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Brixner 296 - September 2014

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Einrichten & Wohnen

Jahrgang 25 · September 2014

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Ideenwettbewerb zur Flussraumgestaltung abgeschlossen

Hochwasserschutz und viel mehr ... BRIXEN: Die Volksabstimmung vom 21. September und ihre Folgen für Stadt und Berg PORTRAIT: Der ehemalige Theologieprofessor und Priester Alois Ties KULTUR: 15 Jahre Theaterpädagogisches Zentrum Brixen: „Jeder kann spielen!“ SPORT: Der Brixner Eishockeyverein Falcons im Aufwind


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LEONARDELLI GRUPPE


Editorial

Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | VOLKSABSTIMMUNG: Feuer am Dach 08 | 75 Jahre Option: Gehen oder bleiben? Menschen & Meinungen >>> 12 12 | PORTRAIT: Alois Ties 17 | Pro & Contra: Ende der Gratis-Abos? 18 | Umfrage: Volksabstimmung Kunst & Kultur >>> 20 20 | TPZ BRIXEN: 15-Jahr-Jubiläum 23 | Dekadenz: Wahnsinnige Liebe 24 | Interview: Irene Troi Veranstaltungen 33 | TIMER: Oktober 2014

>>> 32

Freizeit & Sport >>> 40 40 | EISHOCKEY: Die Falcons 42 | Handball: Saison 2013/14 44 | IMS: Im Zeichen der Willenskraft Wirtschaft & Umwelt >>> 48 48 | HQ100: Flussraumgestaltung 44 | Optik Brugger: 30-Jahr-Jubiläum Extra 58 | Kinderfotoaktion 63 | Einrichten & Wohnen

>>> 58

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Mea culpa Spätestens seit letztem Freitag, als in Brixen ein Fackelumzug stattfand, der in mir ganz schlimme Assoziationen weckte, bin ich ein entschiedener Gegner der direkten Demokratie. Das ist ein Mea culpa, weil auch ich im Gemeinderat für die Volksabstimmung zur Seilbahn gestimmt habe, aber im Grunde ist jeder Gemeinderat verantwortlich, weil es ja keinen gab, der aufgestanden ist und gesagt hat, er sei gegen eine Volksabstimmung – der Widerstand im Gemeinderat richtete sich ja nur gegen die in der Tat diskutable Fragestellung. In den vergangenen Jahren hat eine kleine Minderheit in Südtirol immer wieder gefordert, dass die Politik möglichst viele Entscheidungen an die Bevölkerung delegieren soll. Die Landesvolksabstimmung zur direkten Demokratie, an der sich nur jeder vierte Südtiroler beteiligt hat, beweist, dass 75 Prozent das Thema am Allerwertesten vorbeigeht. Im Aufbau des Mythos, dass die direkte Demokratie sämtliche Probleme der Politik lösen würde, hat man aber einen Aspekt entweder bewusst ausgeblendet oder total unterschätzt: Eine Volksabstimmung führt unweigerlich dazu, dass sich eine Gemeinschaft zerstreitet. Wenn ein Bürgermeister eine Entscheidung trifft, richtet sich der Zorn der Kritiker auf ihn; entscheidet die Bevölkerung, richtet sich der Hass gegen den Nachbarn, gegen den bisher besten Freund, gegen die Freundin. Die Volksabstimmung zur Seilbahn hat in Brixen jahrzehntealte Freundschaften zerstört, der Streit ist bis in die Familien gegangen, auf der Straße grüßt man sich nicht mehr. Diese dramatische Nebenerscheinung zur Volksabstim-

mung kann ich nicht akzeptieren – da ist es mir lieber, die durch demokratische Wahlen legitimierten Politiker entscheiden, und wenn eine Mehrheit damit nicht einverstanden ist, dann werden diese Politiker eben bei den nächsten Wahlen abgewählt. Volksabstimmungs-Romantiker sagen: Südtirol ist eben noch nicht reif für die direkte Demokratie. Dieser Reifeprozess dauert mindestens eine Generation. 30 Jahre Streit? Dieser Preis ist mir zu hoch, entschieden zu hoch. Der Kern allen Übels sitzt aber in unserem Gemeinderat: Sie können sich nicht vorstellen, welch negative und destruktive Energie von sämtlichen Oppositionsparteien und sogar von Teilen der Koalition ausgeht – und Brixen ist da wahrscheinlich keine Ausnahme. Der derzeitige Brixner Gemeinderat ist geprägt von Populismus, Opportunismus und einer weiteren Eigenschaft, die ich nur in meinem engsten Freundeskreis äußere, und ich habe keine Hoffnung, dass sich das bis zu den nächsten Gemeinderatswahlen bessern wird. Die Brixnerinnen und Brixner können es aber besser: Ich bitte Sie, diese Volksabstimmung, dieses unsägliche Kapitel der Stadtgeschichte, schnellstens zu vergessen. Gehen Sie wieder aufeinander zu und reichen Sie einander die Hand, in Freundschaft. Gemeinsam konstruktiv Lösungen suchen anstatt gegeneinander destruktiv jeden Lösungsansatz zerstören – das wär mein Wunsch für die Zukunft. Diese Stadt ist jetzt lange genug von Nein-Sagern geprägt und eingebremst worden. Ihr Willy Vontavon

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Politik & Gesellschaft

KOMMENTAR

Feuer am Dach Welche Folgen wird der Sieg der Seilbahngegner bei der Volksabstimmung vom 21. September für Brixen haben? Ist die Plose als Skigebiet damit am Ende? Was bedeutet dieses Ergebnis für die Beziehung Berg/Stadt? Der „Brixner“ versucht sich (wahrscheinlich vergeblich) an einer emotionslosen Analyse der Situation danach.

I

m nächsten Jahr bauen wir die Seilbahn, aber von Milland aus!“ So lautet der Zuruf eines freundlichen Passanten, heute Mittag. Wahrscheinlich ist ein bedeutender Teil jener 5.010 Personen, die am vergangenen 21. September für die Option „Verbesserung der Busanbindung“ gestimmt haben, der felsenfesten Überzeugung, dass es zum Standort Bahnhof eine Millander Alternative gebe, die von der Politik einfach bewusst ausgeblendet worden war. „Also“, so werden sich viele gedacht haben, „müssen wir die Seilbahn mit Start vom Bahnhof zunächst einmal ablehnen, um dann die weniger invasive Seilbahn mit Standort Milland zu bekommen.“

Das ist ein Irrtum im doppelten Sinn. Mit der Abstimmung vom

21. September darf Brixen die Seilbahnverbindung Brixen-St. Andrä endgültig ad acta legen – das Ergebnis einer Volksabstimmung ist auf jeden Fall zu respektieren. Brixen wird – zumindest in den nächsten zehn Jahren, weil ja niemand weiß, was die Zukunft wirklich bringen wird – ganz sicher keine Seilbahn bekommen, weder vom Bahnhof aus noch von Milland. Dieser

können, wie eine Stadtgemeinschaft ein solches 35 Millionen Euro schweres „Geschenk“ aus Bozen ablehnen kann, und die anderen, die dagegen gestimmt haben und sich jetzt wundern, dass der Bürgermeister nicht sagt: „Gut, dann starten wir eben in Milland.“ Mit ungläubiger Miene starren sie auf die Zeitungsinterviews, in denen Alessandro Marzola nun verkündet, dass das Thema Seilbahnverbindung für ihn endgültig gestorben sei und das Ende der Plose als Skigebiet nach dieser Entscheidung effektiv bevorstehe, wenn nicht noch jemand eine schnelle Lösung aus dem Hut zaubere. Marzola ist resigniert und enttäuscht über eine Stadt, die in ihrer Geschichte wohl noch nie so weit von ihrem Berg entfernt war. Albert Pürgstaller hingegen überspielt seinen Schock, indem er nach Bekanntgabe des Ergebnisses in die Fernsehkamera lächelt, was vor allem am Berg überhaupt nicht gut angekommen ist, und sagt, die Bürger haben eine Entscheidung getroffen, er sei stolz auf die hohe Wahlbeteiligung, für ihn sei das persönlich keine Niederlage, „jetzt müssen wir eben die Busverbindungen verbessern“. Die Busverbindungen verbes-

Warum nicht Milland? Aber war-

um eigentlich? Die Seilbahnbefürworter haben die Gründe immer und immer wieder erklärt, aber geglaubt hat man ihnen nicht. Man könnte dem entsprechend auch vermuten, dass die Seilbahngegner auch deshalb diese Volksabstimmung gewonnen haben, weil sie in den Augen der Brixner glaubwürdiger waren als der Bürgermeister und seine Mannschaft. Es ging bei diesem Projekt nicht um eine einfache Seilbahnverbindung. Es ging darum, möglichst viele neue Zielgruppen anzusprechen, für die durch die direkte Anbindung Eisenbahn-Berg die Plose plötzlich zur bequem und günstig erreichbaren Naherholungszone wird – sorry: geworden wäre – und die dem Berg endlich den notwendigen Aufschwung gebracht hätte, von dem dann im Grunde direkt oder indirekt jeder Brixner profitiert hätte. „Ich hatte mir letzte Woche schon vorgestellt“, sagt eine Bekannte aus Bozen, mit der ich heute Vormittag telefoniert habe, „wie ich von Bozen aus in 45 Minuten auf die Plose gelangt wäre.“ Milland würde schon für diese Zielgruppe – es gibt noch ein Dutzend weitere – nicht funktionieren, die Verbindung zum Berg

Foto: Oskar Zingerle

aus mit positivem Ergebnis zu betreiben, was auch der potentielle Seilbahnbauer Michael Seeber in einem Interview auf salto.bz nun bestätigt: „Als Seilbahnbauer ist es uns im Grunde egal, welcher Standort gewählt wird. Will man aber, dass wir uns mit 10 Millionen Euro an der Investition beteiligen,

„Wir am Berg werden jetzt mit derselben Leidenschaft gegen die Verlegung der Hochspannungsleitungen ankämpfen wie die Stadt gegen die Seilbahn“_ Ein Bürger aus St. Andrä Zug ist abgefahren, das steht fest, auch wenn sogar Gemeinderäte des Koali­tionspartners PD und der ehemalige Grüne Klauspeter Dissinger wider besseren Wissens heute immer noch etwas anderes behaupten. So stehen jetzt weite Teile der Brixner Bevölkerung ratlos und einigermaßen verdattert da: Die einen, die für die Seilbahn gestimmt haben und nicht verstehen 4

sern? Dabei weiß jeder, dass das ein Schmarrn ist. Jeder weiß, dass ein gehöriger Teil der 5.010 Brixner „Bus“ angekreuzt und „Milland“ gemeint hat. Milland als Alternative? „Nein, das haben wir doch immer gesagt, dass dies keine machbare Option ist“, sagt der Bürgermeister wahrheitsgetreu. Auch für Marzola ist diese Option nach wie vor weder sinnvoll noch realisierbar.

wäre im Wettbewerb zu anderen Naherholungszonen ganz einfach zu kompliziert: 32 Minuten mit dem Zug, dann auf den Bus warten, der sie nach Milland bringt, dann umsteigen in die Bahn. Wenn schon Plose, dann hätte diese Bekannte doch lieber das Auto genommen und wäre damit nach St. Andrä gefahren – wie viele andere auch. Dem entsprechend schwierig wäre es gewesen, die Bahn von Milland

kommt Milland nicht in Frage.“ Hier stimme ganz einfach die Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht. Auch die Landesregierung würde sich sehr schwer tun, eine Entscheidung für Milland zu treffen, denn einige Jahre später müsste sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie eine Bahn gebaut hat, die sie jedes Jahr bezuschussen muss. Den Oppositionsparteien würde dieser Misserfolg natürlich


AUS DER TRAUM: Die Seilbahnverbindung Brixen St. Andrä ist Geschichte

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perfekt in den Kram passen. Da ändert auch die Tatsache nichts, dass eine Umlaufbahn von Milland vielleicht um ein paar Millionen günstiger wäre – mittelfristig wäre die Bahn von Milland aus durch die erheblich geringeren Einnahmen teurer als vom Bahnhof. Außerdem verfolgt man in Bozen seit einer Weile das Konzept der Anbindung der verschiedenen Skigebiete an die Eisenbahn – in Milland funktioniert das nicht. Negativ bewertet wurde Milland auch aufgrund des landschaftlichen Eingriffs, der mit mindestens 20 Stützen und mit dem Roden einer Schneise durch den Wald sowie mit dem Opfern einer großen Wiese für den notwendigen Parkplatz im Grunde viel massiver ausgefallen wäre als beim Standort Bahnhof – nun, das ist jedenfalls die Meinung des Schreibers dieser Zeilen und war auch die Meinung der entsprechenden Arbeitsgruppe. Man stelle sich den Tsunami der Ablehnung vor, der auf die SVP und den Bürgermeister zugerollt wäre, wenn die Arbeitsgruppe sei-

nerzeit Milland vorgeschlagen hätte: Die „Grüne“ Bürgerliste, allen voran „Umweltschützer“ Roman Zanon (die Anführungszeichen sind ganz bewusst gesetzt), hätte wohl gemeinsam mit Markus Lobis und der versammelten heimatBrixen-Gemeinschaft Mahnwachen in den Wiesen in Milland veranstaltet; Elda Letrari hätte diskret applaudiert, aber nicht zu laut. Klauspeter Dissinger, immerhin Präsident des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, hätte sich wahrscheinlich an den ersten Baum gekettet, damit er nicht gefällt werde. Wer nicht an ein solches Szenario glaubt, soll sich bitte an Sexten erinnern, wo die Rekurse vom Dachverband ausgingen, die den Sextnern am Ende mindestens eine Million Euro Kosten verursacht haben, oder man sollte sich auch zurückerinnern, welche Kampagne gefahren wurde, als die Brixner Stadtregierung die lächerliche Straßenschleife in den Comboni-Wiesen in Milland beschlossen hat, vor ein paar Jahren.

Dass Milland als Standort unproblematisch wäre und keinen Gegendruck erzeugt hätte, ist ganz einfach eine Lüge, der viele Brixner Nein-Wähler im Zuge dieser Volksabstimmung aufgesessen sind. So aber, wenn SVP und Land GEGEN Milland sind, spricht sich die „Grüne“ Bürgerliste, nebenbei bemerkt Koalitionspartner der SVP, gemeinsam mit sämtlichen Oppositionsparteien natürlich FÜR Milland aus, denn die Variante Bahnhof würde ja das „Landschaftsbild“ stören. Und dann, in den letzten Wochen vor der Abstimmung, sprach sich die „Grüne“ Bürgerliste sogar für eine Verstärkung der Busflotte aus. Das ist die Perversität eines politischen Opportunismus, der eigentlich nicht mehr zu überbieten ist. Ein echter Grüner – ich meine jetzt einer aus Deutschland, weil mir in Südtirol im Moment keiner einfällt – würde wohl den Ausschluss eines Roman Zanon aus der Partei verlangen und den sofortigen Rücktritt von Dissinger als Präsident des Dachverbandes.

Die wahren Umweltschützer in Südtirol hingegen schütteln nicht einmal den Kopf, nicht einmal Hotelierssohn Hans Heiss, der sich im Vorfeld ebenfalls gegen die Seilbahn ausgesprochen hat.

Von der Seilbahndiskussion zum Klassenkampf. Aus sozio-

logischer Sicht interessant ist der Fakt, dass diese Volksabstimmung in Brixen in den letzten Wochen sogar zum Klassenkampf ausgeartet ist, auch durch eine von den Seilbahngegnern verteilte Vignette, die die Befürworter als dicke und zigarrenrauchende „grandi imprenditori“ und „grossi commercianti“ zeigte; die Gegner des Projekts hingegen waren in der Vignette die fleißigen Arbeiter und Familien: „insegnanti, infermieri, artigiani, casalinghe, mamma e papà“. Reich und bös gegen arm und brav. Die Vignette, das muss man in diesem Zusammenhang fairerweise erläutern, stammt nicht vom Komitee proALTvor, das sich in der „Dolomiten“ von einem „Klassenkampf“ distanziert. 5


Politik & Gesellschaft

Es war aber andererseits Klaus Vontavon, der einige Tage vor der Abstimmung, als gleichzeitig am Domplatz und in der Cusanus Akademie die Abschlussversammlungen der Befürworter und der Gegner stattfanden, in die proALTvor-Versammlung gerufen hat: „Am Domplatz ist das Geld, wir sind das Volk!“

„Du geldgierige Sau!“ Einige

Tage vorher hat eine Lehrerin bei einem Stand von PRO Seilbahn Brixen einen der Promotoren mit grimmigem Ausdruck als „geldgierige Sau“ bezeichnet, was im Grunde der Ausdruck dessen war, wie tief die Gräben sind, die sich in Brixen im Zuge der Diskussion zur Volksabstimmung auftaten. Dass ausgerechnet eine Lehrerin sich zu diesem emotional bedingten verbalen Ausrutscher hinreißen ließ, lässt auch erahnen, dass die Rolle des Unternehmers und Arbeitgebers in Teilen der heutigen Gesellschaft vollkommen missverstanden wird – ganz sicher eine Folge vieler Jahre der Vollbeschäftigung. In früheren Zeiten war der Unternehmer ein geschätztes und wertvolles Mitglied der Gesellschaft, weil er durch seine Initiative und durch seinen Mut zum Risiko den Familien seiner Mitarbeiter ein Einkommen ermöglichte. Heute gilt er, zumindest für diese Lehrerin, die am 27. des Monats ganz sicher zu ihrem Gehalt kommt und nie in ihrem Leben Angst um ihren Arbeitsplatz haben musste, als „geldgierige Sau“. Da bleibt nur zu hoffen, dass diese Lebenseinstellung nicht auf die Kinder übertragen wird, die diese Lehrerin unterrichtet. Ausrutscher gab es aber auf beiden Seiten. Als Hotelier Martin Pupp, der in der Mozartallee eine Dachwohnung besitzt, sich in der Alto Adige als Seilbahngegner outete und gegen das Projekt wetterte, bekam er in seiner Konditorei Besuch eines stadtbekannten Politikers, der ihm schnippisch erklärte, dass der Kaffee beim Nachbarn wohl genauso gut schmecken würde. Das wiederum postete Pupp auf facebook, was eine Welle der Entrüstung auslöste – zu Recht.

Investition ist nicht gleich Kosten. Unabhängig von diesen Aus-

rutschern gab es aber natürlich die Problematik, dass es der breiten Masse sehr schwer erklärbar ist, dass 25 Millionen Euro öffentlichen Geldes als Investition gesehen werden müssen und nicht als Kosten. Wie soll man beispiels6

weise einer Seniorin, die nur eine Mindestrente von vielleicht 700 Euro bezieht und damit mehr schlecht als recht über die Runden kommt, erklären, dass das Land hier die für diese Seniorin unvorstellbare Summe ausgibt und gleichzeitig Geburtenstationen schließen und Gratis-Abos abschaffen will? Dass diese Investition sich für das Land durch angestoßene Projekte in immerhin vom Wirtschaftsforschungsinstitut errechneten sieben Jahren bereits bezahlt gemacht hätte, weil das Land dadurch in diesem Zeitraum um diesen Betrag höhere Steuereinnahmen kassiert hätte, die natürlich nur dann gekommen wären, wenn auch die Seilbahn gebaut worden wäre, ist den meisten Menschen nicht erklärbar. „Am Ende zahlen wieder die kleinen Leute“, so die landläufige Meinung, und: „Wie kommen wir Steuerzahler dazu, dem Marzola eine Seilbahn zu finanzieren, damit der Markus Huber ein Hotel bauen kann?“ Dass damit 300 Arbeitsplätze gerettet und 200 weitere geschaffen werden können, hat man den Befürwortern nicht geglaubt. Grundlegende volkswirtschaftliche Kreisläufe sind der breiten Masse schwer zu erklären – vor allem dann, wenn der Sender der Botschaft ein Glaubwürdigkeitsproblem hat. In Wirtschaftskreisen und auch bei vielen Politikern wird durch die Erfahrung in Brixen vielleicht das Bewusstsein reifen, dass es bei Volksabstimmungen über wirtschaftspolitische Themen ganz schwierig ist, eine Mehrheit in der Bevölkerung zu bekommen. Über den Bozner Flughafen die Bevölkerung abstimmen zu lassen, wäre in diesem Kontext wohl vergebliche Liebesmüh – da wäre es besser, man sperrt den Flughafen gleich zu. Natürlich war der Standort Bahnhof problembehaftet, und es gehörte eine große Portion Mut dazu, der Bevölkerung diesen Vorschlag überhaupt erst vorzulegen, denn die Überspannung von Gebäuden – das wusste man – würde viele Menschen irritieren. „Man kann doch nicht eine ganze Stadt überspannen!“, hat man immer wieder in Brixen gehört. Für eine derart außergewöhnliche Idee ist Brixen – das weiß man jetzt – viel zu konservativ eingestellt. „Die Wahrung der Beschaulichkeit scheint den Brixnern enorm wichtig zu sein“, erklärt der Meinungsforscher Gernot Gruber im Vorfeld der Volksabstimmung. Innovative Ideen und die Ankur-

belung wirtschaftlicher Kreisläufe haben da keinen Platz.

Verständnis für die Sorgen der Anrainer. Verständlich hingegen

ist, dass die Anrainer sich formierten, weil sie vermeintlich klare persönliche Nachteile für ihre Lebensqualität befürchteten, und außerdem grassierte auch die Angst, dass ihre Immobilien eine Entwertung erfahren könnten. Die Reaktion der Anrainer ist zu akzeptieren; man muss einfach respektieren, dass sie ihr persönliches Interesse stärker gewichten als das Allgemeinwohl. Im Grunde muss man sogar respektieren, dass sie am Ende hin und wieder mit unfairen Mitteln kommuniziert haben, was die Seilbahnbefürworter dann auch dazu bewogen hat, schwerere Geschütze in der Kommunikation aufzufahren, vielleicht auch zu schwere. Ob aber die Überspannung eines Stadtteils wirklich zu großen und inakzeptablen Nachteilen für die Anrainer geführt hätte? Brixen wird es nie erfahren. Die Seilbahnbefürworter versuchten mit einem positiven Beispiel die Stimmung herumzureißen, vergeblich: Im Bereich der Pfänderbahn in Bregenz gibt es einen Hang, der zu den teuersten Grundstücken von Vorarlberg gehört. Die Häuser sind zwar nicht direkt überspannt, aber befinden sich praktisch unter den Seilen. Das hält Bauinteressenten nicht davon ab, den Grund sauteuer zu erwerben und dort immer wieder neue Häuser hinzubauen. PRO Seilbahn Brixen hat Thomas Kinz, Vorstandsmitglied der Pfänderbahn, befragt, ob sich die Anrainer gestört fühlen. „Nein“, sagte er, „da wäre ich persönlich auch nie drauf gekommen, dass sich ein Anrainer von einer Seilbahn gestört fühlen könnte“.

Berg stimmt für die Seilbahn, Stadt dagegen. Für die Chronik sei das Endergebnis noch einmal angeführt, auch wenn die meisten Leser es über die Tagesmedien bereits erfahren haben dürften: Von den 17.060 Wahlberechtigten sind 10.008 zur Urne geschritten – das ist mit 58,66 Prozent eine schwächere Wahlbeteiligung als erwartet. 5.010 Wähler haben sich für die Verbesserung der Busverbindung ausgesprochen (29,37 Prozent), 4.260 für die Seilbahn (24,97 Prozent), 623 dafür, dass alles so bleibt wie es ist (3,65 Prozent). Auffallend ist die Tatsache, dass die Fraktionen, vor allem jene am Berg, vollkommen anders gewählt haben als die Stadt: St. Andrä und

Afers votierten zu 83 Prozent für die Seilbahn, in den Fraktionen Albeins, Tschötsch, Tils und Elvas waren es im Durchschnitt immerhin noch 64,7 Prozent. In der Stadt und in Milland gab es hingegen keine einzige Wahlsektion, in der die Seilbahn mehrheitlich gewählt wurde, wobei – auch das war eine Überraschung – die direkt betroffenen Stadtbereiche sich nicht stärker negativ über die Seilbahn äußerten als der Rest.

„Los von Brixen!“ Der Berg nahm die zwei divergierenden Wahlverhalten und das Gesamtergebnis zur Kenntnis – mit großem Zorn gegen die „Stadtler“, der auf facebook sogar in ein „Los von Brixen“ eskalierte. „Der Stadt ist das Schicksal des Berges scheißegal“, hört man immer wieder in St. Andrä und in Afers. Verständnis für die Angst vor Überspannung hat man am Berg nicht, denn aus ihrer Sicht ging es in der Stadt um die Supposition gefühlter Nachteile einer Überspannung von Gebäuden, am Berg hingegen geht es um reale Existenzängste: Sehr viele Familien hängen finanziell vom Skigebiet ab, und es gibt einige Unternehmen, die in den letzten Jahren Investitionen getätigt haben, deren Ratenzahlungen sie nur bedienen können, wenn das Skigebiet bestehen bleibt. Eines der Ziele der Malikstudie war ein Zusammenführen des gefühlten Abstandes zwischen Berg und Stadt: „Brixen Plose“ als gemeinsame Marke. Diese Gemeinsamkeit ist nun Makulatur, die Stadt hat sich vom Berg mit diesem Votum meilenweit entfernt. Allein diese Nebenerscheinung reicht, um das Einleiten dieser Volksabstimmung als kapitalen Fehler der Politik zu bezeichnen. Schon hört man erste Stimmen im Mittelgebirge, die davon sprechen, dass die Millander und Brixner sich nun die Hochspannungsleitungen gefälligst behalten können. „Wir werden jetzt mit derselben Leidenschaft gegen die Verlegung ankämpfen wie die Stadt gegen die Seilbahn“, sagt ein Bürger aus St. Andrä, der nicht genannt werden möchte. In diesem Fall könnte sich die Verlegung der Hopchspannungsleitungen noch Jahre hinausziehen. Direkte Demokratie zu hinterfragen? Im Grunde darf man nach

den Erfahrungen von Brixen die Sinnhaftigkeit der direkten Demokratie bei solch hochkomplexen Wirtschaftsthemen – denn die Seilbahn war kein Mobilitäts-,


sondern ein Wirtschaftsthema – arg in Frage stellen. Auch rein mathematisch bestehen Zweifel. Beispiel Hamburg: Bei einer Wahlbeteiligung von nur 24,6 Prozent (!) haben sich 63 Prozent gegen den Bau einer Seilbahn ausgesprochen, 37 Prozent dafür. De facto heißt das, dass 15,6 Prozent der Wahlberechtigten ein Projekt zum Kippen gebracht haben. In Brixen waren es immerhin 29,4 Prozent der Wahlberechtigten, die nun die Seilbahn verhindert haben. So gesehen muss man – rein mathematisch natürlich – die direkte Demokratie als Instrument sehen, das vor allem dazu geeignet ist, dass eine Minderheit die Möglichkeit hat, ein Projekt zu verhindern. Denn: Man weiß ja nie, wie die Nichtwähler – in Brixen waren es mehr als 40 Prozent – abgestimmt hätten. Die Reaktion des Landeshauptmanns Arno Kompatscher auf das Ergebnis der Volksabstimmung ist vielsagend: „Die Politik sollte nicht jede Entscheidung delegieren, nur weil sie sich nicht traut, selbst zu entscheiden.“ Im Grunde könnte man den Ball aber auch nach Bozen zurückschleudern, denn eigentlich war diese Seilbahn ein Landesprojekt, das die gesamte Talschaft betrifft – den Klausner Unternehmer genauso wie die Sterzinger Familie. Wenn die Aussage Kompatschers als subtile Kritik an Bürgermeister Pürgstallers Zitterkurs verstanden werden will, so könnte man umgekehrt auch sagen, dass die Landesregierung hier Fakten hätte schaffen können – vor allem, nachdem der „Grüne“ Roman Zanon im April 2013 den SVPVorschlag zur Volksabstimmung mit der einfachen Fragestellung im Gemeinderat verhindert hatte. Den Mut zu dieser Entscheidung hatte auch Wirtschaftslandesrat

Kompatscher nicht, vom Mobilitätslandesrat Florian Mussner ganz zu schweigen. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass der Zeitpunkt ungünstig war: Im Oktober 2013 ist der neue Landtag gewählt worden, und unmittelbar vor den Wahlen trifft keine Landesregierung eine solche weitreichende Entscheidung.

Dreier-Fragestellung problematisch. Ebenso ein kapitaler Fehler

war aus heutiger Sicht wohl auch die Dreier-Fragestellung, die von vielen Brixnern fälschlicherweise als „Strategie“ der SVP bezeichnet wurde, um das Lager der Gegner zu spalten. De facto sind aber die Freiheitlichen für diese Fragestellung verantwortlich: Sie waren nur dadurch bereit, im Gemeinderat für die Volksabstimmung zu stimmen, und ihre Stimmen waren unbedingt notwendig, um zur Volksabstimmung zu gelangen. Dass die Grüne Bürgerliste die Dreier-Frage aber kritisiert, grenzt an Zynismus, denn schließlich war es ein Jahr vorher – wie bereits erwähnt – Roman Zanon gewesen, der den SVP-Vorschlag mit der klaren Fragestellung (Seilbahn Bahnhof-St. Andrä: Ja oder Nein) abgelehnt hatte.

Politischer Scherbenhaufen. Po-

litisch bleibt in Brixen sowieso ein Scherbenhaufen zurück, und es ist zu vermuten, dass nach dem Erdbeben noch ein Tsunami folgen wird, der sich gewaschen hat. Die Gemeinderäte Antonio Bova, Hartmuth Staffler und Klauspeter Dissinger jubilieren zum Ergebnis, Massimo Bessone, der im Winter gern Selfies von der Pfannspitzhütte auf facebook postet („Alla Plose un panorama da Dio!“), fühlt sich ebenso als Sieger. Walter Blaas von den Freiheitlichen spricht auch von einem „Sieg der

Schönheitsbehandlungen: (nach Vormerkung) 21.10. - 25.10. Beauty-Behandlung Shiseido mit Laura 28.10. - 31.10. Beauty Kanebo

Vernunft“, was seiner Partei am Berg mit einiger Wahrscheinlichkeit bei den nächsten Wahlen im kommenden Mai eine Unzahl an Stimmen kosten dürfte, denn der Wähler vergisst solche Aussagen nicht so schnell. Die Historie von Dario Stablums „Insieme per Bressanone“ lässt vermuten, dass er für die Seilbahn gewesen wäre, wenn er 2010 wieder Vize-Bürgermeister geworden wäre. So ist er in der Opposition – und dem entsprechend natürlich gegen die Seilbahn. Am hinterfotzigsten hat sich in der Frage der Seilbahn aber der Koalitionspartner PD unter dem Chefstrategen Carlo Costa positioniert: Die Stadträte dafür, zwei der drei Gemeinderäte, Costas Lebenspartnerin Renate Prader und Alberto Ghedina, dagegen. Ghedina wohnt im Bereich der alten Feldthurner Straße, die als Zufahrtsstraße zum Parkplatz am Bahnhof gedacht war. Wie immer die Volkabstimmung ausgegangen wäre – der PD hätte sich auf jeden Fall zum Sieger deklarieren können. Eigentlich sollte sich diese Partei umbenennen in PDO – Partito Democratico Opportunista. Die SVP steigt als klarer Verlierer aus dem Ring, kann aber zumindest von sich behaupten, dass sie geschlossen und als einzige Partei gegen alle anderen eine klare Linie für dieses Projekt gefahren ist, das dann auch von 4.200 Bürgern angenommen worden wäre, was ja nicht wenig ist. Das ist allerdings ein schwacher Trost, denn mit dieser Volksabstimmung wird de facto die Malik-Studie begraben, die ein zentrales Konzept zur Aufwertung von Brixen war – sieben Jahre Aufbauarbeit umsonst. Es bleibt zu hoffen, dass die längst eingesetzte Abwärtsspirale, die im Grunde jeder kleine und größere Unternehmer in Brixen

jeden Tag durch die ständig sich verringernde Auftragslage spürt, durch diese Abstimmung nicht massiv beschleunigt wird. Klare Konsequenzen gibt es jetzt schon: Markus Huber hat sein Hotelprojekt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt, wahrscheinlich für immer, die Alminteressentschaft wird die geplante Erneuerung der Pfannspitzhütte nun auch nicht angehen. Allein durch diese beiden Projekte gehen den Brixner Wirtschaftskreisläufen mindestens 20 Millionen Euro abhanden. Wobei ... Baufirma gibt es in Brixen eh keine mehr, denn die letzte ist vor drei Wochen in Konkurs gegangen, 30 Familien haben ihr Einkommen verloren.

Derzeit kein Plan B. Alessandro

Marzola versucht nun verzweifelt, das Ruder noch herumzureißen: „Wir werden jetzt den Kontakt zur Landesregierung suchen, denn die Plose können wir nicht aufgeben – damit hängt einfach die Existenz von zu vielen Familien zusammen.“ Er hat aber keinen Plan B: „Ich habe derzeit keine Ahnung, wie wir aus dem Dilemma herauskommen.“ Wenn sich keine schnelle Lösung anbahnt, wird die Plose als Skigebiet nur noch wenige Jahre existieren, spätestens 2026 wird dann auch die Umlaufbahn St. Andrä-Plose abgebaut werden. Um dies zu verhindern, muss jetzt – vor allem im Interesse der vielen Familien am Berg – schnellstens eine Lösung gefunden werden. Diese Lösung wird, davon ist leider auszugehen, für die Allgemeinheit viel teurer werden als die verhinderte Seilbahn.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

75 JAHRE OPTION IN SÜDTIROL UND IN BRIXEN

Gehen oder bleiben? Über die Option wurde lange Zeit geschwiegen. Nichtsdestotrotz muss man sich, auch wenn es schwer fällt, seiner Geschichte stellen. Der Versuch einer Arbeitsskizze mit besonderem Blick auf die Situation in Brixen.

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ie Option ist und bleibt die wohl schwerste Herausforderung, die Brixen und Südtirol im 20. Jahrhundert zu bestehen hatte. Das Jahr 1939 ist in der (Süd-)Tiroler Geschichte ein Jahr, das für viele Menschen mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist. Die Option, entweder die Heimat zu verlassen und ins Deutsche Reich abzuwandern oder ohne Rechte in der Heimat zu verbleiben, spaltete nicht nur Südtirol, sondern führt auch heute noch zu gefühlsbetont gearteten Debatten, die eine klare und sachliche Argumentation verhindern.

