – mit fatalen Folgen: Vor uns stand plötzlich ein mit kleinen weißen Schaumsprenkeln übersäter Carabiniere. Ich hatte den Knopf für die Scheinwerferreinigung erwischt. Jetzt landest du im Knast, war mein erster Gedanke. Der Beamte und sein Kollege nahmen das Missgeschick aber Gott sei Dank mit Humor.
Leser kochen für Leser
mmh!
Schokoträume von Roya > Zutaten (für 6 Törtchen) 100 g Zartbitterschokolade 100 g Butter 2 EL Zucker 2 Eier 2 Eigelb 2 gehäufte TL Mehl
> Zubereitung Sechs Souffléförmchen oder sechs Mulden in einem Muffinblech gut einfetten und mit Mehl bestäuben. Schokolade und Butter im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen lassen und verrühren. Ei, Eigelb und Zucker idealerweise mit dem Schneebesen von Hand oder mittels Rührgerät aufschlagen, bis die Mischung dickflüssig
und hell ist. Die Schokoladenmasse langsam unter ständigem Rühren in die Eimasse einlaufen lassen. Mehl hineinsieben und unterheben. Masse in die Förmchen geben und mindestens 30 Minuten kaltstellen. Ofen auf 200 bis 230 Grad vorheizen und die Schokoladenträume viereinhalb bis sechs Minuten backen – je nach Temperatur und Ofen. Die Oberfläche muss fest sein. Herausnehmen und eine Minute ruhen lassen, dann vorsichtig aus den Förmchen nehmen. Mit Puderzucker bestäuben und warm genießen.
Roya von Mörl ist zwar erst acht Jahre alt, liebt es aber, für ihre Familie und Freunde kleine Köstlichkeiten zu zaubern. Wenn dabei dann auch noch Schokolade eine Rolle spielt, ist die Welt für sie mehr als in Ordnung.
LAMMento Ci pensiamo noi „Das ist ein klarer Fall für David und Justin“, sagt der Franz, „denn der Matteo ist ganz klar Opfer einer kognitiven Verzerrung“. Aha, sag ich. David und Justin. Opfer einer was? „Einer kognitiven Verzerrung!“, wiederholt der Franz, und dabei blickt er mich an, als wäre ich auch ein Fall für David und Justin. „Ein deutscher EU-Parlamentarier sagte dem Innenminister in spe, man solle bitteschön darauf achten, dass die Verschuldung Italiens nicht weiter ansteige. Und weißt du, was der Matteo geantwortet hat?“ fragt der Franz kopfschüttelnd, „er hat gesagt, lui pensi alla Germania, che al bene degli italiani ci pensiamo noi“. Oh, sag ich, das ist ein klarer Fall für Dunning und Kruger. „Sag ich doch“, sagt der Franz, „der Matteo und der Tschitschi vermögen das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen, und ihren Fans geht es wahrscheinlich genauso“. Nun, die Tatsache, dass sie einen Premierminister von außen berufen, scheint deiner These zu widersprechen, denn vielleicht sind sie halbherzig zur Erkenntnis gelangt, dass sie doch leicht überfordert sind, al bene degli italiani zu denken. „Vielleicht sind die beiden aber auch gerade dabei, die Büchse der Pandora zu öffnen“, sagt der Franz. „Diese Sorge ist vollkommen unbegründet“, sagt Frieda in ihrer unergründlichen Weisheit, während sie in ergonomisch zweifelhaft gebückter Stellung unseren Macchiato auf den Tisch stellt, „es ist doch vollkommen egal, wer in Italien regiert. Seit ich denken kann, ist noch jede Regierung gescheitert.“ Bei Tschitschi wird’s nicht anders sein.
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Pro& Contra Ist das neue Raumordnungsgesetz gut für Südtirol? Der Hintergrund:
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Das Gesetz für Raum und Landschaft, das die bisher getrennten Bereiche Raumordnung (Urbanistik) und Landschaft zusammenführen soll, steht kurz vor seiner Verabschiedung im Landtag. Die Meinungen gehen derzeit auseinander, ob sich dieses Gesetz für Südtirol verbessernd oder verschlechternd auswirken wird.
RICHARD THEINER, Landesrat für Raumentwicklung, Umwelt und Energie: „Ein wichtiger Wegweiser in unsere Zukunft“
Ja Monatelang haben wir den Gesetzesentwurf Raum und Landschaft mit allen gesellschaftlichen Gruppen diskutiert. Wir können nun sicher sein: Das neue Gesetz ist gut für Südtirols Zukunft, weil es eine nachhaltige Entwicklung zulässt – jene unserer Landschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Alle drei Bereiche gehen Hand in Hand. Wohlwissend, dass die Landschaft unser größtes Kapital ist, kommt ihrem Schutz und ihrer Aufwertung ein besonderes Augenmerk zu. Sie hat Vorrang – vor allem anderen. In die Praxis übersetzt heißt dies, dass künftig Entwicklung dort stattfinden soll, wo wir sie haben wollen: in den Ortskernen und verbauten Gebieten. Dafür führen wir die Abgrenzung des Siedlungsgebietes ein. Innerhalb dieses Gebietes gilt der Fokus dem Nutzen, außerhalb hingegen dem Schützen. Während wir außerhalb also restriktiv sind, machen wir innerhalb das Bauen einfacher, die Verwaltungswege unbürokratischer und bürgernäher. Im Siedlungsgebiet kommt zudem ein neues Instrument zum Einsatz, das Wohnen leistbarer machen soll. Durch die Preisdeckelung können Gemeinden künftig bei der Ausweisung von Bauland schon vorab aushandeln, zu welchem Höchstpreis die entstehenden Wohnungen vermietet oder verkauft werden können. Damit sichern wir Wohnraum zu fairen Preisen – ganz ohne Steuergeld aufwenden zu müssen. All dies fließt im Gesetz Raum und Landschaft zusammen, das ein wichtiger Wegweiser in unsere Zukunft sein wird. Einer, mit dem wir Verantwortung für unser Land und für die künftigen Generationen übernehmen werden. z
CLAUDIA PLAIKNER, Obfrau des Heimatpflegeverbandes Südtirol: „Unausgewogen und ungerecht – und zudem für die Landschaft fatal“
Nein Das neue Gesetz für Raum und Landschaft wird, wenn es jetzt wirklich vom Südtiroler Landtag verabschiedet werden sollte, für Südtirol verheerende Auswirkungen haben, denn: Es fehlt ein klares Bekenntnis zum Schutz von Landschaft, Natur und Ökologie. Der „Grundsatz der Einschränkung des Bodenverbrauchs“ nimmt die landwirtschaftliche Tätigkeit aus, also wird im landwirtschaftlichen Grün der Bodenverbrauch nicht nur nicht gebremst, sondern sogar gefördert. Gemeinsam mit der Tourismuslobby hat die Landwirtschaftslobby am Gesetz so stark mitgeschrieben, dass es unausgewogen und ungerecht – und zudem für die Landschaft fatal – ist. Die Schwellenwerte bei landschaftlichen Eingriffen werden in die Höhe geschraubt, die Landschaftszerstörung wird dadurch gefördert statt eingeschränkt. Die Festschreibung der Siedlungsgrenzen durch die Gemeinden wird die Entscheidungsträger stark unter Druck setzen und zu Spekulation und Unfrieden führen. Planungsinstrumente und -verfahren werden komplizierter und teurer. Das Ziel des leistbaren Wohnens rückt in weite Ferne. Die Modelle zum Wertausgleich sind nicht schlüssig. Der Ensembleschutz sinkt in die Bedeutungslosigkeit herab. In der langen Übergangsphase bis zum Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 2020 wird es zudem spekulative Vorarbeiten und vollendete Tatsachen geben. Dies sind nur einige Punkte, weshalb wir fordern, dass dieses Gesetz nicht verabschiedet werden soll. Denn die Zukunft unserer Kulturund Naturlandschaft und jene für die nächsten Generationen steht auf dem Spiel! z
Menschen & Meinungen
Zu wenig Eigenverantwortung?
UMFRAGE
Fotos: Oskar Zingerle
In vielen Bereichen unseres Lebens gilt: Selber machen ist die Devise! Eigeninitiative und Eigenverantwortung sind mittlerweile allerdings Mangelware. Zuständig, schuldig oder verantwortlich sind alle anderen – nur nicht wir selbst. Wir haben uns umgehört, wie eigenverantwortlich sich die Brixner sehen.
„Wenn Müll auf der Straße liegt, dann hebe ich ihn oft auf und bringe ihn zu einem Mülleimer. Wie viele Menschen gehen aber einfach daran vorbei und erwarten sich, dass sich die Gemeindeverwaltung oder andere darum kümmern? Das gehört auch zur Eigenverantwortung. Wir müssen uns alle zuständig fühlen und nicht alles nur abgeben“, erklärt Claudia Monese.
„Se penso all’ambito dell’educazione sono d’accordo che la famiglia debba dare l’imprinting iniziale – è li che inizia l’iniziativa propria, che poi automaticamente si prende anche da adulto. Poi se penso alla questione delle guide alpina, delle quali poco fa si parlava nella stampa, penso che sono strumentalizzati dai giornalisti, che drammatizzano queste tematiche”, sagt Enzo Ciola. 24
„Es wird definitiv zu wenig Eigeninitiative ergriffen“, sagt Willi Burger. „Den Leuten wird von klein auf zu wenig zugetraut. Man sucht mittlerweile für alles einen Schuldigen. Besonders im Bereich Erziehung fällt mir das auf: Viel zu viele Aufgaben werden an die Schule übertragen. Erziehung ist aber Aufgabe der Eltern; die Schule soll sich um die Bildung kümmern.“
„Bei Jugendlichen fehlt es an Eigenverantwortung – insbesondere im Job. Sie lassen sich treiben und tun nur das, was man ihnen zu tun gibt. Die Eigenschaft, selbst etwas in die Hand zu nehmen oder sogar selbst Aufgaben zu sehen, ist in den letzten Jahren verloren gegangen – oder gibt es nur mehr selten. Es ist unsere Aufgabe, als Eltern und als Ältere, dies der Jugend gut vorzuleben und ihnen diese Eigenschaft wieder beizubringen“, sagt Lisa Kornprobst.
„Auch wenn man möchte, ist es sehr schwierig, selbst die Initiative zu ergreifen – insbesondere im Jugendalter. Man ist es gewohnt, Hilfe von allen Seiten zu bekommen, und man muss kaum selbst anpacken. Somit fällt es schwer, selbst die nötigen Schritte zu machen, auch wenn es gut wäre. Oftmals fehlt einem auch der Mut – vielleicht, weil man weiß, dass man sich auf so viele verlassen kann“, vermutet Nadia Mondini.
„Schon im Kindesalter legt man den Grundstein für die Eigenverantwortung: Die Kinder wollen etwas selber machen – und man lässt sie nicht. Man muss sie viel alleine tun lassen, dann lernen sie, selbstständig zu sein. Natürlich geht es nicht immer, aber ich versuche es intensiv. Man nimmt ihnen viel zu viel ab und traut ihnen somit auch nichts zu“, weiß Tamara Delueg.
„Verantwortung delegieren ist heute gang und gäbe“, weiß Julian Eichbichler. „Es werden aber vor allem zu hohe Erwartungen an die Kinder gestellt. Meines Erachtens beginnt das ‚Verantwortung übernehmen‘ bereits in der frühen Kindheit. Jeder ist selbst für sein Leben und sein Glück zuständig, da kann man niemand anderem die Verantwortung übergeben“.
Karl Thomaser ist folgender Meinung: „Heutzutage wird intensiv nach Schuldigen gesucht, wenn etwas passiert. Deshalb vergeht es einem fast, Eigeninitiativen zu ergreifen. Es sind immer andere schuld, nur man selbst nicht – und das ist es, was ich unter Eigenverantwortung verstehe. Wenn ich von einer Leiter falle, ist es meine Schuld und nicht die von demjenigen, der die Leiter aufgestellt hat.“
Echo
„Ich habe meinen Beitrag geleistet“ Leserbrief zum Bericht „Durch den Dom Gottes“, „Brixner“ Nr. 339, S. 10
Alois Martin Unterfrauner, Vahrn
Zum Beitrag „25 Jahre Europabesinnungsweg“ von Evi Hilpold möchte ich als Betreuer des Weges und Mesner in Cyrill folgendes mitteilen. Im Büchlein des Europa-Besinnungsweges steht, damals wurde der Weg dem Jugenddienst des Dekanats Brixen anvertraut ... aber mit Unterstützung der Erwachsenen, was im Beitrag vom „Brixner“ nicht aufscheint. Eigentlich trage ich die volle Verantwortung für den Weg. Vor 16 Jahren wurde ich vom damaligen Dekan Leo Munter beauftragt, den Besinnungsweg mit der Kirche St. Cyrill zu übernehmen zur größeren Ehre Gottes und zur Freude der Pilger. Von Ostern bis Oktober gehe ich meistens zweimal die Woche den Weg hoch Blumen gießen und den Weg sauber halten, aber auch im Winter schaue ich alle 14 Tage nach dem Rechten. Viel Zeit investiere ich zu Ostern, dem Tag der Schöpfung, Siebenkirchenumgang und an Weihnachten und Silvester. Somit arbeite ich ehrenamtlich gut 150 Stunden im Jahr. Solange ich die Gesundheit habe, mache ich den Dienst sehr gerne – und man spürt auch den Segen von oben. Ich freue mich, wenn die Jugend ab und zu was organisiert und bin da auch gerne bereit mitzuhelfen. Weiters möchte ich erwähnen, dass letztes Jahr im Sommer ein heftiges Gewitter niederging, und da das Kirchendach teilweise schon beschädigt war, trat Wasser in die Kirche ein. Da mir das Gotteshaus am Herzen liegt, fasste ich den Entschluss, dies zu sanieren und gleichzeitig auch den Zaun, den Brunnen und ein Bildstöckl. So organisierte ich dies mit Einverständnis der Pfarrei Tils/Brixen und mit finanzieller Hilfe der Gemeinde Brixen und sonstigen Spenden. Ich denke, somit zum Jubiläumsjahr einen nützlichen Beitrag geleistet zu haben.
„Einige negative Seiten“
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Ein Leserbrief zum neu gestalteten Schulhof in der Dantestraße
Paul Irsara, Klassensprecher der 2A Mittelschule Oswald v. Wolkenstein
Endlich! Unser neuer Schulhof ist fertig. Wir finden es toll, dass etwas an ihm verändert wurde. Es war notwendig, da es vorher keine Spielmöglichkeiten gab und er sehr staubig war. Jetzt hingegen gibt es viele Sportplätze und einige Spielgeräte. Dank dieser sind die Pausenaufenthalte sehr unterhaltsam. Wir bekommen Spielbälle von der Schule, und jeder, der Lust hat, kann in ein Spielfeld gehen. Es hat bis jetzt kaum Probleme bei der Einteilung der Gruppen gegeben. Auch die Absprache mit den anderen Schulen klappt gut. Leider konnten wir das ganze Schuljahr über die begrünten Flächen nicht nutzen. Wir haben das aber auch verstanden; es war wichtig, das Gras gut anwachsen zu lassen. Wir haben den Schulhof nun ein Jahr lang benutzt, und uns sind einige negative Seiten aufgefallen. Da es jetzt wärmer wird, merken wir, dass es wenig Schattenplätze gibt. Die Sitzgelegenheiten sind sehr heiß. Bei plötzlichem Regen hat man kaum die Möglichkeit, irgendwo unterzustehen. Die Mülltonnen und deren Einwurflöcher sind zu klein. Nun stehen zusätzliche schwarze, nicht zum Schulhof passende Mülleimer herum. Mit dem neuen Schulhof kamen auch viele Fahrradständer. Sie werden unterschiedlich genutzt: Auf der Nordseite stehen sie leer, im Süden kommt man kaum um die vielen Fahrräder herum. Insgesamt möchte ich aber betonen, dass wir nun einen tollen, großen, grünen und passenden Schulhof haben.
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Kunst & Kultur MAGISCH: Mit „Pfeifer Huisiles Pakt mit dem Teufel“ landete Georg Kaser zum 1.100-Jahr-Jubiläum Brixens einen großartigen Erfolg in seiner Heimatstadt
–––– 25 JAHRE THEAKOS
Das ganze Leben ein Theater Im laufenden Jahr feiert Georg Kaser seinen 65. Geburtstag – und das 25-Jahr-Jubiläum seines Vereins Theakos. Grund genug, den ganz speziellen Lebensentwurf dieses quirligen Theatermenschen zu durchleuchten, der im und für das Theater sein Herzblut hingibt.
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Lachen im Keller. Künstler sind
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igentlich ist Georg Kaser gelernter Schriftenmaler und Siebdrucker, der als junger Mann den Malerbetrieb seines Vaters übernommen hatte. Ein solider Beruf, möchte man meinen, aber schon damals liebäugelt der Schorsch mit der Schauspielerei, und als bei einem gemütlichen Zusammensein von einer neuen Pustertaler Theatergruppe berichtet wird, erklärt er am Nachhause weg seiner Annelies: „Morgen gründe ich einen Theaterverein“. Die Bedenken einiger Mitstreiter wie Edi Braunhofer schlug er in den Wind, „denn wenn man alle Risiken im Vorfeld abwägt, dann lässt du es gleich bleiben“, meint der Umtriebige. Das war also im fernen Jahr 1975 die ziemlich unspektakuläre Geburt einer neuen Theatergrup-
pe (ja, Sie haben richtig mitgerechnet, Theakos kann es nicht sein) mit dem sinnigen Namen „Kulisse“. Mit im Boot waren damals Helmuth Fink als Präsident, Hugo Dariz, Walter Goller und
naturgemäß auch Egozentriker. Bald wurde es Kaser zu eng in der Theatergemeinschaft, und schon machte er sich auf zu neuen Ufern. Ins Visier genommen hatte er für seine neue Idee den Kohlenkeller im Haus seiner Großmutter in der Stufler Schutzengelgasse. Flugs wurde er beim Eigentümer Burghart Stremitzer vorstellig, und mit einer guten Portion Chuzpe und beredter Überzeugungskunst gelang es ihm tatsächlich, dem Hotelier das finstere Kellerloch abzuschwatzen. Zusammen mit den Gesinnungsgenossen Franz Röggla, Sepp und Inge Kronbichler sowie Alexander Aichner besetzte die „Gruppe Dekadenz“ den Anreiterkeller, den es zunächst galt, von allerlei Gerümpel zu befreien. Die Treppen in den Keller führten zwar nach unten, aber der Weg der Truppe führte steil nach oben, denn als 1980 der erste bunte Abend mit Sketchen aus Stadt und Land über die Bühne ging, schien diese Art von Kabarett genau den Geschmack des Publikums zu treffen, und das Kellertheater wurde ein Riesen erfolg. In den Pausen banden sich die Spieler die Schürzen um und schlüpften in die Rolle der Kellner. Mit der moralischen Unterstützung und den wertvollen Verbindungen von Hans Heiss konnten namhafte Kabarettisten wie Gerhard Polt und Bruno Jonas sowie bekannte Jazzformationen für Gastauftritte gewonnen werden, und der Keller etablierte sich schnell zu DEM Kleinkunsttreffpunkt in Südtirol. Jahre später, als Kaser Künstlerischer Leiter der Dekadenz wurde, schloss er seine Malerwerkstatt definitiv und widmete sich ganz dem Schauspielbetrieb. „Dann war es wieder mal soweit“, brummt der Schorsch, „es kam zum Zerwürfnis mit dem ganzen Haufen, und ich bin als Leiter zurückgetreten.“
tümbildnern Sieglinde Michaeler und Walter Granuzzo „Theakos“ aus der Taufe gehoben. Theakos setzt sich aus „Theater“ und „Kostüme“ zusammen, mit klar definierten Bereichen für die engagierten Gründer. Unter der Regie von Alberto Fortuzzi gelang ein phänomenaler Auftakt mit „Hans von Po entdeckt Amerika“, ein Stück von Dario Fo in einer Dialektübersetzung von Ludwig Paulmichl. Immer mit Fortuzzi folgten das Kinderstück „König und Narr“ von Ernst A. Ekker – wo die sehr junge Miriam Kaser erstmals Theaterluft schnupperte – und die „Komische Benefizveranstaltung mit dramatischem Abgang“. Regelmäßig ging man im In- und Ausland auf Tournee, stets tatkräftig unterstützt von Kasers Ehefrau Annelies, die bis heute den Schreibkram erledigt und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Auch wenn wir gute Erfolge verbuchen konnten, habe ich mir oft einen Agenten gewünscht, der den ganzen Karren ziehen hilft“, erinnert sich Kaser. Agent kam keiner, fixe Bleibe auch nicht: Michaeler und Granuzzo beschritten andere Wege, aber den „Karren“, den beschaffte sich Kaser buchstäblich, und „Kasers Wandertheater“ war geboren. Ein Anhänger wurde zur Bühne umfunktioniert – und so tingelte Kaser mit Sack und Pack und einer Handvoll Schauspieler durch die Lande, um auf Wiesen, Dorf- und Schlossplätzen zu spielen. Das Leben in Freiheit ohne Weisung „von oben“ und die ungebrochene Spielfreude wurden manchmal von logistischen Hindernissen und bürokratischen Hürden etwas beeinträchtigt. „Das war anfangs ein steiniger Weg“, sinniert Annelies Kaser, „da haben wir viel Geld in den Sand gesetzt und gingen bis an die Grenzen unserer Kräfte.“ Musiker, Trapezkünstler, Feuerschlucker und sogar Raimund Frötscher als Koch
„Auch wenn wir gute Erfolge verbuchen konnten, habe ich mir oft einen Agenten gewünscht, der den ganzen Karren ziehen hilft“_ Georg Kaser Mario Parmeggiani. Man wollte schlicht und einfach das einst blühende Theaterleben der Stadt reaktivieren. Es wurde eine lebendige und experimentierfreudige Truppe daraus mit vielen erinnerungswürdigen Aufführungen unter renommierten Regisseuren.
Theater und Kostüme. Wieder war ein Kapitel im bewegten Leben des Georg Kaser abgeschlossen, aber nicht für lange. Schon ein Jahr später reifte ein weiteres Theaterprojekt in ihm heran, und am 10. August 1993 wurde zusammen mit den Kos-
begleiteten bei Wind und Wetter vergnügliche Aufführungen wie „Groaßkopfete – Kloankopfete“ oder „Die Bombenstimmung“ und „Ein musketierisches Vergnügen“ von Ferruccio Cainero mit dem allzu früh verstorbenen Andreas Opal Robatscher. 27
Kunst & Kultur
1999: Was geschah mit Sancho Pansa nach dem Tod von Don Quichotte
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1997: Ein musketierisches Vergnügen In der kalten Jahreszeit produzierte Theakos Solostücke wie „Keitl zruck vom Krieg“ oder „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind. Mit diesen Exportschlagern nahm der facettenreiche Schauspieler an mehreren Festivals teil. In Breslau oder Kiew heimste er nicht nur mehrere Auszeichnungen ein,
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sondern musste auch jede Menge Vodka hinter die Binde kippen. „Da kam ich an manch gottverlassenen Ort damals“, erzählt Kaser, „niemand wusste Bescheid, die Sprache verstand ich nicht, und lieber als in den versifften Absteigen hab ich schon mal im Auto übernachtet.“
2003: Der Kontrabass
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2005: Pfeifer Huisiles Pakt mit dem Teufel Einen großartigen Coup landete Theakos mit „Pfeifer Huisiles Pakt mit dem Teufel“, ein komisches, volkstümliches Stück um den sagenumwobenen Hexenmeister, eigens für das 1.100-Jahr-Jubiläum der Stadt zugeschnitten. Die Wanderbühne wurde im Herrengarten aufgestellt, das Publikum musste während der Aufführung dreimal den Standort wechseln. Ein aufwändiges Spektakel in zwei Teilen mit einem störrischen Esel
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und einem heranbrausenden Auto als ausgefallenes Beiwerk, das den vielen Besuchern in bester Erinnerung blieb. Auch die drei Kaser-Kinder erinnern sich nur allzu gut daran; sie hatten alle eine Aufgabe zu erfüllen, wobei der kleine Max einmal auf einer Parkbank einfach einschlief.
Mehr als Theater. 2005 brachte eine neuerliche Wende in der Geschichte von Theakos: Der
2007: Silent Cooking
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2013: Wer reitet so spät?
– schon einige Ideen in petto. Dann wünschen wir dem kleinen, kompakten Team um Theakos alles Gute zum Jubiläum und dass es weiterhin zum kulturellen Image unserer Stadt und unseres Landes beitragen möge.
irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
2014: Lasset ab
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Wanderwagen wurde verkauft, Kaser bekam wieder „festen Boden unter den Füßen“. Und schon hatte er ein weiteres Ass im Ärmel: Der Schorsch kochte! Erstmals unter der Regie von Gabi Rothmüller präsentierte der Tausendsassa mit „Hannibal oder die Erfindung der Schneemilch“ ein Kabarett mit der besten „Vinschger Schneemilch“, die man sich vorstellen kann. Eine Kochshow der etwas anderen Art entwickelte er mit „Silent cooking“, wo er ein ganzes Menü zauberte. Ein Catering als zweites Standbein? „Ich werde oft für mittelgroße Feiern gebucht“, schmunzelt der Schorsch, „aber der Aufwand ist gewaltig und die Zeit knapp.“ Schade, denn sein Bauernbratl mit Knödel und Blaukraut ist ein Gedicht! In den letzten Jahren verstand es Kaser immer wieder, auf sich aufmerksam zu machen, mal mit einem Solo („Die Bibel“, „Balladenabend“), mal mit „Goethes Faust“ unter Marc Günther, das er heute noch im Duett mit Peter Schorn zum Besten gibt.
Nach einem solch langen und abenteuerlichen Theaterleben, gefüllt mit schönen Erfolgserlebnissen, aber auch geprägt von Mühsal und zermürbender Plackerei, könnte sich nun doch Müdigkeit breitmachen. Nicht so beim Schorsch! Auf der Suche nach ungewöhnlichen Spielorten stieß er auf die Mauern des ehemaligen Gefängnisses, und schon hatte er die Vision von luftigen Freilichtspielen vor Augen. Ein zäher Kampf der Gemeinde mit den Behörden, sprich mit dem italienischen Staat, begann, aber schlussendlich war der Deal in trockenen Tüchern, und der erste Kultursommer im Tschumpus startete durch. Das Konzept mit den Schwerpunkten Theater, Musik und Sommerkino ging voll auf, und vor allem die Eigenproduktion „Ein SommerKNASTtraum – Kabarett in Ketten“ unter der bewährten Regie von Gabi Rothmüller trat einen triumphalen Siegeszug an, sodass 2017 eine Reprise erfolgte. Die unkonventionelle Spielstätte und das abwechslungsreiche
Programm sind nunmehr zum wahrhaften Publikumsmagneten avanciert, und so wird auch schon am heurigen Kultursommer hinter Gittern fleißig getüftelt und gefeilt. „Schön, wenn eine Idee Erfolg hat und Menschen aus dem ganzen Land herbeiströmen“, freut sich Kaser, „dann hat sich der ganze Aufwand gelohnt.“ Viele helfende Hände flankieren Theakos mit unermüdlichem Einsatz: Annelies Kaser ist die Seele des Theaterbetriebes, Hans Heiss ist die graue Eminenz im Hintergrund, Maria Kampp schreibt Texte, ist Schriftführerin des Vereins und betreute die Publikation zur Geschichte des Tschumpus. Viktoria Obermarzoner aktualisiert die Homepage, Giada Vesentini übernimmt die Reservierungen. „Soweit sind wir gut aufgestellt“, fasst Kaser zusammen, „jetzt fehlt nur noch ein Dreijahresplan von Seiten der Gemeinde und ein Kuratorium, das ein klares Konzept ausarbeitet.“ Das Potential von diesem Ort sei nämlich noch lange nicht ausgeschöpft, ist Kaser überzeugt, und er hätte da auch
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Kunst & Kultur
Bühne frei für die Jugend!
THEATER
Foto: Gareth Everett
Vom 6. bis zum 9. Juni ist in Brixen wieder Zeit fürs „Sapperlot“. Bei diesem internationalen Jugendtheaterfestival, das vom TPZ auf die Beine gestellt wird, ist mächtig was los: von Theateraufführungen über ein Ethno-Festival im Tschumpus bis hin zu Straßenaktionen, die die Brixner Altstadt beleben.
Während das Central Youth Theatre aus England mit dem Stück „The forgotten returned“ beim „Sapperlot“ ernste Töne anschlägt, sprühen andere Stücke vor lauter bunter Fröhlichkeit
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nfang Juni machen 180 Jugendliche aus aller Herren Länder Brixen unsicher: Als Clowns verkleidet stürmen Halbwüchsige aus Rumänien den Tschumpus, im Jukas erzählen Polen die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Liebe in der Welt der Lebenden und der Toten sucht, und Mädchen aus den USA erobern tanzend das Forum Brixen. Wenn gut alle zwei Jahre das Jugendtheaterfestival „Sapperlot“ an die Tür klopft, beginnt es in Brixen zu brodeln: Von der aufwändigen Arbeit, die unterschiedlichen Theatergruppen aus der ganzen Welt auszuwählen und einzuladen, bis hin zu den Visaformalitäten, die für Amateurgruppen teilweise nicht stemmbar sind, gibt es einiges an Vorbereitungen zu erledigen. Dabei darf man nicht vergessen, dass das „Sapperlot“ ein Festival von Jugendlichen für Jugendliche ist. Jede Ausgabe ist also anders – „aber jedes ‚Sapperlot‘ ist ein
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Feuerwerk voller wunderbarer Momente, voller Spaß und Inspiration“, so heißt es auf der Website des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen, das das Festival organisiert.
