EXTRA
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Qualitätsbetriebe der Region
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
Jahrgang 28 · Juni 2017
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Spiluck lässt Kletterer schwärmen
Hoch hinaus! HOFBURGGARTEN: Wird er von André Heller gestaltet? PORTRAIT: Der „Chef“ der Brixner Hofburg, Josef Gelmi HOFBURG: Ausstellung zu „Renaissance im Gebirge“ WOLFGANG PLANK, STADTWERKEDIREKTOR: „16 spannende Jahre“
Brixen, Dantestraße: Neubau Drei- und Vierzimmerwohnungen + Terrassen • Klimahaus A Verkaufspreise: ab € 308.000,00
Brixen, Albeins: Neubau Letzte Wohnungen mit Privatgarten • Klimahaus A Nature Verkaufspreis: ab € 280.000,00
Brixen, Neustifterweg: Neubau Letzte Vierzimmerwohnung + Privatgarten • Klimahaus A Verkaufspreis: € 445.000,00
Brixen, Elisabethsiedlung: Zwei- und Dreizimmerwohnungen + Terrasse, Preis: ab € 193.000,00 Neue Vierzimmerwohnungen + Süd-Terrasse Preis: ab € 295.000,00
Neustift, Neubau: Zwei- und Dreizimmerwohnungen + Terrasse/Garten Preis: ab € 235.000,00 Vierzimmerwohnungen + Terrasse/ Garten, Preis: ab € 330.000,00
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Vahrn: Dreizimmerwohnung + 2 Balkone • letzter Stock, toller Ausblick, Keller, Garage • Bruttofläche: 101,66 m² Verkaufspreis: € 268.000,00
Brixen, Elvaser Straße: Vierzimmerwohnung + Terrasse • kürzlich renoviert, sonnige Panoramalage, Keller, Garage • Bruttofläche: 145 m² Verkaufspreis: € 415.000,00
Brixen, St. Andrä: Dreizimmerwohnung + Terrasse • letzter Stock, toller Ausblick, Klimahaus B, Keller, Garage • Bruttofläche: 105 m² Verkaufspreis: € 280.000,00
Brixen, Fallmerayerstraße: Renovierte Dreizimmerwohnung • letzter Stock, 3 Seiten frei, Dachboden, 2 Keller • Bruttofläche: 111,56 m² Verkaufspreis: € 315.000,00
Brixen, Kassianstraße: Dreizimmerwohnung + Privatgarten • Südausrichtung, Keller, Garage; • Bruttofläche: 98,06 m² Verkaufspreis: € 370.000,00
Brixen, Albeins: Große Dreizimmerwohnung + Balkon • letzter Stock, sehr guter Zustand • Keller, Garage • Bruttofläche: 103 m² Verkaufspreis: € 290.000,00
Brixen, Pfeffersberger Straße: Vierzimmerwohnung + Terrasse • neuwertig, Terrasse, Ost-Ausrichtung, Keller, Garage; • Bruttofläche: 117,20 m² Verkaufspreis: € 330.000,00
Vahrn: Dreizimmer-Duplexwohnung + Balkon • teilmöbliert, Gemüsegarten • überdachter Autoabstellplatz, • Bruttofläche: 100,48 m² Verkaufspreis: ab € 240.000,00
Neustift: Vierzimmerwohnung + Terrasse • letzter Stock, idyllisch gelegen • West-Ausrichtung, Keller, Garage • Bruttofläche: 129 m² Verkaufspreis: ab € 345.000,00
Vahrn, Dorfwiesen: Neubau Dreizimmerwohnungen + Terrassen Preis: ab € 275.000,00 Vierzimmerwohnungen + Terrassen Preis: ab € 315.000,00
39040 Vahrn · Voitsbergstraße 2 · Tel. 0472 970 090 · +39 338 1625839 · info@ruth-immobilien.it · www.ruth-immobilien.it
Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 06 06 | HOFBURGGARTEN: „Oase für die Seele“ 08 | Cusanus Akademie: Der Weg zur Sanierung 10 | Verbindung Stadt-Berg: Einblick in den Bürgerdialog 12 | Auf den Hund gekommen: Spürnasen am Schulhof 14 | Mensa: Qualitätscheck war erfolgreich Menschen & Meinungen >>> 20 20 | PORTRAIT: Josef Gelmi 25 | Pro & Contra: War eine Impfpflicht wirklich notwendig? 26 | Umfrage: Werden Kinder überbehütet? Kunst & Kultur 28 | HOFUBRG: Renaissance im Gebirge 32 | WeinLESEN: Wahre Worte, würziger Wein
>>> 28
Veranstaltungen 39 | TIMER: Juli 2017
>>> 39
Freizeit & Sport 46 | HOCH HINAUS: Klettern in Spiluck 48 | Fußball: Von Aufsteigern und Absteigern
>>> 46
Wirtschaft & Umwelt >>> 54 54 | WOLFGANG PLANK: „Alles war ein Highlight“ 59 | Naturkraft der Alpen: Visite bei Dr. Wald 60 | Arnold Biasion: „Bewusst Südtirol“ 62 | Schalders erwandern: Warum in die Ferne schweifen? 64 | Event: Tirol 1809 in Schabs Extra 70 | Qualitätsbetriebe der Region Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen:
Videodatei
Bildergalerie
Verlinkung zu youtube
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Tondatei
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>>> 70
Missbrauch So, jetzt reicht’s mir, habe ich mir bei der Analyse der Stimmen beim „Voting“ vom letzten „Brixner“ gedacht, in dem es um die Impfpflicht ging. Unser „Voting“ hatte natürlich nie den Anspruch, ein repräsentatives Ergebnis zu liefern, was wir allein schon durch die manchmal etwas flapsige Formulierung der vier möglichen Antworten demonstrieren wollten. Wir verfolgten die Ergebnisse stets mit einem Augenzwinkern, mussten aber beobachten, dass unser „Voting“ bei kontrovers diskutierten Themen manchmal von einer überschaubaren Personengruppe vereinnahmt wurde: Zuerst verfälscht man das Ergebnis, indem man ein paar hundert Gleichgesinnte zur Stimmabgabe motiviert; ist man sich des Erfolgs dieser „Werbung“ nicht sicher, verfälscht man das Ergebnis noch einmal, indem man die technischen Hürden zur doppelten Stimmabgabe einfach überbrückt. Am Ende präsentiert man das Ergebnis einerseits als Erfolg der eigenen Meinung und andererseits als Beweis, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung derselben Meinung sei – was natürlich nicht stimmt, denn abgestimmt haben de facto fast ausschließlich überkritische Empörte oder extrem begeisterte Fanatiker. Nach dem Start des letzten „Votings“ zur Impfpflicht lief es genauso ab: Am Ende waren mehr als 90 Prozent der Stimmen gegen eine Impfpflicht. Dass das Ergebnis verfälscht wurde, können wir beweisen – durch die konzentrierten Zeitpunkte der Stimmabgaben und durch die in unserem System gespeicherten IP-Adressen. Auch in Vergangenheit gab es hin und wieder Ergebnisse, von denen wir gewusst haben, dass sie verfälscht worden waren – wir haben sie trotzdem abgedruckt. Wir nehmen also zur Kenntnis, dass in der Demokratie – und ein Voting ist ja im Grunde theoretisch ein demokratisches Instrument – es häufig eine Minderheit ist, die mit allen Mitteln versucht, der Mehrheit ihre Meinung aufzudrücken. Bevor unsere Rubrik noch einmal dafür missbraucht wird, nehmen wir sie vom Heft. Ihr Willy Vontavon
Der multimediale „BrixnerPlus“ ist als kostenlose App für Apple iOS und Android im jeweiligen App Store erhältlich – oder ganz einfach im Internet: www.brixner.info
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Softwarelösungen für automatisiertes Bauen – aus Brixen für die ganze Welt Die Progress Software Development GmbH (PSD), ein Unternehmen der Progress Group, entwickelt Softwarelösungen für die Betonfertigteil- und Bewehrungsindustrie und garantiert dem Kunden die perfekte Integration der Prozesskette vom Vertrieb über die Planung und Produktion bis hin zur Abrechnung. Für das Gelingen setzen sich junge, engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter ein.
Ein Riesenauftrag in Fernost Christian Duregger aus Bruneck arbeitet seit acht Monaten bei Progress und betreut als Software-Experte das Projekt Gamuda in Malaysia: Hinter Gamuda steht der größte Baukonzern des ostasiatischen Königreiches, der international im Wohnungs- und Infrastrukturbau tätig ist. „Meine Arbeit bei der PSD ist abwechslungsreich und bietet viele Möglichkeiten neue Sprachen und Kulturen kennen zu lernen“, sagt er. „Ich stehe in direktem Kontakt mit den Projektleitern vor Ort, berate, analysiere und versuche, die Betriebsabläufe zu verbessern. Der Kunde schätzt die Internationalität unserer Firma, die mit ihrer sehr guten Technologie jederzeit punkten kann.“ Zudem sagt Christian: „Wer Lust hat, sich weiterzubilden, dem stehen alle Türen offen. Das ist ein großer Pluspunkt!“
Wir suchen
TALENTE!
v.l. Valentin Hellweger, Matteo Goggi und Christian Duregger
Gewerbeoberschule und 3 Jahren Informatikstudium an der Uni Bozen fing er bei der PSD an. Im Gespräch erklärt er: „Zurzeit arbeite ich mit Valentin Hellweger am Projekt „Soluciones Constructivas“ in Panama. Die Progress Group liefert dorthin eine Umlaufanlage, und wir von der PSD liefern das Leitsystem dazu. Die Herausforderungen sind ganz schön groß! Als wir den Produktionsleitern vor Ort die Funktionsweise erklärten, bemerkten wir bald, wie wichtig Sprachkenntnisse – in diesem Fall Spanisch – sind. Zudem kam noch, dass der Kunde zwar ein wenig Erfahrung mit Fertigteilen hat, eine Umlaufanlage in dieser Dimension kannte er jedoch noch nicht. Aber wir schafften es!“
Als Neuling gut aufgenommen
Noch frisch, gerade vor zwei Monaten eingestiegen, ist der 25-jährige Valentin Hellweger aus Rasen. Er hat das Realgymnasium in Bruneck besucht und anschließend den Mastertitel in Mathematik an der Uni Innsbruck erworben. „Als ich das erste Mal mit Matteo einen Schalungsroboter in Aktion sah, staunte ich nicht schlecht. Von meinem Unistudium brachte ich zwar reiche Kenntnisse in Theorie mit, aber erst jetzt am Arbeitsplatz begreife ich, wie viel Technologie in der ganzen Software steckt. Ich lerne jeden Tag etwas Neues!“, erzählt er begeistert und fährt fort: „Aber die Bereitschaft und Begeisterung dafür muss man mitbringen. Wenn ich in Panama bin und mal einen freien Tag habe, dann mache ich einen Ausflug, zum Beispiel an den Strand. Ich sehe neue Landschaften und begegne neuen Menschen. Das fasziniert mich. Und das Tollste ist sowieUnser Team ist technologiebegeistert, lebt so die Arbeit in einem jungen Team!“
MASCHINEN UND ANLAGEN FÜR DIE
GANZE WELT Einmal Panama und zurück
Matteo Goggi ist 25 Jahre alt und kommt aus Franzensfeste. Nach 5 Jahren
Die PROGRESS GROUP ist Technologieführer im Maschinen- und Anlagenbau für die Betonfertigteilindustrie. Vom Hauptsitz in Brixen aus werden
Innovationen und setzt Spitzenlösungen um –
werde auch Du ein Teil davon!PROGRESS GROUP Weiterführende Infos und Bewerbungen weltweit Projekte verwirklicht und Kunden betreut. Julius unter: Durst Str. 100 39042 BRIXEN (BZ) www.progress-group.info www.progress-group.info Das Gamuda Werk in Malaysia
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Politik & Gesellschaft
GESTALTET ANDRÉ HELLER DEN HOFBURGGARTEN?
„Oase für die Seele“ Wer wissen will, was Brixen erwartet, wenn André Heller wirklich den Hofburggarten gestalten sollte, braucht sich nur ins Internet zu begeben: Die Rückmeldungen von Besuchern des „Heller Garden“ am Gardasee oder auch des „Anima-Garden“ in Marokko krönen Heller zum Zauberer für fantastische Orte der Mystik und der Ruhe.
F
ast ein halbes Jahr lang blieb das Tête-à-Tête zwischen Brixen und dem 70-jährigen österreichischen Chansonnier, Schauspieler und Kulturmanager André Heller ein Geheimnis zwischen zwei Dutzend Eingeweihten. Den Startschuss bildete der 29. November 2016, als Heller im Michael-Pacher-Haus in Bruneck eine Lesung veranstaltete. Der ehemalige SVP-Ortsobmann von Milland, Günther Oberhuber, hatte schon Monate vorher nach einem Besuch des „Heller Garden“ in Gardone die Idee, dass André Heller eine interessante Mischung aus Mystik und Moderne in den Brixner Hofburggarten bringen könnte. Die Lesung Hellers im Pustertal kam da wie gerufen: Oberhuber fuhr nach Bruneck, besuchte die Veranstaltung, kaufte ein Buch und wartete über eine Stunde lang geduldig in der Schlange, bis Heller es für ihn signierte. „In Brixen haben wir mit dem Hofburggarten ein echtes Juwel, das auf Sie wartet“, sagte er André Heller, „hätten Sie nicht Lust, ihn zu gestalten?“ Die Antwort war überraschend: „Ja, warum nicht?“ Sie tauschten sich die Telefonnummern aus, er signierte das Buch mit „Es lebe der Hofburggarten“ – und war weg. Der Landtagsabgeordnete Christian Tschurtschenthaler hatte das Gespräch verfolgt und versprach Oberhuber seine Unterstützung in Bozen: „Das wäre wirklich eine tolle Sache.“
Anruf aus Wien. Der Ball kam
tatsächlich auf diese Weise ins Rollen. Einige Wochen später rief 6
André Hellers Sekretariat in Brixen an, und man vereinbarte im Stillen ein Treffen, das dann im Februar an einem Sonntagnachmittag stattfand und an dem Bürgermeister Peter Brunner, Tourismus genossenschaftspräsident Werner Zanotti und der Präsident der Hofburg, Josef Gelmi, teilnahm. André Heller war vom Hofburggarten und von der Altstadt sofort begeistert. Bürgermeister Peter Brunner brachte daraufhin die Initiative in die SVP-Ratsfraktion, die mit dem bestehenden Projekt der vergangenen Stadtregierung bekanntlich von Anfang an keine besondere Freude hatte. Die Idee, den Garten von Heller gestalten zu lassen, gefiel hingegen auf Anhieb.
Wer ist André Heller? André Hel-
ler ist Künstler, Kulturmanager, Schauspieler, Schriftsteller, Aktivist und Impresario von Weltformat. Als 20-Jähriger gehörte er zu den Begründern des Popsenders Ö3, für den er anfangs auch Sendungen moderierte. Eigentlich wollte er aber immer Dichter sein: Die Leidenschaft für Lyrik wurde wohl angefeuert durch seine Freundschaft mit H.C. Artmann, Friedrich Torberg oder auch Helmut Qualtinger, mit denen er als pubertierender Teenie im berühmten Wiener Café Hawelka nächtelang über Gott und die Welt philosophierte. 1970 erschien seine erste Langspielplatte, mit der er sich als Chansonnier etablierte. Heller vertonte dabei wie sein amerikanisches Pendant Bob Dylan seine
eigenen Gedichte – mit einem klaren Ziel: „Die Langspielplatte schien mir ein sinnvolleres Medium zu sein als ein Lyrikbändchen im Eigenverlag.“ Bis 1985 veröffentlichte er 14 LPs, für die er zwölf Goldene Schallplatten und siebenmal Platin erhielt. Seine durchwegs erfolgreiche Platten- und Konzerttätigkeit brach er 1982 am Höhepunkt seiner Karriere ab, weil er seine eigenen Konzerte nicht mehr ertrug und geradezu als Qual empfand: „In meinem Wiener Haus gab es damals einen Gang mit den Goldenen Schallplatten. Wenn ich ihn durchquerte, empfand ich heftige Trostlosigkeit“, verriet er vor einigen Jahren der Süddeutschen Zeitung. Schon ein Jahr später, da war er 35, lockte er in Lissabon mit dem „Feuertheater“ ein Millionenpublikum an, das ihn finanziell aber an den Rand des Ruins brachte. 1995 baute er in Wattens die „Kristallwelten“, die seitdem jährlich über 700.000 Zuschauer anlocken. Ab 2003 war er als Kulturkoordinator für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland tätig; der Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ ist seine Erfindung. Seine Kreativität hat er in den vergangenen Jahren auch in die Gestaltung von Themengärten ausgelebt – am Gardasee eben und auch in der Nähe von Marrakesch, wo er sich neben Wien ein zweites Domizil geschaffen hat.
Vom Enfant terrible zum Nice guy. War André Heller in seiner Jugend mit arroganten Starallüren
das nonkonformistische Enfant terrible der Wiener Kulturszene, so entwickelte er sich nach einigen gesundheitlichen Krisen in den vergangenen Jahren zum altersmilden und äußerst sympathischen Nice guy, als den die Brixner ihn letzthin auch erlebten. Ohne Zweifel ist André Heller eine starke Marke, deren Merkmale ausgezeichnet zu Brixen und zu Südtirol passen würden: Kunst, Kultur und Natur im Einklang oder sogar als drei eingeschworene Komplizen, die mit geradezu hintertückischer Schönheit und Mystik das Publikum bezaubern wollen. Ob er sich gern als „Marke“ sehen würde? Eher strebte er sein Leben lang danach, ein kreativer und
„HIER KANN GROSSES ENTSTEHEN“: André Heller (Mitte) mit LH Arno Kompatscher, LR Philipp Achammer, Christian Tschurtschenthaler, BM Peter Brunner (verdeckt) und Amtsdirektorin Waltraud Kofler Engl im Hofburggarten
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vor Phantasie überquellender „Brunnengott“ zu sein, der pausenlos „Geschichten sprudelt“, wie er einmal in einem APAInterview sagte. Ein Universalkünstler wie André Heller ist allerdings, das war Bürgermeister Peter Brunner sofort klar, für die Kassen der Gemeinde Brixen eine zu große Nummer. Also kontaktierte er schon vor zwei Monaten Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Philipp Achammer, die sofort in den Raum stellten, dass hier ein Projekt von Landesinteresse entstehen könnte. Nach einem Besuch einer Brixner Delegation in Marrakesch Ende April folgte ein Telefonat zwischen dem Landeshauptmann
und André Heller – und die Vereinbarung eines gemeinsamen Treffens in Brixen.
Arbeitstreffen in Brixen. Dieses
Treffen fand nun vor ein paar Tagen statt, am 16. Juni. Neben Kompatscher, Achammer und Brunner nahmen daran auch Bischof Ivo Muser, Josef Gelmi, Werner Zanotti, Christian Tschurtschenthaler, Thomas Schraffl sowie Amts direktorin Waltraud Kofler Engl teil, die durch den Hofburggarten führte. Die Besichtigung diente einem gemeinsamen Anliegen, nämlich dass André Heller den Hofburggarten und das Ensemble im Hinblick auf eine mögliche künftige Zusammenarbeit näher kennenlernt.
Alle Beteiligten – das Land Südtirol, die Stadt Brixen und die Diözese ebenso wie André Heller – „wollen sehr fundiert an das Thema herangehen“, wie die Gemeinde Brixen in einer Aussendung schreibt. Dazu diente neben der Begehung des Hofburggartens am Nachmittag auch ein Gedankenaustausch mit verschiedenen Interessensvertretern und Fachleuten, die ihre Sicht der Dinge darlegten. „Ich denke, es war auch für André Heller sehr wichtig, vor Ort Meinungen und Ideen zum Hofburggarten zu hören und sich über unterschiedliche Zugänge auszutauschen“, erklärte der Bürgermeister nach dem intensiven Tag. Als nächster Schritt folgt ein Exposé von Heller, das einen
Vorschlag für die Gestaltung des Hofburggartens beinhalten wird; die Finanzierung desselben hat das Land übernommen. Wie es dann weitergehen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Bischof Ivo Muser zeigte sich jedenfalls überzeugt, dass das Juwel Hofburggarten eine gute und baldige Lösung brauche; hier könne etwas „Großes“ entstehen. Vielleicht wird auch dieser Garten eine einmalige „Oase für die Seele“, wie die Internetnutzer die bisher von André Heller gestalteten Gärten gern bezeichnen.
willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 7
Bild: Matteo Scagnol e Sandy Attia – MoDusArchitects
Politik & Gesellschaft
Architekt Matteo Scagnol will dem Eingangsbereich der Cusanus Akademie mehr Licht und Weite geben
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BRIXEN
Cusanus Akademie wird modernisiert Ab Herbst 2018 wird die Cusanus Akademie umgebaut. Dabei gilt es, einerseits die herausragende Architektur von Otmar Barth zu bewahren und andererseits, sie den heutigen vielfältigen Ansprüchen anzupassen.
I
n den vergangenen Monaten hat in der Cusanus Akademie ein Wettbewerb für Sanierung und Umbau des Haupthauses und der zwei Nebenhäuser stattgefunden. Zum Wettbewerb waren zehn namhafte Südtiroler Architekten eingeladen worden; letztendlich haben acht Architekten auch Vorschläge eingereicht. Die Jury hat bei der Bewertung keinen Sieger ernannt, sondern zwei Projekte auf den zweiten Platz gereiht. Dabei handelte es sich um die Entwürfe des Architekturbüros „Modus“ von Matteo Scagnol und Sandy Attia aus Brixen und des Architekten Walter Dietl aus Schlanders. Beide haben im Anschluss ihr Projekt überarbeitet; aus diesem Zweierwettbewerb ging schließlich das Projekt des Architekturbüros „Modus“ als Sieger hervor.
Unverputzte Tonziegel. Im
Rahmen der vor wenigen Tagen erfolgten Präsentation aller Projekte erklärte Direktorin Patrizia Major Schwienbacher nochmals die Beweggründe für die geplante Sanierung. Die Cusanus Akademie war Anfang der 60er Jahre von Architekt Otmar Barth entworfen und gebaut worden; sie ist nun mehr als 50 Jahre alt. Der Bau hatte seinerzeit bei den Brixnern für Verwunderung gesorgt, weil die roten Tonziegel unverputzt 8
blieben. Mancher mutmaßte sogar, dass dem Bischof während der Bauphase das Geld ausgegangen wäre. Tatsächlich sind der Sichtbeton und die roten Tonziegel die stilprägenden Elemente sowohl innen als auch außen. Gleichzeitig ist der Bau auch sehr nüchtern und karg, weshalb mancher Be-
Haus seit Jahren kennen, empfinden mit zunehmendem Alter die Treppen als zu anstrengend. An den Wasserleitungen und an den elektrischen Installationen hat der Zahn der Zeit genagt, und im Bereich Brandschutz gibt es Bestimmungen, denen man nicht mehr gerecht wird. Dazu kom-
an den Brandschutz eingehalten werden können. Als neues Element im Sinne einer Erweiterung platziert er im Innenhof zwischen der Cusanus Akademie und den Nebengebäuden einen halbunterirdischen Raum; gleichzeitig plant er damit eine unterirdische Verbindung
„Es soll viel getan werden, aber man soll nur davon wenig sehen“_ Architekt Matteo Scagnol sucher seine Schönheit erst beim genauen Hinsehen oder nach dem einen oder anderen Hinweis erkennt. Weil es sich bei der Cusanus Akademie um einen bedeutenden Bau der Nachkriegszeit handelt, hat Direktorin Schwienbacher das Denkmalamt in Person von Waltraud Kofler Engl in die Vorbereitung des Wettbewerbs involviert. Außerdem war das Denkmalamt auch in der Jury vertreten. Trotz der unbestritten herausragenden Architektur gibt es im Haus Bereiche, die nicht mehr zeitgemäß sind und den heutigen Ansprüchen und Bestimmungen nicht mehr gerecht werden. So ist das Gebäude in mehrere Halbstöcke unterteilt, von denen manche für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar sind. Gäste, die das
men die wachsenden Wünsche und Anforderungen von Gastveranstaltern an ein modernes Tagungszentrum.
Tageslicht für die Räume. Archi-
tekt Matteo Scagnol meinte am Beginn seiner Projektpräsentation, es solle „viel getan werden, aber man soll davon nur wenig sehen“. Entsprechend zurückhaltend zeigt sich sein Entwurf bei den wesentlichen stilprägenden Elementen, der Außenfassade und dem großen Festsaal im Innenbereich. Dafür gibt er dem Eingangsbereich mehr Weite und Licht. Ihm gelingt eine zurückhaltende Erschließung durch ein neues Stiegenhaus mit Aufzug, womit ein barrierefreier Zugang zu allen Sälen möglich wird und auch die verschärften Anforderungen
zwischen allen Häusern, die ebenfalls zusätzliche Barrierefreiheit schafft. Viel Augenmerk hat er auch der Frage gewidmet, wie man die bestehenden Räume aufwerten und mit mehr Tageslicht ausstatten kann. Bei dem nun vorliegenden Entwurf handelt es sich um ein Vorprojekt; verschiedene Details müssen noch verfeinert und besser ausgearbeitet werden. Die Baukosten sind mit sieben Millionen Euro veranschlagt. Direktorin Patrizia Major Schwienbacher will in den nächsten Monaten die Finanzierung endgültig klären. Dann sollen im Herbst 2018 die Umbauarbeiten beginnen und innerhalb eines Jahres zum Abschluss gebracht werden. annamaria.mitterrutzner@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
DO M US FRI E D R IC H U BER BA C H ER
Villa Aton BRIXEN – KÖSTLANERSTRASSE – KLIMAHAUS “A“ NATURE Die letzten 3 Wohnungen in der Villa Aton Übergabe: Ende August 2017
C A
B
Villa Daphne BRIXEN – HARTMANNWEG – KLIMAHAUS “A“ NATURE Die letzte Wohnung im 1. Stock Übergabe: Ende November 2017 Die Baustelle
Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Schritt für Schritt Der letzte Schritt: Die Arbeitsgruppe zur Verbindung Stadt-Berg stellt dem Gemeinderat das Siegerprojekt vor, der über eine mögliche Realisierung abstimmt. Noch ist das Zukunftsmusik, denn bis jetzt sind erst die ersten Schritte eines langen Weges erledigt worden. Eine Bestandsaufnahme.
S
eit 2014 die Brixner Bevölkerung die Seilbahnverbindung vom Bahnhof nach St. Andrä abgelehnt hat, ist einige Zeit vergangen. Geblieben ist allerdings die Vision einer direkten Verbindung der Stadt an den Berg, weshalb die neue Gemeindeverwaltung schließlich die Thematik wieder aufgriff. Schritt 1: Nachdem man eine Weile über die Vorgehensweise diskutiert hatte, legte die Gemeindeverwaltung Ende April dem Gemeinderat ein Konzept zur Entscheidungsfindung vor. Der entsprechende Grundsatzbeschluss wurde einstimmig genehmigt.
Darauf ging es Schlag auf Schlag. Schritt 2: Bereits Anfang
Mai wurde im Einvernehmen zwischen allen Ratsfraktionen eine erste Arbeitsgruppe eingesetzt, die aus rund 30 Mitgliedern besteht und der man die Aufgabe übertrug, Ziele und Anforderungen an eine Verbindung Stadt-Berg aus verschiedenen Blickwinkeln zu erarbeiten. Bei der Besetzung der Arbeitsgruppe legten die Fraktionssprecher Wert darauf, eine Vertretung aller relevanten Interessensfelder zu gewährleisten. Neben politischen Vertretern umfasst die Gruppe technische Experten, Fachleute aus dem Bereich Natur und Umwelt, Wirtschaftstreibende, Vertreter der Bergfraktionen, einen Sprecher der umliegenden Gemeinden sowie engagierte Bürger. Auch die Bewegung ProAltVor, die sich 2014 gegen den Bau der 3S-Seilbahn vom Bahnhof ausgesprochen hatte, wurde eingeladen, einen Vertreter zu benennen. Die Arbeitsgruppe hat sich daraufhin bei mehreren Workshops intensiv mit den Anforderungen und Zielen einer Verbindung StadtBerg auseinandergesetzt und Kriterien für die Bewertung künftiger Projekte entworfen.
Schritt 3: der Bürgerdialog. Jetzt
wird zum ersten Mal die breite Bevölkerung in den Entscheidungsprozess eingebunden. Die 10
Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen in einem Bürgerdialog mit interessierten Bürgern vertieft werden. Deshalb hat die Gemeinde die Bürger dazu aufgerufen, sich
Die Frage, die ich mir stellte, war: Kann man über einen Bürgerdialog zu einem hilfreichen Ergebnis kommen? Wie wird das Fazit aussehen? Wie organisiert
deshalb, weil man zur besseren Verständigung den Lärmpegel der restlichen Gruppen übertönen musste. Nach etwa 25 Minuten wurden die Gruppen gewechselt,
70 Brixner wurden ausgewählt, um beim Bürgerdialog über Ziele, Anforderungen und Kriterien einer StadtBergVerbindung nachzudenken und zu diskutieren
–
innerhalb 31. Mai für einen Bürgerdialog zu melden, der dann am 10. Juni stattfinden sollte. Ziel dieses Bürgerdialogs sollte es sein, die bereits zuvor in der Arbeitsgruppe ausgearbeiteten Kriterien zu bewerten und gegebenenfalls zu ergänzen. Dadurch soll ein robustes Bewertungsmodell zusammengestellt und wichtige Erkenntnisse für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts gesammelt werden. Gesagt, getan: Immerhin 145 Brixnerinnen und Brixner haben sich rechtzeitig angemeldet, worauf die Gemeinde versucht hat, daraus eine möglichst repräsentative Auswahl zu treffen. Dabei ging es um den Wohnort (Stadt/ Ploseberg/andere Fraktionen), das Geschlecht, Alters- und Sprachgruppe sowie lohnabhängig und selbständig. Mehr aus Neugierde, was bei einem „Bürgerdialog“ herausschauen wird, bei dem eine heterogene Gruppe aus 70 Menschen mit wahrscheinlich sehr verschiedenen Ansichten anwesend sein werden, meldete auch ich mich an – und wurde genommen. Das liegt wohl daran, dass meine Altersgruppe unter den Anmeldungen leider sehr spärlich vertreten war.
man eine solche Veranstaltung, damit alle Anwesenden zu Wort kommen und sich nicht nur die drei lautesten Gehör verschaffen? Am 10. Juni, einem Samstag, begrüßte Bürgermeister Peter Brunner im großen Saal des Forums Brixen unsere Gruppe. Dem „bunten Spiegelbild Brixens“, wie er es genannt hat, wurde bei diesem Dialog erwartungsgemäß kein Projekt vorgegeben. Viel mehr ging es um die Frage, was wir uns von einer Lösung, wie diese auch aussehen mag, erwarten würden, und was eine solche leisten müsse. Die einzige Vorgabe bestand darin, dass die in der Volksabstimmung abgelehnte Lösung sicher nicht zur Diskussion steht und dass wir grundsätzlich nicht über Projekte nachdenken sollten, sondern über Ziele, Anforderungen und Kriterien. Die Moderatorin unterteilte uns in neun Kleingruppen, in denen jeweils sieben der 21 in der ersten Arbeitsgruppe bereits ausgearbeiteten Kriterien besprochen werden sollten. Also diskutierten in jeder Gruppe etwa sechs Personen mit einem Stellvertreter der Arbeitsgruppe. Dabei ging es akustisch recht hitzig zu – auch
sodass theoretisch jeder in drei Durchgängen alle 21 Kriterien bewerten und diese mit immer anderen Gruppenmitgliedern diskutieren konnte.
Positive Stimmung. Die Stim-
mung in den einzelnen Gruppen empfand ich als sehr positiv. Der Grundgedanke, dass sich durch die kleineren Gruppen jeder einbringen kann, war erfolgreich – auch wenn doch hin und wieder entgegen der Vorgaben konkrete Ideen und Projekte genannt wurden, deren Realisierbarkeit oft fraglich sein dürfte. Hin und wieder kam es vor, dass sich einzelne Teilnehmer in ihren Aussagen selbst widersprachen, was ich als ziemlich lustig empfand. Ein Beispiel? Die Fahrzeit sollte sehr kurz sein, damit die Verbindung attraktiver als das eigene Auto ist. Gleichzeitig sollen alle Fraktionen, also die einzelnen Stadtviertel, Milland, Klerant und St. Andrä, direkt angeschlossen werden. Dass kapillare Haltestellen aber die Fahrtzeit um ein Vielfaches verlängern würden und damit eine kurze Fahrtzeit nicht mehr möglich wäre, war für einige nicht so logisch.
Am Ende waren sich trotz solcher Widersprüche aber die meisten einig: Die Priorität soll beim täglichen Gebrauch liegen. Automatisch wird der Fokus da durch auf den Nutzen für die einheimische Bevölkerung gelegt. Die Verbindung soll das ganze Jahr verfügbar sein, und die War tungsarbeiten sollen möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem ist es wichtig, dass die Verbindung gut mit den ande ren öffentlichen Verkehrsmitteln vernetzt und durch diese leicht erreichbar ist. Für den Erfolg ist die Attraktivität für die Bürger sehr wichtig; darum müssen sowohl Fahrtzeit als auch Preisgestaltung beachtet werden. Ein wichtiges Ziel ist, dass das Mobilitätsver halten im Bezirk positiv beein flusst und der Individualverkehr reduziert wird. Mein persönliches Fazit: Das Ergebnis könnte meiner Meinung nach etwas konkreter sein; die Erkenntnisse sind für mich eher überschaubar, was aber eigentlich voraussehbar war. Ein Bürger dialog mit 70 Einheimischen wird vor allem auf den eigenen Nutzen blicken; die Interessen von Tou risten, die den Betrieb solcher
Infrastrukturen meist finanzieren, werden eher ignoriert. Nichts destotrotz gehe ich mit einem sehr positiven Gefühl aus dieser Veranstaltung und bin gespannt, wie es nun weitergehen wird.
Die Gemeinde gibt nach wie vor Gas. Schritt 4: Wenige Tage
nach dem Bürgerdialog traf sich wiederum die Arbeitsgruppe und hat die Ergebnisse überprüft. Es wird interessant sein zu beobach ten, wie der Beschluss im Detail aussehen wird, der dem Gemeinderat vorgelegt werden soll. Denn als fünften Schritt wird der Gemeinderat beschließen, welche Kriterien und Ziele eine mögliche Verbindung erreichen muss, damit sie überhaupt einge reicht werden kann. Schritt 6 wird dann ein Ideenwettbewerb sein, dessen Ausgang dann wirklich Spannung verspricht, denn als siebter Schritt wird man überprü fen müssen, ob die eingereichten Ideen den vorgegebenen Zielen entsprechen und ob es ein bestes Projekt geben wird, das man als letzten Schritt dem Gemeinderat zum Beschluss vorlegen wird. lia.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
AUF LEISEN SCHIENEN 06.07.2017
15 UHR FESTUNG FRANZENSFESTE Maria Anna Gasser Fink, Präsidentin der Beobachtungsstelle zum Bau des Brenner Basistunnels und Europaparlamentarier Herbert Dorfmann laden alle Interessierten herzlich zur Tagung „Reduzierung von Eisenbahnlärm“ am 6. Juli 2017 um 15 Uhr in der Festung Franzensfeste ein. Der Eisenbahnlärm an den bestehenden Bahntrassen stellt für die Anrainer ein große Belastung dar. Neue Gesetze zur Lärmreduzierung in Deutschland und der Schweiz sowie neue europäische Rahmenbedingungen sind die Grundlage für diese Tagung. Referate von Experten und Entscheidungsträgern auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene erwarten Sie an diesem Nachmittag.
Politik & Gesellschaft Willkommene Abwechslung brachten Jasmin Micciulla, Margot Demetz, Paul Psaier, Erika Faltner und Manuel Appollonio von der Rettungshundestaffel „Alpin Dogs“ auf den Schulhof, absoluter Superstar war aber Welpe Nash
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BRIXEN
Spürnasen am Schulhof Radau gibt es auf jedem Schulhof. Doch Ende Mai hat sich in Brixen aufgeregtes Hundegebell unter die lärmende Kinderschar gemischt. Die Rettungshundestaffel „Alpin Dogs“ war nämlich bei den Grundschülern im Rosslauf zu Gast.
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ekreische, lautes Lachen, aufgeregte Gespräche – und das eine oder andere Geheimnis wird geflüstert. Im üblichen Pausenhofgewimmel sind aber auch vereinzelte zuckersüße „Ui, schau wie süß“-Rufe zu hören, die einem weißen Auto zu gelten scheinen. Bei näherem Herantreten wird klar, dass weder das Auto noch die Männer und Frauen in blauen T-Shirts, die bei dem Auto stehen, der wahre Grund für das Entzücken der Schüler sind. Vielmehr sind es die felligen Pfoten, die aus den im Auto angebrachten Zwingern lugen. Grau getupft, braun-weiß gefleckt oder auch pechschwarz sind sie, auf manchen ruht sich eine feuchte Hundeschnauze aus. Zu den Pfoten gehören Namen wie Thor, Nash und Cassie. Dass die Hunde nicht nur süß, sondern richtige Arbeitstiere sind, beweisen sie, sobald sie aus ihren Zwingern gelassen werden: Moti-
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viert, mit Elan und vollgepumpt mit Energie warten sie auf ihren Einsatz – auch wenn es sich im Schulhof nur um eine kleine Vorführung handelt. Dafür versteckt sich auch gleich ein Schülergrüppchen am Pausenhof, und Thor wird auf ihre Suche angesetzt. Es dauert nicht lange, und der schwarze Wirbelwind rauscht um die Ecke. Bei der Schülergruppe angelangt, überschlägt sich sein Bellen, und motiviert wedelt er mit dem Schwanz.
