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Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (convertito in Legge 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 1, NE/BZ - Contiene I.P. e I.R. - In caso di mancato recapito prego restituire a Bolzano CPO per la restituzione al mittente previo pagamento resi
Trends & Wirtschaft
Jahrgang 25 · Dezember 2014
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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Meister Leonhard von Brixen
Bildersprache PORTRAIT: Die Lebensgeschichte von Roberto Dianese aus Brixen POLITIK: Dario Stablum feiert ein denkwürdiges Jubiläum: 50 Jahre Gemeinderat SPORT: Skitourengehen im Eisacktal als immer populärer werdende Leidenschaft MÜHLBACH: Konflikt um zentrumsnahen Parkplatz
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Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | INTERVIEW: Dario Stablum: „Uniti si vince“ 08 | Gemeinderatswahlen 2015: Ein Blick in die Zukunft Menschen & Meinungen >>> 16 16 | PORTRAIT: Roberto Dianese 21 | Pro & Contra: Frauenquote auch bei Vorzugsstimmen? 23 | Umfrage: Braucht es die Frauenquote? Kunst & Kultur >>> 24 24 | INTERVIEW: Ernst Delmonego über Meister Leonhard Veranstaltungen 33 | TIMER: Jänner 2015
>>> 33
Freizeit & Sport 38 | SKITOUREN: Pulverschnee und Pistenzauber 42 | Eiskunstlauf: Von Eis-Prinzessinnen und -Prinzen
>>> 38
Wirtschaft & Umwelt 46 | MÜHLBACH: Zankapfel Maria-Hilf-Platz 48 | GIS: Ungerechte Besteuerung?
>>> 46
Extra 54 | Trends & Wirtschaft
>>> 54
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Auf ein Neues! Zu Beginn leider eine schlechte Nachricht: Wir müssen uns mit dieser Ausgabe von Doris Brunner verabschieden. Seit 18 Jahren (!) hat sie den „Brixner“ maßgeblich mitgestaltet – mit vielen wunderbaren Texten, tollen Reportagen und mit ihrer absoluten Professionalität beim Lektorieren der Texte der freien Mitarbeiter. Nicht umsonst bezeichnen wir sie als wandelnder Duden – ihre Passion für die deutsche Sprache konnte sie bei uns viel Jahre lang ausleben. Doris möchte sich eine Auszeit nehmen, aber wie ich sie kenne, wird sie auch in der „Auszeit“ viel zu tun haben: In den nächsten Monaten schreibt sie ein Theaterstück, ihre ganz große Leidenschaft wird damit endlich genährt. Ich freue mich für sie und wünsche Doris im Namen der gesamten Mannschaft alles Liebe, weiterhin viel Erfolg – und vielen vielen Dank für 18 gemeinsame Jahre! Nun, 2014 war ein schwieriges Jahr, in vielerlei Hinsicht – nicht nur in Brixen. Ehrlich gesagt weine ich diesem Jahr nicht nach, man könnte auch sagen, dass ich froh bin, dass es nun vorbei ist. Andererseits: Vielleicht haben wir alle inzwischen eine etwas zu hohe Erwartungshaltung gegenüber uns selbst und gegenüber den Rahmenbedingungen, die uns umgeben. Diese Erwartungshaltung ist 2014 nicht erfüllt worden, und die natürliche Folge davon ist, dass die Erwartungshaltung für 2015 auf ein vielleicht gesünderes Maß gestutzt wird, was dann automatisch bewirkt, dass wir in zwölf Monaten zufriedener mit dem Ergebnis sein werden. Aus dieser Sicht könnte man dem schwierigen Jahr 2014 direkt einen Sinn abgewinnen, warum auch nicht? Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein traumhaftes neues Jahr – alles, was Sie sich wünschen, soll in Erfüllung gehen. Vor allem aber wünsche ich Ihnen viel Gesundheit und eine ordentliche Portion Optimismus.
Ihr Willy Vontavon
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Politik & Gesellschaft
SEIT 50 JAHREN IM GEMEINDERAT
„Uniti si vince“ DARIO STABLUM war 1964 erstmals in den Gemeinderat gewählt wor den und erlebte damit vier Bürgermeister. 23 Jahre lang war er VizeBür germeister, bis er sich nach den letzten Wahlen plötzlich in der Opposition wiederfand, weil der PD eine Beteiligung des Mitbewerbers ablehnte. Im Gespräch mit dem „Brixner“ plaudert Stablum aus dem Nähkästchen.
Herr Stablum, vor wenigen Tagen feierten Sie das 50-Jahr-Jubiläum im Gemeinderat. Wissen Sie von jemandem, der ähnlich lange ausschließlich auf Gemeindeebene politisch tätig war? DARIO STABLUM: Nein, eigentlich nicht. Aber es ging mir ja nie darum, einen Rekord aufzustellen. Ich habe Politik immer aus einer großen Leidenschaft heraus betrieben; es lag mir am Herzen, die Probleme der Gesellschaft möglichst zu lösen. Mein Ziel war es immer, der Bevölkerung einen Dienst zu erweisen. Dann hat es sich eben immer wieder ergeben, dass die erzielten Ergebnisse mich befriedigten, und bei den Wahlen habe ich von der Bevölkerung immer wieder große Unterstützung erfahren. Nun waren Sie mit ihrer jeweiligen Partei 45 Jahre lang Koalitionspartner der SVP, 23 Jahre lang waren Sie Vize-Bürgermeister. Nach den letzten Wahlen im Jahr 2010 fanden Sie sich allerdings in der Opposition wieder. In welcher Rolle fühlen Sie sich mehr zuhause? Nun, in der Politik muss man sich immer wieder an die jeweiligen Zeiten und Situationen anpassen. Als Mitglied der Mehrheit habe ich mich immer an unsere jeweiligen Koalitionsabkommen gehalten und war in diesem Sinn ein verlässlicher Partner für die SVP. Als Opposition spielt man eine vollkommen andere Rolle: In gewisser Hinsicht hat man mehr Freiheit, seine Gedanken zu äußern, ohne auf den Koalitionspartner Rücksicht nehmen zu müssen. Allerdings möchte ich hier schon betonen, dass meine Partei in die Opposition gedrängt wurde, wir hätten ja 2010 gern Verantwortung übernommen. 4
Gemeinsam mit SVP und PD? Ja, natürlich. Es ist nicht unsere Partei, die ständig versucht, eine Spaltung der italienischsprachigen Bevölkerung zu erreichen. Anderen geht es darum, ein Machtmonopol zu erhalten. Aus diesem Grund wollen sie die Beteiligung anderer Parteien um jeden Preis verhindern. Nun, möglicherweise wäre es auch bei uns an der Zeit, von der derzeitigen Konkurrenzdemokratie in eine Konsensdemokratie zu wechseln, wie sie in der Schweiz praktiziert wird und bei der es nicht nur darum geht, eine knappe Mehrheit zu finden, sondern so viele Parteien wie möglich in die Verantwortung zu ziehen. Wäre dies eine interessante Alternative? Nicht wirklich. Mit Verlaub: Wir sind hier nicht in der Schweiz, sondern in Südtirol, und vor allem zum Autonomiestatut gibt es bei den Parteien vollkommen verschiedene Sichtweisen. Eine Weiterentwicklung der Autonomie würde der lokalen Bevölkerung Vorteile bringen, also geht es darum, zwischen jenen moderaten Parteien einen Konsens zu finden, um die Autonomie noch auszubauen. Unsere Zukunft ist „l’autogoverno“, die Selbstbestimmung. Die Väter der Südtiroler Autonomie hatten eine absolut richtige Vision: Sie wollten Rahmenbedingungen schaffen, damit die Volksgruppen möglichst friedlich zusammenleben. Dieser Weg ist unbedingt fortzusetzen. Jene Parteien, die sich im Autonomiestatut nicht wiederfinden, muss man politisch möglichst ausgrenzen, immer natürlich mit viel Bereitschaft zum Dialog. Schauen Sie, ich hatte in den vergangenen 50 Jahren eine ganze Reihe von
Auseinandersetzungen mit der Südtiroler Volkspartei, aber ich hoffe sehr, und es ist das erste Mal, dass ich dies öffentlich sage, dass die SVP die stärkste Kraft in Brixen bleibt und die Richtung vorgibt, weil die SVP im Grunde jene Partei war, die es geschafft hatte, das Autonomiestatut durchzubringen. Die SVP ist ein Garant dafür, dass die Autonomie weitergeführt wird. Die führende Rolle im Land darf auf keinen Fall auf eine Partei übergehen, die die Autonomie nicht wertschätzt. Nun, in Brixen hat die SVP seit 2010 „nur“ noch 13 von 30 Gemeinderäten, womit es schwierig war, die Richtung klar vorzugeben ... Das ist eben die Herausforderung. Ich bin der Meinung, dass es ein Fehler war, diese Koalition zwischen SVP, Grüne Bürgerliste und PD einzugehen – sie hat die SVP geschwächt, trotz der Tatsache, dass sie die relativ stärkste Kraft war. Die SVP hat sich damals vom PD überreden lassen, auf einen historisch moderaten und immer verlässlichen Partner zu verzichten – mit Ergebnissen, die – se mi permette – nun von der gesamten Bevölkerung wahrgenommen werden. Wie bewerten Sie die letzten vier Jahre im Vergleich zu den vorangegangenen neun Legislaturen? Die Zeiten haben sich geändert, ein Vergleich ist schwierig. Es steht mir zudem nicht zu, hier eine Bewertung der verschiedenen Akteure der Legislaturen vorzunehmen. Zumindest die Unterschiede der vier Bürgermeister, die Sie erlebt haben, könnten Sie beschreiben ...
Jeder Bürgermeister hat seine Aufgabe bestmöglich erfüllt, immer im Zeichen der Zeit, in der er regiert hat. Es waren, wie gesagt, jeweils andere Zeiten mit vollkommen anderen Rahmenbedingungen. Valerius Dejaco und auch Zeno Giacomuzzi waren in einer Zeit größerer politischer Konflikte Bürgermeister; ich darf daran erinnern, dass 1956 eine Wiederholung der Wahlen notwendig war, weil keine Mehrheit zustande gekommen war. Ich wurde erstmals 1964 in den Gemeinderat gewählt, aber meine damalige Partei, die Democrazia Cristiana, war immer noch geprägt von den vorher ausgetragenen Konflikten. Das Zweite Autonomiestatut trat 1972 in Kraft, 1992 folgte dann die vollständige Umsetzung – diese Entwicklungen hatten auch ihre Auswirkungen auf die Lokalpolitik und dem entsprechend auf die Arbeit der Bürgermeister. 1964 kandidierten Sie unter der DC, die dann allerdings nach dem „Mani Pulite“-Skandal 1993 aufgelöst wurde; daraus entstand dann der PPI. Ja, ich war der letzte Landessekretär der DC und, 1997, der erste des Partito Popolare Italiano in Bozen.
SEIT 50 JAHREN IM BRIXNER GEMEINDERAT: „Mein Ziel war es immer, der Bevölkerung einen Dienst zu erweisen (Dario Stablum)
–––––– Foto: Oskar Zingerle
Könnte man sagen, dass der Skandal von 1992 in Italien, aber auch in Südtirol den Beginn eines großen Vertrauensverlustes darstellte, unter dem die Politik auch heute noch massiv leidet? Ja, aber es hat sich auch die Gesellschaft gewandelt, das darf man dabei nicht vergessen. „Mani Pulite“ war in der Zeit aufgedeckt worden, als Bettino Craxi Ministerpräsident und Sandro Pertini Staatspräsident war – beide PSI. Dass beide großen Parteien, DC und PSI, in einen Skandal verwickelt waren, hat die Bevölkerung verunsichert und zu einer völligen Neuorientierung der Politik geführt. Bei uns haben sich die großen Parteien noch eine Weile gehalten, aber bald schwappte der Skandal auch auf Südtirol über. Ja, natürlich ist viel Vertrauen verloren gegangen. Andererseits: Die berühmten 68er waren damals etwa 40 Jahre alt und erstmals politisch involviert; es hat sich damals in der Gesellschaft eine vollkommen neue Denkweise etabliert. Auch in Brixen sind plötzlich mehrere italienische Parteien entstanden – es kam zu einer großen Aufsplitterung der Kräfte,
im Unterschied zur deutschsprachigen Parteienlandschaft, die eine Weile noch ziemlich kompakt blieb. Die Entwicklungen in Italien hatten ihre Auswirkungen auch auf Südtirol; die nationalen Parteien haben versucht, auch lokal Ableger zu gründen, was naturgemäß zur Folge hatte, dass die Anzahl der Parteien anstieg.
Ich bin gegen einen „Partito degli Italiani“, eine italienische Sammelpartei hat keinen Sinn, denn in der Frage zum Dialog zwischen den Sprachgruppen will ich freie Hand haben. Solange eine Gleichberechtigung der Sprachgruppen existiert, ist der derzeit praktizierte gemeinsame Weg zwischen den Sprachgruppen der Beste. Diese Gleichberechtigung muss aber garantiert
Mit dieser Aussage widersprechen Sie sich aber doch selbst: Mit der Öffnung würde die SVP ja das vorhin genannte zusammenschweißende Element aufgeben ... Dieser Meinung bin ich nicht. Sollte die SVP Vertreter der italienischen Sprachgruppe auf die Liste nehmen, die allerdings die Ziele und Visionen der Partei
„Sie können beruhigt sein, nach 50 Jahren werde ich ganz sicher nicht mehr kandidieren.“_ Dario Stablum, Gemeinderat von „Insieme per Bressanone“ Wäre eine italienische Sammelpartei wünschenswert?
sein – mit Fakten, und nicht nur durch Worte.
Um zusammenzufinden, braucht es Parteien mit gemeinsamen Zielen und Idealen. Die SVP hat zum Ziel, die deutsche und ladinische Minderheit und die eigene Sprache in einem fremden Staat zu schützen – das ist ein starkes Element, das die verschiedenen Richtungen in der SVP zusammenschweißt. Die italienische Sprachgruppe hat kein solches gemeinsames Element.
Sollte sich die SVP der italienischen Sprachgruppe öffnen? Die SVP hat sich immer deklariert als Sammelpartei für die deutsche und ladinische Sprachgruppe, aber es sind auch viele Italiener, die die SVP wählen. Ich glaube, dass sich die SVP früher oder später auch der italienischen Sprachgruppe öffnen wird, weil die Zeit dazu einfach reif ist.
teilen, würde die SVP nicht verlieren, sondern dazugewinnen. Heute sind in vielen Familien beide Sprachgruppen vereint, wir haben dem entsprechend eine Generation, die vielfach perfekt zweisprachig ist, die sich in beiden Sprachen unterhalten kann. Die SVP würde ihre Identität trotzdem bewahren; sie wird trotz dieser Öffnung immer die Partei der deutschen und ladinischen Minderheit bleiben. Sollte die Partei signalisieren, dass sie offiziell auch die italienische Sprachgrup5
Politik & Gesellschaft
Meine persönliche Vision für Südtirol ist, dass jeder Südtiroler zumindest die passive Kompetenz beider Sprachen hat, damit jeder auch im direkten Dialog in großem Respekt zur jeweils anderen Sprache seine eigene Sprache verwenden kann. Könnten Sie damit leben? Ja, solange es im privaten Bereich bleibt. Schauen Sie, die Aussage, „je klarer wir trennen, desto besser vestehen wir uns“, stammt nicht von uns, sondern vom damaligen SVP-Landesrat Anton Zelger. Das Autonomiestatut sieht die praktizierte Zweisprachigkeit vor, und ich habe dies immer verteidigt – auch deshalb, weil, vor allem in der Vergangenheit ein gehöriger Teil der in Brixen lebenden Italiener die deutsche Sprache nicht verstanden hat und viele auch heute noch nicht verstehen. Nicht alle Italiener sind hier in
Schiunfälle
Auch wer felsenfest auf den Schiern steht kann sich verletzen. Die meisten SchiUnfälle passieren ohne Fremdeinwirkung. Deshalb sollte man sich über eine Unfallversicherung Gedanken machen. Sei es durch eine Familienunfallversicherung oder durch ein maßgeschneidertes Produkt für Jugendliche. Wichtig ist vor allem, den Invaliditätsfall und die Unfallkosten (Abtransport mit dem Hubschrauber) zu versichern. Wie bei der Haftpflichtversicherung sollten Sie zusammen mit Ihrem Betreuer Ihr Risiko einschätzen und die Versicherungssumme ermitteln.
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Foto: Oskar Zingerle
pe in Südtirol vertreten würde, ohne natürlich den Schutz der deutschen und ladinischen Sprache zu vermindern, dann würde das zum Beispiel in Rom sehr gut ankommen. Uniti si vince, divisi si perde.
Brixen geboren – es gibt viele, die zugewandert sind. Bei offiziellen Anlässen ist die Zweisprachigkeit also sinnvoll. Andererseits gibt es durch diese streng praktizierte Zweisprachigkeit auch Brixner, die hier geboren sind und trotzdem nur ihre Sprache verstehen. Signalisiert die Politik ihren Bürgern zu wenig, dass es ihnen große Vorteile bringt, wenn sie beide Sprachen beherrschen? Meine Generation hat in Bezug auf die Spracherlernung eine sehr unglückselige Zeit durchlebt. In der Volksschule kam ich kaum in Berührung mit der deutschen Sprache, in der Mittelschule und auch in der Oberschule in Bozen war es nicht anders. Danach habe ich in der „Durst“ gearbeitet, und da kam ich endlich zum ersten Mal intensiv in Kontakt mit der deutschen Sprache. Dabei muss man immer berücksichtigen, dass man
Dario Stablum: „Ich glaube, dass sich die SVP früher oder später auch der italienischen Sprachgruppe öffnen wird, weil die Zeit dazu einfach reif ist“
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Es gibt aber auch Auswüchse dieser konsequenten Zweisprachigkeit. Ich denke dabei an die italienische Musikschule in Brixen: Eine gemeinsame Musikschule wäre doch sinnvoll, oder? Ja, auf jeden Fall. Schauen Sie, als in Brixen die Bibliothek am Domplatz geplant wurde, war es eine Vertreterin der SVP, die
deutsche zu integrieren und das Oratorio möglicherweise wieder der alten Zweckbindung zuzuführen: Die Vereine könnten sich dort einquartieren, auch die deutschen, warum nicht? Das einzige, was es dazu braucht, wären drei oder vier zusätzliche Klassenzimmer in der neuen Musikschule; es gäbe eine ganze Reihe sinnvoller Synergien. Wenn die SVP eine ge-
„Ich hoffe sehr, dass die SVP die stärkste Kraft in Brixen bleibt“_ Dario Stablum, Gemeinderat von „Insieme per Bressanone“ in Südtirol de facto nicht Deutsch spricht, sondern Dialekt. Dann habe ich unterrichtet, und auch durch meine deutschsprachige Frau habe ich in meiner Sprachenkompetenz einiges aufgeholt. Heute hat die Jugend ganz andere Möglichkeiten, und auch die italienische Bevölkerung nutzt diese Möglichkeiten zum Erlernen der zweiten Sprache. Sie müssen aber auch bedenken, dass es in Südtirol viele Italiener gibt, die nur kurzzeitig hier arbeiten und dann wieder in ihre Heimat zurückkehren. Auch um den nationalistischen Parteien nicht einen Gefallen zu tun, habe ich also immer wieder – im Interesse der Autonomie wohlgemerkt – auf die Einhaltung der Zweisprachigkeit gepocht – senza discriminare nessuno.
info DARIO STABLUM wurde am 27. Mai 1939 in Brixen geboren. 1964 wurde er im Alter von 25 Jahren erstmals in den Gemeinderat ge wählt. Von 1974 bis 2010 war er Mitglied der Stadtregierung, von 1984 bis 2007 VizeBürgermeis ter. Seit 2010 ist Stablums Liste „Insieme per Bressanone“ in der Opposition.
sich für nach Sprachgruppen getrennte Bibliotheken aussprach. Zeno Giacomuzzi hat dann mit viel Fingerspitzengefühl diesen Unsinn verhindert. Bei der italienischen Musikschule gibt es keinen ethnischen, sondern eher einen praktischen Hintergrund: Das Oratorio Don Bosco musste dringend saniert werden, und der einzige Weg führte über die italienische Musikschule, weil die Gemeinde nicht bereit war, den Neubau des Oratorio zu finanzieren. Wenn jetzt an einen Neubau der deutschen Musikschule gedacht wird, wäre es absolut sinnvoll, die italienische Musikschule in die
meinsame Musikschule wünscht, wird sie darin ohne Zweifel von uns unterstützt. Vogliamo fare un discorso serio in questa direzione? Noi siamo pronti. So wie Sie sich jetzt geben, würde es fast scheinen, als ob Sie im nächsten Jahr noch einmal kandidieren würden ... Nein, nein. Sie können beruhigt sein, nach 50 Jahren werde ich ganz sicher nicht mehr kandidieren. Aber ich werde auch weiterhin die Liste „Insieme per Bressanone“ vertreten, mit meiner Mannschaft.
Ich würde gern Ihre Meinung kennenlernen zur heutigen Situation von Italien. Gibt es eine Chance zur Rettung dieses maroden Staates? Schauen Sie, die nationale Politik ist verdorben und verkommen, leider. Mit diesen politischen Akteuren ist eine Besserung der Situation nicht zu erwarten. Es braucht eine Revision des Wahlgesetzes. Gibt es Hoffnung? Ich bin sehr besorgt. Die Denkweise der Lega Nord ist in Verbindung mit der dramatisch sinkenden Wahlbeteiligung eine echte Katastrophe. In der Emilia Romagna gab es eine Wahlbeteiligung von 38 Prozent, die Lega hat 20 Prozent der Stimmen erhalten – de facto haben also nur 7,6 Prozent der Wahlberechtigten der Lega ihre Stimme gegeben, und trotzdem hat sie nun ein bedeutendes Gewicht in der Regierung. Non ci siamo. Dass das Traditionsunternehmen FIAT seinen Steuer- und Rechtssitz von Italien ins Ausland verlegt hat, war aus meiner Sicht ein dramatisches Signal an die Italiener ... Ja, natürlich. Das ist die Folge einer schlechten Politik. Es braucht eine drastische Änderung des Systems. Wir müssen bis an die Wurzeln gehen, um zu verstehen, wie Politik in Zukunft funktionieren kann. Das Problem ist: L’Italia è lunga, also gibt es auch große kulturelle Unterschiede. Nun, Deutschland ist dafür breit, auch Frankreich ist lang, wenn Sie verstehen, was ich meine. Es gibt auch kulturelle Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland genauso wie zwischen Paris und Marseille.
Ja, aber in Italien führen diese Unterschiede zur Unmöglichkeit, notwendige Reformen durchzuführen. Ich mache ein Beispiel: Brixen hat 20.000 Einwohner, die Gemeinde beschäftigt etwa 200 Mitarbeiter. Wie ist es möglich, dass es im Süden Gemeinden mit 8.000 Einwohnern gibt, die ebenfalls 200 Mitarbeiter beschäftigen? Die Notwendigkeit, die Anzahl der Mitarbeiter in einer solchen Gemeinde erheblich zu reduzieren, leuchtet ein, aber die Ausführung einer solchen Maßnahme ist extrem schwierig. Die Vertretung des Südens im italienischen Parlament ist sehr stark, was entsprechende Entscheidungen auf Staatsebene unmöglich macht. Jean-Claude Juncker hat vor einigen Jahren gesagt, die Politiker wüssten schon, welche Entscheidungen sie treffen müssten – sie wissen nur nicht, wie sie damit die nächsten Wahlen gewinnen könnten... Einverstanden; damit zeigte er die Grenzen der westlichen Demokratie auf. Matteo Renzi wüsste genau, was zu tun ist, aber in der Umsetzung hat er andauernd Schwierigkeiten. Wir sind gefangen im politischen System, und es ist schwierig, davon auszubrechen. Also gibt es keine Hoffnung? ... Guiardi, la speranza è l’ultima a morire. Italien hat immer wieder bewiesen, dass es auch bei schwierigsten Situationen immer wieder auch eine Lösung gibt.
willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
Viele neue Gesichter Die Gemeinderatswahlen vom kommenden Mai werfen in Brixen ihre Schatten vor aus: Neben dem Verzicht von Bürgermeister Albert Pürgstaller auf eine weitere Kan didatur wird es parteienübergreifend viele neue Gesichter geben. Eine Vorschau auf mögliche Szenarien – fünf Monate vor der Wahl.
D
ie laufende Legislatur des Brixner Gemeinderats hatte es in sich – „es war mit Abstand die schlimmste, die ich je erlebt habe“, sagt ein altgedienter Stadtpolitiker: Zum ersten Mal war die Südtiroler Volkspartei im Jahr 2010 nach einem schwachen Wahlergebnis gezwungen, eine Dreier-Koalition mit dem PD und der Grünen Bürgerliste einzugehen – ein Experiment, das nicht funktioniert hat, so jedenfalls lautet heute die einhellige Meinung der SVP-Gemeinderäte. Dabei war die damalige Strategie des Bürgermeisters einleuchtend: Mit nur 13 von 30 Gemeinderäten und einem einzigen Koalitionspartner, dem PD, mit dem man gerade einmal auf die hauchdünne Mehrheit von insgesamt 16 Gemeinderäten kommen würde, würde sich die SVP erpressbar machen – wohlgemerkt nicht nur vom Koalitionspartner, sondern auch von möglichen Heckenschützen aus den eigenen Reihen. So kam man auf die Lösung des Dreiergespanns mit der Grünen Bürgerliste, die damit erstmals Regierungsverantwortung übernahm und Elda Letrari in den Stadtrat entsandte.
„Schwarz-Rot-Grün“ gescheitert? Wie gesagt: Aus heuti-
ger Sicht hat das Experiment „Schwarz-Rot-Grün“, wie der
GBL-Fraktionssprecher Andreas Pichler das heterogene Bündnis nennt, nicht funktioniert, auch wenn Pichler dies absolut verneint: „Viele Dinge konnten ganz einfach deshalb nicht realisiert werden, weil zu wenig Geld im Haushalt war“, sagt er. Von vielen SVP-Gemeinderäten wird diese Aussage eher als Provokation gewertet werden, denn schließlich empfand man die Bürgerliste als Klotz am Bein, als angezogene Handbremse. „Es stimmt“, sagt Pichler, „dass wir im Gemeinderat vom Wirtschafts- und Landwirtschaftsflügel der SVP als Koali tionspartner nicht geschätzt, sondern höchstens geduldet waren“. Im Stadtrat hingegen, wo es mit dem Arbeitnehmer Pürgstaller, der Arbeitnehmerin Magdalena Amhof, der pensionierten Lehrerin Paula Bacher, der Grünen Elda Letrari und den beiden PD-Exponenten Claudio Del Piero und Gian lorenzo Pedron eine klare linke Tendenz zu geben schien, bei der sich der Wirtschaftsvertreter Peter Brunner und später der Landwirt Werner Prosch eher schwer taten, traf die Denkweise der Grünen Bürgerliste vielleicht eher auf fruchtbaren Boden. Wobei – die bereichsmäßige Schubladisierung der Stadtpolitiker ist, wenn man ins Detail geht, eh unsinnig, wie man am Beispiel von Albert Pürgstaller klar erkennen dürfte:
Er hat in den vergangenen vier Jahren parteiintern die Interessen der Wirtschaft viel intensiver und glaubwürdiger vertreten als mancher explizite SVP-Wirtschaftsvertreter in seinen Gremien, und Paula Bacher ist sowieso politisch überall zuhause, wie immer man dies auch werten mag. 2010 schien es also eine gute Idee zu sein, dass man nicht von einem einzigen Koalitionspartner erpressbar ist – „entweder den PD oder die Bürgerliste wird man für eine Idee wohl begeistern können“. Dass diese Strategie nicht aufging, beweisen unzählige Stunden endloser Diskussionen, die am Ende dann doch im Gemeinderat keine geeinte Position der Koalition brachten, was die SVP am Ende sogar zu neckischen Liebeleien mit den Freiheitlichen veranlasste. Vor allem waren es aber die wichtigen und großen Projekte, bei denen die „Kleinen“ plötzlich groß auftrumpften und gemeinsame Sache mit der Opposition gegen den „großen Partner“ machten. Der PD sieht dies ebenfalls differenzierter: „Ich bin der Meinung, die Kooperation hat recht gut geklappt“, sagt PDFraktionssprecher Horand Meier. Fakt ist allerdings, dass die drei PD-Gemeinderäte nicht nur die SVP, sondern teilweise auch die eigenen zwei Stadträte politisch oft allein ließen, was dem PD den
Stempel eines vollkommen unzuverlässigen Partners aufdrückte. Die Politik der Verhinderung war jedenfalls erfolgreich, sofern man das erste Verhindern einer Volksabstimmung mit klarer Fragestellung oder auch das Verhindern mancher Visionen als „Erfolg“ werten will, denn gleichzeitig wirft Otto Normalverbraucher ja der derzeitigen Stadtverwaltung vor, dass Stillstand herrsche: „Nichts geht weiter“.
