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Freizeit & Erholung
Jahrgang 25 · Mai 2014
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung
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Pläne für den Um- und Neubau von Seniorenheimen in Brixen
Neues Wohnen im Alter POLITIK: Bürgermeister Albert Pürgstaller im Gespräch zur schwierigen Koalition PORTRAIT: Die 100 Jahre alte Maria Oberhuber Außerlechner aus Albeins GESCHICHTE: Ein Interview zum 150. Geburtstag des Bischofs Sigismund Waitz SPORT: Das 7. Behindertensportfest des SSV Brixen
Editorial
Politik & Gesellschaft >>> 06 06 | INTERVIEW: Albert Pürgstaller über Koalition und Seilbahn 11 | Brixen: Die Runde der Mütter Menschen & Meinungen >>> 16 16 | MARIA OBERHUBER: Die Brugger Moidl 21 | Pro & Contra: Haftersetzender Sozialdienst gerechtfertigt? 22 | Umfrage: Wer wird Fußball-Weltmeister? Kunst & Kultur >>> 24 24 | 150. GEBURTSTAG: Bischof Sigismund Waitz 28 | Theater: „Katzelmacher“ vom Rotierenden Theater 29 | Kunst: Monokultur im Fokus Veranstaltungen 35 | TIMER: Juni 2014
>>> 35
Freizeit & Sport 38 | BEHINDERTENSPORT: Das besondere Sportfest 41 | Fußball: Mini-WM mit Maxi-Erfolg
>>> 38
Wirtschaft & Umwelt 46 | SENIORENHEIM: Neues Wohnen im Alter 51 | Event: Eröffnung ACM GmbH 52 | Tage der Nachhaltigkeit: Vision versus Realität 53 | Event: Einweihung Domus bauexpert
>>> 46
Extra 60 | Freizeit & Erholung
>>> 60
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Denkanstoß Ein Gedanke lässt mich seit ein paar Tagen nicht mehr los: Der Drang zur direkten Demokratie, den wir alle so heftig verspüren, ist der wirklich von der Mehrheit der Bürger gewollt? Natürlich weiß ich, dass man sich heutzutage für einen solchen Gedanken geradezu entschuldigen muss, weil uns allen seit Jahren gepredigt wird, dass die Menschen sich mehr einbringen wollen in die Entscheidungen, und das klingt ja auch vollkommen logisch und richtig. Dann aber kommt eine Landesvolksabstimmung zur Bürgerbeteiligung, und ganze 26,4 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung nimmt daran teil – so geschehen am 9. Februar 2014 in Südtirol. Entschuldigung, aber dieser Wert macht mich eben nachdenklich, auch wenn ich weiß, dass es opportun wäre, sich nicht darüber zu äußern, schon gar nicht öffentlich, und schon gar nicht dann, wenn man selbst politisch eine kleine Rolle spielt. Die politischen Verantwortungsträger sind natürlich vom Druck eines sehr schwer quantifizierbaren Teils der Bevölkerung verunsichert: Welche Entscheidungen traut man uns noch zu? Gilt das Grundprinzip der repräsentativen Demokratie noch, wonach gewählte Vertreter nicht nur die Möglichkeit, sondern geradezu die Pflicht haben, Entscheidungen zu treffen? „Wichtige Entscheidungen muss man der Bevölkerung überlassen“, höre ich immer wieder. Im Umkehrschluss heißt dies, dass man den gewählten Volksvertretern gerade noch zutraut, endlose Diskussionen zu führen und am Ende, wenn überhaupt, dann nur unwichtige Entscheidungen zu treffen. Ich bin sehr unsicher, ob die Mehrheit der Bevölkerung – die Mehrheit! – wirklich dieser Meinung ist. Vielleicht unterliegen wir alle einem galaktischen Irrtum. Der Brixner Gemeinderat, in wichtigen Fragen längst erstarrt im Stillstand, schafft es heute nicht einmal, die notwendige Mehrheit für eine Volksabstimmung zu erreichen. Das ist dann der Gipfel des Absurden.
Ihr Willy Vontavon
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Politik & Gesellschaft BM ALBERT PÜRGSTALLER: „Die Situation im Gemeinderat ist derzeit ziemlich unüberschaubar, geprägt von Parteizwängen und nicht von Sachpolitik“
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Fotos: Oskar Zingerle
BRIXEN
„Schwierige Konstellation“ Die Koalition zwischen SVP, PD und Grüne Bürgerliste schein in der Frage der Seilbahn endgültig auseinanderzubrechen. Die letzte Gemeinderatssitzung hat deutlich gemacht, dass es weder für eine Realisierung der Seilbahn noch für die Abhaltung einer Volkabstimmung die notwendigen Mehrheiten gibt. Bürgermeister Albert Pürgstaller: „Die Grundhaltung der Parteien muss sich ändern“.
Herr Bürgermeister, gibt es in Brixen durch unsichere Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat inzwischen Bozner Verhältnisse, wo seit Jahrzehnten fast keine Entscheidungen zu Infrastrukturen getroffen werden können? ALBERT PÜRGSTALLER: Nun, in Bozen geht gar nichts weiter – so weit sind wir in Brixen noch nicht. Es
partei hat es einerseits gut getan zu erfahren, wie es ist, wenn man ohne absolute Mehrheit regieren muss. Aus Erfahrungen kann man immer lernen, und wir haben gelernt, dass es nicht immer einfach ist, Mehrheiten zu bekommen, wenn man sie sich von anderen Parteien holen muss. Wenn keine klare Regierungsmehrheit vorhanden ist, dann diskutiert man viel und ausgiebig, aber man kommt
eingebunden werden. In der Frage der Seilbahn hat der Gemeinderat weder für das Eine noch für das Andere die notwendigen Mehrheiten gefunden: Es gab keine klare Entscheidung zum Projekt, und auch die notwendige Mehrheit für die Abhaltung einer Volksabstimmung wurde verfehlt. Ich gehe davon aus, dass die Bevölkerung diese Entwicklung weder versteht noch akzeptiert.
„Die SVP wird bis zum Schluss alles tun, um das Aus der Plose als Skigebiet zu verhindern“_ Albert Pürgstaller, Bürgermeister von Brixen entspricht allerdings sehr wohl der Realität, dass wir riskieren, in eine analoge Situation hineinzuschlittern: Es gibt zu großen Projekten differenzierte Meinungen, nicht nur zwischen den Parteien, sondern auch innerhalb der Parteien. Die Situation ist derzeit ziemlich unüberschaubar, geprägt von Parteizwängen und nicht von Sachpolitik, was ich sehr schade finde. Das ist für mich als Bürgermeister sehr schwer zu verwalten. Als die Südtiroler Volkspartei 2005 immerhin noch 15 von 30 Mandaten im Gemeinderat hatte, sehnte sich die Opposition nach „demokratischeren Verhältnissen“. Seit nunmehr vier Jahren hat die SVP nur noch 13 Sitze und musste eine Dreierkoalition mit PD und Grüne Bürgerliste eingehen. Die Bevölkerung hat nun das Empfinden, dass in diesen vier Jahren viel verhindert und wenig entschieden wurde. Die Erfahrungen sind in der Tat zwiespältig. Der Südtiroler Volks-
am Ende leider nur zu wenigen Entscheidungen. Der Bürger aber verlangt, dass ein Gemeinderat Entscheidungen trifft. Hin und wieder wird er sich mit der einen oder anderen Entscheidung nicht identifizieren können, aber dass keine Entscheidungen getroffen werden, das kann er auf keinen Fall akzeptieren. Bei einigen Projekten hat Brixen aber genau diesen Status. Ich habe den Eindruck, dass die Bevölkerung sich derzeit fragt, was im Gemeinderat eigentlich vor sich geht ... Schauen Sie, ich rede sehr viel mit den Bürgern, in den Fraktionen genauso wie in der Stadt und bei den Vereinen. Die Vorgänge im Gemeinderat sind für die Brixner vollkommen unverständlich, und das ist auch nachvollziehbar. Die Brixner wünschen sich, dass der Gemeinderat Entscheidungen trifft – andererseits wünschen sie sich verständlicherweise auch, dass sie in wichtige Entscheidungen
Die Koalitionspartner spielen hier eine entscheidende Rolle: Weder der PD noch die Grüne Bürgerliste glänzten durch Zuverlässigkeit. Wie geht man als Bürgermeister mit einer solchen Koalition um? Die Arbeit in dieser Legislatur hat leider zutage gebracht, dass Parteien Gefahr laufen, nicht über die fünf Jahre der Legislatur hinauszudenken. Entscheidungen der Parteien werden danach ausgerichtet, was ihnen Wählerstimmen bringen oder nehmen kann. Diese Vorgehensweise ist mit einer verantwortungsvollen Politik nicht immer vereinbar, und sie ist auch keinesfalls nachhaltig im Sinne einer guten Entwicklung von Brixen. Diese Einstellung habe ich gerade in der Seilbahnfrage gespürt: Man möchte es allen recht machen – auf der einen Seite Opposition spielen, um jene zu gewinnen, die gegen den Überflug sind, und auf der anderen Seite ist man dann doch nicht ganz gegen eine Seilbahn,
damit man auch die Befürworter nicht brüskiert. Sie haben aber meine Frage nicht beantwortet: Wie verwaltet man als Bürgermeister eine solche Situation? Es ist natürlich sehr schwierig, in einer derartigen Konstellation zu arbeiten. Man kann sich auf eigentlich getroffene Vereinbarungen nicht verlassen, was zur Folge hat, dass man von einem Tag auf den nächsten regieren muss. Das ist unheimlich zeitaufwändig, energieaufwändig und nervenaufreibend. Das muss sich wirklich ändern. Man hat ja schon gehört, dass es sogar politische Konsequenzen geben könnte, die in Richtung Neuwahlen gehen – eigentlich schon damals, als die Koalition mit der Grünen Bürgerliste auf der Kippe stand und Sie eine lose Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen begonnen haben. Stehen Neuwahlen immer noch im Rahmen der Möglichkeiten? Ja. Die Regierungspartner müssen entscheiden, ob sie gemeinsam mit der SVP Regierungsverantwortung tragen wollen oder nicht. Ich habe bereits öfters den Gemeinderäten der Grünen Bürgerliste gesagt, dass sie nicht sowohl Mehrheit als auch Opposition sein können, weil sie sonst ihre Glaubwürdigkeit verlieren – sowohl bei jenen Anhängern, die sie eher in der Opposition sehen, als auch bei jenen, die der Bürgerliste eher eine Rolle der Gestalter zutrauen. Auch beim zweiten Koalitionspartner, dem PD, gibt es immer wieder inkohärentes Stimmverhalten ... 7
Politik & Gesellschaft
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Was den PD betrifft, so habe ich sehr verlässliche Partner im Stadtrat, mit denen wir wunderbar zusammenarbeiten. Diese Verlässlichkeit ist bei den Gemeinderäten nicht immer gegeben. Auch der PD muss in dieser Hinsicht seine Haltung intern abklären.
missarische Verwaltung, die dann die vorgezogenen Neuwahlen herbeiführt.
Sollte es wirklich zu vorgezogenen Neuwahlen kommen: Wie ist die Vorgehensweise?
Nun, wir lernen ja von Tag zu Tag dazu. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ohne Zweifel alle politischen Kräfte von Anbeginn mit ins Boot nehmen und versuchen, eine gemeinsame Entscheidung herbeizuführen. Ich habe den Eindruck, dass einiges an Widerstand sich nur deshalb
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Stadtrat tritt zurück, oder der Gemeinderat erklärt mehrheitlich den Rücktritt. In beiden Fällen gibt es eine kom-
Wie würden Sie mit den erlebten Erfahrungen ein Projekt wie die Seilbahn heute angehen? Sind Fehler gemacht worden?
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Zum wiederholten Mal diskutierte am 14. Mai der Brixner Gemeinderat zum Thema Seilbahn – fünf Stunden lang mit seit Jahren wiederkehrenden Argumenten für und gegen das Projekt. Dieser Sondergemeinderat war von 13 Gemeinderäten der Opposition und der Grünen Bürgerliste beantragt worden. Zum einen hatten die 13 Gemeinderäte einen Beschlussvorschlag eingebracht, mit dem gefordert wurde, dass der Stadtrat weitere Schritte in Sachen Seilbahnverbindung erst unternehmen dürfe, wenn die Zustimmung der Bevölkerung für das Projekt in einer Volksabstimmung nachgewiesen werden kann. Dieser Beschlussvorschlag wurde von 15 Gemeinderäten abgelehnt, 2 Gemeinderäte enthielten sich, 13 Gemeinderäte stimmten dafür. SVP und PD begründeten ihre Ablehnung damit, dass es nicht zulässig sei, ein Projekt grundsätzlich zu verhindern, wenn im Gemeinderat nicht gleichzeitig die Mehrheit für eine Volksabstimmung gegeben sei. Weiters stand ein Beschlussvorschlag zu einer neuen Fragestellung für eine Volksabstimmung auf der Tagesordnung. Auch dieser war von den 13 Gemeinderäten der Opposition und der Bürgerliste eingebracht worden. Sie schlugen eine Fragestellung für eine Volksabstimmung vor, bei der die Bevölkerung zwischen einer Seilbahnverbindung mit Talstation am Zugbahnhof und einer Seilbahnverbindung mit Talstation an einem anderen nicht definierten Standort entscheiden sollte. Diese Fragestellung sei nicht zielführend, erklärte die SVP, weil das Ergebnis einer Volksabstimmung auf jeden Fall der Politik klare Vorgaben über die weitere Vorgehensweise geben müsse: Falls sich die Bevölkerung „für einen nicht definierten Standort“ entscheiden würde, würde die Diskussion von vorne beginnen. Deshalb hat die SVP zu diesem Beschlussvorschlag im Vorfeld einen Abänderungsantrag eingebracht, in dem vorgeschlagen wurde, die Volksabstimmung mit der bereits positiv begutachteten Fragestellung zum Standort Bahnhof (Ja oder Nein) abzuhalten. Während der Debatte brachten SVP-Gemeinderat Andreas Jungmann und PD-Sprecher Horand Meier einen weiteren Abänderungsantrag zum Abänderungsantrag ein, mit dem eine wiederum neue Fragestellung vorgeschlagen wurde: Die Bevölkerung sollte zwischen einer Seilbahnverbindung mit Talstation am Zugbahnhof und einer besseren Busanbindung zwischen Brixen und der Plose entscheiden können – oder eben dafür, dass die Gemeinde keine der beiden Vorschläge vorantreiben solle. Daraufhin schlugen die 13 Einbringer des ursprünglichen Beschlussvorschlages vor, diesen zurückzuziehen; allerdings wurde dieser Vorschlag bei 15 Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt, worauf 14 Gemeinderäte der Opposition und der Grünen Bürgerliste vor der entsprechenden Abstimmung den Saal verließen. Es folgte die Abstimmung über den eingebrachten Abänderungsantrag mit der neuen Fragestellung (Seilbahn vom Bahnhof, bessere Busverbindung oder keine Initiative), der ebenfalls bei 15 Jastimmen und einer Enthaltung gutgeheißen wurde. Das heißt, dass der Bürgermeister die Fragestellung nun der Fachkommission weiterreichen soll. Danach muss diese Fragestellung wieder in den Gemeinderat, wobei es derzeit sehr fraglich ist, dass die 20 notwendigen Stimmen zustandekommen.
geleistet. Wenn ich unsere Vorgehensweise damit vergleiche, wie andere Bürgermeister verfahren, so darf ich feststellen, dass wir uns nichts vorzuwerfen haben. Mir ist es ein Anliegen, und dafür setze ich mich nach wie vor ein, dass die Bevölkerung über das Seilbahnprojekt abstimmen kann. Ich erachte die Bürger als mündig, dazu eine Entscheidung zu treffen. Die Opposition ist offensichtlich anderer Meinung, ansonsten würde sie die Volksabstimmung nicht verhindern.
BM Albert Pürgstaller: „Die Grüne Bürgerliste kann nicht sowohl Mehrheit als auch Opposition sein“
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herausgebildet hat, weil die einen oder anderen sich aus den Entscheidungsfindungen ausgeschlossen gefühlt haben. Da gibt es bei einigen Gemeinderäten derzeit nicht eine sachlich begründete Ablehnung zum Projekt, sondern eine rein emotionale. Alles in allem haben wir aber sehr sachlich und solide gearbeitet: Wir haben uns vor allem in der Bewertung der möglichen Standorte technische Unterstützung geholt und massive Informationsarbeit
Die SVP hat sich in der letzten Sitzung des Gemeinderats überraschend bereiterklärt, die Fragestellung zu dieser möglichen Volksabstimmung zu erweitern. Trotzdem hat man gespürt, dass es auch dafür nicht die notwendigen 20 Stimmen zur Abhaltung der Volksabstimmung geben wird. Nun, dieses Thema bringe ich nur dann noch einmal in den Gemeinderat, wenn ich sicher bin, dass es dafür auch 20 Stimmen geben wird. Die 13 Stimmen der Südtiroler Volkspartei sind auf jeden Fall gesichert – in dieser Frage hat sich die SVP immer kompakt gezeigt. Jetzt geht es darum, die restlichen sieben Stimmen bei den anderen Parteien zu finden. Wenn dies gelingt, werde ich die Fachkommission beauftragen, die Fragestellung zu begutachten. Danach kommt die Abhaltung der Volksabstimmung in den Gemeinderat. Wenn die 20
Wir bauen
Stimmen nicht zustandekommen, so wird es möglicherweise trotzdem zu einer Volksabstimmung kommen: Es gibt ja derzeit zwei Initiativen von zwei verschiedenen Bürgerkomitees mit allerdings nicht deckungsgleichen Fragestellungen, die auch noch von der Fachkommission überprüft werden müssen. Bei positivem Ergebnis müssen die Komitees die zur Abhaltung notwendigen Unterschriften sammeln. Sollten beide Komitees die Unterschriftensammlungen schaffen, muss die Fachkommission aus den zwei Fragestellungen eine gemeinsame definieren, die dann den Bürgern zur Abstimmung vorgelegt wird. Der Ablauf ist kompliziert und langwierig, auch deshalb, weil in der zeitlichen Nähe zu politischen Wahlen eine Volksabstimmung nicht möglich ist, damit sie nicht für den Wahlkampf missbraucht wird. Der früheste Termin ist also Ende 2015 oder Anfang 2016. Ich bin aber nicht sicher, ob zu diesem Zeitpunkt eine Abstimmung überhaupt noch notwendig sein wird. Nehmen wir an, die 20 Stimmen kommen zusammen – wie geht es dann weiter? Nun, in diesem Fall wird im Herbst die Volksabstimmung stattfinden. Die Landesregierung wird in diesem Fall bis zur Volksabstimmung mit weiteren Schritten zuwarten. Falls diese 20 Stimmen nicht gefunden werden, wird die Landesregierung gut beraten sein, das Vorprojekt in Auftrag zu geben.
Dieses Vorprojekt ist auch deshalb wichtig, weil es sowohl von der Militärbehörde als auch von den Staatsbahnen bis jetzt nur eine grundsätzlich positive Einstellung zum Projekt gibt. Die Behörden haben verständlicherweise ihren Konsens unter der Voraussetzung gegeben, dass sie das Vorprojekt sehen wollen, bevor sie endgültig entscheiden. Die Erstellung des Vorprojektes ist also keine Geldverschwendung, sondern ein weiterer notwendiger Schritt. Die Entscheidung darüber fällt aber die Landesregierung ... Ja, natürlich. Sollte der Gemeinderat sich nicht für eine Volksabstimmung entscheiden und würde die Landesregierung daraufhin trotzdem zuwarten, bis eventuell 2016 eine der beiden von den Komitees initiierten Volksabstimmungen kommt, dann ist aus meiner Sicht das Projekt gestorben, denn das Unternehmen, das heute das Skigebiet bewirtschaftet, erwartet sich zeitnah klare Signale von der Politik. Wenn diese nicht kommen, wird das Unternehmen aus einer wirtschaftlichen Notwendigkeit heraus seine Investitionen am Berg einstellen und den Betrieb langsam zurückfahren. Das wäre mit großer Wahrscheinlichkeit das Ende des Skigebiets. Das wiederum wäre eine äußerst fatale Entwicklung, nicht nur für Brixen, sondern für das gesamte Eisacktal. Die SVP wird bis zum Schluss alles tun, um das Aus der Plose als Skigebiet zu verhindern.
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Politik & Gesellschaft
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BM Albert Pürgstaller: „Ich erachte die Bürger für mündig, um zum Seilbahnprojekt eine Entscheidung zu treffen“
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Ist es für Sie nachvollziehbar, dass die überflogenen Bürger sich vehement gegen die Realisierung des Projektes einsetzen?
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Lähmt eine solche Diskussion, die sich bereits über Jahre hinzieht, die Arbeit in der Gemeindestube?
auch für uns nur 24 Stunden hat. Ich habe schon einige Male angemahnt, dass wir noch einiges auf dem Grill haben, das wir endlich auf die Teller bringen müssen. Die Frage der Seilbahn sollten wir also so schnell wie möglich und endgültig einer Entscheidung zuführen, damit wir uns mit voller Kraft um die restlichen Vorhaben kümmern können. Schauen Sie, wir haben für die Seilbahn ein ausgearbeitetes Projekt mit gesicherter Finanzierung: 70 Prozent der Kosten für dieses Nahverkehrssystem bezahlt das Land. Da die Bürger diese Seilbahn genauso günstig nutzen können wie den Citybus oder den Zug, also mit dem Südtirol-Pass, bringt sie der gesamten Bevölkerung große Vorteile – von den großen wirtschaftlichen Effekten auf den gesamten Talkessel und auf den Berg einmal abgesehen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie eine Partei sich dagegen aussprechen kann. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass derzeit alles unternommen wird, dass keine Entscheidung getroffen wird. Damit verhindert man das Projekt am effizientesten. Die Verantwortung für die Folgen möchte ich nicht übernehmen.
Ja. Wir investieren unheimlich viel Zeit in diese Diskussionen, und da ist es kein Wunder, dass dabei andere Projekte eingebremst werden, weil der Tag
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Natürlich. Sie empfinden die Seilbahn als Belastung, als Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre, und sie befürchten eine Wertminderung ihrer Immobilien. Diese Ängste und diese Vorbehalte müssen wir sehr ernst nehmen. Wir müssen in diesem Sinn alles tun, um die Belastungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten. Es war mir von Anfang an ein Anliegen, mit allen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit den Technikern und mit der Landesverwaltung müssen wir einen intensiven Dialog mit den Überflogenen suchen, um auf ihre Wünsche so konkret wie möglich einzugehen. Andererseits wäre es auch nicht richtig, dass diese Personen allein die Entscheidung treffen, ob dieses Projekt realisiert wird oder nicht, denn dieses Vision betrifft nicht nur die Überflogenen, sondern das gesamte Eisacktal.
BRIXEN
Die Runde der Mütter In Brixen wurde vor 36 Jahren die erste „Mütterrunde“ gegründet. Aus den Müttern von einst sind inzwischen Omas geworden – die sich nach wie vor beinahe wöchentlich in der Cusanus Akademie treffen.
18 Mal haben sich die Frauen der offenen Mütterrunde im laufenden Jahr, von Oktober bis April, getroffen, immer dienstags von 9 bis 10.30 Uhr in der CusanusAkademie. Das ist seit der Gründung der Gruppe durch Christine Baumgartner vor 36 Jahren so. Damals suchten die jungen Mütter aus Brixen und den umliegenden Dörfern, darunter auch so genannte „Zugereiste“, einen Raum, in dem sie in entspannter Atmosphäre ihre Erfahrungen und Sorgen austauschen, sich gegenseitig ermutigen und stützen und sich in Erziehungsfragen weiterbilden konnten. Sie fanden ihren Platz in der Cusanus-Akademie. Es war die erste Mütterrunde Südtirols. Zehn Jahre lang wurde sie von der Begründerin, Psychologin und Leiterin der Mütterberatungsstelle, Christine Baumgartner, geführt.
Offen für Neues. Die Kinder
von einst sind mittlerweile längst erwachsen, und die Mütter sind zu Großmüttern geworden. Vieles hat sich seitdem verändert: Die Frauen sind mutiger und selbstbewusster geworden, deshalb sind heute auch die Themen für die Diskussionen oder Vorträge vielfältiger. Nicht mehr die Kinder und die Familie stehen im Mittelpunkt, sondern viel mehr die Frauen selbst. Sie interessieren sich für Religion, Politik, Kunst
Die Mütterrunde 2014: von links sitzend: Burgi Brida, Hermine Stockner, Emma Steinmann und Martha Hofmann, stehend: Monika Ploner
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und Kultur, aber auch Themen zur Gesundheit und Partnerschaft sind ihnen wichtig. So waren Benno Röggla von „Helfen ohne Grenzen“, Barbara Wielander vom Frauenhaus, Helmuth Zingerle von Bad Bachgart und Reinhard Demetz, Rektor der Lichtenburg in Nals, bei der Mütterrunde zu Gast; Helga von Aufschnaiter referierte über die Aufgaben und Grenzen der Kunst, Gottfried Hochgruber über ver-
Schönheitsbehandlungen: (nach Vormerkung) 03.6. - 07.6. H. Rubinstein 08.7. - 12.7. C. Dior
Drogerie - Parfümerie
schiedene Heilkräuter und ihre Wirkung und Josef Gelmi über Leben und Wirken von Kardinal Nikolaus Cusanus. Doch auch das Gesellige kommt nicht zu kurz: Neben der Besichtigung des Milchhofs Brimi und der Ausstellung „Das Kreuz“ in der Hofburg standen Wallfahrten, Feiern zu bestimmten kirchlichen Festtagen und Ausflüge hoch im Kurs. Monika Ploner, die nicht als Vorsitzende oder Präsidentin be-
zeichnet werden will, bei der aber seit vielen Jahren die Fäden zusammenlaufen, bedankte sich bei der Abschlussfeier im April bei den engsten Mitstreiterinnen, bei dem geistlichen Leiter des Hauses, Peter Zelger, beim Hausherrn Konrad Obexer und den gut drei Dutzend anwesenden begeisterten Frauen für die rege Teilnahme an allen Aktivitäten. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
FRANZENSFESTE
Versammelte Löwen z „Alpine Lions Cooperation“ (ALC) nennt sich eine länderübergreifende Allianz zwischen etwa 500 Lions Clubs aus den alpinen Regionen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Italien, die insgesamt mehr als 17.000 Lions-Mitglieder vertreten. Diese Allianz wurde 2012 in Brixen gegründet mit dem Ziel, länderübergreifende Aktionen für einen guten Zweck zu initiieren und zu koordinieren. Vor einigen Wochen organisierte die ALC in der Festung Franzensfeste
P&G
eine Tagung: „Wir wollten 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges die Gegner von einst vereinen, um den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern zu wecken und zu erhalten“, erklärt Heinz Kaltenhuber aus Linz, Präsident des ALC. Im Rahmen der Tagung, in der auch die nächsten Aktivitäten des ALC definiert wurden, referierten Nicola Fontana vom „Museo Storico Italiano della Guerra“ in Rovereto sowie Publizist Michael Forcher. wv
Politik & Gesellschaft BRIXEN
Brixen begegnet Lateinamerika
kurz
notiert
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z „Brixen Begegnung“ – unter diesem Motto stellen sich in Brixen lebende Gemeinschaften aus anderen Kulturkreisen der Bevölkerung vor. Heuer gaben Menschen aus Lateinamerika im Forum Brixen einen Einblick in ihre Kultur: Lucia Veronese und Antonio De Sarro zeigten den Tango Argentino; eine Podiumsdiskussion mit Alejandro Boucabeille, Don Mario Gretter, Martha Jiménez Rosano, Alexander Nitz und Valquiria Signori hob die Eigenheiten des Kulturkreises hervor, wobei vor allem die Rolle der Frau in den lateinamerikanischen Gesellschaften erläutert wurde.