Teamarbeit. Ganz so einfach wie bei dieser Vorführung hat es ein Flächensuchhund bei einem Einsatz oder einer Übung nicht, denn einen übersichtlichen Schulhof kann man nicht mit fünf Hektar Wald vergleichen. Wird eine Person nun vermisst, kann die Notrufzentrale 118 unter anderem die Rettungshundestaffel „Alpin Dogs“ anfordern. Seinen Hauptsitz hat der Verein in Grö-
den, die Hundeführer sind aber im ganzen Eisacktal unterwegs. Als erster Schritt wird dann das abzusuchende Gebiet zerstückelt, und jedem Hund-HundeführerTeam wird eine Zone zugeteilt. „Unsere Arbeit darf man nicht mit der von Personensuchhunden verwechseln“, räumt Manuel Apollonio aus Brixen ein, der selbst Teil der Rettungshundestaffel ist. Bei der Personensuche, dem so genannten Mantrailing, nehmen die Suchhunde die Fährte einer zu suchenden Person auf. Dafür müssen sie an einem persönlichen Gegenstand schnuppern, und sie benötigen einen Startpunkt, zum Beispiel jenen Ort, an dem das Auto der Person vor der Wanderung abgestellt wurde. Flächensuchhunde hingegen durchkämmen ein abgestecktes Gebiet im Zick-Zack, um Menschengeruch aufzuspüren. „Der Hund kann bei jedem anschlagen, der sich im abgesteckten
Gebiet befindet“, erklärt Apollonio. „Grundsätzlich geht es bei unserer Arbeit eben darum, auszuschließen, dass sich der gesuchte Mensch in unserer Zone aufhält.“ In der Regel wird nämlich nach dem Ausschlussprinzip das Gebiet abgesucht, und der Hundeführer muss sich später sicher sein können, dass „seine Zone“ sauber ist. „Und genau deshalb muss ich meinem Hund zu 100 Prozent vertrauen können“, weiß der Hundeführer. Aus diesem Grund müssen Hund und Herrchen ein eingespieltes Team sein. Sie müssen sich gut kennen – und es bedarf auch einer entsprechenden Ausbildung, die zwischen zwei und drei Jahre in Anspruch nimmt. Der größte Lernbrocken fällt dabei auf Herrchen oder Frauchen, denn für den Hund ist die Menschensuche vielmehr ein Spiel, das belohnt werden will. „Der Hund macht sich nicht auf die Suche, um ei-
Kleine Menschen. In der Regel
erledigen die Vierbeiner ihre Arbeit einwandfrei. Problematisch wird es nur, wenn der Hund noch nicht weiß, wonach er genau suchen muss; das zeigt sich vor allem bei der Vorführungsstunde am Grundschulhof, denn die Suche nach Kindern ist ein Kapitel für sich. Wie vorher auch schon, versteckt
sich eine Kindergruppe irgendwo auf dem Schulhof, und Cassie, die noch mitten in ihrer Ausbildung steckt, soll sie finden. Normalerweise keine schwierige Aufgabe, nur, dass Kinder für Cassie noch keine Menschen sind, denn sie musste noch nie Kinder aufspüren. „Kinder riechen anders, sie schauen für einen Hund anders aus, sie verhalten sich anders“, beschreibt Margot Demetz, „deshalb tut sich ein Hund anfangs schwer, sie zu finden. Wenn der Hund einmal erfolgreich ein Kind aufgespürt und seine Belohnung bekommen hat, kann er aber auch Kinder finden. Das ist einfach Teil der Ausbildung.“ Weil die Kindergruppe von Cassie nicht mit Gebell und Schwanzgewedel entdeckt wurde, macht sich leise Enttäuschung unter den Kindern breit. Doch diese hält nicht lange an, denn jetzt hat Nash seinen großen Auftritt. „Nash“ – dieser Name gehört eindeutig zu einem großen, tiefschwarzen Hund, vor dem man etwas Angst haben könnte. Doch falsch gedacht: Stattdessen rennt ein schwarz-weißes Wollknäuel auf die Grundschüler zu. Nash ist nämlich noch ein Welpe und macht seine ersten tapsigen Schritte in der Rettungshundestaffelausbildung. Die Kinder sind begeistert, vor allem deshalb, weil der Kleine zu jedem hinläuft, um ihn persönlich zu begrüßen. „Auch das ist Teil seiner Ausbildung“, lacht Jasmin Micciulla, „seine Aufgabe ist es, zu jedem hinzulaufen – das macht er auch bei unseren Spaziergängen. Später kommen schwierigere Übungen auf ihn zu, vorerst ist das aber genug für so einen jungen Hund.“ Der einzige Wermutstropfen für die Kinder: Das Kuscheln mit Nash geht sich nicht mehr aus, denn der Unterricht ruft.
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nen armen Menschen zu retten, sondern um seine Belohnung zu bekommen“, beschreibt Margot Demetz, die ebenfalls ein Teil der Rettungshundestaffel „Alpin Dogs“ ist. „Deshalb ist es wichtig, dass er bei jeder Übung und jedem Einsatz eine Belohnung bekommt: Er braucht einen Erfolg, damit er weiß, warum er stundenlang im Wald und in unwegsamem Gelände herumgerannt ist.“ Diese Belohnung kann das Lieblings leckerli sein oder das Spiel mit der Beißwurst aus Stoff – der Vierbeiner zeigt sich hier genügsam. Die regelmäßig organisierten Vorführungen an Grundschulen, die Übungen zwei bis drei Mal die Woche oder auch die Einsätze, die vorwiegend in den Nachtstunden absolviert werden müssen, machen die Hundeführer freiwillig – jeder mit seinem eigenen Hund. „Das sind alles unsere Privathunde“, beschreibt Manuel Apollonio die Situation. „Das ist auch wichtig, denn diese Arbeit ist absolute Teamarbeit“, wirft Margot Demetz ein. „Man muss den Hund verstehen können, man muss ihm vertrauen können, und man muss wissen, wie der Hund reagiert.“ Welche Belohnung winkt eigentlich den Hundeführern, denn immerhin opfern sie für die Arbeit bei der Rettungshundestaffel ihre Freizeit. „Ich sehe das nicht als Opfer“, gibt Demetz zu verstehen. „Für mich ist das Idealismus und die Freude, am Hund und mit dem Hund zu arbeiten.“
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Salat versus Cola Dem Mensaessen eilt generell ein schlechter Ruf voraus. In Brixen aber entspricht dieser alles andere als der Realität: Die gute Qualität der drei Schulmensen wurde vor kurzem von einer eigens ins Leben gerufenen Evaluierungsgruppe genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war durchwegs positiv.
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iel Obst und Gemüse, natürliche Zutaten und ein genauestens auf Schüler abgestimmter Ernährungsplan sorgen dafür, dass den Schülern in den drei Brixner Schulmensen nur das Allerbeste aufgetischt wird. Dass auch die Qualität vom Feinsten ist, hat nun eine Gruppe von Eltern im Rahmen der von Stadträtin Monika Leitner initiierten Evaluierungsgruppe bestätigt. Ins Leben gerufen wurde diese, um zum einen die Qualität des Mensaessens in Brixen zu überprüfen und zum anderen, um die Eltern dazu zu bewegen, ihre Kinder auch im kommenden Schuljahr in die Mensa zu schicken – und zwar nicht, um den Mensen mehr
Besucher zu bescheren, sondern einzig, um den Kindern in der Mittagspause etwas Gutes zu tun. Einige der Schüler, die zwischen dem Vormittags- und dem Nachmittagsunterricht nicht in den Gemeinschaftsverpflegungsstellen anzutreffen sind, eilen nämlich in die Supermärkte der Stadt. Dass sie dort nicht zu den gesunden Lebensmitteln greifen, liegt auf der Hand. Cola, Süßigkeiten oder Chips landen dann in den Einkaufstaschen der Schüler – und das meist ohne das Wissen der Eltern. Die Aussage, dass das Essen in der Mensa nicht schmecke, ist der erste Schritt der Schüler an ihre Eltern in Richtung Freibrief, um die Mittagspause so verbrin-
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gen zu dürfen, wie sie es wollen. Leidtragende dieser Aussagen sind zum einen die Mensen, deren Image – zu Unrecht – qualitativ abgestuft wird, und zum anderen die Schüler selbst, deren Aufnahmefähigkeit im Nachmittagsunterreicht mit zwei Litern Cola intus zu wünschen übrig lässt.
Leckerschmecker. Im Stadtgebiet
von Brixen gibt es drei Mensen, die selbst kochen, jene in der Mittelschule „Michael Pacher“, der Berufsschule „Tschuggmall“ und in der Dantestraße. Weitere Mensen wie beispielsweise jene in Milland, bei der Rosminischule oder in Albeins werden von den „kochenden“ Mensen beliefert. Für die Mitarbeiter ist dies eine Herausforderung, aber sie geben sich alle Mühe der Welt, um Schüler und Lehrpersonen bestmöglich zu verköstigen. In der letzten Schulwoche muss sich Erika Baumgartner, Köchin der Michael-Pacher-Mensa, an keinen Menüplan mehr halten, sondern darf noch aufbrauchen, was sie für notwendig hält. Im restlichen Schuljahr geht es aber weniger locker zu: Ein fixes Menü für sechs Wochen wird von der Köchin im Herbst festgelegt, das sich dann immer wieder wiederholt – wobei es Obst, Salat und Gemüse an jedem Wochentag gibt. Überprüft und auf die Nährwerte kontrol-
liert wird es vom Diätdienst des Krankenhauses Brixen. Vor allem Allergien, Unverträglichkeiten und unterschiedliche Gewohnheiten der Kinder stellen die Köche aber jedes Schuljahr vor neue Herausforderungen. „Natürlich gehen wir auf diese Allergien ein und kochen ein eigenes Menü für diese Kinder. Für mich ist das eine tolle Herausforderung, der ich mich gerne stelle“, ist Erika Baumgartner überzeugt. Sie legt auch selbst Hand an, wenn es sich um heiklere Menüs handelt, um sicherzugehen, dass alles passt. 600 Essen gehen bei ihr dienstags und donnerstags über den Ausschanktisch; an den restlichen Tagen der Woche sind es rund die Hälfte. „Jedes Kind kommt auf seine Kosten, und wenn etwas nicht schmeckt, gibt es fast immer eine Alternative. Wir motivieren die Kinder, auch das zu versuchen, was sie nicht kennen – meist mit Erfolg. Und die Komplimente, die wir dann von den Kindern bekommen, sind etwas vom Schönsten an unserem Beruf“, beschreibt die sympathische Köchin. Um sieben Uhr früh fängt ihr Dienst an, dann wird alles vorbereitet, um von 12:30 bis 13:30 Uhr die hungrigen Mägen der Schüler zu füllen. Bestellungen aufgeben, Kartoffeln für 120 Kilogramm Püree schälen, 80 Liter Béchamelsauce aufstellen und Tische decken
für die Grundschüler gehören für die Gemeindeangestellten zum Alltag. Wenn sich dann die freundliche, neu umgebaute Mensa mit Kinderlachen füllt, wird es ernst: Zuerst nimmt sich jedes Kind ein Tablett, Besteck und Salat, dann wird das Menü auf die Teller geschöpft, und schlussendlich darf sich noch jeder einen Nachtisch nehmen. An den Tischen sitzen in dieser Mensa die Lehrer dann gemeinsam mit ihren Schützlingen. Im Gegensatz zur Mensa in der Dantestraße ist jene in der Michael-Pacher-Mittelschule eine „laute“ Mensa; das heißt, dass die Kinder in der rund halben Stunde, in der sie sich dort aufhalten, auch in normaler Lautstärke miteinander reden dürfen.
Sauber, freundlich und gut. Von
Haus aus wird in den Brixner Mensen auf gute Qualität und vor allem auf guten Geschmack geachtet; trotzdem wollte Stadträtin Monika Leitner dies auch Schwarz auf Weiß. Deshalb wurden Anfang des Jahres 20 Eltern mit der Aufgabe betraut, im Rahmen einer Evaluationsgruppe der Gemeinde die Mensen in Brixen zu testen. Hierfür hatten sie von Jänner bis
Erika Baumgartner: „Die Komplimente, die wir von den Kindern bekommen, sind etwas vom Schönsten an unserem Beruf“
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Mai Zeit, je drei Essensbons in der Mensa ihrer Wahl und am Tag ihrer Wahl einzulösen. Die Rückmeldungen wurden vor kurzem vorgestellt und sind durchwegs positiv: Geachtet wurde nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf Sauberkeit der Räumlichkeiten, die Bewältigung der Schülerströme, die Freundlichkeit des Gemeindepersonals sowie die Atmosphäre. Fast alle ausgefüllten Fragebögen enthielten die Beurteilungen „gut“ und „sehr gut“ – in allen Punkten. Bemängelt wurden Kleinigkeiten,
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wie beispielsweise, dass die Äpfel etwas zu kalt waren, das Fleisch etwas durchwachsen, die Kompottstücke zu groß und der Reis „leggermente salato“.
Immer etwas zu meckern? Es
wird also mit bestem Wissen und Gewissen Acht gegeben auf die Ernährung der Schüler in Brixen – und das zudem für wenig Geld. Jede Mensanutzung kostet für die Familien nämlich nur 3 Euro für die Brixner Kinder und 4 Euro für all jene, die nicht in Brixen ansässig sind; denselben Betrag
übernimmt die Gemeinde, um die effektiven Kosten zu decken. Die Möglichkeit einer Tarifreduzierung für einkommensschwache Familien von 40 bis 70 Prozent ist auch vorgesehen. Für die 3 Euro bekommen die Kinder, die den Supermarkt bevorzugen, eine Flasche Cola und Gummibärchen; jene Kinder, die in der Mensa essen, bekommen Wasser, Salat, Menü, Obst und Nachtisch – und das, so viel sie wollen. Dass es bei 600 Essen hie und da auch mal vorkommen kann, dass die Zucchini, die bei den Kindern auf den Tellern landen, leicht verkocht sein können, liegt wohl in der Natur der Sache. Die Erwartungen der Eltern und auch jene der Schüler sind vielleicht etwas zu hoch gesteckt. Immerhin sollte man sich bewusst sein, dass man in keinem Vier-Sterne-Restaurant gelandet ist, sondern in einer freundlich und bunt gestalteten Schulmensa mit sympathischem Personal, das sein Bestes gibt, um Tag für Tag den Anforderungen der Schüler – und vor allem auch jener der Eltern – gerecht zu werden. evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
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Das beste Layout hat die„Tarantel“ z Bei dem zum zweiten Mal vom Südtiroler Pressevertrieb veranstalteten Schülerzeitungswettbewerb konnte die Fachoberschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation „Julius und Gilbert Durst“ auch in diesem Jahr den Preis für die beste Grafik einheimsen. Das einheitliche, ausgewogene und schülergerechte Layout ohne Schnörkel hat die Jury über-
zeugt. Das Layout wurde von den Schülern der Fachrichtung Grafik gestaltet, aber von allen Redaktionsmitgliedern abgesegnet. Die „Tarantel“ ist eine Zeitung von und für Schüler; sie ist kein Mitteilungsblatt der Schule, sondern eine Plattform, die die Interessen der Schüler widerspiegelt – und die Inhalte dürfen auch frech sein. „Es sind keineswegs nur Schüler mit
den besten Noten im Fach Deutsch im Redaktionsteam“, erklärt der Koordinator Markus Hellweger, Fachlehrer für Literarische Fächer an der Schule, „vielmehr sollen jene dabei sein, die gerne recherchieren, sich an Interviews wagen und Mut zur Kreativität haben.“ Der Erlös aus dem Verkauf der „Tarantel“ kommt der Südtiroler Krebshilfe zugute. ha
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Politik & Gesellschaft BRIXEN
Spenden für die Pfarrkirche
z „Uns fehlen noch 193.000 Euro zur Abdeckung der Sanierungskosten der Pfarrkirche“, sagt der Vorsitzende des Brixner Pfarrgemeinderats, Helmuth Fink – und es
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notiert
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ist ihm wichtig zu erklären, woran es liegt, dass die Restaurierung am Ende mehr gekostet hat als veranschlagt: „Bei alter Bausubstanz erlebt man leider Überraschungen,
Zum gemeinsamen Singen trafen sich die italienische und die deut sche Sektion des Kindergartens „Rosslauf“ mehrmals im vergan genen Schuljahr. Durch das Projekt „Zusammen singen – Cantiamo insieme“ sollen die Kinder den Zugang zur jeweils anderen Spra che finden.
mit denen wir nicht gerechnet hatten“, sagt Dekan Albert Pixner, und der ehrenamtliche Koordinator der Arbeiten, Sepp Kirchler, erwähnt als Beispiel die statische Absicherung, deren Notwendigkeit sich erst währen der Arbeiten herausgestellt hatte, oder auch die Grabungsarbeiten, die in diesem Ausmaß auch nicht vorhersehbar gewesen seien. Der Pfarrgemeinde rat will nun durch mehrere Aktionen Gelder lukrieren – zum Beispiel durch eine Lotterie, die in einigen Wochen starten wird. Insgesamt hat die Restaurierung 1,67 Millionen Euro gekostet, die zum
Teil vom Land, von der Gemeinde, der Pfarrei, dem Denkmalamt, der italienischen Bischofskonferenz und von Banken abgedeckt wurden; 380.000 Euro kamen von privaten Spenden. „Das ist eine unglaubliche Summe“, sagt Pixner, „was bedeutet, dass die Brixner mit ihrer ‚neuen’ Pfarrkirche eine große Freude haben.“ Nach der Wiedereröffnung ist der Geldfluss verständlicherweise abgeklungen; „jetzt müssen wir schauen, eine zweite Sensibilisierungskampagne zu starten, um die verbliebenen Schulden noch abzudecken“, sagt Fink. wv
Was tun mit dem Geld, das unterm Schuljahr mühevoll über diverse Aktionen gesammelt wurde und nach der Lehrfahrt zurückbleibt? Diese Frage haben die Schüler der 3. Fachschule Kochen der LBS „Hellenstainer“ beantwortet, indem sie die übrigen 1.100 Euro kurzerhand an die Kinderkrebshil fe Regenbogen gespendet haben.
Die Sozialdienste der Bezirks gemeinschaft Eisacktal suchen ab sofort für den Landeszivil dienst freiwillige Frauen und Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren. Kontakt, Information und Anmeldung in der Direktion der Sozialdienste unter der Nummer 0472 820533 oder per E-Mail: ruth.schanung@bzgeis.org.
NACHGEFRAGT
„Die Zahlen sind insgesamt stabil“ Herr Dejaco, von 2015 auf 2016 sind die laufenden Aus gaben der Sozialdienste um 9 Prozent auf über 21 Millionen Euro gestiegen. Trotzdem spre chen Sie von einer positiven Entwicklung. Insgesamt sind die Zahlen in den meisten Bereichen stabil. Es gibt auch ein paar größere Ausschläge, die aber technisch erklärbar sind. Der Bereich Personal ist zum Beispiel um 7 Prozent gestiegen, weil durch die Haushaltsumstellung gewisse Kapitel zum Personal dazugekommen sind, die früher woanders angesiedelt waren. Auch die Gelder für Tagsätze für
externe Betreuung sind gestiegen, und zwar um 49 Prozent; das sind aber Durchlaufposten, die wir vom Land rückerstattet bekommen. Auch der Bereich Finanzielle Sozialhilfe ist gestiegen, und zwar um 7 Prozent ... Die Ausgaben für die Grundsicherung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Mindesteinkommen und den Geldern für Miete und Wohnungsnebenkosten. Letzterer Posten ist um 500.000 Euro gestiegen, weil dieser Bereich vom Wobi auf die Bezirksgemeinschaft übergegangen ist. Begonnen wurde damit 2012, 2016 war das letzte Jahr dieser Steigerung. Rein the-
oretisch müsste dieser Bereich nächstes Jahr stabil bleiben. Die Ausgaben für Mindesteinkommen sind hingegen um 3 Prozent gesunken – und das nach über vier Jahren kontinuierlicher Zunahme.
Foto: Oskar Zingerle
INGO DEJACO, Referent für Soziales und Familie der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, über die laufenden Ausgaben der Sozialdienste – und warum die Zahlen stabil sind, obwohl eine Steigerung verzeichnet wurde.
Was hat dieses Minus beein flusst? Einerseits wurde das Familiengeld des Landes erhöht, und insgesamt sind die Zugangsvoraussetzungen minimal verschärft worden. 64 Prozent der Ausgaben für die Grundsicherung gingen übrigens an Bürger aus Italien oder der EU. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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BRIXEN · SAND IN TAUFERS · NEUMARKT 17
Friedliches Miteinander gehört gefeiert z 25 Jahre ist es mittlerweile her, dass die österreichische Bundesregierung und die italienische Regierung zwar mit jeweils eigener, aber aufeinander abgestimmter Note die Streitbeendigung an den Generalsekretär der Vereinten Nationen mitteilten. Beigelegt wurde damit der seit über 20 Jahren glimmende Konflikt rund um die Südtirol-Autonomie. Dieses Vierteljahrhundert Miteinander wurde nun auch gebührend gefeiert: Die Staatspräsidenten von Italien und Österreich, Sergio Mattarella und
Alexander Van der Bellen, waren als Ehrengäste ins Kurhaus Meran geladen, und Landeshauptmann Arno Kompatscher konnte weitere rund 500 geladene Gäste begrüßen. In diesen vergangenen 25 Jahren hat sich Südtirol von einer armen Bergregion zum Wohlstandsland entwickelt. Doch diese Entwicklung darf nicht stehenbleiben, weshalb Landeshauptmann Arno Kompatscher den Blick nach Europa richtete und erklärte, Südtirol wolle die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen
Foto: Oskar Verant
Politik & Gesellschaft
SÜDTIROL
der Europaregion Tirol-SüdtirolTrentino weiter ausbauen: „Eng verbunden mit unserer Heimat und stark verwurzelt in unserer Kultur und Tradition können und wollen wir offen sein, weil wir uns mit unserem kulturellen Reichtum und unserer Mehrsprachigkeit als Brücke zwischen dem deutschösterreichischen und dem italieni-
schen Kultur- und Wirtschaftsraum verstehen, als kleines Europa in Europa.“ Die wichtigsten Stationen der Debatten, der Kämpfe und der Umsetzung der Autonomie für Südtirol werden im Dokumentarfilm „Mit langem Atem“ des Südtirolers Andreas Pichler erzählt. Die Doku ist im multimedialen BrixnerPlus abrufbar. vk
BRIXEN
Neuer Lions-Präsident z Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach der Gründung der amerikanischen Dachorganisation in Chicago feierte der Lions Club Brixen am 10. Juni im Hotel Grüner Baum den Jahresabschluss, in dessen Rahmen die Präsidentschaft von Willy Vontavon auf Helmuth Profanter (im Bild rechts) übertragen wurde. Das vergangene Jahr war geprägt von einer Reihe von lokalen Unterstützungsaktionen: So wurde die Restaurierung eines Kruzifixes in der Pfarrkirche von Brixen unterstützt genauso wie – im Rahmen eines Kabarettabends mit Thomas Hochkofler und Karin Verdorfer im Forum Brixen – der Ankauf eines Kleinbusses des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“. Eine Spende ging an die Familie von Alexander Rieder, der im März 2016 bei einem Lawinenunglück ums Leben kam. Eine weitere
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Spende ging mit Unterstützung des Musikers Pepi Haller und seiner „Joe Smith Band“ an die Hinterbliebenen von Daniel Gruber, der im August 2016 verunglückt war – sein Frau Tamara war beim Abschlussabend Gast des Clubs. Der Lions Club Brixen beteiligte sich auch an einer Initiative aller Südtiroler Lions Clubs zur Unterstützung eines Flüchtlings, der im Kinderdorf von Brixen untergebracht ist. Im Laufe des Abends wurde Siro Dalla Ricca als neues Mitglied im Lions Club Brixen aufgenommen. Der Lions Club ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern in 210 Ländern der größte Serviceclub der Welt; der Brixner Club wurde 1990 gegründet und besteht derzeit aus 37 Mitgliedern. Nähere Informationen zum Club und zu seinen Zielsetzungen gibt es im Internet: lions.brixen.net. oz
BRIXEN
Internationale Zeltstadt im Vinz z Obwohl am Pfingstwochenende eigentlich kein Unterricht stattfindet, wurde das Vinzentinum vom 2. bis zum 5. Juni von über 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen belagert. Grund dafür war das internationale „eurolager“, dessen Organisation heuer Südtirols Katholische Jungschar (SKJ) übernommen hat. Die Idee hinter dieser Initiative besteht darin, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenzuführen und so Vorurteile und anfängliche Berührungsängste abzubauen. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren in Zeltgruppen untergebracht“,
beschreibt Sonja Gruber, zweite Landesleiterin der SKJ, „in diesen kleinen Gemeinschaften entstand schnell ein Gefühl von Vertrauen.“ Bei Gruppenspielen, Workshops, Spiel, Spaß und Action konnten sich die Teilnehmer kennenlernen und Freundschaften knüpfen. „Es herrschte eine positive, lebensfrohe Stimmung, die wir alle mit nach Hause tragen werden“, freut sich Gruber. Das „eurolager“ gibt es bereits seit über 35 Jahren; es findet jedes Jahr zu Pfingsten abwechselnd in der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland oder Südtirol statt. vk
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Loslassen können Seit 1998 steht JOSEF GELMI der Brixner Hofburg als Präsident vor; nun spricht der 80-Jährige davon, Abschied zu nehmen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun – „es gibt auch ein Leben vor dem Tod“, zitiert er Pater Urban Stillhard schmunzelnd.
D
as Büro von Josef Gelmi ist eine kleine Oase inmitten von Brixen, der Stadt, für die er gerade eine Liebeserklärung geschrieben hat. Kühl und ruhig, ein Fenster in den Hofburggarten, das andere in den Innenhof der Hofburg mit dem Brunnen aus Ratschinger Marmor. In dem kleinen Raum lässt es sich hervorragend plaudern. Die Liebeserklärung ist ein kunst- und kulturhistorischer Führer, gespickt mit wunderbaren Bildern und begleitenden Texten, ein Streifzug durch Brixen, der auch die Tiefsinnigkeit und den freien Geist von Josef Gelmi widerspiegelt. In einer der folgenden Ausgaben des „Brixner“ wird das Buch noch vorgestellt werden.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Übersprudelnd und
mit einer unglaublichen Begeisterung, die aus tiefstem Herzen kommt, taucht Gelmi mit den Menschen, die ihm zuhören, ein in eine Welt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in eine Welt zwischen Tradition und Innovation. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören, und man beneidet ihn um sein schier unerschöpfliches Wissen. Josef Gelmi erzählt mit Leichtigkeit, treffsicher in der Wortwahl, enthusiastisch, wenn es darum geht, auf Besonderes hinzuweisen – die Beine übereinandergeschlagen, mit einer Fußspitze wippend, wenn die Spannung steigt. Die Päpste und ihre ganz persönliche Geschichte sind sein Steckenpferd. Er kennt sie alle, von Petrus bis Franziskus, und er weiß um ihre Stärken und Schwächen. „Das Papsttum ist die einzige Institution, die die Zeit der Antike mit jener des Internet verbindet.“ Von Papst Franziskus hat er sich etwas abgeschaut, das er im Grunde schon lange lebt und das das Zusammensein der Menschen um einiges besser macht: Um Entschuldigung zu fragen, wenn 20
man einen Fehler gemacht hat, zu bitten, wenn man etwas braucht, und zu danken, wenn man etwas bekommen hat, „damit kommt man einfach leichter durchs Leben“. Mit den Menschen und mit sich selbst im Dialog zu sein hält er für sehr wichtig. „Dann hat man ein gutes, ein besseres Leben.“ Vor kurzem hat Josef Gelmi den 80. Geburtstag gefeiert – 80 Jahre jung ist man geneigt zu sagen, denn der ehemalige Professor für Kirchengeschichte und Diözesangeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen ist erstaunlich jung im
Duckmäuser sind“, haben sich ihm immer wieder neue Welten eröffnet, kleinkariertes Geplänkel ist ihm zuwider. „Am besten lebt es sich im Spannungsfeld zwischen Disziplin und Gewissensfreiheit.“ Dass er im Vinzentinum, „dort habe ich Disziplin gelernt“, zur Schule gegangen ist, war in seiner Familie „alles eher als üblich“, denn ausgesprochen religiös sei eigentlich niemand gewesen. Die Mutter stammte aus Afens bei Sterzing, der Vater aus Cavalese, und Josef Gelmi sieht sich in seinem geliebten Brixen augenzwinkernd als Importware. Bereits in der
„Am besten lebt es sich im Spannungsfeld zwischen Disziplin und Gewissensfreiheit“_ Josef Gelmi Denken, fortschrittlich, modern und auf eine sympathische Art abgeklärt. „Man darf nicht alles so heiß essen, wie es gekocht wird.“
„Da hat Mailand wohl geweint“. Ihm ist jene Bescheidenheit, die auf Gelassenheit und innerer Freiheit beruht, eigen. Und eine ansteckende positive Ausstrahlung. Während er von seinem Leben erzählt, davon, wie Kardinal Groer seine Berufung als Professor an die Wiener Universität verhindert hat, „im Grunde eine Ehre, hat man mir später gesagt“, davon, wie das Tafelgemälde mit dem Schmerzensmann von Jos Amman, das Alberto Crespi, einer der bekanntesten Rechtsanwälte Italiens, dem Diözesanmuseum geschenkt hatte, bei wolkenbruchartigem Regen in Mailand in ein Auto verfrachtet wurde, „da hat Mailand wohl geweint“, blitzt immer wieder ein sanfter Schalk in seinen Augen. Durch Begegnungen mit Menschen, „die keine
Volksschule war er fasziniert vom Fach Religion. „Pfarrer Crepaz gestaltete den Unterricht derart bildlich, dass ich einfach ein bisschen mehr wissen wollte.“ Nach der Maturaprüfung studierte er am Priesterseminar Philosophie und Theologie, 1961 wurde er zum Priester geweiht und kam dann nach einem Jahr als Präfekt am Vinzentinum nach Cortina und Bozen. Seine Studienjahre an der Gregoriana und an der Sapienza in Rom waren für ihn ein wahres Eldorado, weil er sein Wissen durch unzählige Stadtführungen fast spielerisch erweitern konnte.
Stiller Ruhm. „An die 40 Bücher“
hat er mittlerweile geschrieben, über die Brixner Bischöfe, über Maria Hueber, über Nepomuk von Tschiderer, über die Geschichte der Kirche in Tirol und über die Geschichte der Stadt Brixen. Einige dieser Bücher liegen auf seinem Schreibtisch zwischen einem grünen Karteikasten, einem
Becher mit Stiften und einer pinkfarbenen Plastikquietschente, etwas abgegriffen, mit Lesezeichen versehen – Nachschlagewerke der besonderen Art. Josef Gelmi wurde für seine Arbeit einige Male ausgezeichnet, doch darüber verliert er kein Wort. Das Ehrenzeichen des Landes Tirols, das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und die Ehrenmedaille der Stadt Brixen zeugen jedoch davon, dass seine Begeisterung für Geschichte viele Menschen erreicht und berührt hat. Am 1. September wird Professor Josef Gelmi nicht mehr der „Herr Präsident“, wie ihn seine Mitarbeiter in der Hofburg liebevoll nennen, sein. Seit 1998 steht er der Hofburg vor, und er hat vieles bewegt, Erstarrtes weicher gemacht und bei so manchem Highlight Mut und Weitblick bewiesen. Von Loslassen ist nun die Rede und davon, dass es noch viel zu tun, zu recherchieren, zu schreiben gibt. „Es gibt auch ein Leben vor dem Tod“, zitiert er schmunzelnd Pater Urban Stillhard.
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Menschen & Meinungen
PORTRAIT
ZWISCHEN VERGANGENHEIT UND ZUKUFT: Als Präsident der Hofburg hat Josef Gelmi vieles bewegt und bei so manchem Highlight Mut und Weitblick bewiesen
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Die Neue in der Dekadenz z Eigentlich sucht man Anna Heiss eher auf der Bühne anstatt dahinter, aber nun hat die 28-jährige Brixnerin zugesagt, die künstlerisch-organisatorische Leitung der Gruppe Dekadenz zu übernehmen. In dieser Position ist sie verantwortlich für die allgemeine künstlerische Ausrichtung und das Programm, aber auch für verschiedene Verwaltungsaufgaben und
die Öffentlichkeitsarbeit. „Mein großes Ziel wäre, dass die Brixner wieder das Gefühl bekommen würden, dass es sie etwas angeht, was im Anreiterkeller passiert“, blickt Heiss ambitioniert in die Zukunft. Wenn es nach der NeoLeiterin geht, hat sich das DreiSparten-System Theater, Kabarett und Jazz bewährt, aber „einmal mit dem Staubwedel drüber muss
Foto: Martin Kitzberger
Menschen & Meinungen
BRIXEN
man schon. Ich glaube, dass es spannende künstlerische Positionen gibt, die ihren Weg in die Dekadenz noch nicht gefunden haben und denen man eine Hand reichen muss.“ vk
M&M Menschen & Meinungen
BRIXEN / SAN JOSÉ
Apple hautnah erleben
z Eine ansprechend gestaltete Rezepte-App, mit der automatisch Zutaten, die man nicht verträgt, gegen andere ersetzt werden. Diese Idee hat es Gabriel Mitterrutzner
kurz
notiert
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aus Brixen ermöglicht, von 5. bis 9. Juni die Welt von Apple zu erleben. Zusammen mit 350 weiteren auserwählten Schülern aus der ganzen Welt ist er nach Kalifornien gereist,
Stefan Meloni und Philipp Seyr vom Vinzentinum wurden mit dem Robert-Muth-Förderpreis ausgezeichnet. Meloni erhielt den 2. Preis für seine Abhandlung über den Sport bei den Römern, Seyr den 3. Preis für seine Arbeit zur Frage „Was uns das alte Ägypten angeht“.
um an der WWDC17, der weltweiten Entwicklerkonferenz von Apple, teilzunehmen. „Ich hab’s einfach mal ausprobiert und meine App zu dem von Apple ausgeschriebenen Wettbewerb eingeschickt“, erinnert sich der Schüler, der die Technische Fachoberschule am FallmerayerGymnasium besucht. „Als ich dann eine E-Mail mit dem Inhalt ‚Gratuliere, du darfst an der Konferenz teilnehmen’ erhalten habe, war ich schon etwas überrascht – und sehr glücklich.“ Das Programm im kalifornischen San José war dann eng gesteckt: Vom Orientierungstag, bei dem neue Apple-Produkte vor-
gestellt wurden, Vorführungen und Labs, bei denen sich die Schüler mit Apple-Engineers und anderen AppEntwicklern austauschen konnten, bis hin zum obligatorischen Treffen mit Tim Cook, CEO von Apple, war alles mit dabei. „Ein Selfie mit Tim Cook habe ich zwar leider nicht, aber trotzdem war es spannend, ihn zu treffen und auch Kontakte mit anderen Developern zu knüpfen.“ Eine Zukunft im ProgrammierBereich kann sich der Schüler auch gut vorstellen, vorerst steht aber die Matura auf dem Programm und dann das Studium. vk
Michael Gaidoschik hat un längst am Campus Brixen seine Antrittsvorlesung abgehalten, und zwar zum Thema „Dyskalkulie: Barbarischer Begriff und Heraus forderung für fachdidaktische Ent wicklungsforschung“. Gaidoschik ist seit Oktober 2016 Professor für Didaktik der Mathematik an der Freien Universität Bozen.
Der Brixner Martin Pöder wurde für die Damen des SSV Brixen Handball als Athletiktrainer engagiert. Neben Trainer Hubi Nössing wird der ehemalige Konditions-Trainer der Serie-A1Volleyballspieler der Itas Trient für die Fitness der Damen zu ständig sein.
O o op s
LAMMento
mein Hoppala
Manfred Stampfl, Küchenspezialist
Il cagnolino
Braun oder Weiß? Bei uns im Küchenstudio gab einmal eine sehr nette Frau eine weiße Küche in Auftrag. Wir haben diese bestellt und einige Wochen später geliefert. Etwa eine Stunde nach der Lieferung rief mich die Frau ganz aufgelöst an und bat mich, schnell vorbeizukommen, weil sie die Küche in der falschen Farbe bekommen habe: Sie hatte eine weiße bestellt und eine braune erhalten. Ich bin sofort ins Auto gestiegen und zur Kundin gefahren und habe schon das Schlimmste befürchtet – ein Fehler kann ja auch beim besten Küchenlieferanten passieren. Als ich zur Baustelle kam, habe ich umgehend die Kartone geöffnet, um selbst nachzuprüfen – und festgestellt, dass die Küche dann doch weiß war. Die Frau wurde ganz verlegen, denn: Sie hatte die Kartone gesehen und geglaubt, die Farbe der Kartone entspräche auch der Farbe der Küche. Nachdem dieses Missverständnis geklärt war, konnten wir mit der Montage der Küche fortfahren und zu guter Letzt die Riesenfreude der Frau an ihrer neuen Küche miterleben.
Leser kochen für Leser
mmh!
Süße Crêpes > Zutaten Für 7 bis 8 Crêpes: 50 g weiche Butter 125 g Mehl 2 EL Zucker 300 ml Milch 2 Eier 1 gute Messerspitze Zimt Wer’s gern etwas süßer mag: ½ Päckchen Vanillezucker
„Tut mir leid, ich kenn mich jetzt nicht mehr aus“, sagt Frieda, während sie in der Panorama blättert, und dabei schüttelt sie rast- und ratlos den Kopf. „Die Boznerin Biancofiore hat also im Senat mit einem Antrag zum Südtirol-Passus das neue italienische Wahlgesetz gekillt, mit dem im Vorfeld der PD und die Sterne und die SVP und sogar Biancofiores Chef Berlusconi einverstanden gewesen waren.“ Nein!, sag ich. „Doch!“, sagt sie. Ooooh!, sag ich. Warum hat sie das getan? „Das ist relativ einfach“, sagt der Franz. „Zunächst geht es natürlich darum, die Neuwahlen so lange wie möglich hinauszuzögern, weil die Abgeordneten damit ihre derzeitigen Ämter und Gehälter noch für eine Weile sichern – was erklärt, warum es nicht nur bei den Sternen, sondern auch in den Reihen des PD eine Reihe von ‚franchi tiratori‘ gegeben hat.“ Nein!, sag ich. „Doch!“, sagt der Franz. Ooooh!, sag ich. „Sogar der Kronbichler hat für den Antrag Biancofiores gestimmt“, sagt der Franz. Nein!, sag ich. „Doch!“, sagt der Franz. Ooooh!, sag ich. Und was haben sie jetzt damit erreicht? „Nichts“, sagt der Franz, „denn der Südtirolpassus hätte haargenau der jetzigen Situation entsprochen, also bleibt alles beim alten.“ Bezeichnend für die politische Weisheit der weißen Blume ist ihr Statement in der Panorama: „Sa quale è il vero dramma? Il mio cagnolino Puggy che non mangia da ieri sera e sta anche poco bene, mi lasci correre da lui, poverino!“ Nein!, sag ich. „Doch!“, sagt der Franz. Ooooh!, sag ich. Das ist ja furchtbar. Vielleicht wäre es besser gewesen, Puggy wäre in den Senat gewählt worden.
