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Brixner 312 - Jänner 2016

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EXTRA

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Fitness & Wellness

Jahrgang 27 · Jänner 2016

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

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50 Jahre Landesberufsschule „Ch. J. Tschuggmall“

Die Tschuggmall wird 50 PORTRAIT: Die Brixner Stadträtin Monika Leitner KULTUR: Die Wanderausstellung „Modes of Democracy“ SPORT: Ein Renntag mit FIS-Renndirektor Markus Waldner WIRTSCHAFT: Die neuen Pläne zur Seilbahnverbindung Mühlbach-Meransen


Editorial

Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | SCHULE: Die Tschuggmall wird 50 08 | Gudrun Leitgeb: „Unter dem Schleier immer noch die Alte“ Menschen & Meinungen >>> 14 14 | PORTRAIT: Monika Leitner 19 | Pro & Contra: Reduzierung der Erschließungskosten sinnvoll? 21 | Umfrage: Positive Stimmung? Kunst & Kultur 22 | Modes of Democracy: Gefahr im Verzug

>>> 22

Veranstaltungen 28 | TIMER: Februar 2016

>>> 28

Freizeit & Sport 34 | SKIZIRKUS: Ein Renntag mit Markus Waldner

>>> 34

Wirtschaft & Umwelt 40 | SEILBAHN MERANSEN: Die neue Idee 43 | Event: Jubiläum mit Herzlichkeit 44 | Betriebsportrait: Förderungsinstitut Galileo

>>> 40

Extra 49 | Fitness & Wellness

>>> 49

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Fremd Europa ist umgeben von Kriegsschauplätzen, die sich in Form von unglaublichen Völkerwanderungen auch bei uns auswirken. Aus einer Perspektive der Menschlichkeit würde man ja am liebsten jedem Flüchtling aus einem Kriegsgebiet die Hand reichen – und aus diesem Geist heraus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen das Asylrecht festgeschrieben. Das Asylrecht sieht keine Höchstgrenzen vor, warum auch? Hat die Menschlichkeit aufzuhören, wenn das Boot voll ist? Das Problem liegt aber in der Dimension der derzeitigen Flucht, die 1948 noch niemand vorausahnen konnte, und in der Konzentration des Phänomens auf wenige Länder. Die Völkerwanderung zeigt klar den Denkfehler auf, dem man bei der Schaffung der Europäischen Union unterlegen ist: Eine subsidiär organisierte Wertegemeinschaft, die nur bei Sonnenschein funktioniert, ist es nicht wert, als solche bezeichnet zu werden. Ein weiteres Problem sind die Wertevorstellungen der verschiedenen Religionen, die mit unserem Weltbild nur schwer kompatibel sind, weshalb mir derzeit immer wieder John Lennon einfällt, der sich in „Imagine“ eine Gesellschaft frei von Religionen und Nationalismen wünschte. Die politische Dimension der Problematik ist nicht zu unterschätzen: Es gibt leider Politiker, die aus einer Strategie des Eigennutzes in Zeiten wie diesen die Ängste der Bevölkerung schüren und die Ohnmacht der Regierungsparteien ausnutzen. Manchmal treibt diese Strategie auch bei uns seltsame Blüten – wie zum Beispiel bei einer dümmlichen Aktion des Brixner Lega-NordGemeinderats: Als eine Wipptaler Skischule einigen Flüchtlingen einen Tag im Schnee geschenkt hatte, hat er die freundliche Aktion mit einer Pressemitteilung in Grund und Boden kritisiert, und der Pöbel hat natürlich heftig applaudiert. Der verwerfliche Populismus dieses Gemeinderats ist mir viel ferner als die größte Fremdheit eines Flüchtlings. Ihr Willy Vontavon

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Politik & Gesellschaft

50 JAHRE LANDESBERUFSSCHULE „CH. J. TSCHUGGMALL“

Die Tschuggmall wird 50 Seit einem halben Jahrhundert bildet die Landesberufsschule „Ch. J. Tschuggmall“ Schüler aus. Der „Brixner“ hat einen Blick in die Vergangenheit der Schule geworfen und den Schuldirektor Martin Rederlechner zum Interview getroffen.

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er Grundstein für eine Entwicklung des Berufsschulwesens in Südtirol wurde vor 60 Jahren mit dem Landesgesetz Nr. 3 vom 7. Oktober 1955 zur „Berufsausbildung

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der Lehrlinge des Handels, der Industrie und des Handwerks” gelegt. Der Besuch der Berufsschule war von da an für alle Lehrlinge in Südtirol verpflichtend – eine Entscheidung der

damaligen Politiker, die von Weitsicht geprägt war. Die Anfänge der Berufsschule „Ch. J. Tschuggmall“ wurden in der ehemaligen Tischlerei Gummerer in der Fischzucht gemacht

– dort, wo sich heute noch die Metallwerkstatt befindet. Der Unterricht wurde damals noch ohne ausreichende Werkzeuge, Material und Sicherheitsvorkehrungen gestaltet. Kreativität und Engagement


SCHULALLTAG: Berufsschulen müssen schnell auf die beruflichen Anforderungen und die Änderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren

––––––––––––– Foto: JOE

der Lehrpersonen waren angesagt. Es wurden an der Berufsschule Lehrlinge ausgebildet, die in der Regel ein Mal pro Woche den Unterricht besucht haben.

„Die“ Entscheidung. 1966 wur-

de in Brixen die erste zweijährige Fachschule für Metall- und Elektroberufe errichtet. Das kann man als die Geburtsstunde für die laufende Entwicklung der Berufsschule zu einem Ort ansehen, der heute den Anforderungen einer zeitgemäßen Ausbildung entspricht. Anfangs gab es zwei Klassen, später drei mit jeweils 24 Schülern. Aus den zweijährigen Fachschulen wurde schon bald eine dreijährige Vollzeitschule. Der erste Direktor der Fachschule war Alois Anton Zingerle, der die Schule bis 1996 leitete. Da Berufsschulen schnell auf die beruflichen Anforderungen und die Änderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren müssen, wurde das Angebot der Fachrichtungen auch in Brixen ständig ausgebaut. Heute können die Schüler

zwischen der Berufsfachschule für Holztechnik, für Fachinformatik sowie Handel und Verwaltung auswählen. Absolventen des Grundlehrganges haben dann die Möglichkeit, in die Berufsfachschule zu wechseln. Besonders interessierte und begabte Schüler absolvieren noch die 4. und 5. Klasse und schließen die Berufsschule mit der staatlichen Ab-

Technischen Lehranstalten (HTL) in Nordtirol. Die Schüler haben dann in Innsbruck oder Imst die Matura gemacht.

Theorie vs. Praxis. „Die Schule ist kopflastiger geworden“, stellt Hubert Sellemond fest, der seit 1979 Fachlehrer für Maschinenbau ist. Die Stundentafeln haben sich zugunsten der theoretischen

tet Christine Zingerle, Lehrkraft für Allgemeinbildende Fächer seit dem Schuljahr 1980/1981 an dieser Schule. Auch Absolventen der Berufsschule müssen heutzutage nun einmal einen gewissen Grad an Allgemeinbildung aufweisen, wollen sie im Beruf weiterkommen. Die gesellschaftlichen Änderungen ziehen nach sich, dass die Vielfalt der Situationen, die die

„Es ist eine Gratwanderung zwischen den Praxisfächern und den allgemeinbildenden Fächern“_ Christine Zingerle, Lehrkraft für Allgemeinbildende Fächer schlussprüfung ab. „Es ist ja nicht so, dass unsere Schüler erst seit 2015 die Möglichkeit zur Matura haben“, berichtet Direktor Martin Rederlechner, „ab 1990 konnte man die berufsbegleitende, dreijährige Technikerschule für Holz und Metall besuchen.“ Diese Fachrichtung war maturaführend in Kooperation mit den Höheren

Fächer geändert, was bedeutet, dass der praktische Unterricht abgenommen hat. Sellemond ist aber davon überzeugt, dass die Ausstattung der Werkstätten mit den neuesten Technologien die Stärke dieser Schule ausmacht. „Es ist eine Gratwanderung zwischen den Praxisfächern und den allgemeinbildenden Themen“, berich-

Schüler mitbringen, gestiegen ist; das ist die große Anforderung an die Lehrpersonen und führt auch zu Belastungen. Lernunwillige Schüler, die eigentlich nach der Mittelschule mit Schule nichts mehr am Hut haben, können nicht weg, weil ja Schulpflicht herrscht: „Sie kommen aus der Mittelschule, wollen eigentlich nicht mehr zur 5


Politik & Gesellschaft

Interview mir Direktor Martin Rederlechner

„Denkweisen haben sich radikal verändert“ technischen Anforderungen entspricht, oder gibt es hierzu noch Baustellen?

Foto: Oskar Zingerle

Herr Rederlechner, Sie sind jetzt 20 Jahre als Direktor an dieser Schule tätig. Welche Änderungen haben die Schule in Ihren bisherigen Wirkungsjahren wesentlich beeinflusst? MARTIN REDERLECHNER: In den letzten zehn bis zwanzig Jahren haben sich viele Denkweisen zum Lehren und Lernen radikal verändert: von der traditionellen Lehrerhaltung, dem Frontalunterricht, hin zu schülerzentrierterem und handlungsorientiertem Lernen mit Blick auf Kompetenzen. Wir gingen früher von einem Verständnis aus, dass der Schüler diszipliniert werden muss, gedrillt zum Lernen. Wenn er nicht entsprechend reagiert, dann wird er scheitern – im Berufsleben sowieso, aber auch schon in der Schule. Wir gehen heute viel stärker von einem Jugendlichen aus, der sich in der Entwicklung befindet, und wir schauen mit einem kleinen Auge auch auf die Lebensgeschichte des Jugendlichen. So verstehen wir leichter seine Schwierigkeiten und können Maßnahmen setzen, im Jugendlichen Lernneugierde und Begeisterung zu wecken. Wenn wir das schaffen, dann hat der Jugendliche gewonnen. Wir haben es da etwas leichter, weil wir ein berufliches Ausbildungskonzept haben, wobei an gegenständlichen Dingen gelernt wird: Es werden Produkte hergestellt, die man auch herzeigen kann. Das fällt oft leichter als das abstrakte Lernen. Das bedeutet, dass auch der Lehrkörper ständig auf der Suche nach neuen Impulsen ist. Auch wir verstehen uns als Lernende. Ich kann sagen, dass wir heute relativ modern aufgestellt sind und wir einen sehr innovativen und pädagogisch interessierten, offenen 6

Lehrkörper haben. Wir verstehen uns gut auf Schülercoaching und auf Beratung. Wenn wir die Absolventen anschauen, dann wundern wir uns selbst oft, was aus „unseren“ jungen Menschen, die als Kinder hereingekommen sind, geworden ist. Voriges Jahr haben wir die ersten Maturanten erfolgreich hinausgeschickt. Wir haben eine große Bestätigung bekommen, weil wir uns 20 Jahre um diese Abschlussprüfung bemüht hatten. Sie haben jetzt von Entwicklungen im pädagogischen Bereich gesprochen. Waren das alles Änderungen, die von der Schule ausgegangen sind, oder wurden da auch von oben die Direktiven vorgegeben?

Die Berufsschulen sind nicht mehr eigene Landesschulen, sondern Teil vom Schulsystem; das heißt: Alle Schulen haben denselben Schulamtsleiter. Welche Meinung haben Sie dazu? Ich darf Sie korrigieren: Wir haben keinen Schulamtsleiter, sondern einen Ressortdirektor. Das ist in Personalunion der Schulamtsleiter Peter Höllrigl. Die ehemalige Landesschulrätin Sabina Kasslatter Mur hatte seinerzeit an diese Zusammenführung hohe Erwartungen geknüpft, die sich zum Teil erfüllt haben, zum Teil aber noch offen sind. Wir Berufsschulen haben immer dann Anteil, wenn auf Landesebene zum Beispiel Vorträge angeboten werden, wenn es um den Kontakt zwischen den

Wir sind weitgehend gut ausgestattet. Es besuchen uns auch Kollegen von Schulen aus dem Ausland, um sich bei uns zu informieren. In den letzten vier bis fünf Jahren hat es aber grobe Rückschläge gegeben, weil die Ankäufe vor allem im IT-Bereich zentralisiert wurden. Das hat uns in unserer Entwicklung zurückgeworfen; wir waren früher dynamischer und innovativer. Die Einkäufe werden in Bozen zentral verwaltet, und wir können nicht so reagieren, wie es die Schule brauchen würde. Die Schule bräuchte mehr Freiräume, um gängige Materialien autonom anzukaufen. Im IT-Bereich sind wir inzwischen rückständig geworden; mit den Maschinen im Holz- und Metallbereich sind wir hingegen gut ausgestattet. An der Schule werden zur Zeit etwa 800 Schüler ausgebildet. 2003 haben Sie das neue Gebäude bezogen. Reicht die Infrastruktur, oder kämpfen Sie mit Platzproblemen? Als das neue Gebäude Ende der Neunziger Jahre gebaut wurde, hatte ich gelegentlich Bauchschmerzen, weil mir die Schule zu groß erschien. Ich muss sagen, mein Vorgänger Luis Zingerle

„An der ‚Tschuggmall‘ haben wir große Platzprobleme“_ Martin Rederlechner, Direktor der „Tschuggmall“ Früher war die Schule ein Gebilde, das Weisungsempfänger war und nach relativ engen Vorgaben zu funktionieren hatte. Heute hat man ein Verständnis von Schule als eigenständige Organisation. Es wird der Schule eine eigene Entwicklung, eine eigene Identität zugestanden. Es gibt in diesem Sinn wenige Vorgaben. Stringente Regeln gibt es vor allem im bürokratischen Bereich, die manchmal schwer erträglich sind, weil sie nicht schulkompatibel sind. Ich denke da an den Bereich Einkäufe, Beschaffung, Finanzen; dazu gibt es zur Zeit eine zentralistische Regelung. Wir werden aber in nächster Zeit auch die Finanzautonomie bekommen. Insgesamt kann ich sagen, dass das Verständnis für Schule auf Landesebene ein sehr modernes geworden ist.

Schulführungskräften geht. Da sind wir immer dabei, und es wird ein reger Gedankenaustausch geführt. Problematisch ist es auf dem Gebiet der Ressourcen: Wir haben zu wenig Lehrpersonal, vor allem für den Förderunterricht. Da sind die Staatsschulen viel großzügiger ausgestattet. Wir müssen ja die Berufsfindungskurse für Schüler mit besonderen Fähigkeiten anbieten. In den Regelklassen haben wir auch Schüler, die eine besondere Förderung brauchen. Es gibt für die Berufsschulen immer noch kein stimmiges Konzept für die Stellenberechnung, um den Lehrkräfte-Bedarf angesichts der sehr unterschiedlichen Bedürfnisse und heterogenen Lerngruppen zu ermitteln. Würden Sie sagen, dass die Schule in Bezug auf die Ausstattung den

war da wesentlich weitsichtiger. Wir sind 2003 eingezogen; heute haben wir große Platzprobleme. Wir bilden ja nicht nur Schüler aus, sondern wir haben eine ganze Reihe von Weiterbildungsveranstaltungen in diesem Haus. Wir haben die Meisterkurse, und bis etwa zehn Uhr am Abend ist die Schule belegt. Es gibt bereits ein genehmigtes Projekt für einen Neubau, aber die neue Landesregierung hat das Projekt zurückgestellt. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Jahren der Bau des neuen Gebäudes in Angriff genommen werden kann; wir brauchen die Räume für die Umschulungsseminare. Es gibt ja viele junge Menschen, die sich umschulen lassen müssen und einen neuen Beruf erlernen wollen. Immer dann, wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten steckt, schickt man uns die


Leute zur Umschulung. Wir sind am Ende der Fahnenstange angelangt und schaffen das nicht mehr. Es ist ein enormer Aufwand, außerhalb der Schule die nötigen Räume zu organisieren. Die Schule gehört zusammen. Man kann nicht den Lehrer zwei Stunden in Sarns haben, und die darauf folgende Stunde unterrichtet er wieder bei uns im Haus. Früher war der Zugang zum Lehrberuf leichter; das heißt, man konnte auch schon mit Matura unterrichten. Hat sich das auch an der Berufsschule geändert? Die Landesregierung hat schon in den Neunziger Jahren die staatliche Regelung übernommen, dass jede Lehrkraft einen Universitätsabschluss haben muss. Das gilt für alle Fächer. Jene Lehrpersonen, die den Praxisunterricht bestreiten, müssen den Meisterbrief vorweisen. Lehrer für die Praxisfächer sind schwerer zu finden, weil ein Meister in der Privatwirtschaft besser entlohnt wird. Ansonsten finden sich genügend Lehrpersonen mit gültigem Studientitel. Auf welchen Erfolg der vergangenen zwei Jahrzehnte sind Sie besonders stolz? Ich bin besonders stolz, dass wir heute mehrere Fachrichtungen anbieten. Als ich die Schulleitung übernommen hatte, war die Metallfachschule das Flaggschiff. Heute haben wir noch die Fachrichtungen Holztechnik, Fachinformatik und Verwaltung. Wir haben ein sehr heterogenes Angebot und somit verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten für den jungen Menschen. In der Berufsschule haben die Jugendlichen nicht den vorgegebenen Weg wie in der fünfjährigen Oberschule; sie können sich nach dem ersten Jahr für eine Fachrichtung entscheiden und bekommen dann nach drei Jahren ein Berufsbefähigungszeugnis. Danach können sie noch ein so genanntes Spezialisierungsjahr anhängen. Die motivierten Schüler besuchen dann noch ein fünftes Jahr und machen die staatliche Abschlussprüfung. Die Schüler haben aber auch die Möglichkeit, nach einem Jahr Grundlehrgang in die Lehre zu wechseln. Sie besuchen die Schule dann noch je nach Lehrzeit neun bis zehn Wochen pro Jahr.

Schule gehen und haben noch dazu eine völlig falsche Vorstellung von der Berufsschule“, meint Christine Zingerle. Viele sind der Meinung, dass in der Berufsschule fast nur praktische Fächer gelehrt werden, aber da gibt es auch Fächer wie Geschichte, Deutsch, Englisch, Italienisch … Diese falsche Vorstellung führt häufig zu Lernwiderstand. Aber es ist ein Vorurteil, dass Schüler, die die Berufsschule besuchen, nicht lernen wollen und sich für die Allgemeinbildung nicht interessieren: „Es gibt viele motivierte Schüler in der Berufsschule.“ Für Zingerle sind solche Schüler die „Sterne“ – und solche „Sterne“ sind in jeder Klasse. „Die Erfolgreichen sind jene Schüler, die eine klare Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft haben“, ist ihre Erfahrung, „diese Schüler nehmen jeden Lerninhalt als Angebot an und interessieren sich.“ Auch im Berufsleben sind sie dann offen für Neuigkeiten, gehen ins Ausland und bilden sich weiter.

Die Berufsschule ein Auffangbecken? Seit der Einführung der

Bildungspflicht ist die Berufsschule auch Auffangbecken für Jugendliche, die die Oberschule nicht schaffen. Das heißt aber nicht, dass solche Schüler nicht auch Kompetenzen entwickeln können: Gerade schwache Schüler werden in den Werkstätten entlastet. Sie erfahren dort ihre Kompetenz – und sie haben Erfolg. Fachlehrer Sellemond hält nichts von der allgemeinen Meinung, dass die Jugendlichen zur so genannten „Null-Bock-Generation“ zählen. Vielmehr ist seine Erfahrung, dass Motivation und Einsatz in der Schule in den letzten Jahren markant zugenommen haben. Sowohl für Christine Zingerle als auch für Hubert Sellemond ist die Berufsschule die Station, wo Jugendliche reifen können. So haben Absolventen der Schule oft besondere Wege eingeschlagen. Wie zum Beispiel der Trudner

Manuel Bonell, der von 2006 bis 2010 die Fachschule für Holztechnik besucht hat. Aus seinem heutigen Blickpunkt stellt diese Zeit einen wesentlichen Abschnitt seiner beruflichen Laufbahn dar. „Die Tschuggmall bot eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung“, schreibt er in seinem Statement. Er arbeitet heute als Architekt in Innsbruck und profitiert auch im Arbeitsleben häufig vom damals erworbenen Know-how. Als besonders positive Erinnerung hebt er das Engagement der Lehrpersonen zur Förderung motivierter Schüler hervor. Dass die Berufsschule auch zum künstlerischen Schaffen motivieren kann, bezeugen die Werke von Laurenz Stockner aus Brixen. „Hier begann ich vor fast dreißig Jahren die Kunst- und Bauschlosserlehre und tat das so wie viele andere auch. Das Arbeiten war es, was Spaß machte, weniger das Lernen“, berichtet er. Seine formschönen Schalen aus Prettauer Zementkupfer erregen in der Kunstwelt große Aufmerksamkeit und bringen ihm wichtige Auszeichnungen. Fakt ist, dass gerade die technischen Berufe noch immer zum Großteil von den Buben gewählt werden und Mädchen eher typisch weibliche Berufe wie Friseurin, Verkäuferin oder Schönheitspflegerin anstreben. Dem entsprechend ist auch das Geschlechterverhältnis in der Berufsschule: Es sind nur vereinzelt Mädchen, die sich für eine technische Ausbildung interessieren – wie zum Beispiel Anna Mitterer aus Schalders. Die Friseurlehre musste sie wegen Allergien abbrechen. Da ihr Vater Schlosser ist und sie schon als Kind die Maschinen, mit denen er arbeitet, faszinierten, hat sie sich für den Besuch der Fachschule für Metall entschieden. Obwohl sie das einzige Mädchen in der Klasse ist, wurde sie von den Lehrern immer genauso behandelt wie die Buben. „Einzig einige Jungs haben mich ‚anders’ gesehen, aber ich

habe mich schnell durchgesetzt“, erzählt Anna. Sie hat die Schulwahl noch nie bereut und profitiert heute im im „comepetence center“ Pairdorf des Unternehmens „duka“ von den in der Frästechnik erworbenen Kenntnissen. Bei den Berufsweltmeisterschaften können Schüler dieser Schule immer wieder mit Spitzenleistungen überzeugen. Auch Patrick Moser aus Barbian, Absolvent der Berufsfachschule für Holztechnik, hat mit seiner Diplomarbeit „Die Biwakschachtel der Zukunft“ an der HTL Imst die Fachjury überzeugt und den Nachwuchs-Ingenieur-Preis von Nordtirol eingeheimst.

Die „Tschuggmall“. Anfang der

90er Jahre wurde als Namensgeber Christian Josef Tschuggmall vom Lehrerkollegium ausgewählt und von der Schulbehörde gutgeheißen – eine treffende Wahl, wurde Tschuggmall doch als der „Mechanikus aus Tyrol“, der erste Tiroler „Kybernetiker“ angesehen. Christian Josef Tschuggmall, 1785 im Ötztal geboren, war ein verhinderter Tischler und späterer Schausteller, der mit seinem Automatenkabinett durch Europa zog. 13 Figuren aus seinem Kabinett beherbergt heute das Münchner Stadtmuseum. Seine Beziehung zu Südtirol war der Wohnsitz in Vahrn. Die Berufsschule „Ch. J. Tschuggmall“ hat sich in den letzten Jahrzehnten zum „Sprungbrett“ aller handwerksorientierten Berufe gemausert. So ist es recht und billig, auf ein erfolgreiches halbes Jahrhundert mit Schülern, Lehrpersonen, Mitarbeitern und Partnern zurück zu blicken. Wer weiß, ob in ein paar Jahrzehnten oder schon früher in einem Museum Schalen aus Prettauer Zementkupfer zu bewundern sind.

hildegard.antholzer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info

Foto: JOE

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INTERVIEW

Politik & Gesellschaft

„Unter dem Schleier immer noch die Alte“ Mit dem Ablegen der Ersten Profess hat für GUDRUN LEITGEB offiziell das Leben als Tertiarschwester begonnen. Über ihren Ordenseintritt und die äußeren und inneren Veränderungen, die damit einhergegangen sind, spricht die 28-Jährige im „Brixner“-Interview. Frau Leitgeb, was, wenn Ihnen vor fünf Jahren jemand ein Leben im Kloster prophezeit hätte? GUDRUN LEITGEB: Das hätte ich wohl nicht geglaubt. Früher habe ich gedacht: „Wie kann es sein, dass jemand sich freiwillig geistig wie körperlich in eine solche MiniWelt einengt.“ Für mich ist dieser Wandel selbst ganz überraschend gekommen, und es haben sich viele Zufälle aneinandergereiht. Nach dem Studium habe ich einen ESF-Netzwerktechnikkurs absolviert, der in den Räumen des Klosters der Tertiarschwestern stattgefunden hat. Ich habe im Kloster übernachtet und gefrühstückt. Logisch hat man so auch mit den Schwestern zu tun, und ich habe das erste Mal hautnah miterlebt, was Klosterleben eigentlich sein kann. Wie ist das wirkliche Klosterleben? Das ist schwer zu beschreiben, weil es sehr unterschiedlich sein kann. Was auf jeden Fall garantiert nicht stimmt, ist, dass man eingesperrt ist in seinen vier Wänden und keinen Kontakt mehr hat mit der Welt. Im Gegenteil – ich habe in den letzten drei Jahren, seit ich eben hier bin, mehr Kontakt mit der Welt als jemals vorher. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten zu arbeiten, was mir vorher nie klar war. Ich arbeite zum Beispiel in der Mittelschule des Herz-Jesu-Instituts in Mühlbach, dessen Träger die Tertiarschwestern sind. Wie stehen Ihre Schüler zur Religion? Bei den 11- bis 14-Jährigen ist auf den ersten Blick eigentlich alles, was mit Kirche zu tun hat, uncool. Das Interesse am Glauben und an den Werten, die dahin8

ter stehen, ist aber nach wie vor präsent. Auch die Sinnfragen sind geblieben. Vor allem ich als junge Schwester bin für die Schüler eine Ansprechpartnerin, teilweise auch für die wichtigen Fragen im

gen Schwestern in Zukunft einfach brauchen wird. Im Moment sind wir acht Schwestern unter 60 Jahren. Die über 70-jährigen Schwestern werden in den nächsten fünf oder zehn Jahren nicht

die Entscheidung. Anfangs waren meine Eltern sehr skeptisch. Ins Kloster zu gehen ist nicht gerade positiv behaftet, sondern plakativ gesagt eher verbunden mit dem Gedanken „Oh Gott, haben

„Dieses Leben kann ebenso viel Selbstverwirklichung sein wie ein Leben außerhalb vom Kloster“_ Tertiarschwester Gudrun Leitgeb Leben. Mit gewissen Problemen geht man einfach nicht zu seiner Oma, sondern zu seiner großen Schwester. Warum tröpfelt Nachschub so spärlich in die Klöster? Es ist nicht so, dass kein Interesse am Klosterleben besteht. Die Suche nach Orientierung und nach einer Richtung gibt es nach wie vor; das Problem ist einfach, dass die Entscheidung zum Klosterleben radikaler wirkt als alle anderen Entscheidungen im, sagen wir, „normalen Leben“. Kommen genügend junge Schwestern nach, damit die Klöster weiterhin bestehen können? Viele sagen, dass wir vom Aussterben bedroht sind, aber das glaube ich nicht. Wie es aber mit der Ordenswelt weitergehen wird, weiß niemand genau. Fakt ist, dass vor allem in Europa immer weniger Schwestern nachkommen. Deshalb wird jungen Schwestern heutzutage relativ schnell die Möglichkeit geboten, bei der Suche nach neuen Wegen mitzuwirken, und es wird einem mehr Verantwortung zugetraut. Warum dieser Wandel? Weil man weiß, dass es die jun-

mehr das leisten können, was sie derzeit leisten. Dass es mit dem Ordensleben nicht so weitergeht wie in den letzten 50 oder 100 Jahren, ist zumindest im Moment eine Tatsache. Haben Sie lange mit sich gehadert, bis Sie sich für das Leben im Kloster entschieden haben? Jein. Einerseits bindet man sich mit der Ersten Profess nur für ein Jahr. Im Leben bindet man sich schon öfter an jemanden oder etwas für diese Zeitspanne. Diesen Schritt geht man jedoch auch mit dem Gedanken, in fünf Jahren – rein theoretisch – die Ewige Profess abzulegen. Gleichzeitig ist die Entscheidung bei mir eine Entwicklung gewesen, da ich in dieses Leben vorsichtig hineingerutscht bin. Ich habe jeden Tag mehr mit den Schwestern mitgelebt, und für mich ist dieses Leben immer selbstverständlicher geworden. Für mich war diese Entscheidung zwischen „selbstverständlich“ und „irgendwie doch radikal“. Wie hat Ihre Familie auf den Ordenseintritt reagiert? Familie, Freunde und Verwandte bekommen von diesem vorsichtigen Eintauchen nicht so viel mit, sondern sie sehen eigentlich nur

wir etwas falsch gemacht?“ Auch meine Freunde waren erstaunt. Im ersten Moment wirkt diese Entscheidung für viele seltsam. Nach einem längeren Gespräch äußern aber viele Respekt davor. Besonders gefreut hat mich die Aussage eines Cousins: Anfangs war auch er skeptisch, nach einem längeren Gespräch meinte er aber: „Unter dem Schleier bist du ganz die Alte.“ Welche Rolle hat Religion in Ihrer Erziehung gespielt? Bestimmt keine größere Rolle als in anderen Familien – es war ein normales Aufwachsen, wie es bei uns in einem kleinen Dorf eben üblich ist. Auf der Straße fallen Sie als junge Schwester bestimmt auf, oder? Ab dem Noviziat trägt man die typische Ordenskleidung und einen weißen Schleier; für die Außenwelt ist damit die Wandlung geschehen. Obwohl man es in Südtirol gewohnt ist, auf der Straße einmal einer Ordensschwester zu begegnen, merkt man schon den Unterschied zum früheren Leben. Man wird gesehen, von der älteren Generation öfter gegrüßt, und es kann passieren, dass man unverwandt im Bus ins


Foto: Oskar Zingerle

für diesen Weg entschieden und werde auch versuchen, diesen Weg zu Ende zu gehen. Ob das dann effektiv so sein wird, kann ich heute nicht sagen. Ich finde, das kann man auch gut mit einer Ehe vergleichen: Man entscheidet sich für den gemeinsamen Weg mit dem Partner. Am Anfang einer Beziehung kann man sich das „Bis dass der Tod euch scheidet“ auch nicht vorstellen. Nach 20 oder 30 Jahren ist die Bindung zueinander – zum Partner oder eben zu Gott – eine ganz andere als am Anfang. Kann man das Klosterleben als Ehe mit Gott bezeichnen? In der Brautmystik werden die Schwestern als Bräute Christi angesehen. Ich persönlich kann mit diesem Bild nicht so viel anfangen. Der Alltag im Kloster lässt sich gut mit dem in einer Familie vergleichen, weil die Verpflichtungen und eben auch der Verzicht ähnlich sind. Sie äußern sich nur in einer anderen Form. Die Gottesbeziehung bekommt im Kloster mit der Zeit eine große Intensität, und das Gebet für und mit den Menschen nimmt einen hohen Stellenwert in unserem Alltag ein. Wie ist es, wenn man mit dem Eintritt in ein Kloster mit sich selbst vereinbart, auf viele Elemente des „normalen Lebens“ zu verzichten?