Beim Bauernmarkt am Samstag konnten dann kulinarische Spezialitäten verkostet werden. Ihren Abschluss fand die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag zur Pflanzenvielfalt Venezuelas im Pharmaziemuseum Brixen. Die diesjährige Ausgabe von „Brixen
Begegnung“ wurde von der Arbeitsgruppe (AG) Integration der Gemeinde Brixen unter Vorsitz von Stadträtin Elda Letrari in Zusammenarbeit mit dem KVW Brixen, dem Institut De Pace Fidei, dem Filmclub Brixen und dem Verein „Armonia Latina“ organisiert. db
Der Frauenhausdienst Brixen sucht eine Zivildienerin für ein Jahr ab September 2014. Wer möchte sich zu Frauenthemen engagieren? Geboten werden interessante Erfahrungen und spannende Tätigkeiten in der Arbeit mit Frauen und Kindern. Mehr Information unter Telefon 0472 820587 oder www.bzgeisacktal.it
Die Möglichkeiten der Freizeit und Betreuungsangebote für Kinder während der kommenden Sommermonate sind übersichtlich auf der Homepage der Gemeinde Brixen www.brixen.it zu finden. Dort aufgelistet finden sich auch Angebote zur Nachmittagsbetreuung während des Schuljahres 2014/15.
Die gemeindeeigene Immobilie am Maria-Hueber-Platz 3 sowie der ehemalige Schlachthof sollen möglichst effizient genutzt werden. Dafür soll eines der Gebäude oder ein Teil davon mittels Konzessionsvertrag an Dritte übergeben werden. Derzeit sammelt die Gemeinde Interessensbekundungen – Infos auf www.brixen.it
NACHGEFRAGT
„Stilles Zeichen für Zivilcourage setzen“ MARKUS FREI, Zuständiger für die Plattform „Männer gegen Gewalt“, über die Mahnwache für Zivilcourage, die anlässlich eines Übergriffs auf eine junge Frau auf einem Spielplatz in Milland initiiert worden ist. Herr Frei, welche waren die Hintergründe für diese Initia tive? Auf einem Spielplatz in Milland wurde kürzlich eines Abends eine junge Frau von einem jungen Mann angegriffen; sie hat um Hilfe gerufen und konnte auch selbst die Polizei benachrichtigen. Von der Nachbarschaft, die den Vorfall bemerkt hat, wurde daraufhin das Anliegen an die Plattform herangetragen, eine Mahnwache am Ort des Geschehens zu organisierten. Zum einen sollte dies ein Aufruf zur Zivilcourage anstelle des Wegschauens sein, da trotz großer Nachbarschaft nur ein einziger
Anruf bei der Polizei eingegangen ist. Zum anderen sollte dem Spielplatz seine Leichtigkeit und Würde zurückgegeben werden.
und Jugendlichen einen guten Platz bieten möge. Die Mahnwache sollte ein stilles leises Zeichen sein.
Wie verlief die Mahnwache? Es nahmen an die 40 Personen teil, darunter mehrere junge Männer. Schön fand ich, dass nicht von Opfern und Tätern gesprochen wurde, sondern von einer jungen Frau und einem Mann – beide müssen nun einen guten Weg finden; vielleicht kann der Frau durch diese Anteilnahme auch Kraft gegeben werden. Unter anderem haben die Anwesenden ihre Wünsche geäußert, beispielsweise dass Brixen den Kindern
Welche Ziele verfolgt die Platt form „Männer gegen Gewalt“? Wir versuchen mit verschiedenen Aktionen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Männern aufzuzeigen, dass Gewalt keine Haltung ist, die uns auszeichnet. Zudem wollen wir der Gesellschaft einen Rahmen bieten, in dem sich Männer, die sich mit Gewalt schwer tun, wiederfinden können. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Politik & Gesellschaft
BRIXEN
BRIXEN
Was tun, wenn etwas Krankenwagen für Burkina Faso daneben geht? z Alexander Gardetto, Universitätsdozent und Leiter der Plastischen, Ästhetischen und Wiederherstellungschirurgie am Krankenhaus Brixen, hat einen ungewöhnlichen Kongress im Bereich Plastische Chirurgie organisiert: Thema des „TransAlp Plastic Surgical Meetings“ mit Fachärzten aus aller Welt war die Behandlung von Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen. „Jeder Chirurg macht Fehler oder hat mit Komplikationen zu kämpfen, und einen Arzt zeichnet es aus, wie er damit umgeht“, so Alexander Gardetto (im Bild). Aus diesem Grund wurden beim Kongress in Brixen nicht wie üblich die besten Fälle vorgeführt, sondern eben jene, bei denen nicht alles auf Wunsch verlief. „Gerade in diesen Fällen gibt es keine Richtlinien oder vorgezeichnete Schemata der Behandlung;
deswegen ist es besonders wertvoll, wenn erfahrene Chirurgen und Koryphäen ihres Gebietes insbesondere den jungen Fachärzten aufzeigen, wie man in einer solchen Situation handelt – und dass auch Spezialisten Fehler machen.“ Der Kongress stieß auf großes Interesse: Rund 125 Teilnehmer kamen dafür nach Brixen, „und die Rückmeldungen waren äußerst positiv: Nach so einem Kongress geht man mit mehr Wissen nach Hause als nach dem Vorführen der typischen Vorher-NachherBilder einer normalen Behandlung.“ Als zweites Thema wurde der Einsatz von Biomaterialien als Ersatzgewebe in der Plastischen Chirurgie behandelt. Der Kongress, der von der Südtiroler Krebshilfe mitfinanziert wurde, fand heuer zum dritten Mal statt; nun wird erst mal eine Pause eingelegt. db z Das Weiße Kreuz hat sich zum Ziel gesetzt, weiterhin grenzüberschreitend zu helfen: Diesmal hat der Landesrettungsverein einen ausgedienten, aber noch voll funktionstüchtigen Krankenwagen der Marke VW der Brixner Missionsgruppe „Freunde von Burkina Faso“ zur Verfügung gestellt. Der Präsident des Weißen Kreuzes, Georg Rammlmair, übergab der Vorsitzenden der Hilfsvereinigung Lia Cervato kürzlich die Schlüssel für den Krankenwagen. Das Einsatzfahrzeug wird in Zukunft in der rund
27.000 Einwohner zählenden Gemeinde Dorí im Norden Burkina Fasos wertvolle Dienste für die Bevölkerung leisten. „Für uns als Weißes Kreuz ist es immer wieder eine große Freude und Genugtuung, wenn wir auch in ärmeren Ländern der Welt einen Beitrag leisten können, um somit die notfallmedizinische Versorgung zu verbessern“, betont Rammlmair, „deshalb haben wir diesen Krankenwagen nicht verkauft, sondern stellten ihn kostenlos für einen guten Zweck zur Verfügung.“ hh
BRIXEN
Geschichten über mutige Menschen gesucht
z Das Haus der Solidarität HdS sammelt Geschichten über Menschen, die durch eine Handlung oder durch ihr Leben vorbildlich wirken – in Südtirol und in der ganzen Welt. Die Texte sollen in ei14
nem „literarischen Adventskalender“ veröffentlicht werden, der zur Finanzierung des Umzugs in die neue Stätte des HdS verkauft wird. Weiters werden die Geschichten mit didaktischen Anregungen versehen und Bibliothekarinnen sowie Lehrpersonen zur Verfügung gestellt, um damit Erzählnachmittage oder Projekte zu organisieren. Mitmachen kann jeder, der gerne Geschichten für
Kinder ab sechs Jahren schreibt: Über welche mutige Menschen die Autoren schreiben, ist ihnen selbst überlassen – allerdings ist eine Rücksprache mit dem Herausgeberteam sinnvoll, um Doppelungen zu vermeiden. Die Geschichten sollten maximal 10.000 Anschläge umfassen; die Autoren arbeiten unentgeltlich. Wer also Lust hat, Texte über Menschen zu verfassen, die Spuren hinterlassen
haben, und die Besonderheiten dieser Menschen aufzeigen, kann sich an das HdS für nähere Informationen melden. Durch die Auseinandersetzung mit den Geschichten sollen Kinder über wichtige Werte informiert und sensibilisiert werden – und vielleicht entsteht in einem zweiten Schritt aus den eingereichten Texten ja auch ein Buch. db
BRIXEN
Südtiroler Solidarität ist ungebrochen z Seit elf Jahren engagiert sich „Helfen ohne Grenzen“, gegründet vom Brixner Benno Röggla, für junge Flüchtlinge aus Burma, an der Grenze von Thailand und in Burma direkt. Das Jahr 2013 war dabei von großen Umwälzungen geprägt: Burma, von 1988 bis 2011 eine Militärdiktatur, öffnete zum ersten Mal seine Grenzen. Diese positive Entwicklung führte allerdings auch dazu, dass viele internationale Hilfsorganisationen abzogen und die Flüchtlinge einmal mehr sich selbst überlassen waren. Für „Helfen ohne Grenzen“ bedeutet dies, zusätzliche Anstrengungen unternehmen zu müssen, um die Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr in das Landesinnere zu unterstützen. Gleichzeitig machten sich die Folgen der Wirtschaftskrise bemerkbar, was zu einem Rückgang der Spendeneinnahmen um 21,7 Prozent führte. Dennoch war die Solidarität aus Südtirol ungebrochen, und sämtliche Projekte konnten ohne größere Einschnitte weitergeführt werden: Knapp 2.000 Kinder besuchten eine der zehn Schulen, 136 Kinder fanden Obhut in den vier Heimen. Die vereinseigene Küche „yummy!“
kochte 642.000 gesunde Mahlzeiten, 246 Prothesen verhalfen Minenopfern zu einem besseren Leben, die Nähwerkstatt produzierte 4.200 Kleidungsstücke, und ein neues Jugendzentrum wurde fertiggestellt. Durch die Aktion „Essen. Kaufen. Gutes Tun!“ in Zusammenarbeit mit Südtiroler Betrieben kamen 22.000 Euro zusammen, weitere 20.000 Euro konnten durch private Spendeninitiativen gesammelt werden. „2014 werden wir unsere Investitionen an der Grenze sukzessive reduzieren, um 2015 unsere Aktivitäten schrittweise nach Burma/Myanmar zu verlegen“, so Karin Thaler, die Koordinatorin des Teams Südtirol. Der Verein steht damit vor großen Herausforderungen: „Dank der vielen Spender sowie all der ehrenamtlichen Helfer und unserem ausgezeichneten Team in Brixen sind wir zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft einen wichtigen humanitären Beitrag leisten können, um die Not der burmesischen Flüchtlinge lindern zu können“, betonte Benno Röggla anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung, die kürzlich in Brixen stattfand. db
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Menschen & Meinungen „JÅ JÅ, JETZ GEAHT‘S HÅLT AF DIE ZWOAHUNDERT ZUA“: Maria Oberhuber wurde im April 100 Jahre alt
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Foto: Oskar Zingerle
PORTRAIT
Die Brugger Moidl MARIA OBERHUBER AUSSERLECHNER aus Albeins über ihr hundertjähriges Leben, die zwei Weltkriege – und ob früher wirklich alles besser war.
A
us dem kleinen Radiogerät erklingt Musik. Leise Volksmusiktöne, ganz so, wie sie der Brugger Moidl gefallen. Ein bisschen aufgeregt sei sie schon und eigentlich gar nicht aufgelegt, uns etwas zu erzählen, „weil ich ja eh alles vergessen hab.“ Wir dürfen trotzdem bleiben, uns zu ihr an den Tisch in der Küche set-
anpacken auf dem elterlichen Hof in Albeins „mit den zehn Kühen und dem Zuchtstier“. Mitanpacken, das hieß, in der Früh mit dem Ross und einem Lieferwagele die Milch nach Brixen bringen, „direkt in die Privathäuser“. Zur Schule sei sie dann gegen zehn Uhr gegangen, meist erst, nachdem sie noch frisches Gras
Hans ist auf dem Rückweg von Norwegen gefallen und der Alfons in Tunesien.“ Außerdem gab es in Albeins vor allem in den letzten zwei Kriegsjahren immer wieder Bombenalarm, da beinahe der gesamte Nachschub für die deutschen Truppen über die Brennerlinie ging und die Alliierten versuchten, die Eisenbahnbrücke zu zerstören.
„Die Welt war früher schöner, weil einfacher und langsamer“_ Maria Oberhuber Außerlechner zen, auf dem neben einer kleinen Kerze in einer Vase eine einzelne rosafarbene Pfingstrose steht. Tochter Margret und „die beste Schwiegertochter“ Edith gesellen sich dazu. Offenheit und Herzenswärme prägen das Gespräch und eine beschwingte Heiterkeit, geprägt durch den Charme und den unbeschreiblich feinen und trockenen Humor der Brugger Moidl. Wunderbare Schwarz-WeißFotografien lassen Erinnerungen lebendig werden, und schließlich erzählt sie uns doch die eine oder andere Begebenheit aus ihrem langen Leben mit einem Wortwitz, der sich nur schwer wiedergeben lässt. Sie erzählt von ihrer Begeisterung für das Tanzen, „dem wirklichen Tanzen zu Walzer und Polka“, von der Tasten-Ziehharmonika, „auf der ich ein paar Lieder spielen konnte“, und von ihrer Bekannten, der Kurven-Marie, die ihr ein Auto geschenkt hätte, wenn sie nur bereit gewesen wäre, in deren Hotel am Meer zu arbeiten. „Ich habe abgelehnt, weil ich keine Garage hatte.“
für die Kühe geholt hatte. Mit der Schule habe man es damals auch nicht so genau genommen, die Arbeit am Hof ging einfach vor. Der Vater habe irgendwann darum angesucht, dass sie früher ausschulen durfte, und das habe ihr auch nicht wirklich Leid getan. „Wir haben es ja auch nicht anders gekannt, damals.“ Sie kann sich sogar an den Ersten Weltkrieg erinnern. Als vierjähriges Mädchen habe sie, auf der Fensterbank sitzend, die Soldaten beim Rückzug beobachtet: „Mit ihren Wagen haben sie in der Nähe unseres Hofes in Albeins ihr Nachtlager aufgeschlagen.“ Ihr unerschütterlicher Lebensmut und ihre optimistische Geradlinigkeit haben die Brugger Moidl durch die Jahre getragen. In der zum Hof gehörenden früheren Backstube hat sie Kindern aus dem Dorf die deutsche Sprache beigebracht, „Katakombenlehrerin war ich aber gewiss keine, wir haben nur a bissl geredet und das eine oder andere geschrieben.“
Kindheit vor 100 Jahren. Am
Als Hitler und Mussolini mit dem Zug durch das Eisacktal fuhren, da wollten sie ein paar Gitschn aus dem Dorf überreden, mit ihnen an die Bahnstrecke zu gehen, um dem Zug zuzuwinken, „aber da bin ich nicht mit.“ Der Zweite Weltkrieg war für die Familie der Brugger Moidl bitter: Zwei Brüder kehrten nicht mehr zurück, „der
vergangenen Ostersonntag ist sie 100 Jahre alt geworden. Dass die Brugger Moidl heute nicht mehr arbeiten kann, das passt ihr so gar nicht, denn gearbeitet hat sie immer viel und gerne „und man hat dabei nicht daran gedacht, dass man so alt wird.“ Sie musste als ältestes Kind auch schon früh mit-
Der Zweite Weltkrieg in Albeins.
„Wir sind jedes Mal in den Wald geflüchtet, sind einfach nur gerannt, ohne groß nachzudenken.“ Und irgendwann wurde dann auch der Bruggerhof getroffen. „Unser ganzes Vieh war dahin, alles war verbrannt.“ Irgendwie sei es aber trotzdem weitergegangen: „Der Vater hat vom Militär ein paar Rösser bekommen, damit er wenigstens die Äcker pflügen konnte.“
Handy, das sie nicht unbedingt mag, und hin und wieder schaut sie fern, Franzl Posch und Sepp Forcher, „aber einschalten kann ich den Fernseher noch immer nicht, das macht die Edith.“ Früher, da sei die Welt einfach schöner gewesen, sagt die Brugger Moidl. Anders sei sie wohl gewesen, meinen die Tochter und die Schwiegertochter. Schöner sei sie gewesen, unterstreicht die Moidl noch einmal, schöner, weil einfacher und langsamer. Und trotzdem hat man das Gefühl, dass sie sich auch in der modernen Zeit gut aufgehoben fühlt.
marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Steckbrief
Mosaiksteine eines bewegten Lebens. Ihren späteren Mann,
den Sepp, hat sie in der Brixner Sennerei kennengelernt, „wo wir beide Milch abgeliefert haben.“ Die Mutter habe es gar nicht gerne gehabt, dass sie von zu Hause weggegangen sei. Als der Sepp beim Neubau des Hauses geholfen hat, da habe die Mutter sehr aufgepasst, dass die beiden ja kein Wort miteinander wechseln konnten. Geschichten vom Fensterln, von der Arbeit als Tagwerkerin beim Brotbacken auf verschiedenen Höfen sind nur wenige Mosaiksteine eines bewegten Lebens. „Vielleicht müssen’S noch einmal kommen, um mehr zu erfahren“, sagt sie, und der Schalk blitzt dabei in den wachen Augen. Sie bekommt immer wieder Besuch aus dem Dorf, erfährt so von der einen oder anderen aktuellen Begebenheit. Seit Jahren schaut fast täglich die Nachbarin, die Felderin, vorbei, bringt ein paar Blumen oder einen Gruß aus ihrer Küche. Die Brugger Moidl hat ein
Maria Oberhuber wurde am 20. April 1914 beim Bruggerhof in Albeins als Älteste von zehn Kindern geboren. Zwei ihrer Geschwister starben im Kindesalter, zwei Brüder kehrten aus dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zurück. Die Volksschule besuchte sie in Albeins, die Arbeit auf dem Hof war aber stets vorrangig. Im Februar 1950 heiratete sie Josef Außerlechner und zog nach Neustift in das so genannte Schlabingerhaus, wo sie heute noch wohnt. Das Paar bekam drei Kinder: Rita, August und Margret. So manchen Schicksalsschlag hat sie ertragen müssen. Ihr Mann starb im Jahr 1975, die älteste Tochter 1989 im Alter von 39 Jahren, und vor zehn Jahren verunglückte einer ihrer vier Enkel tödlich. 17
Menschen & Meinungen
BRIXEN
Neuer Direktor
z Der Tourismusverband Eisacktal hat seit ein paar Tagen einen neuen Direktor: Der Vorstand im
Tourismusverband hat sich von 21 Bewerbern für den Bozner Hannes Waldmüller entschieden. Der 1971 geborene Waldmüller gilt im Bereich Tourismus als Quereinsteiger: Er war jahrelang Marketingleiter im Verband Südtiroler Obstgenossenschaften. „Wir sind vom Potential Waldmüllers überzeugt“, erklärt Präsident Pepi Thaler auf Anfrage, „er wird mit viel Begeisterung und Engagement die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen“. Bis 2011 war Peter Righi al Direk-
tor des Verbandes verpflichtet; von 2011 bis März 2014 hatte der SMG-Mitarbeiter Thomas Plank den Verband als externer Direktor geleitet – im Rahmen eines Coaching-Vertrages mit der SMG. Während sich die elf Eisacktaler Tourismusvereine um den Gast vor Ort kümmern, hat der Tourismusverband die Aufgabe, für den gesamten Bezirk Werbemaßnahmen zu koordinieren – immer in enger Zusammenarbeit mit der SMG. wv
M&M Menschen & Meinungen BRIXEN
60 Jahre jung
Der Spruch vom Much
I woaß schun, prum der Albert im „Brixner“ so sierig drinschaug. War’s a Wunder?
kurz
notiert
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z Eigentlich wollte Albert Pürgstaller seinen Sechziger am vergangenen 12. Mai in aller Ruhe verbringen, aber einige Freunde waren mit dieser Vorgehensweise dann doch nicht einverstanden – und organisierten ein Überraschungsfest im Walthersaal des MGV Brixen, zu dem über eine „geheime Einladung“ etwa 150 Wegbegleiter und Freunde geladen waren – unter ihnen Sabina Kasslatter Mur, Gianlorenzo Pedron, Richard Theiner, Hans Heiss, Magdalena Amhof und Christine Mader Magagna. Über das gemeinsame
Der Mühlbacher Malermeister Andreas Kofler hat unter seinen Kunden und Freunden eine Spendenaktion zugunsten der Familie seines vor einem plötzlich an Krebs verstorbenen Freundes Markus Torggler gestartet. Dabei konnten über 10.000 Euro gesammelt werden.
Geburtstagsgeschenk, ein nagelneues Fahrrad, hat sich der sichtlich gerührte Bürgermeister genauso gefreut wie über eine 16 Seiten umfassende Sonderausgabe des „Brixner“, die „in extrem limitierter Auflage“ er-
schien. Das Fest, das von der Musikkapelle Albeins und vom Männergesangverein musikalisch untermalt wurde, dauerte nur zwei Stunden – danach musste der Bürgermeister schon in die nächste Sitzung flüchten. wv
Eine Delegation aus BernkastelKues, der Geburtsstadt des Brixner Bischofs Nikolaus von Kues/ Cusanus, besuchte vor kurzem Brixen. Die beiden Bürgermeister werden im August ein Freundschaftsabkommen zwischen den zwei Städten unterschreiben. Heuer jährt sich zum 550. Mal der Todestag von Cusanus.
Hanna, Natallia und Vadzim aus Weißrussland sind mit ihrer Lehrerin wieder auf Erholungsaufenthalt in Brixen. Da es immer schwieriger wird, Gastfamilien zu finden, konnten heuer nur drei Kinder eingeladen werden, so die Vereinigung „Chernobyl Süd tirol Alto Adige“.
O o op s
Leser kochen für Leser
mmh!
Mini-Schoko-Gugelhupf
mein Hoppala
> Zutaten für 4 Personen:
Alexander Resch, Hotelier in Brixen
Ein bisschen schwanger ... Meine Frau und ich gingen gemütlich spazieren, da kam uns ein bekanntes Paar entgegen. Während wir aufeinander zugingen, nuschelte mein Frau mir zu: „Na nett, de kriag schun s’Nägschte.“ Als wir uns dann in der Mitte der Straße trafen, folgte ein kurzer belangloser Smalltalk der Frauen, während wir Männer ein bisschen gelangweilt durch die Gegend glotzten. Gegen Ende der Unterhaltung wollte ich höflichkeitshalber noch irgendeinen Beitrag zur Unterhaltung leisten. Ich verließ mich also blindlings auf die scheinbar fachmännische Einschätzung meiner Frau von vorhin, und mir fiel leider nichts Besseres ein, als unserer Bekannten herzlichst „alles Gute zur bevorstehenden Niederkunft!“ zu wünschen. Doch die Einschätzung meiner Frau stellte sich leider als vollkommen falsch heraus, und so landete ich mit einem Bauchklatscher im sprichwörtlichen Fettnäpfchen ... unsere Bekannte hatte nämlich nur ein wenig an Kilos zugelegt.
50 g Zucker 40 g Butter 1 Pkg Vanillezucker 1 Ei 60 ml Sahne 80 g Mehl ½ TL Backpulver 15 g Kakaopulver
> Zubereitung Zuerst die Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und dem Ei gut verrühren. Dann die Sahne dazugeben. Mehl mit Backpulver mischen und unter die Masse rühren. Anschließend das Kakaopulver hinzufügen und den Teig
so lange rühren, bis eine einheitliche Färbung entsteht. Den Teig in kleine Gugelhupf-Formen geben und im vorgeheizten Backofen für 17 Minuten bei 175 Grad mit Umluft backen. Vor dem Herausnehmen aus der Form noch etwa fünf Minuten abkühlen lassen.
Marie Theres Zingerle aus Mühlbach verstärkt seit kurzem unser Redaktionsteam und verrät hiermit allen Lesern ein Rezept für kleine Kuchen, die sich hervorragend für spontane Besuche eignen: Sie sind schnell gemacht und schmecken einfach lecker. Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info
Voting
Ihre Meinung online
Ergebnis der Online-Umfrage:
„Wie schätzen Sie die Perspektiven Italiens im europäischen Kontext ein?“
grafik: evelyn harrasser
10,34% Sehr gut: Matteo Renzi hat bewiesen, die notwendigen Schritte auch umzusetzen 27,59% Gut: Die Herausforderungen sind groß, aber Italien befindet sich in einem Lernprozess 17,24% Schlecht: Auch mit den besten Vorsätzen sind die Probleme nicht zu meistern 44,83% Sehr schlecht: Für eine Lösung der Probleme ist Italiens Politik viel zu unbeweglich
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Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:
„Wer wird Fußball-Weltmeister 2014?“ > > > > >
Deutschland Italien Brasilien Argentinien Keine dieser Mannschaften
Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19
Menschen & Meinungen
BRIXEN / ISCHGL
LAMMento
Mit dem„Brixner“ zu Robbie Williams
Da sein „Das hab ich mich irgendwie immer schon gefragt“, sagte der Franz, als er – zugegebenermaßen etwas abwesend – seinen Macchiato einfach vor sich stehen ließ, wobei sich der Macchiato wahrscheinlich die Frage stellte, wie er denn dazu komme, der Franz, ihn einfach zu ignorieren, wobei ich mir die Frage stelle: Kann ein Macchiato eigentlich denken? Wenn ja, was denkt er sich, während er sich immer kälter werdend wünscht, doch noch im Magen vom Franz zu landen? „Bist du eigentlich da?“, fragte mich der Franz, und ich entschuldigte mich, denn die Gedanken an einen denkenden Macchiato machten mich ... etwas abwesend. „Ich hab mich immer schon gefragt“, sagte der Franz, „welchen Nutzen die Allgemeinheit hat, wenn ein Landesrat oder der Landeshauptmann bei irgendeiner Feier oder Jahresversammlung anwesend ist. Was haben wir davon?“ – „Nun“, mischt sich die Frieda ein, „wenn ein Landesrat anwesend ist, dann ist er halt da, das ist doch auch was“. Da sein, denk ich mir, als ob das eine Leistung wäre, wenn jemand einfach da ist. Da lob ich mir den Arnold Schuler, sag ich, der hat endlich den Mut zu sagen, dass er lieber im Büro arbeitet als an irgendeiner Jahresversammlung teilzunehmen – man möge seine Abwesenheit entschuldigen. „Soweit kommen wir noch“, sagt die Frieda, „dass sich ein Landesrat dafür entschuldigt, dass er lieber arbeitet als ... einfach da zu sein“. Wir müssen umdenken, denke ich mir. Politiker, die lieber arbeiten als irgendwo irgendeine unsinnige und inhaltsleere Rede zu schwingen – daran müssen wir uns erst gewöhnen.