> Zubereitung Eier, Zucker und Milch miteinander verrühren. Mehl, Butter und Zimt hinzugeben und alles zu einem luftigen Teig verarbeiten. Nachdem der Teig eine halbe Stunde geruht hat, in einer
heißen Pfanne die dünnen Crêpes hellbraun herausbacken. Beilage je nach Belieben: Apfelmus, Marmelade, Schokolade …
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Menschen & Meinungen
BRIXEN
Wechsel bei den Maltesern z Vor knapp 970 Jahren wurde der Souveräne Malteser Ritterorden, der sich der „Bezeugung des Glaubens und der Krankenpflege“ widmet, in Jerusalem gegründet. Von 1530 bis 1798 hatte er seinen Sitz auf Malta; daher rührt der heutige Name. Seit 1834 hat er seinen Mittelpunkt in Rom. Weltweit engagieren sich derzeit 13.500 Mitglieder. Seit 1997 gibt es eine eigenständige Delegation des Großpriorates Venedig des Mal-
teserordens mit Sitz in Bozen. Ihr gehören 28 Ritter, Damen, Donaten und Ordenskapläne an, denen 80 Helferinnen und Helfer zur Seite stehen. Erster und bisher einziger Delegat – so wird der Vorsitzende genannt – war der 82-jährige Carl Baron Eyrl, der bei der Mitgliederversammlung am 12. Mai erklärt hatte, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Sein Nachfolger ist der 53-jährige gebürtige Eppaner Hans-
Christoph Baron Hohenbühel, der mit seiner Familie seit Jahren in Brixen lebt und seit 1. Mai offiziell Brixner Bürger ist. Seit knapp drei Jahrzehnten ist der in Bozen tätige Anlageberater, der anlässlich einer Wallfahrt nach Loreto erstmals den Ruf verspürte, sich enger an den Orden zu binden, Mitglied. Bei seiner Antrittsrede dankte er seinem Vorgänger für die geleistete Aufbauarbeit und versprach, sich
Echo
Leser schreiben uns
„Baywatch-Style“ Eine Reaktion zum Leserbrief von Barbara Fuchs, „Brixner“ Nr. 328, S. 22
Ingo Fink, Brixen
Sehr geehrte Frau Fuchs, zu Ihren Ausführungen möchte ich gerne eine kurze Stellungnahme abgeben. Im Zeitalter der Globalisierung und des laufend zunehmenden Internethandels leidet der Einzelhandel in Großund Kleinstädten. Jede Initiative, die Leute in unsere Stadt bringt, ist gut und zu begrüßen. Mit meiner Familie in der Warteschlange stehend, habe ich mich darüber gefreut, dass Leute aus anderen Landesteilen, die sonst mit Sicherheit nicht nach Brixen gekommen wären, unsere Stadt besucht haben, um sich das Lichtspektakel und den Brunnenparcours in unserer schönen Altstadt anzuschauen. Weniger erfreut war ich über
das Lichtspektakel selbst. Abgesehen von unrichtigen Textübersetzungen und Persönlichkeiten aus der griechischen Mythologie, die sich in Badehosen und im „Baywatch-Style“ zu musikalischen Klängen bewegten, hatte ich mir den Inhalt zum Thema „World of Water“ wohl etwas anders vorgestellt. Aber gut, das ist Geschmacksache, und Geschmäcker sind nun mal verschieden. Aus dem allgemeinen Echo kann man ohne Zweifel entnehmen, dass den Besuchern die Brunnen gefallen haben; über die Lichtshow wurde wohl eher mit weniger Begeisterung gesprochen. Ob die Initiative wirklich „handelsorientiert“ war, wage ich bei nur einzelnen geöffneten Geschäften zu bezweifeln; am ehesten werden wohl die Gastwirte davon profitiert haben. Was die Kosten anbelangt und die Einsetzbarkeit dieser „öffentlichen Gelder“ in andere Aktivitäten – nun, dazu möchte ich hier nicht näher eingehen, ich kann mich aber Ihrer Argumentation teilweise anschließen. Den Machern
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um die weitere innere, religiöse und gesellschaftliche Festigung der Gemeinschaft zu bemühen. Er appellierte an den Teamgeist aller, denn „die anstehenden Herausforderungen können nur bewältigt werden, wenn sie auf mehrere Schultern verteilt werden“. jb
bleibt die Aufgabe, die nächste bereits geplante Ausgabe zu verbessern. Ich wünsche viel Erfolg!
„Stadt voller gutgelaunter Leute“ ...und noch ein Echo zum Leserbrief von Barbara Fuchs, „Brixner“ Nr. 328, S. 22
Uta Helm, Brixen
Also, auf den Leserbrief von Barbara Fuchs im letzten „Brixner“ muss ich einfach antworten. Wie kann man nur so wortreich etwas für mich total Positives gleich negativ machen? Ich bin ein paarmal nachts durch Brixen gegangen und habe mich einfach nur gefreut! Unser schönes, verschlafenes Städtchen voller gutgelaunter Leute! Mit so vielen Unbekannten bin ich ins Gespräch gekommen, hauptsächlich Einheimische übrigens, nicht unbedingt zahlkräftige und extrem konsumfreudige. Das war es ja, was mich so positiv überraschte: Jeder konnte sich gratis unterhalten. Keine Schnapsbuden und überlaute Bands an jeder Ecke. Keine Betrunkenen sind, wie üblich bei unseren Festen, herumgetorkelt, und die Anwohner haben nicht den Lärm ertragen müssen. Müll habe ich auch nicht mehr als sonst gesehen. Alles hat erst bei Dunkelheit begonnen; wem es nicht gefallen hat, ist daheim geblieben – so einfach war das. Übrigens, apropos Kultur: Eines schließt das andere nicht aus! Man kann kulturell aktiv sein und sich doch gerne schönen Kitsch anschauen. Man muss doch nicht alles so bierernst sehen, son-
dern positiv und mit Humor! Mir hat es jedenfalls gefallen, und ich war ganz sicher nicht die einzige.
„Katzenstreu ist nicht gleich Katzenstreu“ Leserbrief zum Bericht „Müll trennen und sparen“ im Brixner Nr. 328, S. 59
Michele Bellucco, Leiter der Umwelt dienst der Stadt werke Brixen
Bei der Mülltrennung steckt der Teufel manchmal im Detail. Um aufmerksame Leser des ausführlichen Artikels über die Müllthematik nicht in die Irre zu führen, sei festgehalten, dass Katzenstreu nicht gleich Katzenstreu ist. Nur Katzenstreu, auf der vermerkt ist, dass sie biologisch abbaubar beziehungsweise kompostierbar ist, darf über die Biomülltonne entsorgt werden. Diese Katzenstreu ist meist aus Sägemehl, natürlichem Sand, Papier, Stroh oder Holzspänen hergestellt. „Klassische“ Katzenstreu aus künstlichem Material ist nicht biologisch abbaubar und gehört ausschließlich in die Restmülltonne. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info
Pro& Contra War diese Impfpflicht wirklich notwendig? Der Hintergrund:
Quando si parla di pesce... Wenn's um Fisch geht... Viele Ideen für leckere Sommerund Grillgerichte
Foto: Oskar Zingerle
Die italienische Regierung hat ein Gesetz über Pflichtimpfungen für Kinder erlassen. Die Impfpflicht gilt für insgesamt zwölf Krankheiten, darunter Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Nicht geimpfte Kinder im Alter bis zu sechs Jahren werden künftig nicht in Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen aufgenommen.
WALTER NIEDERSTÄTTER, Basisarzt und seit 1991 Sprengelhygienearzt der Gemeinde Brixen: „Impfen schützt!“
MAGDALENA PRAMSTRALLER, Psy chologin und Mutter zweier Kinder: „Dieses Dekret verletzt die Rechte der Familien“
Ja Impfungen sind – neben der Hygiene
Nein Die Impfung stellt eine der größ-
des Trinkwassers – die wichtigste Errungenschaft der Medizin, gezielt schweren Infektionskrankheiten vorzubeugen. Als Arzt wurde ich immer wieder mit schweren Komplikationen aufgrund von Infektionskrankheiten bis hin zum Tod konfrontiert. Ich betreue zwei ältere Frauen, die nach einer Kinderlähmung im Kleinkindesalter ihr Leben trotz schwerer Gehbehinderung mit Beinverkürzung, Wirbelsäulenkrümmung und chronischen Schmerzen gemeistert haben. Die zunehmende Impfmüdigkeit, eine gewisse Gleichgültigkeit, fehlendes Kennen der Krankheiten und deren Risiken sowie durch wissenschaftlich nicht fundierte Theorien wurden Impfungen nur mehr halbherzig befolgt, sodass die Durchimpfungsrate italienweit sank. Südtirol liegt an letzter Stelle! Die Impfpflicht wurde notwendig, um schwere Epidemien zu verhindern. Ein Beispiel: Bei Masern wurde ein Zuwachs von über 500 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Hier musste der Staat reagieren. Mit dem neuen Gesetzesdekret will der Staat eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent erreichen. Ziel ist es, die Zahl der Neuerkrankungen, der Krankenhausaufenthalte, die Restinvaliditäten und die Todesfälle deutlich zu reduzieren. Eine hohe Durchimpfungsrate ist wichtig, um eine „Herd-Immunität“ in der Bevölkerung zu erreichen, bei der sowohl der Einzelne als auch die Allgemeinheit geschützt ist, womit das Virus sich nicht mehr ausbreiten kann. Auch ein Kind, das nicht geimpft werden darf, ist somit indirekt geschützt. Impfen ist also auch ein Akt der Solidarität mit den Mitmenschen. z
ten Errungenschaften der Medizin dar, und ihr Stellenwert für das Erreichen des hohen gesundheitlichen Standards unserer Zeit steht außer Diskussion. Das Problem liegt hauptsächlich darin, dass die aktuelle Debatte vielfach an der falschen Front geführt wird. Es geht nicht um ein generelles Pro oder Contra gegenüber der Impfung, sondern in erster Linie um die Ablehnung der Art und Weise, mit der die Regierung selbige zu erzwingen versucht. Es ist unzumutbar, dass ein moderner, europäischer Rechts- und Sozialstaat mit dem Entzug des Rechts auf Bildung, der Verhängung von Geldstrafen bis zu 7.500 Euro und letztlich mit dem Entzug des Sorgerechtes die Impfung mit einem – weltweit einzigartigen – 12-fachen Impfstoff durchsetzen will. Der Gesetzgeber begründet die Maßnahme mit dem gehäuften Auftreten der Masern im vergangenen Jahr. Diese Gefahr ist ernst zu nehmen, doch wären Aufklärungsarbeit über die Erkrankung und die Bereitstellung der Masernimpfung im Sinne eines Rechts anstatt einer Pflicht vielleicht die angemessenere und erfolgversprechendere Strategie. Beispiele aus anderen Ländern der EU zeigen eindeutig, dass ein Impfrecht der Impfpflicht um nichts nachsteht, was die Durchimpfungsrate betrifft. Das Dekret unterstellt allen Eltern, uninformiert und verantwortungslos zu sein, die der Impfung kritisch begegnen. Das sind sie nicht. Eltern möchten das Allerbeste für ihre Kinder. Aus diesem Grund fordern wir Entscheidungsfreiheit darüber, ob, wogegen und wann wir unsere Kinder impfen lassen. z
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Zu viel Fürsorge? Überbehütende Eltern tun ihren Kindern eigentlich nichts Gutes, und doch werden die Kleinen mit Verboten und zu viel Fürsorge in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Wir haben nachgefragt, was die Brixner Eltern von Überbehütung halten und wie sie selbst damit umgehen. Fotos: Oskar Zingerle
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UMFRAGE
Angst um ihre Kinder hat Ulrike Tauber öfters: „Meine sind jetzt 14 und 12, und ich will immer wissen, wo sie hingehen, mit wem sie unterwegs sind und was sie tun – das sagen sie mir aber leider nicht mehr immer. Heute ist es sicherlich anders als früher. Nicht, dass die Eltern damals nicht Angst um ihre Kinder gehabt hätten, aber es waren meist mehrere Geschwister, die gegenseitig auf sich aufgepasst haben. Heute sind die Möglichkeiten ganz andere. Ich bin überzeugt, dass es bis zu einem gewissen Punkt notwendig ist nachzusehen, auch wenn es sich die Kinder oft anders wünschen würden.“
„Teils, teils“, sagt Luise Thaler. „Es gibt Familien, die ihre Kinder in Glaskästchen stellen, und andere, die gar nicht nachschauen. Ein gutes Mittelmaß wäre meines Erachtens wohl das Gesündeste. Ich bin im Gastgewerbe tätig, und da haben wir viel mit Kindern zu tun – einige sind in ihrem Benehmen eine Katastrophe, andere hingegen ganz brav. Das hat, glaube ich, auch mit Erziehung zu tun.“ 26
„Überbehütung ist definitiv ein Thema, sei es in der Schule wie auch im gesundheitlichen Bereich. Man will als Mutter das Beste für sein Kind – in jeglicher Hinsicht. Natürlich hängt man an seinen Kindern, aber man muss auch lernen loszulassen – was sicher nicht einfach ist. Aber die Kinder werden größer, und man muss sie gehen lassen“, ist Sarah Astner überzeugt.
„Heutzutage wird von den Medien vieles aufgebauscht: Alles ist gefährlich, und bei allem muss man aufpassen. Logisch, dass sich das auch in der Erziehung unserer Kinder widerspiegelt. Ich selbst versuche sehr locker und entspannt an die Sache heranzugehen. Auf keinen Fall möchte ich auf den Kindern ‚draufpicken’, und das ist oft auch das Problem, dass viele Eltern vielleicht gar nicht merken, dass sie das tun. Extrem locker will man auch nicht sein, aber auch nicht extrem streng – dann fehlt den Kindern die nötige Selbstständigkeit“, sagt Matthias Rainer.
„Auf jeden Fall“, antwortet Konrad Pfitscher auf die Frage, ob Kinder überbehütet werden. „Insbesondere im Sport merkt man, dass Acht- oder Neunjährige beispielsweise nicht auf einem Bein stehen können. Früher wurde gekraxelt, gelaufen und gespielt, und heute dürfen die Kinder viel zu wenig für ihre körperliche Entwicklung tun, ohne dass sie auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden oder dass sie mit Verboten eingeschränkt werden.“
„Großteils wird schon überbehütet“, ist Daniel Blasbichler überzeugt. „Man passt besonders gut auf seine Kinder auf, insbesondere, was Gefahren oder eventuelle Verletzungen angeht. Ich bin selbst ein überbehütender Vater und ich glaube, ich werde das auch bleiben – natürlich nicht zu extrem, aber doch bin ich eher dafür, dass man genau schaut, was die Kinder tun.“
„Dieses Phänomen gibt es absolut – insbesondere im Schulkontext“, weiß Martin Rederlechner. „Da gibt es auch die Hubschraubereltern, die kommen, wirbeln und wieder gehen. Eltern glauben zunehmend, dass sie durch eine exzellente Planung über die Zukunft ihrer Kinder bestimmen können. Sie verlieren dabei aber das Maß fürs Gesunde. Man soll und kann nicht alles planen, damit tut man den eigenen Kindern nichts Gutes.“
Dass Kinder teilweise zu gut behütet werden, glaubt auch Monika Baumgartner. „Man muss dem Kind eine gewisse Eigenverantwortung zutrauen, natürlich immer auf sein Alter bezogen. Ich glaube, dass man heutzutage ängstlicher ist als früher: Dem Kind darf nichts passieren, man darf keine Fehler machen – das ist auch für die Eltern nicht einfach. Man will ja nur das Allerbeste für die Kinder.“
50x50x50 Landgewinn Die Festung Franzensfeste ist vom 10. Juni bis 1. Oktober 2017 wieder Schauplatz der zeitgenössischen Kunst Südtirols. Die Biennale 50x50x50 zählt nach ihren erfolgreichen Ausgaben von 2011, 2013 und 2015 zu den umfangreichsten Kunstausstellungen in Südtirol. Erstmals ist auch der Hofburggarten in Brixen Teil dieser Ausstellung. Über 50 Künstlerinnen und Künstler präsentieren mit ihren Werken den aktuellen Zeitgeist und treten in einen spannenden Dialog mit den historischen und einmaligen Räumlichkeiten der Festung und der besonderen Atmosphäre des Hofburggartens.
Der Sommer in der Franzensfeste im Zeichen der zeitgenössischen Kunst
Interessierte können auf diese Weise mit einem Ticket die zwei verschiedenen Standorte besuchen und sich einen Überblick zum aktuellen Kunstschaffen in Südtirol machen.
Rahmenprogramm 8. August 2017, 20.00 Uhr Atome – Live Hörspiel von Anna Gschnitzer 19. und 20. August 2017, 20.00 Uhr Total Quality Woman – Theaterperformance mit Alexa Brunner, Katharina Gschnell, Viktoria Obermarzoner, Petra Rohregger, Marlies Untersteiner, Regie: Eva Kuen 23. September Workshop – Mz* Baltazar’s Lab „Analog-Digital Sampling“ auf Anmeldung unter info@saav.it 30. September Literarisches Symposium „Unruhige Formen“ 10.30 und 13.30 Uhr Performative Walks 15.00–17.00 Uhr Forum 17.30 Uhr Großlesung der SAAV, anschließendes Fest der Autor*innen und Künstler*innen
Öffnungszeiten Mai – Oktober Di–So 10.00–18.00 Uhr November – April Di–So 10.00–16.00 Uhr
Kontakt www.franzensfeste.info info@franzensfeste.info T +39 0471 057218
Astrid Gamper, Gedächtnisblicke
Von CASA Nang – Das temporäre Literaturhaus 2017 ein Projekt der SAAV initiiert und koordiniert von Maria C. Hilber, in Zusammenarbeit mit Matthias Vieider
DIE HOFBURG GIBT EINBLICK IN DIE RENAISSANCEKUNST IN TIROL
Kunst & Kultur
Renaissance im Gebirge
Die Hofburg Brixen widmet eine Ausstellung dem Künstler Bartlme Dill Riemenschneider und seiner Zeit, sprich der Renaissance. Wer Spuren dieser Kunstepoche in Südtirol entdecken will, muss zwar die Augen öffnen, doch er wird fündig – und das nicht nur in den Kirchen, sondern auch in so mancher Burg, in einem Adelssitz oder auf einem Kachelofen.
B
artl, bleib bei deinen Riemen!“ – diesen Rat hat Gott sei Dank niemand dem um 1495 in Würzburg geborenen Bartlme Dill Riemenschneider gegeben. Obwohl: Würde man logisch folgern, wären Bartlmes „Riemen“ die Bildhauerei, denn sein Vater, Tilman Riemenschneider, war ein bedeutender Bildschnitzer in Deutschland. Die Berufsbezeichnung in seinem Namen geht also wohl noch weiter in die Vergangenheit zurück. Trotzdem scheute sich der Künstler nicht, sich selbst auf dem 1545 gemalten Dreikönigsaltar bildlich zu verewigen, und zwar just beim Hantieren mit einem Riemen. Das konnte sich Riemenschneider auch erlauben, denn immerhin gilt er als bedeutendster Künstler der Renaissance im südlichen Tirol.
Vom Handwerk zur Kunst. Dieses
Selbstbewusstsein ist mitunter eine der Errungenschaften, die die Künstler dieser Zeit auszeichnet, denn im Mittelalter war der Künstlerberuf zwar angesehen, doch die Ausführenden sahen sich selbst eher als Handwerker. „Das neue Selbstbewusstsein der Künstler in der Renaissance zeigt sich ganz banal darin, dass Werke signiert und datiert wurden“, beschreibt Johanna Bampi, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hofburg. Doch auch der nunmehr gut gebildete Adel war selbstbewusster, was sich darin widerspiegelte, dass zum Beispiel eine Hochzeit zum Anlass genommen wurde, um ein Portrait in Auftrag zu geben. Das Selbstbildnis war dann so etwas wie ein Statussymbol, 28
das man sich eben auch mal leistete und das darüber hinaus auf die humanistische Bildung des Portraitierten hinwies. „Bilder aus dieser Zeit sind voll mit humanistischen Anspielungen“, verrät Bampi. Als Adliger hatte man eine gewisse Bildung; man interessierte sich für die Geschichte und für alles Mögliche – und das wollte man auch zeigen.
Einfluss aus Süddeutschland. Doch wie kommt ein Maler wie Bartlme Dill Riemenschneider eigentlich von Würzburg nach Südtirol, und zwar ausgerechnet
„Der rege Kunsttransfer zwischen Süddeutschland und Südtirol war Folge und Begleiterscheinung enger Kontakte auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. So traten in Bozen Augsburger Kaufleute, die sich anlässlich der Messen in der Talferstadt aufhielten, als Auftraggeber von Kunstwerken in Erscheinung.“ Über diesen Umweg entstand dann auch das nun in der Brixner Hofburg ausgestellte Kalksteinepitaph, geschaffen in Augsburg von Gregor Erhart, das ehemals an der nördlichen Außenwand der Bozner Pfarrkirche
„In der Gotik wäre der Schmerzensmann wohl eher gerade gestanden. Diese Haltung ist hingegen typisch für antike Statuen und wurde eben in der Renaissance wieder aufgegriffen“, weiß Bampi.
Die Realität im Blick. Das Epitaph
vereint aber noch weitere für die Renaissance typische Merkmale, denn die Figuren sind mit Akribie gemeißelt: Das Gewand des jungen Ambrosius Wirsung zum Beispiel mit den reich verzierten Ärmeln, oder auch die Adern, die an Christus’ Beinen hervortreten, wurden in den Kalkstein gehauen.
„Renaissance hat viel damit zu tun, in den Bildern die zeitgenössische Wirklichkeit darzustellen“_ Johanna Bampi, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hofburg ins über 500 Kilometer entfernte Bozen? Genau genommen war dies in der damaligen Zeit nichts Ungewöhnliches, die Renaissance schwappte nämlich von Süddeutschland nach Tirol über und nicht, wie man meinen könnte, von Italien, das ja als Hochburg dieser Kunstform gilt. „Ein für die Kunst der Renaissance in Südtirol bestimmender Faktor ist die enge Bindung an den süddeutschen Kunstraum, die sich im Import von Kunstwerken ebenso niederschlug wie in der Zuwanderung von Künstlern“, schreibt Hanns-Paul Ties im umfassenden Katalog. Ties kuratiert zusammen mit Johann Kronbichler, Direktor des Diözesanmuseums, die Ausstellung „Renaissance im Gebirge“.
angebracht war. Der Augsburger Bürger Johannes Wirsung hatte es in Auftrag gegeben, um an seinen Sohn Ambrosius zu gedenken, der 1513 im Alter von 28 Jahren wohl in Bozen gestorben war. Zahlreiche Beschädigungen und Abplatzungen zeugen vom Alter des Gedenksteins; der Rahmen mit dem antiken Säulenaufbau ist im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Auch Schrifttyp und Haltung der Christusfigur lassen die Antike aufleben: „Jesus steht kontrapostisch“, erklärt Johanna Bampi die ungewöhnlich lässige Haltung der Figur. Der Kontrapost bezeichnet dabei das Nebeneinander von Stand- und Spielbein zum Ausgleich der Gewichtsverhältnisse.
Diese Detailverliebtheit fällt aber auch bei anderen Ausstellungsstücken ins Auge. Zum Beispiel bei den drei 1520 von Michael Parth geschnitzten Statuen. Er hätte sich die Arbeit bedeutend einfacher machen können, hätte er Lockenhaar, Fingerhaltung, Gesichtsausdruck und Faltenwurf der Kleidung nicht derart detailgetreu und kompliziert dargestellt. Gleiches fällt auf bei der Kreuzigungsgruppe, die um 1530 von einem Schüler des Landshuter Meisters Hans Leinberger für den Altar der Heiligkreuzkapelle unterhalb der Jaufenburg bei St. Leonhard in Passeier gefertigt wurde. Verzweifelt blickt Johannes zu Christus am Kreuz empor, Maria hingegen hat ihr von einem tief ins Gesicht
FRÜHER ALLROUNDER: Bartlme Dill Riemenschneiders Dreikönigsaltar gilt als wohl bedeutendstes sakrales Tafel gemälde, später bemalte er aber auch Kachelöfen
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Kunst & Kultur
gezogenen Schleier bedecktes Haupt trauernd geneigt. Nicht nur die kunstvoll geschnitzten Lockenhaare Johannes’ scheinen von einem Luftzug in Bewegung gebracht zu werden, sondern auch die Kleidung der Figuren erleben durch den Wind einen komplizierten Faltenwurf. Auffällig sind auch die sorgfältig ausgeführten Muskelpartien an Christus’ breit ausgespanntem Oberkörper sowie die stark durchgedrückten Knie. Diese verschiedenen Merkmale führen nun dazu, dass die Figuren lebendig wirken, Emotionen vermitteln – fast wie bei einem für die Ewigkeit eingefangenen Augenblick.
teilweise naturalistischen Darstellungen weisen eindeutig auf eine Meisterhand hin“ – so lautet die Beschreibung im Ausstellungskatalog zu dem Messbuch. Geschrieben wurde das Buch vom Augustiner Chorherrn Stefan Stettner 1524 im Auftrag des Propstes Augustin Posch. Wer der Buchmaler war, konnte bislang jedoch auch trotz intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung nicht festgestellt werden.
Um an seinen 1513 in Bozen verstorbenen Sohn zu gedenken, ließ der Augsburger Johannes Wirsung ein Epitaph aus Kalkstein meißeln
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Zeitgenössische Wirklichkeit. Schauplatz Alpen. Die in diesem Zugegeben: Etwas irreal wirkt es schon, die Auferweckung des Lazarus vor einem Palast mit antikisierenden Architekturformen, Burg und Kirche mit mittelalterlichem Charakter und alpinem Bergmassiv im Hintergrund zu sehen – noch dazu, wenn die Personen, die sich um Lazarus und Christus scharen sowie im Hintergrund ihrem Alltag nachgehen, Kleidung tragen, die typisch ist für die Renaissance in Deutschland. Jerusalem und die in der Bibel überlieferte Geschichte wurde kurzerhand in die Zeit von 1530 übertragen – und das war in der Renaissance keine Seltenheit. „Renaissance hat viel damit zu tun, in den Bildern die zeitgenössische Wirklichkeit darzustellen“, erklärt Johanna Bampi. Im Vordergrund kniend ist zudem der Stifter des Bildes, der Brixner Domherr Mathias Horn, zu sehen. Mit diesem Epitaph wollte er, wie es in der Inschrift heißt, von Künstlerhand seinen eigenen Glauben und seine Hoffnung auf Unsterblichkeit zum Ausdruck bringen. Überraschend ist dabei nicht nur die mit der Renaissance aufkommende Sichtbarkeit des Stifters, sondern auch dessen realitätsgetreue Darstellung: Horn gab das Gedenkbild mit 70 Jahren in Auftrag – und als alter Mann mit grauem Haar und Falten wurde er auch gemalt. „Das Abbild hat starke Portraitzüge“, erklärt Bampi, „das heißt, die gemalten Personen wurden nicht so stark idealisiert, wie es vielleicht früher der Fall gewesen wäre, sondern man hat sich schon eher an die Realität gehalten.“ Gewisse Schönheitsmakel hat man bestimmt auch einfach ignoriert; heutzutage würde man dergleichen wohl am Computer retuschieren. 30
Epitaph im Hintergrund angedeutete Beziehung zur Südtiroler Landschaft zeigt sich in manchen Bildern stärker. Zum Beispiel spielt sich eine biblische Szene wie das Martyrium der Heiligen Katharina von Alexandria vor verschneiten, felsigen Bergen und umringt von Fichten und Alpenblumen ab. Diese Übertragung der Bildszenen in die Alpen, das Kleiden der Personen in für deutsche Edelleute typische Gewänder – das sind zwei typische Merkmale der Tiroler Renaissance. Die Grundzüge, die so typisch sind für die von Italien ausgehende Kunstform, bleiben dabei aber natürlich erhalten. Zu den bereits genannten Merkmalen wie aufkeimende Vorliebe für Portraits, die an Muskelstudien angelehnten Körperabbildungen, die ausdrucksvollen und emotionalen Gesichter und Gesten kommt selbstredend die Zentralperspektive hinzu. Diese dreidimensionale Gestaltung des Raumes, bei der die Linien auf einen Fluchtpunkt zusammenlaufen, ist sozusagen die Errungenschaft der Renaissance. „Durch die Zentralperspektive wurde architekturüberzeugend konstruiert“, erklärt Johanna Bampi, „wobei es das Bestreben, das flache Bild dreidimensional wirken zu lassen, natürlich schon länger gibt.“ Wenn es nach der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Hofburg geht, sind oftmals genau diese Übergangszeiten das Spannende. „Es gibt viele Objekte, bei denen man zweifelt, ob sie noch der Gotik oder doch bereits der Renaissance zuzurechnen sind. Die Praxis funktioniert schließlich nicht so einfach wie die Kategorisierung der Kunstgeschichte, und
es entsteht ein fließender Übergang.“ Zu erkennen ist das unter anderem bei Michael Pacher, der im 15. Jahrhundert die Zentralperspektive nach Tirol brachte. „Bei seinen gotischen Flügelaltären kann er diese auch teilweise besser anwenden als manch anderer italienischer Renaissancekünstler“, verrät Bampi.
Dürer als Vorlage. Im 15. Jahr-
hundert eroberte mit dem Buchdruck eine weitere Errungenschaft Europa, und man begann, mit Kupferstichen und Holzschnitten zu arbeiten. Dadurch konnten Künstler ihre Werke einfach und in für damalige Zeiten hohen Auflagen verbreiten. Gerade im süddeutschen Raum blühte das Medium auf – was unter anderem bestimmt mit ein Grund für die überregionale Bedeutung von Albrecht Dürer oder Albrecht Altdorfer ist. Wegen der engen Verbindung Tirols zum süddeutschen Raum wurden auch in der Tiroler Renaissance viele Bildmotive an grafische Vorlagen von Dürer oder Altdorfer angelehnt. Sichtbar gemacht wird diese Verbindung bei der Ausstellung, indem zum Beispiel neben dem Kreuzigungsaltärchen, das Sebastian Schel 1537 gefertigt hatte, die Bildvorlage, und zwar Albrecht Dürers Holzschnitt „Der kleine Kalvarienberg“ von ca. 1503/04, gezeigt wird. Der Buchdruck bedeutete allerdings gleichzeitig das Ende der handgeschriebenen Bücher, was gerade angesichts des ausgestellten Missales des Neustifter Propstes schade ist. „Differenziert gemalte Gesichtszüge, reich drapierte Gewänder und die sichere Beherrschung der Perspektive, nicht zuletzt aber auch der äußerst detailreiche Randschmuck mit
Kunst für den Ofen. Die Renaissancekünstler entdeckten aber nicht nur kirchliche, sondern auch weltliche Themen für sich. Und genau hier kommt der eingangs erwähnte Bartlme Dill Riemenschneider wieder zum Zug: Er hat nämlich eine neue Art der Ofengestaltung „erfunden“. Bislang gab es zwar grün glasierte Kacheln mit Reliefverzierung, doch Riemenschneider begann damit, Kachelöfen mit Geschichten in der Fayence-Technik zu bemalen. Für drei dieser Öfen hat sich Riemenschneider die Heldensage von Jason und Medea aus der griechischen Mythologie zum Vorbild genommen. Der Mythos erzählt von der Zauberin Medea, die Jason dabei hilft, das von allerlei Ungeheuern bewachte Goldene Vlies, das Fell eines goldenen Widders, zu erobern. Der erste dieser Öfen wurde im Auftrag des Fürstbischofs Cristoforo Madruzzo für die alte Brixner Hofburg von Riemenschneider eigenhändig bemalt; der Ofen wurde schließlich von der alten Brixner Hofburg in den um 1600 errichteten Neubau übernommen. Im Rahmen der Ausstellung zu sehen ist allerdings jener Ofen, der für die Fragsburg bei Meran geschaffen wurde; dieser steht heute ebenfalls in der Brixner Bischofsburg. „Das spannende daran ist, dass sich Riemenschneider in einer Zeit, in der die Nachfrage nach Altären einbrach, nicht zu fein war, eine andere Art der Kunstgattung für sich zu entdecken“, verrät Bampi. Er war sozusagen ein früher Allrounder. Die Ausstellung „Renaissance im Gebirge. Der Maler Bartlme Dill Riemenschneider und seine Zeit“ ist in der Hofburg Brixen bis 31. Oktober zu sehen. Am Freitag, 14. Juli, ist zudem um 14 Uhr eine Themenführung durch die Sonderausstellung geplant.
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LITERATUR & WEIN
Kunst & Kultur
Wahre Worte und würziger Wein Vom 8. bis 11. Juni ging das von Sabine Gruber ins Leben gerufene internationale Literaturfestival „WeinLESEN“ in Neustift über die Bühne – mit exquisiten Kostproben von Eisacktaler Weinen und preisgekrönten Schriftstellern.
Literatur und edle Tropfen trafen auch heuer wieder beim internationalen Literaturfestival „WeinLESEN“ in Neustift aufeinander
B
– und wundert sich gleichzeitig darüber, dass man ihm, einem Journalisten, die Eröffnungsrede überlässt. Es sei mir erlaubt, die vielbeachtete Rede auszugsweise anzubringen: „Ich darf Sie daran erinnern, dass meinem Berufsstand ein
fragwürdiges Renommee eignet. Journalisten, das sind doch die Tagelöhner der Desinformation, sie sind die Repräsentanten der Halbbildung, und die Halbwertszeit ihrer Erkenntnisse reicht über die Zeitung oder den Schnee von gestern nicht hinaus. Schon der
Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich weiland über seinen physischen Ekel an der Sprache der Journalistik geäußert, weil sie im krassen Gegensatz zur Gelehrsamkeit und zur Bildung stünde. (...) Wir, die säkularisierten Schreiber, waren einst die Triebkraft der
graphic-kraus.eu
ei der zweiten Ausgabe des Literaturfestivals „WeinLESEN“ im Augustiner Chorherrenstift Neustift zitiert der ORF-Ressortleiter Andreas Pfeifer Sabine Gruber, die im letzten Jahr „vielfältige Weltbeschau statt Südtiroler Nabelschau“ gefordert hatte
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Globalisierung, wir standen ganz vorne an der Front der Weltwahrnehmung, und wir veränderten sie auch, wir wagten die Kritik, wir probten den Aufstand gegen die Mächtigen. Und Sie, liebe Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Sie hatten die Wahl. Sie konnten sich unserer Bewegung anschließen, als engagierte Literaten, Sie konnten Ihre fiktionalen Archive entrümpeln und mitmarschieren an der Front der medialen Welterschließung oder aber sich schmollend zurückziehen hinter die Bücherberge, in die Stiftsbibliotheken. Beinahe hätten wir Sie abgedrängt in die Winkel der Schöngeistigkeit, die nicht mehr galt und nicht mehr zählte. Doch ich kann Sie beruhigen, auch diese Zeiten sind vorbei, auch wir, die Journalisten, haben kapituliert. Wir leben ja nachweislich in Zeiten,
von Fake News bleiben dem Publikum sicherlich der Auftritt von Erri De Luca und Roberta Dapunt in Erinnerung. Der wohl berühmteste italienische Schriftsteller der letzten Jahrzehnte spricht von seiner aufwühlenden Erfahrung auf einem Rettungsschiff und beschreibt diese in seinem Logbuch wie folgt: „Ich habe keine Tätowierungen, meine Haut weist lediglich die Zeichen der Zeit auf. Was sich auf der Welt ereignet und mich physisch betroffen macht, gräbt sich mir unterhalb der Haut ein. Da ich diese bewohne, kann ich diese Tattoos fühlen. Manche von ihnen werden ihre Farbe nie verlieren.“ Roberta Dapunt hingegen besticht wie gewohnt mit ihrer archaisch kargen und doch so poetischen Lyrik über ihr bäuerliches Umfeld.
„‚Was aber bleibet, das mögen die Dichter stiften’, sagte einst Friedrich Hölderlin. Der Satz gilt“_ Andreas Pfeifer, ORF-Ressortleiter in denen demokratisch gewählte Präsidenten die Medien als Feinde des Volkes bezeichnen und sie als Lügenpresse verdächtigen. Es sind Zeiten, in denen Präsidenten die Herren der Fiktion sind, die Presse- und Meinungsfreiheit beschneiden und Journalisten und Schriftsteller ins Gefängnis werfen. (...) Liebe Dichter, die Freiheit Ihrer Fiktionen ist bedroht. Sie müssen die humanistischen Möglichkeitsräume Ihrer Kunst verteidigen, Sie, die angestammten Erzähler, dürfen nicht zulassen, dass die Narrative unserer Zeit von Spindoktoren, von Maschinen, von Algorithmen verfasst werden. Besetzen Sie die Zwischenräume der digitalen Schwarzweißpostulate mit der analogen Wahrhaftigkeit Ihrer Wahrnehmungen, der inneren Stringenz Ihrer Gedanken, der Wahrheit Ihrer Imaginationen, mit der Unverwechselbarkeit Ihres Ausdrucks, mit Ihrem einzigartigen Tonfall, besetzen Sie mit Ihrer Sprache unverdrossen die Leere zwischen dem Gerede und dem Geschrei. ‚Was aber bleibet, das mögen die Dichter stiften’, sagte einst Friedrich Hölderlin. Der Satz gilt.“
Aufwühlende Erfahrungen. Nebst der Brandrede für die schreibende Zunft in Zeiten
Einen höchst bemerkenswerten Abend bescherten Sabine Gruber und Renate Mumelter allen Liebhabern von Anita Pichlers Werk. Wer glaubte, schon vieles über Anita Pichler zu wissen, wurde eines Besseren belehrt. Katja Lange-Müller und Robert Schindel setzten einmal mehr ein paar Puzzleteilchen über die introvertierte „schöne Italienerin“ zusammen, die nie über ihre Arbeit als Schriftstellerin sprach. Erstmals wurde auch die berührende Vertonung Haimo Wissers von „Das Herz“ zu Gehör gebracht.