Gudrun Leitgeb: „Viele sagen, dass unser Orden vom Aussterben bedroht ist, aber das glaube ich nicht“

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Gespräch kommt oder um Rat gebeten wird. Man bekommt aber auch gegenteilige Reaktionen zu spüren. Jugendliche versuchen zu provozieren und schauen, wie man darauf reagiert. Relativ selten kommt es auch vor, dass man von Erwachsenen negative Äußerungen zu hören bekommt. Das kann verletzen, aber man lernt, damit umzugehen – vor allem, weil die positiven Reaktionen überwiegen. Ordensintern ist jedoch erst die Erste Profess der offizielle Beginn des Ordenslebens. Dabei legt man die Gelübde zu Armut, Keuschheit und Gehorsam ab und bindet sich ein Jahr an die Gemeinschaft.

Und nach diesem Jahr? Die Profess wird mindestens vier Mal erneuert, danach kann man die Ewige Profess ablegen. Ist diese Bindung auf Ewigkeit aus jetziger Sicht für Sie ein Thema? Derzeit kann ich mich nur für das Jetzt entscheiden; was in fünf Jahren sein wird, kann ich nicht sagen. Auf der anderen Seite würde ich die Erste Profess nicht machen, wenn ich vorhätte, in zwei Jahren aus dem Kloster auszutreten. Ich habe mich mit bestem Gewissen

Dieses Leben kann ebenso viel Selbstverwirklichung sein wie ein Leben außerhalb vom Kloster. Was ich aber natürlich merke, ist der Verzicht auf Partnerschaft. Da Kinder derzeit für mich kein Thema wären, kann ich nicht sagen, dass mich dieser Verzicht traurig macht. Oft sind es vielmehr die kleinen Dinge, bei denen einem plötzlich der Verzicht schwerfällt. Ab der Einkleidung durfte ich keine Bankomatkarte mehr haben. Das Gefühl, plötzlich ohne Bargeld nichts mehr kaufen zu können, war seltsam. An diese kleinen Verzichte gewöhnt man sich allerdings ganz schnell. Außerdem muss man in einer Familie oder Partnerschaft ebenso verzichten können. Unser Zusammenleben kann man beinahe mit dem einer durchschnittlichen Familie vergleichen. Ich muss mir auch Dinge teilen, manchmal sogar mit allen 50 Schwestern, die im Haus leben. Gibt es Konflikte?

Steckbrief

Gudrun Leitgeb ist in Antholz aufgewachsen, hat in Olang und Bruneck die Schule besucht und an der Universität Innsbruck das Bachelor-Studium am Institut für Translationswissenschaft abgeschlossen. Seit drei Jahren ist sie im Tertiarkloster in Brixen. Gegründet wurde diese Gemeinschaft 1700 von der Brixnerin Maria Hueber. In Südtirol gibt es 113 Tertiarschwestern. In den Missionsgebieten in Bolivien und in Kamerun sowie Westafrika leben insgesamt 509 Schwestern. Vor dem Eintritt in einen Orden steht die Kandidatur, die mindestens ein halbes Jahr dauert. Dabei lebt man im Kloster und kann in das Klosterleben hineinschnuppern. Danach folgt das Noviziat, das mindestens zwei Jahre dauert. Ab dem Noviziat ist der Wandel zur Ordensschwester für die Außenwelt sichtbar, da das typische Ordenskleid – „Habit“ genannt – und ein weißer Schleier getragen wird. Mit der Ersten Profess, bei der die Gelübde zu Keuschheit, Armut und Demut abgelegt werden, bindet sich die Schwester für ein Jahr an das Kloster. Ordensintern ist dies der offizielle Beginn des Ordenslebens. Wurde die Profess mindestens vier Mal für jeweils ein Jahr erneuert – nach fünf Jahren offiziellem Ordensleben also – kann man sich für die Ewige Profess entscheiden. Dabei bindet sich das Ordensmitglied für immer an sein Kloster.

Ja, klar! Wenn 50 Leute zusammen wohnen, entstehen einfach Spannungen, und es kommt zu Diskussionen. Man bemüht sich aber um ein gutes Miteinander und versucht, Konflikte einvernehmlich zu lösen. Im Großen und Ganzen gibt es aber sehr viel an guter Gemeinschaft. Ohne Spannungen würde unser Zusammenleben nicht funktionieren, und wir würden eher nebeneinander anstatt miteinander leben. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 9


Foto: Oskar Zingerle

Blaas „verwundert“ z In einer Presseaussendung stellt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas „mit Verwunderung“ fest, dass die Landesregierung in ihrem DreiJahres-Haushalt keine Finanzmittel für die Seilbahnen BrixenPlose und Mühlbach-Meransen vorgesehen habe. Anlässlich der Haushaltsdebatte im Südtiroler Landtag und auf gezielte Nach-

frage von Blaas teilte Landesrat Florian Mussner dies mit. „Somit“, schreibt Blaas, „rücken beide Projekte in weite Ferne.“ In diesem Zusammenhang darf daran erinnert werden, dass sich Blaas

und die Brixner Gemeinderäte der Freiheitlichen im Vorfeld der Volksabstimmung immer gegen eine Realisierung des Seilbahnprojektes ausgesprochen hatten.

P&G

oz

Politik & Gesellschaft Foto: thinkstock, Astrid Gast

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

SÜDTIROL

Südtirol-Konvent gestartet z Der Bürgerbeteiligungsprozess im Rahmen des Südtirol-Konvents zur Aktualisierung des Autonomiestatuts hat am 16. Jänner mit einer Vorstellung im Südtiroler Landtag in Bozen offiziell begonnen. Landtagspräsident Thomas Widmann hat dabei den Medien und zahlreichen interessierten Bürgern den Prozess und dessen Ziele vorgestellt und zu aktiver Teilnahme aufgerufen. „Unser Autonomiestatut ist seit 1948 in Kraft und wurde damals von einer Handvoll Politiker ausgearbeitet – hinter verschlossenen Türen“, sagte Widmann, „es waren andere Zeiten,

kurz

notiert

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auch das Demokratieverständnis der Bürger war ein anderes. In den vergangenen Jahren ist das Statut immer wieder überarbeitet, ergänzt und erweitert worden. Heute soll es – im Rahmen des Autonomiekonvents – mit Beteiligung aller 500.000 Südtiroler den neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden.“ Den Auftakt des Südtirol-Konvents bilden neun öffentliche Veranstaltungen, die ab 23. Jänner im ganzen Land stattfinden, die so genannten Open Spaces; jene in Brixen findet am 13. Februar ab 9 Uhr in der Landesberufsschule „Ch. J. Tschuggmall„

Die Einschreibungen zu den von der Caritas organisierten Kinder-, Senioren- und Familienaufenthalten in Caorle sind angelaufen. Die Caritas will mit dieser Urlaubsaktion auch jenen Erholung bieten, die sich keinen Urlaub leisten können. Infos unter www.caritas.bz.it.

statt. Ziel der Open Spaces ist es, den Diskussionsprozess in Gang zu setzen und die Ideen der Bürger einzuholen: Bei den Open Spaces kann jeder Interessierte in informellem Rahmen seine Fragen zur Autonomie und seine Wünsche für

die Zukunft Südtirols einbringen. Außerdem gibt es zwei Gremien, den „Konvent der 33“ und das „Forum der 100“, zu dem sich jeder Südtiroler ab 16 Jahren bewerben kann. Weitere Infos im Internet: www.konvent.bz.it. wv

Die Sanierung des Ex-AstraKinos rückt näher: Die Baukommission der Gemeinde hat das Einreichprojekt als positiv begutachtet, nun kann das Ausführungsprojekt erarbeitet werden. Im Mehrjahreshaushalt sind für die Projektfinanzierung 2,19 Millionen Euro veranschlagt.

Die Gemeindeverwaltung hat zwölf langjährige Mitarbeiter geehrt: Acht von ihnen feierten ihr 25. Dienstjubiläum, zwei wurden für 35 Jahre treuen Dienst ausgezeichnet. Gewürdigt wurden auch Peter Paul Schatzer und Konrad Sullmann, die vergangenes Jahr in den Ruhestand getreten sind.


NACHGEFRAGT

„Diese Wahl war ein Flop“ Herr Dianese, bei der Wahl sind 124 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren an die Wahlurne getreten; die meisten Stimmen haben Sie erhalten. Warum? Nun, mich haben 60 Jugendliche gewählt. Ich denke, ich habe die meisten Stimmen bekommen, weil ich mit 17 Jahren einer der älteren bin. In einen älteren Menschen hat man vielleicht ein bisschen mehr Vertrauen als in einen Mittelschüler der 1. Klasse. Sicherlich spielt es auch eine große Rolle, dass mich viele Leute kennen. Bei einer Wahlbeteiligung von guten 10 Prozent trifft das

Schlagwort „politikverdrossen“, mit dem die Jugend so gerne beschrieben wird, doch perfekt zu, oder? Die Anzahl der Wähler ist schon mager, die Wahl war aus meiner Sicht ein Flop: Von über 1.000 Wahlberechtigten sind nur knapp über 100 wählen gegangen. Ich bin aber eher der Meinung, dass viele nicht wissen, worum es beim Jugendrat eigentlich geht und was unsere Aufgabe ist. Bis jetzt haben die Jugendräte auch nicht wirklich gezeigt, was sie tun.

zung des Jugendrates statt. Was steht auf der Tagesordnung? Wir werden uns besser kennenlernen und drei Sprecher wählen. Eines unserer Projekte kann ich schon jetzt verraten: Wir wollen eine Facebook-Seite einrichten, auf der Jugendliche ihre Ideen oder Probleme an uns weitergeben können. Auch Bilder und Berichte unserer Arbeit sowie die Tagesordnungen wollen wir den Jugendlichen zugänglich machen. Es ist einfach wichtig, die Kommunikation zwischen den Jugendlichen und dem Jugendrat zu Am 19. Jänner, während diese­ verbessern. „Brixner“-Ausgabe gerade geveronika.kerschbaumer@brixner.info druckt wird, findet die erste SitLeserbriefe an: echo@brixner.info

Foto: Oskar Zingerle

MANUEL DIANESE, Jugendrat, der bei der Wahl vom Dezember die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, über die Gründe für die geringe Wahlbeteiligung und die Ziele, die der Jugendrat verfolgt.

BRIXEN

„Es reicht!“ z Die Grüne Bürgerliste kritisiert in einer Aussendung die polemische Stimmungsmache von LegaGemeinderat Massimo Bessone, der eine Verschärfung des Bettelverbots forderte. Es stimme, dass Bettler in manchen Fällen aufdringlich seien und dass alte Leute bevorzugte Zielobjekte jener Menschen seien, die auf der Straße ihr Auskommen finden müssen, schreiben Elda Letrari,

Markus Frei und Elisabeth Thaler von der Grünen Bürgerliste (im Bild). Mit Repression und bürokratischen Auflagen werde man diesem Phänomen aber nicht Herr. Bisher sei lediglich zusätzlicher Bürokratieaufwand erzeugt und Strafen an Menschen ausgestellt worden, die kein Geld hätten, so die Bürgerliste. Stattdessen müsse sachliche Aufklärungsarbeit geleistet und Verhaltensregeln aufge-

Schönheitsbehandlungen: (nach Vormerkung) 16.2. – 20.2. H. Rubinstein mit Francesca 01.3. – 05.3. Kanebo

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zeigt werden. „Wenn Bessone auch noch Menschen mit Behinderung missbräuchlich ins Spiel bringt, so ist das ein Versuch, Krieg unter den Schwächsten der Schwachen zu entfachen“, schreibt Frei. Zivilcourage sei gefragt und nicht Hetze und Aufwiegelung, so die Grüne Bürger-

liste. Es sei die Freiheit eines jeden Bürgers, ohne Bevormundung von Oben einem Bettler das zu geben, was er möchte. Allemal solle es Vizegemeinderatspräsident Bessone unterlassen, derlei Mitteilungen in dieser seiner institutionellen Funktion zu versenden. oz

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Politik & Gesellschaft

MÜHLBACH

Prioritätenliste ersetzt Schlüsselgeld z 10 Millionen Euro umfasst der Mühlbacher Haushalt für das Jahr 2016. Das klingt im ersten Moment recht üppig, ist es aber nicht: In Vergangenheit hatte man gut 600.000 Euro mehr an finanziellem Spielraum. Das ist genau jener Betrag, der in den vergangenen 15 Jahren durch die „Grünen Zertifikate“ der zwei E-Werke jährlich lukriert werden konnte. Das Problem ist, dass die Darlehen für die Wasserkraftwerke noch sechs Jahre abbezahlt werden müssen. Als Reaktion auf die Finanzlage hat der Gemeinderat den so genannten „Schlüssel“ ausgesetzt, jenes Instrument, wonach die jährlichen Investitionsgelder gemäß der Einwohnerzahl auf die vier Ortschaften Mühlbach, Meransen, Vals und Spinges aufgeteilt worden waren. „Stattdessen haben wir geschaut, welche Investitionen

BRIXEN

z Rund 1,4 Millionen Euro kostet die Restaurierung der Brixner Pfarrkirche St. Michael. Finanziert wird dieses Großprojekt durch Beiträge der öffentlichen Hand (45 Prozent), Spenden (10 Prozent) und Eigenmittel der Pfarrei (25 Prozent). Die Kosten für die Pfarrei belaufen sich auf rund 350.000 Euro – ein Betrag, der nicht geschultert werden kann, weshalb die Pfarrei nun auf Unterstützung von Seiten der Bevölkerung hofft. Um so viel wie möglich Spendengelder für das würdige und schöne Schaufenster Gottes im Stadtzentrum aufzutreiben, hat das ehrenamtliche Restaurierungskomitee nun kleine Spendenboxen fertigen lassen. Diese werden in zahlreichen Gastronomiebetrieben, Banken und Unternehmen aufgestellt und fordern auf, den Gegenwert für den einen oder anderen Kaffee oder für ein Stück Kuchen für die Restaurie-

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hier g

rungsarbeiten zu spenden. Beim Patroziniumsfest am 2. Oktober – oder bei Bedarf auch früher – können die Boxen von Unternehmen oder Privaten direkt in der Pfarrkirche oder im Pfarrbüro wieder abgegeben werden. Dann wird anlässlich des Abschlusses der Restaurierungsarbeiten die Segnung des neuen Volksaltars stattfinden. Gespendet werden kann allerdings auch direkt im Pfarrbüro oder via Banküberweisung. Die Restaurierungsarbeiten waren letzthin dringend nötig geworden: Es stehen neben der Erneuerung der Heizungs-, Elektro-, Beleuchtungs- und Beschallungsanlage auch die Neugestaltung des Altarraums, die Reinigung des Gemäuers und die Restaurierung der Fresken sowie die Neugestaltung des Votivkerzenbereichs an. Infos gibt es auch direkt auf der Homepage der Pfarrei: http:// www.pfarrei-brixen.it eh

Foto: Oskar Zingerle

Kaffee und Kuchen für die Kirche

N e rve n ki tz

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in den nächsten Jahren Priorität haben“, erklärt Bürgermeister Christoph Prugger. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Bau des Alten- und Pflegeheimes. Die Struktur wird in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Vintl, Rodeneck und Natz/ Schabs realisiert. Der Anteil der Gemeinde Mühlbach beträgt bis zum Jahr 2022 insgesamt rund 5,5 Millionen Euro. Das zweite Schwerpunktprojekt ist der Ausbau des Glasfasernetzes: Bis zum Jahr 2018 investiert die Gemeinde 3,5 bis 4 Millionen Euro in diese zukunftsträchtige Infrastruktur. Die Umstellung der öffentlichen Beleuchtung gehört ebenso zu den vorrangigen Projekten der nächsten Jahre. „Durch diese Maßnahme senken wir zukünftige Energiekosten und entlasten damit nachfolgende Verwaltungen“, argumentiert Prugger. oz

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Foto: Oskar Zingerle

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NATZ/SCHABS

z Laut genehmigtem Haushalt erhält die Gemeinde Natz/Schabs 2016 an die 779.000 Euro für Investitionen. Es gibt mehrere größere Investitionsvorhaben, deren Ausführungsplanung zum Teil schon fertiggestellt ist, so die neue Feuerwehrhalle und das Musikprobelokal in Schabs. Die neue Landesregelung sieht nun vor, dass Feuerwehrhallen wie alle anderen Vorhaben zu finanzieren sind – es werden also nicht mehr 80 Prozent der Kosten übernommen. Bei veranschlagten Kosten von 2.000.000 Euro hätte dies bedeutet, dass beinahe drei Jahre lang alle Investitionsgelder nur in dieses Projekt geflossen wären. Bürgermeister Alexander Überbacher ist es gelungen, für die Feuerwehrhalle in Schabs doch noch die bereits versprochenen 80 Prozent Förderung (= 920.000 Euro) zu erhalten. Damit stehen für 2016 insgesamt 1.414.000 Euro aus Landes- und Gemeindemitteln für den Neubau der Feuerwehrhalle und des Musikprobelokals zur Verfügung. Für 2017 ist die restliche Summe von 473.000 Euro

verplant. Ebenfalls im Haushalt eingeplant ist das Retentionsbecken zur Entschärfung einer Gefahrenzone in Aicha. Für solche Vorhaben gibt es nach wie vor Beiträge vom Land; in diesem Fall in Höhe von 773.000 Euro, die Gemeinde finanziert den Rest von rund 317.000 Euro. Über den Rotationsfond werden Gelder für den Ausbau des Breitbandnetzes abgerufen. Aufgrund der neuen Finanzierungsregelung wird 2016 erstmals keine Geld über die so genannte Pro-Kopf-Quote an die einzelnen Fraktionen ausgeschüttet, entsprechend gering sind die Geldmittel für Investitionsvorhaben in den Fraktionen Natz, Raas und Viums. Deshalb muss das Konzept für Neubau und Sanierung der Schule und des Kindergartens in Raas überdacht werden: Baukosten von 3.000.000 Euro und mehr sind auf diesem Weg nicht mehr finanzierbar. Im Laufe des Jahres soll ein Ideenwettbewerb stattfinden, der eine zeitgemäße Bildungseinrichtung zu geringeren Kosten ermöglichen soll. amm

© ra-photos /istockphoto.com

Schabs erhält Großteil der Investitionsgelder

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Menschen & Meinungen

TAUSENDSASSA*IN: Monika Leitner hat Chancen zwar nie erzwungen, dafür jede am Schopf gepackt

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Foto: Oskar Zingerle

PORTRAIT

Die Chancenfrau Als Stadträtin das Leben einer Gemeinde mitzugestalten heißt auch, geschickt zu sein im Umgang mit Menschen, hin und wieder alle Konventionen über Bord zu werfen und immer wieder neue Wege zu gehen. MONIKA LEITNER, tatkräftig, bodenständig und lebensfroh, ist hier in ihrem Element.

E

s ist still an diesem Freitagnachmittag im menschenleeren Rathaus von Brixen – ungewöhnlich still für Monika Leitner, die energiegeladene Allrounderin, die Mutter, die Partnerin, die Lehrerin, die Grafikerin und Werbetexterin, die Hüttenwirtin, „wenn es die Umstände zulassen“, die Stadträtin. Ihr Büro im dritten Stock ist – noch – ziemlich spartanisch ausgestattet. Von ihrem Schreibtisch aus hat sie einen Vogelperspektivenblick auf den Domplatz und einen Blick auf ein phantastisches Bild ihres zehnjährigen Sohnes Flori: Starwars-Szenarien mit einer unglaublichen Liebe zum Detail über Tage hingemalt auf einem königsblauen Plakat. Eines von zwei Bildern, die sie in ihrem Büro hängen hat. Und auch das andere ist eine Zeichnung ihres Sohnes: Stilisierte Katzen in Schwarz-RotWeiß. Sie sagt augenzwinkernd, ihre Söhne Max und Florian seien das Beste, was sie zustande gebracht habe.

Jahr 2016 mit einer Ausstellung von Andy Warhol, dem Hauptvertreter der Pop-Art, eröffnet. Sie mag ihre Arbeit im Stadtrat, auch wenn sich dadurch ihr Leben ziemlich verändert hat. Abends saß sie früher häufig am Computer, brütete über „coolen Aufträgen“ aus der Werbebranche, arbeitete an Kreativität und Emotion auf Knopfdruck und sah dies als befruchtenden Gegenpol zum Unterricht, der die Möglichkeit gibt, Menschen langsam und behutsam zu fördern. Jetzt sind ihre Tagesabläufe kunterbunt und bei weitem nicht mehr so regelmäßig, wie sie es gewohnt war. „Zum Glück sind meine Kinder sehr unkompliziert.“

Die Sache mit dem Waldhorn.

Monika Leitner ist mit zwei jüngeren Schwestern in Pfunders aufgewachsen; ihrem Vater gehörte die Dorftischlerei. Die drei Mädchen durften dort mitarbeiten, bekamen alle Werkzeuge, die sie sich wünschten, aber dass eine dort einsteigen und Tischlerin wer-

„Man kann nicht immer nur von Chancengleichheit reden und dann nichts tun“_ Monika Leitner, Stadträtin Berufung auf Zeit. Monika Leitner

ist als Stadträtin zuständig für Schulen und Kindergärten mit deutscher Unterrichtssprache, für die Kinderhorte und die Schuldienste, für die Bibliothek und die Beziehungen zur Freien Universität Bozen, für den Bereich Integration und die Menschen mit Behinderungen, für die Chancengleichheit und für die Kultur. Sie genießt ihre Berufung auf Zeit, die sich eher zufällig als geplant ergeben hat, weil sie hier Fäden aus ihren Tätigkeits- und Lebensbereichen miteinander verweben kann. In drei Stunden muss Monika Leitner zu einer Pressekonferenz der StadtGalerie Brixen, die das

den könnte, darüber wurde nie geredet. Auch, dass alle drei die Oberschule besuchten und später studierten, war bei weitem nicht selbstverständlich: „Wenn es des wellt, dann tiat lei.“ Mehr ideelle Unterstützung gab es nicht. Und Monika Leitner und ihre Schwestern taten, was sie wollten. Mutig und unkompliziert, offen für Neues und Unkonventionelles. Als der Pfarrer einmal nach einer Messe verkündete, dass alle, die Interesse hätten, der Musikkapelle beizutreten, ins Probelokal kommen sollten, marschierten die elfjährige Monika und ihre zwei Jahre jüngere Schwester einfach dorthin. Sie ernteten zunächst betretenes

Schweigen, denn der Pfarrer hatte offensichtlich vergessen zu erwähnen, dass die Einladung nur für Buben gelten sollte. Es wagte aber niemand, die beiden Töchter von Leo Leitner, der schließlich zu den Gründungsmitgliedern der Kapelle gehörte, wegzuschicken. Man bot den beiden Mädchen Waldhörner an, nicht gerade einfach zu handhabende Instrumente. Monika und ihre Schwester ließen sich nicht entmutigen, hatten sie doch hin und wieder auf dem Bassflügelhorn des Vaters „geübt“, und wurden Mitglieder der Musikkapelle Pfunders.