Die Erfolge des Bürgermeisters ... Da kann Bürgermeister Pürgstaller noch so vehement auf die Erfolge seiner bisherigen neun Jahre Stadtregentschaft hinweisen, die – vielleicht wirklich verfälschte – Wahrnehmung der Bevölkerung ist eine andere: „Sämtliche Schulen sind saniert, die italienische Musikschule steht, das Projekt für die deutsche Musikschule ist in Ausarbeitung“, schreibt die Öffentlichkeitsabteilung der Gemeinde, „im Bereich Mobilität war Brixen die erste Gemeinde mit einem Citybus-Dienst, die Westumfahrung steht vor der Fertigstellung, der Bauleitplan wurde erneuert“. Und dann gebe es den gut funktionierenden Bürgerschalter, auf den hinzuweisen sei, die Sanierung oder den Bau von nicht weniger als sechs Sportplätzen, die „Erlebnisattraktionen“ auf der Plose. Auch im Veranstal-
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Wir bedanken uns bei unseren Kunden für das Vertrauen und wünschen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr!
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Erneuerung 2015: Mit den Wahlen im nächsten Jahr steht in Brixen sowohl im Stadt- wie im Gemeinderat ein intensiver Wechsel an, in personeller wie in struktureller Hinsicht tungsbereich gebe es – immer laut Öffentlichkeitsabteilung der Gemeinde – Positives zu berichten: die Urlaubswoche von Papst Benedikt, der IMS, der Brixen-Dolomiten-Marathon, Stricker-Sprint Plose. Ein bisschen schmückt sich Pürgstallers Stadtregierung in dieser Auflistung mit fremden Federn, zugegebenermaßen.
... und seine offenen Baustellen.
Es ist aber die von Pürgstallers Team geschürte Erwartung der Bürger im Bereich der „großen Herausforderungen“, die aus heutiger Sicht eben nicht erfüllt wurde, weil die Hürden zur Umsetzung der entsprechenden Projekte dann vielleicht doch höher waren als erwartet. Oder war die Sprungmuskulatur dann doch etwas schwächelnd, vielleicht infiziert durch die Heterogenität des Gemeinderats, die den Springer jeweils kurz vor dem Absprung immer wieder irritierte, was ihn vor dem Ziel dann doch noch zum Straucheln brachte? Die groß angekündigte Verlegung der Hochspannungsleitungen steht auch heute immer noch nicht in Aussicht, weil die Eigentümerin der Leitungen, die TERNA, keine besondere Eile an den Tag legte – da konnten unsere PD-Vertreter oder auch Südtirols SVP-Parlamentarier in Rom noch so heftig intervenieren. Zumindest die Eintragung der neuen Trasse
–––
in den Bauleitplan wurde erledigt, und die Finanzierung ist teilgesichert, aber jetzt hakt es an der Aussage der TERNA-Techniker, dass die technische Umsetzbarkeit mit der neuen Trasse im Bereich Milland-St. Andrä äußerst schwierig und extrem kostenintensiv sei, weshalb man sich nun doch auf eine Alternative einstellen müsse. Eine weitere ewige Baustelle ist der Weg zur neuen Bibliothek am Domplatz, die durch ein extrem kompliziertes Vertragsungetüm zwischen Staat, Land, Gemeinde Brixen und einem Unternehmen des Klausner Baulöwen Kurt Baumgartner immer wieder hinausgezögert wurde. Die Gemeinde Brixen hat hier, das muss man fairerweise dazusagen, immer ihre Hausaufgaben gemacht – es kam sogar zu einem entsprechenden Beschluss im Gemeinderat. Säumig ist aber das Land ... und vor allem der Staat, der in etwa dieselbe Entscheidungsgeschwindigkeit wie die TERNA an den Tag legte, sofern Fast-Stillstand als „Geschwindigkeit“ bezeichnet werden kann. Die Verantwortung wird aber dem Bürgermeister zugeschoben, der allerdings die Schwierigkeiten des Standortes Domplatz für dieses Projekt immer schon vorausgesehen und sich allein aus diesem Grund offen für den Standort Priel ausgesprochen hatte. Die Fertigstellung der Westumfahrung wurde auch
hinausgezögert – der Schuldige ist hier zwar das Land, aber den Schwarzen Peter bekommt auch hier der Bürgermeister, zu Unrecht natürlich. Erst kürzlich hat Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärt, Ende 2015 erfolge endlich die Ausschreibung für das letzte Teilstück in Vahrn, und die Brixner hoffen, dass gleichzeitig auch der Mittelanschluss realisiert werde. Den Bau der Südausfahrt der Autobahn hatte Pürgstaller ebenso immer gefordert, aber realisiert wurde sie nicht – hier war es die schwierige Situation der Autobahn-Konzession, die die Planung hinauszögerte. Das Lido befindet sich seit Jahren in einem jämmerlichen Zustand, die Grüne Stadträtin Elda Letrari hatte sich darum zu kümmern – bis jetzt gibt es nur den Ansatz einer Idee. Über die Entwicklung zur Gestaltung des Hofburggartens hüllen wir in dieser Auflistung gnädig den Mantel des Schweigens – genauso wie über die bessere Anbindung der Plose an die Stadt, die nun in weiteste Ferne gerückt ist, wofür allerdings die Bevölkerung in der Stadt die Verantwortung zu übernehmen hat. Zumindest zur geplanten Musikschule in der Zone Priel gibt es neuerdings gute Nachrichten: Ende Dezember wird der Sieger des Architekturwettbewerbs bekannt gegeben. Der unabhängige Gemeinderat Klauspeter Dissinger, der 2010
während der Koalitionsgespräche „seiner“ Grünen Bürgerliste sich echauffiert als unabhängig deklarierte, weil er auf keinen Fall der Mehrheit angehören wollte, erklärt unserer Zeitschrift, dass „die Realisierung einiger wichtiger Gemeindeprojekte wie Hofburggarten, Lido und Seilbahn daran gescheitert ist, dass die Bevölkerung nie wirklich in den Entscheidungsprozess einbezogen wurde“. Mehr dürfte ihn allerdings gestört haben, dass er selbst als Oppositionsvertreter nicht an den Entscheidungsfindungen partizipieren konnte, was heute vom Bürgermeister als politischer Fehler bezeichnet wird: „Wir hätten die Arbeitsgruppen den Vertretern der Opposition öffnen sollen – oder zumindest Teilen der Opposition“. Das Ergebnis der Arbeitsgruppen, davon gibt sich die SVP überzeugt, wäre dasselbe gewesen, auch wenn die Diskussionen länger gedauert hätten. „Die Herausforderung der nächsten Legislatur“, sagt Dissinger, „wird darin bestehen, Politik mehr als Bürgerauftrag zu verstehen, bei dem das Gemeinwohl im Vordergrund steht“. Wer aber definiert letztendlich, wer sich wirklich für das Gemeinwohl eingesetzt hat und wer durch seine Entscheidungen am Ende – vielleicht mit besten Absichten – doch gegen das Gemeinwohl gearbeitet hat? Die Zukunft wird es zeigen. 9
Erneuerung auf allen Ebenen. Fraktionssprecher Andreas Pichler, Was hingegen sicher ist, ist eine große Erneuerung im Gemeinderat und dem entsprechend wohl auch im Stadtrat, was nach dem vergifteten Klima zwischen manchen derzeitigen Akteuren auch nicht schlecht ist, wobei positiv zu vermerken ist, dass sich das Verhältnis unter den Parteien seit der Volksabstimmung wieder merkbar verbessert hat. Die SVP ist derzeit auf der Suche nach einem Kandidaten oder einer Kandidatin für das Bürgermeisteramt – und gibt sich entsprechend bedeckt über mögliche „papabili“. „Wir haben die elf Ortsgruppen beauftragt, Vorschläge zu unterbreiten“, sagt der Obmann des Koordinierungsausschusses, Patrick Silbernagl. Für den 12. Jänner wurde jedenfalls eine Sitzung des Koordinierungsausschusses anberaumt, in der die weitere Vorgehensweise geklärt werden soll. „Derzeit ist“, so Silbernagl, „wirklich alles offen“. Von den 13 SVP-Gemeinderäten werden mindestens sechs, vielleicht sogar acht nicht mehr kandidieren. Auch Stadtrat Werner Prosch hat bereits angekündigt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Auch bei den Freiheitlichen wird es einen großen Wechsel geben, der de facto bereits mit der „Übersiedlung“ von Walter Blaas in den Landtag eingeleitet wurde, denn Blaas war die uneingeschränkte Leitfigur der Freiheitlichen in Brixen. Die „Blauen“ hatten 2010 mit fünf Sitzen ein Traumergebnis erreicht; wie sich das Fehlen von Blaas im nächsten Jahr auf das Wahlergebnis auswirken wird, wird sich zeigen – „vielleicht fragen wir ihn ja, ob er unser Bürgermeisterkandidat wird“, sagt Fraktionssprecher Josef Fischer, aber es dürfte klar sein, dass Blaas sein Landtagsmandat bei einer Wahl nicht aufgeben und dem entsprechend auch nicht in den Gemeinderat zurückkehren würde. Fischer wird es übrigens noch einmal versuchen – genauso wie Willi Zelger, der für Blaas nachgerückt war, und mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Matthias Harrasser. Andrea Messner und Lukas Kerer werden hingegen sicher nicht mehr kandidieren, sagt Fischer.
Der Abschied der „Dinosaurier“.
Einen großen Wechsel wird es auch in der Grünen Bürgerliste geben: Die beiden „Dinosaurier“ Roman Zanon und Franz Pisoni haben bereits angekündigt, nicht für eine weitere Legislatur zur Verfügung zu stehen. Der dritte Bürgerlistler,
wird seine Entscheidung erst im Jänner fällen. Der Bürgerliste erhalten bleiben wird aber auf jeden Fall Elda Letrari, wie es scheint: „Sie hat als Stadträtin gute Arbeit geleistet“, sagt Pichler, „und wir gehen davon aus, dass dies von den Wählern auch honoriert werden wird“. Ob die Liste im nächsten Jahr immer noch als „Grüne Bürgerliste“ antreten wird oder diesmal als lokaler Ableger der Grünen, steht laut Pichler noch nicht fest: „Es gibt Vor- und Nachteile“. Einerseits könnte man von der landesweiten „Marke“ profitieren, andererseits sei die GBL in Brixen längst selbst zur Marke geworden, sagt Pichler. Mit Dario Stablum wird ein weiterer Dinosaurier die politische Bühne verlassen: „50 Jahre Gemeindepolitik sind genug“, sagt er. Seine Liste „Insieme per Bressanone“ wird aber auf jeden Fall kandidieren – möglicherweise mit Gemeinderat Alberto Conci, der in den vergangenen vier Jahren stets im Schatten Stablums gestanden war. „Wir haben aber jetzt schon eine Reihe neuer Gesichter“, sagt Stablum. Ein Zusammenschluss mit bestehenden italienischen Parteien hält er für sehr unwahrscheinlich: „Wir waren immer für die Autonomie – nationalistische Gedanken waren uns fern“ – sprich: die Denkweise einer Lega Nord dürfte vollkommen inkompatibel sein mit jene der moderaten „Insieme“Vertreter. „Wer weiß?“, sagt hingegen Antonio Bova von „Uniti per il Centrodestra“. Es wäre längst an der Zeit, eine gemeinsame Linie zu fahren, sagt er, denn es brauche eine Partei, die jene Italiener anspricht, für die der PD nicht wählbar ist. „Dobbiamo vedere se ci sarà la maturità di far crescere un nuovo progetto“, sagt Bova. Mit dem PD gebe es weniger Berührungspunkte als mit Insieme: „Non credo alla multietnicità che viene proposta dal PD“. Ob er selbst noch einmal kandidieren werde, hänge von einigen Faktoren ab. Bei seinem „politischen Cousin“ Massimo Bessone sei die Wahrscheinlichkeit etwas höher. Der PD verliert sein Flaggschiff, Stadtrat Gianlorenzo Pedron, der bereits angekündigt hat, dass er sich von der Politik verabschieden werde – wahrscheinlich eine Folge der parteiinternen Streitigkeiten der vergangenen Jahre. Für den Rest der Mannschaft scheint die Erneuerung kein Thema zu sein: Claudio Del Piero möchte weitermachen, Renate Prader und Horand Meier ebenso, nur Alberto Ghedina
ist sich noch unsicher. In politischen Kreisen kursiert derzeit das Gerücht, dass Stablum-Schützling Alberto Conci mit dem PD kokettiert – das wäre für die Bewegung Stablums ein herber Schlag. Auch Hartmuth Staffler von der Südtiroler Freiheit hat noch keine Entscheidung getroffen: „Es ist unsicher, ob ich noch einmal kandidieren werde“. Dasselbe gilt für den unabhängigen Gemeinderat Klauspeter Dissinger; auch er wird erst im Jänner entscheiden, wobei sich die Frage stellen wird, ob es im Falle einer Wiederkandidatur eine Versöhnung mit der Grünen Bürgerliste geben kann.
Neue Konkurrenz? Oder sucht
sich Dissinger neue Partner? Denn: Es bleibt noch die Inkognita von möglichen neuen „Konkurrenten“ der bestehenden Parteien. Brixen war immer schon ein Vorreiter für landesweite politische Entwicklungen, und es kann ruhig sein, dass neue Parteien sich anbieten werden – zum Beispiel die FünfSterne-Bewegung von Beppe Grillo oder eine neue Bürgerliste, die sich vor einigen Tagen unter dem Namen „demosbrixenbressanone“ um den ehemaligen Gemeinderat Markus Lobis geschart hat – es wäre nach SVP, DPS und Grüne Bürgerliste der vierte Versuch des kritischen Brixners. Wie dem auch sei: Unterm Strich wird mindestens die Hälfte, vielleicht sogar zwei Drittel des Gemeinderats erneuert werden, drei der sieben Stadträte (inklusive Bürgermeister) werden sicher auch nicht mehr kandidieren. Der Stadt steht also eine intensive politische Erneuerung bevor – nicht nur personell, sondern auch was die Größe der Gremien anbelangt: Die Anzahl der Gemeinderäte wird von 30 auf 27 reduziert, und, was (im positiven Sinn) noch gravierender ist, die Stadträte sind nun
Teil des Gemeinderats. Während also heute 30 Gemeinderäte und sechs Stadträte die Stadt verwalten, werden es in Zukunft insgesamt nur noch 27 sein. Die Wirren der zu Ende gehenden Legislatur bedingen zudem, dass es ziemlich widersprüchliche Prognosen zum Wahlausgang gibt: Nix ist fix. Unabhängig davon, dass man ja nicht a priori davon ausgehen darf, dass die SVP wieder die stärkste politische Kraft sein wird, kann man sich jetzt schon auf spannende Koalitionsverhandlungen einstellen: Sollte die SVP wieder den Bürgermeister stellen, dürfte sie nach den zwiespältigen Erfahrungen mit dem PD und der Bürgerliste wohl auch vollkommen ergebnisoffen in die Koalitionsverhandlungen gehen. Die Erfahrungen der letzten fünf Jahre bedingen jedenfalls, dass ein Weiterführen der jetzigen Partnerschaften arg in Frage gestellt sein könnte, obschon man in Bozen vielleicht gern sehen würde, dass der PD als „natürlicher“ Koali tionspartner gesehen wird. Die Freiheitlichen könnten sich eine Regierungsbeteiligung auf jeden Fall gut vorstellen, sofern, wie Josef Fischer sagt, „wir jemanden finden, der kompetent ist und für den Stadtrat geeignet wäre“. Doch das ist Zukunftsmusik; das erste Wort hat der Wähler, danach kann über mögliche Zusammensetzungen einer Stadtregierung nachgedacht werden. Inzwischen sind mehr oder weniger alle Parteien schwer damit beschäftigt, geeignete Kandidaten zu motivieren, sich für die schlecht bezahlten Ämter zur Verfügung zu stellen: Die Politik leidet auch in Brixen unter einem enormen Vertrauens- und Imageverlust, was die Kandidatensuche nicht einfacher macht. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
VERTRÄGE IMMOBILIENVERMITTLUNG ERBSCHAFTEN SCHÄTZUNGEN UNTERNEHMENS - UND HOFÜBERGABEN
: ND RECHT OBILIEN U ILLEIT M IM M U W RUND HANNES
DR. JUR.
VAHRN, Eisackstraße 1 - Löwecenter . STERZING, St. Margarethenstraße 46 Tel.: 0472 970690 | Mobil: 349 7761878 | info@willeitimmojus.it | Terminvereinbarung erbeten www.willeitimmojus.it
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Ludis lungit z „Ludis lungit“, das heißt „Vereint durch den Sport“. Der Panathlon Club Brixen, der 1979 gegründet wurde und heuer sein 35-jähriges Bestehen feiert, setzt sich ein für „sauberen“ Sport, Fair Play, Erziehung durch Sport und die Unterstützung von weniger privilegierten sportbegeisterten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. So werden beispielsweise die Kosten für Trainingscamps für bedürftige Kinder übernommen, und zu Weihnachten spendet der Club an einen
Verein. „In diesem Jahr war es die Sektion Behindertensport im SSV Brixen“, erläutert Elda Letrari, die seit heuer als erste weibliche Präsidentin die Geschicke des Clubs leitet. Überreicht wurde die Weihnachtsspende von Letrari und Igor Bielov im Rahmen der Feierlichkeiten zum 35. Jubiläum. Panathleten gibt es im Brixner Panathlon Club an die 30. Sie kommen aus der Bischofsstadt selbst, dem Pustertal und dem Wipptal, und allesamt sind sie verbunden durch den Sport, „denn
Panathleten sind Sportbegeisterte, sowohl ehemalige als noch aktive Sportler oder Sportfunktionäre“, so Elda Letrari. Für die Zeit ihrer zweijährigen Präsidentschaft hat sich Letrari vorgenommen, die Beziehungen des Panathlon Clubs zu den anderen in Brixen präsenten Service Clubs aufzunehmen
P&G
und den Club grundsätzlich in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Außerdem soll künftig ein „Fair-Play-Preis“ für Sportler ausgeschrieben werden, die sich durch ihr faires Verhalten auszeichnen oder durch vorzügliche schulische Leistungen glänzen. vk
Politik & Gesellschaft BRIXEN
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
45 Jahre für Leprakranke z Die Brixnerin Marta Marchese, Jahrgang 1945, widmete ihr Leben jenen Menschen, die als Aussätzige galten: den Leprakranken. Im Jahr 1969 gründete sie in Brixen gemeinsam mit Augusto Asson das Comitato Pro Lebbrosi AIFO; vor kurzem fand das 45-Jahr-Jubiläum des Vereins statt. 45 Jahre, in denen Marta Marchese und die anderen 14 Vereinsmitglieder unermüdlich Spenden für zahlreiche Hilfsprojekte sammelten: Flohmärkte, Vorträge, Schulbesuche oder der Verkauf von Honig am Welttag der Leprakranken – zahlreich sind die Initiativen, die vom Brixner Komitee alljährlich
kurz
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organisiert wurden. Besonders bekannt sind die Gedichtbände, rund elf an der Zahl, die Marta Marchese zugunsten von Hilfseinrichtungen für Leprakranke in der ganzen Welt veröffentlicht und verkauft hat. „Noch immer erkranken rund 600 Menschen täglich an Lepra, die Dunkelziffer nicht hinzugerechnet“, meint Marta Marchese. Lepra ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Bakterium übertragen wird und unter anderem zur Deformation von Gliedmaßen führt. In einigen Ländern, insbesondere in Indien, Afrika und Brasilien, ist die Krankheit noch ein ernstzunehmendes Problem,
„doch Lepra ist heilbar, dazu braucht es aber auch unser Mitgefühl“, so Marta Marchese. Zum heurigen Jubiläum hat die Unermüdliche erneut ein Buch herausgegeben, zugunsten eines Kindergartens in einem Leprakrankenhaus in Brasili-
en: „Un amore lungo 45 anni – Eine 45 Jahre dauernde Liebe“ zeigt die Tätigkeiten des AIFO Brixen auf, schildert Erfahrungsberichte und enthält wiederum eine Vielzahl an Gedichten von Marta Marchese. db
Ende November bot die Südtiroler Katholische Jugend (SKJ) mit den Jugenddiensten Brixen, Sterzing und Rodeneck einen Workshop für SKJ-Ausschussmitglieder. Die Themen „Rechtliches“ und „Sitzung“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Gruppendynamik“ standen im Zentrum.
Die Gemeinde Brixen übernimmt für die Veranstaltungen Mountainbike-Testival, den Weihnachtsmarkt und den Bergsteigerkongress IMS im Jahr 2014 die Ausgaben für die Besetzung öffentlichen Grundes. Es handelt sich hierbei um insgesamt 21.435 Euro.
Der Brixner Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 17. Dezember den Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2015 und das entsprechende Programm für öffentliche Arbeiten genehmigt. Auch der Mobilitätsplan wurde nach langen Diskussionen von den anwesenden Gemeinderäten mit großer Mehrheit gutgeheißen.
NACHGEFRAGT
„Mietengeld und Mindesteinkommen“ HANNES GRUBER, Verantwortlicher der Finanzdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, über den Haushalts voranschlag der Bezirksgemeinschaft für 2015 und die steigenden Ausgaben für die finanzielle Sozialhilfe.
visionc.it
Herr Gruber, vor kurzem wurde der Haushaltsvoranschlag der Bezirksgemeinschaft vorgestellt. Die Ausgaben für die finanzielle Sozialhilfe mussten für das kommende Jahr um 55 Prozent erhöht werden. Warum? Der erste Grund ist das Mietengeld, das nicht mehr vom Wohnbauinstitut, sondern vom Sozialsprengel ausgezahlt wird. Diese Neuerung geht vom Land aus, und bereits seit 2013 müssen neue Ansuchen beim Sozialsprengel gestellt werden. Die neuen Ansuchen fallen somit sukzessive beim Wohnbauinstitut weg und gehen an den Sozialsprengel, also an die
Bezirksgemeinschaft, über. Von den Ausgaben für die finanzielle Sozialhilfe, die für 2015 auf 5,9 Millionen Euro angesetzt werden, betreffen 3,9 Millionen Euro die Miete und Mietnebenkosten. Ein weiterer großer Posten ist das soziale Mindesteinkommen. Auch hier haben wir eine Steigerung, und zwar von 840.000 auf voraussichtlich 1 Million Euro. Woher stammen die Gelder für die finanzielle Sozialhilfe? Die Gelder stammen aus zweckgebundenen Zuweisungen aus dem Landessozialfonds. Sie werden vom Land garantiert und dem Bedarf angepasst. Wenn also der
Bedarf steigt, sind die Gelder bis jetzt immer bedarfsgerecht aus dem Landessozialfonds zugewiesen worden. Wer bezieht diese Gelder? In Brixen beziehen 1.193 Personen die finanzielle Sozialhilfe. Das ist der aktuelle Stand der Personen, die Klienten im Gesamtbereich Sozialhilfe sind. Zu den Leistungen der finanziellen Sozialhilfe gehört nämlich auch noch eine Reihe anderer Leistungen, wie beispielsweise der Unterhaltsvorschuss und die Aufrechterhaltung von Familienleben. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Mo – Fr 6.00 – 21.00, Sa 6.00 – 19.00 Uhr, So 7.00 – 14.00 Uhr 13
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Politik & Gesellschaft
SÜDTIROL
„Unausgewogene Sparpolitik“?
z Kürzlich schrieb eine Tageszeitung, dass das Land nun auch bei der Bildung den Rotstift ansetzen müsse: Der Bücherscheck, der vor den Landtagswahlen 2008 eingeführt wurde und einen Zuschuss von 150 Euro für alle Oberschüler
ab der dritten Klasse vorsah, soll 2015 gestrichen werden – genauso wie die Leistungsstipendien. Der Bücherscheck war von etwa drei Viertel der Schüler in Anspruch genommen worden, was der Landesverwaltung jährliche
Kosten von 1,5 Millionen Euro verursacht hatte – ein teures Wahlzuckerle. Auch die Leistungsstipendien, mit denen das Land gute Leistungen von Universitätsstudenten mit jeweils 1.000 Euro „belohnte“, sollen auf der Kippe stehen; immerhin 400.000 Euro wurden dafür jährlich ausgegeben. Allein diese inoffizielle Meldung weckte Opposition und Gewerkschaft auf: „Die Landesregierung fördert das Mittelmaß“, sagte Pius Leitner von den Freiheitlichen, und auch die Grünen Landtagsabgeordneten stellten Landesrat Philipp Achammer die Rute ins Fenster: „Geringen Einsparungseffekten stehen denkbar negative Folgen gegenüber.“ Auch der Vorsitzende des ASGB, Tony Tschenett, meldete sich zu Wort: „Eine Landesregierung, die bei der Bildung spart, glaubt nicht an die Jugend im eigenen Lande und ist sich der Bedeutung einer guten Ausbildung für die eigene Wirtschaft nicht bewusst. Das Land fährt eine unausgewogene
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Sparpolitik.“ Achammer stellte einen Tag später richtig: Es stimme, dass gespart werden müsse, aber wo genau der Sparstift angesetzt werde, stehe noch nicht fest: „Der Bereich der Bildungsförderung wird voraussichtlich mit 3 Millionen weniger auskommen müssen als im Vorjahr“, sagte Achammer, „das Geld wird also nicht ausreichen, um alle Leistungen – von der Schul- und Hochschulförderung über die Beförderungs- und Mensadienste bis hin zu den Heimen – zu finanzieren, auch weil wir mit Mehrkosten in einzelnen Bereichen rechnen. Trotzdem wollen wir“, so Landesrat Achammer, „nicht a priori Leistungen streichen, sondern darüber nachdenken, wie die Mittel bestmöglich eingesetzt werden können. Wir möchten sie so verwenden, dass Mehrbelastungen möglichst vermieden werden. Wobei wir im Falle von Reduzierungen auch über alternative Unterstützungsmaßnahmen nachdenken werden.“ wv
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Komm und lausche!
z Ein 88-jähriger Mann, der die Volksschule besucht, ein Großonkel, der zur Nazi-Zeit einen Verfolgten im Keller versteckt, oder eine blinde Frau, die sich in Tibet für Blinde stark macht: Zwei Dutzend Autoren haben in den vergangenen Monaten für das Haus der Solidarität (HdS) Geschichten über solch mutige Menschen aus Südtirol und der Welt geschrieben. Unter dem Motto „Komm und lausche!“ lädt das HdS nun ein, Vorleserunden in ganz Südtirol zu organisieren und dabei diese Geschichten vorzutragen. Interessierte veranstalten die Vorlese-Runden beispielsweise zuhause, in Bibliotheken, Bars oder mit Freunden, und laden Kinder oder Erwachsene zum Zuhören ein. Bei jeder Vorleserunde besteht die Möglichkeit, eine Spende zugunsten des HdS zu geben, und für jede Vorleseaktion, die auf der Website www.komm-lausche. org dokumentiert wird, stellen Sponsoren weitere Spenden zur Verfügung. Mit dem Geld soll
die Zukunft des HdS gesichert werden, das bekanntlich eine Million Euro für den Umzug ins Jakob-Steiner-Haus in Milland aufbringen muss. Die Idee zur Vorleseaktion selbst hat ebenso mit dem HdS zu tun: „Bei uns leben Menschen aus Südtirol und der Welt, die in der Gesellschaft oft nicht als mutig wahrgenommen werden. Es sind Außenseiter und Ausgegrenzte, Menschen ohne Obdach und Arbeit, Suchtkranke, Flüchtlinge, Haftentlassene und Kranke. Ihnen sind die Mutgeschichten gewidmet. Und ihnen sollen die Einnahmen aus den Vorleseaktionen zugute kommen“, meint die Vorsitzende Petra Erlacher. Die Texte für die Vorleseaktionen sind bis Ostern auf der Website www.komm-lausche. org abrufbar und zudem im HdS oder im Jukibuz des Südtiroler Kulturinstitutes erhältlich. Wer sich beteiligen möchte, wendet sich an: hds@hds.bz.it oder 0472 830441. db
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Für die Übernachtungsstätte z Der Lions Club Brenner Europabrücke (mit Sitz in Sterzing und Innsbruck) hat heuer zum zweiten Mal der Übernachtungsstätte für obdachlose Männer in Brixen für die Wintersaison den Bedarf an Hygieneartikeln, Tee und Zucker gespendet. „Wir wollen mit diesem kleinen Zeichen den Ärmsten unserer Mitmenschen ein bisschen helfen“, sagt der Präsident des
Lions Clubs, Fritz Neumair, „wir wollen damit aber auch unsere Präsenz zeigen, in der Vielfalt der freiwilligen Hilfsorganisationen, die in Südtirol aktiv sind.“ Die Übernachtungsstätte der Bezirksgemeinschaft Eisacktal ist jeweils von Anfang Oktober bis Ende Mai geöffnet; im Durchschnitt nutzen jede Nacht acht Obdachlose die Struktur. wv
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111 Jahre Stadtwerke Brixen AG 1 Unternehmen 11 Dienstleistungen 111 Variationen
Wir – die Stadtwerke Brixen AG – stehen für eine sichere Stromversorgung. Wir liefern Trinkwasser, entsorgen das Abwasser, verteilen Erdgas, versorgen Sie mit Fernwärme, kümmern uns um die öffentliche Beleuchtung, die Stadtreinigung, die Müllsammlung und die korrekte Wertstofftrennung in den Recyclinghöfen. Wir bieten über Citynet einen leistungsstarken Telekommunikationsdienst. Wir betreiben mit der Acquarena eine moderne Badeanlage und mit dem Forum Brixen eine unverzichtbare Kultur- und Kongresseinrichtung. Dafür sind wir da. Und wo begegnen Sie uns im Alltag – direkt oder indirekt?