Ohne Worte. Wer behauptet, fürs
Theatermachen müsse man große Reden schwingen können, wird beim diesjährigen „Sapperlot“ eines Besseren belehrt. „Das Programm ist diesmal sehr vielseitig“, weiß Theaterpädagogin Heidi Troi. „Es ist stark nonverbal
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Pantomime und Clowntheater.“ Ein besonderer Leckerbissen wird das Stück „anno 2035“ werden – schon allein deshalb, weil es eine Gruppe aus Italien auf die Bühne bringen wird – eine absolute Premiere in der Geschichte des „Sapperlot“. „Wir haben in den vergangenen 20 Jahren erfolglos daran gearbeitet, mit einer Theatergruppe aus Italien in Kontakt zu kommen, und heuer war es endlich soweit“, freut sich Troi. In dem Stück wagen die Jugendlichen eine Reise ins Jahr
Raum, wie nun damit umzugehen sei. Die Inszenierung der Bühne „La Torre del Dragone“ wurde mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert und unter anderem bereits im Piccolo Teatro in Mailand aufgeführt. Spannend versprechen aber auch die anderen Vorführungen der Theatergruppen zu werden. Mit dabei sind heuer etwa das Central Youth Theatre aus England mit dem Stück „The forgotten returned“, in dem es um die Rückkehrer aus dem Ersten
„Anfangs wollten wir in die Franzensfeste ausweichen, aber auf Bitten der Gemeinde sind wir doch in Brixen geblieben“_ Heidi Troi, TPZ Brixen ausgerichtet, und es ist eigentlich alles dabei, was man sich so unter Theater vorstellen kann: Tanztheater, ‚klassische‘ Stücke,
2035, in dem sich das Leben über die digitalen Medien abspielt. Eines Tages funktioniert nichts mehr, und die Frage steht im
Weltkrieg geht: „Die Toten werden in Erinnerung bleiben. Die Zurückgekehrten, wir bleiben vergessen.“ Die Jugendlichen der
russischen Theatergruppe „Piano Theatre“ zeigen pantomimisch, wie verschiedene Charaktere miteinander in Beziehung treten. Da gibt es lustige und traurige Gestalten, aber auch den Regen und den Wind, über die die jungen Schauspieler ohne Sprache eine Geschichte zu erzählen vermögen. Aber auch die Auftritte der anderen Gruppen und der TPZler selbst überzeugen! Die TPZ-Theaterwerkstatt „Neongrün“ hat sich bei „Dollasilla“ etwa einem Teil der Dolomitensage gewidmet und bringt die Geschichte der mutigen Kriegerin auf die Bühne. Oder die Theaterwerkstatt „Zinnobergelb“, die mit „Tell me, Wilhelm“ einen etwas anderen Blick auf die Sage des Schweizer Freiheitskämpfer Wilhelm Tell wirft.
Grenzen überwinden. Um von
Marokko, Russland, Rumänien oder Großbritannien nach Brixen zu gelangen, sind Hürden und diverse Grenzen zu überwinden. Eine Theatergruppe aus Zimbabwe ist heuer beispielsweise an den bürokratischen Hürden gescheitert, während die eingeladenen Gruppen aus Argentinien und Georgien schlussendlich passen
mussten, weil sie nicht das für die Reise nötige Geld auftreiben konnten. Zudem standen die Auftritte der Gruppe aus dem Iran lange auf wackeligen Beinen: Die italienische Botschaft hatte ihnen einen Termin am 20. Mai zugesagt; Bearbeitungszeit der Visa-Anträge 14 Tage. Das würde bedeuten, dass die Jugendlichen erst am 3. Juni, drei Tage vor Festivalbeginn, wissen, ob sie überhaupt kommen dürfen. „Danke an #RenateGebhard, die uns da auf höherer Ebene unterstützt, und an #MonikaLeitner, die für das Internationale Treffen für Jugendtheater sapperlot mehr tut, als man von einer Gemeindepolitikerin erwarten darf“, bedankte sich das TPZ über Facebook für die von Politikerseite entgegengebrachte Hilfe. Derweil bleibt aber nichts anderes übrig, als die Daumen zu drücken, damit die Tajrobeno Theatre Group am 9. Juni tatsächlich im JUKAS auftreten kann. Die finanziellen Mittel machen aber nicht nur den Theatergruppen aus dem Ausland Sorgen, sondern auch den Festivalorganisatoren selbst bereiten sie schlaflose Nächte. Um ein internationales Theaterfestival
wie „Sapperlot“ auf die Beine zu stellen, braucht es selbstredend Geld. Aber woher nehmen? Das TPZ hat sich als Antwort auf diese Frage einiges einfallen lassen: Man kann das Festival über Spenden unterstützen, durch den Kauf der Festivaltickets – oder, indem man Gastkinder bei sich aufnimmt. Dadurch wird zwar kein Geld eingenommen, dafür welches gespart, das sonst in die Kassen der Beherbergungsbetriebe fließen würde. „Das Festival ist nur dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Menschen durchführbar und weil uns viele Institutionen unter die Arme greifen“, ist Heidi Troi vom TPZ dankbar, „allen voran das Jugendhaus Kassianeum, das inzwischen eine zweite Heimat für uns geworden ist und den Riesenrummel geduldigst und sehr flexibel erträgt. Heuer haben wir zudem erstmals Gruppen im Priesterseminar unterbringen dürfen, und wir hoffen, dass unsere Gäste die altehrwürdigen Mauern nicht allzu sehr erschüttern lassen“, schmunzelt sie.
Forum Brixen und Jukas konnten heuer zudem einige Vorstellungen und ein Ethno-Evening im Tschumpus organisiert werden. „Dass wir heuer den Tschumpus mitnutzen dürfen, gibt dem Ganzen einen besonderen Touch“, freut sich Heidi Troi. „Diese wunderbare Möglichkeit bleibt aber leider auf den Mittwoch und den Donnerstag beschränkt“, zeigt sie sich enttäuscht. Der Grund: Schwierigkeiten in der Koordination unterschiedlicher Termine – und das, obwohl laut TPZ der Termin für das Festival lange im Vorhinein beim Stadtmarketing angesucht und bestätigt wurde. Immerhin scheint laut Troi der Gemeindeverwaltung das Festival am Herzen zu liegen. „Anfangs wollten wir in die Franzensfeste ausweichen, aber auf Bitten der Gemeinde sind wir doch in Brixen geblieben“, erklärt die Organisatorin. Gott sei Dank, denn die Jugendlichen können in Brixen einiges erleben und gleichzeitig der ehrwürdigen Bischofsstadt neues Leben einhauchen und andere Blickwinkel öffnen.
Ab ins Gefängnis! Neben den
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Kunst & Kultur
Sepp Mall: „Was sich innen abspielt, ist mir wichtiger als das Außen“
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„Kunstgenuss muss nicht immer gratis sein“
INTERVIEW
Vom 7. bis 10. Juni findet heuer zum dritten Mal im Kloster Neustift das hochwertige Literaturfestival „WeinLESEN“ statt. Vorab führen wir ein Gespräch mit dem teilnehmenden Südtiroler Schriftsteller SEPP MALL. Herr Mall, „WeinLESEN“ ist eines von mehreren Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum. Wein und Literatur bilden eine gute Symbiose?
SEPP MALL: Das mag durchaus sein; zumindest in Neustift bietet es sich an. Ich habe es aber mehr mit der Doppelbedeutung von LESEN, auch im Sinne von
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Sammeln, Zusammentragen von Trauben beziehungsweise Lesefrüchten. Obwohl ich durchaus Weintrinker bin ... Festivalleiterin Sabine Gruber gelingt es, die renommiertesten Literaten um sich zu scharen, von Robert Menasse bis Paul Nizon. Eine solch hochkarätige Gästeliste mag im Waldviertel für Publikumsandrang sorgen – aber gilt das auch für ein so bescheiden kleines Einzugsgebiet wie das Eisacktal? Ich will es hoffen. So eine Gästeliste ist ja nicht etwas Alltägliches, auch nicht im übrigen Südtirol. Und wenn die nicht zieht, liegt es wohl nicht an der Kleinheit des Einzugsgebietes, sondern an anderen Kleinheiten. Ich kenne Zuhörer, die extra aus
Ostösterreich zu diesem Festival anreisen ... Einheimische Literaturfreunde kritisieren die hohen Eintrittspreise – das Festival wird vom Land Südtirol gesponsert – und bleiben anscheinend deshalb weitgehend fern. Wie sehen Sie das? Ist das nicht eine sonderbare Argumentation? Wenn in einem wohlhabenden Land wie Südtirol die Literaturfreunde wegen der Eintrittspreise nicht kommen, so liegt es bestimmt nicht an den Preisen, sondern an den Köpfen. Warum, frage ich mich, soll Kunstgenuss immer gratis sein? Im letzten Jahr war als nationaler Vertreter ein kämpferischer Erri de Luca zu erleben. Mit Ihnen
ist heuer ein Südtiroler Autor zu Gast. Eine große Ehre?
war, mit dieser Übersetzung an die Öffentlichkeit zu treten.
Ich denke, für jeden Autor ist es eine Ehre, zu diesem Festival eingeladen zu werden. Was Südtirol betrifft: War letztes Jahr nicht Roberta Dapunt zu Gast? Auf jeden Fall freue ich mich, dass ich meine Arbeit, meine Texte in diesem Rahmen vorstellen kann.
Sie beschäftigen sich weniger mit der „Festung Europa“ und der entsprechend leidvollen Flüchtlingsthematik, sondern mit den inneren Grenzen, die sich Menschen setzen, und mit den Einengungen, die das Leben in einem so kleinen Land unweigerlich mit sich bringt.
Ihr Bekanntheitsgrad lässt im Übrigen nichts zu wünschen übrig, Ihre Gedichte und Erzählungen werden in verschiedene Sprachen übersetzt. Übersetzungen gehören natürlich zum Geschäft. Aber ich mag es – über das Geschäft hinaus – auch, wenn mir meine Texte in einer anderen Sprache begegnen beziehungsweise über den eigenen Sprachraum hinauswirken. Am wichtigsten war mir dabei die Übersetzung ins Italienische, gerade von einem Roman wie „Wundränder“, der ja thematisch auch mit der schwierigen „Konvivenz“ in den 60er Jahren in Südtirol zu tun hat. Und die vielen italienischen Reaktionen bestätigen mir, dass es wichtig
Jeder Autor hat „seine“ Themen. Meine liegen, auch was das Zeitliche betrifft, immer ein paar Jahre oder Jahrzehnte hinter der Gegenwart zurück. Das ermöglicht mir einen distanzierteren Blick, den ich für mein Schreiben
letzterem können wir ja jeden Tag in den Medien lesen oder hören. Und wenn Sie mit dem kleinen Land Südtirol meinen: Das ist schon gar nicht meine Thematik, auch wenn etliches von meinen Geschichten hier spielt. Sie werden aus Ihrem letzten Werk „Hoch über allem“ lesen. Ein seelenvoller Roman über die Liebe? Ja, Liebe ist einer der thematischen Schwerpunkte in diesem Roman. Das Scheitern der Liebe, aber auch, wie man vielleicht wieder zusammenfinden kann. Ein Kritiker hat das Buch als
„Ich kenne Zuhörer, die extra aus Ostösterreich zu diesem Festival anreisen ...“_ Sepp Mall, Südtiroler Schriftsteller als elementar empfinde. Und ja, was sich innen abspielt, ist mir wichtiger als das Außen; von
„feines Kammerstück der Seele“ beschrieben, in dem „von diesem seltsamen Zustand erzählt wird,
den wir Trauer und Lebensaufmerksamkeit nennen“, und das habe ich sehr treffend gefunden. Heuer scheinen überhaupt große Gefühle im Fokus des Festivals zu sein. Andreas Pfeifer moderiert am 9. Juni ein Gespräch mit Angelika Klüssendorf und Olga Flor über Leidenschaften und Beziehungen. Ein Thema, mit dem sich die Literatur seit Jahrtausenden beschäftigt. Wundert mich also nicht. Lyrik passt zur Liebe! Dann freuen wir uns auf Ihre lyrischen Beiträge. Am Freitag, 8. Juni, gibt es einen Lyrikblock in der Stiftsbibliothek, wo ich dabei sein werde. Was mich dabei besonders freut, ist, auf Klaus Merz zu treffen, diesem wunderbaren Schweizer Autor. Ich kenne ihn schon lange. Er ist zudem Verlagskollege, und seine Gedichte und Kurzprosatexte sind etwas ganz Besonderes in der deutschen Literatur. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Kunst & Kultur
„Unterhaltung mit Haltung“
INTERVIEW
Der phänomenale Kultursommer im Tschumpus geht nach einer genialen Idee von GEORG KASER heuer in die dritte Runde. Die Knastbrüder sind Geschichte – und dennoch treffen wir wieder auf Brüder – vereint im Kampf gegen Verrat und Intrige. In unserem Gespräch, das passenderweise im Tschumpus stattfindet, dürfen wir ein paar Geheimnisse lüften. Herr Kaser, heuer startet der Kultursommer schon bald mit sehr jungen Gästen: das TPZ beginnt mit drei Aufführungen des „Sapperlot“-Festivals. GEORG KASER: Ja, wir beginnen jetzt mit Tribünenaufbau und Technik, damit am 6. Juni für das Internationale Treffen für Jugendtheater alles bereit ist. Alle weiteren Aufgaben erledigt der Veranstalter, also das TPZ, selber. Am 23. Juni öffnet sich dann der Vorhang für euer neues Baby „Die drei Musketiere“. Wer hatte die zündende Idee?
Foto: Arnold Ritter
GABI ROTHMÜLLER: Wenn ich das sagen darf: Es war meine Idee. Dieser Ort bietet sich einfach an für „Die drei Musketiere“. Da geht es um Klöster, um Paläste, um einen Kardinal, um Machtspiele … wo passt so ein Plot besser
hin als an genau diesen Ort in der geschichtsträchtigen Bischofstadt? Der Roman ist wirklich ein Knüller, aber muss immerhin theatertauglich adaptiert werden. Wer hat da mitgemischt? PETER SCHORN: Die Neufassung für die Musketiere stammt aus der Feder von Alex Liegl. Er hat aber kleine Lücken gelassen, sodass man Text einfügen konnte, ganz nach individuellem Interesse für die Figur. Gabi Rothmüller: Wir wollten grundsätzlich die Geschichte der Musketiere erzählen, aber natür-
len, was nicht allzu schwierig ist, wenn Begriffe wie Macht oder Korruption fallen.
Kilogramm anlegen; da werden eben andere Qualitäten in den Vordergrund gestellt.
War gleich klar, dass Gabi Rothmüller Regie führen und Alex Liegl wieder texten würde? Georg Kaser: Gabi und Alex sind inzwischen ja praktisch „dahoam“ bei uns, und bei einem guten Glasl beim Törggelen werden die besten Ideen geboren. Sie kennen den ganzen Haufen seit vielen Jahren, und die letzten zwei Kabaretts waren derart erfolgreich, dass wir mit ihnen bestimmt auch weiterhin gut fahren. Was die zwei machen, passt genau in diesen Ort, davon bin ich fest überzeugt.
JOSEF M. LANZ: Ich weiß erst seit drei Wochen, dass ich dabei bin. Ich musste kurzfristig für jemanden einspringen, aber jetzt bin ich recht glücklich mit meiner Rolle.
INGRID M. LECHNER: Wieso errät man das bloß so leicht?! Na ja, die anderen sind natürlich etwas zu jung für die Rolle, schließlich war Mylady ja schon mal verheiratet
„Bei ‚Die drei Musketiere‘ gilt es, 32 Rollen zu besetzen mit acht Schauspielern“_Gabi Rothmüller, Regisseurin lich auch einen Bezug zu Brixen oder zum aktuellen Zeitgeschehen herstel-
Gabi Rothmüller: Auch wenn wir ein Theaterstück spielen würden, muss immer auch etwas Kabarettistisches dabei sein. Unterhaltung mit Haltung ist mein Motto.
gewesen. Ich bleibe hochwohlgeboren, wenn auch eindeutig intriganter. Ich bin grade dabei, meine Rolle nach meinem Geschmack ein wenig auszuschmücken.
Wie habt ihr entschieden, wer welche Rolle zugeteilt bekommt? Die Musketiere haben ja ganz bestimmte Eigenschaften, Porthos ist zum Beispiel der Naive …
Dann wäre da noch Kardinal Richelieu ...
Die Musketier-Handlung wird mit Lokalem und Zeitgeschehen verwoben 34
Die Gräfin vom SommerKNAST wird kurzerhand zur Mylady de Winter …
–
Gabi Rothmüller: Das ergibt sich teilweise aus den Vorgesprächen. Da kristallisiert es sich schon heraus, welche Rolle wem liegt oder welche zu ihm passt. Natürlich kann man die Figur des Porthos, den Josef spielt, nicht als Kleiderschrank mit 200
Georg Kaser: Ich versteh überhaupt nicht, wieso ich den spielen muss, aber Gabi wird mir den Fiesling schon beibringen. Außerdem bin ich der Vater von D’Artagnan, der Wirt und ein Kardinal ist ... Gabi Rothmüller: … verkleidet als Grenzer, wie alle anderen auch. Überhaupt sind viele in einer Mehrfachrolle zu sehen: Viktoria Obermarzoner ist Aramis, aber auch Constanze, die Geliebte von D’Artagnan. Es gilt ja, 32 Rollen zu besetzen mit acht Schauspielern. Peter Schorn: Ich bin D’Artagnan und König Ludwig XIII. von Frankreich.
Foto: Oskar Zingerle
Die eingespielte Truppe wird mit den „Drei Musketieren“ ein kurzweiliges und humorvolles Spektakel bieten
––
Josef M. Lanz: Ich spiele auch noch einen ganz Bösen, den Rochefort mit der Augenklappe, der für den Kardinal die Drecksarbeit erledigt. PATRIZIA SOLARO: Ich bin wieder eine Mama, „Je suis la maman du D’Artagnan“. Und wie geht’s Miriam Kaser dabei, wieder in der Heimat zu sein? MIRIAM KASER: Manchmal vermisse ich Wien, aber jetzt freue ich mich, wieder an der Produktion beteiligt zu sein als Anna von Österreich, die Gemahlin des Königs. Die kompromittiert werden soll durch ein Collier …
Gabi Rothmüller: … das sie angeblich ihrem Angebeteten Lord Buckingham geschenkt haben soll. Den spielt übrigens Alex Liegl, der auch Athos darstellt. D’Artagnan bringt das Geschmeide in letzter Minute der Königin zurück, wobei er bei den Kristallwelten von Wattens vorbeikommt und die fehlenden Steine ersetzen lässt. Es werden auch die Degen gekreuzt? Josef M. Lanz: Für diese Szenen haben wir Giovanni Passaia gekapert, einer der wenigen geprüften Fechtmeister für historische Fechtchoreografie.
Für die Kostüme zeichnen Sieglinde Michaeler und Walter Granuzzo verantwortlich ... Gabi Rothmüller: Die historischen Gewänder kommen vom Fundus, einige einfache Kleider werden geschneidert. Es musste halt darauf geachtet werden, dass sich alle in Windeseile umziehen können, da jeder mindestens zwei Rollen zu spielen hat. Die Bühne wird pompös ausgestattet? Georg Kaser: Johanna Kiebacher wird die Bühne ganz schön Barock aufrüsten mit rotem Samt, einem Lüster und einer Sänfte. Die musikalische Leitung obliegt wieder Stephen Lloyd? STEPHEN LLOYD: Bei uns wird es eher Rock statt Barock geben. Wir nehmen bekannte Songs, die wir passend adaptieren. Mit dabei sind auch heuer wieder Doggi Dorfmann, Matthias Baumann und Ingo Ramoser. Fortsetzung geplant?
Gabi Rothmüller: Nein, bestimmt nicht. Erstens lässt das Ende der Geschichte eigentlich keine Fortsetzung zu, und außerdem wollten wir eine komplett eigenständige Produktion schaffen. Die Resonanz auf das Stück ist jetzt schon erfreulich: Jeder kennt die Drei Musketiere und die Ingredienzien. Liebe und Intrige, Macht und Verrat geben ordentlich was her. Weitere Gäste im Tschumpus? Georg Kaser: Es werden wieder jede Menge Gäste „eingebuchtet“: Theater sehen wir mit Goethes Faust, Improtheater Carambolage, Cababoz, Un/erwünscht, Voll des Lobis, binnen-I und Der Held im Labyrinth (Kinderstück). Musik bringen Opas Diandl, Helga Plankensteiner und Drip. Das Sommerkino ist natürlich auch wieder dabei, und die Kunst wird heuer vertreten sein mit einer beeindruckenden Skulptur von Peter Senoner. Also dann, auf zum großen Säbelrasseln ab 23. Juni! irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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MUSIK
Kunst & Kultur
The String Theory z Der Cellist Nathan Chizzali ist seit Anbeginn eng mit dem Conductus Ensemble verwachsen, dessen Gründer und Künstlerischer Leiter der Violinist und Komponist Marcello Fera ist. Fera ist auch Initiator des Festivals Sonora, das heuer mit „Sonora 701-Black“ den Kontinenten Europa und Afrika gewidmet ist. Am 14. Juni endet das fünf Konzerte umfassende Projekt mit einem wichtigen Ereignis: Das Meraner Streichensemble stellt in diesem Konzert seine neue CD-Einspie-
lung vor. „The String Theory“ ergibt sich aus einem Wortspiel der Theorie von den vibrierenden Objekten (Strings) und den Saiten der Instrumente. Diese außergewöhnliche Einspielung ist eine Synthese der Fähigkeiten und Ausdrucksweisen der Musiker gleichwohl ihrer Interpretation von Feras Kompositionen. In vier atemberaubenden Videos erhalten Musikfreunde vorab einen Eindruck von der Bravour des Cellisten Nathan Chizzali im Orchester und als Solist. ird
K&K
Foto: Photography MG
BÜCHER
Seite um Seite z Kunstvolle Schriften gibt es heutzutage massenhaft übers Internet herunterzuladen, Bildchen verschönern jede per Smartphone verschickte Nachricht, und längst ist nicht alles Gold was glänzt. Heute zumindest, denn als das Graduale von Taisten 1493 mehr gemalt als geschrieben wurde, geschah dies von kundiger Hand; der Kunst des Schreibens war bei weitem nicht jeder mächtig. Ein einzigartiges Erlebnis war es daher, unterstützt durch die fachkundigen Erzählungen von Johann Kronbichler, Direktor des Diözesanmuseums der Hofburg
kurz
notiert
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Brixen, durch die großformatigen Seiten des Graduales zu blättern. Während der „Brixner Tage des Buches“ standen vom 23. bis zum 28. April außerdem weitere Einblicke in die Vergangenheit auf dem Programm: Die Besucher konnten etwa im historischen Ambiente des Pharmaziemuseums in der Adlerbrückengasse den kuriosen Geschichten aus Michael Bernhard Valentinis „Museum Museorum“ aus dem Jahr 1704 lauschen oder in der Buchbinderei Kompatscher selbst beim Buchbinden Hand anlegen. Die Gegenwart kam aber auch nicht
zu kurz: Die Bibliotheken und Archive der Altstadt boten außergewöhnliche Führungen, szenische Bilderbuchlesungen unterhielten die kleinen Besucher, und der Domplatz verwandelte sich kurzerhand in einen Büchermarkt.
Aufgrund der positiven Resonanz wird man künftig an diesem heuer erstmals veranstalteten Event festhalten; eine weitere Ausgabe der „Brixner Tage des Buches“ ist bereits für 2019 geplant. vk
Bei zwei Konzerten (am 19. Mai in Neustift und am 26. Mai in der Kirche Maria am Sand in Milland) gab das Klarinettenquartett Candid Clarinets zusammen mit Benedikt Baldauf an der Orgel und mit gesanglicher Unterstützung von Günter Röggla Musik aus mehreren Epochen zum Besten.
Im Schlössl Perif war kürzlich der international anerkannte Posaunist Peter Steiner zu Gast; er beschenkte die Zuhörer mit wunderbaren Kostproben seines vielseitigen Repertoires. Begleitet wurde der Solist und Orchestermusiker von der virtuosen Constanze Hochwartner am Piano.
Ein Wettbewerb der Stiftung Sparkasse für Kunst im öffentlichen Raum wählte aus den eingegangenen Vorschlägen für den Hartmannsplatz die Installation „Ulaop“ des Brixner Kollektivs Rüdiger Witcher und Stefano Peluso aus. Er besteht aus einem symbolträchtigen Ringbogen aus Stein, der zugleich als Sitzbank dient.
NACHGEFRAGT
„Menschen hinterfragen ihr Leben“ PETER SCHORN, Schauspieler, Moderator und Rhetoriktrainer, über das neueste Kurzfilm-Projekt „Gabelungen“, das kürzlich mit ausschließlich Südtiroler Beteiligung angelaufen ist. Herr Schorn, Sie haben in den letzten Jahren an unzähligen Film- und Theaterproduktionen mitgewirkt. Zurzeit entsteht eine ganz besondere Kurzfilmreihe. Wer steckt hinter den „Gabelungen“? Zunächst natürlich der Produzent Arnold Gasser, der gemeinsam mit Ko-Produzent und Regisseur Stefan Ghedina die Vision einer Kurzfilmreihe aus Südtirol umsetzt. Themenschwerpunkt sind die Momente und Situationen, in denen Menschen neue Weichen stellen, ihr Leben und ihre Welt hinterfragen – eben „Gabelungen“.
Die Drehbücher werden dabei von verschiedenen Südtiroler Filmund Theaterschaffenden geschrieben. Das erste Skript stammt von Peter Schorn und Eva Kuen – und Sie beide sind auch die Protagonisten. Inhalt? „ECHT“ ist eine actionreiche Episode über ein gutsituiertes Paar zwischen digitalisierter Übersättigung und absoluter Sicherheit auf der einen Seite und der Sehnsucht nach Leidenschaft und einem echten, selbstbestimmten Leben auf der anderen. Im Zentrum steht die Frage: Ist es besser, alles zu haben, oder ist es besser, etwas zu haben, wofür es sich zu kämpfen lohnt?