Grafik, Germanistik, Politik. Nach

der Matura an der Lehrerbildungsanstalt in Bruneck absolvierte Monika Leitner in Innsbruck eine Ausbildung zur Werbegrafikerin, damals noch mit Pinsel und Palette. Sie arbeitete bei Tappeiner Werbefoto und Athesia Bozen, und als sich die Umstellung auf digitale Systeme anbahnte, kam sie als jüngste Angestellte in den Genuss einer sehr umfassenden Grundausbildung in diesem Bereich, weil die etablierten Grafiker der neuen Technologie sehr skeptisch gegenüberstanden. „Ich war Teil einer Revolution.“ Nach fünf Jahren kündigte sie zum Entsetzen ihrer Familie ihre gut bezahlte Arbeit und kehrte nach Innsbruck zurück, um Germanistik zu studieren: Die Freude am Schreiben hatte sie gepackt. Sie spezialisierte sich auf Werbetexte und schrieb ihre Diplomarbeit über den Zusammenhang zwischen Text und Bild in Werbeanzeigen. Diese Diplomarbeit bescherte ihr schließlich ein einjähriges Forschungsstipendium an der Universität von Manchester. Als sie nach Südtirol zurückkehrte und ihr eine Stelle als Lehrerin angeboten wurde, entdeckte sie „unerwartet“ die Freude am Unterrichten, die einhergeht mit der Freude an zwischenmenschlichen Beziehungen. Fünf Jahre lang war die 48-jährige Wahlbrixnerin Vorsitzende der

Kommission für Chancengleichheit, und sie kann diesen Auftrag nun als Stadträtin fortsetzen. Monika Leitner freut sich unbändig darauf, gemeinsam mit Menschen, die Lust zum Arbeiten haben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Fokus stellen wollen, etwas bewegen zu dürfen.

Tägliche Gratwanderung. In die

Kommission für Chancengleichheit ist sie 2010 übrigens geraten, weil sie nicht ausdrücklich Nein gesagt hatte, als Hanni Bernardi, ihre damalige Kollegin an der Mittelschule Oswald von Wolkenstein, gemeint hatte, sie wäre ihre Wunschnachfolgerin. Mit zwei Jobs und zwei kleinen Kindern hatte sie in puncto Zeit auch nicht gerade ideale Voraussetzungen, wusste aber sehr wohl um die vielen kleinen täglichen Gratwanderungen als berufstätige Mutter. Über die Kommission für Chancengleichheit kam sie in den Gemeindefrauenausschuss und von dort in den SVP-Ortsausschuss Brixen Stadt. Dass sie sich dann im Frühjahr 2015 als Kandidatin für die Gemeinderatswahlen zur Verfügung stellte, hatte schlichtweg mit der Frauenquote zu tun: „Man kann nicht immer nur davon reden und dann nichts tun.“ Leitner hat sich mit ihrem Partner Much Weissteiner, einem Sportlehrer, der im Sommer die Edelrauthütte führt, nach dem Studium entschieden, in Brixen zu leben. Für die Pustererin war ihr persönlicher Wahlerfolg eine Überraschung. Noch berührender war die Unterstützung, die sie während des Wahlkampfes erfahren hatte, als der Stress sie zu überrollen drohte. „Ich habe mich gar einige Male gefragt, warum ich mir das antue, und die Antwort dann in wohlwollenden und ermutigenden Begegnungen mit vielen Menschen gefunden.“

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 15


Ja, ich will! z Von dem Tag, an dem Braut und Bräutigam mit einem schüchternen, in Freudentränen erstickenden, befreienden oder stolzen „Ja, ich will!“ ihre Liebe besiegeln, bleiben in materieller Sicht zwei Ringe und ein ganz besonderes Bild. Wenn auch Sie im letzten Jahr glücklich in den Ehehafen eingeschippert sind, senden Sie uns doch eines dieser Bilder und lassen die „Brixner“-Leser

Foto: Hari Pulko

Menschen & Meinungen

IN EIGENER SACHE

an Ihrem Glück teilhaben. In der Februar-Ausgabe werden nämlich wie gewohnt einige Seiten den Hochzeitsfotos der Brautpaare aus Brixen und Umgebung reser-

viert. Als Dankeschön verlosen wir unter den Einsendern ein romantisches Candlelight-Dinner im Hotel Elephant in Brixen. Wer mitmachen möchte, sendet sein

Bild per E-Mail an fotoaktion@ brixner.info (Dateigröße mind. 700 KB). Einsendeschluss ist der 10. Februar. Wir freuen uns schon auf Ihr Hochzeitsfoto! vk

M&M BRIXEN

Die neue Direktorin

Der Spruch vom Much

I woaß schun, prum die Sanitätsreform stockert. Es schaelt sich eben ålm no koane Lösung außer ...

kurz

notiert

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z Seit 1. Jänner ist Patrizia Major Schwienbacher die neue Direktorin der Cusanus Akademie. Sie ist ausgebildete Theologin und hat bisher die Referate Pfarrgemeinde und Pfarrgemeindeberatung am bischöflichen Ordinariat in Bozen geleitet. Sie sagt: „Erwachsenenbildung hat mich schon immer interessiert. In meinen bisherigen Arbeitsfeldern habe ich stets gerne mit und für Menschen gearbeitet. Erwachsenenbildung ist im Wesentlichen Beziehungspflege, deshalb ist mir die persönliche Begegnung mit den Menschen wichtig.“ Die Cusanus Akademie als Bildungshaus soll

ein Ort sein, in dem Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen Begleitung und Unterstützung erfahren und Gastveranstalter die nötigen Ressourcen in Anspruch nehmen können, die für den Erfolg ihrer Veranstaltungen unabdinglich sind. „Außerdem ist es mir wichtig, dass die Cusanus Akademie als diözesanes Bildungshaus auch weiterhin für die Brixner Bevölkerung einen wichtigen Bezugspunkt sowie Veranstaltungsort für Vereine und

Verbände darstellt.“ Patrizia Major Schwienbacher ist 39 Jahre alt, vor mehreren Monaten hat sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn ihren Lebensmittelpunkt nach Brixen verlegt. Gemeinsam mit dem Team der Cusanus Akademie wird sie in den nächsten Wochen und Monaten daran arbeiten, wie auf dem Bestehendem aufbauend neue Akzente als Bildungsveranstalter und als Veranstaltungsort gesetzt werden können. amm

25 Südsterne sind im Dezember der Einladung von Zeno Kerschbaumer und Philipp Frener zum zweiten Südsterne-Treffen nach Brixen gefolgt. Das Netzwerk für Südtiroler im Ausland zählt 150 Mitglieder, die ihre Wurzeln im Raum Brixen haben und auf fünf Kontinenten zuhause sind.

Der Domchor Brixen ehrte Margareth Rainer, Stefan Huber und Werner Neuwirth für 20, 25 und 65 Jahre langen und fleißigen Einsatz im Dienste der Brixner Kirchenmusik. Domkapellmeister Heinrich Walder dankte auch den übrigen Sängern für ihren großen Einsatz.

Norbert Überbacher ist seit 1. Jänner Primar der HNO-Abteilung im Krankenhaus Brixen. Der 63-Jährige aus Natz/Schabs stammende und in Brixen lebende Arzt ist seit 1987 im Brixner Krankenhaus tätig. Er löst den ehemaligen Primar Paul Goller ab.

Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen


O o op s

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Arno Parmeggiani, Eventorganisator

Prominente Verwechslung Es war bei einer Theater-Premiere im Vinzentinum. Beim Eingang wurden meine Freundin Eva und ich um unsere Namen gebeten. Als ich meinen nannte, wurde die junge Dame hellhörig und begleitete uns ganz aufgeregt zu unseren Plätzen – in die allererste Reihe. Das etwas überbemutternde Verhalten kam mir zwar etwas komisch vor, ließ mich aber eigentlich recht unbeeindruckt. In der ersten Reihe, inmitten der Prominenz, fühlte ich mich dann aber doch etwas sonderbar und irgendwie fehl am Platz. Die Premierenvorstellung wurde dann mit einer Rede eröffnet, in der auch die Ehrengäste begrüßt wurden. Als letzter wurde der „Ehrengast des Abends, der bekannte Vatikan-Journalist Aldo Parmeggiani, der extra aus Rom angereist ist“, begrüßt. Die Leute klatschten energisch und sahen sich um, wo er denn wohl sitzen möge. Ich suchte ihn ebenfalls, bis mich Eva von der Seite anstupste und mir augenblicklich klar wurde, dass es am Eingang wohl zu einer großen Verwechslung gekommen war. Als führendes Unternehmen im Bereich der Gebäudetechnik stehen für uns die Kundenzufriedenheit und die Qualität im Mittelpunkt. Die Vielseitigkeit unseres Leistungsspektrums unterstreicht unseren geschäftlichen Erfolg und wir wachsen weiter.

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Winterlicher Apfelkuchen > Zutaten 200 g Butter 150 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 1 Messerspitze Zitronenschale 1 Prise Salz 4 Eier 200 g Mehl ½ Päckchen Backpulver 50 g Haselnüsse oder Mandeln

> Zubereitung Die weiche Butter mit dem Schneebesen oder der Rührmaschine schaumig rühren. Dann Zucker, Vanillezucker, die geriebene Zitronenschale und das Salz unterrühren. Die verrührten Eier

nach und nach einrühren. Mehl mit Backpulver und Nüssen vermischen und unter den Teig heben. Eine Tortenform mit Butter ausstreichen, mit Mehl bestreuen und den Teig hineingeben. Die Früchte putzen und in Zucker und Zimt leicht eintunken. Bei 180 bis 200 Grad für 30 bis 40 Minuten backen. Nach dem Backen mit Marillenmarmelade bestreichen.

Verzaubert hat uns unsere Grafik-Praktikantin Mirjam Schwarz mit diesem nussig-zimtigen Apfelkuchen, der uns besonders gut schmeckte. Wir bedanken uns und hoffen auf Wiederholung im Beisein der Hobby-Konditorin. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Voting

Ihre Meinung online

Ergebnis der Online-Umfrage:

„Was halten Sie vom jährlichen Krampusumzug in Brixen?“ 38,24% Eine tolle Initiative! Sie belebt die Altstadt 23,53% Schön, aber die Schmierereien könnte man weglassen 20,59% Der Umzug ist in Sicherheitsfragen leicht grenzwertig 17,65% Ich kann mit diesem Brauch nichts anfangen

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Sollte die Gemeinde Brixen in einigen Straßen zur Geschwindigkeitskontrolle Speed-Boxen aufstellen?“ > Ja, das ist unbedingt notwendig; es gibt in Brixen zu viele Raser > Ja, aber in einigen Straßen ist die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu niedrig > Nein, denn dadurch löst sich das Problem der hohen Geschwindigkeiten nicht > Nein, denn Speed-Boxen sind reine Abzocke, damit die Gemeinden zu Geld kommen Stimmen Sie mit! www.brixner.info 17


Menschen & Meinungen

BRIXEN

LAMMento

„Turnvater“ Kompatscher verstorben

Die Boazner „Die spinnen, die Boazner“, sagt der Franz, während er mit sichtbar erzwungener Eleganz einen Aperitivo Lungo in seiner rechten Hand jongliert, der allerdings nicht vergleichbar ist mit jenem von der Laurin Bar, aber dort kostet er auch drei Mal so viel wie hier bei Frieda, das darf man auch nicht vergessen. Aha, sag ich, und was ist daran neu? „Nun, neu ist daran nichts“, sagt der Franz, „denn seit Jahrzehnten lacht ganz Südtirol über die Ineffizienz des Bozner Gemeinderats: 18 verschiedene Parteien und 45 Räte, die sich zweimal die Woche gegenseitig stundenlang sinnfreie Reden entgegenschmettern und dafür ordentlich Diäten kassieren, die die Bozner Bürger bezahlen müssen. Eine Mehrheit für eine Entscheidung ist offenbar nur zu erreichen, wenn jeder ein Pöstchen für seine Cousine erhält, und da die Posten inzwischen Mangelware sind, wird nix mehr entschieden, worauf der Bürgermeister irgendwann frustriert das Handtuch geworfen hat, weil er es leid war, während der Sitzungen Sudoku zu spielen. Die jedem vernünftigen Menschen logisch erscheinende Reduzierung der Anzahl der Räte ist aber nicht zu schaffen, weil ja sonst einige One-Man-Shows von der Bildfläche verschwinden würden, was für die betroffenen Räte eine Katastrophe wäre, weil sie ja für einen normalen Job vollkommen unfähig zu sein scheinen, sonst würden sie sich ja nicht so dagegen wehren, aber für die Allgemeinheit wäre es ein großer Vorteil, wenn Bozen weniger Gemeinderäte hätte.“ Oha, sag ich, da hat sich der Franz aber ordentlich geärgert über die Bozner, wenn er einen so langen Monolog von sich gibt.

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z Und wieder wird Brixen von einem seiner beliebten Originale verlassen: Walter Kompatscher ist am 4. Jänner im Alter von 81 Jahren völlig überraschend an den Folgen eines einige Tage vor dem Jahreswechsel erlittenen Herzinfarkts im Brixner Krankenhaus verstorben. Kompatscher assoziieren wir Brixner einerseits mit seiner wunderbaren Buchbinderei am Seminarplatz, aber in die Geschichte von Brixen geht er wohl ein als Vater des bis 2010 für 50 Jahre erfolgreich durchgeführten Bergturnfestes und als jahrzehntelanger Leiter der Sektion Turnen im SSV Brixen, den er 1956 gemeinsam mit einigen Freunden gegründet hatte. Zum Turnen war er übrigens „wie die Jungfrau zum Kind“ gekommen,

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wie er dem „Brixner“ vor einigen Jahren erklärt hatte: „Meine Eltern waren beide Turner, und als ich mit fünf Jahren an Kinderlähmung erkrankte, hat meine Mutter auf den Ratschlag einer Krankenschwester hin regelmäßig mit mir geturnt. Das hat mir damals das Leben gerettet.“ Kompatscher hat – in den Jahren von 1962 bis 1974 in Brixen und Klausen auch als Turnlehrer – immer wieder versucht, Kinder mit der Turnleidenschaft anzustecken, was ihm bei vielen auch gelungen ist: „Bevor ein Kind in eine spezielle Sportart eintaucht, sollte es ordentlich turnen, denn damit wird der junge Körper auf alle anderen Sportarten perfekt vorbereitet.“ Walter Kompatscher war bis zuletzt sportlich aktiv, auch die Buchbinderei, deren Unternehmen bereits vor Jahren an seinen Sohn Jakob übertragen worden war, führte er mit viel Leidenschaft. Im Oktober 2011 hatte der Witwer im Kirchlein St. Cyrill mit seiner geliebten Margit Hofer den Bund der Ehe geschlossen – in aller Heimlichkeit, in trauter Zweisamkeit und, dank dem inzwischen ebenso verstorbenen Leo Munter, der sich in sehr menschlicher Weise dafür bereit erklärt hatte, entgegen der gängigen Regeln auch nur kirchlich; die Familienangehörigen haben einen Monat später gemeinsam mit den beiden den Bund gebührend und voller Freude „nachgefeiert“. Die Buchbinderei wird unter der Führung von Jakob Kompatscher weiterhin bestehen bleiben: Dank Alexander Weger, der als Mitarbeiter fast 30 Jahre lang an der Seite von Walter Kompatscher gearbeitet hat, wird der Betrieb weitergeführt. wv


Pro& Contra Ist eine Reduzierung der Erschließungsbeiträge sinnvoll? Der Hintergrund:

GENIAL

Foto: Oskar Zingerle

Im März 2015 hat der Brixner Gemeinderat noch unter Albert Pürgstaller die Verordnung für die Bezahlung der Erschließungsbeiträge und der Baukostenabgabe abgeändert: Für zu errichtende Gewerbebauten wurden die primären Erschließungsgebühren von 60 auf 50 Prozent reduziert. Durch diese Entscheidung entstehen Hotelinvestoren weniger Kosten.

MULTIMEDIAL

PETER BRUNNER (SVP), Bürgermeister von Brixen: „Von der Regelung profitieren alle investitionswilligen Unternehmen“

NICOLAS MONESE (DEMOS BRIXEN), Gemeinderat in Brixen: „Viele ‚normale’ Bürger in Brixen würden eine solche Unterstützung dringend(er) benötigen“

Ja Mit der Reduzierung der primären Er-

Nein Die Abänderung der Verordnung

schließungsgebühren für Investitionsvorhaben in Gewerbegebieten haben wir ganz bewusst ein Signal gesetzt, dass wir unternehmerisches Engagement in Brixen würdigen und im Rahmen unserer Möglichkeiten fördern wollen. Von der Regelung profitieren alle investitionswilligen Unternehmen, die in Brixen bauen – egal ob Hotels oder andere Gewerbetreibende. Viele Südtiroler Gemeinden wenden diese Regelung übrigens schon seit langem an. Als Gemeinde tragen wir Verantwortung dafür, dass unsere Stadt als Wirtschaftsstandort attraktiv ist, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden und Betriebe wachsen können. Vor allen Dingen ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Wertschöpfungskreislauf in unserer Gemeinde gut funktioniert und damit die Lebensqualität für alle gesichert wird. Die Tourismusbranche ist erwiesenermaßen ein wichtiges Zugpferd für die wirtschaftliche Entwicklung; doch sie stagniert in Brixen seit Jahrzehnten, wie zahlreiche Studien und Statistiken belegen. Es fehlen qualitativ hochwertige Hotelbetten, im Mittelgebirge ebenso wie in der Stadt – Betten, die unbedingt notwendig sind, um vor allem die Zukunft des Winterbetriebs auf der Plose zu sichern. Dazu bekennen wir uns in unserem Regierungsprogramm ganz klar. Wenn die neue Regelung der Erschließungsgebühren nun konkrete Investitionen nach sich zieht, können wir das nur begrüßen. Letztlich wird sich dies auch positiv auf unseren Haushalt auswirken. Im übrigen prüfen wir derzeit weitere Möglichkeiten, Investitionsanreize für Unternehmen auf Gemeindeebene zu schaffen. z

wurde damit begründet, dass sie dem Aufbau des Tourismus diene. Für uns ist der öffentliche Nutzen dieser Maßnahme nicht sichtbar und löst Zweifel aus. Ex-Bürgermeister Albert Pürgstaller erklärte im März 2015, dass dadurch bis zum Jahr 2020 unter anderem auch die Hoteliers, die im Plosegebiet investieren möchten, große Summen einsparen könnten. Er nannte dabei drei Namen: Fa. Wellcom GmbH, Brüder Sanoner, Alpina Tourdolomit. Damit kommen sie in den Genuss einer Zuwendung von insgesamt etwa einer Million Euro. Pürgstaller bestätigte, „[...] dass nur für die genannten Tourismuszonen konkrete Pläne vorliegen“. Damit sind die drei oben genannten Unternehmen die einzigen, die von dieser Bestimmung profitieren. Ist es wirklich gerechtfertigt, wenn die Gemeinde Brixen auf Steuereinnahmen von etwa einer Million Euro verzichtet, um den Bau von Strukturen mit Gesamtkosten von mehreren Millionen Euro zu fördern? Haben diese Investoren (die allen bekannt sind) wirklich den Bedarf an einer Förderung in diesem Ausmaß? Wir verstehen nicht, weshalb eine Million Euro an oben genannte Investoren „verschenkt“ werden soll, während es in der Gemeinde Brixen viele „normale“ Bürger gibt, die eine solche Unterstützung dringend(er) benötigen. Öffentliche Förderungen sind unserer Meinung nach dann gerechtfertigt, wenn möglichst viele Bürger davon profitieren. Wir haben unsere Zweifel an dieser Vorgehensweise und hoffen, dass sich unsere Befürchtung nicht bewahrheitet, dass sich hinter dieser Aktion eine Unterstützung für einzelne Menschen, die wir alle kennen, verbirgt. z

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Menschen & Meinungen

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„Schulnote 3“ Leserbrief zum Thema „Ungerechte Schulnote 3“

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Ich weiß nicht, ob Note 3 noch an den Brixner Schulen verhängt wird; was ich aber sicher weiß, ist, dass eine solche Benotung ein Missstand durch und durch ist, der keine Entschuldigung duldet. Ich selbst wurde während meiner Oberschulzeit Opfer von solchen Bewertungsmethoden. Eine solche Erfahrung wünsche ich keinem anderen Schüler. Unterliegen Minderjährige nicht besonderem Schutz – ähnlich wie Frauen, Alte, Behinderte und Homosexuelle? Wie kann man denn so herzlos sein und unsere Jugend mit 3er-Noten belasten? Ich fordere daher Null Toleranz gegenüber Schulnote 3!

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Klauspeter Dissinger, Brixen

In deinem Editorial schreibst du unter anderem: „Ich wage zu behaupten, dass eine so wunderbar mutige Initiative wie ‚Solimans Traum’ vor zwei Jahren von den üblichen Akteuren noch vor dem Start in Grund und Boden kritisiert worden wäre, und die Brixner hätten sich von dieser Stimmung bald anstecken lassen.“ Sicherlich meinst du unter anderem auch die damaligen oppositionellen Gemeinderäte. Nachdem auch ich zu den oppositionellen Gemeinderäten gehörte, möchte ich dich diesbezüglich beruhigen: Auch ich fand die Lasershow „Solimans Traum“ toll, und sie war sicher eine Bereicherung für Brixen. Es ist allerdings interessant, von dir in deinem Editorial zu erfahren, dass dies erst mit der neuen Stadtregierung möglich war, weil endlich die Verhinderer nicht mehr am Werk sind. Was

die Lasershow anlangt, zähltest aber du zu den Verhinderern, als du 2011 und 2013 im Gemeinderat mit den Mehrheitsparteien meinen Beschlussantrag bezüglich Lasershow abgelehnt hast. Meine Idee war damals, das Silvesterfeuerwerk durch eine Lasershow am Domplatz zu ersetzen und dadurch Brixen etwas Innovatives und gleichzeitig Umweltfreundliches zu bieten. Bei dieser Gelegenheit möchte ich dich auch an die Einführung des Citybusses erinnern: Dieser wurde nämlich erst eingeführt, nachdem ich zunächst erfolglos das Konzept der Gemeindeverwaltung vorgestellt hatte. In der Zwischenzeit ist der Citybus ein Erfolgsmodell in ganz Südtirol. Was die Plose-Seilbahn anlangt, so möchte ich dich daran erinnern, dass die oppositionellen Gemeinderäte nicht die Seilbahn abgelehnt haben: Sie lehnten nur den Standort Bahnhof mit Stadtüberflug ab und setzten sich gleichzeitig für einen Standort ohne Stadtüberflug und einer kostengünstigeren Seilbahn mit Zwischenstopp in St. Andrä ein. Wie du siehst, Willy, ist es wohl eher der vorherigen Stadtregierung zuzuschreiben, dass in Brixen wenig weiterging, und nicht der Opposition. Die neue Stadtregierung scheint diesbezüglich wohl eine bessere Hand zu haben. Anm. d. Red.: Die von Ihnen zitierte „neue Stadtregierung“ ist im Editorial mit keinem Wort erwähnt. Eine Lasershow zu Silvester wäre nicht vergleichbar gewesen mit „Solimans Traum“. Dass Sie nun versuchen, die Verantwortung für die Verhinderung der aus heutiger Sicht nach wie vor einzigen wirtschaftlich sinnvoll realisierbaren Seilbahnverbindung abzuwälzen, ist ... zumindest interessant. Zudem: Ich darf Sie beruhigen, Sie waren gar nicht gemeint, als ich beim Schreiben des Editorials an die „üblichen Akteure“ dachte. Ich bleibe bei meiner Darstellung. wv

Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info


UMFRAGE

Positive Stimmung? Fotos: Oskar Zingerle

Im Jahr 2015 betrug das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Italien geschätzt rund 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wir haben uns umgehört, ob diese Steigerung auch von den Brixner Unternehmern verspürt wird?

„Man spürt effektiv eine Steigerung“, ist Günther Stuffer überzeugt. „Diese nimmt sicher auch im heurigen Jahr weiter zu. Ich habe die Krise ehrlich gesagt in meinem Betrieb kaum gespürt, aber seit letztem Jahr ist die Stimmung definitiv positiv und eine Steigerung zu erkennen. Matteo Renzi preist die – wenn auch kleine – Steigerung ganz zu Recht an.“

„Ich finde, wir haben die Krise gut überstanden, auch wenn sie nicht ganz spurlos an uns vorbeigezogen ist“, sagt Markus Öhler. „Wenn ich sechs oder sieben Jahre zurückdenke, kann ich sagen, dass sich das Kaufverhalten der Bevölkerung wieder stabilisiert hat. Das Wachstum ist spürbar, und deshalb ist meine Prognose für die absehbare Zukunft durchwegs positiv. Der Weg aus der Krise ist greifbar.“

„Man kann in Südtirol eine positive Tendenz feststellen“, sagt Robert Peintner zuversichtlich. „Man merkt die positive Stimmung und auch, dass die Umsätze steigen. Ich will nicht behaupten, dass die Krise vorbei ist, aber sie wirkt sich zumindest nicht mehr so stark aus. Ich bin positiv eingestellt und sehe eine weiterhin steigende Tendenz.“

„Die Unternehmen spüren Rückenwind – zwar zaghaft, aber immerhin. Dabei ist sehr zwischen den Branchen zu unterscheiden“, weiß Karl Heinz Plaseller. „Letzthin ist die Nachfrage nach Krediten, die immer auf Investitionsvorhaben beruhen, angestiegen; das ist ein positives Signal für wirtschaftliche Erholung. Wirtschaft hat viel mit Psychologie zu tun, und die Stimmung hat sich 2015 laufend verbessert und kann als positiv bezeichnet werden.“

Dass sich die Wirtschaftslage stabilisiert hat, spürt auch Patrizia Zingerle. „Bereits voriges Jahr hat es einen deutlichen Aufwärtstrend für uns gegeben. Bei den Kunden ist schon seit einiger Zeit ein neuer Optimismus zu spüren, und deshalb bin auch ich guter Dinge, was die Zukunft angeht. Wie hoch das Wachstum in Zahlen auf nationaler Ebene letztlich ausfällt, ist für mich nicht so wichtig.“

Werner Hillebrand ist sehr zufrieden: „Brixen ist ein super Pflaster, auf dem eine Familie mit einem kleinen Betrieb wunderbar leben kann. Ich habe die Krise kaum verspürt, wir haben im Durschnitt das ganze Jahr über immer gleich gut gearbeitet. Universität und Kongresse – das sind alles positive Aspekte, die uns Gäste bringen.“

Gian Marco Giovanoli ist sich sicher, dass Südtirol weniger von der Krise gebeutelt wurde als das restliche Italien. „In unserem Sektor, jenem der Architekten, gab es vor allem bei öffentlichen Arbeiten starke Einbrüche. Aber in letzter Zeit geht eine positive Stimmung um, und das finde ich gut, denn oft wurde die Krise nur als Vorwand zum Jammern herangezogen.“

Laut Benjamin Profanter ist das Geschäftsklima freundlicher geworden. „Mich freut, dass in Brixen eine Aufbruchstimmung spürbar ist, die Stadt an sich glaubt und bereit ist, mutige Entscheidungen zu treffen. Mit schuld an der Krise war ein durch die Medien verängstigter und dadurch sparsamer Konsument, der den Geldkreislauf ins Stocken brachte.“

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Kunst & Kultur

KUNST UND DIE KRISE DER DEMOKRATIE

Gefahr im Verzug 22

Seit nunmehr zehn Jahren dient die Festung Franzensfeste als friedliche Heimstätte für kulturelle Veranstaltungen und will sich als Ort der Begegnung und des Austausches verstanden wissen. Zurzeit beherbergt das Bollwerk die Wanderausstellung „Modes of Democracy“.