Historische Zerreißung Tirols als Zäsur. Die historische Zerreißung

Tirols war für die südlichen Tiroler nach dem Ersten Weltkrieg ein Schock. Im fremden, neuen Staat Italien und in einer feindseligen Stimmung sehnten sich viele zurück nach Österreich. In den 1930er-Jahren verschob sich die Orientierung der Wunschbilder auf das Deutsche Reich und den Nationalsozialismus. Dessen ungeachtet hatte Adolf Hitler den Verzicht auf Südtirol als die wesentliche Bedingung dafür betrachtet, um Italien im Kriegsfall als Achsenpartner zu gewinnen. Im Jahre 1937 wurde das Südtirolproblem von Mussolini bei dessen Deutschlandbesuch aufgeworfen. Dabei forderte der Duce die Unterlassung der Unterstützung der Südtiroler, für die er im Gegenzug dem Deutschen Reich freie Hand in Österreich und der Tschechoslowakei lasse. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich im März 1938 und dem auf diese Weise erfolgten „Anschluss“ zementierte Hitler erneut die Unantastbarkeit des Brenners. Dementsprechend wurde die Zuversicht der deutschen und ladinischen 8

Südtiroler enttäuscht, was aber Deutschlands und Hitlers Popularität keinen Abbruch tat. Mehr noch: Um das „Problem Südtirol“ zu lösen, wurde sowohl von italienischer als auch von deutscher Seite eine Umsiedlung in Erwägung gezogen. Die Antwort auf die Südtirol-Frage wurde nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zu einer zentralen Angelegenheit, deren Lösung gewissermaßen so etwas wie eine Basis für einen Bündnisvertrag Italiens mit Deutschland war.

Bleiben oder gehen? Sowohl

italienische als auch deutsche Politiker vertraten die völkerrechtswidrige Ansicht, dass nur eine Aussiedlung der Südtiroler das Problem lösen könne. Am 23. Juni 1939 wurde auf einer Geheimkonferenz in Berlin eine Abmachung über die Südtiroler Umsiedlung geschlossen, die als „Berliner Vereinbarung“ in die jüngere (Süd-)Tiroler Geschichte eingegangen ist. Die faschistische Staatsmacht erhoffte sich durch die Umsiedlung zum einen eine leichtere und vor allem raschere Italianisierung des Gebietes von Etsch, Eisack und Rienz. Zum anderen sah man in dem von Deutschland in Aussicht gestellten Transfer des im einstigen Österreich eingefrorenen italienischen Kapitals einen wirtschaftlichen Nutzen. Die „heiße“ Optionsphase wurde im Oktober 1939 durch den Bozner Präfekten Giuseppe Mastromattei und Otto Bene, den deutschen Generalkonsul in Mailand, begonnen. Der Kern der Bestimmungen über die Umsiedlung der Südtiroler besagte, dass alle Südtiroler „deutscher Sprache und Abstammung“, die in den Landesgrenzen ihr Zuhause hatten, zwischen der reichsdeutschen Staatsbürgerschaft und dem

Verbleib in der Heimat wählen, also optieren konnten. Als Endtermin für die Option wurde der 31. Dezember 1939 registriert. Die Geistlichkeit durfte bis Ende Juni 1940 abstimmen. Die Umsiedlung als solche sollte bis Ende 1942 abgeschlossen sein. Groll, Ernüchterung, Hoffnungslosigkeit, Bitterkeit und Entsetzen machten sich breit. Am Ende entschieden sich je nach Quellenlage 86 bis 90 Prozent der Wahlberechtigen für eine Aufgabe ihrer Heimat; effektiv ausgewandert sind durch den Verlauf des Zweiten Weltkrieges aber „nur“ 75.000 Südtiroler.

Zur Option in Brixen. Der Optionsverlauf in der Bischofsstadt am Eisack unterschied sich keinesfalls vom Rest des Landes. Die Propagandawelle wurde so nachhaltig geführt, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bevölkerung zerstört und das Klima durchaus als vergiftet angesehen wurde. Die exakte Anzahl der Optanten kann möglicherweise nie ganz genau ermittelt werden. Ein Problem neben den Geburten und Todesfällen war dabei auch der Fall, dass 1941 die bis zu jenem Zeitpunkt selbstständige Gemeinde St. Andrä in die Gemeinde Brixen eingemeindet wurde und dies nicht immer in den berechnenden Statistiken ersichtlich ist. So war es der Völkische Kampfring Südtirol, der eine Auswanderungszahl von 88,4 Prozent ermittelte, während die Daten der sich zwischen 1928 und 1939 formierenden Arbeitsgemeinschaft für Optanten in Deutschland rund zehn Prozent unter dem VKS-Wert lagen. Noch auffallender sind die Zahlen, die sich auf italienische Angaben berufen. Hiernach optierten nur 55,8 Prozent der Brixner und 85,6

Prozent der Einwohner von St. Andrä für das Deutsche Reich, in der Summe also sechs von zehn Menschen. Die Diözese Brixen mit 85,6 Prozent Auswanderern kam dabei dem ersten Wert am nächsten. Doch warum war der Prozentsatz an Optanten, der dem Landesdurchschnitt sehr nahe kam, in der Bischofsstadt am Eisack so hoch? Stadtarchivar Hubert Mock, der sich in dem 2004 erschienenen Buch „Brixen I. Die Geschichte“ intensiv mit den Jahren 1918 bis 1945 beschäftigt hat, kommt zum Ergebnis, dass die Gründe primär in den Erfahrungen liegen, die die Bürger mit dem italienischen Staat gemacht haben. Ein weiterer Grund für das hohe Resultat war ohne Zweifel der Propagandafeldzug des VKS. Ihm gelang es, dank utopischer und irrealer Versprechungen in nationalistischer Wortwahl das Volk einzuschüchtern, sodass es glaubte, mit einer Unterschrift alle Wünsche und Sehnsüchte durch die „Heimkehr ins Reich“ erfüllt zu bekommen.

Der Einfluss der Kirche. Auch

die Kirche mit dem immer mehr zwischen die Fronten geratenen Bischof Johannes Geisler und dem mit dem Nationalsozialismus sympathisierenden Generalvikar Alois Pompanin optierte – im Gegensatz zum Großteil des restlichen Südtiroler Klerus – für eine Auswanderung. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass die Kirche an Einfluss und Ansehen verlor. „Die Optionszeit zählt zu den traurigsten Kapiteln der Südtiroler Kirchengeschichte“, sagt auch Josef Gelmi, emeritierter Professor für Kirchengeschichte. „Damals kam es nicht nur zu einer tiefen Spaltung zwischen Klerus und Volk, sondern auch zu einem


Foto: Stadtarchiv

unseligen Bruch zwischen der Brixner Diözesanleitung und dem übrigen Klerus. Während sich 80 Prozent der Geistlichen im Bistum Brixen und 90 Prozent im deutschsprachigen Anteil der Diözese Trient für den Verbleib in Südtirol aussprachen, optierten zirka 87 Prozent der Bevölkerung für das Reich. Für Deutschland entschieden sich auch Bischof Johannes Geisler und sein einflussreicher Generalvikar Alois Pompanin. Sie übten auch auf den Klerus heftigen Druck aus, der sich aber nicht einschüchtern ließ.“ Das ungleiche Optionsverhalten der Geistlichkeit fand seinen Niederschlag vor allem in den Kirchenbesuchen. Doch warum optierte Geisler, indem er im Juni 1940 seinen Bischofsring ablegte? In einer Denkschrift schrieb er, dass seine Diözese nach der Umsiedlung von Faschisten besetzt würde. Also glaubte er, dass eine „neue Bevölkerung“ auch mehr Vertrauen in einen neuen Bischof setzen würde als in ihn. Die angeschlagene Gesundheit und sein „Nichtkämpfer-Naturell“ trugen nach Geislers Auffassung auch dazu bei, dass er um den Ruhestand ansuchte, um diesen in Deutschland zu verbringen. Der Vatikan reagierte zwar nicht auf das Memorandum, doch später zeigte sich der Papst nicht abgeneigt, das Entlassungsgesuch in Erwägung zu ziehen. Monsignore Misuraca unterstützte Geisler im Hinblick darauf, dass „der gute Hirt seiner Herde folgt“, weitgehend in seinem Vorhaben, selbst wenn die Dableiber den Bischof aufs Schärfste angriffen.

Mastromattei am Domplatz – durch ihn begann 1939 die „heiße“ Optionsphase

Die Folgen. In Bezug auf die

Optionsentscheidung gab es jede Menge Auswirkungen. Dazu zählen die soziale Isolation und der Boykott von Geschäften, Gastbetrieben und Handwerkern, die sich für ein Dableiben entschieden. Bis 1943 wanderten rund 3.500 Personen ab – ungefähr ein Drittel der Bevölkerung von 1939. In vielen Büchern und Abhandlungen über die Option wird mehrfach versucht, für die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen. Allein die Tatsache, dass eine Entscheidung für die Abwanderung oder das Dableiben vielen Menschen schwer fiel und auch emotional behaftet ist, kann der Standpunkt über die Option nicht unbedingt leicht fallen. Man kann diese Bezifferungen keinesfalls pro-nazistisch oder anti-faschistisch sehen. Trotzdem muss man unterstreichen, dass

der Druck, der von der dominanten Pro-Option-Mehrheit und vom Völkischen Kampfring Südtirol ausging, brutal war und daher in dieser Härte keineswegs zu rechtfertigen ist. Viele, aber auf keinen Fall alle Südtiroler, die für das Deutsche Reich optiert hatten, kamen nicht mehr in die Heimat zurück. Viele Familienväter und Männer im besten Alter mussten in Hitlers wahnsinnigen Krieg ziehen und verloren für an den Fronten Europas ihr junges Leben. Die Rücksiedler wurden 1946 im GruberDe-Gasperi-Abkommen erwähnt, in dem im Geist der Billigkeit und Weitherzigkeit die Frage der Staatsbürgerschaftsoptionen, die sich aus dem Hitler-Mussolini-

Abkommen von 1939 ergaben, zu revidieren sei. Dem Pariser Vertrag entsprechend wurde im Februar 1948 das Optantendekret erlassen, das allen Optanten und deren Kindern das Recht auf Rückoption einräumte. Die Kinder der Rückoptanten mussten dabei durch einen Geburtsschein belegen, dass sie einen Anspruch auf die italienische Staatsbürgerschaft hatten. Schon vorher kehrten viele Optanten auf illegale Art und Weise nach Südtirol zurück. Die Option selbst zerstörte viele Familien, und die Spaltung der Südtiroler Gesellschaft hielt noch viele Jahre an.

Ausblick: 75 Jahre danach. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine

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unheilbringende Zeit, in der Südtirol von zwei menschenverachtenden und unheilvoll-totalitären Systemen in Europa fast zerrieben worden wäre. Dass in Mitteleuropa fast 70 Jahre Frieden herrscht, mag für den einen oder anderen ein kleiner Strohhalm für das Verstehen der Geschichte sein. Die Vorfälle in der Ukraine zeigen jedoch, dass der Mensch bisweilen nichts aus der Geschichte lernen will, er die teilweise labilen und brüchigen Friedensbestrebungen um Jahrzehnte zurückwirft und am Ende wieder in einer Stunde Null, so wie sie es auch 1945 in Südtirol gegeben hat, beginnen muss. Andreas Raffeiner Leserbrief an: echo@brixner.info 9


Foto: Georg Hofer

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Eiserne Männer z Männer an die Bügelbretter! Dazu ruft die Plattform „Männer Gegen Gewalt“ am 11. Oktober von 9 bis 12 Uhr in der Brixner Altstadt auf. Bügelmuffel können sich dann auf einen einmaligen Service freuen: Sie dürfen ihre vollen Wäschekörbe samt ungebügelten Hemden, Hosen und Handtüchern guten Gewissens den „Ironmen“, den eisernen Männern, überlassen. Diese glätten auf unterhaltsame Art geschlechtsdemokratische Wogen, indem sie das Bügeleisen in die Hand

nehmen und zeigen, dass auch Männer ihre Frau stehen können. „Mit dem ‚Ironman‘ möchten wir uns zum einen über gängige Rollenklischees hinwegsetzen“, erklärt Initiator Markus Frei, „zum anderen ist es eine sympathische Spendenaktion, denn jedes gebügelte Wäschestück kommt einem guten Zweck zugute: dem Haus der Solidarität in Brixen“. Die Aktion wird von der Berufsgruppe der Textilreiniger im LVH und der REHA Kastell unterstützt. Männer, die bei dieser unterhaltsamen Ak-

tion aktiv mitwirken möchten, melden sich am besten bei Markus Frei unter Telefon 346 6342712 oder per E-Mail: markus.frei@ bzgeis.org db

P&G

Politik & Gesellschaft BRIXEN

Tote Hose

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Die neue Kinder- und Jugendanwältin Paula Maria Ladstätter hat sich mit den Führungskräften der Bezirksgemeinschaft Eisacktal getroffen. Besprochen wurde die Wichtigkeit der konstruktiven Zusammenarbeit zum Schutz und zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen.

z Der Jugendrat von Brixen hat heuer erstmals eine Veranstaltung für die Brixner Jugend durchgeführt, die allerdings auf wenig Feedback gestoßen ist: Am 6. September fand im Lido das „Youth Festival 2014 – Lido Restyling“ statt. Angeboten wurden unter anderem ein Volleyball-Turnier, ein Kleinfußballturnier, verschiedene Spielkonsolen und Livemusik mit Bands wie „Up2Date“ und „Half Past Twelve“. Am Ende hatte noch DJ Delta Sparks seinen Auftritt, der aber nur noch von sehr wenigen Jugendlichen besucht wurde. „Die Veranstaltung war weniger erfolg-

reich als erwartet“, resümierte ein Mitglied des Brixner Jugendrats. Das kann viele Gründe haben: „Vielleicht wurde für das Fest zu wenig Werbung gemacht, vielleicht lag es auch daran, dass zeitgleich ein Fußballturnier in Brixen stattfand“, was der Jugendrat aber erst kurzfristig erfahren hatte. Auch Tobias Ramoser, Schlagzeuger von „Half Past Twelve“, ist enttäuscht über den schwachen Publikumszuspruch: „Als Band wünscht man sich immer viel Publikum, das hier leider ausgeblieben ist. Für die, die kamen, war das Fest aber trotzdem schön.“ lv

Franzensfeste und Vahrn erhalten Umwelt-Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des BBT. Finanziert werden damit unter anderem eine Machbarkeitsstudie für die Riggertalschleife, die Sanierung des Militärgeländes in Franzensfeste, der Bau eines Sammelbeckens und die Neugestaltung der Kneippanlage in Vahrn.

Klare Regeln, weniger Bürokratie und einfachere Verfahren forderten die Teilnehmer an der Diskussion über die neue Raumordnung in der Cusanus Akademie in Brixen. Das Vorhaben von Landesrat Richard Theiner, ein lesbares Gesetz zu schaffen, das den Landschaftsschutz miteinbezieht, sei umzusetzen.


NACHGEFRAGT

„Union di Ladins da Persenon“ SUSANNA MANCO, Präsidentin der „Union der Brixner Ladiner“, über den Verein, der zwar noch in seinen Kinderschuhen steckt, aber schon große Zukunftspläne hat. Frau Manco, welche Idee steckt hinter der „Union der Brixner Ladiner“? In Brixen und Umgebung leben mehrere Hundert Ladiner, auch wenn sich nur ein Bruchteil davon bei den Volkszählungen als solche erklärt. Durch die „Union di Ladins da Persenon“ – Persenon ist die ladinische Bezeichnung für Brixen – wollen wir den Ladinern in Brixen mehr Sichtbarkeit geben. Außerdem sollen wertvolle Kontakte geknüpft werden zwischen den Brixner Ladinern selbst und den restlichen Brixnern. Bereits im Frühjahr sind wir im Zuge mehrerer Veranstaltungen auf

großes Interesse gestoßen und haben beschlossen, den Verein zu gründen.

pe Südtirols, oder die ganz einfach neugierig sind und die Kultur der Ladiner kennenlernen wollen.

An welche Zielgruppe richtet sich der Verein? Die Union wendet sich sowohl an die Ladiner selbst, aber auch an die zahlreichen Nachkommen von Ladinern, die in Brixen und Umgebung leben, die entweder die ladinische Sprache inzwischen aufgegeben haben, sich ihrer ladinischen Wurzeln bewusst sind und/oder diese wieder entdecken wollen. Grundsätzlich steht der Verein aber allen offen, die Sympathie hegen für die Ladiner – die kleinste, aber älteste Sprachgrup-

Welche Programmpunkte sind im Herbst geplant? Im Herbst sind mehrere Veranstaltungen geplant, die in allen drei Landessprachen abgehalten werden – unter anderem zur Lage der Ladiner im Allgemeinen. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Brixen ein Schnupperkurs angeboten, um mit der ladinischen Sprache auf Tuchfühlung zu gehen veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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„Das Schicksal hat es gut gemeint“ ALOIS TIES: Bauernsohn, Dableiberkind, Priester, ehemaliger Theologieprofessor und langjähriger Religionslehrer. Er erzählt von sich auf eine derart lebendige Art, dass man darüber Raum und Zeit vergisst.

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as erste Mal zog Alois Ties bereits mit elf Jahren von zu Hause aus, „weil mich der Vater so erzürnt hat“. Dieser hatte ihn nämlich als faul bezeichnet, weil er sich beim „Zi-Mittoge-schreien“ nicht sonderlich hervorgetan hatte und die Rufe nicht gehört wurden. Alois Ties bewarb sich daraufhin als Schafhirte und war vier Monate lang „als Knechtl“ für 120 Schafe verantwortlich.

Vom Knecht zum Primus. Als er

nach einigen Monaten an einem Samstagnachmittag wieder einmal nach Hause kam, fiel die Rede aufs Studium. Die Mutter meinte, er könne da auch Fußballspielen. Als er Interesse zeigte, „da hat mich die Mutter gleich gepackt und zum Pfarrer gebracht“. Dieser hörte sich sofort in Brixen um und kam bereits am nächsten Tag „mit dem Roller“ auf den Hof, um mitzuteilen, dass im Kassianeum noch Platz wäre. Josef Gargitter war dort Regens; dem kleinen Lois stand eine dreitägige Aufnahmeprüfung bevor. „Und ich hab nichts gewusst“, erinnert er sich schmunzelnd. Es sei nämlich nicht so einfach gewesen in der italienischen Volksschule, hatte doch die Lehrerin etwas gegen den Vater. Lediglich Kopfrechnen habe er gut gekonnt. Alois Pupp, der spätere Landeshauptmann, der bei der Aufnahmeprüfung anwesend war, hat irgendwann gemeint: „Etwas im Kopf haben muss er doch.“ Und dann habe man ihn durchgeschoben. An einem Faden habe es gehangen, dass er nicht ein Knecht geblieben sei – „der Herrgott wird wohl die Gebete der Mutter erhört haben.“ Es sei eine gute Fügung gewesen, dass sich der Pfarrer sofort darum bemüht habe, den Buben im Kassianeum unterzubringen, und die Fahrt dorthin habe die Mutter mit dem 12

„Goggelegeld“ bezahlt. Alois Ties war dann ein eifriger und wissbegieriger Schüler, ein waschechter Primus. Heimweh gab es für ihn nicht: „darüber habe ich aber auch nicht nachgedacht.“ Fleißig sein und seine Pflicht erfüllen, das waren die Wegweiser, die er von daheim mitbekommen hatte.

Schüttelreime. Wie man miteinander umgeht, wie man kommuniziert, „das hat man weniger gelernt, und deswegen bin ich wohl auch etwas zurückhaltend gewesen, auch später in meiner Zeit als Lehrer“. Das Theologiestudium sei schon „eine ganz anständige Sache gewesen“. Und wenn man etwas tut, dann soll man es ordentlich tun, „umweibern soll man net.“ Angesichts der humorvollen Lebhaftigkeit, mit der Alois Ties erzählt, fällt es schwer zu glauben, dass er sich selbst als beinahe schüchtern bezeichnet. „Meine größte Rolle bei einer Theateraufführung im Vinzentinum war, dass ich einen Sack über die Bühne getragen habe.“ Er ist äußerst sprachgewandt, auch wenn er das nach außen hin nicht immer gezeigt haben mag. Die sechsbändige Brixner Schüttelreimbibel zeugt von dieser Liebe zur Sprache und auch davon, dass es ihm ein Herzensanliegen ist, die Heilige Schrift dem Volk auf eine heitere Weise näher zu bringen. „Ich bin kein Maler, kein Komponist. Ich versuche mit der deutschen Sprache zu spielen und Auszüge aus den Evangelien in ein etwas ungewohntes Sprachkleid zu stecken, um dadurch etwas Aufmerksamkeit zu wecken und vielleicht sogar Spaß zu vermitteln“, schreibt er im siebten Band, in dem es um Jesus von Nazareth geht. Schüttelreime sind sein Steckenpferd, und zwar schon seit vielen Jahren. Bereits in den 60er

Jahren gab er bei einem geselligen Abend während der Wiener Theologischen Kursen das eine oder andere zum Besten, „denn die anderen konnten auch alle irgendetwas“. Im Jahr 2000 schickte er das erste Bändchen nach Stuttgart zum Katholischen Bibelverlag. Die Antwort war ernüchternd: „Für so etwas gibt es keinen Markt.“ Den „Markt“ hat er in der Zwischenzeit gefunden. Nicht nur biblische Gestalten werden über genussvolle Schüttelreime beschrieben, auch Menschen aus seinem Umfeld gelangen zu dieser Ehre. Unlängst erst hat er Otto Rubatscher wunderbare Schüttelreimverse gewidmet.

Respekt und Dankbarkeit. Ir-

gendwann möchte Alois Ties seine Lebensgeschichte zu Papier bringen. Ein „Rückblick in Dankbarkeit“ soll es werden, voller positiver Erinnerungen und voller Respekt für die Menschen, die es nicht immer leicht gehabt haben im Leben. Es hat in seinem Leben außerdem einen Menschen gegeben, für den er sich zutiefst verantwortlich gefühlt hat. Hermine Nothelfer war nicht nur seine Häuserin, sie war seine Adoptivmutter, der er nach schweren Schicksalsschlägen angeboten hat, bei ihm zu Hause zu bleiben. Vor drei Jahren ist seine „Dame“ im Alter von 96 Jahren verstorben. Das Leben sei schon eigenartig, meint er etwas versonnen. Jeder lebt es einmal – und auf eine unverwechselbare Art. Seit zehn Jahren ist Alois Ties „ein total freier Mensch. Ich habe keine Aufgaben mehr.“

Wie ein König. „Ich empfinde

aber keinen Moment der Langeweile“, sagt Alois Ties, „dazu ist die Zeit zu dicht.“ Wie ein König fühlt er sich in seiner kleinen Wohnung neben dem Priesterseminar, die geschmückt ist mit

unzähligen Stickbildern, bunten Teppichen und Decken. Allesamt Werke von Frau Hermine. Er geht wenigstens zwei Stunden lang spazieren, meist hin zum Psalmenweg, denn „unsereiner denkt ja immer an so etwas“. Außerdem nimmt er, wann immer es möglich ist, an der Messe im Dom um 9 Uhr teil. „Die Frauen im Dom sehen es gern, wenn ich da bin, weil ich immer so deutlich lese.“ Alois Ties ist zufrieden mit sich und der Welt. „Das Schicksal hat es gut gemeint mit mir.“

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steckbrief

Alois Ties wurde am 7. Juni 1935 in Ahornach als Drittältester von elf Kindern – zwei starben im Kleinkindalter – einer Bauernfamilie geboren. 1955 legte er am Brixner Vinzentinum die Maturaprüfung ab und studierte dann an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Er war ein Jahr lang Kooperator in Niederdorf, 1967 wurde er dann Professor für das Neue Testament, und von 1971 bis 2005 war er Professor für Dogmatische Theologie an der Theologischen Hochschule in Brixen. Von 1974 bis 1995 unterrichtete er Religion an der Lehrerbildungsanstalt und am Realgymnasium in Brixen.

Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

PORTRAIT


WORTGEWANDT: Alois Ties verfasst nicht nur über biblische Gestalten genussvolle Schüttelreime

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Menschen & Meinungen

BRIXEN

Unter neuer Führung z Sechs Jahre lang stand Franz Comploi an der Spitze der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen in Brixen. Nun übergibt er den Führungsstab an die bisherige Probedekanin Liliana Dozza. Anlässlich des Führungswechsels lud Bürgermeister Albert Pürgstaller beide zu einem Treffen, in dessen Zentrum die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt standen. Unter Comploi konnte nämlich die Universität besser im

Gesamtbild der Stadt verankert werden, und es wurden diverse wichtige Kooperationen lanciert, wie die Familienvortragsreihe zu sozialen Themen und die Diskussionsreihe „Brixen im Dialog“ zu aktuellen Themen. Auch stellt die Universität ihre Räumlichkeiten für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung – zur Zeit werden beispielsweise die Siegerprojekte des Wettbewerbs zur Flussraumgestaltung im Foyer der Fakultät ausgestellt. Diese wichtige Zusammenarbeit soll laut Pürgstal-

ler, Comploi und Dozza künftig noch intensiviert werden: Veranstaltungen beider Institutionen sollen etwa gegenseitig stärker beworben werden, und eine Kooperation mit dem Außensitz der Universität Padua soll angestrebt werden. Auch die Bekanntheit der Fachbibliothek der Fakultät für Bildungswissenschaften soll unter der Öffentlichkeit vergrößert werden; die Partizipation der Studentenschaft am Stadtgeschehen soll ebenfalls ausgebaut werden. vk

M&M Menschen & Meinungen EISACKTAL

Verdienstmedaille erhalten

Der Spruch vom Much

I woaß schun, wia man de Kluft zwischen Berg und Stådt wieder zuabracht. Man kannat jo a Soalbohn baudn ...

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z 28 Südtiroler haben heuer das Verdienstkreuz beziehungsweise die Verdienstmedaille des Landes Tirol erhalten – das sind zwei Dutzend weniger Geehrte aus Südtirol als unter der Ära Durnwalder. Wurde Leistung bereits mit Lohn honoriert, dann soll es dafür nicht auch noch eine Auszeichnung geben, so die Auffassung des Landeshauptmannes Arno Kompatscher. Aufgehoben wurde auch die Altersgrenze von 50 Jahren, damit das Engagement von Jüngeren ebenso anerkannt werden kann. Das Verdienstkreuz bekamen Katia Nocker, Günther Andergassen, Brunamaria Dal Lago

Veneri, Hans Hellweger, Martin Kaufmann, Carla Leverato, Anton Schenk und Ulrike Tappeiner. Die Verdienstmedaille erhielten auch einige Eisacktaler: Theresia Agreiter Larcher aus Vahrn (im Bild) für ihre Verdienste um die Landwirtschaft in Schalders, Pfarrer i.R. Vitalis Delago aus Brixen für die Seelsorge und das Bemühen um die Kirchenmusik, Hildegard Kasslatter Dorfmann für ihr Engagement im Sozialwesen sowie der Villnösser Heinrich Profanter für seine Verdienste um das Musikwesen. „Menschen wie Sie wirken meist im Hintergrund; Sie gehören nicht zu denen, die das

Konrad Gasser feierte seinen Einstand als Pfarrer von St. Andrä und Afers. Gasser war zuvor zwei Jahre lang als Kooperator in Sterzing tätig und betreut nun die Pfarrgemeinde am Ploseberg.

Gebhard Lanz rückt als erster Nichtgewählter im Gemeinderat von Mühlbach nach. Egon Daporta, seit 20 Jahren SVP-Gemeinderat, war zurückgetreten – mit der Begründung, „dass eine Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister nicht möglich ist.“

Rampenlicht suchen“, erklärte Arno Kompatscher bei der Verleihung der Auszeichnung in Innsbruck, „heute sorgen wir dafür, dass wir Sie vor den Vorhang holen, denn Sie sind Vorbilder und sollen als solche auch wahrgenommen werden.“ db

Die Musikkapelle und Schützenkompanie von Schabs nahm am heurigen OktoberfestUmzug in München teil. Der traditionelle Trachtenumzug wird von tausenden Menschen verfolgt; die Teilnahme war ein Höhepunkt zum 30-Jahr-Jubiläum der Kapelle.


Foto: Günther Pichler

O o op s

mein Hoppala

Leser kochen für Leser

Omis Kastanientorte

Pietro Polidori, Moderator > Zutaten für den Boden

Umwerfende Rede

www.kraler.bz.it

Am 24. April dieses Jahres war ich für die Moderation der FC Südtirol Sponsor-Gala gebucht. Im Grunde verlief alles nach Plan – bis zur Rede des damaligen Präsidenten des Italienischen Fußball-Verbandes (FIGC) Giancarlo Abete. Ich kündigte Abete an, und er hielt seine Rede. Als ich merkte, dass er zu den abschließenden Worten kam, näherte ich mich wieder der Bühne. Während er seinen Applaus erntete, bestieg ich die Bühne – oder versuchte es zumindest. Denn die Treppe dorthin, die wohl nicht richtig fixiert war, kippte um, sodass ich plötzlich mit Herrn Abetes Lackschuhen auf Augenhöhe lag. Und das natürlich vor den Augen sämtlicher Spieler, des Trainerstabs, der FCS-Funktionäre, der Sponsoren und allen anderen geladenen Gästen. Ich wollte mich am liebsten unter der Bühne verstecken, jedoch blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Bauchklatscher mit Humor zu nehmen: Ich erklärte dem Publikum, dass mich Abetes Rede im wahrsten Sinne des Wortes umgeworfen hätte.

mmh!

170 g Kastanien passiert 140 g Zucker 6 Eier 50 g Semmelbrösel

> Zutaten für die Füllung 150 ml Sahne 30 g Zucker 100 g Kastanien passiert 2 EL Marillenmarmelade Schokoladenglasur

> Zubereitung Tortenboden: Zucker mit Eigelb schaumig rühren, Kastanien und Brösel hinzufügen. Das Eiweiß zu Eischnee schlagen und unter den Teig heben. In einer mit Butter ausgestrichenen Tortenform bei 170° C ca. 45 min backen. Den ausgekühlten Boden durchschneiden. Füllung: Sahne mit Zucker steif schlagen und die restlichen Kastanien unterheben. Den Tortenboden mit der KastanienSahne füllen, mit Marmelade bestreichen und mit Schokoladenglasur überziehen.

Im Herbst geht Stefanie Gschnitzer nicht nur gern zum Törggelen, sondern bäckt auch mit ihren zwei Kindern Phillip und Annika köstliche Torten aus selbst gesammelten Kastanien nach Omas Rezept. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

Voting

Ihre Meinung online

Ergebnis der Online-Umfrage:

„Braucht es eine „Obergrenze“ für Bären in der Region?“ Baumschule Gartengestaltung Pflasterarbeiten Natursteinmauern Johann Unterkircher · 39040 SCHABS (BZ) Teichbau Tel. 0472 412 272 · www.putzerhof.net Dachbegrünung uf Holzterrassen n uns a ir freue h und W Bewässerungsanlagen esuc Ihren B e gerne! Gartenpflege Si beraten Fassadenbegrünung Hydrosaat Sportplatzbau

Johann Unterkircher · 39040 SCHABS (BZ) Tel. 0472 412 272 · www.putzerhof.net

51,22% Ja, weil die Begegnung mit einem Bären viel zu gefährlich ist 12,20% Ja, weil es ja auch für andere Wildtiere eine ähnliche Regelung gibt 19,51% Nein, es reicht, wenn die Bären ständig über GPS geortet werden 17,07% Nein, ein „Zusammenleben“ zwischen Mensch und Bär ist ohne Probleme möglich

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Zufrieden mit dem Ausgang der Seilbahn-Volksabstimmung?“ > Nein, aber das Ergebnis war voraussehbar > Ja, aber nur deshalb, weil ich Mitleid mit den Eigentümern der überspannten Gebäude hatte > Ja, auf jeden Fall. Eine Überspannung der Stadt war untragbar. Stimmen Sie mit! www.brixner.info 15


Menschen & Meinungen

LAMMento

Echo

Leser schreiben uns

„Feministinnen willkommen!“

Akt der Vernunft „Das wird ein heißer Frühling“, sagt der Franz, während er in seiner heißen Schokolade herumrührt, schon eine ganze Weile, und ich denk mir, dass der Zucker sich schon längst aufgelöst haben dürfte, so lange zieht der Löffel schon seine Kreise in der Tasse vom Franz, und außerdem denk ich mir: Frühling?? Zuerst kommen doch Herbst und Winter, oder? „Ich freu mich auf die Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr“, legte der Franz nach, „ganz besonders auf die erste Wahlveranstaltung, die Walter Blaas und seine freien Jünger in St. Andrä veranstalten werden. Da kann er dann den Leuten erklären, warum er die Verhinderung der Seilbahn einen ‚Akt der Vernunft“ nannte. Des werd’ a Hetz!“ Das wird eher eine Hetze, denk ich mir, und Frieda sagt, sie warte lieber auf die Wahlveranstaltung der Südtiroler Freiheit, oder, noch besser, der Grünen, die sicher mit einem Bus nach St. Andrä fahren werden. „Die Grünen? Die könnten ihre Wahlversammlung am Berg wohl in einer Telefonzelle veranstalten, wenn es noch eine geben würde“, grinst der Franz. In einer Telefonzelle? „Da herrschen aber ganz schlechte Lichtverhältnisse“ sagt Frieda. Ist egal, denk ich mir, sie haben sicher Fackeln mit.