TIERPENSION
z 25.000 Zuschauer kamen am 3. Mai auf die Idalp nach Ischgl in Nordtirol, um auf 2.300 Metern Meereshöhe Robbie Williams, einen der erfolgreichsten Popkünstler dieses noch jungen Jahrtausends, live zu erleben – und zwei Leser unseres Online-Portals www.brixner.info waren dabei: Anni und Marlene Erlacher hatten an einem Gewinnspiel unseres Portals teilgenommen, bei dem durch eine freundliche Kooperation unserer Zeitschrift mit dem Tourismusverband Ischgl zwei der begehrten Karten für das Konzert von Robbie Williams verlost wurden. Entsprechend begeistert zeigten sich die beiden nach dem Event: „Das war ein Traumkonzert in einer ungewohnten fantastischen Kulisse“. Robbie Williams, der im Frack und mit seiner kompletten Big Band auftrat, überraschte seine Fans neben seinen Swing-Titeln auch
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mit Klassikern wie „Let me entertain you“, „Angels“ und „Feel“. Das Wetter war ... veränderungswürdig, an einigen Augenblicken versteckte sich die riesige Bühne, die jedes Jahr zum Saisonende im Skigebiet errichtet wird, hinter einer Wand dichten Schneetreibens. Der guten Stimmung auf und vor der Bühne tat dies keinen Abbruch: Das Publikum, das zum größten Teil über mehrere Umlaufbahnen aus Ischgl kam, teilweise aber auch aus dem schweizerischen Samnaun, das ebenfalls an das Skigebiet angebunden ist, swingte und rockte mit dem Superstar um die Wette. Anni Erlacher erfuhr erst 24 Stunden vor dem Konzert von ihrem Losglück: „Es war eine äußerst freudige Überraschung“, sagte sie, und schenkte die zweite gewonnene Karte spontan ihrer Schwester Marlene. wv
Pro& Contra Ist die Entscheidung zum haftersetzenden Sozialdienst im Fall Laimer/Rainer zu rechtfertigen? Der Hintergrund:
Foto: Oskar Zingerle
Foto: Sebastian Stocker
Michl Laimer und Maximilian Rainer haben, nachdem sie im SEL-Prozess wegen Amtsmissbrauch, Betrug und Wettbewerbsbeeinflussung verurteilt worden sind, anstelle einer Haftstrafe Anträge auf Sozialarbeit gestellt. Das Gesetz sieht bei Haftstrafen von maximal drei Jahren den „haftersetzenden Sozialdienst“ vor.
MICHAEL GOSTNER, Rechtsanwalt: „Promi-Straftäter sollen nicht schlechter behandelt werden als andere Verbrecher“
Ja Die Alternativstrafe der Anvertrauung auf Probe an die Sozialdienste ist von der italienischen Rechtsordnung seit dem Jahr 1975 vorgesehen, und jährlich kommen etwa 6.000 Straftäter auch solche, die schlimmere Straftaten begangen haben und zu viel längeren Gefängnisstrafen verurteilt wurden in den Genuss dieser Alternativstrafe, sobald die Reststrafe weniger als drei Jahre Gefängnis beträgt und das Gericht die Straftäter für würdig einschätzt. Um zugelassen zu werden, muss sich der Straftäter einsichtig zeigen. Die Alternativstrafe, die zudem mit verschiedenen Freiheitseinschränkungen und Auflagen verbunden ist, hat den Zweck der Resozialisierung des Straftäters, was beim Aufenthalt in unseren Gefängnissen wohl nicht möglich ist. In den Fällen Laimer/Rainer mag die Alternativstrafe den Bürger zwar als zu mild erscheinen, aber solange wir unser Rechtssystem nicht ändern und der Staat sich die Vollstreckung von Haftstrafen in menschenwürdigem Umfeld nicht leisten kann oder will, ist es auch gerechtfertigt, unsere beiden „Promi-Straftäter“ nicht schlechter zu behandeln als andere Verbrecher. Ich erachte die Alternativstrafe demnach für gerechtfertigt, was nicht bedeutet, dass ich sie gerecht oder der Schwere der Straftat angemessen finde. Bedenklich ist aus meiner Sicht viel mehr, dass auf gesetzlicher Ebene nun das Straflimit für die Zulassung zu dieser Rechtswohltat erst kürzlich auf bis zu vier Jahren erhöht wurde und dass bei dieser Reform die Triebfeder allein in Einsparungen und nicht in moralischen Grundsätzen zu finden ist. z
WALTER BLAAS, Abgeordneter im Südtiroler Landtag: „Viele Menschen sehen den Glauben an Justitia schwinden“
Nein Seit der Strafzumessung in den Fällen Laimer, Rainer und Berlusconi, anstatt der fälligen Haftstrafe ersatzweise Sozialarbeit abzuleisten, ist die Rechtsempfindung vieler Bürger gestört. Für Bagatelldelikte wie Alkohol am Steuer ohne Sach- und Personenschäden oder kleinere Vergehen ist der haftersetzende Sozialdienst durchaus angebracht, sinnvoll und gerechtfertigt. Da aber die geschätzte Schadenssumme im SEL- und Stein-an-Stein-Skandal sich der Zwei-Milliarden-Euro-Grenze nähert und die Herren Laimer und Rainer keine große Reue zu Tage legen, erscheint mir die Umwandlung der Haftstrafe in Sozialarbeit doch etwas milde. Besonders der Umstand, dass die Beklagten auch noch Umfang und Ort der Ableistung des Sozialdienstes vorschlagen konnten, erregt viele Menschen, die somit leider den Glauben an Justitia schwinden sehen. Als Bibliothekar im Kloster Neustift seine Sozialarbeit „abzusitzen“ oder im Haus der Solidarität wöchentlich einige Stunden zu verrichten kann nicht als angemessene Strafe angesehen werden. Abschreckend ist eine solche Strafe sicher nicht. Vermehrt ist wieder der Spruch zu hören: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man ungeschoren. Bleibt nur zu hoffen, dass im Zivilverfahren die Haftungen und damit verbundenen Schadensersatzleistungen gebührend berücksichtigt werden und dass die Imageschäden für Politik und Verwaltung sowie die von der Verwaltung aufgebrachten Prozess- und Anwaltsspesen in erträglichen Grenzen bleiben. z BALKONE ZÄUNE 21
Menschen & Meinungen
UMFRAGE
Wer wird Fußball-Weltmeister? Fotos: Oskar Zingerle
Die Fußball-WM steht vor der Tür. Welche Mannschaft wird wohl den Pokal mit nach Hause nehmen? Welche Favoriten die Brixner haben, für wen ihr Herz schlägt und was sie vom Austragungsland Brasilien halten, haben wir in der Brixner Altstadt erfahren.
„Ich werde die Fußball-Weltmeisterschaft wahrscheinlich nicht verfolgen. Trotzdem ist Brasilien mein Favorit“, sagt Josef Etzelsdorfer. „Die Brasilianer haben sich sehr bemüht, um die WM in ihrem Land austragen zu können. Da bei den Vorbereitungen ziemlich viel Missmut herrscht, würde ich ihnen wünschen, dass alles glatt läuft, und ich gönne ihnen den Sieg.“
„Brasilien ist ganz klar mein Favorit, da die WM in ihrer Heimat stattfindet. Außerdem spielen die Brasilianer auch ziemlich gut“, erklärt Michael Frener. „Sicher ist es für ein fußballverrücktes Land wie Brasilien gut, wenn die WM auch einmal dort stattfindet. Nicht so positiv finde ich, dass die Reichen dort damit nur Geld machen wollen, ohne Rücksicht auf die Armenviertel zu nehmen.“ 22
Peter Stuffer interessiert sich nicht besonders für Fußball: „Ich werde mir die Spiele deshalb auch nicht ansehen und habe auch keinen Favoriten. Was das Austragungsland angeht, glaube ich, dass der Tourismus in Brasilien davon profitieren wird. Unzählige Menschen reisen für die Spiele nach Brasilien, und vielleicht finden sie so Gefallen an dem Land, auch als Urlaubsziel.“
Peter Stürz hat klare Vorstellungen: „Brasilien und Italien werden sich im Finale gegenüberstehen. Gewinnen wird dann Italien mit einem 2:1. Deutschland wir heuer wohl nicht weit kommen. Was Brasilien als Austragungsort angeht, bin ich nicht so begeistert: Es werden dort die Mächtigen abkassieren und die Armen draufzahlen. Die WM sollte vielleicht eher in einem europäischen Land stattfinden, wo andere Standards herrschen.“
„Ich werde mir sicher einige Spiele anschauen und hoffe, dass Deutschland Weltmeister wird“, sagt Margit Pitscheider. „Vizeweltmeister wird dann vielleicht Italien. Ich finde es gut, dass die WM in diesem Sommer in Brasilien stattfindet. Ich hoffe, dass alles reibungslos über die Bühne geht und dass es keine besonderen Schwierigkeiten geben wird.“
Melanie Mitterrutzner sagt: „Mein Herz schlägt auch bei dieser WM wieder für Spanien. Da ich die italienische Mannschaft aber auch sehr gut finde, hoffe ich, dass sie Vizeweltmeister wird. Außerdem sehe ich es eigentlich ganz positiv, dass die WM in Brasilien stattfindet; vielleicht fördert es den Tourismus und bringt dem Land auch etwas ein.“
Hermann Larcher ist skeptisch, was den Austragungsort betrifft: „In einem Land wie Brasilien wird viel zu viel Geld für die Stadien und zu wenig für die armen Menschen ausgegeben. Mein Favorit für den Titel ist trotzdem Brasilien. Sie werden sicherlich den Heimvorteil nutzen. Deutschland wird dann wahrscheinlich Zweiter, und Italien wird es vielleicht auf den dritten Platz schaffen.“
„Ich kenne mich im Fußball nicht besonders gut aus, aber Italien ist mein Favorit. Deutschland wird wahrscheinlich Zweiter“, so Martin Oberrauch. „Ich habe gesehen, wie viel Einsatz es für das Trainingslager im Passeiertal gab. Man kann sich also kaum vorstellen, wie es in Brasilien zugehen wird. Als die WM in Südafrika stattfand, hatten viele ihre Bedenken – trotzdem hat es geklappt. So wird es wahrscheinlich auch diesmal sein.“
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Kunst & Kultur
ZUM 150. GEBURTSTAG DES BISCHOFS SIGISMUND WAITZ
„Ausgeprägtes soziales Gewissen“
Der Salzburger Erzbischof Sigismund Waitz (1864-1941), in Brixen geboren, sorgte sich seinerzeit um Fragen des sozialen Elends wie Arbeitslosigkeit und Massenarmut. Die Historiker Helmut Alexander und Josef Gelmi über den Kirchenmann, Seelsorger, Kirchenfürst und Redakteur der Brixener Chronik.
Herr Alexander, Sie lehren an der Universität Innsbruck Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Was bewog Sie, einen Sammelband über den Kirchenmann Sigismund Waitz herauszugeben? HELMUT ALEXANDER: Dieser Sammelband hat sich aus anderen Forschungsarbeiten ergeben. Mitte der 1990er-Jahre wurde ich gebeten, an einem Bundesländerprojekt über Tirol mitzuwirken. Mir kam das Thema der Religionsgemeinschaften zu. Dabei habe ich mich mit Bischof Paulus Rusch befasst, der als „roter Bischof“ bekannt wurde. Vor diesem Hin-
rator tätig. Dort lernte er Propst Walter kennen, der sein späteres Sozialengagement entscheidend prägen sollte. Es folgte eine Zeit als Redakteur der Brixener Chronik und als Theologieprofessor. 1913 wurde Waitz Weihbischof von Brixen und Generalvikar von Vorarlberg. 1921 folgte die Berufung zum apostolischen Administrator von Innsbruck-Feldkirch. 1934 wurde er Erzbischof von Salzburg. Damit war Waitz für Innsbruck, Salzburg und Feldkirch zuständig. Er übte sein Hirtenamt über den gesamten westlichen Teil Österreichs aus. 1941 ist Waitz in Salzburg verstorben.
Herr Gelmi, Sie beschrieben im angesprochenen Sammelband auch das theologische Leben von Waitz. Können Sie ein paar Aspekte aus der Zeit zwischen 1850 und 1950 beleuchten? Josef Gelmi: Waitz war als Moraltheologe sehr innovativ. Er hat neue Ansätze in seinen Unterricht eingebracht und damit eine ganze Kleriker-Generation geprägt. Er schloss mit Erzherzog Karl Freundschaft und unterwies ihn in Religion. In Brixen hat sich Waitz sozial engagiert – vor allem für Franzensfeste, wo viele Arbeiter lebten. Er initiierte den Bau eines
„Papst Bergoglio hätte heute mit Waitz auch seine Freude“_ Josef Gelmi, Kirchenhistoriker tergrund bin ich historisch weiter zurückgegangen und stieß auf Sigismund Waitz. In Zusammenarbeit mit der Diözese Innsbruck wurde Waitz eine Tagung gewidmet. Die Beiträge dieser Tagung wurden anschließend verschriftlicht, und 2010 erschien dann der Sammelband. Herr Gelmi, Sie haben als Kirchenhistoriker das theologische Leben von Waitz nachskizziert. Sigismund Waitz erblickte im Jahr 1864 das Licht der Welt. Was können Sie uns in groben Zügen über sein Leben erzählen? JOSEF GELMI: Waitz wurde in Brixen geboren, hier und in Innsbruck studierte er Theologie. 1886 wurde er zum Priester geweiht. In Innichen war er als Koope24
Herr Alexander, können Sie auf ein paar wirtschaftliche und soziale Aspekte in Tirol zwischen 1850 und 1950, kurzum die Lebensspanne von Bischof Waitz, eingehen?
modernen Krankenhauses und hat auch Girlan, das Jesu-Heim für Behinderte, mitgegründet. Seine Theologie war also äußerst praktisch: der unmittelbare Dienst am Nächsten.
Helmut Alexander: Ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine enorme industrielle und verkehrstechnische Entwicklung ein. Fabriken wurden gegründet, und kollektive Bewirtschaftungen verdrängten kleinbäuerliche Produktionsweisen. Die soziale Frage drängte sich auf: Arbeitslosigkeit, Massenarmut, Landflucht. Viele kommunistisch oder konservativ Gesinnte suchten nach Lösungen für die sozialen Probleme. Vor allem junge Kleriker wollten eine christlich-soziale Lösung als Gegenentwurf zu den kommunistischen Tendenzen.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Tirol geteilt. Wie viele seiner Landsleute schmerzte auch Waitz diese historische Zerreißung seiner Heimat. Herr Alexander, was hat Waitz Ihren Forschungen nach unternommen, um diese zu verhindern? Helmut Alexander: Waitz war zu dieser Zeit in Feldkirch – also nahe der Schweizer Grenze. Dort stellte Kaiser Karl Verbindungen zur neutralen Schweiz her. Eine Zerreißung Tirols sollte unbedingt verhindert werden. Um den Kontakt
zu den Siegermächten zu sichern, wurde ein Büro eingerichtet. Dort betrieb man politisches Lobbying, um die eigenen Interessen geltend machen zu können. Bischof Waitz hat dabei mitgewirkt. Er war überzeugter Monarchist und plante eine Restauration der Monarchie. Karl I. versuchte, die Weichen für unterschiedliche MonarchieModelle zu stellen – unter anderem war ein neutrales Kronland Tirol im Gespräch. 1919 stellte Waitz aber seine politischen Bemühungen ein; es gab Kritik, dass er außerhalb seiner Befugnisse agieren würde. Inwiefern hat Waitz das theologische und pastorale Denken in der damaligen Zeit in Tirol und Österreich geprägt? Josef Gelmi: Geprägt hat er es natürlich durch seine Funktion als Theologieprofessor. Sein praktischer Einsatz für die Studierenden ist hier zu würdigen. Waitz ließ das Paulinum in Schwaz errichten, weil die Studierenden nicht mehr nach Brixen ins Vinzentinum kommen durften – das wurde von den faschistischen Machthabern verordnet. In Innsbruck hat er diözesanartige Strukturen entwickelt und Hirtenbriefe publiziert. Pastoral hat er sich für die Frauen stark gemacht, auch wenn er ein konservatives Frauenbild hatte. War Waitz ein Bischof mit einem ausgeprägten sozialen Gewissen? Helmut Alexander: Ja, auf jeden Fall! Sein bischöflicher Leitspruch war „Deus caritas est“ – Gott ist
Barmherzigkeit. Damit ist das Selbstverständnis von Waitz genau bezeichnet. Sein soziales Gewissen reicht bis in seine Studentenzeit zurück. Sein Freundeskreis war von Menschen geprägt, die der sozialen Frage nachgingen. Während einer schweren Krankheit schrieb Waitz 1897/98 das Buch „Jesus und die Kranken“ – ein Werk für Menschen in Not und Krankheit. Er hat seinen Vater gepflegt und ist Mitbegründer des Landesverbands Barmherzigkeit, der 1905 gegründet wurde. Waitz gehörte einer Generation an, die sich von sich aus mit sozialen Problemen befasst hat, weil sie die Gefahren der politischen und sozialen Veränderungen erfassen konnte. Mit seinem Sozialhirtenbrief „Lehren und Weisungen der österreichischen Bischöfe über soziale Fragen der Gegenwart“ wurde Sigismund Waitz 1925 zu einem Wegbereiter der Enzyklika von Papst Pius XI. Wieso ist dieser Hirtenbrief in die Geschichte eingegangen? Josef Gelmi: Weil dieser Hirtenbrief ein zeitloses Schreiben ist. Er ist heute genauso aktuell wie damals. Ihm liegt eine tiefgründige Kritik am Kapitalismus zugrunde – zugleich ist eine Distanzierung zum ausbeuterischen Liberalismus unübersehbar. Waitz kritisiert in dem Schreiben die freie Marktwirtschaft, in der kein Platz für die Armen ist. Außerdem findet er deutliche Worte gegen den Kommunismus und den Marxismus. Er fordert privates Eigentum und stärkere Rechte für Arbeiter. Papst Pius XI. war mit
ZEITLOSES DOKUMENT: Mit seinem Sozialhirtenbrief „Lehren und Weisungen der österreichischen Bischöfe über soziale Fragen der Gegenwart“ wurde Sigismund Waitz zu einem Wegbereiter der Enzyklika Papst Pius XI
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Kunst & Kultur
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Steckbrief
Sigismund Waitz geb. 1864 in Brixen, Priesterweihe 1886, 1913 Weihbischof von Brixen, 1921-38 Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch, 1935-41 Erzbischof von Salzburg; umfangreiches soziales Wirken, Förderer des Salzburger Universitätsplans, bekannt durch seinen Sozialbrief „Lehren und Wirkungen der österreichischen Bischöfe über soziale Fragen der Gegenwart“ (1925), gest. 1941 in Salzburg.
Helmut Alexander geb. 1957, Studium der Bayerischen und Fränkischen Landesgeschichte, der Neueren Geschichte, der Politischen Wissenschaft und der Philosophie an den Universitäten Erlangen und Innsbruck, Dr. phil. 1987; seit 1994 Assistent, seit 2001 ao. Univ.-Prof. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck; zahlreiche Publikationen (mehrere davon mit Bezug zu Brixen). Ende Juni erscheint ein Buch über den Weinbaupionier Johann Huber (1849-1913), „Völkl“ in Elvas.
Josef Gelmi geb. 1937, Studium der Philosophie und Theologie in Brixen, Priesterweihe 1961, nach Kooperatorenjahren in Cortina d’Ampezzo und in Bozen Studium der Geschichte und Kirchengeschichte in Rom, von 1973 bis 2007 Professor für Kirchengeschichte an der PhilosophischTheologischen Hochschule in Brixen, seit 1998 Präsident der Hofburg Brixen; Veröffentlichungen zur Tiroler Kirchen- und Papstgeschichte.
Das Domanig-Haus in der Weißenturmgasse war das Elternhaus von Sigismund Waitz (1901)
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den Inhalten des Hirtenbriefes so zufrieden, dass er Teile davon in seine Enzyklika „Quadragesimo anno“ aufgenommen hat.
Am 29. Mai jährt sich der Geburtstag von Sigismund Waitz zum 150. Mal. Warum ist es wichtig, an ihn zu erinnern?
Kommen wir zu einem weiteren sozialgeschichtlichen Aspekt: Welche Grenzen gab es in der Beziehung zwischen der katholischen Kirche und der aufkommenden NSDAP?
Josef Gelmi: Ich denke, Sigismund Waitz ist eine herausragende Person der Kirchengeschichte, weil er sich vom Anfang bis zum Schluss immer wieder für den Glauben der Kirche eingesetzt hat. Dabei ist natürlich sein soziales Gewissen besonders zu würdigen. Seine Haltung gegen den Nationalsozialismus ist ebenso beachtlich und sollte in Erinnerung bleiben. Sigismund Waitz war bemüht, den Glauben der Menschen zu festigen, das Vertrauen in Gott. Daran sollte immer wieder – gerade in turbulenten Zeiten – erinnert werden.
Helmut Alexander: Beide Systeme gehen auf ein bestimmtes Führerprinzip zurück. Und beide Führerprinzipien, also das christlichkirchliche und das nationalsozialistisch-politische, vertragen sich einfach nicht. Während in der Kirche der Christkönig den Führerstatus innehat, war dies bei den Nationalsozialisten eben Adolf Hitler. Es ist unmöglich, zwei Herren zu dienen. Allerdings gab es auch Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel den Kampf gegen den Kommunismus, aber die antireligiösen Tendenzen der NSDAP konnten Waitz und andere Geistliche natürlich nicht mittragen. Der italienische Faschismus wurde von der katholischen Kirche weitgehend akzeptiert. Die Kirche trug auch gewisse antisemitische Züge – allerdings nicht in Form des Wunsches nach völliger Vernichtung. Es ging eher um das Hervorheben jüdischen Fehlverhaltens in der Geschichte und künftige Missionierungen.
Was würde er uns heute sagen, falls er leben würde? Josef Gelmi: Da kann ich Ihnen eine ganz kurze Antwort geben, und zwar: Ich würde meinen, dass alles in allem Papst Bergoglio mit Waitz heute auch seine Freude hätte.
Andreas Raffeiner Leserbrief an: echo@brixner.info 27
Damit eine Ordnung wiederkehrt Joachim Goller inszeniert Rainer Werner Fassbinders verstörendes Drama „Katzelmacher“ in einer Koproduktion vom Jugend- und Kulturzentrum UFO Bruneck und dem Rotierenden Theater.
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oachim Goller traut sich was. Schon wieder. Und er hat eine taffe Truppe, die mitzieht. In Kooperation mit dem UFO wagt sich der junge Regisseur mit dem Rotierenden Theater an Fassbinders brisantes Stück „Katzelmacher“ über Ausgegrenztheit, Perspektivlosigkeit und daraus symptomatisch resultierender Gewalt.
Trostloses Leben in der Vorstadt. Hanna Gfader hat das
Bühnenbild perfekt der trostlosen Vorstadtgeschichte angepasst und in das karge ehemalige Leinwandgeviert des Ex-AstraKinos ein paar Obstkisten gestellt, die als Koffer, Kleiderschrank, Wirtshaustheke und Kirchenstuhl fungieren. Zeitlos hat Goller die Inszenierung angelegt: Schlagertexte werden gesäuselt, aber auch iPhones werden gezückt. Mit Lockerungsübungen der Spieler gestaltet Goller den schwierigen Einstieg, untermauert sinnigerweise mit „Karmacoma“, dröhnendem Techno-Dub von Massive Attack. Gefühle sind Mangelware, gegen den monotonen Tagesablauf der Provinzgockel und orientierungslosen Hennen wird fassbinderisch gesoffen, gefickt und gewichst. Harte Arbeit, nicht nur für die professionell agierenden Jungschauspieler, sondern auch für die Zuschauer, die durch das Fehlen der abgrenzenden Leinwand dem Geschehen auf der Bühne schutzlos ausgeliefert sind. Erich (Anton Rainer) gibt sich besonders fies, er gebraucht Marie als Sexpuppe; Bruno schläft aus Langeweile mit seiner Chefin Elisabeth; Ingrid (Theresa Velicogna) ist halbherzig mit Paul liiert und schwanger. Sie will aber unbedingt Schauspielerin werden und singt inbrünstig „Mit 17 hat man noch Träume“.
Projektionsfläche für aufgestaute Aggressionen. Und dann kommt der „Katzelmacher“, Jorgos, der Grieche. Der Ethnophau28
lismus bezeichnete Ende der 60er Jahre auf abfällige Weise die mediterranen Gastarbeiter – der Begriff stammt von Gatzel (aus dem lat. cattia) und bezeichnet einen hölzernen Schöpflöffel, den die Wanderhändler und Kesselflicker aus Gröden und Norditalien im 19. Jahrhundert feilboten. Jorgos (Lorenz Ganthaler) wird zur allgemeinen Projektionsfläche für Begehren, Minderwertigkeitskomplexe und Langeweile unter den männlichen Mitgliedern der Gruppe. Diffuse Ängste machen sich breit, „weil mit die Kommunisten ist eine Gefahr“, weiß die unbedarfte Gunda (Sabrina Gasser), und Franz (Manuel Saxl) will wissen, wo er herkommt „von wo, in Griechenland“, und dann noch „und Arbeit gibt’s keine da?“ Als Elisabeth ihn für seine Arbeit lobt, die einsam-neidische Gunda das Gerücht eines Übergriffs streut und Marie Interesse am Fremden bekundet, entladen sich die aufgestauten Aggressionen. „Kastrieren sollte man ihn“, hetzt Erich, und zwischen Prozession und Kirchgang wird ein Überfall auf Jorgos geplant. „Nur drauf, und am besten gleich“ ist die Devise. Während Ingrid den ESC-Siegersong von 1982 „Ein bisschen Frieden“ haucht, wird Jorgos zusammengeschlagen und vergewaltigt, „damit eine Ordnung wiederkehrt“. Er überlebt, und Marie will mit ihm in seine Heimat, obwohl er dort Frau und Kinder hat, „das macht nichts, denn in Griechenland ist alles anders“. Gar nicht so anders: Die Fremdenhassspirale dreht sich weiter. Jorgos geht, als Elisabeth einen Türken einstellt. Etwas irritierend kommt die geschliffene Aussprache daher, irgendwie passt sie nicht in die falsche Grammatik der lethargischen Vorortproleten, die bei Fassbinder monoton nuscheln. Am Ende stellen die Schauspieler wortlos die Kisten zusammen, sie räumen den „Mist“ auf,
Foto: Christian Mantinger
Kunst & Kultur
THEATER
In Fassbinders „Katzelmacher“ wird der Grieche Jorgos zur Projektionsfläche; die Fremdenhass-Spirale dreht sich
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ziehen die Bühnenklamotten aus und werden wieder zu jungen Menschen, die etwas und uns bewegen und betroffen zurücklassen. Es gibt eben mehr zwi-
schen Himmel und Erde als (zitieren wir noch mal Fassbinder) nur ficken, fressen, saufen. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
BRIXEN
Monokultur im Fokus Thomas Sterna kuratiert die Ausstellung des Südtiroler Künstlerbundes in der Brixner StadtGalerie und setzt damit kritische Akzente zum Thema Monokultur in Südtirol.