Zeigen Sie uns mit Ihren Fotos Ihre Ansichten vom täglichen Dienst und den 11 Dienstleistungsbereichen der Stadtwerke Brixen AG, ob im Detail oder als Panoramab i l d , o b a b s t r a k t oder auf den Punkt gebracht! Schicken Sie uns innerhalb 06. April 2015 Ihr Bild in Druckqualität, versehen mit Ihrem Namen, Ihrer Telefonnummer und dem Bildtitel: 111@asmb.it. Die aussagekräftigsten Fotos stellen wir im Forum Brixen aus.
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Stadtwerke Brixen AG | Alfred-Ammon-Str. 24 | 39042 Brixen Tel. 0472 823 500 | www.asmb.it 15
„Wir schaffen das!“ Die Lebensgeschichte des 46jährigen ROBERTO DIANESE aus Brixen ist eines von jenen Schicksalen, die zu Herzen gehen, ohne rühr selig zu sein. Eine Geschichte, die aufrüttelt, ohne zu beschämen, und die schonungslos offenlegt, was im Leben wirklich wichtig ist.
D
ie Lebensgeschichte von Roberto Dianese mag vielleicht eine von vielen sein, sie zeugt aber auf beeindruckende Weise von der Kraft einer positiven Lebenseinstellung und vom Mut weiterzumachen, so gut es irgendwie geht, wenn das Leben sich auch von seiner grausamen Seite zeigt.
aufwachen zu müssen – und wieder gehen zu können. Kraft gegeben haben ihm vor allem seine Frau und die beiden Kinder, „non vi lascerò soli, wir schaffen das.“ Das war vor drei Jahren.
die körperliche Behinderung, die den Alltag von Roberto Dianese verändert hat, es ist vor allem der Tumor, der die Endlichkeit des Lebens immer wieder vor Augen führt. Abtropfmetastasen, erneu-
Die Diagnose, ein Schock. Als
Roberto Dianese am 22. September 2011 endlich erfuhr, woher seine Rückenschmerzen kamen, war das der schlimmste Tag in seinem Leben. Ein Rückenmarkstumor, 12 Zentimeter groß, wurde zum Damoklesschwert für ihn und seine Familie. Eine Operation war der einzige Weg, dem Tod zu entkommen, eine winzige Chance, wenn auch mit ungewissem Ausgang. „Wir standen unter Schock, klammerten uns an jeden Strohhalm.“ Jedes Wort, jede Regung im Gesicht der Ärzte löste eine Welle von Gefühlen aus, die Roberto Dianese zu überwältigen drohte. Niemand wollte und konnte ihm sagen, ob er nach dem achtstündigen
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Eine andere Chance. Roberto
Dianese hat sich ins Leben zurückgekämpft, hat sich einen Teil der Normalität zurückerobert. Die Arbeit im Geschäft am Kleinen Graben lenkt ab, gibt auf eine
te Bestrahlungen, Kontrollen im Krankenhaus – es ist ein Leben im Drei-Monats-Rhythmus, von einer Magnetresonanz zur nächsten. Die Freude darüber, dass alles in Ordnung ist, gepaart mit der Angst
„Sono un caso ... particolare“_ Roberto Dianese Eingriff seine Beine je wieder würde bewegen können. Zwischen Diagnose und Operation lagen gerade einmal fünf Tage. Tage, die von Verzweiflung und Hoffnung gleichermaßen geprägt waren, von Fassungslosigkeit und einem „vedrai che andrà tutto bene“. Nach der Operation war dann klar, dass der sehr seltene Tumor bösartig gewesen war. Bestrahlung und Chemotherapie waren unumgänglich, er würde wohl nicht mehr die Beine bewegen können, ein neuerlicher herber Schlag, „il secondo giorno più brutto della mia vita“. In den Monaten danach hatte Dianese das Gefühl, aus einem bösen Traum 16
sein. Und das ist unsagbar schwer, wenn man von einem Tag auf den anderen nicht mehr gehen kann. Die Querschnittlähmung ist inkomplett, sagen die Ärzte. Er vertraut darauf, irgendwann wieder gehen zu können, zumindest eine kurze Strecke, „con mia moglie al braccio.“ Es wird nie mehr so wie früher sein, aber die Botschaft seiner Familie ist klar: „L’importante è che tu sia qui, con noi.“
bestimmte Art Hoffnung. Und er hat sich eine große Portion Fröhlichkeit bewahrt. „Sono un caso ... particolare“, sagt Roberto Dianese mit einem liebevollen Blick zu seiner Frau, und man spürt, dass die beiden damit nicht nur die Krankheit meinen. Dass sich auch ihr Leben verändert hat, sieht seine Frau Sabine gelassen: „Wir haben eben eine andere Chance bekommen.“ Vieles, was die Familie vor der Erkrankung getan hat, kann sie noch immer tun. Nur die Unbeschwertheit mancher Tage ist leider verloren gegangen, die Leichtigkeit des Seins wird überschattet von der Angst. Es ist nicht nur
vor der nächsten Untersuchung. Dazwischen liegen immer wieder Monate, in denen Roberto Dianese und seine Familie sich an den kleinen Dingen freuen und dem Leben das eine oder andere Abenteuer abtrotzen. Mit einem Freund fährt er regelmäßig Tandem, „Bewegung“ in der Natur und bedingungsloses Vertrauen geben ihm Kraft. Seine Sabine ist immer wieder froh, wenn er heil zurückkommt, „però sono diventato molto più tranquillo.“ Es gibt immer wieder kleine Erfolge, aber Roberto Dianese hat umdenken müssen, hat lernen müssen, für jeden noch so kleinen Fortschritt dankbar zu
Roberto Dianese wurde am 31. März 1968 in Brixen geboren. Mit seiner drei Jahre älteren Schwes ter Sonia wuchs er in Brixen auf. Nach der Grund und Mittelschule besuchte er drei Jahre lang die Handelsschule, anschließend arbeitete er für neun Jahre an der Autobahnraststätte in Vahrn; zunächst als Tankwart, später in der Bar und schließlich im Büro. Dann stieg er in das Fotogeschäft seiner Eltern ein, das mittlerweile seit 55 Jahren besteht, besuchte Kurse und beschäftigte sich mit neuen Technologien rund um die Fotografie. Sein Vater ließ ihm freie Hand, er durfte den Betrieb nach eigenem Gutdünken moder nisieren. 1996 lernte er in einer Diskothek im Zillertal seine Frau Sabine kennen. Das Paar hat zwei Kinder, den 16jährigen Manuel und die 13jährige Alessia.
Fotos: Oskar Zingerle
Menschen & Meinungen
PORTRAIT
DIAGNOSE RÜCKENMARKSTUMOR: „Sono diventato molto piú tranquillo“ (Roberto Dianese)
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Menschen & Meinungen
BRIXEN
Danke! z Vor einem Jahr begann die Krankenschwester Silvia Fill Gasser nach einem Hilfseinsatz in Uganda, Spenden für einen Brunnen im Health Center von Birongo zu sammeln. Zunächst floss das Geld spärlich, schlussendlich kamen aber doch so viele Spenden zusammen, um Wassertanks ankaufen zu können. Diese wurden auf den Dächern der Schule, der Kirche und des Krankenhauses des ugandischen Dorfes montiert. Von dort fließt das Regenwasser in eine Filteran-
lage und sammelt sich in einem behelfsmäßigen Brunnen, an dem nun die gesamte Dorfbevölkerung sauberes Wasser holen kann. „Mein Freund Hubert, Mill-Hill-Missionar in der ugandischen Hauptstadt Kampala, hat dabei die Arbeiten vor Ort überwacht“, erzählt Silvia Fill. Mitte Juni wurde die Wasserstelle gesegnet, und mit den übrigen Spenden wird nun das AIDSHaus des Gesundheitszentrums fertig gestellt. „Heute, ein Jahr danach, bin ich überglücklich,
dass uns dieses Projekt trotz großer Schwierigkeiten gelungen ist und ein ganzes Dorf davon profitieren kann. Mein allergrößter Dank geht dabei an die Menschen, die an mich geglaubt und mir so viel Vertrauen geschenkt
haben. In Zeiten wie diesen ist es keine Selbstverständlichkeit, einem fremden Menschen Geld zu schenken – vor allem nicht, weil für eine Sache gesammelt wurde, die weit weg von Südtirol ist“, so Silva Fill. db
M&M Menschen & Meinungen BRIXEN
Standing Ovations
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum’s Wetter huier so spinnt. Der Petrus håt no net mitgekriag, dass nimmer der Luis fürs guate und schlechte Wetter zuaständig isch ...
kurz
notiert
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z 21 Jahre lang war Claudio Pasetto im Kollegium der Rechnungsrevisoren der Gemeinde Brixen, zuletzt als Präsident; Karin Runggaldier hingegen hat für zehn Jahre die Bilanzen der Gemeinde sorgfältig überprüft. Im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Albert Pürgstaller die beiden verabschiedet – und die Gemeinderäte spendeten ihnen Standing Ovations. Pasetto, der für seine freundliche, sehr menschliche und professionelle Prüfarbeit äußerst geschätzt war, reagierte gerührt und erklärte, dass in der Gemeinde sehr sorgfältig mit den Steuergel-
dern umgegangen werde – auch dank der professionellen Arbeit der entsprechenden Beamten. „21 Jahre sind eine lange Zeit“, sagte er, „entsprechend wehmütig ist mein Abschied, aber Brixen werde ich immer in meinem Herzen behalten“. Zum neuen Präsidenten
der Rechnungsrevisoren wurde Manfred Psaier gewählt; ihm zur Seite stehen Daniel Merolla und Marina La Vella. Im Bild: Bgm. Albert Pürgstaller, Claudio Pasetto, Karin Runggaldier, SR Claudio Del Piero und Josef Pfattner. wv
Der Brixner Matthias Hofer zählt zu den Worldskills-Teilnehmern 2015. Als Landschaftsgärtner fährt er nach Brasilien und vertritt das Team Italy, wenn es darum gehen wird, sich unter 64 Nationen und 1.000 Teilnehmern der Berufsweltmeisterschaft zu behaupten.
Den Albeinser Schauspieler Peter Mitterrutzner, bekannt aus zahlreichen Fernsehproduktionen, zieht es über die Weihnachtsfeiertage zurück zu seinen Wurzeln. In Albeins wird er während seines Aufenthalts für den Bildungsausschuss auch eine Lesung halten.
Bettina Kerer wurde im Rahmen der Cäcilienfeier der Bürgerkapelle Brixen für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verband Südtiroler Musikkapellen geehrt. Sie erhielt das Verbandsehrenabzeichen in Silber und eine Urkunde für die langjährige Tätigkeit bei der Bürgerkapelle Brixen.
mein Hoppala
Christian Rottonara, Geschäftsführer der Kondominium KG
Weißer Schaum am Mund Ich war einmal mit drei Kollegen in Irland beim Golfen. Nach dem Flug sind wir gleich zum ersten Golfplatz gefahren, nur leider plagten mich starke Kopfschmerzen. Einer meiner Kollegen ist Hausarzt, und so habe ich zu ihm gesagt, er solle mir doch bitte ein Medikament geben, „mit dem Kopfweh kann ich nicht spielen“. Er drückte mir zwei Tabletten in die Hand, sagte, dass diese sicher wirken würden, und rannte gleich weg, um uns im Clubhaus anzumelden. Vertrauensvoll nahm ich beide Tabletten gleichzeitig. Die Tabletten wirkten in der Tat – nur eben anders, als ich mir erwartet hatte: Plötzlich bildete sich unglaublich viel Schaum in meinem Mund, und so habe ich die Tabletten nach wenigen Sekunden ausgespuckt. Am nächsten Morgen hatte ich immer noch Kopfschmerzen – diesmal allerdings vielleicht vom Whisky des Vorabends –, und so fragte ich den Hausarzt-Kollegen, ob er nicht noch etwas für mich hätte. Er sagte, er würde noch einmal dieselben Tabletten versuchen, „diesmal werden sie wohl helfen“. Als ich sie wieder in den Mund nehmen wollte, schrie er laut auf: „Halt, stopp! das sind Brausetabletten!“
Foto: Oskar Zingerle
O o op s
Leser kochen für Leser
mmh!
Schokomuffins mit Topping > Zutaten Muffins (12 Stück) 2 Eier, 100 g Zucker, 1 Pkg. Vanille zucker, 1 EL Rum, 80 ml Öl, 100 ml Milch, 7 EL geriebene Haselnüsse, 2 TL Backpulver, 4 EL Mehl, 3 EL Ka kaopulver (ungesüßt), 2 EL Nutella
> Zutaten Vanillesahnecreme 250 ml Milch, 1 Pkg. Vanillezucker oder 1 Vanilleschote, 1 Msp. Zitro nenschale, gerieben,1 Eigelb, 60 g Zucker, 30 g Mehl, 1 Blatt Gelatine 2 EL Rum, 200 ml Sahne, geschlagen
> Zubereitung Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eier, Zucker, Vanillezucker und Rum schaumig rühren, die vermengten Tro
ckenzutaten, Öl und Milch einrühren, zuletzt die Nutella gut unterrühren. Teig in Förmchen füllen, 20 bis 25 Minuten backen. Die Muffins abkühlen lassen. Creme: 200 ml Milch mit Vanillezu cker/schote und Zitronenabrieb zum Kochen bringen. In einer Schüssel 50 ml Milch mit Eigelb, Zucker und Mehl verrühren. Die kochende Milch in die Eiermasse rühren, in den Kochtopf zurückschütten und unter ständigem Rühren etwa 2 bis 3 Minuten kochen. Creme auskühlen lassen (ab und zu umrühren). Gelatine in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen, ausdrücken, in einer Metallschüssel im warmen Wasserbad mit dem Rum schmelzen, kräftig unter die Creme rühren. Diese leicht stocken lassen, dann die ge schlagene Sahne unterziehen.
Die Leidenschaft fürs Kochen hat Andrea Rogen von ihrer Mutter geerbt. Zu besonderen Familienanlässen oder wenn ihr gerade danach ist, schmeißt „Andi“ auch mal gerne das Backrohr an und zaubert köstliche Schokomuffins, die sie mit leckerem Creme Topping verziert. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Voting
Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
„Sollten die Kindergärten auch im Sommer betrieben werden?“ 20,59% Ja, denn die bestehenden Infrastrukturen würden damit effizienter genutzt 38,24% Ja, das Personal der Kindergärten könnte somit ganzjährig arbeiten 17,65% Nein, im Sommer soll das Betreuungsangebot von anderen Strukturen ausgebaut werden 23,53% Nein, im Sommer sollten die Kinder in der Familie betreut werden
Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Inter netgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
„Wird 2015 besser als 2014?“ > > > >
Ja, die Wirtschaft wird endlich wieder anziehen Ja, die Menschen werden optimistischer und entsprechend initiativer Nein, denn Initiative wird derzeit durch schlechte Rahmenbedingungen bestraft Nein, denn die politische und wirtschaftliche Situation von Italien wird noch schlimmer werden
Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19
Foto: Klaus Ramoser
Menschen & Meinungen
LAMMento
BRIXEN
Aus fürs Eis
Stellenanzeige
z Für alle Eisliebhaber und Kuchenfans war der 4. November 2014 ein schwarzer Tag. Nach 36 Jahren macht Karl Hofer den Laden dicht, und Hofers Eisdiele in Milland ist Geschichte. Eigentlich war der junge Karl damals, 1978, mitten im Sportund Pädagogikstudium begriffen und unterrichtete Leibeserziehung, als seine Mutter die Aufgabe des Familienbetriebes erwog. Kurzerhand machte der unternehmungslustige Sohn des Hauses aus der Garni eine Eisdiele, absolvierte die Meisterprüfung in der Eisherstellung und widmete sich als Autodidakt leckeren Kuchenkreationen. Trotz abgeschlossenen Studiums beschloss Karl Hofer, das Unterrichten endgütig an den Nagel zu hängen. Unterstützt von seiner Frau Sonia, widmete er sich nun voll und ganz dem gut
„Wir könnten ja eine Stellenanzeige aufgeben“, sagt der Franz, während er einen Jagatee trinkt, um in Friedas Bar zumindest Après-Ski-Feeling-aufkommen zu lassen, wenn er schon mangels Schnee auf das Skifahren verzichten muss, der Franz. Eine Stellenanzeige? „Schau“, sagt der Franz, „die ganz Stadt sucht verzweifelt einen neuen Bürgermeister, und niemand, aber auch niemand denkt an das Naheliegende: eine Stellenanzeige, auf der Homepage vom Brixner zum Beispiel.“ Eine Stellenanzeige ... warum eigentlich nicht? So unter dem Motto: 1.113 Jahre alter Betrieb sucht Führungskraft, führe ich sein Gewitzel fort. „1.113 Jahre alter traditionsbehafteter Betrieb mit großem, aber beratungsresistentem und eher als schwierig einzustufenden Kundenstock sucht Führungskraft. Er/Sie sollte kommunikativ sein, breite Schultern und eine dicke Haut besitzen, vor allem aber sollte er extrem geduldig sein, denn die Kundschaft reagiert auf Entscheidungsfreude eher kritisch und ungehalten. Vorteilhaft wären in diesem Sinn eindrucksvolle Testikel. Auf jeden Fall sollte er/sie aber leidensfähig sein; ein leichter Hang zum Masochismus ist wünschenswert. Der Arbeitsplatz ist leider ständig glatteisgefährdet und gefühlsarm, der Teamgeist der Mannschaft ausbaufähig. Durchgehende Arbeitszeiten, auch am Wochenende, sind die Regel; Überstunden werden weder bezahlt noch von den Kunden honoriert. Der Job ist zudem verbunden mit hoher Verantwortung. Dafür ist die Bezahlung eher schlecht“. Geht doch, sag ich. Damit finden wir sicher jemanden.
EISACKTAL
Kochen für den guten Zweck
Kundmachung Die Gemeinde gibt bekannt, dass folgender öffentlicher Wettbewerb zur Besetzung nachstehender Stellen ausgeschrieben ist:
2 Stellen als qualifizierte/r Koch/Köchin Hilfskoch/-köchin in 3. Funktionsebene, eine Stelle der deutschen Sprachgruppe und eine Stelle der italienischen Sprachgruppe vorbehalten Die Gesuche um Zulassung müssen innerhalb 23.01.2015 im Bürgerschalter einlangen.
www.brixen.it
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gehenden Betrieb – eine Aufgabe, die ihm nicht schwer fiel, denn den Umgang mit Gästen hatte Karl schon von klein auf in der elterlichen Garni gelernt. Außerdem liebt er die Geselligkeit, nicht selten hat er selbst zur Gitarre gegriffen und spontan zur guten Stimmung beigetragen. Legendär sind die Schachpartien mit dem vielseitig begabten Wirt, der lange Jahre Präsident im Millander Sportverein war. Nachdem seine drei erwachsenen Kinder kein Interesse an der Weiterführung der Eisdiele bekundet haben, hat sich der 62-jährige schweren Herzens zur Betriebsauflösung entschlossen. „Jetzt wollen meine Frau und ich noch ein bisschen was von der Welt sehen und das Leben genießen“ freut sich der sympathische Millander. ird
z 2.100 Euro „erkochten“ einige freiwillige Mitglieder des Südtiroler Köcheverbandes, Bezirk Eisacktal, auch heuer wieder für den guten Zweck. Der Reinerlös wird jedes Jahr an eine andere Hilfsorganisation oder einen Verein gespendet. „Letztes Jahr war es der bäuerliche Notstandsfonds, dann ging die Spende einmal an die Schmetterlingskinder und einmal an eine Familie in Not in Lüsen“, erklärt Michael Goller, Ausschussmitglied des Südtiroler Köcheverbandes. „Wir schauen, dass das Geld im Land bleibt.“ Deshalb kommt heuer die stattliche Summe von 2.100 Euro der Südtiroler Kinderkrebshilfe „Regenbogen“ zugute. Der Eisacktaler Köcheverband kocht schon seit einigen Jahren an einem eigenen
Stand beim „Keschtnigl Fescht“ in Feldthurns für den guten Zweck, und heuer wurden unterschiedliche Kastanienspezialitäten zubereitet: Kastaniennocken auf Rahmwirsing und gehobeltem Latzfonser Almkäse, Geschmorte Milchferkelwangerl auf Gerste-Kastanienrisotto und Kastanien-Hefekrapfen mit Vanillesoße. Unlängst wurde die Spende in Form eines großen Schecks im Beisein von Daniela Gruber, Luis Unterfrauner, Maggy Wieser und Michael Goller, allesamt Ausschussmitglieder des Eisacktaler Köcheverbandes, dem Bezirksobmann Alfred Putzer, Emma Erna Huber-Bachmann von der Südtiroler Krebshilfe und Hannes Huber, vertretend für die Kinderkrebshilfe „Regenbogen“, überreicht. vk
Pro& Contra Ist eine Frauenquote auch bei Vorzugsstimmen zielführend? Der Hintergrund:
GENIAL
Foto: Harald Wisenthaler
Im Regionalrat wird derzeit diskutiert, ob man die Regeln zur Frauenquote für die Gemeinderatswahlen ausweiten soll: Während bisher lediglich galt, dass eine Liste zumindest ein Drittel der Listenplätze dem jeweils anderen Geschlecht reservieren oder leer halten muss, ist nun im Gespräch, dass effektiv 30 Prozent der Kandidaten dem jeweils anderen Geschlecht angehören soll. Diskutiert wird sogar, ob bei vier Vorzugsstimmen mindestens eine den Frauen vorbehalten sein soll.
MULTIMEDIAL
MAGDALENA AMHOF, SVP-Landtagsabgeordnete: „Männer dominieren nach wie vor die Politik“
ULLI MAIR, Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen: „Das Ende der freien Wahl“
Ja
Nein
Wenn das Ziel sein soll, mehr Frauen in politischen Entscheidungsgremien zu bringen, dann ist eine Frauenquote auch bei den Vorzugsstimmen sinnvoll. Es hat sich nämlich gezeigt, dass sich trotz vieler Bemühungen in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert hat: Männer dominieren nach wie vor die Politik. Aber Parlamente, Landtage und Gemeinderäte sollen doch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft mit einem Frauenanteil von mehr als 50 Prozent sein. Da finde ich es legitim, mit einer Quote nachzuhelfen – auch, weil es wichtig ist, das vorherrschende Rollenbild zu ändern. Dieses schreibt nach wie vor den Männern mehr Kompetenz in der Politik zu, weswegen auch bei Wahlen Frauen weniger Vorzugsstimmen erhalten. Eine Quote beschränkt natürlich die freie Auswahlmöglichkeit der Wähler, aber jede Regelung im Wahlrecht beschränkt diese Wahlfreiheit in gewisser Weise, sei es die Wahl nach Parteien, nach Listen, oder eine bestimmte Anzahl von Vorzugsstimmen. Die Frage, die sich dabei eigentlich stellt, ist: Wollen wir mehr Frauen in der Politik? Wenn ja, müssen wir auch das Wahlrecht dem entsprechend gestalten. Unsere Gesellschaft funktioniert nur durch faire Regeln in den verschiedensten Bereichen, die ständig überarbeitet werden müssen, um den sich verändernden Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Nachdem Frauen nun schon so lange das passive Wahlrecht besitzen, aber der Frauenanteil in den politischen Entscheidungsgremien nach wie vor niedrig ist, ist eine Regelung auch hier unbedingt notwendig! z
Es wäre das Ende der freien Wahl. Dass die Politik den Wählern per Gesetz vorschreiben will, wer zu wählen ist, ist demokratiepolitisch bedenklich. Es ist richtig und wichtig, dass beide Geschlechter auf Kandidatenlisten vertreten sein müssen, aber die Auswahl muss man schon noch dem Wähler überlassen. Wenn eine Wählerin die Entscheidung trifft, keine Vorzugsstimmen oder nur Frauen bzw. nur Männer zu wählen, dann ist das eine freie Wahlentscheidung. Ich bin seit jeher aus Überzeugung gegen Frauenquoten, da ich den Frauen selbst einfach mehr zutraue. Einigen Quotenkämpfern geht es um falsch verstandene Macht. Es ist für viele Frauen beschämend, dass gerade direkt gewählte Volksvertreterinnen Frauen immer wieder als unfähig darstellen und ihnen unterstellen, bestimmte Positionen nur unter gesetzlichem Zwang erreichen zu können. Quoten sind undemokratisch, ungerecht, populistisch – und der freie Wählerwille geht durch eine reglementierte Vorauswahl von Kandidaten verloren. Sie greifen in den natürlichen gesellschaftlichen Wandlungsprozess ein, der sich zwar langsam vollzieht, aber vom Bewusstsein der Frauen abhängt, eine Veränderung zu wollen. Dort, wo Frauen wirklich stark auftreten und entsprechende Qualifikation nachweisen, werden sie sich über kurz oder lang auch durchsetzen. Politische Überzeugung, Herzblut, Kompetenz und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein sind allemal wichtiger als ein Zwangskorsett, und dort muss Politik ansetzen und Frauen motivieren, diesen Schritt zu wagen. z
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Menschen & Meinungen
FR I E D R IC H U BER B A C H ER
W端nsche allen einen guten Start ins Jahr 2015. DOM US.CC
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UMFRAGE
Braucht es die Frauenquote in der Politik? Fotos: Oskar Zingerle
Ob es die Frauenquote braucht oder nicht, und wenn ja, in welcher Form – darüber wird derzeit kontrovers diskutiert. Was die Brixner von der Frauenquote halten und ob es die Frauen nicht auch ohne schaffen würden? Wir haben uns umgehört.