Humorvoll und skurril. Die Le-
sungen fanden im Stift selbst statt und bei den Winzern der Umgebung, vorgetragen von Berühmtheiten wie Arnold Stadler, Karl-Markus Gauß, Pedro Lenz, Anna Weidenholzer, Lena Gorelek oder Dimitré Dinev und die herzerfrischenden Gebirgspoeten. Humorvolle, melancholische, aber auch skurrile Geschichten und würzige Eisacktaler Weine belebten Geist und Körper bei dieser hochkarätigen Veranstaltung, die aufgrund gepfefferter Eintrittspreise wohl einem elitären Publikum vorbehalten bleiben wird. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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AUSSTELLUNG
Kunst & Kultur
Emotion – Kunst, die bewegt z Alex Pergher, Leander Piazza und Sergio Sommavilla sind längst keine unbeschriebenen Blätter in Kunstkreisen. In einer gemeinsamen Ausstellung zeigen sie in der Galerie 90 in Mühlbach ausgewählte Werke zum Thema Emotion. Die Entstehung eines Kunstwerkes sei genauso ein emotionaler Prozess wie die Betrachtung desselben, erklärte Benno
Röggla in seinen einführenden Worten anlässlich der Ausstellungseröffnung. Spannend sei, sich dabei selbst zu beobachten, welche Emotionen ein Kunstwerk in einem auslöse, und – für Fortgeschrittene – auch das Warum zu hinterfragen. Die Ausstellung ist in den kommenden Wochen nach Vereinbarung mit Alex Pergher zu sehen, Telefon 348 71 02 550. oz
als Stimmbildnerin verschiedener Chöre. Gemeinsam haben die drei, dass sie Preisträger des Brixner Rotary Clubs sind. Es ist eine lobenswerte Initiative, die seit inzwischen 38 Jahren veranstaltet wird: Der Rotary Club Brixen unterstützt jedes Jahr drei Musiker aus den drei Sprachgruppen „für hervorragend erzielte Leistungen im Rahmen ihres Musikstudiums“ mit einer Anerkennungsurkunde und einem Geldpreis. Heuer wählte man den Kaisersaal der Hofburg für die Übergabe der Preise; danach gab es bei strahlendem Wetter einen gemütli-
chen Umtrunk im Innenhof der Hofburg. Anwesend waren auch Landesrat Florian Mussner, Stadträtin Paula Bacher und natürlich Hausherr Josef Gelmi sowie einige Mitglieder des Partnerclubs aus den Vereinigten Staaten. Präsident
Marco Dall’Aglio bedankte sich vor allem beim Initiator und Langzeitorganisator des Stipendiums, Mario Castiglioni. Im Bild: Mario Castiglioni, Johanna Kostner, Maria Sagmeister, Davide Pavan und Marco Dall’Aglio. wv
Für den Vinzentiner Mädchen und den Knabenchor hat sich die Reise zum Gesamttiroler Lan desjugendsingen Mitte Mai nach Schwaz gelohnt: Beim Wertungs singen im dortigen „SZentrum“ wurde beiden Chören von der Fachjury ein „ausgezeichneter Erfolg“ bescheinigt.
Zum Lachen kann man auch heuer wieder ins Kittchen gehen, und zwar genau zu 33 Veranstaltun gen, die ab 22. Juni den Innenhof des ehemaligen Bezirksgefängnis ses beleben. Mit dabei ist die Neu auflage des Vorjahresklassikers „SommerKnasttraum“, verschie dene Kabaretts, Musik und Jazz.
Das MatteoGoffrillerJugendsin fonieorchester spielt seine Som merkonzertreihe unter der künst lerischen Leitung des Brixners Stephen Lloyd. Der gebürtige Australier führte zuvor zehn Jah re lang das Jugendsinfonieor chester Südtirol, das derzeit noch auf eine Neuausschreibung der künstlerischen Leitung wartet.
K&K Kunst & Kultur
MUSIK
Rotarier vergeben Stipendien z Die Brixnerin Maria Sagmeister, Jahrgang 1998, ist nach der obligatorischen Blockflöte, die sie mit fünf Jahren gelernt hat, von der Gitarre und dem E-Bass schließlich beim Klavier gelandet, deren Spiel sie im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit Landesschwerpunkt Musik in Bruneck verfeinert. Der Brixner Davide Pavan, Jahrgang 1999, besucht seit sieben Jahren in der Musikschule Vivaldi die Musikkurse für klassische Gitarre. Johanna Kostner aus St. Ulrich, Jahrgang 1990, ist Vizechorleiterin des „Cor di Jëuni Gherdëina“ und wirkt mitunter
kurz
notiert
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NACHGEFRAGT
„Kunst wagt sich vor“ Herr Thaler, „Landgewinn“ titelt die nunmehr vierte Aus gabe der Biennale. Gemeint ist? Kunst rechnet nicht, sondern wagt sich vor ohne Sicherheitsnetz. Der Landgewinn, den die Kunst sich vornimmt, ist ein geistiger, innerer, der ohne Missgunst, Ausbeutung und Krieg vor sich geht. Sie will ein Land gewinnen, das groß genug für alle ist, die in Frieden die Wunder des Lebens zu bestaunen gewillt sind. „Landgewinn“ ist die übergeordnete Klammer; ansonsten bestimmen die Künstler selbst ihre Themen nach ihren vielgestaltigen Visionen.
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Erstmals sind unter den 55 Künstlern einige dabei, die erst seit kurzem Südtiroler sind … Unter den zahlreichen Menschen, die auf der Suche nach Sicherheit und Frieden hier ihre zweite Heimat gefunden haben, sind einige hochbegabte Künstler, die unsere Aufmerksamkeit verdienen und das breite Spektrum der zeitgenössischen Kunst in unserem Land bereichern mit ihrer rückhaltlosen Hingabe in tiefempfundenen Werken. Es gibt heuer noch mehr Neuer ungen … Der Landgewinn ist auch ein physischer, denn wir haben zur
Festung Franzensfeste einen neuen Standort dazu gewonnen, im einmaligen Ambiente des Hofburggartens im Herzen unserer Kunst- und Kulturstadt. Wir haben gemeinsam entschieden, die Ausstellung bis zum 1. Oktober auszudehnen, damit noch mehr Besucher sich ein Bild des aktuellen Kunstschaffens machen können. Die entscheidenden Neuerungen gehen von den Künstlern aus; sie finden immer neue Wege, mittels ihrer Schöpferkraft die Vielfältigkeit unseres Daseins aufzuzeigen.
Foto: Oskar Zingerle
HARTWIG THALER, Ideator der Biennale „50x50x50 ART Südtirol“, über den inneren Landgewinn in der Kunst und einigen Neuerungen bei der vierten Ausgabe der Biennale.
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MUSIK
Zum 100. Geburtstag z Am 2. Juni hat sich zum 100. Mal der Geburtstag von Kanonikus Karl Wolfsgruber gejährt, dem Vater der Denkmalpflege in Südtirol und langjährigen Direktor des Diözesanmuseums Brixen, der weit über unsere Stadt hinaus viele Spuren hinterlassen hat. Zu diesem Anlass hat Anfang Juni Dompropst Josef Matzneller zusammen mit Präsident Josef Gelmi in der Kapelle der Hofburg einen Gottesdienst gefeiert. Anschließend hat der Verein Pro Cultura in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Brixen Musik und der Hofburg zu einem Konzert
mit dem böhmischen Klavierduo Radomir und Helena Melmuka und dem Bassbariton Michael Kubecka in den Kaisersaal eingeladen. Die beiden Musiker Melmuka verband eine tiefe Freundschaft mit Karl Wolfsgruber, die sie immer wieder nach Brixen und in die Hofburg führte. Beim Konzert war auch Bischof Ivo Muser anwesend. Auf dem Foto sind die Musiker mit Mario Castiglioni, Bischof Muser, Josef Gelmi, Stadträtin Monika Leitner und Vizebürgermeister Claudio del Piero mit dem Porträt von Karl Wolfsgruber zu sehen. wv
NEU IM REGAL Ötzis Leibarzt Wie ist es dazu gekommen, dass der Pathologe am Provinzkrankenhaus zum weltweit gefragtesten Mumienexperten wurde? „Weil du von Berufs wegen am meisten mit Leichen zu tun hast“, zitiert Eduard Egarter Vigl den damaligen Landeskonservator. Er, der den Tod untersuchte, sollte sich von nun an um die Gesundheit der 5.000 Jahre alten Leiche kümmern und sie vor dem Austrocknen bewahren. Die Eisskulpturen in Gröden brachten den Pathologen auf die Idee, die Mumie bei Temperaturen unter Null mit Wasser einzusprühen, um sie zu konservieren. Als man eine Pfeilspitze entdeckte, wurde Ötzi zum Kriminalfall und sein Leibarzt zum „Alpencolumbo“. Diese und noch mehr Geheimnisse um die Gletscherleiche entlockt Kulturjournalist Heinrich Schwazer Eduard Egarter Vigl und hält sie in einem gleichwohl spannenden wie unterhaltsamen Gesprächsprotokoll fest. 36
Eduard Egarter Vigl: Ötzis Leibarzt. Ötzi, Tutanchamun und andere Kriminalfäl le. Heinrich Schwazer im Gespräch mit dem Patho logen. Edition Raetia, 184 Seiten.
Aufschlussreiche Hintergrundinformationen und witzige Anekdoten belegen 20 Jahre Ötzi-Forschung, gespickt mit Querelen und Rivalitäten.
AUSSTELLUNG
Die Sprache der Farben z Die Begeisterung und das ehrenamtliche Engagement der Eisacktaler Freizeitmaler haben in Neustift bereits Tradition, denn die Beständigkeit und Ausdauer, mit der die Künstler in der kleinen Fraktion immer wieder malen und ausstellen, kann sich sehen lassen. Auch bei ihrer jüngsten Ausstellung in den Räumlichkeiten der Engelsburg ist es ihnen gelungen, das kunstliebende Publikum zu überzeugen. Zur Freude aller Beteiligten hatte sich auch der Hausherr und Förderer der Freizeitmaler, Prälat Chrysostomus Giner, mit seinen Werken daran
beteiligt. In der Vergangenheit hatte der Altabt ausnahmslos an verschiedenen Ausstellungen in seinem Heimatland Österreich teilgenommen. „Ich würde sagen, er kam zurück in sein Vaterhaus und wurde voll Freude und Begeisterung aufgenommen“, brachte es Vizebürgermeister Josef Tauber in seiner Festansprache auf den Punkt. Für Giner ist es die dritte Ausstellung innerhalb von sechs Monaten: „Das schaut nach Torschlusspanik aus“, scherzte der Prälat, der eher dem Drängen seiner malenden Kollegen nachgekommen war, „aber wir sind keine Künstler, sondern nur Leute, die
gerne malen.“ Auf welch hohem Niveau die Freizeitmaler arbeiten, brauchen sie schon lange nicht mehr zu beweisen. „Ich finde die ausgestellten Bilder nicht schön – ich finde sie beeindruckend“, lobte
Tauber das besondere Gespür für Farben, Formen und eigenen Stil, das jedes der Kunstwerke auf seine Art auszudrücken vermochte. sr
DIVERSES
Die Königin der Worte z Bis zum 8. Juli verwandelt sich die StadtGalerie in einen Märchenpalast, in dem das geschriebene Wort und das gedruckte Bild Hof halten. Der Sprachkünstler Arno Dejaco präsentiert das Märchen von der Königin der Worte zusammen mit der Fotokünstlerin Antonia Zennaro, die zurzeit in New Orleans lebt. Im Land von Frieden, Freude, Freiheit herrscht eine warmherzige Königin, die eines Tages auf das Wörtchen „Kein“ trifft, das niemand will. Dass solch ein nichtssagendes Wort am Hofe wohnen darf, schürt den Neid, und „wie von Geisterhand kommt das Wort: der Hass ins Land … der Frieden wurde eingesperrt, und Heiterkeit ist nichts mehr wert“. Rettung naht, wie kann es anders
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sein, vom unbedeutend kleinen Kein, das den Hass an die Hand nimmt; fortan wird KeinHass am Stadttor stehn. Fantastisch muten auch die Fotos von Globetrotterin Antonia Zennaro an, die Textilien mit einem speziellen Verfahren (nach Samuel Buelvas) belichtet. Die kolumbianischen Kinder tragen selbstgebastelte Kronen; sie sind König im eigenen Reich, auch wenn sie beileibe nicht in eine prunkvolle Realität hineingeboren wurden. Groß und Klein tauchen in ein Fantasiereich ein, wo KEIN Neid und Hass regieren soll. Die Künstler erinnern daran, wie wenig wir eigentlich brauchen, um glücklich zu sein. Toleranz und Zufriedenheit als Vision für unsere Welt. Ein schöner Traum! ird
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Juli 2017 SOMMEREMOTIONEN
Da ist was los, da muss man hin! Vom 13. Juli bis zum 17. August ist es endlich wieder Zeit für die Brixner Sommeremotionen. In der Brixner Altstadt organisieren die Veranstalter heuer insgesamt sechs Donnerstagabende, die verzaubern – und zwar mit Musik, Kulinarik und jeder Menge Unterhaltung.
z Die Sommeremotionen gehören inzwischen einfach zum Brixner Sommer dazu. Dieses Jahr legen die Veranstalter aber noch einen drauf: An gleich sechs Abenden werden die Besucher von über 20 Betrieben in der Brixner Altstadt mit einer Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten und Südtiroler Schmankerln verwöhnt. Zudem gibt es Unterhaltung pur: Live Musik, Tradition, Lifestyle, Kinderprogramm und noch vieles mehr! Gute Laune, belebte Gassen. Heiße Rhythmen und coole Drinks laden zum Verweilen ein, und nur allzu gern lässt man sich von der sommerlichen Stimmung anstecken und wird zum Nachtschwärmer. Knapp 50 verschiedene Musikgruppen werden im Zuge der Sommeremotionen die Brixner Altstadt zu ihrer Bühne machen.
Buntes Programm. Der Auftakt
zu den Brixner Sommeremotionen wird am 13. Juli gemacht. Das erste Highlight folgt dann mit
dem traditionellen VW-Käfer- und Vespatreffen, bei dem am 20. Juli am Domplatz die nostalgischen Motoren rattern und knattern. Alle Freunde des alten Eisens sind
Tiroler Abend her: Der 17. August ist knackigen Lederhosen und feschen Dirndl gewidmet. Volksmusik und Tiroler Rock laden zum Schunkeln und Mitklatschen ein.
* Brixner Sommeremotionen 13., 20., 27. Juli & 3., 10., 17. August 19–24 Uhr Altstadt Brixen
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ingasse stöbern und feilschen, durch die Gassen schlendern und das abendliche Treiben erleben.
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herzlich eingeladen! Am 3. August heißt es wieder ab in die 90ies, zu einem Abend im Zeichen der unvergesslichen Musik der 90er Jahre und der kultigen Afterparty „I love the 90ies“ im Club Max. Zünftig geht es beim traditionellen
Für die kleinen Gäste gibt es an allen Sommeremotionen-Abenden Spiel und Spaß im Kinderland am Hartmannsplatz mit Mitmachzirkus und Bungee-Trampolin. Die großen Gäste können auch einfach nur am Flohmarkt in der Albu-
den Brixner Sommeremotionen mit den Citybus-Linien 1 und 2! Geboten werden Sonderfahrten nach Elvas–Natz um 23:40 Uhr, Feldthurns um 0:10 Uhr und nach St. Andrä um 1:10 Uhr ab dem Busbahnhof Brixen. Eine Fahrt kostet 3 Euro, eine Fahrkarte, die die ganze Nacht über gilt, kostet 5 Euro. Die Tickets sind im Bus erhältlich, möglich ist auch die Entwertung über den SüdtirolPass.
DRÜBER Eine kabarettistische Theatercomedy mit Ingrid Maria Lechner Regie: Gabi Rothmüller Text: Alexander Liegl, Angelika Gruber, Ingrid M. Lechner Was macht eine Stewardess auf der Alm, was macht eine Sennerin im Flieger – und was steckt in dem mysteriösen Kasten im Herrgottswinkel? Ingrid M. Lechner führt ihre Gäste nach oben, hinauf auf die Alm, und spätestens auf 33 000 Fuß Reisehöhe fällt auf, dass Tomatensaft dicker ist als Blut. Schnallen Sie sich an, und warten Sie, bis das Zeichen über Ihnen erloschen ist. Und wundern Sie sich nicht, wenn neben Ihnen ein Zwerg sitzt, oder eine Kuh ...
* Mittwoch, 12. Juli, 20 Uhr Vahrn, Platz vor der Bibliothek
Der Eintritt ist frei.
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MUSIK
Veranstaltungen
Ein Festival der Liedermacher
z „Bei der Liedermacherkunst sollte man dem Zuhörer in die Augen sehen, denn Lieder, die Geschichten erzählen, sind bei Augenkontakt auf ihren Wahrheitscharakter besser zu überschauen“, sagte einmal Reinhard Mey. Die Möglichkeit, verschiedenen Liedermachern in die Augen zu schauen, hat man am 7. und 8. Juli in Sterzing beim Musikfestival „Songs an einem Sommerabend“. Besonders reizvoll werden die Abende durch die intime Atmosphäre, die im Innenhof des historischen Deutschhauses geschaffen
wird. Mit dabei beim Musikfestival sind unter anderem der große deutsche Liedermacher Heinz Rudolf Kunze, der solo mit all seinen Hits wie „Hunderttausend Rosen“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ auftritt, SOLOzuVIERT, die erfolgreichsten Liedermacher der neuen Austro-Song-Szene 2016, Dominik Plangger, der wohl bekannteste Südtiroler Liedermacher, und Titlá, das Aushängeschild für die sogenannte neue Volksmusik aus Südtirol mit Liedern im Pustertaler Dialekt. Die 31. Ausgabe des Musikfestivals wartet aber nicht nur
KUNST UND MUSIK IN DER HOFBURG
* Ein Sommerabend im Museum
Abendführung durch die Hofburg mit einem Glas Wein im Innenhof.
Mittwoch, 5., 12., 19. und 26. Juli, 20:30 Uhr
* Donnerstag im Museum Führung durch die Hofburg
6., 13., 20. und 27. Juli, 14 Uhr
* Renaissance im Gebirge
Führung durch die Sonderausstellung
Freitag, 14. Juli, 14 Uhr
* Kunstwerk des Monats: Papst Johannes Paul II., gemalt von Lesley de Vries Präsentation am Dienstag, 4. Juli, 16 Uhr Ausgestellt bis 30. Juli.
* Klavierabend mit Philipp Kronbichler Donnerstag, 27. Juli, 20 Uhr
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mit einem neuen Austragungsort auf, denn erstmals werden die Künstler nicht nur als Einzelbeiträge auftreten, sondern einige werden einen Session-Charakter herstellen. So wird der Südtiroler Dominik Plangger mit der großen Gaby Moreno im Duett singen, aber auch die anderen Akteure lassen sich als Überraschung interessante Dinge einfallen. „Songs an einem Sommerabend“ ist ein jährlich stattfindendes zweitägiges Musikfestival, das von Ado Schlier konzipiert und bisher auf der Open-Air-Bühne in Kloster Banz
in Bayern ausge-tragen wurde. Schlier ist in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter auch heuer für das Festival verantwortlich.
* Freitag, 7. und Samstag, 8. Juli, 19 Uhr Innenhof Deutschhaus, Sterzing
Kartenvorverkauf bei den Tourismusvereinen Sterzing, Brixen und Klausen sowie bei allen Athesia Buchhandlungen. Mehr Infos unter www.sterzing.com & songs-an-einem-sommerabend.de
BAROCK VOKAL & CONCERTO AD ÆQUALES Die „Missa pro Defunctis“ des spanischen Renaissance-Komponisten Cristóbal de Morales ist unbestritten ein Meilenstein abendländischer Zeremonialmusik. Das groß angelegte Werk wurde wahrscheinlich 1539 für die Trauerfeier Isabellas von Portugal, der Gemahlin Karls V., im Petersdom von Rom von der Cappella Sistina uraufgeführt. Danach fand es rasch in ganz Europa und in der Neuen Welt Verbreitung und wurde zur ersten Wahl bei Staatsbegräbnissen hochrangiger Persönlichkeiten. Für die Aufführung stehen dem Leiter Michael Form zwei exzellente Alte-Musik-Formationen zur Verfügung: Ensemble Barock Vokal und Concerto Ad Æquales.
* Freitag, 28. Juli, 20:30 Uhr Brixner Dom
Kartenvorverkauf: Tourismusbüro Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren www.musikkirche.it
Foto: Silvan Lamprecht
DIVERSES
Großes Kino am Ploseberg z Neu in diesem Sommer – ein unvergessliches Abenteuer auf der Plose und dem Gabler! An sechs Freitagen im Juli und August geht die neue Pfannspitz Kabinenbahn bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang für eine Bergfahrt in Betrieb. Der Gabler ist von der Bergstation so für jedermann in knapp 45 Minuten zu Fuß erreichbar! Frühaufsteher können dann die ersten Sonnenstrahlen des Tages genießen und „Großes Kino“ am Ploseberg erleben, und zwar mit einem einzigartigen Sonnenaufgang vor atemberaubender Kulisse der Do-
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lomiten! Im Anschluss laden die Pfannspitzhütte und die Rossalm zu einem reichhaltigen Frühstück ein (Voranmeldung erwünscht).
* 14., 21. & 28. Juli
4., 11. & 18. August
Bergfahrt Pfannspitz Kabinenbahn: je eine Stunde vor Sonnenaufgang (siehe www.plose.org/gabler) Talfahrt ab 9 Uhr Preis: Pfannspitz Kabinenbahn: 15 Euro; mit Summercard 8 Euro (Sonderfahrt) Kontakt: Brixen Tourismus Gen., 0472 836 401, www.plose.org/gabler
GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN
von Josef Maria Lutz Regie: Helene Stockner Als Büchsenmacher, Jäger (Wilderer) und Forstgehilfe ist der Brandner Kaspar in seiner Gemeinde bekannt und beliebt. Seinen 80. Geburtstag feiert der überaus rüstige Jubilar in großer Gesellschaft. Voller Zufriedenheit und mit neuem Lebensmut kehrt Kaspar heim, jedoch ein vermutlich verspäteter Geburtstagsgratulant erscheint bei ihm, mit einer Botschaft die alles verändert … Die Heimatbühne St. Andrä ist schon inmitten der heurigen FreilichtProduktion. Wiederum wird ein großes Spieler-Ensemble auf der Freilichtbühne stehen und eine noch größere Truppe hinter den Kulissen tätig sein, um diese herausfordernde Aufgabe in bestmöglicher Art und Weise zu bewältigen. Musikalische Unterstützung erhält die Heimatbühne durch Markus „Doggi“ Dorfmann.
* Sa., 15. bis Sa., 22.7.
* Sa., 19.8. bis Fr., 25.8.
Essen und gleichzeitig entschlacken. Eine Sommer-Fastenwoche für Körper, Geist und Seele.
Nutzen Sie Ihre Ferien für Ihre Gesundheit. Ferienseminar mit Tatyana und Georgi Jerkov.
* Do., 17.8. bis So., 20.8.
* Mo., 28.8. bis Sa., 2.9.
Urlaub mal anders. Eine Reise nach innen. Sommer-Workshop mit Dr. Elmar Teutsch: 4 Tage Zeit für sich selbst: Selbstsicherheit neu gründen und Lebensfreude zurückgewinnen
Kompaktes Wissen rund um die Zusammenhänge Essen und Psyche mit Kochworkshops mit Dr. Claudia Nichterl, Ernährungswissenschaftlerin und Kochbuchautorin.
Basenfasten für Körper und Geist
Angstfrei und selbstsicher
Gesundheit aus eigener Kraft
Ernährung und Psychologie
Anmeldung und Infos: www.bildungshaus.it – Tel. 0472 835 588
Alle Theaterfreunde und Freilichtbegeisterte sind eingeladen, vom 29. Juli bis 18. August (mit Ausweichterminen bis 24. August) sich diese lustig-ernste, humorvolle und tiefgründige Darstellung anzusehen.
* Samstag, 29. Juli PREMIERE
Dienstag, 1. August Freitag, 4. August Sonntag, 6. August Dienstag, 8. August Donnerstag, 10. August Samstag, 12. August Montag, 14. August Mittwoch, 16. August Freitag, 18. August jeweils um 21 Uhr St. Andrä, Parkplatz der Grundschule
Eintrittspreis: 18 Euro Erwachsene, 12 Euro Kinder Kartenreservierung ab 1. Juli täglich von 11–13 Uhr & 17–20 Uhr unter der Tel. 348 732 13 20 Infos unter www.heimatbuehne-standrae.it
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SÜDTIROL JAZZFESTIVAL Veranstaltungen
Programm in Brixen & Umgebung
* Jazz & Wine Tour feat. Ramos,
Bly, Vignato, Benedetti Sa., 1. Juli, 10 Uhr Neustift, Pacherhof/Köfererhof
Die Jazz & Wine Tour 2017 mit Kurzkonzerten führt vom Kloster Neustift zum Pacherhof über den Köfererhof und wieder zurück in die Stiftskellerei Neustift (mit Natanael Ramos – tr, Romain Bly – flh, Filippo Vignato – tb und Glauco Benedetti – tuba). Ticket: 20 Euro
* Music for Brass & Guitar
by Reinier Baas Sa., 1. Juli, 13:30 Uhr Neustift, Kloster Neustift
„Diese Musik klingt sehr feierlich und ist überhaupt nicht tanzbar, aber es gibt eine Passage, die an eine Mäusehochzeit erinnert und die Bläser machen dabei einen schrecklichen Sound, den ein riesiger Zauberer geschrieben haben könnte“, schreibt der Komponist – ironisch – über dieses Werk.
* Ben Van Gelder – Reinier Baas
So., 2. Juli, 15 Uhr Würzjoch, Ütia Munt de Fornella
Hier treffen zwei der interessantesten Vertreter der jungen niederländischen Szene aufeinander: Ben van Gelder gehört zu den mit viel Aufmerksamkeit verfolgten neuen Stimmen der New Yorker Szene.
* Baas – van Gelder – van der Feen So., 2. Juli, 17 Uhr Würzjoch, Ütia de Börz
Als Musikwerkstatt kombiniert das Südtirol Jazzfestival Musikerinnen und Musiker zu neuen Bands, die zudem an ungewöhnlichen Locations auftreten – und genau das geschieht auch auf dem Würzjoch.
* buffzack
Do., 6. Juli, 10:30 Uhr Brixen, Altstadt
Diese junge Brassband aus München präsentiert eine Musik, die sich stilistisch nur schwer einordnen lässt. Ohne Harmonieinstrument spielt das Quartett mit feinem Gespür für ausgewogenen Ensembleklang Kompositionen, in denen Jazzelemente genauso ein fester Bestandteil sind wie Hip Hop und wo sich Metal-Riffs und alpenländische Klänge freundlich gegenüberstehen.
* Nora Fischer – Reinier Baas Sa., 1. Juli, 14 Uhr Neustift, Kloster Neustift
Die Sopranistin Nora Fischer, die sich in keine „Schublade“ stecken lässt, trifft auf einen der wichtigsten Gitarristen des europäischen Jazz – und dieses „Gipfeltreffen“ sollte man nicht versäumen.
* Jazzrausch Marchingband Mo., 3. Juli, 10:30 Uhr Brixen, Zentrum
Jazzrausch befeuert den impulsiven Sound elektronischer Clubmusik mit der kreativen Tiefe komplexer Jazzkompositionen und das immer tanzbar und immer überraschend.
* LABtrio * Reis – Demuth – Wiltgen
So., 2. Juli, 11 Uhr Würzjoch, Maurerberghütte
Der Pop und das Singer/Songwriter-Genre beeinflussen die Musik dieses Projekts gleichberechtigter Solisten. Individuelle Spielweisen sind dabei zu einem melodischen Sound verschmolzen, der dem zeitgenössischen Jazz verpflichtet ist.
Di., 4. Juli, 21 Uhr Brixen, Erhardplatz
Diese 2007 gegründete belgische Band ist eine nach allen Richtungen hin offene Musikwerkstatt, in der sich urbaner Jazz, elektronische Musik, Hip-Hop und Underground zu einem originellen Cocktail mischen.
Der Hauptkritiker des renommierten Rochester Jazz Festivals in New York schrieb nach einem Konzert des Trios, er habe „noch nie, egal wo auf dieser Welt, eine Gruppe von Musikern gehört, die – im wahrsten Sinne des Wortes – so unglaublich miteinander ‚spielen‘ wie dieses junge Trio.“
* Three Fall & Melane
Fr., 7. Juli, 21 Uhr Brixen, 3fiori Bar Cafè
„Zeitgemäßer kann eine Band die ursprünglichen Ideale des Jazz, seine Freiheitsliebe und den Spaß an mitreißenden Rhythmen, kaum definieren“, schreib die FAZ über dieses Trio, das zu den innovativsten Bands der deutschen Szene gehört.
Sa., 8. Juli, 11 Uhr Brixen, Vinothek Vitis
* Kompost 3
Jazz und Klassik? Das passt gut zusammen. Ein Beispiel dafür ist dieses Duo, das Bass und Fagott kombiniert, was im Jazz eher unüblich ist.
Im Jahr 2014 kürte der „Standard“ diese Formation anlässlich eines erfolgreichen Auftritts im Wiener Konzerthaus zur „Band der Stunde im österreichischen Jazz“. Ticket: 15 Euro/10 Euro
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Do., 6. Juli, 21 Uhr Brixen, Großer Graben
* Dock in Absolute
* Clemens van der Feen – Bram van Sambeek So., 2. Juli, 13:30 Uhr Würzjoch, Ütia de Göma
* Mario Rom’s Interzone
Mi., 5. Juli, 21 Uhr Brixen, Gefängnishof „Tschumpus“
Zeitgenössischer Jazz muss nicht unbedingt „schräg“ klingen. Seit 2012 kombiniert dieses „klassisch“ besetzte Trio aus Luxemburg Jazz, Klassik und Rock zu melodischen Sound-Arrangements, die gelegentlich an die tonal ausgerichtete „schöne“ Musik von Michael Nyman oder Ludovico Einaudi erinnern.
Das komplette Festival-Programm gibt es unter www.suedtiroljazzfestival.com
Samstag, 1. Juli
Sport
ganztags
Brixen-Dolomiten-Marathon Start um 7:30 Uhr am Domplatz, Ziel ist die Plosehütte auf 2.450 Metern Domplatz/Plose
Musik
ab 10 Uhr
Südtirol Jazzfestival Mit jazzigen Kurzkonzerten vom Kloster Neustift zum Pacherhof und zurück; Music for Brass & Guitar von Reinier Baas (13 Uhr), um 14 Uhr treffen Nora Fischer und Reinier Baas aufeinander Neustift
Musik
21 Uhr
The Lads Musikalisches Gespür ist das Fundament der Jungs Tschumpus, Domplatz 3 Sonntag, 2. Juli
Musik
ab 11 Uhr
Südtirol Jazzfestival Reis/Demuth/Wiltgen um 11 Uhr auf der Maurerberghütte (St. Martin in Thurn), Clemens van der Feen & Bram van Sambeek um 13:30 Uhr auf der Ütia de Göma (Würzjoch), Ben Van Gelder & Reinier Baas um 15 Uhr auf der Ütia Munt de Fornella (Würzjoch), Baas/van Gelder/van der Feen um 17 Uhr auf der Ütia de Börz (Würzjoch) Würzjoch
Diverses
ab 11 Uhr
Die Alm ruft Zirmaiter Almjuchitzer mit Sackhüpfen, Bierkrugschieben und Nägelschlagen Vahrn, Zirmait Montag, 3. Juli
Musik
10:30 Uhr
Jazzrausch Marchingband Jazzrausch befeuert den impulsiven Sound elektronischer Clubmusik mit der kreativen Tiefe komplexer Jazzkompositionen und das immer tanzbar und immer überraschend Altstadt Dienstag, 4. Juli
Kunst
16 Uhr
Kunstwerk des Monats Ein Porträt von Papst Johannes Paul II., gemalt um 1985 von Lesley de Vries (1926–2012), einem in Klausen lebenden Künstler, wird als Kunstwerk des Monats ausgestellt Hofburg Brixen
Theater
21 Uhr
Goethes Faust Das Stück beginnt schlicht als GoetheLesung, bald aber verselbständigen sich die Figuren und die Geschichte zieht die zwei Schauspieler in ihren Sog; mit Georg Kaser und Peter Schorn Tschumpus, Domplatz 3
21 Uhr
Musik
Südtirol Jazzfestival LABtrio mit Bram de Looze, Lander Gyselinck und Anneleen Boehme Erhardgasse Mittwoch, 5. Juli
20:30 Uhr
Diverses
Sommerabend im Museum Die Abendführung in der Hofburg Brixen beginnt mit einem Glas Wein im Innenhof Hofburg Brixen
21 Uhr
Musik
Film
21 Uhr
Musik
21 Uhr
Sommerkino Sommerkino für Kids Vahrn, Platz vor der Bibliothek
Südtirol Jazzfestival Three Fall & Melane mit Lutz Streun, Til Schneider, Sebastian Winne und Melane Nkounolo 3fiori Samstag, 8. Juli
11 Uhr
Musik
Südtirol Jazzfestival Martin Eberle, Benny Omerzell, Manu Mayr und Lukas König Tschumpus, Domplatz 3
Südtirol Jazzfestival Dock in Absolute mit Jean Koch, David Kitzinger und Michel Meis aus Luxemburg Brixen, Vinothek Vitis
Donnerstag, 6. Juli
Sonntag, 9. Juli
Musik
Diverses
ab 10:30 Uhr
Südtirol Jazzfestival buffzack spielen am Vormittag im Zentrum, ab 21 Uhr ist Mario Rom’s Interzone beim Cafe Platzl zu hören Brixen Freitag, 7. Juli
Kabarett
21 Uhr
Lasset ab! Jetzt ist Schluss mit Maßlosigkeit und Sinneslust! mit Georg Kaser Tschumpus, Domplatz 3
ab 12 Uhr
Feuerwehrfest Die FF Schalders lädt zum Feuerwehrfest Schalders, Festplatz Montag, 10. Juli
Performance
21 Uhr
Total Quality Woman Vernetzt, digital und alles „under control“; mit den fünf Schauspielerinnen von „binnen I“ Tschumpus, Domplatz 3
VOKALENSEMBLE VOCES8 Das britische Vokalensemble VOCES8 ist nicht nur eines der erfolgreichsten Ensembles Englands. In wenigen Jahren ist es den zwei Sängerinnen und sechs Sängern gelungen, sich in der Vokalwelt als feste Größe zu etablieren. Heute zählt Voces8 zu den führenden Ensembles weltweit. Die Sänger beherrschen das ernste Fach ebenso wie das unterhaltsame und bieten ein Repertoire von früher Polyphonie bis zu Jazz- und Poparrangements.
Das Ensemble tritt im Brixner Dom unter dem Motto „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ auf und bietet Werke von der Gregorianik bis in unsere Zeit. Darunter finden sich Komponisten wie Sir John Tavener, Thomas Tallis, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Heinrich Schütz, Sergei Rachmaninov, Gabriel Fauré und Gregorio Allegri, von dem als Abschluss das berühmte „Miserere mei, deus“ erklingt.
* Sonntag, 16. Juli, 20:30 Uhr Brixner Dom
Kartenvorverkauf: Tourismusbüro Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren Brixner Initiative Musik & Kirche www.musikkirche.it
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Veranstaltungen
SOLIMAN IM HANFLABYRINTH Hofburggarten Brixen Wie der Hanf nach Europa kam: die Reise des Elefanten Soliman, neu interpretiert. Unterhaltung - Erlebnis - Geschichte
Soliman im Hanflabyrinth Der Brixner Elefant Soliman kehrt auch in diesem Sommer in den Hofburggarten zurück und nimmt die Besucher mit auf seine Reise durchs Hanflabyrinth. Vom 1. Juli bis zum 8. Oktober öffnen sich die Tore des historischen Gartens im Zentrum von Brixen. Das Labyrinth bietet zahlreiche Überraschungen und lädt die Besucher zum Verweilen ein. Der abwechslungsreiche Erlebnisweg mit Hängebrücke, einem 8 Meter hohen Aussichtselefanten, einer Kneippanlage und anderen Highlights werden die Besucher begeistern. Die Faszination des Gartens weckt Emotionen und bietet gleichzeitig entspannende Momente.
* abwechslungsreicher * * *
Erlebnisweg mit Hängebrücke 8 Meter hoher Aussichtselefant Kneippanlage uvm.