Fotos: Ulrich Egger

D

ie von Jaroslav And l kuratierte Europaratsausstellung „Modes of Democracy“ war 2015 im Zentrum für Zeitgenössische Kunst „DOX“ in Prag zu sehen und ist nun bis zum 27. März zu Gast in der Franzensfeste. Internationale Künstler beschäftigen sich in der großräumigen Schau auf verschiedenen geopolitischen Ebenen mit der Krise der Demokratie. In einer Welt, in der der Informationsfluss unüberschaubar ist und die Überwachung des Bürgers flächendeckend, lauern latente Bedrohungen für dieses politische System, dessen Fortbestand gefährdeter denn je erscheint. Die Schlüsselkomponenten einer funktionierenden Demokratie, wie politische Partizipation und bürgerliche Freiheiten, erleiden eine stete Wertverminderung.

als massiv demokratie-skeptische Region. Bürger wenden immer öfter das Mittel der Straßenproteste an, um ihrer Stimme Gehör zu verleihen; das Vertrauen in die gewählten Vertreter scheint erschüttert. Wenig bedarf es, um das vielschichtige demokratische System aus dem Gleichgewicht zu bringen. „Die Demokratie geht, ob liberal oder sozial ausgerichtet, dem Ende entgegen“, orakelt Chef-

(Töpfe und Pfannen-Revolution), die nach dem Kollaps der Banken die Regierungsbildung selbst in die Hand nahmen. Eine Reihe von Fotoarbeiten reflektiert die komplexe Geschichte des Sudetenlandes, wie ethnische Säuberung und die Zerstörung der Umwelt durch die Chemieindustrie. Der Amerikaner Daniel Latorre analysiert den Umgang der Bevölkerung mit einer stillgelegten Bahntrasse in Kolumbien, die

„Eine Ausstellung zum Thema Demokratie in diesem Bollwerk des Krieges ist eine Ironie per se“_ Haimo Perkmann, Co-Kurator der Ausstellung „Modes of Democracy“ Selbst Länder wie Ungarn und Polen, die vordem demokratische Modelle wertschätzten, haben sich seit ihrer Mitgliedschaft in der EU immer mehr dem demokratischen Gedanken entfremdet. Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit wie in Ungarn sind an der Tagesordnung, und wie jüngst in Polen geschehen, hebeln veränderte Verfahrensregeln selbst die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts aus. In den repressiven Gesellschaften in Asien und Nordafrika erfolgte in den letzten Jahren eine deutliche Transition zu einer zivilen Regierung, wo Autokraten durch Revolutionen wie dem Arabischen Frühling aus ihren Ämtern vertrieben wurden. Trotz sichtbarer Zeichen eines politischen Wandels, wie er zum Beispiel in Myanmar festzustellen ist, ist die Demokratie weltweit im Rückgang begriffen oder zu Stagnation verdammt. In den Entwicklungsstaaten verfällt die öffentliche Wahrnehmung von Demokratie in dem Maße, wie sich die gewählten Führer als unfähig erweisen, Lösungen für globale und lokale ökonomische Krisen zu erarbeiten. Die Populisten und rechtsgerichtete Parteien in Europa gewinnen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte zunehmend an Popularität, die zentraleuropäische Öffentlichkeit outet sich

kurator Jaroslav And l, „sie wird dominiert vom Finanzmarkt, daher müssen neue Formen der politischen Teilhabe diskutiert werden.“ Die umfangreiche Ausstellung offenbart Einblicke in neuartige Konzepte von Demokratie und führt dem Betrachter vor Augen, welch zentrale Rolle der Kunst in der ständigen Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen zukommt. Kunst darf sich nicht den drängenden Fragen der Zeit entziehen.

Mischlinge und Weiße trennt. Aus São Paulo kommt das interessante Projekt Lanchonete.org, in dem ein Artist-in-Residence-Programm mit einem sozialgenossenschaftlich geführten Restaurant verknüpft wird. Einen zeitraubenden Ansatz in kreisrunden Modellen legt der italienische Grafiker Paolo Cirio vor. Es lohnt sich dennoch, seine Ideen über eine radikale Demokratie, die sich der Logik der Märkte entziehen, wenigstens gedanklich nachzuspielen.

Überwachungsstaat. Der Par-

„Das Gleichgewicht wahren“.

cours startet in der ersten Kammer der Offiziersräume mit dem Thema „Überwachungsstaat“, wo Harun Farocki die Perfektionierung der technischen Kontrollmöglichkeiten mit realen und fiktiven Filmsequenzen darstellt. Trevor Paglan und Laura Poitras dokumentieren mit ihren Fotos vom Hubschrauber aus die riesigen Überwachungszentralen der NSA in Pittsburgh und andere brisante Regierungseinrichtungen wie Guantanamo – gefährliche Unternehmungen, mit denen sich Poitras mitunter auf ein Minenfeld begibt und zeitweilig untertauchen muss. Nicht fehlen darf hier ein Interview mit dem Whistleblower Edward Snowden, der erstmals das ganze Ausmaß der lückenlosen Überwachungspraxis offenlegt. Die Island-Videoinstallationen bezeugen den Aufstand der Bürger

Co-Kurator Haimo Perkmann zeichnet verantwortlich für die regionalen künstlerischen Positionen unter dem Titel „Das Gleichgewicht wahren: Südtirol“. Es wird der Versuch unternommen, einen Querschnitt der Kunstproduktionen der 1970er Jahre bis heute aufzuzeigen. Die „Revoluzzer“ von damals setzten auf knallharte Konfrontation und nahmen Zeitgeschichte, Obrigkeitshörigkeit und Borniertheit des Volkes ins Visier. Franz Pichlers Collage untersucht auf prägnante Weise die unselige Periode der Option und der Volkszählung. Südtirol als Spielball der Mächtigen symbolisiert die Würfel-Installation von Peter Tribus, etwas abgenutzt zwar, aber immer noch aussagekräftig. Jakob De Chirico, Fluxist der ersten Stunde und brachialer Protestierer im Dauerstress, ver-

höhnt die „Dolomiten“ und posiert als wieder auferstandener Hitler. Peter Kaser verunglimpft ebenfalls das omnipräsente Medienhaus, wobei sein „Dolomitenteufel“ die Verbannung aus sämtlichen heimischen Galerien zur Folge hatte. Die jüngere Generation thematisiert in ihren Arbeiten das kleingläubige Festhalten an regionaler Identität in einer globalisierten, sich rasch verändernden Welt. Ulrich Egger lässt mit seinem Fensterrahmen nur den von Bergen versperrten Blick zu; seine hermetisch verschlossene Haus-Skulptur nennt sich bezeichnenderweise „No way out“. Die junge Vinschgerin Julia Frank legt in ihrem Video alle drei Landessprachen übereinander; in der ungewöhnlichen DreifaltigkeitInstallation geht es um Ideologien und ihre Ausdrucksformen. Ähnliche Ansätze beinhalten die Werke von Paolo Mennea („Campagna elettorale“), Gabriela Oberkofler („Performance mit Norbert Rier“), Siggi Hofer („Buntstiftzeichnung: Feindesland“) und Hannes Egger („Fragebogen zum Piffrader-Relief“). Der Fotokünstler Nicolò Degiorgis beleuchtet die verschiedensten Aktivitäten der Alpini und mit „Hidden Islam“ die großteils verborgene islamische Gesellschaft in der westlichen Welt. Mit seiner Video-Audio-Installation kratzt Peter#KOMPRIPIOTR#Holzknecht im wortwörtlichen Sinne am Begriff „Grenze“. „Eine Ausstellung zum Thema Demokratie in diesem Bollwerk des Krieges ist eine Ironie per se“, meint Kurator Haimo Perkmann. Nicht wirklich, denn der Kampf gegen Terror auch mittels totaler Überwachung nennt sich asymmetrischer Krieg. Wir sind mitten drin.

irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info

info Rahmenprogramm: Samstag, 20.02., 11 Uhr Kuratorenführung mit Haimo Perkmann Samstag, 19.03., 11 Uhr Geführter Rundgang mit Hannes Egger und Vorstellung „Kulturelemente – Zeitschrift für aktuelle Fragen“ zum Thema „Demokratie“ 23


MUSIK

Kunst & Kultur

Zarte Schwermut z Ein kammermusikalischer Schwanengesang ist Franz Schuberts Streichquintett C-Dur, D956, op.post.163, ausgeführt von den Mitgliedern der Streicherakademie Bozen mit Georg Egger und Judith Huber an der Violine, Andrea Repetto (Viola), Anna Egger und Nathan Chizzali am Violincello. In einmaliger Weise sind hier alle Qualitäten seiner reifen Instrumentalmusik gebündelt: sinfonische Form, entrückte Klangschönheit und ein bis zum Zerreißen gespannter Ausdruck. Die Tragik

des Romantikers, dessen Träume nicht in Erfüllung gehen, legt sich wie zarter Hauch von Schwermut über die Klangsinnlichkeit des Werkes, die durch die zwei Celli noch gesteigert wird. Die Illusion

K&K

des Glücks und das Erkennen der fatalen Wirklichkeit bestimmen das Quintett, das die Ausführenden in der brechend vollen Kapuzinerkirche zu einem vollkommenen Hörgenuss erhoben. ird

Kunst & Kultur

DIVERSES

Warten auf die„Hoblschoatn“

z Wie aus unbestätigten Quellen durchgesickert ist, hatte die Redaktion der „Hoblschoatn“, die traditionsreiche Faschingszeitung des MGV, in den Vorbereitungen für die heurige Ausgabe ziemlich gehadert mit ihrem Schicksal: Die

kurz

notiert

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Brixner Politprominenz fährt seit den Gemeinderatswahlen vom vergangenen Mai einen Kuschelkurs, was für eine Faschingszeitung nicht gut ist: Seit der Stadt einige notorische Nein-Sager abhanden gekommen sind und man

Im Jänner brachte die TPZ-Werkstatt „Pink“ das Stück „Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß“ nach dem gleichnamigen Roman von Ernst Wortberg auf die Bühne. Es handelte von einem tragischen Vorfall, der die Kulissen einer scheinbar intakten Familie ins Wanken bringt.

sich gerade noch an die Namen der entsprechenden Parteien erinnert, scheinen Polemiken und politische Streitereien plötzlich Mangelware zu sein. Es bedurfte also einiger zusätzlicher Anstrengung, um aus dem Trüben dann doch einige klare faschingszeitungsreife Begebenheiten zu fischen. So werden derzeit die Späne wieder kräftig herumgewirbelt, damit auch die gewohnten Rubriken wieder „gefüttert“ werden können: Brixen wartet gespannt auf den „MGV-Pamper“, die „Hoblschoate des Jahres“ und den satirischen Jahresrückblick sowie natürlich

auf die geradezu philosophische Analyse des Brixner Filsers zur Lage der ... Nation. Der Inhalt ist natürlich streng geheim, aber dem „Brixner“ wurde von einem geheimen Informanten eine ebenso geheime Karikatur zugespielt, die wir vorab veröffentlichen. Die „Hoblschoatn“ erscheinen pünktlich am Morgen des Unsinnigen Donnerstags, 4. Februar, und sind dann an einem Verkaufsstand am Maria-Hueber-Platz sowie in den Brixner Tabaktrafiken käuflich erwerbbar. Der eine mag sich darüber freuen, der andere ... weniger. wv

Das unlängst herausgegebene Buch „Licht für Brixen“ von Liliana Prandini erzählt die Entstehungsgeschichte des Wasserkraftwerks und der Elektrifizierung Brixens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Für alle Poetry-Slam-Fans gibt es seit kurzem „MundWerk – Das Druckwerk“ mit allen Poetry-Slam-Texten, Liedern, Gedichten und Geschichten der zehn bisherigen Performances von MundWerk, einer Lesebühne zum Slammen, ins Leben gerufen von Lene Morgenstern und Wolfgang Nöckler.


NACHGEFRAGT

„Sie ist eine Theater-Berserkerin“ GABI ROTHMÜLLER, eine begehrte Gastregisseurin in Südtirol, übernimmt zurzeit die Regie im Kabarett „Drüber“ mit Ingrid M. Lechner, das am 22. Jänner in der Dekadenz uraufgeführt wird. Frau Rothmüller, die Achse Rothmüller-Dekadenz funktioniert einwandfrei. Diesmal sind Sie als Regisseurin für die Schauspielerin Ingrid Maria Lechner in Aktion … Ich fand die Idee, die mir Ingrid unterbreitet hat, so aufregend, dass ich sofort zugesagt habe. Das Kabarett „Drüber“ ist mein erstes Solo-Programm mit ihr. Sie ist ja eine Theater-Berserkerin und -Anarchistin: kraftvoll, schräg, schlau, politisch denkend, mit einem großen Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft und dabei doch noch lustvoll „spinnat“. Das mag ich sehr gerne.

Und bei der spannenden Idee dreht es sich um was genau? Es geht um eine Sennerin auf der Alm – Ingrid bewirtschaftet im Sommer ja die Zirmait-Hütte –, die im früheren Leben eine Stewardess war. Die Beschaulichkeit des Mikrokosmos Alm trifft auf den trügerischen Glanz der großen Welt mit all den Enttäuschungen, aber auch den Glücksmomenten auf beiden Seiten. Das ist ein sehr schöner Ansatz, finde ich, und dazwischen spuken immer wieder Fabelwesen, historische Gestalten oder sogar Bösewichte. Ende Jänner erlebt das Dekadenz-Publikum noch eine Ihrer

Regiearbeiten mit der deutschen Kabarettistin Constanze Lindner – „Es wird gestanzt heut Nacht“ –, aber das ist nicht alles … Ich bin im Moment sehr beschäftigt, es gibt eine Premiere in Berlin mit Jockel Tschiersch und im Sommer ein Musical in Wien, aber das Wichtigste ist, dass es ein Freilichttheater im Tschumpus geben wird, wo Georg Kaser schon eifrig die Fäden gezogen hat. Es ist ein Kabarett in Planung mit mehreren Brixner Schauspielern, wo es passend zur Örtlichkeit um das Thema Gefangensein und Freiheit gehen wird. irene.dejaco@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info

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AUSSTELLUNG

Kunst & Kultur

Kunst aus der Büchse z Mit keinem Geringeren als dem wichtigsten Vertreter der Pop-Art, Andy Warhol, startet der rührige Leiter der StadtGalerie Brixen, Alex Pergher, in das Ausstellungsjahr 2016. Als Andrej Warhola 1928 in Pittsburgh geboren, fokussierte sich der gelernte Werbegrafiker schon Anfang der 1960er Jahre auf triviale Sujets aus der Popkultur, Stars und Comic-Figuren, aber auch auf kommerzielle Alltagsprodukte. Andy Warhols Gemälde sind jedoch keine Abbilder banaler Alltagsgegenstände; in Wirklichkeit zeigt er die Zeichen des Verfalls der amerikanischen Konsumgesellschaft auf. „Gute Geschäfte sind die beste Kunst“, pflegte Warhol zu sagen, und er prägte damit ein ganz neues Image des Künstlers als kapitalistischen Unternehmer. Mit Ac-

rylfarben im Siebdruckverfahren malte er die Bilder, die seine Mitarbeiter und Freunde in der „Factory“ reproduzierten. So entstanden die ersten weltberühmten Serien „Campell’s Soup Cans“ und „Coca Cola Bottles“. Reproduktionen sind auch die in der StadtGalerie aufliegenden Artist Books, eine Leihgabe des Kunstsammlers Maurizio Rippa Bonati. In Wahrheit ist es nur ein Buch, mehrmals vervielfältigt, preisgünstig gefertigt in Japan. Zwischen den unterschiedlich aufgeklappten Buchseiten poppen Pappbecher, Harmonikas und „LSD“-getränkte Plättchen auf, deren Wirkung heute wohl verflüchtigt sein wird. Noch immer spürbar hingegen ist die Faszination, die von diesem scheuen, kühlen Beobachter seiner Zeit ausgeht. ird

EISACKTAL / WIPPTAL

Ein erfolgreiches Jahr z „Wir können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken“ – mit diesen verheißungsvollen Worten leitete Daniela Eisenstecken, die Bezirksschriftführerin des Südtiroler Chorverbandes, am 9. Jänner die Hauptversammlung des Bezirkes Eisacktal-Wipptal ein: Neben unzähligen Konzerten hatte der Ausschuss eine Fortbildungsveranstaltung und eine Kulturfahrt zu den Freilichtspielen nach Neumarkt organisiert. Ebenso glanzvoll soll nun auch die Zukunft oder zumindest das Jahr

2016 gestaltet werden: Im April ist ein Stimmbildungswochenende für Männer geplant, und in Neustift wird ein großes Chorfestival stattfinden. Die Jahreshauptversammlung hat viele Vertreter der 77 Chöre des Eisack- und Wipptales nach Ridnaun gelockt, unter ihnen ebenfalls die Mitglieder des Bezirksausschusses des Südtiroler Chorverbandes im EisacktalWipptal, Armin Mitterer, Daniela Eisenstecken, den Bezirksobmann Gottfried Gläserer, Verena Gruber und Andreas Brugger. vk

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In diesem Buch geht es nicht um Raufereien auf dem Schulhof, um Ellbogentaktik unter der Lehrerschaft oder gar um Streitereien mit den Eltern. Nein, der Inhalt ist ein Spaziergang durch Südtirols Bildungslandschaft. Der Inhalt des Buches – geschrieben von Experten – gibt einen Einblick in das System „Schule“ und soll Verständnis dafür schaffen. Es wird zwar der gesetzliche Hintergrund genannt, aber das Buch ist kein juristischer Ratgeber. Vielmehr wird auf die komplexen Probleme der Schule bezüglich Bewertung, Regeln, Grenzen und Konflikte hingewiesen. Im Mittelpunkt steht ja der Schüler mit seinen Fähigkeiten und Kompetenzen, der Anrecht auf Individualisierung hat und auf sein späteres Leben vorbereitet werden soll. Andererseits werden die Schule oder besser die Lehrkräfte von gesetzlichen Bestimmungen wie Noten, Rahmenrichtlinien und Lerninhalte eingeengt. Die Verfasser plädieren

Ursula Pulyer (Hg.): Austeilen und Einstecken – Feedbackkultur in der Schule. Athesia Verlag, 2015

für das Abschneiden von alten Zöpfen: Die traditionelle Benotung passt nicht mehr in unsere Zeit. Die Klassenwiederholung soll in Frage gestellt werden. In die Evaluation müssen alle Beteiligten einbezogen werden – sicher Denkanstöße, die die Grundlage für „heiße“ Diskussionen sein können.


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MUSIK

Frei.Wild in den Top Ten z Die Brixner Rockband Frei. Wild darf das vergangene Jahr 2015 wieder einmal als großen Erfolg verbuchen: Das deutsche Marktforschungsunternehmen Media Control hat vor einigen Tagen die Jahreswertungen der Bestsellerlisten veröffentlicht, in denen Philipp Burgers Band sowohl in der Liste der „Erfolgreichsten Interpreten Longplay“ als auch in der „Top 100 Longplay Jahreswertung“ Platz 7 erreichte. Das Album „Opposition“ führte demnach für zwei Wochen die LongplayBestsellerliste an, insgesamt war die CD 33 Wochen in der Wertung; die Band erhielt für 100.000 verkaufte Exemplare ei-

ne Goldene Schallplatte. In beiden Wertungen sind Frei.Wild in bester Gesellschaft: Helene Fischer ist erwartungsgemäß die erfolgreichste Interpretin und hat mit „Weihnachten/ Live ...“ sowie „Farbenspiel/... Live“ zwei Alben unter den Top Ten; außerdem in der Wertung sind so klingende Namen wie Adele, Sarah Connor, Unheilig, Ed Sheeran, Udo Jürgens und Coldplay. Frei.Wild gehen im kommenden März und April anlässlich ihres 15-Jahr-Jubiläums wieder auf DeutschlandTournee; am 2. April spielen sie in Brixen in der Sporthalle der Sportzone Süd. wv

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Liebeserklärung an Brixen

Foto: Oskar Zingerle

z Marella Agnelli, die Witwe des 2003 verstorbenen FIAT-Chefs Gianni Agnelli, hat vor einigen Monaten mit „La signora Gocà“ einen autobiographischen Roman veröffentlicht, der teilweise in Brixen spielt. Mit einer gewissen künstlerischen Freiheit, aber mit spürbarer Liebe zu unserer Stadt, hat Agnelli offenbar Erinnerungen an ihre Aufenthalte in Brixen aufgearbeitet, wobei im Text einige Reminiszenzen zum Vorschein kommen, die viele Brixner bereits vergessen haben: So beschreibt sie

zum Beispiel ihre Besuche in der Konditorei Moser in der Weißenturmgasse. Der Roman handelt auch im Schloss Ratzötz, im Hotel Elephant sowie im Kurhaus von Guggenberg. Brixen scheint Agnelli damals besonders beeindruckt zu haben, denn ihrer Romanfigur legt sie eine wahre Liebeserklärung in den Mund: „Si fermarono per caso a Bressanone. Rimasero incantate dal suo fiabesco barocco di montagna, sulle facciate delle piazzette cittadine o nelle chiese sparse fra i boschi.“ wv

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He is back 1616 verschied ein zeitloses Genie, das seinesgleichen sucht – William Shakespeare (*1564). Sein 400. Todesjahr dient der Maturaklasse des Vinzentinums als Anlass, ihm zu Ehren ein Theaterstück aufzuführen, das in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Erich Meraner selbst erarbeitet wurde. „He is back – Sheakespeare leicht gewürzt“ greift berühmte Werke wie „Romeo und Julia“, „Hamlet“ und den „Sommernachtstraum“ auf und formt sie künstlerisch zu einer Einheit, die von musikalischen Einlagen begleitet wird. Ein Teil der Erlöse wird traditionsgemäß gespendet, und zwar dieses Jahr dem ONLUS Verein DEBRA, der Schmetterlingskinder und deren Familien unterstützt.

» Sonntag, 14. Februar, 18 Uhr

Samstag, 20. Februar, 20 Uhr Sonntag, 21. Februar, 18 Uhr Donnerstag, 25. Februar, 20 Uhr Freitag, 26. Februar, 20 Uhr Sonntag, 28. Februar, 18 Uhr Freitag, 4. März, 20 Uhr Samstag, 5. März, 20 Uhr Sonntag, 6. März, 14 Uhr Vinzentinum, Parzivalsaal

Platzvormerkung: Tel. 342 7496132 oder theater@vinzentinum.it Eintritt: Freiwillige Spende

Weiterbildung

Cusanus Akademie Gesellschaft – Politik

Berufliche Weiterbildung

Einführung in die Kommunika­ tionsform Dialog Mo. 15.02., 18 bis 22 Uhr mit Katharina Erlacher und Martin Peer

Ausbildung zum Ergonomieexperten Do. 18.02. bis Sa. 20.02. und Mi. 09.03. bis Do. 10.03. mit Johannes Brombach und Bernhard Kurz

Der islamische Staat – eine Bedrohung für die Weltordnung? Do. 04.02., 20 Uhr Vortrag mit Curt Covi Verteidigen – Schützen – Erhalten: Jeder kann die Welt verändern Do. 18.02., 20 Uhr Vortrag mit Magdalena Gschnitzer Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg – Basisausbildung Beginn 19.02., 9 Uhr mit Karoline Bitschnau Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Fr. 04.03., 9 bis 18 Uhr mit Matthias Oberbacher

Lebensbegleitende Bildung Will ich so bleiben wie ich bin? Fr. 26.02., 15 bis 21.30 Uhr mit Wibke Mullur

Musikkabarett: I am a rocker – Bürger from the hell

Eine skurrile Rockshow samt komischen Möchtegern-Rocker, mit dem vielfach prämierten Musiker und Kabarettisten Norbert Bürger

» Fr 12. & Sa 13.02. Jazz: GiRo Trio

CD-Vorstellung „Childhood“ mit Roman Hinteregger, Martin Schlesag und Michele Giro

Kabarett-Theater: „Männerfreundschaft“ mit Alvaro Solar

Alles, was man schon immer über Männerfreundschaften (und Männer) wissen wollte

» Fr 26. & Sa 27.02.

» Mi 17.02.

Kabarett: „So Sachen“ mit Gunkl

Blitzgescheites, quergedachtes Kabarett über Ja-Sager und andere Menschen

» Sa 20.02.

Jazz: Larry Coryell – Paulo Morello Trio

Mitreißender Gitarrenjazz mit der Legende an der Jazzgitarre: Coryell spielte u.a. mit Miles Davis, Jimi Hendrix, Chet Baker

» So 28.02. » Beginn: jew. 20:30 Uhr

Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels – www.dekadenz.it karten@dekadenz.it – Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr)

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Nacken­, Rücken­ und Gelenks­ schmerzen: sich selber helfen können 5 Abende Beginn Di. 01.03., 19 bis 21 Uhr mit Waltraud Oberleiter Sehn Sucht Mi. 02.03., 19 bis 22 Uhr mit Edmund Senoner Gespräche mit Sterbenden und Ihren Angehörigen Do. 10.03. bis Fr. 11.03., 9 bis 17 Uhr mit Ruth Eckert Klangdom der heiligen Hildegard Fr. 11.03. bis So. 13.03., 17 bis 12 Uhr mit Peter Jan Mathé

Business Mentaltraining Mo. 29.02. bis Mi. 02.03. mit Bernadette Wuelz Kostenloser Informationsabend zum Lehrgang Lehrgang: Füh­ rungskraft mit Panoramablick ­ Die 4 Gipfelkreuze des Leitens Mi. 02.03., 19 Uhr mit Joachim Nagele, Christine Pechtl Somatic Experiencing – Trauma Arbeit nach Peter Levin Ph.D. Vortrag Do. 03.03., 20 bis 22 Uhr Einführungsseminar Fr. 04.03. bis Sa. 05.03. mit Itta Wiedenmann BewusstSein schafft Realität Fr. 04.03. bis Sa. 05.03., 9 bis 17 Uhr mit Lizzi Elisabeth Flarer Endlich in der Chefetage! Mo. 07.03. bis Di. 08.03., 9 bis 17 Uhr mit Ruth Eckert Tropho Training – Blitz­ entspannung Fr. 11.03., 9 bis 17 Uhr Mentale Stärke und Kompetenz Di. 05.03., 9 bis 17 Uhr mit Karin Leimgruber Kommunizieren mit Konzept 3 Teile, Beginn Mi. 16.03., 9 Uhr mit Doris Brunner Balance in Leistung und Gesundheit: Resilienz­Training für Führende 2 Teile mit Beginn am Di. 29.03., 9 Uhr mit Reinhard Feichter, Christine Vigl und Heinold Pider

» Infos und Anmeldungen: Cusanus Akademie

Seminarplatz 2, Brixen Tel. 0472 832203 info@cusanus.bz.it www.cusanus.bz.it


timer

Februar MUSIK

Ein Klang geht um die Welt Mit dem neuen Programm „Gruß ins Egerland“ kommt das international besetzte Blasorchester „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ dieses Jahr nach Südtirol und verspricht dem Publikum ein Feuerwerk von weltbekannten böhmischen Melodien.

nunmehr die musikalische Leitung übernommen hat. Gemeinsam mit Stephanie Huber bildet er auch das Gesangsduo, um einige weltbekannte Melodien auch mit der vom Publikum gewünschten Gesangsnote zu untermalen.

Evergreens und Neues. Im Kon-

z 1994 ist die Geburtsstunde der „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“: Begeisterte Musiker aus Deutschland, Österreich und Südtirol fanden sich damals zum ersten Mal im burgenländischen Neusiedl am See zusammen, um böhmische Blasmusik im Egerländer Stil weiterzupflegen und der Nachwelt zu erhalten.