„Es soll derjenige in die Politik gehen, der qualifiziert ist und der es auch verdient, und nicht jemand, der quasi dazu ‚gezwungen’ wird“, ist Peter Niedermair der Meinung. „Ich bin für Frauen in der Politik, aber sie sollen sich diese Ämter dann auch erarbeiten, nur dann haben sie das Potential, etwas Tolles zu schaffen. Ich finde es falsch, dass es am Ende reine Quotenfrauen geben wird.“
„Ich bin gegen die Frauenquote“, sagt Ernst Ellemunter. „Diese ist nicht demokratisch. Wenn ein Mann mehr Stimmen bekommt, dann soll er es schaffen. Wenn, dann muss das schon im Vorfeld geregelt werden. Ich wünsche mir Frauen in der Politik, aber das sollte nicht per Gesetz geregelt sein. Die Frauen müssen untereinander mehr zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen.“
„Ich kann mir vorstellen, dass die Frauenquote den Frauen wirklich hilft, in der Politik Fuß zu fassen. Wenn eine Dame allerdings auf Zack ist, dann schafft sie es auch ohne. Natürlich braucht es Frauen in der Politik, aber dann sollen sie auf jeden Fall freiwillig zu einer Wahl antreten und nicht nur, weil es die Frauenquote vorsieht“, sagt Andreas Kahl.
„Ich wähle zwar nicht in Südtirol, bin aber ein Fan von Frauen in der Politik. Deutschland gefällt mir dabei besonders gut, insbesondere die Bundeskanzlerin, die meines Erachtens eine tolle Persönlichkeit ist. Frauen sind in gewissen Sparten, wie Familie oder Soziales, einfach sensibler, und das braucht es auch. Natürlich muss eine Frau das auch so wollen und sich ihren Posten erarbeiten, nur dann kann sie überzeugen“, sagt Helga Kaser.
Waltraud Ralser findet, dass Frauen eine andere Einstellung haben, „und genau deswegen braucht es unbedingt Frauen in der Politik. Sie sind einfach sensibler, insbesondere bei Themen, die die Familie betreffen. Männer haben da oft ganz andere Vorstellungen. Ich wähle selbst auch Frauen, weil ich der Meinung bin, dass wir uns gegenseitig unterstützen müssen.“
Gertraud Wachtler würde nicht in die Politik gehen: „Ich könnte mir das einfach nicht vorstellen. Frauen haben so viele Sachen zu tun, da weiß ich nicht, ob sich das vereinen lässt. Jene Frauen, die unbedingt in die Politik wollen, sollen dies auch tun, aber wenn Zweifel bestehen, ist es besser, dass sie verzichten. Fähige Leute kommen so und so hinein, da braucht es keine Frauenquote.“
„Secondo me le donne sono più toste ed è per questo che dovrebbero esserci più del 50 per cento di donne nella politca. Loro gestiscono famiglie e partoriscono i nostri figli – perciò apprestano di più degli uomini. Ma tutto questo è anche una questione di potere. Ormai anche tanti padri stanno a casa, così le donne hanno via libera per una carriere politica“, sagt Massimo Zaccari.
„Mehr Motivation würde es benötigen“, ist Brigitte Obwexer der Meinung, „dann wären auch mehr Frauen in der Politik. Die Frauenquote sollte man allerdings beibehalten, damit die Politik nicht nur von Männern regiert wird. Für Frauen ist es sicherlich schwieriger, sich eine Position zu erkämpfen – aber mit einem starken Willen ist es auch für sie machbar.“ 23
MEISTER LEONHARD VON BRIXEN UND SEINE BILDERSPRACHE
Kunst & Kultur
„Bedeutender Künstler“
Am 5. Dezember wurde in Anwesenheit von Vertretern aus Gemeindepolitik und Kirche so wie von zahlreichen Stuflern und Kunstfreunden aus nah und fern über dem Lamprechthaus in der Stuflergasse eine Informationstafel enthüllt. Der Brixner Historiker Ernst Delmonego hatte das Haus, das die Nummer 13 trägt, als Wohnort des Meisters Leonhard von Brixen identifiziert. Der „Brixner“ bringt ein Interview mit dem Historiker Ernst Delmonego.
Herr Delmonego, Sie berichteten in Ihrem Vortrag in der Bürgerstube des Hotels „Grüner Baum“ vom Anlass und Verlauf Ihrer wissenschaftlichen Untersuchung und erinnerten an den bedeutenden Künstler Meister Leonhard von Brixen.
Infotafel anzubringen. Er sagte rasch zu. Den Text in deutscher Sprache hatte ich schon vorbereitet; Professor Carlo Milesi hatte ihn ins Italienische übersetzt.
ERNST DELMONEGO: Vor einem Jahr habe ich im Auftrag der Familie Stremitzer eine Übersicht der Urkunden von den ersten namentlichen Erwähnungen des Hauses und die Reihe der Inhaber und Besitzer bis zur Gegenwart zusammengestellt. In diesem Zu-
Sein eigentlicher Name war Leonhard Scherfhauff. Der Maler und Bildhauer stammte mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem schwäbischen Raum, von wo er künstlerisch beeinflusst war. Um 1440 ließ er sich im genannten Haus in Stufels nieder. Da er mit
Wer war nun dieser Meister Leonhard von Brixen?
„Von 1440 bis zu seinem Tod lebte Meister Leonhard von Brixen in der Stufler Gasse 13“_ Ernst Delmonego, Historiker sammenhang konnte ich durch eine Reihe von Vergleichen erstmals die Behausung von Leonhard Scherhauff, besser bekannt unter dem Namen Meister Leonhard von Brixen, im Nachbarhaus des Josef Lamprecht (Stufler Gasse 13) lokalisieren. Der Direktor des Diözesanarchivs, Eduard Scheiber, hat mir dazu viele nützliche Hinweise gegeben und Urkunden aufbereitet. Auf Anregung von Burghart Stremitzer und im Auftrag des ehemaligen Metzgermeisters Josef Lamprecht unterbreitete ich dem Bürgermeister Albert Pürgstaller die Idee, über dem Eingang eine 24
seiner großen Familie, zu der acht Kinder gehörten, von der Kunst allein nicht leben konnte, war er auch Nebenerwerbsbauer. Es war der damalige Fürstbischof Kardinal Nikolaus Cusanus, der ihm 1460 mehrere Äcker in Natz, in Kranebitt und in Elvas als Lehen übertrug. Die Felder,
die unter anderem die Namen „Krumpacker“, „Steigacker“ und „Acker am Rain“ trugen, waren wohl nicht besonders fruchtbar, zumal sie damals noch nicht – und als gebürtiger Lüsner darf ich darauf hinweisen – über das Segen spendende Wasser aus Lüsen verfügten. Meister Leonhard scheint 1476 erstmals als verstorben auf. Seine letzte Ruhestätte fand er wahrscheinlich wie Oswald von Wolkenstein im nahen Kloster Neustift, wo er einen Jahrtag gestiftet hatte. Wo begegnen wir in Brixen und Umgebung den Malereien des Meisters? Am ausgiebigsten können wir seine Fresken
im Brixner Kreuzgang bewundern, der als Begräbnisstätte der Domherren diente. Je nach deren finanziellen Möglichkeiten wurden die Arkaden mit Bildern aus dem Alten und Neuen Testament ausgeschmückt. So wurde der Kreuzgang eine Art „biblia pauperum“, also eine Bibel für das Volk. Meister Leonhard gestaltete mit seiner Werkstatt die Arkaden zwei, fünf, vierzehn und fünfzehn ganz, sowie drei und sieben teilweise. Weitere Bilder finden sich im Eingangsbereich des Kreuzgangs zwischen Dom und Frauenkirche. Am bekanntesten ist den Brixnern und vielen Besuchern wohl das Fresko mit dem „ersten Brixner Elefanten“, das über
dem Eingang zur Johanneskapelle angebracht ist. Der Meister und seine Schüler hatten noch nie einen Elefanten gesehen; sie wussten lediglich, dass es sich um ein Tragtier mit Rüssel handelt. Und so wurde der Elefant eine Art Pferd mit Schafskopf und Rüssel. Das Fresko stellt eine Szene aus dem Alten Testament dar: Eleazar, mit der Lanze nach oben gerichtet, liegt unter dem Tier und versucht so, seine Vaterstadt vor einem Kriegselefanten zu schützen – wohl wissend, dass er von diesem erdrückt würde. Dem entspricht an der Westwand das Fresko eines anderen Künstlers, das den Opfertod Christi für die ganze Menschheit darstellt. Zu nennen ist auf alle Fälle auch der aus dem Bauch des Fisches ans Land gespuckte Prophet Jonas als Vorbild für die Auferstehung Christi. Unbedingt hinweisen möchte ich – gerade jetzt zur Weihnachtszeit – auf die Freuden Mariens (in der vierzehnten Arkade): mit der Verkündigung, mit der Geburt Christi, mit der Darstellung Jesu im Tempel und mit den drei Weisen aus dem Morgenland. Und außerhalb von Brixner Dombezirk? Der Meister gestaltete zum Beispiel die Außenfassade der Pfarrkirche von Vahrn mit einer farbenprächtigen Krönung Mariens, malte in der Turmkapelle des Klosters
info Ernst Delmonego, Jahrgang 1948, studierte nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums am Vinzentinum an der Universität Innsbruck Geschichte und Kunst geschichte und schrieb 1975 sei ne Dissertation „Das Stadtgericht Brixen, die Gerichte Lüsen, Albeins und Pfeffersberg 15001641“. Von 1977 bis 2007 unterrichtete er an der Mittelschule „Oswald von Wolkenstein“. Bekannt geworden ist er als Autor, Koordinator und Mitherausgeber der Dorfbücher von Lüsen und Rodeneck. Er schreibt zudem historische Beiträ ge zu Geschichtsbüchern, Kirchen führern und Bildbänden, hält Vorträge zur Orts und Landesge schichte und zeigt Urlaubsgästen die Sehenswürdigkeiten Brixens. Am 15. August 2012 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet.
BIBEL FÜR DAS VOLK: Meister Leonhard von Brixen gestaltete mit seiner Werkstatt die Fresken in mehreren Arkaden des Brixner Kreuzgangs
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Kunst & Kultur
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frohe Festtage & ein gutes neues Jahr!
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Ernst Delmonego: „Meister Leonhard war ungemein fleißig und hochqualifiziert“
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Neustift eine Kreuzigung und stattete das Jakobskirchlein an der Mahr mit der „Hühnerlegende“ aus. Im Chorgewölbe der St.-Nikolaus-Kirche in Klerant finden wir neben den Passionsszenen zwölf Episoden aus der Nikolauslegende. Anlässlich der fertigen Restaurierung dieser Kirche hob die heutige Landesdenkmalpflegerin, Waltraud Kofler Engl, den „volksnahen Charakter der Figuren und Szenen sowie die Farbigkeit und Natürlichkeit in der Gestaltung der Frauen- und Engelsköpfe“ hervor. Auch der Freskenschmuck des Mellauner Kirchleins mit der wohl ältesten Herz-Jesu-Darstellung Tirols wurde von Meister Leonhard entworfen und zum großen Teil ausgeführt. Da Meister Leonhard in den Machtkampf zwischen Cusanus und den Landesfürsten Sigismund hineingezogen wurde, musste er auch Arbeiten in Gröden, im Oberpustertal, in Osttirol und am Nonsberg übernehmen. Meister Leonhard war nicht nur Maler? Stimmt, er war auch Altarbaumeister, und als solcher Bildhauer und auch Tafelmaler. Ein Beispiel seiner Altarbaukunst stellen die Krönung Mariens und die Verkündigungsgruppe aus der Säbener Liebfrauenkirche dar, deren Figuren sich heute in der Pfarrkirche von Klausen befinden. Im Brixner Diözesanmuseum haben hingegen die Altarfiguren von Schrambach und Feldthurns
einen würdigen Platz gefunden. Dort befinden sich auch mehrere Tafelbilder seiner Flügelaltäre. Schade, dass die Tafeln des spätgotischen Hochaltares des Domes außer Landes gekommen sind: zwei nach Wien und sechs weitere gar erst im 20. Jahrhundert über Kaschau/Kosice in der Ostslowakei nach Budapest. An Ort und Stelle können wir den Hochaltar in Sarns und jeweils eine Marienfigur in der Pfarrkirche von Albeins und Gufidaun bewundern. Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass er – und nicht Hans Klocker – den ersten Tiroler Krippenaltar geschaffen hat, und zwar in der Pfarrkirche von Lajen.
auch bäuerlichen Bevölkerung die Botschaften der Bibel in verständlicher Weise näher bringen. Sind Sie der Meinung, dass Meister Leonhard ausreichend gewürdigt wird? Diese Frage darf ich mit einem Nein beantworten. Schon vor Jahren war angedacht worden, dem geschätzten Künstler eine Landesausstellung zu widmen,
Fotos: Oskar Zingerle
zu der auch seine Werke aus Budapest, Freising und Wien zurückkehren sollten. Obwohl die finanziellen Mittel damals noch reicher vorhanden waren, wurde das Ansinnen abgelehnt. Aber ich darf den Wunsch an dieser Stelle wiederholen.
Johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Woher haben Sie die profunden Kenntnisse über Meister Leonhard? Ich habe mich seit Jahren intensiv mit der zweibändigen Dissertation von August Hallegger „Meister Leonhard Scherhauff, Maler zu Brixen, 1400-1476“ beschäftigt und in den Fachbüchern meines Lehrers Karl Wolfsgruber („Dom und Kreuzgang von Brixen“) und des Kunstexperten Leo Andergassen („Der Dom zu Brixen“) recherchiert. Worin liegt nun die besondere Bedeutung dieses Künstlers? Meister Leonhard von Brixen hat mit seiner Werkstatt ab der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zur Pacher-Zeit die Kunst im südlichen Tirol geprägt. Dazu ist zu sagen, dass er ungemein fleißig und hochqualifiziert war. Und er schloss sich bewusst nicht der modernen Richtung seines Zeitgenossen Hans Multscher an, sondern wollte speziell der einfachen, 27
Kunst & Kultur
Foto: Mila Pavan
MUSIK
Die Singphoniker z Der Kulturverein Brixen Musik lädt mit der Gemeinde Brixen auch heuer wieder ein, das neue Jahr heiter und beschwingt zu begrüßen. Unter dem Motto „The Secret of Love“ zeigt dieses Jahr das bekannte Vokalensemble „Die Singphoniker“, wie vielfältig und abwechslungsreich Männerherzen und -stimmen erklingen können. Ihr Programm umfasst Lieder über die Liebe von der Renaissance bis zum Pop. Den Singphonikern wird nachgefragt, scheinbar mü-
helos die Kunst zu beherrschen, Leichtem Gewicht zu verleihen und Schweres mit Leichtigkeit zu präsentieren. Bemerkenswert ist, dass dabei alles andere als ein beliebiges Nebeneinander entsteht, vielmehr die Grenzen zwischen sogenannter U- und E-Musik durchlässig werden, dass sich Renaissancemusik und Moderne, Pop und Gospel, Schlager und Volkslied zu einer Einheit mit neuem Sinn fügen. Reizvolle Kontraste, schillernde Farben und
ungeahnt unerhörte Verbindungen können sich dabei auftun. Ihr Ensembleklang gilt als warmtönend, gleichermaßen fein ausbalanciert bis geschlossen kraftvoll, und spiegelt vom tiefsten Dunkel bis zum strahlendsten Licht alle
Facetten einer rein männlichen Besetzung wider. Das Konzert findet am 5. Jänner um 20 Uhr im Forum Brixen statt, anschließend laden der Kulturverein Brixen Musik und die Gemeinde Brixen zum Neujahrsumtrunk. vk
(Marialuise Campei). Markus Damini zeigt ungewöhnliche Lederarbeiten, Manfred Mureda, Romeo und Sergio Sommavilla erfreuen mit edlen Skulpturen. Wunderschöne Keramik- und Steinarbeiten
präsentieren Jasmine Rizzi, Christine Scheidle, Ruth Gallmetzer und Brunhilde Tasser. Christian Falk besticht mit seinen weitum bekannten Raku-Formen. Giovanna Piol überrascht mit einem
gehäkelten Schal in einer antiken Dose, und Jolanda Plunger beeindruckt mit erfrischend echten Bahnhof-Szenen. ird
An der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Uni Bozen in Brixen fand Mitte Dezember der Kongress „Kindheit, Schule und Krieg“ im Rahmen des Gedenkjahres des 100. Jahrestages des Ersten Weltkriegs statt.
Zwölf Teilnehmer haben kürzlich in Brixen ihr Bildungsprojekt „Pfiff“ (Projekt zur Förderung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten) abgeschlossen, das von der Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung jährlich durchgeführt wird.
Die Bürgerkapelle Brixen überbrachte auch heuer wieder ihre traditionellen Neujahrwünsche. Am 27., 28. und 29. Dezember zogen in Brixen die Musikanten von Haus zu Haus.
K&K Kunst & Kultur AUSSTELLUNG
Kollektivausstellung z In regelmäßigen Abständen organisiert der Kunstkreis St. Erhard Gemeinschaftsausstellungen in der Galerie AdlerArt, wo die Mitglieder ihr Können unter Beweis stellen. In der diesjährigen Werkschau sind 27 Kunstschaffende vertreten, eine bunte Mischung aus Hobbykünstlern und Profis aus den unterschiedlichsten Bereichen. So sind Origami-Figuren und Landschaftsaquarelle zu sehen wie auch abstrakte Kompositionen (Alex Pergher, Leander Piazza, Martha Silbernagl) und Collagen
kurz
notiert
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NACHGEFRAGT
„Wenn einem das Herz höher schlägt …“ GERTRAUD LARCHER RIZZI, Präsidentin des Vereins Arche/Arca, über überraschende archäologische Entdeckun gen in letzter Zeit und den neuen Kalender „Flash“ über die HafnerWerkstatt Gaßmayr in Stufels. Frau Rizzi, als Präsidentin des Vereins Arche sind Sie auf Wertschätzung und Bewahrung von Kulturgütern bedacht. Geschichtliche Zeugnisse haben für Sie eine besondere Bedeutung? Die Entdeckungen in Brixen und Umgebung lassen das Herz einer Hobbyarchäologin höher schlagen. Durch die Gesellschaft für Archäologische Grabungen SRA meines Gatten bin ich immer am neuesten Stand und erfahre geschichtliche Erkenntnisse aus erster Hand.
S TA R T G U T S
Um welche Zeugnisse handelt es sich?
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Beim Bau der Fernwärme-Pumpstation in Kranebitt ist Gianni Rizzi und sein Team auf die Reste einer acht Meter breiten, wehrhaften Maueranlage gestoßen. Ruß und Ascherückstände lassen eine Datierung zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert vor Christus zu. Pulverisierte Granitkugeln aus der Eisenzeit und der dunkelrot verfärbte Brixner Quarzphyllit lassen auf verheerende Feuerbrände oder kriegerische Auseinandersetzungen mit einfallenden Kelten schließen. Besonders freut mich, dass die Fundstelle für die Nachwelt erhalten wird. Eine weitere interessante Entdeckung gab es in Stufels, wo 32 Schich-
ten mehrerer Häuser aus der Eisenzeit zu Tage kamen. Leider muss dieser Fundort wieder zugeschüttet werden. Welche Funde werden heuer im archäologischen Kalender „Flash“ vorgestellt? Flash 2015 zeigt in bewährter Zusammenarbeit des Vereins Arche mit der Gesellschaft SRA und dem Amt für Bodendenkmäler eine kleine Auswahl der vorgefundenen Ofenformen aus der Kachler-Werkstatt Gaßmayr in Stufels mit biblischen und profanen Motiven. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Kunst & Kultur
MUSIK
Frei.Wild live in Bozen z Die Brixner Deutschrock-Band Frei.Wild wird am 18. April im Rahmen ihrer Arena-Tour 2015 auch in der Stadthalle Bozen ein Konzert geben – und schon heute, fünf Monate vor dem Konzerttermin, sind mehr als 1.000 Eintrittskarten für dieses Konzert über den Ladentisch gegangen. Frei.Wild geben sich nach dem NummerEins-Akustikalbum „Still“ mit ihrer neuen CD, die am 13. März erscheinen wird, wieder „lauter und direkter“, wie die Band über eine Pressemitteilung verlautbart. Auf dem Album „Opposition“ werden Frei.Wild ihre zwiespältige Rolle in der Musikwelt thematisieren: „Die Texte auf dem Album handeln von unseren Empfindungen und dem Erlebten“, sagt Sänger und Songautor Philipp Burger. Der Albumtitel „Opposition“ ist zugleich die Kernaussage dazu: „Wir sind die, die der Regierung im musikalischen Parlament gegenüber sitzen, aber stets bereit für Gespräche sind“, erklärt die Band. Vor einigen Wo-
chen ist die erste Single aus dem bevorstehenden Album erschienen: Das Video zu „Wir brechen eure Seelen“ wurde dabei im Bergbaumuseum Ridnaun aufgenommen, was prompt zu einer Anfrage der Grünen Landtagsabgeordneten Riccardo Dello Sbarba, Hans Heiss und Brigitte Foppa geführt hat: „Ist die Landesregierung nicht auch
der Meinung, dass gewalttätige Action nicht zum Bildungsauftrag eines Landesmuseums gehören sollte?“ Die Anfrage der Grünen löste wiederum eine Protestwelle aus – nicht nur unter den Fans der Band, sondern auch unter jenen, die grundsätzlich Einschränkungen der künstlerischen Freiheit ablehnen. Die Band reagiert auf
ihrer Homepage gelassen und teilt ihren Fans mit, dass die Anfrage der Grünen die Musiker „mehr als nur amüsiert“. Einen Seitenhieb auf die Grünen können sich Frei.Wild dann aber doch nicht verkneifen: „Es musste ja so kommen: Der grüne Käse schmilzt vor sich hin, und man will offenbar wieder mal von sich hören lassen.“ wv
NEU IM REGAL In der Fremde Gehen oder bleiben? THEATER
z Viktoria Obermarzoner, die umtriebige Obfrau vom Rotierenden Theater, hat mit der Heimatbühne Lajen die fast in Vergessenheit geratene Geschichte der Schwabenkinder in Szene gesetzt. Vom 16. Jahrhundert bis in die 1930erJahre wurde das „Schwabengehen“ praktiziert. Aufgrund der geringen Bodenerträge in den alpinen Regionen und der damit verbundenen Armut wurden um die 5.000 Kinder von ihren Eltern zu reichen Schwaben geschickt. „Sieben Monate in der Fremde“ erlebt das Publikum hautnah und lebensecht mit den jungen Darstellern aus Lajen. Sie erzäh30
len eindringlich, in anonymes Schwarz gekleidet, von den Mühsalen der beschwerlichen Reise, die manche der Jüngsten nicht überlebt haben. In bewegendem Spiel erfahren wird die Furcht vor dem Getrennt-Werden am Kindermarkt zu Josefi und von der Hoffnung auf wohlwollende Aufnahme in der Fremde. Anklingen lässt die Regisseurin in ihrem Text auch moralische Entrüstung und politische Interventionen, die aber erst mit der Einführung der Schulpflicht für ausländische Kinder 1921 Früchte trugen. Der Fluss der Schwabenkinder versiegte. ird
Mit ihrer Freundin Paula habe sie bereits mit 13 Jahren beim Milchausliefern politisiert: „Dablei ben oder auswandern?“, erzählt Regina Dodner Stockner aus Milland. „Sie hat gemeint, sie ist im Recht. Ich habe gemeint, ich bin im Recht, und so sind wir heim.“ Im Buch „Option und Gedächtnis“ lässt die Historikerin Eva Pflanzelter die Zeitzeugen wohl zum letzten Mal zu Wort kommen: Wie haben sie die Zeit der Option erlebt? Welche Erinnerungen haben sich einge prägt? Was ist erzählbar, was wird verschwiegen? Rund 70 Interviews wurden geführt; aus dem Eisacktal zählen neben Regina Stockner auch Theodor Hofmann aus NatzSchabs und Maria Sigmund aus Brixen zu den Gesprächspartnern. Die Publi kation erlaubt spannende Einblicke in die kollektive und zugleich private Geschichte, ist ein Erinnerungsbuch – und doch weit mehr als das. Die
Eva Pfanzelter: Option und Gedächtnis. Erinnerungsorte der Südtiroler Umsiedlung 1939. Raetia Verlag, 2014
Option – ein einprägsames Erleb nis, das häufig das ganze Leben lang seine Spuren zog.