Zur Umfrage „Sind Frauen gleichberechtigt?“, „Brixner“ Nr. 294, S. 20

Claudia Messner, Brixen

Ein Nachtrag zur Umfrage vom Monat Juli: Wenn Frauen heute in der allgemeinen Wahrnehmung als gleichberechtigt gelten, dann deshalb, weil engagierte und kluge Vordenkerinnen, Frauenrechtlerinnen und, ja, Feministinnen, jahrzehntelang dafür gekämpft haben: dafür, dass Frauen an Schulen und Universitäten lernen und lehren dürfen, dass sie wählen und gewählt werden dürfen, dass sie Zugang haben zu Spitzenpositionen in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft. Weil sie aufgeschrien haben gegen Gewalt, gegen Sexismus, gegen festgefahrene Rollenklischees und Paradigmen, für selbstbestimmte und eigenmächtige Lebensentwürfe und, ja, auch für die Frauenquote. Ich ärgere mich, dass der Feminismus heute oft als Auslaufmodell dargestellt wird, „Feministin“ und „Emanze“ quasi als Schimpf-

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Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brennerstraße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info

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wörter gelten. Dabei verdanken wir Frauen meiner Generation es genau diesen Feministinnen und Emanzen, dass uns heute so viele Türen offen stehen. Gleichzeitig erleben wir eine selten dagewesene Sexualisierung und Pinkifizierung der Mädchen- und Frauenwelt; Gewalt an Frauen und Diskriminierungen stehen nach wie vor auf der Tagesordnung. Solange es T-Shirts für Mädchen gibt mit Aufschriften wie „In Mathe bin ich nur Deko!“ braucht es Feministinnen, sprich Frauen, die begreifen, was in der Welt läuft und für Mädchen- und Frauenrechte kämpfen. Ich vermisse derzeit die lauten feministischen Töne im öffentlichen Diskurs. Wir Frauen dürfen ruhig weiterhin wachsam sein, scharf und kritisch argumentieren, uns Raum schaffen, aufschreien und – mit gutem Gewissen – feministisch denken, handeln, sein.

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Pro& Contra Sollen die Gratis-Abos für Schüler und Senioren abgeschafft werden? Der Hintergrund:

Foto: Christian Jungwirth

Steigt die Arbeitslosigkeit und sinkt die Rentabilität der Unternehmen, dann sinken auch die Steuereinnahmen – und das Land muss dem entsprechend versuchen, auch unpopuläre Einsparungen vorzunehmen. Jetzt diskutiert man in der Südtiroler Landesregierung, ob es tragbar wäre, die Senioren und Schüler für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Kasse zu beten.

Eine

Neueröffnung FLORIAN MUSSNER, LANDESRAT FÜR MOBILITÄT: „1,60 Euro im Monat ist ein tragbarer Preis“

Nein Sowohl die Gratis-Abos für Schüler und Studierende als auch jene für Senioren sollen beibehalten werden. Durch die verschiedenen Vergünstigungen wurden viele junge Menschen und Familien und viele Senioren erst dazu ermuntert, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Die Landesregierung hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, bei den Kleinen zu sparen und bei den Großen zu prassen. Während in den Bozner Flugplatz jährlich Millionen Steuergelder für eine ziemlich kleine Passagierzahl fließen, soll im öffentlichen Nahverkehr bei Familien und Senioren gespart werden. Zugegeben, das 65+-SeniorenAbo war wohl des Guten etwas zu viel. Hier wäre vorstellbar, dass man künftig einen jährlichen Beitrag für das Abo verlangt. Aber für Mindestrentner muss das bisherige Abo 65+ beibehalten werden. Bei Kindern und Jugendlichen darf man nicht vergessen, dass es sich beim Abo+ auch um eine familienfördernde Maßnahme handelt. Für Pflichtschüler sollte das Gratis-Abo+ unbedingt bleiben. Für Studierende kann das Abo+ ebenfalls bestehen bleiben, mit einem angemessenen Jahresbeitrag. Anstatt Vergünstigungen zu streichen, sollte man beispielsweise bei den Familienabos und den Berufspendlern noch mehr Vorteile schaffen. Berufspendler und Familien haben heute gestaffelte Vergünstigungen ab 1.000 bzw. 10.000 gefahrenen Kilometern. Diese Tarife könnten jedoch noch etwas familienfreundlicher oder pendlerfreundlicher ausgelegt sein. Letztlich kriegt niemand etwas geschenkt: Wer Steuern zahlt, finanziert das öffentliche Verkehrssystem ja bereits mit. z

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Ja Zugegeben, für Gratis-Abos einzutreten ist natürlich sehr viel angenehmer als zu erklären, warum es notwendig ist, die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs verstärkt an dessen Kosten zu beteiligen. Trotzdem sei hier zunächst auf die Vorgabe der EU verwiesen, dass der öffentliche Nahverkehr mindestens 35 Prozent seiner Kosten selbst tragen sollte. In Südtirol kommen wir derzeit auf gerade 24 Prozent. Das heißt nichts anderes, als dass 76 Prozent der Kosten von den Steuerzahlern getragen werden. Erhöhen wir demnach den Beitrag der Nutzer, so nimmt man Last von den Schultern der Allgemeinheit und verteilt diese besser auf jene, die das Angebot effektiv nutzen. Gleichzeitig wollen wir den Südtirol-Pass-Schlüssel beibehalten: Wer mehr mit den Öffis fährt, zahlt (auf den Kilometer gerechnet) weniger. Demnach wollen wir nicht die Pendler übermäßig belasten, sondern setzen den Hebel auch bei den Gratis-Abos an, um breitere Nutzergruppen an den Kosten zu beteiligen. Die Anpassung wird demnach die Schüler betreffen, für die wir eine Jahrespauschale vorsehen. Und damit keine falschen Vorstellungen entstehen: Ich werde einen Jahresbetrag von 20 Euro vorschlagen. Selbiges gilt auch für Senioren, für die wir damit Mobilität zu einem tragbaren Preis sicherstellen. Wovon wir also reden, ist eine Jahreskostenbeteiligung pro Kind und Senior von 20 Euro, das sind rund 1,60 Euro im Monat – dafür, dass sie die Öffis nutzen können, so oft sie wollen. Für den Einzelnen durchaus tragbar, für die Öffentlichkeit trotzdem eine Entlastung. z

LANDTAGSABGEORDNETER ANDREAS PÖDER: „Bei den Kleinen wird gespart“

der besonderen Art.


Von„Schade!“ bis „Gut so!“ Auch noch Tage nach der Volksabstimmung zur Seilbahn klingen die Diskussionen um deren Ausgang in Brixen nicht ab. Wir haben nachgefragt, ob die Brixner zufrieden sind mit dem Ergebnis – oder ob sie es schade finden, dass die Seilbahn nun nicht verwirklicht wird.

Fotos: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

UMFRAGE

„Schade“, sagt Pepi Profanter. „Ich hätte mir einen anderen Ausgang erhofft. Es gibt keine ideale Lösung, aber wir haben es versäumt, die Trasse von Brixen nach St. Andrä so beizubehalten, wie sie damals war, und ließen sie in die Bedeutungslosigkeit abdriften. Wenn wir diese Entscheidung nur zurückdrehen könnten. Aber Brixen hat nun so entschieden – Brixen, nicht der Berg, wohlgemerkt.“

Hans Knapp ist froh über den Ausgang: „Das war eine vernünftige Entscheidung. Jetzt muss man daran denken, die Stadt anderweitig attraktiv zu gestalten. Hierfür hätte ich auch schon einige Ideen. Ich finde es absurd, dass die Landesverwaltung scheinbar nur eine Seilbahn vom Bahnhof aus unterstützt hätte. Ich selbst bin mit der Buslösung bestens bedient, da ich gerne auf der Plose wandere. Ich glaube, die Masse an Leuten, die nur wegen der Seilbahn nach Brixen kommt, ist reine Phantasie.“ 18

„Ich als Millander war und bin immer noch für die alte Seilbahn von Milland aus. Man hätte die Anlage erhalten müssen. Leider war ich am Sonntag nicht da und konnte nicht wählen gehen. Wenn, dann hätte mir eine Alternative vom Millander Sportplatz aus zugesagt, mit genügend Parkplätzen. Allerdings hätte man da müssen eine Brücke bauen, um den Verkehr umzuleiten“, ist Klaus Wilhelm der Meinung.

„Ich hätte mir eine Seilbahn gewünscht“, sagt Franziska Kastlunger enttäuscht. „Die Bahn wäre für mich und für meine Familie eine Erleichterung gewesen und hätte die Wirtschaft angekurbelt. Ich als gebürtige Millanderin hätte lieber eine Bahn überm Kopf als den Verkehr vor dem Haus. Leider haben viele Brixner aus einer Emotion heraus entschieden, um irgendjemanden eins auszuwischen – das Referendum war dafür aber der falsche Anlass.“

Oswald Peer findet es schade, wie es ausgegangen ist: „Die Seilbahn wäre eine Chance für Brixen und ein Entwicklungsschritt gewesen. Irgendwann wird die Plose nun zusperren. Eine Busverbindung hat es immer schon gegeben und die ist nicht weiter attraktiv. Ein anderer Standort als der Bahnhof wäre nicht in Frage gekommen. Als Umweltschützer müsste man fast für diese Lösung sein.“

„Il tema mi ha sinceramente messo un pò in crisi“, sagt Gabriele Mery. „All’inizio ero a favore, soprattutto da un punto di vista del turismo. Poi, la mia opinione è cambiata, in quanto il progetto non mi ha convinto e neanche le motivazioni date dai vari promotori a favore. Non penso che una funivia da sola riesca a cambiare l’immagine che la Plose e Bressanone si è costruita negli anni.“

„Das Ergebnis spiegelt die Meinung vom Großteil der Leute wieder. Durch die ganze Werbung haben meines Erachtens auch einige extra nicht für die Seilbahn gestimmt. Mit den drei Antwortmöglichkeiten war ich selbst auch nicht zufrieden, deshalb habe ich mich in der Wahlkabine auch für keine ausgesprochen. Die Gelder sollen besser anderswo investiert werden; dort werden sie mehr gebraucht als bei einem Seilbahnprojekt“, sagt Jana Höllrigl.

„Ich war überzeugt von der Seilbahn, vom Standort, vom Projekt, von der Verbindung und von der Idee. Nun ist es wie es ist, und ich hoffe nur, dass Alessandro Marzola trotzdem weitermacht, auch wenn es schwierig wird. Jene, die für den Bus gewählt haben, denken wahrscheinlich, dass nun über einen anderen Standort diskutiert wird – dem wird aber nicht so sein, da Geld und Projekt fehlt“, ist Matteo Valdemarin überzeugt.


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Kunst & Kultur

15 JAHRE TPZ BRIXEN

Jeder kann spielen

Vor 15 Jahren gründete sich das Theaterpädagogische Zentrum Brixen (TPZ), das wiederum aus dem Kinder- und Jugendtheater im Regenbogen entstanden ist. Wie bringt man Theater und Pädagogik zusammen? Und kann wirklich jeder Theaterspielen?

J

eder kann spielen – so das Motto von so mancher Castingshow. Und ja, das ist auch das Motto des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen (TPZ). Bloß: Diese drei Worte können sehr unterschiedlich interpretiert werden. So ist vom schnellen Ruhm im Proberaum des TPZ in der Brixner Köstlaner Straße wenig zu spüren, von Eitelkeiten ebenso keine Spur. Ein leerer Raum mit schwarzen Vorhängen und Holzboden. Genutzt wird er für die Tätigkeiten der Werkstätten und für Theater-

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aufführungen, dann mit hineingequetschter Zuschauertribüne. An den Wänden im Eingangsbereich die TPZ-Theaterplakate. Es sind dies die sichtbaren Ergebnisse der Arbeit, aber bei Weitem nicht die wichtigsten: „Für uns steht der Entwicklungsprozess der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund und nicht so sehr das Endprodukt, sprich die Theateraufführung“, meint Heidi Troi, die gemeinsam mit Thomas Troi, Elfi Troi, Annalisa Cimino und Lilly Unterkircher das TPZ Brixen vorantreibt.

Ausgangspunkt: die Spieler. Kin-

der ab fünf Jahren, Jugendliche und auch Erwachsene finden sich hier zu Theater- und Videowerkstätten zusammen. Früher leitete Elfi Troi zudem eine Tanztheaterwerkstätte, „aber aus familiären Gründen ist diese derzeit ausgesetzt“, lacht das TPZ-Team. Zunächst nach den Regenbogenfarben benannt, hat die Farbpalette der Werkstätten mit deren Anzahl zugenommen: Heute reicht das Spektrum von der Theaterwerkstatt „knallrot“ über „erbsengrün“ bis hin zu „ultramarinblau.“ Das

Tun in den Werkstätten, die zu Schulbeginn starten und bis ins späte Frühjahr andauern, beginnt dabei – nein, eben nicht mit Theaterproben. „Zunächst arbeiten wir mit spielerischen Übungen an der Gruppenbildung“, erzählt Elfi Troi, „die Kinder sollen sich wohl und aufgehoben fühlen.“ Durch das gemeinsame Spiel, das Sich-Ausprobieren-Können und Aufgefangen-Werden wachsen die Werkstätten zusammen, „sie werden zu einer kleinen Familie, die meist über Jahre hinweg bestehen bleibt.“


LEBENSSCHULE: Im TPZ steht der Entwicklungsprozess der Kinder im Vordergrund, was dem Erfolg auf der Bühne keinen Abbruch tut

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Eine vage Vorstellung, was dann Monate später in Form einer Aufführung auf der Bühne erzählt werden wird, schwirrt zwar schon im Kopf der Theaterpädagogen umher, aber: Nichts ist fix. Ausschlaggebend sind die Persönlichkeit der Spieler und das, was diese während der Treffen einbringen: „Zunächst improvisieren wir uns in der Gruppe an einem Thema oder einer Geschichte entlang. Da entsteht vieles, was schlussendlich nicht auf die Bühne kommt, aber im Hinterkopf bleibt. Und man gerät in viele Sackgassen, aus denen man dann im Rückwärtsgang wieder raus muss“ erzählt Heidi Troi.

Am Anfang steht die Gruppe. Erst gegen Spätwinter hin, wenn die Aufführungstermine nahen,

wenn eine Werkstatt schon länger zusammenarbeitet.“ Was die Kinder und Jugendlichen beisteuern, wird angenommen – oder gemeinschaftlich verworfen. Und ebenso werden die Kinder und Jugendlichen akzeptiert, wie sie sind: Ob schüchtern, aufgeweckt, tollpatschig oder auch nicht – die scheinbaren Schwächen werden auf der Bühne oftmals zu Stärken umgemünzt. Es kann eben jeder spielen – wenn er dabei so sein darf, wie er ist. Aus Goethes „Zauberlehrling“ wird dann schon mal das Stück „Walle, walle“, bei dem sich Mittelschüler in Improvisationen damit beschäftigt haben, wo man die eigenen Kräfte und eigene Macht überschätzt, und sie einem entgleiten. Oder die Acht- bis Elfjährigen der Theater-

aber bleibt der künstlerische Anspruch des Theaters? Wie wird das klassische Dilemma der Theaterpädagogik, eben beides – Theater und Pädagogik – unter einen Hut zu bringen, gelöst? „Das war auch für uns in den Anfangszeiten die große Frage: Legen wir den Schwerpunkt aufs Theatermachen und somit auf die Aufführungen, oder gehen wir den umgekehrten Weg und konzentrieren uns auf die Förderung der Kinder? Wir haben uns für Zweites entschieden“, erzählt Heidi Troi. Dennoch: Die Erwartungen vonseiten der Kinder und Eltern sind manchmal andere. „Manchmal müssen wir erst erklären, dass nicht der Bühnenauftritt zum Schluss im Vordergrund steht“, sagt Annalisa Cimino. Hauptrolle? Es ist doch

„Die Aufführung am Ende steht für uns nicht im Mittelpunkt.“_ Heidi Troi beginnt die „konkretere“ Probenarbeit. „Wenn die Spieler das Thema und ihre Rolle verstanden haben, kommt auch der Text aus der Figur heraus. Die Spieler suchen sich dabei ihre Worte selbst“, sagt Annalisa Cimino, Präsidentin des TPZ, „vorgefertigte Dialoge oder die Hochsprache kommen bei uns erst später zum Einsatz,

werkstatt Purpur spielen „Romeo und Julia – total verkehrt“, weil sie im Alltagsleben festgestellt haben, dass es ganz schön schwierig ist, als Mädchen mit einem Bub befreundet zu sein, und umgekehrt.

..und wo bleibt das Theater?

Gut, das hört sich jetzt alles pädagogisch sehr wertvoll an. Wo

jeder wichtig auf der Bühne. Und Einzelapplaus hat im TPZ erst gar nicht Einzug gehalten, die Gruppe tritt immer gemeinsam vors Publikum, um sich beklatschen zu lassen – eine kleine Geste, aber eine aussagekräftige. Klar ist aber auch: Kuschelpädagogik und Wohlfühlspielchen sind nicht das alleinige Ziel. Das

TPZ will schon auch „gutes Theater“ auf die Bühne bringen. „Aber damit dies funktioniert, muss die ganze Gruppe gut zusammenarbeiten, und es braucht Disziplin. Gegeneinander spielen funktioniert im Theater nicht“, meint Lilly Unterkircher, Spielerin der ersten Stunde und nun selbst Leiterin einer Theaterwerkstatt. Die Kinder und Jugendlichen werden dafür in die Pflicht genommen: Regelmäßige Teilnahme an den Werkstätten ist ein Muss. Insbesondere bei jenen Werkstätten, die bereits seit Jahren bestehen, legt man die Ansprüche höher. Dabei gelingt es dem TPZ jedes Jahr, spannendes Theater von und mit Kindern und Jugendlichen zu zeigen. Es folgt dabei den Grundsätzen des so genannten „armen Theaters“: kaum Bühnenbild, keine übermäßige Maskierung – eine Reduzierung auf das Wesentliche. Auf das, was sich im Theater zwischen Spieler und Publikum abspielt. Die Aufführungen überzeugen dabei nicht nur Eltern und Freunde – was ja nicht besonders schwierig ist –, sondern auch das Publikum und die Fachjurys bei internationalen Festivals. Die Authentizität der Spieler und dessen Spielfreude werden stets lobend hervorgehoben. Wesentlich ist aber auch das Regiegeschick, das die Theaterpädagogen und Theatermacher im TPZ einsetzen. Kritik scheuen sie dabei nicht, „wir sind froh, wenn wir Rückmeldungen von Außen zu unserer Arbeit kriegen“, meint Heidi Troi. Gerne fahren sie daher zu Festivals und laden im Gegenzug Theatergruppen aus aller Welt nach Brixen ein: Beim Jugendtheater-Festival „Sapperlot“ findet ein Austausch mit internationalen Jugendtheatern aus England, Litauen, Tschechien oder Israel statt; beim KindertheaterFestival „Hollawind“ treffen sich Kindertheatergruppen aus dem vorwiegend deutschsprachigen Raum.

Nachhaltige Kulturarbeit. Die

TPZ-ler formen sich meist zu einer eingeschworenen Gemeinschaft: Viele Kinder bleiben „ihrer“ Werkstatt jahrelang treu – bis sie dann im jungen Erwachsenenalter zum Studium oder ins Arbeitsleben aufbrechen. Gar einige von ihnen absolvieren eine Ausbildung im kreativ-künstlerischen Bereich, „obwohl wir ihnen davon eher abraten“, lacht Elfi Troi. Und gar einige der ehemaligen TPZ-ler mischen nun kräftig im Südtiroler Kulturleben mit oder arbei21


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ten im Ausland als Schauspieler, Theater- und Zirkuspädagogen, Bühnenbildner, Musicaldarsteller, Maskenbildner, im Kulturmanagement oder der Postproduktion von Spielfilmen. Und zumeist entwickeln sich die TPZ-ler zu (kritischen) Kulturinteressierten, aufmerksamen Theatergehern oder in Erwachsenenjahren auch mal zu Kultursponsoren. Die Sensibilität für die Wichtigkeit von Kultur für eine Gesellschaft wird eben mitgeliefert, wenn man selbst als Kind oder Jugendlicher daran teilhaben konnte. Nicht zuletzt: Eine Portion Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen wird ihnen auf dem Weg mitgegeben, „und so manches introvertierte Kind wandelt sich und getraut sich erstmals, dem Publikum direkt in die Augen zu sehen“, so Lilly Unterkircher.

Dienstleistungen für Schulen & Co. Das TPZ ist aber mehr als

seine Theater-, Video- und Tanzwerkstätten, die hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen aus Brixen und Umgebung besucht werden. Es ist südtirolweit für Schulen und andere Organisationen ein Ansprechpartner für theaterpädagogische Projekte. Der einzige hauptberuflich angestellte Mitarbeiter des TPZ, Thomas Troi, ist dafür landauf landab unterwegs: „Gefragt sind beispielsweise die Durchführung von Theaterprojekten in Schulen, aber auch Sprechtrainings, Videowerkstätten oder Projekttage im Bereich soziales Lernen oder Entspannung“,

so der Theaterpädagoge. Für die Schulen ist seine Beauftragung nur möglich, weil das TPZ seinen Einsatz indirekt mitfinanziert: „Der vorgeschriebene Stundensatz von 35 bis 40 Euro, der den Schulen für Referenten zur Verfügung steht, würde den Aufwand samt Vor- und Nachbereitung niemals decken“, meint Heidi Troi. Finanziert wäre aber auch nicht die Arbeit im TPZ, würden die weiteren drei Theaterwerkstätten-Leiter nicht ehrenamtlich arbeiten. Geeignete Kandidaten dafür zu finden, ist dabei mehr als schwierig: Zum einen bedarf es dafür einer theaterpädagogischen oder ähnlichen Ausbildung, und zum anderen: Wer kann sich schon einmal wöchentlich am Nachmittag frei nehmen, um kostenlos eine Theaterwerkstatt zu leiten? Auch mit der Sponsorensuche tut sich das TPZ nicht leicht: Die Sichtbarkeit von nachhaltiger Kulturarbeit bleibt meist begrenzt, die Arbeit in den Theaterwerkstätten kann nur schwer öffentlichkeitswirksam vermarktet werden. Den Ansturm an die TPZ-Werkstätten tut dies allerdings keinen Abbruch: „Die Einschreibungen heuer laufen sehr gut“, sagt Heidi Troi, an die neun Werkstätten werden zustande kommen. Wegschicken tun sie dabei niemanden. Denn: Jeder kann hier spielen.

doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

info 25 Jahre Kinder- und Jugendtheater in Brixen In der Saison 2014/2015 hat das TPZ Brixen Grund zum Feiern: Seit 25 Jahren gibt es das Kinder- und Jugendtheater im Regenbogen, aus dem vor 15 Jahren das Theaterpädagogische Zentrum Brixen entstanden ist. Im Jahr 1992 übernahmen Heidi, Thomas und Elfi Troi den Verein und führten ihn als TPZ weiter. 1999 stieg die Nachfrage nach Beratung in Sachen Schulspiel und Schultheater; die beiden Grundschullehrer und Absolventen des Lehrgangs „Angewandte Theaterpädagogik“, Thomas und Heidi Troi, begannen zuerst als Freiberufler, dann als Angestellte des TPZ Brixen, Projekte und Beratungen an Südtiroler Schulen anzubieten. Im Frühjahr 2004 kehrte Heidi Troi wieder in den Schuldienst zurück, da zu diesem Zeitpunkt eine kontinuierliche Finanzierung des TPZ nicht gesichert schien. Heute beschäftigt das TPZ nur noch Thomas Troi als angestellten Theaterpädagogen; Elfi Troi, Lilly Unterkircher und Heidi Troi leiten ehrenamtlich die Theaterwerkstätten, als Obfrau zeichnet Annalisa Cimino verantwortlich. Im heurigen Herbst und nächstes Jahr stehen mehrere Veranstaltung zum Jubiläumsjahr an: Den Auftakt machte Anna Heiss, ehemalige TPZ-lerin, mit der Inszenierung des Stückes „Schutt“ von Dennis Kelly. Geplant sind zudem verschiedene Workshops, und weitere ehemalige TPZ-ler geben Einblick in ihr heutiges Berufsleben als Schauspieler, Theater- oder Tanzpädagoge, Kostümbildner, Kulturmanager, Filmemacher und dergleichen. www.tpz-brixen.org


THEATER

Wahnsinnige Liebe Die Dekadenz startet mit einem Klassiker der Gegenwartsdramatik in die neue Saison. Eva Niedermeiser inszenierte Roland Schimmelpfennigs „Die Frau von früher“, zu sehen noch bis 10. Oktober.

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Foto: Arnold Ritter

ie Wohnung ist leergeräumt. Die Türen sind abgeklebt, der Boden ist notdürftig mit Filz überzogen. Alles ist bereit für die Malerfirma, die für den nächsten Tag bestellt ist. Das alte Leben ist in Umzugskartons verpackt. Mehr Bühnenbild (Johanna Kiebacher) braucht es nicht. Die Leere füllt das kompakt differenzierte Spiel der Protagonisten, die von Eva Niedermeiser exzellent besetzt wurden.

Beeindruckende Spieler. Gün-

ther Götsch gibt den Frank in all den feinen Nuancen, den glatten Familienmenschen, den hoffnungslos Überforderten bis zum tragischen Versager. Claudia, seine Frau seit 20 Jahren, facettenreich verkörpert durch Margot Mayrhofer, verteidigt ihre Familie anfangs vehement verbissen, später zusehends verunsichert gegen die „Frau von früher“. Diese Romy Vogtländer, eine engelsgleich sanfte Eva Kuen, klingelt an der Tür und fordert den Treueschwur ein, den Frank ihr vor 24 Jahren gegeben hat. „Wir waren damals ein Paar und sind es auch heute noch“, verkündet sie strahlend der fassungslosen Claudia und dem nicht minder perplexen Frank. Noch ist Frank nicht bereit, sein bisheriges Leben aufzugeben, noch klammert sich das Paar an nostalgische Souvenirs aus den Anfängen ihrer Liebe, wie eine Tüte mit Eiffelturm-Aufdruck. Und dann ist da noch Andi (hervorragend Thomas Jöchler), der Sohn der Beiden, der exakt dieselbe Situation mit Tina (eine intensiv aufspielende Theresa Velicogna) durchlebt: Erste Liebe, ewige Treue, verlassen werden. Ehrlicher allerdings, denn die beiden jungen Leute wissen um ihr Schicksal. Der Umzug nach Amerika ist endgültig und bedeutet Abschied für immer.

Das Familiengefüge kriegt Risse. Mit Werner Lanz ist ein Profi am Werk, der zum besseren Verständnis der vor- und zurückgesetzten Zeitsprünge eine

Alte Liebe rostet nicht? Claudia (Margot Mayrhofer), Romy (Eva Kuen) und Frank (Günther Götsch) zwischen Aufbruch, Umbruch und Zusammenbruch

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LED-Laufschrift aufleuchten lässt. Neben den Zeitangaben (zwanzig Minuten vorher – etwas später) steuern auch Tinas eindringliche Monologe außerhalb der Bühne zur weiteren Erhellung bei. Zum Thriller mutiert das Stück, als Andi Romy bei einem mutwilligen Steinwurfspiel verletzt und die Bewusstlose zu sich nach Hause schleppt. Die lässt in ihrem Liebeswahn nicht locker, und die Ungeheuerlichkeit ihrer Obsession jenseits aller Vernunft reißt das Konstrukt der scheinbar intakten Familie unweigerlich in den Abgrund. Franks Fassade beginnt zu bröckeln, er kann sich einen Neuanfang ebenso gut mit Romy vorstellen. Romys Forderung, nicht nur die Frau, sondern auch den Sohn zurückzulassen, verstört Frank – und er zögert. Als er sich nicht an Details eines besonderen Abends erinnert, gibt Romy auf, nicht ohne zu drohen: „Dann werd ich jetzt allein weggehen, und du, du wirst hier mit Nichts zurückbleiben“. Wie wahr! Das mühsam aufrecht erhaltene Gefüge hat Risse, Claudia und Frank schmeißen sich perfide Gehässigkeiten an den Kopf. Überflüssige Gedanken über den Fortbestand der Ehe sind obsolet, der Racheengel

Romy wütet wie in einer griechischen Tragödie, und die bedeutungsschwangere Plastiktüte aus Paris kommt zum ultimativen Einsatz.

Gesichter der Liebe. Einen raffi-

niert skurrilen Plot hat Schimmelpfennig mit dem Stück vorgelegt. Realitätsfremd? Nicht wirklich, denn Romy, eine Metapher für die Liebe, kann tatsächlich anklopfen – und wer weiß schon ganz genau, wie er sich dann verhalten würde. Eva Niedermeiser hat ihre Figuren sehr klug angelegt. Der innerlich unsichere Frank bemüht sich, wie viele Männer, den Schein der häuslichen Idylle aufrechtzuerhalten. Claudia ist die Löwin, die ihre Position als Mutter zu Recht hoch einschätzt, gleichzeitig aber auch wütend eifersüchtig und tief verletzt reagiert. Schön, dass Andi und Tina ganz normale Teenager sein dürfen, die denken und fühlen und statt Hassparolen ihre Tags an die Wand sprayen. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Liebe, dieses romantische, unbeschreibliche Hochgefühl, auch ein schreckliches Gesicht hat und zur existentiellen Bedrohung werden kann. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Wildwechsel Im Herbst kann das Autofahren besonders gefährlich werden, denn in dieser Jahreszeit häufen sich Zusammenstöße mit Rehen und anderen Wildtieren. Autofahrer sollten jetzt besonders vorsichtig und aufmerksam fahren. Mit Ihrer Kaskoversicherung sind Sie für Schäden am eigenen Fahrzeug abgesichert. Wildunfälle sind auch in der Teilkasko versichert. Die Autoversicherung übernimmt Schäden, die durch den Zusammenprall mit sogenanntem Haarwild entstehen. Schäden, die infolge eines Ausweichmanövers verursacht werden, bezahlt die Teilkasko dagegen nur, wenn die riskante Aktion zum Schutz von Personen oder Sachwerten notwendig war. Generell ist bei großen Tieren wie Reh oder Hirsch eine Rettungsmaßnahme gerechtfertigt.

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Kunst & Kultur

Foto: Oskar Zingerle

MUSIK

„Jedes Kind kann musizieren“ Die Geigerin Irene Troi leitet seit 2007 mit ihrem Mann Stephen Lloyd das Jugendsinfonieorchester Südtirol. Auch bei ihren anderen Projekten stehen Kinder und Jugendliche im Vordergrund, denn „Kinder sind fantastisch“.

Frau Troi, wie haben Sie Ihren Sommer verbracht? IRENE TROI: Zuerst war ich, wie schon seit etwa zwanzig Jahren, drei Wochen lang in Graz, um beim Instrumental-Ensemble „Concentus Musicus Wien“ zu spielen; währenddessen war meine Familie am Meer. Das war praktisch mein Urlaub. Anschließend war ich bei den Salzburger Festwochen; dann betreute ich zwei Sommerkurse für drei- bis achtjährige Kinder beziehungsweise für Neun- bis Fünfzehnjährige. Welche Art Sommerkurse waren das?

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Das waren ein Kinder-MusicCamp sowie ein Junior-MusicCamp, die jeweils eine Woche lang im Vinzentinum stattfanden. Bei den Drei- bis Achtjährigen habe ich ungefähr 52 Kinder betreut, 12 oder 13 von ihnen spielten ein Instrument. Die anderen Kinder sehen das und sagen dann daheim „Mama, derf i a?“. Oft suche ich auch ganz bewusst Kinder, von denen ich weiß, dass daheim überhaupt nicht musiziert wird – diese möchten von selbst damit beginnen. Beim Junior-Music-Camp hingegen darf sich jeder jugendliche Musiker anmelden, unabhängig vom Leistungszeichen, von dem

ich übrigens sehr wenig halte, und unabhängig vom Instrument. Am Abschlusstag geben wir bei beiden Camps ein Konzert mit Liedern in drei Sprachen, und die Kinder können alles auswendig – nur die Irene hat den Text vor sich liegen. Mein Mann Stephen schreibt weiters immer ein Orchesterstück um, damit jedes Kind und jedes Instrument mitspielen kann. Nach dem Konzert bin ich dann unglaublich glücklich: Es ist so schön für mich zu sehen, was die Kinder alles leisten können!

Einer meiner größten Mentoren ist der bekannte österreichische Dirigent und Cellist Nikolaus Harnoncourt, der auch der Schirmherr für die Projekte von mir und meinem Mann ist. Harnoncourt hat mich vor fünf Jahren einmal gefragt, warum ich kein Projekt mit kleinen Kindern mache. Erst konnte ich mir das nicht vorstellen, aber das Resultat ist faszinierend!

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Music Camp mit kleinen Kindern zu machen?

Normalerweise bin ich Geigerin und viel mit dem „Concentus Musicus Wien“ unterwegs. An-

Die beiden Music Camps finden nur im Sommer statt. Was machen Sie unterm Jahr?