Blasmusik begeistert. Die For-

mation spielt in der typischen Besetzung, die jenes Klangerlebnis ausmacht, das durch Ernst Mosch

und seine Original Egerländer Musikanten so bekannt geworden ist. Mit der Stilistik der 60-er und 70-er Jahre und der ureigenen Seele der Egerländer Blasmusik begeisterte dieses Ensemble in seinen Konzerten bisher zahlreiche Zuhörer im Burgenland, in Süd- und Nordtirol, in Bayern, Tschechien, Holland und Sachsen. Die Leitung des Orchesters hat der fränkische Musiker Florian Ebert inne, der seit über 15 Jahren als Flügelhornist im international besetzten Orchester tätig ist und

zertprogramm der „Egerländer Blasmusik Neusiedl am See“ finden sich viele bekannte böhmische Melodien, die als Egerländer Erfolge um die Welt gingen,

zum Beispiel „Mondschein an der Eger“ von Ernst Mosch oder die Polkas „Löffelpolka“ oder „Egerland – Heimatland“. Besondere Highlights der Konzertabende in Südtirol sind „Karneval von Venedig“ (Solostück für Trompete) von Jean Baptiste Arban, „Baritonkönig“ (ein Solostück für Bariton) von Michael Maier, und „Proud Mary“ (Gesangssolo) von John C. Fogerty. Durch den Abend führt Magdalena Schwellensattl.

» Samstag, 13. Februar, 19:30 Uhr Mühlbach, Graf Meinhard Haus

Kartenvorverkauf beim Tourismusverein Gitschberg-Jochtal, Tel. 0472 886048, E-Mail info@gitschberg-jochtal.com

» Sonntag, 14. Februar, 18 Uhr

Algund, Peter Thalguter Haus

Kartenvorverkauf im Vereinshaus Peter Thalguter, Tel. 0473 220442, E-Mail info@thalguterhaus.it Abendkasse VVK-Preis zzgl. 5 Euro Weitere Informationen unter: www.egerlaender-blasmusik.com

10 Jahre Sternstunden CD-Debut der Brixner Böhmischen Vor 10 Jahren ist aus Leidenschaft zur böhmisch-mährischen Blasmusik die „Brixner Böhmische“ entstanden. Im September 2015 hat sich die Blasmusikgruppe mit Sack, Pack und Instrumenten auf den Weg nach Zirl gemacht, um im Tonstudio Tyrolis ihr Debutalbum aufzunehmen, das am 5. Februar vorgestellt wird.

Um 18:30 werden die Gäste schwungvoll von der „Brixner Tanzlmusig“ begrüßt, und gegen 20 Uhr stellt die „Brixner Böhmische“ ihre erste CD vor. Anschließend sorgt die Gruppe „De Hirsch’n“ aus Bayern für gute Unterhaltung.

» Freitag, 5. Febraur, 18:30 Uhr Forum Brixen

Eintritt: 10 Euro 29


Montag, 1. Februar

Veranstaltungen

Film

Donnerstag, 4. Februar 20 Uhr

Dio esiste e vive a Bruxelles Film in italienischer Sprache, Regie: Jaco Van Dormael, Originaltitel: Le tout nouveau testament Forum Brixen Dienstag, 2. Februar

Theater

20 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift

Theater

Theater

Samstag, 6. Februar

14 Nächte – All Inclusive Die Salbei Bühne führt den spannenden Kriminalschwank von S. Heinrich auf Albeins, Saal der Dorfgemeinschaft Mittwoch, 3. Februar

Vortrag

20:30 Uhr

Mill and Ka(o)s Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs Jugendheim Milland Freitag, 5. Februar

18:30 Uhr

10 Jahre Sternstunden Die Brixner Böhmische stellt ihr Debut­ album vor Forum Brixen 20 Uhr

18:30 Uhr

Südafrika Vortrag vom renommierten Reisefotografen und Buchautor Dirk Bleyer über die „tierische“ Reise von Kapstadt zum Krüger Park Forum Brixen

20:30 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift

Musik

Theater

Theater

Mill and Ka(o)s Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs Jugendheim Milland

20 Uhr

Diverses

20 Uhr

Shohin Passion Ein erfahrenes Mitglied des BonsaiClubs hält ein Referat, anschließend wird unter Anleitung an den eigenen Bonsai-Bäumchen gearbeitet Michael Pacher Schule

Faschingsrevue

20 Uhr

Vahrnereien Was passiert, wenn nix passiert? Eigenproduktion, Regie: Enrico de Dominicis Vahrn, Haus Voitsberg

Näh dir ein Valentinsherz Aus Stoffresten nähen wir ein Valentinsherz mit Korn- oder Lavendelfüllung, für Nähanfänger geeignet Wia Nui, Stadelgasse 7a

ab 9 Uhr

Benefizflohmarkt Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn Vahrn, alter Kindergarten

Diverses

20 Uhr

Vahrnereien Was passiert, wenn nix passiert? Eigenproduktion, Regie: Enrico de Dominicis Vahrn, Haus Voitsberg

Theater

Workshop 9 Uhr

Diverses

Faschingsrevue

20:30 Uhr

Mill and Ka(o)s Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs Jugendheim Milland

Theater

20 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift Sonntag, 7. Februar

Theater

15 & 20 Uhr

Faschingsfest Musik, Spiel, Spaß und Faschingskrapfen Vals, Kinderpark

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift

Sport

Theater

ab 10 & 13 Uhr

10 Uhr

SkiUphill Zum 4. Mal findet das TourenskiNachtrenn-Ereignis statt; Abschluss beim Lorenzensturm Steineben, Latzfons

18:30 Uhr

Mill and Ka(o)s Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs Jugendheim Milland

Workshopkalender Verwerte ALTES – gestalte NEUES Samstag, 23. Jänner Filze dir einen Saunahut nach deiner Kreation

Samstag, 20. Februar Der Zauber des Räucherns – Nutzen und Sinnhaftigkeit

„Was passiert, wenn nix passiert?!“

Samstag, 30. Jänner Kerzengießen aus Wachsresten – es entstehen bunte Farbkombinationen!

Samstag, 27. Februar Spinn- und Strickrunde: Wolle spinnen wie einst …

… so das Motto der Vahrnereien 2016. Was für ein treffender Titel, wenn man bedenkt … – doch verraten wird noch nichts! Nur so viel: Es konnten zwei Ausnahmetalente für die Vahrnereien begeistert und engagiert werden. Neben Enrico De Dominicis, der bereits die letzten Vahrnereien erfolgreich durch die Regie führte, wurde das musikalische Zepter an Christian Unterhofer übergeben. Gemeinsam mit dem Komitee und den Schauspielern wird bereits eifrig gefeilt, sodass Ihre Lachmuskeln sicherlich wieder auf Ihre Kosten kommen. Im Anschluss an die Theaterproduktion wird zu Tanz und Musik geladen, für einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Heuer unterstützt die Schützenkompanie Vahrn die Theaterproduktion der Heimatbühne.

Samstag, 6. Februar Nähe dir ein Valentinsherz aus Stoffresten mit einer Füllung aus Korn oder Lavendel (für Nähanfänger geeignet)

» Freitag, 5. Februar, 20 Uhr

Samstag, 6. Februar, 20 Uhr Dienstag, 8. Februar, 20 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn

Einlass ab 19 Uhr, Reservierungen ab 25. Jänner in der Raika Filiale Vahrn Eintritt: 18 Euro

30

Heimatbühne Vahrn

Samstag, 13. Februar Wickel und Auflagen: Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen aber auch bei Verspannungen mit einfachen Hausmitteln wirkungsvoll behandeln

Freitag, 4. März 18.30 Uhr Ausstellungseröffnung: „Gebrochenes Eis“ – Kreationen mit Druckfarbe auf Zeitungspapier von Brigitte Widner, gestaltende Buchbinderin Samstag, 5. März Ostern Näh-Kreativ Workshop (für Anfänger geeignet) Samstag, 2. April Gestalte einen Traumfänger aus in der Natur gesammelten Materialien

Immer Samstagvormittag von 9-12 Uhr Voranmeldung: Tel. 0472 802663, E-Mail an info@wianui.eu oder direkt bei WiaNui upcyceld living in der Stadelgasse 7a, Brixen Teilnahmegebühr: 24 Euro inkl. einem Getränk


Montag, 8. Februar

Kinderkino

16:30 Uhr

Die Melodie des Meeres Der kleine Ben und seine Schwester Saoirse können in der magischen Muschel das Meer rauschen hören; Animationsfilm ab 7 Jahren Forum Brixen

Faschingsrevue

20 Uhr

Vahrnereien Was passiert, wenn nix passiert? Eigenproduktion, Regie: Enrico de Dominicis Vahrn, Haus Voitsberg

Film

20 Uhr

Virgin Mountain Der isländische Regisseur Dagur Kári erzählt lakonisch-trocken, unglaublich witzig und berührend aus dem Leben des gutmütigen Fúsi Forum Brixen

Theater

20:30 Uhr

Mill and Ka(o)s Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs Jugendheim Milland Dienstag, 9. Februar

Sport

13:30 Uhr

Faschingsskirennen Das Faschingsskirennen in Meransen ist eine Gaudi für die Teilnehmer und für die Zuschauer, Anmeldungen im Infobüro Meransen

Theater

20 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift

Theater

20:30 Uhr

Mill and Ka(o)s Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs Jugendheim Milland Donnerstag, 11. Februar

Musik

20 Uhr

RicciCapricci Mit „Affetti Amorosi“ spannt das Ensemble RicciCapricci einen musikalischen Bogen zwischen Renaissanceund Barockmusik Hotel Elephant Freitag, 12. Februar

Theater

20 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift

Musikkabarett

Weiterbildung

Samstag, 13. Februar

20:30 Uhr

I am a rocker Norbert Bürger als Möchtegern-Rocker, wie er komischer nicht sein kann Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Workshop

9 Uhr

Wickel und Auflagen Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen oder Verspannungen mit einfachen Hausmitteln wirkungsvoll behandeln Wia Nui, Stadelgasse 7a

Theater

18 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift

Musik

19:30 Uhr

Galakonzert Die Egerländer Blasmusik Neusiedl am See gibt Mitte Februar ein Galakonzert Mühlbach, Graf Meinhard Haus

Musikkabarett

20:30 Uhr

I am a rocker Norbert Bürger als Möchtegern-Rocker, wie er komischer nicht sein kann Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Musik

20:30 Uhr

Bläserharmonie Brixen Michael Reifer (Horn), Leitung Hans Pircher; Werke von Rota, Sparke, Melillo, Whitacre, Doss Forum Brixen Sonntag, 14. Februar

Theater

18 Uhr

He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum

Theater

18 Uhr

Der Mustergatte Spritzige Ehe-Komödie „Der Muster­ gatte“ von Avery Hopwood Mehrzwecksaal Grundschule Neustift Montag, 15. Februar

Film

20 Uhr

Valley of Love Isabelle und Gérard reisen zu einer seltsamen Verabredung im Death Valley in Kalifornien; mit Gérard Depardieu Forum Brixen Mittwoch, 17. Februar

Jazz

20:30 Uhr

GiRo Trio Das GiRo Trio, bestehend aus Roman Hinteregger, Michele Giro und Markus Schlesag, hat sich zum Ziel gesetzt, klassische Musik mit Jazz zu verschmelzen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 19. Februar

Operette

20 Uhr

Die Csárdásfürstin Eine Operette in zwei Akten von Emmerich Kálmán, aufgeführt von der Compagnia Teatro Musica ’900 Forum Brixen

VHS Brixen Kultur & Gesellschaft

Psychosomatik – eine Einführung Mo. 07.03. | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen

Stress wegatmen Mo. 07.03. | 19.45-21.15 Uhr | 3 Treffen

Giordania – paese crocevia di culture sin dall‘antichità Vortrag in italienischer Sprache Fr. 04.03. | 20-21.30 Uhr | 1 Treffen Brixen, Raiffeisenkasse Eisacktal, Großer Graben 12

Selbstmassage durch Blackroll Mi. 16.03. und Mi. 23.03. | 20-21 Uhr

Sprachen

Schmuck aus Beton Sa. 27.02. | 09-17 Uhr | 1 Treffen

Ladin A1.1 – ohne Vorkenntnisse Mo. 22.02. | 18-19.30 Uhr | 10 Treffen Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser

Hobby & Freizeit

Schmuck aus Fimo Di. 23.02. und Mi. 24.02. | 19-22 Uhr

English A2.1 Do. 25.02. | 19.45-21.45 Uhr | 12 Treffen

Foldforming – Schmuck gestalten durch falten Mi. 02.03., 20-21 Uhr und Sa. 12.03., 09-18.30 Uhr | 2 Treffen

Einführung in die chinesische Sprache und Kultur Di. 08.03. | 17.30-19 Uhr | 6 Treffen

Malen befreit – Wege zur Kunst Mi. 02.03. | 19-21.30 Uhr | 6 Treffen Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser

Beruf & EDV

Kalligrafie Mi. 02.03. | 19.30-21.30 Uhr | 4 Treffen Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser

Schritt für Schritt zum guten Text im Beruf Fr. 26.02. | 14-18 Uhr | 1 Treffen Farb- und Schminkberatung Sa. 12.03. | 09.30-12.30 Uhr | 1 Treffen Kommunikation am Arbeitsplatz Sa. 12.03. | 10-17 Uhr | 1 Treffen Zielgruppe: Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen Excel für Unternehmen Mo. 07.03. | 19-21.30 Uhr 5 Treffen | Mo. + Mi. Brixen, SOWI Gym. Josef Gasser

Nähen mit Burda Style Sa. 05.03. | 09-13 Uhr | 3 Treffen Filz-Werkstatt: Frühlingsdeko Sa. 05.03. | 09-13 Uhr | 1 Treffen Partysnacks und Fingerfood Fr. 26.02. | 18-22 Uhr | 1 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland Anrichten im Glas und auf Löffeln Mi. 02.03. | 19-23 Uhr | 1 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland

Gesundheit & Bewegung

Gnocchi, Knödel und Nudeln selbst gemacht Do. 03.03. | 18-22 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg

Pilates Do. 25.02. | 10.30-11.30 Uhr | 10 Treffen Do. 25.02. | 12.30-13.15 Uhr | 10 Treffen

Kochen für Zwei – Der Pärchenkochkurs Do. 10.03. | 18-22 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg,

Qigong Do. 25.02. | 18-19.15 Uhr | 8 Treffen Brixen, Burgfriedengasse 2

Das Verdauungsfeuer Mo. 29.02. | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen Herzinfakt vorbeugen Vortrag mit Dr. Meinhard Fliri Mi. 02.03. | 19.30-21 Uhr | 1 Treffen Brixen, Raiffeisenkasse Eisacktal, Großer Graben 12 Schwangerschaftsgymnastik Do. 03.03. | 19.30-20.45 Uhr | 8 Treffen Gymnastik nach der Geburt Mo. 07.03. | 18.30-19.30 Uhr | 8 Treffen

Was tun bei Autopannen oder Unfällen? Di. 01.03. | 19-21.30 Uhr | 1 Treffen Außengestaltung mit Feng Shui Mo. 14.03. | 19.30-22 Uhr | 1 Treffen Für alle Kurse und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das gesamte Kursprogramm ist auch auf unserer Homepage www.vhs.it ersichtlich. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17 Fr 9-13 Uhr

Peter-Mayr-Straße 9 | Tel. 0472 836424 | Fax 0472 971 140 | brixen@vhs.it 31


Veranstaltungen

Samstag, 20. Februar

Sonntag, 21. Februar

Sport

Theater

Jagd aufs rote Trikot Kombi aus vier Alpinwettbewerben Vals

Workshop 9 Uhr Der Zauber des Räucherns Nutzen und Sinnhaftigkeit Wia Nui, Stadelgasse 7a

Diverses

ab 9 Uhr

Tag der offenen Tür Hineinschnuppern in die LBS Hellenstainer (bis 16 Uhr) Emma Hellenstainer

Theater

20 Uhr

He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum

Kabarett

20:30 Uhr

So Sachen Der Wiener Künstler Gunkl versteht es teuflisch gut, für Belange und Zusammenhänge zu begeistern, die einen normalerweise an einem vorbeigehen Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

18 Uhr

He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum

Montag, 22. Februar

Kinderkino

16:30 Uhr

Wie Brüder im Wind Als Lukas einen aus dem Nest gestoßenen Jungadler findet, beschließt er, das Tier aufzuziehen; mit Tobias Moretti Forum Brixen

Film

20 Uhr

Die dunkle Seite des Mondes Moritz Bleibtreu spielt den Wirtschaftsanwalt Urs Blank, der sich nach dem Genuss halluzinogener Pilze in ein animalisches Monster verwandelt Forum Brixen Donnerstag, 25. Februar

Theater

20 Uhr

He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum

Die Csárdásfürstin La principessa della Czarda Compagnia Teatro Musica Novecento Operette in zwei Akten von Emmerich Kálmán Regie Alessandro Brachetti mit Susie Georgiadis, Antonio Colamorea, Alessandro Brachetti, Silvia Felisetti, Fulvio Massa, Francesco Mei und Marco Falsetti Choreografie Salvatore Loritto Bühnenbilder und Kostüme Artemio Cabassi ausgeführt von ArteScenica Reggio Emilia Orchester „Cantieri d’Arte” unter der Leitung von Stefano Giaroli

» Freitag, 19. Februar, 20 Uhr Forum Brixen

Eintritt 14 bis 7 Euro Platzreservierung ab 8. Februar beim Tourismusverein Brixen, Tel: 0472 836401

Kabarett

20 Uhr

Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstraße

Workshop

Freitag, 26. Februar

Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstraße

Kabarett

20 Uhr

Theater

20 Uhr

Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstraße

He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum

Kabarett

20:30 Uhr

Männerfreundschaft Alvaro Solar zeigt, was sich hinter Männerfreundschaft verbirgt Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Musik

9 Uhr

Spinn- und Strickrunde Wolle spinnen wie einst Wia Nui, Stadelgasse 7a

Kabarett

20 Uhr

Kabarett

20:30 Uhr

Männerfreundschaft Alvaro Solar zeigt, was sich hinter Männerfreundschaft verbirgt Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Sonntag, 28. Februar

21 Uhr

Acoustic Open Mic Nicht Offenes Mikrophon für Musiker, es können Covers oder eigene Songs vorgetragen werden 3fiori

Film

14 Uhr

Belle & Sebastian Sebastian trifft auf eine sehr große Hündin. Da er ahnt, dass die anderen Bewohner Belle für die Bestie halten würden, versteckt er sie Jukas

Weiterbildung

Bildung Brixen Fit fürs Sekretariat ab Mo. 29.02., von 10.00 – 17.00 Uhr Buchhaltung für NeueinsteigerInnen ab Di. 01.03., 7 Abende jew. Di. und Fr. von 19.00 – 21.00 Uhr

Fotokurs für EinsteigerInnen ab Mi. 24.02., 4 Treffen jew. Mi. und Sa. (Mi. abends, Sa. nachmittags)

Bewerbungstraining ab Sa. 12.03., 2 Treffen jew. von 9.00 – 11.30 Uhr

Visualisieren leicht gemacht am Mi. 23.03., von 9.00 – 17.00 Uhr mit Stenyk Mario, (A)

Computerkurs für AnfängerInnen ab Di. 16.02., 5 Treffen jew. Di. und Do. von 18.30 – 20.45 Uhr

Massage für zu Hause ab Fr. 05.02., 3 Abende von 19.30 – 21.30 Uhr

Deutsch für AnfängerInnen ab Di. 16.02., 20 Abende jew. Di. und Do. von 19.30 – 21.10 Uhr

Zumba und Afro Fit ab 16.02., Di. und/oder Do. um 18.00 bzw. 19.15 Uhr, 10 Treffen

Entspannt Englisch lernen 60+ ab Do. 18.02., 12 Treffen, jew. Do. von 9.00 - 10.40 Uhr

» Infos & Anmeldung:

Konversationskurs Italienisch ab Mi. 16.03., 10 Abende, jew. Mo. und Mi. von 19.30 Uhr – 21.10 Uhr

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Samstag, 27. Februar

KVW Bildung Brixen Hofgasse 2 Tel. 0472 207 978 bildung.brixen@kvw.org Weitere Kurse in unserer neuen Broschüre und unter www.kvw.org/bildung


Märkte

Ausstellungen

Bauernmarkt samstags und mittwochs 7:30-14 Uhr, Hartmannsplatz

StadtGalerie bis 27. Februar Books von Andy Warhol; aus der Kunstsammlung von Maurizio Rippa Bonati, Padua Di 10-12 und 15-17 Uhr, Mi-Sa 10-12 und 16:30-18:30 Uhr

Monatsmarkt Mi, 3. Februar, 8-14 Uhr Schwesternau Wochenmarkt montags, 8-13:30 Uhr Priel-Gelände

Kabarett

18 Uhr

Theater

18 Uhr

Papierkram Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert TPZ, Köstlanstraße

He is back Die Maturaklasse des Vinzentinums bringt das Stück „He is back – Shakespeare leicht gewürzt“ auf die Bühne Vinzentinum

Jazz

20:30 Uhr

Guitars – not only history Mitreißender Gitarrenjazz auf höchstem Niveau, voller Spontanität und Humor Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

MILL and KA(O)S Mir sein im Rennen Die Heimatbühne Brixen-Milland präsentiert zu Fasching Lachkracher und coole Songs. Regie: Christine Jaist und Helmuth Kaufmann

Festung Franzensfeste bis 27. März Modes of Democracy 30. Europarat Ausstellung über Kunst und Demokratie Di-So 10-16 Uhr

» Do, 4. Februar, 20:30 Uhr Film

16 Uhr

French Connection Die Geschichte handelt von den verdeckten Ermittlern „Popeye“ Doyle und „Cloudy“ Russo, die dem Drogendezernat des New York City Police Department angehören; ab 16 Jahren Jukas

Fr, 5. Februar, 20:30 Uhr Sa, 6. Februar, 20:30 Uhr So, 7. Februar, 18:30 Uhr Mo, 8. Februar, 20:30 Uhr Di, 9. Februar, 20:30 Uhr Jugendheim Milland

Eintritt 13 Euro, Jugendliche bis 14 Jahre 10 Euro Freie Platzwahl, Einlass 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn Kartenreservierung beim Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Restkarten an der Abendkasse eine Stunde vor Spielbeginn

Papierkram Ein Kabarett des TheaterStudios Freitag Was genau passiert, soll hier nicht verraten werden. Eines aber ist sicher: Das TheaterStudio Freitag mit seinen ständigen Kabbeleien zwischen den Spielern, den Missverständnissen und dem flotten Hin und Her, das wir von „Tante Loises Strickverein“ oder „Mama Mia’s letztes Ma(h)l“ kennen, ist zurück. Soviel sei jedoch verraten: Liebesbriefe spielen ebenso eine Rolle, wie Papierflieger oder der Dokumentendschungel, durch den wir uns Tag für Tag kämpfen müssen. Ein Highlight jagt das nächste und was nicht so gelungen ist, wird einfach auf der Bühne geschreddert.

» Do, 25. Februar, 20 Uhr

Fr, 26. Februar, 20 Uhr Sa, 27. Februar, 20 Uhr So, 28. Februar, 18 Uhr Do, 3. März, 20 Uhr Fr, 4. März, 20 Uhr Sa, 5. März, 20 Uhr So, 6. März, 18 Uhr Theaterpädagogischen Zentrum Köstlanstraße 28

Eintritt: 15 Euro (Ermäßigte 10 Euro) Freie Platzwahl; da die Sitzplätze begrenzt sind bitte wir um Kartenreservierung per SMS unter 335 535 99 55

RicciCapricci Affetti Amorosi Clotilde Diekmann, Gesang · Verena Comploj, Blockflöten · Christiane Herr, Blockflöten · Kirsten Christmann, Cembalo und Blockflöten · Sabine Kreutzberger, Gambe · Francesco Tomasi, Theorbe · Michael Beilschmidt, Perkussion und Barockgitarre Mit seinem Programm „Affetti Amorosi“ spannt das Ensemble RicciCapricci einen musikalischen Bogen zwischen Renaissance- und Barockmusik. Die renommierten MusikerInnen aus Deutschland und Italien musizieren auf originalgetreuen Nachbauten historischer Instrumente. Das Thema des glücklich-süßen Liebesschmerzes zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm und lässt das Publikum in die Welt der frühbarocken Affektkomposition eintauchen.

» Donnerstag, 11. Februar, 20 Uhr Hotel Elephant

Reservierungen: musik@kulturvereinbrixen.it

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EIN RENNTAG MIT DEM FIS-RENNDIREKTOR

Freizeit & Sport

Perfektionist mit Adleraugen

MARKUS WALDNER: „Ich stelle mich nicht gerne ins Blickfeld der Kamera, die findet mich schon trotzdem“

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Foto: Oskar Zingerle

Wer entscheidet eigentlich, ob ein Weltcup-Herrenskirennen stattfindet, ob es abgebrochen werden muss oder ob ein Sprung zu gefährlich ist? Dies ist die verantwortungsvolle Aufgabe des Brixners Markus Waldner. Der „Brixner“ durfte den FIS-Renndirektor beim Super-G in Gröden einen Tag lang über die Schulter schauen.

E

s ist noch stockfinster, als wir uns um sechs Uhr morgens nach Gröden aufmachen. Oskar Zingerle und ich sind aber schon lange wach, vielleicht vor Aufregung. Einen Tag lang dürfen wir heute nämlich den Brixner Markus Waldner begleiten, der seit zwei Jahren Renndirektor des internationalen Skiverbandes FIS ist. Was genau in dieser hohen Position der FIS seine Aufgabe ist, erfahren wir im Laufe des Tages. Fakt ist, dass alle Entscheidungen, die vor, während oder nach einem Rennen getroffen werden, einzig und allein über seinen Schreibtisch wandern.

die besten Skirennläufer der Welt einen Abhang hinunterdonnern, etwas angespannter, ja, hektischer vorgestellt. Auf meine Frage, ob er denn vor einem Rennen nicht aufgeregt sei, sagt Waldner: „Es geht ja im Prinzip nur um ein Skirennen, nichts Weltbewegendes.“

Zeit ist Geld. Im Laufe des Tages

komme ich zur Erkenntnis, dass seine Lockerheit nicht nur mit Routine zu tun hat, sondern mit sehr viel harter Arbeit: Markus Waldner überlässt rein gar nichts dem Zufall. Der lockere Charakterkopf ist ein perfekt durchplanender Perfektionist – mit Ad-

Während es auf der Piste um Hundertstel geht, zählt hinter den Kulissen des Skisports jede Minute: Jeder Sturz, jede Unterbrechung kostet in der Fernsehübertragung wertvolle Sendezeit. Obwohl die Sicherheit der Athleten die oberste Priorität für Waldner hat, muss er stets auch die Fernsehrechte, die Übertragungszeiten sowie die Werbeintervalle im Hinterkopf behalten; diese sollten so wenig wie möglich durch einen Juryentscheid ins Schwanken geraten. Aber: „Skifahren ist ein Freiluftsport, und das Wetter können wir nun mal nicht beeinflussen“, so Waldner.