B
Foto: Oskar Zingerle
ereits zum fünften Mal findet in der StadtGalerie (bis 7. Juni) eine Gruppenausstellung vom Südtiroler Künstlerbund statt. Die 16 Künstler aus dem In- und Ausland nehmen Südtirols Monokultur in der Landwirtschaft und in der Politik unter die Lupe und setzen mit ihren komplexen Arbeiten einen Kontrapunkt zur sich global ausbreitenden „Kunstindustrie“ – mit ähnlichen Folgen wie im Apfelbau: Einfalt statt Vielfalt. Sylvia Barbolini offenbart uns gleich am Eingang, welchen Weg Südtirol zu beschreiten hat: Rot leuchtet am Ampelsystem der Tiroler Adler, grün hingegen die Fahne der EU. Etliche Positionen nehmen das gelobte Apfelland auf die Schippe: Andrea M. Varesco mit ihren poetischen, pastos geschichteten Farbreliefs, Elfi Sommavilla mit dem Minimodell eines Obstkistengebäudes aus Tonwürfeln, Lois Steger mit einer Kisten- Installation, aus der 252 Handgriffe aus Prettauer Kupferschlamm ragen, und Andreas Zingerle mit der Sexpuppen-Skulptur aus Beton, die er kurzerhand in eine verstörende Apfelbaumzuchtreihe umfunktioniert.
Mono ist passé. Die unterschied-
lichen künstlerischen Positionen kritisieren zurecht Südtirols Eingleisigkeit. Ich bin trotzdem der Meinung, dass Mono unter dem kulturellen Aspekt passé ist. Das beweist nicht nur die Vielfältigkeit in der Zeitgenössischen Kunst, auch Film- und Theaterleute, Komponisten und Schriftsteller erobern sich stetig und unaufhaltsam ihr Terrain. Der kulturpolitische Wind weht in Richtung Offenheit und Dialog; möge er einen Sturm entfachen! irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Kopf schützen!
Genuine Gülle. Die ARTbrothers
Kraxntrouga füllen „genuine Gülle“ als ungewöhnliches Südtiroler Qualitätsprodukt in markttaugliche Extrakonfektionen, und Franz Pichler gemahnt mit seiner kubistisch anmutenden Arbeit an den desaströsen Einsatz der Pestizide. Den Nebenraum nimmt zur Gänze Wolfgang Zingerles Installation ein, eine Hommage an die Wiederentdeckung der wertvollen Kulturpflanze Hanf, der in Percha wieder angebaut wird. Maria Mathieu zeichnet die Monotonie einer Wanderung nach, in dem sie ihre Schritte in Strichform protokolliert. Mario Wezel wirft einen kritischen Blick in eine Apfelreinigungsanlage, während Pascal Lamperts speziell gefertigter Echosoundkasten ein akustisch-haptisches Zeichen setzt. Sieglinde Tatz Borgogno nimmt Stellung zum rasant wach-
Druckmaschine als Symbol der medialen Omnipräsenz durch das Haus Athesia.
Wolfgang Zingerles Installation ist eine Hommage an die Wiederentdeckung der Kulturpflanze Hanf
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senden Kunstbetrieb und plädiert mit ihrer Skulptur für die Vielfalt in der Kunst. Peter Verwunderlich präsentiert ein surreales „Apfelkopfgefängnis“, Ruth Gamper lässt Michelangelos berühmten Fingerzeig Adams in Serie für sich sprechen, und Karin Welponer spielt etwas versöhnlich als Einzige mit dem Liebesapfelmotiv auf alten Kunstkarten. Der Brixner Leonhard Angerer zeigt zwei Fotoarbeiten: „Parteizentrale“ und „Rotationsma-
schine“. Dazu hat Angerer nach intensiver theoretischer Auseinandersetzung mit dem Thema in mühevoller digitaler Kleinstarbeit die Parteizentrale zu einem monochromen Gebilde umgestaltet, das sich sinnigerweise nach unten abgrenzt und nach oben öffnet. Der Bau beherbergt das Wochenmagazin ff, womit kritischer Journalismus und politische Macht hier Tür an Tür wohnen. Das zweite Bild zeigt in dekorativer Manier à la Arts-and-Crafts-Bewegung eine
Bei Stürzen mit dem Rad, beim Inlineskaten oder einem Skateboarden kann es zu schweren Verletzungen kommen, besonders im Kopfbereich! Deshalb: Radeln und Skaten nur mit Helm! Wichtig ist, einen Helm vor dem Kauf anzuprobieren. Sicherheit muss dabei Vorrang vor Modetrends haben. Keiner ist davor gefeit, von einem anderen niedergefahren zu werden oder aus Unachtsamkeit bzw. aufgrund eines Hindernisses plötzlich zu stürzen. Und gerade bei einer Kollision mit einem Auto haben Pedalritter und Skater bekanntlich äußerst schlechte Karten.
www.tiroler.it 29
Kunst & Kultur
AUSSTELLUNG
In Gedenken an Peter Aichner z Auf all seinen Reisen war der Malkasten stets dabei, und auch in Brixen und an anderen Plätzen dieser Welt sah man Peter Paul Aichner öfters mit seiner Staffelei, den Farben und einem kleinen Hocker in einem Winkel stehen, um die Architektur vor Ort auf Papier zu bannen. Er malte mit Vorliebe Landschaften kombiniert mit Architektur, aber auch an Portraits in verschiedenen Techniken
versuchte er sich. Insbesondere Ende der 1980er Jahre und zu Beginn der 1990er Jahre, also rund um seinen stufenweisen Austritt aus seinem Beruf als Direktor des Brixner E-Werks, fand er zu seiner großen Passion zurück und beschäftigte sich intensiv mit der Aquarellmalerei und mit Radierungen. Doch nicht nur dies: Seine Leidenschaft galt auch dem Sammeln von historischen Geräten,
Dokumenten und Fotos. Anlässlich seines Todestages im Jahr 2009 organisierten seine Witwe Eva Aichner Zimmetatis, seine Kinder und der Kunstverein St. Erhard in den vergangenen Wochen eine
K&K
Ausstellung in der Galerie Adler Art, die Einblicke in das künstlerische Schaffen und dem bewegten Leben von Peter Paul Aichner gaben und die Erinnerung an ihn auf herzliche Weise belebte. db
Kunst & Kultur
PERFORMANCE
Kulturprojekt mit Tiefenwirkung z Der Künstler Hannes Egger hat Ende April die Performance „Terra“ initiiert. Dafür hat er in der Festung Franzensfeste einen Acker angelegt mit der symbolträchtigen Notstandsfrucht, der Kartoffel, die er zusammen mit der Erde im polnischen Perzemysl gekauft hatte. Damit will Hannes Egger jene Ereignisse des Ersten Weltkrieges evozieren, die sich zwischen 1914 und 1917 in Galizien abspielten, wo zahlreiche Tiroler Soldaten für das Habsburger Reich an der Front kämpften und Hunderttau-
kurz
notiert
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sende ihr Leben für das Kaisertum Österreich verloren. Das Feld in der von Schlachten verschonten Festung wird im Gedenken an die Kriegsjahre über vier Jahre bestellt und jeweils im Oktober mit einem Erdäpfelfest abgeschlossen. Da sich heuer erstmals auch kulturelle Institutionen an der Jugendsozialaktion der Caritas „72 Stunden ohne Kompromiss“ beteiligen dürfen, wurde eine Jugendgruppe eingeladen, um mit dem Künstler Hannes Egger das Projekt Terra umzusetzen.
Gleich zwei junge Theaterproduk tionen sind derzeit in der Dekadenz zu sehen: Das Ensemble VonPiderZuHeiss zeigt bis Ende Mai seine aktuelle Eigenproduktion „Gelber Mond. Die Ballade von Leila und Lee“ des britischen Gegenwartsautors David Greig. Am 5. Juni feiert hingegen das Rotierende Theater mit „Antigone“ Premiere.
Die inhaltliche Konfrontation mit der Langzeit- Performance sowie deren Umsetzung erlaubt den Jugendlichen einen fundierten Einblick in ein Kulturprojekt mit Tiefenwirkung. ird
Ab 14. Juni ist im Diözesanmu seum Hofburg eine Sonderausstellung mit Werken des Bozner Barockmalers Ulrich Glantschnigg (1661-1722) zu sehen. Gezeigt werden Porträts und religiöse Themen; im Merkantilmuseum Bozen sind hingegen profane Gemälde ausgestellt. Im Sommer findet samstags um 11 Uhr eine Führung statt.
Dixieland-Sound präsentiert der Brixner Chor novAntiqua mit der Pixie Dixie Jazz Band am 5. Juni um 20.30 Uhr im Vinzentinum. Auf die Zuhörer warten dabei zahlreiche Highlights, bei dem Chorgesang auf Dixieland treffen.
NACHGEFRAGT
„Das Wirken von Zeit und Erinnerung“ ELISABETH PEER, Kuratorin im Pharmaziemuseum, über die verschiedenen Veranstaltungen im Laufe des Jahres und im Besonderen über die derzeitige Ausstellung von Christa Manz Dewald. Von Mai bis September ist die Sonderausstellung „continuare – weiter wirken“ zu sehen. Worum geht es? Die deutsche Künstlerin Christa Manz Dewald zeigt Radierungen und Fotografien mit der Lochkamera. Sie hat Pharmazie und Chemie studiert, und bei ihrem ersten Besuch im Pharmaziemuseum fiel ihr die lange Apothekertradition der Familie Peer auf. Ihr Thema ist die Kontinuität, eine künstlerische Betrachtung über das Wirken von Zeit und Erinnerung. Sie spielt dabei auch mit den Veränderungen der Bilder durch das Einwirken chemischer Substanzen.
Ihr Haus ist eine Perle in der Südtiroler Museenlandschaft, aber nicht alle kennen es. Wie steht es mit den Besucherzahlen? Welche Projekte sind beliebt? Bei jährlich etwa 190 Öffnungstagen haben wir an die 5.000 Besucher; damit sind wir als naturwissenschaftliches Spezialmuseum zufrieden. Besonders gut kommen die Führungen an, bei denen wir alle Bereiche zeigen, aber auch Dauer- und Sonderausstellungen, das Museumsdepot und die aktuelle Apothekerarbeit im Labor oder beim Lagerraumroboter „Sausewind“. irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
TERRABONA.IT
Frau Peer, seit der Eröffnung des Pharmaziemuseums 2002 initiieren Sie regelmäßig die unterschiedlichsten Veranstal tungen und Ausstellungen. Wie ist der beträchtliche Aufwand zu stemmen? Neben der Dauerausstellung bieten wir jährlich drei bis vier Sonderausstellungen, dazu einige Vorträge, Lesungen und Konzerte. In unserem kleinen Museum ist dafür gute Organisation und viel ehrenamtliches Engagement vom Verein „recipe“ nötig. Viel größere Schwierigkeiten bereitet uns aber die dauerhaft knappe finanzielle Situation.
Eine feine Art, die Zeit zu genießen. Entdecken Sie die Vielfalt unserer edlen Obstbrände und Liköre. Früchte erster Qualitätsgüte sowie traditionelle Brennkunst und modernste Technik versprechen ein unvergleichliches Trinkerlebnis.
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THEATER
z Nach fünfmonatigen Vorbereitungen zeigten die Schüler der 8. Klasse der Waldorfschule Brixen ihr alljährliches Schultheater: Die Wahl fiel heuer auf das tragikomische Märchen der chinesischen Prinzessin Turandot und ihre dramatischen Rätselproben. Der Klassiker „Turandot. Prinzessin von China“ von Friedrich Schiller greift dabei ein hochaktuelles Thema auf: Die geistigen Fähigkeiten der Prinzessin Turandot sind hervorragend, genauso stark wie ihr Wille. Was aber ist mit der Mitte, den Herzenskräften? Sie scheinen nicht vorhanden zu sein, oder doch? Nur einem, der selber die Herzenskräfte entwickelt hat, gelingt es, die verborgenen Anlagen der stolzen Turandot hervorzuholen, ohne sie in ihrer Würde zu verletzen – so die
z Das Kollektiv „Astra la vista“ um Florian Dariz und Jakob Mureda hat es sich zur Aufgabe gemacht, kleinen unabhängigen Filmen die gebührende Wertschätzung zukommen zu lassen. Die erste lange Nacht des Films, die am 1. Mai im ExAstra-Kino veranstaltet wurde, zeigte deutsche und Südtiroler Filme mit einer Dauer von 2 bis 100 Minuten. Martin Fischnaller wurde wohl von Janosch inspiriert und zeigte in „5 meter Panama“ eine zarte Geschichte über zwei 12-Jährige, die ausbüchsen wollen, aber ihrem Traumziel Panama nur fünf Meter näher kommen, dann streikt das Auto. Die zweite deutsche Produktion von Matthias Lintner erinnert an „Life of Pi“, auch hier begibt sich Tao auf eine spirituelle Reise mit allerlei skurrilen BegegFoto: Martha Jiménez Rosano
Kunst & Kultur
Waldorfschüler spielen Theater
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Botschaft des Stückes. „Ziel des Theaterspiels mit Jugendlichen ist die Möglichkeit, mitten in der Pubertät und oftmals in einer Zeit der Unsicherheit und Abgrenzung, sich von diesen Hemmungen und Begrenzungen zu befreien. An den verschiedenen Charakteren eines Theaterstücks können die Heranwachsenden ein Verständnis für menschliche Schicksale entwickeln. Sie haben die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und sich sicher und bewusst zu bewegen“, so Gerda Amort vom Lehrerkollegium der Waldorfschule Brixen, „nicht zuletzt ist das Theaterspielen ein wunderbares Übungsfeld für anspruchsvolle Sprache und Sprechen.“ Regie führte beim Stück Thomas Troi vom Theaterpädagogischen Zentrum Brixen, die Schüler der 6.
und 7. Klassen sorgten für die wunderbaren musikalischen Einlagen, und die Schüler der 8. Klasse haben zudem die passenden Bühnenbilder und Kulissen entworfen und gebaut sowie das Programmheft gestaltet – natürlich in Zusammenarbeit mit den
Lehrern. Mit der diesjährigen Aufführung im Parzivalsaal des Vinzentinums Brixen ist es der Schulgemeinschaft der Waldorfschule Brixen zum fünften Mal gelungen, mit jungen Menschen ein klassisches Stück aufzuführen und sie dafür zu begeistern. db
FILM
THEATER
Astra la vista
Senioren auf der Bühne
nungen. Dadaistische Spielereien beinhaltet die Arbeit von Poetry-Slammer Jörg Zemmler, und Roman Wöhl ließ sich zu dem sensiblen Animationsfilm „Wolfsberg“ von einer japanischen Legende inspirieren. Gut geglückt ist Matthias Lang das Portrait des Biathleten Harald Egger in „Glückstreffer“ und die Arbeit „Anderswo. Elsewhere. Altrove“ von Ane Helga Lykka über schräge und verzweifelte Bewohner des Hauses der Solidarität. Ein poetischer Tanzfilm mit berührendem Text zum Gedenken an das Durchgangslager in Bozen zur NS-Zeit gelingt Arno Dejaco; den Abschluss machte der Erstlingsfilm „Kopflos“ von Anna Sophie Feichter. Ein gelungenes Filmfest, wenn auch noch technische Mängel und so manche Überfrachtung behoben werden müssen. ird
z Anfang Mai wurde Klausen wieder zum Treffpunkt des Seniorentheaters: Zum internationalen Seniorentheaterfestival „EntFalten“ trafen sich rund 15 Theatergruppen aus dem deutschsprachigen Raum. Wesentlichen Anteil an der Entstehung und am Erfolg der Seniorentheatergruppen hat dabei die Brixnerin Maria Thaler Neuwirth: Schon als gelernte Altenpflegerin hatte sie die Kräfte entdeckt, die lebensgeschichtliche Erinnerungen älterer Menschen freisetzen können, indem die erzählten Bilder zur Animation von spielerischen Re-Inszenierungen genutzt werden. Zielstrebig erweiterte sie ihre Qualifikationen, und mit der ihr eigenen Methode des Erinnerungstheaters mit Senioren erregte sie mehr und mehr Aufmerksamkeit über die
Landesgrenzen hinweg. Auch in Südtirol gründeten sich immer mehr Seniorentheatergruppen, die Maria Thaler Neuwirth unterstützt – so auch die Brixner Seniorentheatergruppe „Die Bartholomei’s“, die ihre aktuelle und mit einem Theaterpreis ausgezeichnete Produktion „Klassentreffen mit Romeo & Julia“ beim Festival zeigte. Ebenso erfolgreich verliefen die Aufführungen der anderen Seniorentheatergruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die mit viel Applaus bedacht wurden. Begleitet wurde das Festival von einem bunten Rahmenprogramm, bei dem unter anderem das erste Seniorenorchester Südtirols zum Tanz lud, und die lockere Atmosphäre sorgte dafür, dass zahlreiche Kontakte geknüpft wurden. db
FOTOGRAFIE
Der Berg und die vier Elemente z Nach der erfolgreichen Durchführung des Photo Contest im letzten Jahr startet der International Mountain Summit (IMS) nun die vierte Auflage des inzwischen weltweit größten Fotowettbewerbs zum Thema Berg. Das Motto des diesjährigen Contests lautet „Mountain.Four.Elements – der Berg und die 4 Elemente“. Feuer, Wasser, Erde und Luft verändern den Berg, erzeugen neue Formen und Gestalten und zeigen sich in unzähligen Varianten und Szenarien. Gefragt sind fotografische Eindrücke, in denen der Berg in Zusammenspiel mit einem oder mehreren der vier Elemente von seiner faszinierendsten Seite festgehalten wird. Bis zum 31. Juli haben Fotografen aus aller Welt Zeit, ihr Teilnahmefoto auf www.IMS.bz hochzuladen. Der Photo-Award kann anschließend in drei Kategorien gewonnen
Foto: Alexander Buisse
werden: Es gibt ein FacebookVoting, ein Public-Voting, und zudem geht noch ein Sieger aus der Jury-Bewertung hervor. Mit dem Facebook-Voting haben Internetuser bis zum 7. August die Möglichkeit, für ihre Favoriten zu stimmen. In der Kategorie PublicVoting konkurrieren die hundert besten Bilder des Wettbewerbs. Es gewinnen jene drei Fotografen, deren Fotos die meisten
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EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
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UNIONE EUROPEA Fondo europeo per lo sviluppo regionale
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Italia • Austria
Design: hellcompany.eu
Italien • Österreich
Umsteigen! Lassen Sie Ihr Auto stehen und steigen Sie um auf grüne Mobilität! Das Besucherlenkungssystem der Gemeinden Villnöss, Moos in Passeier, Sauris und Werfenweng bringt Sie ans Ziel.
villnoess.info
gemeinde.moosinpasseier.bz.it
sauris.org
Stimmen über die Website des IMS erhalten haben. Die Fachjury wählt hingegen unter allen eingesandten Bildern die Top 100 für die Publikumswertung und für eine Ausstellung aus, darunter auch die drei Gewinner, die zur Preisverleihung im Oktober eingeladen werden. Im Bild: „Chopicalqui“ von Alexandre Buisse, Siegermotiv im vergangenen Jahr. hh
NEU IM REGAL Südtirols Kuriositäten Was ist kurios in Brixen und Umgebung – kurios im Sinne von unergründlich und geheimnisvoll? Geht es nach der Bozner Autorin Brunamaria Dal Lago Veneri sind es unter anderem der Wunderbrunnen im Kloster Neustift, die Schalensteine und Felszeichnungen in Elvas und Tschötsch sowie die zwei großen Brixner, Bischof Nikolaus Cusanus und Bauernanführer Michael Gaismair. Im Buch „Südtirol. Ein kurioser Reiseführer“ hat die Autorin überlieferte Kuriosa gesammelt und führt die Leser an deren Originalschauplätzen, von Glurns bis nach Innichen. Außerdem berichtet Dal Lago Veneri von Sagen, Heilbädern, Mammutbäumen und Menhiren ebenso wie von wenig bekannten Episoden der Südtiroler Geschichten. Museums- und Wandertipps sowie praktische Service-Adressen ergänzen diesen Reiseführer der etwas anderen Art.
Brunamaria Dal Lago Veneri: Südtirol. Ein kurioser Reise führer. RaetiaVerlag, 2014.
werfenweng.eu
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Kunst & Kultur
timer
Juni
JUBILÄUMSAUSSTELLUNG EISACKTALER FREIZEITMALER
10 Jahre Pinsel und Farbe Die Eisacktaler Freizeitmaler laden vom 15. bis 22. Juni zur Jubiläumsausstellung im Kloster Neustift ein.
z Im Jahre 2004 fiel der Startschuss für eine neue Ortsgruppe im „Verein Südtiroler Freizeitmaler“: 25 Mitglieder aus dem Eisacktal waren seit der ersten Stunde dabei und gründeten die Ortsgruppe Eisacktal. Heute ist diese auf 60 Mitglieder angewachsen, die sich mit Freude der Malerei widmen. Von Beginn an bot der Verein ein anspruchsvolles Programm: Zeichen- und Malkurse in Aquarell oder Acryl, Druckgrafiken oder Töpfern. Kulturausflüge, Museums- oder Ausstellungsbesuche waren und sind ebenso ein fester Bestandteil im Jahresprogramm.
Im Herbst 2005 fand die erste Gruppenausstellung der „Ortsgruppe Eisacktal“ im Schloss Velthurns statt, als Rahmenprogramm des „Felthurner Keschtnigl“. Bis heute ist diese Ausstellung ein fester Bestandteil dieser Veranstaltung. Ein weiterer Höhepunkt wurden die jährlichen Ausstellungen in der Engelsburg im Kloster Neustift: Das rege Interesse und die zahlreichen Besucher sind dabei der Applaus in der darstellenden Kunst.
10-Jahr-Jubiläum. Heute blicken die Eisacktaler Freizeitmaler auf
10 Jahre Schaffen zurück, in denen die Gruppe gewachsen ist, an Können und Engagement in allen Bereichen der Kunst. Verständliche Bilder, die tief in das Innere des Einzelnen sehen lassen, sowie Blumen, Landschaften oder einfach nur gegenstandslose
» Jubiläumsausstellung
10 Jahre Eisacktaler Freizeitmaler 15. – 22. Juni Augustini-Saal im Kloster Neustift Eröffnung am Sonntag, 15. Juni um 15 Uhr Es singt eine Gruppe des Männergesangsvereins Neustift
Öffnungszeiten: Täglich von 10 – 12 Uhr, 13 – 17 Uhr – www.freizeitmaler.it
Antigone
» 05. Juni (Premiere)
Das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt.
Eintritt:10 Euro
von Sophokles
Motive sind das Sujet der Freizeitmaler. Die Freude am kreativen Gestalten, ohne provozieren zu wollen oder zu müssen, sind die Triebfeder für deren Hobby. Mittlerweile haben sich die Eisacktaler Freizeitmaler einen festen Platz in der Kunstszene des mittleren Eisacktales erarbeitet und möchten Heimat sein für Kunstschaffende ohne akademische Ausbildung, die Freude und Talent am Malen haben. Was daraus entsteht, lässt sich unter anderem auf der Jubiläumsausstellung vom 15. bis 22. Juni im Augustini-Saal im Kloster Neustift bewundern. Infos über den Verein unter: www.freizeitmaler.it
06. ,11., 12., 13. und 14. Juni 20:30 Uhr Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Regie: Joachim Goller Ausstattung: Mirjam Falkensteiner mit Florian Dariz, Mirjam Falkensteiner, Christine Hochgruber, Thomas Jöchler, Jakob Kasseroler, Jasmin Kerschbaumer, Manuela Manfredi, Viktoria Obermarzoner, Katharina Pedri, Sabrina Pfattner, Kathrin Ploner, Luisa Sophie Stubenrauch, Thomas Wachtler
Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung
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Sonntag, 1. Juni
Veranstaltungen
Diverses
Donnerstag, 5. Juni ab 10 Uhr
I bin dabei Frauenfest der Katholischen Frauenbewegung Domplatz, Hofburggarten, Alter Friedhof Brixen
Diverses
ganztags
Zugluft Open Air Musik von Uni Big Band Innsbruck, The Rockstady Conspiracy, Me & Marie, Burning Mind, Sisyphos und buntes Rahmenprogramm Lido Brixen
Theater
20:30 Uhr
Antigone von Sophokles; das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Musik
20:30 Uhr
That Dixieland Sound mit dem Chor novAntiqua brixen und Musik von The Pixie Dixie Jazz Band Vinzentinum Brixen 20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Torgglerhof St. Andrä Mittwoch, 4. Juni
Theater
Theater
Samstag, 7. Juni 20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Bistro vis@vis, Brixen
20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Raiffeisen Lounge Brixen
Sei g´scheit, bleib bled! Neues Kabarett-Programm mit Dietlinde & Hans Wernerle, Kabarett-Kindermund
Sport
Brixia Meeting Leichtathletik-Wettbewerbe Sportzone Süd
ganztags
Musik
18 Uhr
Theater
20 Uhr
Brixner Orgelmeditationen Dom
20:30 Uhr
1. Uni-Festival Klassiker der Filmmusik präsentiert vom Chor und Symphonieorchester der Uni München Forum Brixen
Musik
Theater
Freitag, 6. Juni
Vortrag
20 Uhr
Vitamin D und Sonne Das richtige Gleichgewicht. Referentin: Dr. Susanne Reiffenstuhl. Eintritt frei Peer Apotheke, Adlerbrückengasse
Theater
20:30 Uhr
Antigone von Sophokles; das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Musik
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Gasthaus Fink, Brixen Mittwoch, 11. Juni
Kabarett
19:30 Uhr
Sei g´scheit, bleib bled! Neues Kabarett-Programm mit Dietlinde & Hans Wernerle, Kabarett-Kindermund Haus Voitsberg, Vahrn
21 Uhr
The Best of Blues Brothers Die Musikschule Brixen und Bozen präsentieren „The Best of Blues Brothers“ unter der Leitung von Walter Unterhauser. Eintritt frei Domplatz
Chorkonzert
That Dixieland Sound novAntiqua brixen mit The Pixie Dixie Jazz Band
Wer kennt ihn nicht, den „Kindermund“, die Stars aus „Narrisch Guat“, der erfolgreichen Faschingssendung des ORF? Seit Jahren begeistern die beiden „Kinder“ auf ihren Hochstühlen mit ihrem Humor die Zuseher und erreichen höchste Einschaltquoten. Live touren die beiden wieder durchs Land, mit im Gepäck das neue Programm „Sei g´scheid, bleib bled!“. Zwei Stunden Lachkurs sind garantiert und dies rezeptfrei. Freuen Sie sich auf einen therapeutisch wertvollen Abend mit Gags, Pointen und Witzen am laufenden Band.