* 1. Juli bis 8. Oktober
täglich von 10–20 Uhr
Tagespreis Hofburggarten + Kunstausstellung 50x50x50 LANDGEWINN Erwachsene: 7 Euro Kinder ab 6 Jahre: 3,50 Euro Freier Eintritt für Kinder bis 6 Jahre Familienticket: 15 Euro (2 Erwachsene + 2 Kinder) Kombiticket (Hofburg/Hofburggarten) Erwachsene: 11 Euro (ab 12 Jahre) Freier Eintritt mit SummerCard Gold 1x freier Eintritt mit SummerCard
www.brixen.org/elefanten-labyrinth
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Dienstag, 11. Juli
20:30 Uhr
Musik
Brixner Orgelkonzerte Brixner Dom
21 Uhr
Performance
Total Quality Woman Vernetzt, digital und alles „under control“; mit den fünf Schauspielerinnen von „binnen I“ Tschumpus, Domplatz 3 Mittwoch, 12. Juli
20:30 Uhr
Diverses
Sommerabend im Museum Die Abendführung in der Hofburg beginnt mit einem Glas Wein im Innenhof Hofburg Brixen
Theatercomedy
20 Uhr
Drüber Was macht eine Stewardess auf der Alm, was macht eine Sennerin im Flieger – und was steckt in dem mysteriösen Kasten im Herrgottswinkel? Vahrn, Platz vor der Bibliothek
21 Uhr
Musik
Anger mit Julian Angerer (Gesang und Gitarre), Nora Pider (Gesang und Bass) und Bernhard Busetti (Schlagzeug) Tschumpus, Domplatz 3 Donnerstag, 13. Juli
Diverses
ab 19 Uhr
Sommeremotionen Brixen lädt ein zu einem Donnerstagabend, der verzaubert Altstadt Freitag, 14. Juli
Themenführung
14 Uhr
Kabarett
21 Uhr
Renaissance im Gebirge Führung durch die Sonderausstellung Hofburg Brixen
Platzende Hirsche ... sind wieder im Revier; Kabarett mit Alexander Liegl und Michi Altinger Tschumpus, Domplatz 3 Samstag, 15. Juli
Sport
Volleyball Beachvolleyballer messen sich Vahrn, Beachvolleyballplatz Sonntag, 16. Juli
Musik
9 Uhr
20:30 Uhr
Voces8 Die Himmel erzählen die Ehre Gottes Brixner Dom Montag, 17. Juli
Freilichtkino
21:30 Uhr
Ein Mann namens Ove mit Jan Olof Agren; Regie: Hannes Holm; Vorfilm (12 Min.): „Der Schtirgger – eine Wirtshaussaga“ Tschumpus, Domplatz 3
Dienstag, 18. Juli
Kabarett
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt Tschumpus, Domplatz 3 Mittwoch, 19. Juli
21 Uhr
Sommerabend im Museum Hofburg Brixen
21 Uhr
Film
Freilichtkino Vahrn, Platz vor der Bibliothek
Kabarett
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt Tschumpus, Domplatz 3 Donnerstag, 20. Juli
Diverses
21 Uhr
ab 19 Uhr
Sommeremotionen Brixen lädt ein zu einem Donnerstagabend, der verzaubert Altstadt Freitag, 21. Juli
Musik & Kulinarik 19 Uhr Pasta & Musik Feine Nudelgerichte werden zu einem Konzert der Musikkapelle und der Gemeindejugendkapelle Vahrn serviert Vahrn, Dorfplatz
Diverses
ab 19:30 Uhr
Kabarett
21 Uhr
Neustifter Kirchtig Neustift
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt. Die altbewährte Knasttruppe, heuer erstmals vom Tschumpus-Orchester begleitet, fesselt mit Kabarett und Musik Tschumpus, Domplatz 3
21 Uhr
Film
Sommerkino für Kids Vahrn, Platz vor der Bibliothek Samstag, 22. Juli
Diverses
ab 11 Uhr
Kabarett
21 Uhr
Neustifter Kirchtig Neustift
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt Tschumpus, Domplatz 3 Sonntag, 23. Juli
Diverses
Neustifter Kirchtig Neustift Montag, 24. Juli
Freilichtkino
Musik
ab 10 Uhr
21:30 Uhr
Der Ortler – Südtirols König der Berge Österreichischer Bergfilm in Zusammenarbeit mit dem AVS Tschumpus, Domplatz 3
20:30 Uhr
Brixner Orgelkonzerte Brixner Dom Mittwoch, 26. Juli
20:30 Uhr
Diverses
Dienstag, 25. Juli
Diverses
20:30 Uhr
Sommerabend im Museum Die Abendführung in der Hofburg Brixen beginnt mit einem Glas Wein im Innenhof Hofburg Brixen
21 Uhr
Kabarett
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt. Die altbewährte Knasttruppe, heuer erstmals vom Tschumpus-Orchester begleitet, fesselt mit Kabarett und Musik Tschumpus, Domplatz 3 Donnerstag, 27. Juli
Diverses
ab 19 Uhr
Sommeremotionen Brixen lädt ein zu einem Donnerstagabend, der verzaubert Altstadt
20 Uhr
Musik
Klavierabend Philipp Kronbichler spielt auf dem historischen Bechstein-Flügel im Kaisersaal Hofburg Brixen, Kaisersaal Freitag, 28. Juli
Diverses
ab 19 Uhr
Kabarett
21 Uhr
Treffpunkt Wein Eisacktaler Weinproduzenten stellen ihre Tropfen vor Große und Kleine Lauben
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt. Die altbewährte Knasttruppe, heuer erstmals vom Tschumpus-Orchester begleitet, fesselt mit Kabarett und Musik Tschumpus, Domplatz 3 Samstag, 29. Juli
Theater
21 Uhr
Der Brandner Kaspar Freilichtaufführung der Heimatbühne St. Andrä St. Andrä, Parkplatz der Grundschule
Märkte Bauernmarkt samstags und mittwochs, 7:30–14 Uhr Hartmannsplatz Monatsmarkt Di., 25. Juli, 7:30–13:30 Uhr Schwesternau Wochenmarkt montags, 7:30–13:30 Uhr Priel-Gelände
21 Uhr
Kabarett
Ein SommerKNASTtraum ... das Original frisch gefeilt. Die altbewährte Knasttruppe, heuer erstmals vom Tschumpus-Orchester begleitet, fesselt mit Kabarett und Musik Tschumpus, Domplatz 3 Montag, 31. Juli
Freilichtkino
21:30 Uhr
König Laurin mit Florian Burgkart, Volker Michalowski, Rufus Beck und Georg Kaser Tschumpus, Domplatz 3
Soliman im Hanflabyrinth 1. Juli bis 8. Oktober täglich von 10–20 Uhr Der Elefant Soliman kehrt in den Hofburggarten zurück
Ausstellungen Festung Franzensfeste & Hofburggarten Brixen 10. Juni bis 1. Oktober 50x50x50 LANDGEWINN In der zweiteiligen Übersichtsausstellung werden Werke aktueller Südtiroler Künstler und Künstlerinnen präsentiert Festung: Di.–So. 10–18 Uhr Hofburggarten: täglich 10–20 Uhr StadtGalerie 10. Juni bis 8. Juli Die Königin der Worte Installationen von Antonia Zennaro und Arno Dejaco 22. Juli bis 26. August Skulpturen Der Steinmetz Alfred Gutweniger stellt seine Werke aus Di. bis Sa. 10:30–12:30 und 17:30–19:30 Hofburg Brixen bis 30. Juli Kunstwerk des Monats bis 31. Oktober Renaissance im Gebirge Der Maler Bartlme Dill Riemenschneider und seine Zeit Di.–So. 10–17 Uhr Pharmaziemuseum bis zum 31. Dezember Apotheke Steinreich Mineralien und Steine als Heilmittel Di. & Mi., 14–18 Uhr; Sa. 11–16 Uhr 45
Freizeit & Sport
„90 Prozent des Weges fahren wir, 10 Prozent müssen wir zu Fuß gehen“, erklärt uns Roland Gruber und bittet uns, ins Feuerwehrauto einzusteigen. Dieser Taxi-Dienst wird allerdings nur Fotograf Oskar Zingerle und mir zuteil, denn normalerweise begeben sich in den Spilucker Kletterpark sportliche Kletterer, denen es natürlich nichts ausmacht, vom Parkplatz beim Gostnerhof das Stück Waldweg zum Kletter-Hotspot per pedes zurückzulegen. Nach der rund fünfminütigen Fahrt auf dem Forstweg hält das Auto an, und wir wandern auf dem ausgehackten Waldsteig in Richtung Kletterwand, die auch schon von Spiluck Dorf aus gut zu sehen war. „Das ist der einfachste Fels, den wir haben, deshalb haben wir hier einige einfachere Routen für Kinder gebaut. Alle anderen sind dann so ab dem 6. Schwierigkeitsgrad – also nichts für Anfänger“, erklärt uns Gruber, der nicht nur AVS-Vorstandsmitglied ist, sondern auch Feuerwehrkommandant des 80-Seelen-Weilers Spiluck. Gruber hatte schon als kleiner Junge bei diesem Kletterfelsen versucht, sich nach oben zu ziehen – da war noch weit entfernt vom heutigen Kletterpark. „Mein Kollege und ich waren fanatische Kraxler und haben natürlich auch hier in unserem Heimatdorf nach gutem Fels gesucht. Damals hatte ich noch nicht geahnt, dass das hier später mal zu einem Kletterparadies werden könnte. Erst als mich vor einigen Jahren die Kletterhalle Vertikale kontaktierte, die sich nach einem Hotspot außerhalb der Halle umsah, haben wir dieses Gebiet nochmals genauer unter die Lupe genommen – und es tatsächlich für tauglich befunden“, so Gruber. Zu den Initiatoren gehörten neben Roland Gruber auch Markus Hofer von der Kletterhalle Vertikale, Dietmar Pattis, Gemeindereferent von Vahrn, sowie Peter Gruber, Florian Knollseisen, Wolfgang Meraner und Günther Obergasser. Von der Idee bis zur Umsetzung wurden ihnen dann aber doch noch einige große (Boulder)-Steine in den Weg gelegt: „Wir mussten nicht nur die Grundbesitzer, sondern auch den AVS von der Idee überzeugen, da der Verein versicherungstechnisch hinter diesem Projekt stehen musste“, sagt Gruber.
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Die Gemeindeverwaltung von Vahrn war glücklicherweise von der Idee sofort überzeugt. „Die anfänglichen Zweifel, dass durch die Kletterer Müll anfallen und Lärm verursacht werden könnte, und die Frage, wer die Haftung bei eventuellen Unfällen trägt, konnten wir bald abklären und aus der Welt schaffen“, erzählt Gruber, während er heruntergefallene Äste aus dem von der Forstbehörde eigens angelegten Waldweg entfernt.
Nichts für schwache Nerven. Nachdem sich im unteren Teil des Waldes das Bouldergebiet „Steinwiese“ befindet, eröffnet sich einige Wanderminuten höher das wahre Kletterparadies mit mächtigen Felswänden. „Anfänger werden sich hier schwertun, die müssen nach Franzensfeste oder in die Mahr ausweichen – mehr Klettermöglichkeiten im Freien gibt es im Brixner Raum derzeit nicht“, erklärt Roland Gruber. Die Routen wurden allesamt vom Vertikale-Team ausgewählt, vorbereitet und gebaut. Vorher mussten die Felsen geputzt und von Moos befreit werden; die Zugänge zu den Einstiegen wurden geebnet und die Wege gesichert. „Das war ein hartes Stück Arbeit, das bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Es gibt hier laufend etwas zu tun, um den Kletterpark weiter auf Vordermann zu bringen“, so der motivierte Spilucker. Die Arbeit bisher hat sich jedenfalls gelohnt, denn alleine der Ausblick von hier oben, die Ruhe und die Sonne, die einem beim Klettern von frühmorgens bis spätabends auf den Rücken scheint, machen Lust auf mehr. „Das ist der sonnigste Platz hier in Spiluck, und man hat einen traumhaften Ausblick vom Scheibenberg auf die Plose bis zum Karspitz – denn Spiluck hat mehr zu bieten als die Spilucker Platte“, witzelt der bodenständige 35-Jährige. Wie viele Kletterer und Boulderer sich im Kletterpark tummeln, kann man nicht genau feststellen – denn die Klettermaxen sind recht unscheinbar, kommen, klettern und gehen, ohne auf sich aufmerksam zu machen, ohne Müll zu hinterlassen. Die Kletterszene konnte in den letzten Jahren einen immensen Zuwachs in der Altersgruppen der 20- bis 30-Jährigen verbuchen. Auf den Park aufmerksam gemacht
werden sie über die unter Kletterern bekannte App „VerticalLife“, in der Routen, Zufahrt sowie das gesamte Gebiet genauestens beschrieben ist. Besonders interessant ist die App auch für die Klettertouristen, die mittlerweile zahlreich nach Südtirol kommen, um die verschiedensten Hotspots auszuprobieren. „Spiluck hat einen tollen Vorteil, weil der Kletterpark inmitten der freien Natur ist, von keiner Straße umgeben und fernab von Trubel und Alltag – und genau das ist es ja eigentlich, was ein richtiger Kletterer sucht“, weiß Gruber, der das Klettern in Spiluck als ungefährlich betrachtet: „Gefährlich wird es hier – und überall sonst – erst dann, wenn Nachlässigkeit im Spiel ist und beim Sichern die nötige Aufmerksamkeit fehlt“, sagt er. Geklettert und gebouldert werden kann, insofern es die Temperaturen zulassen, von April bis November – manchmal sogar auch im Winter. Der Boulderpark wird zudem alljährlich Schauplatz der „Bouldernight“, die auch Sportler aus dem Trentino anzieht und mit beleuchteten Felsen mitten im Wald den Park zu einem ganz besonders magischen Fleckchen Erde macht. Wann diese heuer stattfinden wird, steht zu Redaktionsschluss leider noch nicht fest. Fakt ist, dass das Gebiet auch ohne Veranstaltung für Kletterfreunde einzigartig ist und effektiv zum Klettern inspiriert – um dabei die Aussicht auf Brixen und die Dolomiten aus luftigen Höhen frei und gelöst zu genießen.
evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Hoch hinaus
Foto: Andreas Tauber
SPORTKLETTERN UND BOULDERN IN SPILUCK
Foto: Oskar Zingerle
Griff für Griff im nackten Felsen in Richtung Himmel klettern, um dann von ganz oben die Aussicht über den Brixner Talkessel zu genießen – ein einzigartiges Gefühl, das Kletterfreunden in Spiluck geboten wird. Der Klettergarten „Waldkofel“ bietet erfahrenen Sportkletterern und Boulderern wirklich alles, was das Kletterherz begehrt.
Roland Gruber : „Spiluck hat mehr zu bieten als die Spilucker Platte“
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Freizeit & Sport Der ASV Neustift freute sich sichtlich über den Aufstieg so wie auch der ASV Milland und die Damen des SSV Brixen, während Vahrn, Natz und USD Bressanone zu den Absteigern dieser Saison zählen
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FUSSBALL
Von Aufsteigern und Absteigern Plose liegt im Mittelfeld, Natz steigt ab – und Milland feiert eine historische Saison, die ohne Niederlage direkt in die Landesliga führt. Wie die Mannschaften selbst ihre vergangene Saison bewerten und welche Ziele sie sich stecken, fasst der „Brixner“ in einem fußballerischen Saisonrückblick zusammen.
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eit wir in der letzten Ausgabe des „Brixner“ über die Saison der ersten Mannschaft des SSV Brixen berichtet haben (Nr. 328, S. 52), hat sich schon wieder einiges getan: Trainer Alfredo Sebastiani hat kurzerhand aus persönlichen Gründen – wie es in der offiziellen Stellungnahme des SSV Brixen heißt – sein Traineramt zurückgelegt. Auf ihn folgt nun Klaus Schuster aus Wiesen, der die 1. Mannschaft durch die kommende Saison in der Oberliga führen wird und das Ziel, besser abzuschneiden als heuer als Siebter, mit den Brixnern erreichen möchte. In der Landesliga ging es nicht weniger turbulent zu: Den ASC Plose findet man dort am Ende der Saison auf dem 8. Platz, der allerdings nicht ganz den Zielen entspricht, die sich die Plosebergeler heuer gesteckt hatten.
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„Verletzungspech, einige Abgänge und ein verletzter Leistungsträger haben uns vor allem in der Rückrunde leider nicht in die Karten gespielt – diesen Umständen entsprechend sind wir mit dem 8. Platz noch glimpflich davongekommen“, ist Trainer Matthias Regele überzeugt. Während die Hinrunde noch gut über die Bühne ging, war in der Rückrunde der Wurm drin: „Wir waren die Mannschaft, die am meisten Tore bekommen hat, und an diesem Manko müssen wir in der kommenden Saison arbeiten“, so der Trainer. Plose begibt sich nun auf die Suche nach Verstärkung, um das Wegfallen einiger Spieler zu kompensieren. Im kommenden Jahr will die Mannschaft das Beste aus sich herausholen, um sich auch langfristig in der Landesliga zu halten.
Abschied aus der Landesliga. möglich wieder in die gewohnte An die Siegesserie, die den ASV Vahrn in der letzten Saison in die Landesliga hievte, konnte heuer leider nicht angeknüpft werden. Die Vahrner starteten mit neuem Trainer in die Saison, mussten aber nach drei recht guten Spielen sieben Niederlagen in Folge einstecken. Weder der Trainerwechsel noch die Resultate in der Rückrunde brachten den erhofften Umschwung, und Vahrn muss sich nach einem Ausflug in die Landesliga, der auf Platz 14 endete, wieder zurück in die 1. Amateurliga begeben. Goodbye zur Landesliga sagt auch die Mannschaft aus Natz, die nach vielen Jahren in dieser Liga nun in die 1. Amateurliga rutscht. Mit 20 Niederlagen und nur sechs Siegen beenden die Natzner die Saison auf dem vorletzten Platz hinter Vahrn. Um so bald wie
Liga zurückzukehren, holte sich der Verein den technisch versierten Denis Kerrniqi für den Angriff, der zuletzt bei Ahrntal spielte, sowie Jürgen Reifer als Trainer. Motiviert blicken die Natzner in die nächste Saison, in der sie ganz vorne in der Tabelle mitmischen möchte.
Ohne Niederlage ans Ziel. Durch die 1. Amateurliga durchmarschiert ist der ASV Milland und beendet die Saison ohne Niederlage auf dem 1. Tabellenplatz. 15 Siege, elf Unentschieden und 14 Tore von Matthias Mair verhalfen den Gelb-schwarzen in die nächsthöhere Liga. Um für die Landesliga gewappnet zu sein, schlugen die Millander auch gleich auf dem Transfermarkt zu, holten sich von Natz Manuel Sullmann als Spielertrainer, den
bisherigen Tormann vom ASC Plose, Philipp Knoflach, sowie Stürmer Christian Vecchio vom SSV Brixen, Philipp Amort von Vahrn und Nino Bisignani vom USD Bressanone. Auf eine nicht einfache Saison blickt der ASV Albeins zurück: Trotz guten Kaders, hoher Trainingspräsenzen und weniger Verletzungen konnte die Mannschaft ihre Stärken an den Spieltagen zu selten zeigen. Das nötige Quäntchen Glück fehlte hie und da in der Hinrunde, und im März verließ Trainer Siegmar Pfeifhofer das Team. Trainiert wurde die Mannschaft daraufhin kurzerhand von den Spielern Thomas Aquila und Alex Feltrin und holte 19 Punkte in den letzten neun Saisonspielen. Schlussendlich konnte Albeins das Saisonziel von 38 Punkten erreichen und die Meisterschaft auf dem 6. Rang beenden. In der kommenden Saison wird die Mannschaft von Stürmer Danny Fäckl sowie Johannes Seeber, beide vom SSV Brixen, verstärkt und von Alex Feltrin als Spielertrainer trainiert.
Bitteres Saisonende. Im unteren
Mittelfeld, auf Platz 9, findet man die Mannschaft von Mühlbach-Rodeneck-Vals, die sich heuer einem Generationenwechsel unterzog. Während einige Routiniers kürzer traten, setzte die Mannschaft auf junge einheimische Spieler. Das Ziel Klassenerhalt rückte bereits in der Hinrunde durch die gute Offensive mit Lukas Hofer, Samuel Schönegger und Benjamin Volgger durch 30 Tore in 13 Spielen in greifbare Nähe. Lukas Hofer schaffte es mit 19 Treffern in der Meisterschaft und sieben Toren in den Pokalspielen sogar auf den 3. Platz der Torschützenliste der gesamten Liga. Trainer Roland Hainz, der der Mannschaft seit knapp zwei Jahren vorstand, beendete zu Saisonende seine Tätigkeit. Sein Nachfolger wird Peter Unteregelsbacher. Weitaus bitterer ging die Saison für den USD Bressanone zu Ende, der auf dem letzten Tabellenplatz in die 2. Amateurliga abstiegen. Nach dem Ausfall zweier Stürmer konnte auch ein Trainerwechsel (auf Sandro Vacalebre folgte Michele De Angelis) nach dem achten Spieltag den Klassenerhalt nicht mehr retten. Sobald wie möglich möchte die Mannschaft sich nun wieder stabilisieren und in die 1. Amateurliga zurückkehren. Dazu werden nun starke Stürmer gesucht, die die notwendigen Tore, die in der
heurigen Saison gefehlt haben, schießen sollen. Zu Platz 8 reichte es auch heuer wieder für die Mannschaft des ASV Schabs, die sich bei der letzten Partie von ihrem Spielercoach Stefan Putzer verabschiedete. Bereits im letzten Jahr hatten sich die Schabma die Tabellenmitte zum Ziel gesetzt und dieses erfolgreich verteidigt.
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Meisterlich! Wahrlich meisterlich
geht es beim ASV Neustift zu. Die Mannschaft steigt überlegen mit 50 Punkten in die 2. Amateurliga auf. Trotz verletzten Tormanns und Flügelspielers konnte die Neustifter-Elf ihr Ziel, den Klassenerhalt, übertrumpfen und sich den Wunsch des Aufstiegs erfüllen. Das Double, auch im Pokalfinale zu gewinnen, schafften die Neustifter allerdings nicht. Trainer Werner Brugger wird ebenfalls in der kommenden Saison am Seitenrand in Neustift stehen, weitere personelle Änderungen sind derzeit noch im Gespräch. Auch das Ergebnis des ASV Lüsen kann sich sehen lassen: An zweiter Stelle im Kreis B beendet die Elf ihre reguläre Saison der 3. Amateurliga. Die Chance, durch die Aufstiegs-Entscheidungsspiele eine Liga höher zu klettern, konnten die Lüsner nicht nutzen. Die junge Mannschaft, der älteste Spieler ist 30 Jahre alt, rund um das ebenso junge, 23-jährige Spielertrainer-Duo Simon Senoner und Patrick Federspieler erzielte 84 Tore in 20 Spielen. Torschützenkönig der Mannschaft war Dennis Kaneider mit 23 Treffern. Ohne Heimspiel-Niederlage blieb der ASV Raas in der Rückrunde. So gelang es der Mannschaft um Trainer Martin Prader, den 4. Platz in der 3. Amateurliga Kreis B zu sichern. Mit 34 Punkten können die Raasner somit auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken; sie verfehlten das ausgegebene Saisonziel, Platz 3, um drei Zähler nur knapp.
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Frauenpower. Jenes Double, das
heuer keine der Herrenmannschaften schaffte, wurde den Damen des SSV Brixen Obi zuteil. Sie feierten zum einen den Aufstieg in die Serie B – bereits drei Spieltage vor Saisonende – und holten sich zudem den Pokalsieg. Die Spielerinnen sowie das Trainergespann Silvia Marcoli, Andrea Orru und Christian Santin wurden mit diesen Erfolgen für eine harte und lange Saison belohnt. evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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LEICHTATHLETIK
Freizeit & Sport
Sportlich im Regen z Die Wetterkapriolen des Pfingstmontages machten es der Leichtathletikgemeinschaft Brixen, die die 35. Auflage des „Brixia Meeting“ organisierte, nicht leicht: Während am Vormittag alle Wettkämpfe planmäßig über die Bühne gehen konnten, musste das Programm aufgrund eines heftigen Sturmes am Nachmittag kurzzeitig unterbrochen werden.
Nichtsdestotrotz wurden von den 20 Mannschaften der unter 18-Jährigen aus Italien, Deutschland, Slowenien und der Schweiz zahlreiche Spitzenresultate erreicht. Auch die Südtiroler Landesauswahl heimste zwei Medaillen ein: Bronze ging im Hochsprung an
F&S
den Bozner Alberto Masera und im Stabhochsprung an die Südtiroler Landesrekordhalterin Nathalie Kofler. Die Mannschaftswertung holten sich zum vierten Mal in Folge die Athleten aus BadenWürttemberg. eh
Freizeit & Sport SSV BRIXEN
Leitner bleibt Präsident z Vor zwei Jahren wurde der Brixner Stefan Leitner zum Präsidenten des SSV Brixen gewählt – er folgte damals auf Ralf Dejaco, der dem größten Brixner Sportverein 18 Jahre lang vorstand. Im Rahmen der heurigen Vollversammlung wurde Leitner einstimmig wieder mit der Aufgabe betraut, den SSV Brixen durch die nächsten vier Jahre zu führen. Auch Vizepräsident Stephan Dejaco wurde bestätigt sowie fast dasselbe Vorstandsteam wie auch in der letzten Legislaturperiode; nur Paul Cestari verlässt, nach mittlerweile 36 Jahren, den SSV als
kurz
notiert
50
aktives Mitglied. An seiner Stelle wurden zwei Neue in die SSVReihen aufgenommen: Reinhold Engl, der neun Jahre lang die Sektion Handball Herren leitete, sowie Evi Hilpold, Redakteurin des „Brixner“. Neu sind auch drei Sektionsleiter: Gabi Mellauner übernimmt die Sektion Turnen von Patrick Taschler, Verena Stenico die Sektion Schwimmen von Klaus Dabringer und Helmuth Sigmund die Sektion Badminton von Bernhard Thomaser. Der Verein mit mehr als 2.200 Mitgliedern wird auch in den kommenden Jahren den VSS-Slogan „Sport ist
Fußballtrainer Roberto Fuschini ist wieder zurück auf der grünen Bühne: Der ehemalige Trainer des ASC Plose sowie des SSV Brixen setzt sich nach einem Sabbatjahr wieder auf die Trainerbank, und zwar auf jene vom Landesligisten des SSV Bruneck.
wert(e)voll“ in den Mittelpunkt stellen sowie die Zusammengehörigkeit und Freundschaft im Sport großschreiben. oz
Im Rahmen der Vollversammlung des ASV Milland wurde der Vor stand neu gewählt: Neben dem Präsidenten Roman Santin besteht dieser nun aus Vizepräsident Norbert Verginer (anstelle von Si bylle Bock), Kassier Günther Groß gasteiger, Schriftführer Lorenz Schatzer sowie den Beiräten Horst Leitenberger und Hannes Fistill.
Bei den Italienmeisterschaften der 14- bis 19-jährigen Kletterer in Arco holte sich Filip Schenk vom AVS Brixen drei Titel im Bouldern und Vorstiegsklet tern, Juri Unterkofler, ebenfalls vom AVS Brixen, zwei Titel im Bouldern sowie Jana Messner den zweiten Podiumsplatz im Vorstiegsbewerb.
NACHGEFRAGT
„Das tut den Kindern nicht gut“ GERNOT WACHTLER, Trainer-Urgestein der Jugend-Fußballer im SSV Brixen, über ausartende Jugendspiele, übermotivierte Eltern und die fehlende Fairness auf dem Fußballfeld. Herr Wachtler, unsportliches Verhalten von jugendlichen Fuß ballspielern führte kürzlich in Bozen zum Spielabbruch. Was sagen Sie zu diesen Ausrastern? Solche Ereignisse sind inakzeptabel. Dennoch kommen Beleidigungen oder Handgreiflichkeiten im Fußball immer wieder mal vor. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, dass zwischen Eltern und Verein ein gutes Verhältnis herrscht. Gut informierte Eltern sind Voraussetzung dafür, dass alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen, denn gegensätzliche Aussagen von Trainern und Eltern verunsichern das Kind und hemmen
die Persönlichkeitsentwicklung. Eltern sollen auch die erzieherischen Ziele, die sich der Verein setzt, mittragen. Was halten Sie von Eltern, die vom Spielfeldrand aus lauthals Spieler, Schiedsrichter oder Trai ner beschimpfen? Eltern haben eine wichtige Unterstützungsfunktion bei der Ausübung der sportlichen Tätigkeit ihrer Kinder. Sie sollten sie ermutigen und Interesse zeigen. Was sie nicht tun sollten, ist, in die Rolle des Trainers zu schlüpfen oder sich in dessen Entscheidungen einzumischen. Nur wenn von den Vorbildern der Kinder ein
respektvolles Verhalten gegenüber den Gegnern, den Zuschauern und dem Schiedsrichter an den Tag gelegt wird, kann man dies auch von ihnen erwarten. Machen übermotivierte Eltern den Fußball kaputt? Übermotivierte Eltern machen nicht den Fußball kaputt, sondern das Kind. Eltern sollen Spielresultate und die Fähigkeiten des Kindes richtig einschätzen und mit ihrem Kind die Freude am Sport teilen. Dann wird Fußball für das Kind wirklich zur „schönsten Nebensache der Welt“! evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
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MARATHON / FRAUENLAUF
z An die 1.500 Laufbegeisterte tummeln sich am letzten Juniwochenende in Brixen: Rund 500 Sportler aus mehr als 20 Nationen werden nämlich an der 8. Ausgabe des Brixen-DolomitenMarathon teilnehmen. Die Organisatoren rund um Präsidentin Eva Ellemunter haben sich einiges einfallen lassen: So gibt es für die Finisher beim Marathon eine Unikat-Medaille aus poliertem Edelstahl, gestaltet vom Künstler Peter Senoner. Die im roten Trikot einlaufenden Läufer werden zudem von der eigens von Frei. Wild-Sänger Philipp Burger kreierten Hymne „Run to the limits“ am Ziel empfangen. Mitlaufen können nicht nur Einzelläufer, sondern auch Vierer- und Zweier-Staffeln. Weitere 700 Frauen schnüren sich tags zuvor, am 30. Juni um 19 Uhr, die Laufschuhe für den Frauenlauf und somit auch für einen guten Zweck. Eingeleitet wird der Women’s Run vom Rolliund vom Children’s-Run: Beim Rolli Run werden Rollstuhlfahrer in Gedenken an die verstorbenen Sportler Paul Oberhofer und Helmut Wolf durch die Altstadt fahren; beim Children’s Run hingegen werden Kinder gemeinsam mit den Clowns von Medicus Comicus die Stadt unsicher machen.
Foto: Oskar Zingerle
Freizeit & Sport
Running to the limits
Auch der Women’s Run steht dem mittlerweile wegen seiner guten Organisation und dem atemberaubenden Panorama weit über die Grenzen hinaus bekannten Brixen-Dolomiten-Marathon in nichts nach: Die Damen färben die Stadt heuer in ihren einheitlichen
T-Shirts in eine orange Welle des Zusammenhalts. Mit ihrer Teilnahme unterstützen die Läuferinnen eine Frau mit Kindern, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Als Dankeschön erhalten die Teilnehmerinnen ein FinisherBag mit Gutscheinblöcken von
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Sportliche Unterstützung z Sport macht nicht nur Spaß, sondern ist gesund und fördert die soziale Kompetenz – vor allem bei Kindern. Diesen Grundsätzen ist sich auch die Gemeinde Brixen bewusst und organisierte deshalb erstmals einen Familien- und Sporttag auf dem Brixner Domplatz. Dabei hatten die Brixner Sport- und Freizeitvereine die Möglichkeit, ihre Tätigkeiten zu präsentieren: Hockeyausrüstung anprobieren, Parcours laufen oder Volleyball spielen waren nur einige der Angebote, zu denen die Vereine einluden. Dass sich Brixen im wahrsten Sinne des Wortes bewegt, gefällt nicht nur Paula Bacher, Stadträtin für Familie, sondern auch dem Sportstadtrat Andreas Jungmann, der großen Wert auf die körperliche Betä52
tigung der Kinder legt: „Sie trägt zur persönlichen Entfaltung bei.“ Deshalb fördert die Gemeinde Brixen nun auch die Tätigkeit der Sportvereine stärker als bisher: 148.000 Euro werden heuer für die Jahrestätigkeit der Sportvereine bereitgestellt, knapp 18.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Zugute kommen diese Gelder den 24 von 39 eingetragenen Brixner Sportvereinen, die 2017 um Unterstützung angesucht haben. Allein diese Vereine zählen über 6.000 Mitglieder, von denen mehr als die Hälfte jünger als 16 Jahre sind. Die finanzielle Unterstützung wird – dank der neuen Beitragsverordnung – schneller liquidiert werden, da für die Abrechnung nur mehr die entsprechenden Rechnungsbelege vorzuweisen sind und nicht mehr die Jahres-
bilanz. Die Wartezeiten für die Auszahlung eines Jahresbeitrags verkürzen sich damit um rund neun Monate. eh
Partnerbetrieben und ein eigens kreiertes zuckersüßes Dessert. Die teilnehmerstärkste Damengruppe darf sich zudem über den „Angelo di Valeria“ freuen – ein Preis in Gedenken an die 22-jährig verstorbene laufbegeisterte Valeria Todeschi. eh
Foto: Arnold Ritter
SPORTABZEICHEN
Fit bis ins Alter z 3.000 Meter in 15:50 Minuten laufen, 7,75 Meter weit die Kugel stoßen und 4,70 Meter weit springen – das müsste ein 40-jähriger Mann schaffen, wenn er das Deutsche Sportabzeichen in Gold erhalten möchte. Nichts für ganz Untrainierte, aber dennoch Motivation genug, um seine eigene Fitness zu testen. Möglichkeit dazu gibt es auch heuer wieder am 5. Juli ab 17 Uhr oder am 12. August von 10 bis 13 Uhr. Dann sind nämlich die Profis der Sportgemeinschaft Eisacktal in der Brixner Sportzone präsent, um die Prüfungen für alle Interessierten abzunehmen. Im letzten Jahr waren es 34, die die Sportabzeichenprüfungen erfolgreich absolviert haben: 12 davon stellten ihre sportliche Vielseitigkeit das erste Mal auf die Probe, während der ehemalige Präsident der SG Eisacktal, Helmuth Profanter, zum 20. Mal und Josef Kerschbaumer zum 40. Mal hintereinander die erforderten Ziele erreichten. Dass es sich auch im hohen Alter lohnt, fit zu bleiben, beweisen die beiden Sportabzeichen-Urgesteine Erich und Josef Barth, die zum 46. beziehungsweise 47. Mal ihre sportlichen Kenntnisse unter Beweis stellten. Beim deutschen Sportabzeichen werden die motorischen Grundfähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination auf die Probe gestellt, wobei die Anwärter aus verschiedenen Disziplinen wählen können, die sie in vorgegebenen Zeiten, Weiten oder Längen ausführen müssen, um das Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erlangen. Zusätzlich muss ein Schwimmnachweis erbracht werden, der fünf Jahre gültig bleibt. eh
TANZEN
It’s dancing time! z Am Ende des Schuljahres laden die Brixner Tanzvereine alljährlich zum fröhlichen Dance-Hopping ein. Beim Tanzverein Dynamic Dance waren es 270 Tänzerinnen und Tänzer, die ihre Tanzkünste präsentierten. Ob Rock’n’Roll, Hip-Hop oder Disco Dance – das Publikum im ausverkauften Forum Brixen wurde von Anfang bis zum Ende der Show mit in die Welt des Tanzens gerissen. Die Tänzer – unter ihnen auch Italienmeister – wurden von den Trainern des Vereins, aber auch vom aus Rom stammenden Choreographen David Cipolleschi auf die Show vorbereitet. Viel Zulauf
bei allen drei Aufführungen gab es ebenfalls für die „My way to dance“-Truppe, die Sektion Tanzen im SSV Brixen. Elf Trainer und zwei Assistenten legten sich mit den Tänzern für die zweistündige Show im Forum ordentlich ins Zeug. Nach dröhnendem HipHop, der die Zuschauer in die Bronx katapultierte, begleiteten die talentierten Tänzerinnen im Modern-Jazz- und ContemporaryDance mit beliebten Ohrwürmern und in umwerfenden Kostümen das Publikum in eine tänzerische Traumwelt. Für den wohl berührendsten Moment sorgte, neben den kleinen Eisprinzessinnen, der
gemeinsamen Auftritt der Tänzer mit der Behindertensportgruppe. Die Tanzschule „DanceArt“ von Elisa Eisenstecken und Heather Padua lud zu ihrer Abschlussshow ins Vinzentinum, wo ihre Eleven gleich in mehreren Räumen mit einem bunten Programm aufwarteten. Süße Ballettratten mimten zarte Elfchen, Aschenputtel zeigte ihre Tanzkünste genauso anmutig wie die schlanke Eisprinzessin. Videoeinspielungen und StepDance-Einlagen wechselten sich ab mit gefühlvollen Gesangseinlagen, sodass die Zuseher voll auf ihre Kosten kamen. eh
SCHWIMMEN
Foto: Thinkstock, Weavebreakmedia
Sonne, Siege und Schwimmstars z Die eigens für das Schwimmmeeting „Acquarena Cup“ am Rande des Sportbeckens aufgestellte Tribüne reichte zeitweise fast nicht aus, um die Menge der begeisterten Zuschauer zu fassen. Knapp 30 Vereine mit 450 Athleten aus acht Ländern tauchten in das homologierte 50-Meter-Wettkampfbecken der Acquarena und kämpften um die Medaillen. Neben den italienischen Schwimmstars Luca Dotto, Fabio Scozzolo, Marco Orsi und Tania Quaglieri zeigten sich auch die Brixner Schwimmschwestern Laura und Arianna Letrari sowie Nachwuchstalente aus Österreich, Litauen, Schweden und natürlich Südtirol im Wasser von ihrer besten Seite. Strahlender Sonnenschein trug zudem noch dazu bei, dass auch viele Einheimische die an diesen beiden Tagen kostenlos geöffnete Acquarena besuchten. Die Organisatoren, der SSV Brixen und der Schwimmclub Brixen, zeigten sich zufrieden mit dem
Großevent, das im nächsten Jahr wieder in Brixen stattfinden wird. In der Zwischenzeit könnte hier vielleicht auch schon das eine oder andere Trainingslager auf hohem Niveau stattfinden, was Brixen einen weiteren Schritt in Richtung Schwimmdestination bringen würde. Freuen kann sich Brixen immerhin auch auf die knapp 600 Nächtigungen, die nur von den Athleten an den beiden Wettkampftagen generiert wurden, aber auch über die tollen Ergebnisse der
Brixner Schwimmer: Während sich Laura Letrari nach einem spannenden Finale über Gold in den 50-Meter-Freistil freuen konnte, stand ihre Schwester Arianna bei 100-Meter-Delfin auf dem obersten Treppchen. Bei den Jungen schafften es Noah Neumair und Sarah Kinzner in 50-Meter-Brust sowie Peter Dejakum in 100-Meter-Kraul bis in die Finalläufe. Die Mannschaftswertung ging an den SSV Bozen. eh 53
Wirtschaft & Umwelt
WOLFGANG PLANK GEHT IN DEN RUHESTAND
„Alles war ein Highlight“
WOLFGANG PLANK, Generaldirektor der Stadtwerke Brixen, wird am 30. Juni in den verdienten Ruhestand gehen. Für den „Brixner“ zieht er ein Resümee über 16 spannende Jahre, in denen die Stadtwerke sich grundlegend verändert haben – vom etwas verkrusteten Gemeindebetrieb zum modernen und kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen.