Irene Troi : „Ich versuche, Türen zu öffnen. Durchgehen müssen die Kinder und Jugendlichen dann selbst!“

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sonsten betreue ich mit meinem Mann und 14 weiteren Lehrern das Jugendsinfonieorchester Südtirol. Außerdem leite ich das Jugendstreichorchester „Peppers“ für Zehn- bis Fünfzehnjährige sowie die „Mosquitos“, ein „BabyStreichorchester“ für Sechs- bis Zehnjährige. Zudem bin ich viel unterwegs und versuche, unglückliche Geiger wieder glücklich zu machen. Wie kann man als Geiger unglücklich sein? Oje – wenn ich an meine Vergangenheit zurückdenke, war ich erst vier Jahre nach meiner Diplomprüfung so richtig glücklich, so mit 27 Jahren. Davor habe ich nur mit den Lehrern gestritten, war nicht motiviert und faul. Als ich ein neunjähriges Kind war, hat mich eine Geigenlehrerin ein ganzes Jahr lang nur drei Takte spielen lassen und meinte, ich soll das so spielen, wie sie das fühlt. Aber wie sollte das gehen – ich bin ja ich und nicht meine Lehrerin. Während des Studiums war ich ständig unter Leistungsdruck, und dies wollte ich nicht. Ich habe einen siebenjährigen Kampf mit meinem Lehrer geführt. Das war wirklich schlimm, ich wollte die Geige an den Nagel hängen. Aber

meine Eltern haben mir mein Studium finanziert, und enttäuschen wollte ich sie nicht. Wie kam es, dass Sie das Geigen doch nicht an den Nagel gehängt haben? Mein Mann und Hubert von Goisern haben mich motiviert, mit der Musik weiterzumachen. Von Hubert, der kein klassischer Musiker ist, habe ich viel gelernt: Er hat mich aufgebaut und für mein späteres musikalisches Arbeiten – speziell für meine jetzige Arbeitsweise mit Kindern – sehr geprägt. So hat er mich nach Goisern eingeladen, mir einen Film ohne Musik gezeigt und gesagt „di Musik machen mir Zwoa“. Als klassische Geigerin war ich nur gewohnt, nach Noten zu spielen und nicht zu improvisieren. Erst am dritten Tag traute ich mir das zu, und es war unglaublich: ein Bild sehen und dazu spielen. Jetzt rate ich meinen Schülern, genau das Umgekehrte zu machen – irgendeine Etüde zu spielen und sich dabei einen Film vorzustellen, zu dem sie die Musik machen. Zudem habe ich erst nach meiner Diplomprüfung das erste Mal gehört, dass ich selbst wichtig bin zum Musizieren, nicht nur meine

Geige und mein Bogen. Zum Glück bin ich in meinem Leben immer wunderbaren Menschen zur richtigen Zeit begegnet. Und das, was ich mit ihnen erlebt und von ihnen gelernt habe, gebe ich jetzt weiter. Wenn ich mit einem Musiker zu tun habe, interessiert mich genau deshalb der Mensch an sich, nicht der Geiger oder der Cellist. Außerdem hätte ich ohne meine Mutter nie in meinem Leben Geige gespielt. Nie! Und jetzt bin ich froh, dass ich spiele! Auch Anfänger sind bei Ihnen willkommen. Spielen Sie dann nach Noten? Die Noten lernen wir ganz lange nicht. Die Augen haben beim Musizieren nicht viel zu sagen, die Ohren sind wichtig: Sie hören eine Melodie und sagen den Fingern, was sie zu tun haben. Kinder und Jugendliche haben so viel Potenzial in sich, sie sind mutig und getrauen sich. Die Kinder üben auch allein zuhause und sind ihre besten Lehrer – und das schon mit sieben Jahren. Bei jeder Geigenstunde bin ich fasziniert, was das Kind macht und was es leistet. Die Kinder spüren, dass es für mich einzigartig ist und dass jeder musizieren kann. Dann geben sie

automatisch alles, was sie geben können. Ich kann ihnen nur das zeigen, was sie sowieso schon in sich tragen – Zauberspritzen kann ich keinem geben. Sie konzentrieren sich bei Ihren Projekten vorwiegend auf Kinder und Jugendliche. Hat das einen besonderen Grund? Ich denke, dass Musik als Ausgleich zur Schule wahnsinnig wichtig ist. Deswegen soll der Musikunterricht – eigentlich soll es ja gar kein Unterricht sein, sondern eher eine Begegnung – nur positiv sein. Während der Proben malen, tanzen und singen die Kinder, denn bei mir wird ganzheitlich musiziert – von oben bis unten. Musik bedeutet in keinster Weise, nur die richtigen Noten zu spielen und irgendwie den Rhythmus zu finden. Das erlebe ich selbst beim „Concentus Musicus“: Mein Chef, Nikolaus Harnoncourt, wird heuer 85 Jahre alt und hat die Phantasie eines Vierjährigen: Er kann sich beim Musizieren eine andere Welt vorstellen. Ich versuche immer, den Kindern die Türe zur Welt der Musik zu öffnen – durchgehen müssen sie dann selbst. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Hotel Pietracupa 2 z Kunstort oder Hotellounge? Beides ist die StadtGalerie zurzeit für den Brixner Fotokünstler Marco Pietracupa, der den Kunstraum mit hübschem Secondhand-Interieur bestückt hat. Pietracupa evoziert damit die vielen Hotellobbys, die er als Modefotograf in Paris und Mailand aufsucht, auf der Suche nach ungewöhnlichen Inszenierungen seiner ausgefallenen Fotokunst. Statt wie üblich an der Wand zu hängen, sind seine Arbeiten Teil der Installation und liegen auf den Couchtischchen zur Ansicht auf.

Pietracupa bedient sich hier der trendigen „Fanzines“, ein Kofferwort aus Fan und Magazine, durch die Kunst als Fotokopie kostengünstig reproduziert werden kann. Beim Durchblättern fallen sofort die Überraschungseffekte mit ironischem Unterton auf, die das Œvre des Künstlers stets durchziehen. Menschen und Objekte werden bei Pietracupa zu surrealistischen „Cadavre Exquis“ verquickt, zwischen Zufall und bewusstem Konzept, verblüffend ver-rückt, jegliche Angepasstheit verleugnend. ird

K&K Foto: Oskar Zingerle

Kunst & Kultur

Foto: Gregor Khuen Belasi

Kunst & Kultur

AUSSTELLUNG

z Das Festival für zeitgenössische Kultur „Transart“ gastiert seit mehreren Jahren auch in Brixen

kurz

notiert

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In Rom ist derzeit eine Ausstellung mit 130 Werken des holländischen Künstlers Maurits Cornelis Escher zu sehen. Der Großteil der Werke stammt aus dem Besitz von Federico Giudiceandrea aus Brixen, der weltweit einer der größten Sammler von Werken Eschers ist.

DIVERSES

Parasonore Andockung und Umgebung. Eine Menschenkette aus 6.500 Sängerinnen und Sängern, von Ala und Kufstein kommend, sollen sich im kommenden Jahr in der Franzensfeste treffen. Der Auftakt zu diesem Event erfolgte Mitte September in der Festung mit 500 Teilnehmern ganz im Zeichen des Gesanges. Durch die unteririschen Treppenläufe, über den Dächern und den Kasematten wurden die Töne getragen und entfalteten ihre volle Wirkung im harmonischen Miteinander auf dem großen Exerzierplatz. Ein Triptychon der besonderen Art erlebten die Zu-

hörer in Neustift. Alessio Ferrante kreierte seine Komposition rund um die Installation „Pneuma“ aus Orgelpfeifen und Schläuchen von Stefano Bernardi aus dem Jahr 2013. Angedockt am Dachgebälk des Mühlensaals hingen der Künstler Peter Senoner und der Klangzauberer Hannes Kerschbaumer, der dem Hörer durch eine spezielle Übertragungstechnik die Arbeitsgeräusche an der Skulptur erfahrbar werden ließ. Intensive elektronische Klänge, unter anderem auf zwei Laptops, beschlossen den ungewöhnlichen Abend. ird

Der Filmclub Brixen startet wiederum seine Filmabende, die zumeist montags im Forum Brixen stattfinden. Neu ist dabei die Veranstaltungszeit: Die Filme werden nun ab 20 Uhr gezeigt und nicht wie bisher um 20.30 Uhr.

Die Brixner Sängerin Emanuela Pattis und Pianistin Margot Federspieler gestalten gemeinsam mit dem Bariton Peter Doss aus Wien einen Liederabend in der Cusanus Akademie. Dieser findet am 18. Oktober um 20 Uhr statt, der Eintritt ist frei.


NACHGEFRAGT

„Der Körper als Arbeitsmaterial“ NORA PIDER, Schauspielerin und Choreografin aus Brixen, setzt ihrer Kreativität keinerlei Grenzen und ließ zuletzt mit dem Performance-Projekt „Salvation“ aufhorchen. Geschichte verpackt, die ich mit vollem Körpereinsatz, jenseits gesellschaftlicher Tabus erzähle. Es ist eine Mischung aus popkultureller Ästhetik, Performance und neuinterpretierter Body Art. Sie haben in Bruneck eine Location gefunden? Das Künstlerkollektiv wupwup überließ uns den tollen Kunstraum prawneg&wolf, Elisa Bergmann zeichnete verantwortlich für Kostüm und Bühne, Elias Gamper bediente die Technik, Daniela Leitner war Produktionsassistentin, und Gerd Sulzenbacher performte mit eigenem Text. Julian Angerer und Niki Comploi

von unserer Band „The Artificial Harbor“ spielten bekannte Songs neu ein.

Foto: Julian Angerer

Frau Pider, als „VonPiderZuHeiss“ haben Sie mit Anna Heiss mehrere Sprech- und Tanztheater umgesetzt. Jetzt haben Sie sich erstmals an eine Solo-Performance gewagt ... „Salvation“ ist unser erstes gemeinsames PerformanceProjekt. Das Konzept stammt von uns; Anna war die Dramaturgin und ich Performerin. Die Arbeit entspringt unserer Erinnerung an eine Kindheit voller religiöser Symbole und Rituale. Für uns hat der Glaube an Erlösung noch heute Gültigkeit. Das Ergebnis der Heilssuche des modernen Menschen ist in diese exzentrische

Bis 5. Oktober sind Sie noch in „Tiere wie Menschen“ zu sehen, einem choreografischen Theaterprojekt in der Franzensfeste. Ja, da spiele ich eine Populärwissenschaftlerin an der Seite von Peter Schorn, und wir bieten den ultimativen Crashkurs in Sachen Zoologie – eine sprechintensive Rolle. In „Joints“ von Norbert Dalsass in der Jazz-Reihe der Dekadenz setzte ich hingegen Körper und Stimme ein. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Foto: Barbara Braun

Kunst & Kultur z Mit der Uraufführungs-Produktion des Deutschen Theaters Berlin „Muttersprache Mameloschn“ der Autorin Marianna Salzmann eröffnet das Kulturinstitut am 15. Oktober seine Spielzeit in Brixen, das insgesamt fünf Gastspiele von

Theatern aus München, Berlin und Hamburg umfasst. Im Forum auftreten wird dabei auch Philipp Hochmair, festes Ensemblemitglied des Hamburger Thalia Theaters, und zwar am 26. November mit dem Ein-Personen-Stück „Amerika“ von Bas-

THEATER

Gastspiele des Kulturinstituts tian Kraft nach dem Roman von Franz Kafka. Beim Theaterfestival „Radikal Jung“ 2010 wurde diese Inszenierung, bei der Hochmair in sämtliche Rollen schlüpft, mit dem Kritiker- und Publikumspreis ausgezeichnet. Zwei großartige Schauspieler – Suzanne von Borsody und Guntbert Warns – kann man auch in der Komödie „Der letzte Vorhang“ von Maria Goos erleben, die das Berliner Renaissance Theater am 28. Jänner in Brixen zeigen wird. Die Südtiroler Schauspielerin Barbara Romaner tritt hingegen in dem Stück „Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone“ auf. Das Münchner Volkstheater zeigt diese Bühnenversion des

erfolgreichen Jugendromans von Mark Haddon am 4. März in Brixen. Musikalisch-schräg wird es bei „The Black Rider“, einer rockigen Version der „Freischütz“-Geschichte. Das Münchner Metropol-Theater präsentiert diese mit Musik von Tom Waits angereicherte Mischung aus Varieté und Schauergeschichte am 22. April im Forum und gibt somit sein Debüt in Brixen. Mit dem „Abonnement Brixen“ kann der Eintritt zu allen fünf Aufführungen gesichert werden, Einzelkarten sind selbstverständlich auch erhältlich; weitere Infos unter www.kulturinstitut.org. db

DIVERSES

Kunst am Rohbau z „Butch-ennial“ nennt sich das Künstlerkollektiv rund um Rüdiger D. M. Witcher, Hannes Vonmetz Schiano, Marco Pietracupa und Stefano Peluso, das 2012 mit einer Ausstellung in Bozen erstmals an die Öffentlichkeit trat. Der Name „butcher“ (Metzger) verweist auf den Schauplatz des Projektes in der Schlachthofstraße, und „-ennial“ ironisiert den Hype um die vielen Kunstbiennalen weltweit. Ungewöhnliche Räume abseits von gängigem Kunstgeschehen zu bespielen sowie zwischenmenschliche Interaktion – dies ist erklärte

Intention der Gruppe. Ein Happening der besonderen Art initiierte „butch-ennial“ am 12. September am Rohbau Chestlan mit Koordinatorin Birgit Dejaco aus dem Planungsteam. Für die geladenen Künstler bedeutete dieser NichtOrt eine große Herausforderung. In absoluter Freiheit konnten sie eine Wand, eine Nische als die ihre erklären und nach eigenen Vorstellungen diese Tabula rasa gestalten. Mit DJ Lois Lane klang der „one day shot“ aus, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird. ird

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Foto: Hermann Maria Gasser

der Ridnauner Riesin, der Schlernhexe, des Traminer Schnappviehs oder der Teiser Kugeln, des Brixner Domes, der Drei Zinnen und des Rittner Bahnls.

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witzigen Momenten der Verlorenheit. Die Gitterelemente der schmucklosen Bühne machen die Eingesperrtheit der Protagonisten deutlich. Kaspar ist gefangen im verschwindenden Ich, Anna in der aufopfernden Pflege. ird

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Kathrin Gschleier, Evi Gasser: Mein Südtirol Buch - Ein buntes Sachbuch für die ganze Familie. Verlag Weger, Brixen, 2014

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Foto: ideenwerk.com

z „Wege mit Dir“ von Daniel Call ist die dritte Produktion des Regisseurs Gerd Weigel mit der Spielgemeinschaft Vintl-Weitental, die kürzlich in der Franzensfeste Premiere feierte. Anna und Kaspar erzählen in Flashbacks ihre gemeinsame Geschichte. Eine gescheiterte Ehe hinter sich, sind sie in dem Alter, „in dem man sich nichts mehr zu beweisen hat“. Die lebenslustige Anna in ihrem leuchtend roten Kleid (Kostüme Sieglinde Michaeler, Walter Granuzzo) ist fasziniert vom geistreichen Kaspar, „der nie ganz unrecht hat, aber häufig ein bisschen“. Anna genießt ihre Liebe, begleitet vom schmachtenden Jugendfreund Laszlo (Siegi Winkler) und argwöhnisch liebevoll beäugt von Teenie Tochter Sophie (eine Entdeckung: Lena Huber). Zur Heirat bereit ist Anna erst nach Jahren, als Kaspar über La Rochefoucault stolpert und sich seine Alzheimer-Erkrankung offen manifestiert. Während die Auslöschung unaufhaltsam fortschreitet, „unter dem Geröll, lebt da noch was?“, trifft sich Sophie mit Kaspars Sohn Gustav (Manuel Huber punktet mit Musik), der neben dem wortgewandten Vater verstummt ist. Elsa Lamprecht besticht in ihrer Rolle mit geschliffenen Dialogen und mutiert beängstigend echt von der quirligen Femme fatale zur zutiefst verzweifelten Ehefrau. Oskar Huber gewinnt im Verlauf der Handlung zunehmend an Kontur und wirkt besonders glaubwürdig in den todtraurig

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Foto: Tom Berger

Sieger der „Festungsemotionen“ z Im Frühjahr schrieb die Festung Franzensfeste einen Fotowettbewerb unter dem Motto „Festungsemotionen“ aus. Fotografen und Hobbyfotografen waren aufgerufen, ihre Eindrücke in der Festung auf ein Bild zu bannen. Insgesamt haben 114 Teilnehmer ein Foto eingereicht, die Jury – bestehend aus Richard Amort, Walter Niedermayr, Arno Ritter, Günter Richard Wett, Waltraud Kofler Engl, Josef March und Paula Mair – hat nun in drei Durchgängen den Sieger gekürt. Bewertet wurden dabei mehrere Aspekte inhaltlicher wie technischer Natur. Am Ende stan-

den die drei Erstplatzierten fest: Gewonnen hat Tom Berger aus Stuttgart, Zweiplatzierter wurde Ludwig Thalheimer und der dritte Preis wurde Carlos Alejos zugesprochen. Weiters wurden fünf Anerkennungspreise vergeben, und zwar an Manfred Furlan, Annemarie Laner, Stefan Schönweger, Oliver Jaist und Stephan Fischnaller. Organisiert worden war der Wettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Verein Oppidum und der Gemeinde Franzensfeste, die auch die Preisgelder zur Verfügung gestellt hat; die Idee stammt vom Bürgermeister von Franzensfeste, Richard Amort. db

MUSIK

Foto: Egon Daporta

Kunst & Kultur

FOTOGRAFIE

z 2006 hat sich eine kleine Gruppe Brixner Musikanten zur „Brixner Böhmischen“ formiert. Thomas Eichbichler ist einer von ihnen und zugleich organisatorischer Kopf der sympathischen Truppe, die Anfang September das

4. Südtiroler Festival der böhmischen und mährischen Blasmusik in Mühlbach gewonnen hat. „Es war wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis: Zuerst die Darbietung beim Wettbewerb im Saal, wo die Aufregung vor den Augen

Böhmischer Traum und Ohren der Jury enorm hoch war. Dann der Auftritt im Festzelt, wo sich Hunderte von unserer Musik mitreißen ließen, auf den Tischen stehend mitgeklatscht und mitgesungen haben. Eine derart ausgelassene Stimmung gehört zum Höchsten, was man sich als Böhmische Kapelle wünschen kann.“ Bereits vor zwei Jahren war die Brixner Böhmische bei dem international besetzten Festival in Mühlbach dabei und begeisterte Publikum und Jury. Diesmal spielten sich die Brixner unter der musikalischen Leitung von Ewald Stampfl an die Spitze der Oberstu-

fe – ex equo mit der Blaskapelle Karwenka aus Nordtirol. Da beide Kapellen die höchste Punktezahl (94,45 von 100) aller Teilnehmer erreichten, musste der Gewinner des ersten Preises – ein goldenes Flügelhorn – per Losentscheid ermittelt werden. Das Glück war auf der Seite der Brixner und die Freude entsprechend riesengroß. Bei der anschließenden Siegesfeier wurde der „Böhmische Traum“ – die inoffizielle Hymne der Blasmusikanten – lautstark mitgesungen, wenn auch zugegebenermaßen nicht mehr in preisverdächtiger Musikalität. oz

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MUSIK

z Außergewöhnlich an diesem eher herbstlich kühlen Konzertabend war nicht nur das inspirierende Ambiente des Hofburggartens. Es waren vor allem die vier Musiker des Signum Saxophonquartetts aus Deutschland und Slowenien mit ihrem Programm, bestehend aus Arrangements klassischer Kompositionen für Saxophon und zwei Originalkompositionen, das sie mit überbordender Musizierfreude und einer geradezu überirdischen Virtuosität präsentierten. Edvard Griegs Suite „Aus Holbergs Zeit“ op.40 war zunächst für Klavier geschrieben und später für Streichorchester arrangiert worden und enthält in Anlehnung an die barocke Tanzsuite fünf kontrastreiche Sätze, die von den vier Musikern mit eleganter Leichtigkeit musiziert wurden. In kongenialem Zusammenspiel ohne jegliche Einschränkung durch Noten oder Notenpulte nutzten sie die Balustrade des Chinesischen Pavillons als Bühne einer extravaganten musikalischen

Performance, ohne allerdings höchste musikalische Ansprüche aufzugeben. Vor allem im langsamen Satz „Air“ entfalteten die Saxophone in den Lagen Sopran (Blaž Kemperle), Alt (Erik Nestler), Tenor (Alan Lužar) und Bariton (David Brand) eine interpretatorische Dichte, wie man sie nur von Streichquartetten kennt. Die dreisätzige Komposition von Maurice Ravel „Le Tombeau de Couperin“, arrangiert von Christoph Enzel, ist eine Hommage an den französischen Barockkomponisten Francois Couperin, entwickelt aber ganz im Stile des Impressionismus ein an Klangfarben reiches Stück mit effektvoll gestalteten Tremoli. Die melancholische Reminiszenz an gefallene Soldaten des Ersten Weltkrieges enthält der letzte Satz „Toccata“. Von einem der Musiker als Überraschungsstück angekündigt, entwickelte die „Hommage à Astor“, ein Arrangement der vier Musiker, ein an virtuosen Solopassagen reiches Klangbild, das

Foto: Konrad Eichbichler

Bestechende Virtuosität

nicht nur dem Tango Nuevo aus Argentinien, sondern auch seinem größten Vertreter Astor Piazzolla ein Denkmal setzte und das Publikum mit Klangexperimenten wie Klopfen auf den Klappen, Pfeifen, Glissandi geradezu hypnotisierte. Ebenso pointenreich, dabei aber

sehr berührend, der „Tango virtuoso“ von Thierry Escaich. Melancholisch beendete ein Czardas von Pedro Iturralde den besonderen Konzertabend, den die Gemeinde Brixen, Kulturverein und Initiative Musik und Kirche gemeinsam bf veranstaltet hatten.

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Heute schon was Gutes gegessen? 31


Weiterbildung

Kunst & Kultur

Weiterbildung an der VHS Brixen Kultur & Gesellschaft

Auenlandschaften in Südtirol - die Ahrauen und ihre Artenvielfalt Ort: Brixen, Italienisches Oberschulzentrum, Schwesternau 1 Fr. 10.10. | 20.00-21.30 Uhr | 1 Treffen

Sprachen

Sprachentreff Ort: Brixen, Hotel Goldener Adler, Adlerbrückengasse 9 Fr. 10.10. | 18.00-20.00 Uhr | 1 Treffen

Porträtfotografie Mi. 22.10. | 19.00-21.00 Uhr | 1 Treffen Fotografieren mit dem Smartphone und Bereitstellen der Bilder auf Social Media Mo. 13.10. und Mi. 15.10. | 18.30-21.30 Uhr Einführung in die digitale Fotografie Fr. 07.11. und Mo. 10.11., 18.30-21.30 Uhr | Sa. 08.11., 09.00-12.00 Uhr | 3 Treffen

Grabschmuck selbst gestaltet Di. 28.10. | 19.30-21.30 Uhr | 1 Treffen Nähwerkstatt Mo. 13.10. | 19.00-21.30 Uhr | 6 Treffen

Gesundheit & Bewegung

Aus alt mach neu: Die eigene Schürze aus Jeans Ort: Mühlbach, Verein Punkt Frauenwerkstatt, Katharina-Lanz-Straße 7 Mi. 15.10. | 19.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Die Deutsche Rechtschreibung Di. 04.11. und Fr. 07.11. | 18.00-20.00 Uhr

Alte bewährte Hausmittel in der Grippezeit Sa. 18.10. | 15.00-18.00 Uhr | 1 Treffen

Ladinisch Schnupperkurs Mo. 03.11. und Fr. 07.11. | 19.00-21.00 Uhr

Gesundheit beginnt in der Seele Mo. 20.10. | 19.30-21.00 Uhr | 1 Treffen

Monsterkissen nähen Ort: Mühlbach, Verein Punkt Frauenwerkstatt, Katharina-Lanz-Straße 7 Fr. 07.11. | 14.30-17.30 Uhr | 1 Treffen Zielgruppe: Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung

Die Ritter der Tafelrunde - Englisch-Wochenende mit Ritteressen Ort: Mühlbach, Ansitz Kandelburg, Richtergasse 4 Sa. 08.11. | 10.00-20.00 Uhr | 1 Treffen

Auf den Spuren der Klangschalen Sa. 25.10. | 14.00-18.00 Uhr | 1 Treffen

Deutsch für die Zweisprachigkeitsprüfung A/B bzw. C1/B2 Mo. 13.10. | 19.30-21.00 Uhr | 15 Treffen | Mo. und Do.

Einführung in die chinesische Sprache und Kultur Di. 21.10. | 17.30-19.00 Uhr | 5 Treffen

Beruf

Menstyle: Trendig in Beruf und Freizeit Mo. 13.10. | 18.30-20.30 Uhr | 1 Treffen Kleidertauschrausch - tauschen statt kaufen mit Stil Sa. 11.10. | 09.00-17.00 Uhr | 1 Treffen Schauspieltraining für sicheres Auftreten Sa. 25.10. | 10.00-18.00 Uhr | 1 Treffen Warum sagen Sie ja, wenn Sie nein meinen? Mo. 10.11. | 19.00-21.30 Uhr | 1 Treffen

EDV & Multimedia

Grundkurs EDV Ort: Brixen, SOWI Gym., Ignaz-Mader-Straße 3 Mo. 03.11. | 19.00-21.15 Uhr | 5 Treffen | Mo. und Mi. Sicher suchen und einkaufen im Internet Di. 14.10. und Do. 16.10. | 17.00-19.00 Uhr

Praxisorientierte Neue Homöopathie nach Körbler Mo. 27.10. | 19.30-21.00 Uhr | 1 Treffen

Mehr Balance im Leben Sa. 25.10. | 09.00-12.00 Uhr | 1 Treffen

Kreativ gestalten mit Ton - Nikolaus, Nikolausstiefel, Christbaumschmuck Mo. 03.11. und Mo. 17.11. | 16.00-17.30 Uhr

Konzentrierter, ruhiger, wacher und mutiger in der Schule und im Alltag Mo. 06.10. | 16.30-18.00 Uhr | 8 Treffen Zielgruppe: Grund- und Mittelschüler

Kreativ gestalten mit Ton - Adventsdekorationen und Weihnachtsgeschenke Ort: Brixen, Keramikwerkstatt, Klerant 198 a Mi. 05.11. und Mi. 19.11. | 19.30-22.00 Uhr

Richtiges Laufen kann man lernen Fr. 17.10. | 19.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Pralinen selbst gemacht Ort: Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstraße 1 Mi. 08.10. | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Beckenbodengymnastik für Frauen Ort: Brixen, GS Tschurtschenthaler, Maria-Montessori-Straße 6 Mo. 13.10. | 18.30-19.30 Uhr | 6 Treffen

Die Heilkraft der Ernährung Sa. 11.10. | 09.00-16.00 Uhr | 1 Treffen

Pilates für Fortgeschrittene Mi. 15.10. | 18.15-19.15 Uhr | 10 Treffen

Vollwertküche begegnet Asien Ort: Brixen, Freie Waldorfschule, Brennerstraße 32 Fr. 24.10. | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Luna Yoga® für Frauen - Beckenkraft Sa. 08.11. | 09.30-13.00 Uhr | 1 Treffen Wohlfühlmassage mit ätherischen Ölen Sa. 08.11. | 14.30-16.30 Uhr | 1 Treffen

Malen befreit - Wege zur Kunst Mi. 15.10. | 19.00-21.30 Uhr | 8 Treffen

Was kann mein Smartphone? Fr. 07.11. | 19.00-21.30 Uhr | 1 Treffen Alles für die Reise - Online-Urlaubsplanung Fr. 24.10. | 09.30-11.30 Uhr | 1 Treffen Beschallungstechnik in Theorie & Praxis Mi. 29.10. | 19.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Gute Rezepte für jeden Tag Ort: Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstraße 1 Do. 09.10. | 18.00-22.00 Uhr | 1 Treffen

Pilates für Leichtfortgeschrittene Di. 14.10. | 09.30-10.30 Uhr | 10 Treffen

Hobby & Freizeit

Wie Sie Ihr Tablet besser nutzen können Fr. 24.10. | 19.00-21.30 Uhr | 1 Treffen

Schmuckstücke aus Glas - selbst gemacht Sa. 25.10. | 14.00-17.00 Uhr | 1 Treffen

Malwerkstatt Aquarell Sa. 18.10. | 09.00-17.00 Uhr | 1 Treffen Weidenflechten: Geflochtenes Deko-Schiff Di. 21.10. | 19.00-21.30 Uhr | 1 Treffen

Hinter den Kulissen: Zu Besuch in der Eisacktaler Kellerei Ort: Klausen, Treffpunkt: Eingang Eisacktaler Kellerei, Leitach 50 Fr. 17.10. | 16.00-18.00 Uhr | 1 Treffen Für alle Kurse und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Kurse finden, wenn nicht anders angegeben, in Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 statt. Das gesamte Kursprogramm ist auch auf unserer Homepage www.vhs.it ersichtlich. Unsere Öffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-17; Fr 9-13 Uhr

Verband der Volkshochschulen Südtirols, Zweigstelle Brixen, Peter-Mayr-Straße 9 Tel. 0472 836 424, Fax 0472 971 140, brixen@vhs.it 32


timer

Oktober MUSIK

Musik und Kirche z „Musik kann… auch Ausdruck, Hinweis und Hinführung zur Transzendenz, zum Göttlichen sein. So kann denn Musik selber ohne alle Worte eine wichtige Quelle religiöser Erfahrung sein … so dass zwar nicht jedermann, aber der Glaubende mehr heraushören kann als nur das Innerweltliche“, so der Religionsphilosoph Hans Küng. Das diesjährige Symposion der Brixner Initiative Musik und Kirche zum Thema „Religiöses Empfinden von Musik. Musik für die Kirche – Musik in der Kirche“ möchte an diesem Punkt ansetzen. Neben zahlreichen Fachreferaten und dem Festvortrag von Prälat Joachim Angerer „Kunst & Musik – eine Herausforderung für die Kirche von heute?“ zur Eröffnung des Symposions am 10. Oktober um 17:30 Uhr in der Cusanus Akademie stehen musikalische Höhepunkte auf dem Programm.

Oratorium von Mozart. „Betulia liberata. Azione sacra KV 118“, ein Oratorium zur biblischen Geschichte von Judith und Holofernes von Wolfgang Amadeus Mozart,

kommt am Freitag, 10. Oktober um 20 Uhr im Dom zur Aufführung. Zum Inhalt: Holofernes, der Feldherr der Assyrer, hat in seinem Feldzug alle Stämme bis auf die Israeliten unterworfen, die sich in Bethulien eingeschlossen haben. Nach einer fünftägigen Belagerung sind die Juden bereit sich zu ergeben. Judith hingegen begibt sich in das Lager des Holofernes, wo sie freundlich aufgenommen wird. Nach einem Fest tötet sie den schlafenden Feldherrn und bringt als Beweis ihrer Tat seinen Kopf nach Bethulien. Die Juden fassen neuen Mut, greifen die Assyrer an, die geschlagen werden und die Flucht ergreifen. Judith wird von ihren Landsleuten als Heldin gefeiert. Als Darsteller fungieren Aco Biscevi (Tenor), Alice Hoffmann (Alt), Francesca Aspromonte (Sopran), Simone Waldhart (Sopran), Marika Rainer (Sopran) sowie der Landesjugendchor Südtirol (im Bild) unter der Leitung von Nataliya Lukina. Begleitet werden sie von der Streicherakademie Bozen unter der Leitung von Georg Egger und Robert Schröter am Cemba-

Foto: Thaddäus Salcher

Das heurige Symposion der Brixner Initiative Musik und Kirche beschäftigt sich mit dem Thema „Religiöses Empfinden von Musik. Musik für die Kirche – Musik in der Kirche“. Zur Aufführung kommt unter anderem Mozarts Oratorium „Betulia liberata“ sowie die Trauerkantate 1914-1918 von Herbert Grassl.

lo; Regie führt Lutz Hochstraate, während Daniel Beyer für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet.

Uraufführung von Herbert Grassl. Am Samstag, 11. Okto-

ber, um 20 Uhr in der Freinademetz-Kirche von Milland steht die Uraufführung der Trauerkantate 1914-1918 von Herbert Grassl, einem der bedeutendsten österreichischen Komponisten der Gegenwart, auf dem Programm. Ein Werk in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, „bei dem aus aktuellen Anlass das letzte Stück

dieser Komposition ‚De Profundis‘ den im Zuge des Gaza Feldzugs Israels ‚Fels in der Brandung‘ getöteten Kindern gewidmet ist“, so Grassl. Die Trauerkantate wird von Solisten aus Südtirol und Salzburg wie Josef Feichter, Lukas Rungaldier, Matteo Facchin oder Florian Simma, dem Schlagzeugensemble conTakt und dem Paul Hofhaymer Vokalensemble unter dem Dirigenten Kai Röhrig gestaltet. Der musikalische Teil wird mit Gedichten von Andreas Gryphius, Paul Verlaine, Erich Mühsam, Karl Kraus, Georg Trakl und Auszügen aus dem Alten Testament ergänzt.

Religiöses Erleben » Samstag, 11. Oktober » Sonntag, 12. Oktober » 9.00 Uhr Cusanus Akademie » um 10 Uhr - Dom Brixen Peter Planyavsky: Musik für die Kirche - Musik in Gottesdienst mit Domdekan Ulrich Fistill (Direktvon Musik Musik für die Kirche - Musik in der Kirche

» Freitag, 10. Oktober

» 17.30 Uhr – Cusanus Akademie

Eröffnung. Prälat Joachim Angerer: „Kunst & Musik – eine Herausforderung für die Kirche von heute?“ » 20.00 Uhr - Dom Brixen W. A. Mozart: Oratorium „Betulia liberata“ (szenische Aufführung) mit Gesangssolisten vom Mozarteum Salzburg, Landesjugendchor Südtirol - Streicherakademie Bozen; Lutz Hochstraate, Regie - Daniel Beyer, Dirigent

der Kirche - Musik trotz der Kirche P. Urban Stillhard: Musik in der Kirche: Belastung oder Bereicherung Franz v. Walther: Musik als Gottesdienst und Offenbarung » 15.00 Uhr Kirche der Englischen Fräulein Michaela Stolte & Leander Schwazer: Zwei Projektionen - ein Engagement » 20.00 Uhr - Freinademetzkirche Milland „Trauerkantate 1914-1918“ von Herbert Grassl Paul Hofhaymer Vokalensemble - Schlagzeugensemble conTakt, Solisten aus Südtirol und Salzburg - Kai Rörig, Dirigent

übertragung im RAI-Sender Bozen) Landesjugendchor Südtirol, Leitung Nataliya Lukina Kartenvorverkauf zu den Aufführungen am 10.&11.10.: Tourismusverein Brixen

www.musikkirche.it 33


Veranstaltungen

KUNST

MUSIKSHOW

„Mut artecoraggio“

Diven der 60er Jahre

z Anknüpfend an die erfolgreiche Ausstellung von 2013 im ehemaligen Astra-Kino möchte die Organisation für Eine solidarische Welt (oew) auch dieses Jahr wieder Kunst und Solidarität verbinden und startet die Serie zebra.events. Für die dazugehörige Ausstellung „Mut artecoraggio“ im Alten Rathaus unter den Großen Lauben stellen wiederum Südtiroler Künstler ein Werk für den wohltätigen Erwerb zur Verfügung. Am Abend des 31. Oktobers wird die einwöchige Ausstellung feierlich

mit Kunst, Installationen, Musik und Unterhaltung eröffnet. „Die Ausstellung letztes Jahr hat sehr guten Anklang gefunden und war die oew sehr hilfreich. Es war wirklich schön eine so große Solidarität zu erfahren, von Seiten der KünstlerInnen und auch von Seiten der vielen BesucherInnen“, so Silvia von Pretz, Geschäftsführerin der oew. Organisiert wird die Ausstellung gemeinsam mit der Stadtgalerie Brixen. Sie ist vom 31. Oktober bis 7. November geöffnet.