Kasers Martyrium z Der Kaser Schorsch ist ein Genussmensch, das weiß man. Seit kurzem aber ist Schluss mit Lust und Völlerei. „Lasset ab!“ lautet sein kabarettistischer Aufruf unter der bewährten Regie von Gabi Rothmüller. Schuld am Debakel ist ein „belegtes Brotl mit Brotnsoße, Tomaten, Zwiefl, gscheltn Peperoni und Bergkas“, gefolgt von einem Betthupferl. Beim obligaten Verdauungsschnapsl kommt es zur fatalen Begegnung. Der Fingerzeig Gottes in Gestalt eines dubiosen Schutzheiligen der „Radikalen Enthaltsamkeit“ zwingt ihn zum Umdenken. Der zwangsbekehrte Feinschmecker will uns alle vor den Höllenqualen retten und frisst sich selbstlos durch den
brechend vollen Gourmettempel, damit wir erst gar nicht in Versuchung geführt werden. In seinem Frust ist niemand vor ausufernden Rundumschlägen sicher. Nicht der piefk’sche Weinkenner, der das polierte Leder riecht und den Pullover des Kellermeisters, und nicht der Teilzeit-Veganer, der morgens brav sein Müsli isst und abends bei der Oma Gulasch mit Knödel. Total unsensibel und unreflektiert fühlt sich der „Allesfresser“ inmitten der Allergiker, und an der Kassa vom Supermarkt bringt ihn eine „Müsliriegelmama“ in Rage, die ihrem „Riffl“ kein Überraschungsei gönnt, weil „zwoa Trocknaprikosen schun Siaßes genua isch“. Außerdem
Foto: Arnold Ritter
THEATER
erfahren wir, dass die Tant’ Tresl an Hiltlers Karriere „mitgegriffelt“ hat und wie gar einige „Stückln Südtirol“ zum Folterinstrument mutieren. Nix Genaues weiß man über die Kulinarik im Jenseits, da ist es doch vernünftiger, nicht
allen irdischen Genüssen abzuschwören. So trällert der Schorsch zur allgemeinen Erleichterung im fröhlichen Ablasslied: „Lasst net ab! Lasst net ab!“. Zu sehen ist das Kabarett ab 13. Jänner in der Dekadenz Brixen. ird
KUNST
Zeitgenössische Krippe
z Am Stiftsplatz des Klosters Neustift wurde Anfang Dezember die zeitgenössische Krippe aus Stahl „Anbetung der Könige“ der Künstlerin Christine Habermann von Hoch geweiht. Die einzelnen Figuren der monumentalen Krippe sind auf die Bewegung und Haltung des Körpers stilisiert: In Demut verbeugen sich die Könige, der erste kniend, der zweite stehend. Die dritte Königsfigur schaut hingegen zum
Himmel empor. Alle drei folgen dem göttlichen Licht, das durch die vergoldete Jesusfigur sowie die vergoldeten Heiligenscheine der Figuren von Maria und Josef symbolisiert ist. Maria mit Jesus bildet die zentrale Doppelfigur, das Jesuskind tritt aus dem mütterlichen Leib hervor. Die mantelartig geöffnete Gestalt Josefs stellt ihn als den Beschützer der Heiligen Familie dar. „Mein Grundgedanke basiert auf der Vorstellung, die drei Könige in der
heutigen Zeit als Symbol für die drei Weltreligionen – Christentum, Judentum und Islam – zu sehen, die auf verschiedenen Wegen den gleichen Gott suchen“, erläutert die Künstlerin. „Die Krippenfiguren sind ebenerdig am Boden angebracht. Somit wird die unmittelbare Verbindung zum Weltlichen, Irdischen, Vergänglichen ausgedrückt, unterstützt durch die korrodierte-rostige Oberfläche. Die Öffnungen der Figuren führen zu der sakralen Welt, zum Geistigen, zum Göttlichen.“ Christine Habermann von Hoch, Jahrgang 1980, ist eine deutsch-tschechische Bildhauerin und Designerin mit Wohnsitz in
Österreich, und Tochter von Alfred Habermann, einem der bedeutendsten Kunstschmiede und Metallbildhauer des 20. Jahrhunderts. Nach der Matura in Deutschland absolvierte sie eine Kunstschnitzschule in Südtirol, studierte Bohemistik und danach Kunst und Germanistik in Olmütz, Dresden und Florenz. Zu ihren internationalen Referenzen gehören unter anderem das Kerzenwandportal in der S t.-Lorenz-Kirche in Nürnberg, das Schmetterlingskreuz in Enns oder die Leuchtengestaltung für das Kulturhaus in Lipnik nad Bečvou in Tschechien. db
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Fotos: Oliver Jaist
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PERFORMANCE
Kunst & Kultur
Persönliche Passionsspiele z Pünktlich zur Nach-Weihnachtszeit rollt das Ensemble VonPiderZuHeiss den Relig ionsdiskurs neu auf, fragt in der Performance „Salvation“ nach modernen Erlösungs-Szenarien und stellt die persönlichen Passionsspiele der Protagonistin aus: In ihrem Mädchenzimmer wartet diese auf den Anruf des Geliebten; der Prinz von früher kommt heute nicht auf dem weißen Schimmel, sondern mittels rosarotem Telefon zum modernen Dornröschen. Warten, sich sehnen, begehren – es wird zur Passion und zum Wahn, wandelt sich vom Phantastischen ins Sinnliche. Konzipiert wurde die Performance von Nora Pider, die zeitgenös
sische Tanzpädagogik studiert hat und derzeit eine Ausbildung als Schauspielerin in Wien absolviert, und Anna Heiss als Dramaturgin. Auf der Bühne mit Nora Pider steht Gerd Sulzenbacher, Student der Kunstgeschichte und Sprachkunst, der auch am Text mitgewirkt hat. Die Musik zum Stück komponierten Julian Angerer und Niki Comploi der Brixner Band „The Artificial Harbor“. Es ist das erste Performance-Stück von VonPiderZuHeiss, die bislang mit ihren Theaterproduktionen zu sehen waren. Uraufgeführt wurde „Salvation“ im September in Bruneck, vom 27. bis 30. Dezember ist es nun im kleinen Saal des ehemaligen Astra-Kinos in Brixen zu sehen. Zeitgleich
findet im Foyer die Ausstellung „Girls-Girls-Girls“ statt: Die aus Villnöss stammende Fotografin Jasmine Deporta porträtiert in ihren Bildern junge Frauen und Mädchen; sie verleiht Themen wie Unschuld, Begierde und Naivität Ausdruck und kombiniert persönliche Eindrücke mit alltäglichen
Situationen, um einen neuen Kontext und eine intime Ästhetik zu schaffen. Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine Vormerkung für Salvation erwünscht (salvation@prawgneg.it, Tel. 328 1651626); eine freiwillige Spende wird nach Möglichkeit erbeten. db
Foto: Hannes Ochsenreiter
AUSSTELLUNG
Mit strahlendem Blick
Foto: Egon Daporta
z Mit dem Malen begonnen hat Karl Jöchler vor einigen Jahren im Rahmen der Begleitenden Maltherapie für Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Es war für ihn eine Möglichkeit, auf der Leinwand jenes auszudrücken, was mit Worten nicht beschrieben werden kann. Inspiriert von gestrickten Teddybären, fertigte Karl Jöchler nun eine Bilderserie unter dem Motto „Inszenierung“ an, die in der Galerie 90 in Mühlbach zu sehen war. Zwei sanft geformte Figuren erkunden dabei die Formen der Welt, das Eckige wie das Runde. Scheinbar spielerisch begeben sie sich auf eine Reise,
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lassen Kugeln rollen, baumeln in die Tiefe oder treten aus ihrem Versteck hervor – manchmal nah am Abgrund oder auf der oberen Welle eines Sogs. Bei ihren Lebensabenteuern stehen die beiden in enger Interaktion, ein gegenseitiges Beschützen vor möglichen Gefahren. Das herausragende Merkmal an ihnen: Ihre eindringlichen Blicke aus den leuchtenden Augenpaaren, in denen sich Fragendes, Unbekümmertes, Suchendes und Unbekümmertes widerspiegelt. Damit nehmen sie den Betrachter mit auf ihre Reisen – und auf die Reise zu sich selbst. db
NEUSTIFT
Einzigartige Einblicke z Von 9. bis 16. Dezember öffnete die Hartmannskapelle in Neustift im Rahmen der Festwoche anlässlich des 850. Todestages des Gründers vom Kloster Neustift ihre Pforten für Besucher. Die Kapelle diente früher als Privatkapelle der Prälaten, heute wird sie jedoch nur mehr selten genutzt, beispielsweise für Gottesdienste im kleinen Kreise oder für kleine Gruppen. Am Hartmannitag beten außerdem die Neustifter Chorherren jährlich das Chorgebet zu Mittag in der Hartmannskapelle. Die farbintensiven Freskomalereien im Inneren der Kapelle stammen von Matthäus Günther aus dem Jahre 1736 und zeigen den seligen Hartmann und den seligen Nikolaus. Hartmann, der von 1140 bis 1164 der Diözese Brixen vorstand, gründete zwei
Jahre nach seiner Amtseinführung in Neustift ein neues Kloster, das ihm als Rückzugsort diente. Eine südlich an die Stiftskirche angebaute Kapelle, die 1212 geweiht wurde, erinnert an das Zimmer, das er sich damals einrichten ließ. Bereits kurz nach seinem Tod wurde Hartmann als „beatus“ (selig) bezeichnet. Seit jeher ranken sich um seine Person zahlreiche Legenden; so sollen beispielsweise auf seine Fürsprache hin mehrere Quellen entsprungen sein. Noch heute erinnern Hartmannsbrunnen auf der Welschnofner Alm, in Antholz und bei der Kirche in Aufhofen daran. Der selige Hartmann gilt auch als Schutzpatron aller Schwangeren und wird außerdem um einen guten Ertrag bei der Weinernte angefleht. vk
timer
Jänner THEATER
Der letzte Vorhang z In der vergangenen Spielzeit konnte sich das Renaissance Theater aus Berlin den Publikumspreis im Programm des Südtiroler Kulturinstituts erspielen. Nun kommt es wieder, und zwar mit der Komödie „Der letzte Vorhang“ von Maria Goos. Die beliebten Schauspieler Suzanne von Borsody und Guntbert Warns schlüpfen dabei in die Rolle von Lies und Richard.
Was wäre wenn? Wie einst Liz
Taylor und Richard Burton waren die Schauspieler Lies und Richard ein Traumpaar auf der Bühne. Im Privatleben hatten sie eine Affäre, bis Lies einen anderen heiratete, die Schauspielerei aufgab und ihrem gut situierten Mann nach Südfrankreich folgte. Richard ist dem Theater treu geblieben. Aber er trinkt, hat Allüren und ein riesiges Problem: Niemand will mehr mit ihm spielen. Gerade hat er wieder zwei Bühnenpartnerinnen vergrault – dabei steht die Premiere an. Die kann jetzt nur noch eine retten und Richard erwartet ausgerechnet von ihr
Hilfe: Lies. Handelt es sich doch um das Stück, das für beide zum Karrierestart wurde. Nach über zehn Jahren treffen sie wieder aufeinander und die Stimmung wird explosiv. Alte Gefühle erwachen, alte Wunden reißen auf. Hätte sich Lies vielleicht doch für Richard entscheiden sollen? Und wäre Richards Karriere anders verlaufen, wenn er für Lies sein Leben umgekrempelt hätte? Suzanne von Borsody und Guntbert Warns schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen. Autorin Maria Goos lässt sie in verschiedenen Lebensaltern auftreten, kombiniert mit Szenen aus dem Stück im Stück.
Hochkarätiges Ensemble. Suzan-
ne von Borsody dürfte den Zuschauern vor allem als Kino- und Fernsehfilmdarstellerin bekannt sein, war aber auch jahrelang in großen Schauspielensembles in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Zürich und bei den Salzburger Festspielen tätig. In internationalen Filmproduktionen sah man Suzanne von Borsody neben Richard Chamberlain in „Die verlo-
Foto: Barbara Braun
Ein Künstlerleben in unsicheren Verhältnissen, aber mit der großen Liebe – oder doch die bür gerliche Existenz, gut abgesichert, aber fade? Das Renaissance Theater aus Berlin zeigt in ei nem Gastspiel das Stück „Der letzte Vorhang“ mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warns.
rene Tochter“ und neben Michel Piccoli in „Tödliches Geld“. Herausragend blieben ihre Darstellungen in Margarethe von Trottas „Dunkle Tage“ in der Rolle der alkoholkranken Angela, als „Marga Nielsen“ in Die Mörderin und in „Die Geisel“ (2003) als mutige Gefängnisdirektorin. 2005 erhielt das TV-Liebesdrama „Der zweite Blick“, in dem von Borsody an der Seite von Michael Mendl die verheiratete Linda spielte, die sich in einen anderen Mann verliebt, eine Nominierung für den Bayerischen Fernsehpreis. Der Bühnenpartner Guntbert Warns spielt hingegen
häufig an Theatern, unter anderem am Schillertheater und an der Komischen Oper in Berlin sowie in Wien, Paris und Basel.
» Mittwoch, 28. Jänner 2015, 20 Uhr Brixen, Forum
Karten bei Athesia-Ticket und online www.kulturinstitut.org Informationen: Tel. 0471 313800 Die Veranstaltung wird von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung deutsche Kultur, und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse unterstützt.
Felix Klieser, Horn Christof Keymer, Klavier Felix Klieser, 23 Jahre jung, ohne Arme geboren, ist einer der besten jungen Hornisten der Welt. Er wurde für sein Debüt-Album „Reveries“ mit dem ECHO Klassik 2014 als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet. Doch mit Begriffen wie „Shooting Star“ oder „kommender Weltstar“ kann er nichts anfangen.
Klaus Härtel schrieb in Crescendo: „Denn so beseelt, wie hier das Horn erklingt, hat man romantische Musik lange nicht mehr gehört. Er hat definitiv alles, was ein exzellenter Musiker braucht.“ Beim Patmos Verlag ist die spannende Lebensgeschichte von Felix Klieser unter dem Titel „Fußnoten – Ein Hornist ohne Arme erobert die Welt“ erschienen. Auf dem Programm stehen Werke von Schumann, Richard Strauss, Reinhold Gliére, Beethoven und Rheinberger.
» Dienstag, 20. Jänner 2015, 20 Uhr Forum Brixen
Kartenvorverkauf: Forum Brixen, tel. 0472 275588 Ermäßigung für Mitglieder, Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass
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Weiterbildung Veranstaltungen
Weiterbildung an der VHS Brixen Psychologie Kompakt
Hobby & Freizeit
Wer stört, ist gesund - wer still bleibt ... Di. 10.02. | 20.00-22.00 Uhr | 1 Treffen
Gitarrenkurs für Erwachsene Mi. 04.02. | 09.00-11.00 Uhr | 10 Treffen à 1 h Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Str. 9 Do. 05.02. | 18.30 - 20.30 Uhr | 10 Treffen à 1 h Brixen, Sozialw. Gymasium, Ignaz-Mader-Str. 3
Beruf
Lohnstreifen richtig lesen Mo. 02.02. | 18.00-20.00 Uhr | 1 Treffen
Malen befreit - Wege zur Kunst Mi. 04.02. | 19.00-21.30 Uhr | 10 Treffen Brixen, Sozialw. Gymasium, Ignaz-Mader-Str. 3
Gesundheit
Zumba® Fitness - Schnupperworkshop Mi. 21.01.2015 | 19.30-20.30 Uhr | 1 Treffen Brixen, GS Tschurtschenthaler, M.-Montessori-Str. 6 Zumba® Fitness Mi. 04.02. | 19.30-20.30 Uhr | 10 Treffen Brixen, GS Tschurtschenthaler, M.-Montessori-Str. 6 Do. 05.02. | 10.00-11.00 Uhr | 10 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Fit in den Frühling Mo. 19.01. | 19.30-20.30 Uhr | 10 Treffen Brixen, GS Tschurtschenthaler, M.-Montessori-Str. 6 Do. 22.01. | 18.00-19.00 Uhr | 10 Treffen Brixen, Vinzentinum, Brennerstr. 37 Fit mit Babybauch - Schwangerschaftsgymnastik Di. 27.01. | 19.30-20.45 Uhr | 8 Treffen Rückbildungsgymnastik am Vormittag Mi. 04.02. | 10.00-11.00 Uhr | 6 Treffen Gesundheitsfördernde Gymnastik für Frauen starker Beckenboden Mo. 02.02. | 18.30-19.30 Uhr | 6 Treffen Brixen, GS Tschurtschenthaler, M.-Montessori-Str. 6 Wirbelsäulengymnastik Mi. 04.02. | 18.30-19.30 Uhr | 10 Treffen Brixen, GS Tschurtschenthaler, M.-Montessori-Str. 6 Do. 05.02. | 09.00-10.00 Uhr | 10 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34 Pilates für Leichtfortgeschrittene Mo. 12.01. | 18.00-19.00 Uhr | 10 Treffen Brixen, Vinzentinum, Brennerstr. 37 Pilates für Fortgeschrittene Di. 20.01. | 18.15-19.15 Uhr | 10 Treffen Brixen, VHS Zweigstelle, Peter-Mayr-Str. 9 Di. 13.01. | 18.30-19.30 Uhr | 10 Treffen Brixen, Vinzentinum, Brennerstr. 37 Natürlich fit - Biomeditation® Do. 15.01. | 19.30-20.45 Uhr | 5 Treffen Tanzen ab der Lebensmitte Mi. 28.01. | 09.30-10.45 Uhr | 12 Treffen Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34
Den Frühling gemütlich vorbereiten Fr. 06.02. | 18.00-20.30 Uhr | 1 Treffen Typgerechtes Schminken Mo. 09.02. | 19.30-22.00 Uhr Nudel- und Teigtaschen selbst gemacht Do. 15.01. | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstr. 1 Fleisch-Kochkurs Do. 22.01. | 19.00-23.00 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstr. 1 Vollwertig Brot backen - einfach und schnell Fr. 23.01. | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen Brixen, Freie Waldorfschule, Brennerstr. 32 Glutenfrei kochen Mi. 04.02. | 19.00-23.00 Uhr | 1 Treffen Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstr. 1
Sprachen Sprachentreff Fr. 09.01. | 18.00-20.00 Uhr Brixen, Hotel Goldener Adler, Adlerbrückengasse 9, Pruckersalon Deutsch A1.1 - ohne Vorkenntnisse Kurs 1: Di. 27.01. | 09.00-10.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Di. + Do. Kurs 2: Mo. 02.02. | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Mo. + Mi. Deutsch Konversation und Grammatik Mo. 26.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen Italiano A1.1 - ohne Vorkenntnisse Di. 03.02. | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Di. + Do. Italiano A2.2 Mo. 02.02. | 18.00-19.30 Uhr | 20 Treffen | jeweils Mo. + Mi. Grammatica italiana B1 Di. 20.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | jeweils Di. + Do.
Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung A/B bzw. C1/B2 Mo. 26.01. | 19.30-21.00 Uhr | 12 Treffen | jeweils Mo. + Mi. Italienisch im Beruf Mo. 02.02. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen English A1.1 - ohne Vorkenntnisse Kurs 1: Di. 03.02. | 09.00-10.30 Uhr | 10 Treffen Kurs 2: Di. 03.02. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen English A1.2 - geringe Vorkenntnisse Do. 29.01. | 09.00-10.30 Uhr | 10 Treffen English A1.3 - leichte Vorkenntnisse Kurs 1: Do. 29.01. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen Kurs 2: Fr. 30.01. | 9.45-11.15 Uhr | 10 Treffen English A2.2 Di. 03.02. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen English B1.1 Di. 03.02. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen English B1.3 - Lektüre und Konversation Di. 20.01. | 17.30-19.30 Uhr | 5 Treffen | jeweils jede gerade Woche Español A1.1 - ohne Vorkenntnisse Mi. 04.02. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen Español A1.2 - geringe Vorkenntnisse Do. 29.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen Français A1.1 - ohne Vorkenntnisse Do. 29.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen Français A1.2 - geringe Vorkenntnisse Do. 29.01. | 18.00-19.30 Uhr | 10 Treffen Français A2.2 Di. 03.02. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen Russkij A1.3 - leichte Vorkenntnisse Mi. 04.02. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen Weitere Sprachkurse finden ab Mitte Jänner statt. Wir beraten Sie gerne! Unsere neue Broschüre für das Frühjahrssemester ist ab sofort erhältlich. Für alle Kurse und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Kurse finden, wenn nicht anders angegeben in Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 statt. Das gesamte Kursprogramm ist auch auf unserer Homepage www.vhs.it ersichtlich. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17; Fr 9-13 Uhr
Volkshochschule Südtirol, Zweigstelle Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140, brixen@vhs.it 34
Freitag, 02. Jänner
Montag, 05. Jänner
Diverses 20 Uhr
Musik
18 Uhr
Musik
20 Uhr
Skishow auf der Plose Skilehrer und die Freestyler Rodeo Riders zeigen ihr Können Bergstation, Plose
Dienstag, 13. Jänner
Orgelmeditation Orgelkonzert mit ausgewählten Texten und Musik Dom
Neujahrskonzert Die Singphoniker singen unter dem Motto „The Secret of Love“ Vokalmusik von der Renaissance bis zum Pop Forum Brixen
Theater 20:30 Uhr Lasset ab! Georg Kaser schwört in seinem neuen Kabarettprogramm dem Genuss ab Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Theater 20:30 Uhr Lasset ab! Georg Kaser schwört in seinem neuen Kabarettprogramm dem Genuss ab Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Vortrag 19:30 Uhr Samstag, 03. Jänner ab 9 – 18 Uhr Uhr
Benefizflohmarkt der Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn Vahrn, alter Kindergarten
Dienstag, 6. Jänner
Musik
14 Uhr
Latzfonser Bläserquartett Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
Vesper Die Sternsingerdes Männerchores Neustift und der Männerchor Neustift gestalten die Vesper in der Stiftskirche Neustift, Stiftskirche
Sonntag, 04. Jänner
Samstag, 10. Jänner
Musik
Musik
15 Uhr
11 Uhr
Chor Buchbar Adventlieder am Weihnachtsmarkt Domplatz
Musik Operngala von Verdi bis Puccini Forum Brixen
Iiro Rantala Der Echo-Preisträger Iiro Rantala am Piano Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Mittwoch, 14. Jänner
Donnerstag, 15. Jänner
Diverses
Jazz 20:30 Uhr
Hautkrebs – Diagnose, Therapie und Vorsorge Dr. Lina Di Lisio erläutert die verschiedenen Arten von Hautkrebs und Maßnahmen zur Prävention und frühzeitigen Diagnose Forum Brixen
Freitag, 16. Jänner
Theater 20:30 Uhr Lasset ab! Georg Kaser schwört in seinem neuen Kabarettprogramm dem Genuss ab Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Samstag, 17. Jänner
Theater 20:30 Uhr Lasset ab! Georg Kaser schwört in seinem neuen Kabarettprogramm dem Genuss ab Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
18 Uhr
Operngala Von Verdi bis Puccini
Hautkrebs mit Julia Aichner – Sopran Anna Lucia Nardi – Mezzosopran Simone Mugnaini – Tenor Walter Franceschini – Bariton
Opernchor Bozen/Meran: Claudio Vadagnini – Leitung Enrico Gerola – Klavier Daniele Rubboli – Moderator
» Samstag, 10. Jänner 2015, 18 Uhr Forum Brixen
Eintritt: 8 bis 14 Euro Kartenreservierung: Forum Brixen, Tel. 0472 275588
Diagnose, Therapie und Vorsorge Welche Formen von Hautkrebs gibt es, und wie entstehen sie? herkennung möglich? Die Referentin erläutert auf verständliche Weise die verschiedenen Ausprägungen von Hautkrebs sowie hzeitigen Diagnose. Referentin: Dr. Lina Di Lisio Übersetzung in die deutsche Sprache
» Donnerstag, 15. Jänner, 19.30 Uhr Forum Brixen, Saal Regensburg
Eintritt frei
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Weiterbildung Veranstaltungen
Bildungshaus Kloster Neustift Grund- und Auffrischungskurse im Bereich Arbeitssicherheit (G.v.D. 81/2008)
» Grund- und Weiterbildungskurse für Arbeitgeber, Führungskräfte, Vorgesetzte, Mitarbeiter und Sicherheitssprecher » Grund- und Auffrischungskurse für Brandschutz- und Erste-HilfeBeauftragte » Brandschutz- und Erste Hilfe Kurse für Mitarbeiter » Sicherheitskurse zu den Themen elektrische Sicherheit, Höhenarbeiten, Gerüstbau, Bedienung von Motorsägen » Sicherheitskurs „Sicheres Einsteigen und Arbeiten in Schächten, Gruben und Kanälen“ » Rückenschulungen für verschiedene Berufsgruppen » Hygieneschulungen INFO! Alle Sicherheitskurse werden auch firmenintern angeboten!
Geräteschulungen gemäß Staat-Regionen Abkommen vom 22.02.2012 Grund- und Auffrischungskurse für Bediener von Gabelstaplern, Hebebühnen, Erdbewegungsmaschinen, LKW-Kränen und Autokränen Baukränen
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Bereits absolvierte Geräteschulungen, welche vor dem 12.03.2013 besucht wurden und nicht dem Staat-Regionen Abkommen entsprechen, müssen innerhalb 11.03.2015 durch einen Auffrischungskurs über 4 Stunden erneuert werden! INFO! Alle Sicherheitskurse werden auch firmenintern angeboten!
Seminare im Bereich Managementsysteme
» Aufgaben der internen Aufsichtsstelle (OdV) gemäß GvD 231/01 20.04.2015 » Ausbildung zur Umweltmanagementsystem-Fachkraft 12.-14.05.2015 » Methoden und Techniken im Qualitätsmanagement 26.05.2015 » Prozesse messen und überwachen 11.06.2015 » Revision ISO 9001:2015 10.11.2015 » Ausbildung zum internen Auditor 23.-25.11.2015
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Informationen und Kontakt: Die Sicherheitskurse und Seminare werden im Bildungshaus Kloster Neustift und im Sozialzentrum Trayah in Bruneck angeboten. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage: www.bildungshaus.it/arbeitssicherheit Das Bildungshaus Kloster Neustift ist im Besitz der ESF-Akkreditierung und der Akkreditierung zur Durchführung der Geräteschulungen gemäß Staat-Regionen Abkommen vom 22.02.2012 und erfüllt somit alle Voraussetzungen um Sicherheitskurse und Geräteschulungen anbieten zu können! Ansprechpersonen: Sandra Marcher und Margot Planinschek
Bildungshaus Kloster Neustift – Stiftstraße 1, Vahrn – Tel. 0472 835 588 www.bildungshaus.it – bildungshaus@kloster-neustift.it
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Sonntag, 18. Jänner
Theater
20 Uhr
Immer lieben. Berlin 1943 Über die verbotene Liebe zweier Frauen – Aufführung des Rotierenden Theater Theaterpädagogisches Zentrum Brixen Dienstag, 20. Jänner
Musik
20 Uhr
Klieser und Keymer Felix Klieser und Christof Keymer spielen Werke von Schuhmann, Glière, Strauß und Beethofen Forum Brixen Freitag, 23. Jänner
Samstag, 24. Jänner
Freitag, 30. Jänner
Kabarett mit Musik 20 Uhr
Theater 20 Uhr
Schnee von morgen Frank Lüdecke („Scheibenwischer“, „Satire-Gipfel“) beschäftigt sich in seinem neuen Kabarett mit dem Internet und Mainstream Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Mittwoch, 28. Jänner
Theater 20 Uhr Der letzte Vorhang Theaterstück von Maria Goos mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warnsin; Gastspiel Südtiroler Kulturinstitut Forum Brixen
Zwei programmierte Schlitzohren Schwank von Wolfgang Kynass Salbei Bühne, Albeins
Kabarett 20:30 Uhr
Ausstellungen 16. Jänner bis 19. März Pablo Picasso – „Buffon“ StadtGalerie Brixen
3 Schaßtrommeln für Südtirol Austria meets Southtyrol – das erfolgreiche Kabarettprogramm mit Susan La Dez, Margot Mayrhofer, Christina Khuen und Marco Facchin Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Kabarett mit Musik 20 Uhr Schnee von morgen Frank Lüdecke („Scheibenwischer“, „Satire-Gipfel“) beschäftigt sich in seinem neuen Kabarett mit dem Internet und Mainstream Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Märkte Bauernmarkt: samstags, 8 bis 13 Uhr, Hartmannsplatz Donnerstag, 29. Jänner
Samstag, 31. Jänner
Kabarett 20:30 Uhr
Kabarett 20:30 Uhr
3 Schaßtrommeln für Südtirol Austria meets Southtyrol – das erfolgreiche Kabarettprogramm mit Susan La Dez, Margot Mayrhofer, Christina Khuen und Marco Facchin Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
3 Schaßtrommeln für Südtirol Austria meets Southtyrol – das erfolgreiche Kabarettprogramm mit Susan La Dez, Margot Mayrhofer, Christina Khuen und Marco Facchin Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Einschreibungen
Monatsmarkt: 12. Jänner, 8 bis 14 Uhr, Schwesternau Wochenmarkt: montags, 8 bis 13:30 Uhr, Priel-Gelände Weihnachtsmarkt: bis 6. Jänner, 10 bis 19:30 Uhr, Domplatz
Jazz: Iiro Rantala
Der Echo-Preisträger Iiro Rantala am Piano
» 15. Jänner
Kabarett: Schnee von morgen mit Frank Lüdecke
Frank Lüdecke („Scheibenwischer“) über Schwarmintelligenz, neue Kommunikationsmittel und Mainstream.
» 23., 24. Jänner Für das Schuljahr 2015/16 können die Einschreibungen für den Kindergarten, die Grund- und Mittelschule und das Biennium 9./10. Klasse der Freien Waldorfschule Brixen an folgenden Terminen vorgenommen werden:
» Dienstag, 20. Jänner 2015
Kabarett: 3 Schaß trommeln für Südtirol
Dienstag, 27. Jänner 2015
jeweils zu den Büroöffnungszeiten von 8-13 Uhr und von 14-16 Uhr am Sitz der Freien Waldorfschule und Kindergarten.
» Spielgruppe
für Eineinhalb- bis Dreijährige (mit Eltern) 13. Jänner – 12. Februar jeweils donnerstags 15.30 – 17 Uhr Info & Anmeldung bis 9. Jänner
Freie Waldorfschule und Kindergarten Brixen Brennerstraße 32, Brixen – Tel. 0472 832344 www.waldorfbrixen.it – waldorfbrixen@hotmail.com
Kabarett: Lasset ab!
Georg Kaser räumt auf. Und nach diesem Kabarett wird nichts mehr so sein wie es war. Her mit mehr Demut und Bescheidenheit! Regie: Gabi Rothmüller Text: Alexander Liegl, Doris Brunner, Georg Kaser, Maria Kampp
Austria meets Southyrol! Christina Khuen, Susan La Dez, Margot Mayrhofer und Matteo Facchin (Musik) im witzig-spannenden Kampf der Kulturen. Die letzten 3 Aufführungen.
» 29., 30., 31. Jänner
» 13., 14., 16., 17. Jänner
Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels – www.dekadenz.it Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr)
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SKITOURENGEHEN IM EISACKTAL
Freizeit & Sport
Pulverschnee und Pistenzauber Mitten in der Nacht, bei Tag, im Pulverschnee oder auf der Piste: Skitouren geher gehören im Winter zum Alltag. Und eigentlich jeder, der sich einmal die Felle an die Skier geklebt hat, ist davon Feuer und Flamme. Passionierte Skitourengeher aus dem Eisacktal über ihre sportliche Leidenschaft.