Herr Plank, wollen wir gemeinsam auf Ihre 16 Jahre als Generaldirektor der Stadtwerke Brixen zurückblicken? WOLFGANG PLANK: Es war eine spannende Zeit, ohne Zweifel. Sie müssen sich vorstellen, dass man Anfang der Neunziger Jahre, als ich zum damals noch „Städtischen Elektrizitätswerk Brixen“ kam, italienweit versucht hatte, die etwas verkrusteten Gemeindebetriebe auf die Standards des industriellen Zeitalters umzubauen. Ziel war es,
1996 kam der neue Kollektivvertrag. Hat dies dazu geführt, dass eine gewisse betriebswirtschaftliche Denkweise eingeführt werden konnte? Diese Denkweise versuchten wir schon vorher zu propagieren. Vor allem geht es dabei um das Durchsetzen einer grundsätzlichen Kundenorientierung, und ich bin davon überzeugt, dass uns das auch gelungen ist. Unser Eigentümer, die Gemeinde Brixen, hat unsere Bestrebungen in diese
erarbeiten wir Müllkonzepte für andere Gemeinden, die unser Know-How nutzen wollen. Bis 1989 verwaltete das E-Werk ausschließlich den Strom; heute sind es elf verschiedene Dienste, mit denen die Gemeinde Schritt für Schritt die Stadtwerke betraut hat. Es sind sogar 13, wenn ich Stromproduktion, -verkauf und -verteilung als getrennte Bereiche betrachte. Ich finde diese
„Umsatzzahlen sind relativ; viel mehr Freude habe ich mit den Ergebnissen unserer jährlichen Kundenzufriedenheitsumfrage“_ Wolfgang Plank die Betriebe von der „Beamtenmentalität“ zu befreien. Auch die Gemeinde Brixen verfolgte dieses Ziel, als sie 1989 beschloss, dem „E-Werk Brixen“ neben dem angestammten Strom weitere Dienste von der Gemeinde an die Stadtwerke zu übertragen: Wasser, Abwasser, Kläranlage. Damals war ich noch nicht Generaldirektor, sondern Verwaltungsleiter; ich kann mich noch gut daran erinnern, wie gespalten die Belegschaft damals war: Es gab eine klare Trennlinie zwischen der Gruppe der ehemaligen Gemeindebediensteten und den E-Werk-Mitarbeitern, und es war eine ziemliche Herausforderung, aus den zwei verstrittenen Teams eine einzige Mannschaft zu formen. 54
Richtung auch gespürt, uns in dieser Entwicklung unterstützt – und immer mehr Dienste an die Stadtwerke übertragen. Ab 1998 waren wir auch für die Müllabfuhr zuständig, die bis dahin von der Bezirksgemeinschaft organisiert war. Damals hat man noch ausschließlich Müllsäcke eingesammelt und gelagert ... Richtig, das war ein Riesenproblem für die Stadt. Gerade die Qualität der Müllabfuhr hat sich in den vergangenen 20 Jahren massiv verbessert – zum Vorteil der gesamten Gemeinde. Heute gelten die Stadtwerke als Modellbetrieb für diesen Dienst. Inzwischen
Entscheidungen auch sinnvoll. Eine Gemeinde hat bestimmte hoheitliche Aufgaben: Sie hat zu verwalten, gewisse Leitlinien zu setzen, Politik zu machen. Die tägliche Arbeit zur Bedürfnisbefriedigung der Bürger ist nicht Aufgabe einer politischen Verwaltung – auch deshalb, weil die meisten Gemeinden für die Abwicklung der Dienste einfach zu klein sind. Derzeit brechen ja ziemlich viele Kirchtürme ein, wenn Sie verstehen, was ich meine: Man kommt langsam zur Erkenntnis, dass für die effiziente und synergetische Abwicklung öffentlicher Dienste Verwaltungseinheiten von mindestens 50.000 oder 60.000 Einwohnern notwendig sind. Das würde bedeuten, dass es sinnvoll wäre,
wenn die Stadtwerke Brixen das gesamte mittlere Eisacktal „bedienen“ würden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, stammt schon aus den Neunzigerjahren, aber bis jetzt waren die Kirchtürme der kleineren Gemeinden zu hoch: „Unser Wasser machen wir uns schon selber.“ Vor allem jüngere Bürgermeister denken heute anders. Bei der Stromverteilung funktioniert das ja schon recht gut: Die Stadtwerke beliefern bereits neun Gemeinden im Gebiet zwischen Mittewald, Mühlbach und Teilen von Klausen. Richtig. Warum soll es also bei den anderen Diensten nicht funktionieren? Diese Entwicklung wird noch dazu beschleunigt durch die Menge an Auflagen, die die entsprechenden Dienstleister inzwischen befolgen müssen. Obmännern von Trinkwasserinteressentschaften wird heute auch langsam bewusst, welche Verantwortung sie mit dem Amt übernehmen. Der bürokratische Aufwand wird immer schlimmer, weshalb es bei den Interessentschaften immer mehr Leute gibt, die das Handtuch werfen. In den letzten Jahren haben die Stadtwerke vier Interessentschaften übernommen. Ist Strom teuer? Schauen Sie, eine Kilowattstunde kostet 25 bis 30 Cent. Damit liefere ich Energie für einen Vollwaschgang. Um diese Menge Strom zu
Foto: Oskar Zingerle
produzieren, müsste ich mit dem Fahrrad fünf Mal vom Millanderhof bis nach Palmschoß fahren. Da soll mir noch jemand sagen, dass Energie teuer ist. Wenn jemandem die Stromrechnung zu hoch ist, dann sollte er mal überlegen, welche Dienste der Strom in jedem Haushalt erledigt und wie er unser tägliches Leben erleichtert. Unterm Strich ist Strom zu günstig. Ist Wasser teuer? Wasser kostet grundsätzlich ja gar nichts. Es ist das Leitungsnetz, das Kosten verursacht. Ich kann mich an eine Diskussion im Gemeinderat erinnern, wo es um die Preise für das Wasser ging. Ich habe eingeworfen, dass wir das Wasser auch gern verschenken können, wenn jeder Brixner es sich direkt an der Quelle holt. Spaß beiseite: Es ist in der Tat die Leitung und ihre Wartung, die Geld kostet. Ist eines der Erfolgsgeheimnisse der Stadtwerke, dass sie im Grunde keine Gewinne abwerfen müssen? Der damalige Bürgermeister Klaus Seebacher hat mir immer wieder eingeflößt, und die nachfolgenden Bürgermeister haben dieses Credo auch immer übernommen: Wir müssen versuchen, qualitativ möglichst optimale Dienstleistungen zu einem möglichst sozial verträglichen Preis anzubieten. Ich bin davon überzeugt, dass uns das unterm Strich auch gelungen ist. Wir führen ja jedes Jahr Kundenzufriedenheitsumfragen durch, wobei wir merken, dass der Preis in den wenigsten Fällen ein Thema ist. Als Kunde habe ich das Gefühl, dass die Qualität der Dienstleistungen hohes Niveau hat, das man sich von einem öffentlichen Betrieb eigentlich nicht erwarten würde. Das nehme ich gern zur Kenntnis. Als Stadtwerke achten wir notwendigerweise sehr auf die Kosten, aber die letzte Überlegung ist nie der Profit. Deshalb können wir im Sinne der Qualität der Dienstleistung manchmal Entscheidungen treffen, die sich ein privates Unternehmen vielleicht nicht leisten kann oder nicht leisten will. Was hat sich aus Ihrer Sicht bei den Stadtwerken in den vergan-
OFFEN FÜR NEUES: Wolfgang Plank wird Termindruck und Verantwortung im Ruhestand nicht vermissen
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Nun, der Betrieb ist vor allem größer geworden. 1992 erledigten wir vier Dienste, heute sind es 13. Die Belegschaft ist von 46 auf 141 Mitarbeiter gewachsen. Der Umsatz ist von 9,4 auf 35,1 Millionen Euro gesteigert worden. Das Anlagevermögen stieg von 25,7 auf 122,1 Millionen Euro. Ich gebe aber zu, dass diese Zahlen für mich nicht besonders relevant sind. Viel mehr Freude habe ich mit den Ergebnissen unserer jährlichen Kundenzufriedenheitsumfrage. Was mich auch besonders freut, ist, dass der vorhin genannte Riss zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Bereiche überwunden wurde; heute sind wir ein Team, das an einem Strang zieht. Wir sind die Stadtwerke. Dieses Gefühl ist für uns intern wichtig, und es ist auch für den Kunden wichtig. Was empfinden Sie als Highlight Ihrer Zeit als Generaldirektor? Alles war ein Highlight. Mir ist manchmal der Vorwurf gemacht worden, dass ich die Stadtwerke
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
genen 16 Jahren grundlegend verändert?
Wolfgang Plank: „Durch die Fernwärme haben die Brixner in 14 Jahren 45 bis 50 Millionen Euro gespart“
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verwalte, als ob es mein eigener Betrieb wäre, als ob ich der Eigentümer wäre. Es gibt Leute, die wollten partout nicht verstehen, warum ich ihnen nicht einen Gefallen machen kann. Ein
Brixner hat mir gegenüber einmal gesagt, „dir kann es ja egal sein, wenn die Stadtwerke mir etwas weniger fakturieren – es ist ja nicht dein Geld, sondern von der Gemeinde“. Da wird er beim Plank aber abgeblitzt sein ... Natürlich. Ich habe ihm geantwortet, dass auch er Teil der Gemeinde ist, wie ich übrigens auch.
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Wenn Sie es schon nicht als Highlight nennen, dann tu ich es: Die Einführung der Fernwärme hat Brixen nachhaltig verändert. Ja, das stimmt schon. Ursprünglich war das Netz ja viel kleiner angedacht, aber wir sind von unserem eigenen Erfolg überholt worden. Anfangs wollten wir ja ausschließlich das Stadtzentrum versorgen; heute ist das Gebiet mehr als dreimal so groß. Gerade der Bau des Fernwärmenetzes war eine ziemliche Herausforderung; wir haben ja schließlich 70 Millionen Euro investiert, was auch logistisch nicht ganz einfach war. 2001 litt Brixen noch unter einer enormen Feinstaubbelastung; bereits mit dem ersten Baulos der Fernwärme im Jahr 2003 war das Problem wie weggefegt. Das Konzept der auf das Stadtgebiet verteilten Erdgas-Zentralen hat sich bewährt; stolz bin ich nach wie vor auf die architektonische Lösung des Werks in der Mozartallee oder des Speichers in Milland. Kaum hat sich die Gelegen-
heit ergeben, haben wir auch auf nachwachsende Energien gesetzt und mit dem Werk in Vahrn eine sehr gut funktionierende Infrastruktur geschaffen. Die Fernwärme hat sich ökologisch und ökonomisch auf Brixen ausgewirkt ... Auch wenn es den Brixnern nicht unbedingt bewusst ist: In Summe sind es in den vergangenen 14 Jahren bis jetzt etwa 45 bis 50 Millionen Euro, die wir an Kaufkraft in Brixen gelassen haben. Das ist der Gesamtbetrag, den die Brixner hätten mehr für Heizenergie bezahlen müssen, wenn sie beim Heizöl geblieben wären. Ich will dafür kein Denkmal, denn auf das Denkmal kacken die Tauben. Aber einen gewissen Stolz nehme ich mit, mit Verlaub. Die Acquarena hätten wir jetzt fast vergessen ... Die Gemeinde hatte damals gleichzeitig den Bau des Forums Brixen und der Acquarena auf der To-Do-Liste, aber beide hätte sie finanziell nicht verkraftet. Also delegierte Seebacher wieder an die Stadtwerke. Auch die Acquarena ist eine Erfolgsgeschichte, die allerdings etwas krankt an der Denkweise der Bürger, dass die Nutzung von Gemeindestrukturen möglichst nichts kosten sollte. Die Investition war aber enorm, die Instandhaltung und Führung kostet viel Geld. Die Diskussion um „prezzi politici“ finde ich mü-
ßig: Sozialpolitik über Preise und Tarife zu machen ist aus meiner Sicht falsch. Für Sozialpolitik ist das Sozialamt zuständig, Preise und Tarife für öffentliche Dienste hingegen sollten so definiert werden, dass die Kosten gedeckt sind. Wenn es jemand also nicht schafft, diese Dienste zu bezahlen, dann muss das Sozialamt eingreifen, weil ansonsten auch derjenige den niedrigen Preis bezahlt, der es sich locker leisten könnte. Nun, wir haben immer einen Kompromiss gefunden, aber ich habe natürlich dabei darauf geachtet, dass der Betrieb keinen Schaden erleidet. Nach wie vor finde ich es als ungerecht, dass das Land in Meran 90 Prozent der Baukosten der Therme übernommen hat, während es Brixen nur mit 15 Prozent der Baukosten unter die Arme griff ... Noch ungerechter empfinde ich, dass die Stadtwerke über ein inzwischen europaweit berühmtes EUGH-Urteil die Führung des Parkplatzes abgeben musste, während die Therme und auch die SEAB in Bozen Parkhäuser nach wie vor selbst betreiben dürfen. Das ist unlogisch. Was ja im Grunde in unserem Fall nicht relevant ist, weil seit dem Urteil die Gemeinde die Einnahmen des Parkplatzes bekommt, die damit eventuelle Defizite der Stadtwerke abdecken kann. Was auch nicht mehr stimmt, denn inzwischen zahlen sich die Stadtwerke das Defizit selbst und bezahlen sogar noch einen jährlichen Betrag an die Gemeinde für die Nutzung des Parkplatzes. Man macht vielleicht den Fehler, die Acquarena immer mit Kos-
ten und Defizite zu assoziieren. Im Grunde ist es eine ziemlich geniale soziale Infrastruktur ... ... die die Gesundheit fördert! Letzten Sonntag zählten wir im Bad über 3.200 Eintritte. Wir haben die Acquarena seit dem Bau des Hallenbads aber auch im Freibereich weiterentwickelt, wenn ich nur an den erweiterten Kinderbereich denke. Wobei ... nicht alles ist mir bei der Acquarena gelungen.
Grenzen. Vielleicht wird sich das noch ändern. In Sachen Breitband verstehe ich übrigens die derzeitige Linie der Landesregierung nicht – ich fürchte, es fehlt an einer klaren Strategie. Die Entscheidung, die Forum Brixen GmbH in die Stadtwerke zu integrieren, hat sich seinerzeit positiv auf die Kosten ausgewirkt und war entsprechend betriebswirtschaftlich sinnvoll.
Priel organisiert, und ich bin der Meinung, dass das daraus hervorgegangene Siegerprojekt von Martin Mutschlechner und Barbara Lanz durchwegs interessant war. Damals wurden die Raumprogramme mit der Musikschule und mit der Bürgerkapelle abgesprochen. Inzwischen ist das seinerzeitige Konzept leider ziemlich verwässert worden: Wir schreiben jetzt 2017, und das einzige realisierte Objekt in 13 Jahren ist die Kletterhalle.
„Senioren nutzen die Acquarena noch zu wenig – dabei würde es ihnen so gut tun!“_ Wolfgang Plank Zum Beispiel? Senioren nutzen diese Infrastruktur noch zu wenig. Einige wenige von ihnen sind bereits um 9 Uhr früh im Becken, was mich sehr freut, aber die breite Masse an Senioren, denen die Bewegung im Wasser so gut tun würde, fehlt uns leider. Bei dieser Aussage geht es mir nicht um den Umsatz, wohlgemerkt, sondern ausschließlich um die Gesundheit der Senioren. Wird das Breitband-Internet angenommen? Sie legen den Finger haargenau auf die offene Wunde. Als wir mit dem Angebot gestartet waren, habe ich mir eigentlich erwartet, dass es in großer Zahl angenommen würde, denn im Vorfeld war das Geschrei nach Breitband-Internet ja groß. Die Nachfrage hält sich aber in Grenzen – was sehr schade ist, denn unser Angebot ist wirklich attraktiv. Die Anzahl der Leute, die derzeit höhere Bandbreiten benötigen, hält sich in
Ja, natürlich. Das Forum Brixen krankt ein bisschen an seiner Architektur. Die Planer waren damals gezwungen, vorhandene Strukturen in den Neubau zu integrieren, was den gesamten Bau eingeschränkt und entsprechend konditioniert hat. Denkmalschutz ist eine sehr vernünftige Sache, aber ab und zu sollte sich der Denkmalschutz etwas mehr hinauswagen. Man muss schauen, wie es jetzt mit dem Forum weitergehen wird; derzeit sind ja in der Nachbarschaft Überlegungen im Gange, wobei ich mir wünsche, dass bei dieser Gelegenheit darüber nachgedacht werden soll, wie sich das gesamte Quadrat zwischen Kreuzgasse, Dantestraße, Romstraße und Kleiner Graben entwickeln soll. War die Gemeinde Brixen in dieser Hinsicht in Vergangenheit etwas nachlässig? Ja, vielleicht. Man hat immer nur an einzelne Objekte gedacht und nicht in Zonen. 2004 haben wir den Planungswettbewerb der Zone
Nun, die Musikschule wird ja jetzt realisiert ... Ja, aber sie unterscheidet sich maßgeblich vom anfänglichen Plan. Der Vorhof war ursprünglich nicht geplant, das Raumprogramm der Musikschule war anders, das Probelokal der Bürgerkapelle sieht auf den neuen Plänen auch vollkommen anders aus. Gut, aber die entscheidende Piazza südlich der Musikschule bleibt ja bestehen. Leider ist sie nicht mehr eben, sondern der Platz erfährt eine leichte Anhebung, was ihm nicht gut tun dürfte. Auch die Enteignung eines kleinen Grundstücks im Bereich des heutigen Probelokals war angedacht gewesen; heute steht dort ein neues Gebäude, also hat man offenbar zu lange überlegt. Das hat zur Folge, dass die Piazza anders aussehen wird als ursprünglich geplant. Wenn eine Entscheidung einmal getroffen ist, muss man sie auch durchziehen – das ist meine Meinung.
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Orbeitsmittog
Das ist haargenau der Pragmatismus, für den Wolfi Plank ja bekannt ist ... Ja, sicherlich, das stimmt schon. Für eine Entscheidung brauche auch ich hin und wieder eine gewisse Zeit, aber danach lasse ich mich nicht mehr so leicht davon abbringen. Ich hatte immer einen Verwaltungsrat, der diese Linie voll und ganz unterstützt hat. Dafür bin ich dankbar.
News Orbeitsmittog Montag bis Freitag Primo € 9,50 Zwoates € 11,50 Menü € 13,50 Inkl. Schlachthofwasser, Salat und Kaffee
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Wie sieht die Zukunft der Stadtwerke aus? Könnte es sein, dass gerade aufgrund der ausufernden Bestimmungen, Auflagen und der Bürokratie, der die öffentlichen Betriebe unterliegen, die Stadtwerke bald zu klein werden und eine Fusion mit der Alperia notwendig sein wird? Nun, wir sind am Wachsen. In naher Zukunft werden die KDE gegründet, die „Kommunaldienste Eisacktal“. Der Plan ist, dass Klausen, Brixen, Franzensfeste, Natz/ Schabs und Vahrn und vielleicht noch andere Gemeinden in einem Pool Wasser und Abwasser sowie andere Dienste gemeinsam verwalten. Die Stadtwerke führen diese Dienste dann aus. Die Bürger in den Dörfern haben ein Anrecht darauf, dieselbe Qualität der Dienstleistung zu erhalten wie die Brixner. Wir versuchen also zu wachsen. Genauso, wie es sinnvoll ist, übergemeindliche Verwaltungseinheiten zu bilden, ist es auch sinnvoll, diese Dienste gemeindeübergreifend zu organisieren. Das wird sicher der Trend der Zukunft sein. Wobei ... Wobei? Ich weiß nicht, was in zehn Jahren sein wird. Im Moment trifft die staatliche Politik eher Entscheidungen in die Richtung, dass kleine öffentliche Dienstleister besser verschwinden sollten. Ob das gut für die Bevölkerung ist, wage ich zu bezweifeln. Bozen müsste gemeinsam mit Trient den Schneid haben, im Rahmen der primären Autonomie zur Gemeindeordnung ein organisches Gesetz über öffentliche Dienstleistungen im Rahmen von Inhouse-Gesellschaften zu erlassen, bei denen der Staat und die staatlichen Organe nichts mehr zu sagen haben. Wenn wir Südtiroler schon immer behaupten, dass wir die besseren Verwalter sind, dann sollte man diese besseren Verwaltungen nicht durch sinnlose staatliche Normen überfordern.
Steckbrief Wolfgang Plank, Jahrgang 1955, hat nach Abschluss des Wissenschaftlichen Lyzeums eine Ausbildung als Gemeindesekretär absolviert und 1976 im Brixner Bürgerheim zu arbeiten begonnen. Ab 1978 arbeitete er bei der Baufirma Conci; er war dort für die technische Verwaltung und damit vor allem für den Einkauf und das Bearbeiten von Ausschreibungen und Bauabrechnungen zuständig. Am 1. März 1992 wurde er Verwaltungsleiter des damaligen „Städtischen Elektrizitätswerks Brixen“; für die Stelle war er prädestiniert durch seine Kenntnisse des Vergaberechts und in der Abwicklung von Bauprojekten, seine Ausbildung zum Gemeindesekretär und seine private Leidenschaft für Elektronik, Informatik und Telekommunikation. 2002 wurde er nach einer Phase als Vize von Rudi Rienzner zum Generaldirektor ernannt. Am 30. Juni 2017 verabschiedet sich Plank in den Ruhestand. Vor einigen Wochen wurde Karl Michaeler in den Verwaltungsrat der Stadtwerke entsandt; er wird die Aufgaben von Plank übernehmen. Plank selbst wird ihn laut eigener Aussage in einer Übergangszeit einen Tag pro Woche in die neuen Aufgaben einführen.
Was wird Wolfi Plank nach dem 1. Juli tun? Nun, die letzten Jahre waren ziemlich intensiv, aber es gibt viel zu tun, wofür ich in der Vergangenheit einfach keine Zeit hatte. Ich bin durchaus offen für Neues! Es werden einige Reisen mit meiner Familie anstehen, zu Hause steht ein Umbau an – und dann muss man ja immer schauen, wie es mit der Gesundheit weitergeht. Was ich sicherlich genießen werde, ist der Fakt, dass Termindruck und Verpflichtungen verschwinden werden – und auch Verantwortung. Schauen Sie, ich wohne in der Nähe des Schwimmbads, und jedes Mal, wenn ich am Wochenende die Sirene des Krankenwagens höre, hoffe ich, dass sich in der Acquarena niemand verletzt hat oder gar ertrunken ist. Diese Verantwortung bin ich ganz gern los.
willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
NEUSTIFT
Visite bei Dr.Wald Anlässlich der Fachtagung „Naturkraft der Alpen“ trafen sich namhafte Referenten aus dem In- und Ausland im Bildungshaus Kloster Neustift. Die Experten fokussierten Zusammenhänge und Kreisläufe der Natur im Einklang mit dem täglichen Leben.
S
eit Urzeiten leben Menschen in und mit der Natur, im Einklang natürlicher Rhythmen, wie dem steten Tagund Nacht-Wechsel oder jenem der Jahreszeiten. In der heute schnelllebig gewordenen Zeit bekommen Ressourcen wie Wasser, Sonne, Luft oder Boden für den Menschen, der sowohl um die Schätze der Natur als auch deren heilsame Wirkung für das eigene Wohlbefinden weiß, eine neue Bedeutung. Im Alpenraum ist der Mensch mit der Natur und ihren Elementen innig verbunden. Die ureigenen Gesetze dieser spezifischen Landschaft rufen seit jeher tiefen Respekt gegenüber der Naturgewalt hervor und fordern die Bewohner zu besonderer Achtsamkeit im täglichen Leben. Davon zeugt nicht zuletzt die eigenständige alpenländische Kultur mit ihrem bis heute sehr lebendigen Brauchtum. Bei der Fachtagung „Naturkraft der Alpen“ im Bildungshaus Kloster Neustift luden Experten die Teilnehmer zu einem Streifzug durch die natürlichen Kraftelemente Wasser, Erde, Luft und Feuer ein, um Landschaft und Heimat verstehen und wertschätzen zu lernen sowie deren Naturgesetze und Lebensrhythmen für die eigene Gesundheit, Regeneration und Resilienz zu nutzen.
Ein Teil des Ganzen. Die aus dem
Allgäu angereiste Heilpraktikerin und Buchautorin Adelheid Lingg hat sich als Kräuterexpertin im Bayerischen Fernsehen längst einen Namen gemacht. Mit ihrem Vortrag über Baumheilkunde, der Naturkraft der Bäume und Magie des Waldes, jenem Rückzugsort für Körper, Geist und Seele, sandte sie eine klare Botschaft: Die eigene Perspektive einmal zu wechseln – in dem Bewusstsein, dass „in jedem von uns sehr viel Urwissen lebt“. So sagt sie zum Beispiel, Pilzgeflechte seien die größten Bewohner dieses Planeten – nicht der Mensch: „Ohne sie, ohne dieses Gewebe, lebt kein Wald“, veranschaulichte sie
den Menschen als Teil der Ganzheitlichkeit. „Besucht die Bäume, sprecht mit ihnen wie mit einem Freund“, legte sie den Teilnehmern am Ende ihres Referates ans Herz.
heilungskräften – was früher nur erahnt werden konnte – gelten heute als wissenschaftlich belegt. Sein Vortrag über die Naturkraft der Alpenkräuter basierte auf der Alpinen Volksmedizin, auch „Er-
ins Rampenlicht gerückt wurde nachgewiesen, welch wichtige Rolle es im Körper vor allem für das Immunsystem darstellt. Um die „Königin der Blumen“, dank ihrem Duft und der kostbaren
Monika Engl (links außen im Bild) und Karolin Koch (zweite von rechts), Organisato rinnen der Tagungsreihe „Naturkraft der Alpen“, zusammen mit den drei Referenten Maria Theresia Riedl, Arnold Achmüller und Adelheid Lingg
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Das Thema Alpine Kräuterkunde und deren Reichtum an volksmedizinischem Wissen, Brauchtum und Mythen, war Arnold Achmüller ein großes
fahrungsmedizin“ genannt, für die heute mehr als 400 Heilpflanzen verwendet werden: „Früher ging man zum Arzt, wenn die Hausmittel nicht mehr halfen – heute
Wirkstoffe schon in der Antike geschätzt und genutzt, ging es im Beitrag „Naturkraft Blüten“. Über mehr als 100 Heilmittel aus den heilsamen Wirkstoffen der Rose
„Früher ging man zum Arzt, wenn die Hausmittel nicht mehr halfen – heute greift man zu Hausmitteln, wenn der Arzt nicht mehr hilft!“_ Arnold Achmüller, Apotheker, Buchautor und Blogger Anliegen. Der Apotheker, Buchautor und Blogger ist gebürtiger Südtiroler und lebt heute in Wien. Der Ursprung vieler ritueller Handlungen und volksmedizinischen Kenntnisse reicht über Jahrtausende zurück. Sowohl der richtige Sammelzeitpunkt und die ideale Zubereitungsmethode von Heilpflanzen als auch die unterstützende Nutzung von Selbst-
greift man zu Hausmitteln, wenn der Arzt nicht mehr hilft!“, räumte er humorvoll ein.
Sonnenvitamin D. Ein weiterer Beitrag war dem Sonnenvitamin D gewidmet, das, über Jahrzehnte hinweg verkannt, ein Schattendasein fristete. Weitreichenden Entdeckungen der Wissenschaft zufolge und zwischenzeitlich
verfügten bereits die Apotheken des Mittelalters. In Anlehnung an die spezifischen Vorträge bot sich den Teilnehmern im Verlauf der dreitägigen Veranstaltung auch die Möglichkeit, an den angebotenen Seminaren mit den einzelnen Tagungsreferenten teilzunehmen. susanne.rude@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 59
INTERVIEW
Wirtschaft & Umwelt
„Bewusst Südtirol“ Die Stärkung der regionalen Kreisläufe in den verschiedenen Bereichen ist dem Bozner Kommunikationsexperten ARNOLD BIASION eine Herzensangelegenheit. Im „Brixner“ erklärt er seine Motive, die Initiative „Bewusst Südtirol“ zu gründen. Herr Biasion, was darf man unter „Bewusst Südtirol“ verstehen?
sichert Arbeitsplätze; Geld sowie Steuern bleiben im Land. Welche Bedeutung hat Regionalität grundsätzlich in Zeiten der fortschreitenden Globalisierung? Die Globalisierung ist seit mehr als zehn Jahren in sehr aggressi-
Foto: Oskar Zingerle
ARNOLD BIASION: „Bewusst Südtirol“ ist eine Initiative zur Sensibilisierung der Bevölkerung, die Regionalität zu fördern. Wenn ich zum Beispiel in einem Südtiroler Supermarkt einkaufe, so ist das
Südtirol hergestellte Produkte einkaufe, habe ich einen doppelten Mehrwert. Allein aus diesen rein ökonomischen Überlegungen müssten wir also versuchen, unser Geld in unserem Land auszugeben für Produkte, die hier produziert werden. Die Sensibilisierung dafür, dass ein regionales Einkaufs-
Konzerne darüber entscheiden, welche Produkte wir zu welchem Preis erhalten, so ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung. Wie aber kann eine Region darauf reagieren, um in einem globalen Markt bestehen zu können? Sie tut dies, indem sie auf ihre Stärken hinweist und auf den Nutzen des Konsumenten, regional einzukaufen – auch wenn der Preis möglicherweise auf den ersten Blick ein bisschen höher ist. Der Preis ist bei den meisten Konsumenten aber nach wie vor ein entscheidendes Kaufargument ... Schauen Sie, ich persönlich bin gern bereit, im Sinne der lokalen Kreisläufe für hiesige Produkte etwas mehr zu bezahlen. Das Motto „Geiz ist geil“ macht weder regional noch global Sinn. Warum nicht?
Arnold Biasion: „Bei den Lebensmitteln das Prinzip ‚Geiz ist geil‘ anzuwenden ist sowieso ein Schuss ins eigene Knie“
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zumindest deshalb für uns alle vorteilhaft, weil dieses Unternehmen in Südtirol seine Steuern zahlt. Wenn ich noch dazu in
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verhalten Vorteile bringt, ist mein persönliches Anliegen. Wer Südtirol wählt, stärkt die heimische Wirtschaft im Interesse aller. Er
ver Weise im Gange. Im Grunde erleben wir derzeit eine Oligopolisierung des Angebots: Wenn weltweit nur ein paar hundert
Wenn es nur noch um den Preis geht, gewinnen am Ende immer jene, die es sich leisten können, immer billiger anzubieten – und das sind die weltweit tätigen Konzerne. Immer billiger kann also langfristig nicht die Lösung sein, weil viel zu viele Menschen unter dieser Entwicklung leiden. Die zunehmend weltweit vorhandenen inhumanen Arbeitsbedingungen
sowie die katastrophalen Umweltschäden durch die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln und Gütern sind für unsere Zeit einfach beschämend. Wir alle müssen uns die Frage stellen: Brauche ich wirklich ein T-Shirt um 3 Euro? Was sagen Sie zu jemandem, der behauptet, er könne sich die Südtiroler Produkte nicht leisten? Das ist eine Grundsatzdiskussion im Konsumverhalten. Ich kann mich heute zum Beispiel wunderbar gesund aus lokalen Rohstoffen ernähren, wenn ich dafür bereit bin, etwas Aufwand beim Kochen
Ja, weil wir in Südtirol zusätzlich auch noch hervorragende Weine haben.
sind, indem sie regionale Produkte anbieten, regionale Rohstoffe verwenden.
Gut, Ihre Zielsetzung ist mir jetzt klar. Wie aber funktioniert die Initiative?
Sollte man auch als Südtiroler in Südtirol Urlaub machen? ...
Ich bin Eigentümer einer Kommunikationsagentur, die sich seit 20 Jahren mit Initiativen beschäftigt, die immer auch einen Nutzen für die Allgemeinheit hatten. Ein Beispiel dafür ist der Umweltpreis, den wir in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Landesämtern seinerzeit initiiert hatten. Bei unseren Initiativen geht es immer um die eine Frage: Wie können wir die Bevölkerung mit Themen er-
Selbstverständlich ist das eine wunderbare Option! Das heutige Reise- und Urlaubsverhalten ist doch irgendwie pervers geworden. Muss ich unbedingt um 30 Euro nach London fliegen können? Viele von uns fliegen 3.000 Kilometer in den Urlaub, um dann festzustellen, dass sie in Südtirol das eigentlich bessere Hotel, die eigentlich bessere Gastronomie und die eigentlich schönere Landschaft vorgefunden hätten. Sie
„Im Restaurant, im Geschäft oder auch beim Online-Einkauf sollten wir immer zuallererst fragen: Gibt es das von mir gesuchte Produkt auch aus meiner Region?“_ Arnold Biasion, Initiator von „Bewusst Südtirol“ in Kauf zu nehmen. Natürlich ist man schneller, wenn man ein Industrieprodukt in die Mikrowelle schiebt, aber um denselben Preis kann ich bei etwas mehr Aufwand in der Küche wunderbare Gerichte aus heimischen Zutaten zaubern. Bei den Lebensmitteln das Prinzip „Geiz ist geil“ anzuwenden ist sowieso ein Schuss ins eigene Knie: Was kann man sich denn erwarten, wenn ein Kilo Schweinsschnitzel 5,50 Euro kostet? Da ist es besser, man schränkt den Fleischkonsum ein und kauft anstatt zwei Mal pro Woche nur einmal pro Woche Fleisch – dafür aber eines, das zwar teurer ist, von dem ich aber weiß, welche Qualität es hat, weil ich den Metzger, den Bauernhof oder den Bauern kenne. Schauen Sie, wenn jemand behauptet, er kann sich die Südtiroler Milch nicht leisten, dann frage ich mich: Um welchen Betrag geht es hier eigentlich im Monat? Wieviel Liter Milch braucht er denn? Bin ich wirklich gezwungen, um 30 Cent tiefgefrorenes Brot aus Polen zu kaufen, oder ist es besser, frisches Brot vom heimischen Bäcker zu erwerben, weil ich weiß, dass es mir wert ist, dafür im Monat ein paar Euro mehr auszugeben. Einerseits geht es dabei um die Stützung der eigenen Region, andererseits aber auch um meine Gesundheit. Also trinken Sie im Restaurant auch nur Südtiroler Wein?
reichen, die im gesellschaftlichen Sinn wertvoll sind? Der Impuls zu „Bewusst Südtirol“ ist zum Teil von unseren Nordtiroler Freunden gekommen, die eine ähnliche Initiative haben, allerdings beschränkt auf ein Sortiment.
Steckbrief Arnold Biasion, 52 Jahre, ist Geschäftsführer des Bozner Kommunikationsunternehmen Transkom, das sich seit 20 Jahren auf regionale und überregionale Projekte spezialisiert hat. Seine neueste Initiative heißt „Bewusst Südtirol“ – entstanden aus der Überzeugung, dass „wir alle in vielerlei Hinsicht bewusst unseren Beitrag leisten können zum Erhalt und zur Weiterentwicklung unserer Region“. www.bewusst-suedtirol.com
wir es aber schaffen, die Leute dahingehend zu sensibilisieren, dass sie in ihrem Konsumverhalten die Frage der Regionalität stark gewichten, dann haben wir viel erreicht. Im Restaurant oder im Geschäft oder auch beim Online-Einkauf sollten wir immer zuallererst fragen: Gibt es das von mir gesuchte Produkt auch aus meiner Region?
sehen schon: „Bewusst Südtirol“ ist eine komplexe und bereichsübergreifende Thematik. Wenn
willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Sie hingegen sensibilisieren in alle Produktrichtungen. Richtig. Aber eines ist, die Leute zu sensibilisieren; danach muss ich ihnen auch eine Hilfestellung geben, wie sie im Sinne ihrer eigenen Region handeln können. Wir haben zu diesem Zweck eine Website gestaltet, in der die Website-Adressen sämtlicher Südtiroler Firmen aufgelistet sind, über die man lokale Produkte online kaufen kann. Die Sammlung dieser Angebote veranschaulicht das Potenzial, das unsere Regionalität bietet: Die Vielfalt der Produkte ist gewaltig. Insgesamt gibt es nach unserer Recherche über 500 Südtiroler E-CommerceAnbieter; 200 davon haben wir gesammelt, aber es werden noch mehr werden. Wie sieht es mit dem Tourismus aus? Das ist eine spannende Frage: Südtirol wird zwar eine recht gute Hotellerie haben, aber wir müssen uns schon langsam die Frage stellen, wie viele der Südtiroler Hotels denn wirklich authentisch
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Warum in die Ferne schweifen? Einfach schnell abschalten und sich erholen – und das ganz in der Nähe? Das Schalderer Tal bietet sich dafür an, als Geheimtipp sozusagen. Der „Brixner“ begleitete die Natur- und Landschaftsführerin Helena Graf bei einer Höfewanderung, die im Rahmen der Mountain Days stattfindet.
D
ie Sonne blitzt übermütig vom frühsommerlichen, blau-weiß durchzogenen Morgenhimmel und lässt sogleich erahnen, dass der Tag schön werden wird. Hubert, unser ShuttleBus-Chauffeur, erwartet uns bereits am Tourismusbüro, das für die Wanderung als Treffpunkt vereinbart wurde. Auch Uta und Georg blicken erwartungsvoll in die Runde. Die beiden kommen aus Bielefeld und verbringen ein paar Urlaubstage in Brixen. Edith und Hilde sind im Tauferer Ahrntal zuhause; sie begleiten ihre Freundin, unsere heutige Wanderführerin Helena, aber immer wieder gerne auf einer ihrer abwechslungsreichen und interessanten Wanderungen im Eisacktal. Mit Elisabeth aus Brixen und mir ist unsere Wandertruppe für heute komplett, sodass Hubert starten kann. Kaum haben wir dem quirligen Treiben der Brixner Innen-
stadt den Rücken gekehrt und verlassen die Vahrner Hauptstraße in Richtung Schalders, sehen wir uns von angenehmer Ruhe und wohltuendem Grün umgeben. Bergauf und vorbei an einzelnen, verstreut liegenden Höfen abseits der Straße lassen wir den kleinen, idyllischen Ortskern von Schalders hinter uns und erreichen bald darauf einen geräumigen Waldparkplatz. „Hier ist Ende für die Autos und Beginn für die Füße“, meint Helena lächelnd. Hubert verspricht, uns am späten Nachmittag unten im Dorf wieder abzuholen – und verabschiedet sich. Auf der großen Wandertafel am Parkplatz zeigt uns Helena den Verlauf unserer heutigen Wanderung. Nach einer kurzen gemeinsamen Atemübung haben wir das „Alltagsgefühl“ endgültig aus unseren Lungen gehaucht
Bei der Höfewanderung im Schalerer Tal ist der 1.540 m hoch gelegene Steinwendthof Rastplatz für Hilde, Edith, Elisabeth, Wanderführerin Helena, Uta und Georg
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und sind bereit für ein paar Stunden Natur pur.
Der Sonnenseite entlang. Das
hölzerne Hinweisschild „Steinwendthof“ ignorierend, lassen wir den Schotterweg rechts lie-
gen und steigen auf einem kühlen Graspfad, der die Feuchte der Nacht und des in unmittelbarer Nähe rauschenden Schalderer Baches noch nicht an die wärmenden Sonnenstrahlen abgegeben hat, in Richtung Wald. Unser
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info Weg verläuft an der Sonnenseite des Schalderer Tales, gegenüber den – unseren Blicken verborgen liegenden – Schrüttenseen. Allein die fröhliche Kommunikation der gefiederten Waldbewohner wechseln mit Helenas Erzählungen, die uns Einblicke über die Lebensformen der Bergbauern, Traditionen und Brauchtum in diesem noch fast unberührt gebliebenen Bergtal vermittelt. Wir sind auf dem ehemals Alten Kirch- oder Schulweg unterwegs, jenem schmalen Pfad, den früher alle gehen mussten, um von den Höfen ins Dorf zu gelangen. Vielleicht stammt das überlieferte Zitat, „nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich“, das Helena heute auch einmal erwähnt, von Bergbewohnern, die Straßen zu den entlegensten Höfen vor etlichen Jahren noch als keine Selbstverständlichkeit erachten durften. Schon bald erreichen wir den auf 1.540 m Höhe prächtig gelegenen Steinwendthof, einen so genannten ehemaligen Schweighof, dessen Besitzer einst Abgaben an das Kloster zu entrichten hatten. Der urige Hof (mit eigener Hofkapelle und zwei Kapellentürmchen) ist heute im Besitz des Klosters Neustift und dient den dortigen Augustiner Chorherren zur Sommerfrische. „Jeder der Chorherren besitzt hier sein eigenes Zimmerchen, beziehungsweise seine ‚Zelle’“, weiß Helena zu berichten. Nach einem Pächterwechsel im heurigen Frühjahr wird der Hof nun von einer Familie aus dem Ultental geführt. Bei einer kurzen Rast, die uns Edith und Hilde gesanglich aufwerten, genießen wir die Idylle.