Gruppe Dekadenz Theater Eigenproduktion Die Frau von früher

z New York, Melbourne, Amsterdam oder Berliner Admiralspalast: Der niederländische Sänger, Kabarettist und Entertainer Sven Ratzke hat sämtliche große Hallen bereits bespielt, zeitweise gemeinsam mit Nina Hagen, Hanna Schygulla oder den Tiger Lillies. Als er im vorigen Jahr auf dem Weg nach Zürich in der Brixner Dekadenz einen Zwischenstopp einlegte, zeigte er sich vom Anreiterkeller begeistert: „Ein Aufführungsort, der einem im Gedächtnis bleibt“, meinte er, der normalerweise vor hunderten Menschen spielt. Und nun kommt er wieder, gemeinsam mit seinem kongenialen Pianisten und Arrangeur Charly Zastrau. In seinem neuen Programm „Diva Diva´s“ erweckt er die großen Lieder der Diven der 60er Jahre wie Hildegard Knef, Shirley Bassey oder Judy Garland wieder zum Leben. Mit seiner rauchig-warmen Stimme, seinem Glamour und Eigensinn wird er erneut eine grandiose Show bieten. Er singt dabei wie kein Zweiter, erzählt wilde Geschichten,

ist emotional und leidenschaftlich – und riss bei seinem ersten Auftritt das Dekadenz-Publikum von den Stühlen. „Diva Diva´s“ ist am Mittwoch, 15. Oktober um 20:30 Uhr in der Dekadenz zu sehen; Karten unter karten@dekadenz.it

Jazz Karlheinz Miklin & Quinteto Argentina

Europäische und südamerikanische Rhythmen, zwischen Jazz und Folklore

» Mi 22. Oktober

von Roland Schimmelpfennig, mit Günther Götsch, Thomas Jöchler, Eva Kuen, Margot Mayrhofer, Theresa Velicogna; Regie: Eva Niedermeiser

Musikkabarett Holger Edmaier: schlachtreif – das Rind im Mann

Jazz Zehnder-Brennan-Shilkloper meets KLANGLABOR

» Fr 24. und Sa 25. Oktober

» Mi. 1., Do 2., Do 9., Fr 10. Oktober

Eine zwerchfellerschütternde Sicht auf die menschliche Kultur und ein Rundumschlag über das gehörnte Rindvieh in uns allen

Der archaische Gesang der Liechtensteiner Sennenaves trifft auf virtuose Global-Folk-Jazz-Nummern.

Lesebühne Aufschrei aus dem Kellerloch

Musik-Show Sven Ratzke: Diva Diva´s

» Do 30. Oktober

» Sa 11. Oktober

Der Entertainer von Weltformat präsentiert eine knisternde, musikalische Hommage an zehn große Diven der Sixties – durchhaucht von Glamour und virtuoser Musik.

» Mi 15. Oktober

Kabarett Holger Paetz: Auch Veganer verwelken

Die Fleischlosen sind auf dem Vormarsch! Und Holger Paetz, der Nörgler und Poet, hat dazu einiges zu sagen.

» Fr 17. und Sa 18. Oktober

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Mit Marion von Zieglauer und Haris Kovacevic wird der Keller zum literarischen Untergrund – und jeder, der etwas zu sagen hat, wird auf die Bühne geladen!

Beginn: jeweils 20:30 Uhr Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung


KULINARIK

THEATER

Eisacktaler Kastanienwochen Muttersprache Mameloschn

z Kreative Köche zaubern alljährlich aus den Kastanien köstliche Speisen, die den Gaumen verwöhnen. Ihren Höhepunkt erreicht die heurige Kastaniensaison bei den „Eisacktaler Kastanienwochen“ vom 17. Oktober bis 9. November. Bereits zum 13. Mal organisiert der Bezirk Eisacktal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) diese herbstlichen Spezialitätenwochen. In 17 Gastbetrieben von Vahrn bis zum Ritten werden die Gäste in dieser Zeit mit kreativen Kastanienköstlichkeiten verwöhnt. „Die Gastwirte zeigen bei den Spezialitätenwochen jedes Jahr, wie wertvoll und vielseitig die Kastanie ist, und Feinschmecker kommen aus nah und fern, um Kastanien

in den verschiedensten kulinarischen Varianten zu genießen“, freut sich Helmut Tauber, Obmann des HGV-Bezirks Eisacktal und des Organisationskomitees der „Eisacktaler Kastanienwochen“. Neben kulinarischen Genüssen dürfen sich alle Naturliebhaber und Kulturbegeisterten auch auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen, bestehend aus geführten Wanderungen, Konzerten, Märkten oder Herbstfesten. So werden auch im Rahmen der Kastanientage „Keschtnigl“ in Feldthurns vom 18. Oktober bis 9. November verschiedene abwechslungsreiche Veranstaltungen rund um die edle Frucht angeboten.

z Was auf den deutschen Theaterfestivals hervorsticht, findet sich häufig auch im Gastspielprogramm des Südtiroler Kulturinstituts wieder. So auch das Stück „Muttersprache Mameloschn“ der aus Russland stammenden und in Deutschland lebenden Autorin Marianna Salzmann. Mit dieser Uraufführungs-Produktion des Deutschen Theaters Berlin eröffnet das Kulturinstitut am 15. Oktober seine Spielzeit in Brixen. Salzmann erhielt für ihren Text den Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen 2013 und wurde 2014 zur Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“ nach Wiesbaden eingeladen. Ernste Themen verbindet sie stets mit Witz: „Der Witz, der Humor, gehört zum Leben dazu. Eine Lebensweisheit, die sich selbst zu ernst nimmt, ist keine.“ „Muttersprache Mameloschn“ ist eine Familiengeschichte – politisch, pointiert und witzig. Im Zentrum

stehen drei Frauen – Großmutter, Mutter und Enkelin –, die zwischen Judentum, Kommunismus und moderner Konsumwelt ihr Lebensglück versuchen. Die Großmutter überlebte das KZ und wird in der DDR zur Kommunistin. Die Tochter interessieren weder Judentum noch Kommunismus. Und die Enkelin will in New York zu sich selbst finden. Die Veranstaltung wird von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung deutsche Kultur, und von der Volksbank unterstützt.

» Mittwoch, 15. Oktober, 20 Uhr Brixen, Forum

Einführung 19.15 Uhr; Karten bei AthesiaTicket und online www.kulturinstitut.org. Infos: Tel. 0471-313800

KULINARIK

Lammwochen vom „Villnösser Brillenschaf“

z Vom 2. bis zum 12. Oktober steht im Villnösser Tal alles im Zeichen des „Villnösser Brillenschafs“. Die HGV-Ortsgruppe Villnöss widmet dem Brillenschaf auch dieses Jahr wieder eigene Spezialitätenwochen. Die 16 Gastbetriebe im Villnösser Tal und zehn Freunde des Villnösser Brillenschafs, die an den diesjährigen Lammwochen teilnehmen, werden verschiedene feine Gerichte vom Brillenschaf auf die Speisekarte setzen und die Gäste kulinarisch verwöhnen. „Wirte, Bauern und Züchter zeigen mit dem Brillenschaf ein gelungenes Beispiel, wie die Idee der kurzen Kreisläufe sinnvoll und lückenlos umgesetzt werden

kann“, unterstreicht Konrad Kofler, Obmann der HGV-Ortsgruppe Villnöss. Das „Villnösser Brillenschaf“, das seinen Namen vom dunklen Rand um die Augen hat, wurde zuerst für die Wollverarbeitung entdeckt, mittlerweile aber auch kulinarisch vermarktet. Das Fleisch der Lämmer des Brillenschafs ist von hoher Qualität: feinfaserig, zart, mild im Geschmack sowie Ausdruck von Regionalität und Authentizität. Begleitet werden die Lammwochen von zwei spannende Rahmenveranstaltungen: Am 1. und 8. Oktober stehen „Lammwanderungen“ auf dem Programm. Dabei können sich die Teilnehmer auf die Spuren der Bergbauern begeben und sowohl die Villnösser Brillenschafe als auch Produkte aus der heimischen Landwirtschaft kennenlernen. Am 11. Oktober findet eine Veranstaltung speziell für Kinder statt, bei der das Filzen mit echter Villnösser Schafwolle im Mittelpunkt steht. 35


Mittwoch, 1. Oktober

Veranstaltungen

Theater

20:30 Uhr

Die Frau von früher von Roland Schimmelpfennig; Eigenproduktion Gruppe Dekadenz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Theater

20 Uhr

Tiere wie Menschen Ein choreografisches Theaterprojekt über die Parallelen zwischen Tier und Mensch von der Fabrik Azzurro Festung Franzensfeste Samstag, 4. Oktober

Diverses

Brot- und Strudelmarkt Domplatz

Diverses

Theater

20:30 Uhr

Die Frau von früher von Roland Schimmelpfennig; Eigenproduktion Gruppe Dekadenz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 3. Oktober

Diverses

Brot- und Strudelmarkt Domplatz

ab 17 Uhr

Musik

11-16 Uhr

Sport

18 Uhr

Theater

20 Uhr

Handball SSV Brixen-Cassano Sportzone Süd

Tiere wie Menschen Ein choreografisches Theaterprojekt über die Parallelen zwischen Tier und Mensch von der Fabrik Azzurro Festung Franzensfeste

20 Uhr

Offenes Singen von Volksliedern mit fachkundiger Anleitung Forum Brixen

Liederabend mit Emanuela Pattis (Sopran), Peter Doss (Bariton) und Margot Federspieler (Klavier) Wechselgesänge aus J. W. Goethes „Wilhelm Meister“ und aus „The Lady of the Lake“ von Walter Scott sowie Duette von Franz Schubert, Robert Schumann und Peter Cornelius“ Die Brixner Sopranistin Emanuela Pattis ist Krankenpflegerin und Musiktherapeutin; Mitglied und Solistin des Domchores Brixen. Seit 2008 Teilnahme an Seminaren für Gesang und Interpretation bei Peter Doss, Wien. Dies ist der 4. Liederabend, den sie in Folge gemeinsam mit Peter Doss gestaltet. Peter Doss studierte an den Musikhochschulen von Graz und Wien Gesang und Klavier. Auftritte als Sänger in Europa, Asien und Amerika mit namhaften Pianisten und als Oratorien- und Opernsänger unter Dirigenten wie Nicholas McGigan, Kurt Rapf, u.a. Träger zahlreicher Preise, lehrt am Konservatorium Wien Privatuniversität Margot Federspieler, geb. in Brixen, Klavierstudium am Konservatorium Bozen; Klavierdiplom. Studium an der Musikhochschule Wien; Lehrbefähigungsdiplom für Klavier mit Auszeichnung. Lehrtätigkeit beim Institut für Musikerziehung; 1990 Konzertfachdiplom für Klavier in Wien; u. a. Liedbegleitungspreis beim Bozner Liedseminar; Solo- und Kammermusikkonzerte im In- und Ausland.

» Samstag, 18. Oktober, 20 Uhr Cusanus Akademie

Eintritt frei

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Montag, 6. Oktober

Diverses

ab 10 Uhr

Diverses

ganztags

Biologisches Erntefest Vinzentinum

Törggelefest der Freiwilligen Feuerwehr Neustift Stiftsplatz Neustift

Diverses ganztags

2. Koffermarktl in Mühlbach Handgemachtes aus dem Koffer Katharina-Lanz-Straße, Mühlbach Donnerstag, 2. Oktober

Sonntag, 5. Oktober

Brot- und Strudelmarkt Domplatz

Film

20 Uhr

Ein Augenblick Liebe Romanze/Drama, FR 2014, 81 Min., Regie: Lisa Azuelos, mit: Sophie Marceau, François Cluzet. Lisa Azuelos Forum Brixen Donnerstag, 9. Oktober

Theater

20:30 Uhr

Die Frau von früher von Roland Schimmelpfennig; Eigenproduktion Gruppe Dekadenz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 10. Oktober

Musik

Musik

18 Uhr

Coro Plose Konzert zum 50-jährigen Bestehen; am Nachmittag wird eine Foto-Ausstellung eröffnet Forum Brixen

Theater

20 Uhr

Musik für die Kirche – Musik in der Kirche W.A. Mozart: Betulia liberata, Oratorium KV 118 mit dem Landesjugendchor Südtirol, der Streicherakademie Bozen und Solisten Dom

18 Uhr

Tiere wie Menschen Ein choreografisches Theaterprojekt über die Parallelen zwischen Tier und Mensch von der Fabrik Azzurro Festung Franzensfeste

30 Jahre Yoga mit Rakesh Nanda Gesund & fit mit Yoga Rakesh Nanda ist in Indien in einer Familie geboren, in der Yoga seit Generationen praktiziert wird, verschiedene Yogatechniken und Yogainhalte gibt er seit 1983 in Yogakursen, Vorträgen und Yoga-Workshops weiter. Durch Yoga kommt unser gesamtes Systeme in Ausgleich, Funktionen der Organe und Drüsen werden reguliert, körperliche und geistige Spannungen werden gelöst. Der Mensch erlebt tiefere Entspannung, ganzheitliche Gesundheit und Vitalität. So entsteht eine Harmonie vor Körper, Geist und Seele.

Yoga-Einführungskurse

» Brixen: ab Donnerstag 9. Oktober » Sterzing: ab Montag, 13. Oktober

jeweils 6 Abende

Yoga für Schwangere

» Brixen, ab Donnerstag, 9. Oktober 5 Abende Info und Anmeldung: Tel. 0474 530 547, nandayoga@yahoo.de, www.nandayoga.de


Theater

20:30 Uhr

Die Frau von früher von Roland Schimmelpfennig; Eigenproduktion Gruppe Dekadenz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 11. Oktober

Diverses

9-12 Uhr

Ironman Bügelaktion der Initiative „Männer gegen Gewalt“ zugunsten des HdS Altstadt

Weiterbildung

Mittwoch, 15. Oktober

Musik-Show

20:30 Uhr

Diva Diva´s Sven Ratzke, Entertainer von Weltformat, präsentiert eine knisternde, musikalische Hommage an zehn große Diven der Sixties Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Theater

20 Uhr

Muttersprache Mameloschn Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin Forum Brixen

Musik

19 Uhr

20:30 Uhr

Zehnder-Brennan-Shilkloper meets KLANGLABOR Der archaische Gesang der Liechtensteiner Sennenaves trifft auf virtuose Global-Folk-Jazz-Nummern. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Donnerstag, 16. Oktober

IMS

20 Uhr

Blind Date Talk mit Louis Corbett und Andy Holzer Forum Brixen Freitag, 17. Oktober

IMS

ab 18 Uhr

Talk mit dem Gleitschirmpiloten Toni Bender (18 Uhr) und Spiderman Alain Robert (20 Uhr) Forum Brixen

Theater

Diverses

8-12 Uhr

Briefmarken- und Münztauschtag Forum Brixen

Diverses

ab 10:30 Uhr

22. Apfelfest Frühschoppen, Bauernmarkt, Konzert der MK Natz und “Die jungen Pseirer”; großer Erntedankumzug um 14 Uhr Natz Montag, 13. Oktober

Film

20 Uhr

Bei Charly H. ist Mumps Komödie aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn, Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg, Vahrn

Sonntag, 12. Oktober

Gesellschaftspolitik

Berufliche Weiterbildung

Training der gewaltfreien Kommunikation Beginn: Mi. 15.10. mit Magdalena Kofler

TrophoTraining – Blitzentspannung Fr. 03.10., 9 bis 17 Uhr mit Annemarie Gumpold

Wie aus Jungen werte-volle Männer werden? Do. 23.10., 20 Uhr mit Karl Heinz Bittl

Mit voller Kraft in den Tag: gut geschlafen ist halb gewonnen Mi. 08.10. 9 bis 17Uhr mit Doris Psenner

Ich leite und begleite Dialoge Beginn: Fr. 24.10. mit Kuno Sohm und Christian Hörl

Alles Gleichzeitig. Und zwar sofort – Raus aus der Multitaskingfalle Fr. 10.10. bis Sa. 11.10., 9 bis 17 Uhr mit Stefanie Leipiorz Borghini

Teilzeit und Rente Mi. 29.10., 20 Uhr mit Helmuth Renzler

Leben Arbeitskreis Raumkultur … eine Raum Wahrnehmungsschule Infoabend: Di. 07.10., 19 bis 22 Uhr mit Enrico de Dominicis

White Lily Gospel Singer Gospels, Popsongs und afrikanische Lieder Pfarrkirche Mühlbach

Jazz

Cusanus Akademie

Kabarett

20:30 Uhr

Auch Veganer verwelken Über Lebensqualität, Fleisch(ess)lust, Tierliebe und Puddingveganer – mit Holger Paetz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Essen und Trinken für Kinder: zu wenig, zu viel, das richtig Maß? Do. 09.10.,18 Uhr mit Verena Breitenberger Schritte zum guten Vorlesen Fr. 10.10. bis Sa. 11.10. mit Alfred E. Mair Intuitionsschulung – Kontakt zur inneren Stimme Fr. 10.10. bis So. 12.10. mit Marianne Bittmann Machen Sie eine gute Figur! Wie Emotion und Körpergewicht zusammenhängen Di. 14.10., 18 bis 21:30 Uhr mit Silke Pfitscher Vom Burnout zur Depression Di. 21.10., 17 bis 20 Uhr mit Martin Fronthaler Praktische Hausmittel für eine gute Winterzeit Di. 21.10., 18 bis 22 Uhr mit Hildegard Kreiter „Herzhaft“ Sport treiben – grundlegende Erkenntnis für ihr optimales Training Di. 21.10., 19 bis 21 Uhr mit Meinhard Fliri

Schreiben für das Internet Mo. 20.10. bis Di. 21.10., 9 bis 17 Uhr mit Claudia Frickel Visual Tools to go – Visualisierungstechnik Mo. 20.10., 9 bis 17 Uhr mit Anna Egger Erfolgreich werben im Internet mit Google, Facebook und Co. Mi. 22.10. bis Do. 23.10. mit Claudia Frickel

Lehrgänge Der Sinn, der begeistert und inspiriert – Logotherapie praktisch anwenden Beginn Mi. 15.10. mit Inge Patsch Lehrgang zum/r Trainer/in mit Diplomabschluss Beginn Fr. 14.11. Projektmanagement Beginn Do. 20.11. mit Fred Schröder Basislehrgang Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg Beginn Jänner 2015 mit Karoline Bitschnau

» Infos und Anmeldungen: Cusanus Akademie

Seminarplatz 2, Brixen Tel. 0472 83 22 03 info@cusanus.bz.it www.cusanus.bz.it

20 Uhr

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück Tragikkomödie nach dem gleichnamigen Bestseller; 118 Min. Forum Brixen

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Samstag, 18. Oktober

Veranstaltungen

IMS

ganztags

Talk / Impulse / Diskussion Vorstellung des Buches „Mit der Zeit gehen“ von Udo Bernhard (11 Uhr), Impulse mit dem Grödner Bildhauer und Maler Wilhelm Senoner über Mystik Berg (15:30 Uhr), Gespräch mit Georg Fraberger (16:30 Uhr), Diskussion „Wille zur KRAFT zum Willen“ (20 Uhr) Forum Brixen

Sport

18 Uhr

Handball SSV Brixen-Eppan Sportzone Süd

Musik

20 Uhr

Liederabend mit Emanuela Pattis, Peter Doss und Margot Federspieler Lieder und Duette von Schubert, Schumann und Peter Cornelius; Eintritt frei Cusanus Akademie

Musik 20 Uhr Aus dem Dunkel EMPOR Konzert mit dem Ensemble VocalArt Kirche des Priesterseminars

Kabarett

20:30 Uhr

Auch Veganer verwelken Über Lebensqualität, Fleisch(ess)lust, Tierliebe und Puddingveganer – mit Holger Paetz Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Sonntag, 19. Oktober

Montag, 20. Oktober

IMS

Samstag, 25. Oktober 19:30 / 20 Uhr

Vergabe Paul-Preuss-Preiss und Discussion Cerro Terro Forum Brixen Mittwoch, 22. Oktober

Jazz

20:30 Uhr

Karlheinz Miklin & Quinteto Argentina Jazz und südamerikanische Musik Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

IMS

Walk Day auf der Plose (8 Uhr) Climbing Day in St. Lorenzen (8 Uhr); Talk mit Peter Habeler und Hervé Barmasse (12 bzw. 13:30 Uhr – Rossalm), Erzählung Wort.Klang (17 Uhr – Forum), Diskussion „Mountain Xtreme“ (19:30 Uhr – Forum) Forum Brixen/Plose

Film

17 Uhr

Theater

18 Uhr

Cerro Torre Das Kletterwunderkind David Lama und die Besteigung des Cerro Torre mit anschließender Diskussion Forum Brixen

Bei Charly H. ist Mumps Komödie aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn, Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg, Vahrn

Musik

18 Uhr

Theater

20 Uhr

Theater

20:30 Uhr

Musikkabarett

20:30 Uhr

Collegium Musicum Bruneck F. Mendelssohn: Christus op. 97 und Otto Nicolai: Te Deum Dom

Bei Charly H. ist Mumps Komödie aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn, Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg, Vahrn Personaggi Pirandellos „Sechs Personen suchen einen Autor“; aufgeführt vom Teatro La Ribalta Forum Brixen

Freitag, 24. Oktober

Theater

20 Uhr

Bei Charly H. ist Mumps Komödie aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn, Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg, Vahrn

Musikkabarett

Schlachtreif – das Rind im Mann Eine zwerchfellerschütternde Sicht auf das gehörnte Rindvieh in uns – mit Holger Edmaier Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

20:30 Uhr

Schlachtreif – das Rind im Mann Eine zwerchfellerschütternde Sicht auf das gehörnte Rindvieh in uns – mit Holger Edmaier Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

„Christus“ von Felix Mendelssohn und Te Deum von Otto Nicolai Julia Sophie Wagner, Sopran - Silvia Hauer, Alt Marcel Reijans, Tenor - Panajotis Iconomou, Bass Chor des Collegium Musicum Bruneck Südtirol Ensemble Heinrich Walder, Leitung Heinrich Walder leitet bei der Aufführung ein angesehenes Solistenensemble, den Chor des Collegium Musicum Bruneck und das Südtirol Ensemble. Das Oratorium „Christus“ von Mendelssohn besteht aus zwei Teilen (Geburt Christi und Leiden Christi) und blieb nach dem frühen Tod des Komponisten unvollendet. In der Musik zeigt sich der Einfluss von Händel und Bach, sowohl bei den Rezitativen des Evangelisten und bei den höchst dramatischen, emotionalen Turbachören als auch bei den kontemplativen Chorälen.

Dominik Plangger: „hoffnungsstur“ Der Südtiroler Liedermacher Dominik Plangger ist ein Poet und Sänger, der sein Publikum sehr zu bewegen und zu berühren weiß – auch weil er stets authentisch bleibt. Und er ist ein Künstler, der etwas zu sagen hat: Ob es sich um die Gesellschaft, um Politik oder einfach um Probleme des alltäglichen Lebens handelt, stets gelingt es dem Liedermacher, seine Themen auf den Punkt zu bringen. Sein neues Album „Hoffnungsstur“ enthält 14 Songs, die seine musikalische Bandbreite hör- und (be)greifbar machen.

» 17.10.: UFO Bruneck » 18.10.: Stadttheater Meran » 19.10.: Stadttheater Gries, Bozen » 24.10.: Josefshaus Laas » 25.10.: Culturforum Latsch » 26.10.: Forum Brixen Beginn jeweils um 20.30 Uhr

Kartenvorverkauf: in allen Athesia Buchhandlungen oder unter www.ticketone.it; www.athesiaticket.it

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» Samstag, 25. Oktober 2014 18.00 Uhr Dom Brixen

Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass

Collegium Musicum Bruneck in Zusammenarbeit mit der Brixner Initiative Musik & Kirche


Sonntag, 26. Oktober

Theater

Freitag, 31. Oktober 18 Uhr

Bei Charly H. ist Mumps Komödie aufgeführt von der Heimatbühne Vahrn, Regie: Ulrich Kofler Haus Voitsberg, Vahrn

Musik

Vernissage

18:30 Uhr

Mut – artecoraggio Eröffnung der Kunstausstellung zugunsten der oew; Musikperformance Altes Rathaus, Lauben 14

20:30 Uhr

Dominik Plangger: hoffnungsstur Der Südtiroler Liedermacher, der etwas zu sagen hat, mit neuen Songs Forum Brixen

Ausstellungen Film

20 Uhr

Jimmy´s Hall GB/IE/FR 2013, 104 Min., Regie: Ken Loach, mit Barry Ward, Simone Kirby, Andrew Scott Forum Brixen Donnerstag, 30. Oktober

Lesebühne 20:30 Uhr Aufschrei aus dem Kellerloch Mit Marion von Zieglauer und Haris Kovacevic wird der Keller zum literarischen Untergrund – und jeder, der etwas zu sagen hat, wird auf die Bühne geladen. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Märkte Monatsmarkt 9. Oktober, 8-13 Uhr Schwesternau Bauernmarkt in Brixen Mittwoch und Samstag, 8-13 Uhr Hartmannplatz Wochenmarkt montags, 8-13 Uhr Priel-Gelände Südtiroler Brot- und Strudelmarkt 3. und 4. Oktober, 9:30-18:30 Uhr, 5. Oktober 10:30-18 Uhr Domplatz Ggumperer-Flohmarkt 4. Oktober, 8-17 Uh Albuingasse Biologisches Erntefest 5. Oktober, 10-17 Uhr Vinzentinum

Diözesanmuseum Hofburg Brixen bis 31. Oktober Sonderausstellung Ulrich Glantschnigg 1661–1722 Führungen jeden Samstag um 11 Uhr Öffnungszeiten: Di-So 10-17 Uhr Stadtgalerie Brixen 3. – 25. Oktober Burning. Zeichnungen und Installation von Roland Senoner. Eröffnung am 3.10. um 18:30 Uhr Öffnungszeiten: Di-Sa, 10 – 12 Uhr, 16.30-18.30 Uhr Altes Rathaus Brixen 31. Oktober – 7. November Mut – artecoraggio Ausstellung und Benefizverkauf zugunsten der oew; Südtiroler KünstlerInnen stellten ein Werk zur Verfügung, umrahmt von zusätzlichen Kunstinstallationen. Eröffnung am 31. 10., 18:30 Uhr Öffnungszeiten: 10-12 Uhr, 15-18 Uhr Altes Rathaus, Große Lauben 14

Inszenierung Ausstellung der Werke von Karl Jöchler

» 24. Oktober – 15. November

Eröffnung am Freitag, 24. Oktober um 18.30 Uhr Galerie 90, Mühlbach

Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 17:30 - 19:30 Uhr Samstags 10:00 – 12:30 Uhr

Galerie 90 – Wolkensteinerhaus, 2. Stock Katharina-Lanz-Straße 90, Mühlbach

Galerie 90 bis 11. Oktober Astrid Gamper: Traum/Aktzeichnungen Öffnungszeiten: Do-So, 17:30-19:30 Uhr 24. Oktober – 15. November Karl Jöchler: Inszenierungen Eröffnung am Fr, 24.10. um 18:30 Uhr Öffnungszeiten: Do-Fr 17:30 – 19:30 Uhr, Sa 10-12:30 Uhr Katharina-Lanz-Straße, Mühlbach Galerie Hofburg 4. – 27. Oktober Vette Urbane Visionäre Städteschluchten erleben mit Federico Romero Bayter Öffnungszeiten: Mo – Sa, 10-13 Uhr, 15-19 Uhr Forum Brixen 16. – 21. Oktober Best of IMS Photo Contest 2014 powered by BMW Mystic Berg – Werke von Wilhelm Senoner

Vette Urbane Visionäre Städteschluchten erleben mit Federico Romero BAYTER Der Künstler Federico Romero Bayter ist gebürtiger Kolumbianer und hat seine professionelle künstlerische Ausbildung an der Accademia di Brera erhalten. Bayter sieht seine Malerei als natürliche Ausdrucksweise und ist für visionäre Stadtlandschaften berühmt, die die Kulturen Lateinamerikas und Italiens verbinden. Mithilfe schneller Zeichen erschafft Bayter entfremdete städtische Gewebe, die aber trotz seiner freien Interpretation Wiedererkennungswert besitzen.

» 04.10. - 27.10.2014

Galerie Hofburg in Brixen

Öffnungszeiten: MO - SA 10.00 - 13.00 / 15.00 - 19.00 Uhr

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HOCKEY IN BRIXEN

Freizeit & Sport

Neustart auf dem Eis

Totgeglaubte leben länger: Als Gerüchte um das Auflassen der Brixner Eishalle kursierten, nahmen dies einige engagierte Hockeyspieler zum Anlass, um der Sportstruktur neues Leben einzuhauchen. Heute herrscht dort lebendiges Treiben, denn der neu gegründete Hockeyverein „Falcons“ nimmt sich der Brixner Hockeyjugend an.

Goldene Zeiten und ruhige Jahre. In den 90er Jahren boomte

der Hockeysport in Brixen: Die Jugendarbeit des damaligen Vereins rund um Präsident Roberto Padovani trug Früchte. Die Jugendmannschaften heimsten einen Italienmeistertitel nach dem anderen ein und brachten es im Jahr 2003 sogar zum Meistertitel der Serie B.

Ganze: In dieser Erfolgszeit wurde zu wenig in die Jugendarbeit investiert. Die Folge war zwar eine erfolgreiche erste Mannschaft, aber keine Nachwuchsspieler. Auf diese turbulente Zeit folgte also eine ruhigere Phase. Bis 2007 führte Roberto Padovani den damaligen Verein weiter, bis er sich aus dem Eishockeysport ganz zurückzog. Der Verein wurde bis 2013 von Eltern und Trainern zwar noch am Leben erhalten, aber ohne wirkliche Zukunftsvisionen geführt – bis die ehemaligen Spieler die Zügel in die Hand nahmen. „Bereits während des Studiums haben wir mit der Übernahme des Vereins geliebäugelt, sogar Businesspläne erstellt und überlegt, wie wir den Eishockeysport in Brixen wieder zu dem machen, was er mal war“, so Oliver Schenk, heutiger VizePräsident der Falcons. „Als dann sogar der Abriss der Eishalle von-

mitglieder wurden alsbald zunichte gemachte, denn die Jungen zeigten gleich, wo es lang geht. Ohne Eigeninteresse und nur zum Wohle des Hockeysports krempelten die Neuen alles um und machten sich den Wiederaufbau zur Aufgabe. „40 Kinder starteten mit uns in die neue Saison – mehr als wir erwartet hatten. Sie zeigten uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Vorstandsmitglied Luca Scardoni. Immer mehr Kinder kamen im Laufe der Saison dazu, da sich der frische Wind, der nun in der Eishalle wehte, herumgesprochen hatte. Heute stehen mehr als 70 Kinder im Falcons-Trikot auf dem Eis. Trainiert wird derzeit dreimal pro Woche mit mehreren Trainern in der Brixner Eishalle. Für die U8 und U10 gibt es bereits eine eigene Mannschaft. Die Kinder der U12 müssen derzeit noch mit

„Hockey ist eine enorme Herausforderung: Eislaufen, den Hockeystock beherrschen, denken, entscheiden – und das alles bei hoher Geschwindigkeit.“_ Oliver Schenk, Vize-Präsident des HC Falcons Zahlreiche Brixner Hockeyspieler spielten für längere Zeit zudem in der Serie A und machten Erfahrungen im Ausland. Dazu zählen auch die neuen Vorstandsmitglieder der Falcons, die bis auf Patrick Bona, der noch aktiv spielt, nur mehr in ihrer Freizeit den Hockeystock in die Hand nehmen. Nur einen bitteren Beigeschmack hatte das 40

seiten der Gemeinde im Gespräch war, sagten wir uns: Jetzt oder nie! Und wir wagten den Schritt.“

Mit dem Puck zum Erfolg. Mit

neuen Visionen, neuem Logo und neuem Vorstand starteten die Falcons im September 2013 in ihre erste Saison. Anfängliche Skepsis vonseiten der ehemaligen Vereins-

den Boznern mitspielen – das wird sich aber spätestens in der nächsten Saison ändern. Jene Kinder, die noch nicht sicher auf dem Eis stehen, können das sichere Eislaufen in der Laufschule lernen. Bereits ab drei Jahren können sich die Kleinen auf dem Eis versuchen und ihnen steht ein Trainer zur Verfügung, der sich

nur darum kümmert, ihnen das Eislaufen beizubringen. Sobald sie das können, wird ihnen vom Verein die Hockey-Ausrüstung gestellt; einzig die Schlittschuhe müssen die Eltern selbst kaufen. Aufnahmekriterien gibt es keine: Jeder, der Freude am Hockeyspielen hat, kann sich den Falcons anschließen. „Es geht uns einzig darum, den Brixner Kindern auch so eine tolle Hockeyjugend zu ermöglichen wie wir sie hatten“, so Scardoni. Mit viel Know-how

info HC Falcons Trainingszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag Laufschule und U8: 17 bis 18 Uhr U10 und U12: 18 bis 19:30 Uhr Einschreibungen und Infos unter www.hc-falcons.it Trainer: Chef-Trainer: Elmar Parth (ehemaliger Eishockeytormann der Nationalmannschaft bis 2006 sowie Spieler der Serie A) Co-Trainer: Fulvio Salina Callegari (ehemaliger Eishockeyspieler und seit Jahren als Trainer tätig) Trainer der Laufschule: Alex Gusella (ehemaliger Spieler der Serie A2) Tormanntrainer: Nils Bertol und Ewald Mitterrutzner Vorstand: Präsident: Alex Gusella Vize-Präsident: Oliver Schenk Manager: Patrick Bona, Matthias Lazzeri, Daniel Solderer, Luca Scardoni

Foto: Oskar Zingerle

W

as machen ehemalige Hockeyspieler, wenn sie in „sportliche Rente“ gehen? Sie kümmern sich um den sportlichen Nachwuchs. Alex Gusella, Oliver Schenk, Luca Scardoni, Patrick Bona, Matthias Lazzeri und Thomas Oberegger haben sich der Jugend angenommen und im Frühjahr 2013 den Hockeyverein „Falcons“ gegründet. Mit einem einzigen Ziel: Den Hockeysport in Brixen wieder zu dem zu machen, was er einmal war.


sowie Motivation und Engagement möchte der Verein zudem als Talentschmiede fungieren: „Es wäre natürlich auch in unserem Sinne, wenn wir jungen Brixner Hockeyspielern zu einer tollen Karriere verhelfen können“, so Schenk.