„1,90 Meter Skilänge hatte man früher beim Skitourengehen; die Skier waren vorn, in der Mitte und hinten gleich breit.“ Solche „Spaghetti-Ski“, wie sie Siegfried Kerer, ein Skitour-Urgestein aus Milland mit Baujahr 1942, irgendwie liebevoll nennt, kann man sich heutzutage weder auf der Piste noch im pudrigen Tiefschnee vorstellen.
um den Aufstieg zu erleichtern, klebten in den 1970er und 1980er Jahren schon synthetische Felle. In dieser Periode entwickelte sich der Tourenskilauf nach und nach zum Freizeitsport. Seine Anfänge als Skitourengeher schildert Kerer so: „1978 bin ich oft mit meinen Kollegen mit dem Lift auf die Plose rauf. Von dort sind wir mit den normalen
oft ziemlich gedrückt“, weiß das Skitouren-Urgestein zu berichten. Auch die Brixnerin Erika Großrubatscher, die seit rund 45 Jahren dem Skitourengehen verfallen ist, erinnert sich, dass früher gerade für Frauen Skitourenausrüstung Mangelware war: „Es hat keine speziellen Skier gegeben, wir Frauen haben uns einfach die kürzeren Ski kaufen müssen. Auch
„Wenn man sich dann umdreht und die Spuren im Schnee sieht, ist das einfach der Wahnsinn“_ Siegfried Kerer, passionierter Skitourengeher Lange vor Siegfried Kerers Zeit als Skitourengeher dienten Skier als Fortbewegungsmittel und wurden vor allem in der Jagd oder in der Kriegsführung eingesetzt. Das älteste Relikt eines Skis wird auf etwa 2.500 Jahre v. Chr. datiert und wurde in einem Moor in Ångermanland in Schweden gefunden. Im Ersten Weltkrieg bediente man sich vielerorts der Skier als Geh- und Aufstiegshilfe im Schnee, und wo man früher noch Seehundfelle oder Riemen auf der Lauffläche der Skier anbrachte 38
Skiern auf den Gabler rüber, um im freien Gelände abzufahren. Das hat uns so gut gefallen, dass wir 1979 die ersten großen Touren nachgelegt haben.“ In Sachen Ausrüstung war das „Nachlegen“ aber nicht so leicht, gab es doch anno dazumal noch nicht so viel am Markt.
Schmerzen und Genuss. „Es
hat damals keinen richtigen Skitourenschuh gegeben. Wir sind dann eben mit unseren Pistenschuhen gegangen, und die haben
die Schuhe waren uns oft zu groß, aber gegangen sind wir trotzdem.“ Die Technik hat sich inzwischen perfektioniert, und teilweise wird um jedes Gramm, das eingespart werden kann, gekämpft. Doch warum haben sich damals Kerer und Co. trotz drückender Schuhe, Spaghetti-Ski und teilweise fragwürdiger Ausrüstung die Strapazen einer Skitour angetan? „Es ist einfach wahnsinnig schön, auf einem Gipfel zu stehen und die Welt zu betrachten mit dem Gedanken, dass man
jetzt etwas geleistet hat“, versucht Siegfried Kerer den Reiz dieses Sports zu beschreiben, „und dann kommt noch das Tollere, nämlich die Abfahrt! Wenn man halbwegs gut Ski fahren kann, hat man den doppelten Spaß. Die freie Natur, schön weiß, inmitten der schönsten Landschaft ... wenn man sich dann umdreht und die Spuren im Schnee sieht, ist das der Wahnsinn!“ Für Erika Großrubatscher hat auch der Aufstieg so einiges zu bieten – „besonders dann, wenn Pulverschnee ist und die Schneekristalle so schön glitzern und funkeln und alles um einen herum ruhig ist. Das ist einfach wunderschön. Und Brixen ist der ideale Ausgangspunkt – man hat so viele Skitouren direkt vor der Haustür! Der Gabler, die Schalderer und die Terentner Berge oder Villnöß, alles in Reichweite!“ Dazu kommt noch die gute Gesellschaft, „denn nach der Skitour darf ein Bier halt auch nicht fehlen“, ergänzt Kerer. Als Frau im Skitourensport hat man es früher nicht schwer gehabt, weiß Erika Großrubatscher: „Die Männer sind immer sehr rücksichtsvoll und kameradschaftlich gewesen, das ist auch heute so. Wenn jemand
mitgeht, der nicht so schnell ist oder noch nicht so viele Touren gemacht hat, nimmt man gerne Rücksicht.“ Im Vergleich zu heute wird die Motivation zum Skitourengehen wohl dieselbe geblieben sein, nämlich der Wunsch nach Freiheit und sein eigener Herr beziehungsweise seine eigene Frau sein zu können. „Man sitzt die ganze Woche lang in einem Büro und muss funktionieren. Bei einer Skitour bin ich hingegen in der freien Natur, ich habe keine Aufstiegshilfen und bin auf niemanden angewiesen“, meint Christoph Hofer, Rettungsstellenleiter des Bergrettungsdienstes im AVS Brixen. Hofer ist seit 2000 Skitourengeher, und viel konnte er von Siegfried Kerer lernen. Wenn einer viele Touren geht, spricht sich das schließlich schnell herum. „Ich empfehle es wirklich jedem, sich einen erfahrenen Skitourengeher zu suchen und mit dem mitzugehen“, meint Kerer. Der AVS bietet auch diverse Ausbildungsmöglichkeiten, um sicher am Berg unterwegs zu sein: „Nutzt diese Möglichkeiten doch bitte!“, appelliert Christoph Hofer.
Sicher ist sicher. Immer mehr
Skitourengeher sind in den letzten Jahren unterwegs – egal, ob auf den Pisten, in Pistennähe oder im freien Gelände. Als Nicht-Tourengeher gilt man heutzutage fast schon als Außenseiter. Skitouren sind einfach „in“. Wenn mehr Leute am Berg unterwegs sind, heißt das doch gleichzeitig, dass mehr Unfälle passieren, oder? „Es ist interessant, dass es eben genau umgekehrt ist. Eine viel begangene Skitour ist ähnlich sicher wie eine Piste“, erklärt Hofer, „Der Wind ist ja der Baumeister der Lawine oder des klassischen Schneebretts. In der Nacht bläst der Wind, und in einem Hang hat sich vielleicht eine potenzielle Lawine gebildet. Fahren am nächsten Tag 50 Leute den Hang hinunter, sind der Schnee und damit die Gefahr zerfahren. Wenn zehn Tage lang niemand hinunterfahren würde, würde die Gefahr hingegen ständig steigen. Und wenn dann einer in den Hang hineinfährt, geht die Lawine oder das Schneebrett ab.“ Aus einer Erhebung des ASTAT zu Skitourengehern und Schneeschuhwanderern vom Februar
2011 geht hervor, dass 80 Prozent der Skitourengeher gut ausgerüstet sind. Gut ausgerüstet heißt aber nicht, dass sie das neueste Paar Tourenski und die fetzigste Windjacke haben, sondern ein LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät), eine Sonde und eine Schaufel mit sich führen. „Die Sicherheitsausrüstung habe ich eigentlich für meine Kollegen mit, mit denen ich am Berg unterwegs bin, um sie im Notfall suchen zu können. Wenn ich nicht imstande bin, in Sicherheitsausrüstung zu investieren, habe ich draußen auch nicht viel verloren“, meint Hofer. Lawinen stellen für Skitourengeher vielleicht die größte Gefahr dar. „Nach einer Tour, bei der man knapp einer Lawine entgangen ist, denkt man schon nach – vor allem vor dem Einschlafen“, sagt Kerer, der schon dreimal von einer Lawine mitgerissen worden ist. „Schlimm ist, dass man nie weiß, wie nahe man an einem Unglück war und daher nur schwer aus solchen Situationen lernen kann. Die Natur ist unberechenbar, und man kann sie nicht beherrschen.“
info Die Rennen im Eisacktal Cup: Samstag, 27. Dezember 2014: SkiUphill Vals Freitag, 9. Jänner 2015: Skialp Night Trophy (Ladurns) Freitag, 23. Jänner 2015: Gitschberg Nichtattack Freitag, 30. Jänner 2015: Plose SkiUphill Samstag 7. Februar 2015: Lorenzensturm Bei jedem Rennen gibt es die Ka tegorie Race und Hobby. Alle Ath leten, die an vier von fünf Rennen teilnehmen, werden mit einem Ski tourenpickel von Edelrid belohnt. 39
Freizeit & Sport Um im Ernstfall richtig zu reagieren, richten die beiden Bergrettungsdienste im AVS und im CNSAS unterschiedliche Aktionen wie Lawinenkurse und -camps aus. Auf der Plose organisiert beispielsweise der Bergrettungsdienst Brixen im CNSAS das Lawinencamp und das Event „Sicher im Schnee“, das am 18. Jänner 2015 in Kreuztal auf der Plose stattfindet, damit man selbst Hand an Schaufel, Sonde und LVS legen kann, um die im Schnee vergrabenen Sender zu finden. Schließlich sollte man sich mit seiner Sicherheitsausrüstung auskennen, denn im Notfall zählt jede Sekunde.
Ticktack. Gegen die Zeit, eiskalte
Luft, brennende Oberschenkel und gegen den Konkurrenten hinter sich kämpfen auch die Skitouren-Rennläufer. Einer von ihnen ist Roberto De Simone aus
Gossensaß. In der vergangenen Rennsaison erreichte er den ersten Platz beim Südtirol-Cup, einer Rennserie mit fünf F.I.S.I.-Rennen, bei denen die besten Südtiroler mitmachen. Zuvor war er zweimal Skitourenlandesmeister und erzielte zweimal den vierten Platz bei den Italienmeisterschaften. Seine Stärke sind die alpinen Skitouren-Rennen, bei denen mehrere tausend Höhenmeter und mehrere Anstiege und Abfahrten zu bewältigen sind. „Am Anfang der Saison mache ich bei Rennen auf der Piste mit, um die Wettkampfhärte zu trainieren. Ab Anfang Jänner steige ich dann auf alpine Rennen um“, erläutert er. Der Weg zum alpinen Skitouren-Rennsport führte für De Simone aber über die Piste: „Vor etwa zehn Jahren ist man noch schief angeschaut worden, wenn man in der Nacht mit der Stirn-
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Wir planen – organisieren – konstruieren. 40
lampe über die Piste gegangen ist. Das war damals einfach nicht üblich; heutzutage ist das eher die Norm.“ Gerade für kleinere Skigebiete seien Abende extra für Skitourengeher sogar sehr profitabel – speziell für die Hüttenwirte. Die Trametsch auf der Plose kann heuer allerdings nicht mehr abends begangen werden. Pisten-Skitourengeher können am Abend ihrem Hobby noch in Gitschberg jeden Donnerstag auf der Talabfahrt und in Jochtal jeden Dienstag beim „Tanz der Vampire“ ebenfalls auf der Talabfahrt frönen. In größeren Skigebieten können laut De Simone Skitourengeher durchaus auch Probleme verursachen, denn „wenn sie in der Nacht über die frisch präparierte Piste abfahren, ist das ein finanzieller Schaden für den Liftbetreiber“. Problematisch sind zudem Skitourengeher, die
bei Tag über die Pisten aufsteigen, da das Unfallrisiko erheblich steigt. Manche Skigebiete setzen hier dagegen und markieren Aufstiegssteige extra für Skitourengeher abseits der Piste. Hierbei stellt sich noch die Frage, ob Skitouren auf der Piste überhaupt noch „richtige“ Skitouren sind. „Viele haben eine Skitourenausrüstung und gehen nicht im freien Gelände, sondern nur auf der Piste“, meint Christoph Hofer, „das hat meiner Meinung nach mit einer normalen Skitour nicht viel zu tun.“ Erika Großrubatscher sieht das etwas weniger eng: „Solange der Aufstieg zu Fuß gemacht wird, ist das immer eine Tour. Es ist verständlich, dass viele abends auf den Pisten gehen, sie können so die Kondition trainieren.“ Der Skitouren-Rennläufer Roberto De Simone weicht ebenso oft auf die Piste aus: „Ich trainiere auf der Piste – anders würde es ja nicht gehen. Ich habe eine normale 40-Stunden-Woche und trainiere sechs bis sieben Mal die Woche. Skitourengehen im Gelände ist aber ein anderes Paar Schuhe. Pistenrennen sind dagegen reiner Ausdauersport, technikmäßig muss man nichts können.“ Bei alpinen Skitourenrennen geht man meist in Zweierteams, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Diese Rennen finden nämlich durchaus auch am Gletscher statt, und man muss passagenweise die Skier tragen und mit seinem Partner am Seil gehen. Roberto De Simone konnte zwar bei vielen Wettkämpfen Routine sammeln, aber „nervös bin ich grundsätzlich vor jedem Wettkampf, auch wenn es nur ein unbedeutendes Rennen ist“, gibt er lächelnd zu, „wenn man eine Startnummer trägt, ist man ein anderer Mensch. Während des Rennens ist man
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fokussiert auf die Leistung, aber gerade bei langen Rennen, die auch mal über drei Stunden dauern können, geht einem Gott und die Welt durch den Kopf.“
Fünf Rennen, ein Cup. Gott und
die Welt gehen den Rennläufern wohl nicht durch den Kopf, wenn sie in kürzester Zeit die 1.400 Höhenmeter des Plose SkiUphill bewältigen müssen. Organisiert wird dieses Skitourenrennen von der Bergrettung Brixen im CNSAS. „Die Geschichte unseres Rennens fängt vor zehn Jahren an. Damals haben sich ein paar Kollegen zusammengetan, um sich zu messen“, beschreibt Dario Tassara, Ausschussmitglied der Bergrettung Brixen im CNSAS und Verantwortlicher für das Plose SkiUphill. Aus dem anfänglichen Jux ist inzwischen ein ernst zu nehmendes Skitourenrennen geworden, das nichts für schwache Oberschenkel und Nerven ist. Außerdem hat es das Nachtrennen auf der Plose auch temperaturtechnisch in sich: Beim Massenstart in St. Andrä findet man sich noch in angenehmen Temperaturen wieder, während im Ziel einem ein eisiger Wind um die Ohren pfeift. „Besonders der obere Teil ist heikel, wenn schlechtes Wetter ist. Es kann kalt werden, sehr kalt!“, erklärt Dario Tassara. Ob heuer der Wettkampf gleichen Anklang findet wie im vorigen Jahr wird sich erst zeigen, hieß es doch erst vor kurzem, dass die Nachtöffnung am Freitag auf der Plose dieses Jahr nicht angeboten wird. Damit ist wohl auch das Angebot für Skitourengeher hinfällig. Fünf Rennen – SkiUphill Vals, Skialp Night Trophy in Ladurns, Gitschberg Nightattack, Plose SkiUphill und Lorenzensturm – sind im Eisacktal-Cup zusammengefasst. „Der Eisacktal-Cup ist ganz spontan entstanden. Wir wollten die Kräfte der einzelnen Rennen zusammenlegen. Jedes Rennen lebt so zwar für sich selber weiter und hat seine eigenen Charakterzüge behalten, als Cup werden aber mehr Teilnehmer zum Mitmachen animiert, und wir können dank unserer Sponsoren bessere Preise bieten“, so Dario Tassara. „Nicht viele Rennläufer haben letztes Jahr alle Rennen im Cup gemacht“, fügt Ciro Zanesco, Ortsstellenleiter der Bergrettung Brixen im CNSAS, hinzu. „Es waren so an die 80 Teilnehmer. Das Niveau bei den Rennen ist wirklich sehr hoch, wir hatten bisher noch niemanden, der es nicht in
zweieinhalb Stunden ins Ziel auf der Plosehütte geschafft hätte. Uns ist aber auch wichtig, dass das Rennen Spaß macht. Es geht nicht nur darum, am schnellsten oben zu sein. Und auch das Skifahren bei Mondschein ist eine tolle Erfahrung.“ Der Eisacktal-Cup bietet heuer erstmals bei jedem Rennen eine Hobby-Kategorie an, in der nicht derjenige gewinnt, der als Erster das Ziel erreicht, sondern es wird die Mittelzeit gemessen. „Wenn 50 Leute mitmachen, wird die Durchschnittszeit errechnet, und die fünf oder zehn Rennläufer, die sich in der Mittelzeit befinden, werden gewertet“, erklärt De Simone, der bei der Organi-
sation der Skialp Night Trophy in Ladurns mitarbeitet, „die Leute sollen ja schließlich animiert werden, sportlich etwas zu tun!“ Von der Hobby-Kategorie ist der Skitouren-Rennläufer begeistert: „Es gibt viele Hobby-Skitourengeher, die lediglich auf den Pisten ihren Sport ausüben. Für diese gibt es jetzt eine Sparte, in der sie sich messen können, und das ist gut so.“ Den regelrechten Hype ums Skitourengehen kann man in unseren Gefilden weder im freien Gelände, bei Modeskitouren oder auf der Piste abstreiten. Für viele bedeutet der Aufstieg auf den zwei Brettern im winterlichen Weiß Entspannung pur, Aben-
teuer und Erlebnis. Man spürt jede Muskelfaser seines Körpers, kann seine Belastungsgrenzen austesten oder einfach nur die Zeit genießen. Ob romantisch anmutende Skitourenabende beim LED-Licht der Stirnlampe, bei Mondschein und Sternengeblinzel oder Pulverschneeabfahrt in freiem Gelände – einen gemeinsamen Nenner hat jede der angesprochenen Facetten des Skitourengehens: das Miteinander.
veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Von Eis-Prinzessinnen und -Prinzen Grazile Sprünge, Pirouetten und Drehungen: Eiskunstlaufen schaut schön aus, zählt aber zu einer der wohl komplexesten Sportarten und fördert neben Koordination, Gleichgewicht und Ausdauer auch Kraft und Rhythmusgefühl.
N
asen und Wangen sind von der kühlen Luft gerötet, der Blick ist konzentriert, die rhythmische Musik im Hintergrund gibt den Takt vor. Beim Eiskunstlauf geht es um mehr als nur um schön geschminkte Gesichter und bunte Flatterkleider. „Eiskunstlauf ist eine sehr komplexe und ganzheitliche Sportart“, erklärt Elke Urthaler, die seit kurzem die Leiterin der Sektion Eiskunstlauf im Wintersportverein Brixen ist. Vor ihr war Stefan Barbieri Sektionsleiter.
Sprungkraft. Die Sprünge, Pirou-
etten und Figuren sehen oft so einfach aus, flüssig und natürlich. Doch beim Eiskunstlauf werden Körper und Geist gleichzeitig gefordert. „Es braucht viel Koordination, Gleichgewicht, Rhythmusgefühl und Kraft – Sprungkraft! – um die Sprünge durchführen zu können“, so Urthaler. „Dazu kommt Disziplin und Ausdauer, denn bis ein Sprung wirklich sitzt, fallen die Kinder ja tausendmal auf den Hintern und stehen immer wieder auf.“ In der Tat: Mit großen Sprüngen fängt wohl niemand auf dem Eis an. Am Anfang stehen immer noch die etwas wackligen Schritte, bei denen der ausgebildete Trainer Matthias Lazzeri den Kindern ab vier Jahren beim Eislaufkurs unter die Arme greift. „Die ersten Schritte auf dem Eis machen die Kinder beim Eislaufkurs oft mit einem Stuhl und mit Helm, damit sie das erste Mal ein bisschen Sicherheit haben“, beschreibt die Sektionsleiterin. „Dann zeigt der Trainer die ersten Schritte, baut kleine Hindernisse auf, die die Kinder dann umfahren müssen.“ Während in den Eislaufkursen, an denen pro Saison rund 50 Kinder teilnehmen, die Basics vermittelt werden, geht es in den anderen Gruppen hoch her. Nachdem die Kinder nämlich im Eislaufkurs die nötige Standkraft 42
auf dem Eis vermittelt bekommen haben, geht es weiter zu den Leistungsgruppen, die von Oleksandr Skalozub betreut werden. Skalozub kommt aus der Ukraine, war selbst Eiskunstläufer und ist seit mehreren Jahren als Eiskunstlauftrainer in verschiedenen Ländern tätig. Zuletzt trainierte er Athleten in Cortina, Auronzo und im Pustertal. Die drei Leistungsgruppen, in denen rund 30 Kinder trainieren, unterteilen sich in „Anfänger“, „WettkampfAnwärter“ und die „Wettkampfgruppe“. „Der Trainer bestimmt, wann ein Kind so weit ist, dass es in die nächste Leistungsgruppe kommen kann“, so Elke Urthaler. „Grundsätzlich muss ein Kind für eine Leistungsgruppe aber bestimmte Sprünge und Elemente einfach beherrschen.“
Foto: Luca Tonegutti
Freizeit & Sport
EISKUNSTLAUF
Harte Arbeit. Die Anzahl der
wöchentlichen Trainingsstunden hängt beim Eiskunstlauf von der Leistungsgruppe ab; sie reicht von drei bis sieben Stunden die Woche. „Die Wettkampfgruppe trainiert unter der Woche täglich an die eineinhalb Stunden. Dazu kommt dann noch das Trockentraining. Der Trainer sagt nämlich, dass es ganz wichtig ist, erst die Sprünge im Trockenen zu beherrschen, um sie dann auch richtig aufs Eis bringen zu können. Auch die Gruppe der Wettkampf-Anwärter hat die Möglichkeit, täglich zu trainieren“, meint die Sektionsleiterin. Kinder, die in der Anfängergruppe der WSV-Sektion Eiskunstlauf sind, haben sich auch zum Ziel gesetzt, in die Wettkampfgruppe zu kommen. „Wie schnell sie dann voran kommen, hängt natürlich immer davon ab, wie ehrgeizig und talentiert sie sind“, erklärt Elke Urthaler. Um die Motivation der Kinder hoch zu halten, werden auch in der Leistungsgruppe „Wettkampf-Anwärter“ kleinere Wettkämpfe ausgetragen – die
Training auf dem Eis: Wie viele Stunden die jungen Eiskunstläufer üben, hängt von der jeweiligen Leistungsgruppe ab
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sogenannten „Intersociale“. Das sind Wettkämpfe, die unter den Eiskunstlaufsportvereinen ausgetragen werden. In der Wettkampfgruppe nehmen die EisPrinzessinnen und -Prinzen dann an den „Federali“-Wettkämpfen teil. Wenn sie sich für diese nicht qualifizieren konnten, gibt es auch noch die sogenannten „FreeWettkämpfe“. Dass sich die harte Trainingsarbeit auch auszahlt, beweist unter anderem das Talent Carolina Kostner, die als kleines Mädchen für drei Saisonen in der Eishalle von Brixen mit ihrer Mutter in Zusammenarbeit mit dem WSV Brixen trainierte und heute ein Weltstar ist: 2012 errang sie ihren ersten Weltmeistertitel. Die Sek tion Eiskunstlauf des WSV Brixen kann aber auch mit anderen erfolgreichen Athleten glänzen: beispielsweise Matthias Lazzeri, der 1997 Vize-Italienmeister der Jugend wurde, Lisa Barbieri, die Italienmeisterin U12 im Jahre 2012 und U13 im Jahre 2013, oder Elena Rainer und Shania Antonello, die an den Italienmeisterschaften 2014 teilgenommen haben. „Wenn die Mädchen in die Oberschule kommen, nimmt die Trainingszeit meistens leider ab“, bedauert Elke Urthaler, „außer, jemand ist besonders talentiert und möchte weiterhin Eiskunstlaufen. Dann wird bestimmt eine andere Schule ausgewählt – vielleicht auch nicht in Brixen.“ Das Einkunstlaufzentrum mit der längsten Tradition in Südtirol befindet sich nämlich in Meran.
Der Traum vieler Mädchen. Die
Sektion Eiskunstlauf gibt es seit 1947. Trainiert wurde früher auf dem Eis, das sich im Winter am Lidosee bildete, später im Brixner Schwimmbad. Dann wurden die Tennisplätze im Winter eingeeist und für den Eiskunstlauf verwen-
det. Bis zur Entstehung der Sportzone Süd trainierten die Kinder auf einem Platz in der Nähe des Brixner Sanatoriums, der für das Eislaufen und Hockeyspielen eingerichtet wurde. Seit 1988 findet das Training in der Eishalle von Brixen statt. Als primäre Aufgabe sieht die Sektion, „Aufbauarbeit zu leisten und Kinder ab vier Jahren für diesen Sport zu begeistern und zu motivieren“, so Elke Urthaler. Neben den Eislaufkursen bietet die Sektion Eiskunstlauf ebenfalls die Trainingseinheiten in den unterschiedlichen Leistungsgruppen und organisiert verschiedene Wettkämpfe. Außerdem wird ein Schlittschuhverleih angeboten, um den sich Michael Prossliner, der seit 30 Jahren ehrenamtlich für die Sektion tätig ist, schon seit mehreren Jahren kümmert. Den ersten Schritt in Richtung Eiskunstlauf machen die Kinder aber meist selbst: „Vor allem Mädchen lassen sich vom Tänzerischen, von der Musik, der Kleidung, der Schminke und der Ästhetik des Eiskunstlaufens begeistern.“ Und das weiß Elke Urhaler auch aus Erfahrung, denn „bei unserer Tochter war das auch so, dass wir eine Veranstaltung gesehen haben, und sie hat dann gesagt, sie möchte das auch gerne machen“. Obwohl die Anzahl der Mädchen eindeutig überwiegt, war auch bis vor kurzem ein Bub beim Eiskunstlauftraining. Die Anziehungskraft der Eiskunstläuferinnen sei auch beim Publikumslauf in der Eishalle zu bemerken, meint Urthaler: „Die Eiskunstläuferinnen gehen auch zum Publikumslauf und probieren dort ihre Sprünge, Drehungen und Pirouetten. Die anderen Kinder schauen ganz fasziniert zu und wollen dann Informationen zu diesem wunderschönen Sport haben.“ veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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04.07.14 11:25
PARALYMPICS
Freizeit & Sport
Auszeichnung für Christina Ploner z Die Brixner Sportlerin Christina Ploner wurde mit der Auszeichnung „Leone D’Argento“ geehrt. Der goldene Löwe gilt als Symbol der Region Venetien und wurde von CONI-Präsident Giovanni Malagò im Beisein von Luca Pancalli, Präsident des Paralympischen Komitees, an Christina Ploner überreicht. Ploner ist eine der ersten Behindertensportler Südti-
rols; in den 80er Jahren animierte sie mit der Gründung der ersten Sportgruppe viele Behinderte zum Sport. Die Verleihung des „Leone D’Argento“ fand im Rahmen der Feierlichkeiten rund um das 100-jährige Jubiläum des Italienischen Olympischen Komitees CONI statt, bei dem im Oktober 107 Sportler und Sportlerinnen eingeladen waren, die bei Olympi-
F&S
schen oder Paralympischen Spielen Medaillen errungen hatten. Die Veranstaltung fand im „Teatro Nuovo“ in Vicenza statt. vk
Freizeit & Sport BERGSTEIGEN
Drei Valler im Himalaya z Die Wilde Kreuzspitze im hintersten Valler Tal gilt gemeinhin als Mühlbacher Hausberg. Silvia Gabloner, Roman Zingerle und Sepp Leitner aus Vals waren gewiss bereits einige Male auf dem 3.132 Meter hohen Gipfel. Vor wenigen Wochen wagten sie sich gemeinsam mit Roland Losso aus Plaus auf einen mehr als doppelt so hohen Berg, den Mera Peak im Himalaya-Gebirge auf 6.467 Metern Meereshöhe. Losso, ehemaliger Pächter des Bergrestaurants im Skigebiet Jochtal, hat bereits mehrere Expeditionen in aller Welt hinter sich und ist somit kein unbeschrie-
kurz
notiert
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benes Blatt in ExtrembergsteigerKreisen mehr. Die Tour auf den Mera Peak fand unter der Obhut seines nepalesischen Freundes Tham Bahadur statt, der Losso seit 30 Jahren auf Touren in Nepal betreut. Der Mera Peak gilt aufgrund seiner beeindruckenden Rundumsicht als einer der schöns-
Ab 1. Jänner tritt die neue Tarifordnung für die Benutzung der gemeindeeigenen Sportanlagen in Kraft, laut der künftig alle Brixner Sportvereine, Schulen und Zivilschutzvereine kostenlos in den gemeindeeigenen Strukturen trainieren können. Reservierungen über das Sportamt unter der Tel. 0472 062173.
ten Gipfel im Himalaya. Bei gutem Wetter sind mit dem Mount Everest, Makalu, Lhotse, Kangchendzönga und Cho Oyu gleich fünf berühmte Achttausender zu sehen. Im Bild: Roland Losso, Sepp Leitner, Silvia Gabloner und Roman Zingerle; hinten rechts der Mount Everest. oz
Laura Letrari hat das Ticket für die Schwimm-Weltmeisterschaft in Doha verpasst. Um sich zu qualifizieren, hätte die Brixnerin über 100 Meter Lagen eine Zeit von 59,8 Sekunden schwimmen müssen. Sie verpasste die geforderte Norm nur hauchdünn, mit einer Zeit von 1:00,11 Minuten.