„Es ist ja nur ein Skirennen – nichts Weltbewegendes ...“_ Markus Waldner, FIS-Renndirektor der Herren Endlich sind wir in dem Hotel angekommen, in dem die FIS während der Gröden-Rennen logiert. Waldner empfängt uns in der Hotel-Lobby. Bevor wir uns allerdings an den Frühstückstisch setzen, wagt er noch einen obligatorischen Blick ins Freie: „Wettercheck“, lacht der Renndirektor. „Problematisch wird’s, wenn es schneit – dann müssen wir früher auf die Piste. Aber heute können wir gemütlich einen Kaffee trinken.“ Total cool, relaxed und locker ist der Brixner drauf, von Nervosität keine Spur. Irgendwie habe ich mir die Situation an einem Renntag, wenige Stunden, bevor

leraugen. Klar wird mir das zum ersten Mal, als wir gegen 7.30 Uhr, nach Kaffee und Marmeladebrot, mit der Gondel zum Startplatz des Super-G fahren. Neben den zwei wichtigsten Accessoires, seinem Funkgerät und seiner Uhr, hat er nämlich auch noch einen Plan A, einen Plan B, einen Plan C und meist noch einen Plan D mit im Gepäck. Diese kommen dann zum Tragen, wenn die Routine kurze Aussetzer hat. „Ich muss immer vom Schlimmsten ausgehen und im Kopf schon im Vorfeld für jede Situation gerüstet sein, damit ich die notwendigen Entscheidungen schnell parat habe, denn: Zeit ist Geld.“

Heute sollte das Wetter aber keine große Rolle spielen: Als wir am noch fast menschenleeren Startplatz ankommen, blinzelt die Sonne am wolkenlosen Himmel gerade hinter dem Langkofel hervor – ein atemberaubendes Panorama. Und gleich geht’s auch schon ans Eingemachte: Die JuryBesichtigung hat begonnen, und wir rutschen, als lebendige Schatten von Waldner, hinter ihm die Piste hinunter. Trainer, Servicemänner, Athleten und Organisatoren warten auf sein Okay; erst dann ist das Programm für den heutigen Renntag bestätigt. Das Motto „Zeit ist Geld“ bleibt uns den ganzen Tag über treu –

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Foto: Oskar Zingerle

Freizeit & Sport

gen Interessenskonflikt zwischen Sponsoren, Organisatoren, Fernsehanstalten, Athleten, Trainern und FIS bei der Entscheidungsfindung auszublenden. Aber: „Es ist ja nur ein Skirennen“, würde Waldner dazu in seinem breiten Brixner Dialekt entgegnen.

Auf der Piste mit Svindal und Co. Inzwischen sind wir mit der

Markus Waldner: „Die Piste muss sauber sein; jeder noch so kleine Risikofaktor muss eliminiert werden.“

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und da ist es kein Wunder, dass sich Waldner sein wichtigstes Accessoire, die Uhr, griffbereit um den Hals gehängt hat. Die Piste ist trotz Schneemangels in perfektem Zustand: „Keine Kurven fahren, nur rutschen oder Schneepflug, und nicht direkt in die Tore hinein!“, ruft uns Markus zu, der anscheinend Gedanken lesen kann: Oskar und ich waren nämlich bei diesen perfekten Bedingungen gerade dabei, für den einen oder anderen Carving-Schwung auf der legendären Piste anzusetzen. Schade, aber immerhin sind wir ja nicht zum Spaß hier. Alle paar Meter bleibt Waldner stehen, schaut, inspiziert, kontrolliert: Jedes Tor muss perfekt stehen, jede Torfahne am richtigen Ort hängen, jedes Netz muss – auch für den schlimmsten Fall – halten. „Das Schwierigste derzeit ist die schwache Schneelage“, erklärt uns Waldner, der gleichzeitig an einer unübersichtlichen Stelle noch ein weiteres Sicherheitsnetz aufstellen lässt. „Wenn auch außerhalb der Piste viel Schnee liegt, haben wir im Falle eines Sturzes genügend Pufferzone. Wenn ein Athlet bei Tempo 100 stürzt und es wirft ihn aus der Piste hinaus, dann wird es derzeit richtig gefährlich.“ Trotz der prekären Schneelage liegt aus Waldners Sicht noch zu viel Schnee in der Piste, der vor dem Start „rausgerutscht“ werden muss. „Die Piste muss sauber sein; jeder noch so kleine Risikofaktor muss eliminiert werden.“ Das waldnerische Adlerauge fährt mit 36

noch vielen weiteren akribischen Anordnungen bis ins Ziel – erst dann wird der Zeitplan bestätigt. Jetzt, es ist inzwischen 9 Uhr, dürfen die Trainer und Athleten auf die Piste und haben exakt zwei Stunden Zeit, um den Kurs, der heute übrigens vom Ultner Franz Gamper gesetzt wurde, zu besichtigen. Dass der Trainer der Norweger dabei ein goldrichtiges Händchen erwies, zeigt sich einige Stunden später, wenn drei seiner norwegischen Sprösslinge gemeinsam auf dem Podium stehen werden.

Viele Meinungen, ein Entscheider. Markus Waldner nutzt die Zeit

nach der Jury-Besichtigung, um im Zielraum noch mit den Cheftrainern die Kurssetzung und die Piste zu besprechen. Dabei fällt auf, dass er jeden zu Wort kommen lässt und jedem gut zuhört. Trainer und Athleten verfolgen natürlich ihr jeweiliges Interesse: „Da ist Vorsicht geboten, denn jeder schaut nur auf sich und sein Team. Ich aber muss objektiv handeln, was oftmals eine schwierige Gratwanderung ist.“ Während wir langsam vom Zielraum in Richtung Gondel stapfen, wird Markus von vielen Bekannten oder weniger Bekannten aufgehalten. Jedem Einzelnen hört er zu und gibt sich freundlich. Auf die Frage, ob ihn der Small-Talk an einem Renntag nicht störe, antwortet er gewohnt ruhig und gelassen: „Das gehört dazu, und solange es mich nicht von meiner

Arbeit abhält, ist es auch okay.“

Fünf Freunde. Während Waldners

Vorgänger Günter Hujara in der Szene eher als „Alleinherrscher“ im Herren-Ski-Weltcup galt, ist Waldner kein Einzelkämpfer, sondern ein Teamplayer: Seiner fünfköpfigen Kernmannschaft, mit der er die gesamte Saison über unterwegs ist, vertraut er blind. Die internationale FIS-Abordnung ist ein perfekt eingespieltes Quintett, bei dem jeder genau weiß, was er zu tun hat. Waldner hat das Team selbst zusammengestellt und ist stolz darauf. „Jeder hat seinen eigenen Bereich: Vom Marketing, Social networks, Skikontrolle, Pisteninspektion – wir teilen uns die Zuständigkeiten auf, und das funktioniert tadellos.“ Am Ende braucht es aber dann doch eine Entscheidung: Ob ein Rennen stattfindet, abgebrochen oder verschoben wird, liegt in seiner Macht – genauso wie alle Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen werden müssen, um alle Läufer sicher ins Ziel zu bringen, wobei das Rennen nicht, wie Fernsehzuseher vielleicht vermuten könnten, nach den besten 30 aufhört. Mit Organisatoren und TVAnstalten im Nacken ist es aber alles andere als leicht, immer fokussierte Entscheidungen zu treffen. Jede Minute Verspätung, jedes abgesagte Rennen kostet Geld – enorm viel Geld. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass Waldner imstande ist, diesen riesi-

Gondel wieder in den Startbereich geschwebt; dort ist auch schon die Pistenbesichtigung der Athleten in vollem Gange. Nach einem kurzen Small-Talk mit Werner Heel geht’s für uns zum zweiten Mal auf die Saslong. Dieses Mal ist schon wesentlich mehr Bewegung auf der Piste. Während Waldner die Piste nochmals genauestens unter die Lupe nimmt, mit Rennleiter Rainer Senoner und dem FISZuständigen für Speed-Bewerbe Hannes Trinkl noch die letzten Feinheiten diskutiert, schauen sich Oskar und ich die Fahrer etwas genauer an. Wir rutschen langsam weiter, am späteren Sieger Aksel Lund Svindal und seinem Teamkollegen Kjetil Jansrud vorbei, treffen die Südtiroler Peter Fill, Werner Heel und Christof Innerhofer, bis wir wieder im Ziel sind. Die Besichtigung endet um Punkt 11 Uhr; wer auch nur eine Minute länger auf der Piste stehen bleibt, wird ohne Wenn und Aber disqualifiziert. Waldner verlässt sich wiederum ganz auf sein Team und fragt während der nächsten Gondelfahrt mehrmals nach, ob auch wirklich alle im Ziel angekommen sind. Mit uns in der Gondel sitzt Erik Guay, Abfahrtsweltmeister von 2011, der ein Schnell-Besichtiger ist – im Gegensatz zu Christof Innerhofer und dem Österreicher Hannes Reichelt. „Wenn für die Besichtigung 90 Minuten vorgesehen sind, dann benötigen sie auch 90 Minuten; wenn sie drei Stunden dauern würde, würden sie auch die vollen drei Stunden auskosten“, stellt Guay gemeinsam mit Waldner fest. Dass es jetzt ernst wird und das Rennen in Kürze startet, können wir auch am vermehrten Funkverkehr feststellen. Es gibt über 30 verschiedene Funkfrequenzen während des Rennens: Jede Nation, Pistenarbeiter, FIS und Organisatoren müssen sich über jede noch so kleine Kleinigkeit auf dem Laufenden halten. Wichtig ist das Funkgerät besonders für Waldner, der auf diese Weise jeden Abschnitt unter Kontrolle hat, sobald die Fahrer auf der Piste sind.


Foto: Oskar Zingerle

Kurz vor dem Rennen bespricht Markus Waldner im Zielraum die Kurssetzung und die Piste mit den Cheftrainern

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Immer auf dem Laufenden. Zwi-

schen den kurzen Funkpausen erklärt uns Waldner, wie er zum Job bei der FIS gekommen war. Seit nunmehr fast 30 Jahren ist er im Skizirkus tätig. Als Jugendlicher war er selbst einige Rennen gefahren, bis er dann, nach einem abgeschlossenen Studium der Sportwissenschaften, die Ausbildung zum Skilehrer und -trainer absolvierte. Nachdem er für einige Jahre als Trainer, unter anderem für Italien und Liechtenstein, tätig war, wechselte er zur FIS, für die er bis zum vorigen Jahr den Europacup, die Vorstufe des Weltcups, organisierte. „Ich bin ja schon ein alter Hase in diesem Geschäft, und es läuft im Endeffekt immer gleich ab – egal ob Europacup oder Weltcup“, so der Brixner, „einzig das Medieninteresse ist im Weltcup natürlich größer“, was dem 52-Jährigen irgendwie unangenehm ist, „aber auch das gehört dazu.“ Die Medien benötigen das Gesicht von demjenigen, der die Verantwortung trägt. Aufmerksamen Skifans ist indes aufgefallen, dass Waldner wesentlich weniger oft im TV zu sehen ist als sein Vorgänger. „Ich stelle mich nicht gerne ins Blickfeld der Kamera, die findet mich schon trotzdem“, grinst er. Effektiv wird sein Gesicht fast nur dann gezeigt, wenn es entweder zu einem schweren Sturz gekommen ist oder wenn das Rennen aus irgendeinem Grund unterbrochen wurde – dann wird „der Waldner“ eben für die Medien interessant. Wenn alles glatt läuft, hat er seinen Job mit Bravour gemeistert – wenn nicht, gelangt er umgehend ins Kreuzfeuer und muss Journalisten Rede und Antwort stehen. Wir fahren – oder besser: wir rutschen nun zum dritten Mal die Saslong hinunter, allerdings nur ein kleines Stück, denn bei den so genannten Kamelbuckeln, den zwei aufeinanderfolgenden Sprüngen, sind wir für die nächsten knappen drei Stunden beheimatet.

Neben uns sind Rennleiter Rainer Senoner und einige Trainer der verschiedenen Nationen – ein begehrtes Plätzchen, denn von hier aus hat man einen perfekten Blick auf die Ausfahrt des Steilstückes ober uns sowie auf die Kamelbuckel, eine der Schlüsselpassagen, wie wir später feststellen. Von uns aus kann’s losgehen, und das tut es nun auch. Die ersten Vorläufer sind auf der Piste und geben, wie soll es auch anders sein, per Funk durch, ob auch alles passt. Hie und da muss noch ein bisschen Schnee aus dem Kurs gerutscht werden, aber ansonsten läuft’s. Waldner gibt das Okay zum Start, und kurz darauf rauscht auch schon der erste Athlet bei uns vorbei. Markus Waldner ist konzentriert, seine Redseligkeit ist nun doch einer gewissen Anspannung gewichen, und auch meinen angebotenen Keks winkt er höflich, aber resolut ab. „Sei mir nicht bös, ich muss mich jetzt konzentrieren. Wenn einer stürzt, muss das Rennen in Sekundenschnelle unterbrochen werden, bevor der nächste Athlet auf die Piste kommt.“ Nun ja, eigentlich logisch. Besonders konzentriert muss Waldner übrigens nach den ersten dreißig Fahrern sein: Nach dem Ende der Fernsehübertragung fängt der schwierige Teil für ihn erst an. Die Startintervalle werden kürzer, das heißt, es sind zwei, in Wengen beispielsweise auch drei Fahrer gleichzeitig auf der Piste. Sollte es nun zu einem Sturz kommen, muss der Zweite sofort mit der gelben Flagge gestoppt werden; da ist extreme Konzentration und schnelle Reaktion gefragt. „Ich weiß immer genau, wo sich der Fahrer gerade befindet, damit ich sofort den richtigen Fahnenwart aktivieren kann“, weiß der Chef, der sich vom Spaßmacher und Geschichtenerzähler innerhalb von Sekunden zu einem ernsthaften und konzentrierten Profi verwandelt.

Ausgerechnet jetzt streift einer der Fahrer eine Torstange – so sehr, dass die Fahne der Stange beschädigt wird. Während der Fahrer die nächsten Tore quert, kann ich Markus schon hören, wie er den Streckenposten anweist, die Fahne wieder aufzurichten. „Schnell, schnell, das muss schneller gehen, der Nächste startet schon gleich!“, und schon ist der Streckenposten auch wieder draußen aus der Piste. Waldner hat alles im Blick und reagiert sofort, wenn es brenzlig wird – wie zum Beispiel einige Minuten später, als einer der Fahrer zu Sturz kommt. „Start-Stopp!“, ruft er per Funk ans Starthaus und wartet konzentriert auf Rückbestätigung von Seiten des Zuständigen. Bekommt man dabei eigentlich mit, wer gerade in Führung liegt? „Irgendwie schon, am Rande, aber eigentlich ist mir das in diesem Moment ziemlich egal. Nur wenn es Einwände von den Trainern gibt, ist es gut, wenn ich den Stand der Dinge kenne. Dann kann ich besser abschätzen, warum sie an mich herantreten.“

Ballast-Abfall. Mittlerweile stehen

nur noch eine Handvoll Läufer am Start. Das Resultat ist, ganz zur Freude des Kurssetzers Franz Gamper, mit drei Norwegern am Podium so gut wie fix. Aber das Rennen ist erst fertig, sobald der letzte die Ziellinie passiert. Die Konzentration Waldners reißt bis zum Schluss nicht ab, was seine Professionalität nochmals unterstreicht. Und doch merkt man nun erstmals wieder eine gewisse Leichtigkeit, die sich endgültig einstellt, sobald der Letzte im Ziel abschwingt. Es ist fast so, als ob ein Ballast-Rucksack an unserem Standort zurückbleiben würde, sobald wir uns in Richtung Ziel aufmachen. Markus Waldner ist nun wieder ganz der Alte: locker, cool und unbeschwert. Zu Recht: Alle sind heil im Ziel, perfektes Wetter, perfekte Bedingungen, keine besonderen Vorkommnisse

und tolle Bilder, die die Zuseher vor ihren Bildschirmen in aller Welt aus Südtirol zu Gesicht bekamen. „Genau das ist wichtig: Der Skisport muss attraktiv bleiben, um Zuschauer vor den Bildschirm zu locken und ihnen auch etwas zu bieten. Nur so kann er auch langfristig überleben“, sagt Waldner. Im Ziel geht es schnurstracks in Richtung Taxi: Waldner hat nun genug für heute und fährt zurück ins Hotel – möglichst unentdeckt von etwaigen Journalisten. Seine Arbeit für den Moment ist getan. Bevor es in Kürze weitergeht zur Cheftrainer-Sitzung und Startnummernauslosung für die morgige Abfahrt, hat er aber höchstens noch Zeit für einen schnellen Kaffee. Ein hektisches Leben, das der Brixner Markus Waldner führt: An die 300 Tage im Jahr ist er unterwegs, von einem Skigebiet zum anderen. Im Auto verbringt er viel Zeit, der Kilometerstand seines Wagens steigt jedes Jahr um rund 50.000 Kilometer. Auch wenn keine Skirennen stattfinden, müssen die Rennen für die kommende Saison geplant, vorbereitet und die Rennstrecken besichtigt werden. Für Oskar und mich geht ein aufregender Tag zu Ende, den wir nicht so schnell vergessen werden – für Markus Waldner ist es einer von vielen. Auf die Dauer ist es auch für den Routinier ein hektischer und anstrengender Job, bei dem er sich manchmal nach ein bisschen mehr Ruhe sehnt. Ist das nun ein Traumjob? „Nun, eigentlich wollte ich ja Tischler werden“, ruft er, bevor er die Taxi-Tür hinter sich schließt. „Ja, Tischler, das wäre ich immer gerne geworden. Ich hätte dafür auch ein geschicktes Händchen. Wetten, dass?“

evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info 37


RODELN

Freizeit & Sport

Rodelspaß für die Kleinen z Die Wiese hinter dem Eisplatz in den Vahrner Kneippanlagen kann ab sofort wieder zum Rodeln genutzt werden. Die kleine Piste wird von Bauhof und Feuerwehr der Gemeinde Vahrn, sofern es die Temperaturen zulassen, mit der eigens dafür angekauften Schneekanone eingeschneit. Das Wasser kommt via Pumpe aus dem nahegelegenen Schalderer Bach. „Die Wiese ist nicht steil und relativ kurz, somit perfekt geeignet für kleinere Kinder. Der Zuspruch ist besonders in schneearmen Wintern

sehr groß“, weiß Gemeindereferent Dietmar Pattis. Da die Wiese nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist, bleibt der Schnee lange liegen und die Rodelpiste in perfektem Zustand. Tagtäglich und zu jeder Uhrzeit darf auf der Piste kostenlos gerodelt werden; ganz zur Freude von vielen Vahrner und Brixner Kindern, die keine langen Autostrecken zurücklegen müssen, um den Rodelspaß zu genießen. Auch der angrenzende Eislaufplatz darf kostenfrei von Eishockey- und Eislauffreunden genutzt werden. eh

Mannschaft besteht aus 14 Spielern“, betont der Brixner Trainer. Wenn der Serbe selbst auf die vielen Tore angesprochen wird, sagt er lakonisch: „Ich habe ein gutes Gefühl für Tore, das war

schon immer so.“ Der italienische Handballverband FIGH hat Lazarevic übrigens vor kurzem mit Abstand zum besten ausländischen Handballspieler Italiens gekürt. eh

2015 fand erstmals das spektakuläre „Brixcity“-Go-Kart-Rennen auf dem Domplatz statt. Nun steht auch der Termin inklusive imposanter Änderung für 2016 fest: Am 4. und 5. August cruisen die kleinen Karts, dieses Mal unter Flutlicht, wiederum durch die Altstadt.

Bei den Italienmeisterschaften im Schwierigkeitsklettern (Leadklettern) in Trient holte sich die Brixner Allround-Kletterin Andrea Ebner den zweiten Platz in der Kombinationswertung. In der Einzelwertung wurde Ebner Siebte.

F&S Freizeit & Sport

Foto: Reinhold Eheim

HANDBALL

Tor! Tor! Tor! z 99 Tore hat Uros Lazarevic in elf Partien für den SSV Brixen Handball erzielt. Damit hat er die Brixner Handballfans begeistert, und sie fragen sich: „Wie macht er das?“ Der „Brixner“ stellte diese Frage Silvan Bernardi, der als ehemaliger Spieler und Vorstandsmitglied des SSV Brixen ein Kenner der Handballszene ist: „Uros ist sehr groß (2,01cm), das ist ein Riesenvorteil. Zudem hat er einen schnellen Wurf-Arm und einen starken Unterarmmuskel, wodurch er die gegnerischen Torhüter häufig versetzt.“ Trainer Michl Niederwieser, überaus

kurz

notiert

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zufrieden, mit dem 33-jährigen Linkshänder einen ausgezeichneten Torschützen in seinem Team zu haben, erläutert, dass dieser in den letzten Begegnungen auch die Siebenmeter geworfen habe und dass das Spiel auf ihn zugeschnitten sei. Dies gelte vor allem, wenn er – speziell in heiklen Spielphasen – den Tormann aus dem Spiel nehme und einen siebten Mann aufs Feld schicke. Wenn dann die gegnerische Mannschaft Lazarevic nicht mehr so aggressiv abschirmen könne, nütze dieser dies gnadenlos aus. „Handball ist ein Mannschaftssport, und die

Das neue Finisher-T-Shirt für den „Brixen Dolomiten Marathon“ am 2. Juli 2016 wurde vor kurzem vorgestellt. Das grafische Layout bleibt gleich wie im Vorjahr, geändert hat sich die Farbe. Ganz nach dem Motto „Running to the limits – dem Himmel so nah“ wurde für die heurige Ausgabe die Farbe Blau gewählt.


NACHGEFRAGT

„Wenn’s geht, dann nur gemeinsam“ HANSJÖRG AUER, ehemaliger Vize-Präsident und neu ernanntes Ehrenmitglied des SSV Brixen, über seine Gründe fürs Ausscheiden aus dem Vorstand und seine Zukunftswünsche für den größten Brixner Verein.

Was waren die Höhepunkte in Ihrer Zeit als Vize? Das Schönste für mich war es, für die Brixner Jugend den Verein aufzubauen und weiterzubringen. Highlights waren die Großveranstaltungen, die

Leichtathletik-Weltmeisterschaft oder die Europameisterschaft im Handball. Gefreut hat mich auch, dass dem SSV der Sportplatz in der Sportzone und den Turnern ihre eigene Turnhalle zugestanden wurde. Wie viele Stunden pro Woche ist ein Vize-Präsident für den Verein tätig? Alle 14 Tage findet eine Vorstandssitzung und einmal im Monat eine Sitzung mit den Sektionsleitern statt. Natürlich wird man auch sonst oft gefragt, wenn es ein Problem gibt oder einen Wunsch. Man könnte sagen, dass in den letzten Jahrzehnten keine Woche vergan-

gen ist, in der ich nicht irgendetwas für den SSV gemacht habe.

Foto: Oskar Zingerle

Herr Auer, 25 Jahre lang waren Sie Vize-Präsident des SSV Brixen. Was hat Sie dazu bewogen, diese Aufgabe abzugeben? Nun, der SSV ist ja ein Sportverein und kein Seniorenklub. Es braucht junge Leute mit neuen Ideen. Ich bin seit 55 Jahren im Verein tätig, seit 25 Jahren Vize-Präsident; jetzt sollen die Jungen das Zepter übernehmen.

Wie wichtig ist das Ehrenamt und was wünschen Sie sich für den SSV? Es scheitert nicht an den Leuten, sondern an der Verantwortung, die niemand gerne übernimmt. Wir haben gemeinsam immer jedes einzelne Problem gelöst, nur so hat es geklappt. Dem SSV wünsche ich Erfolg und Glück. Mit dieser Mannschaft kann es nur gut weitergehen, und der SSV wird weiterhin einer der bestgeführten Sportvereine Südtirols bleiben. evi.hilpold@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info

EISHOCKEY

z Gerade einmal die erste Saison bestreitet die Brixner Eishockey-Senior-Mannschaft – und schon überzeugen die „Falcons Woodone“ mit eindrucksvollen Spielen und zahlreichen Siegen. Die Brixner spielen in der Tiroler Eliteliga und übertrafen in der bisherigen Saison sämtliche Erwartungen. Die sportliche Leistung und die spektakulären Aktionen locken bei jedem Heimspiel an die dreihundert Zuschauer in die Brixner Eishalle. Derzeit kämpfen die Brixner rund um Gunnar Braito, Oliver Schenk, Werner Fissneider, Arno Oberrauch, Luca Scardoni und Co. darum, die Play-Offs zu erreichen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht, immerhin beendeten die Brixner die Hinrunde als Tabellenführer und verließen bei allen bisherigen Heimspielen als Sieger den Platz. Das hohe Niveau der Liga und die damit verbundenen Budget- und Organisationsanforderungen stellen die Falcons derzeit allerdings noch vor Herausforderun-

Foto: Hannes Fistill

Brixen im Hockey-Fieber

gen: Nur durch die persönlichen Investitionen der Spieler konnte die erste Saison überhaupt auf die Beine gestellt werden. „Das Projekt ‚erste Mannschaft’ soll der Hockey-Jugend Perspektive bieten, deshalb haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, um dabei zu sein“, sagt Oliver Schenk, Vorstandsmitglied der Falcons.

Nun will der junge Vorstand des Vereins die entstandene Euphorie nutzen, um Unterstützer finanzieller und personeller Natur für die erste Mannschaft zu gewinnen, damit das Hockeyfieber in Brixen weiter anhält und wächst. Infos und Termine über die kommenden Spiele findet man auf www. hc-falcons.it. eh 39


Wirtschaft & Umwelt

SEILBAHN MÜHLBACH-MERANSEN

Die neue Idee

Nachdem vor etwa einem Jahr der Vorschlag der Gitschberg Jochtal AG zur Erneuerung der Seilbahnverbindung Mühlbach-Meransen vor allem in Bezug auf den Trassenverlauf für angeheizte Diskussionen gesorgt hatte und schließlich in einer Bürgerbefragung denkbar knapp abgelehnt worden war, hat die Liftgesellschaft nun ein neues Projekt vorgelegt. Wie es scheint, könnte diese Lösung nun einen Konsens finden.

D

ie seinerzeit ins Auge gefasste Trasse einer neuen Seilbahn war vor gut einem Jahr der Stein des Anstoßes, denn: Im Gegensatz zum Ort Mühlbach, wo der Standort der heutigen Talstation beibehalten werden soll, möchte die Gitschberg Jochtal AG als Eigentümerin und womöglich auch spätere Betreiberin der Bahn die Bergstation in Meransen zur Umlaufbahn des Skigebietes verlegen, um sowohl im Winter als

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auch im Sommer zusätzliche Gäste auf den Berg zu bringen. Diese Trassenänderung hätte zur Folge gehabt, dass in Mühlbach Gebäude überflogen werden müssen, und zudem wehrte sich ein Teil der Meransner gegen den neuen Standort der Bergstation, weil er für einen größeren Teil der Bevölkerung weiter entfernt gewesen wäre als der alte. Hauptsächlich Schüler und Pendler fühlten sich benachteiligt. Die Sache endete

in einer Bürgerbefragung, bei der sich eine hauchdünne Mehrheit für die Beibehaltung der heutigen Trasse aussprach.