Einzigartige Struktur. Immer wie-

der betont der Falcons-Vorstand die Einzigartigkeit der Brixner Sportstruktur: „So ein Trainingszentrum wie in Brixen gibt es sonst nirgendwo in Südtirol“, ist Scardoni überzeugt. Die Nähe zur Stadt, die Acquarena, die Fitnesshalle und das Leichtathletikzentrum neben der Eishalle, zudem ein kleiner und ein großer Eislaufplatz, bieten dem Hockeyherz alles, was es begehrt. „Man könnte hier auch große Events

veranstalten“, meint Oliver Schenk euphorisch. Nicht ohne Grund waren bereits im letzten Jahr Profimannschaften aus Russland und Deutschland in Brixen zum Trainieren. „Genau damit kann sich dann die Struktur finanziell vielleicht sogar tragen“, ist Scardoni überzeugt. Neben den Falcons trainiert hier noch der Brixner Eiskunstlaufverein, zudem kommen Freizeitvereine aus der Umgebung zum Spielen her, die alle für die Nutzung der Eishalle bezahlen. „Natürlich ist unser langfristiges Ziel auch, wieder eine erste Mannschaft zu haben. Die Struktur würde dann noch mehr an Wichtigkeit gewinnen“, so die Vorstandsmitglieder.

Gut geschützt. Auf die Frage,

wie gefährlich der Hockeysport

eigentlich ist, wehren die ehemaligen Profispieler vehement ab: „Dass Hockey gefährlich ist, ist ein Vorurteil, das wir nicht bestätigen können: Ein Fußballer reißt sich sicher öfters das Kreuzband, als dass sich ein Hockeyspieler verletzt. Wenn man bereits als Kind mit dem Schlittschuhfahren und Hockeyspielen beginnt, lernt man auch, wie man richtig bremst, wie man schießt und wie man mit dem Körperkontakt beim Spielen umgeht. Dann ist die Verletzungsgefahr sehr gering“, sind die erfahrenen Hockeyspieler überzeugt. „Mit einigen blauen Flecken oder einem Sturz muss man natürlich manchmal rechnen, aber das ist in anderen Sportarten nicht anders. Außerdem ist man beim Hockeyspielen von oben bis unten bestens geschützt“, so Scardoni.

„Mehr Sorgen würde ich mir bei Freizeitmannschaften machen: Wenn die Routine fehlt, wird Hockey effektiv ein gefährlicher Sport“, meint Chef-Trainer Elmar Parth. Wichtig sei, dass die Kinder Spaß haben: „Die meisten, die einmal Hockeyluft geschnuppert haben, wollen gar nicht mehr runter vom Eis“, so Schenk. „Hockeyspielen ist eine enorme Herausforderung: Du musst gleichzeitig Eislaufen, den Hockeystock beherrschen, denken, schießen, und das alles unter hoher Geschwindigkeit – das kann man nicht mit einer Ballspielstunde vergleichen.“

evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 41


HANDBALL

Freizeit & Sport

Gemeinsam auf Erfolgskurs Foto: Oskar Zingerle

Mit insgesamt zehn Teams, betreut von neun Trainern, gehen die Sektionen Handball Männer, Frauen und Jugend in die Spielsaison 2013/14. Das Hauptaugenmerk gilt der Männermannschaft, die in der höchsten italienischen Liga spielt und heuer vorne ein Wörtchen mitreden will.

D

er Handballsport spielt in Brixen seit den 70er-Jahren eine herausragende Rolle. Davon zeugen auch internationale Veranstaltungen wie die B-Weltmeisterschaft der Männer 1987, die Weltmeisterschaft der Frauen 14 Jahre später und die MastersEuropameisterschaften im Vorjahr. Um Großereignisse stemmen zu können, braucht es die Zusammenarbeit vieler Beteiligter – auf dem Spielfeld und hinter den Kulissen. Die Voraussetzungen dafür sind in Brixen gegeben: Dafür sorgt die große Handball-Familie, bestehend aus Trainern, Spielern, Vorstände, Handballclub, Altherren, Freunde, Fans und Sponsoren. Während der Monate Mai, Juni und Juli ruhte die Arbeit der Aktivsportler, während hinter den Kulissen die Saison vorbereitet wurde. Es galt, die Trainerteams zu bestellen, die dann für die sportlichen Ergebnisse zuständig sind, Spieler und Spielerinnen neu anzuwerben und zu motivieren, Mitarbeiter für die Anbringung der Werbebanden und dergleichen zu akquirieren, die Trainingspläne zu erstellen und Sponsoren anzuwerben. Letzteres wird übrigens immer schwieriger – die Wirtschaftskrise ist auch in diesem Bereich zu spüren.

Trainertrio und Vorbereitungsspiele. Viel Neues hat sich beim Trainertrio der ersten Mannschaft 42

Mit viel Elan gehen die Handballteams in die neue Spielsaison

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nicht ergeben: Trainer Michl Niederwieser trägt wie im Vorjahr die Hauptverantwortung, und Tormanntrainer Günther Wierer steht ihm zur Seite. Für das Konditionstraining wurde der diplomierte Sportlehrer Christian Fill verpflichtet. Bereits am 1. August wurde mit der Vorbereitung auf dem Spielfeld begonnen. Die 18 Athleten der ersten Mannschaft haben in den sieben Wochen bis zum ersten Meisterschaftsspiel am 20. September mindestens 30 Trainingseinheiten auf dem Buckel. „Dazu kommen die Trainingsspiele. Das waren Matches gegen Meran, Pressano, Innsbruck von der Zweiten Österreichischen Liga, Mezzocorona und Eppan – mit Ausnahme von Innsbruck alles Teams, denen wir in der Meisterschaft wiederum gegenüber stehen werden“, erläutert Michl Niederwieser, „diese Begegnungen sind sehr wichtig, denn sie bieten mir die Gelegenheit, alle Spieler zum Zuge kommen zu lassen. Und jeder Spieler kann sich von seiner besten Seite zeigen und Fortschritte an den Tag legen.“ Die Zahl der Trainingseiheiten wurde auf fünf pro Woche erhöht. Zudem gibt es die Möglichkeit, ein Mittagstraining zu absolvieren. Freilich können dies nicht alle nutzen; am ehesten sind es Schüler und Studenten nach Unter-

richtsende um 13 Uhr. Insgesamt zeigte sich der Trainer mit dem Verlauf der Vorbereitungsphase zufrieden: „Allerdings standen nur ganz selten alle Spieler zur Verfügung, was bei einem Kader wie dem unsrigen, bei dem nahezu alle entweder im Berufsleben oder in der Ausbildung stecken, normal ist.“

Die erste Herrenmannschaft. Auch in der ersten Herrenmannschaft gibt es wenige Veränderungen. Ältester Spieler ist, wie schon im Vorjahr, mit 38 Jahren Pippo Kokuca. Er ist Vize-Kapitän und Trainer zweier Jugendmannschaften. Rund zehn Jahre jünger sind die Routiniers Andreas Salcher, Kapitän Manuel Dejakum und der erste Tormann Benno Pfattner. Etwa im selben Alter sind Dominik Dorfmann, der im Vorjahr sein Studium beendet hat und seitdem wieder im Team ist, und Ivan Stuffer, der nach einjähriger freiwilliger Pause zurückgekehrt ist. Er will es noch einmal wissen! Nicht wegzudenken sind Holger Kovacs, Felix Sader, Michael Ranalter, Benni Mairvongrasspeinten und Markus Wieland. Martin Sonnerer, von dem es im Sommer hieß, er würde in Bozen anheuern, ist von seiner Verletzung im Oktober 2013 genesen. Dasselbe gilt für Mirko Rainer. Mit 17 Jahren ist er der Jüngste in der Truppe. Er

erlitt zu Beginn der Saison 2013/14 nach glänzendem Auftakt eine schwere Schulterverletzung, wurde in München operiert und freute sich auf den Neustart – doch hat er sich bei einem Training Mitte September eine Verletzung an den Seitenbändern des Knöchels zugezogen, sodass er wieder drei Wochen pausieren muss. Dazu kommen noch Jonas Penn, Silas Oberrauch, Robin Mairegger und Alex Wierer, der zweite Tormann, der auch noch keine 18 Jahre alt ist. Diese Jungspunde haben im Sommer die U-18-Italienmeisterschaft gewonnen und brennen auf ihren Einsatz in der A-Mannschaft. Völlig neu in Brixen und seit 1. August mit dabei ist der 24-jährige Argentinier Emanuel Sergio Alvarez. Der Linkshänder begann seine Karriere als Vierzehnjähriger in seiner Heimatstadt Necochea und übersiedelte zwei Jahre später des Handballsports wegen nach Buenos Aires. Im Vorjahr spielte er erstmals in Italien, in Cologne. Derzeit kommuniziert er noch auf Italienisch, aber bald möchte er Deutsch lernen, um in der Gemeinschaft noch besser Fuß fassen zu können: „Ich habe als Bub auf der HumboldtPrivatschule ein wenig Deutsch gelernt, und ich habe eine Uroma mit deutschen Wurzeln – das motiviert mich zusätzlich“, sagt Alvarez.


Die Meisterschaft 2014/15. Der

Bozen. Er spielt in einer anderen Liga!“ Die Hauptrivalen der Brixner sind Pressano, Meran, Triest und Cassano. „In der vergangenen Saison waren wir in der Formulierung des Zieles vorsichtiger, denn die Mannschaft war zu neu“, meint Engl, „die Spieler sind inzwischen aber gereift, und mit der Rückkehr von Ivan Stuffer und dem Neuerwerb des rechten Halbflügels Alvarez haben wir uns verstärkt. Zudem hoffen wir heuer auf mehr Glück als im Vorjahr, denn da haben wir vier oder fünf Spiele mit einem Tor Unterschied verloren, darunter die beiden Spiele gegen den SC Meran. Das war wie verhext!“

Positive Stimmung. Dass Spie-

ler und Spielerinnen, Vorstandsmitglieder und Fans freudig und fast schon ungeduldig auf den Saisonbeginn warten, wurde bei der Vorstellung der Teams deutlich. Für gute Stimmung sorgten dabei neben den Sportlern auch die Mitglieder des Fanclubs, die mit ihrem riesigen Maskottchen Miki für Aufsehen sorgten. Gut ersichtlich war das knallgelbe Auto, das beim letzten Spiel vor Weihnachten unter den Käufern

eines Jahresabos verlost wird. Bei dieser Gelegenheit soll wiederum eine Spendenaktion durchgeführt werden, die einer in Not geratenen Brixner Familie zugute kommt. Wenn es nach den Vorhaben des rührigen Fanclubs geht, soll jedes der acht Heimspiele für das Publikum zu einem Erlebnis werden. Für Auswärtsfahrten wird wiederum ein Bus organisiert; für Regionalspiele soll es sogar ein Doppeldecker mit 70 Plätzen sein. Bewährt hat sich auch die Fanzeitung „Der Pamper“. Sie wird mit der Handballbroschüre zusammengelegt und doppelt so viele Seiten haben wie bisher. Damit auch italienisch-sprachige Fans sich über News zu verschiedenen Bereichen informieren können, werden die Texte zukünftig ins Italienische übersetzt. Völlig neu ist hingegen das Sticker-Album, wie es vielen vom italienischen Fußball her bekannt ist. Mit sage und schreibe 240 Klebebildchen ist das Album voll – das bedeutet, dass etwa so viele Personen mit dem Handballgeschehen befasst sind!

Größere Veränderungen im Frauenteam. Die Handballerinnen des SSV – sie werden dieses

Jahr von Fabio Vergadin trainiert – haben hingegen noch etwas Zeit, denn das erste Spiel der 2. Division wird erst am 15. November angepfiffen. Zeit, die gebraucht wird, um die aus Studiengründen zu verzeichnenden Abgänge von den vier Athletinnen Annares Auer, Melanie Pernthaler, Giulia Dibona und Claudia Mairamtinkhof zu verkraften. „Wir sind auf gutem Weg“, sagt Sektionsleiterin Wally Ulpmer. „Es gibt Gespräche mit Kastelruther Spielerinnen, die bisher bei der ersten Bozner Mannschaft gespielt haben. Zwei werden sicher in unserem Team sein, es könnten auch Vier werden. Derzeit absolvieren sie Probetrainings, Ende des Monats wird man sehen.“ Vom späten Nachmittag bis zum späten Abend herrscht also lebhafter Betrieb in der Fischzuchthalle, denn auch die Jugendmannschaften haben begonnen, an ihrer Form und Technik zu arbeiten. Für einige Teams sind noch die Einschreibungen im Gange; dies gilt im Besonderen für die Ballspielstunden der Jüngsten. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

D E S E I N. I t

diesjährige Austragungsmodus der Meisterschaft entspricht dem des Vorjahres. Gespielt wird italienweit in drei Kreisen mit je neun Mannschaften. Brixen trifft im Kreis Nord auf den SSV Bozen, den SC Meran, Handball Eppan, Pressano, Mezzocorona, Triest, Cassano und Cologne. Vom 20. September, an dem das Heimspiel gegen den langjährigen Rivalen aus Triest erfolgte, bis 14. Februar, an dem das Heimspiel gegen Meran ausgetragen werden wird, bestreiten die Handballer die 16 Spiele der Vorrunde. Voriges Jahr war es noch ein Traum, sich für die Meisterrunde qualifizieren zu können. Und heuer? Darauf antwortet Reinhold Engl, allgemein „Angelo“ genannt. Er ist seit 2007 Präsident der Sektion Handball Männer und zieht umsichtig und zielstrebig, vorwiegend im Hintergrund, die Fäden: „Unser Ziel für die Saison 2014/15 ist das Erreichen der PlayOff-Runde. Am Ende der Vorrunde wollen wir unter den ersten vier Mannschaften sein. Wir wissen um die Ausgeglichenheit der Teams in unserem Kreis. Am stärksten ist, wie in den Vorjahren, der SSV

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Freizeit & Sport

INTERNATIONAL MOUNTAIN SUMMIT

Im Zeichen der Willenskraft Von 16. bis 21 Oktober findet in Brixen wieder der International Mountain Summit (IMS) statt: Ein Bergfestival der besonderen Art mit Legenden, Szene-Stars und vielen interessanten Personen, die alle Willenskraft bewiesen haben – und beweisen.

Ü

ber 60 Menschen, die unglaubliche Geschichten zu erzählen haben. Von waghalsigen Erstbesteigungen, neuen Kletterrouten, Ausnahmesituationen, Schicksalsschlägen, Inspirationen – und auch einfach von ihrem Leben, das plötzlich ganz anders verlaufen ist als eigentlich geplant war. Geschichten, die unter die Haut gehen, einen Funken Hoffnung spenden, neue Sichtweisen eröffnen. Der kiku. International Mountain Summit (IMS) dient als große Plattform, um eben diesen Geschichten zu

lauschen, daran teilzuhaben und auch etwas für den Alltag mitzunehmen: die Motivation, weiterzumachen, nicht aufzugeben. Kurz: Willenskraft.

Willenskraft verbindet. Die Willenskraft steht heuer ganz im Zentrum des IMS und ist das Glied in der Kette, das die über 60 Referenten bei den mehr als 30 Einzelveranstaltungen mit dem Publikum verbindet. Denn Willenskraft braucht man ständig – im Beruf, im Alltag, in der Freizeit und in der Schule. Die

Referenten, die beim IMS zu Wort kommen werden, mussten mehr als einmal beweisen, dass sie Willenskraft haben. Beispielsweise die beiden Bergsteigerlegenden Reinhold Messner und Peter Habeler, die 1978 das für unmöglich Geglaubte wagten und den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff bestiegen. Oder Alain Robert, der Spiderman, der trotz eines schweren Unfalls für seinen Traum kämpfte und sich nun einen Namen als Fassadenkletterer gemacht hat. Das junge Ausnahmetalent David Lama bewies nicht nur bei seiner ersten freien Begehung der Südostkante des Cerro Torre mit Peter Ortner Willenskraft. Ebenso wie Andy Holzer, Hervé Bermasse, Mark Inglis, Hanspeter Eisendle, Steph Davis... die Liste der geladenen Bergsteiger, Kletterer und Athleten ist lang. Doch auch die anderen Referenten und Diskussionsteilnehmer haben einzigartige Geschichten zu erzählen. Am IMS nimmt auch der Frei.Wild-Sänger Philipp Burger teil, und zwar bei der Diskussionsrunde „Wille zur KRAFT zum Willen“. Burger, der Höhenbergsteiger Mark Inglis und der Psychologe Georg Fraberger, der ohne Beine und Arme auf die Welt gekommen ist, haben dabei gemeinsam, dass sie in ihrem Leben sprichwörtlich Berge versetzt haben.

Blind Date, Handicap und Doping. Ein Treffen der besonderen Art wird beim „Blind Date“ am 16. Oktober im Forum über die Bühne gehen, wenn der 13-jährige Neuseeländer Louis Corbett auf den 47-jährigen Berg-

Blind-Date mit Extrembergsteiger Andy Holzer

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44

steiger und Kletterer Andy Holzer, der seit Geburt an blind ist, trifft. Corbett leidet nämlich an einer unheilbaren Augenkrankheit, die ihn unaufhaltsam erblinden lässt. Seine Familie hat sich nun zur Aufgabe gemacht, Louis so viel wie möglich von der Welt zu zeigen, um sein Gedächtnis zu füllen. Holzer, der sich selbst als „Sehender ohne Augen“ beschreibt, und Corbett eröffnen uns Sehenden einen neuen Zugang zum Leben und vermitteln uns etwas von ihrem Willen und ihrer Kraft – den Eigenschaften, die beide auszeichnen. Gerade durch diesen besonderen Vortrag, durch das Aufeinandertreffen zweier Schicksale, wird gezeigt, dass der IMS mehr ist als nur ein Gipfeltreffen für Extrembergsteiger: „Wir wollen nicht nur die bergsteigerischen Leistungen herzeigen, sondern auch etwas mitgeben fürs Leben: Hochachtung, Respekt und Willenskraft“, erklärt der Organisator Alex Ploner. Neue Sichtweisen eröffnen – auch dazu wird während des IMS heuer angeregt. So zum Beispiel beim Kongress am 17. Oktober, der unter dem Motto „Berge für alle – Handicap und Outdoor“ geführt wird. Weltweit leben rund eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung, von denen viele auch die Natur genießen und die Berge spüren wollen. Dies wirft die Frage auf, ob Berg-Tourismusländer wie Österreich, Italien und die Schweiz überhaupt auf Menschen mit Mobilitäts- und Aktivitätseinschränkungen vorbereitet sind. Der Kongress bietet eine Diskussionsplattform für Betroffene, Fachleute, Wissenschaftler und natürlich Interessierte. Der bereits erwähnte Mark Inglis hat mehrmals bewiesen, dass Outdoor und Handicap vereinbar sind: „Du bist 23 Jahre alt, 14 Tage in einer Eishöhle auf der Spitze des höchsten Bergs auf Neuseeland eingeschlossen. Du


wachst in einem Krankenhaus auf und findest heraus, dass du beide Beine unterhalb des Knies wegen Erfrierung verloren hast. Was tust du als Nächstes? Du besteigst natürlich den Mount Everest.“ Und das ist Mark Inglis im Jahr 2006 auch gelungen. Beleuchtet wird beim IMS zudem ein anderes Thema, das meist unter ein Tuch des Schweigens gehüllt wird, aber dennoch bei Profi- und Freizeitsportlern, egal ob beim Höhenbergsteigen oder Breitenbergsport, sehr präsent ist: Doping. Am 18. Oktober wird dieses brisante Thema bei dem internationalen IMS-Kongress „Wie ehrlich ist der (Berg)Sport“ diskutiert. Eingeladen, am Kongress teilzunehmen, sind Höhenmediziner, Athleten, Alpinisten, Vertreter der Alpenvereine, Journalisten, Ethiker, Antidopingfachleute, Funktionäre der Sportvereine, Trainer und Interessierte. „Das hat es in dieser Größenordnung und in Kombination mit dem Berg noch nicht gegeben“, meint Ploner überzeugt.

Gehen, Fliegen, Suchen. Die ein-

zigartige Bergwelt mit ihren Herausforderungen, Chancen, Möglichkeiten und Hindernissen steht beim IMS traditionell im Zentrum. Um den Berg nun auch am eigenen Leibe zu spüren, findet am 19. Oktober auf der Plose der „IMS Walk Day by GORE-TEX®“ unter dem Namen „S’groaße Wonderfestival“ statt. Eingeladen ist jeder – ob klassischer Wanderer, Paraglider, Geocacher, Student, Wanderführer oder Bergretter. Beim Wandertag auf der Plose steht klar das Miteinander, das Gemeinsame im Mittelpunkt. „Ich habe immer ein Pärchen im Kopf, das das ganze Jahr in Berlin auf der Couch sitzt, seit 40 Jahren verheiratet ist und von Südtirol träumt. Wenn sie sich endlich diesen Traum erfüllen und zu zweit wandern gehen, wird das dann nach zwei Tagen fad. Ich finde Wandern einfach spannender, wenn man es gemeinsam machen kann“, so Ploner. Am 19. Oktober wird die Plose auch von Paraglidern unsicher gemacht, die sich zeitgleich zum Törggele-Fliegen einfinden und ih-

re Runden drehen werden. „Durch das Event versuchen wir, die Flugszene in Brixen zu reaktivieren und das Fluggebiet Brixen, das durchaus interessant ist, einmal vorzustellen“, erklärt Alex Ploner. Auch Schatzsucher machen an diesem Tag den Brixner Hausberg mit ihren GPS-tauglichen Geräten unsicher, denn das Event „Geocaching – Catch it if you can“, das am 17. in der Festung Franzensfeste beginnt, gipfelt am Sonntag auf der Plose.

Zusammenhalt. Wie beim Berg-

steigen, ist auch beim IMS das Thema Zusammenhalt von großem Gewicht. „Es ist wichtig, dass man gemeinsam an einem Strang zieht. Sonst können solche Festivals nicht überleben“, fasst Ploner zusammen. Schließlich wurden beim IMS 2013 mehr als 8.000 Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern gezählt, und das Bergfestival hat sich im Laufe seines sechsjährigen Bestehens zu einer der bedeutendsten Bergveranstaltungen in Europa gemausert. Ploner zeigt sich auch erfreut über die Zusam-

menarbeit mit Brixen: „Durch den IMS wird Brixen als Kongressstadt positioniert. Außerdem hat man die Möglichkeit, Partner und Partnerstädte einzuladen.“ Kontakte pflegen kann man beim IMS zudem besonders gut – und zwar in der IMS Alm im Forum Brixen beim „Abklettern“, wo Geselligkeit groß geschrieben wird. Heuer werden die Gäste mit Spezialitäten aus der Genussregion Hochpustertal verwöhnt, wenn vier Hüttenwirte samt Team aufkochen: Rudi Egartner von der Rudi-Hütte in Sexten, Hanspeter Sinner von der Talschluss-Hütte in Sexten, Hubert Weissteiner von der Riese Haunold-Hütte in Innichen und Markus Holzer von der Jora-Hütte in Innichen. „Ich finde es spannend, wenn ein Essen eine Geschichte zu erzählen hat – dann schmeckt’s mir einfach doppelt so gut!“, bringt es Alex Ploner auf den Punkt. veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

info IMS Walk Day by GORE-TEX ® Sonntag, 19. Oktober, 8-17 Uhr Ab 8:30 Uhr werden die Wanderer mit der Seilbahn auf die Plose gebracht. Um 12 Uhr Treffen auf der Rossalm; bei den Gipfelgesprächen wird Peter Habeler von seinem bewegten Leben erzählen. Anschließend steht Hervé Bermasse dem Journalisten der Gazzetta dello sport, Sandro Filippini, Rede und Antwort.

Frei.Wild-Sänger Philipp Burger …

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SPORTSCHIESSEN

Freizeit & Sport

Italienmeisterin! z Die Brixner Sportschützin Manuela Mahlknecht wurde kürzlich zur Italienmeisterin im DreiStellungswettkampf – der Königsdiszisplin im Sportschießen – gekrönt. „Manuela ist schon seit vielen Jahren ein Aushängeschild unseres Vereins“, berichtet Oberschützenmeister Urban Zingerle zuversichtlich, „und umso stolzer sind wir auf ihre herausragende Leistung bei der Italienmeisterschaft in Mailand.“ Mahlknecht ist bereits mehrfache Landesmeisterin und nahm

an internationalen Wettkämpfen teil. Dank des kürzlich in Verona erworbenen Trainerscheins hat die Ausnahmesportlerin nun auch die offizielle Befähigung, ihr Wissen und ihre Erfahrung an junge Nachwuchsathleten weiterzugeben. Im Bild: Manuela Mahlknecht und Urban Zingerle. oz

F&S Freizeit & Sport DIVERSES

Neue Sportanlage eingeweiht z Bischof Ivo Muser weihte gemeinsam mit Bürgermeister Albert Pürgstaller und dem Pfarrgemeinderat Brixen die neue Sportanlage im Oratorio Don Bosco ein. Die neue Einrichtung wurde mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse komplett renoviert und verfügt nun über einen Kunstrasenplatz zum Fußballspielen sowie über einen Basketballplatz. Genutzt werden darf der Platz von Jung und Alt, egal ob deutscher oder italienischer Muttersprache. Besonderer Wert wird auf das

kurz

notiert

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Zusammenspiel der Jugendlichen gelegt, die auf der neuen Sportanlage wichtige Kontakte knüpfen sollen und sich dabei sportlich betätigen. Während der 36. Ausgabe des Don-Bosco-Festes wurde die Sportanlage bereits genutzt: Neben der Brixner Basketball-

Der gebürtige Schwarzwälder und in Brixen wohnhafte Peter Stier fuhr beim heurigen Ötztaler Radmarathon in seiner Kategorie aufs Podest. In einer Zeit von sieben Stunden und 51 Minuten legte er die 238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter zurück.

mannschaft, die ihr Können unter Beweis stellte, kämpfen bei einem Calcetto-Turnier fünf Mannschaften um den Sieg. Auch Bischof Ivo Muser zeigte nach der feierlichen Eröffnung auf dem neuen Kunstrasenplatz seine sportlichen Fähigkeiten. eh

Der 18-jährige Martin Sonnerer vom SSV Brixen Handball wurde in die italienische Nationalmannschaft einberufen. Nun wird der Brixner Flügelspieler zwei Testspiele gegen Israel bestreiten, die das Team an die EM-Qualifikationsspiele heranführen soll.

Der neue „Single-Trail“ auf der Plose wurde eingeweiht. Der neun Kilometer lange Mountainbike-Parcours startet von der Bergstation und ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Die Fahrräder können kostenlos in der Gondel transportiert werden.


NACHGEFRAGT

„Brixen ist ein Top-Revier“ Frau Weiss, seit wann gibt es das Mountainbike-Testival? Das Testival fand zum ersten Mal 2004 in der Schweiz statt; 2006 zog es nach Latsch weiter, und seit vier Jahren findet es in Brixen statt. Getestet werden dabei die neuesten Bikes, Komponenten und Zubehör wie Rucksäcke, GPS-Geräte oder Protektoren. Rund 50 Aussteller wie Ghost, Scott, Fox, Continental, Shimano und viele andere mehr waren dieses Jahr am Domplatz vertreten.

Brixen bietet als Stadt ein breites Spektrum: Die Trails am Hausberg Plose und das Bike-Wegenetz rund um Brixen sind erstklassig, Biker aller Leistungsklassen finden hier passendes Terrain. Brixen ist ein Top-Revier: Die Naturtrails kommen sehr gut an, und mit dem Bau des neuen Plose Single Trails „Flow 6,6 KM“ wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Heuer fand das Testival erstmals am Domplatz statt; damit zeigt Brixen einmal mehr, dass es ein Herz für Biker hat.

Weshalb eignet sich Brixen als Austragungsort für das Testival?

Welche Zielgruppe wird mit dem Testival eigentlich angesprochen?

Vor allem kommen Mountainbiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Brixen, die zum Ende der Saison noch ein paar schöne Tage in den Bergen verbringen wollen. Vom GenussBiker, Cross-Country-Fahrer, Free­ rider bis hin zum Downhiller sind die unterschiedlichsten Typen vor Ort.
Das Testival eignet sich aber auch für diejenigen, die mit dem Kauf eines neuen Bikes liebäugeln. Hier haben sie die Chance, die neuesten Modelle der anstehenden Saison erstmals einem ausgiebigen Praxistest zu unterziehen.

Foto: Daniel Geiger

SABRINA WEISS, Eventmanagerin der Motor Presse Stuttgart und Organisatorin des MountainbikeTestival in Brixen, über die Zukunft des Radsports in Südtirol, und welche Rolle Brixen dabei spielt.

evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Wirtschaft & Umwelt SICHERHEIT, NAHERHOLUNG UND ÖKOLOGIE: Auch im Falle eines Jahrhunderthochwassers soll der neu gestaltete Flussraum Schutz bieten

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IDEENWETTBEWERB ZUR FLUSSRAUMGESTALTUNG ABGESCHLOSSEN

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Brixen ist südtirolweit die Stadt mit dem größten Schadenspotenzial im Hochwasserfall. Im Rahmen des Projektes „Stadt, Land, Fluss“ wollen die Gemeinden Brixen und Vahrn gemeinsam mit der Abteilung Wasserschutzbauten wirksame Schutzmaßnahmen ergreifen. Nach fünfjähriger Vorarbeit liegen nun konkrete Ideen vor.

E

s war von Anfang an ein sehr offen gestalteter Prozess unter Einbezug zahlreicher Interessensvertreter, der letztlich die Grundlage für einen Ideenwettbewerb zur Flussraumgestaltung in Brixen bildete. Nicht weniger als 23 lokale und internationale Teams beteiligten sich an dem Wettbewerb und lieferten eine Fülle an Vorschlägen, wie sich Maßnahmen zum Hochwasserschutz, zur Naherholung und zu einer verbesserten Wasserökologie im Brixner Talkessel bestmöglich

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unter einen Hut bringen lassen. Aus diesen 23 eingereichten Projekten hat eine Jury nun den Sieger auserkoren und im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket dieses Projektes ist für die Zukunft Brixens aus mehrfacher Hinsicht von großer Bedeutung. Zum besseren Verständnis ein kleiner Rückblick auf die Vorgeschichte:

Die Vorgeschichte. Alles begann

vor rund fünf Jahren mit dem ersten Flussraum-Forum – einer

Plattform, auf der Politik, Umweltschutzverbände, Fischerei, Energiewirtschaft und andere Interessensgruppen zur Entwicklung des Flussraumes in Brixen und Vahrn die Köpfe zusammensteckten. Hochwasserschutz war dabei nicht die einzige Motivation, aber wenn man sich die Fakten ansieht, vielleicht die wichtigste. Bereits bei einem statistisch alle 30 Jahre wiederkehrenden Hochwasser (HQ 30) wären in der Bischofsstadt Schäden von 180 Millionen Euro zu erwarten, bei einem hundert-

jährigen Hochwasser wären es bereits 240 Millionen Euro. Gleichzeitig sind unsere Gewässer aber nicht nur „böse“ Gefahrenquellen, sondern auch sozial wichtige Naherholungszonen und Gradmesser für ein intaktes Ökosystem. Das Flussraum-Forum beschäftigte sich in den zwei folgenden Jahren also mit den drei Kernthemen Sicherheit, Naherholung und Ökologie sowie mit der Frage, wie man die drei mitunter in Konkurrenz stehenden Aspekte bestmöglich in Einklang bringen könnte.


Foto: Arno Dejaco

Das Ganze mündete in einen konkreten und detaillierten Maßnahmenplan, der im Herbst 2011 der Abteilung Wasserschutzbauten übergeben wurde. „Dort kam man schnell zur Erkenntnis, dass die Projektausarbeitung für die umfangreichen und komplexen Aufgabenstellungen nicht ‚inhouse’ passieren kann“, erklärt Abteilungsdirektor Rudof Pollinger. So entschied man sich zur Ausschreibung eines internationalen Ideenwettbewerbes, dessen Ergebnisse nun vorliegen und im Rahmen einer Ausstellung in der Vorhalle des Universitätsgebäudes in Brixen besichtigt werden können. „Die drei Metaziele Sicherheit, Erholung und Ökologie waren von allen Wettbewerbsteilnehmern sehr gut abgedeckt“, resümiert Pollinger, der die hohe Anzahl lokaler Einreicher lobenswert fand – auch deshalb, weil „die lokalen Teilnehmer ihr Fachwissen im Zuge des Wettbewerbes in Zusammenarbeit mit internationalen Experten erweitert haben. Das ist für eine kleine Region wie Südtirol sehr positiv“. Aber nicht nur die geografische

Durchmischung der Wettbewerbsteilnehmer war für das Ergebnis befruchtend, auch die fachliche. Die Schwierigkeit der Aufgabenstellung konnte nämlich nur über einen Fachgruppenmix gelöst werden, in dem sich Wasserbautechniker, Landschaftsplaner, Ingenieure und Architekten gegenseitig

Rahmen der eingangs erwähnten Pressekonferenz die fünf bestplatzierten Beiträge vor. Das Konzept der „langen Bank“ des Teams um Ingenieur Reinhard Schulz beispielsweise, das besonders durch seine Definition dreier „WasserErlebnisfronten“ gefiel, verbunden durch das zusammenfassen-

Lesehilfe, um die Stadt besser zu verstehen. Mit dem „wenn auch etwas undankbaren“ zweiten Rang verpasste die Gruppe um Architekt Martin Mutschlechner das Ziel „denkbar knapp“. Das Hochwasserproblem sollte über Ausweitungen, einer Verlegung der Ufermauern, einer teilweisen

„Der Eisack wird links und rechts der Adlerbrücke über ein Gerinne unterirdisch verbreitert“_ Ingenieur Hansjörg Jocher ergänzten. Der interdisziplinäre Ansatz ging sogar so weit, dass Fachleute aus weiteren Bereichen mit einbezogen wurden, die auf den ersten Blick gar nichts mit der Materie zu tun haben. Diese spannende Kombination war keineswegs einschränkend, sondern brachte am Ende tatsächlich einen Mehrwert.