Seien Sie ehrlich, wie gestaltet sich so eine enge berufliche Zusammenarbeit zwischen Lebenspartnern? Erstaunlich gut! Durch die langjährige gemeinsame Erfahrung verstehen wir uns blind und sind schnell im gleichen Film. Trotzdem bleiben wir aber zwei verschiedene Köpfe, und die Ideen, Bilder und Stories entstehen Zug um Zug im Dialog. In den Schreibpausen wächst die Geschichte dann in beiden Köpfen weiter – und nach einiger Zeit bringen wir das Beste davon wieder zusammen. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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FREILICHTTHEATER
Kunst & Kultur
Komödie des Lebens
z Eigentlich ist die Heimatbühne Teis 1939 in einem Keller in einem Weiler von Teis aus der Taufe gehoben worden: Ganz im Geheimen wurde damals, in der Zeit des Faschismus, ein Krippenspiel aufgeführt. 1943 haben schließlich einige beherzte Männer und
Frauen den Verein offiziell gegründet. „Die Junggesellensteuer“ hieß das erste abendfüllende Stück. Sehr aktive Mitglieder, Erfolge und der Spaß am Spiel haben die Heimatbühne dazu beflügelt, stets weiterzumachen und eine Aufführung nach der anderen
AUSSTELLUNG
Nicht von Menschenhand
Foto: Oskar Zingerle
z Alex Pergher hat im Monat Mai den Trentiner Roberto Pedrotti in der StadtGalerie zu Gast, einen Künstler, der am Schnittpunkt zwischen Handwerk und Kunst steht. Mit einer gediegenen Ausbildung zum Handwerker wurde Pedrotti bald mit den modernen Technologien vertraut und besonders von der eigenwilligen Ästhetik der Abfallprodukte bei der maschinellen Serienherstellung fasziniert. Dies hat ihn dazu inspiriert, eine neue Kunstbewegung zu initiieren, die weit über das gängige Kunstverständnis hinausgeht. „NOT MAN MADE“ ist auch der Titel der Ausstellung, mit der Pedrotti Einblick gibt in die robotergesteuerte Welt des
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Industrie-Designs. Beeindruckt von der Geschwindigkeit und Präzision der Maschinen im Vergleich der von Menschenhand hergestellten Teile, richtet Pedrotti jedoch seinen Fokus auf die fehlerhafte Ausschussware. Seine Objekte weichen ab vom programmierten Design, enthalten aber nichtsdestotrotz unerwartete, ungewöhnliche Formen, die einfach nur aus Software-Fehlern entstehen. Diese Fehlerhaftigkeit evozieren den Mythos von Prometheus, der als Demiurg die ersten Menschen aus Lehm gestaltete, wobei es jedoch zu fatalen Unzulänglichkeiten kam, unter denen die Menschheit heute noch zu leiden hat. ird
einzustudieren. In den 60er Jahren gipfelte dieses Bemühen sogar in einer Auszeichnung als spielfreudigste Bühne. Und heuer, zum 75-Jahr-Jubiläum, wagt man sich an eine Freilichtaufführung des Stückes „Ende“ von Karl Schönherr. In dieser „Komödie
des Lebens“, wie Schönherr das Stück im Untertitel bezeichnete, geht es um Grund und Boden, ums Haben oder nicht-Haben. „Obwohl die Geschichte in den 30er Jahren spielt, ist das Thema topaktuell und passt in die heutige Zeit“, bekräftigt Lukas Fischnaller, Obmann der Heimatbühne Teis. „Und wenn das Wetter auch noch mitspielt, sind wir sehr zuversichtlich, dass die Aufführungen ein großer Erfolg werden“, schmunzelt der 27-Jährige. Die Premiere findet jedenfalls am 29. Mai statt; weitere Aufführungstermine sind 1., 2., 6., 8., 9., 12., 14. und 15. Juni mit Beginn jeweils um 21 Uhr am Festplatz Teis. vk
MUSIK
Feurige Wassermusik z Wenn junge Menschen musizieren, ist das immer ein ganz besonderes Erlebnis. Diesen Genuss bescherte uns kürzlich das Auftaktkonzert zum WasserLicht-Festival, wo 90 Jugendliche aus Trentino/Südtirol und Oberösterreich für dieses Ereignis zusammenfanden. Fertiggebracht haben das Kunststück Stephen Lloyd und Irene Troi, die seit 27 Jahren Energie und Herzblut in musikalische Projekte mit Kindern und Jugendlichen stecken. Weil die musikalisch-pädagogische Arbeit ganz im Sinne von Nikolaus und Alice Harnouncourt ist, fungiert Alice als Schirmherrin für das Orchester „Matteo Goffriller“ und betraute Stephen Lloyd und Irene Troi überdies mit der Gründung des Attergauer Jugendsinfonieorchesters. Beim Debüt der beiden frischgebackenen Jugendsinfonieorchester kommt
man ins Staunen, wie solch eine technische Perfektion und wunderbare Klangfarbe mit wenigen Proben zu erreichen sind. Händel (Wassermusik), Beethoven, Brahms und Gershwin standen auf dem abwechslungsreichen Programm, das die Musiker mühelos bewältigten. Während in Brixen das Konzert keine hohen Wellen schlug, überstürzte man sich bei den Internationalen Harnouncourt-Tagen in memoriam des großen Meisters vor Begeisterung und sprach von atemberaubendem Feuer und meisterlicher Phrasierung, ganz im Geiste ihres Mentors. Der Rotary Club Brixen verleiht dem Jugendsinfonieorchester Matteo Goffriller am 4. Juni das „Musikstipendium für junge Musiker der drei Sprachen unseres Gebietes“. Chapeau! ird
MUSIK
NACHRUF
Hilde Kerer
Viel mehr Foto: Jörg Fokuhl
z Im August wäre Hilde Kerer 99 Jahre alt geworden. Der Lebenslauf der Brixner Autorin liest sich selbst fast wie ein Roman, in dem es um die beeindruckende Geschichte einer Frau geht, die es verstand, dem Leben die positiven Seiten abzutrotzen. Sie wäre nach der Pflichtschule gerne weiter zur Schule gegangen, aber dafür fehlte ihrer Mutter, die nach dem Tod des Vaters die sieben Kinder alleine durchbringen musste, schlichtweg das Geld. Also blieb eine Schneiderlehre. Während des Zweiten Weltkrieges meldete sich Hilde freiwillig zur Wehrmachtshelferin. 2014 erschien ihr Buch „Ich war ein Blitzmädel“, in dem sie ihre schlimmen und schönen Erlebnisse als Nachrichtenhelferin im Kriegsdienst für Hitler aufarbeitete. Dabei war sie von 1940 bis 1942 in Minsk stationiert, kam dann nach Frankreich und
z Dass die neue Single von Max von Milland mehr ist als ein einfacher Song, sagt bereits der Titel der Neuerscheinung: „Herz über Bluat“ ist laut dem Brixner Liedermacher Max Hilpold nämlich ein Statement, das perfekt in die heutige Zeit passt. „Gegenseitiger Respekt und ein gutes Zusammenleben in der Heimat – egal welcher Kultur, egal welcher Religion“, bringt der Brixner die Kernaussage der neuen Single auf den Punkt. Der Song ist Anfang Mai erschienen, das Album dazu wird voraussichtlich ab Herbst erhältlich sein. Indes zeigt sich Max auf der mehrtägigen Tour, mit der er vor kurzem unter anderem auch in Bozen Halt machte, erwachsener und selbstsicherer. „Der Begriff Heimat wird für mich
heute zu einseitig definiert. Ich möchte mit meinen neuen Songs einen Anstoß geben, das Thema etwas weitwinkeliger zu sehen“, erklärt der 32-Jährige. Das Video zur neuen Single wurde in einer leerstehenden Dachauer Papierfabrik und mit vielen Spiegeln gedreht – „um sich und seine Welt aus mehreren und vor allem mal anderen Blickwinkeln zu sehen“, so der Musiker, der vor einigen Jahren in München seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat. Ansehen und anhören kann man die neue Single auf allen gängigen Download- und Streamingportalen – oder in der Online- und App-Version des „Brixner“. Live steht Max von Milland am 23. Juni beim „Music Festival“ in Lana auf der Bühne. eh
schließlich auf abenteuerlichen und dramatischen Wegen wieder zurück nach Brixen. Dort eröffnete sie eine Schneiderei, liebte es, frei und ungebunden zu sein und sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Sie war im Rücksiedlerausschuss, im Heimatpflegeverband, gehörte der Arbeitsgruppe für Vogelkunde an und war über Jahre Mitglied der Ratsfraktion. Die Berge waren ihre Leidenschaft; mit 62 Jahren stand sie auf dem Mont Blanc, einem der über 65 Dreitausender, die sie bestiegen hatte. Der Weitblick, den man von einem Berggipfel aus hat, hat sich auf ihr Leben übertragen. Hilde Kerer gehörte nicht zu den lauten Menschen; mit ihrer Beharrlichkeit und ihrer Fähigkeit, in sich zu ruhen, hat sie viele Menschen beeindruckt. Eine außergewöhnliche Frau mit Pagenkopf und herzerfrischendem Lachen. mk
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DIVERSES
Foto: Oskar Zingerle
z Am Eisackdamm, zwischen Geh- und Radweg und nur wenige Meter südlich des Zusammenflusses von Eisack und Rienz, nimmt ein neuer Brunnen seinen Platz ein. Kreiert wurde die wasserspendende Steinblüte vom Brixner Künstler Hartwig Thaler. Die steinerne Knospe ragt kraftvoll und doch anmutig aus dem blütenförmigen Sockel und fügt sich perfekt in die
blühende Natur. Radfahrer und Fußgänger können den Brunnen ab sofort bewundern. Platziert wurde dieser inmitten zweier alter Akazienstämme, die vor einigen Jahren abgeholzt werden mussten. „Seitdem das Wasser aus dem neuen Brunnen fließt, scheinen sogar die alten Stämme wieder neue Triebe hervorzubringen“, betonte Bürgermeister Peter Brunner bei der offiziellen
Enthüllung des künstlerischen Werkes, das mit Unterstützung der Gemeinde sowie einigen Gönnern finanziert werden konnte. Basierend auf Thalers Tonmodell wurde der Brunnen vom Steinmetz realisiert. Thaler selbst zeigt sich erfreut darüber, dass er den Brunnen gestalten konnte, der auf Anraten eines Stadtwerke-Mitarbeiters sowie den Stadträtinnen Monika Leit-
ner und Paula Bacher dort seinen Platz finden und die beiden Akazienbäume verbinden soll. „Verbinden soll der Brunnen aber auch die alten Kräfte der Bäume und die neue Kraft des Wassers“, wünscht sich der Künstler, „das fließende Wasser aus dieser Blüte ist für mich nämlich ein Symbol der Hoffnung an diesem ganz besonderen Brixner Kraftort.“ eh
DIVERSES
Auftakt für kulturellen Entwicklungsprozess Foto: Leo Angerer
Kunst & Kultur
Wasser aus Stein
z Über 60 Kulturschaffende aus Brixen haben im Mai an einem mehrstündigen Workshop 40
in Form eines „Kulturcafé“ im Forum Brixen teilgenommen. Brixen verfügt mit 65 Kultur-
vereinen sowie vielen freien Kunst- und Kulturschaffenden von der Musik über das Theater, der bildenden Kunst und dem Brauchtum bis hin zur jungen Kultur- und Bildungsszene über eine äußerst traditionsreiche und bunte Kulturszene. Gleichzeitig entstehen in den kommenden Jahren gleich mehrere neue öffentliche Kulturorte, wie die Stadtbibliothek, die Musikschule oder das Zentrum für junge Kultur im ehemaligen Astra-Kino. Auch das ehemalige Bezirksgefängnis Tschumpus und die StadtGalerie Brixen sollen sich weiterhin als kulturelle Treffpunkte etablieren. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde auf Initiative von Kulturstadträtin Monika Leitner den „Kulturprozess Brixen 2018“
initiiert, an dem Kulturschaffende aus den verschiedensten Bereichen mitwirken. Ziel ist es, die kulturellen Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen und daraus Impulse und Zukunftsperspektiven für die Entwicklung der Kultur in Brixen abzuleiten. An verschiedenen Arbeitstischen wurde in Gesprächsrunden intensiv über das kulturelle Profil Brixens und die Erwartungen und Anliegen der Kulturschaffenden diskutiert sowie erste Visionen für die einzelnen Kultursparten gesponnen. Für deren Konkretisierung sind in den kommenden Wochen eine Reihe von weiteren Kulturgesprächen geplant. Begleitet wird der Kulturprozess von den Kuratorinnen Marion Piffer Damiani und Petra Paolazzi. av
LESUNG
Haiku und so weiter z „Lyrik ist von jeher die Essenz, um sich das Leben bewusst zu machen“, postuliert Gontran Peer zu Beginn seines Leseabends in Neustift, und er bricht damit eine Lanze für die Poetik. In einer theoretischen Abhandlung spricht der Haiku-Poet von seiner Vision einer Gesellschaft, deren Handlungen im Einklang mit der Natur sind. Fortschritt sei kaum für die geistig-seelische Entwicklung des Menschen relevant, aber sie halte das gegensätzliche Werden im Gang zum Wohle des kollektiven Bewusstseins. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der japanischen Kurzlyrik nimmt uns Gontran Peer ganz nach der Tradition der Haiku-Meister mit auf eine lyrische Reise durch die Jahreszeiten. Er ruft den Zuhörer dazu auf, genau hinzusehen und sich auf den Wandel der Natur einzulassen. Kein noch so unscheinbares Detail entgeht
dem Dichter, und gar manchmal schwingt leiser Humor mit: „Das Jahr noch jung – in den Garten geh ich raus – dann aber doch nicht“. ird
NEU IM REGAL Portrait einer Grenze
MUSIK
Der Mond ist weiblich
und Weisheit in jeder Frau erzählen. Mit ihren vielfältigen Stilrichtungen und den einfallsreichen Choreografien gelingt es dem Chor immer wieder von Neuem zu faszinieren. Fröhliche und melancholische Lieder wurden gekonnt vorgetragen, aufgelockert durch passende Gedichte, vom Publikum begeistert beklatscht. Ein besonderes Highlight waren die musikalischen Beiträge des Kinder- und Jugendchors Oberrasen von Waltraud Mair. ird Foto: Arnold Ritter
z La luna, la lune nennt sich der Mond in den romanischen Sprachen, nur im Deutschen ist er männlich. Kurzerhand verweiblicht wird der Mond vom experimentierfreudigen Chor NovAntiqua, dessen neues Programm als Hommage an die Frau gilt. Mit dieser Konzertreihe in Bruneck, Brixen und Bozen will der gemischte Chor unter der Leitung von Armin Thomaser einmal der holden Weiblichkeit seine ganze Aufmerksamkeit schenken und die Geschichte von Lust, Kraft
„Brenner.o“ ist ein Projekt des Tiroler Fotografen Othmar Kopp. Er hat sich dafür intensiv mit dem Mythos Brenner auseinandergesetzt und penibel dessen historische und aktuelle Bedeutung dokumentiert. Der Brenner ist Alpenübergang, Transitroute, das Tor zum Süden, aber auch Einkaufs- und Ausflugsziel. Nach wie vor ist der Brenner in den Köpfen der Menschen als Grenze verankert, an dem einst nicht nur Parmesankäse und Wein den Weg an den Zöllnern vorbei fanden, sondern auch Sprengstoff und Waffen, diesmal in die andere Richtung. Kopps Fotografien zeigen einen Ort zwischen den Welten mit einer ganz eigenen Ästhetik zwischen Verfall und Neubeginn. Seine Motive sind Schilder, Geschäfte, der Brennermarkt, aber auch Bilder von
Othmar Kopp, Kurt Lanthaler: Brenner.o – Geschichten über die Grenze. Athesia Tappeiner Verlag, 2018.
Flüchtlingen auf dem Weg nach Norden. Zu lesen ist in „Brenner.o“ ein Essay von Kurt Lanthaler, der zusammen mit Peter Kaser mehrere Kunstprojekte rund um den Brenner initiiert hat, und viele Beiträge mehr von Menschen, denen der Brenner ans Herz gewachsen ist. 41
KULTURSOMMER HINTER GITTERN Veranstaltungen
Tschumpus zum Dritten – von 6. Juni bis 18. August
* Freilichttheater
Die Drei Musketiere – Degen, Dom und Delinquenten
„Die drei Musketiere“ vollbringen ihre Taten im Frankreich des 17., aber auch im Brixen des 21. Jahrhunderts. Es geht um die alten Themen Liebe, Macht, Verrat und Intrige ebenso wie um ihre modernen Varianten.
Premiere: SA 23. Juni weitere Termine: 25., 26., 27., 29. & 30. Juni sowie 5., 6., 7., 10., & 12. Juli Beginn jew. 21 Uhr
* Musik * Theater
Goethes Faust
Das Stück beginnt schlicht als Goethe-Lesung, bald aber verselbständigen sich die Figuren und die Geschichte zieht die zwei Schauspieler Georg Kaser und Peter Schorn in ihren Sog. Regie: Marc Günther
MI 4. Juli, 21 Uhr
Central Youth Theatre aus England
DO 7. Juni, 21 Uhr
* Film
Zum Verwechseln ähnlich
Komödie FR; Regie: Lucien JeanBaptiste
MO 2. Juli, 21:30 Uhr
Schubert in Love
DO 2. August, 21 Uhr
* Improtheater
Carambolage Schuld und Bühne
Das Importheater Carambolage bringt den welteinzigen Live-Krimi zum Selbst-Verurteilen nach Brixen in den Tschumpus.
SA 14. Juli, 21 Uhr
* Film
Easy – un viaggio facile facile MO 16. Juli, 21:30 Uhr
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* Theaterstudie Un/erwünscht
„Un/erwünscht“ deckt Gegensätze auf. Laienschauspieler mit und ohne Fluchterfahrung finden im Bewegungsspiel Möglichkeiten des Ausdrucks und der Kommunikation.
Lucky MO 6. August, 21:30 Uhr
* Kabarett
FR 27. Juli, 21 Uhr
Der Held im Labyrinth
Die blasse Leseratte Sonja, die von allen gehänselt wird, begibt sich in einen Zauberwald, wo sie, dank ihrer Belesenheit, das Tor zu einem Labyrinth freilegt … Eine fantastisch musikalische Abenteuerreise für die ganze Familie zu sich selbst!
DO 16. und FR 17. August, 18 Uhr
* Musik DRIP
Ihre Musik ist dunkel und tiefgreifend, aber gleichzeitig warm und zart. Eine fließende und bewegende Musik, die den Zuhörer in ihren Bann zieht.
SA 18. August, 21 Uhr
CABABOZ best-of
Mit einem Best-of präsentiert die junge italienische Südtiroler Kabarettgruppe im Tschumpus, eine fulminante Kabarett-Revue, die sich gewaschen hat, eine Mischung aus Sketchen, Stand-Up-Comedy und Musik.
* Musiktheater für Kinder
SA 4. August, 21 Uhr
* Film
Eine der großartigen Skulpturen von Peter Senoner ist im Tschumpus ein besonderer Gast.
Dokumentationen über das Wirken des Vereins sind dem Publikum kostenlos zugänglich: an Aufführungstagen 20:00–20:45 Uhr (nur für Besucher der Abendveranstaltung); ab 30. Juni jeden Samstag 10–12 Uhr
Sie sind klug, gut ausgebildet und leben in prekären Verhältnissen, weil auch das x-te Praktikum kein Geld bringt. Gnadenlos und zugleich mit großer Zärtlichkeit porträtiert Sibylle Berg Frauen Anfang 20.
FR 10. & SA 11. August, 21 Uhr
Helga Plankensteiner & Plankton and ohters
Peter Senoner
Zellen Theakos 1993–2018
Und jetzt die Welt – binnen-I
* Jazz
* Bildende Kunst
* Ausstellung in den
* Theater
MO 9. Juli, 21:30 Uhr
MI 6. Juni, 20:30 Uhr
The forgotten returned
Harold und Maud MO 30. Juli, 21:30 Uhr
Drama/Komödie
TPZ-Theaterwerkstatt Zitronengelb
DO 7. Juni, 9:30 Uhr
* Film
Die göttliche Ordnung
Tell me, Wilhelm
Clown Engagement
SO 29. Juli, 21 Uhr
* Film
* Jugendtheater sapperlot
So Trupa aus Rumänien
Opas Diandl-X
Das Publikum darf sich auf energieund emotionsgeladene Musik und – das ist neu – auf eigene Texte in Südtiroler Mundart freuen.
* Kabarett
Voll des Lobis: 50 Jahre Selbstüberschätzung
Eine kabarettistische Nabelschau von und mit Lukas Lobis. Regie: Gabi Rothmüller
MI 8. August, 21 Uhr
Tschumpus (ehem. Bezirksgefängnis), Brixen, Domplatz 3 Karten: Tel. 388 7770077 (Mo.– Fr. 14–17 Uhr, Sa. an Aufführungstagen ab 19:30 Uhr), E-Mail reservierung@tschumpus.com www.tschumpus.com
TIMER
Juni 2018 MUSIK & KULINARIK
Dine,Wine & Music „Dine, Wine & Music“: feinste Gastronomie von den Brixner Wirten, Eisacktaler Weißweine und fantastische Musik am Brixner Domplatz. cherhof, Löwenhof, Pacher, Sunnegg, Vinus, Weingalerie sowie die Hüttenwirte des Plosebergs verwöhnen in diesem Jahr die Besucher mit erstklassigen Südtiroler Köstlichkeiten und weiteren Spezialitäten und setzen bereits zum siebten Mal auf ihr Erfolgsrezept „Dine, Wine & Music“. Lust auf eine kulinarisch-musikalische Reise? „Dine, Wine & Music“ entführt seine Besucher am Freitag, den 8. Juni in eine kulinarische Welt vereint mit Eisacktaler Spitzenweinen und wunderbarer Musik.
Spezialitäten, selbstverständlich begleitet und bereichert von regionalen Spitzenweinen. Für das besondere Etwas sorgt das musikalische Rahmenprogramm mit der B. Streetband aus Innsbruck. Professionelle Musiker, ein außergewöhnlich vielseitiges Programm von Jazz, Soul, Blues und Latin bis hin zu Rock und Pop Klassi-
ERDE
Um 18 Uhr startet der Genussabend vor atemberaubender Kulisse am Brixner Domplatz. Die Brixner Wirte Alpenrose, Fink, Finsterwirt, Grissino, Haller, Kir-
* Dine, Wine & Music
FR. 8. Juni, 18–24 Uhr Domplatz Brixen
Nähere Infos: www.facebook.com/dinewinemusic +39 0472 275252
* Di., 29. Mai
Fr., 1. Juni Sa., 2. Juni Mi., 6. Juni Fr., 8. Juni
SPIELER
1943–2018
Um ihr 75. Bestehensjahr zu feiern, hat sich die Heimatbühne Teis dazu entschieden, ein Freilichttheater aufzuführen. Auf die Bühne gebracht wird die von Karl Schönherr verfasste Komödie „Erde“. Das Stück ist die dramatische Auseinandersetzung über das Schicksal – das unausweichliche Spannungsfeld zwischen Werden und Vergehen, zwischen Leben und Tod. Karl Schönherr nannte sein Stück im Untertitel „Komödie des Lebens“.
Kulinarik auf höchstem Niveau.
Erde 75 JAHRE HEIMATBÜHNE TEIS
75 Jahre Heimatbühne Teis
kern, in eigenen Arrangements, garantieren ein Musikerlebnis der besonderen Art.
MITWIRKENDE
z Am Freitag 8. Juni erwartet der Brixner Domplatz seine Besucher in etwas anderer Aufmachung. Die Brixner Wirte, HGV und Brixen Tourismus laden zu „Dine, Wine & Music“. Vor der nächtlichen Kulisse des Brixner Doms verwöhnen die Brixner Gastwirte unter freiem Sternenhimmel mit frisch zubereiteten kulinarischen
Sa., 9. Juni Di., 12. Juni Do., 14. Juni Fr., 15. Juni Festplatz Teis
Beginn jeweils um 21 Uhr Reservierung: 349 3946658 (17–20 Uhr, keine SMS), karten@erde2018.it (Reservierungen per E-Mail werden bis zwei Stunden vor Aufführungsbeginn angenommen) www.erde2018.it Erwachsene: 12 Euro Kinder bis 15 Jahre: 5 Euro
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Veranstaltungen
LITERATUR
Wein trifft Literatur
z Das Internationale Literaturfestival WeinLESEN im Kloster Neustift findet nun schon das dritte Mal statt, es steht nicht nur für hohe Qualität, sondern mittlerweile schon für Kontinuität. Wie jedes Jahr wird es auch heuer wieder von einem Dichter europäischen Formats eröffnet, und zwar von dem in Paris lebenden Schweizer Paul Nizon, der zurecht als der „zurzeit größte Magier der deutschen Sprache“ bezeichnet wird. Rita Franceschini, Mehrsprachigkeitsexpertin und Professorin an der freien Uni Bozen, wird die Eröffnungsrede halten. Gespannt darf man auch auf die beiden aus Deutschland stammenden Schriftsteller Mirko Bonné und Angelika Klüssendorf sein. Bonné hat sich in seinem jüngsten Roman an
das Goethe’sche Wahlverwandtschaften-Thema gewagt, Klüssendorf seziert in ihrem Roman „Jahre später“ messerscharf eine Ehe. Ein Schwerpunktthema ist in diesem Jahr mit Sicherheit die Liebe, die oft mit einem großen glückversprechenden Begehren beginnt und nicht selten katastrophal endet. Ob Liebe noch als Erzählung der Freiheit taugt, darüber werden Angelika Klüssendorf und die österreichische Autorin Olga Flor mit dem aus Südtirol stammenden ORF-Journalisten Andreas Pfeifer am Samstagvormittag diskutieren. Mit Robert Menasse, dem Deutschen Buchpreisträger von 2017, und Dževad Karahasan, dem wohl wichtigsten Schriftsteller der bosnischen Gegenwartsliteratur, landen wir mitten in Europa und in Persien. Aus der Schweiz werden Klaus Merz, Raphael Urweider und Martina Clavadetscher anreisen. In der Reihe der Südtiroler Autoren präsentiert dieses Mal Sepp Mall seinen eindringlich erzählten
SOMMERPROGRAMM Pilates im Freien Mi. 20.06. | 18.15–19.15 Uhr 8 Treffen | Priesterseminar Functional Cross Fitness Do. 28.06. | 18.30–19.30 Uhr 4 Treffen | Grundschule Vahrn Sommer, Sonne, Salat: Neue Ideen für Genießer Mi. 04.07. | 19–23 Uhr | 1 Treffen Milland, Zentrum Narrativ Meine persönliche Heilsalbe Sa. 14.07. | 14–18 Uhr | 1 Treffen Feuerwehrhalle Spiluck Rücken-fit im Freien Do. 02.08. | 18.15–19.15 Uhr 4 Treffen | Priesterseminar Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Schüler Mo. 09.07. | 15–16 Uhr | 6 Treffen täglich Mo. bis Sa. Gitarrenkurs für Schüler Mo. 23.07. | 9–11 Uhr | 10 Treffen Mo. + Mi. | Milland
Englisch, Spiel und Spaß auf der Plose für Schüler Mo. 23.07. / 30.07. | 8–16 Uhr 5 Treffen | täglich Mo. bis Fr. 10-Finger-Tippsystem für Schüler Di. 24.07. | 9–10.30 Uhr 4 Treffen | Di. + Do. Italienisch für Schüler Mo. 20.08. | 10 Treffen täglich Mo. bis Fr. Englisch für Schüler Mo. 20.08. | 10 Treffen täglich Mo. bis Fr. Töpfern, Kochen und Italienisch für Schüler Mo. 20.08. | 8–16 Uhr 5 Treffen | täglich Mo. bis Fr. Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung (A/B bzw. C/D) Mo. 27.08. | 19.30–21 Uhr 10 Treffen | täglich Mo. bis Fr.
Peter-Mayr-Str. 9 | 0472 836 424 brixen@vhs.it | www.vhs.it
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Roman „Hoch über allem“. Am Sonntag treten zwei prominente Bachmannpreisträger auf: der Österreicher Franzobel und die in Berlin lebende Britin Sharon Otoo. Und mit Strasserhof, Pacher Hof, Hoandlhof, Kuenhof, Weingut Ebner, Köfererhof, Wassererhof, Gump Hof, Weinhof Garlider, der Eisacktaler Kellerei und der Stiftskellerei Neustift sind auch dieses Jahr wieder Top-Winzer und -Winzerinnen vertreten, die Freitag, 1. Juni
Freilichttheater
Diverses
ab 15 Uhr
Cyrill Chill Der Jugenddienst Brixen veranstaltet anlässlich der 35 Jahre EuropaBesinnungsweg bei St. Cyrill ein Jugendfestival Tils, Kirche St. Cyrill
Musik
* 7. bis 10. Juni Neustift
Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm unter www.weinlesen.it
Dienstag, 5. Juni
21 Uhr
Erde Zum 75. Jubiläum bringt die Heimatbühne Teis die Komödie „Erde“ von Karl Schönherr auf die Bühne Teis, Festplatz Samstag, 2. Juni
ihre Spitzenweine zur Verkostung anbieten; moderiert werden die Weinpräsentationen von den Journalisten Hartwig Mumelter und Roman Drescher.
20 Uhr
Singen verbindet! The White Lily Gospel Singers aus Mühlbach veranstalten ein Gemeinschaftskonzert zusammen mit dem G.F. Händel-Chor aus Luzern Milland, Freinademetz-Kirche
Tanz
20 Uhr
Freilichttheater
21 Uhr
Boedotango Milonga, Kurzfilm, Spiel und Spaß Schlössl Perif
Erde Zum 75. Jubiläum bringt die Heimatbühne Teis die Komödie „Erde“ von Karl Schönherr auf die Bühne Teis, Festplatz
20 Uhr
Musik
Violinsonaten J.S. Bach, Johannes Pramsohler und Léon Berben Kirche des Priesterseminars Mittwoch, 6. Juni
Theater
20:30 Uhr
Sapperlot Tell me, Wilhelm (TPZ Brixen) Tschumpus
Freilichttheater Erde Heimatbühne Teis Teis, Festplatz
21 Uhr
Donnerstag, 7. Juni
Theater
ab 9:30 Uhr
Sapperlot Clown Engagement (9:30 Uhr im Tschumpus), Play on the archive (11 Uhr im Jukas), Dead dancer (15 Uhr im Jukas), Straßentheater um 16:30 Uhr, Dollasilla (19:30 Uhr im Jukas) und The forgotten returned (21 Uhr im Tschumpus; im Anschluss Ethno-Evening) Diverse
Diverses
20 Uhr
Diskussionsreihe Menschen helfen Menschen: Panikattacken und Ängste Schlössl Perif
DORFFEST
„Urig und echt“ in Villnöß
½ Lederhosen, Unterhaltung auf der Ziehharmonika, verschiedene Jugendkapellen, DJ Fillini, DJ Lex und DJ Gandi. Die Hubschrauberrundflüge laden dazu ein, Villnöß und die Bergwelt von oben zu bestaunen, während die kleinen Besucher die Umgebung beim Ponyreiten erkunden können. Es gibt aber auch Rodeo-Bullriding, einen Kletterturm, Torwandschießen und einen Water roller. Bei
der ganzen Action kommt die Kulinarik nicht zu kurz: Geboten werden Spezialitäten vom Grauen Geislerrind und vom Villnösser Brillenschaf.