Der Schwimmclub Brixen lud zum Kinderschwimmwettkampf der vierteiligen USSA-Serie. 130 Kinder aus ganz Südtirol maßen sich auf der 25-MeterStrecke in der Acquarena in allen Schwimmstilen. Mit 17 Gold-, 10 Silber- und 12 Bronzemedaillen heimsten die Brixner dabei am meisten Medaillen ein.
NACHGEFRAGT
„Habe mein Ziel im Hinterkopf“ JOY VIGANI, 18-jähriges Brixner Tennistalent, über seinen ersten ATP-Punkt und die Pläne für seine weitere Tennislaufbahn. Herr Vigani, Sie holten sich kürzlich Ihren ersten ATP-Punkt und sind somit in der TennisWeltrangliste gelistet. Wie kam es dazu? Beim Turnier in Marokko holte ich mir diesen wichtigen Punkt, der meinen ersten richtigen Erfolg in meiner Tenniskarriere darstellt – und auf den ich natürlich sehr stolz bin. Die Bedingungen bei diesem Turnier waren allerdings nicht einfach, da aufgrund der schwierigen Wetterlage die Spiele immer wieder unterbrochen werden mussten – schlussendlich waren Können und Glück ausschlaggebend.
Wie oft und wie lange muss man eigentlich Tennis spielen, um in diesem Sport so erfolgreich zu sein? Seit ich fünf Jahre alt bin, stehe ich regelmäßig auf dem Tennisplatz; zuerst beim Brixner Verein, dann Bozen, Kaltern und nun seit drei Jahren in Trient. Zurzeit trainiere ich täglich bis zu vier Stunden, damit ich fit bin für das geplante Turnierpensum im neuen Jahr. Das Programm für 2015 ist zwar noch nicht fix, aber ich habe jetzt schon geplant, in Amerika und auch in Europa an einigen größeren Turnieren teilzunehmen, damit ich meine ATP-Punkte ausbauen kann.
DOLOMITEN MARATHON
Finisher-Shirt ist da
z Während sich die Plose allmählich in winterliches Weiß hüllt, herrscht beim Organisationsteam des Brixen Dolomiten Marathon rund um Chefin Eva Ellemunter bereits geschäftiges Treiben. „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“, sagte Ellemunter auch schon im Juni, nachdem Hannes Rungger den Dolomiten Marathon 2014 eindrucksvoll für sich entschieden hatte. Die nächste Ausgabe des Lauf-Events geht am 27. Juni 2015 über die Bühne – beziehungsweise über die Plose. Während Eva und ihr Team
noch fleißig Einschreibungen sammeln und Neues für diese nächste Ausgabe planen, ist das Finisher-Shirt für 2015 schon fertig und präsentiert sich in frischem frechen Grün. Jeder Teilnehmer, der beim Brixen Dolomiten Marathon das Ziel auf der Plose erreicht, bekommt dieses Finisher-Shirt, auf das man auf jeden Fall stolz sein kann. Es bedeutet nämlich, dass man 2.340 Höhenmeter und 42,195 Kilometer vor einem einzigartigen Panorama bewältigt hat. vk
Und ihre Zukunftspläne? Derzeit ist es wichtig, sich auf jeden einzelnen Tag zu konzentrieren und dabei immer im Auge zu behalten, so gut wie möglich Tennis zu spielen. Im Hinterkopf behalte ich dabei natürlich mein größtes Ziel und zugleich meinen Kindheitstraum, ein Profi-Tennisspieler zu werden. Um diesem Traum näher zu kommen, braucht es Zeit, Ehrgeiz, Unbeschwertheit und Vertrauen – insbesondere in jene Personen, die mich beruflich und privat umgeben. Nur dann komme ich meinen Zielen näher. evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
MÜHLBACH: KONFLIKT UM ZENTRUMSNAHEN PARKPLATZ
Oh, Maria, hilf!
Der Seilbahnplatz von Mühlbach – oder Maria-Hilf-Platz, wie er offiziell heißt – ist derzeit Gegen stand eines Streits zwischen der Gitschberg AG in Liquidation und der Gemeindeverwaltung. Es geht ums liebe Geld, um eine urbanistische Weichenstellung – und um den innergemeindlichen Frieden.
D
er Maria-Hilf-Platz ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem strategisch wichtigen Parkplatz für den Marktflecken Mühlbach geworden. Ein großer Teil der Handels- und Dienstleistungstätigkeit hat sich in den unteren Teil des historischen Ortskerns verlagert, der vom Maria-Hilf-Platz aus in wenigen Schritten erreichbar ist. Im konkreten Streitfall geht es um die unterste, gut 1.000 Quadratmeter große Fläche des aus drei Etagen und einen Nebenplatz bestehenden Parkplatzes. Das Grundstück gehört allerdings nicht der Ge-
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meinde, sondern der Gitschberg AG in Liquidation, die die Immobilie vor Jahren gemeinsam mit der Seilbahn Mühlbach-Meransen von der damaligen Führungsgenossenschaft übertragen bekommen hat. Viele Jahre konnte die Gemeinde den Platz kostenlos nutzen – naja, fast kostenlos, denn wenn die chronisch kränkelnde Gesellschaft wieder mal in Geldnot war, sprang man in der Ratsstube stets bereitwillig ein. Mittlerweile zahlt die Gemeinde einen jährlichen Pachtzins von immerhin 26.000 Euro für 33 Stellplätze.
Handicap Raumordnungsvertrag. Neben der Immobilie selbst
hält die Gitschberg AG in Liquidation aber noch ein Papier in der Hand, das im Streit um den Platz eine wesentliche Rolle spielt. Am Ende der letzten Verwaltungsperiode hat sie mit der Gemeindeverwaltung nämlich einen Raumordnungsvertrag abgeschlossen, der im Wesentlichen folgenden Inhalt hat: Die Gemeinde wandelt die auf dem Platz eingetragene Zone für öffentliche Einrichtung bzw. Wiedergewinnungszone in eine Wohnbauzone um und ermöglicht somit den Bau einer be-
stimmten Kubatur. Die Gitschberg AG erhoffte sich davon, einen Investor zu finden und sich mit dem damals kolportierten Erlös von 800.000 Euro einigermaßen sanieren zu können. Im Gegenzug hätte dieser Investor ein Parkhaus realisieren müssen, von dem die Gemeindeverwaltung 100 Stellplätze zum Betrag von knapp 1,45 Millionen Euro abgelöst und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hätte. Bis heute hat die Gitschberg AG allerdings keinen Investor für das Projekt gefunden, was der Gemeindeverwaltung nicht ganz
ZANKAPFEL: Der Maria-Hilf-Platz in Mühlbach sorgt derzeit für Konflikte zwischen Gemeindeverwaltung und Gitschberg AG.
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Foto: Oskar Zingerle
ungelegen kommt. Dass der Platz laut Raumordnungsvertrag verbaut wird, möchte man nämlich mittlerweile vermeiden, weil man diese urbanistische Weichenstellung für falsch hält. Eine Klausel im Vertrag sieht vor, dass bei nicht erfolgter Eigentumsübertragung innerhalb von drei Jahren die Gemeinde ohne Angabe von Gründen einseitig vom Vertrag zurücktreten könne. Diese Frist wäre eigentlich abgelaufen; allerdings argumentiert die Gitschberg AG, dass die Realisierung des Projektes durch die Diskussion um den Bau einer neuen Seilbahn verzögert worden sei. Unabhängig davon ist auch Gemeindesekretär Arnold Unterkircher der Meinung, dass selbst bei regulärem Erreichen der Frist die Gemeinde nicht so ohne Weiteres vom Vertrag zurücktreten könne.
Wie viel ist der Platz wert? Unter
diesen Voraussetzungen müsste die Gemeinde den Platz also kaufen, sie kann aber maximal den Schätzwert von 340.000 Euro bezahlen plus den noch zu schätzenden Gegenwert für den Rücktritt aus dem Raumordnungsvertrag.
Bürgermeister Christoph Prugger wäre bereit, vom Schlüsselgeld des Ortes Mühlbach 500.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, also 610.000 Euro locker zu machen – kein Pappenstiel, wenn man bedenkt, dass das gesamte Jahresbudget des Hauptortes zwischen 200.000 und 300.000 Euro liegen dürfte. Die Gitschberg AG in Liquidation führt einen angeblichen Investor ins Feld, der eine höhere
werden.“ Die Frage ist aber auch, ob die Gemeinde den Ausstieg aus einem Vertrag überhaupt abgelten darf, wenn dieser ein kostenfreies Ausstiegsszenario explizit vorsieht. Eine Frage, die Juristen beschäftigen dürfte – und den Rechnungshof. Der Bürgermeister möchte den Verkauf der Liegenschaft an einen Spekulanten jedenfalls verhindern und begründet dies mit folgendem
„Der innergemeindliche Frieden darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“_ Christoph Prugger, Bürgermeister von Mühlbach Summe zahlen würde. Ein Schachzug, um den Preis zu treiben ...? Je nachdem, wie hoch der Rücktritt Raumordnungsvertrag bewertet wird, sind die Möglichkeiten für die Gemeinde ohnehin begrenzt. Und die Möglichkeiten für das Mühlbacher Schlüsselgeld sieht Prugger ebenso ausgeschöpft. „Alles, was über die 610.000 Euro hinausgeht, muss wenn schon vom Meransner Budget finanziert
Szenario: „Wenn dieser angebliche Investor tatsächlich existiert und den Parkplatz kauft, könnte er die weitere Entwicklung des Seilbahnplatzes komplett blockieren. Die Gemeinde hätte keine Handhabe dagegen.“ Auf der anderen Seite müsse versucht werden, die Liegenschaft der Gitschberg AG zu einem angemessenen Preis abzulösen, um den Schaden für die Aktionäre durch Entwertung
der Aktien möglichst niedrig zu halten. Christoph Prugger erläutert die Zusammenhänge: „Die Gitschbeg AG in Liquidation hält derzeit einen bestimmten Prozentsatz der Anteile an der neuen Gitschberg Jochtal AG. Bei einer Abwertung der Gitschberg-Aktien sinkt dieser Anteil, und es käme zu einem Ungleichgewicht zwischen Meransner und Valler Aktionären. Konflikte wären vorprogrammiert.“ Sollte die Liquidation für die Gitschberg AG in einem Fiasko enden, würde das auch das Verhältnis zwischen Mühlbach und Meransen beschädigen, so Prugger. Dasselbe wäre wohl zu befürchten, wenn der MariaHilf-Platz an einen Spekulanten verkauft werden würde. Bei allen Bemühungen um eine gütliche Lösung hält Bürgermeister Prugger fest: „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, und es liegt somit an allen Beteiligten, den innergemeindlichen Frieden nicht aufs Spiel zu setzen.“
oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 47
Ungerechte GIS? Seit einem Urteil des Kassationsgerichtshofes aus dem Jahr 2003 gilt eine höhere Bewer tung von Gewerbeimmobilien, die als Basis für die Berechnung der Gewerbeimmobilien steuer GIS verwendet wird. Diese höhere Bewertung wird aber nicht auf alle Immobilien angewendet, was zu einer drastischen Ungleichbehandlung der Eigentümer führt.
Z
wei Mal im Jahr bekommen Immobilieneigentümer von ihrer Gemeinde einen „Liebesbrief“, in dem freundlich darauf hingewiesen wird, dass die Gewerbeimmobiliensteuer („GIS“) nun wieder fällig sei. Die Gemeinde holt sich für dieses Schreiben vom jeweiligen Katasteramt die Katastererträge, und darauf rechnet sie den Eigentümern laut einem vom Gemeinderat beschlossenen Steuersatz vor, wie hoch die zu bezahlende Steuer ist. Ein Brixner Unternehmen wunderte sich allerdings vor einigen Wochen nicht schlecht, dass sich der zu bezahlende Betrag im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt hatte – obschon der Brixner Gemeinderat den Steuersatz für Gewerbeimmobilien im Jahr 2014 von 0,76 auf 0,56 Prozent reduziert hatte. Da die Steuer mehrere tausend Euro betrug, begann er verständlicherweise zu recherchieren – und entdeckte eine massive Ungleichbehandlung der Eigentümer von Gewerbeimmobilien, auch in der Gemeinde Brixen.
Neue Bewertung nur bei neuen Akten. Der Grund für diese
Ungleichbehandlung liegt darin, dass die Berechnung des Katasterertrages sich im Jahr 2007 radikal verändert hat: Hatte man vorher für die Errechnung des
Foto: Oskar Zingerle
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„Liegenschaftswertes für die IMUBerechnung“ den Zinssatz von 1 Prozent angewendet, wird seit 2007 laut dem Urteil des Kassationsgerichtshofes Nr. 10037 vom 24. Juni 2003 italienweit 2 Prozent angewendet. Dieser Zinssatz – und hier liegt die Ursache für die
grobe Ungleichbehandlung – wird allerdings erst dann angewendet, sobald für die Immobilie ein neuer Akt im Katasteramt angelegt wird. Auf neue Gebäude, die erstmals dem Katasteramt gemeldet werden, und auf bestehende, die eine katastermeldungspflichtige
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Änderung erfahren, wird also bereits der neue höhere Zinssatz angewendet. Solange bei einem bestehenden Gebäude katastermäßig nichts verändert wird, bleibt der alte Steuersatz. Ein fiktives Beispiel erklärt anschaulich die Problematik:
Nehmen wir an, in einer Brixner Straße befänden sich zwei in jeder Hinsicht identische Gewerbeimmobilien der Katasterkategorie D8, das Gebäude 1 und das Gebäude 2 – beide gleich groß, gleichzeitig vor 20 Jahren gebaut, dieselbe Nutzungsart. Beide Gebäude hatten 2013 einen KatasterLiegenschaftswert von – sagen wir mal – 400.000 Euro, der als Basis dient für die GIS-Berechnung: Im Jahr 2013 waren dies bei 0,76 Prozent 3.040 Euro. Beide Immobilieneigentümer mussten also für das Jahr 2013 jeweils 3.040 Euro GIS bezahlen. Nun wurde bei Gebäude 1 ein Aufzug eingebaut, was eine entsprechende Katastermeldung zur Folge hatte. Das Katasteramt wendet nun plötzlich für dieses Gebäude 1 die neuen Kriterien zur Berechnung des Liegenschaftswertes an: Der fiktive Wert von 400.000 Euro steigt auf 800.000 an. Im Jahr 2014 bezahlt der Eigentümer des Gebäudes 1 also fortan nicht mehr 3.040 Euro GIS, sondern 4.480 Euro (800.000 x 0,56%), während der Eigentümer des Gebäudes 2 plötzlich 2.240 Euro GIS (400.000 x 0,56%) bezahlt – eine Ungerechtigkeit par excellence, die solange bestehen
bleibt, bis auch am Gebäude 2 eine Katastermeldung fällig wird. Das kann Jahre dauern.
Problematik überall bekannt. „Diese große Ungleichbehandlung gibt es in der Tat“, sagt Siro Dalla Ricca, Dienststellenleiter des Steueramts von Brixen, „aber die Gemeinde kann dagegen nichts tun, denn schließlich berechnen wir die GIS immer nach den vom Katasteramt des Landes vorgelegten Liegenschaftswerten.“ Auch Roberto Spazzini, Direktor im Katasteramt Brixen, gibt unumwunden zu, dass die Problematik effektiv bestehe: „Wir haben als ‚Katastertechniker’ oftmals die höhere Instanz und auch die zuständigen Politiker aufgefordert, eine Lösung für dieses Problem zu finden, aber bisher hat sich leider nichts bewegt.“ Dabei könnte diese Ungerechtigkeit theoretisch leicht gelöst werden: Die lokalen Katasterämter könnten eine automatische Aufwertung, eine Revision der noch nicht neu berechneten Immobilien vornehmen, was dann natürlich zur Folge haben müsste, dass die Gemeinde den Steuersatz von derzeit 0,56 Pro-
zent erheblich senken könnte, damit die Summe der Erträge, die die Gemeinde aus der GIS lukriert, dieselbe bleibt. „Das wäre die logische Schlussfolgerung“, sagt Roberto Spazzini, „auf Landesebene spricht man seit geraumer Zeit darüber.“ Aber: „Ein solches Projekt kann nicht von heute auf morgen durchgeführt werden, weil es gewisse Voraussetzungen erfordert“, sagt er. Freundlich verweist er auf das Katasterinspektorat in Bozen, das die entsprechenden Beschlüsse fassen müsste.
„So ist das Gesetz eben ...“ Auch
Direktor Paolo Russo vom Katasterinspektorat ist das Problem bekannt, er scheint aber keinen Handlungsbedarf zu erkennen: „So ist das Gesetz eben“, sagt er lakonisch, „die Katasterämter müssten die Werte berichtigen, aber da sich die Gewerbeimmobilien eh laufend ändern, löst sich das Problem mit der Zeit von alleine.“ Eine genaue Statistik, wie viele Gewerbeimmobilien in Südtirol noch mit den alten Werten besteuert werden und wie viele mit dem neuen, existiere überraschenderweise nicht, sagt
Russo, aber „ich gehe davon aus, dass die allermeisten Immobilien bereits mit den neuen Werten besteuert werden“. Stimmt dies aber? In Brixen jedenfalls nicht: Roberto Spazzini hat freundlicherweise eine überschlägige Kontrolle der 416 in Brixen existierenden Immobilien der Kategorie vorgenommen: Etwa ein Drittel wird noch mit dem alten Zinssatz berechnet. Die Supposition von Paolo Russo entspricht also nicht der Realität. De facto heißt dies, dass das Katasterinspektorat in Bozen seit nunmehr sieben Jahren eine drastische Ungleichbehandlung von Immobilieneigentümern toleriert – in der Hoffnung, dass sich das Problem mit der Zeit von selbst löst. Für Eigentümer von Immobilien, die vor 2007 entstanden sind und für denen seither keine Katasteränderung durchgeführt wurde, heißt dies: Auch nur kleinste katastermeldungspflichtige Änderungen am Gebäude haben zur Folge, dass sich die Steuerbelastung im darauffolgenden Jahr fast verdoppelt. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Foto: Oskar Zingerle
Fotowettbewerb zum Jubiläum z „1 Unternehmen, 11 Dienstleistungen, 111 Variationen“: Unter diesem Motto steht der Fotowettbewerb, den die Stadtwerke Brixen AG anlässlich ihres 111. Geburtstages veranstaltet. Berührungspunkte der elf Dienste der Stadtwerke Brixen mit dem alltäglichen Leben gibt es zur Genüge, und diese können fotografisch festgehalten und in Druckqualität
an die E-Mail-Adresse 111@asmb.it geschickt werden. Am Ende der Aktion prämiert eine Jury die 30 schönsten Fotos. Der Urheber des Siegerbildes wird mit einem Wellnesswochenende in einem Eisacktaler Viersterne-S-Hotel belohnt. Auf die übrigen 29 Gewinner warten 10-Punkte-Karten für die Acquarena, Eintritte für Veranstaltungen im Forum Brixen
und weitere Überraschungspreise. Außerdem werden die besten Fotos im Forum Brixen ausgestellt. Der Fotowettbewerb läuft von Jänner bis zum 6. April 2015. vk
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Foto: Oskar Zingerle
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Alles in Einem z Shops, Adressen, Bars, Restaurants – den Brixnern, Auswärtigen und Touristen steht ab sofort ein kleines Helferlein zur Seite, mit dem man all das findet, was man auf seiner Shopping- oder Besichtigungstour durch die Brixner Altstadt benötigt. Mit dem neuen Shopping- und Gastronomieführer für Brixen findet man über 700 Adressen von Geschäften, Restaurants, Bars sowie wertvolle Tipps und Hinweise. Zur besseren Orientierung befindet sich zudem in der Heftmitte ein ausfaltbarer Stadtplan. Mit der nach Branchen geordneten Liste
kurz
notiert
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findet sich jeder leicht in der handlichen, roten Broschüre zurecht: Ob Mode- oder Sportgeschäfte, Schuhläden oder Restaurants – im neuen Shoppingführer findet man alle Informationen auf einem Blick. Gemeinsam mit der Werbeagentur Brixmedia hat der Tourismusverein Brixen diese Broschüre erstellt. 20.000 Exemplare wurden gedruckt; sie sind beim Tourismusverein Brixen kostenlos erhältlich und liegen zudem in Bars, Restaurants, Hotels und Geschäften auf. Finanziert wird diese Drucksache ausschließlich durch Werbeinserate. eh
Seit kurzem ersetzt eine neue Wertstoffinsel die klassischen oberirdischen Glocken der Wertstoffsammelstelle am Parkplatz der Sportzone Süd in der VittorioVeneto-Straße. Die neue Wertstoffinsel wertet das Areal auf und erlaubt zudem einen effizienteren Entleerungsdienst.
Die Außenstelle der Handelskammer in Brixen ist ab Ende Jänner nur noch von Montag bis Donnerstag geöffnet. Die Öffnungszeiten wurden verkürzt, da die Handelskammer Bozen aufgrund des neuen italienischen Handelskammersystems mit finanziellen Einsparungen zu rechnet hat.
200 Oberschüler, Studenten und Jungakademiker können im kommenden Sommer wieder bei einem Praktikum in die Arbeitswelt der Landesverwaltung schnuppern. Bewerbungen sind bis Ende Jänner möglich. Infos unter: www.provinz.bz.it/personal/themen/aufnahme-anderepraktikum.asp.
STADTGEHEIMNISSE Foto: Oliver Jaist
Warum ziehen in Neustift die Sänger des Männerchores als Sternsinger umher?
Während zumeist Jugendliche in Begleitung eines Erwachsenen als Sternsinger die frohe Botschaft in den Häusern verkünden, sind es in Neustift die Sänger des Männerchores Neustift. Das 1142 gegründete Kloster Neustift hatte schon früh eine eigene Schule, die Singknaben für den Gottesdienst ausbildete. Das Kloster gilt als Ursprungsort der Tiroler Spielkultur, und somit hatte auch der Dreikönigsaufzug – das Sternsingen – einen besonderen Stellenwert. Mit der Säkularisation verlor diese Tradition an Bedeutung, bis der Stiftschorleiter und -kapellmeister Josef Gasser (1873-1957) sie wieder zum Leben erweckte: Schüler der klösterlichen Singschule, aber auch Buben des Dorfes, die am Gesangsunterricht im Kloster teilnehmen durften, zogen 1924 somit erstmals wieder als Sternsinger aus. Gassers Schüler waren es auch, die 1959 den Neustifter Männerchor gründeten, der seitdem das Sternsingen weiterführt. Die Lieder stammen großteils von Josef Gasser selbst, teilweise vom Chorherrn Martin Peintner. Die Gruppe besteht aus neun Personen, jeweils drei Könige mit ihren zwei Dienern, bekleidet mit kostbaren orientalischen Gewändern. Sie werden vom 3. bis 5. Jänner 2015 ausziehen sowie am 6. Jänner um 14 Uhr die Vesper in der Stiftskirche Neustift mitgestalten. Anregungen: redaktion@brixner.info
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„Grüne“ Weihnachtsbeleuchtung z Die Innenstadt von Brixen erleuchtet zur besinnlichen Adventszeit in neuem und aus ökologischer Sicht unbedenklichem Licht. Die neuen LED-Lämpchen, die so schön in den dunklen Vorweihnachtsnächten leuchten, verbrauchen nämlich 80 Prozent weniger Strom und haben eine höhere Lebensdauer. Auch die Motive der Weihnachtsbeleuchtung wurden erneuert, und als optischer Blickfang dienen die Grüngirlanden, die scheinbar passend zur stromsparenden Weihnachtsbeleuchtung in grünem Licht erstrahlen. Wenn die neuen Lämpchen in ferner Zukunft ihren Dienst getan haben werden, ist das aus
Eislaufkurse Eislaufkurs 1 (Anfänger) Mittwoch 15.15-16.00 Uhr Freitag 15.00-15.45 Uhr Preis: 40 Euro im Monat
umwelttechnischer Sicht angeblich auch kein Problem, denn die neue Weihnachtsbeleuchtung besteht aus recycelbaren Materialien. Die Initiative zur Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung ging aus von der Gemeindeverwaltung, den Stadtwerken, dem Tourismusverein Brixen sowie dem Handels- und Dienstleistungsverband hds. Finanziert wird die Weihnachtsbeleuchtung in zwei Schritten. Die Stadtwerke haben in ihrem Haushalt 2015 180.000 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung vorgesehen. In der ersten Phase wurden davon rund 100.000 Euro ausgegeben. Nächstes Jahr folgt der zweite Teil. vk
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Wirtschaft & Umwelt
Das Villnösser Tal verwandelt sich im Winter in eine weiße Märchenlandschaft und bietet mit optimalen Schneeverhältnissen abwechslungsreichen Rodelspaß und naturnahe Winterwanderungen mit und ohne Schneeschuhe. Entlang den diversen Naturrodelbahnen und beschaulichen Wanderwegen laden urige Hütten und Berggasthäuser zur Einkehr und zum Verweilen. Am Ausgangspunkt der Rodelbahnen können oftmals Schlitten ausgeliehen werden, die Ausrüstung zum Schneeschuhwandern wird in zahlreichen Hotels oder Skischulen zum Verleih angeboten.
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„Leider nur eine halbe Reform“ PAUL SEIDNER, Arbeitsrechtsberater, über die Anfang Dezember im Senat beschlossene Arbeitsmarktreform „Jobs Act“ – und mögliche Auswirkungen. Welche Maßnahmen werden mit den Durchführungsbestimmungen geregelt? Eine wichtige Neuerung betrifft die unbefristeten Arbeitsverträge bei Neueinstellungen mit wachsenden Schutzklauseln. Es werden steuerliche Erleichterungen und Befreiungen von den Sozialbeiträgen vorgesehen; die Senkung der Arbeitskosten ist somit ein wichtiges Signal auch für ausländische Investoren. Neu geregelt wird unter anderem auch der so genannte Artikel 18 bezüglich Kündigungsschutz, womit einige Rechte der Arbeitnehmer abgeändert werden. In Zukunft wird die Anstellung mit einem unbefriste-
ten Vertrag zwar leichter werden; die Neuregelung betrifft aber nur Neueinstellungen, somit ist es wieder nur eine halbe Reform. Welche Entwicklungen am Arbeitsmarkt prognostizieren Sie für Südtirol in den kommenden fünf Jahren? Eine Vorschau ist sehr schwierig. Es braucht klare Regeln, vor allem muss in die Aus- und Weiterbildung investiert werden. Die Betriebe brauchen zudem mehr Rechtssicherheit in jeglicher Hinsicht; dann wird auch die Beschäftigungsrate wieder steigen. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Foto: Oskar Zingerle
Herr Seidner, wird der kürzlich in Rom beschlossene „Jobs Act“ den schwächelnden Arbeitsmarkt in Italien ankurbeln? Beim „Jobs Act“ handelt es sich um ein Rahmengesetz, das die Leitlinien festlegt; die Detailregelungen werden innerhalb der nächsten sechs Monate erlassen. Dabei wird es sicherlich auch noch zu Auseinandersetzungen kommen, und man wird weiterhin auf heftigen Widerstand der Gewerkschaften stoßen. Konkrete Aussagen über die Wirksamkeit der Reform können erst nach Erlass der Durchführungsbestimmungen abgegeben werden.