Das „Häusl am Roan“. Auf ei-
nem schmalen Steiglein, das uns konzentriert einen Fuß vor den anderen setzen lässt, geht unsere Wanderung weiter. Dank der perfekt durchdachten Vorbereitung unseres „Guides“ dürfen wir „ganz nebenher“ sogar noch ein Kieferbadesalz herstellen: Die kleinen, verschließbaren Gläschen zaubert sie samt Salz aus ihrem „Schnerfer“ (dem Rucksack „made in Südtirol“), die frischen Kieferntriebe pflücken – und kosten – wir beim Gehen. Entlang des Kaserbaches macht sie uns auf eine Stelle aufmerksam, die an ein tragisches Lawinenunglück im Jahre 1830 erinnert, wo sechs von insgesamt sieben Menschen am Christtag ihr Leben lassen mussten.
Das diffuse Licht des schattenspendenden Waldes hinter uns lassend, erreichen wir eine sonnige Lichtung. Die alten, herrlich gelegenen Hofstellen wurden aufgrund ihrer Abgeschiedenheit größtenteils verlassen und dienen nur mehr den Schwalbenfamilien als Heimat. Dennoch sind die steilen Hänge und Wiesen vorbildlich und landschaftspflegend gemäht. Edith und Hilde stimmen uns sogleich musikalisch auf unser nächstes Ziel am Weg ein, das „Häusl am Roan“. Dort erwartet uns kurze Zeit später eine Riesenüberraschung: Erna, waschechte Schaldererin und Wirtin vom Mesnerwirt, direkt neben der Pfarrkirche zum Hl. Wolfgang, hat das „Wesentliche“ ihrer Küche kurzerhand ins Auto verfrachtet und mitgebracht. Und während wir noch damit beschäftigt sind, ein wenig ungläubig die zahlreichen Köstlichkeiten wahrzunehmen, die sich in den großen Pfannen und Töpfen unter sauberen Tüchern verbergen, stellt Helena uns sogleich zum Tischdecken an. Schon bald ist die Luft vom Aroma schmackhafter Bauernsuppe und Schalderer Krapfen erfüllt, während wir den frischen Topfenaufstrich mit unseren gesammelten Wildkräutern verfeinern, zu dem Erna ihr selbstgebackenes Brennesselbrot reicht. Nach einer gefühlten kulinarischen Ewigkeit verneint keiner von uns das Angebot, Helenas hauseigenes Zirmschnapsl zu testen. Längst sind Ziachorgel, Gitarre und Okarina angestimmt, und jeder von uns – angesichts der gefiederten Waldbewohner als einzige Zuhörer – ist überzeugt davon, singen zu können. Und Georg lässt es sich nicht nehmen, von Uta schmunzelnd betrachtet, seine ersten TanzVersuche im „Boarischen“ zu wagen.
uns irgendwann, Abschied von der idyllischen Berglandschaft zu nehmen. Während wir gedankenverloren den schmalen, von jahrhundertealten Wurzeln überwucherten Waldweg in Richtung Dorf hinuntersteigen, schwelgt jeder ein wenig in seinen eigenen Gedanken und lässt die vergangenen Stunden Revue passieren. Kaum haben wir den Wald verlassen, empfängt uns die kraftvolle Nachmittagssonne und lässt uns deutlich spüren, wie wohltuend sich die reine, sauerstoffgetränkte und frische Waldluft in den vergangenen Stunden angefühlt hat. Wir nehmen direkten Kurs auf den alten Dorfbrunnen, entledigen uns der Strümpfe und Schuhe und befolgen den Rat von Altpfarrer Kneipp. Nach ausgiebigem Armund Fußbad sind alle wieder
Vom 25. Mai bis zum 5. Juni bot die Tourismusgenossenschaft Brixen im Rahmen der „Mountain Days Brixen Südtirol“ über 40 verschiedene Outdoor-Aktivitäten für Einheimische und Touristen. Mit im Programm waren unter anderem geführte Kräuter- und Sonnenaufgangswanderungen, Gipfeltouren, Bike-Touren und Fahrtechniktrainings oder eben die Höfewanderung in Schalders mit Helena Graf.
frisch, und kurze Zeit später biegt Hubert mit seinem ShuttleBus um die Ecke, um uns wieder abzuholen. Mit Ausnahme von Uta und Georg, die zugegebenermaßen eine weite Reise auf sich nehmen mussten, um Stunden wie diese mit uns erleben zu dürfen, präsentiert sich uns die Natur gewissermaßen vor der Haustür. Mit dieser Erkenntnis bekommt die Frage „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ wieder eine völlig neue Bedeutung. susanne.rude@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
Abschied nehmen. Da ein
ebenso strapaziertes als weises Sprichwort aber leider besagt „wenn es am schönsten ist, sollte man gehen“, heißt es an diesem wunderschönen Tag auch für 63
Ralser Fotos: Benjam in
Wirtschaft & Umwelt
Erinnerung an Freiheitskampf Vom 9. bis 11. Juni drehten Schützen, Musikkapelle und Feuerwehr Schabs die Zeitrechnung um gut 200 Jahre zurück und führten den Besuchern der Veranstaltung „Erlebniswelt Tirol 1809“ Kriegsszenen des Tiroler Freiheitskampfes vor Augen – „nicht, um den Krieg zu verherrlichen, sondern, um ein Zeichen des Friedens zu setzen“, wie man mehrmals betonte. Das dreitägige Fest begann mit der Vorführung eines Gefechtes von Tiroler Schützen gegen Franzosen, Sachsen und Bayern, bei dem der Ort Schabs seinerzeit niedergebrannt wurde. Die Besucher konnten die Zeltlager der Soldaten besichtigen, die bereitwillig Auskunft auf die Fragen gaben. Am Samstag führten französische und bayerische „Soldaten“ Kanonenfeuer und Gewehrsalven vor. Neben einer Greifvogelflugschau wurde altes Handwerk in dem zur Veranschaulichung aufgestellten „alten Schabs“ gezeigt. Gegen Abend sowie am Sonntagvormittag lockte die Vorführung der Zweiten Bergiselschlacht zahlreiche Besucher an. Anders als in der geschichtlichen Realität, war neben Andreas Hofer auch
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Napoleon anwesend. Im Anschluss an die nachgestellte Schlacht konnte man sich mit den beiden Akteuren ablichten lassen. Das Fest klang am Sonntag mit einem großen Festumzug aller beteiligten Schaugruppen aus. Insgesamt waren die Veranstalter sehr zufrieden mit dem Verlauf, und man denkt bereits laut über eine weitere Ausgabe in drei Jahren nach.
EVENT
3. BergMusikFestival auf den Almen in Ratschings 15.–30.07.2017 Südtiroler Rifflblech*
Südtiroler Tanzlmusig* Rainhard Fendrich & Band
UFT A K R E AUSV
Samstag 15.07.2017
Sonntag 16.07.2017
14.00 - 16.00 Uhr Rinneralm
14.00 - 16.00 Uhr Wasserfalleralm
21.00 Uhr Bergstation Ratschings
Pamstiddn Kings
Ziganoff Jazzmer Band*
Allgäu6
Sonntag 23.07.2017
Samstag 29.07.2017
Sonntag 30.07.2017
14.00 - 16.00 Uhr Kalcheralm
14.00 - 16.00 Uhr Saxnerhütte
14.00 - 16.00 Uhr Bergrestaurant Rinneralm
www.ratschings.info * Das Konzert findet nur bei schönem Wetter statt.
Samstag 22.07.2017
Giudiceandrea ist neuer Präsident z Der Südtiroler Unternehmerverband hat ein neues Gesicht an seiner Spitze. Obwohl: So neu ist das Gesicht gar nicht, denn der Brixner Federico Giudiceandrea war, bevor er nun einstimmig zum Präsidenten gewählt wurde, Vizepräsident des Unternehmerverbandes. Giudiceandrea wurde dem Generalrat als einziger Kandidat von der Designierungskommission für das höchste Amt im
Verband vorgeschlagen – und einstimmig gewählt. In seiner Antrittsrede Anfang Juni hat der Microtec-CEO insbesondere die Bedeutung von Innovation und Export hervorgehoben. Außerdem hat er an die Politik appelliert, gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen, wie sie die Mitbewerber im Ausland vorfinden. Der bisherige Präsident des Unternehmerverbandes, Stefan Pan, bleibt
Foto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
weiterhin Mitglied des Präsidiums des Unternehmerverbandes, Vizepräsident des Dachverbandes Confindustria und Präsident der regionalen Vereinigung TrientSüdtirol. vk
W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN
Ein Hanflabyrinth für den Hofburggarten z Während letztes Jahr der sommerliche Hofburggarten geprägt war von orientalischen Mustern und mannshohen Maispflanzen, bahnt sich das Labyrinth in diesem Jahr durch eine Hanf-Plantage. „Das bestehende Konzept wurde gemeinsam mit einem Kreativteam überarbeitet und neu aufgesetzt“, berichtet Werner Zanotti, Direktor der Tourismusgenossenschaft Brixen. „Die Reise des Elefanten wird von der Brixner Erzählerin Kathrin Gschleier neu interpretiert. Gemeinsam mit dem Grafikerteam
kurz
notiert
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von Frei&Zeit sowie der Künstlerin Erna Valentini wird dieses auch in einem Leitbuch grafisch dargestellt und in die Gartengestaltung und Bepflanzung umgesetzt.“ Den Besucher erwartet ein Labyrinth mit verschiedenen Stationen, eine Hängebrücke, eine Kneippanlage und natürlich der bereits bekannte acht Meter hohe Aussichtselefant aus Holz. Die Organisatoren haben rund um das Labyrinth aber auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesponnen; zum Beispiel wird es einen
Kochkurs und eine Verkostung von Hanfgerichten sowie einen Markttag geben, und nicht zu vergessen sind die Führungen für Schulen durch das Areal des Hofburggartens. Aus KunstSicht wird die Sommeröffnung aufgepeppt, indem ein Teil der heurigen Ausgabe der Ausstellung „50x50x50 Landgewinn“ im Hofburggarten Platz findet; der andere Teil der Ausstellung fin-
Die Alupress-Gruppe erhielt von Unternehmen Knorr-Bremse Sys teme für Nutzfahrzeuge die Aus zeichnung „Supplier of The Year“. Das Brixner Familienunternehmen, das sich gegen 1.300 Lieferanten weltweit durchsetzen konnte, überzeugte mit seiner Qualitäts-, Kosten- und Lieferperformance.
Über das Leader-Entwicklungs programm 2014–2020 soll in Schalders ein Rundwanderweg mit verschiedenen Attraktionen entstehen; in Spiluck soll der be stehende Kräuterweg aufgewertet werden. Insgesamt wurden für diese Initiativen 250.000 Euro be reitgestellt.
det wie gewohnt in der Festung Franzensfeste statt. Geöffnet ist das Elefantenlabyrinth im Hofburggarten vom 1. Juli bis zum 8. Oktober, und zwar täglich von 10 bis 20 Uhr. vk
Die Brixen Tourismus Gen. startet mit einem neuen Angebot für Familien in den Sommer. Bei einer Familienwanderung mit Schauspiel können große und kleine Brixner jeden Samstag im Juni, Juli und August entlang des WoodyWalks auf sagenhafte Schatzsuche gehen. Infos unter www.brixen.org/rendezvous.
STADTGEHEIMNISSE
BRIXEN
Hallo, freier Strommarkt!
Wohin führt das Holztor im Vahrner Poltenweg?
Am Poltenweg in Vahrn scheint eine mit Eisenbeschlägen versehene Holztür in eine verborgene Welt zu führen. Genauer gesagt ist sie der Zugang zum 1558 erbauten Wassersammelbecken, das nötig wurde, um die in Brixen wachsende Bevölkerung mit genügend Trinkwasser zu versorgen; die vom damaligen Stadtbaumeister Hans Krol errichtete Fassung der Wasserstube erinnert heute noch daran. Nach 1500 war Brixen nämlich mit seinem diversifizierten Gewerbe und seinem Rechtsstatus als Stadt zunehmend auch für Zuwanderer attraktiv. So kamen die meisten Einwohner aus dem Eisack- oder dem Pustertal, gar einige stammten aber auch aus Süddeutschland, dem Schwabenland oder Italien. Drei Beispiele prominenter Zuwanderer der Jahre vor 1550 sind die Goldschmiede Eloi Khlaining aus Ulm und Jörg Jenin aus Epinal (Luxemburg) oder der Gastwirt Augustin Beeseen aus Torbole. Kurz vor 1500 gehen vorsichtige Schätzungen von 1.600 bis 1.700 Einwohner in Brixen aus. Mit der ersten eingehenden Volkszählung 1570 wurden hingegen bereits 2.110 Menschen (die Geistlichkeit nicht einberechnet) erfasst.
Kunden einen garantierten Rabatt von 10 Prozent, berechnet auf den Energiepreis des geschützten Grundversorgungsdienstes, und dies ohne vertragliche Bindung“, umreißt Wolfgang Plank, Generaldirektor der Stadtwerke, das Angebot. „Ben“ ist im gesamten Verteilergebiet der Stadtwerke bis zum 31. Dezember 2017 erhältlich und vorerst bis 30. Juni 2019 gültig. „Dann nämlich existiert aus heutiger Sicht der geschützte Markt nicht mehr, und alle Kunden müssen auf den freien Markt wechseln“, so Plank. „Mit dem Produkt Ben stellen die Stadtwerke Brixen sicher, auch in Zukunft im Stromverkauf tätig sein zu können und diesen Dienst wie gewohnt mit persönlicher Beratung und dem über Jahre aufgebauten Vertrauensverhältnis im Sinne der Kunden weiterzuführen.“ vk
Foto: Oskar Zingerle
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z Die Stadtwerke Brixen wagen sich in neue Gefilde: Ab Juli wird nämlich ein auf die Haushaltskunden zugeschnittenes Produkt am freien Strommarkt angeboten. Dafür wurde eigens „Ben“ geschaffen: „Die staatliche Regulierungsbehörde schreibt nämlich vor, dass Energiegesellschaften, die auf dem geschützten und freien Markt tätig sind, den Verkauf getrennt verwalten und mit eigenen Marken ausstatten müssen“, weiß Patrick Silbernagl, Präsident der Stadtwerke. Mit „Ben“, das übrigens schlicht und einfach für „Brixen Energie“ steht, wollen die Stadtwerke transparent und klar auf die neuen Herausforderungen, die sich im Strommarkt anbahnen, reagieren. „Bei einer Leistungserhöhung bis zu 1,5 kW zahlt der Kunde für die Anschlussleistung nichts. Außerdem genießen die
Anregungen: redaktion@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN/PLOSE
Der Hype um„Gold“
Foto: Oskar Zingerle
z Ab auf den Berg! Oder doch lieber ins kühle Nass, zum Schlittschuhlaufen, Kraxeln oder ins Elefanten-Labyrinth? Wer die „Summercard Gold“ hat, hat im heurigen Sommer eben auch die Qual der Wahl – und das sind genau genommen 3.372 Ansässige der Gemeinde Brixen, 509 der Gemeinde Vahrn und 348 Ansässige aus anderen Gemeinden; in Summe wurden 4.229 „Summercard Gold“ verkauft. 3.548 erwarben die „normale“ Summercard, die das Sommerabo der Plose sowie einen einmaligen Eintritt in den Hofburggarten, die Eishalle und die Kletterhalle beinhaltet. Gemeinsam schaffen es beide Summercards also auf die lustige Anzahl von 7.777 Karten. Die Erwartungen erfüllt haben beide Karten voll und ganz: Die Plose Ski AG setzte sich nämlich zum Ziel, 4.500 Abos zu verkaufen – und kam schlussendlich auf die besagten 7.777. Bei der Acquarena
hätten, damit die Rechnung aufgeht, 2.500 Abos über den Ladentisch gehen müssen; schlussendlich waren es 4.229. Mehr als zufrieden mit dem Pilotjahr der Summercards sind auch Gerold Siller, Initiator des Angebotes und Sprecher der SVP-Gemeinderatsfraktion, sowie die Stadtwerke Brixen und die Plose Ski AG. Das kurzfristig ins Leben gerufene Projekt hat eingeschlagen wie eine Bombe und erleichtert vor allem Familien von der finanziellen Last, die Sommerbeschäftigungen mit sich bringen. Das Angebot soll laut Presseaussendung der Stadtwerke Brixen AG auch im kommenden Sommer aufgelegt und möglicherweise auch für die umliegenden Gemeinden erweitert werden. Wünschenswert wäre dann allerdings eine einzige Karte für alle Aktivitäten, die den geschonten Geldbeutel nicht doch noch aus Platzgründen aus allen Nähten platzen lässt. eh
VAHRNER SEE
Augen auf in der Natur z Wie vielfältig und schützenswert die uns umgebende Natur ist, darauf machte die Umweltgruppe Eisacktal „Hyla“ mit ihrem Familienaktionstag am Vahrner See aufmerksam. „Es sind Orte, an denen wir uns eigentlich oft befinden. Aber nur, wer die Augen wirklich öffnet, sieht das Schöne hier in unserer Natur“, unterstrich Andreas Hilpold, Vorsitzender der Umweltgruppe. Das Naturerlebnis der ganzen Familie näherbringen zu wollen kam vor allem bei Kindern prächtig an, die ihren Entdeckergeist ausleben und, mit einer Becherlupe ausgestattet, die Seebewohner in und rund um den Vahrner See herum beobachten konnten. Einige Tiere – neben kleinen Insekten und jungen Krebsen gehörte dazu beispielsweise auch eine Blindschleiche – konnten zudem genauer unter einem Mikroskop beäugt werden,
Qualitätsböden seit 1966
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bevor sie natürlich wieder in ihr gewohntes Lebensumfeld freigelassen wurden. Der inzwischen rund 90 Mitglieder umfassende Verein „Hyla“, dem sowohl hobbymäßige Naturkenner als auch Fachleute angehören, organisiert neben diesem Familienaktionstag regelmäßig weitere Tätigkeiten im Sinne der Umwelt. Exkursionen und Vorträge zur Förderung des Naturbewusstseins gehören ebenso dazu wie themenspezifische Stammtische, bei denen sich jeder in Diskussionen einbringen kann. Eine wichtige Rolle spielen die Mitglieder von „Hyla“ auch, wenn es darum geht, entsprechende Interessen in Umweltausschüssen zu vertreten oder die Allgemeinheit auf Probleme aufmerksam zu machen. Im Bild von links nach rechts: Martin Prader, Andreas Hilpold, Monika Lintner und Hannes Markart. fr
NACHGEFRAGT
„Begeisterung fürs Handwerk“ Frau Fischnaller, waren die drei Jahre, die Sie bisher Vorsit zende bei den Junghandwerkern im lvh waren, eine Phase des Lernens, des Erkundens, des Auslotens? Das kann man so wohl sagen. Wir waren vor drei Jahren alle neu, voller Begeisterung für die ehrenamtliche Tätigkeit und mit vielen Ideen und Visionen im Kopf. Erst allmählich lernten wir, die wichtigen und realisierbaren Ideen auszuwählen und konsequent an deren Umsetzung zu arbeiten. Wie ist einem zumute, wenn man offiziell von Martin Haller,
dem Vizepräsidenten des lvh, ge lobt wird? Das war echt ein besonderer Moment für mich, eine große Ehre und ein Ansporn, weiterzumachen. Ich spürte die Wertschätzung, die mir entgegengebracht wurde, und die Bereitschaft zur Unterstützung auch in den kommenden drei Jahren. Natürlich war mir bewusst, dass die Dankesworte nicht nur mir, sondern meinem Team galten. Welche sind Ihre Pläne für die nächsten drei Jahre? Wir haben Projekte am Laufen, und die werden wir weiterverfolgen. Es geht dabei vor allem um
Imagepflege, das heißt, um das Aufzeigen von Chancen und Möglichkeiten, die ein Handwerker hat; es geht um neueste Techniken, um das Erlernen von Zeitmanagement und um das Arbeiten mit völlig neuen Materialien. Wir wollen die Begeisterung fürs Handwerk wecken. Und im Oktober wollen wir – das sind 21 Junghandwerker und Junghandwerkerinnen – bei den Worldskills 2017 in Abu Dhabi zeigen, was wir draufhaben, wenn wir uns mit Gleichaltrigen aus der ganzen Welt messen. In São Paulo vor zwei Jahren hat es toll geklappt.
Foto: Oskar Zingerle
JASMIN FISCHNALLER, Tapeziererin und Raumausstatterin in Brixen, über ihre Wiederwahl zur Vorsitzenden der Junghandwerker im lvh – und über ihr Ziele, das Image des Handwerkerberufs zu stärken.
johanna.bernardi@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info
BRIXEN
„Untragbare Müllzustände“
Foto: Oskar Zingerle
z Kribiskrabis liegen Kerzenbehälter zwischen Pflanzenresten, Plastikmüll und Kartons in den Abfallcontainern des Brixner Stadtfriedhofes. „Die Brixner Bevölkerung ist dank der exzellenten Arbeit der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen in Sachen Mülltrennung Vorreiter in Italien“, lobt die Grüne Bürgerliste in einer Presseaussendung, „da erscheint es anachronistisch, wenn es am Friedhof in Brixen keine Vorrichtungen für die Mülltrennung gibt.“ Schade sei dies vor allem, weil es kein Umdenken brauche, um eine erfolgreiche Mülltrennung im Stadtfriedhof zu erreichen, sondern nur etwas guten Willen – und zwar vonseiten der Gemeindeverwaltung, denn es fehlen nicht nur getrennte Ab-
fallbehälter mitsamt Beschilderung für die verschiedenen Wertstoffe, sondern auch Hinweisschilder zur Mülltrennung. Der ungetrennt in den Containern am Friedhof entsorgte Müll hat die Grüne Bürgerliste nun auch dazu angespornt, einen Beschlussantrag im Gemeinderat einzubringen. „Wir denken, dass die Situation für unsere umweltbewusste Stadt nicht mehr tragbar ist und eine Lösung zugeführt werden muss“, schreiben Elda Letrari, Elisabeth Thaler und Markus Frei in diesem Antrag. Darüber hinaus beauftragen sie die Stadtregierung damit, „die nötigen Schritte in die Wege zu leiten, um im Friedhof von Brixen die Trennung zwischen Grünzeug und anderem Abfall zu gewährleisten“. vk
Als führendes Unternehmen im Bereich der Gebäudetechnik stehen für uns die Kundenzufriedenheit und die Qualität im Mittelpunkt. Die Vielseitigkeit unseres Leistungsspektrums unterstreicht unseren geschäftlichen Erfolg und wir wachsen weiter. Für unsere Standorte Sterzing und Brixen suchen wir:
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Qualitätsbetriebe
Der Weg zu einem sicheren Zuhause
LVH
Extra
Jeder will sein Eigenheim schützen, wenn es um elektrische Anlagen und Geräte geht, und gleichzeitig will jeder Energie und Geld sparen. Die Südtiroler E-Marken-Betriebe unter stützen nun mit dem „E-Check“ bei diesem Vorhaben.
Der „E-Check“ ist eine international anerkannte Prüfung aller elektrischen Installationen und Anlagen im Privathaus oder Betrieb. Beim E-Check wird überprüft, ob sich die Elektroanlagen und die Informationstechnik in korrektem Zustand befinden und den aktuellen gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen entsprechen. „Die Vorteile des E-Checks liegen auf der Hand“, erklärt der Obmann der Elektrotechniker im lvh, Daniel Weissensteiner, „das Haus und die Menschen, die darin wohnen und arbeiten, sind sicher, man beugt Schadensfällen vor und spart langfristig Energie und Kosten.“
neue, die Sicherheit betreffende juristische Regelungen hinsichtlich anstehender Renovierungen oder Um- und Ausbauarbeiten. Durch eine einfache Kontrolle können gefährliche Mängel erkannt und beseitigt werden.
Küche als spezieller Arbeitsplatz. In der Küche sind beson-
Mehr Datensicherheit. Durch
die große Anzahl elektronischer Geräte, insbesondere in Büros und Betrieben, könnte eine Überlastung der Leitungen unangenehme Folgen haben. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte überprüfen lassen, ob die Überstrom- und Kurzschlussschutzeinrichtungen den Leiterquerschnitten und der Strombelastbarkeit richtig zugeordnet sind, ob der Schutzpotenzialausgleich über die Haupterdungsschiene wirksam hergestellt ist und ob alle Leitungen für den verwendeten Zweck geeignet sind. Beratung bietet der spezialisierte E-Markenbetrieb auch hinsichtlich der Wahl der richtigen Beleuchtung.
Energieverbrauch optimieren. wie eine unterbrechungsfreie Der E-Check kann die Ausgangsbasis für eine ganze Reihe von Verbesserungen im Betrieb sein, wenn es um Arbeitsentlastung und Flexibilität geht. So werden auf Wunsch die Schnittstellen zur Gebäudetechnik überprüft, um festzustellen, wo intelligente Automatisierungslösungen eingesetzt werden können. Vor allem in Betrieben sollte sichergestellt sein, dass es zu keinem Maschinenausfall kommt. Wie die Zutrittskontrolle und das Einbruchmeldesystem stets funktionstüchtig gehalten werden und
Stromversorgung garantiert wird, erklärt der Spezialist im E-CheckFachbetrieb.
Vorteile für Hausverwaltungen. Laut Gesetz sind der Vermieter und damit auch die Hausverwaltung verpflichtet, elektrische Geräte in den Mietobjekten – egal, ob privat oder gewerblich – regelmäßig auf ihre Sicherheit und Funktionalität zu überprüfen. Im Rahmen eines E-Checks informiert der E-Fachexperte über Haftungsnachweise und Risikominimierung. Er berät außerdem über
E-CHECK-Fachbetriebe in Ihrer Nähe:
Hofer & Zelger OHG Angerweg 1, 39042 Brixen Tel. 0472 832141 hofer.zelger@dnet.it 70
Elektro Plaickner GmbH Julius-Durst-Straße 66, 39042 Brixen Tel. 0472 068311 info@elektro-plaickner.it
dere Maßnahmen zu treffen, die andernorts eine eher untergeordnete Rolle spielen. Die Küche ist wie ein Betrieb im Betrieb, wo besondere Bedingungen vorherrschen und spezielle Geräte im Einsatz sind. Im Rahmen des EChecks werden alle Elektrogeräte überprüft, die im Einsatz sind. Mögliche Verschleißfälle, unzureichende Schutzeinrichtungen oder ungeschützte Leitungen können dabei erkannt werden. In Küchen gibt es häufig auch ein großes Energiesparpotenzial, über das die E-Markenbetriebe fachlich und kompetent informieren.
Weitere Infos unter www.e-marke.net
Prader GmbH Handwerkerzone Am Gornegg 9, 39040 Lajen Tel. 0471 1880647 info@prader.eu
E-CHECK-Fachbetriebe in Südtirol: Firmenbezeichnung
Adresse
Ort
Telefon
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BOZEN Electro Universal GmbH
Innsbrucker Str. 25-Kampill Center
39100 Bozen
0471 974572
info@electrouniversal.it
Elektro Pernthaler GmbH
Altmannstraße 17
39100 Bozen
0471 982134
info@pernthaler.eu info@elektrobau.it
BURGGRAFENAMT Elektrobau OHG
St. Markus-Straße 6
39012 Meran
0473 270120
Elektro Gruber
Schönblickstraße 24/A
39012 Meran
335 8398708
info@elektrogruber.it
Elektro Wega
Industriezone 1/5
39011 Lana
0473 50885
info@elektrowega.eu
Elektro Pföstl Daniel
Laubengasse 218
39012 Meran
0473 212418
info@elektro-pfoestl.it
Service GO.KA.
Etschmanngasse 4
39012 Meran
328 2788548
info@service-go-ka.com
Elektroline & Co KG
Schwimmbadstraße 14
39012 Meran
0473 220190
info@elektroline.net
Ellux GmbH
J.-Weingartner-Straße 39/A
39022 Algund
346 1773605
info@ellux.it
EISACKTAL Hofer & Zelger OHG
Angerweg 1
39042 Brixen
0472 832141
hofer.zelger@dnet.it
Elektro Plaikner GmbH
Julius-Durst-Straße 66
39042 Brixen
0472 068311
info@elektro-plaickner.it
Prader GmbH
Handwerkerzone am Gornegg 9
39040 Lajen
0471 1880647
info@prader.eu
PUSTERTAL Elektro Oskar KG
Hittlfeld 4/A
39030 Ahrntal
0474 652457
elektro.oskar@rolmail.net
Elektro Ewald
St. Nikolausstraße 8c
39031 Bruneck
0474 529088
info@ewald.it
Elpo GmbH
J.-G.-Mahl-Straße 19
39031 Bruneck
0474 570700
a.steinhauser@elpo.it
Elektro Gasser & Fischer GmbH
Pizachstraße 29
39038 Innichen
0474 913209
info@elektrogasser.it
Kyma Controls GmbH
Longiarù – Str. Ties 36
39030 St. Martin in Thurn 0474 765100
info@kymacontrols.com
39032 Mühlen in Taufers 0474 658015
Elektro Knapp
Gewerbepark Aurinum 10
Elektro Schmid GmbH
Pustertaler Sonnenstraße 21
Elektro Zambelli GmbH
Handwerkerzone 7
info@elektroknapp.it
39030 Terenten
0472 546141
info@elektro-schmid.it
39030 Kiens
0474 565380
info@elektrozambelli.it
SALTEN SCHLERN ESP Elektroanlagen OHG
Altenbergweg 2/b
Elektron Eggental & Co. KG
Unterbirchabruck 12
Krapf Energy GmbH
39050 Jenesien
0471 354533
info@esp-elektroanlagen.com
39050 Deutschnofen
0471 610161
info@elektron.bz.it
Föstlweg 30
39040 Kastelruth
0471 711160
otto@elektro-krapf.it
Bio Elektrik KG
Altenbergweg 2/a
39050 Jenesien
0471 354093
info@bio-elektrik.com
Elektro Plank GmbH
Karerseestraße 95
39056 Welschnofen
0471 614088
info@elektroplank.it
Elektro Nicolussi KG
Durrenweg 2
39040 Seis
0471 706234
elektro.nicolussi@dnet.it
Elektro Rier KG
Ibsenstraße 8
39040 Seis
0471 705349
info@elektro-rier.it
Elektro Marschall KG
Weinstraße 6/E
39057 Eppan-Girlan
0471 660988
info@elektromarschall.it
Elektro A. Haller OHG
Gewerbegebiet Pillhof 47
39057 Frangart/Eppan
0471 633044
martin@elektro-haller.com
Elektro Bachmann
Steinackerstraße 11
39040 Tramin
0471 863871
info@elektrobachmann.it
Elektrotechnik
Dorf 33/1
39040 Aldein
0471 886807
ulm.christoph@alice.it
Mich Franco
Rheinfeldenstraße 2/2
39044 Neumarkt
0471 812288
michfranco@virgilio.it
Elektro W & W GmbH
HWZ „Auf der Hört“ 2
39040 Tramin
0471 813494
info@elektroww.it
Elektro Kasal Herbert
Handwerkerzone 21/b
39052 Kaltern
0471 962587
herbert.kasal@rolmail.net
Elektro Ebner Christian
Handwerkerzone 4
39040 Aldein
0471 886931
info@elektroebner.com
39023 Laas
0473 626755
office@elwgr.it
39025 Naturns
0473 667325
info@zerz.com
39040 Freienfeld
0472 647217
info@emp-elektro.it
39049 Sterzing
0472 765873
info@elektrohaller.it
ÜBERETSCH/UNTERLAND
VINSCHGAU Wallnöfer Günther und Rudolf OHG
Kugelstraße 14
Zerz OHG
Herrengasse 6
WIPPTAL Elektro Mair Peter GmbH
Handwerkerzone 12
Elektro Haller OHG
Bahnhofstraße 8
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Qualitätsbetriebe
G. SIEBENFÖRCHER
Speck, der schmeckt!
Köstliche Tradition
2017
. oneandseven
Extra
Die Zubereitung nach geheimer Familien rezeptur, die ausgewogene Mischung von Salz und Rauch sowie viel Zeit zum Reifen: So bekommt der Speck von G. Siebenförcher seinen einmaligen Geschmack.
sere Besuchen Sie un eien er zg et Feinkost-M eran! in Brixen und M
Ein ausgewogenes Aroma, eine milde Würze und zart am Gaumen: Das renommierte Feinschmeckermagazin „Gambero Rosso“ lobt den Speck der Spezialitätenmetzgerei G. Siebenförcher in höchsten Tönen. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr: Die Familienmetzgerei aus Meran verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Speckherstellung – und weiß, wie der beste Speck entsteht.
G. ist Geschmack. Nach wie vor
Hergestellt nach traditioneller Rezeptur, schmackhaft und von bewährter Qualität: Sein einzigartiger Geschmack und sein unverkennbares Aroma machen unseren Speck zu einem Genuss für jeden Gaumen. Und das seit 1930. Brixen . Altenmarktgasse 22 Tel. 0472 835 681 . www.siebenfoercher.it Mo - Fr: 8.30 - 19 . Sa: 8 - 18 h
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wird der Speck in der Siebenförcher-Metzgerei mit viel Handarbeit auf traditionelle Weise hergestellt. „Die ideale Salzmenge sorgt für eine milde Würze, denn zu stark gesalzener Speck wird insbesondere bei langer Lagerung zu scharf“, erläutern die Metzgermeister von G. Siebenförcher. Für den mild-aromatischen Geschmack sorgt zudem die streng gehütete Siebenförcher-Familienrezeptur, die von Generation zu Generation weitergereicht wird. Nur so viel sei verraten: Durch die schonende Räucherung im Glimmrauch von Buchenholzspänen und Wacholderbeeren erhält der Siebenförcher-Speck sein ausgewogenes Aroma. Die Hammen von geprüfter Qualität dürfen dann unter idealen Bedin-
gungen für sechs Monate reifen, wodurch die Geschmacksnoten sich voll entfalten. Erst dann gelangt der Siebenförcher-Speck an die Verkaufstheke.
G. ist geprüfte Qualität. In der
Schwarte trägt der Speck von G. Siebenförcher das Brandzeichen „Südtiroler Speck g.g.A.“ – ein Qualitätsmerkmal, das nur jene Speckhammen tragen dürfen, die aus dem Schlegel und nach traditionellem Verfahren in Südtirol hergestellt wurden. Damit diese Qualität nicht verloren geht, sollte der Speck an einem trockenen, dunklen Ort gelagert werden. Wurde der Speck vakuumverpackt, nimmt man ihn einige Zeit vor dem Verzehr aus der Verpackung. So kann er atmen und sein Aroma zur Gänze ausbilden. All diese hervorragenden Speckqualitäten von G. Siebenförcher gibt es in der Metzgerei & Feinkost G. Siebenförcher in der Altenmarktgasse in Brixen. Hier erhält man den ausgezeichneten Siebenförcher-Speck als ganze Hamme, Teilstück oder in feine Scheiben geschnitten. Im Online-Shop www.siebenfoercher.it kann man sich diese und weitere Südtiroler Spezialitäten auch komfortabel per Mausklick nach Hause liefern lassen.
UNTERTHURNER
Limitierte Edition
TERRABONA.IT
Die renommierte Schnapsbrennerei Unterthurner aus Marling wird 70 Jahre alt. Zu diesem Anlass kreierte Unterthurner ein ganz spezielles Edel-Blending, den Waldler „Jubilaeus“.
In neuem Glanz: die Enothek der Privatbrennerei Unterthurner in Marling 2017 ist das Jahr einer ganz besonderen Jubiläums-Edition in der Welt der Himbeergeiste. Unterthurner, die mehrfach prämierte Südtiroler Privatbrennerei, 1947 von Ignaz Unterthurner gegründet, präsentiert anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens ein Himbeergeist-Blending, das höchsten Trinkgenuss verspricht. Verschnitten mit den besten in getrennten Fässern gelagerten Waldler-Jahrgängen der letzten Jahre, nämlich 2006, 2008, 2011, 2012 und 2015. „Somit spiegelt sich in diesem speziellen Blending die jahrzehntelange Erfahrung, Tradition und die Liebe zum Edelschnapsbrennen unserer Privatbrennerei wider“, so Stephan Unterthurner, Geschäftsführer in der dritten Generation. Diese einzigartige Himbeerspirituose
mit ihrem unverkennbaren Geschmack der Waldhimbeere wird in einer limitierten Abfüllung von 1.760 Flaschen angeboten. Erhältlich ist der Waldler „Jubilaeus“ im neu gestalteten Detailgeschäft in Marling, im Online-Shop auf www.unterthurner.de und im ausgewählten Fachhandel. In der kürzlich umgebauten und vergrößerten UnterthurnerEnothek im historischen Ansitz Priami im Dorfzentrum von Marling ist für Interessierte und Freunde der Edelschnapsbranche ein nachhaltiger Trinkgenuss von Hochprozentigem erlebbar. Im komplett neu gestalteten Fachgeschäft findet man ausgezeichnete Fruchtbrände, Liköre, erlesene Geiste und die raffiniertesten Digestifs zum Probieren und Genießen.
LIMITIERTE SONDEREDITION Jubilaeus Waldler ® Original Unterthurner Edeldestillate erhalten Sie in unserer neu gestalteten Enothek im Ansitz Priami in Marling, im ONLINE SHOP unter www.unterthurner.de und im ausgewählten Fachhandel. Enothek, Anselm-Pattis-Str. 14, Marling, Tel. 0473 447 186 www.unterthurner.it
Handwerk ist Mehrwert Seit Anfang April begegnet uns das Handwerk mit forscher Souveränität: Eine neue „Generation Handwerk“ zeigt ihr Gesicht und macht Schluss mit verstaubten Klischees.
Frisch und offensiv demonstriert das Südtiroler Handwerk Innovation, Werte und Zukunft. Mit dem Motto „Lust auf Südtiroler Handwerk“ kommen Handwerker zu Wort, berichten Kunden, dass sie auf Qualität und Service stehen, erzählen Schüler und Jugendliche über ihre Ziele – alles im Kontext eines Handwerks, das mit Leidenschaft und Weitsicht vorangeht.