Literatur
Diverses
Theater
20 Uhr
Referat Christa Jasinski referiert über ihren verstorbenen Mann Alf Jasinski – Thalus von Athos: Die Tagebücher über eine Zivilisation im Inneren unserer Erde Mühlbach, Graf-Meinhard-Haus
Freilichttheater Erde Heimatbühne Teis Teis, Festplatz
21 Uhr
Samstag, 9. Juni
Literatur
Literatur
ab 17 Uhr
WeinLESEN Führung durch die Stiftsbibliothek (17 Uhr), Lesung in der Stiftsbibliothek u.a. mit Klaus Merz und Sepp Mall (18 Uhr), Lesungen am Stiftsplatz u.a. mit Angelika Klüssendorf und Mirko Bonné und Weinpräsentationen (20 Uhr) Kloster Neustift
ab 11 Uhr
WeinLESEN Gespräch im Augustinisaal zum Thema „Taugt Liebe noch als Erzählung der Freiheit?“ (11 Uhr), Führung durch die Stiftsbibliothek (18 Uhr), Lange Nacht der Festivalliteraturen und Weinpräsentationen am Stiftsplatz (20 Uhr) Kloster Neustift
Diverses
14 Uhr
Weinfest Weinfest der Gruppe BioWeis mit fachlicher Verkostung von rund 35 BioWeinen und Kellerführungen Mühlbach, Weingut Santerhof
ab 15 Uhr
Dienstag, 12. Juni
Sapperlot Who’s the man (15 Uhr im Forum Brixen), The Story of Rand’s (16:30 Uhr im Jukas), After the Silence (17:30 Uhr im Forum Brixen) und Wings for Clowns (20:30 Uhr im Forum Brixen) Diverse
Freilichttheater
Musik
20 Uhr
Vortrag
17 Uhr
Musik
20:30 Uhr
Freilichttheater
21 Uhr
Konzert Konzert der Jugendkapelle und Musikkapelle Milland Milland, Dorfplatz
Vesper von Anton Heiller für gemischten Chor, Kantor, Sopran und Orgel; Ausführende: Solisten und das Vokalensemble VocalArt Brixner Dom
Freilichttheater
Sonntag, 10. Juni
21 Uhr
Blutdruck, Cholesterin und Zucker Vortrag zum Thema „10 Schritte zu mehr Lebensqualität“ mit Susanne Reiffenstuhl Apotheke Peer
Freitag, 15. Juni
Freilichttheater Erde Heimatbühne Teis Teis, Festplatz
11 Uhr
WeinLESEN Literarische Matinée mit Franzobel und Sharon Otoo; Weinpräsentationen Kloster Neustift, Mühlensaal
Donnerstag, 14. Juni
Erde Heimatbühne Teis Teis, Festplatz
Erde Zum 75. Jubiläum bringt die Heimatbühne Teis die Komödie „Erde“ von Karl Schönherr auf die Bühne Teis, Festplatz
Literatur
21 Uhr
Erde Zum 75. Jubiläum bringt die Heimatbühne Teis die Komödie „Erde“ von Karl Schönherr auf die Bühne Teis, Festplatz
21 Uhr
Erde
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MITWIRKENDE
Sapperlot anno 2035 (11 Uhr, Forum Brixen, Schulaufführung), Wave.sk (16:30 Uhr, Jukas), Der geheimnisvolle Koffer des Herrn B. (17:30 Uhr, Jukas) und anno 2035 (20:30 Uhr, Forum Brixen) Diverse
Diverses
2018
SPIELER
ab 11 Uhr
(der Dorflauf der Serie „VSS-Stadtund Dorfläufe“ startet um 14 Uhr) um 14 Uhr beginnt der urig und echte Festumzug unter dem Motto „frier und heint“
1943–2018
Freitag, 8. Juni
Theater
ab 18 Uhr
Dine, Wine & Music Brixner Wirte servieren lokale Köstlichkeiten und Eisacktaler Weißweine Domplatz
* Freitag, 6. Juli, 20–2 Uhr * Samstag, 7. Juli, 13–2 Uhr * Sonntag, 8. Juli, 11–22 Uhr
HRE HEIMATBÜHNE TEIS
20 Uhr
WeinLESEN Eröffnung des Internationalen Literaturfestivals WeinLESEN Kloster Neustift, Augustinisaal
Peter Schatzer
z Wohin vom Freitag, dem 6. Juli bis zum Sonntag, dem 8. Juli? Natürlich nach St. Peter in Villnöß zum Dorffest, das unter dem Motto „urig und echt“ steht! Festeröffnung ist am Freitagabend, feiern kann man bis spät in die Nacht an allen drei Tagen. DJs, Livebands, Hubschrauberrundflüge, ein Umzug der besonderen Art am Sonntagnachmittag und vieles anderes stehen auf dem Programm. Wer sich sportlich betätigen und sich nachher ein kühles Blondes genehmigen will, soll sich bitte am samstägigen Dorflauf beteiligen, und wer einen attraktiven Preis ergattern will, der soll ein Los der Lotterie kaufen! Also nichts spricht dagegen, an einem der besagten drei Tage – oder sogar an allen drei Tagen – nach Villnöß zu kommen. Beste Unterhaltung ist garantiert! Am Dorffest in Villnöß beteiligen sich insgesamt 17 Vereine. Für gute musikalische Unterhaltung sorgen: Männer der Berge, Vollbluet, Jackie Rose, Replay, X-Large, Sunnseit Brass, Triolé, 2
Veranstaltungen
INTERNATIONAL MEETING OF YOUTH THEATRE 2018 * 6.–10. Juni Brixen
* Mittwoch, 6. Juni
11:00 Uhr (Schulaufführung) anno 2035 – La Torre del Drago, Italia Forum Brixen
Donnerstag, 21. Juni
Musik
20 Uhr
Nacht der Musik 1001 Klänge in den Gassen der Altstadt. Brixen feiert den längsten Tag im Jahr mit Musik Altstadt Brixen Samstag, 23. Juni
Freilichttheater
21 Uhr
Die drei Musketiere Degen, Dom und Delinquenten; u.a. mit Georg Kaser, Peter Schorn und Viktoria Obermarzoner Tschumpus
16:30 Uhr Wave.sk – DDS DRIM, Slovakia Forum Brixen 20:30 Uhr Tell me, Willhelm – TPZ Brixen Tschumpus
* Donnerstag, 7. Juni
9:30 Uhr Clown Engagement – So Trupa, Romania Tschumpus 11:00 Uhr Play on the archive – FUNTASIA, Morocco Jukas
17:30 Uhr Der geheimnisvolle Koffer des Herrn B. – TPZ Brixen Jukas
15 Uhr Who's the man – Theatretrain Basildon, England Forum Brixen
Sonntag, 24. Juni
Sport
Tour Transalp Die erste Etappe der Tour Transalp führt die Rennradler heuer von Brixen über das Grödnerjoch nach St. Vigil Domplatz
16:30 Uhr Straßentheater 19:30 Uhr Dollasilla – TPZ Brixen Jukas 20:30 Uhr The forgotten returned – Central Youth Theatre, England im Anschluss Ethno-Evening Tschumpus
* Freitag, 8. Juni
9:30 Uhr (Schulaufführung) The forgotten returned – Central Youth Theatre, England Tschumpus
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Freilichttheater 16:30 Uhr The Story of Rand’s – TAJROBENO theater group, Iran Jukas 17:30 Uhr After the Silence: The Story of Being Hushed – Imagination Stage Dance Theatre, USA Forum Brixen 20:30 Uhr Wings for Clowns – Piano Theatre, Russia Forum Brixen Eintritt Erwachsene: 10 Euro Ermäßigt: 5 Euro Festivalpass Erwachsene: 100 Euro Ermäßigte: 50 Euro Festivalpass Mini (nur abends oder nur Samstag) Erwachsene: 30 Euro Jugendliche: 15 Euro Kurzfristige Änderungen werden hier veröffentlicht: www.tpz-brixen.org
Die drei Musketiere Degen, Dom und Delinquenten Tschumpus Samstag, 30. Juni
21 Uhr
Freilichttheater
21 Uhr
Jazzfestival
21 Uhr
Die drei Musketiere Degen, Dom und Delinquenten Tschumpus
Klabbes Bank „Klabbes Bank“ ist in der zeitgenössischen elektronischen Musik schließlich ebenso verwurzelt wie im Pop, im Rockabilly und im Gegenwartsjazz Dach der Tourismusgen. Brixen
Galerie 90 1. bis 30. Juni Open your Mind Do.–Sa. 17:30–19:30 Uhr
Montag, 25. Juni
15:00 Uhr Dead dancer – Youth Theatre “KREGŽDE˙ ”, Poland Jukas
Freilichttheater
Ausstellungen
20:30 Uhr anno 2035 – La Torre del Drago, Italia Forum Brixen
* Samstag, 9. Juni
Freitag, 29. Juni
Die drei Musketiere Degen, Dom und Delinquenten Tschumpus Dienstag, 26. Juni
Freilichttheater
Die drei Musketiere Degen, Dom und Delinquenten Tschumpus Mittwoch, 27. Juni
Freilichttheater
Die drei Musketiere Degen, Dom und Delinquenten Tschumpus
Märkte Bauernmarkt Sa. & Mi., 8–13 Uhr Hartmannsplatz Monatsmarkt Do., 14. Juni, 8–13 Uhr Schwesternau Wochenmarkt montags,8:30–13 Uhr Priel-Parkplatz
21 Uhr
21 Uhr
21 Uhr
Galerie Adler Art 8. bis 21. Juni Dancing Women Werke von Margit Pittschieler Mo.–Sa. 10–12 und 17–19 Uhr Tschumpus 30. Juni bis 18. August Theakos 1993–2018 Plakate und Aufnahmen dokumentieren das 25-jährige Wirken des Vereins samstags 10–12 Uhr und für Besucher der Abendveranstaltungen 20–20:45 Uhr Hofburg Brixen bis 31. Oktober Triumph des Barock Gemälde von 1600 bis 1800 aus dem Bestand der Hofburg Brixen Di.–So. 10–17 Uhr Festung Franzensfeste bis 3. Juni 2019 Brücke zwischen Nord und Süd Römische Straßen in Südtirol bis 21. April 2019 Immer auf Draht Seilbahnen vernetzen Di.–So. 10–18 Uhr Pharmaziemuseum bis 3. Jänner 2019 Glas.Kunst und Pharmazie Moderne Glasskulpturen treffen auf historische Gebrauchsgläser der Pharmazie Di. & Mi. 14–18 Uhr, Sa. 11–13 Uhr
SÜDTIROL JAZZFESTIVAL *
Sa., 30. Juni, 21 Uhr
Klabbes Bank Das Festivalprogramm in Brixen wird mit einem Highlight auf dem Dach der Brixen Tourismus Genossenschaft eröffnet! Für musikalische Vielfalt ist gesorgt: „Klabbes Bank“ ist in der zeitgenössischen elektronischen Musik schließlich ebenso verwurzelt wie im Pop, im Rockabilly und im Gegenwartsjazz. Brixen, Dach Tourismusgen. Brixen
*
So., 1. Juli
Euregio Collective Naturnäher geht es kaum: Mitglieder des Euregio Collective und Gastmusiker aus Österreich und der Schweiz spielen in drei unterschiedlichen Formationen drei akustische Konzerte vor drei Hütten in den Südtiroler Dolomiten. Es wird außerdem eine Genusswanderung angeboten und somit Kulinarik mit der Musik verbunden! 11:45 Uhr Würzjoch, Ütia Munt de Fornella 14 Uhr Würzjoch, Ütia de Göma 16 Uhr Würzjoch, Ütia de Börz
*
Mo., 2. Juli, 11 Uhr
The Wine composer feat Pauli Lyytinen Als „Wine Composer“ besucht der Pianist Tuomas A. Turunen die Kellereien einer Weinregion und „übersetzt“ die Aromen der dort verkosteten Weine in eine Musik, die individuellen Improvisationen breiten Raum einräumt. Selbstverständlich hat auch das Publikum die Möglichkeit, die Weine zu verkosten, zu denen komponiert wurde. Neustift, Pacherhof
*
Di., 3. Juli, 21 Uhr
*
Fr., 6. Juli, 21 Uhr
Euregio Collective feat. International Guests Bei diesem Konzert sitzt das Publikum auf dem Maria-Hueber-Platz in Brixen, während einzelne Musiker von den umliegenden Balkonen aus in das musikalische Geschehen eingreifen und damit das Spiel ihrer Kolleginnen und Kollegen ergänzen, die als transnationale Big Band auf einer Bühne stehen. Brixen, Maria-Hueber-Platz
*
Do., 5. Juli, 21 Uhr
Pasborg – Jobarteh – Schantz Ein Experiment ohne Netz und doppelten Boden – und eine wunderbare afrikanisch-europäische Melange. Brixen, Erhardgasse
Megalodon Collective Das Megalodon Collective vereint – neben kollektiven Improvisationen – Free Jazz, Fusion, Filmmusik, Noise, Klassik und mittelalterliche Musik. Das Konzert findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung der „Youth Art Biennale“ der Academiae statt. Festung Franzensfeste
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Sa., 7. Juli, 21 Uhr
Frank Frank Frank feat. Sigurdur Rögnvaldsson In Südtirol ergänzt der isländische Gitarrist Sigurdur Rögnvaldsson dieses dynamische Trio und stärkt damit das rockige Element in dieser Mixtur, die sich jeder stilistischen Zuordnung entzieht. Brixen, 3fiori
Das komplette Festival-Programm gibt es unter www.suedtiroljazzfestival.com
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PR-Info
Markus Mair – um 32 kg erleichtert dank der Zangirolami-Methode Ein Mann im sogenannten „besten Alter“ wie viele andere Männer auch, hatte Markus Mair schon seit langem mit den zu vielen Kilos zu kämpfen. Heute ist er zufrieden und kann auch ruhig stolz sein, das persönliche Idealgewicht erreicht zu haben und, was noch wichtiger ist, es beizubehalten. Im Gespräch mit Markus Mair.
Abnehmen ohne Hungern
Herr Mair, wie sind Sie auf die Methode von Dr. Zangirolami aufmerksam geworden? Wer Gewichtsprobleme hat, dem fallen spezielle Artikel zum Thema in Zeitungen natürlich auf. So war es auch bei mir. Die Zeitungsberichte mit glaubhaften Aussagen von Menschen, wie ich sie bei Dr. Zangirolami gefunden habe, machten mich neugierig. Auch erkannte ich einen zufriedenen Kunden, mit dem ich dann persönlich gesprochen habe. Dies hat mich bestärkt und ich habe mich bei Dr. Zangirolami gemeldet. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Hatten Sie vorher schon mit anderen Mitteln versucht, Ihr Gewicht zu reduzieren? Ja natürlich. Es hat auch gewirkt, das heißt, ich hatte schon öfters ziemlich abgenommen, nur war es so, dass das nie lange gehalten hat. Der bekannte sogenannte Jo-Jo-Effekt trat ein, das Gewicht war wieder da, und oft mehr als vor der Diät. Nach welcher Zeit mit der Zangirolami-Methode haben Sie die ersten Erfolge feststellen können?
Es war vor allem das Sich-Wohlfühlen, das schon bald eintrat. Ich hatte ja auch unter Bluthochdruck zu leiden. Nach den ärztlichen Untersuchungen und den Blutanalysen im Krankenhaus bekam ich seriöse Anweisungen von Dr. Zangirolami. War es sehr schwer für Sie, den Anordnungen des Arztes zu folgen? Nein, überhaupt nicht. Es sind leicht verständliche und leicht zu bewältigende Aufgaben. Sei es bei der Einhaltung der empfohlenen Ernährungsweise, sei es bei der sportlichen Betätigung. Ich musste nie Hunger leiden und konnte alles essen, nur eben nach einem empfohlenen Plan. Und wie sieht’s mit Bewegung aus? Bewegung ist wichtig, regelmäßiges Gehen, aber alles ist leicht durchzuhalten. Um wieviel Kilo sind Sie insgesamt bis heute leichter?
Der Titel dieses Buches ist Programm: „Wer sagt, dass man zum Abnehmen hungern muss?“ Darin erklärt Dr. Ivan Zangirolami, wie man sein Idealgewicht erreichen kann, ohne auf Köstlichkeiten verzichten zu müssen. Diäten mit unrealistischen Versprechen gibt es zur Genüge. Die Zangirolami-Methode setzt auf Nachhaltigkeit – und das mit Erfolg: 96 bis 98 Prozent aller Anwender erreichen ihr Ziel und können ihr Gewicht anschließend auch halten. www.metodozangirolami.it
Ich bin über 30 Kilogramm losgeworden. Meine Gelenke sagen Danke, und ich sage Danke an die Methode Dr. Zangirolami. Viel wichtiger als die Gewichtsabnahme ist mir aber das Rundum-Wohlbefinden, das ich jetzt spüre. Können Sie die Zangirolami-Abnehm-Methode auch anderen Personen empfehlen? Das mache ich gerne. Aus Überzeugung. Auch musste ich keine teuren Nahrungsergänzungsmittel einnehmen und die Preis-Leistung stimmt bei Dr. Zangirolami hundertprozentig.
PR-Info
Christian Pircher mit 143 Kilo
Heute ist er ein smarter Hotelier
Die Pfunde besiegt, sich einen Lebenstraum erfüllt: Christian Pircher beim New York Marathon
Mit der Zangirolami-Methode New York erobert Der Pusterer Hotelier Christian Pircher hat sich dank der Zangirolami- Abnehm-Methode einen Lebenstraum erfüllt. Er nahm vor kurzem am New-York-Marathon teil. Und das, obwohl er vor einem Jahr noch 143 Kilo wog. Die Geschichte von Christian Pircher ist ein Sinnbild – nicht nur für den Erfolg der Zangirolami-Methode an sich, sondern auch dafür, wie sich durch Willenskraft und eine professionelle Betreuung beim Abnehmen in der Tat Berge versetzen lassen. Denn im vergangenen November hat sich der bekannte Pusterer Gastwirt, Betreiber des Hotels Adler in Niederdorf, einen Lebenstraum erfüllen können. Er nahm am weltberühmten New York Marathon teil und wurde damit in gewisser Hinsicht wieder zum ehrgeizigen Sportler, der er in seinen Jugendjahren war – und das, obwohl er bis vor einem Jahr noch 143 Kilogramm wog und sein Arzt ihn eindringlich vor den negativen
Folgen seines Übergewichts warnte. Mittlerweile hat er 60 Kilo abgenommen. „Es war sicherlich nicht der Sport, der dazu geführt hat, dass ich abgenommen habe“, sagt Pircher. „Es ist genau umgekehrt. Dank der professionellen Betreuung des Zangirolami-Teams und der Erfolge, die sich mit der Zangirolami-Methode einstellten, kann ich jetzt wieder mit Freude Sport betreiben.“ Mit seinem vorherigen Gewicht war jede sportliche Betätigung eine enorme Anstrengung. Jetzt macht ihm die Bewegung wieder richtig Spaß. Der Weg hin zu deutlich weniger Gewicht hat im Falle von Christian Pircher im Jahr 2015 begonnen. Dank des Tipps eines Bekannten nahm
Pircher Kontakt zu Dr. Ivan Zangirolami auf: „Seine Methode hat mir sofort imponiert“, erzählt Christian Pircher, „vor allem deshalb, da man hierbei beim Abnehmen nicht das ganze Leben umkrempeln muss. Es reicht, einige schlechte Angewohnheiten zum Positiven zu verändern und dabei konsequent zu sein. Gehungert habe ich während meines Abnehmprozesses jedenfalls nicht.“ Auch in seinem Arbeitsalltag hat sich die Gewichtsabnahme für Pircher positiv ausgewirkt, wie er selbst sagt. Das Arbeiten fällt ihm leichter, die Ausdauer ist deutlich größer – kein Wunder: Mit 60 Kilo weniger auf den Rippen fällt eben auch das Stufensteigen leichter!
Freizeit & Sport
NEUE DOWNHILL-LINES AUF DER PLOSE
„Lockerflockig und guat g‘federt“ Gleich drei neue Downhillwege, sogenannte Lines, bietet der „Brixen Bikepark“, der im heurigen Sommer erstmals offiziell seine Tore öffnet. Wer auf zwei Rädern auf den schmalen Waldsteigen hinunterbrettert, braucht beim ersten Mal neben der nötigen Technik auch ein Quäntchen Mut – beim zweiten Mal macht‘s dann richtig Spaß.
I
rgendwie anders habe ich mir mein erstes Mal vorgestellt: flüssiger, einfacher und vielleicht auch etwas spaßiger, muss ich gestehen. Dass ich aber bei den ersten Kurven der grünen – also wohlgemerkt der einfachsten – Mountainbike-Line des „Brixen Bikepark“ schon etwas an Überwindung benötigte, lag wahrscheinlich an meiner Unerfahrenheit im Mountainbiken.
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Außer mit meinem Citybike war ich nämlich schon länger nicht mehr auf zwei Rädern unterwegs gewesen – und schon gar nicht auf einem gefederten Mountainbike im freien Gelände. Wobei „frei“ eigentlich der falsche Ausdruck ist, denn die Lines wurden extra für die Plose konzipiert und gebaut und sind somit der absolut legale Weg, um auf dem Bike durch den Wald zu brettern.
Los geht es für die Bike-Freunde am 16. Juni, sobald der Palmschoß-Sessellift seinen Sommerbetrieb aufnimmt. Man fährt dann mit der Plose-Kabinenbahn nach Kreuztal und kann direkt hinter dem „Plose Looping“ in den Bikepark einsteigen, der mit drei Lines in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgestattet ist. Unser „Brixner“-Trail-Test-Ausflug startete etwas weiter unten, da der
obere Teil der Strecke noch nicht ganz fertiggestellt ist. Neben mir sind – bei Eisheiligen-Temperaturen und leichtem Nieselregen – auch noch der „Brixner“-Fotograf Oskar Zingerle, ein Bikeguide, ein Trailbauer, ein Trail-Instandhalter und zwei Mitarbeiterinnen der Tourismusgenossenschaft Brixen mit von der Partie. Alle bestens ausgerüstet, versteht sich, was so viel heißt wie Helm, Knieschützer,
BERGAB-SPASS: Die wannenförmigen Spitzkehren der Bike-Trails ermöglichen mit etwas Übung actionreiche Abfahrten mit hohem Spaßfaktor
–– Fotos: Oskar Zingerle
bestenfalls noch Ellebogen- und Rückenschutz und natürlich ein geeignetes, gefedertes Bike. Michael Gostner, Bikeguide der neu gegründeten Bikeschool Plose Bike, gibt noch einige Tipps, bevor es losgeht: Gefahren wird stehend, Knie weit auseinander, Arme locker, Hüfte und Pedale bilden eine Linie, gebremst wird nur mit einem und nicht wie üblich mit allen Fingern – und die
Kurven mit etwas Schwung anfahren und weit ausholen. Klingt total easy, oder?
Viel auf und ab. Anfangs verlau-
fen der grüne, also der einfache, und der blaue, der etwas schwierigere Trail noch auf demselben Weg; nach rund einem Kilometer trennen sie sich. Wir bleiben auf der einfachen Variante. Die ersten Kurven habe ich hinter
mir; etwas gewöhnungsbedingt ist das Ganze allerdings schon. Das klingt jetzt für all jene, die bereits Erfahrung im Biken haben, wahrscheinlich leicht übertrieben, aber beim ersten Mal auf einem solchen Trail muss man sich an die Kurvenart und den schmalen Steig gewöhnen; die Kurven sind nämlich ziemlich eng und vor allem wannenförmig. Das heißt, man fährt sie zuerst aufwärts an,
um sich dann mit dem ganzen Körper – ähnlich wie beim Skifahren – in die Kurve zu legen. Die Richtung gibt der Oberkörper an, nicht das Lenkrad. Um mich an diese Bewegung zu gewöhnen, muss ich einige Kurven hinter mich bringen, was mich doch etwas Mut kostet. Damit Anfängern der Einstieg in diesen unbekannten Bewegungsablauf erleichtert wird, plant 51
Freizeit & Sport Bei unserer Reportage-Tour mit dabei: Andrea Klement und Vera Profanter von der Brixen Tourismus Genossenschaft, Michael Gostner von Plose Bike, Amadeo Gadotti von Whistler Gravity Logics, Trailinstandhalter Simone Zardini und Redakteurin Evi Hilpold
–
die Plose AG, die Inhaberin des Bikeparks, noch einen kleinen Übungspark – was ich persönlich absolut notwendig finde; insbesondere für Kinder oder kleine Angsthasen wie mich: „Wo genau dieser sein wird und wie dieser aussehen wird, ist allerdings noch unklar“, erklärt mir Simone Zar-
mir gesagt. Ich fühle mich mit beiden Fingern auf der Bremse aber doch wesentlich wohler; effektiv ist der Trail aber so gebaut, dass man vor jeder Kurve automatisch etwas an Geschwindigkeit verliert. Nichtsdestotrotz kann ein Hauch gesunder Respekt diesem Weg gegenüber nicht schaden. Wenn
erklärt mir Amedeo Gadotti von der kanadischen Trailbaufirma „Whistler Gravitiy Logics“, die sich für den Bau der Lines, der im Vorjahr begonnen hat, verantwortlich zeigt. „Bei viel Niederschlag kann das Wasser hier abrinnen und bildet keine Pfützen auf dem Trail. Man erspart sich dadurch
blauen Trail wagen, sollte man sich erst, sobald man sich auf dem grünen so richtig wohl fühlt. Der Sprung auf Rot ist dann sowieso den Fortgeschrittenen vorbehalten, wobei „das Riskanteste an dieser Sportart nach wie vor die Selbstüberschätzung ist“, erklärt Michael Gostner.
„Der Biketrend ist da, den können wir nicht aufhalten – wir können ihn nur in die richtigen Bahnen lenken“_Vera Profanter, Tourismusgenossenschaft Brixen dini, einer der drei Trail-Instandhalter, die den ganzen Sommer über für saubere Radwege sorgen werden. Die Kurven werden durch längere, ebene Waldstücke verbunden, die relativ einfach zu fahren sind. Auch einige Sprünge sind in den Trail eingebaut, über die Nicht-Springer einfach drüberfahren können. Profis bremsen bei diesem grünen Trail kaum, wird
man dann auch noch die Kurventechnik in den Griff bekommt, wozu es etwas an Übung braucht, macht der Ritt durch den Wald ziemlich viel Spaß. Neben Vogelgezwitscher und einer unsagbaren Ruhe inmitten der Bäume fallen mir immer wieder kleine Steinmulden auf, die in regelmäßigen Abständen den Trailrand zieren. „Das sind kleine Entwässerungssysteme“,
Bikes welcome. Bevor wir aber
auf die Idee kommen, uns selbst zu überschätzen, ist der Trail kurz vor dem Palmschoß-Lift auch schon wieder zu Ende – nach rund einer halben Stunde. So lange brauchen Anfänger für die Strecke, Profis sind in etwa einer Viertelstunde am Ziel. Der Sessellift bringt die Biker dann wieder hinauf auf den Berg. „Auf diesem Lift wurden Fahrradhalter montiert, damit die Räder mit nach oben können“, erklärt Vera Profanter, Projektleiterin des Outdoorbereichs in der Tourismusgenossenschaft Brixen. „Der Biketrend ist da, den können wir nicht aufhalten – wir können ihn nur in die richtigen Bahnen lenken“,
einiges an Instandhaltung“, weiß der Experte. Einige Male kreuzen wir die Palmschoßstraße, einige Male auch den roten Trail, der wesentlich steiler und mit mehr Sprüngen ausgestattet ist. Der grüne Trail, also unserer, ist nach 4,2 Kilometern zu Ende, wobei blau und grün das letzte Stück wieder gemeinsam verlaufen. Sich auf die nächste Stufe, also auf den
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info Die Lines im Brixen Bikepark: Jerry Line Schwierigkeit: grün Länge 4,2 Kilometer, Höhendifferenz 300 Meter, durchschnittliche Neigung 7 Prozent. Ideal für Anfänger und Kids. 300 Höhenmeter sind es von Trail-Anfang bis Trail-Ende, dazwischen liegen 4,2 Kilometer Trail-Vergnügen für die ganze Familie. Hammer Line Schwierigkeit: blau Länge 1,9 Kilometer, Höhendifferenz 165 Meter, durchschnittliche Neigung 8,5 Prozent. Die Hammer Line garantiert dank einiger Sprünge Abwechslung auf 1,9 Kilometern Länge und 165 Höhenmetern. Tom „Pro“ Line Schwierigkeit: Rot Länge 2,5 Kilometer, Höhendifferenz 265 Meter, durchschnittliche Neigung 11 Prozent. Die Line ist von oben bis unten handgebaut und ein Traum für Liebhaber anspruchsvoller Trails; sie fördert Könner mit Sprüngen und steilen Passagen. Sky Line (ehemaliger Plose Single Trail) Schwierigkeit: rot Länge 6,6 Kilometer, Höhendifferenz 900 Meter, durchschnittliche Neigung 13 Prozent. Die Sky Line ist schnell, durch ihre Länge konditionell fordernd und erfordert gute Kontrolle und sicheres Fahrkönnen. Die Line startet an der Bergstation Plose und führt fast tausend Höhenmeter überwindend bis zur Talstation. Ein atemberaubendes Panorama mit Blick auf die Stadt Brixen begleitet die Biker dabei ins Tal.
erklärt sie weiter. Aus diesem Grund stellte sich die Plose AG gemeinsam mit den Tourismuszuständigen bereits vor einigen Jahren auf die Hinterfüße: Der erste Trail, ebenfalls ein roter, wurde bereits vor fünf Jahren gebaut und führt von der Bergstation der Plose-Kabinenbahn hinab zur Talstation. Auch dieser rote Trail, der bisher unter dem Namen „Plose Single Trail“ bekannt war und seit heuer auf den klingenden Namen „Sky Line“ hört, ist Teil des „Brixen Bikeparks“. Genutzt werden kann dieser – wohlgemerkt von Fortgeschrittenen! – dann zum „Zu Tale rattern“, nachdem man mit dem Palmschoß-Lift wieder
Evi Hilpold im Downhill-Selbsttest: „Mit etwas Übung macht’s richtig Spaß!“ oben angekommen ist. Eine Berg- und Talfahrt mit der Plose-Kabinenbahn sowie je eine
––
keit dazu gibt es entweder im Infoshop an der Bergstation der Plose-Kabinenbahn oder direkt
„Das Riskanteste an dieser Sportart ist nach wie vor die Selbstüberschätzung“_Michael Gostner, Bikeguide mit dem Palmschoß-Sessellift sind übrigens im SummerCard-Angebot inkludiert. Wer öfters fahren will, kann sich ein Einzelticket um 8 Euro oder einen Bikepass für den ganzen Tag um 32 Euro bei der Talstation der Plose Kabinenbahn oder des Palmschoß-Sessellifts kaufen. Insbesondere aus diesem Grund ist das Biken heuer für die Brixner extrem interessant. Ein Ausflug in den Bikepark rentiert sich nämlich allemal: Nicht nur für den etwas anderen Familienausflug, sondern auch für Naturliebhaber, die die Plose von einer ganz anderen Seite kennenlernen wollen. Der grüne Trail ist laut Plose und Bikeguide auch für Familien geeignet – wobei man sich aber auf kein Alter festlegt. Natürlich hängt dies davon ab, wie sicher die Kinder im Sattel sitzen. Ich persönlich würde die Lines erst ab acht Jahren freigeben und auch dann beim ersten Mal einen Bikeguide mitnehmen. Sicher ist sicher – es handelt sich immer noch um eine Extremsportart, das muss man im Hinterkopf behalten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich zu geführten Biketouren anmelden, die heuer im Sommer sechsmal wöchentlich von der Tourismusgenossenschaft Brixen angeboten werden. Anfänger und alle, die einmal die neuen Lines testen wollen, können sich hierfür die Bikeausrüstung für einen Tag ausleihen. Möglich-
ne. Einen Versuch wert ist diese Outdoorsportart im Bikepark vor der Haustür allemal; für all jene, die sich im Mountainbike-Sattel wohlfühlen. Der Ritt durch den Wald bleibt mir jedenfalls mit Sicherheit in Erinnerung und macht definitiv Lust auf mehr!
evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
in Brixen, im Radshop „Rush Emotion Bike“ sowie im Hotel Kro-
Bühne bauen – Reden schwingen!
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TURNSPORT
Freizeit & Sport
Auf die Matten, fertig, los! z Knapp drei Jahre alt waren die Kleinsten, über 20 die Ältesten: An die hundert Turner und mehr als doppelt so viele Zuseher versammelten sich Anfang Mai zum Schauturnern in der Brixner Handballhalle. Ob Rad schlagen, Purzelbäume oder Handstand machen – die Kinder und Jugendlichen zeigten ihren Eltern und Verwandten, was sie
das ganze Jahr über in den Turnkursen gelernt hatten. Organisiert wurde das Fest von der Sektion Turnen des SSV Brixen, die rund 15 Kursangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbietet. Trainiert werden die Turner von 25 Trainern. „Seit 1956 gibt es die Sektion Turnen bereits, und nach wie vor ist diese Sportart besonders bei Kindern beliebt und
F&S
gefragt“, erklärt Sektionsleitern Gabi Mellauner. „Durch die turnerische Bewegung wird nämlich die Muskulatur, die Koordination und auch die Motorik geschult.“ eh
TANZSPORT
Spür den Beat! z Zwei gab es schon, eine kommt noch: Die Tanzshows der Brixner Tanzvereine verzaubern derzeit die Besucher. Bunt, laut, abwechslungsreich und emotional zeigen sich die drei Shows, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ende April machte die Show „Evolution“ der Tanzschule „Dance Art“ im Saal des Vinzentinums den Anfang. „Es ging vor allem um die Entwicklung des Tanzes selbst: Von den 20er-Jahren bis heute stellten unsere 95 Tänzer die verschiedenen Tanzstile vor. Ballett und Stepptanz spielte dabei auch eine große Rolle“, erzählt
kurz
notiert
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die Tanzlehrerin Elisa Eisenstecken. Die vier Elemente und ihre Mystik standen bei der Show des Tanzvereins „Dynamic Dance“ heuer im Fokus. Rund 300 Tänzer nahmen an der Show Mitte Mai im Forum teil – gekleidet in 500 Kostüme. „Es ist uns gelungen, eine perfekte Show auf die Bühne zu bringen und Gänsehautmomente zu schenken; darauf sind wir sehr stolz“, erklärt die Vereinsvorsitzende Andrea Mitterrutzner. „All about dance“ nennt sich die Show der Sektion Tanzsport im SSV Brixen, die stattfindet, während diese Ausgabe gedruckt wird. „Der
Der 1. FC Nürnberg bereitet sich vom 27. Juli bis 5. August in Natz auf die kommende Saison in der Bundesliga vor, in die er vor kurzem aufgestiegen ist. Geplant sind auch zwei Testspiele sowie eine Mannschaftsvorstellung am 1. August.