» Mittwoch, 11. Juni, 19:30 Uhr Haus Voitsberg, Vahrn
Karten: Bibliothek Vahrn, Tel. 0472 976 923, bibliothek@vahrn.eu Organisiert von www.koeck-tournee.com
Lassen Sie Rhythmus und Klänge in Ihr Ohr, um Herz und Seele zum Schwingen zu bringen! Bei diesem Konzert trifft Chorgesang auf Dixieland und kein Bein wird ruhig bleiben. Doctor Jazz, Hello Dolly!, Bill Bailey, Won’t You Please Come Home?, Mississippi Mud, Livery Stable Blues, Maple Leaf Rag, Muskrat Rumble, Sensation, St. James Infirmary, That’s A Plenty, Wabash Blues, The Sheik Of Araby, Washington And Lee Swing, That Dixieland Sound… und viele weitere Highlights warten auf Sie. Zum Schluss werden Sie nur mehr eines sagen: Beziehungsstatus - glücklich vergeben an die Musik. Musikalische Leitung: Armin Thomaser
» Donnerstag, 05. Juni, 20:30 Uhr Vinzentinum Brixen
Eintritt: 12 Euro, reduziert 9 Euro; Karten direkt an der Abendkasse erhältlich
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Theater
20:30 Uhr
Antigone von Sophokles; das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Donnerstag, 12. Juni
Theater
Sonntag, 15. Juni 20:30 Uhr
Antigone von Sophokles; das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
Ausstellung
15 Uhr
Eröffnung Jubiläumsausstellung der Eisacktaler Freizeitmaler Augustini-Saal Neustift
Musik
20:30 Uhr
Vincent Peirani – Living BeingQuintet Jazzkonzert im Rahmen des Südtiroler Jazzfestival Domplatz
Freitag, 13. Juni
Theater
20:30 Uhr
Antigone von Sophokles; das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 14. Juni
Theater
20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Gasserhof St. Andrä
Theater Theater
20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Sportwirt Vahrn
20:30 Uhr
Antigone von Sophokles; das Rotierende Theater zeigt die antike griechische Tragödie Antigone – ein Spiel, in dem es nur Verlierer gibt. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller
VHS Brixen Hormon-Yoga Sa. 26.07. und Sa. 02.08. | 09.30-16.30 Uhr | 2 Treffen Stress wegatmen - Atemübungen für innere Ruhe Mi. 25.06. | 19.30-21.00 Uhr Nordic Walking Do. 21.08. | 19.15-20.45 Uhr | 5 Treffen | jeweils Do. Selbstgenähte Unikate: Nähparty Di. 01.07. | 19.00-22.00 Uhr Kulinarische Highlights rund ums Grillen Sa. 05.07. | 16.00-20.00 Uhr Brixen, Jakob-Steiner-Haus, Milland, Vintlerweg 34
Fingerfood & Snacks Fr. 13.06. | 19.00-23.00 Vahrn, Haus Voitsberg, Voitsbergstraße 1 Strauß aus Gartenblumen Di. 15.07. | 19.30-21.30 Uhr English & Sports für GrundschülerInnen Mo. 21.07. | 08.30-13.00 Uhr | 5 Treffen | täglich von Mo. bis Fr. Italienisch und Englisch für SchülerInnen Mo. 18.08. | 10 Treffen | täglich von Mo. bis Fr.
Theater
20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Weingalerie Brixen Mittwoch, 18. Juni
Theater
20 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Bergschlössl Lüsen Freitag, 20. Juni
20:30 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Plose-Stodl St. Andrä Sonntag, 22. Juni
Theater
19 Uhr
Goschthaus-Theatr Sketche, Impro und Menüs – mit der HB St. Andrä Bergrestaurant Kreuztal Freitag, 27. Juni
Sport
Women´s run Frauen laufen für Frauen Altstadt Brixen
Comedy
19 Uhr
20:30 Uhr
Die Zwoa Manfred Zöschg und Thomas Hochkofler als Luis und Hausmeister Forum Brixen
Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung Mo. 25.08. | 19.30-21.00 Uhr | 10 Treffen | täglich von Mo. bis Fr. Unsere neue Sommerbroschüre ist ab sofort erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Büro oder im Internet unter www.vhs.it.
Peter-Mayr-Straße 9, Tel. 0472 836 424, brixen@vhs.it
Dienstag, 17. Juni
Theater
Weiterbildung
Luna Yoga® für Frauen Mittsommer Sa. 14.06. | 09.30-13.00 Uhr | 1 Treffen
Ausstellungen
Unsere Sommeröffnungszeiten: Mo-Do 9-13 und 14-16; Fr 9-13 Uhr
Diözesanmuseum Hofburg bis 31. August 2014 the burning supper. Julia Bornefeld ab 14. Juni Ulrich Glantschnigg (1661– 1722). Der Bozner Barockmaler. Ab 14. Juni jeden Samstag um 11 Uhr eine Führung durch diese Ausstellung. Öffnungszeiten: Di-So, 10 – 17 Uhr, Karfreitag von 10 – 14 Uhr StadtGalerie Brixen bis 7. Juni Gemeinschaftsausstellung des Südtiroler Künstlerbundes Kloster Neustift, Augustini-Saal 15. – 22. Juni Jubiläumsausstellung 10 Jahre Eisacktaler Freizeitmaler Eröffnung am Sonntag, 15. Juni um 15 Uhr Öffnungszeiten: täglich von 10 – 12 Uhr, 13 – 17 Uhr Pharmaziemuseum Brixen bis 20. September Sonderausstellung continuare – weiter wirken. Eine künstlerische Betrachtung zum Thema Kontinuität, über das Wirken von Zeit und Erinnerung – von Christa Manz-Dewald Öffnungszeiten: Di/Mi 14 – 18 Uhr; samstags 11 – 16 Uhr
Märkte Monatsmarkt: 14. Juni, 8-13 Uhr, Schwesternau Bauernmarkt: Mittwoch und Samstag, 8-13 Uhr, Hartmannplatz Wochenmarkt: montags, 8-13 Uhr, Priel-Gelände
Sonntag, 28. Juni
Sport
ab 7:30 Uhr
5. Brixen Dolomiten Marathon Domplatz-Plose
Ggumperer-Flohmarkt: 7. Juni, 8-17 Uhr, Albuingasse 37
Freizeit & Sport
7. BEHINDERTENSPORTFEST IN BRIXEN
Das besondere Sportfest
Bereits zum siebten Mal veranstaltete die Sektion Behindertensport des SSV Brixen in Zusammenarbeit mit der Oberschule für Soziales in der Handballhalle in Brixen das Behindertensportfest.
10. Mai 2014: Motivation und Vorfreude füllen die Handballhalle in der Sportzone Süd in Brixen. Gespannte, aufgeregte und erwartungsvolle Gesichter – die Teilnehmer können sich vor Aufregung kaum ruhig halten und warten auf den Beginn der lang ersehnten Veranstaltung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene tummeln sich um ein kleines Körbchen neben dem Spielfeld und sind wild darauf, sich ihr Namensschild anzuheften und endlich loszulegen. Die zehn Stationen an Spielen stehen bereit, und die Schülerinnen der Oberschule für Soziales überprüfen noch ein letztes Mal den Aufbau, 38
damit auch alles klappt, sobald der Startpfiff ertönt. Nach einer kurzen Einleitung endlich der Beginn: Die Schülerinnen gehen auf die Teilnehmer mit Beeinträchtigung zu und nehmen so viele in ihr Team auf, bis in jeder Mannschaft zwei Schülerinnen und ungefähr fünf Sportbegeisterte zusammengefunden haben. Viele kennen sich schon vom Vorjahr, andere nehmen zum ersten Mal an diesem Sportfest teil. Nach einem kurzen Beschnuppern und Kennenlernen wird dann mit viel Elan aufs Spielfeld gestartet.
Alle sind Gewinner. Nach dem schrillen Startpfiff, der so eini-
ge Zuschauern unerwartet aus ihren Gedanken und Gesprächen reißt und ein ziemlich unangenehmes Summen in den Ohren hinterlässt, begibt sich jedes Team zu einer Station, an der schon eine Schülerin wartet und den gespannten Teilnehmern die Aufgabe erklärt. Insgesamt zehn Stationen sind aufgebaut: Zwischen Geschicklichkeitsspielen, Gleichgewichtsübungen und Sportspielen ist so ziemlich alles dabei, was Spaß macht. Ob die Athleten nun einen Ball mit einem Hallenhockeyschläger vorbei an Kegeln ins Tor schießen oder einen Ball in einer Suppenkelle balancierend über eine Bank
tragen müssen, sie schaffen das – und zwar besser als man ihnen zutrauen würde. Die Teilnehmer schießen nahezu jeden Ball ins Tor und erzielen damit Punkte, die von den Schülerinnen festgehalten werden. Anhand dieser Punkte wird zum Abschluss das Gewinnerteam ermittelt. „Trotzdem ist es im Grunde vollkommen egal, welche Mannschaft die meisten Punkte erzielt, denn jeder bekommt dieselbe Medaille, und somit zählen am Ende alle Teilnehmer zu den Gewinnern“, erklärt Michaela Pichler, Leiterin der Sektion Behindertensport im SSV Brixen.
FREUDE AM SPORT: Die Oberschule für Soziales organisiert gemeinsam mit dem SSV Brixen seit sieben Jahren ein Sportfest der besonderen Art
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Mit Engagement und Hingabe. ge und versuchen, sie so gut Wie kam die Idee zur Gründung dieses Sportfests, bei dem sich Menschen mit und ohne Behinderung treffen? „Den Einfall dazu hatte Barbara Letrari. Sie ist eine ehemalige Sportlehrerin der Oberschule für Soziales und hat schon seit langem die Tätigkeit unserer Sektion verfolgt. So kam dieses Sportfest vor sieben Jahren das erste Mal zustande und fand von Anfang an großen Zuspruch“, schildert Michaela Pichler. Die Schülerinnen der fünften Klassen der Oberschule für Soziales veranstalten den sportlichen Wettbe-
wie möglich in jedes Spiel mit einzubeziehen. So kann man eine Schülerin sehen, die sich um einen Jungen im Rollstuhl kümmert. Sie spricht mit ihm, wirft zusammen mit ihm den Ball und schafft es immer wieder, ein Lächeln auf sein Gesicht zu zaubern. Das Sprechen fällt dem Jungen zwar schwer, doch ein vergnügtes Lachen sagt mehr als tausend Worte – so abgedroschen dieser Spruch auch klingen mag. Auch Marco, ein sehr athletischer Teilnehmer und erfolgreicher Schwimmer, ist begeistert
etwas davon mitnehmen und sogar einiges lernen. „Es ist für uns kein großer Aufwand, die Spiele zu organisieren, aber wir können damit anderen Menschen Freude bereiten. Deshalb ist es die Sache auf jeden Fall wert“, so Jasmin March.
Mitmachen und Spaß haben. Nach der Preisverteilung wartet noch ein weiteres Highlight auf die wenigen Zuschauer. Plötzlich dringt das unverkennbare Lied „Atemlos“ von Helene Fischer mit voller Lautstärke durch die Musikboxen der Handballhalle.
Kemenater. Ihr Sohn Patrick ist, wie der Großteil der anderen Teilnehmer, ziemlich sportlich: Er spielt Fußball, schwimmt gerne und liebt das Langlaufen im Winter. Erna Kemenater ist froh, dass es mittlerweile so viele Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung gibt. So wichtig Integration sein mag: Menschen mit Behinderung genießen aber auch die Zeit, die sie unter sich verbringen: „Ab einem gewissen Alter merken sie, dass es zunehmend schwieriger wird, mit den anderen Kindern mitzuhalten. So suchen sie den
„Es ist wichtig, dass Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten zu zeigen“_ Rosa Brunner, Mutter von Michael werb nun schon zum zweiten Mal: „Normalerweise organisieren es die vierten Klassen, doch da wir nun der letzte Jahrgang sind, der diese Schule abschließen wird, haben wir uns ein zweites Mal engagiert und auch einige Spiele vom Vorjahr übernommen“, berichtet die Schülerin Jasmin March. Man kann den Fünftklässlern ansehen, dass sie sich alle Mühe geben, den Athleten einen ereignisreichen Vormittag zu bieten: Mit viel Engagement und Hingabe kümmern sie sich um jeden Sportbegeisterten, freuen sich mit ihnen über ihre Erfol-
vom Sportfest: „Ich war zwar schon öfters dabei, freue mich aber jedes Jahr aufs Neue darauf. Es gefällt mir sehr gut; auch mit den Schülerinnen kam ich immer gut zurecht.“ Doch nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Schülerinnen selbst ist dies ein sehr wichtiger Vormittag: „Ich finde diese Veranstaltung wirklich gut, denn sie hilft uns herauszufinden, ob die Arbeit mit behinderten Menschen für unsere berufliche Zukunft in Frage käme“, berichtet Verena Baldauf. Also trifft dieser Vormittag bei allen Anwesenden genau ins Schwarze: Jeder kann
Alle klatschen und tanzen wild drauflos, versuchen sich aber dennoch an die Choreographie der Schülerinnen zu halten. Alle führen gemeinsam ihren Siegestanz auf und feiern den gelungenen Vormittag. Die Mütter, die das Geschehen von der Tribüne aus beobachten, teilen die Freude ihrer Kinder über die erfolgreiche Veranstaltung. „Das Sportfest wurde mir von mehreren Personen empfohlen, deshalb bin ich mit meinem Sohn heute hier. Auch für Menschen mit Behinderung ist Sport und Bewegung wichtig – so wichtig wie für jeden anderen auch“, berichtet Erna
Kontakt zu jenen Kindern, denen es ähnlich ergeht wie ihnen selbst“, erzählt Rosa Brunner, Mutter von Michael. Trotzdem sind sie, was ihre Fähigkeiten angeht, nicht zu unterschätzen, denn jeder Mensch ist einzigartig und hat seine Schwächen und Stärken. „Ich finde es wichtig, dass sie heutzutage auch die Möglichkeit haben, diese Fähigkeiten auszuleben und zu zeigen. Früher war es nicht so“, sagt Brunner.
hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 39
Freizeit & Sport
rottonara & debiasi Wie in den letzten 21 Jahren, so auch weiterhin mit Allianz Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunden! In unserer Agentur wurden vor zwei Monaten in Folge einer Kontrolle seitens der Allianz-Gruppe Unregelmäßigkeiten in der Abwicklung einiger Geschäftsvorgänge mit Kunden festgestellt. Obwohl die Dimension dieser Vorfälle sehr überschaubar war, hat Allianz beschlossen, die Zusammenarbeit mit der für diese Vorfälle verantwortlichen Person sofort zu beenden. Wir haben uns dieser Entscheidung angeschlossen. Die Prokura für die Führung unserer Agenturen in Brixen und Bruneck wurde – wie von den Normen und gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen – zwischenzeitlich aufgehoben, um alle Abläufe und Geschäftsvorgänge einer eingehenden Kontrolle zu unterziehen. Diese Kontrollen waren für uns einerseits die Gelegenheit, die internen Abläufe auf ihre Richtigkeit und Genauigkeit zu überprüfen, andererseits durften wir mit großer Genugtuung feststellen, dass unsere Agentur bis auf diesen isolierten Fall stets korrekt und im Interesse unserer Kunden gearbeitet hat. Da wir unseren Beruf und den damit verbundenen täglichen Umgang mit Menschen lieben, freut es uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir seit einigen Tagen gemeinsam mit allen bisherigen Mitarbeitern wieder als Ihre Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Mit besten Grüßen
Stefan Rottonara
Rudy Debiasi
Agent mit Prokura
Agent mit Prokura
Hauptsitz - Sede Principale I-39042 Brixen - Bressanone Via Peter-Mayr-Straße 9 Tel. +39 0472 835 501 Fax +39 0472 833 496 info@rda.bz 40
Filiale I-39031 Bruneck - Brunico Via J.-G.-Mahl-Straße 32 Tel. +39 0474 412 103 Fax +39 0474 412 106 info@rda.bz
FUSSBALL
Mini-WM mit Maxi-Erfolg In den T-Shirts verschiedener Nationalmannschaften trafen sich viele junge Fußballspieler zur Mini-WM in Milland. Diese wurde heuer zum zweiten Mal vom ASV Milland organisiert.
384 begeisterte Fußballer, 120 fleißige Freiwillige, 64 spannende Begegnungen, 32 motivierte Mannschaften: Das sind die beeindruckenden Zahlen zur 2. Mini-WM U10, die am letzten April-Wochenende auf dem Millander Sportplatz, der nach dem Gründervater des AVS Milland Ubald Comper benannt ist, ausgetragen wurde. Die Anzahl der Teams kommt daher, weil das Jugendturnier getreu dem Kalender und Austragungsmodus der „richtigen“ WM, die in Kürze in Brasilien beginnen wird, gespielt wird.
Im T-Shirt der Nationalmannschaften. Die ersten Begegnun-
gen Brasilien gegen Kroatien und Mexiko gegen Kamerun wurden am Samstag um 10 Uhr angepfiffen; im Laufe des Tages folgte eine Reihe von Vorrundenspielen. Hinter Brasilien und Kroatien steckten die Buben der Jahrgänge 2003 und jünger des SSV Naturns beziehungsweise der USD Bressanone; in den Nationalleibchen von Mexiko und Kamerun fanden sich die Natzner und die Haller wieder. Das Brixner Heimteam repräsentierte die Stars der Elfenbeinküste, und die Spieler aus St. Andrä durften die Südkoreaner darstellen. Die Südtiroler Fußballvereine stellten 23 Teams, die Nachbarregion drei, das Nordtiroler Wipptal eine. Gut vertreten waren die Brixner Partnerstädte
Bled/Slowenien, Havlíčkův Brod/ Tschechische Republik, Hall und Regensburg. Schlussendlich siegte der SSV Jahn Regensburg im Dress der Belgier. Auf dem Siegerpodest nahmen auch der AFC Obermais (für Deutschland) und der SSV Naturns (für Brasilien) Platz.
WM, an der bereits 32 Teams teilnahmen. Erster Weltmeister wurde Frankreich, vertreten durch den FC Sarnthein, der Algerien, gespielt vom FC Siebeneich, im Finalspiel schlug. Nach dem Europa-Turnier 2012 folgte nun in diesem Jahr die zweite Mini-WM.
Von den Anfängen. Den Weg
Ärmel hochkrempeln. Der Auf-
von der Idee bis zur ersten Umsetzung dieses Turniers, und den Aufwand, den es dazu braucht, stellt Roland Braido dar. Er hat die Sektion Fußball im Millander Amateursportverein – daneben gibt es fünf weitere Sektionen – 17 Jahre lang geführt. Im März dieses Jahres gab er die Sektionsleitung an Philipp Gummerer ab. „Die Idee entstand 2007, kurz nachdem wir den vereinseigenen Platz übernommen haben. Dies hat uns geradezu beflügelt, und da wir mit unseren Jugendmannschaften öfters an Turnieren in der Region, aber auch im Ausland teilgenommen haben, begannen auch wir von einem richtig schönen und großen Turnier zu träumen“, so Roland Braido. Beim Träumen sollte es aber nicht bleiben: „Im Mai 2008, im Sommer, folgte die Europa-Meisterschaft, und wir stellten für die Altersklasse U-10 die „Mini Euro 2008“ auf die Beine. 16 Vereine folgten der Einladung – für uns ein viel versprechender Anfang“, erzählt Braido. Im Weltmeisterschaftsjahr 2010 folgte dann die erste Mini-
wand zur Organisation des Turniers ist freilich beträchtlich. 800 Einladungen wurden bereits zu Jahresbeginn verschickt. Ende Februar waren die Einschreibungen abgeschlossen. Nun wurden Verhandlungen mit Sponsoren und der Gemeinde geführt, Broschüren verfasst, Schiedsrichter organisiert, Quartiere ausfindig gemacht und freiwillige Helfer gesucht, die neben vielen anderen Tätigkeiten die Fahnen anbrachten, die Umkleide- und Versorgungszelte aufstellten sowie für Speis und Trank sorgten. Inzwischen ist auf dem Fußballplatz am linken Eisackufer wieder normaler Alltag. Nur die 32 Länderfahnen wehen weiterhin im Frühlingswind. „Was das Organisationskomitee um Konrad Gatterer und Manuel Beretta in den Wochen und Tagen vor dem Turnier auf die Beine gestellt haben ist beispielhaft!“, lobt Roland Braido, „aber die Mühen lohnen sich: Das heurige Turnier ist besonders geglückt.“ johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
Wie bei der richtigen WM, standen sich in Milland 32 Teams der unterschiedlichen Nationen im sportlichen Wettkampf gegenüber
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SPORTKEGELN
Freizeit & Sport
Aufstieg! z Die zweite Mannschaft des Brixner Sportkegelclubs „Prichsna“ verzeichnet einen überragenden Sieg: Nach dem 3. und 2. Platz der letzten Jahre schaffte sie es heuer, die Italienmeisterschaft der Sportkegler der Serie C Nord zu gewinnen. Dadurch gelang der Kegelmannschaft der Aufstieg in die Serie B. Während die Brixner Kegler in der Hinrunde noch knapp hinter dem KC Flagger lagen, ließen sie eine starke Rückrunde folgen und gewannen am Ende mit fünf Punkten
Vorsprung auf den ASKC Fugger Sterzing II und dem AKC Flagger. Vereinspräsident Alex Cerboni zeigt sich sehr erfreut über diesen Erfolg: „Unsere Mannschaft hat fast durchgehend eine konstante Leistung gezeigt und konnte überzeugen.“ Anschließend wurde der Aufstieg auf der Heim-Bahn in der Acquarena in Brixen gefeiert. Der Sportkegelclub Prichsna wurde 1979 gegründet und nahm von Anfang an an Sportkegelmeisterschaften teil; seit 1987 mit zwei Mannschaften. Während die
F&S
zweite Mannschaft einen Sieg und somit einen Aufstieg verzeichnen konnte, hat die erste Mannschaft den Klassenerhalt nicht geschafft und wird nächstes Jahr in der Serie A2 spielen. hh
Freizeit & Sport WINTERSPORT
Saisonabschluss des WSV Brixen z Ende April feierte die Sektion Ski des Brixner Wintersportvereins seinen alljährlichen Saisonabschluss. Dies nahm der Verein zum Anlass, den zahlreich erschienenen Athleten und Eltern einen kurzen Rückblick über die abgelaufene Saison zu präsentieren: Der WSV Brixen hat im vergangenen Winter vier Skirennen auf der Plose veranstaltet, da runter das Vereinsrennen am 11. Jänner, ein VSS-Bezirksrennen, das jedoch aus Witterungsgründen abgesagt wurde, das Brixner
kurz
notiert
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Stadtlrennen sowie die Sport-Kleon-Trophy. Hervorgehoben wurden dabei auch die zahlreichen Siege der Wintersportler: Johannes Messner wurde Landesmeister im Skicross, Julia Siller wurde Siegerin in der Gesamtwertung beim Volksbank Kindercup, und der WSV erreichte als Mannschaft den dritten Platz. Erstmals wurde heuer auch die Wahl zum „Athleten des Jahres“ durchgeführt, der von den jungen Rennfahrern selbst gewählt wurde. Julia Siller gewann diese Wahl und wur-
de mit einem von zahlreichen Weltcupfahrern signierten Dress geehrt. Ein großer Dank galt anschließend Konny Messner, dem Leiter des Wachslkurses, sowie den Busfahrern Pietro Speranza und Giuseppe Marras, die für den sicheren Transport der Kinder von Brixen zum Training und
zurück sorgten. Zudem wurden die fleißigsten und sportlich erfolgreichsten Athleten aus den jeweiligen Trainingsgruppen mit einer Urkunde und einer kleinen Sachertorte prämiert. Und zum Abschluss erhielten alle Sportler ein Erinnerungsfoto sowie ein WSV-T-Shirt. hh
Anfang Mai fand in Brixen die U18-Klubmeisterschaft der Leichtathletik statt. Dabei gehörte die Leistung des Brixners Mario Buniolo über 100 Meter in einer Zeit von 11,19 Sekunden zu den Highlights der Veranstaltung. Auch die Eisacktaler Sprintstaffel sorgte für Bestleistungen.
Am 4. Mai fand der weltweite „Wings for Life Run“ in 32 Ländern statt. Der Brixner Hermann Achmüller nahm in Verona daran teil und schaffte dort den dritten Platz und den achten Platz in der Gesamtwertung. Das Rennen wurde zugunsten der Rückenmarksforschung veranstaltet.
Der ASC Plose, der nun aus der Oberliga abgestiegen ist, will sich Roberto Fuschini als Cheftrainer ins Team holen. Die Vereinsführung steht bereits kurz vor einer Einigung. Dadurch möchte man auch Matthias Regele entlasten, der bisher die Doppelfunktion als Spieler und Trainer innehatte.
NACHGEFRAGT
„Eine Riesenüberraschung“ MANUELA IANESI, Gründungsmitglied und Trainerin des Brixner Schwimmclubs, über ihren Titel „Trainerin des Jahres 2013“ – und über ihre Leidenschaft zum Sport. Frau Ianesi, Sie sind kürzlich vom Verband der Sportvereine zur Trainerin des Jahres 2013 ernannt worden. Was bedeutet Ihnen dieser Titel? Er ist mir eine große Freude und Ehre, da jedes Jahr aus ganz Südtirol nur eine Trainerin für diesen Titel ausgewählt wird. Es war eine Riesenüberraschung für mich, da ich bis zuletzt nichts davon gewusst habe. Der Vereinspräsident Bruno Felderer hatte nämlich ohne mein Wissen die Kandidatur eingereicht. Besonders gefreut hat mich auch, dass mich sogar die Kinder beim Training gefeiert haben.
Wer wählt die „Trainerin des Jahres“? Es gibt bestimmte Kriterien, die der Verband der Sportvereine Südtirols (VSS) aufstellt. Anhand des Curriculums wählt eine Jury anschließend unter allen eingegangenen Bewerbungen aus. Dabei bewertet diese, ob man es schafft, eine Mannschaft zu motivieren – somit wird auch die Leistung der Athleten bewertet. Wir haben hier in Brixen das Glück, zahlreiche Sportler zu haben, die mit Begeisterung in unserem Verein mitmachen. Deshalb waren wir in den letzten Jahren wirklich sehr erfolgreich, insbesondere im Triathlon.