BRIXEN
Über 26.000 Essen im Monat z Schüler aller Schulstufen, das Lehrpersonal und die Mitarbeiter der Gemeinde sind spätestens seit der Einführung der FünfTage-Woche froh, dass sie bei den gemeindeeigenen Ausspeisungsdiensten ihren Hunger stillen können. Insgesamt 19 Köche versorgen nämlich die rund 4.400 eingeschriebenen Personen von Montag bis Freitag in der Kindergartenküche Albeins und den drei Ausspeisungsdiensten Dantestraße, St. Michael und Michael Pacher mit einem abwechslungsreichen Menü – das sind rund 26.000 Essen im Monat. 1.000 weitere Essen werden für Grundschüler
in Afers, St. Andrä, St. Leonhard und Tils von Gasthäusern bereitgestellt. Der auf sechs Wochen angelegte Menüplan wird von den Köchen erstellt und von den Diätologen des Sanitätsbetriebes geprüft. Bezahlt wird seit diesem Schuljahr über ein neues Zahlungssystem, bei dem der Preis für jede eingenommene Mahlzeit von einem vorher auf ein Kontokorrent der Gemeinde Brixen eingezahltes Guthaben abgezogen wird. Dieses System findet nach einem einjährigen Testlauf im Ausspeisungsdienst in der Dantestraße nun auch in den anderen Ausspeisungen Anwendung. vk
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WEISSES KREUZ
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Ein gutes Gefühl, Mitglied zu sein
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Jahresmitglieder des Landesrettungsvereins wissen: Mit der Mitgliedschaft leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Sicherheit in Südtirol – und sie können sich auf ihr Weißes Kreuz verlassen. Ab 2015 gibt es zudem neue Vorteile für alle Mitglieder.
Foto: ©ASB/F.ZANETTINI
2013 bewältigten die rund 2.770 immer einsatzbereiten Freiwilligen im Weißen Kreuz 58 Prozent der Gesamtleistung des Vereins. Der Freiwilligendienst ist damit seine tragende Säule. Das Zusammenspiel zwischen unterstützenden Mitgliedern und engagierten Freiwilligen funktioniert hervorragend.
Mitgliedsbeiträge unterstützen Freiwilligenarbeit. Die Einkünfte
Foto: ©ASB/F.ZANETTINI
der jährlichen Mitgliederaktion kommen in erster Linie den Freiwilligen der Dienste Rettung und Krankentransport zugute, so zum Beispiel den „First Respondern“, der Notfallseelsorge und zudem auch dem Zivilschutz – auch eine Gruppe, die von Freiwilligen getragen wird. Jedes Mitglied unterstützt daher mit seinem Beitrag direkt die Arbeit der Freiwilligen.
Vorteile für Mitglieder. Für die
Basis-Mitgliedschaft „Südtirol“ genügen 25 Euro im Jahr, um als Mitglied interessante Vorteile genießen zu können: Mitglieder erhalten sechs kostenlose Krankentransporte, Preisnachlässe für weitere Transporte, einen Erste-Hilfe-Grundkurs sowie Kostenübernahmen aller eventuell anfallenden Rettungseinsätze in Südtirol, des Tickets bei einem Flugrettungseinsatz sowie des Anschlusses eines Haus- oder Mobil-Notruf-Geräts. Mit der Mitgliedschaft „Weltweit“ hingegen versichern sich Einzelpersonen mit nur 60 Euro im Jahr gegen alle anfallenden Rettungskosten weltweit sowie neuerdings auch gegen Einsatzkosten, die auf dem Staatsgebiet anfallen können – inklusive eventuell nötiger Heimtransporte und -flüge. Insbesondere Familien bietet die „Weltweit“-Mitgliedschaft von 98 Euro die nötige Sicherheit einer im Notfall kostenlosen gut 54
organisierten Rückholung aus dem Urlaub. „Wussten Sie, dass jede Nacht 130 freiwillige Rettungssanitäter des Weißen Kreuzes einsatzbereit sind und dass rund 500 Freiwillige für Hintergrunddienste und als First Responder rund um die Uhr in Rufbereitschaft sind? Das ist das Weiße Kreuz: Immer für die Gemeinschaft da, wenn man uns braucht, gut organisiert und hoch motiviert. Ich bin stolz darauf,
dass wir auch weiterhin unsere Jugend und die freiwilligen Zivildiener für das Ehrenamt begeistern können“, betont Präsident Georg Rammlmair. Über 54.000 Südtiroler Mitglieder jährlich belegen, dass das Ehrenamt und das Weiße Kreuz in der Bevölkerung ein hohes Ansehen genießen.
Mitglied werden und Vorteile sichern. Eine Jahresmitgliedschaft
bringt Sicherheit im Notfall und
lohnt sich für jeden. Mitglied werden geht ganz einfach: Dazu online unter mitglieder.wk-cb.bz.it/ de/ oder in einem der vielen Sektionssitze des Weißen Kreuzes das entsprechende Formular ausfüllen und die Einzahlung tätigen. Weitere Infos unter der Rufnummer 0471 444 310/-313 oder per E-Mail an mga@wk-cb.bz.it.
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HUMANITAS24
Trends & Wirtschaft
„Im Mittelpunkt steht der Mensch“
Extra
Die Südtiroler Sozialgenossenschaft humanitas24 hat sich pflegebedürftigen Menschen verschrieben und unterstützt Angehörige in der Organisation einer Betreuungsperson. Geschäftsführerin Ursula Thaler spricht im Kurzinterview über die Bedeutung einer vertrauensvollen Begleitung.
Frau Thaler, worauf kommt es laut Ihrer Erfahrung bei der Pflege an?
Warum ist es schwierig, deutschsprachige Begleitpersonen zu finden?
Wie sieht die konkrete Unterstützung der Sozialgenossenschaft humanitas24 aus?
URSULA THALER: Viele Menschen wünschen sich eine Betreuung in gewohnter Umgebung. Im Alter oder im Krankheitsfall vermittelt das eigene Zuhause Sicherheit und Geborgenheit. Die Suche nach einer vertrauenswürdigen Begleitperson ist jedoch mit organisatorischem Aufwand und mit bürokratischen Hürden verbunden.
Die meisten ausländischen Betreuer sprechen nur Italienisch. Die Verständigung in der Muttersprache schafft jedoch gerade in der Betreuungssituation Vertrauen. humanitas24 wählt Interessenten nach strengen Kriterien aus – auch nach den Sprachkenntnissen, bereitet sie auf ihren Arbeitsplatz vor und begleitet sie ebenso nach der Anstellung.
Im Mittelpunkt steht der Mensch und der Wunsch, zu Hause zu leben. Dabei vermitteln wir eine kompetente Betreuungskraft und kümmern uns um Anstellung, Arbeitsvertrag und Lohnabrechnung. Auf Wunsch übernehmen wir die Antragstellung für Pflegegeld, Zivilinvalidität oder Hilfsmittel. Vor allem aber begleiten wir Betreute und Betreuer konti-
Ursula Thaler, Geschäftsführerin der Sozialgenossenschaft humanitas24 nuierlich und garantieren damit Qualität.
rundum sicher begleitet Wir beraten, begleiten und betreuen Sie
mit Herz und Qualität!
Gemeinsam mit Ihnen finden wir die individuell passende Lösung, damit Sie auch im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit zu Hause leben können.
Kontaktieren Sie unsere Sozialgenossenschaft für ein unverbindliches Beratungsgespräch Geschäftsführerin Ursula Thaler - Tel. 333 3534935 www.humanitas24.net - info@humanitas24.net Bozen - Perathonerstraße 31/3 - Fax 0471/970424
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Prickelnder Hochgenuss am Ploseberg
ROSALPINA
Passend zum Auftakt in die diesjährige Wintersaison hat das Hotel Rosalpina am Ploseberg kürzlich seine neue Apéro Lounge eröffnet und lädt Winterausflügler und Genussliebhaber in eine exquisite Welt der Gastlichkeit auf höchstem Niveau. Die Apéro Lounge ist keine gewöhnliche Bar, auch kein Après-Ski-Lokal, sondern vielmehr ein Logenplatz, wie man ihn noch nicht kennt. Auf 1.770 Metern Meereshöhe erwartet die Gäste ein exquisites gastronomisches Angebot in stilvollem Ambiente mit weitläufiger Terrasse und atemberaubendem Blick auf die
Dolomiten: Hier trifft man sich, um in vorzüglicher Gesellschaft köstliche Aperitifs, ausgewählte Schaumweine und Drinks zu exquisiten Appetithäppchen zu genießen. Und so verwundert es nicht, wenn in dieser Wintersaison am Ploseberg als magisches Losungswort die Runde macht: „Reif für eine prickelnde Auszeit?“ Das ist unter Insidern das Zeichen, dass es Zeit ist für eine Einkehr in die Apéro Lounge und für Genussmomente der besonderen Art. Die Lounge-Terrasse ist während der Wintersaison täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.
Foto: Benno Brenn
Köstliche Aperitifs in stilvollem Ambiente vor traumhafter Bergkulisse: Rosalpinas Apéro Lounge gilt in dieser Wintersaison als der Geheimtipp für Genießer.
Stefan und Alois Hinteregger
Gastlichkeit im Blut. Seit 2010
betreibt die Hoteliersfamilie Hinteregger neben dem Hotel Rosental in Lüsen auch das exklusive Hotel Rosalpina am Ploseberg. Vor kurzem ist Sohn Stefan von seinem Hotelleriestudium in der Schweiz und diversen beruflichen
Auslandsaufenthalten ins Rosalpina zurückgekehrt und führt nun mit großer Leidenschaft und tatkräftiger Unterstützung seiner Familie den historischen Gastbetrieb am Ploseberg. Weitere Informationen zu Rosalpinas Genusswelt unter www.rosalpina.eu.
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APOTHEKE PEER
Trends & Wirtschaft
Die Peer Card NEU
Extra
Die neue Kundenkarte der Apotheke Peer und des Reformhauses Euvita bietet zahlreiche Vorteile und ein Mehr an Sicherheit.
NEU UND KOSTENLOS
PEER CARD
- Prüfung der Wechselwirkungen bei Einnahme von verschiedenen Medikamenten - Benachrichtigung bei Vorträgen und Aktionen - Spezielle Produkte zum Vorteilspreis - Punkte sammeln und Prämien einlösen - ICE (Notfallnummer) und Blutgruppe immer mit dabei
ÜBER 1.500 GLUTENFREIE PRODUKTE ONLINE www.peer.it/gluten
Eine praktische Kundenkarte mit vielen Vorteilen: die Peer Card Wie oft passiert es, dass man Medikamente verschrieben bekommt oder ein rezeptfreies Arzneimittel in der Apotheke holt und dabei vergisst, seine Dauermedikamente zu erwähnen? Die neue Kundenkombikarte der Apotheke Peer und des Reformhauses Euvita bietet Abhilfe: Bei Vorlage der Peer Card wird bei jedem Einkauf automatisch in einer Datenbank kontrolliert, ob sich die in der Apotheke Peer bezogenen Medikamente vertragen oder die Gefahr von Wechselwirkungen besteht.
Eine Karte mit vielen Vorteilen.
free APP Notdienst Südtirol Adlerbrückengasse 4, Tel. 0472 836 173, www.peer.it
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Auf der Kundenkarte werden, falls erwünscht, die ICE-Nummer und die Blutgruppe vermerkt. So hat man diese Daten im Notfall sofort bei der Hand. Die Abkürzung ICE steht für „In Case of Emergency“; sie signalisiert den Helfern, welche Telefonnummer im Notfall anzurufen ist. Beim Kauf von nicht rezeptpflichtigen Produkten werden zudem Bonuspunkte auf der Peer Card gutgeschrieben. Ab Erreichen
einer Mindestanzahl können diese in praktische Zusatzleistungen eingelöst werden. Aus einem Katalog kann man dazu die verschiedensten Prämien auswählen, so zum Beispiel eine Blutwerteanalyse, eine Infrarotkörperfettmessung, eine Hautanalyse und vieles mehr. Die Kundenkarte bietet dauerhafte Vorteile für Karteninhaber, so zum Beispiel eine kostenlose Blutdruckmessung.
Praktische Information. Mit der
Peer Card erhalten Karteninhaber außerdem zeitnah Informationen zu Vorträgen und Aktionen, die in der Apotheke Peer durchgeführt werden – auf Wunsch ganz spezifisch zu persönlichen Anliegen und Interessensgebieten, sei es Sport, Ernährung, Haustiere, Homöopathie… Die Peer Card ist ab sofort kostenlos in der Apotheke Peer und im Reformhaus Euvita erhältlich. Am besten gleich vorbeischauen und sich mit der persönlichen Kundenkarte ein Mehr an Dienstleistung, Information und Sicherheit holen!
HYPO TIROL BANK
Verlässlicher Partner
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Das klare Bekenntnis zur Region schafft Nähe, Vertrauen und Sicherheit. Wir sind der starke Veranlagungs- und Finanzierungspartner für die Südtiroler Wirtschaft und Bevölkerung. Ein Partner, auf den sie sich verlassen können. Zu hundert Prozent.
Foto: Alex Gemmato
Verlässlichkeit und Vertrauen sowie Kundenorientierung stehen bei der Hypo Tirol Bank an erster Stelle. Die Tiroler Landesbank steht Privat- und Firmenkunden in Südtirol mit maßgeschneiderten Lösungen zur Verfügung.
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Das Beraterteam der Geschäftsstelle Brixen (v.l.): Manuela Gasteiger, Reinhart Gostner und Gabriela Schwitzer Seit über 12 Jahren ist die Geschäftsstelle der Hypo Tirol Bank im Stadtzentrum von Brixen heimisch. Ein dynamisches Team kümmert sich dort um die Betreuung der Privat- und Firmenkunden. Die Entscheidung für ein neues Zuhause wird nicht oft im Leben getroffen. Daher ist die Wahl des richtigen Finanzpartners entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der ganz persönlichen Wohnvision. Ob Kauf, Neubau oder Sanierung einer Wohnimmobilie – die Hypo Tirol unterstützt die Verwirklichung dieses Lebenstraums durch moderne und bedürfnisorientierte Wohnbaufinanzierungen sowie durch fundierte Beratung.
Unternehmensfinanzierungen. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen umfasst das Angebot der Hypo Tirol individuelle Finanzierungslösungen. „Unsere Firmenkundenbetreuer bündeln Know-how und Kundennähe. Sie kennen die Bedürfnisse der Kunden und können unbürokratisch auf diese eingehen. Da alle Fragen bei der Hypo Tirol Bank
in Südtirol geklärt werden, sind auch kurze Entscheidungswege sichergestellt“, erläutert Jens Mumelter, Leiter der Zweigniederlassung Italien.
Unsere Tiroler Bank.
Anlegen – von „sicher“ bis „chancenorientiert“. Im Ver-
anlagungsbereich punktet die Hypo Tirol Bank mit individuellen Lösungen für optimalen Vermögensaufbau und -anlage. Diskretion und Exklusivität haben dabei oberste Priorität. „Durch die Analyse der aktuellen Vermögenssituation in Abstimmung mit den persönlichen Anlagezielen und der Risikobereitschaft des Anlegers wird eine maßgeschneiderte Veranlagungsstrategie erstellt“, unterstreicht Reinhart Gostner, Leiter der Geschäftsstelle Brixen. Für ein persönliches Beratungsgespräch nehmen sich die Berater viel Zeit für die Kunden. Am besten dazu einen Termin vereinbaren – entweder telefonisch unter der Rufnummer 0472 979797 oder per E-Mail an info@ hypotirol.it. Die Betreuer sind unabhängig von den Banköffnungszeiten erreichbar und örtlich flexibel.
www.hypotirol.it
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FRENER & REIFER
Trends & Wirtschaft
„Visionär in die Zukunft“
Extra
Das Brixner Unternehmen Frener & Reifer zählt weltweit zu den führenden Spezialisten für architektonisch anspruchsvolle Fassadenlösungen. Ein neues Managementteam rund um die Inhaberfamilien Frener und Reifer hat sich ehrgeizige Zukunftsziele für die erfolgreiche Fortführung des Unternehmens in die Zukunft gesteckt – und lenkt mit visionärem Blick den Weg dorthin.
Herr Geissler, seit Januar vertreten Sie den Brixner Fassadenbauspezialisten Frener & Reifer als neuer Geschäftsführer, kurz CEO für „Chief Executive Officer“. Wie lauten die Zielsetzungen Ihrer neuen Position?
Stichwort „ausbauen“: Wie managen Sie die dafür weltweit erforderlichen Aktivitäten?
wöhnlichen Fassadenlösungen. Herr Ciliberto, Sie sind CFO, also „Chief Financial Officer“ bei Frener & Reifer. Welche Aufgaben und Herausforderungen birgt Ihre Position? CHRISTIAN CILIBERTO: Neben der kaufmännischen Verantwortung in einem global aufgestellten mittelständischen Unternehmen gehört zu meinen verantwortungsvollsten Aufgaben, für die Rentabilität aller Projektschritte und damit letztendlich für die Gesamtwirtschaftlich-
steckt oftmals im Detail, wobei sich das Ergebnis letztendlich im Preis-Leistungswettbewerb behaupten muss. Herr Reifer, Ihre Aufgabe ist es, bei Frener & Reifer Praxis und Forschung unter einen Hut zu bringen. Ihr Leitgedanke dabei heißt „Manufaktur innovativ“. Können Sie dazu mehr verraten? MICHAEL REIFER: Das Gold der Architektur sind Ideen für innovative Spitzenprodukte, die mit Standardlösungen nicht zu
Foto: Oskar Zingerle
THOMAS GEISSLER: Ziele sind immer auch der Endpunkt eines Weges. Der Weg von Frener & Reifer wurde bereits 1974 durch die Firmengründer Georg Frener und Franz Reifer vorgegeben, indem sie Handwerkstradition mit industrieller Fertigung und unge-
für international führende Marken, Bauherren oder Investoren. Dies wollen wir erreichen, indem wir uns global aufstellen und rüsten. Denn bereits heute werden über 70% unserer Fassadenaufträge im Ausland abgewickelt, Tendenz steigend. Das Auslandsgeschäft ist heute unser Kerngeschäft, das wir im Team gezielt ausbauen und mit dem wir unser weiteres Wachstum absichern wollen.
Das dynamische Führungsteam von Frener & Reifer, v.l.n.r.: Jean-Claude Brehm, Frank Osanna, Michael J. Purzer, Gerhard Ploner, Bernhard Reifer, Thomas Geissler, Christian Ciliberto, Norbert Huber, Erwin Trommer, Michael Reifer, Paul Neumair und Markus Überbacher wöhnlichen Konstruktionsansätzen wirtschaftlich erfolgreich miteinander verbunden haben. Dieser Weg hat sich in 40 Jahren bewährt, sowohl im nationalen als auch im internationalen Gefilde, wobei er ständig neue Herausforderungen birgt. Unsere Ziele für die Zukunft lauten: Den heute managementgeführten Mittelstandsbetrieb im internationalen Wettbewerb zeitgemäß weiterentwickeln; uns als Dienstleister für die besten Architekten weltweit etablieren, die gewagte und komplexe Gebäudehüllen in hoher Ausführungsqualität nachfragen – und das 60
Nun, „managen“ kommt ja von „maneggiare“, die gesamte Manege im Blick und im Griff haben. 14 Jahre Erfahrung bei einem Branchenmarktführer und auf internationalem Parkett helfen mir dabei sehr. Aus dieser Erfahrung sehe ich den wichtigsten Grundsatz darin, Kundenvertrauen aufzubauen, dies in Form von Praxisvertrauen, also Vertrauen in eine verlässlich hohe Planungs- und Leistungsbereitschaft. Das ist der Kraftstoff für einzigartige Projekterfolge und für spektakuläre Referenzen, die uns voranbringen in Richtung Marktführerschaft bei außerge-
keit des Unternehmens zu sorgen - eine durchwegs komplexe Aufgabe, die oft einer Gratwanderung auf äußerst schmalen Kostenpfaden gleichkommt. Gleichzeitig gilt es, die technische Kreativität bei der Planung, Ausführungsqualität und Montagelogistik nicht durch zu hohe Einkaufssparsamkeit zu gefährden. Denn Frener & Reifer steht schließlich für wegweisende Fassadenvisionen aus Glas und Metall, für raffinierte Ganzglaskonstruktionen und Freiformgeometrien. Nahezu jedes Projekt ist ein Unikat. Unser Innovationsvorsprung und Erfahrungsschatz
meistern wären. Da müssen Forschung und handwerkliche Praxis kosteneffizient zusammenspielen. Das Ergebnis zeigt sich im marktfähigen Mehrwert. Mein Job ist es, diesen sicherzustellen. Im Idealfall entstehen dabei Detailkonstruktionen, die über ein Einzelprojekt hinausreichen, indem sie sich wirtschaftlich individualisieren lassen und dadurch marktgängig werden. Handwerklich geprägte Manufakturen wie Frener & Reifer können solche individualisierte Spitzenprodukte viel eher anbieten als Großbetriebe mit standardisierter Produktpalette. Diese Fertigkeit
The Dolder Grand, Luxushotel/Zürich, Schweiz, Architekt: Foster + Partners, FRENER & REIFER war das Generalunternehmen für alle Fassaden in Glas, Holz, Aluminium einschließlich Metallbauarbeiten
IT-Store Santa Monica/USA. Architekt: Bohlin Cywinski Jackson. FRENER & REIFER hat die Ganzglasfassaden und das Stahl-Glasdach realisiert
fordert aber auch eine intensive Bündelung verschiedenster Kompetenzen unter einem Dach. Unser Kompetenzpool besteht aus äußerst fähigen Mitarbeitern, die zugleich aktive Mitgestalter sind. Unsere Mitarbeiter werden bei uns gefördert und gefordert und erhalten die Chance, an vielen spannenden Montageorten dieser Welt mitzuwirken. Dies macht uns zu einem äußerst attraktiven Arbeitgeber in Südtirol. Herr Purzer, Marketing und Sales ist seit mehr als zehn Jahren Ihre Domäne bei Frener & Rei-
fer. Was sind Ihre prägenden Erfahrungen? MICHAEL J. PURZER: Ein Statement zuerst: Wir sind Südtiroler – auch als Nicht-Südtiroler. Um uns herum erheben sich die Dolomiten, „die schönsten Bauwerke der Welt“, wie sie der Stararchitekt Le Corbusier bezeichnet hat. Vielleicht beeinflusst uns dies. Längst sind wir auf dem Weltmarkt der Fassaden daheim, unsere Region und ihre Menschen halten uns den Rücken frei – für Projekterfolge und Freude am „Machen“! Als Erfahrung liegt hinter uns,
Kletterhalle Brixen. Architekten: Wolfgang Meraner und Martin Mutschlechner. FRENER & REIFER war verantwortlich für die gebäudehohen Glasfassaden und die goldschimmernde Gebäudehülle
Fondation Jérôme Seydoux–Pathé/Paris, Frankreich. Architekt: Renzo Piano Building Workshop. FRENER & REIFER realisierte diese Freiformgeometrie eines Museums in Holz, Glas, Stahl und Aluminium
was Unternehmenserfolge kennzeichnet: Veränderungsdruck und technisches Neuland als Chance aufgreifen, in wegweisende Fassadenprojekte umsetzen und weltweit kommunizieren. Vor uns liegt die Verpflichtung, 40 Jahre Unternehmensleistung in die Zukunft zu tragen: unsere internationale Projekterfahrung, unsere Südtiroler Handfertigkeit, unsere logistische Beweglichkeit in Projekten. Mein Part dabei ist es, Frener & Reifer weltweit als Partner für faszinierende Fassadenlösungen zu positionieren.
Alfred-Ammon-Straße 31 39042 Brixen Tel. 0472 270 111 www.frener-reifer.com 61
Impressum
Heldenmütiger Entschluss
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 EMail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Veronika Kerschbaumer (vk) Barbara Fuchs (bf) Tesi Zingerle (tz) EMail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint Ende jänner 2015 Nächster Redaktionsschluss: 10. Jänner 2015 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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Mittwoch, 16. Dezember 1914
Dezember 1914
Mohammedanisches Begräbnis Freitag, 18. Dezember 1914 Ein mohammedanisches Begräbnis in Brixen gehört natürlich zu den größten Seltenheiten unserer lokalen Ereignisse, und es hat darum auch gar nicht verwundert, daß sich ein zahlreiches Publikum an dem Grabe des im Vinzentinum verschiedenen bosnischen Jägers Dedo Mahmutovic versammelte. Mahmutovic ist der dritte verwundete oder kranke
Krieger gewesen, der in einem Brixener Reservespital den Tod fürs Vaterland gestorben ist. Zu seiner am Mittwoch, den 16. Dezembert, erfolgten Beerdigung hat das Stationskommando einen in Kriegsdiensten stehenden mohammedanischen Geistlichen, einen Imam, aus Graz berufen, denn die Beerdigung eines Anhängers des Islam ist mit einer Reihe von eigenartigen Zeremonien verbunden, von denen das wißbegierige Publikum allerdings sehr wenig zu sehen bekommen hat, weil diese in der Wohnstätte des Verstorbenen, in diesem Falle also in der Leichenkammer des Vinzentinums, vollzogen wurden. Der Imam fand sich bereits um 3 Uhr nachmittags in der Leichenkammer ein. Nachdem die Angehörigen anderer Glaubensbekenntnisse aus der Leichenkammer gewiesen waren, begann der Imam in Gegenwart von vier rekonvaleszenten mohammedanischen Soldanten die Zeremonien unter völligem Ausschluß der Öffentlichkeit. Diese Art „Einsegnung“ bestand in der Hauptsache in einer gründlichen Waschung des Körpers des Verstorbenen mit warmem und kaltem Wasser und Seife. Sodann
wurde der Leichnam in ein großes weißes Tuch gewickelt und in den primitiven, nichtgestrichenen Sarg gelegt. Die gesamten Zeremonien dauerten eine Stunde und wurden vom Imam selbst vorgenommen. Indessen hatten sich im Hofe des Vinzentinums mehrere Offiziere und Mannschaftsabteilungen der Kaiserjäger und der Artillerie versammelt, der schmucklose Sarg wurde in den Leichenwagen gehoben und gefolgt vom Imam, der in der Uniform eines österreichischen Feldgeistlichen und einen schwarz-weißen Fez am Haupte erschienen war, und den übrigen
militärischen Trauergästen zum Friedhofe geführt. In Gegenwart einer größeren Menge von Zuschauern wurde der Sarg in das kühle Grab gesenkt, worauf eine Abteilung Kaiserjäger eine Salve abgab. Als erster warf dann der Imam eine Schaufel Erde auf den Sarg hinab und lud alle anwesenden Offiziere ein, ein gleiches zu tun, worauf das Grab von den mohammedanischen Soldaten mit Unterstützung des Imam vollkommen zugeschaufelt wurde. Zum Schlusse hielt der Imam in serbokroatischer Sprache vorerst an das Publikum und dann an die anwesenden Mohammedaner eine sichtlich von religiöser Begeisterung erfüllte Anrede, deren Inhalt sich unserer Kenntnis entzieht.
Aus dem Brixener Tertiarinnenkloster wurden die ehrw. Schwestern Vincenzia Rainer, Koleta Preßlaber und Hyazintha Müller, die sich freiwillig und ohne Anspruch auf irgendwelche Entlohnung gemeldet, zufolge Militärkommandooberbefehls zur Pflege der Kranken in den Cholerabaracken nach Kremsier einberufen und reisten am 11. Dezember von Brixen ab voll Begeisterung für das edle Werk.
Obstspende für die Verwundeten Donnerstag, 17. Dezember 1914 Der Palästina-Pilgerverein hat für die Verwundeten und Kranken in den verschiedenen ReserveSpitälern Brixens 26 ¾ Meterzentner Winterobst gespendet. Das Obst wurde genau nach dem augenblicklichen Mannschaftsstande an die Spitäler verteilt, u. zw. an das Reservespital im fb. Vinzentinum 1000 Kilo, an das städtische Krankenhaus 450 Kilo, an das Reservespital bei den Engl. Fräulein 225 Kilo, an das Reservespital im Kassianeum 300 Kilo, an das Genesungsheim 100 Kilo und an das Infektions-Spital 100 Kilo. Für den Christbaum in den genannten Spitälern wurden 500 Kilo dem vorbereitenden Komitee abgeliefert.
Seelengottesdienst Mittwoch, 16. Dezember 1914 Am Mittwoch, den 16. Dezember, 7 Uhr früh, findet über Veranlassung der Zentralstelle der Verlagsanstalt „Tyrolia“ in der Stadtpfarrkirche in Brixen ein Seelengottesdienst für die Mutter des Redakteurs der „Brixener Chronik“, Meixner, statt.
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
UNSER GESCHENK FÜR SIE: DER BESTE SERVICE. Das Mader Team bedankt sich bei all seinen Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir wünschen allen besinnliche Festtage und ein nachhaltiges neues Jahr!
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