Tanz steht heuer im Vordergrund. Wir möchten den Besuchern zeigen, was Tanz alles sein kann und was er ausmacht – und wir wollen damit Geschichten erzählen“, beschreibt Sektionsleiterin Carmen
Niederkofler. An den Techniken für die 27 Choreographien haben die rund 290 Tänzer das ganze Jahr über gearbeitet und packen diese nun in die bunte und laute Abschlussshow. eh
Die Albeinser Fußballer haben sich bereits vorzeitig den ersten Tabellenplatz gesichert und steigen in die Landesliga auf – erstmals in der Vereinsgeschichte. Die Spieler rund um Trainer Alex Feltrin waren bereits Herbstmeister und konnten diese Topplatzierung beibehalten.
Ihren ersten 100-Kilometer-Lauf „100 e lode“ in Villaverla absolvierte die Hobbyläuferin Ingrid Lanthaler erfolgreich. Nach mehr als 14 Stunden und etwa 4.000 Höhenmetern kam die Brixnerin als dritte von 23 Frauen ins Ziel.
NACHGEFRAGT
„Vorbereitungen sind im Gange“ Herr Wieland, die Vorbereitungen für die Saison sind voll im Gange. Was gibt es Neues? Kapitän Holger Kovacs hat seine Handballkarriere beendet, Trainer Rene Kramer, die Ausländer Mariano Castro und Andrea Basic sowie alle übrigen Spieler bleiben im Team. Mit Uros Lazarevic wird noch verhandelt. Gespräche gibt es auch noch mit anderen. Fix ist die Verpflichtung des 22-jährigen Sergio Crespo Diego aus Spanien. Die Saison beginnt am 1. September und damit früher denn je; deshalb wird auch bereits Mitte Juli mit dem Training gestartet.
Sind alle gegnerischen Teams schon bekannt? 14 Mannschaften bestreiten die eingleisige erste Liga, darunter die sechs Besten der letzten Saison: Fasano und Conversano aus Kreis Süd, Bologna und Cingoli aus dem Kreis Mitte, Bozen und Pressano aus dem Kreis Nord sowie die Teams, die sich im Play-Out qualifizierten, also Brixen, Triest, Meran, Cassano, Gaeta, Siracusa und Aufsteiger Oderzo. Der letzte Aufsteiger wird zwischen Cologen, Padova und Fondi Ende Mai noch ermittelt. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen werden definitiv länger.
Was bedeutet das für die Mannschaft? Die Kosten werden um rund 15 Prozent ansteigen. Auch muss, wenn die Mannschaft gegen Teams in Apulien und Sizilien fit sein will, schon am Freitag angereist werden. Jedenfalls sind wir stolz, dass wir es in die erste Liga geschafft haben und sehen dieser erwartungsvoll entgegen. Der Handballsport ist in Brixen stark verwurzelt; erfolgreiche Saisonen sind deshalb nicht nur für die Mannschaft selbst, sondern auch für Publikum, Fanclub und Sponsoren von großer Wichtigkeit.
Foto: Oskar Zingerle
WERNER WIELAND, Leiter der Sektion Herrenhandball im SSV Brixen, über die Vorbereitungen auf die kommende Saison in der ersten italienischen Liga.
johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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SCHWIMMEN
Freizeit & Sport
Internationale Besetzung
z 600 Athleten geben sich bei der zweiten Ausgabe des „Acquarena Cup“ am 2. und 3. Juni in der Brixner Acquarena ein Stelldichein. Schwimmer wie Luca Dotto, Nicolò Martinenghi, Alessandro Miressi, Ivano Vendrame und natürlich auch die Lokalmatadorin
Laura Letrari werden am Start stehen und sich mit internationalen, in der Schwimmszene bekannten Athleten messen. Knapp 200 Schwimmer kommen aus Südtirol, die restlichen aus Italien, Österreich und Deutschland, aber auch aus Litauen, Polen,
Ungarn und Schweden. Um den Sieg kämpfen werden Anwärter, Zöglinge, Junioren und Schwimmer der allgemeinen Klasse – jeweils in den Kategorien Rücken, Brust, Freistil oder Schmetterling. Organisiert wird der „Acquarena Cup“ vom Schwimmclub
Brixen gemeinsam mit der Acquarena und Aurelio Minini von Sport Village Events aus Pesaro, der den Wettkampf in Brixen zum Teil einer Wettkampfserie machte. Neben Brixen gehören diesem „Circuitonuotoitalia“ auch noch Wettkämpfe in Imola, Pavia, Pesaro und Treviso an. Geschwommen wird in Brixen ab 9:30 Uhr, die Finalläufe stehen am Nachmittag auf dem Programm. Die Besucher der Acquarena zahlen an diesem Wochenende einen reduzierten Eintrittspreis – das Sportbecken im Freien, ein Teil der Liegewiese sowie einige Bahnen im Hallenbad sind allerdings für die Athleten reserviert. Einige davon, die sogenannten „velocisti“, die Kurzstreckenschwimmer der italienischen Nationalmannschaft, verweilen auch nach dem Meeting noch in Brixen: Sie nutzen die Acquarena bis zum 7. Juni für ihr Trainingslager. eh
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Gemeinsam stark z „Für Menschen mit Beeinträchtigung spielt der Sport eine große Rolle im Leben: Schwimmen, Handballspielen oder Tanzen sind beispielsweise Sportarten, die in Brixen diese besonderen Menschen ausüben können. Um die sportliche Betätigung zu fördern, werden einige Veranstaltungen dieser Art landauf landab von den verschiedenen Institutionen organisiert – unter anderem von der Sektion Behindertensport im SSV Brixen. Gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium „Josef Gasser“ und dem Verband der Südtiroler Sportvereine wurde heuer wiederum das „Brixner Sportfest“ auf die Beine gestellt. In der Halle des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Brixen probierten rund 60 Jugendliche und junge
Erwachsene gemeinsam mit den Schülern verschiedene Sportarten aus. Die Teilnehmer wurden in Mannschaften eingeteilt, die jeweils aus drei Schülern und bis zu sechs Behindertensportlern bestanden. Die Mannschaften mussten dann verschiedene Stationen mit Sport- und Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen. Der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles“ stand im Vordergrund, wenn auch der Ehrgeiz hie und da überhandnahm. Den Abschluss dieser elften Ausgabe des Sportfestes bildete ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa in der Dantestraße. Teilgenommen am Sportfest haben Menschen mit Beeinträchtigung aus Brixen und Umgebung, aber auch aus dem Pustertal, dem Wipptal und aus der Meraner Gegend. eh
BIATHLON
Ein herzliches Ende z „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“ – mit diesen Worten hat die Feldthurner Biathletin Karin Oberhofer vor kurzem ihr Karriereende verkündet. Nach einer Babypause im Vorjahr hat die Mutter des inzwischen zehn Monate alten Paul weiterhin trainiert und an Wettkämpfen teilgenommen, den Anschluss an die Weltspitze schaffte sie allerdings nicht mehr. Nun hat Oberhofer nach mehr als zehn Jahren dem Profisport als aktive Athletin definitiv den Rücken gekehrt, möchte aber ihre Leidenschaft für den Biathlonsport auch in Zukunft weitergeben – auf welche Art und Weise, kann die Biathletin, die in Ridnaun lebt, derzeit noch nicht sagen. „Meine Motivation und
Freude für diesen Sport ist aber nach wie vor groß – in erster Linie werde ich mich aber nun dem Muttersein widmen“, so Oberhofer. Die 32-Jährige gewann eine Bronzemedaille mit der MixedStaffel bei den Olympischen Spielen in Sotchi, holte sich mit der Frauen-Staffel zwei weitere 3. Plätze bei Weltmeisterschaften und eine Bronzemedaille im Massenstart bei der Weltmeisterschaft 2015. Oberhofer lief insgesamt zehnmal bei Weltcuprennen aufs Podest und verpasste eine Olympia-Einzelmedaille nur knapp. Diese könnte ihr allerdings noch zugesprochen werden, da gegen die Olympiadritte, Olga Vilukhina, derzeit noch Kontrollen wegen Dopingvergehens laufen. eh
auf die Italienmeisterschaft in Pila im Juli, bei der eine anspruchsvolle und technische Strecke auf ihn wartet. „Abschalten, mich auf die Strecke fokussieren und immer wieder ans Limit gehen, ohne es dabei zu übertreiben
– das ist, was diese Sportart ausmacht“, erklärt Plaikner, der sich für seine sportliche Zukunft noch alles offenlässt, sich aber auch ein Leben als Profibiker gut vorstellen könnte. eh
MOUNTAINBIKE
z Auf dem Fahrrad fühlt sich Stefan Plaikner am wohlsten: Seit er sechs Jahre alt ist, radelt der Albeinser fast täglich mit seinem Bike durch die Gegend. Vor einiger Zeit hat er seine Leidenschaft fürs Downhillen entdeckt. Ziemlich erfolgreich nimmt er seit zwei Jahren nun auch an Downhill-Rennen teil. In der noch jungen Saison, die im Februar begann, konnte der 19-jährige auch schon den ersten Sieg einheimsen: Bei der zweiten von sechs Etappen der „National Downhill Series“ in Lavarone stand er bei der Siegerehrung auf dem obersten Treppchen – und das in seiner
ersten Saison der Kategorie „Under 23“. Plaikner, der dem Team „ASC Tiroler Radler“ aus Bozen angehört und dort die Gewerbeoberschule besucht, trainiert fünfmal pro Woche: „Dreimal bin ich auf dem Downhillbike, meistens auf der Strecke Afers–Sarns oder in der Bozner Gegend, und zweimal auf dem Mountainbike unterwegs. Diese Abwechslung tut der Kondition, der Kraft und der Ausdauer gut“, so der Schüler. Mit Trockentraining bereitet er sich den Winter über auf die Saison vor, die bis September andauert. „An rund 15 Wettkämpfen möchte ich heuer teilnehmen“, sagt er. Am meisten freue er sich
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Wirtschaft & Umwelt
DIE UMGESTALTUNG DES KLEINEN GRABENS
Shared Space Im Juni starten die Bauarbeiten, die dem Kleinen Graben und der Regensburger Allee ein neues Gesicht verpassen werden. Dann wird dieser Bereich zu einer so genannten Begegnungszone umfunktioniert, in der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gemeinsam im Gleichgewicht koexistieren.
W
eil die Zeitplanung der bevorstehenden Arbeiten für die allermeisten Leser die wohl spannendste Information darstellen dürfte, setzen wir sie an den Anfang dieses Berichts: Noch im Juni wird man mit der Neugestaltung des Kleinen Grabens sowie des angrenzenden Teils der Regensburger Allee beginnen, und zwar zunächst im Bereich zwischen dem Sitz der Tourismus-Genossenschaft und dem Sonnentor. Dieser erste Teil der Arbeiten wird sich etwa zweieinhalb Monate hinziehen, also bis Mitte August. Nach einer kurzen Ferragosto-Pause werden Ende August die Arbeiten vom Sonnentor bis zum Hartmannsplatz fortgeführt, und bis Ende November werden diese beiden Abschnitte ein vollkommen neues Gesicht bekommen haben – übrigens ge-
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meinsam mit dem nördlichen Teil der Kassianstraße, der ebenfalls leicht umgestaltet werden wird. Die Strecken bleiben während der Bauphase einspurig befahrbar.
5000 Autos pro Tag. Die Basis
der Entscheidung darüber, wie das neue Gesicht dieser Straßen aussehen wird, liegt de facto bereits fünf oder gar sechs Jahre zurück. 2012 hatte der damalige Bürgermeister Albert Pürgstaller angeregt, die Verkehrssituation auf der Achse Romstraße/Kleiner Graben/Kassianstraße etwas genauer zu durchleuchten: Ist es noch angebracht, hier Verkehr durchzuschleusen? Ist es überhaupt sinnvoll, eine Änderung der derzeitigen Situation herbeizuführen? Was muss getan werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und grundsätzlich
diesen Bereich aufzuwerten? Er definierte gemeinsam mit dem damals zuständigen Stadtrat für öffentliche Arbeiten, Werner Prosch, eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe, und der damalige Stadtrat beschloss, etwas Geld in die Hand zu nehmen, um die Arbeitsgruppe professionell führen zu lassen. Die Schweizer Firma metron, die sich auf solche urbanistischen Entscheidungsprozesse für Verkehrskonzepte spezialisiert hat, wurde beauftragt. Die Schweizer begannen ihre Arbeit mit einer Bestandsaufnahme, die teilweise recht überraschende Ergebnisse brachte: Zählungen hatten damals ergeben, dass die Verkehrsbelastung am Kleinen Graben etwa bei 5.000 Kfz pro Tag lag. Zum Vergleich: Die Dantestraße befuhren damals rund 19.000 Autos pro Tag, die
Mozartallee lag bei 13.000 Autos. Besonders interessant war aber der gezählte Durchgangsverkehr: Lediglich 1.750 Autos benutzen im Schnitt den Kleinen Graben als Schleichweg, als vermeintliche Verkürzung der Strecke vom Norden der Stadt nach Milland oder umgekehrt – die übrigen etwa 3.000 Autos sind Quell- oder Zielverkehr. Die Schweizer brachten sogar detailliertere Zahlen: Von den aufgerundet etwa 2.000 Autos des Durchgangsverkehrs fahren 500 pro Tag in Richtung Norden und 1.500 in Richtung Süden.
Busse als Fremdkörper. Warum
sind diese Zahlen relevant? Bevor man an eine Neugestaltung des Grabens dachte, wollte man die verkehrsstrategischen Fragen geklärt wissen: Wäre eine Fußgängerzone hier sinnvoll? Wäre es
GEMEINSAME KOEXISTENZ DER NUTZER DURCH NEUGESTALTUNG: Der motorisierte Verkehr soll sich als Gast in diesem Raum bewegen
––––
eher sinnvoll, dass der Graben in Zukunft nur mehr in die eine oder andere Richtung befahren werden kann? Wäre ein „Shared-SpaceModell“ zielführend und machbar? Wie würden sich entsprechende Entscheidungen großflächig auswirken, also zum Beispiel auf den Verkehrsfluss in der Dantestraße und in der Mozartallee? Außerdem ging es in der Arbeitsgruppe noch um einige Detailfragen: Zum Beispiel wurde kritisch angemerkt, dass es in der Kassianstraße vor dem Postamt immer noch keine Kurzparkzo-
sollten, was einige Mitglieder der Arbeitsgruppe nicht als sinnvoll erachteten. Auch die Schweizer Verkehrsplaner wiesen darauf hin, dass in einer sensiblen Zone jeder einzelne Parkplatz Parksuchverkehr verursachen würde, was absolut sinnfrei sei.
Gemeinsam – ohne klare Regeln. Um eine fundierte Basis für
eine Entscheidung zu erlangen, wurden Mengen-Simulationen der verschiedenen verkehrstechnischen Möglichkeiten erarbeitet. Das Ergebnis war einleuchtend:
kehrsbelastung in der Dantestraße in einem halbwegs akzeptablen Rahmen hält. Ein paar Jahre später hat es übrigens einen klaren Beweis für ihre These gegeben: In der Bauzeit des neuen Sitzes der Tourismus-Genossenschaft war die Kassianstraße für einige Monate total gesperrt, was sich zu Spitzenzeiten sehr negativ auf den Verkehrsfluss in der Dantestraße auswirkte. Die Einführung einer Einbahn in die eine oder andere Richtung hingegen würde die Verkehrsbelastung am Kleinen Graben nur
„Die Aufenthaltsqualität am Kleinen Graben wird mit dieser Umgestaltung maßgeblich erhöht“_Thomas Schraffl, Stadtrat ne gibt. Heftig in Frage gestellt wurde auch, ob die Regensburger Allee wirklich der richtige Platz für die Touristenbusse sei, denn die Busse stellen für die Anrainer eine große Belastung dar. Auch die Busse, die das Hotel Kreuz anfahren, gelten im Kleinen Graben als Fremdkörper. Und schließlich ging es um die Parkplätze – ein sehr kontrovers und emotional diskutiertes Thema. Der Vertreter der Kaufleute setzte sich stark dafür ein, dass bei einer Neukonzeptionierung zusätzliche 30-Minuten-Parkplätze entstehen
Die Sinnhaftigkeit, hier eine Fußgängerzone einzurichten, ist derzeit fragwürdig – vor allem deshalb, weil der Verkehr am Kleinen Graben damit zwar (fast) unterbunden, die Belastung der Romstraße als Zubringer aber verstärkt würde. Sorgen bereitete auch die Mehrbelastung der Kreisverkehre an der Dantestraße. Zudem stelle die Achse Romstraße/ Kleiner Graben in Richtung Süden vor allem zu Spitzenzeiten wie zwischen 7.30 und 8 Uhr einen derzeit noch unbedingt notwendigen Bypass dar, der die Ver-
unwesentlich verbessern – je nach Richtung um 500 oder 1.500 Kfz pro Tag. Als goldener Kompromiss wurde anschließend ein SharedSpace-Modell diskutiert: Der Kleine Graben sollte zur „Begegnungszone“ werden, in der Fußgänger, Radfahrer und Autos gemeinsam im Gleichgewicht koexistieren. Das „Shared Space“Prinzip ist in anderen Städten bereits hundertfach erprobt; Ziel ist eine Aufwertung des öffentlichen Raums nicht durch ein Fahrverbot, sondern durch eine gezielte
gemeinsame Nutzung ohne klare Regeln wie getrennte Fahrspuren oder Verkehrsschilder. Eine Trennung zwischen Fahrspuren und Gehsteig entfällt bei diesem Prinzip genauso wie Zebrastreifen und dergleichen; jeder Teilnehmer nutzt den öffentlichen Raum in großer Freiheit, was unweigerlich dazu führt, dass die jeweilige Geschwindigkeit aus Respekt zum Nächsten automatisch reduziert wird. Um die Begegnungszone optisch sichtbar und vor allem für Autofahrer auch „spürbar“ zu machen, wird in solchen Bereichen der gesamte Straßenraum mit Pflastersteinen gepflastert: Beim Befahren ruckelt es, was den einen oder anderen Autofahrer dann doch dazu bewegen sollte, den Kleinen Graben als Schleichweg zu meiden oder diesen nur in extremen Stausituationen der Dantestraße zu nutzen. Dieser Effekt ist erwünscht und wurde von den Schweizer Verkehrsplanern damals auch zahlenmäßig erfasst: Man rechnet damit, dass der reine Durchgangsverkehr durch diese Maßnahme etwa um die Hälfte, also um etwa 1.000 Fahrzeuge pro Tag, reduziert werden wird.
Alles offen. Das Ergebnis der
Arbeitsgruppe wurde 2013 präsentiert und landete zunächst in der Schublade des Bürgermeisters – vor allem deshalb, weil zur Realisierung das Geld fehlte. 2015 wechselte die Stadtregierung, 59
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt Der „neue“ Kleine Graben im Querschnitt: Von Fassade zu Fassade auf einer Ebene und der neue für öffentliche Bauten zuständige Stadtrat Thomas Schraffl evaluierte das Papier und brachte es in der SVP-Ratsfraktion und im Stadtrat zur Abstimmung.
Dort gab es dann eine maßgebliche Änderung: Die Straßengestaltung sollte nicht streng dem „Shared Space“-Prinzip folgen, sondern so realisiert werden, dass
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im Grunde in Zukunft jede Nutzung möglich sein sollte, auch als reine Fußgängerzone – man weiß ja nie, wie sich die Bedürfnisse im Laufe der Jahre verändern wür-
den. „Wir wollten uns damit alle Möglichkeiten offenhalten“, sagt Stadtrat Thomas Schraffl. Wahrscheinlich dürfte man sich am Ende zu einer Einbahnlösung in
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Stadtrat Thomas Schraffl: „Durch diese Gestaltung bleiben wir für die Zukunft offen für sämtliche Nutzungsarten“
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Nord-Süd-Richtung durchringen, „aber erst, sobald im Herbst 2019 der Mittelanschluss zur Westumfahrung fertiggestellt sein wird“. Bis dahin dürfte auch die Kassianstraße bis zur Fallmerayerstraße mit großer Wahrscheinlichkeit in zwei Richtungen befahrbar bleiben. Das Projekt sieht aber hier eine Einbahnstraße mit eigener Radspur im Gegenverkehr vor – und mit einer klaren Trennung der Fahrstreifen. Dann wird es auch die Möglichkeit geben, hier einige 15-Minuten-Kurzparkplätze für das Postamt vorzusehen. Mit der Detailplanung wurde das Ingenieurteam Bergmeister beauftragt, wobei das neue Gebäude der Tourismusgenossenschaft natürlich berücksichtigt wurde. Das Ziel des Ausführungsprojektes entspricht inklusive der vorhin genannten Verwässerungen im Großen und Ganzen dem Abschlusspapier der Arbeitsgruppe: Man verfolge damit, wie es in der Baubeschreibung steht, „die subjektive und objektive Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Projektgebiet zu verbessern und dem Straßenraum eine hohe Aufenthaltsqualität mit Raum für Begegnungen zu schaffen“. Durch das „Shared Space“-Prinzip würden „die verschiedenen Funktionen Verbindung, Erschließung und Aufenthalt ins Gleichgewicht“ gebracht. Dadurch werde „der Fuß- und Radverkehr im betroffenen Gebiet aufgewertet und das Geschwindigkeitsniveau des motorisierten Verkehrs reduziert. Der motorisierte Verkehr sollte sich als Gast in diesem Raum bewegen.“ Das Grundkonzept der Baumallee wurde übrigens beibehalten, jedoch wird die Positionierung der Bäume neu organisiert. Die alten Bäume werden dem entsprechend gefällt und die Allee in Absprache mit der Stadtgärtnerei neu positioniert. „Damit kann der Straßenraum besser organisiert
werden“, sagt Thomas Schraffl. Als Baumtyp ist ein Ginko Bilboa vorgesehen. Allerdings werden die neuen Bäume erst im Frühjahr 2019 gepflanzt werden – für einige Monate bleibt der Kleine Graben also baumlos. Im Zuge der Arbeiten wird die Beleuchtung der Straße erneuert und auf LED umgestellt.
Parkplätze bleiben (noch) bestehen. Das Projekt sieht im
Wesentlichen vor, den Straßenraum niveaugleich von Fassade zu Fassade zu pflastern. Dabei sollen Pflastersteine aus rötlichem Porphyr verwendet werden. Die Entwässerungsrinnen längs der Straßen sollen mit Granit-Platten ausgeführt werden, die sich farblich abheben. Damit soll der Straßenraum bewusst gegliedert und die Straßenbreite für den motorisierten Verkehr eingrenzt werden – eine weitere Verwässerung des „Shared Space“-Prinzips. Die Arbeiten wurden in den vergangenen Monaten ausgeschrieben. Gewonnen hat mit 23,75 Prozent Abschlag auf den Ausschreibungsbetrag das Bozner Unternehmen „Arredo Urbano“, das nun zum Gesamtpreis von etwa 1,3 Millionen Euro die Arbeiten erledigen wird. Die in der Arbeitsgruppe heftig diskutierten Parkplätze im Kleinen Graben und im nördlichsten Teil der Regensburger Allee wechseln übrigens teilweise die Straßenseite, bleiben aber bestehen. „In einer ‚Shared Space‘Zone sollte es eigentlich keine Parkplätze geben“, sagt Schraffl, im Moment brauche es sie aber – auch deshalb, weil es für die Warenzulieferung der Geschäfte in der Altstadt derzeit zu wenige Kurzparkräume gebe.
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Eine Frage des Anstands 700 Kilogramm Müll hat der Fischereiverein Eisacktal, technisch unterstützt von den Stadtwerken Brixen, neulich am Eisackufer im Stadtgebiet von Brixen eingesammelt. Den größten Teil machen neben den Plastikflaschen und dem Hausmüll die Hundekotsäckchen aus.
Fotos: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Schwupp! Eine Spur Hausverstand würde genügen, um solche Verunreinigungen zu vermeiden
E
s geschieht eigentlich selten, dass man im Stadtzentrum noch in ein Hundehäufchen tritt. Dieses Malheur kann einem
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pelliert an die Bevölkerung, der Umwelt mehr Respekt zu zollen und den Abfall korrekt zu entsorgen.
Die Gemeindeverwaltung kennt das Problem mit den Hundekotsäckchen: „Die Stadtpolizei ist befugt, Strafmandate auszustellen,
„Wir haben in Brixen 31 Gassi-Spender mit den Säckchen aufgestellt, und der Jahresverbrauch beträgt 290.000 Stück“_ Michele Bellucco, Stadtwerke Brixen aber an jenen Orten passieren, wo die Hundehalter in der Regel ihre Vierbeiner zum täglichen Geschäft ausführen. In letzter Zeit mehren sich die Klagen der Bürger, dass neben den Straßen, am Eisack- und Rienzufer, in den Wiesen und im Gebüsch rote und grüne Säckchen mit Hundekot herumliegen und -hängen. Wer nicht gut zielt und wirft, dessen Säckchen hängt - nicht besonders dekorativ – auf den Ästen der Sträucher. Diese Säckchen mit Hundekot sind unhygienisch. Landen sie im Wasser, so verunreinigen sie dieses und gefährden die Wassertiere. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 400 Jahre vergehen. Auch der Vorstand des Fischereiverbandes Eisacktal ap62
„Wir haben in Brixen 31 GassiSpender mit den Säckchen aufgestellt, und der Jahresverbrauch beträgt 290.000 Stück“, sagt Michele Bellucco, Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen, „das sind durchschnittlich circa 795 Säckchen pro Tag.“ Auf den Promenaden und in den Parks sind 60 Mülleimer aufgestellt. Insgesamt stehen in Brixen circa 480 Mülleimer. In den Mülleimern sollte der Hundekot im Säckchen entsorgt werden, und es ist jedem Hundebesitzer zumutbar, das Säckchen auch einmal eine kurze Wegstrecke zu tragen.
Hundesteuer: ja oder nein? Etwa 1.400 Hunde bevölkern die Stadt Brixen; sie alle müssen bei der Gemeinde gemeldet sein.
aber die Hundebesitzer müssen in flagranti ertappt werden“, berichtet Stadtrat Thomas Schraffl,
„der Erfolg hält sich deshalb in Grenzen. Die im vorigen Jahr kassierten Strafen sind leider nicht nennenswert.“ Die Verordnung besagt, dass Eigentümer und Hundehalter dafür sorgen müssen, dass die Exkremente der Tiere, die öffentlich zugängliche Flächen verunreinigen, sofort mit geeigneten Hilfsmitteln entfernt werden müssen, ansonsten wird eine Strafe von 100 Euro eingehoben. Zudem müssen Hundehalter immer geeignete Geräte mit sich führen, um den Boden zu säubern. In diesem Falle beträgt die Strafe 50 Euro. Thomas Schraffl und Michele Bellucco sind sich darin einig, dass Strafen immer ein Mittel zum Zweck sind – und die letzte Maßnahme der Erziehungstätigkeit. In Brixen sind auch zwei von der Gemeinde eingesetzte „Mülldetektive“ tätig, die den Umweltsündern auf der Spur sind; in nächster Zeit wird ein dritter seine Arbeit aufnehmen. Diese Männer haben auch die Befugnis, Strafmandate auszustellen. „Die Überlegung zur Einführung einer Hundesteuer ist sicher nicht falsch“ sagt Thomas Schraffl, „aber sie hat wenig Erziehungseffekt und könnte kontraproduktiv sein; eine DNA-Analyse des Kotes, wie auch diskutiert wird, ist viel zu teuer.“ hildegard.antholzer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Foto von Elisabeth Fotos: Oskar Zingerle Peer: Photograph y MG
Stephan Peer, Jose f Unterrainer
BM Peter Brunner, Florian Peer
GENUSS UND GESUNDHEIT / SALUTE CON GUSTO
Hallo Genuss! Hallo Gesundheit!
Dem Menschen und der Natur verpflichtet
EVENT
Eröffnung am 5. Mai, ab 11 Uhr
Adlerbrückengasse 7A, Brixen
Öffnungszeiten ab 7. Mai: Mo - Fr 8 - 13 / 14 - 19 | Sa 8 - 13 / 14 - 18
Ein gutes Leben gründet auf einer naturnahen Lebensweise. Dieser Erkenntnis folgend, eröffnete die Apothekerfamilie Peer vor knapp drei Jahrzehnten das Reformhaus Euvita, das erste seiner Art in Brixen, und ebnete damit für viele den Weg in ein naturbewusstes Leben. Heute erfreut sich Euvita regen Zuspruchs – und präsentiert sich seit kurzem in noch ansprechenderem Ambiente. Das Reformhaus Euvita ist für viele ein wichtiger Bezugspunkt ihres alltäglichen Lebens. Dies ist vor allem auf das große Angebot an naturnahen und biologischen Lebensmitteln, rezeptfreien Naturarzneimitteln, an Naturkosmetik und -haushaltsartikeln zurückzuführen, die die Grundlage für ein naturbewusstes Leben bilden. 1989 wurde das Reformhaus von Elisabeth Peer gegründet, damals noch am früheren Standort in Stufels; im Jahr 1992 übersiedete Euvita an den heutigen Standort in der Adlerbrückengasse, gleich gegenüber der Apotheke Peer.