Was finden Sie an der Arbeit als Trainerin besonders reizvoll? Ich selbst mache Sport mit Leidenschaft; ich habe fast mein Leben lang Leistungssport betrieben und weiß, was man davon alles mitnehmen kann. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, wichtige Werte für die Persönlichkeitsentwicklung sowie die verschiedenen sozialen Elemente, die der Leistungssport vermittelt, weiterzugeben. Aus diesem Grund arbeite ich sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen, sei es im Realgymnasium als Sportlehrerin wie auch im Schwimmclub. hanna.hofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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z Die Lebenshilfe Südtirol, Sektion Brixen-Eisacktal, bietet Menschen mit Beeinträchtigungen die Möglichkeit, mehrere Wintersportarten auszuüben. Die Sportler trainie-
ren dabei gemeinsam mit der Gruppe aus dem Wipptal und nehmen an verschiedensten Wettkämpfen teil, von der Italienmeisterschaft der FIS in Pflersch bis hin zu den Landesmeisterschaften der Lebenshilfe in Reischach. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an den Special Olympics, von denen die Eisacktaler Sportler Gold, Silber und Bronze mitbrachten. Katharina Pliger und Anni Zingerle fuhren zudem zu den Weltmeisterschaften nach Otepää in Estland. Bei jedem Wettkampf messen sich die Teilnehmer im Langlaufen oder Ski Alpin mit großem Ehrgeiz, und die Athleten können fast immer eine Medaille erkämpfen. Besondere Bedeutung für die Gruppe hat weiters das Rodelrennen, das gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Terenten organisiert wird: Die Eisacktaler Gruppe ist dort immer so stark vertreten, dass sie den Mannschaftspokal erhält. db
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z Bald geht das zweite Jahr des Projektes „Bewegungsschule“ des ASV Milland in Zusammenarbeit mit der Mittelschule Michael Pacher zu Ende; auch der ASC Plose schließt im Mai bereits das zweite erfolgreiche Jahr ab. Obwohl die zwei Vereine das Projekt nicht in Zusammenarbeit gestartet haben, verfolgen sie dasselbe Ziel: Sie wollen Bewegung und Fitness von Kindern und Jugendlichen fördern. Das Jugendalter ist nämlich die optimale Zeit, um motorische und koordinative Fähigkeiten zu erlernen und zu vertiefen. Was Kinder allerdings in diesem Alter versäumen, können sie zu einem großen Teil nicht mehr oder nur unter äußerst erschwerten Bedingungen nachholen. „Den Kindern fehlt heutzutage vielfach die Bewegung; teilweise können sie nicht einmal Seilspringen oder einen Purzelbaum schlagen. Diese körperlichen Defizite wollen wir mit der Bewegungsschule ausglei-
chen“, berichtet Konrad Gatterer vom ASV Milland. Das Training, das zwei Mal in der Woche von September bis Mai stattfindet, wird von diplomierten Sportlehrern geleitet. Das Angebot ist in vier Blöcke unterteilt, die sich mit verschiedenen Bereichen
befassen und den Kindern und Jugendlichen spielerisch die verschiedenen Sportarten näherbringen – wie etwa Klettern, Geräteturnen, Gleichgewichtstraining und verschieden Sportspiele. Der Spaß an Bewegung steht dabei immer im Vordergrund. hh
FUSSBALL
Abschied von Stefan Gasser
z Der Fußballtrainer der Oberligamannschaft des SSV Brixen, Stefan Gasser, wird seine Mannschaft nach dieser Saison verlassen. Das Spiel gegen St. Georgen Mitte Mai war das letzte, das die Mannschaft zusammen mit Gasser bestritt. Seine Ziele hatte er sich bei seinem Eintritt hoch gesteckt, doch so einfach war die Umsetzung dann doch nicht: „Es war heuer für mich eine sehr schwierige Saison. Personelle Probleme haben uns zu Beginn der Meisterschaft etwas in Schwierigkeiten gebracht“, erklärt Stefan Gasser. Er habe sich außerdem schwer getan, die Mannschaft abzustimmen. So sind die Brixner schnell in die Abstiegsrunde geschlittert, haben die Kurve aber doch noch mit viel Aufwand gekriegt. „Nachdem ich bereits 28 Jahre als Trainer einer ersten Mann-
schaft tätig bin und das ganze Geschehen sehr emotional miterlebe, ist es mir heuer einfach zu viel geworden“, so Gasser weiter. Aus diesem Grund hat er sich dazu entschlossen, zwar weiterhin im Fußball tätig zu sein, aber in einer anderen Form als bisher: Er wird im Herbst die Koordinierung der Jugendmannschaften in Gröden übernehmen. Wer sein Nachfolger in Brixen sein wird, steht heute noch nicht fest. Trotz mancher Schwierigkeiten blickt er jedoch mit Freude auf das vergangene Jahr zurück: „Für mich persönlich war es ein sehr lehrreiches Jahr, von dem ich schöne Erlebnisse mitnehmen kann. Außerdem bin ich allen Spielern, dem Trainerstab und dem Vorstand des SSV Brixen dankbar für die schöne Zeit.“ hh
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Wirtschaft & Umwelt
UM- UND NEUBAU VON SENIORENHEIMEN IN BRIXEN
Neues Wohnen im Alter Die demografische Entwicklung, aber nicht nur diese, zeigt auf: In Sachen Betreuungs- und Wohnkonzepte für Senioren ist ein Umdenken notwendig. In Brixen will man diesbezüglich mit dem Neu- beziehungsweise Umbau von Seniorenheimen erste Maßnahmen treffen.
W
ir brauchen neue Konzepte sowie neue Wohnund Lebensformen für Senioren. Die Zeit ist auch in Südtirol überfällig für die Schaffung von innovativen zusätzlichen
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Angeboten für Senioren mit und ohne Unterstützungsbedarf“, so Helmut Pranter, Direktor des Öffentlichen Betriebs für Pflege- und Betreuungsdienst ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ in Brixen.
Und eben hier ist man gerade dabei, solche neue Konzepte zu schaffen: Möglich wurde dies durch den notwendigen Umbau des Bürgerheims, dem größten Seniorenheim der Stadt.
Die Ausgangssituation. In der
Gemeinde Brixen decken derzeit drei Einrichtungen den stationären Bereich der Seniorenbetreuung ab: das Bürgerheim in der Mozartallee mit 105 Plätzen, das
NEUE WOHNFORMEN: Die demographische Entwicklung der Gesellschaft macht einen Wandel in der Seniorenbetreuung unabdingbar
–––––––– Foto: Oskar Zingerle
Hartmannsheim im Stadtzentrum, das 23 Senioren beherbergt, sowie das Sanatorium, das 46 meist schwer pflegebedürftige Senioren betreut und auch zehn Plätze für Übergangs- und Tagespflege bietet. Geführt werden diese drei Einrichtungen, gemeinsam mit dem Haus Eiseck in Klausen, vom ÖBPB „Zum Heiligen Geist“. In den drei Altersheimen finden
haben den Vorzug – und die Warteliste ist lang: Derzeit umfasst sie 130 Vormerkungen.
Der lange Weg zum neuen Heim. Seit zehn Jahren plant
man, das Bürgerheim grundlegend zu sanieren. Der Bau aus den 1970er Jahren hinkt nicht nur energietechnisch der Zeit hinterher. Doch wie kann eine
dementiell erkrankte Menschen geschaffen, der 2008 in Betrieb ging, mit einem Verwaltungstrakt im Obergeschoss sowie Magazin- und Archivräumlichkeiten im Untergeschoss. „Im Laufe der Jahre entstand zudem der Gedanke, eine breitere Lösung für die Seniorenbetreuung zu suchen – eine Einrichtung, die nicht nur den Bedarf der Gemeinde Brixen
bereits bestehenden 105 Plätzen im Bürgerheim 30 zusätzliche. Somit hätte das sanierte Bürgerheim insgesamt 165 Personen Platz bieten müssen. „Der Gedanke an diese Anzahl verschaffte uns so manches Unbehagen, das Bürgerheim würde sich damit zu einer überdimensionierten Einrichtung entwickeln“, erläutert Helmut Pranter.
„Das Aufgehobensein ist nicht das alleinige Kriterium für Lebenszufriedenheit“_ Helmut Pranter, Direktor des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ die meist Hochbetagten – das Eintrittsalter liegt bei über achtzig Jahren – aus der Gemeinde Brixen ihren Platz, aber nicht nur: Da die umliegenden Gemeinden Vahrn, Lüsen, Mühlbach und Natz-Schabs derzeit über kein eigenes Altersheim verfügen, werden auch die Senioren aus dem Umkreis von Brixen aufgenommen – sofern dafür überhaupt Plätze zur Verfügung stehen, denn die Brixner
Gesamtsanierung eines Gebäudes erfolgen, in dem über hundert Personen wohnen, die während der Umbauphase nicht so ohne weiteres ausquartiert werden können? Eine Lösung ergab sich nicht, daher beschränkte sich der ÖBPB zunächst auf den Um- beziehungsweise Neubau von Teilbereichen des Bürgerheims. So wurde beispielsweise in einem Seitenflügel ein Wohnbereich für
abdeckt, sondern auch Plätze für Senioren aus Vahrn und Lüsen sichert; beide Gemeinden gehören zu unserem Sozialspengel“, so Helmut Pranter. Und beide Gemeinden zeigten schnell Interesse: Vahrn erklärte sich bereit, sich mit der Übernahme der Kosten für zwanzig Plätze an einem Neubau zu beteiligen, Lüsen für zehn. Und die Gemeinde Brixen benötigt zu den
Ein Zubau wäre notwendig geworden, der einen Großteil der Grünfläche im Süden zubetoniert hätte. Doch dieser zusätzliche Lebensraum im Freien ist ein wichtiger Bestandteil des Heimes, der gern genutzt wird. „Im Zuge all dieser Überlegungen hat dann Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller spontan einen Alternativvorschlag eingebracht“, so Direktor Pranter. 47
vorschlag besteht darin, nicht nur das Bürgerheim umzubauen, sondern ein weiteres Seniorenheim in Brixen zu erbauen: Entstehen soll dieses in der Zone Landwirt, längs des Eisackdammes in Richtung Neustift, wo die Gemeinde Brixen einen Grund besitzt. Der Leitung des Bürgerheims gefiel diese Idee klarerweise, auch weil damit mehrere Probleme auf einen Schlag gelöst werden: Erstens wird aus dem Bürgerheim keine Elefantenstruktur, die wenig überschaubar und auch unpersönlich sein kann. Zweitens ist das Umsiedlungsproblem gelöst: Zunächst errichtet man in der Zone Landwirt das neue Seniorenheim, in dieses werden dann die Bewohner des heutigen Bürgerheims umquartiert, und der umfassende Umbau des Bürgerheims kann angegangen werden. „Momentan ergibt sich folgende Ausgangssituation, die vertraglich vereinbart worden ist“, erläutert Helmut Pranter, „die Gemeinden Brixen, Lüsen und Vahrn haben sich verpflichtet, das Projekt zu realisieren, wobei jede Gemeinde je nach Bettenanzahl ihren Kostenanteil übernimmt.“ Derzeit wird das Raumprogramm für die neue Einrichtung in der Zone Landwirt definiert, im Herbst dieses Jahres soll ein europaweiter Planungswettbewerb starten, der Ende 2015 zu einem Ergebnis führen könnte. 2016 folgt die Ausführungsplanung, 2017 die Ausschreibung zur Realisierung. Im Herbst 2017 könnte mit dem Bau begonnen werden. Ende 2019 sollen, wenn es nach den Vorstellungen von Pranter geht, der diesen Zeitplan erstellt hat, die Senioren vom Bürgerheim in die Zone Landwirt umziehen können. Die Bauplanung fürs Bürgerheim kann natürlich parallel ge-
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startet werden, sodass nach der Umquartierung auch hier sofort die Bagger auffahren können. Damit dies zeitlich funktioniert, müsste im Herbst 2016 der Planungswettbewerb für den Umbau des Bürgerheims ausgeschrieben werden. Der Umbau könnte dann
schen Brixen, Vahrn und Lüsen aufgeteilt. Mit beiden Einrichtungen hätte das Gebiet auch für die Zukunft genügend Plätze für die Senioren: „Laut Richtwert des Landes werden für den Sprengel Brixen und Umgebung rund 210 Plätze beFoto: Oskar Zingerle
Wirtschaft & Umwelt
Neues Seniorenheim in der Zone Landwirt. Dieser Alternativ-
Helmut Pranter: „Laut Richtwert des Landes werden für den Sprengel Brixen und Umgebung rund 210 Plätze benötigt, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu gewährleisten“
–––––––––––––
sofort nach der Umsiedlung der Bewohner in die neue Infrastruktur Landwirt beginnen, also im Frühjahr 2020. Dieser Umbau wäre dann im Frühjahr 2022 abgeschlossen – sofern alles nach Pranters Plan läuft und die Finanzierung keine Schwierigkeiten bereitet. Die Kosten sind nämlich nicht unerheblich: Rund 33 Millionen Euro soll die öffentliche Hand für beide Bauten nach heutigen groben Schätzungen aufwenden. Die Hälfte davon wird durch Beiträge vonseiten des Landes bezahlt, die restlichen 16,5 Millionen werden anteilsmäßig nach Betten zwi-
nötigt, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu gewährleisten“, erläutert Helmut Pranter. „Wir hätten dann in Brixen mit dem Bürgerheim und der Zone Landwirt zwei mittelgroße Einrichtungen mit wahrscheinlich je 75 Plätzen und mit dem Hartmannsheim und dem Sanatorium zwei weitere kleinere Betreuungsorte. Die Versorgungsstruktur wie Wäscherei, Verwaltung oder Technik könnten in einem Verbundsystem zusammengefasst werden.“
Neues Konzept notwendig. Ab-
gesehen von der Bereitstellung von genügend Plätzen erfüllt
der Um- beziehungsweise Neubau eine weitere ebenso wichtige Notwendigkeit, nämlich die Schaffung von neuen Wohn- und Lebensformen für Senioren – weg von der „Versorgungsanstalt“, hin zu altersgerechten Wohn- und Unterstützungsangeboten, die in Mittel- und Nordeuropa bereits etabliert sind. Eben diesen Schritt möchte man nun auch in Brixen setzen: „Es sollen keine traditionellen Altenheime entstehen, die häufig den Charakter einer Anstalt oder eines Krankenhauses aufweisen. Vielmehr möchten wir einen neuen Betreuungsansatz verfolgen: Ein Leben in betreuten Wohngruppen, in denen die Senioren attraktivere, interessantere Lebensbedingungen erfahren können. Die Menschen, die zu uns kommen, verbringen meist mehrere Jahre bei uns – und wir haben die Aufgabe, ihnen eine bestimmte Wohn- und Lebensqualität zu gewährleisten“, erklärt Helmut Pranter. Fakt ist nämlich: Ein Wandel in der Seniorenbetreuung ist unabdingbar. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert – und werden sich zukünftig noch stärker ändern. Dafür reicht die Aufzählung einiger Daten und Fakten: Der Blick auf die demografische Entwicklung zeigt auf, dass der Anteil der Senioren in Südtirol wesentlich steigen wird. Im Jahr 2020 wird in Südtirol der Anteil der Über60-Jährigen von derzeit 120.000 auf über 140.000 Personen gestiegen sein, 2045 werden in Südtirol rund 203.000 Senioren leben. Und die Gesellschaft wird stetig älter: Bis 2050 wird der Anteil der 85-Jährigen in der Südtiroler Bevölkerung um 370 Prozent steigen. Mehr Menschen werden eine chronische Erkrankung oder
Pflegebedürftigkeit aufweisen. Zudem: Immer häufiger sind ältere Menschen in keinem familiären Netz eingebunden, weil sie entweder keine Kinder haben oder diese weiter entfernt leben. Doch auch auf der institutionellen Seite wird es einen Wandel geben: Die finanziellen Ressourcen werden aller Wahrscheinlichkeit nach sinken, die Krankenhäuser sich vermehrt auf akut kranke Personen spezialisieren, Netzwerkarbeit wird das Gebot der Zukunft sein. Und nicht zuletzt: Die Senioren von morgen – die im größeren Ausmaß als ihre Vorfahren ein selbstbestimmtes Leben geführt haben – suchen, wollen und wünschen sich andere Betreuungsformen als die bisherigen. Die Seniorenheime in Südtirol hinken dieser Entwicklung zumeist hinterher, bestätigt Helmut Pranter. Aber auch alternative Betreuungsformen wie SeniorenWGs, Mehrgenerationenhäuser oder andere betreute Wohnformen in den eigenen vier Wänden und mit verschiedenen Betreuungsstufen sind Mangelware beziehungsweise existieren gar nicht. „In den letzten Jahren wurden viele Seniorenheime errichtet, die von der baulichen Seite her toll gestaltet wurden – aber beim Betreuungskonzept ist man beim bisherigen Modell der 1970er und 1980er Jahre hängen geblieben“, erläutert Helmut Pranter. Er selbst hat im Ausland neue Betreuungsmodelle besichtigt, an Kongressen teilgenommen, die Erfahrungen dort begutachtet, „und mich hat relativ schnell fasziniert, dass auch innovativere Möglichkeiten durchführbar sind.“
Mitwirken in Wohngruppen. Das „neue“ Betreuungskonzept, das sowohl in der Einrichtung in der Zone Landwirt wie im
Bürgerheim Einzug halten soll, berücksichtigt diese veränderten Bedürfnisse. Geplant ist die Aufteilung der Bewohner in fünf bis sechs Wohngruppen mit jeweils zirka 12 Personen, die in einer Art größeren Wohnung leben. Eine familienähnliche Gemeinschaft – kleinräumig, überschaubar, weitgehend mit Einzelzimmer ausgestattet, die Platz für Privatheit und persönliche Gegenstände
info Die Generationenabfolge des Altenwohnbaus 1. Generation (Nachkriegszeit) Anstaltsyp: Mehrbettzimmer, minimale Ausstattung 2. Generation (1960-70er Jahre) Altenkrankenhaus: eher Zweibettzimmer, verbesserte Ausstattung (Bäderabteilungen, eigene Physiotherapie) 3. Generation (1980 – 90er Jahre) Altenwohnhaus: Orientierung am Wohngruppenkonzept; allmählich mehr Einzelzimmer 4. Generation (um 2000) Stationäre Hausgemeinschaft: Loslösung von zentralen Versorgungseinheiten; stattdessen Leben und Kochen in Wohngruppe, fast nur Einzelzimmer 5. Generation (ab 2010) Quartiershaus: basieren auf den drei Grundprinzipien Leben in Privatheit, Leben in Gemeinsaft und Leben in der Öffentlichkeit Quelle: Kuratorium Deutsche Altershilfe, Fachmagazin „Pro Alter“ 05/2011
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Foto: Oskar Zingerle
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bieten. Die Menschen können in den Wohngruppen ihren Alltag selbst gestalten, auch wenn sie pflegebedürftig sind: „Diese Beteiligung und das Mitwirken bewirken einen großen Unterschied zum bisherigen Modell, in dem die Pflege im Mittelpunkt stand“, so Helmut Pranter. „Wir meinen immer, ein pflegebedürftiger Mensch muss rundum gut gepflegt sein – dann ist er automatisch gut aufgehoben“, sagt Pranter, „aber das Aufgehobensein ist nicht das alleinige Kriterium für Lebenszufriedenheit – auch hochbetagte Menschen haben das ureigene menschliche Bedürfnis, ihren Alltag mitzubestimmen und mitzuwirken. Dies müssen wir ihnen auch zusichern können. Unser Auftrag ist es doch, als Solidargemeinschaft für unsere älteren Mitbürger zu sorgen – insbesondere, wenn die Familie diese Funktion nicht mehr erfüllen kann.“ Im Bürgerheim in Brixen wird das neue Betreuungsmodell bereits versuchsweise angewandt: „Wir versuchen, in den Wohnbereichen verstärkt den Alltag gemeinsam zu gestalten und auch selbst zu
Ende 2019 könnten vorsichtigen Prognosen zufolge die ersten Senioren in das neue Seniorenheim in der Zone Landwirt (im Bild) einziehen
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kochen. Wir möchten die Senioren vermehrt am Leben teilhaben lassen.“ Dieses etwas andere Betreuungskonzept fordert jedoch auch
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die Mitarbeiter heraus, weiß Direktor Pranter: „Sie müssen außerhalb der Pflege ihre neue Rolle als Begleiter und Aktivator finden, und diesen Schwenk zu schaffen ist sicher eine Herausforderung.“ Erfahrungen in Einrichtungen im Ausland haben bereits aufgezeigt, dass dies nicht einfach ist: Dort fühlten sich die Pflegemitarbeiter teilweise abgewertet, es kam auch zu einer Flucht von der Arbeitsstelle.
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besondere bei der neuen Einrichtung in der Zone Landwirt geht man bei der Konzeption noch weiter: Gedacht wird auch an eine stärkere Vernetzung und Anbindung an das nachbarschaftliche Umfeld: „Beispielsweise könnte man im Seniorenheim ein kleines Geschäft unterbringen, damit der Kontakt zu Leuten von Außen gewährleistet wird. Oder man könnte eine Kinderbetreuungsstätte oder eine Kindergartensektion unterbringen, sodass sich Jung und Alt begegnen.“ Diese so genannten Quartiershäuser bieten den Vorteil, gut im Wohnumfeld eingebettet zu sein und somit die sozialen Kontakte zwischen Bewohner und Umfeld aufrecht zu erhalten, „und das wäre schon toll!“ Zudem existiert für die Zone ein Plan privater Investoren, dort einen Komplex von seniorenfreundlichen Kleinwohnungen zu errichten. „Die Bewohner dieser Wohnresidenz könnten dann punktuell die Dienstleistungen
im Seniorenheim nutzen, beispielsweise am Tagesprogramm teilnehmen oder dort essen“, so Pranter. Die Seniorenwohnheime hätten damit eine zusätzliche Stützfunktion für all jene, die in den eigenen vier Wänden wohnen möchten oder können – was ja schlussendlich wohl der Wunsch der meisten ist. Und auch dies muss in Zukunft sicherlich durch neue Formen der Vernetzung, durch unterstützende Dienstleistungen oder alternative Betreuungsangebote vermehrt ermöglicht werden.
Mutig denken, Neues ausprobieren. Wie immer, wenn Neu-
es umgesetzt wird, stößt dieses Konzept aber nicht nur auf Zustimmung. „Es ist durchaus noch Überzeugungsarbeit zu leisten, wir sind ein traditionsgebundenes Völkchen“, meint Helmut Pranter, „aber wir müssen mutig denken und neue Formen ausprobieren – auch wenn wir nicht definitiv wissen, ob dies die optimale Lösung ist. Wenn wir ständig das erhalten, was bereits besteht, enden wir in einer Sackgasse. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Lebensgewohnheiten ändern sich, wir müssen mitgehen. Und wenn Brixen ein zukunftsgerichtetes Betreuungsmodell für Senioren haben möchte, wäre dies jetzt die Chance.“
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Heidi Sparber, dip managerin und CEl. akad. WirtschaftsO der ACM GmbH
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Banddurchtrennung: Sonja Murr, Heidi Sparber mit Sohn Jantje, Herbert Dorfmann
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Mit System zum Kundenerfolg Das Steuer- und Buchhaltungsbüro sowie Managementberatungsunternehmen ACM GmbH feierte kürzlich die offizielle Eröffnung seiner neuen Büroräumlichkeiten in Sterzing und zugleich sein fünfjähriges erfolgreiches Bestehen.
Heidi Sparber, Herbert Dorfmann, Christoph Knapp
bert Dorfmann und Oskar Peterlini, Contract-Professor an der Freien Universität Bozen, würdigten in ihren Grußworten den Erfolg des Unternehmens und unterstrichen die Bedeutung unternehmerischer Initiativen sowie eines wirtschaftlich positiven Umfeldes.
Ingrid Gojer, Carella Marib, Kurt Bagamoro, Christian Gutzmer, Heidi Sparber Lukas Siller, Josef Tschöll
z Zahlreiche Gäste hatten sich am 16. Mai am neuen Firmensitz der ACM GmbH in der Sterzinger Altstadt 31 eingefunden, um das 5-Jahr-Jubiläum des spezialisierten Steuer- und Buchhaltungsbüros und Managementberatungsunternehmens sowie die Einweihung seiner
neuen Büroräumlichkeiten zu feiern. Mit viel Charme und interessanten Einblicken in das Tätigkeitsfeld der ACM GmbH führten die beiden Radio- und TV-Moderatoren Denise Neher und Christoph Knapp durch den exklusiven Abend. Die Ehrengäste, EU-Parlamentarier Her-
Den unternehmerischen Kundenerfolg im Fokus. Die ACM
GmbH ist das erste auf Branchen spezialisierte Steuer- und Buchhaltungsbüro in Südtirol und bietet für die Sektoren Gastronomie und Hotellerie, Spedition und Transport sowie für den Groß- und Einzelhandel einen umfassenden Service in den Bereichen Accounting, Consulting und Management. Einzigartig ist der ganzheitliche strategieorientierte Beratungsansatz, mit
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Vision versus Realität Stellen wir uns die Welt als eine andere vor: wo es keine Autos gibt, wo wir über die Straße gehen können, ohne vielleicht totgefahren zu werden, wo wir auf Straßen und Plätzen kommunizieren können, wo es keine Ampeln, keine Tankstellen, keine Verkehrspolizisten gibt, wo ... . Diese kühne Aufforderung richtete Harald Welzer am Eröffnungsabend der „Tage der Nachhaltigkeit“, die heuer den Titel „Die Kunst des Wandels“ trugen.
Silke Helfrich: „Wenn alle auf ein Gemeingut zugreifen, können alle davon profitieren“
H
arald Welzer ist Begründer der Stiftung „Zukunftsfähigkeit Futurzwei“. Er untersucht die Mittäterschaft, den Widerstand und die Folgen des Klimawandels. Der Soziologe und Professor an der Uni Flensburg kritisiert das Verhalten, immer mehr von allem haben zu wollen, und wettert gegen die Wachstumswirtschaft: „Wachstum ist nicht nur ein ökologisches, es ist auch ein gesellschaftliches Problem“. Seine Vision ist: eine gute Gesellschaft. Die zweite ausländische Gastrednerin bei der diesjährigen Ausgabe des Nachhaltigkeitskongresses „think more about“, die Mitte Mai in Brixen stattfand, war Silke Helfrich aus Jena, Publizistin und Mitbegründerin der „Commons Strategies Group“. Unter „Commons“ sind Gemeingüter – in der Vergangenheit „Allmende“ genannt – zu verstehen, also Dinge, auf die jeder Mensch grundsätzlich Anspruch hat, wie beispielsweise das Wasser: „Wenn alle auf ein Gemeingut zugreifen, können alle davon profitieren“. In ihrem Referat ging sie den Fragen
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nach: Wie gehen wir mit Ressourcen um? Wie gehen wir mit Wissen um? Wie organisieren wir Wissen? Laut ihren Aussagen gehe es darum, die Zukunft wieder zu gestalten, nicht zu berechnen.
Um Fortschritte bemüht.