Unterirdische Mittelstation. Das

Promotorenkomitee, von dem der Widerstand und der Antrag zur Volksbefragung ausging, sollte im Anschluss Alternativlösungen aufzeigen. Doch die vom Komitee anvisierte Strategie stellte sich bald als nicht machbar heraus,

weshalb die Gruppierung vor einigen Monaten aufgelöst wurde. In der Zwischenzeit tüftelte aber auch die Liftgesellschaft an einem überarbeiteten Lösungsvorschlag, der vor einigen Wochen dem Gemeinderat vorgestellt wurde. „Der jetzige Vorschlag entspricht zu hundert Prozent den Anforderungen der Meransner: Er ändert die Trasse im unteren Bereich nicht, und trotzdem haben wir eine Verbindung zum Skigebiet“,


erklärt Karl Leitner, der Präsident der Gitschberg Jochtal AG. Mit dem Wiener Architekturbüro Driendl hat man mehrere Lokalaugenscheine in Meransen gemacht, aus denen die Idee einer unterirdischen Mittelstation hervorging. Etwas unterhalb des Dorfes ist ein kleiner Linksknick vorgesehen; die Bahn würde also nicht mehr die heutige Bergstation anfahren. Stattdessen verschwindet sie im Hang unterhalb der Pfarrkirche in den Untergrund, um etwa auf der Höhe des Ho-

einem Lieferanteneingang ganz zu schweigen“, erklärt Präsident Karl Leitner: „Uns ging es nicht nur um eine Seilbahnlösung, sondern um eine globale Lösung für das gesamte Areal.“ Im Grunde hat sich hier rein planerisch im Vergleich zum „alten“ Projekt nichts verändert. Bei der Talstation handelt es sich um einen ziemlich futuristischen Baukörper mit viel Glas, Rolltreppen und einer Brücke. Aus Sicht der Gemeinde solle überprüft werden, ob der großzügige Bau nicht etwas bescheidener ausfallen könnte, aber im Grunde soll die Architektur derzeit nicht Gegenstand der Diskussion sein, weil sich hier wohl doch noch einiges ändern wird. Die Probleme sind hier ganz andere: Im Gegensatz zur Architektur hat sich im Vergleich zum vorhergehenden Vorschlag eines sehr wohl verändert – die Besitzverhältnisse. Der Seilbahnplatz gehört nämlich seit einem Jahr nicht mehr der Gitschberg AG, sondern dem angrenzenden Hotel Leitner. Dessen Besitzer seien zwar angeblich mit

Gemeinderat zu handeln wissen“, kündigt Bürgermeister Prugger an. Das heißt konkret: Der Platz wird eventuell enteignet – zum offiziellen Schätzpreis von rund 340.000 Euro. Das Hotel Leitner hat das Areal um mehr als 500.000 Euro gekauft.

Neue Tiefgarage. Das neue Pro-

jekt für die Seilbahnverbindung sieht an der Talstation 102 Parkplätze vor; „für uns reicht diese Anzahl aus“, sagt Karl Leitner. In dem Raumordnungsvertrag, der für das Areal gilt, sind allerdings allein 100 Stellplätze für die Gemeinde vorgesehen. Hier gibt es also noch einiges zu klären. Dass die Gitschberg Jochtal AG ihre Parkplätze direkt an der Talstation verwirklichen will, ist dem Bürgermeister ohnehin nicht recht: Leute, die mit der Seilbahn zum Skifahren oder Wandern nach Meransen fahren und hier parken, halten einen Stellplatz den ganzen Tag über besetzt, ohne dass Handelsoder Gastbetriebe des Ortes einen Nutzen davon hätten. In dieser Zeit könnten auf demselben Platz

„Uns ging es nicht nur um eine Seilbahnlösung, sondern um eine globale Lösung für das gesamte Areal am Seilbahnplatz in Mühlbach“_ Karl Leitner, Präsident der Gitschberg Jochtal AG tels Alpenfrieden – also quasi im Ortskern – einen unterirdischen 45-Grad-Schwenk zur Talstation der Umlaufbahn des Skigebietes zu machen. Die letzten paar hundert Meter verläuft die Bahn dann wieder oberirdisch durch einige Wiesen. „Wir vermeiden dadurch Lärm und große Bausubstanz“, erklärt Karl Leitner.

Neue Vorzeichen in Mühlbach. Auch die Gemeindeverwaltung ist von diesem Vorschlag angetan. „Durch die unterirdische Mittelstation erübrigt sich eine sonst notwendige 30 Meter hohe Stütze, die dem Ortsbild nicht zuträglich gewesen wäre“, stimmt Bürgermeister Christoph Prugger zu. Auch für Mühlbach haben sich die Architekten und Planer um eine umfassende Lösung bemüht. „Wir haben uns im Detail die heutige Situation am Seilbahnplatz angeschaut: Welche Bedürfnisse hat das Dorf, wo gibt es Verbesserungspotenzial? Zum Beispiel hat der Supermarkt im Grunde keinen ordentlichen Eingang, von

dem Projekt der Liftgesellschaft grundsätzlich einverstanden, aber was die Grundverfügbarkeit angeht, wird es vermutlich nicht leichter für den zukünftigen Bauherren der neuen Seilbahn. Dies gilt umso mehr, als dass für das Areal des Seilbahnplatzes ein Raumordnungsvertrag abgeschlossen worden ist, den zu erfüllen die Besitzer des Hotels nicht bereit sind. „Sollte für die Sache keine angemessene Lösung gefunden werden, wird die Gemeindeverwaltung und der

fünf und mehr Kunden parken, die in Mühlbach einkaufen oder flanieren wollen. „Der Seilbahnplatz wird eine gewisse Kapazität an Autostellplätzen haben, aber der Großteil davon muss auf jeden Fall dem Mühlbacher Einzelhandel zur Verfügung stehen“, stellt Prugger klar, „weitere Parkplätze für die Seilbahnbenutzer könnten längerfristig am Bahnhofareal errichtet werden.“ Was den Raumordnungsvertrag betrifft, gibt es schon rein rechtlich keine andere Lösungsmöglichkeit,

als eine, bei der die Gemeinde keinen wertmäßigen Nachteil erleidet. „Die rechtliche Angemessenheit muss gewährleistet sein“, formuliert es Prugger.

Brücke vs. Unterführung. Die

Gemeinde könnte zusätzlich zum geplanten Parkhaus noch zwei Etagen in die Tiefe fahren und weitere 200 Parkplätze dazugewinnen, überlegt Karl Leitner, aber man müsse bedenken, dass ja ein direkter Zugang zum EisenbahnBahnhof geplant ist. Damit spricht er einen weiteren Punkt an, über den noch Klärungsbedarf herrscht, nämlich eine Fußgängerbrücke, die sich von einem 22 Meter hohen Lift- und Treppenturm mit Aussichtsplattform am Bahnhof über das Möbelhaus Rogen und über das denkmalgeschützte Wolkensteiner Haus zur Talstation spannen würde. Bei einigen stößt dieses gewagte Bauwerk auf wenig Gegenliebe, andere sehen darin eine Attraktion für den Ort. Zur letzteren Gruppe gehört auch Ortsentwickler Stefan Lettner, der Mühlbach in den letzten Jahren bei der Findung und Umsetzung von zukunftsweisenden Maßnahmen begleitet hat. Zur ersten Gruppe gehört dagegen keine geringere Institution als das Denkmalamt in Person von Waltraud Kofler Engl, die bereits angekündigt hat, eine entsprechende Vorlage auf jeden Fall negativ zu bewerten. Gleichzeitig hat die Gemeinde in den letzten Jahren und Monaten auch die Planung einer Fußgänger-Unterführung betrieben, die sozusagen in Konkurrenz zur Brückenlösung stünde. „Das Projekt zur Unterführung ist schon sehr weit fortgeschritten und könnte ab Herbst dieses Jahres umgesetzt werden“, erklärt Prugger, und auch die Gemeinderäte sowie der SVP-Ortsausschuss hätten sich für diese Lösung ausgesprochen. Doch Präsident Leitner ist von den Vorzügen der Brücke überzeugt: Gegen die Unterführung spricht aus seiner Sicht vor allem die un-

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günstige Lage des Ausstiegs nördlich des Wolkensteiner Hauses. Von hier sind es weitere 50 Meter und drei Etagen zu Fuß bis zur Talstation. Dass Unterführungen überdies nur sehr ungern genutzt werden, spricht laut Leitner ebenso gegen diese Lösung. Sollte die Brücke letztlich doch irgendwie realisiert werden können und sich eine Mehrheit der Bevölkerung dafür aussprechen, würde sich Prugger jedenfalls „nicht grundsätzlich dagegen versperren, aber aus heutiger Sicht teile ich die Ansicht des Denkmalamtes, und ich lasse mir die Unterführung auch nicht schlechtreden. Die Entscheidung werden schlussendlich die Mühlbacher Räte treffen.“

Das liebe Geld. Die Gitschberg

Jochtal AG beziffert die veranschlagten Baukosten für das geplante Werk mit 17 Millionen Euro. Da die Verbindung Mühlbach-Meransen als Strecke des öffentlichen Nahverkehrs, als Verbindung von zwei Dörfern gilt, könnte man eine Landesförderung von bis zu

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Foto: Oskar Zingerle

Foto: Oskar Zingerle

Wirtschaft & Umwelt

Christoph Prugger: „Der Großteil der Parkplätze am Seilbahnplatz muss der Mühlbacher Wirtschaft zur Verfügung stehen“

Karl Leitner: „Der jetzige Vorschlag entspricht zu hundert Prozent den Anforderungen der Meransner“

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90 Prozent erwarten. Unter dieser Bedingung könne die Liftgesellschaft die Investition stemmen, sagt Leitner. Was die zu erwartenden Betriebskosten und ihre Finanzierung angeht, so gibt es dazu noch keine Kalkulation, und dem entsprechend herrscht noch eine gewisse Unsicherheit darüber, ob die Bahn sich in Zukunft wirtschaftlich selbst tragen würde oder ob es jährliche öffentliche Beiträge brauche. Bürgermeister Christoph Prugger schließt für die verbleibende Dauer seiner Amtszeit jedenfalls aus, dass sich die Gemeinde an der Gesellschaft beteiligen könne. Sehr wohl hingegen käme für Prugger eine Unterstützung in einer anderen Form in Frage. Konkret hat die Gemeinde bereits Beiträge von insgesamt 2 Millionen Euro beschlossen, deren Auszahlung allerdings inzwischen aufgrund der De-Minimis-Regelung ausgesetzt wurde. Findet man eine rechtlich einwandfreie Form, kann die Gemeinde die ausstehende Summe ausbezahlen.

Umlaufbahn ist flexibel. Von

der Technologie sieht das neue Seilbahnkonzept eine Umlaufbahn mit Kabinen zu jeweils zehn Personen vor. „Der große Vorteil ist, dass wir hier extrem flexibel sind: Je mehr Fahrgäste, desto mehr Kabinen hängen wir ein“, erklärt Karl Leitner. Auf diese Weise wären maximal 1.200 Fahrgäste pro Stunde möglich, wohingegen eine Pendelbahn maximal 600 bis 700 Personen transportieren könnte – und das bei einer gleichzeitig notwendigen größeren Spurbreite und entsprechend größeren Kabinen. Die Talstation müsste überdies viel höher sein. Die höhere Lärmentwicklung einer Umlaufbahn vor allem bei der Einfahrt zur Talstation will man durch eine Einhausung der Führungsrollen vermeiden.

oskar.zingerle@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info


eichler Die Schm

Das Team der Zahnarztpraxis Michael & Christian Plaikner: Yvonne Gerstmeyer, Manuela Holzknecht, Maria, Christian und Michael Plaikner, Daniela Taschler, Maria Theresia Psaier, Angelika Lechner und Alexia De Zordo

EVENT

Jubiläum mit Herzlichkeit Die Feier zum 30-Jahr-Jubiläum der Zahnarztpraxis Plaikner in der Bahnhofstraße in Brixen war geprägt von einer Stimmung der Dankbarkeit und der Freude über den anhaltenden Erfolg und darüber, dass die Weiterführung der Praxis durch die nächste Generation gesichert ist.

Auf den Tag genau 30 Jahre nach Praxiseröffnung hatte Zahnarzt Michael Plaikner Mitarbeiter und Freunde zu einer sympathischen Jubiläumsfeier in der vor einigen Monaten vom Architektenteam Jürgen Prosch und Felix Kasseroler neu gestalteten Praxis an der Bahnhofstraße in Brixen geladen. Michael Plaikner war sichtlich erfreut und dankte in einer sehr herzlichen Rede jenen Menschen, die aus seiner Sicht entscheidend für den anhaltenden Erfolg der Praxis waren: Seine Frau Maridl kümmerte sich von Anfang an um die bürokratischen Angelegenheiten, die Planung und Koordination der Vormerkungen, die Einkäufe bei den Dentaldepots, die Buchhaltung. Zudem hatte sie sich auch zur Zahnarztassistentin ausgebildet, „damit sie jederzeit einspringen kann, wenn Not am Mann ist“. Michael Plaikner erinnerte daran, wer am 16. Jänner 1986 bei der Eröffnung der Praxis anwesend war: „Maria Theresia Psaier war von Anfang an dabei – zuerst als Assistenz am Stuhl, heute als Sekretärin.“ Maria, sagte Michael Plaikner, sei „die Seele in unserer Praxis, sie ist die erste, die am Morgen kommt, und am Abend meist die letzte, die die Praxis wieder verlässt – und ganz nebenbei hat sie auch noch vier Kinder großgezogen“.

Der erste Patient im fernen Jahr 1986 hieß übrigens Josef Taschler – der bei der Jubiläumsfeier ebenso anwesend war und dem Michael Plaikner stellvertretend für alle Patienten herzlich dankte. Mit verschmitztem Lächeln schenkte Plaikner ihm eine große Packung Schokolade – „damit uns die Arbeit nicht ausgeht“. Michael und Maridl Plaikner haben drei Kinder, von denen Michaela an der Universitätsklinik in Innsbruck als Fachärztin für Radiologie arbeitet. Christian und Barbara Plaikner hingegen steigen in die Fußstapfen des Vaters: Beide sind als Zahnärzte tätig. Christian arbeitet inzwischen als Partner seines Vaters in der Praxis in der Bahnhofstraße, Barbara hingegen hat eine eigene Praxis in der Dantestraße, gegenüber dem Krankenhaus. Michael wünschte seinen drei Kindern dieselbe Freude und Begeisterung im Beruf, die auch er immer hatte und heute noch hat. Und so sieht er die langfristige Zukunft der Zahnarztpraxis Plaikner gesichert: „Ein großer Vorteil dieser Kontinuität kommt unseren Patienten zugute, da sie einen durchgehenden Dienst erhalten und sich nicht alleingelassen fühlen müssen“, erklärte Christian Plaikner.

Das Team der Zahnarztpraxis Barbara Plaikner: Barbara Rieder, Christina Fischnaller und Maria Obrist, vorne: Barbara Plaikner

Dekan Albert Pixner

Andreas Peer und Michaela Plaikner

Zahnarztpraxis Dr. Michael & Dr. Christian Plaikner Bahnhofstraße 21 39042 Brixen Tel.: +39 0472 830999 E-Mail: info@drplaikner.it Web: www.drplaikner.it

Zahnarztpraxis DDr. Barbara Plaikner Dantestraße 122 39042 Brixen Tel. 0472 830886 E-Mail: info@plaikner.info Web: www.plaikner.info

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8-12 und 14-18 Uhr Mi. 8-18 Uhr

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 7.30-12 und 14-18 Uhr 43

Fotos: Oskar Zingerle

Maria Psaier und Josef Taschler


Wirtschaft & Umwelt

BETRIEBSPORTRAIT

Lernen lernen Über- oder Unterforderung, fehlende Motivation, falsche Lernmethoden und Schwierigkeiten, den Lernstoff zu bewältigen – das sind heutzutage häufig genannte Probleme im Schul- und Uni-Alltag. Abhilfe hierfür schafft nun das neu eröffnete Lern- und Förderungsinstitut Galileo in Brixen.

Das neue Lern- und Förderungsinstitut Galileo in Brixen ist bunt und angenehm eingerichtet, damit das Lernen auch richtig Spaß macht und die Motivation angeregt wird

D

ie beiden Lehrkräfte Michael Winkler und Manuel Auer haben eine zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingerichtet, um diese auf dem privaten, schulischen oder beruflichen Bildungsweg zu begleiten. In der Schule werden den Schülern heute oft keine Lernmethoden beigebracht, sondern die Kinder werden vielfach mit Lernstoff überhäuft, den sie nicht zu bewältigen im Stande sind – demzufolge schwindet schnell die Motivation. Zurückzuführen ist dieser Umstand häufig auf die große Schüleranzahl in den Klassen, die eine individuelle Betreuung sehr schwierig macht. Abhilfe schaffen wollen die beiden Spezialisten nun mit dem neuen Lern- und Förderungsinstitut, in dem höchster Wert auf didaktische Professionalität und Kompetenz gelegt wird. Erreicht werden diese durch ein ausgewähltes Team mit höchstem Ausbildungsstandard sowie durch ein förderliches Lernklima in den neu-

44

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en Räumlichkeiten. Die kleinen Gruppen bestehen bewusst nur aus maximal vier Lernenden, um auf diese Weise gezielt auf jeden Einzelnen eingehen zu können.

Lebenslauf

Breites Sortiment. Individuell

kann bei Galileo zwischen den verschiedenen Angeboten gewählt werden. Zum einen bietet Galileo das Lerncoaching an: Dabei wird der Lernende von einem Lerncoach begleitet, der langfristig zu mehr Lernerfolg verhilft und dabei die Lernfreude wieder aktiviert. Gemeinsam wird die aktuelle Situation bestimmt, um herauszufinden, wo Veränderungen notwendig und möglich sind. Ziel des Lerncoaches ist es, den Lernenden auf den Lernweg zu bringen, mit dem er selbstständig im Stande ist, Lernstoff nachhaltig zu bewältigen. Dabei wird darauf geachtet, innere Blockaden abzubauen und eigene Ressourcen zu stärken. Auch die Begabungsförderung hat sich Galileo auf die Kappe geschrieben, denn nicht jeder,

MAGISTER MICHAEL WINKLER • Studium der Philosophie • Lehrkraft für Naturkunde sowie Philosophie/Geschichte an der Mittel- und Oberschule, 10 Jahre • Master in Didaktik und Psychopädagogik für spezifische schulische Lernstörungen • Postuniversitäre Spezialisierung zum Lerncoach

MAGISTER MANUEL AUER • Studium der Translationswissenschaften Englisch-Französisch • Lehrkraft für Englisch an der Mittel- und Oberschule, 8 Jahre • Kommissar für Zweisprachigkeit in Bozen • Postuniversitäre Spezialisierung CAS IBBF für integrative Begabungs- und Begabtenförderung in Luzern (CH)


Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene sind im Galileo gut aufgehoben; neben dem Betreuten Lernen werden auch Lernmethoden vermittelt und Sprachkurse angeboten

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der ein großes Talent besitzt, ist auch in der Lage, dieses in hohe Leistung umzuwandeln. Um hierfür die geeigneten Methoden

richtet werden die Kleingruppen von qualifizierten Sprachdozenten, die ausschließlich in ihrer Muttersprache lehren.

„Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“_ Galileo Galilei anzuwenden, werden die Kinder analysiert und es werden passende Maßnahmen gefunden, um die individuellen Stärken sichtbar zu machen, damit das große Potenzial bestmöglich ausgeschöpft werden kann – ganz nach dem Motto von Joëlle Huser: „Wer Stärken stärkt, schwächt Schwächen.“

Auch der herkömmliche Nachhilfeunterricht darf in einem modernen Lern- und Förderungsinstitut wie Galileo natürlich nicht fehlen. Dieser wird genau auf die Lernziele des Lernenden abgestimmt. Nach einem ausführlichen Erstgespräch mit dem erfahrenen

Dozenten werden diese eruiert und ein maßgeschneidertes Förderpaket erarbeitet. Regelmäßig wird auch der Leistungsstand analysiert; gemeinsam werden dann neue Ziele festgelegt.

Betreuung bei den Hausaufgaben. Ein nicht nur für arbeitstä-

tige Eltern besonders wertvolles Angebot ist das betreute Lernen. Dabei werden die Lernenden der Mittel- und Oberstufe von fachkundigen Maturanten bei ihren Hausaufgaben begleitet. Dazu stehen bei Galileo, das von Montag bis Freitag hierfür von 14 bis 18 Uhr geöffnet ist, auch PC-Terminals sowie allfälliges Verbrauchsmaterial zur Verfügung. Die Schüler können hier für eine Monatspauschale das Angebot so oft wie nötig nutzen.

Sprachen lernen. Neben der

Beratung bietet Galileo auch Sprachkurse an. Diese können in Kleingruppen zu maximal vier Teilnehmern gebucht werden. Somit wird die Selbstmotivation gesteigert und gleichzeitig eine bestmögliche Betreuung des Einzelnen garantiert. Die Kurse in den Sprachen Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Mandarin können zeitlich ganz nach Wunsch vereinbart werden oder über einen Buchungskalender auf der Homepage gebucht werden. Sprachkurse werden auch für Unternehmen, auf Wunsch auch am Firmensitz, angeboten, um die Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter zu verbessern. Unter-

Das Lern- und Förderinstitut Galileo in Brixen sucht für gelegentliche Mitarbeit motivierte Studierende und Lehrpersonen – im Dienst stehend oder pensioniert – für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in allen gängigen Schulfächern wie Mathematik Naturwissenschaften Sprachen einschließlich Griechisch, Latein Rechts- und Wirtschaftskunde sowie MuttersprachlerInnen für den Bereich Erwachsenenbildung in den Sprachen Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Mandarin. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf an info@galileo.bz.it.

„Wir sind davon überzeugt, dass in jedem Menschen enormes Potenzial steckt, das manchmal erst erkannt und sichtbar gemacht werden muss. Das hat uns die langjährige Erfahrung und Arbeit mit Lernenden gezeigt“, so Manuel Auer. „Unsere wichtigsten Werkzeuge hierfür sind Kommunikation, Offenheit und Empathie, diese sind das Tor sowohl zur inneren als auch zur äußeren Welt.“

Steckbrief

Firmenname: Lern- und Förderinstitut Galileo Firmensitz: Stadelgasse 8/b 39042 Brixen Tel. 0472 613042 info@galileo.bz.it www.galileo.bz.it Tätigkeitsbereiche: Beratung: Lerncoaching, Begabungs- und Begabtenförderung, Sprachkurse für Private und Unternehmen, Förderunterricht und betreutes Lernen Geschäftsführung: Magister Manuel Auer Magister Michael Winkler Öffnungszeiten: 9-12 Uhr und 14-18 Uhr 45


Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Saubere Leistung! z Die EU hat sich das große Ziel gesteckt, bis 2020 einen Recyclinganteil von 50 Prozent zu erreichen. Die gute Nachricht: Bereits jetzt haben 3.141 der 8.006 italienischen Gemeinden dieses Ziel erreicht – Brixen übrigens auch. In Sachen Recycling hat Brixen noch einen Trumpf im Ärmel: Über 83 Prozent des getrennt gesammelten Abfalls kann nämlich effektiv der Wiederverwertung zugeführt werden. Mit diesem Wert liegt die Gemeinde­20 Prozent-

punkte über den durchschnittlichen Werten der Provinz und bewegt sich auch auf nationaler Ebene im absoluten Spitzenfeld. Laut Michele Bellucco, Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen, hat die Menge des tatsächlich dem Recycling zugeführten Abfalls eigentlich mehr Tragkraft als der Recyclinganteil: „Wenn der Abfall nicht sauber getrennt wird, kann nur ein geringer Teil davon der Wiederverwertung zugeführt werden.“ vk

W&U Wirtschaft & Umwelt

PLOSE

Für Spaß und Sicherheit

z Noch bis zum 30. Jänner ermöglicht eine Kooperation zwischen Skischule Plose, Grundschulsprengel Brixen, Sportservice Erwin Stricker und Plose Ski AG ein besonderes Projekt auf der Plo-

kurz

notiert

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se: In diesem Zeitraum können rund 70 Kinder der vierten und fünften Klasse Grundschule sicher Ski fahren, snowboarden und rodeln lernen – Spaß im Freien inklusive. Das als Wahlfach

konzipierte Angebot soll eine Ergänzung zum jährlich stattfindenden Wintersicherheitstag sein. An neun Nachmittagen werden die Schüler von den Lehrern in die Obhut der Skilehrer gegeben und anschließend wieder abgeholt. „Das Projekt legte einen Super-Start hin: Der Skiverleih hat perfekt geklappt, und auch die Ski- und Snowboardlehrer machen ihre Arbeit sehr gut“, so die Koordinatorin des Grundschulsprengels Brixen, Karin Leitner. Kosten für Ausrüstung, Kurse und Skipass werden von den jeweiligen Mitwirkenden getragen.

Hinter diesem Projekt steckt ein wichtiges Ziel: Die Risikogruppe der 10- bis 14-Jährigen soll früh genug für die Gefahren auf der Piste sensibilisiert werden, und die Teilnehmer sollen verstehen, dass auch sicherer Wintersport ein Genuss ist. Für einige Schüler ist das neue Wahlfach eine Chance, Wintersportarten kennenzulernen, für andere dient es zur Verbesserung der bereits erworbenen Kenntnisse. Interessantes Detail am Rande: Für einem Viertel der teilnehmenden Kinder war es der erster Winterbesuch auf ihrem Hausberg. abr

Die neun Bohrlöcher, die im Rahmen des Projekts StadtLandFluss entlang des Eisacks gebohrtzt wurden, sind inzwischen mit Messsonden bestückt worden, die den Grundwasserpegel stündlich auslesen. Die gewonnenen Daten werden in das für 2017 geplante Ausführungsprojekt einfließen.

„Solimans Traum“ zog rund 52.000 Besucher – das sind durchschnittlich 1.250 Gäste pro Tag – in seinen Bann. Insgesamt war die Show 126 Mal im Innenhof der Brixner Hofburg zu sehen. Eine überarbeitete Version des Elefantentraums gibt es ab 24. November 2016 zu bestaunen.

In Milland drohte nach den weit­ um langersehnten Regenfällen am 11. Jänner der Platschbach überzugehen. Die Feuerwehr Milland wurde gegen 18 Uhr alarmiert und befreite die Auffanggitter vom angeschwemmten Laub.


STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle

Warum ziert ein Elefant einen Grabstein im Alten Friedhof?