Jetzt noch noch schöner! Nach-
dem es zuletzt eng wurde in den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten, fanden Florian und Stephan
Peer, die heute den Familienbetrieb führen, es an der Zeit, das Reformhaus Euvita umzugestalten, um es für die Kunden noch einladender zu präsentieren. Nach kurzer, intensiver Umbauzeit war es Anfang Mai soweit, und am 5. Mai feierte Familie Peer mit Mitarbeitern, Kunden, Bekannten, Familie und Freunden die Wiedereröffnung. In seiner Ansprache erinnerte sich Florian Peer mit einem Schmunzeln an die Anfänge des Reformhauses zurück, als er und sein Bruder Stephan in ihrer Kindheit immer wieder in den Genuss des Verkostens kamen, da ihre Eltern viele Produkte testeten und in den Anfängen biologische Produkte noch weit entfernt von genussvollen Lebensmitteln waren. Er bedankte sich ganz besonders
beim Team von Euvita, das in ihrem alltäglichen Tun wesentlich zum Erfolg des Reformhauses beiträgt. Auch dankte Florian seiner Frau Maria, die ihn sehr unterstützt und Ideen und Projekte wesentlich mitträgt; ebenso seinen Eltern, die, obwohl sie inzwischen im wohlverdienten Ruhestand sind, immer noch mithelfen und so manche
Nachtschicht für den Familienbetrieb einlegen. Ganz besonders dankte er seinem Bruder Stephan, der die Apotheke in Lana führt. Nach der Segnung der Räumlichkeiten, die Dekan Albert Pixner vornahm, lud Florian im Namen der ganzen Familie Peer zum Buffet; für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe „Lads“.
Die Mitarbeiterinnen Tiziana Kompatscher, Valentina Delueg, Edith Kammerer, Heidemarie Schölzhorn Dekan Albert Pixner
Emanuele Colombi, Raffaele Barberio
Florian Peer mit Tochter Noemi, Armin Theiner
Für kulinarische Hochgenüsse sorgte das Catering Hannah und Elia
Oswald Peer und Schwiegertochter Maria Mercedes Liendo
Thomas Lanthaler
Im Vordergrund: Nina Bergmeister, Michaela Wolf, Michael Lanthaler, Michl Laimer, Nathan Peer
Elisabeth Peer 63
Fotos: Oskar Zing erle
Wirtschaft & Umwelt
Pfarrer Alfred Kugle Oberhauser und So r mit Lara Maria fia Baldauf es: enbetrieb es Famili is Oberhauser d r e d n Die Grü aporta und Alo Rosina D
Alfred Oberhauser mit Schwester Michaela und Vater Alois
www.alfred-oberhauser.it
45 Jahre erfolgreich am Bau
EVENT
Das Bauunternehmen Geom. Alfred Oberhauser konnte Anfang Mai Rückschau halten und zeitgleich einen Blick in die Zukunft werfen, denn bei der Feier zum 45-jährigen Bestehen wurde der neue Firmensitz eingeweiht. Die Bauwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten manche Höhen durchlebt, aber auch einige Tiefen. Ein Bauunternehmen, das diese erfolgreich meisterte, ist die Lüsner Baufirma Geom. Alfred Oberhauser. Vor kurzem feierte das Unternehmen sein 45-jähriges Bestehen. Dieses nahm Firmeninhaber Alfred Oberhauser zum Anlass, um Rückschau zu halten, Danke zu sagen und mit verstärktem Fokus in die Zukunft zu schauen.
Ein Blick zurück. Alois Oberhau-
ser gründete den Familienbetrieb 1972 und führte ihn gemeinsam mit seiner Frau Rosina über 30 Jahre lang erfolgreich. Nach dem Abschluss des Geometerstudiums stieg Sohn Alfred in den Betrieb
ein und lernte das Rüstzeug für die Führung des Unternehmens, das er schließlich 2003 übernahm. Seit 2014 ist auch Alfreds Schwester Michaela im Familienbetrieb tätig.
Ein Anlass zum Feiern. „45 Jahre sind nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch Anlass, Danke zu sagen“, erklärte Alfred Oberhauser in seiner Festansprache im Rahmen der Jubiläumsfeier, zu der er am 5. Mai Familie, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Bekannte in den neuen Firmensitz in Lüsen geladen hatte. Viele Bauprojekte wurden in den vergangenen 45 Jahren erfolgreich abgeschlossen, insbesondere im privaten Wohnbau. Entsprechend stolz blickte Seniorchef Alois Oberhauser auf das
Alois und Alfred Oberhauser mit den Mitarbeitern
Seniorchef Alois Oberhauser 64
Bürgermeister Josef Fischnaller
Geleistete der vergangenen Jahrzehnte zurück. Bürgermeister Josef Fischnaller und lvh-Bezirksobmann Johann Erlacher schlossen sich den Ehrenansprachen an. Anschließend überreichte Alfred dem langjährigen Mitarbeiter Franz Larcher eine Ehrenurkunde für 25 Dienstjahre. Danach segnete Pfarrer Alfred Kugler den neuen Firmensitz, von wo aus
Alfred Oberhauser mit seinen Kindern Samuel, Lara Maria, Michael und seiner Partnerin Manuela mit Sofia und Mathias
Feierlicher Tortenanschnitt
Die Schwestern Lidia und Michaela
das Bauunternehmen künftig seine Geschicke lenken wird. Schließlich lud Familie Oberhauser zum Frühschoppen.
Über 150 Gäste waren erschienen
Michaela Oberhauser mit Ehemann Lorenz und den Kindern Thomas und Selin (Sohn Lukas fehlt im Bild)
Franz Larcher erhielt für 25 Dienstjahre eine Ehrenurkunde überreicht
Alfred mit den Schwestern Martina, Gertraud, Lidia, Angelika, Michaela (Andrea fehlt)
Die Enkelkinder Selin und Lorena
LVH-Bezirksobmann Johann Erlacher überreichte eine Urkunde zum Jubiläum
Alfred Oberhauser
Die schönsten
Ausflugsziele
Gattererhütte / Fane Alm
in nächster Umgebung Das Wander- und Naturparadies der näheren und weiteren Umgebung lädt auch in diesem Sommer wieder zu erlebnisreichen Ausflügen mit genussvoller Einkehr zu Almhütten und Berggasthöfen.
Verschieden Wandermöglichkeiten
1.739m ü.d.M. · Gattererhütte Fam. Gatterer · Tel. +39 347 4444 959 www.gattererhuette.it · info@gattererhütte.it Geöffnet bis Ende Oktober (Ruhetag Montag, außer Juli & August). Heimelige Wirtsstube, zwei Sonnenterrassen, ein Felsbrocken und ein Baumhaus zum Kraxln, eine Holzschaukel für die kleinen Gäste und schmackhafte, hausgemachte Almgerichte.
Gampenalm
Mair in Plun
Rundwanderung zur Gampenalm
2.062 m ü.d.M. · Villnöss Fam. Messner · Tel. +39 348 2721587 www.gampenalm.com · info@gampenalm.com Geöffnet bis Anfang November (kein Ruhetag), sowie im Winter vom 26. Dezember bis Mitte März (Montag und Dienstag Ruhetag). Beliebtes Ausflugsziel im Naturpark Puez-Geisler. Lassen Sie sich von uns verwöhnen auf unserer Sonnenterrasse oder in der gemütlichen Stube mit hausgemachten Spezialitäten und süßen Köstlichkeiten. Übernachtungsmöglichkeiten nur im Sommer (30 Betten).
Vom Zanser Parkplatz auf Weg Nr. 6 in Richtung Tschantschenon, weiter auf Weg Nr. 35 zur Gampenalm. Zurück auf Weg Nr. 33 über Kaserillbach zum Zanser Parkplatz. Gehzeit: ca. 2 Stunden
Gschnagenhardt Alm
Der familienfreundliche Wandertipp
1.860 m ü.d.M. · Villanderer Alm Fam. Erlacher · Tel. +39 335 474625 Geöffnet von Mitte Mai bis Allerheiligen, von Weihnachten bis Ostern; Gemütliche Jausenstation mit Sonnenterrasse, großem Spielplatz und Streichelzoo. Wir verwöhnen Sie täglich mit Südtiroler Hausmannskost!
2.006 m ü.d.M. · Villnöss · Familie Profanter Tel. +39 0472 840158 oder +39 338 2507724 www.gschnagenhardtalm.it Geöffnet von Ende Mai bis Ende Oktober. Schön gelegene Almhütte am Munkelweg direkt unter den Geislerspitzen. Wir bieten schmackhafte einheimische Küche und hausgemachte Kuchen. Von der Zanser-Alm über den Munkelweg in ca. 1,5 Std., von Ranui aus in ca. 2 Std. erreichbar.
Vom Parkplatz bei der Gasser Hütte auf dem Wanderweg Nr. 1 zur Jausenstation Mair in Plun (Gehzeit: 30 Minuten), von Mair in Plun zur Totenkirche (Gehzeit: 1 Stunde) oder zum Rittner Horn 2.270 m ü.d.M. (Gehzeit: 2,5 Stunden) Tipp: leicht begehbar, ideal auch für Familien mit Kinderwagen!
Kreuzwiesenalm
Rundwanderung über das Jakobstöckl und den Campiller Berg (Hörschwanger Kreuz)
Rundwanderung Gschnagenhardt Alm Vom Parkplatz Ranui auf dem Wanderweg Broglesbach (Nr. 28) bis Weissbrunn, dort bei der Einmündung in den Munkelweg (Nr. 35) nach links bis zur Abzweigung Gschnagenhardt Alm. Weiter in Richtung Gschnagenhardt Alm mit Einkehrstopp, anschließend über den Steig Nr. 36 zur Duslerhütte und auf dem Weg Nr. 34 nach Ranui zurück. Gehzeit: ca. 3 Stunden
Ausgangspunkt Talschluss Vals „Berg am Boden“, über den „Milchsteig“. Gehzeit: 1 Stunde Oder mit der Kabinenbahn zur Bergstation Jochtal, von dort über den markierten Weg Nr. 9 über das Valler Jöchl zur Rotenstein Alm und weiter zum „PeachenJöchl“ bis zur Fane Alm hinunter. Der Rückweg zur Talstation Jochtal erfolgt auf dem Milchsteig. Gehzeit: 3 Stunden
1.925 m ü.d.M. · Lüsner Alm · Familie Hinteregger Tel. +39 333 7484880, info@kreuzwiesenalm.com www.kreuzwiesenalm.com. Geöffnet bis Anfang November, in den Weihnachtsu.Faschingsferien, sowie im Jänner u. Februar an den Wochenenden (Sa., So. und Mo.). Ideales Ausflugsziel, feine Almküche mit Almkäse aus eigener Herstellung, gr. Kinderspielplatz mit Streichelzoo, Kegelbahn, Erfrischungsteich sowie holzbefeuerte Sauna. Ideal auch für einen erholsamen Almurlaub.
Start: Vom Parkplatz Schwaigerböden auf 1.700 m aus folgen Sie der Beschilderung Jakobstöckl (ca. 1 Std.) bis zur kleinen Kapelle, von dort führt der Aufstieg zum Campiller Berg auf knapp 2.200 m mit wunderschönem Rundumpanorama, dann Abstieg zur Kreuzwiesenalm, von hier aus gelangen Sie über den Schmalzhaussteig in 40 Minuten wieder zum Parkplatz. Gesamtgehzeit: ca. 3 Stunden
Urteil gefällt z Seit Jahren setzt sich der Dachverband für Natur- und Umweltschutz für die Reduzierung der Luftschadstoffe entlang der Brennerautobahn ein. Das Verwaltungsgericht Latium hat diesbezüglich nun ein Urteil gefällt: Der Staat und das zur Reduzierung der Luftschadstoffe ernannte Komitee wurden aufgrund ihrer Untätigkeit verurteilt. Innerhalb von 30 Tagen müssen nun konkrete Maßnahmen zur Einhaltung der Stickoxid-Grenzwerte vorge-
legt werden. Dabei wird sich der Expertentisch an dem von der Südtiroler Umweltagentur ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog orientieren. Auf die Einhaltung des gerichtlichen Termins wird nun gepocht – zum Schutze der Gesundheit der über 40.000 direkt Betroffenen entlang der Brennerautobahn. Seit Jahren werden laut Verband die Grenzwerte massiv überschritten. eh
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
VERKEHR
W&U BRIXEN
Siegerprojekte ausgezeichnet z Am 14. Mai wurde im neuen Sitz der Tourismusgenossenschaft Brixen das Siegerprojekt des im Rahmen des Wasser-Licht-Festivals stattfindenden Wettbewerbs „Trinkwasserskulptur“ prämiert. 38 eingereichte Projekte haben sich mit dem Konzept einer Trinkwasserskulptur beschäftigt; im Mittelpunkt der gedanklichen Überlegungen stand dabei die Wichtigkeit und Unabdingbarkeit des Trinkwassers. Alle ausgewählten Modelle zeichneten sich durch hohe Qualität und Kreativität aus – am Ende konnte das Projekt von Paul Kappeler
kurz
notiert
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und Nicolas Stephan die Jury am meisten von sich überzeugen. Hier wurde das Thema Wasser über die Assoziationen mit den verschiedenen Aggregatzuständen der Materie vertieft und verfügt in seiner Form über eine selbsterklärende Einfachheit. Alexandra und Evelyn Tschigg konnten den 2., Sarah Götz und Josef Herzog den 3. Platz für sich entscheiden. Die Gewinner durften sich über ein Preisgeld von 1.200 Euro beziehungsweise 800 und 500 Euro freuen. Zwei Projekte, die mit einer Anerkennung ausgezeichnet wurden, erhielten ein Preisgeld
359.093 Euro an Verwaltungsstrafen hat die Brixner Ortspolizei 2017 bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung einkassiert. 50 Prozent davon fließen wieder in Sicherheitsmaßnahmen. Zum Beispiel werden 35.000 Euro für die Bezahlung von Schülerlotsen verwendet.
von jeweils 200 Euro. Zehn der insgesamt 38 Modelle sind derzeit im Sitz der Tourismusgenossenschaft ausgestellt und können noch bis zum 26. Mai besichtigt werden. In einer zweiten Pha-
se des Wettbewerbs wird dann ein Projekt ausgewählt, das auch effektiv realisiert wird und im nächsten Jahr in verschiedenen italienischen Städten in Form einer Roadshow zu Gast sein wird. av
Die Kommission, die die eingereichten Ideen rund um den Wettbewerb zur Anbindung StadtBerg bewertet, wurde ernannt: Der fünfköpfigen Jury (Bürgermeister Peter Brunner, Günther Burger, Stefano Ciurnelli, Ernst Mattanovich und David Calas) stehen beratend nicht stimmberechtigte Mitglieder der Arbeitsgruppe zur Seite.
90 Parkplätze werden nächstes Jahr westlich vom Hotel „The Vista“ in Palmschoß errichtet. Der Stadtrat hat bereits eine Bauleitplanänderung für das Areal, das derzeit noch Wiese und Wald ist, eingeleitet. Die beantragte Änderung wird nun der Landeskommission für Raum und Landschaft, dem Gemeinderat und der Landesregierung vorgelegt.
Foto: Santifaller Photography
STADTGEHEIMNISSE Brixen wurde in der Vergangenheit von mehreren, teils verheerenden Bränden heimgesucht. Das älteste Stadtrecht von 1380 sah noch keine Bestimmungen hinsichtlich der Brandbekämpfung vor; es wurde lediglich verlangt, die Feuerstellen im Hause zu behüten und Heu wie Stroh so zu lagern, dass niemand dadurch einen Schaden erleide. Ab 1459 hielten Feuerwächter von den vier Erkern am Weißen Turm aus die gesamte Stadt im Blick. Mit dem neuen Stadtrecht von 1604 wurden die Viertelmeister dazu angehalten, darauf zu achten, dass Feuerstätten sowie Kamine sauber gekehrt und in Ordnung gehalten sind. 1711 wurde die „FeurOrdnung der Stadt Brixen“ herausgegeben, worin vermerkt ist, dass in jedem Haus „ein oder zwei kleine Feuerhaken und unter dem Dach zwei oder drei große Bottiche voll Wasser (Brenten) zur Feuerbekämpfung bereitstehen“ sollen. Die „Bau- und Brandwehr-Ordnung“ von 1842 führt genau an, welche Löschgeräte bei Privaten verpflichtend sind („Löschkübel, Laternen, Feuerhaken, Leitern und eine Feuerklatsche“). Zudem wird angeführt, dass es zur Bedienung der sechs öffentlichen Spritzen 84 Mann benötigt und 108 Wasserkübel zur Verfügung stehen. Später hat man gar ein Rauchverbot für die gesamte Stadelgasse verordnet. 1869 wurde schließlich von der Brixner Turnbewegung die erste Freiwillige Feuerwehr gegründet.
Foto: Familienagentur Ingrid Heiss
Foto: Oskar Zingerle
Wie wurden vor Gründung der Feuerwehr Brände bekämpft?
BRIXEN
Wasserstadt Brixen z Das Wasser-Licht-Festival hat auch dieses Jahr die Brixner Mainächte erhellt. Wobei: Heuer sprudelte das kühle Nass nicht nur aus den Trinkwasserbrunnen in der Altstadt, sondern es nieselte, rieselte und plätscherte in Form von Regen vom Himmel. Die Besucher ließen sich davon aber nicht abschrecken: „Wir schätzen, dass wir bis zum Ende des Festivals am 26. Mai mehr als 55.000 Besucher haben werden“, verrät Astrid Früh von der Tourismusgenossenschaft Brixen. „Es waren an den Wochenenden extrem viele Leute unterwegs, aber auch unter der Woche – und das trotz Regens.“ Unter den Gästen waren Brixner und andere Südtiroler zu finden, aber auch Italiener und deutsche Touristen. Das WasserLicht-Festival ist nämlich bereits ein Buchungsgrund, heißt es von
Seiten der Tourismusgenossenschaft stolz. Die großen und kleinen Lichtkunstwerke verschlangen dabei etwa 400.000 Euro. Einnahmen aus Eintritten wurden keine erzielt – „aber eine große Wertschöpfung für die Region, und die Lokale waren ständig voll“, weiß Früh zu berichten. Neben dem Wasserparcours schlug das Wasser-Licht-Festival weitere Kreise: Integriert wurden musikalische Events, eine Ausstellung sowie die Grund- und Mittelschulen und das TFO Brixen. Um weiter auf dieser Erfolgswelle zu reiten, wird es nächstes Jahr eine Fortsetzung des Wasser-Licht-Festivals geben, und zwar vom 9. bis zum 25. Mai. Zudem wird nächstes Jahr der nationale Wasserkongress „Festival dell’Acqua“ in diesem Zeitraum in Brixen abgehalten. vk
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Rück- und Ausblick z Drei Millionen Euro wird die Brixen Tourismus Genossenschaft im Jahr 2018 ausgeben, und genauso viel möchte sie auch einnehmen. Vor einigen Tagen fand im Forum Brixen die MitgliederVollversammlung statt, in der Geschäftsführer Werner Zanotti für 2017 eine eindrucksvolle Leistungsbilanz präsentieren durfte: „Zahlreiche Veranstaltungen haben das vergangene Jahr geprägt. Das Wasser-Licht-Festival im Mai hat uns zum Beispiel gezeigt, dass wir genug Eigenkraft haben, durch eine Veranstaltung Tourismus selbst zu gestalten.“ Die anfangs genannten Kosten gliedern sich in fixe und variable Spesen: So sind für das laufende Jahr 642.000 Euro für das Personal vorgesehen, weitere 183.500 Euro für Mieten und Verwaltung. Die restlichen knapp 2,2 Millionen Euro sind für die verschiedenen Aktivitäten verplant – zum Beispiel für das Wasser-Licht-Festival 2018 und die neu zu konzipierende Ausgabe von Solimans Traum
(jeweils 380.000 Euro). Für „sonstige Veranstaltungen“ möchte man 300.000 Euro ausgeben, für die Ortsbildgestaltung 70.000 Euro, für Führungen 110.000 Euro. Die Einnahmen bestehen unter anderem aus geplanten Mitgliedsbeiträgen (342.500 Euro), der Ortstaxe (894.000 Euro), Landesbeiträgen (65.000 Euro) und dem Beitrag der Gemeinden Brixen (145.000
Euro) und Vahrn (20.000 Euro). 55.000 Euro sollen von der Aufenthaltsabgabe der Zweitwohnungen lukriert werden, 280.000 Euro von den Führungen und Veranstaltungen sowie 350.000 von den Eintritten für die weihnachtlichen Lichtspiele im Innenhof der Hofburg. Die Aktivitäten des Stadtmarketings werden 240.000 Euro kosten, die zum Teil durch einen
Sonderbeitrag der Gemeinde von 100.000 Euro gedeckt werden sollen. Dass die Tourismusgenossenschaft die Zahlen gut im Griff hat, beweist das Endergebnis von 2017: Im vergangenen Jahr gab es trotz äußerst umfangreicher Tätigkeit lediglich einen Fehlbetrag von 60.000 Euro. wv
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NACHGEFRAGT
„Sicher durch die Nacht“ PETER NATTER, Vorsitzender der JG Eisacktal, über bereits realisierte und geplante Neuerungen im NightlinerDienst – und warum eine zusätzliche abendliche Zugverbindung von Bozen in Richtung Norden notwendig ist. wir das bestehende Angebot aufrechterhalten können. Wird der Nightliner auch weiterhin nur samstags und vor bestimmten Feiertagen angeboten oder auch an den Freitagen? Unser Ziel ist es, den NightlinerDienst auch auf den Freitagabend auszuweiten. Gerade durch die Fünftagewoche in der Schule braucht es an diesem Abend ein sicheres und kostengünstiges Fahrmittel für alle jungen Menschen. Ich kann schon mal verraten, dass sich im Eisacktal diesbezüglich etwas tut, denn ein spannendes Projekt steht in den Startlöchern.
Auch im Bahnverkehr wird eine Änderung angestrebt. Was genau ist hier vorgesehen? Eine spätere Zugverbindung von Bozen in Richtung Brenner gegen etwa 23:30 Uhr halte ich für absolut notwendig. Es kann nicht sein, dass man den Kinosaal oder eine Theatervorstellung in Bozen nur deshalb früher verlassen muss, weil man sonst den Zug nicht mehr schaffen würde. Ob diese Verbindung finanzierbar und möglich ist, prüft Landesrat Florian Mussner gerade. Er wird uns in den nächsten Wochen informieren.
Foto: Oskar Zingerle
Herr Natter, was ändert sich für die Eisacktaler, die in Zukunft auf den Nightliner zurückgreifen wollen? Es gibt einige tolle Neuerungen, wie zum Beispiel die neuen Strecken von und nach Bozen und Sterzing – ein absoluter Mehrwert für das Nachtleben im Eisacktal! Uns freut es auch, dass alle anderen Hauptlinien weiterhin bestehen bleiben. Über die Nebenlinien in die verschiedenen Dörfer muss noch gesprochen werden, da diese in Zukunft zum größten Teil von den Gemeinden finanziert und auch organisiert werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass
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MUSIKTHERAPIE GISSER
„Musik ist meine Welt“ Von der Gärtnermeisterin über Werkerzieherin zur Musiktherapeutin hat Verena Gisser zu ihrer Leidenschaft und Berufung gefunden. Wie sie von der Natur zur Musik gekommen ist und was die Musiktherapie für sie bedeutet, verrät sie im Gespräch. zugspersonen. Dieses Angebot der Beratung und Behandlung wendet sich aber auch an Betroffene mit vorübergehenden Verhaltensauffälligkeiten in einem belastenden psychosozialen Umfeld. Das Therapie Center wird von Markus Huber, Facharzt für Psychiatrie und Kinder- und Jugendneuropsychiatrie, geleitet. Im Team arbeiten mit dem Facharzt Psychologen, Psychotherapeuten und funktionelle Therapeuten. Ziel des Therapie Centers ist es, Kindern und Jugendlichen über verschiedene Formen der Therapie eine Hilfestellung im Leben zu geben. Das Angebot reicht von Musiktherapie über therapeutisches Reiten, Logopädie, Ergotherapie und Kunsttherapie.
Verena Gisser, Musiktherapeutin aus Leidenschaft Frau Gisser, der Weg zur Musiktherapeutin ist für Sie kein direkter gewesen. Wie haben Sie zur Musiktherapie gefunden?
ich mich in diese Richtung weiterbilden wollte.
VERENA GISSER: Ein Beruf ist heute längst nicht mehr Destination, sondern vielmehr eine Station auf dem Weg zur persönlichen Entfaltung. In uns schlummern viele Fähigkeiten, die darauf warten, erkannt und genutzt zu werden. Gärtnermeisterin wurde ich, da ich sehr naturverbunden bin und mich gerne im Freien aufhalte. Doch irgendwann erfüllte mich die Arbeit im Grünen nicht mehr; ich wollte weiterlernen, mich weiterentwickeln und vor allem mit Menschen arbeiten. Ich bildete mich deshalb weiter und wurde Werkerzieherin. Als solche arbeitete ich in einer Einrichtung mit Menschen mit Beeinträchtigung und psychischer Erkrankung. Aufgrund meiner Musikalität ließ mich die Strukturleiterin ein Chorprojekt ins Leben rufen. Bei diesem erkannte ich erstmals, welch positive Wirkung Musik auf die psychisch kranken Menschen hat. Damit wurde mir klar, dass
Nach meiner einjährigen Ausbildung zur Musiktherapeutin kam ich 2016 zum Therapie Center im Südtiroler Kinderdorf, wo ich seither freiberuflich tätig bin. Das Therapie Center ist eine ambulante kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtung zur Behandlung und Beratung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher unter Einbindung ihrer Eltern oder Be-
Wie ging es weiter?
Was kann man sich unter Musiktherapie vorstellen? Die Musiktherapeutin findet mit Hilfe spezieller Musikinstrumente Klänge oder Töne, die im Körper des Behandelten empfindbare Resonanzen erzeugen und dadurch wohltuende und heilende Wirkungen hervorrufen. Die Musiktherapie wird seit Jahrhunderten und Jahrtausenden in vielen Kulturen eingesetzt, und obwohl die positiven Wirkungen wissenschaftlich in vielen Studien belegt werden konnten, wird die Musiktherapie leider bis heute nicht vom staatlichen Gesundheitssystem unterstützt. Die positive Wirkung von Musik ist wesentlich umfassender.
Musiktherapie hilft dabei, wieder zuhören zu lernen
So wies bereits der griechische Philosoph und Gelehrte Platon auf den positiven Zusammenhang zwischen Musik und Intelligenzentwicklung hin. Musik besteht aus einer Fülle von Informationen, die das Gehirn gleichzeitig verarbeiten muss. Jedes Musikstück regt über die Emotion eine enorme Kombinationsleistung des Gehirns an. Musik fördert damit eine verstärkte Vernetzung im Großhirn und hat positiven Einfluss auf das limbische System, wo Glücksgefühle produziert werden. Für wen eignet sich Musiktherapie? Musiktherapie eignet sich für jedes Alter, vom Kind bis hin zum älteren Menschen, ob bei kognitiven Beeinträchtigungen, motorischen Entwicklungsstörungen oder bei Demenz. Sie ist eine wertvolle Hilfe für Kinder und Jugendliche mit kurzzeitigen Problemen zur Überwindung von Verschlossenheit und der Bewältigung von Aggressionen, geeignet auch für Menschen mit Depressionen, Blockaden oder Stresserscheinungen. Wer kann zu Ihnen kommen, und worauf legen Sie besonderen Wert? Wie erwähnt, ist das Therapie Center im Südtiroler Kinderdorf vor allem Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Doch letztlich biete ich meine Dienste allen an, die Musiktherapie in Anspruch nehmen möchten. Bei der musiktherapeutischen Begleitung ist es mir für eine größtmögliche Wirkung wichtig, intensiv auf mein Gegenüber einzugehen, mich in die betreffende Person hineinzuversetzen und zu erfassen, was in ihr vorgeht. Musiktherapie Verena Gisser Tel. 339 6980534 E-Mail: gisser_1@yahoo.com www.musiktherapie-gisser.it 71
Freizeit & Erholung
Rein ins erfrischende Nass!
ACQUARENA
Extra
Vom 26. Mai bis 16. September dauert die heurige Freibadsaison in Brixen: In den Sommermonaten wird in der Acquarena drinnen und draußen wieder jede Menge Freizeitspaß geboten.
Ganze 16 Wochen können Gäste der Acquarena nicht nur das Freibad mit Sportbecken, Spaßbecken, Kinderbecken, Spielplatz, Liegewiese und Ballspielfeldern genießen, sondern wie gewohnt auch das Hallenbad mit Sport-, Spaß- und Kinderbecken, Whirlpool und Salzwasserbecken sowie die Saunalandschaft – doppeltes Badevergnügen im Sommer und garantierter Badespaß auch bei weniger perfektem Wetter!
Lange Sommeröffnungszeiten.
Die Freibadanlage ist jeweils von 9 bis 19:30 Uhr zugänglich; die letzten Wochen vor Saisonende schließt das Freibad um 18:30 Uhr. Das Hallenbad bleibt bis 26. August täglich bis 22 Uhr geöffnet. Im Zeitraum vom 27. August bis 16. September bleiben die Innenbecken wegen verschiedener Wartungsarbeiten geschlossen, doch das Solebecken bleibt auch in dieser Zeit für alle Gäste zugänglich.
Günstig baden mit SummerCard und Multicard. In diesem 72
Jahr gibt es wieder die SummerCard Gold zu einem stark vergünstigten Preis für Acquarena, Plose, Vertikale, Eishalle, Pharmaziemuseum, Diözesanmuseum sowie für Klausner und das Feldthurner Schwimmbad. Achtung: Nur noch bis 3. Juni kann das gebündelte Sommerabonnement erworben werden – und dies ausschließlich in der Acquarena. Danach kommen bis zum 16. September wieder die bekannte Acquarena-Summercard und die Sauna-Pool-Summercard in den Verkauf. Günstig in mehrfacher Hinsicht ist die ganzjährig gültige Acquarena Multicard. Die frei übertrag- und nutzbare Wertkarte in drei Preisvarianten beinhaltet fixe Preisnachlässe auf alle Einzeleintritte. Weiterhin im Angebot ist die Karte um 5,90 Euro für 1,5 Stunden von Montag bis Samstag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr. Was die Einzeleintritte betrifft, so gelten in der Acquarena im Winter wie im Sommer dieselben Preise – und dies bei deutlich größerem Angebot in der Freibadsaison.
Fotos: Helmuth Rier
Die Freibäder in der Acquarena versprechen eine erfrischende Abkühlung
Den kleinen Gästen wird mit einem lustigen Kinderbecken und großem Kinderspielplatz enorm viel geboten
Sommer 2018 Viel Vergnügen!