Viele gute Ideen, ein Siegerprojekt. Wettbewerbsleiter Architekt Stephan Dellago stellte im

de gestalterische Element einer langen Bank. Sehr kreativ mutet auch der Vorschlag der Gruppe um Ingenieurin Rosaria Ragazzini an, bei dem versucht wird, durch eine organische Wellenform die Bereiche entlang der Flüsse zu verbinden und gleichzeitig das Flussbett aufzuweiten oder zu verengen. Architekt Stefano Peluso und sein Planungsteam legten ihrem Entwurf eine sehr intensive Analyse des Stadtgefüges zugrunde und konzipierten den Fluss als

Absenkung in der Zone Priel und bei der Adlerbrücke gelöst werden. Ein auch für Niederwasser konzipiertes Gerinne mit Störsteinen und Kurzbuhnen gibt dem Gewässer mehr Qualität – eine Idee, die dem Preisgericht sehr gut gefiel. Uferterrassen als gestalterische Elemente sollten Stadt und Fluss näher zusammenbringen.

Siegerprojekt von Hansjörg Jocher. Am besten bewertete die Jury

das Projekt, ausgearbeitet vom 49


Wirtschaft & Umwelt

Ingenieur Hansjörg Jocher vom Ingenieurteam Bergmeister, dem Hochwasserspezialisten Matthias Platzer vom Planungsbüro ARE, Architekt Ralf Dejaco, Ingenieur Christian Henke vom Büro Elch aus München, Öko-Experte Vito Adami, Josef Taferner und dem Kommunikationsberater Arno Dejaco. Im Norden der Stadt beinhaltet der Vorschlag eine neue Brücke als Verlängerung der VinzenzGasser-Straße. „Durch die Verbindung beider Ufer vergrößern wir den Erholungsraum in diesem Bereich“, erklärt Hansjörg Jocher. Als Maßnahme zum Hochwasserschutz sieht das Projekt eine Absenkung der derzeitigen Ufermauer und die Schaffung eines Flachufers vor, wie es etwa bereits im Bereich der Wasserschöpfe existiert, die von der Bevölkerung gerne als Naherholungsbereich genutzt wird. Auf dem Flachufer kann ein neuer Strauchbestand wachsen, und der Ufersaum ist leicht erreichbar. Für den zentrumsnahen Abschnitt des Eisacks kann das Siegerprojekt mit einem besonderen Highlight aufwarten: Die „Prielarena“ verbindet Fluss und das dahinter liegende Priel-Areal über

ein terrassiertes Gelände mit Sitzstufen. Durch die Aufweitung des Flussprofils bei höherem Wasserstand gewährleistet die Prielarena zum einen Schutz bei Hochwasser und ist gleichzeitig als attraktiver Veranstaltungsort nutzbar. Über einen Flussweg knapp über dem Niederwasserbereich ist auch hier das Wasser leicht erreichbar. Das heutige „Bombenbrüggele“ soll durch eine neue, hochwassersichere Brücke ersetzt werden. Ökologisch wichtig hingegen ist die Auflösung der bestehenden Sohlschwelle im Bereich der ­Acquarena. Stattdessen sieht das Projekt die Errichtung einer rauen Rampe mit Kurzbuhnen und Störsteinen vor.

„Wasserhaus“ am Schlachthaus. Dem zerfallenden alten Schlachthaus will die Siegergruppe durch das Konzept eines Wasserhauses neues Leben einhauchen. „Über dieses Wasserhaus wollen wir die Bevölkerung für das Thema Wasser besonders sensibilisieren“, erklärt Birgit Dejaco vom Architekturbüro Ralf Dejaco. Der Vorschlag sieht eine Bar mit Flussterrasse vor sowie einen kleinen Seminarraum zur Vor- und Nachbereitung für

Kiku.

IMS Highlights 2014 Blind Date - Blind sein, um zu sehen mit Andy Holzer und Louis Corbett IMS Talk - Do. 16. Oktober 20 Uhr

Alain Robert - Der wahre Spiderman IMS Talk - Fr. 17. Oktober 20 Uhr

Wille zur Kraft zum Willen - Kein Weg zu weit, kein Berg zu hoch ©Manuel Ferrigato Photography, Piotr Drozdz, Wolfgang Gafriller-IMS

mit Georg Fraberger, Marc Inglis, Philipp Burger IMS Discussion - Sa. 18. Oktober 20 Uhr

Walk Day by GORE-TEX® Gipfelgespräche mit Hervé Barmasse und Peter Habeler IMS Walk - So. 19. Oktober

Cerro Torre

IMS Film - Nicht den Hauch einer Chance - So. 19. Oktober 17 Uhr IMS Discussion - Die Geschichte hinter der Geschichte - Mo. 20. Oktober 20 Uhr mit David Lama, Reinhold Messner, Hanspeter Eisendle, Thomas Dirnhofer, Robert Bösch

Mountain Xtreme by GORE-TEX® - Der Weg ins Unbekannte mit Steph Davis, Sebastian Steudtner, Warren Verboom IMS Discussion - So. 19. Oktober 19 Uhr

Veranstaltungsort: Forum Brixen, Infos unter www.IMS.bz, Tickets in jeder Raiffeisenkasse


Schulexkursionen oder Ähnliches; ebenso eine Bibliothek zum Thema Wasser sowie einen Fahrradverleih samt Werkstatt. Fahrrad- und Fußgängermobilität spielen in dem Konzept generell eine wichtige Rolle. „Die Flüsse sind wichtige Adern für den innerstädtischen Kurzstreckenverkehr, und so haben wir ein entsprechendes Leitsystem mitgedacht“, erläutert Arno Dejaco. Das Konzept der Wasserwege soll der Stadt einen Mehrwert bieten, und das Preisgericht erkannte dies auch als besonders herausragendes Merkmal dieses Vorschlags an. Gegenüber dem Wasserhaus sieht das Siegerprojekt eine weitere Aufweitung über die Versetzung der Ufermauer vor. Im Hochwasserfall ist dies eine der sensibelsten Zonen; hier wären erste Überbordungen zu erwarten. Das Nadelöhr Adlerbrücke wird über einen sogenannten Umgehungskanal überwunden. Der Fluss wird dabei links und rechts der Adlerbrücke über ein Gerinne unterirdisch verbreitert, so dass selbst bei einem hundertjährigen Hochwasser noch ein Freibord von einen Meter berechnet wurde.

Zugang zum Wasser in den Rappanlagen. In den Rappanla-

gen soll nach dem Vorschlag der Gruppe um Ingenieur Hansjörg Jocher ein weiterer urbaner Zugang zum Wasser entstehen, und zwar über eine Treppe zum Fluss mit dahinterliegendem verschließbaren Element im Hochwasserfall. Ein Wasserspiel soll das Wasser in den Rappanlagen erlebbar machen. Auf der orografisch rechten Flussseite sollte der Fahrradweg verbreitert werden. Mit einer „stehenden Welle“ südlich der Widmannbrücke liefert das Siegerprojekt eine weitere Kirsche auf der Torte. Ähnliche Wassersportarten erfreuen sich in der Jugend steigender Beliebtheit, wie eine kürzlich stattgefundene Veranstaltung genau in diesem Flussbereich gezeigt hat. Da für diese stehende Welle konstante Wasserverhältnisse notwendig sind, wäre ein Einspeisungskanal von der Rienz her vorgesehen. Im Bereich des Lido sollen verstärkte Dämme den Schutz im Hochwasserfall garantieren. Das Lido selbst möchten Ingenieur Jocher und seine Gruppe nicht mit dem Fluss verbinden, da dieser zu starken Schwankungen unterliegt. Hingegen möchte man die beliebte Naherholungszone sehr wohl ideell in das Konzept einbinden: „Der Streichelzoo ist unbedingt zu erhalten ebenso wie

der Gastbetrieb, der zu reaktivieren wäre. Ein Spielfloß, ein Aussichtssteg sowie ein Gräsergarten sind weitere Highlights“, beschreibt Hansjörg Jocher. Der letzte Planungsabschnitt liegt im Bereich der Sportzone Süd, wo eine neue Verbindungsbrücke zur Sportzone Milland vorgesehen ist, um die Ufer- und Sportbereiche besser miteinander zu vernetzen. Der Parkplatz bei der Diskothek Max könnte dann auch von Erholungssuchenden auf der linken Flussseite genutzt werden. „Die Architektursprache aller neuen Brücken soll einfach, klar und einheitlich sein“, so Jocher. Schließlich wäre nördlich des Biotops Millander Au noch ein neuer, künstlich gespeister Eisack-Seitenarm vorgesehen, eine attraktive Naherholungszone mit Rundweg und Beobachtungsstelle.

Realisierung in Baulosen. Mit

dem Siegerprojekt will die Abteilung für Wasserschutzbauten nun sofort in die Projektierungsphase starten, kündigte Direktor Rudolf Pollinger an. Den eingeschlagenen Kurs, Betroffene und Interessensgruppen in den Prozess mit einzubeziehen, möchte er auf jeden Fall beibehalten. „Ich hoffe, dass wir im Interesse der betroffenen Gemeinden im bisherigen Tempo fortfahren können. Fest steht jetzt schon, dass die Arbeiten dann nur über einen Zeitraum von mehreren Jahren und aufgeteilt auf mehrere Baulose umgesetzt werden können. Immerhin verbindet Bürgermeister Albert Pürgstaller mit dem anwesenden Landesrat Arnold Schuler „die konkrete Hoffnung, dass dieser die notwendigen Maßnahmen auch umsetzen will.“ Die zu erwartenden Kosten können noch nicht genau quantifiziert werden, liegen aber wohl satt im zweistelligen Millionenbereich. Exklusive der Maßnahmen verschlingt das Projekt „Stadt, Land, Fluss“ bereits 640.000 Euro, die zu 90 Prozent über die EU finanziert werden. Bei knapper werdenden öffentlichen Mitteln ist es wohl eine Frage der Priorität, ob und wie schnell die Umsetzung der Maßnahmen in Brixen finanziert werden kann. Hält man sich die Schadensszenarien noch einmal vor Augen und rechnet man auf das letzte 30-jährige Hochwasser in Brixen zurück, sollte man aber nicht allzu lange zögern ...

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oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 51


osphäre ger rug ehmer Atm In angen Geschäft Optik B vor dem

Das Team von Optik Michael Brugger, EmBrugger: Evelin Lange, Clara Brugg er, anuel Lamprecht un d Magdalena Plige r

Verena Mitterrutzn er, Margit Waldboth Markus Brugger, Ale , Michael und Obergasser, Greti xander Tauber, Hansjörg Oberhuber und Ev elyn Gamper

Sichtbare Freude

EVENT

Das Optikfachgeschäft Brugger feierte vor kurzem gleich zweimal 30 Jahre: sein 30-Jahr-Jubiläum und eine fast 30-jährige Mitarbeitertreue.

Zahlreiche Weggefährten, Freunde und Kunden hatten sich am Freitag, 12. September, bei Optik Brugger in Brixen eingefunden, um gemeinsam mit Familie Brugger das 30-Jahr-Jubiläum ihres Optikfachgeschäftes zu feiern. Michael Pattis mit Gattin Pia

Andrea Cipparrone, Roberto Padovani, Friedrich Überbacher, Michael Brugger und Sandro Ballanti

Michael Brugger und Josef Prader mit Gattin Gabi

Viel Vertrauen vonseiten der Kunden. Emotionsgeladen und

sichtlich bewegt erzählte Geschäftsinhaber Michael Brugger von den Anfängen im Jahr 1984 bis hin zur Geschäftsübernahme nach dem viel zu frühen Ableben seines Vaters und Geschäftsgründers Albuin Brugger im letzten Jahr. Dass ihm die Weiterführung des Betriebes gut gelungen ist, zeigt die Vielzahl von Stammkunden, die weiterhin dem Optikfachgeschäft ihr Vertrauen ausspricht, aber auch die große Anzahl von Neukunden, die zu ihm ins Optikfachgeschäft kommen.

Michael Brugger mit Freundin Clara

Für einen weiteren Höhepunkt des Abends sorgte Michael Brugger dann, als er seiner langjährigen Mitarbeiterin Magdalena Pliger Rossmann für sie völlig überraschend zu ihrem in wenigen Monaten anstehenden 30-JahrMitarbeiterjubiläum gratulierte und (nicht nur) sie mit bewegenden Dankesworten zu Freudentränen rührte.

Herzlichen Dank, liebe Magdalena! Sara Pallua, Martin Kerschbaumer und Luis Habicher mit Gattin Helene

Susanne Mayrhofer mit Gatten Albin Mitterrutzner und Stadtrat Peter Brunner

Jutta Pechlaner Schatzer und Karin Obergasser

Dietmar Pattis und Greti Oberhuber

Das Optikfachgeschäft Brugger feierte vor Kurzem nicht nur sein 30-jähriges Bestehen, sondern zugleich auch das in wenigen Monaten anstehende 30-JahrJubiläum seiner treuen Mitarbeiterin Magdalena Pliger Rossmann. Fast von Geschäftsbeginn und von ihrer Lehre an ist Magdalena bei Optik Brugger tätig und hat in dieser Zeit mit Einsatz, Freundlichkeit und Kompetenz wesentlich zum Geschäftserfolg beigetragen und ist so zu einer festen Bezugsperson nicht nur für Familie Brugger und ihre Kollegen, sondern auch für die vielen Kunden geworden. Magdalena, wir danken dir auf diesem Wege ganz herzlich für die langjährige Treue und hoffen, dass noch viele weitere gemeinsame Jahre folgen mögen!

Michael Brugger und Annelies Tschaffert

Michael Brugger und das ganze Team Michael Brugger und Thomas Klapfer 53


Wirtschaft & Umwelt

EISACKTAL

Wein trifft Wirt z Um sich näher kennenzulernen und intensivere Kontakte zu knüpfen, unternahmen die jungen Eisacktaler Winzer und Gastronomen kürzlich einen informativen Ausflug zur Gampenalm in Villnöss. Beim ersten WeinWirte-Gipfeltreffen wurde nicht nur über Neuerungen, Initiativen und Aktuellem zum Thema Wein diskutiert, sondern auch interessante Weine verkostet und Knödel verspeist. Vor traumhafter Kulisse philosophierten rund 35

Weinbauern, Produzenten und Gastronomen über anstehende Veränderungen und Verbesserungen der Wein- und Gastronomiewelt im Eisacktal. Initiator und Organisator Manni „Hoandl“ Nössing ist überzeugt davon, dass eine gute und intensivere Zu-

sammenarbeit der Winzer und Gastronomen im Eisacktal viele Vorteile für beide Seiten und vor allem für den Gast bringen wird. Mit diesem ersten Treffen legte er einen Grundstein für eine gute Zusammenarbeit der Winzer und deren Botschafter. eh

W&U Wirtschaft & Umwelt BRIXEN

Risotto für die Welt z Peter Winkler ist diplomierter Diätkoch, Manuel Morocutti Hotelkaufmann. Die beiden Brixner hatten vor einem Jahr die Idee, ein pfiffiges Lebensmittelfertigprodukt zu lancieren, das einerseits schnell und sehr unproblematisch zubereitet werden kann und andererseits ausschließlich aus gesunden Ingredienzen besteht – „ein Fertigprodukt, bei dem wir gänzlich auf jede Art von Zusatzstoffen verzichten können“. Herausgekommen ist „Risottohouse“ – eine sympathische runde Dosenpackung, deren vakuumverpackter Inhalt einfach gemeinsam mit Wasser

kurz

notiert

54

in den Kochtopf kommt und der nur noch am Ende mit Parmesan und Butter verfeinert werden sollte. Der Kunde kann per Internet seine spezielle Mischung aus 40 Ingredienzien zusammenstellen, oder er wählt aus zwölf Risottoarten sein Lieblingsrezept – und der Frächter bringt das Päckchen zum Kunden. Ob Gemüse, Frühlingszwiebeln, Kräuter, Pilze, Spargel ... die Auswahl ist endlos. Der Reis stammt von einem kleinen Biobauern, das Gemüse wurde gefriergetrocknet und behält damit sein ganzes Aroma. Die Idee ist gewinnend – wie kommt man aber

darauf? „Es ist die Freude am Kochen, am Lebensmittel – und man muss sich natürlich immer fragen, was es auf dem Markt der Fertigprodukte noch nicht gibt“. Brixner sind übrigens privilegiert: In der Metzgerei Fink werden die Dosen ebenso angeboten. „Wir versuchen jetzt erstmal, den lokalen Markt

mit unserer Idee zu erobern, aber eigentlich ist das Produkt für die ganze Welt geeignet: günstig, gesund, praktisch“. Ziel ist also, dass das Startup-Unternehmen bald auf eigenen Beinen steht – derzeit betreiben die zwei pfiffigen Brixner die Initiative noch nebenberuflich, aber ... wer weiß? wv

Das Architektenbüro bergmeisterwolf architekten aus Brixen nahm mit seinem Projekt „Landschaftsplanung“, lokalisiert beim Pacherhof in Neustift, am Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ teil. Das Haus landete unter den besten acht Häusern des Jahres 2014 und erhielt dafür eine Anerkennung.

Der Küchenmeister ist die höchste Qualifikation, die Köche in Südtirol erreichen können. Wer diesen Titel anstrebt, kann sich im heurigen Schuljahr an der Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“ in Brixen auf die Prüfung vorbereiten. Der Kurs startet Mitte Oktober, Anmeldungen unter Tel. 0471 416989, meisterausbildung@provinz.bz.it

Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal arbeitet an der Umsetzung der „Dolomiten Vitalroute“, eines 52 km langen Wanderweges, der Rodeneck und Lajen verbinden soll. An 13 Punkten sollen Schauund Panoramatafeln mit Infos zu Geschichte, Kultur und Natur errichtet werden.


STADTGEHEIMNISSE Was ist die älteste Ansicht von Brixen?

Die älteste druckgrafische Ansicht von Brixen stammt aus dem Jahr 1588 und ist eine Radierung von Franz Hogenberg nach einer Zeichnung des flämischen Malers Joris Hoefnagel. Erschienen ist diese in dem sechsbändigen Werk „Civitates orbis terrarum“ von Georg Braun und Franz Hogenberg, der ersten einheitlichen Sammlung von Stadtansichten und -plänen der Welt, abgebildet ist. Das Werk erschien zwei Jahre später mit dem deutschen Titel „Beschreibung und contrafactur der vornembsten Stät der Welt.“ Immerhin – im 16. Jahrhundert zählte Brixen damit zu den vornehmsten Weltstädten! Angefertigt wurde die Zeichnung wahrscheinlich während einer Italienreise des Malers Hoefnagel mit dem Kartografen Orelius. In der auf der Rückseite veröffentlichten Stadtbeschreibung des Geografen Georg Braun steht unter anderem: „Es hat aber Brixien in dieser gantzen Landschafft den aller temperirtesten unnd gelindesten Lufft, als welche schier gerad mitten in der Grafschafft gelegen, unnd derhalben weder durch grosse Somerhitzt verbrendt wirt, wie Italien, noch durch grosse Winterkält, von dem hogen beyligenden Alpengebirg her, erfrurt ...“ Anregungen: redaktion@brixner.info

55


Sauna-Offensive nach Regensommer

Alles beim Alten – mit Notausgang

z Die wetterbedingt durchwachsene Sommersaison hat der Führungsriege der Brixner Acquarena wohl keine Freude bereitet. Die Eintritte gingen um knapp ein Viertel zurück – und dabei ist man aufgrund des angeschlossenen Hallenbades noch mit einem blauen Auge davongekommen; andere Freibadbetreiber haben wohl noch schlechtere Zahlen verbuchen müssen. Jedenfalls startete die Acquarena am 8. September offiziell in die Saison 2014/2015 und präsentierte zu diesem Anlass einige Neuerungen. Für Saunagänger wurde ein neues WochentagAbonnement, gültig von Montag bis Freitag, eingeführt, das eine 15-prozentige Vergünstigung im Vergleich zum Listenpreis beinhaltet. Anwendbar ist dieses Angebot auf Jahres-, 7-Monats-, 3-Monats- und 10-Punkte-Karten. Die Einzeleintritte in die Sauna wurden dagegen um 5 Prozent

Ihre Aussicht www.wolf-fenster.it

angehoben. Das 7-Monats-Abo kostet ab Oktober drei Prozent mehr als bisher. Neu eingeführt wurde ein Entspannungspaket, das eine Tageskarte für Sauna und Schwimmbad, leihweise Bademantel und Handtuch, Badesandalen, Parkgebühr und ein Vitalgetränk beinhaltet. Gemeinsam mit dem Fitness- und Wellnessstudio Bodywell wird zudem ein Genusspaket angeboten, das zusätzlich zu den Leistungen des Entspannungspakets eine Ganzkörpermassage enthält. Nach der im Vorjahr errichteten Panoramaterrasse mit Finnischer Sauna auf dem Dach der Acquarena wurden im vergangenen Juli weitere Umbauten vorgenommen. Ein neues Salionarium ersetzt die bisherige Thalassokabine, und aus der Biosauna ist eine Bio-Zirbelkiefersauna geworden. Die Finnische Sauna im Innenbereich wurde umgestaltet und vergrößert. oz

z Das Ergebnis der Volksbefragung in Meransen fiel mit 12 Stimmen Unterschied denkbar knapp zugunsten der Beibehaltung des derzeitigen Standortes der Bergstation aus. Bürgermeister Christoph Prugger, der sich mit dem Gemeindeausschuss stets für eine Verlegung ausgesprochen hatte, gratulierte dem Promotor der Volksbefragung, Otto Pabst. „Auch wenn das Ergebnis knapp und die Volksbefragung nicht bindend ist, nehmen wir die Entscheidung der Wähler an und bieten den Promotoren unsere konstruktive Zusammenarbeit bei der Suche nach neuen Lösungen an“, so Prugger. Derzeit gibt es keine Finanzierung für die Beibehaltung der bestehenden Trasse. Die Gitschberg Jochtal AG, Eigentümerin der Bahn, hatte bereits im Vorfeld angekündigt, im Falle einer Beibehaltung der derzeitigen Bergstation die Erneuerung der Bahn nicht mehr mitfinanzieren zu wollen. Otto Pabst sieht das anders: „Die Gitschberg AG hat seinerzeit die Bahn geschenkt bekommen und versprochen, sie weiterzuführen.“ Nur: die Gitschberg AG ist mittlerweile in Liquidation, und die neugegründete Gitschberg Jochtal AG vermeldet zwar positive Geschäftszahlen, knabbert aber vermutlich noch Jahre an einem gut zweistelligen Millionenloch, das sie von ihren VorgängerGesellschaften geerbt hat. Als

Foto: Oskar Zingerle

MERANSEN

Foto: Da Riz

Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Alternative hat Otto Pabst angekündigt, für die fehlenden 10 Prozent der Investitionskosten (90 Prozent würde das Land finanzieren) die Meransner Bevölkerung gewinnen zu wollen. „Jedenfalls: Sollte in Zusammenarbeit mit dem Promotorenkomitee nicht rechtzeitig eine Lösung gefunden werden können, sodass die Schließung der Bahn droht, wird der Gemeinderat eingreifen und einen Beschluss auf eigene Faust fassen“, kündigt Bürgermeister Prugger an. Anders als in Brixen ist das Ergebnis der Volksbefragung in Meransen nämlich nicht bindend, sodass dieser „Notausgang“ offen bleibt. oz

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Buschenschank Gschlössler Schaldererstraße 8, Vahrn Tel. 0472 670096 www.gschloessler.com

Im neu eröffneten Buschenschank Gschlössler in Vahrn laden Thomas Stolz mit Freundin Melanie und Mutter Kuni Stolz zum Einkehren ein und verwöhnen die Gäste in den liebevoll renovierten alten Stuben mit typischer Hausmannskost,

leckeren Gerichten, erfrischenden Getränken sowie jetzt im Herbst mit traditionellen Törggele-Spezialitäten. Zum Törggelen wird um Tischreservierung gebeten.

Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info 56


NACHGEFRAGT

„Wandern macht bewandert“ Frau Gasser Fink, welche Wege konnten im Laufe des Projekts realisiert werden? Das Wegenetz zieht sich durchs gesamte Eisacktal. Im Brixner Raum ist der Geschichtsparcours wohl einer der prominentesten und bildet gleichzeitig eine Ausnahme, da er durch städtisches Gebiet verläuft. Auch der Keschtnweg ist nicht zu vergessen. Im Zuge des Projekts wurden mehrere Rundwege und Themenwege realisiert. Der Gesamtumfang der Finanzierung beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro. Das sind zu 80 Prozent Geldmittel aus dem Europäischen Sozialfond,

und die restlichen 20 Prozent hat die jeweilige Gemeinde übernommen, die ein Wegeprojekt eingereicht hat. Welchen Reiz haben Themenwege? Bei der Abschlussveranstaltung des Projektes habe ich das Zitat genannt „wandern macht bewandert“. Also, indem man wandert und in der Natur ist, kann man sich weiterbilden – ohne Stress und ohne Druck. Wir machen den Leuten die Kultur, die Natur und auch die historischen Ereignisse mit den Themenwegen zugänglich. Das ist auch durchaus für Schulklassen interessant.

Sind künftig weitere Wegeprojekte geplant, oder ist das Projekt jetzt abgeschlossen? Die Finanzierung des Projekts ist jetzt abgeschlossen. Somit planen wir keine weiteren Wegprojekte mehr. Wenn von den Gemeinden im Eisacktal weitere Wege gewünscht sind, müssen sich die Gemeinden selbst auf den Weg machen, um eine Finanzierung zu finden. Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal stellt sich aber gerne zur Verfügung und hilft mit, Gesuche zur Finanzierung beim Europäischen Sozialfond zu stellen.

Foto: Oskar Zingerle

MARIA GASSER FINK, Referentin der Bezirksgemeinschaft Eisacktal und Bürgermeisterin von Klausen, über das Projekt „Eisacktaler Wege – Alte Wege neu begehen“.

veronika.kerschbaumer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Hunderte bezaubernde Kinderfotos haben uns auch heuer wieder erreicht. Der „Brixner“ bedankt sich bei den Einsendern!

Viele Sonnenstrahlen bekamen wir im Sommer nicht zu Gesicht – die Sonne ins Herz zaubern uns aber nun die Kinderfotos auf den folgenden Seiten. Zahlreich haben sich die Brixner an unserer Aktion beteiligt und uns die Entscheidung schwer gemacht. Ein typisches Bild des heurigen Sommers hat uns schließlich überzeugt: Die kleine Tamara Pergher aus Milland hantiert bereits gekonnt mit ihrem Regenschirm. Bekanntlich macht Übung ja den Meister, und an Übungsmöglichkeiten hat es heuer nicht gefehlt. Die Siegerin darf sich über einen Preis freuen, der vom Elektrofachgeschäft Trony in der Brixner Bahnhofstraße zur Verfügung gestellt wird. Aus Platzgründen konnten wir nicht alle Fotos abdrucken. Eine größere Auswahl ist aber in unserem multimedialen BrixnerPlus zu finden, den Sie im Internet (www. brixner.info) oder über unsere kostenfreie iOS- und Android-App „Brixner“ lesen können.

Extra

Kinderfotos

Zauberhafte Kinderfotos

Tamara Pergher, Milland

Lena Mair, Vahrn

Emma und Marie Oberrauch, Milland Sofia Lanz, Schabs

Fabian Kaser, Lüsen

58

Anna Deltedesco, Raas

Vanessa und Melanie Winkler, Tils

FOTOAKTION


Kinderfotos

Paula und Leo Be rnardi, Brixen Philipp Hofer, Carolin Unterkircher und Alexander Hofer, Brixen

Damian Pezzei, Pinzagen

Clara Rifesser, Brixen lberto und Greta Burger Alex, Maximilian und Laurin D‘A

Sofie Lamprecht, Spinges

Vicky Brunner, Albeins

rn Selma Kusstatscher, Vah

Lea Leitner, Mühlbach

vom 17.10. bis 9.11.2014

VORSTELLUNG der 13. „Eisacktaler Kastanienwochen“ bei kleinen Kastanienköstlichkeiten am Donnerstag, 16. Oktober 2014 um 11 Uhr auf dem Pfarrplatz in Klausen.

Die teilnehmenden Gastbetriebe Restaurant Finsterwirt

Raas · Tel. 0472 412 248

* DI

Hotel Pacher

Brixen · Tel. 0472 835 343

Gasthof Wöhrmaurer

* SO Abend u. MO

Südtiroler Gasthaus Fink

Neustift · Tel. 0472 836 570

* MO

Vahrn · Tel. 0472 833 777

* MO

Restaurant Der Traubenwirt Brixen · Tel. 0472 836 552

* kein Ruhetag

* MO Abend u. DI

Hotel Restaurant Taubers Unterwirt

Gasthof Sunnegg

Brixen · Tel. 0472 834 760

* SO Abend u. MO

* MI ganztägig u. DO Mittag

Feldthurns · Tel. 0472 855 225

* MO

Klausen · Tel. 0472 847 369

* MO

Restaurant Ansitz Steinbock Villanders · Tel. 0472 843 111 * MO

Pinzagen-Brixen · Tel. 0472 832 191

Feldthurns · Tel. 0472 855 333

Feldthurns · Tel. 0472 855 301

Gasthof Walther v. d. Vogelweide

* DI Abend u. MI

Panorama-Wellness-Hotel Feldthurnerhof

Gasthof Haller

Brixen · Tel. 0472 834 601

Brixen · Tel. 0472 834 883

Hotel Restaurant Alpenrose

Hotel Restaurant Clara

Emil und Erwin Moosburger, Brixen

www.kastanie.it

Eisacktaler Kastanienwochen Hotel Restaurant Hochrain

Johanna Prosch, St. Andrä

* MO

* MI

Gasthof Rösslwirt Barbian · Tel. 0471 654 188

* DO

Gasthof Wunder

Unterinn-Ritten · Tel. 0471 359 020

* MI

Gasthof Oberwirt

Feldthurns · Tel. 0472 855 212

* MO

Eisacktaler Kastanienwochen 17.10. – 9.11.2014 www.kastanie.it 18. Keschtnigl in Feldthurns 18.10. – 9.11.2014 www.keschtnigl.it Keschtnriggl – Kastanientage in Tisens, Prissian, Völlan und Lana 19.10. – 2.11.2014 www.keschtnriggl.it

* Ruhetag

Die Eisacktaler Kastanienwochen werden unterstützt von:

Mit Unterstützung der Abteilungen Landwirtschaft und Tourismus der Autonomen Provinz Bozen.

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Kinderfotos

Extra

Simon Knollseisen, Milland

oner, Brixen Clara und Lukas Ram

Helena Rifesser, Brixen

Lukas Pedevilla, Brixen

Damian Prader , Sarns

Loreen Braun, Feldthurns

Sarns Jana und Greta Vรถlkl,

Benjamin Gruber & Nathan Hasler, Brixen

Daniel Mantinger, Gufidaun

www.

Sofas 60

.it

Vintl Lodenwelt 16

tel 0472 86 90 97


Samuel Fink, Brixen

Elias Holzer, Vahrn

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Adlerbrückengasse 4, Tel. 0472 836 173, p@peer.it

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Extra

Sunhild Huber, Elvas

Elias und Lisa Freund, Brixen

Johanna Prosch, St. Andrä

Sam und Jan Blasbichler, Aicha

Emma Griessmair, Brixen

Tommy Gasteiger, Elvas

André und Marie Unterkofler, Brixen

Ilvy Griessmair, Albeins

en Caspar und Theresa Rainer, Brix

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Lian Gasser, Brixen

Leni Gasser, Sarns


DOMUS BAUEXPERT

Ein Plus fürs Raumklima Ob wir barfuß darauf gehen, mit den Fingerspitzen darüberstreichen oder uns an seiner Musterung erfreuen: Holz ist ein Material wie kein anderes, eines für alle Sinne. Domus bauexpert bietet eine breite Auswahl an Holzböden für alle Ansprüche.

Holz holt die Natur nach drinnen und bleibt auch verarbeitet lebendig. Seine Zellen nehmen die Feuchtigkeit auf und geben sie langsam wieder ab. So wirkt Holz ausgleichend auf das Raumklima und fördert die Gesundheit. Holz gewinnt mit den Jahren zusätzlich an Charakter, während es die Form bewahrt – natürliche Farbveränderungen durch Sonnenstrahlen oder kleine Spuren der Zeit verleihen dem Holz eine anmutige Patina. All dies trägt zum Flair eines Raumes bei.

Massivholzböden: Freude an zeitloser Qualität. Der Mas-

sivholzboden ist sicherlich der edelste Belag, da dieser zu 100 Prozent aus massivem Holz be-

steht. Hochwertige Verarbeitung und langlebige Qualität zeichnen ihn aus. Der Gehschall wird optimal gedämpft, zudem lässt sich ein Massivholzboden auch nach vielen Jahren mehrfach renovieren. Je nach Optik kann zwischen verschiedenen Holzarten gewählt werden, wie beispielsweise einem hellen Ahorn, der etwas bräunlicheren Eiche oder der dunklen Ulme mit starker Maserung.

Schöne Oberflächen. Holzböden

können durch weitere Verarbeitungen wie Bürsten, Hobeln, Kalken und Ölen verändert werden: Es gibt unzählige Varianten für die Oberflächengestaltung. Da Holz Feuchtigkeit aufnimmt, ist eine naturgeölte Oberfläche sinnvoll.

Die Poren werden dabei offen gehalten, die natürliche Schönheit bleibt gewahrt und die Patina kommt noch besser zur Geltung. Manchmal jedoch sind besonders widerstandsfähige Varianten notwendig; dann bieten sich mit UVÖl oder mattem Lack behandelte Holzoberflächen an. Die Fachberater von Domus bauexpert stehen gerne beratend zur Seite, um den passenden Holzboden zu finden. Domus bauexpert bietet Böden für schönes Wohnen – ob für Küche, Bad, Wohnzimmer, Balkon oder Terrasse, in den unterschiedlichsten Materialien wie Fliesen, Stein, Holz oder Laminat – auf Wunsch auch mit Verlegung vom Profi. Mehr unter www.domus.bauexpert.it

Tipp Besser leben mit Holz! Entscheidend für gesundes Wohnen ist die Raumluft. Hauptkriterien dafür sind CO2-Gehalt, Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent ist ideal; Naturholzprodukte sind genau darauf ausgelegt. Beim Heizen im Winter kann eine zu trockene Luft mittels Lüften, Zimmerpflanzen und Luftbefeuchter ausgeglichen und durch Hygrometer kontrolliert werden.