VAHRN

Umweltgelder für Planungen Mit viel Fantasie ist auf einer Grabplatte unter den Arkaden des Alten Friedhofes, der bis 1793 als Stadtfriedhof fungierte, ein Elefant zu erkennen. Einer Legende nach soll dieser Elefant an einem speziellen Tag im Jahr vom Stein herabsteigen, um durch Brixen zu wandeln und dabei zu beobachten, was sich in der Stadt in einem Jahr alles getan hat. Der Künstler Harald Kastlunger will sogar von einem Buch wissen, das in den 70er Jahren über ebendiese Abenteuer entstanden sein soll. An die Autorin oder einen Titel kann er sich jedoch nicht mehr erinnern; entsprechende Recherchen führten ebenfalls zu keinem Ergebnis. Karl Gruber, emeritierter Professor für Christliche Kunst und Denkmalpflege, rät jedoch dazu, derartige Legenden mit Vorsicht zu genießen: „Auf dem Grabstein ist ein Fantasiewappen der Renaissance abgebildet, und der Elefant war als exotisches Tier eine sehr dankbare Figur. Damals wurden Wappen oft konstruiert, um sich mehr Bedeutung zuzuschreiben.“ In diesem Zusammenhang scheint auch das zottige bärenähnliche Tier plausibel, das auf seinem Rücken das Elefanten-Wappen trägt. Anregungen: redaktion@brixner.info

z Ende Dezember haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Vertreter der Brennerbasistunnelgesellschaft, des italienischen Schienenbetreibers RFI und der Südtirol Transportstrukturen AG (STA) in Rom eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der 1,5 Millionen Euro für Planungen im Schienenverkehr zweckgebunden werden. Die STA wird die Machbarkeitsstudie und das Vorprojekt für die Riggertalschleife erstellen, wobei die Grundlage für dieses umfangreiche Projekt – wie im „Brixner“ bereits berichtet – laut STA-Direktor Joachim Dejaco eine netzweite Fahrplansimulation darstellt, die von der STA bereits in Auftrag gegeben worden ist. Zugleich werden auch die Eingriffe für die Anpassungen am Brixner Bahnhof für das Intermodalzentrum geplant: Das gesamte Bahnhofsareal sowie die Flächen vor dem Bahnhofsgebäude sollen aufgewertet und neu organisiert

werden. Auf diese Weise soll ein zentraler nutzerfreundlicher Knotenpunkt für Bahn, Busse, Autos und Fahrräder entstehen. Außerdem werden zwei neue Haltestellen geplant, und zwar eine in Vahrn und je nach Machbarkeit auch eine in Schabs. Die Gelder für die Planung stammen aus den Umwelt-Ausgleichsmaßnahmen zum Bau des Brenner Basistunnels; die Art der Finanzierung der Baukosten selbst steht heute noch nicht fest. Für Mobilitätslandesrat Florian Mussner ist die Riggerschleife – neben dem Ausbau der Meraner Bahnlinie und der bereits in die Wege geleiteten Elektrifizierung der Vinschger Bahnlinie – eine der Prioritäten zur Weiterentwicklung des regionalen Bahnverkehrs: „Mit der Riggertalschleife wird die Bahn für viele Menschen nicht nur eine gute, sondern die bessere Alternative zur Fahrt mit dem Privatauto“, sagt der Landesrat. wv

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Wirtschaft & Umwelt

NACHGEFRAGT

„Pilotprojekt in Europa“ DANIEL ALFREIDER, Abgeordneter im italienischen Parlament, zur vor einigen Tagen unterzeichneten Vereinbarung, mit der eine europaweite Ausschreibung der Konzession der Brennerautobahn verhindert wird. Herr Alfreider, welche Vorteile bringt die Vereinbarung den Südtirolern? Hierzu muss ich sagen, dass mit der Unterzeichnung der Vereinbarung nicht nur eine Neuausschreibung der Konzession zum Betreiben der Brennerautobahn verhindert worden ist, sondern dass wir durch ein Abkommen unserer Länder mit dem Ministerium vor allem eine innovative Lösung für die neue Führung der Brennerautobahn zusammengestellt haben: eine Inhouse-Lösung. Die Vorteile sind natürlich, dass die Steuern bei uns im Land bleiben. Vor allem aber können wir damit für die nächsten 30 Jahre die Verkehrspolitik selbst gestalten – mitsamt der hierfür notwendigen Investitionen. Das ist erstaunlich, denn in den letzten Jahren hatte man von vielen Seiten immer wieder gehört, dass eine Inhouse-Lösung nicht möglich sei. Wie haben Sie es dennoch geschafft? Sie haben vollkommen Recht; von vielen Seiten kam immer wieder die Aussage, es gebe keine Alternative zur europaweiten Ausschreibung, was zur Folge gehabt hätte, dass morgen vielleicht ein privates Unternehmen aus Spanien oder aus einem anderen Land die Autobahn betrieben hätte – mit allen entsprechenden Folgen, denn

die Interessen einer privaten Firma entsprechen nicht den Interessen eines öffentlichen Betriebes und einer öffentlichen Verkehrspolitik, die über die Autobahn hinausgeht. Wir haben allerdings von Anfang an versucht, dieses Thema so nüchtern und so technisch wie möglich anzugehen. Als ich dann einmal mit dem ehemaligen Verkehrsminister Maurizio Lupi bei einem EU-Ministertreffen in München war, habe ich erfahren, dass eine ähnliche Lösung schon einmal für den Betrieb des Hafens Hamburg angewendet wurde. Und da begann eigentlich alles, etwas konkreter zu werden. An dieser Stelle muss man auf jeden Fall ein riesiges Kompliment aussprechen für die professionelle Arbeit und Hilfe der Verantwortlichen der Brennerautobahn AG sowie der beauftragten Experten. Heute gilt unsere Lösung laut einigen Experten sogar als Pilotprojekt in Europa, da zum ersten Mal Schiene und Straße zusammenarbeiten mit der Vision eines umweltfreundlichen Gesamtmobilitätskonzeptes der Zukunft auf den internationalen Verkehrskorridoren. Ist mit der Unterzeichnung der Vereinbarung aber gesichert, dass die A22 für die nächsten 30 Jahre von der Brennerautobahn AG betrieben werden kann? Ja. Wir werden in den nächsten Monaten einen neuen Investi­

tionsplan für die nächsten 30 Jahre vorlegen, die privaten Aktionäre der Brennerautobahn AG ablösen und somit als zu 100 Prozent öffentliche Gesellschaft die Brennerautobahn betreiben. Welche waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Momente für diese bahnbrechende Entscheidung? Wichtig war zunächst, dass wir eine Lösung für das Problem der zukünftigen Konzession für die Brennerautobahn als einen der Hauptpunkte unseres Wahlprogrammes aufgenommen hatten. Anschließend haben wir versucht, gleich zu Beginn der Legislatur unser Anliegen in das Regierungsprogramm aufnehmen zu lassen. Einer der wichtigen Momente war sicherlich, als ich für Giorgio Napolitano bei der Regierungsbildung ein Promemoria vorbereitet hatte und die Regierung dies schließlich als wichtigen Programmpunkt mitaufgenommen hat. Auch der Besuch der BBT-Baustelle von Matteo Renzi im Juli 2014, unmittelbar, nachdem Italien den EU-Ratsvorsitz übernommen hatte, war entscheidend: Wir konnten dem Ministerpräsidenten genauestens und vor Ort direkt die Anliegen, die Probleme, die Herausforderungen unseres Landes und unserer Leute erklären und aufzeigen, dass wir Schiene und Straße gemeinsam für eine

umweltfreundliche Mobilität der Zukunft mitgestalten wollen. Der Durchbruch kam dann, als Graziano Delrio Minister wurde. Eine Frage, die für Brixen wichtig ist: Kann jetzt zeitnah die Autobahnausfahrt BrixenSüd realisiert werden? Ich sehe jetzt sehr große Chancen, dass wir nach Unterzeichnung der tatsächlichen Konzession jene Investitionen, die in den letzten zwei Jahren durch die Unsicherheit über die Zukunft der Konzession leider blockiert worden sind, schnell wieder angehen können. willy.vontavon@brixner.info Leserbriefe an: echo@brixner.info

BRIXEN

„Unschätzbarer Wert“ z „Die Berglandwirtschaft hat einen unschätzbaren Wert für Südtirol als Tourismusland und für das Landschaftsbild“, sagte Landesrat Arnold Schuler anlässlich der 9. Berglandwirtschaftstagung, die der Beratungsring Berglandwirtschaft „Bring“ Mitte Jänner im Forum Brixen abhielt. Die Politik habe den Handlungsbedarf in der Berglandwirtschaft erkannt und 48

einen entsprechenden Aktionsplan als gemeinsames Projekt des Versuchszentrums Laimburg und der Freien Universität Bozen ins Leben gerufen. Auf Beschluss der Landesregierung steht für dieses auf sieben Jahre ausgelegte Projekt ein Fördervolumen von 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die landwirtschaftliche Nutzfläche Südtirols umfasst über

240.000 Hektar; davon entfallen 147.000 Hektar auf Weiden und weitere 65.000 auf Dauerwiesen. Der Rest verteilt sich auf Gehölzkulturen wie Obst- und Weinbau sowie Ackerbau. Dabei liegen 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf oder über 1.500 Meter über dem Meeresspiegel, wobei sich die viehhaltenden Betriebe zwischen

800 und 2.000 Metern befinden. Deutlich mehr als ein Drittel der Flächen weist eine Hangneigung von über 30 Prozent auf. Von den über 20.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Südtirol betreiben rund 10.000 Tierhaltung, wobei über 8.300 Betriebe Rinder halten; in jeweils rund 1.600 Betrieben werden Ziegen und/oder Schafe gezüchtet. wv


FITNESSCLUB KNACKIG

Fitness für Frauen Der Fitnessclub Knackig macht es Frauen leicht, gute Vorsätze fürs neue Jahr wahrzumachen: Knackiger, gesünder und zufriedener – dies gelingt mit einem rundum abwechslungsreichen Trainingsangebot.

nicht bei kurzfristigen Erfolgen bleibt, empfiehlt Clubinhaberin Maria Rastner, sich regelmäßig zu bewegen – dies hält nicht nur fit, sondern auch jung.

Vielfältiges Zusatzangebot. Der

Fitnessclub „Knackig“ setzt neben dem effektiven Muskelaufbau auf einen ganzheitlichen Ansatz. „Wir arbeiten mit externen Profis aus verschiedenen Bereichen zusammen, um unsere Mitglieder bestmöglich zu betreuen“, erklärt Maria Rastner ihr Erfolgskonzept. „So bieten wir rund um unser Trainingsangebot zusätzlich Expertenvorträge und Workshops, vom Lauftreff über einen Kochkurs mit einem Ernährungstherapeuten und Profikoch bis hin zum Workshop

Das Team des Fitnessclubs „Knackig“ in Milland ‚Zufrieden mit sich selbst’ mit einer Psychologin.“ Die Mitglieder des Fitnessclubs schwärmen vom abwechslungsreichen Angebot, dem zeitsparenden zwei- bis dreimal wöchentlichen 30-Minuten-Training, von der angenehmen Atmosphäre und der

tollen Betreuung durch ein fachkundiges Team. Und so verwundert es nicht weiter, dass unter den zahlreichen Mitgliedern tatsächlich auch alle Altersgruppen vertreten sind: Das jüngste Mitglied derzeit zählt 14 Jahre, das älteste 83 Jahre.

DESEIN.IT / FocuS-FoToDESIgN.IT

Gerade zum Jahreswechsel werden viele Vorsätze gefasst: Das Leben mehr genießen, sich gesünder ernähren, sich mehr bewegen, sich weniger stressen lassen. Der erste Schritt zum Erfolg ist anzufangen, besagt ein altes Sprichwort. Mit einem bewährten Trainingsangebot macht es der Millander Fitnessclub „Knackig“ Frauen aller Altersgruppen und mit jeder Kondition leicht, flexibel und mit geringem Zeitaufwand mehr für sich zu tun. „Regelmäßige Bewegung hält fit, macht den Kopf frei, löst Verspannungen, baut Stress ab und regt den Stoffwechsel an“, so Kristin Holzer; die diplomierte Sportwissenschaftlerin ist begeistert vom Trainingskonzept und gehört seit vier Monaten zum „Knackig“-Team. Damit es

VEREINBAREN SIE EIN UNVERBINDLICHES BERAtUNgSgESpRäCH: T 0472.838.439 MILLANDERwEg 1/A · BRIxEN · www.kNACkIg.It 49


PRAXIS MILLAND

Fitness & Wellness

Gesundheit hängt von vielem ab

Extra

Lilli Unterkircher, Verena Peintner und Elisabeth Fulterer haben sich in ihrer Praxisgemeinschaft „praxis milland“ auf ganzheitliche Behandlungsmethoden für Erwachsene und Kinder spezialisiert, mit denen sie viele Beschwerden in den Griff bekommen.

Die WHO definiert „Gesundheit“ als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Mensch hat ein komplexes Regulationssystem von Funktionen, die auf der Basis von Information und Reaktion ablaufen. Daraus ergeben sich Stärken und Schwächen. Viele dieser Funktionen spielen sich im Bindegewebe ab, das überall im Körper vorhanden ist und die Körperzellen mit Sauerstoff versorgt, Abtransport von Zellmüll leistet und ebenfalls nervaler und hormoneller Steuerung unterliegt.

Breites Netzwerk. Bei einer Disre-

gulation oder einem Ungleichgewicht dieses Systems kann der Heilungsprozess nicht oder verzögert stattfinden: Ein Gebrechen zieht einen ganzen Rattenschwanz an Zusammenhängen hinter sich her. Behandelt man dann „nur“ lokal,

Praxisgemeinschaft „praxis milland“ Plosestraße 13/6 39042 Brixen Tel: +39 0472 83 69 30 info@praxis-milland.com www.praxis-milland.com 50

werden vielleicht die Symptome gelindert, aber es erfolgt keine Heilung. Die Praxisgemeinschaft „praxis milland“ arbeitet genau aus diesem Grund interdisziplinär und hat sich ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut, das beispielsweise auch aus der Internistin und Ärztin für Komplementärmedizin Konstanze Jung besteht. Lilli Unterkircher, Elisabeth Fulterer und Verena Peintner von „praxis milland“ haben sich auf ganzheitliche Behandlungsmethoden spezialisiert, wobei jede einen anderen Hauptbereich inne hat.

Breitgefächertes Programm. Die

Ärztin Elisabeth Fulterer schafft durch Integration von westlicher und chinesischer Medizin, und hier vor allem der Ohr-Akupunktur mit Störfelddiagnostik, ein breitgefächertes Spektrum an individualisierten diagnostischen Verfahren und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene.

Lilli Unterkircher ist Physiotherapeutin und hält sich an die Aussage von Zig Ziglar: „Im Leben geht es nicht darum, zu warten, ob ein Unwetter vorbeizieht. Es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen.“ In der Therapie ist es ähnlich: Vieles vergeht scheinbar zwar von selbst, konfrontiert man sich aber damit, schafft man die besten Voraussetzungen, um zu heilen. Unterkircher wendet eine breite Palette von Therapieansätzen an wie beispielsweise die Faszien-Techniken, CranioSacraleOsteopathie für Kinder und Erwachsene, Sportphysiotherapie, Scenar und BodyArt und garantiert dabei eine individuelle Behandlung. Verena Peintner hat eine breitgefächerte Ausbildung als Physiotherapeutin hinter sich. Damit kann sie jedem Patienten individuelle Methoden zur Heilung anbieten. In Kombination mit Osteopathie, Beckenbodenschu-

Lilli Unterkircher, Elisabeth Fulterer, Verena Peintner

„Wir arbeiten in unserer Praxisgemeinschaft interdisziplinär und haben uns ein gut funktionierendes Netzwerk aus Spezialisten aufgebaut, um unsere Patienten bestmöglich zu behandeln.“

lung, Spiraldynamik und BodyArt wendet Peintner die richtige Mischung aus passiver und aktiver Therapie an, die der Patient braucht, um sich wieder gesund zu fühlen.


AM TRAINING STUDIO

„Aktiv zu mehr Lebensqualität“ Seit rund einem Jahr betreiben die Sportwissenschaftlerin Magdalena Gamper und der diplomierte Fitnesstrainer Alessandro Ciocca das Fitnessstudio „AM Training Studio“ in Klausen. Warum viele zum Fitnesstraining nach Klausen fahren und was das Angebot dort so einzigartig macht, verrät das Ehepaar Ciocca im Gespräch.

individuell abgestimmtes Training den maximalen Trainingserfolg sicher. Ein individuelles Trainingsprogramm mit Personal-Trainer – das klingt teuer. Kann man sich Ihr Trainingsangebot auch leisten? Alessandro Ciocca, diplomierter Personal-Trainer, Functional-Trainer (Kettlebell, TRX) und Crossfit-Trainer, Ernährungs- und Fitnessberater, sowie Magdalena Gamper, Sportwissenschaftlerin und diplomierte Personal- und MammaFit-Trainerin Was hat Sie dazu bewogen, ein Fitnessstudio in Klausen zu eröffnen? MAGDALENA GAMPER: Wir wollen unsere Mitmenschen zu regelmäßiger Bewegung motivieren und für Sport begeistern, denn fit und aktiv sein steigert das allgemeine Wohlbefinden und bedeutet mehr Lebensqualität. Mit unserem eigenen Fitnessstudio haben wir uns einen lang gehegten Traum erfüllt. Und da wir in Klausen wohnen, war es nur logisch, hier den Schritt in unsere Selbstständigkeit zu wagen. Was macht Ihr Fitnessstudio so einzigartig? ALESSANDRO CIOCCA: Mit unserem Angebot wenden wir uns an alle, die ein individuell betreutes, qualitätsvolles Fitnesstraining wünschen. Wir begleiten unsere Kunden mit einem umfangreichen Service in ihrem Training und stellen so die jeweils angestrebten Ziele sicher. Dazu erfassen wir zunächst bei einem ausführlichen Erstgespräch die jeweiligen Bedürfnisse und Zielsetzungen und erstellen daraufhin ein passgerechtes Trainingsprogramm. Trainiert

wird überwiegend mit dem eigenen Körpergewicht; die Übungen bauen auf das Prinzip des funktionellen Trainings, das statt einzelne Muskeln zu fordern vielmehr den gesamten Körper involviert. Das gesamte Training wird von einem Personal-Trainer überwacht und begleitet; Fitnessempfehlungen, Ernährungstipps und elastisches Taping zur Optimierung von Bewegungsabläufen runden unsere Individualbetreuung ab. Welche Vorteile bietet ein Personal-Trainer? Magdalena Gamper: Ein individuelles Training mit Personal-Trainer bringt die größten Trainingserfolge. Jedem Trainierenden stellen wir einen Personal-Trainer zur Seite, der die Übungen je nach Fitness und Trainingszielen zusammenstellt, den Trainierenden während des gesamten Trainings begleitet sowie Körpergewicht und Herzschlag überwacht. Da jeder Einzelne unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Ziele hat – der eine trainiert beispielsweise, um sich auf ein sportliches Ereignis vorzubereiten, der andere, um nach einer Verletzung wieder fit zu werden – stellt ein

Alessandro Ciocca: Auf jeden Fall. Anders als vielerorts üblich, berechnen wir nicht eine fixe monatliche Trainingsgebühr in Form eines Abonnements, die unabhängig von der tatsächlichen Nutzung ist. Unser Training findet ausschließlich nach Terminvereinbarung statt, und unsere Kunden zahlen nur die effektiv absolvierten Trainingseinheiten. Die Preise unserer Trainingspakete variieren je nach Anzahl von Trainingseinheiten und Trainierenden, denn auf Wunsch ist auch ein gemeinsames Training möglich. Auf diese Weise gelingt es, ein individuell betreutes Training zu leistbaren Preisen anzubieten. An welche Zielgruppe richtet sich Ihr Trainingsangebot, und warum sollte man sich für Ihr Studio entscheiden? Alessandro Ciocca: Bei uns sind alle willkommen, die ihre Fitness und ihr Wohlbefinden steigern wollen, von weniger aktiven Menschen zu Amateursportlern bis hin zu Intensivsportlern. Mit Einsatz, Kompetenz, laufender Weiterbildung und vielfältiger Sporterfahrung stellen wir das Erreichen der jeweiligen individuellen Ziele zu hundert Prozent sicher – dies gelingt uns durch Trainingsprogramme, deren Effektivität wissenschaftlich belegt ist, und mit Übungen und Geräten auf dem neuesten Wissens- und Technikstand. 51


Wenn nur kurze Zeitfenster zur Verfügung stehen, lässt sich mit kleinen handlichen Trainingsprodukten zu Hause, im Büro oder unterwegs ideal die Fitness verbessern und der Alltagsstress abbauen.

Es kann so einfach sein, für sich etwas Gutes zu tun: Ein paar Minuten Training am Tag genügen, und Ausdauer, Kraft, Gleichgewichtsgefühl sowie Reaktionsvermögen werden spürbar besser. Wichtig dabei sind neben einer Gymnastikmatte praktische und effiziente Helfer wie Gymnastikbänder, -bälle oder Hanteln.

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abgestimmt sind. Das Sanitätshaus Vitaplus führt eine Vielzahl an praktischen Trainingsgeräten, berät und liefert zu vielen Produkten eine praktische Trainingsbroschüre mit. Die aufeinander abgestimmten Übungen sorgen für ein ausgewogenes Trainingsprogramm, das man ganz nach dem eigenen Leistungsvermögen gestalten kann.

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scher Stress ist oft verantwortlich für viele muskuläre Verspannungen, besonders im Rücken- und Nackenbereich. Bluthochdruck und ein erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol sind weitere Folgeerscheinungen. Abhilfe schaffen Massagen und Entspan-

Wir bringen Sie in Bewegung!

info Thementage im Sanitätshaus Vitaplus „Wohlfühlen beim Gehen und Stehen“: Der Orthopädieschuhmacher informiert über sensomotorische Einlagen; das sind aktiv und schnell wirkende Schuheinlagen, die die natürlichen Bewegungsmuster des Fußes wiederherstellen. Termine in Brixen: Fr. 26.02., 15-19 Uhr, Sa. 27.02., 8.30-12 Uhr

nungsbäder: Sie lösen die Verspannungen, steigern die Durchblutung und senken den Blutdruck sowie den Puls. Das Sanitätshaus Vitaplus bietet eine Reihe von praktischen Hilfen und Tipps, mit denen die Massage zu

Hause noch besser gelingt: von Nacken-Massagegeräten über Massagekissen bis hin zu Geräten zur Fußreflexzonenmassage. Auf diese Weise gönnt man dem eigenen Herz-Kreislauf-System eine aufbauende Verschnaufpause.

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REHA MOUNTAIN

„Bewegung ist Leben“ Beweglichkeit wiederherstellen, erhalten und fördern – dies wird in der Praxis „REHA Mountain“ in Vahrn durch individuell abgestimmte Therapie und zielgerichtetes Training erreicht.

Mit Anfang Jänner haben der Physiotherapeut Andreas Schönegger und der Sportexperte Marco Fistarol in Vahrn die gemeinsame Praxis „REHA Mountain“ für Physiotherapie, Orthopädie, präventive und rehabilitative Therapie sowie funktionelles Training eröffnet. In dieser Ausrichtung und mit ihren vielseitigen Spezialisierungen bieten sie professionelle, ganzheitliche medizinische Rehabilitation sowie maßgeschneiderte Trainingskonzepte – jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. „Bewegung ist Leben“, erklärt Andreas Schönegger, „sich frei und ohne Beschwerden bewegen zu können bedeutet Selbständigkeit, Freiraum und Lebensqualität. Durch verschiedene therapeutische Techniken mit Schwerpunkt auf manueller Therapie und individuell abgestimmten Trainingsplänen helfen wir, Beweglichkeit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Wir therapieren und unterstützen unsere Patienten und Kunden und zeigen ihnen, wie der Therapieerfolg durch Übungen stabilisiert werden kann.“

Individuell und ganzheitlich. Die Leistungen der Praxis „REHA Mountain“ erstrecken sich von der Beurteilung der individuellen Leistungsfähigkeit über

Physiotherapeut Andreas Schönegger und Sportexperte Marco Fistarol unterstützen Patienten darin, ihre Beweglichkeit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern orthopädische und postoperative Behandlungen, funktionelle medizinische Trainingstherapie sowie präventive und rehabilitative Therapie, von Personal Training mit maßgeschneiderten Trainingskonzepten bis hin zur manuellen Lymphdrainage.

„Hinter unserem Gesundheitskonzept steht die Absicht, den Patienten eine individuell zugeschnittene professionelle ganzheitliche medizinische Rehabilitation zu bieten“, so Andreas Schönegger. Dies gelingt unter anderem durch die Kooperation

mit einer renommierten Praxis in München, wodurch „REHA Mountain“ bei Bedarf jederzeit auf ein weitreichendes interdisziplinäres Netzwerk von Spezialisten sowie auf aktuelle wissenschaftliche Studien zugreifen kann.

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Impressum

PersonaleinkommenssteuerBekenntnis

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Irene Dejaco (ird) Veronika Kerschbaumer (vk) Barbara Fuchs (bf) Alexandra Brunner (abr) Hildegard Antholzer (ha) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner“ erscheint Ende Februar 2016 Nächster Redaktionsschluss: 10. Februar 2016 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 54

Donnerstag, 6. Jänner 1916

Jänner 1916

Weihnachtskrippen in Brixen Samstag, 1. Jänner 1916 Ziemlich spärlich sind, wie es scheint, die Weihnachtskrippen in unserer Stadt. Von den Kirchen finden wir eine solche, allerdings sehr ansehnliche, nur in der Kirche der Patres Kapuziner. Von den Privathäusern ist uns vom Vorhandensein von Weihnachtskrippen wenig bekannt. Und doch wäre so eine Krippe ein nicht zu unterschätzendes Erziehungsmittel zur Erbauung und zur Förderung religiösen Sinnes und Strebens. Es ist uns darum ein Bedürfnis, in dieser traulichen Weihnachtszeit, in diesen Tagen der Freude für das Kinderherz, auf einige hervor-

ragende Krippen in Brixen und nächster Umgebung aufmerksam zu machen, die eines Besuches wert wären, deren Besitzer auch sehr gerne den Zutritt groß und klein gestatten. Dieselben sind bei Herrn Anton Mayr, Finsterwirt (in der Privatwohnung) Sidlergasse; Schneidermeister Menner, Bäckergaßl Nr. 7, 1. Stock; Malermeister Ferstl, Trattengasse Nr. 6; in Sarns: bei Hochw. Herrn Direktor Plattner (Prister-Exerzitienhaus) und ebendort b. Hochw. Herrn Seminarpräfekten Geiger.

Die Ironie des Kalenders Sonntag, 16. Jänner 1916 Am 7. Jänner begann der – Fasching: der längste seit Menschengedenken, und auch unsere Kinder werden kaum je einen Fasching von solcher Ausdehnung erleben. Der Faschingsdienstag fällt heuer auf den 7. März, was eine Faschingsdauer von 61 Tagen ergibt. Ein volles Sechstel des Jahres wäre heuer dem Tanzvergnügen offen, wenn – ja, wenn es überhaupt einen Fasching gäbe. Er wird übrigens heuer noch weniger schmerzlich vermißt wie im vorigen Jahre und auch die weibliche Jugend hat leichter darauf verzichtet, als man glaubte. Es wird also nicht allzusehr um ihn getrauert; schmerzlich ist nur die Kalender-Ironie, daß ausgerechnet der längste Fasching des Jahrhunderts ins Weltkriegsjahr 1916 fällt.

Die Einkommenssteuerpflichtigen werden aufgefordert, bis längstens 31. Jänner 1916 die Bekenntnisse über ihr einkommenssteuerpflichtiges Einkommen bei der k.k. Bezirkshauptmannschaft Brixen entweder mündlich oder schriftlich einzubringen. Bei derselben Steuerbehörde haben innerhalb derselben Frist die rentensteuerpflichtigen Personen die vorgeschriebenen Bekenntnisse einzubringen. Die bezüglichen Formularien können bei der k.k. Bezirkshauptmannschaft, beim k.k. Steueramte oder bei der Gemeindevorstehung behoben werden: Die obige Frist kann in berücksichtswürdigen Fällen über Ansuchen bis 15. Mai 1916 erstreckt werden. Einkommenssteuerpflichtige, deren steuerpflichtiges Einkommen 2000 K nicht übersteigt, sind gemäß Paragraph 204 des zitierten Gesetzes in der Regel von der Abgabe eines Bekenntnisses befreit, sind jedoch über Aufforderung seitens der Steuerbehörde zur Abgabe des Bekenntnisses verpflichtet.

Geburtsjahr 1865 Donnerstag, 13. Jänner 1916 Das Kriegsministerium hat im Einvernehmen mit beiden Landesverteidigungsministerien festgesetzt, daß der Geburtsjahrgang 1865 (die 51jährigen) auch im Jahre 1916 landsturmpflichtig ist, bezw. bleibt.

Beim Rodeln tödlich verunglückt Sonntag, 16. Jänner 1916 Am 10. Jänner verunglückte in Villnöss der 13jährige Schulknabe Franz Meßner, Heinzlersohn. Er verlor beim Rodeln über den Peterer Weg die Gewalt über die Rodel und wurde an einen Wehrstein geschleudert, so daß er das Leben einbüßte.

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.


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Berufsdiplom

Berufsdiplom

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Berufsbefähigungszeugnis

Berufsbefähigungszeugnis

Berufsbefähigungszeugnis

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3.

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3.

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Berufsfachschule Metalltechnik

Berufsfachschule Holztechnik

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Berufsfachschule Fachinformatik

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1.

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