Extra
Qualitätsbetriebe
GENERATION H
Handwerk hat Zukunft. Über
13.400 Betriebe im Handwerk sind eine feste Größe, die für unsere Wirtschaft und Gesellschaft von erheblicher Wichtigkeit ist. 43.000 Beschäftigte sorgen seit Generationen für Umsatzsteigerungen und schaffen soziale Wertschöpfung. 3.470 geschlossene Lehrverträge stellen das Handwerk auf Nummer 1 in der Ausbildung. Alles zusammen: ein außerordentlicher Mehrwert – made in Südtirol. Für diese Entwicklungen hat Südtirol schon frühzeitig die Weichen gestellt. „Jetzt ist Zeit, die Innovationskraft des hiesigen Handwerks auch zu zeigen, ihre dynamischen Prozesse und was es ausmacht, in einem Umfeld mit diesem Reichtum an Wirtschaftskraft, Kreativität und Lebensqualität zu arbeiten und zu leben“, betont lvh-Präsident Gert Lanz.
Für den Verbraucher bietet das gesunde Handwerk in Südtirol enorme Sicherheit. Höchste Qualität, ein faires Preis-Leistungsverhältnis und die flächendeckende, reibungslose Nahversorgung bis in die entlegensten Fraktionen sind in Südtirol gegeben. Sie werden von den Bürgern hochgeschätzt und von den politischen Kräften des Landes getragen. Was in weiten Regionen unserer europäischen Nachbarländer zunehmend verdrängt wurde, wurde bei uns zum Markenzeichen: Die Top-Qualität des Handwerks ist fester Teil unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Über die Landesgrenzen hinaus genießt das Südtiroler Handwerk den besten Ruf. Unsere Junghandwerker tragen das Südtiroler Handwerk rund um die Welt – bei der diesjährigen Berufsweltmeisterschaft sogar nach Abu Dhabi in die Arabischen Emirate. Das ist Generation-H: Mit dem Herzen in Südtirol, mit dem Verstand in der Welt und mit klaren Zielen nach vorne!
Handwerk hat goldenen Boden.
Mit Anzeigen, Aktionen und viel Information will die „Generation Handwerk“ jetzt darauf aufmerksam machen, dass das Handwerk goldenen Boden hat. Auch die
Begeisterte LVHMitglieder bei der Kampagnenpräsentation 74
info Südtiroler Handwerk in Zahlen 13.400 43.097 3.470
eingetragene Handwerksbetriebe Beschäftigte im Handwerk Lehrverträge im Handwerk
Qualität zählt, das Handwerk liefert. 93 Prozent aller Südtiroler beauftragen den Handwerker ihres Vertrauens. Ob alt oder jung: Wir beziehen von hiesigen Handwerksbetrieben hochwertige Leistungen, ohne die unser Alltag, Freizeit und das Sozialwesen nicht funktionieren würde.
Handwerk rockt, Mainfelt spielt. Die Südtiroler Folkrockband Mainfelt begleitet die Aktionen der GenerationH. Die Verbindung zum Handwerk liegt auf der Hand: Made in Südtirol, lieferte Mainfelt den Soundtrack zum Video … auf www.generation-h.net.
eigene Domain www.generationH.net ist erfolgreich an den Start gegangen. Über Mausklick erreichbar, gibt sie Basis-Informationen über die Vielfalt der Handwerksberufe. Sie berichtet über aktuelle Veranstaltungen und versammelt eine Vielzahl von wertvollen Links rund ums Handwerk. Stück für Stück wird sie im Laufe der Zeit weitere aktuelle
Informationen sammeln und anbieten – von der Berufswahl für Schüler über Fördermaßnahmen der Region für Startups und Handwerksbetriebe bis hin zur Schnellsuche nach dem besten Handwerker vor Ort. Zudem ist die Handwerkskampagne auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram präsent.
BESSER HÖREN
Innovative Hörhilfen Seit über 20 Jahren macht es sich das Unternehmen „Besser Hören“ zur Aufgabe, Kindern sowie erwachsenen Menschen mit Hörminderung durch individuell angepasste Hörgeräte Gehör zu schenken.
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Südtirolweit bedienen neun Mitarbeiter über 30 Servicestellen von „Besser Hören“ und bieten hier kostenlose Hörtests, Beratung und Service für Hörgeräte. Auf Wunsch werden auch kostenlos Hausbesuche vorgenommen. Um stets die aktuellsten Produkte auf dem Markt anbieten zu können, bilden sich die Mitarbeiter kontinuierlich weiter, denn wie in allen Bereichen gibt es auch bei Hörsystemen ständig neue Entwicklungen. Ganz aktuell bieten Hörgeräte der neuesten Generation nicht nur beste Unterstützung für das Gehör, sondern erleichtern auch den Gebrauch enorm. Lukas Geyer, Verantwortlicher der Firma „Besser Hören“, verrät dazu mehr.
neue Hörgeräte-Prozessor dar. Dieser passt die Einstellungen des Geräts automatisch an jede Hörumgebung an. Damit kann in jeder Situation bestmögliches Hören genossen werden.
Herr Geyer, welche Neuheiten gibt es derzeit bei Hörgeräten?
Wo bekommt man diese Hörgeräte?
LUKAS GEYER: Bei den Hörgeräten der neuesten Generation handelt es sich um die ersten wiederaufladbaren Hörgeräte, die mit einem einzigen Ladevorgang einen 24-stündigen Hörgenuss bieten. Sie sind mit einer Lithium-IonenBatterie ausgestattet, die nur drei Stunden lang aufgeladen werden muss. Man kann sich somit darauf verlassen, dass die Hörgeräte den ganzen Tag über geladen sind und ihre Leistung voll erbringen.
Diese und auch andere Hörgerätemodelle können Interessierte bei „Besser Hören“ einen Monat lang kostenlos ausprobieren. Am besten dazu unverbindlich in eine unserer 30 Servicestellen in ganz Südtirol vorbeikommen oder telefonisch einen Termin in einem der zwei Geschäfte in Bozen vereinbaren. Auf Anfrage kommen wir auch gerne kostenlos nach Hause!
Lukas Geyer, Verantwortlicher bei Besser Hören
Welche Vorteile haben diese Hörgeräte gegenüber ihren Vorgängern? Der größte Mehrwert dieser Hörsysteme besteht darin, dass es keinen Batteriewechsel mehr braucht. Über eine Ladestation können die Geräte schnell und einfach wie ein Smartphone aufgeladen werden. Dies erleichtert die Anwendung und den Komfort enorm. Eine weitere Verbesserung stellt der
Die neuesten Hörgeräte sind jetzt noch komfortabler
Das Fertig(durchdachte)haus
ALP HOUSE
Wer kennt ihn nicht, den großen Traum vom Eigenheim? Für viele Südtiroler steht dieser Traum ganz oben auf der To-do-Liste. Und doch wissen all jene, die diesen Punkt schon auf ihrer Liste abhaken konnten, wie steinig der Weg hin zu den eigenen vier Wänden sein kann.
Planung ist das Um und Auf. Ausgeklügeltes FertigbaukonMeist baut man nur einmal im Le- zept. Eine effiziente Durchfüh-
Geschäftsführer Helmuth Leitner Helmuth Leitner, Geschäftsführer des Sterzinger Fertighausherstellers Alp House, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Weg für seine Kunden ganzheitlich zu erleichtern. „Meiner Meinung nach ist das Bauen des eigenen Zuhauses neben dem Kinderkriegen die aufregendste Zeit im Leben. Und deshalb ist es mir sehr wichtig, dass diese Zeit für unsere Kunden so angenehm und stressfrei wie möglich wird.“ Das Erfolgsgeheimnis lautet: individuelle Beratung, genaue Planung und effiziente Durchführung. Deshalb greift Alp House seinen Kunden schon frühzeitig unter die Arme. So führen die geschulten Mitarbeiter die zukünftigen Hausbesitzer gekonnt durch den Dschungel von Bestimmun-
gen und geben wertvolle Tipps zu der Frage, welche Lösung für das jeweilige Projekt ideal ist.
Budget richtig kalkulieren. Wichtig dabei ist auch, sich darüber im Klaren zu werden, wie hoch das eigene Budget ist. Auch hier steht Alp House seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite: Durch eine genaue Kostenaufstellung werden alle Positionen – auch jene, die der Bauherr eventuell noch nicht bedacht hat – durchgesprochen. Damit wird verhindert, dass der Bauherr am Ende vor einer Schuldenfalle steht.
ben! Deshalb sollte das Eigenheim so perfekt und individuell auf einen selbst abgestimmt werden wie möglich. Dieses Ziel kann nur durch eine sorgfältige Planung im Vorfeld erreicht werden. Dabei setzt Alp House nicht nur auf die Sachkenntnis seiner Bauplaner, sondern auch auf die Mitwirkung des Bauherrn selbst. Je besser dieser seine Vorstellungen und Wünsche artikulieren kann, umso leichter kann die Planung darauf abgestimmt werden. „Für die Planungsphase wird bei uns am meisten Zeitaufwand betrieben. Ausführliche Gespräche mit unseren Kunden ermöglichen es uns, am Ende ein Haus zu übergeben, das genau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Daher kann ich mit Stolz sagen, dass kein Alp House dem anderen gleicht. Warum auch? Kein Mensch gleicht dem anderen. Jeder hat seine ganz eigenen Lebensgewohnheiten, und wenn diese meist größte finanzielle Investition im Leben einmal getätigt wird, dann muss das Ergebnis auch zu 100 Prozent auf einen selbst zugeschnitten sein“, so Helmuth Leitner.
rung der Bauarbeiten gelingt dem Unternehmen durch seine ausgeklügelte Bauweise. Die Ziegelfertigteile werden in der Produktionshalle in Sterzing angefertigt, auf den Lkw geladen und auf der Baustelle im Baukastenprinzip montiert. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die große Zeitersparnis und das witterungsunabhängige Arbeiten gehen einher mit einer erheblichen Kostenersparnis für den Bauherrn. In dieser Phase wird dem Kunden eine einzige Ansprechperson zur Seite gestellt, die sich um alle Belange, aber auch um die gesamte Koordination auf der Baustelle, kümmert. Dazu Helmuth Leitner: „Wir haben das Privileg, immer wieder mitzuerleben, wie aus unseren Kunden Freunde werden. Nicht selten kommt es vor, dass wir zu Hochzeiten eingeladen werden oder dass uns Schreiben vom neuen Zuwachs der Familie erreichen – eine Tatsache, die mich nicht nur immer wieder aufs Neue freut, sondern unserem Konzept Recht gibt.“
KarlvonEtzelStraße 6 39049 Sterzing Tel. 0472 767111 info@alphouse.it www.alphouse.it
Der Firmensitz von Alp House in Sterzing 77
Qualitätsbetriebe
Extra
Die Innenräume strahlen wohltuende Ruhe aus
Natürlich wohnen im Vollholzhaus
HOLZIUS
Ökologisches Bauen beginnt mit der Wahl des geeigneten Partners: Das Unternehmen holzius baut leim- und metallfreie Vollholzhäuser und schafft damit ideale Voraussetzungen für gesunde Wohn- und Lebensräume.
Von der Natur inspiriert, hat das Südtiroler Unternehmen holzius ein leim- und metallfreies Vollholz-Bausystem entwickelt, das sowohl höchsten baubiologischen Ansprüchen als auch den technischen Leistungsanforderungen des modernen Bauens gerecht wird. Den Kern der patentierten holziusBauart bildet eine Gratleiste mit Kanten in Schwalbenschwanzform, wobei uralte handwerkliche Techniken neu kombiniert werden. In dieser Form ermöglicht holzius leim- und metallfreies Bauen in garantierter Formstabilität und dauerhafter Luftdichtheit. Der Leistungsumfang des Unternehmens mit Sitz in Prad am Stilfserjoch erstreckt sich von der Lieferung der Bauelemente bis hin zum Bau von fertigen VollholzGebäudehüllen – inklusive Dämmung, Fenster, Fassade und Dach. Mit holzius steht Kunden somit ein einziger Ansprechpartner für den Bau der gesamten Außenhülle zur Seite, mit umfassender Erfahrung im biologischen nachhaltigen Vollholzbau sowie großer Sachkenntnis über natürliche Baumaterialien und deren optimale Anwendung. Die ökologische Bauweise in 78
Vollholz, die umfassende Baubegleitung und sorgfältige Arbeitsweise von holzius kommen bei den Kunden gut an – ob für Privathaus, Hotel oder öffentliche Einrichtung. Und so finden sich in ganz Südtirol und darüber hinaus zahlreiche Massivhausprojekte von holzius, die auch online unter www.holzius.com angeschaut werden können.
Ein Erfahrungsbericht. Ein solches Projekt stellt beispielsweise das Mehrfamilienhaus von Dietmar Lanz und Sonja Beikircher in Toblach dar, die sich mit holzius ihren Traum vom Eigenheim in massiver Holzbauweise verwirklicht haben. Das Ergebnis: ein Haus zum Wohlfühlen für drei Generationen. „Ja, wir fühlen uns rundum wohl in unserem Haus.“ Gutgelaunt lehnt sich Dietmar Lanz in seinem Sessel zurück und lässt seinen Blick zufrieden aus dem Fenster schweifen. „Und das war auch unser Ziel: Ein nach ökologischen Richtlinien gebautes Haus, in dem es unserer Familie gutgeht.“ In Zusammenarbeit mit holzius entstand so ein massiver
Dietmar Lanz und Sonja Beikircher genießen mit ihren Kindern Salome und Alma das gesunde Raumklima Holzbau mit drei Wohneinheiten für die Eltern, den Bruder und für die eigene Familie. „Wir haben uns fünf Jahre lang mit dem Thema Holzhaus beschäftigt“, erinnert sich Dietmar Lanz, „denn schließlich stammen meine Frau Sonja und ich aus einer Tischlerfamilie. Und als Förster werde ich tagtäglich mit dem Rohstoff Holz konfrontiert und weiß um dessen Vorteile.“ In holzius haben die beiden einen kompetenten Ansprechpartner gefunden, der ihren Traum vom natürlichen Eigenheim verwirklichen konnte. „Herbert Niederfriniger von
holzius hat sich viel Zeit genommen, um uns bestmöglich zu beraten. Und auch Architekt Robert Fischnaller hat unsere ganz persönlichen Wünsche und Bedürfnisse ernst genommen und in die Planung einfließen lassen“, sagt Lanz.
Natürliche Materialien ohne Schadstoffe. Die Verwendung
von natürlichen Materialien war der Familie Lanz ein besonderes Anliegen. „Wir wollten vor allem für unsere Kinder Salome und Alma ein gesundes Ambiente schaffen, in dem sie ohne
Durch die Massivholzbauweise des Mehrfamilienhauses in Toblach konnten etwa 350 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden Belastungen durch Schadstoffe aufwachsen können“, erklärt Hausherrin Sonja Beikircher. Für den Rohbau inklusive Fassaden wurden 176 Kubikmeter leimfreies Holz verbaut. Beim Einsetzen der Fensterblindstöcke wurde auf Montageschaum verzichtet, die Elektroinstallationen im Schlafbereich wurden abgeschirmt. Die Innenwände aus Fichte wurden mit einer leichten biologischen Lauge behandelt, um das natürliche Nachdunkeln des Holzes etwas zu verzögern; die Zirbenwände in den Schlafräumen blieben unbehandelt. Massive Bodendielen und Lehmputz sorgen ebenfalls für ein behagliches Ambiente.
Wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Mit dieser konsequenten
biologischen Bauweise leistet die Familie Lanz nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz – pro Kubikmeter verbautes Holz werden immerhin etwa zwei Tonnen Kohlendioxid eingespart. „Auch das Raumklima ist einfach wunderbar“, schwärmt Sonja. „Als ich nach der Geburt unserer jüngsten Tochter aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen bin, habe ich mich auf die Couch gelegt und die einzigartige Ruhe genossen, die unser Haus ausstrahlt.“ Das einzige Fragezeichen bestand hinsichtlich der Dämmung. „Wir waren uns zu Beginn etwas unsicher, ob eine 12-cm-Dämmung im doch kalten Toblach ausreichen
würde“, so Dietmar. Die niedrigen Temperaturen des vergangenen Winters haben jedoch alle Bedenken zerstreut: Die Dämmung ist mehr als ausreichend, und auch das Heizsystem ist genau richtig dimensioniert. Das Haus ist an das Fernheizwerk Toblach/ Innichen angeschlossen und wird über Wandheizungen beheizt; zusätzliche Wärme kommt aus einem gemauerten Speicherofen im Wohnbereich, der für eine Extraportion Behaglichkeit sorgt.
Optimale Lösungen. Angenehm
überrascht waren die Bauherren von der guten Zusammenarbeit mit den am Bau beteiligten Handwerkern. „Ob Zimmermann, Hydrauliker oder Elektriker – alle haben sich auf die neue Bauweise eingelassen und optimale Lösungen gefunden“, freut sich Lanz. Das Thema Holz begleitete die Bauherren auch bei der Außengestaltung. „Eine große Lärche an der Rückseite des Hauses wäre beinahe dem Baukran zum Opfer gefallen“, sagt Lanz lachend, „wir haben allerdings nicht gleich zur Säge gegriffen, sondern so lange getüftelt, bis wir eine Lösung gefunden haben und die Lärche erhalten konnten.“ So sehen sie weiterhin „ihren“ Wald aus Kiefern und Lärchen, wenn sie aus dem Fenster blicken – und holen sich ein weiteres Stück Natur in ihr ohnehin ganz natürliches holziusWohlfühlhaus.
info Eckdaten zum Bau Nettowohnfläche: 330 Quadratmeter, verteilt auf drei Ebenen Bauzeit: März bis November 2015 Bauweise: Massivholzbauweise aus leim- und metallfreien Holzelementen, Außenwände holzius 180 mm Vollholz, Holzfaserdämmung 120 mm, Innenwände holzius 120 mm Vollholz in Fichte und Zirbe Klimahaus: Klasse B Besonderheit: ca. 350 Tonnen Co2-Einsparung durch Massivholzbauweise Zimmermannsarbeiten: Zimmerei Alex Gruber, Niederdorf Planung: Architekt Robert Fischnaller, Welsberg-Taisten
Wir wollen gesunde Wohnräume schaffen und intakte Lebensräume erhalten. Auf diese Art und Weise Mensch und Natur zusammen zu bringen, ist unser gemeinsames Bestreben. www.holzius.com
RABENSTEINER GMBH
Qualitätsbetriebe
Glasklar in Führung Der Gewächshausbauer Rabensteiner hat sich auf die Komplettabwicklung von Gartencentern spezialisiert – von der architektonischen Konzeptentwicklung über die Werkplanung bis hin zur schlüsselfertigen Umsetzung. Dies schätzen die vielen Kunden im In- und Ausland, und das belegen die zahlreichen Aufträge.
Extra
natigen Bauzeit schlüsselfertig umgesetzt und im September 2016 pünktlich eröffnet. Die gesamte Stahlkonstruktion für dieses Projekt mit einem Volumen von mehr als 300 Tonnen Stahl sowie sämtliche Aluminiumprofile wurden in Brixen geplant und gefertigt.
Perfektion in Funktion und Design. Auch der GartencenterLöwer in Goldbach (D)
Viridea in Arese (I) Im Jahre 2016 wickelte der Brixner Gewächshausbauer Rabensteiner GmbH beachtliche 42 Projekte erfolgreich ab, darunter gleich mehrere Gartenmärkte für Europas größte Gartencenter-Kette Dehner. Das größte davon war der 4.800 Quadratmeter große
Dehner in WaldshutTiengen (D) Gartenmarkt in Waldshut-Tiengen in Süddeutschland, direkt an der Schweizer Grenze. Das gesamte Bauvorhaben inklusive Realisierung einer Tiefgarage mit 520 Stellplätzen, samt modernstem Lichtkonzept, Rollsteige und Aufzügen, wurde in einer zwölfmo-
betreiber Löwer entschied sich zum fünften Mal innerhalb zwölf Jahren für Rabensteiner GmbH und beauftragte das Unternehmen mit der Errichtung eines neuen Verkaufspunktes im Großraum Frankfurt. Allein die Eingangshalle mit einer Firsthöhe von 17 Metern, einer Holzverkleidung aus Naturholz „made in Südtirol“ und integriertem Unternehmenslogo sind ein weithin sichtbarer Blickfang. Im Inneren wird das Thema Holz ebenfalls aufgegriffen und setzt sich im ganzheitlichen Konzept der Einrichtung fort. Auch italienische Gartencenter wenden sich bevorzugt an den Gewächshausbauer in Brixen.
Gärten von Schloss Trauttmansdorff
WIR SEHEN DICH. IM TEAM.
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So eröffnete Viridea im Jahr 2016 gleich zwei neue von Rabensteiner geplante und realisierte Gartencenter, eines in Cusago und eines innerhalb des riesigen Einkaufszentrums „Il Centro“ in Arese. Bei letzterem handelt es sich um ein ökologisch vorbildliches Gebäude, das sämtliche Vorgaben zur LEED-Gold-Zertifizierung einhält (LEED-Modell: international anerkanntes Zertifizierungssystem, das anspruchsvolle Maßstäbe für ökologisches Bauen definiert).
Reibungsloses Zusammenspiel. All den erfolgreich abgewickelten 42 Projekten im Jahr 2016 gemein sind die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens, sowohl zwischen den verschiedenen Abteilungen wie auch in der professionellen Projektabwicklung. Und diesen Erfolg belegt auch der Jahresumsatz von über 30 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr, der das Unternehmen in seiner Rolle als Marktführer in diesem Sektor wieder einmal mehr bestätigt.
Unsere Teams arbeiten schon lange erfolgreich zusammen, suchen aber noch Verstärkung. Bist Du bereit, verlässlich Tag für Tag für höchste Qualität aus Glas und Stahl einzustehen, dann bewirb Dich bei uns. Wir sind seit über vier Jahrzehnten innovativ und effizient für unsere internationalen Kunden tätig. Dabei entstehen coole, stylische und langlebige Gewächshäuser und Gartencenter. Rabensteiner, immer gerne gesehen. Bewerbung an: personal@rabensteiner.eu www.rabensteiner.eu
MADER GMBH
Der Komplettanbieter Die Firma Mader GmbH ist in wenigen Jahrzehnten vom Heizungs- und Sanitärinstallationsbetrieb zum Komplettanbieter für Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs-, Elektroinstallationen und schlüsselfertiges Bauen avanciert.
In seiner Jugend wollte Peter Paul Mader Architekt werden – und diese Leidenschaft fürs Bauen ist ihm bis heute geblieben, auch wenn sich sein Berufswunsch nicht bewahrheiten sollte. Stattdessen lernte er das Handwerk des Heizungs- und Sanitärinstallateurs und gründete 1987 seinen eigenen Installationsbetrieb. Kurz darauf stieg auch sein Bruder Thaddäus als Mitgesellschafter in den Betrieb ein. Von Anfang an haben sich die beiden optimal ergänzt und mit viel Einsatz das Unternehmen gemeinsam aufund ausgebaut. Heute ist die Mader GmbH ein Komplettanbieter rund um den Bau: Die Leistungen des Unternehmens erstrecken sich von
Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsinstallationen über Elektroinstallationen bis hin zum schlüsselfertigen Bauen.
Qualität als Markenzeichen. Das vielseitige Leistungsportfolio der Mader GmbH macht für das heutige Führungsteam, die Gesellschafter Peter Paul, Thaddäus und Florian Mader sowie für Geschäftsführer Herbert Gamper durchaus Sinn: „Qualität ist unser Antrieb. Um beste Qualität am Bau sicherzustellen, war es daher ein logischer Schritt, möglichst viele Arbeiten selbst zu übernehmen“, erklärt Peter Paul Mader. Seit rund einem Jahr ist die Mader GmbH auch als Bauunternehmen tätig und übernimmt
Bauprojekte jeder Art und jeder Größenordnung, egal ob energetische Sanierung, Umbau, Neubau oder Außengestaltung. Damit kommt die Mader GmbH dem steigenden Kundenwunsch entgegen, möglichst alles aus einer Hand zu bekommen und einen einzigen Ansprechpartner für das jeweilige Bauvorhaben zu haben. Vor wenigen Monaten hat die Mader GmbH nun eine eigene Elektroabteilung in Bruneck eröffnet. „Diese ermöglicht es uns, intelligente Gesamtlösungen rund um Licht- und Elektrotechnik zu realisieren und durch optimale Abstimmung der gesamten Haustechnik gleichzeitig hohe Funktionalität, Effizienz und größtmöglichen Wohnkomfort sicherzustel-
Peter Paul Mader, Hauptgesell schafter der Mader GmbH len“, so Peter Paul Mader. „Zeitgemäßes Bauen fordert zunehmend eine enge Verflechtung von Bau- und Gebäudetechnik. Indem wir Sanitär-, Heizungs-, Lüftungsund Klimaanlagen installieren, Elektro- und Beleuchtungsanlagen sowie Sicherheitstechnik planen und realisieren, können wir diesen steigenden Anforderungen entsprechen und höchste Qualität gewährleisten.“
30 YEARS 1987 - 2017
T +39 0472 979 511 mader.bz.it Sterzing / Vahrn / Bruneck
Elektro- und Beleuchtungsanlagen Ob in der Industrie, der Hotellerie oder im privaten Wohnungsbau. Mehr Informationen unter: mader.bz.it/elektro
mehr als installationen non solo impianti
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HOFER FLIESEN & BÖDEN
Qualitätsbetriebe
Ideal für Terrasse und Garten
Extra
Der Holz-Lattenrost auf der Terrasse muss ausgewechselt werden? Die Gartenlounge lässt sich kaum noch reinigen? Knapp gesagt: Die Außenbereiche sind in die Jahre gekommen und veraltet? Hofer Fliesen & Böden hat die Lösung: DeckWay, das Feinsteinzeug in Holzoptik.
Das Unternehmen Hofer Fliesen & Böden ist ein Partner für sämtliche Oberflächen: Von Holz über Teppich bis Beschichtungen, von Fliesen über Naturstein bis hin zu Mosaik spannt sich die Leistungspalette. Dieses breite Fachwissen ist für die Gestaltung von Außenbereichen von entscheidender Wichtigkeit.
2,4 Meter langes Feinsteinzeug. Endlich gibt es eine Fliese für den Außenbereich, die bisher ungekannte Größe bietet: Die DeckWay-Fliese mit einer Länge von bis zu 2,4 Metern und einer Stärke von 18 Millimetern lässt sich dank eines speziellen Aufbausystems leicht montieren und kann so ohne Probleme über mehrere Quadratmeter verlegt werden.
Keine Wartung erforderlich. Die
Hofer DeckWay, der wartungsfreie Fliesenboden in Holzoptik für den Außenbereich
DeckWay-Fliese ist eine Fliese, die keine Pflege benötigt. Besonders nach feuchten Wintermonaten präsentieren sich Hölzer im Außenbereich oft grau, spröde und mit Schadstellen. Die Pflege und Reinigung nimmt daher viel Zeit in Anspruch. Die neue DeckWayFliese hingegen überzeugt über Jahrzehnte mit einer zeitlos schönen Holzoptik.
Witterungsbeständig und äußerst resistent. Die DeckWay-
Fliese ist nicht nur witterungsbeständig, sondern auch resistent gegenüber Fettflecken, Säuren und Chemikalien. Mit einer Stärke von 18 Millimetern hält die Deckway-Fliese großen Belastungen stand und erlaubt auch ein nachträgliches Integrieren von Öffnungen, Anschlüssen und Erweiterungen. Verwendung findet diese übergroße Fliese vor allem im Außenbereich; selbst unebene Flächen im Terrassen- und Gartenbereich stellen kein Problem dar. 82
Verschiedene Holzoptiken. oder Ahorn-Optik für Terrasse, Eine schöne Holzterrasse lädt zum Verweilen ein, sie verleiht dem Ambiente Gemütlichkeit und Wärme. Einziger Nachteil: Wenn Holzböden auf Dauer Wind und Wetter ausgesetzt sind, verbleichen diese, und sie werden nach einiger Zeit morsch. Die DeckWay-Fliese hingegen bleibt Jahr für Jahr unverändert schön: ob in wunderbarer Eiche-, Nuss-
Balkon oder Garten.
Zeit für Beratung. Die Hofer-
Showrooms in Waidbruck und Bozen/Sigmundskron werden nach Terminvereinbarung geöffnet. Damit Kunden von der professionellen Beratung profitieren können, wird um eine telefonische Terminanfrage unter der Rufnummer 0471 654148 gebeten.
Die längste Fliese in Holzoptik! Sie ist pflegefrei! 2,4 m lang! Frostbeständig und robust. Die innovativste Lösung für Terrasse und Garten.
Barbian + Bozen www.hofer.it info@hofer.it – T +39 0471 654 148
OBEREGGER GMBH
Qualitätsbetriebe
Starke Leistung am Bau „Bauen ist unser Leben“: Getreu seinem Motto wickelt das Bauunternehmen Oberegger Bauvorhaben jeglicher Art ab und begeistert dabei mit Know-how und Leistung.
Extra
Das Bauunternehmen Oberegger blickt mittlerweile auf eine über 55-jährige Bautätigkeit zurück. Viele Mitarbeiter des 30-köpfigen Teams sind bereits seit Jahren und Jahrzehnten für das Unternehmen im Einsatz und beweisen jeden Tag aufs Neue Sach- und Fachkenntnis, wenn es darum geht, den kleinen und großen Herausforderungen am Bau zu begegnen. „Jedes Bauvorhaben ist einzigartig und erfordert gleichermaßen den Blick fürs Detail wie auch für das Ganze“, so Klaus Oberegger. „Eine zuverlässige Einschätzung
der Bausituation sowie richtige und schnelle Entscheidungen im täglichen Tun sorgen dafür, dass der Bau reibungslos voranschreitet und die Bauqualität bis zum letzten Handgriff gewährleistet bleibt.“ Jeder einzelne Mitarbeiter trägt somit zum Erfolg des Bauunternehmens bei. Mit meisterhafter Handwerkskunst wird die hohe Bauqualität der Projekte sichergestellt, die auf Wunsch auch schlüsselfertig abgewickelt werden. Das erfolgreiche Zusammenspiel am Bau stellt Oberegger GmbH dar-
über hinaus auch durch die Wahl geeigneter, vorzugsweise lokaler Partnerunternehmen sicher, mit denen das Bauunternehmen vielfach seit Jahren zusammenarbeitet. Das Repertoire der Oberegger GmbH reicht von einfachen Baumeisterarbeiten, Sanierungen, Wärmedämmung mit Verbundsystemen bis hin zum schlüsselfertigen Bauen sowie Sichtbetonarbeiten. Die Vielzahl der Tätigkeitsbereiche begründet eine solide wirtschaftliche Basis, die ein kontinuierliches Wachstum
des Bauunternehmens ermöglicht. Gleichzeitig schafft diese Vielseitigkeit den Kunden die nötige Sicherheit, für ihr jeweiliges Bauvorhaben stets einen professionellen Baupartner zur Seite zu haben.
OUTLET CENTER BRENNER
Spitzenplatz für Outlet Center Brenner Mit einem Umsatzplus von 10 Prozent und einem Gästeanstieg auf 1,7 Millionen Besucher im Jahr 2016 sicherte sich das Outlet Center Brenner eine Spitzenplatzierung unter den Top 10 im europäischen „Outlet Center Performance Ranking“.
50 Millionen Euro Umsatz und 1,7 Millionen Besucher belegen 2016 als Rekordjahr und katapultieren das Outlet Center Brenner zugleich auf den exzellenten 8. Platz im Benchmark unter 160 evaluierten Outlet Centern in Europa. In Italien wurde das Outlet Center Brenner auf Platz 3 gereiht. Entscheidende Faktoren in der Befragung von 125 internationalen Markenherstellern waren der wirtschaftliche Erfolg, der Standort,
das Expansionsverhalten und die Markenentwicklung. Der Spitzenplatz im Ranking bestätigt die Ausrichtung des Managements: „Wir entwickeln uns äußerst positiv und sind bei Besuchern und Umsatz in den vergangenen fünf Jahren stets im zweistelligen Bereich gewachsen“, freut sich Nick Huter, CEO des Outlet Centers am Brenner. „Der jüngste Spitzenplatz im europäischen Ranking bestätigt unse-
Treiben den Ausbau voran: Präsident und Hauptaktionäre Nick und Klaus Huter sowie Centermanager Maximilian Wild (v.l.)
re erfolgreiche Ausrichtung und Fokussierung auf ein anspruchsvolles, internationales Publikum. Der unabhängig erstellte Report attestiert uns zudem ein hohes Vertrauen bei unseren Marken, da auch Kompetenz, Erfahrung und Leistungsstärke der Centerbetreiber wichtige Erfolgsfaktoren für die Bewertung darstellen.“ Der Markenerfolg ist für Huter gleichzeitig ein wichtiger Barometer für die Wirtschaftsleistung des Outlet
Centers: „Wir sind uns unserer Verantwortung und Wichtigkeit für die Region bewusst. Mit 350 Mitarbeitern und grenzüberschreitenden Investitionen tragen wir wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei.“
In Kürze noch mehr Angebot. Der starken Nachfrage nach zusätzlichen Verkaufsflächen im Outlet Center wird in Kürze durch eine Erweiterung der Shops von derzeit 60 auf 70 begegnet, die allesamt jetzt schon vergeben sind: „Wir bauen unser Angebot im Premium-Segment weiter aus, um unseren Besuchern noch mehr Vielfalt anbieten zu können. Auf insgesamt 1.500 Quadratmetern erweitern wir ab September unser Markenportfolio um zehn internationale Top-Marken. Damit ergänzen wir unser attraktives Angebot und investieren gleichzeitig in den Ausbau unserer Spitzenplatzierung unter Europas Outlet Centern“, so Huter.
In Kürze 70 Markenshops 363 Tage geöffnet! 85
Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Hildegard Antholzer (ha) Johanna Bernardi (jb) Irene Dejaco (ird) Evi Hilpold (eh) Veronika Kerschbaumer (vk) Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Anina Vonatavon (av) Lia Vontavon (lv) Oskar Zingerle (oz) Susanne Rude (sr) Franziska Rude (fr) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Titelbild: Thomas Hofer Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Juli 2017 Nächster Redaktionsschluss: 10. Juli 2017 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
Juni 1917
Ein reuiger Dieb Sonntag, 10. Juni 1917 Vor kurzem wurde aus einem Geschäfte in Brixen ein Geldbetrag von zirka 100 Kronen entwendet. Der Dieb, welcher von der städtischen Sicherheitswache ermittelt wurde, besaß bei der Verhaftung noch die Hälfte des gestohlenen Geldes, während er die andere Hälfte bereits auf die Post brachte und der bestohlenen Kaufmannsfrau mittels Postanweisung zugesandt hatte, da er durch die Rückgabe eines Teiles der Diebsbeute seine Gewissensbisse zu erleichtern hoffte. Der Dieb ist ein junger Mensch im Alter von 14 Jahren; er ist in Ampezzo beheimatet. Wie man hört, soll er zu Diebereien sehr veranlagt sein; schon eine ganze Reihe von Diebstählen soll er begangen haben. Das verdorbene Früchtchen wurde dem Gerichte übergeben.
Eine Bitte Samstag, 2. Juni 1917 Der Steg längs des Eisackufers zum Mahr-Wirtshaus ist lebensgefährlich. Der Kurverein, sein Schöpfer und Erhalter, besteht derzeit nicht. Vielleicht findet sich doch eine Stelle, die diese kleine Herstellung besorgt.
Saccharin erhältlich Samstag, 2. Juni 1917
Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 86
Es ist mitgeteilt worden, daß im heurigen Sommer kein Einsiedezucker verabfolgt werden kann. Dafür wird in allernächster Zeit Saccharin frei gekauft werden können. Es wird geraten, sich ehestens mit Saccharin vorzusehen, dasselbe zum Kochen und Versüßen von Speisen und Getränken zu verwenden und den erhaltenen Zucker zum Obsteinsieden aufzusparen. Saccharin wird erhältlich sein in der Hofapotheke von Pernwerth und der Stadtapotheke Peer in Brixen, sowie in der Apotheke Kofler in
Sterzing, welche damit von dem Engroßisten, Apotheke Aufschnaiter in Bozen, versehen werden.
Allee-Pflanzungen in Brixen Samstag, 2. Juni 1917
In diesem Punkte läßt sich ein erfreulicher Fortschritt bemerken. Bisher war es wie vielerorts so auch hier eine Gepflogenheit, für Schattenalleen die verschiedens-
ten Zierpflanzen und Bäume zu setzen. Nun ist man praktischer und klüger geworden und pflanzt an deren Stelle Obstbäume. So erhielt die im Bau begriffene Feldthurnerstraße beiderseits Anlagen von Edelkastanien und Kirschen. Am rechten Eisackdamm oberhalb der (Erz.) v.-Roth-Brücke wurden die fehlenden Akazien und geschlagenen „Ulbem“ durch Edelkastanien und Nußbäume ersetzt. Unterhalb der „v.-Roth-Brücke“ stehen neuestens beiderseits des Ufers Birnenbäume. Und der große Exerzierplatz in Milland erhielt als Umsäumung eine große Zahl von Obstbäumen. Uns scheint, da haben wir auch durch den Krieg umgelernt.
Seltenes Familienfest
Donnerstag, 7. Juni 1917 Ein seltenes Familienfest fand am 5. Juni in Brixen statt. Hochw. Herr Theod. Bonell, der älteste Sohn des k.k. Bezirksschulinspektors Bonell, feierte in der Kirche
der Englischen Fräulein sein erstes hl. Meßopfer, und gleichzeitig feierten die hochgeachteten Eltern ihre silberne Hochzeit. Die Institutskirche war auf das festlichste geschmückt. Hochw. Msgr. Dr. Wendelin Haidegger hielt die Primizpredigt, worin er in gewohnt trefflicher Weise den Priester als „Mann des Volkes“ schilderte. Nach der kirchlichen Feier fand, den Zeitumständen entsprechend, ein einfaches, aber sehr geschmackvoll arrangiertes Frühstück in den Räumen des gastlichen Institutes statt. Der braven Familie kann man nur von Herzen zu der schönen Feier Glück wünschen.
Paul Bonell + Sonntag, 9. Juni 1917 Kaum war die Sonne an jenem seltenen Ehrentage, welcher der verehrten Familie des Herrn Bezirksschulinspektors Bonell dieser Tage beschieden war, hinabgesunken, als auch schon eine schwere Wolke sich über die Familie herabließ. Während der älteste Sohn am Tage der silbernen Hochzeit des Elternpaares als glücklicher Priester den allmächtigen Gott sein Erstlingsopfer darbrachte, hatte der Herr in seiner unergründlichen Weisheit für die brave Familie schon einen Wermutstropfen in Bereitschaft. Denn tagsdarauf (6. Juni) wurde der Familie nach längerer Krankheit ein teurer Sohn, der 20 Jahre alte Gymnasial-Abiturient Paul, durch den Tod entrissen. Auch er hatte zu den schönsten Hoffnungen berechtigt und war die Freude der besorgten Eltern.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
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