In der anschließenden Diskussion setzten sich die beiden Wissenschaftler – für ihre Thesen wurden sie mit der Bezeichnung „Fundis“ bedacht – mit den Südtiroler „Realos“ auseinander. Es waren dies Brigitte Foppa, Uli Rubner und Stefan Pan. Die Landtagsabgeordnete der Grünen ging der Frage nach, wie denn das Neue in die Welt komme, und gab sich dabei auch die Antwort: durch die Natur, und zwar durch ungeschlechtliche Fortpflanzung, durch Verzweigungen und Irritationen, durch Scheitern und Ausprobieren. Doch gebe es wenig Platz für Irritationen und Scheitern, speziell auch in der Politik nicht. Dass sich im Tourismus vieles zum Besseren wandle, zeigte Frau Rubner, Präsidentin der Südtiroler Marketinggesellschaft, auf: durch
Harald Welzer: „Wachstum ist nicht nur ein ökologisches, es ist auch ein gesellschaftliches Problem“
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Besinnen auf Tradition in Küche und Keller, durch neue Geschäftsideen im Wellnessbereich, zum Beispiel die Nutzung von Latschenöl, durch die Verwendung von lokalen Rohstoffen in der Architektur, durch Urlaub auf dem Bauernhof, auch in Sachen Energie-Effizienz. Sie gestand allerdings auch ein, dass es im Bereich der Mobilität noch wenig Wandel zum Besseren gebe und Sonnen-Paneele auf Südtiroler Bauernstadeln eine optische Zumutung seien. Der Bozner Präsident des Unternehmerverbandes, Stefan Pan, betonte die Wichtigkeit der völligen Öffnung für Neues, und dieses entstehe nur, wenn Leute aus den unterschiedlichen Branchen zusammenkommen und ergebnisoffen diskutieren. Nach zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum wurden in der Schlussrunde von den Diskutanten am Podium „Rezepte“ und „Erwartungen“ formuliert, wie: ein Sabbatjahr für alle zum Nachdenken, Geschichten als Mittel gegen die Angst, ausgearbeitete Alternativen von Wissenschaft-
lern. Das letzte Wort nahm sich Harald Welzer: „Wieso wird man immer schlechter im vernünftigen Umgang mit dem, was da ist?“
Neues für die Zukunft.
Bereits in den Grußworten hatten Günther Reifer vom Terra Institut und Andreas Wild vom Bildungshaus Kloster Neustift darauf hingewiesen, dass im Herbst voraussichtlich die Ergebnisse der vergangenen vier Ausgaben des Nachhaltigkeitskongresses in Buchform erscheinen werden und dass der Kongress in Zukunft nicht mehr jedes Jahr, sondern im Zweijahresrhythmus stattfinden wird. Ebenfalls im kommenden Herbst wird der Jugendkongress „Youthink more about“ stattfinden. Zudem wiesen die Organisatoren darauf hin, dass seit kurzem ein Beirat für die Tage der Nachhaltigkeit gegründet worden sei, der mitdenkt und mitlenkt und aus verschiedenen Vertretern Südtiroler Verbände und Vereine zusammengesetzt ist. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Pfarrer Hans Kron bichler Brunne r, Magd alena A mhof
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In neuem Glanz Domus bauexpert feierte Mitte Mai die offizielle Einweihung seiner neu gestalteten Verkaufsniederlassung in Brixen und konnte in diesem feierlichen Rahmen zahlreiche Gäste begrüßen.
z Viele waren am 17. Mai der Einladung zur offiziellen Eröffnung der neu gestalteten Verkaufsniederlassung von Domus bauexpert in Brixen gefolgt, hatten doch der kürzlich erfolgte aufwändige Umbau und das neue moderne Erscheinungsbild reges Interesse auf sich gezogen. Nach Begrüßung der Gäste durch Bernhard Zingerle, Präsident des Verwaltungsrates der bauexpert AG, würdigten Landesrätin Magdalena Amhof und Stadtrat Peter Brunner den langjährigen Erfolg sowie das starke soziale Engagement des traditionsreichen Unternehmens mit Brixner Wurzeln. Anschließend folgten die Segnung des Gebäudes durch Pfarrer Hans Kronbichler sowie die feierliche Banddurchschneidung
mit Öffnung der Tore zu den neuen Ausstellungsräumlichkeiten. Viele nutzten die Gelegenheit, um in zwangloser Atmosphäre die weitläufige Ausstellung zu besichtigen und sich bei den Fachberatern zu den vielfältigen Wand- und Bodenbelägen für die Ausgestaltung von Innen- und Außenbereichen umfassend zu informieren. Im großen Festzelt im Außenbereich herrschte reges Treiben, das den ganzen Tag über bis in die frühen Abendstunden anhielt. Ein besonderes Highlight bot sich Familien mit Kindern nachmittags mit dem Zirkusäffchen Bobby, das gemeinsam mit den Kindern die schönsten Lieder zum Besten gab. Währenddessen brachte das
Team der Spielwelt mit phantasievollen Schminkkreationen zahllose Kinderaugen zum Strahlen und lud die kleinen Gäste zu einem kunterbunten Bastelspaß.
Neuer Showroom, neues Konzept. Das ehemalige Betriebsge-
bäude von bauexpert stammte aus den Sechziger Jahren und war im Zuge des Umbaus aufwändig saniert worden. „Das Gebäude war in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Aus der Notwendigkeit zur Sanierung entstand ein völlig neues ShowroomKonzept, sodass am Ende von der ursprünglichen Bausubstanz nicht mehr viel übrig blieb“, erklärte Bernhard Zingerle. Mit dem neuen Konzept wurde auch der Mar-
kenname „Domus bauexpert“ für die Verkaufsniederlassungen mit Showrooms eingeführt, wobei der Namenszusatz „Domus“ sich aus dem lateinischen Begriff für „Haus“ ableitet und die neue Markenstrategie der bauexpert AG widerspiegelt: So präsentiert sich die Brixner Verkaufsniederlassung Domus bauexpert nun mit großem Showroom und einer Vielfalt an hochwertigen Materialien und Belägen, von Fliesen, Stein-, Holzund Laminatböden, und will damit zur bevorzugten Anlaufstelle für einzigartige Raumgestaltungen sowohl für Planer und Architekten als auch für private Bauherren werden.
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Foto: Michael Kiem
Gelebte Solidarität z Drei Brixner Gastwirte organisieren am 6. Juni eine BenefizAktion der besonderen Art: Wer an diesem Freitag in der „Absolut Lounge“ in der Runggadgasse, im Cafè „Platzl“ am Großen Graben oder in der Diskothek Max am Fischzuchtweg ein Getränk konsumiert, beteiligt sich automatisch an einer Spendenaktion für eine durch Krankheit in Not geratene Lüsner Familie: Die drei Gastwirte
spenden pro konsumiertes Getränk 1 Euro. Die Mitarbeiter der Betriebe beteiligen sich ebenso an der Aktion, indem sie an diesem Tag auf ihren Lohn verzichten, und auch die Musiker haben zugesagt, einen Teil ihrer Gage zu spenden – genauso wie eine Reihe von Sponsoren. „Auch in Südtirol leben manche Familien in schwierigen Verhältnissen“, sagt der Wirt der „Absolut Lounge“, Andy Kahl, „mit
unserer kleinen Aktion wollen wir ein Zeichen setzen und den Betroffenen signalisieren, dass sie trotz allem mit Zuversicht und
W&U
Hoffnung in die Zukunft blicken sollen“. Wie hoch die Spende am Ende sein wird, verraten wir im nächsten „Brixner“. wv
Wirtschaft & Umwelt BRIXEN
Foto: Martin Prader
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
Neugründung der Umweltgruppe Eisacktal z Bei der ersten Vollversammlung der neu gegründeten Umweltgruppe Eisacktal, die Ende April im Bildungshaus Neustift stattfand, wurde der Vorstand gewählt. Dieser setzt sich aus Stefan Gasser, Peter Sader, Martin Prader und Manuel Pramsohler zusammen; den Vorsitz übernimmt Andreas Hilpold. Für die Neugründung ist eine neunköpfige Kerngruppe aus Brixen und Klausen verantwortlich. Sie ist der direkte Nachfolger der zuletzt inaktiven Umweltgruppe Brixen, die allerdings kein
kurz
notiert
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eigenständiger Verein war. Die Vereinigung ist seit ihrer Neugründung Mitglied beim Dachverband für Natur- und Umweltschutz. Die Gruppe stellte bei der Vollversammlung außerdem ihre Ziele vor: Die rund 30 Mitglieder legen besonderes Augenmerk auf den Wert der unberührten Naturlandschaften und betonen gleichzeitig die Wichtigkeit der Schutzgebiete im Eisacktal. Da sich jedoch manche Biotope in mangelhaftem Zustand befinden, setzt es sich die Umweltgruppe zum Ziel, diese
Mit einem Frühlingsfest hat der Hofburggarten in Brixen seine Tore für Besucher geöffnet. Der Garten ist bis zum 31. Oktober täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, der Zugang erfolgt über die Verdi- und Kassianstraße.
weiterhin zu schützen und zu pflegen. Außerdem kümmern sie sich um Problematiken wie beispielsweise Lärm, Luft- und Wasserverschmutzung und versuchen, dafür praktische Lösungen zu
finden. Sie setzen sich auch dafür ein, die Bevölkerung für globale Umweltthemen zu sensibilisieren und organisieren dazu im Laufe des Jahres einige Veranstaltungen und Exkursionen. hh
Das Ausführungsprojekt zum Bau des Radwegeteilstückes vom Sportplatz Aicha bis zur Ladestatt wurde genehmigt. Dieser Abschnitt ist die letzte zu realisierende Verbindung zwischen den Radwegen des Wipptales und des Pustertales; er soll im Frühjahr 2015 fertiggestellt sein.
Armin Cassar vom Sportwirt in Vahrn hat mit der Organisation eines Fußballturniers 1.063 Euro für Medicus Comicus gesammelt. Die Clowns des Vereins zaubern Menschen in schwierigen Situationen und im Krankenhaus mit Humor und Feingefühl ein Lächeln ins Gesicht.
STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle
Welcher besondere Baum steht vor der Franziskanerkirche?
EISACKTAL
Verkehrspolitik im Eisacktal
In der Runggadgasse vor der Kirche der Franziskaner steht ein Baum, den man selten sieht: Es handelt sich hierbei um eine Davidia Involucrata, auch Taschentuchbaum oder Taubenbaum genannt – weil die Blätter und weißen Blüten von weitem aus gesehen wie Taschentücher beziehungsweise Tauben in den Zweigen hängen. Der lateinische Name bezieht sich auf den französischen Jesuiten Armand David, der den Baum 1865 in China entdeckte. Der Zoologe und Botaniker bereiste von 1862 bis 1873 den Süden der Mongolei und Osttibet, wo er akkurat Pflanzen, Tiere, Gestein und Fossilien sammelte und beschrieb. In seinem Ursprungsland China erreicht der Baum eine Höhe von zwanzig Metern, in Europa überschreitet er nicht die zehn Meter. Der Baum blüht von April bis Juni. Anregungen: redaktion@brixner.info
Der
z Kürzlich trafen auf Initiative der Bezirksgemeinschaft Eisacktal die Bürgermeister des Bezirks Landeshauptmann Arno Kompatscher zu einem Meinungsaustausch. Der Schwerpunkt der Diskussion lag überwiegend bei verkehrspolitischen Themen; so stand die Verlängerung und Neuausschreibung der Konzession für die Brennerautobahn ebenso zur Debatte wie der Ausbau des Brenner-Basistunnels (BBT) samt Zulaufstrecken. In Hinblick auf die Brennerautobahn fordern die Gemeindevertreter Ausgleichsmaßnahmen für die betroffenen Gemeinden, um die Belastungen durch das hohe Verkehrsaufkommen in Grenzen zu halten. Was den BBT betrifft, drängen die Bürgermeister auf die Realisierung der Zulaufstrecken von Franzensfeste bis Bozen, da ohne diese der gesamte
Hofburggarten öffnet seine Tore
Basistunnel wenig Sinn mache. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat diesbezüglich seine volle Unterstützung zugesagt. Auch das Projekt „Riggertalschleife“ wurde ausgiebig diskutiert, wobei der Landeshauptmann klarstellte, dass dieses nicht von der Landesverwaltung realisiert werden könne, da die Zuständigkeit bei den Staatsbahnen RFI liege. Nachdem diese derzeit allerdings mit der Planung und dem Bau der Zulaufstrecken des BBT beschäftigt sind, könne nicht mit einer baldigen Realisierung der Riggertalschleife gerechnet werden. Die Gemeinden Vahrn und Natz-Schabs erhoffen sich durch den Bau der Riggertalschleife die Errichtung von Bahnhöfen auf ihrem Gemeindegebiet – wobei diese aber auch an der derzeitigen Bahntrasse verwirklicht werden könnten. wv
1. Ju 31. O ni – ktob täglic h von er 9 bis 20 U
hr
» Eingang Kassianstraße (gegenüber dem Postamt) oder Verdistraße 55
Wirtschaft & Umwelt
BRIXEN
100 Jahre im Dienst der Kranken z Vor genau hundert Jahren, am 22. Juni 1914, wurde das KaiserFranz-Josef-Jubiläum-Krankenhaus in Brixen eröffnet. Der Weg dorthin war allerdings ein recht umständlicher: Bereits 1902 beschloss der damalige Bürgermeister Otto von Guggenberg, ein neues Krankenhaus zu errichten, da das alte Bürgerspital zum Heiligen Geist nicht mehr der sich rasant entwickelnden Medizin und dem Bevölkerungszuwachs in Brixen entsprach. 1906 wurde ein Kosten-Nutzen-Plan erstellt und beschlossen, ein Grundstück für den Neubau zu suchen – das dann auf dem ehemaligen Militärfriedhof in der Kachlerau gefunden wurde. Die Grundsteinlegung erfolgte am 27. September 1908, anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers Franz Josef I., wobei auch seine Tochter Erzherzogin
Valerie anwesend war. Es folgte die Ausarbeitung der Pläne für den Bau des Krankenhauses; im Mai 1912 wurde die Baustelle eingerichtet. Die Balkankriege im Vorfeld des Ersten Weltkrieges riefen jedoch eine wirtschaftliche Krise hervor, die auch den Weiterbau verzögerte: Man musste sich im Jahr 1913 entscheiden, ob die halbfertigen Gebäude überhaupt fertiggestellt werden sollten. Schlussendlich wurde jedoch sowohl das Krankenhaus mit einem Zahltrakt (Sanatorium) fertiggestellt. Einmalig waren damals die autonome Heiz- und Belüftungsanlage und ein ausgezeichnet ausgestattetes Röntgenkabinett; das Brixner Krankenhaus galt damals als das modernste in der österreichischen Monarchie. Primar Anton Sigmund wirkte zunächst mit den beiden Assis-
tenzärzten Karl Innerhofer aus Meran und Franz Offer aus Hall i. T. sowie zwei Praktikanten. Für die Krankenpflege waren die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz gewonnen worden. Um die wirtschaftlichen Probleme während des ersten Weltkrieges zu beenden, beschloss die faschistische Amtsverwaltung der Stadt im Jahr 1928, das Krankenhaus in ein Lungensanatorium umzuwandeln und ein neues, bescheideneres städtisches Krankenhaus zu bauen; noch im Jahr 1928 wurde eine Lungenabteilung in einem Teil des Krankenhauses eingerichtet, die 1991 geschlossen wurde. Noch heute wird das Gebäude als Sanatorium bezeichnet. db
VAHRN
Mut zu Veränderungen z Vor einigen Tagen fanden in Vahrn die „4. Südtiroler Baustofftage“ statt, ein Treffpunkt von Projektanten, Produzenten, Politikern und Baufirmen, um sich über aktuelle Themen und Fragestellungen im Baugewerbe zu informieren und auszutauschen. Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte, dass in Zukunft die Innovationskraft und der Mut der Baubranche, nach unkonventionellen Lösungen zu suchen, mehr denn je gefragt seien. Thomas Ausserhofer, Präsident des Baukollegiums der Südtiroler Bauunternehmen, sieht die Zukunft der Branche im Anspruch, „so viel Bauwerk wie möglich für so wenig Finanzmittel wie notwendig“ zu bekommen; dafür brauche es den „richtigen Mix aus Qualität und Preis“. Werner Kusstatscher, Geschäftsführer des Instituts Südtiroler Baustofftechnologien, forderte von allen am Bau beteiligten Akteuren „Mut zu Veränderungen“, damit neue Baustoffe zur Anwendung kommen können. Zehn Un56
ternehmen der Baubranche haben laut Kusstatscher im Rahmen des Instituts eine gemeinsame Struktur aufgebaut, die eine Schnittstelle von der Forschung zur prakti-
schen Anwendung sein soll. Um möglichst vielen Unternehmen den Zugang zu Innovation zu ermöglichen, seien aber weitere Vernetzungen notwendig. wv
Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen
LEEB-Balkonausstellung ----------Kampan-Center Julius-Durst-Straße 66, Brixen Florian Oberrauch Tel. 345 7540926 f.oberrauch@leeb-balkone.com
Die hochresistenten Alu-Qualitätsbalkone und -zäune des österreichischen Herstellers LEEB sind nun auch in einer Ausstellung in Brixen zu finden. Die AluBalkone und Alu-Zäune sind dank patentierter Spezialbeschichtung drei Mal so
witterungsbeständig als mit Standardbeschichtung; ein schmutzabweisender Lotus-Effekt macht sie zudem nahezu pflege- und wartungsfrei und dauerhaft schön. Weitere Informationen erteilt LEEB-Fachberater Florian Oberrauch.
Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info
NACHGEFRAGT
„Erste Rate der GIS im Juni fällig“ Herr Dalla Ricca, im Juni ist die erste Rate der neuen Immo biliensteuer GIS fällig … Während im Vorjahr ausnahmslos alle Hauptwohnungen befreit waren, sind es nun nur noch jene bis zu einer gewissen Größe. Jeder Steuerträger kann aus seinem Katasterauszug die Berechnung nachvollziehen, da dort nun neben dem Katasterertrag auch der Katasterwert aufscheint, der die Grundlage zur Berechnung der GIS darstellt. Bis zu einem Katasterwert von 136.200 Euro ist die Hauptwohnung befreit; wenn sie einen höheren Katasterwert hat, wird auf die Differenz die
GIS in Höhe von 0,4 Prozent berechnet. In den meisten Fällen handelt es sich also um einen sehr überschaubaren Betrag. Die definitiven Regeln müssen aber erst vom Gemeinderat be schlossen werden. Was heißt das? Das heißt, dass die erste Rate, die den Vorgaben des Landesgesetzes entspricht, im Juni fällig ist. Die Höhe der zweiten Rate hängt dann von den Beschlüssen des Gemeinderats ab. Zum Beispiel rechnen wir für ZweitWohnungen mit dem vom Land vorgesehenen Steuersatz von 0,76 Prozent. Wenn die Gemeinde im September beschließen sollte, den
Satz auf die Höhe des Vorjahres zu heben, was anzunehmen ist, dann wird die zweite Rate für Zweitwohnungen etwas höher ausfallen als die erste.
Foto: Oskar Zingerle
SIRO DALLA RICCA, Verantwortlicher für das Steueramt der Gemeinde Brixen, über die im Juni fällige erste Rate der neuen Gemeindeimmobiliensteuer GIS, die die bisherige IMU ersetzt.
Im Juni wird also ein Brief der Gemeinde ins Haus flattern ... Wir haben beschlossen, auch jenen Steuerträgern einen Brief zu schreiben, deren Immobilien befreit sind. Ist eine Steuer fällig, haben wir einen F24-Zahlschein beigefügt. Im Dezember kommt dann ein zweiter Zahlschein, dessen Höhe vom Beschluss des Gemeinderats abhängt. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info
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Wirtschaft & Umwelt
Die schönsten Ausflugsziele in nächster Umgebung Das Wander- und Naturparadies der näheren und weiteren Umgebung lädt auch in diesem Sommer wieder zu erlebnisreichen Ausflügen mit genussvoller Einkehr in Almhütten und Berggasthöfen.
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1.860 m ü.d.M. · Villanderer Alm Fam. Erlacher · Tel. +39 335 474625 Geöffnet von Mitte Mai bis Allerheiligen, von Weihnachten bis Ostern; Gemütliche Jausenstation mit Sonnenterrasse, großem Spielplatz und Streichelzoo. Wir verwöhnen Sie täglich mit Südtiroler Hausmannskost!
Mair in Plun
Halslhütte
Der familienfreundliche Wandertipp
Rundwanderung großer Gabler
Vom Parkplatz bei der Gasser Hütte auf dem Wanderweg Nr. 1 zur Jausenstation Mair in Plun (Gehzeit: 30 Minuten), von Mair in Plun zur Totenkirche (Gehzeit: 1 Stunde) oder zum Rittner Horn 2.270 m ü.d.M. (Gehzeit: 2,5 Stunden) Tipp: leicht begehbar, ideal auch für Familien mit Kinderwagen!
Gschnagenhardt Alm
1.866 m ü.d.M. · Villnöss/Würzjoch Fam. Messner · Tel: +39 0472 521267 · Privat +39 0472 521299 · martinmessner@dnet.it Öffnungszeiten: von Mitte Mai bis Anfang November sowie von Weihnachten bis Ende März. Schöner Almgasthof am Fuße des Peitler Kofels, direkt an der Würzjochstraße. Gemütliche Stube, große Sonnenterrasse, Liegewiese, Kinderspielplatz und großer Gratisparkplatz. Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Peitlerkofel, zu den Aferer Geislern mit Tulln, Plosegebiet sowie Gabler mit Dolomitenrundblick. Übernachtungsmöglichkeiten.
Starkenfeldhütte
Rundwanderung Gschnagenhardt Alm
2.006 m ü.d.M. · Villnöss · Familie Profanter Tel. +39 0472 840158 oder +39 338 2507724 www.profanterhof.com Geöffnet von Ende Mai bis Ende Oktober. Schön gelegene Almhütte am Munkelweg direkt unter den Geislerspitzen. Wir bieten schmackhafte einheimische Küche und hausgemachte Kuchen. Von der Zanser-Alm über den Munkelweg in ca. 1,5 Std. erreichbar.
Vom Parkplatz Ranui auf dem Wanderweg Broglesbach (Nr. 28) bis Weissbrunn, dort bei der Einmündung in den Munkelweg (Nr. 35) nach links bis zur Abzweigung Gschnagenhardt Alm. Weiter in Richtung Gschnagenhardt Alm mit Einkehrstopp, anschließend über den Steig zur Duslerhütte und auf dem Weg Nr. 34 nach Ranui zurück. Gehzeit: ca. 3 Stunden
Kreuzwiesenalm
Beliebtes Ausflugsziel auf der Rodenecker Alm
1.936 m ü.d.M. · Rodenecker/Lüsner Alm · Roland Braido · Tel. +39 338 1015599 · info@starkenfeld.com Beliebtes Einkehrziel auf dem aussichtsreichen Hochplateau der Rodenecker/Lüsner Alm; geöffnet von Ende Mai bis Ende Oktober. Wir verwöhnen Sie mit bester Tiroler Küche und ausgewählten Spezialitäten in herzlicher, familiärer Atmosphäre. Große Panoramaterrasse mit wunderschönem Ausblick auf die Stubaier, Ötztaler und Zillertaler Alpen sowie auf das gesamte untere Eisacktal. Almkegelbahn und Übernachtungsmöglichkeit.
1.925 m ü.d.M. · Lüsner Alm · Familie Hinteregger Tel. +39 333 7484880, info@kreuzwiesenalm.com, www.kreuzwiesenalm.com. Geöffnet bis Anfang November, in den Weihnachtsu. Faschingsferien, sowie im Jänner u. Februar an den Wochenenden (Sa., So. und Mo.). Ideales Ausflugsziel in traumhaft sonniger Lage, zum Energietanken, feine Almküche mit Almkäse aus eigener Herstellung, gr. Kinderspielplatz, Kegelbahn, Erfrischungsteich sowie holzbefeuerte Sauna. Ideal auch für einen erholsamen Almurlaub.
Ideale Erreichbarkeit auch für Familien mit Kinderwagen und Biker, mit verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten: Vom Parkplatz Zumis/ Rodeneck - Gehzeit: ca. 1,2 Stunden Vom Parkplatz Herol/Lüsen - Gehzeit: ca. 1 Stunde Vom Parkplatz „Kreuzner“/ Ellen - Gehzeit: 1,3 Stunden
Gampenalm
Rundwanderung über das Jakobstöckl und den Campiller Berg (Hörschwanger Kreuz) Start: Vom gebührenfreien Parkplatz Schwaigerböden auf 1.700 m aus folgen Sie der Beschilderung Jakobstöckl (ca. 1 Std.) bis zur kleinen Kapelle, von dort führt der Aufstieg zum Campiller Berg auf knapp 2.200 m mit wunderschönem Rundumpanorama, dann Abstieg zur Kreuzwiesenalm, von hier aus gelangen Sie über den Schmalzhaussteig in 40 Minuten wieder zum Parkplatz. Gehzeit: ca. 3 Stunden
Ausgangspunkt Parkplatz Halslhütte: Über den Weg Nr. 4 und 8 Richtung Plose bis zur Abzweigung Steig Nr. 7A und weiter zum Großen Gabler (2.571 m mit wunderschönem DolomitenRundumblick!). Vom Gabler östlich über die Wiesen der Jöcher zurück zur Halslhütte. Gehzeit: ca. 4 Stunden
Rundwanderung zur Gampenalm
2.062 m ü.d.M. · Villnöss Fam. Messner · Tel. +39 348 2721587· www.gampenalm.com · info@gampenalm.com Geöffnet von Ende Mai bis Anfang November (kein Ruhetag), sowie im Winter vom 26. Dezember bis Mitte März (Montag und Dienstag Ruhetag). Beliebtes Ausflugsziel und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge im Naturpark Puez-Geisler. Lassen Sie sich von uns verwöhnen auf unserer Sonnenterrasse oder in der gemütlichen Stube mit hausgemachten Spezialitäten und süßen Köstlichkeiten. Übernachtungsmöglichkeiten nur im Sommer (30 Betten).
Vom Zanser Parkplatz auf Weg Nr. 6 in Richtung Tschantschenon, weiter auf Weg Nr. 35 zur Gampenalm. Zurück auf Weg Nr. 33 über Kaserillbach zum Zanser Parkplatz. Gehzeit: ca. 2 Stunden
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Freizeit & Erholung
Sommerfrische in der Acquarena
ACQUARENA
Extra
Am 7. Juni eröffnet die Acquarena in Brixen die Freibad-Saison und lädt auch in diesem Sommer ins frische und wohltuende Nass.
Strandfeeling am Beachvolleyballplatz
Im Sommer Brixens beliebtestes Freizeitziel für Groß und Klein: die Acquarena Sonne, Wasser, Ballspiele: Das Freiareal der Acquarena mit dem 50 Meter langen Sportbecken, dem Funbecken mit Rutschbahn und Whirlliegen und dem Planschbecken begeistert die Großen genauso wie die Allerkleinsten. Auf dem weitflächigen Rasen finden sich außerdem ein Kinderspielplatz mit Sandkasten, Rutsche, eine kleine Kletterwand sowie eine Schaukelbrücke und zwei rundum erneuerte Ballspielplätze. Sonnenliegen und Sonnenschirme können gegen ein geringes Entgelt ausgeliehen werden. An den Öffnungszeiten hat sich auch in diesem Sommer nichts geändert: Die Freibadanlage ist von 7. Juni bis 17. August täglich von 9 bis 19.30 Uhr und von 18. August bis 7. September von 9 bis 18.30 Uhr zugänglich. Das Hallenbad bleibt den ganzen Sommer über bis 22 Uhr geöffnet.