FREIBAD Am 26. Mai öffnet das Freibad mit Spaßbecken, Sportbecken, Kinderbecken, Spielplatz, Ballspielfeldern und Liegewiese. Sauna und Hallenbad mit Funbecken, Kinderbecken, Sportbecken, Salzwasserbecken, Whirlpool und Infrarotkabine bleiben auch im Sommer geöffnet.
SUMMER CARD GOLD Das Gemeinschaftsabo für Acquarena, Plose, Vertikale, Eishalle, Pharmaziemuseum, Diözesanmuseum sowie dem Klausner und dem Feldthurner Schwimmbad ist vom 1. Mai bis 3. Juni in der Acquarena erhältlich!
SAUNA Hallo Kinder!
15. August: Sommerfest mit Spezialaufgüssen
TERMINE FÜR SPORTFANS Schwimmen
27. Mai: Mannschafts-Landesmeisterschaften 2.–3. Juni: Acquarena-Cup 22.–24. Juni: FISDIR-Italienmeisterschaft Schwimmen und Synchronschwimmen. Wir bitten um Verständnis, dass die Sportbecken an diesen Tagen für die Wettkämpfe reserviert sind.
Beachvolley
Klettern, matsche
n, planschen!
Die Acquarena wi dm viel Platz: Ein Kind et den jüngsten Badegästen er Matschbereich un paradies mit Kletterparcours, d lustigen Wasser beck aufregend-entspan ntes Familienverg en für ein nügen.
26. Mai: Duathlon: Beachvolley und Watten 4. August: Brixner Cup 1.–2. September: Acquarena Beach Cup Infos und Anmeldung: beachvolley.brixen@gmail.com
Altenmarktgasse 28/b • I-39042 Brixen • Tel. +39 0472 268 433 • info@acquarena.com • www.acquarena.com
Besser leben! Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung und über 30 Servicestellen in ganz Südtirol ist „Besser Hören“ ein kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema Hören. Seit der Gründung des Betriebes 1994 stand es für die Eigentümer an erster Stelle, ihren Kunden einen Mehrwert an Service anzubieten. Dabei entwickelte sich das Konzept „so nahe wie möglich am Kunden zu sein“. Deshalb ging „Besser Hören“ Kooperationen mit Apothekern, Hausärzten und Optikern ein, bei denen das Team wöchentlich oder monatlich im ganzen Land ihren Dienst am schwerhörigen Kunden verrichten konnten. Kostenlose Hörtests sowie Reinigung der Hörgeräte und kleinere Reparaturen können so vor Ort erledigt werden. „Neben den 30 Servicestellen in ganz Südtirol betreuen die Mitarbeiter von ‚Besser Hören’ ihre Kunden
Extra
Freizeit & Erholung
BESSER HÖREN
auch kostenlos zuhause“, wie Firmenchefin Anita Pichler erklärt.
Jung und dynamisch. „Wir sind
ein junges, dynamisches und sehr motiviertes Team, das die Arbeit mit Freude und innovativen Ideen ausführt“, freut sich Anita Pichler. Um stets auf dem aktuellen Stand beim Thema Hören zu sein, werden kontinuierlich internationale Hörgerätemessen sowie Schulungen und Konferenzen besucht. Dem „Besser Hören“-Team ist es ein Anliegen, ein Vertrauensverhältnis zu den Kunden aufzubauen und deren Zufriedenheit stets zu gewährleisten. Dies ist auch ein Grund, warum Hausbesuche angeboten werden.
Die Vorteile des Hausbesuches. Wie funktioniert die Gratis„Das Einstellen der Hörgeräte Probe? Durch eine vielfältige zuhause bringt den Vorteil mit sich, dass der Kunde in einer ihm vertrauten Umgebung besser wahrnehmen kann, was er im Alltag gut hört und was weniger“, weiß Firmenchefin Anita Pichler. „Wir können so genauer auf seine Bedürfnisse eingehen und die Hörhilfen an das gewohnte Umfeld anpassen, wie etwa an den Fernseher, an das Telefon oder an die Haustürklingel.“ Bei den kostenlosen Hausbesuchen geht es aber nicht nur um das Einstellen von Hörgeräten, sondern diese werden auch gereinigt und Reparaturarbeiten werden erledigt.
Auswahl an Hörgerätemodellen von verschiedenen Herstellern kann das „Besser Hören“-Team auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden bestens eingehen. Gemeinsam mit ihnen werden jene Hörhilfen ausgewählt, die in Funktionalität, Preis und Ästhetik den Vorstellungen genau entsprechen. Diese können anschließend einen Monat lang kostenlos probegetragen werden. In dieser Eingewöhnungszeit werden wöchentliche Kontrollen durchgeführt, um das beste Hörergebnis sicherzustellen.
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Jeden Montag 9–12 Uhr Sanitätshaus Vita Plus, Regensburger Allee 14 – Atrium Jeden Freitag 9–11 Uhr Apotheke am Rosslauf, Am Schalderer Bachl 22
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So schmeckt der Sommer!
ALMATOSA
Fotos: Arnold Ritter
Neben den vielen köstlichen Torten und Süßspeisen aus der hauseigenen Konditorei begeistert das Café Almatosa auch mit leckerem Speiseeis aus eigener Herstellung. Bei diesem wird ebenso wie bei allen anderen Konditoreikreationen größtes Augenmerk auf natürliche und frische Zutaten gelegt. Das sieht man – und das schmeckt man.
Zahlreich präsentiert sich das Team von Almatosa um Familie Astner (rechts im Bild) Zu einer schönen Auszeit in der Altstadt lädt das Café Almatosa mit leckerem Speiseeis, frisch gepressten Säften, einzigartigen Torten und Süßspeisen aus eigener Herstellung sowie – ganz neu – jetzt mit noch mehr Sitzmöglichkeiten im neuen Sonnengarten. Almatosa ist damit eine kleine Oase mitten in der Stadt, die zum Einkehren, Genießen und Ausspannen anregt. Das Café nahe der Acquarena hat sich seit seiner Eröffnung vor rund zehn Jahren gut etabliert – ganz besonders, nachdem im Jahr 2011 die hauseigene Konditorei eingerichtet wurde. Im Familienbetrieb wirken alle Mitglieder der Familie Astner mit: neben Hans und Monika auch die vier Kinder Alexander, Marion, Thomas und Sarah, aus deren Initialen sich auch der Name des Cafés Almatosa ableitet.
Natürlicher Genuss aus besten Zutaten. Den Beruf des Kondi-
tors wollte Thomas schon von jungen Jahren an erlernen, und das war auch der Grund, warum er bereits mit 17 nach Abschluss der Fachschule und bestandener Gesellenprüfung seine eigene
Konditorei führen konnte. Auch wusste Thomas, was er in seiner Konditorei erzeugen wollte: Torten, Mehlspeisen und Süßspeisen, hergestellt aus natürlichen und weitgehend regionalen Rohstoffen, die durch unverfälschten und puren Genuss begeistern sollten. Und dies hat er dann auch von Anfang an durchgezogen. So werden bei Almatosa Freilandeier vom Bauernhof verwendet, Butter statt Margarine, Mehl ohne Konservierungsstoffe und Gelatine aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen. Zugleich verzichtet er gänzlich auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder Pulverzusätze.
Einzigartige Kostbarkeiten. Die
Torten und Süßspeisen von Almatosa sind begehrt; besonders die vielen Eigenkreationen von Thomas kommen gut an. Einige der Torten gibt es auch als glutenund laktosefreie Variante. Sehr gefragt sind die Anlasstorten, die auf Bestellung kreiert und passend zum Anlass kunstvoll dekoriert als Geburtstags-, Jubiläums- oder als mehrstöckige Hochzeitstorte nicht nur den Gaumen, sondern ganz besonders auch das Auge
Für die Dekoration von Torten sind Phantasie, Fertigkeit und viel Fingerspitzengefühl gefragt erfreuen. Die Anlasstorten können demnächst auch online bestellt werden. Die große Nachfrage nach den Torten, Mehlspeisen und Süßspeisen der Konditorei, die längst auch Gast- und Hotelbetriebe im Eisacktal täglich frisch beliefert, hat dazu geführt, dass in der Konditorei ein fünfköpfiges Team für steten Nachschub sorgt. Damit ist zugleich Freiraum für neue Kreationen und saisonale Erzeugnisse sichergestellt, so zum Beispiel im Sommer für täglich frisch zubereitetes selbstgemachtes Speiseeis, das zu hundert Prozent aus natürlichen Zutaten und in vielen Eisbecherkreationen erfrischenden Genuss bereitet.
Zu jedem Anlass ein Genuss: Die Torten von Thomas Astner
Konditorei-Café ALMATOSA Altenmarktgasse 28 N 39042 Brixen Tel. 0472 837780 www.almatosa.it info@almatosa.it
Leckere Eisbecherkreationen
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 7:30 bis 19 Uhr Sonntag 8 bis 19 Uhr Mittwoch Ruhetag 75
BBT-INFOPOINT
Freizeit & Erholung
Ein Erlebnis für die ganze Familie Mehrere Räume in der weitläufigen BBT-Ausstellung in der Festung Franzensfeste sind der Geschichte und dem Projekt des Brenner Basistunnels gewidmet. Ein erster Raum erzählt vom Brenner als wichtige „Nahtstelle“ zwischen Norden und Süden. Seit der Frühgeschichte ist der Brennerpass Anreiz für Überschreitung, Austausch und Kommunikation. Diese Überwindung war bis vor 150 Jahren sehr zeitraubend und mitunter auch gefährlich. Eine interaktive
Scannerfahrt durch den neuen Tunnel zeigt: Der BBT verwirklicht den Traum von der schnellen Überwindung des Passes.
Foto: BBT SE/Bianchi
Extra
Das Jahrhundertbauwerk des Brenner Basistunnels kann man im BBT-Infopoint in der Festung Franzensfeste aus nächster Nähe erleben – mit eindrucksvollem BBT-Miniaturmodell, spannenden Hintergrundinformationen, interaktiven Scannerfahrten in den Tunnel sowie geführten Baustellenbesichtigungen.
Der Brenner ist Teil von Europas Geschichte. Der Übergang
über den Brenner war immer auch ein Weg, der Europas Geschichte prägen sollte. Der Raum „Kultur“ erzählt in elf Etappen von dessen Geschichte: Bernstein nahm den Weg von der Ostsee in die frühen Hochkulturen um
Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das Projekt des Brenner Basistunnels bei geführten Baustellenbesichtigungen das Mittelmeer, römische Nägel verbreiteten sich mit dem römischen Reich, Grabfunde aus der Völkerwanderungszeit markieren die Zeitenwende. Die Meraner Kreuzer begannen über den Brenner ihren Siegeszug nach Mitteleuropa, Karner und Künstler zog es ebenfalls über den Brenner.
Foto: Alessandra Chemollo
in den Tunnel genauso wie das multimediale Erleben des Tunnelvortriebs.
Den Brenner Den BrennerBasistunnel Basistunnel hautnah erleben hautnah erleben Öffnungszeiten der Ausstellungim im BBT-Infopoint BBT-Infopoint Öffnungszeiten der Ausstellung Vonbis MaiOktober: bis Oktober: Dienstag–Sonntag10:00–18:00 10:00–18:00 Uhr Uhr Von Mai Dienstag–Sonntag Von November bis April: Dienstag–Sonntag 10:00–16:00 Uhr Von November bis April: Dienstag–Sonntag 10:00–16:00 Uhr Montag geschlossen Montag geschlossen
Kontakt
Kontakt www.bbtinfo.eu / info@bbtinfo.eu /
BBT-Infopoint
www.bbtinfo.eu / info@bbtinfo.eu / BBT-Infopoint Brennerstraße, 39045 Franzensfeste (BZ), Südtirol – Italien T +39 047239045 057200Franzensfeste / F +39 0472 057219 Brennerstraße, (BZ), Südtirol – Italien T +39 0472 057200 / F +39 0472 057219
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Foto: Alessandra Chemollo
Warum BBT? Personen und Per-
Auf knapp 200 m2 Ausstellungsfläche entfaltet sich in den suggestiven historischen Räumen der Festung Franzensfeste die Darstellung des Auf knapp 200 m2 Ausstellungsfl äche entfaltet BBT-Projektes in suggestiven seiner faszinierenden sich in den historischentechniRäumen der Festung Franzensfeste die Darstellung schen Vielseitigkeit bis hinzu Natur und Kultur.des BBT-Projektes in seiner faszinierenden techniHighlights sind interaktive Scannerfahrten schen Vielseitigkeit bis hinzu Natur und Kultur. in den Tunnel genauso wie das multimediale sind interaktive Scannerfahrten ErlebenHighlights des Tunnelvortriebs.
sönlichkeiten erläutern im Raum „Warum“ die Gründe für den Bau des BBT – Visionäre und Anrainer genauso wie der Lokführer eines Güterzuges auf der alten Bahnstrecke. Herzstück in diesem Raum bildet das in stilisiertem Maßstab ausgeführte Modell des Basistunnels. Seitliche Bildschirme ermöglichen Videofahrten mit Einblicken in die jeweiligen Baustellen.
Moderne Vortriebstechnik. Mi-
neure und Tunnelbohrmaschinen (TBM) sind wahre Felsenfresser. Im Raum „Wie“ werden die eingesetzten Vortriebstechniken präsentiert. Das detailgetreue Modell einer Tunnelbohrmaschine lässt die Dimensionen dieser vor Kraft strotzenden Maschine erahnen. Wo aber Schwierigkeiten im Gestein einen maschinellen Vortrieb
nicht zulassen, sind nach wie vor die Mineure gefragt. Ihre nicht ungefährliche Arbeit unter Tage ist in Videos und Bilderfolgen festgehalten. Der Tunnelbau des BBT ist ein sehr komplexes Unterfangen, an dem Menschen aus den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen zusammenarbeiten, vom Hydrogeologen, Ingenieur, Mineur bis hin zum TBM-Fahrer. Außerdem immer mit dabei: die Heilige Barbara, die als Schutzpatronin der Bergleute bei jedem Stolleneingang zu finden ist.
Höchste Umweltstandards. Am
BBT wird nach den höchsten Umweltstandards gearbeitet, die strenge Umweltauflagen umfassen. Monatlich werden 1.350 Wasserstellen überwacht, Bohrkerne der Bohrungen wurden im Versuchslabor eingehend untersucht. Aneinandergereiht würden die Bohrkerne eine Länge von rund 40 km Gestein ergeben. Der letzte Raum, der Natur gewidmet, gehört eben diesen Bohrkernen. Sie sind in einem vergitterten Möbel mit Hochlagen in Kisten gelagert – genauso wie im wirklichen Depot der BBT SE, das zu den größten der Welt gehört.
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Tipps gegen Hitze
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Foto: shutterstock
Heiße Tage, laue Nächte: Wenn die Sonne über Südtirol ihr Bestes gibt, wird das manchem bald zu viel. Mit wenigen, aber wichtigen Tipps kann die Hitze einem nur noch wenig anhaben.
Den Sommer genießt man am liebsten im Freien, doch sollte man dabei einiges beachten
Anmeldung peer.it/cal oder T 0472 836 173
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Wohnräume sollten so kühl wie möglich gehalten werden. Dazu am besten in der Früh vor Sonnenaufgang, und am späten Abend, nachdem es wieder abgekühlt hat, lüften. Tagsüber empfiehlt es sich, die Fenster zu verschatten, sodass möglichst wenig Strahlungswärme in die Wohnung eindringen kann. Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen, da sie sonst eine zu große Belastung für den Organismus darstellen. Idealerweise sollte die Differenz zur Außentemperatur nicht größer als 6 bis 8 Grad Celsius betragen.
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helfen dem Körper, frisch und aktiv zu bleiben; sie sollten aber nicht eiskalt sein. Lecker sind auch kalte Tees, so zum Beispiel der Peer’sche Haustee verfeinert mit einem Spritzer Apfelsaft. Die ideale Trinkmenge liegt bei zwei bis drei Litern pro Tag – abhängig
Angenehme Raumtemperatur.
14.06.2018, 17.00 Uhr
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Viel trinken. Kühle Getränke
möglichst schattige Plätzchen im Freien bevorzugen. Außerdem sollte man im Freien stets Sonnenhut und Sonnenbrille tragen. Auch sollte man nie in die Sonne, ohne vorher ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen zu haben. Dazu am besten eincremen noch bevor man in die Sonne geht! Auch sollte man niemals Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen in einem geparkten Fahrzeug zurücklassen, auch nicht für kurze Zeit. Dasselbe gilt für Haustiere.
VORTRAG
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empfiehlt es sich, über den Tag verteilt kleinere Portionen zu essen. Besonders gut eignen sich Gemüsesuppen, auch als kalte Variationen, zum Beispiel als Gazpacho. Sie geben dem Körper nicht nur die durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit zurück, sondern auch wichtige Mineralsalze.
Sonnenschutz nicht vergessen! An heißen Tagen sollte man
Lana Tel. 0473 565 111
Gemüsesuppen ideal auch im Sommer. An heißen Tagen
davon, was man macht und wo man sich aufhält.
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Hitze bedeutet Anstrengung für den Körper. Um die überschüssige Wärme loszuwerden, weiten sich die Blutgefäße in der Haut. Das Blut strömt von Gehirn und inneren Organen nach außen, das Körperinnere wird schlechter durchblutet; Schwindel kann die Folge sein. Um Herz und Kreislauf zu schonen, sollte man daher den Tagesablauf den erhöhten Temperaturen anpassen. So sollte man für Tätigkeiten im Freien die kühleren Morgen- und Abendstunden nutzen. Idealerweise wird auch das persönliche Sportprogramm in den Morgen- und Abendstunden absolviert.
Angebot gültig für vorrätige Linien bis zum 30.06.2018, solange der Vorrat reicht.
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Freizeit & Erholung
Den Plose-Sommer voller Spaß erleben
PLOSE
Foto: Philipp Santifaller
Foto: Helmut Moling
Extra
Mit dem heurigen Angebot für die Plose fällt der Start in den Sommer besonders leicht: Neben den wunderschönen Wanderungen auf den Panoramawegen mit Dolomitenblick und den urigen Hütten, in denen es sich einzukehren lohnt, wird ab 16. Juni der Brixen Bikepark eröffnet.
Foto: Helmut Moling
Auf dem WoodyWalk gibt es viel zu sehen und viel zu entdecken
Der Sonnenaufgang auf dem Gabler – ein ganz großes Kinoerlebnis! Fährt man im Sommer auf die Plose, so hat man die Qual der Wahl, sich für eine Tour oder eine Aktivität zu entscheiden. Wanderern sind mit den zahlreichen Wandermöglichkeiten auf dem Ploseberg keine Grenzen gesetzt, und auch den Genießern bieten die Hütten eine Vielzahl an Ausflugs- und Einkehrmöglichkeiten. Jene, die das Abenteuer lieben, kommen im neuen Brixen Bikepark und mit den MountainCarts voll auf ihre Kosten.
Erlebnisführung am WoodyWalk.
Nach dem Riesenerfolg der „Sagenhaften Schatzsuche am WoodyWalk“ im Premiere-Jahr werden die Schauspielwanderungen für Familien auch im heurigen Sommer wieder angeboten. Jeden Samstag, vom 16. Juni bis 25. August, können Kinder mit ihren Familien den WoodyWalk auf ganz besondere Weise erleben. Dabei erzählt ein Schauspieler, Ploselisl oder Plosemichl, spannende Sagen rund um die Dolomiten und die Plose. Die Kinder erleben auf dem WoodyWalk auf theatrali78
sche Art Geschichte, wobei die vielen Spielemöglichkeiten und die Schatzsuche viel Spaß und Unterhaltung garantieren.
Großes Kino – Sonnenaufgang am Gabler. Ein ganz großes Kino-
erlebnis bietet der Sonnenaufgang auf dem Gabler. Dabei ist es nicht nötig, in aller Herrgottsfrühe stundenlang steile Wege nach oben zu wandern, denn mit der Pfannspitz Kabinenbahn ist der Gipfel am Gabler in nur 45 Minuten erreichbar. Angeboten werden diese Sonnenaufgangs-Sonderfahrten jeden Freitag vom 13. Juli bis 14. September. Nach einem beeindruckenden Sonnenaufgangserlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, laden die Hüttenwirte der Plose zu einem reichhaltigen Frühstück ein.
MountainCarts. Actionwütige
sollten unbedingt die MountainCarts ausprobieren und sich nicht den neun Kilometer langen Fahrspaß entgehen lassen! Die Strecke führt hinunter bis zur Plose Talstation und ist auch bei
Mit den MountainCarts 9 Kilometer pures Spaßerlebnis für die ganze Familie Familien und Kindern sehr beliebt. Jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag, vom 27. Mai bis 30. September, stehen die Carts an der Bergstation zum Verleih bereit. Dieses rasante Abenteuer zählt zusammen mit dem Sonnenaufgang auf dem Gabler und der Erlebnisführung auf dem WoodyWalk zu den Favoriten unter den großen und kleinen Plose-Besuchern.
NEU: der Brixen Bikepark! Der
Brixen Bikepark, der am 16. Juni offiziell eröffnet wird, bietet die beste Voraussetzung, sich ebenfalls zu einem Highlight auf der Plose zu entwickeln – und das hat einen einfachen Grund: Die Freeride-Strecken sind in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gebaut worden, sodass für Groß und Klein, für Erfahrene oder Anfänger
die passende Bike-Line dabei ist. Erreichbar ist der Bikepark mit der Plose Kabinenbahn und erstmals auch mit dem Palmschoß Sessellift, die beide auch Mountainbikes transportieren. Die Besucher können sich jedenfalls auf einen ereignisreichen und aufregenden Sommer auf der Plose freuen. Für Inhaber der SummerCard ist die Fahrt mit den Aufstiegsanlagen jeweils einmal am Tag kostenlos – ein Grund mehr, die Plose und das Angebot zu genießen.
Alle Infos und Termine unter: www.plose.org Plose Ski AG Tel. 0472 200433
BRIXEN BIKEPARK AB 16.06.2018 AUF DER PLOSE
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MOZART APOTHEKE
Freizeit & Erholung
Fachkundige Apothekerinnen
Extra
Mit der Eröffnung ihrer eigenen Apotheke im vergangenen Dezember haben sich Alexandra Janach und Petra Windisch einen langersehnten Traum erfüllt. Nur sechs Monate später hat sich die Mozart Apotheke im Station Center gut etabliert und ist in Brixens Süden zu einer wichtigen Anlaufstelle für Gesundheit und Wohlbefinden geworden.
Das Team der Mozart Apotheke; v.l.n.r.: Manuela Kinigadner, Paola Magnarin, Petra Windisch, Alexandra Janach Nach vielen Jahren Berufstätigkeit in verschiedenen Apotheken in Südtirol und Österreich haben die beiden Apothekerinnen Alexandra Janach und Petra Windisch vor wenigen Monaten den Schritt in die Selbständigkeit gemacht. Die Entscheidung dazu war wohlüberlegt getroffen worden, hatten sie dazu doch bereits im Jahr 2014 am öffentlichen Wettbewerb für 19 neu zu errichtende Apotheken teilgenommen. Am 9. Dezember vergangenen Jahres war es dann soweit, dass sie erstmals die Türen ihrer Mozart Apotheke im Station Center für das Publikum öffnen konnten.
Breites Angebot. Seither hat sich
die Apotheke gut etabliert, was nicht zuletzt auch auf den verkehrsgünstigen Standort direkt an der Hauptstraße mit Parkplatz vor der Tür zurückzuführen ist. Auch die Anwohner der dichtbesiedelten Wohnzone schätzen den Komfort der nahegelegenen Apotheke, in der sie alles Nötige für ihr Wohlbefinden erhalten. Das Angebot der Apotheke reicht von einer großen Auswahl an Markenprodukten bis hin zu vielen 80
hauseigenen Präparationen, die Alexandra und Petra aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse in den Bereichen Naturheilkunde, Homöopathie und Bachblütentherapie individuell zusammenstellen können. Im Apothekenalltag werden sie tatkräftig von den Mitarbeiterinnen Paola Magnarin, einer diplomierten Pharmazeutin, und der ausgebildeten Apothekenhelferin Manuela Kinigadner unterstützt.
Mensch und Haustier im Mittelpunkt. Das Apothekenteam nimmt sich viel Zeit für die Beratung. Stets steht der Mensch als Ganzes mit all seinen körperlichen, aber auch seelischen Beschwerden im Mittelpunkt des alltäglichen Tuns. Darüber hinaus wird auch für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Haustiere viel geboten.
Neu im Angebot! Ganz neu bie-
tet die Apotheke ein praktisches Autodiagnose-Schnelltestverfahren, mit dem schnell und schmerzfrei spezielle Blutwerte gemessen werden und ein persönliches Glukose-Lipid-Profil erstellt wird: In nur fünf Minuten werden fünf
Die Mozart Apotheke im Station Center ist eine bevorzugte Anlaufstelle für Gesundheit und Wohlbefinden
Die beiden Apotheken-Inhaberinnen Petra Windisch und Alexandra Janach Grundwerte für die korrekte Einschätzung der individuellen HerzKreislaufrisiken ermittelt – mit der Präzision einer klinischen Analyse. Rechtzeitig zum Start in die Sommer- und Outdoorsaison bietet die Apotheke eine Vielzahl von Sonnenschutz- und Pflegeprodukten namhafter Marken, Nahrungsergänzungsmittel für Sportler und Wanderer sowie bewährte Fußpflegeprodukte. Und für all jene, die unter Heuschnupfen leiden, werden neben traditionellen medizinischen Produkten auch zahlreiche Alternativen aus der Homöopathie und der Pflanzenwelt geboten.
Mozart Apotheke Vittorio-Veneto-Straße 26/C 39042 Brixen Tel. 0472 834588 office@farmaciamozart.it Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8-13 und 15-19 Uhr Sa. 8.30-13 Uhr
HERMANN ACHMÜLLER SPORTSWEAR
Das Outfit für sportliche Leistungen Was haben der SSV Brixen Handball, der ASC Plose Fußball, der Brixen Marathon, die Acquarena sowie die Sportsektionen der Firma Alupress und der Brimi gemeinsam? Die Mannschaften, Mitarbeiter und Teilnehmer wurden von Hermann Achmüller Sportswear eingekleidet.
Gemeinsamer Radausflug einiger Mitarbeiter von Alupress Das in ihrer Freizeit sportlich sehr aktive Paar Hermann Achmüller und Tiziana Pignatelli stattet im beruflichen Alltag seit vielen
Jahren Vereine, Mannschaften, Veranstalter und Unternehmen mit sportlichen Outfits aus. Ein einheitlicher Look sorgt nicht nur für schöne Auftritte, sondern stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und unterstützt die Erkennung von Teams. Im Geschäft Hermann Achmüller Sportswear, das die beiden vor rund einem Jahr in der Trattengasse eröffnet haben, wird eine große Auswahl an Einzelstücken mit und ohne Personalisierung zum Verkauf angeboten.
Eine Personalisierung, ob mit dezenter Logoanbringung oder großflächigem Aufdruck, kann auch bei kleinster Anzahl ausgeführt werden.
Hermann Achmüller und Tiziana Pignatelli
„Nach vielen Jahren im Leistungssport bieten wir seit 2010 Sportbekleidung für jeden erdenklichen Bereich aus einer Hand. Einfacher und kompetenter können Sie sich als Eventveranstalter, Club oder Sportverein nicht ausstatten!“
Sportliche Werbebotschafter der Seiser Alm
Südtirol-Store by Hermann Achmüller Sportswear
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Inspirierende Auszeit Wer viel leistet, braucht auch Zeit und Gelegenheit zum Regenerieren, eine Auszeit. Das Zentrum für Lebensqualität in Vahrn bietet Coaching, Mentaltraining, Teambuilding sowie Seminare – und als herausragendes Highlight richtige Auszeiten, wie beispielsweise Hüttenwanderungen mit Mentaltraining, die in diesem Sommer bereits zum dritten Mal angeboten werden. gut zu bewältigen ist. So haben wir die Auszeit im Fanes-Gebiet konzipiert, wo wir eine eigene Almhütte bewohnen und erstmals nicht von Hütte zu Hütte wandern.“
Mentaltraining und Coaching inklusive. Die Tourengröße wird
In der Auszeit Kraft tanken. Es
erfordert immer Mut, sich auf einen neuen, unbekannten, vielleicht weiten Weg zu machen – denn bei aller Verlockung gilt es auch, Ungewissheit und Zweifel sowie innere und äußere Grenzen zu überwinden. „Das ist in unserem alltäglichen Leben gar nicht so anders, weshalb die Auszeit in den Bergen eine Übung für das Leben wird“, so Hannes Mur weiter. „Während der Körper in Bewegung kommt, findet der Geist Ruhe. Die Verbindung von körperlicher Aktivität mit geistigem Input in einer atemberaubenden Natur hat sich im Hinblick auf die nachhaltige Verankerung sehr bewährt. Das Mentaltraining besteht vor allem darin, dass wir uns die Zeit und die Ruhe gönnen, über uns selbst, unsere Ziele, Sehnsüchte, Stärken und Herausforderungen zu reflektieren. Ein Impulsvortrag, Gespräche, Denkanstöße oder eigene aufsteigende Gedanken können dabei den Funken bilden, der in einer Schweigephase zu einem reinigenden Feuer heranwächst, einen neuen Blickwinkel
Hannes Mur, Mentaltrainer und Coach öffnet und nachhaltige Veränderung bewirkt.“
Das Leben ist ein Augenblick. „Mit jedem Schritt, den wir gehen, werden wir uns unseres Potentials und unserer Möglichkeiten erst wirklich gewahr“, so Hannes Mur. „Am Ende eines Weges, beim Blick zurück, bleibt Staunen, Dankbarkeit und Freude darüber, was alles möglich ist, was wir imstande sind zu leisten und zu erreichen, wenn wir uns einfach nur auf den Weg machen. Voller Zuversicht, Vertrauen, Offenheit, Neugier – heraus aus der Komfortzone und hinein ins Leben!“
Foto: Alexander Lassen
gezielt an die Bedürfnisse der Teilnehmer und auch an die äußeren Bedingungen angepasst, um ausreichend Raum für Mentaltraining und Coaching zu bieten. „Jedes Jahr stellen wir dabei ein anderes Thema in den Vordergrund“, erläutert Hannes Mur. „In diesem Jahr steht die siebentägige Auszeit unter dem Motto ‚Wer bin ich? Was will ich?‘.“ Die Impulse, Reflexionen und Übungen drehen sich dabei um Fragen wie: Was macht mich aus? Wie formen meine Prägung, Werte, Überzeugungen meine innere Haltung? Wie kann es mir gelingen, gewünschte Entwicklungen und Veränderung herbeizuführen? „Wir werden an schönen Orten verweilen und in Impulsvorträgen neue Denkanstöße und Techniken des Mentaltrainings kennenlernen, Techniken des Coachings und Selbstcoachings üben, reflektieren und diskutieren. All das wird später im Alltag dazu beitragen, die
Kommunikation und den Umgang mit anderen zu verbessern und die persönliche Resilienz und Präsenz zu stärken.“
Foto: Alfred Tschager
In der ersten Auszeit-Hüttenwanderung, die vom Zentrum für Lebensqualität vor drei Jahren veranstaltet wurde, führte der Mentaltrainer und Coach Hannes Mur eine Gruppe von zehn Personen durch die karge Bergwelt der Sarntaler Alpen. Im darauffolgenden Jahr standen die Pfunderer Berge mit einem Biwak beim Grindelbergsee auf dem Programm, und im Herbst folgte noch eine „kleine“ Auszeit in den Dolomiten. In diesem Jahr findet eine Auszeit im Fanes-Gebiet statt sowie eine zweite in den Meraner Bergen; hinzu kommen noch weitere Berg- und Naturerlebnisse, die jeweils speziellen Themen gewidmet sind – so ein ResilienzWochenende auf der Flaggerschartenhütte, ein Sonnwendfeuer mit Impulsen zum Thema Veränderung, ein Bogenbauseminar auf Herol in Lüsen sowie eine kleine Auszeit auf dem Dolorama-Weg in den Dolomiten. „Der Erfolg und die Rückmeldungen der Teilnehmer haben uns dazu bewogen, in diesem Jahr erstmals zwei große Auszeiten zu je sieben Tagen anzubieten“, erklärt Hannes Mur. „Dabei war uns wichtig, ein zusätzliches Angebot zu schaffen, das auch für weniger geübte Bergwanderer
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Freizeit & Erholung
ZENTRUM FÜR LEBENSQUALITÄT
Die Verbindung von körperlicher Aktivität mit geistigem Input in einer atemberaubenden Natur hat sich für die Reflektion bewährt 82
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AUSZEIT IN DEN MERANER BERGEN HÜTTENWANDERUNG mit MENTALTRAINING (7 Tage) vom 26. Aug. bis 1. Sep. 2018
SOMMERSONNENWENDE MENTALTRAINING-SEMINAR
Foto: Alexander Lassen
(1 Tag) am 21. Juni 2018
AUSZEIT IM REICH DER FANES MENTALTRAINING-WANDERUNGEN (7 Tage) vom 30. Juni bis 6. Juli 2018 Eine Almhütte nur für uns – wandern, entspannen, reflektieren und persönlich wachsen in der sagenumwobenen Bergwelt der ladinischen Dolomiten unter dem Motto „... wer bin ich? ... was will ich?“ Im Zuge beschaulicher Bergtouren im Naturpark Fanes-Sennes-Prags werden wir an schönen Orten Halt machen und in Impulsvorträgen neue Denkanstöße und Techniken des Mentaltrainings kennenlernen, diese üben, darüber reflektieren und diskutieren.