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Ruhe und Behaglichkeit

Extra

Seit 45 Jahren produziert das bodenständige Unternehmen Quelle Fenster aus Brixen hochwertige Fenster, Jalousien, Türen und Schiebetüren – und setzt dabei auf Qualität.

Ein Südtiroler Unternehmen, das sich im Fensterbau in den letzten Jahren bewiesen hat, ist ohne Zweifel Quelle Fenster aus Brixen. Immerhin werden seit 45 Jahren technisch hochentwickelte Produkte hergestellt, die durch ihre lange Lebensdauer hervorstechen. Ob Fenster, Jalousien, Türen, Haustüren oder Schiebetüren auf Maß – produziert werden die Produkte in sorgfältigem Handwerk. Holz oder Holz-Aluminium sind dabei die Materialien, die zu ihrem vollen Ausdruck gebracht werden.

Harmonie und Freiheit. Bera-

tung wird bei Quelle Fenster groß geschrieben: Die qualifizierten Mitarbeiter lassen keine Fragen der Kunden unbeantwortet. Durch ständigen Fleiß und Einsatz auf höchstem Niveau sind die Mitarbeiter immer auf dem aktuellsten technischen Stand und verhelfen den Kunden zu einem

einzigartigen Wohngefühl. Mit den Produkten von Quelle Fenster kann Ruhe und Behaglichkeit tagtäglich in den eigenen vier Wänden genossen werden, was einen umfassenen Mehrwert bietet. Für Beratungen und weitere Infos stehen die Mitarbeiter von Quelle Fenster gerne zur Verfügung.

Streben nach Innovation. Die

konkurrenzstarken Produkte von Quelle Fenster können in Wohnungen, Einfamilienhäusern, Sanierungen von Altbauten oder Neubauten eingesetzt werden. Durch das ständige Streben nach Innovation kann sich das Endprodukt sehen lassen. Neben dem Produkt steht natürlich auch der Kunde im Mittelpunkt: Das Unternehmen will den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht werden und punktet mit freundlicher Beratung, leistungsstarker Produktion und ordnungsgemäßer Montage. Quelle Fenster bietet ein Rundum-Paket für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Seit 45 Jahren produziert Quelle Fenster langlebige und qualitativ hochwertige Produkte, die zu einem einzigartigen Wohngefühl beitragen

Quelle Fenster GmbH Staatsstraße 34 I-39040 Feldthurns/Schrambach

Die Produktpalette des Unternehmens Quelle Fenster in Brixen ist breit: Neben Fenster, Jalousien, Türen und Haustüren werden auch Schiebetüren auf Maß gefertigt

Tel. +39 0472 802383 E-Mail: info@quellefenster.com www.quellefenster.com


EINRICHTUNGSHAUS TRENDMÖBEL

Küchen(t)räume aus einer Hand Die Küche bildet das Herzstück einer jeden Wohnung. Entsprechend hoch sind die Ansprüche ihrer Nutzer an Funktionalität, Raumkonzept und Design. Trendmöbel in Brixen realisiert seit über 25 Jahren individuelle Wohlfühlküchen. Die Küche ist Mittelpunkt des häuslichen Lebens: Man trifft zusammen, es wird gekocht, oftmals auch gemeinsam hier gegessen. Die vielen Aktivitäten verlangen nach einem sinnhaften Raumkonzept, die Arbeitsabläufe nach perfekter Funktionalität und optimaler Ergonomie, der jeweilige Wohnstil nach einem dazu passenden Design.

Funktion und Design. All diese

Ansprüche bestmöglich zu erfüllen – das hat sich Trendmöbel von Anfang an zum Ziel gesetzt und plant und realisiert seit mittlerweile

über 25 Jahren individuelle Wohlfühlküchen. Im Laufe der Zeit hat sich das Einrichtungshaus in Brixen immer mehr an Küchentrends und Kundenwünschen orientiert und führt inzwischen eine ausgewogene Auswahl an qualitätsvollen Küchenmarken im Programm. Die Planung erfolgt über eine professionelle fotorealistische 3D-Software, die die künftige Küche aus verschiedenen Blickwinkeln darstellt und den Kunden ein optimales Raumgefühl gewährleistet. Bei der Einrichtung wird größter Wert gelegt auf ergonomische Arbeitsweisen, optimale Material-

wahl und Farbabstimmung sowie auf passgenaue Lösungen. „Funktion und Design gekonnt zu vereinen stellt die größte Herausforderung bei der Küchenplanung dar“, erklärt Einrichtungsberater Hans Runggaldier, „denn nur durch Berücksichtigung all dieser Grundsätze wird aus einer Küche eine echte Wohlfühlküche.“ Für die perfekte Einrichtung sorgt unter anderem die hauseigene Tischlerei Vinaholz in St. Ulrich, die passgenaue Sitzecken und Möbel aus hochwertigen Materialien realisiert. Auf Wunsch übernimmt Trendmöbel auch die schlüsselfertige Her-

Wenn Raumkonzept, Funktionalität und Design zusammenpassen, entstehen Wohlfühlküchen stellung von Neubauküchen und Küchenrenovierungen und garantiert in Zusammenarbeit mit langjährigen Handwerkern eine schnelle und präzise Abwicklung mit kurzen Bauzeiten.

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HYPO TIROL BANK

Einrichten & Wohnen

LEBENS PHASEN

KREDIT

Extra

Die flexible Wohnraumfinanzierung mit Raten, die sich Ihrer Lebensplanung anpassen.

liche vertrag s a d h Sie sic Sichern ufzeit uf: eie Anla Recht a fr s g n u e tilg n * 2 Jahr der Rate n e z t e s s fzeit e Au der Lau g * 2 Jahr n u r e g e Verlän * 3 Jahr

Unsere Tiroler Bank.

Gut beraten Wer in ein Eigenheim investieren, seine Wohnung oder sein Haus sanieren möchte, profitiert bei der Hypo Tirol Bank von erstklassiger Beratung, einem fundierten Markt-Know-how und nicht zuletzt von maßgeschneiderten Produkten.

Der Kauf oder Bau einer Immobilie bedeutet für viele Menschen die Schaffung von Lebensqualität über Jahrzehnte. Es ist wichtig, sich bereits vorab über die eigenen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten im Klaren zu sein und überhastete Entscheidungen zu vermeiden. Für Bauherren und natürlich auch Baufrauen gibt es ohnehin schon genug zu bedenken. Da ist es ein gutes Gefühl, den eigenen Wohntraum auf einem soliden finanziellen Fundament gebaut zu wissen. Die Wohnbauspezialisten der Hypo Tirol Bank machen es möglich. Mit umfassendem Know-how zu Finanzierungen werden individuelle Lösungen passend zur Lebensplanung der Kunden entwickelt.

Wohnen mit Zukunft. Besonders

älterer Baubestand bietet meist ein enormes Potenzial, wenn es um Energieeinsparung geht. Doch die steigenden Energiekosten sind nicht der einzige gute Grund für eine Wohnraumsanierung. Auch der Komfortgewinn und die Sicherung des Werterhalts der Immobilie sprechen dafür. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen werden auch im Rahmen der Wohnbauförderung unterstützt.

Flexibler Lebensphasenkredit.

www.hypotirol.it Nähere Details erfahren Sie in unseren Geschäftsstellen. Irrtum und Druckfehler vorbehalten.

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Gerade bei langfristigen Finanzierungen müssen alle Eventualitäten berücksichtigt werden, um für unvorhergesehene Ereignisse gerüstet zu sein. Die Hypo Tirol bietet als Vorreiter für innovative und bedürfnisorientierte Produkte hierzu einen Lebensphasenkredit an. „Diese flexible Wohnbaufinanzierung bietet das vertraglich gesicherte Recht, die Kreditraten an die jeweilige Lebenssituation und die Einkommensverhältnisse anzupassen und ist somit Finanzierung und Absicherung in einem“, unterstreicht Jens Mumelter, Leiter der Zweigniederlassung Italien. Der Kreditnehmer hat dabei die Optionen von bis zu zwei

Reinhart Gostner, Leiter der Geschäftsstelle Brixen

„Die Schaffung von Wohnraum – unabhängig ob Bau, Kauf oder Sanierung – stellt eine große planerische und finanzielle Herausforderung dar. Dabei wollen wir unsere Kunden als verlässlicher Partner bestmöglich unterstützen und begleiten.“

Jahren tilgungsfreier Anlaufzeit, bis zu zwei Jahren Stundung der Kreditraten und bis zu drei Jahren Verlängerung der Laufzeit. Diese Optionen sind frei wählbar. Es können auch alle drei Varianten genutzt werden. Interessierte vereinbaren am besten gleich einen Termin in der Geschäftsstelle Brixen, Stadelgasse 12/b, Tel. 0472 979797 – info@ hypotirol.it


Pure Eleganz im Bad

DUKA AG

duka, der führende Hersteller von Duschabtrennungen aus Südtirol, stellt seine technische Kompetenz und Innovationsfähigkeit eindrucksvoll mit einem neuen Modell unter Beweis: die neue „pura 5000 new“.

Vor über 30 Jahren in einer Garage entstanden, hat sich duka beständig weiterentwickelt und bietet heute europaweit eine breite Palette an ästhetisch und qualitativ hochwertigen Duschabtrennungen an, die allesamt durch Design, Funktion und Leistung bestechen. Produkte aus dem Hause duka eignen sich nicht nur ideal für den privaten Bereich, sondern überzeugen durch Funktion und Ausstattung, weshalb sie ebenfalls perfekt im Objektbereich eingesetzt werden können.

„pura 5000 new“. dukas jüngs-

te Entwicklung, die „pura 5000 new“, ist das neue Flaggschiff der hochwertigen 5000er-Modellreihe und wird in zwei Versionen, der

„pura 5000 new“ ohne Wandprofile und der „pura 5000 R new“ mit Wandprofilen, angeboten. Jedes Bad ist verschieden, und jeder Kunde hat eigene Vorstellungen von „seiner“ Duschkabine. duka entwickelt deshalb seit jeher seine Modelle in vielen unterschiedlichen Ausführungen, um allen Wünschen und Anforderungen gerecht zu werden. Die neue „pura 5000 new“ folgt diesem Beispiel und ist bereits in der Standardausführung mit verschiedenen Türsystemen und in unterschiedlichen Geometrien bestellbar. Möchte der Kunde das Produkt individualisieren oder erfordert es eine spezifische Einbausituation vor Ort, bietet duka entsprechende

Sondermaßanfertigung an. Millimetergenau angepasste Maße, Schrägen oder Spezialzuschnitte der Gläser und Profile sorgen für Lösungen auch für ausgefallene Ideen und Räume.

Außergewöhnliches Design. Die

neue „pura 5000 new“ begeistert mit dieser Vielseitigkeit, gepaart mit einem außergewöhnlichen Design. Durch ihr exklusives und neu entwickeltes Scharnier hebt sich die Duschabtrennung deutlich vom Alltäglichen ab. Das Scharnier, das aus mehr als 50 Einzelteilen aufgebaut ist, setzt einen außergewöhnlichen Akzent mit seiner Oberfläche, die aus edlen Glasintarsien gebildet wird. In handwerklicher Tradition

wird in das Glas eine Emailschicht eingebrannt, die dem gesamten Scharnier eine unverwechselbare Optik verleiht. Der Griff besitzt die gleiche Glasintarsie des Scharniers und fügt sich ergonomisch und ästhetisch in das Gesamtbild ein. Auch bei den Türen und Seitenwänden ging duka keine Kompromisse ein: 8-mm-ESGSicherheitsglas sind ein klares Bekenntnis für die Hochwertigkeit des Produktes und die Sicherheit des Anwenders. „pura 5000 new ist mehr als nur eine Duschabtrennung. Sie ist ein Konzept, ein intimer Ort des Wohlbefindens, der den Einklang mit dem Element Wasser vollendet. pura 5000 new – Form und Funktion in Vollendung.“

Erlebnis Duschen

Die neue pura R 5000. Form und Funktion in Vollendung. www.duka.it 67


E. INNERHOFER AG

Einrichten & Wohnen

Tolle Kombination

Geberit

In Asien gehören Duschtoiletten längst zum Standard im Bad, und auch in der westlichen Welt entdecken immer mehr Menschen deren viele Vorzüge.

Extra

Ein Plus an Hygiene. Je nach Mo-

Die reinigende Duschfunktion startet per Knopfdruck also bequem auf dem WC sitzen und löst per Knopfdruck die reinigende Duschfunktion aus – komfortabel, körperwarm und hygienisch-frisch.

Dusch-WCs vereinen die Toilette mit dem Bidet und schaffen Freiraum im Bad stellern im Programm, jene der Firmen „Toto“ (Japan) und „Geberit“ (Schweiz). Für jeden Anspruch und jede Wohnsituation findet sich das geeignete Modell – von der stilvoll designten Komplettanlage bis zum einfach montierbaren Aufsatz für bestehende Toiletten. Weitere Informationen unter www.innerhofer.it.

3hochk.de

Dusch-WCs reinigen den Intimbereich wie ein Bidet mit Wasser; allerdings muss man nicht „umsteigen“, und alles geht automatisch vor sich. Man bleibt

dell bieten die Dusch-WCs weitere Komfortfunktionen an, wie beispielsweise Temperatur- und Stärkenregulierung des Wasserstrahls, das anschließende Trocknen mit warmer Luft, Fernbedienung oder auch eine integrierte Geruchsabsaugung. Viele Menschen, die diese angenehme Art der Reinigung aus asiatischen oder arabischen Vorreiterländern kennen, wollen auch zuhause nicht mehr darauf verzichten. Durch ein neues Körperbewusstsein und höhere Ansprüche an die Hygiene wird das Dusch-WC in der modernen Gesellschaft mehr und mehr zum Wellness- und Lifestyleprodukt. „Innerhofer – Bad und Haustechnik“ hat viele innovative Dusch-WCs von führenden Her-

Freu dich auF ... NEuE FRISCHE.

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Das kühle Nass! Alles rund ums Wasser in den topp Bäderausstellungen von INNERHOFER. DAS BAD. Sehen, fühlen, erleben und gut beraten. Jetzt den Planungstermin sichern – schon rauscht das Wasser. www.innerhofer.it

Bester arBeitgeBer südtirols 2014

Bäderausstellungen: St. Lorenzen (Tel. 0474 470-200) I Meran (Tel. 0473 272-400) I Bozen (Tel. 0471 061-970) I Trient · Cles · Arco · Rovereto · Castelnuovo I Belluno · Feltre

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Wohnträume werden wahr

MÖBELHAUS ROGEN

Auf drei Ebenen und 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert das Möbelhaus Rogen in Mühlbach zeitgemäße Wohnideen für jeden Wohnstil.

Mit seinen Ursprüngen als Tischlerei ist es dem Möbelhaus Rogen von Anfang an gelungen, mit maßgeschneiderten Einrichtungslösungen zu begeistern. Über 50 Jahre später und in zweiter Generation zählt das Familienunternehmen heute zu einem der führenden Einrichtungshäuser der Region.

2.500 m2 Ausstellung und maßgeschneiderte Lösungen. Im

kürzlich umgebauten Möbelhaus präsentiert sich den Besuchern auf drei Ebenen und insgesamt

2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine wahre Vielfalt an qualitätsvollen Wohn- und Einrichtungsideen: Küchen, Schlaf- und Kinderzimmer, Wohn- und Esszimmer, Badeinrichtungen, Polstermöbel, Matratzen und vieles mehr. Durch professionelle Beratung und Planung, passgenaue Adaptierung und Maßanfertigungen in der hauseigenen Tischlerei sowie fachmännische Montage verwirklicht das kompetente Team von Einrichtungsspezialisten aus schönen Wohnmöbeln individuelle Wohnträume.

Nutzen Sie die staatliche Förderung: Beim Möbelkauf innerhalb 31.12.2014 sparen Sie bis zu 50%!

Mühlbach, Pustertalerstraße 30 Tel. 0472 849522 · Fax 0472 849690 · www.moebel-rogen.it

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 - 12 und 14.30 - 18.30 Uhr, Samstag 8.30 - 12 Uhr

Wir planen – organisieren – konstruieren. 69


Edle Raumgestalter Parkett- und Holzböden setzen Räume in Szene und verwandeln sie in Orte des Wohlbehagens.

Foto: Parquet Direct

Der Holzfußboden als Basis eines jeden Raums trägt entscheidend zur Raumgestaltung bei, vor allem zur Raumentfaltung und seiner Größenwirkung. Farbe, Struktur und Oberflächenbeschaffenheit spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der Verlegewinkel zur Wand und zur Lichtquelle. Je nach Farbe und Ausrichtung der Elemente können Räume optisch in der Länge oder Breite gestreckt sowie individuell in Szene gesetzt werden.

Extra

Einrichten & Wohnen

PARQUET DIRECT

Wirkung von Farbe und Struktur.

Auswahl, virtuelle Raumgestaltung und Beratung. Parquet Direct steht bei der Wahl des passenden Holzbodens persönlich und kompetent zur Seite. Interessierte können zudem mit Hilfe des in-

Eiche Aspen-Silver

Eiche handgehobelt geölt CE105 novativen „Bodenfinders“ auf der Homepage des Fachhändlers das gesamte Sortiment in virtuellen Räumen verlegen und optisch testen. Seit nunmehr zwei Jahren gibt es Parquet Direct mit eigener Parkett-Ausstellung in Brixen sowie dem dazugehörigen Onlineshop. Das Unternehmen konnte sich in dieser kurzen Zeit erfolg-

Eiche

Zeder

Foto: Parquet Direct

Nussbaum Industrieparkett lackiert Foto: Parquet Direct

Helle Hölzer lassen Räume größer wirken, während dunklere Farben eine behaglichere Atmosphäre schaffen. Zudem prägen die natürlich bedingten Holzmaserungen und Verwachsungen das visuelle Raumbild entscheidend mit. Glatte, dezent ausfallende Strukturen sorgen für harmonische Zurückhaltung, während rustikal sortierte Hölzer lebhaft wirken und somit stärker in den Vordergrund treten. Daher sollte die Einrichtung bei einem lebhaften Holzbodenbelag dezenter ausfallen und bestmöglich sollte auf Teppiche verzichtet werden, um das Parkett vollends zur Geltung zu bringen.

Eiche gebürstet grau geölt EE291 reich etablieren. Auf die Frage nach dem Erfolgsrezept bringt Geschäftsführer Johannes Gruber dieses auf den Punkt: „Wir verbinden die Vorteile des Internets mit jenen eines traditionellen Fachhandels, der auch die Verlegung anbietet – und die Vorteile des virtuellen Onlineshops mit jenen des Schauraums vor Ort. Alle aktuellen Preise und viele

Eiche Avignon

Informationen sind rund um die Uhr auf unserer Homepage zu finden. Darüber hinaus stehen wir persönlich für die individuelle Beratung zur Verfügung, sowohl telefonisch als auch in der Ausstellung. Doch die Basis für unseren Erfolg ist und bleibt die Qualität unserer Produkte, verbunden mit einem umfassenden Service.“

Finden Sie den passenden Typ! Jede Menge Parkett im Onlineshop unter parquet-direct.it oder in unserer Brixner Filiale in der Vittorio-Veneto-Straße 73.

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Lichtdurchflutete Lebensräume

VITRALUX

Das Unternehmen Vitralux hat sich auf die Beratung, Planung, Produktion und Montage von Glas-Metall-Konstruktionen im Bausektor spezialisiert.

Die Firma Vitralux aus Bruneck hat ihren Schwerpunkt auf die Fertigung von Fassaden, Fenstern und Türen, Wintergärten, automatischen Schiebetüren, rahmenlosen Verglasungen und auf Sonderlösungen für individuelle Ansprüche gelegt. Alle Produkte des Unternehmens sind von nationalen und internationalen Institutionen auf Wärme- und Schalldämmung, Dichtheit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit geprüft.

Erfolgreich unterwegs. Seit der

Gründung des Unternehmens im Jahr 1996 wurden bereits über 8.000 Projekte erfolgreich umgesetzt – und das nicht nur in Südtirol, sondern in ganz Europa. Mit seinen rund 70 Mitarbeitern, allesamt hauseigenes Fachpersonal, legt das erfolgreiche Unternehmen größten Wert auf die optimale Kundenbetreuung – vom ersten Beratungsgespräch über individuelle Anpassungswünsche bis hin zur Montage und Wartung.

Ihr starker Partner für moderne Architektur

Firmensitz und Ausstellung in Bruneck Dabei werden höchste Qualitätsansprüche an das Produkt sowie die Ausführung gelegt. Neben handwerklicher Kompetenz, ergänzt mit industrieller Fertigung, werden alle individuellen Kundenwünsche umgesetzt – und das zuverlässig und mit lösungsorientiertem Denken. Der Kernmarkt der Firma Vitralux ist Südtirol.

Im Jahr 2013 konnte Vitralux trotz des schwierigen Marktumfeldes eine Umsatzsteigerung erwirtschaften. Gerne können Interessierte die Ausstellung in Bruneck besuchen und sich bei der Umsetzung der Ideen vom qualifizierten Personal von Vitralux unterstützen lassen.

Villa in Kranebitt/Brixen (BZ)

Fassaden - Fenster und Türen - Wintergarten - Rahmenlose Verglasungen - Automatische Schiebetüren

Vitralux GmbH - J.-G.-Mahl-Strasse 25 - 39031 Bruneck (BZ) Italien

Tel. +39 0474 37 66 00 Fax +39 0474 37 66 99 info@vitralux.it

www.vitralux.it 71


FINSTRAL AG

Einrichten & Wohnen

Fachgerechte Sanierung

Extra

Fenster und Türen gestalten die Fassade und prägen den Stil eines Hauses wie kein anderes Bauelement. Sie sollen aber nicht nur schön aussehen, sondern müssen auch viele Funktionen erfüllen.

Fenster aus der Zeit vor 1995 sind energetisch veraltet und technisch schlecht ausgestattet. Einer der häufigsten Gründe für deren Austausch ist die Reduzierung unnötig hoher Heiz- und Kühlkosten.

Bis zu 800 Euro Heizkosten einsparen. Durch den Austausch

von alten Fenstern können bis zu 800 Euro im Jahr eingespart werden. Zur Ersparnis trägt unter anderem die daraus resultierende kürzere Heizperiode bei: Moderne Wärmedämmfenster und eine entsprechende Fassadendämmung können den Heizbeginn im Herbst um bis zu vier Wochen hinauszögern. Nochmals vier Wochen lassen sich durch ein früheres Ende der Heizperiode im Frühjahr einsparen. Werden bei der Modernisierung zusätzliche Fensterflächen geschaffen, zum Beispiel durch bodentiefe Fenster oder durch zusätzliche Fenster im Dach, verkürzt sich außerdem die Einschaltzeit künstlicher Lichtquellen um mehrere Stunden pro Jahr. Dazu kommt die kostenlose Wärmeenergie durch die Sonne, die durch die größeren Glasanteile ins Rauminnere gelangt.

Passgenauer Komfort durch Zusatzausstattung. Nicht zu

vergessen sind die zusätzlichen Funktionen und Ausstattungsmöglichkeiten, die neue Fenster bieten. Im Erdgeschoss ist gute Einbruchhemmung ein Muss; in der Küche stehen bequeme Lüftung und Insektenschutz im Vordergrund. Von Schlafräumen soll der Lärm ferngehalten werden, während die bodentiefe Verglasung im Kinderzimmer die Verletzungsgefahr minimieren soll. Fenster und Türen sind heute Hochleistungsprodukte, die passgenau auf die jeweiligen Be72

Das spezielle Altbau-System von Finstral ermöglicht die Altbausanierung von Fenstern ohne Mauerarbeiten dürfnisse zugeschnitten werden. Dabei ist das Beste gerade gut genug, denn Fenster, Haustüren und Glasanbauten haben eine Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten.

Fensteraustausch leichtgemacht. Für die Sanierung von

Fenstern hat die Firma Finstral ein spezielles Altbau-System entwickelt: Der alte Fensterrahmen verbleibt im Mauerwerk, der neue Finstral-Rahmen wird einfach und sicher darauf aufgesetzt. Anschlussprofile decken die Fuge außen- und rauminnenseitig ab. Dank dieses Systems werden Fassaden, Fensterbänke, Tapeten oder Fliesen beim Fensteraustausch nicht beschädigt. Der Fensteraustausch erfolgt ganz ohne Mauerarbeiten, schnell und sauber. So einfach erhöht sich die Lebensqualität in den Wohnräumen. Mehr unter www.finstral.com.


Servicestarkes Elektrofachgeschäft

TRONY

Mit vielen Zusatzleistungen rund um ein breites Markensortiment hat sich Trony zu einem serviceorientierten Fachmarkt für Haushaltsgeräte, Multimedia und Telefonie entwickelt.

info Energieeffiziente Induktionsherde

Seit rund einem Jahr ist das Elektrofachgeschäft Trony in Brixen unter neuer Führung. Im November vergangenen Jahres hat die Unternehmerfamilie Leonardelli aus Pergine Valsugana die beiden Südtiroler Trony-Niederlassungen übernommen. Die neuen Betreiber sind seit 67 Jahren im Elektrofachhandel tätig und führen heute in zweiter Generation neben vier Elektrofachgeschäften im Trentino nun eben auch die beiden Trony-Fachmärkte in Südtirol mit insgesamt 80 Mitarbeitern. Seit der Übernahme haben sich in den beiden Trony-Niederlassungen zahlreiche Änderungen ergeben: So wurden beispielsweise in der Brixner Niederlassung die Geschäftsfläche auf 1.000 Quadratmeter erweitert, die Ausstellungsräume teilweise umgestaltet, das Sortiment um führende Marken vergrößert und die Serviceleistungen ausgebaut. Auf zwei Ebenen eröffnet sich den Kunden eine immense Produktvielfalt, nach Bereichen übersichtlich geordnet und mit allen führenden Markengeräten bestückt: Im Erdgeschoss finden sich alle gängigen großen und kleinen Elektrohaushaltsgeräte, von praktischen Haushaltshilfen bis hin zu multifunktionsreichen Einbau- und Großgeräten. Der erste Stock ist mit großer TV-, Computer- und Telefonieausstellung ganz der Unterhaltungselektronik sowie der Informations- und Kommunikationstechnik gewidmet.

Große Auswahl, umfassender Service. Bei der Zusammenstel-

lung des Sortiments orientieren sich die Geschwister Mariagrazia, Giuseppe und Riccarda Leonardelli, die heutigen Inhaber des Familienunternehmens, an zeitgemäßen Trends und bewährter Technik. Die große Auswahl wird mit konkurrenzfähigen Preisen sowie einem umfassenden Serviceprogramm zu einem attraktiven Angebot geschnürt. Viele der zahlreichen Preisvorteile resultieren aus den Vorzugskonditionen, die die Unternehmensgruppe Leonardelli bei ihren Lieferanten genießt und größtenteils an die Endkunden weitergibt. Attraktive Finanzierungsmöglichkeiten erleichtern größere Anschaffungen: In den Monaten Oktober und November 2014 können zum Beispiel bei Einkäufen im Wert von ab 300 Euro komfortable Finanzierungen mit Ratenzahlungen zum Nullzinssatz genutzt werden. Besonders geschätzt wird von den Kunden auch das große Serviceprogramm der Unternehmens-

gruppe, das an allen Standorten geboten wird: von der Beratung durch kompetente Mitarbeiter, die in ihrem jeweiligen Fachbereich gut informiert sind und dank regelmäßiger Schulungen stets auf dem aktuellen Stand der Technik bleiben, bis hin zu vielen Zusatzleistungen wie zum Beispiel der Unterstützung der Kunden bei der Wahl des geeigneten Netzanbieters im Bereich der Telefonie oder der Vorinstallation von Software im Bereich Computer. Gefragt ist auch der firmeneigene Liefer- und Montageservice bei Groß- und Einbaugeräten, auf Wunsch mit vorhergehendem Lokalaugenschein und bei Bedarf mit Abmontage und Entsorgung der alten Geräte.

2 Jahre Gewährleistung plus 2 Jahre Garantie. Auch nach dem

Kauf punktet die Gruppe Leonardelli mit einem besonderen Garantie- und Reparaturservice: Auf die gesetzliche zweijährige Gewährleistungspflicht wird eine zusätzliche freiwillige zweijährige Garantie gewährt, so dass die

Bei Trony findet man auch bei Einbau- und Großgeräten stets die neueste Technik, so beispielsweise im Bereich Kochen die neuen Induktionsherde führender Hersteller. Bei Induktionsherden wird die Energie als elektromagnetisches Wechselfeld direkt auf den Boden und auf die Seitenwände des Kochgeschirrs übertragen und dort in Wärme umgewandelt. Das Kochgut wird sehr rasch erhitzt; so wird viel Zeit und Energie gespart und die Wärme besser verteilt als bei herkömmlichen Herden.

Kunden bei Vorlage des Kassabons bis zu vier Jahre lang Gewährleistungsansprüche stellen können. Reparaturen werden am Firmensitz durch firmeneigene Kundentechniker abgewickelt. Kunden erhalten dabei bei Abgabe eines zu reparierenden Produkts einen Belegschein, anhand dessen Nummer und Datum sie online unter www.leonardelli.it jederzeit den aktuellen Reparaturstatus abrufen und mitverfolgen können. Darüberhinaus werden Kunden per SMS automatisch benachrichtigt, sobald das Produkt wieder im jeweiligen Geschäft abholbereit ist.

TRONY Bahnhofstraße 28 39042 Brixen Tel. 0472 970540 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9-12 und 15-19 Uhr, Samstag 9-12 und 15-18 Uhr 73


Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Barbara Fuchs (bf) Veronika Kerschbaumer (vk) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 25. Oktober 2014 Nächster Redaktionsschluss: 10. Oktober 2014 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

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Schulbeginn Freitag, 11. September

September 1914

Welthistorische Zeugnisse

der Brixener Hütte wurden die Vorräte an Lebensmitteln zu Tal gebracht, Brennholz ist vorhanden.

Mittwoch, 2. September 1914 Hebt euch die Zeitungen auf! An alle unsere Leser richten wir die dringende Mahnung, die „Brixener Chronik“ während der Kriegsdauer aufzuheben. Die Ereignisse, die sich in den letzten Wochen abgespielt haben und die in der nächsten Zeit bevorstehen, sind welthistorische Vorgänge. Jede einzelne Nummer ist ein geschichtliches Erinnerungsstück an die großen Tage. Versäume daher niemand, die „Chronik“ aufzubewahren. Insbesondere werden auch die aus dem Kriege zurückkehrenden Angehörigen sehr dankbar sein. Auch sie wollen über die Vorgänge in der Heimat und auf dem Gesamtkriegsschauplatze unterrichtet sein. Für die heranwachsenden Familienmitglieder wird die Zeitung ein interessantes Geschichtswerk sein, und nur wenige aus dem Volke sind in der Lage, sich späterhin das Generalstabswerk und ähnliche Bücher aus dem Koalitionskriege von 1914/1915 zu beschaffen.

Hütten der Sektion Brixen Mittwoch, 2. September 1914 Die Plosehütte ist geschlossen und nur mehr der mit dem Alpenvereinsschlosse versehene Winterraum zugänglich. Von der Fritz-WaldeHütte zieht der Hüttenaufseher mit 1. September ab, der Schlüssel ist für Alpenvereinsmitglieder beim Hasenwirt in Terenten und auf der Post in Niedervintl erhältlich. Von

KrankentransportKolonne Freitag, 4. September In Sterzing hat sich eine LokalKrankentransport-Kolonne des Vereins vom „Roten Kreuze“ (Rettungsgesellschaft) unter der Leitung des Feuerwehr-Ehrenkommandanten Herrn Jakob Stifter als Kolonnenkommandanten, Herrn

Im Institute der Englischen Fräulein beginnt das Schuljahr 1914/1915 an der Bürgerschule im Pensionat sowie an der Mädchenhandelsschule, welche heuer auch den 2. Jahrgang eröffnet, am 1. Oktober. Gleichzeitig wird zur Kenntnis gebracht, daß im genannten Institute sowohl der Unterricht in der Musik (Klavier, Violine, Theorie) als auch in den fremden Sprachen nach staatlich approbiertem Lehrplane in mehreren Unterrichtsstufen fortgesetzt wird. Die Anmeldung externer Schülerinnen erfolgt am 27. und 28. September; die Aufnahmeprüfungen der Handelsschülerinnen sind am 29. und 30. September. Nähere Auskünfte erteilt bereitwillig die Institutsvorstehung.

Kaspar Thaler, Feuerwehrkommandanten, sowie des Herrn Josef Wild als Schriftführer gebildet. Die Kolonne, 36 Mann stark, sämtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, hat ihre Tätigkeit begonnen und unterhält einen ununterbrochenen Lokalwachdienst.

Kriegs-Bittprozession in Neustift Donnerstag, 3. September 1914 Sonntag, den 6. September findet in Neustift eine feierliche Bittprozession mit den heiligen Reliquien statt, um von Gott einen glücklichen Ausgang des Krieges zu erflehen. Beginn des Gottesdienstes in Neustift um 8 Uhr. Infolgedessen ist in Brixen das Pfarramt um ½ 7, worauf man in Prozession nach Neustift zieht. Um 7 Uhr ist in der Pfarrkirche noch heilige Messe.

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.


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ESPACE VITAL SPACES FOR LIFE IL LUOGO

FOR LIFE IL LUOGO DEI TUOI SOGNI SPACES FOR LIFE

ESPACE VI

BRIXEN - SÜDEND Die neue Wohnanlage wird in zentraler und dennoch ruhiger Lage errichtet. Die neun Wohnungen sind nach Süden ausgerichtet und alle mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet. Die verschiedenen Größen der Einheiten bieten jedem Lebensstil die beste Lösung. Die Anlage wird nach Klimahaus “A” Standard erbaut. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Büro.

T 0472 201250

E INFO@SADER.IT

SADER.IT


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Brixner 296 - September 2014 by Brixmedia GmbH - Issuu