Wohltuender Saunagenuss im Sommer. Bewusstes Schwitzen und Abkühlen sind auch im Sommer angesagt, und deshalb kann man in diesem Jahr erstmals eine kombinierte Sauna-Pool-Summercard erwerben: Sie gilt von 17. Mai bis 7. September und kostet 260 Euro für Erwachsene und 234 Euro für Kinder. Geöffnet ist die Sauna ab 7. Juni täglich von 11 bis 22 Uhr. Donnerstags ist der gesamte Saunabereich mit Finnischen Saunen, Bio-Sauna, Thalasso-Kabine, 60
Dampfbad und Ruheräumen von 10 bis 16.45 Uhr für die Damen reserviert; bis 22 Uhr bleiben die Damen im exklusiven Ambiente auf der Sonnenterrasse samt Panoramasauna unter sich. Davon abgesehen steht den Herren ab 16.45 Uhr die gesamte Sauna zur Verfügung.
Ballspiele mit großem Spaßfaktor. Das Beachvolleyballfeld und
der Sandfußballplatz wurden rechtzeitig zum Auftakt in die warme Jahreszeit erneuert. Interessierte können die Plätze mit einer eigenen nach Stunden gestaffelten
Eintrittskarte nutzen. Bis 6. Juni sind die zwei Ballspielplätze zu jeder Zeit reservierbar. Ab 7. Juni ist die Reservierung am Dienstag und Donnerstag ab 18 Uhr möglich, an allen anderen Tagen ab 20 Uhr. Zur Reservierung reicht die Hinterlegung einer Kaution von 10 Euro; bei Nichteinhaltung ohne Absage wird diese einbehalten. Bei wiederholter Nutzung lohnt es sich, die Eintrittskarten zu sammeln, denn jeder neunte Eintritt ist kostenlos.
Abwechslungsreiches Rahmenprogramm. In diesem Sommer
info
bietet die Acquarena erstmals eine professionelle Animation an: Montags bis freitags von 16. Juni bis 23. August werden Fitness und Unterhaltung groß geschrieben. Eine Animateurin erarbeitet ein Wochenprogramm, das Morgenstretching und Wassergymnastik sowie Boccia- und Gesellschaftsspiele umfasst. Natürlich gibt es auch ein angemessenes Kinderprogramm für die kleinen Gäste.
Kinder- und Seniorenecke. Die
Acquarena bietet als Familienbad auch allerlei für die jungen und älteren Gäste. Eine eigene Kinderecke lässt viele Kinderherzen höher schlagen. Senioren treffen sich hingegen besonders gerne am eigens für die etwas älteren, aber nicht minder vitalen Gäste gestalteten Plätzchen zum Watten, Schachspielen und zum gemütlichem Beisammensein.
Unbegrenzter Freizeitspaß mit der Summercard! Mit Eröffnung der Freibadsaison am 7. Juni gelten die neuen Sommerpreise, wobei viele Bürger der Gemeinden Brixen und Vahrn auch heuer wieder reduzierte Eintrittspreise genießen. Besonders günstig in die Acquarena mit der Summercard oder der Zehnpunktekarte: Summercard für Erwachsene: 150 ¤ Senioren und Jugendliche: 130,50 ¤ (aus Brixen und Vahrn: 111 ¤) Studenten aus Brixen und Vahrn: 130,50 ¤ Kinder: 81,30 ¤ (aus Brixen und Vahrn: 70 ¤) Familien: 342,10 ¤ (für Familien aus Brixen und Vahrn: 291 ¤) Zehnpunktekarte für 10 Eintritte zu je eineinhalb Stunden: 40 ¤, gültig von 7. Juni bis 7. September täglich von 18.30 bis 22 Uhr.
Altenmarktgasse 28/B 39042 Brixen Tel. 0472 268433 info@acquarena.com www.acquarena.com
BESSER HÖREN
Hör-Kompetenz aus Südtirol Seit zwanzig Jahren bringen die Hörgeräte von Besser Hören all jenen mehr Lebensqualität, die unter einem verminderten Hörvermögen leiden.
Ein vermindertes Hörvermögen macht sich oft schleichend bemerkbar. Probleme beim Mitverfolgen von Gesprächen in der Gruppe oder bei einer Unterhaltung vor starker Hintergrundkulisse, zum Beispiel im Restaurant, sind mögliche erste Anzeichen einer Hörminderung. Aber auch
das Verfolgen eines Vortrags in hallenden Räumlichkeiten kann schwerhörigen Menschen Schwierigkeiten bereiten. Betroffene nehmen manchmal die Worte ihres Gegenübers auch als „Genuschel“ wahr. Schwerhörige Menschen erschöpft es, an einer Konversation teilzunehmen; die Anstrengung führt oft zu Kopfschmerzen. Einige Betroffene entwickeln zudem Schamgefühle, sie ziehen sich daher gesellschaftlich zurück.
Eine Hörminderung kann jeden treffen. Hörprobleme sind kei-
neswegs eine reine Alterserscheinung, sondern können durchaus zum Beispiel durch Lärm auch in jungen Jahren verursacht werden. Höreinschränkungen sollten daher grundsätzlich ernst genommen werden. Es empfiehlt sich ein rechtzeitiger Gang zum Hörspezialisten, um das Gehör überprüfen zu lassen. Denn je früher Beeinträchtigungen des Gehörs behandelt werden, desto größer sind die Chancen, dass das komplette Spektrum des Hörens weitgehend erhalten bleibt. Die Hörgeräte-Akustiker von Besser
Hören sind wöchentlich im Eisacktal unterwegs. Zweimal pro Woche erreicht man sie in Brixen: Jeden Montag im Sanitätshaus Vita Plus sowie freitags in der Apotheke Am Rosslauf. Darüber hinaus stehen sie auch jeden dritten Dienstag im Monat in der Apotheke Villnöss in St. Peter zur Verfügung. Wer es aus irgendeinem Grund nicht zu den Servicezentren schafft, zu dem kommen die Hörgeräteexperten von Besser Hören gerne auch nach Hause – ein Anruf genügt.
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BETTEN ERLER
Freizeit & Erholung
Entspannt schlafen
Extra
Fotos: Arnold Ritter
Weil erholsamer Schlaf so wichtig ist, sollte man sich beim Bettsystem nur für gute Qualität entscheiden.
Wirbelsäule, Muskulatur und Gelenke optimal entlastet. Ein individuell einstellbarer Bettrahmen mit abgestimmter Unterfederung bildet die ideale Grundlage; höhenverstellbare Elemente und fein justierbare Festigkeitsschieber sorgen sowohl in Seiten- als auch in Rückenlage für eine entspannte Liegeposition.
Der Mensch ist das Maß. Damit
Bei der Fachberatung ermittelt „dormabell“-Experte Thomas Erler die individuellen „Schlafmaße“
Guter Schlaf ist Einstellungssache! Spürbar besser an den Körper anpassbar. Den dormabell Innova Rahmen stellen wir ganz individuell auf Ihre Körpermaße ein und kombinieren ihn mit der passenden Matratze zu Ihrem optimalen Bettsystem.
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Spürbar besser anpassbar!
Die moderne Lebensweise zwingt den Menschen immer mehr zum Sitzen – sei es bei der Arbeit, auf dem Weg dorthin oder zu Hause. Hinzu kommt, dass man die meiste Zeit des Tages in einer für den Rücken ungünstigen Haltung verbringt. Daran lässt sich nicht immer etwas ändern. Wohl aber kann man dafür sorgen, dass der Körper nachts entspannt und sich erholt.
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Schlafbedingungen zu schaffen, hat die Firma „dormabell“ ein Bettsystem entwickelt, das die
der Bettrahmen hält, was er verspricht, muss er individuell auf die persönlichen Schlafgewohnheiten eingestellt werden. Mithilfe eines „dormabell“-Messsystems werden die Körperkontur, die Körpergröße, das Gewicht und die bevorzugte Schlaflage erfasst. Die ermittelten Grunddaten und individuellen Feinabstimmungen führen so zu einem individuell perfekt angepassten Bettsystem: Rahmen und Matratze, die bestens aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig ergänzen.
Fachberatung und Probeliegen. Die Qualitätsbettsysteme von „dormabell“ sind im Brixner Fachgeschäft Betten Erler erhältlich. Hier kann man sich nicht nur informieren, sondern nach Terminvereinbarung auch gleich die persönlichen Schlafbedingungen ermitteln und nach individueller Einstellung das „dormabell“-Bettsystem beim Probeliegen kennenlernen.
Entlastung Schonung Einsinken der Unterder der Schulter stützung der Knie Hüfte Wirbelsäule Das Vermessen erfolgt mit Hilfe des dormabell Messsystems, das gemeinsam mit dem ERGONOMIE INSTITUT MÜNCHEN entwickelt wurde.
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APOTHEKE PEER
Geschützt in den Sommer Um den Sommer in vollen Zügen zu genießen, sollte man den Sonnenschutz nicht vergessen.
Vorbeugen ist der beste Schutz.
Der beste Sonnenschutz besteht darin, sich so wenig wie möglich oder gar nicht direkter Sonnenbestrahlung auszusetzen, gefolgt vom „textilen Lichtschutz“, sowie einem rechtzeitigen und großzügigen Auftragen von geeigneten Sonnenschutzmitteln. Gerade zur Mittagszeit, wenn die Strahlungsintensität am größten ist, meidet man am besten ganz die Sonne. Säuglinge und Kleinkinder unter einem Jahr sollten erst gar nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Einen hervorragenden Schutz bieten sonnendichte Kleidung sowie ein Hut mit breiter Krempe. Die von der Kleidung unbedeckten Stellen sollten hingegen am besten eine halbe Stunde vor Aufenthalt im Freien mit einem ausreichend wirksamen Sonnenschutzmittel versehen werden. Die Wirksamkeit des Sonnenschutzproduktes wird dabei durch den Lichtschutzfaktor bestimmt: Ein hoher Lichtschutzfaktor steht für hohe Schutzwirkung, ein niedriger für einen entsprechend geringeren Schutz. Welcher Lichtschutzfaktor jeweils am besten geeignet ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Exponierte „Sonnenterrassen“ des Körpers, wie Nase, Ohren, Schultern, Dekolleté und Fußrücken, sollten wiederholt mit Sonnenschutzmittel versehen werden.
Auf die Menge kommt es an. Als Faustregel gilt: Mindestens 25 ml Sonnenmilch/-gel sollten pro
Ganzkörperanwendung und Tag aufgetragen werden. Mehrmaliges Nachcremen hält den Lichtschutz aufrecht, verlängert jedoch nicht die Schutzwirkungszeit. Ist der Lichtschutzfaktor ausgereizt, hilft kein Nachcremen mehr. Für diesen Tag gilt: Raus aus der Sonne. Nach jedem Baden und Abtrocknen sollte das Sonnenschutzmittel erneut aufgetragen werden – selbst dann, wenn es als wasserfest gekennzeichnet ist.
VORTRAG
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VITAMIN D UND SONNE Das richtige Gleichgewicht. Dr. Susanne Reiffenstuhl in der Apotheke Peer.
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Bei Sonnenbrand kühlen. Soll-
ten alle guten Vorsätze nichts geholfen haben, gilt bei einem Sonnenbrand als erste Maßnahme: Kühlung! Bei einem leichten Sonnenbrand ohne Blasenbildung reicht es, mit kühlem Leitungswasser getränkte Baumwolltücher aufzulegen oder kühlende Sprays mit Thermalwasser aus der Apotheke zu verwenden. Vorsicht ist bei einer Anwendung mit Eiswürfeln und Kühlkissen geboten: Eine andauernde Kälte kann das Gewebe schädigen. Bei kleinflächiger Ausprägung helfen auch rezeptfreies Brand- und Wundgel oder -salben mit Harnstoff oder Glycerol, sterilem Thermalwasser oder pflanzlichen Inhaltsstoffen aus Arnika oder Ringelblume. Niedrig dosierte HydrocortisonPräparate lindern den Juckreiz und den Schmerz. Rezeptfreie Schmerzmittel zum Einnehmen mit Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen bekämpfen Schmerz und Entzündung von innen. Die durch den Sonnenbrand angegriffene Hautbarriere kann mit pflegenden Öl-in-Wasser(O/W)-Zubereitungen wieder stabilisiert werden. Hierzu eignen sich spezielle Cremes, Lotionen und Schaumsprays aus der Apotheke. Durch die Verdunstungskälte des Wassers kühlen sie, während die darin enthaltenen Fette die Haut regenerieren. Zusätze wie Dexpanthenol fördern zudem die Wundheilung.
SONDERAUSSTELLUNG PHARMAZIEMUSEUM BRIXEN 17. MAI BIS 20. SEPTEMBER 2014
„continuare – weiter wirken“ Christa Manz-Dewald Eine künstlerische Betrachtung zum Thema Kontinuität, über das Wirken von Zeit und Erinnerung mit Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
SERVICE
SONNENSCHUTZEMPFEHLUNG bis 20.06.14, mit Voranmeldung, Dauer ca. 10 Minuten.
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Bei der Wahl eines geeigneten Sonnenschutzes empfiehlt es sich, sich an der Intensität des Aufenthaltes im Freien und am individuellen Hauttyp zu orientieren. Die Apotheke Peer bietet hierzu fachkundige Beratung sowie eine große Auswahl an Sonnenschutzmitteln. Auf Wunsch wird der Melaningehalt der Haut gemessen und eine individuelle Sonnenschutzempfehlung erstellt.
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Foto: Thomas Gruener
Die Bürger von Brixen und Vahrn schätzen die Nähe einer attraktiven Sommerdestination sehr und sind treue und begeisterte Besucher der Plose. Dank der Plose Summercard steht einem Sommer voller Bergerlebnisse nichts mehr im Weg. Die unterschiedlichen Angebote wurden verbessert und ausgebaut. Die Besucher dürfen sich auf einige Überraschungen freuen: So können beispielsweise auch beim beliebten Familienrundwanderweg WoodyWalk einige neue Attraktionen entdeckt werden.
Foto: Angerer Leonhard
E-Bikes und Mountaincarts. Eine
Mit Geocaching auf Schnitzeljagd. In Zeiten des GPS wird die Schnitzeljagd zum Geocaching64
Sommerhighlights auf der Plose Geführte Wanderungen Von Juli bis Ende September bietet der Tourismusverein Brixen geführte Wanderungen an. Treffpunkt ist jeden Dienstag um 10 Uhr an der Bergstation der Plose Kabinenbahn. Kostenbeitrag: 15 ¤ pro Person, für Kinder bis 14 Jahre 8 ¤, mit der Brixen-Card kostenlos. Anmeldung im Tourismusverein Brixen unter der Telefonnummer 0472 836401. Dolomiten-Panoramaweg: 1. und 22. Juli, 12. August, 2. und 23. September Drei-Gipfel-Tour: 8. und 29. Juli, 19. August, 9. und 30. September Brixner Höhenweg: 15. Juli, 5. und 26. August, 16. September Sonnenaufgang auf dem Gabler am 2., 9., 16., 23. und 30. August. Infos und Anmeldung bei der Rossalm unter der Telefonnummer 0472 521326 Geocaching mit Begleitung am 11., 18., 25. Juli und 1., 8., 15., 22. und 29. August
Foto: Thomas Gruener
Neuheit, die im Sommer auf die zahlreichen Besucher wartet, sind die Mountainbikes und E-Bikes, die an der Bergstation ausgeliehen werden können. Dadurch bietet sich eine tolle Gelegenheit, einmal in die Gampenwiesen und auf das Putzjoch zu fahren und die Dolomiten in atemberaubender Panoramafahrt zu erkunden. Dank der E-Bikes ist es auch für ungeübte Radfahrer einfach, den Berg auf zwei Rädern zu erobern. Für Spaß sorgen außerdem die beliebten Mountaincarts. Diese werden von 7. Juni bis 28. September dienstags, donnerstags und sonntags verliehen; zudem täglich in der Woche vom 10. bis 17. August. Weitere Infos dazu gibt es beim Sportservice Erwin Stricker unter der Handynummer 329 5943359. Dort erhält man heuer erstmals auch eine ganze Reihe von praktischen Ausstattungsgegenständen wie beispielsweise Roller, Kinderwagen und Tragerucksack. Im neuen Infocenter an der Bergstation bekommen Interessierte außerdem allerlei Informationen rund um die verschiedenen Angebote für ein unvergessliches Erlebnis auf der Plose.
info
Abenteuer. Das Spiel bleibt dasselbe, auch wenn sich die Modalitäten heuer etwas geändert haben: Gesucht werden – mithilfe eines GPS-Gerätes – kleine Behälter mit Überraschungsinhalt. Die Plose bietet sowohl GPSGeräte zum Ausleihen als auch Einführungen ins Geocaching. Treffpunkt dafür ist der Geocacher-Stammtisch im Bergrestaurant Kreuztal an jedem Freitag im Juli und August.
Die Plose auf zwei Rädern Verleih von Mountainbikes und E-Bikes direkt an der Bergstation Veranstaltungen So. 22.06.: Knödelsonntag. Am Abend Gasthaustheater im Bergrestaurant Kreuztal. Anmeldungen und Infos unter der Telefonnummer 348 7321320 Sa. 28.06.: 5. Brixen Dolomiten Marathon So. 20.07.: Geocaching-Event So. 27.07.: Familiensonntag So. 03.08.: Konzert der Musikkapelle St. Andrä um 15 Uhr in Kreuztal So. 24.08.: Knödelsonntag So. 31.08.: Almumtrieb von der Hinteren Alm zur Rossalm So. 07.09.: Plose Juchizer 25.-28.09.: Mountainbike Testival in Brixen Kindertag: An jedem Freitag im Juli und August bei der Plosehütte, der Rossalm, bei der Pension Geisler und beim Bergrestaurant Kreuztal. Weitere Informationen zu den Wanderungen und Veranstaltungen gibt es unter 0472 200433, per E-Mail an info@plose.org oder auf der Homepage www.plose.org.
Foto: Thomas Gruener
Bewährte Highlights, neue Angebote sowie neue Öffnungszeiten der Kabinenbahn machen auch in diesem Sommer die Plose zum Erlebnisberg.
Extra
Freizeit & Erholung
Bergerlebnisse auf der Plose
PLOSE
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Impressum vermacht: für die Armen Kr. 300, für den Pfründnerfonds Kr. 500, für den Leo-Waisenhausfonds, Kr. 1500, für den Spitalbaufonds Kr. 2000.
Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Hanna Hofer (hh) Barbara Fuchs (bf) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 25. Juni 2014 Nächster Redaktionsschluss: 10. Juni 2014 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info
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Das große Brixener Frühlingsfest
Mai 1914
Bevorstehende Eröffnung des Krankenhauses Dienstag, 5. Mai 1914 Am 1. Mai haben die ehrw. Kreuzschwestern, denen die Pflege der Kranken und die Hauswirtschaft übertragen wurde, ihren Einzug in das neue Krankenhaus und Sanatorium der Stadt Brixen gehalten. In ungefähr 14 Tagen wird das Haus soweit fertiggestellt sein, um in vollem Umfange den Betrieb aufnehmen zu können. Die feierliche Einweihung wird Mitte Juni erfolgen. Mit den Vorarbeiten für diesen festlichen und bedeutungsvollen Tag wird ein eigenes Festkomitee betraut werden. Die Besichtigung des Hauses kann nun mehr von 2 bis 4 Uhr nachmittags, an Sonntagen von 1 bis 7 Uhr erfolgen u. zw. womöglich in Gruppen von zirka 12 Personen. Es wird gebeten, die Gegenstände nicht zu berühren! – In der letzten Bürgerausschußsitzung ist u. a. auch die Anstellung zweier Assistenzärzte erfolgt; als solche wurden die Herren Dr. Karl Innerhofer, Meran, und Dr. Franz Otter, Hall, bestellt.
Wassermisere in Milland Samstag, 16. Mai 1914 Anschließend an die Schilderung der Feierlichkeiten in Milland, welch letztere vergangenen Sonntag anlässlich der Brunnenweihe dort stattfand, möge öffentlich erwähnt werden, daß die Wasserkalamität mit dieser neuen Leitung noch durchaus nicht behoben erscheint. Es läuft zwar dermalen Wasser in Fülle, aber dasselbe besitzt schon seit fast zwei Jahren die unangenehmen Launen des gegenwärtigen Maiwetters. Bei Sonnenschein gibt’s klares Wasser, bei Regenwetter finden wir dasselbe konstant wie das braungefärbte Wetterwasser des Eisacks voller Schmutz und Unrat. Mündliche
Dienstag, 19. Mai 1914 Klagen über diese leidige Tatsache bei der löbl. Gemeindevorstehung haben bislang keine Früchte gezeitigt; da wird man stets vertröstet mit der schönen Rede: „Das Uebel ist nun schon behoben.“ Doch beim nächsten Regen läuft abermals die braune Suppe. Es wäre daher gewiß im Interesse der Gemeinde und ihrer Bewohner gelegen, wenn sich die kompe-
tente Behörde einmal eingehend dieser Misere annehmen möchte, ehevor weitere unliebsame Dinge zum Vorschein kommen.
Folgen von Fundverheimlichung Samstag, 2. Mai 1914
Das große Brixener Frühlingsfest wird wie alljährlich, auch heuer wieder abgehalten, und zwar am Pfingstmontag, 1. Juni. Die beliebte Veranstaltung wird den reizvollen Charakter eines Seefestes tragen, nachdem es durch die Zuvorkommenheit des Fischzuchtvereins gelungen ist, als Festplatz das „große Wasser“,
den Fischzuchtteich, samt den ausgedehnten Ufern zu erlangen. Die in umfangreichem Rahmen gehaltenen Vorarbeiten werden in vollem Umfang in den nächsten Tagen aufgenommen. Das heurige Frühlingsfest dürfte voraussichtlich alle seine Vorgänger an Darbietungen origineller Natur übertreffen.
Die Dienstmagd Theresia Dorfmann aus Sankt Andrä bei Brixen fand im Februar auf der Reichsstraße gegen Brixen eine dem Winklerbauern Johann Helfer gehörige Brieftasche mit Kr. 500 Inhalt; anstatt den Fund zur Anzeige zu bringen, verbrauchte sie das Geld für sich. Das k. k. Kreisgericht Bozen verurteilte die Dorfmann zu drei Monaten Kerkers.
Vermächtnisse des Altbürgermeisters Dr. Guggenberg Dienstag, 12. Mai 1914 Der verstorbene Altbürgermeister Dr. Otto v. Guggenberg hat der Stadt Brixen folgende Legate
Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.
DER SOMMER IST DA! SUMMERCARD • ERWACHSENE 150 € • SENIOREN UND JUGENDLICHE 130,50 € (BRIXEN UND VAHRN 111 €)
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(BRIXEN UND VAHRN 291 €)
1 SAISON VOLLER SPASS Bis 7. September scheint Ihnen auf der Liegewiese der Acquarena in Brixen die Sonne auf den Bauch. Abkühlung bieten Sportbecken, Spaßbecken und Kinderbecken.
SUMMERCARD Mit der Eröffnung der Freibadsaison am 7. Juni treten die neuen, oben angeführten, Sommerpreise in Kraft; bis dahin gelten die alten Preise. Reduzierte Preise genießen Ansässige der Gemeinden Brixen und Vahrn.
NEUE ANGEBOTE In diesem Jahr gibt es eine kombinierte Sauna-Pool-Summercard! Sie gilt bis 7. September. Erwachsene zahlen 260 Euro, Kinder 234 Euro. Erwachsene erhalten außerdem eine 10-Punktekarte fürs Schwimmbad zum Preis von 40 Euro; gültig vom 7. Juni bis 7. September, und zwar täglich für 1½ Stunden von 18.30 Uhr bis 22 Uhr.
BALLSPIELE Die Acquarena hat das Beachvolleyballfeld und den Sandfußballplatz erneuert. Interessierte können die Plätze mit einer eigenen, nach Stunden gestaffelten Eintrittskarte nutzen, bis 6. Juni zu jeder Zeit, in der Sommersaison dienstags und donnerstags ab 18 Uhr, an allen anderen Tagen ab 20 Uhr. Zur Reservierung reicht die Bezahlung einer Kaution von 10 Euro. Und: Jeder neunte Eintritt ist kostenlos!
GUTE UNTERHALTUNG Montags bis freitags vom 16. Juni bis 23. August kümmert sich eine Animateurin um Fitness und Gaudi der großen und kleinen Gäste: mit Morgenstretching und Wassergymnastik, Boccia- und Gesellschaftsspielen und einem eigenen Kinderprogramm. Und in der neu eingerichteten Seniorenecke treffen sich Gleichgesinnte zum Watten, Brettspiel und nettem Zeitvertreib. In der Acquarena sind Sie – im besten Sinne – nie allein!
SÄMTLICHE MÜLLSAMMELFAHRZEUGE: KLASSE
EURO 5
BALD 1 FAHRZEUG DER KLASSE
EURO 6
1 WICHTIGER BEITRAG ZUR SCHADSTOFF -
REDUZIER-
UMWELTSCHUTZ
Die Stadtwerke Brixen AG investiert in einen modernen und umweltschonenden Fuhrpark.
NEUE MÜLLFAHRZEUGE Seit kurzem sind in Brixen nur mehr Müllsammelfahrzeuge der Euro-Klasse 5 im Einsatz. Dieselmotoren dieser Schadstoffklasse setzen kein Kohlenmonoxid frei. Noch in diesem Jahr wird die Stadtwerke Brixen AG ein Müllsammelfahrzeug der Euro-Klasse 6 in Betrieb nehmen und damit weiter zur Schadstoffreduzierung beitragen.
UNG
HUMOR
Eine launige Sommernacht erwartet Sie am Freitag, 27. Juni, im Forum Brixen.
„DIE ZWOA“ Ab 20.30 Uhr stehen Manfred Zöschg, alias Luis, und Thomas Hochkofler, alias der Hausmeister, wieder gemeinsam auf der Bühne. Karten erhalten Sie in allen Athesia-Buchhandlungen.
Stadtwerke Brixen AG Alfred-Ammon-Str. 24 39042 Brixen Tel. 0472 823 500
Forum Brixen Romstraße 9 39042 Brixen Tel. 0472 275 588
Acquarena Altenmarktgasse 28/b 39042 Brixen Tel. 0472 268 433
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BRIXEN - 360° Die Wohnanlage 360° entsteht in zentraler Lage in unmittelbarer Nähe des Brixner Krankenhauses. Verkehrsberuhigt und in sonniger Lage. Die Altstadt ist fußläufig zu erreichen und die Geschäfte in Rosslauf sowie die Schulen sind angrenzend. Das Wohnhaus wird in Klimaklasse „A“ ausgeführt. Eine moderne, zeitgemäße Architektur rundet die gelungene Wohnanlage ab. Der Verkauf erfolgt direkt vom Bauherrn und ist für den Käufer provisionsfrei. Infos in unserem Büro oder unter www.sader.it
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