Am 21. Juni feiern wir mit einem Tagesseminar und einem Sonnwendfeuer die Sommersonnenwende. Wir lassen an einem magischen Ort mit Blick auf den Peitlerkofel diesen uralten Brauch wieder aufleben. Die Zeit der Sonnenwende ist eine Übergangszeit, ein Wendepunkt, ein Moment der Veränderung – nicht nur für die Natur, sondern auch für uns Menschen. In verschiedenen Impulsreferaten widmen wir uns dem Thema Veränderung.
HOLZBOGENBAU-SEMINAR & PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG (5 Tage) vom 13. bis 17. Juni 2018 Gemeinsam mit dem Bogenbauer Samuel Röck bauen wir einen traditionellen Holzbogen. Einen Holzbogen zu bauen ist ein einzigartiger Schöpfungsprozess, vergleichbar mit der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit: Ebenso wie uns das Leben und Erfahrungen formen und feinschleifen, führt unachtsamer und fehlerhafter Umgang dazu, dass wir geschwächt werden und Potenziale nicht angemessen zur Entfaltung kommen können, eine Tatsache, die wir in Impulsen und Diskussionen vertiefen.
Wir wandern von Hütte zu Hütte in den Meraner Bergen, und während der Körper in Bewegung kommt, findet der Geist Ruhe. Auch diese Woche steht unter dem Motto „... wer bin ich? ... was will ich?“ Dabei erwarten uns unvergessliche Eindrücke wie Sonnenauf- und -untergänge, aber auch inspirierende Impulse, Gespräche und Schweigephasen.
KRAFTQUELLE BERG HÜTTENWANDERUNG mit MENTALTRAINING auf dem Dolorama-Weg (4 Tage) vom 27. bis 30. September 2018
BERG HEILT! RESILIENZ-TRAINING (3 Tage) vom 21. bis 23. September 2018 Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit widrigen Umständen und schweren Situationen erfolgreich umzugehen. Wir erleben gemeinsam mit dem Resilienz-Trainer und Arzt Dr. Klaus Engelhardt ein Wochenende der Entschleunigung und des Findens der „eigenen Mitte“ in traumhafter Umgebung der urigen Flaggerschartenhütte (2.481m).
Bei dieser Hüttenwanderung haben wir die schönsten Gipfel der Dolomiten immer im Blick. Der Dolorama-Weg führt in vier Etappen von der Rodenecker und Lüsner Alm rund um den Ploseberg nach Lajen. Unterwegs lernen wir im Rahmen von Impulsreferaten Kraftquellen kennen und machen Übungen, die uns helfen, diese im Alltag wirkungsvoll zu nutzen.
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www.lebensqualitaet.it
Hannes Mur » hannes@lebensqualitaet.it » +39 329 2806542
FALK TOURS
Busreise ins 5* Falkensteiner Hotel & Spa Jesolo
16.09 – 20.09.2018 Preis pro Person im DZ ab Euro: 499,00 Preis pro Person im EZ ab Euro: 699,00
Ob komfortable Gruppenreise mit Reiseleitung oder Individualreise zum gewünschten Reiseziel: Das Reisebüro Falk Tours in Kiens macht Urlaubsträume wahr. Foto: Robert Balasko
Strand-Wellness in Jesolo
Die schönste Zeit im Jahr
Menorca erleben im Oktober
Wanderreise auf Menorca 30.09 – 07.10.2018 Pro Person im DZ ab Euro 1.229,00 Pro Person im EZ ab Euro 1.359,00
Urlaub im Paradies – das 5* Falkensteiner Hotel Iadera in Kroatien
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Wiener Sängerknaben Busreise nach Wien 29.11 – 02.12.2018 Hotel der gehobenen Kategorie Preis pro Person im DZ € 349,Preis pro Person im EZ € 449,-
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Klein und familiär, aber mit großer Erfahrung und der starken Unternehmensgruppe Falkensteiner im Rücken, bietet das Reisebüro Falk Tours in Kiens ein reichhaltiges Urlaubsprogramm mit viel Kompetenz und Service. Passend zur Jahreszeit reichen die individuell geschnürten Urlaubspakete derzeit von Meeraufenthalten in Italien, Kroatien und Griechenland über Rundreisen durch Norwegen, Irland, Schottland, durch die Normandie oder Südafrika bis hin zu verschiedenen Kreuzfahrten, so zum Beispiel um die isländische Insel oder eine Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau. Besonders gefragt sind die von Falk Tours organisierten Gruppenreisen, die oftmals von der erfahrenen Reisebüromitarbeiterin Anita Hinterlechner geleitet werden. Besondere Highlights unter den Gruppenreisen sind jene mit Schwerpunkt Aktivprogramm; dies sind in dieser Urlaubssaison ein geführter Wanderurlaub im Juni auf Madeira und im Herbst auf Menorca. Bei den Meeraufenthalten hingegen besonders beliebt ist der Badeurlaub in Kroatien, der mit eigenem Charterflug jeden Sonntag ab Innsbruck durchgeführt wird.
Das wohl beste Familienhotel Kroatiens – das 4* Falkensteiner Hotel Diadora in Kroatien
Ganz nach Wunsch und Budget. Darüber hinaus werden auch individuelle Reiseangebote ganz nach Wunsch und Budget zusammengestellt. Für die Beratung und Gestaltung der schönsten Zeit des Jahres nimmt sich das Team von Falk Tours viel Zeit für die Kunden und stellt damit sicher, dass die Angebote genau das beinhalten, was auch gewünscht wird. Die tollen Feedbacks, die das Team immer wieder von begeisterten Kunden erhält, oftmals noch direkt aus deren Urlaub, sind eine Bestätigung dafür, dass das gebotene Urlaubsprogramm und der Service gut ankommen.
G. SIEBENFÖRCHER
Sommerliche Genüsse Passend zum Auftakt in die Grillsaison geben die Metzgermeister von G. Siebenförcher wertvolle Tipps, damit das Grillen perfekt gelingt.
Leckeres Vergnügen sere Besuchen Sie un eien er zg et -M st ko Fein eran! in Brixen und M
Die vorgewürzten, grillbereiten Fleisch- und Wurstspezialitäten von G. Siebenförcher schmecken ganz besonders lecker
Bestes Grillfleisch. Feine Fleischund Wurstspezialitäten erhält man in der Metzgerei & Feinkost G. Siebenförcher in der Altenmarktgasse in Brixen: Zarte Steaks und Schnitzel, knackige Würstchen, saftige Rippelen oder bunte Spießchen – alles von bewährten Lieferanten, die G. Siebenförcher seit Jahrzehnten kennt. Für den perfekten Grillgenuss empfehlen die Metzgermeister von G. Siebenförcher, das Fleisch zuvor mehrere Stunden in einer Marinade ziehen zu lassen. Dadurch erhält es seine Zartheit und nimmt zudem die Würze auch im Inneren auf. In der Metzgerei & Feinkost G. Siebenförcher bekommt man bereits mariniertes Grillfleisch, das sofort auf den Grillrost gelegt werden kann. Und dazu ein wertvoller Tipp vom Metzger: Niemals das Fleisch mit einer Gabel wenden – es verliert dabei zu viel Saft. Fertig gegrilltes Fleisch sollte
. oneandseven
man zudem zum Warmhalten in Alufolie packen, so bleibt es saftig und zart!
Metzgerei mit Qualitätssiegel. Auf Tradition ist Verlass! Die Traditionsmetzgerei G. Siebenförcher, gegründet im Jahr 1930 von Gottfried Siebenförcher in Meran, bürgt für kompromisslose Qualität. Die Fleisch- und Wurstspezialitäten werden in der Familienmetzgerei handwerklich nach bewährter Tradition hergestellt und unterliegen strengen Kontrollen, denn die Kunden von G. Siebenförcher sollen sich nicht nur genussvoll, sondern auch gesund ernähren. Nur die besten Fleisch- und Wurstwaren, vom Prager Schinken bis hin zum bekannten Siebenförcher-Speck, erhalten daher das Qualitätssiegel „G. Siebenförcher 1930.“
Schnelle Küche. Wer es mal eilig hat, aber trotzdem etwas Leckeres auf den Tisch bringen will: Die Metzgerei & Feinkost G. Siebenförcher bietet frisch zubereitete Gerichte für die rasche Mittagspause – die schmecken wie hausgemacht! In den Regalen findet man zudem feine Delikatessen aus dem Eisacktaler Raum und aus Italien. Im Online-Shop www. siebenfoercher.it kann man sich zudem viel Leckeres nach Hause liefern lassen.
2017
Viele freuen sich schon jetzt auf die unterhaltsamen Grillpartys mit Freunden und der Familie an schönen Sommertagen. Der aromatische Geruch, geselliges Beisammensein und gemütliches Ratschen: Grillen ist unkompliziert und macht Spaß – vorausgesetzt, man verwendet dazu Grillfleisch von hoher Qualität, das sich für das Braten über der Glut auch eignet.
Knackige Würstchen, saftige Steaks, leckere Rippelen, Huhn oder Truthahn, natur oder köstlich mariniert. Unser vielfältiges Sortiment lässt keine Wünsche offen und bietet Abwechslung für jeden Geschmack. Und das seit 1930. Brixen . Altenmarktgasse 22 Tel. 0472 835 681 . www.siebenfoercher.it Mo - Fr: 8.30 - 19 . Sa: 8 - 18 h
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SÜDTIROLER SANITÄTSBETRIEB
Freizeit & Erholung
Informiert sein kann Leben retten
Impfungen schützen Kinder vor vielen Krankheiten Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne „Weil Leben Freude macht“ wurden nun zwei Broschüren erarbeitet, die zum Thema Impfung umfassend informieren: Eine Broschüre liefert auf 36 Seiten wichtige Informationen in Bezug auf Vorsorge-Impfungen für Kinder und Jugendliche, darunter ein übersichtlicher Teil mit häufig gestellten Fragen und den dazu gelieferten Antworten. Die Broschüre zur Vorsorge-Impfung
großen Frage-und-Antwort-Teil werden verschiedene Themen aufgegriffen, Beispiele gebracht und Studien gelistet. Beide Broschüren stehen auch als PDFDownload online unter www. sabes.it/gesundheitsvorsorge zur Verfügung, darüber hinaus wurde mit http://iflow.it/impfen eine eigene Webseite rund ums Impfen eingerichtet. Wer sich lieber anhand von Videos informiert, findet auf dem YouTube-Kanal
„Impfen ist wie ein ‚Training‘ mit einem ungefährlichen Gegner“_ Hubert Messner liegt in den Einrichtungen des Sanitätsbetriebes auf und wird außerdem an die Kinderärzte verschickt. Eine zweite und mit 64 Seiten umfangreichere Broschüre bietet Aufklärung zu noch mehr Impfungen, unter anderem gegen den Rotavirus und HPV. In einem 86
des Südtiroler Sanitätsbetriebes www.youtube.com/SabesAsdaa ein ausführliches Interview mit Martina Born, Fachärztin für Hygiene. Darin beantwortet sie viele Fragen rund ums Thema Impfen.
Unterstützung auf allen Ebenen. Die Kampagne des Südtiro-
ler Sanitätsbetriebes erhält große Unterstützung von Menschen, die mit „Weil Leben Freude macht“ ihre Geschichte erzählen, und die sichtbar machen, wie wichtig Impfungen sind und dass sie für Lebensqualität, Verantwortung und Sicherheit stehen. Einer von
ihnen ist Hubert Messner. Hubert Messner war bis 2017 Primar der Abteilung Neonatologie und der Neugeborenen-Intensivstation am Krankenhaus Bozen, wo früh- und neugeborene Kinder eine besondere Überwachung, Pflege und Behandlung erfahren. „In 40 Jahren als Arzt habe ich etwa 15.000 Kinder betreut; Kinder, die keinen leichten Start ins Leben hatten und es dank moderner Medizin und Wissenschaft geschafft haben. Mein Appell an besorgte Eltern: Vertrauen Sie uns, den Fachleuten, wenn es um die Gesundheit Ihrer Familie und Ihrer Kinder geht. Die Impfungen sind ein ‚Training‘ des Immunsystems gegen die verschiedensten Krankheiten, wobei dieses sich mit einem ungefährlichen Gegner auseinandersetzt. Impfung schützt in diesem Sinne. Als Arzt und begeisterter Sportler weiß ich, dass das Immunsystem jegliche Impfung gut bewältigen kann und die Impfung sicherer ist als das Durchmachen der Krankheit.“ Foto: Stephanie Schuler
Extra
Foto: fotolia.de ZoneCreative_X
Die Sensibilisierungskampagne des Südtiroler Sanitätsbetriebes zum Thema Vorsorge-Impfung geht weiter. Bürgerinnen und Bürgern steht nun noch mehr Informationsmaterial zur Verfügung.
WEIL LEBEN FREUDE MACHT. „In 40 Jahren als Arzt habe ich etwa 15.000 Kinder betreut. Mein Appell an besorgte Eltern ist: Vertrauen Sie uns, den Fachleuten. Die Impfung ist ein »Training« des Immunsystems gegen Krankheiten, wobei dieses sich mit einem ungefährlichen Gegner auseinandersetzt.“ Hubert Messner, ehemaliger Primar der Abteilung Neonatologie und der Neugeborenen-Intensivstation am Krankenhaus Bozen
N IMPFE T Z T! Ü H C S
www.sabes.it/gesundheitsvorsorge
SALZHÖHLE BRIXEN
Freizeit & Erholung
Wohltuendes Salzklima
Extra
Mit 2. Juni eröffnet in Brixen die erste öffentliche Salzhöhle Südtirols, wo jeder die positiven Wirkungen salzhaltiger Luft genießen kann.
Regeneration fast wie nach einem Tag am Meer bieten 45 Minuten Auszeit in der Salzhöhle mit gehaltvollem Mikroklima, beruhigender Musik und entspannungsfördernden Lichteffekten Schon im 19. Jahrhundert wurde in polnischen Salzbergwerken beobachtet, dass die Salzbergleute seltener an Erkrankungen der Atemwege litten als andere Personen. Nachdem dieses Phänomen auch von ärztlicher Seite bestätigt werden konnte, entstanden erste Kur-Anlagen im osteuropäischen Raum, meist in Salzstollen oder Salzbergwerken. Mittlerweile wird die gesundheitsfördernde und entspannende Wirkung in zahlreichen Anlagen und Therapiezentren in ganz Europa genutzt.
Einatmen, ausatmen, wohlfühlen in der Salzhöhle. Am 2.
Juni eröffnet die neue Salzhöhle Brixen, die mit einer Salzhöhle und einer Salzgrotte über gleich zwei Räume verfügt. Die Salzhöhle ist mit Salzbrocken aus dem Himalaya ausgekleidet und vermittelt dem Gast den Eindruck, dass er sich in einer Höhle befindet. Für den Ausbau wurden ausschließlich natürliche Materialen wie Salz, Gips und Holz verwendet. Hier finden auf 55 Quadratmeter bis zu 14 Personen Platz. Zwei Gradierwerke reichern
die Luft im Raum mit Salz an, sodass in der Salzhöhle ein besonderes und reines Mikroklima entsteht, mit positiven Auswirkungen auf Körper und Geist. Ein Aufenthalt von 45 Minuten in der Salzhöhle kann mit der Wirkung eines ganzen Tages am Meer gleichgesetzt werden. Man erlebt einen angenehmen Ruhezustand, der durch das Gefühl, frische Meeresluft einzuatmen, noch verstärkt wird. Beruhigende Musik und entspannungsfördernde Lichteffekte intensivieren die Regeneration.
Intensivprogramm in der Salzgrotte. Der zweite Raum, die
Salzgrotte, bietet auf 15 Quadratmetern Platz für fünf Personen. Wie die Salzhöhle, ist auch dieser Raum mit reinen Salzziegeln ausgekleidet. Der Salzgehalt in der Luft wird aber mittels eines Vernebelungsgerätes weiter erhöht, ähnlich dem Effekt einer Inhalation mit Salzlösungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Inhalationstechniken wird der Sole-Nebel aber nicht nur über die Lunge, sondern auch über
Die Salzgrotte hingegen wird für Intensivprogramme genutzt, die der Inhalation von Salzlösungen ähnlich sind 88
die Haut und somit über den ganzen Körper aufgenommen. Durch die intensivere Wirkung ist die Dauer der Sitzung auf 20 Minuten beschränkt. Auch hier wird die entspannende Wirkung durch beruhigende Musik und Lichteffekte weiter unterstützt.
Positive Wirkungen auf Körper und Geist. Das besondere Mikro-
klima in Salzhöhle und Salzgrotte kann eine sehr wohltuende Wirkung haben, besonders bei allergischen Erkrankungen, Heuschnupfen, Gräser-, Pollen-, Hausstaubmilben- oder Tierhaarallergien, Bronchitis und asthmatischen Erkrankungen, Hauterkrankungen wie Ekzemen und Neurodermitis, aber auch bei vielen anderen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Depressionen, Stress und chronische Müdigkeit. Ein Aufenthalt in der Salzhöhle Brixen kann damit als Entspannung, als Kurzurlaub vom stressigen und oft schadstoffbelasteten Alltag gesehen werden.
Für Kinder ganz besonders zu empfehlen. Gerade das im Auf-
bau befindliche Immunsystem von Kindern wird durch das besondere Salzklima gestärkt. Der Aufenthalt in der Salzhöhle oder der Salzgrotte ist daher gerade für Kinder zu empfehlen. Besonders positiv wirkt das besondere Salzklima im Falle von Neurodermitis oder Asthma. Kinder unter drei Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.
Täglich von 10 bis 22 Uhr. Die
Salzhöhle Brixen ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Die Preise liegen in der Salzhöhle bei 12 Euro pro 45-Minuten-Sitzung für Erwachsene bzw. 8 Euro für Kinder, in der Salzgrotte mit 20-Minuten-Sitzungsdauer bei 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Weitere Informationen und alle Preise finden sich unter www.salzgrottebrixen.net; dort können zudem Reservierungen bequem online getätigt werden.
Einkaufen von Salzprodukten. Im Eingangsbereich befindet sich ein kleines Geschäft, wo interessante Produkte zum Thema Salz erworben werden können. Das Sortiment umfasst Salzlampen, Salzsteine, Speisesalze, Badesalze und vieles mehr.
Anstehende Eröffnung. Am 1.
Juni ab 16 Uhr wird Eröffnung gefeiert. Alle Interessierten können zu diesem Anlass die neue Struktur besichtigen. Der offizielle Betrieb startet am 2. Juni. Salzhöhle Brixen
Salzhöhle Brixen Plosestraße 10 39042 Brixen www.salzgrottebrixen.net info@salzgrottebrixen.net Tel. 0472 672070
GITSCHBERG JOCHTAL
Großes Spaßerlebnis in der Almenregion Einem unvergesslichen Erlebnissommer steht in der Almenregion nichts mehr im Weg! Spaß versprechen zwei Familienparks sowie eine neue Sommer-Vorteilskarte, die unbegrenzten Zugang zu den Bergbahnen Gitschberg Jochtal, in den Alpinpool und zum Minigolfplatz in Meransen sowie ins Freischwimmbad Mühlbach ermöglicht.
Sonnenpark und Erlebnispark Jochtal. Der Countdown zu den
Badespaß in Mühlbach und Meransen. Doch nicht nur am Berg wird noch letzte Hand vor Saisonstart angelegt. Im Freischwimmbad Mühlbach wurde bereits 2017 das neue Inoxbecken fertiggestellt, und inzwischen wurde auch die Grünanlage saniert. Auch im Alpinpool in Meransen ist einiges los: Hier wird zurzeit
noch die große Panoramaterrasse erneuert.
Summer
CARD
Vorteilskarte noch bis 17. Juni erhältlich! Die neue Sommer-
Vorteilskarte der Almenregion kann noch bis 17. Juni im Büro des Tourismusvereins Gitschberg Jochtal in Mühlbach erworben werden. Für die Ausstellung muss ein Passfoto mitgebracht werden; für Familienkarten werden Passfotos von allen Familienmitgliedern benötigt. Inhaber der Sommerkarte erhalten außerdem die Möglichkeit, die Saunawelt im Alpinpool um nur 7 Euro Tageseintritt zu besuchen – ein einmaliges Angebot in Südtirol!
THE Mountains
ARE CALLING.
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Almenreg io n
letzten Arbeiten läuft: Derzeit werden zwei weitere Riesenrutschen im Sonnenpark aufgestellt, die neben einer „menschlichen“ Sonnenuhr, einem Sonnenwagen und einem Sonnentelefon zu den eindeutigen Favoriten im Familienpark zählen werden. Zum Sonnenpark, der im Vorjahr eröffnet wurde, gelangt man direkt von der Bergstation der Nesselbahn aus. Der Park erstreckt sich über den Sonnensteig mit verschiedenen Tieren aus Holz bis zur Gitschhütte mit ihrem großen Spielplatz. Ein weiterer Familienpark steht
derzeit kurz vor Fertigstellung: Der in Jochtal befindliche gleichnamige „Erlebnispark Jochtal“ wird Ende Juni eröffnet. Dieser führt vom Spielplatz neben dem Bergrestaurant Jochtal zu einer Seilbahn-Schaukel und einem Riesentrampolin. Der Weg führt vorbei an einem Kletterhirsch, einem Glockenspiel, am Spielplatz und Streichelzoo bei der Ochsenalm-Hütte. Und weiter geht es zu einem Teich mit Floß und vielen Sitz- und Ruhemöglichkeiten, vorbei an Holzhängematten, einem Holztraktor, einem Kletterbären bis zur Panoramaplattform am Stoana Mandl. Hier erwartet die Wanderer eine traumhafte Aussicht auf die umliegende Bergwelt.
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Die Almenregion Gitschberg Jochtal hat diesen Sommer viel zu bieten – ganz besonders für Inhaber der neuen Sommer-Vorteilskarte. Mit der Sommerkarte können die Umlaufbahnen Gitschberg und Jochtal bis 3. November, der Alpinpool in Meransen bis 4. November, das Freischwimmbad in Mühlbach sowie der Minigolfplatz in Meransen den ganzen Sommer über unbegrenzt genutzt werden.
Foto: rotwild
Sonnenpark Gitschberg mit Blick ins Eisacktal
Gitschberg Jochtal Ski- & Almenregion Gitschberg Jochtal Katharina-Lanz-Straße 90 39037 Mühlbach Tel. 0472 522265 www.gitschberg-jochtal.com 89
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Hildegard Antholzer (ha) Johanna Bernardi (jb) Irene Dejaco (ird) Evi Hilpold (eh) Susanne Hutter (sh) Veronika Kerschbaumer (vk) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Franziska Rude (fr) Anina Vontavon (av) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Juni 2018 Nächster Redaktionsschluss: 10. Juni 2018 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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Mai 1918
Maisingen in Brixen Freitag, 3. Mai 1918 Was mag sich der alte, grauköpfige Studentenhüter beim Michelstor unter seiner funkelnagelneuen Zipfelmütze wohl am 1. Mai für Gedanken gemacht haben, als auf einmal zu seinen Füßen ein so lustiges Gekrappel und Geflüster losging – um 1 Uhr in der Nacht. Er hätte wohl lange noch gerieben an seinen schläfrigen Augen, bis ihm endlich eingefallen wäre: „Aha, die Studenten und der 1. Mai!“, wenn nicht ein froher Frühlingskantus ihn zum Bewußtsein gebracht hätte. Aber als er erwachte und die erste Frühlingsstunde auf dem letzten, kleinen Glöcklein, das man ihm noch gelassen, in die Welt hinauskündete, da zog das junge Volk schon singend und klingend die Straße hinauf, hin zum Neugebäude, um dort seinen Lehrern das erste Ständchen zu bringen. Dann gings zur Bezirkshauptmannschaft und von dort durch alle Straßen der Stadt. Wo ein Studentenfreund oder eine schöne Maid dem Mai entgegenschlummerte, sie mußte herausgesungen sein. So ist’s Studentenbrauch und Studentensitte. Und wem ginge nicht das Herz auf ob solchen frischen, frohen Sinnes, der uns gerade jetzt in der Kriegszeit so not tut. Wohl jeder hat mit dem Gruß, den er dem wonnigen, sonnigen Lenz entgegensandte, in seiner Brust auch still gerufen „ein Heil der wackern, jungen Schar!“
Trauung in Brixen Donnerstag, 2. Mai 1918 Am 28. April fand in der Hauskapelle des Hotel „Elefant“ durch den hochw. P. Johann Musner, Guardian des Kapuzinerklosters Ala, derzeit Kaplan im städt. Krankenhause in Brixen, die Trauung des Oberleutnants im k. ung. Honved Feldartillerie-Rg. Nr. 141, Bruno Kaldor, mit Frl. Maria Piffer aus Trient statt. Als Trauzeugen
fungierten Herr Steueroberverwalter Darius Schwarz und Herr Hotelier Heiß.
tuellen und wertvollen Vortrag in einer der nächsten Nummern der Brixener Chronik veröffentlichen zu können. Dem Vortrag schloß sich noch eine Wechselrede an, wobei der Herr Primarius verschiedene Aufklärungen bot und eine anregende Aussprache sich entwickelte.
Flegel Dienstag, 7. Mai 1918
Ehrenmedaille Freitag, 3. Mai 1918 Der k.k. Statthalter hat der städtischen Hebamme Notburga Gompi in Brixen die Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste zuerkannt.
Kasino in Brixen Dienstag, 7. Mai 1918 Der letzte Versammlungsabend, 3. Mai, bot wieder ein von den vorausgehenden verschiedenes Bild, das allerdings anheimelnd wirkte; verschiedene alte Gäste waren nach längerer Kriegspause wieder aufgetaucht. Herr Vizekanzler Mutschlechner bot in kurzen wohlgetroffenen Zügen ein Bild über unsere Lage nach Innen und Außen. Herr Dr. Sigmund, Primarius des städt. Krankenhauses, zeigte sich in seinem medizinischen Vortrage als den tüchtigen Chirurgen, wie nicht minder als erfahrenen Internisten. Bei gespanntester Aufmerksamkeit der den verschiedenen Berufskreisen angehörigen Zuhörer hielt er einen Vortrag über Blinddarmentzündung, die Symptome, Ursachen und Operation. Wir sind in der Lage, diesen sehr ak-
Gelegentlich der Kaiserhuldigungsfeier am Domplatz, Sonntag, den 5. Mai, hatte sich beim Hauptakt derselben während der Kaiserhymne eine Reihe von Soldaten am Platze auffällig gemacht, daß sie keine Ehrenbezeugung leisteten. Besonders ein Korporal gebärdete sich dabei außergewöhnlich herausfordernd. Von einem angesehenen Bürger der Stadt wiederholt energisch angerufen und aufgefordert, die Ehrenbezeugung zu leisten, erwiderte der Frechling die Aufforderung jedes Mal mit höhnischem Lächeln zum Ärger der ganzen Umgebung.
Neu: die Gitschberg Jochtal Sommerkarte Bergbahnen Gitschberg Jochtal, Alpinpool und Minigolf in Meransen und Freischwimmbad Mühlbach: 5 Attraktionen – 1 Karte!
Freischwimmbad Mühlbach
Minigolf Meransen
Das beste Brixen vom Wohnen.
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